Draussen spielt das Leben Bewegt Was man erlebt, wenn man im Freilager eine Woche lang Sport treibt.
Bepflanzt Wer die Planung der Grünfläche machte und wer den Unterhalt bestreitet.
Beschränkt Wieso das nahe ÖV-Angebot vorläufig nicht ausgebaut wird.
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Brasserie Freilager – Ihr Quartierlokal Freilagerstrasse 53, 8047 Zßrich +41 44 492 09 09 reservation@restaurant-freilager.ch www.restaurant-freilager.ch
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INHALT
Hier macht Sommer richtig Spass! Eines kann man dem Freilager im Sommer nicht vorwerfen: Es sei wie ausgestorben. Die zahlreichen Kinder beleben die Spielplätze und machen das Kies zum «Sandhaufen». Und die Erwachsenen tragen Stühle und Tische auf die Plätze, brutzeln Fleisch, trinken Bier und treffen sich zum spontanen Schwatz. Dem Leben vor der Haustüre möchten wir deshalb auch diese Ausgabe des «Inside Freilager» widmen. Wir gehen auf die Suche nach den besten Sportmöglichkeiten in und um unser Quartier, wir finden heraus, wie viele Planzen es zwischen Südhof und Rautitürme gibt und wir fragen bei unserem Nachbarn GZ Bachwiesen nach, was sich mit dem Bezug des Freilagers vor einem Jahr für sie verändert hat. Wir freuen uns aber auch speziell darauf, den Sommer im Freilager nochmals so richtig feiern zu können. Am 26. August 2017 findet nämlich das grosse Freilager-Sommerfest statt, organisiert vom Freilager Verein, also den Bewohnerinnen und Bewohnern. Nicht verpassen! Wir, die Redaktion des «Inside Freilager», wohnen ebenfalls alle im Quartier und sind Mitglieder im Verein. Am Fest selber werden wir einen kleine Stand haben. Lasst uns da wissen, was ihr von diesem Magazin haltet. So oder so, wir freuen uns auf viele weitere sonnige Tage im besten Quartier der Stadt.
Mirko Hofmann Redaktionelle Leitung
4 Trainingswoche Sportangebote im und rund ums Freilager gibt es (fast) wie Sand am Meer. Wir haben an sieben Tagen sieben Sportarten ausprobiert. 6 Interview Pfarrerin Sonja Zryd geht mit dem FreiRaum neue Wege. Dabei möchte sie für alle Bewohnerinnen und Bewohner da sein, unabhänig von ihrer Religion. 7 Grünfläche Was bedeutet es eigentlich, die Aussenfläche im Freilager zu unterhalten? Es steckt viel Arbeit dahinter und auch die Planung war nicht ganz einfach. 10 Do it yourself Damit die Meisen im Herbst etwas zu fressen haben, zeigen wir euch bereits heute, wie ihr ein Vogelhäuschen für euren Balkon bauen könnt. 15 Outside Freilager Für das GZ Bachwiesen hat sich mit dem Bau und Bezug des Freilagers einiges verändert. Die Zusammenarbeit funktioniert bereits sehr gut. IMPRESSUM
Konto Freilager Verein CH52 0900 0000 8984 9663 0
Inside Freilager August 2017 1. Jahrgang 3. Ausgabe
Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Erscheint 4x jährlich
E-Mail an die Redaktion: inside@freilager.org
Auflage 1100. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt.
Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt.
Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohner/innen des Freilagers gemacht.
Kontakt für Inserate: Jeannette Jetter jeannette@freilager.org
Redaktion: Mirko Hofmann, Noah Munzinger, Jeannette Jetter, Guido Acker, Roman Lobmaier Ben Liechti, Manfred Hilpertshauser E-Mail: vorname@freilager.org Layout: Mirko Hofmann und Chantal Speiser Lektorat: Beatrice Huber «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell.
Titelbild: Mirko Hofmann
EDITORIAL
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TRAININGS-WOCHE RUND UMS FREILAGER
Jetzt nehmen wir es sportlich Rund um unser Quartier finden Sportbegeisterte unzählige Angebote. Unser Redaktor hat eine Woche lang Vollgas gegeben und alles Mögliche ausprobiert. Von Ben Liechti
Montag: Schwimmen Am Montagabend ging es los. Mit der Badehose im Gepäck machte ich mich auf den Weg Richtung Freibad Letzigraben. Als Max Frisch, damals noch als Architekt, das Bad in den vierziger Jahren entworfen hat, dachte er zum Glück auch an ein 50-Meter-Becken, worin ich nun zum Wochenstart meine Bahnen ziehen konnte. 1000 Meter Brust in einer guten halben Stunde, mehr war leider nicht drin. Das MaxFrisch-Bad lohnt sich aber auch sonst für einen Besuch. Dienstag: Rennrad fahren Der Dienstag sollte konditionell etwas anspruchsvoller werden. Ich begab mich am Abend mit dem Rennrad auf die kleine UBS-Tour. Die Runde hat nichts mit der Schweizer Grossbank zu tun, sie führt vielmehr über die steile Albisriederstrasse nach Uitikon, anschliessend im Dorf gleich links die Stallikerstrasse hoch und wieder runter ins Reppischtal Richtung Birmensdorf. Anschliessend der Bahn entlang und ein kurzes Stück über den Feldweg nach Urdorf, bevor man an den südlichen Ortsrand von Schlieren gelangt. Über den alten Zürichweg steigt es noch ein letztes Mal bis zu den Pferdehöfen an, ehe man in
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Der Single-Trail auf dem Uetliberg macht vor allem erfahrenen Bikern Spass.
die Rautistrasse und wieder zurück zum Freilager gelangt. Die knapp 20 Kilometer hatten es in sich, waren aber unter einer Stunde geschafft. Mittwoch: Badminton Am Mittwoch Abend war Indoorsport angesagt. Aus meiner Aktivzeit als Badmintonspieler kannte ich nur eine Badmintonhalle in Zürich, die Yonex-Blechbüchse an der Hardbrücke. Mittlerweile steht aber an der Flüe-
Die Yonex-Halle verspricht Badminton-Action.
lastrasse eine zweite, viel modernere Badmintonhalle. Zum Glück konnte ich spontan noch ein Feld für 45 Minuten buchen und mein Spielpartner Andy liess mich auch nicht im Stich. Die Dreiviertelstunde reichte locker, um uns ins Schwitzen zu bringen. Auch am nächsten Tag hatten wir noch etwas davon: Muskelkater. Donnerstag: Bouldern Gleich neben der Badmintonhalle steht die Minimum Boulderhalle. Klar, dass ich hier am Donnerstag vorbei musste. Die Gesässmuskulatur war zwar vom Vortag noch etwas gezeichnet, Finger und Unterarme waren aber bereit für die kleinen Klettergriffe. Auf den gut fünf Meter hohen Kletterwänden verausgabte ich mich an unzähligen «Boulderproblemen». Ziel war es, die Wand ohne Sturz in die weichen Matten zu erklimmen und dabei nur
Bilder: Ben Liechti, ZVG
Da ich im März Vater geworden bin und ich mich der freudigen Herausforderung auch gerne annehme, steht es zurzeit schlecht um sportliche Grossprojekte. Deshalb fragte ich mich, wie ich mich in der näheren Umgebung fit halten und sportlich auf meine Kosten kommen könnte. Und eine Woche lang habe ich jeden Tag etwas ausprobiert.
die Griffe einer Farbe zu benutzen – ein ganzheitliches Fitnessprogramm schlechhin. Freitag: Biken Die wieder besseren Wetterbedingungen am Freitag schrien förmlich nach der Üetliberg-Biketour. So setzte ich mich am frühen Abend auf mein Mountainbike und pedalte in gut 45 Minuten via Triemli den Üetliberg-Schlittelweg hoch hinauf bis zum Start der wohl meistbefahrenen Downhillstrecke Europas. Dann folgten die zehn spassigsten Minuten des Tages. Über unzählige Bodenwellen, Anlegerkurven und einige kleine Schanzen führte mich der Singletrail wieder hinunter zum Triemlispital. Glücklich darüber, dass ein Zwischenstopp beim Notfall nicht nötig war, rollte ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht wieder Richtung Freilager.
Sonntag: Beachvolleyball Strahlend blauer Himmel und über 30 Grad – Strandwetter. Die nächste grössere Sandfläche befindet sich bei der Sportanlage Buchlern. Mit drei Freunden verabredete ich mich gleich hinter dem Clubhaus bei den drei öffentlichen Beachvolleyballfeldern. Den halben Nachmittag pfefferten wir die Bälle übers Netz und gönnten uns anschliessend, als Abschluss meiner Intensivsportwoche, ein kühles Bier in der Cafeteria Buchlern.
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Freibad Letzigraben
Öffnungszeiten: täglich 7-20 Uhr Eintritt: Kinder 4.-, Jugendliche 6.Erwachsene 8.Entfernung zum Freilager: ca. 1400 Schritte
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Rennvelotour UBS
Strecke: Uitikon, Birmensdorf, Schlieren Distanz: 19.3 km Höhenmeter: 260 m
Yonex Badmintonhalle (Flüelastrasse)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.45-23 Uhr Sa/So 11-17.45 Uhr Preise: 36.- / 45 Min. / Platz www.badmintonhalle.ch Entfernung zum Freilager: ca. 940 Schritte
Minimum Boulderhalle
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-23 Uhr Sa 12-20 Uhr, So 10-20 Uhr Preise: Kinder 8.-, Jugendl. 15.-, Erw. 19.www.minimum.ch Entfernung zum Freilager: ca. 900 Schritte
Üetliberg Downhill
Strecke: Triemli-Üetliberg-Triemli up: 6.5 km, down: 5.9 km Höhenmeter: 460 m
lvd Training
Termine: Samstags 11 Uhr Preis: 30.Reservation: lvdtraining@gmail.com
Beachvolley Buchlern
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-21 Uhr, Sa/So 8-18 Uhr Entfernung zum Freilager: ca. 2000 Schritte
MI
Bouldern benötigt Fingerspitzengefühl.
Samstag: Workout Für Samstag Morgen hatte ich ein Angebot auf der Freilager-App gefunden. Lucas ist Personal-Trainer und bietet jeden Samstag ein 60-minütiges Workout auf dem Freilagerareal an. Wir nutzten die Gegebenheiten auf dem Areal und unser Körpergewicht, um etliche Übungen zu Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit auszuführen. Lucas hat langjährige Erfahrung im Bereich Kampfkunst, weshalb er auch immer wieder Kickbox-Bewegungen in sein Training einfliessen liess. Den freien Nachmittag verbrachte ich mit der ganzen Familie wieder im Max-Frisch-Bad, diesmal aber im Planschbecken und auf der faulen Haut.
Die Woche war ein voller Erfolg! Leider konnte ich bei Weitem nicht jedes Training, jeden Kurs oder jede Sportstätte in unserer Nachbarschaft besuchen – es wird mehr angeboten, als in eine Woche passt. Das Freibad, die Downhillstrecke und die Beachvolleyballfelder werde ich in diesem Sommer wohl noch öfters besuchen. Wenn dann aber der Winter langsam kommt, könnte ich allerdings mit einer zweiten Sportwoche starten –mit allen Indoor-Angeboten.
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BEWOHNERIN
«FreiRaum ist Name und Konzept» Sonja Zryd möchte herausfinden, was sich die Menschen von der Kirche wünschen. Deshalb ist sie da, wo sich der Alltag abspielt – an der Marktgasse.
Zuerst etwas über dich. Wer bist du? Ich bin reformierte Pfarrerin, wohne im Aargau und arbeite hier im Freilager 50%. Ich bin geschieden und habe zwei Kinder, bin also alleinerziehend. Was ist die Idee eures FreiRaums, der sich in der Marktgasse befindet? Es soll ein Ort sein, der mittendrin ist. Die Idee ist, dass die Kirche zu den Leuten geht, also dorthin, wo sie ihren Alltag verbringen. Die Kirche soll anders Kirche sein als bisher. Viele Leute haben heute mit der Kirche nur noch Kontakt, wenn jemand heiratet oder stirbt. Ich bin hier am Herausfinden, was sich die Menschen wünschen. Wer ist angesprochen und was möchtest du mit den Leuten machen? Es gibt ca. 350 Reformierte im Freilager. Ich versuche mit den Leuten zusammen Projekte zu entwickeln. Mit den klassischen Angeboten, wie dem Bibelabend kommen diejenigen, die sowieso immer kommen. Aber wir sprechen kein neues Publikum an. Viele Leute sind in der Kirche eine Art Passivmitglieder. Sie haben irgendeine Idee von Kirche, wenn es auch nur ein kultureller Wert ist oder die Idee, dass sich die Kirche für Flüchtlinge oder Obdachlose engagiert. Du hast hier Öffnungszeiten. Wie muss ich mir das vorstellen? Du sitzt hier und wartest bis jemand reinkommt? Ja, so ungefähr (lacht). Und es kommen einige. Sie sind neugierig und fragen, was wir hier machen. Sie kommen auch, um zu reden. Ich würde mir wünschen, dass sie kommen, um zusammen zu überlegen, was man machen könnte. Ich bin hier um mein theologisches Wissen zu teilen. 6
Was könnten das für Projekte sein? Ein Beispiel. Ich habe eine spezielle Ausbildung als Bibliologin. Das bedeutet, die Bibel auf eine spezielle Art zu lesen. Man schaut sie an wie einen Film. Wir lesen eine Bibelstelle, dann schlüpfen alle in eine Rolle und wir versuchen gedanklich die Positionen und Gedanken der Figuren einzunehmen und diskutieren miteinander. So kann jeder mit seiner Lebenserfahrung, mit seinem eigenen Wissen etwas sagen. Wer ist denn angesprochen? Pfarrerin Sonja Zryd hat zwei Kinder und eine Ausbildung als Bibliologin. Nur Reformierte? Nein, es sind alle angesprochen, auch Angehörige anderer zum Sport oder bleiben gemütlich Religionen. Das würde den Austausch zu Hause. Ein Kollege von mir macht fördern. Es wäre spannend etwas zum Beispiel am Freitagabend einen Interreligiöses zu machen. Das soll Gottesdienst. Man könnte danach auch sich übrigens auch in der Einrichtung noch zusammen essen und Spiele maspiegeln. Ich möchte kein religiöses chen. Ich denke, da liegt Potential. Symbol. Es soll hier ja gemütlich sein, Was sind Ihre persönlichen Ziele? ein bisschen wie im Wohnzimmer. Den Die Kirche hat die Aufgabe den MenNamen FreiRaum habe ich erfunden. schen eine religiöse Heimat zu bieten. Ich wollte nichts, wo im Namen bereits Wenn das Angebot so schmal ist, dass Kirche steht. Es ist Name und Konzept so wenige kommen, stimmt etwas gleichzeitig. nicht. Das Angebot muss sich den LeuZieht die Kirche noch Junge an? ten anpassen. Auch wenn heute eine Momentan ist es schwierig. Wir Überflutung von Angeboten besteht. machen uns viele Gedanken, was wir Was gibt`s sonst noch zu sagen? machen könnten. Die traditionelle Art Jede und jeder kann vorbeikommen. des Gottesdiensts zieht das jüngere Es gibt verschiedene Angebote und Publikum nicht an. Wir sind keine zusammen entwickeln wir neue. Man Bauern mehr, die am Sonntagmorgen kann den Raum auch für einen Genach dem Stall Zeit haben, um in die burtstag mieten. Ich schliesse dann Kirche gehen. Heute gehen die Leute meinen Büroschrank und gebe den am Sonntagmorgen in die Sauna, Raum für Neues frei.
Bild: Guido Acker
Mit Sonja Zryd sprach Jeannette Jetter
GRÜNFLÄCHE
Zuhause zwischen 13‘000 Pflanzen Die Grünfläche auf dem Freilager Areal ist so gross wie zwei Fussballfelder. Wer plante, baute und unterhält diese?
Bild: Roth Pflanzen AG
Von Noah Munzinger
Per Kran wird eine mehrstämmige Hainbuche vor die Marktgasse gepflanzt.
Zeit draussen zu verbringen bedeutet nicht immer wegzugehen. Dem Aussenbereich kommt gerade in verdichtet gebauten Siedlungen eine bedeutende Rolle zu. Fürs Freilager entworfen haben diesen die beiden Zürcher Landschaftsarchitekturbüros Vogt und Müller-Illien. Rund einen Viertel der 40‘000 Quadratmeter Gesamtfläche haben sie begrünt, wobei über 500 Bäume und knapp 13‘000 Heckenflanzen gepflanzt wurden. Ein Grossauftrag Die Grünflächen wurden von der Firma Spross im Auftrag der Generalunternehmung Allreal erstellt. Der Auftrag umfasste das komplette Erstellen der Grünflächen, inklusive Bepflanzung, sowie der Bau der Spielplätze, Sitzplätze und Veloständer. Für die Gartenbaufirma gehörten das Erstellen der Heckenkabinette sowie der Aufbau der Grünflächen mit ca. 10‘000 Tonnen speziellem Vegetationssubstrat zu den Besonderheiten des Bauauftrags.
Bezogen wurden die Pflanzen bei der Baumschule Roth Pflanzen AG aus Kesswil im Kanton Thurgau. Zwei Vollzeitstellen Unterhalt Der Unterhalt der Grünanlage wird in den ersten beiden Jahren von der Firma Spross selber bestritten. Er umfasst Arbeiten wie mähen, düngen, schneiden, jäten, wässern und bei Bedarf behandeln. Der Aufwand für die Pflege der Grünflächen ist je nach Vegetationsperiode unterschiedlich und steigt im Sommer stark an. Im Jahr belegt der Unterhalt im Freilager zwei Vollzeitstellen oder 4368 Arbeitsstunden. Geprüfte Biodiversität Die Grünanlage wurde durch Grün Stadt Zürich geprüft und entspricht den Auflagen bezüglich Biodiversität und Pflanzenwahl. Es wurden viele einheimische Pflanzen eingesetzt, wie die Hainbuchenhecken in den Retentionsflächen oder die Eibenhecken in den Innenhöfen des Südhofs. Durch
die Wiesen- und Dachflächen sowie einer vorbereiteten Blumenwiese vor der Marktgasse soll die Artenvielfalt noch deutlich gesteigert werden. Auch Tieren wurde Unterschlupf geboten: So wurden auf dem Dach des Studentengebäudes Insektenhotels angelegt, im Südhof Nistkästen für Fledermäuse und in der Marktgasse Nistkästen für Mauersegler, die bereits auf dem ehemaligen Zollfreilagerareal ansässig waren. Pflanzenschutzmittel sind von der Verwaltung nicht vorgesehen, kommen aber zum Einsatz, vor allem um Blattlausbefall der Lindenhecken bei den Veloständern oder Pilzkrankheiten an den Bäumen zu bekämpfen. Raphael Erl, Geschäftsführer der Firma Spross sagt: «Glücklicherweise haben die Planer ihre Pflanzenwahl auf robuste und wenig anfällige Pflanzen konzentriert, aber je nach Witterungsverhältnissen ist eine Behandlung teilweise nötig, um die Pflanzen zu schützen und zu erhalten.» 7
IMPRESSIONEN
Spiel, Spass und Sommerfeeling
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Bilder: Guido Acker
DO IT YOURSELF
Bild: Ben Liechti
Alle Vögel sind bald da
Man kann es sich kaum vorstellen, doch für die Meisen gibt es harte Zeiten im Jahr. Wir zeigen, was man jetzt tun kann, um ihnen diesen Herbst etwas unter die Flügel zu greifen! Von Ben Liechti
Mit etwas Geschick, Holz und Schrauben lässt sich an einem regnerischen Nachmittag ein ornithologisches Bastelprojekt angehen. Mit einem kleinen Vogelfutterhäuschen bescheren wir den kleinen Meisen nicht nur kulinarische Höhenflüge, wir können sie dabei sogar noch fast unbemerkt beobachten. Das nötige Holz gibt es entweder beim Schreiner in Albisrieden oder im nahegelegenen Letzipark. Bohrmaschine, Stichsäge und Schraubenzieher lassen sich auch über die Freilager-App bei Nachbarn ausleihen. Ansonsten kann man auch in der Werkstatt des GZ Bachwiesen für ein paar Franken einen Nachmittag lang werkeln.
Benötigtes Material: Stichsäge oder «Laubsägeli» Bohrmaschine mit Holzbohrern Schraubenzieher Schleifpapier 10-12 Schrauben Holzleiste, ca. 10 x 15 x 800 mm Brettchen, ca. 15 x 100 x 150 mm 1 Saughaken So geht’s Das Brettchen stellt die Fassade des Häuschens dar. Wir zeichnen die Dachschräge und das Guckloch ein und sägen dies entsprechend aus. Die Holzleiste dient nun dazu, die verbleibenden Teile fürs Giebeldach und den Futterbalkon zu bauen. Dachseiten anpassen Wir montieren eine ca. 150 mm lange Dachseite so, dass sie um genau die Leistendicke über den Giebel ragt und passen anschliessend die zweite Dach-
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seite in Bezug auf Länge und Winkel an. Es empfiehlt sich, die Löcher für die Schrauben jeweils vorzubohren, damit das Holz nicht springt. Futterbalkon in gleicher Breite Für den Futterbalkon sägen wir ein Leistchen zu, das genau so lang wie das Brettchen breit ist und montieren dieses am unteren Ende der Fassade. Nun bleiben nur noch die drei Teile um die Futterfläche einzufassen. Hierbei sollten zuerst die zwei seitlichen Teile angebracht und erst am Schluss die durchgehende Front montiert werden. Saughaken zum Schluss Zu guter Letzt bohren wir auf der Rückseite unter dem Giebel ein kleines Loch für den Saughaken. Damit können wir das Vogelhäuschen direkt an einer (Balkon-)Scheibe festmachen. Das ist es bereits! Pinienkerne mögen die Meisen besonders gerne.
Tanzschule RITM Der neue Stundenplan 2017-2018 Kreativ-Ballett (3-4,5 Jahre) Di. 15:20-16:05, Mi. 18:3019:15
Pre-Ballett (4,5-6 Jahre) Mi. 15:15-16:15, Do. 16:1517:15 Ballett (7-9 Jahre) Di. 16:15-18.15, Do. 16:20- 17:20 Ballett (9-13 Jahre) Mi. 14:10-15:10, Do. 17:25-18:25 Modern Dance (7-9 Jahre) Di.17:15-18:15 (9-13 Jahre) Mi. 16:20-17:20, Mi. 17:25-18:25 Gymnastik, Akrobatik in Zirkuskunst (3-5 Jahre) Mo. 16:15-17:00, (6-14 Jahre) Mo. 17:10-18:10
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RÄTSEL
Wo befinden sich diese Skulpturen? Von Noah Munzinger
Diese sechs Skulpturen verstecken sich rund um das Freilager-Areal. Egal, ob die Zuordnung auf Anhieb gelingt oder ob Zweifel beim eigenen Resultat besteht, wir diskutieren die Lösung gerne mit euch am Freilager-Fest am 26.08.2017. Kommt einfach bei unserem Stand vorbei!
1 – Flurstrasse 4 – Friedhof Albisrieden 2 – In der Breiti 5 – A-Park Albisrieden 3 – Bachwiesenpark 6 – Sportanlage Buchlern
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Bilder: Noah Munzinger
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KINDERSEITE
Gestalte dein eigenes Windrad Liebe Kinder Heute zeigen wir euch, wie man ein Windrad selber bastelt. Das geht eigentlich ganz einfach. Von Manfred Hilpertshauser
Benötigte Materialien für ein Windrad
Rondelle ca. 1,5 cm oder U-Scheibe Nagel oder Schraube
Papier kann auch von Hand bemalt oder auf dem Computer gestaltet werden. Auf dem quadratischen Stück Papier oder Folie wird nun ein X markiert, indem die Diagonalen gezeichnet werden, sprich die schräg gegenüberliegenden Ecken miteinander verbunden. Entlang dieser Linien wird die Folie dann von den Ecken aus zu etwa zwei Dritteln eingeschnitten. 2. Schritt: Das Windrad zusammenbauen Damit der Zusammenbau etwas leichter wird, können nun Löcher in die Ecken jeweils direkt neben die Schnittkanten (siehe Skizze) und ein Loch exakt in die Mitte der Folie gestochen werden. Ausserdem wird der Holzstab oder Zweig mit einem Loch versehen, das etwas kleiner ist als der Nagel oder die Schraube. Für die Fixierung des Windrades am Holzstab oder Zweig gibt es nun zwei Möglichkeiten. Die einfachere Möglichkeit besteht mit einem Nagel. Dabei wird die erste Ecke nach unten gebogen und der Nagel wird zuerst
1. Schritt: Das Papier oder die Folie zuschneiden Für das Windrad wird ein quadratisches Stück festes oder laminiertes Papier (Folie) benötigt. Grundsätzlich kann das Windrad auch aus einfachem Papier oder Bastelkarton gebaut werden, wenn es innen verwendet werden soll. Für draussen sind diese Materialien jedoch nicht geeignet, denn so würde das Windrad den ersten Regen nicht überstehen. Besser ist daher, ein laminiertes Papier zu verwenden, welches aber biegsam sein muss. Wer ein Laminiergerät hat, kann unterschiedlichste Papiere wie etwa Geschenkpapier oder schön gemusterte Servietten zwischen die Laminierfolie legen. Das
ca. 50 cm
1 festes oder laminiertes Papier (Folie im Format A4) 1 Holzstab oder ein Zweig aus dem Wald 1 Nagel mit Papierrondelle oder dünne Schraube mit U-Scheibe 1 halben Korken mit einem grossen Loch in der Mitte als Zwischenstück 1 halben Korken (windradseitig etwas zuspitzen, da kleine Reibung wichtig ist) mit einem Loch in der Mitte zwischen Windradrücken und Holzstab oder Zweig
Stab- oder Zweigdurchmesser 1 - 2 cm
durch die vorbereitete Rondelle und das vorbereitete Loch gestochen. Dann wird die nächste Ecke nach unten gebogen und diese Ecke ebenfalls auf den Nagel aufgefädelt. Dies wird dann noch mit den beiden anderen Ecken wiederholt und zum Schluss wird der Nagel durch den Korken mit dem grossen Loch und durch das Loch in der Folienmitte gesteckt. Dann wird der Nagel samt Windrad zuerst durch den zweiten Korken gesteckt und in den Holzstab oder den Zweig mit dem kleinen Loch gehämmert. Die andere Möglichkeit wird im Prinzip genauso gearbeitet, allerdings wird hier der Nagel durch eine Schraube ersetzt und geschraubt. Beachte, dass genügend Spiel zwischen Windrad und der Befestigung am Holzstab oder Zweig ist! Damit ist das selbstgebaute Windrad dann auch schon fertig.
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ÖV-AUSBAU
Keine Verbesserung in Sicht
Von Mirko Hofmann
Wenn im Dezember 2017 der neue Fahrplan erscheint, wird sich an der Haltestelle Flurstrasse wenig ändern. Etwas verbesserte Zeiten (6-9 Uhr, 16-20 Uhr) der Linie 83 werden wohl gemäss VBZ erst auf den Fahrplanwechsel 2018 eingeführt. Bisher wurde auch keine Überlastung des 83ers festgestellt. Deshalb sagt Thomas Rieser von den VBZ: «Der Ausbau der Linie 83 zu einer Ganztageslinie für das Freilager würde das gesamte Budget für Angebotsausbauten in der Stadt Zürich
während der nächsten Jahre beanspruchen. Einen entsprechend schweren Stand haben solche Anliegen, vom ZVV bewilligt zu werden.» Gleiches gilt für ein Tram entlang der Rautistrasse. Andere Projekte haben Priorität. Ausbau der Strasseninfrastruktur Was hingegen gemacht wird, ist der umfassende Ausbau der Infrastruktur rund um die Kreuzung Rauti-/Flurstrasse. Neben den bereits vorgenommen kleinen Anpassungen wird das Trottoir
Die Bushaltestelle Flurstrasse.
überall sauber baulich abgetrennt und ist mindestens 2.50 Meter breit. Ebenso werden Fussgänger-Schutzinseln errichtet, Velostreifen markiert sowie die Haltestelleninfrasturktur verbessert. Im oberen Teil der Flurstrasse wie auch in der Freilagerstrasse ist zudem die Einführung von Tempo 30 vorgesehen – diese ist jedoch noch durch Einsprachen blockiert.
SHAPE & RUN im Freilager BODYFORMING LAUFEN
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Individuell angepasstes Training, wo, wie wann bestimmst Du
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BODYFORMING im Tanzstudio RITM Weitere Informationen über Lektionen und Personal Training www.shapeandrun.com ursula@keinath-‐janser.ch 079 419 07 07
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Gratis Probelektion!
Bild: Mirko Hofmann
Trotz vielfachen Wunsch der Anwohner wird das ÖV-Angebot rund ums Freilager beim nächsten Fahrplanwechsel nicht ausgebaut.
OUTSIDE FREILAGER
Gemeinsam Ideen umsetzten An dieser Stelle möchten wir unsere Nachbarschaft besser kennen lernen und fragen nach, wie das Freilager von aussen wahrgenommen wird. Den Anfang macht das GZ Bachwiesen.
Das Freilager hat laut Betriebsleiter Bruno Werder einen grossen Einfluss auf das GZ Bachwiesen. Zwar erfahren alle Gemeinschaftszentren in Zürich durch das Bevölkerungswachstum einen stetigen Besucherzuwachs, aber seit der Eröffnung des Freilager-Areals wachsen die Besucherzahlen des GZ Bachwiesen überdurchschnittlich. Speziell im Aussenbereich und den Spielplätzen sei der Besucherzuwachs, der auf 20 bis 30 Prozent geschätzt wird, sehr deutlich spürbar. Einerseits freuen sich die GZ-Verantwortlichen darüber, dass ihr Angebot so attraktiv ist, andererseits stellt diese Zunahme das GZ vor eine grosse Herausforderung bei der Planung der Tätigkeiten und der Infrastruktur. Dialog mit dem Freilager Auf die Frage, welchen direkten Austausch es mit den neuen Nachbarn gibt, berichtet Bruno Werder, dass man schon seit der Planungsphase mit den Vertretern der Eigentümer des Freilagers im Dialog stehe. Auch gibt es seit der Eröffnung des Freilagers viel Austausch mit den neuen Bewohnerinnen und Bewohner. Die Nachtruhe sei zudem leider ein Thema, das von Zeit zu Zeit aufkomme. Das GZ nimmt diese
Bruno Werder (52) ist seit drei Jahren Betriebsleiter des GZ Bachwiesen.
Bilder: Guido Acker, Roman Lobmaier
Von Roman Lobmaier
Das GZ Bachwiesen und das Freilager sind unmittelbare Nachbarn.
Beschwerden sehr ernst und steht im Kontakt mit den betroffenen Anrainern. Erfreulich ist, dass die Freilager-Bewohnerinnen und Bewohner nicht nur das Areal besuchen und an den Veranstaltungen teilnehmen, sondern sich auch aktiv einbringen, zum Beispiel wird der «artgerecht»-Babykurs oder der neu gegründete Freilager-Chor in den Räumen des GZs angeboten. Aktiv statt passiv Für die Betreiber des GZ ist es wichtig,
dass die Quartierbewohnerinnen und -bewohner selber aktiv werden und mit ihrem Handeln das Angebot im Quartier bereichern. Darum ist man froh über jede Initiative, die an sie herangetragen wird. Und auch auf diesem Weg ermutigt Bruno Werder gleich die Bewohnerinnen und Bewohner des Freilagers: «Kommt mit partizipativen Ideen auf uns zu und nehmt die Räume im GZ Bachwiesen mit interessanten Projekten und Veranstaltungen in Beschlag!»
Das GZ Bachwiesen Bachwiesenstrasse 40, 8047 Zürich Das GZ Bachwiesen ist wie alle anderen 17 Gemeinschaftszentren der Stadt Zürich als selbständige Stiftung organisiert. Elf Mitarbeitende und Praktikanten teilen sich 620 Stellenprozente und werden unterstützt durch 80 freiwillige Helferinnen und Helfer. Das GZ stellt soziokulturelle Einrichtungen für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Zürich zur Verfügung. Im Auftrag der Stadt investiert es in Kultur und Bildung und schafft Freiräume für Austausch und Begegnung. Es fördert die gesellschaftliche Teilhabe, Chancengleichheit und Integration aller Bevölkerungsgruppen. Dazu initiiert es Entwicklungsprojekte im Quartier, stellt Infrastruktur zur selbständigen Nutzung zur Verfügung und unterstützt Einzelne und Gruppen bei der Realisierung eigener Ideen. www.gz-zh.ch/gz-bachwiesen 15
e g r a r e l i f
26. August 2017 ab 16.00 UHr Kaffee & Kuchen, Bar, Spielspass für die Kinder 17:00 Uhr The Blue Bones - Jazziger Country spinnt Seemannsgarn Ab 18:00 Uhr Wurststand & Salatbuffet, Open Grill für eigenes grillgut 20:00 Uhr Street Corner Talking - Antifolk Formation aus Zürich 22:00 Uhr Ausklang
organisiert vom
www.freilager.org 16