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Kaiser Partner Privatbank AG - Monthly Market Monitor Dezember 2023 DE

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Monthly Market Monitor

Dezember 2023


Inhalt KonjunkturRadar

Bergsicht Die geopolitische Heatmap

Am Puls der Wirtschaft

Auf einen Blick

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Platz 1 in Private Banking

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Anlagestrategie

6

8

Thema im Fokus Private Markets – aber richtig

Notizen vom InvestmentKomitee

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Ask the experts Was unsere Kunden (und die Finanzmärkte) im November 2023 bewegt

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13

Die letzte Seite Anlageklassen

Agenda

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Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Dezember 2023

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Auf einen Blick

Unsere Sicht auf die Märkte

Im zu Ende gehenden Jahr 2023 wurden die nüchtern bis pessimistischen Konjunkturprognosen der letztjährigen Ausblicks-Saison weitgehend übertroffen.

Jahresende = Ausblicks-Zeit In den letzten Wochen des Jahres richten sich die Blicke von Ökonomen und Anlegern natürgemäss auf den Ausblick für das kommende Jahr. Im zu Ende gehenden Jahr 2023 wurden die nüchtern bis pessimistischen Konjunkturprognosen der letztjährigen Ausblicks-Saison weitgehend übertroffen. Auch mit Blick auf 2024 herrscht bei kaum einem Analysten Euphorie. Der Konsens erwartet eine deutliche Verlangsamung des Wachstums in den Vereinigten Staaten, eine Stagnation im Euroraum und ein erneutes Herummanövrieren Chinas am 5%-Wachstumsziel. Keine Eskalation aber weitere Nadelstiche Der Nahostkonflikt blieb in den letzten Wochen regional beschränkt. Nadelstiche von mit der Hamas sympathisierenden Gruppen gegen Israel blieben allerdings nicht aus. Darunter war der Angriff der Huthi-Rebellen auf einen Schiffsfrachter im Roten Meer eine neue Variante. Ein Vorfall, der die Verletzlichkeit der Schifffahrtswege rund um die Arabische Halbinsel aufzeigt. Rally ganz nach saisonalem Fahrplan Dem saisonalen Fahrplan folgend hat der Richtungspfeil an den Aktienmärkten Ende Oktober nach oben gedreht. Die Jahresendrally ist seitdem mit hohem Momentum im Gange. Derweil gestaltet sich das Jah-

Grafik des Monats Ein Jahr nach dem Inflationsschock… | …sieht die Lage schon wieder etwas entspannter aus Inflationsraten

12% 10% 8% 6% 4% 2% 0 -2% 2015

2016

2017 USA

2018

2019

Grossbritannien

2020 Eurozone

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 4

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2021

2022

Schweiz

2023

resende auch bei den Anleihen versöhnlich. Jahresendzeit ist auch Prognosezeit: Beim Ausblick auf 2024 gibt es keinen Anlass auf Extremszenarien zu setzen. Viele Anlageklassen dürften im kommenden Jahr solide Renditen erwirtschaften. Private Markets – aber richtig Privatmarktinvestments sind heutzutage längst nicht mehr ausschliesslich institutionellen Investoren vorbehalten. Immer mehr Angebote richtigen sich explizit an Privatanleger. Nicht alle der auf dem Markt befindlichen Produkte sind aber auch privatanlegerfreundlich. Die Kaiser Partner Privatbank bietet eine umfassende Lösung, welche Diversifikation und ein attraktives Rendite-/Risiko-Profil mit einer vergleichsweise hohen Liquidität vereint. Ask the experts Worum geht es eigentlich bei der „Sahm-Regel“? Ist Cash auch in den kommenden Monaten noch eine gute Geldanlage oder sind (Schweizer) Anleihen nun wieder attraktiv(er)? Ist Gold angesichts der geopolitischen Unsicherheit ein gutes Investment, sollte man es physisch kaufen? Was sind die Performancetreiber von „Cat-Bonds“, bleiben diese in den kommenden Monaten interessant? Und hat das „Yale-Modell“ ausgedient? Unsere Antworten finden sie im quartalsweise erscheinenden Frage-und-Antwort-Format. 12 Monate können so Einiges ausmachen… Noch vor einem Jahr war die Inflationsrate im Euroraum zweistellig und die Rückkehr zum 2%-Ziel der Europäischen Zentralbank schien in weiter Ferne. Spätestens seit dem Jahreswechsel hiess es dann aber doch Disinflation – zuletzt war vereinzelt gar schon wieder das Wort Deflation zu vernehmen. Sinkende Preise auf breiter Front dürfte es im nächsten Jahr zwar nicht geben. Eine Stabilisierung der Teuerung nahe des Notenbankziels ist aber wohl realistisch, nicht zuletzt weil die Eurozonen-Konjunktur im nächsten Jahr erneut nur auf niedriger Flamme kocht. Jedoch ist die Inflation ein notorisch träger Indikator. Damit sie nicht bald schon wieder nach unten überschiesst, sollten die Notenbanker in Frankfurt eher früher als später bereits wieder über Zinssenkungen nachdenken. Aus heutiger Sicht wäre eine baldige, proaktive Zinssenkung der EZB allerdings eine grössere Überraschung.


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Konjunktur-Radar Am Puls der Wirtschaft

Bei den Konjunkturausblicken für 2024 stellt sich auch in diesem Jahr die Frage nach der (US-)Rezession. Gemäss diverser, in der Vergangenheit hilfreicher, Indikatoren ist diese längst überfällig. Ob sie nächstes Jahr eintrifft, hängt nicht zuletzt von der Proaktivität oder Trägheit der Notenbanken ab. Jahresende = Ausblicks-Zeit In den letzten Wochen des Jahres richten sich die Blicke von Ökonomen und Anlegern natürgemäss auf den Ausblick für das kommende Jahr. Im zu Ende gehenden Jahr 2023 wurden die nüchtern bis pessimistischen Konjunkturprognosen der letztjährigen Ausblicks-Saison weitgehend übertroffen – die Weltwirtschaft wuchs dank den USA stärker als erwartet, Rezessionen waren auf wenige Länder (u.a. Deutschland) beschränkt und die Inflation fiel tendenziell schneller als erwartet. Auch mit Blick auf 2024 herrscht bei kaum einem Analysten Euphorie. Der Konsens erwartet eine deutliche Verlangsamung des Wachstums in den Vereinigten Staaten, eine Stagnation im Euroraum und ein erneutes Herummanövrieren Chinas am 5%-Wachstumsziel.

Ob die Konjunkturentwicklung im kommenden Jahr positiv oder negativ überrascht, dürfte insbesondere auch von der Proaktivität oder Trägheit der Notenbanken abhängen.

Wer senkt zuerst die Zinsen? Ob die Konjunkturentwicklung im kommenden Jahr positiv oder negativ überrascht, dürfte insbesondere auch von der Proaktivität oder Trägheit der Notenbanken abhängen. Die Inflation dürfte sich in den USA und Europa bereits zur Jahresmitte wieder relativ nahe an die Zielmarke von 2% annähern. Das Realzinsniveau wird in den nächsten Monaten somit nochmals deutlich restriktiver werden. Halten die Notenbanker zu lange an den derzeitigen Zinslevels fest, riskieren sie eine Gravitation | Der Ölpreis ist kein Show-Stopper Brent-Rohölpreis und Konsensprognose 130 120 110 100 90 80 70 60 50 2021

2022

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 6

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2023

2024

(unnötig) scharfe Wachstumsbremsung. Für die letzten Meter auf dem Weg der Inflationsnormalisierung wäre das Eingehen eines solchen Risikos nicht nötig. Die Finanzmarktteilnehmer sehen dies ebenso und erwarten im Jahresverlauf bereits wieder einige Zinssenkungen. Es bleibt abzuwarten ob die Notenbanken diesen Hoffnungen folgen. China ist auch 2024 kein Wachstumstreiber China war in diesem Jahr nicht der erhoffte Konjunkturmotor – der wirtschaftliche Rebound nach dem Ende des Corona-Lockdowns entpuppte sich als kurzlebiger als erwartet bzw. erhofft. Seit der Jahresmitte stabilisierte die chinesische Regierung das Wachstum mittels diverserer selektiver Stützungsmassnahmen und im Zusammenspiel mit einer gelockerten Geldpolitik. Dies könnten genügt haben, um das Wachstumsziel von 5% für 2023 am Ende doch noch zu erreichen. Auch 2024 dürfte die Führung in Peking an diesem Rezept festhalten und weiterhin nicht mit der grossen Konjunktur-Kelle anrühren wie in der Vergangenheit. Die Bereinigung der wirtschaftlichen Ungleichgewichte, insbesondere die Verwerfungen am Immobilienmarkt, dürften noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Daneben wird die Demografie schneller als erwartet eine zusätzliche Herausforderung.


Ölpreis dürfte keine Konjunkturbremse werden Auch für den Ölpreis werden derzeit fleissig Prognosen gemacht – wie mit den meisten anderen Makrovariablen und Märkten sind Punktprognosen hier jedoch schwierig und unserer Meinung nach ohne Mehrwert. Die Konsensprognose sieht den Preis der Ölsorte Brent Ende 2024 bei 85 US-Dollar pro Fass. Auf einem solchen

Niveau wäre das Rohöl zumindest weder eine Konjunkturbremse noch ein Hindernis für fortgesetzte Disinflation. In den letzten Wochen ist der schwache Ölpreis eher eine Stütze für autofahrende Konsumenten. Die OPEC(+) verlängerte Ende November ein weiteres Mal ihre Produktionskürzungen um den jüngsten Preisverfall zu stoppen.

Konsensschätzungen Wachstum & Inflation

Zinserwartungen Kaiser Partner Privatbank

2023

2024

2025

BIP-Wachstum (in %)

Letzter

3M

12M

Leitzinsen (in %)

Schweiz

0.8

1.1

1.5

Schweiz

1.75

Eurozone

0.5

0.6

1.5

Eurozone

4.00

Grossbritannien

0.5

0.4

1.2

Grossbritannien

5.25

USA

2.4

1.2

1.7

USA

5.50

China

5.2

4.5

4.5

China

2.50

Inflation (in %)

10-jährige Renditen (in %)

Schweiz

2.2

1.6

1.3

Schweiz

0.85

Eurozone

5.5

2.7

2.1

Eurozone

2.44

Grossbritannien

7.4

3.1

2.0

Grossbritannien

4.18

USA

4.1

2.7

2.3

USA

4.33

China

0.4

1.7

1.9

China

2.68

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Bergsicht

Die geopolitische Heatmap

Der Nahostkonflikt blieb in den letzten Wochen regional beschränkt. Nadelstiche von mit der Hamas sympathisierenden Gruppen gegen Israel blieben allerdings nicht aus. Darunter war der Angriff der Huthi-Rebellen auf einen Schiffsfrachter im Roten Meer eine neue Variante. Ein Vorfall, der die Verletzlichkeit der Schifffahrtswege rund um die Arabische Halbinsel aufzeigt. Keine Eskalation… Das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen in den letzten Wochen als Reaktion auf den unerwarteten und schmerzhaften Angriff der Hamas am 7. Oktober war wie von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angekündigt umfassend und intensiv. Die zu erwartenden „Kollateralschäden“ in der Zivilbevölkerung bleiben nicht aus. Ebenso wenig wie die lauten internationalen Proteste angesichts der humanitären Katastrophe. Intensive Verhandlungen über die Freilassung eines Teils der israelischen Geiseln und einen temporären Waffenstillstand zogen sich über mehrere Wochen. Ein kleiner Lichtblick ist allein die Feststellung, dass der Konflikt bisher weitgehend auf den Gazastreifen beschränkt blieb. So ist beispielsweise die Auseinandersetzung mit der Hisbollah an der Grenze zum Libanon bisher nicht weiter eskaliert.

Das in der letzten Ausgabe des Monthly Market Monitors formulierte Risikoszenario, in dem weitere Länder in den Konflikt eingreifen, hat sich damit bisher nicht realisiert.

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…aber weitere Nadelstiche Das in der letzten Ausgabe des Monthly Market Monitors formulierte Risikoszenario, in dem weitere Länder in den Konflikt eingreifen, hat sich damit bisher nicht realisiert. Dies widerspiegelt sich auch im seit Mitte Oktober zeitweise um mehr als 20% gefallenen Ölpreis. Deren Rückgang geht zwar zu einem grossen Teil auf das Konto robusten Ölangebots und gleichzeitigen Sorgen um die Ölnachfrage im kommenden Jahr. Ein gewisser Teil dürfte jedoch auch auf das Auspreisen einer geopolitischen Risikoprämie zurückzuführen sein. Das Randrisiko einer Sperrung der für den weltweiten Ölmarkt wichtigen Strasse von Hormuz ist zuletzt in jedem Fall gesunken. Wie verletzlich die Schifffahrtswege rund um die Arabische

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Halbinsel sind, zeigte im November aber ein anderer Vorfall: Huthi-Rebellen kaperten einen Autofrachter im Roten Meer und verschleppten ihn in den Jemen. Dies ging mit der Drohung einher, alle Schiffe anzugreifen, die ihrer Ansicht nach eine Verbindung zu Israel haben um auf diese Weise ihre „Brüder im Geiste“ – die Hamas – zu unterstützen. In diesem Sinne stand die Aktion in direktem Zusammenhang mit den Entwicklungen im Gazastreifen. (Leider) nichts Neues Neu ist an diesem jüngsten Vorfall auf einer wichtigen Schiffsroute nur die Professionalität und Ausstattung der Angreifer (diese nutzen einen Helikopter). Gewaltsame Angriffe auf Schiffe sind hingegen bereits seit Längerem ein grosses und zunehmendes Problem. Mehr als 200 Vorfälle von Piraterie hat die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO im Jahr 2020 erfasst, mehr als 100 Menschen wurden dabei als Geiseln genommen. Meist werden die Schiffe aus materiellen Gründen angegriffen, denn ein oft milliardenschwerer Warenwert und zahlungsfähige Eigentümer versprechen ein gutes Geschäft. Ein Novum beim jüngsten Angriff ist, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handelt. Da die grundsätzliche Gefahr bekannt und seit Jahren existent ist, sind grössere Verschiebungen bei der wichtigen Handelsroute zwischen Asien und Europa (durch das Rote Meer und den Suezkanal) nicht unmittelbar zu erwarten. Eine Umfahrung wäre zeit- und kostenintensiver als tendenziell etwas weiter steigende Kosten für Anti-Piraterie-Ausstattung und Versicherungsschutz.


Platz 1 in Private Banking Kaiser Partner Privatbank AG

Kaiser Partner Privatbank erneut mit Spitzenleistung beim Qualitätstest der FUCHS | RICHTER Prüfinstanz Die Kaiser Partner Privatbank konnte beim diesjährigen Qualitätstest der renommierten FUCHS | RICHTER Prüfinstanz erneut auf ganzer Linie überzeugen. Mit der Gesamtbewertung «sehr gut» gehört sie zu einem von nur neun Instituten, welche die absolute Höchstnote erhielten. Mit sehr guten Leistungen erzielte sie das zweite Mal in Folge den ersten Platz aller geprüften Institute in Liechtenstein. Seit 2003 prüft die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz jährlich fast 100 Banken und Vermögensverwalter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Geprüft werden auf Basis von anonym durchgeführten Kundengesprächen die Kategorien Beratungsgespräch, Anlagevorschlag, Beauty-Contest, Anlagekompetenz sowie Transparenz. Der vom traditionsreichen deutschen Verlag Fuchsbriefe initiierte Qualitätstest ist das wichtigste Private-Banking-Ranking im deutschsprachigen Raum. Bei der diesjährigen 21. Ausgabe des Wettbewerbs stellte die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz den geteste-

ten Vermögensverwaltern einen klassischen Anlagefall: Das aus einem Immobilienverkauf resultierende Vermögen in Höhe von 10 Millionen Euro sollte einerseits kaufkrafterhaltend und zugleich so renditeträchtig angelegt werden, dass eine jährliche Ausschüttung in Höhe von 175.000 Euro dargestellt werden konnte. Mit überdurchschnittlich guten Bewertungen in allen Kernkompetenzen konnte die Kaiser Partner Privatbank bei diesem Testfall nicht nur in allen Bereichen überzeugen. Mit einem sehr guten Abschneiden beim Beauty-Contest und einem ebenso als sehr gut beurteilten Anlagevorschlag konnte sie sich zudem gegenüber den Mitbewerbern abheben. Im Fazit ihres Berichts stellt die FUCHS | RICHTER Prüfinstanz fest: Die Kaiser Partner Privatbank ist „ein[e] bemerkenswert kundenorientierte und kompetente Adresse im Private Banking […] und spielt im deutschsprachigen Raum in der ersten Liga mit.“ Mit innovativen und massgeschneiderten Lösungen und ausgezeichneter Anlagekompetenz wird die Kaiser Partner Privatbank auch im kommenden Jahr bestrebt sein, sich kontinuierlich zu verbessern und das erreichte hohe Anspruchsniveau mindestens zu halten. Ganz nach dem Motto: "Wer stehen bleibt, bleibt auf der Strecke".

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Anlagestrategie

Notizen vom Investment-Komitee

Ganz gemäss dem saisonalen Fahrplan hat der Richtungspfeil an den Aktienmärkten Ende Oktober nach oben gedreht. Die Jahresendrally ist seitdem mit hohem Momentum im Gange. Auch bei den Anleihen gestaltet sich das Jahresende versöhnlich. Beim Ölpreis wurde die Nahost-Risikoprämie derweil ausgepreist. Asset Allocation Monitor -

+

Liquidität

Aktien

Festverzinsliche Anlagen

Global

Staatsanleihen

Schweiz

Unternehmensanleihen

Europa

Mikrofinanz

Grossbritannien

Inflationsbasierte A.

USA

Hochzinsanleihen

Japan

Schwellenländeranleihen

Schwellenländer

Versicherungsbasierte A.

Alternative Anlagen

Wandelanleihen

Gold

Laufzeiten

Hedgefonds

Währungen

Strukturierte Produkte

US-Dollar

Private Equity

Schweizer Franken

Private Credit

Euro

Infrastruktur

Britisches Pfund

Immobilien

Aktien: Rally ganz nach saisonalem Fahrplan • Ende Oktober – und damit ganz gemäss dem saisonalen Fahrplan – hat der Richtungspfeil an den Aktienmärkten nach oben gedreht. Die von uns für sehr wahrscheinlich erachtete Jahresendrally ist seitdem im Gange und dies mit hohem Momentum. Die hohe Aufwärtsdynamik passt nicht nur in das typische jährliche Verlaufsmuster, sondern auch in die Schablone des US-Präsidentenzyklus, in welchem das aktuelle, dritte Jahr das mit Abstand performanceträchtigste im 4-jährigen Zyklus ist. Technologieaktien sind im jüngsten Aufwärtsimpuls einmal mehr eine der treibenden Kräfte. Bereits Mitte November hat der Nasdaq 100 Index sein Sommerhoch egalisiert – bis zu einem neuen Allzeithoch fehlen nur noch wenige Prozentpunkte. Im ersten Anlauf dürfte es an dieser Hürde von einigen Anlegern Verkaufsinteresse geben. Die Wahrscheinlichkeit ist aber hoch, dass es im zweiten Anlauf nachhaltig neue Höchststände geben wird.

Scorecard

• Auch die Small Caps im Russell 2000 Index sind Ende letzten Monats an einer entscheidenden Marke gedreht – an den Tiefständen des aktuellen

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+

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Konjunktur Geld- und Fiskalpolitik Unternehmensgewinne Bewertung Trend Anlegerstimmung

Bärenmarktes, welcher sich inzwischen bereits im dritten Jahr befindet. Die grosse Diskrepanz in der Performance von Large Caps und Small Caps hat mittlerweile Niveaus erreicht, auf denen die kleinkapitalisierten Titel in der Vergangenheit regelmässig zu einer Aufholjagd angesetzt haben. Wir sehen bei den Small Caps derzeit gute Chancen für eine überdurchschnittliche Performance in nächster Zeit und empfehlen das Exposure in diesem Segment etwas auszubauen. Argumente für ein grösseres Engagement gibt es nicht nur aus taktischer und charttechnischer Sicht, sondern auch mit Blick auf die Bewertung: Insbesondere gegenüber den „glorreichen 7“, den Top-7 Tech-Aktien, sind Small Caps sehr günstig bewertet.


• Neben dem Blick durch die taktische Brille stellt sich für Anleger zum Jahresende die Frage nach der geeigneten Anlagestrategie für 2024. Zumindest die Unternehmensgewinne dürften nächstes Jahr nicht in den Himmel wachsen. Eine fortgesetzte Rally, welche angesichts des derzeitigen Momentums durchaus möglich ist, würde entsprechend auf das Konto einer weiter ansteigenden Bewertung gehen. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren dürfte auch 2024 die Geldpolitik der tonangebenden Fed gehören. Gelingt ihr die sanfte Landung sind zweistellige Renditen realistisch, hält sie zu lang am restriktiven Kurs fest und provoziert eine Rezession, dürfte sich die Seitwärtsbewegung mit grosser Amplitude („fat & flat“) der letzten zwei Jahre weiter fortsetzen. Anleihen: Nach dem (finalen) Ausverkauf • Zeitgleich mit den Aktien hat Ende Oktober auch die Richtung an den Anleihemärkten gedreht. Der kurze – genaugenommen eintägige – Ausflug der 10-jährigen US-Staatsanleiherendite über die Marke von 5% war ein Klimax und mit grösserer Wahrscheinlichkeit das Ende des Ausverkaufs. Auch wenn der günstigste Einstiegszeitpunkt bei den Anleihen nun womöglich schon im Rückspiegel liegt, ist das Chance-/Risiko-Verhältnis auch auf dem derzeitigen Niveau noch immer sehr gut. Das Abwärtspotential ist im Jahr 2024 auf circa 50 Basispunkte limitiert und entspricht in etwa einer Nullrendite. Im Falle eines weiteren Rückgangs des Renditeniveaus – egal ob durch eine Rezession ausgelöst oder durch eine proaktive Lockerung der Geldpolitik – winken hingegen leicht zweistellige Erträge. • Die Menüauswahl innerhalb des verzinslichen Universums ist im kommenden Jahr aber auch über Investitionen in Staatsanleihen – der sichersten Spielart innerhalb der Anleihewelt – hinaus attraktiv. Hochzinsanleihen verfügen ebenso über ein asymmetrisches Risikoprofil und versprechen im besseren Konjunkturszenario noch höhere Erträge. Wer sich auch abseits der klassischen Zinspapiere engagieren möchte und für etwas weniger im Rampenlicht stehende Nischen offen ist, für den bietet sich eine Position in versicherungsbasierten Anleihen („Cat-Bonds“) an. Auf den starken Jahrgang 2024 dürfte angesichts hoher Basiszinssätze und grosser Risikoaufschläge ein weiteres Jahr mit Renditen von mehr als 10% folgen. Alternative Anlagen: Gravitation beim Ölpreis • Nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober war der Ölpreis innerhalb weniger Tage zunächst um 10% auf knapp 90 US-Dollar angestiegen. Zumindest am Ölmarkt war der Konflikt in Nahost schon kurz danach jedoch bereits kein akutes bzw.

preisbestimmendes Thema mehr. Vielmehr gewannen die klassischen Preisfaktoren – in diesem Fall eine robuste Angebotssituation und gleichzeitige Sorgen über eine nur gedämpfte Nachfrage im kommenden Jahr – wieder an Einfluss. Diese jüngste Preisepisode verdeutlicht einmal mehr, dass sich Rohstoffmärkte im Allgemeinen und der Ölmarkt im Besonderen im Sonderfall zwar für Tail-Hedges eignen, nicht aber für langfristige „Buy-and-hold“-Investitionen und/oder den Schutz gegen Inflation. Für diese Zwecke sind andere Alternativen wie Immobilien- oder Infrastrukturanlagen unserer Meinung nach besser geeignet. Wer indirekt dennoch an den immer wieder zu beobachtenden Trendbewegungen an den Rohstoffmärkten partizipieren bzw. sich diese zu Nutze machen möchte, kann dies über die Investition in trendfolgende CTA-Strategien. Ähnlich wie bei Hedgefonds ist die Streuung zwischen guten und schlechteren Managern in diesem Segment sehr gross und professionelle Expertise bei der Managerselektion daher nötig. Währungen: Durchatmen für den Euro • EUR/USD: Der EUR/USD-Kurs konnte in den letzten Wochen deutlich Boden gut machen. Einen besonderen Aufwärtsschub gaben Mitte November die jüngsten US-Inflationszahlen, welche besser (tiefer) als erwartet ausfallen und das Ende des US-Zinserhöhungszyklus endgültig zementieren. Mit Blick auf 2024 verliert der US-Dollar aber nicht nur an Zinsfantasie, auch der Wachstumsvorteil gegenüber dem Euroraum schmilzt. Angesichts seiner relativ günstigen Bewertung hat der Euro im Nicht-Rezessions-Szenario weiteres Aufwärtspotential. • GBP/USD: Auch das britische Pfund wertete zuletzt auf, allerdings mit etwas weniger Dynamik als der Euro. Für 2024 stellt sich die Frage wie schnell die Inflation zurückgeht und ob die Bank of England die Zinsen schon bald wieder senken wird. Ohne Zins-Unterstützung bleibt das Pfund eine vergleichsweise schwache Währung mit fundamentalen Problemen, deren Unterbewertung noch länger anhalten könnte. • EUR/CHF: „Risk-on“ an den Aktienmärkten bedeutet an den Währungsmärkten in der Regel Gegenwind für den EUR/CHF-Kurs – so auch in den vergangenen Wochen. Wir sehen das Aufwärtspotential momentan jedoch als begrenzt und auf ein Level von 98 Rappen limitiert an. Wachstumstechnisch dürfte die Schweiz im nächsten Jahr erneut vor dem Euroraum landen. Noch relevanter für die Währungsentwicklung sind jedoch der anhaltend ausgeprägte Schweizer Leistungsbilanzüberschuss, die tiefe Inflation und sein Charakter als sicherer Hafen bei (geopolitischer) Unsicherheit.

Zeitgleich mit den Aktien hat Ende Oktober auch die Richtung an den Anleihemärkten gedreht.

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Nach der letzten Zinserhöhung der Fed am 26. Juli auf einen Zielkorridor von 5.25-5.50% sind die Leitzinsen in den USA auf dem höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Anleihen sind gegenüber Aktien nun so attraktiv wie schon lange nicht mehr. Zugleich bedeutet ein höheres Zinsniveau auch höhere Diskontierungsfaktoren in den Bewertungsmodellen und entsprechenden Abwärtsdruck auf die Aktienbewertungen. Für den Aktienmarkt relevant ist allerdings eher die Zinsrichtung als das Zinslevel. Da der Zinsaufwärtstrend nun beendet sein und es demnächst eher seitwärts oder abwärts gegen dürfte, sind die Perspektiven für Aktien durchaus konstruktiv: In den letzten 40 Jahren notierte der US-Aktienmarkt 6 und 12 Monate nach der letzten Zinserhöhung stets höher. Die Ausnahme von der Regel war das Jahr 2000. Damals folgte schon 9 Monate nach dem letzten Zinsschritt eine Rezession. Bleibt eine solche 2024 aus, so wäre ein neues Allzeithoch im S&P 500 Index sehr wahrscheinlich.

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Chart unter der Lupe 5 zu 1 | Die Statistik spricht für höhere Aktienkurse S&P 500 Index vor und nach der letzten Zinserhöhung 140 130 120 110 100 90 Letzte Zinserhöhung 80 70 -6

-3 1984

0 1989

1995

Monate 2000

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank

3 2006

6 2018

9 Durchschnitt

12 aktuell


Thema im Fokus

Private Markets – aber richtig

Privatmarktinvestments sind heutzutage längst nicht mehr ausschliesslich institutionellen Investoren vorbehalten. Immer mehr Angebote richtigen sich explizit an Privatanleger. Nicht alle der auf dem Markt befindlichen Produkte sind aber auch privatanlegerfreundlich. Die Kaiser Partner Privatbank bietet eine umfassende Lösung, welche Diversifikation und ein attraktives Rendite-/Risiko-Profil mit einer vergleichsweise hohen Liquidität vereint. Auf dem Weg in den Mainstream… Privatmarktanlagen – also Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmen und Start-Ups (Private Equity und Venture Capital), Privatkredite (Private Credit) sowie Realanlagen (Infrastructure und Real Estate) – sind heutzutage längst nicht mehr ausschliesslich institutionellen Investoren (Pensionskassen, Stiftungen, Family Offices, Versicherungen) vorbehalten. Vielmehr hat sich in den letzten Jahren unter dem Stichwort „Demokratisierung der Privatmärkte“ der Zugang für Privatanleger zu entsprechenden Anlageprodukten deutlich verbessert. Dieser Trend ist nicht nur der Digitalisierung und innovativen Fintechs zu verdanken, sondern beruht auch auf einem Sinneswandel von Privatmarktmanagern wie Blackstone oder StepStone. Diese haben den Privatkunden-Kanal als neue Kapitalquelle mit multimilliardenschwerem Marktpotential identifiziert, nachdem das institutionelle Geschäft inzwischen an seine Wachstumsgrenzen kommt. Gleichzeitig erkennen aber auch immer mehr Privatanleger die Chancen in den Privatmärkten. Auch wenn die Tiefzinsphase vorbei ist und klassische festverzinsliche Anlagen wie Staats- und Unternehmensanleihen inzwischen wieder eine valable Anlagealternative sind, sprechen auch im

neuen Zinsregime einige Punkte für eine Beimischung von Privatmarktanlagen zum Anlageportfolio: • Erweitertes Anlageuniversum: Der Zugang zu den Privatmärkten erweitert das Anlageuniversum eines Anlegers um ein Vielfaches. Besonders eindrücklich zeigt sich dies am Beispiel Private Equity: Nur rund 10% aller Unternehmen in den USA (mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar) sind an der Börse kotiert, in Europa ist es gar nur jedes Zwanzigste. Derweil bleiben junge Wachstumsunternehmen für immer längere Zeit in privater Hand, so dass der grösste Teil der Wertsteigerung jenen Anlegern vorbehalten bleibt, die in Venture Capital investieren (können). Auch das Segment Private Credit wächst beständig, weil sich Banken aus dem Geschäft der Kreditfinanzierung für mittlere und grössere Unternehmen zusehends zurückziehen. Im Beispiel von Immobilien gibt es zwar viele börsennotierte Alternativen, allerdings notieren deren Preise in der Regel stark schwankend und weit entfernt vom inneren Wert (NAV). Bei Infrastrukturanlegen wiederum ist die Auswahl an Anlagevehikeln an öffentlichen Marktplätzen vergleichsweise limitiert.

Ein ungleiches Verhältnis | Mehr Unternehmen (und Chancen) ausserhalb der Börse Unternehmen mit Umsätzen von mehr als 100 Millionen US-Dollar 100%

80%

60%

Der Zugang zu den Privatmärkten erweitert das Anlageuniversum eines Anlegers um ein Vielfaches.

40%

20%

0 Nordamerika

Europa börsennotiert

Asien privat

Quellen: Hamilton Lane, Kaiser Partner Privatbank Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Dezember 2023

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Unternehmen bleiben immer länger in privatem Besitz | Venture Capital macht die Rendite Alter des Unternehmens beim Börsengang 12 10 8 6

3

IPO: Rendite seit IPO:

1997

2004

2012

2019

2020

180'000%

9´000%

500%

0%

-20%

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank

• Inflationsschutz: Auch wenn die Inflationsraten inzwischen wieder zurückgehen, bleibt der Erhalt der Kaufkraft für viele Anleger ein wichtiges Anlagemotiv. Unter den Privatmarktanlagen zeichnen sich diesbezüglich insbesondere Infrastruktur- und Immobilienanlagen aus.

Sie bieten einen inhärenten Schutz vor Teuerung, da ihre Ertragsflüsse in der Regel an Inflationsindizes gebunden sind. Derweil bieten Anlagen in Private Credit, deren variable Verzinsung sich an den Leitzinsen der Notenbanken orientiert, einen indirekten Inflationsschutz.

Realanlagen outperformen in Zeiten hoher Inflation… | …und dienen als Teuerungsschutz Durchschnittliche Quartalsrenditen in verschiedenen Inflationsregimes (Q1 2008 – Q3 2022)

4%

3%

2%

1%

0 Tiefe Infla on (1. Terzil: 0.6%) Aktien

Mi lere Infla on (2. Terzil: 1.9%)

Private Equity

Private Credit

Hohe Infla on (3. Terzil: 4.4%)

Infrastructure

Real Estate

Quellen: Apollo, Kaiser Partner Privatbank

• Performance: Privatmarktanlagen haben in der Vergangenheit über längere Zeiträume konsistent höhere Renditen generiert als ihre börsennotierten Pendants. Diese Outperformance belief sich beispielsweise bei klassischen Private Equity Buyouts auf circa 300-500 Basispunkte pro Jahr und ist insbesondere auf eine Illiquiditäts- und

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Monthly Market Monitor - Dezember 2023 | Kaiser Partner Privatbank AG

Komplexitätsprämie zurückzuführen. Mit dem weiteren Wachstum der Anlageklasse und angesichts eines herausfordernden und zugleich kompetitiven Umfelds könnte diese Überrendite zukünftig zwar sinken. Ein gewisses „Mehr“ gegenüber den öffentlichen Märkten dürfte aber auch in Zukunft erzielt werden.


Konstante Outperformance | Privatmarktanlagen generieren regelmässig mehr Wert Historische Rendite-/Risiko-Verhältnisse (15 Jahre) Public vs. Private Markets

Private Equity

Rendite

Private Credit

Globale Aktien

Infrastructure Real Estate

Globale Anleihen Hedgefonds

Volatilität

Quellen: Hamilton Lane, Kaiser Partner Privatbank

• Verbessertes Rendite-/Risiko-Profil: Die Performance von Privatmarktanlagen ist nicht nur höher. Aufgrund spezifischer Bewertungsansätze und grösserer Bewertungsintervalle ist sie auch konstanter bzw. weniger volatil als jene von täglich gehandelten Aktien oder Anleihen. Zwar kann man annehmen, dass der „wahre“ Wert von Private Equity oder Private Credit mindestens so stark schwankt wie die Werte

an den öffentlichen Börsen – und eine entsprechende Performance („de-smoothed“) lässt sich auch schätzen. Allerdings spiegelt sich diese theoretisch höhere Volatilität nicht im Anlageportfolio wider. Die Beimischung von Privatmarktanlagen zu einem gemischten Portfolio aus Aktien und Anleihen führt daher zu einer wesentlichen Verringerung der Portfoliovolatilität bei gleichzeitiger Erhöhung der Rendite.

Mehr Rendite… | …bei weniger Risiko Historische Rendite-/Risiko-Verhältnisse von gemischten Portfolios 12.0%

Aktien

45% Private Markets

11.5%

Anleihen

11.0%

Private Equity

Rendite

10.5%

Private Credit

10.0%

Infrastructure 30% Private Markets

9.5%

Real Estate

9.0% 8.5%

0% Private Markets

8.0% 8.0%

9.0%

10.0%

11.0% Volatilität

12.0%

13.0%

14.0%

Quellen: KKR, Kaiser Partner Privatbank

• Höhere Anlagedisziplin: Der eigentliche Nachteil von Privatmarktanlagen – ihre Illiquidität – ist aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht eher ein Vorteil. Da sie sich nicht auf Knopfdruck an der Börse abstossen lassen, sind Panikverkäufe in Marktstressphasen ausgeschlossen. Die Kombination aus Illiquidität und

gedämpfter Volatilität macht Privatmarktanlagen zu einem Stabilitätsanker im Portfolio, der dabei hilft in Marktkrisen typischerweise auftretende Anlegerfehler wie erhöhte Risikoaversion, den Wunsch nach Liquidität, einen verkürzten Anlagehorizont und die Extrapolation jüngster Trends zu vermeiden.

Kaiser Partner Privatbank AG | Monthly Market Monitor - Dezember 2023

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The journey matters | Privatmarktanlagen bieten Stabilität und verbessern die Anlagedisziplin Höhe des Anlagevermögens und Anlegerverhalten

Vermögen

mit Privatmarktanlagen

ohne Privatmarktanlagen minimal akzeptables Vermögenslevel Angst und möglicher Panik-Exit

Zeit Quellen: Pictet, Kaiser Partner Privatbank

…nicht ohne Tücken Die vielen Vorteile von Privatmarktanlagen sind offensichtlich. Wer von ihnen profitieren möchte, muss sich aber auch deren Eigenheiten (oder Tücken…?) bewusst sein. Zu diesen Eigenheiten gehören beispielsweise die sogenannte „J-Curve“ und das „Blind-Pool“-Risiko. Die J-Kurve beschreibt, dass die (Netto-)Renditen von Privatmarktinvestitionen (v.a. bei Private Equity und Venture Capital) in den ersten Jahren meist niedrig oder negativ sind, da Managementgebühren auf das gesamte zugesagte Kapital bezahlt werden müssen, während zu Beginn nur ein Teil dieses Betrags tatsächlich investiert ist. Blind Pool meint derweil, dass der Anleger zum Zeitpunkt der Investition noch nicht weiss, in welche Unternehmen bzw. Transaktionen der Privatmarktmanager letztlich investiert. Eine Besonderheit ist zudem die hohe Varianz in den Anlagerenditen zwischen den Managern. Im Vergleich zu den öffentli-

chen Aktien- und Anleihemärkten, wo es zwischen den besten und schlechtesten 25% der Manager nur eine Performancedifferenz von 100-250 Basispunkten gibt, ist die Streuung bei Privatmarktmanagern ungleich höher und erreicht teils mehr als 15%. Der Selektion bzw. Due Diligence der Privatmarktmanager gilt vor dem Anlageentscheid daher erhöhte Sorgfalt und erfordert professionelle Expertise. Der aus Sicht eines Privatanlegers womöglich grösste Nachteil einer Investition in einen Privatmarktfonds nach klassischem Strickmuster ist schliesslich aber die Liquidität – besser gesagt die Illiquidität. So liegen zwischen der Kapitalzusage und der vollständigen Kapitalrückzahlung eines typischen Private-Equity-Fonds beispielsweise 12-14 Jahre. Wer sein Kapital vorher zurückhaben möchte, kann seine Anteile heutzutage zwar oft über den Sekundärmarkt verkaufen – dies aber meist nur unter Inkaufnahme grösserer Preisabschläge.

Die Guten ins Töpfchen | Gute Selektion ist in den Privatmärkten essenziell IRR-Renditen (Median) für Privatmarktfonds der Anlagejahre 2009-2019 30% 25% 20%

18.4%

15% 11.4%

10%

5.6%

10.3%

5% 0 Private Equity

Private Credit

Infrastructure

Top 25%

Bottom 25%

Median

Quellen: McKinsey, Burgiss, Kaiser Partner Privatbank

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Real Estate


Äpfel und Birnen Als tückisch können sich auch die an den Privatmärkten gängigen Performancekennzahlen erweisen. Besonders in der Kritik steht die sogenannte IRR-Rendite (Internal Rate of Return). Private-Equity-Manager rapportieren für ihre Fonds bei dieser Kennzahl oft erstaunlich hohen Renditen von 15-30%. Allerdings bezieht sich diese Kennzahl stets auf die einzelnen Zahlungsströme des Fondsinvestments bzw. die verschiedenen Transaktionen des Fonds, nicht aber auf die insgesamt vom Anleger bereitgestellte Anlagesumme. Eine IRR-Rendite von 20%, welche sich nur auf ein Fünftel des zugesagten Kapitals bezieht, ist für die Gesamtinvestition also nur eine deutlich weniger spektakuläre Rendite von 4%. Problematisch ist beim IRR auch die implizite Annahme, dass freiwerdende Gelder eines Fonds stets zur gleichen hohen Rendite wiederangelegt werden können. Aufgrund der vielen Stellschrauben, welche

die IRR-Rendite eines Fonds beeinflussen, kann die Performance durch den Manager zudem leicht frisiert werden. Mit der bei klassischen Anlagen verwendeten zeitgewichteten Rendite lässt sich der IRR nicht einfach vergleichen. Eine alternative Kennzahl ist das „Multiple of invested Capital“ (MOIC). Es gibt an um welchen Faktor sich die anfängliche Investitionssumme erhöht hat und offenbart zugleich die Schwächen des IRR. Um über einen Zeitraum von 10 Jahren einen MOIC von 2 zu erreichen – also sein Kapital zu verdoppeln – ist bei einer klassischen Anlage, bei der das gesamte Kapital sofort investiert wird, eine Rendite von 7% nötig. Eine Investition in einen typischen Private-Equity-Fonds, bei der das Kapital schrittweise abgerufen wird, benötigt hingegen eine IRR-Rendite von rund 15% um auf den gleichen Endwert zu kommen (unter der Annahme, dass nicht investiertes Kapital am Geldmarkt verzinst und nicht in höher rentierliche Anlagen investiert wird).

Kein nützlicher Vergleich | IRR-Renditen widerspiegeln sich nicht in ganzer Grösse im Portfolio Notwendige Rendite für die Verdopplung der Investition innerhalb von 10 Jahren (schematische Darstellung) Klassischer Private-Equity-Fonds (closed-end)

"Evergreen" Fonds Money multiple: 2.0x annualisierte Rendite: 7%

Kapital sofort vollständig investiert Kapital wird über einen Zeitraum von 4-5 Jahren abgerufen 1

2

3

4

5

6 Anlagejahr

7

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1

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3

4

5

6 Anlagejahr

7

8

9

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Quelle: Kaiser Partner Privatbank

Breite Menüwahl: Von „nicht ideal“… Sich den Herausforderungen der Privatmärkte bewusst zu sein, ist ein erster wichtiger Schritt. Danach gilt es für den Anleger aber eine geeignete Umsetzung für sein Privatmarktengagement zu finden. Der Mindestanlagebetrag ist dabei heutzutage keine wesentliche Hürde mehr, denn der Zugang zu den Privatmärkten ist inzwischen bereits mit relativ kleinen Investitionssummen möglich. Innerhalb der immer breiter werdenden Auswahl an entsprechenden Anlageangeboten gibt es jedoch bessere und weniger geeignete Varianten. Zur zweiten Kategorie zählen wir Investitionen in einzelne Privatmarktfonds sowie Portfolios solcher Fonds, bei denen das Kapital des Anlegers in Intervallen abgerufen und zurückgezahlt wird. Diese Strukturen, sogenannte closed-end-Fonds, sind im institutionellen Segment zwar seit Jahrzehnten etabliert, für Privatanleger ist die Umsetzung aber zu komplex und kaum handhabbar – zumindest dann, wenn man mit seinem

Privatmarktexposure die Vorteile der Anlagekategorie wirklich ausschöpfen möchte. Folgende Herausforderungen stellen sich: • Diversifikation: Ein erfolgreiches Privatmarkt-Portfolio bedarf maximaler Diversifikation über Vintage-Jahre, Regionen, Branchen, Unternehmensgrösse und Anlagetyp (Primary, Secondary, Co-Investment) sowie über die vier Privatmarktkategorien Private Equity, Private Credit, Infrastruktur und Immobilien. Um dies zu erreichen sind fortlaufende, regelmässige Kapitalzusagen zu verschiedenen Fonds in den jeweiligen Subanlageklassen zu tätigen. Trotz kleiner Mindestanlagebeträge für einzelne Fonds, kann der Anspruch an eine hohe Diversifikation sehr hohe Gesamtinvestitionssummen erfordern und die Kapazitäten eines einzelnen Anlegers nicht nur in administrativer, sondern auch in finanzieller Hinsicht überfordern.

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Hoher Aufwand | Ein Privatmarktprogramm benötigt institutionelle Expertise Rollierendes Privatmarktprogramm (schematisch)

Quelle: Kaiser Partner Privatbank

• Erreichung und Halten der Zielallokation: Wer seinem gemischten Anlageportfolio eine Privatmarktkomponente hinzufügen möchte, braucht einen langen Atem. Da das Kapital über mehrere Jahre abgerufen wird, dauert es lange Zeit bis die anvisierte Zielallokation für den Teil der Privatmarkt-

anlagen erreicht ist. Ist das angestrebte Exposure aufgebaut, bleibt es herausfordernd. Denn auch das Halten dieser Allokation in einer vorher definierten Bandbreite ist aufgrund der Ungewissheit über das Timing von Kapitalabrufen und -rückflüssen schwierig und erfordert entsprechende Expertise.

Mühsamer Aufbau | Langer Weg bis zur Zielallokation Beimischung von klassischen Privatmarktfonds (mit Kapitalabruf) zu einem gemischten Portfolio 100%

80%

60%

40% Ziellokation: 30% Privatmarktanlagen

20%

0% 1

Jahre 0

Aktien

2 Anleihen

3 Private Equity

4 Private Credit

6

5

7

Infrastructure

8

Real Estate

Quelle: Kaiser Partner Privatbank

• Cash-Management: Sowohl bei der Investition in einen einzelnen Privatmarktfonds als auch nach dem Aufbau eines umfassenden, diversifizierten und rollierenden Investitionsprogramms gibt es stets einen gewissen Kapitalanteil, der gerade nicht in Privatmarktanlagen investiert ist. Diese Cash-Komponente muss aktiv gemanagt werden,

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um die Opportunitätskosten möglichst niedrig zu halten. Das Wiederanlagerisiko lässt sich hingegen auch mit gutem Cash-Management nicht vermeiden. Rückfliessendes Kapital kann je nach vorhandenen neuen Anlageopportunitäten oder in Abhängigkeit von der Marktphase möglicherweise nicht mit gleich hoher Rendite wiederangelegt werden.


Opportunitätskosten… | …und Wiederanlagerisiko Investitionsprofil eines klassischen Privatmarktfonds (mit Kapitalabruf) 100%

80%

Nicht investiertes Kapital

Wiederanlagerisiko

60%

40%

In Privatmarktanlagen investiertes Kapital

20%

0% 0

1

2

4

3

5 Jahre

6

7

8

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Quelle: Kaiser Partner Privatbank

…bis hin zu anlegerfreundlich und massgeschneidert Auch wenn es verlockend scheint auf Augenhöhe mit institutionellen Spielern mitzumischen und in einzelne Privatmarktfonds der bekanntesten Firmen wie Blackstone, KKR, Carlyle & Co. zu investieren – für Privatanleger gibt es angesichts der oben beschriebenen Problematik bessere Optionen, um an den Privatmärkten zu investieren. Zu diesen gehören insbesondere sogenannte „Evergreen“-Fonds, die sich in den letzten Jahren zunehmend auf dem Markt etablieren. Sie erlauben eine sofortige, breit diversifizierte Privatmarktinvestition mittels eines einzigen Tickets und bieten partielle, meist quartalsweise, Liquidität. Da die Investition in ein bereits existierendes Portfolio erfolgt, reduziert sich nicht nur das Blind-Pool-Risiko. Zudem wird dadurch auch die J-Kurve negiert, so dass von Beginn an die angestrebten Zielrenditen realistisch

erreicht werden können. Evergreens machen die Privatmärkte semi-liquide und ermöglichen den Zugang ohne den Zwang für ein jahrelanges „Commitment“. Anleger sollten sich aber bewusst sein, dass sie dennoch keine täglich handelbaren ETFs sind und einen der Anlageklasse gerechten Anlagehorizont von zumindest 3-5 Jahren verfolgen. Basierend auf semi-liquiden Privatmarktfonds hat die Kaiser Partner Privatbank eine umfassende Lösung entwickelt, die Anlegern Zugang zu einem über alle Kategorien diversifizierten Privatmarktportfolio bietet. Die Kaiser Partner Private Markets Solution strebt eine langfristige Rendite von 10-12% pro Jahr an und bietet sich sowohl als Ergänzung zu einem bereits existierenden gemischten Anlageportfolio als auch als gesonderter Anlage-Satellit an.

Eine Lösung für viele Probleme Klassischer Private Equity Fonds vs. KPPMS

Massgeschneidert und anlegerfreundlich | Kaiser Partner Private Markets Solution auf einen Blick Vergleich Klassischer Private Markets Fonds vs. Kaiser Partner Private Markets Solution

Klassischer Private Markets Fonds

Kaiser Partner Private Markets Solution

Meist mehr als 5 Mio. USD/EUR/CHF

Möglich ab 500‘000 USD/EUR/CHF (250‘000*)

Mehrjährige Investmentperiode, Negative/niedrige Renditen in den ersten Jahren („J-Curve“) Kapitalabrufe und Kapitalausschüttungen, zeitlich nicht planbar Neue Fonds nur all 3 bis 5 Jahre, 10 bis 14 Jahre Lock-up Periode (evtl. Verlängerung) Zeichnungsdokumente anfällig für Fehler/Verzögerungen und komplexes Steuerreporting

Sofort vollständig investiert, keine „J-Curve“

Mindestanlage Aufbauphase Cash Flow Planung Liquidität Administration Reporting Diversifikation Asset Allocation

Keine Kapitalabrufe Monatliche Zeichnungen, 3 bis 6 Monate Rückgabephase** Einfacher Zeichnungsprozess und Steuerreporting (ähnlich wie bei liquiden Fonds)

Quartalsweiser NAV mit Verzögerung von bis zu 6 Monaten

Monatlicher NAV

Nur ein Manager – für mehrere Manager sind grössere Ressourcen oder Fund of funds nötig Überwiegend statisch, Zielallokation lässt sich nur schwer erreichen und steuern

Diversifiziertes Exposure zu Privatmarktanlageklassen, Managern, Sub-Strategien, Regionen, Sektoren, Anlagejahren Dynamisch basierend auf Marktbedingungen, Zielallokation schnell erreichbar und flexibel steuerbar

* vereinfachte Implementierung möglich ** Auflösung des Portfolio grösstenteils innerhalb von 6 Monaten, vollständige Abwicklung kann 12 bis 15 Monate dauern

Quelle: Kaiser Partner Privatbank

*

vereinfachte Implementierung möglich

** Auflösung des Portfolio grösstenteils innerhalb von 6 Monaten, vollständige Abwicklung kann 12 bis 18 Monate dauern

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Ask the experts

Was unsere Kunden (und die Finanzmärkte) im November 2023 bewegt

Unseren Kundinnen und Kunden stehen wir jederzeit für Anliegen und Fragen zu ihren Portfolios zur Verfügung. Stellvertretend dafür fassen wir einmal pro Quartal die häufigsten Kundenfragen sowie die Antworten unserer Experten zusammen und geben Ihnen damit direkte Einblicke in unsere Vermögensverwaltung und Anlageberatung. Konjunktur: Derzeit ist mit Blick auf den US-Arbeitsmarkt oft die Rede von der „Sahm-Regel“ – worum geht es dabei? Ein wesentlicher Teil des Jobprofils eines Ökonomen ist es die nächste Rezession vorherzusagen.

Kaiser Partner Privatbank: Ein wesentlicher Teil des Jobprofils eines Ökonomen ist es die nächste Rezession vorherzusagen. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich eine ganze Reihe von Indikatoren und Regeln angesammelt, die sich dabei als hilfreich erwiesen haben. In diese Sammlung gehört beispielsweise die oft zitierte US-Zinskurve, welche eine Rezession erwarten lässt, wenn sie sich auf den Kopf stellt und die kurzfristigen Zinsen über den langfristigen Zinsen liegen (inverse Zinskurve). Dieses Phänomen trat in den vergangenen 50 Jahren vor jeder Rezession auf – allerdings mit grosser zeitlicher Varianz von wenigen Monaten bis zu zwei Jahren. Die „Sahm-Regel“ – benannt nach Claudia Sahm, ehemals Ökonomin der US-Notenbank – war in der Vergangenheit ein ebenso zuverlässiger Rezessionsindikator und basiert auf der US-Arbeitslosenquote: Steigt der 3-Monats-Durchschnitt der Arbeitslosenquote um 0.5% oder mehr gegenüber dem tiefsten Stand der letzten 12 Monate, so folgt eine Rezession (bzw. ist sie dann meist bereits gestartet). Die Logik hinter der

Regel ist ein nachvollziehbarer selbstverstärkender Prozess: Wenn die Arbeitslosigkeit (leicht) steigt, dann gibt die Bevölkerung weniger für den Konsum aus, Unternehmen verlieren Kunden und benötigen weniger Beschäftigte. Dies führt zu mehr Arbeitslosen usw. – der Kreislauf setzt sich fort, die Arbeitslosenquote steigt immer weiter und es folgt unvermeidlich eine Rezession. Selbst in milden Rezessionen wie beispielsweise 2001 stieg die Arbeitslosigkeit in den USA aufgrund dieses Feedback-Loops um mindestens 2% an. Nachdem die Arbeitslosenquote in den USA im Oktober auf 3.9% angestiegen ist, liegt der 3-Monats-Durchschnitt bei 3.83% und damit 0.33% über dem 12-Monats-Tief. Per heute ist es daher unwahrscheinlich, dass sich die US-Wirtschaft bereits in einer Rezession befindet. Viel benötigt es allerdings nicht mehr. Steigt die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten auf 4% und mehr, dann dürfte die Regel mit höchster Wahrscheinlichkeit „triggern“ – es ist reinste Mathematik. Doch wird es dann auch tatsächlich eine Rezession geben? Sicher ist dies nicht. Möglicherweise erweist sich auch die „Sahm-Regel“ im aktuellen Nach-Pandemie-Konjunkturzyklus als unbrauchbar. Es wäre nicht die erste.

Von nun an aufwärts? | "Sahm-Regel" dürfte bald triggern US-Arbeitslosenquote 4.2%

4%

3.8%

3.6%

3.4%

3.2% 01/2022

07/2022 Arbeitslosenrate

Quellen: Bloomberg, Kaiser Partner Privatbank 20

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01/2023 3-Monats-Durchschnitt

07/2023


So schrumpfte die US-Wirtschaft im letzten Jahr zwei Quartale in Folge, ohne dass das National Bureau of Economic Research (NBER) offiziell eine Rezession erklärte – auch dies war eine Neuheit. Ausgelöst wurde die Kontraktion durch einen starken Rückgang der Nettoexporte und grosse Schwankungen bei den Lagerbeständen – beides hatte seine Ursache in den gestörten globalen Lieferketten. Rezessionsindikatoren wie die „Sahm-Regel“ sind nicht mehr und nicht weniger als empirische Regelmässigkeiten, sie sind keine Naturgesetze. Die Pandemie sorgte für Verzerrungen und Verschiebungen, die bis heute anhalten. Nach mehr als zwei Jahren des Arbeitskräftemangels kommen die Arbeitnehmer derzeit schneller zurück als neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die

Erfahren Sie mehr auf unserem Blog:

Erwerbsbeteiligung von Frauen im Haupterwerbsalter hat einen historischen Höchststand erreicht und auch Arbeitnehmer mit Behinderungen sowie afro-amerikanische Männer haben in diesem Jahr historische Zuwächse erzielt. Nach einer Unterbrechung während der Pandemie kommen jetzt auch wieder Einwanderer mit Arbeitsvisum ins Land. Ein steigendes Angebot an Arbeitskräften ist im aktuellen Zyklus für die Wiederherstellung des Gleichgewichts auf dem Arbeitsmarkt möglicherweise notwendig – auch wenn es sich zunächst in etwas höheren Arbeitslosenquoten niederschlägt. Auf dem Weg zurück zur Normalität könnte die Arbeitslosigkeit diesmal für einige Zeit über 4 % steigen, was zwar die „Sahm-Regel“, aber keine Rezession auslösen würde. Im nächsten Jahr dürfte sich herausstellen ob auch dieser Indikator an Glaubwürdigkeit verliert.

Rezessionsindikatoren wie die „Sahm-Regel“ sind nicht mehr und nicht weniger als empirische Regelmässigkeiten, sie sind keine Naturgesetze.

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Die letzte Seite Anlageklassen

Performance per 30. November 2023 Anlageklassen

seit Jahresbeginn

1 Monat

1 Jahr

3 Jahre

Liquidität CHF

1.4%

EUR

3.3%

USD

5.0%

Festverzinsliche Anlagen Staatsanleihen

1.9% 5.1%

Mikrofinanz

4.1%

Inflationsbasierte Anleihen

0.8%

Hochzinsanleihen

8.7%

Schwellenländeranleihen

5.5%

Versicherungsbasierte Anl.

18.6%

Wandelanleihen Aktien

6.8%

Global

18.2% 2.9%

Europa

15.1%

Grossbritannien

3.7%

USA

20.8%

Schwellenländer

3.2%

Alternative Anlagen

11.6%

Immobilien Schweiz

-0.2%

Hedgefonds

1.1%

Währungen

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5.4%

7.6%

2.9%

-0.1%

-13.1%

5.6%

5.5%

-13.9%

0.5%

4.3%

9.7%

3.0%

-1.8%

-11.0%

4.6%

7.6%

3.1%

6.0%

5.8%

-14.0%

1.1%

20.9%

22.4%

5.4%

5.5%

-4.9%

8.3%

12.2%

27.5%

4.4%

-0.8%

7.5%

7.9%

10.9%

25.5%

2.3%

2.3%

36.9%

9.4%

13.7%

27.5%

7.9%

1.5%

-18.1%

-2.7%

-12.3%

36.9%

2.6%

15.1%

14.6%

4.3%

1.2%

-3.7%

-1.3%

2.7%

13.6%

0

EUR/USD

22

3.1%

0.5%

0 -9.7%

Gold

GBP/USD

0.5%

3.5%

0

Schweiz

EUR/CHF

1.5%

0

Unternehmensanleihen

Rohstoffe

0.1% 0.3%

1.7% -3.7% 4.5%

3.0%

4.6%

-8.7%

-1.0%

-3.2%

-12.1%

3.9%

4.7%

-5.2%


Auf unserer Agenda • 11. Dezember: Internationaler Tag der Berge Bergregionen beherbergen 15% der Weltbevölkerung und rund die Hälfte der weltweiten Hotspots biologischer Vielfalt. Schmelzende Gletscher, wegbrechende Bergkuppen, verknappende Frischwasserressourcen – der Klimawandel macht auch nicht vor der Bergwelt Halt. Unter dem Motto „Wiederherstellung von Bergökosystemen“ soll der International Mountain Day auch dieses Jahr an deren Gefahren erinnern. • 13. und 14. Dezember: Notenbanksitzungen Fed, EZB und SNB Die letzten Notenbanksitzungen des Jahres dürften eher unspektakulär verlaufen. Das Ende des Zinserhöhungszyklus ist erreicht. Nun stellt sich die Frage, wann die Zinsen wieder sinken werden. „Higher for longer“, eine schnelle Kehrtwende oder ein geldpolitischer Fehler? Die Geldpolitik dürfte auch 2024 spannend werden und viel Gesprächsstoff liefern. • 31. Dezember: Silvester Das Jahr 2024 hat 366 Tage und dürfte mindestens eine spannende US-Wahl liefern. Was darüber hinaus an den Wirtschafts- und Finanzmärkten zu erwarten ist, lesen Sie in der Januar-Ausgabe des Monthly Market Monitor. Davor wünschen Ihnen die Geschäftsleitung, das Redaktionsteam sowie alle Mitarbeiter der Kaiser Partner Privatbank aber zunächst einmal frohe Festtage, eine erholsame Zeit zwischen den Jahren und einen guten Rutsch!

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Die Geschäftsleitung Links nach rechts: Franz Schädler (Head Institutionals), Roman Pfranger (Head Private Banking), Christian Reich (CEO), Reto Geiser (CFO), Hermann Neusüss (Deputy CEO, Head Business for Professionals)

Season's Greetings Wir wünschen eine friedliche Zeit und viel Erfolg für das kommende Jahr. Ihr Kaiser Partner Privatbank Team

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Dieses Dokument stellt keine Finanzanalyse oder Werbung dar, sondern dient lediglich zu Informationszwecken. Die darin enthaltenen Informationen begründen kein Angebot oder eine Empfehlung seitens der Kaiser Partner Privatbank AG zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstrumentes oder zu anderen Handlungen bezogen auf diese, und stellen auch keine Anlageberatung dar. Allfällige Hinweise auf die frühere Performance garantieren keine positiven Entwicklungen in der Zukunft. Kaiser Partner Privatbank AG haftet weder dafür, dass die enthaltenen Informationen vollständig, richtig und aktuell sind, noch für allfällige Verluste oder Schäden, die durch den Gebrauch dieser Informationen verursacht werden. Der gesamte Inhalt dieses Dokumentes ist immaterialgüterrechtlich, insbesondere urheberrechtlich, geschützt. Die vollständige oder teilweise Verwendung, unabhängig ihrer Art und Mittel, für öffentliche oder kommerzielle Zwecke, ist ohne vorgängige schriftliche Zustimmung seitens Kaiser Partner Privatbank AG untersagt. 26

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Herausgeberin: Kaiser Partner Privatbank AG Herrengasse 23, Postfach 725 FL-9490 Vaduz, Liechtenstein HR-Nr. FL-0001.018.213-7 T: +423 237 80 00, F: +423 237 80 01 E: bank@kaiserpartner.com Redaktion: Oliver Hackel, Senior Investment Strategist Roman Pfranger, Head Private Banking & Investment Solutions Design & Druck:

21iLAB AG, Vaduz, Liechtenstein


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