Soziale Arbeit
CAS Ausserklinische Akutversorgung Klinische Beurteilung, Entscheidungsfindung und Handlungskompetenz für eine wirksame Versorgungssteuerung vor Ort In Kooperation mit:
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hslu.ch/c331
FH Zentralschweiz
Klinisch beurteilen. Sicher entscheiden. Wirksam handeln. Die Akutversorgung in der Schweiz gerät zunehmend unter Druck: Hausarztpraxen schliessen oder finden keine Nachfolge, ambulante Pflegedienste sehen sich immer häufiger mit subakuten Patientensituatio nen konfrontiert, die eine rasche klinische Einschätzung und Entscheidungsfindung erfordern, Notfallstationen stossen regel mässig an ihre Belastungsgrenzen und die Einsatzzahlen der Rettungsdienste steigen kontinuierlich. Gleichzeitig werden die Patientensituationen komplexer – insbe sondere bei älteren, multimorbiden oder sozial vulnerablen Menschen. In der Folge entstehen Versorgungslücken und ausserklinische Akutsituationen nehmen zu – Situationen, die keinen unmittelbaren Hospitalisierungsbedarf haben, jedoch eine fundierte klinische Beurteilung und eine gezielte Steuerung der weiteren Versorgung erfordern. Als Reaktion auf diese Entwicklungen entste hen neue Aufgabenprofile, in denen Fachpersonen mit spezifischen Qualifika tionen zunehmend Verantwortung in der ausserklinischen Akutversorgung übernehmen.
Das CAS Ausserklinische Akutversorgung wurde gezielt entwickelt, um Fachpersonen auf diese Anforderungen vorzubereiten. Es fokussiert auf die zentralen Aufgaben ausserhalb des Spitals, bei denen akute und häufig unklare Patientensituationen strukturiert beurteilt und verantwortungs voll gesteuert werden müssen. Das CAS vermittelt vertieftes klinisches Wissen, Diagnostik im sozialen Kontext und rechtliche Grundlagen.
Stefanie Hutter-Rothauge Co-Programmleitung Hochschule Luzern – Soziale Arbeit
Kai Kranz Co-Programmleitung SIRMED – Schweizer Institut für Rettungsmedizin
Inhalt des CAS-Programms Das CAS Ausserklinische Akutversorgung ist in drei Module unterteilt, welche logisch aufeinander aufbauen:
Modul A: Clinical Assessment und Krankheitslehre – Themenblock 1: Einführung ins Clinical Assessment & Clinical Assessment HNO – Themenblock 2: Clinical Assessment «Respiratorisches System» & Clinical Assessment «Herz & Gefässe» – Themenblock 3: Clinical Assessment «Abdomen» & Clinical Assessment «Psychiatrie» – Themenblock 4: Clinical Assessment «Haut und Hautanhangsgebilde» & Clinical Assessment «Geriatrie» – Themenblock 5: Clinical Assessment «Bewegungsapparat» & Clinical Assess ment «Neurologie/Nervensystem» – Themenblock 6: Clinical Assessment Pädiatrie & Modulsynthese – Leistungsnachweis: Praktische Prüfung, in der zwei Organsysteme an einem Fallbeispiel geprüft werden.
Modul B: Klinische Entscheidungsfindung und Versorgungssteuerung – Themenblock 1: Clinical Reasoning & Case Management – Themenblock 2: Evidenzbasierte Entscheidungsfindung – Themenblock 3: Versorgungspfade Schweiz
– Themenblock 4: Rechtliche Grundlagen – Themenblock 5: Chronic Care Manage ment – Themenblock 6: Betroffene und Angehörige begleiten – Themenblock 7: Interprofessionelle Zusammenarbeit – Themenblock 8: Professionelle Rollengestaltung – Leistungsnachweis: schriftliche Fallanalyse einer Situation aus der eigenen Praxis.
Modul C: Management ausserklinischer Akutsituationen – Themenblock 1: Respiratorische und kardiovaskuläre Akutsituationen – Themenblock 2: Neurologische Akutsituationen & Psychiatrische und psychosoziale Krisen – Themenblock 3: Infektionen und Sepsis – Themenblock 4: Geriatrische Akutsitua tionen & Schmerzmanagement – Themenblock 5: Abdominelle, Trauma tologische und HNO Akutsituationen – Themenblock 6: «Bis Hilfe kommt» und Simulationstraining – Themenblock 7: Simulationstraining – Leistungsnachweis: Praktische Prüfung, in dem das Gelernte anhand einer simulierten Patientensituation ange wendet werden muss.
Didaktisches Konzept, Ziele, Zielgruppe und Zulassung Didaktisches Konzept Das CAS-Programm verbindet Präsenzunterricht mit angeleitetem und freiem Selbststudium. Im Unterricht werden Fachwissen und Handlungskompetenzen praxisnah vermittelt und anhand konkreter Fälle aus dem ausserklinischen Berufsalltag angewendet und reflektiert. Ergänzend ermöglichen Simulationstrainings, das Gelernte in realitätsnahen Situationen praktisch anzuwenden und zu vertiefen. So werden Theorie, evidenzbasiertes Wissen und praktische Handlungskompetenz gezielt miteinander verknüpft. Ziele Die Teilnehmenden können: – akute, subakute und unklare Patientensituationen strukturiert beurteilen – Risiken erkennen und fundierte, evidenzbasierte Entscheidungen treffen – geeignete Behandlungs- und Versorgungspfade wählen und koordinieren – häufige ausserklinische Akutsituationen sicher bewältigen – Patient und Angehörige situationsgerecht begleiten – interprofessionell kommunizieren und zusammenarbeiten – ihre Handlungs- und Rollenkompetenz in Akutsituationen gezielt einsetzen – die ausserklinische Versorgung sicher, bedarfsgerecht und effizient gestalten. Zielgruppe Das CAS Ausserklinische Akutversorgung ist ein praxisorientiertes und wissenschaftlichfundiertes Weiterbildungsprogramm. Es richtet sich an Fachpersonen des Gesundheitswesens, die in ausserklinischen oder ambulanten Kontexten mit akuten, subakuten und unklaren Patientensituationen konfrontiert sind und ihre klinische Beurteilungs‑, Entscheidungs‑ und Handlungskompetenz erweitern möchten. Das CAS-Programm eignet sich sowohl als eigenstän dige Weiterbildung als auch als zentrale Qualifizie rungskomponente innerhalb der Gesamtausbildung zur Tätigkeit als präklinische:r Fachspezialist:in.
Zulassung Die Aufnahme in ein CAS-Programm setzt einen Tertiärabschluss voraus. Zugelassen sind somit Personen mit einem Abschluss einer Fachhochschule, Universität oder ETH oder mit einem Abschluss der Höheren Berufsbildung (Höhere Fachschule, eidg. Höhere Fachprüfung, eidg. Berufsprüfung). Personen mit einem Abschluss der Höheren Berufsbildung müssen über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem für die Weiterbildung relevanten Berufsfeld verfügen.
Abschluss, Kosten, Dauer und Zeitaufwand Abschluss Der erfolgreiche Abschluss des CAS Ausserklinische Akutversorgung führt zum Titel «Certificate of Advanced Studies Hochschule Luzern/FHZ in Ausserklinische Akutversorgung». Die Teilnehmenden des CAS-Programms erhalten den Titel, sofern sie – die erforderlichen 15 ECTS erarbeitet, – mind. 80 Prozent des Kontaktstudiums besucht, – den Leistungsnachweis bestanden haben. Kosten Die Kosten des CAS-Programms entnehmen Sie bitte der Website unter: hslu.ch/c331 Dauer und Zeitaufwand Das CAS-Programm beinhaltet insgesamt 23 Präsenztage. Pro Unterrichtstag ist mit einer Vor- und Nachbearbeitungszeit von ca. 8 Stunden zu rechnen. Der Gesamtaufwand beträgt ca. 450 Stunden (15 ECTS-Punkte).
Dozierende, Daten, Anmeldung, Auskunft und Beratung Dozierende Die Dozierenden verfügen über ausgewiesene Fach- und Praxiserfahrung in den Bereichen Clinical Assessment, klinische Entscheidungsfindung sowie ausserklinischen Akutsituationen. Sie verbinden aktuelles Fachwissen mit langjähriger Berufserfahrung in Praxis, Beratung, Lehre und Forschung. Durch die Verknüpfung von Theorie, konkreten Fallbeispielen und Simulationstrainings vermitteln sie praxisnahe Kompetenzen für den beruflichen Alltag von ausserklinischen Fachpersonen im Gesundheitswesen und fördern den Transfer in den Berufsalltag der Teilnehmenden. Die Namen der Dozierenden entnehmen Sie der Website hslu.ch/c331. Daten Die genauen Durchführungsdaten entnehmen Sie bitte der Website unter: hslu.ch/c331. Anmeldung Den Link für die Anmeldung zum CAS-Programm, den Anmeldeschluss sowie weiterführende Informationen finden Sie auf der Website unter hslu.ch/c331. Administration (Auskunft) Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Yvonne Stocker, T +41 41 367 49 19 yvonne.stocker@hslu.ch Programmleitung (konzeptionelle und inhaltliche Fragen) Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Stefanie Hutter-Rothauge, +41 41 367 49 68 stefanie.hutter-rothauge@hslu.ch SIRMED – Schweizer Institut für Rettungsmedizin Kai Kranz, +41 41 939 50 63 kai.kranz@sirmed.ch
Hochschule Luzern – Soziale Arbeit Die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit bietet einen Bachelor-Studiengang in Sozialer Arbeit mit den Vertiefungsrichtungen Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Soziokultur sowie zwei Bachelor-Studiengänge im Bereich Pflege an. Ergänzt wird das Angebot durch die beiden Master-Studiengänge in Sozialer Arbeit und Pflege sowie einem vielfältigen Weiterbildungs programm, das Fachpersonen ermöglicht, ihr Wissen gezielt zu vertiefen und auszubauen.
Hochschule Luzern Soziale Arbeit Walter-von-Moos-Promenade 1 6005 Luzern T +41 41 367 48 48 sozialearbeit@hslu.ch hslu.ch/sozialearbeit
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10-2026
Mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie praxisnahen Dienstleistungen leistet die Hochschule einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheits- und Sozialwesens und zur Professionali sierung der Sozialen Arbeit und Pflege.