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sb 3/2026 (deutsch)

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sb

Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

BÄDER UND WELLNESS

Natürlich schön.

Mit keramischen Fliesen von Agrob Buchtal gehen Pools in puncto Ästhetik, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit eine nachhaltige Verbindung ein. Die Fliesen sind werkseitig Hytect-veredelt, leicht zu reinigen, robust, und langlebig. Eine breite Palette an Farben, Formaten und Oberflächen bietet kreativen Spielraum bei Neubau und Sanierung: Das ermöglicht Wasserlandschaften aus einem Guss, mit trittsicheren Böden und Stufen sowie harmonischen Übergängen zwischen außen und innen. So gelingen hochwertige Schwimmbäder, in denen Generationen von Sportlern und Familien gerne eintauchen.

www.agrob-buchtal.de

#edelstattstahl

EDITORIAL

Liebe IAKS-Mitglieder, liebe Freunde der sb,

Schwimmbäder gehören zu den meistgenutzten und beliebtesten öffentlichen Einrichtungen. Sie bringen Menschen aller Altersgruppen, Herkunft und Fähigkeiten zusammen und bieten gemeinsame Räume, die Gesundheit, Spaß, Inklusion und soziale Kontakte fördern.

Die Planung eines Schwimmbadprojekts beginnt mit der Beantwortung einer einfachen Frage: Warum bauen wir Schwimmbäder? Das Whitepaper in dieser sb bietet Entscheidungsträgern eine Hilfestellung, um fundierte Begründungen und klare Erwartungen für Schwimmbadprojekte in ihren Gemeinden zu entwickeln und so Bäder zu schaffen, die über Generationen hinweg einen bleibenden sozialen Wert haben.

Das Diskussionspapier beleuchtet das breite Spektrum an Möglichkeiten, die Schwimmbäder bieten, und plädiert dafür, sie nicht nur als Freizeiteinrichtungen zu betrachten, sondern als strategische Investitionen in die öffentliche Gesundheit, die Gemeindeentwicklung und die soziale Infrastruktur.

Um dieses Potenzial auszuschöpfen, ist es entscheidend, bereits zu Beginn des Planungsprozesses klare Ziele festzulegen – und im Laufe des Projekts die Fortschritte anhand dieser Ziele zu überprüfen. Diese Ziele dienen als Leitfaden für gestalterische Entscheidungen und stellen sicher, dass die fertige Einrichtung die Gemeinschaft widerspiegelt, der sie dient.

Dies und weitere aktuelle Themen für Schwimmbadexperten werden wir Ende Oktober auf einem internationalen Schwimmbadkongress in Kopenhagen vorstellen, der mit einer Exkursion zu innovativen Schwimmbadprojekten in der Region verbunden ist.

In dieser Ausgabe der sb zeigen wir Ihnen zudem viele interessante Bäderprojekte aus verschiedenen Ländern. Diese stammen aus der Feder von in der Bäderbranche etablierten und auch von weniger routinierten Architekten, aber alle mit einem höheren Anspruch an das Design. Dies ist in Anbetracht des Kostendrucks ein positives Zeichen. Zudem fällt auf, dass Holz als nachhaltiger und für Bäder bestens geeigneter Baustoff in vielen dieser Bauten eingesetzt wurde.

Wir zeigen zwei deutsche Bäder mit einem für dieses Land typischen breiten Angebot und eigener Saunalandschaft: Das Lagunenbad in Willingen und das Piorama in Penzberg. Zwei sehr unterschiedliche Bäder mit Außenbereich, aber beide mit sehr stringenter Gestaltung sind das Toyenbadet in Oslo/Nor wegen und der Mundy Park Pool in Coquitlam/Kanada. Ebenfalls aus Kanada stammt das sehr interessante Konzept des Carmen Corbasson Community Center in Mississauga.

Aber auch ein kleineres Sportbad wird vorgestellt mit dem Stadtteilbad Huchenfeld in Pforzheim/ Deutschland. Zudem präsentieren wir zwei wellnessorientierte Anlagen unterschiedlicher Größen und Ausrichtungen mit dem Salinarium in Bad Dürkheim/Deutschland sowie dem Wellnesszentrum Vodian im slowenischen Podcetrtek.

Schließlich zeigt sich die enorme Diversität der Schwimmbadkultur im traditionsreichsten finnischen Schwimmbad “Yrjönkatu“ in Helsinki und im nagelneuen Schwimmsportzentrum im australischen Adelaide.

Ich wünsche Ihnen eine inspirierende Lektüre der sb und einen entspannten Aufenthalt in einem der vielen schönen Bäder auf dieser Welt!

Ihr

Dr. Stefan Kannewischer Leiter des IAKS Expertenkreises “Bäder“

Dr. Stefan Kannewischer

BÄDER UND WELLNESS

und Besichtigungstour

der IAKS Schweiz 2026 8 Fachtagung Bäder der IAKS Deutschland 10 Neu im IAKS Netzwerk ........................................................ 12

Winskill Aquatic and Recreation Centre in Tsawwassen 14 DIALOG Warum bauen wir Schwimmbäder? 16

WHITEPAPER PROJEKTE

IAKS Expertenkreis “Bäder”

Salinarium Bad Dürkheim 22 4a Architekten

Schwimmbad Tøyenbadet in Oslo 26 Asplan Viak Freizeitbad PiORAMA in Penzberg 30 Studio GA, KRIEGER Architekten

Aquatic Centre

JPE Design Studio, Warren and Mahoney, Karl Winda Telfer Lagunen-Erlebnisbad in Willingen 38 BREMER + BREMER ARCHITEKTEN

Renovierung der Schwimmhalle Yrjönkatu 42 NRT, Rune & Berg Design

Stadtteilbad Huchenfeld in Pforzheim 46 bauatelier freie Architekten Haas und Hiesch

Sanierung des Mundy Park Freibads in Coquitlam .. 50 FaulknerBrowns Wellness Vodian in Podčetrtek

Titel: Adelaide Aquatic Centre Foto: Tom Roe

Das Bernsdorfer Bad in Chemnitz: Architektur und Licht – mit klarer Linie

FreibadPLUS: Die Zukunftsperspektive für kommunale Freibäder

Rutschsichere und angenehm barfuß begehbare Flächen

KRAIBURG Relastec

Kosten und Ressourcen sparen

Konstruktionslogik nimmt Akustik auf

Lignotrend

Strömungskanal ist das absolute Highlight .......

BLOACS: Balance, Bewegung, Begegnung –neue Impulse für Freibäder 77 Eccos Pro: Smartes Gästemanagement 77

BERNDORF: Technischer Generalunternehmer beim Main Bad Bornheim 78 BPM: Sportanlagen rückwärts denken: Warum Betriebskosten den Ausschlag geben 78

rasenplan: CO2-freie Rasenheizung- und Kühlung... 79 SpOrt concept: Ihre Architekten für zukunftsfähige Sport- und Bewegungsräume 79

PLAYPARC: Ein Fitnesscenter für (fast) überall .......... 80 Silidur: Perfekte Beach-Volleyballanlagen für Sport, Schule und Freizeit 80

Unternehmensindex von A bis Z

Gemeinschaft

für

geht vor: Glasgows Modell

die Sportinfrastruktur der Zukunft

Konferenz und Besichtigungstour der IAKS UK & Irland in Glasgow mit über 80 Teilnehmenden

Glasgow wird die diesjährigen Commonwealth Games ausrichten. Die Vorbereitungszeit war mit nur 18 Monaten ungewöhnlich kurz und komprimiert – im Vergleich zu den sieben Jahren, die den Gastgeberstädten normalerweise zur Verfügung stehen. Glasgow konnte diese Herausforderung bewältigen, weil dank der Commonwealth Games 2014 und anderer Großveranstaltungen seither bereits ein solides Portfolio an Veranstaltungsorten vorhanden war. Die Frage, wie sich diese Anlagen im vergangenen Jahrzehnt bewährt haben und wie sie für eine weitere Ausgabe der Spiele angepasst werden können, stand im Mittelpunkt des jüngsten Seminars der IAKS UK & Irland, das am 14. Mai stattfand.

Die Tür zu öffnen, reicht nicht aus –Glasgows Ansatz für inklusive Sportanlagen An der eintägigen Veranstaltung nahmen mehr als 80 Betreiber, Architekten, Ingenieure, Veranstaltungsexperten, Berater und kommunale Vertreter teil. George Hunter von Glasgow Life erläuterte den Teilnehmenden, dass die Sportanlagen der Stadt vornehmlich für die tägliche Nutzung durch die Bevölkerung bestimmt seien. Neben der ernüchternden Tatsache, dass 26 Prozent der Kinder in Glasgow in Armut leben, gebe es „auch eine Armut an Erfahrungen“, so Hunter, wobei ein Teil der Lösung darin bestehe, „die Menschen für die besten Anlagen Schottlands zu begeistern“. Doch um Bürgerinnen und Bürger für die Nutzung von Wahrzeichen wie der Glasgow International Arena und des Sir Chris Hoy Velodrome – wo das Seminar stattfand – zu gewinnen, seien fortwährende Anstrengungen erforderlich.

Kirsty Garrett von Glasgow Life skizzierte die detaillierte Arbeit hinter diesem Ansatz, unter anderem die gezielte Ansprache weniger aktiver Bevölkerungsgruppen, die Durchführung einer Ausbildungsakademie, um den in der Nähe lebenden Menschen den Zugang zu Arbeitsplätzen in den Sport­ und Freizeitzentren zu ermöglichen, die Kontaktaufnahme mit unterrepräsentierten Gruppen sowie die enge Zusammenarbeit mit 400 Vereinen und Organisationen. „Ein Ort wie dieser kann einschüchternd wirken. Manchmal reicht es einfach nicht aus, nur die Tür zu öffnen“, erklärte sie den Teilnehmenden und erläuterte die umfassendere Rolle von Glasgow Life in den Bereichen Stadterneuerung, Wohlbefinden, Gebäude und kommunale Infrastruktur, verbunden mit 60 Projekten im Nachgang der Commonwealth Games, die 23 Ziele abdecken.

Planung für eine spätere Nutzung

Jade Gallagher von Glasgow 2026 erklärte, dass Schottland auf eine lange Tradition sportlicher Innovation zurückblicken könne, die den Mehrwert für die Bevölkerung mit Veranstaltungen für den Spitzensport verbinde. Die diesjährigen Commonwealth Games werden in kleinerem Rahmen stattfinden – mit weniger Disziplinen und in einem „nachhaltigeren, kostengünstigeren Format auf der Grundlage von Partnerschaften“. Dieses Modell sei möglich durch eine Infrastruktur in gutem Instandhaltungszustand an Austragungsorten, in die kontinuierlich investiert worden sei. Sie hob die Umsetzungsstruktur hervor, mit der Trivandi als Partner für die Veranstaltungsdurchführung in die Organisationsgesellschaft integriert wurde – mit dem Ziel, die Geschwindigkeit und Agilität zu steigern.

Jess Gilbert von Trivandi sagte: „Dies ist ein Modell mit einer anderen Struktur, das auf anderen Rahmenbedingungen basiert und uns abverlangt, anders zu denken. Das ist nicht der einzige gangbare Weg, aber für Glasgow funktioniert es.“ Sie führte aus, dass die Sportstättenplanung für die Durchführung der Spiele entscheidend sei: „Es ist wirklich wichtig, bei der Planung die spätere Nutzung mitzudenken. So kann man Veranstaltungen ein zweites, drittes oder sogar zehntes Mal ausrichten. Das geschieht nicht zufällig, sondern ist von Beginn an Teil der Aufgabenstellung.“

Michael Garrett, Geschäftsführer der Arena, erklärte, man habe strategisch und nicht veranstaltungszentriert investiert und bewusst darauf verzichtet, Anlagen für nur eine Nutzungsart zu schaffen. „Für uns steht die Gemeinschaft an erster Stelle, und gleichzeitig sind wir veranstaltungsbereit“, führte er aus. „Vorrang hat für uns die Nutzung unserer Anlagen durch die Bevölkerung. Sie sind flexibel für den Veranstaltungsmodus anpassbar, aber in erster Linie darauf ausgelegt, der Gemeinschaft zu dienen.“

Bahnradfahrer Lyall Craig war bei den Spielen 2014 in Glasgow unter den Zuschauern im Velodrom, entdeckte den Sport erst an der Universität für sich und hofft nun, diesen Sommer für Schottland anzutreten. „Das wäre für Schottland der Moment, in dem sich der Kreis schließt“, sagte er im Gespräch mit Billy Garrett, Direktor für Kultur, Tourismus und Veranstaltungen bei Glasgow Life und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der britischen Freizeitbranche mit mehr als drei Jahrzehnten Berufserfahrung.

Veranstaltungspartner

Diskussion von Branchenexperten zu Sicherheit und langfristiger Relevanz

John Thompson, Vertreter des 64 Hektar großen Scottish Events Campus (SEC), wo in diesem Sommer zahlreiche Wettkämpfe der Commonwealth Games stattfinden werden, skizzierte das vielschichtige Umsetzungsmodell für die drei Veranstaltungsorte auf dem SEC­Gelände. Soaad Stott von Populous erläuterte die gesetzlichen Schutzpflichten für öffentliche Räume gemäß dem neuen Martyn’s Law und betonte, dass Sicherheitsaspekte in jeder Planungsphase und für das gesamte Besuchererlebnis berücksichtigt werden müssen.

Peter Harber von The Sports Consultancy erklärte, dass die für die Bewertung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Veranstaltungen Verantwortlichen sich kontinuierlich für bessere Methoden einsetzen müssen und dass solche Evaluierungen effektiver seien, wenn sie bereits weit im Vorfeld einer Veranstaltung beginnen.

Das Seminar schloss mit einer Podiumsdiskussion zum Ausbau der Infrastruktur in Schottland. Jonny Curley von Alliance Leisure, Ian Cooney von Holmes Miller und Graham Finnie von sportscotland sprachen über die veralteten Sportanlagen des Landes, die Kosten für deren Instandhaltung und Modernisierung, das schwierige finanzielle Umfeld, die Barrierefreiheit bestehender Sportstätten und Betriebsmodelle.

Das Seminar wurde geleitet von Shaun Dawson, Geschäftsführer der Lee Valley Regional Park Authority und Leiter der Arbeitsgruppe IAKS UK & Ireland. Er dankte Glasgow Life für die Ausrichtung der Veranstaltung sowie allen Referenten, Tom Pinnington von The Sports Consultancy und Jonny Curley von Alliance Leisure für die Organisation. Ein besonderer Dank ging zudem an die Veranstaltungspartner Alliance Leisure, Bellrock, Dynamik, Eomac, Holmes Miller, Prospec, Sports Labs, The Sports Consultancy und Wallace Whittle.

Das Netzwerken beim Seminar, bei der Besichtigung der Sportstätten und beim geselligen Zusammensein fand großen Anklang, und die Gespräche dauerten bis spät in die Nacht hinein.

Die nächste Station für die IAKS UK & Irland ist Manchester am 22. und 23. September. Weitere Informationen: https://iaks.sport/events/manchester-sportcity

Autor: Stephen Bromberg, Lee Valley Fotogalerie Regional Park Authority Fotos: IAKS

Von sitzend zu aktiv:

Inspiration und Lösungen bei Veranstaltung der IAKS Nordic

„Skandinaviens Herausforderung – Menschen in Bewegung bringen“ 21.-22. April 2026 in Helsinki, Finnland

In einer Zeit, in der Bewegungsmangel sich weltweit zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit entwickelt hat, diskutierten mehr als 140 Stadtplaner, Architekten, Kommunalvertreter und Forschende in Helsinki die Frage, wie es gelingen kann, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.

Die Konferenz der IAKS Nordic mit dem Titel „Skandinaviens Herausforderung – Menschen in Bewegung bringen“ brachte Teilnehmende aus ganz Skandinavien zusammen. Aufgezeigt wurde, dass Lösungen oft dort zu finden sind, wo wir sie am wenigsten erwarten: in der Art und Weise, wie wir unsere Städte gestalten, wie wir Zielgruppen einbeziehen und wie wir das Konzept der Sportstätte neu definieren.

Wachsende Kluft bei körperlicher Aktivität

Eine zentrale Erkenntnis der Konferenz war, dass sich die körperliche Aktivität in den skandinavischen Ländern nicht unbedingt rückläufig entwickelt. Vielmehr wächst die Kluft zwischen jenen, die aktiv sind, und jenen, die es nicht sind.

Der Stadtplanung kommt hier eine entscheidende Rolle zu. Anstatt einfach zu fragen, was wir bauen sollen, müssen wir anfangen zu fragen, warum, für wen, und wo wir bauen. Ein anschauliches Beispiel stammt aus Dänemark, wo die Bewegungsaktivitäten außerhalb des organisierten Vereinssports während der Pandemie erheblich zugenommen hatten. Trotz eines leichten Rückgangs in der Zeit danach ist das Aktivitätsniveau heute immer noch höher als vor COVID ­19. Dies beweist, dass die Menschen bereit sind, sich zu bewegen, wenn es dort, wo sie leben und ihre Zeit verbringen, entsprechende Möglichkeiten gibt.

Kreative Lösungen im Stadtgefüge

Mehrere Vortragende betonten, dass multifunktionale Räume den Schlüssel zu mehr Bewegung bilden können. Im Rabalderparken im dänischen Roskilde wurde die Anpassung an den Klimawandel mit der Förderung von Freude an Bewegung kombiniert. Der Park, der zwecks Regenwassermanagement angelegt wurde, verwandelt sich in regenarmen Perioden in einen dynamischen Aktivitätsraum mit Skateparks, Trampolinen, Fitnessgeräten und Spielplätzen. Und auch wenn das Rückhaltebecken mit Wasser gefüllt ist, lädt der Park zur Bewegung ein, da die Besucher über die Betontrittsteine im Kanal hüpfen können.

Auch aus Schweden wurden ähnliche Beispiele vorgestellt: Die Stadtverwaltung von Uppsala betonte, dass es wichtig sei, „für den Fußball zu planen“, und nicht einfach nur „einen Fußballplatz zu bauen.“ Durch die Schaffung flexibler Räume entlang von Radwegen oder im Stadtgefüge können mehr Menschen zu spontaner Aktivität motiviert werden. Fachleute zeigten auf, wie mit nicht standardisierten Lösungen – darunter die Umwandlung von Parkhausdächern in Aktivitätsparks – Gruppen erreicht werden können, die normalerweise nicht am organisierten Sport teilnehmen.

Inklusion durch Partizipation und Vertrauen Während der Konferenz kam wiederholt die Frage auf, wie man diejenigen erreicht, die noch nicht aktiv sind. Die Bedeutung einer frühzeitigen Einbindung der Zielgruppen in den Planungsprozess wurde in diesem Zusammenhang betont. Die Experten Mike Lawless (Direktor, LA Architects) und Lisa­ Mari Watson (Geschäftsführerin, Tverga) stellten fest, dass die Frage „Was wollt ihr?“ selten hilfreiche Antworten liefert. Stattdessen müssen wir fragen: „Welche Menschen kommen nicht hierher? Warum kommen sie nicht? Und unter welchen Voraussetzungen würden sie kommen?“

Ein inspirierendes Beispiel ist das Programm “Positive Future“ in Wales, das sich an Kinder und Jugendliche in sozioökonomisch benachteiligten Gebieten richtet. Durch die Bereitstellung sicherer Räume, vorurteilsfreie Mitarbeitende und einen Fokus auf Beziehungen statt auf Leistung ist es mit diesem Programm gelungen, ein Gefühl der Sicherheit und Zugehörigkeit zu erzeugen. Finanzbudgets sollten kein Hindernis sein.

In Finnland zeigen die Malminkartano Activity Hall und das Tapanila Sport Centre in Helsinki, wie mithilfe von Barrierefreiheit und Vielfalt Orte der sozialen Interaktion entstehen können. Alle Angebote in Malminkartano sind kostenlos, und die Aktivitäten reichen von Sport und Musik über Handwerk bis hin zu entspanntem Miteinander – ein Ort, an dem sich diverse Generationen treffen und zugehörig fühlen.

Natur und Flexibilität als Werkzeuge Eine weitere bedeutsame Erkenntnis war, dass die Natur eine ebenso wichtige “Sportstätte“ sein kann wie eine Sporthalle. In Dänemark, wo es nur wenige Waldgebiete gibt, werden inzwischen neue Wälder speziell für Bewegungsaktivitäten angepflanzt. Casper Lindemann (Berater, Nationales Olympisches Komitee und Sportverband Dänemarks) zeigte auf, wie Trailcenter und Outdoor­ Pavillons für Menschen attraktiv sein können, die sich nicht mit der herkömmlichen Sportkultur identifizieren.

Petri Kontukoski (Kontukoski Architects) aus Finnland betonte, dass Bewegung in das tägliche Umfeld integriert werden muss, anstatt separate Räume für “besondere Gruppen“ zu schaffen. Flexible und multifunktionale Umgebungen – die sich für alles eignen, von spontaner sportlicher Aktivität bis hin zu sozialen Events – erreichen wesentlich mehr Menschen.

Bewegung für alle Künftige Lösungen für körperliche Aktivität basieren nicht auf kostspieligen Anlagen oder standardisierten Modellen. Es geht um Kreativität, Partizipation und darum, Chancen zu erkennen, wo andere Hindernisse sehen. Wir können die Kluft zwischen den Aktiven und den Inaktiven schließen, indem wir:

• innovativ denken – vorhandene Räume auf neue Weise nutzen

• Zielgruppen einbeziehen – denjenigen zuhören, die noch nicht aktiv sind

• Vertrauen schaffen – durch ein sicheres Umfeld und engagierte Mitarbeitende

• die Natur nutzen – als barrierefrei zugängliche und inklusive Arena

Das Wichtigste ist jedoch, dass wir die Bewegung zu einem selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Lebens machen können – für alle.

Olympiastadion Helsinki: eine historische Arena mit zukunftssicheren Lösungen

Im Anschluss an die Konferenz besichtigten die Teilnehmenden das Olympiastadion von Helsinki, ein symbolträchtiges Gebäude mit einer faszinierenden Geschichte. Es wurde 1939 im funktionalistischen Stil erbaut und sollte ursprünglich als Austragungsort für die Olympischen Spiele im selben Jahr dienen. Doch der Zweite Weltkrieg kam dazwischen, und erst 1952 wurden die Spiele schließlich in Helsinki ausgetragen.

In den 2000er Jahren wurde das Stadion umfassend und behutsam renoviert, um modernen Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Funktionalität gerecht zu werden. Eine der spannendsten Neuerungen ist der unterirdische Bereich mit Laufbahnen und einer modernen Sporthalle. Bei der Besichtigung erhielten die Teilnehmenden einzigartige Einblicke, wie eine historische Arena an die Bedürfnisse der heutigen Zeit angepasst werden kann, ohne ihre Seele zu verlieren.

Autorin und Foto: Annika Banyay Tiverman, IAKS Nordic

Generalversammlung der IAKS Schweiz 2026

Präsidiumswechsel IAKS Schweiz / ACO AG als Gastgeber der Generalversammlung

Am Donnerstag, 7. Mai 2026, fand die Generalversammlung der IAKS Schweiz bei der ACO AG in Netstal statt. 48 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit für den persönlichen Austausch, das Netzwerken sowie spannende Einblicke in ein international tätiges Unternehmen im Bereich nachhaltiger Wassertechnologien.

ACO ist ein Water­Tech­ Unternehmen, das weltweit Lösungen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Wasser entwickelt. Entlang des gesamten ACO WaterCycle entstehen intelligente Systeme zum Sammeln, Leiten, Reinigen, Speichern und Wiederverwenden von Wasser. ACO Schweiz ist seit 1972 Teil der international tätigen ACO Group und zählt mit rund 160 Mitarbeitenden zu deren Entwicklungs­ und Produktionsstandorten. In Netstal werden lokale Lösungen für den Schweizer Markt entwickelt und produziert.

ACO SPORT® umfasst Entwässerungssysteme und Komponenten für Sport­, Spiel­ und Freizeitanlagen. Sie sorgen für eine schnelle Wasserableitung, sodass die Sportanlagen das ganze Jahr über sicher genutzt werden können.

Im offiziellen Teil der Generalversammlung stand insbesondere der Wechsel im Präsidium im Mittelpunkt. Roger Gut übergab das Präsidium an Roger Schmid, bleibt der IAKS Schweiz jedoch weiterhin als Beisitzer im Vorstand bis zur Generalversammlung 2027 erhalten. So ist der Wis­

senstransfer innerhalb des Vorstands sichergestellt und die Kontinuität in der Verbandsarbeit gewährleistet. Die IAKS Schweiz bedankt sich herzlich bei Roger Gut für sein großes Engagement als Präsident und freut sich gleichzeitig auf die weitere Entwicklung des Netzwerks unter der Führung von Roger Schmid.

Ebenfalls wurde Carla Spielmann neu in den Vorstand gewählt. Mit ihrer Erfahrung und ihrem fachlichen Hintergrund wird sie künftig wichtige Impulse für die Vereinsarbeit einbringen.

Eine besondere Ehrung erhielt Dr. Stefan Kannewischer. Auf Antrag des Vorstands wurde er von der Versammlung mit großem Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Die IAKS Schweiz würdigt damit sein langjähriges und außerordentliches Engagement für die Branche sowie für die IAKS.

Im Anschluss an die Generalversammlung erhielten die Teilnehmenden bei einer Betriebsführung spannende Einblicke in die Welt von ACO Schweiz. Präsentiert wurden innovative Produkte, nachhaltige Lösungen sowie aktuelle Entwicklungen im Bereich moderner Entwässerungs­ und Wassermanagementsysteme.

Der abschließende Apéro bot Gelegenheit für persönliche Gespräche, neue Kontakte und den fachlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen und Innovationen im Sport­ und Freizeitanlagenbau. Die IAKS Schweiz bedankt sich herzlich bei der ACO AG für die Gastfreundschaft sowie beim Vorstandsmitglied Stephan Fässler für die Mitorganisation des gelungenen Anlasses.

Neuer Präsident IAKS Schweiz

Roger Schmid wurde zum Präsidenten der IAKS Schweiz gewählt und nahm die Wahl mit großem Respekt, mit Demut und mit Zuversicht an. Er arbeitet als Fachexperte für Spiel­, Sport­ und Bewegungsanlagen bei der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) und beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit der nachhaltigen, nutzungsorientierten und funktionalen Gestaltung von Spiel­, Sport­ und Bewegungsanlagen. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf Bewegungsinfrastrukturen, die selbsterklärend und fehlerverzeihend gestaltet sind. Er ist zudem Mitautor verschiedener BFU­Fachpublikationen zu diesem Thema. Seit mehreren Jahren engagiert er sich im Vorstand der IAKS Schweiz und kennt das Netzwerk aus nächster Nähe.

„Ein zentrales Anliegen ist mir die Förderung von Bewegungsräumen, die Menschen zur Bewegung motivieren, Impulse für nachhaltige und zukunftsfähige Bewegungsräume zu geben und die Vernetzung des fachlichen Austauschs innerhalb der IAKS weiter zu stärken.“

Autor: IAKS Schweiz, Fotos: ACO AG, IAKS Schweiz

Roger Gut, Roger Schmid
Vorstand der IAKS Schweiz
D | Frankfurt, Main Bad Bornheim, David Matthiessen

Zwischen Sanierungsdruck, Energieeffizienz und modernen Erwartungen

Fachtagung Bäder der IAKS Deutschland und der DGfdB, 6.5.2026 in Arnsberg

Die gemeinsame Fachtagung Bäder der IAKS Deutschland und der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) in Arnsberg hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Austausch, neue Ideen und starke Kooperationen für die Zukunft kommunaler Bäder sind. Die erstmals gemeinsam durchgeführte Veranstaltung brachte Fachleute aus Planung, Betrieb, Verwaltung und Industrie zusammen – und schuf dabei nicht nur Raum für fachliche Diskussionen, sondern auch für viele persönliche Gespräche und neue Kontakte.

Unter dem Titel „Zwischen Sanierungsdruck, Energieeffizienz und modernen Erwartungen: Wege zu zukunftsfähigen Bädern“ standen aktuelle Herausforderungen ebenso im Fokus wie innovative Lösungsansätze für Planung, Sanierung und Betrieb moderner Bäderanlagen. Bereits beim Netzwerkabend wurde deutlich: Die neue Kooperation zwischen der IAKS Deutschland und der DGfdB bietet eine starke Plattform für den gemeinsamen Austausch innerhalb der Branche.

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Besichtigung der Baustelle des städtischen Freibads Neheim. Direkt vor Ort konnten die Teilnehmenden einen exklusiven Blick auf den aktuellen Stand des Beckenneubaus werfen und sich mit den Projektbeteiligten austauschen. Vor allem die eingesetzte Pool­Technologie sorgte für großes Interesse: Mit dem modularen Schwimmbeckensystem wurde eine moderne Fertigteil­Verbundbauweise vorgestellt, die innovative technische Möglichkeiten mit effizienter und nachhaltiger Bauweise verbindet. Die Kombination aus praxisnahen Einblicken, technischer Innovation und direktem Austausch machte die Baustellenführung zu einem der spannendsten Programmpunkte des Tages.

Auch das Vortragsprogramm bot zahlreiche Impulse aus der Praxis. Nach der Begrüßung durch Susanne Mossal­Wagner, Andreas Kernig und Thomas Baum für die IAKS Deutschland und Prof. Dr. Christian Kuhn für die DGfdB sowie Bürgermeister Ralf Paul Bittner für die Stadt Arnsberg eröffnete Jens Scheib vom Deutschen Olympischen Sportbund mit einer Keynote zum aktuellen Stand des SKS­ Programms die Veranstaltung.

Im Anschluss stellten Paul Gerrits von Pellikaan sowie Pecco Becker von BBP Becker & Barenberg das Freibadprojekt in Neheim näher vor. Dabei ging es nicht nur um planerische und technische Herausforderungen, sondern auch um die Frage, wie moderne Freibäder nachhaltig, wirtschaftlich und zugleich attraktiv für die Nutzerinnen und Nutzer gestaltet werden können.

Weitere Vorträge beschäftigten sich mit energieeffizienten Modernisierungen bestehender Bäderanlagen, der Vermeidung von Bauschäden sowie mit Möglichkeiten eines effektiven EnergieeffizienzControllings durch nachgerüstete Zählersysteme. Ergänzt wurde das Programm durch den Vortrag zum Studierendenprojekt von Chantal Plantör und Naomi Brenneis, Gewinnerinnen des letztjährigen IAKS Deutschland Innovationswettbewerbs in der Kategorie Bäder.

Neben den fachlichen Inhalten stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Ob in den Vortragsräumen, während der Pausen oder beim geführten Ausstellerrundgang – überall wurde diskutiert, gefragt, vernetzt und weitergedacht. Genau dieser offene Dialog machte die Fachtagung besonders wertvoll.

Ein herzlicher Dank gilt allen Referierenden für ihre spannenden Beiträge und fachlichen Einblicke sowie

Partner der Veranstaltung

allen Ausstellern und Partnerunternehmen, die mit ihrer Unterstützung maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Die gelungene erste gemeinsame Fachtagung von IAKS Deutschland und DGfdB hat gezeigt, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit beider Organisationen steckt – und wie wichtig der gemeinsame Blick auf innovative, nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen für kommunale Bäder ist.

Autor und Fotos: IAKS Deutschland

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Die finnische Aufsichtsbehörde ist eine nationale, sektorübergreifende staatliche Einrichtung, die für Genehmigungen und Lizenzen, Aufsicht, Registrierung, Durchsetzung sowie beratende Aufgaben in verschiedenen Bereichen zuständig ist.

Die Sportabteilung der Behörde fördert körperliche Aktivität, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit über die gesamte Lebensspanne hinweg. Ihre Arbeit basiert auf gesetzlichen Grundlagen. Sie stärkt die Rolle von Bewegung als zentrale kommunale Aufgabe und verbessert die lokalen Rahmenbedingungen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Zudem unterstützt sie die Kommunen bei der Erreichung sportpolitischer Ziele durch staatliche Fördermittel, Bildung, Informationsvermittlung sowie durch die Bereitstellung von Daten zur regionalen Verfügbarkeit von Sportangeboten. Darüber hinaus engagiert sie sich in nationalen und internationalen Netzwerken. Die Behörde vergibt staatliche Fördermittel an Kommunen und andere Akteure für Projekte, die körperliche Aktivität steigern und das Wohlbefinden verschiedener Bevölkerungsgruppen verbessern. Sie bietet Beratung beim Bau von Sport­ und Freizeiteinrichtungen und fördert unterschiedliche Projektarten.

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Hagedorn

Bad Essen (Deutschland)

Hagedorn ist ein kleineres Unternehmen, das sich auf Raumkonzepte für die Bewegungserziehung im Rahmen der architektonischen Planung von Turnhallen, Spiel­ und Sporthallen sowie Mehrzweck­Sportanlagen spezialisiert hat. Zu diesem Zweck erweitert Hagedorn rein sportlich ausgerichtete Raumfunktionen und verbindet verschiedene Bewegungsaktivitäten miteinander. Erst durch die gezielte Anordnung der einzelnen Geräte entsteht ein Zusammenspiel aus Wand­, Decken­ und Bodeninstallationen. So entsteht ein Gesamtensemble, das zum Bewegen einlädt und vielfältige Möglichkeiten für Unterrichtskonzepte bietet.

Seit mehr als 30 Jahren umfasst das Portfolio des Unternehmens auch Turngeräteprogramme, die auf der Grundlage des ursprünglichen „Bewegungsbaustelle“­Konzepts von Klaus Miedzinski entwickelt, hergestellt und vertrieben werden. Gemeinsam mit dem Oldenburger Architekten Jürgen Koch – einem der wichtigsten Initiatoren des „Turnhaus“­Modells der Zukunft – entwarf Hagedorn zudem den neuen Gebäudetyp „Turnhaus“, in dem die Nutzer in einer „mensch­ökologischen“ Atmosphäre eine Vielzahl von Bewegungsformen entdecken können.

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VON BINDER.
DAS ORIGINAL
© Fred Pieau
Photographe

Inspirationsquelle Tsawwassen: natürli-

che Schönheit und Gemeinschaftsgeist

Winskill Aquatic and Recreation Centre in Tsawwassen, Kanada

Der Entwurf für das Winskill Aquatic and Recreation Centre sieht ein hochmodernes Gemeinschaftszentrum mit erweiterten Außensportanlagen vor, das vielfältigen Freizeitbedürfnissen gerecht wird und Barrierefreiheit sowie Funktionalität in den Fokus stellt. Der Planungsprozess basiert auf der engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Delta, Unitech Construction Managers und DIALOG/Carscadden Architects und folgt einer Projektcharta, die Programmangebot, Kosten und gestalterische Ziele miteinander in Einklang bringt.

Das neue Schwimm­ und Freizeitzentrum mit einer Gesamtfläche von 9.475 m² ist als lebendiger Treffpunkt für Freizeit, Wellness und soziale Interaktion geplant. Bei der architektonischen Gestaltung ließen sich die Planer von der natürlichen Schönheit und dem Gemeinschaftsgeist von Tsawwassen inspirieren und nahmen Elemente auf, die die lokalen Ökosysteme und die Rolle der Region als Rastgebiet für Zugvögel widerspiegeln.

Die Anlage wird über eine Sporthalle für Hallensport und Veranstaltungen sowie ein modernisiertes Schwimmzentrum verfügen, darunter ein 25­ Meter­ Becken mit acht bis zehn Bahnen, ein Freizeitbecken, ein Wellnessbereich, eine Wasserrutsche und ein Lehrbecken. Im Wellnessbereich sind ein barrierefreier Whirlpool, ein barrierefreies Tauchbecken, eine Sauna und ein Dampfbad vorgesehen. Inklusion wird mithilfe universeller und geschlechtsspezifischer Umkleiden gewährleistet. Die Innenräume fördern Begegnung und Bewegung. Offene, lichtdurchflutete Korridore leiten die Besucher durch die Anlage. Zu den weiteren Einrichtungen zählen Fitness­ und Trainingsbereiche, Mehrzweckräume sowie eigene Räumlichkeiten für den Boys and Girls Club.

Öffentliches “Wohnzimmer“

Im Mittelpunkt des Winskill Aquatic and Recreation Centre steht ein großzügiger öffentlicher Aufenthaltsbereich, das sogenannte “ Wohnzimmer“, der sowohl mit dem Außenbereich als auch mit allen wichtigen Programmbereichen – Schwimmen und Fitness/Training – verbunden ist. Er ist mit warmen Holzoberflächen gestaltet und öffnet sich im Erdgeschoss zu einem lebendigen öffentlichen Innenhof mit Basketballplatz, naturnahen Bereichen und befestigter Infrastruktur für Veranstaltungen. Der Innenhof wird mit Kunstwerken aufgewertet. Im Obergeschoss ist der Aufenthaltsbereich mit einem öffentlichen Garten und einer Aussichtsplattform verbunden, die Ausblicke auf den Park und die Baseballfelder bietet. Die Plattform kann auch für Veranstaltungen angemietet oder für Fitnessaktivitäten im Freien genutzt werden.

“Tsawwassen“ bedeutet in der Sprache der First Nation “Land, das dem Meer zugewandt ist“. Hier trifft das Meer auf das Land, im Hintergrund erstreckt sich das mächtige Delta des Fraser River. Die Landschaft ist größtenteils flach und lässt die Sonne und den Himmel auf eine für das überwiegend bergige Kanada ungewöhnliche Weise erleben. Das Einzugsgebiet der Stadt Delta erstreckt sich rund um das große Feuchtgebiet Burns Bog, das als “Lunge der Region“ gilt. Sümpfe, Vögel und die Natur insgesamt sind zentrale Elemente der lokalen Identität. Das Winskill Aquatic and Recreation Centre reagiert auf diese örtlichen Besonderheiten mit dem erhöht angelegten öffentlichen Garten und der Aussichtsplattform (als höchster Punkt im Park!) sowie einer funkelnden Fassade, die das Lichtspiel am Horizont im Tagesverlauf reflektiert.

Erdige Sanftheit

Im Sockelbereich umspielen grau­braune Ziegel behutsam Fenster und Eingänge und verleihen dem Bau eine erdige Sanftheit, ähnlich einem Flussdelta. Darüber fängt eine facettierte, reflektierende Metallverkleidung die ruhigen Rosa­ und Orangetöne des Sonnenaufgangs und ­ untergangs ein und setzt damit einen Kontrast zum lebhaften Treiben der Menschen, die im Gebäudeinneren schwimmen und sich vergnügen. Im Innenraum spiegeln warmes Holz, Aluminiumgeländer, graue, weiße und blaue Fliesen mit Farbverlauf sowie grüne Akzente das Zusammenspiel von Fluss, Land und Meer wider.

Im Rahmen einer umfassenden Freiraumplanung sind neue Baseballfelder, modernisierte Parkflächen, Wege und Aufforstungsmaßnahmen vorgesehen, um den von Nutzergruppen benannten Anforderungen Rechnung zu tragen und die Fußgängersicherheit zu verbessern.

Im Mittelpunkt der Entwurfsvision stehen Nachhaltigkeit und Inklusion mit Elementen wie Einstiegsrampen in allen Schwimmbecken, energieeffizienten Systemen, begrünten Dächern und einer Vorbereitung für eine Photovoltaikanlage. Im weiteren Projektverlauf werden ein fortlaufender Austausch und sorgfältige Entscheidungen wesentlich dafür sein, den Zeitplan und Kostenrahmen einzuhalten sowie den kooperativen Geist zu bewahren, mit dem sich das Winskill Aquatic and Recreation Centre als neuer Ankerpunkt für Freizeit, Wellness und Gemeinschaftsleben in der Stadt Delta auszeichnen wird.

Autor und Renderings: DIALOG, www.dialogdesign.ca

Warum bauen wir Schwimmbäder?

Schwimmbäder gehören zu den meistgenutzten und beliebtesten öffentlichen Einrichtungen. Sie bringen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, Fähigkeitsstufen und Hintergründe zusammen und bieten gemeinsame Räume, in denen Gesundheit, Spaß, Inklusion und soziale Kontakte gefördert werden. Schwimmbäder leisten einen Beitrag zum Aufbau widerstandsfähiger und inklusiver Gemeinschaften und bieten eine Vielzahl von Vorteilen. Ungeachtet ihrer umfassenden Bedeutung zählen öffentliche Schwimmbäder zu den kommunalen Einrichtungen mit den höchsten Bau- und Betriebskosten. Bei der Planung eines wirtschaftlich tragfähigen Schwimmbads ist es daher unerlässlich, die mit dem Entwurf angestrebten Ziele und Vorteile genau zu kennen. Dies beginnt oft mit der Beantwortung einer einfachen Frage: Warum bauen wir Schwimmbäder? Eine Fragestellung, der sich der IAKS Expertenkreis “Bäder“ in diesem Diskussionspapier widmet.

Allzu oft wird der Planungsprozess zu Beginn eines Schwimmbadprojekts – sei es ein Neubau oder eine Sanierung – von unmittelbaren praktischen Erfordernissen bestimmt, beispielsweise Schwimmkurse, Schulschwimmen oder Wettkämpfe. Diese organisierten Nutzungsformen sind zwar wichtig, machen jedoch nur einen Bruchteil des Gesamtpotenzials eines Schwimmbads aus. Viele Bauherren (in der Regel Kommunen) übersehen die weitreichenden Vorteile, die gut geplante Schwimmbäder für die Gemeinschaft bieten können – von inklusiver Freizeitgestaltung und Rehabilitation bis hin zu psychischer Gesundheit und kultureller Zugehörigkeit.

Dieses Diskussionspapier soll den diesbezüglichen Diskurs bereichern. Im Fokus steht eine breitere Sichtweise des Werts von Schwimmbädern, verbunden mit dem Plädoyer, sie nicht nur als Freizeitanlagen zu betrachten, sondern als strategische Investitionen in die öffentliche Gesundheit, Gemeindeentwicklung und soziale Infrastruktur.

Um dieses Potenzial auszuschöpfen, ist es entscheidend, bereits zu Beginn des Planungsprozesses klare Ziele festzulegen – und den Fortschritt im Projektverlauf anhand dieser Ziele zu überprüfen. Die Ziele dienen als Leitfaden für Planungsentscheidungen und stellen sicher, dass die fertiggestellte Anlage auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinschaft zugeschnitten ist.

In der Vergangenheit basierte die Planung der meisten Schwimmbäder auf einem sehr engen Verständnis dessen, was die Gemeinschaft braucht. Daher sind bei vielen älteren Bädern Verbesserungen mithilfe eines breiter und inklusiver angelegten Sanierungskonzepts möglich.

Dieses Dokument soll Mitarbeitenden von Kommunalverwaltungen und Entscheidungsträgern als Hilfsmittel dienen, um fundierte Begründungen für und klare Erwartungen an Schwimmbadprojekte in ihren Gemeinden zu entwickeln und so Bäder zu schaffen, die über Generationen hinweg einen bleibenden sozialen Wert haben.

Potenzielle Vorteile

Öffentliche Schwimmbäder bieten Vorteile, die weit über die reine Freizeitgestaltung hinausgehen. Wir haben diese Vorteile in vier Hauptkategorien unterteilt: Vorteile für Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit, soziale Vorteile, sportbezogene Vorteile sowie wirtschaftliche Vorteile. Im Folgenden werden diese kurz erläutert.

Vorteile für Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit

• Ertrinkungsprävention, Sicherheit am und im Wasser, Schwimmausbildung Im Schwimmbad werden grundlegende Lebenskompetenzen vermittelt, darunter auch Sicherheit und Souveränität im und am Wasser. Schwimmenlernen stärkt das Selbstvertrauen und bereitet sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ein verantwortungsvolles Verhalten in und am Wasser in allen Umgebungen vor.

• Rehabilitation

Wasserbasierte Aktivitäten sind ein wirksames Mittel der körperlichen Rehabilitation. Für bestimmte Personengruppen – darunter Menschen mit Gelenkbeschwerden, Verletzungen oder Übergewicht – kann körperliche Aktivität im Wasser eine der wirksamsten und gelenkschonendsten Formen körperlicher Betätigung sein.

• Wohlbefinden, Entspannung und psychische Gesundheit

Die beruhigende Wirkung von Wasser – insbesondere in Thermal­ und Wellnessbädern – kann dazu beitragen, Körper und Geist zu entspannen, Stress abzubauen und das allgemeine psychische Wohlbefinden zu unterstützen.

• Freizeit und Spaß

Schwimmbäder sollen Raum für Familien mit Kindern und Jugendliche bieten. Sie sind ein gesundheitsfördernder Ort, um Kontakte zu knüpfen, zu spielen und gemeinsam Freizeit zu verbringen.

• Grundlage für andere Wasseraktivitäten

Schwimmen ist eine grundlegende Voraussetzung für das sichere Ausüben vieler anderer Wassersportarten wie Surfen, Kajakfahren und Stand­upPaddling.

• Abkühlung bei Hitze

In Zeiten extremer Hitze sowie in heißen Regionen der Welt kann die Möglichkeit, sich abzukühlen, lebensentscheidend sein. Wasser ist außerordentlich effektiv, um die Körpertemperatur zu senken, sodass Schwimmbäder einen wertvollen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit leisten können.

Soziale Vorteile

• Jugendförderung

Schwimmen und andere Wasseraktivitäten sind eine positive und gesunde Art der Freizeitgestaltung und können beim Aufbau sozialer Netzwerke helfen. Das Engagement in Schwimmvereinen oder als Rettungsschwimmer kann zudem Führungskompetenz ausbilden und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen eröffnen.

• Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl

Schwimmbäder dienen als Treffpunkte, die den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärken. Sie bieten eine gemeinsame Umgebung, in der Menschen aller Altersgruppen und Hintergründe in Kontakt treten können.

• Inklusion, universelles Design und eine gerechte Gesellschaft Schwimmbäder können in allen Lebensphasen und auf jeder Fähigkeitsstufe genutzt werden – sie sind wirklich Orte für alle. Durch inklusives Design und Barrierefreiheit werden sie zu Orten, an denen sich jeder willkommen und gut aufgehoben fühlt.

Sportbezogene Vorteile

• Fitness und Sport für alle Von Bahnenschwimmen bis hin zu Wassergymnastik – Schwimmbäder bieten Möglichkeiten für eine breite Palette körperlicher Aktivitäten, mit denen die Gesundheit und Fitness unterschiedlichster Personen und Gruppen gefördert werden.

• Wettkampfsport Schwimmwettkämpfe und Wettbewerbe in anderen Wassersportarten bieten die Möglichkeit, persönliche Fitnessziele zu verfolgen, Disziplin zu entwickeln und aktiv zu bleiben.

• Spitzensport Ein solides Netzwerk aus Schwimmbädern für lokale, regionale und nationale Veranstaltungen unterstützt die Entwicklung von Hochleistungssportlern und ebnet den Weg zu Wettkämpfen auf höchster Ebene.

Wirtschaftliche Vorteile

• Kostensenkungen für das Gesundheitssystem Öffentliche Schwimmbäder fördern einen gesünderen und aktiveren Lebensstil und tragen so dazu bei, die Kosten für das Gesundheitssystem zu senken. Ein deutliches Beispiel hierfür waren die Lockdowns während der Covid­19Pandemie, als viele ältere Menschen ihre regelmäßigen Wassergymnastikkurse nicht besuchen konnten. In der Folge verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand erheblich, was die wichtige Rolle verdeutlicht, die öffentliche Schwimmangebote in der Präventivmedizin spielen.

• Weniger Fehlzeiten am Arbeitsplatz

Die Gesundheit der Erwerbsbevölkerung war ein wesentlicher Grund dafür, dass in England ab etwa 1850 der Schwimmbadsektor verstaatlicht wurde und die sogenannten „public baths“ entstanden. Dieser Nutzen ist bis heute anerkannt.

• Stadtentwicklung

Freizeitanlagen einschließlich Schwimmbädern und Gemeindezentren sind Motoren der Stadterneuerung. Sie können die Attraktivität einer Gemeinde steigern und sogar den Wert lokaler Immobilien erhöhen.

• Ansiedlung neuer Unternehmen

Unternehmen berücksichtigen bei Entscheidungen über einen Standort oder eine Expansion zunehmend die Verfügbarkeit kommunaler Einrichtungen. Der Zugang zu Freizeitanlagen wie Schwimmbädern kann als entscheidender Faktor in derartige Überlegungen einfließen.

• Wachstum im Tourismus

Schwimmbäder bilden eine natürliche Ergänzung zu anderen touristischen Angeboten wie Skifahren, da sie ganzjährige Freizeitmöglichkeiten anbieten. Insbesondere Hallenbäder können dazu beitragen, die Tourismussaison zu verlängern und die Gesamtattraktivität einer Region zu steigern.

• Schaffung von Arbeitsplätzen

Der Bau und Betrieb eines Schwimmbads erfordern ein vielfältiges Team und schaffen sinnstiftende Arbeitsplätze – auch für junge Menschen. Sie können auch eine wichtige Brücke für diejenigen darstellen, die sich beruflich neu orientieren möchten.

Zusammenfassend sind die Vorteile öffentlicher Schwimmbäder vielfältig, wirkungsvoll und nachhaltig. Auch wenn verschiedene Gemeinden einzelne Aspekte unterschiedlich stark gewichten mögen, ist es in jedem Fall entscheidend, klare Prioritäten zu setzen und realistische Ziele zu definieren. Im folgenden Abschnitt wird beschrieben, wie das gelingt.

Ziele definieren: Ausgangspunkt eines erfolgreichen Projekts

Öffentliche Schwimmbäder sind einzigartige öffentliche Anlagen und können zu einer Vielzahl von Zielen beitragen: Ertrinkungsprävention, Förderung der öffentlichen Gesundheit, Freizeitgestaltung, Rehabilitation, Inklusion, Jugendförderung und Schaffung lokaler Arbeitsplätze. Um diese Vorteile zu garantieren, muss der Ausgangspunkt jedes Projekts eine klare Zieldefinition sein. Wenn der Erfolg von Beginn an eindeutig definiert ist, wird dies jede wichtige Entscheidung prägen – von der Planung über die Programmgestaltung bis hin zur Messung der langfristigen Leistung.

Als Leitfaden für diesen Prozess umreißen die folgenden Schritte die wichtigsten Aspekte für die erfolgreiche Umsetzung eines öffentlichen Schwimmbadprojekts. Weitere technische Hinweise finden Sie im Leitfaden „So realisiert man ein öffentliches Schwimmbad richtig“ des IAKS Expertenkreises Bäder.

Warum machen wir das? Die strategische Ebene Bevor festgelegt wird, was gebaut oder renoviert werden soll, muss man sich darüber im Klaren sein, warum man es tut. Jede Anlage sollte auf einem klar definierten Zweck basieren. Die Definition beginnt oft mit der Auswertung von Daten bestehender Bäder. Eine solche Auswertung ist auf strategischer und politischer Ebene hilfreich, wenn Entscheidungsträger die Kernziele des Projekts festlegen oder einen festgestellten Bedarf berücksichtigen. Es kann zum Beispiel darum gehen, eine veraltete und/oder energetisch ineffiziente Anlage zu ersetzen, die Überlastung anderer bestehender Schwimmbäder zu senken, fehlende Angebote wie familienfreundliche Bereiche hinzuzufügen oder ein neues Freizeit­ oder Wellnessangebot in der Region einzuführen.

Regionale und nationale Planung Schwimmbäder dienen selten nur ihrem unmittelbaren Umfeld. Ihre Wirkung – und ihre Nutzer – erstrecken sich oft über ein größeres Einzugsgebiet. Daher ist es unerlässlich, jede neue Anlage auf die regionale und nationale Planung abzustimmen.

Mittels Analyse des bestehenden Schwimmbadangebots in einer bestimmten Region können Entscheidungsträger Lücken besser identifizieren und Überschneidungen vermeiden. Gibt es zum Beispiel genügend Warmwasserbecken für therapeutische Zwecke? Besteht ein Mangel an Bädern für Schwimmkurse? Oder gibt es in der Region vielleicht schon mehrere 50 ­m­Becken? Die nationale Perspektive gewinnt besonders dann an Bedeutung, wenn Bedarf an speziellen Funktionen besteht, wie beispielsweise Anlagen für den Leistungssport.

Die Nutzer wissen es am besten Sobald der übergeordnete Zweck des Projekts feststeht, ist es entscheidend, die zukünftigen Nutzer – und auch NichtNutzer – einzubeziehen, da sie eine zentrale Rolle für den Erfolg des Projekts spielen. Nutzer können dabei helfen zu erklären, warum bestimmte Merkmale wichtig sind und welche Funktionen benötigt werden, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Dieses Feedback wird zu einer wertvollen Ressource für Architekten und Betreiber bei der Überführung breiter Ziele in praktische, funktionale Entwürfe.

Zeitpunkt der Nutzerbeteiligung

Die Einbindung der Nutzer ist in den frühen Planungsphasen am wertvollsten, wenn wichtige Entscheidungen zur Programmgestaltung und zum Zweck erst noch getroffen werden. Später, sobald das vorläufige Konzept vorliegt, sollten die Nutzer erneut in den Prozess einbezogen werden, um die vorgeschlagenen Inhalte und Funktionen zu testen, zu verfeinern und zu validieren.

Um sicherzustellen, dass die Beiträge der Nutzer sinnvoll sind, ist es wichtig, klare Erwartungen an den Zweck der Nutzerbeteiligung zu formulieren. Das Ziel ist nicht Konsens, sondern Information. Es geht darum, Entscheidungsprozesse mit Informationen anzureichern, nicht sie zu verzögern. Wichtig ist, ein breites Spektrum künftiger Nutzer einzubeziehen – sowohl organisierte als auch selbstorganisierte Gruppen. Zudem ist es ratsam, neben den künftigen lokalen Nutzern auch Fachleute aus der Praxis und Interessengruppen zu beteiligen, die verschiedene Aktivitäten vertreten, wie beispielsweise Rettungsschwimm­ oder Wassersportverbände.

Prozessgestaltung und Kuratieren des Inputs von Nutzern und Experten Sowohl der Eigentümer/Betreiber der Anlage als auch der Architekt spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Prozessen, die Nutzerbeiträge berücksichtigen und zugleich sicherstellen, dass dieser Input entsprechend gewichtet wird, je nachdem, wie bedeutsam die Bedürfnisse jeder Gruppe für den Erfolg der Anlage sind.

Wenn das vorrangige Ziel beispielsweise die Ertrinkungsprävention ist, muss ein Umfeld eingerichtet werden, das Selbstvertrauen im und am Wasser fördert, einschließlich warmer, flacher Becken für Anfänger. Wenn sich der Konsultationsprozess daher zu stark auf Leistungsschwimmer konzentriert, könnten deren Bedürfnisse den Gestaltungsprozess dominieren – und es könnte eine Anlage entstehen, die ihrem eigentlichen Zweck nicht gerecht wird.

Wissen aufbauen, um bessere Entscheidungen zu treffen Letztendlich beruhen gute Entscheidungen auf fundierten Informationen: nutzerbezogene Daten, Kenntnis des lokalen, regionalen und nationalen Anlagenkontexts sowie ein klares Verständnis des strategischen Projektzwecks.

Es lohnt sich, dem Prozess die notwendige Zeit zu geben. Wenn eine frühzeitige Nutzereinbindung übersprungen wird oder keine klaren Projektziele festlegt werden, kann dies zu kostspieligen Änderungen führen, da selbst kleinste Anpassungen Nachbesserungen durch Architekten, Ingenieure oder Auftragnehmer erfordern können. Frühzeitig Zeit zu investieren, um ein solides Wissensfundament aufzubauen, ist nicht nur effektiver, sondern auch wirtschaftlicher.

Beim Festlegen von Zielen ist es wichtig sicherzustellen, dass diese messbar sind. Dies wird im nächsten Abschnitt näher erläutert.

Ergebnisse und Wirkung messen: warum dies für öffentliche Bäderinvestitionen wichtig ist

Öffentliche Schwimmbäder erfordern erhebliche Investitionen. Daher ist es unerlässlich zu evaluieren und zu messen, ob – und inwieweit – die zu Projektbeginn festgelegten Ziele erreicht werden.

Zweck klären und Wert nachweisen

In einer Zeit der zunehmend strengen Kontrolle öffentlicher Ausgaben reicht es nicht aus, dass Schwimmbadprojekte einen Mehrwert bieten –dieser muss auch nachgewiesen werden. Für Kommunalverwaltungen und Geldgeber bedeutet dies, klare Ziele zu formulieren und solide Rahmenbedingungen zu schaffen, um Ergebnisse und Wirkung zu messen. Es ist unerlässlich, die Vorteile öffentlicher Schwimmbäder aufzuzeigen – nicht nur im Hinblick auf die Rechenschaftspflicht, sondern auch, um eine nachhaltige Finanzierung, politische Unterstützung und das Vertrauen der Bevölkerung zu sichern.

Von Inputs zu Wirkung

Allzu oft konzentriert sich die Bewertung der kommunalen Infrastruktur auf Inputs (zum Beispiel aufgewendete Mittel) oder Outputs (zum Beispiel Besucher zahlen). Diese Kennzahlen sind zwar nützlich, beantworten aber nicht die zentralen Fragen: Was hat sich geändert? Für wen? Und warum?

Eine ergebnisbasierte Messung geht tiefer. Sie erfasst die konkreten Veränderungen, die Schwimmbäder für Einzelpersonen und Gemeinschaften bewirken, beispielsweise mehr Sicherheit für Kinder, mehr körperliche Aktivität bei älteren Menschen oder ein stärkerer sozialer Zusammenhalt in multikulturellen Gemeinschaften. Die Erstellung eines Logikmodells oder einer Theorie des Wandels in einer frühen Projektphase kann dabei helfen, sowohl die Planung als auch die Evaluierung zu steuern, indem die angestrebten Ergebnisse explizit sichtbar gemacht werden.

Instrumente zur Wirkungsmessung

Indikatoren und Messebenen

Die Ergebnisse lassen sich auf verschiedenen Ebenen nachverfolgen:

• Mikroebene: Veränderungen bei individuellem Verhalten oder Gesundheitszustand (zum Beispiel ein Kind, das bestimmte Schwimmziele erreicht)

• Mesoebene: Veränderungen auf Gemeindeebene (zum Beispiel verstärktes Engagement in der Gemeinde oder stärkere soziale Bindungen)

• Makroebene: breitere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Auswirkungen (zum Beispiel niedrigere Gesundheitskosten oder verbesserte Klimaresilienz)

Die Indikatoren sollten SMART sein (Specific, Measurable, Attainable, Realistic, Timely) – also spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und termingebunden. Sie können qualitativer oder quantitativer Natur sein:

• qualitativ, beispielsweise Interviews, in denen persönliche Erfahrungen erfasst werden

• quantitativ, beispielsweise Senkung der Nichtschwimmer­ Quote

Die Auswahl der Indikatoren muss die Prioritäten der Interessengruppen und ethische Überlegungen widerspiegeln, insbesondere bei der Arbeit mit vulnerablen Bevölkerungsgruppen.

Soziale Investitionsrendite (SROI)

Die SROI ist ein Rahmenkonzept, das weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es hilft dabei, den sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nutzen verschiedener Angebote und Anlagen, inklusive Schwimmbäder, zu quantifizieren. Mit der SROI wird der soziale Wert geschätzt, der pro investiertem Dollar/Euro geschaffen wird. Für nicht marktbezogene Ergebnisse werden finanzielle Ersatzindikatoren herangezogen, wie beispielsweise gesteigertes Wohlbefinden, stärkerer sozialer Zusammenhalt, weniger Ertrinkungsfälle oder geringeres Verletzungsrisiko.

So ergab beispielsweise eine Studie von Royal Life Saving Australia mit dem Titel „Social Health and Economic Benefits of the National Aquatic Industry“ eine SROI von 4,87 AUD für jeden in Schwimmbadinfrastruktur und ­angebote investierten australischen Dollar.

Die SROI ist ein leistungsstarkes, zugleich jedoch datenintensives Instrument, dessen Wirksamkeit von der Qualität der Ersatzindikatoren und Inputs der Interessengruppen abhängt. Ihre finanzielle Ausrichtung kann zudem komplexe Ergebnisse übermäßig vereinfachen, weshalb Vergleiche zwischen SROI­Analysen mit Vorsicht anzugehen sind.

Kosten-Nutzen-Analyse (KNA)

Die Kosten­Nutzen­Analyse ist ein eher klassischer Ansatz, bei dem sowohl direkte als auch indirekte Kosten und Vorteile monetär bewertet werden, um den Gesamtnettowert eines Projekts zu bestimmen.

Direkte Kosten und Vorteile können beispielsweise der Nettowert der durch das Schwimmbad geschaffenen Arbeitsplätze für die lokale Wirtschaft sein, während indirekte Kosten und Vorteile weniger offensichtlich sein können, wie etwa Einsparungen im Gesundheitswesen, die mit dem Schwimmbad in Verbindung stehen.

Obwohl die KNA in ihrem Umfang enger gefasst ist als die SROI, ist sie für Finanzabteilungen oft leichter nachvollziehbar und eignet sich besser für die Begründung technisch anspruchsvoller Investitionsvorhaben.

Ethische Faktoren und Relevanz für Interessengruppen Eine qualitativ hochwertige Messung erfordert ethische Integrität – Respekt gegenüber den Teilnehmenden, ehrliche Berichterstattung und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen. Die Ergebnisse sollten zudem relevant sein: Kennzahlen, die für die Interessengruppen und Gemeinschaften wirklich wichtig sind, und nicht nur das, was sich am einfachsten messen lässt.

Die Einbindung aller Beteiligten – von Schwimmkursteilnehmern bis hin zu kommunalen Planern – ist entscheidend, um zu ermitteln, was als Erfolg zu werten ist und wie er erfasst werden sollte. Dies verbessert nicht nur die Evaluierungsqualität, sondern schafft auch Legitimität und gemeinsame Verantwortung für die Ziele der Einrichtung.

Messungen in der Schwimmbadplanung verankern Für Planer und Entscheidungsträger ermöglicht die frühzeitige Einbindung des Wirkungsdenkens in ein Schwimmbadprojekt eine intelligentere Planung, überzeugendere Geschäftsargumente und bessere langfristige Ergebnisse. Die Festlegung einer klaren und messbaren Palette sozialer und wirtschaftlicher Ziele stellt sicher, dass die Anlage nicht nur zweckmäßig, sondern auch zukunftsfähig ist.

Die Evaluierung sollte keine nachträgliche Überlegung sein – sie sollte vielmehr Investitionsentscheidungen, die strategische Ausrichtung und das öffentliche Narrativ zum Wohlergehen der Gemeinschaft leiten.

Fazit

Öffentliche Schwimmbäder schaffen einen umfassenden und nachhaltigen Wert für Gemeinschaften – aber nur, wenn dieser Wert bewusst definiert, verfolgt und gemessen wird.

Dieses Diskussionspapier gibt einen Überblick über die vielfältigen Vorteile, die öffentliche Schwimmbäder für die Gemeinschaft bieten können, enthält Leitlinien zur Festlegung der Projektziele und stellt verschiedene Methoden zur Quantifizierung der Wirkung vor. Auch wenn jede Gemeinschaft und jeder Kontext einzigartig sind und eine differenzierte Herangehensweise erfordern, bleiben die allgemeinen Vorteile und unser Ansatz zu deren Verwirklichung doch dieselben.

Wir hoffen, dass dieses Diskussionspapier eine Wissensgrundlage bietet, wenn Projekte zum Neubau oder zur Sanierung eines Schwimmbads in Angriff genommen werden. Für weitere Informationen empfehlen wir die Lektüre des Leitfadens „So realisiert man ein öffentliches Schwimmbad richtig“ des IAKS Expertenkreises “Bäder“.

Mithilfe einer durchdachten Zieldefinition und soliden Projektumsetzung kann jedes Schwimmbadprojekt zu einem Eckpfeiler des Gemeinwohls werden – und so die Bedürfnisse und Wünsche der lokalen Gemeinschaft über viele Jahre erfüllen. iaks.sport/network/expert-circles

Autoren: Darryl Condon, Warren Green, Gar Holohan, RJ Houston, Stefan Kannewischer (Vorsitz), Jens Oyas Moller, Frederic Tomarchio Fotos: Eugeni Pons, Thomas Dix Foto-Design, Dietmar Gust, Zeller Bäderbau

Transformation im Bäderbau ermöglicht mehr Nachhaltigkeit

Weiterbauen im Bestand – Salinarium Bad Dürkheim

Mit der Erweiterung des Salinariums in Bad Dürkheim zeigen 4a Architekten exemplarisch, wie sich ein bestehendes Freizeitbad durch behutsame Erweiterung weiterentwickeln lässt – und das im laufenden Betrieb. Der neue Thermenbereich mit Saunalandschaft wurde sorgfältig in die vorhandenen Strukturen von Kurpark sowie Freizeit- und Freibad eingebunden und wertet das Ensemble architektonisch deutlich auf.

Bereits der neue Eingangsbereich formuliert diesen Anspruch: Ein weit auskragendes Dach schafft eine klare Adresse und leitet die Besucher in den neu organisierten Eingangsbereich. Im Anschluss an die Umkleiden führt ein langgestreckter Erschließungsgang in das rückwärtig gelegene Thermengebäude.

Diese Passage inszeniert bewusst den Übergang vom lebendigen Freizeitbad zur ruhigeren Thermenwelt. Die künstlerische Intervention „Wellengang“ von Ricarda Mieth strukturiert diesen Weg atmosphärisch und verleiht ihm eine eigene Dramaturgie.

ERÖFFNUNG: NOVEMBER 2025

Standort

Bad Dürkheim, Deutschland

Bauherr / Betreiber

Stadtwerke Bad Dürkheim GmbH

Architekten 4a Architekten GmbH www.4a­architekten.de

Organisation und Inszenierung

Die neue Therme entwickelt sich als klar strukturiertes, zugleich fließend organisiertes Raumgefüge über drei Ebenen. Während sich die Badeebene mit Außenbecken im Erdgeschoss befindet, entfaltet sich die Saunalandschaft als vertikale Raumsequenz über alle Geschosse hinweg und bietet eine große thematische Vielfalt. Auf jeder Ebene ergänzen gastronomische Angebote das Raumprogramm: ein Restaurant im Erdgeschoss, eine Kaminlounge im ersten Obergeschoss sowie großzügige Liegebereiche im zweiten Obergeschoss mit Blick auf Park und Stadt. Alle Ebenen öffnen sich zudem ins Freie. Ein Saunagarten mit Außensauna, ein an die Thermalhalle angeschlossener Freibereich sowie eine Dachterrasse erweitern das Angebot und verknüpfen Innen­ und Außenräume.

Reduktion als Qualitätsstrategie

Materialität und Licht folgen einer bewusst zurückhaltenden, auf Langlebigkeit ausgerichteten Gestaltung. Sichtbeton, keramische Beläge und Holzlamellen bilden eine ruhige und warme Atmosphäre. Diese Materialität in Kombination mit grau gefliesten Becken unterstreicht den Anspruch an eine zeitlose Gestaltung – fern von kurzlebigen Erlebniswelten. Die Beleuchtung kombiniert Lichtlinien und integrierte Lichtfugen. Sie betonen Raumkanten und unterstützen die Orientierung. So entsteht eine ruhige, klar lesbare und atmosphärisch ausgewogene Raumwirkung.

Auch die Fassade übersetzt den Kontext in Architektur: Ihre goldene Farbigkeit nimmt Bezug auf den regionalen Weinbau und verankert den Neubau im Ort. Umlaufende Bänder fassen die Volumina zusammen und machen das Verhältnis von Neubau und Bestand klar ablesbar.

Bauen im Bestand als nachhaltige Praxis

Der Mehrwert des Projekts liegt im konsequenten Weiterbauen. Statt Abriss und Neubau wird die vorhandene Struktur als Ressource genutzt – räumlich, materiell und kulturell. Das reduziert Abbruchmengen und erhält gebundene graue Energie. Zugleich ermöglicht die Ergänzung um eine Therme eine funktionale Aufwertung, die den Standort langfristig stärkt. Der Neubau folgt einer robusten, wartungsarmen Bauweise mit langlebigen Materialien. Großzügige Verglasungen sichern die Tageslichtversorgung und ermöglichen solare Gewinne; die kompakte Gebäudeform minimiert den Energieverlust.

Technik als integraler Bestandteil

Das Energie­ und Gebäudekonzept setzt auf eine Kombination bewährter und effizienter Systeme: Eine optimierte Gebäudehülle, Lüftungsanlagen mit hoher Wärmerückgewinnung sowie bedarfsgerechte Steuerungen minimieren den Energiebedarf im Betrieb. Die Anbindung an Fernwärme gewährleistet eine stabile und vergleichsweise emissionsarme Versorgung.

Darüber hinaus greifen technische Maßnahmen ineinander: getrennte Wasserkreisläufe, Wärmerückgewinnung aus Prozesswasser und eine zentrale Gebäudeleittechnik sichern Effizienz und Hygiene. Photovoltaikflächen leisten einen Beitrag zur Eigenstromversorgung, während extensive Gründächer mikroklimatische und wasserwirtschaftliche Funktionen übernehmen.

Transformation statt Ersatz

Das Salinarium steht exemplarisch für einen Paradigmenwechsel im Bäderbau: weg vom Ersatzneubau, hin zur Transformation. Die Qualität des Projekts liegt in seiner Fähigkeit, Bestehendes nicht nur zu erhalten, sondern weiterzudenken – räumlich, technisch und atmosphärisch.

So entsteht ein Ort, der Vertrautheit bewahrt und zugleich neue Nutzungen ermöglicht. Nachhaltigkeit zeigt sich hier nicht als additives Label, sondern als integrale Entwurfsstrategie: im Umgang mit Ressourcen, in der Dauerhaftigkeit der Materialien und in der langfristigen Perspektive für Betrieb und Nutzung.

Autor und Plan: 4a Architekten Fotos: Uwe Ditz, Christian Laukemper

WELLENGANG von Ricarda Mieth

1 Haupteingang

2 Windfang

3 Foyer

4 Umkleiden Therme/Sauna

5 Wechselkabine barrierefrei

6 Spinde

7 Wechselkabinen

8 Fönplätze

9 Bademantelgang

10 Windfang

11 WC+ Duschen Herren

12 WC+Duschen barrierefrei

13 WC+Duschen Damen 14 Thermalbadehalle 15 Whirlpool 16 Thermalinnenbecken

17 Intensivsolebecken

18 Dampfbad

19 Loungebereich 20 Kaltbecken

Warmbecken 22 Terrasse 23 Gastro

34 Sanarium

35 Windfang

36 Warmaußenbecken

Küche

Lagerraum

Kühlräume

Saunahalle

30 Duschen 31 WC Damen 32 WC Herren 33 Ruheraum

37 Saunagarten

38 Aufgusssauna

39 Thermengarten

40 Rutschenturm

41 Schwimmhalle Bestand

42 Salierhalle Bestand

43 Freibad Bestand

44 Kinderbecken Bestand

Balance zwischen Leistungssport, sozialer Funktion und Umweltverantwortung

Schwimmbad Tøyenbadet in Oslo

Das neue Schwimmbad Tøyenbadet baut auf einer etablierten Identität auf – sowohl für Tøyen als auch für die Stadt Oslo – und bildet einen sozialen Anker im Stadtgefüge, der Aktivität fördert und die lokale Gemeinschaft über alle Altersgruppen hinweg zusammenbringt. Die Anlage ist das Ergebnis einer ehrgeizigen Vision des Bauherrn, die mittels innovativer und hochwertiger Ausführung unter durchgängiger Wahrung des Kernkonzepts umgesetzt wurde. Entstanden ist weit mehr als ein Schwimmbad, sondern vielmehr ein vielfältiges Aktivitätsund Erlebniszentrum, das Sport, Freizeit und soziales Miteinander vereint.

ERÖFFNUNG: JANUAR 2025

Standort

Oslo, Norwegen

Bauherr / Betreiber

Oslobygg

Architekten und Landschaftsarchitekten

Asplan Viak, www.asplanviak.no

Architekturteam

Halvard Heskeldal Waage, Rune Langseth, Lisa Lavatelli, Christoffer Jakobsen, Sondre Hermundstad, Roar Lund­Johnsen, Bård Helland

Landschaftsarchitekturteam

Terje Kalve, Stine Backer­ Owe, Gry Ellen Ringstad, Katlinn Clavier, Jostein Thorvaldsen, Annabel Danson

Baukosten

2,3 Milliarden NOK (211,6 Millionen EUR)

Lineare Organisation entlang der Funktionen

Das Tøyenbadet ist als lebendiges Schwimmbad und Aktivitätszentrum konzipiert, das ganzjährig an allen Wochentagen von morgens bis abends geöffnet ist. Es bietet eine breite Aktivitätspalette an, von anspruchsvollen Sportwettkämpfen bis hin zu entspannenden Freizeitaktivitäten. Das Zentrum umfasst diverse Innen­ und Außenbecken, eine wettkampftaugliche Mehrzweckhalle, einen Fitnessraum, ein Café sowie Gemeinschaftsflächen im Innen­ und Außenbereich.

Der Elisa­Platous­Platz am Haupteingang fungiert als einladender Vorplatz, als Dreh­ und Angelpunkt für Fußgänger und als sozialer Treffpunkt. Er ist mit Fahrradständern ausgestattet, barrierefrei gestaltet und bietet ausreichend Platz für Rettungs­ und Dienstfahrzeuge, ohne den Fußgängerverkehr zu beeinträchtigen.

Die Hauptlobby dient als intuitiver Orientierungspunkt und leitet die Besucher effizient durch die Anlage. Wichtige Servicebereiche, darunter das Café und die Rezeption, sind strategisch günstig zwischen den Familien­ und Sportzonen angeordnet, um den Nutzerkomfort zu erhöhen und gleichzeitig den Personalbedarf zu minimieren.

Das Badeangebot ist räumlich in verschiedene Bereiche für unterschiedliche Nutzergruppen unterteilt. Das Sportbecken im Olympiaformat (50x25 m) ist für lokale und nationale Wettkämpfe ausgelegt, kann in drei separate Becken unterteilt werden und verfügt über einen Hubboden. Daneben liegt das Sprungbecken mit 5 m Turm und Tribünen für bis zu 500 Zuschauer.

Tempo und Nervenkitzel für die Jugend –Rückzugsort Sauna

Das Familienbecken verfügt über diverse Bereiche mit unterschiedlichen Tiefen und Temperaturen, die zum Spielen, zur Wassergewöhnung und für Schwimmkurse konzipiert sind. Im Gegensatz dazu bietet das Jugendbecken Tempo, Nervenkitzel und spannende Wasserattraktionen, darunter eine Rutsche hoch unter der Decke. Die Gemeinschaftssaunen neben dem Familienbecken fungieren als Rückzugsort. Hier können sich die Besucher in der Hitze entspannen und im Anschluss im Tauchbecken erfrischen. Das Warmwasser­Wellnessbecken bietet Ruhe und Entspannung. Hier finden zudem Angebote für Gruppen mit besonderen Bedürfnissen statt.

Die Mehrzweckhalle befindet sich im Untergeschoss des Gebäudes. Sportflächen, Gemeinschaftsbereiche und Besprechungsräume sind so angeordnet, dass sie effizient genutzt werden können, und es gibt einen direkten Zugang zur Lobby und zu den Umkleiden.

Der Außenbereich verbindet Schwimmen, Spiel und soziales Miteinander inmitten der natürlichen Parkumgebung. Er verfügt über beheizte Becken, Kleinkinderbereiche sowie Attraktionen wie Sprungtürme und Rutschen. Die umliegenden Parkanlagen laden zum Entspannen, Sonnenbaden, Spielen und Entspannen ein. Sie stellen eine Verbindung zur weiteren Stadtlandschaft her.

Kontextbezug und architektonische Qualität

Die Landschaftsgestaltung unterstreicht die Identität des Tøyen­ Parks. Das Terrassensystem erstreckt sich bis in den nordwestlichen Bereich, während neue Verbindungen den Park mit den umliegenden Gebieten verknüpfen und so das soziale Gefüge der Stadt stärken. Die Topografie des Parks bietet natürliche Sitzgelegenheiten und Sichtverbindungen zu den Rutschen und Außenbecken. Die Außenbereiche, darunter Hänge und Wiesen, sind für Spiel, soziale Interaktion und Erholung konzipiert und bieten gleichzeitig visuelle Verbindungen und Ausblicke auf die Stadt. Das Regenwassermanagement wurde als aktives Gestaltungselement integriert. Insgesamt wurden 150 neue Bäume und 25.000 mehrjährige Stauden gepflanzt, wobei einheimische Arten für Artenvielfalt sorgen.

Die Architektur des Gebäudes verbindet Funktionalität mit Ästhetik. Seine Silhouette wird durch eine einheitliche, in das Gelände eingebettete Badeplattform geprägt, über der sich ein von allen Seiten sichtbarer Holzpavillon erhebt, der mit seiner transparenten, klar lesbaren Form und seinem geradlinigen Charakter als Verbindungsglied zwischen dem Park und den Sportgebäuden fungiert. Trotz des komplexen Programmangebots bleibt das Konzept zugänglich und leicht verständlich. Im Schwimmbad bereichert das durchdachte Zusammenspiel von großen und kleinen, offenen und geschlossenen Bereichen das Gesamterlebnis.

Eine bahnbrechende Holzdachkonstruktion mit einer Spannweite von 42 Metern – die längste ihrer Art in Norwegen – steht für eine vollendete Verschmelzung von Statik, Technik und Architektur. Die Dachkonstruktion ist das prägende Element des Gebäudes: Sie dient nicht nur als Tragwerk, sondern verleiht dem Gebäude auch eine erfahrungsorientierte Dimension. Große Glasflächen gewähren Ausblicke auf den Tøyen­Park und lassen Tageslicht einfallen, wodurch die optische Verbindung zwischen Innen­ und Außenbereichen verstärkt wird.

Nachhaltigkeit und Umwelttechnik

Das Tøyenbadet setzt neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit für Sport­ und Schwimmanlagen. Bei der Auswahl von Materialien und Bauverfahren stand die Emissionsminimierung im Zentrum: Holz, kohlenstoffarmer Beton und recycelter Stahl bieten sowohl ästhetische als auch ökologische Vorteile. Mit Blick auf die Schwimmbadtechnik ist die Anlage in ihrer Klasse führend und verfügt über modernste energie­ und wassersparende Systeme.

Das Dach bildet eine blau­grüne Landschaft, die Regenwasser auffängt, die Artenvielfalt fördert und Nahrung für Bestäuber bietet. Mit dem auf dem Dach gesammelten Regenwasser werden 70 % des Wasserbedarfs der Anlage gedeckt. 52 Erdwärmesonden und Solarmodule tragen zur Deckung des Energie­ und Wärmebedarfs bei. Insgesamt konnten die CO2 Emissionen gegenüber vergleichbaren Anlagen um 37 % gesenkt werden. Alle Lösungen wurden unter Einsatz hochwertiger Technologien und langlebiger Materialien realisiert, wodurch ein effizienter Betrieb, ein geringer Instandhaltungsaufwand und eine hohe Umweltverträglichkeit gewährleistet sind.

Dem Zentrum gelingt der Balanceakt zwischen den Anforderungen von Leistungssport, sozialer Funktion und Umweltverantwortung. Es setzt damit neue Maßstäbe dafür, wie Sportanlagen im urbanen Kontext als attraktive und inklusive Wahrzeichen gestaltet werden können. Das Tøyenbadet beweist, dass Sportstätten gleichzeitig funktional, nachhaltig und architektonisch inspirierend sein können.

Autor: Bård Helland

Fotos: Kirsti Reinsberg, Danny Nhat, Copycat, Nadia Frantsen

Badevergnügen mit Blick aufs Bergpanorama

Freizeitbad PiORAMA in Penzberg

Nachdem Bausubstanz und Technik in die Jahre gekommen waren, stellte das beliebte Wellenbad in Penzberg im Juni 2019 nach 43 Jahren den Betrieb ein. Weil eine Sanierung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht infrage kam, entschlossen sich die Stadtwerke Penzberg für den Rückbau des Bestandes und den Neubau eines Freizeitbades mit Saunaanlage. Im November 2023 wurde das neue PiORAMA eröffnet und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit bei Familien, Sportlern und Erholungsuchenden.

Die Kleinstadt Penzberg liegt in der reizvollen Landschaft der bayrischen Voralpen etwa 50 km südlich von München. Die auch bei Touristen beliebte Region bietet das ganze Jahr über vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung von Freizeit, Sport und Erholung.

Das Grundstück des Hallenbades befindet sich östlich des Stadtkerns in direkter Nachbarschaft zu diversen Sportanlagen und ist für Gäste mit Pkw, ÖPNV, Fahrrad und zu Fuß gut erreichbar. Über einen neugestalteten Vorplatz erreichen die Gäste das Hallenbad. Sofort fällt die blaue Fassade aus polierten Edelstahlplatten auf, die in ihrer Oberfläche an bewegtes Wasserspiel erinnert. Die schimmernde Außenhülle zieht sich um das gesamte Gebäude herum und wird nur von den großflächigen PfostenRiegel­ Fassaden und Fensterbändern des Obergeschosses

ERÖFFNUNG: NOVEMBER 2023

Standort

Penzberg, Deutschland

Bauherr / Betreiber

Stadtwerke Penzberg

unterbrochen. An der südwestlichen Ecke des Gebäudes befindet sich der mit schwarzer Keramik vertäfelte Rutschenturm, der sich gestalterisch vom restlichen Gebäude abhebt.

Um den Blick auf das Bergpanorama zu ermöglichen, liegen die Becken nicht auf Eingangsebene, sondern im 1. Obergeschoss. Der Badehalle vorgelagerte Terrassen vermitteln den Höhenunterschied zum umgebenden Gelände und binden die Außenanlagen an die Badeebene an.

Auffällig ist auch die Form des Flachdachs, das sich im Bereich der Badehalle spiralförmig nach oben schraubt. Die Dachform öffnet sich dadurch in Richtung Bergpanorama, gleichzeitig wird so die benötigte Raumhöhe über der Sprunganlage im Innenraum geschaffen.

Architekten

Entwurf / Objektplanung (bis Leistungsphase 5): Studio GA, www.studioga.de Objektplanung (ab Leistungsphase 5): KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH www.architekt­krieger.de

Erlebnisbereich punktet mit Rutschen und Spraypark Die Besucher betreten das PiORAMA durch den Windfang im Westen des Gebäudes. Es schließt sich ein großes Foyer mit Verkaufsflächen, WC­Anlagen und gemütlicher Wartelounge an. Im großzügigen Umkleidebereich sind neben diversen Familienund Wechselkabinen zahlreiche Schränke, ein Frisierbereich, vier Sammelumkleiden und die Saunaumkleide vorhanden. Durch die Umkleide erreichen die Gäste auch den Saunabereich.

Ein separater Bereich für Gäste mit eingeschränkter Mobilität besteht aus Rollstuhlwechsel und einem Kombiraum mit Umkleide, Dusche und WC, der sowohl eine Liege als auch einen Deckenlifter beinhaltet.

Im Anschluss an die Duschen erreichen die Besucher die Beckenebene im 1. Obergeschoss über ein Treppenhaus oder bei Bedarf über einen Aufzug. Hier befindet sich ein 25­m­Sportbecken mit fünf Bahnen, Sprunganlage (1­m­Brett und 3­m­Plattform) und Hubboden, das durch eine interne Pfosten­Riegel­Fassade vom Erlebnisbereich getrennt ist. Die 3­m­Plattform der Sprunganlage

erreichen die Besucher über eine Ruhegalerie mit Treppenaufgang. Nach Süden hin sind dem Sportbereich Sonnenterrassen vorgelagert, die den Blick auf das Bergpanorama freigeben.

Der Rutschenturm beinhaltet den Rutschenstart im 4. Obergeschoss, während sich das Rutschenlandebecken auf Erdgeschossniveau befindet. Derzeit ist eine Reifenrutsche vorhanden, die mögliche Ergänzung von zwei weiteren Rutschen ist bereits baulich berücksichtigt worden.

Der Erlebnisbereich besteht aus einem kombinierten Freizeitund Lehrschwimmbecken mit Strömungskanal, Sprudelliegen, Massagedüsen und einem Kleinkindbereich. Dieser ist eine Kombination aus einem Spraypark mit verschiedenen Wasserspritz­ und Spielelementen und einem Planschbecken mit Rutsche, Hängebrücke und Klettergerät.

Im Obergeschoss über dem Eingangsbereich liegt der Gastronomietrakt, der sowohl das Hallenbad als auch den Saunabereich mit Sauna­ Innenhof andient.

Infinity-Pool und Bergwerksauna

Im weitläufigen Saunabereich stehen den Gästen zwei Trockensaunen mit attraktiven Ausblicken in das umgebende Grün und die Berge, ein Dampfbad, eine vielfältige Abkühlzone und Ruheräume zur Verfügung. Die Saunaterrasse mit einem Warmwasser­ Infinitypool und Sprudelliegen liegt im Osten des Gebäudes und ist mit den Ruheterrassen an der nördlichen Gebäudeecke verbunden. So entsteht für die Besucher der Sauna ein großzügiger Außenbereich mit hoher Aufenthaltsqualität.

Ein gemütlicher Restaurantbereich und eine Kaminlounge sorgen für behagliches Entspannen. Das Zentrum der Saunaanlage bildet der begrünte Lichthof, der mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten, einem Abkühlbereich mit Duschen und Tauchbecken und der Bergwerkssauna ausgestattet ist.

Bergwerk-Motiv vermittelt Eindruck der „warmen, gemütlichen Höhle“

Die Inspiration für die Farb ­ und Materialwahl liegt in den Oberthemen „Höhle­ Bergwerk­ Bergsee­Wald“ und gründet sich auf warme, dunkle Töne in Kombination mit lebendigem Grün verschiedener Abstufungen.

Bereits beim Betreten des Gebäudes erleben die Besucher das in verschiedenen Grüntönen und Holzoberflächen gestaltetet Foyer als Teil des Waldthemas. Dieses setzt sich fort im Umkleide­ und Frisierbereich. Die abgehängte Lamellendecke in verschiedenen Graunuancen bildet einen attraktiven Kontrast zu den naturnahen Farben der Garderobenschränke und Umkleiden.

Kühlere, frische Farben, die an den Bergsee erinnern, herrschen in den Vorreinigungsbereichen vor. Die Idee der „warmen, gemütlichen Höhle“ wird vor allem im Saunabereich und der zugehörigen Gastronomie thematisiert. Hier deutet die Gestaltung die Bergwerkstradition der Stadt Penzberg an: beispielsweise durch die raue Streckmetalldecke über der metallverkleideten, kupferfarbenen Theke der Saunagastronomie oder die Pendelleuchten im Loungebereich.

Übersicht Obergeschoss

Die außergewöhnliche Deckengestaltung der Badehalle besteht aus Metallzylindern, die eigens für dieses Projekt entwickelt wurden. Sie sind eng aneinandergereiht montiert und folgen dem Schwung des Daches. So entsteht optisch ein lebendiges, wellenartiges Spiel mit der Deckenuntersicht, dass durch die interne Glasfassade erkennbar ist. Der obere Abschluss der Glasfassade selbst verschwindet zwischen den Zylindern, sodass die Decke als Ganzes wirken kann.

Das stimmige Innengestaltungskonzept und die Ausführung mit hochwertigen Materialien sorgen für gute Orientierung und höchste Behaglichkeit für alle Nutzer.

Autorin: Dipl.-Ing. Architektin Ina Neuhaus, KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH, Velbert

Fotos: Christoph Ruhland

Plan: KRIEGER Architekten | Ingenieure GmbH, Velbert

5 WC barrierefrei

6 Ruheraum

7 Zugang Saunaterrasse

8 Terrasse Saunagarten

9 Außenbecken

10 WC‘s Damen und Herren 11 Sauna 12 Panoramasauna

Dampfbad

Ruheraum Innenhof 15 Kalttauchbecken/Duschen

16 Außensauna

17 Innenhof Saunagastro

18 Eingang Bad/Sauna 19 Sanitätsraum 20 Gastronomie 21 Kinderbecken

22 Reifenrutsche

23 Rutschenturm

24 KombiLehrschwimmbecken

25 Terrasse Süd

26 WC‘s Damen Herren und barrierefrei

27 Geräteraum

28 Badaufsicht

29 25-m-Schwimmerbecken

30 Aufzug

Vollelektrisch und langlebig

Adelaide Aquatic Centre

Das neue Adelaide Aquatic Centre (Kauwingka – Ort des Wassers) wurde von der Regierung von Südaustralien in Auftrag gegeben und stellt Inklusion, Gemeinschaft und ökologische Erneuerung in den Fokus. Der Entwurf fußt auf einer Zusammenarbeit der Planungspartner JPE Design Studio, Warren and Mahoney und Karl Winda Telfer. Die neue Anlage ist in ihrem Ort verwurzelt und verankert Geschichte, Identität und die Präsenz des Wassers in all ihren Aspekten.

Die Kernphilosophie des Projekts besteht darin, eine Landschaft inmitten der Landschaft entstehen zu lassen – einen Ort, der Teilhabe und Wohlbefinden fördert, Gemeinschaften miteinander verbindet und die Funktion der Adelaide Park Lands als soziales und kulturelles Zentrum stärkt.

Das Adelaide Aquatic Centre umfasst ein breites Angebot an generationenübergreifenden Programmen und Dienstleistungen mit dem Ziel, von Wasser und Natur inspirierte Erlebnisse und Aktivitäten zu ermöglichen. Der Entwurf trägt dem kulturellen und historischen Wert der Park Lands Rechnung, basierend auf einem regenerativen Ansatz und einer Optimierung des Betriebs.

ERÖFFNUNG: JANUAR 2026

Standort

North Adelaide, Australien

Bauherr

State Government of South Australia

Betreiber

YMCA Aquatic and Events Services

Architekten

JPE Design Studio, www.jpe.com.au

Warren and Mahoney, www.wam.studio

Karl Winda Telfer

Baukosten

135 Millionen AUD (83 Millionen EUR)

Land, Meer, Himmel

Geleitet von der kulturellen Erzählung von Land, Meer und Himmel stehen die Materialpalette und die architektonischen Formen stets im Dialog mit der umgebenden Landschaft.

Das Zentrum wurde unter Beachtung der Richtlinien zum Schutz des nationalen Kulturerbes angelegt und fügt sich harmonisch in die Park Lands ein unter Wahrung einer klaren Trennung zwischen Stadt­ und Parklandschaft. Das Gebäudeensemble reagiert auf seinen Kontext, die bestehenden Verkehrswege und das umliegende Quartier. Die Landschaft lässt Grenzen verschwimmen, stellt die Lebensqualität in den Vordergrund, fördert die Freude am Spiel und trägt gleichzeitig zur Förderung der Artenvielfalt bei.

Für die Gemeinschaft geplant

Das Gebäude besteht aus zwei langgestreckten Pavillons – einer verspielt und den Park umarmend, der andere streng funktional. Der zweigeschossige Nordpavillon stellt die Aktivierung der Gemeinschaft in den Mittelpunkt und bietet im Erdgeschoss einen nahtlosen Übergang zwischen Innen­ und Außenbereichen. Der Südpavillon ist zurückhaltend in die Umgebung integriert und verfügt über abgetrennte Schwimmhallen, um die Raumakustik und das Nutzererlebnis zu verbessern.

Vielfältige Programmangebote – darunter Rehabilitation, Sportschwimmen, Vereinssport, Fitness und Wellness – sind auf eine Mehrfachnutzung ausgelegt. Zu den Gemeinschaftsbereichen gehören ein Café, Wasserspielplätze, Wasserrutschen, ein Lagunenbecken sowie ein inklusives Umkleidedorf mit Sanitäranlagen. Auf der Grundlage einer sorgfältigen Analyse von Bewegungsmustern und Zielpunkten werden die komplexen Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen erfüllt und eine optimale Funktionalität gewährleistet.

Langlebigkeit als Entwurfsgrundsatz

Die kollaborative Umsetzung und das integrierte BIM ­ Modell haben für Sicherheit und Klarheit gesorgt und eine effiziente, zielgerichtete Entscheidungsfindung unterstützt.

Ein strukturiertes Value Management innerhalb eines klaren konzeptionellen Rahmens half dabei, das Budget einzuhalten.

Das vollelektrische Gebäude ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Die eingesetzten Technologien und Materialien tragen zu einer Senkung der Betriebskosten bei.

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt des Entwurfs. Das Gebäude verfügt über ein Holztragwerk und Holzdecken, eine luftdichte Fassade, Solarmodule, Sonnenschutz sowie eine wassersensible Gestaltung. Bei der Landschaftsplanung lag der Fokus auf endemischen Arten, Biodiversitätskorridoren und Inklusion. Durch die im Untergeschoss angeordnete Schwimmbadtechnik sowie die konsequente Optimierung von Planung und Gebäudekonstruktion wurden 1.000 m² Parklandschaft an den öffentlichen Raum zurückgegeben.

Für alle zugänglich

Im finalen Entwurf wurde das Feedback von Interessengruppen und Bevölkerung berücksichtigt mit dem Ziel, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle willkommen fühlen.

Das Adelaide Aquatic Centre ist eine direkte Antwort auf die Aufgabenstellung, indem es die Anforderungen des Bauherrn, des Betreibers, der Nutzergruppen und der breiteren Öffent

lichkeit gleichermaßen erfüllt. Es setzt mit seiner flexiblen und zukunftsorientierten Funktionalität als modernes Sport­ und Wellnesszentrum neue Maßstäbe.

Autor und Plan: JPE Design Studio, Warren and Mahoney Fotos: Tom Roe

Ein Ort wie Urlaub:

Wasser, Wärme und subtropisches Flair

Eintauchen, entspannen, Spaß haben – Lagunen-Erlebnisbad in Willingen

Warmes Wasser, klare Formen, weite Räume – das neue Lagunen-Erlebnisbad empfängt seine Gäste mit einer Atmosphäre, die sofort zur Ruhe kommen lässt. Alles wirkt offen und freundlich, das Licht fällt großzügig durch hohe Fenster, die den Blick freigeben auf die Bergwelt Willingens. Wer das Bad betritt, spürt sofort: Hier wurde nicht nur modernisiert, hier wurde neu gedacht. Jedes Detail ist darauf ausgelegt, den Aufenthalt angenehm zu machen – ob im Wasser, in der Sauna oder beim einfachen Innehalten zwischendurch.

Weite Wasserflächen, warmes Licht und eine ruhige, offene Gestaltung: Der Badebereich des neuen Lagunen­Erlebnisbads empfängt die Gäste mit einer angenehmen Weite. Großzügige Fenster holen viel Tageslicht ins Innere. Subtropische Pflanzen, plätscherndes Wasser, wohltuende Wärme vermitteln pures Urlaubsgefühl.

Alle Becken sind mit Natursole gefüllt. Sie wirkt beruhigend und belebend zugleich. Der natürliche Auftrieb vermittelt ein Gefühl der Leichtigkeit. Besonders intensiv spüren Badegäste das im

Floating­Becken mit seinem hohen Salzgehalt. Zwei große Innenbecken laden zum entspannten Bewegen im warmen Wasser ein. Sprudelzonen, Nackenduschen und Massagedüsen setzen sanfte Reize.

Auch draußen umgibt warmes Solewasser den Körper. Bei kalter Luft steigt der Atem in kleinen Wölkchen gen Himmel, während das Wasser den Körper wärmt und der Blick in die Landschaft schweift. So lässt sich der Außenbereich zu jeder Jahreszeit genießen – selbst an kühlen Tagen.

ERÖFFNUNG: DEZEMBER 2025

Standort

Willingen, Deutschland

Bauherr / Betreiber

Kurbetrieb Willingen

Architekten

BREMER + BREMER ARCHITEKTEN, www.bremer­architekten.de

Baukosten

50 Millionen EUR

Saunalandschaft mit ganzjährigem Schnee Warme Holztöne, gedämpftes Licht, weiche Übergänge – wer die Saunalandschaft betritt, spürt sofort, wie sich der Alltag zurückzieht. Die Räume sind offen gestaltet und zugleich klar gegliedert. Materialien und Farben wirken harmonisch abgestimmt, sie geben Orientierung und schaffen Geborgenheit.

Sechs verschiedene Saunen laden zum Schwitzen und Durchatmen ein, darunter auch eine Textilsauna. Zwei Dampfbäder ergänzen das Angebot, ebenso ein Infrarotbereich mit Ruheräumen. Zwei Gradierwerke schlagen eine stimmige Brücke von der

Sole zur Bedeutung Willingens als heilklimatischer Kurort. Überall begleiten Licht, Holz und natürliche Oberflächen das Erleben.

Ein besonderes Element ist der Schneeraum: trockene, klare Luft und Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt schaffen einen intensiven Kältereiz nach dem Saunagang. Der feine Schnee auf dem Boden vermittelt echtes Wintergefühl – ein Angebot, das in Hessen und Nordrhein­Westfalen nur in wenigen Anlagen zu finden ist und perfekt zum Wintersportort Willingen passt. Mehrere Ruhezonen schließen sich an und geben Raum zum Durchatmen, Nachspüren und einfach zur Ruhe kommen.

Erlebnis- und Familienangebote

Ein Ort zum Austoben, Abtauchen und Abschalten. Der moderne Rutschenbereich bringt Tempo, Spaß und ein gutes Stück Abenteuer in den Badetag – mit Kurven, Geschwindigkeit und dem typischen Glücksgefühl am Ende jeder Rutschpartie.

Im Kinderbecken steht das spielerische Entdecken im Vordergrund. Im flachen Wasser laden Wellenbecken­Funktion und kleine Rutsche zum Planschen ein.

Gastronomie mit viel Platz zum Sitzen, Schauen, Reden Die Gastronomie liegt mittendrin und ist aus allen Bereichen schnell erreichbar. Wer Platz nimmt, hat den Badebereich im Blick und bleibt doch angenehm für sich.

Der Innenraum ist hell, offen und freundlich gestaltet. Große Fenster bringen Licht und Leichtigkeit, warme Materialien sorgen für eine ruhige Atmosphäre. Zwei Außenterrassen ergänzen das Angebot – eine direkt am Eingangsbereich, die andere mit Zugang von der Sauna aus.

Energieeffizient und ressourcenschonend Was entspannt wirkt, ist durchdacht geplant – auch technisch setzt das Lagunen­Erlebnisbad auf nachhaltige Lösungen mit Zukunft. Die gesamte Anlage wird über ein leistungsstarkes Biomethan­Blockheizkraftwerk versorgt, das im Nahwärmeverbund arbeitet und gleichzeitig Strom und Wärme bereitstellt. Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert zusätzliche Energie aus Sonnenlicht.

Ein weiteres Plus ist die intelligente Nutzung bestehender Ressourcen: Die Abwärme der benachbarten Eissporthalle wird in das Heizsystem eingebunden – ein regionaler Kreislauf mit spürbarem Mehrwert. Auch beim Wasser geht das Bad ressourcenschonend vor: Eine moderne Ultrafiltrationsanlage ermöglicht die Rückgewinnung von rund 70 Prozent des Spülwassers und führt es kontrolliert in den Kreislauf zurück.

Starker Impuls für die regionale Wirtschaft

Neben seiner touristischen Strahlkraft ist das Bad auch wirtschaftlich ein wichtiger Faktor für die Gemeinde und die gesamte Region. Es unterstreicht die große Bedeutung Willingens als Tourismusdestination und als Kurort.

Rund 50 Millionen Euro hat die Gemeinde Willingen investiert – eine Summe, die für eine Kommune dieser Größe nicht alltäglich ist. Der Weg war oft steinig. Pandemie, Materialengpässe, Preissteigerungen und Genehmigungsfragen stellten die Verantwortlichen immer wieder vor neue Herausforderungen.

Marketingkonzept mit touristischer Strahlkraft

Das Lagunen­Erlebnisbad positioniert sich bewusst zwischen klassischen Thermen, Spaßbädern und Gesundheitsangeboten mit einem ausgewogenen Konzept. Erlebnis und Erholung stehen gleichberechtigt nebeneinander, ergänzt durch gesundheitsbezogene Elemente. Anders als reine Actionbäder oder Kureinrichtungen spricht das Marketing bewusst Menschen an, die beides suchen: Lebendigkeit und Leichtigkeit, aber auch Wärme, Ruhe und Verlässlichkeit. Familien mit Kindern stehen im Mittelpunkt: Sie wünschen sich einfache Übersicht, kurze Wege, gemeinsame und bleibende Erlebnisse. Damit schafft das Lagunen­Erlebnisbad ein Profil, das sich klar abhebt – denn die meisten vergleichbaren Anlagen fokussieren sich entweder auf gesundheitliche Aspekte oder auf reinen Erlebnisspaß.

Zielgruppen und Ansprache

Wellnessgäste suchen Ruhe, Wärme, Rückzug. Aktive Urlauber wie Wanderer, Radfahrer oder Skifahrer schätzen das Bad als Ort der Regeneration. Aktiv­ Urlauber erwarten bei schlechtem Wetter spontane Alternativen mit angenehmer Atmosphäre und Erlebniswert. Einheimische suchen klare Informationen, eine vertraute Ansprache und verlässliche Angebotsqualität.

Kooperationen mit Gastgeberbetrieben, Tourismusakteuren und Veranstaltern vor Ort schaffen zusätzliche Anknüpfungspunkte: vom gemeinsamen Veranstaltungskalender über Paketangebote bis hin zur thematischen Verzahnung in der digitalen Kommunikation.

Das Lagunen­Erlebnisbad zieht sowohl Tagesgäste aus dem Umland als auch Urlauber aus Nordrhein­Westfalen, Hessen, Niedersachsen oder den Niederlanden an – und kann als attraktives, wetterunabhängiges Angebot dazu beitragen, Aufenthalte zu verlängern oder zusätzliche Übernachtungen generieren.

Autor: Kurbetrieb Willingen

Fotos: Kurbetrieb Willingen, Jonas Dülberg, BREMER + BREMER

Das Wesentliche bewahren, die Erlebnisqualität verbessern

Renovierung der Schwimmhalle Yrjönkatu

Mit der Renovierung der Schwimmhalle Yrjönkatu gelang weit mehr als eine gewöhnliche Hallenbadsanierung, sondern vielmehr eine sorgfältig geplante Neubelebung eines der wertvollsten kulturellen Wahrzeichen Helsinkis. Die Anlage wurde 1928 als Finnlands erstes Hallenbad eröffnet und hat eine große architektonische, historische und emotionale Bedeutung. Ausgangspunkt des Projekts war eine klare Vision: die Umwandlung des Bades in ein modernes Serviceumfeld unter Wahrung der Geschichte und des Geistes der Architektur.

Im Kern definiert der Entwurf neu, was ein öffentliches Schwimmbad sein kann. Statt einer ausschließlichen Konzentration auf körperliche Aktivität wird das Schwimmbad mit dem neuen Konzept als ganzheitlicher Rückzugsort in der Stadt positioniert – als ein Ort, an dem Menschen aller Altersgruppen sich erholen, zueinanderfinden und gemeinsam Momente der Ruhe genießen können.

Historisches Erbe trifft auf moderne Funktion

Architektonisch fußt der Entwurf auf einem sensiblen Gleichgewicht zwischen der Wahrung des Wesentlichen und der Verbesserung der Erlebnisqualität. Der gestalterische Ansatz knüpft eng an die ursprüngliche klassizistische Formensprache des Gebäudes an und führt gleichzeitig zeitgemäße Funktionalität und Klarheit ein.

ERÖFFNUNG: FEBRUAR 2026

Standort Helsinki, Finnland

Bauherr / Betreiber

Stadt Helsinki

Leitender Architekt NRT, www.arkkitehditnrt.fi

Raumdesign Rune & Berg Design www.rbdesign.fi

Die Innenräume – darunter die Lobby, Lounge, Abkühlbereiche und Umkleiden – wurden mit hoher Detailgenauigkeit gestaltet. Mobiliar, Materialien und Raumgestaltung nehmen Bezug auf den historischen Charakter des Gebäudes, sodass jede gestalterische Entscheidung von Sorgfalt und Respekt zeugt. Das Ergebnis ist kein Gegensatz zwischen Alt und Neu, sondern ein nahtloser Dialog zwischen beiden Polen.

In diesen architektonischen Rahmen wurden technische Verbesserungen integriert, um die Benutzerfreundlichkeit zu steigern, ohne die Atmosphäre zu beeinträchtigen. Das funktionale Layout wurde auf der Grundlage von Nutzerfeedback optimiert, um eine intuitive und effiziente Bewegung durch die Anlage zu gewährleisten. Das Leit­ und Beschilderungssystem wurde im Rahmen eines ganzheitlichen Grafikkonzepts neu gestaltet und verbindet physische und digitale Berührungspunkte zu einem kohärenten Kommunikationsökosystem.

Durchdachte Besuchererfahrung

Das Leitbild des Entwurfs basierte auf drei zentralen Zielsetzungen: ein einzigartiges urbanes Kulturerlebnis zu schaffen, einen gemeinschaftlichen Bade­ und Schwimmbereich für alle einzurichten und Augenblicke des Wohlbefindens inmitten des urbanen Alltags anzubieten. Diese Ziele wurden auf der Grundlage der Bedürfnisse und Wünsche der treuen Badegäste entwickelt. Die Umsetzung gelang, weil das Projekt weit über eine bloße räumliche Neugestaltung hinausging. Vielmehr kam ein umfassender Servicedesign­ Prozess zur Anwendung, bei dem die gesamte Besuchererfahrung von der Ankunft bis zum Verlassen des Bades neu gedacht wurde. Der Eingangsbereich wurde neu gestaltet, um unnötige Reibungspunkte zu beseitigen. Er verfügt nun über klar definierte Bereiche für die Warteschlange, das Ablegen der Schuhe und den Kundenservice.

Historische Artefakte und kuratierte visuelle Erzählungen sind in die Umgebung eingebettet und geben den Besuchern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte des Gebäudes auseinanderzusetzen. Anstatt passiv in der Warteschlange auf den Einlass zu warten, wird der Gast in das erste Kapitel des Erlebnisses eingeladen und auf Ruhe und Wohlbefinden eingestimmt.

Das renovierte Bad setzt bewusst auf Inklusion. Es ist als gemeinschaftlicher öffentlicher Raum konzipiert, der ein breites Nutzerspektrum willkommen heißt – von regelmäßigen Schwimmern bis hin zu Erholungssuchenden – und damit seine Rolle als sozialer und kultureller Ankerpunkt in Helsinki untermauert.

Von Grund auf nachhaltig

Nachhaltigkeit wird in der Schwimmhalle Yrjönkatu durch kulturelle Kontinuität, langfristige Nutzbarkeit und ressourcenschonendes Design umgesetzt.

Die Erhaltung und Aufwertung eines historisch bedeutsamen Gebäudes leistet per se bereits einen bedeutenden Beitrag zur Nachhaltigkeit. Durch die Verlängerung der Lebensdauer und Relevanz des Bestandsgebäudes wurden die mit einem Neubau verbundenen Umweltkosten vermieden und zugleich das kulturelle Erbe für künftige Generationen bewahrt.

Ebenso wichtig ist die Nachhaltigkeit der Nutzererfahrung. Durch die Gestaltung eines intuitiven, attraktiven und sinnvollen Serviceumfelds gelingt eine langfristige Nutzerbindung. Rund 160.000 Besucher pro Jahr profitieren von verbesserter Funktionalität und gesteigertem Wohlbefinden – und bestätigen damit die Bedeutung des Gebäudes als wichtiges öffentliches Kulturgut.

Der Gestaltungsprozess setzte auf partizipative Methoden und bezog Mitarbeitende, Nutzer und Interessengruppen durchgehend ein. Mit diesem Ansatz der gemeinsamen Gestaltung wurde nicht nur die Ergebnisqualität verbessert, sondern auch ein Gefühl der Eigenverantwortung und Verbundenheit gefördert.

Lebendiges Servicekonzept

Das Betriebskonzept basiert auf einem gemeinschaftlich entwickelten Servicemodell, das Mitarbeitende, Räumlichkeiten und Nutzererlebnis zu einem einheitlichen Ganzen verbindet.

Die Mitarbeitenden – „Bademeister“ genannt – spielten bei der Gestaltung dieses Modells eine zentrale Rolle. Ihre Expertise und ihr implizites Wissen wurden systematisch erfasst und in praktische Leitlinien übersetzt, um eine authentische und konsistente Servicekultur einzurichten.

Über neu entwickelte Schulungs­ und Einarbeitungsprozesse wird diese Kultur in die täglichen Arbeitsabläufe überführt. Das Ergebnis ist ein Team, das das Konzept nicht nur versteht, sondern auch aktiv lebt und so den Besuchern ein einladendes und konsistentes Erlebnis anbietet.

Beständige Oase der Ruhe in der Stadt

Die Sanierung der Schwimmhalle Yrjönkatu ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie mit durchdachter Planung die Umwandlung eines historischen Gebäudes in eine lebendige, zukunftsfähige Anlage gelingen kann. Es geht nicht darum, etwas neu zu erfinden, sondern darum, den Bestand aufzuwerten und das Wesen der Vergangenheit sinnstiftend in die Gegenwart zu übertragen.

Durch die nahtlose Verbindung von Servicedesign, Architektur und Betriebsstrategie ist mit dieser Sanierung mehr als nur ein Ort zum Schwimmen entstanden. Die renovierte Schwimmhalle ist ein Ort des Innenhaltens, der Begegnung und des Wohlbefindens – eine beständige Oase der Ruhe inmitten der Stadt, die das Leben der Nutzer bereichert.

Autoren: Heidi Linkka, Jenni Herkama, Rune & Berg Design Fotos: Mikael Pettersson

Vielseitiges Bad für die ganze Familie

Stadtteilbad Huchenfeld in Pforzheim

Nach über sechs Jahren Badepause steht in Huchenfeld wieder ein modernes, vielseitiges und architektonisch ansprechendes Schwimmbad zur Verfügung. Mit einem wettkampftauglichen 25-m-Variobecken und einem familienfreundlichen, farbenfrohen Kinderbereich bietet das neue Bad einen Ort der Erholung und Begegnung, des Wettkampfs und des Vergnügens für alle Einwohner in der Stadt. Zudem bekommen Kinder wieder eine Möglichkeit, schwimmen zu lernen.

Das Vorgängerbad befand sich in einem Gebäudekomplex zusammen mit der Sporthalle auf dem Schulareal in Huchenfeld. Ende 2018 musste es aufgrund des sanierungsbedürftigen Zustands geschlossen werden. Mit einer Förderung über 4 Millionen Euro durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SKJ)“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen konnte die Stadt das Neubauprojekt zusammen mit den Planern von bauatelier angehen.

Der Neubau des Hallenbades wurde städtebaulich als Solitär in das vorhandene Schulareal eingefügt und in einem neuen, aufgewerteten gemeinsamen Außenraum positioniert. Entstanden ist ein helles, freundliches und einladendes Schulund Vereinsschwimmbad mit der Möglichkeit des öffentlichen Badens. Bei circa 5.000 Stunden Badebetrieb pro Jahr und einer Gesamtwasserfläche von 356 m² werden jährlich circa 50.000 Badegäste erwartet.

ERÖFFNUNG: APRIL 2025

Standort Pforzheim, Deutschland

Bauherr / Betreiber

Stadt Pforzheim­ Eigenbetrieb Pforzheimer Verkehrs­ und Bäderbetriebe – EPVB

Architekten bauatelier freie Architekten Haas und Hiesch PartGmbB www.bauatelier.net

Raumakustik

LIGNOTREND Produktions GmbH www.lignotrend.com

Baukosten 13 Millionen EUR

Einladende Atmosphäre durch Raum und Licht

Ein neuer großzügiger Vorplatz von Bad und Sporthalle markiert den Eingangsbereich und heißt die Besucher/­innen mit elektronischer Ankündigungsstele und überdachten Bereichen willkommen. Das Bad ist als kompakter Baukörper entwickelt. Der nördliche Service­ Bereich ist eher geschlossen gehalten, während die Badehallenbereiche allseitig transparent gestaltet sind, ebenso wie das einladende Foyer mit Einblicken in die große Badehalle. Durch ein durchgehendes Oberlicht im Norden fällt Licht in die Badehallen. Eine Glaswand trennt akustisch die Badehalle mit 25­m­Schwimmbecken von der kleineren Halle mit dem Kinderbereich.

Durchdachte Aufteilung der Badehallen

Die große Badehalle verf ügt über ein wettkampfgeeignetes 25 m x 12,50 m Variobecken mit fünf Schwimmbahnen, Startblöcken, LED ­ Unterwasserscheinwerfern, Massagedüsen und Sportausstattung, ausgelegt für den Schul­und Vereinssport.

Ein Teilhubboden ermöglicht den Nichtschwimmerbetrieb. Hier kann für unterschiedliche Veranstaltungen (wie zum Beispiel Kinderschwimmen und Aqua­Jogging) die Wassertiefe von 0 bis 1,8 m stufenlos justiert werden. Für den Aufenthalt sind ausreichende Sitz­und Wärmebänke vorhanden.

Die separate Kinderbadehalle enthält Angebote f ür Kleinkinder und Familien mit zusätzlichen Sitz­und Liegebereichen. Das amorph gestaltete, akzentuiert farbenfrohe Kinderbecken mit Baby­, Strand­ und Kleinkindbereich sowie mit diversen Wasserattraktionen lädt zum aktiven Wasserspaß ein. Sitzbänke unter runden Akustiksegeln sowie Liegebereiche ermöglichen einen für Kinder und Familien abgeschirmten eigenen Aufenthaltsund Wasserspielbereich. Ein eigener kindgerechter Sanitärbereich ist rückwärtig angordnet.

Material und Formensprache

Eine durchweg warme und freundliche Gesamtatmosphäre ist im Stadtteilbad identifikationsstiftend. Zum Einsatz kamen durchweg naturbelassene und robuste Materialien, die dauerhaft und pflegeleicht sind. Holz mit sichtbaren Leimbinderkonstruktionen, Holzlamellen­Akustikdecken, Sichtbeton und farbig bedruckte Glasfassaden bespielen Wände und Deckenbereiche der Badehallen und des Foyers.

Die senkrecht hinterlüfteten Holzaußenfassaden aus heimischer Lärche mit lebhaft wirkender Oberflächenstruktur gehören zu den nachhaltigen Baumaterialien. Die Fußböden sind mit sandbeigefarbenen Fliesen und farbig abgesetzten Leitstreifen ausgestattet. In den Beckenbereichen kommen keramische Fliesen, im Kinderbereich unterschiedliche, farbige Mosaikfliesenstrukturen zum Einsatz.

Künstlerisch gestaltete Glasfassade

Für die Gestaltung der Glasfassaden wurde mit dem Künstler Christoph Valentien aus Stuttgart ein sich über 100 m erstreckendes, farbenfrohes Gesamtmotiv entwickelt, das ein vogelfreundliches Bauen mit Licht kreativ umsetzt und als Alleinstellungsmerkmal für das Bad fungiert.

Durchgehende Barrierefreiheit

Die Barrierefreiheit ist durchgängig vom Außenraum bis ins Bad und ins Beckeninnere gegeben. Ein taktiler Lageplan befindet sich bereits im Windfang, taktile Leitstreifen führen von dort durchgängig durch das Gebäude bis hin zum Beckenrand. Mobile Schwimmbadlifter ermöglichen den barrierefreien Einstieg ins Wasser. Auch das Kinderbecken wurde eigens mit barrierefreiem Zugang konzeptioniert. Schräge Strandbereiche in türkis­blau ermöglichen den barrierefreien Zugang mit Baderollstuhl bis ins Kleinkindbecken. Behindertenumkleiden und Duschbereiche sind zusammenhängend und übersichtlich organisiert. Auch Arbeitsplätze sind im Bad barrierefrei entwickelt.

Nachhaltigkeit als Gestaltungsansatz

Das Thema Nachhaltigkeit nimmt im neuen Huchenfelder

Bad einen großen Stellenwert ein. So war es bei den Planungen von Beginn an das Ziel, ein in allen Belangen energetisch optimiertes Gebäude zu erstellen. Erreicht wurde dies unter anderem durch eine Kombination von baulichen, ressourcenschonenden Konstruktionen und technischen Maßnahmen sowie dem verstärkten Einsatz von Holz, Recyclingbeton, dicken Dämmschichten und einer DreifachWärmeschutzverglasung.

Bei der Energiegewinnung wurde auf effiziente Wärmerückgewinnungssysteme, eine Temperierung durch Erdwärme/ Erdkanäle sowie eine Photovoltaik­Anlage und auf eine extensive Dachbegrünung gesetzt. Die Energieversorgung erfolgt über ein Nahwärmenetz.

Autorin: Dipl.-Ing. (FH) Ute Hiesch, bauatelier, freie Architekten Haas und Hiesch Fotos: Christoph Valentien, bauatelier Plan: bauatelier, freie Architekten Haas und Hiesch

1 Haupteingang

2 Windfang

3 Foyer

4 Kasse

5 Wartebereich

6 Backoffice

7 Wert- und Helmfächer

8 Stiefelgang

9 Frisier- und Fönbereich

10 Kinderwagen

11 Wechselkabinen und Garderobenschränke

12 Barfußgang

13 Gruppenumkleiden

14 Umkleide barrierefrei

15 Dusche/WC barrierefrei

16 Duschen Damen

17 WC Damen

18 Duschen Herren

19 WC Herren

20 Badeaufsicht / Schwimmmeister und Erste Hilfe

21 Lager

22 Personalraum

23 WC/Dusche Kinder, barrierefrei

24 Badehalle

25 Variobecken 25m

26 Hubboden, Nichtschwimmerbereich

27 Wärmebank

28 Kinder-Badehalle

29 Babybecken

30 Kleinkindbecken

31 Personal Eingang

32 Personalumkleide, barrierefrei

33 Anlieferung, Aufzug

34 Müll

35 Fahrräder

Schwimmbad am Waldrand

Sanierung des Mundy Park Freibads in Coquitlam

Mit der Sanierung des Mundy Park Freibads wurde dem beliebten, aber veralteten Schwimmbad von Coquitlam neues Leben eingehaucht und aufgezeigt, wie dank einer klaren kommunalen Vision eine nachhaltige Anlage entstehen kann, die den sich wandelnden Bedürfnissen der Gemeinschaft gerecht wird.

Das städtische Freibad von Coquitlam wurde Anfang der 1970er Jahre am Waldrand des 176 Hektar großen Mundy Parks angelegt. Die einzigartige Lage des Freibads bot den Besuchern ein besonderes Freizeiterlebnis inmitten der Natur umgeben von altem Baumbestand.

Nach mehr als einem halben Jahrhundert öffentlicher Nutzung war die Infrastruktur in die Jahre gekommen, und die Stadt entschied sich für die Sanierung des Schwimmbads. Ziel des Planungsteams für das Mundy Park Freibad war es, neue Maßstäbe

für eine gemeinschaftsorientierte Freizeitgestaltung zu setzen, eine nachhaltige, inklusive und zukunftssichere Anlage zu schaffen und dabei ihr Erbe zu wahren: Schlichtheit, Offenheit und tiefe Verbundenheit mit dem umliegenden Wald.

Die neu gestaltete Anlage wurde bewusst auf dem ursprünglichen Grundriss errichtet, um die Eingriffe in die umgebende Landschaft zu minimieren. Die sorgfältig definierten Schutzzonen für Baumbestand und Topografie wurden während der gesamten Projektumsetzung berücksichtigt.

ERÖFFNUNG: JUNI 2025

Standort

Coquitlam, Kanada

Bauherr / Betreiber

Stadt Coquitlam

Architekten FaulknerBrowns, www.faulknerbrowns.com

Baukosten

32 Millionen CAD (20 Millionen EUR)

Einladendes Ambiente

Die Materialpalette schafft ein Gleichgewicht zwischen Wärme und Langlebigkeit: Holzelemente spiegeln den Wald wider, rote Akzente erinnern an heimische Beeren, und geriffelte Betonwände in Kombination mit lokalem Zedernholz greifen natürliche Texturen auf.

Der Übergang von den Wohngebieten Coquitlams hin zur Wildnis des Stadtwaldes gestaltet sich einladend und intuitiv. Bereits am neuen Eingangsplatz kündigt sich an, was die Besucher drinnen erwartet: Wasserspiele, Sonnenlicht, das sich auf dem Wasser spiegelt und Lachen, das durch die Luft hallt.

Ein neues Freizeitbecken und ein Warmwasserbecken ergänzen das 25­m­Sportbecken, das renoviert wurde, um den Materialeinsatz und die CO2 Bilanz zu optimieren. Mit diesem Beckenangebot eignet sich die Anlage sowohl für Freizeitschwimmen als auch für Wettkämpfe, was ihre soziale Funktion und ihren wirtschaftlichen Wert steigert.

Repräsentativ und zurückhaltend, robust und einladend zugleich

Eine große, landschaftsgärtnerisch gestaltete Rasenfläche fängt die Ruhe des umliegenden Waldes ein und bietet abseits der Becken Raum für Entspannung mit schattigen Picknickzonen und gemütlichen Orten für soziale Begegnung. Das neue Funktionsgebäude wirkt ebenfalls fest im Wald verankert und steht in optischer Verbindung zu den Becken. Es gibt sich repräsentativ und zurückhaltend, robust und einladend zugleich und beherbergt die Umkleiden, die Personalräume sowie Mehrzweckbereiche. Es wurde als Treffpunkt für die Gemeinschaft konzipiert – einladend, sozial, inklusiv und über Jahrzehnte nachhaltig.

Das Schwimmbad ist an das Wanderwegnetz von Coquitlam angebunden, hervorragend zu Fuß zu erreichen und verfügt über einen barrierefreien Zugangsweg zum Haupteingang. Die gesamte Anlage ist nach den Grundsätzen des universellen Designs gestaltet; die Gold­Zertifizierung für Barrierefreiheit der Rick­ HansenStiftung wird angestrebt. Die Schwimmbecken sind mithilfe von Rampen, flachen Einstiegsbereichen und Transferbänken barrierefrei zugänglich. Der Wunsch der Gemeinschaft nach flexiblen Umkleideoptionen wurde mit einem größeren, universellen Umkleideraum sowie getrennten Umkleiden für Männer und Frauen erfüllt, ergänzt durch barrierefreie Sanitäranlagen und Ankleidetische für Erwachsene. Außerhalb der Badesaison bleiben die barrierefreien öffentlichen Sanitäranlagen im Außenbereich geöffnet.

Zusammenarbeit mit den First Nations

Der Mundy Park ist seit jeher ein Ort der Verbindung zwischen Mensch und Natur. Er befindet sich auf dem traditionellen, nie abgetretenen Gebiet der Kʷikʷəƛ əm (Kwikwetlem) First Nation – eine Landschaft, in der Menschen lebten, sich versammelten und den Wald und seine Seen hüteten.

Durch die Zusammenarbeit mit der Kwikwetlem First Nation wurden kulturelle Leitgedanken und Kunstobjekte in die Anlage integriert, darunter die Elemente des „Circle of Life“­ Platzes und die Skulptur eines Großen Blaureihers von Rosalie Dipcsu, Künstlerin der Sḵwx wú7mesh (Squamish) Nation. Mit diesen Werken werden das Volk der Kʷikʷəƛ əm, seine Vorfahren und seine ungebrochene Verbundenheit mit dem Land und dem Wasser geehrt und gewürdigt.

Nostalgie und Innovation im Einklang

Die 3.713 m² große Anlage setzt auf Nachhaltigkeit: Energieeffiziente, emissionsarme Systeme gewährleisten einen umweltschonenden Betrieb. Das Schwimmbad wird über ein flexibles Hybrid­Energiesystem, bestehend aus elektrischen Luft­Wärmepumpen und einem hocheffizienten Gaskessel, beheizt. Es trägt durch eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen um rund 93 % (von 290 t auf 19 t CO2e/Jahr) zum Erreichen der Klimaziele der Stadt bei. Jedes Gestaltungsziel vereinte Nostalgie mit Innovation sowie Verantwortung für die Gemeinschaft mit Klimaverantwortung.

„Es gibt nur sehr wenige Freibäder, die den Komfort, die Barrierefreiheit und die Nutzungsqualität eines Hallenbades bieten. Was das Mundy Park Freibad einzigartig macht, ist seine Lage unmittelbar am Waldrand. Hier zu schwimmen, umgeben von Bäumen und frischer Luft, ist etwas ganz Besonderes“, so Sabrina Hoeck, Associate und Architektin (AIBC) bei FaulknerBrowns.

Autorin: Sabrina Hoeck, Associate | Architect AIBC Fotos: FaulknerBrowns, Andrew Latreille Plan: FaulknerBrowns

Site plan

Astwerk für das Dach

Wellness Vodian in Podčetrtek

Die von Enota entworfene Wellnessoase Vodian in der Terme Olimia erweitert das Resort um Schwimmbecken und Wellnessbereiche. Sie fügt sich harmonisch in den Hang zwischen dem Hotel Breza und einer Parkgarage ein. Das begrünte Giebeldach ersetzt einen ehemaligen Kräutergarten, bewahrt die Ausblicke und ergänzt das Ensemble um eine sinnlich erlebbare Bepflanzung. Ein optimiertes Tragwerk in Fachwerkbauweise lässt offene, lichtdurchflutete, stützenarme Innenräume entstehen.

Die Terme Olimia hat ihre Identität als Oase der Erholung über Jahrzehnte hinweg etabliert. Die Wandlung zu einem zeitgemäßen Wellnessresort vollzog sich dabei schrittweise mithilfe sorgsam abgewogener räumlicher Eingriffe. Die Entwicklung des Thermalkomplexes folgte keinem vordefinierten Masterplan, sondern vollzog sich über sukzessive Einzelprojekte, die sich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der jeweiligen Zeit orientierten. Wellness Vodian ist das fünfte Projekt des slowe­

nischen Architekturbüros Enota für den Auftraggeber. Es führt eine stimmige räumliche Erzählung fort, in der Architektur, Landschaft und Wellnessangebote zu einem einheitlichen Ganzen verschmelzen, das auf die heutigen Besucher und ihre sich wandelnden Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die neue Anlage ist vornehmlich für die Gäste des Hotels Breza bestimmt, erweitert aber auch das bestehende Angebot der Terme Olimia um ein 25­ Meter­ Freizeitbecken.

ERÖFFNUNG: FEBRUAR 2025

Standort

Podčetrtek, Slowenien

Bauherr / Betreiber

Terme Olimia

Architekten ENOTA, www.enota.si

Baukosten 5,2 Millionen EUR

Großzügiges Gebäude, angepasst an die lokale Topografie Wellness Vodian wurde auf einer Brache zwischen Hotel und Parkhaus errichtet. Aufgrund der besonderen Geländeform war es notwendig, die verfügbare Fläche optimal zu nutzen und gleichzeitig die Funktionalität des Entwurfs zu gewährleisten. Unter Nutzung der Hanglage ist der Neubau auf der Hotelseite teilweise in den Bestand eingebunden. Die obere Ebene der Schwimmhalle liegt auf der Höhe des Untergeschosses des Hotels, während sie auf der gegenüberliegenden Seite ebenerdig abschließt. So fügt sich der relativ große Baukörper unterhalb der umgebenden Bebauung ein, ohne den Raum zu dominieren oder die Aussicht aus den Hotelzimmern zu beeinträchtigen.

Die Form des begrünten Dachs mit seinen dreieckigen Giebeln greift die architektonischen Merkmale des Hotels Breza auf und tritt in einen Dialog mit den umliegenden Gebäuden.

Das architektonische Konzept basiert auf einem offenen Raum über zwei Ebenen, der die Schwimmhalle beherbergt. Auf der unteren Ebene gibt es ein Kinderbecken, ein Wellnessbecken und ein Schwimmbecken. Das als offene Galerie über den Becken konzipierte Obergeschoss beherbergt den Wellnessbereich, der keinen direkten Zugang zu den Schwimmbecken erfordert. Die Beckenebene liegt auf dem tiefsten Punkt des Geländes und öffnet sich zum Ruhebereich im Freien.

Im Astwerk

Die Tragwerksgestaltung ermöglicht eine rationale Raumnutzung und eine effiziente Verteilung der Dachlast auf eine minimale Anzahl von Zwischenstützen. Das Fachwerk der tragenden Dachkonstruktion wurde passgenau optimiert. Es besteht an den Stützen aus dichteren massiveren Elementen und geht in den freitragenden Bereichen in schlankere Elemente über –ein visueller Effekt, der an das Astwerk von Bäumen erinnert. Sorgfältig konzipierte Verbindungen zwischen Trägern unterschiedlicher Größe im Fachwerksystem ermöglichen das Zusammenfügen einzelner Elemente mit verdeckten Schweißnähten. Durch die optimierte Trägerform konnten der Materialausschuss bei der Fertigung reduziert und so der Nachhaltigkeitsanspruch des Entwurfs unterstützt werden. Die Höhe des Dachstuhls entspricht der Höhe des Obergeschosses, das direkt zwischen den Dachbalken eingefügt wurde. Mit diesem System aus hohen Trägern konnte der Neubau umlaufend verglast werden. So gelangt trotz der teilweisen Einbettung in den Hang und des baulichen Anschlusses an den Bestand viel Tageslicht in die Schwimmhalle.

Vom Kräutergarten zum Dachgarten

Besonderes Augenmerk galt der Begrünung, da sich die Schwimmhalle auf dem Gelände des ehemaligen Kräutergartens befindet und den gesamten Freiraum zwischen Hotel und Garage einnimmt. Um die Grünfläche zu erhalten, wurde der Garten auf das Dach der neuen Schwimmhalle verlagert. Die Dachgestaltung sowie die Anpflanzung höherer Sträucher entlang des Hotels und der Garage erzeugen eine intime Atmosphäre und eine natürliche Abgrenzung zu den Nachbargebäuden. Der zentrale Bereich des Dachgartens ist mit sensorischen Elementen und Hochbeeten mit aromatischen Kräutern und Heilpflanzen gestaltet.

Wellness Vodian ergänzt den bestehenden Thermalkomplex der Terme Olimia auf subtile Weise, ohne den Raum zu dominieren. Mit einer klaren räumlichen Logik, sorgsam durchdachten Integration in das Gelände und optimierten Tragwerksplanung verbindet der Entwurf funktionale Effizienz mit atmosphärischer Qualität. Der gezielte Einsatz von natürlicher Belichtung, landschaftsgärtnerischer Gestaltung und haptischen Nutzererlebnissen lässt einen Raum entstehen, der über eine rein funktionale Angebotserweiterung hinausgeht und zu einem wesentlichen Bestandteil des Thermalresorts wird.

Autor und Querschnitte: ENOTA Fotos: Miran Kambič

Pavillon im Wald

Sanierung und Erweiterung des Carmen Corbasson Community Centre in Mississauga

Das ursprünglich 1972 als Cawthra Arena erbaute Carmen Corbasson Community Centre wurde im Jahr 2000 durch eine neue Sporthalle erstmals erweitert. Mit dem jüngsten Anbau, der als „Pavillon im Wald“ konzipiert wurde, entstand auf der zuvor ungenutzten Ostseite des Zentrums ein transparenter Holzbau, der die Anlage zum Wald gebiet Cawthra Woods öffnet und das Schwimmbad zu einem sicht­

baren, einladenden Bestandteil des täglichen Lebens in der Gemeinde macht. Mit dem Entwurf wurden die bestehende Arena und die Sporthalle um ein Schwimmbad, ein Fitnesszentrum, ein Aerobicsstudio sowie eine großzügigere Lobby in Massivholzbauweise ergänzt. So entstand ein kohärentes und barrierefreies Zentrum für die Bewohner des stetig wachsenden Stadtviertels.

ERÖFFNUNG: 2025

Standort

Mississauga, Kanada

Bauherr / Betreiber

Stadt Mississauga

Architekten

Diamond Schmitt Architects, www.dsai.ca

Fortführung der Architektursprache des Bestands Anstatt den Anbau als eigenständige Maßnahme zu betrachten, wurde die Logik des Bestandsgebäudes neu interpretiert und erweitert, um ein kohärent lesbares Ganzes entstehen zu lassen. Eine neu gestaltete Verkehrsachse erstreckt sich von der Lobby im Westen bis zum Schwimmbad in Osten, verbindet die wichtigsten Anlagenteile miteinander und verbessert die Wegeführung mit direkten Sichtverbindungen, Tageslicht und sorgfältig platzierten Glasflächen. Schon beim Betreten des Zentrums erfassen die Besucher das Gebäudelayout intuitiv: Sichtachsen gewähren Einblicke in die Arena, die Sporthalle, das Schwimmbad und die Fitnessräume und erzeugen ein Gefühl von Offenheit und gemeinschaftlicher Aktivität.

Die Schwimmhalle bildet das architektonische und soziale Herzstück der Erweiterung. Sie ist als schlichter rechteckiger Gebäudekörper konzipiert mit einem Tragwerk aus Brettschichtholz und Brettsperrholz. Dank dieser Materialien erhält dieser oft von harten, hochtechnischen Oberflächen geprägte Gebäudetyp Wärme, Klarheit und eine menschliche Dimension. Das Planungsteam entschied sich auf der Grundlage eingehender Studien für ein System, das feuchtigkeits­ und korrosionsbeständig ist und eine lange Lebensdauer gewährleistet. In regelmäßigen Abständen angeordnete Brettschichtholzstützen tragen die Balken mit großer Spannweite über dem Schwimmbecken. Die Dachkonstruktion aus Brettsperrholz trägt als strukturierte Oberfläche zur Schallabsorption bei.

Offene, einladende Atmosphäre dank Transparenz und Tageslicht

Der Einsatz von Massivholz in einem Schwimmbad ist sowohl eine ökologische als auch eine erlebnisorientierte Designentscheidung. Die CO2­Bilanz der Anlage wird optimiert, und die beruhigenden, biophilen Eigenschaften von Holz finden Eingang in einen Raum, der dem Wohlbefinden, der Erholung und dem Erleben in der Gemeinschaft gewidmet ist.

Transparenz spielte bei der Gestaltung des Schwimmbads eine zentrale Rolle. Die Klarverglasung auf Höhe der Wasseroberfläche lässt eine direkte Verbindung zum umliegenden Wald entstehen: Die Schwimmer haben die Landschaft stets im Blickfeld, während Passanten Einblicke in das Geschehen im Innenraum erhalten. Verglasungselemente mit keramischer Frittestruktur und verstellbare Jalousien dämpfen den Sonnenlichteinfall, um Blendungen auf der Wasseroberfläche zu reduzieren und eine ausgewogene Belichtung des Innenraums sicherzustellen. Die regelmäßige Abfolge der Stützen harmoniert mit der Holzkonstruktion und verleiht dem Schwimmbad eine ruhige architektonische Ordnung, während zugleich die Präsenz des Gebäudes im öffentlichen Raum an der Cawthra Road gestärkt wird. Auf diese Weise ist es gelungen, die Schwimmhalle zu mehr als nur einem geschlossenen Anlagenteil zu machen – sie präsentiert sich vielmehr als leuchtendes Aushängeschild für das gesamte Gemeinschaftszentrum.

Ganzheitlich und barrierefrei

Der Schwimmbadneubau trägt zudem dazu bei, die übergeordneten Ziele des Entwurfs – Inklusion, Nachhaltigkeit und langfristiger öffentlicher Mehrwert – zu erreichen. Der Erweiterungsbau beherbergt ein ganzheitlicheres Freizeitangebot, verbessert die Barrierefreiheit und schafft visuelle Verbindungen zwischen den Aktivitäten, um Menschen aller Altersgruppen und Leistungsstufen zur Teilhabe zu motivieren. Die Umweltleistung der Anlage wird durch die Gebäudetechnik und die Materialstrategie bestimmt: Bestehende Gebäudeelemente wurden wiederverwendet, der Innenausbau bewusst reduziert, die Tageslichtnutzung maximiert und ein Haustechnikkonzept gewählt, das konsequent auf Elektrifizierung setzt – unterstützt durch eine Luft­Wasser­Wärmepumpe und Wärmerückgewinnungssysteme. Eine Lebenszyklusanalyse für das gesamte Gebäude ergab eine Verbesserung der CO2­Bilanz um 13 bis 25 Prozent über eine Nutzungsdauer von 60 Jahren, ein klares Bekenntnis zu einer emissionsarmen kommunalen Infrastruktur.

Durch die Verknüpfung der technischen Anforderungen einer Schwimmhalle mit der Wärme von Massivholz, reichlich Tageslicht und einem direkten Bezug zur Landschaft ist ein Bad entstanden, das sich durch Langlebigkeit und einen hohen Erholungswert auszeichnet. Das Ergebnis ist ein kommunales Freizeitzentrum, dessen neue Schwimmhalle dem öffentlichen Leben neue Dynamik verleiht, Gesundheit und Wohlbefinden fördert und das Gebäude auf einprägsame, großzügige und entschieden gemeinschaftsorientierte Weise neu mit seiner natürlichen Umgebung verbindet.

Autor, Plan und Querschnitte: Diamond Schmitt Architects Fotos: Scott Norsworthy

Erdgeschoss

1.

2.

3. Galerie

4. Foyer

5. Neue Umkleideräume 6. Sportbecken

1. Cawthra Arena - 1972
Gymnasium - 2000
Galleria
Lobby
Cawthra Arena – 1972
Sporthalle – 2000
7. Wellnessbecken

Das Bernsdorfer Bad in Chemnitz: Architektur und Licht – mit klarer Linie

Die LED-Technik schafft neue Möglichkeiten bei der Beleuchtung von Schwimmbädern – mit mehr Gestaltungsfreiheit, Effizienz und Lichtqualität. Zugleich stellen Faktoren wie Feuchtigkeit und chlorhaltige Atmosphäre die Technik auf die Probe. Im neuen Schwimmsportkomplex in Chemnitz nutzten Planer und Installateure die Erfahrung von NORKA als Partner, um solchen Herausforderungen zu begegnen.

Die moderne Schwimmhalle ist in drei Funktionsbereiche gegliedert: ein flacher Foyer­ und Umkleidetrakt, eine große Badehalle mit Ruhezone und Sprung­, Kurs­ und Kinderplanschbecken sowie eine abtrennbare Wettkampfhalle mit einem 25­m­Sportbecken und einigen Zuschauerplätzen. Perfekt abgestimmt auf die klare, geometrische Ästhetik des Bauwerks integriert sich die Beleuchtung nahtlos und unaufdringlich in die Architektur. Dafür arbeiteten die Entwerfer eng mit dem Lichttechnik­ Experten Michael Kegel aus Königswartha und den Fachingenieuren des Büros Elektroplanung Bautzen GbR zusammen, die bereits eine ganze Reihe von Bäderprojekten erfolgreich realisiert haben.

„Die Architekten von Code Unique wünschten sich lineare Lichtelemente, die sich in die Deckenstrukturen integrieren“, erinnert sich Kegel, „oder noch besser: sogar vollständig in der Decke verschwinden.“ Mit dieser Prämisse entwickelte und berechnete der Planer ein Beleuchtungskonzept. Es greift in entscheidenden Bereichen auf Lichttechnik von NORKA als den Spezialisten für Beleuchtung unter schwierigen Umgebungsbedingungen zurück. „Dank der großen Erfahrung des Herstellers können wir uns bei diesen Produkten darauf verlassen, dass sie auch in der Schwimmhalle viele Jahre gleichbleibend hohe Lichtqualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit abliefern“, so Kegel.

Blendfreies Licht für Wettkämpfe

Die Beleuchtung am 25­m­Wettkampfbecken des Bernsdorfer Bades ist mustergültig: Die Leuchten des Typs LONDON LED in spezieller Schwimmbadausführung sind hier als durchgehende Bänder entlang des Beckenrands angeordnet, und zwar in Einzelreihen an den Querseiten und in Doppelreihen an den Längsseiten. Dies vermeidet die Blendung der Schwimmsportler und gewährleistet außerdem die gute Zugänglichkeit im Wartungsfall. „Wir erreichen hier Beleuchtungsstärken von 500 Lux auf dem Wasser und 500 Lux an den Startblöcken – orientiert an der DIN EN 12193 zur Beleuchtung von Sportstätten“, erklärt Kegel. Die beiden linearen LED ­Einheiten in der LONDON LED Leuchte bieten eine asymmetrische Lichtverteilung: So wird die gleichmäßige Ausleuchtung der Wasserfläche vom Beckenrand aus möglich.

Zonierung durch Licht und Deckenbild

Einem anderen Ansatz folgt die Beleuchtung im Bereich des Sprungund des Lehrschwimmbeckens. Hier erfüllt das Lichtkonzept den Wunsch der Architekten nach einer durchgängigen Deckenfläche ohne sichtbare Leuchten, indem lineare Lichtquellen in regelmäßigen Abständen oberhalb der Decke aus abgehängten Rasterelementen angebracht sind. Hier kommt der Leuchtentyp ERFURT LED HIGH OUTPUT zum Einsatz, eine robuste, Leuchte mit Durchgangsverdrahtung, die Lichtströme bis zu 7900 Lumen bei einer Systemleistung von 58 Watt liefert und über eine Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden verfügt. Ihr Schutzrohr­ Reflektor erzeugt eine raumstrahlende Lichtverteilung, die Befestigung erfolgt schwimmbadspezifisch mit korrosionsfesten Kunststoffklammern.

Die Planer von Code Unique nutzten verschiedene Deckenbilder, um Raumzonen im Bad zu differenzieren. So gestalteten sie die Decken des Eingangsbereichs, der Cafeteria sowie der Zone am Kinderplanschbecken nicht mit quadratischen Rasterelementen wie über den Sportbecken, sondern mit naturfarbigen Holzlamellen. Die Beleuchtung fügt sich hier in Form von unterschiedlich langen linearen LEDElementen vom Typ NORKA BRIG ein – abgestimmt auf den jeweiligen Bedarf an Beleuchtungsstärken, der am Kassentresen natürlich höher ist als in einer Ruhezone. Diese Leuchten sind zwischen den Holzlamellen der Decke montiert.

Herausragend: Der Integrationsgrad Ein durchgängiges Merkmal der Beleuchtung ist die neutralweiße Lichtfarbe von 4000 Kelvin, die sich angenehm mit dem Tageslicht mischt, das durch die großzügigen Fensterflächen der Schwimmhalle einfällt. Außerdem ist die Sicherheitsbeleuchtung voll ins Lichtkonzept integriert, indem ein Teil der BRIG und ERFURT LED Leuchten mit entsprechender Technik ausgerüstet wurde: „Diese Leuchten enthalten Überwachungsbausteine für den Anschluss an eine zentrale Notstromversorgungsanlage“, berichtet Michael Kegel. Auf diese Weise wird im Fall eines Netzausfalls eine ausreichende Beleuchtung gewährleistet.

Übers Ganze betrachtet beeindruckt insbesondere der durchgängig hohe Integrationsgrad von Licht und Architektur im neuen Schwimmsportkomplex. Dies gelang dank der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten an Planung und Ausführung – und dank Herstellern wie NORKA, die mit viel Erfahrung und Flexibilität lichttechnische Lösungen liefern, in denen Ästhetik, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit ein Optimum erreichen.

Autor und Fotos: NORKA, www.norka.com

FreibadPLUS: Die Zukunftsperspektive für kommunale Freibäder

Sanierung im ländlichen Raum und in der bayrischen Landeshauptstadt

Wenn Freibäder in die Jahre kommen, heißt es oft teuer sanieren oder schließen. Der Umbau zum FreibadPLUS mit biologischer Wasseraufbereitung, zeitgemäßer Gestaltung und gesteigertem Freizeitwert schafft eine nachhaltige Zukunftsperspektive. THE PAULY GROUP bietet dabei Planung und Bau sowie betriebsbegleitende Betreuung aus einer Hand.

Herzstück der biologischen Wasseraufbereitung ist ein schilfbewachsener Bodenfilter, die Geomatrix®, durch den das Badewasser in einem geschlossenen Kreislauf geleitet wird. Im Wurzelbereich der Schilfpflanzen entwickelt sich ein natürliches Ökosystem aus Mikroorganismen, die schädliche Keime sicher abtöten. Das Ergebnis ist hygienisch einwandfreies Badewasser wie frisch aus der Quelle. Durch den vollständigen Verzicht auf Chemikalien können im und am Wasser natürliche Materialien verwendet werden, und es wird eine naturnahe Gestaltung mit Sandstrand, hölzernen Beckengliederungen, Holzstegen und beckennaher Bepflanzung möglich. Die Pumpen für den geschlossenen Wasserkreislauf benötigen nur wenig Energie, und am Saisonende wird das unbelastete Badewasser kostengünstig in den Vorfluter

abgeschlagen oder kann auf dem Gelände versickern. Eine integrierte Photovoltaikanlage liefert den benötigten Strom und kann sogar zusätzliche Wärmepumpen speisen, die im Frühjahr und Spätsommer für noch angenehmere Wassertemperaturen sorgen. Erweiterte Spiel­ und Sportmöglichkeiten wie Breitwellenrutsche, Water­ Climbing, Matschplatz, Beachvolleyball oder Fitness­Parcours erhöhen den Freizeitwert und machen das Freibad zu einem attraktiven Erholungs­ und Urlaubsort. Übernachtungsmöglichkeiten wie Fasshütten, Musikfestivals oder gesonderte Sportveranstaltungen machen eine Nutzung über den reinen Badebetrieb hinaus möglich. Das FreibadPLUS findet damit sowohl bei Freibädern von kleineren Kommunen im ländlichen Raum als auch bei Bäderbetrieben in Großstädten Anklang.

Förderfähiges Konzept in Grebenstein

Das Konzept FreibadPLUS überzeugte 2021 die Verantwortlichen der nordhessischen Kleinstadt Grebenstein. Aufgrund des Umbaus des über 50 Jahre alten Freibades zum konsequent nachhaltigen Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung konnten öffentliche Fördergelder in Höhe von 4,05 Millionen Euro eingeworben werden. Seit der Neueröffnung im August 2023 hat sich das Freibad zum Besuchermagneten entwickelt, der Badegäste aus der ganzen Region anzieht.

Tradition Reloaded in München

Bis 2040 wollen die Münchner Stadtwerke alle ihre Bäder auf CO2­neutralen Betrieb umstellen. Für die erforderliche Sanierung des rund 100 Jahre alten, zentral gelegenen Freibades Georgenschwaige war das FreibadPLUS das passende Konzept. Beim Umbau wurde nicht nur auf rundum nachhaltige Ökotechnik gesetzt, sondern trotz Neugestaltung der Charakter des Bades erhalten. Modern, nachhaltig und CO2­neutral passt das neue FreibadPLUS Georgenschwaige perfekt in die Münchner Bäderlandschaft.

Totalunternehmer für Planung und Ausführung

Der nordhessische Ökotechnik­Spezialist THE PAULY GROUP hat als Totalunternehmer bisher 16 kommunale Freibäder zum FreibadPLUS umgebaut. Aktuell befinden sich zwei weitere Bäder in der Fertigstellung. Für den Auftraggeber ist THE PAULY GROUP zentraler Ansprechpartner für Planung und Ausführung und garantiert Kosten­ und Terminsicherheit. Zusätzlich unterstützt das Unternehmen auch bei der Bewerbung um öffentliche Fördergelder.

Autor: THE PAULY GROUP, www.thepaulygroup.de, www.freibadplus.de Fotos: THE PAULY GROUP

Rutschsichere und angenehm barfuß begehbare Flächen

Innovativ und schnell zu verlegen: die Plattenlösung von KRAIBURG Relastec

Graue Pflaster- und Betonflächen rund ums Becken? Mit EUROFLEX® soft touch gehört das der Vergangenheit an. Die elastische, rutschhemmende Platte aus recyceltem Gummigranulat bietet angenehmen Barfußkomfort, reduziert Pflegeaufwand durch fugenarme Verlegung und bleibt auch bei Nässe sicher. Chlor- und salzwasserbeständig, drainagefähig und nachhaltig hergestellt in Deutschland – die moderne Lösung für Schwimmbäder, Poolbereiche und Spielplätze.

Triste graue Betonflächen aus Pflastersteinen dominieren in deutschen Schwimmbädern rund um die Schwimmbecken das Bild. Ein Material, das seit Jahrzehnten häufig eingesetzt wird – einfach, weil es schon immer so gemacht wurde und „irgendwie“ funktioniert. Doch Flächen aus Pflastersteinen haben erhebliche Nachteile.

Zum einen fällt hoher Pflegeaufwand beim Unkraut jäten in den Fugen an. Je nach Größe des Schwimmbades dauert es Tage bis Wochen, bis die gesamten Flächen wieder sauber sind. Das können die städtischen Fachangestellten für Bäderbetriebe meist nicht selbst leisten, sodass externe Unternehmen teuer engagiert werden müssen – Jahr für Jahr.

Flächen mit Pflastersteinen oder Betonplatten sind häufig auch anfälliger für schnelles Aufheizen. Vor allem in Hitzeperioden ist es sehr unangenehm, barfuß darauf zu gehen.

Der wohl größte Nachteil von Pflastersteinen und Betonplatten ist die hohe Rutschgefahr bei Pfützen. Pflastersteine senken sich im Laufe der Jahre an manchen Stellen ab, sodass Pfützen unvermeidbar sind. Egal ob barfuß oder mit Schuhen: Die Rutschgefahr ist genau dann hoch. Schürfwunden und Prellungen sind aufgrund des harten, rauen Pflasters vorprogrammiert.

Eine Fallschutzplatte, die überzeugt Gegen all diese Probleme wurde die EUROFLEX® soft touch Platte speziell entwickelt. Mit ihren 50 x 50 cm und wahlweise 30 ­ 80 mm Höhe ist sie einfach und schnell mittels Steckverbindern zu verlegen. Die Basis bildet eine Platte aus recyceltem Gummigranulat. Sie sorgt für angenehme Elastizität und ist zudem drainagefähig. Darauf ist ein engmaschiges, weiches Gitternetz eingepresst, welches für ein angenehmes Barfuß­ Gehgefühl, sowie für hohe Rutschsicherheit (R11) sorgt. Die Platten liegen Stoß an Stoß aneinander, sodass keine Fugen entstehen, in denen sich Dreck und Erdreich sammeln kann. Beständigkeit gegen Chlor und Salzwasser versteht sich von selbst.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten mit Fokus auf Nachhaltigkeit

Doch die Platte eignet sich nicht nur für die Flächen um Schwimmbecken, sondern auch als Bodenbelag für Kinderspielplätze. EUROFLEX® soft touch gibt es in Stärken bis zu 80 mm. Mit zusätzlicher Unterlage können sogar bis zu 3,00 m Fallhöhe erreicht werden.

In öffentlichen Schwimmbädern spielen nachhaltige Materialien durch die Vorgaben der Kommunen eine immer wichtigere Rolle. Im Gegensatz zu den üblichen Pflastersteinen und Platten aus Beton bestehen diese aus Recyclingmaterial und können auch zum Lebensende wieder recycelt werden. Nachhaltigkeit Made in Germany!

Text: KRAIBURG Relastec, www.kraiburg-relastec.com

Fotos: KRAIBURG Relastec

Kosten und Ressourcen sparen

Mit „SanReMo by CONTI+“ Sanitärräume schnell und effizient modernisieren

In Sporthallen, Stadien und anderen stark frequentierten Einrichtungen muss die Ausstattung der Sanitärräume besonders robust, langlebig, hygienisch und leicht zu bedienen sein. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Wasser- und Energieeffizienz sowie geringe Wartungsund Betriebskosten. Laut den allgemein anerkannten Regeln der Technik muss zudem jederzeit ein hygienisch einwandfreier Trinkwasserbetrieb sichergestellt sein.

In der Realität vieler Sportstätten zeigt sich jedoch ein anderes Bild: veraltete Dusch- und Waschräume mit defekten oder nicht mehr zeitgemäßen Armaturen, mangelhafter Belüftung, beschädigten Fliesen oder fehlender Warmwasserversorgung. Solche Mängel beeinträchtigen nicht nur Komfort und Hygiene, sondern auch die Attraktivität des Sports. Zeitgemäße Sanitärausstattungen helfen, die Wasserqualität zu sichern, Keimbildung zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. Genau hier setzt „SanReMo by CONTI+“ an.

Die CONTI Sanitärarmaturen GmbH hat sich auf die kosteneffiziente Sanierung, Renovierung und Modernisierung von Dusch­ und Waschräumen in öffentlichen, halböffentlichen und gewerblichen Gebäuden spezialisiert. Das Expertenteam berät individuell und plant jede Maßnahme so, dass sie mit minimalem Aufwand, möglichst ohne bauliche Veränderungen und zu geringen Kosten umgesetzt werden kann.

Zukunftsorientierte Lösungen zur Umrüstung und Aufwertung bestehender Anlagen „SanReMo by CONTI+“ bietet zukunftssichere Lösungen für die kostengünstige Sanierung von Duschräumen im Bestand. Ob mechanisch oder elektronisch: das Duschraum­Sortiment umfasst passende Armaturenkörper und Komponenten für nahezu jede bauliche Ausgangslage. Möglich wird dies durch das seit Jahrzehnten gleichbleibende Stichmaß sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unterputzkörpers und der Wasserstrecke. Selbst 40 Jahre alte Armaturen – von CONTI+ oder anderen Herstellern – lassen sich damit auf den aktuellen Stand bringen. Zentrales Element jeder Dusch­Umrüstung ist die CONTI+ adaptive Multifunktions­Wasserstrecke CONGENIAL. Ihre modular aufgebaute Ventil­ und Kartuschentechnik macht sie universell einsetzbar – unabhängig vom Duschsystem. CONGENIAL bietet damit eine nachhaltige und betriebssichere Lösung für Bestandsanlagen jeder Art.

Auch für die Umrüstung von Aufputz­Duschen bietet CONTI+ passgenaue Varianten – von klassischen Aufputz­Armaturen und ­Thermostaten bis hin zu modernen Duschpaneelen. Auf Wunsch sind diese auch mit Haubenverlängerungen erhältlich – eine ebenso praktische wie wirtschaftliche Möglichkeit, um Zugangsleitungen schnell und ohne großen Aufwand abzudecken. Die Verlängerungen eignen sich ideal für kosteneffiziente Sanierungen, Renovierungen und Modernisierungen.

Das „SanReMo by CONTI+“­Team prüft jede Umbaumaßnahme individuell. Dank kurzer Einbauzeiten ist die Umrüstung der Sanitärräume oft innerhalb weniger Stunden erledigt – ganz ohne aufwendige Fliesenarbeiten oder Wandaufbrüche. Das bedeutet maximale Flexibilität für Betreiber.

Autor und Fotos: CONTI+, www.conti.plus/de/de/sanremo

Wasser sparen mit modernen Waschtischarmaturen Da sich mit elektronischen Waschtischarmaturen im Vergleich zu herkömmlichen Einhebelmischern bis zu 80 Prozent Wasser sparen lässt, zählt der Austausch veralteter Armaturen zu den häufigsten und effektivsten Maßnahmen bei der Sanierung von Waschräumen. Gerade an stark frequentierten Orten ist zuverlässige, hygienische und wassersparende Technik gefragt. Eine ideale Lösung bieten hier zum Beispiel berührungslose Armaturen aus der Serie CONTI+ lino. Die Serie ist in verschiedenen Ausführungen, Farben und Materialien erhältlich. Dank der großen Produktvielfalt lassen sich Projekte mit unterschiedlichen Anforderungen lösungsorientiert gestalten. Die Infrarot­Sensorik der CONTI+ lino­Armaturen ermöglicht eine komfortable und intuitive Bedienung. Da diese komplett berührungslos erfolgt, bleiben Armatur und Waschplatz länger hygienisch sauber.

Hygienische Urinalarmaturen

für den sensiblen Sanitärbereich Auch für Urinale bietet CONTI+ passende Lösungen: als Aufputzversion oder als Unterputzsystem mit Glasfront oder robuster Edelstahlabdeckung. Die berührungslose Auslösung reduziert effektiv das Risiko der Keimübertragung, während keimhemmende Materialien und integrierte Hygienespülungen für zusätzliche Sicherheit sorgen. Die Urinalarmaturen sind in verschiedenen Designs und Farben erhältlich – ideal zur Umrüstung bestehender Anlagen.

Fazit: Nachhaltig, effizient, wirtschaftlich

Mit dem SanReMo by CONTI+­Konzept lassen sich bestehende Sanitärräume schnell, effizient und mit minimalem baulichem Aufwand auf den neuesten Stand bringen. Dank innovativer Technik, flexibler Lösungen und langjähriger Erfahrung bietet CONTI+ ein überzeugendes Paket für die Sanierung, Renovierung und Modernisierung im Bestand.

Digitale Prävention von Badeunfällen

Wie intelligente Systeme Leben retten

In öffentlichen Schwimmbädern stellt die frühzeitige Erkennung kritischer Situationen eine zentrale Herausforderung dar. Trotz geschulten Personals und klar definierten Sicherheitsprozessen bleiben Ertrinkungsunfälle ein relevantes Risiko – insbesondere in stark frequentierten Anlagen. Moderne, kamerabasierte Assistenzsysteme wie jene von Poseidon setzen genau hier an und erweitern die klassische Aufsicht durch präzise, kontinuierliche Analyse.

Multisensorik für maximale Abdeckung

Die Technologie basiert auf einem Zusammenspiel von Über­ und Unterwasserkameras, die das gesamte Becken lückenlos erfassen. Die Systeme werden individuell auf die Geometrie und Nutzung eines Beckens abgestimmt, sodass auch komplexe Anlagen zuverlässig überwacht werden. Durch diese vollständige visuelle Abdeckung entsteht eine digitale „Sicherheitszone“.

Echtzeitanalyse durch Computer-Vision Kern der Lösung ist eine fortschrittliche Bildverarbeitung, die das Verhalten von Badegästen in Echtzeit analysiert. Das System erkennt typische Muster kritischer Situationen, beispielsweise Bewegungslosigkeit am Beckenboden. Wird ein solches Ereignis identifiziert, erfolgt innerhalb weniger Sekunden eine Alarmierung. Die Alarmmeldung beinhaltet neben dem Ereigniszeitpunkt auch die exakte Position der betroffenen Person sowie visuelle Referenzbilder. Dies ermöglicht dem Aufsichtspersonal eine unmittelbare und zielgerichtete Intervention.

Unterstützung statt Ersatz des Personals Ein entscheidender Aspekt der Technologie ist ihr unterstützender Charakter. Die Systeme sind nicht als Ersatz für Bademeister konzipiert, sondern als Ergänzung, die menschliche Wahrnehmung erweitert. Gerade in Situationen mit hoher Auslastung oder eingeschränkter Sicht bietet die automatisierte Analyse einen erheblichen Sicherheitsgewinn. Die kontinuierliche Überwachung reduziert die Reaktionszeit signifikant und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Rettung. Gleichzeitig werden Fehlalarme durch adaptive Kalibrierung auf die jeweilige Beckensituation minimiert.

Skalierbarkeit und Praxiseinsatz

Poseidon ist weltweit in über 300 öffentlichen Schwimmbädern im Einsatz und hat sich auch unter anspruchsvollen Bedingungen bewährt. So wird das System beispielsweise in Trainingsanlagen auf Spitzensportniveau eingesetzt, wo höchste Sicherheitsstandards gefordert sind. Dank Poseidon konnten schon mehr als 50 Badegäste gerettet werden. Durch ihre modulare Architektur lässt sich die Lösung flexibel an unterschiedliche Betriebsgrößen und Anforderungen anpassen – von kommunalen Hallenbädern bis hin zu großen Freizeit­ und Wettkampfanlagen.

Fazit

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten in der Prävention von Badeunfällen. Intelligente Überwachungssysteme wie jene von Poseidon kombinieren moderne Sensorik mit leistungsfähiger Datenanalyse und schaffen damit eine zusätzliche Sicherheitsebene im Badebetrieb.

Für Betreiber bedeutet dies nicht nur eine Erhöhung der Sicherheit, sondern auch eine nachhaltige Investition in Qualität und Vertrauen – zentrale Faktoren für den langfristigen Erfolg moderner Schwimmbadinfrastrukturen.

Autor, Foto, Grafik: Poseidon, www.poseidon-tech.com

Vaudoise ­Arena Lausanne: 50 m Schwimmbecken und Sprungbecken mit 1, 3, 5, 7.5 und 10m Plattformen
Poseidon­ Komponenten mit Decken­ und Unterwasserkameras

Keine Abhängung, kein Raumgerüst: Die Dachscheibe vom Typ LIGNO® Block Q3 Akustik ist oben auf den Trägern aufgelegt und löst Statik und Raumakustik zugleich.

Konstruktionslogik nimmt Akustik auf

Stadtteilbad Huchenfeld, Pforzheim

Wer ein großes Hallenbad betritt, kennt das Phänomen: Kinderlachen, Wassertreiben, Trainerrufe und das Platschen von Schwimmzügen vermischen sich zu einem akustischen Teppich, der rasch unangenehm laut wird. Schall breitet sich ungehindert aus und wird von den harten Flächen reflektiert, von Fliesen, Glasflächen und von der Wasseroberfläche selbst. Absorbierende Oberflächen sind im Hallenbad deshalb kein gestalterischer Bonus, sondern funktionale Notwendigkeit.

Die Frage lautet nicht, ob man schallabsorbierende Flächen einplant, sondern wie man sie möglichst wirtschaftlich realisiert. Bisher führte der Weg zur akustisch wirksamen Decke zwangsläufig über abgehängte Paneele – und damit oft über ein aufwändiges Raumgerüst. Bauzeit und Kosten steigen mit dem Montageaufwand.

In Pforzheim löst man die Raumakustik ohne konventionelle Abhangdecke. Bei der Errichtung der Dachkonstruktion aus Holz wurden von den Zimmerern des ausführenden Betriebs Holzbau Moser aus Salach direkt tragende Dachscheiben von oben auf die Hallenbinder aufgelegt, die auch die schallabsorbierende Funktion bereits erfüllen.

LIGNO® Brettsperrholz­Kastenelemente verändern dabei die Logik der Deckenkonstruktion grundlegend: Es wird nicht erst die Statik gelöst und dann nach unten additiv die Akustik ergänzt, sondern gleichzeitig: Die Elemente werden von oben aufgelegt. Keine Abhängung. Kein Raumgerüst. Die schalltechnisch wirksame, optisch fertige Deckenfläche aus Holzleisten mit einem ebenso natürlichen Holzfaserabsorber entsteht also direkt im „Rohbau“ – als integraler Bestandteil der Tragstruktur.

Das Funktionsprinzip ist so elegant wie effektiv: Die Kastenelemente bestehen aus zu Hohlräumen aufgelösten Massivholzquerschnitten. Diese Kammern nehmen Leitungen auf und wirken zusammen mit dem natürlichen Absorberfilz lärmpegel­ und nachhallmindernd. Auch Feuerwiderstand und gestalterische Qualität vereinen sich in dem individuell konfigurierten, industriell produzierten Holzbauteil. Die sichtbare Unterseite bildet echtes, ast freies Weißtannenholz – warm, natürlich, ästhetisch – und problemlos widerstandsfähig gegenüber der Hallenbadatmosphäre.

Für das Stadtteilbad Huchenfeld bedeutet das: Über den Schwimmbecken wird die größte im Raum verfügbare Fläche – die Dachuntersicht – für die Akustik genutzt. Die Montage mit einem entscheidenden Zeitvorteil beschleunigte das Gesamtprojekt.

Wo konventionelle Lösungen an ihre Grenzen stoßen, macht LIGNO® Block Q3 im Stadtteilbad Huchenfeld die Decke selbst zur akustischen Maßnahme – wirtschaftlich hergestellt, dauerhaft wirksam – und für die Nutzer auf Anhieb spürbar ruhiger.

Autor: Ralf Harder, Lignotrend, www.lignotrend.com

Fotos: Holzbau Moser, Lignotrend, Christoph Valentien, bauatelier

Der Strömungskanal ist

das absolute Highlight

Gegenstromanlage HydroStar PRO überzeugt in Bregenz

Im Seebad Bregenz geht es rund: Seit der Neueröffnung 2025 können sich Jung und Alt dort durch einen künstlichen Fluss treiben lassen. Für ein authentisches Wildwasser-Feeling sorgt die leistungsstarke Gegenstromanlage HydroStar PRO.

Das mit Turbinentechnologie angetriebene System des Schwimmbadtechnikspezialisten BINDER erzeugt eine naturnahe Strömung wie in einem Fluss und unterscheidet sich dadurch deutlich von vergleichbaren pumpenbetriebenen Geräten.

Die Wahl der Bauherren fiel auf die Turbinenschwimmanlage HydroStar PRO, weil sie deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen bietet. HydroStar PRO ist nicht nur leistungsstärker, sondern auch wartungsarm und verbraucht wesentlich weniger Strom. Zudem sind die Turbinenschwimmanlagen winterhart und müssen in der kalten Jahreszeit nicht ausgebaut werden. Der Betrieb des Lazy River erfolgt vollständig automatisiert, der Strömungskanal ist direkt an die Gebäudeleittechnik angeschlossen.

Autor und Fotos: BINDER, www.binder24.com

Etna und Etna High verbinden ergonomischen Liegekomfort mit professioneller Alltagstauglichkeit – die erhöhte Variante erleichtert Hinsetzen und Aufstehen besonders komfortabel.

Robust, pflegeleicht und für hohe Nutzungsfrequenz konzipiert: EVA Pro eignet sich für professionelle Ruhe ­ und Liegebereiche im Innen­ und Außenbereich. Der einfache Bespannungswechsel unterstützt eine lange Nutzungsdauer.

Weltweit bewährt

Bäderliegen von Erlau für Schwimmbad und Wellness

Wo Menschen entspannen, zählt jedes Detail. In Schwimmbädern, Thermen, Hotels und Wellnessbereichen sind Bäderliegen weit mehr als einfache Ausstattung: Sie prägen die Aufenthaltsqualität, schaffen attraktive Ruhebereiche und unterstützen einen reibungslosen Badebetrieb. Gleichzeitig müssen sie im professionellen Alltag zuverlässig funktionieren – bei hoher Auslastung, im Innen- und Außenbereich und mit möglichst geringem Wartungsaufwand.

Erlau, eine Marke der RUD Gruppe, entwickelt und vertreibt Bäderliegen für die hohen Anforderungen professioneller Schwimmbad­ und Wellnessbetriebe. Das Sortiment verbindet langlebige Materialien, komfortorientierte Konstruktionen und praktische Lösungen für Betreiber – von stapelbaren Liegen über erhöhte Komfortvarianten bis zum organisierten Pfandsystem.

Für klassische Liege ­ und Ruhebereiche bietet die EVA Pro eine robuste Lösung für den täglichen Einsatz. Sie eignet sich besonders dort, wo viele Gäste komfortable, pflegeleichte und platzsparend organisierbare Liegen erwarten. Der einfache Bespannungswechsel, wetterbeständige Materialien und eine auf hohe Nutzungsfrequenz ausgelegte Konstruktion unterstützen einen wirtschaftlichen Betrieb und verlängern die Nutzungsdauer der Ausstattung.

Die Liege Etna ergänzt das Programm als stapelbare Aluminiumliege mit ergo nomischer Formgebung und verstellbarem Kopfteil. Sie ist auf den professionellen Einsatz im Nass­ und Trockenbereich ausgelegt und verbindet ansprechendes Design mit Alltagstauglichkeit. Besonders interessant für barriereärmere und komfortorientierte Bereiche ist Etna High: Die erhöhte Liegehöhe von 51 cm erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen deutlich, niedrige Armlehnen geben zusätzliche Sicherheit und unterstützen das Aufrichten. Damit eignet sich Etna High besonders für Thermen, Saunen, Wellnessoasen, Reha ­ Betriebe und Kliniken.

Für Freibäder und stark frequentierte Anlagen empfiehlt sich Marina mit Pfandsystem. Badegäste können Liegen im Selbstbedienungsprinzip eigenständig ausleihen und wieder zurückgeben. Das entlastet das Personal, sorgt für Ordnung nach Betriebsschluss und macht die Liegenausgabe planbarer. Betreiber können zwischen Münz­ und Kartenschloss wählen; ein komplettes System besteht aus Bäderliegen, Pfandschlössern und Depotstation.

So entstehen mit Erlau attraktive Ruhe ­ und Liegezonen, die Gästen Komfort bieten und Betreibern den Alltag erleichtern. Ob klassisch robust, besonders komfortabel erhöht oder organisatorisch durchdacht: Erlau Bäderliegen sind langlebige Lösungen für moderne Bäder­ und Wellnesslandschaften.

Mehr Informationen, technische Details und den Bäderliegenkatalog erhalten Sie über den QRCode oder direkt bei unserem Kollegen Stephan Krieger unter 07361 504 3211.

Autor und Fotos: ERLAU

Das Marina Pfandsystem organisiert die Liegenausgabe per Selbstbedienung – wahlweise mit Münz­ oder Kartenschloss und Depotstation.

Lequaro kombiniert einen umfassenden Webshop mit einer cloudbasierten Kassenlösung sowie modernen Selbstbedienungsterminals für den Ticketverkauf vor Ort.

Klare Auslastung statt Schätzung

Transparenz für Freibäder ohne Ausgangskontrolle

Freibäder ohne Ausgangskontrolle wissen oft nicht, wie viele Gäste sich tatsächlich in der Anlage befinden. Besonders an heißen Tagen kann das zu unnötigen Einlassstopps führen, obwohl noch Kapazitäten frei wären. Für das Personal bedeutet das Stress, während Beschwerden zunehmen und potenzielle Einnahmen verloren gehen. Dabei ist optimale Auslastung und bessere Planung nun dank sensorbasierter Ausgangszählung möglich.

Vintia bietet mit Lequaro eine leistungsstarke, cloudbasierte Gästemangement­, Buchungs­ und POS­ Plattform, die jüngst um ein datenschutzkonformes System für das Erfassen von Besucherbewegungen erweitert wurde: Countara bietet den vollen Überblick in Echtzeit.

Das datenschutzkonforme System erfasst Besucherbewegungen präzise, ohne personenbezogene Daten zu speichern. So entsteht eine transparente Auslastungsanzeige, die auch bei hohem Besucheraufkommen zuverlässig funktioniert – ideal für den Einsatz im Freibad­ Bereich.

Gerade Anlagen ohne Ausgangsdrehkreuze profitieren von der flexiblen Nachrüstlösung. Freiwerdende Kapazitäten werden sofort erkannt und können unmittelbar wieder vergeben werden. Das verbessert nicht nur die Auslastung, sondern sorgt auch für einen reibungslosen Ablauf im laufenden Betrieb.

Ein besonderer Mehrwert für Gäste: Die aktuelle Auslastung lässt sich bequem mithilfe einer API (Schnittstelle) abrufen und auf der Website anzeigen. Besucher sehen schon vorab, wie voll es ist, und können ihren Aufenthalt besser planen.

Die Lösung kann auch problemlos in Verbindung mit Fremdkassensystemen eingesetzt werden, da eine entsprechende Schnittstellendokumentation zur Verfügung gestellt wird. Bei einer Anbindung von Countara werden austretende Gäste erfasst und die entsprechenden Daten über eine API an das angebundene Kassensystem übergeben

Fazit: Mehr Effizienz für Betreiber, mehr Transparenz für Gäste – und das bei maximalem Datenschutz.

Autor und Fotos: Vintia GmbH, www.vintia.com

Mehr Sicherheit im Wasser

Sterkrader Hallenbad setzt auf KI mit AngelEye

Im Mai 2025 wurde das Hallenbad Sterkrade nach dreijähriger, umfassender Sanierung pünktlich zum 70-jährigen Jubiläum wiedereröffnet. Während die äußere Gebäudehülle bewusst an das frühere Bad erinnert, ist im Inneren nahezu alles auf den neuesten Stand gebracht worden: Das Becken wurde komplett modernisiert, und eine energieeffiziente Schwimmbadtechnik sorgt für einen nachhaltigen Betrieb. Auf dem Dach erzeugt zudem eine rund 500 m² große Photovoltaikanlage jährlich etwa 90.000 Kilowattstunden Strom.

Ein zentrales Element der Modernisierung ist das Ki­basierte Überwachungssystem AngelEye Life­ Guard, dessen Vertrieb über die Hugo Lahme GmbH erfolgt, und das die Sicherheit der Badegäste deutlich verbessert. Selbst bei aufmerksamem Personal können Situationen im Wasser schnell unübersichtlich werden – etwa durch Wellenbewegungen, Lichtreflexionen oder ein hohes Besucheraufkommen. Genau hier setzt AngelEye Life­ Guard an.

Im Sterkrader Hallenbad kommen zwölf Unterwasserkameras sowie zwei Kameras im Überwasserbereich zum Einsatz. Neben den bewährten Unterwasserkameras stehen mittlerweile auch moderne Überwasserkameras zur Verfügung, wodurch eine ganzheitliche Überwachung sowohl unter als auch über der Wasseroberfläche ermöglicht wird. Besonders hervorzuheben ist, dass AngelEye als einziges System auf Unterwasserkameras mit integrierter LED ­ Beleuchtung setzt. Diese patentierte Technologie gewährleistet eine konstant hohe Bildqualität und optimale Ausleuchtung des Beckens – unabhängig von Tageslicht oder störenden Spiegelungen (optional auch in RGBW­Ausführung).

Erkennt das System eine ungewöhnlich lange Bewegungslosigkeit einer Person, wird das Aufsichtspersonal automatisch informiert – beispielsweise direkt auf eine Smartwatch. So kann schnell reagiert und im Ernstfall wertvolle Zeit gewonnen werden.

„Wir haben uns bewusst für dieses System entschieden. Die Sicherheit unserer Badegäste hat für uns oberste Priorität. Gleichzeitig achten wir sehr auf den Datenschutz, damit sich niemand beobachtet fühlt“, erklärt Stephanie Meißner, Leiterin des Bädermanagements bei den SBO Servicebetrieben Oberhausen.

Aus Datenschutzgründen werden die Bilder der Unterwasserkameras standardmäßig verpixelt dargestellt. Erst im Notfall wird der betroffene Bereich gezielt freigegeben. Dadurch kann das Personal sofort erkennen, wer Hilfe benötigt und wo sich die Person befindet –ohne im Regelbetrieb den Schutz der Privatsphäre zu beeinträchtigen.

Das System wird täglich vor Beginn des Badebetriebs überprüft und erfüllt jederzeit die Anforderungen der ISO 20380:2017. Das Hallenbad Sterkrade verbindet damit moderne Technologie, Nachhaltigkeit und ein Höchstmaß an Sicherheit – sowohl unter als auch über der Wasseroberfläche.

Autor und Fotos: Hugo Lahme, www.lahme.de

Akustik als wichtiger Planungsparameter im Pferdesport

Beste Bedingungen für Mensch und Pferd

Mit der Multifunktionsreithalle am Sächsischen Landgestüt Moritzburg ist ein Bauwerk entstanden, das sportliche Anforderungen, Tierwohl und nachhaltiges Bauen gekonnt zusammenführt. Neben Tragwerk, Raumklima und Funktionalität spielte insbesondere die Akustik eine zentrale Rolle in der Planung. Für hochsensible Tiere wie Pferde ist eine ruhige, klar definierte Klangumgebung entscheidend, sowohl im täglichen Training wie auch bei Wettbewerben und Veranstaltungen mit Publikum. Die Deckenkonstruktion leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag. Die Halle dient als Veranstaltungsort für mehr als 800 Zuschauer.

Großvolumige Sporthallen stellen aus raumakustischer Sicht eine besondere Herausforderung dar. Pferde reagieren sensibel auf Schallereignisse und diffuse Geräuschkulissen, was Stress und Leistungsbeeinträchtigungen zur Folge haben kann. Ziel der Planung war daher eine hohe Schallabsorption bei gleichzeitig guter Wahrnehmung von Moderation und Musik.

LIGNATUR-Deckenelemente als integrale Lösung

Die bis zu 13,5 m langen und 240 mm hohen Lignatur­ Elemente überspannen das Primärtragwerk mit einem Achsraster von 8 m und dienen zugleich als Auflager für die in jedem zweiten Feld angeordneten 2,5 m breiten Lichtbänder. Dadurch entsteht eine schlanke Konstruktion, die das Tragwerk, die Akustik und Tageslichtführung in einem System verbindet. Die Elemente wirken schallabsorbierend und reduzieren die Nachhallzeiten deutlich. Die akustische Wirkung trägt zu einer ruhigen Klangumgebung bei, die sowohl den sensiblen Tieren, den Sportlern wie auch dem Publikum zugutekommt.

Auch Gestaltung und Raumklima berücksichtigt

Die sichtbare Holzoberfläche prägt den Raum atmosphärisch und kommt ohne zusätzliche Abhangdecken aus. Dadurch entsteht eine robuste, wartungsarme Konstruktion, die den vielfältigen Ansprüchen eines Sport­ und Reitbetriebs gerecht wird. Ein integriertes Bewässerungssystem zur Befeuchtung

des Bodens sorgt für optimale Bedingungen im Pferdesport und stellt zusätzliche Anforderungen an die Konstruktion und Deckenelemente. Die Elementfugen sind so dimensioniert, dass Quellbewegungen des Holzes schadlos aufgenommen werden können

Nachhaltigkeit als systemischer Ansatz

Die Reithalle wurde in Holzhybridbauweise realisiert. Der nachwachsende Baustoff bindet CO2, verzichtet auf chemische Holzschutzmittel und unterstützt eine sortenreine, langlebige Konstruktion. Die Integration mehrerer Funktionen in einem Deckensystem reduziert Materialeinsatz und Bauaufwand. Ergänzt wird dies durch energieeffiziente Gebäudetechnik und ein ressourcenschonendes Betriebskonzept.

Tiergerechte Akustik als Qualitätsmerkmal

Die Reithalle in Moritzburg zeigt, dass Akustik im Pferdesport kein Nebenprodukt, sondern ein wesentlicher Qualitätsfaktor ist. Mit der Kombination aus systemischem Holzbau, hoher Schallabsorption und nachhaltiger Planung entsteht ein Raum, der Leistung ermöglicht – in einer Atmosphäre der Ruhe, von der Mensch und Tier gleichermaßen profitieren.

Autor: LIGNATUR, www.lignatur.ch

Foto: David Nuglisch

Balance, Bewegung, Begegnung –neue Impulse für Freibäder

Eine BLOACS Slackline Anlage bringt genau das in Freibäder, was dort oft fehlt: aktive, niederschwellige Bewegung für alle Altersgruppen. Während klassische Angebote wie Schwimmbecken, Liegewiesen oder Rutschen meist klar getrennte Nutzergruppen ansprechen, schafft eine Slackline­Anlage einen offenen Begegnungsraum. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen hier gleichermaßen in Bewegung – spielerisch, spontan und ohne Vorkenntnisse.

Gerade in Freibädern, die zunehmend auch als soziale Treffpunkte dienen, bietet die Anlage einen echten Mehrwert: Sie verbindet Aufenthalt mit Aktivität. Statt ausschließlich zu liegen oder zu schwimmen, entstehen neue Impulse für Balance, Koordination und Kraft. Gleichzeitig fördert das gemeinsame Ausprobieren die Kommunikation und stärkt das Miteinander – ein wichtiger Aspekt in einer Zeit, in der Bewegung und Begegnung oft zu kurz kommen.

Für Betreiber ist die Anlage besonders attraktiv, da sie robust, wartungsarm und vielseitig einsetzbar ist. Sie benötigt nur wenig Platz, verursacht kaum Lärm und ist durch ihre Bauweise für den dauerhaften Einsatz im öffentlichen Raum geeignet. Zudem erweitert sie das Angebot des Freibads um ein innovatives Bewegungsmodul, das sich klar von klassischen Spielgeräten abhebt.

So wird die BLOACS Slackline Anlage zu einem echten Mehrwert im Freibad: Sie steigert die Aufenthaltsqualität, fördert Gesundheit und Bewegung und macht das Freibad zu einem Ort, an dem Menschen nicht nur entspannen, sondern auch aktiv werden. Alle Infos unter bloacs.de

Smartes Gästemanagement

Digitale Lösungen zur Automation von Buchungs­, Zutritts­ und Abrechnungsprozessen stehen in Bädern, Thermen und Sportbetrieben immer mehr im Fokus. Mit der cloudbasierten Plattform Mafis Digital bietet Eccos Pro eine Lösung, die dieser Nachfrage entspricht und dank ihrer Modularität für jede Betriebsgröße interessant ist.

Mafis Digital macht eine Vielzahl von Anwendungen für Betreiber und Gäste noch einfacher und komfortabler. Die Lösung ist mit ihren vier Modulen vollständig in die Mafis Systemlandschaft integriert, ohne dass weitere Schnittstellen benötigt werden.

Mit Mafis Easy Ticket bietet eccos pro einen eigenen Webshop in der Cloud an, über den der Gast jederzeit und von überall aus Online­Tickets oder Wertgutscheine kaufen kann, unabhängig von den Öffnungs­ und Kassenzeiten.

Betreibern mehrerer Anlagen bietet Mafis Flex die Möglichkeit, Gastkarten, Mehrfachtickets, Zeit­ oder Geldwertkarten auszugeben, die auch in den Mafis­Anlagen anderer Betreiber eingesetzt werden können. Sämtliche Umsätze werden korrekt verrechnet.

Mit Mafis Reserve organisieren und verwalten Betreiber die Buchungen von Anwendungen, Kursen oder Räumen mittels einer Kalenderfunktion.

Und mit dem vierten Modul, Mafis Guest Portal, verwalten Gäste ihre Gastkarten selbstständig und digital, können ihre Verbräuche und ihren Konsum einsehen sowie ihre Karten online wieder aufladen.

Das zentrale Datenmanagement erhöht die Effizienz der MafisModule und ermöglicht zudem wertvolle Analysen des Gastverhaltens. Als Software as a Service­ Modell konzipiert, sind die Kosten für Wartung und Updates bereits in den Hostingkosten enthalten.

BLOACS www.bloacs.de

Eccos Pro GmbH www.eccos-pro.com

© BLOACS

Technischer Generalunternehmer beim Main Bad Bornheim

Das Main Bad Bornheim zählt zu den vielseitigsten Badeanlagen im Raum Frankfurt und vereint Sport, Freizeit und Erholung für Familien, Schwimmer und Wellnessgäste. Die moderne Wasserlandschaft schafft ein einladendes Umfeld für alle Besucher.

Berndorf Bäderbau übernahm als technischer Generalunternehmer die Umsetzung der Edelstahlbecken, Wasseraufbereitung sowie Heizungs­ und Lüftungstechnik, Sprunganlage, Hubboden und Rutschen. Hochwertige Materialien und präzise Ausführung sorgen für Langlebigkeit, Sicherheit und Komfort.

Highlights sind der Hubboden im Sportbecken, ein Erlebnisbecken mit Attraktionen, ein Warmsprudelbereich und verschiedene Rutschen. Sauna und Ruhezonen bieten Entspannung, während ein eigener Kinderbereich für sicheres Spielen sorgt. Die Anbindung an die benachbarte Eishalle ermöglicht zudem energieeffiziente Synergien.

Sportanlagen rückwärts denken: Warum Betriebskosten den Ausschlag geben

Bei der Sanierung oder Erweiterung von Sportanlagen stehen Erstellungskosten oft im Fokus. Doch die wahre Herausforderung für die öffentliche Hand liegt in den langfristigen Folge­ oder Betriebskosten. Werden diese bei der Planung vernachlässigt, drohen finanzielle Engpässe und eine schwindende politisch­öffentliche Akzeptanz.

Ein wichtiger Hebel für den Projekterfolg ist daher die Perspektive der Betriebs­ und Finanzierungskosten. Ein bewährter Ansatz ist die „rückwärts aufgesetzte Rechnung“: Hierbei wird von der tragbaren wiederkehrenden Belastung ausgegangen, um das maximal vertretbare Investitionsvolumen zu bestimmen. Dieser Fokus zwingt alle Beteiligten, bauliche Entscheide auf ihre betrieblichen Auswirkungen zu prüfen.

Warum dieser Ansatz Erfolg verspricht:

• Betriebliche Synergien: Durch die funktionale Zusammenlegung von Bereichen (zum Beispiel Kassenbereich und Gastronomie) werden Personal­ und Unterhaltskosten im Sommer und Winter optimiert.

• Politische Sicherheit: Transparenz über künftige Belastungen schafft Vertrauen und sichert Unterstützung.

• Nutzerorientierung: Vereine und Nutzer werden frühzeitig eingebunden. Es entstehen Anlagen, die leisten, was benötigt wird – ohne unnötigen Luxus.

Das Resultat sind Sportanlagen, die funktionell überzeugen und langfristig rentabel bleiben. Als Spezialist im Bereich der Nutzungsund Betriebskompetenz verfügt BPM Sports über jahrzehntelange Erfahrung, um auch Ihrem Projekt erfolgreich zur Seite zu stehen.

BPM Sports GmbH www.bpm-sports.ch

© David Matthiessen Fotografie
© BPM
Sports

CO2-freie Rasenheizung- und Kühlung

Die rasenplan GmbH ist das einzige Unternehmen in ganz Europa, welches energiesparende und CO2­freie Rasenheizungen und ­kühlungen baut! Sowohl für Natur­ als auch Kunstrasenflächen. Die rasenplan GmbH berichtet von einer ihrer aktuellen Referenzen in Deutschland: Im Sommer 2025 verbauten wir im Willy­Sachs­Stadion in Schweinfurt eine weitere energiesparende Rasenheizung­ und Kühlung ein (siehe Bild oben).

Vorteile dieser energiesparenden Rasenheizung- und Kühlung:

Heizen und Kühlen mit Grundwasser oder einer Luft­WärmePumpe ist bei uns Standard. Zudem kann auf die vom Deutschen Fußball­ Bund (DFB) vorgeschriebene Dämmung unter den Heizrohren verzichtet werden, da unsere Vorlauftemperaturen in den Heiz­ und Kühlrohren den Grundwassertemperaturen von circa 10 bis 12 °Celsius beziehungsweise den üblichen Bodentemperaturen entsprechen. Es gibt nichts zu isolieren. Eine konventionelle Rasenheizung weist üblicherweise eine Vorlauftemperatur von 35 bis 40 °Celsius auf. Die jährliche Energieeinsparung von mindestens 80 % ermöglicht eine Amortisation der Rasenheizung von rasenplan innerhalb von zwei Jahren gegenüber einer konventionellen Rasenheizung.

Ob Grundwasserpumpenanlage oder Luft­Wärme ­ Pumpenanlage mit der dazugehörigen Heizzentrale sowie eigener Rasenheizungssteuerung: Die rasenplan GmbH koordiniert das gesamte Projekt mit Kompetenz und Expertise aus einer Hand. Von der Analyse zur Machbarkeitsstudie, über die Planung und den Einbau bis zur Inbetriebnahme hat der Kunde einen einzigen Ansprechpartner.

SpOrt concept – Ihre Architekten für zukunftsfähige Sport- und Bewegungsräume

SpOrt concept ist spezialisiert auf die Entwicklung, Planung und Realisierung zukunftsfähiger Sport­ und Bewegungsräume. Das Team verbindet die Perspektive von Sportorganisationen mit der fachlichen Kompetenz erfahrener Architekten. So entstehen passgenaue Lösungen für Vereine, Verbände, Kommunen sowie weitere institutionelle Auftraggeber. Das Leistungsspektrum umfasst Beratung und Analyse, Entwicklung und Konzeption sowie Planung und Umsetzung. Ziel sind wirtschaftlich tragfähige, nachhaltig nutzbare und architektonisch überzeugende Sportstätten.

SpOrt concept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Fundierte Bestands­ und Bedarfsanalysen werden bei Bedarf durch passgenaue Beteiligungsformate und Partizipation ergänzt. Auf dieser Basis entstehen tragfähige Konzepte für Neubau, Weiterentwicklung oder Sanierung. SpOrt concept verbindet dabei funktionale und gestalterische Anforderungen mit betrieblichen, wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen und demografischen Aspekten. Zum Leistungsprofil gehört zudem der aktive Wissenstransfer. Darüber hinaus ist das Team von SC regelmäßig auf Fachveranstaltungen vertreten und übernimmt dort Fachvorträge, Beiträge zum Wissenstransfer sowie die Moderation von Podiumsdiskussionen.

Als Unternehmen der Kubus360 GmbH arbeitet SpOrt concept in einem interdisziplinären Netzwerk aus Architekten, Ingenieuren und betriebswirtschaftlicher Expertise. Auf diese Weise entstehen Lösungen aus einer Hand. Sie sind strategisch durchdacht, architektonisch präzise und langfristig tragfähig.

Ein Beispiel dafür ist die LEWA Sportwelt des SV Leonberg Eltingen e. V. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie SpOrt concept individuelle Anforderungen, wirtschaftliche Machbarkeit und hohe architektonische Qualität zusammenführt. Im Mittelpunkt steht dabei stets die enge Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, um bedarfsgerechte und zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln.

rasenplan GmbH www.rasenplan.com

SpOrt concept GmbH www.sportconcept.de

© SpOrt concept
© rasenplan

Ein Fitnesscenter für (fast) überall

PLAYPARC zählt zu den Pionieren und marktführenden Herstellern moderner Outdoor­ Fitness­ und Calisthenics­Anlagen in Deutschland. Seit vielen Jahren entwickelt das Unternehmen innovative Bewegungsparcours, die Fitnessangebote für den öffentlichen Raum.

Auf Grundlage dieser Erfahrung entstehen immer wieder innovative Lösungen, die flexibel einsetzbar sind und sich optimal in urbane Räume integrieren lassen ­ ganz ohne Bodenarbeiten. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der POCKETPARC URBANSPORT FITNESS, der bereits in Aachen, Karlsruhe und weiteren Städten erfolgreich im Einsatz ist. Das kompakte Outdoor­ Fitnessstudio verbindet minimalen Platzbedarf mit maximaler Trainingsvielfalt. Bis zu acht Personen können ihre Kraft, Ausdauer, Koordination und Stabilität trainieren und dabei alle Muskelgruppen beanspruchen.

Zur Ausstattung gehören Suspensionsringe, Bauch­ und Rumpfstation, Squat­ Plattform, Low Bar sowie eine Push/Pull­Station. Ergänzt wird das Angebot durch einen Dips­ Barren, eine LowBars, zwei ABB­Sessel für Arme, Beine und Bauch sowie integrierte Anleitungsschilder, die den Nutzerinnen und Nutzern den Einstieg erleichtern.

Die Trainingsplattformen bieten Platz für Pausen und schaffen zugleich praktische Ablagefläche für Zubehör oder persönliche Gegenstände. Dank der innovativen Bauweise ist der POCKETPARC URBANSPORT FITNESS überall schnell aufgebaut und sofort einsatzbereit.

POCKETPARCs ermöglichen temporär­ dauerhafte Fitness­ und Freizeitangebote im öffentlichen Raum. Sie verwandeln jede Freifläche im Handumdrehen in einen attraktiven Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität.

Play-Parc Allwetter-Freizeitanlagenbau GmbH www.playparc.de

Perfekte Beach-Volleyballanlagen für Sport, Schule und Freizeit

Die Nachfrage nach vielseitigen Beach­Sportanlagen wächst: Sie verbinden sportliche Aktivität mit Freizeit­ und Begegnungscharakter und sind ein attraktives Angebot für Gemeinden, Schulen und Vereine. Die Silidur AG – silisport bietet dafür professionelle Beach­Volleyballanlagen, die in Funktion, Ausstattung und Langlebigkeit überzeugen und sich nahtlos in moderne Sport­ und Freiräume integrieren lassen.

Sand bietet als Spielfeldoberfläche natürliche Dämpfung, schont die Gelenke und steigert zugleich die Kondition – ideal für Volleyball, aber auch für andere Sand­Sportarten. Beach­Volleyball, seit 1996 olympisch, steht dabei im Mittelpunkt vieler Anlagen, die speziell auf sichere, dauerhafte Nutzung ausgelegt sind.

Die silisport­ Lösungen umfassen robuste Aluminium­Standpfosten mit stufenloser Netzhöhenverstellung, die sich flexibel an Wettkampf­ oder Freizeitbedarf anpassen lassen, sowie komplette Netz­ und Spannsysteme für Beach­Volleyballfelder. Diese Anlagen sind nicht nur funktional, sondern durchdacht konstruiert, um einfache Montage, zuverlässige Netzspannung und langjährigen Einsatz zu gewährleisten.

Komplettiert wird das Angebot durch Spielfeldmarkierungen, Ballnetze, Antennen sowie Zubehör wie Schiedsrichter­ Podeste und Schutzpolster, die die Anlage zu einem professionellen Spielort machen, der sowohl Hobby­ als auch Wettkampfniveau abdeckt.

Ob Schulhof, Sportzentrum oder Freizeitpark: Mit silisportBeach­Volleyballanlagen entsteht ein vielseitiger Begegnungsort, der Spiel, Bewegung und soziale Aktivitäten in attraktiver Sand­Atmosphäre vereint und langfristig Mehrwert für Communities schafft.

Silidur AG www.silidur.ch

© PLAYPARC
©
Silidur

Unternehmensindex

von A bis Z

IAKS Mitgliedsunternehmen gehen einen Schritt voraus mit „Professionals & Profiles“. Das bringt Spitzenpositio-nen – bei Print und online. Berichten Sie über Ihre Innovationen und Referenzen: im sb Magazin, im IAKS Newsletter und auf unserer Webseite. Dass Ihr Unternehmenslogo als Architekt oder Ausrüster in jeder Ausgabe erscheint, ist selbstverständlich – und ein Hingucker für Ihre Geschäftspartner!

ADT Informationssysteme GmbH 82229 Seefeld, Deutschland info@isyline.eu www.adt­infosystems.com

» Eisbahnen, Arenen, Sportplätze

» Anzeige- und Informationssysteme

» Beleuchtungssysteme

» Spielfeldbanden, Netze

» Tribünen, Bestuhlung

ANRIN GmbH

59609 Anröchte, Deutschland info@anrin.com www.anrin.com

» Entwässerungssysteme

» Sportplatzausstattung

» Sportplatzbau

AST Eissport und Solaranlagenbau GmbH 87629 Füssen, Deutschland hannes.schretter@ast.at www.ast.at

» Eisbearbeitungsmaschinen

» Eishockeybanden

» Eissportanlagenbau

» Eissportausstattung

» Schwimmbadausstattung

AGROB BUCHTAL

Solar Ceramics GmbH 92521 Schwarzenfeld, Deutschland info@agrob ­buchtal.de www.agrob ­buchtal.de

» Schwimmbadbau

» Schwimmbeckenbau, Keramik

Arbeitskreis Trennvorhänge e.V. 42327 Wuppertal, Deutschland info@arbeitskreis­trennvorhaenge.de www.arbeitskreis­trennvorhaenge.de

» Hallentrennvorrichtungen

» Sporthallenausstattung

Avant Sports Industrial Co.,Ltd 518108 Shenzhen, China sales@avant.com.cn www.avantseating.com

» Multisportanlagen

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Tribünen, Bestuhlung

ACO GmbH 24782 Büdelsdorf, Deutschland tief­ galabau@aco.com www.aco ­sport.de

» Entwässerungssysteme

» Sportplatzausstattung

» Sportplatzbau

Sekisui Alveo AG 6043 Adligenswil, Schweiz info@alveosport.com www.alveosport.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Sportböden für Freianlagen

» Sporthallenböden

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

ASB GlassFloor Systembau Horst Babinsky GmbH 83371 Stein, Deutschland info@asbglassfloor.com www.asbglassfloor.com

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Multisportanlagen

» Sporthallenböden

Bänfer GmbH Sportmanufaktur 34537 Bad Wildungen, Deutschland info@baenfer.de www.baenfer.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Sporthallenausstattung

» Temporäre und modulare Bauten

Gotthilf Benz Turngerätefabrik GmbH+Co KG 71364 Winnenden, Deutschland info@benz­sport.de www.benz­sport.de

» Fitnessausstattung

» Freiraumausstattung

» Schwimmbadausstattung

» Sporthallenausstattung

» Sportplatzausstattung

BPM Sports GmbH 3011 Bern, Schweiz rainer.gilg@bpm­sports.ch www.bpm­sports.ch

» Multifunktionsarenen, Stadien

» Kletteranlagen, Sporthallen

» Öffentliche Räume und Parks

» Pools und Bäder

» Spezielle Sportanlagen

Conica AG 8207 Schaffhausen, Schweiz info@conica.com www.conica.com

» Sportböden für Freianlagen

» Sporthallenböden

» Sportplatzbau

eccos pro gmbh 42553 Velbert, Deutschland info@eccos­pro.com www.eccos­pro.com

» Eissportausstatung

» Fitnessausstattung

» Schwimmbadausstattung

» Ticketing, Zutrittssysteme

» Umkleideanlagen, Garderoben

BERNDORF

Metall- und Bäderbau GmbH 2560 Berndorf, Österreich office@berndorf­baederbau.com www.berndorf­baederbau.com

» Schwimmbadausstattung

» Schwimmbadbau

» Schwimmbeckenbau, Edelstahl

Brinkmann + Deppen

Architekten / Landschaftsarchitekten 48336 Sassenberg, Deutschland info@brinkmann­ deppen.de www.brinkmann­ deppen.de

» Architektur und Design

» Landschaftsarchitektur

CustomBars GmbH 26723 Emden, Deutschland info@custombars.de www.custombars.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Fitnessausstattung

» Freiraumausstattung

» Multisportanlagen

» Spielplatzausstattung

ENGO GmbH Srl 39040 Vahrn (BZ), Italien info@engo ­ice.com www.engo ­ice.com

» Eisbearbeitungsmaschinen

» Eishockeybanden

» Eissportanlagenbau

» Eissportausstattung

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

BLOACS

50935 Köln, Deutschland info@bloacs.de www.bloacs.de

» Freiraumausstattung

» Multisportanlagen

» Sportplatzausstattung

» Spielplatzausstattung

Carl Stahl ARC GmbH 73079 Süßen, Deutschland xtend@carlstahl­arc.com www.carlstahl­architektur.com

» Fassaden und Gebäudehüllen

» Sicherheitssysteme, Zaunanlagen

» Spielfeldbanden, Netze

» Spielplatzausstattung

» Sportplatzausstattung

DSGN CONCEPTS GmbH 48145 Münster, Deutschland info@dsgn­ concepts.de www.dsgn­ concepts.de

» Landschaftsplanung

Eurotramp-Trampoline Kurt Hack GmbH 73235 Weilheim / Teck, Deutschland eurotramp@eurotramp.com www.eurotramp.com

» Schwimmbadausstattung

» Spielplatzausstattung

» Sporthallenausstattung

» Sportplatzausstattung

geo3 GmbH 47551 Bedburg­ Hau, Deutschland kontakt@geo3.de www.geo3.de

» Architektur und Design

» Landschaftsarchitektur

» Machbarkeitsstudien

Gerflor Mipolam GmbH 53824 Troisdorf, Deutschland gerflormipolam@gerflor.com www.gerflor.de

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Sporthallenböden

GfKK – Gesellschaft für Kältetechnik- Klimatechnik mbH 50859 Köln, Deutschland info@gfkk.de www.gfkk.de

» Eissportanlagenbau

» Eissportausstattung

» Sanitär, Heizung, Klimatechnik, Energierückgewinnung

Hauraton GmbH & Co. KG 76437 Rastatt, Deutschland info@hauraton.com www.hauraton.com

» Entwässerungssysteme

» Sportplatzbau

» Sporthallenböden

Gütegemeinschaft Sportgeräte 53113 Bonn, Deutschland info@sichere ­sporthalle.de www.sichere ­sporthalle.de

» Sporthallenausstattung

» Sportplatzausstattung

» Prüfungen, Qualitätssicherung

Herculan BV 4231 DJ Meerkerk, Niederlande info@herculan.com www.herculan.com

» Multisportanlagen

» Sporthallenböden

» Sportböden für Freianlagen

Intercom Dr. Leitner 39040 Freienfeld, Italy intercom@leitner.it www.realice.info

» Eisbearbeitungsmaschinen

» Eishockeybanden

» Eissportanlagenbau

Integral Entegre Yapi Teknolojileri San. ve Tic. A.S. 34480 Basaksehir/Istanbul, Türkei info@integralspor.com www.integralspor.com

» Architektur und Design

» Projektmanagement

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Sporthallenbau

» Stadion- und Arenabau

GEZOLAN AG 6252 Dagmersellen, Schweiz customer­service@gezolan.com www.gezolan.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Multisportanlagen

» Sportböden für Freianlagen

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

Hamberger Flooring GmbH & Co. KG 83071 Stephanskirchen, Deutschland info@haro ­sports.com www.haro ­sports.com

» Sporthallenböden

» Prallwandelemente

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

HET Elastomertechnik 65203 Wiesbaden, Deutschland info@het­ group.com www.het­ group.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Fitnessausstattung

» Spielplatzausstattung

» Sportböden für Freianlagen

INTERGREEN AG

60433 Frankfurt, Deutschland info@intergreen.de www.intergreen.de

» Reinigung und Pflege

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Hybridrasen)

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Sportrasen (Naturrasen)

ISP GmbH

48167 Münster, Deutschland info@isp ­ germany.com www.isp ­ germany.com

» Prüfungen, Qualitätssicherung

JUNCKERS INDUSTRIER A/S 4600 Køge, Dänemark info ­ exp@junckers.com www.junckers.com

» Multisportanlagen

» Sporthallenbau

» Sporthallenböden

» Stadion- und Arenabau

» Temporäre und modulare Bauten

Herbert Labarre GmbH & Co. KG 22337 Hamburg, Deutschland info@labarre ­ galabau.de www.labarre ­ galabau.de

» Reinigung und Pflege

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Hybridrasen)

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Sportrasen (Naturrasen)

ISS GmbH

63263 Neu­ Isenburg, Deutschland info@iss4u.de www.iss4u.de

» Eisbearbeitungsmaschinen

» Eishockeybanden

» Eissportanlagenbau

» Eissportausstattung

» Schwimmbadausstattung

Kernig Consulting GmbH 48155 Münster, Deutschland info@andreaskernig.de www.kernig­ consulting.de

» Consulting » Fitness Center

» Bäder- und Wellnessanlagen

» Architektur und Design

Jakob Rope Systems 3555 Trubschachen, Schweiz info@jakob.com www.jakob.com

» Fassaden und Gebäudehüllen

» Sicherheitssysteme, Zaunanlagen

» Spielfeldbanden und Netze

» Spiel- und Sportplatzausstattung

Hermann Kutter LandschaftsbauSportplatzbau GmbH & Co. KG 87700 Memmingen, Deutschland info@kutter­ galabau.de www.kutter­ galabau.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Reinigung und Pflege

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

» Sportrasen (Naturrasen)

Labor Lehmacher | Schneider GmbH & Co. KG 49076 Osnabrück, Deutschland info@labor­lehmacher.de www.l­l­s.de

» Prüfungen, Qualitätssicherung

LAUSIN Y VICENTE S.L.

50420 Cadrete, Spanien export@lausinyvicente.com www.lausinyvicente.com

» Hallentrennvorrichtungen

» Spielplatzausstattung

» Sporthallenausstattung

» Sportplatzausstattung

» Stadion- und Arenaausstattung

M3 Architectes 2737 Luxemburg, Luxemburg mail@m3archi.lu www.m3archi.lu

» Architektur und Design

Landskate GmbH

50823 Köln, Deutschland info@lndskt.de www.lndskt.de

» Architektur und Design

» Skateparks

» Urban Spvvvvvvvvort-Anlagen

» Info-Workshops

» Zertifizierte Wettkampfanlagen

maier landschaftsarchitektur / Betonlandschaften

51107 Köln, Deutschland info@maierlandschaftsarchitektur.de www.maierlandschaftsarchitektur.de

» Landschaftsarchitektur

McArena GmbH

71522 Backnang, Deutschland info@mcarena.de www.mcarena.de

» Multisportanlagen

» Schlüsselfertigbau

» Sporthallenbau

Melos GmbH

49324 Melle, Deutschland info@melos­ gmbh.com www.melos­ gmbh.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Multisportanlagen

» Sportböden für Freianlagen

» Sportplatzbau

Nüssli (Deutschland) GmbH 91154 Roth, Deutschland roth@nussli.com www.nussli.com

» Schlüsselfertigbau

» Sporthallenbau

» Stadion- und Arenabau

» Temporäre und modulare Bauten

» Tribünen, Bestuhlung

Pellikaan Bauunternehmen Deutschland GmbH

40880 Ratingen, Deutschland info@pellikaan.de www.pellikaan.de

» Schlüsselfertigbau

» Schwimmbadausstattung

» Schwimmbadbau

» Sporthallenbau

Play-Parc

Allwetter-Freizeitanlagenbau GmbH 33014 Bad Driburg, Deutschland info@playparc.de www.playparc.de

» Fitnessausstattung

» Freiraumausstattung

» Multisportanlagen

» Sporthallenausstattung

» Sportplatzausstattung

Proludic GmbH

73037 Göppingen, Deutschland info@proludic.de www.proludic.de

» Multisportanlagen

» Spielplatzausstattung

» Sportplatzausstattung

» Freiraumausstattung

Polytan GmbH 86666 Burgheim, Deutschland info@polytan.com www.polytan.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Reinigung und Pflege

» Sportböden für Freianlagen

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

MYRTHA POOLS A&T Europe SPA 46043 Castiglione d/Stiviere (MN), Italien info@myrthapools.com www.myrthapools.com

» Schwimmbadbau

» Schwimmbeckenbau, andere Systeme

» Schwimmbeckenbau, Edelstahl

PERROT-Regnerbau Calw GmbH 75382 Althengstett, Deutschland perrot@perrot.de www.perrot.de

» Bewässerungssysteme

VIACOR Polymer GmbH 72108 Rottenburg a. N., Deutschland info@viacor.de www.viacor.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Sportböden für Freianlagen

» Sporthallenböden

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

PS+ Planung von Sportstätten 49078 Osnabrück, Deutschland info@ps­planung.de www.ps­planung.de

» Architektur und Design

» Landschaftsarchitektur

Sika Nederland B.V. (Pulastic sports flooring) 7400 AK Deventer, Niederlande export@nl.sika.com www.pulastic.com

» Decken, Fenster, Wandelemente

» Multisportanlagen

» Sportböden für Freianlagen

» Sporthallenböden

Rasenplan GmbH 4125 Riehen, Schweiz info@rasenplan.com www.rasenplan.com

» Rasenheizungen- und kühlungen

» Landschaftsarchitektur

» Consulting

» Projektmanagement

» Machbarkeitsstudien

Robbins Sports Surfaces OH 45226 Cincinnati, USA info@robbinsfloor.com www.robbinsfloor.com

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Multisportanlagen

» Sporthallenböden

Silidur AG 8450 Andelfingen, Schweiz info@silidur.ch www.silidur.ch

» Öffentliche Räume und Parks

» Multifunktionsarenen

» Sportplatzausstattung

» Stadion- und Arenaausstattung

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

SMG Sportplatzmaschinenbau GmbH 89269 Vöhringen, Deutschland info@smg­machines.com www.smg­machines.com

» Reinigung und Pflege

» Sportplatzausstattung

» Sportplatzbau

REGUPOL Germany GmbH & Co. KG 57319 Bad Berleburg, Deutschland info@regupol.de www.regupol.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Spielplatzausstattung

» Sportböden für Freianlagen

» Sporthallenböden

B.V. 6045 JC Roermond, Niederlande sales@schmitzfoam.com www.schmitzfoam.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Sportböden für Freianlagen

» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

Siteco Beleuchtungstechnik GmbH 83301 Traunreut, Deutschland info@siteco.de www.siteco.de

» Beleuchtungssysteme

RICHTER Sportstättenkonzepte GmbH 07629 Hermsdorf, Deutschland info@sportstaettenkonzepte.de www.sportstaettenkonzepte.de

» Architektur und Design

» Landschaftsarchitektur

Signgrass® NIK-Tufting BV 5571 TJ Bergeijk, Niederlande info@signgrass.com www.signgrass.com

» Multisportanlagen

» Sportböden für Freianlagen

» Sportplatzbau

» Sportplatzausstattung

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

SMC2 GmbH | Sport und Freizeit Bau 60314 Frankfurt am Main, Deutschland kontakt@smc2­bau.de www.smc2­bau.de

» Fassaden und Gebäudehüllen

» Feste und mobile Dachsysteme

» Multisportanlagen

» Schlüsselfertigbau

» Sporthallenbau

Holz-Speckmann GmbH & Co. KG 33790 Halle/ Westfalen, Deutschland info@speed­lock.com www.speed­lock.com

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Sporthallenböden

Spieth Gymnastics GmbH 73776 Altbach, Deutschland info@spieth­ gymnastics.com www.spieth­ gymnastics.com

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Sporthallenausstattung

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Sportplatzausstattung

Schmitz

SpOrt concept GmbH 70199 Stuttgart, Deutschland eisenbraun@sportconcept.de www.sportconcept.de

» Architektur und Design

» Machbarkeitsstudien

» Projektmanagement

» Sportplatzbau

» Multisportanlagen

Tatamsport 50014 Zaragoza, Spanien tatamsport@toldosserrano.com www.tatamsport.com

» Hallentrennvorrichtungen

» Sporthallenausstattung

STARGUM Stankiewicz Sp.j. 73­110 Stargard, Polen sales@stargum.pl www.stargum.pl

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Multisportanlagen

» Sporthallenböden

» Sportböden für Freianlagen

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

TOP-SPORT GmbH Sporthalleninnenausbau 33378 Rheda­Wiedenbrück, Deutschland info@topsport­ gmbh.de www.topsport­ gmbh.de

» Sporthallenböden

» Prallwände

» Akustikelemente

» Einbauelemente

» Decken

Troldtekt GmbH 22763 Hamburg, Deutschland info@troldtekt.com www.troldtekt.com

» Decken, Fenster, Wandelemente

Stuttgart und Reutlingen | www.sportconcept.de

Vindico Sport GmbH 73432 Aalen­ Ebnat, Deutschland info@vindico ­sport.de www.vindico ­sport.com

» Freiraumausstattung

» Multisportanlagen

» Stadion- und Arenaausstattung

» Sportplatzbau

» Sportplatzausstattung

STOCKMEIER URETHANES GmbH & Co.KG 32657 Lemgo, Deutschland urethanes.ger@stockmeier.com www.stockmeier­ urethanes.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Sportböden für Freianlagen

» Sporthallenböden

Trenomat GmbH & Co. KG 42327 Wuppertal, Deutschland info@trenomat.de www.trenomat.de

» Hallentrennvorrichtungen

» Mobile Sportböden, Abdecksysteme

» Spielfeldbanden, Netze

» Sporthallenausstattung

Hans-Joachim Weitzel GmbH & Co. KG 25436 Tornesch, Deutschland schult@hjweitzel.de www.hjweitzel.de

» Elastikschichten, Fallschutzbeläge

» Multisportanlagen

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» Sportplatzbau

» Sportrasen (Kunststoffrasen)

927-260 | Fax 07121 927-266 | reutlingen@sportconcept.de

Cathrin Dietz und Thorismuth Gaiser

IBAN: DE88 6405 0000 0000 0631 19 | BIC: SOLADES1REU

WM technics GmbH 39053 Blumau, Italien info@wm­technics.com www.wm­ on­ice.com

» Eisbearbeitungsmaschinen

ZELLER bäderbau GmbH 89520 Heidenheim, Deutschland info@zeller­baederbau.com www.zeller­baederbau.com

» Schwimmbadausstattung

» Schwimmbadbau

» Schwimmbeckenbau, Edelstahl

Züko Deutschland GmbH 78176 Blumberg, Deutschland deutschland@zueko.com www.zueko.com

» Eishockeybanden

» Eisbearbeitungsmaschinen

» Eissportanlagenbau

» Eissportausstattung

» Umkleideanlagen, Garderoben

sb 3/2026

Internationale Fachzeitschrift für Sportstätten und Freizeitanlagen

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Über die zum Ausdruck angenommenen Arbeiten kann der Verlag uneingeschränkt verfügen. Nachdruck oder Vervielfältigungen, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

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