Skip to main content

sb 6/2025 (deutsch)

Page 1

sb

59. Jahrgang ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271

6/2025

www.iaks.sport Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

BEWEGUNG FÜR ALLE

sb 6/2025

A


Natürlich schön. Mit keramischen Fliesen von Agrob Buchtal gehen Pools in puncto Ästhetik, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit eine nachhaltige Verbindung ein. Die Fliesen sind werkseitig Hy tect-veredelt, leicht zu reinigen, robust, und langlebig. Eine breite Palette an Farben, Formaten und Oberflächen bietet kreativen Spielraum bei Neubau und Sanierung: Das ermöglicht Wasserlandschaften aus einem Guss, mit trittsicheren Böden und Stufen sowie harmonischen Übergängen zwischen außen und innen. So gelingen hochwertige Schwimmbäder, in denen Generationen von Sportlern und Familien gerne eintauchen. www.agrob-buchtal.de

#edelstattstahl

B

sb 6/2025


EDITORIAL Liebe Mitglieder der IAKS, liebe Freunde der sb, es ist ein Privileg, der neue Präsident der IAKS International zu sein. Aus meiner mehr als dreißigjährigen Erfahrung, die ich bei hcma architecture + design in Kanada mit der Planung und Realisierung wirkungsvoller kommunaler Freizeiteinrichtungen und Anlagen für den Leistungssport sammeln durfte, weiß ich, wie gut geplante Sport- und Freizeitumgebungen Gemeinschaften stärken können. Mein fast zwanzigjähriges Engagement bei der IAKS hat mir aufgezeigt, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen, Erkenntnisse aus der Praxis auszutauschen, auf neue Trends zu reagieren und die verschiedenen kulturellen und operativen Kontexte zu verstehen, die unsere Arbeit prägen. Ich freue mich, die IAKS in ein neues Kapitel führen zu dürfen. Dr. Darryl Condon

Der diesjährige IAKS Kongress, die FSB und die aquanale in Köln haben gezeigt, wie wichtig unser gemeinsames Know-how geworden ist. Bei vielen Diskussionen ging es um Herausforderungen, mit denen viele Gemeinschaften heute konfrontiert sind: rückläufige körperliche Aktivität, zunehmende soziale Isolation, ungleicher Zugang zu Freizeitangeboten und wachsender Druck auf die psychische Gesundheit. Diese Themen verändern die Erwartungen an die Räume, die wir gestalten und betreiben. Beeindruckend war der gemeinsame Austausch, wie unsere Arbeit gesündere, widerstandsfähigere und besser vernetzte Gemeinschaften fördern kann. Für die Zukunft möchte ich als Präsident den Fokus auf die Stärkung der Fähigkeit unserer Vereinigung legen, diese kollektiven Bemühungen zu unterstützen. Wir möchten die Mitgliederbasis der IAKS erweitern und diversifizieren sowie das kontinuierliche Wachstum unserer nationalen und regionalen Untergliederungen fördern. Eine größere Reichweite wird dafür sorgen, dass globale Diskussionen in lokales Handeln umgesetzt werden. So werden die Experten besser auf die spezifischen sozialen, ökologischen und operativen H ­ erausforderungen in ihren Regionen reagieren können. Eine weitere Priorität wird darin bestehen, das Augenmerk der Branche auf soziale und ökologische Leistungsziele zu verstärken und auszuweiten. Alle Anlagen – ob für den Hochleistungssport, die Freizeit­ gestaltung oder einen aktiven Alltag – müssen für Menschen aller Altersgruppen, Fähigkeitsstufen, ­Hintergründe und Einkommensklassen geeignet sein. In Zeiten, in denen die Gemeinschaften mit Pro­ blemen der öffentlichen Gesundheit, dem demografischen Wandel und der Klimakrise zu kämpfen haben, sind die langfristige Resilienz und Betriebsfähigkeit unserer Anlagen wichtiger denn je. Gutes Design bedeutet mehr als nur Leistung am ersten Tag. Vielmehr müssen sich unsere Anlagen an sich verändernde Programme und Bedürfnisse anpassen, für so viele Menschen wie möglich barrierefrei zugänglich sein und die ökologischen und betriebsbezogenen Belastungen über Generationen hinweg reduzieren. Die in dieser Ausgabe der „sb“ vorgestellten Entwürfe stehen in direktem Zusammenhang mit diesen Ambitionen. Das von Holmes Miller entworfene Blairgowrie Leisure Centre in Schottland zeigt, wie ehrgeizige Energieeffizienzziele in kommunale Infrastrukturen integriert werden können. Das Playón-Netzwerk demonstriert, wie mithilfe kleiner, flexibler Erholungsräume sozial benachteiligte Stadtviertel gestärkt und der Zugang zu körperlicher Aktivität verbessert werden können. Das Trailcenter Rytterknægten von Matters Architects zeigt, wie eine minimalistische und vollständig barrierefreie Struktur, die sorgfältig in die Waldlandschaft Dänemarks eingebettet wurde, mehr Menschen das Radfahren und die Erholung im Freien ermöglicht und gleichzeitig die natürliche Umwelt schützt, von der sie abhängig ist. Das Jubilee Sports Centre von GT3 Architects vereint Leistung, Barrierefreiheit und das Wohlbefinden der Studierenden an der Universität Southampton auf kompaktem Raum. Diese und andere Projekte sind Beispiele für gut durchdachte, fundierte Ansätze, die auf die spezifischen Bedürfnisse ihrer Gemeinden eingehen. Da globale Herausforderungen zunehmend die lokale Realität prägen, ist die Schaffung barrierefreier, resilienter und gemeinschaftsfördernder Anlagen heute wichtiger denn je. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der IAKS-Gemeinschaft, um diese Mission weiter voranzutreiben. Ich möchte auch Dr. Stefan Kannewischer meinen aufrichtigen Dank für seine außergewöhnlichen Dienste als Präsident in den letzten zehn Jahren aussprechen. Mit seiner Führungsarbeit hat er unsere Vereinigung gestärkt und eine klare Grundlage für unsere künftige Arbeit gelegt.

sb 6/2025

Dr. Darryl Condon IAKS Präsident

1


18

8

54

46

30

42

BEWEGUNG FÜR ALLE NEWS 29. IAKS Kongress in Köln.................................................. . . . 4 Neuer IAKS Vorstand........................................................... . . . 8 Neuer Vorstand IAKS Deutschland................................. . . . 9 FSB & aquanale 2025........................................................... . 10 3. Deutscher Sportstättentag.......................................... . . 12 IAKS Deutschland: Outdoor-Fachtagung 2026........... . 13

WHITEPAPER SAPCA-Leitlinien für den Bau von Padel-Plätzen...... . 14 Colin Corline

PROJEKTE Erweiterung des Jubilee Sports Centre in Southampton.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 GT3 Architects Blairgowrie Recreation Centre. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Holmes Miller Main Bad Bornheim in Frankfurt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30 4a Architekten Sport- und Erholungsraum Playón Red mit Pocket Park in Buenos Aires. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Región Austral Sportgarten am Ernst-Kuzorra-Platz in Gelsenkirchen.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 AHNER Landschaftsarchitektur Misburger Bad in Hannover. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH Skatepark Bad Neuenahr. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Maier Landschaftsarchitektur Betonlandschaften Moselbad in Koblenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 GSF-Planungsgesellschaft für Sport- und Freizeitbauten Trailcenter Rytterknægten in Almindingen. . . . . . . . . . . . . . . . . 54 MATTERS Architects

2

sb 6/2025


50

24

34

9

38

4

Titel: Sportgarten in Gelsenkirchen Foto: Bernhardt Klug

ADVERTORIALS Sportanlagen nachhaltig entwässern mit Lösungen von Hauraton............................... . . . . . . . . . . . . . . 58 Hauraton Der große Bär wird rutschfest............................ . . . . . . . . . . . . . . 60 GriP ­Safety Neue Trainingsplätze für Werder Bremen.. .... . . . . . . . . . . . . . . 62 Weitzel Sportstättenbau Wegweisende Neuheiten für die Schwimmbadbeleuchtung..................... . . . . . . . . . . . . . . 64 WIBRE Spielspaß mit gutem Gewissen.......................... . . . . . . . . . . . . . . 65 Hally-Gally

sb 6/2025

sb 6/2025 PROFESSIONALS & PROFILES BLOACS: SIT, SLACK & FIT.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 CustomBars: Calisthenics Anlage in München. . . . . . . . . . . . . . . 66 eccos pro: Effizienz im Gästemanagement.. . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 HET: Bewegung ohne Hindernisse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 INTERGREEN: Rundum-Service im Sportplatzbau.. . . . 68 Kutter: Lokales Zentrum für Bewegung.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 McArena: McArena Herrenberg.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Proludic: Vielseitig. Aktiv. Gemeinsam.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 Silidur: Ausstattungen für den Sportplatzbau. . . . . . . . . . . 70 STOCKMEIER Urethanes: Laufbahninnovation in Potsdam.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Unternehmensindex von A bis Z.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Impressum.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80

3


NEWS

Sportstätten neu denken: Klima-, Kultur- und Nutzerwandel 29. IAKS Kongress in Köln, 28.-31. Oktober 2025 Extreme Wetterereignisse, Bewegungsmangel, demografische Veränderungen: Die Herausforderungen, mit denen Städte und Gemeinden heute umgehen müssen, machen auch vor Sport- und Freizeitanlagen nicht halt. Der IAKS Kongress 2025 zeigte eindrucksvoll, wie stark sich die Rolle dieser Räume wandelt. Die 29. Auflage des IAKS Kongresses zog fast 500 Branchenexperten und Delegationen aus 41 Ländern an und bot hervorragende Möglichkeiten für den Austausch neuer Ideen und fürs Networking. Mit dem übergeordneten Motto „Starke Infrastruktur für eine aktive Zukunft schaffen“ veranschaulichten internationale Referenten die Umsetzung in die Realität. Gezeigt wurden innovative Sport- und Freizeitanlagen sowie zukunftsweisende Konzepte, die zur Entwicklung aktiver Gemeinschaften beitragen. Der IAKS Kongress bot vier anregende Tage mit hochkarätigen Refe­ renten und inspirierenden Beiträgen zu Themen wie „Strategien für Netto-Null-Sport- und Freizeitanlagen“, „Der öffentliche Wert und die soziale Rendite von Sport- und Freizeitinfrastrukturen“, „Nachhaltige ­öffentliche Schwimmbäder“, „Die Sporthalle der Zukunft“ und „Zukunftssichere Modelle für Eisstadien“. Drei Trends verbanden die spannenden Vorträge über alle Kongresstage hinweg – und markieren den Weg in eine neue Generation von Sportstätten. 4

Von Klimakrise zu Klimakompetenz Klimaschutz und Klimaanpassung sind nicht mehr Randthemen, sondern bestimmende Rahmenbedingungen. Der Tenor vieler der über 45 internationalen Referenten an vier Tagen lautete übereinstimmend, dass Sport- und Freizeitbauten weit mehr leisten müssen als Energieeffizienz. Es geht um Lebenszyklusbetrachtung, um gebundene Emissionen, um ein Zusammenspiel von Politik, Forschung, Planung und Betrieb. Konkreter wurde dies unter anderem bei Trendberichten aus Skandinavien: Dänemark und Norwegen präsentierten, wie nationale Kompetenznetzwerke dafür sorgen, dass Nachhaltigkeit nicht in Leuchtturmprojekten hängen bleibt, sondern im Alltag hunderter Anlagen verankert wird. Der Ansatz verbindet ökologische Ziele mit sozialer Nutzung, ökonomischer Vernunft und klaren Standards. Damit wird Nachhaltigkeit zu einem integrativen Prozess statt zu einer nachgelagerten Technikfrage. sb 6/2025


Qualität entsteht als sozialer Prozess Der zweite rote Faden des Kongresses war die Erkenntnis: Zukunftsfähige Sportanlagen sind keine rein technischen Bauaufgaben mehr. Sie entstehen im Zusammenspiel von Stadtgesellschaft, Verwaltung, Nutzenden und Planenden. Wie das gelingen kann, zeigte der Bildungs- und Sportcampus Bürstadt in Deutschland. Hier wurde eine veraltete Anlage aus den 1970er-Jahren in einen lebendigen Campus verwandelt, der Sport, Bildung, Gesundheit und soziale Angebote verbindet. Besonders hervorzuheben: Der Prozess begann nicht am Reißbrett, sondern mit Workshops, Befragungen und intensiver Beteiligung der Vereine, der Schulen und der lokalen Bevölkerung. Entstanden ist ein Ort mit hoher Alltagsnutzung, vielfältigen Angeboten und klarer kommunaler Identität. Auch die Einblicke in Schweizer Schulhofprojekte machten deutlich: Gute Planung beginnt mit Zuhören. Kinder und Jugendliche gaben entscheidende Impulse für Gestaltung, Zugänglichkeit und Nutzungsvielfalt. Das Ergebnis: Freiräume, die Lernort, Bewegungsraum und Treffpunkt zugleich sind – robust, inklusiv und an lokale Bedingungen angepasst.

„Ich fand es eine wirklich spannende Veranstaltung und habe viele neue Kontakte geknüpft.“ Emma Bernstein, UK (Leiterin Strategische Projekte, Sport England)

Resilienz durch Multifunktionalität Der dritte Schwerpunkt des Kongresses zeigte, wie Sportanlagen künftig doppelt und dreifach funktionieren müssen. Städte benötigen Flächen, die nicht nur Bewegung ermöglichen, sondern auch auf Klimarisiken reagieren können. Die Betrachtung multifunktionaler Retentionsräume machte dies eindrucksvoll sichtbar: Sportplätze, die bei normalem Wetter Basketballfelder oder Treffpunkte sind, können im Fall eines Starkregenereignisses Wasser speichern und damit Schäden in umliegenden Quartieren verhindern. Beispiele aus den Niederlanden, Dänemark und Deutschland zeigten, wie solche Flächen geplant, rechtlich abgesichert und sicher betrieben werden können. Dieser Ansatz erweitert das Verständnis von Sportinfrastruktur – hin zu einem Baustein der urbanen Resilienz.

„Vielen Dank für all die Arbeit, die Sie in die Organisation des Kongresses gesteckt haben. Es war mein erstes Mal, und es war wirklich ein besonderes Ereignis und sehr gut organisiert.“ Paul Fast, Kanada (Principal, hcma)

Fazit: Sportstätten werden strategische Infrastruktur Der IAKS Kongress 2025 vermittelte eine klare Botschaft: Sportstätten sind kein Zusatzangebot mehr, sondern Teil der zentralen Zukunftsstrategie moderner Städte und Gemeinden. Sie müssen klimagerecht sein, gesellschaftlich wirksam, wirtschaftlich trag­ fähig und baukulturell überzeugend – und all das zugleich. Ob Net-Zero-Strategien, Kreislaufwirtschaft, ökologische und soziale Nachhaltigkeit, Integrierte Planung, Inklusion, öffentlicher Wert und soziale Rendite: Über alle Themenblöcke hinweg zeigte sich ein gemeinsamer Kern. Sportanlagen werden zu Orten, die weit über Sport hinaus wirken – als Schutzräume, als Bildungsorte, als soziale Treffpunkte. Wer sie plant, baut oder betreibt, gestaltet damit ein Stück Zukunftsfähigkeit für Städte und Gesellschaft.

„Ein großes Lob für einen sehr erfolgreichen 2025 IAKS Kongress. Eine großartige Woche mit Lernen, Networking und Geselligkeit.“ Shaun Dawson, UK (Chief Executive, Lee Valley Regional Park Authority)

WIR BEDANKEN UNS BEI UNSEREN PARTNERN

Autor: Christoph Lieck, IAKS Fotos: Christoph Lieck, Victoria Page, IAKS

sb 6/2025

5


29. IAKS Kongress 2025 in Köln

6

sb 6/2025


Wir sagen Danke an alle 500 Branchenexpertinnen und Branchenexperten aus 41 Ländern!

sb 6/2025

7


NEWS

Von links nach rechts: Steffen Strasser, Klaus Meinel, Colleen McKenna, Lara Guillod, Dr. Darryl Condon, Yvette Audet, Tom Jones, Frederic Tomarchio, Holger Kortbek, Riyaz Pathan.

IAKS Vorstand neu gewählt Im Rahmen der Mitgliederversammlung der IAKS am 29. Oktober 2025 wählten die Mitglieder den Vorstand für eine Amtszeit von vier Jahren. Neuer Präsident ist Dr. Darryl Condon, Geschäftsführender Gesellschafter von hcma architecture + design, aus Kanada. In seiner über 30-jährigen Berufslaufbahn ist Condon bei hcma architecture + design für die Realisierung hochinnovativer und preisgekrönter Sport- und Freizeitanlagen in ganz Kanada verantwortlich. Seit 2021 ist er Vizepräsident der IAKS. Dr. Darryl Condon folgt auf Dr. Stefan Kannewischer, der die Geschicke des Verbandes seit 2015 mit viel Weitblick, Engagement und Empathie leitete. In ihrem Amt als Vizepräsident wurden Tom Jones (Leitender Direktor bei Populous, UK) und Yvette Audet (Managerin Geschäftsentwicklung bei Fluidra Commercial, Australien) bestätigt. Als dritter Vizepräsident wurde Steffen Strasser (Eigentümer und Geschäftsführer von PLAYPARC, Deutschland) gewählt.

Holger Kortbek (Leiter Sportanlagen der Stadt Gladsaxe, Dänemark) freut sich auf eine weitere Amtszeit als Schatzmeister. Klaus Meinel unterstützt den Vorstand als hauptamtlicher Generalsekretär. Neu als Vorstandsmitglieder gewählt wurden: • Colleen McKenna (Bereichsleitung Sport, Freizeit und Wellness bei CannonDesign, Boston/USA) • Lara Guillod (CCO von Conica, Schweiz) • Riyaz Pathan (Partner bei MEPCON DESIGN STUDIO, Indien) • Frederic Tomarchio (Selbstständiger Consultant, Italien/Frankreich) Wir danken allen scheidenden Vorstandsmitgliedern für ihren hervorragenden Einsatz und wünschen dem neuen Vorstand gutes Gelingen bei der zukünftigen Arbeit! Autor und Foto: IAKS

8

sb 6/2025


Von links nach rechts: Jan Lauterbach, Serge Musengeshi, Jan Erik Hildenbrand, Susanne Mossal-Wagner, Prof. Dr. Michael ­Barsuhn, Andreas Kernig, Kai Weber-Gemmel, Thomas Baum, Ralf Maier, Uwe Raffloer, Irina Schepp, Dirk Scheumann, Katrin Keil, Marc Riemann, Luigi di Bella, Harm Siemer

Neuer Vorstand der IAKS Deutschland gewählt Neuer Vorsitzender ist Andreas Kernig, Unternehmensberater und Geschäftsführer. Gemeinsam mit einem starken, interdisziplinären Vorstandsteam aus Betreibern, Planern, Wissenschaftlern und weiteren Experten möchte er die Zukunft der IAKS Deutschland aktiv gestalten. Mit frischem Elan und gemeinsamer Begeisterung blickt das gesamte Team nun auf die kommenden Aufgaben. Geschäftsführender Vorstand: Vorsitzender: Andreas Kernig, Geschäftsführer der Kernig Consulting GmbH und der AK Building GmbH Stellvertretende Vorsitzende: • Thomas Baum, Betriebsleiter des kommunalen Bäderbetriebs mattiaqua in Wiesbaden • Marc Riemann, Leiter Bäderbetrieb und Prokurist KölnBäder GmbH • Uwe Raffloer, Architekt / Stadtplaner bei U1 Solutions, Heidelberg • Dirk Scheumann, CEO & Gründer Schneestern GmbH & Co. KG Geschäftsführerin Susanne Mossal-Wagner, Geschäftsführerin / Gesellschafterin FLEXDEX GmbH

sb 6/2025

Weitere Vorstandsmitglieder: • Prof. Dr. Michael Barsuhn, Geschäftsführer Zentrum deutsche Sportgeschichte (ZdS) • Luigi di Bella, Marketing Manager, Melos GmbH • Jan Erik Hildenbrand, Vertriebsmanager, SMC2 GmbH Sport und Freizeit Bau • Jan Lauterbach, Beratung und Bau von Sportanlagen • Katrin Keil, Managerin, Drees & Sommer SE • Ralf Maier, Geschäftsführer Maier Landschaftsarchitektur • Serge Musengeshi, Betriebsleiter, Sport- & Freizeitbetrieb der Stadt Weißenfels • Irina Schepp, Referentin für Sportentwicklung durch Sport­ infrastruktur • Harm Siemer, Sales Manager DACH, Junckers Parkett GmbH • Kai Weber-Gemmel, Vertriebsleiter, FieldTurf Tarkett DACH Autor und Foto: IAKS Deutschland

9


NEWS

FSB & aquanale 2025: Gemeinsam stark für Zukunft, Innovation und Nachhaltigkeit Messeduo erzielt deutliches Besucherwachstum von mehr als elf Prozent 28.-31. Oktober 2025 in Köln

Nach vier Veranstaltungstagen ging das Messeduo aus FSB – Internationale Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bewegungseinrichtungen – und aquanale – Internationale Fachmesse für Sauna.Pool.Ambiente. – am Freitag, den 31. Oktober 2025, mit großem Erfolg zu Ende. Rund 28.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus über 125 Ländern sowie mehr als 865 Aussteller aus 46 Nationen sorgten für volle Hallen und eine inspirierende Atmosphäre auf dem Kölner Messegelände. Das entspricht einem Besucherplus von über 11 Prozent im Vergleich zu 2023. Damit knüpft das Messeduo an die starke Entwicklung der Vorjahre an und bestätigt seine Position als international führende Branchenplattform. „Die FSB und die aquanale haben erneut gezeigt, welche Innovationskraft und Relevanz in den auf diesen Messen vertretenden Branchen steckt. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Lebensqualität stehen dabei im Zentrum – Themen, die Menschen weltweit bewegen. Mit unserem Messeduo bieten wir diesen Entwicklungen eine internationale Bühne,“ sagt Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse GmbH.

Das Messeduo verzeichnete erneut ein hohes Maß an Internationalität: Rund 62 Prozent der Besuchenden kamen aus dem Ausland – vor allem aus den Beneluxstaaten, Skandinavien, Italien, Spanien, Frankreich, Osteuropa, USA, Israel und Indien. Die hohe Qualität des Fachpublikums und der intensive Austausch zwischen Industrie, Handel, Planung und Kommunen prägten die Veran­s taltung.

Unter dem gemeinsamen Motto #bettertogether präsentierten sich beide Messen als starkes Doppel und demonstrierten eindrucksvoll, wie eng die Themen Bewegung, Freizeit, Gesundheit und Wohlbefinden miteinander verbunden sind. Auf den Eventflächen „Privatoase“ und „Stadtoase“ zeigten FSB und aquanale unter anderem, wie sich individuelle Rückzugsräume und gemeinschaftliche Begegnungsorte zu einem ganzheitlichen Konzept von Lebensqualität verbinden lassen.

Beide Messen profitierten erneut von ihrer inhaltlichen Nähe und den starken Synergien zwischen den Zielgruppen – darunter kommunale Entscheiderinnen und Entscheider, Architektur- und Landschaftsarchitekturbüros, Sportanlagenbetreiber, ­Sportvereine, Garten- und Landschaftsbauer sowie Akteure aus dem Schwimmbad-, Sauna- und Wellnessanlagenbau. Das Publikum suchte gezielt nach lösungsorientierten Innovationen für nachhaltige Freiraum-, Bewegungs- und Wasserwelten.

10

sb 6/2025


aquanale 2025: Innovation, Energieeffizienz und Wellbeing im Fokus Die aquanale präsentierte mit rund 290 Ausstellern aus 33 Ländern die gesamte Bandbreite moderner Schwimmbad-, Sauna- und Wellnesskultur. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Messe lagen auf nachhaltigem Energieeinsatz, Wasser- und Ressourcenschonung sowie Designtrends und digitalen Steuerungssystemen. Im Rahmen des 11. Internationalen Schwimmbad- und Wellnessforums diskutierten zudem führende Fachleute aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze zu den Themen Energieein­ sparung, Wasserqualität und ­digitalem Facility Management. „Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden bestimmen die Zukunft unserer Branche – und genau diese Themen standen auf der aquanale 2025 im Mittelpunkt. Köln ist der Ort, an dem diese Entwicklungen zusammenkommen und Impulse für die nächsten Jahre gesetzt werden“, unterstreicht Ute Wanschura, Geschäftsführerin des Bundesverbands Schwimmbad & Wellness e. V. (bsw). FSB 2025: Zukunftsfähige Freiräume und Bewegungskultur Mit mehr als 575 Ausstellern aus 44 Ländern bot die FSB erneut einen umfassenden Überblick über Produkte und Konzepte aus den Bereichen Sportstätten, urbane Bewegungsräume, Freiraum- und Spielplatzgestaltung, Spielgeräte, Outdoor-Fitness, Sportböden, insbesondere Kunststoffrasen, sowie Stadieninfrastruktur. Der Fokus lag auf umweltgerechtem sowie inklusivem Bauen, integrativer Freiraumplanung und digitalen Lösungen, die Planung und Betrieb von Bewegungs- und Sportflächen effizienter und nachhaltiger machen.

„Die FSB ist der internationale Treffpunkt für alle, die Bewegung gestalten – und das in jeder Hinsicht. Nachhaltigkeit wird hier nicht nur diskutiert, sondern konkret umgesetzt“, betont Klaus Meinel, Generalsekretär der IAKS. Höhepunkte der FSB 2025 waren der 29. IAKS Kongress, der unter dem Motto „Starke Infrastruktur für eine aktive Zukunft schaffen“ stand, der 3. Deutsche Sportstättentag, das planerFORUM und das SPORTNETZWERK.FSB. Zahlreiche Panels und Diskussionen setzten Impulse für die nachhaltige Entwicklung urbaner Sport- und Bewegungsräume. Außerdem zeichneten das Internationale Olympische Komitee und die IAKS im Rahmen einer festlichen Galaveranstaltung elf internationale Projekte für herausragende Sport- und Freizeitarchitektur aus. Positive Bilanz und Ausblick auf 2027 Beide Veranstaltungen überzeugten mit hoher Qualität, internationaler Beteiligung und einer spürbaren Aufbruchsstimmung in den Branchen. Der Austausch über Grenzen hinweg, das starke Networking und die thematische Nähe der beiden Messen unterstrichen, was das Motto #bettertogether meint: Synergien schaffen, Innovationen fördern, Zukunft gestalten. Die nächsten Ausgaben der FSB und aquanale finden vom 26. bis 29. Oktober 2027 in Köln statt. Autor und Foto: Koelnmesse

MEHR ZEIT FÜR DAS WESENTLICHE mafis digital – modulares Gästemanagement von der Online-Buchung bis zum Check-Out. Flexibel, effizient, integriert.

sb 6/2025

www.eccos-pro.com

11


NEWS

3. Deutscher Sportstättentag Köln, 29. Oktober 2025 Gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem Deutschen Städtetag (DST), dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) veranstaltete die IAKS Deutschland die 3. Auflage des Deutschen Sportstättentages und brachte über 220 Teilnehmende aus Sportorganisationen, Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Zentrale Themen waren in diesem Jahr gemeinwohlorientierte, gesunde und klimaangepasste Sport- und Bewegungsräume. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen Sabine Poschmann verdeutlichte die Beteiligung des Bundes: „Vom Sportanfänger bis zur Spitzensportlerin braucht es die passende Infrastruktur. Deshalb unterstützen wir die Kommunen mit der ‘Sportmilliarde’ bei der Sanierung von Sporthallen, Fußballplätzen oder Schwimmbädern.“ Die Veranstalter formulierten klare Positionen zur Förderung und Modernisierung der Sportinfrastruktur in Deutschland und gaben Empfehlungen für Politik und Verwaltung: • Die Veranstalter begrüßen das rasche Anlaufen des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“. • Die aktuell zur Verfügung stehenden Bundesmittel für das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ können den Sanierungs- und Modernisierungsstau nicht auflösen. • Der Auswahlprozess des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ sollte unter Darlegung transparenter sportfachlicher Entscheidungskriterien und Einbeziehung sportfachlicher Expertise erfolgen. • Um eine rasche Verbesserung der Sportstättenentwicklung anzugehen, sind neben der finanziellen Unterstützung, vereinfachte Genehmigungs- und Planungsverfahren sowie Standards notwendig.

12

• Die Veranstalter begrüßen die Initiativen und Konzepte der vier Gebietskörperschaften zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Die Positionierungen machen deutlich: Die Sportstättenentwicklung in Deutschland ist ein Kraftakt, der nur gemeinsam zu bewältigen ist. Damit der Sport auch künftig seine gesellschaftliche, gesundheitliche und integrative Wirkung entfalten kann, braucht es drei zentrale Weichenstellungen: • Wissenschaftliche Grundlagen schaffen: Sportstättenförderung braucht belastbare Daten. Nur auf Basis evidenzbasierter Erkenntnisse können Bedarfe realistisch eingeschätzt und Mittel wirksam eingesetzt werden. Dafür müssen Bund, Länder, Kommunen, Sport und Wissenschaft enger zusammenarbeiten. • Gemeinsame Konzepte entwickeln: Sport, Politik, Kommunen und Wirtschaft sollten a­ bgestimmte Strategien für eine zukunftsfähige, bedarfsgerechte und ressourceneffiziente Sportinfrastruktur erarbeiten. • Modellprojekte initiieren: Pilotvorhaben sollen zeigen, wie moderne und nachhaltige Sportstätten bürokratiearm geplant, betrieben und gefördert werden können – als übertragbare Beispiele für ganz Deutschland. Autor und Foto: IAKS Deutschland

sb 6/2025


IAKS Deutschland lädt zur Outdoor-Fachtagung 2026 Vonovia Ruhrstadion Bochum, 28.-29. Januar 2026 Vom 28. bis 29. Januar 2026 lädt die IAKS Deutschland zur Fachtagung „Cool bleiben – ­Innovative Wege für klimafeste Sportanlagen“ ins Vonovia Ruhrstadion nach Bochum ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Sport- und Bewegungsräume planen, betreiben oder kommunal verantworten – und bietet einen intensiven Blick darauf, wie Sportstätten den Herausforderungen des Klimawandels begegnen können. Über zwei Tage hinweg erwarten die Teilnehmenden hochkarätige Vorträge, Best-Practice-Beispiele und praxisnahe Einblicke in Forschung, Planung und Betrieb moderner Outdoor-Sportanlagen. Auf dem Programm stehen unter anderem Beiträge zur Klimaanpassung im Sport, Strategien für hitzeresiliente Anlagen, Nachhaltigkeit im Leistungs- und Breitensport sowie konkrete Projektbeispiele aus Kommunen und Vereinen. Besondere Akzente setzen Keynotes von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis, geführte Rundgänge durch das Ausstellerareal sowie Exkursionen ins Lohrheidestadion und zur Freizeitanlage „Am Hausacker“. Ergänzt wird das Programm durch abwechslungsreiche „Vitale Pausen“, in denen Teilnehmende neue Trendsportarten selbst ausprobieren können.

Ein gemeinsamer Netzwerkabend am Ende des ­ersten Tages bietet zudem eine ideale Gelegenheit, sich mit Kolleg*innen aus Planung, Verwaltung, Architektur und Sportpraxis auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Fachtagung bietet damit eine ­einzigartige Ge­ legenheit, sich über aktuelle Entwicklungen der klima­ festen Sportinfrastruktur zu informieren, eigene ­Erfahrungen einzubringen und wertvolle Impulse für die kommunale und planerische Praxis mitzunehmen. deutschland.iaks.sport/de/unsere-veranstaltungen Autor: IAKS Deutschland

D | Frankfurt, Main Bad Bornheim, David Matthiessen

sb 6/2025

13


Den Padel-Boom richtig nutzen SAPCA-Leitlinien für den Bau von Padel-Plätzen Autor: Colin Corline, Technischer Leiter SAPCA

Padel wächst mit phänomenaler Geschwindigkeit. Ausgangspunkt des Trends war ­Süd­e uropa, gefolgt von Nordeuropa in jüngerer Zeit. Inzwischen erleben auch außereuropäische Regionen diesen Boom. Die meisten neuen Padel-Felder werden derzeit in den USA gebaut, aber auch im Nahen Osten, in Südasien und in einigen Regionen Afrikas sind deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Der britische Verband für den Bau von Sport- und Spielanlagen (Sports and Play Construction Association, SAPCA) hat mit seiner aktuellen Publikation „SAPCA Code of Practice for the Construction of Padel Courts“ technische Leitlinien für den Bau von PadelFeldern herausgegeben. Colin Corline, Technischer Leiter SAPCA, fasst in diesem Artikel die zentralen Punkte dieser Leitlinien zusammen. Mit einer das Angebot bei Weitem übersteigenden Nachfrage nach Padel-Feldern wird der Boom sicher noch einige Zeit anhalten. Allerorts entstehen neue Padel-Anlagen, und bei vielen Bauprojekten sind auch Padel-Felder vorgesehen – von Tennisvereinen, Mehrzweckanlagen und Gewerbeimmobilien bis hin zu Hotels, Golfclubs und Schulen.

14

sb 6/2025


Es richtig machen Auch wenn die derzeit hohe Nachfrage nach neuen Plätzen dazu verleiten mag, auf die einfachste, schnellste und billigste Lösung zu setzen, ist es wichtig, dass Padel-Plätze auf nachhaltige Weise – und unter Einhaltung geeigneter Standards – gebaut werden. Dies gilt insbesondere für Außenplätze. Vorsicht ist auch beim Kauf gebrauchter Plätze und Umrandungen geboten. Nicht alle ­Klimazonen und Umgebungen sind gleich, sodass Platztypen, die unter sonnigen, trockenen und warmen Bedingungen gut funktionieren, in raueren Klimazonen weniger geeignet sein können. Aus diesem Grund sollte die Installation gebrauchter Anlagen nur nach einer sorgfältigen Zustandsanalyse in Betracht gezogen werden. Wichtig ist auch, dass die geforderten statischen Berechnungen den örtlichen Normen und vor allem dem spezifischen Standort entsprechen. In den meisten Ländern ist für den Bau von PadelPlätzen eine Baugenehmigung der zuständigen Behörden erforderlich. In Europa bewerten die Behörden häufig auch die Qualität der Padel-Umrandung, die Platzbeleuchtung, die Feld- und Anlagenentwässerung sowie die Umweltauswirkungen und die Notwendigkeit eines BiodiversitätsNettogewinns am vorgesehenen Standort. sb 6/2025

Vereinigtes Königreich als Beispiel Im Vereinigten Königreich ist die Lawn Tennis Association (LTA) seit 2019 der nationale Padel-Dachverband. Schon damals war klar, dass angesichts des erwarteten Wachstums in dieser Sportart ein Bedarf an technischen Leitlinien für die Planung, den Bau und die Instandhaltung von Padel-Plätzen bestehen würde. Um sicherzustellen, dass Padel-Felder im Vereinigten Königreich gemäß den geltenden Bau- und Sicherheitsnormen geplant und gebaut werden, begann der SAPCA im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit der LTA und verschiedenen SAPCA-Mitgliedern mit der Entwicklung entsprechender Leitlinien namens „Code of Practice for the Construction of Padel Courts“. Die erste Ausgabe wurde im März 2021 veröffentlicht, gefolgt von diversen Aktualisierungen in den letzten vier Jahren im Zuge der zunehmenden Reife des Padel-Markts im Vereinigten Königreich. Die Leitlinien decken diverse Anlagentypen ab und bilden nicht nur die Grundlage für einen Mindeststandard, nach dem unsere Mitglieder arbeiten, sondern auch als Leitfaden für Kunden, Berater und Auftraggeber. In den letzten fünf Jahren übersteigt die Nachfrage nach Padel-Plätzen das von der Sportbauindustrie bereitgestellte Angebot, so dass immer mehr Padel-Anlagen von nicht auf Sportstätten spezialisierten Bauunternehmen errichtet werden. So entstehen zuweilen Plätze, die nicht den Mindestvorgaben entsprechen. Akteure, die Padel-Anlagen planen und bauen, müssen sich der besonderen technischen, konstruktions- und produktionsbezogenen Anforderungen bewusst sein. Ein gutes Beispiel, das dies illustriert, sind die in den diversen Regionen Europas unterschiedlichen Windlastbedingungen. Angesichts ebenfalls divergierender Bodenbedingungen müssen Padel-Plätze – und noch wichtiger die Feldumrandungen – mit standortspezifischen Fundamenten von einem Statiker geplant werden. 15


Was ist zu beachten? Die Auswahl eines geeigneten Standorts ist ein Schlüsselfaktor, der nicht nur die Baukosten, sondern auch die Qualität der Spielerfahrung und den Instandhaltungsbedarf eines Platzes bestimmt. Der Platz sollte sich nach Möglichkeit harmonisch in die Umgebung und die benachbarte Infrastruktur einfügen. Idealerweise sollte er auf einem relativ ebenen Grundstück angelegt werden und nicht zu nah an baulichen Begrenzungen oder Bäumen. Er sollte für alle Spieler (mit und ohne Behinderung) problemlos zugänglich und mit Instandhaltungs- und Baumaschinen befahrbar sein (alle Plätze brauchen irgendwann einen neuen Belag – ein Faktor, der oft übersehen wird). Eine eventuell erforderliche Platzüberdachung sollte ebenfalls berücksichtigt werden, da in diesem Fall zusätzliche Grundfläche erforderlich ist und nach Fertigstellung der Zugang komplizierter werden kann. Wenn für die Zukunft eine Überdachung geplant ist, kann dies erhebliche Auswirkungen haben auf die Feldanordnung, das Layout und die benötigte Grundfläche. Die Spielzone außerhalb des Spielfelds muss bei der Planung ebenfalls berücksichtigt werden. Ist eine solche Zone notwendig? Ist genügend Platz vorhanden? Welche Auswirkungen ergeben sich auf die Gestaltung der Padel-Anlage? Die Anforderungen an die Spielzone außerhalb des Spielfelds sind auch abhängig davon, welches Spielniveau auf der Anlage erwartet wird und ob Wettkämpfe geplant sind. Bei Mehrfeldanlagen sind die Platzanordnung und der Abstand zwischen den einzelnen Feldern zu berücksichtigen, damit auch Sportrollstuhlfahrer den Platz sicher erreichen und nutzen können.

16

Der Sportboden sollte ein für Padel geeigneter Belag sein. Bei den meisten Padel-Feldern handelt es sich um einen kurzflorigen, mit Sand verfüllten Kunstrasenbelag. Auch die beim Padel-Spiel erzeugten Lärmemissionen sind bei der Standortwahl zu beachten. Im Vereinigten Königreich wurden bereits Padel-Plätze aufgrund der Lärmemissionen und damit verbundenen Umweltbelastung geschlossen. Alle Planer und Entwickler von Padel-Projekten müssen sich der lärmbedingten Auswirkungen auf das lokale Umfeld bewusst sein und diese im Prozess berücksichtigen. Alle diese Aspekte – und viele mehr – sind im „SAPCA Code of Practice for the Construction of Padel Courts“ abgedeckt.

sb 6/2025


Expandierende Märkte Wir gehen davon aus, dass sich das exponentielle Wachstum der Sportart auf allen Märkten fortsetzen wird. Das Segment der kommerziellen Indoor-Padel-Anlagen wächst besonders schnell, und wir erwarten, dass dieser Trend mittelfristig anhalten wird. Im Bereich der Tennisvereine ist das Wachstum etwas verhaltener, doch es besteht kein Zweifel daran, dass auch hier die Entwicklung an Fahrt gewinnen wird. Zu den weiteren Wachstumsmärkten für Padel zählen das Gastgewerbe und der Fitnesssektor, wo Hotels, Golfclubs und Fitnessstudios beginnen, ihr Angebot für Mitglieder und Gäste um Padel-Plätze zu erweitern. Zudem nutzen immer mehr Interessenten zunächst temporäre Padel-Plätze, um den „Markt zu testen“, bevor sie größere Investitionen in permanente Anlagen tätigen. Zwar ist dies eine gute Möglichkeit, einen Markt für die Sportart zu schaffen, doch muss gewährleistet werden, dass temporäre Plätze wirklich tem-

porärer Natur sind. Sie sollten nicht zu permanenten Plätzen werden, denn für Strukturen, die für eine Dauernutzung ausgelegt sind, gelten andere Planungsvorgaben (und zusätzliche Instandhaltungsanforderungen). Der Bau sicherer, nachhaltiger Padel-Plätze liegt im Interesse aller – und die Leitlinien des SAPCA bilden einen guten Ausgangspunkt, um genau dies zu gewährleisten. Mittels Beauftragung von SAPCA-Mitgliedsunternehmen haben Auftraggeber von Padel-Plätzen die Garantie, dass ihr Projekt gemäß den Branchenstandards umgesetzt wird. Die Leitlinien können kostenlos auf der Website des SAPCA heruntergeladen werden. www.sapca.org.uk/guide/codes-of-practice/ Fotos: Heron Club, Game4padel Turley Heathrow, Pixabay Jonas,        Rocketpadel_Ilford

sb 6/2025

17


Wohlbefinden für Studierende Erweiterung des Jubilee Sports Centre in Southampton

Das Jubilee Sports Centre wurde im Rahmen eines großen Sanierungsprojekts der Universität Southampton erweitert und setzt neue Maßstäbe für das Wohlbefinden der Studierenden auf dem Campus. Die von GT3 Architects entworfene Anlage verbindet Sport, soziale Begegnung und Nachhaltigkeit, um die physische Gesundheit, das psychische Wohlbefinden und das Zugehörigkeitsgefühl zu fördern.

ERÖFFNUNG: SEPTEMBER 2024 Standort Southampton, Großbritannien

Architekten GT3 Architects Ltd, www.gt3architects.com

Bauherr University of Southampton

Baukosten 24,7 Millionen GBP (28 Millionen EUR)

18

sb 6/2025


Da Hochschulen inzwischen weit mehr sind als reine Orte der akademischen Bildung, muss auch die Gestaltung der Hochschuleinrichtungen entsprechend angepasst werden. Für die Studierenden von heute sind Sport- und Freizeiteinrichtungen mehr als nur funktionale Anlagen. Sie sind von entscheidender Bedeutung für die geistige und körperliche Gesundheit, die soziale Vernetzung und die Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls.

sb 6/2025

An der Universität Southampton bildet das erweiterte Jubilee Sports Centre eine direkte Antwort auf diese veränderten Bedürfnisse. Das Erweiterungsprojekt reflektiert den allgemeinen Trend hin zu integrierten, inklusiven und nachhaltigen Wohlfühlräumen auf dem Campus, in denen die Studierenden und Mitarbeitenden nicht nur Sport treiben, sondern auch Kontakte knüpfen, sich erholen und wachsen können.

19


Ein neues Kapitel der Studierendengesundheit Das 2004 eröffnete Jubilee Sports Centre ­bedurfte einer Modernisierung, um den Erwartungen der heutigen Studierenden und der strategischen Ausrichtung der Universität auf Gesundheit und Wohlbefinden gerecht zu werden. Hochschulen erkennen zunehmend den prägenden Charakter der Studieren­ denjahre sowie die Tatsache, dass emotionale Belastbarkeit, persönliche Entwicklung und Unterstützung der psychischen Gesundheit ebenso wichtig sind wie die akademische Ausbildung. Da ein beträchtlicher Teil der Studierenden unter 25 Jahren bereits unter psychischen Problemen leidet, wurde das Gebäude so konzipiert, dass neben der körperlichen Aktivität auch das emotionale, psychologische und soziale Wohlbefinden gefördert wird.

Ein partizipativer Prozess In der frühen Planungsphase führte GT3 interne Fokussitzungen mit jungen Hochschulabsolventen durch, um die aktuelle Sichtweise der Studierenden bezüglich Gesundheit, Aktivität und Campusleben zu verstehen. Die Ergebnisse unterstrichen die Bedeutung einladender, inklusiver Räume, in denen sich Nutzer aller Fähigkeits- und Erfahrungsstufen willkommen fühlen. Diese Erkenntnisse flossen in einen Gestaltungsansatz ein, bei dem Erstnutzer ebenso wie regelmäßige Sportler ermutigt werden, neue Aktivitäten auszuprobieren, mehr Zeit in der Anlage zu verbringen und Kontakte zu knüpfen. So entstand ein Ort für Leistung und Teilhabe, an dem das Wohlbefinden im Mittelpunkt des Erlebnisses steht. Diese Absicht spiegelt sich im Grundriss wider. Offen gestaltete Räume reduzieren die Dichte und schaffen Orte für spontane soziale Interaktion. Hochwertige Materialien und weiche, haptische Oberflächen erzeugen ein Gefühl von Wärme, während die strategische Aufteilung in einzelne Zonen den emotionalen Komfort und die Benutzerfreundlichkeit erhöht.

20

sb 6/2025


Räume zum Wohlfühlen Das Wohlbefinden steht im Mittelpunkt des Entwurfs, der drei miteinander verbundene Aspekte bearbeitet: emotionales, psychologisches und soziales Wohlbefinden. Jeder einzelne Aspekt wurde sorgfältig berücksichtigt und in architektonische sowie m ­ aterialbezogene Entscheidungen umgesetzt, um das Raumerlebnis insgesamt zu optimieren. Es ging darum, nicht nur die Einrichtung selbst zu verbessern, sondern auch zu einer gesünderen, besser vernetzten Universitätsgemeinschaft beizutragen. Natürliche Elemente spielen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung einer beruhigenden und motivierenden Umgebung. Viel Tageslicht, verbesserte Luftqualität, Begrünung und die Verwendung organischer Materialien fördern die allgemeine Atmosphäre und die Konzentration. Schalldämmung und taktile Oberflächen tragen dazu bei, sensorischen Stress zu reduzieren, während die Verwendung hochwertiger Materialien im gesamten Gebäude das Gefühl der planerischen Achtsamkeit verstärkt, sodass die Nutzer darin bestärkt werden, sich zu entspannen und hier gemeinsam mit anderen Zeit zu verbringen. Die räumliche Anordnung fördert Offenheit und Bewegungsfreiheit. Dank der geringeren baulichen D ­ ichte und der Vermeidung unnötiger Barrieren werden die Zugänglichkeit verbessert und ein Gefühl von Freiheit erzeugt. Mit dieser Transparenz ist das gesamte Angebot an Sport-, Gesundheits- und Wellness-Einrichtungen einladend sichtbar, was dazu beiträgt, neue Nutzer zu gewinnen, zu wiederholten Besuchen zu motivieren und eine dauerhafte Verhaltensänderung zu bewirken.

sb 6/2025

Förderung von biologischer Vielfalt und Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit war von Beginn an ein Schlüsselelement des Entwurfs. Das Gebäude erhielt die BREEAM-Zertifizierung „Excellent“ und entspricht der RIBA 2030 Climate Challenge durch die Senkung der gebundenen Kohlenstoffemissionen, die Verbesserung der Energieleistung im Betrieb und die sorgfältige Materialauswahl. Als Gebäudetyp stellen Sportzentren aufgrund ihres ständigen Heiz-, Kühl- und Beleuchtungsbedarfs eine besondere Herausforderung dar. Um die ehrgeizigen Umweltziele in diesem Kontext zu erreichen, wurde vor der Integration energieeffizienter Systeme zunächst die Gebäudehülle hinsichtlich ihrer Energieeffizienz optimiert. Das Gebäudekonzept basiert auf Passivhaus-Prinzipien, hierin eingeschlossen die strategische Gruppierung von Räumen mit ähnlichen klimatischen Anforderungen in unterschiedliche Wärmezonen. Im ersten Stock sind die Studios von den Verkehrsflächen umschlossen und vor der direkten Sonneneinstrahlung an der Ost- und Westfassade geschützt, was die Aufheizung dieser Räume mindert und den Wärmekomfort verbessert. Eine Luftdichtheit von 3,5 m³/h/m² unterstützt die langfristige Energieeffizienz des Gebäudes. Im Außenbereich werden Artenvielfalt und Wohlbefinden durch eine Landschaftsgestaltung miteinander verbunden, die die Grenzen zwischen Innen- und Außenbereich verschwimmen lässt. Ein eigener Yogagarten und bepflanzte Terrassen ermöglichen Momente der Ruhe, während die bewusste Reduzierung der Parkplätze zu einer nachhaltigeren Mobilität beiträgt. Diese Entwurfsstrategien minimieren nicht nur die heutigen Umweltauswirkungen des Gebäudes, sondern sichern auch Flexibilität und Zukunftssicherheit sowie eine Anpassbarkeit an sich im Zeitverlauf ver­ ändernde Leistungsstandards und Nutzerbedürfnisse.

21


Nahtlose Integration und sensibles Design Der neue Erweiterungsbau schließt an die Südfassade des Bestandsgebäudes an, in dem sich das Schwimmbad und die Sporthalle befinden. Genau diese Schnittstelle zwischen Alt und Neu stellte eine große architektonische Herausforderung dar, ging es doch darum, den Anbau ohne Beeinträchtigung der Integrität des Bestands umzusetzen. Es bedurfte einer sorgfältigen Koordinierung, um die vorherigen Außenwände zu integrieren und gleichzeitig die klimatischen Bedingungen im Innenraum auf beiden Seiten zu erhalten. Technische Präzision und sorgfältige Detailausführung waren entscheidend um sicherzustellen, dass der neue Baukörper den Bestand nahtlos umhüllt und die früheren Außenwände umschließt, während die klimatischen Bedingungen im Innenraum auf beiden Seiten erhalten bleiben. Das Ergebnis ist ein einheitliches Zentrum für Sport und Wohlbefinden, das sich natürlich in den Campus-Kontext einfügt und eher eine kohärente Erweiterung als einen erkennbaren Anbau darstellt. Verbindung von Innen- und Außenraum Die Einbeziehung der Natur war ein bewusster Gestaltungsschritt, um das Gefühl der Verbundenheit mit dem Ort zu verstärken. Über den neuen Empfangsbereich mit doppelter Raumhöhe fällt viel Tageslicht in die Anlage, und eine dramatisch gestaltete Kletterwand fungiert als visueller Anker. Das soziale Herzstück des Zentrums ist ein Café mit Außenterrasse, von der sich ein unverstellter Blick auf die umliegenden Valley Gardens bietet. Dank der transparenten Gestaltung der Ost-West-Achse des Gebäudes werden die Trennung zwischen Innen- und Außenraum aufgelöst und sowohl die visuelle als auch die physische Verbindung zur Natur gefördert.

22

Inklusiv, anpassungsfähig und studierendenzentriert Inklusion zieht sich als Konzept durch das gesamte Projekt. In Konsultation mit der Universität wurde der Umkleidetrakt mit geschlechtsneutralen Bereichen und großen Einzelumkleiden ausgestattet, jeweils mit Dusche und Sitzbank für mehr Privatsphäre. Alle Bereiche sind rollstuhlgerecht, offen gestaltet und mit raumhohen Türen versehen. Dank dieser Aspekte wird die inklusive Nutzung der Umkleiden durch alle Studierenden gefördert anstelle des herkömmlichen Ansatzes mit ausgewiesenen Bereichen für die einzelnen Nutzergruppen. Der Entwurf fasst auch bisher auf dem Campus verteilte Einrichtungen unter einem Dach zusammen. Mit dieser Zentralisierung wird der Zugang einfacher gestaltet und ein breiteres Nutzerspektrum zur Teilhabe an Sport- und Freizeitaktivitäten motiviert, sei es in Form von regelmäßigen Kursen oder spontanen Besuchen. Ein neues Gefühl des Wohlbefindens GT3 Architects hat sich zum Ziel gesetzt, ein Gebäude zu entwerfen, mit dem das Leben der Menschen, die es nutzen, bereichert wird – und genau das gelingt mit diesem Entwurf. Das erweiterte Jubilee Sports Centre zeigt, wie moderne Universitäten nicht nur in die Bildung, sondern auch in ein Umfeld investieren, mit dem die Lebensqualität, das soziale Miteinander und die Resilienz verbessert werden. Durch die Verbindung von Sport, Gesundheit, Nachhaltigkeit und sozialer Begegnung fördert der Entwurf akademische Leistung, Wohlbefinden und ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl – und damit die physische, psychische und soziale Entwicklung künftiger Studierendengenerationen. Autor: GT3 Architects Fotos: GT3 Architects and Kristen McCluskie

sb 6/2025


sb 6/2025

23


Erstes Ultra-Niedrigenergie-Schwimmund -Freizeitzentrum in Schottland Blairgowrie Recreation Centre

Die Regionalregierung des schottischen Verwaltungsbezirks Perth and Kinross wollte ein neues Freizeitzentrum in Blairgowrie bauen als Ersatz für die vor 41 Jahren errichtete, veraltete Bestandsanlage, die den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung und der Schülerinnen und Schüler der Blairgowrie High School nicht mehr gerecht wurde. Hinter dem Projekt stand zudem die ehrgeizige Vision, die Verpflichtungen zum Erreichen der Klimaschutzziele zu erfüllen und die Umweltleistung der Sport- und Freizeitanlage mithilfe des PassivhausStandards zu verbessern. Holmes Miller geht davon aus, dass die neue Einrichtung jene mit dem niedrigsten Energieverbrauch im Betrieb aller Passivhaus-zertifizierten Freizeitzentren im Vereinigten Königreich sein wird.

ERÖFFNUNG: MÄRZ 2025 Standort Blairgowrie, Perth and Kinross, Großbritannien

Architekt Holmes Miller, www.holmesmiller.com

Hersteller Schwimmbecken Myrtha Pools, www.myrthapools.com

Bauherr Perth and Kinross Council

Landschaftsarchitekt Hirst Landscape Architects, www.hirsts.co.uk

Baukosten 36 Millionen GBP (40,8 Millionen EUR)

24

sb 6/2025


Der Auftrag lautete, eine Anlage zu bauen, die für den Sportunterricht der Blairgowrie High School und als Passivhaus-­ zertifiziertes Freizeitzentrum für die Allgemeinheit gleichermaßen geeignet ist. Das Zentrum umfasst ein 25-Meter-Wettkampfbecken mit sechs Bahnen, eine Vierfachsporthalle, eine Doppelturnhalle, einen Fitnessbereich, ein Tanzstudio, einen Sportunterrichtsraum und Umkleiden.

sb 6/2025

Es soll als erstes Freizeitzentrum in Schottland vollständig nach Passivhaus-Standard zertifiziert werden. In der Planungsphase wurde das Entwicklungsvorhaben von zertifizierten PassivhausBeratern begleitet und überwacht, um die Erfüllung des Stan­­d­ards sicherzustellen. Der Entwurf überzeugt mit einer hochwertigen, minimalistischen und zeitgenössischen Architektursprache – rational und geordnet in Layout und Ästhetik.

25


Strategisch positioniertes Schwimmbecken Die Schülerinnen und Schüler erreichen das Zentrum über einen eigenen Eingang an der Nordwestseite, der innerhalb des zugangskontrollierten Schulgeländes liegt. Der öffentliche Eingang befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite. Die Überwachung beider Eingänge erfolgt von der internen Rezeption und den Personalbüros aus. Im Innenraum münden die Verkehrsflächen in einen zentralen Nord-Süd-Korridor, über den die Trockenumkleiden (für den Fitnessbereich und die Sporthalle) und die Nassumkleiden (für das Schwimmbad) erschlossen werden. Der Zuschauerzugang zum Schwimmbad erfolgt ebenfalls über diesen Korridor, ohne jedoch Zutritt zu den Umkleidebereichen zu gewähren. Das Becken wurde strategisch an der Südostseite mit verglasten Ost- und Südfassaden positioniert: So werden der passive Solargewinn maximiert, der Tageslichteinfall optimiert und der Kunstlicht- und Heizungsbedarf gesenkt. Eine Treppe und ein Aufzug in der Nähe des zugangskontrollierten Eingangs führen in den ersten Stock mit Fitnessbereich, Tanzstudio, Sportunterrichtsraum und weiteren Umkleiden. Die Heizungsanlage und Warmwasseraufbereitung sind zentral angeordnet, um die Rohrleitungslängen zu den Duschen und zur Schwimmbadtechnik zu minimieren. Lineare, rechteckige Gebäudeform Im Gebäudekonzept wurden die großvolumigen Räume – Schwimmbad, Vierfachhalle und Zweifachhalle – entlang einer Nord-Süd-Achse angeordnet. Die Nass- und Trockenbereiche sind durch einen zentralen Korridor klar voneinander getrennt. So entsteht eine lineare, rechteckige Gebäudeform mit konsistentem Volumen und minimalen Dachüberständen. Die Gebäudehülle wurde bewusst einfach gehalten, um die vom Passivhaus Institut geforderten strengen Anforderungen hinsichtlich U-Werten und Luftdichtheit bestmöglich zu erfüllen.

26

sb 6/2025


Passivhaus-bezogene Herausforderungen Die Anwendung der Passivhaus-Vorgaben auf Freizeitgebäude mit Schwimmbädern ist besonders anspruchsvoll, und aufgrund der damit verbundenen Komplexität und Herausforderungen gibt es bisher keinen eigenen Passivhaus-Standard für diesen Anlagentyp. Um sowohl eine herausragende Energieeffizienz als auch ein hohes Maß an Komfort zu gewährleisten, wurde das Gebäude mit einem wesentlich niedrigeren U-Zielwert, einer außergewöhnlich hohen Wärmebrückenfreiheit und einer Luftdichtheit konzipiert, die die allgemeinen Passivhaus-Anforderungen um das Vierfache übertreffen. Besonderes Augenmerk galt der strategisch optimalen Positionierung der Schwimmhalle: Sie befindet sich auf der Südseite, sodass die durch die großen Glasflächen an der Ost- und Südfassade einfallende Sonnenenergie bestmöglich genutzt werden kann. In Schwimmbädern geht allein durch die Wasserverdunstung eine beträchtliche Energiemenge verloren. Zur Minderung dieses Energieverlusts wird in der Schwimmhalle eine etwas höhere Luftfeuchtigkeit vorgehalten und der sogenannte Luftschichtungseffekt genutzt, bei dem sich eine stabile, warme und feuchte Luftschicht direkt über der Wasseroberfläche bildet. Aufgrund dieses innovativen Ansatzes mussten das Volumen der Schwimmhalle, ihre Ausrichtung und Belüftung sowie die Gestaltung der Gebäudehülle komplett neu gedacht werden. Zusätzlich wurden hochmoderne Technologien wie Mikro­ filtration integriert, um den Gesamtenergiebedarf des Schwimmbads weiter zu senken, was das Engagement für Nachhaltigkeit und Betriebseffizienz unterstreicht.

sb 6/2025

27


Gesundheit und Wohlbefinden Dank des Passivhaus-Konzepts entstand eine hochisolierte, zugluftfreie und temperaturstabile Umgebung, die den Nutzerkomfort neu definiert. Über ein Mikrofiltrationssystem werden die Wasserqualität optimiert, der Chloreinsatz gesenkt und die Rückspülwassermenge minimiert, gleichbedeutend mit einem geringeren Energieverbrauch und mehr Nutzerkomfort. In den Sporthallen sorgen eine Fußbodenheizung, natürliche Belüftung und Nachtlüftung für ganzjährigen Wärmekomfort mit einem im Winter wie auch im Sommer idealen Raumklima. Das Zentrum erfüllt die Vorgaben von Sport England und Sport Scotland sowie die Richtlinien für barrierefreie Sportanlagen. Es ist komplett rollstuhlgerecht und verfügt über zwei gemäß „Chang­ ing Places“-Vorgaben gestaltete Toiletten sowie barrierefreie Umkleiden, um ein für alle Nutzer inklusives Umfeld anzubieten. Nachhaltigkeit und Ästhetik im Zusammenspiel Das Gebäude besteht durchgängig aus Brettsperrholz und einer Brettschichtholzkonstruktion. Diese Materialien zeichnen sich durch Nachhaltigkeit und Ästhetik aus. Brettsperrholz erzeugt eine warme, einladende Atmosphäre und verbessert gleichzeitig die Umweltleistung – über 1.200 Tonnen CO2 sind in der Bausubstanz gebunden. Es leistet zudem einen wesentlichen Beitrag zu einer Gebäudehülle, die den für die Passivhaus-­Zertifizierung erforderlichen Werten für Luftdichtheit und Wärmedämmung entspricht. Autor: Holmes Miller Fotos: Chris Humphries

28

sb 6/2025


H

G

F

E

D

C

B

A

H

103 Store 6 m²

Korridor

Lager

Sporthalle 029

101 Circulation U1 109 m²

Gymnasium 331 m²

4100

7350

Fitness Suite 155 m²

7546

Fitnessbereich 104

Korridor

010 Trocken-Umkleide Dry Change

009 Circulation 1 144 m²

223 m²

H

G

F

E

D

C

B

A

NassUmkleide

012 Wet Change 239 m²

Korridor

114 Lüftungsanlage A. H. Plant

Comms. 9 m²

148 m²

Korridor 009

Nass036 Umkleide Wet Change Lobby 9 m² Vorraum

035 Gemeinsamer Shared Store 2 71 m² Lagerraum

Circulation 1 144 m²

G

F

E

D

C

024 Gemeinsamer Shared Store 1 95 m² Lagerraum

B

A

7600

H

115 TK-Raum

112 Circ U4 12 m²

Schwimm­ 017 Poolhalle Hall 599 m²

sb 6/2025

023 Ballsporthalle 4 Court Sports Hall 660 m²

29

7455

Heizung und Warmwasser

113 Heating & HW 39 m²

MIN HEIGHT

4100

11040

172 m²

4500

108 Tanzstudio Dance Studio

MIN HEIGHT

6940

4 section location plan 1 : 200


Kompakt, urban, durchdacht Main Bad Bornheim in Frankfurt

Mit dem Main Bad entstand in Frankfurt-Bornheim ein Freizeit- und Sportbad, das ökologische Verantwortung mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet. Der kompakte Neubau nutzt Energie und Ressourcen effizient, verzichtet auf eine Unterkellerung, bezieht Strom aus einer PV-Anlage und integriert Wärmerückgewinnung sowie Regenwassernutzung in sein Betriebskonzept.

ERÖFFNUNG: MAI 2025 Standort Frankfurt, Deutschland Bauherr ABG FRANKFURT HOLDING Bäderbau Frankfurt GmbH 30

Betreiber BäderBetriebe Frankfurt Architekt 4a Architekten GmbH, www.4a-architekten.de

Landschaftsarchitekt NSP Landschaftsarchitekten, www.nsp-la.de Edelstahlbecken Berndorf Bäderbau Deutschland GmbH www.berndorf-baederbau.com sb 6/2025


In direkter Nachbarschaft zur Eissporthalle entwickelten 4a Architekten als Generalplaner einen kompakten, dreigeschossigen Baukörper, der sich harmonisch in das städtische Umfeld einfügt und den vorhandenen Raum optimal nutzt. Geschmeidige Rundungen und ein Fassadeneinschnitt im Eingangsbereich verleihen der dreieckigen Grundform Dynamik.

sb 6/2025

Die frische Farbgebung der Lamellenverkleidung im Erd- und Obergeschoss sorgt für Lebendigkeit und betont zugleich die Eingangssituation. Die Technikräume befinden sich im Erd­ geschoss, während die Badehalle mit ihren großzügigen Ver­ glasungen im Obergeschoss untergebracht ist. Diese Lage ermöglicht den Badegästen einen freien Blick ins Grüne und sorgt für ein lichtdurchflutetes Badeerlebnis mit Panoramaqualität.

31


Wasserwelten für alle Generationen Das neue Main Bad umfasst rund 900 m² Wasserfläche für Freizeit, Sport und Erholung. In der Freizeitbadehalle werden zahlreiche Attraktionen angeboten: Ein Kleinkinderbereich mit Hänge­brücke, ein Erlebnisbecken mit Sprudeltopf und Warmsprudelbecken sowie ein gestalterisch an eine Dschungellandschaft angelehnter Spraypark. Für zusätzlichen Badespaß sorgen eine Breitwellenrutsche und eine innenliegende Röhrenrutsche – letzteres auch mit Blick auf Energieeffizienz, da auf eine Außenrutsche verzichtet wurde. Ein weiteres Highlight: Bei geöffneten Schiebeelementen der großflächigen Glasfassade lässt sich der Außenraum unmittelbar in das Badeerlebnis integrieren. In der Sportbadehalle befindet sich ein 25-m-Becken mit sechs Bahnen, einer 1- und 3-m-Sprunganlage und einer teils variablen Wassertiefe durch einen Hubboden – geeignet für Freizeitschwimmer, Schulklassen und den Vereinssport. Ein separates Lehrschwimmbecken mit breiter Einstiegstreppe rundet das Angebot ab. Die Gestaltung der Halle ist auf das Wesentliche reduziert: klare Formen, ein zurückhaltendes Materialkonzept und s­chlichte Blautöne schaffen eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre. Große Fensterflächen öffnen den Blick in die umgebende Natur. Sitzbänke entlang der Wände laden zum Verweilen und Beobachten ein. Eine raumhohe Verglasung trennt Erlebnis- und Sportbadehalle optisch transparent, aber akustisch wirksam für konzentriertes Schwimmen.

32

Saunalandschaft als Rückzugsort Im Obergeschoss befindet sich eine großzügige Saunalandschaft mit fünf verschiedenen Saunen: ein Sanarium, zwei finnische Saunen im Innen- und Außenraum, eine Entspannungssauna und ein Dampfbad. Ein an den Wänden begrüntes Atrium sorgt für natürliche Atmosphäre, Tageslicht und hohe Aufenthaltsqualität. Ruhe- und Kaminzonen, ein Gastronomiebereich sowie ein Außenbereich mit Tauchbecken, Kaltduschen und Sonnenterrasse bereichern das Angebot. Im Dachgeschoss befindet sich zudem ein weiterer Ruheraum mit Ausblick auf die Umgebung.

sb 6/2025


Farbe, Struktur und Identität Der Entwurf zeichnet sich durch eine klare, reduzierte Formensprache aus. Außen wie innen wurde bewusst auf Materialien wie Sichtbeton oder Holz verzichtet. Stattdessen dominieren Fliesen, verputzte Flächen und akustisch wirksame Oberflächen, die nicht nur gestalterisch ruhig wirken, sondern sich auch besonders gut reinigen und instand halten lassen. Das Farbkonzept setzt auf kräftige Blau-, Grün- und Gelbtöne, die für Lebendigkeit sorgen. Die Fassade zeigt sich differenziert: Auf das begrünte Sockelgeschoss folgt eine gelochte Aluminiumwelle mit farbigen Metalllamellen und verglasten Elementen. Auch hier dominiert ein ruhiges und strukturiertes Material- und Farbkonzept.

Nachhaltigkeit als Prinzip Das Main Bad überzeugt nicht nur architektonisch, sondern auch ökologisch. Ein umfassendes Energiekonzept sorgt für einen ressourcenschonenden und wirtschaftlichen Betrieb. 450 Photovoltaikmodule auf dem Dach erzeugen jährlich bis zu 150.000 kWh Strom. Ergänzt wird dies durch ein modernes Blockheizkraftwerk, Anlagen zur Wärmerückgewinnung aus Lüftung und Badewassertechnik sowie die Möglichkeit, Abwärme der benachbarten Eissporthalle zu nutzen – die dafür notwendigen technischen Vorbereitungen wurden bereits umgesetzt. Zur Reduktion des Frischwasserverbrauchs wird gesammeltes Regenwasser für die Reinigung und Bewässerung der Außen­ anlagen eingesetzt. Ein integriertes Regenrückhaltesystem schützt bei Starkregen zudem das öffentliche Kanalnetz. Die Beleuchtung erfolgt nahezu ausschließlich über energie­effiziente LED-Leuchten, die Wartungsintervalle minimieren und eine lange Lebensdauer garantieren. Autor: 4a Architekten GmbH Fotos: David Matthiessen Pläne: 4a Architekten GmbH

sb 6/2025

33


Die Macht des öffentlichen Raums Sport- und Erholungsraum Playón Red mit Pocket Park

Playón de Chacarita ist eine informelle Siedlung in Buenos Aires, Argentinien, die im Jahr 2000 auf einer ehemaligen Gleisanlage entstand. Das Projekt Playón Red zielt darauf ab, auf der Grundlage eines partizipativen Dialogs mit den Bewohnern ein Netz sicherer, gesundheitsfördernder und nachhaltiger öffentlicher Räume zu schaffen.

ERÖFFNUNG: 2024 Standort Buenos Aires, Argentinien 34

Bauherr Finanziert vom re:arc Institute, mit lokaler Umsetzung durch den Bürgerverein Tejiendo el Barrio und institutioneller Unterstützung durch das Wohnungsinstitut der Stadt Buenos Aires (IVC)

Architekt Región Austral, www.regionaustral.com sb 6/2025


Mit dieser Initiative soll die sozioökologische Interaktion gefördert werden, um eine inklusivere und resilientere Gemeinschaft aufzubauen. Um diese Ziele zu erreichen, wurde ein kollaboratives Managementmodell unter Beteiligung lokaler Organisationen und Genossenschaften umgesetzt mit finanzieller Förderung des re:arc Institute und Unterstützung des Instituts für Wohnungswesen der Stadt Buenos Aires. In partizipativen Workshops trugen die Bewohner aktiv zur Gestaltung von drei Schlüsselprojekten bei, mit denen das Wohnviertel in einer ersten Phase umgestaltet werden soll. Innenhof Ein Durchgang wurde in einen Treffpunkt für die Gemeinschaft umgewandelt. Dieser zuvor vernachlässigte und kaum genutzte öffentliche Raum wurde aufgewertet, um die lokale Erinnerung und Identität zu wahren und gleichzeitig die Umgebungsqualität zu verbessern. So entstand ein einladender Raum für soziale Interaktion und Gemeinschaftsaktivitäten. sb 6/2025

35


Guevara-Garten Ein Pocket Park, der als Regengarten Überschwemmungen abmildern und die Umweltbedingungen verbessern soll. Ein informeller Müllabladeplatz, an dem sich häufig Wasser sammelte, wurde landschaftsgärtnerisch umgestaltet mit Pflanzen und Böden, die Regenwasser absorbieren, den urbanen Hitzeinseleffekt mildern und die Gemeinschaft zu Erhalt und Pflege der Grünfläche motivieren.

Palpa-Platz Ein Sport- und Erholungsraum für Kinder und Jugendliche. Dieser Platz, früher das lebendige Spielfeld des Wohnviertels, war mit der Eröffnung der Palpa-Straße im Jahr 2017 fragmentiert und unsicher geworden. Mit dem Projekt ist es gelungen, seine Identität als zentraler Ort für Spiel, Sport und Gemeinschaft wiederherzustellen, das Verantwortungsgefühl der Gemeinschaft für diesen Raum zu stärken und ein sicheres soziales Miteinander zu fördern. Neben Spielfeldern für Volley- und Basketball wurden unversiegelte Flächen mit Sträuchern und Stadtmobiliar zur Unterstützung der Aktivitäten angelegt. Ein besonderes Merkmal dieses Raums ist die farbenfrohe Wand- und Bodengestaltung aus der Feder des bekannten Künstlers RON. Sie verleiht dem Platz Farbe und Charakter und macht ihn zu einem echten Treffpunkt für die Gemeinschaft.

36

sb 6/2025


Räume für soziale Interaktion, Sport und Spiel Entstanden ist ein Netz grüner Infrastrukturen und Gemeinschaftsräume, die für die Verbesserung der Lebensqualität im Viertel von wesentlicher Bedeutung sind. Diese öffentlichen Räume tragen nicht nur zum Abbau sozialer und urbaner Ungleichheiten bei, sondern stärken auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels, die sozial benachteiligte Stadtviertel unverhältnismäßig stark treffen. Darüber hinaus wurden vormals unsichere Bereiche in Zonen für gemeinschaftliche Interaktion, Sport und Spiel umgewandelt, was zur Verringerung der Gewalt in diesem urbanen Raum beiträgt. Lokale Organisationen und Genossenschaften, die tief in der lokalen Gemeinschaft verwurzelt sind, leiteten den Umsetzungs- und Bauprozess, durch den Arbeitsplätze geschaffen und die Entwicklung der lokalen Wirtschaft gefördert wurden. Dies wiederum stärkt das Verantwortungsgefühl der Anwohner für die neuen öffentlichen Räume und sichert deren Langlebigkeit. Die Initiative brachte ein breites Spektrum von Interessengruppen zusammen, darunter Behörden, lokale NRO und internationale Geber. Playón Red illustriert die Macht des öffentlichen Raums als Motor des sozialen und ökologischen Wandels in benachteiligten Gemeinden. Projekte wie Playón Red unterstreichen die Bedeutung integrativer und partizipativer Ansätze für den Aufbau inklusiver, resilienter und nachhaltiger Städte, die auf der Zusammenarbeit zwischen Bewohnern, Privatsektor, Behörden und Zivilgesellschaft fußen. Autor: Región Austral, www.regionaustral.com Fotos: Luis Barandiarán

sb 6/2025

37


Schalker Kreisel, reloaded Sportgarten am Ernst-Kuzorra-Platz in Gelsenkirchen

Schalke-Nord kämpft mit strukturellen Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit und städte­ baulichen Defiziten. Der Sportgarten am Ernst-Kuzorra-Platz ist daher weit mehr als eine Freizeiteinrichtung, er ist ein zentraler Baustein der Stadterneuerung. Was bis vor kurzem eine Brachfläche war, lädt jetzt auf 13.000 m² mit Trampolinen, Basketball, Teqball und mehr zum kostenlosen Sport ein – und das direkt neben der legendären Glückauf-Kampfbahn.

ERÖFFNUNG: JULI 2025 Standort Gelsenkirchen, Deutschland

Architekten AHNER Landschaftsarchitektur www.ahner-la.de

Bauherr / Betreiber Stadt Gelsenkirchen

Baukosten ca. 4,5 Millionen EUR

38

sb 6/2025


Nach 16 Monaten Bauzeit wurde im Juli 2025 der neue Sportgarten am Ernst-Kuzorra-Platz in Gelsenkirchen-Schalke eröffnet. Mit 4,5 Millionen Euro Projektvolumen und 13.000 m² Fläche ist diese Anlage ein bedeutender Meilenstein für den sozial benachteiligten Gelsenkirchener Stadtteil Schalke-Nord.

sb 6/2025

39


Moderner Quartierspark Aus einer eingezäunten Brachfläche mit unstrukturierten Grünflächen und Stellplätzen entstand ein moderner Quartierspark mit vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden alte Treppenanlagen, Zaunanlagen, Wegebeläge und Gehölze entfernt. Anschließend erfolgten umfangreiche Erdarbeiten, der Einbau neuer Oberbauschichten aus Schotter und Recycling-Baustoff sowie die Anlage verschiedener Beläge – von wassergebundenen Decken über Kunststoffrasen bis hin zu Pflasterflächen mit Rasenfugen. Der Sportgarten am Ernst-Kuzorra-Platz bietet nun vielfältige, frei zugängliche und kostenlose Bewegungs- und Erholungsmöglichkeiten: • Trampolinanlage und Motorik-Parcours • Soccer-, Basketball- und Teqballfeld (eine Kombination von     Tischtennis und Fußball) • Boulderwand und Kinderspielplatz • Multifunktionsflächen mit Trinkwasserbrunnen für Veranstal    tungen Auffällig sind die Betonsteine in vier Grautönen auf einer Fläche von 800 m², die nach einem computergenerierten “geplant zufälligen” Muster verlegt wurden. Die Stadt Gelsenkirchen entwickelte das Projekt mit lokalen Akteuren. Von den 4,5 Millionen Euro Gesamtkosten werden 3,6 Millionen Euro über Städtebauförderung von Bund und Land finanziert, 900.000 Euro trug die Stadt selbst.

40

sb 6/2025


Geschichtsträchtiger Standort Die benachbarte Glückauf-Kampfbahn prägt die besondere Atmosphäre des Standorts. In den 1920er-Jahren auf einem Zechengelände in Eigenarbeit errichtet und 1928 eröffnet, war das Stadion bis 1973 die Heimspielstätte des FC Schalke 04, der hier seine deutschen Meistertitel errang. Nach dem Umzug des Vereins ins damals neue Parkstadion im Jahr 1973 verfiel die Anlage zusehends. Zur Fußball-WM 2006 wurde sie für Public Viewing und andere Events renoviert, h ­ eute wird sie vor allem von Kreisligist DJK Teutonia Schalke-Nord genutzt. In Verbindung mit der Glückauf-Kampfbahn fungiert der Sportgarten am Ernst-Kuzorra-Platz nun als ganz besonderer Veranstaltungsort für Stadtteilfeste und überregionale Events. Die Lage an der “Schalker Meile” mit ihrer hohen Dichte an Vereinshistorie macht ihn zu einem wichtigen kulturellen Baustein. Zentraler Baustein des Stadterneuerungsprozesses Das Projekt folgt einem integrierten Stadtentwicklungsansatz: Sport- und Freizeitangebote werden gezielt als Katalysator sozialer Integration eingesetzt. Der kostenlose Zugang durchbricht soziale Barrieren und schafft Begegnungsräume und Angebote für Menschen unterschiedlichster Herkunft. Die Verbindung zur Glückauf-Kampfbahn stärkt die Stadtteilidentität. Projekt und Ort verbinden Sport, Begegnung, Bewegung und Tradition und stärken das Quartier Schalke-Nord nachhaltig. Autor: Johannes Bühlbecker, More.Sports.Media Fotos: Bernhardt Klug

sb 6/2025

41


Tradition und Moderne, Industriekultur und Naturschutz Misburger Bad in Hannover

Seitdem das bestehende Hallen- und Freibad 2015 stillgelegt worden war, fehlte es dem Hannoverschen Stadtteil Misburg an einem sportlichen Zentrum und den ansässigen Vereinen, Schulen und der Bevölkerung an einem Ort für Freizeit und Entspannung. Im Rahmen der Ausschreibung zu einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) wurde der General­ unternehmer Industriebau Wernigerode GmbH beauftragt. KRIEGER Architekten | Ingenieure wurde als Nachunternehmer eingebunden, um den Neubau des Kombibades am alten Standort zu planen. Das gut erreichbare Eckgrundstück, das auch bislang als Hallenund Freibadstandort diente, grenzt an große Flächen mit Geschosswohnungsbau im Norden und verschiedene Schulkomplexe im Westen. Der östliche gelegene Sportpark Misburg mit großflächigem Sport- und Freizeitangebot geht über in einen

bewaldeten Grünzug, der sich bis zur Autobahn A2 und darüber hinaus erstreckt. Auch im Süden des Standortes schließen Grünflächen und Felder an und führen bis hin zur Mergelgrube, die bis Ende der 1960er Jahre Kalkmergel zur Zementherstellung förderte.

ERÖFFNUNG: MAI 2024 Standort Hannover, Deutschland Bauherr / Betreiber Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement, www.hannover-stadt.de 42

Architekt KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH, Velbert www.architekt-krieger.de Baukosten 23,2 Millionen EUR sb 6/2025


Städtebauliches und architektonisches Konzept Der geradlinige Baukörper des Hallenbadneubaus bildet einen baulichen und thematischen Übergang zwischen öffentlichem Raum und den Grünflächen der Misburger Landschaft. Er richtet sich an den beiden angrenzenden Verkehrsadern aus und bildet durch seine Positionierung im Norden des Grundstücks großflächige Außenbereiche für das Freibad. Der Hauptzugang befindet sich im Bereich der nordwestlichen Grundstücksecke. Die grauen Faserzementplatten der Fassade umschließen den Baukörper und geben ihm so eine monolithische und massive Optik. Im Bereich des Foyers, des Stiefelgangs und der Badeplatte setzen PfostenRiegel-Fassaden Akzente und schaffen den fließenden Übergang zur Terrasse und dem weitläufigen Außengelände.

sb 6/2025

Der Bereich über dem Sportbecken ist z­ weigeschossig und schafft so die notwendige Raumhöhe für die Sprunganlage. Gleichzeitig kann hier im Obergeschoss ein Teil der Gebäudetechnik (Raumlufttechnik) untergebracht werden. Der Zugang zu diesem Technik­ bereich liegt auf der benachbarten Dachfläche. Die restliche Gebäudetechnik befindet sich unter dem teilweise unterkellerten Erdgeschoss. Alle Dachflächen wurden als Gründach mit extensiver Begrünung ausgeführt. Zusätzlich wurden 520 m² mit PV-Anlage und etwa 500 m² mit einer Solarabsorberanlage zur Beheizung der Freibadbecken ausgestattet.

43


Kalkmergelgrube als Inspiration Das Gebiet diente viele Jahre lang der Kalkmergelgewinnung für die Produktion von Bauzement. Die stillgelegte Mergel­grube stand bei der Gestaltung, Farb- und Materialwahl Pate. Das Zusammenspiel aus Tradition und Moderne, Industriekultur und Naturschutz stellte ein besonders reizvolles Thema dar. Die Fassade des neuen Hallenbades ist mit Platten in ­hellgrauem Farbton verkleidet, sodass die Außenhaut des Baukörpers ring­s­­­um ein massives, an Zement angelehntes Bild ergibt. Im Inneren wird die graue Farbgebung im Bodenbelag und den Abhang­ decken fortgeführt; allerdings mischen sich, ähnlich den sprießenden Pflanzen in der Mergelgrube, immer wieder ­verschiedene Grün- und Blautöne hinzu. Bereits in der Kassentheke des Foyers und dem Umkleidebereich begegnen den Gästen strahlend grüne Akzente, die sich auch in der Wandgestaltung der Badehalle wiederfinden. Die „Renaturierung“ der Innenräume erreicht ihren Höhepunkt im Saunabereich, in dem Holzoberflächen, gemütliche Loungebereiche und warme Beleuchtung vorherrschen.

Zentraler Gastronomiebereich für Hallen- und Freibad Im großzügigen Foyer befinden sich neben dem Kassenbereich und einer WC-Anlage ausreichend Sitz- und Verweilflächen sowie ein kleiner Gastronomiebereich. Dieser ist so zentral angeordnet, dass er neben dem Foyer auch das Hallenbad und das Freibad andienen kann. Im Foyer erfolgt die Aufteilung in die beiden Tarifzonen „Hallenbad“ und „Freibad“. Der Umkleidebereich des Hallenbades besteht aus barrierefreien Umkleiden, Einzelkabinen und vier Sammelumkleiden. Hinter den Sammelumkleiden befinden sich der Personalbereich mit Treppenhaus in das Untergeschoss und eine weitere Drehkreuzanlage, die den Übergang in den Saunabereich markiert. Die Badehalle umfasst ein 25-m-Sportbecken mit sechs Bahnen und Sprunganlage (1-m-Brett und 3-m-Turm), ein Kurs­b ecken mit Hubboden und eine abgetrennten Ruhezone mit Liegen und Ausblick ins Freibadgelände. Der Eltern-Kind-­ B ereich liegt neben dem Kursbecken und ist räumlich durch eine Glas­ fassade von den restlichen Beckenbereichen getrennt. Für die Kleinsten gibt es hier ein Planschbecken mit Rutsche, verschiedene Spiel- und Spritzangebote und einen Schiffchenkanal zu entdecken.

44

sb 6/2025


Neugestaltung des Freibads Der Freibereich wurde durch die landschaftsarchitektonische Fachplanung teilweise neu konzipiert. Das bestehende Kinderplanschbecken wurde saniert und mit neuen Spielelementen ausgestattet. Zudem entstand eine neue Erlebniswelt für die kleinen Gäste mit Wasserspielplatz, Spraypark und Matschspielplatz mit Wasserlauf und Bagger. Das bestehende Sanitär- und Lagergebäude blieb erhalten und wurde saniert, während die vorhandenen Schwimmbecken mit Edelstahlauskleidung versehen wurden. Hier stehen den Gästen nun ein Nichtschwimmerbecken mit Wassergewöhnungstreppen und Breitrutsche sowie ein 25-m-Becken mit acht Bahnen zur Verfügung. Das vorhandene Beachvolleyballfeld wurde saniert und an das barrierefreie Wegenetz der Außenanlagen angeschlossen.

Barrierefreie „Rutschtreppe“ zum Sportbecken Der gesamte Bad- und Saunabereich ist ab den barrierefreien Stellplätzen stufenlos nutzbar, da sich alle öffentlich zugänglichen Gebäudebereiche im Erdgeschoss befinden. Auch die Badehalle und Beckenbereiche sind vollständig barrierefrei. Die Beckenrandeinfassungen heben sich visuell und taktil durch eine farblich abgesetzte, profilierte Kantenausbildung deutlich von der Fläche der Beckenumgänge und den unter Wasser befind­lichen Beckenwänden ab. Das Bad ist mit einem mobilen Beckenlift ausgestattet, der an acht verschiedenen Positionen zum Einsatz kommen kann. Das Sportbecken kann zusätzlich über eine barrierefreie „Rutschtreppe“ für Rollstuhlnutzer erreicht werden. Die taktile Wegeführung in kleinformatigem Bodenbelag reicht im Windfang des Foyers über die Sensorschleusen, den ­Umkleide- und Sanitärbereich bis zu den Hauptzugängen der B ­ adehalle. Das taktile Leitsystem wird im Saunabereich fortgesetzt. In jedem der drei Saunaangebote ist ein Stellplatz für einen Rollstuhl eingeplant.

Saunabereich mit Garten Der Saunabereich liegt am östlichen Ende des Hallenbadkomplexes. Durch eine separate Vereinzelungsanlage (Sensorschleusen) jenseits der Sammelumkleiden gelangen die Gäste in die Saunaanlage. Hier befinden sich neben Umkleiden auch ein Frisierbereich und eine WC-Anlage. Für die Saunagäste sind drei abwechslungsreiche Saunaerlebnisse vorge­ sehen: die Biosauna (60°C), die Finnische Sauna (90°C) und die Erdsauna im Außenbereich (90°C). Eine gemütliche Lounge zum Plauschen und Relaxen, eine vielfältige Abkühlzone und ein Ruheraum mit Ausblick in den großen Saunagarten runden das Angebot ab.

sb 6/2025

Auch in den gesamten Außenanlagen wurden die Vorgaben der DIN 18040 umgesetzt, sodass alle Bereiche der Freianlagen stufenlos erreichbar sind. Selbst der Matschtisch im Kinderspiel­bereich wurde so konzipiert, dass auch Kinder, die einen Rollstuhl nutzen, teilhaben können. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ mit einer Summe in Höhe von 3 Millionen Euro gefördert. Autor: KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH, Velbert Fotos: Christian Wyrwa

45


Resiliente Gemeinschaften: ein Beispiel aus der lokalen Praxis Skatepark Bad Neuenahr Der im November 2024 eröffnete Skatepark in Bad Neuenahr ist ein inspirierendes Beispiel für ein von der Gemeinschaft getragenes Projekt im Rahmen des Wiederaufbaus, das sich durch innovatives Design, Langlebigkeit, Flexibilität und Inklusion auszeichnet. Nach der Flutkata­strophe im Jahr 2021, die 185 Menschenleben gefordert und große Teile der Region zerstört h ­ atte, ­wurde der Skatepark komplett neu gebaut. Die Betonkonstruktion garantiert Langlebigkeit und erfüllt die Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen – Skateboard-, BMX-, Scooter-, Inlineskate- und Sportrollstuhlfahrer. Die Anlage bietet eine Vielzahl von Fahrebenen und eine große Bowl – und damit ein aus technischer Sicht sicheres Umfeld sowohl für ungeübte als auch für routinierte Nutzer, um sich zu verbessern und gemeinsam mit anderen Spaß zu ­haben. Der Skatepark ist vollständig aus langlebigem Beton gebaut und für künftige Extremwetterereignisse ausgelegt. Der Standort zwischen einer berufsbildenden Schule und einem Kraftwerk zeugt von einer durchdachten Neunutzung des städtischen Raums. Die Anlage zeichnet sich durch ein fließendes Layout aus, das der natürlichen Geländeform folgt und zugleich ein Maximum an

Funktionalität und Sicherheit gewährleistet. Eines der charakteristischen Merkmale ist die wettkampftaugliche Bowl, die durch eine Vielzahl von Street- und Transition-Elementen ergänzt wird. Der Skatepark verfügt über verschiedene Fahrwege und Progressionszonen, die für Nutzer aller Fähigkeitsstufen geeignet sind – vom Anfänger bis zum Profi.

ERÖFFNUNG: NOVEMBER 2024 Standort Bad Neuenahr-Ahrweiler, Deutschland

Landschaftsarchitekt Maier Landschaftsarchitektur Betonlandschaften www.maierlandschaftsarchitektur.de

Projektträger Die AHRche e. V., www.die-ahrche.de

Baukosten 1 Million EUR

46

sb 6/2025


In dieser öffentlichen Mehrzwecksportanlage können neben Skateboardern auch BMX-, Scooter-, Inliner- und Sportrollstuhlfahrer unterwegs sein. Bei der Gestaltung stand die universelle Zugänglichkeit an erster Stelle, mit barrierefreien Eingängen und speziellen Einrichtungen für angepasste Sportarten. Der Park ist täglich geöffnet und für alle kostenfrei zugänglich, um eine tägliche Nutzung, soziales Miteinander und aktives Spielen zu fördern. „Skatepark in a Box“ als Übergangslösung Die Anlage steht für Resilienz und Nachhaltigkeit im Rahmen des Wiederaufbaus. Der mit einer Million Euro vollständig aus privaten Spenden finanzierte Skatepark ist mit Entwässerungs- und Wassermanagementsystemen ausgestattet, die für den hochwassergefährdeten Standort geeignet sind.

sb 6/2025

Der Entwurf nutzte die gewonnene Erfahrung mit modularen Konstruktionsprinzipien, die in der Frühphase des Wiederaufbaus als „Skatepark in a Box“ – ein auf mobilen Containern basierendes Konzept – erprobt wurden. Dank dieser Akutmaßnahme standen den jungen Menschen unmittelbar nach der Flutkatastrophe sowohl eine physische Struktur als auch ein Ventil zum Abbau psychosozialer Belastungen zur Verfügung. Eines der zentralen Merkmale des Skateparks ist seine Doppelfunktion als Sportanlage und Symbol für Resilienz.

47


Zur Bedeutung des neugebauten Skateparks in Bad Neuenahr Jürgen Hoffmann, Projektleiter des Vereins „Die AHRche e.V.“, schildet im Interview die Ausgangslage im Flutkatastrophengebiet, die Zusammenarbeit mit den Behörden und dem Planungsbüro Betonlandschaften, sowie die unglaubliche Spendenbereitschaft der Menschen vor Ort. Wie änderte ein Tag im Juli 2021 alle Pläne? Ein Skatepark im Ahrtal war seit vielen Jahren der Herzenswunsch der lokalen Skatercommunity. Der Bau einer Anlage war als Teil eines großen Skate- und Jugendparks im Rahmen der Landes­ gartenschau 2022 in Bad Neuenahr-Ahrweiler vorgesehen. Durch die Flutkatastrophe am 14.07.2021 und deren Folgen wurde jedoch die komplette Infrastruktur im Ahrtal innerhalb von nur wenigen Stunden völlig zerstört. Folgerichtig wurde die Lan­ desgartenschau mit all ihren geplanten Vorhaben abgesagt. Da mit dem Bau des Skateparks noch nicht begonnen worden war, konnten keine Gelder für die Maßnahme aus dem Wiederaufbaufonds beantragt werden. Alle Pläne der Stadt für die Umsetzung wurden ad acta gelegt.

48

Wann kam „Die AHRche e.V.“ ins Spiel? Unmittelbar nach der Katastrophe wurde unser gemeinnütziger Verein „Die AHRche e.V.“ gegründet. Der Fokus lag auf dem Wiederaufbau und der Katastrophenhilfe. So gut wie alle Sport,Spaß- und Spielstätten waren zerstört worden, und das zu einer Zeit, in der der pandemiebedingte Bewegungsmangel seinen Höhepunkt erreicht hatte. Mit dem Projekt wurden Chancen für Kinder und Jugendliche im Rahmen des Wiederaufbaus genutzt, um die Heimat attraktiver zu gestalten. Angedacht war die Sanierung einer alten kleinen Skateanlage im Ortsteil Bachem, die nur leicht durch die Flut­ katastrophe beschädigt wurde, aber aufgrund ihrer unmittel­ baren Nähe zur Ahr nicht wieder aufgebaut werden durfte. Für Jugendliche standen so gut wie keine Freizeitflächen im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Verfügung. Gerade unter den 13-17-Jährigen machten sich Frustration und Perspektivlosigkeit breit. Ein sehr ernst zu nehmendes Problem, das auch Auswirkungen auf die schulischen Leistungen hatte. Glücklicherweise gab uns der Stadtrat grünes Licht für die Reali­ sierung des großen Skateparks, der für die Landesgartenschau 2022 angedacht war.

sb 6/2025


Wie gelang die Finanzierung des Projektes? Wir stellten unser Vorhaben in den sozialen Netzwerken vor, verbunden mit Spendenaufrufen. In unserer Freizeit koordinierten und führten wir Gespräche mit potenziellen Spendern und steckten viel Zeit und Energie in das Projekt. Es war unfassbar, wie viele Menschen wir für das Vorhaben begeistern konnten, die gezielt für den Bau des Skateparks gespendet haben. Am Ende waren es ungefähr eine Millionen Euro. Welche Akteure und Faktoren trugen zum Gelingen des Projektes bei? Für die Planungen und den Bau des Skateparks war ein enger und kooperativer Austausch mit den Genehmigungsbehörden unerlässlich, aber auch zielführend. Viele Auflagen, wie unter anderem die Berücksichtigung von Retentionsflächen im Projektgebiet,­ waren eine anspruchsvolle Aufgabe. Daher war es von großer Bedeutung, ein auf die Planung von Skateparks spezialisiertes Unternehmen mit langjähriger Erfahrung zu beauftragen. Skateboardlegende Titus Dittmann empfahl uns das Planungsbüro Maier Landschaftsarchitektur Betonlandschaften. Eine gute Entscheidung, wie wir schnell feststellten. Für die Gestaltung des Skateparks war uns die Einbindung der Skatercommunity ebenfalls sehr wichtig. In zwei Beteiligungsworkshops fragten wir die Wünsche und Vorstellungen der Teilnehmer ab und berücksichtigten diese in den Bauplänen für den Skatepark. Von der Absichtserklärung zum Bau des Skateparks, über Beteiligungsworkshops, Planungen, Einholen von Gutachten, Baugenehmigungsverfahren bis zur Baugenehmigung vergingen knapp zwei Jahre. Die anschließenden Bauarbeiten waren innerhalb von fünf Monaten abgeschlossen. Unterm Strich sind wir sehr glücklich, dass wir die Chance genutzt haben, ein eigentlich nicht mehr umsetzbares Vorhaben verwirklichen zu können, auch wenn die Umsetzung in einem Katastrophengebiet eine besondere Herausforderung war. Im November 2024 konnten wir den rund 800 m² großen Skatepark mit seinen 18 Obstacles endlich feierlich eröffnen.

sb 6/2025

Wie fördert die Skateanlage die individuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Seit 2022 führen wir mit Kindern und Jugendlichen SkateboardWorkshops durch. Anfangs unter schwersten Bedingungen mit dem „Skatepark in a Box“, in einer unwirklichen Trümmerlandschaft und seit November 2024 im Skatepark Bad Neuenahr. Die Workshops sind mit 35 Kindern immer restlos ausgebucht. Mittlerweile nahmen über 4.000 Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 15 Jahren teil. Dies zeigt, wie groß die Begeisterung für das Skateboarding im Ahrtal ist und wie stark die Community wächst. In vielen tollen Gesprächen mit Eltern und Kindern zeigt sich, welche Auswirkungen das Skateboarding auf die Kinder hat. Dazu gehören besonders die Angstbewältigung, die Stärkung des Selbstbewusstseins, die Stärkung der Konzentration und vor ­allem die Stärkung der Gemeinschaft. Das schönste Feedback ist immer die Freude der Kinder beim Skaten und das Leuchten in ihren Augen, wenn ein neuer Trick gelingt. Unabhängig von den Workshops ist festzustellen, dass der Skatepark regelmäßig begeistert genutzt wird, nicht nur von Kindern und Jugendlichen, sondern auch von „Retroskatern“. Hier ist eine echte alternative Sportstätte entstanden, die ohne die großartige Spendenbereitschaft nie hätte umgesetzt werden können. Autor: Jürgen Hoffmann, Die AHRche e.V. Projektbeschreibung und Fotos: Maier Landschaftsarchitektur

49


Architektur, Identität und intelligente Betriebsführung Moselbad Koblenz: Deutschlands modernstes Bürgerbad

Mit der Eröffnung des Moselbades hat die Stadt Koblenz ein Hallenbad geschaffen, das weit über die üblichen Standards kommunaler Bäder hinausgeht. Es ist ein Bad, das regio­nale Identität sichtbar macht, auf die Bedürfnisse der Bürger zugeschnitten wurde und mit einem digitalen, energieeffizienten und hochautomatisierten Betrieb neue Maßstäbe in Deutschland setzt. Das Moselbad ist damit nicht nur ein Neubau – es ist ein Modellbad. Ein Ort, der zeigt, wie kommunale Bäder im 21. Jahrhundert aussehen können.

ERÖFFNUNG: AUGUST 2024 Standort Koblenz, Deutschland Bauherr Koblenzer Bäder GmbH 50

Architekt GSF-Planungsgesellschaft für Sport- und Freizeitbauten mbH www.gsf-plan.de sb 6/2025


Ein Blick zurück – Ein Projekt mit langer Geschichte Die Wurzeln des Moselbads reichen in die 1970er-Jahre zurück: Das alte Stadtbad war über Jahrzehnte der zentrale Ort für Schulschwimmen, Vereinssport und Gemeinschaft. Als es 2012 aufgrund erheblicher statischer Mängel geschlossen werden musste, begann für Koblenz eine Phase des Übergangs – und der Chance. Der Stadtrat beschloss den Neubau eines bedarfsgerechten Hallenbades, das der wachsenden Stadt gerecht werden sollte. 2015 erfolgte der Abbruch, 2019 begann der Neubau.

sb 6/2025

Die Bauzeit fiel in eine Phase globaler Unsicherheiten. Energiekrise, Lieferkettenprobleme und steigende Kosten machten Planungsänderungen notwendig. Die Stadt reagierte mit Mut und Weitsicht: Das Energiekonzept wurde komplett überarbeitet und von einem rein fossilen Ansatz auf eine hybride, nachhaltige Lösung umgestellt. Eine Entscheidung, die zu Verzögerungen und Mehrkosten führte – aber die Grundlage dafür legte, dass das Moselbad heute als eines der modernsten und energieeffizientesten Bäder Deutschlands gilt.

51


Architektur und Planung: das Moselbad als identitätsstiftender Ort Der Neubau wurde konsequent als Bürgerbad gedacht, gestaltet und realisiert. Die Architektursprache orientiert sich bewusst an der Moselregion: natürliche Materialien, warme Farbtöne, klare Strukturen. So entsteht ein Ambiente, das regionale Vertrautheit mit moderner Formensprache verbindet. Die Gebäudeausrichtung, die großzügigen Verglasungen sowie die Innenraumgestaltung schaffen eine starke räumliche Beziehung zur Wasserlandschaft der Region. Sichtbezüge, natürliche Lichtführung und der Einsatz von Holz und Stein schaffen eine Atmosphäre, die modern ist – und dennoch tief in der Koblenzer Identität verwurzelt. Die Saunawelt greift dieses Prinzip besonders eindrucksvoll auf: Thematische Räume, Interpretationen der Mosellandschaft, Aufgüsse mit regionalen Bezügen wie dem „Weinreben-Aufguss“ oder dem symbolischen „Eis-und-Feuer-Aufguss“ lassen die Besucher spüren, wo sie sich befinden. Das Moselbad ist damit mehr als ein Funktionsbau: es ist ein Ort der kulturellen Einbettung.

Ein Bad für alle: Bedarfsgerecht von der Planung bis zur Betriebsführung Der Anspruch, ein Bürgerbad zu schaffen, zeigt sich in der konsequenten Ausrichtung auf die unterschiedlichen Zielgruppen: • ein warmes Eltern-Kind-Becken, ergänzt durch Kleinkindrutsche und Spraypark, ermöglicht sichere erste Wassererfahrungen; • ein Lehrschwimmbecken mit breiter Wassergewöhnungstreppe schafft ideale Bedingungen für Schwimmenlernen und Wassergewöhnung und auch Bewegung im Element Wasser, ohne schwimmen zu müssen; • ein 25-m-Sportbecken bietet Vereinen, Schulen und ambitionierten Schwimmern feste Bahnen und klare Strukturen; • ein Kursbecken mit Hubboden eröffnet maximale Flexibilität – von der Reha-Gymnastik bis zum Hochintensivtraining; • ein Springerbecken mit 1-, 3- und 5-m-Türmen gehört heute zu den seltenen Ausstattungsmerkmalen moderner Bäder. Ein Hubboden macht auch dieses Becken multifunktional nutzbar; • Wochenendmodule mit Aquatrack und Eisberg verwandeln das Bad in eine Familienerlebniswelt. Mit dieser Angebotsstruktur erfüllt das Moselbad exakt das, was sich die Menschen in Koblenz gewünscht haben: ein modernes, vielseitiges Bad – aber kein Erlebnisbad. Ein Ort für Gemeinschaft. Ein Ort für Sport. Ein Ort für Familien.

52

sb 6/2025


Smarte Energieversorgung Fünf Wärmeenergiequellen bilden ein modulares Versorgungskonzept: • Geothermie • Luftwärmetauscher • Blockheizkraftwerk (KWK) • Solarkollektoren (insbesondere für Geothermie-Enteisung) • Gasspitzenkessel Stromseitig gibt es eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bades, deren Strom teilweise ins Netz eingespeist werden kann, sowie Strom aus dem Blockheizkraftwerk. Eine weitere Photovoltaikanlage, die mit 1.000.000 Euro gefördert wurde, darf hingegen nicht ins Netz einspeisen, wird aber durch einen kleinen Speicher ergänzt. Der restliche Strombedarf wird aus dem Netz gedeckt. Alle Komponenten werden durch eine intelligente Gebäudeleittechnik gesteuert, die Witterung, Nutzungsintensität und tagesaktuelle Kosten berücksichtigt. Das System bestimmt automatisiert den günstigsten und nachhaltigsten Energiemix. Damit erfüllt das Moselbad nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Kriterien und zeigt, wie kommunale Bäder in Zukunft betrieben werden können.

Innovative Kursangebote Ein hybrides Kurssystem vermittelt Übungen über große Moni­ tore im und unter Wasser. Professionelle Trainer veranschaulichen in perfekter Geschwindigkeit und Didaktik die Inhalte digi­tal, sodass Kurse flexibel angeboten werden können – unabhängig von der Personalverfügbarkeit. Selbstverständlich findet auch eine Vielzahl von personengestützten Kursen statt, was unterschiedliche Bedarfe erfüllt. Zudem können die digitalen Kurse kostengünstiger angeboten werden, was dem Gedanken der Daseinsvorsorge als Bürgerbad entspricht. Automatisierte Reinigung Der Reinigungsroboter „Wischael“ ist das Ergebnis eines eigens gegründeten Joint Ventures. Er arbeitet mit speziell entwickelten Reinigern (für Bäder wichtig: im sauren und alkalischen Wechsel), saugt Schleppwasser auf und übernimmt die Grundreinigung großer Bereiche. Spezialzonen wie Rinnen, Ecken und beispielsweise die Edelstahlpflege werden durch eigenes Fachpersonal betreut. Ergebnis: höhere Sicherheit, bessere Sauberkeit, geringere Fremdkosten. Ein Modell, das sich rechnet. Ein Jahr im Betrieb: ein Bad, das die Menschen annehmen Schon im ersten Jahr zeigt sich: Das Konzept geht auf. Das Moselbad ist kein gesichtsloses Hightech-Bad, sondern ein Ort, der Koblenz stärkt. Ein Bad, das mit seiner regionalen Gestaltung, seinen Nutzungsangeboten und seinem Betriebskonzept genau das liefert, was die Stadt braucht. Das Moselbad ist ein Bad für Koblenz – und gleichzeitig ein Zukunftsmodell für Deutschland. Autor: Koblenzer Bäder GmbH, Prof. Dr. Christian Kuhn Fotos: Koblenzer Bäder GmbH

Hightech im Hintergrund: Digitalisierung und Automatisierung auf neuem Niveau Das Moselbad ist in seiner Betriebsführung ein Leuchtturmprojekt. Nahezu jeder Prozess ist digital unterstützt, teilweise vollautomatisiert – vom Energiecontrolling über die Badeaufsicht bis zur Reinigung. Gäste und Personal profitieren von der Hybridkasse, die mit Cash-Recyclern auch für den personalfreien Bargeldzahlungsverkehr oder personalgestützt mit hoher Dienstleistungsqualität betrieben werden kann. Hier wird der Weg vom Kassiervorgang zur Kundenbetreuung begangen. Kundenportale bieten Guthabenverwaltung und ein Medienmanagement, bei dem das Guthaben und gebuchte Leistungen den Familien- oder Gruppenmitgliedern zuweisbar sind. Dazu kommen familienfreundliche Rabattmodelle für (Koblenzer) Stammkunden. Die KI-gestützte Badeaufsicht ist ein hochmodernes System, das auffällige Bewegungsmuster und mögliche Gefahrensituationen erkennt. Die künstliche Intelligenz arbeitet anonymisiert, meldet sich bei der Aufsicht per Smartwatch und lernt aus jeder Interaktion hinzu. Damit wird die Sicherheit auf ein neues Level gehoben – ohne die Rolle des Menschen zu ersetzen. sb 6/2025

53


Traumhafte Aktivwege Trailcenter Rytterknægten

Der von Matters 2021 geplante und 2025 umgesetzte Entwurf geht zurück auf eine Initiative des dänischen Sportverbands DIF (Danmarks Idrætsforbund) und der dänischen Stiftung für Sport und Kultur (Lokale & Anlægsfonden) in Zusammenarbeit mit der Regionalverwaltung Bornholm. Das Trailcenter Rytterknægten liegt am höchsten Punkt Bornholms, 162 Meter über dem Meeresspiegel, im Herzen des Walds von Almindingen, dem drittgrößten Wald Dänemarks. Der Pavillon mit diversen Aussichtspunkten und Erholungszonen bietet Besuchern einen einzigartigen Zugang zu den vielfältigen Landschaften und der reichen Artenvielfalt der Insel.

ERÖFFNUNG: MÄRZ 2025 Standort Almindingen, Bornholm, Dänemark

Architekt MATTERS Architects, www.mttrs.dk

Bauherr / Betreiber Bornholms Regionskommune

Baukosten 3 Millionen DKK (405.000 EUR)

54

sb 6/2025


Das Trailcenter Rytterknægten ist Teil der landesweiten Initiative „Danish Trailcentres“, die Anlagen zur Förderung von Aktivität im Freien und des Zugangs zur Natur in ganz Dänemark umfasst. Der 100 m² große Holzpavillon wurde leicht erhöht über dem Waldboden errichtet und ist über eine Rampe zugänglich. Er beherbergt eine Außenküche, einen Fahrradreparaturbereich, Lagerflächen für Ausrüstung und einen Informationspunkt. Zielgruppe ist ein breites Spektrum von Nutzern, von Gelegenheitsbesuchern bis hin zu organisierten Gruppen.

sb 6/2025

Mit seinem modularen Aufbau und dem Fokus auf Bewegung, Ruhe und Zusammenkunft fördert der Pavillon ein ganzheitliches und inklusives Erleben der Waldlandschaft. Das Trailcenter verbirgt sich diskret inmitten des Baubestands und ermöglicht eine natürliche und intuitive Bewegung durch die Landschaft, weckt die Neugierde und den Wunsch, die Umgebung zu erkunden.

55


Respektvoller Umgang mit der Umwelt Das Projekt steht für einen durchdachten Ansatz, mit Sorgfalt und Respekt in der Natur zu bauen. Der Architektur kommt hier eine wichtige Rolle zu als Bindeglied zwischen menschlicher Aktivität und natürlicher Umwelt. Der Entwurf dominiert die Landschaft nicht, sondern unterstützt und bereichert sie als ein Ort, der eine nachhaltige Form der Bewegung im Wald fördert. Die sorgfältige Planung hat sich deutlich auf den Zugang zum Wald und seine Nutzung ausgewirkt – mehr Menschen kommen in den Wald, nutzen ihn aber auf umweltschonende Weise. Nachhaltigkeit zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt, von der Materialauswahl über umweltfreundliche Bauverfahren bis hin zu kleinsten Details. So wurden beispielsweise die Holzstufen des alten benachbarten Rytterknægten-Turms für den Bau von Bänken und Tischen wiederverwendet. Das Holz stammt aus einem lokalen Sägewerk, und viele Verbindungselemente sind so konstruiert, dass sie zerlegt werden können, um eine spätere Wiederverwertung der Materialien zu erleichtern.

Offen und zugänglich für alle Ebenso wichtig ist der Fokus des Entwurfs auf Inklusion. Das Trailcenter ist offen und barrierefrei zugänglich für alle, unabhängig von Herkunft, Alter, Fähigkeiten oder Erfahrung. Besonderes Augenmerk lag auf der Schaffung einer inspirierenden Umgebung für Kinder und Familien, mit spannenden Wegen, Einrichtungen und pädagogischen Elementen, die die ­Neugierde wecken und zum Spielen, Lernen und Entdecken in der Natur anregen. Wenn Kinder schon früh mit dem Wald in Berührung kommen, entstehen eine lebenslange Verbindung zur Natur und ein tiefer Respekt vor ihr. Die dänische Natur muss besser geschützt werden – auch, damit wir Menschen sie erleben und ihren Wert verstehen können. Im Spannungsfeld zwischen dem Zugang zur Natur und ihrem Schutz können Projekte wie das Trailcenter Rytterknægten Raum für den Menschen und den Erhalt der biologischen Vielfalt ­schaffen. Dieser inklusive Ansatz ist Teil des Gesamtziels des Entwurfs: das Leben im Freien mithilfe durchdachter, gut funktionierender Einrichtungen zugänglicher und attraktiver zu machen. Anlagen, die diesem Ansatz folgen, fördern die körperliche Betätigung, die Gemeinschaft und einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur. Sie legen damit die Basis für ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Autor: MATTERS Architects Fotos: Rasmus Hjortshøj

56

sb 6/2025


2. GRUPPENBEREICH / ENTSPANNEN + REPARIEREN Loungebereich, Ausrüstungs- und Reparaturbereich mit Möglichkeit zum Entspannen auf der großen Treppe/Sitzstufen

3a. AUFENTHALTSBEREICH FÜR EINZELPERSONEN / GRUPPEN Auf der einen Seite gibt es überdachte Sitzplätze an einem Tisch

1. BEREICH FÜR EINE ODER ZWEI PERSONEN

3b. INFORMATION Auf der anderen Seite befindet sich eine Informationstafel

4. TREFFEN IM INNENR AUM Aufenthalt drinnen am Tisch oder auf einem breiten Fenstersims

7. GRUPPENBEREICH Überdachter Treffpunkt am Rand des Decks, rund um den Baum und die Feuerstelle

5. EINZELPERSON / KLEINE GRUPPE Aufenthalt unter dem Dach auf den großen Sitzstufen oder auf dem Fenstersims

6. EINZELPERSON / KLEINE GRUPPE Aufenthalt auf den breiten Plateaus, die das Geländegefälle nutzen

LAGER Ladestation, Trinkwasser, Defibrillator, Erste-Hilfe-Set, Müllentsorgung

ESSBEREICH „KÜCHE“ mit Tischen und Bänken

AUSRÜSTUNG + WERKBEREICH Lager für Geräte, Schubkarre und Werkzeuge. Waschstation + Kehrschaufel FAHRR ADPARKPLATZ

ANBINDESTANGE FÜR PFERDE

SKYLIGHT

BANK

INFORMATIONSTAFEL MIT K ARTE STUFEN ZUM SITZEN

HOLZWEG Vom öffentlichen Bereich beim Turm – mit Rampe

SKYLIGHT

FEUERSTELLE & GRUPPENTREFFEN

TREFFPUNKT UND AUFENTHALTSR AUM FÜR GRUPPEN Innenraum mit Holzofen

FLEXIBLE NUTZUNG DES DECKS z. B. Treffen, Training, Unterricht, Yoga

SITZGELEGENHEITEN, DIE DAS GELÄNDEGEFÄLLE NUTZEN Alleine oder in kleinen Gruppen entspannen

TREFFPUNKT mit Tischen und Bänken unter dem Dach FEUERSTELLE & GRUPPENTREFFEN

sb 6/2025

SITZBEREICH + EINGANG Sitzstufen und Fenstersims R AMPE

57


ANZEIGE

Sportanlagen nachhaltig entwässern mit Lösungen von Hauraton Sportfix Schlitzrinnen – unauffällig, funktional und langlebig Klimatische Veränderungen und damit einhergehende Herausforderungen – wie etwa extreme Niederschläge, Überschwemmungen und Überlastung der Kanalisation – erfordern den Einsatz zukunftsgerechter Konzepte im Regenwassermanagement. Sportanlagen spielen hierbei eine besondere Rolle, da ihre großen Flächen und spezifischen baulichen Gegebenheiten Potenzial für nachhaltige Entwässerungslösungen bieten. Hauraton hat mit der Produktfamilie Sportfix eine spezielle Angebotspalette für Entwässerungssysteme in Stadien, Sportanlagen und Sportstättenbau im Programm. Die Sportfix Schlitzrinne ist darunter der diskrete und beständige Alleskönner für die Oberflächenentwässerung auf Laufbahnen. Ein aktuelles Beispiel für den erfolgreichen Einsatz ist das Sportzentrum Asnyka im polnischen Kattowitz. Die Anlage wurde umfassend modernisiert und mit einem zeitgemäßen Entwässerungssystem ausgestattet. Hier kamen Sportfix Schlitzrinnen aus recyceltem Polypropylen (PP) zum Einsatz – kombiniert mit Sportfix Sandfangrinnen, den Softrandsteinen zum Schutz vor Verletzungen und dem W ­ assergraben. Diese Lösung überzeugt durch eine flächenbündige, nahezu unsichtbare Integration in die Laufbahn und sorgt gleichzeitig für eine zuverlässige Wasserableitung. Das Material ist UV- und frostbeständig, korrosionsbeständig und vollständig recycelbar – ein deutlicher Beitrag zu einer ressourcenschonenden Bauweise. Dank der KTL-beschichteten Schlitzabdeckungen ist die Verbindung zum Laufbahnbelag dauerhaft stabil. EPDM-Schlitzeinsätze ermöglichen das unkomplizierte Aufbringen des Laufbahnbelags und anschließend eine präzise Öffnung der Entwässerungsschlitze nach dem Einbau. Die Kunststoffabdeckungen, die gleichzeitig auch als Laufbahnmarkierung eingesetzt werden können, ermöglichen durch seitliche Öffnungen eine sichere Wasserableitung in die Rinnen. Einlaufkästen dienen als zusätzliche Wartungszugänge und erleichtern die Pflege im laufenden Betrieb. 58

sb 6/2025


Funktionalität trifft Nachhaltigkeit Sportfix Systeme sind nicht nur technisch ausgereift, sondern auch ökologisch sinnvoll. Der Einsatz recycelter Materialien, die lange Lebensdauer und die Wartungsfreundlichkeit minimieren den Ressourcenverbrauch und schaffen dauerhafte Werte. Zudem lassen sich die Rinnen flexibel mit Aluminium-Laufbahnzargen oder Kunststoff-Markierungen kombinieren – für maximale Planungsfreiheit und eine saubere, sichere Gestaltung der Sportflächen. Beispiel mit Vorbildcharakter Das Projekt in Kattowitz zeigt, wie modernes Regenwassermanagement den Betrieb von Sportanlagen nachhaltig verbessert. Durch die Lösungen von Hauraton bleiben Laufbahnen und Spielfelder auch bei Starkregen funktionsfähig und sicher. Für Kommunen, Planer und Betreiber bieten Sportfix Systeme damit ein zukunftsfähiges Konzept für langlebige, belastbare und umweltbewusste Anlagen. Autorin: Petra Pahl, HAURATON GmbH & Co. KG Fotos: HAURATON GmbH & Co. KG, www.hauraton.com

sb 6/2025

59


ANZEIGE

Der große Bär wird rutschfest Schulhaus in Winterthur: Oberflächenbeschichtung für Laubengänge aus Sichtbeton

Das neue Schulhaus Wallrüti sorgte in der Architekturszene national wie international für Aufsehen, der „Große Bär“ machte aufgrund seiner innovativen Bauweise von sich reden. Der Neubau in Winterthur mit seiner stillen Kraft und zeitlosen Poetik verzichtet auf ein Treppenhaus. Doch das „Sinnbild der Transparenz“ mit seinen umlaufenden Laubengängen barg ein Risiko: Bei Nässe und Feuchtigkeit wurden die Zugangswege zu den Klassenräumen rutschig. Mit einer transparenten Oberflächenbeschichtung wurde auf den 2.500 m² nun Abhilfe geschaffen. Das Schulhaus Wallrüti in Winterthur ist eines der größten im Kanton Zürich. Die 28 Schulzimmer sind über einen umlaufenden Balkon erschlossen, aus allen Himmelsrichtungen verbinden Treppen die drei Ebenen. Als es in Winterthur darum ging, das Schulhaus Wallrüti von 1973 mit einem Neubau zu ersetzen, wurde für das kühnste Projekt und den unkonventionellsten Ansatz votiert. Reduce to the Maximum – dieses Prinzip wurde bei Planung und Umsetzung verfolgt. Das neue Schulhaus präsentiert sich offen, modern und transparent.

ein enormes Risiko: Bei Feuchtigkeit und Nässe wurde der Beton rutschig. Müssen die Laubengänge etwa noch besser gereinigt werden, um die glitschige Oberfläche zu entfernen? Was tun im Herbst und Winter, wenn durch dauerhafte Nässe das Problem über eine längere Zeit vorherrscht?

Der Ort des Lernens – mitunter sehr rutschig Das neue Schulhaus Wallrüti gilt als radikales Statement, das mit dem klassischen Korridortypus bricht. Bei einem Kostendeckel von 24,5 Millionen Franken musste möglichst kostensparend gebaut werden. Die Erschließung wurde von innen nach außen umgestülpt.

Sichtbeton unbeeinträchtigt Die Stadt Winterthur als Bauherrschaft und Träger der Schule musste sich schleunigst auf die Suche nach einer Lösung machen. Dabei besaß das Thema bereits eine Vorgeschichte: Ursprünglich sollten die Laubengänge mit Flüssigkunststoff behandelt werden, um eine Rutschfestigkeit von R11 zu erreichen und diese direkt in den Belag einzuarbeiten. Sowohl die Stadtgestalter als auch die Architekten waren von dieser Idee wenig begeistert, da eine hellgraue homogene Fläche entstanden wäre, die optisch vom Sichtbeton deutlich abweicht.

Die offene Struktur ist eine Einladung, um sich zu bewegen. Genau das ist zugleich ein Geschenk und eine Herausforderung für die Nutzer – und auch die Betreiber. Denn genau hier zeigte sich

Lassen sich die Betonflächen per Besenstrich aufrauen? Auch diese Methode wurde überlegt. Allerdings wird sie angewendet, wenn frisch betoniert ist – in Winterthur allerdings war die Fläche

60

sb 6/2025


bereits fertiggestellt. Also wurde über Sandstrahlen, Stocken oder Anschleifen nachgedacht. Doch abgesehen von den sehr hohen Kosten hatte die Projektleitung Bedenken, dass dadurch am Gebäude etwas zerstört werden könnte. Rutschfestigkeit war für den Bauherrn seit jeher ein Thema. Daher wurden im Vorfeld sowohl eine Tiefenhydrophobierung als auch eine Oberflächenhydrophobierung gemacht. Das Ergebnis war eine Rutschfestigkeit von R10/R11. Die Prüfungen erreichten auch im Winter diesen Wert. Eine Fachfirma hat auch an den heiklen Stellen gemessen. Doch es zeigte sich, dass die Betonflächen unterschiedlich rutschig waren, je nach Feuchtigkeit und Verschmutzungsgrad. Und dass der richtige Messwert nicht bedeutet, dass die Menschen dennoch ausrutschen. Was also tun, um einerseits den experimentellen Rohbaucharakter zu erhalten und andererseits die ondulierende räumliche Umhüllung rutschsicher zu gestalten? Über die Antirutsch­ beschichtung der Betonböden im Strandbad Lido in Luzern wurden die Architekten auf die Schweizer GriP ­Safety Coatings AG aufmerksam. Von hier stammt die körnige ­Zwei-Komponenten-Beschichtung SWISSGriP, dieses Material ist umweltfreundlich, lösemittelfrei und UV-beständig und verfügt über eine transparente Optik. „Vor allem die Optik war ein entscheidender Aspekt. Nichts sollte den ästhetischen Bau beeinträchtigen. Ich kenne die Angst vor allem von Architekten, dass eine Beschichtung den Sichtbeton verändert. Anhand einer Musterfläche konnte unser Produkt überzeugen, denn man sieht keinen Unterschied“, erklärt Dieter Stelker, technischer Leiter der Schweizer GriP Safety Coatings AG. Gröbere Körnung für den Außenbereich Insgesamt 2.500 m² Betonfläche wurden in den Schulferien an zehn Tagen wetterbedingt in mehreren Etappen von drei Fachleuten mit einem speziellen Spritzverfahren beschichtet. Im Vorfeld wurde die Fläche gereinigt und ein Haftgrund appliziert. Eingesetzt wurde die wetterfeste Antirutschbeschichtung GSAS mit der TÜV-zertifizierten Rutschsicherheitsklasse R12. SWISSGrip entspricht der DIN EN 16165 (ehemals DIN 51130) und ist sowohl für Außen- als auch Innenbereiche nutzbar. In Wallrüti wurde das Spritzmaterial Variante P4 gewählt, da dieses eine etwas gröbere Körnung besitzt und gerade im Außenbereich geeignet ist, der viel mit Schuhen begangen wird. Nach einem Tag Trocknungszeit war der Laubengang wieder begehbar.

Informationen zum Produkt GriP AntiRutsch wurde Mitte der 1990er-Jahre entwickelt und hat sich in diesen Jahrzehnten zur weltweit meist verwendeten AntiRutsch Beschichtung entwickelt. GriP AntiRutsch eignet sich ideal für alle Duschbereiche, Frei- und Hallenbäder, Eingangs- und Übergangsbereiche, Treppen, Terrassen und Balkone. GriP Antirutsch erfüllt sowohl die anti-bakteriellen als auch antimikrobiellen ISO-Normen und besitzt eine zertifizierte Beständigkeit gegen Bakterien und Pilze. Führende Sanitärhersteller beschichten ihre Wannen und Duschtassen mit dem Produkt. Weltbekannte Hotelketten verwenden GriP AntiRutsch in Bädern und Duschen genau wie in Saunalandschaften sowie Pool- und Wellnessbereichen. GriP AntiRutsch erfüllt alle gängigen Hygienestandards und ist in unterschiedlichen Rutschsicherheitsklassen für den privaten und kommerziellen Einsatz erhältlich. Im Barfuß- beziehungsweise Nassbereich besitzt das Produkt die höchste Rutschsicherheitsklasse (GB2 / C) und im Schuhbereich R11 und R12. Die Oberflächenbeschichtung ist leicht in 30 Minuten aufzubringen, nach bereits zwölf Stunden ist die Fläche wieder benutzungsbereit. Autorin: Dr. Simone Richter Fotos: www.grip-antirutsch.com

Die Mitarbeiter aus dem Facility Management und der Gebäude­ unterhaltung können die beschichtete Oberfläche mit einer Trockenkehrmaschine pflegen. Gleichzeitig ist das Material unempfindlich gegenüber Desinfektionsmitteln. Im Winter wird vor Ort ohnehin spezielles Streusalz aus Carbonat verwendet, das umweltverträglich ist – auch das kann SWISSGrip nichts anhaben. Die Rückmeldung von Lehrerschaft und Schulleitung ist durchweg positiv, denn der Effekt ist deutlich merkbar. Auch die Skepsis konnte beseitigt werden, ob die Beschichtung den architektonisch relevanten Sichtbeton verändert. Dass SWISSGrip eine gute Alternative zu einer Gesamtsanierung ist, gerade wenn nachträglich etwas in Sachen Rutschsicherheit zu tun ist, zeigt das Beispiel Schulhaus Wallrüti. Dieter Stelker unterstreicht: „Gerade öffentliche Träger können es nicht riskieren, dass ein Unfall passiert. Unser Material ist daher eine pragmatische Lösung im Bestand.“ sb 6/2025

61


ANZEIGE

Neue Trainingsplätze für Werder Bremen Ein neuer Maßstab in der Pauliner Marsch

Fußball-Bundesligist SV Werder Bremen setzt beim neuen Leistungszentrum auf modernste Kunstrasentechnik – umgesetzt durch Weitzel Sportstättenbau. In der Pauliner Marsch ist Werders neues Leistungszentrum pünktlich fertiggestellt worden. Besonders im Mittelpunkt stehen die neuen Trainingsplätze – ausgestattet mit dem gänzlich unverfüllten Greenfields Pure PT-Kunst­ rasen, der in Zusammenarbeit mit Weitzel Sportstättenbau realisiert wurde. Der Kunstrasen auf Werders neuen Plätzen ist der modernste, den es zurzeit gibt. Laut Werder-Idol Nelson Valdez auch der Ungewöhnlichste, weil sich das Spielerlebnis auf dem Kunstrasen mit Fußballschuhen wie auf echtem Rasen anfühlt. 62

Seit Anfang Oktober 2025 können Werders Frauen-, Herren- und Nachwuchsfußballmannschaften die neuen Plätze intensiv nutzen. Durch die herrvorragende Bespielbarkeit des unverfüllten Kunstrasens, auch bei Frost in den Wintermonaten, wurden optimale Trainingsbedingungen realisiert. Mit Präzision wurde die neue Spielfläche verlegt und deren Unterbau und Drainagesystem optimal auf die Anforderungen des Greenfields-Systems abgestimmt sind. sb 6/2025


Ein paar Wochen nach den Tests des Pure PT beim PSV Eindhoven wurde der Vertrag unterzeichnet. Von links nach rechts: Sebastian Schult, Joachim Weitzel vom Unternehmen Weitzel Sportstättenbau, Tarek Brauer von Werder Bremen und Ralph Teunissen von GreenFields. Modernste Technik und Nachhaltigkeit vereint Werders größtes Infrastrukturprojekt seit dem Umbau des Weserstadions hat mit der Fertigstellung der Plätze eine zentrale Etappe erreicht. Der Greenfields Pure PT-Kunstrasen steht für modernste Fasertechnologie, hohe Belastbarkeit und ein besonders naturnahes Spielgefühl – ein Belag, der sowohl für den Profibereich als auch für den Nachwuchs höchste Standards erfüllt. Doch nicht nur die Spielqualität, auch die Umweltverträglichkeit spielt eine wichtige Rolle. Es wurden gezielt Maßnahmen für verstärkten Hochwasserschutz umgesetzt und dadurch mehr Retentionsfläche als vorher geschaffen. Der Wasserabfluss ist deutlich verbessert, denn unter den Feldern verlaufen 3,5 km Drainage. Gepflastert wurde mit einem Klimastein. Wenn das Wasser durch die Fugen sickert, saugt der Stein die Feuchtigkeit auf wie ein Schwamm. Wenn im Anschluss die Sonne scheint, verdunstet es und kühlt gleichzeitig den Boden und die Umgebung auf natürliche Weise. So wurde ganz bewusst in Nachhaltigkeit investiert, auch wenn die Kosten dadurch gestiegen sind.

Ein Projekt mit Signalwirkung Mit den Modernisierungsarbeiten des Leistungszentrums, der Trainingsplätze und der Sportstätten in der Pauliner Marsch, bei denen rund 40 ­Millionen Euro investiert werden, setzt der Sportverein ein klares Zeichen für die ­Zukunft – sportlich wie infrastrukturell. Denn dieses Projekt ist von heraus­ragender Wichtigkeit für die Weiterentwicklung von Werder und seiner ­Heimat in der Pauliner Marsch. Die neuen Kunstrasenplätze zeigen, dass Spitzenleistung und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Mit dem Greenfields Pure PT und der Umsetzung durch Weitzel Sportstättenbau entsteht in Bremen ein Trainingsumfeld, das höchsten professionellen Ansprüchen gerecht wird – und in Deutschland Maßstäbe setzt. Nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes geht es nahtlos weiter mit dem zweiten Bauabschnitt, der in 2026 enden soll. Autor und Fotos: Werder Bremen, Weitzel Sportstättenbau, www.hjweitzel.de

Ein Platz mit Identität Auch gestalterisch überzeugt die neue Anlage: Das Entrée zu den Feldern wurde von Weitzel Sportstättenbau mit einem besonderen Detail versehen. Die Pflastersteine sind so angeordnet, dass sie das Werder-Wappen (die Raute mit dem “W“) nachbilden. Die neuen Plätze leuchten in sattem Grün. Zwischen den Spielfeldern führen nun gepflasterte Wege, und auch für die Zuschauer gibt es mehr Platz als zuvor. So entsteht eine moderne, funktionale und zugleich atmosphärische Umgebung, die das tägliche Training auf ein neues Niveau hebt. sb 6/2025

63


ANZEIGE

Wegweisende Neuheiten für die Schwimmbadbeleuchtung Neu im Portfolio: 4.0032 - der kompakte Mini-Scheinwerfer

Professionelle Beleuchtung für den Unterwasser- und Außenbereich liefert Wibre zuverlässig und „Made in Germany“. Jetzt erweitert der Pionier für IP68 Beleuchtung sein Portfolio und überrascht mit Kompaktheit, Energie-Effizienz und mehr Lichtleistung. Das Mini-Multitalent aus 316Ti-Edelstahl Brandneu und jetzt schon ein Must-have für eine stimmungsvolle Beleuchtung im Pool. Mit einer Tiefe von nur 32 mm und einem Blendendurchmesser von 60 mm punktet der Mini-Scheinwerfer 4.0032 vor allem mit seiner geringen Größe. Er ist extrem kompakt bringt aber trotzdem 380 Lumen ins Wasser.

Upgrade für unseren Bestseller: 4.0292 und 4.0291 - über 30 % mehr Licht Der 4.0292 erreicht nun 9.100 Lumen: Unser Schwimmbad-Scheinwerfer 4.0292 ist seit Jahren das Nonplusultra in der Unterwasserbeleuchtung. Die hoch robuste Bauweise, die komplett aus 316Ti-Edelstahl gefertigt ist, garantiert nicht nur die sicherste Beleuchtung im Pool, sondern auch eine überdurchschnittlich lange Lebensdauer.

Das baugleiche Upgrade punktet mit den gleichen Eigenschaften und über 30 % mehr Lichtleistung. Bei der Lichtfarbe 6500 K steigt das Lumenpaket von 6.900 auf 9.100 Lumen – ein Plus von 2.200 Lumen. Für Neutralweiß (4500 K) Erhältlich sind alle gängigen Lichtfarben­ sind es 8.300 Lumen und für Warmweiß (3000 K) 7.700 Lumen. Die Gesamtleis(6500 K, 4500 K und 3000 K) sowie eine RGBW-­ tung liegt bei effizienten 60 Watt. Für die Retrofit-Variante 4.0291 steht dasselbe Version. Für noch mehr Variabilität sind OptiUpgrade zur Verfügung. ken in den Ausführungen Spot, Medium, Wide und Flood verfügbar. Mit einem Verbrauch Autor: WIBRE, Benjamin Pfendt von nur 3 Watt (RGB-W: 6 Watt) ist diese MiniFotos: Oben: Quellenhof See Lodge - zulupictures       Unten: Four Seasons Hotel George V, Paris - Anthony Parkinson aturleuchte ein energiesparendes Multitalent.

64

sb 6/2025


ANZEIGE

Korbschaukel

Spielspaß mit gutem Gewissen Hally-Gally Trampoline Maximus VI + Maximus IX

Spielplatzgeräte von SPOGG Sport Güter verbinden Abenteuer und Verantwortung: Aus langlebigen, recycelbaren Materialien gefertigt, fördern sie nicht nur die Kreativität und Bewegung der Kinder, sondern schonen auch die Umwelt. Ob Rutsche, Schaukel oder Kletterturm – jedes Element wurde unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Sicherheit entwickelt. Der Spielgerätebauer aus Asslar gestaltet Spielräume, die auch kommenden Generationen Freude bereiten. Mit den beiden Trampolinen Maximus VI und Maximus IX von Hally-Gally erhält jeder Bewegungsparcours eine neue Gestaltungsmöglichkeit. Wie die römischen Ziffern bereits verraten, gibt es das Spielplatztrampolin in sechs oder neun Metern Länge. Beim Trampolin Maximus IX (9 x 2,25 m) handelt es sich um ein Spielgerät mit Überbreite, bei dem die Kunststoffglieder im Fallschutz eingebaut sind.

Geliefert werden die Trampoline in Teilen von drei Metern Länge. Das Zusammenschrauben, Einhängen der Matte und Aufkleben der F­ allschutzplatten erfolgt bauseits vor Ort. Die Matte ist für eine leichte Reinigung von oben aushängbar. Die Trampoline sind laut Hersteller barrierefrei und auf Wunsch durch abgeschrägte Fallschutzplatten auf der Schmalseite für Rollstuhlfahrer besser befahrbar. Maximus VI und Maximus IX sind wie die anderen HallyGally-Trampoline ebenfalls mit Fallschutz-Elementen ausgestattet.

Trampolin VI

Meeting-Circle

sb 6/2025

Autor und Fotos: SPOGG Sport Güter GmbH, www.hally-gally-spielplatzgeraete.de

65


Foto: BLOACS

Foto: CustomBars

PROFESSIONALS & PROFILES

BLOACS – SIT, SLACK & FIT

Calisthenics Anlage in München

Bewegung neu gedacht BLOACS steht für modulare Outdoor-Spiel- und Sportanlagen, die sich flexibel in urbane Räume integrieren lassen und Menschen jeden Alters zu mehr Bewegung motivieren. Unsere Systeme schaffen multifunktionale Bewegungsräume im öffentlichen Raum – robust, wartungsarm, inklusiv und einladend.

Öffentlich zugängliche Bewegungsfläche in München Schwabing Mit ArcFit® hat die CustomBars GmbH eine Produktlinie in Modulbauweise entwickelt, die funktionales Training mit architektonischer Gestaltung verbindet. Klare Linien und geschwungene Formen fügen sich in den öffentlichen Raum ein.

Ob im Park, Schulhof, Firmengelände oder Wohnquartier: Die BLOACS SIT, SLACK & FIT Anlagen fördern spielerisch Aktivität, Koordination und Kraft. Im Mittelpunkt steht die integrierte Slackline – ein vielseitiges, niedrigschwelliges Angebot, das Gleichgewicht, Stabilität, Konzentration und Achtsamkeit stärkt. Slacklinen ist ein ganzheitliches Training mit hohem Spaßfaktor, geeignet für Einsteiger wie Fortgeschrittene.

In der Neuherbergstraße in München entstand neben Skatepark, Pumptrack und Spiellandschaft eine über 200 m² große ArcFit® Spiel- und Sportanlage mit zwei Outdoor-Fitnessgeräten. Das Areal lädt zum Spielen, Entspannen und Trainieren ein. Die Planung erfolgte mit Zaharias Landschaftsarchitekten aus München. Die Anlage wurde standortspezifisch konfiguriert und aus V2A Edelstahl sowie pulverbeschichtetem Designformrohr gefertigt. Sie ist wartungsarm, witterungsbeständig und erfüllt die DIN EN 16630 für Outdoor-Fitnessgeräte sowie DIN EN 1176 für Spielplätze.

Wir verstehen unsere Slackline-Anlage als Teil eines ganzheitlichen Bewegungsansatzes: funktional, ästhetisch und sozial wirksam. BLOACS schafft Orte der Begegnung, fördert Gesundheit und unterstützt eine nachhaltig bewegende Stadtentwicklung. „Unser SIT, SLACK & FIT System bringt Bewegung dorthin, wo sie gebraucht wird – niedrigschwellig, vielseitig und mit Spaßfaktor.“ Bernd Lohmüller, Gründer & Inhaber von BLOACS Konzipiert und produziert in Deutschland, stehen wir für Qualität, Langlebigkeit und durchdachtes Design – für Städte, Kommunen und alle, die Bewegung im öffentlichen Raum neu denken - alle Infos unter www.bloacs.de.

BLOACS www.bloacs.de 66

Die Ausstattung ermöglicht Körpergewichtstraining wie Klimmzüge, Hangeln und Dips. Alle Elemente sind frei zugänglich und für verschiedene Altersgruppen geeignet. Durch ihre Lage in München Schwabing bietet die Anlage sportliche Nutzung in Stadtnähe. Sie ist Teil eines städtebaulichen Konzepts zur Förderung von Bewegung im öffentlichen Raum. Produktion und Montage erfolgten durch die CustomBars GmbH in Deutschland.

CustomBars GmbH www.custombars.de sb 6/2025


Foto: HET

Foto: eccos pro

PROFESSIONALS & PROFILES

Effizienz im Gästemanagement

Bewegung ohne Hindernisse

Mit den Eccos Pro-Lösungen „epCollect“ für die komfortable Ausgangskontrolle und Medienrücknahme sowie dem „Self ­Service Terminal“ als moderne, bargeldlose Nachzahl- und ­Buchungs-Lösung, optimieren Betreiber von Bädern und Thermen ihr Gästemanagement konsequent weiter. So schaffen sie zielgerichtet mehr Sicherheit und Effektivität in den Betriebsabläufen.

Kunterbunte ELTECPUR® Motivplatten & Fallschutzplatten Die Welt ist kunterbunt und facettenreich, und wenn man genau hinschaut, warten an jeder Ecke kleine und große Abenteuer, Überraschungen und spannende Gelegenheiten, die Welt zu entdecken und sich auszutoben.

epCollect ist ein modernes Rücknahmegerät für RFID-Medien wie Armbänder oder Coins und ermöglicht eine Effizienz- und Komfortsteigerung im Gästemanagement. Das Einsammeln der RFID-Medien und das Passieren der gekoppelten, elektronischen Zu- und Ausgangskontrolle werden parallel auf dem Grafik-Display des Geräts visualisiert; dies optimiert den Prozess für die Besuchenden weiter. Auch eine Pfandmünzenrückgabe bei Verlassen des Bäderbetriebs ist mit epCollect einfach umzusetzen. Die Einbindung einer bargeldlosen Nachzahl- und Buchungslösung erfolgt mit dem smarten Eccos Pro Self Service Terminal zur Stand- oder Wandmontage. Integrierte RFID-Scanner und EC-/Geldwert-Kartenleser, ein intuitiv bedienbares Touch-­ Display sowie das optionale Ansteuern eines Armbandausgabe­ automaten beim Check-In ermöglichen ein komfortables Handling für die Besuchenden. Zugleich werden Personalaufwände reduziert und lange Warteschlangen an den Kassen vermieden.

Damit dieses auch sicher geschehen kann, bieten wir neben unseren klassischen ELTECPUR® Fallschutzplatten auch eine bunte Auswahl an verschiedenen weiteren Platten an, die beim Spielen die kleinen Abenteurer schützen. So haben wir Fallschutzplatten mit Tiermotiven und mit Zahlen im Sortiment, welche aus einem einfachen Fallschutzbelag eine kunterbunte und fantasievolle Erlebnisfläche für Groß und Klein machen. Auch ein fertiges Hüpfspielset und eine Tonleiter sind möglich und erwecken eine einfache Fläche zum Leben. So erweitern wir die Optionen und integrieren den Boden zur aktiven Spielfläche, ohne dabei Kompromisse beim Fallschutz und der Sicherheit zu machen. Neben dem Fallschutz und der Vielfältigkeit überzeugt die Platte durch eine einfache Verlegung, egal ob auf festen oder ungebundenen Untergrund. Die Platten lassen sich miteinander kombinieren. So entstehen ohne großen Aufwand sichere, langlebige und komfortable Spielorte, die zudem einfach in der Pflege und Wartung sind.

Beide Eccos Pro-Lösungen lassen sich nahtlos in bestehende mafis®-Systemlandschaften integrieren.

Und wie immer bei HET, wurde mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit entwickelt: Gefertigt aus recyceltem Gummigranulat schonen wir Ressourcen und geben vorhandenen Materialien ein zweites Leben.

Eccos Pro GmbH eccos-pro.com

HET Elastomertechnik GmbH shop.het-group.com

sb 6/2025

67


Grafik: INTERGREEN

Foto: Hermann Kutter

PROFESSIONALS & PROFILES

Rundum-Service im Sportplatzbau

Lokales Zentrum für Bewegung

Der Qualitätsanspruch der INTERGREEN-Partnerbetriebe ist es, dass die Freude an der Sportanlage lange erhalten bleibt, die Sportanlage von einer langjährigen Erfahrung profitiert und dem Bewegungsdrang der Nutzer dient. Die bestmögliche Lösung soll gefunden werden – für den Neubau und die Pflege. Bedarfsanalyse Kein Spielfeld ist vergleichbar mit einem anderen. Individuelle Behandlungsanforderungen machen auch eine individuelle Analyse des Bestandes notwendig. Und dies immer verbunden mit einem Zukunftsblick; d.h. wie soll die Sportanlage zukünftig erscheinen und genutzt werden? Beratung Welche Verfahrensweisen passen am besten zum Zielbild der Sportanlage – qualitativ und wirtschaftlich? Im Mittelpunkt der Beratung stehen die Bedürfnisse und Wünsche, die die Sportstätte erfüllen soll. Kalkulation Die Basis ist immer ein gemeinsames Gespräch mit dem Auftraggeber. Hierbei werden die Arbeiten festgelegt, die sodann in der Kalkulation mit den verwendeten Materialien detailliert aufgeführt werden. Bei den Partnerbetrieben der INTERGREEN AG spielt Transparenz eine große Rolle. Ausführung Unsere Einsätze vor Ort sind von Präzision geprägt. Mit unseren für den Sportplatzbau bestimmten Maschinen und den Fachkräften bieten wir unseren Kunden Qualität mit Detailkenntnis. Nach der Durchführung der Maßnahmen erfolgt sodann die Fertigstellungspflege und die Übergabe des Platzes. Service Die Partnerbetriebe der INTERGREEN AG unterstützen und begleiten ihre Kunden während der gesamten Maßnahmen in allen Phasen des Sportplatzbaus und der Sportplatzpflege. Dienlich sind dabei auch der INTERGREEN-Report und der INTERGREENNewsletter, den Sie unter www.intergreen.de abonnieren können.

Mit der jüngsten Sanierung hat die Gemeinde Bissingen in der Metropolregion Stuttgart ihre Sport- und Freizeitanlage zu einem modernen Zentrum der Bewegung ausgebaut. Die neue Anlage ermöglicht ein inklusives Sportangebot über alle Generationen hinweg – vom Kinder- bis zum Seniorensport, für Vereine, Gruppen und Einzelpersonen.

INTERGREEN AG www.intergreen.de 68

Das Herz der Sportanlage bildet ein Naturrasenspielfeld, das vom Sportanlagenbauer Hermann Kutter mit Entwässerung, Versenkberegnungs- und LED-Flutlichtanlage neu aufgebaut wurde. Umrahmt wird das Spielfeld von einer 100-m-Laufbahn, einer Weitsprung- und Kugelstoßanlage sowie einem umzäunten Kleinspielfeld für Mini-Soccer, Basketball, Volleyball und Handball. Calisthenics- und Inklusions-Outdoor-Fitnessgeräte, Teqball-Platte und Seilbahn ermöglichen in ihrer naturnahen Gestaltung einen niederschwelligen Zugang zu zahlreichen sportlichen Aktivitäten. Bei der Sanierung der Anlage, die aus den 1980er Jahren stammt, hatte das Unternehmen auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz zu achten. Materialien, die wieder eingebaut werden konnten wie etwa gereinigtes Betonpflaster, Gesteinskörnungen oder Teile der bisherigen Rasentragschicht, lagerte das Hermann Kutter Bauteam vorübergehend auf Mieten. Das neue Entwässerungs- und Beregnungskonzept basiert auf einem Zisternen-Großspeicher für Regenwasser. Als Lärmschutzsystem in Richtung Wohnbebauung wurde eine bepflanzte ­Klimawand errichtet. Die neue Sportanlage fördert in ihrer Multifunktionalität den Vereins- wie den Freizeitsport in Bissingen, sie berücksichtigt ­soziale und ökologische Aspekte.

Hermann Kutter GmbH & Co. KG www.kutter-galabau.de sb 6/2025


Foto: Proludic

Foto: McArena

PROFESSIONALS & PROFILES

McArena Herrenberg

Vielseitig. Aktiv. Gemeinsam.

Sportliche Innovation im Stadiongelände Im Herzen des Herrenberger Stadions hat sich eine bemerkenswerte Transformation vollzogen. Hinter der Haupttribüne erhebt sich heute die markante Silhouette einer Freilufthalle, die als Antwort auf die drängenden Kapazitätsprobleme der Stadt entstanden ist. Diese McArena verkörpert den innovativen Geist einer Kommune, die kreative Wege beschreitet, um ihren Bürgern optimale Sportmöglichkeiten zu bieten. Die Notwendigkeit für diese Investition war unübersehbar: Mit einem Organisationsgrad von 39 Prozent – fünf Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt – und der beeindruckenden Tat­sache, dass 98,2 Prozent der 7- bis 14-jährigen Herrenberger in Sportvereinen aktiv sind, stieß die vorhandene Infrastruktur an ihre Grenzen. Besonders in der Kernstadt und während der Wintermonate reichten die Kapazitäten nicht einmal für den Schulsport aus.

Multisportanlagen gehören zum Kernangebot von Proludic. Sie zeichnen sich durch kompakte Nutzung und hohen Spielwert für Bewegung und Begegnung aus. Ein Vorteil, um möglichst viele verschiedene Nutzergruppen einzubinden. Gut geplante Anlagen bringen Mehrwert: Sie werden über den ganzen Tag genutzt – Senioren am Vormittag, Kinder nach der Schule, Familien am Nachmittag, Berufstätige am Abend. So entstehen Treffpunkte, die Bewegung in den Alltag integrieren und Begegnung sowie soziale Interaktion fördern. Das Modell J22205 mit 19,50 × 10,20 Metern steht exemplarisch für das modulare System von Proludic. Es bietet Platz für bis zu 15 Personen und vereint Fußball, Basketball und Handball auf einer Fläche. Verzinkte, pulverbeschichtete Stahlpfosten und lackierte Aluminiumgitter sichern Stabilität und Langlebigkeit. Alle Anlagen erfüllen die Norm EN 15312 für Freizeitsportanlagen und sind auf intensive Nutzung ausgelegt. Die Ausstattung wird standortbezogen gewählt: Basketballkörbe in zwei Höhen, Mini-Tore, Volleyball- oder Tennisnetze, Ballfanggitter, Sitzbereiche, Garderoben, Fahrradständer, Anzeigetafeln und personalisierte Paneele erweitern das Nutzungsspektrum. Ein breites Farbspektrum ermöglicht nahezu alle RAL-Farben, auch in CI-Farben von Kommunen oder Vereinen.

Unter dem stahlumrahmten Dach der McArena finden nun unterschiedlichste Aktivitäten Raum – von klassischen Ballsportarten wie Fußball und Handball bis zu trendigen Fitness-Konzepten wie Hyrox, Functional Training und HIIT-Workouts. Die offene Kon­ struktion ohne Seitenwände verbindet dabei die Vorzüge eines Outdoor-Erlebnisses mit dem Wetterschutz einer festen Über­ dachung. Technische Highlights wie die Laser-Torschussgeschwindigkeitsmessung und die intelligente digitale Anzeigetafel machen das Sporterlebnis zum interaktiven Ereignis. Der unverfüllte Kunststoffrasen sowie die schallgedämmten Rundbanden mit engmaschigen Ballfangnetzen sorgen für optimale Spiel- und Trainingsbedingungen. Die Stadt Herrenberg investierte 870.000 Euro in das Projekt, unterstützt durch Landeszuschüsse von 139.000 Euro. Eine besondere Stärke des Konzepts liegt in der Betriebspartnerschaft mit dem VfL Herrenberg, der als lokaler „Kümmerer“ fungiert und im Gegenzug Nutzungszeiten erhält – ein Gewinnmodell für alle Beteiligten.

Inklusion ist Teil jeder Planung: Jede Multisportanlage ist barrierearm konzipiert „Unsere Anlagen bieten ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch Lärmschutz berücksichtigen wir in jeder Planung – sie sind nachweislich leise und mit Gutachten belegt“, sagt Frank Müller, Gebietsverkaufsleiter bei Proludic, der aktuell Projekte in Solingen und Heinsberg realisiert hat. Proludic bietet Planung, Montage, Wartung und Service. Das Prinzip One Face to the Customer garantiert reibungslose Abläufe und einheitliche Qualität. Proludic entwickelt seit über 35 Jahren Bewegungsräume für alle und mit ACTI’FUN praxisgerechte, inklusive und zukunftsfähige Lösungen im öffentlichen Raum.

McArena GmbH www.mcarena.de

Proludic GmbH www.proludic.de

sb 6/2025

69


Foto: Silidur

Foto: Brett Boardman Photography

PROFESSIONALS & PROFILES

Ausstattungen für den Sportplatzbau

X-TEND Seilnetz

Die Silidur AG – silisport verbindet technische Expertise mit langjähriger Erfahrung und liefert Ausstattungen, die langlebige, wartungsarme und ästhetisch hochwertige Sport- und Freizeitanlagen ermöglichen.

Mit den innovativen Lösungen von X-TEND für Sportanlagen und Spielplätze gestalten wir den urbanen Raum von morgen und schaffen Orte, an denen Menschen aktiv sein können! X-TEND Edelstahlseilnetze überzeugen durch ihre Stabilität, Langlebigkeit und Flexibilität. Sie sind nicht-entflammbar, UV-beständig und absolut witterungsresistent. Darüber hinaus bieten in das Seilnetz integrierte Gestaltungselemente die Möglichkeit, Beschattung, UVSchutz und dekorative Akzente auf Sport- und Spielflächen zu realisieren.

Für den modernen Sportplatzbau bietet die Silidur AG eine breite Produktpalette, die sämtliche Bereiche rund um Planung und Realisierung abdeckt. Dazu gehören Einfassungen für Kunststoffbeläge und Kunstrasen, Aluminium-Abschlüsse wie der Alu-Liner, Rasenkanten, Rinn- und Bundsteine sowie Entwässerungsrinnen. Ergänzend liefert das Unternehmen Sportsand-Mischungen, Sandfangelemente und Anlagen für Weitund Dreisprung, Stellplatten mit Gummiabdeckung, Tribünenelemente, Barrieren, Spieler- und Betreuerkabinen sowie robuste Gerätebehälter für die sichere Aufbewahrung von Sportmaterial. Auch im Bereich Ausstattung und Reinigung deckt die Silidur AG zentrale Bedürfnisse ab: Schuhreinigungs- und Schuhwaschanlagen, Ballfang-Elemente, Anzeigetafeln sowie Ausstattungen für Fussballfelder wie Tore oder Eckfahnen. Für attraktive Begegnungszonen sorgen zusätzlich Outdoor-­ ­ Fitnessgeräte, Street-Workout-Stationen, Spielplatz- und Sportplatztrampoline sowie Garten- und Parkausstattungen. Die langlebigen Tischtennis- und Tischfussballtische aus Beton ergänzen das Angebot für öffentliche Anlagen, Schulareale und Freizeiträume. Mit dieser Vielfalt schafft die Silidur AG – silisport solide Grundlagen für moderne, funktionale und optisch überzeugende Sportplätze, die den Bedürfnissen von Gemeinden, Schulen und Vereinen langfristig gerecht werden.

Silidur AG www.silisport.com 70

X-TEND Seilnetze können horizontal, vertikal und dreidimensional eingesetzt werden. Sie sorgen für Sicherheit und unbeeinträchtigte Sicht bei Spiel und Sport – selbst in dicht besiedelten Städten. So ermöglichen mit einer X-TEND-Umnetzung nachgerüstete Spielfelder auf Flachdächern eine effiziente Nutzung des begrenzten städtischen Raums. Das geringe Gewicht im Verhältnis zur Trag­ fähigkeit erlaubt filigrane Konstruktionen mit großen Spannweiten. Bälle landen geräuschlos im Netz, ohne es zu verformen oder zu beschädigen. Mit umweltfreundlichen Materialien und platzsparenden Designs trägt X-TEND zu einem gesünderen und lebendigeren städtischen Umfeld bei. Geprüfte Sicherheit durch ETA-22/0257 und nachhaltiger Einsatz gemäß EPD Dank der ETA-Zertifizierung der Europäischen Technischen Bewertung bieten wir geprüfte, bauaufsichtlich anerkannte Qualität, die im gesamten EU-Raum gültig ist. X-TEND ist statisch berechenbar und für vertikale sowie horizontale Absturzsicherungen bau­ aufsichtlich zugelassen. Für einige Produkte wurden bereits Environmental Product Declarations (EPDs) erstellt, weitere befinden sich derzeit in Arbeit. Diese EPDs liefern detaillierte Informationen zu den ökologischen Auswirkungen der Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus. Als Unternehmen möchten wir Transparenz schaffen und auch in Zukunft noch nachhaltiger werden. Carl Stahl ARC GmbH www.carlstahl-architektur.com sb 6/2025


PROFESSIONALS & PROFILES

UNTERNEHMENSINDEX VON A BIS Z IAKS Mitgliedsunternehmen gehen einen Schritt ­ voraus mit „Professionals & Profiles“. Das bringt Spitzenpositionen – bei Print und online. Berichten Sie über Ihre Innovationen und Referenzen: im sb Magazin, im IAKS ­ Newsletter und auf unserer Webseite. Dass Ihr Unternehmenslogo als Architekt oder Ausrüster in jeder Ausgabe ­erscheint, ist selbstverständlich – und ein Hingucker für Ihre Geschäftspartner!

AGROB BUCHTAL Deutsche Steinzeug Keramik GmbH 92521 Schwarzenfeld, Deutschland agrob-buchtal@deutsche-steinzeug.de www.agrob-buchtal.de

ACO GmbH 24782 Büdelsdorf, Deutschland tief-galabau@aco.com www.aco-sport.de

» Entwässerungssysteme » Sportplatzausstattung » Sportplatzbau

» Schwimmbadbau » Schwimmbeckenbau, Keramik

ANRIN GmbH 59609 Anröchte, Deutschland info@anrin.com www.anrin.com

» Entwässerungssysteme » Sportplatzausstattung » Sportplatzbau

Arbeitskreis Trennvorhänge e.V. 42327 Wuppertal, Deutschland info@arbeitskreis-trennvorhaenge.de www.arbeitskreis-trennvorhaenge.de

» Hallentrennvorrichtungen » Sporthallenausstattung

AST Eissport und Solaranlagenbau GmbH 87629 Füssen, Deutschland hannes.schretter@ast.at www.ast.at

ASPG Deutschland GmbH 40221 Düsseldorf, Deutschland info@D-aspg.de www.D-aspg.de

» » » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sportböden für Freianlagen Mobile Sportböden, Abdecksysteme Sporthallenböden Sportplatzbau sb 6/2025

» » » » »

Eisbearbeitungsmaschinen Eishockeybanden Eissportanlagenbau Eissportausstattung Schwimmbadausstattung

Sekisui Alveo AG 6043 Adligenswil, Schweiz info@alveosport.com www.alveosport.com

» » » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sportböden für Freianlagen Sporthallenböden Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen)

ASB GlassFloor Systembau Horst Babinsky GmbH 83371 Stein, Deutschland info@asbglassfloor.com www.asbglassfloor.com

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme » Multisportanlagen » Sporthallenböden

Avant Sports Industrial Co.,Ltd 518108 Shenzhen, China sales@avant.com.cn www.avantseating.com

» Multisportanlagen » Sportrasen (Kunststoffrasen) » Tribünen, Bestuhlung

71


PROFESSIONALS & PROFILES

Gotthilf Benz Turngerätefabrik GmbH+Co KG 71364 Winnenden, Deutschland info@benz-sport.de www.benz-sport.de

Bänfer GmbH Sportmanufaktur 34537 Bad Wildungen, Deutschland info@baenfer.de www.baenfer.de

» » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Mobile Sportböden, Abdecksysteme Sporthallenausstattung Temporäre und modulare Bauten

BLOACS 50935 Köln, Deutschland info@bloacs.de www.bloacs.de

» » » »

Freiraumausstattung Multisportanlagen Sportplatzausstattung Spielplatzausstattung

» » » » »

Fehlt Ihr Eintrag? Möchten Sie Teil unseres Netzwerks sein?

Fassaden und Gebäudehüllen Sicherheitssysteme, Zaunanlagen Spielfeldbanden, Netze Spielplatzausstattung Sportplatzausstattung

» Sportböden für Freianlagen » Sporthallenböden » Sportplatzbau

72

Brinkmann + Deppen Architekten / Landschaftsarchitekten 48336 Sassenberg, Deutschland info@brinkmann-deppen.de www.brinkmann-deppen.de

» Architektur und Design » Landschaftsarchitektur

CustomBars GmbH 26723 Emden, Deutschland info@custombars.de www.custombars.de

» » » » »

» » » » »

Eissportausstatung Fitnessausstattung Schwimmbadausstattung Ticketing, Zutrittssysteme Umkleideanlagen, Garderoben

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Fitnessausstattung Freiraumausstattung Multisportanlagen Spielplatzausstattung

ENGO GmbH Srl 39040 Vahrn (BZ), Italien info@engo-ice.com www.engo-ice.com

eccos pro gmbh 42553 Velbert, Deutschland info@eccos-pro.com www.eccos-pro.com

DSGN CONCEPTS GmbH 48145 Münster, Deutschland info@dsgn-concepts.de www.dsgn-concepts.de

» Landschaftsplanung

» Schwimmbadausstattung » Schwimmbadbau » Schwimmbeckenbau, Edelstahl

Conica AG 8207 Schaffhausen, Schweiz info@conica.com www.conica.com

Carl Stahl ARC GmbH 73079 Süßen, Deutschland xtend@carlstahl-arc.com www.carlstahl-architektur.com

» » » » »

Fitnessausstattung Freiraumausstattung Schwimmbadausstattung Sporthallenausstattung Sportplatzausstattung

BERNDORF Metall- und Bäderbau GmbH 2560 Berndorf, Österreich office@berndorf-baederbau.com www.berndorf-baederbau.com

» » » » »

Eisbearbeitungsmaschinen Eishockeybanden Eissportanlagenbau Eissportausstattung Mobile Sportböden, Abdecksysteme sb 6/2025


PROFESSIONALS & PROFILES

GANTNER Electronic GmbH Deutschland 44894 Bochum, Deutschland info-de@gantner.com www.gantner.com

Eurotramp-Trampoline Kurt Hack GmbH 73235 Weilheim / Teck, Deutschland eurotramp@eurotramp.com www.eurotramp.com

» » » »

Schwimmbadausstattung Spielplatzausstattung Sporthallenausstattung Sportplatzausstattung

» » » » »

Fitnessausstattung Schwimmbadausstattung Sporthallenausstattung Ticketing, Zutrittssysteme Umkleideanlagen, Garderoben

Sie mit!

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme » Sporthallenböden

GfKK – Gesellschaft für Kältetechnik- Klimatechnik mbH 50859 Köln, Deutschland info@gfkk.de www.gfkk.de

Gütegemeinschaft Sportgeräte 53113 Bonn, Deutschland info@sichere-sporthalle.de www.sichere-sporthalle.de

» Eissportanlagenbau » Eissportausstattung » Sanitär, Heizung, Klimatechnik, Energierückgewinnung

» Sporthallenausstattung » Sportplatzausstattung » Prüfungen, Qualitätssicherung

Hauraton GmbH & Co. KG 76437 Rastatt, Deutschland info@hauraton.com www.hauraton.com

sb 6/2025

» Architektur und Design » Landschaftsarchitektur » Machbarkeitsstudien

Machen

Gerflor Mipolam GmbH 53824 Troisdorf, Deutschland gerflormipolam@gerflor.com www.gerflor.de

» Entwässerungssysteme » Sportplatzbau » Sporthallenböden

geo3 GmbH 47551 Bedburg-Hau, Deutschland kontakt@geo3.de www.geo3.de

heiler GmbH & Co. KG 33649 Bielefeld, Deutschland info@heiler-sport.de www.heiler-sport.de

» » » » »

Reinigung und Pflege Sportplatzbau Sportrasen (Hybridrasen) Sportrasen (Kunststoffrasen) Sportrasen (Naturrasen)

GEZOLAN AG 6252 Dagmersellen, Schweiz customer-service@gezolan.com www.gezolan.com

» » » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Multisportanlagen Sportböden für Freianlagen Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen)

Hamberger Flooring GmbH & Co. KG 83071 Stephanskirchen, Deutschland info@haro-sports.com www.haro-sports.com

» Sporthallenböden » Prallwandelemente » Mobile Sportböden, Abdecksysteme

Herculan BV 4231 DJ Meerkerk, Niederlande info@herculan.com www.herculan.com

» Multisportanlagen » Sporthallenböden » Sportböden für Freianlagen

73


PROFESSIONALS & PROFILES

Intercom Dr. Leitner 39040 Freienfeld, Italy intercom@leitner.it www.realice.info

HET Elastomertechnik 65203 Wiesbaden, Deutschland info@het-group.com www.het-group.com

» » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Fitnessausstattung Spielplatzausstattung Sportböden für Freianlagen

» Eisbearbeitungsmaschinen » Eishockeybanden » Eissportanlagenbau

ISP GmbH 48167 Münster, Deutschland info@isp-germany.com www.isp-germany.com

» Prüfungen, Qualitätssicherung

Multisportanlagen Sporthallenbau Sporthallenböden Stadion- und Arenabau Temporäre und modulare Bauten

» » » » »

74

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Reinigung und Pflege Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen) Sportrasen (Naturrasen)

Eisbearbeitungsmaschinen Eishockeybanden Eissportanlagenbau Eissportausstattung Schwimmbadausstattung

» » » »

Consulting Fitness Center Bäder- und Wellnessanlagen Architektur und Design

Herbert Labarre GmbH & Co. KG 22337 Hamburg, Deutschland info@labarre-galabau.de www.labarre-galabau.de

» » » » »

Reinigung und Pflege Sportplatzbau Sportrasen (Hybridrasen) Sportrasen (Kunststoffrasen) Sportrasen (Naturrasen)

Reinigung und Pflege Sportplatzbau Sportrasen (Hybridrasen) Sportrasen (Kunststoffrasen) Sportrasen (Naturrasen)

Jakob Rope Systems 3555 Trubschachen, Schweiz info@jakob.com www.jakob.com

» » » »

Fassaden und Gebäudehüllen Sicherheitssysteme, Zaunanlagen Spielfeldbanden und Netze Spiel- und Sportplatzausstattung

KRAIBURG Relastec GmbH & Co. KG 29410 Salzwedel, Deutschland sportec@kraiburg-relastec.com www.kraiburg-relastec.com/sportec

Kernig Consulting GmbH 48155 Münster, Deutschland info@andreaskernig.de www.kernig-consulting.de

Hermann Kutter Landschaftsbau Sportplatzbau GmbH & Co. KG 87700 Memmingen, Deutschland info@kutter-galabau.de www.kutter-galabau.de

» » » » »

» » » » »

ISS GmbH 63263 Neu-Isenburg, Deutschland info@iss4u.de www.iss4u.de

JUNCKERS INDUSTRIER A/S 4600 Køge, Dänemark info-exp@junckers.com www.junckers.com

» » » » »

INTERGREEN AG 60433 Frankfurt, Deutschland info@intergreen.de www.intergreen.de

» » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Spielplatzausstattung Sportböden für Freianlagen Sporthallenböden

Labor Lehmacher | Schneider GmbH & Co. KG 49076 Osnabrück, Deutschland info@labor-lehmacher.de www.l-l-s.de

» Prüfungen, Qualitätssicherung

sb 6/2025


PROFESSIONALS & PROFILES

Das Werbepaket „P&P“ ist exklusiv für Mitgliedsunternehmen und ermöglicht Ihnen die Schaltung einer halbseitigen News in insgesamt drei Ausgaben Ihrer Wahl pro Jahr.

Industrie / Unternehmen

Architekten / Planer

980 EUR

490 EUR

Deutsche und englische Ausgabe

IHRE ZUSÄTZLICHEN VORTEILE

Ihr Unternehmensprofil wird in den „P&P Index“ im Magazin aufgenommen.

 Die News werden in unserem Newsletter veröffentlicht und erscheinen somit auch auf unserer Website.  Ihr Eintrag in unserer Datenbank auf der IAKS-Website wird zu einem Premium-Eintrag aufgewertet. Der Premium-Eintrag umfasst: • • •

Auflistung von bis zu 10 Tätigkeitsschwerpunkten Platzierung des Firmenlogos neben der Kontaktadresse Premium-Einträge werden in der Suchfunktion bevorzugt und landen am Anfang jeder Ergebnisliste (alphabetisch sortiert)

PROFESSIONALS & PROFILES

PROFESSIONALS & PROFILES

PROFESSIONALS & PROFILES

Foto: Holz-Speckmann

Foto: Gerflor

Foto: eccos pro

Foto: Baldauf & Baldauf Fotografie

UNTERNEHMENSINDEX VON A BIS Z

EFFIZIENTES GÄSTEMANAGEMENT

NACHHALTIGE SPORTBODENBELÄGE

EISABDECKBODEN FÜR PARIS

In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, setzt das robuste X-TEND Seilnetz von Carl Stahl ARC neue Maßstäbe im Bauwesen. Dieses Produkt vereint sportliche Funktionalität mit architektonischer Eleganz und langlebiger Sicherheit, basierend auf umfassenden europäischen Prüfstandards. Die Europäische Technische Bewertung (ETA-22/0257) für das X-TEND Seilnetz als Absturzsicherungs- und Schutznetz schafft eine solide Grundlage für seine Anwendung und garantiert durch regelmäßige Fremdüberwachung höchste Qualität. Die ETA ermöglicht eine praxisnahe Anwendung gemäß der Europäischen Bauproduktenverordnung, einschließlich statischer Berechenbarkeit und richtlinienkonformer Montage.

Die eccos pro gmbh erweitert ihr Portfolio um zwei neue Produkthighlights: Mit epCollect für die komfortable Ausgangskontrolle und Medienrücknahme sowie mit dem Self Service Terminal als moderne, bargeldlose Nachzahlund Buchungs-Lösung optimieren Betreiber von Bädern und Thermen ihr Gästemanagement konsequent weiter. So schaffen sie zielgerichtet mehr Sicherheit und Effektivität in den Betriebsabläufen.

Nachhaltigkeit bildet bei Gerflor einen zentralen Baustein der Unternehmensstrategie.

Die Accor Arena, auch Bercy Arena genannt, im Herzen von Paris, ist mit mehr als 20.000 Plätzen und modernster Bühnen-, Ton- und Lichttechnik eine der international größten und meistbesuchten Multifunktionsarenen.

Als geprüftes Qualitätsprodukt eignet sich das X-TEND für vielfältige Einsatzbereiche, von Sportanlagen über Schulen und Kitas bis hin zu Wohn- und Bürogebäuden, Fassadenbegrünungen, horizontalen Absturzsicherungen und kritischer Infrastruktur. Das aus robustem V4A-Edelstahl gefertigte Netz dient nicht nur als Sicherheitsnetz, sondern auch als Designelement. Seine Flexibilität erlaubt sowohl eine zwei- als auch eine dreidimensionale Einsetzbarkeit. Das X-TEND Seilnetz ist in unterschiedlichen Maschenweiten und Seildurchmessern erhältlich. Dank seines geringen Eigengewichts und hohen Lastaufnahmevermögens ermöglicht es filigrane Konstruktionen mit großen Spannweiten. Zudem sorgt es für optimale Durchsicht und hält Bälle geräuschlos im Netz, ohne sich dauerhaft zu verformen. Für städtische Räume, in denen Platz begrenzt ist, bietet das X-TEND Seilnetz eine ästhetische, transparente und sichere Lösung für die Nachrüstung und Absicherung von Spielfeldern auf Flachdächern. Die Produktion erfolgt in eigenen Werken in Europa und den USA. Carl Stahl ARC vereint so Innovation und Umweltbewusstsein. Carl Stahl ARC GmbH www.carlstahl-architektur.com

Das neue epCollect ist ein modernes Rücknahmegerät für RFID-Medien wie Armbänder oder Coins und ermöglicht eine Effizienz- und Komfortsteigerung im Gästemanagement. Das Einsammeln der RFID-Medien und das Passieren der gekoppelten elektronischen Zu- und Ausgangskontrolle werden parallel auf dem Grafik-Display des Geräts visualisiert; dies optimiert den Prozess für die Besuchenden weiter. Auch eine Pfandmünzenrückgabe bei Verlassen des Bäderbetriebs ist mit epCollect umsetzbar. Die Einbindung einer bargeldlosen Nachzahl- und Buchungslösung erfolgt mit dem neuen Self Service Terminal zur Stand- oder Wandmontage. Integrierte RFID-Scanner und EC-/Geldwert-Kartenleser, ein intuitiv bedienbares TouchDisplay sowie das optionale Ansteuern eines Armbandausgabeautomaten beim Check-In ermöglichen ein komfortables Handling für die Besuchenden. Zugleich werden Personalaufwände reduziert und lange Warteschlangen an den Kassen vermieden. Beide eccos pro-Lösungen lassen sich nahtlos in bestehende mafis®-Systemlandschaften integrieren.

eccos pro gmbh www.eccos-pro.com

62

sb 5/2024

Ob Vinyl- oder Linoleum: Alle Produkte aus dem Sportboden-Portfolio von Gerflor sind ausschließlich mit hochwertigen Materialien hergestellt und werden nach den strengen Kriterien des „Cradle to Cradle“-Prinzips einer umfangreichen Lebenszyklusanalyse unterzogen sowie stetig optimiert. Besonders umweltfreundlich sind die multifunktionalen DLW Linoleum Sportböden: Linodur Sport und Colorette Sport mit dem exklusiven Neocare Oberflächenschutz. Die speziell für Sporthallen entwickelten Beläge bestehen zu 98 % organischen, mineralischen Rohstoffen wie Leinöl, Holz, Kalkstein, Jute und Harz – 75 % von diesen sind schnell nachwachsend. Zudem verfügt das Material über einen Recyclinganteil von bis zu 40 % und ist mit den Umweltzeichen „Blauer Engel“ und „Cradle to Cradle Silber“ zertifiziert.

» Entwässerungssysteme » Sportplatzausstattung » Sportplatzbau

» Schwimmbadbau » Schwimmbeckenbau, Keramik

Sekisui Alveo AG 6043 Adligenswil, Schweiz info@alveosport.com www.alveosport.com

» » » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sportböden für Freianlagen Sporthallenböden Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen)

Seit Mai 2024 wird in der Accor Arena die mobile Eisbahnabdeckung „Speed-Lock Ice Cover Pro“ der Firma Holz-Speckmann GmbH & Co. KG aus Halle/ Westf. eingesetzt. Das robuste Eisabdecksystem, das am Standort Halle / Westf. entwickelt und produziert wurde, schafft seitdem die Basis für die multifunktionale Nutzung der Accor Arena.

Geschlossene Materialkreisläufe Ganz im Sinne ressourcenschonender Materialkreisläufe hat das Unternehmen speziell für das Verlegehandwerk das Recycling-Programm „Second Life“ ins Leben gerufen. Dabei haben Gerflor Partner die Möglichkeit, Verschnittreste zu sammeln und abholen zu lassen. Diese werden dann in den unternehmenseigenen Recyclingcentern direkt an den jeweiligen Produktionsstandorten aufbereitet und der Produktion wieder zugeführt.

Die Eishockeyfläche von 60 x 30 m kann innerhalb weniger Stunden komplett abgedeckt werden und vergrößert so die Aktionsfläche im Innenraum. Hervorragende Isolationseigenschaften sowie die enorme Belastbarkeit des Eisabdeckbodens machen den „Speed-Lock Ice Cover“ zur ersten Wahl für die Betreiber der Accor Arena. Darüber hinaus trägt der Eisabdeckboden zur Energieeinsparung bei, da bei abgedeckter Eisfläche weniger Energie für den Betrieb notwendig ist. Der kompakte Eisabdeckboden besteht aus mehreren fest miteinander verbundenen Einzelkomponenten; An der Unterseite des Systems befindet sich eine robuste Beschichtung aus Hart-PVC, die sowohl die Eisfläche als auch den Abdeckboden schützt und das Anfrieren verhindert. Als Isolationsschicht wird besonders widerstandsfähiger XPS-Hartschaum eingesetzt, der fest mit der Lastverteilerplatte aus 18 mm Spezialsperrholz verbunden ist. Diese solide Unterkonstruktion sorgt dafür, dass der Verkehr mit schwerem Gerät wie Gabelstaplern oder Teleskoptribünen gewährleistet ist. Als dekoraktive Nutzschicht befindet sich ein 3 mm Kautschukbelag an der Oberseite des Systems. Die Gesamtstärke des Eisabdeckbodens ist so gewählt, dass zwischen der abgedeckten Eisfläche und der umlaufenden Betonfläche keine Höhenunterschiede entstehen.

Gerflor Mipolam GmbH www.gerflor.de

Holz-Speckmann GmbH & Co. KG www.speed-lock.com

sb 5/2024

AGROB BUCHTAL Deutsche Steinzeug Keramik GmbH 92521 Schwarzenfeld, Deutschland agrob-buchtal@deutsche-steinzeug.de www.agrob-buchtal.de

ACO GmbH 24782 Büdelsdorf, Deutschland tief-galabau@aco.com www.aco-sport.de

X-TEND SEILNETZ: SICHER UND LANGLEBIG

Unter dem Leitsatz „we care / we act" betrachtet der führende Hersteller für elastische Bodenbeläge alle Geschäftsprozesse ganzheitlich im Sinne der Nachhaltigkeit – von der Anlagen- und Verfahrenstechnik aller Produktionsstandorte im In- und Ausland bis zur Entwicklung und Markteinführung neuer Bodenlösungen – auch im Sportbodenbereich.

IAKS Mitgliedsunternehmen gehen einen Schritt voraus mit „Professionals & Profiles“. Das bringt Spitzenpositionen – bei Print und online. Berichten Sie über Ihre Innovationen und Referenzen: im sb Magazin, im IAKS Newsletter und auf unserer Webseite. Dass Ihr Unternehmenslogo als Architekt oder Ausrüster in jeder Ausgabe erscheint, ist selbstverständlich – und ein Hingucker für Ihre Geschäftspartner!

63

ANRIN GmbH 59609 Anröchte, Deutschland info@anrin.com www.anrin.com

» Entwässerungssysteme » Sportplatzausstattung » Sportplatzbau

Arbeitskreis Trennvorhänge e.V. 42327 Wuppertal, Deutschland info@arbeitskreis-trennvorhaenge.de www.arbeitskreis-trennvorhaenge.de

» Hallentrennvorrichtungen » Sporthallenausstattung

AST Eissport und Solaranlagenbau GmbH 87629 Füssen, Deutschland hannes.schretter@ast.at www.ast.at

ASPG Deutschland GmbH 40221 Düsseldorf, Deutschland info@D-aspg.de www.D-aspg.de

» » » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sportböden für Freianlagen Mobile Sportböden, Abdecksysteme Sporthallenböden Sportplatzbau

64

» » » » »

Eisbearbeitungsmaschinen Eishockeybanden Eissportanlagenbau Eissportausstattung Schwimmbadausstattung

ASB GlassFloor Systembau Horst Babinsky GmbH 83371 Stein, Deutschland info@asbglassfloor.com www.asbglassfloor.com

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme » Multisportanlagen » Sporthallenböden

Avant Sports Industrial Co.,Ltd 518108 Shenzhen, China sales@avant.com.cn www.avantseating.com

» Multisportanlagen » Sportrasen (Kunststoffrasen) » Tribünen, Bestuhlung

sb 5/2024

Ihr Beitrag erscheint im Newsletter und auf der IAKS Homepage

KEY FACTS

Jetzt buchen!

3.300 Auflage (Print) 2 Sprachen 12.000 Lesende online 5 Ausgaben pro Jahr sb 6/2025

75


PROFESSIONALS & PROFILES

Landskate GmbH 50823 Köln, Deutschland info@lndskt.de www.lndskt.de

» Landschaftsarchitektur

M3 Architectes 2737 Luxemburg, Luxemburg mail@m3archi.lu www.m3archi.lu

LAUSIN Y VICENTE S.L. 50420 Cadrete, Spanien export@lausinyvicente.com www.lausinyvicente.com

» » » » »

Hallentrennvorrichtungen Spielplatzausstattung Sporthallenausstattung Sportplatzausstattung Stadion- und Arenaausstattung

» Architektur und Design

Wir helfen Ihnen gerne: Max Rosenau, Marketing rosenau@iaks.sport Jannis Krampen, Marketing krampen@iaks.sport

maier landschaftsarchitektur / Betonlandschaften 51107 Köln, Deutschland info@maierlandschaftsarchitektur.de www.maierlandschaftsarchitektur.de

» Landschaftsarchitektur

» Multisportanlagen » Schlüsselfertigbau » Sporthallenbau

MYRTHA POOLS A&T Europe SPA 46043 Castiglione d/Stiviere (MN), Italien info@myrthapools.com www.myrthapools.com

» Schwimmbadbau » Schwimmbeckenbau, andere Systeme » Schwimmbeckenbau, Edelstahl

76

Melos GmbH 49324 Melle, Deutschland info@melos-gmbh.com www.melos-gmbh.com

McArena GmbH 71522 Backnang, Deutschland info@mcarena.de www.mcarena.de

» » » »

Pellikaan Bauunternehmen Deutschland GmbH 40880 Ratingen, Deutschland info@pellikaan.de www.pellikaan.de

Nüssli (Deutschland) GmbH 91154 Roth, Deutschland roth@nussli.com www.nussli.com

» » » » »

Schlüsselfertigbau Sporthallenbau Stadion- und Arenabau Temporäre und modulare Bauten Tribünen, Bestuhlung

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Multisportanlagen Sportböden für Freianlagen Sportplatzbau

» » » »

Schlüsselfertigbau Schwimmbadausstattung Schwimmbadbau Sporthallenbau sb 6/2025


PROFESSIONALS & PROFILES

Play-Parc Allwetter-Freizeitanlagenbau GmbH 33014 Bad Driburg, Deutschland info@playparc.de www.playparc.de

PERROT-Regnerbau Calw GmbH 75382 Althengstett, Deutschland perrot@perrot.de www.perrot.de

» Bewässerungssysteme

» » » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sportböden für Freianlagen Sporthallenböden Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen)

» » » » »

Sika Nederland B.V. (Pulastic sports flooring) 7400 AK Deventer, Niederlande export@nl.sika.com www.pulastic.com

» » » »

Decken, Fenster, Wandelemente Multisportanlagen Sportböden für Freianlagen Sporthallenböden

RICHTER Sportstättenkonzepte GmbH 07629 Hermsdorf, Deutschland info@sportstaettenkonzepte.de www.sportstaettenkonzepte.de

» Architektur und Design » Landschaftsarchitektur

sb 6/2025

» » » » »

Proludic GmbH 73037 Göppingen, Deutschland berlbacher@proludic.de www.proludic.de

VIACOR Polymer GmbH 72108 Rottenburg a. N., Deutschland info@viacor.de www.viacor.de

» » » » »

Fitnessausstattung Freiraumausstattung Multisportanlagen Sporthallenausstattung Sportplatzausstattung

Polytan GmbH 86666 Burgheim, Deutschland info@polytan.com www.polytan.de

Öffentliche Räume und Parks Outdoor Bewegungsräume Spielplätze Architektur und Design Betrieb und Management

PS+ Planung von Sportstätten 49078 Osnabrück, Deutschland info@ps-planung.de www.ps-planung.de

» Architektur und Design » Landschaftsarchitektur

Rasenplan GmbH 4125 Riehen, Schweiz info@rasenplan.com www.rasenplan.com

» » » » »

Architektur und Design Landschaftsarchitektur Consulting Projektmanagement Machbarkeitsstudien

REGUPOL Germany GmbH & Co. KG 57319 Bad Berleburg, Deutschland info@regupol.de www.regupol.com

» » » » »

Robbins Sports Surfaces OH 45226 Cincinnati, USA info@robbinsfloor.com www.robbinsfloor.com

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme » Multisportanlagen » Sporthallenböden

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Reinigung und Pflege Sportböden für Freianlagen Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen)

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Mobile Sportböden, Abdecksysteme Spielplatzausstattung Sportböden für Freianlagen Sporthallenböden

Schmitz B.V. 6045 JC Roermond, Niederlande sales@schmitzfoam.com www.schmitzfoam.com

» » » »

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sportböden für Freianlagen Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen) 77


PROFESSIONALS & PROFILES

Signgrass® NIK-Tufting BV 5571 TJ Bergeijk, Niederlande info@signgrass.com www.signgrass.com

» » » » »

Multisportanlagen Sportböden für Freianlagen Sportplatzbau Sportplatzausstattung Sportrasen (Kunststoffrasen)

» » » » »

SMC2 Vertriebsbüro Deutschland 60314 Frankfurt am Main, Deutschland kontakt@smc2-bau.de www.smc2-bau.de

» » » » »

Fassaden und Gebäudehüllen Feste und mobile Dachsysteme Multisportanlagen Schlüsselfertigbau Sporthallenbau

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Sporthallenausstattung Mobile Sportböden, Abdecksysteme Sportplatzausstattung

Tatamsport 50014 Zaragoza, Spanien tatamsport@toldosserrano.com www.tatamsport.com

» Hallentrennvorrichtungen » Sporthallenausstattung

78

Öffentliche Räume und Parks Multifunktionsarenen Sportplatzausstattung Stadion- und Arenaausstattung Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Beleuchtungssysteme

Holz-Speckmann GmbH & Co. KG 33790 Halle/ Westfalen, Deutschland info@speed-lock.com www.speed-lock.com

SMG Sportplatzmaschinenbau GmbH 89269 Vöhringen, Deutschland info@smg-machines.com www.smg-machines.com

» Reinigung und Pflege » Sportplatzausstattung » Sportplatzbau

Spieth Gymnastics GmbH 73776 Altbach, Deutschland info@spieth-gymnastics.com www.spieth-gymnastics.com

» » » »

Siteco Beleuchtungstechnik GmbH 83301 Traunreut, Deutschland info@siteco.de www.siteco.de

Siteco Beleuchtungstechnik GmbH 83301 Traunreut, Deutschland info@siteco.de www.siteco.de

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme » Sporthallenböden

STARGUM Stankiewicz Sp.j. 73-110 Stargard, Polen sales@stargum.pl www.stargum.pl

STOCKMEIER URETHANES GmbH & Co.KG 32657 Lemgo, Deutschland urethanes.ger@stockmeier.com www.stockmeier-urethanes.de

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Multisportanlagen Sporthallenböden Sportböden für Freianlagen Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge » Sportböden für Freianlagen » Sporthallenböden

TOP-SPORT GmbH, Sporthalleninnenausbau 33378 Rheda-Wiedenbrück, Germany ud@topsport-gmbh.de www.topsport-gmbh.de

Trenomat GmbH & Co. KG 42327 Wuppertal, Deutschland info@trenomat.de www.trenomat.de

» » » » »

» » » » »

Sporthallen Spezielle Sportanlagen Industrie, Projektmanagement Sporthallenbau Sporthallenausstattung

» » » »

Hallentrennvorrichtungen Mobile Sportböden, Abdecksysteme Spielfeldbanden, Netze Sporthallenausstattung sb 6/2025


PROFESSIONALS & PROFILES

Troldtekt GmbH 22763 Hamburg, Deutschland info@troldtekt.com www.troldtekt.com

» Decken, Fenster, Wandelemente

TURNBAR by Eiden & Wagner 54634 Bitburg, Deutschland info@turnbar.net www.turnbar.net

» » » » »

Vindico Sport GmbH 73432 Aalen-Ebnat, Deutschland info@vindico-sport.de www.vindico-sport.com

» » » » »

Freiraumausstattung Multisportanlagen Stadion- und Arenaausstattung Sportplatzbau Sportplatzausstattung

» » » » »

Fitnessausstattung Freiraumausstattung Multisportanlagen Sporthallenausstattung Sportplatzausstattung

Universal Sport Sportgeräteherstellungs- und Vertriebs GmbH 71101 Schönaich, Deutschland info@universal-sport.com www.universal-sport.com

» » » » »

Multisportanlagen Spielfeldbanden, Netze Sporthallenausstattung Sportplatzausstattung Stadion- und Arenaausstattung

Hans-Joachim Weitzel GmbH & Co. KG 25436 Tornesch, Deutschland schult@hjweitzel.de www.hjweitzel.de

WM technics GmbH 39053 Blumau, Italien info@wm-technics.com www.wm-on-ice.com

Elastikschichten, Fallschutzbeläge Multisportanlagen Sportböden für Freianlagen Sportplatzbau Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Eisbearbeitungsmaschinen

Jetzt anmelden ZELLER bäderbau GmbH 89520 Heidenheim, Deutschland info@zeller-baederbau.com www.zeller-baederbau.com

» Schwimmbadausstattung » Schwimmbadbau » Schwimmbeckenbau, Edelstahl

Züko Deutschland GmbH 78176 Blumberg, Deutschland deutschland@zueko.com www.zueko.com

» » » » »

Eishockeybanden Eisbearbeitungsmaschinen Eissportanlagenbau Eissportausstattung Umkleideanlagen, Garderoben

Ihre Referenz auf einer halben Seite, im Newsletter und Ihr Logo im Unternehmensindex – für nur 980 EUR pro Jahr. sb 6/2025

79


IMPRESSUM

sb 6/2025

Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen.

Herausgeber:

GENERALSEKRETÄR UND VERANTWORTLICH Klaus Meinel meinel@iaks.sport

MARKETING Maximilian Rosenau rosenau@iaks.sport +49(0)221 168023-13

REDAKTION Silke Baltzer baltzer@iaks.sport +49(0)221 168023-11

MARKETING Jannis Krampen krampen@iaks.sport +49(0)221 168023-17

GRAFIKDESIGN Victoria Page page@iaks.sport +49(0)221 168023-12

MARKETING Christoph Lieck lieck@iaks.sport +49(0)221 168023-18

RECHNUNGSWESEN Cathrin Völlmecke voellmecke@iaks.sport +49(0)221 168023-14

REDAKTION UND VERLAG IAKS Internationale Vereinigung Sportund Freizeiteinrichtungen e.V. Eupener Straße 70 50933 Köln, Deutschland +49(0)221 16 80 23- 0 sb@iaks.sport www.iaks.sport

ABOPREIS 2025 65 EUR Deutschland 85 EUR Andere Länder 15 EUR Einzelheft

ÜBERSETZUNG/LEKTORAT Tim Chafer, ExperTeam Otto-Hahn-Str. 57, DE – 40591 Düsseldorf

DRUCK Limberg-Druck Industriestr. 17 DE 41564 Kaarst www.limberg.de

Euro-Sprachendienst Jellen Rheinaustr. 125, DE – 53225 Bonn www.euro-sprachendienst.de

ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271 Gerichtsstand und Erfüllungsort: Köln Anzeigenpreise: Mediadaten 2026

Über die zum Ausdruck angenommenen ­Arbeiten kann der Verlag uneingeschränkt verfügen. Nachdruck oder Vervielfältigungen, auch auszugsweise, nur mit schrift­licher G ­ enehmigung des Verlages. 80

sb 6/2025


sb sb

59. Jahrgang ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271

1/2025

www.iaks.sport Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

SPORTHALLEN UND ARENEN

sb 1/2025

sb

A

59. Jahrgang ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271

3/2025

www.iaks.sport Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

BÄDER UND WELLNESSANLAGEN

sb 3/2025

sb

A

59. Jahrgang ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271

5/2025

www.iaks.sport Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

IOC IAKS ARCHITEKTURPREIS

Herausgeber:

Abonnieren Sie „sb“ jetzt und genießen Sie ein Jahr Architektur! „sb“ präsentiert beispielhafte Architektur und die gesamte Bandbreite an Innovationen, Produkten und Services aus den Bereichen Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen, Schwimmbad und Wellness, Stadien und Arenen.

sb

59. Jahrgang ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271

2/2025

www.iaks.sport Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

STADIEN UND SPORTPLÄTZE

sb 2/2025

sb

A

59. Jahrgang ISSN (Print): 0036-102X ISSN (Internet): ISSN 2198-4271

4/2025

www.iaks.sport Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

AKTIVIERENDE URBANE RÄUME

sb 4/2025

A

Fünf Ausgaben pro Jahr, jede mit einem bestimmten Schwerpunkt.

REDAKTIONSPLAN 2026 1/2026 SPORTHALLEN UND INDOOR 2/2026 SPORTPLÄTZE UND URBANE RÄUME 3/2026 BÄDER UND WELLNESS 4/2026 STADIEN UND ARENEN

sb 5/2025

sb 6/2025

A

5/2026 NACHHALTIGKEIT UND INKLUSION 81


Es heißt, Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

Wir meinen: Es hätte sein können! Eine kollaborative, digitale und damit zeit- und kosteneffiziente Projektabwicklung steht bei uns im Fokus des Gesamtprozesses. Ihre Projekte werden bei uns nach LEAN-Methodik in Echtzeit aufgesetzt und um alle Design- und Konstruktionsabläufe zu optimieren, immer unter Verwendung der neuesten BIM-Technologien. Dabei denken wir nicht nur an morgen, sondern auch an die fernere Zukunft: Wir bauen nachhaltig, effizient und mit hohem Wohlfühlfaktor.

www.pellikaan.de 82

sb 6/2025


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook