Proscht und en Guete! Bier brauen Mit dem «Zürcher Braulager» erhält das Freilager bald ein eigenes Bier.
Gin ausschenken Der Barchef der Brasserie Freilager erklärt, was er an seinem Job liebt.
Whisky brennen Wir zeigen euch, wie man selber einen edlen Hochprozenter herstellt.
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Brasserie Freilager – Ihr Quartierlokal Freilagerstrasse 53, 8047 Zßrich +41 44 492 09 09 reservation@restaurant-freilager.ch www.restaurant-freilager.ch
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INHALT
Zeit zum Geniessen!
4 Jetzt wird gebraut Im Rautiblock werden zwei Freilager-Bewohner bald eine Brauerei erföffnen. Neben dem «Zürcher Braulager» soll auch ein Quartier-Treffpunkt entstehen.
Ich liebe Essen und Trinken! Das mag der Grund sein für mein «Wohlstandsbäuchlein». Doch das hält mich nicht davon ab, mich immer gerne genussvoll den kulinarischen Highlights aus aller Welt zu widmen. Ähnliches machen wir nun auch in dieser Ausgabe des «Inside Freilager». Wir machen uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise in unserem Quartier. Dabei treffen wir nicht nur Gerichte und Getränke, sondern wir treffen auch die Menschen, die sich in besonderer Weise dem leiblichen Wohl hingeben. Barchef Thomas erzählt von seinen Stammgästen in der Brasserie. Zwei alte Schulkollegen sagen uns, warum sie eine Brauerei im Freilager eröffen und wir erklären euch, wie man selber einen Whiskey brennt.
6 Interview Thomas Juraske arbeitet als Barchef in der Brasserie Freilager. Neben seiner Leidenschaft für Gin mag er auch die familiäre Atmosphäre. 7 Gemeinschaftsraum In der Marktgasse gibt es mit dem «Ruum siebe3» nun einen Gemeinschaftsraum für alle. Wir haben mit der Betreiberin gesprochen. 13 Do it Yourself Whisky selber machen? Das ist gar nicht so schwer. Unser Whiskey-Experte Ben erklärt, wie man sich seinen eigenen Schnapps brennt.
Übrigens sind wir mit dieser Ausgabe bereits im 2. Jahr angelangt. Das macht uns stolz und wir hoffen, dass ihr auch den 2. Jahrgang des vorliegenden Magazins schätzt und viel Spass und Unterhaltung beim Lesen habt. Nach der letzten Ausgabe erreichte uns viel spannendes Feedback. Falls ihr auch zu dieser Ausgabe etwas sagen möchtet, wir freuen uns: inside@freilager.org. Viel Spass, en Guete und Proscht!
Mirko Hofmann Redaktionelle Leitung
14 Outside Freilager In unmittelbarer Nähe lässt es sich kulinarisch verwöhnen. Wir haben die Milchbar besucht. Sie ist mehr als nur die Mensa der Kunstschule F+F. IMPRESSUM
Konto Freilager Verein CH52 0900 0000 8984 9663 0
Inside Freilager Februar 2018 2. Jahrgang 1. Ausgabe
Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Erscheint 4x jährlich
E-Mail an die Redaktion: inside@freilager.org
Auflage 1100. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt.
Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt.
Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohner/innen des Freilagers gemacht.
Kontakt für Inserate: Noah Munzinger noah@freilager.org
Redaktion: Mirko Hofmann, Noah Munzinger, Jeannette Jetter, Guido Acker, Roman Lobmaier, Ben Liechti, Kati Moser, Peter Egli E-Mail: vorname@freilager.org Layout: Mirko Hofmann Lektorat: Beatrice Huber «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell.
Titelbild: Mirko Hofmann
EDITORIAL
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BRAUEREI ZIEHT IM QUARTIER EIN
Das Bier aus dem Freilager Im Rautiblock soll nicht nur eine professionelle Kleinbrauerei mit Shop und Ausschank, sondern auch ein neuer Treffpunkt für das Quartier entstehen. Von Roman Lobmaier
Das Bierbrauen im Blut Man spürt förmlich die grosse Vorfreude, wenn Braumeister und Südhof-Bewohner Christopher Fink und Gastroprofi Philipp Kecskés von der Bierherstellung und ihrem Projekt schwärmen. Bei Christopher Fink liegt das Bierbrauen sozusagen im Blut, sein Vater ist Braumeister, sein Grossvater war Braumeister mit eigener Brauerei und auch zwei seiner Onkel sind Braumeister. Im Bier-Mekka Bamberg, in einer der ältesten Brauereien Deutschlands, hat er das Brauer- und Mälzer-Handwerk erlernt, um dann das Fachstudium als Brau- und Mälzermeister in München erfolgreich abzuschliessen. Philipp Kecskés hat zur selben Zeit die Hotelfachschule Luzern abgeschlossen und bringt seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz im Gastronomiebe-
Aus Hopfen wird später das Bier.
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Philipp Kecskés sammelte bereits viel Erfahrung im Gastro-Bereich.
reich mit ein. Zusammen verfügen sie über das passende Rüstzeug, das es für dieses Wagnis benötigt. Nach reiflicher Überlegung haben sie sich irgendwann einmal gesagt «Komm lass es uns einfach tun!» Wenn man ihnen zuhört, merkt man schnell, dass sehr viel Wissen, Planung und Leidenschaft in diesem Projekt stecken. Sie sind nicht branchenfremde Hobbybrauer, die in ihrer Küche für ihre Freunde Bier herstellen. Hier sind zwei Profis am Werk! Idealer Standort Beide kennen das Quartier gut und darum fiel die Standortwahl nach einigen Überlegungen auf das Freilager-Areal. Nicht nur weil beide in der Nähe gewohnt haben und es sehr schwierig ist, geeignete, bezahlbare Produktionsräume in der Innenstadt zu finden. Christoph und Philipp finden
nämlich auch, dass die Stadt Zürich sich in die noch einzige Richtung mit grossen Potenzial entwickelt, nämlich westwärts. Davon profitiert unser Quartier und der ganze Kreis 9 und darum ist es für sie ein idealer Standort für ihre Brauerei. Neuer Quartiertreffpunkt Es geht ihnen aber nicht nur ums Bierbrauen. Laut Philipp Kecskés braucht das Freilager-Areal dringend eine Lokalität, die das Viertel ein wenig belebt. Das «Zürcher Braulager» soll diese Lücke füllen und ein neuer Treffpunkt für das ganze Quartier werden. Mit einem Ausstoss von 15‘000 Liter Bier pro Monat und mit einer Bar mit 70 Sitzplätzen, in der es Getränke und Snacks geben wird, sollen die Anwohner in den Rautiblock gelockt werden. Geplant ist ein Angebot von rund fünf verschiedenen Biersorten
Bilder: ZVG
Trotz stagnierendem Bierkonsum in der Schweiz wagen zwei alte Schulfreunde den Schritt in die Selbstständigkeit und lancieren zusammen in diesem Sommer das «Zürcher Braulager». Im Rautiblock, gleich neben dem Restaurant Rauti, entsteht dabei eine Brauerei die zugleich auch Verkaufsstelle und Restaurationsbetrieb ist.
unter dem Label «Zürcher Braulager». «Es soll ein Ort werden, wo man sich am Abend in gemütlicher Atmosphäre noch auf ein Bier trifft.» Es wird bewusst darauf verzichtet, eine spezifische Kundengruppe anzusprechen. Es sind alle willkommen. Brauen als Erlebnis Die beiden legen grossen Wert auf qualitativ hochwertige Produkte. Diese Qualität wird man auch überprüfen können, denn man hat im Braulager die Möglichkeit, den Brauprozess gleich selber mitzuerleben. Beide Inhaber sind ausgebildete Berufsbildner und werden dem interessierten Publikum unter anderem in Braukursen die Herstellung des Gerstensaftes fachmännisch näherbringen. Ein idealer Vereins- oder Firmenausflug laut Fink. Dabei erhält man einen Einblick in die interessante Technik der Bierproduktion und kann auch gleich selbst Hand anlegen. Zu einem weiteren Standbein der
beiden gehören Auftragsarbeiten für Events, Hotel- und Gastronomiebetriebe oder einfach für Firmen die gerne ihre eigene Biersorte haben möchten. Erstes Bier ab Sommer Dabei bieten sie den ganzen Service aus einer Hand und können flexibel auf Kundenbedürfnisse eingehen. Dazu gehören nicht nur die Getränke,
sondern auch Catering und Eventmanagement, so Fink. Zu sehen gibt es in diesem frühen Stadium im Ladenlokal ausser ein paar Braukesseln noch nicht viel. Aber wenn alles klappt, wird schon in diesem Sommer das erste Bier ausgeschenkt. Die beiden werden uns auf dem Laufenden halten und es wird ein Tag der offenen Tür geben. Na, dann Prost Freilager!
Christopher Fink hat das Bierbrauen von seinem Vater gelernt.
Bildlegende
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BEWOHNER
«Turicum ist mein Lieblings-Gin» Thomas Juraske, Barchef der Brasserie, erzählt uns, was er an seinem Job liebt und wieso Yello noch kein Konzert im Freilager gegeben hat.
Thomas, wie bist du zu deinem Job als Barman gekommen? Ich habe eine Ausbildung als Restaurantfachmann gemacht und bin 2010 in die Schweiz gekommen. Seitdem arbeite ich hier in Zürich in der Gastronomie. Zuerst in der Innenstadt, dann in der Atelierbar. Das war nur eine reine Bar. Als dann das Freilager in Planung war, hat mir mein Vorgesetzter die Stelle als Barchef angeboten. Ich wollte schon immer mal eine Neueröffnung miterleben. Dabei konnte ich auch eigene Ideen umsetzen. Was wolltet ihr konkret machen? Wir wollten nicht auf die klassischen Cocktails setzen, sondern eher auf Drinks auf Gin Tonic Basis. Ich konnte die Gins und Tonics auswählen und habe auch Negronis kreiert. Ist Gin grad «in»? Ja, Gin ist in der Barszene in Zürich sehr stark vertreten. Es ist aber nicht in allen Städten so. Zum Beispiel in Dresden, wo ich herkomme, wird lieber Wodka getrunken oder Rum, also Cuba Libre und andere klassische Cocktails. Und welcher ist dein Lieblingsdrink? Den Turicum Gin finde ich schon besonders. Den haben drei Jungs aus Albisrieden kreiert. Das Besondere am Drink ist, dass man zwei bis drei getrocknete Lindenblüten ins Glas gibt, die auch aus der Gegend kommen und dann mit Gents Tonic auffüllt, welches ebenfalls aus Zürich ist. Ich erfülle aber auch gerne die Wünsche meiner Gäste, ich bin da sehr flexibel. Was für ein Publikum findet man hier? Kommen auch bekannte Leute? Ja, sicher. Inzwischen sind auch einige davon sehr gute Stammgäste geworden. Zum Beispiel die Besitzer eines
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bekannten Conzept Stores kommen oft vorbei. Da entstehen auch freundschaftliche Beziehungen. Das ist wirklich toll. Aber auch die Leute vom Freilager Verein findet man hier oder die russischen Mütter, die ihre Kinder ins Ballett bringen. Inzwischen hat sich eine gute Stammkundschaft gebildet. Tagsüber kommen Familien und abends kommen dieselben wieder, aber ohne Kinder (lacht) und geniessen den Abend zu zweit. Das ist schon Liebt seinen Job als Barchef in der cool, solche Entwicklungen Brasserie Freilager: Thomas Juraske. mitzuerleben. Am Anfang gab es haufenweise schwangere anstrengend, vor allem bei Banketten. Frauen und dann kamen plötzlich alle Da kommt man vor ein oder zwei Uhr zu dritt. Die meisten sind aus dem nachts nicht raus und am anderen Quartier. Es ist ein anderes Publikum Morgen geht’s um zehn wieder weiter. als in der Innenstadt. Es ist viel familiFabienne Lovinat ist Geschäftsführerin, ärer und herzlicher, das ist sehr schön. du Barchef. Was wünscht ihr euch für Welches war das speziellste Ereignis die Zukunft der Brasserie und Bar? in diesem ersten Jahr? Das OktoberSpannend ist, dass wir dachten, dass fest war schon speziell. Da haben die Bar gleich von Anfang an super wir alles bayrisch dekoriert und es läuft und wir die Kundschaft für das gab Schweinswürste, SchweinshaRestaurant aufbauen müssen. Aber es xen und Mass und am Sonntag noch war genau umgekehrt. Deshalb sind Frühschoppen. Es wurde ganz schön wir uns am überlegen, was wir in der gefeiert und Karaoke gesungen. Bar noch anbieten können. Neu haben Was gefällt dir beim Job am besten? wir den Jöggelikasten und machen Ganz klar der Umgang mit den Menauch Liveübertragungen. Seit kurzem schen, das ist immer wieder eine gibt es bei uns auch Live Musik am Abwechslung. Jeder Mensch ist anders, Samstagabend. Wir machen uns Gehat seinen eigenen Charakter. Es gibt danken, was wir im Sommer anbieten natürlich auch Herausforderungen, wollen. Vielleicht etwas mit Liegestühwenn jemand betrunken ist und auflen auf der Terrasse. Oder wir bieten dringlich wird. Aber das gehört zum einen Anwohnerpass an. Auch ein Job und macht es ja auch interessant. Yello-Konzert auf dem Freilagerplatz Was gefällt dir weniger? war mal angedacht, aber da braucht es Wenig. Die Vorweihnachtszeit ist dann eine riesige Organisation.
Bild: Guido Acker
Mit Thomas Juraske sprach Jeannette Jetter
GEMEINSCHAFTSRAUM FÜR ALLE
Mehr Raum für deine Ideen Der ruum.siebe3 hat im Februar seine Tore geöffnet. Was dort stattfindet, bestimmst auch du. Die Betreiberin Miriam Hess wagt damit einen Schritt ins Unbekannte. Von Noah Munzinger
Für Bewohner und Nachbarn «Auch wenn man hier arbeitet, es soll cosy sein», betont die Betreiberin. Ihr ist es wichtig, dass der Raum kein lebloser Arbeitsbereich, sondern ein Gemeinschaftsraum ist. Die Arbeitsplätze wird sie als Co-Working Spaces im Internet anbieten. Als Kunden für den Raum sind die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Firmen auf dem Areal und aus der Nachbarschaft vorgesehen. Anfragen für Schulungsräume auf unserem Areal seien schon vor dem ruum.siebe3 bei der FreilagerVerwaltung eingegangen.
Ein Raum für Gross und Klein.
Bilder: Mirko Hofmann
Der ruum.siebe3 ist die neuste Lokalität im Freilager Areal. Es ist ein vielseitig eingerichteter Raum, der von allen gegen eine Miete genutzt werden kann. Von Kindergeburtstagsfeiern, Workshops, Vorträgen, Ausstellungen bis zum eigenen Arbeitsplatz für ein paar Stunden – der Nutzung sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Genau so vielseitig wie die Nutzung ist auch die Einrichtung. Neben zehn Arbeitsplätzen, einem Projektor und Bestuhlung für 50 Personen, stehen auch eine Küche, eine Lounge und ein Schrank voller Kinderspielzeug zur Verfügung.
Betreiberin Miriam Hess möchte mit ihrem Gemeinschaftsraum unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen.
Die Sozialarbeiterin Hinter dem Vorhaben steht Miriam Hess (39), eine ausgebildete Sozialarbeiterin und Mutter von zwei Kindern (5 und 2). Neben der Kinderbetreuung ist sie seit 2014 selbständig erwerbend als Coach im Bereich der Kind-Eltern-Beziehung. Sie ist angetrieben durch den Wunsch, etwas Neues auf die Beine zu stellen das die Gemeinschaft auf dem Areal fördert. Neben der Vermietung kann sie im ruum.siebe3 auch weiterhin ihre eigenen Aktivitäten anbieten. Dies erlaubt ihr, das unternehmerische Risiko teilweise abzufedern.
Du bist das Programm Das Vorhaben ist für die Betreiberin ein mutiger Schritt ins Unbekannte. Sie ist auf eine initiative Kundschaft angewiesen, die im Raum ihre eigenen Ideen umsetzen möchte. Das Konzept sieht daher auch vor, dass der Raum im Verlauf der Zeit den Bedürfnissen der Mietenden angepasst werden kann. Weitere Informationen www.ruum.siebe3.ch Büro mieten: www.popupoffice.ch Miete für Bewohnerinnen und Bewohner: ab Fr. 20/Stunde und Fr. 120/Tag 7
IMPRESSIONEN
Nahe kulinarische Highlights
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Bilder: Guido Acker
DO IT YOURSELF
Macht euren eigenen Glen Freilager Microbreweries sind im Trend. Wir zeigen euch, wie man seinen eigenen Whisky herstellt.
Alkoholhaltige Getränke selbst herzustellen ist wieder äusserst populär. Nebst Bier stellen nun aber immer mehr Leute ihren eigenen Obstbrand, Gin, Vodka oder Whisky her. Das Prinzip ist stets das gleiche: Zuckerwasser wird zu Alkohol vergoren. Destilliert man die entstandene Lösung, erhält man hoch konzentrierteren Alkohol. Gerste und Wasser sind die elementaren Zutaten für Whisky. Das Getreide lässt man keimen, damit aus Stärke Malzzucker entsteht. Die Keimlinge werden anschliessend getrocknet und geschrotet, worauf im heissen Wasser deren Zucker ausgelaugt wird. Die Maische genannte, süsse Brühe setzt man nun unter Zugabe eines Hefepilzes zum Gären an, wodurch ein Bier ohne Hopfen entsteht. Dieses Bier wird anschliessend gebrannt und das unverdünnte Destillat wird zur Reifung in Eichenfässer abgefüllt. Die Feinheiten der grossen Whiskys von Glenfiddich, Glen Garioch, Glenmorangie und wie sie alle heissen, ergeben sich durch die Wasserqualität, die Art der Gerstenmalzherstellung, durch den Brennvorgang und vor allem durch den Einfluss des Eichenfasses und dessen Umgebung bei der Lagerung.
Die Brennblasen der Firma Humbel.
Rezept Um ein 5-Liter-Eichenfass füllen zu können, sollte man mindestens 50 Liter Maische ansetzen. Die Zubereitung von 25 Liter Maische im Einkochautomaten dauert etwa drei bis vier Stunden. Benötigtes Material • grosser Kochtopf oder 30-Liter-Einkochautomat • Thermometer bis 100°C • grosser Kochlöffel • Gäreimer, idealerweise mit Gärspund (lässt das entstehende CO2 entweichen, verhindert aber das Eindringen anderer Stoffe) • Eichenfass zur Reifung
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Zubereitung • Gerstenmalz und Wasser in einen Topf geben und langsam unter Umrühren auf 62°C erwärmen. • Unter kräftigem Umrühren die Temperatur für 30-60 min auf 62°C halten. • Für weitere 30-60 min auf 72°C erhitzen. • Die Maische auf gut unter 30°C abkühlen lassen und erst dann die Whiskyhefe einrühren. • Die Maische in einen Gäreimer umfüllen und in einem warmen Zimmer 5 bis 7 Tage vergären lassen.
30-Liter-Gäreimer.
5-Liter-Eichenfässer mit Sherry und Port.
Zutaten für 25l Maische • 6-7kg geschrotetes Gerstenmalz • 15-20l Wasser • 15g Whiskyhefe
Maische im Einkochautomat.
Bilder: Ben Liechti
Von Ben Liechti
Sämtliches Material sowie die Zutaten sind auf www.brauundrauchshop. ch erhältlich.
• Die Maische in einer Lohnbrennerei (z.B. Humbel Spezialitätenbrennerei AG in Stetten) brennen lassen. • Das Destillat mit über 70 Vol.% in ein passendes Eichenfass füllen und mindestens drei Jahre reifen lassen. • Whisky vor dem Trinken ggf. verdünnen. Tipp: Das Fass vorab mit Sherry oder Portwein befüllen und diesen einige Wochen einwirken lassen. Der beste Whisky kommt aus gebrauchten Fässern!
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Wir sind in Ihrer Nähe. Gerade, wenn mal etwas schief geht. Michele Zannini, Versicherungs- und Vorsorgeberater T 044 217 99 47, michele.zannini@mobiliar.ch
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161221B01GA
Pensionierter Steuerkommissar
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RÄTSEL
Finde die Unterschiede Von Peter Egli
Bilder: Peter Egli
Nein, du siehst nicht doppelt. Die beiden Bilder des Freilagers unterscheiden sich in acht Punkten. Findest du sie? Wer nicht alle Unterschiede entdecken kann, fordert einfach per E-Mail an info@freilager.org das LĂśsungsblatt an. Prost und viel Spass bei der Suche!
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KINDERSEITE
Bald hoppeln die Hasen wieder Liebe Kinder Bald ist Ostern. Mit unserer Hilfe könnt ihr bereits jetzt die Eier verschönern. Von Jeannette Jetter
Was ihr benötigt • 3 weisse hartgekochte Eier • Schere • Leim • Schwarzer Filzstift • Ein paar Besenhaare
Bild: Guido Acker
Du schneidest alle Teile aus. Zuerst klebst du das Band zusammen, sodass das Ei hineinpasst (es darf nicht zu tief sitzen!) Jetzt klebst du die Ohren derselben Farbe an das Ei und malst dann mit dem Filzstift das Gesichtchen. Du wählst eine Masche aus und befestigst sie mit Leim auf dem Ständer. Zum Schluss klebst du die Schnauzhaare fest. Wenn du noch mehr Hasen basteln willst, frag bei deinen Nachbarn nach der Inside Freilager Zeitung. Viel Spass!
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OUTSIDE FREILAGER
Die Milchbar um die Ecke Gibt es ungewöhnliche Verpflegungsorte rund um das Freilager? Durchaus, wir haben eines besucht.
Flurstrasse 89: Zwei übereinander gestellte gelbe Neonröhren in F-Form signalisieren, dass sich hier das Hauptgebäude der F+F Schule für Kunst und Design, der grössten privaten Kunstund Gestaltungsschule der Schweiz, befindet. Am Geländer vor dem Haus zieht eine kleine schwarze Tafel mit weisser Aufschrift den Blick auf sich: «Milchbar – schono fein». Ein paar Stufen führen zum Eingang der Schule. Folgt man dem Duft von Speisen und Kaffee, gelangt man ins Reich der 31-jährigen Bettina Erni und ihrer sechs Mitarbeitenden: Ein länglicher Raum, Tische mit karierten Tüchern, drei runde Stammtische für das gemütliche Beisammensein, weisse Papierlampions an der Decke. Das Herzstück ist jedoch die fahrbare Theke mit zwei Kochplatten-Sets, wie man sie auch zu Hause hat. Hier wird täglich für 50 bis 70 Personen gekocht. Zu Hause wie bei Mutti Mitte August 2012 übernahm Bettina Erni, gelernte Köchin, in Eigenregie die Mensa der F+F Schule. Die Auflagen: Wasser und Strom selber berappen, den Raum für allfällige Ausstellungen freigeben. «Wir kochen jeden Tag ein einfaches Zweigangmenü mit vegetarischer Option». Eingekauft wird per Velo. Täglich. Was von den Mahlzeiten übrig bleibt wird wiederverwertet:
Gekocht werden schmackhafte Menus.
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Bilder: Kati Moser, ZVG
Von Kati Moser
Frauenpower: Julia, Bettina, Andreja (v.l.)
Aus Brot wird Paniermehl, aus Gemüse Suppe. «Ich will keine Nahrungsmittel wegwerfen». Über 50 Prozent der Gäste sind mittlerweile Auswertige, darunter immer öfter Mütter mit Kinderwagen: «Ich glaube, sie kommen vom nahen Freilager. Das Wachsen der Siedlung habe ich noch mitverfolgen können!» Die einfallsreichen Menü-Kreationen, die bereits am Abend zuvor auf der Homepage ersichtlich sind, kann man auch im Tupperware mitnehmen. Ein Geheimtipp: Der kleine Garten hinter dem Haus, im Schatten zweier mächtiger Ahornbäume. Doch was ist eine Milchbar? Nach dem zweiten Weltkrieg begann man vor allem in Polen in einfachen Räumen einfache Menüs anzubieten, wobei Milch als Fleischersatz diente. Das Angebot hat sich verändert, der einfache Mittagstisch ist geblieben. Wie bei Bettina Erni.
Blick in den Garten.
Die Milchbar Rautistrasse 89, 8047 Zürich Die Milchbar ist Teil von F+F, der Schule für Kunst und Design. Diese hat ebenfalls Räumlichkeiten im Freilager (Rautitürme) gemietet. www.milchbar-ff.ch
DIE REDAKTION EMPFIEHLT
Darauf freuen wir uns im März Die Redaktionsmitgleider vom «Inside Freilager» sagen, welchen Anlass sie im März ganz bestimmt besuchen werden. Die Tage werden wieder länger, die Natur erwacht. Wie immer zu dieses Jahreszeit freue mich auf die Giardina, die Gartenausstellung an der Messe Zürich vom 14. bis 18. März. Dort hole ich mir Inspirationen für unseren grosszügigen Patio und die Vorfreude auf einen wunderschönen Frühling. Guido Acker
Der März ist die Zeit, in der die Fussballsaison wieder in die Gänge kommt. Am 17. März findet im Stadion Letzigrund das Spitzenspiel zwischen dem FC Zürich und den Young Boys statt. Es ist – Stand vor der Winterpause – das Duell zwischen dem Ersten und dem Dritten! Also ein echtes Spizenspiel. Noah Munzinger
Seitdem ich letztes Jahr zum ersten Mal in Marokko in der Wüste war, lassen mich die spektakulären Landschaften und die beindruckende Weite und Stille nicht mehr los. Am 26. März um 19.30 stellt Explora im Volkshaus das Abenteuer Oman und Emirate vor. Ich freue mich schon darauf! Jeannette Jetter
Das Datum ist längst in meinem Kalender rot angestrichen: Am 9. März eröffnet im Kunsthaus Zürich die grosse Ausstellung «Magritte, Dietrich, Rousseau. Visionäre Sachlichkeit» (bis 8.7.), die die Entwicklung der abstrakten Kunst aufzeigt. Zu sehen gibt es nebst Werken der drei oben genannten Maler, eine ganze Reihe von Exponenten der so genannten Neuen Sachlichkeit. Kati Moser
Ich freue mich sehr sehr auf die kommenden Wahlen am 4. März. Es sind schliesslich die ersten mit uns als neuzugezogene Wählerinnen und Wähler im Kreis 9. Eine gute Gelegenheit, sich bei den Parteien zu bedanken, die Steuern für Unternehmen, zum Beispiel die der Besitzer des Freilager-Areals, senken wollen – um dann beim besseren ÖV-Anschluss zu sparen. Roman Lobmaier
Vor fünf Jahren haben wir im Schlafzimmer meines Geschäftspartners an Business-Ideen gefeilt. Seit Januar hat unsere Firma ihren Hauptsitz nun ein paar Fussminuten vom Freilager entfernt. Am 15. März wird unsere neue, wirlich tolle Bleibe eingeweiht. Willkommen seid ihr aber auch sonst, auf einen Kaffee oder zu einem Indoor-Tischtennisspiel. Mirko Hofmann
Am 2. und 3. März wird das Stammhaus des Museums für Gestaltung in Zürich wiedereröffnet. Ich freue mich, das fachkundig renovierte und umgebaute Gebäude neu zu entdecken, handelt es sich doch um eines der schönsten Beispiele des so genannten «Neuen Bauens» in der Schweiz. Zur Eröffnung bespielt das Westschweizer Designbüro «atelier oï» die doppelgeschossige Halle mit (hoffentlich) spektakulären Installationen. Peter Egli Als aktiver Berggänger und Naturbursche freue ich mich besonders auf den Vortrag des bekannten Bergsteigers Reinhold Messner «Weltberge - die 4. Dimension» im Volkshaus (4. März, 18 Uhr). Durch neuste Satellitentechnik entstanden spektakuläre 3D-Bilder mit denen Messner die Zuschauer nochmals in seine Expeditionen eintauchen lässt. Ben Liechti 15
Das Vereinsjahr 2018 ist gestartet Der Freilager Verein gibt auch 2018 wieder Vollgas. Wir hoffen auf zahlreiche Ideen und Unterstützung der Bewohner. Von Roman Lobmaier
Grünes Freilager und Chor Zwei Vereinsprojekte werden wir euch in der nächsten Ausgabe des «Inside Freilager» näher vorstellen: Es sind dies zum einen unsere Gartengruppe «Grünes Freilager», die dem vielen Asphalt und Kies ein paar Grünflächen abzugewinnen versucht. Zum anderen der Freilager Chor, eine Initiative, die schon sehr erfolgreich läuft und Sängerinnen und Sänger aus dem ganzen Quartier angezogen hat. Wer dabei war, konnte an unserem Weihnachtsapero auf dem Freilagerplatz eine kleine Kostprobe ihres Könnens hören. Dies sind aber nicht die einzigen geplanten Aktivitäten 2018. Wenn ihr darüber auf dem laufenden bleiben
Bilder, Guido Acker, Ben Liechti, Roman Lobmaier
Liebes Freilager Wir sind sehr erfreut über alle Aktivitäten, die wir im letzten Jahr mit und für euch auf die Beine stellen konnten. Mit frischem Elan starten sind wir in das neue Jahr gestartet. In den verschiedenen Gruppen des Vereins und im Vorstand wird schon fleissig gewerkelt, um auch in diesem Jahr den Bewohnerinnen und Bewohnern des Freilagers sowie dem ganzen Kreis 9 etwas bieten zu können.
Dank dem Verein ist immer etwas los im Quartier.
wollt, besucht doch einfach unsere Website, abonniert unseren Newsletter oder schaut ins App. Wir werden euch jeweils rechtzeitig über die Anlässe informieren. Wir suchen dich Wir sind auch weiterhin auf der Suche nach motivierten Personen, die gerne
der Gemeinschaft etwas zurückgeben möchten, indem sie sich im Quartier engagieren. Sei es nun dadurch, dass ihr euch einer bestehenden Gruppe anschliesst, uns durch eure Mitgliedschaft ideell und finanziell unterstützt oder indem ihr gleich selbst etwas findet, was dem Freilager noch fehlt, und es mit unserem Support auf die Beine stellt. Und wir freuen uns auch sehr über Feedback aller Art. Was machen wir gut, was fehlt euch noch? Schreibt uns auf freilager.org/feedback oder scannt den QR Code.
Vereinsmitgleider beim Glühwein trinken.
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Ohne Popcorn kein Freilager-Kino.