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«Endlich unendlich» – Abokonzert Kammerorchester Basel | Abendprogramm

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Clariant Weihnachtskonzert

Mo 18.12.2023 – 19.30 Uhr Di 19.12.2023 – 19.30 Uhr Stadtcasino Basel

www.kammerorchesterbasel.ch

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WHAT ARE WE HERE FOR?

Greater chemistry Greater chemistry is a promise. A promise to ourselves and to the world. To never stand still. To reflect achievements. It’s a promise to strive for a future worth living, for harmonious coexistence, and for greater solutions with a greater impact, Greater chemistry – between people planet. That is our purpose. That is how we are measured.

Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich 2 RZ03_Cla_Anzeige_128x190.indd 6

13.04.23 16:02


Vorwort

Musik als Hoffnungsträger Als Georg Friedrich Händel das Oratorium «Messiah» im Jahre 1741 komponierte, tobte in Europa der Erste Schlesische Krieg. Heute, knapp drei Jahrhunderte später, ist unser Kontinent durch einen neuen brutalen Angriffskrieg geConrad Keijzer © zVg schockt, dessen negative Auswirkungen auf der ganzen Welt zu spüren sind. Gerade jetzt, da die Zusammenarbeit unter den Ländern der Welt unerlässlich ist, um die mit dem Klimawandel einhergehenden grossen Herausforderungen der Menschheit gemeinschaftlich anzugehen und zu lösen, erleben wir die Renaissance einer längst überwunden geglaubten Spaltung in politische und ideologische Blöcke. Nicht nur in der Ukraine sterben unschuldige Menschen, sondern auch auf beiden Seiten des wieder aufgeflammten Nahostkonfliktes. In solchen Zeiten kommt der Musik eine besondere Aufgabe zu: Sie kann mehr als nur Trost spenden oder uns vorübergehend von der mental schwer zu bewältigenden Wirklichkeit ablenken. Sie kann uns auch Hoffnung schenken, indem sie uns beispielhaft vor Augen führt, wieviel Schönheit und Harmonie aus dem Zusammentun verschiedener Menschen hervorgehen kann. Kein Instrument, keine Stimme ist identisch. Verschiedene Töne fügen sich scheinbar natürlich zu einem harmonischen Ganzen. In Wahrheit stehen hinter diesem Ergebnis ein grosses musikalisches Verständnis und die Fähigkeit, diesem in einer Komposition Ausdruck zu verleihen. Was in der Musik möglich ist, muss auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft möglich sein. Wir als Clariant treiben den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zum Wohle unserer Welt aktiv voran. Als global tätiges Unternehmen sind wir dabei auf die Harmonie und das friedliche Miteinander der Völker angewiesen, um erfolgreich zu sein. Auch deshalb hoffen wir, dass die Kriege in der Welt ein rasches Ende finden werden. Die Weihnachtszeit ist die Zeit der Besinnung und des Friedens. Nie war es uns als Unternehmen mit Basler Wurzeln darum so wichtig wie heute, das kulturelle Angebot in der Region zu fördern. Seit 2009 unterstützen wir das renommierte Kammerorchester Basel und seit 2014 auch das Weihnachtskonzert. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend mit dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Francesco Corti und ein friedliches und besinnliches Weihnachtsfest. Conrad Keijzer CEO Clariant

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Besetzung

Francesco Corti Cembalo und Leitung Alina Wunderlin Sopran Helena Rasker Alt Thomas Walker Tenor Yannick Debus Bass Tölzer Knabenchor Einstudierung Stellario Fagone und Gerhard Jacobs Kammerorchester Basel Oboe Viola Thomas Meraner Francesco Capraro

Fagott

Letizia Viola

Trompete Simon Lilly Christian Bruder

Violine 1

Daniel Bard Regula Schaer Valentina Giusti Fanny Tschanz Tamás Vásárhelyi

Violine 2

Antonio Viñuales Eva Miribung Mirjam Steymans-Brenner Nina Candik

Mariana Doughty Anne-Françoise Guezingar Bodo Friedrich

Violoncello

Martin Zeller Georg Dettweiler Hristo Kouzmanov

Kontrabass Stefan Preyer Niklas Sprenger

Pauken

Pablo Aparicio Escolano

Cembalo

Giorgio Paronuzzi Francesco Corti

Orgel

Sebastian Wienand

Theorbe Azul Lima

Stand 22.11.2023, Änderungen vorbehalten


Programm

18. und 19.12.2023 – 19.30 Uhr Stadtcasino Basel Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) Messiah HWV 56 (1742) Oratorium für Soli, Chor und Orchester 1. Teil

60'

Pause 2. Teil 3. Teil

90'

Konzertende ca. 22.30 Uhr Das Kammerorchester Basel ist mit diesem Programm auf Tournee: 23.12.2023 in Luzern, KKL

Hör-Impuls Im zweiten Teil des Werks steht die Arie Nr. 38 im punktierten SicilianoRhythmus, welche die Schritte der Friedensboten abbildet: «How beautiful are the feet of them that preach the gospel of peace» (Wie lieblich ist der Boten Schritt, sie künden Frieden uns an). Wir glauben förmlich die leichten Schritte der Friedensboten zu spüren. Und erkennen spontan, dass «Gospel» Frohbotschaft (Evangelium) bedeutet. Darauf möchten wir spontan einstimmen in den folgenden Chor: «Ihr Schall geht aus in jedes Land…»

Zum Hörbeispiel

Neben dem Hörbeispiel ist auch dieses Programmheft über den QR-Code abrufbar. 5


«Musik, die allen gefällt, die Ohren haben, zu hören» Komplimente zu erhalten, ist etwas Schönes. Ausser, wenn das Kompliment vergiftet ist. So muss es Georg Friedrich Händel empfunden haben, als ihn nach der Uraufführung seines Oratoriums «Messiah» in Dublin im April 1742 ein gewisser Lord Kinnoul ansprach und die «edle Unterhaltung» durch das soeben gehörte Werk lobte. Händel war nicht erfreut und sagte: «Ich würde bedauern, wenn ich meine Zuhörer nur unterhalten hätte, ich wünschte, sie besser zu machen.». Händels Reaktion zeigt schlagartig, dass es ihm um die moralische Wirkung ging und nicht um blossen Ohrenkitzel. Schliesslich hatte er sich mit dem «Messiah» die zentralen Motive des christlichen Glaubens vorgenommen: die Ankündigung, dass der Erlöser der Menscheit naht; die Geburt, das Leiden und Sterben von Jesus Christus; seine Auferstehung und die Überwindung des Todes. Wahrlich alles andere als unterhaltsame Themen! Vielleicht war besagter Lord Kinnoul nicht darüber informiert, dass es sich beim «Messiah» nicht um eine Oper, sondern um ein geistliches Oratorium handelte. Was wiederum verständlich ist, denn Händel war berühmt für seine meist italienischen Opern, die am Queen's und am King's Theatre und später am Covent Garden aufgeführt wurden. Durch sie wurde London in den 1720er Jahren zur europäischen Opern-Metropole.

Georg Friedrich Händel «Messiah», HWV 56 Besetzung Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor, 2 Oboen, 1 Fagott, 2 Trompeten, Pauken, Streicher, Cembalo, Orgel, Theorbe Entstehung 1741 Uraufführung 13. April 1742 in der Music Hall in der Fishacre Street in Dublin Dauer Ca. 150’

Das Queen’s Theatre (ab 1714 King’s Theatre) am Haymarket in London. Hier wurden die meisten Opern Händels aufgeführt, bevor es am 17. Juni 1789 von einem Feuer zerstört wurde. © Wikimedia Commons

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Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich


Ausserdem sind Oper und Oratorium Geschwister-Gattungen, und Händels Tonsprache ist in beiden Gattungen grundsätzlich dieselbe. Erst in unserer Zeit ist es üblich geworden, biblische Oratorien auf die Opernbühne zu bringen und zu inszenieren, als wären es Opern. In Basel unvergessen ist etwa Händels «Theodora» am Stadttheater in der wirkungsvollen Inszenierung von Herbert Wernicke (1994). Auch Händels Oratorium «Semele» hat den Weg auf die Opernbühne gefunden. Solche «Veroperungen» geistlicher Werke waren im 18. Jahrhundert undenkbar. Schon die Tatsache, dass Händel in den Dreissigerjahren mehrere Oratorien aufführte, die auf biblischen Stoffen beruhten, weckte den Protest seitens der anglikanischen Kirche. Erst recht blasphemisch wäre es gewesen, Jesus Christus auf die Bühne zu bringen; daher heisst das Werk «Messiah» und nicht «Christus» Um solchen Auseinandersetzungen mit puritanischen Kreisen aus dem Weg zu gehen, sprach Händel vorübergehend nicht vom «Messiah», sondern unverbindlich von «A New Sacred Oratorio». Wie aber kam es zum Textbuch des «Messiah»? Der Schriftsteller Stefan Zweig hat eine etwas romantisch angehauchte Erzählung mit dem Titel «Georg Friedrich Händels Auferstehung» verfasst, in welcher der Komponist und Opern-Unternehmer Händel, ein starker Mann mit Anfang fünfzig, in seinem Londoner Haus einen Schlaganfall erleidet. Nur dank der ärztlichen Kunst und heissen Bädern in Aachen überlebt er. Seine Schaffenskraft erholt sich langsam, und Händel kehrt an die Brooke Street 25 im Londoner Stadtteil Mayfair zurück, wo er 36 Jahre leben sollte. Als Händel zu Hause ankam, soll auf dem Tisch ein versiegeltes Päckchen gelegen haben, das der Dichter Charles Jennens für Händel deponiert hatte. Es enthielt – und damit erreicht die Erzählung von Stefan Zweig ihren dramatischen Höhepunkt – den Text zu «The Messiah», und schon ein Blick in die Dichtung verwandelte Händel. Je weiter er im Text las, desto klarer wurden seine musikalischen Gedanken. «O Glück, die Pforten waren aufgetan, er fühlte, er hörte wieder in Musik!», schreibt Stefan Zweig. Heute nimmt man an, dass nicht Jennens selbst, sondern sein Sekretär, der Kaplan Pooley, den Text zusammengestellt hatte. Natürlich ist das eine Legende, aber ein wahrer Kern steckt darin: Händel vertonte die Textworte in der unglaublich kurzen Zeit von drei Wochen. Ein halbes Jahr später fanden die ersten Aufführungen des «Messiah» in Dublin statt, und wenn wir Stefan Zweig glauben wollen, verzichtete der Komponist sogar auf das ihm zustehende Honorar. Die Einnahmen der drei Aufführungen im April 1742 sollten 7


Gefangenen und Kranken zugute kommen. An den Worten des irischen Bischofs Dr. Edward Synge kurz nach der Uraufführung dürfte kein Zweifel aufkommen: «Diese Musik scheint sich von jeder anderen zu unterscheiden, und das ist so bemerkenswert daran. Die Komposition ist meisterhaft und kunstvoll, doch gleichzeitig ist die Harmonie so grossartig und offen, dass sie allen gefällt, die Ohren haben, zu hören, ob gebildet oder ungebildet.» Obwohl sich der Textdichter und der Komponist fast sklavisch an die biblischen Texte anlehnten, gab es nach der Uraufführung des «Messiah» Beschwerden von frommen Zeitgenossen. Nach der Aufführung des «Messiah» in London 1743 schrieb ein Leser des «Universal Spectator», er sei zwar ein Musikfreund und liebe insbesondere Händels Musik, doch sei ein Theater nicht der geeignete Ort für die Aufführung eines solchen Werks. Der Mann fürchtete, das Ansehen Englands würde durch solche Aufführungen religiöser Stücke in weltlichen Theatern Schaden erleiden. Auf diese ersten Londoner Aufführungen geht der Brauch zurück, dass sich der König und mit ihm das ganze Publikum zum «Halleluja»-Chor erhebt. In England setzte sich der Brauch durch, das Oratorium jedes Jahr nicht nur in London, sondern auch in Oxford, Dublin, Bath, Bristol und Hereford aufzuführen. 1768 folgten erste Aufführungen in italienischer Sprache in Florenz, danach in deutscher Übersetzung in Hamburg, Berlin, Weimar und Leipzig. Es dauerte nicht lange, bis Händels «Messiah» in ganz Europa bekannt war und zu festlichen Anlässen aufgeführt wurde. Diese Popularität hat sicherlich damit zu tun, dass der «Messiah» zentrale Inhalte des christlichen Glaubens in leicht nachvollziehbarer Form thematisiert: im ersten Teil die Weissagungen über das Kommen des Erlösers und ihre Erfüllung; im zweiten den Weg von Jesus Christus durch das Leiden und Sterben bis zur Himmelfahrt sowie den Sieg des Christentums gegen seine Feinde; im dritten, kürzesten Teil schliesslich die Rolle des Messias' im Leben nach dem Tod. Die ersten Aufführungen des Oratoriums seit der Uraufführung in Dublin 1742 wurden vom Komponisten selbst geleitet; da Händel um 1752 erblindete, überliess er die Leitung einem Assistenten. So rund und geschlossen uns dieses Werk heute auch erscheint, so sehr war Händel immer wieder zu pragmatischen Änderungen bereit. Wie damals üblich, änderte er manche Arien, wenn die Umstände es erforderten. So schrieb er eigens für die Altistin Susannah Maria Cibber einige für Sopran komponierte Arien um und versetzte sie in die Altlage, so etwa das Rezitativ «Then shall the eyes» und das Duett «He shall feed His flock» im ersten Teil des Werks. 8

Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich


So kommt es, dass der «Messiah» nicht in einer einzigen Werkgestalt existiert, sondern in einer Vielzahl voneinander mehr oder weniger stark abweichender Fassungen. So ist etwa die Arie «How beautiful are the feet» in nicht weniger als fünf Versionen überliefert, bald als Solo-Arie für Sopran, dann für Alt oder Countertenor oder als Duett mit Chor. Auch die Tonarten sind unterschiedlich, und selbst der Text ist nicht ganz einheitlich: Einmal lautet er nach dem Brief des Paulus an die Römer «the feet of them...», womit die Gläubigen insgesamt gemeint sein dürften. Dann wieder «the feet of Him…», womit zweifellos der Messias gemeint ist. Allgemein durchgesetzt hat sich die Londoner Fassung von 1750 mit dem Plural («of them…»). Eine wichtige Rolle in der Erfolgsgeschichte dieses Werks spielte die Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart. Zwei Jahre vor seinem Tod erweiterte er den Part der Flöten, Oboen und Klarinetten und ging von einer deutschsprachigen Textfassung aus. Seither gibt es zwei Versionen. In England kamen wahre Massenbesetzungen mit 500 bis über 1000 Mitwirkenden auf. Zu Händels 100. Todestag im Jahr 1859 soll im Londoner Crystal Palace ein 2700 Stimmen zählender Chor gesungen haben. Sowohl die deutsche Mozartfassung mit ihrem weicheren Klang als auch solche Monumentalaufführungen sind heute der schlankeren Originalfassung in englischer Sprache gewichen. So spiegelt die Geschichte von Händels «Messiah» auch den Wandel in der Auffassung der Barockmusik. Sigfried Schibli

«Das Wort war Ton geworden, unverwelklich blühte und klang, was eben noch trockne, dürre Rede gewesen.» – aus: Stefan Zweig «Sternstunden der Menschheit. Georg Friedrich Händels Auferstehung»

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Libretto PART THE FIRST

ERSTER TEIL

1. Sinfony Grave

Sinfonia

2. Accompagnato (Tenore) – Isaiah 40: 1–3 Comfort ye, comfort ye my people,saith your God.Speak ye comfortably to Jerusalem, and cry unto her, that her warfare is accomplish’d, that her iniquity is pardon’d. The voice of him that crieth in the wilderness: Prepare ye the way of the Lord; make straight in the desert a highway for our God.

Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott. Redet freundlich, Boten, mit Jerusalem, und prediget ihr, dass die Knechtschaft nun zu Ende und ihre Missetat vergeben. Vernehmt die Stimme des Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg, und ebnet durch Wildnis ihm Pfade, unserm Gott.

3. Air (Tenore) – Isaiah 40: 4 Ev’ry valley shall be exalted, and ev’ry mountain and hill made low; the crooked straight, and the rough places plain.

Alle Tale macht hoch erhaben, und alle Berge und Hügel tief, das Krumme grad und das Rauhe macht gleich.

4. Chorus – Isaiah 40: 5 And the glory of the Lord shall be revealed. And all flesh shall see it together, for the mouth of the Lord hath spoken it.

Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn wird offenbaret. Alle Völker werden es sehen, Da es Gott unser Herr verheissen hat.

5. Accompagnato (Basso) – Haggai 2: 6–7 Thus saith the Lord, the Lord of Hosts: Yet once, a little while, and I will shake the heav’ns and the earth, the sea and the dry land, and I will shake all nations; and the desire of all nations shall come.

So spricht der Herr, Gott Zebaoth: Noch eine kleine Zeit, und ich beweg den Himmel und die Erde, das Meer und das Trockne,und ich beweg die Menschheit. Dann wird der Trost aller Völker erscheinen.

– Malachi 3: 1 The Lord, whom ye seek, shall suddenly come to His temple; ev’n the messenger of the Covenant, whom ye delight in, behold, He shall come, saith the Lord of Hosts.

Der Herr, den ihr sucht, kommt plötzlich zu seinem Tempel; und der Engel des neuen Bundes, des ihr begehret, steht auf, er erscheint, so spricht Gott der Herr.

6. Air (Alto) – Malachi 3: 2 But who may abide the day of His coming; and who shall stand when He appeareth? For He is like a refiner’s fire.

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Doch wer wird ertragen den Tag seiner Ankunft, und wer besteht, wenn Er erscheinet? Denn Er entflammt wie des Läuterers Feuer.

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7. Chorus – Malachi 3: 3 And He shall purify the sons of Levi, that they may offer unto the Lord an offering in righteousness.

Und er wird reinigen und läutern das Volk des Bundes, auf dass es bringe Gott seinem Herrn ein Opfer in Gerechtigkeit und Heiligkeit.

8. Recitative – Isaiah 7: 14 Behold, a virgin shall conceive and bear a Son, and shall call His name Emmanuel, «God with us».

Denn sieh, der Verheissene des Herrn erscheint auf Erden, und sein Name heisst Emanuel, «Gott mit uns».

9. Air (Alto) and Chorus – Isaiah 40: 9 O thou that tellest good tidings to Zion, get thee up into the high mountain, o thou that tellest good tidings to Jerusalem, lift up thy voice with strength, lift it up, be not afraid, say unto the cities of Judah: Behold your God!

O du, die Wonne verkündet in Zion, steig empor zur Höhe der Berge, o du, die Gutes verheisset Jerusalem, erheb dein Wort mit Macht, ruf es laut und sei getrost, verkünde den Städten des Landes: Er kommt, dein Gott!

– Isaiah 60: 1 Arise, shine, for thy light is come, and the glory of the Lord is risen upon thee.

Steh auf, strahle, denn dein Licht ist nah, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.

O thou that tellest good tidings to Zion, arise, shine, for thy light is come, and the glory of the Lord is risen upon thee.

O du, die Wonne verkündet in Zion, steh auf, strahle, denn dein Licht ist nah, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.

10. Accompagnato (Basso) – Isaiah 60: 2–3 For behold, darkness shall cover the earth, and gross darkness the people; but the Lord shall arise upon thee, and His glory shall be seen upon thee. And the Gentiles shall come to thy light, and kings to the brightness of thy rising.

Denn blick auf, Finsternis deckt alle Welt, dunkle Nacht alle Völker. Doch über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet vor dir. Und die Heiden wandeln im Licht, und Könige im Glanze deines Aufgangs.

11. Air (Basso) – Isaiah 9: 2 The people that walked in darkness have seen a great light. And they that dwell in the land of the shadow of death, upon them hath the light shined.

Das Volk, das da wandelt im Dunkel, es sieht ein grosses Licht. Und die da wohnen im Schatten des Todes, ein strahlend Licht bescheinet sie.

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12. Chorus – Isaiah 9: 6 For unto us a Child is born, unto us a Son is given, and the government shall be upon His shoulder; and His name shall be called: Wonderful, Counsellor, The Mighty God, The Everlasting Father, The Prince of Peace!

Denn es ist uns ein Kind geboren, uns zum Heil ein Sohn gegeben, und die Herrschaft ist gelegt auf seine Schulter, und sein Name soll heissen: Wunderbar, Herrlicher, der starke Gott, der Ewigkeiten Vater und Friedefürst!

13. Pifa Larghetto e mezzo piano 14. Recitative / Accompagnato (Soprano) – Luke 2: 8–9 There were shepherds abiding in the field, keeping watch over their flock by night. And lo, the angel of the Lord came upon them, and the glory of the Lord shone round about them, and they were sore afraid. 15. Recitative (Soprano) – Luke 2: 10–11 And the angel said unto them: Fear not, for behold, I bring you good tidings of great joy, which shall be to all people. For unto you is born this day in the city of David a Saviour, which is Christ the Lord.

Es waren Hirten beisammen auf dem Felde, die hüteten ihre Herden des Nachts. Und siehe, der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich sehr.

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Ich bringe frohe Kunde von dem Heil, das da ward allen Völkern. Denn euch ist heut in Davids Stadt der Heiland geboren, der Heiland, welcher ist Christus der Herr.

16. Accompagnato (Soprano) – Luke 2: 13 And suddenly there was with the angel a multitude of the heavnly host, praising God, and saying:

Und alsobald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:

17. Chorus – Luke 2: 14 Glory to God in the highest, and peace on earth, goodwill towards men.

Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und allen Menschen Heil.

18. Air (Soprano) – Zecharaiah 9: 9–10 Rejoice greatly, O daughter of Zion, shout, O daughter of Jerusalem, behold, thy King cometh unto thee, He is the righteous Saviour, and He shall speak peace unto the heathen. 12

Erwache, frohlocke, o Tochter von Zion, auf, du Tochter von Jerusalem, blick auf, dein König kommt zu dir. Er ist der rechte Helfer, und bringet Heil allen Völkern.

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19. Recitative (Alto) – Isaiah 35: 5–6 Then shall the eyes of the blind be open’d, and the ears of the deaf unstopped; then shall the lame man leap as an hart, and the tongue of the dumb shall sing. 20. Duet (Soprano, Alto) – Isaiah 35: 5–6 He shall feed His flock like a shepherd, and He shall gather the lambs with his arm, and carry them in His bosom, and gently lead those that are with young.

Dann wird das Auge des Blinden sich auftun, und das Ohr des Tauben wird hören; dann springet der Lahme wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird singen.

Er weidet seine Herde, dem Hirten gleich, und heget seine Lämmer so sanft in seinem Arm; er nimmt sie mit Erbarmen auf in seinen Schoss, und leitet sanft, die in Nöten sind.

– Matthew 11: 28–29 Come unto Him, all ye that labour; come unto Him that are heavy laden, and He will give you rest. Take His yoke upon you, and learn of Him, for He is meek and lowly of heart,and ye shall find rest unto your souls.

Kommt her zu ihm, die ihr mühselig seid, kommt her zu ihm, mit Traurigkeit Beladne, er spendet süssen Trost. Nehmt sein Joch auf euch, und lernet von ihm, denn er ist sanft und demutvoll, so findet ihr Ruh und Seelenheil.

21. Chorus – Matthew 11: 30 His yoke is easy, His burthen is light.

Sein Joch ist sanft, die Last ist leicht.

Die heilige Familie auf einem Kirchenfenster © pexels-pixabay 13


PART THE SECOND

ZWEITER TEIL

22. Chorus – John 1: 29 Behold the Lamb of God, that taketh away the sin of the world.

Seht an das Gotteslamm, es trägt in Geduld die Sünde der Welt.

23. Air (Alto) – Isaiah 53: 3, 53: 6 He was despised and rejected of men, a man of sorrows, and acquainted with grief. He gave His back to the smiters, and His cheeks to them that plucked off the hair. He hid not His face from shame and spitting. 24. Chorus – Isaiah 53: 4–5 Surely, He hath borne our griefs and carried our sorrows; He was wounded for our transgressions, He was bruised for our iniquities; the chastisement of our peace was upon Him. 25. Chorus – Isaiah 53: 5 And with His stripes we are healed. 26. Chorus – Isaiah 53: 6 All we like sheep have gone astray; we have turned ev’ry one to his own way; and the Lord hath laid on Him the iniquity of us all.

Er ward verschmähet und verachtet, von allen verschmäht, ein Mann der Schmerzen und umgeben mit Qual. Den Rücken bot er den Peinigern, hielt die Wange dar der rohen Feinde Wut, er barg nicht sein Antlitz vor Schmach und Schande. Wahrlich, er trug unsre Qual und litt unsre Schmerzen; ward verwundet um unsre Sünde, ward zerschlagen um unsre Missetat, unsre Strafe liegt auf ihm zu unserm Frieden.

Durch seine Wunden sind wir geheilt.

Der Herde gleich, vom Hirten fern, so irrten wir zerstreut, und es wallte jeder seinen eignen Weg; doch der Ew’ge warf auf ihn unser aller Missetat.

27. Accompagnato (Tenore) – Psalm 22: 8 All they that see Him, laugh Him to scorn; they shoot out their lips, and shake their heads, saying:

Und alle, die ihn sehen, sprechen ihm Hohn, verspotten ihn frech, und schütteln das Haupt und sagen:

28. Chorus – Psalm 22: 8 He trusted in God that He would deliver Him, let Him deliver Him, if He delight n Him.

Er trauete Gott, der würd erretten ihn, so mag er retten ihn, hat er Gefallen an ihm.

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29. Accompagnato (Tenore) – Psalm 69: 20 Thy rebuke hath broken His heart; He is full of heaviness. He looked for some to have pity on Him, but there was no man, neither found He any to comfort Him.

Diese Schmach brach ihm sein Herz; er ist voll von Traurigkeit. Er schaute umher, ob ein Mitleid sich regte: aber da war keiner, da war auch nicht einer, zu trösten ihn.

30. Arioso (Tenore) – Lamentations 1: 12 Behold, and see if there be any sorrow like unto His sorrow!

Schau hin und sieh, wer kennet solche Qualen, schwer wie seine Qualen?

31. Accompagnato (Tenore) – Isaiah 53: 8 He was cut off out the land of the living; for the transgressions of Thy people was He stricken.

Er ist dahin aus dem Lande des Lebens, der um die Sünden seines Volkes ward geschlagen.

32. Air (Soprano) – Psalm 16: 10 But Thou didst not leave His soul in hell; nor didst Thou suffer Thy Holy One to see corruption.

Doch du liessest ihn im Grabe nicht; du wolltest nicht dulden, dass dein Heiliger Verwesung sähe.

33. Chorus – Psalm 24: 7–10 Lift up your heads, O ye gates, and be ye lift up, ye everlasting doors, and the King of Glory shall come in! Who is this King of Glory? The Lord strong and mighty, the Lord mighty in battle. The Lord of Hosts, He is the King of Glory.

Hoch tut euch auf, und öffnet euch weit, ihr Tore der Welt, denn der König der Ehren ziehet ein! Wer ist der König der Ehren? Der Herr, stark und mächtig, stark und mächtig im Streite. Gott Zebaoth, er ist der König derEhren.

34. Recitative (Tenore) – Hebrews 1: 6 Unto which of the angels said He at any time: Thou art My Son, this day have I begotten Thee?

Zu welchem von den Engeln hat jemals er gesagt: Du bist mein Sohn, und heut hab ich gezeuget dich?

35. Chorus – Hebrews 1: 6 Let all the angels of God worship Him.

Lasst alle Engel des Herrn preisen ihn.

36. Air (Alto) – Psalm 68: 19 Thou art gone up on high, Thou hast led captivity captive,and received gifts for men, yea, even for Thine enemies, that the Lord God might dwell among them.

Du fuhrest in die Höh, du hast gefangen das Gefängnis, du erwarbest Gnade für uns, ja selbst für deine Feinde, dass Gott der Herr stets wohne bei ihnen.

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37. Chorus – Psalm 68: 11 The Lord gave the word: great was the company of the preachers.

Der Herr gab das Wort: Gross war die Menge der Boten Gottes.

38. Aria (Soprano) – Romans 10: 15 How beautiful are the feet of them that preach the gospel of peace, and bring glad tidings of good things.

Wie lieblich ist der Boten Schritt, die Friedensbotschaft bringen, Botschaft von Erlösung.

39. Chorus – Psalm 19: 4 Their sound is gone out into all lands, and their words unto the ends of the world.

Ihr Schall gehet aus in jedes Land, und ihr Wort an alle Enden der Welt.

40. Air (Basso) – Psalm 2: 1–2 Why do the nations so furiously rage together, why do the people imagine a vain thing? The kings of the earth rise up, and the rulers take counsel together against the Lord, and against His Anointed.

Warum denn rasen und toben die Heiden im Zorne, und warum halten die Völker stolzen Rat? Die Kön’ge der Welt stehn auf, und die Fürsten entflammen in Aufruhr wider den Herrn und seinen Gesalbten.

41. Chorus – Psalm 2: 3 Let us break their bonds asunder, and cast away their vokes from us.

Lassest uns zerrissen ihr Bande und von uns werfen ihre Seile.

42. Recitative (Tenore) – Psalm 2: 4 He that dwelleth in heaven shall laugh them to scorn, the Lord shall have them in derision.

Der da thronet im Himmel, er lacht ihrer Wut; der Herr, er spottet ihres Grimmes.

43. Air (Tenore) – Psalm 2: 9 Thou shalt break them with a rod of iron, Thou shalt dash them in pieces like a potter’s vessel.

Du zerschlägst sie mit dem eisernen Zepter, du zerbrichst sie zu Scherben wie des Töpfers Gefässe.

44. Chorus – Revelation 19: 6, 11, 15, 19, 16 Hallelujah, for the Lord God Omnipotent reigneth. The kingdom of this world is become the Kingdom of our Lord and of His Christ, and He shall reign for ever and ever. King of Kings, and Lord of Lords. Hallelujah!

Hallelujah, denn Gott der Herr regieret allmächtig. Das Königreich der Welt ist fortan das Königreich des Herrn und seines Christ, und er regiert auf immer und ewig. Herr der Herrn, der Welten Gott. Hallelujah!

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Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich


PART THE THIRD

DRITTER TEIL

45. Air (Soprano) – Job 19: 25–26 I know that my Redeemer liveth, and that He shall stand at the latter day upon the earth. And tho’ worms destroy this body, yet in my flesh shall I see God.

Ich weiss, dass mein Erlöser lebet, und dass er erscheint am letzten Tage dieser Erd. Wenn Verwesung mir gleich drohet, wird dies mein Auge Gott doch sehn.

– 1. Corinthians 15: 20 For now is Christ risen from the dead, the first fruits of them that sleep.

Denn Christ ist erstanden von dem Tod, der Erstling derer, die schlafen.

46. Chorus – 1. Corinthians 15: 21–22 Since by man came death, by man came also the resurrection of the dead. For as in Adam all die, even so in Christ shall all be made alive.

Wie durch Einen der Tod: So kam durch Einen die Auferstehung von dem Tod. Denn wie durch Adam alles stirbt: Also lebt in Christo alles wieder auf.

47. Accompagnato (Basso) – 1. Corinthians 15: 51–52 Behold, I tell you a mystery; we shall not all sleep, but we shall all be chang’d in a moment, in the twinkling of an eye, at the last trumpet.

48. Air (Basso) – 1. Corinthians 15: 52–53 The trumpet shall sound, and the dead shall be rais’d incorruptible, and we shall be chang’d. For this corruptible must put on incorruption and this mortal must put on immortality. 49. Recitative (Alto) – 1. Corinthians 15: 54 Then shall be brought to pass the saying that is written: «Death is swallow’d up in victory.»

Vernehmt, ich künd ein Geheimnis an: Wir entschlafen nicht alle, doch werden wir alle verwandelt, und das plötzlich, in des Augenblickes Wehn, beim Schall der Posaune.

Sie schallt, die Posaun, und die Toten erstehn unverweslich, und wir werden verwandelt. Denn dies Verwesliche wird erstehn unverweslich, und dies Sterbliche wird verklärt zur Unsterblichkeit.

Dann wird erfüllt, was da geschrieben stehet: «Der Tod ist in den Sieg verschlungen.»

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50. Duet (Alto, Tenore) – 1. Corinthians 15: 55–56 O death, where is thy sting? O grave, where is thy victory? The sting of death is sin, and the strength of sin is the law.

O Tod, wo ist dein Stachel, o Grab, wo deine Siegesmacht? Des Todes Stachel ist die Sünde, und die Kraft der Sünde ist das Gesetz.

51. Chorus – 1. Corinthians 15:57 But thanks be to God, who giveth us the victory through our Lord Jesus Christ.

Drum Dank sei dir Gott, der uns den Sieg gegeben hat durch Christum unsern Herrn.

52. Air (Soprano) – Romans 8: 31, 33, 34 If God be for us, who can be against us? Who shall lay anything to the charge of God’s elect? It is God that justifieth. Who is he that condemneth? It is Christ that died, yea rather, that is risen again, who is at the right hand of God, who makes intercession for us.

53. Chorus – Revelation 5, 12–14 Worthy is the Lamb that was slain, and hath redeemed us to God by His blood, to receive power, and riches, and wisdom, and strength, and honour, and glory, and blessing. Blessing and honour, glory and pow'r be unto Him that sitteth upon the throne, and unto the Lamb, for ever and ever.

54. Chorus Amen.

Wenn Gott ist für uns, wer könnte uns schaden? Wer wird dann noch verklagen, die Er hat auserwählt? Hier ist Gott, der sie gerecht macht. Wer kann uns da verdammen? Hier ist Christ, der gestorben, ja vielmehr, der auferstanden vom Tod, der sitzet zur rechten Hand Gottes, bei dem er uns Gnade erwirkt.

Würdig ist das Lamm, das da starb, und hat versöhnet uns mit Gott durch sein Blut, zu nehmen Stärke, und Reichtum, und Weisheit, und Macht, und Ehre, und Hoheit, und Segen. Alle Gewalt, und Ehr, und Macht, und Lob, und Preis gebühret ihm, der sitzet auf seinem Thron und also dem Lamm, auf immer und ewig.

Amen.

Libretto von Charles Jennens nach Texten aus dem Alten und Neuen Testament Deutsch von Martin Luther, entnommen Lutherbibel, Ausgabe 1912

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Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich


Biografien Der Cembalist und Dirigent Francesco Corti wurde 1984 in Italien geboren. Er studierte Orgel in Perugia, dann Cembalo in Genf und Amsterdam. Als Solist und Dirigent trat er in Rezitalen und Konzerten in ganz Europa, Amerika, Asien und Neuseeland auf. Er wurde von Festivals wie der Mozartwoche, den Salzburger Festspielen, dem Musikfest Berlin, dem Bachfest Leipzig, dem Musikfest Bremen, dem Utrecht Early Music Festival und dem Francesco Corti © C. Doutre Festival Radio France in Montpellier eingeladen. Er ist in Sälen wie dem Salle Pleyel und dem Théâtre des Champs Elysées (Paris), Bozar (Brüssel), Konzerthaus (Wien), Philharmonie (Berlin und Hamburg), Mozarteum (Salzburg) und Concertgebouw (Amsterdam), Teatro Real (Madrid), Palau de la Música Catalana (Barcelona) aufgetreten. Er ist Mitglied von Les Musiciens du Louvre (Minkowski), Zefiro (Bernardini), dem Bach Collegium Japan (Suzuki), Les Talens Lyriques (Rousset) und Le Concert des Nations (Savall). Seit 2018 ist er erster Gastdirigent von Il Pomo d'Oro. Mit diesem Ensemble hat er unter anderem Europatourneen von Händels Orlando und Radamisto geleitet. Ausserdem leitet er Les Musiciens du Louvre, Tafelmusik, Freiburger Barockorchester, B'Rock und viele andere. Im Jahr 2021 dirigierte er eine Neuproduktion von Händels Agrippina am Königlichen Theater in Drottningholm (Stockholm, Schweden) und Monteverdis Combattimento in Cremona und Reggio Emilia (Italien). Im Jahr 2022 dirigierte er «Un Moto di Gioia. Mozart Concert Arias» in Gent und Antwerpen (Belgien).

Alina Wunderlin, Sopran, wurde in Frankfurt a. M. geboren und sang während ihrer Schulzeit zunächst Pop und Jazz. Sie erhielt Klavier- und Schlagzeugunterricht und war Mitglied des Kinderchors der Oper Frankfurt. In der Saison 2023/24 gastiert sie als Königin der Nacht in Berlin, Düsseldorf und Wien, sowie in einer Neuproduktion am Staatstheater am Gärtnerplatz, München. Ihr Rollendebüt als Blonde gibt die Sopranistin in Bonn. Ausserdem debütiert sie als Adele am Theatre des Champs-Élysées, sowie dem Teatro Alina Wunderlin © Sylviane Brauer Real Madrid. Konzerte führen die Sängerin u. a. an die Berliner Philharmonie und an das Wiener Konzerthaus. Ihre zweite CD-Einspielung mit dem Pianisten Ulrich Eisenlohr für NAXOS erscheint im Winter. Vergangene Saison gab Alina ihr Hausdebüt als Königin der Nacht an der Volksoper Wien, der Komischen Oper Berlin, sowie in Dortmund und Düsseldorf. Ihre Konzerttätigkeit führte Alina nach Perugia/Italien, Thessaloniki/ Griechenland, sowie an die Isarphilharmonie München. In Dortmund übernahm sie

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ausserdem den Waldvogel im neuen Wagner-Ring von Peter Konwitschny. Sie war Stipendiatin bei Live-Music-Now, Richard-Wagner-Verband Heidelberg und der Akademie der Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe, sowie Preisträgerin beim Paula-Salomon-Lindberg-Wettbewerb und Gewinnerin des Sonderpreises für Oper beim Concours International de Chant Marmande

In dieser Saison kehrt Helena Rasker, Alt, zurück an die Dutch National Opera als Zita/Gianni Schicci und La Badessa/Suor Angelica in Barrie Koskys neuer Produktion von «Il Trittico» unter der Leitung von Lorenzo Viotti. Sie debütiert an der Oper Vlaanderen als Fédorine in der Weltpremiere «Brodeck» von Daan Janssens und singt die Hässliche Herzogin und die Eule in Unsuk Chins «Alice im Wunderland» in Amsterdam. In der Saison 2022/23 debütierte sie an der Deutschen Staatsoper Berlin als Andronico in einer Neuproduktion von Helena Rasker © zVg Vivaldis «Il Giustino», sang an der Dutch National Opera Clover the Mare in der Uraufführung von Raskatovs «Animal Farm» und gab ihr Rollendebüt in Glucks Orfeo mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs. An den Salzburger Festspielen sang sie in Simon Stones Neuproduktion «Die griechische Passion». Helena sang die Hauptrolle in der Weltpremiere von Sivan Eldars «Like Flesh» an der Oper Lille, an der Oper Montpelier und an der Opéra national de Lorraine unter Silvia Costa. Ausserdem erschien sie an der Opéra national du Rhin als Grossmutter, die alte Lady und Finn Woman in Abrahamsens «Schneekönigin» und sang diese Rollen konzertant im Concertgebouw Amsterdam mit Kent Nagano. Sie nahm Bachs b-Moll Messe mit René Jacobs und AKAMUS Berlin auf.

Thomas Walker, Tenor, wurde in Glasgow geboren und studierte Brass an der Royal Scottish Academy of Music and Drama und Gesang am Royal College of Music. Zu den jüngsten und aktuellen Höhepunkten zählen Arnalta in «L'incoronazione di Poppea» an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Oberon in Purcells «The Fairy Queen» am Drottningholms Slottsteater, der Evangelist in Bachs «Johannes- und Matthäus-Passion» mit dem Orchestra of the Eighteenth Century, das Mozart-Requiem, Rossinis «Petite messe solenelle», Brittens Thomas Walker © Robert Workman «Serenade für Tenor, Horn und Streicher» und Beethovens 9. Sinfonie. Weitere Auftritte umfassen Monteverdis «L'incoronazione di Poppea» mit dem Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer; Beethovens «Missa Solemnis» und Mozarts «c-Moll-Messe» mit Riccardo Minasi; Tristan in Frank Martins «Le vin herbé» 20

Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich


mit der Cappella Amsterdam; J. S. Bach in der Wigmore Hall mit dem Gabrieli Consort und Paul McCreesh. In der Oper sang er u. a. den Adam in Scarlattis «Il Primo Omicidio», den Admeto in Glucks «Alceste», die Titelrolle in Rameaus «Zoroastre und Platée» sowie den Rinaldo in Haydns «Armida», u. a. an der Staatsoper Berlin, der Opéra national de Paris, der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart, La Monnaie Brüssel und dem Royal Opera House Covent Garden. Thomas hat ein breites Spektrum an Repertoire aufgenommen, darunter Janáček-Chorwerke und Beethovens «Missa Solemnis» mit Cappella Amsterdam, Bachs «Magnificat» mit Arcangelo und Jonathan Cohen sowie Honeggers «Le Roi David» mit dem Ensemble Vocal de Lausanne und Daniel Reuss.

Yannick Debus, Bariton. Seine zukünftigen Engagements sind «Carmina Burana» mit dem Basler Kammerchor, «Orfeo» mit dem Freiburger Barockorchester und Bass Solo in der «Matthäus- Passion» in Paris, Antwerpen, Montpellier, Frankfurt, Valencia, Madrid, Seoul und Budapest. In Heidelberg singt er Mahlers «Kindertotenlieder», in Flensburg den «Messiah». In Zürich wird er den Harlekin in «Ariadne», Lesbo in «Agrippina», Guglielmo in «Così fan tutte», Falke in «Die Fledermaus» und Lescaut in «Manon» singen. Zu seinen jüngsten Auftritten Yannick Debus © Die Hoffotografen Berlin zählen Schaunard in «La bohème», Graf Dominik in «Arabella», Jakob Lenz am Opernhaus Zürich, Brahms‘ Deutsches Requiem mit den Bamberger Symphonikern, Jesus in der «Johannes-Passion» im Concertgebouw Amsterdam, Adonis in Cussers «Adonis» beim Stuttgarter Barockfestival (CD-Aufnahme), Apollo in «Apollo und Daphne» mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von René Jacobs, Raphael/Adam in Haydns «Schöpfung» am Theater Basel, Beethovens 9. Sinfonie in der Berliner Philharmonie, Kilian und Ottokar im «Freischütz» an der Elbphilharmonie Hamburg und im Konzerthaus Freiburg. In Hamburg geboren, erhielt Yannick Debus seine Ausbildung an der Musikhochschule Lübeck, wo er im Doppelstudium Gesang und Musiktheorie und Gehörbildung studierte. Parallel dazu erhielt er mehrere Jahre Privatunterricht bei der renommierten niederländischen Gesangspädagogin Margreet Honig in Amsterdam. In Basel setzte er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und an der Schola Cantorum fort, wo er bei Marcel Boone und Rosa Dominguez im Master Performance und Master Solo (ehemals Konzertexamen) sein Studium mit Auszeichnung abschloss. Nebenher rundete er seine Ausbildung in Meisterkursen bei Sängern wie Ludovic Tézier, Thomas Hampson und Thomas Allen ab.

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Der Tölzer Knabenchor gehört zu den berühmtesten und erfolgreichsten Knabenchören der Welt und bestreitet mehr als 150 Konzert- und Opernauftritte im Jahr. Das Chorrepertoire umfasst sowohl alle Gebiete des Chorgesangs vom Barock bis zur Gegenwart mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Werken J. S. Bachs als auch alle wichtigen Knabenpartien der Opernliteratur, besonders Mozarts Zauberflöte. Mit der Eröffnung des Musikfest Bremen und zwei Konzerten auf Sardinien beginnt die Saison 2023/24 gleich mit Tölzer Knabenchor © Jan Roeder zwei Höhepunkten. Es folgen Konzerte in Pisa, München, Dresden und Erl. Konzerthighlights mit Orchester sind die Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsorchester unter Kirill Petrenko, dem Kammerorchester Basel und dem Orchestre de l’Opera Royale Versailles. Solistisch sind zahlreiche Engagements an Opernhäusern geplant. Für seine Einspielungen erhielt der Chor zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Deutschen Schallplattenpreis, den französischen Schallplattenpreis, den Diapason d’Or, den ECHO Klassik der Deutschen Phono-Akademie Berlin sowie eine Nominierung für den Grammy Award. Aktuell werden etwa 150 Jungen beim Tölzer Knabenchor in München unterrichtet. In mehreren Ausbildungsstufen entsteht der berühmte «Tölzer Klang», der sich durch besondere Homogenität, leuchtende Höhen, präzise Intonation und eine klare Artikulation auszeichnet. Gezielte Förderung und altersgerechtes Lernen ermöglichen eine optimale Ausbildung der Kinder. Der Chor wurde 1956 von Gerhard Schmidt-Gaden ins Leben gerufen, der ihn bis 2014 musikalisch leitete.

Das Kammerorchester Basel ist fest in Basel verankert – mit den beiden Abo-Reihen im Stadtcasino sowie im Don Bosco – und weltweit mit mehr als 60 Konzerten pro Saison auf Tourneen unterwegs. Lesen Sie die vollständige Biografie auf unserer Website – direkt mit diesem QR-Code: Kammerorchester Basel © Sandro Isler / Matthias Müller

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Programm 18. und 19.12.2023 | Endlich unendlich


Wir danken unseren Partnerinnen und Partnern Presenting Sponsor Clariant Sponsor Novartis Konzertsponsoren EuroAirport Primeo

Freunde Freundeskreis Kammerorchester Basel Les amis passionnés Ungenannte Mäzene und Förderer Förderpartner Stiftung Kammerorchester Basel Öffentliche Beiträge Abteilung Kultur Basel-Stadt

Medienpartner Radio SRF 2 Kulturclub Gemeinsam mit evaluiert und optimiert das Kammerorchester Basel seinen CO₂-Fussabdruck, um klimafreundlicher zu werden. Wir freuen uns sehr, dass uns der EuroAirport finanziell unterstützt, dieses Projekt durchzuführen.

Innere Margarethenstr. 10, Basel geigenbau-reuter.ch 23


Nächste Konzerte So 31.12.2023 – 21.00 Uhr, Don Bosco Basel

Do 8.2.2024 – 14 Uhr, Musik-Akademie Basel

SILVESTER-NACHTKLANG: Die Unsinnsgesellschaft – eine Schubertiade im Don Bosco Franz Schubert: Klavierquintett in A-Dur op. 114, D 667 «Forellenquintett» Tamàs Vásárhelyi Violine, Carlos Vallés García Viola, Georg Dettweiler Violoncello, Peter Pudil Kontrabass, Fumi Dettweiler Klavier

WERKSTATTKONZERT Mit Studierenden der Musik-Akademie

Sa 6.1.2024 – 19.30 Uhr, Stadtcasino Basel Abokonzert: WEILL ES SÜNDE IST Mit Werken von R. Strauss, K. Weill u. a. Ute Lemper Chansonnière Vokalquartett der Basler Madrigalisten Pierre Bleuse Leitung Di 23.1.2024 - 19.30 Uhr, Don Bosco Basel Abokonzert: UNZERTRENNLICH Georg Friedrich Händel: «Aci, Galatea e Polifemo» Kateryna Kasper Aci Sophie Harmsen Galatea Andrea Mastroni Polifemo René Jacobs Leitung

Mi 14.2.2024 – 16.15 Uhr, Don Bosco Basel KOSTPROBE Mit Werken von György Ligeti Anschliessend Apéro Patricia Kopatchinskaja Violine Pierre Bleuse Leitung Do 15.2.2024 – 19.30 Uhr, Stadtcasino Basel Abokonzert: GEGEN DAS ESTABLISHMENT Mit Werken von György Ligeti und Gustav Mahler Patricia Kopatchinskaja Violine Hélène Walter Sopran Pierre Bleuse Leitung Mi 13.3.2024 – 12.30 Uhr, Don Bosco Basel KOSTPROBE zum Abokonzert «FAUST HEROISCH», anschliessend Stehlunch mit Suppe. Isabelle Faust Violine Giovanni Antonini Leitung

Wählen Sie Ihre Lieblingskonzerte und buchen Sie Ihre Abos und Tickets : www.kammerorchesterbasel.ch | 061 306 30 44 (Mo, Mi, Do, 10.30 – 12.30 Uhr) oder bei Bider und Tanner Wählen Sie Ihre Lieblingskonzerte und buchen Sie Ihre Abos & Tickets : www.kammerorchesterbasel.ch | 061 306 30 44 (Mo, Mi, Do, 10.30 – 12.30 Uhr) Impressum Sigfried Schibli oder bei Bider und Tanner Herausgeber Kammerorchester Basel Text Design Stadtluft Direktor Marcel Falk Druck Schwarz auf Weiss – Litho und Redaktion Claudia Dunkel, Druck GmbH Anna Maier Dieses Programmheft erscheint einmalig für die Konzerte am 18. und 19.12.2023, in einer Auflage von 1500 Exemplaren. Inhaber von Urheberrechten, die wir nicht ermitteln konnten, werden wegen nachträglicher Rechtsabgeltung um Nachricht gebeten.


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«Endlich unendlich» – Abokonzert Kammerorchester Basel | Abendprogramm by Kammerorchester Basel - Issuu