HGZ No 16
Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886 CXLI. Jahrgang
Luzern, den 8. Juli 2026
Aktuell
Die wahren Kosten von Food Waste – so lassen sie sich reduzieren.
Mitreden bei der Berufsrevision
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Nächste Ausgabe am 22. Juli
Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
Pe r s ö n l i c h
Schwerpunkt
Fina Niebergall hat letztes Jahr die Swiss Skills im Beruf Hotel Reception gewonnen. Nun bereitet sich die gelernte Hoko auf die World Skills vor. Denn auch dort will sie brillieren.
Zwischen Algorithmus und Kultur
Mit Frauenpower auf Kurs in Richtung Brot-ChefFinale.
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Viel Lärm für gar nichts
Noch immer haben die meisten Glacen Milch als Basis und verfügen daher auch über deren Nährstoffe wie Calcium und die Vitamine A, B12 und D.
K E YS TO N E-SDA
ZUM DAHINSCHMELZEN Steigen die Temperaturen, wachsen die Schlangen vor den Glaceständen rasch an. Schweizweit wurden gemäss Glacesuisse, dem Verband Schweizer Glaceproduzenten, im letzten Jahr über die ganze Branche hinweg rund 60 Millionen Liter verkauft. Dies entspricht einem Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. «An einem heissen Julitag wird bis zu dreimal mehr Glace gegessen als an einem Regentag», so Reto Lüchinger, Verbandspräsident und Geschäftsführer von
Response zentral
Froneri. Im Vergleich mit anderen eu- belegen, dass bereits ein Löffel Eis die ropäischen Ländern liegt die Schweiz Belohnungszentren im Gehirn aktimit einem Pro-Kopf-Konsum von acht viert und die Ausschüttung von DopaLitern im Mittelfeld. Die Spitze füh- min anregt. Das Lebensmittel liefert ren Finnland mit über 14 Litern und zudem wegen der Kombination von ZuSchweden mit rund 12 Litern pro Per- cker und Fett schnell Energie. Florian son an. Für die Lust auf eine Glace an Stähli, Geschäftsführer und Co-Grünheissen Tagen gibt es einen Grund. Ein der von Kalte Lust aus Olten/SO, weiss, Eis, insbesondere cremige Sorten, regt wie die kühle Köstlichkeit am besten die Ausschüttung von Hormonen wie schmeckt: «Die beste Glace ist nicht Dopamin und Serotonin an, den so- die kälteste.» Direkt aus dem Tiefgenannten Glückshormonen. Studien kühler hat sie oft eine Temperatur von des Institute of Psychiatry in London minus 18 Grad Celsius. «Das ist zu kalt
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für Cremigkeit und Aroma», so Stähli. Das optimale Genussfenster läge bei rund minus 14 Grad Celsius. «Als Faustregel gilt eine Wartezeit im Kühlschrank von drei bis fünf Minuten.» Zudem kühlt Glace den Körper nicht, sondern wärmt ihn. «Das Gefühl von Frische ist eine Sinneswahrnehmung, kein physikalischer Effekt. Damit der Körper die Glace auf die eigene Körpertemperatur bringt, muss er zuerst Energie aufwenden», so Stähli. Eine Energie, die sich lohnt. R U T H M A R EN D I N G
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In knapp einem Monat begeht die Schweiz ihren Nationalfeiertag. Viele nutzen an diesem Tag die Gelegenheit, um auf einem Bauernhof ein feines Zmorge zu geniessen. Oder sie planen einen Ausflug an einen schönen Ort in der Schweiz. An Höhenfeuern singen sie die Nationalhymne oder geniessen das Zusammensein mit Familie und Freunden. Politikerinnen und Politiker halten Ansprachen und loben Land und Leute. Leider gibt es auch diejenigen, die mit Böllern und anderem lärmigem Feuerwerk für Unmut sorgen. Glücklicherweise soll knallendes Feuerwerk in der Schweiz verboten werden. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat in der Debatte rund um die sogenannte Feuerwerksinitiative neuen Bestimmungen zur Einfuhr und zur Verwendung von Feuerwerk zugestimmt. In einigen Gemeinden, vor allem im Kanton Graubünden, besteht bereits ein Verbot. In Anbetracht der trockenen Wälder und Wiesen ist es angebracht, auf Feuerwerk zu verzichten. Teilweise reicht schon ein Funke, um einen Brand zu entfachen. Einmal abgesehen davon, liegen am Tag danach Reste von Raketen und Böllern herum. Landwirte und Mitarbeitende der Gemeinden und Städte müssen den Müll zusammensammeln. Und für Tiere, nicht nur für Hunde und Katzen, bedeutet dieser Lärm Stress pur. DA N I EL A O EG ER LI
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14. bis 16. August Streetfood Festivals in der ganzen Schweiz Nach der Sommerpause touren 45 Foodstände aus aller Welt wieder durch die Schweiz. Probierportionen laden dazu ein, neue Geschmäcke zu entdecken und sich einmal um die Welt zu schlemmen – frisch zubereitet, nachhaltig und mit viel Liebe zum Detail. Vom 14. bis 16. August sind sie auf dem Maienz ugplatz in Aarau zu Gast. D anach folgen Langenthal und B asel. Im S eptember finden Streetfood Festivals in Lugano, Bern, Brig und Thun statt. streetfood-festivals.ch
G A S TKO LU M N E
Trinkgeld – eine eigene Währung Sara Stalder, Geschäftsleiterin Konsumentenschutz
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Das Charity-Dinner im Dunkeln zugunsten des Blindenschneesports findet im «Prätschli» statt.
Z VG
16. bis 18. August Ornaris in Bern
Zürcher Blindekuh gibt Gastspiel in Arosa
Die Stiftung Blindekuh führt in Zürich und Basel Dunkelrestaurants. Damit ermöglicht sie blinden und sehbehinderten Menschen das Arbeiten im Gastgewerbe. Nun gibt ein sechsköpfiges Serviceteam aus Zürich in Arosa ein Gastspiel. Dazu wird im Hotel Prätschli der Blindekuh-Gastraum nachgebaut. Bevor das Charity-Dinner für 66 Personen am 11. August beginnt, findet am Vortag ein Probedinner mit 30 Gästen statt. Da sie zum ersten Mal zusammenarbeiten, dürften das sehbehinderte Serviceteam aus Zürich und die sehende Kochbrigade in Arosa gleichermassen von diesem Testlauf und den gemachten Erfahrungen profitieren. «Für uns ist dieser Einsatz ein Teambuilding-Projekt der besonderen Art»,
sagt Monika Janicka, Gastgeberin Blindekuh Zürich. Sie fügt an: «Zugleich ist es ein Anlass, Inklusion ausserhalb der Städte Zürich und Basel sichtbar zu machen.» Inklusion noch intensiver leben Dazu ist Arosa der perfekte Ort. Barrierefreiheit, Gleichbehandlung, Diversität und Chancengleichheit sind in Arosa längst wichtige Grundsätze in der «Nachhaltigkeitsstrategie 2030». Darin steht, dass Ferien und Arbeiten in Arosa für alle möglich sein soll, unabhängig von Geschlecht, Ethnie, sexueller Orientierung, Religion, Alter oder einer körperlichen Einschränkung oder Behinderung. Dass dies nicht bloss ein Lippenbekenntnis ist, sondern in der Tourismusdestination gelebt wird, zeigen unter anderem die Gay Ski Week, die barrierefreien Wanderwege und geländegängigen Elektrorollstühle sowie die Themenwege und die Skischule für blinde und sehbehinderte Menschen. Dementsprechend war für Hoteldirektor André Salamin sofort klar, als er von der Idee des Wohltätigkeitsdinners im Dunkeln hörte, dass er dafür das «Prätschli» zur Verfügung stellt. (R I F)
Mehr Informationen und Tickets unter: praetschli.ch blindekuh.ch
Am 11. August wird im Hotel Prätschli in Arosa/GR im Dunkeln gegessen. Dies für einen guten Zweck. Den Erlös des Abends erhält der Verein Blindenschneesport Arosa.
Valposchiavo gewinnt Dorferneuerungspreis Die Europäische Arbeitsge meinschaft für Landent wicklung und Dorferneuerung Ev!Ra zeichnet ländliche Gemeinden für ihre Entwick lungsprozesse aus. Eine internationale, interdisziplinäre Jury hat 25 Orte in ganz Europa unter die Lupe genommen und Valposchiavo/GR zum Gesamtsieger 2026 gekürt. Der Europäische Dorferneuerungspreis wird seit 1990 alle zwei Jahre verliehen. Auf Einladung des Bundesamts für wirtschaftliche Landesversorgung BWL reichten Regione Bernina, Polo Poschiavo und Valposchiavo Turismo gemeinsam die Kandidatur für diesen europäischen Preis ein.
Valposchiavo ist nach Vals/GR, Preisträger 2012, die zweite Schweizer Region, welche diese Auszeichnung erhält. Die Jury lobte, dass es der Region trotz ihrer abgelegenen Lage gelungen ist, der Abwanderung entgegenzuwirken und die Rückkehr junger Menschen nach dem Studium und ersten Berufserfahrungen zu fördern. Auch die grenzüberschreitenden Kooperationsnetzwerke, die Verbundenheit mit den natürlichen Ressourcen im ökologischen Landbau, im nachhaltigen Tourismus und in der Gastronomie tragen dazu bei, eine hohe Lebensqualität zu gewährleisten. Im Jurybericht heisst es: «Dieses Entwicklungsmodell kann ein Vorbild für zahlreiche ländliche Gebiete in Europa sein.» Die feierliche Preisverleihung findet im September in Lhota, dem Preisträger 2024, in der Tschechischen Republik statt. Der Tradition folgend, richtet Valposchiavo dann die Preisverleihung 2028 aus. (R I F)
In den sechs Messebereichen der Ornaris, die in den Hallen der Bernexpo stattfindet, werden Neuheiten und saisonale Trends sowie Bestseller und nachhaltige Produkte präsentiert. Neben «Gourmet & Drinks» können für Gastronomen auch die Bereiche «Beauty & Wellbeing», «Giving & Fun» sowie «Home & Garden» interessant sein. «Jewelry & Accessories» und «Paper & Office» sind die weiteren Bereiche. ornaris.ch
23. und 24. August Chefs de Cuisine Suisses 2026 in Murten/FR Die «Chefs de Cuisine Suisses 2026» im Centre Loewenberg (SBB) in Murten steht für fachlichen Austausch, starke Be gegnungen und kulinarische Inspiration auf höchstem Niveau. Besondere Höhepunkte sind der Auftritt von Special-Gast referent Franck Giovannini, Küchenchef des l’Hôtel de Ville in C rissier/VD, sowie die Ehrung der kantonsbesten Lehrabgäng erinnen und Lehr abgänger. Teilnehmende erhalten eine Kochjacke. Bei einer Anmeldung bis zum 10. Juli ist die Kochjacke garantiert. hotelgastrounion.ch (Events)
25. bis 30. August. St. Moritz Gourmet Festival
Mehr Informationen unter: valposchiavo.ch regione-bernina.ch, polo-poschiavo.ch
Das Essen war gut, die Bedienung aufmerksam und freundlich – ich runde den Rechnungsbetrag gerne etwas auf. Das gehe leider nicht, sagt die Angestellte, welche mir das Bezahlgerät entgegenstreckt: Der Chef wolle nicht, dass das Trinkgeld über die Kreditkarte bezahlt werde. Es würden ihm dadurch Mehrkosten entstehen. Vielleicht, mutmasse ich, weil das Trinkgeld nun in der Buchhaltung auftaucht? Die Frage, ob Trinkgeld zum Lohn gehört, wird ja zurzeit in Bundesbern diskutiert. Trinkgeld ist ein zwiespältiges Thema. Für die Angestellten ist es unbefriedigend, denn ein Teil ihres Lohnes wird so zum «Leistungslohn». Natürlich ist es schön, wenn eine zuvorkommende Bedienung honoriert wird. Doch es ist auch willkürlich und nicht fair, weil damit ein ohnehin tiefer Lohn aufge bessert werden muss. Auf diesen inoffiziellen Lohnanteil ist zudem immer weniger Verlass, weil Kartenzahlung das Bargeld verdrängt. Und nein, es ist auch keine gute Lösung, dass man als Kundin auf dem Kartenlesegerät zuerst die Frage nach dem Trinkgeld wegdrücken muss – ich denke da konkret an eine Selbstbedienungs-Restaurantkette. Ich muss das Essen selbst holen, soll aber das Einkassieren mit einem Trinkgeld honorieren – das geht mir doch zu weit. Als Gast ist man oft unsicher, wie viel Trinkgeld angemessen ist. Und es ist selten klar, wer vom Zustupf profitiert – ist es nur der Servicemitarbeiter, bekommt auch die Köchin einen Anteil, und was ist mit der Putzkraft? Sie sind schliesslich alle wichtig, damit der Betrieb gut läuft. Wie wäre es, wenn auf der Karte ein Hinweis stünde, wie der Betrieb es mit dem Trinkgeld handhabt? Was denken Sie?
Seit 31 Jahren steht das St. Moritz Gourmet Festival für kulinarische Exzellenz und zieht Feinschmecker aus aller Welt ins Oberengadin. Es hat die gastronomische Landschaft der Region geprägt und die Zeit zwischen Ende Januar und Anfang Februar zu einer der stärksten der Wintersaison gemacht. Nun positioniert sich das erfolgreiche Festival neu – und wird ab 2026 im Sommer stattfinden. Unter den zehn Spitzenköchen aus aller Welt vertritt Pascal Steffen vom «Roots» in Basel die Schweiz. stmoritz-gourmetfestival.ch
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Die wahren Kosten von Food Waste und wie wir sie reduzieren können Werden Neben ströme ausser Acht gelassen, gehen viele Nährstoffe verloren, die zu einer gesün deren Ernährung beitragen könnten.
Brotzutaten umzuwandeln. Es zeigte sich unter anderem, dass mit Enzymen behandelte Weizenkleie als Brot-Zutat nicht nur für zusätzliche Ballaststoffe sorgt, sondern auch das Brot länger frischhalten kann.
Berufsentwicklung bei der Hotel & Gastro Formation Schweiz HGF. Das Thema Führung beispielsweise sei für einen Chefkoch aber ähnlich wie für einen Chef de réception. «Daher wollen wir ein gemeinsames Wording entwickeln und die Durchlässigkeit stärken.» Feedback erwünscht Revidiert werden die Fachausweise Chef de réception, Bereichsleiter/-in Restauration, Sommelière/Sommelier, Chefköchin/Chefkoch und Diätköchin/Diätkoch sowie die eidgenössischen Diplome Küchenchef/-in, Leiter/-in Gemeinschaftsgastronomie, Leiter/-in Restauration und Leiter/ -in Hotellerie-Hauswirtschaft. Die überarbeiteten Qualifikationspro
Die höhere Berufsbildung soll künftig mehr Synergien nutzen. A D O B E-S TO CK
file sind auf der HGF-Website aufgeschaltet. «Diese beschreiben die geforderten Kompetenzen der verschiedenen Berufe», erklärt Nina Theus. Bis Mitte August können Branchenfachleute diese einsehen und an einer Online-Befragung teilnehmen, um Feedback
Attinghausen/UR
Mehr Informationen unter: united-against-waste.ch
Ein Beispiel aus Belgien zeigte, wie mobile Verarbeitungsanlagen dafür sorgen, dass weniger Nährstoffe die Wertschöpfungskette als Biogas oder Tierfutter verlassen. «Die Anlagen werden flexibel dorthin gebracht, wo sie gebraucht werden. Aus überschüssigen Tomaten entstehen zum Beispiel Premium-Lebensmittel wie Suppen, Saucen oder Säfte», erzählte Bart Van Droogenbroeck vom Projekt Food Pilot. «Food Save soll nicht ausschliesslich über Nachhaltigkeit funktionieren, sondern auch über ökonomische Anreize, Gesundheit und Konsumentenbedürfnisse», sagte Markus Hurschler, der Geschäftsleiter von United Against Waste. Allgemein stellt er fest: «Ich habe das Gefühl, wir kommen der Sache langsam näher.» Es gebe heute viel mehr konkrete Ansätze als noch vor ein paar Jahren. United Against Waste bleibt dran. Der nächste Focus Food Save findet am 24. Juni 2027 statt. A LI CE GU LD I M A N N
Z VG
Gasthaus Alp Catrina Sandra und Norbert Heiliger h aben das Berggasthaus Alp C atrina auf dem Brüsti oberhalb von Attinghausen übernommen. Nebst Übernachtungsmöglich keiten in frisch renovierten Zimmern bietet das Berggasthaus f rische, saisonale Küche in heimeliger Atmosphäre. Seit Juni brüsti-surenenpass.ch
Hotel Pianta Savognin/GR
Das Hotel Pianta wird umfassend renoviert. Bis die Arbeiten ab geschlossen sind, wird das Hotel reduziert betrieben. Das elegant hergerichtete Café Venezia im alten Speisesaal lädt zum Kaffeegenuss mit frischem venezianischem Gebäck. Auch kann man im Hotel Pianta übernachten. Ab Juli origen.ch
United Against Waste
Restaurant Löwengarten
Der Verein bringt Akteure der Lebensmittelbranche im Einsatz gegen Food Waste z usammen. 92 Gastronomiebetriebe haben bereits an seinen Food-Save-Projekten teilgenommen. Im vergan genen Jahr wurden im Rahmen eines Mentoringprojekts erstmals Projekte gefördert, die Lösungen für die Verwertung von Nebenströmen bieten.
dazu zu geben. Begleitend gibt es Veranstaltungen, an denen man sich persönlich informieren und austauschen kann. Ein Treffen fand bereits Anfang Juli in Zürich statt, zwei weitere werden am 10. August von 15 bis 18 Uhr im Freiburger Spital in Freiburg sowie am 12. August von 15 bis 18 Uhr im Hotel Bern in Bern abgehalten. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, ist eine Anmeldung erforderlich (hotelgastro.ch/ revision-hbb). Nach Abschluss der Befragung werden im Herbst die neuen Qualifikationsprofile beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI eingereicht. Bis April 2027 sollen die Vorgaben für die Zulassung und Prüfungsgestaltung folgen. Interessierte, die einen entsprechenden Fachausweis oder ein eidgenössisches Diplom absolviert haben, können sich für die Mitwirkung an der Erarbeitung bei der HGF melden. Die Mitarbeit erfordert eine mehrmalige Präsenz im August, September und Oktober. A N G EL A H Ü P P I
Rorschach/SG
Nach fünf Jahren als Gastgeberin übergibt Sandra Rombach den Betrieb an Yvonne Schläpfer. Die neue Gastgeberin ist seit Februar 2024 Teil des Teams und kennt Haus, Gäste und Philosophie bestens. Der «L öwengarten» war früher die Abfüllerei der L öwengarten Brauerei. Ab August restaurant-loewengarten.ch
Wyniger Downtown Basel
Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch
Mitreden bei der Berufsrevision
Im Zentrum des mit Bundesgeldern unterstützten Revisionsprojekts stehen die Nutzung von Synergien, die Entwicklung einer gemeinsamen Sprache sowie die Stärkung der Modularisierung. «Es geht nicht darum, komplett neue Berufsbilder zu schaffen», sagt Nina Theus, Fachspezialistin
Flexible Produktionsanlagen
Am «Focus Food Save», der jährlichen Konferenz des Vereins United Against Waste, wurde das Thema Lebensmittelverschwendung aus einer übergeordneten Sicht angeschaut. Wie viele Nährstoffe gehen eigentlich verloren, welchen Wert haben Lebensmittel, wenn man Aspekte wie Wasserverbrauch oder Arbeitsbedingungen einberechnet? Diese Fragen standen Ende Juni im Kursaal Bern im Zentrum. Zuerst berichtete Gino Baudry von der technischen Hochschule EPFL in Lausanne/VD über die wahren Kosten von Lebensmitteln. «Indem wir den Umweltaus- Im Falle von Überproduktion braucht es innovative Ansätze. K E YS TO N E-SDA wirkungen der Produktion einen Geldwert geben, schaffen wir eine einheitliche, weltweit verständliche Sprache.» In einer Studie aus tem Getreide. Der Grund ist die ho- Wertschöpfungsketten, blieben jedem letzten Jahr fokussierte sich he Verschwendungsrate von Brot. doch in der herkömmlichen Erfasein Forscherteam auf die wahren Vollkornbrot schneidet unter an- sung von Lebensmittelverlusten Kosten von Schweizer Brot. Die derem deshalb besser ab, weil unsichtbar. «Die Verwertung von Analyse berücksichtigt Auswir- mehr vom Getreide verarbeitet Nebenströmen ist eine Win-winkungen auf Biodiversität und Um- wird und es durch seine Ballast- Lösung, um Nährstoffe zu erhalwelt, auf die menschliche Gesund- stoffe positive Auswirkungen auf ten und Umweltbelastungen zu heit sowie die Kosten für die Ge- die menschliche Gesundheit hat. verringern.» Verlorene Nährstoffe sellschaft wie für Subventionen. könnten dazu beitragen, VersorAuf der Produktionsseite kos- Nährstoffe besser nutzen gungslücken zu schliessen, in der Schweiz beispielsweise bei Eisen tet demnach ein Kilo Vollkornbrot zwischen drei und fünf Franken, Wie viele Nährstoffe in der Wert- und Vitamin B12. ein Kilo Brot aus raffiniertem schöpfungskette verloren gehen, Ein Beispiel für ein solches Getreide je nach Anbauart zwi- damit beschäftigt sich Silvia Projekt ist Fiber Sustain, das schen fünf und acht Franken. Bis Acerra von Agroscope, dem land- Valérie Vincent vom Müllerei-Unzu 80 Prozent höher liegen die er- wirtschaftlichen Forschungszen ternehmen Groupe Minoteries SA rechneten Kosten auf der kon- trum des Bundes. Nebenströme am Focus Food Save vorstellte. sumorientierten Seite mit bis zu wie Kleie, Tomatentrester, Rin- Dabei ging es darum, Nebenproknapp elf Franken für ein Voll- dernebenerzeugnisse oder Blut dukte wie Apfeltrester, Weizenkorn- und bis zu rund siebzehn dominierten zwar die Nährstoff- kleie und Gelberbsenschalen in Franken für ein Brot aus raffinier- verluste in den untersuchten funktionelle, ballaststoffreiche
Nach über zehn Jahren werden die Berufsprü fungen und höheren Fachprüfungen revidiert. Interessierte können an einer Umfrage dazu teilnehmen.
N E U E RÖ F F N ET
Die Wyniger Gruppe eröffnet eine neue Eventlocation. Sie bietet Platz für bis zu 500 Personen und eignet sich für Firmenan lässe, Kundenevents, Seminare, Workshops, Bankette, Jubilä umsfeiern, Hochzeiten, Messen, Ausstellungen, kulturelle und g esellschaftliche Veranstaltungen, Weihnachtsessen mit Disco sowie Generalversammlungen. Ab August wynigerdowntownbasel.ch
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Gratis nach Irland: Das sind die Glücklichen Auch dieses Jahr dürfen Lehrabsolventen und - absolventinnen kostenlos nach Cork (IE) reisen, um erste Berufserfahrungen im Ausland zu sammeln. Die Zeit zwischen Lehrabschluss und erstem Job oder weiterführender Schule lässt sich gut für einen Sprachaufenthalt und ein Praktikum nutzen. Genau das ermöglicht das Programm Swype*. Junge Berufsleute aus allen Branchen reisen am 3. August nach
Irland. In Cork werden sie eine Woche lang eine Sprachschule besuchen und anschliessend bis zum 28. August in den irischen Berufsalltag eintauchen. Damit sie sich nicht ganz unvorbereitet ins Abenteuer stürzen, fand Ende Juni in Bern eine Kickoff-Veranstaltung statt. Bei dieser erfuhren die jungen Leute nicht nur Wissenswertes über den Ablauf der Reise sowie die Wohnund Arbeitsbedingungen in Irland, sondern lernten auch ihre Mitreisenden kennen. Mit einer Delegation von achtzehn Personen, alles Mitglieder der Hotel & Gastro Union, ist das
Stefan Kogler beantwortet am Kick-off die Fragen der Teilnehmerinnen. Z VG
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die Mitglieder in den Genuss eines exklusiven Anmeldevorsprungs. Von dem Gratissprach- und - praktikumsaufenthalt profitieren bei den Bäckerbranche-Berufen: Patrizia Burri, Marlen Jäger, Jessica Ramona Kleeb, Sarah Meyer, Emma Kyra Margrit Schiumarini, Fabienne Schulz und Jana Steinmann. Aus der Küche reisen nach Irland: Deborah Eliane Renée Fankhauser, Tim Fleischlin, Minna Freitag, Alain Frutiger und Cyrill Mohler. Soraya Delphine Engel vertritt die Hotel-Kommunikationsfachleute. Beim Beruf Restaurantfachfrau/-mann zeigen Klara Loredana Langhart, Mattia Maffucci, Julia Rego de Carvalho und Lana Röthlisberger den Iren, was Schweizer Berufsleute so draufhaben. (R I F)
Gast- und Bäckergewerbe erfreulich stark vertreten. Da die Hotel & Gastro Union eng mit den Organisatoren des Austauschprogramms, Travail Suisse und Mo- *Die Kürzung Swype steht für vetia, zusammenarbeitet, kamen Swiss Young Professional Exchange.
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Stärkerer Fokus auf Gesundheit
Mehr Informationen unter: hofweissbad.ch
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Das Resort Hof Weissbad in Weissbad/AI erweitert seine ambulanten Tagesangebote im Gesundheitsbereich unter der Marke Appenzell Health. Die Angebote richten sich an Gäste, Menschen aus der Region, Hausärztinnen und Hausärzte sowie Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden Regeneration und neue Gesundheitsimpulse ermöglichen möchten, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Bereiche Bewegung, Ernährung, Entspannung und Bewusstsein bildeten die Grundlage. Zum Angebot gehören Gesundheits-Checks, Analysen, Regenerationsangebote und mehr. ( AGU)
Bar-Awards: Die Longlist steht Dieses Jahr werden die beliebten Bar-Preise der Swiss Bar Awards zum 24. Mal vergeben. Aus zahlreichen Bewerbungen hat die Jury die Long List erstellt. Zehn Kandidatinnen und Kandidaten sind nominiert für den Titel Barkeeper of the Year: Domenico Caruso, Zürich; Michele Durante, Basel; André Haueter, Solothurn; Andrei Mihai, Andermatt; Lukas Neves, Basel; Julien Raussin, Genf; Wladimir Reichert, Zürich; Maria Romaiou, Obbürgen/NW; Linus Schwärzler, St. Gallen; Ramiro Smith, Grindelwald/BE. Sie stellen in den nächsten Wochen ihr Können unter Beweis, bevor im September dann die Short List bekanntgegeben wird. Die Gewinner werden an der Award Night am 27. Oktober im Trafo Baden/AG bekanntgegeben. ( AGU)
DER GOLDENE KOCH 2027 Die Halbfinal-Camp-Teilnehmenden
Die Kandidatin und Kandidaten des Goldenen Kochs 2027 Die Halbfinal-Camp-Teilnehmenden Diese sieben Teilnehmenden wurden für das neue Halbfinal-Camp nominiert und kochen vom 12. bis 13. Oktober 2026 um den Einzug in das grosse Finale vom 22. Februar 2027 im Kursaal Bern.
Weitere Infos unter www.goldenerkoch.ch oder in den sozialen Medien.
ORGANISATOR
DIAMANT SPONSOREN
PRESENTING-PARTNER
Berufseinstieg vereinfachen #GoldenerKoch Mehr Informationen unter: hotelgastro.ch/ausbildung/ hotelgastro365
Simon Grimbichler, restolike, Hindelbank Nino Schüpbach, Schloss Schauenstein, Fürstenau Jakub Baron, Walliserhof Grand-Hotel & Spa, Saas-Fee Frederik Jud, Himmel am Berg, Galgenen Stéphane Demarcq, Restaurant de l‘Hôtel de Ville de Crissier, Crissier Stefanie Siegenthaler, Casino Bern, Bern Giorgio Chiodin, Villa Principe Leopoldo, Collina d‘Oro, Lugano (v.l.n.r.)
Eine bessere, einheitliche Arbeitsintegration für erwachsene Migranten, Quereinsteigende oder Arbeitssuchende im Gastgewerbe. Das ist das Ziel von «Hotel Gastro 365 – das Qualifikationsprogramm für nachhaltige Arbeitsmarktintegration» von Hotel & Gastro Formation Schweiz. In der Kombination von Theorie und Praxis festigen die Teilnehmenden während eines Jahres ihre Qualifikationen laufend und üben im echten Arbeitsumfeld. Das Qualifikationsprogramm soll schweizweit standardisiert angeboten werden. Zunächst haben sich die Kantone Basel-Stadt und Luzern für Pilotprojekte zur Verfügung gestellt, die ersten Kurse starten Mitte August. Bewähren sich die Pilotprojekte, ist ein nationaler Roll-out geplant. ( AGU)
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Auf dem Weg zur Perfektion
Getüftelt und perfektioniert wird bei den Mitgliedern der Schweizer Junioren-Kochnationa lma nnschaft in der Vorbereitung auf die WM in Luxemburg ständig. Einmal im Monat trifft sich das Team zusätzlich für zwei oder vier Tage, um die zwei WM-Aufgaben «Hot Kitchen» und «Chef’s Table» komplett durchzuspielen. «Das sind
Fiona Wittwer (21) arbeitet derzeit bei «Roh & N obel» in Rüfenacht/BE. Zudem ist sie Captain des Junioren-Teams.
jeweils sehr lange und intensive Tage», sagt Teamcaptain Fiona Wittwer. Die Testläufe seien aber enorm wichtig, um alle Handgriffe zu perfektionieren und die nötige Routine für den Wettbe-
werb zu bekommen. Für die meisten Teammitglieder beginne das Training jeweils schon einen Tag vorher mit den nötigen Vorbereitungen. Am ersten Tag des Trainings trifft man sich dann um halb acht Uhr in der Trainingsküche von Electrolux Professional in Sursee/LU. «Nach einem kurzen Briefing für die nächsten Tage steht das Mentaltraining an», erzählt Wittwer. Während rund einer Stunde gehen die Juniorinnen in Gedanken alle Abläufe durch und fokussieren sich ganz auf die bevorstehende Aufgabe: «Das Mentaltraining hilft enorm, um vom Alltag in den Trainingsmodus zu wechseln.» Es folgt das Mise en place für den Testlauf am nächsten Tag. Das heisst, es werden Zutaten abgewogen, so weit wie erlaubt vorbereitet und für den Transport verpackt. Am Ende wird noch der folgende Tag besprochen, bevor es zum gemeinsamen Abendessen geht. «Im Sommer bleibt vielleicht auch einmal Zeit, noch kurz in den See zu springen und den Kopf zu lüften – auch diese Momente gehören dazu und sind enorm wichtig für den Teamzusammenhalt und die Motivation», erklärt Fiona Wittwer. Am zweiten Tag des Trainings gilt es dann ernst: Die Wettbewerbssituation wird exakt simuliert. Für die Aufgabe «Hot Kit-
Hier sitzt jeder Handgriff: Bei den Testläufen der Juniorinnen herrscht höchste Konzentration.
Auf Instagram folgen unter: swissculinarynationalteams
Um den Weltmeistertitel im November zu verteidigen, muss jedes Detail stimmen. Ein Einblick in das Training der Junioren-Kochnationalmannschaft.
ROY M AT T ER
chen», ein Drei-Gang-Menü für Service für die Gäste. Ist dieser ningsküche in Sursee wird wieder 70 Personen, heisst das: insge- beendet, gibt es noch eine kurze ausgeladen und gemeinsam zu samt sechs Stunden Zeit, bevor Vorstellung des gesamten Teams. Abend gegessen. «Das ist meist der A-la-carte-Service beginnt. eine lockere Sache – das Feedback Um fünf Uhr wird die Küche am gibt’s erst am nächsten Tag, wenn «Auch wenn das Ort des Testlaufs eingeräumt. wir wieder aufnahmefähig sind», Dieser wechselt jedes Mal – je erklärt Fiona Wittwer. Da die Ziel Perfektion ist nach Testlauf müssen die JunioTestläufe immer sehr stark durch– genug Platz für rinnen bereits vor vier Uhr morgetaktet sind, sei es umso wichtigens aufstehen. 30 Minuten Zeit ger, genug Platz zu lassen, um geSpass muss sein.» bleibt fürs Einräumen der Küche. meinsam Spass zu haben und die FI O N A W I T T W ER , T E A M C A PTA I N Danach steht das Team zusamFreude am Kochen zu zelebrieren: men und stimmt sich mit dem «Das ist für das gesamte Team Teamsong «Wonders» von Neelix Gegen 15 Uhr fängt dann das Auf- wichtig, um die intensiven Tage auf das Kochen ein. Dieses dauert räumen, Putzen und Verladen des durchzustehen und die Motivabis zwölf Uhr – dann beginnt der Materials an. Zurück in der Trai- tion hochzuhalten.» A N G EL A H Ü P P I
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SPAGAT ZWISCHEN ALGO
Wie ordnet die künstliche Intelligenz das Ernährungssyst Innovation Conference des Gottlieb Duttweiler Instituts nach. einfach seine Suchkriterien ein und die KI sucht mögliche Lokale heraus. «Damit geht ein entscheidender Teil des Erlebnisses verloren – der Nervenkitzel der Suche und die Freude über das Ergebnis», so Mukhopadhyay. Es stelle
«Je weniger Arbeit ich in etwas investiere, desto weniger Wert hat es.»
das: kognitive Kapitulation. Der Wissenschaftler mahnt zur Vorsicht: «Künstliche Intelligenz soll tägliche Routinearbeit verrichten – der Mensch aber muss kreativ bleiben und vor allem sozial interagieren. Das kann keine KI ersetzen.» KI-Rezepte versus Grosis Braten
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sich zudem die Frage, ob das Erlebnis selbst an Wert verliert, wenn weniger Zeit in die Vorbereitung und Recherche fliesst. Denn wird uns ein Ergebnis von der künstlichen Intelligenz vorgeschlagen, nehmen wir dieses in den meisten Fällen an. «Cognitive surrender» nennt Mukhopadhyay
Christine Schäfer, Senior Researcher am Gottlieb Duttweiler Institut, beleuchtete unsere künftige Esskultur, welche sich irgendwo zwischen Algorithmus und Authentizität bewegen wird. «Künstliche Intelligenz wird unseren Teller massgeblich verändern – aber nicht unseren Tisch», stellte sie klar. Damit ist gemeint, dass künstliche Intelligenz einen grossen Einfluss darauf haben kann, was auf unseren Tellern landet. Etwa dank der Hilfsmittel, die eine personalisierte Ernährung ermöglichen, oder durch konkrete
Personalisierte Ernährung
Zutaten für die Lebensmittelbranche
PRÄVENTION STATT REAKTION
SCHNELLER ALS FORSCHER
Ein riesiger Trend in der Lebensmittel- und Gastronomiebranche ist die personalisierte Ernährung. «Die Menschen wollen künftig nicht mehr wissen, was allgemein gesund ist – sondern was für sie ganz persönlich gesund ist», sagte Paul Hammer an der International Food Innovation Conference. Sein Unternehmen Biomes verkauft Darmflora-Tests, mit welchen die Kunden ihr Mikrobiom bequem von zu Hause aus analysieren lassen können. Die Analyse wird mithilfe einer künstlichen Intelligenz vorgenommen. Dafür greift sie auf Europas grösste Mikrobiom-Datenbank sowie wissenschaftliche Studien zurück. Daraus erstellt sie einen genau auf die Kunden zugeschnittenen Ernährungsplan und Tipps, wie sich deren Mikrobiom optimieren lässt. Für Paul Hammer ist klar: «Die Zukunft der Ernährung ist personalisiert.» Denn es stünden immer mehr Daten zur Verfügung: Mittlerweile gibt es Geräte wie Smartwatches, die Angaben zu Herzfrequenz und Schlafqualität machen, aber auch Blutdruck- oder Blutzuckermessge-
räte, mit denen die Menschen gewisse Gesundheitsfaktoren bequem selbst in ihrem Zuhause erfassen können. «Die Medizin sollte sich von einem rein reaktiven System mehr in Richtung Prävention entwickeln», so Hammer. Eine besonders wichtige Rolle spiele dabei die Ernährung. Die KI als persönlicher Coach Dass die Zusammensetzung der Darmflora eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit spielt, ist mittlerweile bekannt. Das Mikrobiom beeinflusst Gesundheitsfaktoren wie das Immunsystem, die Nährstoffaufnahme, das Gewicht, die Verdauung, die mentale Gesundheit oder auch den Schlaf-Wach-Rhythmus. «Da das Mikrobiom so individuell ist wie ein Fingerabdruck, reichen allgemeine Empfehlungen oft nicht», so Paul Hammer. Eine individuelle Analyse sei viel präziser und effektiver. Die Biomes-KI gibt zudem nicht nur persönliche Empfehlungen ab, sondern funktioniert wie eine Art Coach, dem spezifische Fragen gestellt werden können.
Wenn es um das Thema Aroma und Duftstoffe geht, kommt man um die Firma Givaudan nicht herum. Als einer der weltweit grössten Hersteller in diesem Bereich produziert das Unternehmen unter anderem Düfte für bekannte Luxusmarken sowie Aromen und Geschmacksprofile für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Das Sortiment beinhaltet zum Beispiel künstliche Geschmacksverstärker und Süssungsmittel sowie natürliche Inhaltsstoffe. «Wir sind fast überall, wenn es um Aromen und Duftstoffe geht», sagte Fabio Campanile, Head of Science & Technology bei Givaudan. Entsprechend verfügt das Unternehmen auch über Unmengen von Daten: Zutaten, Aromen, Rezepte, Kundenpräferenzen etc. «Die Industrie ist ständig auf der Suche nach neuen Zutaten, um beispielsweise Geschmacksprofile zu verbessern, die Kosten zu senken oder Produkte mit weniger Salz und Zucker herzustellen, ohne beim Geschmack Kompromisse eingehen zu müssen», erklärte Campanile. Bei der Entwicklung neuer Zutaten setzt
das Unternehmen seit einiger Zeit auf die Hilfe von künstlicher Intelligenz – diese kann dank des riesigen Datensatzes viel schneller neue Kombinationen von Molekülen entwickeln als ein menschliches Forscherteam. Neue Aromen in Sekunden Dafür hat das Unternehmen mehrere auf KI gestützte Anwendungen entwickelt. «Atom» nützt künstliche Intelligenz, um den Geschmack von Formulierungen zu verbessern – ganz ohne langwierigen Testprozess. Dabei kann das Tool Faktoren wie gewünschte Textur, Nährstoffzusammensetzung, gesetzliche Vorschriften oder Kosten berücksichtigen. «Myomi» ist ein handliches Gerät, das Aromen freisetzt und schnelles, direktes Feedback von potenziellen Kunden abholen kann. So wird die Produktentwicklung massiv beschleunigt. Und «Ooby» dient als kreativer Assistent, der auf der Basis von unternehmensinternen und -externen Daten neue Produktkonzepte und Geschmacksprofile entwickelt.
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ünstliche Intelligenz könnte die Art, wie die Gäste Entscheidungen treffen, grundlegend verändern. Denn sie kann ihnen die Entscheidungsfindung enorm erleichtern. Doch was macht das mit den Menschen? Anirban Mukhopadhyay, Professor für Marketing und Verhaltenspsychologie an der University of London, zeichnete an der International Food Innovation Conference ein ambivalentes Bild einer solchen Zukunft. «Je wichtiger eine Entscheidung ist, desto mehr Arbeit stecken wir in den Prozess», erklärte er. Wo jemand an einem normalen Arbeitstag zu Mittag isst, ist beispielsweise meist weniger bedeutsam als das Restaurant, das man für einen runden Geburtstag aussucht. «In die Suche nach Letzterem wird viel mehr Aufwand investiert.» Doch künftig könnte dieser Aufwand dank künstlicher Intelligenz überflüssig werden. Man gibt
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S chwe rpu n k t
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ORITHMUS UND KULTUR Rezeptvorschläge. Der Tisch hingegen werde durch soziale Interaktion und Kultur geprägt: Mit wem essen wir, was kommt traditionellerweise in der Region an Weihnachten auf den Tisch, wie hat schon die Grossmutter den Sonntagsbraten zubereitet? Dieses Wissen drohe verloren zu gehen, wenn wir uns zu sehr auf künstliche Intelligenz verlassen. «Bei solchen Empfehlungen fehlt der Kontext», erklärt Schäfer. «Das Fondue ist ein gutes Beispiel: Dabei geht es nicht nur um Brot und Käse, sondern es gehört viel mehr dazu – etwa das Verlieren des Brots im Caquelon, das eine Strafe nach sich zieht, oder der käsige Duft, der sich noch lange in der Wohnung festsetzt. Das alles gehört zu einem kulturellen Erbe dazu.» Es bestehe die Gefahr, dass Geschmack nicht mehr in Regionen und Kulturen entstehe, sondern hauptsächlich über Algorithmen: «Wenn künst-
liche Intelligenz für uns auswählt, werden sich die Produkte immer ähnlicher, sei es in den Bereichen Musik, Mode oder Essen. Irgendwann essen wir wortwörtlich nur noch Einheitsbrei.» Das zeigten etwa die Beispiele von Dubai
«Dank KI könnten wir bald wortwörtlich nur noch Einheitsbrei essen.» CH R I S TI N E SCH Ä FER , GOT T LI EB D U T T W EI LER I N S TI T U T
Schokolade oder dem Erdbeer Matcha Latte: «Sie wurden in wenigen Tagen zu einem weltweiten Trend. Da steckt kein kulturelles Erbe dahinter, sondern ein Algorithmus, der fast aus dem Nichts eine Nachfrage produziert.» Langsam und leise gehe so die Kultur des Essens verloren. Wie
bei jeder Bewegung gebe es aber auch hier eine Gegenbewegung, die sich nach Ruhe, Langsamkeit und Kultur sehnt. «Das Label ‹Human made› könnte künftig zu einem neuen Luxusprodukt werden, ähnlich wie Slow Food in einer Welt des Fast Foods», so die Forscherin. Wenn Produkte ohne KI-Einwirkung knapper werden, gewinnen sie an Wert. «Unternehmen müssen sich künftig fragen, ob sie den Teller oder den Tisch bedienen wollen. Am besten tut man aber beides», stellte Schäfer klar. Künstliche Intelligenz habe ihren Platz beispielsweise bei der Me nüplanung, der Absatzvorhersage oder der Vermeidung von Food Waste. Hintenanstehen sollte sie aber in Bereichen wie Handwerk oder Storytelling über die Herkunft und Hintergründe von Produkten: «Künstliche Intelligenz kann unseren Teller optimieren – den Tisch müssen wir weiterhin selbst decken.» A N G EL A H Ü P P I
Rezeptinspirationen
Marketing
KI FÜR MEHR KREATIVITÄT
DIGITALE ZWILLINGE
Eine der meistgenutzten Funktionen von künstlicher Intelligenz ist, Re zeptideen zu generieren. Viele Menschen lassen sich aufgrund ihres Kühlschrankinhalts verschiedene Rezepte von ChatGPT und Co. zusammenstellen. In Profi-Küchen ist das natürlich verpönt. Inspirieren lassen kann man sich von der KI aber trotz dem. Zum Beispiel mit dem Tool von James Briscione. Der unter anderem aus der Fernsehsendung «Chopped» bekannte Koch hat gemeinsam mit dem IT-Unternehmen IBM und dem Institute of Culinary Education in New York (US) das KI-gestützte Kochsystem Chef Watson entwi ckelt. «Unser Ziel war nicht, mensch liche Köche oder Kreativität zu er setzen», stellte Briscione bei der Konferenz klar. Vielmehr soll Chef Watson Köchinnen und Köche inspi rieren, ihnen neue Geschmackskom binationen liefern und sie aus ihrer Routine locken. Kreativer Partner statt Sous-chef Dem Programm zugrunde liegen zehntausende bestehende Rezepte,
Daten zur chemischen Zusammen setzung von Lebensmitteln und zu den kulinarischen Traditionen ver schiedener Länder. Daraus generiert Chef Watson vielfältige Kombinatio nen von Zutaten, welche aufgrund ihres Geschmacksprofils gut zusam menpassen könnten. Für eine italienisch inspirierte gebratene Ente schlägt die künstliche Intelligenz bei spielsweise folgende Zutaten-Kombi vor: Ente, Basilikum, Ingwer, Tomate, Fenchel, Pilz, Apfel, Salbei, Kirsche, Zimt und schwarzen Pfeffer. «Daraus haben ein Kochkollege und ich unser je eigenes Gericht kreiert – entstan den sind zwei unterschiedliche Tel ler, bei denen unsere eigene Ar beitsweise und Philosophie am Ende immer noch klar erkennbar waren», so James Briscione. Chef Watson soll nur die Inspiration liefern – das fertige Rezept stellen Köchinnen und Köche immer noch selbst und mit ihrer eigenen Handschrift zu sammen. «Die künstliche Intelligenz soll kein Sous-chef sein, sondern ein kreativer Partner», stellt James B riscione klar.
Auch im Bereich Marketing und Trendforschung birgt künstliche Intel ligenz ein immenses Potenzial. In ei nem Panel wurden drei Unternehmen vorgestellt, welche zeigen, wie das Konsumentenverhalten viel schneller als bisher analysiert werden kann. So nutzt beispielsweise die Firma Signa trix in Geschäften installierte Über wachungskameras, um mithilfe von KI nicht nur sicherheitsrelevante Vorfälle schneller zu erkennen, son dern auch Konsum-Muster und Ver haltensweisen auszuwerten. Das Programm kann zudem erkennen, welche Regale wann leer sind und so helfen, den Bedarf besser zu planen. Das Unternehmen Delta Labs aus Zürich ist auf KI-gestützte Kundenund Marktforschung spezialisiert. Es erstellt sogenannte KI-Zwillinge, also synthetische Kundengruppen, die passende Zielgruppen möglichst realistisch nachbilden. So können Unternehmen simulieren, wie Kun den auf neue Produkte, Preise oder Kampagnen reagieren werden. Dies alles, ohne viel Geld und Zeit für Umfragen oder Fokusgruppen
investieren zu müssen. Entscheidun gen können so schneller und güns tiger als mit traditioneller Markt forschung getroffen werden. Das dritte vorgestellte Unternehmen, das amerikanische Tastewise, fokus siert sich auf Markt- und Trendfor schung. Dazu sammelt und analy siert es grosse Mengen an Daten aus den sozialen Medien, aus Speise karten, Konsumentenbefragungen und vielem mehr. Eine andere Art von Intelligenz Für die Vertreter aller drei Unter nehmen ist klar: Die künstliche Intel ligenz macht den Menschen nicht überflüssig, sondern ergänzt ihn. «Menschliche Kreativität und Intuition kann KI nicht ersetzen», sagte etwa Philipp Müller von Signatrix. «Aber sie kann Prozesse optimieren und beschleunigen.» Und auch für Anne Scherer von Delta Labs ist klar: «Künstliche Intelligenz funktioniert ganz anders als menschliche. Wer die Unterschiede versteht und die Kontrolle nicht gedankenlos abgibt, erzielt die besten Ergebnisse.»
I LLU S T R ATI O N SO N JA D EM A R M EL S
gdi.ch
tem neu? Dieser Frage ging die sechste International Food Neben praktischen Beispielen gab es auch mahnende Stimmen.
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M a rk tplat z
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Die Beiträge auf den Produktseiten werden von Jörg Ruppelt zusammengestellt und redigiert. joerg.ruppelt@ hotelleriegastronomie.ch
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Pistor verteilt von Sennwald/SG aus täglich 40 Tonnen Ware an Gastrokunden.
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Sommer, Sonne, Süssgetränk
Schutzfolien gegen die Hitze
Leichtere Rezepturen, funktionale Getränke und lokale Herkunft prägen aktuell den Getränkemarkt. Nestlé Waters greift diese Trends auf und lanciert «Sanpellegrino Ciao», eine aromatisierte, kohlensäurehaltige Erfrischung, die Fruchtsaft mit einer feinen Note sizilianischen Salzes verbindet. Die farbig gestreiften Dosen erinnern an Sommer und Dolce Vita. Zur Auswahl stehen zwei Geschmacksrichtungen: Limette ist eine lebendige, erfrischende Komposition. Pfirsich vereint süsse und florale Noten zu einem perfekt ausgewogenen Geschmack. Beide Getränke verzichten auf zugesetzten Zucker und enthalten zehn Kalorien pro 33-cl-Dose. nestle.ch
Folienhersteller Haverkamp entwickelt Sonnenschutzfolien in verschiedenen Varianten und bietet ein breites Portfolio von nahezu transparenten bis zu keramikveredelten Tönungsfolien und silbern reflektierenden Folien an. Mit den Folien lässt sich eine Nachrüstung flexibel, schnell und effizient vornehmen. Sobald die Folien an den Fenstern angebracht sind, zeigen sie ihre positive Wirkung auf das Raumklima. Sie reduzieren die Wärmeeinstrahlung durch das Glas um bis zu 80 Prozent und senken so die Raumtemperatur spürbar und vor allem sofort und langfristig. Die Montage verläuft ohne Störung der täglichen Abläufe im Restaurant oder im Hotel. haverkamp.de
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Irish Whiskey für die Herbstsaison
Starke Präsenz in der Ostschweiz
Mit dem irischen Whiskey Bushmills Black Bush lassen sich verschiedene Drinks für die bald kommende Herbstsaison kreieren. Zum Beispiel ein Bushmills Blackberry Sour im Martiniglas: 50 ml Bushmills Black Bush, 25 ml frischer Zitronensaft, vier frische, zerrissene Salbeiblätter, 1 Eiweiss sowie 15 ml Zuckersirup in einen Shaker geben. Kräftig shaken. Eis hinzufügen und erneut shaken, bis das Eiweiss schaumig ist. In das Martiniglas abseihen und mit Brombeeren, Salbeiblatt und Puderzucker garnieren. Mit dem Bushmills Black Bush lassen sich auch Irish Coffee sowie Green Dream Soda zubereiten. Den irischen Whiskey gibt es auf der Onlineplattform für Spirituosen Drinks. drinks.chh
Pistor blickt mit rund 8700 Tonnen ausgelieferter Ware auf ein erfolgreiches erstes Betriebsjahr ihrer Verteilzentrale in Sennwald/SG zurück. Über 2000 Ostschweizer Kunden werden vom neuen Standort aus angefahren. Im Mai 2025 nahm das Unternehmen in Sennwald eine 9000 Quadratmeter grosse Verteilzentrale für den Ostschweizer Markt in Betrieb. «Dank unserer regionalen Präsenz können wir unserer Kundschaft höhere Lieferfrequenzen bieten und einen engen Draht mit ihr aufbauen», sagt COO Thomas Gasser. Täglich verteilen derzeit elf Lastwagen die Bestellungen in den Kantonen Thurgau, St. Gallen, Appenzell AI/AR, Graubünden, Glarus sowie in Liechtenstein. pistor.ch
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Mayo ganz auf Pflanzenbasis
Badmöbel aus Feinsteinzeug
Ketchup, Mayonnaise und milder Senf zählen seit Jahren zu den meistgeschätzten Klassikern. Jetzt wird das bewährte Trio erweitert: Mit der neuen «Véganaise» ergänzt eine zeitgemässe, pflanzliche Alternative das Hero-Sortiment im 4-kg-Eimer. So bleiben Köchinnen und Köche flexibel und bringen zusätzliche Vielfalt auf den Teller. Die «Véganaise» überzeugt mit cremiger Textur und ausgewogenem, leichtem Geschmack – ganz ohne Ei. Sie ist ideal für Sandwiches, Salate, Bowls und warme Gerichte. Die «Véganaise» ist optimal auf die Anforderungen in der klassischen Gastronomie, im Catering, in der Spital- und Heimgastronomie und in der Personalrestauration abgestimmt. gastro.hero.ch
Unter dem Namen Elitique verfolgen die Unternehmen Falper und Florim ein gemeinsames Badmöbel-Konzept. Falper entwirft luxuriöse Bäder und Küchen aus Italien: ikonische Kollektionen, Premium-Materialien und eine zeitgenössische architektonische Vision. Florim produziert seit über 60 Jahren in Italien keramische Oberflächen. Mit Elitique präsentieren beide nun ein erstes Badezimmersystem aus Holz und Feinsteinzeug. Es umfasst eine speziell entwickelte Serie von Waschbecken und Arbeitsplatten, die von Florim entwickelt und nahtlos in die Möbel von Falper integriert wurden. Die Kollektion ist in einer Vielzahl von ästhetischen und grafischen Varianten verfügbar. florim.com
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PIERRE-ALAIN BAPST « SCHWEIZER WEIN OFFEN IM GLAS HAT POTENZIAL »
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Die Swiss Wine Promotion AG hat viele Aufgaben und ihr Direktor grosse Ziele. Pierre-Alain Bapst, seit Anfang März sind Sie Direktor von Swiss Wine Promotion, der Absatzförderungsorganisation für Schweizer Wein. Haben Sie bereits einen ersten Höhepunkt erlebt? Ja, gleich mehrere. Wahrgenommen habe ich die neue Dynamik im Team. Weitere sind definiert und werden in den kommenden Monaten umgesetzt. So beginnen wir die Zusammenarbeit mit einer neuen Kreativagentur, und wir konnten einen neuen Marketingmanager engagieren. Zudem lancieren wir Ende September eine landesweite Kampagne.
Sie sind gelernter Käser und haben in der Fleischbranche gearbeitet. Welchen Stellenwert hat Wein für Sie? Wie Käse ist auch Wein ein natürliches, regionales Produkt, das mit viel Handarbeit entsteht. Davor habe ich grossen Respekt. Wann geniessen Sie Wein? Ich lehne die viel gehörte Denkweise ab, dass es in Ordnung ist, allein ein Bier zu trinken, aber verpönt, alleine ein Glas Wein zu geniessen. Ich trinke gerne ein Glas Wein zum Essen. Auch wenn ich allein bin. Obwohl sich die Gesellschaft mit «kein Wein am Mittag» neue Regeln gegeben hat, gibt es kein Verbot, zum Mittagessen ein Glas Wein zu trinken.
Pierre-Alain Bapst will intensiver mit der Gastronomie zusammenarbeiten.
auch die Weinkarte zu den Kriterien, welche Gäste bei der Wahl eines Restaurants beeinflussen. Wir haben mit Swiss Wine Gourmet ein Netzwerk von Gastronomen aufgebaut, die Schweizer Weine in den Vordergrund stellen. Das Netzwerk steht allen Betrieben offen, welche die Kriterien für die Label mit einem, zwei oder drei Gläsern erfüllen. In Zukunft werden wir die Kommunikation über die Swiss-Wine-Gourmet-Restaurants verbessern.
«Wein gehört ebenso zur Esskultur wie Käse, Trockenfleisch und Brot.»
Weil Wein Alkohol enthält, wird er heute dämonisiert. Wie kann die Gastronomie Wann wurden die Weichen den Schweizer Weinbau falsch gestellt? unterstützen? Das steht in Zusammenhang mit Ein grosser Teil des Weins wird in Veränderungen der Gesellschaft. der Gastronomie konsumiert. Zwei Beispiele: Mit der Reduktion Deshalb spielt diese eine wichtige der Promille-Grenze für FahrzeugRolle. Ich sehe ein sehr grosses lenker und dem Rauchverbot in Potenzial in der Förderung von öffentlichen Räumen verschwanSchweizer Wein mit dem glaswei- den viele Stammtische. Die Gassen Ausschank. Angesichts des tronomie verlor Umsatz und der rückläufigen Konsums ist es von Wein Marktanteile. Die Politik entscheidender Bedeutung, dass löst Probleme mit Verboten, nicht Gäste eine Auswahl an Schweizer mit Information und dem VertrauWeinen glasweise geniessen kön- en in die Selbstverantwortung der nen. Wenn ich mir etwas wün- Bevölkerung. Dabei ist ein Glas schen dürfte, dann wäre es, dass Wein zum Essen ein kleineres jedes Restaurant unseres Landes Problem als Zucker, Salz oder verdrei Schweizer Weissweine und steckte Fette. Heute gehen wir drei Rotweine glasweise anböte. viel zu weit. Wenn wir nein zu Foie gras sagen, müssen viele andere Wie unterstützt Swiss Wine Produkte auch verboten werden. Promotion die Gastronomie? Neben der Qualität der Speisen Wo liegen die Schwerpunkte und der Gastfreundschaft gehört der Absatzförderung?
Z VG
In breiten Kreisen leidet Schweizer Wein immer noch unter einem alten, verstaubten Image. Doch das trifft heute überhaupt nicht mehr zu. Wir müssen einen Mehrwert für den Schweizer Weinbau schaffen. Auch da haben wir Nachholbedarf in der Kommunikation. Die Konsumentinnen und Konsumenten sollen die Produktionsbedingungen und -kosten von Schweizer Weinen kennen. Denn diese haben Auswirkungen auf die Qualität und die Preise. Auch dass sich diese von ausländischen Weinen unterscheiden, die unter einfacheren Bedingungen hergestellt werden. Wie wichtig ist die Weiterbildung? Sehr wichtig. Denn in der Gastronomie hängt die Gestaltung der Weinkarte von den Entscheidungen der Gastronomen ab. Je mehr sie über Schweizer Weine wissen, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine breite Palette angeboten wird. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Swiss Wine Promotion in diesem Bereich aktiv wird. Dazu bieten wir mit dem Swiss Wine Campus bereits eine Online-Plattform für die Schulung der Servicemitarbeitenden an. G A B R I EL TI N GU ELY
Zur Person Der Freiburger Pierre-Alain Bapst lernte Käser, liess sich zum Lebensmitteltechnologen weiterbilden und studierte Neuromarketing. Nach neun Jahren als Direktor von Terroir Fribourg wechselte der Vater zweier Kinder im März zur Swiss Wine Promotion AG.
Thomas Goval
CEO
General Manager
Der Verwaltungsrat von Bernexpo hat Roger Schnegg zum neuen CEO ernannt. Schnegg steht seit 2012 an der Spitze von Swiss Olympic. Zuvor war er unter anderem bereits für die Bernexpo tätig: Von 1996 bis 1998 gehörte er als Leiter Messen und Events der Geschäftsleitung an.
Thomas Goval wird per 1. September General Manager des «The Chedi Andermatt» in Andermatt/UR. Er kommt vom Raffles Hotel in Singapur, wo er zuletzt als Hotel Manager tätig war. Frühere Stationen führten den Hotelier unter anderem ins Bürgenstock Resort in Obbürgen/NW.
Claudio Zemp
Jürg Domenig
Marktleiter Deutschland
Verwaltungsrat
Claudio Zemp wird per 1. September Marktleiter Deutschland von Schweiz Tourismus ST. Von Frankfurt aus verantwortet er die Vermarktung der Schweiz im wichtigsten Auslandsmarkt. Er folgt auf Jörg Peter Krebs, der im Mai als Head of Transformation in die ST-Zentrale nach Zürich zurückgekehrt ist.
Jürg Domenig tritt aus dem Verwaltungsrat der EHL Hotelfachschule Passugg AG zurück. Er gehörte dem Gremium mehr als zwölf Jahre an und präsidierte es von 2017 bis 2020. Die Schule in Passugg/GR strafft ihre Führungsstruktur und passt ihre Organisation stärker an jene der EHL-Gruppe an.
Massimo Boni
Markus Zemp
Marktleiter Brasilien
Verwaltungsratspräsident
Schweiz Tourismus ST hat Massimo Boni zum neuen Leiter des Marktbüros Brasilien ernannt. Der Direktor der Tourismusregion Lugano übernimmt die Funktion am 1. Januar 2027 in São Paulo. Er folgt auf Fabien Clerc, der das Büro während sechs Jahren geleitet hat.
An der Generalversammlung von Proviande wurde Markus Zemp nach zwei Amtszeiten und 16 Jahren als Präsident der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde Heinz Mollet gewählt.
Mehr Informationen unter: swisswine.ch
Worum geht es darin? «Swisswine» ist heute nur eine Marke. Wir müssen diese mit Emotionen verbinden und Weinerlebnisse schaffen, die in Erinnerung bleiben. Wir wollen Schweizer Wein einfacher und breiter kommunizieren. Das Ziel ist, wie beim Stichwort Italien, bei dem alle sofort an Dolce Vita denken, dass beim Wein Schweizerinnen und Schweizer sofort an heimische Crus denken und diese kaufen oder in Restaurants bestellen.
Roger Schnegg
LE S E R B R I E F
Schreiben Sie uns! Wir freuen uns über Inputs, Lob, Ideen und natürlich auch Kritik. redaktion@hotellerie-g astronomie.ch oder an Hotellerie Gastronomie Verlag, Postfach 3027, 6002 Luzern
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Fina Niebergall geht über ihre Komfortzone hinaus Sie hat 2025 die Swiss Skills gewonnen. Nun will die gelernte Hoko auch an den World Skills im Beruf Hotel Reception brillieren.
EGIDIO MARCATO «WIR SIND BEREIT FÜR SHANGHAI!» kil World S
ls
Mehr Informationen unter: worldskills.org
Die Schweizer Hotel-Kommunikationsfachfrau Fina Niebergall ist eine der World-Skills-Kandidatinnen und -Kandidaten, die am Friendly Training (siehe unten) teilgenommen haben. «Es hat Spass gemacht, sich mit anderen zu messen und gleichzeitig voneinander zu lernen», sagt Fina Niebergall. Es sei ein tolles Gefühl, von Menschen umgeben zu sein, die alle das gleiche Ziel verfolgten wie sie und dies mit genauso viel Ehrgeiz und Leidenschaft. Ihr Resümee, nachdem sie ihre WorldSkills-Konkurrenz kennengelernt hat: «Das Niveau ist sehr hoch. Genau das motiviert mich, aus meiner Komfortzone auszubrechen.»
«Ich freue mich jedes Mal auf das Training mit Egidio Marcato.»
«Als gebürtige Schweizerin bin ich stolz, unser Land und die Schweizer S W I S S S K I LL S H ospitality repräsentieren zu dürfen», sagt Fina Niebergall.
Spontan Lösungen finden Um Fina Niebergall möglichst abwechslungsreich auf die World Skills vom 22. bis 27. September in Shanghai (CN) vorzubereiten, finden die Trainings in verschiedenen Hotels statt. Darunter das «National» in Luzern, das «Bellevue Palace» in Bern sowie das «Victoria-Jungfrau» und das Schulhotel Regina, beide in Interlaken/BE. «Zurzeit fokussiere ich mich besonders auf Rollenspiele und das spontane Lösen von ungewöhnlichen Herausforderungen», erklärt Fina Niebergall. Dies mit
dass ich perfektionistisch und ein sehr emotionaler Mensch bin, der mit viel Herzblut an eine Sache herangeht. Oder, dass mir der direkte Kontakt mit Gästen und das Lösen komplexer Aufgaben grossen Spass machen. Aber auch, dass guter Schlaf für mich wichtig ist, damit ich meine beste Leistung abrufen kann.» R I CC A R DA FR EI
Zur Person Fina Niebergall arbeitet als Junior Assistant Front Office Manager im Hotel La Réserve Eden au Lac in Zürich. Um vom Arbeitsalltag und dem World-Skills-Training zu e ntspannen, springt sie gerne in Zürich in die Limmat und geniesst das schöne Wetter im Kreis von Freundinnen.
Vom 24. bis 27. Juni war die Hotel & Gastro Formation in Weggis/LU Durchführungsort des Friendly
Training World Skills. Kandidatinnen und Kandidaten aus zwölf Ländern sind mit ihren Coaches angereist, um sich gemeinsam auf ihre World-Skills-Teilnahme im Beruf Hotel Reception vorzubereiten. Die Berufsweltmeisterschaft findet vom 22. bis 27. September in Shanghai (CN) statt. Begehrte Trainingsmöglichkeit Unter dem Motto «Friendship first – Competition later», organisierte Egidio Marcato, Coach der
Mehr Informationen unter: swiss-skills.ch worldskills.com
Das Friendly Training verbindet Konkurrenten Sie haben alle ein Ziel: Sie wollen die World Skills 2026 im Beruf Hotel Reception gewinnen. Am Friendly Training in Weggis wurde das Konkurrenzdenken für ein paar Tage auf Eis gelegt.
Egidio Marcato, wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Schützling? Ich bin sehr stolz und fühle mich geehrt, erneut eine wunderbare Person auf der anspruchsvollen Reise zu den World Skills begleiten zu dürfen – diesmal im September nach Shanghai. Fina ist eine ernsthafte und motivierte Wettkämpferin, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht. Als extreme Perfektionistin gibt sie sich niemals mit einer durchschnittlichen Leistung zufrieden.
Was ist ihre grösste Stärke? Ihre Sensibilität. Fina ist sehr einfühlsam und fürsorglich. Mehr Informationen unter: swiss-skills.ch
Im Schnitt trifft sich die gelernte Hotel-Kommunikationsfachfrau etwa einmal im Monat für Trainingseinheiten mit ihrem Coach Egidio Marcato (siehe Interview).
dem Ziel, in jeder Lage professionell handeln zu können. Über ihren Coach sagt sie: «Ich habe grosses Glück, mit Egidio Marcato zusammenzuarbeiten. Er weiss, worauf die Jury achtet und bereitet mich gezielt darauf vor. Das gibt mir Sicherheit.» Neben Egidio Marcato steht der gelernten Hoko auch noch AnnaLena Körner als Mental Coach zur Seite. «Ich nutze Mentaltraining, um mich zu stärken, aber auch, um mich zu entspannen», sagt Fina Niebergall. Es helfe ihr auch, mit Rückschlägen und Fehlern besser umzugehen. «Ich habe gelernt: Fehler sind ein wichtiger Teil des Lernprozesses. Sie zeigen, woran ich noch arbeiten kann.» Bereits jetzt habe sie enorm von ihrer World-Skills-Teilnahme profitieren können. «Bei den Trainings habe ich viel über mich selbst erfahren. Zum Beispiel,
Es gibt keinen Berufswettbewerb für die Réception, ohne dass er als Organisator, Juror oder Coach involviert ist. Dieses Jahr bereitet er Fina Niebergall auf die World Skills vor.
Das ist doch super, oder? Ja, schon, nur kann das Streben nach Perfektion sie vergessen lassen, dass sie ein Mensch mit Stärken und Schwächen ist. Als Coach versuche ich mit ihr gemeinsam, ein Gleichgewicht zwischen ihren Stärken und ihrem Streben nach Perfektion zu finden.
FI N A N I EB ERG A LL , WO R LD -S K I LL S-T EI LN EH M ER I N
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Wie läuft das Training? Sehr gut. Unsere Schulungen sind eine ständige gegenseitige Bereicherung. Wir pflegen einen herzlichen, respektvollen, konstruktiven und kreativen Austausch. Fina ist aufmerksam, begreift schnell, nimmt Empfehlungen an und setzt sie sofort in die Praxis um. Bis September werden wir das Training noch intensivieren. Wobei Fina an ihrem Arbeitsort, dem Hotel La Réserve Eden au Lac in Zürich eigentlich jeden Tag trainiert. Sie wird dabei in hohem Mass von ihren Kollegen unterstützt und ermutigt. Ihre direkte Vorgesetzte Anna-Lena Körner begleitet ihre Entwicklung und ist gleichzeitig ihre Mentaltrainerin.
enthalt in der Schweiz, teilweise sogar in Europa. Eine Teilnehmerin jedoch war bereits zum zweiten Mal in Weggis mit dabei: Elena Mathis. Die Österreicherin bereitete sich hier letzten Sommer auf die Euro Skills vor und gewann. Elena Mathis findet: «Dieses Camp macht extrem viel Spass.» Man profitiere fachlich, persönlich und erweitere zudem sein Netzwerk. «Ich kann eine Teilnahme nur empfehlen.» Das Training wird durch einen kleinen Z VG Ausflug unterbrochen.
Schweizer Kandidatin Fina Niebergall, die Trainingstage. Für viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es der erste Auf-
Straffes Programm Obschon die Kontaktpflege ein wichtiges Element des Friendly Trainings ist, mussten die Teilnehmenden ein straffes Programm absolvieren. Wie am Wettbewerb standen administrative,
Egidio Marcato möchte Fina auf dem S W I S S S K I LL S Siegerpodest sehen.
Als spezielles Übungsfeld haben Sie erneut ein «Friendly Training» (siehe unten) durchgeführt. Wie lautet Ihr Fazit? Dieser Event ist der Höhepunkt im Trainingskalender der WorldSkills-Kandidaten. Er war für Fina und mich zudem die Gelegenheit, uns zu vergewissern, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Neben Kandidaten und Coaches aus europäischen Ländern durften wir auch Teams aus Singapur, Hongkong, Japan, China, Macau und Kasachstan begrüssen. Die rege Teilnahme zeigt, dass die Schweiz als Massstab für Qualität und Exzellenz in der Ausbildung im Hotelempfangsbereich anerkannt ist. Wir freuen uns schon jetzt, dazu beizutragen, diesen Ruf zu stärken. Sollte Fina in Shanghai auf dem Podium stehen, wären unsere Freude und Zufriedenheit vollkommen. R I CC A R DA FR EI
Zur Person Egidio Marcato ist Swiss-, Euro- und World-SkillsCoach sowie Juror. Zudem ist er Autor des Skills-Training Manuals «Hotel Reception» und Podcaster von «50 Shades of Hospitality». Das M itglied des Berufsverbands Hotel, Administration & Management organisiert seit 2023 das Friendly Training für den Beruf Hotel Reception.
organisatorische und beratende Aufgaben auf dem Programm, dies schriftlich und mündlich. Die zu erledigenden Aufgaben und Rollenspiele basierten alle auf den Gegebenheiten des Hotels, das auch an den World Skills als Setting vorgesehen ist. Es handelt sich um das Batman’s Hill on Collins in Melbourne (AU). Die Teilnehmenden mussten bei allen Aufgaben so agieren, als wären sie Angestellte oder Teamleiter dieses Hotels. Zudem sollten die jungen Berufsleute sich ein Bild davon machen können, was Gäste von ihnen erwarten und worauf die Jury beim Bewerten ihrer Arbeiten achten wird. Dazu hat Egidio Marcato ihnen zum ersten Mal bei Rollenspielen auch diese Positionen zugedacht. (R I F)
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A spe k te
DAS TEUERSTE KOCHBUCH Kochbücher sind mehr als bloss eine Sammlung von Rezepten. Sie sind auch Zeitzeugen, Sammlerstücke, Kulturgüter und manchmal auch Luxusobjekte.
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in offizielles «teuerstes Kochbuch der Welt» gibt es nicht. Derzeit dürfte aber Satoyama Cuisine» mit einem Verkaufspreis (orellfuessli.ch) von 1628 Franken wohl den Spitzenplatz belegen. Autor dieses Werks ist der japanische Spitzenkoch Yoshihiro Narisawa. Sein nach ihm benanntes Restaurant in Tokio ist mit zwei Michelin-Sternen sowie einem grünen Michelin-Stern für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Yoshihiro Narisawa hat eine innovative und nachhaltige, von der ländlichen Satoyama-Kultur inspirierte Gastronomie erschaffen. Das Buch ist
2023 in englischer Sprache im cisco Migoya als das teuerste. Es aschen Verlag erschienen. Es ist kostet – je nach Quelle – zwischen T nicht nur teuer, weil es die exklu- 436 und 670 Franken. Das Buch siven Rezepte des japanischen gehört eigentlich zu einer BuchKochstars enthält, sondern auch reihe. Sie besteht aus fünf Bänden, wegen seiner exklusiven Aufma- die in einer Box geliefert werden. chung. Vergoldete Kanten, sechs- Insgesamt vereinen die Bücher farbiger Druck mit Lack, Einband über 1500 traditionelle und avantaus zwei verschiedenen, aus Ja- gardistische Rezepte. pan importierten Stoffen, 416 Seiten und ein Gewicht von 1500 Das Älteste und das Gestohlene Gramm: Das «Satoyama Cuisine» darf wahrlich als Schwergewicht Kochbücher verraten nicht nur unter den Kochbüchern bezeich- Rezepte und Zubereitungsarten. net werden. Sie dokumentieren auch den LeBei den Brotbackbüchern gilt bensstil und die Umstände der momentan «Modernist Bread» Menschen, die nach ihnen kochen. von Nathan Myhrvold und Fran- So findet sich im «Ein schön Koch-
buch», dem ältesten deutschspra- schicksal verknüpft, ist das Kochchigen Kochbuch der Schweiz, Re- buch «So kocht man in Wien!». zepte für die Zubereitung eines Geschrieben hat dieses StandardBiberschwanzes als Fastenspeise. werk in den 1930er-Jahren die jüIm Buch aus dem Jahr 1559 – mit dische Köchin Alice Urbach. Ihr Nachträgen von 1604 – stösst man Buch war ein Bestseller, doch sie auf eine unglaubliche Vielfalt an hatte nichts davon. Denn die NaGewürzen und Zutaten, die heute zis stahlen ihr Buch. Das taten sie, grösstenteils nicht mehr bekannt indem sie einfach Rudolf Rösch, sind. Das Buch zeigt aber auch, einen arischen Koch, als Verfasser wie wichtig und wertvoll Zucker, proklamierten und Alice Urbachs Ingwer, Muskat oder Nelken da- Autorenschaft totschwiegen. In mals waren. Verfasst wurde das «Das Buch Alice – Wie die Nazis Buch handschriftlich und zwar das Kochbuch meiner Grossmutfür die bischöfliche Küche von ter raubten» arbeitet die Histo rikerin Karina Urbach die GeChur. Es enthält 515 Rezepte. Nicht ganz so alt, aber dafür schichte auf. Spannend, eindrückmit einem tragischen Frauen- lich und berührend. R I CC A R DA FR EI
Mehr Informationen unter: narisawa-yoshihiro-en.com karinaurbach.org.uk
I LLU STR ATI O N P I ER I N A B U CH ER
Das Teuerste … soll aufzeigen, weshalb exklusive Dinge ihren Preis haben und wie viel Aufwand – häufig gutes Handwerk – in diesen steckt.
A N Z E I G E
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«Ich bin Koch aus Leidenschaft und will Applaus für die Qualität meiner Speisen.» Wir bieten Lösungen. www.hugentobler.ch
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R E I NG E KLIC K T
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H E R AU SG E PIC K T
Hochwertig, schnell und hausgemacht
Auf dem Blog Ana+Nina gibt es über 500 Rezepte, die zu allen möglichen Anlässen passen. Ob vegan, mit Fleisch, süss oder salzig. Ausgewogen, schnell und einfach sollen sie sein, tauglich für den Familienalltag. Zum Beispiel High Protein Bärlauch-Spätzle, 15-Minuten-Pasta oder Bananenkuchen für den Kindergeburtstag. Zu jedem Rezept gibt es eine Videoanleitung. Anastasia Lammer ist Absolventin der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern und arbeitete in verschiedenen Hotels.
anaundnina.ch
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Zurück zu den eigenen Wurzeln
Köstliche Drinks für jede Gelegenheit
Franz W. Faeh, ein bodenstän digen Saanenländer, wanderte als 21-Jähriger von Gstaad aus und kehrte mit gut 55 wieder dorthin zurück. Seine letzte Station war jene als Culinary Director im «Gstaad Palace» – dort, wo er einst die Lehre als Koch gemacht hatte.
99 Drinkrezepte, die im Wechsel der Jahreszeiten variieren: ein Beeren-Cobbler für lange Sommertage, ein kühler Drink mit Feigen und Thymian, wenn die Blätter fallen, ein GranatapfelHighball vor dem Kamin oder eine Erdbeerbowle im Frühling.
«Franz W. Faeh – Palace retour» Reto Wilhelm ISBN 978-3-03818-896-4 Fr. 69.00
«Cocktail Garten» Adriana Picker, Ed Loveday ISBN 978-3-8369-2145-9 Fr. 28.90
weberverlag.ch Thomy-Senfe sind eng mit Basel verbunden.
Luzern, den 8. Juli 2026
gerstenberg-verlag.de
LU I S LO U R EN ÇO/A LI M EN TA R I U M
Foodfreaks ist gleichzeitig ein persönlicher Blog und eine Rezeptsammlung. Dort findet man zahlreiche Ideen, vom einfachen Erbseneintopf bis zu Leche de Tigre und Trüffel-Brioche. Neben den Gerichten liefert das FoodfreaksTeam Restaurant- und Reisetipps. Dazu kommt Fachwissen wie zum Thema Messerschleifen oder zur Pfannenwahl sowie News aus der Food- und Gastrowelt. Foodfreaks wurde 2013 von Christian Franck gegründet. Er ist leidenschaftlicher Hobbykoch.
foodfreaks.ch
onierung in Kriegszeiten. Neben bürgerlichen Ess- und Tischsitten sowie überlieferten Rezepten aus dem alten Basel beleuchtet die Ausstellung auch Basler Erfindungen der Lebensmittelindustrie und Facetten der heutigen FoodDie Reise beginnt mit dem Koch- und Gastroszene. buch «Basler Kochschule» aus Viele Basler Spezialitäten hadem Jahr 1877. Sie geht weiter ben ihren Ursprung im traditiodurch die kulinarische Vielfalt der nellen Bäckerhandwerk. Bis heute Stadt – serviert in thematischen produzieren Basler Bäckereien Häppchen aus Vergangenheit und und Confiserien traditionelle SpeGegenwart. Erzählt wird die Ge- zialitäten und ergänzen sie mit schichte von typischen Basler ihren eigenen Rezepturen und Spezialitäten wie Leckerli und Hauskreationen. Mehlsuppe, der Wandel von Einkaufsmöglichkeiten, aber auch die «Basel auf dem Teller» einschneidende Lebensmittelrati- Ausstellungsdauer: bis 21. März 2027
Nachschlagewerk für Obst- und Gemüseküche Von Angostura bis Zitronengras: Fachmann Lothar Bendel präsentiert in seinem Buch viel Wissen.
Kochen mit dem, was die Natur hergibt Bei Urkraut stehen frische, saisonale Zutaten im Mittelpunkt. Alle Rezepte sind vegetarisch oder vegan, Gemüse spielt die Hauptrolle. Dazu gibt es hilfreiche Tipps wie für das Sammeln von Scharbockskraut oder die Herstellung von Ingwerpulver oder Chilipaste. Auf dem Instagramkanal von Urkraut zeigen die Bloggerinnen Melissa und Pascale, wie sie ihre eigenen Lebensmittel anbauen. Melissa und Pascale lernten sich in der Ausbildung zur Interactive Media Designerin kennen.
urkraut.ch
Lothar Bendel, Jahrgang 1948, war mit 22 Jahren der damals jüngste Chef saucier des HiltonKonzerns und trat bereits mit 23 Jahren seine erste Stelle als Küchenchef an. Nach Stationen in Zürich, Bonn, Amsterdam, Assmannshausen und Bad Kreuznach war er über 30 Jahre Kü- Die Mangostane ist eine der vielen chenchef eines Vier-Sterne-Ho- Früchte, die Bendel vorstellt. Z VG tels im deutschen Rheingau. Sein Wissen hat er in Buchform festgehalten. Entstanden ist Sammlung im deutschsprachigen ein einzigartiges Lexikon mit Raum und nahezu alle essbaren Herkunft, Inhaltsstoffen, Zube- Früchte und Gemüse der Welt. reitung und Wirkung der wichtigsten einheimischen und exoti- «Lexikon der Früchte und Gemüse» schen Kräuter, Gewürze, Früchte Lothar Bendel und Gemüse. Das Lexikon bein- ISBN 978-3-7306-1213-2 haltet die grösste Synonyme- Fr. 15.90
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Neubeginn für ein altes Fabrikareal
Bündner Klassiker aus allen Jahreszeiten
1906 wurde die Porzellanfabrik Langenthal gegründet. Sie produzierte Porzellan für Hotels, Gastronomie und Haushalt und Elektroporzellan für Elektrizitätswerke und Bahnen. Ab 1992 wurde die Produktion eingestellt. Heute entstehen dort innovative Konzepte.
Eine Enkelin begleitet ihre Grossmutter, ihre Nani, durch alle vier Jahreszeiten und kocht mit ihr. Maluns, Kohlwickel, Suurbrate, Birnenbrot, Rhabarberkuchen oder Rötali: 80 Bündner Klassiker und Lieblingsgerichte aus Nanis Rezeptsammlung.
«Wandel als Chance» Diverse Autoren ISBN 978-3-03818-805-6 Fr. 49.00
«Nani» Lea Hürlimann, Elsi Ragaz-Hemmi ISBN 978-3-03902-314-1 Fr. 49.00
weberverlag.ch
Mehr Informationen unter: lothar-bendel.de
Rundum-Paket für Gourmets
Eine Sonderausstellung des Museums Kleines Klingental in Basel lädt zur Reise durch die Esskultur ein.
Mehr Informationen unter: mkk.ch
Veränderte Esskultur
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at-verlag.ch
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Food Save vom Acker bis zum Teller
Ein Jahrhundert Gastfreundschaft
Trockenes Brot, Gemüseabschnitte und Käsereste – was oft achtlos liegen bleibt, verwandelt sich in diesem Buch in kulinarische Goldnuggets. Autorin Esther Kern beleuchtet den gesamten Lebensmittelkreislauf und präsentiert G eschichten, Fakten und Rezepte.
Das Buch zum 100-Jahr-Jubiläum von Thun-Thunersee Tourismus zeichnet die Entwicklung einer einzigartigen Destination nach – von den landschaftlichen An fängen über die Pionierzeit bis zu prägenden Meilensteinen der letzten hundert Jahre.
«Taste Not Waste» Esther Kern ISBN 978-3-03902-271-7 Fr. 59.00
«Thun-Thunersee Tourismus» Diverse Autoren ISBN 978-3-03818-864-3. Fr. 39.00
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Aus der Bergbahn wird ein Restaurant
Die restaurierten Bahnwagen der Üetlibergbahn sind mit einem Perrondach versehen.
Im «Les Wagons» in Winterthur/ZH kann man in historischen Bahnwagen, die dereinst auf den Üetliberg fuhren, speisen. Wer mit dem Zug nach Winterthur fährt und kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof den Blick nach links wendet, kann die drei Bahnwagen der Üetlibergbahn am Lagerplatz zwischen historischen Industriebauten sehen. In den drei restaurierten Wagen befindet sich das Restaurant Les Wagons. Anja Holenstein führt den Betrieb
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A spe k te
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sen auf der Terrasse sind weitere 50 Sitzplätze vorhanden. Ausserdem ist hinter der Küche ein kleiner Lagerteil eingerichtet. Weitere Lagerflächen befinden sich ausserhalb des Restaurants. «Das Konzept» liefert zündende Ideen und zeigt d eren kreative Umsetzung.
CL AU D I A H O FFM A N N
seit mehr als zehn Jahren. Ihre Der Besitzer stellte den Wagen Co-Geschäftsleiterin, Judith Jan- den beiden Jungunternehmern ker, kam vor vier Jahren dazu. zur Verfügung. «Mein damaliger Geschäftspartner Florian Moser und ich Umbau in Eigenregie suchten in Winterthur nach einer geeigneten Lokalität für unseren Den Umbau haben Anja Holen gastronomischen Traum», erin- stein und Florian Moser, soweit nert sich Anja Holenstein. Ur- möglich, selbst umgesetzt. «Fisprünglich schwebte ihnen vor, nanziert haben wir das Projekt einen Foodtruck in einem ausge- mit privaten Darlehen und viel dienten Güterwagen zu betreiben. Grosszügigkeit von Unternehmen, Durch eine glückliche Fügung er- die in die Umbauarbeiten involfuhren die Verantwortlichen der viert waren. Die Bahnwagen kosSihltalbahn von ihrem Vorhaben. teten pro Stück beispielsweise nur Sie suchten nach einem Platz für einen symbolischen Franken.» einen Trieb- und einen Personen- Nach eineinhalb Jahren Umbauwagen aus dem Jahr 1923. Der zeit konnten sie 2014 das Restaudritte Teil des Ensembles, ein Ge- rant Les Wagons eröffnen. päckwagen, wurde von einem eheIn den drei Bahnwagen befinmaligen Mitarbeitenden der Sihl- den sich eine voll ausgestattete talbahn als Gartenhaus genutzt. Küche und 33 Sitzplätze. Draus-
Verschiedene Teller zum Teilen Das kulinarische Konzept besteht aus einer Tavolata, deren Komponenten monatlich wechseln. «Wir beziehen die Zutaten in erster Linie von Lieferanten aus der Region», sagt Judith Janker. So könnten sie flexibel auf das Angebot der Landwirte und Produzenten reagieren. «Es kommt vor, dass eine Landwirtin anruft und uns zum Beispiel eine Überproduktion an Kürbissen anbietet. Diese verarbeiten wir dann im aktuellen Menü und machen den Rest für später ein.» Oder sie kaufen den Landwirten gleich ein ganzes Tiere ab und verwerten dieses bis hin zu den Innereien. Für die beiden Quereinsteigerinnen ist diese Zusammenarbeit äusserst wertvoll.
Weinangebot wider: «Unsere Weinlieferanten arbeiten unter anderem nach Demeter-Richtlinien und produzieren naturnahe Weine», erklärt Judith Janker. Grundsätzlich ist das «Les Wagons» ein Abendbetrieb. Freitagund samstagnachmittags bieten sie zusätzlich Kaffee und Kuchen an. Die Kuchen bäckt Andri Heeb jeweils frisch. Unter seinem eigenen Label «Bunteds» stellt er hausgemachte Gebäcke und Kuchen her. DA N I EL A O EG ER LI
Fakten und Zahlen Sitzplätze 33 innen und 50 aussen. Öffnungszeiten Mittwochs und donnerstags von 16 bis 23 Uhr, freitags und samstags von 15 bis 24 Uhr.
Naturnahes Angebot
Anzahl Mitarbeitende Acht, alle in Teilzeitpensen.
Anja Holenstein und ihr Team sind seit 2023 Mitglied der Slow Food Cooks’ Alliance, einem Netzwerk von Gastronominnen und Gastronomen, das sich unter anderem für die Förderung der Biodiversität einsetzt. Dieses Engagement spiegelt sich auch im
Durchschnittlicher Bon Die Tavolata kostet zwischen 48 und 64 Franken mit Fleisch und 45 und 62 Franken ohne Fleisch. Die Anzahl Teller variiert zwischen fünf und acht, je nach Saison.
Mehr Informationen unter: leswagons.ch
Luzern, den 8. Juli 2026
Im Innern sitzen die Gäste auf Bänken an Holztischen.
VA N E S S A KO CH
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WENN DER ERNSTFALL EINCHECKT: BLEIB HANDLUNGSFÄHIG. Operative Resilienz im Hotelbetrieb Cyberangriffe, Phishing, Booking.com-Betrug oder kritische Situationen im Hotelalltag: In diesem praxisnahen Onlinekurs lernst du, Risiken frühzeitig zu erkennen, richtig zu reagieren und deinen Betrieb auch in herausfordernden Momenten sicher zu unterstützen. Onlinekurs | 2 Module à 3 Stunden 11. und 17. November 2026 jeweils 9 bis 12 Uhr
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A spe k te
Die Zukunft ist menschlich
Ein Abend voller Emotionen, persönlicher Geschichten und grosser Zukunftsperspektiven: Am 2. Juli feierten 61 Absolventinnen und Absolventen der SHL Schweizerischen Hotelfachschule Luzern ihren erfolgreichen Abschluss als diplomierte HoteliereGastronomin HF / diplomierter Hotelier-Gastronom HF. Die Diplomfeier stand ganz im Zeichen des Klassenmottos «Back to the Future» – einer Zeitreise durch die vergangenen Studienjahre. Sie warf aber auch einem Blick nach vorne auf den nächsten Abschnitt der jungen Führungstalente in der Hospitality-Branche. Hospitality beginnt dort, wo Menschen Menschen begegnen
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nehmensführung und den letzten Prüfungen blickte sie auf zahlreiche prägende Momente zurück. Am Ende der gemeinsamen Zeitreise richtete sie den Blick nach vorne: «Aus der Vergangenheit lernen, im Jetzt entscheiden und die Zukunft aktiv gestalten» – darin liege die Essenz von Führung. Zum Abschluss erinnerte sie daran, dass die Studienzeit mit allem, was dazugehört, keine geradlinige Geschichte sei, sondern eine, in der die Absolventinnen und Absolventen gelernt hätten, anzupacken, mitzudenken, Verantwortung zu übernehmen und als Team zu wachsen.
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«Falls Sie sich in Zukunft einmal unsicher fühlen sollten, denken Sie an Ihre Zeitreise.»
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CH R I S TA AU G SB U R G ER , S H L- D I R EK TI O N
«Wenn Sie das Studium an der SHL Max Züst, Vizepräsident des SHL- und die Praktika geschafft haben, Stiftungsrates, würdigte die Leis- dann schaffen Sie auch alles, was tungen der Absolventinnen und in Ihrer eigenen Zukunft noch Absolventen. Er hob hervor, dass kommt.» Mit diesen bestärkenden sie während ihres Studiums weit Worten wünschte Christa Augsmehr als Fachwissen erworben burger den Diplomierten alles hätten. Sie hätten gelernt, Verant- Gute für die Zukunft. wortung zu übernehmen, auch unter Druck Lösungen zu finden und Mit humorvollen Erinnerungen mit Menschen zu arbeiten – Fä- zum Höhepunkt des Abends higkeiten, die in der Gastrobranche entscheidend seien. Gerade in Mit Emotionen, viel Humor und einer Zeit, in der künstliche Intel- spürbarer Dankbarkeit blickten ligenz omnipräsent sei, liege der die Klassenvertretenden auf ihre grösste Vorteil der menschlichen gemeinsame Zeit an der SHL zuPräsenz im Gastgewerbe in der rück. Danach konnten die Absolechten emotionalen Intelligenz ventinnen und Absolventen ihre und Empathie. «Hospitality ist Diplome sowie den traditionellen nicht einfach ein Beruf – Hospita- «Schlüssel zum Erfolg» entgegen lity ist die Kunst, Menschen will- nehmen. Zudem wurden die beskommen zu heissen», gab er den ten Studienabschlüsse ausgezeichfrisch Diplomierten mit auf ihren net. Den ersten Rang belegte Til Singer mit einem Notendurchweiteren Weg. schnitt von 5,65. Speziell war in Eine Reise durch sechs diesem Jahr die Vergabe des zweiSemester – und in die Zukunft ten Ranges: Erstmals in der Geschichte der SHL erreichten SHL-Direktorin Christa Augsbur- zwei Studierende exakt denselger griff das Klassenmotto «Back ben Abschlussdurchschnitt. Über to the Future» als roten Faden auf den zweiten Rang durften sich und führte die Anwesenden damit deshalb Lara Jasmin Frabboni durch die Semester des Studiums. und Andreas Felix Alexander Vom ersten Service über die Prak- Geisseler mit einem Notendurchtika bis hin zu Leadership, Unter- schnitt von 5.525 freuen. (G A B)
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Luzern, den 8. Juli 2026
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Weitere Bilder zum Anlass finden Sie im Onlineartikel: hotellerie-gastronomie.ch
Die SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern hat Anfang Juli 61 Führungstalente diplomiert.
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1 Abschluss mit Bestnoten im
deutschen Bildungsgang. Von links: Christa Augsburger, SHL-Direktion, Andreas Geisseler, Rang 2, Til Singer, Rang 1, Lara Frabboni, Rang 2, Silvio Tschudi, Leitung Ausbildung SHL. 2 Diplomklasse Unternehmensführung 1. 3 Liv Doswald lässt als Vertretung der Diplomklassen die Studienjahre Revue passieren. 4 Raphael Steffen schliesst den emotionalen und humorvollen Beitrag der Klassenvertretungen. 5 Diplomklasse Unternehmensführung 2. 6 Max Züst, Vizepräsident des SHL-Stiftungsrats, würdigte in seiner Rede die Leistung der Diplomklassen. B I LD ER Z VG
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Ste lle n
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Luzern, den 8. Juli 2026
Region Aargau
Region Zürich
Region Schwyz
Région Vaud
Chef de partie – mehrheitlich Tagesdienst
Hauswirtschaftsleitung
Restaurantfachfrau/ Restaurantfachmann
Chef cuisinier expérimenté (m/f)
in Business- und Seminarhotel mit 60 Zimmern.
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für eine moderne und aussergewöhnliche Eventlocation. Active Gastro Eng G54677
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Le Repas Quotidien G54594
Hotel zum Hirschen G54534 Region Zürich
Region Solothurn
Koch EFZ 80–100 %
HR-Spezialist
Region Zürich Region Aargau
Küchenchef – ohne Zimmerstunde
im Tagesdienst – Wochenende frei – für eine renommierte Unternehmung, die mehrere Restaurationen betreibt.
Koch/Sous-chef
Active Gastro Eng G54479
Vitabella Rügel G54508
Region Luzern
Region Zürich
Frühstückskoch
Restaurantleiter
Berner Reha Zentrum Heiligenschwendi.
ein Morgenmensch, der den Geruch von Omeletts, Speck und frischen Brötchen liebt.
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Servicefachangestellte
Gabi Pfister G54623
Art Deco Hotel Montana G54490
Active Gastro Eng G54671
Mani’s Coffee & Bagels G54512
Engagierte Persönlichkeit für Kulinarik auf konstant hohem Niveau. Brasserie Le Besenval G54663
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Koch/Köchin 100 %
mit Ambitionen zum Küchenchef in Hotel/Tagungszentrum.
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B äcke rei & Conf ise rie
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Mit Frauenpower auf Kurs Richtung Brot-Chef-Finale
Luzern, den 8. Juli 2026
Gratulation Wir gratulieren unseren M itgliedern rüfungsabschluss. zum erfolgreichen P otel & Gastro Union ist stolz auf Sie. Die H Berufsprüfung Chefin Bäckerin-Konditorin-Confiseurin/ Chef Bäcker-Konditor-Confiseur Valentina Bubba Rivera/TI
Sarah Stadler Tennwil/AG
Nicolas Henry Begnins/VD
W E ITE R B I LDU NG E N R IC H E MO NT- FAC H SC H U LE LUZ E R N
B I LD ER Z VG
Der «Brot-Chef»Teamtag stand im Zeichen von Begegnung, Wertschätzung und Vorfreude auf das Finale.
zusammenbringen, ihnen Ein- Organisatoren senken. Positiv sei blick in die Branche geben und sie auch, dass sich die Talente im dabei unterstützen, ein starkes Team eher trauen, sich anzumelNetzwerk aufzubauen», so Kogler. den, als wenn sie alleine antreten Nach dem Shooting ging es müssten. Der Entscheid, den von Aarau nach Luzern auf den «Brot-Chef» als Teamwettbewerb Vierwaldstättersee. Während ei- auszutragen, sei deshalb der richner Bootsfahrt lernten sich die tige gewesen. Für Coach Glenda Teilnehmerinnen und Organisa- Müller beginnt die eigentliche Betoren besser kennen. Beim Bingo gleitung der Finalteams schon wurde gefragt, erzählt und viel ge- bald. «Ich nehme mir so lange Zeit, lacht. Auf dem Rückweg zum Ho- wie es braucht», sagt sie. GemeinBeim Fotoshooting, dem ersten tel Montana sorgte eine Glace für sam mit den Jungen bespricht sie Programmpunkt des Teamtages eine feine Erfrischung, bevor sich die Wettbewerbsprodukte und am 1. Juli, brauchte es einen Mo- die Gruppe zum Apéro traf. gibt Hilfestellung. ment, bis die Finalistinnen vor der Der Teamtag hat deutlich gemacht: Die Zukunft der Branche Kamera auftauten. Doch die an- Nachwuchsförderung ist zentral steht motiviert bereit. Welche fängliche Scheu legte sich schnell. Bald wurde gelacht und posiert. Die Berufsleute erhielten zudem Teams es ins Finale geschafft Aus dem Shooting wurde ein Auf- Einblick in die Arbeit des Berufs- haben, ist in der Ausgabe vom takt, der zeigte: Hier wächst nicht verbands Bäckerei & Confiserie so- 22. Juli zu lesen. A N D R E A D ECK ER nur Wettbewerbsspannung, son- wie in die Aufgaben der Hotel & Gastro Union. Damit ist auch der dern auch Teamgeist. Teamtag ein Teil der NachwuchsBrot-Chef förderung. Stefan Kogler: «Wer im Beruf weiterkommen will, braucht nicht nur handwerkliches Können, Die Finalteams treten am sondern auch Kontakte, Orientie17. Oktober in der Berufsschule Aarau von 8 bis 13.30 Uhr rung und das Bewusstsein, Teil eigegeneinander an. Um ner Branche zu sein.» Für Pirmin Corradini, Präsident des Berufs14.30 Uhr folgt das Speedverbands Bäckerei & Confiserie, baking in der Aula, S T EFA N KO G LER , B ER U F S V ER B A N D soll der Anlass auch die Hemmdanach finden die SiegerehB ÄCK ER EI & CO N FI S ER I E schwelle im Umgang mit den rung und der Apéro statt.
«Wir zeigen den Talenten: Ihr zählt.»
Dieses Jahr stehen ausschliesslich Frauenteams im Finale des Lernendenwettbewerbs. Für Stefan Kogler, Geschäftsführer des Berufsverbands Bäckerei & Confiserie, spiegelt das auch eine Entwicklung in der Branche wider: «Es sind heute vermehrt Frauen, die sich für unsere Berufe entscheiden.» Beeindruckt von der Energie der Talente zeigte sich Mäni Blum, Chef der Wettbewerbskommission: «Sie sind voller neuer Ideen und blicken positiv in ihre berufliche Zukunft.» Eingeladen war nicht nur, wer im Finale steht. Auch eines der Teams, für das es nicht ganz gereicht hat, nahm am Anlass teil. «Wer sich engagiert, soll Wertschätzung erfahren. Der Wettbewerb will junge Berufsleute
Mehr Informationen unter: richemont.swiss/bildung
Bei der Bootsfahrt auf dem Vierwaldstättersee stand das lockere Zusammensein im Zentrum.
Vorbereitung BP, Teil 1 Dieser 25-tägige Kursteil dient der Vorbereitung auf die Berufsprüfung. Er richtet sich an gelernte junge Fachleute, die ihre Aufstiegschancen verbessern möchten und gewillt sind, Verantwortung zu übernehmen. Angesprochen sind zudem verantwortliche Verkaufsfachleute, die ihr Wissen erweitern möchten, sowie Kaderund Fachpersonen mit dem Ziel der Selbständigkeit oder der Leitung einer Produktionsabteilung. Der Kurs besteht aus den
Modulen Betriebswirtschaft, Mitarbeiterführung, Betriebsorganisation, Warenwirtschaft sowie Berufskenntnisse. Das Modul Betriebswirtschaft wird bereits im ersten Quartal abgeschlossen, die anderen werden erst im zweiten respektive im dritten Quartal abgeschlossen. (R ED) Informationen und Angaben zu den Zulassungsbedingungen, Kurskosten und Subventionen aller Kurse sind in den Broschüren und auf der Website zu finden.
Sichere Arbeitsplätze Der zweitägige Grundkurs richtet sichere und gesunde Arbeitssich an Sicherheitsbeauftragte so- plätze gefördert und Mitarbeiwie an Fachpersonen, die sich auf tende zu gefahrenlosem Verhalten die Berufsprüfung vorbereiten am Arbeitsplatz sowie in der Freiund die Zulassungsvoraussetzun- zeit motiviert werden. Nach dem gen erfüllen möchten. Vermittelt ersten Kurstag werden Fragestelwerden Inhalt, Sinn und Zweck lungen im eigenen Betrieb bearder ASA-Branchenlösung, die beitet und rund vier Wochen gesetzlichen Grundlagen der Ar- später in einer abschliessenden beitssicherheit und des Gesund- Online-Sitzung besprochen. Nach heitsschutzes sowie die prakti- Abschluss des Kurses wird der ofsche Umsetzung im Betrieb. fizielle Kursausweis des SchweiNach dem Kurs können Gefahren zerischen Bäcker-Confiseurmeisund Gesundheitsrisiken erkannt, ter-Verbands ausgestellt. (R ED)
Focaccia und Ciabatta
Beim Teamtag kamen Bewerberinnen, Kandidatinnen und Organisatoren erstmals in lockerer Atmosphäre zusammen.
Im eintägigen Kurs wird vermittelt, worauf es ankommt, damit eine Focaccia eine fluffige Krume und knusprige Kruste erhält und wie bei Ciabatta die luftige, offene Porung gelingt. Im Zentrum stehen die Herstellung italienischer Brotspezialitäten sowie Snacks und Apéros, die das Sortiment bereichern und Kunden begeistern. Behandelt werden unter anderem der Einfluss von Vorteigen auf das Endprodukt, die schrittweise Er-
arbeitung vom Teig bis zum fertigen Produkt sowie die Degustation der hergestellten Brote und Snacks. Ergänzend liefern kreative Varianten von Bagels, Wraps, veganen Snacks und weiteren Snackideen Inspiration für ein frisches und abwechslungsreiches Angebot. So lässt sich das Sortiment mit einem Hauch Italianità, neuen Geschmackskombinationen und praxisnahem Knowhow erweitern. (R ED)
Luzern, den 8. Juli 2026
Doch, auch in der Schweiz spricht man über Geld
Produktion und Verpackung (Teil 22b) Törtchenstanz maschine Situation/Gefährdung Klemmen, Quetschen, Verbrennungen.
«EKAS-Tipps» erscheinen alle zwei Wochen und vermitteln W issenswertes rund ums Thema Arbeitssicherheit.
Massnahmen Arbeitshöhe so einrichten, dass eine ergonomische Arbeitsweise möglich ist.
Der L-GAV für das Gastgewerbe und der GAV für das Bäckergewerbe regeln die Mindestlöhne. Wer mehr als das Minimum verdienen will, muss das Gehalt mit seinem Arbeitgeber aushandeln. Mit dem Ende der Lehrzeit beginnt im August für viele junge Berufsleute ihr Leben als vollwertige Fachkraft. Dazu gehört das Aushandeln des ersten Arbeitsvertrags, den sie ganz alleine rechtskräftig unterschreiben dürfen. Das ist emotional und wirtschaftlich ein wichtiger Schritt.
Bei manuellen Stanzma schinen auf Arbeitshöhe achten und ergonomische Grundsätze befolgen.
Gefahrenhinweis «Vorsicht heisse Oberfläche» anbringen.
Der erste Knopf muss sitzen Beim ersten Lohn ist es wie bei einer Jacke. Ist der erste Knopf falsch geknöpft, sitzt die Jacke schief, egal wie man daran herumzupft. Wer seine Arbeitskraft beim Stellenantritt unter Wert verkauft, wird später – wenn er beim gleichen Arbeitgeber bleibt – Mühe haben, das auszugleichen. Doch welchen Wert hat die eigene Leistung auf dem Arbeitsmarkt? Und wie findet man das am besten heraus? Dazu ist ein bisschen Recherche nötig. Am einfachsten ist es, sich bei erfah-
Beim Wechseln des Stanzkopfes Ofenhand schuhe tragen.
Die Tipps stammen aus der B roschüre «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Bäcker-Confiseur-Gewerbe», herausgegeben von der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitss icherheit EKAS. Die Broschüre kann gratis heruntergeladen werden unter: ekas.admin.ch
Hat sich also die Mitgliedschaft bis heute für Sie gelohnt? Auf jeden Fall. Ich schätze den Austausch mit anderen HGUMitgliedern. Was ich persönlich sehr mag, ist der bunte Mix aus verschiedenen Generationen. So freut es mich, dass innerhalb der HGU eine spürbare Verjüngung stattfindet, ohne die Erfahrungen und das Wissen der älteren Berufskolleginnen und -kollegen zu ignorieren. Sollte Ihrer Meinung nach jede Berufsfrau, jeder Berufsmann Mitglied der Hotel & Gastro Union werden? Ja, aber am Ende ist es immer eine persönliche Entscheidung.
Sonja Gmür
Ist Mitglied beim B erufsverband Service/Res tauration. Sie verfügt über Führungserfahrungen in der Gastronomie und ist heute Restaurantleiterin des TCSCampings in Flaach/ZH.
Scannen und mehr erfahren: Direkt online ein Ticket bestellen
Haben Sie rasch Kontakte knüpfen können? Ja, da ich von Natur aus eine sehr offene Haltung gegenüber Mitmenschen besitze und «einfach mache», fiel es mir leicht, neue, wertvolle Kontakte zu knüpfen.
Scannen und mehr erfahren: Mitgliedschaft der HGU
... weil die HGU ein bunter Mix aus verschiedenen Generationen ist.» Was muss unternommen werden, damit wieder mehr Junge einen Beruf im Gastgewerbe ergreifen? Ein zentraler Schlüssel liegt beim Thema Führung. Grössere Unternehmen sollten in meinen Augen die Themen Führung und Fachkräfte trennen. Wer echte Führung lebt, wird keine Zeit für den Fachbereich finden. Als Führungsperson betreibt man aktive Menschenpflege. Menschenpflege als Booster der neuen Zeit und der neuen Generationen. Da hinkt die Schweiz noch weit hinterher. Chef sein kann jeder – Leader sein, können die Wenigsten. J Ö RG R U P P ELT
renen Berufsleuten – zum Beispiel im Rahmen eines Netzwerkanlasses der Hotel & Gastro Union – zu informieren, welche Löhne in ihren Betrieben und Regionen üblich sind. Auch Stellenvermittlungs-, Lohnvergleichs- und Arbeitgeberbewertungsplattformen liefern Anhaltspunkte. Weil ich es wert bin Um den Wert der eigenen Arbeit zu beziffern, sollte man sich überlegen: Welche Ausbildung und Erfahrung bringe ich mit? Welche
Auf gute A rgumente und das richtige Timing kommt es an. besonderen Fähigkeiten habe ich, die dem Unternehmensziel über das Übliche hinaus dienen? Trage ich neue grössere Verantwortung? Die Antworten auf diese Fragen bilden das Argumentarium für das Lohngespräch. Immerhin geht es darum, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass das Bezahlen eines höheren Lohns für das Unternehmen eine lohnende Investition ist. Bevor man in das Gespräch geht, sollte klar sein, welches Ergebnis angestrebt wird und
welcher Verhandlungsspielraum besteht. Im Klartext: Was ist der Wunschlohn und was muss mindestens verdient werden, um den Lebensunterhalt sowie die Altersvorsorge bestreiten zu können? Letztere sollte bereits in jungen Jahren im Blick behalten werden, damit sich im Laufe des Berufslebens ein hübsches Finanzpölsterchen fürs Alter ansammeln kann. Nicht nur Bares ist Wahres Neben Bruttolohn und Sozialleistungen geht es bei Gehaltsverhandlungen schliesslich auch um zusätzliche Leistungen wie flexible Arbeitsmodelle, zusätzliche Ferientage, Beteiligung oder Übernahme von Fahrspesen und Weiterbildungen, Mitarbeiterrabatte und andere Benefits. Ein wichtiger Faktor, der über den Erfolg oder das Scheitern einer Lohnverhandlung mitentscheidet, ist der Zeitpunkt. Den richtigen Moment für ein Lohngespräch zu finden, braucht etwas Fingerspitzengefühl. Ein guter Zeitpunkt ist in der Regel, wenn das Geschäft positive Zahlen und Erfolge vermelden kann, besonders, wenn man selbst zu dem guten Ergebnis beigetragen hat. Diesen Beitrag darf man ruhig selbstbewusst herausstreichen, denn für einmal gilt der Spruch «Eigenlob stinkt» nicht. (R I F)
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Geschickt mit dem Chef verhandeln Jeder Angestellte möchte möglichst viel verdienen. Im Gegenzug ist jeder Chef daran interessiert, die Lohnkosten möglichst tief zu halten. Das macht geschicktes Verhandeln nötig, doch gerade das fällt vielen Arbeitnehmenden schwer. Um sich in Gehaltsver handlungen vom Chef nicht mit einer zu geringen oder gar keiner Gehaltserhöhung ab speisen zu lassen, sollte man einige Verhandlungsstrategien kennen. Das Buch «Gehalts verhandlungen erfolgreich füh ren» ist ein guter Ratgeber. Es stellt erfolgreiche Strategien vor und hilft, Fehler bei Ge haltsverhandlungen zu vermei den. Die Leser und Leserinnen des Buchs erfahren, wie sie ihre Forderung so untermauern, dass der Chef sie nicht mehr ablehnen kann. «Gehaltsverhandlung erfolgreich führen» Roman Schneider BoD Books on Demand Verlag ISBN 978-3-7597-7699-0, Fr. 27.90
Netzwerke(n) in den Regionen
« ICH B I N M ITG LI E D DE R HOTE L & GA STRO U N ION ...
Sonja Gmür, wie kam es, dass Sie Mitglied der Hotel & Gastro Union geworden sind? Als ich vor gut fünf Jahren vom Detailhandel in die Gastronomie wechselte, wurde ich Mitglied. Es ging mir hauptsächlich um das Netzwerk.
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Oberwallis & Zentralschweiz
Bern & Nordwestschweiz
Oberwallis & Zentralschweiz
Minigolfplausch in Sempach/LU
Big Green Egg – Grillkurs mit Harry Pfändler
Betriebsbesichtigung der Firma Bell
Nach einem gemeinsamen Apéro messen sich die Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region Oberwallis & Zentralschweiz, bei einer Runde Minigolf. Egal ob mit viel Ehrgeiz oder einfach zum Spass. Im Anschluss lassen die Teilnehmenden den Abend im gemütlichen Bistro entspannt ausklingen.
Im Fokus des exklusiven Events mit Harry Pfändler stehen das gemeinsame Ausprobieren, der Austausch und neue Inspiration für den Küchenalltag. Dazu gehö ren verschiedene Techniken wie Low & Slow, Räuchern oder die Kombination von Sous-vide und Grillieren. Die zubereiteten Speisen werden bei einer gemüt lichen Tavolata genossen.
Die Teilnehmenden erhalten einen Einblick in die Geflügelpro duktion der Bell Schweiz AG und erfahren mehr über die Unterneh mensgeschichte und die Prozesse.
Wann und Wo? Mittwoch, 15. Juli 18.00 bis 22.00 Uhr Minigolf Sempach, Eicherstrasse, 6204 Sempach/LU Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Kosten Apéro und Minigolf werden von der Region übernommen. Nichtmitglieder Fr. 15.– Konsumationen im Bistro erfolgen auf eigene Kosten.
Wann und Wo? Dienstag, 25. August 18.00 Uhr Eintreffen 21.00 Uhr Abendessen Pfändlers Ladä, Poststrasse 1, 5412 Gebenstorf/AG Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Kosten Lernende gratis Mitglieder 98.– Nichtmitglieder Fr. 129.–
Wann und Wo? Dienstag, 15. September 12.30 bis 16.00 Uhr Bell Schweiz AG, Zelgmatte 1, 6144 Zell/LU Anmelden hotelgastrounion.ch (Events) Kosten Lernende Fr. 5.– Mitglieder Fr. 10.– Nichtmitglieder Fr. 30.– Hinweis Aufgrund vorgängiger direkter Kontaktaufnahme durch Bell, werden die Kontaktdaten aller Teilnehmenden weitergegeben.
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STEFAN UNTERNÄHRER « ERO UN MEDIATORE TRA LE DUE PARTI» Per oltre vent’anni Stefan Unternährer ha contribuito a definire il CCNL dell’industria alberghiera e della ristorazione svizzera.
HGZ No 16
Syna nella delegazione dei lavo ratori, il mio approccio cambiò. Mi vedevo sempre più come un mediatore tra le due parti. Ho imparato che ascoltarsi reciprocamente permette spesso di ottenere risultati migliori per l’intero settore. Può fare un esempio? Penso soprattutto alla promozione della formazione e del perfezionamento professionale, con il finanziamento di corsi e delle relative tasse d’esame.
«Se vuoi qualcosa, devi impegnarti per ottenerla.» S T EFA N U N T ER N Ä H R ER
Stefan Unternährer, cosa ricorda del suo primo giorno al tavolo delle trattative CCNL? Il mio primo incarico risale al 1992. All’epoca esisteva già l’obbligo legale di registrare l’orario di lavoro. Tuttavia, quando i collaboratori rivendicavano le ore supplementari, spesso non riuscivano a far valere i loro diritti né presso il datore di lavoro né davanti ai tribunali. L’onere della prova ricadeva infatti sui lavoratori. Il mio obiettivo era invertire questa situazione e, per questo motivo, iniziai a partecipare alle trattative del CCNL come verbalista al fianco dell’allora direttore dell’ Unione Helvetia, Karl Eugster.
Di quale risultato professionale va particolarmente fiero? Di aver sviluppato un modello di conteggio salariale che ha portato maggiore sicurezza, trasparenza ed equità per i collaboratori.
Stefan Unternährer: da verbalista a capo negoziatore del CCNL.
E ci siete riusciti? Sì. I datori di lavoro acconsentirono. Chiesi loro: «volete davvero proteggere le pecore nere che non tengono una registrazione dell’orario di lavoro?». E aggiunsi: «non volete certo che i vostri collaboratori vengano presi in giro».
isse comunque un adeguamento al rincaro. Una vera assurdità! Ci rendemmo conto che senza una forte capacità di mobilitazione non saremmo riusciti a ottenere progressi nelle trattative e decidemmo quindi di uscire dal contratto.
Nel 1996 l’Unione Helvetia disdisse il CCNL dell’industria alberghiera e della ristorazione. Per quale ragione? I datori di lavoro si rifiutavano di introdurre un adeguamento annuale al rincaro dei salari minimi. Sostenevano addirittura che un aumento di zero franchi costitu-
Il settore rimase senza CCNL per quasi due anni. Esatto. In un primo momento i datori di lavoro accolsero con favore la situazione, perché le tutele per il personale si erano indebolite. La responsabilità di questo periodo senza contratto venne però attribuita all’Unione Helvetia.
FI LI PA P EIX EI RO
Nel 1998 entrò nuovamente in vigore un nuovo CCNL. Sì, e in quel momento eravamo ancora l’unica organizzazione di rappresentanza dei lavoratori. Riuscimmo a ottenere importanti miglioramenti e l’istituzione di un tribunale arbitrale per le controversie sui salari minimi. Questo strumento permise in seguito di far applicare gli adeguamenti al rincaro e gli aumenti reali dei salari minimi. Come affrontava le trattative? (Ride). Tra il 1998 e il 2003 ero giovane, combattivo e di sinistra. Con l’arrivo dei sindacati Unia e
E quale obiettivo non è riuscito a raggiungere? Mio padre diceva sempre: «Se vuoi qualcosa, devi impegnarti per ottenerla». Non sono riuscito a trasmettere pienamente questa consapevolezza al nostro settore. In altre parole: se volete migliorare le vostre condizioni di lavoro, dovete associarvi ad Hotel & Gastro Union. J Ö RG R U P P ELT/S EB
Sulla persona Il giurista Stefan Unternährer (67 anni) ha iniziato la sua attività come consulente giuridico presso l’allora Unione Helvetia nel 1988. Dal 1996 al 2021 ha diretto il servizio giuridico dell’Unione Helvetia, oggi Hotel & Gastro Union. Da verbalista delle prime trattative è diventato uno dei principali artefici dello sviluppo del CCNL del settore alberghiero e della ristorazione.
Luzern, den 8. Juli 2026
HOTELLERIE GA STRONOMIE ZEITUNG CXLI. JAHRGANG IMPRESSUM Herausgeberin Hotel & Gastro Union Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 22 22 (Geschäftsstelle Luzern) Tel. 021 616 27 07 (Geschäftsstelle Lausanne) info@hotelgastrounion.ch hotelgastrounion.ch Verlag Hotellerie Gastronomie Verlag Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 24 44 info@hotellerie-gastronomie.ch hotellerie-gastronomie.ch Verlagsleitung und Chefredaktion HGZ Jörg Ruppelt (rup) Andrea Decker (ade/stv.) Redaktionsleitung HGZ Gabriel Tinguely (gab) Angela Hüppi (ahü/stv.) Rédacteur en chef Hebdo Patrick Claudet (pcl) Verkauf Josef Wolf (Verkaufsleiter) Sebastian Schmid (Sales Consultant) Beat Unternährer (Sales Consultant) Iris Fischer (Buchhaltung) Karin Huwyler (Kundendienst Anzeigen) Redaktion Patrick Claudet (pcl) Andrea Decker (ade) Riccarda Frei (rif) Alice Guldimann (agu) Angela Hüppi (ahü) Ruth Marending (rma) Daniela Oegerli (doe) Jörg Ruppelt (rup) Gabriel Tinguely (gab) Online-Redaktion Andrea Decker (ade/Leitung) Alice Guldimann (agu) Redaktionelle Mitarbeit Selena Brusorio (seb/Pagina italiana) Alexandre Caldara (aca) Véronique Zbinden (vzb) Gestaltung Pierina Bucher (Leitung) Sonja Demarmels (Grafikerin) Maike Luttenberger (Polygrafin) Aylin Sancar (Polygrafin) Korrektorat Antje Giovannini Druck DZB Druckzentrum Bern AG, Zentweg 7, 3006 Bern
W ET TB E W E R B
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Mitmachen und gewinnen: 2 Gutscheine für Pilatus-Fahrt In Winterthur/ZH wurden Wagen einer Bergbahn zu einem Restaurant. Wie heisst dieses?
A) «Les Wagons»
Der Preis im Wert von 168 Franken wurde gesponsert von pilatus.ch
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Auf dem Luzerner Hausberg gibt es ein vielseitiges Freizeitangebot zu entdecken. Zwei Seilbahnen, zwei Hotels, fünf Restaurants, die steilste Zahnradbahn der Welt und der grösste Seilpark der Zentralschweiz versprechen spannende Ausflugserlebnisse für Gross und Klein. Begegnen Sie auf der Steinbock-Safari den Königen der Alpen hautnah oder geniessen Sie eine unvergessliche Nacht mit Blick auf Luzern und den funkelnden Sternenhimmel mit unserem Gipfelträume-Package. Der
C) «Weitblick»
Pilatus verspricht Bergerlebnisse, die für Herzklopfen sorgen und lange in Erinnerung bleiben werden.
Einsendeschluss ist der 20. Juli 2026. enden Sie Ihre Antwort an: Redaktion S H otellerie Gastronomie Zeitung, PF 3027, 6002 Luzern, oder mit einem Mail an: wettbewerb-hgz@hotellerie-gastronomie.ch Der Gewinner aus Ausgabe Nr. 13/26 ist Ralph Liechti-Käch, Esslingen/ZH.
KI-Nutzungsrichtlinien Der Hotellerie Gastronomie Verlag nutzt KI-Tools ausschliesslich für Recherche, Transkription, Ü bersetzung, Datenanalyse und die Optimierung von Texten, nicht jedoch für das Verfassen r edaktioneller Inhalte. Hotellerie Gastronomie Zeitung Die Hotellerie Gastronomie Zeitung ist die auf lagenstärkste und meistgelesene Zeitung im S chweizer Gastgewerbe. Mit einer von der Werbemedienforschung (WEMF) beglaubigten Auflage von 23 881 und ihren a usgewiesenen Mehrfachlesern erreicht die Zeitung in der ganzen Schweiz wöchentlich über 125 000 Fachpersonen aus dem Gastgewerbe und seinen artverwandten B ranchen. Die Drucka uflage beträgt d urchschnittlich 28 823 Exemplare (deutsch/französisch). Hotellerie Gastronomie Magazin Mit den zweisprachigen Magazinen, die vier Mal im Jahr in Deutsch und Französisch erscheinen, betrat der Hotellerie Gastronomie Verlag 2011 verlegerisches Neuland. Diese hochwertigen, monothematischen Gastrozeitschriften kommen wie Lifestyle-Magazine für den Endkonsumenten daher, richten sich aber ausschliesslich an den Branchenprofi. Jede Ausgabe fokussiert dabei auf ein bestimmtes Fachthema. Die Magazine werden der Hotellerie Gastronomie Zeitung lose beigelegt. Dadurch werden sie zielgruppenorientiert in der Branche diffundiert. Die Druckauflage beträgt durchschnittlich 31 500 Exemplare (deutsch/französisch).
Luzern, den 8. Juli 2026
Im Vitznauerhof messen sich die Servicetalente Bald entscheidet sich, wer die Schweiz im Beruf Restaurant Service an den Euro Skills vertritt. Die Wettbewerbsvorbereitungen sind in vollem Gange. Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen. Jetzt läuft die Planung der Servicemeisterschaft, die neu als Swiss Skills Championship durchgeführt wird. Deren Siegerin oder Sieger qualifiziert sich für die Euro Skills 2027. Die Wettbewerbskommission ist derzeit dabei, die Aufgaben für das Finale im November fertigzustellen. «Diese sind ähnlich aufgebaut wie an den Euro Skills selbst», sagt Martina Knaus-Wick. Sie ist Mitglied der Wettbewerbskommission und wird den Sieger oder die Siegerin für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb coachen. Bei den Aufgaben orientiere sie sich unter anderem an den letzten Euro Skills, wo zum Beispiel das Arbeiten mit bestimmten Trendzutaten gefragt war.
werbskommission hat ausserdem die Aufgabe, die Jury mit Expertinnen und Experten zu besetzen. «Wir werden auf jeden Fall einige ehemalige World-Skills-Teilnehmende in der Jury haben, die jede Menge internationale Wettbewerbserfahrung mitbringen.» Gastgeber und Partner Besonders ist dieses Jahr nicht nur das neue Format der Servicemeisterschaft, sondern auch der Durchführungsort im Hotel Vitznauerhof in Vitznau/LU. «Wir sehen es als grosse Ehre und Verantwortung, Gastgeber der Servicemeisterschaft zu sein», sagt Direktor Raphael Herzog. Der Serviceberuf sei das Herzstück der Hotellerie und Gastronomie. «Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, diesen Beruf sichtbar zu machen und den Berufsnachwuchs zu fördern.» Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels seien solche Veranstaltungen wichtig: «Sie bringen Talente hervor, die unsere Branche nachhaltig prägen.» Deshalb ist es dem Team des Vitznauerhofs auch wichtig, nicht
nur Veranstaltungsort, sondern Partner der Servicemeisterschaft zu sein. «Das erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und eine enge Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam.» Der zusätzliche Aufwand werde durch die positive Ausstrahlung eines solchen Anlasses und durch den Austausch mit den Teilnehmenden und der Branche mehr als aufgewogen. A LI C E G U L D I M A N N
Hier informiert die HGU über die Aktivitäten der fünf Berufsverbände. Tägliche News finden Sie auf unseren Online-Kanälen.
Das Finale
Die Finalisten Aus den Bewerbern wurden sechs Finalistinnen und Finalisten ausgewählt. Sie werden im September in d ieser Zeitung vorgestellt.
Mehr Informationen unter: hotelgastrounion.ch
Das Team des Hotels Vitznauerhof freut sich auf den Wettbewerb.
ROY M AT T ER
Die Hotel & Gastro Union nimmt Abschied von Erza Zubaku
Das Finale findet am 15. und 16. November im Hotel Vitznauerhof statt. Neben dem Wettbewerb gehört auch eine Gastroparty für die Branche zum Programm, die am 15. November stattfindet.
Mit Unerwartetem umgehen Die Teilnehmenden werden im September an einer Kick-off-Veranstaltung über die Aufgaben informiert. Es könne aber noch kurzfristige Änderungen geben. «Auch das ist an den Euro Skills möglich», so Knaus-Wick. «Wir wollen sehen, wie die Kandidatinnen und Kandidaten mit solchen Herausforderungen umgehen und an Aufgaben herantreten, die für sie vielleicht komplett neu sind.» Es sei sehr spannend gewesen, die Bewerberinnen und Bewerber im Selektionsprozess kennenzulernen, sagt Knaus-Wick. «Sie haben viel Potenzial und ich freue mich auf den Wettbewerb.» Die Wettbe-
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H ote l & G as tro U nion
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Am 20. Juni 2026 wurden Erza und ihre jüngere Schwester Aulona bei einem tragischen Verkehrsunfall viel zu früh aus dem Leben gerissen. Zwei junge Menschen voller Träume und Lebensfreude, die eine schmerzliche Lücke hinterlassen. Erza war ein Mensch, der Spuren hinterliess. Mit ihrer herzlichen, offenen Art schenkte sie anderen Zeit, Zuversicht und ein Lächeln. Wo sie war, wurde angepackt, gelacht und motiviert. Sie brachte Licht in jeden Raum und Wärme in jede Begegnung. Als gelernte Fachfrau Hauswirtschaft EFZ und Betriebsleiterin Facility Management HF lebte sie ihren Beruf mit Leidenschaft. Besonders am Herzen lag ihr die Förderung des Berufsnachwuchses. Mit grossem Engagement setzte sie sich für den Berufsverband und für junge Berufsleute ein. Ihr Motto lautete: «Gas geben.»
Es stand für Mut, Lebensfreude und den Glauben daran, Chancen zu nutzen und andere mitzureissen. Mit Erza verlieren wir eine engagierte Berufsfrau und einen wundervollen Menschen. Und mit Aulona verliert diese Welt eine junge Frau, die noch viele Wege vor sich hatte. Der Berufsverband Hotellerie & Hauswirtschaft spricht der Familie und allen Angehörigen sein tief empfundenes Mitgefühl aus. Wir wünschen ihnen Kraft, Hoffnung und Sonnenstrahlen, die sie durch diese dunkle Zeit begleiten. Liebe Erza, dein Lachen, dein grosses Herz und deine Lebensfreude fehlen uns. Die Spuren, die du hinterlas sen hast, bleiben für immer. Die Mitglieder des Vorstands des Berufsverbands Hotellerie & Hauswirtschaft
Z VG
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Für genussvolle Beziehungen.