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JSO Buch Ausschnitt

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2013–2020


Heute ist ein guter Tag um Danke zu sagen Die Pandemie gab auch uns Zeit für Reflexion. Zeit, um darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist und den Blick nach innen und aussen zu richten. Diese besondere Zeit führte uns vor Augen, wie sehr wir Menschen voneinander abhängig sind, und dass unser eigenes Handeln auch Konsequenzen für Mitmenschen haben könnte. Tugenden wie Solidarität, Empathie und Hilfsbereitschaft wurden wiederentdeckt, Ellenbogenmentalität und Egoismus teilweise zurück­gedrängt und die Gemeinschaft ein Stück weit neu entdeckt. Dieses erzwungene Innehalten hat uns vor Augen geführt, dass wir diese neu entstandene Solidarität und Zusammengehörigkeit seit JSO Beginn miteinander erleben dürfen.

Bruno Vogt JSO Präsident

Jeannette Bosshard JSO Vizepräsidentin

Bernhard Holdener JSO Fotograf

Unserem JSO Fotografen Bernhard Holdener verdanken wir ein umfangreiches Archiv an eindrücklichen und grossartigen Aufnahmen. Die Sammlung erinnert an eine Fülle der Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Empathie, Liebe, Freude und Erfolg. Sie lässt die vielen berührenden Momente aufleben und stimmt uns gleichzeitig tief dankbar. Mit diesem Fotobuch möchten wir nun diese Eindrücke und Erinnerungen erneut aufleben lassen. Beim Durchblättern wird diese Reise durch sieben unvergessliche JSO-Jahre zweifelsohne Demut, Freude und eine grosse Dankbarkeit über das gemeinsam Erlebte auslösen. Unser Dank gilt allen Mitwirkenden, Beteiligten und Förderern, die dieses grossartige Jugendprojekt möglich machten und auch in Zukunft mitgestalten und unterstützen werden.

Simon Reich JSO Dirigent

Stefanie Bischof JSO Konzertmeisterin

Die Reise geht weiter. Unsere Dankbarkeit gilt auch allem, was bevorsteht. Wir sind überzeugt, dass diese Wertschätzung, diese Liebe, diese Empathie, dieser Glaube und diese Freude am Musizieren im JSO weiterleben werden. Viel Spass beim Durchblättern und Staunen.

Benjamin Griesser JSO Orchestervertreter

Jugend-Sinfonieorchester Neuapostolische Kirche Schweiz Der Vorstand Samuel Hauri JSO Orchestervertreter

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ERSTE PROBE

Geboren am 28. September 2013

Bischof Ruedi Fässler erklärt die Funktion des Schirmherrn.

Der Präsident und die Projektleiterin informieren über den Tagesablauf und den geplanten Projektverlauf.

Simon Reich freut sich über die Viel­ zahl der Teilnehmen­ den, informiert über die musikalischen Ziele und erklärt den jeweiligen Probe­ ablauf.

Am 28. September 2013 war es soweit: Nahezu 60 junge Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Schweiz trafen sich zur ersten Probe in der Neuapostolischen Kirche Zürich-Seebach.

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KONZERTREISE

&

Theater Casino Zug: Vor der Rückreise nach Buenos Aires, nehmen die Musikerinnen und Musiker aus Argentinien nach dem Konzert Abschied von ihren Freundinnen und Freunden des JSO Schweiz.

Gemeinschaft Freundschaft Valerie Studerus und Selina Strub (JSO Schweiz)

Sefora Camenzind (JSO Schweiz) Kathrin Schinski (JSO Nordrhein Westfalen)

Wikipedia beschreibt Gemeinschaft u. a. wie folgt: »Eine überschaubare soziale Gruppe, deren Mitglieder durch ein starkes ‹Wir-Gefühl› eng miteinander verbunden sind». Geprägt durch viele gemeinsame Erlebnisse, durch erzielte Ergebnisse und vor allem durch die Gewissheit, Teil einer grossartigen Gemeinschaft zu sein, entwickelte sich im JSO eine Zusammengehörigkeit, in der unser Glaube und die Musik stets die verbindenden Elemente waren, sind und bleiben. Weil jede und jeder so angenommen wird, wie sie oder er ist, fühlen sich alle gut aufgenommen und gleichwertig. Proben, Konzerte, Gottesdienstbesuche, Auslandreisen und besondere Anlässe haben dieses WIR-­Gefühl stets nachhaltig geprägt.

Eine Vision wird Realität Im Beitrag des JSO Magazins Nr. 11 beschreibt Bischof Ruedi Fässler die Vision wie folgt: Ein Jugend-Sinfonierochester der Neuapostolischen Kirche Schweiz, das der musizierenden Jugend aus der ganzen Schweiz die Möglichkeit bietet, ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen. Eine Gemeinschaft, in der sich Jugendliche im Wir-Gefühl begegnen, Freundschaften entstehen und die persönliche Entwicklung gefördert wird. Jugendliche, die ihren Glauben leben und damit glücklich sind. Simon Reich und der Vorstand schafften von Beginn an ein wertschätzendes Klima, welches allen Beteiligten das Gefühl vermittelte, ein wichtiger und wertvoller Teil des Teams zu sein. Unabhängig von den persönlichen Fähigkeiten, Gaben, dem Alter und der Herkunft. Die Fülle an Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit, Empathie, Freude, Liebe, Erfolg und vor allem auch Gotterleben bereichert das Leben aller am JSO direkt oder indirekt Beteiligten immer wieder aufs Neue. Apostel Allister Kriell (Südafrika) Bruno Vogt (JSO Präsident)

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Beim Abschied wird die Zuneigung zu den Menschen, die uns lieb sind, immer ein wenig wärmer. Ein Abschied bedarf nicht vieler Worte, doch manchmal vieler Tränen.

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GEMEINSCHAFT & FREUNDSCHAFT

Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut haben ohne Übermut; das ist die Kunst des Lebens.

Bezirksapostel Jürg Zbinden im Austausch mit der Jugend aus Argentinien.

Wir sind zur Gemeinschaft geschaffen, wie Füsse, wie Hände, wie die untere und die obere Zahnreihe.

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Judith Ryser, Cellistin

Anteilnahme als Teil der Gemeinschaft

Im Juni 2014 galt der Krebs als besiegt, s­odass eine Teilnahme an der Konzertreise im Oktober 2016 nach Südafrika nichts mehr im Wege stand.

In der JSO-Kultur nimmt Empathie eine zentrale Stellung ein. Von Beginn an wird die Fähigkeit gefördert, Emotionen untereinander zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. In den Gründungsgedanken ist für das JSO der Begriff des «Orchester mit den den brennenden Herzen» tief verankert. Die folgenden Beiträge sollen dokumentieren, dass Anteilnahme im Leid mit zur JSO-Kultur gehört.

Im Gedenken an Tamara Gawlik-Bünzli

Tamara Gawlik-Bünzli *1990 – 2020

Judith in Argentinien

Tief bestürzt und unendlich traurig mussten wir erfahren, dass unsere Tamara am 3. September 2020 an den Folgen eines tragischen Absturzes im bekannten Klettersteig Hochjoch in ­Schruns gestorben ist. Dieser plötzliche und unfassbare Verlust führte uns einmal mehr deutlich vor Augen, dass wir nicht in der Lage sind, über unsere Lebensdauer zu entscheiden. In einem Augenblick wurden die noch vielen Pläne von Tamara und ihren Lieben zerstört. Mit einem Herz und Seele ergreifenden ­Musikbeitrag schickte ein JSO-Ensemble anlässlich der Trauerfeier einen Gruss der Verbundenheit in die Ewigkeit.

Im September 2013 erhielt Judith die Diag­ nose: Lymphdrüsenkrebs! Dieser niederschmetternde Bericht war gleichzeitig der Beginn einer aussergewöhnlichen Entwick­ lung, welche die Kultur des noch jungen Orchesters nachhaltig geprägt hat.

Viele Musikerinnen, Musiker und Vorstandsmitglieder erwiesen Tamara die letzte Ehre. In Dankbarkeit werden wir Tamara als warmherziges Mitglied des JSO-Vorstandes und als hervorragende Querflötistin der ersten Stunde in bleibender Erinnerung behalten.

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Getragen von der grossen Anteilnahme der ganzen JSO-Familie blieb Judith selbst in den allerschwersten Stunden zuversichtlich, kämpferisch und vertraute auf Gottes Hilfe. Solange die Kraft reichte, nahm sie sowohl an Proben als auch an Konzerten teil, ganz egal, dass man ihr die Krankheit infolge des Haarverlustes ansah. Judith wurde durch das ­Orchester im wahrsten Sinn des Wortes auf betenden Händen getragen; an Proben, an Konzerten sowie an den vielen aufmunternden Besuchen im Spital und zuhause.

Judith in Südafrika

Seit 2018 ist Judith krebsfrei und die Nebenwirkungen sind soweit tragbar und unter Kontrolle. Dieses Einzelschicksal hat eindrücklich gezeigt, wie viel Anteilnahme in den Herzen der Musikerinnen und Musiker lebt.

Kurz nach Rückkehr stellte Judith die Vergrösserung der Lymphdrüsen fest und im ­April 2017 erhielt sie die niederschmetternde Nachricht, dass ihr Körper wieder von Krebszellen befallen sei, wesentlich stärker als beim ersten Mal. In aller Offenheit gaben ihr die Ärzte nur noch einige Monate zu leben. In der Folge wurde Judith mit 11 anderen an Krebs Erkrankten ausgesucht, ein neues Medikament zu testen; mit dem Resultat, ­ dass sich bei ihr die Krebszellen drastisch ­reduzierten. Im Juli 2017 folgte dann nach langen Vorbereitungen eine erfolgreiche Stammzellentransplantation, sodass ihr grosser Wunsch, im Oktober 2018 an der Konzertreise nach Argentinien teilnehmen zu können, in Er­ füllung ging. Erneut kämpfte Judit mit aller Kraft und dank vieler Medikamente gegen Müdigkeit und Schmerzen, damit sie mit ­kleineren Unterbrüchen an Proben und Konzerten mitmachen konnte.

Immer noch gekennzeichnet von den Strapazen der Stammzellentransplantation überreicht Judith Simon Reich am Schluss des Jubiläumskonzert vom 26. Mai 2018 ein persönliches Geschenk.

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Orchestergottesdienste

Bischof Ruedi Fässler

Anlässlich von Probewochenenden finden jeweils am Samstagabend Orchestergottesdienste statt. Nach anstrengenden Proben wirkt das immer jugendgerechte Dienen wohltuend und motivierend. Es fördert die Gemeinschaft, gibt neue Ausrichtung fürs Leben, stärkt den Glauben und gibt Sicherheit. Aus diesen Gottesdiensten gewinnen die Jugendlichen die Erkenntnis, dass Gott es ist, der alle Gaben schenkt und die Ehre ihm gebührt. Oft nehmen auch Orchestermitglieder mit anderen konfessionellen Hintergründen an diesen Gottesdiensten teil.

Jugendgerechtes und motivierendes Dienen durch den «JSO-Seelsorger» Bezirksevangelist Hans Graf.

Die Feier des Heiligen Abendmahls bildet auch bei Orchestergottesdiensten den Höhepunkt. Die beiden Priester Moreno Camenzind (Trompeter) und Roger Stark (Cellist) beim Austeilen des Abendmahls.

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KONZERTREISE

KIRCHLICHE ANLÄSSE

ST. LAURENZEN-KIRCHE, ST. GALLEN, 6. JUNI 2015

Konzert im Rahmen des Kirchenklangfestes «cantars 2015»

Unter der Sternendecke der St. Laurenzen Kirche in St. Gallen erlebte das JSO eine weitere Sternstunde Das Programm umfasste Werke von Schubert, Sibelius, Massenet, Dvořák und Brahms. Mit brennen­ den Herzen für die Musik, den Glauben und die Gemeinschaft leg­ te das Orchester die Grundlage für einen unvergesslichen Abend. Im wunderschönen Saal der Kirche wurden dadurch eindrückliche mu­ sikalische Augenblicke geschaffen.

Benjamin Griesser (Vorstandsmitglied und Orchestervertreter) begrüsst das Konzertpublikum.

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KONZERTREISE

K I R C H L KI CO HN EZ EARNTLRÄESI S E

Dialogpredigt durch Abt Urban Federer vom Klos­ter Einsiedeln und Pfarrer Martin Schmidt, Kirchenratspräsident der evangelisch r­ eformierten Kirche St. Gallen.

OLMAHALLE ST. GALLEN, 7. JUNI 2015

Musikalische Gestaltung des Ökumenischen Gottesdienstes im Rahmen der «Christlichen Musiktage»

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KONZERTREISE

K I R C H L KI CO HN EZ EARNTLRÄESI S E

DÜSSELDORF, 30. MAI BIS 2. JUNI 2019

Internationaler Jugendtag Düsseldorf Vom 30. Mai bis 2. Juni 2019 versammelten sich Jugendliche aus der ganzen Welt in Düsseldorf für die International Youth Convention unter dem Motto «Here I am» – «Hier bin ich». Zusammen mit dem Jugendorchester aus Nordrhein Westfalen durfte das JSO die Veranstaltung am Donnerstagmorgen vor über 30 000 Besucherinnen und Besuchern eröffnen. Es war der pure Wahnsinn und eine enorme Ehre. Die Musikerinnen und Musiker beider Orchester erlebten Gänsehaut pur, als der Stammapostel zu den Klängen von Robin Hood die Arena betrat und das aufregende Wochenende mit einem Buzzer eröffnete. Der erste Ton verdrängte das Lampenfieber und das Publikum wurde in die Welt der beiden Orchester mitgenommen. Mit dem erstmaligen Erklingen der IJT Hymne «Here I am» wurde eine weitere, komplett neuartige Herausforderung erfogreich beendet.

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KONZERTREISE

KIRCHLICHE ANLÄSSE

Obwohl das JSO nur wenig Zeit hatte, sich an die neuen Licht- und Tonverhältnisse zu gewöhnen, verlief die Hauptprobe gut und machte Mut für den «Ernstfall».

Stammapostel Jean-Luc Schneider dient den über 30 000 Jugendlichen.

Simon Reich: Dirigent JSO Schweiz

Stefan Vis: Dirigent JSO NRW

Mit dem Chalet als Markenzeichen war der Stand «Schweiz/Österreich» ein immer stark frequentierter Ort in der Begegnungshalle.

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KONZERTREISE

KONZERTREISE

ZÜRICH, 26. MAI 2018

Tonhalle Maag Zürich Das in der ausverkauften Tonhalle MAAG in Zürich vorgetragene Jubiläumskonzert entfachte bei den 1200 Konzertbesucherinnen und Be­ suchern Bewunderung und Begeisterung. Orchester und Chor (young voices) trugen Werke aus den Bereichen Klassik, Musical und Film brillant als wunderbare Einheit vor, so, als würden sie schon viele Jahre gemeinsam musizieren. Eine der vielen Reaktionen aus dem Publikum: «Diese Präsenz, die hohe Musikalität und der Respekt den Komponisten gegenüber – wunderbar! Ein Dirigent, der überzeugt und das junge Orchester in seinen Bann zieht. Der Funken dieser so grossen Musikfamilie ist gesprungen. Es hat uns gepackt, jedes Stück, jeder Ton ging tief bis ins Herz. Es ist grossartig und toll, mit wieviel ­Engagement ihr diese vielen jungen ­Leute unterstützt und betreut. Da ist jemand mit viel Herz dabei und das spürt man.» Nadine Fässler (Violine) begrüsst das Konzertpublikum und schildert ihre eindrücklichen Momente im JSO.

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KONZERTE

Konzertprogramm

The Lord of the Dance

In einer kurzen Ansprache konnte der Kirchenpräsident, Bezirksapostel Markus Fehlbaum, seine Freude und Begeisterung über die Darbietungen des JSO, des Chores und des SONOS Quartetts nicht zurückhalten. Als bekennender «ArgentinienFan» berührte ihn das vorgetragene Wunschlied «Don’t cry for me Argentina» ganz besonders, dies umso mehr, da er das Orchester im Oktober nach Buenos Aires begleiten wird.

Ouvertüre «Wilhelm Tell»

Ronan Hardimann (*1962), Arr. Larry Moor)

Orchester

Gioachino Rossini (1792–1868), Arr. Wiliam Ryden

Orchester

Stimmt an die Saiten aus «Die Schöpfung» Joseph Haydn (1732–1809)

Orchester und Chor

Fürchte dich nicht aus «Elias» Felix Mendelssohn (1809–1947)

Orchester und Chor

Sinfonie Nr. 104, «Londoner»: Adagio-Allegro Joseph Haydn (1732–1809)

Orchester

Enigma Variation Nr. 9, «Nimrod» Edward Elgar (1857–1934)

Orchester

We love our faith Clyde Davids

Orchester und Chor

Andrew Lloyd Webber (*1948), Arr. Fedor Vrtacnik Orchester und Chor Text: Tim Rice

West Side Story – Konzert für Streichquartett und Orchester Leonard Bernstein (1918–1990), Arr. Craig Fleischer

Quartett in d, D 810, «Tod und das Mädchen»: Allegro Franz Schubert (1797–1828)

Don’t cry for me Argentina aus dem Musical «EVITA»

SONOS Quartett

Pirates of the Caribbean Klaus Badelt (*1967), Arr. Ted Ricketts

PAUSE

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Orchester, SONOS Quartett

Orchester

SONOS Quartett Das Quartett wurde 1992 von den drei Schwestern Stefanie (JSO-Konzertmeisterin), Martina und Andrea Bischof gegründet. Aus HausmusikAnlässen wurde bald ein in­ tensives Studium. So brachte die Leidenschaft für die Kam­ mermusik dem Streichtrio schon bald Förder- und Wett­ bewerbspreise und Konzerte in der Schweiz, Spanien, Italien und Frankreich.

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KONZERTE

Gekonnt und humorvoll begleiten die beiden Moderatorinnen Layla Lüscher (in Deutsch) und Christiana Jaggi (in perfektem Englisch) das Publikum auf dieser Entdeckungsreise.

Grosse Freude auch bei Stammapostel Jean-Luc Schneider und Bezirksapostel Jürg Zbinden.

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Hinter

den Kulissen

Die Redewendung ist seit dem 18. Jahrhundert bekannt und bezeugt: hinter jemandes Rücken, hinter vorgehaltener Hand, hinter ver­schlossenen Türen, im Geheimen, im Stillen, im Verborgenen, nichts für fremde Ohren, unter der Hand. Auf den nächsten Seiten folgen Einblicke über Situationen, die den Konzertbesuchern verborgen sind. Meistens ohne Kommentar – Schmunzeln erlaubt! Das Leben hinter den Kulissen ist meist spannender als das davor.

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Konzertreisen Ausland WUPPERTAL,13. BIS 15. NOVEMBER 2015

Das JSO wird international! Am frühen Freitagmorgen, 13. November, begann ab Zürich und Basel die erste Konzertreise ins Ausland. Ein unvergessliches Wochenende begann! Nach einer achtstündigen Fahrt folgte ein herzlicher Empfang durch Freunde des NRW-Jugendorchesters, ein gemeinsames Nachtessen und danach noch eine hervorragend organisierten Führung durch die Altstadt.

Im Bewusstsein der Ehre, in der Stadthalle Wuppertal zu konzertieren, wurde am Samstagmorgen hochkonzentriert geprobt. Während der Fahrt zum Konzertsaal herrschte eine schon fast beängstigende Stille. Nervosität, Aufregung, Angst oder Respekt vor dem renommierten Konzertsaal? Wahrscheinlich von allem ein wenig. 88     JSO

Freudiges Wiedersehen. Hans Graf, der seinerzeit durch das Organisieren des ersten JSO-Konzerts aus Nordrhein Westfalen in der Tonhalle Zürich den Grundstein für die Zusammenarbeit und für die Gründung des JSO Schweiz gelegt hatte, begrüsste die Musikerinnen und Musiker anlässlich der ersten Probe.

Das Konzert Bald nach Türöffnung war die Stadthalle mit 1500 Besuchern schon komplett überfüllt. Trotz etlichen improvisierten Sitzplätzen mussten einige die Heimreise ohne Konzertbesuch antreten. Das Konzert begann jedoch still im Gedenken an die Opfer und Betroffenen der Terror­ anschläge, die am Vorabend Paris und die ganze Welt erschüttert hatten. Mit dem 1. Satz aus der Sinfonie Nr. 7 von Franz Schubert (1797–1828), die unter dem Namen ­«Unvollendete» bekannt ist, wurde das Konzert eröffnet und mit dem ersten Ton senkte sich auch die Nervosität. Als Abschluss dieses grandiosen Konzerts vereinten sich der Chor und das Orchester zu einer gigantischen Einheit, welche in improvisierter Form das Lied «Thank you for the music» vortrug und damit Gänsehaut bei allen sowie Jubelrufe und Standing Ovations auslöste.

Die drei Dirigenten unter sich.

Hauptprobe im Saal der denkwürdigen Historischen Stadthalle von Wuppertal.

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KONZERTREISEN AUSLAND

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KONZERTREISEN AUSLAND

SÜDAFRIKA, 2. BIS 15. OKTOBER 2016

Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen,wenn wir uns entschliessen, einmal daraus zu erwachen. Josephine Baker

Als das erste JSO Leitungsteam 2013 die Jugend der Schweiz über das Projekt JSO informierte, wurde die in Aussicht gestellte Konzertreise nach Südafrika mehrheitlich als motivierender Bestandteil des Marketingkonzepts eingestuft – mehr nicht. Die Vorstellung, einmal in diesem Land konzertieren zu dürfen, in dem Land, wo Musik und Rhythmus so tief ­verankert sind, wo Musiker die treibenden Kräfte im Kampf gegen die Apartheid waren, schien einfach undenkbar. So ganz nach Dale Carnegie wurde dieser Traum Wirklichkeit:

Träume nicht dein Leben. Lebe deinen Traum!

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KONZERTREISEN AUSLAND

Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung Das Kap der Guten Hoffnung ist ein sehr markantes, früher wegen seiner Klippen gefürchtetes Kap, nahe der Südspitze Afrikas. Unmittelbar an der Küste erstreckt sich eine Felsenlandschaft, die sich unter Wasser auf das Meer ausdehnt. Ein Grossteil der Felsen befindet sich 50 cm bis 3 m unter der Wasseroberfläche und kann bei Niedrigwasser sichtbar werden. Neben den Felsen an sich geht eine weitere Gefahr von den starken Winden am Kap aus, die, selbst wenn ein Segelschiff diesen Ort eigentlich weit genug umfährt, es wieder in Richtung Küste drücken, so dass es dann auf die Felsen auflaufen kann. Dies wurde schon mindestens 23 Schiffen zum Verhängnis.

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KONZERTREISEN AUSLAND

Gottesdienst in Langa In einer ausschliesslich von Schwarzen bewohnten Gegend ist Langa, eine der wenigen Gemeinden in Kapstadt, in der noch Xhosa gesprochen wird. Einzig die Gottesdienste der Apostel und Bischöfe finden in Englisch statt. Bei der Musik im Gottesdienst handelt es sich um eine Mischung von neuapostolischem ­Liedergut und Xhosa-Gospels. Apostel Allister Kriel diente freudig, tiefsinnig und mitunter auch humorvoll.

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Nach dem Gottesdienst bringt ein Xhosa-­ Gospelchor die Gemeinde und das JSO so richtig in Fahrt. So sehr, dass selbst der ­Apostel, der Bischof und alle Amtsträger ihre Vestons ausziehen, mittanzen und mitsingen. Diese unglaublich freudige und fröhliche Atmosphäre bewegt das JSO dazu, sich vor dem Altar aufzustellen und das Lied «Der Herr ist mein Licht» zu singen. Schon nach den ersten Tönen stimmt die Gemeinde und alle Amts­ träger mit ein – in ihren Sprachen! Grossartiger Abschluss eines unvergesslichen Abends.

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KONZERTREISE

K O N Z E R T R E IKSOENNZ EA RU TSRL EAI NS D E

Philipper 4.4 Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freut euch!

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KONZERTREISEN AUSLAND

Michael Hauser begrüsst das Konzertpublikum.

KONZERT KAPSTADT, 7. OKTOBER 2016

Deutsche Schule

Lea Pauli (Querflöte) und Melanie Hauser (Violine), Tochter von Michael Hauser, in Kapstadt aufgewachsen, stellen das Orchester vor.

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KONZERTREISEN AUSLAND

Jugend - Gottesdienst in Tafelsig Am Vormittag des Konzerts diente Apostel Diedricks der Jugend aus seinem Bereich. Die über 5000 Jugendlichen strömten fröhlich aus allen Gegenden von Kapstadt nach Tafelsig. Auf Wunsch von Apostel Peter Lambert umrahmte das JSO den Gottesdienst zusammen mit dem Bezirksorchester und einem Chor von über 1000 Sängerinnen und Sängern.

Kleidung ist ein Ausdruck von Kultur. Jil Sander

Festlich gekleidet zum Festgottesdienst

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KONZERTREISE

KONZERTREISEN AUSLAND

Musikalische Umrahmung des Gottesdienstes durch das JSO

Apostel Marc Ashley Diedricks diente der Jugend von Kapstadt und dem JSO.

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KONZERTREISE

KONZERTREISE

SILVERTOWN, 9. OKTOBER 2016

Konzert mit Chor

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KONZERTREISEN AUSLAND

Simon Reich mit seinem jüngsten Fan, der ihm anvertraute, auch Dirigent werden zu wollen.

Orchester und Chor hielten die Spannung bis zum letzten Ton aufrecht, sodass sie und alle Konzertbesucher spürten, dass sich an diesem Abend in Silvertown eine Sternstunde der besonderen Art ereignete. Nach dem letzten Werk war das Publikum nicht mehr zu halten. Standing Ovations, anhaltender und nicht mehr enden wollender Applaus legten Zeugnis davon ab, dass dem JSO soeben das beste Konzert seit Bestehen gelungen war. Mit grosser Dankbarkeit und mit Stolz verneigten sich die beiden Dirigenten, ­Simon Reich (JSO) und Damian Philander (Chor), vor dem JSO, dem Chor und dem Konzert­publikum.

Stolz, Freude und Erleichterung bei den beiden Dirigenten Damian Philander (Südafrika) und Simon Reich (JSO Schweiz).

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KONZERTREISE

KONZERTREISEN AUSLAND

Jeffreys Bay Paradise Beach: Der Name ist Programm. Ein wunderschöner Strand, den man mit etwas Glück ganz für sich alleine geniessen kann. Jeffreys Bay ist der Ort mit einzigartigen und vielfältigen Naturwundern des Meereslebens. Delfine und Wale führen zwischen Juli und S ­ eptember ein solches Spektakel auf, dass e­inem buchstäblich der Atem stockt. Darüber hinaus ist der kleine Ferien- und Badeort Südafrikas beliebtestes Wellenrei­ ter-Paradies und gilt als einer der 10 besten Surf-Spots der Welt. Zwischen Juni und ­August herrscht hier ein hektisches Treiben. Surfer aus der ganzen Welt strömen dann scharenweise nach Jeffreys Bay, um die bis zu drei ­Meter konstant hohen Wellen und 800 ­Meter langen «Super Tubes» zu erleben. 128     JSO

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KONZERTREISEN AUSLAND

ARGENTINIEN , 2. BIS 19. OKTOBER 2018

Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. 3. Mose 19,33, 34

Und genau diese Liebe durften alle JSO-Reiseteilnehmenden von der ersten bis zur letzten Sekunde erleben.

Ausgerichtet auf die JSO-Gründungsgedanken wurden vor Abreise folgende Ziele formuliert:

Herzliche Begrüssung durch Apostel Vicente Teti (Arzt und Titular-Professor) Musikverantwortlicher für Argentinien, Paraguay und Chile.

• Nach Südafrika eine weitere fremde Kultur kennenlernen. • Austausch mit Jugendlichen aus Buenos Aires. • Beitrag zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung durch Horizonterweiterung und Überwinden von sprachlichen und kulturellen Unterschieden. • Weitere Orchestererfahrungen sammeln und Teamgeist fördern. • Nachhaltige Erlebnisse und Begegnungen schaffen. • In Argentinien die Begeisterung für klassische Musik entfachen. • Die Schönheiten eines anderen Landes erleben. • Gegenbesuch in der Schweiz vorbereiten.

Freizeitzentrum «Las Cantonas» In Cantonas, einem Quartier ausserhalb der City, hat die Kirchenleitung von Argentinien ein Camp für Jugendliche eingerichtet. Inmitten einer schönen Parkanlage befinden sich Massenunterkünfte, Sportanlagen, ein Aussen- und ein Hallenschwimmbad, Rasenplätze mit Liegestühlen und Schaukeln. Auch eine Kirche fehlt nicht, in der situativ Gottesdienste stattfinden. Dieses Freizeitzentrum wird vor allem für Jugendaktivitäten sowie für Aufenthalte von ausländischen Jugendgruppen genutzt. Das JSO übernachtete während des Aufenthalts in Las Cantonas, wo alternierend gegen 50 Geschwister die jungen Musikerinnen und Musiker betreuten und verwöhnten. Ehrenamtlich und oft bis spät in die Nacht, bzw. bereits auch am frühen Morgen. 130     JSO

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KONZERTREISEN AUSLAND

Mit «The Typwriter» hat der US-Komponist Leony Anderson 1950 nicht nur eine orchestrale Hommage an die Schreibemaschine komponiert, sondern sie auch selbst als Musikinstrument etabliert.

Die Proben Für beide Orchester war das Repertoire eine grosse Herausforderung, weil die Literatur Werke aus beiden Kulturkreisen beinhaltete. Über ein Jahr probten beiden Orchester zu Hause, bevor dann in gemeinsamen Proben in Buenos Aires der Zusammenschluss erfolgte. Dank hoher Professionalität und viel Einfühlungsvermögen gelang es den beiden Dirigierenden (Laura Minniti und Simon Reich) innert kürzester Zeit, eine Einheit zu formen und grosse Freude und Motivation auszulösen.

1+1=1 Wie aus zwei Orchestern aus unterschiedlichen Kontinenten EIN Orchester wird!

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KONZERTREISEN AUSLAND

«Tigre delta» Das malerische Umland von Buenos Aires Jeden Sonntag werden die Geschwister mit dem Boot «Richard Fehr» zur Kirche gefahren. Die Stadt Tigre 28 km nördlich von Buenos Aires ist das Naherholungsgebiet der Einwohner der Hauptstadt. Idyllisch liegt sie in einem Marschland mit zahlreichen Flussarmen und unzähligen von der vielfältigen Flora überwucherten kleinen Inseln.

Tigre Delta: Wahrscheinlich weltweit die einzige NAK-Kirche mit Swimmingpool.

Street Art in Buenos Aires Buenos Aires gilt als die Kunstmetropole Südamerikas und das findet sich auch an den Wänden bestätigt. In jedem Stadtteil haben sich unterschiedliche Künstler aus aller Welt 138     JSO

verewigt. Im Gegensatz zu anderen StreetartMetropolen wie Berlin oder Athen sieht man in Buenos Aires selten Wände, die mit unschönen Graffiti übermalt wurden. Wände zu

bemalen ist in Buenos Aires nicht verboten. Man benötigt nur die Einwilligung des entsprechenden Hausbesitzers.

Picknick mit der Gemeinde und der Jugend umgeben von einer faszinierenden Landschaft.

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KONZERTREISEN AUSLAND

Gottesdient in «Las Cantonas» Am Mittwoch, 10. Oktober 2018 hielt Bezirksapostel Minio einen Gottesdienst in der Kirche in «Las Cantonas», an dem auch die beiden Jugendorchester teilnahmen.

Bezirksapostel Markus Fehlbaum übergibt die Spende zu Gunsten des Projekts «Kindermusik».

«Fellowship» nach dem Gottesdienst

Die Gottesdienste Die Teilnahme an Gottesdiensten in anderen Ländern verschafft unseren jungen Musikerinnen und Musikern immer wieder die Gelegenheit, trotz Sprachbarrieren wahrzunehmen, dass uns derselbe Geist verbindet. In Buenos Aires übersetzte E ­ lisabet Köcher, Sekretärin des Bezirksapostels Minio, den Gottesdienst eigens für das JSO auf Deutsch.

Gemeindechor «verstärkt» durch JSO Orchestermitglieder

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KONZERTREISEN AUSLAND

Sefora Camenzind (Bratsche) begrüsst das Konzertpublikum in Spanisch.

Laura Minniti (Dirigentin des Jugend Orchesters ­Buenos Aires) und Simon Reich (Dirigent JSO CH) erarbeiteten gemeinsam das folgende Konzept: • Im ersten Drittel konzertierte das JSO CH vornehmlich mit klassischen Werken. • Im zweiten Drittel spielte das Jugend-Sinfonie­ orchester Buenos Aires vornehmlich Werke aus Südamerika. • Im Schlussdrittel konzertierten beide Orchester gemeinsam mit Werken aus beiden Bereichen.

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KONZERTREISEN AUSLAND

Im Stück «The Typwriter» wird die Schreibmaschine als Musikinstrument eingesetzt.

Schlussworte von Bezirksapostel Minio

Die Macher: Apostel Teti, Laura Minitti und Simon Reich

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KONZERTREISE

KONZERTREISEN AUSLAND

Für einige Musikerinnen und Musiker bedeutete das Konzert in Buenos Aires gleichzeitig auch Abschluss ihrer Konzertreise. Für alle anderen begann am frühen Montagmorgen eine Reise zu den weltberühmten Wasser­ fällen in IGUAZÚ. Die Iguazú-Wasserfälle be-

stehen aus 20 grösseren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 km. Einige sind bis zu 82 Meter, der Gross­teil ist 64 Meter hoch. Die Wasserfälle in Iguazú wurden 1984 (Argentinien) und 1986 (Brasilien) zum UNESCO-Welterbe ernannt.

Wasserfälle in IGUAZÚ Das Konzept der JSO Auslandreisen beinhaltet wenn immer möglich zusätzliche bildende Besuche von historischen Stätten und/oder das Bestaunen von Naturwundern.

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KONZERTREISE

29. SEPTEMBER BIS 7. OKTOBER 2019

Schweizerkonzertreise des Jugendorchesters aus Argentinien Ziemlich genau vor einem Jahr konzertierte das Jugend-Sinfonieorchester der Neuaposto­ lischen Kirche Schweiz zusammen mit dem ­lokalen Jugendorchester in Buenos Aires. Dieses unvergessliche Konzert in unserer Zentralkirche, welches direkt auf YouTube übertragen wurde, löste bei den über 1000 Konzertbe­suchern grosse Freude und Begeisterung aus. Im Rahmen eines Jugendanlasses folgte am 6. Oktober 2019 auf das ausverkaufte Konzert vom Vorabend im Schinzenhof in Horgen ein zweiter musikalischer Anlass im Theater Casino in Zug. Am Tag nach der Ankunft in Zürich begann bereits das erste Probewochenende in der ­Kirche Zürich Seebach. Erfüllt mit grenzenloser Freude über das Wiedersehen nach einem Jahr, begrüsste Simon Reich die Freundinnen und Freunde aus Argentinien und informierte zusammen mit Laura Minniti (Dirigentin JSO Argentinien) über das Programm. Von Beginn an war zu spüren, dass hier eine bereits eingespielte und hochmotivierte Einheit am Werk war. Trotz Zeitdifferenz und einer langen Anreise war beim Argentinischen Orchester keine Spur von Müdigkeit zu erkennen. Nur Freude, immer wieder pure Freude und getrieben vom Willen und der Bereitschaft, gemeinsam etwas Grosses zu schaffen, das nachhaltig in Erinnerung bleiben soll.

Grosses Talent: Die erst 12-jährige Pilar Minitti (Violine/Tochter der Dirigentin)

Herzliche Begrüssung durch den Verwaltungsleiter, Bischof Reto Keller.

Grosses Staunen bei der Führung durch das Verwaltungs­ gebäude Neuapostolische Kirche International. Gute Stimmung bereits bei den Proben.

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SCHWEIZER KONZERTREISE JSO ARGENTINIEN

Impressionen aus den Konzerten im Schinzenhof in Horgen (5. Oktober 2019) und im Theatercasino Zug (6. Oktober 2019) Siri Kehrer (JSO Schweiz) und Guido Mastandrea (JSO Argentinien) begrüssen das Konzertpublikum in Horgen.

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KONZERTREISE

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S C H W E I Z E R K O N Z E R T R E I S E J S OK A O RN GZ E N RTR I NE II ES N E

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SCHWEIZER KONZERTREISE JSO ARGENTINIEN

Pilar Payer (JSO Argentinien) und Dimitri Sidler (JSO Schweiz) begrüssen das Konzertpublikum in Zug.

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Benji Griesser (Vorstandsmitglied und Orchestervertreter) überreicht den Musikerinnen und Musiker einen Rucksack als Geschenk des JSO Schweiz.

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Impressionen Auf den folgenden Seiten zeigen wir erstmals verblüffende Aufnahmen, die unerwartete Einblicke in Details der letzten sieben Jahre JSO ermöglichen, und bei deren Betrachtung, ein Staunen oder Schmunzeln oft nicht ganz zu vermeiden sind. Sie zeigen aber auch den unverkrampften Umgang untereinander, Individualität und das Leben in seinen so vielseitigen Facetten, die im JSO unvoreingenommen Platz haben.

Harfentransport durch Arthur Haug (JSO-Logistik) und Doris Sommer (Mutter der Harfistin).

Mit Tattoos kommunizieren «Es wird mir klar»

«Home made» Sandwiches für die lange Reise.

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Die Macht der Musik (Ergebnis eigener Erfahrungen und Resultate aus der Forschung)

Was versteht man unter Musik? Weil der Begriff Musik sehr subjektiv und nur schwer zu beantworten ist, sollte die Frage besser heissen: Was versucht mir Musik zu sagen? Jegliche Art von Musik hat eine Bedeutung, weil sie etwas aussagt. Musik ist ein ähnliches Ausdruckmittel wie die Sprache. Wörter haben bestimmte Bedeutungen, denn wenn man ein Wort hört, stellt man sich etwas darunter vor. Das, was jeder einzelne aus Musik oder aus Worten für sich herausholen kann, ist individuell und subjektiv. So reicht ein Weihnachtslied oft aus, um jemanden in Weihnachtsstimmung zu versetzen. In diesem Kontext funktioniert Musik wie eine Art Sprache, in der bestimmte Ereignisse kodiert sind. Das zeigt sich besonders deutlich bei Filmmusik, zum Beispiel Horror- oder Spannungsmusik. Musik löst Emotionen aus Bach oder Beatles? Helene Fischer oder Rammstein? Musik löst die unterschiedlichsten Emotionen in uns aus. Sie kann beim Zuhörer Gänsehaut verursachen. Ausserdem verbindet sich Musik manchmal mit persönlichen Ereignissen und Episoden. Wird sie wieder gehört, werden auch Erinnerungen an durchlebte Situationen wach, sowie die dabei empfundenen Gefühle. Je nach Musikart werden verschiedene Hormone abgegeben – Adrenalin bei schneller und aggressiver Musik, Noradrenalin bei sanften und ruhigen Klängen. Letztere können so zum Beispiel die Ausschüttung von Stresshormonen verringern und die Konzentration von schmerzkontrollierenden Beta-Endorphinen (körpereigenes Morphin) im Körper erhöhen. Musik ist Emotion und Erinnerung. Sie verbindet Menschen, macht Momente unvergesslich und sorgt für Atmosphäre. Sie lässt uns mit den Fingern im Takt klopfen, mit den Füssen wippen, bringt uns zum Tanzen. Die therapeutische Kraft der Musik Musik ist viel mehr als nur ein schöner Zeitvertreib. Musik kann Balsam für die Seele sein, 170     JSO

aber auch die geistige und soziale Entwicklung von Kindern fördern. Selbst Erwachsene können vom Musizieren profitieren – es mobilisiert das Gehirn und produziert Glückshormone. Kein Wunder, dass Musik heute von vielen Experten in der Medizin auch als therapeutisches Hilfsmittel in den verschiedensten Bereichen einsetzt wird. Vor allem in der Psychiatrie und in der Schmerztherapie leistet sie nützliche Dienste. Vor Operationen werden Patienten oftmals fröhliche Musikstücke vorgespielt, um die Konzentration des Stresshormons Cortisol zu verringern und weniger Narkosemittel einsetzen zu müssen. In der Sprachtherapie hilft Musik, die sprachlichen Fähigkeiten und das Hörverständnis von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen zu verbessern. Aber auch in der Rehabilitation von Schlaganfallpatienten und in der Geriatrie kann sie ein wertvolles Hilfsmittel sein. Denn Musizieren kann wie ein Jungbrunnen für das Gehirn sein, weil dabei neue Nervenverschaltungen gebildet werden.

Der faszinierende Effekt von Musik auf unser Gehirn Tatsächlich verändert Musik den Herzschlag, den Blutdruck, die Atemfrequenz und die Muskelspannung. Sie kann uns trösten oder aufputschen. Sie hält unser Gehirn jung und kann heilen. Musik stellt für das Gehirn eine grosse Herausforderung dar, sie könnte auch einen Trainingseffekt für die Gedächtnisleistung haben. Das liegt unter anderem daran, dass Musik aus einer Fülle von gleichzeitig dargebotenen Informationen besteht. Das Gehirn muss etwa Tonhöhen und Melodien erkennen und sie miteinander vergleichen. Ausserdem muss es die zeitliche Abfolge der Töne erfassen. Daraus ergeben sich nämlich Takte und Rhythmen. Gleichzeitig ankommende Töne muss es zu Akkorden sortieren. Dann sind da noch die Position und die Art der Schallquelle: Wer Musik hört, weiss ja in der Regel, ob da gerade ein

Schlagzeug oder ein Klavier spielt, und wo es sich im Raum befindet. Auch das muss das Gehirn natürlich erst einmal durch eine Fülle von Messungen und Vergleichen feststellen. Einige diese Aufgaben teilen sich die linke und die rechte Gehirnhälfte. Bei Profimusikern ist diese Auf­ teilung übrigens oft genau anders herum – warum, das weiss man noch nicht.

Musik hat die Kraft, uns in höhere Sphären zu entführen und uns auch wieder zu beruhigen, wenn notwendig. Und das wiederum zeigt, dass die Aktivitäten beim Musizieren, aber auch die beim Musikhören, das Gehirn bleibend verändern. Alle Neuverschaltungen, die zwischen den Nervenzellen im Gehirn durch Musik entstehen, bleiben dem Menschen auch erhalten.

Sind wir alle musikalisch? Bereits das Gehirn eines Kleinkindes kann ­Melodien und Töne wahrnehmen, einordnen und wiedergeben. Abgesehen von Menschen mit seltenen neurologischen Erkrankungen bringt jeder von uns dieses besondere Gespür für Musik mit – bei manchen ist es lediglich ausgeprägter als bei anderen. Und wie alle Fähigkeiten, die wir uns im Leben aneignen, ist es auch auf diesem Gebiet möglich, diese Fertigkeit zu vervollkommnen oder zumindest auf ein akzeptables Niveau zu bringen. JSO     171


Fotos sind immer ein Dokument der Zeitgeschichte

«Eine Person zu fotografieren heisst, dass sie uns interessiert.»

Orchestermitglieder gestern – heute – morgen ... Warum ausgerechnet Portraits? Portraits sind authentisch. Sie zeigen uns die Gesichter der Menschen, die sich dahinter verbergen. Wir erinnern uns doch sicher alle an die Zeit, von der Oma uns erzählt hat. Dank alten Fotos werden sie zum Leben erweckt. Und genauso soll es auch sein, wenn wir uns später an die grandiose JSO-Zeit erinnern und unseren Enkeln davon erzählen. Und das Beste daran ist, dass sie mit Namen beschriftet sind und welches Instrument gespielt wurde. So haben wir Gesichter zu den Geschichten. Mit den folgenden Portraits zeigen wir Musikerinnen und Musikern, die während einer längeren Zeit im Orchester spielten und noch spielen werden, wobei diese Auflistung unvollständig ist.

Lisa (Violine)

Samuel (Violine)

Selina (Cello)

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Flavio (Querflöte)

Stefanie (Horn)

Thomas (Querflöte)

Alessia (Harfe)

Rahel (Violine)

Melanie (Violine)

Ruth (Violine)

Jonas (Violine)

Lukas (Violine)

Bernard Arcand, Anthropologe

Joel Enrico (Posaune)

Francesca (Violine)

Lea (Querflöte)

Jasmin (Querflöte)

Fabian (Violine)

Valerie (Cello)

Moreno (Trompete)

Alisa (Klarinette)

Heiko (Querflöte)

Goulven (Cello)

Nina (Klarinette)

Christa (Violine) JSO     173


KONZERTREISE

KONZERTREISE

Auf Wiedersehen und vielen Dank! Liebe Freunde und Unterstützer des JSO, liebe Musikerinnen und Musiker Mit den nachfolgenden Zeilen in diesem fantastischen Buch verabschiede ich mich als Dirigent des Jugend-Sinfonieorchesters NAK Schweiz von euch allen. Ich verneige mich dankbar vor denen, die Grosses und Kleines für uns getan haben. Für mich geht eine ganz besondere Zeit der Zusammenarbeit mit den jungen und engagierten Musikerinnen und Musikern sowie den Vorstands-Freunden zu Ende. Vieles haben wir miteinander aufgebaut, geplant, verworfen, gepflegt und erreicht. Die Erlebnisse, die den Mitgliedern des JSO ermöglicht wurden, sind für «normale» Vereine fast nicht erreichbar. Auf der Ebene des Glaubens gab es Begegnungen fast rund um den Globus, die ohne JSO nie möglich gewesen wären. Freundschaften sind unter den Musikerinnen und Musikern entstanden, wie auch mit den Partnerorchestern aus Nordrhein-Westfalen, Südafrika und Argentinien. Konzertsäle durften bespielt und deren Akustik und Ambiente erlebt werden, von denen man als Kind nur träumen konnte. Zu besonderen NAK internen Anlässen wurde das JSO eingeladen, den musikalischen Rahmen zu gestalten. Weitere Events wie Jubiläumsfeiern, Spital­besuche, Gottesdienste in Skigebieten wurden von kleineren Ensembles des JSO musikalisch unterstützt. Nicht zu vergessen ist auch der Sponsorenlauf für das Argentinien-Projekt. In meinem Kalender steht der erste Eintrag «JSO Treffen» am 25. März 2013. Natürlich begann alles schon vorher. Ich erinnere mich gerne zurück, als mich die Anfrage des JSO Schirmherrn und Bischof Ruedi Fässler erreichte, ob ich die musikalisch-künstlerische Leitung des zu gründenden Orchesters übernehmen wolle. Für die Zusage benötigte ich nicht lange Bedenkzeit, denn was kann man der Jugend Schöneres wünschen als ein Gefäss, welches ihnen die Möglichkeit gibt, ihr Hobby zu teilen und in eine einmalige Gemeinschaft einzutauchen! Stellvertretend für alle, die im Vorstand mitgewirkt haben und mitwirken, sei dem Präsidenten des JSO, Bruno Vogt und der JSO Projektleiterin, Jeannette Bosshard, an dieser Stelle mein ganz besonderer Dank und mein Lob ausgesprochen. Die umfangreiche und vielschichtige Arbeit haben sie sehr umsichtig, zielgerichtet und dazu noch ehrenamtlich ausgeführt. Allen, die das JSO in meiner Zeit finanziell mitgetragen haben, sei an dieser Stelle für die Grosszügigkeit gedankt. Im Besonderen möchte ich die Sponsoren und Gönner erwähnen, die namhafte und auch wieder­kehrende Beträge dem JSO zukommen liessen. Von euch, ihr jungen Musikerinnen und Musiker, fällt es mir besonders schwer, mich zu ver­ abschieden, denn ihr habt einen Lebensabschnitt von mir sehr bereichert. Ich verlangte von euch manchmal viel ab, aber eure Mühen haben sich stets in Freude und Erleichterung umgewandelt, wenn ihr an den Konzerten zur Hochform aufgefahren seid! Nicht zu vergessen sind die stimmungsvollen Carfahrten oder das schöne gesellige Zusammensein im Anschluss an die Konzerte! Macht weiter so, teilt eure Leidenschaft mit nachkommenden Jugendlichen und spornt sie an, das Gefäss JSO zu nähren. Roland Schmid, meinem Nachfolger, wünsche ich in seinem Wirken alles Gute und viel Freude und Erfüllung in seinem neuen Wirkungsfeld. Herzlich Simon Reich

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KONZERTREISE

«Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten.» Aristoteles

Liebe Mitwirkende, liebe zukünftige Mitwirkende des JSO Liebe Freunde und Unterstützer des JSO Meinen ersten Kontakt mit dem Jugend-Sinfonieorchester NAK Schweiz hatte ich schon kurz nach dessen Gründung, als ich angefragt wurde, Registerproben der Holzbläsersektion zu leiten. Es hat mich damals schon begeistert, zu sehen, mit welchem Eifer und Engagement die Jugendlichen an Proben dabei waren. Anlässlich eines Konzertbesuchs in der Tonhalle Zürich im Mai 2016 ist mir bewusst geworden, welch unglaubliche Entwicklung das Orchester innert drei Jahren gemacht hat. Zu Motivation, Freude und jugendlichem Überschwang haben sich Präzision und Musikalität hinzugesellt und das Klangbild abgerundet. Diese Entwicklung wurde möglich durch die hervorragende Arbeit des Dirigenten, Simon Reich, wofür ihm ein grosses Lob gebührt. «Fortsetzung folgt!» unter diesem Motto möchte ich die Arbeit des scheidenden Dirigenten mit einem verjüngten Orchester weiterführen und eine ähnliche Entwicklung anstreben. Ziel ist, den aktuellen Stamm und den Nachwuchs zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen, Freude und Motivation nach innen und nach aussen zu fördern. Sind diese Grundlagen einmal gelegt, trägt die Arbeit an der musikalischen Qualität Früchte. So wird eine Orchestertätigkeit zu einer wertvollen Erfahrung, so verselbständigt sich das eigene Können und die Musik wird zu einem tragenden Pfeiler im Leben. Das Orchester verfügt bereits heute über ein vielschichtiges Repertoire. Ich freue mich sehr auf das Einstudieren klassischer Werke verschiedener Epochen, wie auch auf das Pflegen von Film- und Popmusik. Als langjähriger Musiklehrer und Leiter von Musiklagern bin ich mit verschiedenen modernen Musikstilen vertraut und auf das Eingehen von Musikwünschen gewohnt. Durch meine Chorleitertätigkeit bin ich zudem auch an Zusammenarbeiten mit vokalen Ensembles interessiert. In Anbetracht der momentanen Situation rund um die Pandemie möchte ich uns abschliessend mit einem der wohl berühmtesten Zitate Mut machen: «Yes we can»! Fortsetzung folgt! Herzlich Roland Schmid

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Roland Schmid

Nachfolger von Simon Reich

Durch die frühe Information von Simon Reich bezüglich der Beendigung seiner Tätigkeit als Dirigent des JSO, konnte sich der Vorstand Zeit nehmen, um einen geeigneten Nachfolger zu finden. Es war für die Zukunft des JSO ein grosses Glück, dass Roland Schmid für diese gross­ artige Herausforderung gewonnen werden konnte. Schon kurz nach der Gründung des Jugend-Sinfonieorchester NAK Schweiz leitete er Registerproben für Holzbläser. Im Anschluss an ein Probedirigat, anlässlich welchem sich Roland Schmid erstmals als möglicher Nachfolger von Simon Reich dem Orchester vorstellte, war allen Beteiligten klar, dass die Würfel gefallen sind. Auf Anhieb funktionierte der Austausch zwischen Orchester und Dirigent hervorragend und seine Vorstellungen und Perspektiven fanden grosse Zustimmung. Als langjähriger Musiklehrer und Leiter von Musiklagern ist er mit verschiedenen Musikstilen vertraut und auf das Eingehen von Wünschen von Seiten der jungen Musikerinnen und Musiker gewohnt. Erfreulich auch, dass es ­Roland Schmid immer wieder gelingt, Jugendliche zum aktiven Mitwirken in Orchestern und Chören zu gewinnen.

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Der nachfolgende Kurzbeschrieb seiner Aus­ bildung, Weiterbildung und Erfahrung macht deutlich, weshalb Vorstand und Orchester mit grosser Zuversicht und Freude auf die Weiterentwicklung des JSO blicken.

Roland Schmid Ausbildung 1973 –1976 1976 –1977 1977 –1983 1983 2002

Sekundarschule Bonstetten Athenaeum (MNG) Zürich (Maturarbeit) Konservatorium Zürich, Querflötenklasse Lehrdiplom Querflöte Diplom Lehrfach Musik Sekundarstufe 1

Weiterbildung 1983 –1984 1984 –1986 1999 –2002

Studium bei A. Jaunet (Querflöte) Konservatorium Zürich, Klavierklasse V. Pfenninger Konservatorium Zürich, Studium Schulmusik I

Berufliche Tätigkeiten Seit 1978 Querflötenlehrer Musikschule Knonaueramt MSKA (Haupttätigkeit) Seit 1993 Lehrbeauftragter Kantonsschule Zürich Nord KZN 2000 – 2015 Fachlehrer Musik Sekundarschule Hedingen Seit August 2015 Fachlehrer Musik Sekundarschule Bonstetten

Jürg Zbinden

Bezirksapostel

Sehr dankbar und erfüllt mit einem gewissen Stolz, schreibe ich diese Zeilen. Das, was unser JSO seit seiner Gründung hervorgebracht hat, kann sich im wahrsten Sinne des Wortes hören lassen! Alle Mitwirkenden haben ihr ­Bestes gegeben. Es war uns ein grosses Anliegen, der musizierenden Jugend aus allen Landesteilen der Schweiz eine Möglichkeit zu bieten, ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen, sich in einer Gemeinschaft zu begegnen, in der das Wir-Gefühl gelebt wird, in der Freundschaften entstehen und die persönliche Entwicklung gefördert werden kann. Viele jugendliche Musikbegeisterte haben die gebotenen Möglichkeiten genutzt und sind zu Multiplikatoren der Freude und Begeisterung geworden. Man spürt, dass die jungen Leute ihren Glauben leben und dabei glücklich sind. Diese Ausstrahlung hat unserer Kirche gut getan! Es ist mein Wunsch, dass dies auch unter der neuen Orchesterleitung so bleiben möge. Augenblicklich ist alles notwendige Planen

schwierig geworden. Die allgegenwärtigen Schutzmassnahmen gegen die Verbreitung der derzeitigen Corona-Pandemie müssen weiterhin befolgt werden. Andererseits brennen die Herzen der Jugendlichen, sie möchten ihr Publikum weiterhin begeistern und Freude wirken. Selbstverständlich gehöre auch ich zu denen, die unseren himmlischen Vater innig bitten, unseren Herzenswunsch zu erfüllen und auch in naher Zukunft sein Wohlgefallen und seinen Segen auf das Wirken der jugendlichen Musizierenden zu legen, zu seiner Ehre und zur Freude aller, die in den Genuss der Vorträge kommen. Dem bisherigen Orchesterleiter gebührt ein grosser Dank für das Erreichte. Dem neuen Leiter wünsche ich viel Erfolg und die Kraft, auch weiterhin die Herzen am Brennen zu halten – die Herzen der Jugend, aber auch die, der Zuhörer. Herzlich Jürg Zbinden

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Im Gespräch mit

Benjamin Griesser ORCHESTERVERTRETER VORSTANDSMITGLIED UND PROJEKTLEITER «QUO VADIS»!

Was beinhaltet das Projekt konkret? Wir haben unsere Mitglieder befragt und auf dieser Basis versuchen wir, die Rahmen­ bedingungen (Anzahl Proben, Literatur oder Konzertorte) so zu gestalten, dass wir auch in Zukunft viele Jugendliche ansprechen. Zudem haben wir offene Proben organisiert und an unseren Konzerten einen Infostand aufgestellt, um neue Mitglieder kennenzulernen. Zur Strategie gehört auch die Präsenz auf ­Social Media. Kannst du schon etwas zu den nächsten JSO-Anlässen sagen? Der Vorstand ist mit der Planung der Jahre 2021 und 2022 beschäftigt. Wir planen mit dem Grundsatz: weniger ist mehr. Im Vordergrund stehen nicht mehr die renommiertesten Konzertsäle oder eine zweiwöchige Auslandtour. Das heisst aber nicht, dass wir kürzer treten wollen. Miteinander Musik ma-

Mit Blick auf die Weiterentwicklung des JSO NAK Schweiz hat die Redaktion dem Projektleiter ein paar Fragen gestellt. Lieber Benji: Wer bist du? Ein grosser Liebhaber der klassischen Musik! Im JSO spiele ich seit der Gründung Waldhorn.

chen, das steht weiterhin im Zentrum! Zudem hat der Mix aus In- und Auslandprojekten, kirchlichen sowie eventorientierten Konzerten das JSO in den vergangenen Jahren ausgemacht. Dies wird auch in Zukunft so sein! Wo liegen die Herausforderungen? Jugendliche davon zu überzeugen, dass der Aufwand nicht ganz so gross ist wie sie denken und dass Musizieren im Orchester ohnehin jeden Aufwand entschädigt. Mit Corona kam eine neue Herausforderung dazu. Es ist schwerer, neue Mitglieder zu erreichen, wenn wir selber nicht physisch präsent sein können. Wie kommt man ins JSO? Am einfachsten meldet man sich per Mail bei admin.jso@nak.ch Dann können wir ein Kennenlernen während einem Probetag or­ ganisieren.

«Alles ist schwierig, bevor es leicht wird.» Moslik Saadi

Wieso Quo Vadis? Wandel ist meiner Meinung nach das einzig Stetige. «Quo vadis» steht für «wohin geht es». Diese Frage immer wieder zu stellen, gehört deshalb zur Kernaufgabe des Vorstandes. So haben wir uns bereits vor zwei Jahren Gedanken gemacht, wie das Orchester sich verändern soll. Insbesondere das Erreichen neuer Mitglieder ist ein wichtiges Ziel dieses Projekts.

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KONZERTREISE

Bischof Ruedi Fässler

Was immer du tust. Tue es mit ganzem Herzen.

VISION UND MISSION Die Aussagen von Bezirksapostels Jürg Zbinden, Roland Schmid (Nachfolger von Simon Reich) und Benji Griesser (Projektleiter Quo Vadis) lassen nicht den geringsten Zweifel aufkommen, dass die von Bischof Ruedi Fässler in den Gründungsgedanken festgeschriebenen Inhalte der JSO Vision und Mission unvermindert und mit Freude und Begeisterung weiter umgesetzt werden.

JSO Vision • Ein Jugend-Sinfonieorchester der Neuapostolischen Kirche Schweiz, das der musizierenden Jugend aus allen Landesteilen der Schweiz die Möglichkeit gibt, ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen. • Eine Gemeinschaft, in der sich Jugendliche im Wir- Gefühl begegnen, Freundschaften entstehen und die persönliche Entwicklung gefördert wird. • Jugendliche, die ihren Glauben leben und dabei glücklich sind. JSO Mission • Wir bieten der Jugend eine Plattform, damit sie ihre Gaben und Fähigkeiten einbringen kann. • Wir schaffen Begegnungen, die eine nachhaltige Wirkung erzeugen. • Wir gewinnen Jugendliche, die zu Multiplikatoren der Freude und Begeisterung werden. • Wir erzeugen Ausstrahlungskraft – eine Kirche, die bewegt und lebt. • Wir schenken der Jugend unser Vertrauen und arbeiten gerne mit ihr zusammen. • Wir fördern und begleiten, damit auch zukünftig Nachwuchskräfte in den Gemeinden vorhanden sind.

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Jugend-Sinfonieorchester Neuapostolische Kirche Schweiz   .   Heinrich-Wolff-Strasse 8   .   CH-8046 Zürich   .   www.jso.nak.ch


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