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HG-Zeitung 18/2026

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HGZ No 18

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang

Luzern, den 5. August 2026

Wu n s c h t h e m a

Gelebte Inte­ gration: Sterne und Punkte mit sozialem Mehrwert.

Ein Test soll auch Positives aufzeigen

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Nächste Ausgabe am 19. August

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin

Pe r s ö n l i c h

Schwerpunkt

Nicolas Imholz bereitet sich seit fast einem Jahr ­akribisch auf die World Skills vor. Im ­September wird sich der Koch in Shanghai (CN) mit den besten jungen Berufsleuten der Welt messen.

Digital lernen, persönlich ausbilden

Die Schweizer Weinelite zeigt ihre Schätze in einer grossen Werkschau.

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Das erste Mal

Ausbildner und Ausbildnerinnen bringen Lernenden nicht nur das Handwerk bei. Sie begleiten sie zudem auf einem wichtigen Lebensabschnitt und prägen sie für die Zukunft. K E YS TO N E-S DA

WILLKOMMEN IM BERUFSLEBEN Jedes Jahr beginnen im August rund 3500 Jugendliche ihre Grundbildung im Gast- und Bäckergewerbe. Die drei beliebtesten Berufe sind Koch/Köchin, Restaurantfachfrau/-mann und HotelKommunikationsfachfrau/-mann. Obschon das Interesse an gast­ ge­ werb­ lichen Grundbildungen leicht gestiegen ist, gab es Mitte Juli selbst in den beliebtesten Berufen noch freie Lehrstellen. So waren auf der Plattform yousty.ch Ende Juli noch 241 offene Ausbildungsplätze für Koch/Köchin EFZ gelistet

Response zentral

sowie 73 für Küchenangestellte/n EBA. Bei den Restaurantfachleuten waren noch 144 Lehrstellen EFZ und 47 EBA zu haben. In Bäckereien gab es 102 freie Lehrstellen EFZ und 41 EBA. Bei den Hotel-Kommunikationsfachleuten hingegen waren nur noch 22 Lehrstellen als frei aufgeführt. Eine passende Lehrstelle zu finden und diese auch anzutreten, ist das eine, im gewählten Beruf glücklich zu werden, das andere. Wie der Lernendenbarometer, die repräsentative Lernenden-

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befragung der Hotel & Gastro Union, zeigt, spielen Ausbildner diesbezüglich eine wesentliche Rolle. Diese beginnt, wenn Jugendliche zum Schnuppern in den Betrieb kommen. 20 Prozent der Lernenden gaben bei der Befragung 2025 an, dass der Ausbildner und sein Ruf ein wichtiges Kriterium für ihre Wahl des Lehrbetriebs waren. Weiter zeigt die Erhebung, welche auch die Bäckerberufe umfasst, dass die Ausbildner und Ausbildnerinnen massgeblich daran beteiligt sind, ob junge Men-

Post CH AG

schen die Grundbildung erfolgreich abschliessen und danach auf ihrem Beruf bleiben oder nicht. Die Faustregel lautet: Je engagierter und authentischer Ausbildende ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, desto eher haben sie motivierte Auszubildende. Und je wertschätzender sie mit ihren Lernenden umgehen, desto mehr Freude haben diese am erlernten Beruf und desto grösser ist die Chance, dass sie später der Branche als wertvolle Fachkräfte erhalten bleiben. R I CC A R DA FR EI

Adligenswilerstrasse 22, 6006 Luzern

Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Mal? Das erste Mal, als Sie durch die Tür Ihres Lehrbe­ triebes getreten sind? An den Gefühlscocktail aus Neugier, er­ wartungsvoller Vorfreude und Stolz, gepaart mit einem Hauch Angst, einem Spritzer Scheu und einer Portion Respekt vor dem, was einen erwartet? Erin­ nern Sie sich an das erste Mal, als Sie einen Gast ganz alleine bedienen durften? Oder als ­etwas misslang, kaputt oder ver­ gessen ging und Sie das beichten mussten? Ich schon. Und ich ­erinnere mich sehr gut daran, wie froh ich um meinen «Oberstift» war. Er hiess Roger und wurde mir von unserem Chef als eine Art grosser Bruder zur Seite ge­ stellt. Geduldig erklärte Roger mir die Aufgaben und Arbeits­ abläufe, bis ich sattelfest war. Er half mir, Fehler auszubügeln und tröstete mich, als ein un­ zufriedener Gast mich beschimpf­ ­te. Roger gab mir auch wertvolle Tipps fürs Überleben in der Er­ wachsenen- und Berufswelt. Zum ­B eispiel welchen Arbeitskollegen es Spass macht, Lernende aufs Glatteis zu führen oder ihnen Arbeiten zu übertragen, die sie selbst nicht ausführen wollen, und wie man sich geschickt da­ gegen wehrt. Ich wünsche allen neuen Lernenden, dass ihr Chef ihnen einen solchen «Roger» zur Seite stellt, damit auch sie sich später an einen schönen Start ins Berufsleben erinnern können. R I CC A R DA FR EI

hotellerie-gastronomie.ch

ERFRISCHEND. BELEBEND. DIREKT. 11.06.26 15:58


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HGZ No 18

Luzern, den 5. August 2026

AG E N DA

29. und 30. August Römerfest in Augst/BL Am grössten Römerfest der Schweiz erwacht die Antike zum Leben. Im regionalen Festbetrieb gehört dieses zu den Höhepunkten des Sommers. Bei Jung und Alt beliebt, vermitteln die facettenreichen Anlässe jedes Jahr im August verschiedene Aspekte der wissenschaftlichen Arbeit auf populäre Art und Weise. Mit ­B egeisterung lassen sich jeweils Zehntausende Gäste in die ­Römerzeit zurückversetzen. augustaraurica.ch

G A S TKO LU M N E

Mit Empathie voraus Carmen Himmel, Direktionsassistentin, Kartause Ittingen, Warth/TG

Sonntag, 30. August Vintage Tasting in Zürich

Die Street Parade lädt jedes Jahr Anfang August in Zürich zum Abtanzen ein.

Dieser Tag steht ganz im ­Zeichen von Raritäten aus den Schatzkammern der besten Schweizer Weingüter. Die Weine des Jahrgangs 2016 zeigen das grosse Reifepotenzial. Zur freien Degustation stehen über 70 prämierte Award-Weine bereit. swiss-wine-tasting.ch

K E YS TO N E-SDA

Was bleibt, wenn einige Hunderttausend feiern Am Samstag, 8. August, findet in Zürich zum 33. Mal die Street Parade statt. Dafür braucht es ein Abfallkonzept. Die Street Parade und die Zürcher Technokultur gehören seit 2017 zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe der Schweiz. Auch dieses Jahr werden rund 30 Love Mobiles erwartet: bunt dekorierte Trucks, bestückt mit grossen Musikanlagen, DJs und Partyvolk, die im Schritttempo rund ums Seebecken tuckern. Hunderttausend Tanzbegeisterte bewegen sich zur Musik. Abfallkonzept ist wichtig Es liegt auf der Hand, dass ein solcher Grossanlass jede Menge Abfall verursacht. «Die jährlichen Abfallentsorgungskosten belaufen sich zwischenzeitlich auf rund 250 000 Franken», weiss Carlo Blättler, der seit zehn Jahren für die Abfallbewirtschaftung an der Street Parade zuständig ist. Bei den Zufahrtswegen stehen Container für PET, Alu und Restmüll. «In den Bereichen, wo eine grosse Dichte an Besuchenden herrscht, haben wir aus Sicherheits- und Logistikgründen gemischte Behälter und lassen diesen Abfall durch eine spezialisierte

Firma sortieren», so Blättler. Auch Abfall, der am Boden liegt, wird gesammelt und im Nachhinein sortiert. Zudem seien tagsüber freiwillige Reinigungsteams unterwegs, die Glas und Alu vom Boden aufsammeln und die Container leeren. Insgesamt stehen 588 Behälter mit einem Fassungsvermögen von 140 Litern bereit. Kampf gegen Littering Dass das Littering, welches jedes Festival begleitet, künftig kleiner sein könnte, ist neuen Verordnungen zu verdanken, die der Bund per 1. August in Kraft gesetzt hat. Damit soll schweizweit Littering bekämpft werden. Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel sollen gebüsst und Take-away-Geschirr stark eingeschränkt werden. Carlo Blättler sagt dazu: «Dies ist ein komplexes Thema. Die Street Parade unternimmt viel, hat in vielen Bereichen eine Vorreiterrolle übernommen und auch bereits viele Pilotprojekte getestet.» Momentan wäre man aber bereits froh, wenn illegale Verkäufe via Detailhandel konsequenter geahndet würden. «Wir verlangen keinen Eintritt, die Kosten für die Reinigung trägt der Verein Street Parade, der sich über den Getränkeverkauf an den offiziellen Ständen finanziert. Deshalb wäre es schön, wenn die Teilnehmenden ihre Getränke bei uns kaufen», so Carlo Blättler. R U T H M A R EN D I N G

1. und 2. September Schweizer Wandergipfel in Gstaad/BE

Mehr Informationen unter: streetparade.com admin.ch

«Meine Freundin und ich haben uns verlobt und möchten uns die Möglichkeiten für eine Hochzeit bei Ihnen anschauen.» Auf ein solches Anliegen gibt es viele mögliche Reaktionen – von «Ja ...?» bis «Oh, wie schön, herz-­ liche Gratulation!» Oder auf eine Anfrage für ein Leidmahl: «Da muss ich zuerst schauen ...», oder aber «Herzliches Beileid. Es gibt wahrlich schönere Anlässe. Lassen Sie mich kurz schauen, ob wir am Freitag Kapazität für einen würdigen Rahmen haben.» Wenn die Reaktion ehrlich gemeint ist und weder aufgesetzt noch zu standardisiert wirkt, fühlt sich der Gast wahrgenommen. Haltung und Worte können die Qualität auf der Beziehungsebene stark beeinflussen. Menschliche Beziehungen sind das Fundament für alles, was wachsen soll. Bereits in der frühen Kindheit entwickeln wir mehr oder weniger Empathie. Später lässt sich Empathie bewusst weiterentwickeln. Sie zeigt sich auf unterschiedliche Weise. Die eine Person hört aufmerksam zu, ohne vorschnell zu glauben, bereits zu wissen, was gesagt werden will. Eine andere begegnet ihrem Gegenüber mit echter Unvoreingenommenheit und einer offenen, zugewandten Haltung. Wieder jemand anderes nimmt feine Stimmungen und unausgesprochene Bedürfnisse intuitiv wahr. Empathie setzt eine gute Sozialkompetenz, eine aufrichtige innere Haltung sowie Interesse am Gegenüber und seinem Anliegen voraus. Sind wir empathisch, zeigen wir Wertschätzung. Diese wirkt emotional, zwischenmenschlich – und manchmal sogar biochemisch. Denn Gäste erinnern sich oft weniger daran, was wir gesagt haben, als daran, wie wir sie haben fühlen lassen.

Freitag, 4. September SGE-Fachtagung: «Die Zukunft auf unserem Teller» Wie sieht die Ernährung der ­Zukunft aus – nachhaltig, gerecht und neu gedacht? Die Schweize­ rische Gesellschaft für Ernährung lädt dazu ein, im Inselspital Bern frische Ideen und praxisnahe ­L ösungen für ein zukunftsfähiges und gesundheitsförderndes ­Ernährungssystem zu entdecken. sge-ssn.ch

Montag, 7. September 23. Forum für Lernende in Lenzerheide/GR

A N Z E I G E

Jetzt online lesen

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IMMER AUF DEM NEUSTEN STAND

Hotelcamp 2026: Wissen teilen, Branche mitgestalten Am 28. und 29. September findet nach zweijähriger Pause in Luzern wieder das Hotelcamp statt. ­Die ­A nmeldephase hat begonnen. Digitalisierung, künstliche Intelligenz, geopolitische, gesellschaftliche und klimatische Veränderungen, Arbeitskräftemangel, flexible Arbeitsmodelle – das sind nur einige der Aufgaben, denen sich Hotellerie und Gastronomie zu stellen haben. Wer wissen möchte, wie Berufskollegen und andere Betriebe mit den Herausforderungen

umgehen und sie meistern, ist am Hotelcamp 2026 genau richtig. Der Anlass wird im Event-Format Barcamp durchgeführt. Dieses lebt davon, dass die Teilnehmenden sich aktiv beteiligen. In ungezwungener Atmosphäre können sie Fragen in den geschützten Raum werfen, auf die sie selber noch keine Antwort haben, um dann vom Schwarmwissen zu profitieren. Denn am Hotelcamp werden auf Augenhöhe Wissen geteilt und Erfahrungen ausgetauscht. Wer am Hotelcamp dabei sein möchte, meldet sich über die Website der Hotel & Gastro Union an. Dort gibt es auch ein Erklärvideo mit den Barcamp-Regeln. R I CC A R DA FR EI

Mehr Informationen unter: hotel-gastro-union.ch

hotellerie-gastronomie.ch

Der dritte Schweizer Wandergipfel bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die hierzulande beliebteste Sportaktivität aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben, Erfahrungen auszutauschen und innovative Ideen rund ums Wandern weiterzuentwickeln. Im Berner Oberland treffen sich Fachpersonen, die sich beruflich mit Wandern befassen. wandergipfel.ch

Das jährlich im Herbst stattfindende Forum für Lernende im Hotel Schweizerhof in Lenzerheide ist ein exklusiver Anlass für Lernende der Hotellerie, Gastronomie und Bergbahnen aus ­­d em Kanton Graubünden. Auf dem Programm stehen jeweils Themen, die mit der Ausbildung, der Branche oder auch anderen Bereichen des Lebens zu tun haben. Das Ziel des Forums ist, dass sich Lernende mit Lernenden aus anderen Betrieben austauschen und neue Freundschaften schliessen können. Zudem sollen nebst dem Networking und viel Spass auch neue Erkenntnisse mit nach Hause oder in den Betrieb genommen werden. gastrograubuenden.ch (Events)


Luzern, den 5. August 2026

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Gelebte Integration: Sterne und Punkte mit sozialem Mehrwert

«Genuss mit Ausblick – mittags für die Zukunft der Branche, abends mit Auszeichnung»: So lautet das Motto des Hotel-Restaurants Sonnenberg in Kriens. Der Betrieb vereint ein Integrations- und Ausbildungskonzept mit Fine Dining – und das äusserst erfolgreich. Mittags gibt es einfache Menüs wie Poulet-Cordon-bleu, Quinoa-Burger oder Zanderknusperli. Abends bietet das mit einem MichelinStern und 15 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnete «Le soir» ein Fünf- oder Sieben-Gang-Menü mit Gerichten wie Sot-l’y-laisseLasagne mit Pfifferlingen, Périgord-Trüffel und Spinat oder ­Kagoshima Wagyu Entrecôte. Das Fine-Dining-Konzept star-­ Integration wird im «Sonnenberg» in allen Abteilungen mit Herzblut gelebt. Z VG tete Anfang 2025. Der Grund: Bessere Auslastung und Plan-­ barkeit. «Hier oben sind wir den Saisons und dem Wetter ausge- ten hier in allen Bereichen. Hinzu Fine-Dining-Konzept – der Erfahliefert», erklärt «Sonnenberg»- kommen ein bis zwei Fachperso- rungsschatz unserer MitarbeitenGeschäftsleiter Ron Prêtre. «Das nen pro Abteilung. den hat sich dadurch vergrössert», ‹Le soir› zieht neue Gäste an, und so Prêtre. Das Angebot soll niewir können Personal- und Warenderschwellig und durchlässig sein. «Es braucht Motieinsatz besser planen.» Aber auch Wer normalerweise im Mittagsservice arbeitet, kann unkomplifür das Schulungsangebot sei das vation und Respekt neue Konzept wichtig: «Es ermögziert auch in einfachere Aufgaben auf beiden Seiten.» licht den Mitarbeitenden eine niam Abend hineinschnuppern. veauangepasste Ausbildung.» Damit das IntegrationskonRO N P R Ê T R E, G E SCH Ä F T S LEI T ER zept funktioniert, braucht es geIntegration in der DNA mäss Ron Prêtre vor allem MotiDas «Sonnenberg» arbeitet mit vation, Respekt und Herzblut – Ausbildung und Integration ste- Stellen wie der Sozialhilfe, dem und zwar auf beiden Seiten. hen auf dem Sonnenberg im Mit- RAV, der IV, der Dienststelle für «Einerseits bringen wir viel Getelpunkt – nicht Sterne oder Punk- Asyl- und Flüchtlinge sowie ver- duld und Verständnis für die teils te. «Das ist tief in unserer DNA schiedenen Schulbehörden zu- schwierige Situation unserer verankert», sagt Ron Prêtre. Seit sammen. Ziel ist, die Mitarbeiten- Mitarbeitenden auf», sagt er. 2007 ist das Hotel und Restaurant den möglichst schnell in den ers- «Andererseits müssen diese sich ein Integrationsbetrieb. Fünfzig ten Arbeitsmarkt weiterzuver-­ aber auch bewusst sein, dass wir bis sechzig Auszubildende arbei- mitteln. «Auch da hilft uns das hier echte Gäste empfangen, die

berechtigte Ansprüche haben.» Für ein gutes Miteinander sorgen unter anderem regelmässige Coachings, Beratungsgespräche bei einer Psychotherapeutin sowie eine starke Feedback-Kultur. «Bei uns darf man alles ansprechen. So kann vieles geklärt werden, bevor es grössere Probleme gibt.» Um die Schweizer Ausbildungslandschaft noch attraktiver zu gestalten, hat das Hotel-Restaurant Sonnenberg bei der Entwicklung des neuen Qualifikationsprogramms Hotel Gastro 365 mitgeholfen, welches ab August in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern Hotelleriesuisse, Gastrosuisse und Hotel & Gastro Union angeboten wird. «Es handelt sich um die erste Weiterbildung dieser Art mit Arbeitsplatzgarantie», erklärt Ron Prêtre. Die Teilnehmenden werden für ein Jahr angestellt, in welchem sie je einen Kurstag pro Woche absolvieren. Die ersten sechs Monate werden finanziell von den zuweisenden Stellen unterstützt, in den zweiten sechs Monaten bezahlt der Betrieb den L-GAVMindestlohn. Der Kurs wird mit dem Kursauweis Hotel-Gastro365 und dem Branchenzertifikat Progresso abgeschlossen. «Gutes Essen und eine schöne Aussicht sind toll», sagt Ron Prêtre. «Aber unsere Hauptaufgabe ist eine andere: Wir verwandeln Talent in Know-how.» A N G EL A H Ü P P I

Hotel Gastro 365 Das Qualifikationsprogramm für nachhaltige Arbeitsmarktintegration der Hotel & Gastro formation Schweiz startet als Pilotprojekt in den Kantonen Basel-Stadt und Luzern. Mehr zum Projekt im Interview mit HGf-Direktorin S ­ abrina Camenzind auf ­S eite 16 dieser Ausgabe. hotelgastro.ch/hotelgastro365

SCH W EIZER J U G EN D H ER B ERG EN

Jugendherberge Genf Genf

Die Schweizer Jugendherbergen haben ihr neues Hostel im Quartier du Châtelain eröffnet. Das öffentliche Restaurant Yoummi bietet rund 60 Sitzplätze. Und das siebenstöckige Hostel umfasst 176 Betten in 61 Zimmern, 23 davon sind hindernisfrei. Seit Juli youthhostel.ch

Mehr Informationen unter: sonnenberg.ch

Integrationskonzept auf Sterne-Niveau: Das Hotel-Restaurant Sonnenberg in Kriens/LU zeigt, wie’s geht.

N E UE RÖF F N ET

Restaurant Pfannenstiel Meilen/ZH

Nicolà Bloch und Jann Deiss sind die neuen Gastgeber und Pächter des Gasthauses am Pfannenstiel. Sie setzen auf handgemachte, ­ gutbürgerliche Küche. Der Betrieb wird nach einer Renovation der Küche und der technischen Anlagen wiedereröffnet. Ab August restaurant-pfannenstiel.ch

Esserei Hochdorf Hochdorf/LU

Die Gourmet Star AG betreibt aktuell die S24 Sommerbar. Ab September gibt es am gleichen Ort mit der «Esserei Hochdorf» vorerst ein Mittagsrestaurant. ­ Ab Oktober auch eine Bar, die freitags und samstags geöffnet ist. Das Unternehmen betreibt zudem in Sursee/LU die «Esserei». Ab September gourmetstar.ch

A N Z E I G E

DRINKS

FOOD SERVICE

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Diese Betriebe fördern Gesundheit vorbildlich

Luzern, den 5. August 2026

S TATI S TI K D E R WOC H E

SO VIEL ARBEIT MACHEN UNSERE WANDERWEGE

SV Schweiz und SV Hotel Schweiz haben erneut das Label Friendly Work Space erhalten.

Wandern ist beliebt, die Instandhaltung der Wege bedeutet viel Aufwand und hohe Kosten: rund 53 Millionen Franken pro Jahr.

4 Millionen 116 000 Stunden

Nur gesunde Mitarbeitende nützen UNSPL ASH dem Betrieb.

zur Früherkennung von Belastungen, BGM-Betriebscoachings zur Stärkung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen, Sozialund Fachberatung zu psychosozialen Themen für Mitarbeitende und Führungskräfte, professioFester Betriebsbestandteil nelles Case Management für nachhaltige Wiedereingliederung, Für SV ist das betriebliche Ge- Schulungen zu Themen wie psysundheitsmanagement fest in d ­ ie chische Gesundheit, Resilienz Unternehmensstrategie integriert und Stressmanagement. und trägt dazu bei, Gesundheit, Gina Kobelt, Leiterin betriebMotivation und Leistungsfähig- liches Gesundheitsmanagement keit der Mitarbeitenden langfris- bei SV Schweiz, sagt: «Die erneute tig zu stärken. Auszeichnung bestätigt unser Die Massnahmen von SV ori- langfristiges Engagement. Bei uns entieren sich an einem ganz-­ ist Betriebliches Gesundheitsmaheitlichen Verständnis von Ge- nagement kein Einzelvorhaben, sundheit. Dazu gehören unter sondern strategisch verankert anderem: Führungscoachings und und wird kontinuierlich weiter- entwicklung, Frühwarnsystem entwickelt.» R U T H M A R EN D I N G

jährliche Arbeit von 2000 Ehrenamtlichen

65 000 Kilometer

Quelle: Schweizer Wanderwege

Künstliche Intelligenz soll spürbaren Nutzen bringen Digital Hotels Ostschweiz unterstützt Hotels bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz in ihren Betrieben.

Die Gäste je nach Kapazitäten steuern

Mehr Informationen unter: roadtrip-surprise.ch

Mehr Informationen unter: digitalhotels.ch

«The Swiss Roadtrip Card» ist eine hybride Karte, die stark frequentierte Orte entlastet und Regionen abseits der ausgetretenen Pfade in den Fokus stellt. Viele Touristen besuchen die Regionen, die bekannt sind. Dadurch entstehen an einigen Orten Überkapazitäten. Morgane Pfefferlé, Mit­g ründerin der Firma Travelise, hat in Zusammenarbeit mit Grau- Die neue Roadtrip-Karte soll Gäste an bünden Ferien, dem Freiburger wenig frequentierte Orte bringen. Z VG Tourismusverband sowie Schweiz Tourismus die Swiss Roadtrip Card entwickelt. Das Produkt, das den Anspruch hat, als «Swiss Tou- Betriebe wie Restaurants, Cafés, rist Flow Manager» zu fungieren, Hotels oder Freizeitangebote zu führt Reisende zu Geheimtipps bringen. Es ist speziell darauf ausserhalb der klassischen Tou- ausgelegt, Kunden gezielt in Neristenrouten und verteilt die Be- benzeiten zu generieren. Die tousucherströme so im Einklang mit ristischen Anbieter können online bestimmen, ob sie Kapazitäten für regionalen Strategien. Dank dieser Karte können weitere Gäste haben oder nicht. Reisende mit dem eigenen Auto ei- «Die Karte ist so konzipiert, dass nen Tagesausflug unternehmen, jeweils im Umkreis von etwa zehn bei dem sie das Ziel und die Zwi- Minuten eine Alternative zu finschenstationen nicht kennen. Sie den ist», erklärt Pfefferlé. bestimmen lediglich den StartDie Swiss Roadtrip Card ging punkt. «Indem das Reiseziel zur nach einem erfolgreichen PilotÜberraschung wird, entlastet die projekt in der ganzen Schweiz an Roadtrip Card touristische Hot- den Start. Für die Entwicklung spots und fördert gleichzeitig Re- haben laut Pfefferlé interregiogionen abseits der ausgetretenen nale und institutionelle Akteure Pfade», sagt Morgane Pfefferlé. zusammengearbeitet. Das InnoDas Konzept soll als starker Hebel tour-Programm des Seco unterfungieren, um Frequenz in lokale stützt das Roadtrip-Projekt. (D O E)

Wandernde pro Jahr

Wanderwege

Mehr Informationen unter: friendlyworkspace.ch

Gesundheitsförderung Schweiz hat SV Schweiz und SV Hotel Schweiz zum vierten Mal in Folge mit dem Label Friendly Work Space ausgezeichnet. Dieses ist das anerkannte Qualitätslabel für das Betriebliche Gesundheitsmanagement BGM in der Schweiz. Das Label bestätigt, dass sich beide Unternehmen nachhaltig für gute Arbeitsbedingungen engagieren und das BGM strategisch in ihrer Unternehmenskultur verankern. Die Auszeichnung gilt jeweils für drei Jahre und basiert auf einer umfassenden Überprüfung der bestehenden Prozesse und Massnahmen.

HGZ No 18

Die Ostschweizer Hotellerie erhält eine neue Plattform für die digitale Zukunft. Digital Hotels ­ Ostschweiz ist ein Verein, der Betriebe beim sinnvollen Einsatz von künstlicher Intelligenz, digitalen E-Services und datenbasierten Prozessen unterstützt. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Lösungen und KI den Hotelalltag konkret verbessern können. Das heisst, von der Gästekommunikation über die administrative Entlastung bis hin zu Direktbuchungen, Datenanalysen, Hauswirtschaft, Personalplanung und -schulungen. «Unser Ziel ist, künstliche Intelligenz im Betrieb verständlich, wirtschaftlich sinnvoll und mit spürbarem Nutzen ein- Der Verein Digital Hotels Ostschweiz sucht weitere Mitglieder. UNSPL ASH zusetzen und dies für Gäste, Mitarbeitende und Unternehmer-­ innen und Unternehmer», sagt Alexandre Spatz, Co-Präsident läufe im Betrieb verstehen, diese setzt werden, stärken sie die Aufvon Digital Hotels Ostschweiz priorisieren, testen und intern merksamkeit, die Qualität und die und Gastgeber im Wellnesshotel etablieren. «Wir wollen Hotels persönlichen Begegnungen», sagt nicht mit Technologie überladen, Alexandre Spatz. Interessierte HoGolfpanorama in Lipperswil/TG. sondern helfen, die richtigen telbetriebe haben am 11. August Mehr Zeit für die Gäste Schritte zu wählen. Gerade kleine die Möglichkeit, online oder vor und mittlere Betriebe brauchen Ort an einer InformationsveranDie Plattform unterstützt Be- Lösungen, die im Alltag funktio- staltung teilzunehmen. triebe dabei, ihre Ausgangslage nieren», sagt Marco Weishaupt, Das Projekt im Rahmen der zu analysieren, relevante Anwen- Co-Präsident von Digital Hotels neuen Regionalpolitik NRP, wurdungsfelder zu erkennen, erste Ostschweiz und Verwaltungsrat de durch die beteiligten Kantone Erkenntnisse umzusetzen und der Hotelgruppe B-Smart. «Unser Thurgau, St. Gallen, Glarus und ­ längerfristig tragfähige digitale Ziel ist nicht weniger Menschlich- Appenzell Ausserrhoden genehLösungen zu verankern. Der Fo- keit, sondern mehr Raum für migt. Der Aufbau der Plattform kus liegt dabei auf der Praxis. Das echte Gastfreundschaft. Wenn wird durch Bund und Kantone heisst, die Betriebe sollen die Ab- digitale Werkzeuge richtig einge- teilfinanziert. (D O E)


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Koch-Weltmeister sein, beginnt im Kopf se an die Koch-WM in Luxemburg wieder zurück ins Hier und Jetzt. Zur Vorbereitung der beginnt. Andreas Fleischlin führt «Das Gefühl, Weltmeister zu sein, Schweizer Kochnational-­ das Team zunächst ins Backoffice, nehmt ihr mit in den Tag», sagt der wo alles vorbereitet wird, dann in Mentalcoach. «Jede Zelle in euch mannschaften auf die die riesige, laute Halle, wo der ist auf den Sieg programmiert.» Wettbewerb stattfindet. Jedes KüKoch-WM gehört auch chengerät wird in Gedanken mit Üben, üben, üben das Mentaltraining. positiver Energie aufgeladen, bevor das Wettbewerbsprogramm Bei den Mentaltrainings mit dabei Ein Einblick. im Schnelldurchlauf vor den Au- ist jeweils auch Teammanager Vor Beginn des Trainings der Kochnationalmannschaft in den Trainingsräumen bei Electrolux Professional in Sursee/LU wird es ruhig: Die Sitzungstische weichen Yogamatten, das Team setzt sich hin und atmet tief durch. «Wir beginnen diesmal mit einer Aktivierung, um durch Atemübungen auf eine andere Frequenz zu gelangen», sagt Mentaltrainer Andreas Fleischlin. Stossweise wird durch die Nase ausgeatmet, während die angewinkelten Arme Richtung Boden pumpen. «Die Übung ist anstrengend, sie bringt einen schnell an die Grenzen», erklärt Fleischlin im Anschluss. «Auch in solchen Situationen durchzuziehen, gehört zum Training dazu.» Danach legen sich die Teammitglieder hin – eine mentale R ­ eiSponsoren der beiden Schweizer Kochnationalmannschaften:

gen der Teammitglieder vorbeizieht. «Je tiefer die Prozesse im Unterbewusstsein abgespeichert sind, desto besser könnt ihr sie vor Ort abrufen», erklärt Fleischlin.

Mentaltrainer Andreas Fleischlin war früher unter anderem Hotelier und Geschäftsführer des Schweizer Kochverbands.

Die mentale Reise geht weiter bis zur Rangverkündigung und aufs Podest. Das Team verankert den Gedanken, Weltmeister zu sein, im Unterbewusstsein – und verknüpft die entsprechenden Gefühle mit dem Wettbewerb. Danach kommen die Teammitglieder langsam

Hauptsponsor: Swica Gesundheitsorganisation

Marco Steiner. Er ist überzeugt, dass das Mentaltraining bei der WM-Vorbereitung eine wichtige Rolle spielt: «Es hilft den Teammitgliedern, Selbstvertrauen und einen guten Teamspirit aufzubauen.» Ausserdem falle es dem Team dadurch leichter, am Wettbewerb alles andere auszublenden und sich ganz auf die Aufgabe zu konzentrieren. Das sieht auch Teammitglied Dominik Altorfer so. «Ich bin überzeugt, dass das Mentale 30 bis 40 Prozent des Erfolgs ausmacht», sagt er. «Allerdings muss man die Werkzeuge, die wir hier in die Hand bekommen, auch anwenden – ohne regelmässiges Üben geht es nicht.» Auch Paula Obertanner spürt die Wirkung des Mentaltrainings: «Mittlerweile kann ich mich viel besser konzentrieren

Co-Sponsor: G. Bianchi AG, Electrolux Professional

Ausrüster: Gastroimpuls, KAI/sknife, Kentaur Work Wear, Oehrli Berufsmode

Volle Konzentration: Der Wettbewerbsablauf wird mental durchgespielt.

und mich schnell aus einem Tief herausholen.» Dass man sich auf das Mentaltraining einlässt, ist gemäss Andreas Fleischlin entscheidend: «Wer dem Ganzen skeptisch gegenübersteht, kann die Glaubenssätze und Energie nicht wirklich zulasPartner der Schweizer Kochnationalmannschaft: Aligro, Ben’s Original, Hero, Nectaflor, Pacojet, Saviva, Unilever Food Solutions

Z VG

sen.» Nur, wenn der Wettbewerbsablauf tief im Unterbewusst-­ sein verankert ist, entfaltet das Mentaltraining seine ganze Wirkung. Denn Weltmeister werden kann nur, wer auch tatsächlich daran glaubt, Weltmeister werden zu können. A N G EL A H Ü P P I

Partner der Schweizer Junioren-Kochnational­m annschaft: AMC International AG, Boiron, Emmi Food Service, Hug AG, Transgourmet/Prodega, Wiberg,

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S chwe rpu n k t

HGZ No 18

Luzern, den 5. August 2026

DIGITAL LERNEN, PERSÖNLICH AUS Die Berufsbildung im Gastgewerbe wird digitaler. Lernfortschritte werden sichtbarer, die Lernorte rücken näher zusammen. Doch zentral bleibt, was kein Tool ersetzen kann: die persönliche Begleitung.

«Digitali­s ierung» präsentiert Neuheiten und ­Erfahrungen aus der IT-Welt.

I

m Gastgewerbe wird seit je- begleiten. Und die Lernenden sind her praktisch gelernt. In der aufgefordert, die eigene EntwickKüche, im Service, an der lung aktiver festzuhalten. Réception und überall dort, Gleichzeitig zeigt sich gerade wo Gäste empfangen, betreut und im Gastgewerbe, wo die Grenzen bewirtet werden. Schon während liegen. Ein digitales Tool kann doihrer ersten Lehr- und Berufs- kumentieren, erinnern, struktujahre schauen Lernende zu, fragen rieren und verbinden. Es kann nach, probieren aus, machen Feh- aber keine Gastfreundschaft vorler und gewinnen mit jedem Ein- machen und keine Beziehung ersatz mehr Sicherheit. Denn viele setzen. Gute Ausbildung lebt von Fähigkeiten zeigen sich erst im Vertrauen, Vorbildfunktion und Alltag: im Handgriff, im Umgang gemeinsamem Arbeiten. mit Gästen und im Team. Zur Ausbildung gehörte lange Zwei Perspektiven auch der klassische Lernordner. Darin wurden Arbeitsschritte do- Philipp Schneider von der «Krone» kumentiert, Lernziele festgehal- in Mosnang/SG zeigt digitales ten, Rückmeldungen gesammelt Lernen aus Betriebssicht – zwiund Beurteilungen abgelegt. Dies schen Skepsis und Nutzen. Mike System war vertraut, greifbar und Kuhn von Hotel & Gastro formain vielen Betrieben eingespielt. tion Schweiz in Weggis/LU ordnet Gleichzeitig hatte es Grenzen. ein, wie digitale LerndokumentaNicht immer war auf einen Blick tionen die drei Lernorte stärker ersichtlich, wo Lernende standen verbinden sollen. A N D R E A D ECK ER und wo Unterstützung nötig war. Mehr als ein neues Werkzeug

Mit digitalen Lerndokumentationen verändert sich nun nicht das Handwerk selbst, sondern die Art, wie Lernen begleitet und sichtbar gemacht wird. Arbeitsschritte können festgehalten, Fotos oder Videos ergänzt, Rückmeldungen gegeben und Lernfortschritte dokumentiert werden. Damit rückt eine zentrale Frage in den Mittelpunkt: Wie lässt sich Ausbildung so strukturieren, dass Lernende besser begleitet werden, ohne dass der persönliche Austausch verloren geht? Digitalisierung in der Berufsbildung ist mehr als der Wechsel vom Papier zum Bildschirm. Sie betrifft Rollen und Routinen. Sie verlangt von Betrieben, Lernprozesse bewusster zu

Was ist Wigl? Mit Wigl steht seit Sommer 2024 eine offizielle digitale Lerndokumentation für mehrere gastgewerbliche Berufe zur Verfügung. Je nach Beruf und Lernort wird sie unterschiedlich eingesetzt. Die fachlichen Inhalte und Vorgaben kommen von Hotel & Gastro formation Schweiz; Wigl ist der Umsetzungspartner. Über die Plattform können Lernfortschritte, Praxisaufträge, Rückmeldungen und Beurteilungen dokumentiert werden. Ziel ist, Betrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse ÜK auf einer gemeinsamen Grundlage zusammenzuführen.

LE R N O R T B ETR I E B

PHILIPP SCHNEIDER « SKEPSIS IST ERLAUBT UND MEIST SOGAR GESUND» Philipp Schneider führt die «Krone» in Mosnang/SG. Als Ausbildungsbetrieb nutzt das Haus die ­d igitale Lerndokumentation. Anfangs skeptisch, sieht er nun den Nutzen, solange der Mensch zentral bleibt.

einfache Gesamtü orte schä

«Digitalisierung

Was genau hat Sie bezüglich allein gewinnt der digitalen Lerndokumenkeine Lernenden – tation verunsichert? Meine erste Sorge war, dass wir gute Berufs­ noch mehr Zeit vor Bildschirbildner schon.» men verbringen und dadurch weniger im direkten Austausch P H I LI P P SCH N EI D ER , miteinander stehen. Zudem hat« K RO N E », M OS N A N G ­te ich Zweifel, ob die Digitalisierung in einem handwerklich geprägten Beruf wirklich einen Mehrwert bringt oder ob sie ein- einer Schublade und wurde erst fach zusätzlichen administrati- kurz vor einem Gespräch hervorven Aufwand verursacht. geholt. Heute können wir laufend nachvollziehen, woran ein Warum haben Sie sich Lernender arbeitet und wie sich trotzdem auf den Systemdie Kompetenzen entwickeln. wechsel eingelassen? Als Ausbildungsbetrieb muss Wobei hat die digitale man sich neuen Entwicklungen Lerndokumentation öffnen. Mir war wichtig, die digi- geholfen, einen Lernforttale Lerndokumentation nicht schritt besser zu erkennen? aufgrund von Vorurteilen zu be- Bei einem Lernenden haben wir urteilen, sondern aufgrund prak- anhand der Einträge erkannt, tischer Erfahrungen. Zudem dass er bei organisatorischen ­haben wir festgestellt, dass die Aufgaben unsicher ist. Früher Jungen sehr selbstverständlich hätten wir das möglicherweise erst bei der nächsten Beurteidigital arbeiten und lernen. lung festgestellt. So konnten wir das Thema bereits ansprechen Wie hat sich die Arbeit mit und ihn gezielt begleiten. Wir den Lernenden verändert? Die Dokumentation ist transpa- sind dadurch näher dran. renter geworden. Früher verschwand der Lernordner oft in Was funktioniert aus Ihrer Sicht heute besser als früher mit Papier und klassischen Lernmaterialien? Informationen gehen weniger verloren und sind jederzeit verfügbar. Fotos, Rückmeldungen oder Lernnachweise können direkt festgehalten werden. Zudem sind die Unterlagen für Lernende, Berufsbildner und Schule

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S chwe rpu n k t

HGZ No 18

SBILDEN

er zugänglich. Diesen überblick über alle Lernätze ich ungemein.

MIKE KUHN « DIE PERSÖNLICHE BEGLEITUNG BLEIBT DAS HERZSTÜCK» Mike Kuhn ist Leiter Bildung/Berufsentwicklung bei Hotel & Gastro formation Schweiz in Weggis/LU. Für ihn ist digitales Lernen kein Ersatz für praktische Ausbildung, sondern ein Werkzeug, um Lernprozesse sichtbarer zu machen.

Mehr Informationen unter: kronemosnang.ch

Punkte, die im Alltag ufwand verursachen? bedeutet nicht automafacher. Die Instrumente gepflegt werden, und sornende als auch BerufsWelches Bedürfnis in der gastgewerblichen Berufsbil­ brauchen Disziplin. Zudung soll digitales Lernen etzt keine Software die heute lösen? che Begleitung und das k im Alltag. Gerade unser Digitale Lernlösungen sollen bt von Leidenschaft und die Zusammenarbeit zwischen undschaft. Diese Werte Betrieb, Berufsfachschule und u vermitteln, bleibt eine überbetrieblichen Kursen ÜK vereinfachen und den Ausbilorderung. Gleichzeitig e digitale Lerndokumendungsalltag effizienter gestalten. ie Möglich­keit, ArbeitsGerichte oder Lernerchvollziehbar festzuhalscheidend ist deshalb, die n Hilfsmittel als Unterg zu verstehen und nicht und Lernformen. Entscheidend ist aber nicht die Technologie z für den Menschen. selbst, sondern die Qualität der Ausbildung. Digitalisierung algieren Ihre Lernen­ das digitale Arbeiten? lein gewinnt keine Lernenden, isten Jungen bewegen gute Berufsbildner und spantal sicher. Trotzdem be- nende Entwicklungsmöglichkeiauch sie Unterstützung. ten schon. gang mit den ihnen so en sozialen Medien be- Was darf trotz Digitalisie­ nicht automatisch, dass rung in der Ausbildung auf strukturiert dokumen- keinen Fall verloren gehen? reflektieren und Lern- Unser Beruf lebt von Menschen. Gastfreundschaft, Teamarbeit, thalten kann. Vorbildfunktion und persönlih Ihre Rolle als cher Austausch können nicht dibildner verändert? gitalisiert werden. Die besten v. Früher lag der Fokus Lernerfolge entstehen nach wie auf der Kontrolle. Heute vor im gemeinsamen Arbeiten, n wir die Lernenden en- Beobachten und Ausprobieren. hrem Entwicklungsproe Gespräche drehen sich Was würden Sie einem um den Stand des Ord- Betrieb sagen, der dem d mehr um persönliche digitalen Lernen noch ritte und konkrete Her- skeptisch gegenübersteht? erungen im Berufsalltag. Ich empfehle klar, offen an das nd ehrlich: Auch ich muss Thema heranzugehen. Skepsis er neuen Rolle noch wei- ist erlaubt und oft sogar gesund. Entscheidend ist aber auch, den sen. praktischen Nutzen zu prüfen. t digitales Lernen aus Die Digitalisierung ersetzt nicht die Berufsbildung, sie kann sie cht die Attraktivität tgewerblichen Berufe aber sinnvoll unterstützen. Am Ende bleibt die Beziehung zwige Menschen? einen positiven Beitrag schen Berufsbildnern und LerJunge Menschen erwar- nenden einer der wichtigsten te zeitgemässe Arbeits- Erfolgsfaktoren.

Sie schaffen Transparenz über den Lernfortschritt, erleichtern die Begleitung der Lernenden und machen aktuelle Lerninhalte jederzeit und ortsunabhängig verfügbar.

Werden Berufsbildende stärker zu Lerncoaches? Digitale Werkzeuge übernehmen einen Teil der administrativen Aufgaben. Dadurch bleibt mehr Zeit für das persönliche Begleiten, Fördern und Coachen der Lernenden – also genau dort, wo Berufsbildende den grössten Mehrwert schaffen.

Welche Rolle spielt Wigl? Wigl setzt im Auftrag von Hotel & Gastro formation Schweiz die Digitalisierung der Lerndokumentation sowie der ÜK-Unterlagen für die gastgewerblichen Berufe um. Die Hotel & Gastro formation entwickelt sie. Sie erwähnen die bessere Verbindung der drei Lern­ orte. Wie zeigt sich diese? Alle Beteiligten arbeiten mit derselben Informationsgrundlage und erhalten Einblick in Lernfortschritte, Berichte und Kompetenzen. Dadurch werden Rückmeldungen besser abgestimmt, Doppelspurigkeiten vermieden, und die Ausbildung kann gezielter begleitet werden. Was verändert sich gegen­ über der früheren Arbeit mit Papier und Ordnern? Die digitale Lerndokumentation ist jederzeit verfügbar und kann mit Fotos, Videos und weiteren Inhalten ergänzt werden. Lernprozesse werden anschaulicher dokumentiert, und Rückmeldungen können zeitnah ­erfolgen. Gleichzeitig bleiben sämtliche Einträge langfristig erhalten und stehen den Lernenden auch nach dem Lehrabschluss zur Verfügung. Was bringt das Berufsbil­ denden und Lernenden? Berufsbildende haben den aktuellen Ausbildungsstand jederzeit

«Lernen wird individueller, flexibler und stärker digital unterstützt.»

Kann digitales Lernen dazu beitragen, gastgewerbliche Berufe für junge Menschen attraktiver zu machen? Eine moderne Ausbildung mit digitalen Lernmedien entspricht den Erwartungen vieler junger Menschen. Zudem erwerben sie MIKE KUHN, digitale Kompetenzen, die auch H OT EL & G A S T RO FO R M ATI O N im späteren Berufsalltag zunehmend gefragt sind. Das stärkt die Attraktivität der gastgewerbliim Blick, können ÜK-Berichte chen Grundbildung. direkt einsehen und Bildungsberichte erstellen, ohne Angaben Welche Rolle spielen Lernfor­ nochmals übertragen zu müs- men wie Microlearning oder sen. Lernende wiederum finden individualisierte Lernpfade? alle wichtigen Ausbildungsun- Kurze, flexible Lerneinheiten terlagen, Praxisaufträge und und individualisierte Lernpfade werden weiter an Bedeutung geRückmeldungen an einem Ort. winnen. KI-gestützte LernangeWelche Rückmeldungen bote können ebenfalls die perkommen aus den Betrieben? sönliche Förderung gezielt erBesonders geschätzt werden die gänzen. Die Lernplattform wird Zeitersparnis im Ausbildungs- kontinuierlich weiterentwickelt. alltag, die einfache Zusammenarbeit zwischen den Lernorten Wo liegen aus Ihrer Sicht die und die Übersicht über den Aus- Grenzen der Digitalisierung bildungsstand. Kritische Rück- in der Berufsbildung? meldungen betreffen anfänglich Praktische Fertigkeiten, Fachmeist die Umstellung von pa- gespräche und der persönliche pierbasierten Prozessen auf di- Austausch zwischen Berufsbilgitale Arbeitsweisen. Mit einer denden und Lernenden bleiben praxisnahen Einführung zeigt unverzichtbar. Digitale Lösunsich jedoch rasch, dass die neuen gen sollen diese Elemente unterAbläufe den Alltag erleichtern. stützen, aber nicht ersetzen. Die praktische Leistung und die perFührt die Digitalisierung sönliche Begleitung bleiben das Herzstück einer funktionierennicht zu zusätzlichem Administrationsaufwand? den Berufsbildung. Digitalisierung soll Abläufe vereinfachen und nicht zusätzliche Wenn Sie in die nächsten Arbeit schaffen. Deshalb stehen fünf bis zehn Jahre blicken: eine intuitive Bedienung, auto- Wie wird sich das Lernen matisierte Prozesse und ein kla- im Gastgewerbe verändern? rer Nutzen im Zentrum. Ergän- Es wird individueller, flexibler zend unterstützen Onboardings und digitaler. Entscheidend bleiBerufsbildende und Lernende ben aber die praktische Ausbildabei, die digitalen Werkzeuge dung im Betrieb und die persönliche Begleitung der Lernenden. effizient einzusetzen.

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch

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LE R N O R T B I LDU NG


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Das zehnteilige Einsteiger-MesserSet für angehende Köche kostet 199 Franken.

Die Beiträge auf den Produktseiten werden von Jörg Ruppelt zusammengestellt und redigiert. joerg.ruppelt@ hotelleriegastronomie.ch

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Gut gerüstet für die Ausbildung

Matcha trifft auf cremige Milch

Victorinox unterstützt angehende Köchinnen und Köche mit zwei neuen Koch-Sets. Das zehnteilige Starter-Set ist die Basis für eine strukturierte Kochausbildung und vereint alle wesentlichen Werkzeuge für grundlegende Arbeiten. Es umfasst unter anderem Tournier- und Gemüsemesser, zwei Kochmesser und eine Fischgrätenpinzette. Das 16er- Set ist für Köche mit erweiterten Aufgaben konzipiert. victorinox.com

Emmi Matcha Latte bringt Barista-Qualität direkt in jeden Betrieb. Jederzeit einsatzbereit. Kein Aufwand. Keine Wartezeit. Einfach öffnen und servieren. Das Produkt besteht aus frisch zubereiteter Matcha aus fein gemahlenen Grünteeblättern, harmonisch kombiniert mit cremiger Milch. Das Ergebnis ist ein authentischer, ausgewogener Matchageschmack, angenehm vollmundig und mit sanftem Koffeinkick. emmi-food-service.ch

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Die Sonne auf jedem Dessert

Wein? Frag den KI-Sommelier!

Die «sonnige» Dobla-Schokoladendekoration ist ein Allrounder, der jetzt auf Dessert- und Glacekreationen Akzente setzt. In Spitälern und Alters- und Pflegeheimen wird die Sonne von Patienten und Bewohnern besonders geschätzt. Die neue Schokoladendekoration von Dobla wird aus hochwertiger Schokolade hergestellt und ist UTZ-/ Rainforest-zertifiziert. Die Neuheit ist im Abhol- und Belieferungsgrosshandel erhältlich. hug-foodservice.ch

Mövenpick Wein führt mit Vinoir einen eigens entwickelten KI-Sommelier ein. Dieser unterstützt Kunden bei der Wahl des passenden Weins. Der KISommelier ist direkt im Onlineshop integriert und auf allen Seiten jeweils rechts unten verfügbar. Mövenpick Wein positioniert den KI-Sommelier nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur Beratung an den vierzig Standorten in der Schweiz und in Deutschland. moevenpick-wein.ch

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Pe rsön lich

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NILS KUYPERS « KI ERSETZT REVENUE MANAGER NICHT»

PE R SO N A LI A

Der Geschäftsführer der SHS Academy ­erklärt, warum Revenue-Management-Skills trotz KI unverzichtbar sind.

Neben der Geschäftsführung unterrichtet Nils Kuypers auch. Und zwar die Fächer Revenue Management, E-Commerce und Hotel Technology.

Was ist eigentlich der Unterführen, eine Strategie entwickeln schied zwischen Revenue und und die Verantwortung dafür Yield Management? übernehmen. Die beiden Begriffe werden oft als Synonym verwendet. Ich jedoch Welche Vorteile bietet ein unterscheide sie klar. Für mich ist guter Revenue Manager? Revenue Management die strate- Er kennt seinen Markt und weiss, gische Ebene. Es geht darum, den weshalb gewisse Entwicklungen Betrieb langfristig erfolgreicher stattfinden. Er erkennt Zusamund profitabler zu machen und menhänge, die kein Algorithmus bessere unternehmerische Ent- sieht. Wie die Corona-Pandemie scheide zu treffen. Revenue Ma- eindrücklich zeigte, stossen Sysnagement umfasst die Preis- und teme, die ausschliesslich auf VerAngebotsstrategie, die Vertriebs- gangenheitsdaten basieren, rasch optimierung, das Forecasting, die an ihre Grenzen. Darum braucht Analyse der Nachfrageentwick- es Menschen, die Situationen inlung und des Kundenverhaltens terpretieren und neue Strategien sowie die Frage, welche Gäste ich entwickeln können. Kritisches gewinnen möchte. Denken, Erfahrung, Kreativität und unternehmerische Entscheidungen werden auch in Zukunft «Revenue Manage- massgebend bleiben. KI ersetzt Revenue Manager nicht, veränment ist längst dert jedoch deren Rolle: weniger nicht mehr nur Zeit für Excel-Tabellen, dafür mehr Zeit für Strategie und unterein Thema für nehmerische Entscheidungen.

grosse Hotels.»

Yield Management ist für mich die Umsetzung dieser Strategie im Alltag durch Anpassen der Preise, Steuern von Verfügbarkeiten und Restriktionen sowie das Reagieren auf die aktuelle Nachfrage. Einfacher ausgedrückt: Revenue Management entscheidet, wohin wir wollen, und Yield Management kümmert sich darum, wie wir dort hinkommen. KI übernimmt immer mehr Aufgaben. Braucht es überhaupt noch Revenue Manager? Vieles kann KI besser und schneller als der Mensch. Sie analysiert riesige Datenmengen, erkennt Muster und berechnet Preisempfehlungen in Sekunden. Was sie noch nicht kann, ist ein Hotel

Revenue Management wurde bisher meist nur im Logement angewendet. Wie ist das heute? Ich beobachte, dass Revenue Management zunehmend auch ausserhalb des Room-Bereichs eingesetzt wird. Ob im Restaurant, Seminarzentrum oder Spa, die Grundprinzipien bleiben überall dieselben: Nachfrage verstehen, Kapazität optimal nutzen, Ertrag maximieren. Viele Betriebe wenden diese Prinzipien bereits an, dies jedoch unbewusst. Für eine strategische Umsetzung fehlen ihnen oft geeignete Daten, technische Systeme sowie der Mut und das Fachwissen, die Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Das Fachwissen kann man sich im November im Kurs «Hotel

Mike Papritz

CEO

Verwaltungsratsmitglied

Die Isle AG erhält per Oktober einen neuen CEO und exekutiven Verwaltungsrat: Wolfgang Greiner übernimmt von Carsten K. Rath. Das Unternehmen steht hinter den Hotelrankings «Die 101 besten Hotels» und «Fine Hotels ntv». Greiner verfügt über langjährige Erfahrung in der internationalen Spitzenhotellerie. Zuletzt war er als Senior Vice President bei den Althoff Hotels tätig. Davor ­verantwortete er als Chief Operating Officer die operative ­Führung der MHP Hotel AG.

Mike Papritz verstärkt den ­ erwaltungsrat von Thurgau V ­Travel. Er war von 2017 bis 2020 Geschäftsführer von Rivage Flussreisen und verfügt über Führungserfahrung im Schweizer Flussreisemarkt. Vor seiner Tätigkeit bei Rivage Flussreisen leitete Papritz das Marketing der Eurobus-Gruppe. Parallel zu seiner Funktion bei Rivage führte er auch Glur Reisen ­i nnerhalb der Knecht Holding. Seine Erfahrung soll den ­Verwaltungsrat in seiner strategischen Arbeit ergänzen.

Murat Baki

Patrick Bonnaure

Gastgeber/Direktor

General Manager

Im Parkhotel Gunten in Gunten/BE hat Anfang Juli ein Führungswechsel stattgefunden. Murat Baki leitet als Gastgeber und Direktor das DreiSterne-Superior-Hotel am Thunersee. Er folgt auf Bruno Carizzoni, der das Haus Ende April verlassen hat. Baki war zuvor Direktor des Hotels Kloster Fischingen im Kanton Thurgau. Dort verantwortete er die ­Weiterentwicklung des historischen Hauses und begleitete verschiedene betriebliche sowie strategische Projekte.

Patrick Bonnaure hat im Juni die Leitung des Grand Hotels Euler Basel, des Hotels Metropol Basel und des City Inn Basel übernommen. Der Hotelier verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der internationalen Hotellerie. Zuletzt war er als Area General Manager Hilton in Zürich tätig und führte ­m ehrere Hotels. In seiner neuen Funktion verantwortet Bon naure die operative und strategische Führung sowie die ­Weiterentwicklung der drei Basler Betriebe.

Z VG

Revenue Management» holen. Was können die Teilnehmenden nach den vier Kurstagen? Sie werden Revenue Management nicht nur verstehen, sondern es direkt im eigenen Betrieb anwenden können. Sie kennen die wichtigsten Stellhebel, verstehen zentrale Kennzahlen und können diese richtig interpretieren. Sie ­ kennen die Grundlagen von Preisgestaltung, Forecasting, Reporting sowie die wichtigsten Einflussfaktoren auf Nachfrage und Profitabilität. Was noch? Besonders wichtig ist mir der Praxisbezug. Wir arbeiten mit konkreten Beispielen aus der Hotellerie und zeigen, wie man Revenue Management unabhängig von der Betriebsgrösse erfolgreich einsetzt. Revenue Management wird oft als sehr technisch wahrgenommen. Dabei geht es im Kern darum, bessere unternehmerische Entscheide zu treffen. Nicht aus dem Bauch, sondern auf Basis von Daten, Nachfrage und Wirtschaftlichkeit. R I CC A R DA FR EI

Hotel Revenue Management Der Kurs wird von der SHS Academy in Zusammenarbeit mit der Hotel & Gastro Union, dem Berufsverband Hotel, Administration & Management, durchgeführt. Er findet im November in Luzern statt und wird mit einer OnlinePrüfung abgeschlossen. Die Teilnahme kostet für Mitglieder der Hotel & Gastro Union 1200 Franken und für NichtMitglieder 1500 Franken.

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch shsacademy.ch

Nils Kuypers, das Zimmer zum aktuell bestmöglichen Preis zu verkaufen, ist das Ziel von Revenue Management. Wer oder was bestimmt, wie dieser Preis lautet? In erster Linie die Nachfrage. Ist sie hoch, lassen sich höhere Preise durchsetzen. Sinkt sie, muss das Angebot attraktiver werden. Sei es durch einen günstigeren Preis oder einen interessanten Mehrwert. Natürlich spielen noch weitere Faktoren mit. Zum Beispiel das Buchungsverhalten der Gäste, die Positionierung des Hotels, wahrgenommene Qualität, Preisgestaltung der Konkurrenz sowie saisonale oder lokale Ereignisse. Revenue Management bedeutet nicht, möglichst teuer zu verkaufen, sondern zum richtigen Zeitpunkt dem richtigen Gast über den richtigen Verkaufskanal den richtigen Preis anzubieten.

Wolfgang Greiner

LE S E R B R I E F

Schreiben Sie uns! Wir freuen uns über Inputs, Lob, Ideen und natürlich auch Kritik. redaktion@hotellerie-gastronomie.ch oder an Hotellerie Gastronomie Verlag, Postfach, 6002 Luzern


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Pe rsön lich

HGZ No 18

Ein Urner Jungtalent im Wettbewerbsfieber Im September misst sich Koch Nicolas Imholz mit den besten jungen Berufsleuten ­­ der Welt. Seit fast einem Jahr bereitet er sich akribisch darauf vor.

MARIO GARCIA « LEIDENSCHAFT IST DAS A UND O» kil World S

Gibt es auch länderspezifische Herausforderungen? Nicolas wird mit Lebensmitteln arbeiten müssen, die es in der Schweiz nicht gibt. Daher ist er extra einige Tage nach Shanghai gereist, um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Was steht im Training derzeit im Fokus? Normalerweise trainiert man auf eine Aufgabe hin. Da dies noch nicht möglich ist, trainieren wir mit einem alten Testprojekt. Zusätzlich hat Nicolas verschiedene Praktika absolviert, um seine ­Fähigkeiten zu vertiefen.

Nicolas Imholz ist im vergangenen Jahr viel gereist, um seine Fähigkeiten in S W I S S S K I LL S verschiedensten Praktika zu perfektionieren.

Koch. Er geht aber davon aus, dass vor Ort für viele Aufgaben Spontaneität gefragt sein wird: «Das kann eine Mystery-Zutat sein oder ein Warenkorb, den wir erst am Abend vorher erhalten.» Daher müssen die handwerklichen Grundfähigkeiten sitzen, um auf alles vorbereitet zu sein.

Die Lehre machte Nicolas Imholz im Alters- und Pflegeheim Spannort in Erstfeld/UR und nahm danach an einem Pilotprojekt für Kochtalente der Schweizer Armee teil. Aktuell konzentriert sich der 20-Jährige ganz auf die Vorbereitungen für die World Skills. Dafür Hart umkämpfter Skill trainiert er bei der Hotel & Gastro formation in Weggis/LU und ab- Handwerk, Perfektion, Durchhalsolviert verschiedene Praktika, tewillen – aus den Vorbereitungen um seine Fähigkeiten zu perfek- auf die World Skills hat Nicolas tionieren. Unter anderem übte er Imholz viel gelernt. Auch das Desserts bei Pâtissier Rolf Mürner, Mentale ist wichtig – regelmässig lernte Fleisch zu zerlegen beim geht er daher ins Mentaltraining. Fleischverarbeiter Bell und Fisch «Dort habe ich unter anderem gezu filetieren bei Bianchi. lernt, mentale Hürden, Ängste Die genaue Wettbewerbsauf- und Unsicherheiten abzubauen.» gabe für die World Skills im Sep- Dadurch ist er nicht nur besser tember kennt Imholz noch nicht. vorbereitet auf hektische Situatio«Das macht das Training natür- nen, sondern geht auch selbst-­ lich schwieriger», sagt der junge bewusster in den Wettbewerb.

Imholz ist bewusst, dass der Bereich Küche bei den World Skills ein hart umkämpfter ist. Sein Ziel lautet deshalb: «Ich will die Küchenbox verlassen und sagen können, dass ich alles rausgeholt habe, was geht. Der Rang ist nicht das Wichtigste – von dieser einzigartigen Erfahrung kann ich sowieso nur profitieren.» A N G EL A H Ü P P I

World Skills 2026 Die aktuellen World Skills finden vom 22. bis 27. September in Shanghai (CN) statt. Rund 1400 Talente aus über 60 Ländern und Re-­ gionen messen sich in 64 verschiedenen Berufen. Die Schweiz wird mit 42 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern in 38 Berufen antreten.

Mehr Informationen unter: worldskills.org

N I CO L A S I M H O L Z , KO CH

ls

Experte Mario Garcia weiss genau, was es bei internationalen Wettbewerben braucht. Der wichtigste Tipp des Profis: ruhig bleiben. Mario Garcia, welche Herausforderungen erwarten Nicolas Imholz in Shanghai? Die grösste Herausforderung ist, dass wir das Testprojekt erst kurz vor dem Wettbewerb erhalten. Wir werden viel improvisieren müssen – dabei würde es Nicolas besser liegen, sich akribisch auf eine bestimmte Aufgabe vorbereiten zu können.

Mehrere Teilnahmen beim Lernendenwettbewerb Gusto, ein zweiter Platz beim Hug Creative Tartelettes Contest, Mitglied ­der Schweizer Kochnationalmannschaft, Sieg bei den Swiss Skills 2025 – das Wettbewerbsfieber hat Nicolas Imholz offensichtlich gepackt. Gekocht hat er schon als Kind: «Ich liebte es, meiner Mutter in der Küche zu helfen und später für unsere Familie zu kochen.» Den Urner fasziniert die Kreativität, das Handwerk, der Teamspirit und die Leidenschaft, die der Kochberuf mit sich bringt.

«Die World Skills fordern viel Spontaneität von mir.»

Luzern, den 5. August 2026

Wo liegen Nicolas’ Stärken und Schwächen? Er hat eine sehr starke Arbeitsmoral. Das macht es einfach, ihm Aufträge zu geben und ihn selbständig arbeiten zu lassen. Manches könnte vielleicht noch etwas filigraner werden – daran kann man aber arbeiten. Insgesamt hat er eine sehr positive Einstellung zum Leben und dem Wettbewerb. Inwiefern hilft ihm die Erfahrung als Teammitglied der Schweizer Kochnationalmannschaft? Wir haben Nicolas bewusst als Helfer in die Mannschaft aufgenommen, damit er noch mehr Einblicke in die internationale Wettbewerbswelt erhält – insbe-

Mario Garcia hat selbst sehr viel Wettbewerbserfahrung. S W I S S S K I LL S

sondere in die Bereiche Organisation und Umsetzung. Sie sind selbst sehr wettbewerbserfahren. Welche Tipps haben Sie für ihn, damit er beim Wettbewerb seine beste Leistung abrufen kann? Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben und darauf zu vertrauen, dass man über die nötigen Fähigkeiten verfügt. Wenn man mit Leidenschaft und Liebe dabei ist, spielt das Resultat am Schluss eine untergeordnete Rolle. Ein Ziel vor Augen haben Sie beide aber sicher trotzdem? Natürlich visiert man bei Wettbewerben immer den Sieg an. Wenn man sich aber die Schweizer World-Skills-Resultate der letzten Jahre im Bereich Küche ansieht, wäre ein Podestplatz schon ein riesiger Erfolg. A N G EL A H Ü P P I

Zur Person Mario Garcia ist Head of Culinary im Hotel Hermitage Lake Lucerne. Mit der ­J unioren-Kochnationalmannschaft wurde er zweifacher ­Weltmeister, später belegte er beim Bocuse d’Or 2019 d­ en fünften Platz. Er ist Coach der Schweizer Kochnationalmannschaften und Experte im Bereich Küche bei den World Skills 2026.

A N Z E I G E

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Luzern, den 5. August 2026

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A spe k te

HGZ No 18

DER TEUERSTE KÄSE I LLU STR ATI O N P I ER I N A B U CH ER

Der eine Käse aus roher Kuhmilch reift in einer spanischen Berghöhle, der andere wird in Serbien aus Eselsmilch hergestellt. Welcher Käse der teuerste der Welt ist, hängt davon ab, wie man rechnet.

Das Teuerste … soll aufzeigen, weshalb exklusive Dinge ihren Preis haben und wie viel Aufwand – häufig gutes Handwerk – in diesen steckt.

G

ut zwei Kilogramm Käse für 37 000 Euro. Diese Summe brachte der Cabrales im August 2025 bei einer Auktion in Arenas de Cabrales im nordspanischen Asturien. Kein Blattgold, kein Trüffel und keine spektakuläre Verpackung schmückten den kräftigen Blauschimmelkäse. Dafür war er beim 53. Käsewettbewerb «Certamen del Queso Cabrales» zum besten Einzelstück gekürt worden. Neun Gastronomiebetriebe stiegen in das Bieterduell ein, das bei 3000 Euro begann. Den längsten Atem hatte Iván Suárez, Inhaber des Restaurants El

Llagar de Colloto in Oviedo. Er überbot seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um 1000 Euro und gewann die Auktion bereits zum sechsten Mal in Folge. Der Überflieger reift hoch oben Der Weg zum Rekordpreis begann im Bergmassiv Picos de Europa. Die Käserei Ángel Díaz Herrero stellte das Siegerstück aus roher Kuhmilch her und liess es seit Dezember in der Höhle Los Mazos reifen. Diese liegt auf 1500 Meter über Meer und ist nicht mit dem Auto erreichbar. Im feuchten, kühlen Klima entstehen die

­ laugrünen Schimmeladern und Vater geben, einen Teil mit seiner b der pikante Geschmack des Ca- Familie essen und den Rest den brales. Der Betrag ist kein regulä- Restaurantgästen servieren. Ob es rer Ladenpreis. Darin stecken aus- nach der ungeplanten Begegnung gezeichnetes Handwerk, Prestige mit dem Boden tatsächlich dazu und ein öffentlichkeitswirksames kam, ist nicht bekannt. Bieterduell. Dem Cabrales war zum Rekordhalter mit langen Ohren Schluss noch ein Auftritt mit Slapstick-Faktor vergönnt. Als Wird statt des Auktionspreises Suárez den Teller bei der Über- der reguläre Kilopreis betrachtet, gabe für die Kameras hochhielt, kommt Pule ins Spiel. Der seltene rutschte der 37 000-Euro-Käse Käse wird im serbischen Naturreherunter und landete auf dem servat Zasavica aus der Milch von Bühnenboden. Der Käufer hob ihn Balkaneseln hergestellt. Im offiziauf und posierte weiter. Nach An- ellen Verkauf kosten 50 Gramm gaben des Radiosenders Cadena derzeit 7200 serbische Dinar, umSER wollte er einen Teil seinem gerechnet rund 57 Franken. Ein

Kilogramm käme damit auf mehr als 1140 Franken. Klar also, dass Pule grammweise serviert wird. Der Preis lässt sich mit einem Blick in den Melkeimer erklären: Rund 25 Liter Eselsmilch sind für ein Kilogramm Käse nötig. Esel geben jedoch nur kleine Mengen und müssen dreimal täglich von Hand gemolken werden. Der geringe Fettgehalt der Milch erschwert die Käseherstellung zusätzlich. Das genaue Rezept bleibt geheim. Das Ergebnis ist weiss, bröckelig, mild und leicht süsslich. Exportiert wird Pule nicht. Neugierige müssen dafür nach Zasavica reisen. A N D R E A D ECK ER

A N Z E I G E

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A spe k te

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Luzern, den 5. August 2026

Die Schweizer Weinelite zeigt ihre Schätze in einer grossen Werkschau Am 30. und 31. August dreht sich im Kunsthaus Zürich alles um schönste Schweizer Weinkunst.

Mehr Informationen unter: swiss-wine-tasting.ch

W E I NTI PP

Fendant Tradition 2025 «Grosses Kino in der Jugend – pure Magie mit zunehmender Reife»

Auszeichnung(en) Robert Taramarcaz, Winzer in Sierre/VS, war der strahlende Gewinner am diesjährigen Wettbewerb Mondial du Chasselas. Sein Fendant Tradition 2025 wurde mit Gold ausgezeichnet, landete auf dem dritten Platz in der Kategorie «trockene Weine» und war der höchstbewertete Walliser Cru. Mit dem Fendant Classic 2005 gewann Robert Taramarcaz Gold, in der Kategorie «gereifte Weine» und erzielte die höchste Note aller 707 zum Wettbewerb eingereichten Weine. Das brachte ihm zudem den Prix Vinofed ein, den Preis der Vereinigung internationaler Weinwettbewerbe.

Mehr Informationen unter: domainedesmuses.ch mondialduchasselas.com

­G A B R I EL TI N GU ELY, W EI N E X P ERT E

Rebsorte Nach der Ausbildung im Burgund übernahm Robert Taramarcaz im Jahr 2002 den elterlichen Betrieb. Damals bezahlte der Staat Wallis Ausreissprämien für Fendant, wie Chasselas im Wallis heisst. Beeinflusst vom burgundischen Terroirgedanken übernahm Robert Taramarcaz zwei Parzellen mit damals bereits alten Chasselas-Reben in Stickelbau (Gobelet). Heute sind die mittlerweile über 80-jährigen Reben noch immer in Ertrag. Gewohnt an die Kraft des Chardonnay, musst sich der Winzer an die Finessen des Chasselas herantasten. Mit dem Jahrgang 2005 gelang ihm ein erstes Meisterstück.

Adresse: Domaine des Muses, Ile Falcon, 3960 Sierre/VS Preis: Fr. 24.00

Termine & Kosten Masterclass Sonntag, 30. August 2026 11 bis 13 Uhr Pfister-Bau Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, Zürich Eintritt: 220 Franken inklusive Vintage Tasting Vintage Tasting Sonntag, 30. August 2026 11 bis 18 Uhr Pfister-Bau Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, Zürich Eintritt: 50 Franken Grand Tasting Montag, 31. August 2026 11 bis 19 Uhr Chipperfield-Bau Kunsthaus Zürich, Heimplatz 1, Zürich Eintritt: 40 Franken, kosten­ loser Eintritt für Fachbesucher mit Akkreditierung.

Ein Tempel für kristalline Weine Mehr Informationen unter: maisonpetitesarvines.ch

Wein Der Fendant Tradition besitzt ein delikates Bouquet, das an Lindenblüten und weissen Pfirsich erinnert. Am Gaumen überrascht der Wein in der Jugend mit einem ­feinen Prickeln, viel Frucht und Frische sowie einem leicht salzigen Finale. Chasselas-Weine haben Reifepotenzial. So schafften es in der Kategorie «vieux millésimes», des Mondial du Chasselas, vier Weine aus dem letzten Jahrtausend unter die ersten Zehn.

Am Montag, 31. August, startet der Rundgang durch die Schweizer Weinszene im Kongresshaus Zürich mit einem Willkommensglas. Zu entdecken gibt es Tropfen von Weingütern rund um den Zürichsee. Ein paar Schritte weiter stehen neue Ideen, un­ konventionelle Wege sowie jede Menge Herzblut im Fokus. Mitglieder der Vereinigung Jungwinzer Schweiz zeigen, wie Weine der neuen Generation schmecken. Weinkunst findet sich auch unter Crus von rund 150 Spitzenproduzentinnen und -produzenten aus allen Landesteilen. Zu verkosten gibt es zum Teil längst ausverkaufte Raritäten aus ihren persönlichen Kellern. Jungwinzerinnen und -winzer zeigen am Swiss Wine Tasting, wie die neue Eine Sonderschau gibt es zum Generation der Schweizer Weine schmeckt. Z VG enkeltauglichen Weinbau. So zeigen Winzerinnen und Winzer Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, den sogenannten bands, stellt Weine vor, die später und Liebhaber grosser BordeauxPiwi. Das Sortiment reicht von an der «Blind Tasting Bar» nach- Blends auf ihre Kosten. Jeanklassischen Weinen über «Amber verkostet und hoffentlich richtig Pierre Pellegrin von der Domaine (Orange) Wines» bis hin zu alko- wiedererkannt werden. Grand’Cour in Peissy/GE und Méholfreien Rebensäften. Dazu werUm Sensorik geht es auch im moire-Mitglied der ersten Stunde den passende kulinarische Spezi- Atelier «Ein Glas für jede Reb- stellt in einer Vertikaldegustation sorte». Gläserexperte Christian ausgewählte Jahrgänge seiner Asalitäten angeboten. Kraus präsentiert rebsortenspezi- semblage aus Cabernet Franc und Themenbezogene Ateliers fische Riedel-Gläser, die Duft und Cabernet Sauvignon vor – zurück Geschmack eines Weins optimal bis ins Jahr 2006. Der Genfer Unter dem Titel «Petite Arvine zur Geltung bringen. Winzer wird sich mit dem Weinganz gross» führen Swiss Wine kritiker und Parker-Reviewer Stephan Reinhardt austauschen. ErValais und José Vouillamoz, AmWeine des Jahrgänzt werden ihre Kommentare pelologe-Genetiker, durch die Gedurch die wissenschaftlichen Anschichte der Walliser Rebsorte. gangs 2016 zeigen Am Beispiel von sechs repräsentamerkungen von José Vouillamoz. ein unterschätztes tiven Weinen zeigen sie den EinSwiss Wine Vintage Award fluss unterschiedlicher Terroirs Reifepotenzial. prämiert beste gereifte Weine auf den Ausdruck der Königin der Walliser Weissweine. In drei Workshops geht es um Der Sonntag, 30. August, steht im Das Reifepotenzial bester Schweidas Bestimmen von Wein. Alexan- Zeichen gereifter Weine. In einer zer Weine wird nach wie vor undra Banhidi, Präsidentin des exklusiven Masterclass am Vor- terschätzt. Dabei stehen viele Deutschschweizer Sommelierver- mittag kommen Liebhaberinnen zehnjährige Crus erst am Beginn

ihrer Trinkreife. Den Beweis dafür liefert der Jahrgang 2016. Im Rahmen des Swiss Wine Vintage Award wurden 134 Muster ver­ kostet und bewertet. Mehr als 70 bestbenotete Weine stehen am Vintage Tasting zur freien Verkostung bereit. 56 davon stammen aus der Schatzkammer des Mémoire des Vins Suisses, unter dessen Patronat der Swiss Wine Vintage Award steht. Zudem können in der zweiten Ausgabe der Retrospektive Weine von zwei Dutzend Preisträgerinnen und Preisträgern der «Vintage Awards» der Jahre 2022 bis 2025 probiert werden. Diese Raritäten stammen sowohl aus der Schatzkammer des Mémoire als auch aus privaten Beständen bester Schweizer Weingüter. Exklusiv mit dabei sind Grössen wie Marie-Thérèse Chappaz aus Fully/VS und Rico Lüthi aus Männedorf/ZH. G A B R I EL TI N GU ELY

30 Jahre nach der Lancierung des Fully Grand Cru zeigen 19 Winzerinnen und Winzer aus Fully/VS ihre Weine im «Maison de la Petite Arvine». Wer Petite Arvine aus Fully verstehen will, muss sich mit Trockensteinmauern und Rebterrassen befassen. Zahlreiche davon befinden sich in einer der spektakulärsten Reblagen des Wallis: in dem Amphitheater der Combe d’Enfer. Rebzeilen auf steilen Terrassen steigen von 500 auf 740 Meter Höhe, was viel Aufwand und die Pflege der Reben von Hand erfordert. «Die Region Fully

ist einzigartig. Denn nur hier gedeihen Petite-Arvine-Trauben auf Granitböden», sagt Gérard Dorsaz, Präsident der Vereinigung Fully Grand Cru. «Dieses wertvolle Erbe halten wir hoch.» Nach einer ersten Nennung der Petite Arvine im Jahr 1602 entstanden zahlreiche Legenden über ihre Herkunft. Gemäss GenAnalysen ist Petite Arvine ein Kind unbekannter Eltern. Entfernte Verwandte sind Rèze und Grosse Arvine – beide ebenfalls im Wallis heimisch. Regionale Grösse mit internationalem Format Petite Arvine ist eine der wichtigen Rebsorten im Wallis. Der gleichnamige Weisswein geniesst

Der Pavillon in Fully ist den Weinen aus Petite Arvine und regionalen Produkten M A I SO N D E L A P E TI T E A RV I N E gewidmet und bietet önotouristische Erlebnisse.

weit herum grosses Ansehen. «Pe- Pfirsich bis kräftigem Rhabarber tite Arvine, allen voran jener aus reicht. Dazu kommen eine kristalFully, verfügt über ein Potenzial, line Säure und leicht salzige Nodas ihn zur internationalen Wein- ten im Nachhall. Die Weine haben ikone machen könnte», sagt der ein beachtliches Reifepotenzial. Franzose Olivier Poussier, der Wer Weine der 19 Produzentinbeste Sommelier der Welt des Jah- nen und Produzenten aus Fully res 2000. Doch was zeichnet Pe- vergleichen möchte, ist im «Maitite Arvine aus Fully aus? Da ist son de la Petite Arvine» bestens die Frucht, die von filigranem aufgehoben. A LE X A N D R E C A LDA R A /G A B


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A spe k te

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Wunsch­t hema Wir lassen die ­L eserschaft ­m itbestimmen: ­D iese Thema wurde mit 62 % der Stimmen gewählt.

dem Tablet oder dem Laptop anschauen? In der Aufgabe ist auch beschrieben, ob eine Reservation über die Hotelwebsite, via Telefon oder Mail erfolgen muss. Dabei geht es darum, Systeme zu testen, die vielleicht nicht einwandfrei funktionieren. Oder zu kontrollieren, wie sich die Mitarbeitenden am Telefon verhalten. «Sehr häufig werden Zimmerbuchungen via Website oder Buchungsportal vorgenommen. Am Telefon müssen die Mitarbeitenden sofort auf Fragen eine Antwort bereit haben», ergänzt der SHL-Dozent.

«Meistens sind es kleine Dinge, die einen gelungenen Hotelaufenthalt ausmachen.» U R S B I R B AU M ER , S H L

Die SHL Hotel Checker schauen, ob die Fenster sauber sind und sich die Vorhänge einfach schliessen lassen. B I LD ER S H L LUZER N

Hoteltests sind für das Sicherstellen ­der Qualität im eigenen Betrieb ein wertvolles Werkzeug.

Mängel nicht auf Anhieb erkennt. wertvolle Rückschlüsse, welche Wer seinen Betrieb ab und zu von die Studierenden auch für ihr zuexternen Personen testen lässt, künftiges Berufsleben anwenden gewinnt Erkenntnisse, die für die können», erklärt der diplomierte Qualität in vielen Belangen sehr Hotelier-Restaurateur HF. Zudem hat sich das Programm seit seiner wertvoll sind. Studierende der SHL Schwei- Einführung vor sechs Jahren als zerischen Hotelfachschule Lu- anerkanntes Instrument bei der zern nehmen solche Hoteltests im Qualitätsentwicklung etabliert. Rahmen ihrer Ausbildung vor. Urs Es wird von Hotelleriesuisse als Meistens übernachten Mitarbei- Birbaumer, Leitung Shared Ser- Qualitätsnachweis für die Sternetende oder die Hotelleitung nicht vices, verantwortet diese Checks. Reklassifizierung anerkannt. in ihrem eigenen Betrieb. Und oft «Hoteltests gehören bei uns zur kommt es vor, dass man etwas Ausbildung. Der professionelle Detaillierte Vorbereitung betriebsblind wird und gewisse Blick in einen Betrieb gibt viele Die Studierenden der SHL haben die Aufgabe, ihren Aufenthalt in dem ihnen zugelosten Betrieb detailliert vorzubereiten. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit spezifischen Fragen zu den verschiedenen Bereichen. Sie hätten rund 200 Fragen zusammenge-

Mehr Informationen unter: shl.ch nzp.ch

Ein Test soll auch Positives aufzeigen

Werden die Speisen stets wieder aufgefüllt? Oder entspricht die Qualität vom Service und den Speisen im hoteleigenen Restaurant den Erwartungen? Die Studierenden der SHL bleiben normalerweise eine Nacht in den Betrieben. Bei Neumann Zanetti & Partner entspricht der Aufenthalt den Wünschen der Hotels. Inkognito bleiben Damit die Testerinnen und Tester möglichst nicht auffliegen, weiss meistens nur die Direktion von ihrem Einsatz. «Das Datum wird jedoch von der SHL vorgegeben, da alle Studierenden gleichzeitig testen müssen. In Ausnahmefällen können wir Besonderheiten berücksichtigen», sagt Urs Birbaumer von der SHL. Es komme vor, dass die Studierenden erkannt werden, aber glücklicherweise nicht oft. Wichtig sei, dass sie sich nicht zu auffällig benehmen. Und doch müssten sie die Mitarbeitenden auch herausfordern. Zum Beispiel, ob sie bei einem Fauxpas der Gäste wie dem Verlust der Zimmerkarte diskret bleiben. Oder bei Fragen zur Funktion eines elek­ trischen Gerätes im Zimmer die Geduld nicht verlieren.

Die SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern ist nicht die einzige Institution, die Hoteltests durchführt. Ebenfalls sogenannte Mystery Guestings führt die Firma Neumann Zanetti & Partner in Meggen/LU durch. Die Leiterin Marktforschung Daphne Merkli sagt, dass ihre Kunden sol«Wir konzentrieren che Tests in Anspruch nehmen, um gewisse Abläufe im Betrieb zu uns auf den ganzen überprüfen. «Dabei testen wir beiBetrieb und spielsweise, wie der Zimmerservice funktioniert oder wie die Mitnicht auf einzelne arbeitenden bei Sonderwünschen Mitarbeitende.» der Gäste reagieren.» Mit «wir» sind Testpersonen gemeint, die DA P H N E M ER K LI , N EU M A N N Z A N E T TI Neumann Zanetti & Partner selber rekrutiert. «Wir haben einen Pool von 3000 Personen, die für Am Schluss des Besuchs erhalten uns Geschäfte, Hotels, Restau- die Betriebe einen Bericht, in dem rants und andere Dienstleistungs- alle Punkte aufgeführt sind, welbetriebe testen», sagt Daphne che den Testenden auffielen. DaMerkli. Diese haben einen vielsei- bei sollen sowohl positive als auch tigen beruflichen Hintergrund negative Beobachtungen mögaus unterschiedlichen Branchen. lichst detailliert vermerkt werden. Für beide Institutionen ste- «Wichtig ist, dass die Betriebe hen die Wünsche der Hotels im zeitnah über die Ergebnisse inforVordergrund. Dabei geht es den miert werden», sind sich die Profis Betrieben zum Beispiel um den einig. Sowohl Daphne Merkli als ersten Eindruck. Oder ob die auch Urs Birbaumer raten den Gäste mit dem Namen angespro- Betrieben, Hoteltests mehrmals chen werden. Die Hotels wün- durchzuführen: «Ein solcher Test schen häufig, dass das eigene kuli- ist lediglich eine Momentaufnahnarische Angebot unter die Lupe me und ergibt kein umfassendes genommen wird. Ist das Früh- Bild über die Qualität der Dienststücksbuffet abwechslungsreich? leistungen.» DA N I EL A O EG ER LI

«Wir erhalten stets wertvolle Inputs» Für die getesteten Hotels sind die Ergebnisse ideal, um Abläufe im Betrieb zu optimieren. Und sie sehen, wo noch das gewisse Etwas fehlt.

Auch Thomas Ulrich, Hotelier im Cascada Hotel in Luzern nimmt die Dienstleistung mehrmals pro Jahr in Anspruch. Er könne die Auswertungen zudem für die Reklassifizierung bei Hotelleriesuisse verwenden. Grundsätzlich lassen die beiden Hoteliers den ganzen «Unsere Mitarbeitenden sehen Betrieb prüfen. Manchmal setdie Hotelchecks als eine Wert- zen sie auch Schwerpunkte, schätzung für ihre Arbeit. beispielsweise, wie die ReserDenn es wird in den Berichten vation vorgenommen wird. auch viel Positives festgehal- Grundsätzlich seien die Tests ten», sagt Valentin Bot, Hotel- positiv. «Bei uns wurde angedirektor in der Kartause Ittin- merkt, dass wir die Gäste nicht gen in Warth/TG. Die Ergeb- oft genug mit dem Namen annisse seien ausführlich, und er sprechen», sagt Valentin Bot. verwende diese für interne Meistens fehlt laut den TestenSchulungen. Zudem schätzt er den nur ganz wenig, um den es, dass die Testenden aus der Gästen einen rundum tollen Aufenthalt zu bieten. «Dass Branche kommen. Drei- bis viermal pro Jahr wir auf solche Details auflasse er seinen Betrieb von merksam gemacht werden, ist den Studierenden der SHL äusserst wertvoll», ergänzt testen, erklärt Valentin Bot. Thomas Ulrich. DA N I EL A O EG ER LI ­

Urs Birbaumer ist ­d iplomierter HotelierRestaurateur und Mitinitiant und Projektverantwortlicher des SHL Hotel Checkers.

stellt, die sie auf Drei- bis FünfSterne-Hotels anwenden können, sagt der Dozent an der SHL. Mittlerweile können die Studierenden bis zu 100 Hotels testen. «Es gibt Betriebe, die dreimal pro Jahr einen Test durchführen lassen.» Bevor sie das Hotel besuchen, müssen sich die Studierenden über den Betrieb informieren. «Mittels der Hotelwebsite kommen sie bereits zu vielen Informationen», erklärt Urs Birbaumer. Und hier beginnt bereits der Test: Ist beispielsweise die Internetseite in einem «Responsive Design» erstellt? Kann man die Inhalte problemlos auf dem Handy,

Zu den Aufgaben kann auch ein Blick unter den Teppich gehören.


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Eine Quartierbeiz in Frauenhand «Das Konzept» liefert zündende Ideen und zeigt ­d eren kreative Umsetzung.

Im Restaurant Huberta in Zürich denken die Gastgeberinnen Schweizer Gerichte neu.

beide eine Karriereveränderung. «Ich hatte keine Lust mehr auf Chefs», sagt Nina Wild, die damals als Köchin in einem Restaurant angestellt war. Mirjam Eberle, die selbständig ein Catering-Unternehmen führte, wünschte sich wieder mehr Zusammenarbeit. «Es ist schöner, gemeinsam zu ­planen und Erfolge zu feiern.»

Manchmal sind Zufallsbegegnungen lebensverändernd. Als Nina Alle sollen sich wohl fühlen Wild vor einigen Jahren eine Köchin für ein Pop-up von Frauen So entstand das Restaurant Hufür Frauen suchte, fand sie über berta. Das Lokal an der Zürcher eine einfache Google-Suche Mir- Albisriederstrasse beherbergte jam Eberle. Das Projekt kam we- 18 Jahre lang ein griechisches gen Corona nicht zustande, doch Restaurant und wurde zum richtider Kontakt hielt und die beiden gen Zeitpunkt frei. Gastraum und arbeiteten seitdem ab und an aus- Küche hatten eine Renovation nöhilfsweise zusammen. «Wir haben tig. Der alte Plattenboden wurde von Anfang an gut miteinander durch Parkett ersetzt, die Wände harmoniert», erinnert sich Eberle. rosa gestrichen und das HighVor ungefähr zwei Jahren suchten light – die Bar – mit grün schim-

M I GU EL T U PA K

mernden Fliesen installiert. «Wir wollten den Raum nicht komplett verändern. Den alten Täfer haben wir zum Beispiel erhalten, um Alt und Neu zu verbinden», sagt Mirjam Eberle. Die Ausstattung wollten sie so gestalten, dass die Gäste sich willkommen fühlten. Nicht zu cool oder abgehoben und mit einer Prise Humor. So grüsst auf der Bartheke eine Gänsefigur mit Schirm-Hut, im rosa Bad steht eine Schaufensterpuppe. Die Eröffnung fand am 14. Februar 2026 statt. Entsprechend einer Quartierbeiz soll das Huberta für alle zugänglich sein – auch beim Essen. «Man soll mit Freundinnen zu uns kommen können, ohne vorher nachschauen zu müssen, ob alle etwas finden. Sei es mit Fleisch, vegan oder glutenfrei.» Das bedeute bei der kleinen Karte etwas Planungs-Tetris, sei

Zwei, die sich ergänzen Das Menü planen die Gastgeberinnen gemeinsam: «Beide machen wir Vorschläge, worauf wir gerade Lust haben», sagt Nina Wild. Im Austausch wird ausgewählt und verfeinert. «Wir haben beide unsere Fantasie und Ideen», sagt Mirjam Eberle. «Wenn diese zusammenkommen, wird das Ergebnis noch besser.» Das Wichtigste bei der Zutatenwahl ist die Saisonalität. Wo möglich, kommen Schweizer Produkte zum Einsatz. Unterstützt werden Wild und Eberle von einem rein weiblichen Team. Viele der Mitarbeiterinnen schätzten das sehr. «Wir wollen eine Arbeitsatmosphäre schaffen, in der alle sich wohl fühlen», sagt Nina Wild. Sie habe es oft genug anders erlebt. «Wir schliessen es nicht aus, dass Männer bei uns arbeiten. Aber es ist so gewachsen und funktioniert bis anhin sehr gut.» Viele der Mitarbeiterinnen arbeiten in kleinen Pensen. «Wir

wollen die Arbeit so aufteilen, dass alle so viel leisten, wie sie mögen, und dafür frisch und motiviert dabei sind», so Wild. Sie selbst seien physisch etwa 80 Prozent vor Ort, nachdem sie in den ersten drei Monaten die Küche alleine gestemmt hatten. Das Konzept sei gut angenommen worden, erzählt Mirjam Eberle. «Wir hatten viel Arbeit, aber nie die Sorge, dass Gäste fehlen.» Jetzt stehen die Sommerferien vor der Tür, bevor das Huberta-Team wieder Gas geben will. Besonders freut es die Geschäftsführerinnen, dass bald die erste Lernende ihre Ausbildung startet. Bisher war sie als Abwäscherin im Huberta tätig. A LI CE GU LD I M A N N

Fakten und Zahlen Sitzplätze 50 innen, 40 aussen. Öffnungszeiten Di. bis Fr.: 11.30–14; 18–23 Uhr Sa.: 18–23 Uhr Mitarbeitende 14 Personen, pro Schicht fünf bis sechs. Ausgezeichnet Nina Wild wurde 2023 bei den Swiss Vegan Awards «Newcomerin des Jahres».

Mehr Informationen unter: huberta.ch

Die «Huberta»-Karte ist klein, aber fein. Den Chefinnen ist wichtig, verschiedene Bedürfnisse abzudecken.

aber gut machbar. Die Gastgeberinnen bringen Berufserfahrung aus der Schweizer Küche mit und wollen diese weiterdenken. Auf der aktuellen Vorspeisenkarte stehen zum Beispiel frittierte Pouletflügeli neben essigmarinierten Sardellen und einer Randen-But t er m i lch-K a lt sch a le. Zum Hauptgang gibt es unter anderem Lammbällchen an Tomaten-Peperoni-Sauce, geschmorten Fenchel und Forellenfilet mit Kräuter-Knobli-Brösmeli.

Luzern, den 5. August 2026

Bei der Renovation des Gastraumes haben die Gastgeberinnen mitangepackt.

A N Z E I G E

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A spe k te

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Publikumsmagnet Pubquiz: wie Betriebe vom Spielspass profitieren Gut besucht ist das Pubquiz jeweils auch im Revier Hotel Säntispark in Abtwil/SG, das letztes Jahr umgebaut und als Teil der Revier-Gruppe neu eröffnet wurde. «Unser Ziel war, durch solche Events Hemmschwellen abzubauen und die Leute aus der Region zu uns ins Hotel zu holen», sagt Direktor Pascal Sloof. Der Plan ist aufgegangen, bisher waDas Pubquiz hat seinen Ursprung ren alle Quiz-Abende ausgebucht. im England der 60er- und 70er- «Die meisten Gäste kommen aus Jahre. In den letzten Jahren hat der Region, manchmal schaffen sich das Quiz-Fieber auch in der wir spontan noch etwas Platz für Schweiz verbreitet. Zu den Vorrei- unsere Hausgäste.» tern in der Stadt Bern gehörte die «Barbière». Das Lokal vereint seit Der Quizmaster ist das A und O 2014 Restaurant, Pub und eine hauseigene Brauerei. Seit dem Die Pubquiz finden in der SelfserStart gehört das monatliche Pub- vice-Bar des Hotels statt, wo sich quiz dazu, wie Geschäftsführer die Gäste selbst an Zapfhähnen und Teilhaber Andreas Bart er- bedienen können. Da die Events zählt. Inspiriert vom englischen meistens unter der Woche durchPub gibt es am Quiz-Abend – dem geführt werden, mache das bei der ersten Montag im Monat – She- Konsumation schon einen spürbapherd’s Pie. Dazu Bier oder haus- ren Unterschied, so der Direktor. gemachten Eistee. Organisatorisch hat das Team nur Alkoholische Getränke seien einen kleinen Zusatzaufwand beim Pubquiz nicht übermässig durch das Umstellen der Bar-Mögefragt. «Eine Besonderheit von bel. Das Zusammenstellen der unserem Quiz ist, dass es sehr an- Fragen übernehmen die Quiz-Füx spruchsvoll ist.» Um die Ecke den- – eine Gruppe aus der Region, die ken sei gefragt, 08/15-Fragen gebe Quiz-Anlässe organisiert – zum es keine. So hat sich über die Jahre Beispiel auch für Firmenanlässe eine treue Stammkundschaft er- oder Geburtstage. «Müsste man geben, die sich in der «Barbière» das Quiz selbst zusammenstellen zum Quizzen trifft. Das Pubquiz und möchte ein gewisses Niveau ist so bis Ende Jahr ausgebucht. erreichen, wäre der Aufwand sehr

Mehr Informationen unter: barbiere-bern.ch saentispark.revierhotels.com

Volles Haus, glückliche Gäste: Quiz-Abende sind vielerorts beliebt und können das Geschäft an ruhigen Tagen ankurbeln.

Pub-Quiz bieten Gemeinschaftsgefühl mit einer Herausforderung. A D O B E-S TO CK

gross», sagt Pascal Sloof. Wenn man jemanden im Team oder Bekanntenkreis habe, der das gerne macht, empfiehlt er das Pubquiz auf jeden Fall anderen Betrieben weiter. «Auch wir würden es gerne häufiger durchführen, weil es so gut ankommt.» Bereits angedacht sei die Einführung eines Quiz-

Abends im Revier Hotel Saas Fee, als eine etwas andere Art des Après-Ski. Erfolgreich etabliert sind Quiz-Abende bereits an verschiedenen Standorten der Tibits-Restaurants. «Unsere ‹Quizbits› sind mittlerweile legendär», sagt CEO Daniel Frei: Je nach Standort und

A N Z E I G E

WEITERBILDUNGSTAGE 2026 AVANTGARDISTISCHE KÜCHE … für Gastroprofis und solche, die es werden möchten. «Avantgardistische Küche – Innovative Anwendung von Wissenschaft und Technologie in der Küche»: Dienstag, 18. August 2026 | GIBZ Zug Dienstag, 8. September 2026 | HGf Weggis

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Datum seien die Veranstaltungen häufig ausgebucht oder sehr gut ausgelastet. Die Events zögen viele Stammgäste an, aber auch neue Gäste, die «Tibits» dadurch kennenlernten. Die Konsumation hingegen unterscheide sich kaum von einem normalen Abend. «Der Mehrwert liegt vielmehr darin, dass die Gäste länger bei uns verweilen und ‹Tibits› als Erlebnis wahrnehmen.» Für ein gelungenes Pubquiz brauche es eine gute Planung und einen erfahrenen Quizmaster. Das Konzept müsse ausserdem zu Marke und Zielgruppe des Betriebs passen. In der «Barbière» funktionieren Quiz-Events seit zwölf Jahren. Heute wechseln sich verschiedene Teams aus den Quiz-Runden mit dem Erarbeiten der Fragen undModerationab.Das«Barbière»Quiz ist heute längst nicht mehr das Einzige: «Gerade bei uns in der Stadt Bern ist das Angebot gross», sagt Andreas Bart. «Ich frage mich, ob der Markt irgendwann gesättigt sein wird.» Wer Lust habe, solle es aber unbedingt testen. «Das Zusammensein und sich gemeinsam einer Challenge zu stellen, kommt bei den Gästen sehr gut an.» A LI CE GU LD I M A N N

So funktioniert’s Beim Pubquiz treten Teams gegeneinander an und beantworten Fragen aus Themenbereichen wie Allgemeinwissen, ­G eschichte, Musik oder Sport. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten, oft gibt es kleine Preise für die besten Platzierungen.


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SABRINA CAMENZIND « HOTEL GASTRO 365 BIETET ECHTE EINSTIEGSCHANCEN»

Sabrina Camenzind, warum braucht es eine weitere Basisqualifikation? In der Schweiz existiert eine Vielzahl unterschiedlicher kantonaler Angebote, Qualifikationen und Finanzierungen. Darum schufen wir mit Hotel Gastro 365 ein einheitliches Angebot, unter dem sich Arbeitgebende in der Hotellerie und Gastronomie sowie Integrationsverantwortliche etwas vorstellen können. Mit Hotel Gastro 365 wollen wir erreichen, dass mehr anerkannte erwachsene Flüchtlinge, Quereinsteigende sowie Erwerbslose in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Fallen die bestehenden Angebote nun weg? Nein, die Angebote der Hotel & Gastro formation, wie zum Beispiel Riesco oder Perfecto Futura, bleiben bestehen. Riesco war so

etwas wie die Mutter der Integrationsvorlehren. Daraus ist beispielsweise Invol entstanden, das in verschiedenen Kantonen angeboten wird. Mit diesen Basisqualifikationen können die Teilnehmenden ebenfalls eine weiterführende Ausbildung absolvieren. Wer hat Hotel Gastro 365 entwickelt? Entwickelt hat den Lehrgang Hotel & Gastro formation unter Einbezug der Trägerverbände Hotelleriesuisse, Gastrosuisse und Hotel & Gastro Union. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Migration SEM. Mit einem Jahresarbeits-

Sabrina Camenzind ist Direktorin bei Hotel & Gastro formation Schweiz in Weggis/LU. Sie ist Mitinitiantin von Hotel Gastro 365.

vertrag und gleichzeitiger Fachund Sprachausbildung soll die Chance der Betroffenen auf den dauerhaften Einstieg in die Berufswelt massgeblich verbessert werden. Der Schwerpunkt liegt bei der praktischen Ausbildung im ­Betrieb und dem Erlangen von genügend Sprachkompetenz.

Wie sieht der Inhalt des Lehrgangs genau aus? In den ersten zwei Wochen entscheiden die Teilnehmenden, in welchem Bereich in der Hotellerie oder der Gastronomie sie tätig sein möchten. Das heisst, in der Küche, im Service oder in der Hauswirtschaft. Danach werden die Teilnehmenden einem Praxisbetrieb zugewiesen. Zudem wird eine Bildungsvereinbarung erstellt. Der Lehrgang sieht eine praktische Tätigkeit von 80 Prozent vor. Ein Tag pro Woche ist für das Vermitteln von theoretischem Wissen vorgesehen. Dazu gehören unter anderem fachliche Inhalte, Werte und Normen, Hygiene, Arbeitssicherheit sowie ein Sprachkurs. In der langfristig angelegten Kombination von Theorie und Praxis festigen die Teilnehmenden ihre Qualifikationen laufend und üben im echten Arbeitsumfeld. Ihre Chancen, in der Schweiz aktiv und nachhaltig zum wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen, werden gestärkt. Wie wird diese Basis­ qualifikation finanziert? In den ersten sechs Monaten werden die Bildungs- und Lohnkosten durch die kantonal zuständigen Behörden finanziert. In den folgenden sechs Monaten wird die

Der Qualifikationslehrgang dauert insgesamt zwölf Monate.

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch/hotelgastro365

Eine neue Basisqualifikation für erwachsene Migranten, Quereinsteigende oder Arbeits-­ suchende soll dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Progres­so-Ausbildung durch den L-GAV finanziert. Der Praxisbetrieb übernimmt in dieser Phase – sofern er dem L-GAV zwingend unterstellt ist – die Zahlung des Mindestlohns gemäss L-GAV. Damit entsteht eine gleichmässige Kostenaufteilung zwischen den Behörden und der Branche. Wo findet der Lehrgang statt? Im Moment läuft Hotel Gastro 365 als Pilotprojekt in den Kantonen Baselland und Luzern. Wenn sich der Lehrgang bewährt, soll er auch in weiteren Kantonen lanciert werden. DA N I EL A O EG ER LI

Das ändert sich dieses Jahr für angehende Restaurantfachleute

Wie geht es weiter? Die ersten Kurse starten am 17. August in Basel und am 8. September in Luzern. Teilnehmende werden den Inte­g rationsdienstleistern von kantonalen Institutionen zugewiesen. Interessierte Kantone, kantonale Fachstellen für Integration oder mögliche Praxisbetriebe können sich ­d irekt an Sabrina Camenzind, Direk­torin von Hotel & Gastro ­formation Schweiz, wenden.

«So können die Lernenden am meisten profitieren, zum Beispiel durch lernortübergreifende Aufträge.» Berufsbildende in den Betrieben könnten schauen, was in der Schule Thema ist, und das dann in der Praxis üben. Wigl und Hotel & Gastro formation bieten entsprechende Kurse für Berufsbildende und ÜK-Instruierende an (mehr dazu siehe unten).

Mit der angepassten Bildungsverordnung gleicht sich die Ausbildung in der Restauration den anderen Gastroberufen an. Auch soll die Lernortkooperation gestärkt werden.

80-Prozent-Pensum genügt

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch

Ab Sommer 2026 starten die Lernenden Restaurantfachleute EFZ und Restaurantangestellte EBA ihre Ausbildung unter der revidierten Bildungsverordnung. Zentral ist dabei der Wegfall der schriftlichen Prüfung der Berufskenntnisse. «Wir sind nun damit auf dem gleichen Stand wie a ndere Gastro-Berufe», sagt ­ Christoph Muggli, Präsident des Berufsverbands Service/Restauration. Auch die Küche und die Hotellerie-Hauswirtschaft beispielsweise kennen seit zwei Jahren keine schriftlichen Prü­ fungen mehr. In der Restauration war die Abschaffung laut Christoph Muggli zwar auch bereits bei vorherigen Revisionen ein Thema, diese sei aber damals noch nicht umsetzbar gewesen. Für die neuen

K E YS TO N E-SDA

Lernende können weiterhin zwischen vier Ergänzungskompetenzen wählen, eine davon Jung-Barkeeper.

Lernenden ist die Änderung nun in Kraft. Für ihre Gesamtnote zählt künftig die praktische Arbeit 50 Prozent, die Allgemeinbildung 20 sowie die Erfahrungsnote 30 Prozent. Letztere ist das Mittel aus der Summe der sechs Semesternoten im Bereich Be-

rufskenntnisse, im Falle der Restaurantangestellten sind es vier Semesternoten. Die neue, digitale Lerndokumentation soll ausserdem das Lernen vereinfachen und die Kooperation zwischen den Lernorten Betrieb, Berufsschule und

N I L S K U RT H

überbetriebliche Kurse stärken. Die Lerndokumentation wird von Hotel & Gastro formation Schweiz mit Wigl als technischem Partner entwickelt und empfohlen. «Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten in den Lernorten dieses Tool auch nutzen», sagt Christoph Muggli.

Eine weitere Änderung in der Bildungsverordnung betrifft die Berufsbildenden. Neu reicht es für die Ausbildung eines Lernenden, wenn ein Berufsbildner 80 Prozent im Betrieb arbeitet. Vorher waren ein Vollzeitpensum oder zwei 60-Prozentstellen nötig. Mit jeder zusätzlichen Fachkraft zu 80 Prozent oder zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere Person im Betrieb ausgebildet werden. Dieser muss die Arbeitszeit der Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner und Fachkräfte so organisieren, dass die Lernenden während der beruflichen Praxis immer beaufsichtigt sind. A LI CE GU LD I M A N N

Schulungen für digitale Lerndokumentation Ab Mitte August bietet Hotel & Gastro formation ­g emeinsam mit Wigl Halb­ tageskurse für Berufsbildnerin­ nen und Ausbildende an. Im Bereich Restauration finden diese am 19. August sowie am 26. Oktober online statt.


Luzern, den 5. August 2026

Mehr Geld: So meistert man Lohnverhandlungen souverän

Produktion und Verpackung (Teil 23) Wasserstrahl­ schneidemaschine, Tortenschneide­ maschine Situation/Gefährdung Schnittgefahr, Gehörschaden.

Massnahmen Bedienung, Wartung und Unterhalt immer nur gemäss den Vorgaben des ­Herstellers durchführen.

«EKAS-Tipps» erscheinen alle zwei Wochen und vermitteln ­W issenswertes rund ums Thema Arbeitssicherheit.

Mieten, Krankenkasse, Benzin – vieles wird teurer. Was liegt da näher, als sich um eine Gehaltserhöhung zu bemühen? Ein Schritt, der besonders Frauen oft schwerfällt. Frauen verdienen im Schnitt noch immer weniger als Männer in der gleichen Position. Die Gründe für den sogenannten Gender-PayGap reichen von häufigerer Teilzeitbeschäftigung, zum Beispiel aufgrund von Mutterschaft, bis zu falscher Bescheidenheit respektive mangelndem Selbstwertgefühl. Hinzu kommt die Unfähigkeit vieler Frauen, den Wert ihrer Arbeit richtig einzuschätzen und ihre Arbeitsleistung zum höchst möglichen Preis zu verkaufen.

Ab einer Lautstärke von 85 Dezibel Gehörschutz tragen.

Die Tipps stammen aus der B ­ roschüre «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Bäcker-Confiseur-Gewerbe», herausgegeben von der Eidgenössischen ­Koordinations­kommission für Arbeits­s icherheit EKAS. Die Broschüre kann gratis heruntergeladen werden unter: ekas.admin.ch

Etwas Mut und gute Vorbereitung

Sollte jede Berufsfrau, jeder Berufsmann Mitglied der Hotel & Gast Union werden?

sen? Welche Fähigkeiten brauche ich für die Arbeit und habe ich diese, oder muss ich sie noch weiterentwickeln? Was sind meine Ambitionen und Perspektiven für die Zukunft?

Z VG

Geld und ­G leichstellung Mädchen erhalten weniger ­Taschengeld als Jungs. Diese geschlechtsspezifische Geld­lücke zieht sich tendenziell durch ein ganzes Frauenleben, nicht nur bei den Lohnverhandlungen, sondern auch bei der Finanzbildung, beim Investieren und bei der Altersvorsorge. Das Buch «Close the Gaps!» von Patrizia Laeri und Nadine Jürgensen deckt Geldlücken im Leben von Frauen auf, erklärt sie und präsentiert Lösungsansätze, um diese zu schliessen. Interviews mit ­Finanzexpertinnen geben dazu wertvolle Einblicke in die Überlegungen von finanziell erfolgreichen Frauen. Die ­Autorinnen sind Gründerinnen des weiblichen Fintech-Unternehmens Ellexx und widmen sich der Finanz- und Vermögensbildung von Frauen. «Close the Gaps!», Patrizia Laeri und Nadine Jürgensen, Beobachter Edition, ISBN 978-3-03875-570-8, Fr. 39.90, als E-Book, EAN 9783038755715, Fr. 34.–

Bern & Nordwestschweiz

Oberwallis & Zentralschweiz

Tessin & Graubünden

Big Green Egg Grillkurs in Gebenstorf/AG

Stammtisch – Apertura Sonnendeck in Flüelen/UR

Zu Besuch im Rhätischen Museum in Chur/GR

Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region Bern-Nordwestschweiz, entdecken die vielseitigen Möglichkeiten des Grillierens mit dem «Big Green Egg». In diesem praxisnahen Workshop lernen sie verschiedene Techniken wie Low & Slow, Räuchern oder die Kombination von Sousvide und Grillieren kennen und wenden diese direkt an.

Die Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region Oberwallis-Zentralschweiz, dürfen sich auf einen entspannenden Sommerabend direkt am ­U rnersee freuen. Die einmalige Lage zwischen See und Bergen, das mediterrane Ambiente und die grosszügige Sonnen­ terrasse schaffen den perfekten ­R ahmen für ein gemütliches ­B eisammensein und ein gemein­ sames Abendessen.

Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region Tessin-Graubünden, entdecken bei einer Führung die Ausstellung «Tourismus und Migration: Eine verflochtene Geschichte». Sie erfahren mehr über die Menschen und Geschichten hinter der Entwicklung des Tourismus. Ab 16 Uhr geht’s zum Stammtisch ins Café Arcas. Kol­leginnen und Kollegen sind willkom­m en. Die ­e rste Runde geht an die Region Tessin-Graubünden.

Wann und Wo? Dienstag, 25. August 18.30 bis 21.00 Uhr Apertura Sonnendeck, Seestrasse 7, 6454 Flüelen

Wann und Wo? Dienstag, 8. September 14.45 bis 18.00 Uhr Rätisches Museum, Hofstrasse 1, 7000 Chur

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Kosten Lernende und Mitglieder gratis Nichtmitglieder Fr. 15.–

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Sie leben derzeit in Barcelona und sind auf Jobsuche. Wie läuft’s? Nach vielem Probieren habe ich am 30. Juli eine Zusage für die Stelle als Bell Attendant im Hotel Renaissance bekommen. Ich freue mich sehr, mein Spanisch weiter zu verbessern und natürlich mich in der Hotellerie weiterzuentwickeln. J Ö RG R U P P ELT

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Ja, man profitiert davon, wenn man engagiert ist.

Louis Kirchhofer

Von 2022 bis 2025 erlernte Louis Kirchhofer den Beruf eines Hotelkommunikationsfachmanns EFZ im Hotel Continental Park in Luzern. Nach seiner Lehre arbeitete er im Hotel als Front Office Agent und Meeting & Event Coordinator. Von Mai 2025 bis Juni 2026 besuchte er die European Bartending School in Barcelona.

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Sie waren Teilnehmer an den Swiss Skills 2025 und den darauffolgenden Euro Skills. Konnten Sie dabei auf die Unterstützung der HGU zählen? Auf jeden Fall. Die HGU hat das Ganze für uns Teilnehmende organisiert und auch den Kick-offEvent geplant. Die Union hat uns eine Plattform geboten, auf welcher ich als Teilnehmender aufgelistet war, was ich als junger Berufsmann sehr schätze.

Untermauern Beispiele die ­Forderungen, sind diese leichter ­durchsetzbar.

vorteilhafter zu erklären: «Meine Teamfähigkeit kam uns im Alltag schon oft sehr gelegen. Zum Beispiel gerade letzte Woche. Als plötzlich ein Reisecar unangemeldet vor der Tür stand und der Service unterbesetzt war, sprang ich spontan ein. Meine eigentliche Arbeit erledigte ich anschliessend.» Auch die Aussage: «Ich mache einen guten Job», lässt sich optimieren durch: «In den letzten Monaten habe ich einige Erfolge erzielt wie zum Beispiel …» Um zu erwähnen, dass man flexibel ist, sollte man nicht sagen: «Wenn es nötig ist, arbeite ich auch an Tagen, an denen ich eigentlich gar nicht im Einsatz bin.» Geschickter ist die Aussage: «Ein weiterer Pluspunkt ist meine Flexibilität. Im letzten Monat habe ich beispielsweise meine Aufgaben so geplant und umorganisiert, dass ich die neue Mitarbeiterin optimal einarbeiten konnte.» Nicht nur ein gutes Argumentarium ist für den positiven Ausgang eines Lohngesprächs wichtig. Auch der Gesprächsanfang muss stimmen. «Hey, Boss, ich brauch mehr Geld, weil alles teurer wird», ist unpassend. Ein besserer Einstieg ins Verhandlungsgespräch ist: «Die Arbeit wird immer anspruchsvoller. Sie erfordert mehr Fachwissen und Flexibilität. Beides bringe ich mit. Daher finde ich, dass XY Franken als Lohn angemessen sind.» R I CC A R DA FR EI

Netzwerke(n) in den Regionen

... weil die HGU mich bei meinen Engagements unterstützt.»

Wie steht es mit dem Knüpfen und Pflegen von Kontakten? Es gibt diverse HGU-Anlässe, an welchen man viele neue Leute kennenlernen kann.

tungen, Benefits, mehr Ferientage oder andere flexiblere Arbeitszeiten? Was ist das Wunschergebnis und mit welchem Mindestresultat würde man sich zufriedengeben? Sind diese Punkte geklärt, legt man sich ein gutes Argumentarium zurecht, warum man das Geforderte wert ist. Dazu ist es hilfreich, sich Antworten auf Fragen wie diese zu überlegen: Was sind meine Stärken und Schwächen und was nützen sie dem Betrieb? Welche Erfolge kann ich vorwei-

Ob im Bewerbungs- oder im regulären Quali-Gespräch, eine gründliche Vorbereitung ist unumgäng- Auf die Formulierung achten lich, um Lohnverhandlungen ­souverän und erfolgreich zu füh- Die Antworten sollen stets positiv ren. Das gilt für Arbeitnehmende formuliert sein. Zudem ist es gut, jeden Geschlechts. Als Erstes wenn die gemachten Aussagen sollte man sich überlegen, was durch Beispiele untermauert sind, man erreichen möchte. Geht es die den Nutzen für den Arbeitgeausschliesslich um mehr Geld ber dokumentieren. Statt bloss zu oder auch um bessere Sozialleis- sagen: «Ich bin teamfähig», ist es

« ICH B I N M ITG LI E D DE R HOTE L & GA STRO U N ION ...

Louis Kirchhofer, wie kam es, dass Sie sich dem Berufsverband Hotel, Administration & Manage­ ment angeschlossen haben? Für mich war von Anfang an klar, dass das Netzwerk in der Hotellerie und Gastronomie essenziell ist. Deshalb habe ich die Möglichkeiten des Berufsverbands genutzt. Aufmerksam auf den Berufsverband hat mich meine ehemalige Ausbildnerin Arlette Scheidegger gemacht.

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H ote l & G as tro U nion

HGZ No 18

Wann und Wo? Dienstag, 25. August 18.00 Uhr Eintreffen 21.00 Uhr Abendessen Pfändlers Ladä, Poststrasse 1, 5412 Gebenstorf Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Kosten Lernende gratis Mitglieder Fr. 98.– Nichtmitglieder Fr. 129.–


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Pagina Ita lia na

HGZ No 18

La Valposchiavo ha vinto il premio europeo EV!RA La giuria internazionale ha premiato la regione grigionese per il suo modello di sviluppo sostenibile, scelto tra 25 candidature provenienti da tutta Europa. La cena benefica al buio a favore dell’Associazione Blindenschneesport si terrà P GC presso l’Hotel Prätschli.

Cena al buio per beneficenza ad Arosa L’11 agosto, presso l’Hotel Prätschli di Arosa (GR), si terrà una cena al buio a scopo benefico. Il ricavato della serata sarà devoluto all’Associazione Blindenschneesport Arosa.

voro di squadra. «Per noi questa iniziativa rappresenta un progetto di team building davvero speciale», afferma Monika Janicka, respon­ sabile del Blindekuh di Zurigo. «Allo stesso tempo è un’occasione per rendere visibile l’inclusione anche al di fuori delle città di Zu­ rigo e Basilea.» Un esempio concreto di inclusione

La Fondazione Blindekuh gestisce Arosa è il luogo ideale per ospitare ristoranti al buio a Zurigo e Basi­ un’iniziativa di questo tipo. Ac­ lea, offrendo a persone cieche e cessibilità, inclusione, diversità e ipovedenti la possibilità di lavo­ pari opportunità sono infatti i rare nel settore della ristorazione. ­pilastri della Strategia di sosteni­ Per l’occasione, un team di sei ca­ bilità 2030 della destinazione. merieri proveniente da Zurigo L’obiettivo è garantire sia vacanze sarà ospite ad Arosa. All’interno che opportunità di lavoro accessi­ dell’Hotel Prätschli verrà ricreata bili a tutti. Questo impegno si l’atmosfera tipica di un ristorante ­ traduce in iniziative concrete, Blindekuh. Prima della cena di be­ come la Gay Ski Week, i sentieri neficenza, prevista per 66 parteci­ accessibili, le carrozzine elettri­ panti l’11 agosto, il giorno prece­ che fuoristrada e la scuola di sci dente si svolgerà una cena di prova per persone cieche e ipovedenti. con 30 ospiti. Poiché il team di sala Per questo motivo, il direttore ipovedente di Zurigo e la brigata di dell’Hotel Prätschli, André Sala­ cucina vedente di Arosa collabore­ min, ha accolto con entusiasmo ranno per la prima volta, questa l’idea della cena benefica al buio, prova consentirà a entrambi di ac­ mettendo la struttura a disposi­ quisire esperienza e affinare il la­ zione dell’evento. R I CC A R DA FR EI/S EB

Il prestigioso riconoscimento, as­ segnato ogni due anni dal 1990 dall’Associazione europea per lo sviluppo rurale e il rinnovamento dei villaggi, premia le comunità che si distinguono per processi di sviluppo locale innovativi e soste­ nibili. La candidatura della Valpo­ schiavo è stata presentata con­ giuntamente da Regione Bernina, Polo Poschiavo e Valposchiavo Turismo, su invito dell’Ufficio fe­ derale per l’approvvigionamento economico del Paese (UFAE). Dopo Vals, premiata nel 2012, la Valposchiavo è la seconda re­ gione svizzera a conquistare que­ sto titolo. Il riconoscimento si ag­ giunge a un palmarès già ricco di successi, tra cui il titolo di Best Tourism Village conferito dall’Or­

Luzern, den 5. August 2026

HOTELLERIE GA STRONOMIE ZEITUNG CXLI. JAHRGANG IMPRESSUM

ganizzazione mondiale del turi­ smo nel 2021, il riconoscimento di Regione svizzera del gusto 2024 e il Premio Wakker 2025 assegnato al Comune di Poschiavo da Patri­ monio Svizzero. La giuria ha elogiato la capa­ cità della valle di contrastare lo spopolamento, favorendo il rien­ tro dei giovani dopo gli studi e le prime esperienze professionali. Sono stati inoltre valorizzati la cooperazione transfrontaliera, il forte legame con le risorse natu­ rali, l’agricoltura biologica, il tu­ rismo sostenibile e una gastro­ nomia radicata nel territorio, elementi che contribuiscono a ­ un’elevata qualità di vita. Nel rap­ porto della giuria si legge: «Que­ sto modello di sviluppo può rap­ presentare un esempio per nume­ rose aree rurali d’Europa». La cerimonia di premiazione si terrà dal 10 al 12 settembre a Kostelní Lhota, nella Repubblica Ceca, vincitrice dell’edizione 2024. Secondo la tradizione del concorso, sarà poi la Valposchiavo a ospitare l’edizione del 2028, ac­ cogliendo delegazioni provenienti da tutta Europa. (R I F/S EB)

Herausgeberin Hotel & Gastro Union Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 22 22 (Geschäftsstelle Luzern) Tel. 021 616 27 07 (Geschäftsstelle Lausanne) info@hotelgastrounion.ch hotelgastrounion.ch Verlag Hotellerie Gastronomie Verlag Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 24 44 info@hotellerie-gastronomie.ch hotellerie-gastronomie.ch Verlagsleitung und Chefredaktion HGZ Jörg Ruppelt (rup) Andrea Decker (ade/stv.) Redaktionsleitung HGZ Gabriel Tinguely (gab) Angela Hüppi (ahü/stv.) Rédacteur en chef Hebdo Patrick Claudet (pcl) Verkauf Josef Wolf (Verkaufsleiter) Sebastian Schmid (Sales Consultant) Beat Unternährer (Sales Consultant) Iris Fischer (Buchhaltung) Karin Huwyler (Kundendienst Anzeigen) Redaktion Patrick Claudet (pcl) Andrea Decker (ade) Riccarda Frei (rif) Alice Guldimann (agu) Angela Hüppi (ahü) Ruth Marending (rma) Daniela Oegerli (doe) Jörg Ruppelt (rup) Gabriel Tinguely (gab) Online-Redaktion Andrea Decker (ade/Leitung) Alice Guldimann (agu) Redaktionelle Mitarbeit Selena Brusorio (seb/Pagina italiana) Alexandre Caldara (aca) Véronique Zbinden (vzb) Gestaltung Pierina Bucher (Leitung) Sonja Demarmels (Grafikerin) Maike Luttenberger (Polygrafin) Aylin Sancar (Polygrafin)

La regione Valposchiavo con i comuni di Poschiavo e Brusio è stata insignita del SCH W EIZ TO U R U SM U S Premio europeo per il rinnovamento dei villaggi 2026.

Korrektorat Antje Giovannini Druck DZB Druckzentrum Bern AG, Zentweg 7, 3006 Bern

W ET TB E W E R B

Mitmachen und gewinnen: 4 × Eintritt und 1 Einkaufsgutschein Wandern ist ein Volkssport. Wie viele Kilometer ­Wanderwege sind signalisiert? A) 650 km

Der Preis im Wert von 150 Franken wurde gesponsert von aeschbach-chocolatier.ch

B) 26 000 km

Im Herzen der Schweiz kreiert Aeschbach Chocolatier mit erlese­ nen und natürlichen Zutaten ex­ klusive Schokoladenspezialitäten von höchster Qualität. Alle Krea­ ti­­onen werden in Handarbeit und nach hauseigenen Originalrezep­ ten hergestellt. Die Besucherin­n en und Besucher tauchen ein in die Welt der Schokolade und erleben diese mit all ihren Sinnen. Bei ei­ nem interaktiven Rundgang erfah­ ren sie alles über die Geschichte der Schokolade und die Herstel­

C) 65 000 km

lung der verführerischen Hausspe­ zialitäten von Aeschbach Choco­ latier. Anschliessend kreieren sie ihre Lieblingsschokolade und neh­ men sie mit nach Hause. Einsendeschluss ist der 14. August 2026. ­ enden Sie Ihre Antwort an: Redaktion S ­H otellerie Gastronomie Zeitung, PF 3027, 6002 Luzern, oder mit einer Mail an: wettbewerb-hgz@hotellerie-gastronomie.ch Die Gewinnerin aus Ausgabe Nr. 16/26 ist Ursula Bütler, Hünenberg/ZG.

Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwendung der ­r edaktionellen Inhalte bedarf der schriftlichen ­Z ustimmung durch die Redaktion. Die in dieser ­Zeitung publizierten ­I nserate dürfen von Dritten ­w eder ganz noch teilweise ­kopiert, ­b earbeitet oder sonst wie verwertet werden. KI-Nutzungsrichtlinien Der Hotellerie Gastronomie Verlag nutzt KI-Tools ausschliesslich für Recherche, Transkription, ­Ü bersetzung, Datenanalyse und die Optimierung von Texten, nicht jedoch für das Verfassen ­r edaktioneller Inhalte. Hotellerie Gastronomie Zeitung Die Hotellerie Gastronomie Zeitung ist die auf­ lagenstärkste und meistgelesene Zeitung im ­S chweizer Gastgewerbe. Mit einer von der Werbemedienforschung (WEMF) beglaubigten Auflage von 23 881 und ihren ­a usgewiesenen Mehrfach­lesern erreicht die Zeitung in der ganzen Schweiz wöchentlich über 125 000 Fachpersonen aus dem Gastgewerbe und seinen artverwandten ­B ranchen. Die Druck­a uflage beträgt ­d urchschnittlich 28 823 Exemplare (deutsch/französisch). Hotellerie Gastronomie Magazin Mit den zweisprachigen Magazinen, die vier Mal im Jahr in Deutsch und Französisch erscheinen, betrat der Hotellerie Gastronomie ­Verlag 2011 verlegerisches Neuland. Diese hochwertigen, monothematischen Gastrozeitschriften kommen wie Lifestyle-Magazine für den Endkonsumenten daher, richten sich aber ­ausschliesslich an den Branchenprofi. Jede Ausgabe fokussiert dabei auf ein bestimmtes Fach­thema. Die Magazine werden der Hotellerie ­Gastronomie Zeitung lose beigelegt. Dadurch werden sie ­zielgruppenorientiert in der Branche diffundiert. Die Druckauflage beträgt durchschnittlich 31 500 Exemplare (deutsch/französisch).


Luzern, den 5. August 2026

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H ote l & G as tro U nion

HGZ No 18

Attraktive Vergünstigungen für Mitglieder

Günstiger tanken mit der Avia-Karte

Spannende Kurse an der Richemont-Fachschule

Badespass garantiert im Splash & Spa Tamaro

Gastrojob vernetzt Stellenanbietende mit Stellensuchenden aus dem Gastgewerbe, der Bäckerbranche und der Zulieferindustrie. Betriebe, die Mitglieder der Hotel & Gastro Union beschäftigen, erhalten 20 Prozent Rabatt auf Einzelinserate. Die Flatrate für unbegrenzte Anzeigen während 12 Monaten gibt es für 790 statt 1290 Franken. gastrojob.ch

Mitglieder der Hotel & Gastro Union erhalten mit der Avia-Tankkarte attraktive Vorteile: Sie tanken mit fünf Rappen Rabatt pro Liter Treibstoff an über 500 Avia-Tankstellen sowie an über 250 Enilive Stationen. Dazu kommt ein kostenloser 24-StundenPannendienst in ganz Europa in Zusammenarbeit mit AXA Winterthur. schaetzle.ch

In der Berufswelt ist es unabdingbar, seine Fähigkeiten stetig weiterzuentwickeln und sich weiterzubilden. Deshalb erhalten Mitglieder der Hotel & Gastro Union 20 Prozent Rabatt auf alle Kurse der Richemont- Fachschule in Luzern, zum Beispiel auf den Kurs Zuckermodellierkunst oder einen Pralinen-Kurs für Fortgeschrittene. richemont.swiss

Ein Meter hohe Wellen und rasante Rutschen, aber auch Entspannung im Spa mit Saunen, Hamam und Kneipp-Bereich: Das bietet das Splash & Spa Tamaro in Rivera/TI. Bei Vorweisen des HGU-Mitgliedsausweises an der Kasse gibt es 15 Prozent Rabatt auf den Eintritt. Die Vergünstigung gilt für maximal vier Personen. splashespa.ch

Übernachten zum halben Preis dank Staffdeals

Vergünstigt zum SVEB-Zertifikat

Bis zu 23 Prozent Prämienrabatt bei Swica

Weiterbildung inklusive – dank dem L-GAV

Wer in einem Hotel arbeitet, das bei Staffdeals mitmacht, erhält mindestens 50 Prozent Vergünstigung auf Übernachtungen bei allen Hotelleriesuisse-Betrieben, die ebenfalls am Projekt teilnehmen. Eine Liste dieser Betriebe gibt es auf der Website von Hotelleriesuisse, ausserdem auch eine Vorlage für die Buchung. hotelleriesuisse.ch

HGU-Mitglieder profitieren von einem exklusiven Rabatt auf den SVEB-Lehrgang an der SHL Schweizerischen Hotelfachschule Luzern. Für 4480 Franken absolvieren sie den 14-tägigen Lehrgang zum «SVEB-Zertifikat Ausbilderin/Ausbilder» des Schweizerischen Verbands für Erwachsenenbildung. shl.ch

Die Hotel & Gastro Union hat einen Kollektivvertrag mit der Krankenkasse Swica, von dem die ganze Familie profitieren kann. So gibt es zum Beispiel acht Prozent Rabatt auf alle Hospita-Spitalversicherungen und zehn Prozent auf die Zusatzversicherung Completa Top. Weitere Prämienrabatte gibt es über das Bonusprogramm Benevita. swica.ch

Seit 10 Jahren können Berufsleute in der Branche von grosszügiger finanzieller Unterstützung profitieren und den Bildungsweg von Basis- und Nachholbildungen bis und mit dem Nachdiplomstudium HF Hotelmanagement weitgehend kostenlos absolvieren. Weiterführende Informationen gibt es online. weiterbildung-inklusive.ch

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch

Stellensuche leicht gemacht mit Gastrojob

A N Z E I G E

TAGESKURS FÜR FÜHRUNGSPERSONEN UND HR-FACHPERSONEN

MITARBEITENDE STÄRKEN. LANGFRISTIG BINDEN. Leistungsfähigkeit, Motivation und Gesundheit fördern und Mitarbeitende langfristig im Unternehmen halten. • Den eigenen Führungsstil reflektieren und gezielt weiterentwickeln • Motivation, Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag fördern • Herausfordernde Führungssituationen sicher und lösungsorientiert meistern DATUM Donnerstag, 12. November 2026

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UHRZEIT 09.00 bis 17.00 Uhr

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B äcke rei & Conf ise rie

HGZ No 18

Luzern, den 5. August 2026

Rezept-Tipp:

Süsskartoffel-Kugel Zutaten Pain de Gênes (455 g) 85 g Mandelmasse 1 : 1 65 g Eigelb, pasteurisiert 40 g Eier 50 g Weizenmehl 400 30 g Butter, flüssig 75 g Eiweiss, pasteurisiert 60 g Zucker 10 g Orangenschalen 40 g Walnusskerne, grob gehackt Honigsirup (100,7 g) 50 g Wasser 50 g Honig 0,5 g Lorbeerblätter, ganz 0,2 g Muskatnuss, gemahlen Glasur Gourmand weiss (105 g) 60 g Couverture, Edelweiss, 36 % 15 g Rapsöl 30 g Mandeln, gehobelt, geröstet Panna-cotta-Vanille-Quark (375 g) 165 g Vollrahm (UHT) 25 g Zucker 1 g Vanilleschoten 2,5 g Gelatinepulver, ­eingeweicht 15 g Wasser 110 g Vollrahm (UHT), schwach geschlagen 55 g Magerquark 1,5 g Zitronenschale Lila Süsskartoffelcreme 180 g Lila Süsskartoffelpüree 1 g Zitronenschale 9 g Zitronensaft 10 g Ahornsirup

Lila Süsskartoffelpüree 220 g Süsskartoffeln, lila

«Das Rezept» des ­R ichemont Kompetenz­ zentrums Luzern ­i nspiriert zu neuen Interpretationen.

Orange Süsskartoffelcreme (200 g) 1 g Orangenschalen 16 g Orangensaft 3 g Rohr-Rohzucker 180 g Oranges Süsskartoffel püree Oranges Süsskartoffelpüree 220 g Süsskartoffeln, orange Zubereitung Pain de Gênes Mandelmasse, Orangenschale, Eigelb und Eier schaumig rühren. Abgesiebtes Mehl, Walnüsse ­u nd anschliessend flüssige Butter einmelieren. Eiweiss und Zucker zu Schnee schlagen und einmelieren. Die Masse (45 g je Stück) in eine Matte (Flexipan Nr. 1897, Ø 8 cm, Höhe: 3 cm) abfüllen und bei 180 °C ca. 15 Minuten backen. Das Gebäck im Kühlschrank abkühlen lassen und ausformen. Honigsirup Den Sirup mit den Gewürzen aufkochen und anschliessend mindestens zwei Stunden stehen lassen. In Gourmand-Glasur tunken Die Zutaten der Glasur zusammenmischen. Diese Glasur muss nicht temperiert werden, da sie für Pâtisserie verwendet wird. Die

Gebäcke, zum Beispiel mit einer Gabel, anstechen und in der Glasur bis zum Rand eintunken. Die Unterseite am Rand des Gefässes ­a bstreifen. Zusätzlich eine Frischhaltefolie auf den Tisch aufziehen, sodass keine Mandelsplitter an der Unterseite kleben und die Pâtisserien gerade stehen. Den Sirup aufpinseln und einziehen lassen. Süsskartoffelpüree herstellen Die Süsskartoffeln im Wasser weichkochen, mit den übrigen Zutaten mischen und pürieren. Die Süsskartoffeln können auch im Ofen weichgegart werden. Dabei zugedeckt garen, damit sie nicht

bräunen und weich bleiben, da ­ sie anschliessend püriert werden. Das Püree kühlen, sodass es noch nachzieht. Panna cotta herstellen Rahm, Zucker, Vanillestängel aufkochen. Die eingeweichte Gelatine darin auflösen. Den leicht geschlagenen Rahm und den Quark bei etwa 23 °C darunterziehen. Die Masse in eine Flexipanform (Nr. 1896, Ø 6 cm, Höhe: 3 cm) abfüllen und tiefkühlen ( je 33 g). Pâtisserie fertigstellen Die gefrorenen Panna-cotta-Halbkugeln auf die befeuchteten und

überzogenen Pain de Gênes auflegen und das Süsskartoffelpüree unregelmässig, mit je 20 g pro Stück, darauf verteilen. Nach ­B elieben ausgarnieren. Zeitplanung Zubereitung: ca. 120 Minuten Backzeit: 15 Minuten/180 °C Nährwerte je 100 g Energiewert 1157 kJ/277 kcal Fett 17 g, davon ges. Fettsäuren 6,9 g; K ­ ohlenhydrate 25 g, davon Zucker 16 g; Protein 5,3 g; Salz 0,06 g

A N Z E I G E

Backstube sucht Bäckerin IT MA ’S A TC H

Ein Service der Hotel & Gastro Union

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