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Willkommen Zuhause! Eingezogen Die Bewohner des Freilagers gewähren einen Blick in ihre Wohnzimmer.
Erinnerung Einst arbeitete Alexandra im Zollfreilager, heute wohnt sie hier.
Enthusiasmus Warum Eveline Rossi ihre Stube als Marshmallow Suite bezeichnet.
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Zollfrei-Nachbarn zum Liebhaben und Einkleben Lassen Sie sich für das ZollfreilagerNachbarschafts-Stickerbook fotografieren. Am 14. Januar und am 11. Februar 2017 von 10 bis 16 Uhr im SPAR Zollfreilager.
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EDITORIAL
INHALT
Zuhause ist, wo man sich zuhause fühlt «Wohnst du noch oder lebst du schon?» Zugegeben, dieser Slogen ist geklaut, doch könnte er genauso gut für das Freilager gelten. Vor acht Monaten bin ich mit meiner Familie ins neue Quartier gezogen, mit dem Ziel, hier langfristig zu bleiben. Es war ein gewagter Schritt. Denn im März 2015, als wir den Wonungs-Vertrag unterzeichneten, stand von unserem Haus nicht einmal das Fundament. Doch nun ist das Freilager-Areal innerhalb kürzester Zeit zu unserem Zuhause geworden. Und wir wollen dieses zu einem lebendigen, abwechslungsreichen und vielseitigen Ort machen. Zusammen mit anderen Bewohnern des Freilagers habe ich aus diesem Grund das vorliegende Magazin «Inside Freilager» ins Leben gerufen. Es soll ab jetzt alle drei Monate erscheinen und dazu beitragen, unser Quartier zu einem grossartigen Stück Zürich zu machen. Wir wünschen uns, dass ihr, liebe Bewohnerinnen und Bewohner, hier nicht nur wohnt, sondern auch lebt, euch wohlfühlt und auch ein bisschen stolz seid auf unser «Dorf in der Stadt». Aber ich bin auch überzeugt, dass wir unser «Dorf» selber gestalten müssen. Dazu bietet etwa der neugegründete Verein oder eben diese Zeitung einen sehr guten Nährboden. In dieser ersten Ausgabe blicken wir in die Wohnzimmer der verschiedenen Teilgebiete, wir kochen für euch ein feines Menu und wagen einen Blick zurück in die Zeit, als das Freilager noch mit einem hohen Draht umzäumt war. Im Namen der Redaktion wünsche ich euch viel Spass und Unterhaltung beim Lesen dieser ersten Ausgabe. Mirko Hofmann Redaktonsleitung
4-5 Sie mögen das Freilager, haben aber auch Kritikpunkte. Sie erzählen, warum sie hierher gezogen sind und verraten ihre Wünsche für die Zukunft unter Nachbarn: die Freilager-Bewohner. 6 Wir haben uns Würmer als Haustiere zugelegt und zeigen in der Rubrik «Do it yourself», wie man am besten von den Diensten dieser kleinen wirbellosen Tiere profitieren kann. 8 Noch vor wenigen Jahren war das Freilager eine «Verbotene Stadt». Aus erster Hand erzählt Alexandra, welche exotischen Waren damals in der heutigen Marktgasse lagerten. 10 Eveline Rossi lebt und arbeitet in einer Atelierwohnung im Freilager. Im Interview erzählt die Innenarchitektin, was sie im Vorfeld vom Freilager erwartet hat und ob dies eingetroffen ist. 16 Ein Blick in den Küchschrank und aus dem Inhalt zaubert unser Gourmet-Koch Guido ein feines Z`nacht. Zum Start gibt es eine leckere Spaghetti-Kreation aus dem eigenen Kühlschrank. IMPRESSUM
Konto Verein Freilager CH52 0900 0000 8984 9663 0
Inside Freilager Januar 2017 1. Jahrgang 1. Ausgabe
Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Erscheint 4x jährlich
Email an die Redaktion: inside@freilager-forum.ch
Auflage 800. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt.
Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt.
Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohnern des Freilagers gemacht.
Kontakt für Inserate: Jeannette Jetter jjetter@ibpf.ch
Redaktion: Mirko Hofmann Noah Munzinger Alexandra Otto Jeannette Jetter Sharon Pfister Guido Acker Roman Lobmaier Layout: Mirko Hofmann «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell.
Titelbild: Mirko Hofmann
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MENSCHEN IM FREILAGER
Das sind unsere neuen Nachbarn Rentner, Studenten, Familien oder Singels, im Freilager leben die unterschiedlichsten Menschen. Wir haben Bewohner aus jedem Teilgebiet besucht. Von Mirko Hofmann
Südhof: Familie Zatul freut sich auf den Sommer
«Der Garten», antwortet Tsedi (34) auf die Frage, was denn das Highlight ihrer neuen Wohnung ist. Zusammen mit ihrem Mann Ginz (35) und den Töchtern Yulha (fast 3) und der vor vier Monaten geborenen Karma lebt sie seit Mitte Oktober in einer Gartenwohnung im Südhof. «Es gefällt uns so gut, dass wir uns sogar auf das Ende der Ferien in Thailand freuten», sagt Ginz mit einem Lächeln. Insbesondere für ihre Kinder würden sie im neuen Quartier beste Bedingungen vorfinden. Etwa durch das hinter ihrer Wohnung gelegene Gemeinschaftszentrum. Aber auch für die beiden Eltern ist das Freilager super gelegen, auch weil sie viel mit dem Velo unterwegs sind. Vorher wohnten sie im Steinfels-Areal, ihre alte Wohnung wurde aber zu klein. Toleranz und gute Nachbarschaft Den etwas speziellen Grundriss ihrer Wohnung bezeichnen die beiden im Finanzsektor tätigen Tibeter als verrückt, aber spannend. Und sie bemängeln bisher nur den schlechten Handyempfang in der Wohnung und die beschränkte Parkplatzzeit für Besucher. Letzteres ist vor allem ein Problem, wenn es ums Kinderhüten für einen ganzen Tag geht. Ansonsten ist die ganze Familie sehr happy mit der ganzen Überbauung. «Wir hoffen, dass man sich hier mit Toleranz begegnet und eine gute Nachbarschaft pflegt.» Sie werden sicher auch den einen oder anderen Quartierbewohner an ihre Grillfeste im Sommer einladen. Die Vorfreude ist riesig. 4
Familie Zatul hat die Einrichtung von Wohnung und Garten noch nicht abgeschlossen.
dem Ziel, hier meine Bleibe fürs Alter zu haben, doch es ist schlicht nicht möglich, wegen dieser Fehlplanung», so Rudolf Raemy.
Rudolf Raemy zog von Wiedikon ins Freilager.
Rautiturm: Rentner Rudolf Raemy zieht bald wieder aus
Eigentlich mag der 65-Jährige seine Wohnung im 2. Stock des Rautiturms. Eigentlich. Denn trotz «Super Look» gibt es etwas, was ihn erheblich stört: Die Lüftungsschlitze im Schlafzimmer und in der Stube. «Es zieht so fest, ich kann kaum schlafen oder gemütlich auf dem Sofa sitzen.» Der einzige Ausweg für den ehemaligen UBS-Angestellten ist der neuerliche Auszug. «Ich kam mit
Auch in der Garage ziehts Das Quartier gefällt ihm zwar ganz gut, doch es gibt auch andere Dinge, die ihn stören. So hat es generell wenige Leute in seinem Alter und fast nur Familien. Ebenso seien die Parkplätze in der Tiefgarage völlig überteuert und er als Teilzeit-Taxifahrer auf einen nahen Abstellplatz angewiesen. Zudem sei der Durchzug auch in der Garage nicht zum Aushalten. Manchmal stört sich der Rentner auch am Fluglärm oder an der zu tief montierten Duschstange. Der grosse Balkon, den er sehr schätzt, könnte ihn aber noch versöhnlich stimmen. «Der ist wirklich sehr gross und angenehm.» Und der Preis für seine 2.5-Zimmerwohnung ist auch ein Argument, doch noch zu bleiben.
Langhäuser: Single Dinah mag ihre Freiheit Gemütlich hat Dinah Hess (30) ihre kleine Stube in ihrer Parterre-Zweizimmerwohnung eingereichtet. Vieles sind Erbstücke der Grossmutter, vieles ist aus dem Brockenhaus. So auch der Vinyl-Plattenspieler. «Langsam fühle ich mich richtig Zuhause hier», sagt die velofahrende Pfarrerin.
WoKo-Haus: Studis aus aller Welt kochen und feiern zusammen
Vorbei sind die WG-Zeiten für Dinah Hess.
Aus den WGs ins Freilager Aufgewachsen ist Dinah im Elternhaus in Burgdorf. Danach lebte sie in verschiedenen WGs. Nun hat sie zum ersten Mal eine eigene Wohnung. «Ich wollte in Zürich wohnen und suchte eine bezahlbare Wohnung. Und hier habe ich etwas modernes für einen guten Preis gefunden», sagt die Singlefrau. Sie geniesst vor allem die Ruhe und ihre Freiheiten, da sie nun
Marktgasse: Die Berners fühlen sich rundum wohl Von Frankfurt nach Zürich, von der Badenerstrasse an die Freilagerstrasse. Diesen Weg gingen Gabriele und Marc Berner in den letzten 18 Monaten. «Im August 2015 bin ich wegen meines Jobs als Financial Consultant in die Schweiz gezogen», sagt der 32-Jährige Marc. Seine Freundin Gabriele (39) kam vier Monate später nach. Zusammen wohnte das Ehepaar an der Badenerstrasse, nur wenige hundert Meter vom Freilager entfernt. Gäste- und Kinderzimmer Nur aufgrund des Grundrisses entschieden sich die beiden für eine 3.5-Zimmerwohnung im 4. Stock in der Marktgasse. Und ihre Erwartungen wurden mehr als erfüllt. «Wir fühlen uns sehr, sehr wohl hier», sagt die Physiotherapeutin Gabriele. Einzig der Steinboden war beim Einzug etwas enttäuschend, weil sie aufgrund des Baubeschriebs
nicht auf andere Mitbewohner Rücksicht nehmen muss. Und über die Grösse des Gartens war sie nach dem Einzug ebenfalls positiv überrascht. Im Quartier hingegen ist sie noch nicht sehr häufig. Neben einem Treffen mit den Nachbarn zu Kaffee und Kuchen in der Brasserie hat sie sich nun einer Jogging-Gruppe via Freilager-App angeschlossen. «Ich hoffe, mit der Zeit noch mehr im Freilager integriert zu sein, denn es gefällt mir hier sehr gut.»
Parkett erwartet hatten. Doch nun haben sie sich an den Steinboden gewohnt. Gerade ist Besuch aus der Heimat bei den Berners zu Gast. «Wir haben uns für eine 3.5-Zimmerwohnung entschieden, weil wir viele Gäste haben, aber auch weil wir gerne Nachwuchs haben möchten», erklärt
Gabriele und Marc sind seit 2016 verheiratet.
Gabriele. Bis es soweit ist, knüpfen die beiden fleissig Kontakte. Zum Beispiel am Stammtisch einmal im Monat, den Gabriele selber mitgegründet hat.
Die sieben ETH-Studenten leben in einer WG.
Sie sind alle zwischen 18 und 23 Jahren alt, studieren an der ETH Zürich und leben zusammen in einer 8er-Wohngemeinschaft: Yalan, Lucienne, David, Greta, Gregi, Carlo und Hanneke. «Ich zahle 580 Franken im Monat, das ist unschlagbar für Zürich», erklärt Lucienne. Sie mag das WG-Leben. «Wir kochen oft zusammen und im Haus ist immer etwas los.» Sie sei auch schon am Balkon entlang gelaufen und habe sich dann auf einer Hausparty in einer anderen WG wiedergefunden. Die Woko, die Organisation, die Studentenzimmer vermietet, sorgt hier für alles Inventar. Selbst Bett, Pult und Schrank sind für die Studis im Preis inbegriffen. Keine Läden für Studenten Dass sie nun in einem neuen Quartier leben, ist den künftigen Akademiker ziemlich egal. «Es gibt hier wenig Infrastruktur für uns», sagt David. Im Spar gehen sie ab und zu einkaufen. Aber das Restaurant können sie sich nicht leisten und Kinderkrippe, Kinderkleiderladen oder Tierladen seien nicht die Läden, die von Studenten regelmässig frequentiert werden. Dennoch gefällt es den Studenten hier mehrheitlich sehr gut. «Wir mögen den Spielplatz. Von unserem Balkon sieht der aus wie ein Übungsplatz fürs Militär», sagt Carlo. Im Sommer wolle man da eine Wasserschlacht anzetteln. Auch die Wohnung sei super schön. Ein Geschirrspühler fehle zwar, aber sonst habe man viel Platz. Für internationales Flair sorgen die ausländischen Studierenden. Von denen gibt es in dieser Wohnung immer mindestens zwei. Da zwei Zimmer ausschliesslich Ausländern vorbehalten sind. Das Freilager nehmen die Studenten als eher ruhig und fast etwas ausgestorben war. Sie möchten sich aber auch nicht mehr im Quartier engagieren. Denn zu Semesterbeginn kommen nicht nur viele neue, sondern ziehen auch viele bisherige wieder aus. Für Studenten ist das Freilager eben meist nur ein Zwischenstopp. Bilder: Mirko Hofmann
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DO IT YOURSELF
Auf den Wurm gekommen Alexandra Otto testet die Wurmkiste.
Erhältlich bei Veg and the City oder biogarten.ch für rund 200 Franken. Regenwürmer sind nützliche Haustiere.
Regenwürmer auf dem Balkon? Aber gerne doch! Wir testen den alternativen, lebendigen Kompost für Zuhause, der Klein und Gross erfreut. Die Wurmkiste macht es möglich: Darin leben behaglich die Würmer und fressen Küchenabfälle. Es gibt zwei Varianten. Eine ist aus Holz und kann selbst gebaut werden. Die zweite Variante ist aus Recycling-Kunststoff. Für meinen Selbstversuch entscheide ich mich für den Kunststoff-Fertigbau. Der Zusammenbau ist einfach. Zuerst kommt der Unterbau mit einer Auffangvorrichtung für Sickerwasser («Wurmtee»). Darauf kommt nun der erste Rahmen, der mit einigen Lagen feuchter Zeitung und dem mitgelieferten Kokossubstrat gefüllt wird. Und jetzt die Würmer! Aufbau und Lagerung Sawasdee! Siamkatze Nikki begrüsst die neuen Haustiere, die mit eigener Erde geliefert werden. Die Würmer werden in die Wurmkiste gegeben, mit etwas feuchtem Zeitungspapier und Kokosvlies bedeckt. Noch etwas Wurmfutter, Deckel drauf, fertig. Die Würmer haben gern einen gut durchlüfteten Standort. Wer die Kiste ins Freie stellen will, sollte einen schattigen und frostfreien Standort wählen. Am besten gefällt es den Würmern in der Wohnung, bei mir stehen sie in einem kleinen Reduit. Was darf alles rein? Es können alle rohen Pflanzenabfälle den Würmern zum Frass vorgeworfen werden, auch Kaffeesatz, Teebeutel und Eierschalen. Wichtig: alles fein zerkleinern. Dies beschleunigt die Kompostierung. Gekochte Speisen, Milchprodukte und Fleisch sollte man nicht geben. Auch Zitrusschalen sind wegen der ätherischen Öle ungeeignet. 1,5kg Küchenabfälle pro Woche werden umgesetzt, bei mir gibt es pro Tag ungefähr eine Handvoll und gelegentlich einen Sprutz Wasser, denn Würmer mögen‘s feucht. Kein Geruch entsteht Die Küchenabfälle verwandeln sich schnell in krümelige Erde. Wenn ein Rahmen fast voll ist, den nächsten aufsetzen. Sind die Würmer alle nach oben gewandert, kann man den fertigen Kompost aus dem untersten Rahmen «ernten». Die Wurmkiste ist toll: Pflanzliche Abfälle gammeln nicht mehr in der Küche rum, man erspart sich den Gang zum Container. Wenn man es richtig macht, entstehen keine Gerüche und auch Kinder werden an den Nützlingen ihren Spass haben.
Unser Fazit: empfehlenswert! 6
Bilder: Alexandra Otto, ZVG
STORY
Das Freilager aus 1001 Nacht Teppichhändler, Safran und Rampenparties, all dies gab es in der «verbotenen Stadt» vor 30 Jahren. Ein Bericht aus erster Hand.
Von Alexandra Otto
Noch zwei Handgriffe und das Sofa
für mein neues Wohnzimmer ist fertig. Zeit für eine Pause! Susi, die mir beim Zusammenbauen geholfen hat, schaut aus dem Fenster und lacht: «Alex, jetzt wohnst du wirklich in der verbotenen Stadt!» Verboten deshalb, weil das Gebiet bis 2010 für die Öffentlichkeit absolut tabu war. Essen, wo früher gearbeitet wurde Nicht jedoch für mich. Noch bis vor wenigen Jahren habe ich mit Susi auf
Luftbild des Zollfreilagers aus den 60er-Jahren.
gab es die Barriere nicht mehr, dafür aber ein elektrisches Tor.
Früher Checkpoint, heute Restaurant.
der Zollstelle Freilager gearbeitet. Genau dort, wo jetzt die Brasserie ist. Wer am Fenster speist, sitzt sozusagen im Checkpoint, wo früher die ausfahrenden Camions anhalten und ihre Papiere abgeben mussten oder auch Waren gewogen wurden. Ausland mitten in Albisrieden Das Freilager wurde auf der Grünen Wiese erbaut. Rundherum war ein hoher Zaun und der einzige Eingang war neben dem Gebäude, das manche noch als «Zollhaus-Snack» kennen dürften. Früher war das der Grenzwachtposten. Der Grenzwächter bediente die Barriere am Eingang, denn das Freilager war Ausland, zumindest aus zolltechnischer Sicht. Wer durch das Tor ging, verliess Schweizer Zollgebiet. Zu meiner Zeit
Der einzige Eingang damals.
Und natürlich gab es vor 20 Jahren besonders viele Lagerhallen. Die Freilager AG, die damals schon das Gelände verwaltete, vermietete Lagerräume. Hier konnte man Gegenstände einlagern, die man erst später in die Schweiz importieren wollte. Die Abgaben wurden dann erst bei der Auslagerung fällig. So gab es etliche Teppichhändler auf dem Areal. In den Lagern waren die farbenprächtigen Najns und Mouds, Kelims und Kashkulis aufgestapelt, neben der Tür bullerte ein riesiger Samowar vor sich hin, zu Weihnachten gab es iranische Pistazien und Safran,
ein Hauch von 1001 Nacht. Auch Autos, Spirituosen und Edelmetalle wurden eingelagert. Getanzt wurde auf der Rampe Neben der Brasserie gibt es eine Rampe, die der Warenanlieferung für die Läden der Marktgasse dient. Sie ist fast noch original erhalten, inklusive des Bedienungspanels. Früher war hier die Zollguthalle, wo verzollte Waren auf den Weitertransport warteten. Auch für Rampenpartys war die Halle sehr gut geeignet. Ein letztes Tänzchen gab es dort vor fünf Jahren, dann mussten wir das Freilager verlassen. Dass ich nun als Bewohnerin an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt bin, hat den Abschiedsschmerz von damals erheblich gelindert.
Der letzte Tanz der Zollverwaltung. Bilder: ZVG
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IMPRESSIONEN
Selbst ist das Schild!
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Bilder: Guido Acker
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BEWOHNERIN
«Orange wäre die Freilager-Farbe» Eveline Rossi wohnt und arbeitet in einer Atelierwohnung in der Marktgasse. Im Interview erzählt sie, wie sie als Innenarchitektin das Freilager sieht.
Mit Eveline Rossi sprach Jeannette Jetter
Welche Gedanken gehen Ihnen beim «Freilager» durch den Kopf? Das Freilager, wie ich es früher erlebt habe. Es hat etwas Industrielles, ist immer in Bewegung. Ich verbinde es mit dem Handeln. Waren werden gebracht und wieder abgeholt. Wie beschreiben Sie heute den Geist des Freilagers? Jung, bunt und sehr gemischt. Für mich ist es ein Dorf oder besser eine kleine Stadt in der Stadt. Sie arbeiten ja mit Farben. Welche Farbe würden Sie dem Freilager geben? Orange. Orange ist fröhlich, es ist warm, es hat etwas Keckes. Was haben Sie sich vom Leben im Freilager erhofft? Wir wollten unter anderem auch den Arbeitsweg optimieren. Darum wohnen und arbeiten wir in einer Atelierwohnung. Meine Grosseltern haben schon so gelebt. Vorne war das Geschäft und hinten wurde gewohnt. Als Kind fand ich das toll. Welche Bedeutung, welcher Stellenwert hat Wohnen für Sie? Ein schönes Zuhause ist für mich sehr wichtig. Es ist der Ort, wo man sich das Nestchen baut. Das kann überall sein. Wichtig ist, dass man gestalten kann. Was ist das Wichtigste in einer Wohnung? Die Küche, ich bin eine leidenschaftliche Köchin. Wenn Sie für sich selbst einrichten, wie gehen Sie da vor? Gleich wie bei einem Kunden. Zuerst überlege ich mir, welche Welt will ich schaffen? Dann entwickelt sich ein Name daraus. So wie hier in unserem Geschäft. Wir haben es Drive -In ge-
tauft. Oben in der Wohnung heisst es dann Marshmallow Suite. Wort wörtlich (schmunzelt). Der Name ist ganz wichtig. Sagen zu können, das ist der Playground oder das Drive In. Ich kann mir darunter etwas vorstellen und mich damit identifizieren. Sie leben selber in zwei Welten. Mallorca und Zürich. Welche Bedeutung haben Gegensätze für Sie? Ich habe das bewusst so gewählt. Es hat mit Licht und Wasser zu tun. Ich bin in der Nähe des Meers aufgewachsen, mit viel Licht und Wasser. Eveline Rossi ist Innenarchitektin und Ich liebe aber auch das Grau, Inhaberin von Rossi Interiors an der Marktgasse. das Triste, wie man es von Welches war ihr interessantester MoEngland oder auch von der Schweiz ment bei der Arbeit? her kennt. Am spannendsten fand ich es eine Welche Erinnerungen oder StimmunWohnung zu designen, die noch gen verbinden Sie mit dem Wohnen in unbewohnt war. Wo ich mir einen ihrer Kindheit? virtuellen Bewohner vorstellen musste. Mein Wohnen war sehr bewegt. Ich Das konnte ich kürzlich realisieren. Ich habe mein Kinderzimmer immer mal habe mir anhand des Gebäudes und wieder gewechselt. Für meine Mutdes Grundrisses vorgestellt, was für ein ter war das in Ordnung. Wir machten Mensch diese Wohnung wählen würde. solche Aktionen sehr spontan. Haben Dann habe ich ein Konzept erstellt und alles zusammengepackt und gezügelt. eingerichtet. Meine Mutter war immer am Werkeln. Was wünschen Sie sich für die Zukunft Wenn ich von der Schule nach Hause vom Freilager? kam, war eine Wand neu gestrichen Dass der Gedanke des Zusammenledie Tapete gewechselt oder etwas war bens und des Miteinanders weitergeumgestellt. Wohnen passiert, wohnen tragen wird. Mir fehlt das ein bisschen. ist bewegt, es ist nie statisch. Ich habe das Gefühl, man läuft noch Gibt es jemanden oder etwas, für den oder das Sie gerne einrichten würden? aneinander vorbei und sagt kaum grüezi. Das ist für mich nicht der richEin Hotel würde ich gerne mal eintige Spirit. Ich würde es schön finden, richten. Mit viel Enthusiasmus, unterwenn man ein Bisschen näher rückt. schiedlichen Stilen und Farben. Bild: Guido Acker
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VEREIN
«Unser Ziel ist ein lebendiges Quartier» Der Freilager-Verein bietet ein Forum für die Anliegen und Initiativen der Bewohner. Mit der Fertigstellung des Freilagers
ist mit über 2500 neuen Einwohnerinnen und Einwohner auf einen Schlag ein kleines Dorf in Albisrieden entstanden. Ein bunter Mix von Menschen belebt nun dieses neuerstellte und aufgestockte Areal. Dabei soll das Freilager für alle Bewohner nicht nur Wohnort, sondern auch Heimat werden – es wäre doch schade, wenn das Freilager zu einer Schlafstadt verkommt. Aus diesem Grund wurde der Freilager-Verein am 1. Juli 2016 gegründet und nun schon über 20 Mitglieder. Wir Gründer des Vereins haben es uns zum Ziel gemacht, aus dem Freilager etwas Besonderes zu machen, indem
wir das Zusammenleben stärken und uns für Anliegen der Bevölkerung einsetzen. Dabei sehen wir uns selber als Sammelbecken für die Anliegen und Initiativen aller Bewohnerinnen und Bewohner des Areals. Das kann zum Beispiel Lobbying sein für eine bessere Anbindung an das Verkehrsnetz,oder eben auch die Lancierung dieser Zeitung «Inside Freilager». Die Themen des Vereins sollen dabei so breit gefächert sein, wie die Bewohnerinnen und Bewohner verschieden sind. Vernetzung und Quartierförderung Unsere Absicht ist es, beim Austausch zwischen euch FreilagerInnen behilflich zu sein, die Vernetzung und Strukturen im Quartier zu fördern und als Dachorganisation für die verschiedenen Interessengruppierungen zu fungieren. Als ersten Schritt haben wir auf freilager-forum.ch eine Webseite mit offenem Diskussionsforum er-
stellt. Dort findet man neben vielen Diskussionsthemen auch Informationen zum Verein und zu aktuellen Projekten. Und natürlich auch, wie man den Verein und seine Aktivitäten unterstützen und bereichern kann. Sei es als Mitglied, Helfer oder als Gönner. In diesem Sinne wünsche ich allen, dass das Freilager ein Zuhause wird.
Im Namen des Vorstands Roman Lobmaier (Präsident)
Möchtest du dem Verein beitreten und mithelfen, das Freilager-Quartier zu verbessern? Dann schreib Roman: roman@lobmaier.ch
GERÜCHTE
Gibt es einen Mieter für die Bäckerei? Die Agentur Staibock & Leu hat ein Konzept für ein Café an der Marktgasse eingereicht. Von Mirko Hofmann
Eine Bäckerei ist der Wunsch vieler
Bewohner. Auch gab sich die Verwaltung an den Infoabenden vor einem Jahr hoffnungsvoll, bald eine Bäckerei mit Café-Betrieb im rund 300 Quadratmeter grossen Raum am Anfang der Marktgasse zu finden. Kulturraum zur Mitgestaltung «Wir haben Anfang Dezember ein Konzept für ein Café und einen Kulturraum eingereicht», sagt Tara Welschinger von der Agentur Staibock & Leu. Es soll möglichst nachhaltig sein und
viel Raum zur Gestaltung durch die Bewohner beinhalten. «Wir denken, genau das fehlt dem Quartier noch, ein gemütlicher Treffpunkt, den An- und Bewohner mitprägen können», so Welschinger. Ausstellungen, Anlässe, Tauschbörsen, Workshops, Kultur und vieles mehr wäre Grundriss des zu möglich im vergebenen Objektes. neuen «interaktiven Raum» vis-à-vis vom Spar. Eine Bäckerei, die auch im Quartier produziert, sei für Staibock
& Leu jedoch aufgrund der zu hohen Investitionen ausgeschlossen. Noch steht eine Antwort der Eigentümerschaft aus. Welschinger und ihre Kollegen wären aber bereit, sogleich loszulegen. Ihr erstes Konzept, ein Laden, der ohne Verpackung auskommmt, wird nun beim Kulturpark in Zürich West realisiert. Einen solchen Laden ins Freilager zu bringen, scheiterte an einer Klausel, die dem Spar keine direkte Konkurrenz bringen soll. Ob nun das Café mit Kulturraum den Zuschlag für die Räumlichkeiten erhält, hängt auch ein wenig mit der Brasserie zusammen. Welschinger weiss: «Wenn Dieter Meier und Co. uns nicht im Quartier haben möchten, dann wird es natürlich nicht einfach für uns.» Wir sind gespannt! Kennst du ein Gerücht, über das du gerne mehr erfahren möchtest? Dann schreib uns: inside@freilager-forum.ch Bilder: ZVG
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RÄTSEL
Knobeln bis die Köpfe rauchen Rätselthema - Neues Zuhause 3
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Zugegeben, ganz einfach ist es nicht, das Kreuzworträtsel von Noah Munzinger. Das Thema ist «neues Zuhause», unschwer zu erkennen am Freilager-Layout. Viel Spass allen!
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Lösungswort Ä / Ö / Ü = AE / OE / UE Antworten entweder horizontal von links nach rechts oder vertikal von oben nach unten eintragen. Lösungswort ergibt sich durch die markierten Buchstaben von links nach rechts in jeder Zeile 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 12
Abkürzung für Gebäude Zierliche Balkonpflanzen So sind die Balkone am Gebäude "Marktgasse" Angangsbuchstaben für Zweierlei, zu deren Grenze das Freilager gehört Diese -erei gibt es im Freilager nicht Eigenschaft, die man sich von Nachbarn erhofft Viele wollen dort nicht wohnen Wird vom "Smart Meter" überwacht Fliesst durch Albisrieden Elastischer Abschluss an Fliesen (Lösungswort senkrecht nach oben eintragen) Boulder-Bar in Altstetten Gehört zum Kinderangebot im Freilager Haltestelle auf der 2-er Linie Kommen in der Ladenzone auf ihre Rechnung?
KINDERSEITE
Zeichnen, ausmalen und abgeben Liebe Kinder Im letzten Jahr war umziehen angesagt. Erinnert ihr euch? Was wolltet ihr unbedingt im Zügelauto dabei haben? Zeichnet es aufs Gepäck! Und malt auch das Zügelauto farbig aus! Wir verlosen unter allen Kinderzeichnungen Gutscheine vom Kinderladen Yolyo in der Marktgasse. Abgeben könnt ihr eure Zeichnung auch gleich dort – bis zum 15. März 2017. Die Gewinner werden wir an dieser Stelle in der nächsten Ausgabe zeigen. Name und Adresse:
Illustration: Sharon Pfister
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Freilager_ins_A5.qxp_Layout 1 05.01.17 12:10 Seite 1
Brasserie Freilager – Ihr Quartierlokal Freilagerstrasse 53, 8047 Zürich +41 44 492 09 09 reservation@restaurant-freilager.ch www.restaurant-freilager.ch
Eltern-Kinder-Treff
Spontan mit anderen Familien abhängen Eltern organisieren sich über Whatsapp zu spontanen Treffen. Eltern haben es leicht im Freilager.
Kinderkrippe, Kindergarten, Spielplätze und Gemeinschaftszentrum mit vielen Tieren, alles befindet sich in Geh-Distanz. Kein Wunder gibt es besonders viele Familien im Quartier. Und was gibt es besseres, als am Papi- oder Mamitag sich mit Gleichgesinnten zu verbünden? So kann man auch mal mit anderen Erwachsenen reden, während sich die Kinder zusammen vergnügen. Aus diesem Grund organisieren sich einige Eltern aus dem Quartier in einer Whatsapp-Gruppe. Bereits sind mehr als 30 Leute mit dabei. Das Gute daran: Man kann dabeisein, muss aber 14
Die Freilager-Eltern mit ihren Kindern beim Altjahres-Brunch.
nicht. Geht man auf den Spielplatz oder in die Brasserie auf einen Kaffee, so schreibt man dies in den Chat und alle, die gerade Zeit und Lust haben, können sich anschliessen. Daraus entstanden ist auch die etwas fixere Gruppe, die sich am Freitag Nachmittag im Spielraum des Gemeinschaftszentrums Bachwiesen triff. Die
Kinder sind alle zwischen 18 Monaten und vier Jahren alt. Eine ähnliche Gruppe für jüngere Kinder ist gerade in Planung. Hast du Kinder und möchtest dich auch gerne mit Gleichgesinnten vernetzen? Dann schreibe Lisa eine Email, sie wird dich in den ElternKinder-Chat aufnehmen: lisa.vandenbrandt@gmail.com Bild: Mirko Hofmann
RÜCKBLICK
Endlich eingezogen Von der Wohnungsbewerbung bis zur Schlüsselübergabe, von Vorfreude, Abschied und einem Neuanfang.
Von Alexandra Otto
Fünfzehn Jahre hatte ich an der Langstrasse gewohnt. Meine Wohnung, einst ein Coiffeursalon in einem über hundert Jahre alten Haus, war gemütlich. Freunde wohnten um die Ecke, der Helvetiaplatzmarkt war mein Einkaufszentrum. Der zunehmende Ballermann begann mich immer mehr zu stören
Der Freilagerplatz Anfang 2016.
und ich machte mich seelisch bereit für eine lange Wohnungssuche. So bewarb ich mich – quasi übungshalber – für eine Wohnung im Freilager und war dann doch sehr überrascht, als ich sie tatsächlich bekam. Ein Riesenglück, denn ich kenne genug Leute, die monate- oder gar jahrelang eine Wohnung suchen.
Die neue Wohnung wachsen sehen Also unterschrieb ich den Mietvertrag und ab dann begann die Vorfreude. Ab und zu ging ich bei der zukünftigen Wohnung vorbei, sah, wie der Balkon wuchs und machte das eine oder andere Erinnerungsfoto. An langen Winterabenden richtete ich die Wohnung schon mal virtuell ein. Kennenlernen am Infoabend Die heisse Phase für uns vom Südhof begann dann im Hochsommer: bei einem Apero erhielten wir Informationen zu unseren Wohnungen und der Zügelorganisation und lernten bei feinen Häppchen schon mal die Nachbarinnen und Nachbarn kennen. Und am 10.10. hielt ich endlich meine Schlüssel in der Hand. Wenn so viele Leute fast gleichzeitig zügeln, will das organisiert sein. Der Zeitplan war durchgetaktet; leider hielt sich mein Möbellieferant nicht an die Vorgaben und stand plötzlich vor der Tür, hinter der ich noch gar nicht wohnte. Gelegentlich muss man halt
Karton als Zeichen für viele neue Mieter.
improvisieren. Und Toleranz üben. Zu den unmöglichsten Zeiten konnte man das penetrante Kreischen von Schlagbohrmaschinen hören. Manchmal war der Lift blockiert, jeder durfte warten, sich nerven – oder zurückbohren. Feiern in der Marktgasse Schier endlose Reihen von Umzugswagen wurden geleert, Mulden mit Kartons gefüllt, Bäume gepflanzt und Pannen behoben. Erste nachbarschaftliche Umtrünke gab es in der Brasserie. In der Marktgasse wurde gefeiert. Forum und App werden rege genutzt. Das Quartier fängt an zu leben. Nun haben wir den 14. Dezember, 20 Uhr, irgendwo nebenan hämmert es.
Die Tanzschule RITM wurde 2011 geboren. Sie möchte Kindern Freude vermitteln, sich selbst im Tanz auszudrücken und durch Bewegung Selbstsicherheit zu finden. Mehr als 190 Schüler - zwischen 1 und 14 Jahren - erfreuen sich, in den Schulen Zürich und Zug der Tanzschule RITM eingeschrieben zu sein. Die Schule bietet ausserdem Kurse für Erwachsene an. Die diplomierten Lehrerinnen mit grosser Erfahrung führen Sie in die spannende Welt verschiedener Tanzstile ein: von Waganowa- Ballett bis Modern Dance. Kinder und Erwachsene sind herzlich willkommen, bei uns mitzutanzen und unsere Tanzbegeisterung mit uns zu teilen. Wir freuen uns auf Sie! Ihre Tanzfamilie RITM Freilagerstrasse 73, 8047 Zürich www.ritm.ch Bilder: Mirko Hofmann, Guido Acker
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REZEPT
Guido`s
Gourme
Der gelernte Koch Guido Acker ist seit Urzeiten in der Gastronomie tätig. Zehn Jahre amtete er als Pächter und Küchenchef in einem Landgasthof. Seit über 17 Jahren ist er Restaurant Manager in der Gemeinschaftsgastronomie. Seit Juni 2016 wohnt er in der Marktgasse und stellt in «Inside Freilager» jeweils ein Rezept aus fremden Kühlschränken vor.
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Feine Spaghetti mit frischen Zutaten Mit etwas Fantasie lässt sich aus alltäglichen Zutaten Spaghetti kochen, die es garantiert in keinem Restaurant auf der Speisekarte gibt. Zutaten
Alle Zutaten sind in unserem Spar erhältlich Kosten pro Portion ca. CHF 3.90 glutenfrei & lactosefrei 100gr Spaghetti glutenfrei von Spar 20gr Olivenöl Berio (Aktion kaufen!) ½ Luganighe Ticinella (eventuell mit 50% Kleber) 50gr Peperoni, Farbe egal ¼ rote Zwiebel, geht auch weiss;-) ½ Knoblauchzehen ½ Peperoncini etwas frische Kräuter (Oregano od. Basilikum) 10gr Rucola für obendrauf 1 Stk. Cherry Tomate zum Garnieren frisch geriebener Parmesan
Die Zutaten anbraten.
Weinempfehlung:
Frappato Terre Siciliane IGP CHF 14.00, zu kaufen bei Les Vignes in der Marktgasse oder lass dir einfach von Barbara in der Weinhandlung etwas empfehlen.
Blick in Guido‘s Kühlschrank.
Zubereitung:
Die Zutaten kleinschneiden.
Dein Kühlschrank wird zum Menü Heute hat Guido Esswaren aus seinem eigenen Kühlschrank zu einem Gourmet-Gericht verwandel. Wenn du möchtest, dass unser Koch auch bei dir vorbei schaut, melde dich unter inside@freilager-forum.ch
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Die Wurst roh kleinschneiden, im Olivenoel anbraten, die kleingeschnitten Peperoni, Zwiebeln, Knoblauch, Peperoncini beifügen und mitbraten, die im Salzwasser al dente gekochten Spaghetti beifügen, die frischen Kräuter dazu und alles mischen. Frisch gehobelter Parmesan drauf, mit Rucola und Cherrytomate garnieren. «En Guetä»
Restenverwertung
Mit der übrigen Wurst und Peperoni ein Chili con Carne zubereiten mit Bohnen ergänzen mit Reis und Rucolasalat servieren.
Die Palme in Dubai, nichts Freilager. Das Endresultat: Spaghetti al Guido. Bilder: Guido Acker