Im Wandel der Zeit Gestern Heute Morgen Von Füchsen, Orient- Seit Jahrzehnten in Robodrohnen und teppichen und dem Albisrieden zu «Veg and the früheren Alltag im Hause: Mutter und Megacity» – ein Blick Zollfreilager Tochter im Portrait ins Freilager 2100
Was auch immer passiert: Wir helfen Ihnen rasch und unkompliziert aus der Patsche.
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INHALT
Eine reichhaltige Geschichte
4 Das Freilager durch die Zeit Wie aus einem einst unbewohnbaren Sumpfgebiet bei Albisrieden ein Handelsmekka und später ein neues Wohnquartier entstand.
Der Winter ist eine ruhige und besinnliche Zeit. Man verbringt mehr Zeit zuhause, der Radius nimmt ab und das nahe Umfeld wird wichtiger. Passend dazu gehen wir in dieser Ausgabe den Wurzeln des Freilagers und des Quartiers nach und beleuchten diverse kulturelle und historische Aspekte.
6 Interview Oswald Morof arbeitet seit 30 Jahren auf dem Areal des Zürcher Freilagers. Zusammen mit seinen beiden Kollegen sorgt er heute für das Wohl der Mieter. 7 Albisriederhaus Vor 85 Jahren wurde das Albisriederhaus eingeweiht. Das elegante Gebäude hat auch einen Bezug zu unserem Freilager.
Wir untersuchen, was auf dem Gebiet des Freilager-Areals durch die Zeit hindurch war. Wir sprechen mit alteingesessenen Albisriederinnen über frühere Zeiten und Veränderungen. Wir lernen das Albisriederhaus kennen und finden Verknüpfungen zum Freilager. Wir besuchen das Ortsmuseum und seine vielen Schätze aus vergangenen Zeiten. Wir befragen den seit 30 Jahren im Freilager tätigen Hauswart. Und wir wagen einen Blick in die Zukunft und schildern eine schrillende Variante eines fiktiven Freilagers im Jahr 2100. Das Freilager und unser Quartier können auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken. Während wir uns dessen beim Einzug noch bewusst waren, hat der Alltag vieles schon normalisiert. Es ist also Zeit, einen kurzen Boxenstopp einzulegen und einige dieser Gedanken und Gefühle aufleben zu lassen. Und wie immer lernt man dabei auch viel Neues kennen.
Noah Munzinger Stv. redaktionelle Leitung
10 Freilager 2100 Ein Blick in die Glaskugel verrät uns: Auch im Jahr 2100 ist das Freilager dank innovativem Gewerbe und engagierten Bewohnern ein Vorzeigequartier. 14 Outside Freilager Das Ortsmuseum erzählt mit einer Vielzahl an historischen Ausstellungsstücken die Geschichte des einstigen Dorfes Albisrieden. IMPRESSUM Inside Freilager Februar 2019 3. Jahrgang 1. Ausgabe Erscheint 4x jährlich Auflage 1000. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt. Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohner/innen des Freilagers gemacht.
Redaktion: Mirko Hofmann, Noah Munzinger, Ben Liechti, Kati Moser, Peter Egli
Kontakt für Inserate: Noah Munzinger noah@freilager.org
E-Mail an die Redaktion: inside@freilager.org
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Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt. Konto Freilager Verein CH52 0900 0000 8984 9663 0 Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Layout: Mirko Hofmann Lektorat: Beatrice Huber «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell. Alle Ausgaben online: www.issuu.com/insidefreilager
Titelbild: Freilager im Jahr 1984 (ETH-Bibliothek Zürich/Jules Vogt)
EDITORIAL
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ZEITREISE
Das Freilager durch die Zeit Wie auf dem einst unbewohnbaren Sumpfgebiet zuerst ein Handelsmekka von internationaler Bedeutung und später eine Grossüberbauung mit Quartiercharakter entstand. Von Noah Munzinger
Bild: Zentralbibliothek Zürich; Roland zh/wikimedia
Der Sumpf neben Rieden Das Gebiet, auf dem das heutige Freilager-Areal steht, war lange Zeit ein unbewohnbarer Sumpf am Fuss des Uetlibergs. Bis zur Entwässerung dieser Zone konnte es daher auch nicht genutzt werden. Der Bau von Wasserkanälen im Grossraum Albisrieden wurde bereits im Mittelalter aufgenommen und hat die Bevölkerung noch bis in die Moderne beschäftigt. Im Kampf gegen Sümpfe und Überschwemmungen wurde anfangs der 1920er Jahre mit dem Bau eines unterirdischen Wasserkanals durch
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Albisrieden die letzte grosse Etappe genommen. Auch heute ist das Quartierbild noch von vielen kleinen Bächen geprägt. Ein Relikt des früheren Sumpfgebiets ist auch der Verlauf der Albisriederstrasse, die sonst am Albisrank nicht rechtwinklig abknicken würde. Auf dem trockenen Boden neben dem Sumpfgebiet entstand die Siedlung Albisrieden, die um das Jahr 820 zum ersten Mal erwähnt wurde. Die ersten Gebäude waren vermutlich römische Gutshöfe. Als in Albisrieden rund 40 Höfe standen, wurde 1230
Ausschnitt aus der Murer Kantonskarte (1566), nachträglich koloriert
als erster Gewerbebetrieb die Mühle errichtet. Sie stand lange Zeit dem heutigen Freilager am nächsten. Das Bauerndorf erlebte im 14. und 15. Jahrhundert turbulente Zeiten, als es während des Sempacherkriegs (1386) und des Alten Zürcherkriegs (1443) zweimal niedergebrannte wurde. Aus dem 16. Jahrhundert stammt eine der ältesten und schönsten Karten des Grossraums Zürich, die Murer-Karte. Sie zeigt die Siedlung als Rieden zwischen Schlieren und Altstetten. Die Bezeichnung Albisrieden erscheint erst später, abgeleitet von Rieden am Albis, um es vom gleichnamigen Rieden bei Wallisellen und Oberrieden zu unterscheiden. Auf der Murer-Karte lässt sich die Position vom heutigen Freilager Areal nur vermuten. Ein interessantes Detail ist der Galgenhügel zwischen Rieden und Altstetten, worauf die Stadt Zürich im 14. Jahrhundert einen Galgen errichten liess und bis 1810 noch nutzte. Heute steht auf seinem Platz die Beiz im Freibad Letzigraben. Im 19. und 20. Jahrhundert sind in Albisrieden eine Vielzahl von Industriebetrieben um den bäuerlichen Dorfkern herum entstanden und ebenso ist die Bevölkerung stark gewachsen. Dies führte 1934 zur Eingemeindung Albisriedens in die Stadt Zürich. Von allen diesen Ereignissen war das Gebiet bei Albisrieden, auf dem das heutige Freilager steht, jedoch noch kaum betroffen. Einzug der Händler Dies änderte sich 1923, als auf Veranlassung der Zürcher Handelskammer die Zürcher Freilager AG gegründet wurde. 1925 kaufte die Gesellschaft
die Grünfläche und errichtete darauf Lagerhallen. Zollfreilager wurden üblicherweise an den Stadtgrenzen errichtet, sodass sie für den Handel einfach zugänglich waren. Ebenso wurden Schienen gelegt, die stellenweise heute noch sichtbar sind. Die heutige Marktgasse ist dabei das erste und älteste Gebäude, wie es auch auf der Luftaufnahme zu sehen ist. Die Gesellschaft hatte die Konzession der Bundesbehörden für die zollfreie Einlagerung von ausländischen Gütern. Bereits 1926 wurde das Areal als zollrechtliches Ausland erklärt. In den Hallen wurden Waren präsentiert, gehandelt und zwischengelagert. Die zollfreie Einlagerung war vor allem für Händler lohnend, die über ein grosses und wertvolles Sortiment verfügten, aber nur einen kleinen Teil davon verkauften. So waren Teppich- und Automobilhändler beispielsweise jahrzehntelang vertreten. Seit den 1990er Jahren ist das Zollausland auf dem Areal immer mehr dem so genannten Inlandteil gewichen. 1994 wurde der heutige Rautiblock errichtet, in dem gewöhnliche Gewerbeflächen angeboten wurden. Allgemein fokussierte sich die Zürcher
Freilager AG immer stärker auf das Immobiliengeschäft, das auch heute noch ihr Hauptgeschäft darstellt. Umzonung zum Wohngebiet Die Grundlage für die heutige Wohnüberbauung im Freilager legten Workshops zur städtebaulichen Entwicklung des Letzigebiets. Diese wurden gemeinsam von der Stadt Zürich und
Spatenstich zum Neubau des Freilagers
Bild: Privates Foto von Hans Amstad, Ortsmuseum Albisrieden
Bild: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv; Fotograf: Walter Mittelholzer
Luftaufnahme des Zollfreilager um 1925
privaten Grundeigentümern im Quartier durchgeführt. Für die Nutzung als Wohngebiet war eine Umzonung nötig, welche die Stimmbevölkerung 2008 deutlich annahm. Danach ging alles Schlag auf Schlag: 2010 wurde der Studienwettbewerb durchgeführt, 2012 die Baubewilligung erteilt und 2013 die Bauarbeiten aufgenommen. Das Foto zeigt den Spatenstich und den ersten Zug auf der Baustelle, der den Bauschutt abtransportierte. Nach einer rund dreijährigen Bauphase zogen die ersten Mieterinnen und Mieter 2016 im Freilager-Areal ein. Der Rest der Geschichte ist vielen bestens bekannt. Heute ist das Freilager-Areal mit seinen rund 800 Wohnungen und 2500 Bewohnerinnen und Bewohnern eine Grossüberbauung, die fast schon quartierähnliche Züge hat– und das auf einem einst unbewohnbaren Sumpfgebiet.
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IM GESPRÄCH
Füchse, Orientteppiche und Pistazien Oswald Morof arbeitet seit 30 Jahren auf dem Areal des Zürcher Freilagers. Zusammen mit seinen beiden Kollegen sorgt er heute für das Wohl der Mieterinnen und Mieter.
Herr Morof, wie alt waren Sie, als Sie zum Zürcher Zollfreilager kamen? Ich muss mal nachrechnen ... Ich war sechs Jahre beim Zollfreilager in Kloten, dann kam ich hierher, also war ich um die 31 Jahre alt. Was war Ihre Aufgabe damals? Zuerst arbeitete ich als Chauffeur, später als Lagerist. Früher, als wir ein strengeres Zollgesetz hatten, durfte eine Speditionsfirma, wenn sie ein unverzolltes Päckchen fürs Zollfreilager hatte, keine weiteren Güter auf den Camion laden. Wir haben unseren Mietern angeboten, die Sendungen zu sammeln und sie ins Freilager zu bringen. In den 60er-Jahren kam noch ein SBB-Zug bis zum Prellbock an der Flurstrasse, wir luden die Lieferung auf unserem Zug um und verteilten sie innerhalb des Zollfreilagers. Und später? Als dann die Zollgesetze gelockert wurden, konnte sich jede Speditionsfirma als zugelassener Empfänger melden und die unverzollte Ware im Zollfreilager lagern. Wozu diente eigentlich das Zollfreilager? Sobald Waren an der Schweizer Grenze ankamen, mussten sie entweder sofort verzollt oder in ein Zollfreilager gebracht werden, das zolltechnisch im Ausland lag. Für Händler war es äusserst praktisch: Sie hatten ihre Sachen in der Schweiz, mussten jedoch Zoll und Mehrwertsteuer erst beim Verkauf bezahlen. Arbeiteten Sie also im Ausland? Genau. Das Zollfreilager war eingezäunt, beim Zollhäuschen standen Grenzwächter, man wurde sowohl bei der Einfahrt als auch bei der Ausfahrt kontrolliert. 6
Was wurde hier vorwiegend gelagert? Zürich war neben Hamburg der grösste Umschlagplatz für Orientteppiche aus dem Iran. Die Händler verkauften zum Beispiel an Möbel Pfister, aber auch weiter nach Deutschland oder Italien. Wie war Ihr Verhältnis zu den Mietern? Oswald Morof ist für die drei Rautitürme verantwortlich Sehr gut. Alle wollten uns mit Tee abfüllen, boten uns Türkischen Honig an Wann wurde das Zollfreilager geund in der Weihnachtszeit Pistazien. schlossen? Damals arbeiteten auf dem Areal 35 Mitte 2012, bis 2016 kümmerte ich und im Büro 20 Leute. mich um den Rautiblock. Heute sind Gab es besondere Schutzmassnahmen? wir drei Abwarte: Miki Guerra ist verDas Areal war eingezäunt, stand unter antwortlich für die Langhäuser, Felix Alarm und nachts wurde es von der Albrecht für den Südhof und ich für die Securitas bewacht. Wir schlossen die drei Rauti-Türme und die Marktgasse. Tore um 17 Uhr. Ist Ihre Tätigkeit heute anders? Ist je etwas vorgefallen? Vollkommen, vor allem was die Technik Die Feuerwehr war einige Male wegen betrifft. Heute ist alles komplexer, digiFehlalarm hier. Einmal gab es aber talisiert, man kann ein paar Handgriffe einen spektakulären Vorfall. Auf dem selber machen, ansonsten muss der Areal ausserhalb des Freilagers, dort, Fachmann her. wo heute der Südhof ist, hatte sich Wie haben Sie den Wandel erlebt? eine Putzfirma in einem Gebäude einLocker. Beeindruckt war ich nach dem gemietet. Ich wohnte schon seit 2007 Abriss der Bauten von der Grösse des mit meiner Frau hier im Rautiblock 77 Geländes. Die Überbauung ist schön und hatte beobachtet, wie sich abends und vielseitig, mit Beton, Holz, Backein Pärchen ins Haus schlich. Plötzlich stein und alten Bauten. Gefallen hat mir gab es dort Brandalarm, ich ging mit auch, dass sofort hohe Bäume gepflanzt der Feuerwehr ins Haus: Da fanden wir wurden. Jetzt ist auch viel mehr los. die beiden im Liebesnest, auf dem BoFrüher lief nach 19 Uhr nada, nichts, den ein grosses Herz aus Teelichtern, nünt. Am Wochenende sonnte sich der die Ursache des Alarms! Fuchs ungestört mitten auf dem Platz.
Bild: Kati Moser
Mit Oswald Morof sprach Kati Moser
ALBISRIEDER GESCHICHTE
Baudenkmal und Sozialzentrum Das Albisriederhaus geht auf die Zeit zurück, als Albisrieden ein Teil von Zürich wurde. Es hat auch einen Bezug zum Freilager.
Vor 85 Jahren wurde das Albisriederhaus eingeweiht, ein «auf genossenschaftlicher Grundlage errichteter Gemeindebau mit Saalbau, Lesezimmer, Clublokalen, Frauenarbeitszimmer u. dergl., ferner mit Kaffeestube, Bierwirtschaft und Polizeiposten», wie 1935 die Schweizerische Bauzeitung berichtete. Das elegante Gebäude, das direkt bei der Tramhaltestelle Fellenbergstrasse steht, dient seit den 1990er-Jahren als Sozialzentrum. Es ist mit seiner Mütter- und Väterberatung, der Infothek zu sozialen Themen, aber auch mit Hilfsangeboten bei Finanz-, Schul- oder Integrationsproblemen eine wertvolle Anlaufstelle – auch für uns Bewohner/innen des Freilagers.
Bild: Wolf-Bender, Baugeschichtliches Archiv
Zwischen Moderne und Landistil Als das ländliche Albisrieden 1934 ein Teil von Zürich wurde, entstand das Albisriederhaus als neuer gemeinsamer Mittelpunkt nach der Eingemeindung. Karl Egender und Wilhelm Müller waren die Architekten des heute unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Es gilt als klassisches Beispiel der Architektur zwischen Moderne und
Bild: Gallas Wilhelm, Baugeschichtliches Archiv
Von Peter Egli
Das Albisriederhaus 1935, kurz nach der Einweihung
Landistil – so wie etwa das Zürcher Kongresshaus oder das Universitätsspital. Der zweigeteilte Bau besteht aus einem Riegel mit Wohnungen und Restaurant, der sich an den Verlauf der Albisriederstrasse anpasst, und einem rechtwinklig dazu anschliessenden Saalbau. 2005 wurde das Albisriederhaus mit viel Gespür von den Architekten Lukas Huggenberger und Adrian Berger umgebaut. Sie richteten unter anderem im kaum mehr genutzten Saal Büros und Besprechungszimmer für über 85 Angestellte ein.
Maillarts Pilzstützen im Lagerhaus des ehemaligen Zollfreilagers
Robert Maillart Charakteristisch für das Gebäude ist die vom Schweizer Ingenieur Robert Maillart entworfene statische Struktur mit Betonstützen, welche
die gesamte Fassade gliedern. Sie sind bewusst sichtbar belassen und bilden einen vertikalen Kontrast zum weit auskragenden Vordach. Robert Maillart hat auch die 1926/27 erbauten Backstein-Lagerhäuser «unseres» Freilagers geprägt, die aufgestockt und zu Wohnungen umgenutzt wurden: Das dort gut sichtbare Tragsystem mit Pilzstützen und unterzugslosen Decken geht auf den berühmten Betonpionier zurück. Trattoria Pizzeria Emilia Vom Umbau des Albisriederhauses profitierte auch das Restaurant: Die grosse Freitreppe wurde verkürzt, so dass eine Gartenwirtschaft mit Platanen eingerichtet werden konnte. Die Küche der Trattoria Pizzeria Emilia mit vielen klassischen Gerichten aus der Emilia Romagna kann nun sowohl im hellen Innenraum in der Atmosphäre der 1930er-Jahre als auch draussen auf der schönen Terrasse genossen werden. 7
IMPRESSIONEN
Zollfreilager – es war einmal ... Das Zollfreilager im Juni 1971
Lagerhallen des Zollfreilagers, 1941
Das mittlerweile abgebrochene Verwaltungsgebäude um 1930 Rangierlokomotive in der heutigen Marktgasse um 2010
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Das Wachhaus am Eingang des Zollfreilagers um 2010 Bilder: ETH-Bibliothek ZĂźrich: Stiftung Luftbild Schweiz (Swissair Photo, Walter Mittelholzer), Baugeschichtliches Archiv (Heinrich & Wolf Benders Erben, Ernst Linck, , Hanspeter Dudli)
Luftaufnahme des Flugpioniers Walter Mittelholzer zwischen 1918 und 1928
GĂźtertransport ins Zollfreilager, 1948
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BLICK NACH VORN
Freilager 2100 Ein Blick in die Glaskugel verrät uns: Auch im Jahr 2100 ist das Freilager dank innovativem Gewerbe und engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern ein Vorzeigequartier in Zürich City.
Bildcollage: Peter Egli
Von Ben Liechti
Freilager 2100 – Robodrohnen, Robodogs und Spar
Als mich meine Smartwatch morgens um sieben aus dem Schlaf vibriert, stelle ich schon beim ersten Blick aus dem Fenster fest, dass heute einiges anders ist. Denn anders als sonst, eilt kaum jemand über den Freilagerplatz. Nachdem ich meine Kontaktlinsen eingesetzt habe, erscheint der Grund auch sogleich auf dem Irisdisplay – Wasserrohrbruch in der Züri-Metro – die Haltestelle Rauti bleibt heute geschlossen. Zum Glück wurden in den Sechzigerjahren die muschelförmigen Balkone der Marktgasse durch Robodrohnen-Parkplätze ersetzt und ich kann mich kurz vor acht noch rechtzeitig 10
ins Büro fliegen lassen, um meinen Vier-Stunden-Arbeitstag pünktlich zu beginnen. Als ich kurz nach der Mittagszeit wieder nach Hause schwebe, denke ich an alte Zeiten zurück. Wie ich den heutigen freien Nachmittag wohl vor 100 Jahren verbracht hätte? Waschen und Putzen ist zum Glück dank der selbstreinigenden Kleider und den allgegenwärtigen elektrischen Nano-Housekeepern nicht mehr meine Sache. Ich habe mir für heute einen Rundgang durchs Freilagerquartier vorgenommen. Ein Journalist vom inside 2200 hat mich per Teleporter aus der Zukunft angefragt, ob ich für ihn einen Blick in die
Vergangenheit beschreiben kann. Als Redaktionsmitglied des inside 2100 mache ich das natürlich gerne. «Veg and the Megacity» Ich beginne meine Runde in der Beautyklinik bei Mai Ling. Sie erzählt mir von der neuen Zellplasmatherapie, die besonders bei den 90-jährigen Frührentnern grossen Anklang findet. Das ist bestimmt interessanter Stoff für die Frühlingsausgabe im inside 2200. Weiter gehts zum «Veg and the Megacity». Aus dem Freilager kauft leider kaum mehr einer hier ein, aber die Aussteigercommunity, die seit dem Abriss des Kochareals im GZ-Bachwiesen
lebt, beschert dem kleinen Pflanzenladen immer noch ordentlich Kundschaft. Die Bewohner des Freilagers kaufen eigentlich alle immer noch im Spar ein. Auch ich gehe dort heute vorbei und besorge mir eine Aminosäureersatzpatrone für meinen 3D-Foodprinter. Vor nicht allzu langer Zeit hat gleich nebenan die Brasserie Freilager noch richtiges Essen angeboten. Echtes Gemüse und Fleisch von toten Tieren. Das soll angeblich früher völlig normal gewesen sein. Bei einem kurzen Gespräch mit Dingding Mingming, dem heutigen Besitzer der asiatisch angehauchten Duftbar «Blasselie Freilager» erfahre ich, dass unsere Quartierbar gerade eben zum Sieger der Fernsehshow «Mini Bar – Dini Bar»
gewählt wurde. Der Smellkeeper konnte die Jury mit verschollen geglaubten Düften aus vergangenen Zeiten überzeugen. Ein Mix aus Käse und Erdöl ist aktuell der Bestseller. Mein Rundgang führt mich weiter zu Tamagochis Tierhüsli. Schon seit langer Zeit ist er Hauptversorger der besten Freunde der Freilagerbewohner. Die letzten Büchsen Hundefutter wurden hier aber schon vor mehr als einem halben Jahrhundert verkauft. Zurzeit sind Ersatzakkus und Brennstoffzellen für die vielen Robodogs und Nano-Housekeeper im Quartier die Hauptumsatztreiber. Im Best-Agers-Resort Südhof Auch bei der Kinderkrippe schaue ich noch vorbei. Hier spielen Gott sei dank
immer noch kleine Kinder mit Stöcken und Steinen. Die geplante Leihmutter- und Brutkastenstation wurde in den Siebzigern von der naturverbundenen Freilagercommunity erfolgreich verhindert. Leider hält der unschöne Trend aus China, sich Retortenbabys gebären und bis zu einem pflegeleichteren Alter grossziehen zu lassen, auch in unserer Gegend Einzug. Zu guter Letzt schaue ich beim BestAgers-Resort Südhof vorbei. Mein Ururgrossvater wohnt auf einer betreuten Wohngruppe und lässt es sich hier gutgehen. Ich bin gespannt, welche Geschichte von früher er mir heute erzählen wird! Vielleicht ja etwas aus den späten Zehnerjahren – da hat er wie ich fürs Inside Freilager geschrieben.
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BLICK ZURÜCK
Eingefleischte Albisriederinnen 1934 wurde das Dorf Albisrieden in die Stadt Zürich eingemeindet. Rosmarie Schwizer verbrachte ihr ganzes Leben in Albisrieden, Tochter Esther Berli ist auch nie weggezogen.
Rosmarie Schwizer wohnt in einer schönen Eigentumswohnung in der grossen Überbauung Im Strähler. Hierher ist sie 1971 von der Fellenbergstrasse gezogen. Mit Ehemann und vier Kindern. «Wir haben die Wohnung bekommen, weil sie niemand wollte: Im vierten Stock und ohne Lift, das war nicht interessant.» Rosmarie Schwizer lächelt verschmitzt. Heute noch meistert die Rentnerin, die am 25. Dezember neunzig wird, die Treppen bis hinauf zur Wohnung. 30 Jahre war sie Vorturnerin beim Seniorenturnen – wo sie immer noch mitmacht. Sie stand im Vorstand des Muttervereins, ist Mitglied im Quartierverein und legt Hand an bei Veranstaltungen im Ortsmuseum, wie etwa bei der Moschtete.
Bild: Ortsmuseum Albisrieden
Die Verwurzelung ist gross Durch und durch Albisriederin, hat Rosmarie Schwizer das Quartier nie verlassen. Als Kind hat sie in der Nähe des Freilagers gewohnt, erinnert sich
Linie 14 zwischen 1935 und 1939, Seebach – Albisrieden
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Bild: Kati Moser
Von Kati Moser
Rosmarie Schwizer mit ihrer Tochter Esther Berli-Schwizer
genau an die Zeit, als der Vierzehner noch dort fuhr (siehe Bild). Bei der Eingemeindung 1934 war sie siebenjährig, das grosse Fest zum fünfzigjährigen Jubiläum der Stadtzugehörigkeit hatte ihr verstorbener Mann – Mitglied des Gemeinderates – organisiert. «Ich
war immer aktiv im Quartier, auch wegen meines Mannes.» Mehrere Bauwellen sind über Albisrieden hinweggerollt, die erste fand nach der Eingemeindung statt, die neueste ist voll im Gang. «Als Kind ging ich im Winter mit meinem Vater auf den Uetliberg. Wir konnten mit den Skis bis vor die Haustüre fahren. Ich erinnere mich noch an grosse Wiesen beim Triemli und an die vielen Obstbäume dort, wo jetzt das Albisriederhaus steht. Trotz den Neubauten rundum hat Albisrieden seinen Dorfcharakter nicht verloren.» Tochter Esther Berli-Schwizer, die bei der Mutter zu Besuch ist und mit der Familie ebenfalls im Quartier wohnt, pflichtet ihr bei. «Man trifft beim Einkaufen immer auf jemanden, den man kennt», sagt die ehemalige Kindergärtnerin. «Die Verwurzelung ist gross, es war und ist immer noch eine Freude, in diesem Quartier zu wohnen. Der 2½-jährige Urenkel meiner Mutter kennt in der Bachwiese alle Esel und Ponys beim Namen, und so hat auch er seinen Lieblingsort gefunden.»
RÄTSEL
Quizfragen zur Geschichte Typischerweise weiss man weniger über seinen eigenen Wohnort, als man meint. Oder doch nicht? Teste dein Wissen in diesem Quiz – jeweils eine Antwort ist richtig und am Schluss ergibt sich ein Lösungswort. Von Noah Munzinger
5. Wie hiess eine ehemalige Albisrieder Motor- und Lastwagenfabrik? I ARMERZ F ARBENZ G ARDAIMLER 6. Wie viele Parkplätze (innen und aussen) gibt es auf dem Freilager-Areal? C 400 G 600 A 800 7. Wann wurde Albisrieden in die Stadt Zürich offiziell eingemeindet? E 1934 K 1952 L 1994
8. Wie hoch waren die Baukosten des Freilager-Areals? L 120 Mio. Fr D 240 Mio. Fr B 360 Mio. Fr
10. Wie gross ist die Wohnbevölkerung in Albisrieden heute (2016)? E Ca. 21’000 S Ca. 29’000 N Ca. 41’000
9. In welcher Stadt ist heute noch ein Zollfreilager in Betrieb? A Schaffhausen T Basel I Genf
11. Welches Ereignis veränderte Albisrieden während des Alten Zürichkriegs 1443? T Grossbrand N Hungersnot R Waffenproduktion
Bild: Zürcher Freilager AG
1. Warum waren französische Truppen 1799 in Albisrieden? A Durchmarsch S Besatzung U Übung 2. Seit wann verkehrt die Uetlibergbahn? U 1874 N 1901 O 1923 3. Welcher kunstgeschichtlichen Epoche entstammt die heutige Dorfkirche? B Barock S Renaissance M Klassizismus 4. Wann wurde Albisrieden erstmals erwähnt? R Ca. 500 P Ca. 800 N Ca. 1200
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OUTSIDE FREILAGER
Zwinglibibel und Mostpresse Das Ortsmuseum im Haus zum Oberen Haller erzählt die Geschichte des einstigen Dorfes Albisrieden. Einmal im Monat – und an speziellen Anlässen – öffnet es sich für Interessierte. Von Kati Moser
Es wird gesammelt Albisrieden wird 1934 in Zürich eingemeindet. Der dörfliche Charakter der neuen Gemeinde beginnt sich schnell zu verändern, was in den fünfziger Jahren Lehrer Hans Hubmann dazu bewegt, Artefakte aus der Vergangenheit zu sammeln. Man schaut sich bei Bauern um, Einwohner bringen alte Bilder, Fotografien, Haushaltgeräte oder Kleider vorbei. Eine historische Kommission wird gegründet. Bis man 1975 in die Räumlichkeiten des neuen Ortsmuseums einziehen kann, wird die inzwischen stattlich angewachsene Sammlung im Keller der neuen reformierten Kirche gezeigt. Das verwinkelte Haus zum Oberen Haller, das über 400 Jahre im Besitz der Bauernfamilie Haller war, wurde
Alte Handwerkzeuge gibt es hier en masse.
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Bilder: Kati Moser
Ecke Triemlistrasse/Albisriederstrasse steht ein prächtiges Riegelhaus mit roten Holzbalken und Querverstrebungen. Die ältesten Teile stammen aus dem Jahr 1580, doch das Haus wurde immer wieder um- und angebaut. 1975 wurde die Liegenschaft, welche die Stadt Zürich sechs Jahre zuvor angekauft hatte, für 1,3 Millionen Franken renoviert: Im Wohnteil befinden sich drei Wohnungen, der Rest ist für das Ortsmuseum Albisrieden reserviert.
Blick in die Ausstellung des Ortsmuseums Albisrieden
behutsam renoviert. Heute beherbergt es ein paar tausend Objekte, wie wir von Hans Amstad, Präsident des Ortsmuseums Albisrieden, bei seinen hochinteressanten Führungen erfahren: Eindrücklich die Küche mit den alten Utensilien und dem Rauchkamin. Im Schlafzimmer erhascht man durch die offenen Türen des Kastens einen Blick auf die säuberlich versorgte Fein– und Bettwäsche, Mannequinpuppen tragen Zürcher Werktagstrachten und All-
Auch Skis und Schlitten sind ausgestellt.
Ortsmuseum Albisrieden Ecke Triemlistrasse / Albisriederstrasse Geöffnet jeweils am ersten Sonntag des Monats von 13.30–16 Uhr. www.ortsmuseum-albisrieden.ch
tagskleider aus dem 19. Jahrhundert. Im Museum steht neben handwerklichen Werkzeugen auch eine schöne Mostpresse aus dem Jahr 1911, die regelmässig gebraucht wird, am 5. und 6. Oktober zum 44. Mal! Da können Quartierbewohner das süss-säuerliche Getränk sozusagen ab Presse kaufen, bei Musik und Tanz. Zu bestaunen gibt es im Chilezimmer eine original Zürcher Froschauerbibel (auch Zwinglibibel genannt) von 1597, im Eingangsbereich und auf dem Heuboden zeigen alte Fotografien Albisrieden, wie es einst war.
KULTURTIPPS
Regionale Geschichte und ein Mord Zweimal Zwingli, dazu ein Krimidinner Von Kati Moser
BUCH
«Mit vollem Einsatz» und noch mehr Zwingli
THEATER
Krimidinner: Mord am Psychologen-Kongress
Beim Chor der Wasserkirche, wenige Schritte vom Grossmünster entfernt, steht seit 1885 ein grosses Zwingli– Denkmal. Was Zwingli vor 500 Jahren, als er als Leutpriester ans Grossmünster kam, bewegte, darüber berichtet der bildgewaltige Film «Zwingli» von Stefan Haupt («Der Kreis», «Finsteres Glück»). Die aufwendige Produktion hat sich gelohnt, grosse Teile des Filmes wurden in Zürich gedreht, vor allem im Grossmünster. Übrigens: Da Albisrieden damals eine Filialgemeinde des Grossmünsters war, ist es wahrscheinlich, dass Zwingli gelegentlich auch in Albisrieden amtete. 2019 ist eindeutig ein Zwingli–Jahr: Ein neuer Film (siehe oben), neue Publikationen, Konferenzen und Führungen, alles, um das Leben des grossen Reformators, der 1519 nach Zürich kam und hier seine Lehre verbreitete, zu beleuchten. «Zwingli – Widerständiger Geist mit politischem Instinkt» von Franz Rueb (Hier und Jetzt Verlag) ist eine leicht lesbare, moderne Zwingli-Biografie, die den Reformator in ein neues Licht rückt. Christoph Sigrist, aktueller Pfarrer am Grossmünster, verfasste «Anna Reinhart & Ulrich Zwingli: Die RomanbioDie Idee kommt gut an: Fein dinieren und zwischen den Gängen witzigen und spannenden Nervenkitzel erleben. Krimidinner ist das Losungswort, das sich das Hotel-Restaurant Spirgarten in Altstetten seit einigen Jahren eigen gemacht hat. Am 16. März ist es wieder soweit: Die Freiburger Improtheaterund Dinner-Krimi-Gruppe «Reistil», die nur aus ausgebildeten Schauspielerinnen und Schauspieler besteht, wird «Mord am Psychologen-Kongress» aufführen. Die Gäste sind Teil des Geschehens und nehmen als Besucher
Der Film: 1519 tritt der junge Huldrych Zwingli (Max Simonischek) seine Stelle als Leutpriester am Grossmünster an. Hier begegnet er auch Anna Reinhart (Sara Sophia Meyer), seiner späteren Frau. Zwinglis revolutionäre Gedanken versetzen die Bevölkerung in Aufruhr, der Stadtrat steht jedoch hinter ihm. Er übersetzt mit Leo Jud (Anatole Taubman) die Bibel neu, mit messerscharfem Verstand prangert er Missstände an. Der grosse Reformator stirbt 1531 in der Schlacht bei Kappel am Albis. «Zwingli», Biografie des grossen Zürcher Reformators
grafie» (Herder Verlag). In dieser ersten Romanbiografie wird das Leben und Wirken dieses aussergewöhnlichen Paares beschrieben, mit einem besonderen Augenmerk auf Anna. Auch nach Jahren immer noch erfrischend: «Mit vollem Einsatz – Ein Comic über das Leben von Huldrych Zwingli» von Dorothea Meyer-Liedholz mit Zeichnungen von Kati Rickenbach. Mit einem hilfreichen Glossar, das von Almosen über Mushafen bis Zunft reicht. «Mit vollem Einsatz» (Theologischer Verlag Zürich)
am abendlichen Dinner des Psychologen-Kongresses teil. Beim Kongress geht es um Intelligenz-Forschung. Da ist der zerstreute Professor Dr. Werner Reich, seine hübsche Assistentin Frau Dr. Claudia Stern und der streitsüchtige Dr. Jürgen Geier. Eine Kombination, die für sich alleine schon für Zündstoff sorgt. Und dann kommt einer der anwesenden Wissenschaftler ums Leben. Volker Odenburg, neurotischer Kommissar, muss ermitteln. Hotel Spirgarten, Tickets: Tel. 044 438 15 15, info@spirgarten.ch
Bilder: ZVG
FILM
Zwingli – über das Leben des Reformators
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Jahresplan 2019 - Freilager Verein Wiederkehrende Treffen Chor Stammtisch Freilager Grill
Mittwoch, alle 2 Wochen 1. Donnerstag im Monat 1. Sonntag im Monat von Mai bis September
GZ Bachwiesen, Lounge Brasserie Freilager Freilagerplatz
11. April 22. April 18. Mai / 26. Oktober 2. Juni 3. Juli 17. August 30. Oktober Dezember 1. Dezember 7. Dezember 28. Dezember
ruum.siebe3 ruum.siebe3 ruum.siebe3 Marktgasse/SĂźdhof Marktgasse Freilagerplatz ruum.siebe3 Freilagerplatz Freilagerplatz im Wald Freilagerplatz
Veranstaltungen Mitgliederversammlung Osterbrunch Kleidertausch Garteneinweihung Hofgesang Sommerfest KĂźrbisschnitzen Adventsfenster Weihnachtsfest Samichlaus Freilager Silvester
Weitere Informationen auf www.freilager.org. Wir freuen uns auf euch.