001 / JAN 2024
INNOVATION IST ALLTAG 8 Schreinerei Bard Basel-Reinach GmbH Traditionsreiches Familienunternehmen für Innenraumlösungen
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KANTONSSPITAL AARAU Architektur im Rahmen der Digitalisierung
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DR. URS WIEDERKEHR
Das digitale Fundament für Führungskräfte 2023
IN NEUEN DIMENSIONEN DENKEN Interview mit Ralf Schmid von der Doka Schweiz AG
Jetzt auch Digital als E-Magazin!
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DER DURCHBRUCH IST DA Interview mit Patric Sommer von der Implenia Schweiz Ag
buildup AG - Hohlstrasse 610 - 8048 Zürich - www.builldupnetwork.ch
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LIEBE LESERIN, LIEBER LESER, Produkte-Daten: Der Schlüssel zum digitalen Wandel der Baubranche Die Digitalisierung in der Baubranche schreitet unaufhaltsam voran, wobei digitale ProdukteDaten eine zentrale Rolle spielen. Diese Daten, welche detaillierte Informationen über Bauprodukte und materialien enthalten, sind entscheidend für die Optimierung von Bauprozessen und die Steigerung deren Effizienz. In diesem Editorial betrachten wir, wie digitale ProdukteDaten die Baubranche transformieren, welche Herausforderungen dabei auftreten und welche Chancen sich daraus ergeben. Digitale Produkte-Daten umfassen detaillierte Informationen zu Bauprodukten, wie z.B. Masse, Leistungskriterien, Materialbeschaffenheit und Umweltauswirkungen. Diese Daten sind essenziell für den Einsatz von Building Information Modeling (BIM), aber auch in digitalen Tools für den herkömmlichen Prozess. Sie ermöglichen eine präzisere Planung, eine verbesserte Koordination zwischen verschiedenen Gewerken und eine effizientere Ressourcennutzung. Zu den Herausforderungen gehören die Standardisierung der Datenformate, die Gewährleistung ihrer Aktualität und Genauigkeit sowie die Integration in bestehende Systeme. Zudem erfordert die effektive Nutzung digitaler Produkte-Daten entsprechende Kompetenzen und Schulungen der beteiligten Akteure. Der Aufund Ausbau der Kompetenzen in Ihrem Unternehmen ist zu empfehlen. So lernen Sie mit der Digitalisierung umzugehen und sie zu nutzen.
Digitale Produkte-Daten sind ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Digitalisierung in der Baubranche. Sie bieten das Potenzial, die Effizienz und Qualität in der Bauplanung und -ausführung erheblich zu steigern und tragen zur Nachhaltigkeit bei. Um diese Vorteile zu realisieren, müssen allerdings die Herausforderungen im Bezug auf die Standardisierung und den Kompetenzaufbau angegangen werden. Im Gegensatz zu anderen Ländern werden in der Schweiz nicht nur Verordnungen und Gesetzte erlassen. Stattdessen werden die Lösungen mit Organisationen wie buildingSMART Switzerland, GS1 Switzerland, CRB, SIA, HGC oder buildup grundlegend aufgebaut. Die Baubranche steht vor einer digitalen Transformation, in der digitale Produkte-Daten eine Schlüsselrolle spielen. Durch die Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen können Unternehmen die vielfältigen Chancen dieser Entwicklung voll ausschöpfen und so einen signifikanten Wettbewerbsvorteil erlangen. Hat Ihr Unternehmen die Herausforderung bereits angenommen? Herzlichst, Dani Küchler CEO, buildup AG
Die Verwendung digitaler Produkte-Daten bietet zahlreiche Vorteile. Sie ermöglicht eine verbesserte Zusammenarbeit aller Beteiligten, von Architekten über Ingenieure bis hin zu Bauunternehmen. Fehler in der Planungs- und Bauphase können reduziert und die Bauqualität kann gesteigert werden. Darüber hinaus bieten digitale Daten die Möglichkeit, nachhaltigere und umweltfreundlichere Bauprozesse zu realisieren, indem beispielsweise die Materialverschwendung vermindert wird.
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INHALT
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BARD SCHREINEREI Interview mit Thomas Bard von Georg Lutz
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DOKA SCHWEIZ AG
Produktmanager Holzbau und Gebäudehülle der Sager AG
Innovative Schalungen und ihre Wertschöpfungskette
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Interview mit Paul Curschellas VDC/BIM-Manager und Prokurist bei der Burckhardt Architektur AG.
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INTERVIEW MIT DANIEL GLOOR
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SPITAL NEUBAU IN AARAU
DR. URS WIEDERKEHR Das digitale Fundament für Führungskräfte TEIl 4
INHALTSVERZEICHNIS 3 GRUSSWORT by Dani Küchler, CEO buildup AG 4-6 INHALTSVERZEICHNIS & IMPRESSUM 8-11 BARD SCHREINEREI Interview mit Thomas Bard 14-17 IN NEUEN DIMENSIONEN DENKEN Interview mit Ralf Schmid, Geschäftsführer Doka Schweiz AG 20-23 ALLES AUS EINER HAND Gebäudedämmung an Fassaden, Interview mit Daniel Gloor von Sager AG 26-28 DIE LÜCKE SCHLIESSEN Die Vermittlung zwischen Theorie und Praxis 28-35 DAS DIGITALE FUNDAMENT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE PART 3&4 Von Dr. Urs Wiederkehr 38-40 DER DURCHBRUCH IST DA Interview mit Patric Sommer, BIM-Manager bei Implenia Schweiz AG 42-48 SPITALNEUBAU IN AARAU Interview mit Paul Curschellas, von der Burckhardt Architektur AG 50-51 SWISSNESS TRIFFT NACHHALTIGE INNOVATION Schnelligkeit trifft auf Sauberkeit - Gehrig Group AG 54-55 IHRE SICHERHEIT IST UNSERE TREIBENDE KRAFT Interview mit Lee Perfetti & Samuel Karrer 58-59 DA FÄHRT WERBETECHNIK METERGROSS DURCH DIE REGION Interview mit Zaron Heckendorn 62-63 BIM ALS WERTSCHÖPFER Von Markus Weber - Präsident von Bauen digital Schweiz
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IMRPRESSUM VERLAG: Bermuda Agency KLG Steinenvorstadt 4 CH-4051 Basel www.bermuda-agency.ch PROJEKTLEITUNG: Michele Stasolla m.stasolla@bermuda-agency.ch SALES: Michele Zito m.zito@bermuda-agency.ch Willi Vertrieb GmbH Alain Willi info@willi-vertrieb.ch SATZ & LAYOUT: Bermuda Agency KLG Khiem Riemer k.riemer@bermuda-agency.ch REDAKTION: Georg Lutz, Redakteur Dipl. Politologe
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TITELBILD: Schreinerei Bard Basel-Reinach GmbH INTERVIEWS & BEITRÄGE: Dani Küchler Thomas Bard Ralf Schmid Daniel Gloor Thomas Achermann Dr. Urs Wiederkehr Patric Sommer Paul Curschellas Lee Perfetti Samuel Karrer Zaron Heckendorn Markus Weber AUTOREN: Georg Lutz Florian Blumer Dr. Urs Wiederkehr Roland Baer Markus Weber BILDER & ILLUSTRATIONEN: buildup AG Barbara Sorg - Die Fotowerkstatt Doka Schweiz AG Sager AG Georg Lutz Dr. Urs Wiederkehr Implenia AG Ponnie Images Nightnurse Images Burckhardt Architektur AG Gehrig Group AG Ideepublik GmbH
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SCHREINEREI MIT LEIDENSCHAFT Traditionsreiches Familienunternehmen für Innenraumlösungen Interview mit Thomas Bard von Georg Lutz
Wer heute eine neue Küche oder ein neues Bad sucht, kann sich bei grossen Anbietern eine Lösung von der Stange kaufen. Es geht aber auch anders. Thomas Bard führt seit 30 Jahren die Schreinerei Bard Basel und erläutert im folgenden Interview, warum es spannend sein kann, auch heute bei einem Familienbetrieb nach Innenraumlösungen zu suchen. Bild: Bar a or
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Zwei Generationen als familiäres Powerteam: Chantal Bard, Geraldine Bard und Thomas Bard.
eit drei Generationen ist ihr Haus eine Schreinerei, die Innenräume in der Schweiz gestaltet. Sie feiern einen runden Geburtstag – 70 Jahre Schreinerei Bard im Raum Basel. Nehmen Sie uns zunächst mit auf eine Zeitreise: Wie sah eine Schreinerei vor 70 Jahren und wie sieht sie heute aus?
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Mein Vater hat mit meiner Mutter 1954 das Familienunternehmen gegründet. Damals war der Maschinenpark noch im Vergleich zu heute sehr bescheiden. Handarbeit bestimmte das Handwerk. In den grossen Fabriken beherrschten die Maschinen schon das Geschehen, nicht aber im Handwerk. Mir fallen dazu als Laie die Werkzeuge dazu ein: den Hobel, die Säge, die Wasserwaage, die Schleifmaschine … 08
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Ja, die einzelnen Arbeitsschritte waren auch noch klar voneinander getrennt. Heute denkt man ja schon von Anfang an in Prozessen und arbeitet sich an einer Wertschöpfungskette ab. Und wie sahen die Produkte aus? Wir haben noch ein Gesamtsortiment angeboten. Es ging nicht nur um Küchen- oder Bademöbel, sondern auch um Fenster und Türen. In der Küche waren noch die klassischen Küchenbuffets aus Vollholz angesagt. In den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurde dann ein Maschinenpark auch für kleinere Handwerksbetriebe erschwinglich. Gleichzeitig gab es einen ersten Schub in Richtung Automatisierung und Digitalisierung. Genau an dieser historischen Schnittstelle kam ich ins
Berufsleben. 1984 bin ich in den Betrieb eingetreten. 1989 durften wir unsere erste CNC-Maschine (Computerized Numerical Control) in Betrieb nehmen. Seitdem programmieren wir computergesteuert viele unserer Arbeitsprozesse. Wie sieht Ihre Produktpalette heute aus? Wir fertigen Möbel für die Küche, das Bad und den Wohnraum. Wir halten uns an die klassische Trennung zwischen dem Bauschreiner, der Fensterrahmen, Sturzbretter, Fenstersimse und Türen fertigt, und der Möbelschreinerei, in der wir zu Hause sind. Bei uns geht es um Einbauschränke, Küchenzeilen oder Bademöbel – alles auf Mass und auf individuellen Kundenwunsch. Früher waren Küche und Bad eher abgekapselte Funktionsräume.
Heute sind die Übergänge viel offener gestaltet. In der Küche wird nicht nur gekocht, sondern auch kommuniziert. Das führt für Anbieter wie Ihr Haus zu neuen Herausforderungen. Wie können Sie das alles als Familienunternehmen abdecken?
Ja, es kommt beispielsweise darauf an, nicht nur die Funktionsräume mit Möbeln und Technik auszustatten, sondern auch die Übergänge zu gestalten. Hier haben wir Vorteile, da wir aus einer Hand agieren und den professionellen Überblick haben. Eine gute Küche steht heute in Verbindung mit Wohn- und Essraum, sie ist sozusagen das Herzstück des Hauses. Man trifft sich in der Küche, um an der Theke vor dem Essen einen Apéro zu trinken, und nach dem Essen um den Küchenblock mit Tischfunktion, um das Dessert zu geniessen. Die dazu gehörenden Möbel bilden wir in unserem Produktportfolio ab. Kommen wir zu unseren Kompetenzen und den Zulieferern: Ja, natürlich brauchen wir diese. Das fängt schon bei den Materialien an, wenn es beispielsweise um Steinplatten oder Stahllösungen, aber auch um Armaturen geht. Heute wird eine Küche am Computer entworfen und dann in eine Teileliste eingegeben. So wissen die Akteure, wann was benötigt wird. Mit diesen Onlinedaten füttern wir in der Folge unsere Maschinen.
Stellen der Firma sitzt ein Familienmitglied. Dies fängt beim ersten Telefonat an und geht über die Beratung bis zum After-SalesGeschäft. Unsere Kunden schätzen diese Nähe zu unserer Familie sehr. Mehrwert heisst aber dann auch einen höheren Zeitaufwand und damit höhere Kosten. Ich lege sogar nochmals nach: Auch Abnahme, Qualitätsprüfung und Service sind sehr nah bei uns angesiedelt. Bei uns kommen keine unbekannten Drittanbieter zum Einsatz. Wir arbeiten mit eigenen Montageprofis. Zu Ihrer Zeitfrage: Wer heute Kunde bei grossen Anbietern ist, dem wird oft viel Zeit gestohlen. Ja, lost in Warteschleife – das kennen wir alle. Das passiert bei uns nicht. Auf den zweiten Blick erkennt unsere Kundschaft, wie viel Zeit und Geld sie spart, wenn alles aus einer Hand kommt und es einen vertrauenswürdigen Ansprechpartner oder eine vertrauenswürdige Ansprechpartnerin gibt. Das spart Zeit, Stress und Geld. Es gibt für Sie sicher noch weitere Gründe, zu einem Familienunternehmen zu gehen. ild
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Heute gibt es auf globalen Märkten und in grossen Möbelhäusern auch Qualitätsprodukte. Wie setzen Sie sich hier als Familienunternehmen in der Schweiz ab? Wie finden Sie einen Platz? Sie sind ja nicht in den Nischenmärkten von Luxusmarken unterwegs, sondern bieten gehobene Lösungen an. Wir sind, das haben Sie schon richtig erkannt, im mittleren bis gehobenen Preissegment tätig. Wir können von Anfang an sehr individuell auf die Wünsche der Kunden eingehen. Das reicht vom ersten Gespräch über die Planung und Realisierung bis hin zum Service. Die Preise der Gerätschaften und Materialien einer Küchenzeile sind für uns in der Schweiz für Grossabnehmer und Familienbetriebe ähnlich. Zudem können wir im Rahmen von technischen Detaillösungen und beim Design oder der Farbauswahl oftmals eine umfangreichere Palette anbieten. Da können Kunden bei uns echten Mehrwert realisieren. Der persönliche Kontakt von A bis Z steht bei uns im Fokus. Wir sind kein Familienunternehmen auf dem Papier, wir leben es. An allen zentralen
Digital gesteuerte Maschinen unterstützen das professionelle Wissen.
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Eine industriell gefertigte Küche hat bei Materialien, Farben, Aufbau und Design klare Begrenzungen. Den gibt es bei uns nicht. Wir können jenseits des Mainstreams Küchenträume in die Realität umsetzen, und das nur zu geringfügig höheren Preisen. Zudem geht es um Kundenbindung, die teilweise über Generationen fortbesteht. Empfehlungsmarketing ist bei unserem Geschäftsmodell ein ganz wichtiger Baustein. Im ersten Stock haben wir hier auch einen Musterraum. Trotz aller Digitalisierung ist es wichtig, gerade bei einem Erstkontakt mit Kunden die Interessierten mögliche Küchen- und Wohnlösungen analog spüren zu lassen. Wir nehmen unsere Kunden mit auf eine Reise, die sich klar vom Kauf in einem Möbelhaus abhebt – wir schaffen Erinnerungen fürs Leben. Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier? 15 Menschen, die für guten Küchenbau brennen. Sie sind als Schreiner in der Produktion, aber auch im Office, in der Administration, der Buchhaltung oder im Marketing tätig. Die durchschnittliche Anstellungsdauer beträgt mehr als 14 Jahre – ich denke, diese Zahl spricht für sich und ist eine ordentliche Hausnummer. Wir führen am 29. November 2023 dieses Interview und die NZZ hat auf der ersten Seite einen Aufmacher, bei dem es um fehlende Fachkräfte geht. Das ist jetzt nicht neu, Sie können es aber sicher unterschreiben.
Ja, das betrifft uns auch und wir müssen viel Energie aufwenden, um die richtigen Profis zu finden und sie zu halten. Auch hier setzen wir auf ein familiäres Miteinander und ein Begegnen auf Augenhöhe. Unsere Mitarbeitenden dürfen jederzeit Ihre Ideen und Wünsche einbringen. Und dies geschieht ohne bürokratische Hürden. Da hilft Ihnen sicher Ihr Hauptmaterial Holz, welches ja gerade in der Baubranche einen Boom erlebt. Ja, das ist richtig. Wie finden Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Unser grosser Vorteil ist, dass wir im Raum Basel nicht nur bekannt sind, sondern auch einen Namen haben. Wer hier mit Holz zu tun hat, kennt unsere Stärken. So kommen wir auch zu Spontanbewerbungen. Auch die digitalen Netzwerke helfen uns hier. Last, but not least empfehlen uns unsere Angestellten im Bekannten- und Freundeskreis weiter. Auch die geringe Fluktuation spricht für uns. Bei uns gibt es Mitarbeiter*innen, die über 30 Jahre mit an Bord sind. Dabei geht es auch im Personalbereich um ein organisches, sprich langsames Wachstum. Wir können unsere Grösse gut im Griff haben. Betrifft auch dies die geografische Verortung Ihrer Zielgruppen?
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Holz, welches hier bearbeitet wird, ist gerade heute ein sehr gefragtes Material für die Innenarchitektur.
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Ja, unsere Kundschaft kommt in erster Linie aus dem Raum Basel und den angrenzenden Kantonen, das bringt auch Vorteile im Service. Man hat die kürzeren Wege und weniger Fahrtkosten und Spesen abzurechnen. Trotzdem sind wir immer wieder schweizweit unterwegs und setzen Projekte in Holz um. Wie gehen Sie mit den Bedürfnissen unterschiedlicher Generationen um? Wer sich mit Ende 20 eine erste Küche oder ein Bad zulegt, hat vermutlich andere Schwerpunktsetzungen als jemand, der sich mit Mitte 60 seine letzte eigene Küche einbauen lässt. Da fange ich mit einem ganz praktischen Beispiel an: Die Höhe von Kücheninseln ist bei uns wählbar. Das können 90 oder 95 Zentimeter sein. Wohnen im Alter wird bei uns grossgeschrieben. Da gibt es Anpassungen im Sockelbereich. Wir realisieren auch Küchen mit unterschiedlichen Höhen. Beispielsweise wollte kürzlich eine Kundin eine andere Höhe beim Kochen als beim Schneiden. Beim Schneiden ging es um eine abgesenkte Lösung, da sie so mehr Kraft entwickeln kann. Ein Stangenprodukt kann dies nicht abbilden. Wo liegen die Veränderungen bei den Gerätschaften?
Bei jüngeren Kund*innen geht es eher darum, neue Trends im Blick zu haben. Ein Beispiel sind hier versenkbare Türen. Solche Details sind wichtig, um die Küche in den Wohnbereich zu integrieren. Jüngere Zielgruppen finden das wichtig. Es geht um minimalistische Lösungen, die aber die Unruhe aus der Sprache der Innenarchitektur herausnehmen. Der Materialtrend, nicht nur bei jüngeren Generationen, geht in Richtung Natürlichkeit wie Echtstein oder Holz. Das kommt uns zugute. Wie nehmen Sie neue Trends wahr? Wir sind regelmässig auf zentralen Messen wie in Mailand oder Köln und befinden uns so auf der Höhe der Zeit. Das ist für uns auch unsere Fortund Weiterbildung. Die dort aufgegriffenen Trends werden von meiner Tochter Chantal Bard, einer diplomierten Innenarchitektin, in unserer Produktpalette umgesetzt. Kommen wir noch zum Thema Bad. Im Bad geht es heute in erster Linie um barrierefreie Lösungen. Wir können hier mit unseren Bademöbeln die Lösung kreativ und praktisch begleiten. Wie sieht bei Ihnen das Marketing aus?
Ja, da musste man sich früher tief bücken …
Die Kunden wollen einen transparenten Einblick haben, was wir anbieten. Nachhaltigkeit ist weiter ein wichtiges Thema. Das kommunizieren wir über SocialMedia-Kanäle.
… auch die Geschirrspüler sind nicht mehr ganz unten am Boden fixiert. Auch hier ist oft eine Lösung auf Augenhöhe gewünscht.
LinkedIn und Facebook sind unsere wichtigsten Plattformen, damit wir Kunden, aber auch Hauptzielgruppen wie Architekt*innen auf uns, unsere
Heute sind nicht nur Backöfen auf Augenhöhe.
Lösungen und Botschaften aufmerksam machen können. Durch regelmässige Events schaffen wir eine Nähe zu unseren Kunden und ermöglichen potenziellen Käufern einen exklusiven Einblick in unsere Produktion. Welche Aufgaben stehen in den nächsten beiden Jahren auf Ihrer Agenda?
«Wir nehmen unsere Kunden mit auf eine Reise.» Wir wollen unsere Kunden nicht nur technisch von A bis Z beraten, sondern sie auf eine Erlebnisreise mitnehmen. Dem Kunden ein spezielles Erlebnis bei uns zu bieten, daran arbeiten wir und da wollen wir uns klar von den Mitbewerbern abheben. Unter anderem werden wir es unseren Kunden ermöglichen, ihr Produkt bei der Herstellung in unserer Produktion zu begleiten und somit am Puls der Entstehung ihres Schrankes oder ihrer Küche zu sein. Gleichzeitig investieren wir immer wieder in zukunftsfähige Werkzeuge. So haben wir gerade ein neues 3-DPlanungstool installiert. Mit diesem Programm können wir 2024 dann noch sehr viel automatisierter und effizienter produzieren. Trotzdem braucht es Marketing. Wo setzen Sie hier Schwerpunkte? Ganz klar setzen wir die Schwerpunkte in der Kundenbindung, denn zufriedene Kunden empfehlen uns weiter. Diese Marketingstrategie hat uns seit 70 Jahren nie enttäuscht.
Schreinerei Bard Basel-Reinach GmbH | Römerstrasse 83 | CH-4153 Reinach |Telefon +41 (0) 61 506 45 55 | info@schreinereibard-basel.ch | www.schreinereibard-basel.ch
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Dienstag 16. Januar 2024
17:00 - 21:00 Uhr Westhive – Messeplatz Basel Sandgrubenstrasse 44, 4058 Basel 1 Min Fussweg von der Messe Basel
Es wird Zeit für Ihre digitale Transformation Bleiben Sie auf dem neusten Stand buildup network ist der Online-Treffpunkt für alle Akteure am Bau. Erweitern Sie Ihr Netzwerk und informieren Sie sich über Neuigkeiten und Trends der Branche.
Feiern Sie mit uns an der Swissbau 2024 am Netzwerkanlass von buildup network Der Netzwerkanlass bietet Ihnen die Möglichkeit, wichtige Entscheidungsträger der Bau- und Immobilienwirtschaft persönlich kennenzulernen und Fachgespräche zu führen. Machen Sie die Erfahrung, potenzielle Kunden und Geschäftspartner zu treffen, Beziehungen aufzubauen und Ihr Netzwerk zu erweitern. Sie konnten an diesem Tag nicht dabei sein? Dann freuen wir uns darauf, Sie an einem unserer zukünftigen Netzwerkanlässe begrüssen zu dürfen. Unsere Events werden online dokumentiert: So bleiben Sie über vergangene sowie zukünftige Netzwerkanlässe informiert!
IN NEUEN DIMENSIONEN DENKEN Innovative Schalungen und ihre Wertschöpfungskette Interview mit Ralf Schmid von Georg Lutz
Die Baubranche ist in einem Transformationsprozess, der viele Herausforderungen bereitstellt. Zum Beispiel: Wie kann man dem globalen Wettbewerb nicht nur standhalten, sondern sich für seine Kunden auch spannend weiterentwickeln? Im folgenden Interview mit Ralf Schmid, Geschäftsführer der Doka Schweiz AG, geht es um hochwertige Schalungslösungen und die zusätzlichen Dienstleistungen, die sich um diese herum entwickeln, aber auch um die Aufstellung der Branche. Bild Doka Sch eiz AG.
Beim Gebäude-Ensemble QUADRILL in Linz konnte die DokaXdek erstmals ihre Stärken in den Bereichen Schnelligkeit und Flexibilität ausspielen.
ir alle kennen Bilder von Schalungen bei neuen Bauprojekten, deren Umrisse wir dann erahnen können. Wann kommt die Doka zum Zug und was passiert davor und dahinter, sprich, wie sieht die Wertschöpfungskette aus, die Ihr Haus abarbeitet?
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Das hängt ein Stück weit von der Kompetenz des Kunden und von der Komplexität des Projekts ab. Je komplexer die Aufgabe für den Bauunternehmer ist, desto früher steigt die Doka in der Regel ein. Wir haben entweder eine durch die Konstruktion des Gebäudes bedingte Herausforderung oder ein Bauablaufthema zu lösen. Die Konstruktion eines Hauses mit entsprechender Schalung ist vorstellbar. Was heisst aber Bauablauf?
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Beim Bauablauf sprechen wir über komplexe Infrastruktur- oder Hochbauprojekte. Es geht um das Klettern von Hochhauskernen oder den Bau von Staudämmen, Tunneln und Brücken. Dabei soll der Faktor Schalung den Bauprozess beschleunigen und nicht verzögern. Die Frage stellt sich hier immer: Wie kann man solche Grössenordnungen überhaupt in Beton giessen oder baulogistisch abwickeln? Wir steigen üblicherweise dann in die Wertschöpfungskette ein, wenn die Planung der Schalung relevant für den Bauablauf beziehungsweise für die zu erstellende Architektur ist – je früher, desto besser. Gleichzeitig gibt es aber heute weitere flankierende Prozesse, an denen wir beteiligt sind. Da finde ich das Bild der Kette nicht ganz passend. Es geht eher um den Gesamtnutzen für das Projekt und welche Bausteine es dazu braucht. Oftmals geht es hier um Dienstleistungen. So vergrössern
wir unseren Beitrag zur Realisierung des Projekts. Von welchen Dienstleistungen sprechen wir hier? Es geht dabei einerseits um Software, die die Effektivität der Prozesse verbessert. Aber auch klassische Dienstleistungen sind ein Thema. So geht es um die Demontage und die Säuberung der Schalung. Das kann der Kunde selbst machen, aber wir bieten dies auch an. In diesem Zusammenhang erwähne ich auch unseren Fertigservice, wo die Montage von Sonderschalungen dabei im Zentrum steht. Wir verwenden dazu fertige Artikel aus unserem Portfolio, die wir modular für den jeweiligen Bedarfsfall zu einer individuellen Schalungslösung kombinieren. Daraus resultiert eine Schalung, die in Richtung Prototyp geht, sprich, eine einmalige Angelegenheit ist. Hier erweitern wir mit Dienstleitungen wie Engineering,
Konstruktion und Montage unsere Wertschöpfungskette. Die Arbeit ist für Doka komplexer und damit auch zeitaufwendiger geworden. Leidet darunter die Effizienz? Nein, so würde ich das nicht zusammenfassen. Es wird der Baubranche oft vorgeworfen, von den Entwicklungen überrollt zu werden und in klassischen Denkmustern stecken geblieben zu sein. So sehen wir das überhaupt nicht.
Dann verraten Sie uns den Knackpunkt. Die grosse Herausforderung ist dem Umstand geschuldet, dass Architekten und Ingenieure heutzutage immer mehr die Grenzen der Technik ausloten und wir auf der Anforderungshöhe mitgehen müssen. Sonst würden wir hier nicht arbeiten. Das heisst für uns: Im Vergleich zu vor 20 Jahren muss unsere Qualität besser sein, die Zeit sollte kürzer ausfallen und billiger sollte es auch sein. Da spüre ich den Druck. Es darf bei der Qualität keine Kompromisse geben, gleichzeitig soll es schneller und billiger sein. Ist das nicht die Quadratur des Kreises? Wir liefern im Kern weiter «nur» eine Schalung und da dürfen wir bei der geschilderten Gratwanderung nicht in die eine oder andere Seite abstürzen. Der grösste Druck liegt aber bei unseren Kunden. Nehmen Sie nur das Thema Beton und die zusätzlichen Herausforderungen, beispielsweise im Bereich Nachhaltigkeit, die es hier seit einigen Jahren gibt. Die Entwicklungen setzen alle Beteiligte unter einen enormen Druck.
beherrschen können. Daher haben wir uns bei der Entwicklung von DokaXdek darauf konzentriert, ein Formel-1-Auto mit einer Strassenzulassung zu konstruieren. Wir haben folglich gewisse Extreme, die grundverantwortlich für die Schnelligkeit waren, bewusst reduziert, um eine Steigerung der Gebrauchstauglichkeit und mehr Flexibilität zu realisieren. Diese Entwicklung war uns wichtig, obwohl das Vorgängermodell Dokadek 30 noch immer eine erfolgreiche Elementdeckenschalung auf dem Markt ist. Schaffen Sie damit einen Mehrwert? Das ist ein philosophisches Thema. Wir haben ein System auf Schnelligkeit getrimmt und einige Konsequenzen daraus mussten wir wieder einfangen. Es geht in der Praxis eben nicht nur um Schnelligkeit, sondern beispielsweise auch um Sicherheit und Praxistauglichkeit. Wir haben gerade im Hochhausbau mit starken Winden zu kämpfen. Da geht es konkret um eine Aushebesicherung, die auch unter Extrembedingungen hält. An diesem Punkt sind wir wieder beim Vergleichsbild Formel 1. Die Vorteile sind auf den ersten Blick beeindruckend, die daraus bedingten Nachteile sind dann erst auf den zweiten Blick erkennbar. Es gilt aber, beide im Blick zu haben. Sie können eine Schalung nicht mitten im Bauprozess verändern. In diesem Fall bedeutete dies, die smarte Aushebesicherung bei Bedarf auch deaktivieren zu können. So erzielen wir mehr Alltagstauglichkeit. Wir sind mit dem neuen System, was das Aus- und Einschalen auch von kleinen, komplexen Grundrissen angeht, deutlich flexibler und erfüllen trotzdem die Grundvoraussetzungen für ein Bild Doka chwei
Wir kommen noch zum Thema Nachhaltigkeit. Lassen Sie uns zunächst aber beispielhaft in die Praxis springen. Wie sehen die Herausforderungen beim Thema Deckenschalung aus? Sie haben hier seit diesem Jahr eine neue Lösung auf dem Markt: DokaXdek. Wie kann man die Verbesserungen beschreiben? Als wir die Nachfolge des Vorgängersystems Dokadek 30 entwickelten, wollten wir ein Sportauto entwickeln und haben einen Formel-1-Wagen realisiert. Lassen Sie mich den bildhaften Vergleich erläutern. Ich bitte darum. Sowohl Sportauto als auch Rennwagen haben das Ziel, schnell zu sein. Wir haben dann zunächst erfreut festgestellt, dass das Formel-1-Auto noch sehr viel schneller ist, damit aber auch Nachteile verknüpft sind. Zudem gibt es nicht genügend Fahrer, die solch ein Auto
Das DokaXdek-Element ist ein leichtes und flexibles Zwei-Mann-Elementsystem, das sicher vom Boden auf- und abgebaut werden kann.
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besonders sicheres Schalungssystem mit dem Aufbau von unten. DokaXdek ist kleiner und vor allem leichter und damit ergonomischer geworden. Gleichzeitig bietet das System aber eine sehr hohe Flexibilität und Skalierbarkeit. Wir wollen mit DokaXdek einen breiten Markt erschliessen und nicht nur einige wenige potenzielle «Formel-1-Piloten» glücklich machen. Mit DokaXdek gelingt uns dies hoffentlich besser als mit Dokadek 30. Kommen wir zum Thema Digitalisierung. Bisher sah man auf Baustellen immer Menschen, die mit grossen Plänen hantieren. Heute sieht man Arbeitende mit einem Tablet in der Hand und in der Bauhütte blicken die Verantwortlichen auf die Struktur eines digitalen Zwillings. Ist BIM bei Ihnen noch Nische oder schon Alltag? Das ist bei Doka Alltag. Aber ich bin, was die gesamte Branche betrifft, etwas skeptischer. Klar, das Thema ist in den Medien und auch in grossen Unternehmen, Weiterbildungskursen und einigen Universitäten präsent. Viele haben aber noch gar nicht die Bedeutung erfasst und es existieren viele falsche Bilder. Dass BIM eine Software ist? Es ist eine Methode! Richtig. Und es gibt dann Software, um die Methode zu unterstützen. Am Schluss arbeiten alle an einem gemeinsamen Gebäudemodell. Das ist für jene Gewerke besonders vorteilhaft, die Einbauteile, insbesondere im Bereich Gebäudetechnik, an ihren Platz bringen. Für alle, die temporär auf der Baustelle tätig sind, zum Beispiel die Baumaschinen und so auch wir – man spricht ja auch von Schalungsgerät –, ist BIM weniger zentral. Wir profitieren davon, wenn alle mitmachen. Es geht darum, Daten aus einem BIM-Modell intelligent zu nutzen und
Wir profitieren davon, wenn alle mitmachen. Es geht darum, Daten aus einem BIM-Modell intelligent zu nutzen und unseren Kunden die nötigen Werkzeuge für die Arbeit mit BIM zur Verfügung zu stellen. Wir haben dazu unseren klassischen Strichzeichnungen digitales Leben eingehaucht .Eine Stütze ist heute kein Strichmodell mehr, sondern eine Stütze, die die BIM-Software als solche erkennt. Diese Modelle können dann von uns und unseren Kunden für die Planung eingesetzt, und so die Schalungslösungen in 3D veranschaulicht werden. Dazu braucht es Fachkräfte und vermehrte Aus- und Fortbildungsarbeiten. Das ist eine Pflicht, der wir uns bereits im Alltag stellen. Eine gute Aus- und Weiterbildung ist uns ein Kernanliegen. Sonst stehen wir schneller als gedacht mit leeren Händen da. Nachhaltigkeit ist in Zeiten des Klimawandels ein grosses Bedeutungswort, oft aber in der Baupraxis mit wenig Folgen. Sie haben sich aber ein sehr konkretes Ziel gesetzt: Bis 2040 strebt Doka NetZero-Emissionen an. Das wird in der Bauindustrie nur über mehr Effizienz und Sparsamkeit nicht zu erreichen sein. Beton-Recycling heisst hier das zusätzliche Stichwort. Wie kann man sich das bei Ihnen konkret vorstellen?
Es geht genauer nicht um den Beton, sondern um das Thema Zement, das uns Sorgen machen muss, wenn wir die Klimaziele am Bau erreichen wollen. An Universitäten, gerade auch in der Schweiz, finden wir schon einige beeindruckende Ergebnisse, die Potenzial zur Marktreife haben.
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Bei Infrastrukturprojekten wie der Staumauer Spitallamm am Grimsel ist die Komplexität bei der Schalungs- und Bauablaufplanung besonders gross.
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Ja, da sprechen wir beispielsweise von Leichtbaubeton mithilfe von Carbon. Aber wo liegen bei der Schalung die Möglichkeiten? Mit der Berechnung des Product Carbon Footprints für unser ganzes Produktportfolio haben wir für unsere Kunden Transparenz und auch für uns die Möglichkeit geschaffen, Emissionsquellen zu identifizieren und so konkrete Massnahmen für Verbesserungen zu definieren. Bei der Produktion und Belieferung von Schalungsmaterial befinden sich unsere grössten Stellschrauben. Hier wollen wir im Konzern bis 2040 keinen CO₂Fussabdruck mehr generieren, indem wir neue Methoden und Materialien einsetzen, eng mit Lieferanten an klimafreundlichen Lösungen arbeiten und den Produktlebenszyklus inklusive Recycling bei der Produktentwicklung im Auge behalten. Es gibt weitere Handlungsbeispiele bei der Doka. So haben wir viele Holzabfälle, die in unserem Blockheizkraftwerk verwendet werden. Zudem haben wir ein grosses Photovoltaik-Projekt. Bei uns gibt es viele Hallen mit grossen Dachflächen. Unser kompletter Strom kommt schon heute, wenn die Sonne scheint, von diesen Flächen. Davon profitiert auch unsere Autoflotte, die in Zukunft vermehrt auf E-Mobilität setzt. Beim Thema Lieferung von Rohstoffen schauen wir auch darauf, dass die Ansprüche, die wir an uns selbst stellen, auch von unseren Lieferanten erfüllt werden. Wie sieht es beim Thema langjährige Nutzung von Schalungen aus? Unsere Schalungssysteme erfüllen Premiumstandards. Sie sind Standardmässig feuerverzinkt und pulverbeschichtet und dadurch langlebiger. Wir wissen von Elementen, die eine Lebensdauer von 35 Jahren haben. Wir müssen auch in allen anderen Branchen, denken Sie an den
Konsumbereich, weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu längeren Nutzungszeiträumen für Produkte. Das ist auch aktiver Klimaschutz. Zudem vermieten wir unsere Schalung, was ebenfalls ressourcenschonender als eine Neuproduktion ist. Eine Schalung wird so bei guter Pflege deutlich länger und öfter eingesetzt. Wagen wir noch einen Blick in die Zukunft: Wo sind die zentralen Herausforderungen auf dem Markt? Da muss ich Klartext sprechen. Das Interview kann so nur noch spannender werden. Die Rahmenbedingungen werden objektiv schlechter. Die Qualität des Baustellenpersonals nimmt leider deutlich ab. Auf der ganzen Welt geht es oft nur um Gewinnmaximierung und selbst gute Qualität soll möglichst wenig kosten. Diese Entwicklung stösst an Grenzen. Oft ist es so, dass der Bauunternehmer keinen Auftrag bekommt, wenn er nicht den billigsten Subunternehmer mit entsprechend wenig qualifiziertem Personal nimmt. Und schon sind wir beim Thema politische Preise. Alle - und vor allem die Gewerkschaften - reden von Lohnschutz aber niemand von Preisschutz. Attraktive Schweizer Löhne können wir aber nur bezahlen mit entsprechenden Preisen. Die zweite Herausforderung, die damit zusammenhängt, ist der Fachkräftemangel. Wir brauchen mehr Attraktivität in den Bauberufen und im Bauingenieurwesen. In der Schweiz sind wir da noch etwas besser als in unseren Nachbarländern aufgestellt, da hier auch Teile der jungen Generation einen Handwerksberuf wählen. Das reicht aber nicht. Es ist ein Gesellschaftsauftrag. Wer will heute noch auf einer Baustelle stundenlang bei Wind und Wetter seine Arbeit erledigen? Der Mangel an gut
ausgebildetem Fachpersonal resultiert bei uns konkret in einem erhöhten Planungs- und Betreuungsaufwand bei den Projekten. Da sollte sich auch die Politik aufgerufen fühlen, endlich Rahmenbedingungen zu schaffen, die dieser Entwicklung entgegenwirken. Ein Beispiel wäre eine ganzheitliche Kinderbetreuung. So könnten gut ausgebildete Mütter, anstatt zuhause zu bleiben, schneller in ihren Beruf zurückkommen.
«Unsere Schalungssysteme erfüllen Premiumstandards.» Das braucht Lobbyarbeit in Bern und ein Umdenken in der Gesellschaft. Es dürfte Ihnen in den nächsten Jahren nicht langweilig werden. Viele Themen könnten vermeintlich einfach gelöst werden, wenn der politische Wille dafür da wäre. Aber nein, langweilig wird es uns bestimmt nicht werden.
Ralf Schmid ist Geschäftsführer der Doka Schweiz AG.
Doka Schweiz AG | Industriestrasse 24 | CH-8155 Niederhasli | Telefon +41 (0) 43 411 20 40 | doka-schweiz@doka.com | www.doka.com
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BRINGT LEADER UND FOLLOWER ZUSAMMEN.
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Innovationen erleben und neuestes Wissen austauschen. Die Swissbau bringt Fachpersonen aus allen Bau- und Immobilienbereichen zusammen. Kreislaufwirtschaft, Energie, Digitalisierung, Lebensräume – Was ist Ihr Thema? Bilden Sie Zukunft. swissbau.ch
ALLES AUS EINER HAND Gebäudedämmung an Fassaden Interview mit Daniel Gloor von Georg Lutz
Die Hüllen unserer Häuser haben immer mehr Aufgaben zu bewältigen. Auch das ist ein Grund, um auf Qualität – in diesem Fall auf Schweizer Qualität, zu setzen. Die steigenden Anforderungen und Komplexitäten der Konstruktionen zu vereinfachen und zu standartisieren, dem Fachkräftemangel zu entgegnen und die Montagezeiten zu verkürzen - die Lösung heisst hier: Systemanbieter Bild: Sager AG
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assaden prägen Bauwerke,
sind Gesichter der HäuF sie ser. Können Sie uns einige zentrale Trends in der Schweiz bei Materialien und architektonischer Sprache verraten? Wir als Sager AG befinden uns in erster Linie bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade. Unsere Kun– den sind mehrheitlich Holzbauer. Daraus ergibt sich, dass das Thema Holz auch bei uns weit oben auf der Agenda steht. Eine sehr beliebte Fassadenverkleidung in der Schweiz ist eine Holz-Rhomboid-Schalung. Der Begriff ist sicher nicht jedem geläufig. Die Form dieser Verschalung ist in der Regel um 15 Grad angewinkelt, damit das Regenwasser sauber ablaufen kann. Das Feedback unserer Kunden bestärkt uns darin, mit 20
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Holzlösungen weiterzuarbeiten. Hinzu kommt, dass der Holzbauer natürlich den Werkstoff Holz klar gegenüber anderen Materialien bevorzugt. Holz ist ja gerade ein Trendbaustoff. Inzwischen gibt es ja selbst im Hochhausbau Holzlösungen. Ja, das ist so und es freut mich als gelernter Zimmermann besonders. Die Bedeutung von Holz im konstruktiven Holzbau wird zusehends interessanter – dies aus unterschiedlichen Betrachtungsweisen. So handelt es sich bei Holz um einen ökologischen Baustoff, wodurch Gebäude im Vergleich zu Stahl oder Beton CO2-freundlicher und mit geringerem Gewicht realisiert werden können. Natürlich muss hier der sinnvolle und effiziente Nutzen der Baurohstoffe im Fokus stehen.
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Welche Materialien kommen in der Schweiz für Fassadenbekleidungen sonst noch infrage? Kunstharzplatten und Faserzementplatten, alltagstauglich unter dem Firmennamen swisspearl bekannt, haben ebenfalls einen hohen Stellenwert. Der grundsätzliche Vorteil bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade ist, dass die Verkleidung eigentlich frei wählbar ist. So gibt es zudem AluVerbundplatten oder Weichfaserplatten, die dann verputzt werden, oder dann relativ neu - Solarfassaden
Eine Fassade hat schon immer einigen Ansprüchen genügen müssen. Neben dem Aussehen kam und kommt der Schutz dazu. Sie kennen sicher noch einige Herausforderungen mehr …
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Wärmedämmung ist heute ein zentrales Thema. Wie sehen Sie die Situation bei Sanierung und Neubau? Welche technische Lösung hat für sie Priorität? Wir empfehlen das Arbeiten mit drei Ebenen: eine luftdichte Ebene auf der Innenseite, dann die Dämmungsebene und dann eine Winddichtung auf der äusseren Ebene. Mit diesem Aufbau wird erstens die Effektivität der Dämmung und zweitens der Feuchteschutz in der Konstruktion gewährleistet. Bei den Materialien der Dämmung hat der Kunde die Qual der Wahl. Wie findet man als Bauherr hier den richtigen Weg?
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Die Fassade stellt grundsätzlich den Schutz des Gebäudes sicher. Heute gilt es aber immer mehr Herausforderungen zu bewältigen. So wird der sommerliche Wärmeschutz, auch aufgrund des Klimawandels, immer wichtiger. Auch aus diesem Grund überarbeitet aktuell die Zertifizierungsstelle Minergie ihre Richtlinien, um das Thema der zunehmenden Hitze und des optimalen Dämmens besser abzubilden. Brandschutz ist natürlich immer zu beachten. Zudem geht es bei Fassadenbekleidungen mit offenen Fugen um eine UV-Beständigkeit, die mit spezifischen Folien gewährleistet wird. Die Arbeitsfelder Unterhalt und Instandhaltung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die SolarfassadenLösung ist hier ein gutes Beispiel.
Wir sind bei Glaswolle zu Hause, da wir diese selbst herstellen. Objektiv gilt aber aus meiner Sicht die Botschaft: Jeder Dämmstoff hat seine Vor- und Nachteile. Gleichzeitig gibt es qualitativ bei allen Materialien sehr unterschiedliche Lösungen. Daher bieten wir in unserem Sortiment auch Steinwolle oder auch Holzwolle an, da diese vom Markt nachgefragt werden. Je nach Situation werden höhere Anforderungen an das Dämmmaterial gestellt. Beispielsweise eine tiefere Wärmeleitfähigkeit und somit einen besseren Dämmwert, um die Materialstärke der Dämmung zu reduzieren. Oder bei bestimmten Brandschutzbestimmungen, bei welchen nur Dämmmaterial mit einer Schmelztemperatur von über 1000°C verbaut werden darf. Da braucht es Profis, die den Überblick haben. Das kann ich unterschreiben. Nehmen Sie nur das Beispiel der Hydrophobierung: Wenn der Dämmstoff während der Bauphase droht, nass zu werden, setzen wir nur hydrophobierte Glaswolle ein.
Haben Sie heute aber auch den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes im Auge?
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Genau. Wir machen uns bereits heute viele Gedanken bezüglich Materialkreislauf, wie wir am Ende des Materiallebenszyklus unsere verbauten Rohstoffe wieder zurückbekommen. Ziel ist es, die Rohstoffe in neuen und/oder anderen Produkten erneut einzusetzen. Welche Themen dürfen wir als Aufgabe für die Fassade nicht vergessen, die wir bislang nicht thematisiert haben? Der Schallschutz ist gerade in urbanen Zentren eine wichtige Herausforderung. Wer beispielsweise in der Nähe von Flughäfen und deren Umgebung baut, wird mit strikteren Schallschutzbestimmungen konfrontiert werden. Last, but not least ist Holz, wenn es richtig verbaut und angelegt ist, ein richtig guter Wetterschutz.
Konsole mit Wärmedämmung im Verbund im Einsatz
Da brauchen wir eine kurze Erläuterung. Einen Baustoff zu hydrophobieren, bedeutet, ihn wasserabweisend zu machen oder zumindest seine Wasseraufnahme zu reduzieren. Der hydrophobierende Wirkstoff umhüllt die Glasfasern, bricht den Kapillareffekt und macht sie dadurch wasserabweisend. Die Poren und Kapillaren werden dabei aber nicht verschlossen. Das heisst, dass die Diffusionsfähigkeit, sprich Atmungsaktivität, des Baustoffes so gut wie unverändert erhalten bleibt. Sie sehen, die Herausforderungen sind vielfältig. Auch bei Dämmwerten sind die Spielräume gross. In welcher Situation ist welche Lösung zu empfehlen? Die staatlichen Rahmenbedingungen werden über die MuKEn abgebildet. Das sind die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich. Die Zuständigkeit der Umsetzung liegt bei den Kantonen. Das Basismodul der MuKEn 2008 wurde zu fast 100 Prozent in allen Kantonen umgesetzt. Die Umsetzung der MuKEn 2014 ist bei den Kantonen noch im Gange. Technisch geht es um Grenzwerte, die einzuhalten sind. Bei Fassaden und Dämmungen sind Wärmebrücken meist ein heikles Thema. Wie gehen Sie diese Herausforderungen an? Die Wärmebrücken sind ein wichtiges Thema. Wir als Hersteller müssen auf die professionelle Planung der Architekten vertrauen, damit die Details optimal gelöst sind. Wir bieten dann dazu passende Lösungen wie unser SAGER-Fassadensystem mit wärmebrückenfreien Konsolen an.
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Ihr Haus entwickelt sich aktuell vom Verkauf von Einzelkomponenten zu einem Systemanbieter. Wo liegen die Gründe dafür und welche konkreten Vorteile haben die Kunden dabei? Als Systemanbieter können wir unseren Kunden diverse Vorteile verschaffen und Mehrwert generieren. Der Kunde muss weniger organisieren und spart sich somit Zeit in der Beschaffung. Dank der Abstimmung der einzelnen Komponenten in einem System verringert sich zudem die Montagezeit, was dem Kunden eine höhere Wertschöpfung pro Zeit verschafft. Zudem ermöglichen uns Systeme, uns im Markt besser zu verankern. Mit einem Produktionsstandort in der Schweiz profitieren wir von bester Technologie und gut ausgebildetem Personal, dessen Potential mit Systemlösungen besser ausgeschöpft werden kann.
In welcher Form helfen Ihnen digitale Werkzeuge und Methoden? Die Baubranche in ihrer Breite ist da noch nicht so weit wie andere Branchen. BIM ist zwar in aller Munde, wird aber noch lange nicht auf jeder Baustelle eingesetzt.
«Die Zeitkomponente ist heute, im Zeichen des Fachkräftemangels, ein wichtiger Hebel.»
Allerdings gibt es in der Schweiz viele Holzbaubetriebe, welche sich stark mit dieser Thematik befassen und die Entwicklung stark vorantreiben. Auch wir befassen uns mit der verschiedenen Digitalisierungsmöglichkeiten. Eine davon ist die Gebäudevermessung und -visualisierung mittels Einsatz von Drohen. Auch hier spielt der geringere Zeit-faktor eine zentrale Rolle. Weiter braucht man heute als Anbieter von Baustoffen einen gut aufgeräumten Webshop. Unser Webshop ging vor etwas mehr als einem Jahr online. Das ist inzwischen eine Selbst-verständlichkeit bei der Kommu-nikation zwischen Anbieter und Kunden.
Ein Netzwerk für funktionierende Lieferketten ist sicherlich auch ein zentraler Punkt.
Welche Herausforderungen stehen in den nächsten Jahren auf Ihrer Agenda?
Wir haben sehr viele Komponenten verschiedenster Partner für unsere Systemlösungen. Wir suchen unsere Partner gezielt aus und setzen auf möglichst kurze Wege. Über unser Partnernetzwerk haben wir auch die Möglichkeit, PhotovoltaikModule anzubieten, die mit unserem SAGERFassadensystem kompatibel sind.
Wir wollen unseren Kunden, sprich in erster Linie dem Handwerksbetrieb, die Arbeit erleichtern und Mehrwert für all unsere Zielgruppen schaffen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt "Ansprechpartenr-Nr1 im Bereich der energeitischen Gebäudesanierung zu werden.
Das führt gleich zur nächsten Frage: Häuser können heute nicht nur Energie einsparen, sondern auch Energie erzeugen. Das Thema Solarfassade hat aber noch Luft nach oben. Wann kommt das Thema aus dem Nischenmarkt heraus?
Das ist ein grosses Ziel. Ja, das ist richtig. Wir sind überzeugt, das wir mit unserem Know-how, unserem Partnernetzwerk und unseren Systemlösungen für alle Anspruchsgruppen einen echten Mehrwert bieten.
Das ist für uns ein wichtiges Thema, da es die Zukunft darstellt. Inzwischen gibt es fundierte Studien und spannende Referenzobjekte. Mit einer gut ausgerichteten Fassade kann man heute gut Strom produzieren, speziell auch in den Wintermo-naten. Idealerweise geht es dann auch nicht nur um ein Haus, sondern um ganze Quartiere, die dann auch Speicherlösungen beinhalten. Aber die Zahlen sind noch bescheiden – allerdings stimmt das Wachstum. 2021 wurden in der Schweiz insgesamt 27’000 PV-Anlagen montiert. Die Anzahl der Fassadenlösungen lag bei um die 100. Das ist noch eindeutig eine Nische. Das ist richtig. Aber 2022 wurden 37’000 PVAnlagen aufgestellt. Die Zahl der Fassadenlösungen bewegte sich um 500 PV-Anlagen. Das ist eine Verfünffachung innerhalb eines Jahres. Die Entwicklung stimmt. Ein zweites Thema bei Fassadenlösungen, insbesondere bei hohen Gebäuden, ist der Brandschutz. Der Dachverband Swissolar hat hierzu kürzlich, am 30. Oktober 2023, einen Leitfaden publiziert. Auch da sind wir auf einem guten Weg, um mit Partner eine zertifizierte Lösung anbieten zu können.
Daniel Gloor, Produktmanager Holzbau und Gebäudehülle der Sager AG
Sager AG | Dornhügelstrasse 10 | CH-5724 Dürrenäsch | Telefon +41 (0) 62 767 87 87 | info@sager.ch | www.sager.ch
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DIE LÜCKE SCHLIESSEN Die Vermittlung zwischen Theorie und Praxis Interview mit Thomas Achermann von Georg Lutz
Auch die Metallbranche der Schweiz leidet an Fachkräftemangel. Dabei geht es nicht nur um eine attraktive Aus- sondern auch um Weiterbildung. Die Schweizerische Metallbautechnikerschule (SMT) geht hier neue Wege. Im folgenden Interview mit Thomas Achermann dem Leiter der SMT Basel, beleuchten wir diese.
achkräfte fehlen an allen
und Enden. Wie F Ecken sieht die Situation in der
Ja, das ist eine schwierige Situation. Aber man muss sie aktiv bearbeiten.
Schweizer Metallbranche aus? Die Situation sieht überall nicht rosig aus. Es fehlt in fast allen Berufsbereichen, sei es im Büro, in der Werkstatt oder auf Montage – Personen mit Kenntnissen auf der Höhe der Zeit. Wir, das heisst die Metallbranche, steckt schon viel Energie in die Grundausbildung um vermehrten Zulauf zu bekommen. Kampagnen, beispielsweise auf Social Media Kanälen, sind da eine Möglichkeit. Das wird aber immer schwieriger, da fast alle Branchen unter dem Mangel leiden und dann die Verantwortlichen manchmal schon fast verzweifelt nach Lösungswegen suchen und ähnliche Wege gehen. Die Unterscheidungsmerkmale werden dann abgeschliffen.
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Das machen wir auch. Beispielsweise mit der Nachwuchs-VerbandsKampagne »Metall + du», die eine eigene Plattform hat und diese Arbeitsgruppe ich auch leite. Wie ist die Situation im Vergleich zu anderen Berufsgruppen auf den Baustellen? Es gibt Berufe, die sogar einen kleinen Boom erleben. Das ist beispielsweise bei den Zimmerleuten oder in der Schreinerei. Wir als Mettallbauer hinken da etwas hinter her. Holz liegt ja auch voll im Trend, und fühlt sich behaglicher an. Zudem werben Sie mit der Nachhaltigkeit intensiver.
Richtig. Die Metallbaubranche muss sich bezüglich Nachhaltigkeit mit Ihrer Kreislaufwirtschaft nicht verstecken; Von der Aludose zum Aluminiumfester und inzwischen gibt es Möglichkeiten, Stahl CO2 neutralen herzustellen! Wir haben zudem immer noch ein Imageproblem, da wir als Berufsgruppe mit den schmutzigen Händen gelten. Ja, man kennt die klassischen Bilder mit dem Hammer in der Hand der glühendes Metall bearbeitet und im Hintergrund ist die Esse. Wir müssen demgegenüber die Vorzüge unseres Berufs in den Vordergrund stellen. Das zentrale Stichwort heisst Digitalisierung. Darunter gruppieren sich Begriffe wie
BIM oder KI. Diese sind in der Branche angekommen und wird von uns proaktiv und intensiv begleitet. Das haben wir in den letzten Jahren in der Praxis bei Themen wie CAD (computer-aided design) und 3D- Lösungen schon getan. Die zentrale Herausforderung ist hier, nicht mit Insellösungen zu arbeiten, sondern sie zu vernetzen. Dann wird auch unser Berufsbild attraktiver.
Kommen wir zu Ihrem Hause. Die Schweizerische Metallbautechnikerschule (SMT) bildet nicht aus, sondern bietet Weiterbildungsmodule an. Sehe ich das richtig? Ja, die SMT bietet eine Vollzeit-Weiterbildung an. Es geht bei uns nicht um Grundausbildung, sondern wir sind der Vollzeit-Weiterbildungsbetrieb
«Das gelingt uns aber nur mit der Unterstützung der Branche.»
Es gibt, da wir wie die üblichen Schulen Ferienzeiten haben, die Möglichkeiten der Ferienjobs. Zudem gibt es einen Studienfond, der von ehemaligen Studierenden gefüllt wird. So sind zinslose Darlehen möglich. Dann gibt es auch Stipendien.
Können auch Arbeitgeber unterstützend wirken und wie funktioniert das? Ja, die Teilnehmenden vereinbaren mit dem Arbeitgeber eine Abmachung, dass sie wieder in den Betrieb zurückkehren. Als Gegenleistung werden die Studenten innerhalb der zwei Studienjahre finanziell unterstützt.
Das ist eine Win-win-Situation. Exakt richtig. Die technologische Entwicklung ist rasant. Stichworte wie BIM oder KI sind in der Baubranche geläufig, aber die Lehrpläne hinken oft hinterher. Das ist ein Theorie-PraxisGap. Wie sehen Sie die Situation?
in der Schweiz, was die Metallbranche betrifft. Der Zeitrahmen beläuft sich auf zwei Jahre. Voraussetzung ist eine Grundausbildung Metallbauer/in oder Metallbaukonstrukteur/in EFZ in der Schweiz. Da gibt es unterschiedliche Fachrichtungen wie Metallbau, Stahlbau und Schmiedearbeiten. Mit einer entsprechenden Praxiserfahrung von 24 Monaten kann man sich bewerben.
Umfasst die heutige übliche Ausbildung nicht mehr alle Kriterien und Inhalte? Wir decken bei unserer Ausbildung alle Hierarchiestufen und inhaltliche Bereiche unserer Branche ab. Das betrifft beispielsweise der Werkstattleiter mit dem vorgelagerten Verbandszertifikat. Weitere Meilensteine sind die Meisterprüfung und das Technikerdiplom. Nach diesen zwei Jahren sind die Weiterbildungsteilnehmerinnen und- teilnehmer umfassend geschulte Kader. Das läuft nicht berufsbegleitend ab, sondern in Vollzeit. Wie finanzieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer?
Theorie und Praxis kommunizieren zusammen.
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Diese Lücke können wir kleiner halten, da wir im ständigen Austausch mit der Branche stehen. Wir besuchen mit unseren Teilnehmenden auch Branchenleader und sehen dadurch, wie die theoretischen Herausforderungen in die Praxis umgesetzt werden. So erkennen wir viel schneller die Herausforderungen, als wenn wir uns nur klassisch auf oft veraltete Lehrpläne verlassen würden.
Jetzt bin ich in einem Kantonsbetrieb, die Abläufe sind da für meinen Geschmack etwas zu langsam. Ich bin in einem Spannungsfeld zwischen Pädagogik, Kanton und Branche, in diesem ich meinen Macherqualitäten nicht voll umsetzen kann.In der Folge habe ich die Kommunikation mit den Spitzen der Branche und meinen Vorgesetzten intensiviert. Nur so ist es möglich Lösungen gemeinsam zu erarbeiten und die Ansprüche unter einen Hut zu bringen. Da haben wir nun gute Ansätze gefunden.
Die Lehrinhalte sind oft veraltet?
Jetzt sitzen Sie nicht mehr zwischen den Theorie-PraxisStühlen, sondern können beide gut abdecken?
Ja, das ist eine zentrale Herausforderung. Die berufsbegleiten Hochschulen orientieren sich fast immer auf den Prüfungsstoff. Aktuell sind die Ausbildungsgänge in unserer Branche in der Revision. Da wird es neue Lehrgänge geben. Aber das dauert mehrere Jahre. Wir konzentrieren uns demgegenüber nicht nur auf Prüfungsstoff, sondern bilden die neuen technologischen Entwicklungen ab. Das gelingt uns aber nur mit der Unterstützung der Branche. Übrigens geht es nicht nur um die Lernenden, sondern auch um Lehrenden. Auch diese kommen bei uns aus der Praxis und sind noch dort. Sie haben oft Teilzeitjobs bei uns und sind dadurch immer aktuell in der Praxis eingebunden.
Ja so kann man das gut bildhaft zusammenfassen und daran arbeiten wir laufend.
Sie sind persönlich seit einem knappen Jahr hier am Ruder. Was wollen Sie persönlich anpacken, um die SMT für die Zukunft fit zu machen? Ich habe die letzten dreissig Jahre als Führungsperson in leitender Funktion gearbeitet. So habe ich einen kleinen Betrieb in Richtung grösseresKMU geführt. Nun möchte ich den jungen Menschen aus der Branche meine Erfahrungen vermitteln.
Infoveranstaltung für Weiterbildungsinteresierte am 23.01.2024, 18.00 Uhr. Anmeldung erwünscht an esther.baumann@bs.ch
Tag der offenen Türen 17. und 18.01.2023 ab 17 Uhr ohne Voranmeldung.
Thomas Achermann ist Leiter der SMT Basel.
Schweizerische Metallbautechnikerschule Basel (SMT) | Vogelsangstrasse 15 | CH 4005 Basel Telefon +41 (0) 61 695 63 74 | info@smtbasel.com | www.smtbasel.com
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DAS DIGITALE FUNDAMENT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE TEIL 3 Parameter und Komponenten als Umsatzbeschleuniger Übergeordnete Konzepte und gemeinsames Systemdenken haben vor 140 Jahren dazu geführt, dass an der Jahresversammlung des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA die erste Normierungsarbeit verabschiedet worden ist: Die Festlegung des Normalformats für Schweizer Backsteine. Was das mit der Entwicklung von Software-Komponenten zu tun hat, schildert der 3. Teil dieser Artikelserie für Führungskräfte. von Dr. Urs Wiederkehr
s gäbe keine Grenzen bezüglich der Dinge, die man betrachten kann. So endete Teil 2 der Serie. Und daran knüpfe ich nun an. Diese Offenheit hat einerseits grosse Vorteile, andererseits kann der Überblick über das zu Digitalisierende abhandenkommen: Schliesslich lässt sich alles mehr oder weniger digitalisieren. Was bedeutet das? Die Digitalisierung entspricht meiner Sicht nach der Vorratshaltung von parametrisierten DatenBearbeitungs- und Nutzungsmöglichkeiten.
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Die einzelnen Wörter der Definition verstehe ich dabei folgendermassen und müssen stets zusammenhängend betrachtet werden: Die Digitalisierung ist weder eine kurzfristige noch eine einmalige Sache. "Vorratshaltung" bezieht sich auf das immer wieder zum gewünschten Zeitpunkt Durchführen-Können der Funktion, stets wenn der an den Computer delegierte Prozess nachgefragt wird. Mit "parametrisiert" wird die Tatsache umschrieben, dass eine gute digitale Lösung ohne Umprogrammierung auf verschiedene Situationen reagieren kann. Massgeblich sind Veränderungen an den Eingabewerten, also an den Parametern. Ein Beispiel dazu ist die Suche über Google, wo als Parameter, die im Internet zu suchenden Begriffe eingegeben werden. Die Suchmaschine kann diese auswerten und die dazu passende Resultatmenge liefern, sortiert nach einer definierten Wichtigkeit. "Daten" als strukturierte Beschreibung der realen, analogen Welt sind der Grundbestandteil der digitalen Welt und führen dazu, dass Sachverhalte über die Zeit beurteilt werden können. "Bearbeitung" umfasst alle Aktionen und Vergleiche, die auf die Daten angewendet werden können. "Nutzung" beschreibt den Umgang mit dem Resultat, welches wieder in die analoge Form rückübersetzt werden muss, so dass die Daten und Informationen sinnförmig vorliegen, so dass sie in der realen Welt einen Nutzen bringen. Das Wort "Möglichkeit" soll darauf hinweisen, dass die für den Computer vorliegende Ausführungsvorschriften durch den Menschen situationsbezogen beurteilt werden sollen, aber wenn sie nicht passen, nicht angewendet werden müssen.
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Aus diesen sechs Punkten lassen sich weitere ableiten, welche unter dem Aspekt der Führung von Bedeutung sind: a) Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wird bei einer digitalen Lösung immer in die Zukunft investiert. Buchhalterisch wäre das ein klassischer Fall für eine Investition, welche anschliessend über die Jahre abgeschrieben werden müsste. Der Programmcode altert nicht. Er kann wegen seiner Materienlosigkeit auf neue Situationen übertragen werden. Es lohnt sich umso mehr, beim Projektstart zukunftsorientiert zu denken. b) Aktuelle Daten, die stets in Parameterform als Attribut-Wertepaare vorliegen, ermöglichen den Transfer in den passenden Zeitpunkt. c) Unabhängig von der Anzahl der Durchführungen des programmierten Prozesses, müssen alle Programmbestandteile schon bei der ersten Durchführung vollständig ausprogrammiert sein. Im Gegensatz zur klassischen Sichtweise in der analogen Welt, stehen die Ressourcen, worunter auch der Programmcode und die Daten zu zählen sind, unverbraucht für den nächsten Durchlauf zur Verfügung.
d) So ergibt sich ein unmittelbarer Aufwand bei der Erstellung der Anwendung. Die Erträge sind wiederkehrend und können bei jeder Prozessanwendung in Anspruch genommen werden. Auch die Grenzkosten, also die Kosten, welche beim Auslösen eines zusätzlichen Prozesses anfallen, gehen gegen null, mal abgesehen von der Datenaufbereitung und den Betriebs- inkl. den Bedienungskosten. Deshalb sind in frühen Phasen von Digitalisierungsprojekten Überlegungen für einen effizienten Betrieb unausweichlich. e) Ein grosses Potential besteht darin, dass unzählige Ergänzungen denkbar sind, z.B. über weitere Datenbearbeitungsschritte aber auch über weitere Nutzungs-, Auswertungs- und Darstellungsmöglichkeiten auf dem Übergang zur realen Welt. In diesem Sinne sind Parameter das geeignete Kommunikationsinstrument zwischen Mensch und Maschine aber auch zwischen Maschine und Maschine. Jeder Anfragebegriff an die Suchmaschine von Google, um das Beispiel von oben wieder aufzunehmen, wird in die URL integriert und so ans Ziel gesendet. Auch das Resultat wird wiederum parametrisiert an den anfragenden Computer zurückgesendet und dort wieder passend aufbereitet.
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Parameter in der Google-Suche Das ist direkt im Internet-Browser verfolgbar, z.B. bei Google: Wird dort der Begriff "Fundament" erfassen, finden Sie anschliessend in der URL-Zeile den Suchbegriff, wie hier im Parameter "q" (= question, Frage) und dem Wert "Fundament": https://www.google.ch/search? q=Fundament Anstatt über die Eingabemaske können Sie auch direkt den Parameter "q" ändern, z.B. in "q Balkon" und Sie erhalten sofort das Resultat. Welche Parameter für eine bestimmte Aufgabe ausschlaggebend sind und welche Werte sie annehmen können ist eine wichtige Frage, die seriös behandelt werden muss. Es können auch mehrere Parameter übergeben werden und auch diese müssen genau bestimmt werden. Zu diesem Zweck macht es Sinn, zusammengehörige Funktionen in SoftwareKomponenten zusammenzunehmen. Diese können eine genau umschriebene Aufgabe übernehmen. Und auch diese Komponenten können wiederum auf anderen aufbauen.
Analogie Mitarbeiter – SoftwareKomponente Als Führungsperson sind Sie stets gefordert, das Potential der Mitarbeitenden auszunutzen und wo notwendig die passenden Ergänzungen vorzunehmen. Analog verhält es sich mit dem Umgang mit Software-Komponenten: i) Haben Sie schon einen Mitarbeitenden, der die gewünschte Aufgabe zu Ihrer Zufriedenheit erledigt hat, bauen Sie auf diesem auf. Genau so, soll auf der passenden und bereits
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erfolgreiche eingesetzten und getesteten Software-Komponente aufgebaut werden. ii) Finden Sie den Mitarbeitenden aus Ziffer i) nicht, dann suchen Sie jemanden, der bereits die Aufgabe in möglichst ähnlichen Art erledigt hat. Mit Selbststudium oder Weiterbildung bringen Sie ihn dazu, dass auch die neue Aufgabe bewältigt werden kann. Bei einer SoftwareKomponente wird auf der derjenigen aufgebaut, die schon möglichst ähnlich funktioniert. Eingabe, Berechnungsanweisungen und Ausgabe werden entsprechend ergänzt. iii) Als Alternative zu ii) können Sie eine Person neu rekrutieren, welche die geforderten Kenntnisse mitbringt. In diesem Sinne können Sie Komponenten als Ganzes einkaufen (lassen) und dann von den Spezialisten ins Gesamte einbauen lassen. Nicht zu unterschätzen sind auch Lösungen aus der OpenSource-Bewegung. iv) Jemanden komplett ohne Kenntnisse würden Sie kaum anstellen. So wird heute auch jede Software-Komponente von irgend einer passenden Grundlage aus weiterentwickelt. Unterschiedlich ist dann nur der Grad der eigenen Anstrengung. Und selbstverständlich müssen auch diese Komponenten schlussendlich wieder zum Gesamtsystem passen und entsprechend integriert werden.
digitale Welt zusammenhält, meint Kai Spichale in seinem Buch «APIDesign». Zum KomponentenAufbau gibt es heute anerkannte Regeln. Vor 140 Jahren, als der SIA an der Jahresversammlung vom 16. bis 18. Juni 1883 In Zürich die erste Normierungsarbeit verabschiedet hat, hat es digitale SoftwareKomponenten noch nicht gegeben, auch der Begriff «digital» ist erst ab 1938 verwendet worden. Trotzdem gibt es eine Analogie: Damals hat sich ein Teil der gebauten Welt auf Backsteinen aufgebaut. Mit Mörtel sind sie stabil verklebt worden. Auch die Backsteine müssen zusammenpassen. Und konnte der eine Produzent nicht mehr liefern, dann haben oft die Produkte der anderen nicht zusammengepasst. Kein Wunder, dass die erste Normierung das Format der Backsteine betroffen hat: 25 x 12 x 6 cm, ein erster Schritt zum Aufbau eines gemeinsamen Bausystems. Kombinierbare Teile, genaue Definitionen und der Wille zur Zusammenarbeit sind massgebliche Erfolgsfaktoren, auch bei den Arbeiten an der digitalen Welt. Im abschliessenden 4. Teil dieser Serie wird der Lebenszyklus von digitalen Lösungen das Thema sein, wiederum geschildert aus der Perspektive für Führungspersonen.
Analogie Mitarbeiter – SoftwareKomponente Auf Software-Komponenten baut die digitale Welt auf. APIs, Application Programme Interface eine Form von Komponenten, seien der Kleber, der unsere
Das digitale Fundament für Führungsleute 1 Wider die digitale Machtlosigkeit 2 Die Macht der Rekursion und die Rolle der Mathematik 3 Parameter und Komponenten als Umsetzungsbeschleuniger 4 Der Weg zum wirksamen Lebenszyklus von digitalen Lösungen
DAS DIGITALE FUNDAMENT FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE TEIL 4 Der Weg zum wirksamen Lebenszyklus von digitalen Lösungen Die drei ersten Teile dieser Serie haben gezeigt, dass die Digitalisierung wiederholt auf Zyklen aufbaut, also auf zusammengehörende Elemente oder Ereignisse, die in einer bestimmten Reihenfolge stehen und von denen eines nach dem anderen abgearbeitet wird. Dabei kann ein Element wiederholt betroffen sein, eventuell auch in einem anderen Kontext oder einem anderen Umfeld. In diesem Sinne sind Parameter und Komponenten im 3. Teil als Umsetzungsbeschleuniger betrachtet worden. von Dr. Urs Wiederkehr
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ber auch bei den beiden vorherigen Teilen, sind Zyklen wesentlich gewesen. Nicht umsonst spricht man vom Führungszyklus
ebenso im Zusammenhang mit dem Delegieren von Aufgaben (siehe Teil 1). Auch die Rekursion, das wiederholte Aufrufen des gleichen Prozesses unter anderen externen Voraussetzungen, basiert auf dem Modell der Zyklen. Diese Rückverfolgung ist bis zu den ersten Computern bzw. der Entwicklung von mathematischen Maschinen möglich, wie man vor 70 Jahren noch sagte. Der ungarisch-US-amerikanische Computerpionier John von Neumann (1903-1957), der auch an der ETH Zürich ein Studium abgeschlossen hat, führte an einer Fachveranstaltung in Düsseldorf im Jahre 1954 aus, worauf bei der Digitalisierung zu achten sei. Und daran hat sich nichts geändert [Fette Auszeichnungen hierfür ergänzt]: «Aber im großen und ganzen, […] muß man zunächst auf irgendeine Weise zu einer Ziffernrechnung kommen. Damit hat die Maschine nichts zu tun. Das ist ein Teil der intellektuellen Vorbereitung, die mit den normalen Mitteln der Mathematik oder der angewandten Mathematik […] durchgeführt werden muß. Wenn man einmal soweit ist, daß die Prozedur, […] bloß eine Wiederholung von Additionen, Subtraktionen, Multiplikationen und Divisionen ist – […] - dann ist diese vorbereitende Phase zu Ende. Wenn dies erreicht ist, d. h., wenn es sich bloß noch um eine sehr umfangreiche arithmetische Prozedur handelt, dann kann die Mechanisierung der Rechnung nützlich eingreifen. Durch sie kann eine weitgehende Beschleunigung der Prozedur erreicht werden.»
John von Neumann muss es wissen, denn die Chance ist gross, dass auch Ihr Computer auf einer von-NeumannArchitektur aufbaut. Leider wird die oben genannte intellektuelle Vorbereitung zu wenig vollzogen. Führungskräfte sind aufgefordert, diesen Vorbereitungen die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu sind keine Digitalisierungskenntnisse notwendig, aber viel Verständnis für Prozesse und das Kerngeschäft des Unternehmens. Differenz und gezielte Wiederholung Sowieso, die Erfahrungen zeigen, dass das Erkennen von Differenzen, also Unterschiede zwischen verschiedenen Geschäftssituationen und Verarbeitungsfällen, von zentraler Bedeutung ist. Wären keine Unterschiede feststellbar, gäbe es auch nichts zu kommunizieren. Es würde keine Medien brauchen. Sei es Führung, sei es Nachhaltigkeit, sei es Digitalisierung: Sie alle basieren auf Wiederholungen bzw. darauf, dass man Wiederholungen nutzen kann. Die Grundlagen werden praxisbezogen angewendet, so dass nicht immer alles neu erfunden werden muss. Das wäre kaum vereinbar mit den beschränkten zeitlichen Möglichkeiten und Ressourcen, also unserer vorgegebenen Endlichkeit. Integration der Medien Leider isolieren Führungspersonen die Digitalisierung zu oft von den restlichen Herausforderungen und delegieren diese nach unten. Buildup AG-CEO Dani Küchler schreibt Ende November 2023 als Einleitung zu meinem dritten Teil auf LinkedIn, dass das Thema, also die Digitalisierung, oft «nur» als Arbeitsinstrument betrachtet wird und nicht als Führungsinstrument.
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Dieses Einzelbetrachten bzw. die Auffassung, dass die Digitalisierung ein Zusatzthema oder eine Zusatzaufgabe sei, kann mittels Parallelen zur Entwicklung der Medien, wie sie der deutsche Soziologe Dirk Baecker (*1955) vertritt, widerlegt werden. Im Buch «4.0 oder die Lücke die der Rechner lässt» (Merve Verlag, Leipzig 2018) beschreibt er die Entwicklung der Medien von 0.0 bis «4.0 Digitalisierung». 0.0 ist die Ausdrucksweise in Gebärden und Gesten, wie sie die Urgesellschaften verwendet hat. Der Mensch hat vor 100'000 Jahren mit Sprechen angefangen: 1.0 ist die Sprache. Mit der der Schrift (2.0) ist der Sprache ein Gedächtnis gegeben worden und man musste so nicht mehr unmittelbar anwesend sein, wenn gespro-chen wurde, was vor rund 5'000 Jahren passiert ist. Hatte man zur Römerzeit keinen Sklaven oder im Mittelalter keinen Mönch zur Verfügung, die das Ge-schrieben von Hand kopiert haben, ist das Schriftliche sehr individuell geblieben, ohne grosse Verbreitung. Deshalb ist vor 600 Jahren mit dem Buchdruck (3.0) die Verbreitungsmöglichkeit massiv ausgebaut worden. Und nun, mit der Digitalisierung (4.0) sind Sprache, Schrift und Buchdruck integriert und um eine hinsichtlich des Orts und der Zeit universale Verbreitungsmöglichkeiten ergänzt worden. Die Welt wird damit zum globalen Dorf und die Zeit der Verbreitung löst sich quasi sofort auf, wie es der kanadische Kommunikationswissenschaftler Marshall McLuhan (1911-1980) vor 60 Jahren prophezeit hat. Jedes neue Medium ist zuerst mit einer Medienkatastrophe eingeleitet worden, sagt Baecker, denn alle sind überfordert gewesen und wussten nicht, wie das neue zu verwenden ist. In diesem Sinne sind wir nun Mitten in der Medienkatastrophe 4.0.
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Nachhaltiger Aufbau Mir gefällt, dass bei den Medienentwicklung jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut, und somit «nachhaltig» im Sinne von «beständig», «immerwährend» oder «continuierlich» ist, wie es der Sächsische Bergwerksbeamte Hannß Carl von Carlowitz (1645 – 1714) um 1713 in seiner Schrift «Sylvicultura oeconomica, oder hausswirthliche Nachricht und Naturmässige Anweisung zur wilden Baum-Zucht» propagiert hat. Wer meint, beim Digitalen sei alles neu, dem muss ich widersprechen: Die Medien machten eine kontinuierliche Entwicklung durch. Unbestritten ist aber, dass nicht die ganze Gesellschaft gleichzeitig auf ein neues Medium umsteigt und insbesondere auch gleichzeitig das neue Medium selbst erfolgreich anwenden kann. So zeigt Alexander Grass, der pensionierte Tessiner-Korrespondent vom Schweizerischen Radio SRF, in seinem Buch «Grenzland Tessin» (Hier und Jetzt, Zürich 2023) auf, dass die Frauen im nördlichen Tessin früher schreiben und lesen gelernt haben als die im südlichen Tessin. Grund dafür sind die Arbeitsorte der Ehemänner zur Erwirkung eines besseren Einkommens zu Zeiten grosser wirtschaftlicher Not gewesen. Männer im Süden sind nach Norditalien auf Arbeitssuche gegangen, von wo sie regelmässig nach Hause kommen konnten. Männer im Norden hingegen haben sich in weiter entfernten Gebieten um Arbeit bemüht, wo nur ein Briefverkehr, den Kontakt zur Heimat halten konnte. Hätten die Frauen die Briefe nicht eigenhändig schreiben und lesen können, hätte es für sie eine schreibkundige Person im Dorf getan, wohl der Pfarrer. Und das wollten sie mit Bestimmtheit nicht!
Pragmatismus: Differenzen, Wiederholungen und Geschäftsverständnis Genau so stellt ich mir vor, dass digitale Kenntnisse eine grössere Durchdringung erfahren müssen, ohne dass sie zusätzlich gedacht, oder gar von Drittpersonen, quasi dem «Pfarrer», als Helfer mitgestaltet werden müssen. Es braucht Anfänge, es braucht Vorbilder mit Tatbeweis dafür. Entsprechende Projekte einfach nach unten zu delegieren, ist keine Lösung, sondern eine Fehlentwicklung. Auch als Führungsperson ist der Erwerb diesbezüglicher Kenntnisse erfolgsversprechend. Wie wäre es, wenn Sie heute jedes Mal beim Lesen und Schreiben eine Drittperson beiziehen müssten? Unvorstellbar!
Das digitale Fundament für Führungsleute 1 Wider die digitale Machtlosigkeit 2 Die Macht der Rekursion und die Rolle der Mathematik 3 Parameter und Komponenten als Umsetzungsbeschleuniger 4 Der Weg zum wirksamen Lebenszyklus von digitalen Lösungen
Zusätzlich sind den intellektuellen Vorarbeiten die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Auch die Projektabwicklung ist seriös anzugehen. Oft kommt mit dem Essen der Appetit, wie ein Sprichwort sagt. Während der Entwicklung kommen ständig neue Ideen auf. Schon der deutsche Schriftsteller Wilhelm Busch (1832-1908) meinte «Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, Kriegt augenblicklich Junge.» Am Bewerten dieser Zusatzwünsche muss gearbeitet werden. Sonst wird das Projektteam überfordert und Friktionen sind vorprogrammiert. Praktisch ausgedrückt, muss stets am vordefinierten Ziel festgehalten werden. Neue Wünsche werden sauber und nachvollziehbar im Backlog bewirtschaftet, ohne dass der aktuelle Projektfortschritt dadurch gestört wird. Das ist nicht immer leicht, aber dem zielgerichteten Projektfortschritt geschuldet. Es stellt sich in diesem Zusammenhang oft auch heraus, dass es schwieriger ist, eine Sache verbal zu beschreiben als unter Fachpersonen gleich kontrolliert, z.B. in einem Scrum-Zyklus, zu programmieren. Voraussetzung ist, dass alle mitwissenden Personen engagiert und involviert sind. Schauen Sie auf Differenzen, schauen Sie auf mögliche Wiederholungen, so dass der Computer seine präferenzierten Prozesse effektiv und effizient durchführen kann. Ein solides Geschäftsverständnis ist dafür sicher nicht hinderlich. Oder muss es gar Weltverständnis heissen?
Dr. Urs Wiederkehr (*1961), Dipl. Bau-Ing. ETH/SIA, ist Leiter Fachbereich «Digitale Prozesse» auf der Geschäftsstelle des Schweizerischen Ingenieurund Architektenvereins SIA.
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• beraten • designen • beschriften
«Am Anfang war das Bild» gilt im Kleinen wie im Grossen. Es beginnt beim zentimetergrossen Logo auf der Visitenkarte, endet bei der zwei Dutzend Meter langen Bildkomposition auf Trams, umfasst aber auch alles dazwischen: Grafiken, Schriften und grossflächige Digitaldruckmedien (u.a. Logodesign, Grafiken, Signaletik, Schaufensterbeschriftungen und Fahrzeug-Folierungen).
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DER DURCHBRUCH IST DA BIM2Field in der Praxis
Interview mit Patric Sommer von Georg Lutz
In Aarau entsteht mit dem Kantonsspital der derzeit grösste Krankenhausneubau der Schweiz. Die Bezeichnung «Dreiklang» erklärt sich aus dem optimalen Zusammenspiel zwischen Funktionsbereichen und Ambulatorien im Sockelbau und dem darüber liegenden Bettenhaus. Im folgenden Interview stellen wir den spezifizierten Einsatz der BIM-Methode (Building Information Modeling) im Rahmen des Neubaus vor. Mit Patric Sommer, dem BIM-Verantwortlichen von Implenia, analysieren wir die Potenziale von BIM2Field.
BIM-Konstruktionsmodelle, millimetergenau durch Rohbau-Laserscans erstellt, werden mithilfe einer Totalstation vermessen. Zusätzliche Informationen stammen von bauseitigen «digitalen Planhüsli»
er Neubau des Kantonsspitals Aarau wird als Wahrzeichen und Leuchtturm bezeichnet. An welchen Punkten machen Sie dies fest?
dem Neubau des Felix-Platter-Spitals oder den Labor- und Forschungsgebäuden BSS und DBM in Basel. Es gibt daher schon Erfahrungswerte, die hier genutzt werden können.
Für Implenia ist das Projekt Kantonsspital Aarau das bisher grösste und komplexeste BIM-Projekt im Hochbau. Es geht aber nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität in neuen Dimensionen. Wir haben uns bereits mit anderen Projekten in der Labor- und Gesundheitsbranche positioniert, beispielsweise mit dem
Der Begriff Leuchtturm bezieht sich in meinem Verständnis nebst dem innovativen Spital selbst auf die Methoden, welche am Projekt «Dreiklang» entwickelt und angewendet werden, um derart komplexe Bauwerke effizient und sicher abzuwickeln. Diese Arbeitsmethoden werden für künftige GU-und TU-Projekte von Implenia wegweisend sein.
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Woran machen Sie die Komplexität fest? Die Komplexität zeigt sich sowohl in den Anforderungen an den Bau eines integrierten Spitals, der sämtliche Funktionsbereiche umfasst, als auch in der Grösse des gesamten Projektteams, einschliesslich seiner zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer. Digitale und standardisierte Vorgehensweisen und Prozesse stellen einen entscheidenden Erfolgsfaktor in diesem Zusammenhang dar.
Bauprojekte mit der BIM-Methode sind noch vor kurzer Zeit oft
gescheitert, da einige Beteiligte nicht mit BIM umgehen konnten. Die angestrebten Effizienzgewinne gingen so verloren und es wurde vielleicht nur das Technikgebäude mit BIM erstellt. Jede Fachplanung im Rahmen dieses Projekts, egal von welchen Beteiligten, generiert ein BIM-Modell. Es gibt hier keine Hybridlösungen. Des Weiteren erfolgt auch die Montage- und Werkstattplanung der Subunternehmer auf Basis von BIM. Das ermöglicht eine nahtlose Integration in das Gesamtkoordinationsmodell für die gewerkeübergreifende Abstimmung vor der Ausführung.
Die Räumlichkeiten einer Klinik haben viele Anforderungen, und unterschiedliche Zielgruppen haben dementsprechende Wünsche. Wie werden diese schon in der Planung abgebildet? Die Anforderungen an die Räume und die Ausstattung werden mit den jeweiligen Nutzergruppen in Workshops präzise abgestimmt. Die Daten werden in Raumblättern festgehalten und in einer Datenbank, dem sogenannten «Raumbuch», gehostet. Das webbasierte Raumbuch ist somit die zentrale Quelle für alle verfügbaren Informationen, auf die sämtliche Projektteilnehmer sowie auch die Bauherrin Zugriff haben. Ziehen sich solche digitalen Vorgehensweisen durch die gesamte Wertschöpfungskette hindurch? Ja, das ist auch vertraglich so festgehalten. Oft ist es in der Branche so, dass die Planung BIM-basiert ist, in der Montage sieht es dann oft noch anders aus. Das ist hier nicht der Fall. In der Branche ist aber ein Trend erkennbar, der über die Planung hinaus- und in die Montage hineinreicht. Wichtig sind hier die Schnittstellen, genauer die Minimierung der Schnittstellen der unterschiedlichen Beteiligten, die klar abgebildet werden müssen. Zentral ist auch die Frage, wer den Aufschlag macht und die Lufthoheit bei der operativen Ausführung, sprich beim Thema BIM2Field, hat.
Ziel und Zweck von BIM2Field (Strategie) Optimierung der Ausführungsplanung Steigerung der Planungsqualität durch BIM-basierte Planung Reduktion von Dopplungen und Fehlern bei der Grundlagenerarbeitung Ersatz unproduktiver Aufwendungen durch Aufwendungen zur Steigerung der Produktivität Optimierung von QS Optimierung durch Reduktion der Schnittstellen Definierte Kontroll- und Freigabeprozesse Automatisation einzelner Prozessschritte (Planung und Ausführung) Optimierung des Übergangs von der Planung zur Produktion und Montage Durchgängigen Prozess sicherstellen – digitale Kette Erhalt der Datenqualität Steigerung der Produktivität auf der Baustelle Wirtschaftlichkeit / Qualität Keine Stillstandzeiten
Es gibt hier zwei Vorgehensweisen. Noch vor einigen Jahren ging es in erster Linie um Field2BIM. Dort geht es um den Prozess der Erfassung digitaler Daten, beispielsweise mit einem Laserscanner, die dann zur Weiterverarbeitung an die CAD-Software übertragen werden. Heute, auch hier im Neubau des Kantonsspitals Aarau, ist der umgekehrte Weg BIM2Field dazugekommen. Bei der BIM2Field-Methode werden die Daten aus dem BIM-Modell auf die Baustelle übertragen. Das ist also der umgekehrte Weg. Das papierlose Büro wurde in den letzten 20 Jahren oft angekündigt, hat aber oft nicht geklappt. Hier scheint es jetzt in Teilen Wirklichkeit zu werden. Nehmen wir einen Sanitärunternehmer. Wie geht er vor? Der Unternehmer generiert ein herstellerspezifisches Fabrikationsmodell, abgeleitet aus dem BIM-Modell des Fachplaners. Das bedeutet, dass Planungsdaten mit Produktionsdaten verknüpft werden. Field2BIM und BIM2Field sind in der Praxis angekommen. Und ganz wichtig: Bei allen Beteiligten erhöht sich die Arbeitsqualität und Fehler verringern sich. Es gilt die Arbeitsweisen zu überdenken und durch die Implementierung von BIM und digitalen Prozessen nicht nur bestehende, sondern auch zukünftige Herausforderungen positiv zu beeinflussen. Hierarchien waren und sind in der Baubranche ein Thema. Gewinnen flache Hierarchien durch diese geschilderten technologischen Veränderungen an Bedeutung?
Patric Sommer ist BIM-Manager bei Implenia.
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Ja. Partnerschaften, die auf dem Papier stehen, werden nun mit Leben gefüllt. Nebst der Bauherrin sind Fachplaner und Architekten sehr früh an Bord und arbeiten mit uns transparent zusammen. Die frühzeitige Einbindung von Subunternehmern sowohl in den Planungsprozess als auch teilweise bereits in die Wettbewerbsphase ist ein entscheidender Bestandteil unseres Erfolgsrezepts, um das Potenzial der Digitalisierung voll auszuschöpfen. Die Beteiligten sind früher eingebunden und haben einen transparenten Überblick. Trifft das auch dann zu, wenn das Projekt fertig ist und es in einigen Jahren um Serviceleistungen geht? Im Rahmen des digitalen Planens und Bauens kann ein durchgängiger Prozess ohne Informationsverlust von der Planung bis zum Betrieb sichergestellt werden. Die Digitalisierung in der Planungs- und Baubranche bietet ein enormes Potenzial. Doch das volle Potenzial wird nur dann optimal ausgeschöpft, wenn die digitale Kette über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg ohne Unterbrechungen verläuft. Jetzt herrscht auch in der Baubranche Fachkräftemangel. Gleichzeitig braucht man gerade auch beim Thema BIM Menschen, die auf der Höhe der Zeit agieren können. Wie geht Implenia mit dieser Herausforderung um? Virtual Design and Construction (VDC) und BIM müssen meiner Meinung nach integrierte Bestandteile des gesamten Projektteams sein. Dies wird eindrucksvoll am Projekt «Dreiklang» deutlich. Selbstverständlich implementieren und steuern erfahrene BIM-Manager und Koordinatoren die Prozesse, dennoch müssen diese auch operativ angewendet werden. Dazu sind wir mit dem gesamten Projektteam seit Jahren täglich im Austausch. Ferner arbeiten bei uns im Team motivierte Werkstudenten. Dies schafft innovative Synergien zwischen Theorie und Praxis, was zur Ausbildung kompetenter Fachleute in der Branche beiträgt. Implenia ist ein attraktiver Arbeitgeber. Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind ein Pärchen mit Potenzial für die Zukunft. Wie bildet sich dies hier ab?
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Ausführendes Unternehmen Möbel + Türen
Prozess – Aufbau und Bereitstellung der Daten für die Baustelle am Beispiel Trockenbauwände.
Wir optimieren Bauprozesse und gestalten sie effizienter. Das spart nicht nur Zeit, sondern beispielsweise auch Materialien. Auf der Baustelle gibt es auch weniger Verschnitt, da bei uns Teile schon vorfabriziert werden. Es geht aber auch um die Materialien selbst. Die Tragkonstruktion besteht weitgehend aus RCL-Beton (Recyclingbeton), um den Anforderungen von Minergie-P-ECO zu genügen. Kommen wir nochmals zur Ausgangslage des Leuchtturm Projekts zurück. Inwieweit strahlt solch ein Projekt auf die gesamte Branche aus? Etwas zugespitzt gefragt, könnte es ja sein, dass dies negativ gesehen auch eine Kathedrale in der Wüste bleibt. Oder positiv gesprochen: Geht durch solch ein Projekt ein Ruck durch die Branche und sie erlebt einen Quantensprung?
Ich bin überzeugt, dass die Vor«Wir optimieren teile des digitalen Planens und Bauprozesse und Bauens nicht von der Projektgestalten sie effizienter.» grösse abhängig sind.Darüber hinaus gelten diese Vorteile selbst dann, wenn die Gebäude nicht mithilfe eines digitalen Zwillings betrieben werden. Es ist die Aufgabe aller Beteiligten, dass der interdisziplinäre Austausch gefördert wird und das Know-how in der gesamten Branche ankommt. Dennoch haben Vorreiter in der Branche und Vorbilder im Unternehmen zweifellos einen erheblichen Einfluss auf die Digitalisierung und geben Ihr Schub.
Vorteile von BIM auf den Punkt gebracht Die Digitalisierung in der Planungs- und Baubranche bietet ein enormes Potenzial, welches noch nicht vollständig ausgeschöpft wird. Building Information Modeling (BIM) wird häufig lediglich als technische Lösung betrachtet, dabei sollte jedoch stärker die Chance in den Fokus gerückt werden, die sich durch eine intensivere Zusammenarbeit und eine erleichterte Umsetzung ergibt. Es gilt, die Arbeitsweisen zu überdenken und durch die Implementierung von BIM und digitalen Prozessen nicht nur bestehende, sondern auch zukünftige Herausforderungen positiv zu beeinflussen.
Implenia Schweiz AG | Thurgauerstrasse 101A | CH-8152 Glattpark (Opfikon) | Telefon: +41 (0) 58 474 74 74 | info@implenia.com | www.implenia.com
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HERAUSFORDERUNGEN NUTZEN Architektur im Rahmen der Digitalisierung Interview mit Paul Curschellas von Georg Lutz
Die Burckhardt Architektur AG verantwortet gemeinsam mit der wörner traxler richter schweiz gmbh den Spitalneubau in Aarau. Mit Paul Curschellas analysieren wir im folgenden Interview das strategische Vorgehen bei Planung und Umsetzung komplexer Gebäude aus Sicht des VDC/BIM (Virtual Design and Construction). Im Grunde geht es aber um das Selbstverständnis von Architektur, des Planens und Bauens in diesem Transformationsprozess. Bild Ponnie mages
Zusammenarbeit und strukturierte Prozesse sind zentrale Bausteine für das Gelingen des Spitalbaus in Aarau.
rchitektinnen und
sind kreative A Architekten Menschen. Manche sprechen auch von einem gesunden Ego, das man in einem Architekturbüro haben muss. Aktuell geht es um Stichworte wie Digitalisierung, BIM oder sogar KI. Der Veränderungsdruck ist auf jeden Fall da. Jetzt sollen unterschiedliche Hierarchiestufen effizient und daher transparent
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miteinander in einer Struktur zusammenarbeiten. Fühlen sich die freien Geister der Architektur da nicht in ihrer Kreativität eingeengt? Nein. Fakt ist, dass sich die Prozesse und Formen der Zusammenarbeit mit der angestrebten Optimierung zunehmend weiterentwickeln und damit verändern. Architekten sind durch ihre Fähigkeiten für den
Umgang mit der Abstraktion und der Ableitung von Lösungen prädestiniert, das ist ihr Alltag. Architekten stehen jeden Tag mit jeder Aufgabe im Wettbewerb um die beste Lösung. Somit liegen die Nutzung und damit die Adaption von verbesserten Prozessen und Techniken im Vollzug dieses Wandels auf der Hand. Es ist richtig: Architektinnen und Architekten haben eine gewisse Position. Sie sind in
Ihrem Bereich und in Teilen der Gesellschaft positioniert und werden darin unterschiedlich wahrgenommen – durchaus auch als Autoritätspersonen, das steht jedoch nicht zur Debatte.
Worum geht es dann? Es geht um die besten Lösungen, um den Wettbewerb und dieser setzt Transparenz voraus. Zustimmung wie Kritik ist damit Teil der Arbeit. Eine der wesentlichen Komponenten eines Bauprojekts ist die Planung, damit gebaut werden kann. Der Bauherr formuliert die Projektziele. Nüchtern betrachtet führt der Architekt als Planer die Planung faktisch einem realen Ergebnis zu. Er sorgt dafür, dass das Projektziel zunehmend konkret wird, ins Laufen kommt.
Und was steht am Anfang? Früher war es ein leerer Plan und daneben lagen die Vorgaben der Auftraggeber. Je nach Situation ist am Anfang auch heute nicht viel da. Es gibt ein Areal, einen baulichen Bestand, eine angestrebte Nutzung für spezifische Betriebs- und Geschäftsprozesse, Kapital und ein Geschäftsmodell oder schlicht und ergreifend einen guten Ort. Die Planung und damit der Plan ist eine bestimmende Einheit und bringt Struktur in die gesamte Abwicklung für alle Beteiligten. Der aus den Projektzielen abgeleitete Zeitrahmen, der Projektumfang, die betrieblichen Abläufe, die räumliche Konstellation und die daraus folgenden Kosten bekommen dadurch zunehmend eine Form – kommunizierbar und realisierbar. Mit den Beteiligten wird das Projekt zunehmend organisiert und strukturiert, dies ist die Grundlage für die Optimierung hin zur besten Lösung.
An welchen Punkten lässt sich der Erfolg messen? Der Ankerpunkt für den Erfolg ist die Planung – ohne Planung kein Bau. Das, was zukünftig entstehen soll, muss
strukturiert und organisiert werden. Sind die Fachprozesse organisiert, bieten die digitalen Prozesse wie die modellbasierte Zusammenarbeit ganz klar ein grosses Potenzial. Voraussetzung: Wir sind bereit, strukturiert zu arbeiten, und haben das Ziel, heute besser zu sein als gestern. Und damit sind wir wieder beim Wettbewerb, einem Teil der Architektur und unserer DNA bei Burckhardt.
Welche Strategie ist hier Erfolg versprechend? Zu Beginn sind es die Ziele des Auftraggebers. Es gibt einen Prozess und der ist fast immer noch top-down angelegt. Das birgt Risiken und führt nicht selten zu Konflikten. Zu spät werden Defizite erkannt, zu langsam ist die Lernkurve bei allen Beteiligten. Hier verstreicht unnötig viel Zeit, Ressourcen werden verschwendet, die Grundlage für die effiziente Zusammenarbeit und Optimierung ist aufgrund fehlender Grundlagen erschwert. Erfolgreicher ist der Ansatz in der Kombination der Prinzipien von top-down und bottom-up, anders gesagt ein iteratives Vorgehen, in welchem schrittweise in einem gewissen Umfang die Lösung vorweggenommen und das gesamte Projekt dadurch robuster wird – und dies bereits in den frühen Phasen. Dies tönt zunächst einfach. Man bekommt das, was man bestellt hat.
Aber was ist, wenn sich die Bedürfnisse innerhalb dieses Prozesses verändern? Das ist doch bei Bauprojekten übliche Praxis.
Beschleunigungsprozesse sind möglich, da Menschen und Maschinen vor Ort durch die Planungsdaten unterstützt werden.
Heute kann man in solchen Situationen sehr viel mehr Stabilität in die Anfrage von dem, was du willst, und in die Beantwortung, was möglich ist und welche Konsequenzen dies hat, hineinbekommen. Es muss nicht dauernd nachgesteuert werden. Man kann wichtige Punkte wie Kosten, Menge, Raumstruktur oder Abmessungen sehr viel besser strukturieren, man kann sie visualisieren und Simulationsabläufe durchziehen. So sind, wie übrigens auch in anderen Branchen, Beschleunigungsprozesse möglich und es sind dann auch sechs, sieben unterschiedliche Szenarien abbildbar – bereits zu Beginn. Entscheidungen können besser und schneller gefällt werden.
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Die Lücke zwischen dem, was man gerne hätte und was man bekommt, wird kleiner und die Prozesse laufen schneller.
Digitalisierung als Prozess und die BIM-Methode oder digitale Tools wichtig, aber wir setzen sie im Alltag ein und verwenden sie nicht als Buzz-Wörter.
Ja, das schafft Effizienz und ist, das soll nicht verschwiegen werden, zugleich eine Herausforderung, da noch nicht alle Akteure in der Baubranche dazu bereit oder, anders gesagt, im Boot sind. Voraussetzung für die Nutzung der Vorteile aus der Digitalisierung ist, dass Fachprozesse im Unternehmen saturiert sind und übersetzt und implementiert werden. Genau das ist der Wandel, welchen man lieber beim anderen als bei sich selbst sieht. Nur so funktioniert dies eben nicht. Hier ist das «Machen» und die «Sorgfalt» angesagt.
Das hört sich sehr uneitel an. Architekt*innen wollen doch über eine Architektursprache ihre Vorstellungen umsetzen.
Da liegt noch ein langer Weg vor der Branche. Es ist aber eigentlich einfach. Es braucht eine neue Denke, die wir privat ja schon umsetzen. Wenn ich das mal für den Consumerbereich herunterbreche, holt die Baubranche das nach, was wir im Alltag bereits machen: Den Fahrplan für den Zug hast du sofort auf dem Schirm. Er zeigt dir auch gleich andere Alternativen auf, wenn es auf der Strecke stockt, zentrale und dezentrale Informationen und Akteure werden zusammengeführt. Das ist unser Alltag und in der Baubranche machen wir das in etwas komplexeren Umgebungen auch.
Dem ist so. Nur ist Architektur ein weiter Begriff. Es werden hohe Erwartungen an uns gestellt, und genau das motiviert uns. Mit Sicherheit liegt die Definition nicht in der Nennung eines bestimmten Farbanstrichs mit einer bestimmten Struktur an einem bestimmten Fassadensystem. Unser Tun hat Konsequenzen für die Zukunft. Unsere Aufgabe als Architekten ist die Realisierung eines funktionierenden Bauwerks, bei welchem der Mensch im Mittelpunkt steht. Die Menschen für die wir entwickelt und gebaut haben. Die Freude am gemeinschaftlichen Arbeiten befähigt uns zu Grossem. Das Ergebnis ist wie eine gute Software: Es funktioniert einfach, braucht kein Handbuch und keine Schulung, es erklärt sich von selbst durch den Gebrauch, passt und ist angenehm wie ein Massanzug. Sollten diesen Weg dann andere Beteiligte auch mitgehen? Richtig. Es nützt niemand etwas und auch uns nicht, wenn das Umfeld nicht mitspielt. Man koordiniert und arbeitet auf diesem hohen Niveau zusammen. Bauen ist Teamsport. Die Zusammenarbeit und die Wirkung, die wir daraus erzielen, sind entscheidend. Bild Burckhardt Architektur AG
Wie ordnet sich die Digitalisierung in die Philosophie Ihres Hauses ein? Digitalisierung als isolierter Begriff löst in der Bauwirtschaft – und so auch bei uns von Burckhardt – massive Erwartungen aus. Im Sinn des Digital Leadership wollen wir von Beginn an aktiv mitgestalten, das ist Teil unserer Strategie. Es eröffnen sich viele neue Möglichkeiten mit der Digitalisierung! Innovation ist für uns nicht Selbstzweck, denn wir werden an der Wirkung unserer Lösungen gemessen. Somit ist klar, dass wir ganz gezielt die Vorteile der Digitalisierung dort nutzen, wo für unsere Kunden und Partner ein Mehrwert entsteht. Dabei sind für uns die sogenannten Leuchtturmaktionen mit dem Ziel der Profilierung weniger wichtig. Es geht um unsere Performance und wie wir die Projektziele des Kunden angehen. Wir legen mit dem jeweiligen Auftraggeber, allen Projektbeteiligten und unserem Team das geeignete Vorgehen fest, um gemeinsam die beste Lösung zu erreichen. Natürlich sind die Paul Curschellas ist VDC/BIM-Manager und Prokurist bei der Burckhardt Architektur AG.
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Das sind die drei zentralen Akteure mit ihren Kategorien des Handelns. Der Manager strukturiert und gestaltet nicht. Der Ingenieur schafft im ersten Schritt die technischen Lösungen und nicht die Euro- oder Frankenökonomie. Hier geht es um die Ökonomie der Technik. Der Kaufmann kümmert sich um Kosten, nicht um die technische Lösung und die organisatorische Abwicklung. Und dann stelle ich folgende Frage: Wo stehen wir nun, mit wem haben wir es jetzt zu tun und worum geht es genau? Oft sind wir nur beim Thema des Kaufmanns, der Kosten, in einer sogenannten Pseudoökonomie. Da wird versucht, mit dem Fokus desm Kaufmanns die Kosten zu verhandeln, zu optimieren und vertraglich zu binden. Dieses Muster ist heute in der Breite etabliert und folgt dem Top-down-Prinzip. In welcher Rangfolge das Thema angegangen wird, hängt von den Prioritäten ab. Nur eines ist klar: Die beste und damit auch die wirtschaftlichste Lösung erzielen wir, wenn wir die technische Lösung haben, den Abwicklungsprozess im Griff haben, den Abwicklungsprozess im Griff haben und daraus in der Folge die beste Kosten-Nutzen-Kalkulation, die
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Das hört sich gut an, die Praxis sieht aber oft anders aus. Heute wird bei Ausschreibungen sehr intensiv auf den Preis geschaut. Der billigste Subunternehmer bekommt den Zuschlag. Grosse Unternehmen schauen auf gute Quartalsergebnisse und nicht auf langfristige Erfolge. Dann hat man auf Baustellen oft mit Leuten zu tun, die billig, aber nicht qualifiziert sind. Schlussendlich schadet dies doch der Qualität. Menschen lieben die Vereinfachungen und so ist die Argumentation und das Denken in SchwarzWeiss-Mustern nicht selten. Nur Planen und Bauen ist mehr und fordert von uns auch mehr – vor allem eine differenzierte Herangehensweise. Wir sind Planer, Architekten und Ingenieure. Aber der beschriebene Zustand in der Frage ist Realität. Diese Entwicklung subsummiere ich unter dem Stichwort Pseudoökonomie. Es gibt auf dem Bau den Ingenieur, den Kaufmann und den Manager.
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wirtschaftlichste Lösung erzielen. Der reine Kostenwettbewerb ist Augenwischerei und führt weder zu nachhaltigen noch zu wirtschaftlichen Lösungen. Daher beginnen wir nicht bei den Kosten, sondern wir entwickeln für die Zielsetzung die beste Funktion und damit erreichen wir die höchste Wirtschaftlichkeit. Wir sprechen als Erstes nicht über das Geld. Wir klären mit dem Auftraggeber die Zielsetzung, was wir gemeinsam erreichen wollen und wie wir dies umsetzen können. Da geht es um die Organisation. Wenn das alles abgearbeitet ist, kommt man auf einen realistischen Preis. Kommt es auf die Reihenfolge an?
Ja, aber die Reihenfolge läuft meist verkehrt. Es geht um den besten Weg, der muss im Vordergrund und am Anfang stehen, dann hat man auch den besten Preis. Digitale Bauwerksmodelle helfen uns, hierzu die Grundlagen zu schaffen und diese für alle nachvollziehbar und transparent bereitzustellen, damit die richtigen Entscheidungen stufenweise und eben bereits früh getroffen werden können. Das braucht aber dann eine neue Denke bei den Beteiligten.
Daher öffnen wir von Burckhardt von Anfang an unsere Arbeitsweise, setzen die Plattform für die Zusammenarbeit, indem wir die Beteiligten bestmöglich einbinden – von Beginn an. Tun wir dies nicht, kommt es früher oder später zu Konflikten, die dann nachgelagert viel aufwendiger und schwieriger zu bearbeiten sind. Wir fixieren keine Punkte, bevor wir sie nicht kennen. Jetzt ist die Realität, die Sie in Ihrer Frage beschrieben haben, aber nicht aus der Welt. Aber diese Realität ist sehr konfliktträchtig. Jeder hat seine eigene Ökonomie und trägt sie wie eine Monstranz vor sich her. Diese gehört aber in die Kirche und nicht auf die Baustelle. Demgegenüber geht es immer um die zentrale Frage: Wie mache ich das
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wie erzielen wir den maximalen Nutzen? Der Preis ergibt sich dann. Das ist die bestmögliche Lösung und ergibt für alle Beteiligten eine viel bessere Kommunikationsstruktur. Diese Vorgehensweise und Struktur sind Voraussetzungen für die heute zunehmend stark diskutierten Abwicklungsmodelle wie die IPD (integrierte Projektabwicklung). Genau hier ist es wichtig, dass die Ziele, die Definition, die Abwicklung und der Nutzen im Projekt für die Beteiligten transparent abgebildet werden können. Dann geht jeder mit seinem Risiko und seinem Geld rein. Und jetzt kommen wir nochmals zum Thema Digitalisierung.
«Der reine Kostenwettbewerb ist Augenwischerei.»
Die Digitalisierung bildet hier eine klare Chance – diese nutzen wir. Wettbewerb ist die Voraussetzung für die Optimierung, Transparenz wiederum ist die Grundlage für den Wettbewerb. Durch die Digitalisierung der Prozesse und daher mit dem Einsatz von BIM und VDC entwickeln wir interne Standards, die es unseren Mitarbeitenden ermöglichen, neue Werkzeuge, Arbeitsabläufe und Prozesse zu integrieren. Dreidimensionale, informationsbasierte Visualisierungen unterstützen unsere Planung massgeblich. So teilen wir unser Wissen und agieren transparent. Entscheidungen können auf dieser Grundlage gezielt und schneller getroffen werden. Davon profitieren alle am Prozess beteiligten Akteure. Wie ist das nun beim Neubau des Kantonsspitals hier in Aarau?
Der Neubau ist sehr gross und komplex, hier darf man von XXL sprechen. Das neue Zentrumsspital der Schweiz wird mit einer Gesamtfläche von 114`900m² wird von Burckhardt gemeinsam mit wörner traxler richter realisiert. Flexibilität, maximale Anpassungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit des Spitalbetriebs sind wichtige Eckpfeiler des Projekts. Dementsprechend sind die Anforderungen an die Planer und ausführenden Unternehmen hoch. Die Anzahl der Beteiligten und die Menge der Faktoren wie der zeitliche Verlauf führen dazu, dass sich einzelne Prozesse wie Projektierung, Submission, Ausführungsplan und Bau überlagern. Der vorhandene BIMAbwicklungsplan regelt die modellbasierte Planung, die kollaborative Ausführung wie auch das Qualitäts- und Termincontrolling und stellt sicher, dass zwischen den einzelnen Bauphasen kein Wissen verloren geht. Aufwendige und konfliktträchtige Prozesse werden besser strukturiert und optimiert und die neue Technologie so genutzt, dass ein echter Mehrwert für Bauherrschaft, Planer und die ausführenden Unternehmen entsteht. Wir können bei diesem Spitalprojekt zudem von unserer Expertise aus anderen Projekten wie Labor-, Fertigungs- und Produktionsanlagen in der Schweiz und Deutschland profitieren. Aber ganz klar stellt der Neubau des Kantonsspitals sehr hohe Ansprüche an alle und setzt die Innovationsbereitschaft und technische Kompetenz bei allen Beteiligten voraus – es wäre ein Fehler zu behaupten, dies ginge von alleine. Die enge Zusammenarbeit und strukturierte Prozesse und Techniken sind zentrale Bausteine für das Gelingen.
digitale Kette. Parallel gleichen wir den baulichen Bestand, den Rohbau, das sogenannte «Ist» mit dem «Soll» aus der Planung ab. Dies erlaubt es, schneller und präziser auf der Baustelle einzumessen und zu bauen. Menschen und Maschinen werden vor Ort durch die Planungsdaten unterstützt. Das Bauen mit dieser Methode vermeidet Fehler und erhöht die Qualität. So wird nicht der Prototyp geschaffen, sondern Zielsetzung ist vielmehr das funktionierende Bauwerk für seine Nutzer. Die traditionelle Prägung, das sogenannte Silodenken – jeder agiert für sich –, hat hier keinen Platz, hier arbeiten wir eng und durchgängig zusammen. Wenn jeder in seinem Kämmerlein alleine vor sich hinarbeitet, kommt es zu Informations- und Strukturbrüchen. Mit VDC/BIM erarbeiten wir im Team anhand des Modells eine gemeinsame und wertvolle Grundlage für das «digitale Bauen». Damit sind präzise Abläufe und eine erfolgreiche Architektur möglich. Die letzte Frage versucht noch eine bildliche Zusammenfassung herauszukitzeln. Ist das möglich? Früher haben Architekten ein Bild präsentiert, wie das Projekt zu bauen ist. Die bisherigen Pläne und Plangrundlagen ähneln Büchern, obwohl sie grafische Darstellungen sind. Sie erzählen Menschen, was wie zu machen ist. Der Schreiner kann dann mit diesen Erzählungen, die genauer gesagt Abstraktionen sind, arbeiten. Jetzt, mit dem gesetzten Ansatz BIM to field, liest nicht mehr der Mensch alleine ein Buch und reproduziert die Geschichte, vielmehr sind die Informationen, sprich die digitalen Daten, maschinenlesbar. Der Mensch wird im Lesen der Erzählung von den Maschinen unterstützt. Wir liefern ein sogenanntes «Druckfile» für die Maschinen. Wir instruieren so ein Messgerät, wie es zu messen hat. Dies sind kleine Schritte in der Digitalisierung des Bauens, welche sich zunehmend schnell auf der ganzen Breite durchsetzen, damit die Durchgängigkeit den Prozess verbessern kann, was im Fortgang zu besseren Bauten und Lösungen führt.
Können wir aus diesem Grund die Etappen in diesem Projekt aufzeigen?
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Es geht immer um die gleichen Herausforderungen: Volumen, Schwierigkeitsgrad, Beteiligte, Organisation sowie die daraus folgenden Prozesse in einem zeitlich festgelegten Zeitrahmen. Taktung und Präzision müssen sichergestellt sein. So sind wir auch gemeinsam an die Prozesse beim Trockenbau herangegangen – von der Planung auf der Baustelle bis in den Betrieb, dies möglichst verlust- und fehlerfrei und ohne unnötige Wiederholungen durch immer mehr Beteiligte, was wiederum Risiken und Zeitverlust zur Folge haben kann. Ziel des Bauens mit BIM to field ist, die Information schlank aus der Planung in einer Prozesskette den Teams digital auf der Baustelle auf ihren Geräten bereitzustellen – die Burckhardt Architektur AG | Dornacherstrasse 210 | CH-4002 Basel | www.burckhardt.swiss
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Freeze Freigabe
Modellbasierte Planung
Ausführungsplanung Auskoordiniert und Abgeschlossen
Planung
Daten Planung
Bereitstellung Planungsdaten für Datenaufbereitung
Bereinigung abgestimmt mit Gruppierung und Terminierung Leanetappen
Regelbasierte Abgleich SOLL zu IST – Koordination und Entscheidung
Kontrolle Planung - Modell (SOLL) zu baulichem Bestand Rohbau (IST)
Übernahme Plandaten Modelle Architektur
Festlegung Informationsbedarfstiefe Modell-Information-Dokument
Datenabgleich Plan zu Bau
Produktion
Datenproduktion Vermessung
Ableitung Fach-, Datenmodell Prozess Datenaufbereitung
Rationalisierung – Scripting Automatisierung
Übernahme der bereinigten Daten - Modelle Architektur SOLL zu IST
Prozessieren der Modelldaten Vermessungsdaten Leichtbau automatisiert
Kontrolle Daten Vermessung Leichtbau zu Planung Architektur
Bereitstellung der Daten für die Vermessung
Kontrolle
Daten Vermessung
Bereitstellung der Daten für die Vermessung
Kontrolle Daten Vermessung Leichtbau zu Rohbau durch Ausführung
Kontrolle Daten Vermessung Leichtbau zu Planung durch Ausführung
Übernahme der Vermessungsdaten Leichtbau
Testlauf Bereitstellung Daten für die Vermessungsgeräte
Abstimmung Prozess Datenübergabe Vermessungsgeräte
Datenbereitstellung Vermessung
Modellbasierte Baustelle BIM2Field
Daten Vermessung
Daten Vermessung
Vermessung
Datenbasierte Vermessung
Abstimmung Prozess Vermessung vor Ort mit Beteiligten
Testlauf und Vermessung Leichtbau zu Rohbau Abgleich
Übernahme der Vermessungsdaten für die Baustelle Totalstation
Vermessung vor Ort, auf der Baustelle
Nutzung Information Typisierung und Detail für Montaganweisung
Vermessung vor Ort bereit für die Montag
Daten Vermessung baulicher Bestand IST - Rohbau und Trockenbau
Montage
Vermessung Leichtbau – Gipstrockenwände – Dokumentation IST
Montage Beplankungen und Montage Türzargen
Montage Verstärkungen, Türverstärkungen und Auswechslungen
Montage Unterkonstruktion Blechständer
Vermessung Rohbau als Grundlage für Abgleich SOLL zu IST
Testlauf Abgleich Daten SOLL zu Bau IST
Bereitstellung Daten Bau
Nutzung in FM System
Modellbasierte Betrieb BIM2FM
Bereitstellung Daten Betrieb und Unterhalt Dokumentation
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n der Schweiz hergestellt, vereint die neue GEHRIG Spülmaschinen-Generation das Beste aus schweizerischer Ingenieurskunst und nachhaltiger Innovation. Mit der Anbindung der digitalen Plattform GG+connect, herausragender Spülkraft und erstklassiger Hygiene setzt die GEHRIG Ariane GTW Linie einen neuen Standard für moderne und umweltbewusste Küchen.
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Maximale Sauberkeit auf minimalem Raum Die GEHRIG Ariane GTW 3300 vereint kompaktes Design mit 50
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beeindruckender Leistungsfähigkeit. Mit einer Höhe von nur 597 mm fügt sie sich nahtlos unter jede Theke ein. Doch die kompakte Aussengrösse täuscht, im Innern bietet die Spülmaschine Platz für zwei Korbebenen, welche es ermöglichen zwei Körbe gleichzeitig zu spülen. Mit einer Kapazität von bis zu 60 Körbe pro Stunde, ist die Ariane GTW 3300 ein kleines Kraftpaket, das in puncto Sauberkeit und Effizienz keine Kompromisse eingeht. Schnelligkeit trifft auf Sauberkeit Zu Stosszeiten muss der Abwasch von schmutzigem Geschirr und
Zu Stosszeiten muss der Abwasch von schmutzigem Geschirr und Gläsern schnell vonstattengehen. Abhilfe schafft die GEHRIG Ariane 3700: Die Haubenspülmaschine wäscht Geschirr, Töpfe, GN-Schalen, Besteck und Gläser effizient in einem Spülgang. Stapel von schmutzigem Geschirr gehören der Vergangenheit an. Mit den optionalen Hygiene- und Doppeldruck-Spülprogrammen wird sogar hartnäckiger, eingebrannter Schmutz ohne manuelles vorspülen mit Leichtigkeit entfernt.
Doppelte Kapazität, Doppelte Brillanz Nicht nur effizient, sondern auch sparsam: Die Haubenspülmaschine GEHRIG Ariane GTW 5700 verbraucht gerade mal 1.9 Liter frisches Wasser pro Spülgang. Die Weltneuheit ist mit einem einzigartigen Doppelkorbsystem ausgestattet, welche automatisch den zweiten Korb anhebt und senkt. Doppelte Kapazität bei gleichbleibender Spülzeit.
Reinigungsmitteln, Anzahl der Spülzyklen und eventuelle Störungsmeldungen effizient ausgelesen ausgelesen werden. Ein besonderes Highlight ist die Funktion zur automatischen Nachbestellung von Reinigungsmitteln. Diese intelligente Lösung garantiert höchsten Komfort und stellt sicher, dass das Reinigungsmittel nie ausgeht.
Jederzeit bereit: 365 Tage Service In Kombination mit einer GEHRIG UmkehrosmoseAnlage sowie Aqualyt Reinigungs- und Glanzmittel leistet die GEHRIG Ariane GTW Spülmaschinenserie noch glänzendere Ergebnisse. Der Vorteil: Es bleiben keine Mineralienrückstände auf Gläsern und Besteck zurück. Zeitaufwendiges Polieren ist damit ebenfalls passé.
Nachhaltiger Aufbau Die digitale Plattform GG+connect bietet eine nahtlose Integration mit den GEHRIG Ariane GTW Spülmaschinen. Über diese innovative Plattform können wichtige Betriebsdaten wie der Verbrauch von
Die GEHRIG GROUP erkennt die entscheidende Rolle eines zuverlässigen Services in der Gastronomiebranche und ist stolz auf ihre über 77jährige Erfahrung sowie ihre Zugehörigkeit zur angesehenen Metall Zug Gruppe. Diese lange Tradition verpflichtet sie zu einer tiefen Verankerung in Schweizer Werten, besonders in Bezug auf Präzision und verlässlichen Kundenservice. Der einzigartige Kundenservice zeichnet sich durch seine ständige Verfügbarkeit aus – an 365 Tagen im Jahr stehen bis zu 60 Techniker täglich Kunden mit Engagement und Fachwissen zur Seite, um eine aussergewöhnliche Kundenerfahrung zu gewährleisten. ild
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An 365 Tagen im Jahr stehen bis zu 60 Techniker täglich Kunden mit Engagement und Fachwissen zur Seite.
Gehrig Group AG | Bäulerwisenstrasse 1 |CH-8152 Glattbrugg | +41 43 211 56 56 | info@gehriggroup.ch | www.gehriggroup.ch
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VULCANUS
Ihre Sicherheit ist unsere treibende Kraft Interview mit Lee Perfetti und Samuel Karrer von Roland Baer
In Zeiten in denen Sicherheit ein grundlegendes Bedürfnis ist, Gebäude immer komplexer genutzt, grösser und höher gebaut werden, ist ein effektiver und kompromissloser Brandschutz von essentieller Wichtigkeit. In Sachen Brandschutz bieten wir Ihnen alles aus einer Hand. Die Vulcanus AG begleitet Architekten und Bauherren ganzheitlich – von der Analyse über die Definition der Brandschutzziele bis zur Ausarbeitung und Umsetzung der definierten Massnahmen. Damit werden Gefährdungen frühzeitig Bild: Vulcanus AG
Brandschutzmassnahmen betreffen nahezu alle Bereiche eines Gebäudes. Um Projekt undKostensicherheit zu erreichen, ist bei Neu und Umbauten eine integrale Planung unumgänglich. Wie koordinieren Sie all diese Abläufe?
Nutzungsszenarien des Gebäudes, während dessen Lebenszyklus vollumgänglich zu beraten. So ist eine flexible und dem Zeitgeist angepasste Nutzung sichergestellt. Unser geschultes Personal ist jederzeit bestrebt ,wirtschaftliche und effiziente Lösungen zu finden.
Bei uns werden alle nötigen Brandschutzmassnahmen bereits bei der Planungsphase mit dem Kunden besprochen. Die Langlebigkeit der von uns geplanten Projekten liegt uns am Herzen. Wir sind bestrebt unsere Kunden bezüglich
Das Thema Brandschutz ist aktueller denn je. Wie ist das Wachstum in Ihrer Branche?
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Der Brandschutz ist seit jeher ein spannendes und wichtiges Thema, uns fasziniert es mit individuellen
Lösungen Menschenleben und Sachwerte zu schützen. Seit einigen Jahren ist ein gesundes Wachstum in der Branche zu verzeichnen.
Ist Gefahrenabwehr und Chemietechnik auch bei Ihnen eine spezielle Sparte oder wird das nur die Feuerwehr getätigt? Wir bieten Lösungen um solche gefahren vorbeugend zu bewältigen. Bei diesem Thema ist eine frühzeitige Risikoanalyse zentral, um geeignete Strategien aufzustellen.
Die neuen Normen sind seit 2015 in Kraft. Welche Erfahrungen haben Sie dahin gemacht?
Mit diesen Richtlinien konnte Klarheit geschaffen werden. Die geregelte Zusammenarbeit mit QS Brandschutzfachleuten, hat die Qualität und das Bewusstsein gegenüber dem Brandschutz enorm verbessert. Brandschutz in einer digitalen und globalen Welt-Nach welchen Kriterien entwickeln Sie jeweils das Programm? Wie gelingt die Mischung aus Praxis und Theorie?
Unser Ziel ist es stets mit modernen und den heute zu Verfügung stehenden Mitteln zu arbeiten. Die Digitalisierung schreitet mit grossen Schritten voran, daher haben wir unseren einzigartigen Kosten-rechner entwickelt. Dieses Tool soll den Planern und Architekten helfen, die Kosten für das Projekt frühzeitig zu ermitteln und aufzeigen, dass eine Lösungsorientierte Brandschutzplanung auch Kosten sparen kann. Es gilt, desto früher der Brandschutzplaner im Projekt involviert ist, umso besser können Aufwände optimiert werden. Unser Brandschutz- Kostenrechner finden Sie per sofort auf unserer Website unter www.vulcanus.swiss. Qualitätsoptimierung durch ITLösungen. Können Sie uns ein Fallbespiel aufzeigen.
Da bei uns die brandschutzrelevanten Vorgänge im Projekt digital erfasst werden, ist alles nachvollziehbar und sauber dokumentiert. Somit gewähren wir einen langlebigen Mehrwert unserer Dienstleistung. Auch bei späteren Umbaumassnahmen können diese Informationen wichtige Anhaltspunkte für die Planung liefern.
In welcher Region sind Sie tätig?
Wir bieten unsere Expertise schweizweit an, die verschiedenen regionalen Eigenheiten und Bauten sind ür uns eine attraktive Herausforderung Können Sie uns zusammenfassend Ihre Dienstleistungen aufzählen?
Unsere Kunden profitieren von folgenden Leistungen: • Brandschutzplanung und Beratung • Flucht- und Rettungswegpläne • Feuerwehreinsatzpläne • Digitale Wartungslösungen • Bestandsaufnahmen in Betrieben • Brandschutzkonzepte und -Massnahmen • Entrauchungskonzepte und Brandfallsteuerungsmatrizen • Vorgeschriebene und nutzerspezifische Tests
Vulcanus AG - Martinsgasse 20 - 4051 Basel - Tel +41 (0)61 506 0183 - Mail info@vulcanus.swiss
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LUXED
BELEUCHT
D.CH
TUNGEN
IDEEPUBLIK
«Da fährt Werbetechnik metergross durch die Region» Interview mit Zaron Heckendorn von Florian Blumer
Zaron Heckendorn, seit zwei Jahren Geschäftsführer bei «Ideepublik GmbH», äussert sich in seinem ersten Interview für Basel/Wirtschaft zu den Herausforderungen eines Start-ups, seinen Erfahrungen beim beruflichen Neustart und was er dabei für sein Leben gelernt hat.
aron Heckendorn, 2022 übernahmen Sie die Geschäftsführung bei «Ideepublik GmbH». Wie verlief der Start?
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Der Start in die berufliche Selbstständigkeit war alles andere als leicht. Da «Ideepublik» in den ersten zwei Jahrzehnten nur in der Kommunikationsberatung tätig war, musste ich den Bereich Werbetechnik neu aufbauen. Faktisch funktioniere ich als Start-up im bestehenden Unternehmen. Im Januar war ich nur am Akquirieren und Netzwerken, erst im 58
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Februar konnte ich erste kleinere Arbeiten erledigen. Zunächst waren das Einzelaufträge: Fahrzeuge beschriften, Arbeitskleidungen bedrucken, aber es kamen auch bereits erste Branding-Projekte. Waren damit bereits die wichtigsten Hindernisse beim beruflichen Neustart beseitigt? Nein, gar nicht. Auf der Kundenseite war bald klar, dass sich die Nachfrage positiv entwickelte: Es gab Folgeaufträge, und neue Kunden aus verschiedenen Branchen meldeten
sich. Aber die typischen Probleme, die alle Start-up in den Anfangsjahren haben, zeigten sich auch bei mir. Qualitativ hochstehende Werbetechnik funktioniert nur mit Arbeitsraum, Druckmaschinen, IT-Infrastruktur und Software-Programmen. Es musste also gleichzeitig Geld investiert, das Budget im Auge behalten und die Liquidität sichergestellt werden. Eine schwierige Aufgabe, die auch für schlaflose Nächte sorgte. Folien mussten rasch beschafft und bezahlt werden, bis der Kunde – nach Abschluss des Auftrages – aber seine Rechnung bezahlt, dauert es 30 Tage.
Wann war für dich klar, dass sich das Risiko gelohnt hat, eine neue berufliche Herausforderung angenommen zu haben?
erwarten zu wollen, wäre vermessen. Es unterlaufen einem auch typische Anfängerfehler, die man nur einmal macht. Da bezahlt man Lehrgeld.
Es gab schon früh Erfolgsmomente, dazwischen aber auch Tage ohne Auftragsarbeiten. Diese nutzte ich dann zum Akquirieren. Nach rund einem halben Jahr war ich erstmals so ausgelastet, dass ich mit dem Rechnungen-Schreiben nicht mehr nachkam. Ich glaube, vor diesem Problem stehen weniger die Start-ups als viele Handwerker in den Anfangsjahren: Uns fasziniert das Austüfteln neuer Lösungen, die konkrete Umsetzung beim Kunden vor Ort – mit einem für alle sichtbaren Resultat. Aber nach einem langen Arbeitstag das ganze Offert- und Rechnungswesen mit derselben Sorgfalt zu erledigen, das fällt schwer. Dass es sich lohnen würde, wusste ich also schon ganz am Anfang. Wer nach Jahren als Regionenleiter Basel – aber dennoch Angestellter – einen vielseitigen Beruf wie Werbetechnik ausübt, will einmal diesen Schritt machen. Für mich was das überfällig. Ich wollte die Gesamtverantwortung über das, was ich Neues schaffen und sichtbar machen wollte. Deswegen gestalte ich Logos, deswegen beschrifte ich Gebäude und deswegen foliere ich Autos.
Zum Beispiel?
Gibt es bei der Folierung von Gegenständen und Flächen eigentlich Unter- und Obergrenzen, was die Grösse betrifft – oder ist alles möglich?
Ich arbeite gern als Werbetechniker und bin stolz darauf, diesen Beruf auszuüben. Wenn ich eine spannende Anfrage erhalte, versuche ich eine gute Lösung zu finden. Mein erster Reflex ist nicht, «Rechnet sich das?» zu denken. Gerade bei gemeinnützigen Organisationen drückte ich ein Auge zu oder bei spannenden Aufträgen – etwa beim Branding. Ich investierte Stunden und Tage, ohne den Kostenrahmen zu beachten. Und da musste ich lernen, dass mein freundliches Entgegenkommen bei der Rechnungsstellung schon auch dazu führte, einzelne Tage, einmal auch eine ganze Woche ohne Lohn gearbeitet zu haben. In der Werbetechnik sind die Materialkosten besonders hoch – oft über 50%. Was dann am Ende bezahlt wurde, deckte gerade meine Fixkosten ab. Wie verlief das zweite Betriebsjahr? Perfekt. Ich habe den Umsatz massiv gesteigert, zahle mir erstmals einen Bonus aus und starte mit der Rückzahlung der Anfangsinvestitionen 2024. Was hast du für dein Leben gelernt – in zwei kurzen Sätzen? Im kaufmännischen Bereich habe ich noch Luft nach oben. Und: Es lohnt sich zu kämpfen.
Eigentlich schon. Selbstverständlich braucht es einen Auftraggeber, der etwas Ausgefallenes will. Ich habe beispielsweise für einen Privatkunden von Radsport Huber ein Velo vollständig foliert. Die kleinsten Formate wären Weihnachtsetiketten oder Kleber für Werkzeugkisten. Oder die Logos beim Bedrucken von Textilien – oft Arbeitskleidungen. Meine bisher grösstes Projekte war die Folierung mehrerer BLT-Trams für Hoffmann Automobile. Da fährt Werbetechnik metergross durch die Region. Ob klein oder gross, beim Bedrucken, Beschriften und Folieren ist also fast alles möglich. Der Start in die Selbstständigkeit war anfangs 2022, inzwischen sind die ersten beiden Geschäftsjahre vergangen: War im Rückblick das erste Jahr «verflixter» als das zweite? Das kann man schon so sagen. Wenn man von Grund auf startet und die ganzen Anfangsinvestitionen auf sich nehmen muss, reicht es im ersten Jahr für eine schwarze Null – mehr Ideenpublik gmbh | Baselstrasse 33 | 4132 Muttenz z.heckendorn@ideepublik.ch | www.ideepublik.ch
QR-Code auf eine Blitzautofolierung
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Videomarketing für Architektur & Bauund Immobilienbranche
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immocreate GmbH Switzerland Innovation Park Central, Suurstoffi 18b, 6343 Risch-Rotkreuz +41 79 660 55 50
VER Ö F F E N LT I C H U N G & VERMARKTUNG
Podcasts Interviews
V ID E O P L AT T F O R M i mm o c re a te . c h
BRAN CHEN K N OW HOW
VID EOM A R KE TING i c - v i de o m ar keting .ch
S OCIAL M ED IA CON T EN T
BIM MUSS ALS WERTSCHÖPFER UND NICHT ALS KOSTENFAKTOR VERSTANDEN WERDEN Die Digitalisierung ist für die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft von zentraler Bedeutung. Führungskräfte und Mitarbeitende aller Unternehmen entlang der ganzen Wertschöpfungskette sind gefordert, Chancen und Herausforderungen zu erkennen und sich entsprechend neu auszurichten. Durchgängige Prozesse, einheitliche Datenmodelle, standardisierte Schnittstellen und Kooperationen sollen zu höherer Wertschöpfung, besserer Qualität und umfassender Nachhaltigkeit führen. Ein ambitiöses Vorhaben, das von der Branche zu langsam umgesetzt wird. Es braucht ein stärkeres Miteinander, statt jeder für sich.
von Markus Weber
ährend viele andere Sektoren durch die Digitalisierung deutlich produktiver geworden sind, hinkt die Bau- und Immobilienwirtschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit jährlich nur rund einem Prozent Produktivitätszuwachs deutlich hinterher. Die durch die Digitalisierung neu aufgekommene Dynamik wird Auswirkungen weit über die Branche hinaus haben, denn mit rund 15 Prozent des Bruttoinlandproduktes ist sie ein
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zentraler Wirtschaftsfaktor in der Schweiz und beeinflusst viele andere Sektoren. Eine produktivere Bau- und Immobilienwirtschaft ist deshalb auch gesamtgesellschaftlich mehr als sinnvoll. Die Herausforderungen der digitalen Bau- und Immobilienwirtschaft müssen daher rasch auf den Boden gebracht werden, denn das Wissen und die Technologien sind vorhanden. Digitale Technologien schaffen die Voraussetzungen für die Vernetzung
und integrative Zusammenarbeit aller Akteurinnen entlang des LifeCycle eines Bauwerks. Damit werden Bestellung, Planung, Erstellung, Betrieb und Rückbau nicht weiter als einzelne isolierte Prozesse betrachtet, sondern als durchgängiger und datenbasierter Prozess. Strukturierte und von Maschinen interpretierbare Informationen bilden das Fundament für die Vernetzung der Wertschöp-fungskette und für das Lifecycle Data Management von morgen. In der aktuellen Praxis ist eine echte digitale Durchgängigkeit
allerdings nur schwer umzusetzen, weil Daten viel zu heterogen vorliegen und Unternehmen dazu tendieren, ihre eigenen Datenstrukturen aufgrund von projektspezifischen Anforderungen anzulegen. Genau da setzt der Use-Case-Management Service von buildingSMART an, der BIM-Projekte in einzelne Anwendungsfälle, sog. Use Cases gliedert und damit die Grundlagen für ein durchgängiges Informationsmanagement schafft. So entstehen neue Prozesse, die den Anforderungen an digitale Abläufe und Vernetzung entsprechen. Alle an einem Projekt beteiligten Parteien stellen dabei sicher, dass die Informationen während des gesamten Lebenszyklus konsistent ausgetauscht werden können. Neue Dienste und komplett veränderte Formen der Zusammenarbeit werden dadurch möglich. Eines ist dabei zentral: Das Potenzial der digitalen Bauund Immobilienwirtschaft muss als Wertschöpfer und nicht als Kostenfaktor verstanden werden. Zusätzlich zu den finanziellen Vorteilen müssen die Akteurinnen also die strategische Bedeutung der Digitalisierung erkennen.
Denn eines ist klar: Die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft ist nicht ausschliesslich eine Frage der Technologie, sondern vor allem das Resultat einer Branchenund Unternehmenskultur, die in die richtigen Strategien und passenden Organisationen münden.
Markus Weber ist ein ausgewiesener Experte für das digitalbasierte Planen, Bauen und Bewirtschaften von Bau-objekten bzw. BIM – Building Information Modeling – und LCDM Lifecycle Data Management. Er ist Präsident von Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland. Als Co-Studiengangleiter an der Hochschule Luzern verantwortet er die neuen BA/BSc-Studiengänge und CAS/MAS-Weiterbildungs-angebote Digital Construction.
Und schliesslich sind koordinierte Anstrengungen erforderlich, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, neue Talente mit Digital- und BIM-Kenntnissen anzuziehen, vorhandene Mitarbeitende weiterzubilden und Unternehmenskulturen zu verändern. Digitale Technologien müssen zukünftig grossflächig eingesetzt bzw. erprobt werden und schliesslich zu Standards und Normen führen, welche die Branche insgesamt weiterbringen. Ein Blick über die Landesgrenzen hinaus ist dabei durchaus sinnvoll. Genau hier setzt Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland an, indem nationale und internationale Best Practice öffentlich gemacht werden und damit das Fundament für die notwendige Harmonisierung legen.
Markus Weber Präsident von Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland
Hochschule Luzern– Technik & Architektur - Raum D401 - Technikumstrasse 21 6048 Horw - +41 41 349 31 95 - markus.weber@hslu.ch
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