Unterwegs mit Tieren Ein Hundeleben Der Alltag einer Hundesitterin ist h채ufig anders, als man denkt.
Zwei Tierparadiese Das GZ Bachwiesen und die Stadtg채rtnerei sind Heimat unz채hliger Tiere.
Drei tierische Tipps Animalische B체cher und Filme, mit denen man die Winterzeit geniesst.
Open House 2018
28. November, 10 – 18 Uhr Infoabend, 18.30 – 20 Uhr Rundgänge durch die Schule 10.00, 11.00, 14.00 und 15.00 Uhr Treffpunkt: Flurstrasse 89, 1. Stock
Schule für Kunst und Design Flurstrasse 89 8047 Zürich T +41 44 444 18 88 ffzh.ch
– Jugendkurse – Vorkurs / Propädeutikum – Vorkurs berufsbegleitend – Fachklasse Fotografie EFZ – Fachklasse Grafik EFZ – Studiengänge HF: Film, Fotografie, Kunst, Modedesign, Visuelle Gestaltung – Weiterbildungskurse
Form + Farbe seit 1971
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EDITORIAL
INHALT
Wuff, miau, iiiaaaa! 4 Hundeleben Wie lebt es sich im Freilager – als Hund? Wir gaben Âio eine Stimme und erfahren viel Spannendes aus dem Leben eines jungen French Bulldog.
Über 2500 Menschen, davon mehr als 400 Kinder leben im Freilager. Eine stolze Zahl! Doch noch grösser ist die Zahl der animalischen Bewohner, zählt man Insekten, Vögel und Mäuse auch dazu. Höchste Zeit also, dass wir den Tieren eine Ausgabe des «Inside Freilagers» widmen.
7 Tierische Nachbarn Die Tiere im GZ Bachwiesen sind nicht nur zur Unterhaltung da. Kinder können erste Erfahrungen im Umgang und der Pflege mit Tieren sammeln. 10 Pförtnerhaus In 8 bis 10 Sitzungen lässt Marc nicht mehr erwünschte Tattoos verschwinden. Ein Arschgeweih oder einen Delfin hat er jedoch noch nie entfernt.
Neben vielen Haustieren oder animalischen Bewohnern im GZ Bachwiesen oder der Stadtgärtnerei gibt es auch viele freilebende Tiere. So habe ich im Frühling eine ganze Igelfamilie angetroffen, die unter den Holzbalken unseres Langhauses lebt. Oder auch ein unerschrockener Vogel, der in einem Nest auf den überdachten Veloständern direkt vor unserem Balkon seine Kleinen grossgezogen hat.
12 Do it yourself Origami heisst die Kunst, aus Papier beispielsweise Schmetterlinge zu falten. Wir zeigen, wie es geht. Ganz einfach ist das nämlich nicht.
Trotz dieser eigenen Erfahrung mit Wildtieren in unserem Quartier haben wir einen Artikel darüber leider nicht geschafft. Das lag wohl daran, dass niemand die Geduld hatte, mit dem Fotoapparat dem frechen Stadtfuchs aufzulauern.
Mirko Hofmann Redaktionelle Leitung
IMPRESSUM Inside Freilager November 2018 2. Jahrgang 4. Ausgabe Erscheint 4x jährlich Auflage 1000. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt. Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohner/innen des Freilagers gemacht.
Redaktion: Mirko Hofmann, Noah Munzinger, Jeannette Jetter, Guido Acker, Ben Liechti, Kati Moser, Peter Egli E-Mail an die Redaktion: inside@freilager.org Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt. Konto Freilager Verein CH52 0900 0000 8984 9663 0 Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Kontakt für Inserate: Noah Munzinger noah@freilager.org E-Mail: vorname@freilager.org Layout: Mirko Hofmann Lektorat: Beatrice Huber «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell. Alle Ausgaben online: www.issuu.ccom/insidefreilager
Titelbild: Kati Moser
Aber wir haben ganz viele spannende Geschichten in dieser Ausgabe, die sich den Tieren, aber auch den Herrchen, Frauchen oder Teilzeithütern widmen. Tierisch viel Spass beim Lesen!
14 Outside Freilager Auch ohne den verstorbenen Tucan ist die Stadtgärtnerei mit ihren Tieren und Pflanzen gerade im Winter immer einen Besuch wert.
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ANIMALISCHES FREILAGER
Wo Katzenfreunde sich helfen Anja Walz wohnt im mittleren Rautiturm und ist Besitzerin von zwei British Shorthair Katzen. Sie erzählt, was es mit dem Katzenpool im Freilager auf sich hat.
Als Anja vor zwei Jahren für ihren neuen Job nach Zürich kam, hat sie nach einer Wohnung gesucht, in der Haustiere erlaubt sind. Sie hat sich für eine Wohnung im Rautiturm entschieden und war schon bald Besitzerin von zwei British Shorthair Katzen. Das sind richtige Hauskatzen, die gut in der Wohnung gehalten werden können. Als sie für ein paar Tage in die Berge wollte, kam die Frage auf, wer sich um die beiden kümmert. Es gibt professionelle Betreuer, die die Tiere füttern und saubermachen. Anja hat dann aber einen Aufruf in der App gesehen, dass es im Freilager noch mehr KatzenhalterInnen mit demselben Anliegen gibt. So wurde vor anderthalb Jahren der Katzensitterpool gegründet. Viele Mitglieder Inzwischen zählt die Interessensgemeinschaft mehr als 15 Mitglieder. Es sind KatzenbesitzerInnen, aber auch solche, die keine eigenen haben, jedoch Tiere mögen und gerne in den Ferien aushelfen. Die Katzen bleiben in der Regel immer in ihrem Zuhause und die Person aus dem Katzensitterpool kommt und erledigt, was gemacht werden muss, inklusive Streichelein-
Milly
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Bilder: ZVG
Von Jeannette Jetter
Joseph ist eines der beiden British Shorthair Geschwister.
heiten. Oft kommt eine Katzenliebhaberin, die bereits bei Anja war. Es hat auch immer jemand Zeit und alle sind sehr hilfsbereit. Ausserdem kostet es nichts. Die Leute sind alle sehr zuverlässig. Man merkt, dass es Menschen sind, die das gerne machen. Tierfreundliches Freilager Hinzu kommt die soziale Komponente: Man kommt in Kontakt mit Gleichgesinnten und lernt neue Freunde kennen. Auch ist alles in Reichweite, was es für die Tiere braucht. Eine Tierärztin ist in der Nähe und bei Andy’s Tierhüsli findet man alles und bekommt gute
Nikki und Nala
Tipps. Ania erklärt, dass es Regeln für tiergerechte Haltung gibt. Die Einzelhaltung von Katzen ohne Auslauf und Kontakt mit anderen Tieren oder Menschen ist nur kurzfristig erlaubt. Deshalb hat sie sich für das Katzengeschwisterpärchen Joseph und Jolène entschieden. Mitmachen im Katzenpool Hast du eine Katze oder möchtest in den Katzensitterpool aufgenommen werden? Dann melde dich per Mail bei Alexandra Otto: alexandra.otto@sunrise.ch
Aisha
Ein Hund namens Âio Hier und heute lassen wir auch mal einen Hund zu Wort kommen. Âio erzählt, was es mit ihrem Namen auf sich hat und womit sie am liebsten die Zeit verbringt.
Ich heisse Âio und bin ein neunmonatiger French Bulldog. Mein Spitzname ist «Woschti». Das ist hessisch und heisst Wurst. Zusammen mit Frauchen Gabi und Herrchen Mark wohne ich in der Marktgasse im Freilager. Die beiden haben mich vor sieben Monaten in Rheinland Pfalz, wo ich geboren bin, abgeholt. Ich war dort noch ganz allein, das letzte Hündchen aus dem ersten Wurf meiner Mutter. Meine vier Geschwister waren schon platziert. Meinen speziellen Namen habe ich, weil wir die ersten Babies unseres Hundemamis waren. Die Welpen des ersten Wurfes mussten einen Namen haben, der mit A beginnt. Das sind die Rassestandards, die für die Ahnentafel erfüllt sein müssen. Mein Name ist Maori Mein Herrchen war früher semiprofessioneller Rugbyspieler und Neuseeland Fan. Deshalb hat er mir einen Maori Mädchen-Namen gegeben. Er bedeutet Frieden. Ich bin ja auch ein friedliches Mädel, habe einen tollen Charakter und bin agil und fit. Das
Âio mit Herrchen und Frauchen.
habe ich heute bewiesen, als wir auf dem Stoos zum Wandern waren. Ich musste eine ganz schön lange Strecke laufen. Zum Glück fuhren wir aber mit dem Sessellift hoch. Das war mein erstes Mal und hat total Spass gemacht. Ich bin jetzt ausgewachsen, also zumindest von der Höhe her. Mit der Zeit bekomme ich dann noch mehr Body;-). Ich bin also noch jung und sehr verspielt. Am allerliebsten spiele ich mit Steinen. Da vergesse ich alles rund herum. Ich liebe es, wenn Gabi Steine wirft, denen ich Âio ist ein junger French Bulldog. dann wie ein Hoppelhase hinterherrenne, Was ich aber gar nicht mag, ist dieses sie aber nicht zurückbringe, sondern blöde schwarze Ding, das die Besueinfach auf den nächsten Stein warte. cher von heute auf mich richten. Ich Was ich auch mag, sind die Esel im GZ. weiss, es ist nur ein Fotoapparat. Aber Wenn die dicht beim Haag sind, dann so ganz sicher bin ich mir nicht. Also schlecke ich immer deren Schnauze ab. knurre und belle ich den Fotografen an, lege die Ohren nach hinten und Ich bin kein Fotomodel mache ein furchterregendes Gesicht. Manchmal gehen Gabi und Mark mit Beissen tue ich den Fotografen aber mir in die Allmend. Da spiele ich mit nicht. Das habe ich als Welpe gelernt. den anderen Hunden. Das letzte Mal Da hat mich mein Brüderchen mal sogar mit einer Dogge. Die hat sich vor gebissen und seither weiss ich, wie mich hingelegt, damit wir auf Augenweh das tut. Ich habe also eine Beisshöhe spielen konnten. Ich habe keine hemmung und tue niemandem etwas. Angst vor grossen Tieren. Mark meint, Nicht mal unseren Sofakissen. ich überschätze mich da ein bisschen, Wer weiss, vielleicht sehen wir uns denn am liebsten würde ich auch mit einmal auf einem Spaziergang durchs den Kühen auf der Weide spielen. Freilager!
Bilder: Guido Acker
Aufgezeichnet von Jeannette Jetter
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HUNDESITTERIN
«Die Hunde gehorchen mir immer» Für sie sind Hunde nicht nur gute Freunde, sondern ein Vollzeit-Job. Carmela Benavente arbeitet als Dogsitterin und entlastet so manchen Besitzer.
Carmela, erklär uns doch, wer du bist und was du machst? Ich bin Carmela und bin seit einigen Jahren selbständige Dogsitterin. Obwohl ich schon immer mit Tieren arbeiten wollte, bin ich froh, zuerst das KV gemacht zu haben. Heute kann ich das Wissen gut brauchen, da neben der Zeit, die ich mit den Hunden verbringe, auch noch Administratives anfällt. Wohnst du im Freilager oder was für einen Bezug hast du zum Freilager? Nein, ich wohne nicht direkt im Freilager, aber gleich nebenan, ein paar Minuten von hier. Ich habe aber Freunde im Freilager und auch Kunden. Einer meiner ersten Hunde, den ich vor sechs Jahren hatte, wohnt heute im Freilager und ist nach einem Unterbruch wieder bei mir. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus? Ich beginne am Morgen um halb acht. Die Hunde werden zu mir nach Hause gebracht. Spätestens um neun Uhr sind alle sieben Hunde da. In dieser Zeit warten die anderen Hunde im speziell eingerichteten Hundezimmer. Hunde sind keine Morgentiere. Sie sind froh, wenn sie noch ein bisschen auf dem Sofa oder den kleinen Teppichen träumen können, bis es losgeht. Wie fahren dann mit dem Auto an einen der Orte, wo ich mit ihnen laufen und spielen kann. Wir sind rund zwei Stunden draussen. Sind die Hunde ganztags bei dir oder auch nur stundenweise? Ich nehme sie nur ganze Tage. Das ist wie in der Kinderkrippe. Das Rein- und Rausnehmen während des Tages würde die Rudeldynamik stören. Was hast du für Hunde? Ich habe alles, vom Möpsli bis zur Dogge. Die Grösse spielt sowieso keine Rolle. Was zählt, 6
ist die Energie. Es ist auch nicht so, dass ein grosser Hund gefährlicher wäre als ein kleiner. Auch beim Spielen ist es egal, wie gross oder klein die Hunde sind. Ein kleiner Hund kann durchaus auch ranghöher sein. Es gibt im Rudel immer eine Rangordnung. Wenn ein neuer Hund dazu kommt, musst du dann erst prüfen, ob er in die Gruppe passt? Ich muss vor allem den Besitzer kennen. Denn es muss sich ja eine Vertrauensbeziehung entwickeln. Die Leute vertrauen mir «ihr Carmela Benavente führt täglich sieben Hunde aus. Baby» an und es ist wichtig, dass ich weiss, wie der vor der Nase durchrennt. Ich habe sie Besitzer mit dem Hund umgeht. Beim gut im Griff. Ich habe ein sehr gutes ersten Mal läuft der neue Hund einmal «Gspüri». Daneben habe ich auch eine mit und ich schaue, ob er ins Rudel Ausbildung gemacht, aber vor allem passt. habe ich inzwischen viel Erfahrung. Gibt es oft Wechsel? Nein, die meisIch weiss, dass ich auch in schwierigen ten Hunde habe ich über Jahre. Zum Situationen ruhig bleiben muss. Teil schon seit sie ganz klein sind. Sie Gibt es auch weniger schöne Momenkommen sehr gerne. Sie freuen sich te? Ja, manchmal greifen mich die Leuauf das Spielen und Toben mit ihren te verbal an, weil ich so viele Hunde Gspänli. Es gibt ja auch Freundschafdabei habe. Ich suche dann immer das ten unter den Hunden. Sie wedeln Gespräch mit ihnen. Meistens haben dann heftig mit dem Schwanz, wenn die Leute einfach Angst. Ich sage dann ihr Freund zur Türe rein kommt und «sitz» zu den Hunden und alle sieben lassen ihn zusammen auf demselben setzen sich in einer Reihe hin. Das Plätzchen schlafen. nimmt die Furcht vor den Tieren. Was war das lustigste Erlebnis? Sie Gibt es noch etwas, was du dir bringen mich eigentlich jeden Tag wünschst für die Zukunft? Ich wünsche zum Lachen. Im Sommer, es war sehr mir, dass ich es so lange wie möglich heiss, ist eine französische Bulldogge machen kann, dass ich gesund bleibe in einen Brunnen gesprungen und hat und die Kunden nach wie vor zufriewie wild geplanscht. Das war wirklich den sind mit mir. Und dass ich auch lustig. anderen helfen kann, wenn jemand Gehorchen dir die Hunde immer? Ja, mal nicht so gut zurecht kommt mit sogar wenn einem Jagdhund ein Reh seinem Hund.
Bild: Guido Acker
Mit Carmela Benavente sprach Jeannette Jetter
DIE TIERE VOM GZ
Von Hufen, Pfoten und Krallen Die vielen Tiere im GZ Bachwiesen sind das Magnet für Jung und Alt. Doch dahinter steckt viel mehr als nur Attraktion. Von Noah Munzinger
Mithelfen Der Tierbestand im GZ Bachwiesen beeindruckt mit drei Eseln, zwei Ponys und diversen Kleintieren wie Ziegen, Hasen, Meerschweinchen, Enten und Hühnern. Dabei steht nicht die Attraktion im Vordergrund, sondern ein soziokultureller und pädagogischer Auftrag. Die Stallarbeit und Tierpflege führen nämlich ca. 30 Kinder und Jugendliche durch, die unter Anweisung von Fachpersonal mindestens einen Nachmittag pro Woche mithelfen. Den Kindern wird dadurch eine verantwortungvolle Freizeitbeschäftigung angeboten, die ihnen viel Wissen über die Tiere, ihre Pflege und ihre Haltung vermittelt. Das Angebot erfreut sich bei den Kindern und Jugendlichen grosser Beliebtheit. Mittragen Wer sich weniger aktiv einbringen will, kann sich über Tierpatenschaften finanziell an der Haltung und Pflege
Bilder: GZ Bachwiesen, ZVG
Alle kennen sie. Die Tiere im GZ Bachwiesen sind so unübersehbar wie beliebt. Dabei ist es nicht selbstverständlich, dass Gemeinschaftszentren Tiere halten. In Zürich gibt es nur vier.
Zwei Mädchen üben sich im Umgang mit den Ponys.
von Kleintieren beteiligen. Das Patentier wird einem persönlich attestiert und kann zu bestimmten Zeiten besucht werden. Zudem bestehen weitere Angebote, die es Kindern ermöglichen, Stallerfahrungen zu sammeln, ohne feste Verpflichtungen einzugehen. Miterleben Zu guter Letzt muss man gar nicht unbedingt ins GZ Bachwiesen, um
die Tiere anzutreffen. Die Esel, Ponys und Ziegen sind nämlich häufig auch auf Ausflügen oder an Festlichkeiten unterwegs – unter anderem auch auf dem Freilager-Platz. Darüber hinaus ist es durchaus möglich, dass man die beiden im GZ wohnhaften Quartier-Enten Pacopato und Rosalie in privaten Gärten antrifft, wo sie für die Bekämpfung von Schädlingen im Einsatz stehen.
Hier liegen die nahen (Gross-)Baustellen.
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Ash
IMPRESSIONEN
Die Albisrieder Stadtmusikanten Carino und Loki
Nanni
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ha, Johnny und Valentina
Leni
Bilder: GZ Bachwiesen, ZVG, Guido Acker
Saira und Jade
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KUNST IM PFÖRTNERHAUS
Weg mit dem Arschgeweih Seit Januar entfernt Marc Theissing im Freilager Tattoos. Dabei erfährt er viel persönliches von seinen Kunden.
Teuer und schmerzhaft Wer ins Tattoo-Entfernungsstudio «renaissance» geht, das übrigens auch als Kunstgalerie dient und seine Jugendsünde entfernen lassen will, muss relativ tief in die Tasche greifen. «Eine Fläche so gross wie ein Einfränkler kostet rund 60 Franken pro Sitzung», Marc Theissing. sagt Marc. Insgesamt braucht es meist bis zu 10 Sitzungen. Grund für den hohen Preis ist vor allem das Lasergerät, das sehr teuer in der Anschaffung ist. Und ganz ohne Schmerz geht es natürlich auch nicht. Viele empfinden diesen sogar grösser als beim Tätowieren selbst. Die Gründe, die Tattoos und die Kunden selber sind total unterscheid-
ef Retro Futuristischer Visitenkartenhalter.
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Diese Lampe war einmal ein Haaretrockner.
lich und lassen sich nicht schubladisieren. Neben Trennungen sind auch eine neue politische Einstellung oder die Sichtbarkeit eines Tattoos Gründe für deren Entfernung. «Es gibt sogar Leute, die sind stark tätowiert, und kommen zu mir, um Platz zu schaffen für weitere Kunstwerke auf der Haut», so Marc.
hatte.» Weil sich nur wenige Künstler mit diesem Thema beschäftigen, hat der leidenschaftliche Fotograf viele seiner ausgestellten Werke selber gemacht. Vieles davon kann man kaufen. www. tattoorenaissance.ch
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Retro Futurismus Das Tattoo-Entfernungsstudio bietet auch etwas fürs Auge. Die Mieter des Pförtnerhauses haben daraus eine Kunstgalerie gemacht. Marc Theissing erklärt: «Das Hauptthema ist der Retro Futurismus, also Objekte, Bilder und Installationen, die zeigen, wie man sich etwa in den 30er Jahren die Zukunft vorgestellt
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¨ Herr Vorname, Name
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Er macht etwas ganz anderes als ein Coiffeur, aber was Klatsch und Trasch betrifft, da ist auch Tattoo-Entferner Marc Theissing informiert über seine Kunden – wie ein Coiffeur eben. «Exfreundinnen und Exfreunde habe ich schon vielfach entfernt», erklärt der Künstler. Ein klassiches Arschgeweih, ein Einhorn oder Delphin hat er jedoch noch nicht in seinem «Palmares». Generell findet der Geschäftsführer und Mitbesitzer vom «renaissance», Tiertattoos liegen wieder im Trend.
Bilder: Mirko Hofmann
Von Mirko Hofmann
Strasse, Nr.
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Geburtsdatum
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DO IT YOURSELF
Kleine Kunst mit grosser Wirkung Papierfalten macht Spass. Aus einer einfachen quadratischen Papierfläche lassen sich wunderbare Tiere hervorzaubern. Wie bunte Schmetterlinge.
Das Papier wurde rund 100 v. Chr. in China erfunden. 700 Jahre später kam es durch buddhistische Mönche nach Japan, wo Origami, die Kunst des Papierfaltens erblühte. In der traditionellen Form besteht Origami in der Faltung von Figuren aus einem quadratischen Stück Papier, wobei weder geschnitten noch geklebt wird. Aus sechs vorhandenen Grundformen kann man alles Mögliche falten: Schachteln, Frösche, Elefanten, Vögel. Die berühmteste unter den Vogelfiguren ist der Kranich – nicht ganz einfach, dafür wunderschön und Glück bringend. Wir fangen mit einer einfacheren Form an, nämlich die des Schmetterlings. Das Papier sollte fein und etwa 10x10 bis 20x20 cm gross sein, uni oder gemustert (bei Coop, Migros oder grösseren Papeterien erhältlich). Sollten die ersten Schmetterlinge nicht ganz so werden, nicht verzagen und weitermachen, denn Übung macht den Meister! Übrigens, du kannst den Ablauf auch auf Youtube verfolgen. Und: zehn, zwanzig oder dreissig Schmetterlinge sind schöner als nur einer und machen sich als Tischdekoration gut. Anleitung 1. Mit dem Muster nach oben, beide parallelen Mittellinien falten, dann die Diagonalen. Ganz Wichtig: Kanten fest mit dem Finger nachdrucken. 12
Bilder: Kati Moser
Von Kati Moser
2. Papier öffnen, mit dem Muster nach oben legen, die Ecken aufeinander schieben, sodass ein Dreieck entsteht.
3. Das Dreieck mit der langen Kannte nach oben legen und die obere Lage der Ecken rechts und links auf die untere Ecke legen.
4. Die obere Lage der unteren Ecke nach oben falten, sodass etwa 1 cm über der Kante liegt. Diese dann nach unten falten. 5. Den Schmetterling nun fest an der senkrechten Mittellinie zwischen den Flügeln falten. Und fertig ist das kleine Meisterwerk.
TIERRÄTSEL
Achtung Ausreisser! Im GZ Bachwiesen werden Ziegen, Esel, Ponys, Meerschweinchen, Hasen, Hühner und Enten gehalten. Eines der Tiere ist ausgerissen. Finde es wieder und bring es zurück, indem du die Punkte in der richtigen Reihenfolge verbindest. Viel Spass bei der Suche! Von Peter Egli
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OUTSIDE FREILAGER
Vogelfrei im Tropenhaus Man muss nicht immer gleich in den Zoo gehen, um Kois, Kiebitze oder Schildkröten zu sehen. Im nahen Tropenhaus der Stadtgärtnerei Zürich sind sie zu Hause. Von Kati Moser
Feucht-warmes Tropenhaus Die Orangerie aus dem Jahr 1938, die zur Überwinterung von Kübelpflanzen wie Zitronen oder Oleander diente, wurde 1961 umgebaut und bekam ein Glaspyramidendach. Orangerie und Palmenhaus wurden daraufhin zu einem öffentlich zugänglichen Schauhaus umfunktioniert. Im gleichen Jahr entstand auch das Tropenhaus, das 2014 einen erhöhten Dachfirst bekam. Das Tropenhaus übt eine besondere Faszination aus. Die feucht-warme Luft, die Geräusche, die üppige Pflanzenwelt, die Farben und Formen der exotischen Blüten und ihren betörenden Duft, der kleine Bach, der sich in
Die Vögel leben frei innerhalb des Tropenhauses.
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Bilder: Kati Moser
Ein kunterbuntes Gezwitscher schlägt einem zu Ohren, sobald man die schwere Glastür zum Tropenhaus öffnet. In sekundenschnelle laufen Brille, Kamera– und Handy-Linsen an. Die Kappe muss weg, die Jacke ebenfalls, denn die Luft ist feucht und warm. Akklimatisierung wie im richtigen Tropenwald ist jetzt angesagt. Plötzlich durchhallt ein Schrei den Raum: Zwei Kiebitze rennen hintereinander her. Der eine biegt vom Weg ab, verschwindet im Grün einiger Tropenpflanzen, der andere bleibt stehen und beäugt den Besucher. Ein Kanarienvogel fliegt vorbei, landet auf einem Ast und zwitschert fröhlich vor sich hin. Alltag im Tropenhaus der Stadtgärtnerei. Die ältesten dieser Schildkörten sind 30 Jahre alt.
einen Teich ergiesst: Sie alle sind so fremd und wecken in uns die Lust, diese fernen Länder einmal zu besuchen. Tiere als Geschenk Mit den Pflanzen leben hier vollkommen frei – wie auch übrigens im Palmenhaus – einige Tiere. Es sind vorwiegend Vögel: Kiebitze, Madagskar-Wachtel, Safranfinke, Wellensittiche, Amethystglanzstare, Kanarienvögel. «Die Tiere werden uns geschenkt», erklärt Sadik Ahmeti, der seit 16 Jahren in der Stadtgärtnerei arbeitet und bestätigt, dass der beliebte, vor einiger Zeit verstorbene Tucan nicht ersetzt wird. In den Becken vor dem Tropenhaus und im Palmenhaus überwintern Schildkröten (die älteste ist um die 30 Jahre alt) zusammen mit japanischen Kois und Goldfischen. Filmreif: Das Gerangel der gepanzerten Tiere unter der Wärmelampe.
Zu bestaunen gibt es auch Koi-Fische.
Die Stadtgärtnerei Zürich Die im Sackzelg 27 beheimatete Stadtgärtnerei inklusive Tropenhaus ist vom Freilager aus bequem zu Fuss zu erreichen. Oder mit dem Bus 89 ab Flurstrasse bis Hubertus. Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 17.30 Uhr Eintritt frei. www. .stadt-zuerich.ch/stadtgaertnerei
KULTURTIPPS
Zeitvertrieb für kalte Tage Klappbilder, viel Wissen und eine Filmkomödie Von Kati Moser
LEXIKON
«Tiere – Die grosse Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten»
FILM
«Wuff» Eine Filmkomödie über Hunde und ihre Menschen
Ich mag mich noch gut erinnern. Wir waren jung und in unserem Freundeskreis kamen die Kinder freudig und häufig auf die Welt. Nach langem Suchen hatte ich endlich das ultimative Mitbringsel für Drei- bis 90-Jährige gefunden: «Krogufant» hiess das Klappbilderbuch und auch heute noch muss ich über die Bilderkombinationen schmunzeln. Das Buch enthält zwölf ganzseitige Tierbilder, jede Seite ist dick wie ein Karton und in drei längliche Teile geschnitten. Das heisst, man kann jeden Teil einzeln umblättern, was zur Folge
hat, dass die schönsten und lustigsten Tierkombinationen entstehen: Ein Seekaka (Kopf eines Seelöwens, Rumpf eines Kakadus und Beine eines Alpakas), ein Schimguchen (Schimpanse-Känguru-Kaninchen) oder ein Krogufant (Krokodil-Jaguar-Elefant). Über 1700 Fantasietiere lassen sich so «erfinden». Ein ideales Geschenk also für Verwandte, Freunde und Bekannte – und deren Nachwuchs. Das hübsche Klappbuch wird Junge und Ältere gleichermassen erfreuen.
Das Buch ist gross und schwer, hat 632 Seiten und über 5000 Fotografien und Illustrationen. Und es ist wunderschön. Die Freude beginnt bereits beim Buchdeckel: In erhöhter Prägung prangt das Brustbild eines Königpinguins, der zum Streicheln einlädt. Nach dem taktilen, folgt das visuelle Vergnügen mit Tieraufnahmen, eine schöner als das andere. Trotz der schnellen und bequemen Suche im Internet, tut ein solches Standardwerk für Naturinteressierte – und jene, die es werden wollen – gut. Ohne Hektik kann man in das Buch
eintauchen, sich in Tausend Details verlieren und immer wieder zu neuen Erkenntnissen kommen. Die Enzyklopädie handelt von «der Entwicklung verschiedener Stämme des Tierreichs über die zoologischen Klassifikationsprinzipien bis hin zu Körperbau und Entwicklungsstadien verschiedener Tiergruppen». Und immer wieder erläutern anschauliche Panorama-Bilder, wie sich Tiere an die Gegebenheiten unterschiedlichster Lebensräume anpassen. Gewaltig!
«Wuff» ist nicht nur ein Film für Hundeliebhaber, sondern auch für Romantiker. Es geht um verlassen werden, sich selbst und einen neuen Partner finden, um Krankheit und Tod. Die Hauptakteure sind die Vierbeiner, ihre zweibeinigen Begleiter und die Liebe. Ella arbeitet bei einer Zeitung. Als ihr Freund die erwartete Beförderung zum Chefredaktor bekommt und sie sitzen lässt, fällt für Ella eine Welt zusammen. Sie beschliesst, im Hundeheim ein genauso verlassenes Wesen wie sie zu holen. Die in die Jahre gekommene Nachbarin von Olli muss ins Spital
«Krogufant» von Sara Ball, Beltz & Gelberg
Tiere – Die grosse Bildenzyklopädie mit über 2000 Arten, DK Penguin
und überlässt dem ausgemusterten Fussballprofi die Betreuung ihrer Hündin Elfriede. Wegen Simpson droht die Familie von Max und Michelle auseinander zu brechen, während zwischen dem Hundeliebhaber Dr. Michael Rahuth und Isabel eine Katze steht. Schliesslich ist noch Silke da, die eine Hundeschule führt. Regisseur Detlev Buck ist es gelungen, eine Reihe ineinander greifender, tragikomischer Geschichten über das Zusammenleben von Mensch und Hund liebevoll und witzig zu erzählen. «Wuff», Komödie von Detlef Buck mit Emily Cox, Frederick Lau u.a.
Bilder: ZVG
BUCH
«Krogufant» Ein Klappbuch
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Ein Erfolgsjahr für den Verein Sommerfest bis Samichlaus – Mit viel Herzblut und Schweiss konnte der Freilager-Verein auch 2018 viele Ideen umsetzen. Dank engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern.
Sommerfest Pünktlich zu unserem Sommerfest legte der Hitzesommer eine Pause ein. Glücklicherweise liessen sich die Freilager-Bewohner vom Regen die gute Laune nicht verderben. Das Sommerfest wurde organisiert von einem zehnköpfigen OK, das am Fest selbst rund 20 Helferinnen und Helfer unterstützten. Das Fest finanziert sich über konsumierte Esswaren und Getränke. In diesem Jahr haben wir zudem von der Freilager Zürich AG einen finanziellen Zustupf erhalten. Kinderkleidertausch Am 23. September war das schon fast legendäre Kleidertauschen angesagt. Die Kleider werden jeweils am Vormittag abgegeben und sortiert. Am Nachmittag findet zuerst die Tauschparty statt. Alle Kleider, die keine neuen Besitzer finden, können im Anschluss für 2.- Fr pro Stück gekauft werden. Nicht verkaufte Kleider werden der AOZ gespendet. Der Kleidertausch wird organisiert von engagierten Freilagerbewohnenden. Unser Kinderkleidertausch findet zwei Mal pro Jahr jeweils im Frühling und Herbst statt. Projektgruppe Verkehr Seit Mitte Oktober steht ein Temposmiley an der Flurstrasse. Das ist der Verdienst der Arbeitsgruppe Verkehr, die sich der Verkehrssicherheit rund ums Freilager annimmt. Knackpunkte sind der Fussgängerstreifen beim Renaissance und die Kreuzung Flurstrasse / Rautistrasse. Auch die Stadt hat den Handlungsbedarf erkannt und beim Fussgängerstreifen gelbe Blinklichter installiert und den Temposmiley platziert. Das Planungsverfahren an 16
Es herrschte gute Stimmung bei Gross und Klein am Sommerfest-Konzert.
der Kreuzung Flurstrasse / Rautistrasse hat sich leider bei der Stadt verzögert, aber auch hier haben wir bereits Einbezug ins Planungsverfahren eingefordert. Wir bleiben dran. Ausblick bis Ende Jahr Samichlaus im Wald - Ausgebucht Am Samstag, 8. Dezember besuchen wir den Samichlaus im Wald. Wir machen ein Feuer, trinken zusammen etwas Warmens und warten auf den Samichlaus. Wir freuen uns! Adventsfenster Auch in diesem Jahr werden im Dezember wieder Adventsfenster das Freilager erleuchten. Möchtest du gerne ein Fenster gestalten? Melde dich bei stephanie@freilager.org. Weihnachtsbaum und Weihnachtsfeier mit dem Freilager Chor Der Freilager Chor hat für die Einweihung der Albisrieder Weihnachtstanne am 30.11. wieder Weihnachtslieder einstudiert. Und er tritt auch am Weih-
nachtsfest am 15.12. auf dem Freilagerplatz auf. Freilager Silvester Den Jahreswechsel feiern wir mit einer Besichtigung der Adventsfenster am 29. Dezember. Treffpunkt: 17:30 Uhr vor dem Spar. Ab 18:00 Uhr: Grillieren auf dem Freilager-Platz. Grillgut und Getränke bitte selber mitnehmen. Willst du mithelfen, hast du Feedback oder Ideen? Schreibe uns: info@freilager.org
Neuer Vereins-Vorstand An unserer Mitgliederversammlung im August wurde wiederum unser Vorstand gewählt: Neu ist Nora Herbst Präsidentin des Freilager Vereins. Stephanie Fischer hat das Vizepräsidium übernommen. Lisa Van den Brandt ist Kassierin. Claudia Bucher ist verantwortlich für die Kommunikation, Alexandra Otto ist unsere neue Aktuarin. Roman Lobmaier ist neu verantwortlich für die IT. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!
Bild: Nicole Kestenring
Von Nora Herbst