Skip to main content

http://www.mettenmeier.de/allgemein/pdf/solutions18

Page 1

Solutions

9. Jahrgang Ausgabe 18 Mai 2007

Das Mettenmeier-Kundenmagazin für Asset Management und Geoinformation

Asset Management Innovative Lösungen für das Management von Netzen und Anlagen

Prozessmanagement

Workflow-Anwendungen für die technischen und kaufmännischen Geschäftsprozesse

N-ERGIE entscheidet sich für TOMS

Entscheidungshilfen für das strategische Asset Management

SeCuRi SAT bei den Stadtwerken München

ORACLE SPATIAL – DIE ZUKUNFT IHRER GEO-, NETZ- UND BETRIEBSMITTELDATEN


2 | Solutions 18 | Inhalt

Editorial

Asset Management

IT-Lösungen für operatives und strategisches Asset Management sowie die Anforderungen der Bundesnetzagentur sorgen für Transparenz. Ab Seite 8

3

Mettenmeier ist familienfreundlichstes Unternehmen

4

Kunden vergeben Bestnoten

5

Unterstützung der Office Suites von GE Energy

5

Mettenmeier ist Oracle-Partner

5

Mettenmeier setzt auf Oracle Spatial

6

Schwerpunkt: Asset Management Asset Management – Lösungen für die Energiewirtschaft

Offene Standards Die Zukunft für Ihre Geo-, Netz- und Betriebsmitteldaten: OracleSpatial-Lösungen von Mettenmeier. Seite 6

Erdgas Südbayern: Nahtlose Integration von TOMS und GIS ESB nutzt Online-Schnittstelle zum Smallworld GIS/SIAS N-ERGIE: Projektstart TOMS Neuntgrößter deutscher Energieversorger setzt IT-Strategie zur Netzbewirtschaftung um E.ON Westfalen Weser AG: IMAK – Aufmaß- und Kalkulationssystem Dienstleisterportal unterstützt den Netzbauprozess

Smallworld GIS Fachschalenentwicklung, Projektberichte, Leitungshomogenisierung. Ab Seite 29

25

Oracle-basierte Lösungen: Oracle-Spatial-Applikation Kanal Anwendung auf Grundlage der europäischen Norm EN 13508-2 E.ON Westfalen Weser AG: Oracle-basiertes Betriebsmittelinformationssystem Konsolidierte, unternehmensweite Datenbasis

26

27

Schwerpunkt: Smallworld GIS 8

10

Wuppertaler Stadtwerke: Zusammenführung der Stromdatenbestände 29 Veredelter Datenbestand kam pünktlich zu Weihnachten Leitungshomogenisierung

11

30

Störstatistik im GIS mit NRM Outage Report 31 Neues Modul im Standard der Fachschale Strom Hystem-Extran-Schnittstelle zum Smallworld GIS

32

VRDB – Varianten-Datenbank zum Smallworld GIS

33

Unterstützung von Record Transactions für den SQL-Server des Smallworld GIS

33

12

Stadtwerke München: Rohrnetz-Überprüfung Gas SeCuRi SAT auf Smallworld GIS

14

Workflow im Störungsmanagement

16

Strategisches Asset Management 18 Experten-Talk mit Prof. Dr. Michael Fette

Rückblick Mehr als 200 Teilnehmer kamen vom 24.–26. April 2007 zum Erfahrungsaustausch über die Themen Asset Management, Geoinformation und Netzberechnung nach Paderborn. Fotostory ab Seite 36

Integrierte Kanalzustandserfassung nach DIN EN 13508-2

Strategisches Asset Management Werkzeuge für die Investitions- und Instandhaltungsstrategie

21

NBB: Netzberechnung mit Stanet

22

Stanet-Schnittstelle zum Smallworld GIS

24

SAL Lünen: Strategisches Instandhaltungsmanagement für Kanalnetze Kooperation von Mettenmeier und Stein&Partner

25

Prozessmanagement: Wintershall AG: Standortübergreifende Abwicklung von Bestellanforderungen Prozessorientiertes, weltweites Beschaffungsportal

34

Workflow für die Rechnungsprüfung

35

Utility Solutions 2007

36


Editorial | Solutions 18 | 3

Impressum Herausgeber: Mettenmeier GmbH, Klingenderstraße 10-14, 33100 Paderborn

Innovative Lösungen für die Geschäftsprozesse von Netzbetreibern

Redaktion und Verantwortung: Ingo Rameil, Tel. 05251 150-331, ingo.rameil@mettenmeier.de Redaktionelle Mitabeit: Ludger Ebbers, Benjamin Pehle, Klaus von der Mosel Art Direction: vılla:vıva Agentur für Kommunikation GmbH, Bielefeld Druck: W. V. Westfalia Druck GmbH, Paderborn Auflage: 5.500

Liebe Leserin, lieber Leser, die Mettenmeier GmbH hat in diesem Jahr einiges vor. Wir werden unser bestehendes Lösungsspektrum weiter festigen und neue, innovative Angebotsbereiche schaffen, die sich am Bedarf des Marktes und am Stand der Technik orientieren. Wir setzen dabei die folgenden Schwerpunkte: Asset-Management-Lösungen. Der redaktionelle Schwerpunkt dieser Ausgabe liegt auf dem Thema Asset Management. Wir freuen uns insbesondere, dass wir die Leistungsfähigkeit unseres Teams und unserer Lösungen bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft, dem neuntgrößten Energieversorger Deutschlands, unter Beweis stellen dürfen (S. 11). Wir möchten Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie Ihre kaufmännischen und technischen Netz- und Anlagendaten integrieren und Transparenz über Kosten und Vorgänge schaffen. Unsere Dienstleistungen und Lösungen erstrecken sich von Werkzeugen zur Entscheidungsunterstützung bei Investitions- und Instandhaltungsstrategien (S. 21) über das operative Management und den Betrieb von Netzen (ab S. 10) bis hin zu Workflowmanagement-Lösungen für einzelne Prozesse (S. 16).

© Copyright 2007 Mettenmeier GmbH Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen dürfen ohne ausdrückliche Bestätigung der Mettenmeier GmbH weder vollständig noch in Auszügen verbreitet und reproduziert werden.

Prozessmanagement. Bereits 1999 haben wir mit der Gründung des Unternehmensbereichs Mettenmeier Business Solutions den Grundstein gelegt, um Workflow-Applikationen sowohl für die technischen wie auch die kaufmännischen Prozesse zu entwickeln. Namhafte Unternehmen wie Deutsche Post oder Infineon vertrauen unserem Fach- und Technologie-Knowhow. Beispielhaft stellen wir Ihnen die Umsetzung eines weltweiten Beschaffungsportals bei der Wintershall Holding AG vor (S. 34).

Oracle Spatial. Im Rahmen unserer neuen weltweiten Partnerschaft mit Oracle werden wir dafür sorgen, dass vorhandene Geodaten und GIS-Funktionen künftig unternehmensweit verfügbar werden, z. B. in den Management- und Betriebsprozessen. Auf Basis des offenen, weltweiten Oracle-Standards schaffen wir skalierbare Architekturen und erschließen neue Anwendungen zum Nutzen unserer Kunden (S. 6). In kürzester Zeit entstand auf Grundlage der europäischen Norm EN 13508-2 eine Oracle-basierte Kanalapplikation (S. 26). Smallworld GIS. Die Leistungsfähigkeit unserer GIS-Lösungen und Dienstleistungen zeigen wir Ihnen exemplarisch anhand namhafter Kundenreferenzen wie den Stadtwerken München (S. 14) und den Wuppertaler Stadtwerken (S. 29). Zudem widmen wir uns in diesem Jahr verstärkt dem Thema Leitungshomogenisierung (S. 30) und der Weiterentwicklung der Fachschalen (S. 31). In diesem Kontext werden wir auch die Partnerschaft mit GE Energy weiter festigen und unser Fachschalen-Know-how bei der Entwicklung der Office Suites für Strom, Gas und Wasser (EDO, GDO, WDO) einbringen. Wir stellen damit den langfristigen, internationalen Fortbestand der deutschen Daten- und Funktionsmodelle (NRM) für unsere Kunden sicher.

Herzlich Ihr

Ulrich Mettenmeier


4 | Solutions 18 | News

Preisübergabe im Schloss Neuhaus: Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert, Bürgermeister Heinz Paus, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Paderborn, Dagmar Drüke, Ulrich Mettenmeier (v. l.)

Bundestagspräsident Lammert bei Preisverleihung

Mettenmeier ist familienfreundlichstes Unternehmen Die Mettenmeier GmbH ist das familienfreundlichste Unternehmen in Paderborn. Im Januar 2007 verlieh Bürgermeister Heinz Paus erstmalig diesen Preis und würdigte damit die moderne, mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur. Flexible Arbeitszeiten, Vertrauensarbeitszeit, Telearbeitsplätze und betriebliche Altersvorsorge sind bei Mettenmeier bereits eine Selbstverständlichkeit. Bei der Suche nach Belegplätzen in Kindergärten und Kindertagesstätten ist das Unternehmen behilflich. Darüber hinaus ist es nicht ungewöhnlich, dass auch Männer – was heute noch eine Seltenheit ist – Elternzeit in Anspruch nehmen. Außerdem haben auch Führungskräfte die Möglichkeit, in Teilzeit tätig zu sein. Dies war der Jury den ersten Platz wert. Hintergrund ist, dass Unternehmen heute gefordert sind, gutes Fachpersonal an sich zu binden. Aktuell suchen deutsche IT- und Telekommunikationsunternehmen 20 000

Mitarbeiter. Je mehr die Konjunktur an Fahrt gewinnt, desto mehr droht ein Mangel an Fachleuten. Hinzu kommt der demografische Wandel. Immer weniger Junge, immer mehr Alte. „Man muss einfach besser sein als die Konkurrenz und den Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen“, erklärt Ulrich Mettenmeier. „Nur wenn wir die Fähigkeiten unserer Beschäftigten fördern, können wir Leistungen auf konstant hohem Niveau erzielen. Dass Mitarbeiter aktiv am Familienleben teilnehmen können und Beruf und Familie miteinander vereinbaren können, gehört eindeutig dazu.“ Dies bestätigen auch aktuelle Erkenntnisse aus der Wirtschaft: Unternehmen,

die in den Ranking-Wettbewerben zu den „besten Arbeitgebern“ gehören wollen, müssen heute mehr bieten als ein ordentliches Gehalt. Zwei weiche Faktoren sind es, die bei Arbeitnehmern besonders gut ankommen: Gesundheitsvorsorge und eben Familienfreundlichkeit. Weitere Maßnahmen für ein familienfreundliches Klima sind bei Mettenmeier derzeit in der Diskussion.


News | Solutions 18 | 5

Kundenzufriedenheit als Unternehmensphilosophie

Kunden vergeben Bestnoten Die Mettenmeier GmbH hat wieder einmal bewiesen, dass sie zu den Spitzenunternehmen im IT-Bereich gehört. In einer Kundenzufriedenheitsanalyse, deren Ergebnisse von allen Unternehmensbereichen mit viel Spannung erwartet worden waren, erhielt die Mettenmeier GmbH Bestnoten. „Ein fantastisches Ergebnis“, freut sich die Bereichsleiterin Maria Gerdes, die in ihrem Bereich Datenerfassung/GDV mit durchschnittlich 88 Prozent Kundenzufriedenheit den Spitzenwert hat. Im März 2007 wurden insgesamt 220 Personen aus vier Kundengruppen durch die unabhängige Strategie- und Marketingberatung Grothus & van Koten befragt. Bei einer Rücklaufquote von 27 Prozent konnten in allen vier Kundengruppen Zufriedenheitswerte erzielt werden, die über dem Durchschnitt der IT-Branche liegen. „Aus der Erfahrung spricht man bereits ab 75 Prozent Kundenzufriedenheit von einer gewissen Kundenbegeisterung“, beurteilt Strategieberater Frank van Koten das gute Resultat.

„Ein Ergebnis, das unsere Arbeit bestätigt, auf dem wir uns aber keinesfalls ausruhen werden“, so Firmeninhaber Ulrich Mettenmeier. „Wir bedanken uns für das positive Feedback unserer treuen Kunden, aber auch für die vielen Anregungen und Wünsche, die wir sehr ernst nehmen. Es ist unser Ziel, die Innovation weiter voranzutreiben und für eine noch bessere Qualität unserer Produkte und Lösungen zu sorgen. Zudem investieren wir in mehr Kundenservice und haben den Support personell weiter aufgerüstet“, fasst Mettenmeier die aktuellen Maßnahmen zusammen. „Wir werden auch in Zukunft alles daran setzen, die Kunden zu begeistern und deren Erwartungen auf lange Dauer mehr als nur zu erfüllen. Die Kundenzufriedenheit ist und bleibt Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie.“

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Für jeden ausgefüllten Fragebogen spendete die Mettenmeier GmbH 15 Euro für soziale Projekte der Rotary Unterstützungseinrichtung Paderborn-Kaiserpfalz.

Unterstützung der Office Suites von GE Energy Als einer der wichtigsten globalen Partner von GE Energy wird Mettenmeier das kürzlich angekündigte Office-Suite-Programm von GE Energy unterstützen. Die Office Suites bilden das Ergebnis jahrelanger Investitionen in hochfunktionale GIS-Applikationen und enthalten integrierte Anwendungen für die Planung und den Betrieb. Mettenmeier und GE Energy verhandeln derzeit die koordinierte Entwicklung der Office Suites (EDO, GDO, WDO) mit den vorhandenen Fachschalen (NRM). Ziel ist es, die Investitionen von weltweit mehr als 300 Fachschalen-Kunden für die Zukunft dauer-

haft zu sichern. Zudem werden GE Energy und Mettenmeier ihre bestehenden Fachschalenkunden beim Ausbau ihrer Lösung in Richtung der Office Suites unterstützen, falls dies gewünscht wird. Mettenmeier und GE Energy blicken gemeinsam auf eine lange und sehr erfolgreiche Partnerschaft im Bereich der Fachschalen (Strom, Gas, Wasser, Kanal) zurück und freuen sich auf eine ebenso erfolgreiche Partnerschaft im Bereich der Office Suites.

Mettenmeier ist Oracle-Partner Die Mettenmeier GmbH ist weltweiter Oracle-Partner und nutzt ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung von GISAnwendungen sowie das Wissen um die Bedürfnisse der Kunden, um flexible OracleSpatial-Applikationen bereitzustellen. Mettenmeier tritt in der Oracle-Partnerschaft als Independant System Vendor (ISV) und System Integrator (SI) auf. Zusätzlich zu der Oracle-Spatial-Datenbank setzt Mettenmeier auch optional die J2EE Application Server Suite Oracle Fusion ein, um z. B. integrierte Business-Process-Lösungen zu entwickeln.


6 | Solutions 18 | IT-Lösungen und Asset Management im regulierten Umfeld

Anwendungsbeispiel: „Integrierte Netzund Betriebsmittelauskunft“

Integrierte Geodaten für die Prozesse des Netzbetreibers

Mettenmeier setzt auf Oracle Spatial IT-Systeme sind dazu da, Entscheidungen und Prozesse optimal und kostengünstig zu unterstützen. Geoinformationssystemen (GIS) kommt dabei eine besondere Rolle zu. Die Verfügbarkeit von GIS-Daten und GISAnwendungen auf Basis von Oracle 10g Spatial in Verbindung mit dem Smallworld GIS schafft bis dato nicht gekannte Möglichkeiten. Geoinformationssysteme sind Spezialsysteme für die komplexen Aufgaben der (geo-)grafischen Darstellung und Analyse und haben in der Regel eigene spezialisierte Systemarchitekturen mit proprietären Datenformaten. Es sind jedoch insbesondere die GISSysteme, die vorhandene Daten und GISFunktionen über Systemgrenzen hinweg verfügbar machen sollen. IT-Experten in Energieversorgungsunternehmen stellen daher folgende künftige Anforderungen an GIS: ■

■

■

■ ■

GIS-Kernaufgaben müssen auch zukünftig optimal gelöst werden Geodaten und Geofunktionen benötigen zeitgemäße Architekturen Geodaten müssen künftig direkt und offen genutzt werden Nutzung von anerkannten IT-Standards Stärkere Integration der Geodaten und Geoinformationssysteme in die Prozesse des Unternehmens

Die Oracle-Spatial-Lösungen von Mettenmeier integrieren Geodaten und Geofunktionen in die Unternehmens-IT und Unternehmensprozesse. Auf diese Weise lassen sich die getätigten Investitionen schnell und konsequent nutzen, z. B. durch Reporting- und Analysemöglichkeiten zur Unterstützung von Entscheidungen. Die flexiblen und skalierbaren Anwendungen basieren auf der Oracle-10g-Spatial-Datenbank und einem Standard-J2EE-Applikationsserver. Der Einsatz einer serviceorientierten Mehrschichten-Architektur für die Geodaten und Geofunktionen erlaubt eine optimale Integration der Daten und Anwendungen in eine prozessunterstützende Unternehmens-IT, wie z. B. die Integration in eine Business-Process-Management-Lösung (BPM) für die direkte Unterstützung der Prozesse des Unternehmens.

Ausgangssituation ■ Geo-, Netz- und Betriebsmitteldaten werden in unterschiedlichen Systemen gehalten ■ Zahlreiche betriebliche Prozesse in unterschiedlichen Unternehmensbereichen benötigen Informationen aus verschiedenen Datenquellen Lösung ■ Integration der Daten aus den unterschiedlichen Systemen in eine Oracle-SpatialDatenbank ■ Integrierte Netz- und Betriebsmittelauskunft über eine Browseranwendung bzw. ein Portal Nutzen ■ Kostenreduktion durch Verringerung manueller Auskunftsvorgänge ■ Unterstützung von weiteren Prozessen durch integrierte Daten

Anwendungsbeispiel: „Asset Warehouse“ Ausgangssituation ■ Netz- und Betriebsmitteldaten inkl. der Zustandsdaten sind in unterschiedlichen Systemen verfügbar, Historien sind nicht verfügbar ■ Analysen und Entscheidungsunterstützung sind nur eingeschränkt möglich Lösung ■ Konsolidierung, Verknüpfung und Historisierung der Daten in einem Asset Warehouse auf Basis einer Oracle-SpatialDatenbank ■ Bereitstellung der integrierten Daten für Analysen und Entscheidungsfindungen Nutzen ■ Verlässliche Analyseergebnisse und Sicherheit für strategische Entscheidungen ■ Integrierte Datenbasis für das strategische Asset Management


News | Solutions 18 | 7

7 Gründe für Oracle-Spatial-Lösungen von Mettenmeier

1 2 3 4 5 6 7

Offener, weltweiter Standard Oracle Spatial bietet eine vollständig offene, auf IT-Standards basierende Architektur für die Verwaltung von raumbezogenen Daten. Aufgrund der weltweiten Verfügbarkeit und durch die enge Orientierung an anerkannten Standards (OpenGIS, ISO, ANSI) steht Oracle für Offenheit sowie Zukunfts- und Investitionssicherheit.

Skalierbare Architektur Geodaten werden skalierbar nutzbar gemacht. Die Oracle-Spatial-Anwendungen von Mettenmeier profitieren von der herausragenden Skalierbarkeit der Oracle-Datenbank und der J2EE-Architektur. Bestehende GIS-Daten und GIS-Funktionen werden unternehmensweit verfügbar.

Öffnung der GIS-Daten für die Unternehmensprozesse (Asset Management) Bei Netzbetreibern erleichtern GIS-Daten die Management- und Betriebsprozesse. Sie unterstützen strategische Entscheidungen und operative Arbeitsabläufe. So lassen sich z. B. ERP-Systeme oder Betriebsführungssysteme durch GIS-Komponenten schnell und einfach erweitern.

Einfachste Integrationsmöglichkeiten Das GIS als Insellösung ist passé. Oracle bietet eine unternehmensweit einheitliche Architektur, in der die bestehenden GIS-Daten und GIS-Anwendungen einbezogen und somit effizienter betrieben werden können. Der Einsatz einer serviceorientierten Architektur eröffnet effiziente Integrationsmöglichkeiten.

Rasche Erschließung neuer prozessunterstützender Anwendungen Durch die Integration der Geo-, Netz-, Betriebsmitteldaten und weiterer Fachdaten des Netzbetriebs lassen sich neue Anwendungsmöglichkeiten erschließen, wie z. B. ein Auskunftsportal, Reportingfunktionen für das Regulierungsmanagement oder die Integration von Daten in Werkzeugen zur Strategieentwicklung und -optimierung.

Sicherheit für Geodaten Den hohen Wert von Geodaten gilt es zu schützen. Da Oracle-Spatial-Anwendungen nahtlos in die Oracle-Datenbank integriert sind, stehen deren komplette Eigenschaften im Bezug auf die Datensicherheit zur Verfügung (Backup, Recovery, Ausfallsicherheit, Verfügbarkeit, Zugriffsregeln).

Nutzung der Smallworld-Fachschalen Als Fachschalenhersteller stellt Mettenmeier auf Applikationsebene die Komponenten zur Nutzung der GIS-Daten und GIS-Funktionen im Rahmen von Oracle-Architekturen bereit. Die Fachschalen fungieren als Expertenanwendungen, um die Daten für eine breite Nutzung bereitzustellen.

Die jahrelange Erfahrung der Mettenmeier GmbH im Bereich des Prozessmanagements erhält mit der Nutzung der Application Server Suite Oracle Fusion eine weitere Facette. Neben dem bereits im Unternehmen etablierten IBM-WebSphere-Kowhow werden prozessorientierte Lösungen künftig auch auf der Basis von OracleProdukten entwickelt. Geodaten und Geofunktionen werden für das Prozessmanagement im Asset Service bereitgestellt.

Weitere Informationen:

Thomas Borscha Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-485 thomas.borscha@mettenmeier.de

Mettenmeier zeigt einen Prototyp für die Anwendung der Smallworld-GISFachschalen auf Basis von Oracle Spatial.


8 | Solutions 18 | Asset Management

Asset Management +++ Schwerpunkt Asset Management +++

Lösungen für die Energiewirtschaft Kernaufgabe des Asset Managements sind die gezielte Optimierung und Bewirtschaftung der Netze und Anlagen mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Um diese Aufgabe bestmöglich zu unterstützen, vertrauen Unternehmen aus der Energiewirtschaft seit vielen Jahren auf Asset-Management-Lösungen von Mettenmeier. Herausforderungen im Versorgungsnetz annehmen Die Netzerlöse der Energieversorgungsunternehmen sinken mit zunehmender Regulierung. Margensicherung und -steigerung sind nur durch kontinuierliche Kostensenkung möglich. Netzbetrieb und Netzservice sind gefordert, langfristige Strategien zu entwickeln und Serviceaufgaben durchgängig und prozessorientiert zu erfüllen. Damit verbunden ist die Umsetzung einer IT-Strategie zur konsequenten Unterstützung des Managements sowie der Bewirtschaftung von Netzen und Anlagen.

Hochwertige Dienstleistungen Die Implementierung von Softwarelösungen für das Asset Management gehört zu unseren Kernkompetenzen. In zahlreichen Projekten

mit Best-Practice-Charakter konnten wir die Schaffung von mehr Effizienz, Qualität und Transparenz in den Prozessen unserer Kunden nachweisen. Ein Erfahrungsvorsprung, der sich auszahlt: Mit fundiertem Fachwissen und aktuellstem Technologie-Know-how begleiten unsere Fachleute Sie durchgängig in den Projekten: ■ Analyse, Projektplanung und Konzeption ■ Realisierung und Produktivsetzung ■ Systemintegration ■ Datenmanagement und Qualitätssicherung ■ Schulung und Support

Strategisches Asset Management Mettenmeier unterstützt das strategische Asset Management mit flexiblen Lösungen, z. B. für: ■ Netz- und Instandhaltungsstrategien ■ Aufbereitung der Regulierungsdaten ■ Vorgaben für den Asset Service

Innovative Lösungen Mit unseren bedarfsorientierten, praxiserprobten Lösungen können Sie in kurzer Zeit die Geschäftsprozesse im Netz nachhaltig verbessern und den Anforderungen des Regulierungsmanagements gerecht werden.

Werkzeuge zur integrierten Strategieentwicklung und -optimierung


Asset Management | Solutions 18 | 9

Weitere Referenzen im Bereich Asset Management (auszugsweise): Energieversorgung Rottweil: Schadens- und Störungsmanagement

FairEnergie GmbH, Reutlingen: Schadens- und Störungsmanagement, Straßenbeleuchtungsmanagement Mark-E AG, Hagen: Workflow-Anwendung für Hausanschlüsse und Inbetriebsetzung Stadtentwässerungsbetrieb Düsseldorf: Kanalbetriebsführung

Operatives Asset Management/ Asset Service

Praxisberichte Lesen Sie in dieser Ausgabe:

Mit Hilfe von Workflow-Anwendungen und Betriebsführungssystemen unterstützt Mettenmeier die Optimierung der Kernprozesse im Asset Service.

Erdgas Südbayern GmbH Planung, Bau, Instandhaltung, Störungsmanagement Seite 10 N-ERGIE AG Nürnberg Planung, Bau, Instandhaltung, Störungsmanagement Seite 11 E.ON Westfalen Weser AG Netzbau, Bauaufmaß Seite 12

Betriebstechnisches Informationssystem TOMS zur Unterstützung aller Kernprozesse im Netzbetrieb

Stadtwerke München Rohrnetz-Überprüfung Gas mit SeCuRi SAT Seite 14 NBB Netzgesellschaft BerlinBrandenburg Integrierte Netzberechnung Seite 22 SAL Lünen: Strategisches Instandhaltungsmanagement Seite 25

Prozessmodelle zur Modellierung einzelner Workflow-Anwendungen im Netzbetrieb

Stadtwerke Düsseldorf AG: Rohrnetz-Überprüfung Gas mit SeCuRi SAT

Stadtwerke Gütersloh GmbH/ AOV IT.Services GmbH: SAP-GIS-Integration auf der Basis von NRM-EIS Stadtwerke Hamm GmbH: Workflow-Anwendung zur Planung von Netzbauprojekten

Stadtwerke Herne AG: SAP-GIS-Integration in den Bereichen Hausanschlüsse und Störungsmanagenent STAWAG, Aachen: Störungsmanagement und Planvereinbarungsverfahren

SWK ENERGIE GmbH: Straßenbeleuchtungsmanagement

Sonstige Referenzen im Bereich Prozessmanagement (auszugsweise): B. Braun Melsungen AG Deutsche Post AG Deutscher Ring Bausparkasse AG Infineon Technologies AG Karstadt Quelle Versicherungen Nashuatec/NRG Deutschland GmbH Physikalisch-Technische Bundesanstalt Rehau AG + Co Wintershall AG

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Die Teilaufgaben des Asset Managements und des Asset Service zu einer durchgängigen Lösung integrieren und Optimierungspotenziale ausschöpfen: Diese Leistung erbringt die Mettenmeier GmbH. Auf Basis eines integrierten Datenbestands schafft Mettenmeier zukunftssichere IT-Architekturen, die sich an den Prozessen und unternehmerischen Zielen orientieren.


10 | Solutions 18 | Asset Management

Erdgas Südbayern (ESB) nutzt Online-Schnittstelle zum Smallworld GIS/SIAS

TOMS: Nahtlose GIS-Integration Die Erdgas Südbayern GmbH, langjähriger Smallworld-GIS-Anwender, hat sich im Mai 2006 dafür entschieden, die Produktlösung TOMS der BERIT Gruppe als Technisches Informationssystem (TIS) einzuführen, um auf diese Weise die Kernprozesse im Netzbetrieb zu optimieren. Damit verbunden ist auch ein Qualitätsgewinn durch die intensive Nutzung der vorhandenen GIS-Daten im Rahmen der Prozesse. Eine ineffiziente Doppelerfassung der Daten wurde von Anfang an vermieden. Die technischen Kernprozesse werden mit der im GIS aktuell vorliegenden grafischen und topologischen Netzkonstellation optimal unterstützt. Das betrifft in erster Linie Betrieb und Instandhaltung der Versorgungssysteme, das Störungsmanagement, Planung und Bau der Versorgungssysteme sowie die interne und externe Beauskunftung. Und auch das Ändern und Zurückschreiben von Objektdaten ist möglich.

und Objektdaten nun noch direkter und nahtloser mit TOMS ausgetauscht werden. Die Kommunikation erfolgt zwischen den Applikationsservern, und die Schnittstelle verfügt über folgende Funktionsmerkmale:

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Ziele und Nutzen der ESB durch die Einführung von TOMS ■ ■

■ ■

■ ■ ■

Zur Umsetzung der GIS-Integration wird die offene Technologie des Smallworld Internet Application Servers (SIAS) genutzt. Speziell für TOMS wurde dabei ein erweiterter SIASService entwickelt. Mit der verfügbaren Online-Schnittstelle können Raster-, Vektor-

siert, sodass sehr schnell ein produktives Ergebnis realisiert werden konnte. Dadurch dass der Zugriff auf die GIS-Daten online über den SIAS erfolgt, müssen in TOMS keine GIS-Daten redundant gepflegt werden. Eine sich in periodischen Abständen wiederholende Synchronisierung der Daten kann entfallen.

■

Darstellung von Rasterdaten (eigener Grafikbetrachter in TOMS) Auslesen des Fachschalendatenstruktur Übertragung von Vektor- und Objektdaten Verändern von Objektdaten Lesen von Datenänderungen bezüglich eines definierten Markierungspunktes (Datenabgleich)

■

■

■

■

Der Datenaustausch ist für die SmallworldFachschalen vorkonfiguriert und standardi-

■

Unternehmensweites Prozessmodell Unternehmensübergreifende Daten- und Systemintegration Objektbezogene Beauftragung, Steuerung und Dokumentation in einem System Zeitliche Aktualität des Datenbestandes in allen Organisationseinheiten Durchgängig systemunterstütztes Entstörungsmanagement (richtlinienkonform, dezentral) Aufwandsneutrale Informationsbereitstellung intern und extern Akzeptanz bei Mitarbeitern und Vertrauen in Daten Mobiles Arbeiten

Die Erdgas Südbayern versorgt in einem rund 20 000 km2 großen Gebiet vom Bayerischen Wald bis zu den Alpen über 240 Städte und Gemeinden mit Erdgas.

Weitere Informationen: Bernd Böhm Erdgas Südbayern GmbH Tel.: 089 68003-456 bernd.boehm@esb.de

Sowohl die Grafik- als auch die Sachdaten aus dem GIS stehen vollständig in TOMS zur Verfügung – Attributänderungen lassen sich direkt in TOMS durchführen.

Dirk Hemmen Mettenmeier GmbH Tel.: 089 89042138 dirk.hemmen@mettenmeier.de


Foto: N-ERGIE

Asset Management | Solutions 18 | 11

Neuntgrößter deutscher Energieversorger setzt IT-Strategie zur Netzbewirtschaftung um

Nürnberg/Paderborn. Im April 2007 fiel bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft der Startschuss für die Einführung einer betriebsweiten AssetManagement-Lösung zur Bewirtschaftung ihrer Versorgungsnetze. Als Kernprozesse stehen die Bereiche Störfallmanagement, Instandhaltung, Bau und Projektierung sowie Fremdinstruktion im Fokus. Das Projekt umfasst die Implementierung des betriebstechnischen Informationssystems TOMS sowie die Bereitstellung von mobilen Lösungen für die Arbeiten am Netz. Die Lösung nutzt vorhandene Daten aus SAP und GIS und sorgt für den zielgerichteten Datenfluss in den Prozessen. Bei der Einführung von TOMS arbeitet die Mettenmeier GmbH eng mit dem Produkthersteller BERIT zusammen. Die Projektteams der N-ERGIE, von Mettenmeier und BERIT haben sich mit 18 Monaten Projektlaufzeit einen ehrgeizigen Zeitrahmen gesteckt. Um die Ziele zu erreichen, setzen die beteiligten Unternehmen auf straffes Projektmanagement, die Erfahrungen von BERIT bei der Einführung von TOMS in Versorgungsunternehmen sowie das GIS- und Integrations-Know-how der Mettenmeier GmbH.

Die bestehende Smallworld-Projektumgebung wird genutzt, um die vorhandenen Datenquellen mit Hilfe von TOMS für einen breiteren Anwenderkreis im Unternehmen nutzbar zu machen. Die Beauftragung dieses umfangreichen Projektes umfasst zugleich den Ausbau der bestehenden GIS-Lösung. Es wird eine harmonisierte Datenbasis über alle von der N-ERGIE betriebenen Netze und Anlagen geschaffen. Daten, die heute historisch bedingt in verschiedenen Quellsystemen vorliegen, werden in Smallworld und TOMS konsolidiert, um eine vernünftige Grundlage für die Betriebsprozesse zu schaffen. In diesem Schritt erfolgt auch der Umstieg auf die aktuellste Smallworld-Version 4.1 und die Standardfachschale Strom, die ein entsprechendes Modul zur bewährten Trassendokumentation bereitstellt.

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft ist ein leistungsstarkes Multi-Utility-Unternehmen, das seinen 650 000 Kunden Strom, Erdgas, Fernwärme und Wasser bietet. Von den Städtischen Werken Nürnberg GmbH und der Thüga AG im März 2000 gegründet, ging das Unternehmen aus dem Fusionsprozess der regionalen Unternehmen EWAG Energie und Wasserversorgung AG, Fränkisches Überlandwerk AG (FÜW) und MEG Mittelfränkische Erdgas GmbH hervor. Sitz der N-ERGIE ist Nürnberg. Die Netzregion erstreckt sich über große Teile Mittelfrankens sowie über Teile von Unterfranken, Oberbayern, Schwaben und der Oberpfalz. Derzeit beschäftigt das Unternehmen rund 2 800 Mitarbeiter und setzt jährlich 1,4 Mrd. um (aus: Unternehmensinformation der N-ERGIE).

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Projektstart – TOMS bei der N-ERGIE


12 | Solutions 18 | Asset Management

Dienstleisterportal unterstützt den Netzbauprozess

Herausforderungen Die spartenübergreifende Steuerung von Netzbaumaßnahmen fordert, dass geplante und erbrachte Leistungen kombiniert und einheitlich dargestellt werden. Um Informationen zur sachgerechten Aufmaßerfassung übersichtlich, zeitnah und für weitere Bearbeitungsschritte aufbereitet zur Verfügung zu stellen, sind Spezialanwendungen gefordert, die sich in die ITLandschaft des Unternehmens integrieren. Baufirmen sollen dabei mit einem sicheren, durchgängigen Verfahren und einer benutzerorientierten Anwendung unterstützt werden.

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Lösung Die Anwendung IMAK ermöglicht die mehrspartenbezogene, kombinierte Bauaufmaßerfassung sowie die übersichtliche Verteilung der Leistungsbelege. Die auf dem Open-Source-Framework Eclipse als RCP-Anwendung entwickelte Applikation arbeitet XML-basiert und erlaubt so den flexiblen Datenaustausch zwischen Versorger und Dienstleister. Via Webservice werden Auftragsdaten aus SAP und Belegdaten aus IMAK über die SAP-CollaborationKomponente cFolders in einem abgesicherten Lieferantenportal ausgetauscht. Leistungserfassungsblätter werden nachgelagert als ABAPFunktion (Advanced Business Application Programming) innerhalb des SAP-Systems erzeugt. Die Managed-Client-Lösung wird sowohl von internen Mitarbeitern wie von externen Partnern gleichermaßen genutzt.

IMAK – Aufmaß- und Kalkulationssystem der E.ON Westfalen Weser AG Seit mehreren Jahren bereits setzt die E.ON Westfalen Weser AG softwaretechnische Verfahren für das Aufmaß und die Kalkulationen von Baumaßnahmen ein. Unter anderem wurde 2001 mit Unterstützung der Mettenmeier GmbH eine Lösung für die mobile Bauaufmaßerfassung realisiert. Im Zuge der Umsetzung der konzernweiten SAP-Strategie erfolgten 2006 eine vollständige Überarbeitung dieser bewährten Lösung sowie deren Anpassung an die Standardnetzbauverfahren im SAP. Die Konzeption, Realisierung und die Übernahme in den Betrieb erfolgten durch die Mettenmeier GmbH in enger Zusammenarbeit mit der E.ON IS GmbH. IMAK ist eine Spezialanwendung für die sachgerechte Erfassung von Montagearbeiten und Materialleistungen. Bei E.ON Westfalen Weser ist IMAK eingebettet in den Gesamtkontext der Netzbauabwicklung und deren IT-Infrastruktur. Netzbaumaßnahmen werden durch Prozesse in SAP R/3, insbesondere mit PM-Meldungen, PM-Aufträgen und MM-Bestellungen zur Beauftragung von Fremdfirmen, gesteuert. Die Mehrspartenfähigkeit zieht sich dabei von der Planung über die Durchführung bis zur Erfassung von Leistungen. Um die kombinierte und einheitliche Sichtweise auf geplante und erbrachte Leistungen zu gewährleisten, werden alle bei der Leistungserfassung beteiligten Rollen (interne Mitarbeiter, externe Lieferanten) berücksichtigt.

Nutzen von IMAK ■

■

■

■

■

Beschleunigung der Erfassung mittels Abschnitten und medienbezogener Grabenprofile Steigerung der Transparenz und der Qualität der erfassten Leistungen durch kombinierte Betrachtungsweise Schnellere und qualitätsgesicherte Ergebnisse durch identische Nutzung, intern wie extern Flexibilität, Serviceorientierung und administrationsarme Verteilung durch eine ausgereifte, offene Entwicklungsumgebung Plausibilitätsprüfungen bzgl. der Zuordnung von verfügbaren Leistungspositionen zu spartenbezogenen Aufträgen

IMAK zur Aufmaßerfassung ist bei E.ON Westfalen Weser integriert in die gesamte Projekt- und Auftragsstruktur im Bereich Netzbau. Der Austausch von Dokumenten mit externen Dienstleistern erfolgt über ein sicheres Portal. Die Verwendung offener, flexibler IT-Standards (XML, Webservices, Eclipse RCP) sorgt für schnelle Integration sowie eine schnelle Übertragbarkeit von IMAK auch auf andere Unternehmen.


Asset Management | Solutions 18 | 13

Ausgehend von der in SAP/PM angelegten Projekt- und Auftragsstruktur sowie der jeweiligen Kostenkalkulation, werden Bauunternehmen mit der Erstellung von Tiefbauleistungen beauftragt. Sie erhalten mit der Beauftragung eine komplette elektronische Bauakte mit allen für die Baumaßnahme relevanten Unterlagen, darunter auch eine vorkontierte Aufmaß-Datei im XML-Format (IMAK-Datei), die bereits Informationen wie z. B. Referenznummern, Aufträge, Projektinformationen etc. enthält. Die Unterlagen werden zusammen mit der Bestellung in die Auftragsakte des Bauunternehmens übertragen. Diese Akte befindet sich in einem abgesicherten Dienstleisterportal.

Abgesichertes Dienstleisterportal Der gesamte Austausch von Dokumenten mit den Dienstleistern erfolgt einheitlich über ein im Internet bereitgestelltes Portal, das auf der cFolders-Funktionalität von SAP R/3 basiert. Um an dem hochsicheren Verfahren zum Zugriff auf die Aufträge und die Anwendung IMAK teilnehmen zu können, benötigen Firmen eine Signaturkarte, die ein digitales Zertifikat für den verschlüsselten Zugang enthält. Die Authentifizierung erfüllt damit höchste Sicherheitsstandards. In IMAK werden zu jeder Baumaßnahme die Montage- und Materialleistungen erfasst. Leistungsarten und Materialien stehen als Auswahllisten bereit.

In IMAK werden zu jeder Baumaßnahme die Montage- und Materialleistungen erfasst. Leistungsarten und Materialien stehen als Auswahllisten bereit.

vor, das neben dem Gesamtbeleg auch eine Darstellung der verwendeten Grabenprofile und damit des Verteilungsschlüssels enthält. Die Leistungserfassungsblätter (LEB) werden automatisch im Hintergrund erzeugt und an das Leistungserfassungsblatt in SAP R/3 übergeben.

Einfache Erfassung des Aufmaßes mit IMAK

Die Leistungen werden in Form von Leistungserfassungsbelegen bzw. digitalen Lieferscheinen erfasst. Leistungsarten (z. B. Gräben ausschachten, Leitungen verlegen etc.) sowie alle Materialien, die für den Bau benötigt werden (Rohre, Kabel, Sand etc.), sind in IMAK bereits hinterlegt, was die Erfassung erheblich vereinfacht. Das Leistungsverzeichnis wird ergänzt um spezifische Stammdaten, z. B. Grabenprofile, Zuschläge oder Medien. Um die mit der Baumaßnahme verbundenen Kosten auf die betrieblichen Auftragsstrukturen zuordnen zu können, wird eine auf Bauabschnitten und Grabenprofilen basierende Kostenverteilung vorgenommen (Mehrfachkontierung). IMAK zeichnet sich durch intuitive Erfassungsformulare, ergonomische Benutzerführung und eine übersichtliche Darstellung der hierarchischen Zusammenhänge von verwalteten Auftrags- und Tiefbaustrukturen aus. Die Leistungserfassungsbelege können auf Knopfdruck im PDF-Format angezeigt oder ausgedruckt werden.

Zusätzlich zur Erzeugung von PDF-Dokumenten werden die Aufmaßbelege unter Verwendung von SAP-Standard-Web-Services im XMLFormat ausgegeben und stehen für die Weiterverwendung im Workflow zur Verfügung. Die nach Freigabe des LEB für die kaufmännische Buchung relevanten Verfahren wie Abrechnung oder Gutschriften werden standardisiert im SAP R/3 durchgeführt. Aufgrund dieser offenen Architektur und der verwendeten XMLStandards lässt sich IMAK nahtlos in die SAP-Landschaft eines Unternehmens integrieren. Aber auch in anderen IT-Konstellationen kann die Anwendung schnell und effizient zum Einsatz gebracht werden Im abgesicherten Portal werden die Aufträge und Bauakten bereitgestellt. Bauunternehmen öffnen aus diesem Kontext die Bauaufmaß-Datei zur Erfassung ihrer Leistungen in IMAK. Ergebnisse können als Datei beliebig zwischengespeichert werden.

Weitere Informationen:

Offene, flexible Architektur für jedes Unternehmen

Ulrich Reker E.ON Westfalen Weser AG Tel.: 05151 81-1757 ulrich.reker@eon-westfalenweser.com

Bei Abschluss eines Teil- bzw. Endaufmaßes werden die Aufmaßdokumente über den Browser ausgecheckt und in der Auftragsstruktur von cFolders innerhalb des Portals abgelegt. Die erzeugten Aufmaßbelege liegen als XML-Dokument zur Weiterverarbeitung und als PDF-Dokument

Steffen Laux Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-478 steffen.laux@mettenmeier.de

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Über einen Standard-Browser kann der Dienstleister im Portal auf die für ihn bereitgestellten Informationen zugreifen und die enthaltenen Aufträge bzw. Aufmaß-Dateien zur weiteren Bearbeitung auswählen. Aus diesem Kontext heraus startet die Anwendung IMAK zur Kalkulation und Aufmaßerfassung.


14 | Solutions 18 | Asset Management

Rohrnetz-Überprüfung auf Basis von Smallworld GIS

Stadtwerke München Seit über fünf Jahren ist die Gasspürlösung „SeCuRi SAT“ fester Bestandteil des Angebotes der Mettenmeier GmbH. Zahlreiche Gasversorger konnten sich mittlerweile von dem patentierten Verfahren überzeugen und profitieren heute von den Vorteilen dieser automatisierten RohrnetzÜberprüfung. Allein in 2007 konnte die Lösung bei sieben weiteren Unternehmen zum Einsatz gebracht werden.

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Erstmalig bringen die Stadtwerke München in diesem Jahr das GPS-gestützte Verfahren SeCuRi SAT zum Einsatz. Bei ersten Testüberprüfungen durch die Hermann Sewerin GmbH in 2006 konnten sich die Verantwortlichen bei den Stadtwerken von der Lösung überzeugen. Systematisch werden künftig die Gasleitungen der bayerischen Landeshauptstadt auf Leckstellen untersucht, ohne dass ein Lotse den Gasspürer leitet. Neben der Optimierung des Gasspürdienstes werden auch die internen Arbeitsabläufe verbessert. Die Aufbereitung von Papierplänen für die Überprüfungsbezirke entfällt zugunsten eines durchgängig IT-gestützten Verfahrens. In SAP werden für die einzelnen Prüfgebiete Wartungszyklen angelegt. Ist für ein Prüfgebiet der Prüfzeitpunkt erreicht,

wird für das Prüfgebiet im NIS (Netzinformationssystem auf Basis von Smallworld GIS) der Stadtwerke München ein Prüfvorgang angelegt. Die Prüfung erfolgt ausschließlich im NIS, das die grafischen und alphanumerischen Daten des über 4 500 km langen Gasnetzes enthält und somit das Fundament der Lösung bildet. Im NIS werden auch die Ergebnisdaten der Überprüfung gespeichert und in einem Archivierungssystem dauerhaft gesichert. Durch den Einsatz des speziell für die Rohrnetz-Überprüfung angepassten Smallworld Clients können die Daten schnittstellenfrei zwischen dem NIS und dem robusten Tablet-PC „colibri X6“ des Gasspürers übertragen werden. Im SAP werden ggf. erforderliche Folgeaktionen sowie die Kosten der Prüfung und ggf. der Folgeaktionen verwaltet.

Testeten erfolgreich das SeCuRi SAT: Robert Wagner von den Stadtwerken München, Gerlinde Gabriel von der Mettenmeier GmbH sowie Udo Kunte und Jörg Trübner (beide Stadtwerke München).

Vor der Prüfung werden bei den Stadtwerken München in der Projektverwaltung alle Kopfdaten für die Überprüfung aufbereitet (Ortsnetz, Gasspürer, Prüfdatum etc.). Zukünftig wird die Projektverwaltung direkt aus den SAP-Aufträgen befüllt.

Nach einem sechswöchigen Feldtest erfolgt die Produktivsetzung der Lösung für den Niederund Hochdruck-Bereich des Gasnetzes. Ein hochgenaues GPS mit SAPOS-Referenz gewährleistet die Lagegenauigkeit der Überprüfung auch in den Innenstadtbereichen. Die bewährte Sewerin-Messtechnik sorgt für die Verlässlichkeit der dokumentierten Gaskonzentration. Erhöhte Werte werden visuell in der Grafik hervorgehoben. Die intelligente Softwarekomponente unterstützt die Arbeiten des Gasspürers durchgängig. So wird z. B. bei der Erfassung von den Objektklassen „Überbauung“, „Überpflanzung“, „nicht begehbare Strecken“ oder „Leckstellen“ automatisch eine Umkreissuche initiiert. Damit steht eine Auswahlliste aller benachbarten Häuser direkt zur Zuordnung zur Verfügung. Mit Hilfe der Redlining-Funktion und spezieller Symbole werden bei der Lokalisierung von Leckstellen Skizzen direkt vor Ort im NIS erstellt. Diese werden, wie vom DVGW (Arbeitsblatt GW 465) gefordert, als Schadenskizzen ausgegeben und an die im SAP initiierten Meldungen angehängt. Somit ist auch der Folgeprozess der Instandsetzung oder Erneuerung optimal unterstützt. Die Lösung kann nach erfolgreicher Einführung auch für weitere Überprüfungen wie Armaturen- oder Hydrantenkontrolle verwendet werden. Ab 2008 werden insgesamt fünf Gasspürer mit der SeCuRi-SAT-Lösung ausgestattet sein, sodass sämtliche Netzgebiete effizient und durchgängig überprüft werden können.


Asset Management | Solutions 18 | 15

SeCuRi SAT Smallworld Client

SeCuRi SAT – Neue Kunden 2007 Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH Energie und Wasser Lübeck GmbH Gaz de Strasbourg

Gelsenwasser AG

Stadtwerke Lünen GmbH Stadtwerke Ratingen GmbH Erstmalig steht ein vollständiger Smallworld Client mobil zur Verfügung, der speziell für die Arbeiten des Gasspürers angepasst wurde. In Unternehmen, die Smallworld GIS einsetzen, entsteht so eine schnittstellenfreie Datenübergabe zwischen Innen- und Außendienst. Der Gasspürservice nutzt dabei alle Funktionen, die sich in dem Produkt SeCuRi SAT Conic Client über Jahre bewährt haben.

SWM Infrastruktur GmbH, München

Das Datenmodell SeCuRi SAT Smallworld Server enthält neu auch die Objektklasse Prüfgebiet, über die entsprechende thematische Karten für die Durchführung und Nachkontrolle der Rohrnetz-Überprüfung ausgegeben werden können. Die Objektklasse enthält zudem Daten zur Planung, Organisation und Abrechnung der Prüfungen. Die Prüfgebiete werden je nach Prüfturnus mit Ausgabe der Leitungslängen pro Prüfgebiet und Anzahl Hausanschlüsse (ND, MD, HD) grafisch dargestellt. In Zukunft können Prüfgebiete anhand von Schadenraten und von den Netzeigenschaften viel genauer festgelegt werden, sodass der gesamte Überprüfungsaufwand weiter minimiert wird. Nutzen und Funktionen: ■ Verknüpfung zu Auftrag (z. B. SAP) ■ Abfrage, welche Prüfgebiete aktuell zu überprüfen sind ■ Berechnung von Leitungslängen pro Prüfgebiet ■ Schadenanzahl pro Prüfgebiet ■ Schadenraten pro Prüfgebiet ■ Zuweisen des neuen Prüfturnus nach Abschluss/Auswertung der Rohrnetz-Überprüfung

Weitere Informationen:

SWM Services GmbH Michael Zanger Tel.: 089 2361-2575 zanger.michael@swm.de SWM Infrastruktur GmbH André Schöbel Tel.: 089 2361-2753 schoebel.andre@swm.de Joachim Magiera Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-528 joachim.magiera@mettenmeier.de

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Objektklasse Prüfgebiet für die effiziente Planung und Durchführung der Rohrnetz-Überprüfung


16 | Solutions 18 | Asset Management

Workflow im Störungsmanagement Mit dem Workflow-gestützten Schadens- und Störungsmanagement von Mettenmeier sind Energieversorgungsunternehmen für alle Fälle gut gerüstet. Der IT-Spezialist aus Paderborn hat mit der benutzerfreundlichen Workflow-Anwendung ein Instrument geschaffen, das volle Transparenz in den Arbeitsabläufen herstellt und statistische Auswertungen ermöglicht. Die Anwendung harmonisiert den Prozess des Störungsmanagements für alle Sparten und lässt sich ganzheitlich in die vorhandene Systemwelt eines EVU integrieren.

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Der reibungslose Betrieb der Netze und Anlagen hat für Energieversorger hohe Priorität. Netzleitstelle und Netzbetrieb stellen höchste Anforderungen an die Sicherheit und Verfügbarkeit der Versorgung, aber auch an die Effizienz in den Arbeitsprozessen. An dieser Stelle sind Werkzeuge gefordert, die den Anforderungen durch mehr Wettbewerb und zunehmende Regulierung gerecht werden. Drei Dinge sollen sie bewirken: einen höheren Integrationsgrad der technischen und kaufmännischen Systeme, die Automatisierung von Prozessen durch Workflow und die transparente Dokumentation aller Vorgänge. Diesen Anforderungen haben sich mittlerweile bereits drei Versorgungsunternehmen gestellt und zusammen mit der Mettenmeier GmbH eine Lösung für die Prozesse „Störmeldung/Systemstörung” und „geplante Abschaltung” geschaffen. Dass diese Lösung den wirklichen Bedarf der Praxis trifft, zeigt die positive Resonanz bei den Verantwortlichen in den Betriebsabteilungen und in den Netzleitstellen. Die tägliche Arbeit wird erheblich erleichtert. Alle Vorgänge werden dokumentiert und stehen als unternehmensweite Informationsplattform über Störungen im Intranet zur Verfügung. Papierformulare für Störungs- und Schadensmeldungen gehören der Vergangenheit an. Die elektronische Erfassung der Stör-

meldungen kann zentral in der Netzleitstelle oder dezentral, entweder durch die Betriebsmeister oder in den Fachbereichen, erfolgen. Telefonische Störmeldungen werden auf diese Weise direkt in der einfach und intuitiv zu bedienenden Browser-Oberfläche erfasst.

und Statistikdaten zur Auswertung liefert. Zur Administration der Lösung kommen Standard-Workflow-Datenbanken zum Einsatz sowie einfach zu pflegende Schlüsselwortlisten und Repositorys für Codierungen, Anlagen und Meldungskataloge.

Und auch die schnelle Durchführung von Störungseinsätzen wird unterstützt. Wenn nach einer Kundenmeldung zum Medium „Gas” nach einer gewissen Zeit keine Rückmeldung erfolgt, wird im Störungsbrowser ein Alarm ausgelöst. Die Meldungszeile wird gekennzeichnet, und eine EMail an den Erfasser und die Netzleitstelle wird erzeugt.

Lösungsarchitektur

Workflowmanagement

Bei der Meldungserfassung wird ein Lokationsbezug durch Verwendung des Ortes und der Straße aus dem GIS gebildet. Der Informationsaustausch mit dem GIS stellt den Gebrauch korrekter Referenzdaten (z. B. Fehlerkataloge) sicher. Eine Doppelerfassung wird vermieden. Zudem kommen an dieser Stelle die visuellen Vorteile des GIS zum Tragen: Der GIS-Viewer lässt sich im Kontext des Vorgangs starten und zeigt die entsprechenden grafischen Pläne des Störungsortes im Browser des Anwenders an. Und auch SAP-Daten können mit in die Lösung integriert werden, z. B. durch den Import von CO-Aufträgen.

Je Meldung entsteht ein Workflow-Vorgang. Die Stärke der Lösung besteht darin, dass diese Meldungen automatisiert an die zuständigen Bearbeiter weitergeleitet werden, z. B. auch an externe Dienstleister. Das zugrunde liegende Workflowmanagement gewährleistet eine vollständige und zeitnahe Bearbeitung der Vorgänge. Die elektronisch erfassten Schadens- und Störmeldungen werden übersichtlich nach Bearbeitungsstatus und nach fachlichen Kriterien dargestellt und ausgewertet. Als Fundament der Anwendung dient Lotus Domino bzw. Lotus Workflow (LWF), das die Bearbeitung der Meldungen über eine Standard-Browser-Oberfläche ermöglicht

Die Schnittstellen sind vollständig projektspezifisch, und die Lösung wird individuell auf die IT-Landschaft des jeweiligen Unternehmens abgestimmt. Sie basiert jedoch auf bewährten Workflow-Bausteinen, die in jedem Projekt wiederverwendet werden können.


Asset Management | Solutions 18 | 17

Ausgangssituation Papierbasierte Dokumentation von Störungsmeldungen und die manuelle Erstellung von Störungsstatistiken werden den Anforderungen des Wettbewerbs und der zunehmenden Regulierung nicht mehr gerecht. Mehr Flexibilität, Transparenz und Effizienz bei der Bewirtschaftung von Netzen und Anlagen leisten prozessorientierte Anwendungen, die sich in die heterogene ITLandschaft des Unternehmens integrieren.

Lösung Workflow-Anwendung auf Basis von Lotus Domino und Lotus Workflow, um die Prozesse „Störmeldung/Systemstörung” und „geplante Abschaltung” bestmöglich zu unterstützen. Die Systeme SAP und Smallworld GIS sind in die Lösung integriert.

Nutzen

Erzeugung von Statistiken und Auswertungen Nach Vorgangsende werden die Meldungen in einer Notes-Archivdatenbank gespeichert und stehen für statistische Auswertungen sowohl für betriebsinterne Zwecke als auch im Rahmen der Auskunftspflicht zur Weitergabe an die Verbände (VDN, DVGW) und die Regulierungsbehörde zur Verfügung. Die Erzeugung individueller Auswertungen

erfolgt unter Verwendung eines Berichtsgenerators im Notes-Client. Eventuelle Anhänge (z. B. Schadenfotos) sind im Archiv langfristig recherchierbar. In der Stromsparte liefert die Anwendung Netz- und Störungsdaten in dem vom VDN geforderten Datenübergabeformat (XML-Datei) und ermöglicht die einfache Erstellung der VDNStörungs- und Verfügbarkeitsstatistik und der daraus abgeleiteten BNAStatistik.

Weitere Informationen:

IBM Lotus Notes 8 ist das nächste Release von IBM Lotus Notes. Es enthält Verbesserungen in den Kernfunktionen des Lotus Notes-Clients, wie z. B. E-Mail, Kalender und Terminplanung sowie Kontaktmanagement. Es gibt außerdem

umfassende neue und innovative Funktionen, unter anderem aktivitätsbasierte Onlinezusammenarbeit, mit der die Produktivität der Endbenutzer erheblich gesteigert werden kann, und Unterstützung für modulare Anwendungen, sodass Entwickler ihre bestehenden Lotus-Notes-Anwendungen mit Anwendungskomponenten kombinieren

können, um bestimmte geschäftsbezogene Probleme zu lösen. Mit IBM Lotus Notes 8 bleibt IBM dem Zweck und Nutzen des Lotus Notes-Clients und den Investitionen von Benutzern in IBM Lotus Notes treu, verbessert gleichzeitig die Offenheit des Produkts für neue Programmiertechniken und nutzt echte Innovationen.

Klaus Busch Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-316 klaus-dieter.busch@mettenmeier.de

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Workflow-Anwendungen für Störmeldungen bzw. Systemstörungen

Workflowmanagement unterstützt eine zeitnahe und vollständige Bearbeitung der Vorgänge in der Leitwarte. Die papierbasierte Erfassung von Störungsmeldungen entfällt, und die Erzeugung von Statistiken für die Verbände (VDN, DVGW) und die Regulierungsbehörde wurde erheblich vereinfacht. Die Anwendung läuft spartenübergreifend und nutzt die visuelle Intelligenz des GIS.


18 | Solutions 18 | Asset Management

Strategisches Asset Management

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Vor dem Hintergrund eines Wandels der Rahmenbedingungen im Energiesektor gewinnen die systematische, ganzheitliche Steuerung der Versorgungssysteme eines Unternehmens und die Etablierung eines integrierten Risikomanagements eine besondere Bedeutung. Ziel ist die Optimierung der aktuellen und zukünftigen Netzstrukturen unter wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten, um insgesamt eine nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherung der Versorgungsleistungen zu erreichen. Wir sprachen mit Prof. Dr. Michael Fette über aktuelle Trends und Lösungskonzepte für langfristige Strategien. Herr Dr. Fette, welche Überlegungen liegen dem strategischen Asset Management im Energieversorgungsunternehmen zugrunde? Zur Findung von Entscheidungen jeglicher Art muss immer zuerst eine Strategie erarbeitet werden, die mögliche Wege zu einem Ziel aufzeigen kann. Gerade wenn sehr viele Einflussfaktoren eine Rolle spielen, die zum Teil bereits auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen, sollte man sich einen Überblick über Lösungsrichtungen und vor allem deren Eigenschaften und Möglichkeiten verschaffen. Wir Menschen können nun leider nicht im Sinne rückgekoppelter Systeme denken, komplexe Zusammenhänge und deren Abhängigkeiten können wir nicht überblicken. Beim strategischen Asset Management liegt genau so ein Problem vor, das von eben vielen Einflussgrößen gesteuert werden kann und muss. Auf der Hand liegt z. B. der Zielkonflikt, in dem gerade jetzt im regulierten Markt die Netzentgelte gekürzt wurden und noch weiter gekürzt werden, die Anteilseigner der Netze aber immer noch eine ordentliche

Rendite erwarten. Das vorhandene Netz mit seinen Betriebsmitteln ist ja nicht von heute auf morgen zu verändern, sondern wir haben es mit außerordentlich langwierigen Prozessen zu tun. Mit einer heute getroffenen Entscheidung, mit der wir z. B. eine Ersatz-, Instandhaltungs- oder Reparaturquote festlegen, legen wir auch die wesentlichen zukünftigen Kosten der nächsten Jahre fest. Und hier sollte man alle Varianten für die mögliche Strategie des Unternehmens durchspielen können, um so zu einer Strategieoptimierung zu gelangen, aber auch im Rahmen der Strategie taktisch auf Einflüsse reagieren zu können. Dabei treten Fragestellungen auf wie: „Führe ich die Reparatur einzelner Betriebsmittel selber durch, vergebe ich sie fremd, und mit welchen Konsequenzen muss ich dann rechnen?“

Lässt sich diese große Menge von Faktoren in den Griff kriegen? Ja natürlich! Wir erfinden hier ja nicht etwas vollkommen Neues. In vielen Industrie-

zweigen, wie z. B. der Ölindustrie, setzt man seit vielen Jahren sehr erfolgreich Strategien im Asset Management um. Die strategische Steuerung von Unternehmen wird mit solchen Werkzeugen ebenfalls seit vielen Jahren unterstützt. Für unsere Fragestellungen sind sogar so genannte multivariante Analysemethoden gefordert, um unserem Ziel überhaupt nachkommen zu können. Mit anderen Worten, wir benötigen Unterstützungswerkzeuge, die einem helfen, die relativ komplexen Zusammenhänge recht einfach auf der in einem Unternehmen verfügbaren Datenbasis aufbauen zu können. Wir müssen für das operative Asset Management die Zielvorgaben finden, damit wir langfristig „unser“ Ziel (z. B. bestimmte Buchwerte, Qualitätsgrößen, Renditen oder CAPEX-Werte) erreichen können und trotzdem Spielraum für unser mittelfristiges und kurzfristiges Tagesgeschäft finden. Also nicht nur zu sagen: „Das ist die Strategie“, sondern: Mit welchen Budgets setzt man das um, welche Sanierungsmaßnahmen müssen vorgenommen werden, wie wird zukünftig repariert, was ist die notwendige Anzahl an Mitarbeitern? Oder die Entscheidung, ob Dienstleistungen im Haus oder extern vergeben werden, usw., usw. – eine lange Liste von Fragen, die jedoch im Rahmen der zukünftigen Anreizregulierung über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidet.

Haben Unternehmen überhaupt noch die Zeit, eine detaillierte Asset-Strategie auszuarbeiten? Wenn nicht jetzt, wann dann? Im Regulierungsprozess tickt die Uhr unaufhaltsam. Und diejenigen, die ihre zukünftigen Kosten und Risiken abschätzen können, werden Vorteile haben. Große Konzerne führen im


Asset Management | Solutions 18 | 19

hat, solche strategischen Werkzeuge für das Asset Management aufzubauen. Diese Strategiesysteme wurden mittlerweile auf Regionalstandorte ausgerollt, und sehr bald ist man dort so weit, dass die operativen Entscheidun-

INFO Prof. Dr.-Ing. habil. Michael Fette

Warum sind die Vorgehensweisen der großen Konzerne und kleineren Verteilnetzbetreiber so unterschiedlich? Die großen Konzerne haben als Übertragungsnetzbetreiber historisch und auch aus der juristischen Verantwortung in der Netzführung heraus einen anderen Ansatz. Hier gibt es zum Teil noch keine operativen Komponenten, und das hat seinen Grund: Alles was an strategischem Zahlenwerk hinterlegt wird, legt die künftigen Kosten fest. Netzführung und Netzplanung sind eben sehr von Strategien geprägt, da man hier schon immer im Sinne der Systemverantwortung langfristig denken musste. Es ist daher interessant zu sehen, dass z. B. RWE bereits vor einigen Jahren ganz systematisch angefangen

Eigentümer des Beratungsunternehmens System & Dynamik, stellv. Leiter des VDE Bezirksvereins Ostwestfalen-Lippe e.V. und Mitglied im zentralen VDE-Ausschuss Beruf, Gesellschaft und Technik. Privatdozent an der Universität Paderborn für Netzdynamik. Seit März 2007 als Professor an der Fachhochschule Bielefeld am Lehrstuhl für Regenerative Energiesysteme und Automatisierung mit den Schwerpunkten Intelligente Netze der Zukunft, Netzautomation

gen auch unterstützt werden können, aber dann gesteuert durch die strategischen Entscheidungen, gewonnen durch die Unterstützungswerkzeuge.

Also haben sich die Konzerne einen strategischen Vorteil geschaffen? Richtig. Es geht zukünftig auch darum, Netze bewerten und kaufen oder verkaufen zu können. Mit den Strategiewerkzeugen kann man beurteilen, ob die Netze zum Unternehmen und zur vorliegenden Kostenstruktur passen. Das Ziel bei der Anreizregulierung wird sein, Strukturen zu formen, mit denen man maximale Rendite bekommen kann. Das wird nicht das eigene Netz oder die eigene aktuelle Netzstruktur sein. Es kann sein, dass man ein Stück Netz abgeben sollte und dafür ein anderes Teilnetz hinzubekommt. Dieser Tausch kann z. B. im Rahmen von Modellnetzanalysen und Bewertungsmechanismen dazu führen, dass Netze andere Kostenstrukturen bekommen, weil sie im Rahmen des Regulierungsprozesses anders bewertet werden können. Wer sich hier bewertbare Vorteile verschaffen kann, wird Gewinner im Regulierungsprozess sein.

Sie beschäftigen sich mit Simulationen und dynamischen Modellen. Wie lässt sich strategisches Asset Management vorausschauend betreiben? Vieles davon wurde bereits andiskutiert. Ein Blick in die Zukunft, eine Bewertung dessen, was passieren kann, das Finden einer Strategie und das Aufzeigen von Risiken gehören zu den Kernfragen überhaupt. Neben den Fragen zum Asset Management sind weitere Herausforderungen zu meistern. Vieles davon hat mit der Integration regenerativer Energie-

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Übrigen schon lange strategische Überlegungen auch zum Asset Management durch. Die kleineren Unternehmen tendieren aber leider dazu, sofort operative Entscheidungen zu suchen und umzusetzen. Je kleiner die Unternehmen sind, umso häufiger kann man das beobachten. Analysiert man vergangene Entscheidungen, so trifft man sehr häufig auf die Aussage: „Ja, wenn wir das schon gewusst hätten, dann …“ Operative Lösungen wurden und werden aus der Sicht der Analyse in den Unternehmen vorschnell eingeführt, was aber eigentlich keinen Sinn macht. Wenn die Asset-Struktur nicht aufbereitet ist und die Strategien nicht geprüft sind, dann kommt man mit einer operativen Sichtweise zu keiner vernünftigen Kostensituation, geschweige denn, dass vorgegebene Ziele erreicht werden können. Wenn man also nur operativ arbeitet, ohne vorher auf Basis der real im Netz verfügbaren Assets strategisch geprüft zu haben, welche Varianten und Ausprägungen es gibt, dann wird man das bezahlen müssen.


+++ Schwerpunkt Asset Management +++

20 | Solutions 18 | Asset Management

wandler zu tun. Hier wird der Einsatz von Simulationswerkzeugen nahezu unverzichtbar, da sowohl technische als auch ökonomische Risiken für ein bestehendes Netz örtlich und zeitlich abgeschätzt werden müssen. Mit vernünftigen, revidierbaren Annahmen und spezifizierbaren und anpassbaren Größen sollte man in der Lage sein, in die Zukunft blicken zu können. Drei Dinge sind dabei für Simulationswerkzeuge entscheidend: Transparenz, Transparenz, Transparenz. Das bedeutet schlicht und einfach: Es müssen verlässliche, für jedermann nachvollziehbare Aussagen getroffen werden, die jedes Jahr weiter präzisiert werden können. Dabei gibt es sehr starke Anforderungsprofile an die Simulation. Ein Qualitätsmerkmal ist jedoch entscheidend: „Sie müssen rückwärts rechnen können.“ Denn wenn man einfach mal mit dem Szenario viel früher anfängt, dann muss man folgerichtig den Ist-Zustand wiederfinden können. Systemen, die erlauben, meine bisherige Strategie prüfen zu können, und zugleich Erkenntnisse für eine Präzisierung der zukünftigen Strategie liefern, würde ich immer meine Präferenz geben. Wenn also ein Unternehmen nicht mehr durch das Tagesgeschäft blockiert sein will, fängt es jetzt an, solche Werkzeuge aufzubauen und Simulationen für Veränderungsprozesse zu starten. Die Konsolidierung der Daten hat dabei einen sehr großen Wert. Auch hier helfen moderne Werkzeuge, gezielt Schwachstellen aufzuzeigen. Übrigens: Wenn man schon solche Werkzeuge heranzieht, dann kann man auch gezielt danach fragen, welche Daten für die Entscheidungsprozesse überhaupt notwendig sind. Hier kann man sehr viel Zeit und Geld sparen, indem die „richtigen“ Daten mit geeigneter Qualität aufbereitet werden. Auch dafür gibt es Analysemethodiken, die sich alle in der Praxis längst bewährt haben.

Inwieweit erlauben die Strategiewerkzeuge auch eine Operationalisierung im Asset Service? Es ist in der Praxis wichtig, ein globales, strategisches Ziel vor Augen zu haben und die operative Arbeit im Alltag nicht zu vernachlässigen. Dazwischen muss man jedoch taktieren können. Die bereits angesprochenen Veränderungsprozesse in den Netzen durch die Integration dezentraler Einspeiser, aber auch die zukünftig sehr großen Anstren-

gungen, Energie besonders effizient einzusetzen, werden die Netze maßgeblich verändern. Insbesondere als Mehrsparten-Unternehmen sind die Überlegungen dann eher taktischer Natur: „Bin ich gezwungen, eine Baumaßnahme jetzt durchzuführen, oder mache ich das später?“ Gibt es z. B. nach einer energietechnischen Sanierung von Wohngebieten überhaupt genügend Potenzial für eine netzgebundene Versorgung? Oder man entscheidet z. B. im Asset Management, dass ein Großteil der Betriebsmittel künftig zustandsorientiert betrieben und gewartet wird. Einige davon werden noch in Zeitintervallen gewartet und andere ereignisorientiert. Wenn man jedoch weiß, dass nächstes Jahr Baumaßnahmen anstehen, wird man nicht mehr zustandsorientiert warten, sondern in die ereignisorientierte Wartung übergehen. Hier wird also nur noch reagiert und das Notwendigste gemacht. Dieses Risiko sollte man eingehen. Man muss also nicht nur definieren, welche Instandhaltungsstrategie man hat, sondern zwischendurch auch die Chance haben, die Strategie vollständig wechseln zu können, weil es Sinn macht zu taktieren. Diesen Gestaltungsspielraum braucht man, und Unterstützungswerkzeuge helfen einem dabei, diese Dinge darzustellen.

Letzte Frage: Wie amortisieren sich die von Ihnen beschriebenen Werkzeuge? Jede Art der Unterstützung von Strategieentscheidung und der Bestimmung von künftigen Kosten wird sich in kürzester Zeit amortisieren. Aus den Praxisbeispielen, die vorliegen, insbesondere aus den anderen regulierten Märkten Europas, haben sich solche Werkzeuge in weniger als einem Jahr amortisiert. Wer über die Zukunft nicht weiß, welche Optionen und Varianten er hat, der bewegt sich im Dunkeln, und das kostet Geld. Das Interview führte Ingo Rameil.


Asset Management | Solutions 18 | 21

Professionelle Werkzeuge für Ihre Investitions- und Instandhaltungsstrategie

Strategisches Asset Management Mettenmeier liefert zusammen mit Partnern Lösungen für die Betrachtung der Netze unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten – von der Zustandsanalyse und Wertermittlung über die Investitionsplanung bis hin zur Instandhaltungsoptimierung; Lösungen, die verfügbare (historische und aktuelle) Daten verarbeiten, belastbare Kostennachweise und Statistiken liefern und grafische Auswertungen ermöglichen. Strategien werden miteinander vergleichbar und Auswirkungen auf Netznutzungsentgelte darstellbar. Die Basis für eine objektive, gewinnorientierte Netzbewirtschaftung wird geschaffen.

■

■

Bestimmung von Alterungsprofilen und Revisionsintervallen Risikolose Szenariensimulation zur Ermittlung der optimalen Instandhaltungsund Erneuerungsstrategien

Wertermittlung ■

■

Bestimmung von Substanzwerten und Sachzeitwerten sowie deren Entwicklung im Zeitverlauf Wirklichkeitsgetreue Simulation dynamischer Entwicklungen des Netzes in der Zukunft und Ableitung von Prognosen

■

■

Sensitivitätsanalyse zur Identifikation der stärksten Einflussgrößen Ermittlung der Verzinsung des eingesetzten Kapitals

Grundsatzplanung/Investitionsstrategie ■

■

■

■

■

Zielorientierte Modellierung des vollständigenen Asset-Lebenszyklus Bewertung von Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Schadenshäufigkeit sowie Ermittlung der Restlebenserwartung Analyse und Optimierung von Lebenszykluskosten auf Basis des technischen Zustands von Betriebsmitteln Ermittlung von Erneuerungsstrategien „Replace or Repair“ Bestimmung von Investitionszeitpunkten und Rückbauszenarien

Regulierungsmanagement ■ ■

Kalkulation der Netzentgelte Informationen an die Bundesnetzagentur

Weitere Informationen: Die Lösungen zur integrierten Strategieentwicklung und -optimierung basieren auf praxiserprobten Ansätzen dynamischer Systeme und bewährten Alterungsmodellen für Betriebsmittel. Daten lassen sich, basierend auf Standardformaten (z. B. XML und Excel), importieren und exportieren.

Prof. Dr. Michael Fette System & Dynamik Tel.: 05251 40404 fette@systemdynamik.de

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Instandhaltungsstrategie


22 | Solutions 18 | Asset Management

Netzberechnung mit Stanet in der Praxis der NBB Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG ist der größte örtliche Gasverteilnetzbetreiber der Region Berlin/Brandenburg. Rund 270 Mitarbeiter gewährleisten an vier Standorten den technischen und wirtschaftlichen Betrieb der Gasversorgungsnetzstruktur. Hierzu sind Wartung und Ausbau der dazu notwendigen technischen Infrastruktur sowie die Durchführung des technisch sicheren Betriebes Kernaufgaben der NBB.

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Eingangsdaten der Rohrnetzberechnung Die Erstellung von Netzmodellen in der Netzplanung erfolgt bei der NBB mit dem Netzberechnungsprogramm Stanet. Hier werden insbesondere die Rohrnetzdaten aus dem GIS (Durchmesser, Länge, Werkstoff, Sanierungsverfahren, Netzname und Rauheit) und die Verbrauchsdaten aus SAP/IS-U bzw. GAS-X (Tarif- und Sonderkunden, Anlagennummer, Jahresverbrauch/Monatsverbrauch, Druckstufe, Gebäude-ID) verarbeitet. Darüber werden Eingangsdaten wie Regionalschlüssel, Informationen zu den Regelanlagen, Marktforschungsdaten über den Gesamtbedarf sowie Vertriebsinformationen über Anfragen und Neukunden berücksichtigt.

GIS-Integration Die NBB ist eine Ausgründung der Netzbetriebe der GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft und der EMB Erdgas Mark Brandenburg GmbH. Überdies hat die NBB zum 01.01.2007 die Verantwortung als Netzbetreiber für das Versorgungsgebiet der Havelländischen Stadtwerke GmbH (HSW) übernommen. Im Sinne des Energiewirtschaftsgesetzes wurde das Netz der HSW gepachtet.

Die Herausforderung bei der Integration von Stanet bestand darin, dass bei der NBB historisch bedingt unterschiedliche GIS-Systeme im Einsatz sind. Während für das Teilnetz Brandenburg die verschiedenen Systeme in das Smallworld GIS migriert wurden, wird im Teilnetz Berlin das Paris-GIS eingesetzt. Die Kopplung von Stanet und Paris wurde bereits 2003 realisiert. 2006 erfolgte dann die Beauftragung der Mettenmeier GmbH zur

Implementierung der Schnittstelle zum Smallworld GIS. Die Objekte aus dem GIS (VL-Abschnitte, HAL-Abschnitte, Regelanlagen) werden per Schnittstelle als Objekte des Netzmodells in Stanet dargestellt (Knoten, Leitungsabschnitte, Einspeisestelle). Dabei erfolgt der Datenaustausch über ein Standard-Stanet-Format. Daten aus anderen Quellen können ebenfalls über die Schnittstelle importiert werden.

Erhöhung der Datenqualität Da die Qualität der Netzberechnung stark von der Qualität der netzrelevanten Daten abhängig ist, erfolgt im Rahmen des Datenaustauschs auch eine Plausibilitätsprüfung des Netzmodells. Nach der Ersterfassung in Stanet werden die GIS-Daten überprüft und Fehlerlisten erstellt, mit deren Hilfe eine Datenbereinigung im Smallworld GIS erfolgt. Als Resultat wird jährlich in Stanet ein neues Masternetz erzeugt. Insgesamt wird durch die Vermeidung einer doppelten Datenerfassung und -pflege die Datenqualität gesteigert.

Netzstrukturdaten der NBB (Stand 01.04.2007) Gas Hochdruck Gas Mitteldruck Gas Niederdruck Quelle: www.nbb-netzgesellschaft.de

Netzlänge ohne HA 2 150 km 4 089 km 5 462 km

Anzahl Ausspeisepunkte 3 636 128 659 146 416

Weitere Informationen:

Karin Schenker NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg Tel.: 030 80208-2437 k.schenker@nbb-netzgesellschaft.de


Asset Management | Solutions 18 | 23


24 | Solutions 18 | Asset Management

Stanet-Schnittstelle zum GIS Die Stanet-Schnittstelle wurde in enger Abstimmung mit Hersteller Ingenieurbüro Fischer-Uhrig entwickelt und bietet den eleganten Austausch von Gas- und Wassernetzdaten mit dem Smallworld GIS. Und auch Stromdaten lassen sich komfortabel übergeben. Die Schnittstelle ist optimal auf die Smallworld-Fachschalen abgestimmt und vorkonfiguriert. Der Austausch kann neben den Grafikdaten, Knoten- und Kantenobjekten auch Daten aus anderen Quellen umfassen, die ebenso per Stanet-Schnittstelle übergeben werden. Die umfangreichen Betriebsmitteldatenbanken von Stanet können weiter voll genutzt und gepflegt werden. Funktionen der Schnittstelle (Auszug) ■

■

■

■

■

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

■

Weitestgehende Konfigurierbarkeit der Schnittstelle für individuelle Kundenanforderungen Verwendung des flexiblen Stanet-SDF/ CSV-Formats Optimale Unterstützung der Stanet-Konzepte, z. B. für die Übergabe von Hausanschlussdaten Verbesserte Übergabe von Gas-Druckregelstationen mit den Druckreglern Übergabe von Strom-Stationsinnenleben Übergabe von Hausanschlussdaten mit Lokationsdaten zur Zuordnung der Lastdaten

Weitere Infos unter: www.mettenmeier.de

„Die neue Smallworld-Schnittstelle zu Stanet erreicht einen hohen Grad an Flexibilität. In enger Abstimmung mit der Mettenmeier GmbH haben wir nun eine Integrationslösung, die direkt das SDF/CSV-Format von Stanet nutzt und StanetKonzepte, z. B. bei der Übergabe von Hausanschlussdaten, optimal unterstützt. Die Schnittstelle ist sehr weit gehend konfigurierbar und auch auf die individuellen Anforderungen der Kunden anpassbar. Als sehr hilfreich haben sich hierbei die allgemeinen Funktionalitäten der Preprocessing Engine von Mettenmeier erwiesen, die den Datenaustausch unterstützt. Im Speziellen konnten Austauschfunktionen eindeutig verbessert werden, wie z. B. die Übergabe von GasDruckregelstationen mit den Druckreglern oder von Strom-Stationsinnenleben sowie die Übergabe von Hausanschlüssen mit Lokationsdaten zur Zuordnung der Lasten.“ Friedrich Fischer-Uhrig, Ingenieurbüro Fischer-Uhrig

Aktuelle Projekte der Mettenmeier GmbH im Bereich Netzberechnung Elektrizitätswerke Wels: Einführung Stanet EWR Remscheid: Einführung NeplanSchnittstelle NBB: Stanet-Schnittstelle NVB Nordhorn: Lastaufbereitung; Zuordnung Last- und Verbrauchsdaten für Schnittstelleneinführung rku.it: Operation Analyser PowerFactory: Internationale Pilotprojekte Stadtwerke Bielefeld: Neplan-Schnittstelle Strom, Gas, Wasser, Fernwärme Stadtwerke Hamm: Einführung StanetSchnittstelle Stadtwerke Unna: Einführung StanetSchnittstelle, PSS/Sincal-Schnittstelle, Operation Analyser

Weitere Informationen:

Dietmar Stein Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-391 dietmar.stein@mettenmeier.de


Asset Management | Solutions 18 | 25

Strategisches Instandhaltungsmanagement beim SAL Lünen Lünen/Paderborn/Bochum. Der Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR führt derzeit eine umfassende Strategielösung für das Instandhaltungsmanagement ein. Ziele sind die nachhaltige Steuerung der Zustandsund Kostenentwicklung des Kanalnetzes sowie die Ableitung der Instandhaltungs- und Investitionsstrategie auf Basis einer systematischen Netzbewertung. Die Grundlage dafür bildet das praxisbewährte Modell „STATUS“ der S&P Consult GmbH (Stein & Partner). Die Lösung zur integrierten Strategieentwicklung nutzt wesentliche Daten aus dem Smallworld GIS/Fachschale Kanal. Mettenmeier unterstützt in dem Projekt die Datenkonsolidierung und qualitätsgesicherte Auf-

Substanzwertentwicklung und Ausfallwahrscheinlichkeit im Verlauf der Alterung von Kanalnetzen

bereitung und Bereitstellung der in STATUS erforderlichen Netzinformationen, wie z. B. Material, Baujahr, Tiefenlage, Profiltypen und Zustandsdaten. Die Ergebnisse von STATUS, insbesondere die Informationen über den Substanzwert, die Zustandsentwicklung und die Wirtschaftlichkeit von Netzteilen, werden mit Smallworld Spatial Intelligence als Grundlage für die Entscheidungsprozesse anschaulich visualisiert. Das gemeinsame Projekt beim SAL in Lünen haben die Firmen Mettenmeier und S & P Consult zum Anlass genommen, eine gemeinsame Partnerschaft zu beschließen. Ziel ist die Bündelung des Know-hows in Projekten zum strategischen Instandhaltungsmanagement von Kanal- und Wassernetzen.

Integrierte Kanalzustandserfassung nach DIN EN 13508-2 Zusammen mit IBE bietet Mettenmeier moderne, ausgereifte Werkzeuge zur Erfassung und Bearbeitung von Kanalzustandsdaten nach DIN EN 13508-2 an. Die Softwaremodule erlauben die Zustandserfassung auf dem Fahrzeug (IBE Inspect), Datenabgleich, -kontrolle und -auswertung sowie die Erstellung von Sanierungskonzepten und die Kostenkalkulation der Maßnahmen (IBE Office). Die einfach zu installierenden IBELösungen sind die ideale Ergänzung zur Fachschale Kanal des Smallworld GIS, z. B. unter Nutzung des Smallworld-SQL-Servers oder mit der geplanten Schnittstelle nach ATVDVWK M150.

Mettenmeier Utility Solutions gehört zu den marktführenden IT-Dienstleistern und Lösungsanbietern für die Energie- und Wasserwirtschaft. Basierend auf langjähriger Erfahrung im Bereich Geoinformation, macht das Unternehmen Geodaten im Sinne eines Asset Managements zielgerichtet nutzbar und verwendet offene Standards für die Entwicklung integrierter Anwendungen für die unterschiedlichen technischen Betriebs- und Managementaufgaben. Für das strategische Instandhaltungsmanagement liefert Mettenmeier hochqualitative Daten und unterstützt damit auch die Leistungsfähigkeit von STATUS der S&P Consult GmbH. Die Ingenieurgesellschaft S&P Consult GmbH ist eines der innovativsten Unternehmen, die sich mit Themen unterirdischer Infrastrukturen beschäftigen. STATUS ist ein umfassendes Strategiemodul für modernes Kanalmanagement mit neuen Ansätzen für eine nachhaltige Steuerung der Zustands- und Kostenentwicklung.

Weitere Informationen: Raul Trujillo Alvarez S&P Consult GmbH Tel.: 0234 5167-0 raul.trujillo@stein.de

Ludger Ebbers Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150 402 ludger.ebbers@mettenmeier.de

+++ Schwerpunkt Asset Management +++

Kooperation von Mettenmeier und Stein & Partner


26 | Solutions 18 | Oracle-basierte Lösungen

Neue Anwendung auf Grundlage der europäischen Norm EN 13508-2

Oracle-Spatial-basierende Kanal-Applikation Im Rahmen der strategischen Orientierung in Richtung Oracle und der gemeinsamen Auslandsaktivitäten mit der Firma S&P Consult GmbH, stellt Mettenmeier erstmalig eine vollständig auf Oracle Spatial 10g basierende Applikation zur Dokumentation des Kanalnetzes und der Zustandsdaten zur Verfügung, die erstmalig bei einem GTZ-Projekt in Jordanien zum Einsatz kommt.

Die Applikation wurde nach den Grundlagen der europäischen Norm DIN EN 13508-2 „Condition of drain and sewer system outside buildings“ konzipiert und umgesetzt. Die graphische Abbildung des Kanalnetzes erfolgt wie gewohnt in Anlehnung an die deutsche Norm DIN 2425. Die Applikation unterstützt vollständig die Funktionen von Oracle Spatial 10g, d. h. alle Applikationsdaten wie Sachdaten, Geometriedaten, Topologien, Styles, Karteneinstellungen etc. werden nativ in der Oracle-

Datenbank vorgehalten. Dies gilt ebenso für die Verwaltung der erforderlichen Grundkarten wie Luftbilder, Gebäude und Straßen. Ein Beispiel, um die Fachaufgaben im Rahmen der Erfassung und Auswertung von TV-Inspektionsdaten ausführen zu können, stellt das Produkt IBE Inspect dar, welches als Frontend auf die Daten der Oracle basierten KanalApplikation zugreifen kann.

Weitere Informationen: Für die Nutzung der Applikation Kanal stehen für die verschiedensten Aufgaben wie z. B. Datenfortführung, Auskunft/Analyse im Büro, Auskunft und Datenfortführung im Feld diverse Standardprodukte zur Verfügung.

Ludger Ebbers Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150- 402 ludger.ebbers@mettenmeier.de


Oracle-basierte Lösungen | Solutions 18 | 27

E.ON Westfalen Weser AG nutzt konsolidierte Datenbasis

Oracle-basiertes Betriebsmittelinformationssystem Informationen suchen sich ihren Weg. Nur leider fehlt es in Zeiten inflationärer Datenvolumina immer mehr an Überschaubarkeit. Der Weg von der Datenquelle bis zur Nutzung der Information wird tendenziell immer länger, und die Anzahl der Anwendungen steigt. Hinzu kommen Excel-Tabellen, Karteikarten und heterogene Datenbanken sowie historisch bedingte Strukturen, in denen die verschiedenen Fachbereiche ihre Daten selbst pflegen. Die Folge: Man findet nicht mehr, was man sucht, und die Datenqualität nimmt ab.

Bereich, aber auch aus den Servicebereichen Da solche Situationen Zeit und Geld kosten, bedienen sich fast täglich dieser konsolidierbemühen sich viele Unternehmen um ein ten Datenbasis, die durch einen unabhängiprofessionelles Datenmanagement und um gen Gutachter geprüft und zertifiziert wurde. die Auflösung von Redundanzen und langen Damit erfüllt die AnBear beitungszeiten. „Der operative Betrieb hat das wendung auch sämtliFür Netzbetreiber empfiehlt es sich, die Betriebsmittelinformationssystem che Auflagen des E.ON-Konzerns für Daten ihrer Netze und sehr gut angenommen“ konzernrelevante SoftAnlagen in einem einware hinsichtlich Sicherheit, Programmierstil, heitlichen Betriebsmittelinformationssystem Dokumentation, Investitionsschutz etc. zusammenzuführen, das eine schnelle Erfassung der Daten ermöglicht. „Durch die freie Verfügbarkeit, die einfache Verwaltung durch eigene Mitarbeiter und Die E.ON Westfalen Weser AG hat sich sehr offene Auswertungsmöglichkeiten haben wir früh mit der Einführung eines einheitlichen einen schnellen und bemerkenswerten NutBetriebsmittelinformationssystems beschäfzen erzielt“, erklärt CIO Tilmann Proske. tigt. Zur Erfassung von nicht digital vorlie„Sehr teure Systeme konnten wir dadurch genden Daten, zur Übernahme aus alten früh abschalten. Außerdem haben wir durch Hostanwendungen oder aus Lotus-Notesdie modulare Erweiterung mit Konnektoren Datenbanken ist seit mittlerweile vier Jahren die Möglichkeit, neben GIS und SAP zusätzlidie Informationsdrehscheibe xBIS im Einsatz che Systeme wie unser DMS-System anzubinund hat sich fest im Unternehmen etabliert. den.“ Neben der Erfassung von Daten dient Viele Mitarbeiter aus dem technischen die Plattform aber auch der Konsolidierung und Verbesserung der Qualität des Datenbestands. „Der operative Betrieb hat die Daten sehr gut angenommen und durch die einfache Nutzung die Daten automatisch in ihrer Qualität geprüft“, bestätigt Proske. Die Datendrehscheibe ist für jede Art von Daten universell einsetzbar. Auch Liegenschaftsdaten oder kleine Vertriebslösungen werden damit bei E.ON Westfalen Weser verwaltet. Zudem konnten parallel die Planungen für Zielsysteme wie SAP erfolgen und die Daten definiert werden, die in das SAPPM-System übernommen werden sollen.

Webbasierte Auskunfts- und Erfassungsoberfläche

Das Betriebsmittelinformationssystem der E.ON Westfalen Weser AG bietet eine einfache, flexible und vergleichsweise sehr kostengünstige Möglichkeit, die vielen verschiedenen Datenquellen im Unternehmen für den Benutzer in einer leistungsfähigen Web-Oberfläche im Windows Look-and-Feel zusammenzuführen und einsehbar oder editierbar zu machen.

Das webbasierte Online-Betriebsmittelinformationssystem ist eine universelle Auskunfts- und Erfassungsoberfläche für Betriebsmitteldaten in Oracle-Datenbanken. Viele verschiedene Daten aus unterschied-


28 | Solutions 18 | Oracle-basierte Lösungen

lichsten Datentöpfen werden in einer gemeinsamen Oberfläche angezeigt und editierbar gemacht. Damit wurde ein zu 100 % browserfähiges, umfassendes Data Warehouse realisiert, bei dem ortsunabhängig auf alle relevanten Betriebsmitteldaten im Unternehmen zugegriffen werden kann. Eine Fülle von Möglichkeiten wird geboten: ■

■

■

■

■

■

■ ■

Hierarchische Darstellung der Betriebsmittel als Objektbaum, welche eine direkte Objektauswahl ermöglicht Ein Abfrageassistent, mit dem es dialoggestützt möglich ist, einfache Objektabfragen zu erstellen und diese darzustellen Einfache und komplexe Objektabfragen durch direkte Eingabe von SQL-Anweisungen Exportieren einzelner Betriebsmittelinformationen und Ergebnislisten nach Excel und als PDF Drucken von Betriebsmittelinformationen und freie Anpassung der Druckvorlagen durch den Administrator Schnellsuche von Objekten durch Auswahl eines Schlüsselfeldes in der Datenmaske. Anbindung an XGIS (Smallworld GIS) Anzeige von Wartungsdaten

Technologie Das Betriebsmittelinformationssystem wird zu 100 % als HTML/JavaScript im Browser dargestellt, ohne zusätzliche Plugins, Software oder Virtual Machines. Die Wartungs- und Betriebskosten sind daher minimal. Das System nutzt ausschließlich international erprobte Standards (HTML, XML, SQL, LDAP, Java etc.) und setzt dabei so weit wie möglich auf kostengünstige Open-SourceSysteme (Apache Tomcat, OpenLDAP etc.). Alle Masken, Dialoge, Berechtigungen usw. sind komplett als XML definiert und vom internen Systemadministrator anpassbar. Die Kosten des Gesamtsystems wurden damit minimiert, während gleichzeitig die Skalierbarkeit, Zukunftssicherheit und der Investitionsschutz maximiert wurden.

Weitere Informationen:

Tilmann Proske, E.ON Westfalen Weser AG Tel.: 05221 183-215 tilmann.proske@eon-westfalenweser.com Benjamin Pehle, Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-375 benjamin.pehle@mettenmeier.de

E.ON Westfalen Weser ist ein moderner Energiedienstleister an den drei Hauptstandorten Paderborn, Herford und Hameln. Kerngeschäftsfelder sind Strom, Gas, Wasser, Abwasser und Wärme. E.ON Westfalen Weser verkaufte 2006 rund 9 Mio. Kilowattstunden Strom, 4 Mio. Kilowattstunden Gas sowie 11,5 Mio. Kubikmeter Wasser. Das Stromleitungsnetz umfasst rund 31 000 Kilometer. Das Gasnetz hat eine Länge von rund 3 300 Kilometer. Das Unternehmen ist außerdem in den Geschäftsfeldern Entsorgung, Telekommunikation und öffentlicher Personennahverkehr aktiv. Der Gesamtumsatz belief sich 2006 auf 1,1 Mrd. Euro. Das Netzgebiet von E.ON Westfalen Weser erstreckt sich mit rund 6 400 km2 über zwei Bundesländer in den wachstumsstarken Regionen OstwestfalenLippe und Südniedersachsen. Die sichere und preiswerte Energie- und Wasserversorgung für Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Haushalte steht im Mittelpunkt der Aktivitäten des Unternehmens mit rund 1 500 Mitarbeitern.


Smallworld GIS | Solutions 18 | 29

Unterfangens deutlich. Allen Beteiligten war klar: Ohne Expertenwissen war das Projekt nicht zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Mettenmeier konnte dabei als Fachschalenhersteller und langjähriger Dienstleister seine Kompetenzen voll einbringen. Zunächst wurden von Mai bis Juli 2006 Testdaten bearbeitet und die Datenzusammenführung vorbereitet. Im Oktober startete dann das eigentliche Projekt zur Zusammenführung der Datenbanken.

Erfolgsfaktor Datenqualität Besondere Bedeutung wurde der Qualitätssicherung zugemessen. Die visuelle Kontrolle der Vollständigkeit und Richtigkeit erfolgte flächendeckend für das gesamte Netzgebiet. Veredelter Datenbestand kam pünktlich zu Weihnachten Zudem wurden eine abschließende Überprüfung und Korrektur des erfassten Datenbestandes mit Hilfe von aktuellen Prüfprogrammen durchgeführt, um die Korrektheit der topologischen Verknüpfungen und die Integrität der Daten sicherzustellen. Mit den eingesetzten Werkzeugen zur Qualitätssichedie drei Strom-Datenbanken der Wuppertaler Um für die Zukunft gerüstet zu rung konnten die fehlerhaft erfassten Objekte Stadtwerke AG zusammenzuführen. sein, hat die Wuppertaler Stadtexakt lokalisiert und korrigiert werden. Das werke AG die Datenbestände ihres Ergebnis war ein nahezu fehlerfreier DatenAus drei mach eins Stromnetzes mit Hilfe der Mettenbestand. Ausschlaggebend für die guten Resultate war auch die hervorragende fachliche Früher wurden das Bestandsplanwerk und die meier GmbH zusammengeführt. Zusammenarbeit zwischen der Fachabteilung Übersichtsplanwerke für Niederspannung soDas Resultat: eine vollständige, bei den Wuppertaler wie für Hoch- und konsistente und nahezu fehlerfreie Mittelspannung in drei „Trotz der hohen Komplexität der Auf- Stadtwerken und dem Datenbasis für die Infrastruktur des getrennten Datenban- gabe haben wir ein Ergebnis erhalten, Projektteam unter mit dem wir sehr zufrieden sind.“ Führung von Frau ken verwaltet und gegesamten Stromnetzes auf logiUlrike Sauerland bei pflegt. „Wir wollten die Stefan Wünsch, Wuppertaler Stadtwerke AG scher und physischer Ebene. DaMettenmeier. Aufwände für den marüber hinaus effizientere Fortfühnuellen Abgleich der Datenbestände reduzierungsprozeduren in der PlanwerksKurz vor Weihnachten war es dann so weit: ren und die damit verbundene FehleranAm 15. Dezember 2006 wurde ein einheitfälligkeit beseitigen“, begründet Sachgebietsverwaltung sowie ein Qualitätslicher, bereinigter Datenbestand ausgeliefert, leiter und Projektverantwortlicher Stefan gewinn bei der täglichen Arbeit und am 13. Februar 2007 konnte der erfolgWünsch die Entscheidung der Wuppertaler mit dem GIS. reiche Projektabschluss verkündet werden. Stadtwerke für dieses Projekt. „Zudem erwarten wir, dass wir mit einer konsistenten und vollständig topologisch bereinigten DatenStromnetze stellen hochkomplexe Infrastruk Weitere Informationen: basis das Netzmanagement und die Betriebsturen dar, die mittels professioneller GISStefan Wünsch prozesse noch besser unterstützen können.“ Systeme wie des Smallworld GIS abgebildet Wuppertaler Stadtwerke AG und dokumentiert werden können. Dabei Tel.: 0202 569-7784 Um die Mehrfachpflege überflüssig zu erfolgt neben der grafischen und technischen stefan.wuensch@wsw-online.de machen und die Fortführung der Daten langAbbildung der Netze und Anlagen unterfristig zu vereinfachen, mussten sämtliche schiedlicher Spannungsebenen auch die Peter Knoche Informationen aus den drei Datentöpfen in Abbildung in unterschiedlichen PlanwerksMettenmeier GmbH einen einheitlichen, homogenen Datenbeebenen. Entsprechend hoch waren die Tel.: 05251 150-419 stand überführt werden. Zu Beginn des Herausforderungen, als sich 2006 ein Projektpeter.knoche@mettenmeier.de Projektes wurde der Schwierigkeitsgrad des team bei der Mettenmeier GmbH bildete, um

Wuppertaler Stadtwerke: Zusammenführung der Stromdatenbestände


30 | Solutions 18 | Smallworld GIS

Leitungshomogenisierung – Die Daten wandern Kontinuierliche Verbesserung, das ist der Hintergrund für geometrische Korrekturen der Grundkarte (Raumbezugsebene). Damit verbunden ist nachfolgend auch eine Lagekorrektur der Betriebsmittel zum Beispiel der Ver- und Entsorgungswirtschaft sowie der Telekommunikationswirtschaft.

Dies sind nur einige wenige im Vorfeld zu betrachtende Gesichtspunkte. Nach der Bewertung der individuellen Situation (Ausgangslage Kataster) und der Fixierung der eigenen Anforderungen (Bsp.: Lagegenauigkeit, Aktualität) erfolgt die Konzipierung der weiteren und der kontinuierlichen Vorgehensweise.

Die ALK und künftig das ALKIS werden bezüglich der Koordinierungsdichte (Umfang und Anteil der gerechneten Punkte) und bezüglich der Koordinatensysteme (und des Lagestatus) stets mit vermessungstechnischem Sachverstand seitens der Kataster- der Vermessungsverwaltung optimiert. Dabei bilden internationale Normen und Koordinatensysteme oftmals die Grundlage.

Die technische Zusammenführung und Aktualisierung der Daten erfolgen mittels ausgereifter Software. Hier steht das Produkt adjust.IT zur geometrischen Nachbehandlung der Betriebsmittel zur Verfügung.

Handlungsnotwendigkeit Mit der Lieferung neuer, lageveränderter Grundkarten ist der Datennutzer aufgefordert, Lösungsansätze bezüglich der Nachbearbeitung seiner mit hohem Kostenaufwand erfassten eigenen Daten zu finden. Nur die Homogenität zwischen den beiden Medien ermöglicht eine zuverlässige Planauskunft.

Lösungsszenarien Aufgrund der sehr unterschiedlichen kundenspezifischen Ausgangslagen ist im ersten Schritt das Gespräch mit der Kataster- oder Vermessungsverwaltung wichtig. Hier ergeben sich beispielhaft folgende Diskussionspunkte: ■ Zeitpunkt der Umstellung auf das neue Katastermodell (ALKIS) ■ Zeitintervalle in denen Fortführungen zur Verfügung gestellt werden ■ Umfang, Heterogenität und Gebietseingrenzungen der Geometrieverschiebungen ■ Verfügbarkeit von Verschiebungsvektoren ■ Verfügbarkeit von Testdaten (Geometrieverschiebung, ALKIS etc.) ■ Zu erwartende Geometrieveränderungen innerhalb der ALK (noch vor ALKIS) etc.

In Einzelfällen kann auch die ausschließlich manuelle Nacharbeit zu sinnvollen und wirtschaftlichen Ergebnissen führen. Wichtig ist die frühzeitige Auseinandersetzung mit den vermessungstechnischen Rahmenbedingungen und den eigenen Anforderungen. Auch wenn Homogenisierungssoftware einen Großteil der anstehenden Arbeiten leisten kann, so ist vermessungstechnischer Sachverstand bei der Beurteilung und der eventuellen Nacharbeit der Ergebnisse unverzichtbar. Die Mettenmeier GmbH unterstützt ihre Kunden zu diesem Thema in ganzheitlicher Form. Homogenisierungserfahrungen liegen in hohem Umfang vor. Diverse große Katasterverwaltungen ließen ihre Grundkarten mittels Homogenisierungsverfahren bei Mettenmeier erfassen (Bundesland Hessen, Stadt

Köln, Kreis Steinfurt u.a.). Der Umgang mit geometrischen Bedingungen und den vielfältigen Abhängigkeiten macht das Thema zu einer Angelegenheit für Spezialisten. Die Berater von Mettenmeier stellen ihren Kunden einen fachlich und wirtschaftlich sinnvollen Nachbearbeitungsprozess individuell vor. Softwaretechnische Optimierungsverfahren werden auf der Grundlage von Standardprodukten evaluiert und bedarfsorientiert angepasst. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung mit komplexen vermessungstechnischen Sachverhalten garantieren wir einen sensiblen Umgang mit Ihren Daten. Die Homogenisierung und Nachbearbeitung können durch den Anwender selbst (z. B. mit dem Produkt adjust.IT) erfolgen oder als Dienstleistung durch Mettenmeier abgewickelt werden. Teils sind große Datenmengen in kurzer Zeit lagemäßig anzupassen womit ein Outsourcing speziell dieses Themas sinnvoll wird.

Fazit Die Daten „wandern“. Diese geometrischen Prozesse setzen Fachwissen und geeignete Produkte mit wirtschaftlichen und qualitativ zuverlässigen Erfolgen voraus. Die Aufgabe unterliegt einer nicht zu unterschätzenden Verantwortung, der sich Mettenmeier gerne in gewohnter Professionalität stellt. Die Daten wandern. Richtung, Umfang, geometrische und nachbarschaftliche Abhängigkeiten sind zu berücksichtigen. Für ein Beratungsgespräch und Services stehen wir zur Verfügung. Workshop Leitungshomogenisierung 13. September 2007 in Paderborn Info unter www.mettenmeier.de

Weitere Informationen: Alte und neue Grundkarte: Die markierte Fläche zeigt den neuen Bestand an. Hier ist eine Lageänderung der Leitungen, Bemaßungen und Beschriftungen durch Ausgleichung erforderlich.

Klaus von der Mosel Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-329 klaus.vondermosel@mettenmeier.de


Smallworld GIS | Solutions 18 | 31

Neues Modul im Standard der Fachschale Strom

NRM Outage Report Die Bundesnetzagentur (BNetzA) und der Verband deutscher Netzbetreiber (VDN) stellen verschiedene Anforderungen an die Netzbetreiber hinsichtlich der Dokumentation von Störungen und Versorgungsunterbrechungen insbesondere bei elektrischen Energieversorgungsnetzen. Die Anforderungen seitens des VDN sowie der BNetzA an die Dokumentation basieren auf der Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Dieses verpflichtet die Netzbetreiber, Störungen und Versorgungsunterbrechungen zu dokumentieren. Der § 52 „Meldepflichten bei Versorgungsstörungen“ des EnWG besagt: „Betreiber von Energieversorgungsnetzen haben der Bundesnetzagentur bis zum 30. Juni eines Jahres über alle in ihrem Netz im letzten Kalenderjahr aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen einen Bericht vorzulegen. Dieser Bericht hat mindestens folgende Angaben zu enthalten: 1. den Zeitpunkt und die Dauer der Versorgungsunterbrechung, 2. das Ausmaß der Versorgungsunterbrechung und 3. die Ursache der Versorgungsunterbrechung. In dem Bericht hat der Netzbetreiber die auf Grund des Störungsgeschehens ergriffenen Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Versorgungsstörungen darzulegen. Darüber hinaus ist in dem Bericht die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung in Minuten je angeschlossenen Letztverbraucher für das Kalenderjahr anzugeben. Die Bundesnetzagentur kann Vorgaben zur formellen Gestaltung des Berichts machen sowie Ergänzungen und Erläuterungen des Berichts verlangen, soweit dies zur Prüfung der Versorgungszuverlässigkeit des Netzbetreibers erforderlich ist. Sofortige Meldepflichten für Störungen mit überregionalen Auswirkungen richten sich nach § 13 Abs. 6.“

unterstützen, stellt die Mettenmeier GmbH aktuell die Störstatistik im Standard der Fachschale Strom als „NRM Outage Report“ bereit. Hiermit ist es möglich, die Dokumentation der Versorgungsunterbrechung direkt im GIS durchzuführen. Optional hat der Anwender auch die Möglichkeit, die Störungsdokumentation im ERPSystem durchzuführen. Die benötigten Informationen wie Stationen, Abgänge etc. können dann zur Ermittlung der betroffenen Hausanschlüsse an das GIS übergeben werden. Die Ergebnisse können anschließend an das ERP-System zurück übergeben werden. Die Störstatistik besteht aus einem erweiterten Datenmodell mit zusätzlichen Funktionen, wie z. B.: ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■

Dieses Gesetz zwingt die Netzbetreiber, Versorgungsunterbrechungen für alle Netze zu dokumentieren und daraus resultierende Maßnahmen abzuleiten. Damit Versorgungsunterbrechungen behoben werden können, sind verschiedene Schalthandlungen notwendig, die es zu dokumentieren gilt. Darüber hinaus ist die Dokumentation der betroffenen Hausanschlüsse inkl. der Ausfallzeiten zu verwalten. Ziel der BNetzA ist es, die Netzbetreiber über die daraus resultierenden Kennzahlen vergleichbar zu machen, um einerseits die Netznutzungsentgelte anzupassen und andererseits mögliche Einsparpotenziale zu heben. Neben der Dokumentation der nicht versorgten Hausanschlüsse ist ebenfalls die Dokumentation der betroffenen Betriebsmittel durchzuführen.

Störstatistik mit der Smallworld-Fachschale Strom Um die Dokumentation der Versorgungsunterbrechungen, die erstmalig Ende Juni 2007 für das Vorjahr an die BNetzA zu übermitteln ist, zu

■ ■ ■

Grundfunktionen zur Ermittlung der betroffenen Kunden Zusatzfunktionen für den Daten-Import/-Export Normale Editorfunktionen Übernahme der Schalterdaten Ermittlung der betroffenen Anschlüsse Sequenzielle Betrachtung der Schalthandlungen Optional: Generierung der Objekte im GIS Bereitstellung als Funktion ohne Nutzung der Datenspeicherung im GIS (GIS als Engine) Gehe zu / Darstellen der betroffenen Anschlüsse Liste der betroffenen Anschlüsse Summenbildung für Anzahl, Zeitdauer, Leistung

Der NRM Outage Report wurde Anfang Mai 2007 freigegeben und ist ab sofort über den Support der Mettenmeier GmbH als Modul zur Fachschale Strom für Smallworld 4.0 kostenlos erhältlich.

Weitere Informationen:

Benjamin Pehle Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-375 benjamin.pehle@mettenmeier.de


32 | Solutions 18 | Smallworld GIS

HYSTEM-EXTRAN-Schnittstelle zum Smallworld GIS/Fachschale Kanal Mit der verbesserten Version der Schnittstelle zwischen dem Smallworld GIS und dem Rohrnetzberechnungsprogramm HYSTEMEXTRAN (Version 6.2.) des Instituts für technisch-wissenschaftliche Hydrologie GmbH (ITWH) in Hannover können die Arbeiten bei der Planung von Kanalnetzen noch besser unterstützt werden. Die Basisdaten des Kanalnetzes (Informationen zu Haltungen, Schächten und Sonderbauwerken) werden in der Fachschale Kanal erfasst und über die Schnittstelle nach HYSTEM-EXTRAN exportiert, wo sie für Berechnungen benötigt werden. Zur Durchführung einer Simulation in HYSTEMEXTRAN stehen dann die jeweils aktuellen, in der Kanal-Datenbank abgelegten Daten in Form einer Netzdatei aus der Fachschale Kanal zur Verfügung. Die Ergebnisse, die das HYSTEM-EXTRAN-Programm in einer Seriensimulationsdatei ablegt, können dann wieder in die Fachschale Kanal mit Hilfe die-

ser Schnittstelle importiert werden und stehen dort für Analyse- und Auskunftszwecke zur Verfügung. HYSTEM-EXTRAN ist ein hydrodynamisches Niederschlag-Abfluss-Modell für die

Kanalnetzberechnung. Es dient zur Nachrechnung städtischer Kanalnetze sowohl mit Einzelereignissen als auch mit Hilfe der Langzeit-Seriensimulation, z. B. im Rahmen von Sanierungsplanungen.


Smallworld GIS | Solutions 18 | 33

VRDB – Varianten-Datenbank zum Smallworld GIS Das GIS mit seinen Netzdaten bietet eine optimale Basis für Netzplanungen. Da jedoch im Rahmen des Planungsprozesses Hunderte oder gar Tausende von Planungsvarianten entstehen, sind Werkzeuge gefordert, die für Transparenz sorgen. Mit der VRDB kann eine beliebige Zahl von Benutzern zahlreiche Planungsvarianten in einer Alternative der Smallworld-Datenbank oder einer anderen Datenbank anlegen. Jede Planung erhält seinen eigenen Lebenszyklus und Planungen Dritter können einfach integriert werden. Da Änderungen an der Datenstruktur im produktiven System keine Datenmodelländerungen in der VRDB nach sich ziehen, ist das System sehr leicht zu unterhalten.

■

■

■

■

■

■

Alle Entwurfsvarianten sind als unabhängige Einheiten in einer Alternative der Smallworld-Datenbank oder in einer anderen Datenbank gespeichert. Der Benutzer hat dadurch eine komplette Übersicht über alle geplanten Projekte sowie deren Status und kann technische und/oder finanzielle Analysen durchführen. Dadurch können z. B. diejenigen Projekte identifiziert werden, die ein sofortiges Eingreifen erfordern.

■

■

Es besteht praktisch keine Begrenzung bei der Anzahl der Varianten und Entwürfe. Die Varianten verhalten sich wie Smallworld-Versionen, sodass beim Anlegen von Subvarianten nicht unnötig Objekte kopiert werden müssen. Die Struktur des Variantenbaums kann durch Verschieben oder Kopieren ganzer Zweige flexibel geändert werden. Es sind keine Eingriffe nötig, wenn das Datenmodell des produktiven Systems geändert wird. Ein voll integriertes Autorisierungssystem verhindert unberechtigte Zugriffe und reduziert die Zahl der in der Liste sichtbarer Varianten aufgeführten Einheiten. Einfache Integration von Daten aus anderen Datenquellen. Einfache Datenerfassungswerkzeuge und -oberflächen. Das integrierte Broadcast-System verbessert die Kommunikation zwischen den verschiedenen Beteiligten, falls z. B. Meilensteine des Projekts sich ändern oder nicht eingehalten werden können.

Unterstützung von Record Transactions für den SQL-Server des Smallworld GIS Der SQL-Server zum Smallworld GIS ermöglicht in Verbindung mit dem Smallworld-ODBC-Treiber den lesenden und den schreibend Zugriff auf das Smallworld GIS per ODBC-Technologie. Bei dem schreibenden Zugriff wurden dabei bislang die Record Transactions des Smallworld GIS nicht unterstützt. Wenn z. B. per ODBCZugriff mit MS Access zu einer Haltung das Material geändert wurde, erfolgte eine Änderung des Sachdatenfelds der Haltung, die Beschriftung in der Grafik wurde aber nicht aktualisiert. Mit der Unterstützung der Record Transactions durch die Mettenmeier-Erweiterung zum Smallworld-SQL-Server erfolgt jetzt auch die Aktualisierung der Grafik. Damit wird für viele Anwendungsfälle eine fachschalenkonforme Fortführung von Sachdaten des Smallworld GIS per ODBC-Technologie über Standardprodukte wie Microsoft Access möglich.


34 | Solutions 18 | Prozessmanagement

Wintershall Holding AG: Prozessorientierte, standortübergreifende Abwicklung von Bestellanforderungen

Weltweites Beschaffungsportal ■ ■ ■ ■ ■

Anbindung an das ERP-System (SAP/MM) Übernahme von Kontierungsvorschriften aus SAP/CO Integration des vorhandenes Archivsystems SER ITA zur Recherche Domino als Frontend und Applikationsplattform Lotus Workflow als Workflow-Engine

Für die Konzeption und Umsetzung dieses Vorhabens wurde die Mettenmeier GmbH beauftragt. Die entwickelte Lösung konnte die Verantwortlichen von Wintershall überzeugen: „Wir hatten mit Lotus Workflow bereits gute Erfahrungen gesammelt und mit Mettenmeier einen Partner gefunden, der über ausgezeichnete technische und organisatorische Kompetenz in der Analyse und Umsetzung von integrierten Prozessmanagement-Lösungen verfügt“, betont Bernd Etzler, technischer Projektleiter bei Wintershall.

Die größten Effizienzpotenziale von Unternehmen liegen im geschäftlichen Alltag. So bedarf es nicht viel Fantasie, sich auszurechnen, welche Einsparungen realisiert werden, wenn ca. 1 000 Personen ihre Bestellanforderungen (BANF) elektronisch erfassen, die Anforderungen über einen automatisierten Workflow genehmigen lassen und die Bestellungen dann den direkten Weg ins SAP-System nehmen, bevor sie im Archiv abgelegt werden. Hinzu kommt, dass zeitraubende Änderungen, Rückfragen und Statusabfragen jetzt rasch online erledigt werden können und erforderliche Statistiken und Listen automatisch erstellt werden. Wintershall hat diesen Geschäftsprozess mit der Workflow-Anwendung „BM.Workflow“ optimiert und weltweit ausgerollt. BM = Bedarfsmeldung: Um dieses Formular rankt sich die gesamte Anwendung und zwar nicht als Papierformular mit etlichen Durchschlägen, sondern als Maske zur intuitiven Bedarfserfassung, mit deren Hilfe die Anwender Schritt für Schritt durch den Dialog geführt werden. Die wichtigsten Projektziele waren: ■ Bereitstellung eines weltweiten Beschaffungsportals ■ Vertrautes, mehrsprachiges User-Interface ■ Realisierung als Workflow-Anwendung mit

■

■

■

starker Prozessorientierung Jederzeitige Transparenz über den Status von Bestellungen Integration in die vorhandene Systemlandschaft Unterstützung des bereits als Workflowlösung vorhandenen Rechnungsprüfungsprozesses

Zu berücksichtigen waren folgende Rahmenbedingungen: ■ Ca. 1 000 potenzielle Anforderer

Folgende Anforderungsarten werden über die Workflow-Anwendung abgewickelt: ■ Normalbestellung/Abruf aus Wertkontrakten ■ Anfrage/Ausschreibung ■ Direktbestellungen bis 500 Euro ■ Abruf aus Rahmenverträgen ■ Wintershall-Multilieferantenkatalog (Internetplattform)

Intuitive Bedarfserfassung Bestellanforderungen können von jedem beliebigen Arbeitsplatz erstellt werden. Über einen geführten Dialog werden zunächst die Grunddaten erfasst bzw. aus einem ähnlichen Vorgang übernommen. Danach folgen die Bestellpositionen, deren Kontierung, die Festlegung der Lieferanschrift sowie bei Bedarf das Anhängen von begleitenden Dokumenten, z. B. eingescannten Papierdokumenten. Die Eingabe wird weitestgehend durch konfigurierbare Auswahllisten und Artikelkataloge (SAP) unterstützt. Zudem sind vielfältige Validierungen (Kontierung, Organisation, Liefertermin etc.) hinterlegt. Die Anforderung wird automatisch auf Logik und Vollständigkeit geprüft.


Prozessmanagement | Solutions 18 | 35

Workflow für die Rechnungsprüfung

Bestellanforderungen folgen bei Wintershall weltweit einer einheitlichen Prozedur. Der Warenkorb zeigt die aktuelle Bedarfserfassung an. Hier ein Beispiel aus dem Multilieferantenkatalog.

Um die Prüfung von Rechnungen bestmöglich zu unterstützen, bietet Mettenmeier einen intelligenten Lösungsbaustein, der vom Posteingang über die Prüfung und Freigabe bis zur Archivierung alle Tätigkeiten elektronisch unterstützt und kundenidividuelle Belange in Form von Anpassungen und Erweiterungen berücksichtigt: ■

■

Flexibles Genehmigungskonzept

Transparenz bei der Recherche

Nach Abschluss der Bedarfserfassung erfolgt der Genehmigungsprozess, dessen Verlauf in einem Protokoll dokumentiert wird. Die Bestellanforderung wird automatisch an die verantwortlichen Stellen (Vorgesetzter, technische Prüfstelle, Einkauf etc.) weitergeleitet und folgt einer frei konfigurierbaren Aufbaulogik mit Stellvertreterregelung. Auch Eskalationsmechanismen sind eingebaut. Je nach Anforderungsart und Beschaffungswert erfolgt die Genehmigung automatisiert oder manuell. Die Genehmigungsstellen erhalten per Mail einen Link, um die Vorgänge direkt aus der Mailbox bearbeiten zu können.

In allen Schritten, von der Bedarfsdefinition über die Bestellauslösung, den Wareneingang bis hin zur Archivierung, lässt sich der Bestellvorgang verfolgen. Beim Wareneingang erfolgt die Prüfung auf Vollständigkeit der Lieferung. Anschließend werden alle zugehörigen Dokumente fixiert und in die Archivablage transferiert. Das Archiv bietet für alle eingestellten Informationen umfassende Recherchemöglichkeiten und verschiedene Sichten auf die Anforderungen und Positionen.

■ ■

■

■ ■

Wesentliche Merkmale: ■

■

■

Integration von SAP ■

Nach Freigabe der Bestellanforderung werden die erforderlichen SAP-Belege mit allen BANF-Positionen automatisch erstellt und der SAP-Transfer in der Bestellanforderung quittiert. In SAP kann die Bestellung nun nach den üblichen Verfahren weiterbearbeitet werden. Die Integration wurde auf Basis des SAP-Standardmechanismus Java-Connector aufgebaut. Zum Einsatz kommt dabei das Integrationsprodukt mbs.SmartConnect, das für volle Konfigurierbarkeit der Integration sorgt und einen reibungslosen Abgleich der Daten zwischen dem Domino-Server und SAP/MM gewährleistet.

„Nach erfolgreicher Testphase und fast zwei Jahren Echtbetrieb können wir feststellen, dass die Akzeptanz bei allen Beteiligten sehr hoch ist und die Vorteile im Tagesgeschäft unübersehbar sind.“ Bernd Etzler, technischer Projektleiter bei Wintershall

Weitere Informationen:

Bernd Etzler Wintershall Holding AG Tel.: 0561 301-1287 bernd.etzler@wintershall.de Klaus Busch Mettenmeier GmbH Tel.: 05251 150-316 klaus-dieter.busch@mettenmeier.de

Scannen der Rechnung und automatisches Starten eines Workflows Automatisierte Zuweisung von Lieferanten- und Rechnungsdaten auf Basis der Stammdaten Vorerfassung in der Buchhaltung Prüfung der Rechnungsinhalte durch z. B. Projektleiter, Verantwortliche etc. Terminüberwachung und Nachweis des Bearbeitungsweges Automatisierte Durchbuchung Revisionssichere Archivierung

■

■

■

Unterstützung der Buchhaltung durch benutzerfreundliche Erfassungsmaske Automatisierte Eingabe der Buchungsdaten in das Buchhaltungssystem Ablösung einer papierbasierten Prüfung durch digitalisierte Belegen und automatisierten Workflow Stets aktueller Überblick über den Stand der Vorgangsbearbeitung Minimierung des Erfassungsaufwandes in der Buchhaltung Automatische Überleitung der Buchungsdaten in das Buchhaltungssystem Intelligente, revisionssichere Archivierung

Der IBM Premier Partner Mettenmeier Business Solutions gehört im Bereich der Beratung und Implementierung von prozessorientierten Unternehmenslösungen zu den führenden IT-Dienstleistern. Kunden aller Branchen profitieren von den langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung und Implementierung von optimierten Geschäftsabläufen und anwenderfreundlichen, zukunftsorientierten Workflow-Applikationen.


Digitale Bestandsdokumentation | Solutions 18 | 36

Über 200 Fachleute trafen sich vom 24.–26. April anlässlich der „Utility Solutions 2007” zum Erfahrungsaustausch bei der E.ON Westfalen Weser AG in Paderborn und konnten sich über die Themen Asset Management, Geoinformation und Netzberechnung informieren. Im Vordergrund standen IT-Strategien in modernen Ver- und Entsorgungsunternehmen, die Optimierung von Netzstrukturen und Netzbetrieb, Entscheidungsgrundlagen im Kontext regulativer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie der praktische Einsatz des Smallworld GIS.


Netzberechnung und GIS | Solutions 18 | 37


38 | Solutions 18 | Netzberechnung und GIS

Mettenmeier-Bowling-Cup 2007

Die Sieger des Mettenmeier-Bowling-Cups 2007: Ina Holtz, Thomas Schneider


40 | Solutions 18 | Mettenmeier Intern


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
http://www.mettenmeier.de/allgemein/pdf/solutions18 by Mettenmeier GmbH - Issuu