Einführung: Kleines Noten-ABC
Halali ∙ Die Jagdhornschule, Band 1
Kleines Noten-ABC Ohne das Thema „Notenlesen“ würden vielleicht mehr Menschen ein Musikinstrument erlernen. Dabei ist es leichter als angenommen. Das Notensystem ist schlüssig und nachvollziehbar aufgebaut. Das Notenlesen wird schon nach kurzer Zeit zu einer großen Hilfe, die den Aufwand rechtfertigt. Beim Jagdhornblasen werden im Wesentlichen nur fünf verschiedene Töne benötigt. Es handelt sich um die ersten fünf Naturtöne, die schnell zu erlernen sind. Sie entstehen durch Anblasen eines Jagdhorns. Dabei werden durch die vom Atemluftstrom angeregten Lippen Schwingungen auf die Luftsäule im Horn übertragen. Bei bestimmten Geschwindigkeiten der Lippenschwingungen kommt es zu hörbaren Resonanzen im Horn. Das sind die Naturtöne.
4 4 c'
g'
c"
e"
g"
Eine Note enthält vier Grundinformationen: Den Tonnamen, die Tonhöhe, die Tonlänge und die Artikulation. Die Tonnamen sind dem Alphabet entnommen und umfassen die ersten sieben Buchstaben (a-h). Neben dem Namen bezeichnet das Apostroph (‘) die Tonlage. Die Note c‘ beispielsweise nennen wir „eingestrichenes c“. Die ersten fünf Naturtöne werden auf fünf Notenlinien dargestellt. Jede Linie steht für eine bestimmte Tonhöhe, auch Tonstufe genannt. Die Linien sind vergleichbar mit Sprossen einer Leiter: je höher eine Note auf den Linien liegt, desto höher ist ihr Klang. Die unterste ist dementsprechend auch die tiefste Note. Die Tonhöhe ist bei den Naturtönen keine schrittweise Folge von Tonstufen. Die einzelnen Noten liegen im Notensystem weiter auseinander, die Linien dazwischen bleiben frei. Im folgenden Beispiel sehen wir, welche Töne der Stammtonleiter zwischen den Naturtönen (grau hinterlegt) liegen.
c'
d'
e'
f'
g'
a'
h'
c"
d"
e"
f"
g"
Die Begrenzung auf Naturtöne hat den Vorteil, dass es eine eingeschränkte Zahl von festen Punkten auf der Skala gibt. Der Nachteil ist aber, dass der begrenzte Tonumfang kein ausgeprägtes Melodiespiel ermöglicht. Daher haben Jagdsignale vor allem prägnante Rhythmen. Das sind Gruppierungen von Noten mit unterschiedlicher Spieldauer. Diese wird bestimmt durch die Tonlänge der jeweiligen Note, auch Notenwert genannt. Das Aussehen des Notenzeichens verrät, wie lang oder kurz ein Ton geblasen werden muss. Im Wesentlichen besteht eine Note aus einem Notenkopf und in den meisten Fällen einem Notenhals. Je nach Tonlänge ist der Notenkopf schwarz oder weiß, der Notenhals mit oder ohne Fähnchen. 8