Neues gedeiht im Freilager ZeroWaste Zuzüger Ziervögel Einkaufen und Was die neuesten Im Bachwiesenpark «Käfele» ganz ohne Freilager-Bewohner leben zahlreiche Abfall – seit April in über ihr Wohngefiederte der Marktgasse. quartier sagen. Zeitgenossen.
Rautistrasse 55 8047 Zürich
T 044 577 70 50 F 044 577 70 55
info@rautipraxis.ch www.rautipraxis.ch
Ihre Hausärztin/Ihre Hausärzte: Tobias Herold, Beatrice Pfister, Christoph Müller Ihre Gynäkologinnen: Stefanie Arbogast, Natascha Muff Ihr Hals-Nasen-Ohrenarzt: Vincent Wettstein
HAUSARZTMEDIZIN • Impf- und Reiseberatung • Check-up
HALS | NASEN | OHREN • Sämtliche Beschwerden Hals-Nasen-Ohrenbereich
• Fahreignungsabklärung
• Schwindelabkärungen
• Medizinische Laboranalysen
• Hörgeräte-Expertisen
• Digitales Röntgen
• Gehörabklärungen, inkl. Hörsturz
• EKG / Langzeit-EKG
• Endoskopische Untersuchungen im HNO-Bereich
• 24h-Blutdruckmessung
• Kleine Lungenfunktionsprüfung
• Nächtliche ambulante Pulsoxymetrie • Wundversorgung
• Kleinchirurgische Eingriffe
• Geriatrische Spezialsprechstunden • Hausbesuche
• Ultraschalldiagnostik
• Operative Therapien (z.B. Mandelentfernungen, Paukenröhrchen, Verbesserung der Nasenatmung)
GYNÄKOLOGIE UND GEBURTSHILFE • Jahreskontrollen • Beratung zur Verhütung
• Basisabklärung bei unerfülltem Kinderwunsch • Schwangerschaftsbegleitungen, auch bei Risikoschwangerschaft • Beratungen bei Wechseljahrbeschwerden • Abklärungen und Therapien bei Veränderungen des Gebärmutterhalses • Notfallverhütung
• Schwangerschaftsabbruch medikamentös • Jugendgynäkologie
• Krebs Vor- und Nachsorge
EINLADUNG ZUR VORTRAGSREIHE RAUTIFORUM ZUM THEMA «VOR-SORGE?», MONTAG 24.06.2019 UM 18:30 UHR Dr. S. Arbogast und Dr. T. Herold referieren über sinnvolle und weniger sinnvolle medizinische Vorsorgeuntersuchungen. Der Anlass findet im Rahmen der öffentlichen Vortragsreihe «RautiForum» am 24. Juni um 18.30 Uhr im medizinischen Kurszentrum (MKZ) an der Rautistrasse 11 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Sie!
INHALT
Das Freilager neu entdecken
4 Ärzte erobern das Freilager Wer medizinisch Hilfe braucht, der findet im Rautiturm eine Vielzahl von Spezialisten. Neu ist auch eine Augenklinik eingezogen.
Vier Monate war ich weg, weit weg. Mit meiner Familie und einem Wohnmobil haben wir Neuseeland entdeckt. Nach so langer Zeit gewinnt man wieder einen frischen Blick auf den Alltag und auf den Ort, an dem man nun wieder wohnt.
7 Vogelzüchtig In der Voliere beim Bachwiesenpark leben unzählige Ziervögel. Diese kann man auch kaufen, doch Geld verdienen die Züchter damit nicht. 10 Urban Gardening Nun hat auch das Freilager einen eigenen Garten. Zwischen Marktgasse und Südhof wachsen Obst, Gemüse, Blumen und Kräuter.
Das Freilager ist natürlich noch das alte geblieben. Und doch hat sich einiges verändert. Nicht nur die Kinder sind grösser geworden, auch sind neue Läden in die Martgasse gezogen. Arztpraxen haben eröffnet und neben einer Spielkiste auf dem Freilagerplatz gibt es nun einen Garten, den die Bewohnerinnen und Bewohner zwischen Marktgasse und Südhof nun bepflanzen.
15 Outside Freilager Martina und Thomas Zähner sind die «Eltern» von 42 Bienenvölkern. Der Tiloz-Honig entsteht direkt in unserer Nachbarschaft.
Neuem in und ums Freilager wollen wir nun auch diese Ausgabe widmen. Und zufällig werden auch die fliegenden Tiere, etwa die Vögel in der Voliere im Bachwiesenpark oder die Bienen, die gleich neben dem Freilager Honig produzieren, portraitiert. So entdecke ich unser Freilager also nochmals neu. Weil es eben ein junges Quartier ist, das sich stets weiterentwickelt. Deshalb ist es für mich auch besonders spannend, wieder hier zu wohnen. Auch wenn ein Wohnmobil in Neuseeland durchaus noch länger mein Zuhause hätte bleiben können. Viel Spass beim Lesen des neuesten «Inside Freilager»!
Mirko Hofmann Redaktionelle Leitung
17 Kulturtipps «Der Stotterer», so heisst der neueste Roman von Bestseller-Autor Charles Lewinsky. Die packende Geschichte ist ideal für laue Sommernächte. IMPRESSUM Inside Freilager Mai 2019 3. Jahrgang 2. Ausgabe Erscheint 4x jährlich Auflage 1000. Wird an alle Haushalte des Freilagers verteilt und in nahen Läden und Lokalen aufgelegt. Diese Zeitung wurde unentgeltlich von Bewohner/innen des Freilagers gemacht.
Redaktion: Mirko Hofmann, Noah Munzinger, Ben Liechti, Kati Moser, Peter Egli, Lorenz Ineichen
Kontakt für Inserate: Noah Munzinger noah@freilager.org
E-Mail an die Redaktion: inside@freilager.org
E-Mail: vorname@freilager.org
Nachdruck von Texten oder Bildern ist nur in Absprache mit der Redaktion erlaubt. Konto Freilager Verein CH52 0900 0000 8984 9663 0 Vereinsadresse: Freilager Verein Zürich 8000 Zürich
Layout: Mirko Hofmann Lektorat: Beatrice Huber «Inside Freilager» ist politisch und konfessionell unabhängig und nicht kommerziell. Alle Ausgaben online: www.issuu.com/insidefreilager
Titelbild: Noah Munzinger
EDITORIAL
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NEUE ARZTPRAXEN
Die Ärzte vom Rautiturm Der Rautiturm 3 wird zum medizinischen Magnetpunkt für das Quartier. Sechs Ärzte in der Rautipraxis und vier in der im Dezember neueröffneten Augenklinik praktizieren hier. Von Kati Moser
Zu Mittag treffen sich alle anwesenden Ärzte und Ärztinnen sowie MPA (Medizinische Praxisassistentinnen) am langen Tisch in der Küche. Es wird gemeinsam gegessen – jeder kümmert sich abwechslungsweise um das Wohl der Hungrigen. Man redet über Privates, bespricht Fälle, geniesst das freundschaftliche Zusammensein, wie es sich eben für ein Team gehört. Fast jedes Mitglied hat schon mal mit dem einen oder anderen zusammen studiert, am gleichen Operationstisch gestanden oder kennt sich von früher. Freundlich und lichtdurchflutet gibt sich auch die Praxis mit dem schönen Holzboden aus polnischer Eiche. Die Möblierung ist modern, einzelne Stücke stammen aus Flohmärkten, zwei Liegen aus dem Fundus des alten Limmattal–Spitals. Das Ärzteteam der Rautipraxis sieht sich als Grundversorger für das neue Quartier, bereits 60% der Patienten stammen aus dem Freilager. «Es freut uns sehr, die kleine Community versorgen zu können. Wir haben mit zwei Hausärzten begonnen, heute sind wir schon zu sechst», sagt Dr. med. Christoph Müller. «Wir wachsen zusammen mit dem Quartier», fügt Dr. med. Tobias Herold, spezialisiert in Geriatrie, hinzu. Zu den beiden Fachärzten FMH für Allgemeine Innere Medizin gehört auch Dr. med. Beatrice Pfister. Seit September ergänzt Natascha Muff, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe das Team, Dr. med. Vincent Wettstein, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten und Schwindelexperte, ist im Januar dazu gestossen. Mit Dr. med. Stephanie Arbogast, ebenfalls Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, die 4
Ein Teil des Rautipraxis-Teams: Christoph Müller, Yvonne Schneggenburger, Andrea Oliveira, Sinja Cattin, Vincent Wettstein, Tobias Herold und Natascha Muff (v.l.n.r.).
erst vor kurzem in die Rautipraxis einzog, ist das Wachstum des Teams vorläufig abgeschlossen. Drei Mal pro Jahr finden Vorträge zu medizinischen Themen für die Quartierbevölkerung und Interessierten – stets mit einer kulturellen Überraschung – im medizinischen Kurszentrum an der Rautistrasse 11 statt. Rautipraxis, Rautistrasse 55, 8047 Zürich www.rautipraxis.ch
Die Augenklinik
Die Augenklinik Zürich West ist das neueste Bijou im Rautiturm 3, eröffnet im Dezember 2018. Sie belegt – wie übrigens auch die Rautipraxis – ein ganzes Stockwerk. Holz und moderne
Möbel dominieren, das Ambiente ist hell und freundlich, eher wie eine Hotellounge als eine Klinik. «Mein Bruder ist Architekt in Köln und Berlin, er hat sich des knapp 500 Quadratmeter grossen Raumes angenommen und den Empfangsbereich so gestaltet, dass er Wärme ausstrahlt und nicht gleich abschreckt», sagt Prof. Dr. med. Stephan Michels. Neben vier Behandlungszimmern gibt es ein Operationssaal, in dem alle Augenoperationen durchgeführt werden können. Die ambulante Klinik ist fünf Tage die Woche für alle geöffnet. Die Augenklinik Zürich West wurde von Prof. Dr. med. Stephan Michels (ehemaliger stellvertretender Chefarzt am Stadtspital Triemli) und Dr. med.
Bilder: Kati Moser, ZVG
Die Rautipraxis
Stephan Kaminski (ehemaliger leitender Arzt, ebenfalls im Triemli) gegründet. Ziel der beiden Ärzte ist eine auf den Patienten fokussierte Augenbehandlung anzubieten. Dr. Michels ist spezialisiert auf Makulaerkrankungen und Netzhaut–/ Cataract–Chirurgie, Dr. Kaminski auf refraktive und Cataract-Chirurgie sowie Hornhauttransplantationen. Mit im Team ist auch die Kinderaugenärztin und Spezialistin für Schielen Dr. med. Rike Michels sowie Prof. Dr. med. Philipp Steven, spezialisiert auf trockene Augen. «Wir sind ein Team von Augenärzten, die seit vielen Jahren erfolgreich zusammen arbeiten und so mit grosser Kompetenz Patienten betreuen können». Der Anfang ist getan, das Umfeld stimmt. «Wir sind im Freilager herzlich aufgenommen worden und sind dafür sehr dankbar».
Die Gründer der Augenklinik Zürich West: Dr. med. Stephan Kaminski (l.) und Prof. med. Stephan Michels.
Augenklinik Zürich West, Rautistrasse 55 www.augenklinik-zh.ch
Wie immer das Leben spielt. Wir spielen mit. Michele Zannini, Versicherungs- und Vorsorgeberater T 044 217 99 47, michele.zannini@mobiliar.ch
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Agentur Zürich-West Albisriederstrasse 334 8047 Zürich-West T 044 217 99 11 zuerich@mobiliar.ch mobiliar.ch
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NEUE GESCHÄFTE IN DER MARKTGASSE
Von Fotografie bis ZeroWaste Auch in der Marktgasse ist neues Leben eingezogen. Die Südkoreanerin Eunji Kim knipst Bilder und das ZeroWaste Ladencafé setzt sich für eine «enkeltaugliche Zukunft» ein. Von Kati Moser und Lorenz Ineichen
Am 1. April war es soweit: Das ZOLLFREI ZeroWaste Ladencafé hat mit etwas Verspätung seine Türen Ecke Marktgasse/Freilagerstrasse geöffnet, dafür ist das gesamte Mobiliar einzigartig und aus ausrangierten Materialien. Planung und Ausführung lagen in den Händen von Christof Studer, Geschäfts– und Lebenspartner von Tara Welschinger. Für den Rest war und ist die seit 20 Jahren in Zürich lebende Bündnerin Tara Welschinger zuständig, die nach dem FOIFI nun das 2. ZeroWaste Ladencafé in Zürich eröffnet. «Ich bin für die Produktewahl verantwortlich, kaufe ein, kenne jeden Produzenten. Verpackung sucht man bei uns vergebens, denn wir stehen für unverpacktes, plastikfreies Geniessen und Einkaufen». Bier ab Fass Das Lokal ist sieben Tage die Woche geöffnet und bietet selbstgemachte Backwaren – darunter auch feine, selbstgemachte Kuchen – an sowie Salate und kleine warme Gerichte, kreiert ausschliesslich mit Lebensmitteln aus dem ZOLLFREI Ladensortiment. Pasta, Reis, Hülsenfrüchte und andere Lebensmittel stehen in Glas-Behälter zum Verkauf bereit. Nebst Kaffee vom Röstlabor Höngg und vielen Tee–Sorten gibt es Einsiedlerbier ab Fass. Jetzt gilt es hinzugehen, zu schauen und zu staunen – und etwas mehr über das Prinzip der «Enkeltauglichen Zukunft» zu erfahren. Öffnungszeiten: Mo–Fr 9-19 Uhr, Sa/So 9-17 Uhr
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Tara Welschinger hofft auch im Laden im Freilager auf viele Kunden.
Kimpictures
Eunji Kim ist eine freundliche, etwas zurückhaltende, aber offenherzige Frau. Freimütig gibt sie Auskunft über ihren Werdegang und über das heutige Leben im Freilager. Denn die 34-jährige Südkoreanerin wohnt nicht nur an der Marktgasse, sondern sie eröffnete dort Ende Januar auch ihr Fotostudio Kim Pictures. Es liegt etwas versteckt auf der Westseite der Marktgasse. In Seoul, ihrer Heimatstadt, und Berlin studierte sie Fotografie. Dann folgte sie ihrem Ehemann in die Schweiz, zunächst an den Zürichsee. Dort war es ihr aber zu ruhig, denn sie liebt das urbane Leben. So zog das Paar im letzten Herbst ins Freilager. Kim fühlt sich hier sehr wohl, auch weil sie nun am selben Ort wohnen und arbeiten kann. Privat- und Geschäftskunden Kim macht Studioarbeit (Porträts, Bewerbungsfotos, Indoor-Shootings, Passbilder für Kleinkinder) und Outdoor-Shootings z.B. für Reisegruppen (beliebt sind Honeymoon-Shootings in den Schweizer Alpen für koreanische
Gruppen). Und das alles zu sehr fairen Preisen. Zudem erledigt sie Aufträge für Unternehmen (aktuell gerade Lidl Schweiz). Ihr nächstes grösseres Projekt ist die – nach 2017 – zweite Teilnahme an der photoSCHWEIZ, der grössten Werkschau für Fotografie in der Schweiz. www.kimpictures.ch
Fotografie ist ihre Leidenschaft: Eunji Kim.
Bilder: Kati Moser, kimpictures.ch
Zollfrei ZeroWaste Ladencafé
VOLIERE
Bunte Vogelwelt im Park Rund um das Freilager entsteht Vieles neu. Die Voliere im Bachwiesenpark bleibt davon unberührt. Ein Besuch bei den Ziervögeln und deren Züchter. Von Peter Egli
Erst Teppiche, jetzt Zwergpapageien Eher unscheinbar sind die chinesischen Zwergwachteln und die Zwergtauben. Ein Star im Käfig ist hingegen der (holländische) Gimpel mit seinem hellroten Bauch. Kakadus und Zwergpapageien gibt es hier keine, die sind zu laut und würden die Anwohnerinnen und Anwohner zu sehr stören. Ciros Amir Ebrahimi, Präsident des Vogelvereins Bachwiesen, kennt die Ziervögel ganz genau. Schon seit rund zehn Jahren ist er hier aktiver Vogelzüchter. Der ursprünglich aus Persien stammende Pensionär ist seit über 40 Jahren in der Schweiz. Er hatte früher im Zollfreilager Teppiche gelagert und dort, wo demnächst das neue Freilagerschulhaus gebaut wird, einen Schrebergarten bewirtschaftet. Es gibt viel zu tun Ciros Amir Ebrahimi verbringt viel Zeit hier. Seine Tochter Isabelle unterstützt ihn, auch was die administrativen Arbeiten anbelangt. Mindestens jeden zweiten Tag benötigt die Vogelschar Körnernachschub. Es muss
Bild: Peter Egli
Käfig an Käfig reiht sich auf einer Länge von rund 160 Metern. Wer sich nähert, hört aufgeregtes Zwitschern, Pfeifen und Flattern. Die Voliere im Bachwiesenpark zieht neugierige Besucherinnen und Besucher an, seien es Familien, Ziervogelfans oder Kindergruppen aus den umliegenden Schulen und Krippen. Es gibt einiges zu sehen in den Käfigen, die von acht verschiedenen Vogelzüchtern betreut werden: Kanarienvögel und Wellensittiche, das ist klar. Aber auch Zebrafinken, Grünfinken und Gouldsamadinen. Dazu Glanz-, Burg- und Nymphensittiche. Die Voliere im Bachwiesenpartk.
geputzt werden und auch die Nester in den Käfigen hinter den grossen Volieren brauchen Kontrolle: Sind die Eier gelegt, sind die Jungen geschlüpft? Der Vogelzüchter lässt der Natur gerne freien Lauf. Welche Pärchen sich finden, überlässt er meist dem Zufall. In Einzelfällen bringt er aber Vogelpärchen (manchmal auch ein Männchen mit zwei Weibchen) in einem separaten Käfig zusammen, um die Zucht zu steuern. Nicht nur die Vogelzucht gibt viel zu tun. Auch der Unterhalt der Voliere und das ganze Drumherum brauchen Zeit. Eindringendes Wasser hier, zu übermütige Jugendliche da. Diebstahl von Vögeln Auch vor Dieben muss man auf der Hut sein. Spektakulär war ein Diebstahl vor 13 Jahren, als rund 60 seltene Ziervögel im Wert von rund 10`000 Franken, darunter australische Gouldsamadinen und südamerikanische Kapuzenzeisige, geklaut wurden. Sogar der «Blick» hatte damals über
den Fall berichtet. Das war aber vor der Zeit des heutigen Präsidenten. «Vogelzüchtig» «Andere sind drogensüchtig, ich bin vogelzüchtig», meint Amir Ebrahimi schmunzelnd. Seine Liebe für die gefiederten Freunde setzt sich auch ausserhalb der Voliere fort. Seine drei Vogelhäuschen in den Bäumen bieten ein Zuhause für Blaumeisen. Auch der Erpel im Bach hinter der Voliere ist zum guten Freund geworden, der gefüttert und vor zu aufdringlichen Kindern geschützt werden muss. Ein Schild an der Voliere gibt die Namen aller Vogelzüchter und deren Telefonnummern bekannt. Denn die Vögel können auch gekauft werden. Hier wird aber kein Geld gemacht. Die Verkaufseinnahmen steuern lediglich etwas an die Kosten fürs Vogelfutter bei. Dank der Freiwilligenarbeit der Vogelzüchter und deren Engagement konnte die Voliere im Bachwiesenpark bis heute bestehen bleiben – trotz des enormen Wandels im Quartier. 7
IMPRESSIONEN
Wer erkennt dies Ziervรถgel?
Die Namen dieser Vรถgel aus der Voliere findest du rechts unten.
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Auflösung des Bilderrätsels: 1 Grünfin, 2 Zebrafink, 3 Wellensittich, 4 Gouldsamadine, 5 Gimpel, 6 Zwergwachtel, 7 Nymphensittich, 8 Kapuzenzeisig
3 Bilder: creativecommons.org: Membeth, David J. Stang, 4028mdk09, Elektrofisch, AndOrth,Edward Cwik, Quartl (Wikimedia); Wiebke Heuser, Isfugl, Chriest (Flickr)
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EIN GARTEN FÜR`S FREILAGER
Es spriesst und wächst Der neue Garten im Freilager begrünt und belebt den zuvor ungenutzten Kiesplatz. Das Angebot ist ein Volltreffer.
In den vergangenen Wochen ist auf dem Kiesplatz zwischen Marktgasse und Südhof ein urbaner Garten entstanden. Insgesamt 25 Pflanzenkisten stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern zu Verfügung. Darin können Sie für nur 40 Franken im Jahr nach freier Lust und Laune Obst, Gemüse und Kräuter anpflanzen und ernten. Jeweils fünf Kisten bilden eine kleine Insel, in der sich die Gärtnerinnen und Gärtner Werkzeuge und Sitzgelegenheiten miteinander teilen. Das Wasser beziehen sie in Spritzkannen von den lokalen Hähnen. Ein Vereinsprojekt Initiant dieses Projektes ist der Freilager Verein. «Die Idee besteht eigentlich schon seit der Gründungsfeier des Vereins», erklärt Stephanie. Dieses Jahr hat sie ihn zusammen mit ihren Vorstandskolleginnen Alex, Lisa und Claudia umgesetzt. Gemeinsam haben sie das Konzept erarbeitet und den Entwurf zum Gartenlayout ausgearbeitet. Kompromisse mussten sie dabei kaum eingehen, einzig die Durchfahrt für die Feuerwehr musste gewährleistet bleiben. Mit dem Garten verfolgt der Verein gleich mehrere
Das Gartenteam: Steffi, Lisa, Alex und Claudia (v.l.).
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Es geht los, die Kisten werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern bepflanzt.
Ziele. Zum einen wurde die ungenutzte Fläche begrünt und belebt. Zum anderen stellt der Verein ein weiteres attraktives Angebot zu Verfügung, das den Austausch unter den Bewohnerinnen und Bewohner fördert. Verwaltung ist mit an Board Ohne die Unterstützung der Verwaltung wäre das Projekt aber kaum möglich gewesen. Neben der Ausstellung der Bewilligung hat die Verwaltung auch den Aufbau und die Ausrüstung finanziert. Sie ist damit Eigentümerin des Gartens und verpachtet ihn an den Verein, der ihn wiederum an seine Nutzerinnen und Nutzer unterverpachtet. Der Freilager Verein ist für die Koordination und den reibungslosen Betrieb des Gartens zuständig. Er will ausserdem die neuen Gärtnerinnen und Gärtnern mit Workshops unterstützen und den Garten für Feste nutzen.
Bilder: Noah Munzinger
Von Noah Munzinger
Enormes Interesse der Bewohnern Das Angebot hat den Puls der Zeit genau getroffen. Nur 24 Stunden nach dem Aufruf auf der App waren alle 25 Kisten vergeben. Wer heute eine Kiste will, muss sich auf eine Warteliste schreiben lassen. Die Durchmischung unter den neuen Gärtnerinnen und Gärtnern lässt sich ebenfalls sehen. Jüngere und ältere Einzelpersonen sowie auch Familien aus allen Teilbereichen des Freilagers sind vertreten. Darum denkt der Verein auch bereits heute über eine Ausweitung des Angebots nach. Insbesondere könnte auch das Gewerbe noch stärker in die Nutzung integriert werden. Garteneinweihung: Live-Band und Grill Am 02. Juni 2019, weitere Infos folgen via App und www.freilager.org Willst du auch eine Kiste? Melde dich bei Alex, um auf die Warteliste zu kommen: gruenes@freilager.org
INTERVIEW
Zwischen Medizin und Psychologie Imke Albrecht ist gelernte Hebamme und hat schon einige Frauen vor und nach der Geburt betreut. Nun trägt auch sie mit neuen Kursen zum vielfältigen Angebot in unserem Quartier bei .
Frau Albrecht, Sie sind «Geburtsvorbereiterin». Was dürfen wir darunter verstehen? Das bedeutet ganz einfach, dass ich Geburtsvorbereitungskurse anbiete. Ich habe einen passenden Namen gesucht, einer der meine Haupttätigkeit beschreibt und meine LieblingsFernseh-Serie «der Tatortreiniger» hat mich dann wohl auf diese Idee gebracht. (lacht) Was umfasst denn Ihr Angebot? Bis vor drei Jahren war ich im Stadtspital Triemli angestellt und habe als Hebamme hauptsächlich Geburten begleitet. Heute mache ich’s genau umgekehrt, ich biete vieles zur Vorbereitung auf die Geburt wie Schwangerschaftsgymnastik, Schwangerschaftskontrollen, aber vor allem Vorbereitungskurse für werdende Mütter und Eltern an. Nach der Geburt mache ich auch die Wochenbettbetreuung, Stillberatung und Rückbildungsturnen. Nur im Kreissaal bin ich nicht mehr dabei. Was ist denn das Besondere an Ihrem Vorbereitungskursangebot? Ich sehe drei Ebenen in der Vorbereitung auf die Geburt, Kopf, Körper und Geist. Ich biete darum auch drei verschiedene Kursteile an. Der Kursteil «Basic» behandelt die kognitive Ebene. Hier vermittle ich die «Theorie», mit dem Ziel, dass die werdenden Eltern wissen, was sie bei der Geburt erwartet. Im zweiten Teil geht es um die mentalen Aspekte bei einer Geburt, darum eine Strategie zu entwickeln, dieses Ereignis zu meistern. Geburtshypnose ist hier der Ansatz. Im dritten Kursteil wird es nochmals praktisch, es geht um die Säuglingspflege. Es geht um Stillen, Wickeln, Baden, Tragetü-
cher und so weiter. Man kann die drei Kursteile einzeln oder alle zusammen an einem Wochenende besuchen. Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Tätigkeit? Ich finde es unglaublich spannend, an der Schnittstelle zwischen Medizin und Psychologie zu sein. Auch dass ich mein Angebot laufend anpassen und erweitern kann, macht mir Freude. Im Moment stehen für mich die Vorbereitungskurse im Zentrum und ich geniesse die hoch motivierte Stimmung unter den werdenden Eltern. Berät Eltern, ist aber im Kreissaal nicht mehr dabei: Hebamme Imke Albrecht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Zeit von rund 20 Prozent auf gegen ich mich in Zukunft mal intensiver mit 35 Prozent beinahe verdoppelt und der Geburtsverarbeitung auseinanderHandys gab’s damals im Kreissaal auch setzen werde. keine. Diese Entwicklung macht mir Gibt es ein Thema, mit welchem weretwas Sorgen. dende Eltern oft zu Ihnen kommen? Wie schätzen Sie das Freilagerquartier In jedem Kurs kommt ein ganzer als Wohnort für werdende Eltern und Strauss an Fragen zusammen und das Jungfamilien ein? Ich wünschte, ich soll auch so sein. Es sind viele Themen, hätte hier wohnen können, als mein welche die Eltern beschäftigen. Alles Sohn noch klein war. Mit der Krippe, rund ums «Stillen» würde aber öfters den Läden, Spielflächen und dem GZ zu kurz kommen, wenn ich nicht spezi- bieten sich hier so viele Möglichkeiten, ell darauf hinweisen würde. über die Kinder mit anderen Familien Sie sind nun schon seit über 15 Jahren in Kontakt zu kommen. Hebamme. Inwiefern wird heute anWeitere Informationen zu Terminen und Angebot ders geboren als früher? Die Kaiserschnittrate hat sich in dieser von Imke Albrecht unter: der-bauchladen.ch.
Bilder: Ben Liechti
Mit Imke Albrecht sprach Ben Liechti
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NEU IM QUARTIER
Das sagen Neuzuzüger In den letzten zwei Jahren hat sich das Neubauquartier Freilager bereits entwickelt. Drei neue Bewohner sagen, was sie an ihrem neuen Zuhause besonders schätzen – und was weniger. Von Lorenz Ineichen
Sina Simons
Seit wann lebst du im Freilager und warum bist du hierhergezogen? Seit November 2018 bin ich nun hier, treibende Kraft war mein Freund, der war sofort Feuer und Flamme. Dann haben wir im Internet über das Freilager recherchiert. Mir hats auch gefallen. Was uns überzeugt hat, war das Neuartige und die Anlage an sich mit Kita und so. Zudem arbeite ich in der Nähe, ich habe einen kurzen Arbeitsweg. Wo hat du vorher gewohnt? In Köln. Was gefällt dir am Freilager? Was ich total toll finde, ist die Gemeinschaft, vor allem die Kontaktmöglichkeiten über die App. Ich habe z.B. noch keinen Parkplatz hier, und die Nachbarn sind immer sehr hilfsbereit, wenn ich einen Stellplatz benötige. Was gefällt dir weniger? Wir haben einen ungemütlichen Luftzug in der Wohnung, ausgerechnet über der Wand, an der das Sofa Platz hat. Zudem stört mich, dass Pakete geklaut werden.
Seit wann lebst du im Freilager und warum bist du hierhergezogen? Seit Februar 2018. Als das Freilager gebaut wurde, konnte ich mir nicht vorstellen, hierher zu ziehen. Dann habe ich die Wohnung angeschaut im Rautiturm und fand es ziemlich cool. Wo hast du vorher gewohnt? Auch in Albisrieden. Was gefällt dir? Mit dem Velo muss ich nun weniger den Berg hochfahren als vorher. Die Aussicht aus dem Rautiturm hat etwas Befreiendes. Das urbane Flair gefällt mir auch, und trotzdem ist man schnell im Wald. Was gefällt dir weniger? Der Velokeller ist übervoll, und manchmal verstecken sich die Leute auch ein bisschen in der Anonymität.
Bilder: Lorenz Ineichen
Estecy Winkler
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Thomas Flückiger
Seit wann lebst du im Freilager und warum bist du hierhergezogen? Seit Februar 2018. Ich hatte schon Freunde hier im Freilager. Wo hast du vorher gewohnt? Auch in Albisrieden. Die alte Wohnung hat einfach nicht mehr gepasst. Was gefällt dir? Ich finde die Bootcamps toll. Und dass es hier so lebendig ist mit den Kindern und so. Auch der Spar ist praktisch. Was gefällt dir weniger? Dass es Joghurtbecher im Kompost hat und dass es zu wenig Grünes gibt.
OUTSIDE FREILAGER
Honig aus Zürich Albisrieden Was summt und brummt denn da auf unseren Balkonen? Die Imkerei Tiloz hält im Kreis 9 über 2 Millionen Bienen. Das sind mehr als 100 Bienen pro Einwohner. Von Ben Liechti
2000 Eier pro Tag Bei der Frühlingskontrolle zeigt sich, ob alle Völker wohl durch den Winter gekommen sind und wie es um deren Vorbereitungen auf die kommende Blütenpracht steht. In jedem Bienenstock legt die Königin nun bis zu 2000 Eier pro Tag und die Arbeiterbienen kümmern sich um die Brutpflege. Zu dieser Zeit beginnen die Imker auch mit den ersten Massnahmen gegen den lästigsten Parasiten der heimischen Honigbiene, die Varroa-Milbe. Durch das Einsetzen leerer Bienenwabenrahmen werden die Völker dazu gebracht, männliche Bienen, so genannte Drohnen zu züchten. Auf diese haben es die Milben besonders abgesehen. Thomas und Martina entfernen diese Drohnenwaben kurz bevor die Männchen schlüpfen und werden so auch gleich einen Grossteil der Milben los. 100 Flüge pro Gramm Honig Im April und Mai, wenn das Volk wächst und das Nektarangebot steigt, wird das Zuhause der jeweiligen Bienenvölker entsprechend deren Bedürfnissen erweitert. Mit zusätzlichen Zargen und leeren Waben stocken die Imker Zähner die Bienenmagazine auf. Bis zu zehn Flüge unternimmt nun jede Sammelbiene des Volkes pro Tag und bringt den kostbaren Nektar heim.
Bilder: ZVG
Bereits im März, sobald die letzten Frostnächte der Vergangenheit angehören und das Thermometer tagsüber auf zweistellige Werte klettert, beginnt für Martina und Thomas Zähner das Bienenjahr. Neun ihrer insgesamt 42 Bienenvölker stehen gleich neben dem Freilagerareal auf dem Dach des Alterszentrum Mathysweg.
Auf dem Dach des Alteszentrum Mathysweg produziert die Imkerei Tiloz Honig.
Dieser wird anschliessend weiterverarbeitet und als Honig in den Waben eingelagert. Pro Gramm Honig sind knapp 100 Bienenflüge oder rund Hundert Bienenflugkilometer nötig. Verwandschaft hilft mit Ende Mai steht dann der erste grosse Familienanlass der Zähners an. Drei Tage lang helfen Verwandte und Bekannte bei der grossen Honigernte mit. Die vollen Honigwaben werden, jeweils nach Standort getrennt, abgedeckelt und geschleudert. Dasselbe Prozedere wird Anfang August nochmals wiederholt, nachdem die Bienen in den Sommermonaten ihre Vorräte nochmals aufgefüllt haben. Im Durchschnitt gewinnt die Imkerei Tiloz so ca. 20 kg Honig pro Bienenvolk. Um die Bienen anschliessend möglichst gut auf den Winter vorzubereiten, wird ihnen nebst dem beträchtlichen Teil an Honig, den man ihnen lässt, eine Zuckerlösung angeboten, damit deren dezimierte Vorräte doch noch auf
den nötigen Stand gebracht werden. Zudem werden die Völker im Herbst noch zweimal mit natürlichen Säuren gegen die Varroa-Milbe behandelt. Im Winter stehen dann Reparaturarbeiten und der Honigverkauf an. Vorteile in der Stadt Obwohl man sich den Bilderbuchimker im Bienenhaus am Waldrand vorstellt, so hat die Imkerei in der Stadt grosse Vorteile. Die nötige Temperatur, ab welcher die Bienen fliegen, wird früher erreicht, es herrscht ein länger anhaltendes Angebot an Nektar und Pollen und die grosse Vielfalt an pestizidfreien Pflanzen verspricht eine ausgezeichnete Qualität des Honigs. Wer wissen möchte, wie Honig mit etwas Nektar seiner Freilager-Balkonpflanzen schmeckt, sollte die Produkte der Imkerei Tiloz probieren. Honigverkauf im Bachsermärt und online. Weitere Informationen über Bienen und Besichtigungen auf www.tiloz.ch
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6. JUNI 2019 | 19.30 Uhr
Tonhalle Maag Zürich LOUIS SPOHR
DIE LETZTEN
DINGE
Johanna Winkel, Sopran Bettina Ranch, Alt Georg Poplutz, Tenor Ruben Drole, Bass
Tonhalle-Orchester Zürich Konzertchor Harmonie Zürich Gesamtleitung: Peter Kennel
Weitere Infos unter: www.konzertchor.ch 14
KULTURTIPPS
Seh– und Lesevergnügen im Frühling Über Zürich, einen Stotterer & einen politisch nicht ganz korrekten Film. Von Kati Moser
FILM
«Mr. Claude 2» – Fortsetzung des Erfolgsfilmes
AUSSTELLUNG
«Einfach Zürich» – Für Zürcher & Touristen
Der neueste Roman von Charles Lewinsky ist am 20. März erschienen und kletterte gleich an die Spitze der Schweizer Bestseller: «Der Stotterer» ist eine Wucht, seine sprachliche Virtuosität umgarnt im Nu den Leser. Die Geschichte: Der Protagonist stottert seit seiner Kindheit – und so schreibt er. Nun sitzt er im Knast, wo er wegen Betrugs eine zweijährige Haftstrafe absitzen muss. Um in der Bibliothek der Haftanstalt eingeteilt zu werden, verspricht er dem Gefängnispfarrer, ihn mit Geschichten aus seinem Leben zu versorgen. Teils entsprechen diese den Tatsachen, teils sind sie meisterhafte
Erfindung. Ein Auszug aus dem Buch: «Der Enkeltrick. Ich habe die Formulierung nie gemocht. Es verletzt meinen Berufsstolz, dass eine ausgefeilte Technik, die ich mir mühsam erarbeitet habe, ein gewöhnlicher Trick sein soll». Lewinksy, 1946 in Zürich geboren, hat als Dramaturg und Regisseur auf diversen Bühnen gearbeitet. Bekannt wurde er als Autor für TV-Serien wie «Fascht e Familie». Seit 1980 arbeitet er als freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit dem Roman «Melnitz».
Die französische, politisch absolut inkorrekte Filmkomödie «Mr. Claude und seine Töchter» aus dem Jahr 2014 eroberte im Flug die ganze Schweiz und avancierte zum Kinohit. Mit «Mr. Claude 2» kommt nun die Fortsetzung der Erfolgskomödie in die Kinos. Diesmal erfährt das konservative und frankreichliebende Ehepaar Claude (Christian Clavier) und Marie (Chantal Lauby) Verneuil, nachdem sie die Herkunftsländer ihrer Schwiegersöhne – Israel, China, Algerien und Senegal – besucht hat, dass diese sich in Frankreich nicht mehr wohlfühlen und mit ihren Familien auswandern
möchten. «Was haben wir dem lieben Gott wieder angetan», entweicht es der verzweifelten Marie. Doch bald hat das Paar ein Rezept gegen die Flucht der Schwiegersöhne gefunden. «Mr. Claude 2» ist wieder gespickt mit rassistischen Vorurteilen, jedoch weniger bissig und insgesamt weniger inkorrekt, als es der Vorgängerfilm war. Die Zuschauer kommen trotzdem zum Schmunzeln und gar zum Lachen. Intoleranz und Vorurteile mit Witz und Ironie zu kontern ist eine erprobte Lösung. Regie führt erneut Philippe de Chauveron.
Drei Räume, drei Themen, eine grosszügige Ausstellung: «Einfach Zürich» im neuen Trakt des Landesmuseums. Die Ausstellung, die fünf Jahre lang dauern wird, erzählt von «damals und heute, von Stadt und Kanton, von Sichtbarem und Unsichtbarem». Gleich im ersten Raum wird man von 20 Monitoren mit sehr kurzen Videoporträts von Zürcher Gemeinden begrüsst sowie von einer grossen Installation der Künstlergruppe mickry3 mit eher verborgenen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der zweite Raum beherbergt eine Art Schatzkammer, ein Vitrinenkubus aus 100 Vitrinen,
«Der Stotterer» von Charles Lewinsky (Diogenes)
«Mr. Claude 2» läuft jetzt in den Kinos.
die einzeln immer neu bespielt werden können mit Objekte, die eng mit Zürich verknüpft sind. Zu jedem Objekt gehört auch eine Story. «Geschichte ist nichts Statisches», sagt Martin Heller, einer der Kuratoren. Im dritten Raum geht die Post ab: Vier filmische Installationen, die auf Basis der Punktwolken-Technologie von Architekten der ETH Zürich realisiert wurden, machen die Wirklichkeit durchlässig. So fährt man etwa in die ungeahnten Tiefen des Hauptbahnhofs oder zum Seegrund. Grandios! Di–So 10–17 Uhr, Do bis 19 Uhr, Eintritt frei. www.nationalmuseum.ch
Bilder: Jan Bitter, ZVG
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«Der Stotterer» – ein Lesevergnügen
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Neuigkeiten für den Sommer Bei uns wird es nie langweilig! Dank tollen Ideen und viel Umsetzungswille entstehen viele neue und spannende Projekte. Von Nora Herbst
Spielkiste und Traktoren für alle Auf dem Freilager Platz steht neu unsere Spielkiste. Diese ist gefüllt mit Sändelisachen von Bewohnerinnen und Bewohnern des Freilagers. Ihr seid herzlich eingeladen, eure Sändelisachen ebenfalls für die Allgemeinheit in die Kiste zu legen. Bitte denkt daran, nach dem Spielen wieder aufzuräumen. Neu haben wir nun das Spielangebot mit zwei Traktoren ergänzt. Bitte stellt die Traktoren nach Gebrauch jeweils unter die Veloständer beim Freilager-Platz.
Tag der Nachbarn mit der Stiftung RgZ Die Stiftung RgZ bietet im Freilager nicht nur geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen, sondern auch betreutes Wohnen an. Wir möchten unsere Nachbarn gerne kennen lernen und feiern mit ihnen den Tag der Nachbarn. Am 24. Mai ab 17:00 Uhr finden Führungen durch die Wohnungen und durch unseren neuen Garten statt. Ab 18:00 Uhr wird gemeinsam grilliert.
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uch Betreutes Wohnen anbietet? Wir eiern mit Ihnen den Tag der Nachbarn. ein gemütliches Grillieren beim neuen mit uns anzustossen. Bei verschiedenen der RgZ zu besichtigen und Genaueres zu nke können vor Ort gekauft werden.
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Jassgruppe Wolltet ihr schon lange wieder einmal jassen, aber euch fehlen die Jasspartner? Seit Anfang Jahr hat der Freilager Verein eine eigene Jassgruppe. Diese trifft sich in unregelmässigen Zeitabständen. Über neue Termine wird jeweils in einer Whatsapp-Gruppe informiert. Selbstverständlich kann man in der Gruppe auch spontan nach Jasspartnern suchen. Wenn ihr gerne in die Gruppe aufgenommen werden möchtet, meldet euch bei claudia@freilager.org.
Am 17. August 2019 findet unser alljährliches Sommerfest auf dem Freilagerplatz statt.
Bilder: Lisa van den Brandt, Tag der Nachbarn, pixabay.com
Details findet ihr auf unserer Homepage: www.freilager.org/agenda