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Lieber Leser, Du hast also die Esswerk- Infobroschüre aufgegabelt. Danke für Deine Neugier! Du willst sicher mehr über die Hintergründe von Esswerk erfahren? In folgenden Kapiteln findest Du was Du suchst.: 1. Grün hinter den Löffeln - Ein Erfahrungsbericht 2. Gabelstapler - Wer ist schuld? 3. Mit Essen spielen - Kurze Pause. 4. Auf Messers Schneide - Was kann man tun?

Wir wünschen Dir viel Spaß ! Dein Esswerk.


Grün hinter den Löffeln ? Erfahrungsbericht. Wir waren noch völlig grün als wir den Einkaufspalast betraten. Nicht weil wir bisher noch nie einkaufen waren. Waren wir sehr wohl, nur nie so. Das erste Mal bewusst Nahrungsmittel kaufen! Beim genauen Untersuchen von Preis, Herkunft, Inhaltstoffen und Fairtrade- oder Biokennzeichnung sind wir auf verwirrendes und interessantes gestoßen. Biotomaten aus Spanien? Mag ja sein, dass diese Tomaten aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammen, der Transport hierher ist aber alles andere als ökologisch. Der CO2-Austoß ist enorm umweltschädlich. Aber nicht nur Tomaten, der Großteil Bioobst und -Gemüse ist betroffen. An der Frischetheke ist natürlich alles teuer! Weit gefehlt. Sowohl Käse als auch Fleisch sind meist billiger als die abgepackte Alternative. Vermutlich weil es sich bei Abgepacktem meist um Markenprodukte handelt. Bei denen man den Namen mitbezahlt. Weitere Vorteile der Frischetheke sind, dass die Produktherkunft eindeutig und leicht sichtbar ausgeschildert ist. Fleisch wird meistens von umliegenden Schlachtereien geliefert und vorort verarbeitet. So ist sicher, dass zum Beispiel das Hackfleisch frisch ist. Gerne verlassen wir uns auf bekannte Marken. Erschreckend dabei ist, dass die Inhalstoffliste zum Beispiel eines bekannten Frischkäseproduktes sich liest als ob es sich um einen Chemiebaukasten handelt. Ganz im Gegensatz zum Noname-Produkt. Bekannte Marken können sich keine Skandale leisten, gehen deshalb auf Nummer sicher und ziehen den guten Ruf der Gesundheit der Kunden vor.


Gabelstapler Wer ist schuld?

Wenn man sich etwas näher mit unserer Ernährungssituation beschäftigt fühlt man sich schnell über‘s Ohr gehauen. Wer sind diese Hochstapler, die nicht davor zurückschrecken aus absoluten Grundbedürfnissen Profit zu schlagen. Darüber hinaus noch so, dass sie ihrer Umgebung ernsthaft Schaden zufügen?

Der größte Teil des Weltbruttosozialproduktes wird von knapp 500 Konzernen kontrolliert. Da liegt es nahe die Leiter großer Konzerne als schuldige aufzustellen. Wie zum Beispiel Peter Brabeck der Nestle, den größten Nahrungsmittelproduzenten und Abfüller von Trinkwasser leitet. Sind sie nicht verantwortlich für mangelhafte Produkte und Ausbeutung? Mag sein. Sie haben aber auch nicht die Macht diese Missstände zu beseitigen. Falls für den Konzern unprofitable Entscheidungen getroffen werden wird die Leitung schnell ersetzt.

Konzerne funktionieren längst fast selbständig und gehorchen dabei dem Prinzip: „Angebot und Nachfrage“. Aber wenn die Konzernleitungen nichts ändern können wer dann?


Mit Essen spielen

Kurze Pause.

Januar


Wollen wir zur Entspannung zusammen ein bisschen r辰tseln? Gut! Auf der Linken Seite hast Du sicher das verstreute Obst und Gem端se entdeckt. Wenn Du die Punkte auf dem Obst und Gem端se richtig verbindest ergibt sich ein Bild. Um die Punkte richtig zu verbinden musst du wissen in welchem Monat die jeweilige Frucht oder das jeweilige Gem端se seine Hauptsaison hat. Jeder Punkt entspricht einem Monat. Also sind es insgesamt 12 Punkte die man miteinander verbinden muss. Der Januar ist bereits markiert


Auf Messers Schneide Was kann man tun? Was also kann man tun? Wie bereits erwähnt hängt der Inhalt der Regale im Supermarkt vom Prinzip „Angebot und Nachfrage“ ab. Das Angebot stellen natürlich die Nahrungsproduzenten. Sie produzieren aber nicht einfach ins Blaue, sie wollen mit ihren Produkten möglichst viel Gewinn machen. Die Konkurrenz erlaubt es nicht etwas zu produzieren was keiner will. Sie müssen also produzieren was der Kunde will. Was Du willst!

Wenn Du Dich also bewusst für regionale Produkte entscheidest. Kannst du bereits eine Menge bewegen. Langfristig verringerst Du den CO2-Ausstoß der beim Transport wegfällt, Du förderst die Bauern aus Deiner Umgebung, deren Produkte sonst in Dritte-Welt-Länder exportiert würden wo sie den Bauern vorort die Existenzgrundlage rauben würden und sie für die meisten Menschen zu teuer sind und Du bringst die Konzerne langfristig dazu bessere Produkte zu erzeugen weil sie auf die veränderte Marktlage reagieren werden müssen. Darüber hinaus tust Du Deiner Gesundheit auch etwas Gutes.

Du siehst also vieles kann sich durch bewusstes Einkaufen ändern. Es ist auch nicht nötig teurere Produkte zu kaufen. Meist gibt es neben den üblichen Produkten bessere in der gleichen Preisklasse. Der Markt ist auch eine großartige Alternative zum Lebensmitteldiscounter.


1.Auflage Januar 2009 Copyright © Esswerk, 10119 Berlin Max-Beer Straße 23 10119 Berlin Telefon: 030 789 481 50 Telefax: 030 789 481 54 eMail: info @ esswerk.de Gestaltung: Doreen Michalk, Jedrzej Golecki, Patrick Nitzsche Druck: Druckhaus Butscher, 75172 Pforzheim Alle Rechte vorbehalten. Die fotomechanische Vervielfältigung des gesamten Werkes, auch in Auszügen, bedarf der vorherigen Zustimmung. Printed in Germany


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Infobroschüre  

Infobroschüre der fiktiven Nonprofitorganisation Esswerk