Ein Quartier im Umbruch Zollfrei lagern Zirkus nebenan Auch in anderen Zwischen Koch Areal Städten sind Lager- und UBS trifft man hallen Wohnungen Artistinnen, Musiker gewichen. und Komiker an.
Zero Waste Was das neue LadencafĂŠ in der Marktgasse bieten wird.
DINNER FOR KIDS
22. SEPTEMBER 2018 27. OKTOBER 2018 17. NOVEMBER 2018
Uhrzeit:
jeweils ab 17.00 Uhr (Betreuung der Kids endet um 21.00 Uhr)
Angebot:
Kinderbuffet inkl. Dessert, Betreuung & Spielzeug 1 Glas Prosecco/Bier für die Eltern zum Apéro
Preis:
CHF 10.00 pro Kind
Anmeldung:
www.restaurant-freilager.ch/dinnerforkids
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Brasserie Freilager - Ihr Quartierlokal Freilagerstrasse 53 | 8047 Zürich Mo-Fr 11.30 - 14.30 h | 18.00 - 23.00 h Sa 14.30 - 24.00 h
EDITORIAL
INHALT
Alles wird anders! 4 Spurensuche Zollfreilager sind nicht nur in Zürich Veränderungen unterworfen. In Basel etwa gehen nicht mehr Waren, sondern Studenten ein und aus.
Früher war alles besser! Nein, früher war alles anders! Und das gilt natürlich auch für unser Quartier, das Freilager. Aber auch generell für unseren Stadtkreis 9. Verdichtetes Bauen, spezielle Wohnformen, neugestaltete Pärke – Altstetten und Albisrieden sind im Wandel. Der Boom, den das Quartier erlebt, hat auch mit dem Freilager zu tun. Die Attraktivität der Gegend wird grösser, Veränderung ist von Monat zu Monat sichtbar. Neue Einkaufs- und Ausgehmöglichkeiten entstehen, aber auch Baulärm ist hörbar. Und nicht zuletzt sind auch die Menschen, die hier wohnen und arbeiten nicht mehr dieselben wie vor wenigen Jahrzenten.
7 Neubau-Projekte Zahlreiche Grossbaustellen befinden sich in Gehdistanz zum Freilager. Wir zeigen euch, was in unserer Nachbarschaft alles entsteht. 10 Neuer Nachbar Ein Wunsch vieler Bewohner geht in Erfüllung. An der Marktgasse gibt es ab nächstem Jahr ein Ladencafé – mit viel Bio und wenig Abfall. 12 Do it yourself Selber bauen statt in der IKEA kaufen: Aus Schwemmholz lässt sich im Handumdrehen eine schöne Wanddekoration oder ähnliches basteln.
In dieser Ausgabe wollen wir dieser Veränderung auf den Grund gehen. Wir zeigen, welche Grossbaustellen zur Zeit unsere Nachbarschaft erschüttern und welche Projekte daraus entstehen. Ebenfalls machen wir uns auf Spurensuche in unserem Freilager und schauen, was aus anderen Zollfreilagern der Schweiz geworden ist.
14 Grosser Zirkus Das Koch Areal ist auch eine Manege – nämlich im Zirkusquartier. Hier finden kleine und grosse Kinder beste Unterhaltung und Ausbildung.
Mirko Hofmann Redaktionelle Leitung
PS: Am 25. August findet wieder unser Sommerfest auf dem Freilagerplatz statt! Wir freuen uns, wenn wir uns da treffen und auch über persönliches Lob oder Kritik dieses Magazins!
IMPRESSUM Inside Freilager August 2018 2. Jahrgang 3. Ausgabe Erscheint 4x jährlich Auflage 1000. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt. Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohner/innen des Freilagers gemacht.
Redaktion: Mirko Hofmann, Noah Munzinger, Jeannette Jetter, Guido Acker, Ben Liechti, Kati Moser, Peter Egli E-Mail an die Redaktion: inside@freilager.org Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt. Konto Freilager Verein CH52 0900 0000 8984 9663 0 Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Kontakt für Inserate: Noah Munzinger noah@freilager.org E-Mail: vorname@freilager.org Layout: Mirko Hofmann Lektorat: Beatrice Huber «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell. Alle Ausgaben online: www.issuu.ccom/insidefreilager
Titelbild: Mirko Hofmann
Viel Spass beim Lesen!
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AUF SPURENSUCHE
Die Zollfreilager der Schweiz Warum unser Freilager kein Warenlager mehr ist, wo die Güter heute gelagert werden und wie es um andere Zollfreilager in der Schweiz steht. Von Ben Liechti
Waren zollfrei lagern Für den Kunden hat ein Zollfreilger zwei Vorteile. Kauft zum Beispiel ein Händler Waren im Ausland, lagert diese in der Schweiz und verkauft sie anschliessend wieder weiter ins Ausland, so müsste er im Prinzip beim Einkauf Einfuhrabgaben bezahlen und beim Verkauf der Ware ins Ausland wieder eine Rückerstattung beantragen. Lagert der Händler seine so genannte Transitware im Zollfreilager, so entfallen diese Abgaben. Der zweite Vorteil ist die Möglichkeit der so genannten Kreditlagerung. Ein Kunde, welcher Waren in die Schweiz einführt, im Zollfreilager lagert und von dort aus Stück für Stück innerhalb der Schweiz verkauft, muss die Einfuhrabgaben erst am Ende, nachdem er den ganzen Vorrat verkauft hat bezahlen. So kann er die Kosten für den Einkauf und die Abgaben zu unterschiedlichen Zeiten verbuchen. Lager dort, wo die Ware eintrifft Schaut man ein Jahrhundert zurück, so stellt man fest, dass Zollfreilager jeweils an den ehemaligen Stadträndern entstanden sind, überall dort, wo auch der lokale Güterumschlag stattgefunden hat. In den letzten zwanzig bis dreissig Jahren wurde die zollfreie Warenlagerung in der Schweiz grundlegend optimiert. Um die Transportwege
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Visualisierung der Hochhäuser von Herzog & de Meuron auf dem Dreispitz-Areal.
kurz zu halten, werden nur noch sieben öffentliche Zollfreilager betrieben, welche allesamt dort stehen, wo die Ware auch in unserem Land eintrifft; an der Landesgranze, zum Beispiel in Chiasso oder in Embrach, in der Nähe des Flughafens. Zudem ist es Firmen mit grossem Lagerbedarf heute auch möglich ein privates Zollfreilager einzurichten. Waren werden somit lediglich als «zollfrei» deklariert und müssen nicht physisch an einen bestimmten Ort gebracht werden. Diese Veränderungen haben dazu geführt, dass wir nun Bewohner eines ehemaligen Zollfreilagers sind. Dreispitzareal Basel Das 50 Hektar grosse Dreispitzareal Basel und Münchenstein wurde vor 170 Jahren von Christoph Merian erschlossen und wandelte sich vom
Landwirtschaftsgebiet zum Materiallagerplatz und war anschliessend bis in die Nullerjahre das Waren- und Zollfreilager in Basels südlichstem Quartier. Seither wandelt sich das gesamte industriell geprägte Gebiet zu einem deutlich urbaneren Teil der Basler Agglomeration. Das ehemalige Zollfreiund Transitlager macht nur etwa einen
Das Haus der Künste in Basel.
Bilder: Herzog & de Meuron, Ben Liechti
Als Zollfreilager bezeichnet man ein Warenlager, in welchem unverzollte und unversteuerte Güter zwischengelagert werden. Zollfreilager stehen allen Interessenten offen und werden in der Regel von privaten Lagerhausgesellschaften betrieben.
An der HGK studieren 1000 Menschen Kunst.
das Transitlager genannt werden. Das Pendant zu unserer Marktgasse bietet mit 150 Wohnungen und diversen Gewerberäumen mehreren Hundert Menschen ein Zuhause und einen Arbeitsplatz. Erweitert werden dürfte das Dreispitz mit einer neuen Wohnüberbauung von Herzog & de Meuron. Dank drei kreisförmigen, bis 160 Meter hohen Türmen werden in den nächsten Jahren rund 800 Wohnungen auf dem Areal stehen. Zollfreilager Zürich Flughafen Die Firma cargologic betreibt seit über 50 Jahren ein Waren- und Logistikzentrum am Flughafen Zürich. Etwa einen Siebtel der über 40’000m2 Lagerfläche stellt die Firma der Öffentlichkeit als Zollfreilager zur Verfügung. Ein besonderer Einmieter ist die Firma Goldmoney, welche Edelmetalle für ihre
Kunden bei cargologic einlagert. Das alleine wäre noch nichts besonderes, doch wer mindestens 400 Unzen Gold von Goldmoney für sich horten lässt, ist jederzeit eingeladen, den Tresor am Flughafen Zürich zu besichtigen. Die Firma lagert Edelmetalle im Wert von beinahe 2 Milliarden Dollar – das ist ein ganz besonderer Anblick. Zollfreilager Genf Das Genfer Zollfreilager ist wohl das besonderste, zumal es sich auf Kunstgegenstände spezialisiert hat. Hier lagern schätzungsweise 120’000 Kunstwerke mit einem Gesamtwert von 100 Milliarden Dollar, die entweder zwischen verschiedenen Ausstellungen hier gehortet oder gar hinter verschlossenen Türen bei «private sales» abgabefrei als Geldanlage den Besitzer wechseln und gleich wieder in der Lagerhalle verstaut werden. Die Räume an der Route du Grand-Lancy 6a in Genf machten schon oft Schlagzeilen. Da werden Sarkophage aus illegalen Ausgrabungen aufgespürt, es werden aufgrund der Panama-Papers Gemälde von der Polizei beschlagnahmt, die sich nun als Raubkunst des Zweiten Weltkriegs herausstellen, und Betreiber wie Kunden sind regelmässig in Geldwäschereiskandale verwickelt. Dazu zählt auch das Gemälde «L`homme assis appuyé sur une can-
Blick in das Zollfreilager in Genf.
ne» von Amedeo Modigliani, das 1939 vermutlich einem französischen Juden geraubt wurde. Ob Hort für Raubkunst, für Kunststudenten oder kunstvolle Hochhäuser, die Zollfreilager der Schweiz haben alle eine besondere Geschichte. Und zumindest im ehemaligen Zollfreilager der Stadt Zürich haben wir es in der Hand, die Geschichte neu zu schreiben.
Raubkunst: Das Gemälde von Amedeo Modigliani.
Bilder: Ben Liechti, Wikimedia Commons, ZVG
Zehntel des gesamten Areals aus. Dieser ebenfalls «Freilager» genannte Bereich wird aber gerne als Hotspot für Kunst und Kultur genannt und sticht deshalb heraus. So hat sich hier die Hochschule für Gestaltung und Kunst mit etwa 1000 Studierenden niedergelassen, im Schaulager wird zeitgenössische Kunst für ein spezialisiertes Fachpublikum zu Forschungszwecken gelagert, aber auch für Besucher anhand verschiedener Ausstellungen und Projekte sichtbar gemacht. Auch das Haus der elektronischen Künste setzt sich mit den Fragen über die Kultur des 21. Jahrhunderts auseinander und lädt die Öffentlichkeit ein, aktiv an den unterschiedlichsten Veranstaltungen teilzunehmen. Als vierte imposante Erscheinung des Freilagers darf gerne
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BEWOHNERIN
«Es sah hier aus wie im Orient» Alexandra Otto engagiert sich für ein grünes Freilager. Früher arbeitete sie hier im Zollbüro und hatte ihren Arbeitsplatz in der heutigen Marktgasse.
Wer bist du und warum wohnst du im Freilager? Ich bin die Alex vom Südhof, Jahrgang 73, Sternzeichen Stier. Warum hier? Das ist eine lustige Sache und rein zufällig. Vorher wohnte ich im Kreis 4, doch da ist es immer lauter geworden. Ich kannte damals Andy vom Tierhüsli, als er noch am Helvetiaplatz war. Ich war Kundin bei ihm, doch dann zog er in den Rautiblock um. Ich habe aber weiterhin Katzenfutter bei ihm gekauft. Irgendwann hat er mir eine Broschüre des Freilagers in die Hand gedrückt. Ich wollte wissen, was ich als Mieterin auf dem Markt wert bin und habe mich beworben (lacht). Die Wohnung mit dem dreieckigen Grundriss, die mir gefiel, war aber leider schon besetzt. Sie schlugen mir meine jetzige Wohnung vor, die sogar noch besser ist, und ich erhielt danach rasch die Zusage. Du hast früher hier im Zollfreilager gearbeitet. Was war damals dein Job? Ich kam vor 16 Jahren hier hin. Im Jahr 2002. Ich arbeitete im Zollbüro, hier im vorderen Marktgasse-Gebäude, wo heute der Spar ist. Was für eine Stimmung herrschte auf dem Areal? Es war völlig anders. Wenn man durchs Tor ging, war man im Ausland. Den Pass musste ich aber nicht jeden Tag zeigen. Ich war die, die das Tor am Morgen aufgemacht hat. Rundherum war Zaun mit Stacheldraht. Auf dem Gelände gab es Baracken und Garagen. Das Ganze war ein bisschen ein heruntergekommenes Gewerbegelände und lange nicht so grün wie jetzt. Es war nicht heimelig oder gemütlich. Was für Ware wurde hier gelagert? Wertvolle Sachen. Orientteppiche, Edelkarossen, Spirituosen, Gold und 6
andere Edelmetalle. Man konnte damals die Sachen hier auf dem Gelände ankucken und, wenn jemand etwas kaufen wollte, dann wurde es verzollt. Gibt es eine Anekdote, die du uns erzählen könntest? Speziell war, wenn ich zu einem unserer Teppichhändler ging. Da stand in der Ecke ein zwei Meter hoher Samowar, alles sah aus wie im Orient. An Weihnachten brachte er uns Safran und Pistazien. Damals machten die Teppichhändler gute Geschäfte. Heute gehen die Leute lieber zu Ikea. Du arbeitest immer noch im selAlexandra Otto arbeitete früher dort, wo sie jetzt wohnt. ben Job. Was ist heute anders als damals? Das Freilager hat seine backsteingebäude finde ich persönlich Bedeutung an und für sich verloren. am gelungensten. Heute gibt es das so genannte offene Du engagierst dich auch im Freilager Zolllager. Mit ein paar Auflagen kann Verein. Was machst du genau? Ich bin jeder die Ware in seinem privaten zuständig fürs Grüne. Wir sind immer Lager lassen. In Embrach kommt noch dran mit dem Palettengarten auch noch Ware, aber das läuft nicht und warten auf positiven Bescheid von mehr physisch über die Zollstelle ab, der Verwaltung, Viele möchten Salat sondern über den Spediteur. Eigentpflanzen oder eigene Tomaten. Und wir lich ist es heute fast spannender. Ich möchten auch die Artenvielfalt pflegen gehe zu den Firmen, treffe dort Leute z. B. den goldschimmernden Rosenkäund das macht mir Freude. Heute ist fer. es mehr partnerschaftlich, weniger Was würbürokratisch. Die Importeure müssen dest du dir aber immer noch Waren anmelden und noch für das Abgaben bezahlen. Freilager Ist noch etwas vom ursprünglichen wünschen? «Geist» geblieben? Erinnerungen sind Den Paletda, vermissen tue ich eigentlich nichts. tengarten. Es ist völlig anders. Der Rautiblock Ansonsten und die Marktgasse sind geblieben, hat es einen guten Groove, die Leute auch die Uhr. Am Anfang war ich hier machen Sachen zusammen. Das finde sehr nostalgisch. Ich machte mich auf ich wichtig. Wir wohnen auf engstem Spurensuche und fand die Gleise. Und Raum und doch ist niemand gezwundie Rampe vom Spar ist auch noch da. gen mitzumachen. Ein Wunsch wird Schön, dass sich das Neue so gut in mir nun erfüllt, nämlich die Bäckerei, das Alte einfügt. Die grauen Südhofdie Ende Jahr kommt!
Bilder: Guido Acker, Alexandra Otto
Mit Alexandra Otto sprach Jeannette Jetter
BAUBOOM
Ums Freilager entsteht viel Neues Wohin man schaut – Bauprofile, Kräne, Baustellen. Ein Blick auf die wichtigsten Neubauprojekte am Übergang von Albisrieden nach Altstetten.
Neben der Schulanlage Freilager 1 (wir haben in der letzten Ausgabe von Inside Freilager berichtet) und dem allseits bekannten Koch-Areal 2, für das bis Ende November ein Architekturwettbewerb durchgeführt wird, sind viele weitere Projekte in der Umgebung des Freilagers in Planung oder bereits in Bau. Der Fussweg zum Dorfkern von Albisrieden führt an der Baustelle der Genossenschaft Sunnige Hof in der Siedlung Else Züblin 3 vorbei. Dort entsteht das Pilotprojekt «Das Haus» mit einer neuartigen Anordnung von Alterswohnungen sowie umfassenden Dienst- und Pflegeleistungen. Der Ersatzneubau mit 78 Wohnungen, 18 Pflegezimmern und einem Restaurant wird im Dezember 2019 bezugsbereit sein. Ebenfalls für das Wohnen im Alter wird ein Ersatzneubau des Alterszentrum Mathysweg 4 errichtet. Er soll ab Sommer 2021 Wohnraum für über 100 Pensionärinnen und Pensionäre bieten und mit seiner schmetterlingsförmigen Grundform stärker ins Quartier eingebundenen werden als sein Vorgängerbau aus den 1970er-Jahren. Bürogebäude und Wohnhochhaus Hinter der Tramhaltestelle Siemens wächst seit einigen Monaten das Dienstleistungs- und Gewerbegebäude YOND 5 in die Höhe. Die über fünf Meter hohen Räume sollen ein Höchstmass an Freiraum bieten und eine besondere Raumatmosphäre schaffen. Das Gebäude mit maximaler Flexibilität wird Anfang 2019 bezugsbereit sein. Der Flurstrasse entlang Richtung Einkaufszentrum Letzipark stösst man auf leer geräumte (und für ganz kurze Zeit
Da wird noch gebaggert. Auf dem Labitzke-Areal sind die ersten Mieter bereits eingezogen.
besetzte) Bauten, die dem Hochhaus Baslerstrasse 6 weichen werden. Das Projekt der Swisslife umfasst einen 5-stöckigen Sockelbau, einen Quartierplatz mit Café und ein 70 Meter hohes Hochhaus, das einen identitätsstiftenden Akzent im Quartier setzen will. Baustart für die rund 60 Wohnungen ist noch in diesem Jahr. Hunderte Neubauwohnugen Weiter Richtung Bahnhof Altstetten folgt das Labitzke-Areal 7 mit 277 Mietwohnungen und Gewerbeflächen. Durch die versetzte Anordnung der Baukörper entstehen sechs kleinere Plätze, die öffentlich zugänglich und flexibel nutzbar sein werden. Die Fertigstellung der Überbauung ist diesen Sommer geplant. Am Ende der Flurstrasse schliessen wir unseren kurzen Rundgang ab. Hier entstehen auf dem städtischen Grundstück Letzibach D 8 bis 2021 rund
Bilder: Mirko Hofmann, GIS-ZH
Von Peter Egli
250 gemeinnützige Wohnungen. Und weiter den Geleisen entlang Richtung Zürich wird sich die ehemalige Industrieanlage der SBB Werkstätten 9 zu einem Ort für Kultur, Gewerbe und Industrien sowie Start-up-Firmen entwickeln.
Hier liegen die nahen (Gross-)Baustellen.
7
7 La
IMPRESSIONEN
Neubauten in der Nachbarschaft 9 SBB Werkstatt
3 Sunnige Hof
8 Letzibach D
1 Schulanlage Freilager
8
5 YOND
2 Kochquartier
Bilder: ABZSENNKW1, Svenja Plaas, Hochbaudepartement Stadt ZĂźrich, Siedlungsgenossenschaft Sunnige Hof, nightnurse images, SBB AG, Martin Zeller, Mirko Hofmann
abitzke Areal 4 Altersheim Mathysweg
6 Hochhaus Baslerstrasse
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EINZUG IN DIE MARKTGASSE
Das Freilager bekommt ein Café Anfang 2019 wird das neue Ladencafé mit 80 Sitzplätzen eröffnet. Besonders viel Wert setzen die Betreiber auf Nachhaltigkeit und Bioprodukte. Von Mirko Hofmann
Keinen Abfall als Konzept Insgesamt 80 Sitzplätze mit einer grossen Spielecke für Kinder soll es gemäss Initiantin Tara Welschinger geben: «Bei all unseren Produkten setzten wir auf Bio und Abfallvermeidung.» Erfahrung sammeln konnte Welchinger und ihr Team bereits mit dem Zero-Waste-Ladencafé «Foifi», das seit einigen Jahren im Kreis 5 seinen Standort hat. Im Freilager dürften voraussichtlich an sieben Tagen der Woche ab sieben Uhr morgens vor allem Kaffee, Brot, verschiedenes Gebäck und frische Snacks den Gästen angeboten werden. Zum vor Ort Konsumieren oder zum Mitnehmen. Der dazugehörige Laden ist mit rund 300 Produkten in Bioqualität ausgestattet. Für die Verpackung ist der Kunde selber verantwortlich, etwa in Form von Tupperware oder Mehrwegtaschen. «Auch unseren Kaffee to go bieten wir natürlich nicht in
So sieht das Zero Waste Ladencafe «Foifi» im Kreis 5 aus.
Einwegbechern an», führt Welschinger ihr Konzept weiter aus. Quartiertreff für alle Natürlich möchte das neue Ladencafé ein Treffpunkt für alle Quartierbewohner sein. Erwartet werden auch Gäste aus der Umgebung rund um das Freilager. Neben einer Familienecke wollen die Initianten einen Co-Working-Tisch einrichten. Welschinger glaubt fest an den Erfolg, schliesslich sei auch das Ladencafé an der Schiffbaustrasse sehr gut besucht. Einen Name für das neue Ladencafé gibt es zur Zeit noch nicht.
Bis im März 2019 ist das Lokal an der Marktgasse/Freilagerplatz noch eine Baustelle.
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Bilder: foifi.ch, Mirko Hofmann
«Ein Café!» Das war in den letzten zwei Jahren die häufigste Antwort, wenn man auf dem Freilagerplatz die Bewohner nach einem Wunsch für ihr Quartier befragte. Dieser Wunsch wird nun erfüllt, mit einem Ladencafé, das Anfang 2019 in der Marktgasse eröffnet wird.
Unterstützung von der Verwaltung Der letzte Versuch von Tara Welschinger und ihrer Agentur (s. Inside Freilager 17/1) scheiterte, weil das Konzept als Zero-Waste-Quartierladen eine Konkurrenz zum Spar gewesen wäre. Die besondere Fokussierung auf das Kaffehaus sorgt nun für breite Unterstützung. Insbesondere beim Umbau hilft die Freilager AG mit. Voraussichtlich wird die Eröffnung im März 2019 gefeiert. Der Grund für die relativ lange Bauzeit dürfte auch daran liegen, dass bereits beim Umbau auf «Zero Waste» geachtet wird.
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DO IT YOURSELF
Aus Schwemmholz wird Kunst Es treibt in Seen und Flüssen, lässt sich aber wunderbar zu stylischen Inneneinrichtungsgegenständen verarbeiten: Schwemmholz. Wir zeigen wie. Von Guido Acker
Dort gibt es viel zu finden. Wurst und Badehose nicht vergessen! Ich habe dort ein kleines Schwemmholzbrett gefunden und mache daraus mein ganz eigenes Dekobrett, um Postkarten und anderes zu befestigen. Zuerst trocken lassen So gehst du vor: Schwemmholz vor dem Verarbeiten immer sehr gut trocknen lassen. Das kann Tage oder gar Wochen dauern, je nach Grösse. Dann kommt das Sägen, Hobeln und Schleifen mit Schmirgelpapier, bis dir die Form gefällt. 12
grösseres Brett, kannst du ganz einfach allerlei Erinnerungen, Postkarten oder Fotos anbringen.
Danach einölen Um das Holzstück haltbarer zu machen, streiche ich es mit Leinöl ein. Diesen Vorgang wiederholen je nach Saugkraft des Holzes. Auf der Oberfläche überschüssiges Öl mit einem Lappen abreiben. Das eingeölte Holz gut trocknen lassen. Dekorationen findest du in Einrichtungshäusern oder im Bastelladen am Rennweg. Diese können nach Belieben bemalt werden. Deiner Kreativität sind keine Grenzen
Werkzeug muss man nicht kaufen Tipp: Werkzeug kaufen kann schnell einmal teuer werden. Jeden Samstag ist auf dem Bürkliplatz Flohmarkt. Dort kann man günstiges Werkzeug finden. «Märten» nicht vergessen! Ansonsten den Nachbarn fragen und gegenseitig ausleihen. Für grössere Objekte gibt es auch die Werkstatt im GZ Bachwiesen, wo du für wenig Geld Maschinen und Werkzeug benutzen kannst.
gesetzt. Ich habe mich für eine Schnur mit kleinen Klemmen entschieden, die ich mit zwei kleinen Nägeln befestigte. Daran sind kleine Fische und Kärtchen befestigt. Aufhängevorrichtung anbringen Die übriggebliebene Schnur verwendete ich für eine Aufhängevorrichtung auf der Rückseite. Hast du ein etwas
Bilder: Guido Acker
Zugegeben, schönes Schwemmholz liegt im Freilager nicht auf der Strasse und die besten Fundorte bleiben natürlich streng geheim. Die Suche ist aber ein grosser Teil dieser Bastelei, der viel Spass macht. Ob du, wie ich mit dem Kajak oder mit Kind und Kegel an den Ufern eines Sees, Bachs oder Flusses entlang stocherst, ist dabei egal. Um kleine Schwemmhölzchen zu finden, einfach die Steine im Bach anheben. Oft sind dort welche eingeklemmt. Einen Geheimtipp gibt es natürlich doch für euch FreilagerbewohnerInnen. Am Klöntalersee im Glarnerland dem See entlang laufen.
KINDERSEITE
Finde den richtigen Weg für Kevin Von Guido Acker
New
Tanzschule RITM Kindertanz
Dienstag:
Bild: Guido Acker
Kevin wohnt im Rautiturm Nr. 67. Er möchte heute Lara besuchen. Da er noch etwas Zeit hat, läuft Kevin kreuz und quer durch das Freilager. Eventuell entdeckt er etwas Neues oder trifft seine Kollegen unterwegs. Doch so langsam wird es aber Zeit für Kevin. Lara wartet auf ihn im Holzhaus Nr. 56. Welche Farbe hat der richtige Weg?
Stundenplan 2018/2019 Freitag:
15:20-16:05
ab 3-5
Hip-Hop
16:50-17:50
ab 8-12
Ballett
16:15-17:15
ab 7-9
Street Dance
18:00-19:00
ab 12-16
Modern Dance
17:20-18:20
ab 8-10
Ladies Dance
19:10-20:10
Erwachsene
Mittwoch:
Donnerstag:
Ballett
14:10-15:10
ab 9
Pre-Ballett
15:15-16:15
ab 5-7
Pre-Ballett
15:15-16:15
ab 5-7
Ballett
16:20-17:20
ab 8-10
Modern Dance
16:20-17:20
ab 10
Ballett
17:25-18:25
ab 10
Modern Dance
17:25-18:25
ab 5-8
Dancehall
18:30-19:30
Teen.+ Erw.
Kindertanz
18:30-19:15
ab 3-5
Tanzschule RITM Julia Notter Freilagerstrasse 73, 8047 Zürich
Homepage: www.ritm.ch E-Mail: ritm@gmx.ch
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OUTSIDE FREILAGER
Manege frei für`s Zirkusquartier Zwischen dem Koch Areal und der UBS ist das Zirkusmekka Zürichs und das Zuhause vom Zirkus Chnopf.
Von Noah Munzinger
Auf dem Gebiet des Koch Areals Das Gelände erstreckt sich auf dem weitläufigen Bereich zwischen Flurund Flüelastrasse und zwischen UBS und dem besetzten Teil des Koch Areals. Neben dem zentralen Kiesplatz steht eine grosse Halle in der ganzjährig trainiert und aufgeführt werden kann. In weiteren Hallen sind die vielen Utensilien und Requisiten sowie Werkstätten und Büros untergebracht. Das Zirkusquartier ist auch das Zuhause von einigen Artisten, die in drei Wagen-WGs auf dem Gelände leben.
Die Trainingshalle für die Artisten.
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Bilder: Noah Munzinger
Das Zirkusquartier ist ein buntes Areal, auf dem Zirkus nicht nur aufgeführt und geprobt wird, sondern auch beheimatet ist. Es ist eine Produktions- und Spielstätte für modernen Zirkus. Es werden Vorführungen gezeigt, Trainings für Kinder und Profis in artistischen Disziplinen angeboten sowie Räumlichkeiten für Proben, Produktionen und Veranstaltungen Dritter bereitgestellt. Dazu sind mehrere Zirkusgruppen, darunter der bekannte Zirkus Chnopf, hier beheimatet.
Blick in das Zirkusquartier auf dem Koch-Areal.
Umzug voraussichtlich 2023 Vermittelt durch die Stadt Zürich ist das Zirkusquartier 2014 von Oerlikon an die Flurstrasse gezogen, wo es eine Pufferzone zwischen dem Koch Areal und der UBS bilden sollte. Die Nutzung dieses Geländes dauert noch bis zum Gesamtumbau des Koch Areals im Jahzr 2021. Nach einer Übergangszeit wird das Zirkusquartier voraussichtlich 2023 in einen Park in der neuen Koch-Überbauung zurückkehren, wo es unter anderem auch eine GZ-Funktion im Quartier übernehmen soll. Offen für alle Bereits heute steht das Zirkusquartier den Nachbarn im Quartier offen. Neben dem neuen Programm «Gugus» vom Zirkus Chnopf ist auch die «Offene Bühne», eine bunte Mischung aus Artisten, Musikern und Komikern, besonders empfehlenswert.
Matthias Schoch (32) ist ausgebildeter Schauspieler und für die künstlerische Leitung zuständig.
Empfohlene Veranstaltungen: - Zirkus Chnopf «Gugus», 12./14./15.09.2018, Hutsammlung, ab 5 Jahren - Offene Bühne, 28.09.2018, 20 Uhr, ab 5 Franken, ab 10 Jahren Weitere Informationen zu Veranstaltungen, Workshops und Trainings: www.zirkusquartier.ch
KULTURTIPPS
Kulturfutter für den Herbst Drei Tipps: eine Lichtgestalt, eine Königin und ein Mord Von Kati Moser
TRADITION
«Albisrieder Viehschau» Im alten Dorfkern
THEATER
«8 Frauen» Eine Kriminalkomödie von Robert Thomas
Ende des 19. Jahrhunderts. Herbert stammt aus einer reichen Familie, sein Vater ist Gutsherr in einem kleinen Dorf in Pommern, wo auch das Waisenmädchen Olga lebt. Im Schulalter lernen sich Olga und Herbert kennen und werden später ein Paar. Von Heirat ist keine Rede, zu gross ist der Standesunterschied der beiden. Herbert will den Gutsbetrieb der Eltern nicht übernehmen, er träumt von grossen Abenteuern: Er bereist Afrika, Amerika und Russland und will für Deutschland die Arktis erobern. Aus dieser Expedition wird er nicht zurückkehren, der Erste
Weltkrieg bricht aus. Olga, die Lehrerin wurde, sieht Herbert nach der gescheiterten Expedition nie mehr, wird aber für ihr ganzes Leben auf ihre Art mit ihm verbunden bleiben. Bernhard Schlink, der mit dem «Vorleser» weltberühmt wurde, erzählt in «Olga» eine packende Lovestory vor den Irrwegen der deutschen Geschichte. Er schreibt aber auch über die Frauenemanzipation, die Selbstbestimmung der Frauen und vor allem über eine Lichtgestalt. Der Roman ist wunderbar, berührend und spannend bis zum Schluss.
Wer das jährlich wiederkehrende Spektakel noch nicht gesehen hat, sollte Kind und Kegel packen und hingehen. Schon allein die Tatsache, dass in der Stadt Zürich, mitten im Dorfkern von Albisrieden, ein Stück ländliche Kultur überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Die Viehschau findet am 22. September statt, von 9 bis 15 Uhr im Dorfkern von Albisrieden, vor der alten reformierten Kirche. Um 11 Uhr werden die prämierten Rinder und Kühe vorgeführt und die «Miss Albisrieden» erkoren – die schönste Kuh des Quartiers! Die Kriterien sind
mannigfaltig, vom geraden Rücken über Beine, Gang und Klauen bis hin zur Euteraufhängung und Zitzenlänge. Nebst der äusserst spannenden Viehschau mit etwa 50 Kühen aus Zürich und Umgebung gibt es eine Festwirtschaft, an Marktständen kann man lokale Produkte kaufen, es wird geschwungen und Alphorn geblasen. Zum Anlass öffnet auch das Ortsmuseum seine Tore. Ein Rundgang durch die Räume zeigt auf, wie einst die Bewohner von Albisrieden lebten, was sie trugen, welche Werkzeuge sie benutzten.
Acht Frauen, eingeschneit in einem Chalet im Engadin. Sie wollen miteinander die weihnachtlichen Festtage verbringen. Doch dann passiert es: In einem Raum liegt der Hausherr mit einem Messer im Rücken. Nicht genug: Das Telefonkabel ist durchtrennt, das Eingangstor verriegelt, das Auto springt nicht an, das nächste Haus liegt weit weg. Und im Schnee liegen keine frischen Fussspuren. Ergo: Die Mörderin muss eine von ihnen sein. Bis zum fulminanten Schluss erlebt der Zuschauer ein facettenreiches Psychodrama auf der Bühne.
Bernhard Schlink, «Olga», Diogenes Verlag
www.zuerich-albisrieden.ch
Uraufgeführt wurde das Theaterstück 1961 in Paris, und noch im gleichen Jahr mit Preisen überhäuft. Ein Grosserfolg war auch die Filmadaptation von 2002 von François Ozon mit Starbesetzung (u.a. Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert). In Zürich führt Erick Vock Regie, dem man auch die schweizerdeutsche Bearbeitung verdankt. Es spielen u.a. Maja Brunner, Viola Tami, Bella Neri, Hanna Scheuring. 3.10. – 11.11. Mi–Sa 20 Uhr, So 16 Uhr Bernhard Theater, Tel 044 268 66 99 www.8-frauen.ch
Bilder: Kati Moser, ZVG
BUCH
«Olga» Ein Liebesroman
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