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Dokumentation 2025: Frank Frick

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inslä Das aktive Schulzimmer Möbel

Motivation Recherche Ansätze Ideation Prototyping Testing Konzept Detaildesign Herstellung Nutzung Objekt Reflektion

Das Projekt beschäftigt sich mit der Thematik des Sitzens zu Beginn der Schulzeit. Es bietet eine Alternative für den Übergang vom verspielten, kindlichen Lernen am Boden zum monotonen, erwachsenen Arbeiten am Tisch. Junge Schüler:innen können mit dem Hocker das Sitzen frei entdecken, ihre «richtige Sitzhaltung» finden und dabei ihre Muskulatur vielseitig beanspruchen. Mit dieser Ergänzung zum Stuhl stimmen Kinder ihre Arbeitssituation in Schulzimmern mit freier Platzwahl besser auf sich ab. Das Objekt schafft ein Bewusstsein für gesundes, abwechslungsreiches Sitzen in der Lernumgebung. Die Arbeit bezieht sich auf SDG 4.a «Hochwertige Bildung durch kindergerechte, inklusive und effektive Bildungseinrichtungen».


Motivation / Wieso dieser Kontext?


Die obligatorische Schulzeit vom Kindergarten bis zum Ende der Sekundarschule erstreckt sich über die womöglich wichtigste Lebensphase nach den ersten Lebensjahren während gut zehn Jahren. Dieser Zeitraum prägt uns Menschen stark für das ganze weitere Leben. Die Schule gleicht Ungleichheiten in der Gesellschaft aus und bringt Kinder zusammen. Sie gibt ihnen neben der Familie einen weiteren wichtigen Ankerpunkt. Die Kinder lernen grundlegendes Verständnis und Geschicklichkeit, erlernen fundamentales Wissen über die Welt, und lernen Sprache und Schrift als wichtige Kommunikationsmittel zu beherrschen. Sie werden auf ihr selbständiges Leben in dieser demokratischen Gesellschaft vorbereitet. Das Wichtigste in dieser Zeit sind meiner Ansicht nach die Menschen um sie herum, welche Begeisterung für die Welt und Empathie für andere vermitteln. An zweiter Stelle würde ich aber die physische Umgebung platzieren. Sie hat einen grossen Einfluss auf das Wohlbefinden, auf die Art zu Lernen, und sogar auf was man lernt. Deshalb beschäftigt sich diese Bachelorarbeit mit dem Unterricht an Primarschulen und die Implikationen von Architektur und Einrichtung darauf, um an dieser Stelle in der praktischen Arbeit einen relevanten Beitrag zur Bildung und Entwicklung von jungen Menschen leisten zu können.


Recherche / Diesen Bereich verstehen


Aus meiner Zivildienstzeit brachte ich bereits einige Kenntnisse zum Unterricht in der Primarschule mit. Ich wollte mir aber einen aktuellen Eindruck machen, wie heute unterrichtet wird, wie die Schulzimmer aussehen und eingerichtet sind, und von Lehrpersonen von ihrem Alltag und ihren Beobachtungen erfahren. Diese Erkenntnisse sollten mir helfen Potential im Möbelbereich zu erkennen.


Klassenzimmer der 1./2. Klasse von Milena Forrer an der Primarschule Knonau im Kanton Zürich

Gespräch mit Milena Forrer, Lehrerin einer 1./2. Klasse an der Primarschule Knonau


Klassenzimmer an der Primarschule Dachslern in Zürich

Gespräch mit Karl-Heinz Viethen, Schulleiter an der Primarschule Dachslern in Zürich


Klassenzimmer der 3./4. Klasse von Fiona Schlegel an der Primarschule Knonau im Kanton Zürich

Gespräch mit Fiona Schlegel, Lehrerin einer 3./4. Klasse an der Primarschule Knonau


Klassenzimmer an der Primarschule Thurgauerstrasse in Zürich

Gespräch mit Lukas Regli , Schulleiter an der Primarschule Thurgauerstrasse in Zürich


Flyer der PH-Bachelorarbeit von Céline Stalder und Anja Schmidlin

Gespräch mit Céline Stalder und Anja Schmidlin zum Thema des dynamischen Sitzens, Primarschullehrerinnen


Klassenzimmer an der Primarschule Thurgauerstrasse in Zürich

Gespräch mit Herrn Suter der Herr Suter der IMMO Zürich, welche die Schulmöbel in Zürich verwaltet


Themen-Recherche

Entwicklung des

Schulzimmers en

Konzentration &

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misc

Zu viel sitzen in der Schule

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Montessori Pädagogik & Architektur

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Ansätze / Was könnte ich machen?


Nach meiner Recherche habe ich vier Ansätze formuliert, welche mich im gestalterischen Prozess auf unterschiedliche Routen führen können.


Ansatz 1: Alternative Sitz-Familie Mehr Varianz an Sitzarten und dynamischere Sitzmöglichkeiten im Schulzimmer ohne persönliche Arbeitsplätze.


Ansatz 2: Raumkonzept für flexible Nutzung Raum kann einfach von Arbeitssituation zu frei bespielbarer Bühne umfunktioniert werden. Ermöglicht spontanes Umstellen, da Tische nicht den Raum dominieren.


Ansatz 3: Mobile Korridor-Elemente Ausbrechen aus dem Schulzimmer: Erschiessungsräume können einfach als Erweiterung des Klassenzimmers genutzt werden.


Ansatz 4: Rückzugs-Struktur Raumhöhen nutzen, Bewegung durch klettern fördern, Rückzugsorte schaen, alternative Arbeitsplätze bieten.


Ideation / Dreidimensional denken


Da mich persönlich das Thema der Arbeitshaltung am Tisch durch arbeiten im Büro schon lange beschäftigte und weil ich durch die Gespräche und Besichtigungen hier noch grosses Potential bei Kindern sah, entschied ich mich eine Familie von Sitzmöbeln zu entwerfen. Sie sollten unterschiedliche Funktionen bieten, aber trotzdem durch die Ästhetik, die Machart, die Materialien, die Farbgebung und die Thematik zusammengehören. Mittels Skizzen und kleinen Modellen übersetze ich meine Ideen in sichtbare Konzepte.


Prototyping / Machen


Die Ideen und Modelle, welche mich am meisten interessierten, probierte ich ohne grossen Zeitaufwand und auf möglichst einfache Weise in einer ungefähr realistischen Grösse umzusetzen. Dies brachte die Herausforderung mit sich auf die Dimensionen und Proportionen von Kindern einzugehen ohne immer eines bereit zu haben.


Testing / Probesitzen und nicht an den Aufgaben arbeiten


Nachdem ich die ersten Prototypen gebaut hatte und selber ausprobiert, wollte ich möglichst schnell Kinder darauf loslassen. Dafür konnte ich zur 1./2. Klasse von Milena Forrer an der Primarschule Knonau gehen. Ich richtete im Gruppenraum einige Arbeitsplätze ein, sodass die Kinder für ihre selbständige Arbeit meine Sitzmöbel ausprobieren konnten. Ich beobachtete und machte Notizen. Teilweise forderte ich sie auf sich auf eine gewisse Weise hinzusetzen.


Konzept / Was soll es genau werden?


Nach dem Probesitzen mit den Kindern skizzierte ich weiter und öffnete meinen Ideenhorizont nochmals. Ich entschied mich schlussendlich mich auf ein Sitzmöbel zu konzentrieren. Der erste Grund dafür war die restliche Zeitspanne bis zum Abschluss der Arbeit. Ich wollte genug Zeit haben meine Idee auch detailiert ausarbeiten zu können. Der andere Grund war, dass mich eines meiner Konzepte deutlich mehr überzeugte als die anderen.


Boden & Tisch & Kindliche Haltungen Haltungswechsel Bewegung


Detaildesign / The details are not the details


Nach nun fast drei Monaten arbeit an dieser Abschlussarbeit, wusste ich also, was genau ich machen wollte. Nun began die Arbeit auf gewisse Weise wieder von vorne, einfach in einem eingeschränkteren Rahmen. Es gab alle möglichen Fragen zu klären.


Sitzhöhe & Dimensionen Gewicht Natürliche & Nachhaltige Materialien Holzverbindung Flatpack Polsterung & Stoff Griff Zusätze


Holz mit natürlichen Farbpigmenten beizen


Farbe über Kvadrat Textilien ins Objekt bringen


Herstellung / Vom Entwurf zum Objekt


Ich wollte seit Beginn des Studiums ein Möbel aus Massivholz selber bauen. Deshalb nutzte ich die Gelegenheit diese Hocker fürs Schulzimmer in Eschenholz herzustellen. Was bedingte, dass ich während ich immer noch mit der Gestaltung aller Details beschäftigt war, das Holz vorbereitete. Da in unserer Werkstatt die Hobelbank, wie auch die CNC-Fräse ausfielen, wurde es ziemlich spannend, oder besser gesagt unangenehm, je näher der Abgabetermin rückte.


Nutzung / In Gebrauch


Ein drittes Mal durfte ich nun die 1./2. Klasse von Milena Forrer an der Primarschule Knonau besuchen. Diese Mal mit meinem fast fertigen Hocker. Ich war ziemlich nervös, ob ich die Erkentnisse aus dem letzten Probesitzen richtig ins Design übersetzt hatte.


Skizzierung aller Haltungen: Stuhlhaltung Stuhlhaltung mit Füssen auf Höckerli Ein Bein auf Sitzfläche Auf Arme zurücklehnen Schneidersitz Knien Schneidersitz auf Höckerli Knien auf Höckerli Hohes Knien für Arbeit am Stehtisch Hocker + Höckerli als Stehstütze / anlehnen Ohne Schaukeln mit Ring Mit Ring geneigt Auf Höckerli, Sitzfläche als Arbeitsfläche


Skizzierung aller Haltungen: Stuhlhaltung Stuhlhaltung mit Füssen auf Höckerli Ein Bein auf Sitzfläche Auf Arme zurücklehnen Schneidersitz Knien Schneidersitz auf Höckerli Knien auf Höckerli Hohes Knien für Arbeit am Stehtisch Hocker + Höckerli als Stehstütze / anlehnen Ohne Schaukeln mit Ring Mit Ring geneigt Auf Höckerli, Sitzfläche als Arbeitsfläche


Skizzierung aller Haltungen: Stuhlhaltung Stuhlhaltung mit Füssen auf Höckerli Ein Bein auf Sitzfläche Auf Arme zurücklehnen Schneidersitz Knien Schneidersitz auf Höckerli Knien auf Höckerli Hohes Knien für Arbeit am Stehtisch Hocker + Höckerli als Stehstütze / anlehnen Ohne Schaukeln mit Ring Mit Ring geneigt Auf Höckerli, Sitzfläche als Arbeitsfläche


Objekt / Von der Idee zum Produkt


Der Moment, an dem nach viel Arbeit plötzlich vor einem steht, was man sich über lange Zeit vorzustellen versuchte, erstaunt mich immer wieder. Die Proportionen, die Materialität, das Gewicht, der Lichteinfall sind alles Dinge, die weder Skizzen, noch Renderings gleich transportieren können. Ich bin gespannt, welchen Kindern der Hocker in Zukunft eine flexible und aktive Arbeitshaltung ermöglicht.


Reflektion / Erkenntnisse danach und die Zukunft


Am Ende des Projekts oder sogar eine gewisse Zeit nach Abschluss, sind einem Dinge sofort klar, über die man sich währenddessen den Kopf zerbrach. In diesem Kapitel reflektiere ich über den Prozess, das Resultat und die Zukunft des Produkts.


Konzept und Dimensionen funktionieren Gewicht und Griff Herstellung Basis Materialverbrauch und Kosten Einsatz in Knonau


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