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HG-Zeitung 14/2026

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Die Bäckerei Jetzer gewinnt die prestigeträchtige « Bäckerkrone».

Die Branchenzeitung der Hotel & Gastro Union seit 1886

Persönlich

Aktuell

L-GAV: Der Vertrag bietet viele Vorteile

Silvan Heeb hat die Hotels Säntis, Hecht und Löwen in Appenzell/AI in fünfter Generation übernommen. In den drei Betrieben kombiniert er Digitalisierung und traditionelle Gastfreundschaft.

Nächste Ausgabe am 24. Juni

Schwerpunkt

Gesichter und Facetten der Nachhaltigkeit

HOTELLERIESUISSE

lauschen, lernen und weiterdenken:

DIE BRANCHE RÜCKT ZUSAMMEN

Der Hospitality Summit hat in Bern eine erfolgreiche Premiere gefeiert. Am 3. und 4. Juni trafen sich erstmals über 2100 Führungskräfte, Gastgeberinnen und Gastgeber, Fachleute sowie Partner der Schweizer HospitalityBranche in der Festhalle Bern. Mit dem neuen Standort setzte Hotelleriesuisse nach fünf Austragungen in Zürich Oerlikon ein Zeichen für die nationale Ausrichtung und das Wachstum des Branchentre punkts. Unter dem Motto «Zukunft mitgestalten» standen

Themen im Zentrum, welche die Branche beschäftigen: Digitalisierung und k ünstliche Intelligenz, Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit, neue Arbeitsmodelle sowie die Zukunft von Führung und Zusammenarbeit. Nationale u nd internationale Referierende diskutierten mit Branchenvertretenden darüber, wie die Hospitality auch in unsicheren Zeiten wettbewerbsfähig und innovativ bleiben kann. «Unsere Branche kann sich Unsicherheit nicht aussuchen. Aber sie hat gelernt, damit

umzugehen», sagte Martin von Moos, Präsident von Hotelleriesuisse. Neben Keynotes, Panels und Breakout-Sessions bot der Summit viel Raum für Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung. Weitergeführt wurde auch der Career Day, der rund 350 Studierende, Nachwuchskräfte, Unternehmen und Entscheidungstragende aus Hotellerie, Gastronomie und Tourismus zusammenbrachte. Dabei ging es n icht nur um konkrete Karrierewege, sondern auch um den direkten Kontakt

zwischen Nachwuchs und Betrieben. Festlicher Höhepunkt war die Hospitality Award Night mit 1250 Besucherinnen und Besuchern. Dabei wurden innovative Betriebe, engagierte Persön lichkeiten und zukunftsweisende Projekte ausgezeichnet. Nach der Premiere in der Festhalle Bern bleibt der Hospitality Summit der Bundesstadt treu: Die nächste Ausgabe findet am 9. und 10. Juni 2027 statt. ANDREA DECKER

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Adligenswilerstrasse 22, 6006

Wie man Wissen so lange w ie möglich in der Branche b ehält.

Schweizer, starrt weniger! Vor ein paar Wochen hat mich ein Artikel in der «Sonntagszeitung» irritiert. Darin wird berichtet, dass wir Schweizer international be kannt für unseren starren Blick seien. Wir würden unverhohlen die Leute anstarren, intensiv und rücksichtslos. Das hat mich dazu gebracht, im Internet zu recherchieren. Und tatsächlich ist auch dort vom sogenannten «Swiss Stare» die Rede und dass es ein häufig diskutiertes kulturelles Phänomen sei. Besonders Expats und Touristen würden «unsere Eigenschaft» als unhöflich empfinden. Ethnologen erklären das Phänomen als eine Art koll ektives «Frühwarnsystem». Die Schweizer Mentalität sei auf Ordnung, Sicherheit und die Ein haltung von Normen bedacht. Durch das Beobachten des Umfelds wird unbewusst sichergestellt, dass alles in der eigenen Welt seine Ordnung hat. Oft sei es einfach pure Neugier, die jedoch nicht durch ein Gespräch oder ein Lächeln aufgelockert würde, da die Schweizer im ö entlichen Raum sehr zurückhaltend seien. Seither gehe ich mit o enen Augen durch die Gegend. Klar, es geschieht manchmal, dass jemand mich u nverhohlen anstarrt. Aber von ständigem Starren habe ich nichts bemerkt. Nichtsdestotrotz habe ich daraus gelernt, meine Mitmenschen nicht anzugucken und wenn doch, deren Blick mit einem Lächeln zu quittieren.

RUTH MARENDING

Ausgabe für Deutsche Schweiz und Tessin
CXLI. Jahrgang
Luzern, den 17. Juni 2026
Seite
Ankommen,
Der Hospitality Summit in Bern wurde zum grossen «Klassentre en» der Schweizer Beherbergungsbranche.

GASTKOLUMNE

Darf gesund leben teuer sein?

Sergio Roth, Leiter Sales International bei der SGV AG in Luzern.

Gesund leben ist im Trend: Die Zahl der Fitnessabos erreichte 2025 ein Rekordhoch, der durchschnittliche Alkoholkonsum pro Kopf ist seit Jahren rückläufig und der Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln und Präparaten explodiert. Die Gesundheitsvorsorge ist zu einer Milliarden-Industrie geworden. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage: Darf gesund leben teuer sein? Oder muss der Staat, und somit im Ende ekt der Steuerzahler, den Gesundheitstrend subventionieren, da Prävention günstiger ist als Rehabilitation? Die Meinungen dazu werden wohl auch in Zukunft auseinandergehen, gerade bei solch brisanten Themen wie Abnehm-Hilfen. Klar ist aber, dass die Menschen in der Schweiz bereit sind, viel Geld zu bezahlen, um (vermeintlich) gesund zu leben. Gerade bei der Thematik Alkohol fällt auf, dass das alkoholfreie Angebot in vielen Gastrobetrieben stetig zunimmt und inzwischen oft nicht nur einfache (und langweilige) Alternativen zu einem Drink, einem Bier oder einem Glas Wein angeboten werden. Viele Betriebe setzen sich inzwischen aufwendig mit der Thematik auseinander und bieten ausgefeilte, überraschende und überzeugende Substitute an. Oft kosten diese Produkte gleich viel wie ihre alkoholischen Verwandten. Ist das gerechtfertigt? Meine Meinung: Was etwas wert ist, darf auch etwas kosten. Soll heissen, wenn eben nicht nur ein Glas Wasser angeboten wird, sondern selber Tee-Infusionen, Sirups oder Kombucha produziert werden und entsprechend viel Zeit in die Entwicklung kreativer Getränke fliesst, so darf dies durchaus gleich viel kosten wie der alkoholische Bruder. In dem Sinne: Prost auf die Gesundheit!

Zweimal Freinacht am Basler Jodlerfest

Neben dem Eidgenössischen in Basel, gibt es in Chur einen zweiten Grossanlass.

Mit dem 32. Eidgenössischen Jodlerfest rückt für Basel eines der traditionsreichsten Feste der Schweiz näher. Erwartet werden 12 000 Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger sowie rund 200 000 Gäste. L etizia Elia, Direktorin von Basel Tourismus, sagt: «Dieser Anlass ist für Basel eine grosse Chance, sich einem Publikum zu zeigen, das unsere Stadt nicht als Erstes mit gelebtem Brauchtum und Volkskultur verbindet.» Gleichzeitig sei der Anlass in Basel sehr gut aufgehoben: «Unsere Stadt lebt Kultur in vielen Formen – von der Fasnacht über die Museen bis zur Architektur. Sie ist geprägt von O enheit, Begegnungen und Gastfreundschaft», so Elia.

Das Jodlerfest findet primär in der Altstadt auf der Grossbasler Seite statt. Die über 1000 Bewertungsvorträge der Aktiven vor einer Fachjury finden in zehn Kirchen und Konzertsälen statt. Damit dieser A nlass gebührend gefeiert werden kann,

dürfen Restaurationsbetriebe mit Bewilligung sowie Vereins- und Klubwirtschaften im Innen- und Aussenbereich von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag durchgehend o en sein. Die Organisatoren des Anlasses rechnen mit einer regionalen Wertschöpfung von 15 bis 20 Millionen. Die Einnahmen fliessen direkt in die Gastronomie, Hotellerie sowie den Detailhandel.

Eidgenössisches Schützenfest

In Chur und Umgebung ist noch bis Sonntag, 5. Juli, einer der grössten Schweizer Sportanlässe im Gang: das Eidgenössische Schützenfest. Als Hauptschiessstand und Festzentrum dient die Schiessanlage auf dem Churer Rossboden. Zusätzlich sind etwa 20 Schiessanlagen aus Bündner Regionen eingebunden. «Das dezentrale Durchführen des ESF 2026 hat den Vorteil, dass keine temporären Scheiben zugemietet und Bauten erstellt werden müssen», schreibt das OK. Obwohl keine o ziellen Zahlen vorliegen, generiert der Anlass eine Wertschöpfung in Millionenhöhe und sorgt mit 90 000 Besuchern für ein NebensaisonHoch im Gastgewerbe. RUTH MARENDING

Die besten Schweizer Tourismusdörfer 2026

Die Schweiz hat ihre Vorauswahl für die «Best Tourism Villages 2026» getroffen. Drei Dörfer dürfen nun auf eine Auszeichnung durch UN Tourism hoffen.

Mit ihren Bewerbungsunterlagen überzeugt haben die drei Dörfer Lumnezia/GR, Romainmôtier/VD und Simplon/VS. Sie gehen mit ihren Dossiers o ziell in die nächste Runde der internationalen Ausschreibung der «Best Tourism Villages 2026». Die Gewinnerdörfer werden im Herbst 2026 von UN Tourism bekanntgegeben. Die internationale Initiative zeichnet ländliche Ortschaften aus, die mit innovativen und transformativen Ansätzen eine

touristische Entwicklung im Einklang mit den Zielen der Nachhaltigkeit fördern.

Weltweite Sichtbarkeit

«Mit dem Label werden Dörfer ausgezeichnet, die herausragende Beispiele für ländliche Tourismusdestinationen mit anerkannten Kultur- und Naturschätzen sind», schreibt der Schweizer Tourismus-Verband STV. Zudem bewahren und fördern sie ländliche und gemeinschaftsbasierte Werte und Produkte und bekennen sich klar zu Innovation und Nachhaltigkeit in all ihren Aspekten – wirtschaftlich, sozial und ökologisch. Die Gewinnerdörfer profitieren von weltweiter Sichtbarkeit und Medienkampagnen durch die Welttourismusorganisation. Zudem erhalten sie Zugang zu einem internationalen Netzwerk für Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Weiterbildungsmöglichkeiten. (AHÜ)

AGENDA

Dienstag, 23. Juni

Zürcher Weine im Zunfthaus zur Meisen in Zürich

Der Weinbaukanton Zürich überzeugt heute mehr denn je mit eigenständigen Charakterweinen auf hohem Niveau. Ein Beweis dafür ist die Renaissance der alteingesessenen Sorte Räuschling, die heute ein Garant für Topweine ist. Aber auch aus der Leitsorte, dem Pinot Noir, oder aus Spezialitäten, zunehmend auch solchen aus neuen robusten Sorten, entstehen Gewächse, die zu den Besten im Land gehören. Neue Schaumweine und trinkige Rosés runden das Angebot ab. Zur Verkostung gibt es raffiniertes Fingerfood. mettlervaterlaus.ch ticketino.ch

Donnerstag, 9. Juli

Mineralwasser-Degustation in Scuol/GR

Jedes Wasser ist ein Unikat. Mineralien prägen dessen Geschmack, seine Textur, seinen Ausklang. Die zertifizierte Schweizer Wasser-Sommelière Sabina Steiner vom Hotel Belvédère in Scuol führt durch die faszinierende Welt der natürlichen Mineralwässer von ScuolTarasp-Vulpera. Teilnehmende üben sich in der Kunst der Sensorik und des Food-Pairings. Sie entdecken ihren Wasserfavoriten und machen neue Geschmackserlebnisse. belvedere-hotelfamilie.ch

Mittwoch, 15. Juli

Minigolf-Plausch in Sempach/LU

Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region OberwallisZentralschweiz, treffen sich um 18.00 Uhr auf der MinigolfAnlage in Sempach. Nach einem Aperitif messen sie sich bei einer Runde Minigolf, egal ob mit viel Ehrgeiz oder einfach zum Spass. Der Abend klingt im Bistro beim Netzwerken aus. hotelgastrounion.ch (Events)

Sonntag, 2. August Open-Air-Kino im Ka ee Alpen blick in Winterthur/ZH

Die Public Eye Regionalgruppe Winterthur lädt zu einem Abend in drei Teilen ein: Den Auftakt machen Expertinnen und Experten von Public Eye. Sie stellen den Film «Banana Land» in den Kontext der aktuellen PublicEye-Bananen-Kampagne. Nach der Vorführung bietet ein Podium die Möglichkeit, über das Gesehene ins Gespräch zu kommen und offene Fragen zu klären. Der Anlass findet nur bei trockenem Wetter statt. Für Speis und Trank ist gesorgt. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte durchgeführt. gschiider-iichaufe.ch (Veranstaltungen)

NEUERÖFFNET

Monsieur Paul und die Förderung zahlreicher junger Kochtalente

Dozenten und Studierende der SHL begeisterten Anfang Juni mit einem vom «Koch des Jahrhunderts» inspirierten Wine & Dine.

Alle kennen den «Bocuse d’Or», den Wettbewerb, der die besten Köchinnen und Köche der Welt zu Stars macht. Doch wer erinnert sich noch an dessen Schöpfer und Namensgeber Paul Bocuse? Am 11. Februar hätte der Spitzenkoch, Revolutionär der Küche und erfolgreiche Gastrounternehmer seinen 100. Geburtstag feiern können. Aus diesem Anlass lud die SHL Schweizerische Hotelfachschule Luzern Anfang Juni zu einem Wine & Dine, gespickt mit Höhepunkten aus dem Lebenswerk von Paul Bocuse.

Die klassische Küche entstaubt Paul Bocuse veränderte die französische Küche radikal. Zusammen mit Michel Guérard gehörte er zu den Vorreitern der «Nouvelle Cuisine». Sie setzten auf Regionalität, Saisonalität, frische Produkte und leichtere Saucen. «Was damals revolutionär war, ist heute selbstverständlich», sagte MarcAndré Dietrich, Culinary Director der SHL. «Viele Rezepte von Paul Bocuse wirken heute bereits wieder wie Klassiker aus vergangenen Tagen.» Damals wie heute modern, präsentierte sich das Duo von Langoustine – einmal als Tatar und einmal vom Grill – an Beurre blanc mit Vanille. «Je besser ein Produkt ist, umso weniger muss man daran verändern», war eine Devise von Paul Bocuse. In diesem Sinne marinierten die Studierenden der SHL im Semester Küche

eine

Scheiben von der Jakobsmuschel mit Zitrone und richteten diese mit ein paar Körnern Kaviar an. Paul Bocuse übernahm das Restaurant seiner Eltern, die Auberge du Pont in Collonges-auMont-d’Or bei Lyon (FR). Im Jahr 1965 erhielt er den dritten Michelin-Stern und seit 1975 steht «La Soupe aux Tru es V. G. E» auf der Karte. Heute kostet diese 87 Euro. Paul Bocuse hatte die kraftvolle Trü elsuppe unter einer Blätterteighaube für den französischen St aatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing kreiert. Der machte ihn im Gegenzug zum Mitglied der Ehrenlegion. Die Studierenden präsentierten das Gericht mit einem «bon appetit et cassez la croûte». Als «casse-croûte» be -

zeichnen die Franzosen eine Zwischenmahlzeit, eine Kleinigkeit z u essen, was Paul Bocuse immer schätzte.

«Ein gutes Essen wird erst mit einem Glas Wein perfekt.»

PAUL BOCUSE, SPITZENKOCH UND GASTROUNTERNEHMER

Das heutige Sous-vide-Garen wandte bereits Paul Bocuse an. Nur, er verschweisste das Gargut nicht in Plastikbeuteln, sondern packte es in eine Schweinsblase.

Die Präsentation der «Poularde de Bresse en vessie» brachte einige

SHL-Gäste dazu, spontan zum vegetarischen Hauptgang zu wechseln. Wer keine Berührungsängste hatte, kam in den Genuss von butterzarter Poulardenbrust auf kleinem Schenkelragout.

Auch Teil der Philosophie von Paul Bocuse war: aus einfachen Zutaten wie Butter, Zucker und Äpfeln sowie viel Handwerk, in Form von Blätterteig, etwas Hervorragendes zu scha en. So bildete eine Tarte Tatin mit Greyerzer Rahm den süssen Abschluss des Wine & Dine, des von den Eingeladenen mit tosendem Applaus honorierten Gourmetmenüs.

Damit die Gerichte im Sinne von Paul Bocuse perfekt wurden, wählten die Studierenden im Semester Restauration zur Begleitung passende Crus aus dem Sortiment der Weinhandlung «La passion du vin» in Bern aus. Dazu gehörte der Sancerre Cuvée Silex 2024 von der Domaine Serge Laloue. Der Sablet 2024 von der Domaine Piaugier, eine weisse Cuvée aus Grenache Blanc, Viognier, Roussanne und Marsanne, ergänzte die kräftige Trü elsuppe. Nach dem voluminösen Gigondas 2022 von Anne-Sophie und Christophe Ay zum Hauptgericht sorgte der Petit Manseng Symphonie de Novembre 2022 der Domaine Cauhapé für eine perfekte Harmonie mit dem Dessert.

Unternehmer und Vorbild

Paul Bocuse war mehr als ein genialer Koch. Er schrieb Kochbücher und vermarktete Foie gras, Terrinen und andere Produkte aus seiner Küche. Zudem reiste er gerne u nd erö nete weltweit mehr als 20 Restaurants. Er verhalf dem Kochberuf zu weltweiter Anerkennung und bildete unzählige kulinarische Grössen aus. Um sein Wissen strukturiert weitergeben zu können, gründete er 1990 das Institut Paul Bocuse, eine renommierte Hochschule. GABRIEL TINGUELY

Weitere Bilder zum Anlass finden Sie im Onlineartikel: hotellerie-gastronomie.ch

Bergbeiz Gempenturm Gempen/SO

Das Restaurant auf der Gempenfluh gehört neu der RhyschänzliGruppe. Der Betrieb thront seit über 100 Jahren auf dem «Basler Hausberg». Das Restaurant ist von mittwochs bis sonntags geöffnet. Das kulinarische Angebot entspricht den Jahreszeiten.

Ab Juni restaurant-gempenturm.ch

Café Kurt und Klärli Basel

Markus Engeler eröffnet als Hommage an seine Eltern das «Kurt und Klärli» in Basel. Davor betrieb er 13 Jahre lang das «Zum Kuss». Tagsüber ist das neue Lokal ein Café mit Kaffee, Tee, Säften, Wein und Häppchen. Nach Feierabend bietet Engeler Rum-Degustationen an.

Ab Juni kurtundklärli.ch

Waldhof Guldenen Forch/ZH

Nach 20 Jahren eröffnet der «Waldhof Guldenen» wieder. Die neuen Gastgeber sind Rose und Benjamin Plsek. Er kochte zuletzt im «Maison Manesse» in Zürich. Bis Herbst servieren die Plseks die Speisen im Garten, weil das Gebäude noch renoviert wird.

Ab Juni waldhofguldenen.ch

tiefe

Bereits zu Lebzeiten war Paul Bocuse (1926 bis 2018)

Die Schweiz als sicherer Hafen für Reisende

Die Schweiz kommt besser durch den Sommer als gedacht. Dafür sorgen die Top-Märkte und das Image der Schweiz als sichere Premiumdestination.

Der Schweizer Tourismus steuert dem Sommer 2026 mit verhaltener, aber klar erkennbarer Zuversicht entgegen. Das zeigt die jüngste Umfrage von Schweiz Tourismus innerhalb der Schweizer Tourismusbranche sowie bei den eigenen Niederlassungen im Ausland. Das stabile Fundament der Sommersaison bilden demnach die für den Schweizer Tourismus grössten Märkte Schweiz, Deutschland, USA, Grossbritannien und Frankreich.

Ebenfalls wichtig: Die Nachfrage aus den Golfstaaten verbessert sich langsam. Die Niederlassungen von Schweiz Tourismus in Dubai und Riad rechnen damit, dass Gäste aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emirate wieder vermehrt in die Schweiz reisen und sich die entsprechenden Übernachtungszahlen erholen. Die Hauptreisesaison steht in diesen Gebieten noch

Gäste sind in der Schweiz unbeschwert unterwegs. SCHWEIZ TOURISMUS

bevor. Dennoch dürfte das Minus aus den Golfstaaten gegenüber 2025 bei rund 30 Prozent liegen. Insbesondere in der Parahotellerie zeigt sich ein positives Bild für den Sommer. Sowohl TCS Camping als auch Reka und die Schweizer Jugendherbergen liegen derzeit über dem Buchungsstand vom Vorjahr. Das spricht für die Stärke des Heimmarktes sowie für Gäste, die in unsicheren Zeiten auf nahe, verlässliche Reiseziele setzen. Das Image der Schweiz als sichere Destination ist hier gemäss Schweiz Tourismus von grossem Vorteil. (AHÜ)

Mehr Informationen unter: stnet.ch

Auftrag für Stabilität und Augenmass

Die Schweizer Stimmbevölkerung hat sich gegen die 10-Millionen-Initiative ausgesprochen. Die Branche atmet auf und fordert praxistaugliche Lösungen.

«Mit diesem Entscheid werden Arbeitsplätze und Lohnschutz gesichert – dies zum Vorteil aller Arbeitnehmenden», sagt Esther Lüscher, Präsidentin der Hotel & Gastro Union, zum Ergebnis der Abstimmung vom vergangenen Wochenende. Nun brauche es konkrete Lösungen für faire Arbeitsbedingungen, gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie eine nachhaltige Sicherung des Fachkräftebedarfs: «Eine starke Gastronomie braucht o ene Pers-

pektiven, verlässliche Rahmenbedingungen und genügend qualifizierte Mitarbeitende.»

Die Gastro- und Tourismusbranche hatte im Vorfeld stark gegen die SVP-Initiative mobilisiert. Das Komitee «Tourismus gegen Chaos» sieht das Nein als wichtiges Zeichen für stabile Beziehungen zur Europäischen Union und verlässliche Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Tourismus. «Das Nein zur Chaos-Initiative bereitet nun den Boden, reale Herausforderungen wie Wohnungssuche oder Druck auf die Infrastruktur rasch und konstruktiv anzugehen», sagt Beat Imhof, Präsident von Gastrosuisse. Dies, ohne die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Tourismus aufs Spiel zu setzen. Der Tourismus brauche Stabilität und praxistaugliche Lösungen. (AHÜ)

Mehr Informationen unter: zagg.ch

STATISTIK

DAS WÄCHST AUF DEN SCHWEIZER ÄCKERN

Die Schweiz verfügte 2025 über rund 280 000 Hektar offene Ackerfläche. Auf rund der Hälfte davon wuchs Getreide.

Quelle: Bundesamt für Statistik; Landwirtschaftliche Strukturerhebung

ESTHER RODRIGUEZ

« DIE ARBEIT AN DER ZAGG IST IMMER EIN HIGHLIGHT»

Im Restaurant Dyhrberg an der Zagg steht der Berufsnachwuchs im Rampenlicht. Mittendrin: Esther Rodriguez.

Esther Rodriguez, gemeinsam mit 14 weiteren Lernenden des Luzerner Kantonsspitals übernehmen Sie den Betrieb des Restaurants Dyhrberg an der Fachmesse Zagg. Welche Rolle haben Sie dort? Dieses Jahr stehe ich als Küchenchefin am Pass. Gemeinsam mit dem Chef de partie und dem Leiter Hauptküche Luzern des LuzernerKantonsspitalskoordiniere ich die Abläufe in der Küche, organisiere die Bestellungen, sorge dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Das ist eine spannende Herausforderung und gleichzeitig eine schöne Anerkennung und ein Vertrauensbeweis.

Sie sind nicht zum ersten Mal an der Zagg?

Ich lebe seit fast sechs Jahren in der Schweiz und bin bereits zum dritten Mal an der Zagg dabei. Nach meiner Ausbildung zur Küchenangestellten EBA im Luzerner Kantonsspital absolviere ich

Warum ist die Zagg für Sie wichtig?

Die Zagg bietet die einmalige Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln, neue Ideen zu sammeln und zu zeigen, was wir als Team leisten können. Gleichzeitig erhalten wir wertvolle Einblicke in den Betrieb eines À-la-carteRestaurants und können herausfinden, ob wir uns eine Tätigkeit i n diesem Umfeld nach der Lehre vorstellen können.

Worauf freuen Sie sich an der Zagg 2026 besonders?

Bereits zum dritten Mal im Restaurant Dyhrberg: Esther Rodriguez. ZVG ADVERTORIAL Medienpartner

nun die Ausbildung zur Köchin EFZ. Die Mitarbeit im Restaurant Dyhrberg ist für mich immer ein besonderes Highlight. Nachdem ich dort bereits verschiedene Aufgaben übernehmen durfte, freue ich mich nun sehr auf meine neue Rolle.

Was fordert Sie während der Messetage am meisten?

Am meisten fordern mich der hohe Druck und das schnelle Tempo in der Küche. Auch wenn Fehler passieren, muss man ruhig bleiben, Lösungen finden und den Fokus auf den nächsten Service richten.

Ich freue mich auf die neuen Lernenden im Team, die frische Perspektiven in unsere Arbeit bringen. Auch das angepasste Menü sorgt für zusätzliche Abwechslung. Am meisten freue ich mich jedoch darauf, gemeinsam mit dem Team u nseren Gästen genussvolle Momente zu bereiten und ihnen mit unserer Arbeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. (MM)

Zagg 2026

Die Schweizer Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie Zagg findet vom 25. bis 18. Oktober 2026 in der Messe Luzern statt.

DOMINIQUE SCHOCH

« DIE PASSION DES JUNGEN TEAMS IST BEEINDRUCKEND»

Von einem guten Sponsoring profitieren beide Seiten. Ein Einblick von einem Partner der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft.

Dominique Schoch, Transgourmet/Prodega unterstützt nicht nur die Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft, sondern auch weitere Wettbewerbe und Anlässe für junge Talente. Der Kochnachwuchs scheint Ihnen besonders am Herzen zu liegen?

Absolut. Der Nachwuchs ist entscheidend für die Zukunft der S chweizer Gastronomie. Deshalb engagieren wir uns seit vielen Jahren aktiv in diesem Bereich. Zum Beispiel mit dem Lernendenwettbewerb Gusto, den wir unter dem Patronat des Schweizer Kochverbands organisieren. Uns ist wichtig, junge Berufsleute früh für die Branche zu begeistern und sie auf ihrem Weg zu begleiten.

Was bewundern Sie an der Arbeit des Junioren-Teams?

Beeindruckend ist, auf welch hohem Niveau die jungen Köchinnen bereits arbeiten und mit welcher Leidenschaft sie ihren Beruf ausüben. Es braucht enorm viel Disziplin und Motivation, neben dem anspruchsvollen Arbeitsalltag zusätzlich Zeit und Energie in Trainings und Wettbewerbe zu investieren. Gleichzeitig spürt man

Sponsoren der beiden Schweizer Kochnationalmannschaften:

bei den Mitgliedern des JuniorenTeams ein grosses Verantwortungsbewusstsein sowie den hohen Anspruch, sich stetig weiterzuentwickeln.

Das Team profitiert natürlich von Ihrer Unterstützung. Inwiefern zieht auch Ihr Unternehmen Nutzen aus der Partnerschaft?

Wir profitieren insbesondere vom engen Austausch mit dem Nachwuchs und der Branche. Solche Partnerschaften helfen uns, nahe

Leiter Kommunikation,

an den Entwicklungen und Bedürfnissen der Gastronomie zu bleiben. Gleichzeitig stärken wir dadurch unsere Verankerung in der Schweizer Gastrobranche und fördern den direkten Dialog mit jungen Talenten, Fachschulen und Verbänden. Viele junge Köchinnen und Köche, die heute an Wettbewerben teilnehmen, prägen die Gastronomie von morgen. Deshalb sind diese Berührungspunkte für uns sehr wertvoll. Natürlich entsteht dadurch auch eine hohe Sichtbarkeit innerhalb der Branche und in den Medien.

rative E zienz und glaubwürdige

Qualität entwickelt. Gäste erwarten heute vermehrt Produkte mit nachvollziehbarer Herkunft, authentischem Geschmack und einer klaren Handschrift. Gleichzeitig gewinnen moderne Aromawelten, feine Säureelemente und spannende Texturen zunehmend an Bedeutung.

Mehr als ein Trend ist das Thema Nachhaltigkeit. Welche Produkte bieten Sie an, um Betriebe in ihren Bemühungen für mehr Umweltschutz zu unterstützen?

Nachhaltigkeit muss aus unserer Sicht in der Gastronomie praktikabel und wirtschaftlich umsetzbar sein. Deshalb setzen wir auf konkrete Lösungen, welche Betriebe im Alltag unterstützen. Neben der Förderung von regionalen Produzenten, zahlreichen pflanzenbasierten Artikeln sowie dem g rössten Bio-Sortiment für die Gastronomie gibt es auch span-

«Gute Küche muss vor allem e hrlich sein.»

Events bei der Firma Transgourmet/Prodega. Mehr Informationen unter:

Welche Trends beobachten Sie aktuell auf dem Gastromarkt?

Wir beobachten aktuell, dass sich die Schweizer Gastronomie stark in Richtung klare Konzepte, ope-

nende Produkte wie beispielsweise Salate aus Hydroanbau. Ein grosser Vorteil dieser Salate ist die nachhaltige Produktion: Der Wasserverbrauch pro Stück ist zehnmal so gering wie bei Salat aus Freilandproduktion und der Ertrag pro Quadratmeter rund zehnmal so hoch. Dünger kann gezielt dem Wasserkanal beigemischt werden, dadurch entsteht keine unnötige Umweltbelastung.

Hauptsponsor: Swica Gesundheitsorganisation Co-Sponsor: G. Bianchi AG, Electrolux Professional

Ausrüster: Gastroimpuls, KAI/sknife, Kentaur Work Wear, Oehrli Berufsmode

Transgourmet/Prodega bietet den Kundinnen und Kunden ein Vollsortiment mit über 30 000 Artikeln. ZVG

Der Culinary World Cup rückt langsam näher. Konnten Sie das aktuelle WM-Menü der Juniorinnen bereits kosten? Ich selbst leider nicht, aber einige Mitarbeitende aus meinem Team hatten die Gelegenheit, beim letzten Testlauf dabei zu sein. Sie waren vom Ergebnis begeistert. Die Juniorinnen bringen ein überzeugendes Menü auf die Teller. Die einzelnen Komponenten werden ansprechend präsentiert, sind geschmacklich top zubereitet und harmonieren auch als Ganzes.

Wenn es umgekehrt wäre und die Juniorinnen bei Ihnen zu Gast wären – was würden Sie für sie zubereiten? Es gäbe klassische Bratkarto eln auf einem Erbsen-Minze-Limetten-Püree. Für Frische und Farb -

Partner der Schweizer Kochnationalmannschaft: Aligro, Ben’s Original, Hero, Nectaflor, Pacojet, Saviva, Unilever Food Solutions

therma line

Free-zone Induction

• 4 Zonen, 16 verschiedene Leistungsstufen oder Temperatureinstellungen

• Jede Topfgrösse, überall einsetzbar (ab Ø 7 cm)

• Platzoptimierung mit Flexibilität

• Steigerung der Produktivität

• Schnelle und einfache Reinigung

kontraste sorgen gegarte CherryTomaten. Ein in Streifen geschnittenes Entrecôte vollendet das Gericht. Für mich muss gute Küche nicht kompliziert sein, sondern vor allem ehrlich, qualitativ hochwertig und mit Leidenschaft zubereitet. ANGELA HÜPPI

Transgourmet/Prodega

Das Unternehmen ist führend im Schweizer Belieferungs- und Abholgrosshandel. Kundinnen und Kunden aus Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschaftsverpflegung, Detailhandel und Gewerbe profitieren von 31 Abholmärkten sowie einer professionellen Belieferung.

Partner der Schweizer Junioren-Kochnational mannschaft: AMC International AG, Boiron, Emmi Food Service, Hug AG, Transgourmet/Prodega, Wiberg,

erfahren

Dominique Schoch ist
Sponsoring und
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Bäckerei

Jetzer

gewinnt die «Bäckerkrone 2026»

Handwerk, Regionalität und Unternehmergeist:

Damit überzeugte die Basler Bäckerei die Jury.

Die Auszeichnung «Bäckerkrone» wurde am 9. Juni in Bern verliehen. Sie wird vom Schweizerischen Hefeverband SHV gestiftet u nd gemeinsam mit dem Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband SBC vergeben. Sie ist m it 15 000 Franken dotiert. Gabriela Jetzer und Reinhold Messmer führen die Feinbäckerei und Konditorei Jetzer in dritter Ge-

neration. Sie haben den Familienbetrieb modernisiert und wirtschaftlich stabilisiert.

Jetzer setzt auf Schweizer Korn, sortenreine Mehle, handwerkliche Teigführung und einen über Jahre gepflegten Natursauerteig. Alte Knetmaschinen wurden mit moderner Steuerungstechnik ausgestattet. Digitale und technische Lösungen kommen dort zum Einsatz, wo sie E zienz und Prozesssicherheit unterstützen. «Wir wollen zeigen, dass Tradition lebendig bleibt, wenn man sie mit Neugier, Verantwortung und Freude weiterentwickelt», sind sich Gabriela Jetzer und

Stolz und glücklich: Gabriela Jetzer und Maxim Messmer. ZVG

Maxim Messmer einig. Mit der «Flotten Flotte» erschliesst Jetzer neue Absatzkanäle: Ka eemobil, fahrbarer Holzofen, mobiler Verkaufsladen sowie Glace- und Suppenwägeli bringen das Bäckerei-

handwerk zu den Menschen. Seit 2025 ergänzt der «Rhykönig», ein Schi für kulinarische Rundfahrten auf dem Rhein, das Angebot. Auch die Führungs- und Ausbildungskultur überzeugte die Jury. Lernende erhalten Einblick in Produktion und Verkauf und übernehmen früh Verantwortung. Nachhaltigkeit wird ebenfalls umgesetzt, etwa durch erneuerbare Energie, e ziente Prozesse und die Weitergabe von Retouren an soziale Einrichtungen. «Für die Jury ist die Feinbäckerei Jetzer ein Beispiel dafür, wie ein Familienbetrieb sein handwerkliches Erbe mit Haltung, Professionalität und Mut in die Zukunft führt», sagt Jurypräsidentin Nicole Emmenegger. Die Ehrenplätze gehen an die Grindelwald Bakery GmbH in Grindelwald/BE und an die Bäckerei Zuckerkuss GmbH in Islikon/TG. (ADE)

Das schönste Restaurant

Mehr Informationen unter: thealpinagstaad.ch

Das Restaurant Monti im Fünfsternehotel The Alpina Gstaad/ BE wurde mit dem Prix Versailles ausgezeichnet. Dieser würdigt Architektur, Innenarchitektur und Atmosphäre. Bei der Auszeichnung gehe es laut einer Mitteilung nicht hauptsächlich um die Küche des Restaurants, dennoch wurde sie erwähnt: Bei den italienisch inspirierten Gerichten stehe die Geselligkeit im Vordergrund. Die Architekten scha ten es laut den Juroren, alpine Motive modern zu übersetzen. Es überwiegen Holztöne, natürliche Oberflächen und lokales Handwerk. Neben den Teppichen werden die aus Bronze gewebten Raumtrenner hervorgehoben. (DOE)

Zwei neue Hotels am Euro-Airport

Der Flughafen Basel-Mulhouse erhält laut einer Mitteilung ein direkt am Terminal gelegenes Hotelangebot. Auf der Schweizer Seite entsteht ein Komplex mit zwei Hotels und insgesamt 140 Zimmern. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Die neuen Hotels von der KerHospitality-Gruppe werden den Passagieren, Airline-Crews sowie weiteren Reisenden künftig einen Aufenthalt unmittelbar am Flughafen ermöglichen. Insbesondere f ür früh abreisende oder spät ankommende Passagiere bedeutet das neue Angebot einen deutlichen Komfortgewinn. (DOE)

Lernende feiern ihren Abschluss

SCHLANKEN UNTER DEN WEDGES.

Die KADI Skinny Crispy Wedges überzeugen mit ihrer extra dünnen Schnittform und einer besonders knusprigen Textur. Der feine Knuspermantel sorgt für langanhaltende Wärme und zusätzliche Knusprigkeit. Bereits perfekt abgeschmeckt, bieten sie intensiven Geschmack und eignen sich ideal als vielseitiger Snack. So knusprig und lecker, dass man immer wieder zugreifen möchte. kadi.ch

Mehr Informationen unter: gastrograubuenden.ch

Rund 100 Absolventinnen und Absolventen einer Grundbildung in der Hotellerie, Gastronomie und Hauswirtschaft im Kanton Graubünden dürfen am 3. Juli, in der Arena Klosters/GR, ihre eidgenössisches Fähigkeitszeugnis entgegennehmen. Die Diplomübergabe w ird von Gastro Graubünden, Hotelleriesuisse Graubünden und der OdA Hauswirtschaft Graubünden organisiert. Die Feier würdigt die Leistungen junger Berufsleute, die mit ihrem Engagement und ihrer Ausbildung die Zukunft wichtiger Branchen mitgestalten. Die Ausbildung von qualifizierten Fachkräften hat für das Gastgewerbe eine zentrale Bedeutung. Die Zahl der Lehrverträge in gastgewerblichen Berufen im Kanton Graubünden stieg laut den Behörden innert zwei Jahren von 120 auf 170. Interessierte können sich bis zum 30. Juni unter: info@gastrogr.ch anmelden. (DOE)

G IULIO GHIRARDI
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Alles rund um den Landes-Gesamtarbeitsvertrag

Die Sozialpartner verhandeln derzeit einen neuen L-GAV. Was dahintersteckt, welche Rolle die Hotel & Gastro Union spielt und warum der Vertrag auch über das Gastgewerbe hinaus relevant ist: Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie in unserer Übersicht.

WAS IST EIN L-GAV?

Ein Landes-Gesamtarbeitsvertrag ist eine verbindliche Vereinbarung zwischen Arbeitnehmerund Arbeitgeberorganisationen einer Branche. Darin wird geregelt, unter welchen Mindestbedingungen gearbeitet wird. Der L-GAV Gastgewerbe ist der Gesamtarbeitsvertrag für die Hotellerie und Gastronomie in der Schweiz. Er gilt für über 280 000 Beschäftigte – vom Service über die Küche bis zur Hauswirtschaft und Réception. Er regelt Mindestlöhne, Arbeitszeiten, Ferien, Feiertage sowie die Lohnfortzahlung bei Krankheit oder Unfall. Zudem subventioniert er die Aus- und Weiterbildungen grosszügig.

WESHALB BETRIFFT DER

L-GAV ALLE BESCHÄFTIGTEN?

Ohne L-GAV gibt es keine verbindlichen Mindestlöhne und keine gesicherten Mindestarbeitsbedingungen. Das führt zu tieferen Löhnen, län geren Arbeitszeiten, weniger Sicherheit und mehr Willkür. Der L-GAV regelt Mindeststandards, schafft einklagbare Rechte und schützt vor Lohndumping.

WIE ENTSTEHT EIN L-GAV?

Er entsteht durch Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen. Die Arbeitgeberseite bringt die Interessen der Betriebe ein, die Arbeitnehmerseite – zum Beispiel die Hotel & Gastro Union – die Anliegen der Beschäftigten aus der Praxis. Dabei haben beide Seiten unterschiedliche Interessen. Am Ende braucht es eine Lösung, der beide Seiten zustimmen können. Kommt keine Einigung zustande, scheitern die Verhandlungen – ähnlich wie bei jeder anderen Verhandlung, bei der beide Parteien mit dem Ergebnis einverstanden sein müssen.

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WAS BEDEUTET, DER L-GAV IST ALLGEMEINVERBINDLICH?

Grundsätzlich verhandeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur für ihre Mitglieder. Damit der L-GAV für die ganze Branche gilt, kann der Bundesrat ihn auf gemeinsamen Antrag der Sozialpartner allgemeinverbindlich erklären. Das bedeutet: Der L-GAV gilt für alle Betriebe und Beschäftigten der Branche – unabhängig von einer Mitgliedschaft. Dafür setzt sich die HGU ein. Denn nur mit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung lassen sich Lohndumping verhindern, faire Wettbewerbsbedingungen sichern und alle Beschäftigten schützen. Ebenso wichtig ist, dass der L-GAV in den Betrieben korrekt umgesetzt und kontrolliert wird.

WELCHE ROLLE SPIELT DIE HOTEL & GASTRO UNION BEI DEN L-GAV-VERHANDLUNGEN?

Die Hotel & Gastro Union ist die wichtigste Verhandlungsführerin auf Arbeitnehmerseite – und das seit Bestehen des L-GAV. Grundsätzlich darf sie jedoch nur für ihre Mitglieder verhandeln. Je mehr Mitglieder sich der Hotel & Gastro Union anschliessen, desto stärker ist ihre Verhandlungskraft. So können positive Veränderungen in den Verhandlungen eher durchgesetzt werden.

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WARUM IST DER L-GAV AUCH AUSSERHALB DES GASTGEWERBES WICHTIG?

Er setzt Mindeststandards für Löhne, Arbeitszeiten, Ferien, Feiertage und Weiterbildung. Damit wirkt er als wichtiger Referenzrahmen – auch für Betriebe, Spitäler, Heime, Kantinen oder andere GAVs ausserhalb seines direkten Geltungsbereichs. Ein starker L-GAV verhindert Lohndumping, stärkt die Verhandlungsposition aller gastgewerblichen Mitarbeitenden und sorgt dafür, dass qualifizierte Arbeit fair anerkannt wird. Kurz: Der L-GAV schützt nicht nur DirektUnterstellte, sondern stabilisiert die Arbeitsbedingungen in allen Gastronomieberufen!

Noch nicht

Mitglied und mehr über die aktuelle Kampagne der HGU erfahren? Hier scannen:

L-GAV Eine Serie über Änderungen bei den Arbeitsb edingungen und Löhnen.

NACHHALTIGKEIT HAT VIELE GESICHTER UND FACETTEN

Am 5. Juni war Weltumwelttag. Er soll das globale Bewusstsein für Umweltschutz schärfen und zum aktiven Handeln anregen. In der Hospitality-Branche wird in Sachen Nachhaltigkeit bereits viel getan.

Schneebedeckte Berggipfel oder türkisblaues Meer mit Palmenstrand – Tourismus ist ein Industriezweig, der weltweit auf eine gesunde Umwelt angewiesen ist. Es müsste daher im Eigeninteresse von allen liegen, die direkt und indirekt vom Tourismus leben, der Umwelt sorge zu tragen. Um dieses Bewusstsein global zu wecken und zu schärfen, gibt es den internationalen Weltumwelttag. Er wurde am 5. Juni 1972 in Stockholm ins Leben gerufen. An diesem Tag fand in der Hauptstadt Schwedens der erste Weltumweltgipfel der Vereinten Nationen statt. Seit 1974 steht der World Environment Day der UNO jeweils unter einem Motto. 2026 lautet es «Climate Action». Ebenfalls jährlich wechselt das Gastgeberland, in welchem die UNOWeltumwelt tag-Hauptveranstaltung stattfindet. Dieses Jahr war Aserbaidschan der Gastgeber.

Eine Welt ist nicht genug

Zusätzlich zur Hauptversammlung finden weltweit Aktionen statt. Auch Schweizer Umweltorganisationen nutzen den Weltumwelttag, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Der WWF und das renommierte Gottlieb Duttweiler Institute wiesen darauf hin, dass die Schweiz bereits

«Jetzt ist die Zeit zum Handeln – für unsere Umwelt und unsere Zukunft.»

ANT Ó NIO GUTERRES, GENERALSEKRETÄR DER VEREINTEN NATIONEN

am 11. Mai den «Overshoot Day» erreicht hatte. Das bedeutet: Rechnerisch hat die Schweiz am 11. Mai ihr Jahresbudget an natürlichen Ressourcen aufgebraucht und lebt ökologisch den Rest des Jahres auf Kosten anderer Regionen und kommender Generationen. Der Overshoot Day wird vom Global Footprint Network berechnet. Dessen Daten zeigen: Die Schweiz liegt im Ländervergleich im oberen Drittel der Überverbraucher. Der globale Overshoot Day wird voraussichtlich um den 24. Juli herum sein. Was auch keine gute Nachricht ist. Sie bedeutet, dass die gesamte Menschheit wesentlich mehr Ressourcen verbraucht, als regenerierbar sind.

Schwarzer Peter Tourismus

Der Tourismus gilt als eine der umweltschädlichsten Branchen weltweit. Er verursacht acht bis zwölf Prozent der globalen Treib -

ANITA GSCHWIND

hausemissionen. Rund ein Viertel dieser klimaschädlichen Emissionen entstehen bei der An- und Abreise der Gäste. Weitere tourismusmotivierte Belastungen sind die Versiegelung von Landflächen durch den Bau von Unterkünften, Strassen, Flughäfen und Freizeitattraktionen, übermässiges Gästeau ommen (Overtourism) und erhöhter Verbrauch von Wasser, Strom und Lebensmitteln. Die tourismusbedingte Zunahme von Abfall und Abwasser belastet die Umwelt zusätzlich.

Massnahmen und neue Berufe

In der Schweiz ist man sich der Problematik schon länger bewusst und reagiert mit verschiedenen Programmen und Konzepten. Dies sowohl auf politischer Ebene wie auch branchen- oder auch betriebsintern (siehe Boxen).

Touristische Unternehmen, die umweltschonend handeln und nachhaltig wirtschaften, können mit durchdachten Massnahmen Ressourcen und damit auch Geld sparen. Zudem wirkt sich ihr Tun positiv auf das Image ihres Betriebes aus: als verantwortungsvolle Gastgeber, aber auch als zeitgemässe Arbeitgeber, die sinnstiftende Jobs anbieten. RICCARDA FREI

« DIE SCHEUKLAPPEN ÖFFNEN»

Anita Gschwind, das unabhängige Nachhaltigkeitslabel Ibex Fairstay gibt es seit über 25 Jahren. Wie ist der Stand der Dinge? Aktuell sind 150 Betriebe mit Ibex Fairstay zertifiziert, 20 weitere sind auf dem Weg dahin. Die Nachfrage nach Zertifizierung hat sich auf konstantem Niveau eingependelt. Wir spüren, dass Digitalisierung, Fachkräftemangel und geopolitische Lage die Branche beschäftigen und Nachhaltigkeit etwas aus dem Blick gerät. Betriebe, die Wert auf langfristige Qualität legen, interessieren sind aber weiterhin für ein Tool, welches sie auf dem Weg zur Nachhaltigkeit begleitet und durch ihren ganzen Betrieb führt.

Und das macht Ibex Fairstay?

Ja, wir sind eine neutrale Stelle, die hilft, Management und Mitarbeitende zu sensibilisieren, Scheuklappen zu ö nen und hinzuschauen. Gemeinsam durchleuchten wir den ganzen B etrieb, um herauszufinden, wo und wie er nachhaltiger sein kann. Dazu

erfragen wir zum Beispiel auch Krankheits- sowie Unfalltage und schauen uns die Angebotsgestaltung –vom Einkauf über Menügestaltung bis zu Lebensmittelresten – genau an. Über Foodsafe wird viel geredet, aber nur mit genauem Messen und Hoch-

Anita Gschwind ist bei Ibex Fairstay Ansprechperson für Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze und Hostels, ihre Kollegin Monika Reinau für die Gastronomie.

rechnen der Kosten wird ins Verständnis gebracht, wie viel Geld ein B etrieb spart oder wortwörtlich wegwirft. Gemäss einer United-againstWaste-Studie betragen die Vollkosten für ein Kilo Lebensmittelabfall nämlich 24 Franken.

Was macht die Branche gut und wo gibt es Nachholbedarf? Nachhaltigkeit wird in vielen Betrieben gut gelebt. Sie kann aber oft nicht kommuniziert werden, weil sie ohne Zertifizierung nicht nachweisbar ist.

Oft werden die Massnahmen kaum kontrolliert und die Ergebnisse gemessen. Das ist aber nötig, damit man sieht, ob und wie sie greifen.

Wie lange dauert der Ibex-Fairstay-Zertifizierungsprozess? In der Regel fünf bis acht Monate.

Wer darf sich gerade über eine Zertifizierung freuen?

Neu zertifiziert sind die Casa Santo Stefano in Miglieglia/TI sowie sieben Restaurants der Segmüller Collection in Zürich. Rezertifiziert wurde das Hotel Gaia in Basel. (RIF)

Ibex Fairstay

Neben Beherbergungsbetrieben können sich seit 2025 auch Individual- und Gemeinschaftsgastronomie-Betriebe zertifizieren lassen. Die Auszeichnung ist anerkannt für «Swisstainable Level III – leading». ibexfairstay.ch

Die UNO hat auch einen internationalen Tag der nachhaltigen Gastronomie proklamiert. Dieser ist jeweils am 18. J uni. Infos dazu gibt es unter fao.org. UNSPLASH

Gemeinschaftsgastronomie

AUF DEM WEG ZU NETTO-NULL

Schon seit Jahren beschäftigt sich die SV Group intensiv mit den verschiedenen Facetten der Nachhaltigkeit. Das Gastronomie- und Hotelmanagement-Unternehmen mit S itz in Dübendorf betreibt rund 500 Betriebe und beschäftigt gegen 5500 Mitarbeitende. Nun hat das Unternehmen erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, der alle Aktivitäten aus der gesamten Gruppe enthält und sich an den European Sustainability Reporting Standards ESRS orientiert. Der Bericht macht Entwicklungen und Herausforderungen in den Bereichen Ernährung, Energie, Kreislaufwirtschaft und soziale Verantwortung t ransparent. Unter anderem geht aus dem SV-Nachhaltigkeitsbericht hervor, dass der Lebensmittelabfall

pro Hauptmahlzeit seit 2006 um rund 40 Prozent gesenkt wurde. Umweltwirkung pro Gericht Zudem achtet das Unternehmen auf klimafreundliche Angebote. So waren 2025 in der Gemeinschaftsgastronomie über 60 Prozent der Speisen fleischlos. Kommt Fleisch auf den Teller, stammen 76 Prozent davon aus IP-Suisse-Betrieben. Und der Fisch kommt sogar zu 99,5 Prozent aus Quellen, die der WWF empfehlenswert oder akzeptabel findet. Damit Gäste wissen, wie umweltfreundlich ein Menü ist, setzt SV das Menüorientierungssystem Eco-Score ein. Zusätzlich verfolgt SV wissenschaftsbasierte Klimaziele, um langfristig Netto-Null zu sein. impact.sv-group.com/de

Nachhaltige Kulinarik RESSOURCENORIENTIERT KOCHEN

Dass Überproduktion und Lebensmittelwegwerfen nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel schaden, dürfte inzwischen wohl jedem bekannt sein. Nachhaltige Kulinarik beginnt daher bereits bei der Menüplanung und beim Wareneinkauf. Ein starkes Zeichen setzt diesbezüglich Novotel. Vor zwei Jahren startete die Hotelkette eine Partnerschaft mit WWF Frankreich. Seither haben 41 Prozent der Novotel-Hotels im Einklang mit den WWF Sustainable Seafood Principles mehr als 350 gefährdete Fisch- und Meeresfrüchtearten von ihren Speisekarten gestrichen. Zudem setzt sich die Hotelkette für die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette bei Fischen und M eeresfrüchten ein und hat bereits mehr als 1600 Köche und Köchin -

nen ein WWF-Seafood-Training absolvieren lassen.

80 Prozent Regionalprodukte Man muss kein internationaler Grosskonzern sein, um nachhaltig zu kochen. Das beweist Oliver Thialer in de r «Chasa Chalavaina» im Münstertal/GR. Der Küchenchef des historischen Hotels des Jahres 2024 bezieht 80 Prozent der Zutaten, die er verwendet, von Produzenten aus der Region. Das Münstertal sei ein Mikrokosmos mit einer unverbrauchten, wertvollen Erde. «Es ist der Boden, der für die Aromenfülle sorgt», sagt Oliver Thialer. Für ein Gericht seiner Terroir-Küche setzt der Südtiroler drei, höchstens vier Komponenten in Szene. hotelchalavaina.ch

Spa, Sport und Wellness

DIE EFFEKTE VERLÄNGERN

Immer öfter buchen Gäste Auszeiten, in denen sie sich ihrem körperlichen und mentalen Wohlbefinden widmen. Das Romantik-Hotel Schweizerhof in Flims beispielsweise bietet ganzheitliche Programm an: von A wie Achtsamkeit bis Z wie Zen. Es führt auch seit über 15 Jahren Yoga-Retreats durch, und die Co-Direktorin Sandra Schmidt ist ausgebildete Meditations- und Achtsamkeitstrainerin. Damit der Wohlfühle ekt nicht mit der Heimreise verpufft, gibt es Hotels, die Pflegeprodukte, aber auch Nachbetreuung wie Telefon- oder Videocoachings für Zuhause anbieten.

Nachbetreuung als Care-Paket

Ein Angebot, das in der Schweiz gerade lanciert wird, sind die Take-

Care-Pakete der Good-Life-Online-Akademie von Silke Sieben. Die deutsche Psychologin mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie, hat ganzheitliche, digitale Self-Care-Begleitprogramme für Gäste entwickelt. Damit können Hotels ihren Gästen ohne zusätzlichen Zeit-, Infrastruktur- und Personalaufwand eine bis zu zwölfmonatige Begleitung und Nachbetreuung anbieten. Dadurch entsteht eine tiefere, nachhaltige Gästebindung über den eigentlichen Hotelaufenthalt hinaus. Hotels können die TakeCare-Pakete den Gästen entweder als individuell buchbare Zusatzprodukt (Up-Selling) anbieten oder sie in die bestehende Wellness- und Healthpauschalen inkludieren. silkesieben.de

Wissensaufbau und -vermittlung KOMPETENT NACHHALTIG

Seit 2022 ist das Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit Kona die zentrale Anlauf- und Vermittlungsstelle für Anliegen im Bereich des nachhaltigen Tourismus in der Schweiz. D as Kona fördert entsprechende Entwicklungen entlang der gesamten touristischen Wertschöpfungskette, bündelt Ressourcen, unterstützt den Wissensaufbau und -transfer und misst die Wirkung der getroffenen Massnahmen.

Neue Toolbox zur Stärkung der Tourismusakzeptanz Der Tourismus bringt einer Destination Mehrwert, kann aber auch den Alltag der lokalen Bevölkerung belasten. Damit das Zusammenspiel zwischen Gästen und Einheimischen nachhaltig gelingt, braucht es ein

bewusstes, respektvolles Miteinander. Eine neue Toolbox mit sechs Modulen, Good-Practice-Beispielen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen soll Destinationen und touristischen Leistungsträgern als Inspiration dienen, das Thema Tourismusakzeptanz in ihrem Umfeld systematisch zu bearbeiten. Erarbeitet wurde die Toolbox von der Regional Tourism Alliance RTA, Schweiz Tourismus, dem S chweizer Tourismus-Verband STV sowie der Hochschule Luzern HSLU. Die Toolbox ist kostenlos verfügbar. Auf der Webseite des STV in der Rubrik Nachhaltigkeit gibt es den Bereich Sustainable Tourism Network. Dort werden die Toolbox und i hre Verwendungsmöglichkeiten in einer Videopräsentation vorgestellt. stv-fst.ch/nachhaltigkeit

Swisstainable-Destinationen

BEFASST, ENGAGIERT, FÜHREND

Nicht nur Betriebe können nachhaltig agieren und sich zertifizieren lassen, sondern auch ganze Tourismusdestinationen. Das Nachhaltigkeitsprogramm Swisstainable zeichnet neben Hotels, Restaurants, Bergbahnen und anderen Leistungsträgern auch Ferienregionen aus. Das Label «Swisstainable Destination» baut auf dem Swisstainable-Basisprogramm für Betriebe auf und ist, wie dieses, dreistufig. Die Stufen heissen «Level I – committed», «Level II – engaged» und «Level III – leading».

Drei auf Level zwei Erst vor kurzem sind die Destinationen Davos-Klosters/GR und SaasFee/VS mit dem Label «Swisstainable Level II – engaged» ausgezeich -

net worden. Bereits im Januar konnte sich Zug Tourismus über das Erreichen dieser Zertifizierungsstufe freuen. Joel de Buren, Leiter Marketing und Nachhaltigkeitsverantwortlicher bei Zug Tourismus, betonte damals: «Dieser Schritt war für uns ein wichtiger und lehrreicher Meilenstein. Diesen Weg möchten wir konsequent weitergehen, weitere Projekte realisieren und die Destination verantwortungsvoll und zukunftsorientiert weiterentwickeln.»

In Sachen Nachhaltigkeit als führend bezeichnen, dürfen sich in alphabetischer Folge die «Level III – leading»Tourismusdestinationen Basel, Biosfera Val Müstair, Engadin Scuol Zernez, Gstaad, Surselva, Unesco Biosphäre Entlebuch und Zürich. swisstainable.ch

Kommunikation

EHRLICHE WETTBEWERBSVORTEILE

«Wie wird Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil ohne Greenwashing?» Diese Frage wird am dritten Netzwerktag «Graubünda wiitsichtig», am 25. August, geklärt. Eines ist jetzt schon klar: Damit Nachh altigkeit kein leeres Versprechen ist, braucht es Authentizität, Transparenz und einen ganzheitlichen Kommunikationsansatz. Dieser wird am Netzwerktag in einem Workshop vertieft. Mit dem KI-Tool Verdai werden dann die Erkenntnisse aus dem Workshop direkt umsetzbar gemacht. Zudem wird die Nachhaltigkeitskommunikation auf ihre Glaubwürdigkeit, Marketingtauglichkeit und Regelkonformität überprüft. Ergänzend dazu wird exklusiv eine Studie mit Erkenntnissen zu anony -

misierten Daten vorgestellt. Diese wurden mit dem KI-Tool Verdai gesammelt und aufbereitet. Verdai ist ein Werkzeug zur Überprüfung von Nachhaltigkeitsaussagen im Tour ismus. Es hilft Unternehmen, ihre «Green Claims» transparent, nachvollziehbar und regelkonform zu gestalten, was sie vor Greenwashing-Risiken schützt.

Kostenloses Webinar Bereits am 18. Juni, um 10 Uhr, wird in einem Live-Webinar gezeigt, wie Verdai funktioniert und wie sich damit Nachhaltigkeitskommunikation optimieren lässt. Die Teilnahme ist kostenlos, aber verbindlich. Die Plätze sind begrenzt, daher ist eine Anmeldung bis 17. Juni erforderlich. graubuenden.ch

«Nachhaltigkeit» berichtet in loser Folge über innovativen Umweltschutz in der Branche

Mehr

Die Beiträge auf den Produktseiten w erden von Jörg Ruppelt zusammengestellt und redigiert. joerg.ruppelt@ hotelleriegastronomie.ch

Messer für den präzisen Schnitt

Scharfe Messer sind das Herzstück jeder Küche. Mit den Kochmessern von Victorinox wird jeder Schnitt präzise, e zient und mühelos. Die perfekt ausbalancierten Messer überzeugen durch aussergewöhnliche Schärfe, langlebige Materialien und Design. Ob Kochmesser, Tranchiermesser oder kompletter Messerblock: Victorinox bietet Lösungen für Köchinnen und Köche, die Wert auf Qualität, Ergonomie und Zuverlässigkeit legen. Dank m inimalem Pflegeaufwand und robuster Verarbeitung bleiben die Messer auch bei intensivem Gebrauch jederzeit einsatzbereit. Mit Victorinox wird jedes Messer zum präzisen Werkzeug für Küchen-Höchstleistungen. victorinox.ch

Whisky aus dem Madeira-Fass

Modernste Glasduschen können bei Glas Reinhard in Rothenburg/LU besichtigt werden.

Mit dem neuen «Cask Exploration Madeira» erweitert Säntis Malt seine Reihe an Spezialabfüllungen um eine weitere Kreation. Die Kombination aus der traditionellen Reifung in historischen Bierfässern und dem veredelnden Madeira-Finish verleiht dieser Whisky-Edition ihren besonderen Charakter. Würzige, nussige und fruchtige Nuancen verschmelzen mit feinen Holznoten und einer dezenten Süsse zu einem vielschichtigen Genusserlebnis. Der «Cask Exploration Madeira» präsentiert sich in einem tiefen Bernsteinton. Dunkler Waldhonig, Vanille und To ee in der Nase verbinden sich mit würzigen und nussigen Akzenten sowie feiner Holzwürze zu einem eleganten Gesamtbild. saentismalt.ch

Die Fussball-WM braucht Würze

Für Caterer, Gastronomen und alle, die beim Public Viewing punkten wollen, hält Wiberg die passenden Produkte bereit. Ob Currywurst, BBQ-Klassiker oder knusprige Pommes frites: Wiberg liefert die perfekte Gewürzaufstellung. Zum Beispiel das Pommes-frites-Gewürzsalz. Es verleiht der Beilage eine dezent-würzige Note nach Paprika, Zwiebel und Knoblauch. Vegan, glutenfrei, laktosefrei und direkt nach dem Frittieren aufgestreut, ist das Gewürz ein echter Volltre er. Weitere Produkte sind die rauchig-fruchtige BBQ-Sauce für Spare Ribs, Steaks und Burger sowie «Avocado & Bowl», eine Mischung aus Meersalz, schwarzem Sesam, Chili und Limettenaroma. wiberg.ch

Glasduschen nach Mass

Glas Reinhard aus Rothenburg/ LU setzt bei Glasduschen auf modernste Oberflächen, Beschichtungen und vielfältige Designoptionen. Neue Trendfarben bei Beschlägen – etwa G old, Bronze, Kupfer oder Graphitgrau – erö nen viele Möglichkeiten bei der Badgestaltung. Auch bei den Glasarten gibt es eine grosse Auswahl – von transparentem Glas bis zu satinierten Varianten. Individuelle Duschrückwände aus Glas scha en zusätzliche Gestaltungsfreiheit. Diese können farbig lackiert oder mit Digitaldruck umgesetzt werden, beispielsweise mit Marmoroptik, u nd Strukturen. Die grossflächigen Glasrückwände wirken modern, nahezu fugenlos und sind besonders pflegeleicht. glasreinhard.ch

Möhl macht

Müde munter

Mit «Shorley Reload» bringt Möhl eine Variante auf den Markt, die erfrischt und den Körper gezielt unterstützt. Passugger Mineralwasser tri t auf 100 Prozent reinen Fruchtsaft aus Schweizer Äpfeln und Pink Grapefruit. Ohne zugesetzte Süssungsmittel, dafür mineralisiert mit Magnesium und Zink. Die isotonische Rezeptur unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme und liefert dem Körper genau das, was er für Bewegung braucht. Magnesium trägt zur Muskelfunktion und zum Elektrolytgleichgewicht bei, während Zink das Immunsystem u nterstützt. Mit dem neuen «Reload» reagiert die Mosterei Möhl auf ein wachsendes Bedürfnis nach Getränken, die das Wohlbefinden fördern. moehl.ch

Zum Anpfiff ein Schluck Red Ale

Die Brauerei Locher erweitert ihre Craftbier-Serie mit einer WM-Edition: das American Red Ale. «Damit präsentieren wir ein limitiertes Sommerbier, das perfekt zur Fussball-WM passt», sagt Aurèle Meyer, Geschäftsleiter der Brauerei Locher. «Dieser fruchtige Single Batch schimmert rot im Glas und überrascht mit einem vollmundigen Geschmack.» Mit seinen harmonischen Karamellund Röstaromen, feinen Zitrusnoten und einer ausgewogenen Hopfenbittere beweist das «Locher Craft – No. 9 American Red Ale» mehr Komplexität als ein klassisches Pale Ale, zeigt aber weniger Bitterkeit und Alkohol als viele IPAs. Ob zum Grillfest oder Apéro vor dem Anpfi : Das American Red Ale passt immer. appenzellerbier.ch

Bewahren, vereinfachen und digitalisieren

Silvan Heeb hat im Januar das Hotel

Säntis in A ppenzell/ AI in fünfter Generation übernommen.

Auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell versammeln sich jeweils am letzten Sonntag im April die Stimmberechtigten. An diesem Tag haben die Hoteliersfamilie Heeb und ihre Mitarbeitenden besonders viel zu tun, denn das Hotel Säntis befindet sich direkt an diesem Platz. «Meine Geschwister arbeiten zwar nicht im Gastgewerbe, aber am Landsgemeindetag packen sie im Betrieb auch immer mit an», sagt Silvan Heeb. Er ist der älteste Sohn von Catriona und Stefan Heeb-Paton. Sie führten den Familienbetrieb über dreissig Jahre lang und arbeiten nun unter ihrem Sohn im Unternehmen weiter mit.

Wandel ist Teil des Konzepts

Silvan Heebs Ur-Ur-Grossvater kaufte 1919 den Gasthof Säntis. 1925 übernahm dessen Sohn Josef Anton Heeb den Gasthof. Da er gleichzeitig einen Bauernhof betrieb, konnte er im «Säntis» selbst während des Zweiten Weltkriegs den Gästen Braten servieren. Heute dient das ehemalige Bauernhaus als Mitarbeiterhaus. Traditionelle Fleischgerichte wie die Appenzeller Siedwurst, Zürcher Geschnetzeltes oder Leberli werden nach wie vor aufgetischt.

1960 kam mit Josef Anton Junior die dritte Heeb-Generation a ns Ruder. Er baute den Gasthof in ein Hotel um und renovierte es 1980. Dreizehn Jahre später übernahmen Silvan Heebs Eltern den Betrieb. Sie bauten ihn ebenfalls mehrmals um und erweiterten ihn durch den Kauf des Nebengebäudes sowie der beiden Hotels Hecht und Löwen. Beide sind keine zwei Minuten zu Fuss vom «Säntis» entfernt.

Auch Silvan Heeb hat bereits umgebaut: jedoch nicht am Gebäude, sondern am Online-Auftritt und den Arbeitsabläufen seiner kleinen Hotelgruppe. Dabei k amen ihm sein Wissen aus dem BWL-Studium an der Universität St. Gallen HSG und sein Abschluss als Hotelier-Gastronom HF mit

Silvan Heeb ist Inhaber und Direktor der drei Hotels Säntis, Hecht und Löwen in Appenzell/AI. Er kombiniert Digitalisierung mit traditioneller Gastfreundschaft.

Bestnote an der Hotelfachschule Belvoirpark in Zürich gelegen. Silvan Heeb hat ein zeitgemässes K assen- und Property Management System PMS, Gutscheintool- und Stundenerfassungssystem eingeführt sowie eine neue Website erstellt. Das unter dem

«Beim Thema Digitalisierung bin ich kompromisslos.»

SILVAN HEEB, HOTELIER

Blickwinkel, die drei Hotels wie einen einzigen Betrieb zu führen. «Das Housekeeping ist seit längerem für alle drei Hotels zuständig und die Küche im ‹Säntis› bereitet Frühstück und Seminarverpflegung für die beiden Garni-Hotels vor», erklärt der Hoteldirektor. Trotz der Neuerungen will Silvan Heeb eines unbedingt beibehal-

«Familien sache» ist ein Gegenpol zu kurzlebigen Pop-ups. Hier werden seit Generationen bestehende Familien be triebe vorgestellt.

Bernhard

Heusler

Präsident

Bernhard Heusler folgt als Präsident von Basel Tourismus auf Carlo Conti. Die Mitgliederversammlung wählte den promovierten Juristen an die Spitze der Tourismusorganisation. Carlo Conti scheidet nach Erreichen der statutarischen Altersgrenze aus dem Vorstand aus.

Gessée Chartré

Verantwortliche Nordamerika

Schweiz Tourismus ST hat

Daniela Chiani zur neuen Verantwortlichen für den Markt Nordamerika ernannt. Die Zentralschweizerin übernimmt ab November die Leitung der ST-Vertretung in New York und zeichnet für die Niederlassungen in New York, Los Angeles und Toronto verantwortlich.

Deborah Gröble

ten: die traditionelle Gast f reundschaft seiner Vorfahren.

Nicht vererbt, sondern verkauft Während jede Heeb-Generation auf-, an- oder umbaute und Neues einführte, blieb eines gleich: Der Nachfolger kaufte seinem Vorfahren den Betrieb immer ab. Dadurch grenzte sich jede Generation deutlich von der vorhergehenden ab. «Wir sind für klare Verhältnisse. Wer den Betrieb übernimmt, trägt die ganze Verantwortung und das unternehmerische Risiko. Im Gegenzug soll er aber auch alle Vorteile davon haben», begründet Silvan Heeb diese Familientradition. Er selbst sei froh, als geschäftsführender Inhaber alleine entscheiden und gleichzeitig doch noch auf die Erfahrung seiner Eltern zurückgreifen zu können. «Mein grösster Vorteil ist, dass ich von ihnen viele gute, langjährige und loyale Mitarbeitende übernehmen durfte. Ohne diese wäre ich aufgeschmissen.» RICCARDA FREI

Appenzeller-Hotels

Hotel Säntis **** Mit Restaurant und Bankettsälen ist es das Stammhaus der kleinen Hotelgruppe.

Hotel Hecht *** Das Garni-Hotel ist quasi das Seminarhaus der Gruppe.

Hotel Löwen*** Auch der «Löwen» ist ein Garni-Hotel. Im Gegensatz zu «Säntis» und «Hecht» ist er nur im Sommer geöffnet.

unter: appenzeller-hotels.ch

Mehr Informationen

Director Sales & Marketing Mit Gessée Chartré gewinnt Hyatt am Flughafen Zürich eine international erfahrene Führungspersönlichkeit. In ihrer neuen Funktion als Cluster Director of Sales & Marketing verantwortet sie die kommerzielle Ausrichtung der beiden Hyatt Hotels sowie des Convention Centers.

Manuel

Tumler

Executive Chef

Manuel Tumler ist neuer Executive Chef im Tschuggen Grand Hotel in Arosa/GR. Der langjährige Mitarbeiter der Tschuggen Collection tritt die Nachfolge von Uwe Seegert an, der während 15 Jahren die Kulinarik des Tschuggen Grand Hotels geprägt hat.

Geschäftsleiterin

Deborah Gröble übernimmt erneut die Leitung von Silvaplana Tourismus. Sie hat die Organisation bereits von 2019 bis 2023 geführt. Sie folgt auf Gian Paul Scarpatetti, der sich selbständig gemacht hat. Er bleibt Silvaplana Tourismus aber verbunden und übernimmt projektbezogene Aufgaben.

General Manager

Marc Epper ist seit Anfang Juni General Manager des Hotels Park Hyatt Zürich. Zuletzt leitete er das Hotel Mandarin Oriental in München (DE). Mit seiner Erfahrung in der internationalen Spitzenhotellerie soll er die Position des Zürcher Luxushotels weiter stärken.

Schreiben Sie uns!

Wir freuen uns über Inputs, Lob, Ideen und natürlich auch Kritik.

Das malerische Hotel Säntis ist seit 1919 im Besitz der Familie Heeb. BILDER: ZVG

Mehr Rente, weniger Sorgen: Vorsorge aktiv gestalten mit Gastrosocial

Wer die Altersvorsorge frühzeitig geplant und Vorsorgelücken geschlossen hat, kann entspannt in Pension gehen und sie geniessen.

Die Altersvorsorge rückt im hektischen Gastgewerbealltag oft in den Hintergrund. Dabei ist sie eine echte Chance, für Mitarbeitende wie für Betriebe.

Flexibilität, hohe Einsatzbereitschaft und ein lebendiges Arbeitsumfeld machen das Gastgewerbe aus. Das Angehen von Themen wie Altersvorsorge bleibt im hektischen Alltag oft liegen und wird auf später verschoben. Dabei geht vergessen: Wer sich heute mit Altersvorsorge beschäftigt, scha t sich mehr Möglichkeiten und finanzielle Sicherheit für morgen. Gerade jetzt lohnt sich ein vorsorglicher Blick auf die Zukunft: Die Rahmenbedingungen für die Altersvorsorge entwickeln sich und erö nen neue Perspektiven.

Bessere Verzinsung als vom Gesetz vorgeschrieben

Für die spätere Rente ist ein Punkt besonders wichtig: der Zins auf dem angesparten Geld. Und genau hier lohnt sich eine starke Partnerin wie Gastrosocial. Denn die Altersguthaben werden in der Regel besser verzinst als gesetzlich vorgeschrieben. Das bedeutet für die Gastrosocial-Kundinnen und -Kunden: Ihr Geld vermehrt sich

schneller. Schon kleine Unterschiede beim Zins machen über d ie Jahre hinweg viel aus. Dank des sogenannten Zinseszinse ektes wächst das Vorsorgekapital i mmer mehr. So entsteht Schritt für Schritt ein grösseres Polster für den Lebensabschnitt nach der Pensionierung. Die Angebote und Dienstleistungen von Gastrosocial sind seit Beginn speziell auf die Bedürfnisse des Gastgewerbes zugeschnitten. Das hat den Vorteil, dass die Vorsorgelösungen zur Realität in der Branche passen. Dies auch bei Teilzeit- und Saisonar-

Ein Punkt ist besonders wichtig: der Zins auf dem angesparten Geld.

beit oder auch bei mehreren Jobs.

F ür Betriebe und Mitarbeitende bedeutet das vor allem eines: mehr Sicherheit und bessere Perspektiven fürs Alter.

Lücken erkennen, Chancen nutzen

Die AHV und Pensionskasse reichen im Alter oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Zusammen decken sie

im Schnitt nur rund 60 Prozent des letzten Lohns ab. Die entstandene Di erenz nennt man Vorsorgelücke. Gerade in der Gastronomie entstehen solche Lücken schnell: bei Teilzeitarbeit, Arbeitspausen oder mehreren Jobs. Die gute Nachricht: Dagegen lässt sich etwas tun. Gastrosocial rät: «Überprüfen Sie regelmässig,

ob Ihre AHV-Beiträge einbezahlt wurden, indem Sie einen AHVKontoauszug bestellen. Studieren Sie Ihren Vorsorgeausweis der Pensionskasse. Und sparen Sie, wenn möglich, zusätzlich. Zum Beispiel indem Sie in die Säule 3a einbezahlen.» Wichtig sei vor allem: Früh damit anfangen! Wer seine Vorsorge im Blick hat, kann Mehr Informationen unter:

bestehende Lücken rechtzeitig erkennen, schliessen und somit für mehr Sicherheit im Alter sorgen. Pensionierung frühzeitig planen

Bei der ordentlichen Pensionierung stehen verschiedene Wege o en: die vorzeitige Pensionierung, die schrittweise Pensionierung oder die aufgeschobene Pensionierung. Bereits einige Jahre vor der Pensionierung lohnt es sich, folgende Fragen zu klären: Wann möchte ich au ören zu arbeiten? Wie viel Geld brauche ich nach der Pensionierung? Welche Pensionslösung passt zu mir und meinem Lebensstil? Je früher man sich damit beschäftigt, desto mehr Spielraum hat man. Auch neue Entwicklungen sollten in die Überlegungen einbezogen werden. Beispielsweise

Je früher man sich um die Altersvorsorge kümmert, desto besser.

dass alle Pensionierten ab Dezember 2026 eine 13. AHV-Rente erhalten werden. Diese zusätzliche Monatsrente stärkt die finanzielle Situation im Alter spürbar. Vorsorge als Chance für Betriebe Für Unternehmer im Gastgewerbe ist eine gute berufliche Altersvorsorge für ihre Mitarbeitenden längst mehr als bloss Pflicht. Sie bietet ihnen die Möglichkeit, ihren Ruf als umsichtiger Arbeitgeber zu untermauern und hilft ihnen im Weiteren, Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden, Sicherheit und Vertrauen im Team z u stärken und den Betrieb langfristig stabil aufzustellen. Gerade i n einer Branche mit hoher Dynamik wie dem Gastgewerbe ist der Ruf, ein guter Arbeitgeber zu sein, ein immer entscheidenderer Erfolgsfaktor.

Mit Zuversicht in die Zukunft

Die Altersvorsorge in der Schweiz ist und bleibt im Wandel. Das ist herausfordernd, erö net gleichzeitig aber neue Chancen. Für das Gastgewerbe bedeutet das vor allem eines: aktiv bleiben und die Potenziale nutzen. Eine gut geplante Vorsorge verringert nicht nur die Sorgen. Sie scha t auch grössere finanzielle Sicherheit sowie mehr Freiheit und bessere Perspektiven. GASTROSOCIAL/RIF

Vorsorgelücken

Alles, was man über das Entstehen, Erkennen und B eheben von Vorsorgelücken wissen muss, wird online erklärt unter: gastrosocial.ch/ vorsorgeluecken-vermeiden

DIE TEUERSTE WEITERBILDUNG

Früher mussten junge Menschen, die einen Beruf erlernen wollten, ihrem Ausbildner das sogenannte Lehrgeld bezahlen. Noch heute ist Wissen ein wertvolles Gut und eine lohnende Investition.

John F. Kennedy, 35. P räsident der USA, sagte einmal: «Bildung ist die beste Investition, die wir in die Zukunft unserer Kinder machen können.» Die Aussage ist noch immer aktuell, sollte aber auch auf Erwachsene ausgedehnt werden. Die Lernwilligen im Gastgewerbe haben den grossen Vorteil, dass viele Weiterbildungsangebote durch den Bund und den L andes-Gesamtarbeitsvertrag stark subventioniert werden. Das bedeutet unter anderem, dass Gastgewerbler eidgenössische Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen zu einem reduzierten

Preis absolvieren können. So bezahlt jemand, der beispielsweise die Höhere Fachprüfung Küchenchef/Küchenchefin, Leiter/Leiterin Restauration oder HotellerieHauswirtschaft machen möchte lediglich 6816 Franken statt der 13 060 Franken, die der Lehrgang eigentlich kostet. Zurzeit werden über 30 gastgewerbliche Lehrgänge durch den L-GAV subventioniert. Die Palette reicht vom berufsspezifischen Sprachkurs über fachliche Basiskurse und Weiterbildungslehrgänge bis zum Nachdiplomstudium. Als Investition in die Zukunft darf auch der Besuch einer

Schweizer Hotelfachschule bezeichnet werden.

Wissen und Kontakte sammeln

Die EHL Hospitality Business School, früher École hôtelière de Lausanne/VD, wurde 1893 als Erste gegründet. Sie ist die älteste Hotelfachschule der Welt und soll gemäss Online-Recherche auch die teuerste sein. Die Gesamtkosten für das vierjährige Studium «Bachelor of Science in International Hospitality Management» betragen für internationale Studierende etwa 170 000 Franken. Einer anderen Quelle nach ist das

Glion Institute of Higher Education in Glion/VD noch teurer. Die Studiengebühren für die Lehrgänge «Bachelor of Science in International Hospitality Business» oder «Bachelor of Science in Luxury Business» belaufen sich auf 196 900 Franken. Hinzu kommen noch Lebenshaltungskosten von etwa 35 000 Franken.

Die Bildungsstätten sind nicht nur die teuersten, sondern auch die besten Hotelfachschulen der Welt. Das finden jedenfalls die britischen Bildungsanalysten von QS Quacquarelli Symonds. Sie veröffentlichen seit 2004 regelmässig das international bekannteste

und meistgenutzte Hochschulranking. Im «QS World University Ranking» wurde die EHL bereits mehrfach – 2026 das vierte Jahr in Folge – als weltweit beste Hochschule für Hotel- und Freizeitmanagement ausgezeichnet. Glion belegt den dritten Platz. Gerade ausländische Eltern sehen das Bezahlen des hohen Schulgeldes als Investition in die Zukunft ihrer Kinder. Diese erwerben nämlich nicht nur Wissen und Renommee, sondern knüpfen an diesen Bildungsinstitutionen auch wichtige Kontakte für ihre Karriere. Und die sind bekanntlich unbezahlbar. RICCARDA FREI

Wein-Pairing zwischen Kunst und Wissenschaft

Er gewann alle SommelierWettbewerbe und arbeitete in der Top-Gastronomie. Nun gibt Aldo Sohm sein Wissen bekömmlich aufbereitet weiter.

Der Österreicher Aldo Sohm hat Wein mit wissenschaftlicher Präzision analysiert. Als Erstes klassierte er alle Arten von Wein in die Gewichtsklassen «leicht & spritzig», «mittelschwer & ausdrucksstark», «körperreich & komplex» sowie «kraftvoll & konzentriert».

Zu jedem Gewicht gibt Aldo Sohm Beispiele zu Rebsorten und Speisen, die er gerne dazu kombiniert. Im zweiten Teil geht es um das Gewicht von Speisen. Dabei legt der Sommelier und Autor den Fokus auf die Elemente des Geschmacks wie fettig, süss, sauer, salzig, bitter oder umami. Fett in Speisen ist wie der Alkohol im Wein. Er macht das Gericht schwer oder eben «kraftvoll & konzentriert». In diesem Kapitel ist auch die Rede davon, was die Elemente des Geschmacks mit Wein machen. Um bei Fett zu bleiben: Dieses absorbiert Tannine und bittere Noten des Weins. Das erklärt,

weshalb Franzosen zu buttrigen Gerichten einen Bordeaux servieren und Italiener zu mit viel Olivenöl zubereiteten Speisen Chianti trinken. Fett mildert die Kraft des Alkohols. Auf der anderen Seite löst die Wein- und Apfelsäure im Wein das Fett auf und lässt das Essen leichter erscheinen. Diese Wechselwirkung hat Aldo Sohm bei allen Elementen des Geschmacks untersucht. «Man kann ein Gericht nicht erfolgreich mit einem Wein kombinieren, wenn man es nicht versteht», sagt Aldo Sohm. So beginnt sein Spiel des Kombinierens von Wein und Speisen. Dabei arbeitet er mit Texten in Häppchenform und anschaulichen Grafiken. Am Schluss rät der versierte Weinkenner, mit Klischees aufzuräumen. Und: «Probieren Sie Dinge aus. Spielen Sie ein bisschen. Finden Sie heraus, was Sie wirklich begeistert.» (GAB)

Buchtipp

Aldo Sohm verrät eine geniale Methode, Wein und Speisen perfekt zu kombinieren: überraschend, klassisch, immer voller Geschmack und auch für Neulinge leicht zugänglich.

Prestel

Aldo Sohm, Einfach Wein 288 Seiten, gebunden ISBN 978-3-7913-9428-2 Fr. 44.90

Mehr Informationen unter: cru-hopital.ch

Malbec Rosé 2025

«Ein erfrischender Rosé mit der Kraft eines Rotweins»

GABRIEL TINGUELY, WEINEXPERTE

Wein

Christian Vessaz vom Weingut Cru de l’Hôpital in Môtiers/FR nennt diesen Wein nicht «Rosé de Malbec» sondern «Malbec Rosé». Das Wortspiel ergibt Sinn. Denn es handelt sich nicht um einen Rosé aus irgendetwas, sondern um einen eigenständigen Malbec, der als Rosé vinifiziert wurde. Wie kam es dazu? «Im Jahr 2025 produzierte unser Malbec extrem grosse Beeren», erzählt Christian Vessaz. «Um ihn als Assemblagepartner zu konzentrieren, haben wir einen Drittel des Saftes sofort abgezogen und separat vergoren.» Das machte er immer so, je doch nur im Umfang von 10 bis 20 Prozent. Klassisch im Stahltank vergoren, ergab der 2025er einen komplexen Rosé. Die knackige Säure des Malbec spannt einen Bogen, auf dem Kirschen, Bromund Heidelbeeren tanzen. Würze, die an Wacholder und Bitterschokolade erinnert, ergänzt im Nachhall das Bild. Ein Wein für anspruchsvolle Gäste, die im Sommer gerne einen Rosé geniessen.

Rebsorte

Malbec ist eine alte französische Rebsorte, die bis heute unter dem historischen Namen Côt im Bordelais und an der Loire angebaut wird. Malbec aus Argentinien, dem Hauptanbauland, machte die Sorte weltweit bekannt.

Region

Der Mont Vully, ein Sandsteinhügel zwischen dem Murten- und Neuenburgersee, bildet die kleinste AOC der Schweiz. Spezialitäten sind die weissen Traminer, Freiburger und Pinot Gris.

Produzent

Mit dem Jahrgang 2002 übernahm Christian Vessaz die Verantwortung für das Weingut Cru de l’Hôpital. Seit 2013 ist dieses Demeter-zertifiziert. Das Weingut ist Teil der Vereinigung Mémoire des Vins Suisses.

Adresse: Cru de l’Hôpital, Route du Lac 200, 1787 Môtier/FR Preis: Fr. 24.00

WEINTIPP
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Einer, der nicht nach Sternen kocht

Ohne Schwellenangst: Im «Verbena» soll sich Küche auf hohem Niveau zugänglich anfühlen. BILDER BÜRGENSTOCK HOTELS

Im «Verbena by Christian Scharrer» auf dem Bürgenstock trifft badische Bodenständigkeit auf Internationalität eines Luxusresorts.

Der Blick aus den raumhohen Fenstern reicht weit über die sanften Hügel des Bürgenstocks. Das Restaurant ist grosszügig, hell und ruhig, ohne aber kühl zu wirken. Das «Verbena» passt zum Waldhotel des Bürgenstock Resorts: Es ist zurückhaltend, hoch-

wertig, aber nicht steif. Auf den Tellern zeigt sich rasch, worum es Chef de cuisine Christian Scharrer geht. «Es soll kein Sterne-Restaurant sein und auch keins werden.» Für einen Koch mit seiner Lau ahn ist das eine bemerkenswerte Aussage. Denn Scharrer hat lange in der Spitzengastronomie gearbeitet und zuletzt das Restaurant Courtier an der Ostsee (DE) zu zwei Michelin-Sternen geführt.

Zwischen Maultäschle und Pizza

Im «Verbena» setzt er seine FineDining-Erfahrung anders ein –bodenständiger. Seit Ende 2025 verantwortet Scharrer die kulinarische Linie im Waldhotel. Das Restaurant soll Tre punkt für Hotel- und Ausflugsgäste sowie

Menschen aus der Umgebung sein. Weil das Bürgenstock Resort Gäste aus aller Welt empfängt, schlägt auch die Karte einen weiten Bogen. «Wir bieten Gerichte, die international verstanden werden: P izza, Pasta oder Vitello tonnato gehören dazu», sagt Scharrer. Daneben setzt er Akzente aus seiner Herkunft: Kalbs-Maultäschle mit Liebstöckel-Brühe und Karto elsalat verweisen auf seine badischen Wurzeln. Auch Kalbskopf u nd Innereien sollen ihren Platz haben. «Das sind wunderbare Lebensmittel, die oft verkannt werden», sagt der Chef. Zugleich muss eine hochstehende Resortküche heute vegetarische und vegane Gäste ebenso mitdenken wie internationale Essgewohnheiten. Halal-Alternativen gehören im

«Das Konzept» liefert zündende Ideen und zeigt deren kreative Umsetzung.

Bürgenstock Resort genauso zum Alltag wie alkoholfreie Varianten, etwa wenn Gäste ein Käsefondue ohne Wein wünschen. Scharrer beschreibt sein Vorgehen als «behutsam mutig»: Man müsse vorsichtig anfangen und zugleich so mutig wie möglich bleiben.

Persönlichkeit statt Punkte

Das Bürgenstock Resort verfügt über zwölf Restaurants, Lounges und Bars, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken. Mike Wehrle ist Corporate Culinary Director der Bürgenstock Collection und kennt Christian Scharrer bereits seit früher: «Wir haben Christian bewusst keine Vorgaben gemacht, Sterne oder Punkte zu kochen.»

Entscheidend sei, dass das Restaurant eigenständig auftrete, Persönlichkeit zeige und alle Gäste erreiche. Auch der Service gehört zum Gesamterlebnis. So verantwortet Nathalie Scharrer als Restaurant & Room Service Managerin jenen Bereich, in dem sich zeigt, ob die angestrebte Herzlichkeit auch beim Gast ankommt.

Dass ein Ort wie dieses Resort bei manchen Gästen aus der Region eine Hemmschwelle auslösen kann, ist den Verantwortlichen bewusst. «Luxus definiert sich nicht mehr über Distanz oder Formalität, sondern über Qualität, Atmosphäre und das Gefühl, willkommen zu sein», sagt Mike Wehrle. Auch Christian Scharrer betont die regionale Bedeutung. Früher sei das Waldhaus, wie das heutige Waldhotel hiess, stark in

Mehr Informationen unter: burgenstockresort.com

der Bevölkerung verankert gewesen. An diese Nähe möchte man wieder anknüpfen. Das «Verbena » ist sieben Tage pro Woche ganztags geö net. Dazu kommen Hotelgäste, Tagesgäste, Terrassenbetrieb, Familienanlässe und wetterabhängige Frequenzen. Hinter den Kulissen arbeitet ein internationales Team. «Manchmal geht es zu wie in Babylon», sagt Scharrer lachend. Doch in der Küche gebe es eine gemeinsame Basis und Motivation: die Leidenschaft fürs Handwerk. Am Ende misst der Chef den Erfolg nicht zuerst an Bewertungen. Scharrers Ziel ist einfacher u nd vielleicht gerade deshalb anspruchsvoll: dass Gäste wiederkommen wollen. ANDREA DECKER

Fakten und Zahlen

Sitzplätze 80 im Restaurant, 70 auf der Terrasse

Mitarbeitende 16 im Service, 14 in der Küche, 9 Nationalitäten

Event-Location

Private und geschäftliche Events für bis zu 110 Personen

Bestseller auf der Karte Maultäschle, VorspeisenEtagere und Rindertatar

palmölfrei Schweizer Produktion

laktosefrei

ohne Zuckerzusatz

Entdecke alle beleaf Produkte

«Schwarzwald – ein Stück Heimat» heisst das Dessert auf Scharrers Menü.

MARTIN MÄDER

Tradition wie neu: Zum 15-Jahr-Jubiläum setzt die Nutriswiss AG in Lyss/BE mit ihrem beliebten Belfina-Sortiment neue Akzente.

Martin Mäder, wie präsentiert sich das Belfina-Sortiment nach dem Relaunch?

Im Herbst letzten Jahres unterzogen wir das Design der BelfinaProdukte einem behutsamen Facelift, um die Marke zum Jubiläum frischer und zeitgemässer zu präsentieren. Das moderne Design überzeugt durch klare Farben, optimierte Gestaltung und verbesserte Wiedererkennung.

Wie sieht es bei den inneren Werten aus?

Bei der hohen Belfina-Qualität gehen wir weiterhin keine Kompromisse ein. Zusätzlich entwickeln w ir das Angebot konsequent für aktuelle Konsumentenbedürfnisse weiter. Die klassischen Sorten werden mit pflanzlichen Produkten erweitert, die palmölfrei, vegan und bio-zertifiziert sind. Was ist das Besondere am Belfina-Sortiment?

Dieses wurde mit Köchen und dem Fokus auf Schweizer Qualität für den Einsatz in der Profi- und Alltagsküche entwickelt. Alle, die Speisen zubereiten wollen, brauchen eines unserer Produkte, die ausschliesslich in unserem Werk in Lyss hergestellt werden.

Die Nutriswiss AG ist spezialisiert auf die Ra nation hochwertiger Speisefette. Wie wird dabei der natürliche Rohsto verändert?

Wir arbeiten bei der Ra nation aller Fette und Öle so schonend wie möglich. So können wir bei-

RECHTSBERATUNG

UND -SCHUTZ FÜR MITGLIEDER

Wir beraten in

Unkomplizierte Unterstützung im Fall der Fälle:

• Arbeitszeiten, freie Tage, Ferien

• Arbeitsvertrag

• Kündigung und Arbeitszeugnis

• Lohn und Sozialversicherungen

• Fragen rund um die Lehre und Lernenden und weitere arbeitsrechtliche Fragen.

HOTEL & GASTRO UNION

Adlingenswilerstrasse 22 6000 Luzern

041 418 22 22 info@hotelgastrounion.ch

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Avenue des Acacias 16 1006 Lausanne

021 616 27 07 info.vd@hotelgastrounion.ch

spielsweise die Eigenschaften von Fetten wie Kakaobutter oder Kokosfett gezielt anpassen, dass die physikalischen Eigenschaften optimiert werden, um das Kristallisationsverhalten zu beeinflussen. Das Ergebnis ist palmölfrei, hat aber die funktionalen Eigenschaften von Palmöl.

Wozu eignet sich das Belfina-Sortiment?

Das Sortiment deckt sämtliche Anwendungen in der Küche ab, vom Braten, Frittieren und Backen bis hin zum Kochen und Verfeinern von Saucen und Gemüsen. Neutral im Geschmack, sind Produkte wie unsere neue Pflanzenölcreme Belfina Bio auch ideal für die Zubereitung von Marinaden.

Woher beziehen Sie die Rohsto e? Wie ist die aktuelle Situation auf dem Markt? Alle Rohsto e, die nicht von Kunden zur Ra nation geliefert werden, beziehen wir mit langfristigen Verträgen aus der Schweiz, der EU oder weltweiten Quellen. Die aktuelle politische Lage mit Konflikten, unsicheren Routen und volatilen Preisen betri t uns natürlich ebenso wie andere Marktteilnehmer.

Nutriswiss importiert Rohsto e. Werden Ihre Produkte auch exportiert?

Belfina ist eine reine Schweizer Marke und wird nicht exportiert. Die Nutriswiss AG exportiert aber ra nierte Fette und Öle an Industriekunden in Italien, Frankreich, Deutschland und weltweit.

Neben Belfina produzieren Sie weitere Produkte. Welche und wo kommen diese zum Einsatz?

Wir produzieren zum einen normale Speiseöle wie Sonnenblumen-, Raps- und Erdnussöl. Hinzu kommen sogenannte HOSonnenblumenöle mit hohem Ölsäuregehalt und Öle aus sogenanntem HOLL-Raps mit hohem Ölsäure- und niedrigem Linolensäureanteil. Unser wahrer Kompetenzvorteil liegt aber in der Anwendung innovativer, schonender Herstellungsverfahren. Mit denen können wir die funktionellen Eigenschaften von Fetten und Ölen gezielt und bei Bedarf auch biokonform anpassen sowie mögliche umweltbedingte Kontaminationen entfernen. Jeder Knowhow-Zuwachs fliesst wiederum direkt in die Verbesserung des Belfina-Sortiments ein.

Nachhaltigkeit ist Ihnen wichtig. Was unternimmt Nutriswiss konkret? Zum einen zieht sich der Nachhaltigkeitsgedanke durch unser Sourcing und unsere Produkte mit Biozertifizierungen und Fairtrade-Siegel. Auf der Produktionsseite setzen wir klare Akzente bei Logistik, Energie und Wärmeversorgung. G

Zur Person

Der an der ETHZ studierte Agronom Martin Mäder ist seit 2025 Geschäftsführer der Nutriswiss AG. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre auf Positionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette für Nestlé und die Cremo SA.

Mehr Informationen unter: nutriswiss.ch
Martin Mäder: «Eine gute Küche braucht gute Ausgangsprodukte.» NUTRISWISS
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Sicherheit bei Wind und Wetter

Hierzulande entstehen immer mehr Rooftops. Doch wie schützt man Gäste und Mitarbeitende vor Wetterkapriolen?

Das Hotel Schweizerhof Bern & Spa erö nete 2012 auf dem Dach die Sky Terrace. Dort sorgen Sonnensegel für Schatten. Es gibt keinen überdachten Bereich. Das ist gemäss Auskunft der Medienstelle kein Problem, denn: «Die Terrasse wird grundsätzlich nur bei stabiler Wetterlage geö net.» Über eine andere Erfahrung berichtet das Hotel Mandarin Savoy in Zürich. Als ältestes Grand Hotel Zürichs schrieb das Haus als Hotel Baur bereits bei seiner Erö nung im Jahr 1838 Geschichte, weil es über eine Dachterrasse verfügte. Heute trägt die Ende 2023 wiedererö nete Rooftop-Bar das Gründungsjahr im Namen. Die Bar, 30 Meter über dem Boden, ist nicht überdacht. Zudem gibt es in der Umgebung keine hohen Gebäude. «Dadurch kann es sehr windig werden», sagt Christoph Hauser, Assistant F&B Administration Manager. Wegen

baulicher Beschränkungen ist es nicht möglich, einen Windschutz zu installieren. «Wir haben das Bestmögliche mit einer hohen Reling und Begrünung gemacht.»

Durch die Nähe zum See kann das Wetter schnell umschlagen. «Bisher konnte das Team gut auf die veränderte Wetterlage reagieren. Das Schlimmste, was wir zu beklagen hatten, waren eine kaputte Tischplatte und ein geknickter Schirm.» Darauf instal-

«Bei starkem Wind erhalten unsere Mitarbeitenden ein Signal aufs Handy.»

CHRISTOPH HAUSER, F & B ADMINISTRATION MANAGER

lierte das Hotel stabilere Schir me und verankerte diese stärker. Tische mit Metallplatten wurden gekauft und ein Wind-Messgerät installiert. Dieses sendet ab einer gewissen Stärke einen Alarm auf die Mobilgeräte der Mitarbeitenden. Bei zu starkem Wind schliessen diese die Schirme. RUTH MARENDING

«Arbeitssicherheit» berichtet in loser Folge über Präventionsund Schutzmassnahmen.

HEINZ GERIG « DER BLICK ÜBER DEN TELLERRAND BRINGT VIEL»

Er verhalf unzähligen

Ungelernten und Asylsuchenden zu einer beruflichen Zukunft. Nun geht er in Pension.

Heinz Gerig, Sie haben Basisqualifikationen für ungelernte Mitarbeitende und anerkannte Flüchtlinge ins Leben gerufen. Warum braucht es solche Angebote? Die Branche braucht gute Mitarbeitende, damit sie eine Zukunft hat. Da ungelernte Mitarbeitende oder Flüchtlinge unser Bildungssystem nicht kennen, erkennen sie die Sinnhaftigkeit und die Zusammenhänge der Weiterbildung n icht. Hier liegt meine wichtigste Botschaft: Wenn es uns gelingt, diese Menschen durch Weiterbildung für das Gastgewerbe zu begeistern, dann haben wir viel erreicht. Dies damit diese Menschen Selbstvertrauen, Motivation und Selbstwirksamkeit erlangen.

«Die Entwicklung von Riesco hat europaweit für Aufsehen gesorgt.»

Wo sehen Sie im Bereich Basisqualifikation nach wie vor Handlungsbedarf?

Der Arbeitsmarkt hat sich massiv verändert, speziell seit Corona. Es fehlen gute Arbeits- und Fachkräfte. Für die Mitarbeitenden w ird es schwieriger, längere Weiterbildungen an einem Stück zu absolvieren. Daher ist es wichtig, dass wir unsere Produkte in Modulen anbieten und weiter ö nen, dass noch mehr Personen den Zugang dazu finden. Die Teilnehmenden sollen selbstbestimmt diejenigen Module auswählen, die

ihnen aktuell am meisten nützen und sie in ihrem Arbeitsprozess stärken. Ein anderer wichtiger Aspekt ist, unsere Angebote zu digitalisieren, damit die Teilnehmenden diese Kompetenzen festigen können.

Rückblickend auf 30 Jahre bei der Hotel & Gastro Formation, was hat Ihnen am meisten Freude bereitet?

Die Freiheit, Neues zu entwickeln und es auf den Bildungsmarkt zu bringen. Dies war nur dank des unglaublich guten Teams in der Basisqualifikation und des grossen Vertrauens meiner Vorgesetzten möglich. Zudem freue ich m ich immer über die glücklichen Gesichter und persönlichen Begegnungen mit den Teilnehmenden. Vor allem, wenn ich sie später im Qualifikationsverfahren einer EBA oder EFZ oder gar auf der Stufe zum eidgenössischen Diplom wiedersehe.

Was gefällt Ihnen an der Branche grundsätzlich?

Die stetige Veränderung und Weiterentwicklung, denn es gibt neue Trends, verändertes Gästeverhalten, Innovationen und damit einhergehend zahlreiche Herausforderungen. Diese halten die Branche und uns selbst in Bewegung. Was wünschen Sie der Branche für die Zukunft?

Aufmerksamkeit, damit sie die Signale der Zukunft nicht verpasst. Die Branche muss agieren und nicht reagieren – mehr Mut zu Innovationen. Sie soll sich von alten Zöpfen lösen. Alle müssen den Mut au ringen, über den Tellerrand zu schauen. DANIELA OEGERLI

Zur Person

Heinz Gerig ist gelernter Koch und hat unter anderem die Basisqualifikation Riesco ins Leben gerufen. Mit dem Dokumentarfilm «Auf euch hat hier niemand gewartet» erlangte er Bekanntheit.

Heinz Gerig freut sich auf eine Zukunft mit mehr Zeit für seine
Die Bar 1838 im «Mandarin Savoy» bietet eine einmalige Aussicht. ZVG

DIE BRANCHE DENKT DIE ZUKUNFT GEMEINSAM WEITER

Beim diesjährigen Hospitality Summit in Bern standen aktuelle Herausforderungen, neue Perspektiven und konkrete Lösungen für die Branche im Zentrum. Hier einige Auszüge aus dem abwechslungs- und umfangreichen Programm voller Inputs für den Betriebsalltag.

Die Schweizer Hotellerie hat sich nach der Pandemie robust entwickelt. Gleichzeitig bleiben Wechselkurs, Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten zentrale Herausforderungen. Das hielt Martin Schlegel, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank SNB, in seiner Keynote fest. Der Auftrag der SNB ist klar: Sie soll Preisstabilität gewährleisten und dabei die konjunkturelle Entwicklung berücksichtigen. Schlegel betonte, dass die SNB weder einzelne Branchen noch Regionen fördert, sondern ihre Geldpolitik am Gesamtinteresse des Landes ausrichtet. Für d ie Hotellerie ist dieses stabile Fundament zentral. «Preisstabilität ist eine Voraussetzung für Wohlstand und Wachstum in einem Land», sagte Schlegel. Sie ermöglicht Planungssicherheit, erleichtert Investitionen und scha t Vertrauen. Mit Blick auf die Branche verwies Schlegel auf die gestiegenen Logiernächte, die besonders von Gästen aus den USA u nd dem Nahen Osten getragen

Der Vortrag von Martin Schlegel stiess auf grosses Interesse. HOTELLERIESUISSE

wurden. Die jährlich rund 1000 Unternehmensgespräche der SNB, darunter auch mit Hotels, zeigen aber auch die Belastungen: Wechselkurs, steigende Betriebskosten u nd Unsicherheiten in wichtigen Herkunftsmärkten prägen die Einschätzungen der Unternehmen. Für die Schweiz rechnet die SNB kurzfristig mit einem BIP-Wachs-

tum von einem Prozent, mittelfristig mit 1,5 Prozent.

Schweizer Preise als Vorteil

Ein zentrales Thema bleibt der starke Franken. Schlegel warnte davor, nur auf den nominalen Wechselkurs zu schauen. Zwar hat sich der Franken gegenüber dem Euro und Dollar aufgewertet. Gleichzeitig sind die Preise in der Schweiz weniger stark gestiegen als im Ausland. Seit 2020 beträgt die hiesige Teuerung rund sieben Prozent, in den USA und der Eurozone mehr als 25 Prozent. Das zeigte Schlegel am Beispiel der Hotelpreise. Während diese in den USA und der Eurozone stark gestiegen sind, haben Schweizer Hotels ihre Preise moderater erhöht. F ür Gäste aus Europa ist eine Übernachtung in der Schweiz im Vergleich sogar günstiger geworden. Das Ziel der SNB bleibt die P reisstabilität. Für die Hotellerie bedeutet dies ein stabiles Umfeld, in welchem Betriebe planen und investieren können. ANDREA DECKER

Sie sind die Stars der Beherbergungsbranche

Der Hospitality Summit war auch Anlass, die Swiss Hospitality Awards 2026 zu verleihen. Mit den Awards will Hotelleriesuisse herausragende Betriebe, innovative P rojekte und prägende Persönlichkeiten der Schweizer Beherbergungsbranche auszeichnen. Den Hauptpreis «Prix Jacques Tschumi» erhielten Esther Bellwald und Lukas Kalbermatten von der Lauchernalp/VS. Sie haben im Lötschental nach dem B ergsturz von 2025 in Rekordtempo das temporäre Hotel Momentum auf die Beine gestellt. «Schon am Tag nach der Katastrophe war mir klar: Wir müssen nach vorne schauen und eine neue Tourismusstrategie schreiben», sagte Lukas Kalbermatten a m Summit. Den Preis erhielten die beiden gemäss Jury für ihre unternehmerische Weitsicht, ihren Mut und ihre Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Weitere Preisträger sind das «Baur au Lac» in Zürich in der Kategorie Star City & Urban, die

Hostellerie du Pas de l’Ours in Crans-Montana/VS in der Kategorie Star Culinary & Taste, die «Casa Santo Stefano» in Miglieglia/TI in der Kategorie Star Basic &Essential, das Silo Design &Boutique Hotel in Basel in der Kategorie Future & Vision sowie das Hotel-Restaurant Sonnenberg in Kriens/LU in der Kategorie Spotlight People& Culture.

«Mir war klar: Wir müssen nach vorne schauen.»

LUKAS KALBERMATTEN, HOTELIER IN BLATTEN/VS

Letzteres verbindet Integration mit Fine Dining – ein Konzept, das aufgeht. «Im besten Fall werden Quereinsteiger bei uns zu Fachkräften», sagte Geschäftsleiter Ron Prêtre. «Und zwar zu solchen mit besonders viel Motivation und Herzblut.» ANGELA HÜPPI

Essen muss

EFFIZIENZSTEIGERUNG DANK KI

KI räumt im Systemchaos auf

Künstliche Intelligenz ist in der Hotellerie ein operatives Werkzeug entlang der gesamten Guest Journey. Das erläuterte Benjamin Jost, CEO von Trustyou, im Podiumsgespräch. Im Zentrum steht n icht mehr nur die automatische Beantwortung von Bewertungen, sondern auch die Verknüpfung von Reputationsmanagement, Gästedaten und Kommunikation.

«Wir lassen massiv Geld liegen, wenn wir dem Gast nicht schnell antworten.»

BENJAMIN JOST, TRUSTYOU

Gästeinfos, Buchungen, E-Mails, Bewertungen oder Präferenzen liegen oft über verschiedene Tools verteilt. Das verhindert eine personalisierte Betreuung. KI setzt dort an, wo Betriebe täglich Zeit und Umsatz verlieren: bei unbeantworteten oder verspätet beantworteten Anfragen, wieder-

kehrenden Standardfragen und fehlender Wiedererkennung von Stammgästen. Jost nannte ein Beispiel aus der Praxis: In vielen Hotels würden 30 bis 40 Prozent der E-Mails gar nicht oder erst nach Tagen beantwortet. Gleichzeitig haben sich die Erwartungen der Gäste verändert. Wer über Whats-App oder Chatbot kommuniziert, erwartet Antworten innert Sekunden oder Minuten. Kombiniert ein KI-Agent Informationen aus Bewertungen, Gästekommunikation und Personendaten, kann er Anfragen kontextbezogen beantworten, Buchungsänderungen begleiten oder Zusatzangebote gezielt ausspielen. Auch Feedback wird verstärkt Teil der laufenden Konversation statt ein separater Fragebogen nach dem Aufenthalt. Für Hotels stellt sich damit weniger die Frage, ob KI eingesetzt wird, sondern wofür. Repetitive Kommunikation lässt sich automatisieren, und Mitarbeitende gewinnen Zeit für Momente, in denen menschliche Betreuung gefragt ist. ANDREA DECKER

heute mehr als nur schmecken und sättigen

Die Lebensmittelbranche befindet sich im Wandel. Waren die Bereiche Essen, Schönheit und Gesundheit früher klar voneinander getrennt, verschmelzen sie heute i mmer mehr. Das zeigt eine neue Studie des Gottlieb Duttweiler Instituts GDI, welche sich dieser «Feelgood Revolution» widmet. Senior Researcher Christine Schäfer präsentierte die wichtigsten Ergebnisse am Summit. «Wir sehen, dass die spannendsten Innovationen derzeit an den Schnittstellen zwischen Essen, Schönheit und Gesundheit stattfinden», so Schäfer. Dies zum Beispiel in den Bereichen gesundheitsfördernde Lebensmittel, personalisierte Ernährung oder Longevity. Das Potenzial der Wellness-Ökonomie sei riesig: «2024 war sie 6,8 Billionen Dollar wert, für 2029 sind gar 9,8 Billionen prognostiziert.» Treiber dafür seien die Hochdruck-Gesellschaft, die stetig zunehmende Bedeutung von Wellbeing (Wohlbefinden) sowie «Wearables» wie Smartwat-

Christine Schäfer sprach über die «Feelgood Revolution». HOTELLERIESUISSE

ches, die ständig Daten zur eigenen Gesundheit sammeln.

Die Gesellschaft fühlt sich jünger und fitter und ist überzeugt, einen Einfluss auf die eigene Gesundheit und Schönheit z u haben. Gerade in der Schweiz sind die Menschen bereit, dafür viel Geld auszugeben: Um gesund

88 Jahre alt zu werden, würden sie gemäss Studie 199 Franken pro Monat bezahlen.

Wellness wird zum Standard

Christine Schäfer beschrieb in ihrem Referat vier Typen von Gästen: Die Selbstzweifler, die ihren Körper als Baustelle sehen, die Selbstoptimierer, deren Körper ihr Kapital ist, die Selbstsicheren, die ihren Körper als Verbündeten sehen sowie die Selbstverweigerer, für die ihr Körper ein reines Nutzobjekt ist. «Unternehmen sollten sich überlegen, wen sie ansprechen möchten», so Schäfer. Die Selbstzweifler etwa wollen an die Hand genommen werden und wünschen sich einfache Speisekarten. Die Selbstoptimierer hingehen wollen so viele Informationen wie möglich, um eine Entscheidung zu tre en. «Klar ist: Wellnessprodukte werden vom Nischen- zum Standardprodukt –wer darauf setzt, hat einen Wettbewerbsvorteil.» ANGELA HÜPPI

1 Andreas Willi und Thomas Dietrich (Banholzer AG).

2 Jürg Burkhalter, Nicole Atkin und Laura Bertschinger (Coca-Cola HBC Schweiz AG).

3 Andreas Schmid und Vasko Ostojic (Electrolux Professional).

4 Rafael Cortada und Simon Krebs (Hero AG).

5 Patrik Märchy und Severin Burger (Brauerei Schützengarten AG).

6 Conchita Segatori, Roman Gschwend, Corinne Hörnlimann und Sven Pachmayr (Miele AG).

7 Matteo Robbi, Markus Schneeberger und Marco Mäder (Hilcona AG).

8 Denis Suter und Angela Schumacher (Schnarwiler AG).

9 Dominik Coste, Thomas Schär und Daniel Peck (Transgourmet Saviva).

10 Flavio Egli und Thomas Dreier (Franke Ka eemaschinen AG).

11 Kurt Rueegg und Valentina Stipic (WMF Professional).

12 Patrick Müller und Patrick Lerch (Rex-Royal AG).

13 Axel Robadey, Giuseppe Balduzzi, Victor Marcato, Nathalie Mettraux und Martin Thüring (Nespresso Professional).

14 Manuel Alonso und Jennifer Widmer (Johnson Health Tech. Schweiz GmbH).

BILDER ZVG

Ausbildung Systemgastronomie: Reform bringt erste Erfolge

Mit der Berufsrevision öffnete sich die Systemgastronomie für mehr Lernende. Der Start lief gut, doch nach wie vor fehlt es dem Beruf a n Bekanntheit.

Im August 2025 haben 16 angehende Systemgastronomiepraktiker und -praktikerinnen EBA ihre Ausbildung begonnen. Sie sind die Ersten in diesem Profil, das mit der Berufsrevision neu eingeführt wurde. «Früher gab es nur Schwarz oder Weiss, EFZ oder gar nichts. Heute können wir eine EBA-Ausbildung anbieten und haben die Wahl, welche Stufe für eine Person am besten passt», sagt Jean Claude Schmocker. Er ist Leiter Nachwuchsförderung bei der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen und bildet gemeinsam mit Jacqueline Kohler, Head HR Young Talents bei der SV Schweiz AG, das Präsidium der IG Systemgastronomie.

deren persönlichen Voraussetzungen aufzubauen. Der Begleitungsaufwand sei vergleichbar mit demjenigen der EFZ-Ausbildung. Die Qualität werde dank klar definierter Lernziele sichergestellt. Diese unterscheiden sich insofern, dass bei der EBA-Ausbildung der Fokus auf der Arbeit unter Anleitung und der Umsetzung von Aufgaben liegt. Derweil fokussieren EFZ-Lernende stärker auf Prozessplanung und betriebswirtschaftliche Themen.

«Die

revidierte Ausbildung entspricht den A nforderungen des Berufes besser.»

JACQUELINE KOHLER, CO-PRÄSIDENTIN IG SYSTEM-GASTRONOMIE

keinen negativen Einfluss auf die Zahlen des EFZ-Profils hatte. Im Gegenteil, die Zahl der EFZ-Lernenden sei ebenfalls gestiegen. Für Jean Claude Schmocker und Jacqueline Kohler ist das eine sehr erfreuliche Tendenz.

Stellenwert des Berufs steigern

Trotz dieser ersten Erfolge der Berufsrevision gibt es noch viel zu tun. Seit 13 Jahren gibt es die Ausbildung für Systemgastronomiefachleute. Das Potenzial werde allerdings noch lange nicht ausgeschöpft, weil es dem Beruf nach wie vor an Bekanntheit fehle, stellen Jean Claude Schmocker und Jacqueline Kohler fest. Das will die IG Systemgastronomie ändern: «Wir wünschen u ns auch von der Branche mehr E ort, um das Berufsbild bekannter zu machen und dessen Stellenwert zu stärken.» Mit der Hotel & Gastro Union befindet sich die IG Syga im regelmässigen Austausch. «Die HGU ist ein wertvoller Partner und wir haben jetzt die Chance, gemeinsam etwas zu bewegen.» ALICE GULDIMANN

Berufsrevision

Auf Stufe EFZ wurde die Ausbildung unter anderem dahingehend angepasst, dass Englisch künftig nicht mehr als separates Fach unterrichtet wird, sondern Fremdsprachenkenntnisse direkt in die Handlungskompetenzen einfliessen. Auch im Bereich der Führung gab es Anpassungen, um die Grundbildung klar vom eidgenössischen Fachausweis zu di erenzieren. «Von den Schulen haben

wir die Rückmeldung erhalten, dass die Ausbildung jetzt praxisnaher ist», sagt Jacqueline Kohler. «Wir merken auch als Arbeitgebervertreter, dass die Ausbildung den Anforderungen des Marktes besser entspricht. Sie ist weniger akademisiert, dafür handlungs-

Erfreulich sei, dass die Einführung der EBA-Ausbildung

Die Rückmeldungen, die von Berufsbildenden eintreffen, seien insbesondere für die Rekrutierung positiv. So schätzen die Verantwortlichen unter anderem die Möglichkeit, junge Talente nach orientiert.» Für das kommende Lehrjahr sind per Ende Mai ebenfalls rund 16 Ausbildungsverträge unterschrieben. «Wir wissen aber, dass sich bis zum Start auch noch etwas tun kann.»

Die Revision der Systemgastronomie-Berufe trat 2025 in Kraft. Neben der Einführung der Stufe EBA wurde die schriftliche Prüfung im Bereich Berufskenntnisse ge strichen, die Praxisarbeit wird ausserdem neu im Betrieb durchgeführt und von externen Experten und Expertinnen abgenommen.

Housekeeper sucht Hotel

Die Systemgastronomie kann junge Talente jetzt besser fördern. SV SCHWEIZ AG

Produktion und Verpackung (Teil 22a)

Törtchenstanzmaschine

Situation/Gefährdung Klemmen und Quetschen, Verbrennungen.

Massnahmen

Die Maschinen müssen mit Schutzeinrichtung ausgestattet sein. Zum Beispiel Huba uslösung mit Zweihandschaltung und elektrisch überwachter Schutza bdeckung.

Regelmässige Funktionskontrolle durchführen.

Auf sicheren Stand und gute Befestigung der Maschine achten.

Die Tipps stammen aus der Broschüre «Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Bäcker-Confiseur-Gewerbe», herausgegeben von der Eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeits s icherheit EKAS. Die Broschüre kann gratis heruntergeladen werden unter: ekas.admin.ch

«EKAS-Tipps» erscheinen alle z wei Wochen und vermitteln Wissenswertes rund ums Thema Arbeitssicherheit.

Gewalt im Netz: So werden

Social-Media-Täter entwaffnet

Alle nutzen Social Media , doch nicht alle auf positive Weise. Cyber-Mobbing, Grooming und Hate-Posts sind leider alltäglich. Doch das muss sich niemand gefallen lassen.

Die Schauspielerin Collien Fernandes ist zurzeit wohl das bekannteste Opfer von psychischer Gewalt im Netz. Sie ist für viele Betro ene ein Vorbild. Denn sie hat i hren Peiniger, ihren Ex-Mann, bei der Polizei angezeigt und ihn auch ö entlich gemacht. Damit schlug sie eine Bresche in die Mauer des Schweigens und regte ein gesellschaftliches Umdenken an. Bisher schwiegen Opfer aus Scham und Angst. Damit schützten sie ungewollt die Täter und gaben ihnen die Gewissheit, ihre Handlungen blieben ungeahndet.

Vorsicht und gesundes Misstrauen

Bei den Arbeitszeiten und -orten im Gastgewerbe sind Soziale Medien eine gute Möglichkeit, mit alten Freunden verbunden zu bleiben und neue Bekanntschaften zu machen. Gastgewerbler sind oft tolerante, o ene, vertrauensvolle, kontaktfreudige Personen. Daran ist nichts falsch, nur sollte man

sich bei aller O enheit stets bewusst sein: In der Welt von Social Media ist nicht immer alles so, wie es erscheint. Stichworte: Fake

Profile und Love Scam. Eine kleine Portion Misstrauen und gesunder Menschenverstand ist durchaus angebracht, um nicht plötzlich selber Opfer zu werden.

Online-Gewalt hat viele Gesichter

Es gibt viele Erscheinungsformen von psychischer Gewalt im Netz. Meist ist sie gegen Frauen sowie LGBTQ+-Menschen gerichtet. Am weitesten verbreitet sind die sogenannten Hate-Posts. Das sind

Cyber-Gewalt

kann man online anzeigen unter suisse-epolice.ch

unfreundliche bis gemeine, bösartige und manchmal sogar bedrohliche Kommentare. Oft werden sie anonym verfasst: aus Langeweile, um persönlichen Frust auszuleben oder um sich mächtig zu fühlen, indem man jemand anderen erniedrigt. Sie wirken wie Pfeile, die nicht sofort töten, jedoch langsam aber sicher das Selbstwertgefühl, das Selbstvertrauen und die Seele vergiften. Genau das tut auch eine andere Form der

Wie man Wissen so lange wie möglich in der Branche behält

Länger arbeiten statt

Frühpensionierung:

Damit ältere Mitarbeitende im Beruf bleiben, braucht es konkrete Massnahmen.

Der Bundesrat hat Ende Mai die Vernehmlassung zur AHV-Reform 2030 gestartet. Ein zentraler Punkt ist dabei, Frühpensionierungen wo möglich zu verhindern und das Weiterarbeiten über das Pensionsalter hinaus zu fördern. Frühpensionierungen sollen künftig erst ab 63 Jahren möglich sein, nicht wie bisher ab 58. Damit das funktioniert, müssen sich Betriebe verstärkt nach den Bedürfnissen von Mitarbeitenden über 60 richten, um Arbeitsfähigkeit und Motivation zu erhalten. Der Oberbegri für solche Massnahmen lautet Altersmanagement. Dabei werden Arbeitsanforderungen und -bedingungen an die Leistungsfähigkeit angepasst. Häufige Gründe für das frühzeitige Verlassen der Arbeitswelt seien konstante psychische und physische Belastung sowie Schicht- und Nachtarbeit. Altersmanagement ist auch ein Thema für die Schweizer

Jugendherbergen. «Wir setzen auf Gesundheits- und Unterstützungsangebote sowie attraktive Vorsorgelösungen, um Mitarbeitende langfristig zu begleiten», sagt Karin Joss, People & Culture

«Wir investieren in Aus- und Weiterbildung für alle Altersgruppen.»
KARIN JOSS, SCHWEIZER JUGENDHERBERGEN

Manager. Dazu gehörten externe Sozialberatung, Case Management bei Krankheit oder Unfall sowie eine Pensionskassenlösung, die besonders Teilzeitmitarbeitende besserstelle. Langjährige Mitarbeitende profitierten von Benefits wie Treueprämien in Form eines zusätzlichen Monatslohns sowie sechs Wochen Ferien. Die Arbeit in einer Jugendherberge sei ausserdem vielseitig, wodurch sich flexible Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. «Mitarbeitende können je nach Erfahrung, Interessen und Belastbarkeit unterschiedliche Aufgabenbereiche übernehmen.» Auch Pensumsreduktionen stehe man laut Karin Joss o en gegenüber, sofern diese organisatorisch

Online-Gewalt: das Cyber-Mobbing. Dabei wird ein Opfer gezielt u nd über längere Zeit von einer Einzelperson oder einer Gruppe beleidigt, blossgestellt, abgelehnt oder sogar belästigt und bedroht. Von Cyber-Grooming sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene betro en. Sie werden vom Täter online gezielt ausgewählt, emotional manipuliert und in eine Fall gelockt. Sei es, um von ihnen Nacktbilder zu erhalten, um sie später damit zu erpressen, sexuell auszunützen oder mit den Bildern online Geld zu machen.

Opferhaltung aufgeben

Ist man aller Vorsicht zum Trotz Opfer von Online-Gewalt geworden, sollte man als Erstes die Scham überwinden und ins Handeln kommen. Im Klartext: mutig sein, das Schweigen brechen und sich Hilfe bei einer Vertrauensperson, einer Beratungsstelle oder der Polizei holen. Zudem Beweise wie Chatverläufe und Nachrichten sichern, Täter auf Social Media blockieren und Anzeige erstatten – bei der Social-Media-Plattform und der Polizei. Je nach Fall liegen nämlich Beleidigung, Verleumdung, Ehrverletzung, Verletzung der Persönlichkeitsrechte oder sogar Nötigung, Betrug und Erpressung vor. Das sind alles weder «Bubenstreichli» noch Kavaliersdelikte. RICCARDA FREI

Wirtschaftsfaktor

Social Media

Soziale Medien sind ein eigenständiger Markt mit enormer wirtschaftlicher Wirkungskraft. Hans Neubert, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Bundesgesellschaft Digitale Medien, zeigt in seinem Buch «Der Social Media Faktor», wie neue Medien als wertvolle Ressource und mächtiges Werkzeug für Beziehung, Reputation und Wachstum eingesetzt werden. Er zeigt praxisnah, wie Unternehmen ihre Organisation so ausrichten, dass Social Media Wirkung entfaltet und als ernsthafte wirtschaftliche Wachstumsquelle genutzt wird. Richtig eingesetzt ma chen soziale Medien Unternehmen zukunftsfähig, bringen mehr Umsatz, grössere M itarbeiterbindung und mehr Kundenzufriedenheit.

«Der Social Media Faktor», Hans Neubert, Murmann Publishers ISBN 978-3-86774-868-1, Fr. 42.90 auch alsE-Book erhältlich für Fr. 23.30

bei Pensionierungen stelle man durch interne Dokumentation und sorgfältige Einarbeitungen sicher. «Wenn möglich, erfolgt die Einführung von Nachfolgern und Nachfolgerinnen bereits vor der Pensionierung.»

Fachkräftemangel entschärfen

Frühpensionierungen sollen künftig erst ab 63 Jahren möglich sein. KEYSTONE-SDA

umsetzbar seien. Diversität bei den Nationen, Geschlechtern und beim Alter ist bei den Schweizer Jugendherbergen ein wichtiger Teil der Personalpolitik. «Altersdurchmischte Teams vereinen verschiedene Perspektiven und

Kompetenzen», so Joss. Jüngere Mitarbeitende würden neue Ideen und digitale Selbstverständlichkeit einbringen, erfahrene Mitarbeitende wertvolles Fachwissen, Routine und Branchenkenntnisse. Den Wissenstransfer

Auch das Kantonsspital Aarau KSA hat Handlungsbedarf erkannt. Per 2026 führte die Geschäftsleitung verbesserte Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende über 60 ein. So erhalten beispielsweise Mitarbeitende in der Pflege mehr Autonomie in der Einsatzplanung. Alle Mitarbeitenden, auch in der Hotellerie und Küche, profitieren von zwei Wochen mehr Ferien, wenn sie über das Pensionsalter hinaus arbeiten. Auch Dienstjubiläen werden weiterhin gewährt. «Die Verbesserungen sollen auch dazu motivieren, länger im Arbeitsprozess zu bleiben. So bleibt wertvolles Know-how erhalten, und das KSA kann dem Fachkräftemangel entgegenwirken», sagt Jürg Rebholz, Leiter Hotellerie. Die Personalsituation in seinem Bereich sei aktuell besonders in der Diätküche herausfordernd. ALICE GULDIMANN

Reform AHV 2030

Die Reform will die AHV für den Zeitraum 2030 bis 2040 stabilisieren und die Versicherung an die gesellschaftliche Entwicklung anpassen. Sie befindet sich bis September in der Vernehmlassung.

PAOLO LORASCHI « UN CONFETTIERE È UN VERO ARTISTA »

Con il «Mérite Culinaire 2026», il maestro confettiere ticinese Paolo Loraschi v ede premiati il suo percorso professionale e il suo costante i mpegno per la confetteria svizzera .

Paolo Loraschi, cosa significa per lei ricevere il «Mérite Culinaire 2026»?

Questo premio per me è la conferma di aver intrapreso la strada giusta. È uno stimolo a continuare a lavorare con passione, umiltà e senso di responsabilità. Considero questo riconoscimento il risultato di un impegno condiviso con la mia famiglia, i miei collaboratori e tutto il team che ogni giorno contribuisce al raggiungimento di elevati standard di qualità. Per questo motivo lo vivo non solo come un successo personale, ma come un premio che appartiene a tutti coloro che mi hanno sostenuto e accompagnato nel mio percorso professionale.

Quale aspetto del mestiere viene spesso sottovalutato?

Spesso si pensa soprattutto all’aspetto creativo e all’estetica dei prodotti. In realtà la confetteria richiede molto di più: precisione, tecnica, disciplina e passione. Dietro ogni creazione vi sono competenze solide, anni di esperienza e u n costante lavoro di perfezionamento. Mi piace dire che il nostro

compito consiste nel trasformare ingredienti semplici in emozioni.

Da farina, burro, zucchero e cioccolato nascono ricordi, momenti d i condivisione ed esperienze che restano nella memoria delle persone. È proprio questa capacità di unire competenza tecnica e sensibilità artistica a rendere il nostro mestiere così speciale.

E quanto conta la realizzazione personale?

Conta moltissimo. Ogni professionista dovrebbe sviluppare una propria identità e un proprio stile. Oggi sono proprio la personalità e

la visione individuale a fare la differenza. È importante non perdere mai il piacere di creare e avere il coraggio di inseguire i propri sogni. Ma bisogna anche ricordare che un sogno, senza impegno e determinazione, rimane soltanto un’idea.

Cosa significa oggi eccellenza nel suo mestiere?

Per me eccellenza significa riuscire a combinare in modo armonioso tecnica, qualità, creatività ed emozione. Non basta realizzare un prodotto perfetto dal punto di vista estetico o tecnico;

WETTBEWERB

2 Eintritte für 2 Stunden Aufenthalt im Aquarena fun gesponsert von: bad-schinznach.ch

bisogna creare qualcosa che lasci un segno e che sappia emozionare. L’eccellenza si esprime anche nella costanza: mantenere ogni giorno standard elevati, curare ogni dettaglio, rispettare le materie prime e valorizzare il lavoro artigianale. Significa inoltre continuare a evolversi, rimanere curiosi e aperti all’innovazione senza perdere la propria identità.

«Un sogno senza impegno resta soltanto un’idea.»

Quale insegnamento desidera trasmettere alla prossima generazione di confettieri? Mi auguro che i giovani comprendano e preservino il valore dell’artigianato e della qualità. Dietro ogni creazione non vi sono soltanto tecnica e competenza, ma a nche sensibilità, emozione e il desiderio di regalare alle persone un momento speciale. Vorrei inoltre che imparassero a distinguere tra dedizione e rinuncia. La dedizione significa accettare sacrifici e di coltà per crescere e migliorarsi. La rinuncia, invece, significa scegliere consapevolmente ciò che conta davvero. A chi ha un sogno dico di proteggerlo e di lavorare ogni giorno per realizzarlo, con la stessa convinzione di chi lo vede già diventato realtà. (ADE/SEB)

*Con il Mérite Culinaire, l’Académie Culinaire Suisse premia personalità che lasciano un segno nella gastronomia svizzera e contribuiscono a valorizzare la cultura culinaria del Paese.

Sulla persona

Paolo Loraschi è responsabile della produzione, Maître Créateur e vicedirettore della Confiserie Al Porto di Tenero. Attivo nella formazione professionale e coach ai World Skills, contribuisce da anni alla promozione della confetteria svizzera.

Heinz Gehrig verhalf Ungelernten und Asylsuchenden zu einer beruflichen Zukunft. Wie heisst der Lehrgang?

A) Perfecto B) Progresso C) Riesco

Das Thermalbad Aquarena fun bietet mit einem Aussen- und einem Innenbereich abwechslungsreiche Erlebnisse für die ganze Familie. Für Wasserfans gibt es im 35 Grad Celsius warmen Thermalwasser nicht nur ein Flussbad, sondern auch einen Whirlpool und eine 65 Meter lange Grottenrutsche. Auf Geniesser und Geniesserinnen w arten wohltuende Unterwasserm assagedüsen und sanfte Wasserfallduschen. Ebenfalls für Entspannung sorgen ein duftendes

Inhalatorium sowie mehrere Wohlfühlliegen. Sportliche Gäste begeistert das 25-Meter-Schwimmbecken. Die Thermalbäder im Bad S chinznach sind täglich von 8 bis 22 Uhr geö net.

Einsendeschluss ist der 29. Juni 2026

S enden Sie Ihre Antwort an: Redaktion H otellerie Gastronomie Zeitung, PF 3027, 6002 Luzern, oder mit einer Mail an: wettbewerb-hgz@hotellerie-gastronomie.ch

Die Gewinnerin aus Ausgabe Nr. 12/26 ist Francesca Anselmi, Kriens/LU.

HOTELLERIE GASTRONOMIE ZEITUNG

CXLI. JAHRGANG

IMPRESSUM

Herausgeberin

Hotel & Gastro Union

Adligenswilerstrasse 22

6006 Luzern

Tel. 041 418 22 22 (Geschäftsstelle Luzern) Tel. 021 616 27 07 (Geschäftsstelle Lausanne) info@hotelgastrounion.ch hotelgastrounion.ch

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Hotellerie Gastronomie Verlag Adligenswilerstrasse 22 6006 Luzern Tel. 041 418 24 44 info@hotellerie-gastronomie.ch hotellerie-gastronomie.ch

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Hotellerie Gastronomie Zeitung

Die Hotellerie Gastronomie Zeitung ist die auflagenstärkste und meistgelesene Zeitung im Schweizer Gastgewerbe. Mit einer von der Werbemedienforschung (WEMF) beglaubigten Auflage von 23 881 und ihren a usgewiesenen Mehrfachlesern erreicht die Zeitung in der ganzen Schweiz wöchentlich über 125 000 Fachpersonen aus dem Gastgewerbe und seinen artverwandten Branchen. Die Druck a uflage beträgt d urchschnittlich 28 823 Exemplare (deutsch/französisch)

Hotellerie Gastronomie Magazin

Mit den zweisprachigen Magazinen, die vier Mal im Jahr in Deutsch und Französisch erscheinen, betrat der Hotellerie Gastronomie Verlag 2011 verlegerisches Neuland. Diese hochwertigen, monothematischen Gastrozeitschriften kommen wie Lifestyle-Magazine für den Endkonsumenten daher, richten sich aber ausschliesslich an den Branchenprofi. Jede Ausgabe fokussiert dabei auf ein bestimmtes Fachthema. Die Magazine werden der Hotellerie Gastronomie Zeitung lose beigelegt. Dadurch werden sie zielgruppenorientiert in der Branche diffundiert. Die Druckauflage beträgt durchschnittlich 3 1 500 Exemplare (deutsch/französisch).

Nonostante il traguardo, Paolo Loraschi continua a voler superare sé stesso. PGC

... w eil die HGU uns Fachkräfte zusammenbringt. »

Heinz Vorhofer, 2003 gewannen Sie den Swiss Culinary Cup. Als Pokal gab es damals einen geschnitzten Koch. Wo steht die Holzfigur heute? Sie hat bis heute einen ganz besonderen Ehrenplatz bei uns zu Hause und steht im Eingangsbereich zu unserem Wohnzimmer. Die SCC-Teilnahme und der Sieg waren der Startschuss für meine Leidenschaft und mein Interesse an der Kochkunst – eine Begeisterung, die mich dann über zehn Jahre lang begleitet hat.

2003 wurden Sie Mitglied der Hotel & Gastro Union. Was waren damals Ihre Beweggründe?

Der Auslöser war ganz klar meine Teilnahme am Swiss Culinary Cup. Dieser Wettbewerb hat in mir den Wunsch geweckt, ein aktiver Teil der Schweiz Gastronomie zu werden und in der Gemeinschaft etwas bewegen zu können. Ich finde es einfach grossartig, dass es einen solchen Verband gibt, der uns Fachkräfte zusammenbringt und unterstützt. Es gibt eine Plattform, um immer wieder neue Leute kennenzulernen und sich auszutauschen. Müsste ich mir so ein Umfeld selber erarbeiten, wäre das schwierig.

Also eine gute Entscheidung?

Es war die beste Entscheidung! Seit meinem Beitritt zur HGU, zum Schweizer Kochverband, haben sich mir grossartige Chancen geö net. Ob durch das starke Netzwerk, die Weiterbildung zum Gastronomiekoch mit eidgenössischem Fachausweis oder die Wettbewerbe mit der Kochnationalmannschaft – jeder Schritt hat mich weitergebracht. Dass ich heute über dieses Netzwerk als Experte die L ernenden- und Che och-Prüfungen abnehmen darf, erfüllt m ich mit Stolz. Es freut mich, unsere Branche mitzugestalten

und junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.

Viele Junge tun sich schwer mit einer Mitgliedschaft. Ja, junge Fachkräfte schrecken oft vor den Kosten zurück, weil sie den direkten Mehrwert nicht sehen. Zudem ist die HGU vielen nicht bekannt. Um die Jungen zu überzeugen, müssen wir ihre Sicht einnehmen: Es braucht gezieltes, modernes Marketing auf Augenhöhe und spürbare Vorteile. Das erreichen wir durch coole Events, die eine echte Plattform für das Networking bieten. Es braucht aber auch Unterstützung bei der Karriereplanung. Wenn wir zeigen, dass die HGU ein aktiver, nahbarer Partner für das eigene berufliche Weiterkommen ist, relativieren sich auch die Kosten.

Ihre Tochter ist seit 2024 Detailhandelsfrau Bäckerei/ Konditorei/Confiserie und Beratung. Ist sie auch Mitglied? Vor kurzem habe ich erfahren, dass sie die Möglichkeit hat, der HGU beizutreten. Sie wird sich gerne informieren. JÖRG RUPPELT

Heinz Vorhofer

Der gebürtige Österreicher war Mitglied des Regionalteams des Cercle des Chefs de Cuisine Zürich und von 2013 bis 2015 Mitglied der Schweizer Kochnationalmannschaft. Er ist Gastronomiekoch FA und als Küchenchef der Zollinger Stiftung in Forch/ZH tätig.

Scannen und mehr erfahren: Mitgliedschaft der HGU

Netzwerke(n)

Zürich & Ostschweiz

in den Regionen

Oberwallis & Zentralschweiz

Bern & Nordwestschweiz

Stammtisch im Restaurant Boilerroom in Winterthur/ZH

Der Vorstand der Hotel & Gastro Union, Region Zürich-Ostschweiz, lädt die Mitglieder – und Gastgewerbler, die Mitglied werden wollen – herzlich zum nächsten Stammtisch ein. Dieser findet im Restaurant Boilerroom in Winterthur statt. Neben spannenden Einblicken bietet er viel Raum für Austausch unter Berufskolleginnen und -kollegen und schafft die Gelegenheit zum Networking.

Wann und Wo?

Dienstag, 23. Juni 17.30 bis 19.00 Uhr

Restaurant Boilerroom, Im Kesselhaus, Zürcherstrasse 1+3, 8400 Winterthur.

Ab Parkhaus Kesselhaus und Bahnhof Winterthur ist das Restaurant Boilerroom in nur drei Gehminuten erreichbar.

Anmelden hotelgastrounion.ch (Events)

Kosten

Alle Konsumationen gehen zulasten der Teilnehmenden.

Hinweis

Die Stammtische der HGU-Regionen finden in regelmässigen Abständen statt. An spannenden Orten kann man Neues entdecken und sich an einem geselligen Abend in guter Gesellschaft vernetzen. Jede Region verfügt über eine Whats-App-Gruppe, in der die Termine bekanntgegeben werden. Informationen finden sich auch auf der HGU-Website.

Minigolfplausch auf der Anlage in Sempach/LU

Nach einem gemeinsamen Apéro messen sich die Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region Oberwallis-Zentralschweiz, bei einer Runde Minigolf, egal ob mit viel Ehrgeiz oder einfach zum Spass. Im Anschluss lassen die Teilnehmenden den Abend im gemütlichen Bistro entspannt ausklingen.

Wann und Wo? Mittwoch, 15. Juli 18.00 Uhr Eintreffen 22.00 Uhr Ende der Veranstaltung Minigolf Sempach, Eicherstrasse, 6204 Sempach.

Die Minigolfanlage ist in nur wenigen Gehminuten ab Haltestelle «Sempach Stadt, Meierhöfli» oder «Parkplatz Dreiangel» erreichbar.

Anmelden hotelgastrounion.ch (Events)

Kosten

Für Mitglieder und Lernende werden der Aperitif und das Minigolf-Equipment von der Region übernommen. Nichtmitglieder bezahlen 15.00 Franken. Individuelle Konsumationen im Bistro erfolgen auf eigene Kosten.

Hinweis

Die Hotel & Gastro Union ist die Berufsorganisation der Gastrobranche und setzt sich zusammen mit den Mitgliedern der fünf Berufsverbände aktiv für das Netzwerk, die Bildung und die Sicherheit ein.

Big Green Egg – Grillkurs mit Harry Pfändler

Mitglieder der Hotel & Gastro Union, Region Bern-Nordwestschweiz, erleben einen exklusiven Event mit Harry Pfändler. Dabei entdecke sie die vielseitigen Möglichkeiten des Grillierens mit dem «Big Green Egg». In diesem praxisnahen Workshop lernen die Teilnehmenden verschiedene Techniken kennen. Dazu gehören Low & Slow, Räuchern oder die Kombination von Sous-vide und Grillieren. Natürlich können die Teilnehmenden diese Techniken auch gleich anwenden. Im Fokus stehen das gemeinsame Ausprobieren, der Austausch und neue Inspiration für den Küchenalltag. Die zubereiteten Speisen geniessen die Köchinnen und Grillmeister anschliessend gemeinsam bei einer gemütlichen Tavolata.

Wann und Wo?

Dienstag, 25. August 18.00 Uhr Eintreffen 18.30 Uhr Aperitif und Einführung 19.00 Uhr Workshop 21.00 Uhr Abendessen Pfändlers Ladä, Poststrasse 1, 5412 Gebenstorf/AG.

Die Haltestelle «Gebenstorf, Alte Post» befindet sich direkt neben dem Veranstaltungsort. Parkplätze sind in der Umgebung ausreichend vorhanden.

Anmelden hotelgastrounion.ch (Events)

Kosten

Lernende gratis Mitglieder Fr. 98.00 Nichtmitglieder Fr. 129.00

ZAGG 2026

Der Tre punkt für Gastronomie und Hotellerie.

Neue Trends, starke Partner und frische Ideen aus der Branche. MESSE LUZERN 25. – 28. OKTOBER 2026

«Das Rezept» des Richemont Kompetenzzentrums Luzern i nspiriert zu neuen Interpretationen.

RETO FRIES «WEITERBILDUNG HAT IHREN PREIS»

Die Richemont Fachschule Luzern passt per 1. Juli ihre Kurspreise an. Direktor Reto Fries erklärt, weshalb der Schritt nötig ist und welche Folgen er für die Betriebe hat.

Weshalb passt die Richemont Fachschule die Kurspreise an?

Was bedeutet das für Mitglieder des Schweizerischen Bäcker-ConfiseurmeisterVerbands SBC?

Mitglieder profitieren weiterhin gegenüber Nichtmitgliedern. Der Mehrwert der SBC-Zugehörigkeit bleibt also klar spürbar. Uns ist wichtig, dass Weiterbildung für die Branche zugänglich bleibt und Betriebe ihre Mitarbeitenden weiterhin gezielt fördern können.

Bleibt das Bildungsangebot trotz der Preisanpassung gleich breit?

Rezept-Tipp:

Beef Brisket Brioches

Zutaten für 30 Stück

Black-Brioches-Brötchen (2105 g)

7 25 g Weizenmehl 400

1 85 g Weizenvollkornmehl

1 5 g P flanzenkohle

9 5 g Z ucker

4 5 g B ackhefe

5 55 g E ier

4 65 g B utter

2 0 g S peisesalz

Tomaten-Chili-Butter (200 g)

1 70 g B utter

1 5 g Tomatenpüree

5 g Tabasco, rot

5 g P aprikapulver, mild

5 g S peisesalz a lles zusammenmischen

BBQ-Sauce (629 g)

1 5 g O livenöl

8 0 g T K-Zwiebeln, gehackt

2 0 g T K-Knoblauch, gehackt

2 0 g Tomatenpüree

3 50 g Tomaten, Passata

6 0 g A pfelessig

3 0 g R ohr-Rohzucker

1 0 g D ijon-Senf

1 5 g S ojasauce

2 g S peisesalz

2 g Pfeffer, schwarz, gemahlen

5 g G rillsmoke, Flüssigrauch

1 5 g P aprika, geräuchert

5 g K akaopulver, 20–22 %

Beef Brisket (1232 g)

1200 g R inds-Brustkern

2 0 g G ewürzsalz

4 g Zwiebeln, Granulat

4 g K noblauchpulver

4 g G rillsmoke, Flüssigrauch

Beef Brisket Brioches Zutaten

4 00 g C hicorée, Blätter

Black-Brioches-Brötchen

Zutaten (220 g)

1 00 g Weizendunst, zum Aufarbeiten

9 0 g E iweiss, zum Bestreichen

3 0 g S esam, schwarz, ganz, zu m Bestreuen

Zubereitung

Beef Brisket herstellen Gewürze und Flüssigrauch zusammenmischen und das Fleisch damit rundherum einreiben. Fleisch vakuumieren und über Nacht im Kühlraum marinieren lassen. Fleisch aus dem Vakuumbeutel nehmen und in eine Gastroschale legen. Bei 110 °C für 5–6 Stunden niedergaren (gewünschte Kerntemperatur: 90 °C). Direkt in dünne Tranchen schneiden und weiterverarbeiten oder abkühlen lassen, portionieren und vakuumieren.

Black-Brioches-Teig

Pflanzenkohle mit den Mehlen trocken mischen. Zucker, Backhefe und Eier hinzufügen und zu einem Teig verarbeiten. Nach 3 Minuten die erste Hälfte Butter beigeben, nach weiteren 6 Minuten Salz. Teig plastisch kneten, dann die restliche Butter beigeben und fertigkneten.

Teigruhe: 60 Minuten bei Raumtemperatur, dann 12–15 Stunden bei 5 °C.

Brioches aufarbeiten Den Teig direkt aus dem Kühlraum in Brüche von 2100 g abwiegen und zugedeckt bei Raumtemperatur 1–2 Stunden akklimatisieren lassen. Anschliessend rund aufschleifen, Stränge von 40–45 cm Länge rollen und Kränzchen von Ø 8–9 cm flechten.

Stückgare: Teiglinge auf gefettete Bleche absetzen und zugedeckt ca. 45 Minuten bei Raumtemperatur gären lassen.

Backen

Die Oberfläche mit Eiweiss bestreichen und mit wenig schwarzem Sesam bestreuen (Bild 1). Bei 210 °C mit fallender Temperatur 12–14 Minuten backen und nach 3 Minuten Dampf zufügen.

BBQ-Sauce herstellen

In heissem Olivenöl die Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenpüree andünsten. Mit Apfelessig ablöschen. Passierte Tomaten und übrige Zutaten beigeben und ca. 10 Minuten auf kleiner Stufe einkochen. Eingedickte Sauce fein pürieren.

Füllen

Die unteren Hälften der BriochesBrötchen dünn mit Tomaten-ChiliButter bestreichen und mit 15 g Chicoréeblättern belegen. Das zerkleinerte Beef Brisket mit der BBQ-Sauce vermischen (Bild 2) und je 50 g auf den Chicorée geben (Bild 3). Den Brötchendeckel auflegen.

Zeitplanung

Zubereitung: ca. 95 Minuten; Ruhe-/Gärzeit: 17–18 Stunden; Backzeit: 12–14 Min. / 210 °C

Nährwerte je 100 g

Energiewert 1213 kJ/290 kcal Fett 19 g, davon ges. Fettsäuren 9,8 g; Kohlenhydrate 20 g, davon Zucker 3,9 g; Protein 10 g; Salz 1,1 g

Die Richemont Fachschule hat ihre Kurspreise über viele Jahre stabil gehalten. Rückblickend muss man sagen: zu stabil. Eine sorgfältige Vollkostenanalyse hat gezeigt, dass die tatsächlichen Kosten für qualifizierte Fachlehrpersonen, Infrastruktur, Materialien und Administration mit den bisherigen Preisen nicht mehr gedeckt sind. Wenn wir unsere Rolle als Kompetenzzentrum der Branche auch langfristig wahrnehmen wollen, müssen wir in Qualität, Fachkompetenz und ein für alle zugängliches Bildungsangebot investieren können.

Wie wurden die neuen Preise festgelegt?

Wir befinden uns aktuell mitten in einem Strategieprozess und prüfen verschiedene Massnahmen. Eine davon ist die Überprüfung der Kurspreise auf Basis einer konsequenten Vollkostenkalkulation. Dabei haben wir auch den Markt angeschaut. Ein Vergleich mit anderen Schweizer Bildungsanbietern zeigt, dass vergleichbare Tageskurse zwischen 425 u nd 700 Franken kosten. Die neuen Preise der Richemont Fachschule Luzern bewegen sich in diesem Rahmen.

Was ändert sich konkret?

Wir passen per 1. Juli die Preise für die Fachkurse der Produktion bei den Halbtages-, Tages- und Mehrtageskursen an. Wichtig ist aber zu sagen: Die AVE*-Subjektfinanzierung über den GAV**-Bildungsbeitrag bleibt vollumfänglich bestehen. Sie reduziert die effektiven Kosten für die Betriebe weiterhin deutlich.

Ja. Das Bildungsangebot bleibt in seiner ganzen Breite bestehen. Dazu gehören Präsenzkurse in unseren modernen Produktionsund Kursräumen in Luzern und Yverdon-les-Bains/VD, praxisnahe Schulungen und Beratungen d irekt in den Betrieben, Onlinekurse und Fachinhalte auf Richemontplus sowie unsere telefonischen Fachauskünfte. Gerade diese schnellen und unkomplizierten Antworten für den Alltag in der Backstube werden von vielen sehr geschätzt.

Welche Rolle soll die Richemont Fachschule künftig für die Branche spielen?

Unser Bekenntnis zur Branche bleibt unverändert. Wir entwickeln bedarfs- und zielgruppengerechte Aus- und Weiterbildungsformate, die moderne Unterrichtsmethoden nutzen und eine lebenslange Karriereentwicklung ermöglichen – vom Berufseinstieg bis zur höheren Berufsbildung. Gleichzeitig verbinden wir traditionelle Herstellungsmethoden gezielt mit Innovation. So können wir Produkte und Verfahren weiterentwickeln, die handwerklichen Werte bewahren und zugleich am Markt gefragt sein. Was müssen Betriebe nun beachten?

Alle Anmeldungen, die vor dem 1. Juli 2026 eingehen, profitieren noch von den aktuellen Preisen. Wer also bereits eine Weiterbildung plant, meldet sich am besten frühzeitig an. (RED/ADE)

*Allgemeinverbindlichkeitserklärung **Gesamtarbeitsvertrag

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