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alma 3/2026 – Trends

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Fokus: Trends

Saskia Bilang, Mitinhaberin und CPO von SimpleTrain

Armee im Ausland

LIAISON AND MONITORING TEAM

Das Kompetenzzentrum SWISSINT rekrutiert laufend Fachleute in verschiedenen Bereichen für den Auslandseinsatz der Schweizer Armee im Kosovo – die SWISSCOY.

Die Schweizer Beobachterinnen und Beobachter innerhalb der Liaison and Monitoring Teams (LMT) der SWISSCOY/KFOR im Kosovo sowie der Liaison and Observation Teams (LOT) der EUFOR in Bosnien und Herzegowina erfüllen Leistungen zugunsten des Auftrags zur Sicherstellung eines sicheren und stabilen Umfelds der jeweiligen Mission. Mittels Gesprächen mit der lokalen Bevölkerung sowie Behörden erhalten diese Teams Zugang zu Informationen, welche der KFOR resp. der EUFOR zur Beurteilung der Sicherheitslage im Einsatzraum sowie zur Erstellung eines gesamtheitlichen Lagebilds dienen.

Sind Sie bereit für eine neue Herausforderung? Mehr Informationen auf www.peacekeeping.ch.

Inhalt

Editorial

War es je so schwierig wie heute, mittel- und langfristige Trends zu erkennen? Zwar haben sich die Methoden, Trends nachzuspüren, deutlich verbessert, und wir können mit zwei, drei klugen Prompts von fast jedem KI-Tool eine einigermassen plausible Voraussage zur Zukunft bekommen. Gleichzeitig zweifeln wir schon beim Lesen an der Antwort. «alma» hat daher auch für diese Ausgabe menschliche Expertise eingeholt.

Präsident HSG Alumni

Mathieu Jaus

Zukunftsperspektiven zwischen Angst und Hoffnung

Ebenfalls auf die menschliche Kompetenz setzt das «St.Gallen Collegium», und wir freuen uns sehr, dieser alma das erste Heft des St.Gallen Collegium beizulegen. Es lädt unter dem Titel «Toiva» dazu ein, Freiheit neu zu interpretieren. «Toiva» ist der Name einer Insel im Ozean, bedeutet aber auch «Hoffnung, Zuversicht, gute Laune» sowie «Handlung». Er kann daher Programm sein für unseren Umgang mit Trends: Nehmen wir unsere Freiheit wahr und handeln wir in Hoffnung und Zuversicht – so provokativ dies in herausfordernden Zeiten wie diesen auch klingen mag.

Ein Leben für die HSG-Community

Impressum Das Alumni-Magazin der Universität St. Gallen (bis 1997: «St.Galler Hochschulnachrichten»)

ISSN 1422-5980, Nr. 3/2026 (Juni 2026)

Auflage: 28 500 Exemplare, erscheint alle 3 Monate

Herausgeber: HSG Alumni

Verlagsleitung: Stefano Alghisi

Chefredaktion: Roger Tinner

Gestaltung: Schalter&Walter GmbH, St.Gallen

Druck: Stämpfli AG, Bern Papier: Refutura, 100 % Altpapier, Blauer Engel

Titelbild

Saskia Bilang (Foto Florian Brunner)

Beiträge

Stefano Alghisi, Audrey Brauchli, Martina Bühler, Harry Büsser, Joel Luc Cachelin, Sonja Fehr, Men Färber, Karolin Frankenberger, Goncalo Freire, Alicia Gullotti, Manuel Haymoz, Andreas M. Krafft, Simone Matt-Hofstetter, Julia Krättli, Pirmin Meier, Giorgio Metz, Manuel Ritz, Nikos Rodakis, Bruno Rodrigues, Annina Schmid, Tobias Tarlosy, Roger Tinner, Daniel Vogt, Ines Volpert, Anita Xhemaili

Redaktion, Anzeigen, Verlag Redaktion: alea iacta ag, Rosenbergstrasse 85, CH-9000 St. Gallen, alma@alea-iacta.ch

Anzeigen: Fachmedien, Tiefenaustrasse 2, CH-8640 Rapperswil, T +41 44 928 56 11, info@fachmedien.ch

Adressänderungen: HSG Alumni, Dufourstrasse 50, CH-9000 St. Gallen, T +41 71 224 30 10, alumni@unisg.ch

Weitere Inhalte 04 HSG START Accelerator: Katalysator für Europas Tech Champions

16 Exnovation und der Ausstieg aus alten Zukünften

19 Harrys Corner 20 HSG Alumni beteiligt sich an HSG

Spin-Off Studyond 26 Kurznews aus unseren Clubs

Gemeinsam Zukunft stiften

In diesem Jahr feiert die HSG Foundation ihr 25-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung 2001 –damals noch als «Stiftung HSG Alumni», dann bis 2025 «HSG Stiftung» – verfolgt sie ein klares Ziel: die Förderung von Exzellenz in Lehre und Forschung an der Universität St.Gallen.

Autorin Charlotte Strohm Bilder zVg

Ein besonderer Dank gilt den Gründungsmitgliedern Wolfram Martel, Wolfgang Schürer und Urs Landolf für ihre wegweisende Initiative und ihr grosses Engagement ab Beginn und über die letzten 25 Jahre.

Dank des ausserordentlichen Engagements und der Verbundenheit von Alumni und Alumnae, Spenderinnen und Förderpartnern, trägt die HSG Foundation seit 25 Jahren dazu bei, dass Studierende ihr Potenzial entfalten, Forschung und Lehre auf höchstem Niveau stattfinden und innovative Ideen Realität werden können und so aus «sehr gut» «exzellent» wird. Sie unterstützen nicht nur das Bildungsangebot, sondern fördern Persönlichkeiten ganzheitlich, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, und die Zukunft in Wirtschaft und Gesellschaft aktiv

2008

Eröffnung HSG Alumni Haus

mitgestalten. Das Jubiläumsjahr 2026 ist Anlass, auf Erreichtes zurückzublicken und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten – und Neues zu schaffen. Als verlässliche Partnerin agiert die HSG Foundation auch künftig, um die Universität St.Gallen in ihrer Vision zu unterstützen, getragen von einer starken HSG-Community und dem gemeinsamen Anspruch, Wirkung zu entfalten.

2013

• Neue Lehr- und Lernräume Tellstrasse 2

• Namensänderung zu

HSG Stiftung

2022

Eröffnung SQUARE

2001

Gründung Stiftung

HSG Alumni

2012

Unterstützung

Campus Bar «Ad Hoc»

2020

Grundsteinlegung SQUARE

Christen Sveaas selbst will mit diesem Schritt «auch andere HSG-Verbundene dazu animieren, mitzuhelfen, ein ertragreiches Endowment aufzubauen.»

HSG Endowment: Der Zukunftsfonds der Universität St.Gallen Mit einer Spende über 20 Millionen Franken an die HSG Foundation legt die Universität St.Gallen den Grundstein für ihr Endowment. Ein Endowment ist auf Kapitalerhalt ausgelegt, das heisst nur Erträge aus dem Kapital fliessen in die Exzellenzförderung. Eine Spende ins HSG Endowment wird so nie effektiv aufgebraucht, sondern generiert Jahr für Jahr Ausschüttungen – theoretisch unbegrenzt. Die Ambitionen der Universität St.Gallen sind hoch, aus Spenden und Legaten von Förderinnen und Förderern einen Kapitalstock aufzubauen, dessen Erträge künftig als Zukunftsfonds Generationen von Studierenden zugutekommen.

Als erste Förderin und Ankerförderin engagiert sich die AS Holding, die Muttergesellschaft von Kistefos AS, einer privaten Investmentgesellschaft im Besitz von HSG-Alumnus Christen Sveaas. Ihm gilt besondere Anerkennung und Wertschätzung.

«Gemeinsam

bewegen Alumnae und Alumni, Unternehmen, Stiftungen und Förderpartner aus der HSGCommunity die Universität St.Gallen voran. Sie ermöglichen exzellente Bildung, fördern Innovation und stärken die gesellschaftliche Wirkung der HSG – sie machen aus sehr gut exzellent.»

2024

Förderung HSGSozialstipendien

• Start HSG Best Founders Programme

• Start erstes St.Gallen Collegium

2026

• Start HSG Best Talents Programme

• HSG Endowment

Sonja Fehr, Geschäftsführerin ad interim, HSG Foundation

HSG START Accelerator: Katalysator für Europas Tech Champions

Der HSG START Accelerator begleitet die nächste Generation europäischer Tech-Champions auf ihrem Wachstumskurs. Der Kanton St.Gallen ist dabei mit seinen kurzen Wegen und der engen Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Bildungsinstitutionen ein hervorragender Beschleuniger für skalierbare Tech-Ideen. Und ein Sprungbrett in den panalpinen Wirtschaftsraum.

In den vergangenen Jahren hat sich der Kanton St.Gallen zu einem dynamischen Innovations- und StartupStandort entwickelt. Die St.Galler Regierung investiert dafür gezielt in Startup- und Innovationsförderung. Ein bedeutender Bestandteil der Startup-Strategie ist der HSG START Accelerator. Das Förderprogramm unterstützt Tech-Startups in der früheren Wachstumsphase und verbindet Gründerinnen mit Mentorinnen, mit Industriepartnern und Investoren. «Die Idee des Programms ist es, technologischen Innovationen den Weg in den Markt zu ebnen und eine Brücke zwischen Forschung und Unternehmertum zu schlagen. Dabei machen wir Startups fit für Investoren – mit gezielter Begleitung auf dem Weg zu überzeugenden Pitches und tragfähigen Geschäftsmodellen. So schliessen wir eine Lücke im panalpinen Startup-Ökosystem und stärken zugleich die regionale Gründungsszene», sagt Prof. Dr. Dietmar Grichnik, Prorektor für Innovation & Qualität der Universität St.Gallen und Präsident der HSG START Accelerator Stiftung.

Internationale Ausrichtung, regionale Wirkung

Bereits die ersten Programmrunden zeigen Wirkung: Mehrere teilnehmende Startups konnten erfolgreich Finanzierungsgespräche vorantreiben oder Kapital aufnehmen. Die Teams stammen aus ganz Europa. Für den zweiten offiziellen Batch hatten sich über 200 Startups aus 27 Ländern beworben. «Wir sehen den Standort St.Gallen als ideales Sprungbrett in den panalpinen Wirtschaftsraum für europäische Tech-Champions. Diese internationale Ausrichtung ermöglicht uns und den Startups eine starke Vernetzung mit Forschungseinrichtungen, Investorinnen, Partnern und Kundinnen. Gleichzeitig stärken wir damit die Attraktivität von St.Gallen als Innovations-Hub», so Nicolas Blanchard, CEO des HSG START Accelerator.

Auch für HSG-Alumnus Andreas Göldi, Mitglied des Stiftungsrats des HSG START Accelerator und Partner beim Venture-Capital-Investor b2venture, entwickelt sich St.Gallen zunehmend zu einem europäischen Hotspot für technologiegetriebene Innovation: «St.Gallen gilt als Precision Valley, weil in der Region Ostschweiz sehr viele Unternehmen in der Präzisionsfertigung tätig sind. Dieser Hintergrund wird gerade im Zeitalter der nächsten Robotikgeneration, die derzeit entsteht, sehr wichtig. Aber St.Gallen hat schon lange eine lebendige IT-Szene und ist auch in Medizintechnologie stark. Ohnehin sehen wir die Ostschweiz nicht als isolierten Markt, sondern als Teil der alpinen Innovationsachse von Lausanne bis nach München. St.Gallen liegt ziemlich genau in der Mitte dieses Gebiets. Forschung, Industrie und wettbewerbsfähige Unternehmen treffen hier aufeinander.»

Nicolas Blanchard, CEO von HSG START Accelerator.

Zwei Investments im zweiten Batch

Im Mai 2026 endete die zweite offizielle Durchführung des HSG START Accelerator mit dem Demoday, bei dem die acht ausgewählten Startups ihre Geschäftsmodelle einem Publikum aus Investorinnen und Investoren, Partnerinstitutionen und Gästen präsentierten. Unter den Teilnehmenden waren zwei Startups mit Sitz in St.Gallen. Jeweils ein Investment sichern konnten sich Aithon Robotics sowie SurFace CleanTech. Aithon Robotics überzeugte das Investmentkomitee mit einer Drohnenlösung, die sich an Strukturen festsetzen kann und Inspektions- sowie Wartungsarbeiten in der Höhe direkt vor Ort ermöglicht, ohne den Einsatz von Gerüsten oder Seilzugang. Diese Lösung reduziert Kosten und Ausfallzeiten. SurFace CleanTech überzeugte hingegen mit einer Verstärkungsschicht für kompostierbare Verpackungsfolien, die wie eine Druckfarbe aufgetragen wird und es Herstellern ermöglicht, den Materialaufwand bis zu 30 % zu reduzieren, ohne Leistung oder Kompostierbarkeit zu beeinträchtigen.

«Beide Teams haben uns auf ganzer Linie überzeugt. Die Startups adressieren konkrete Probleme mit fundierten technologischen Ansätzen und schaffen so einen klaren, praxisnahen Mehrwert in ihren Anwendungsfeldern. Mit den beiden Beteiligungen stärken wir unser Portfolio gezielt im panalpinen Raum», so Prof. Dr. Dietmar Grichnik. «Der zweite Batch zeigt eindrucksvoll den Erfindergeist und die Tiefe der technologischen Innovationen, die im Accelerator entstehen. Unsere Startups arbeiten an echten Tech-Lösungen mit hoher Relevanz für Industrie und Gesellschaft und kommen der Marktreife damit entscheidend näher», fügt Nicolas Blanchard hinzu.

HSG Alumni als Teil des vernetzten Innovationsraums

Für HSG Alumni eröffnet sich mit dem AcceleratorProgramm ein Umfeld, das akademische Exzellenz mit unternehmerischer Dynamik verbindet. Bereits mehr als 250 ehemalige Studierende engagieren sich heute als Gründerinnen, Branchenexpertinnen, Investoren, Mentorinnen oder Verwaltungsräte im regionalen Netzwerk. Sie teilen ihr gewinnbringendes Branchenwissen und Kontakte, wertvolle Erfahrungen und beraten zu unterschiedlichen Wachstumsund Finanzierungsfragen. Andere Alumni entdecken St.Gallen als attraktiven Ort für Innovationsteams oder neue Partnerschaften. Die Entwicklung zeigt: St.Gallen hat sich zu einem vernetzten Innovationsraum entwickelt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Qualität einzelner Institutionen, sondern das Zusammenspiel aller Akteure im Ökosystem. Oder anders gesagt: Innovation entsteht dort, wo Talente, Ideen, Kapital, Forschung und unternehmerischer Wille aufeinandertreffen. Genau das macht St.Gallen heute aus. Das HSG Alumni-Netzwerk leistet einen bedeutenden Beitrag dazu.

Unter den Teilnehmenden am Demoday waren auch zwei Startups mit Sitz in St.Gallen.
HSG-Alumnus Andreas Göldi ist Mitglied des Stiftungsrates.

We are launching a new Center for Geopolitics and Corporate Strategy at the University of St. Gallen.

The Center brings together academics and practitioners from management, law, economics, and the computer and political sciences to tackle challenges businesses and policymakers currently face. Our transdisciplinary research aims to help organizations adapt to the rapidly changing environment, grow resilient, and achieve clearer foresight – from insight to impact.

Please join us for the kick-o at the University of St. Gallen, Square, Thursday, 24 Sept. 2026, 2-7 pm

The kick-o will focus on the impacts of geopolitics on business and feature several panels on international trade (with Reto Foellmi, SEPS), conflicts (with Nikolaus Lang and Kasey Maggard, both Boston Consulting Group), and cybersecurity (with Damian Borth and Katarina Mitrokotsa, both School of Computer Science). A panel with Alison Martin (Zurich Insurance Group, CEO Life, Health and Bank Distribution) and Peter Maurer (President of the Basel Institute of Governance, former President of the International Committee of the Red Cross), moderated by Christoph Lechner, will conclude the event. The final program will be available on the Center webpage.

Participation is free, please register until 10 September via the link on https://www.hsg-square.ch/de/event-detail/events/geopolitik-corporate-strategy/.

Christoph Lechner and Thomas Burri

Wasserkraftwerke –Ohren für die KI

Pumpspeicherkraftwerke sorgen für die Stabilität des Stromnetzes, doch jeder Wechsel zwischen Erzeugung und Pumpbetrieb hinterlässt Spuren an den rotierenden Teilen. Am HSG-Institut für Informatik in Vorarlberg (ICV-HSG) verbinden wir künstliche Intelligenz mit einem Mikrofonarray, um Anomalien an einer 295-MW-Pumpenturbine zu erkennen und zu lokalisieren.

Pumpspeicherkraftwerke fungieren als Batterien für das Stromnetz. Sie nutzen die natürliche Geografie der Alpen: Wasser fliesst aus einem hochgelegenen Stausee durch Druckrohrleitungen hinab und treibt eine Turbine im Tal an. Bei Stromüberschuss kehrt die Maschine den Prozess um und pumpt das Wasser zurück nach oben. Der Stausee wird so zu einer natürlichen Batterie.

Diese Turbinen können die Grösse eines Gebäudes erreichen, und im Betrieb entsteht Verschleiss durch hydraulische Kräfte, häufige Betriebswechsel und Kavitation, also das schnelle Zerplatzen von Dampfblasen an den Schaufeln, das langsam den Stahl erodiert.

Solche Anlagen unterliegen daher einem strengen Inspektions- und Wartungsregime, das darauf abzielt, ungeplante Ausfälle zu verhindern. Neben planmässigen Inspektionen wird der Betrieb durch Sensoren überwacht, heute fast ausschliesslich durch Schwingungssensoren. Die Schwingungsmessung ist eine bewährte Technik, aber für sich allein unvollständig. Ihre Bandbreite reicht nicht bis in den Hochfrequenzbereich, in dem man die Kavitation messen kann, und ein einzelner Sensor an einem Bauteil kann nicht anzeigen, an welcher Stelle der Maschine eine Anomalie ihren Ursprung hat.

Am HSG-Institut für Informatik in Vorarlberg (ICV-HSG) in Dornbirn verfolgen wir in Zusammenarbeit mit illwerke vkw, dem Energieversorger auf der österreichischen Seite des Rheintals, einen anderen, innovativen Ansatz. Rund um eine 295-MW-FrancisPumpenturbine im Wasserkraftwerk «Rodundwerk II» erfassen wir drei sich ergänzende Datenströme aus neun

Prof. Dr. Bruno Rodrigues ist Assistenzprofessor für Embedded Sensing Systems am Institut für Informatik in Vorarlberg (ICV-HSG). Seine Forschung konzentriert sich auf Kommunikationsprotokolle für Sensoren und deren Abwägungen zwischen Leistung, Effizienz und Sicherheit.

Mikrofonen, vier Schwingungssensoren und den anlageneigenen Betriebsdaten. Luftakustikdaten bilden eine wesentliche Datenquelle. Sie erfassen die Kavitationssignatur, die von den bekannten Schwingungssensoren nicht erkannt werden kann, und ein Mikrofonarray kann eine akustische Quelle an der Maschine lokalisieren, so wie wir beim natürlichen Hören mit beiden Ohren eine Stimme in einem Raum lokalisieren können. Durch künstliche Intelligenz «lernt» das System die akustische Signatur der intakten Maschine in jedem Betriebsmodus. Wenn die Turbine im Betrieb davon abweicht, meldet das System nicht nur, dass eine Anomalie vorliegt, sondern auch, aus welchem Bereich der Maschine sie stammt, wodurch die notwendige Inspektion auf einen bestimmten Bereich eingegrenzt werden kann.

Ob die Geräuschmessung eine wirksame und effiziente Diagnosemethode für Wasserkraft-Turbinen bildet, ist eine der Fragen, auf die wir im Rodundwerk II Antworten suchen. Unser Forschungsprojekt befindet sich noch in einem frühen Stadium, und wir hören weiterhin den Turbinen bei der Stromproduktion zu.

MEHR ZUR INFORMATIK AN DER HSG:

Dies academicus als begeisterndes Gesamterlebnis

Der «Dies academicus 2026» der Universität St.Gallen verband Wissenschaft, gesellschaftspolitische Debatten und Musik zu einem begeisternden Gesamterlebnis. Im Zentrum standen eine Uraufführung des Komponisten Stéphane Fromageot, die Rolle Europas im globalen Wettbewerb und studentischer Teamgeist.

Nur wenige Schritte von der Aula auf dem Campus der Universität St.Gallen entfernt liegt der Kirchhoferpark. Ein Ort, der an diesem «Dies academicus» vom Rand ins Zentrum rückte. Der franko-schweizerische Komponist und Dirigent Stéphane Fromageot, seit 1998 Kapellmeister und Studienleiter am Theater St.Gallen, liess die Gäste hören, was sie sonst nur sehen: das erste Grün, das Spiel des Lichts zwischen den Baumriesen, die Stille des Naturspektakels, das zum Campus gehört und doch eine Welt für sich ist. «Stéphane Fromageot hat das Stück ‹Promenade› speziell für diesen feierlichen Anlass geschrieben und mit seinen Musikern heute hier erstmals aufgeführt», freute sich Rektor Manuel Ammann.

Tiefe Verbundenheit zur HSG Ammann thematisierte in seiner Festrede globale Umbrüche und die Souveränität der Schweiz. «Wir leben in der produktivsten, vernetztesten und technologisch mächtigsten Zivilisation der Menschheitsgeschichte. Und trotzdem – oder gerade deshalb – sind wir abhängiger als je zuvor. Souveränität im 21. Jahrhundert ist vielschichtig, dynamisch und tief in globale wirtschaftliche und technologische Zusammenhänge eingebettet», führte der Rektor aus. Die Forderung maximaler Souveränität würde für ein kleines Land wie die Schweiz aber bedeuten, sich vom Modell der offenen Volkswirtschaft zu verabschieden und in vielen Bereichen auf die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung zu verzichten. Europa verfüge über exzel-

lente technische Hochschulen und einen hohen Bildungsstandard. Entscheidend sei deshalb etwas anderes: die Fähigkeit, dieses Wissen in Wertschöpfung zu überführen. Etwa mit innovationsfördernden Rahmenbedingungen. Die HSG sehe sich dabei selbst als Teil dieses Programms. Sie zählt zu den gründungsstärksten Hochschulen im deutschsprachigen Raum – mit über 800 neuen Unternehmen im Zeitraum von 10 Jahren. Wirtschaftliche Stärke und Innovationskraft, so der Rektor, seien wichtige Voraussetzungen für Souveränität.

Leonardo Moser, Präsident der Studentenschaft (SHSG) und gebürtiger Thuner, nahm den Schweizer Meistertitel des FC Thun zum Anlass seiner Ansprache. «Als ich in den letzten Wochen über das studentische Leben und insbesondere das studentische Engagement reflektiert habe, fiel mir auf: Was den FC Thun ausmacht, habe ich selbst erlebt. Nicht auf dem Spielfeld. Aber in den Gängen dieser Universität», so Moser. Gegenseitiges Vertrauen, Teamgeist, eine klare Strategie sowie Resilienz seien keine Fussballbegriffe. Es seien Grundsätze, die auch für die Universitätsgemeinschaft gelten.

Autor HSG-Kommunikation Bild zVg
HSG-Rektor Manuel Ammann und Zeno Staub, Präsident des Universitätsrats, am Dies academicus 2026.

Saskia Bilang «Internationales Bahnfahren liegt nach wie vor im Trend und nimmt zu.»

«Angetrieben von Neugier, beflügelt von der Leidenschaft, etwas zu bewirken» steht über dem Curriculum vitae von HSG-Alumna Saskia Bilang, die nach dem Studienabschluss im letzten Jahr nun schon in der Forbes «30under30»Liste gelandet ist. Als Mitinhaberin und Chief Product Officer (CPO) prägt sie das Startup «SimpleTrain» mit, dessen Ziel es ist, immer mehr Menschen für internationale Zugreisen zu begeistern.

Wie sieht dein beruflicher Werdegang aus?

Mein Werdegang war alles andere als linear. Ich habe das Schweizer Bildungssystem einmal quer durchlaufen. Nach der kaufmännischen Lehre habe ich mein Studium in internationalem Management an der ZHAW absolviert, ein Jahr davon in Korea. Danach ging es für mich an die HSG. Während meiner Studienzeit und auch in den Jahren dazwischen zog es mich immer wieder zu Firmen mit Tempo. So konnte ich wertvolle Erfahrungen sowohl im Management Consulting, als auch in der Tech-Branche sammeln.

Und wie kamst du zu SimpleTrain?

2020 kam eine Anfrage von Marius Portmann, einem ehemaligen Mitschüler, der den europäischen Bahnverkehr extrem gut kannte: Willst du bei SimpleTrain einsteigen? Ich war 22 Jahre alt und habe mich sofort für die Idee begeistert. Anfangs war ich für den Aufbau des Brands verantwortlich, mittlerweile bin ich CPO und verantwortlich für Innovation und das Weitertreiben von Produkt und Business Model.

Warum hast du damals nach dem ZHAWStudium für den Master die HSG gewählt?

Die HSG war neben meiner beruflichen Tätigkeit eine bewusste Wahl: Ich wollte eine Universität, die den Praxisbezug ernst nimmt und wo Innovation nicht nur ein Buzzword ist. St.Gallen hat diesen Ruf und vor allem auch den Fokus, am Puls der Zeit zu sein.

Was hast du an der HSG studiert und welchen Schwerpunkt hatte dein Studium?

Ich habe einen Master in Business Innovation absolviert, den ich im November 2025 abgeschlossen habe. Mein Schwerpunkt lag auf Innovation Management, Strategic Innovation und Platform Economy. Ich habe mich aber auch intensiv mit Artificial Intelligence, Machine Learning sowie Big Data und Data Science auseinandergesetzt. Meine Masterarbeit trug den Titel «Human-AI Collaboration in Train

Travel Booking». Das Thema hat mich gereizt, weil es eine fundamentale Frage stellt: Wie gestaltet man KI so, dass sie die Nutzererfahrung stressfrei macht und durch emotionale Präsenz zu hoher Buchungsintention führt? Internationale Zugreisen sind komplex, und viele Menschen erleben die Planung als überwältigend. Genau das löst SimpleTrain und kann sich auch so von klassischen Plattformen abgrenzen. Die Herausforderung liegt darin, die Effizienzgewinne durch AI zu nutzen, ohne die Qualität der personalisierten Kundenberatung zu gefährden.

Was ist dir von der HSG besonders gut in Erinnerung geblieben?

Was weniger?

Was mir sicher bleiben wird, ist die Diversität der Kurse und das grosse Angebot. Das Arbeiten an echten Cases war sehr lehrreich und absolut sinnvoll. Die Leute werden mir natürlich auch in sehr guter Erinnerung bleiben. Business Innovation zieht aus meiner Perspektive neugierige, interessierte und engagierte Leute an, die mich immer wieder begeistert haben. Eine weniger gute Erinnerung sind die Pendelwege zurück nach Zürich nach den «Spritwochs» am Mittwochabend. (lacht)

Wie beurteilst du den Praxisbezug der HSG-Ausbildung?

Rückblickend habe ich den Praxisbezug als ausgesprochen stark empfunden. Die HSG hat es verstanden, echte Fälle von realen Unternehmen in die Vorlesungen zu bringen. Besonders wertvoll war, dass Theorie selten Selbstzweck war. Wir haben sie meistens direkt auf reale Herausforderungen angewandt und Geschäftsmodelle aufgebaut.

Welche Inhalte des Studiums kannst du besonders gut im beruflichen Alltag brauchen?

Das Wichtigste aus der HSG ist weniger ein spezifisches Framework als vielmehr eine Mentalität: die Überzeugung, dass es keine unlösbaren Probleme gibt, wenn man bereit ist, Dinge zu hinterfragen und den Status quo neu zu denken. Mindestens genauso wertvoll ist das Netzwerk: Menschen, die gründen, die innovativ denken und Chancen sehen statt Hindernisse. Das ist inspirierend!

HSG-Alumna Saskia Bilang prägt SimpleTrain mit.

Was genau ist dein heutiges Job- bzw. Tätigkeits-Profil, was sind deine Aktivitäten?

Meine Tätigkeiten bei SimpleTrain sind enorm vielfältig. Ich setze die Strategie mit, entwickle unser Business Model weiter und verantworte die Produktentwicklung. Gleichzeitig optimiere ich Prozesse und fungiere als Problem Solver für Themen und Herausforderungen, die plötzlich entstehen. Die Lernkurve bleibt enorm steil. Man arbeitet an Fragen, die es gestern noch nicht gab, und muss bereit sein, sich ständig neues Wissen anzueignen.

Und was ist das Spannendste an deiner Funktion bzw. deiner Tätigkeit?

Was mich am meisten reizt an dieser Rolle ist der Impact. Jede Entscheidung, die wir treffen, führt letztlich dazu, dass Menschen nachhaltiger reisen. Das ist unglaublich motivierend. Dazu kommt die Balance zwischen pragmatischem Denken und dem Blick auf längerfristige Trends. Man muss beide Perspektiven gleichzeitig halten.

Wie viele Leute führst du, wie gross ist euer Unternehmen und was sind eure (wichtigsten) Ziele?

Es ist weniger ein Führen von Personen als vielmehr ein Führen der Firma. Wir haben ein enorm gutes Team aufgebaut. Es besteht aus 10 Personen und orientiert sich an den Themen und Zielen, die wir setzen. Das funktioniert aus unserer Sicht besser als klassische Mitarbeiterführung: Es schafft Eigenverantwortung und Ownership. Unser Ziel ist klar: Mehr Menschen für internationale Reisen auf die Schiene zu bringen. Wir wollen zeigen, dass nachhaltiges Reisen in Europa nicht kompliziert sein muss, sondern einfach und grenzenlos möglich ist.

«SimpleTrain» scheint eine einfache Lösung für ein einfaches Problem. Warum genau hat sich vor euch niemand darum gekümmert?

Das Bahnwesen in Europa ist fundamental fragmentiert. Jedes Land hat sein eigenes System, jede Bahngesellschaft ihre Tarife, ihre Prozesse, ihre digitalen Plattformen. Das ist nicht einfach ein technisches Problem. Es ist auch ein politisches und organisatorisches Thema. Warum sich niemand darum gekümmert hat? Erstens braucht es ein sehr tiefes Wissen im

europäischen Bahnnetz und eine enorme Ausdauer und Hartnäckigkeit. Zweitens brauchte es aber auch jemanden, der den Markt nicht nur sah, sondern auch erkannte, dass dies kein Nischenproblem ist. All das haben wir.

Du bist in die «30 under 30»-Liste von Forbes im Bereich Unternehmertum und Gesellschaft aufgenommen worden. Was bedeutet dir diese Ehrung?

Ich habe mich natürlich riesig gefreut. Man arbeitet viel und intensiv. Sobald ein Thema erledigt ist, haben sich meistens schon wieder zwei neue angehäuft. Das führt dazu, dass man Erfolge viel zu selten wirklich feiert. Diese Auszeichnung war für mich und das ganze Team ein toller Moment, um stolz zu sein auf das, was wir geleistet haben. Die Auszeichnung hat uns aber auch Visibilität und Medienpräsenz gegeben und hilft uns in der Rekrutierung von Talenten.

Wie macht ihr als Startup Trends ausfindig bzw. wie versucht ihr, langfristige Trends zu finden oder gar selbst mit zu beeinflussen?

Wir haben das Glück, sehr nah am Markt zu sein und Trends und Bedürfnisse von Kund:innen direkt zu hören und zu clustern. Zudem sind wir im Markt eng mit Bahngesellschaften und Plattformen verbunden. Und dann gibt es diese langfristigen Trends, die man einfach sieht: Die Klimakrise ist real. Gleichzeitig wird Reisen lockerer. Menschen arbeiten remote und reisen spontaner. Das verstärkt die Nachfrage nach flexiblen Reiseoptionen.

Liegt Bahnfahren über Landesgrenzen hinaus derzeit im Trend? Nimmt er zu oder ab und wieso? Ja, internationales Bahnfahren liegt nach wie vor im Trend und nimmt zu. Es wird immer mehr gereist, und die Züge sind sehr gut ausgelastet. Das zeigt, dass die Nachfrage da ist. Das Angebot muss nun aber konstant erweitert werden. Es braucht mehr Direktverbindungen zu beliebten Orten und vor allem schnellere Züge.

Zum Schluss: Wie ist dein (heutiger) Bezug zur HSG und zu HSG Alumni?

Mein Bezug zur HSG ist noch sehr frisch. Am wichtigsten sind mir aber die Menschen, mit denen ich studiert habe. Diese Beziehungen pflege ich weiterhin aktiv. Zudem sehe ich nach wie vor zwei meiner Mentees, die ich im Rahmen des UNIVERSA Mentoring Program for Women begleiten durfte. Besonders wertvoll ist, dass es an der HSG möglich war, ein Netzwerk aufzubauen, auf das man zählen kann –Menschen, die offen ihr Wissen teilen. Das ist im Unternehmertum entscheidend.

Zukunftsperspektiven zwischen Angst und Hoffnung

Seit 2009 wird das internationale Hoffnungsbarometer in der Schweiz jeweils im November für das kommende Jahr durchgeführt.

Studienleiter ist Andreas Krafft von der Universität St.Gallen. In seinem Beitrag schildert er, was die Schweizerinnen und Schweizer von der Zukunft erwarten.

Wer heute Nachrichten verfolgt, begegnet einer Welt im Krisenmodus. Kriege, geopolitische Spannungen, Klimawandel, wirtschaftliche Unsicherheit und Polarisierung prägen die Debatte. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Warnungen vor dem, was kommt. Gleichzeitig machen viele Menschen in der Schweiz eine andere Erfahrung: Das eigene Leben funktioniert. Familie, Freundschaften, Arbeit und Alltag vermitteln Stabilität. Im Privaten ist vieles verlässlich. Erst wenn der Blick auf die Zukunft der Gesellschaft gerichtet ist, verdüstert sich das Bild. Hier setzt das internationale Hoffnungsbarometer an. Seit 2009 untersucht es, wie Menschen die Zukunft wahrnehmen, welche Trends sie erwarten und welche Entwicklungen sie sich wünschen. Es zeigt, welche Zukunftsbilder in einer Gesellschaft zirkulieren, welche Kraft sie entfalten und welche Auswirkungen sie auf den Einzelnen haben.

Fragt man nach der Schweiz im Jahr 2045, erwartet eine deutliche Mehrheit eine Verschlechterung der Lebensqualität. Die alte Fortschrittserzählung, wonach Innovation, Wachstum und Wissenschaft die Lebensbedingungen stetig verbessern, hat an Überzeugungskraft verloren. An ihre Stelle ist die Sorge getreten, dass neue Probleme schneller entstehen, als Lösungen gefunden werden. Diese Einschätzung zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen. Zukunftspessimismus ist ein gesellschaftlicher Grundton.

Dabei blicken Europäer pessimistischer in die Zukunft als viele andere. In Europa herrscht die Erwartung, dass Krisen, Konflikte und Umweltprobleme zunehmen. Anders in ärmeren Ländern wie Indien, Rumänien oder Ägypten: Dort besteht noch die Hoffnung, dass sich die Lebensbedingungen verbessern. Dies verweist auf ein

Paradox: Je höher Wohlstand und Sicherheit heute sind, desto grösser scheint die Sorge vor künftigen Verlusten. Wo viel zu verlieren ist, wird die Zukunft leichter als Bedrohung gesehen; wo vieles noch zu gewinnen bleibt, eher als Versprechen.

Zurück in der Schweiz fällt eine weitere Erkenntnis ins Auge: Nicht die Angst vor einer schlechten Zukunft belastet Menschen am stärksten. Schwerer wiegt der Verlust des Glaubens an eine gute Zukunft. Dieser Unterschied mag subtil erscheinen, ist aber gesellschaftlich bedeutsam. Menschen können Probleme erkennen und dennoch engagiert bleiben. Problematisch wird es erst, wenn positive Alternativen aus dem Vorstellungsraum verschwinden. Wo keine glaubwürdigen Perspektiven mehr bestehen, entstehen Resignation, Rückzug oder Gleichgültigkeit.

Fragt man nicht nach der wahrscheinlichen, sondern nach der wünschenswerten Zukunft, entsteht wieder ein paradoxes Bild. Für eine grosse Mehrheit in der Schweiz liegt die attraktivere Zukunft weniger in einer weiteren

Beschleunigung, Innovation und individueller Entfaltung als in einem besseren Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg, sozialem Zusammenhalt und ökologischer Verantwortung.

Dass das Bild einer dynamischen, wettbewerbsfähigen und innovativen Gesellschaft an Strahlkraft verloren hat, ist kein Zufall. Es erinnert viele Menschen nicht an eine unerfüllte Zukunft, sondern an die Gegenwart, die sie bereits kennen. Die Schweiz ist innovativ, wohlhabend, produktiv und international vernetzt. Gerade deshalb klingt die Forderung nach noch mehr Dynamik weniger nach Aufbruch als nach der Fortschreibung eines Modells, das an Grenzen zu stossen scheint.

Hinzu kommt, dass dessen Schattenseiten sichtbarer geworden sind. Umweltbelastung, psychischer Druck, Erschöpfung, Ungleichheit und Polarisierung erscheinen nicht mehr als bedauerliche Nebenwirkungen, sondern als Kosten einer Lebensweise, die in den Augen vieler Menschen lange Zeit von Wachstum, Leistung und Wettbewerb geprägt wurde. Wer eine andere Zukunft wünscht, lehnt Innovation oder Wohlstand allerdings nicht ab. Er fragt, welchem Zweck sie dienen und wem sie zugutekommen.

«Paradox: Je höher Wohlstand und Sicherheit heute sind, desto grösser scheint die Sorge vor künftigen Verlusten.»

Schliesslich steht der Verdacht im Raum, dass genau jene Logik, die lange als Motor des Fortschritts galt, an den gegenwärtigen Krisen mitgewirkt hat. Eine Wirtschaft, die Ressourcen übernutzt, eine Arbeitswelt, in der Beschleunigung zur Überforderung führt, und ein Klima, das individuelle Optimierung höher bewertet als gemeinsame Verantwortung, erzeugen Spannungen, die sich nicht durch mehr desselben beheben lassen. Der Wunsch nach Nachhaltigkeit, Kooperation und sozialer Balance ist daher weniger Nostalgie als die Suche nach einem neuen Mass.

Dennoch zeigt sich kaum ein Zusammenhang zwischen diesem Wunsch und dem tatsächlichen Erleben von Hoffnung. Sollte eine attraktive Zukunftsvision nicht automatisch Hoffnung erzeugen? Die Daten legen etwas anderes nahe: Eine Zukunft wird erst dann psychologisch wirksam, wenn Menschen sie nicht nur für wünschenswert, sondern auch für erreichbar halten. Zwischen Sehnsucht und Hoffnung liegt die Frage nach Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.

Diese Diskrepanz prägt auch die grossen Transformationsfragen. Viele Menschen in der Schweiz wünschen sich mehr Nachhaltigkeit, stehen Veränderungen ihres Lebensstils jedoch zurückhaltend gegenüber. Beim Klimaschutz wird häufig eine vorsichtige Linie bevorzugt, die die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz nicht gefährden soll. Zugleich spricht sich eine Mehrheit dafür aus, Erfolg nicht länger nur an Wachstum und Wohlstand zu messen, sondern immaterielle Werte stärker zu berücksichtigen.

Auch im Verhältnis zwischen Tradition und Wandel zeigen sich Ambivalenzen. Viele Befragte betonen Sicherheit, Stabilität und kulturelle Identität. Zugleich wünschen sie sich langfristige politische Visionen und Erneuerung. Ein Grossteil der Bevölkerung lehnt Veränderungen nicht grundsätzlich ab, möchte sie jedoch kontrolliert, nachvollziehbar und ohne grössere Verwerfungen gestalten: ein Ja zum Wandel, aber kein Freipass für Überforderung.

Dies zeigt sich besonders bei der künstlichen Intelligenz, die mit Neugier und Skepsis betrachtet wird. Viele Menschen erkennen ihr Potenzial für Lernen, Innovation und Hilfe im Berufsalltag. Gleichzeitig überwiegen die Sorgen: Verlust menschlicher Kontrolle, unethischer Einsatz und die Angst, selbst zu den Verlierern der digitalen Entwicklung zu gehören. Technische Faszination genügt nicht, wenn das Vertrauen in die gesellschaftliche Einbettung fehlt.

Insgesamt zeigt das Hoffnungsbarometer, dass die Herausforderungen der Zukunft nicht allein technischer oder wirtschaftlicher Natur sind. Es geht auch um die Geschichten, die sich Gesellschaften über ihre Zukunft erzählen. Die Akzeptanz neuer Technologien hängt weniger von ihren Fähigkeiten ab als davon, ob sie Menschen mehr Sicherheit, Selbstbestimmung und Handlungsspielraum verschaffen.

Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft des Hoffnungsbarometers. Gesellschaften benötigen Zukunftsbilder, die Menschen als wünschenswert und erreichbar empfinden. Die Aufgabe besteht nicht allein darin, Krisen zu bewältigen. Sie besteht darin, glaubwürdige Zukunftsperspektiven zu entwickeln, die Orientierung bieten und die gesellschaftliche Handlungsfähigkeit stärken. Hoffnung entsteht dort, wo Wünsche, Vertrauen und Handlungsperspektiven zusammenfinden.

Andreas Krafft studierte Betriebswirtschaftslehre in Buenos Aires, wo er aufgewachsen ist, und promovierte in Managementwissenschaften an der Universität St.Gallen mit dem Schwerpunkt Organisationspsychologie, Kultur und Entwicklung. Andreas Krafft ist Titularprofessor für Strategic Foresight und Dozent am Institut für Systemisches Management und Public Governance an der Universität St.Gallen. Darüber hinaus unterrichtet er an verschiedenen weiteren Universitäten. Er ist Co-Präsident von swissfuture, der Schweizerischen Gesellschaft für Zukunftsforschung, Mitglied des Vorstands der SWIPPA (Schweizerische Gesellschaft für Positive Psychologie) sowie des DACH-PP (Deutschsprachiger Dachverband für Positive Psychologie). Seit mehr als zehn Jahren leitet er das internationale Forschungsnetzwerk des Hoffnungsbarometers und hat mehrere wissenschaftliche Artikel und Bücher zum Thema Zukunft und Hoffnung veröffentlicht.

Hoffnungsbarometer 2026

«In Krisenzeiten entstehen viele neue Unternehmen»

Der HSG START Accelerator sieht sich als Katalysator für Europas Tech Champions (vgl. Artikel auf Seite 3). Grund genug für uns, HSGProfessor Dietmar Grichnik nach aktuellen Trends im Bereich Startups und Investments in Startups zu fragen.

Dietmar Grichnik, gemäss eigener Aussage wird mit dem HSG START Accelerator «eine Lücke im panalpinen Startup-Ökosystem» geschlossen. Worin besteht oder bestand denn die Lücke?

Es gibt eine Lücke in der Finanzierung der frühen Wachstumsphase in Startups, die alle die Herausforderung haben zu wachsen. Gleichzeitig gibt es eine Lücke in unserer Region, was «Deep Tech»-Startups angeht. Deshalb bieten wir mit der HSG und START ein mit dem Accelerator Zugang zu Business Know-how und einem herausragendem Netzwerk an. Wegen dieses unternehmerischen Ökosystems kommen Startups aus Medtech und Robotik auch von weiter her zu uns nach St.Gallen. Sie hoffen auf «Acceleration through Access».

Es geht spezifisch um technologiegetriebene Innovation: Wieso ist St.Gallen und die Region Ostschweiz dafür besonders geeignet?

Das wichtige Wort hier ist «Innovation». Denn Technologie wird ja erst dann zur Innovation, wenn engagiertes Unternehmertum dazu kommt. Daher sind wir besonders für Spin-offs Technischer Hochschulen wie der EPFL und der ETH Zürich interessant. Gleichzeitig versuchen wir, etwa mit dem Innovationspark Ost, die Ostschweizer Verankerung zu stärken und eine enge Verbindung zur regionalen Industrie zu schaffen. Zusätzlich gibt es nun noch ein HSG-ETH-Students-Project-House auf dem START Campus, in dem wir im Herbst mit 50 Praxisprojekten starten.

Und warum setzt der HSG START Accelerator vor allem auf Tech-Startups. Ist das einfach ein Trend?

Das Startup-Ökoystem wird von Technologie-Trends beherrscht, wie aktuell vom Thema «Künstliche Intelligenz», die massiv auf unser Leben und unsere Wirtschaft einwirken. Auch wenn ich immer wieder von Hype-Effekten warne und wir vieles systematisch überschätzen, ist es dennoch wichtig, schon sehr früh die führenden Technologien auch auf deren Kommerzialisierung zu prüfen. Wir haben an der EMPA in der Sensorik führende Forscher, die Photonik spielt eine immer grössere Rolle, Healthcare mit Wearable-Technologien entwickelt sich rasant – überall entstehen Rechenzentren mit Halbleitertechnologie. Die Forschung auch in der Ostschweiz in marktfähige Produkte zu überführen, ist ausserordentlich wichtig.

Ganz allgemein gefragt: Gibt es aktuelle Trends in Sachen Startups – auf Seiten der Gründer:innen und auf Seiten der Investor:innen?

Bei Startups ist der wichtigste Trend ganz klar Agentic AI, KI-Agenten, die Geschäftsmodelle verändern und Markteintrittsbarrieren senken. Es gibt gigantische Börsengänge wie Anthropic, fast auf Monatsbasis neue Technologieschübe. Dass die Software-Entwicklung dank KI in vielen Bereichen zur Commodity wird, ist ein Gamechanger gerade für Absolvent:innen der HSG: Sie benötigen nicht mehr zwingend für jede technische Entwicklung Partner aus technischen Hochschulen. KI zieht Kapital an, alles andere kämpft um Aufmerksamkeit – der Markt für Venture-Capital-Investitionen ist zweigeteilt. VCs investieren lieber in wenige, kapitalstarke «Gewinner» als in viele Werte. Die Anforderungen sind gestiegen: Teams brauchen echte KI-Expertise, klare Datenvorteile, Skalierbarkeit. Exits und IPOs bleiben schwierig, die Unsicherheit bleibt hoch. Kurz gesagt: Für KI-Startups fliesst mehr Geld denn je. Für alle anderen ist es deutlich schwieriger geworden.

Exnovation und der Ausstieg aus alten Zukünften

Als kritischen Zukunftsforscher interessieren HSG-Alumnus Joël Luc Cachelin nicht nur die heutigen Zukunftsentwürfe, sondern auch diejenigen der Vergangenheit. In einem Doppelforschungsprojekt geht er zurzeit der Frage nach, warum der Ausstieg aus alten Zukünften so schwierig ist und warum Menschen dazu neigen, die Zukunft verzerrt zu denken. Um Antworten zu finden, liest er in alten Zukunftsbüchern und unterhält sich mit Zukunftsprofis, auch aus der HSG-Community.

Ausgangspunkt meines Forschungsprojektes ist die Beobachtung, dass wir zurzeit eine Schrumpfung der Zukunft erleben. Schuld dafür sind drei gleichzeitig stattfindende Entwicklungen. Während ein Grossteil der Bevölkerung als Folge der Häufung von geopolitischen, ökologischen und ökonomischen Krisen ängstlich auf eine düstere Zukunft blickt, erzählen die Techies endlos von KI-Zukünften. In dieser Heavy Rotation der KI-Agenten, hat kaum noch etwas anderes Platz.

Caspar Hirschi, Professor für Geschichte an der HSG spricht statt von einer geschrumpften Zukunft von einem abgewürgten Fortschrittsmotor. «Reinhart Koselleck beschrieb die Moderne als Aufbruch, durch den Erfahrungsraum und Erwartungshorizont dauerhaft auseinanderklaffen. Dieser Fortschrittsmotor scheint heute abgewürgt. Nicht weil es keine Veränderungen gibt, sondern weil moderne Gesellschaften den Glauben verloren haben, die Zukunft zu gestalten.»

Man könnte den heutigen Diskurs der Zukunft auch so deuten, dass es zurzeit nicht gelingt, aus alten Zukünften auszusteigen, die wesentlich am Ende des 19. Jahrhunderts und in der Nachkriegszeit entstanden sind. Diese Entwicklung verstärkt sich wohlmöglich durch den demo -

grafischen Wandel wie Karin Frick, HSG-Alumna und berühmteste Zukunftsforscherin der Schweiz beobachtet. «Eine alternde Gesellschaft definiert sich mehr durch Erinnerungen als durch Träume.»

Definition der Exnovation

Die delikaten Ausstiege aus alten Zukünften beschäftigten mich als Zukunftsforscher schon länger. Es ist deutlich einfacher, das Neue in die Welt zu setzen, als das alte Neue wieder loszuwerden, das sich in Technologien, sozialen Praktiken und Infrastrukturen verfestigt hat.

Der dazugehörige Fachbegriff ist die «Exnovation». Eine frühe, häufig zitierte Definition geht auf die frühen 1980er-Jahre und den Management-Professor John Kimberly zurück. In seinem Sprachgebrauch tritt die Exnovation dann auf, wenn sich eine Organisation aktiv von einer Innovation trennt, in die sie zuvor investiert hatte. Dieses aktive «Disinvestment» unterscheidet sich von der beiläufigen reduzierten Nutzung einer alten Innovation. Um erfolgreich aus alten Zukünften auszusteigen, braucht es eine geplante Trennung. Es reicht nicht, Däumchen drehend, zu warten, bis das Alte von selbst verschwindet. Denn zum einen gibt es viele alte Zukünfte, die gesellschaftlichen Schaden anrichten und jedes Jahr, in dem sie

ihre Gültigkeit noch nicht verloren haben, richten sie mehr Schaden an. Und zum anderen ist der Ausstieg aus alten Zukünften sehr oft alles andere als ein Kinderspiel.

Das hängt damit zusammen, dass Menschen ganz allgemein lieber anfangen als aufhören, dass sie potenzielle Verluste höher gewichten als potenzielle Gewinne und dass sie beim Ausstieg aus einer alten Zukunft am liebsten nahtlos in eine neue übersiedeln, wie bei einem unkomplizierten Technologiewechsel auf eine elektrische Zahnbürste. Vor allem aber muss, wer exnovieren will, mit den Widerstand derjenigen rechnen, die vom Aufstieg einer alten Innovation profitiert haben oder immer noch profitieren. Die Theorie spricht von «Innovationsregimes» und von «stark erstarrten Systemen», die es beim Ausstieg aus alten Zukünften zu destabilisieren beziehungsweise zu «beseitigen» gelte.

Treiber der Exnovation

Das Anfangen und Beenden verknüpfte bereits die Innovationsphilosophie von Joseph Schumpeter in den 1920er-Jahren. Seine schöpferische Zerstörung wird dann die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit haben, wenn sich kapitalistische und nachhaltige Motive der Exnovation überschneiden.

Für nachhaltige Exnovatoren sind die Nebenwirkungen alter Innovationen der zentrale Anlass, um sich im Sinne der «Sterbehilfe» um dem letzten Lebensabschnitt der Innovation zu kümmern. Erst wenn die problematischen Innovationen verschwunden sind, kann eine nächste Etappe der Menschheitsgeschichte beginnen, die wirtschaftlich und technologisch nachhaltiger als heute sein wird. Das gilt unabhängig davon, ob die Nebenwirkungen ökologischer Natur sind, die Gesundheit oder den sozialen Zusammenhalt schwächen. Wirtschaftlich motivierte Exnovatorinnen befürworten den Ausstieg aus alten Innovationen dagegen, wenn alte Innovationen keine Gewinne mehr abwerfen, weil die Margen schwinden oder die Reparaturkosten und Instandhaltungskosten nicht mehr zu rechtfertigen sind.

Sie erkennen vielleicht auch, dass das Festhalten an alten Zukünften Ineffizienzen und organisatorische Trägheit bewirkt. Exnovation in einem wirtschaftlichen Kontext ist daher auch effizienzsteigernde Entschlackung. Gerade in einer Zeit, wo wenig Geld im Kreislauf ist und überall gespart werden muss, ist das Vereinfachen, Reduzieren und Aufhören eine willkommene Variante der Effizienzsteigerung. Nicht zuletzt ist die Exnovation auch eine Antwort auf eine immer kompliziertere IT, in der verschiedene Technologiegenerationen nicht nur viel Aufwand, sondern auch eine Häufung von Schnittstellen und damit Cyberrisiken nach sich ziehen.

Exnovation als Innovation

Um der Schrumpfung der Zukunft zu entkommen, empfiehlt sich die Stärkung des Exnovationsmanagements durch entsprechende Prozesse, die man wie die Innovation partizipativ anlegen kann. Vielleicht macht es auch Sinn, eine Exnovationsmanagerin anzustellen. Genauso wichtig scheint es für den Ausstieg aus alten Zukünften, die organisationale Zukunftsarbeit neu denken. Zeitgemässe Zukunftsarbeit wäre dann etwas ziemlich anderes als KI unterstütztes Foresight – weil dieses streng genommen die Vergangenheit wiedergibt und insbesondere mögliche Brüche in der Zukunft nicht vorwegnehmen kann. Stattdessen können drei andere Ansätze Unternehmen in Bewegung bringen:

• Neue Denkkollektive fördern: Folgt man dem Wissenschaftstheoretiker Ludwig Fleck, kommt es dann zur Innovation, wenn neue Denkstile entstehen – und diese werden durch neue Denkkollektive gefördert. Für Unternehmen heisst das einerseits vom Genie-Kult Abschied zu nehmen, weil nicht eine Person eine neue Zukunft herbeiführt, sondern eine neue Community. Anderseits heisst es, bereits Jahre vor dem Durchbruch in die Menschen und Netzwerke zu investieren, die an neuen Zukünften arbeiten. Vor einigen Jahren hat der ehemalige HSG-Rektor Ernst Mohr mit seiner «PunkInnovation» aufgezeigt, warum neue Zukünfte häufig zuerst in alternativen Milieus gedeihen. Die heutige Begeisterung für Yoga und Selbstreflexion begann bei den Lebensreformern, der Aufstieg der PCs im rebellischen Silicon Valley. Wer an der Zukunft der Ernährung arbeitet, könnte also Veganer:innen, Food-WasteSpezialisten und Vertreter:innen der Präzisionsfermentation unterstützen.

Joël Luc Cachelin gründete 2009 die Wissensfabrik, um Unternehmen in Zukunftsfragen zu inspirieren, forschend zu begleiten und zu beraten. Grundlage seiner Arbeit bildet ein Wirtschaftsstudium mit Promotion an der Universität St.Gallen. 2021 schloss er sein Zweitstudium mit einem Master in Geschichte an der Universität Luzern ab. Das erwähnte Forschungsprojekt erscheint 2027 (Alte Zukunft) und 2028 (Falsche Zukunft) in einer Doppelpublikation bei Reclam.

• Typische Denkfehler nutzen, um die Zukunft neu zu befragen: Beim Imaginieren der Zukunft unterlaufen meist dieselben Fehler. Sie bewirken, dass die Zukunft verzerrt gedacht wird, was wiederum die Auswahl von Investitionen negativ beeinflussen kann. Zu den Typischen Denkfallen der Zukunft gehört der technologische Spiegel; also die Versuchung die Zukunft aus der Perspektive jüngster technologischer Durchbrüche zu denken. Oder das Unterschätzen von langsamen Zukünften (zum Beispiel von demografischen Entwicklungen) oder das Übersehen von Akteuren ohne Stimme (zum Beispiel die steigenden Antibiotika-Resistenzen). Solche Denkfehler sind unternehmerische Risiken, sie helfen aber auch neue Fragen in der Zukunftsarbeit zu stellen. Zum Beispiel könnte man fragen, welche stummen Akteure man besser zuhören sollte oder welche Technologien jenseits von KI bis 2040 relevant sein werden.

• Sich mit der Geschichte befassen: Ein ungenutztes Potenzial für die Beschäftigung mit der Zukunft bietet schliesslich die (Unternehmens-) Geschichte. Ohne Kenntnis der Vergangenheit gibt es keine originelle Zukunft, sagt Caspar Hirschi. «Eine Gesellschaft ohne Geschichtsbewusstsein ist nicht innovativ, ihre Zukünfte sind unoriginell. Das neoliberale Wettbewerbsdogma, der Neosozialdarwinismus oder die Sehnsucht nach einer idealisierten Vergangenheit sind Aufgüsse. Wer wirklich neue Zukunftsentwürfe will, muss verstehen, warum die alten gescheitert sind.» Für die Zukunftsarbeit heisst dies, der Frage nachzugehen, welche Entwicklungen ein Unternehmen in der Vergangenheit gross gemacht haben oder auch zu prüfen, wo man Pfadabhängigkeiten eingegangen ist, die heute zum Problem werden. Solche Abhängigkeiten von der Vergangenheit, in Form von Technologie-, Personal- und Gebäudeentscheiden, bieten immer auch Hinweise für neue Zukünfte.

Das ist keine Beleidigung, sondern Wirtschaftsgeschichte.

Im Jahr 2011 fahre ich einen Tesla Model S – damals noch als Testfahrzeug – eine Woche lang Probe. Danach ist mir klar: Das ist nicht einfach eine Ökokutsche wie andere Elektroautos. Das ist ein Spassauto. Eine Mitfahrerin schreit bei der Beschleunigung: «Das ist wie in der Achterbahn!» Dieses Auto setzt nicht auf Verzicht, sondern auf Verführung. Ich sehe den Trend. Ich mache zu wenig daraus. 20’000 Franken damals in Tesla-Aktien investiert, wären heute weit über eine Million Franken wert.

2014 stehe ich an einem Kongress an einem der ersten Bitcoin-Automaten und kaufe aus einer Mischung aus Neugier und Ironie für 20 Franken Bitcoin. Es kommt ein Zettel heraus, ungefähr so vertrauenerweckend wie ein Kassenbon vom Bahnhofskiosk. Jahre später finde ich ihn wieder. Aus 20 Franken sind ein paar tausend geworden. Ich habe den Trend sogar gekauft –aber nicht ernst genommen. Und dann ist da noch Apple. Millionen Menschen halten das erste iPhone in der Hand und wissen sofort: Das hier verändert etwas. Die meisten stellen sich trotzdem nicht die nächste Frage: Wenn dieses Produkt mein Verhalten verändert – was bedeutet das für mich als Investor, Unternehmer oder Mitarbeiter?

Genau hier liegt ein Denkfehler: Der Engpass ist nicht das Erkennen eines Trends. Der Engpass ist das Handeln. Es wird viel zu viel Energie in das frühe Erkennen von Trends gesteckt. Dabei ist das wahrscheinlich gar nicht der grösste Engpass. In Wahrheit erkennen erstaunlich viele Menschen sehr früh erstaunlich viel. Sie merken, wenn ein Produkt besser ist. Wenn ein Verhalten kippt. Wenn eine Technologie plötzlich nicht mehr nach Zukunft klingt, sondern nach Gegenwart.

Harry Büsser studierte an der HSG Betriebswirtschaft mit Vertiefung im Risikomanagement. Er ist vielfach ausgezeichneter Autor, ComparisExperte und Sparringpartner für Menschen, die in stürmischen Zeiten klar sehen wollen. Seine Bücher Richtig Geld anlegen und Longevity –50 Antworten rund ums längere Leben zeigen, wie klügeres Denken zu besseren Entscheidungen führt –in Finanzfragen wie im Leben.

Denn Trends fühlen sich in Echtzeit selten wie Chancen an. Meist wirken sie zu teuer, zu verrückt, zu früh oder ein bisschen peinlich.

Tesla? Brummt nicht, und Batterie aufladen dauert zu lange. Bitcoin? Absurdes Nerdgeld. iPhone? Nett, aber doch kein Investmentcase.

Im Rückspiegel ist jeder Trend logisch. In der Gegenwart ist er unbequem. Deswegen ist die eigentliche Herausforderung in einer brüchigen, ängstlichen, nicht-linearen Welt nicht, Trends zu erkennen – sondern trotz Bruch, Angst und Unübersichtlichkeit genug Vertrauen in die eigene Beobachtung zu haben, um Konsequenzen daraus zu ziehen.

Als Investor. Als Unternehmer. Oder als Mitarbeiter, der merkt, dass sich sein Markt, sein Produkt oder sein Beruf gerade verändert.

Trends schaffen keinen Wert, nur weil man sie erkennt. Wert entsteht erst, wenn man den Mut hat, etwas daraus zu machen.

HSG Alumni beteiligt sich an HSG Spin-Off Studyond

HSG Alumni beteiligt sich finanziell am HSG Spin-Off und ETH-Startup Studyond. Die Beteiligung an der KI-gestützten Matching-Plattform für Studierende, Forschende und Unternehmen für gemeinsame Thesis- und Innovationsprojekte ist Teil einer strategischen Partnerschaft. Ziel der Kooperation ist ein lebendiger Generationendialog: Studierende profitieren von praxisnahen Fragestellungen aus der Alumni-Community, während Alumni den direkten Zugriff auf frische Forschungsergebnisse und Talente innerhalb ihres eigenen Netzwerks erhalten.

Für viele Studierende stellt die Suche nach einem geeigneten Thema für ihre Abschlussarbeit eine grosse Herausforderung dar. Gleichzeitig haben viele Alumni und die Unternehmen, in denen sie arbeiten, konkrete Innovationsthemen, für deren strukturierte Bearbeitung ihnen häufig die Zeit oder die internen Ressourcen fehlen.

Studierende und Alumni in produktive Zusammenarbeit an innovativen Themen bringen Hier setzt Studyond an: Alumni und Unternehmen bringen auf der Plattform reale Fragestellungen ein. Kommt ein Match zustande, bearbeiten Studierende diese mit methodischer Tiefe und analytischer Unabhängigkeit. Das Resultat ist kein einseitiger Wissenstransfer, sondern echte, gegenseitig wertschöpfende Zusammenarbeit. Für Unternehmen eröffnet sie einen niederschwelligen Zugang zu qualifizierten Talenten und wissenschaftlicher Expertise. Studierende profitieren von praxisnahen Themen, direktem Austausch mit Industrieexpertinnen und -experten sowie einer frühen Einbindung in reale unternehmerische Fragestellungen.

«Die Plattform von Studyond schafft Mehrwert für beide Seiten – Studierende und Unternehmen. Auch für HSG Alumni ist die Partnerschaft ein perfekter Match, weil sie direkt auf ein wichtiges Ziel unserer Strategie 2030 einzahlt: einen lebendigen Austausch zwischen Generationen, der das Alumni-Netzwerk aktiviert, Alumni und ihren Unternehmen einen Service bietet und gleichzeitig

Studierenden neue Perspektiven eröffnet», führt Daniel Knus, Geschäftsführer von HSG Alumni, aus. Mit der Beteiligung erhält Studyond auch strategische Unterstützung. Daniel Knus begleitet die Weiterentwicklung der Plattform künftig als Mitglied des Studyond Advisory Boards. Er wird Erfahrungen und Kontakte aus seiner nationalen und internationalen Alumni-Arbeit einbringen und dazu beitragen, dass die Plattform auch über die Schweiz hinaus erfolgreich Unterstützer und Anwender finden wird.

Studyond-Mitgründer und HSG-Alumnus Dr. Philipp Wetzel sagt dazu: «Studyond ist aus der Überzeugung entstanden, dass die besten Forschungsarbeiten dort entstehen, wo akademische Neugier auf unternehmerisches Erfahrungswissen trifft.» Die Zusammenarbeit mit HSG Alumni stärke genau diesen Austausch, «an einer Universität, die seit jeher für praxisnahe und karriererelevante Ausbildungsformate steht.»

Wissenschaftliche Expertise für die unternehmerische Praxis

Die Studyond-Plattform hat ihren Ursprung in einem hochschulübergreifenden Forschungsprojekt, das von Innosuisse gefördert und gemeinsam mit der Universität St.Gallen, der ETH Zürich und der OST – Ostschweizer Fachhochschule entwickelt wurde.

An der Universität St.Gallen waren unter anderem Prof. Jan Marco Leimeister und Prof. Philipp Ebel an der Entwicklung beteiligt. Für Ebel zeigt das Projekt exemp-

Die Teams von HSG Alumni und Studyond im «Square» der Universität St.Gallen.

larisch, was heute gefragt ist: «Studierende wollen an realen Fragestellungen arbeiten – genau dafür braucht es strukturierte Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.»

Heute ist Studyond offizielles HSG Spin-Off und anerkanntes ETH-Startup – eine doppelte institutionelle Verankerung, die sowohl die wissenschaftliche Grundlage als auch den unternehmerischen Anspruch der KIgestützten Matching-Plattform widerspiegelt.

Für Daniel Nydegger, ETH-Alumnus, Mitgründer von Studyond und verantwortlich für die Unternehmenspartnerschaften, liegt darin ein grosser Hebel: «Viele Innovationsthemen entstehen heute in Unternehmen, bleiben aber aus Zeit- oder Ressourcenmangel intern liegen. Studyond ermöglicht es, solche Fragestellungen gemeinsam mit Studierenden wissenschaftlich zu bearbeiten – und gleichzeitig die Talente zu finden, die diese Themen langfristig weiterentwickeln können.»

Studyond-Plattform

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Ein Leben für die HSG-Community

Der HSG Alumni Engagement Award 2026 geht an Felix Grisard. Seit über 25 Jahren prägt er als Präsident von HSG Alumni Nordwestschweiz die Alumni-Community in Basel mit aussergewöhnlichem Engagement, unternehmerischem Spirit und inspirierenden Begegnungen. Darüber hinaus setzt sich der HSG-Alumnus als Mentor, Beirat und Förderer für die Weiterentwicklung des gesamten HSG-Ökosystems ein.

Interview Stefano Alghisi Bild zVg

Die Präsident:innen der HSG-Alumni-Clubs haben dich aus drei Nominierten als Gewinner des HSG Alumni Engagement Awards 2026 gewählt. Was bedeutet dir diese Auszeichnung persönlich?

Ich freue mich riesig über die Auszeichnung von einer Institution, die mir sehr am Herzen liegt: Eine Anerkennung, die man auch nicht «kaufen» kann. Von einer Gruppe gewählt zu werden, bei der sich jeder einzelne selber enorm engagiert, ist etwas ganz Besonderes! Herzlichen Dank!

Du engagierst dich seit über 25 Jahren für HSG Alumni Nordwestschweiz. Was hat dich motiviert, dich über einen so langen Zeitraum mit so viel Herzblut für die Community einzusetzen?

Drei Monate nach meinem Eintritt in den Vorstand Nordwestschweiz löste sich dieser leider wieder auf: ein denkbar schwieriger Start! Plötzlich alleine im Vorstand versuchte ich diesen so zu organisieren, dass der Bestand und spannende Inhalte nachhaltig gesichert bleiben. Das Gelingen dieses Unterfangens und die damit verbundene Wertschätzung der Alumni und Alumnae, der Zusammenhalt, den wir in unserer Region schaffen konnten, haben mich darin bestärkt, weiterzumachen.

Im Jahr 2022 wurde Felix Grisard (links im Bild mit dem damaligen Studentenschaftspräsidenten Lukas Zumbrunn) von der Studentenschaft mit dem Mentorpreis ausgezeichnet. 2026 wurde er als Gewinner des HSG Alumni Engagement Awards 2026 gewählt.

Der Basel-Club gilt als einer der aktivsten Alumni-Clubs. Was macht aus deiner Sicht eine lebendige und nachhaltige Alumni-Community aus?

Wir haben einen super Vorstand, der an einem Abend im Jahr ein abwechslungsreiches Jahresprogramm zusammenstellt und die Speaker und Teilnehmer (Alumni) organisiert. Neben wirklich spannenden Lunch-Vorträgen haben wir drei Anlässe, der Neujahrsempfang in der Fondation Beyeler, der Sommeranlass und der «Wine and Cheese» jeweils im November, mit denen wir eine wachsende Community zu «regulars» motivieren konnten. Es gibt mittlerweile einen echten HSG Alumni Spirit in der Region Basel: Das finden alle von jung bis alt toll!

Du verbindest Unternehmertum, Mentoring und Engagement für die HSG auf besondere Weise –etwa über den Beirat, die HSG Foundation oder das Student Project House. Warum ist dir das «Giving Back» an die nächste Generation wichtig? Ich würde es nicht «Giving Back» nennen, mehr «Teilen». Der Kern ist klar das Unternehmertum, das mich fasziniert. Am Erfolg unternehmerischer junger Leute teilzuhaben, sie zu motivieren und weiterzubringen, ist ein grossartiges Gefühl, das auch mir sehr viel zurückgibt. Auch die HSG muss sich konstant weiterentwickeln. Die Ideen des Beirats in Richtung einer unternehmerischeren und dynamischeren – Stichwort Digitalisierung – Uni fallen zumindest grossteils auf fruchtbaren Boden: Die Schulleitung hört uns zu. All das lässt sich super verbinden.

Der Engagement Award soll auch das HSGÖkosystem stärken. Welche Organisation oder welches Projekt möchtest du mit dem Preisgeld unterstützen – und weshalb?

Wir nutzen die 5 000 Franken, um während drei Jahren einen Anlass mit ca. 1 000 Franken attraktiver zu gestalten, und 2 000 Franken, um die Zugangshürde für die Jungen finanziell zu erleichtern: Attraktivität und tiefere Barrieren für neuen Schub in der Region! Es kommen immer mehr auch Alumni anderer Regionen zu uns, was wir auch zusätzlich fördern könnten.

Welchen Rat würdest du jungen HSG-Absolvent:innen mitgeben, die beruflich erfolgreich sein und gleichzeitig etwas an die Community zurückgeben möchten?

Nicht nur kurzfristig für sich optimieren! Langfristiges, unternehmerisches Denken und u.a. auch mehr «Teilen» und so möglicherweise auch in unsere Community zu investieren, das schafft Befriedigung und Sinnhaftigkeit.

Gab es in all den Jahren einen besonderen Moment oder Anlass, bei dem du gespürt hast: Genau dafür lohnt sich dieses Engagement?

Viele unvergessliche Anlässe in unserem Chapter! Das «Herzblut» unseres Vorstandes: Allen voran Damian und früher Niggi, aber auch Adrian, Andri, Dani und Nicolas und viele mehr…

Vor allem aber auch viele zufriedene und erfüllte Alumni, die auch gerne etwas für die anderen machen.

Der Abschluss ist erst der Anfang

Warum lebenslanges Lernen zur neuen Normalität wird.

Karolin Frankenberger Bild zVg

Ende Mai kamen wir in Vevey mit 50 HSG-Alumni und 50 Studierenden der Tsinghua University School of Economics and Management zusammen. Die Veranstaltung stand unter dem Titel «Leading Renewal in a Changing World». Im Raum spürte man Neugier, Offenheit und den gemeinsamen Wunsch, die grossen Herausforderungen unserer Zeit besser zu verstehen.

Der Keynote-Speaker des Abends war Philipp Navratil, CEO von Nestlé und HSG-Alumnus. Sein Rat an die Teilnehmenden bestand aus drei einfachen Sätzen:

«Stay curious. Stay humble. Stay competitive.»

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erscheint mir diese Aussage als treffende Beschreibung dessen, was Bildung heute leisten muss. Denn in einer Welt, die sich durch künstliche Intelligenz, technologische Innovationen und geopolitische Veränderungen immer schneller wandelt, reicht ein einmal erworbener Abschluss nicht mehr aus. Die Fähigkeit, neugierig zu bleiben, sich weiterzuentwickeln und Neues zu lernen, wird selbst zur entscheidenden Kompetenz.

Die Worte von Philipp Navratil erinnerten mich an einen Satz, den ich während vieler Diplomfeiern unseres Executive MBA den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg gegeben habe: «Bleibt Studierende – ein Leben lang.» Damals klang das wie ein schöner Abschluss. Heute erscheint es mir als eine strategische Notwendigkeit.

Das Ende der linearen Bildungsbiografie Über Jahrzehnte folgte Bildung einem klaren Muster: Schule, Studium, Berufseinstieg. Wer einen Hochschulabschluss hatte, verfügte oft über Wissen, das für viele Jahre –manchmal sogar für ein ganzes Berufsleben – tragfähig war.

v.l.n.r.: Xue

Dieses Modell verliert zunehmend an Gültigkeit. Nicht weil die Qualität der Ausbildung sinkt, sondern weil sich die Welt schneller verändert als je zuvor. Künstliche Intelligenz verändert Wissensarbeit grundlegend. Neue Technologien schaffen Berufe, die vor wenigen Jahren noch nicht existierten. Gleichzeitig verschwinden Tätigkeiten oder werden automatisiert. Was heute zählt, ist deshalb nicht allein das Wissen, das wir besitzen. Entscheidend ist unsere Fähigkeit, neues Wissen aufzubauen, bestehendes Wissen zu hinterfragen und uns immer wieder auf neue Realitäten einzustellen. Bildungsbiografien werden dadurch durchlässiger, individueller und weniger linear. Lernen findet nicht mehr nur am Anfang des Berufslebens statt. Es begleitet uns über Jahrzehnte hinweg.

Weiterbildung neu gedacht

Mit dieser Entwicklung verändert sich auch die Art und Weise, wie Weiterbildung funktioniert. Früher war Weiterbildung häufig ein punktuelles Ereignis: ein Seminar, ein Kurs, ein zusätzliches Diplom. Heute wird sie zunehmend Teil einer kontinuierlichen und individualisierten Lernreise.

Moderne Programme setzen stärker auf den Austausch zwischen Teilnehmenden, auf konkrete Anwendungsfälle und auf unmittelbare Umsetzbarkeit im Berufsalltag. Lernen findet nicht mehr ausschliesslich im Hörsaal statt. Es entsteht im Dialog mit Menschen unterschiedlicher Branchen, Generationen und Perspektiven. Gleichzeitig entstehen flexiblere Bildungswege. Einzelne Module können

Jian (Tsinghua University), Philipp Navratil (Nestlé), Karolin Frankenberger (Universität St.Gallen)

zum Einstieg werden. Mehrere Module bilden einen CAS. Mehrere CAS können zu einem DAS kombiniert werden, und ein DAS kann wiederum Bestandteil eines MAS sein. Verschiedene Bausteine lassen sich über die Zeit zu einem umfassenden Abschluss kombinieren.

Die Bildungsbiografie gleicht heute weniger einer Geraden als vielmehr einer individuell gestalteten Komposition – angepasst an unterschiedliche Lebensphasen, Karriereziele und persönliche Interessen.

Was bedeutet das für Universitäten?

Diese Entwicklung verändert nicht nur die Lernenden. Sie verändert auch die Rolle der Universitäten. Traditionell wurden Hochschulen vor allem als Orte verstanden, an denen junge Menschen ausgebildet werden. Heute erweitert sich dieser Auftrag. Universitäten begleiten Menschen zunehmend über ihre gesamte berufliche Laufbahn hinweg.

Auch für die HSG stellt sich damit eine grundlegende Frage: Was bedeutet es, eine Universität zu sein, wenn Lernen nicht mehr mit dem Studienabschluss endet? Unsere Antwort darauf ist klar: Wir verstehen Bildung nicht als einen Lebensabschnitt, sondern als eine lebenslange Begleitung. Wir wollen Menschen nicht nur während ihres Bachelor- oder Masterstudiums unterstützen, sondern über ihre gesamte berufliche Laufbahn hinweg – vom Assessment über Bachelor und Master, die ersten Führungsverantwortungen und Weiterbildungsprogramme bis hin zur Ausbildung auf Verwaltungsrats-Ebene.

Die Ambition der HSG, die führende Business Universität Europas zu sein, wird sich deshalb künftig nicht allein an der Qualität unserer Bachelor- und Masterprogramme entscheiden. Sie wird ebenso davon abhängen, ob es uns gelingt, lebenslanges Lernen neu zu denken, Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Karrierephasen zu begleiten und über Jahrzehnte hinweg ein relevanter Partner für ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu bleiben.

Neue Partnerschaften mit Institutionen wie der ETH Zürich oder der Tsinghua University zeigen, wie stark Weiterbildung heute von Internationalität, Technologie und interdisziplinärem Austausch geprägt wird. Die grossen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nicht innerhalb einzelner Disziplinen lösen. Sie verlangen nach Menschen, die bereit sind, ihr Wissen kontinuierlich zu erweitern, neue Perspektiven einzunehmen und sich immer wieder neu zu erfinden.

Die Frage, was eine führende Business Universität Europas im 21. Jahrhundert ausmacht, entscheidet sich deshalb nicht mehr nur im Hörsaal. Sie entscheidet sich auch daran, welche Universität Menschen über Jahrzehnte hinweg begleitet, inspiriert und befähigt, in einer Welt des ständigen Wandels erfolgreich zu sein. Wer die Zu-

kunft der Bildung gestalten will, muss Lernen als lebenslangen Prozess verstehen. Genau darin liegt die Chance –und der Auftrag – der HSG.

Eine Community des lebenslangen Lernens Wenn Lernen zu einem lebenslangen Prozess wird, verändert sich auch unser Verständnis von Zugehörigkeit. Die Gemeinschaft einer Universität definiert sich dann nicht mehr ausschliesslich über einen bestimmten Abschluss. Sie definiert sich über eine gemeinsame Haltung zum Lernen, zur Verantwortung und zur Gestaltung der Zukunft. Deshalb gehören für mich Bachelor-Studierende, Master-Absolventinnen und -Absolventen, EMBA-Teilnehmende sowie CAS- und DAS-Absolventinnen und -Absolventen zur selben Gemeinschaft. Sie befinden sich vielleicht an unterschiedlichen Punkten ihrer Bildungsreise. Was sie verbindet, ist jedoch stärker als das, was sie unterscheidet: die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln und Neues zu lernen. Vielleicht liegt genau darin die grösste Veränderung der kommenden Jahre. Universitäten werden weniger zu Orten eines einmaligen Studiums und stärker zu Gemeinschaften des lebenslangen Lernens. Die Menschen, die wir auf diesem Weg begleiten, verändern sich. Die Grundidee bleibt dieselbe.

Lernen als Haltung

Als Philipp Navratil in Vevey seine drei Botschaften formulierte – «Stay curious. Stay humble. Stay competitive.» – sprach er nicht nur über Karriere oder wirtschaftlichen Erfolg. Er sprach über eine Haltung. Neugierig zu bleiben. Offen für neue Perspektiven zu sein. Bereit zu sein, Gewohntes zu hinterfragen und dazuzulernen. Lebenslanges Lernen ist deshalb weit mehr als ein Weiterbildungskurs oder ein zusätzlicher Abschluss. Es ist eine Grundhaltung gegenüber einer Welt, die sich ständig verändert. Vielleicht werden Universitäten in Zukunft weniger daran gemessen, was ihre Absolventinnen und Absolventen beim Studienabschluss wissen. Vielleicht werden sie daran gemessen, ob sie ihnen die Neugier mitgegeben haben, auch zwanzig Jahre später noch lernen zu wollen. Wenn das gelingt, dann endet Bildung nicht mit dem Diplom. Dann beginnt sie dort erst richtig.

In einer Folge von «Meet the Global CEO» gewährt Philipp Navratil Einblicke in seine über zwanzigjährige Tätigkeit bei Nestlé und erläutert, wie das Unternehmen mithilfe von Wissenschaft und Technologie Wandel, nachhaltiges Wachstum und Innovation vorantreibt.

Zur Aufzeichnung unisg.ch

Kurznews aus unseren Clubs

Asia Term Alumni Dinner

In May, we were delighted to host the annual HSG Alumni Dinner at Piu Europaallee, welcoming more than 50 alumni and friends for a memorable evening of reconnecting, networking, and celebrating the HSG community. The gathering brought back many fond memories of shared experiences and good times in Singapore, highlighting the lasting bonds formed through the HSG network.

We were especially pleased to welcome Professor Morkötter, Professor Max von Zedtwitz, Katharina Beckmann, and Kimberly Ng, whose presence and contributions enriched the evening and sparked engaging conversations across generations of alumni.

Beyond reconnecting with familiar faces, the dinner once again underscored the close and enduring collaboration between HSG Alumni and the St.Gallen Institute of Management in Asia. Together, we continue to strengthen ties between alumni, academia, and the wider HSG community across regions and generations.

HSG Alumni Bangkok auf Kurs

Anfang März trafen sich die Bangkok-Alumni zu ihrem Quartalshöck in der Rooftop Bar des Aesops an der Sukhumvit. Mit dabei waren auch Austauschstudenten, die für sechs Monate in Thailand studieren. Der Anlass stand ganz im Zeichen des für nächstes Jahr bevorstehenden Asia Weekends, das vom 12. bis 14. März 2027 in Bangkok stattfindet. Die Vorbereitungen schreiten gut voran. Wir erwarten euch!

Grazer Club aus der Taufe gehoben

Die österreichische HSG Alumni-Landschaft war bislang durch Wien geprägt, ergänzend dazu wurde für alle Alumni und Alumnae im Süden des Landes nun der Grazer Club ins Leben gerufen. Beim ersten Treffen ging es um Grundlegendes: Das gegenseitige Kennenlernen. Präsidentin Ines Volpert ist überzeugt, dass sich das Alumni-Netzwerk auch in der Steiermark gut etablieren wird: «Ab dem ersten Moment war spürbar, wie sehr die gemeinsame Alma Mater verbindet. Ich freue mich daher auf viele spannende Anlässe in und um Graz.»

HSG Alumni Club Graz
Asia Term Alumni Club
HSG Alumni Club Bangkok

Pilatus Factory visit

Students and alumni of the HSG Hungarian Club recently visited Pilatus Aircraft in Stans – a true crown jewel of the Swiss aviation industry. Beyond learning that scenes from the James Bond film Goldfinger were shot there, participants gained fascinating insights into how Pilatus successfully competes globally from rural Switzerland despite challenges such as a strong Swiss franc and skilled labor shortages. The visit hence showcased a remarkable example of Swiss niche engineering excellence and long-term industrial entrepreneurship.

Lisbon Talk

On May 14, HSG Alumni Club Portugal hosted a candid conversation on what it really takes to lead far from home. Asif Rajani, Pierre Fechting, Paulo Menezes and Lilian Lehmann shared honest stories of managing across cultures, the misread meetings, the missed Sunday lunches, the unwritten rules. Moderated by Gonçalo Freire, the evening drew a young, international crowd for drinks, some local Pastelaria Careca goodies and real talk.

Der HSG Alumni Club Wallis wird reaktiviert – mit einem frischen Vorstand und dem Ziel, HSG-Absolventinnen und -Absolventen aus dem Wallis zu vernetzen. Im Fokus stehen regelmässige Anlässe: Networkingabende, fachlicher Austausch und gesellige Treffen mit Walliser Charakter – wo auch immer wir gerade sind. Der Auftakt findet am Donnerstag, 6. August 2026, mit einem After-Work in der Amboss Rampe in Zürich statt. Ob du im Wallis verwurzelt bist oder die Region einfach im Herzen trägst – du bist herzlich willkommen.

HSG Alumni Club Portugal
Autor Gonçalo Freire
HSG Alumni Club Hungary
HSG Alumni Club Wallis
HSG Alumni Wallis ist zurück
Autor Manuel Ritz

Swiss Alumni Night in San Francisco: Swiss-US Innovation Ecosystems

This year’s Swissnex Alumni Night, co-organized with partners including the University of St.Gallen, brought together alumni from Swiss universities in the Bay Area to explore how ideas and innovation travel across Swiss and global ecosystems. The evening drew on the Refresh Exhibition: Algorithmic Entanglements and the quantum physics concept of entanglement as a metaphor for cross-border collaboration, where particles remain interconnected regardless of distance.

Through talks spanning quantum science, design thinking, architecture, and the arts, speakers explored what it means to work within complex, interconnected systems. Nelson Diallo, Head of Partnerships at Handshake and HSG Alumni, reflected on building meaningful connections across communities and the role alumni networks play in embodying that interconnectedness.

The night was both intellectual and social, a space for exchange where the connections formed mirrored the organic, distributed networks that quietly sustain everything above ground.

Another Successful MBA & EMBA Event in Athens

The presence of the University of St.Gallen in Greece continues to grow stronger every year. For the second consecutive year, HSG came to Athens for an exclusive event at Athens Capital Hotel – MGallery Collection. It was inspiring to see young professionals learn more about the MBA & EMBA programs, connect with alumni, and exchange ideas. A big thank you to all panelists and the MBA & EMBA team for their valuable support and collaboration.

HSG Alumni Hellenic Club
HSG Alumni Club San Francisco

Der HSG Alumni Industrial Club (HAIC) durfte 50 HSG-Alumni in der Kaltbach Höhle der Emmi Gruppe begrüssen. Urs Riedener, VRP und ehemaliger CEO, sowie Gisela Heel, Head of Corporate Communications, gaben persönliche Einblicke in die Entwicklung von Emmi, Führung in anspruchsvollen Situationen und die Rolle der HSG auf ihrem Karriereweg. Nach der Diskussion folgte eine exklusive Höhlentour durch das 2.5 Kilometer lange Tunnelsystem mit über 100 000 (!) Käselaiben. Der Abend fand seinen Ausklang bei einem Apéro mit persönlichen Gesprächen.

Erfolgreiche Konzerte des HSG Alumni Symphony Orchestra

Das HSG Alumni Symphony Orchestra blickt auf zwei erfolgreiche Konzertabende in Zürich und St.Gallen zurück. Unter der Leitung von Francesco Cagnasso trat das Orchester am 2. Mai 2026 in der Kirche Neumünster sowie am 3. Mai 2026 in der Tonhalle St.Gallen auf. Mit Werken von Vincenzo Bellini, Antonín Dvořák und Gustav Holst bot das Orchester ein abwechslungsreiches Programm auf hohem musikalischem Niveau. Auf dem Programm standen unter anderem Dvořáks 9. Sinfonie in e-Moll op. 95 «Aus der Neuen Welt» sowie seine Romanze in f-Moll op. 11, in der Konzertmeister Enrico Filippo Maligno als Solist zu erleben war. Das Konzert in St.Gallen bildete zugleich den klangvollen öffentlichen Auftakt zum 55. St.Gallen Symposium und unterstrich die enge Verbindung zwischen Universität, Alumni, Stadt und Region.

Die nächsten Konzerttermine stehen bereits fest: Am 1. und 2. Mai 2027 wird das HSG Alumni Symphony Orchestra erneut in St.Gallen und Zürich auftreten. Mitglieder der HSG-Alumni-Community, die musikalisch mitwirken möchten, finden weitere Informationen unter hsgalumnisymphonyorchestra.com. Neue Mitspielerinnen und Mitspieler sind jederzeit herzlich willkommen.

HSG Alumni Music Club
HSG Alumni Industrial Club

Zu Besuch bei SFS

Ende Mai waren HSG Alumni Ostschweiz gemeinsam mit HSG Alumni YCO zu Besuch bei SFS in Heerbrugg. Dort erkundeten wir auf einer spannenden Führung die verschiedenen Abteilungen der SFS und erhielten Einblick in die Produktion, den Werkzeugbau, die Härtetechnik, die Lehrwerkstatt und vieles mehr. Anschliessend stellte uns HSG-Alumnus und Legal Counsel bei SFS Joel Tinguely die erfolgreichsten Produkte und prägenden Entwicklungen des Unternehmens der letzten Jahre vor. Zum Schluss durften wir einen herzhaften Apéro im Empfangsgebäude geniessen.

Real Life Marketing – echte Markenerlebnisse gewinnen

Die Marketing-Community traf sich im März im Novu Campus am Flughafen Zürich, um gemeinsam mit Aurèle Meyer, CEO der Brauerei Locher AG, und Adi Barmettler, Co-Geschäftsführer von Steiner Sarnen Schweiz AG, über die wachsende Relevanz echter Markenerlebnisse zu diskutieren.

Im Real Life Marketing werden Marken in Markenwelten, Besuchszentren oder mit Events durch authentische Begegnungen direkt erlebbar. Entscheidend ist dabei weniger der Ort als die Geschichte, die dort erlebbar wird. Wenn Herkunft, Produkt und Inszenierung authentisch zusammenspielen, entsteht echte Relevanz und Vertrauen. Markenbindung wächst so vor allem durch gemeinsame Momente und oft wirken Atmosphäre sowie Glaubwürdigkeit stärker als Technik oder grosse Show.

Ein inspirierender Abend mit spannenden Gesprächen und dem besten Schweizer Bier.

Sustainability Skills for Today’s Business World

What sustainability skills matter to thrive in today’s business world? This question was explored at a recent event co-organized by the HSG Alumni Sustainability Club, the Managing Climate Solutions Alumni Club, and the HSG Sustainability Services team. The program featured insights on how sustainability is strategically embedded at HSG, as well as a discussion with two HSG alumni working in the sustainability field, who shared their experiences and perspectives from practice.

HSG Alumni Sustainability Club
HSG Alumni Ostschweiz & YCO
HSG Alumni Marketing Club

Angel Investing & Networking-Abend

Der HSG Women’s Club lud Alumnae zu einer Diskussion über Angel Investing ein. Zu Gast waren Cornelia Gut-Villa, Nicole Herzog und Melanie Gabriel, die Einblicke in die Praxis von Frühphaseninvestitionen gaben. Deutlich wurde: Angel Investing bedeutet mehr als Kapital – Investorinnen bringen auch Erfahrung, Netzwerke und strategische Perspektiven ein. Trotz hoher Unsicherheit sind Disziplin, ein langfristiger Portfolioansatz und Lernbereitschaft zentral. Ein inspirierender Abend mit spannenden Einblicken und lebhaftem Austausch in der HSG-Community.

MBF-HSG Alumni

MBF-HSG Alumni Club feiert

20. Generalversammlung

Der MBF-HSG Alumni Club führte im Mai seine 20. Generalversammlung im Zunfthaus zur Waag in Zürich durch. Präsident Lutz Preussler begrüsste 52 MBF-Alumni, Vorstandsmitglieder sowie Vertreterinnen und Vertreter des MBF-Programms zu einem Abend, der auf ein weiteres aktives Jahr der Community zurückblickte. Auf der Traktandenliste standen die Jahres- und Finanzberichte, die Wahl neuer Vorstandsmitglieder sowie ein Ausblick auf kommende Veranstaltungen. Ein besonderer Höhepunkt war die Würdigung und Verabschiedung langjähriger Vorstandsmitglieder und Gründer: Dr. Otto Huber, Dr. Teddy Amberg, Dr. Andreas Mattig und Lara Bischofberger.

HSG Alumni Women’s Club

Movement and Meaningful Connections: UNIVERSA Alumnae Gather at OYA

In March, a group of UNIVERSA Alumnae gathered at OYA for a Pilates session, offering participants the opportunity to recharge and focus on their well-being. After the class, the evening continued with an apéro in a warm and relaxed atmosphere. It was a chance to reconnect with familiar faces and meet new members of the HSG Alumni network. The event was a wonderful reminder that networking can be both genuine and effortless when people come together through shared experiences.

Alumni Club

Gemeinsam produktiv: Co-Working Day am Vierwaldstättersee

Mitte April tauschten fünfzehn MOK-Alumni den Homeoffice-Stuhl gegen einen Arbeitsplatz mit Seeblick. Gastgeberin war das Seminarhotel Rigi in Weggis – seit Anfang Jahr in den Händen von MOK-Alumna Mariana und ihrem Bruder. Zwischen individuellem Arbeiten, einem Impuls zu Achtsamkeit und Organisationsentwicklung sowie gemeinsamem Austausch beim Abendessen bewies der Tag: Netzwerk und Produktivität schliessen sich nicht aus – sie verstärken sich.

UNIVERSA Alumnae

NACHLASS REGELN

From Legacy to Impact.

«Mein Erbe unterstützt kommende Generationen an der HSG.»

Alumnus Valentin Vogt berücksichtigt die Universität St. Gallen in seinem Testament.

St.Galler Wirtschaftsforum

Das Flagship-Event von HSG Alumni in Deutschland

«Redefining Growth in a Disrupted Age –Thesen für die europäische Wirtschaft»

Mittwoch, 9. September 2026, 17 – 23 Uhr, Frankfurt am Main

Unsere Speaker, u.a.:

Paul Achleitner, Manuel Ammann, Christoph Heusgen, Christian Sewing, Clara-Christina Streit, Marcus Brennecke, Samuel Schuler, Karl Gernandt

Wir bedanken uns herzlich bei unserem ersten Sponsor, dem Kanton St.Gallen.

Wir freuen uns auf weitere Partner.

«Ich stelle sicher, dass die Staatsfinanzen verlässlich und nachvollziehbar sind.»

Raksika Revisionsexpertin

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