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HG-Zeitung 17/2026

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HGZ No 17

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang

Luzern, den 22. Juli 2026

Pro & Contra

Charly Iten: «Sake ist die Trumpfkarte im Foodpairing.»

Genderstern im Gastgewerbe?

Seite 9

Seite 5

Nächste Ausgabe am 5. August

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin

Bäckerei & Confiserie

Schwerpunkt

Gwenda Bösch gewann letztes Jahr die Swiss Skills. Nun wird die Bäckerin-KonditorinConfiseurin EFZ die Schweiz an den World Skills in Shanghai (CN) ver­ treten. Sie ist bereit für die Weltbühne.

Langlebigkeit – ein Trend füllt die Kasse

Hotel & Gastro formation: Seit 100 Jahren im Einsatz für die Weiterbildung.

Seite 6

Seite 16

Seite 20

Ab ins Mountain-Office

An Hitzetagen benötigt der Körper mehr Flüssigkeit als sonst. Gesunde Personen sollten über den Tag verteilt 30 bis 40 Milliliter Wasser pro Kilo Körpergewicht trinken.

A D O B E-S TO CK

DER HITZE ERFOLGREICH TROTZEN «Wer Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts zu suchen.» Dieses Zitat wird Harry S. Truman zugeschrieben. Ob der ehemalige US-Präsident selber jemals am Herd stand? Und das bei Aussentemperaturen von 39 Grad? Genau das tun nämlich viele Köche diesen Sommer. Bereits unter normalen Umständen können die Temperaturen in einer Küche bei laufendem Betrieb rasch auf 45 Grad ansteigen. Punktuell, je nach Posten und Geräten, kann die Hitze derzeit sogar 60 Grad und mehr

Response zentral

erreichen. Geschwitzt wird nicht nur gelnder Konzentrationsfähigkeit um am Herd. In Abwaschküche und Linge- sieben Prozent. Die Suva wie auch das rie herrscht wegen der hohen Luft- Staatssekretariat für Wirtschaft Seco feuchtigkeit und der grossen Hitze ein fordern dazu auf, geeignete Massnahgeradezu subtropisches Klima. Auch men zum Schutz der Arbeitnehmenden der Service im Freien ist aktuell eine vor Hitze, UV-Strahlung und Ozon zu schweisstreibende Angelegenheit. Ar- treffen. Zum Beispiel soll auf gute Bebeiten bei grosser Hitze ist nicht bloss lüftung und Kühlung der Arbeitsräuunangenehm, es kann auch gefährlich me geachtet werden. Schwere körperlisein. Die Schweizerische Unfallversi- che Tätigkeiten, die nicht mittags oder cherungsanstalt Suva hat festgestellt: zu Stosszeiten ausgeführt werden müsBei über 30 Grad steigt das Unfallri- sen, sollen auf kühlere Tageszeiten versiko wegen Übermüdung und man- legt werden. Zudem müssen Arbeitge-

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ber ihren Mitarbeitenden ausreichend kühles Trinkwasser zur Verfügung stellen und regelmässige kurze Erholungspausen in klimatisierten Räumen oder im Schatten ermöglichen. Das Tragen von leichter, atmungsaktiver Kleidung ist zu erlauben, sofern die Arbeitssicherheitsvorgaben erfüllt bleiben. Die Hitze hat nicht nur Auswirkungen auf die Menschen. Auch die Landwirtschaft leidet. R I CC A R DA FR EI

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Die Temperatur klettert auf neue Rekordwerte. Im Büro ist die Luft stickig und das Papier klebt an der Haut. Wer für seine Arbeit lediglich einen Laptop benötigt, kann überall dort arbeiten, wo es ein leistungsfähiges W-Lan gibt. Zum Beispiel in einem Hotel in den Bergen. Immer mehr Destinationen ­bieten neben Sport, Wellness und kulturellen Angeboten auch Büros auf Zeit an. So gibt es in Silvaplana/GR den Freestyle Workspace und in Scuol/GR den Mountain Hub. In Engelberg/OW verspricht Mountain Coworking Rocks eine «moderne Ausstattung in lebendiger Gemeinschaft». Auch im Wallis finden Digitalnomaden Sommerfrische. Dort hat Royal Riederalp «inspirierende Räume für ­fokussiertes Arbeiten». Natürlich bietet die Aletsch Arena auch ein entsprechendes Rahmenprogramm für alle, die Arbeit und Erholung neu denken. Coolcation ist das Wort des Sommers 2026 – für alle, die es sich leisten können. Zahlen, wie viele Schwei­ zerinnen und Schweizer gezielt während Hitzewellen in die Berge fahren, gibt es laut Hotellerie­ suisse nicht. Doch im Tagesanzeiger berichtete Sylvain Vordermaier, Direktor im Waldhotel in Arosa/GR, dass er in der Hitzewelle Ende Juni viele kurzfristige Reservationen erhielt. Auch von Menschen, die später in der Halle am Computer sassen. G A B R I EL TI N GU ELY

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HGZ No 17

Luzern, den 22. Juli 2026

AG E N DA

Dienstag, 25. August Big Green Egg – Grillkurs mit Harry Pfändler Im Fokus des exklusiven Events der Hotel & Gastro Union, ­Region Bern-Nordwestschweiz, ­s tehen das gemeinsame Aus­ probieren, der Austausch und neue I­ nspiration für den Küchenalltag. Harry Pfändler zeigt in ­seinem Laden in Gebenstorf/AG verschiedene Techniken wie Low & Slow, Räuchern oder die Kombination von Sous-vide und Grillieren. Die zubereiteten Speisen werden bei einer ­g e­m ütlichen Tavolata genossen. hotelgastrounion.ch (Events)

G A S TKO LU M N E

Der letzte Gastgeber Lisa Boje, Führungskräftetrainerin und Hotelberaterin, «Die Hotelharmonisierer»

A N Z E I G E

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IMMER AUF DEM NEUSTEN STAND

Der massive Wassermangel ist gravierender als die hohen Temperaturen.

Donnerstag, 27. August Zürich Experience: Zukunft des Städtetourismus

K E YS TO N E-SDA

Hitze und Trockenheit sind eine Herausforderung für die Landwirtschaft und somit die Lebensmittelversorgung. Gemüseproduzenten können ihre Kulturen noch bewässern. Das mindert die Trockenheit, aber nicht die Hitze. Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius stehen Pflanzen unter Hitzestress. Blumenkohl bekommt Sonnenbrand, Salat braune Blattränder und Karotten wachsen fehlerhaft, was eine neue Aussaat erfordert. Die vollen Auswirkungen werden erst gegen den Herbst sichtbar. Sicher ist, dass der Mehraufwand das Gemüse verteuert. Beim Getreide fällt die Bilanz bislang unterschiedlich aus. Die Gerste hatte ihre Entwicklung weitgehend abgeschlossen, bevor die erste Hitzewelle einsetzte. Beim Weizen ist die Situation noch offen. Wird der Weizen notreif geerntet, hat das direkte Folgen für die Backqualität des Mehls. Weil Wasser und Futter fehlen, holen erste Bauern ihre Kühe von der Alp. Doch

deren Fütterung ist nicht gesichert. Denn auch in tieferen Lagen wächst das Gras nicht nach. Letzte Woche wurden 230 Tiere mehr zur Schlachtung angemeldet als üblich. Sollte sich die Situation zuspitzen, hat dies später einen Einfluss auf die Produktion von Milch, Joghurt und Käse. Bereits jetzt geben die Kühe weniger Milch. Investitionen in die Zukunft Die Hitze hat noch einen weiteren Nachteil. Steigt die Null-Grad-Grenze auf 5000 Meter, hebelt sie die Kältebarriere der Alpen aus. Schädlinge wie der Japankäfer können dadurch einfacher in den Norden gelangen. Im Piemont und im Tessin kämpfen die Winzer verzweifelt gegen das gefrässige Insekt. So ist dem Japankäfer und zahlreichen Hitzegewittern mit Hagelschauern ein grosser Teil der Traubenernte zum Opfer gefallen. Aktuell wird über den Bau von Wasserspeichern diskutiert. Obwohl dringend benötigt, dauert das Bewilligungsverfahren für Wasseraufhaltebecken, auch in den Alpen, lange. Zudem stellt sich die Frage der Finanzierung. G A B R I EL TI N GU ELY

Scannen und mehr erfahren: Lebensmittelproduktion im Klimawandel

Mit den Temperaturen steigen auch die Preise

Für alle Weinfachleute, Weinkenner und Weinneulinge bietet das Swiss Wine Tasting eine einmalige Gelegenheit, junge, aber auch ­ä ltere Spitzenweine der Schweiz besser kennenzulernen. An der Werkschau der Schweizer Weinszene im Chipperfield-Bau des Kunsthauses in Zürich präsentieren rund 150 Winzerinnen und Winzer aus allen Landesteilen ihre besten Crus. Drei spannende Ateliers bereichern den Anlass. swiss-wine-tasting.ch

Küchengeräte: Diese Technik hilft bei Hitze Vom Backofen zum Kühlschrank: Geräte geben immer auch Wärme ab. Was in der Hitze Abhilfe schafft. In Sachen Wärmeentwicklung in der Küche habe sich in den letzten zehn Jahren sehr viel getan, sagt Oliver Brouwer, Leitung Vertrieb und Entwicklung bei Hugentobler Schweizer Kochsysteme. Gas- und Elektroherde mit Gussplatten, die deutlich mehr Wärme abgeben, wurden durch effiziente Induktionsgeräte abgelöst. «Moderne Geräte sind schnell aufgeheizt. Ungenutzt müssen sie nicht eingeschaltet sein. Das empfehlen wir für alle Geräte.» Auch bessere Isolation und geschlossene Systeme haben die Küchentemperatur massgeblich gesenkt. «Wichtig finden wir auch, dass

Kochprozesse angepasst werden», so Brouwer. Warum Reis im offenen Kipper köcheln, wenn wir ihn im geschlossenen Garraum im Kombisteamer garen können?» Auch in der Kühltechnik gibt es vermehrt Geräte, die ausdrücklich für Umgebungstemperaturen bis 40 Grad ausgelegt sind. Gerade während Hitzewellen könnten einfache Massnahmen viel dazu beitragen, dass Kühlgeräte effizient arbeiten, sagt Manuel Rehm, International Key Account Management Foodservice bei der LiebherrHausgeräte GmbH. «Wichtig sind eine gut belüftete Aufstellung, freie Lüftungsbereiche sowie möglichst kurze Türöffnungszeiten im laufenden Betrieb.» Auch eine bedarfsgerechte Beladung und das Vermeiden warmer Speisen im Gerät unterstützen die Kühlleistung. Digitale Überwachungssysteme und Temperaturalarme helfen in modernen Geräten ausserdem, Abweichungen frühzeitig zu erkennen. A LI CE GU LD I M A N N

Die dritte Ausgabe des «Zürich Experience – Summit for Urban Tourism» bringt Führungskräfte, Expertinnen und Entscheidungsträger aus Tourismus, Wirtschaft, Politik und Verwaltung zusammen. Hochkarätige Speaker und Speakerinnen diskutieren im The Circle Convention Center am Flughafen Zürich die Zukunft des Städtetourismus. Gemeinsam werden Trends, Herausforde­ rungen und Chancen des Städtetourismus diskutiert: verändertes Reiseverhalten, wirtschaftliche Entwicklungen, globale geopolitische Verschiebungen und ihre Auswirkungen auf den Tourismus, Best-Practice-Beispiele und ­v ieles mehr. So entstehen neue ­Perspektiven für die zukunfts­ orientierte Entwicklung des Städtetourismus und darüber hinaus. zuerich-experience.com

Montag, 31. August Swiss Wine Tasting in Zürich

Mittwoch, 2. September Dessert Excellence – Meisterklasse mit Laurent Massé

Mehr Informationen unter: home.liebherr.com hugentobler.ch

Letzte Woche war ich auswärts essen. In einem dieser Restaurants, bei denen man sich fragt, ob sich das Haus verrechnet hat. Gefühlt gab es doppelt so viele Servicekräfte wie üblich. Selbst das Öl zum Brot wurde inszeniert eingeschenkt. Jeder Mitarbeitende hatte Zeit für einen Satz, für ehrliches Interesse. Ein Lächeln hier, eine Empfehlung dort, ein kurzer Austausch. Als wir gingen, dachte ich nicht über das feine Essen nach. Sondern darüber, wie wohlig umsorgt ich mich gefühlt hatte. Kürzlich las ich einen Artikel über das Reisen. Man kann bereits heute von Zürich bis nach New York ins Hotelbett gelangen, ohne mit einem einzigen Menschen zu interagieren: online einchecken, Koffer am Automaten abgeben, Boarding per QR-Code, fahrerloses Taxi, Self Check-in im Hotel, «Grab & Go»-Bag zum Frühstück. Technisch faszinierend. Aber will ich das wirklich? Klar, die KI weiss, welches Zimmer und welchen Wein ich bevorzuge und dass ich ein Seitenschläferkissen möchte. Doch sie wird nie spüren, dass ich gerade einen anstrengenden Tag hinter mir habe. Nicht sehen, dass ich eigentlich nur ein herzliches «Schön, dass Sie da sind» brauche. Und genau darin liegt für mich der Kern. Die Frage ist nicht, wie viele Mitarbeitende wir durch Technologie ersetzen können, sondern wie Mitarbeitende wieder Zeit bekommen, um empathische Gastgeber zu sein. Vielleicht wird der Wettbewerb der Zukunft gar nicht über die KI entschieden. Sondern über die Person, die sich noch einen Moment Zeit nimmt. Die für einen da ist. Für ein Lächeln. Für einen persönlichen Satz. Denn genau diese Momente bleiben. Sie gehen ins Herz. Nicht der QR-Code.

In diesem Kurs in der Richemont Fachschule in Luzern zeigt Chef pâtissier Laurent Massé live seine fachlich versierten Techniken und gewährt einen intensiven ­Einblick in die hohe Kunst der Desserts. Im Zentrum stehen fünf durchdachte und spannende Signature-Rezepte, die praxiserprobt sind und sich in den Betrieben direkt umsetzen lassen. Sie orientieren sich an der aktuellen Vision der Valrhona-Schule – der «Gourmandise raisonnée», die auf eine ausgewogene Pâtisserie mit reduziertem Zucker- und Fettanteil setzt, ohne dabei auf Genuss zu verzichten. richemont.swiss


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Diese sieben Talente wollen Goldener Koch 2027 werden

N E UE RÖF F N ET

Dieses Jahr gibt es etwas Neues beim «Goldenen Koch»: ein Halbfinal-Camp. Nun ist klar, wer dort dabei ist.

Medien

p a r tn e r

Z VG

Restaurant Paraiso Zürich

Seit Mitte Juli drei-stuben.ch

B-Smart Hotel Widnau/SG

Mehr Informationen unter: goldenerkoch.ch

Für die Ausgabe 2027 schlägt der Goldene Koch ein neues Kapitel auf: Statt mehrerer Halbfinal-­ Gerichte steht erstmals direkt das Fleischgericht des Finales im Mittelpunkt der Bewerbung. Das verringert den Aufwand für die Teilnehmenden deutlich. Und verschafft ihnen gleichzeitig einen echten Vorteil: Das Fleischgericht, das später auch im Finale auf die Platte kommt, kann im Wettbewerbsverlauf weiter ausgearbeitet Die Halbfinalisten, die im Oktober gegeneinander antreten (v. l.): Simon Grimbichler, Nino Schüpbach, Jakub Baron, und verfeinert werden. Z VG Frederik Jud, Stéphane Demarcq, Stefanie Siegenthaler und Giorgio Chiodin. Auf Basis des eingereichten Fleischgerichts hat die Nominationsjury eine Halbfinalistin sowie sechs Halbfinalisten ausge- mittelbar als Learning für die Fi- men Warenkorb kreieren die Kanwählt (siehe Kasten). Gepunktet nalvorbereitung nutzen können. didierenden ein überraschendes Die Halbfinalisten haben sie mit einer klaren, ku- Mittels Input-Sessions erhalten Gericht für die Jury. Beide Wettlinarisch überzeugenden Krea- alle zusätzliche Einblicke rund bewerbsaufgaben ergeben eine Jakub Baron tion mit Schweizer Schweinskar- um Kochkunst und Kulinarik. Gesamtwertung und entscheiden ree und Schweizer Schweinshaxe, Walliserhof Grand-Hotel & Spa, über die Finalteilnahme. drei Garnituren nach Wahl, einer Saas-Fee/VS Samuel Zaugg, Projektleiter «Die Kandidaten des Goldenen Kochs, ist überSauce sowie den Pflichtzutaten Haselnüsse und Grapefruit. zeugt, dass das Halbfinal-Camp Giorgio Chiodin profitieren den Teilnehmenden attraktive Villa Principe Leopoldo, von direktem Das Halbfinal-Camp Lugano/TI Perspektiven bietet: «Sie profitieren nicht nur von Input-Sessions, Feedback.» Eine weitere Neuerung beim sondern gewinnen auch wertvolle Stéphane Demarcq S A M U EL Z AU GG , P ROJ EK T LEI T ER Goldenen Koch 2027 erfährt ­ Erkenntnisse in Form von direkRestaurant de l’Hôtel de Ville ten Rückmeldungen von Top-Köde Crissier/VD das Halbfinale: weg vom öffentlichen Anlass, hin zu einem zwei- Die Kandidierenden werden im chen.» Und natürlich bleibe bei tägigen Halbfinal-Camp mit viel Camp mit zwei unterschiedlichen zwei vollen Tagen genügend Zeit, Simon Grimbichler Herzblut. Das neuartige For- Aufgaben gegeneinander antreten. um Kontakte zu knüpfen. «Das Restolike, Hindelbank/BE mat findet am 12. und 13. Oktober In der ersten Halbfinal-Aufgabe neue Konzept berücksichtigt zuin Bern statt und vereint Wett- steht eine Garnitur des einge- dem die hohen zeitlichen AnforFrederik Jud Himmel am Berg, Galgenen/SZ kampf, Weiterbildung und Net- reichten Fleischgerichts im Zent- derungen bei der Wettbewerbsworking. Der Kochwettbewerb rum. Die Köchin und die Köche vorbereitung», so Zaugg. Nino Schüpbach und die Kochkunst stehen weiter- bereiten diese für die Jury und die Von den sieben Teilnehmenhin im Vordergrund. Neu profitie- anderen Camp-Teilnehmenden zu den qualifizieren sich die fünf bes- Schloss Schauenstein, Fürstenau/GR ren die Teilnehmenden zusätzlich und präsentieren sie mündlich. ten für das Finale im Kursaal Bern, Stefanie Siegenthaler von gezieltem Feedback zu ihrer Die zweite Aufgabe beinhaltet ein wo sie am 22. Februar 2027 um die Koch-Performance, das sie un- «Secret Dish»: Aus einem gehei- Trophäe kochen werden. Casino Bern ( A H Ü)

Vom 16. Juli bis 19. September wird das Restaurant Drei Stuben zu «Paraiso». Küchenchefin Corin Schmid bringt kulinarische ­K reationen auf den Teller, die für sie nach Sommer schmecken ­ und von den schönsten Küsten­ regionen der Welt inspiriert sind.

Das Hotelrestaurant Paul’s wurde geschlossen. Neu heisst der ­B etrieb «Villa Caprese» und wird von Ilir Bajrami geführt. Das ­k ulinarische Angebot umfasst ­a uthentische italienische Spezia­ litäten wie Pizza, Pasta und ­a usgewählte Fleischgerichte. Das Restaurant ist täglich geöffnet. Ab August b-smarts.net

Restaurant Le Pavy Sugiez/FR

Christian und Fiona Aeby sind die neuen Gastgeber im «Le Pavy». Das Lokal wird 20 Plätze haben. Auf der Karte stehen ­verschiedene ­G erichte aus regio­ nalen Produkten. Den Betrieb führen beide zusammen mit einer ehemaligen Mitarbeiterin. Ab September lepavy.ch

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CHRISTOPH KAUFMANN «BEI KOCH-WETTBEWERBEN ZÄHLT JEDES KLEINSTE DETAIL»

werbs-Setting ist das natürlich besonders wichtig, da dort jedes kleinste Detail zählt. Wie ist das Sponsoring zustande gekommen? Das hat sich ganz organisch ergeben. Wir haben beidseitig gemerkt, dass wir dieselben Werte vertreten und unsere Leidenschaft für Kulinarik teilen – daher war das Team ein idealer Partner für uns. Es zeigt, was mit dem Pacojet möglich ist. Zudem bekommen wir von den Mitgliedern auch Feedback zu Anwendungsmöglichkeiten und Verbesserungspotenzial. Besonders wichtig ist die Mannschaft für uns als Referenz. Wir lassen die Rezepte der Teammitglieder auch immer wieder in unsere Rezeptwelt einfliessen.

Präzision, Leidenschaft und Qualität: Diese Werte verbinden Pacojet und die Schweizer Kochnationalmannschaft.

Wie hat sich das Gerät seither weiterentwickelt? Die stetige Weiterentwicklung ist Teil unserer DNA. Die Geräte sind leistungsstärker geworden, präziser und intuitiver in der Handhabung. Zudem gibt es Zubehör wie das Coupe Set Messer oder die Schlagscheibe, die den Anwendungsbereich vergrössern. Zum Beispiel kann der Pacojet mittlerweile auch Rahm schlagen. Welche Wünsche Ihrer Kunden konnten Sie im neuesten Gerät integrieren? Mit dem Pacojet 4 haben wir wieder einen grossen Sprung nach vorne gemacht. Mit dem Jet-Modus ist ein Becher in 60 Sekunden Sponsoren der beiden Schweizer Kochnationalmannschaften:

Was beeindruckt Sie an der Kochnationalmannschaft? Mich beeindrucken besonders die Detailverliebtheit und die Perfektion, die das Team jeweils an den Tag legt. Das Niveau, auf dem gekocht wird, ist unglaublich. Wenn man live vor Ort ist, sieht man, wie eingespielt das Team ist – jeder Handgriff sitzt perfekt.

Frisches Beerensorbet nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter: der Pacojet macht’s möglich.

pacossiert, zudem ist das Gerät leiser geworden und die Handhabung durch den grossen Touchscreen noch intuitiver und einfacher. Christoph Kaufmann ist CEO und Mitglied des Verwaltungsrats bei Pacojet. Der Pacojet 4 kommt bei ihm fast täglich zum Einsatz.

Und welche unerfüllten Wünsche gibt es noch? Ich kann natürlich nicht alles verraten, woran wir derzeit arbeiten. Unter anderem versuchen wir aber vermehrt, den Pacojet nicht nur als Gerät zu positionieren, sondern als Plattform für kulina-

Hauptsponsor: Swica Gesundheitsorganisation

Z VG

rische Innovation und Inspira- dass ich zum Beispiel eine Erd­ tion. Wir unterstützen Betriebe beerglace aus regionalen Erdbeedabei, vom Wareneinsatz über die ren im November geniessen kann Produktion bis zum Service effi- – weil sie während der Saison einzienter zu werden. Gleichzeitig ar- gefroren wurden. So kann man beiten wir auch an neuem Zube- die Saisonalität quasi mitnehmen. hör, um unsere Kunden noch besser unterstützen zu können. Was war das Beeindruckendste, das Sie je aus dem Pacojet probieren durften? Mein persönliches Highlight ist mein morgendlicher Ingwershot. Ich bin immer wieder beeindruckt, zu welch feiner Konsistenz der Pacojet ungeschälten Ingwer verarbeiten kann. Und meine Kinder lieben die Schokoladenglace – da geht es weniger um Kreativität als um Geschwindigkeit (lacht). Und besonders praktisch finde ich,

Co-Sponsor: G. Bianchi AG, Electrolux Professional

Ausrüster: Gastroimpuls, KAI/sknife, Kentaur Work Wear, Oehrli Berufsmode

Im November findet der Culinary World Cup in Luxemburg statt. Auf welche Platzierung tippen Sie? Man soll ja nichts verschreien, aber ich traue dem Team sehr viel zu. Es vereint enorm viel Talent und hat eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen, hungrigen Leuten. Aber ganz unabhängig vom Ergebnis machen die Mitglieder einen hervorragenden Job und üben ihr Handwerk auf höchstem Niveau aus – darauf können sie stolz sein. A N G EL A H Ü P P I

«Die Kochnational­ mannschaft ist ein idealer Partner.»

Pacojet unterstützt die Schweizer Kochnationalmannschaft. Wofür wird der Pacojet dort verwendet? Da geht es primär um Komponenten, die hochpräzise Texturen erfordern: Mousses, Pürees, Sorbets oder Farces. In einem WettbePartner der Schweizer Kochnationalmannschaft: Aligro, Ben’s Original, Hero, Nectaflor, Pacojet, Saviva, Unilever Food Solutions

Mehr Informationen unter: pacojet.com

Christoph Kaufmann, den Pacojet gibt es seit 30 Jahren. Wie ist das Produkt damals entstanden? Die Gründer haben schon früh ­gemerkt, dass Köchinnen und Köche eine Möglichkeit brauchen, Komponenten frisch und in perfekter Textur herzustellen – und das unabhängig von Zeit und Menge. Mit dem Pacojet produziert man einmal und kann das Gericht aufbereiten, wenn es gebraucht wird. Die Inspiration kam anscheinend vom Schlittschuhlaufen – das Abraspeln des Eises durch die Kufen lieferte die Idee. Ob das tatsächlich stimmt, weiss ich allerdings nicht (lacht). Es wurde an vielen Prototypen getüftelt. Danach etablierte sich der Pacojet schnell als Geheimwaffe.

Luzern, den 22. Juli 2026

Pacojet Seit dreissig Jahren stellt Pacojet Profiköchen rund um den Globus ein Kochsystem bereit, mit dem sie ihre Kreativität voll ausleben können. Der Pacojet 4 wird in der Schweiz hergestellt und ist ein Multitalent mit unzähligen Anwendungsbereichen, das hocheffizientes Arbeiten ermöglicht und den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln unterstützt.

Partner der Schweizer Junioren-Kochnational­m annschaft: AMC International AG, Boiron, Emmi Food Service, Hug AG, Transgourmet/Prodega, Wiberg,

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Luzern, den 22. Juli 2026

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PRO & CONTR A

Genderstern im Gastgewerbe? Genderstern und Doppelpunkt sorgen immer wieder für heftige Diskussionen – auch in der Hotellerie und Gastronomie. Kommunikationsexpertin Tina Seiler sieht in den Sonderzeichen ein wichtiges Zeichen für inklusive Sprache. Hotelière Caroline Spatz hingegen lehnt Gendermarkierungen ab. Zwei Sichtweisen auf eine Frage, die bewegt.

TINA SEILER

CAROLINE SPATZ

Partnerin PR- und Kommunikationsagentur Oppenheim, Zürich

Member Executive Management Foundation, Stiftung Lilienberg Unternehmerforum, Ermatingen/TG

P RO : Ich muss ehrlich sein: Ich finde den vicequalität und gestalten Gästeerlebnisse Genderstern auch nicht besonders hübsch. bis ins kleinste Detail. Warum also nicht Aber Gleichberechtigung war noch selten – auch in eine Sprache, die möglichst viele und wird es wohl auch nie sein – eine De- Menschen anspricht? Gastfreundschaft signfrage. Als PR-Mensch schreibe ich täg- beginnt schliesslich lange bevor der erste lich Texte. Und ja, gendergerechte Sprache Kaffee serviert wird. Oft höre ich: «Wir hakostet manchmal Zeit, Nerven – und ein ben doch wichtigere Probleme.» Natürlich haben wir die. Fachkräftepaar zusätzliche Sonderzeichen. Trotzdem bin ich «Wenn sich mehr mangel, steigende Kosten überzeugt: Dieser Mehroder sinkende Margen verMenschen ange- schwinden nicht wegen aufwand lohnt sich. Warum? Weil Sprache nie einsprochen fühlen, eines Gendersterns. Aber Gleichberechtigung ist kein fach nur Sprache ist. Sie lohnt sich der Entweder-oder. Sie beginnt prägt unser Denken und nicht erst in der Chefetage macht sichtbar, wen wir beGenderstern.» oder auf der Lohnabwusst einschliessen. Ich TI N A S EI LER bin keine Missionarin des rechnung. Sie beginnt auch Gendersterns. Wenn sich im Alltag – und damit auch ein Satz nur noch wie eine grammatikali- bei der Sprache. sche Mutprobe liest, ist niemandem geholMich stört am Gendern vor allem eines: fen. Viel lieber verwende ich neutrale Be- Es macht Texte länger. Dass sich dafür griffe wie «Mitarbeitende», «Gäste» oder mehr Menschen angesprochen fühlen, ist «Team». Das liest sich flüssig, klingt natür- den zusätzlichen Sonderzeichen wert. Denn licher und schliesst trotzdem niemanden wenn wir mit bewusst gewählten Worten aus. Gerade das Gastgewerbe lebt von Kom- mehr Menschen das Gefühl geben können, munikation. Wir feilen an jedem Satz und willkommen und gemeint zu sein, dann ist Instagram-Post, investieren täglich in Ser- das für mich gelebte Gastfreundschaft.

Wie ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit auf ­u nseren Social-MediaKanälen.

Gusto 27: Feuer frei für die nächste Kochgeneration

Wie sich der Schweizer Tourismus entwickelte

Mehr Informationen unter: forumschwyz.ch

Mehr Informationen unter: gusto.transgourmet.ch

Im Forum Schweizer Geschichte Schwyz zeigt die Ausstellung «Tourismus. Reiseziel Schweiz» die Geschichte des Schweizer Tourismus auf. Das Erlebnis beginnt am Eingang: Der Empfangsbereich präsentiert sich als Hotelréception. Die Gäste erhalten beim Check-in ein Ferienbudget in Form von Jetons, die sie an interaktiven Stationen ein- Heute Realität: Selfies gehören zum setzen können – für eine Post- Reisen dazu. Z VG karte im Souvenir-Shop oder den Zugang zu einem Selfie-Spot. Es folgt ein Werk des Künst- rung und Romantik wandelte sich lerduos Studer/van den Berg. Ihr die Schweiz vom Transitland zum Bergpanorama aus der Serie «Vue Reiseziel. Zwischen 1854 und 1865 des Alpes» präsentiert ein makel- prägten die «Goldenen Jahre des loses, nostalgisches Ferienerleb- Alpinismus» die Entwicklung des nis abseits von Massentourismus Tourismus. Dieser Boom kulmiund Lärm. Doch der Schein trügt: nierte am Ende des 19. JahrhunDas Bild entpuppt sich als digi- derts in der Belle Époque mit dem tale Konstruktion und als Frage: Bau von Bergbahnen und Hotels. Was ist reale Natur und was sorgIm letzten Teil rückt die Gefältig inszeniert? genwart in den Fokus: Soziale Medien prägen heute touristische Markante Entwicklungen Bildwelten und ersetzen den klassischen Reiseführer. Das ReiDie Ursprünge des Schweizer Tou- severhalten folgt zunehmend rismus reichen bis zu den «Grand dem Prinzip «öfter, weiter, kürTours» des ausgehenden 17. Jahr- zer» – mit drastischen Folgen: hunderts zurück. Junge englische selten genutzte Ferienwohnungen, Aristokraten legten auf ihrem der ökologische Fussabdruck Weg nach Italien einen Zwischen- wachsender Mobilität und das halt ein. Erst im Zuge von Aufklä- Schmelzen der Gletscher. (R M A )

Pro & Contra Eine Debatte über aktuelle Themen in der Branche.

CO N T R A : Gleichstellung entsteht nicht und respektvolle Führung schaffen Zugedurch Sonderzeichen, sondern durch Hal- hörigkeit. Nicht eine bestimmte Schreibtung und konsequent vorbildliches Han- weise – die mir im Übrigen sehr kompliziert deln. Gerade in der Hotellerie arbeiten vorkam, da ich sie auch genderneutral Menschen unterschiedlichster Herkunft, schreiben musste. Ich halte es für den wirKulturen und Generationen zusammen. kungsvolleren Weg, in FührungskompeWenn wir über Inklusion sprechen, sollten tenz, Reflexionsfähigkeit und den Abbau wir uns deshalb die entunbewusster Vorurteile zu scheidende Frage stellen: «Wertschätzung investieren, anstatt die Debatte auf Sternchen oder Worin investieren wir unschafft Zugehö- Doppelpunkte zu verengen. sere Zeit und Energie? Meiner Ansicht nach disku- rigkeit. Nicht eine Selbstverständlich hat die Sprache auch ihre Betieren wir zu häufig über bestimmte deutung. Ich verwende auSchreibweisen und zu seltomatisch geschlechtsneuten über das, was MenSchreibweise.» trale Begriffe wie «Mitarschen verbindet. C A RO LI N E S PAT Z Aus meiner Sicht bebeitende» oder «Team». Kriginnt Gleichstellung im tisch sehe ich jedoch den Kopf. Sie zeigt sich darin, ob Menschen un- Anspruch, dass Gleichstellung vor allem abhängig von Geschlecht, Herkunft oder über sprachliche Regeln erreicht werden Alter dieselben Chancen erhalten. Das sind könne. Wenn wir wirklich etwas verändern Führungsaufgaben. Genau dort entschei- wollen, sollten wir weniger darüber spredet sich, ob Inklusion gelingt. Meine Mas- chen, wie wir schreiben, sondern darüber, terarbeit beschäftigte sich mit psychologi- wie wir denken und führen. Denn Menscher Sicherheit in der Schweizer Hotelle- schen erinnern sich nicht daran, ob ein Dorie. Die Erkenntnis daraus war eindeutig: kument gegendert war – sie erinnern sich Vertrauen, Wertschätzung, Transparenz daran, wie sie behandelt wurden.

Medien

Am 27. Juli startet die Schweizer Meisterschaft für Kochlernende in eine neue Runde. Dabei überrascht Organisator Transgourmet/Prodega gleich mit drei Premieren. Einkaufsgutschein, Genussreisen und ein Profimesser: Wer bei der Schweizer Meisterschaft für Koch-lernende mitmacht, wird für den Einsatz belohnt. Dieses Jahr gilt es, eine Hauptspeise mit Poulet, Ei, Bio-Gemüse, allesamt aus der Schweiz, sowie einer Stärkebeilage aus Mais zu kreieren. «Chicken, Egg & Fire» lautet der Titel der Wettbewerbsaufgabe. Das Besondere: Sowohl das Pouletfleisch als auch ein Gemüse müssen grilliert oder geräuchert werden. «Damit geben wir erstmals eine Zubereitungsart vor, was die Gerichte besser vergleichbar macht», erklärt Gusto-Jurypräsident Yanick Mumenthaler. «Mit Rauch und Feuer besinnen wir uns ausserdem auf die Ursprünge des Kochens.» Live-Bekanntgabe an der Zagg Organisiert wird Gusto27 vom Belieferungs- und Abholgrosshänd-

Konzentriertes Anrichten: Mateo Hoefliger, Gewinner Gusto26.

ler Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbands. Bis zum 20. Oktober haben Kochlernende im zweiten und dritten Lehrjahr mit Jahrgang 2003 oder jünger nun Zeit, ihr Gericht zu kreieren und ein Foto mit Kurzbeschrieb davon einzureichen. Welche Jungtalente den Sprung ins Finale schaffen, zeigt sich am 26. Oktober. Erstmals werden dazu alle Teilnehmenden sowie die Sponsoren an die Fachmesse Zagg in Luzern eingeladen. Dort werden die sechs Besten live bekanntgegeben. Für die sechs Finalteilnehmenden beginnt die Reise dann

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erst richtig: Am 18. März 2027 treten sie im Wettkochen gegeneinander an und bereiten neben ihrer Hauptspeise auch eine Vorspeise zu – die genauen Details dazu erfahren sie nach ihrem Finaleinzug. Zu gewinnen gibt es Stages auf den Galapagosinseln (1. Platz), in Hamburg (2. Platz) und in Zürich (3. Platz). Aber auch alle, die das Finale der Schweizer Meisterschaft nicht erreichen, können sich für eine Reise anmelden: Neben Salzburg (AT) und der Schweiz steht dabei zum ersten Mal auch München (DE) zur Auswahl. Mitmachen lohnt sich also in jedem Fall. (M M)


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S chwe rpu n k t

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Luzern, den 22. Juli 2026

LANGLEBIGKEIT – E MIT DEM SICH KASSE M

Bis ins hohe Alter gesund und glücklich bleiben – w Dafür, dass dieser Wunsch wahr wird, kann man e nach V ­ erlängerung der Gesundheitsspanne spielt auch

Mehr Informationen unter: novotel.com ist.de

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berall hört und liest Wirtschaftssegmenten. Bis zum scheidungen körperlich und geisman derzeit das Wort Ende dieses Jahrzehnts soll die tig gesund bleibt, lebt besser und Longevity. Es bedeu- Langlebigkeitswirtschaft weltweit länger. Genau hier setzt Novotel tet gesunde Langle- ein Volumen von rund 4,6 Billio- an und macht Longevity für alle zugänglich.» Dazu setzt die Hotelbigkeit. Gleichzeitig steht es auch nen US-Dollar erreichen. gruppe mit fast 600 Häusern in für möglichst viel Jugendlichkeit über 60 Ländern auf die vier zentund Gesundheit bis ins hohe Alter. Vier-Säulen-Prinzip ralen Säulen: Essen, Schlafen, BeDer globale Megatrend Longevity beschreibt zudem einen Paradig- Die zur Accor-Gruppe gehörende wegung und soziale Beziehungen. menwechsel: weg vom reinen Be- Hotelkette Novotel hat bereits handeln altersbedingter Krank- entsprechend reagiert. Mit dem Schlaf gut, lebe länger heiten hin zur Verlängerung der Konzept «Longevity Everyday» Gesundheitsspanne in Bezug zur macht sie seit Januar den Life- Wie eine Studie der Harvard MeLebenszeit. Mit einem Potpourri style-Trend der Langlebigkeit für dical School ergab, hat die Schlafan unterschiedlichsten Massnah- alle Reisenden greif- und erlebbar. qualität einen messbaren Einfluss men soll erreicht werden, dass die Die Novotel-Hotels sollen welt- auf die Lebensdauer. Männer köndazugewonnene Lebenszeit mög- weit zu Orten werden, an denen nen ihr Leben um bis zu fünf lichst gesund, erfüllt und glückJahre, Frauen um bis zu zweieinhalb Jahre verlängern, indem sie lich verbracht wird. ausreichend, regelmässig und un«Männer, die gut Lohnender Markt gestört schlafen. Um die Bedeuschlafen, leben tung der Schlafqualität wissend, bis zu fünf Jahre Anhänger der Langlebigkeitsbeführt Novotel daher bis 2030 in alwegung investieren viel Zeit und len Häusern neue nachhaltig entlänger.» Geld in ihre Selbstoptimierung wickelte Premium Betten ein. Die D R . FR A N K Q I A N , H A RVA R D M ED I C A L (siehe Infospalte rechts). Davon dafür speziell entwickelten NovoSCH O O L , B OS TO N (U S) profitieren nicht nur die Pharma-, tel-Matratzen sind 29 Zentimeter Medizin-, Kosmetik-, Sport- und hoch und nach «Oeko-Tex-» sowie Fitnessbranche. Auch die Hotelle- Gäste jeden Tag gesünder, ausge- «NF Environnement» zertifiziert. rie, das Gastgewerbe sowie ihre glichener und bewusster leben Damit trägt die Hotelkette dem Zulieferer können vom steigenden können. Das soll nicht durch ra- Ergebnis einer eigenen GästebeWunsch nach gesunder und erfüll- dikale Veränderungen, sondern fragung (Accor Business Travel ter Langlebigkeit profitieren. durch kleine, wirksame Schritte Survey) Rechnung. 36 Prozent der Gemäss der Marktforschungs- im Alltag erreicht werden. «Bisher Befragten geben an, dass ein beplattform Gitnux zählt die soge- wurde Longevity häufig als Luxus quemes Bett entscheidend für ihr nannte «Longevity Economy» zu inszeniert, zum Beispiel mit teu- Wohlbefinden auf Reisen sei. den am schnellsten wachsenden ren Wellness-Ritualen», sagt JeanEin weiterer wichtiger Faktor Yves Minet. Der Novotel Global für Langlebigkeit und WohlbefinBrand President ist überzeugt: «Wer durch einfache tägliche Ent-

den ist die gesundheitsförder Ernährung. Bis Ende 2026 w den in allen Novotel Hotels m destens 25 Prozent der Spei pflanzenbasiert und zuckerre ziert sein. Damit setzt die Ho marke ein klares Zeichen für gewogene, durchdachte und la fristig gesunde Ernährung. Rahmen der Umstellung ihres linarischen Angebots werden Küchenteams der Hotels an Sc lungen des Culinary Institute America teilnehmen. Darüber hinaus hat Novo eine mehrjährige Partnersch mit dem britischen Food Crea und Koch Alfie Steiner gesch sen. Seine einfachen, genuss len, pflanzenbasierten Reze werden noch in diesem Jahr T der Novotel-Menüs. Die Gäste len dazu inspiriert werden, di Speisen nach ihrem Hotelbes auch zuhause nachzukochen.

Wer nicht rastet, rostet auch ni

Bewegung ist die dritte Säule welcher eine gesunde Langle keit basiert. Bereits jetzt verfü 70 Prozent der Novotel Ho über Fitnessbereiche und Po Dieses Angebot wird nun we ausgebaut: durch weitere Räu aber auch durch Bewegungsa


Luzern, den 22. Juli 2026

Zahlen und Fakten

12,9 Prozent

EIN TREND, MACHEN LÄSST

beträgt gemäss research­ andmarkets.com die jährliche Wachstumsrate für spezifi­ sche Longevity-Reisen.

wer wünscht sich das nicht? einiges tun. Beim Streben h das Gastgewerbe eine Rolle.

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S chwe rpu n k t

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bote, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Dazu arbeitet die Hotelkette mit Kauli Vaast, Goldmedaillengewinner im Sur­ fen an den Olympischen Spielen 2024, und dem Fussballclub Paris Saint-Germain zusammen. Die

«Longevity ist ein Megatrend, der unsere Welt und ­unsere Branche verändert.» J E A N -Y V E S M I N E T, N OVOT EL G LO B A L B R A N D P R E SI D EN T

Profi-Sportler bringen praxisnahe Tipps und Impulse in die Hotels. Das soll kleine und grosse Gäste dazu motivieren, sich mehr zu be­ wegen. Sei es bei einem kurzen Workout im Hotelzimmer oder durch bewusste, in den Alltag in­ tegrierte Aktivitäten.

schreibt Neotes auf seiner Web­ site. Neotes ist ein deutsches, von Ärzten gegründetes Unter­ nehmen, das sich der Alterungs­ forschung verschrieben hat. Auf der Basis neuester Forschungser­ gebnisse bietet es ein LongevityKonzept, das spezielle Diagnostik­ verfahren, Mikronährstoffkombi­ nationen und personalisierte Beratung verbindet. Gute soziale Beziehungen hel­ fen, das Leben zu verlängern und erhöhen die Lebensqualität. Auch diesem Aspekt der Langlebigkeit trägt Novotel verstärkt Rechnung. Die Hotelkette gestaltet für ihre Gäste bewusst Erlebnisse, die kör­ perliches, mentales und soziales Wohlbefinden fördern wie bei­ spielsweise Tavolate. Auch Novo­ tel selbst pflegt seine sozialen ­Beziehungen und zwar unter dem Namen «Novotel 37 Collective». Diese globale Gemeinschaft ist das Herz des «Longevity Every­ day»-Konzepts und besteht aus

Experten und Expertinnen – vom Schlafforscher bis zur Umwelt­ aktivistin. Sie beleuchten den Longevity-Trend in all seinen Fa­ cetten und Auswirkungen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Durch Videos, Interviews, Tipps und Vor-Ort-Aktivierungen ver­ mittelt dieses Kollektiv praxis­ nahe und menschliche Einblicke. Das macht Longevity greifbar, motivierend und persönlich – für die Gäste, aber auch für die Novo­ tel-Mitarbeitenden. R I CC A R DA FR EI

Neun Jahre vor ihrem Tod leiden die Menschen in den Industrie­ ländern im Durchschnitt an ­einer chronischen Erkrankung.

Sehenswert «Longevity – Auf der Suche nach einem erfüllten Leben» 95 Minuten, srf.ch/play/tv «Longevity – Wie sinnvoll ist der Kampf gegen das ­A ltern?» 37 Minuten, srf.ch/play/tv

Soziale Beziehungen halten jung Forschungsergebnisse belegten, dass Personen mit stabilen sozia­ len Bindungen im Schnitt länger und glücklicher leben, stressresis­ tenter sind, sich schneller von Rückschlägen erholen und seltener an chronischen Erkrankungen lei­ den als einsame Menschen. «Ein­ samkeit kann das Sterberisiko um bis zu 26 Prozent erhöhen»,

Allein für diesen Kernmarkt wird bis 2031 ein jährliches Wachstum von über acht Prozent ­vorausgesagt.

Longevity-Webinar und Weiterbildung zum Coach Das IST-Studieninstitut aus Düsseldorf (DE) lädt am 30. Juli um 18 Uhr zu einem kostenfreien Webinar zum Thema «Longevity in der Hotellerie» ein. Passend dazu lanciert es die neue Ausbildung zum Longevity-Coach. Natascha Saar ist Expertin für Health Hospitality und innovative WellbeingKonzepte. Als Referentin des Webi­ nars «Longevity in der Hotellerie» zeigt sie, wie Hotels gesundheitsorien­ tierte Angebote glaubwürdig, wirt­ schaftlich sinnvoll und mit echtem Mehrwert für die Gäste in bestehende Konzepte integrieren können. Im Mit­ telpunkt des Webinars stehen BestPractice-Beispiele, aktuelle Entwick­ lungen sowie praktische Ansätze für zukunftsfähige Gesundheitskonzepte in der Hotellerie. Natascha Saar war massgeblich an der Entwicklung und Etablierung des Longevity-Konzepts bei der Appenzeller Huus AG in Gon­ ten/AI beteiligt, zu welcher das « Huus Bären», das «Huus Quell» und das «Huus Löwen» gehören. Heute ist sie als Spa-Managerin bei La Maison ­Hotel & Spa in Saarlouis (DE) tätig.

Zum kostenlosen Webinar anmelden kann man sich auf der Website ist.de. Unter der gleichen Webadresse sind auch Informationen zur Ausbil­ dung «Longevity Coach» zu finden. Das IST-Studieninstitut führt den Online-Lehrgang in Zusammenar­ beit mit der Deutschen LongevityGesellschaft durch. Die Ausbildung ist über acht Monate verteilt und kostet knapp 1800 Euro. Sie besteht aus fünf Studienheften, zwei Semi­ naren, drei webbasierten Trainings und 24 Online-Vorlesungen. Im ISTOnline-Campus können sich die Stu­ dierenden für die jeweils für sie pas­ senden Termine anmelden. Die Studierenden erhalten aktu­ elle Erkenntnisse der LongevityForschung. Unter anderem lernen sie, einfache Gesundheitsanalysen und Daten von Trackern verantwor­ tungsvoll zu nutzen. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Regeneration, ­ psychische Gesundheit und soziale Faktoren werden ebenso behandelt wie der Einsatz von Coachingmetho­ den, um Motivation zu fördern und Veränderungen zu begleiten. Zudem entwickeln die Teilnehmenden die Fähigkeit, Longevity-orientierte An­ gebote zu gestalten und umzusetzen.

80,1 Prozent

beträgt die durchschnitt­ liche reine Gesundheits­ spanne bei Männern in der EU. Bei Frauen liegt dieser Wert aktuell bei 75,4 Pro­ zent. Frauen leben statis­ tisch zwar länger, leiden aber im Schnitt einen Vier­ tel ihrer Lebenszeit an chronischen Erkrankungen.

Gene bestimmen nur zu zehn bis ­m aximal 30 Prozent den Alterungspro­ zess und das Ster­ bealter. Der Rest wird durch gesunde ­L ebensweise, Um­ welt und Lebensstil ­beeinflusst.

14 Jahre

So lange lässt sich gemäss einer «Harvard School of ­P ublic Health»-Studie die ­L ebenserwartung durch Einhaltung der LongevityBasisfaktoren verlängern.


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M a rk tplat z

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«Der scharfe Maxx» im StickFormat: Käse für das Buffet oder den Impulsverkauf.

Die Beiträge auf den Produktseiten werden von Jörg Ruppelt zusammengestellt und redigiert. joerg.ruppelt@ hotelleriegastronomie.ch

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Das ist so ein Käse!

Diese Hocker sind Hingucker

Charakterstark, frech und unverwechselbar: «Der scharfe Maxx» von Emmi hebt sich mit seiner kräftigen Würze von anderen Käsesorten ab und sorgt für ein intensives Geschmackserlebnis. Hergestellt aus frischer Rohmilch aus der Bodensee-Region und während fünf Monaten im Keller der Käserei Studer gereift, entwickelt er sein markantes Aroma. Neu gibt es ihn im praktischen Stick-Format für den schnellen Einsatz. emmi-food-service.ch

Mit dem Hocker DW 2000 erweitert Decor Walther sein Sortiment um ein vielseitig einsetzbares Möbelstück, das zeitloses Design mit hoher Funktionalität verbindet. Gefertigt aus hochwertigem Kristall-Acryl, überzeugt der Hocker durch seine Glas-Optik, eine klare Formensprache und seine Eignung für den Einsatz sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich. Der Hocker ist in vier Farbvarianten erhältlich. decor-walther.com

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B I LD ER Z VG

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Spezialität aus Hartweizengriess

Saucen peppen Gerichte auf

Neu im Sortiment von Parmadoro ist Fregula Sarda: die traditionelle, geröstete Pasta-Spezialität. Die kleinen Pastaperlen aus italienischem Hartweizengriess werden getrocknet und geröstet – für ihr typisch nussiges Aroma und den kernigen Biss. In der Anwendung ähnlich wie ein Risotto, nehmen sie Aromen besonders gut auf und bleiben dennoch bissfest. Ideal für Bowls, als kreative Beilage oder als Pastagericht. gastro.hero.ch

Unilever Food Solutions erweitert das Hellmann’s-SaucenAngebot um gleich drei neue Sorten: Die Varianten Aioli, Tartara und Cocktail verbinden vollmundigen Geschmack mit maximaler Effizienz. Sie helfen klassischen Gastrobetrieben, Caterings und Unternehmen der Gemeinschaftsverpflegung dabei, Gerichte aufzuwerten und die Vorbereitungszeit zu reduzieren. Verfügbar sind sie im Drei-Liter-Eimer. unileverfoodsolutions.ch

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Luzern, den 22. Juli 2026

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Pe rsön lich

CHARLY ITEN « SAKE IST DIE TRUMPFKARTE IM FOODPAIRING »

PE R SO N A LI A

Mario Garcia

Als erster Master Sake Sommelier der Schweiz räumt Charly Iten mit Vorurteilen auf und schafft neue Zugänge zum japanischen Traditionsgetränk. Charly Iten, 2017 haben Sie die Mission gestartet, Sake in der Gastronomie bekannter zu machen. Wie sieht es nach fast zehn Jahren aus? Ich bin insgesamt sehr zufrieden, das Interesse ist seither stets angestiegen. Natürlich gab es bei den Bestellungen Einbrüche durch die Coronapandemie, in dieser Zeit wuchs aber der Bereich der Privatkunden. Ebenfalls spüre ich in einem gewissen Mass den Trend zu einem tieferen Alkoholkonsum. Diesen nehme ich aber nicht als sehr einschneidend wahr, da es im Sake-Bereich immer mehr Produkte mit niedrigerem Alkoholgehalt gibt, zum Beispiel Liköre.

Wie offen sind die Schweizer Gäste dafür, auch einmal Sake statt Wein zu probieren? Das ist etwa fifty-fifty. Die einen sind total offen, die anderen skeptisch und bleiben lieber beim Wein. Es gibt aber Sake, der im Weinfass mit Erstbelegung ausgebaut wird. In Blinddegustationen kommt er wie ein Weisswein rüber. So kann man viele Weintrinker letztlich doch überzeugen.

Vor über 20 Jahren kam Charly Iten zum ersten Mal in Berührung mit Sake.

Gastro-Kunden erhalten bei mir immer das Angebot einer Schulung. Wer tiefer gehen möchte, kann einen Kurs der Sake Sommelier Association besuchen, die ich in der Schweiz vertrete. Aktuell bin ich ausserdem dran, für Gastrosuisse einen Schweizer SakeSommelier-Kurs aufzubauen. Um das Erlebnis zu vollenden, wie serviert man Sake richtig? Es herrscht oftmals der Irrglaube vor, dass Sake heiss und in kleinen Keramikbechern getrunken wird. Das war einmal so und hat je nach Anlass auch noch seine Berechtigung. Heute haben wir aber so viele schöne Produkte, da empfiehlt es sich, diese einfach gekühlt im Weinglas zu servieren. Bei hochwertigem Premium-Sake starte ich in der Regel bei zehn Grad Serviertemperatur. So hat er eine schöne Frische und kann sich im Glas noch entwickeln.

Wenn Sie Gastronominnen und Gastronomen beraten, was empfehlen Sie zum Einstieg? Zunächst schaue ich, was zum Auf welche Qualitätskriterien Konzept und zur Küche des Be- kann man achten? triebs passen könnte. Ein hervor- Es gibt sechs Haupttypen von Preragender Einstieg ist zum Beispiel mium-Sake. Vor dem Einkauf ist Sparkling Sake. Diesen gibt es es ratsam, sich ein wenig damit zu auch mit niedrigem Alkoholgehalt befassen. Einerseits gibt es Preund schönen Fruchtnoten. Oder mium-Sake mit der Bezeichnung Sake-Liköre mit Yuzu oder Blut- Junmai. Das bedeutet übersetzt orange. Diese eignen sich hervor- «reiner Reis», weil neben geragend für Spritz-Getränke und dämpftem Reis nur Reis-Kōji, holen praktisch alle Gäste ab. Hefe, Milchsäure und Wasser als Dann kann man weitergehen und Zutaten erlaubt sind. Innerhalb einmal einen Sake in die Geträn- dieser Gruppe gibt es wiederum unterschiedliche Polierraten. Je kebegleitung aufnehmen. stärker die Reiskörner poliert werden, desto weniger FehlaroWo können sich Gastronominnen und Servicefachleute zum men landen im Endprodukt. Die Thema weiterbilden? höchste Mindestpolierrate liegt Grundsätzlich ist es ein Vorteil, bei 50 Prozent, das macht den wenn das Serviceteam professio- Sake komplexer und tiefer. nell Empfehlungen geben kann und die Sake-Bezeichnungen da- Das heisst, je weniger Zutaten, bei möglichst richtig ausspricht. umso besser der Sake?

Head of Culinary

Marktleiter Frankreich

Das «Hermitage Lake Lucerne» hat Mario Garcia zum Head of Culinary ernannt. Der Spitzenkoch und Coach der Kochnati­ onalmannschaft verantwortet die gesamte Gastronomie des ­H auses und wird neue kulinarische Konzepte entwickeln.

Schweiz Tourismus (ST) hat Batiste Pilet zum neuen ­M arktleiter Frankreich ernannt. Der Waadtländer übernimmt die Leitung des Büros in Paris per 1. September. Zuvor war er Leiter des südostasiatischen Markts mit Sitz in Singapur.

Milos Nedovic

Rahul Arora

Asset & Investment Officer

Digital & Commercial Officer

Chedi Hospitality mit Sitz in Dubai (AE) hat Milos Nedovic zum Chief Asset & Investment Officer ernannt. Mit der neu geschaffenen Funktion stärkt das Unternehmen seine Kompetenzen in den Bereichen Investment und Asset Management.

Grand Metropolitan Hotels verstärkt seine Führungsspitze. Das Zürcher Hotelmanagement-Unternehmen hat Rahul Arora zum Chief ­Commercial & Digital Officer CCDO und Mitglied der ­G eschäftsleitung ernannt.

Z VG

Das kann man nicht pauschal so sagen. Bei der zweiten Gruppe der Premium-Sakes – ohne die Bezeichnung Junmai – wird in der letzten Phase der Hauptfermentation ein kleiner Anteil Braualkohol hinzugefügt. Das hat den Effekt, dass im Zusammenspiel mit dem Reis und der Hefe mehr Aromastoffe herausgelöst werden, was das Endprodukt noch komplexer macht. Gleichzeitig sind die Sakes dieser Gruppe – Honjōzō, Ginjō und Daiginjō – durch die zusätzliche Verdünnung aber etwas leichter und haben weniger Säure.

Mehr Informationen unter: ci-artaffairs.ch

In welchen Konzepten funktioniert Sake am besten? Die gehobenere Gastronomie ist sicher ein wichtiges Kundensegment. Aber ich habe von Anfang an auch Restaurants betreut, die sich im gutbürgerlichen Bereich verorten lassen. Es wäre meiner Meinung nach ein Fehler, sich nur auf den Fine-Dining-Bereich zu fokussieren. Sake ist für alle ein spannendes Produkt und lässt sich in viele Konzepte integrieren.

Batiste Pilet

Was bedeutet das für das Foodpairing? Zu leichten Speisen gehe ich eher auf Sakes mit Braualkohol, weil sie einen leichteren Körper haben, aber trotzdem komplex sind. Zu gehaltvolleren Gerichten wähle ich die Junmai-Gruppe mit mehr Körper, Säure und Umami. Insgesamt ist Sake mit seinen UmamiNoten die Trumpfkarte unter den alkoholischen Getränken. Das heisst nicht, dass Sake das einzig wahre Foodpairing-Getränk ist. Wenn man ihn aber richtig mit einem Gericht verbindet, entsteht ein Effekt, der einfach nur unwiderstehlich ist. A LI CE GU LD I M A N N

Herzliche ­Gratulation zum Lehrabschluss!

Zur Person

Wir wünschen Mia und Luna für ihre Zukunft alles Gute, viel Freude und Erfolg auf ihrem weiteren Berufsweg!

Charly Iten wurde 2018 der erste Master Sake Sommelier der Schweiz. Er vertreibt Sake, bietet Kurse über die Sake Akademie Schweiz an und Beratungen für Hotels und Restaurants. Ausserdem ist Charly Iten als Reiseleiter in Japan tätig und als Experte für japanische Kunst.

Am 2. Juli 2026 durften Mia Corral und Luna Francey ihr Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Kauffrau ­e ntgegennehmen. Luna Francey hat zudem die Berufsmaturität (BM) erfolgreich abgeschlossen. Die Hotel & Gastro Union gratuliert den beiden herzlich zu diesem bedeutenden Meilenstein in ihrer beruflichen Laufbahn. Wir sind unglaublich stolz auf Mia und Luna und freuen uns über ihre grossartige Leistung. Für ihre ­wertvolle Mitarbeit und ihren engagierten Einsatz während der Ausbildungszeit bedanken wir uns herzlich.


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Pe rsön lich

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Luzern, den 22. Juli 2026

g Nachfolger/in gesucht!

Zeig, was in dir steckt! Werde Teil von Gusto27 – der Schweizer Meisterschaft für Kochlernende Du bist Kochlernende/r im 2. oder 3. Lehrjahr? Stelle dein Talent unter Beweis. Sammle neue Erfahrungen, knüpfe Kontakte und miss dich mit den Besten der Schweiz.

Bereits mit einem gültigen Wettbewerbsdossier profitierst du von: • Einem Prodega-Gutschein im Wert von CHF 200.– • Einem hochwertigen Wasabi-Messer von KAI • Einer Einladung zu einer exklusiven Fachreise nach Salzburg oder München • Einer Zweitägiger Branchenreise in der Schweiz • Vom Meet the Finalists an der ZAGG Luzern mit Networking und Austausch Und natürlich warten auf die Gewinner/innen exklusive Stagen in internationalen Spitzenrestaurants und weitere hochkarätige Preise. Die Anmeldung startet am 27. Juli 2026. Ab dann findest du findest du auch die detaillierte Wettbewerbsaufgabe sowie alle Informationen zur Teilnahme unter:

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A spe k te

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Luzern, den 22. Juli 2026

DIE TEUERSTE PIZZA I LLU STR ATI O N P I ER I N A B U CH ER

Pizza geht auch luxuriös: In New York steht die teuerste kommerziell erhältliche Pizza der Welt auf der Karte. Doch im Wettlauf um Kaviar, Gold und Preis gibt es noch eine zweite Kandidatin.

P

izza ist per se ein einfa- Kitchen» beschreibt sich als mo- «The Guinness World Record 24K ches Gericht. Teig, Toma- dernes amerikanisches Restau- Pizza» geführt, mit dem Hinweis, ten, Käse, Toppings nach rant am East River. Das Lokal bie- dass sie 48 Stunden im Voraus beLust und Laune – und tet innen sowie auf der Terrasse stellt werden muss. «Guinness» Hitze. Mehr braucht es im Grunde rund 300 Gästen Platz. Blick auf nennt weitere Details: Der Teig nicht. Doch wie so oft in der Gas- die Skyline von Brooklyn inklu- wird mit schwarzer Tintenfischtronomie lässt sich auch aus dem sive. Auf der Karte stehen saiso- tinte gefärbt, dazu kommen weisbeliebten Teigfladen ein Luxus- nale Gerichte, Salate, Grillgerich- ser Stilton aus Grossbritannien, produkt machen. Ein Beispiel da- te aus dem Holzofen, Craft Beer, Foie gras und Trüffel aus Frankfür ist die 24K Pizza von «Indus- Cocktails – und eben Pizza. reich, Ossetra-Kaviar aus dem Kaspischen Meer, Almas-Kaviar try Kitchen» in New York (US). Laut «Guinness Buch der Re- Wenn Luxus zur Zutat wird und Blattgold. korde» ist sie mit 2700 US-Dollar Doch es sind nicht nur die exdie teuerste kommerziell erhältli- Gerade aus diesem Grund wirkt klusiven Zutaten, die den Preis che Pizza der Welt. Diese Luxus- die 24K Pizza wie ein spektakulä- nach oben treiben. Entscheidend version steht allerdings nicht in rer Ausreisser auf einer sonst zu- ist die Inszenierung. Die Pizza einem Fine-Dining-Restaurant gänglichen Karte. Im aktuellen wird zum Erlebnis, sorgt für Geauf der Speisekarte. «Industry Menü des Restaurants wird sie als sprächsstoff und wird zum Objekt,

das man fotografiert, über das man spricht und das damit auch vermarktet wird. Noch deutlicher zeigt sich das bei der Pizza Louis XIII des italienischen Pizzaiolos Renato Viola. Der Koch bewirbt sie auf seiner Website als aktuell teuerste Pizza der Welt. Sie misst nur 20 Zentimeter im Durchmesser, ist für zwei Personen gedacht und wird nicht im Restaurant serviert, sondern beim Gast zuhause. Das Team besteht aus Pizzaiolo, Sommelier und Koch. Der Teig wird 72 Stunden im Voraus vorbereitet. Zu den Zutaten gehören unter anderem Bio-Büffelmozzarella DOP,

drei Sorten Kaviar, Garnelen, ­ ittelmeer-Hummer und austraM lisches Murray-River-Salz. Begleitet wird die Pizza von Cognac und Champagner. Kostenpunkt: rund 8300 Euro. Damit ist die Louis XIII zwar noch teurer als die New Yorker 24K Pizza, aber sie ist weniger ein klassisches Restaurantgericht als ein exklusives Catering-Erlebnis. Genau darin liegt der Reiz der Geschichte: Die teuerste Pizza erzählt nicht nur von seltenen Zutaten. Sie zeigt, wie aus einem Volksgericht ein Luxusprodukt wird: mit Handwerk, Seltenheit und Storytelling. A N D R E A D ECK ER

Mehr Informationen unter: industry-kitchen.com

Das Teuerste … soll aufzeigen, weshalb exklusive Dinge ihren Preis haben und wie viel Aufwand – häufig gutes Handwerk – in diesen steckt.

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A spe k te

HGZ No 17

Luzern, den 22. Juli 2026

Pinot-Noir-Weltmeister beweisen ihr Können Der von Vinea organisierte Referenzwettbewerb für Pinot-Weine zeigt, dass Schweizer Crus internationales Format haben. W E I NTI PP

Mehr Informationen unter: vinea.ch/mondial-des-pinots

La Barjak «Eine Schaum­weinPerle aus dem Kanton Genf» ­G A B R I EL TI N GU ELY, W EI N E X P ERT E

Wein Schweizer Schaumweine sind auf Weinkarten nur selten zu ­f inden. Dabei gäbe es in allen Landesteilen wahre Schaumwein-Perlen zu entdecken. Ein Beispiel ist «La Barjak» der Domaine de La Prin­ tanière in Avully/GE. Dafür werden 60 Prozent Chardonnay- und 40 Prozent Pinot-Noir-Trauben frühzeitig gelesen. Nach der traditionellen Flaschengärung reift der Wein 24 Monate auf den Hefen. Mit «Zéro Dosage» gilt er als «­ Extra Brut». Bei der Selektion 2026 der Genfer Weine wurde «La Barjak» Kategoriensieger.

«Ich freue mich sehr über den dritten ‹Gran Maestro›-Titel.» N A D I N E S A X ER , W I NZER I N

Nadine Saxer (l.) konnte aus den Händen von Charlotte Loretan, Direktorin von Z VG Vinea (r.), die Gold-Trophäen für drei Weine entgegennehmen.

prämiert. Dazu holte sie sich nach 2023 und 2024 zum dritten Mal den Titel «Gran Maestro». Dies mit den Jahrgängen 2022, 2023 und 2024 des «Nobler Blauer».

Jahrgängen des «Pinot Noir Saliser Grande Selection». Der dritte Platz ging ebenfalls an das Weingut zur Alten Post, was das bemerkenswerte Lagerpotenzial seiner Weine unterstreicht. Die Ergebnisse des «Mondial des Pinots 2026» belegen einmal mehr den Reichtum und die Vielfalt der Ausdrucksformen des Pinots, sei es als Pinot Noir, Pinot Gris oder Pinot Blanc, als Still-, Schaum- oder Likörwein. (G A B)

Vom 1. bis 31. August laden Walliser Winzerinnen und Winzer zu dreissig genussvollen Tavolate ein. Zwischen ihren Rebzeilen unter freiem Himmel tischen sie auf, was in regionalen Gärten gedeiht und in lokalen Kellern reift. Ob zu zweit oder mit Freunden – die gruppenübergreifenden Gespräche lassen nicht lange auf sich warten. Der weiss gedeckte Tisch der längsten Walliser Tavolata steht im Naturpark Pfyn-Finges. Sechs Winzerfreunde aus der Region präsentieren ihre Weine. Im Jahr 2022 wurde diese Tavolata mit dem Preis «Best of Wine Tourism» ausgezeichnet. Die dies-­ jährige, siebte Ausgabe ist seit ­Wochen ausverkauft. Wer eine Tavolata erleben möchte, hat jedoch an 29 weiteren Orten die Gelegenheit dazu. Immer mehr Winzerinnen und Winzer laden Gäste zu Tavolate in ihre Rebberge ein – mehr dazu auf der Website swisswinevalais.ch. Mit Erinnerungen an die eine oder andere Tavolata will der Branchenverband IVV die Bekanntheit der Walliser Weine nachhaltig steigern. (G A B)

Genfer Weine sind spitze

Mehr Informationen unter: laprintaniere.ch

Die junge Generation setzt den beeindruckenden Qualitätskurs fort, den ihre Eltern eingeschlagen haben.

winnen gab es zudem mehrere Spezialpreise. Der begehrteste und prestigeträchtigste ist der «Sanglier de Bronze». Dieser ging an den Pinot Noir 2022 der Domaine des Trois Étoiles in Peissy/ GE. Dorian Pajic, der den Wein Die Sélection des Vins de Genève kelterte, arbeitet heute als Kangilt als jährlicher Höhepunkt des tonsönologe. Seine Nachfolgerin, Genfer Weinbaus. Für deren die erst 30-jährige Önologin Vér27. Ausgabe verkostete eine ver- onique Pittet, führt Pajics Qualisierte Fachjury 586 Weine und tätsphilosophie weiter. Dass ausvergab 68 Goldmedaillen. Zu ge- gerechnet der Pinot Noir 2022

Produzent Die letzten Reben beidseits der Rhone, bevor diese die Schweiz verlässt, gehören zur Domaine de La Printanière. Seit 2015 trägt ­Céline Dugerdil in zweiter Generation die Verantwortung für den Betrieb in Avully/GE. Ihre Weine, allen voran der Gamay und der Merlot, werden regelmässig ausgezeichnet. Adresse: Domaine de la Printanière, Route d’Avully 104, 1237 Avully/GE Preis: Fr. 26.00

S ED R I CK N EM E T H

Weingenuss im Walliser Rebberg

Wiederholter Erfolg in Jenins Mehrfach Grund zur Freude hat Nadine Saxer, Winzerin in Nef- Punktgleich mit Nadine Saxer tenbach/ZH. Ihre Weine «Nobler sicherte sich auch Georg Schlegel Blauer 2024», «Pinot Noir Classic Junior vom Weingut zur Alten 2024» sowie «Nobler Rosé 2025» Post in Jenins/GR den Titel wurden von der Fachjury mit Gold «Gran Maestro». Dies mit drei

Begleitung Fein perlt der Wein im Glas. Ebenso fein perlt er am Gaumen. Die erfrischende Säure öffnet die Geschmacksknospen. Weisse und gelbe Früchte tanzen auf der Zunge. Der Wein hat Körper, Struktur und Länge. «La Barjak» regt zum Aperitif den Appetit an. Er ergänzt kräftige Speisen, Käse und Fruchtdesserts.

Region Genfer Schaumweine geniessen schon seit den 1960er-Jahren ­e inen guten Ruf. Heute produzieren nahezu alle Weinkellereien Schaumweine mit traditioneller Flaschengärung. Dabei arbeiten die einen mit den klassischen ­Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir. Andere greifen auf die ­Vielfalt der in Genf angebauten Rebsorten zurück wie Aligoté, Chasselas, Pinot Blanc, Sauvignon oder gar Merlot.

Für die 29. Ausgabe des «Mondial des Pinots», dem Referenzwettbewerb für Pinot-Weine, hatten Experten 875 Weine aus 15 Ländern bewertet. 96 Crus erhielten eine Silbermedaille. 137 wurden mit Gold ausgezeichnet und sechs Weine erhielten «Grosses Gold». Die Letzteren stammen alle aus der Schweiz. Der Preis für den höchstbewerteten Wein des Wettbewerbs ging an den «Malvoisie Grain Noble 2024» der Kellerei Adrien und Maurice Zufferey in Sierre/VS. Dieser likörartige Pinot Gris überzeugte die Jury mit seiner aromatischen Fülle, seiner bemerkenswerten Ausgewogenheit und dem langen Abgang.

Spezialpreise gingen an: (v. l.) Sarah Meylan, Lucie Héritier, Baptiste Davadan, Z VG Florian Barthassat, Céline Dugerdil und Harald Gavillet.

zum besten Genfer Wein des Jahres gekürt wurde, ist mehr als ein persönlicher Erfolg. Er steht sinnbildlich für den Wandel des Genfer Weinbaus. Tradition und Innovation gehen heute Hand in Hand und bringen Weine hervor, die national und international Beachtung finden. Mit Tradition auf Goldkurs Ganz besonders freuen konnte sich Lucie Héritier vom Weingut Château de Laconnex. Drei ihrer Weine wurden mit Gold ausgezeichnet. Zudem wurde der Gamaret 2025 von den Studierenden der Hotelfachschule Genf zum Lieblingswein erkoren und erhielt den Preis «Le Marcassin». Und sie gewann mit ihrem Merlot 2023 den Preis der Presse. Dreimal Gold und zwei Spezialpreise gingen auch an die Cave de Genève. So durfte der Önologe Florian Barthassat den Preis für den besten Chasselas («Belles Filles» 2025) sowie die «Trophée Tradition» entgegennehmen. Dieser ehrt den höchsten Notendurchschnitt für je einen Wein aus Chasselas und Gamay. Die Broschüre mit allen Gewinnern gibt es auf geneveterroir.ch. (G A B)

Z VG

Rodrigo Bantos Meisterwerk Bewährte Weine, verschiedene Überraschungen, hauchdünne Ergebnisse, eine geehrte Persönlichkeit: Die Ergebnisse der Sélection des Vins Vaudois sind vielfältig. In den zehn Kategorien des Wettbewerbs gewannen 34 Weine einen Platz auf dem Podest. Dies, weil mehrere Teilnehmende punktgleich denselben Spitzenrang erreichten (Resultate auf ovv.ch). Weinexperten sind sich seit Jahren einig, dass die Rebsorte Merlot im Kanton Waadt grosses Potenzial besitzt, insbesondere in der La Côte. Der Gewinner der MasterTrophäe bestätigt diesen Trend: Es handelt sich um den Merlot Réserve 2023 aus der Linie Inspiration der Cave de La Côte. Deren Chef-Önologe Rodrigo Banto stand auch mit dem Chasselas Morges Vieilles Vignes Esprit ­Terroir 2025 auf dem Podest. Der «Johanniter 2024» des Weinguts La Capitaine in Begnins gewann den Bio-Preis. Gilles Meystre, Präsident von Gastro Vaud, erhielt den Ehrenpreis. (G A B)


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A spe k te

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MIKE KUHN « DIE AUSBILDUNGEN MÜSSEN NÄHER AN DEN MARKT» bildungen in der Gastronomie und Hotellerie befragt. Darunter waren Schülerinnen und Schüler, Lernende, Lehr­ personen in Berufsfachschulen, Ausbildungsbetriebe, Betriebe, die nicht ausbilden, und Eltern. Wir konnten bis Februar über 6000 Rückmeldungen sammeln. Nun sind wir daran, diese auszuwerten. Jede Zielgruppe konnte rund fünfzig auf sie angepasste Fragen beantworten.

Mike Kuhn, was bedeutet «Gastgewerbliche Berufsbildung 2030» genau? Mit dem aktuellen Projekt «Gastgewerbliche Berufsbildung 2030» möchte Hotel & Gastro formation Schweiz in Weggis/LU zu einer langfristigen Sicherung des Berufsnachwuchses und damit der Wettbewerbsfähigkeit der Hotellerie und Gastronomie beitragen. Wir reagieren damit auf das grosse Bedürfnis eines strukturierten Vorgehens in der Entwicklung der Berufe der Branche. Ziel ist, praxisorientierte und zukunftsfähige Lösungsansätze zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Branche entsprechen und den Lernenden eine erstklassige Qualifikation bieten.

Welche Organisationen sind involviert? Unsere Begleitgruppe besteht unter anderem aus Mitgliedern der Trägerverbände, Personen aus den kantonalen Bildungsämtern, Florian Berset als Vertreter des

Wie sieht das Vorgehen aus? Wir haben im letzten August elf Anspruchsgruppen zu den Grund-

Mike Kuhn ist Vizedirektor bei HGf Schweiz. Er ist für das Projekt «Gastgewerb­ liche Berufsbildung 2030» verantwortlich.

Wie weit ist das Projekt derzeit? Im Moment sind wir daran, die Fragebogen auszuwerten. Einen grossen Teil haben wir bereits bearbeitet, und es liegen auch schon Erkenntnisse vor. Können Sie Beispiele nennen? Bei den Umfragen kam beispielsweise heraus, dass die Arbeitszeiten für den Einstieg in die Branche kein Hindernis sind. Wichtig dabei ist, dass die Lernenden ihre Freizeit rechtzeitig und verlässlich planen können. Zudem sind ein gutes Arbeitsklima und Wertschätzung gefragt. Das heisst, neben den Ausbildungsinhalten wünschen sich vor allem Schülerinnen und Schüler ein angenehmes Umfeld, das von Wertschätzung und gutem Arbeitsklima geprägt ist. Bei der Frage, welche Berufsbilder der Markt in Zukunft braucht, zeigt sich über alle Zielgruppen hinweg, dass Spezialisierungen in den Berufen erst nach der Lehre geschehen sollten. Einigkeit herrscht darin, dass eher eine generalistische Grundbildung zielführend ist.

Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation, Arbeitgebenden, Arbeitnehmenden und Berufsfachlehrpersonen. Auf Was ist bis Ende dieses unserer Website ist ein Anmelde- Jahres geplant? formular aufgeschaltet, über das Wir sind nach wie vor daran, die sich Interessierte für eine Mitar- vorliegenden Daten auszuwerten. beit melden können. Zudem organisieren wir Fokus-

A N Z E I G E

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch/projekt-ggbb-2030

Die Grundbildungen in der Gastronomie und der Hotellerie werden derzeit überprüft. Wie sie in Zukunft aussehen, soll in wenigen Jahren klar sein.

Eine gute Ausbildung bildet das Fundament der Branche.

gruppen, mit denen wir in Workshops die Ergebnisse weiter diskutieren und vertiefte Fragen beantworten wollen. Welches Ziel verfolgt das Projekt langfristig? Im ersten Quartal 2027 beginnen wir zu planen, in welche Richtung die Grundbildungen in der Gastronomie und Hotellerie in Zukunft gehen sollen. Wir möchten Berufe entwickeln, welche die Branche braucht. Denn es stellt sich regelmässig die Frage, ob wir die richtigen Kompetenzen vermitteln. Die Grundbildungen sollen für die

A D O B E-S TO CK

z­ ukünftigen Lernenden attraktiv sein und gleichzeitig den Bedürfnissen der gesamten Branche entsprechen. DA N I EL A O EG ER LI

Entwicklungsprozess Die Ergebnisse der Auswertungen sowie der Verlauf des Projekts werden in re­ gelmässigen Abständen auf der Website der Hotel & Gastro formation Schweiz ­u nter «News und Aktuelles» veröffentlicht.


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Ad ve r toria l

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Pistor sorgt im «Riverside» für Struktur und Fluss im Gastroalltag Seminare, Events, Bankette, Bäckerei und Gastronomie unter einem Dach: Im Riverside Eventund Seminarhotel im Zürcher Unterland greifen viele Bereiche gleichzeitig ineinander. Damit diese Vielfalt für die Gäste reibungslos erlebbar ist, braucht es starke Partner, die mitdenken.

E

in Seminartag im Riverside Eventund Seminarhotel beginnt lange, bevor die Gäste eintreffen. Er startet im Lager, bei der Warenannahme, in der Küche, im EventManagement, in der Bäckerei und überall dort, wo gekocht, geplant und organisiert wird. Denn das «Riverside» in Zweidlen-Glattfelden/ZH ist ein Betrieb mit vielen Facetten – das macht ihn für Firmen interessant, die Arbeit und Erlebnis verbinden wollen. Für Seminare mit Mehrwert

Pistor im Zusammenspiel mit Küche und Logistik Was nach aussen selbstverständlich wirken soll, verlangt im Hintergrund präzise Abstimmung. Küche, Einkauf, Logistik und Mitarbeitende müssen auf verschiedene Situationen reagieren. Während ein Gast im Restaurant sein

In der Küche des «Riverside» zählt Präzision – beim Kochen ebenso wie beim Warenfluss, bei der Bestellung und der Anlieferung.

Mehr Informationen unter: pistor.ch riverside.ch

«Wir sind spezialisiert auf Seminare – von klein bis gross», sagt Ruben Lehmann, der das «Riverside» seit 2024 als Geschäftsleiter führt. Das Haus verfügt über 96 Hotelzimmer und 26 Seminarräume. Kleine Sitzungen mit vier Personen sind ebenso möglich wie grosse Veranstaltungen mit mehreren Hundert Gästen. «Unser Angebot ist entsprechend flexibel und vielseitig.» Für Firmen, die ein Seminar oder einen Anlass planen, ist das ein Vorteil. Die Teilnehmenden bleiben an einem Ort, können konzentriert arbeiten und finden zugleich Möglichkeiten für Ak­ tivitäten und Austausch. Dazu kommt die Lage: Das «Riverside» liegt nicht mitten in Zürich, ­sondern im Grünen und am Wasser – und ist dennoch vom Flughafen aus rasch erreichbar. «Die Gäste sind oft überrascht, wie schnell sie bei uns sind», sagt Lehmann. Gleichzeitig habe das Haus keine Flughafenatmosphäre, sondern ein eigenes Profil. Das Hotel befindet sich in einer ehemaligen Garnspinnerei. Das über 160 Jahre alte Gebäude erzählt von der industriellen Geschichte des Standorts. Säulen, Decken, Raumhöhen und Details aus der früheren Nutzung verleihen dem Haus Charakter. «Es ist nicht auswechselbar», sagt Ruben Lehmann. Dieser Mix aus Geschichte, Infrastruktur und Vielseitigkeit prägt den Betrieb bis heute.

Gericht individuell auswählt, kann im Bankettbereich gleichzeitig ein Menü für 180 Personen serviert werden. «Das sind zwei verschiedene Küchen», sagt Ruben Lehmann, und beides müsse in guter Qualität funktionieren. Damit dies gelingt, braucht es klare Abläufe und verlässliche Unternehmen, die sie verstehen. Genau hier kommt Pistor ins Spiel, die Grosshandelspartnerin für Bäckerei-, Gastro-, Spital- und Heimbedarf. «Lieferzeiten, Liefermengen, Qualität und Prozesse müssen zusammenspielen», erläutert Lehmann. Falsche oder verspätete Lieferungen würden in einem Betrieb dieser Grösse schnell spürbar. «Pistor hat es geschafft, optimal auf unsere Prozesse einzugehen.» Zentral sei: «Nicht der Betrieb soll seine Abläufe dem Lieferanten anpassen, sondern der Lieferant soll sich in die Prozesse des Kunden integrieren.» Als Beispiel nennt er die

hauseigene Bäckerei. Sie bezieht ebenfalls Produkte von Pistor, arbeitet aber mit eigenen Kostenstellen und Abläufen. Die Ware kann im gleichen Lastwagen kommen, muss intern aber sauber getrennt und korrekt zugeordnet werden.

«Wir müssen unsere Prozesse nicht an Pistor anpassen. Denn Pistor passt sich uns an.» R U B EN LEH M A N N , G E SCH Ä F T S LEI T ER

Für Lehmann zeigt sich genau darin, was Pistor stark macht: «Das System dahinter, klare Abrechnungen und die Art, wie sie für den Kunden arbeiten.» Auch aus Sicht der Küche zeigt sich der Nutzen im Alltag: dort, wo Informationen schnell fliessen,

B I LD ER JA KO B I N EI CH EN

Bestellungen einfach funktionie- der persönliche Kontakt entscheiren und Wege gespart werden. Kü- dend. Nicht jeder Sonderfall lässt chenchef Rico Schüppel schätzt, sich digital lösen. «Immer dann, dass Pistor zeitnah informiert, wenn etwas ausserhalb des Syswenn Produkte einmal nicht ver- tems gefordert wird, braucht es fügbar sind und Alternativen an- den Menschen, der es möglich bietet. Zudem hält der Aussen- macht», sagt er. Beim «Riverside» dienst das Team über Neuerungen ist dieser Kontakt der zuständige auf dem Laufenden. Auch das Be- Aussendienstmitarbeiter Florian stellsystem Mercanto sei «sehr Jirát. Er kennt den Betrieb, weiss, übersichtlich und einfach in der wie er funktioniert und reagiert Handhabung». Die eingespielte bei Bedarf umgehend. Diese gute Zusammenarbeit zeigt sich auch Erreichbarkeit ist für Lehmann bei der Anlieferung. Der Fahrer im dynamischen Umfeld der Gasfährt vor die Warenannahme und tronomie besonders wichtig. bringt die Lieferung selbständig Damit eine Zusammenarbeit an die vorgesehenen Orte. Für Kü- langfristig funktioniert, muss che und Betrieb bedeutet das we- auch die Beziehung gepflegt werniger Unterbrüche und Wege. «Oft den. Mindestens einmal jährlich sehen wir ihn gar nicht», sagt findet ein Feedbackgespräch statt, Schüppel, «dies spart viel Zeit.» zudem ist der Aussendienstmitarbeiter mehrmals pro Jahr vor Ort. Der direkte Draht zählt Diese Nähe führt dazu, dass Verbesserungen im Alltag entstehen. Neben funktionierenden Syste- Für Ruben Lehmann ist das ein men und Prozessen sowie fairen Zeichen einer echten PartnerKonditionen bleibt für Lehmann schaft: Man hört einander zu,


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Die Partner im Überblick

Riverside Event- und Seminarhotel Das Riverside Event- und Seminarhotel liegt in Zweidlen-Glattfelden. Der Betrieb befindet sich in der ehemaligen Garnspinnerei Letten, die 1865 erbaut wurde. Nachdem die Spinnerei 2006 ihren Betrieb eingestellt hatte, wurde das Areal umgenutzt. Nach 20 Monaten Bauzeit eröffnete das «Riverside» im November 2009 als Event- und Seminarhotel.

Gäste erleben in den Restaurants des Hauses die Vielfalt vorne am Tisch – möglich machen sie eingespielte Abläufe im Hintergrund.

Das Haus verbindet historische Industriearchitektur mit moderner Seminar-, Event- und Gastronomieinfrastruktur. Es ist auf Seminare, Firmenanlässe und Events spezialisiert. Im Jahr 2016 wurde der Hotelerweiterungsbau Riverlodge eröffnet. Heute verfügt das «Riverside» über 96 Hotelzimmer, 26 Seminarräume, zwei Restaurants, einen grossen und einen kleineren Bankettsaal, eine Bowlingbahn, ein Autozentrum, einen Skulpturenpark sowie ein Pop-upChalet im Winter. Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Rahmenprogramme für Firmen und Gruppen. Das «Riverside» liegt im Grünen, ist aber vom Flughafen Zürich aus rasch erreichbar. Insgesamt beschäftigt der Betrieb gut 40 Mit­ arbeitende. Rund die H ­ älfte davon arbeitet im Gastronomiebereich.

Kontakt Riverside Event- und Seminarhotel Tel. 043 500 92 92 hotel@riverside.ch riverside.ch

Pistor Einfach und übersichtlich: Direkt in der Küche wird über Mercanto bestellt.

Geschäftsleiter Ruben Lehmann führt das «Riverside» seit 2024.

lernt gemeinsam und verbessert die Zusammenarbeit laufend.

ten und Nachfragespitzen abfedern. Trotzdem bleibt die Herausforderung gross: Bestellungen Flexibilität hat Priorität müssen kurzfristig möglich sein, Alternativen müssen verfügbar Auch mit Blick nach vorne bleibt bleiben, und die Prozesse dürfen Effizienz ein zentrales Thema. nicht unnötig kompliziert werden. ­Ruben Lehmann beobachtet eine Die funktionierenden Abläufe zunehmend schwankende Nach- im Hintergrund entscheiden mit, frage. Es gebe Phasen, in denen was der Gast vorne erlebt. Denn der Betrieb aus allen Nähten das Gästeerlebnis entsteht nicht platze, und kurz darauf Zeiten, erst am Tisch, im Seminarraum in denen weniger laufe. Diese oder im Restaurant. Es beginnt Schwankungen verlangen Flexibi- bei Planung, Einkauf, Lieferung – lität – intern bei den Mitarbeiter- und bei der Frage, ob ein Partner einsätzen, aber auch im Zusam- die Anforderungen eines Betriebs menspiel mit Lieferanten. Dank wirklich versteht. Im «Riverside» grosszügiger Kühlmöglichkeiten beweist Pistor, was das im Alltag kann das ­«Riverside» Vorräte hal- bedeutet. A N D R E A D ECK ER

Wie unterstützt Mercanto Betriebe? Mercanto ist der digitale B2B- können den Bestellprozess Marktplatz für Hotellerie, Gas- vereinfachen. Für Betriebe mit tronomie, Bäckereien sowie Al- mehreren Bereichen – etwa ters- und Pflegeheime und bün- Restaurant, Bankett, Bäckerei delt die Beschaffung auf einer oder Terrasse – schafft Merzentralen Plattform. Anstatt canto Übersicht und hilft, bei verschiedenen Lieferanten Abläufe im Einkauf zu vereinüber unterschiedliche Kanäle fachen und zu standardisieren. zu bestellen, können Betriebe Im «Riverside» ist das ihre Einkäufe, wie jene bei ­besonders relevant, weil dort verschiedene gastronomische ­Pistor, digital strukturieren. Bedürfnisse zusammenkomEffiziente Beschaffung men. Mercanto unterstützt den Betrieb dabei, BestellunFür Küchen- und Gastro­ no­ gen übersichtlich zu organisiemiebetriebe bedeutet das: ren und die Beschaffung in Produkte lassen sich online den Arbeitsalltag einzubetten. ­suchen, bestellen und wieder- So wird aus dem digitalen kehrende Bestellungen über Marktplatz ein Werkzeug, das persönliche Vorlagen oder das im Hintergrund hilft, Zeit zu Bestellarchiv effizienter abwi- sparen und Prozesse sauberer ckeln. Auch Scannerlösungen zu führen. A N D R E A D ECK ER

Pistor ist eine unabhängige Schweizer Grosshandelspartnerin für Bäckerei, Gastronomie, ­H otellerie, Spitäler und Heime. Das Unternehmen mit Sitz in ­Rothenburg/LU beliefert professionelle Betriebe mit Foodund Non-Food-Produkten und unterstützt sie mit Beratung, Dienstleistungen und Logistik. Zum Sortiment gehören über 20 000 Produkte – darunter Frischprodukte, Fleisch, Fisch, Tief­ kühlprodukte, Getränke sowie Non-Food-Artikel aus ­B ereichen wie Reinigung, Hygiene und ­Verpackung. Damit deckt Pistor viele Bedürfnisse ab, die i­n ­Küchen und Betrieben täglich ­z usammenkommen. Pistor versteht sich deshalb nicht nur als Lieferantin, sondern als Partnerin im Betriebsalltag. Im Zentrum stehen Verlässlichkeit, Qualität, ein breites Sortiment, eingespielte Lieferprozesse und ­p ersönliche Beratung durch ­Fachpersonen aus der Branche.

Kontakt Pistor AG Tel. 041 289 89 89 info@pistor.ch pistor.ch


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Eine Stimme für die Zukunft im Beruf der Schweiz gegründet. Dieser Verein koordiniert die gesamte Aus- und Weiterbildung und entwickelt die gesetzlichen Grundlagen für eine einheitliche und qualitativ hochstehende Bildung. 19 kantonale Organisationen sorgen für eine professionelle Umsetzung in ihrer Region. Hotel & Gastro formation Hotel & Gastro formation HGf Schweiz hat ihre Wurzeln in einer Schweiz in Weggis/LU feiert die- sozialpartnerschaftlichen Inte­resses Jahr das 100-Jahr-Jubiläum. sengemeinschaft, die mit dem FoAm 22. April 1926 wurde der da- kus auf die Berufslehre der Köche malige Verein «Schweizerische gegründet wurde. Sie entstand, Fachkommission für das Gastge- um die Ausbildungsqualität in der werbe» als zentrale Organisation Schweizer Hotellerie und Gastroder Arbeitswelt für die Branche in nomie zu strukturieren und zu

MIGUEL OTERO « ICH BIN MEIN GANZES ARBEITSLEBEN HIER» Miguel Otero, wie lange Ich erhalte immer wieder neue arbeiten Sie schon bei der Aufgaben, das finde ich interHotel & Gastro formation? essant. Alles, was ich kann, Ich arbeite bereits seit 35 Jah- habe ich hier gelernt. Eine ren hier in Weggis. Soviel ich Grundbildung habe ich nie abweiss, bin ich der dienstälteste solviert. Und jetzt finde ich, Mitarbeitende im Team. Als dass ich zu alt dafür bin. ich 18 Jahre alt war, habe ich Gibt es Dinge, die Sie nicht angefangen, hier zu arbeiten. so gerne machen? Nein, eigentlich nicht. Es kann Warum haben Sie sich für eine Stelle beworben? sein, dass ich mich an neue Meine Eltern haben im Park- Aufgaben gewöhnen muss. Ich hotel in Weggis gearbeitet. probiere alles aus, mit der Zeit Sie erfuhren, dass die Hotel & klappen diese Arbeiten auch. Gastro formation jemanden für die Werterhaltung in der Wie ist die ZusammenKüche sucht, und darum habe arbeit mit dem Team? ich mich gemeldet. Wir schätzen einander, das gefällt mir. Auch die WertschätWelches sind Ihre zung meiner Vorgesetzten ist Aufgaben? gross. Darum arbeite ich auch Ich habe in der Küche ver- gerne hier. schiedene Aufgaben. Wie gesagt, bin ich in der Werterhaltung tätig. Weiter bin ich für Zur Person die Salate zuständig, und bereite das Frühstück zu. Ich helfe dort mit, wo Hilfe nötig Miguel Otero (53) ist geist, zum Beispiel auch beim bürtiger Spanier. Er ist mit zwei Geschwistern aufgeMise en place. wachsen. In seiner Freizeit geht er spazieren oder Was gefällt Ihnen besontrifft sich mit Freunden. ders an Ihrer Arbeit?

fördern. Die Institution wird von den drei grossen Verbänden der Branche getragen: von der Hotel­ & Gastro Union, von Hotelleriesuisse sowie von Gastrosuisse. Unterstützt werden sie zudem v­ on den Mitgliedsverbänden Cafetiersuisse und der Swiss Catering Association. Die Ausbildung im Fokus Aus der ursprünglichen Interessengemeinschaft entwickelte sich das umfassende Bildungs­zentrum mit Sitz in Weggis. «Unsere Aufgabe ist, die Berufe in der Hotellerie und Gastronomie zu entwickeln und zu pflegen», bringt es Sabrina Camenzind, Direktorin von HGf Schweiz, auf den Punkt. «Denn Bildung ist ein sehr komplexes und vielseitiges Thema, und wir wollen dem Nachwuchs eine qualitativ hochstehende Ausbildung ermöglichen.» Eine weitere Aufgabe der Bildungsinstitution ist, die gastgewerblichen Berufe regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen oder gar neu auszurichten. Dabei arbeiten die Verantwortlichen bei Hotel & Gastro formation

«Wir bündeln das Wissen und koordinieren dessen Weiter­gabe.» S A B R I N A C A M ENZI N D, D I R EK TO R I N

Schweiz eng zusammen mit den Trägerverbänden und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. «Dies funktioniert, weil die Verbände die gastgewerblichen Berufe partnerschaftlich und visionär voranbringen wollen», erklärt Sabrina Camenzind. Beispielsweise wurden im Jahr 2005 schweizweit neue Grundbildungen in der Gastronomie eingeführt. Im Fokus stand dabei die

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch

Bildung ist ein vielfältiges Thema. Seit 100 Jahren sorgt ein Verein für die professionelle Einordnung.

Im Bildungszentrum der HGf werden Talente geschmiedet.

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Modernisierung der dreijährigen um und erneuerten die InfraLehren sowie die Einführung­­ struktur laufend, um den modervon standardisierten zweijährigen nen Ausbildungsstandards in der Attest-Ausbildungen in den Be- Branche gerecht zu werden. ­ reichen Restaurant und Hotel. Ein Neben der Grundbildung weiterer Meilenstein war im Jahr wurde auch intensiv in die höhere 1994 der Start des Projekts «För- Berufsbildung investiert. Bereits derung gastgewerblicher Mitar- im Jahr 1948 wurde die höhere beitender ohne Berufsabschluss». Fachprüfung für Küchenchefs Die sogenannten Progresso-Kur- eingeführt. Und 30 Jahre später se werden vom L-GAV vollum- folgte die höhere Fachprüfung für fänglich finanziert. Dies führt Maîtres d’hôtel. Mittlerweile sind dazu, dass mehr Querein­ stei- zahlreiche weitere Angebote im gende den Weg in die Branche Bereich höhere Berufsbildung dafinden. Ebenfalls zu den Basisqua- zugekommen. DA N I EL A O EG ER LI lifikationen gehört die Integra­ tionsvorlehre Riesco. Diese ist für anerkannte Flüchtlinge und vorEine kleine Feier läufig aufgenommene Personen vorgesehen. Ziel des Angebotes ist, den Einstieg in den ersten ArGemäss Direktorin Sabrina Camenzind ist für beitsmarkt oder in eine berufliche das Jubi­läum eine k­ leine Grundbildung zu erleichtern. Im Feier mit g ­ eladenen Gästen, August kommt ein neues Qualidie der HGf heute nahefikationsprogramm zur nachhaltigen Arbeitsmarkt-Integration, stehen und die sie in der «Hotel Gastro 365», dazu. Vergangenheit geprägt haben, organisiert. Stets weiterentwickelt Das Bildungszentrum in Weggis wurde 1988 im ehemaligen Bürgerund Altersheim Eggisbühl ein-­ gerichtet. Die Verantwortlichen setzten verschiedene Umbauten ­

Kontakt Hotel & Gastro formation Schweiz, Eichistrasse 20, 6353 Weggis/LU, Tel. 041 392 77 77

A N Z E I G E

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H ote l & G as tro U nion

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Doppelnamen sind wieder erlaubt

R EC HT S B E R ATU N G

Überstunden und Überzeit: Worin liegt eigentlich der Unterschied?

Was ist der Unterschied zwischen Überstundenarbeit und Überzeit? Das Arbeitsgesetz kennt wöchentliche Höchstarbeitszeiten, je nach Betriebskategorien von entweder 45 oder 50 Wochenstunden. Die Stunden, die über vertraglich vereinbarte Arbeitszeit, zum Beispiel 42 Stunden, hinaus geleistet werden, sind Überstundenarbeit. Die Stunden, die über die gesetzliche Höchstarbeitszeit, zum Beispiel 50 Stunden, hinaus geleistet werden, sind Überzeitarbeit.

Ich habe eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 42 Stunden. Zudem zahlt mir der Arbeitgeber gemäss Arbeitsvertrag jeden Monat 300 Franken für Überstunden. Diese Überstunden musste ich aber nie leisten. Jetzt will der Arbeitgeber plötzlich, dass ich die monatlich bezahlten Überstunden nacharbeite. Kann er das von mir verlangen? Nein. Überstunden, die der Arbeitgeber monatlich ausbezahlt, sind verwirkt, wenn sie in diesem Monat nicht einverlangt werden.

Arbeitgeber muss Sie an die Beerdigung lassen und für den Tag Lohn bezahlen. Ich ziehe um und habe den Zügeltag rechtzeitig beim Chef angemeldet. Nun hat er mir an diesem Tag einen Freitag eingetragen. Entfällt nun mein Zügeltag? Nein. Der Anspruch auf arbeitsfreie Zeit für das Umziehen entfällt nur, wenn der Zügeltag auf einen wöchentlich wiederkehrenden Ruhetag fällt. (R I F)

Meine Grossmutter ist gestorben und ich möchte an ihrer Beerdigung teilnehmen. Muss mir der Chef dafür freigeben, und habe ich Anspruch auf den Lohn? Ja, Arbeitnehmer haben in solchen Fällen gemäss Gesetz und L-GAV Anspruch auf die üblichen freien Stunden und Tage. Konkret heisst das, ist es Arbeitnehmern nicht möglich, dringende persönliche Angelegenheiten in die Freizeit zu verlegen, dürfen sie dies während der Arbeitszeit tun. Als solche gelten zum Beispiel der Besuch beim Arzt, ein Behördengang, die Fahrprüfung, das Zügeln sowie wichtige Familienanlässe wie Hochzeiten oder Beerdigungen von nahen Verwandten. Der

Rechtsauskunft

Roger Lang ist Leiter des Rechtsdienstes der Hotel & Gastro Union. Wenn Sie Fragen oder ­P robleme rund um die Arbeitsbedingungen haben und Mitglied der Union sind, erhalten Sie gratis Rechtsauskunft. Telefon 041 418 22 22

Mit und ohne Bindestrich Hans Meier und Anna Müller können nun bis spätestens zum Zeitpunkt der Ziviltrauung entscheiden, ob sie den Nachnamen des anderen annehmen wollen oder ob sie als Verheiratete ihre jeweiligen Namen behalten wollen. Das gilt auch, wenn sie verwitwet oder geschieden sind und den Nachnamen des früheren Partners tragen.

Das Ja-Sagen ist oft einfacher als die P E X EL S Wahl des Familiennamens.

Ob sie ihn seit ihrer Geburt haben oder ihn aus einer früheren Verbindung mitbringen – Brautleute dürfen nun ihre Namen endlich wieder verbinden. Hans und Anna können sich Meier Müller, MeierMüller, Müller Meier oder MüllerMeier nennen. Diese Option steht selbstverständlich auch den gleichgeschlechtlichen Ehepaaren offen. Kinder erhalten nur einen Namen Kinder hingegen können den Doppelnamen nicht tragen. Sie erhalten einzig einen der ledigen Namen ihrer Eltern. Welchen, das dürfen die Erziehungsberechtigten selber entscheiden. (R I F)

Damit die Prüfung zur Bereichsleiterin HotellerieHauswirtschaft leichter fällt, bietet die Hotel & Gastro Union einen Unterstützungskurs an.

Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch/de/bvhh

Als Bereichsleiterin Hotellerie-Hauswirtschaft übernimmt man im Betrieb mehr Verantwortung. Und die Arbeit wird spannender.

Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch

Eine Weiterbildung bringt auch mehr Verantwortung im Team. ROY M AT T ER

Absolventinnen und Absolventen, sich zu einer zentralen Fach- und Leitende Position erlangen Führungsperson in ihrem Bereich zu entwickeln. Der Lehrgang, der bei der HoWeiter übernehmen sie Führungs­ verantwortung, leiten Mitarbei- tel & Gastro formation Schweiz in tende an und bilden Lernende aus. Weggis/LU und an anderen Orten Was zur Folge hat, dass sie mit ei- stattfindet, wird vom L-GAV subnem höheren Lohn rechnen kön- ventioniert. «Jedoch können nur nen. Nicht nur deshalb, sondern Teilnehmende davon profitieren, auch wegen der persönlichen Wei- die in einem Betrieb arbeiten, der terentwicklung lohnt sich diese zwingend dem L-GAV unterstellt Investition. Ebenfalls zu der ist», erklärt die Dozentin Martina ­Weiterbildung gehört Wissen zu Blättler. Der nächste Lehrgang betriebswirtschaftlichen Themen in Weggis findet ab 7. September – von der Budgetplanung über die statt, und es sind noch Plätze frei. Kostenkontrolle bis hin zu gesetz- Die Weiterbildung dauert ein Jahr lichen Vorschriften und Hygiene- und ist in sieben Module zu fünf vorgaben. Dies ermöglicht es den Tagen aufgeteilt. DA N I EL A O EG ER LI

Bei einer Revision des Zivilgesetzbuches im Jahr 2013 wurde der Doppelname für verheiratete Paare abgeschafft. Dies in der gut gemeinten Absicht, die Gleichstellung von Mann und Frau voranzutreiben. Die Abschaffung des Doppelnamens hat die Gleichstellung aber nicht im gewünschten Mass beschleunigt, sondern Paare um die Möglichkeit gebracht, nicht nur ihre Leben sondern auch ihre Namen zu verbinden. Künftig können Brautpaare ihre Namen aber wie vor 2013 kombinieren.

Richtig argumentieren

Der Karriere Schub verleihen

Sie planen und kontrollieren Arbeitsprozesse, stellen sicher, dass Infrastruktur und Material bereitstehen und sorgen für einen reibungslosen Betrieb. Als angehende Bereichsleiterin Hotellerie-Hauswirtschaft mit eidgenössischem Fachausweis lernen Fachleute in diesem Bereich unter anderem, wie man Abläufe in Reinigung, Wäscheversorgung und Verpflegung optimal organisiert.

Mehr Informationen unter: bj.admin.ch (Suchbegriff: Namensrecht)

Mein Chef verlangt, dass wir ausstempeln, wenn wir essen. Er sagt, dass er uns fürs Essen nicht auch noch bezahle. Kommt aber gerade dann ein Gast herein, wenn wir Mittagspause haben, sollen wir ihn natürlich trotzdem bedienen. Das ist doch nicht in Ordnung, oder? Ihr Chef hat Recht: Die Essenszeit ist nicht Arbeitszeit. Daher muss während der Essenszeit ausgestempelt werden. Die Essenspause beträgt je Mahlzeit mindestens eine halbe Stunde. Muss sich der Mitarbeiter während der Essenszeit jedoch zur Verfügung des Arbeitgebers halten, so wie es bei Ihnen der Fall ist, gilt sie als Arbeitszeit.

Nach einer mehrjährigen ­Debatte hat das Parlament entschieden, dass Verheiratete ihre Nachnamen wieder kombinieren dürfen. Das muss man über das neue Namensrecht wissen.

Der Lehrgang Bereichsleiterin Hotellerie-Hauswirtschaft ist interessant und ebenso anspruchsvoll. Einen letzten Schliff für den Abschluss bietet ein praktischer Unterstützungskurs. Dabei sorgt Kursleiterin Martina Blättler dafür, dass die Teilnehmenden entspannter an die Abschlussprüfung gehen können. Das Gelernte nochmals repetieren In der Hofburg an der Hotel & Gastro Union in Luzern übten die angehenden Betriebsleiterinnen an drei Tagen zu argumentieren, zu präsentieren und verschiedene Gespräche zu führen. Dazu gehören Mitarbeitenden-Gespräche oder Verhandlungen mit Lieferanten. Die Teilnehmerinnen arbeiten in Hotels sowie in Heimen oder Spitälern. «An der Prüfung können die Fachleute jedoch nicht von ihrem eigenen Betrieb ausgehen. Es ist möglich, dass eine Absolventin Hotellerie-Hauswirtschaft, die in einem Heim arbeitet, die Gegebenheiten in einem Hotel als Ausgangslage hat», erklärt Martina Blättler. Die Fachfrauen

Am praktischen Unterstützungskurs war Üben das oberste Ziel.

mussten am letzten Kurstag zu Übungszwecken eine schriftliche Prüfung ausfüllen, die am Schluss besprochen wurde. Gespräche mit Lieferanten Laura Gmür, stellvertretende Leiterin Hauswirtschaft im Bifang Wohn- und Pflegezentrum in Wohlen/AG, absolviert diese Weiterbildung, weil sie mehr Fachwissen erhalten möchte. Die Zweitplatzierte am Housekeeper-Wettbewerb vom vergangenen Jahr möchte zudem mehr Führungskompetenz erlangen. Um diese

ROY M AT T ER

­ igenschaften zu festigen, hatten E die Teilnehmerinnen die Aufgabe, mit Lieferanten Gespräche zu führen. Bruno Eigenmann von Roviva, Reto Zehnder von Zimmermann Textil und Marjan Nandrea von Diversey nahmen fiktive Bestellungen auf. Während des Gesprächs stellten sie fachspezifische Fragen, bei denen die angehenden Bereichsleiterinnen zuweilen überlegten, was der Lieferant genau von ihnen wissen wollte. Am Schluss waren alle Absolventinnen froh, dass sie das Gelernte nochmals üben konnten. DA N I EL A O EG ER LI


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bovini in Canada e successivamente titolare di un’agenzia di pubbliche relazioni a Zurigo. Trasferitosi in Ticino nel 1989, ampliò i vigneti e iniziò a conferire le uve a Daniel Huber di Monteggio. Da questa collaborazione nacque il cru «Tenuta San Giorgio». L’eccellente qualità di quel vino convinse Mike Rudolph, il figlio più giovane di Urs, a lasciare la professione di consulente aziendale per dedicarsi interamente alla viticoltura. Nel 2001 lavorò presso Daniel Huber e, parallelamente, iniziò a costruire la propria cantina. Una predilizione per i vini rossi Oggi la Tenuta San Giorgio si estende su 4,5 ettari di vigneti tra Cassina e il Malcantone. Accanto a Chardonnay, Sauvignon Blanc e Albariño, il cuore della produzione è rappresentato dai grandi vini rossi, espressione autentica del territorio e della filosofia della cantina. Il Sottoroccia, assemblaggio di Merlot, Cabernet Sauvignon e Cabernet Franc, si distinJonas Huber (figlio di Daniel Huber) e Mike Rudolph sono membri dell’associazione Mémoire des Vins Suisses. P GC gue per freschezza e vivacità. Crescendo, Merlot in purezza, unisce struttura e profondità senza eccessi. L’Arco Tondo, invece, vede il Merlot protagonista, accompagnato da Cabernet e da una piccola percentuale di Petit Verdot. Dopo diciotto mesi di affinamento in barrique, il vino si esprime con straordinaria finezza ed eleganza. È proprio grazie all’Arco Tondo che Mike Rudolph è entrato a far quiete e l’armonia: un grande que anni fa, due figure emblemati- parte della prestigiosa associaMike Rudolph è entrato ­ prato ombreggiato dagli alberi, fi- che della moderna viticoltura tici- zione Mémoire des Vins Suisses, nel mondo del vino dopo lari di vite impreziositi dalle rose e nese, Christian Zündel e Daniel che riunisce alcuni tra i migliori una vista spettacolare sul lago. Huber, hanno accompagnato Ru- vini svizzeri destinati alla matuun cambio di carriera, Eppure, anche il paradiso richiede dolph nei suoi primi passi, diven- razione. Promuovere e trasmetrilevando la Tenuta San tere la cultura del vino richiede impegno. «Ogni vite reagisce in tando per lui preziosi mentori. Giorgio di Cassina d’Agno. passione e dedizione. Ma poterlo modo diverso ai capricci della natura», racconta Mike Rudolph. Da giardino a vigneto fare in un luogo così suggestivo Oggi può vantare ben «Per questo il lavoro in vigneto come la Tenuta San Giorgio rende venticinque vendemmie. non si ferma mai.» La cura metico- La storia della Tenuta San Giorgio questo impegno ancora più spelosa del vigneto e un approccio ri- inizia nel 1940, quando la zurig- ciale. Non a caso, Rudolph ha spettoso dell’ambiente permet- hese Emma Rudolph-Schwarzen- ­investito negli ultimi anni nelle Sulla Contrada San Marco il traf- tono di ottenere uve di altissima bach acquistò la proprietà di Cas- infrastrutture destinate agli fico dei pendolari scorre incessan- qualità, riducendo al minimo gli sina d’Agno. In seguito, sua figlia eventi e ha ricavato, in un rustico temente, in direzione di Agno o di interventi in cantina durante la Magdalena Hutton-Rudolph vi sopra la cantina, un ampio apparPonte Tresa. Pochi metri più in vinificazione. «Il nostro obiettivo realizzò un giardino in cui trovò tamento per le vacanze, dove gli alto, però, il tempo sembra rallen- è produrre vini autentici, capaci di spazio anche la coltivazione della ospiti possono vivere da vicino tare. Dietro il cancello della Te- esprimere il carattere del territo- vite. La proprietà passò poi al ni- l’atmosfera unica di questo picnuta San Giorgio regnano la rio da cui provengono.» Venticin- pote Urs Rudolph, allevatore di colo angolo di paradiso. (G A B /S EB)

Anche in paradiso si lavora sodo

Luzern, den 22. Juli 2026

HOTELLERIE GA STRONOMIE ZEITUNG CXLI. JAHRGANG IMPRESSUM Herausgeberin Hotel & Gastro Union Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 22 22 (Geschäftsstelle Luzern) Tel. 021 616 27 07 (Geschäftsstelle Lausanne) info@hotelgastrounion.ch hotelgastrounion.ch Verlag Hotellerie Gastronomie Verlag Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 24 44 info@hotellerie-gastronomie.ch hotellerie-gastronomie.ch Verlagsleitung und Chefredaktion HGZ Jörg Ruppelt (rup) Andrea Decker (ade/stv.) Redaktionsleitung HGZ Gabriel Tinguely (gab) Angela Hüppi (ahü/stv.) Rédacteur en chef Hebdo Patrick Claudet (pcl) Verkauf Josef Wolf (Verkaufsleiter) Sebastian Schmid (Sales Consultant) Beat Unternährer (Sales Consultant) Iris Fischer (Buchhaltung) Karin Huwyler (Kundendienst Anzeigen) Redaktion Patrick Claudet (pcl) Andrea Decker (ade) Riccarda Frei (rif) Alice Guldimann (agu) Angela Hüppi (ahü) Ruth Marending (rma) Daniela Oegerli (doe) Jörg Ruppelt (rup) Gabriel Tinguely (gab) Online-Redaktion Andrea Decker (ade/Leitung) Alice Guldimann (agu) Redaktionelle Mitarbeit Selena Brusorio (seb/Pagina italiana) Alexandre Caldara (aca) Véronique Zbinden (vzb) Gestaltung Pierina Bucher (Leitung) Sonja Demarmels (Grafikerin) Maike Luttenberger (Polygrafin) Aylin Sancar (Polygrafin) Korrektorat Antje Giovannini Druck DZB Druckzentrum Bern AG, Zentweg 7, 3006 Bern

W ET TB E W E R B

Mitmachen und gewinnen: 2 Eintritte Thermalbad Aquarena Fun Gwenda Bösch vertritt die Schweiz an den World Skills. In welcher Berufssparte? A) Küche

2 Eintritte für 2 Stunden Aufenthalt im Aquarena fun gesponsert von: bad-schinznach.ch

B) Bäckerei

C) Restauration

Das Thermalbad Aquarena fun bietet mit einem Aussen- und einem Innenbereich abwechslungsreiche Erlebnisse für die ganze Familie. Für Wasserfans gibt es im 35 Grad Celsius warmen Thermalwasser nicht nur ein Flussbad, sondern auch einen Whirlpool und eine 65 Meter lange Grottenrutsche. Auf Geniesser und Geniesserinnen warten wohltuende Unterwasser­ massagedüsen und sanfte Wasserfallduschen. Ebenfalls für Entspannung sorgen ein duftendes

Inhalatorium sowie mehrere Wohlfühlliegen. Sportliche Gäste begeistert das 25-Meter-Schwimmbecken. Die Thermalbäder im Bad Schinznach sind täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2026. ­ enden Sie Ihre Antwort an: Redaktion S ­H otellerie Gastronomie Zeitung, PF 3027, 6002 Luzern, oder mit einer Mail an: wettbewerb-hgz@hotellerie-gastronomie.ch Der Gewinner aus Ausgabe Nr. 14/26 ist André Kaufmann, Reiden/LU.

Alle Rechte vorbehalten. Jede Verwendung der ­r edaktionellen Inhalte bedarf der schriftlichen ­Z ustimmung durch die Redaktion. Die in dieser ­Zeitung publizierten ­I nserate dürfen von Dritten ­w eder ganz noch teilweise ­kopiert, ­b earbeitet oder sonst wie verwertet werden. KI-Nutzungsrichtlinien Der Hotellerie Gastronomie Verlag nutzt KI-Tools ausschliesslich für Recherche, Transkription, ­Ü bersetzung, Datenanalyse und die Optimierung von Texten, nicht jedoch für das Verfassen ­r edaktioneller Inhalte. Hotellerie Gastronomie Zeitung Die Hotellerie Gastronomie Zeitung ist die auf­ lagenstärkste und meistgelesene Zeitung im ­S chweizer Gastgewerbe. Mit einer von der Werbemedienforschung (WEMF) beglaubigten Auflage von 23 881 und ihren ­a usgewiesenen Mehrfach­lesern erreicht die Zeitung in der ganzen Schweiz wöchentlich über 125 000 Fachpersonen aus dem Gastgewerbe und seinen artverwandten ­B ranchen. Die Druck­a uflage beträgt ­d urchschnittlich 28 823 Exemplare (deutsch/französisch). Hotellerie Gastronomie Magazin Mit den zweisprachigen Magazinen, die vier Mal im Jahr in Deutsch und Französisch erscheinen, betrat der Hotellerie Gastronomie ­Verlag 2011 verlegerisches Neuland. Diese hochwertigen, monothematischen Gastrozeitschriften kommen wie Lifestyle-Magazine für den Endkonsumenten daher, richten sich aber ­ausschliesslich an den Branchenprofi. Jede Ausgabe fokussiert dabei auf ein bestimmtes Fach­thema. Die Magazine werden der Hotellerie ­Gastronomie Zeitung lose beigelegt. Dadurch werden sie ­zielgruppenorientiert in der Branche diffundiert. Die Druckauflage beträgt durchschnittlich 31 500 Exemplare (deutsch/französisch).


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H ote l & G as tro U nion

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Attraktive Vergünstigungen für Mitglieder

Freikarten für den nächsten Fachmessebesuch

Attraktive Konditionen für Allianz-Versicherungen

Digitales Lernen mit Wigl – jederzeit und überall

Der grösste Wasserpark der Westschweiz in Le Bouveret/VS bietet eine Abenteuerwelt mit herausfordernden Rutschen, aber auch Ruhezonen für entspannende Momente. Perfekt zum Abtauchen aus dem Alltag. Mitglieder der Hotel & Gastro Union ­erhalten 20 Prozent Rabatt auf ein Tagesticket beim Kauf im Webshop. aquaparc.ch

Fachmessen sind eine spannende Gelegenheit zum Austausch unter Berufskolleginnen und -kollegen und zum Kennenlernen neuer Produkte und Dienstleistungen. Mitglieder erhalten Freikarten für die Gastia, Igeho und Zagg, sofern die HGU dort vertreten ist. Dafür wenden sie sich per Mail oder Telefon an den Mitgliederservice. hotelgastrounion.ch

Allianz ist der starke Partner für Sachversicherungen. Mitglieder der Hotel & Gastro Union profitieren von verschiedenen Vorteilskonditionen: fünf Prozent Rabatt auf die Motorfahrzeugversicherung sowie auf die Hausrat-, Gebäude- und Privathaftpflichtversicherung. Auf die Rechtsschutzversicherung gibt es einen Rabatt von zehn Prozent. allianz.ch

Mitglieder der Hotel & Gastro Union profitieren von attraktiven Vergünstigungen auf digitale Wigl-Lizenzen. Über den Webshop erhalten Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf fundiertes Fachwissen, interaktive Lerninhalte und Nachschlagewerke. Ob für die persönliche Weiterbildung, den Berufsalltag oder die Vertiefung von Fachwissen. hgu-shop.ch

Kompetente Unterstützung für den Fall der Fälle

Weiterbilden und von Rückvergütung profitieren

Attraktive Rabatte im HGU-Webshop

Socken für jeden Anlass von Dirtysox

Mitglieder der Hotel & Gastro Union haben Anspruch auf unentgeltliche Rechtsauskünfte und Rechtsberatungen in arbeitsrechtlichen Belangen. Bei Problemen am Arbeitsplatz oder Fragen zum Arbeitsverhältnis steht der Rechtsdienst zur Verfügung. Das auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch und Spanisch. hotelgastrounion.ch

Wer eine Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung absolviert und Mitglied der Hotel & Gastro Union ist, profitiert von grosszügigen Rückvergütungen im Wert von bis zu 1000 Franken. Zum Beispiel auf die Berufsprüfung zum Chefkoch, zur Bereichsleiterin Restauration oder zum Bereichsleiter Hotellerie-Hauswirtschaft. hotelgastrounion.ch

Mitglieder der Hotel & Gastro Union profitieren im HGU-Webshop von bis zu 40 Prozent Rabatt auf Produkte für den Berufsalltag: So gibt es vergünstigte ­B erufskleider wie Koch- und Bäckerjacken und Zubehör wie Messer und Messersets. Aber auch Fach- und Ausbildungsbücher sind im Webshop erhältlich. hgu-shop.ch

Die richtigen Socken machen ein Outfit erst komplett. Mit den Customsox des Schweizer Unternehmens Dirtysox können Kunden ab einer Bestellung von 100 Stück personalisierte Socken bestellen. Mitglieder der Hotel & Gastro Union erhalten dabei zehn Paar gratis und profitieren ausserdem von 20 Prozent Rabatt im Dirtysox-Onlineshop. dirtysox.ch

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A N Z E I G E

TAGESKURS FÜR BERUFS- UND PRAXISBILDENDE

LERNENDE STÄRKEN. SICHER HANDELN. Psychische Belastungen früh erkennen und Lernende im Berufsalltag gesundheitsfördernd begleiten. • Warnsignale erkennen und passend reagieren • Sicherheit in belastenden Situationen gewinnen • Konkrete Werkzeuge direkt im Berufsalltag einsetzen DATEN ZUR AUSWAHL Montag, 14. September 2026 Mittwoch, 4. November 2026

KOSTEN CHF 300.– Der Kurs wird durch den L-GAV finanziert.

UHRZEIT 09.00 bis 17.00 Uhr

ORT Hotel & Gastro Union, Luzern

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mehr Infos und Anmeldung 20.07.26 07:13


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B äcke rei & Conf ise rie

Gwenda Bösch ist bereit für die Weltbühne Gwenda Bösch vertritt die Schweiz an den World Skills 2026 in Shanghai im Beruf Bakery. Respekt und Vorfreude prägen ihre aktuelle Gefühlswelt.

k ills World S

Ramona Bolliger coacht Gwenda Bösch für die World Skills in Shanghai. Sie spricht über Talent, Druck und die Bedeutung internationaler Wettbewerbe. Was sagt die Wettbewerbsqualifikation von Gwenda Bösch über ihre Fähigkeiten aus? Sie musste sich bereits einmal von ihrer Konkurrenz abheben. Ihr Talent ist offensichtlich. Zudem hat sie sich ohne begleitenden Coach auf die Schweizer Meisterschaften vorbereitet. Das zeugt von Eigenverantwortung und Motivation. Sie hat es schon einmal geschafft, unter Druck eine Bestleistung zu erzielen.

Mit ihrem Sieg an den Swiss Skills 2025 hat sich die junge Zürcherin für die S W I S S S K I LL S World Skills 2026 qualifiziert.

GW EN DA B ÖSCH ,

ideale Bedingungen: Material, Ge- «Ohne ihn wäre ich nicht da, wo räte und Fachwissen stehen ihr ich heute bin.» Auch ihren Coach Ramona Bolliger schätzt sie sehr: zur Verfügung. «Sie ist direkt und offen. Diese Die Reise mit Respekt antreten Ehrlichkeit brauche ich. Zudem lässt sie mir viel Freiraum und Trotz Vorfreude weiss sie, dass in steht mir jederzeit mit Rat und Tat Shanghai viel auf sie zukommt. zur Seite.» Besonders die Konkurrenz aus Gwenda Böschs Ziel in ShangLändern wie China oder Südkorea hai: Sie möchte jungen Menschen beschäftigt das junge Talent: «Die zeigen, wie kreativ ihr Beruf ist, Ungewissheit, ob ich da mithalten und wie man mit «nur» Teig Groskann, ist etwas belastend», ge- ses erschaffen kann. A N D R E A D ECK ER steht sie. Am meisten Respekt hat sie vor den Stunden unmittelbar vor dem Wettkampf: «Ich weiss, Zur Person das wird hart.» Umso mehr freut sie sich auf die Erleichterung danach. Auf ihrem Weg nach ShangIhre Lehre als BäckerinKonditorin-Confiseurin EFZ hai wird Gwenda Bösch von vielen hat Gwenda Bösch in der Menschen unterstützt, besonders Bäckerei-Café Betschart in Bonvon ihrer Familie. Eine wichtige stetten/ZH absolviert. Aktuell Rolle spielt auch ihr Ausbildner Dominik Kaiser, der sie stets motiarbeitet sie im «Richemont» in viert und vorwärtsgebracht hat. Luzern in der Produktion.

Mehr Informationen unter: swiss-skills.ch

WO R LD -S K I LL S-T EI LN EH M ER I N

Dass Gwenda Bösch zum Bäckerberuf kam, war kein Zufall. In ihrem Nachbardorf schnupperte sie in einer Bäckerei und merkte rasch, dass ihr die Arbeit gefällt. Bis heute fasziniert sie an ihrem Beruf, dass man am Ende eines Arbeitstages sieht, was man geleistet hat. Dass sie mit ihrem Beruf so weit gekommen ist, führt sie nicht allein auf Talent zurück. Für sie braucht es beides: Begabung und Fleiss. «Ohne Talent hat man nicht viel Spass an der Arbeit, und ohne Fleiss kommt man nicht ­besonders weit», sagt sie. Aktuell arbeitet Gwenda Bösch in der Produktion von «Richemont» in Luzern. Daneben hilft sie bei überbetrieblichen Kursen und kann ihr Wissen an andere weitergeben. Vor allem aber trainiert sie intensiv für Shanghai. In der Richemont-Backstube findet sie dafür

Luzern, den 22. Juli 2026

RAMONA BOLLIGER « ICH ERLEBE GWENDA ALS TOP MOTIVIERT»

Der Sieg an den Swiss Skills war für Gwenda Bösch zunächst vor allem eines: überwältigend. «In dem Moment habe ich noch gar nicht an die World Skills gedacht», sagt sie rückblickend. Sie sei einfach nur glücklich gewesen. Erst später wurde ihr bewusst, was dieser Erfolg bedeutet. Seither ist viel passiert. Sie hat dazugelernt, neue Möglichkeiten erhalten, sich weiterzuentwickeln und spannende Menschen kennengelernt.

«Mit Teig und Brot lässt sich Grosses erschaffen.»

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Wie würden Sie Ihre Rolle als Coach beschreiben? Ich koordiniere das Training, suche Kurse und Coaches oder organisiere für meine Kandidatin Praktika im Ausland. Ab und zu stehen wir zusammen in der Backstube und arbeiten an Produkten. Oft trainiert Gwenda aber alleine, und wir besprechen dann die Produkte sowie das weitere Vorgehen. Zudem kommuniziere ich mit den internationalen Expertinnen und Experten über das Chatforum der World Skills. Ich kann dort Fragen zu Materialien, Maschinen oder zur Wettbewerbsaufgabe klären. Was zeichnet Gwenda fachlich und persönlich besonders aus? Ihre Motivation und Lebensfreude. Ich habe sie noch nie frustriert erlebt. Dazu kommt ein grosses Talent, eine unglaubliche Fingerfertigkeit beim Modellieren von Schaustücken und ein exzellentes Auge für Dekoration. Sie hat die Fähigkeit, Kritik direkt konstruktiv umzusetzen. Was unterscheidet die Swiss Skills von den World Skills? An den World Skills treffen internationale Experten und Kandidierende aufeinander. Dadurch gehen auch die Meinungen zu

Ramona Bolliger weiss, wie es sich anfühlt, Gold zu gewinnen. S W I S S S K I LL S

B ­ ewertungskriterien auseinander. Das Umfeld ist anspruchsvoller, etwa wegen ausländischer Maschinen und Rohstoffe. Zudem ist eine WM deutlich grösser als eine Schweizer Meisterschaft. Was bringen die World Skills der Bäckerei-Branche? Es werden nicht zwingend neue Produkte erfunden, aber Methoden und Techniken verbessert. Der internationale Austausch ist wichtig und hilft weniger entwickelten Ländern, von anderen zu lernen und eigene Methoden weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sind die World Skills eine Standortbestimmung: Sind wir hier mit unserer Arbeitsweise auf dem neuesten Stand? Was bedeutet Ihnen, ein Teil dieser grossen Reise zu sein? Ich erinnere mich gut daran, wie es war, selbst Kandidatin zu sein – das war einzigartig. Ich möchte jungen, motivierten Fachpersonen diese Erfahrung ermöglichen und sie dabei unterstützen, ihr Bestes zu leisten. A N D R E A D ECK ER

Zur Person Ramona Bolliger ist Abteilungsleiterin Bäckerei bei der Speck Genuss AG in Zug. An den World Skills 2017 in Abu Dhabi hat sie im Skill Bakery die Goldmedaille geholt.

Mehr Informationen unter: brot-chef

Manege frei für Brot-Chef-Finalteams

Die Finalistinnen: Jael Bregy, Amelie Reissnecker, Tanja von Ah, Angelina LU K A S B I D I N G ER Hintermann, Jasmin Erismann und Michelle Häberli.

Sechs junge Berufsfrauen haben sich für das Finale des Lernendenwettbewerbs in Aarau qualifiziert. Der Brot-Chef ist der nationale Lernenden-Fachwettbewerb der Bäckerei-Confiserie-Branche, organisiert vom Berufsverband Bäckerei & Confiserie. Die elfte Ausgabe steht unter dem Motto «Zirkus». Am 17. Oktober treten drei Zweierteams in der Berufsschule

Aarau gegeneinander an und zeigen ihr handwerkliches Können und ihre Kreativität. Finale in Frauenhand Mit dabei ist das Team «Die Zuckerschwestern» mit Jasmin Erismann und Michelle Häberli. Beide absolvieren zum Zeitpunkt des Wettbewerbs das dritte Lehrjahr als Bäckerin-Konditorin EFZ bei der Schell Bäckerei & Konditorei in Büron/LU. Ebenfalls qualifiziert ist das Team «Mit Laib und Seele» mit Jael Bregy und Amelie Reissnecker. Beide sind dann im dritten Lehrjahr als Bäckerin-

Konditorin EFZ. Jael Bregy lernt bei der Bäckerei Reinhard AG in Bolligen/BE, Amelie Reissnecker bei der Bäckerei Leutwyler in ­Zofingen/AG. Das dritte Team ist «Arts of TanAngi» mit Angelina Hintermann, Bäckerin-Konditorin EFZ, drittes Lehrjahr, und Tanja von Ah, Konditorin-Confiseurin EFZ, zweites Lehrjahr. Sie arbeiten bei der Christen Beck AG in Buochs/NW. Mit dem Brot-Chef bietet der Berufsverband Bäckerei & Confiserie Talenten eine Bühne. Das Finale ist öffentlich und begeistert jedes Jahr zahlreiche Interessierte. A N D R E A D ECK ER


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