Auf einen Blick
Wir bedanken uns für das Vertrauen unserer Patientinnen, Patienten und Partner sowie für das Engagement aller Mitarbeitenden im vergangenen Jahr.
JAHRESBERICHT HFR 2012
Danke
Medizinischer Fortschritt beginnt jeden Tag neu Jahresbericht 2012
Zukunft lebenswert gestalten: Für Menschen, Tag für Tag. Dafür ändern wir uns und ergreifen wir Chancen, die sich bieten. Und diesen Weg gehen wir weiter.
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6–27 Lagebericht 6-9 Wortwechsel 10-14 Unser Spital im Jahr 2012 15–27 Unsere Spitalleitung
Danke
28–59 Mitten im HFR 30-31 Fragen an den Präsidenten des Ärztekollegiums 32-59 Hinter den Kulissen der medizinischen Departemente
61–73 Finanzbericht 62-63 Jahresrechnung 64 Bilanz 66–73 Bericht der Revisionsstelle
74–80 Spitaltätigkeit Spitalstatistiken
82–85 Unser Personal Personalstatistiken
86-90 Publikationen Publikationsliste der medizinischen Departemente
Inhaltsverzeichnis
Wir bedanken uns für das Vertrauen unserer Patientinnen, Patienten und Partner sowie für das Engagement aller Mitarbeitenden im vergangenen Jahr.
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3’000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (für 2’173 Vollzeitäquivalente), aus mehr
als 50 Ländern und mit einem Frauenanteil von 75 Prozent
Herausgeber freiburger spital (HFR) Konzept/Gestaltung www.millefeuille.ch Textkantine Texte Fachstelle Kommunikation HFR Jean-Christophe Emmenegger, freier Journalist
89’007 Patientinnen und Patienten (2011 waren es 84’615, plus
5 Prozent). Mehr als ein Viertel der Freiburgerinnen und Freiburger wandten sich 2012 an das HFR.
Fotos Martine Wolhauser Walter Imhof Charly Rappo Christoph Schütz
20’578 hospitalisierte Patientinnen und Patienten (2011 waren es 20’504),
Kennzahlen zum freiburger spital Das HFR 2012
davon 18’735 in der Akutpflege und 1’841 in der Rehabilitation
Übersetzung Übersetzungsdienst HFR CLS Communication Claudia Grosdidier Laure Hoffmeyer Aurelia von Zeerleder Rosi Widmer Druck Paulusdruckerei, Freiburg
600 Betten davon 324 am HFR Freiburg – Kantonsspital
360’602 ambulante Behandlungen Wachstum um 10 Prozent Ein Budget von 430 Millionen Franken 68’597 Notfallaufnahmen (2011 waren es 65’816, +4,2 Prozent) 3
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Wortwechsel
2012, ein Jahr der Neuorientierung Für das freiburger spital (HFR) stand das Jahr 2012 ganz im Zeichen der Neuorientierung. Im Fokus standen die Umsetzung der kurz- und mittelfristigen Massnahmen zur Effizienzsteigerung und für eine bessere Leistungsqualität sowie Überlegungen zur Langzeitstrategie für eine sichere und beständige Zukunft. Rückblick auf die Meilensteine des vergangenen Betriebsjahres und Ausblick auf die Zukunft mit Philippe Menoud, Präsident des Verwaltungsrats, und Pauline de Vos Bolay,
Lagebericht Wortwechsel
Generaldirektorin.
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Philippe Menoud, Ihr erstes Jahr an der Spitze des Verwaltungsrats des freiburger spitals war nicht ganz einfach ... Das HFR muss neu ausgerichtet werden. Ich war mir des Umfangs der Aufgabe bewusst, auch wenn mich der Medienrum mel etwas überrascht hat. Mit den anderen Mitgliedern des Verwaltungsrats und mit der Unterstützung des Direktionsrats haben wir im Interesse des Kantons, der Freiburgerinnen und Freiburger sowie deren Kinder dem HFR eine neue Ausrichtung verliehen.
Und Sie, Pauline de Vos Bolay, waren Sie, als Sie im April 2012 Ihr Amt angetreten haben, auf so arbeits intensive Monate vorbereitet? Ich schliesse mich Herrn Menoud an. Da die Problematik bekannt war, nämlich die neue Spitalfinanzierung, war ich gefasst auf die arbeitsintensiven Monate. Überrascht war ich jedoch, wie gefühlsgeladen auf unsere Besorgnisse reagiert wurde.
Die Ankündigung, dass der Haushalt 2012 ein Defizit von 15 Millionen Franken aufweist, war nur die erste einer ganzen Reihe von Hiobsbot schaften ... PM. Das Defizit – das entgegen dem neuen Kantonsgesetz über die Spitalfinanzierung mehr als drei Prozent des Gesamtaufwands beträgt – hat die Reformbestrebungen eingeleitet. Der Fehlbetrag von 15 Millionen Franken war nur die
Spitze des Eisbergs: Ohne den Beitrag des Staats Freiburg in Höhe von 50 Millionen Franken zur Übergangsfinanzierung hätte das Defizit 65 Millionen betragen, das sind 15 Prozent des Gesamtaufwands. Je nach Entwicklung der Finanzplanung des Staats Freiburg könnte die Übergangsfinanzierung in den kommenden Jahren in Frage gestellt werden. Die Lage des HFR bleibt also heikel. Der Direktionsrat ist bestrebt, die Finanzierungslücke jährlich um mindestens fünf Millionen Franken zu reduzieren. Die Arbeit im öffentlichen Dienst ist nicht unvereinbar mit der Ausarbeitung dringend erforderlicher Massnahmen, die den Einsatz der Ressourcen effizien ter gestalten. Das geschieht auch im Interesse der Staatsfi nanzen und des Staatsbetriebs. Ausserdem muss genauer bestimmt werden, was gemeinwirtschaftliche Leistungen eigentlich sind, damit diese dann fest vom Kanton finanziert werden. PDVB. Im Budget 2012 fehlten in der Tat 15 Millionen Franken. Aber wenn wir die Angelegenheit bis zum Ende durch denken, hätten wir auch einen Fehlbetrag von 65 Millionen ankündigen können. Warum sind wir plötzlich von einem ausgewogenen Budget in die roten Zahlen abgerutscht? Weil das System bis 2011 und die neue Spitalfinanzierung, die seit dem 1. Januar 2012 in Kraft ist, wesentliche Unterschiede aufweisen. Bis zum 31. Dezember 2011 deckte ein Globalbudget den Spitalbetrieb, seit dem 1. Januar 2012 kaufen die Krankenversicherer und der Staat Freiburg einzelne Leistungen. Der Preis der Leistungen wird mit den Krankenversicherern ausgehandelt. Die Kostenstruktur des HFR ist jedoch im Landes vergleich ungünstig. Der Druck auf die Preise wird stark bleiben, bis es dem HFR gelingt, durch tiefgreifende Reformen die Effizienz zu steigern und so wieder ein ausgewogenes Ergebnis zu erzielen. Der Verwaltungs- und der Direktionsrat wussten, wie problematisch dieser Fehlbetrag von 15 Millionen Franken ist, und suchten deshalb sofort nach Lösungen, um das Defizit einzugrenzen. In der Folge wurden kurz- und mittelfristiger Massnahmen getroffen. Warum sind diese Massnahmen nötig? PM. Wir konnten nicht tatenlos zusehen, wie ein Gesetz, das beinahe einstimmig von den Mitgliedern des Grossen Rats verabschiedet wurde und sehr strenge Regeln einführt, bereits im ersten Jahr nicht eingehalten wird! Dann stellte sich natürlich die Frage, wie wir die Öffentlichkeit über die Auswirkungen der kurz- und mittelfristigen Massnahmen informieren sollten. Nachdem sich die Wogen der Entrüstung etwas geglättet und wir unser Vorgehen wiederholt erklärt hatten, konnten wir allmählich unsere Pläne umsetzen, obwohl das am Anfang äusserst schwierig schien. Diese Massnahmen müssen getroffen werden, wenn wir uns an den rechtlichen Rahmen halten wollen. Wir haben aber schnell gesehen, dass wir auch eine langfristige Strategie benötigen.
Lagebericht
Könnten Sie das Jahr 2012 in wenigen Sätzen oder einer Momentaufnahme zusammenfassen? Philippe Menoud (PM). «Sie glauben es nicht, aber Sie werden jeden Tag vom freiburger spital hören.» Dieser Satz wurde im April am Rand der Medienkonferenz über den Jahresabschluss 2011 ausgesprochen, in deren Rahmen mitgeteilt wurde, dass 15 Millionen Franken für die Finanzierung des Spitals im Jahr 2012 fehlen. Das war meines Erachtens der Höhepunkt des Jahres, aus dem sich dann alles andere ergab. Die Journalist innen und Journalisten waren damals überrascht. Heute ist es nicht mehr nötig, sie daran zu erinnern, wir kritisch die Lage des HFR ist. Das Problem ist zwar noch nicht gelöst, aber immerhin bekannt. Pauline de Vos Bolay (PDVB). 2012 war ein Jahr der Neuaus richtung. Wenn wir es so betrachten, dann war es ein erfolgreiches Jahr. Auch wenn die Neuausrichtung nicht immer so schnell fortgeschritten ist, wie wir es uns gewünscht hätten, so hat sie doch eindeutig begonnen. Aus dem Blickwinkel des Spitalbetriebs war jedoch 2012 ein ganz normales Jahr. Deshalb fühlen wir eine gewisse Diskrepanz zwischen der Notwendigkeit, möglichst schnell die Reformen durchzuziehen und das HFR von morgen aufzubauen, und dem Spital, das weiterhin täglich seine Rolle als medizinische Einrichtung im Dienst der Patientinnen und Patienten erfüllt.
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Hatten diese Massnahmen die erwartete Wirkung auf das Jahresergebnis 2012? PM. Das ursprünglich vorgesehene Defizit wurde schliesslich um mehr als die Hälfte gesenkt (5,4 Millionen Franken), wo durch auch die Übergangsfinanzierung reduziert werden konn te. Dabei handelt es sich jedoch um rein rechnerische Aspek te. Andere Elemente, die auf das Finanzergebnis einwirken, zeigen, dass sich das HFR auf dem richtigen Weg befindet. So zum Beispiel die verbesserte durchschnittliche Aufent haltsdauer und Bettenauslastung. Die dem Verwaltungsrat re
gelmässig vorgelegten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen weisen ebenfalls auf eine Verbesserung der Lage hin. Diese Entwicklung muss nun gefördert werden. PDVB. Ohne die kurz- und mittelfristigen Massnahmen und die Mehreinnahmen im ambulanten Bereich, die auf den Zu wachs der Tätigkeit und eine bessere Fakturierung zurückzu führen sind, wäre der Fehlbetrag 2012 viel höher gewesen. In Zukunft werden die Erträge automatisch steigen, wenn das Spitalgeschäft anzieht. Die Eingrenzung der Kosten ist eine besonders wichtige Herausforderung des HFR. Deshalb stel len wir uns ständig die Frage: Was könnte die Effizienz weiter steigern? Abgesehen von diesem leicht positiven Trend, wie sehen die finanziellen Aussichten des HFR aus? PM. Die Lage bleibt schwierig. Trotz der Bestrebungen, die Ef fizienz zu steigern, ist das HFR nicht gegen externe Einflüsse gefeit. Der Wettbewerb mit anderen Spitälern ist hart, in Frei burg und ausserhalb des Kantons, schliesslich liegt das HFR zwischen zwei Universitätsspitälern. Wenn das HFR seinen Weiterbestand sichern und vor dem Hintergrund dieser bei den Kompetenzzentren eine herausragende Rolle spielen will, muss es leistungsfähig bleiben. PDVB. Der finanzielle Ausblick bleibt düster. Die Lage ist nicht erfreulich, besonders in Bezug auf die Stellungnahme des Preis
gesehen, hat das HFR in anderen Bereichen ebenfalls Fortschritte erzielt? PDVB. Es wurden enorm viele Projekte gleichzeitig umgesetzt. Es ist schwierig, sie alle zu nennen. Zum Beispiel die Ausarbei tung des Auftrags, der Vision und der Werte des HFR. Diese Ar beit, die etwas abstrakt anmuten mag, ist wesentlich, weil sie das Fundament zu unserem Spital legt, auf dem unsere prio ritären Projekte aufbauen. Ich möchte auch die umfassende Neuorganisation des Spitals erwähnen, die zur einheitlichen Verwaltung der Operationszentren und der Gründung stand ortübergreifender Abteilungen führte. Oder die enge Zusam menarbeit zwischen dem Ärztekollegium und der Direktion des HFR, die für die Betriebsführung des Spitals wesentlich ist.
überwachers. Über unserem Haupt schwebt das Damokles schwert. Solang das HFR seine Lage in Bezug auf die Über gangsfinanzierung und den Fehlbetrag nicht saniert, bleibt die Situation besorgniserregend. Deshalb ist es ja so wichtig, schnell eine langfristige Strategie zu bestimmen, die das Spi tal klar positioniert. Je länger wir zögern, desto schneller sinkt die Wettbewerbsfähigkeit des HFR.
Lagebericht Wortwechsel
Sprechen wir über die langfristige Strategie. Welche wesentlichen Ziele verfolgt sie? PM. Sie soll garantieren, dass es künftig in Freiburg ein von allen anerkanntes leistungsfähiges öffentliches Spital gibt, das eine klare Zukunftsvision verfolgt. Wir könnten uns die Frage stellen, ob das HFR sich nicht grösseren Spitälern an schliessen und abgesehen von einigen dezentralisierten Ab teilungen als Tor zu den grösseren Einrichtungen dienen soll te. Der Verwaltungsrat ist nicht dieser Meinung. Ein Kanton mit bald 300’000 Einwohnerinnen und Einwohnern braucht ein starkes, nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Spi tal, das den Bedürfnissen der Bevölkerung nachkommt. PDVB. Die langfristige Strategie soll auch den gesellschaft lichen und medizinischen Entwicklungen entsprechen, weil sie die Spitalorganisation immer stärker beeinflussen: Bevöl kerungswachstum und Überalterung, Ärztemangel, vor allem bei den Hausärztinnen und -ärzten, immer schwieriger werden de Rekrutierung von Fachärztinnen bzw. -ärzten und Pflege fachkräften, allmähliche Spezialisierung der Medizin. Von den strategischen Überlegungen ab-
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Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden, um den Fortbestand des HFR zu garantieren? PM. Wir müssen ihnen vor allem danken, dass sie in diesem bewegten Rahmen die Patientinnen und Patienten so gut be treuen. In den kommenden Monaten werden wir hoffentlich weniger über Politik, Emotionen, Regionen und dafür mehr über die – anerkannten – Kompetenzen der Ärzteschaft und das Know-how der Mitarbeitenden sprechen. Ohne diese Stär kung des Rückgrats seitens der Mitarbeitenden können die Pro jekte des Verwaltungs- und der Direktionsrat nicht umgesetzt werden. Die erfolgreiche Umsetzung der langfristigen Strate gie setzt die Unterstützung aller Mitarbeitenden voraus. PDVB. Ich schliesse mich den Worten von Herrn Menoud an. Herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden, die fast 150 verschie dene Berufe ausüben. Ohne sie könnten wir nichts unterneh men. Ihre Begeisterung und ihr Engagement sind unerlässlich, um den Fortbestand und den Erfolg des HFR zu gewährleisten.
Wortwechsel Lagebericht
PDVB. Die kurz- und mittelfristigen Massnahmen entspre chen dem gesunden Menschenverstand, sie wurden von den Mitgliedern des Direktionsrats, die in engem Kontakt mit den Teams vor Ort stehen, ausgearbeitet und erörtert. Aber neben den betriebswirtschaftlichen Überlegungen des Tagesgeschäfts müssen wir auch an die langfristige Zukunft des HFR denken. Die langfristige Strategie bestimmt die Ausrichtung des HFR in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren. Alle Entscheidungen, die zu einer vernünftigen Betriebsführung beitragen und in den kommenden Monaten und Jahren getroffen werden, müssen auf diese langjährige Strategie abgestimmt sein. Ziel ist es, ein Spital aufzubauen, das die gesamte Bevölkerung rund um die Uhr medizinisch versorgt und dabei mit Ausnahme hoch spezialisierter Eingriffe ein breitgefächertes Spektrum hoch wertiger medizinischer Leistungen abdeckt.
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Unser Spital im Jahr 2012
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Die HĂśhepunkte Monat fĂźr Monat
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• Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat ernennt Philippe Menoud zum Verwaltungsratspräsidenten des freiburger spitals. Er ersetzt Anne-Claude Demierre, Staatsrätin, Direktorin für Gesundheit und Soziales. Der Verwaltungsrat des HFR setzt sich von nun an aus neun und nicht mehr elf Mitgliedern zusammen.
• Neue Generaldirektorin Pauline de Vos Bolay nimmt am 2. April ihre Tätigkeit als Generaldirektorin des HFR auf. Sie ist die Nachfolgerin von Hubert Schaller, der bekannt gab, im September frühzeitig in Pension zu gehen.
• Neonatologie - In der Kinderklinik des HFR Freiburg – Kantonsspital können von nun an Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche und nicht mehr erst ab der 34. Woche versorgt werden.
• Titularprofessur - PD Dr. med. Henri-Marcel Hoogewoud, Chefarzt und Doyen des Departementes Radiologie, und PD Dr. med. Christian Chuard, Leitender Arzt Infektionskrankheiten, werden von der Universität Genf zu Titularprofessoren ernannt. • Bilanz 2011 - Dank der steigenden medizinischen Tätigkeit, vor allem im ambulanten Bereich, deckt der Ertrag den vollständigen Aufwand: Die Jahresrechnung schliesst mit einem Überschuss von 358’000 Franken. • Budget 2012 - Für das Jahr 2012 wird mit einem Defizit von 15 Millionen Franken gerechnet. Dieses negative Resultat wird einerseits wegen der gescheiterten Tarifverhandlungen mit den Versicherern und andererseits wegen der Einführung der neuen Spitalfinanzierung erwartet.
• Forschungstage - Die Forschenden der Universität Freiburg und die Ärzteschaft des HFR tauschen sich an den Forschungstagen vom 10. und 11. Mai aus. Somit soll die Vernetzung zwischen experimenteller und klinischer Forschung gefördert werden.
• Spitzentechnologie - Um stets eine medizinische Versorgung von höchstem Niveau zu bieten, wird die Abteilung Radio-Onkologie des HFR Freiburg – Kantonsspital mit neuen Bestrahlungsgeräten ausgestattet. Dazu gehört eine Tomotherapie-HD-Anlage der neuesten Generation. Somit ist das HFR das erste Spital der Schweiz, das über ein solches Gerät verfügt.
• Kurz- und mittelfristige Massnahmen - Der Staatsrat hält eine Medienkonferenz und reagiert so auf einen Parlamentarischen Vorstoss über die Strategie bezüglich des HFR. Der Verwaltungsrat stellt die kurz- und mittelfristigen Massnahmen vor, nämlich die Schliessung von 15 Betten in der Medizin am HFR Freiburg – Kantonsspital, die Schliessung des OP des HFR Tafers nachts und an Wochenenden, den Transfer zweier Betten in der Überwachungspflege von Tafers nach Freiburg und die Schliessung der verbleibenden zwei Betten in Tafers. Im HFR Riaz sollen die Betten der orthopädischen Chirurgie neu verteilt und die Tätigkeit im Bereich Gynäkologie nach Freiburg verlegt werden. Eine letzte Massnahme, über die der Staatsrat die Entscheidungsmacht hat, sieht die Schliessung des HFR Châtel-St-Denis vor. Mit diesen Massnahmen soll das angekündigte Defizit von 15 Millionen Franken aufgefangen werden.
• Medizinische Onkologie Die Abteilung medizinische Onkologie der Klinik für Innere Medizin des HFR Freiburg – Kantonsspital wird von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) als Weiterbildungsstätte der Kategorie A akkreditiert. Das freiburger spital (HFR) zählt nunmehr vier Kliniken, welche über diese höchste Anerkennung verfügen. Es spielt damit in der Schweizer Spitallandschaft eine immer wichtigere Rolle in der ärztlichen Weiterbildung.
• Rücktritt des Generaldirektors - Nachdem Hubert Schaller mehr als zwanzig Jahre für das öffentliche Spital in Freiburg tätig war, tritt der ehemalige Generaldirektor des HFR ab.
• Umbau HFR Meyriez-Murten Der Staatsrat genehmigt den Dekretsentwurf zuhanden des Grossen Rats über einen Beitrag an die Bau- und Umbauarbeiten des HFR Meyriez-Murten.
• Anerkennung der Sanitätsnotrufzentrale 144 Der Interverband für Rettungswesen anerkennt offiziell die Sanitätsnotrufzentrale 144 von Freiburg, die vom freiburger spital betrieben wird. Somit gehört sie nun zu einer der wenigen anerkannten Notrufzentralen, denn von den etwa 20 Zentralen, die es in der Schweiz gibt, sind lediglich sechs anerkannt. • Umbau HFR Meyriez-Murten Am 12. September genehmigt der Grosse Rat den Dekretsentwurf des Staatsrats über einen Beitrag an die Bau- und Umbauarbeiten des HFR Meyriez-Murten.
• Kurz- und mittelfristige Massnahmen - Das HFR kündigt an, die kurz- und mittelfristigen Massnahmen per 1. September 2012 umzusetzen. Die Schliessung des HFR Châtel-St-Denis wird beim Staatsrat offiziell beantragt.
12 • Murtenlauf - Zwanzig Läuferinnen und Läufer des HFR liefen am Firmencup des traditionsreichen Murtenlaufs um den Sieg. Die schnellsten platzierten sich auf Rang sechs von insgesamt 44 Teams. Zum ersten Mal trugen die Läuferinnen und Läufer die Farben des HFR. • Kardiologie - Um verengte Herzgefässe zu behandeln, setzt die Kardiologie-Abteilung des freiburger spitals seit Kurzem vollständig abbaubare Stents ein. Diese sollen in Zukunft die herkömmlichen Metallstents ersetzen. Das HFR ist eines von drei Zentren in der Schweiz, welche dieses hochmoderne Implantat für Patienten mit Herzinsuffizienz verwenden. • Strukturelle Reorganisation Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen wird zum Stellvertretenden Generaldirektor des HFR ernannt. Mit dieser Ernennung soll die Führung und Verwaltung des HFR wirtschaftliche und medizinische Aspekte künftig noch stärker vernetzen. Ausserdem wird eine siebte Direktion geschaffen – die Direktion für Verwaltung und Organisation (DVO) – mit Marc Devaud als Leiter.
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09 • Gynäkologie und Geburtenabteilung - Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Freiburg – Kantonsspital wird erneuert: Eine erste Renovationsrunde über fünf Monate beginnt. Für grösseren Patientenkomfort werden neue Räumlichkeiten eingerichtet.
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• « Bike to work » - Zum zweiten Mal in Folge macht das freiburger spital bei der Aktion Bike to work («Mit dem Velo zur Arbeit») von PRO VELO Schweiz mit. Mit fast 6700 zurückgelegten Kilometern radelt sich das HFR an die Spitze der 47 Freiburger Unternehmen, die am Wettbewerb teilnehmen.
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• Umbau HFR Meyriez-Murten Die Bürgerinnen und Bürger des Seebezirks billigen am 5. Februar den Kredit für den Um- und Neubau des HFR Meyriez-Murten mit einer Zustimmung von 88,31 Prozent.
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• VRE-Bakterien - Das Schutzdispositiv wegen der VREEpidemie (Vancomycin-resistenten Enterokokken) wird aufgehoben. Die Epidemie, die am Interkantonalen Spital der Broye (HIB) ausgebrochen war und sich auf das CHUV in Lausanne ausbreitete, ist unter Kontrolle.
• Neues Leistungsangebot Die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und das HFR präsentieren zusammen das Pilotprojekt für eine Abteilung zur vorübergehenden Aufnahme und Orientierung (AVAO). Mit dieser sollen ältere Menschen vorübergehend betreut werden, die nicht unmittelbar nach einem Spitalaufenthalt nach Hause können.
• Kurz- und mittelfristige Massnahmen - Am ersten September treten die Massnahmen in Kraft.
• Pädiatrie-Sprechstunde Ab 1. November wird am HFR Meyriez-Murten eine Pädiatrie-Sprechstunde angeboten. Mit diesem neuen Angebot soll der Mangel an Kinderärzten in der Region aufgefangen werden.
• Umbau HFR Meyriez-Murten Am 12. Dezember findet der Spatenstich für den Bau des Provisoriums statt. Die vorfabrizierte Konstruktion wird ab April 2013 die Permanence, das Labor, die Radiologie und die Sprechstunden beherbergen.
• Ideenbriefkasten - Das freiburger spital richtet einen Ideenbriefkasten ein. Auf diese Weise sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge einbringen können.
• OP - Um die medizintechnische Infrastruktur seiner OP-Trakte besser zu nutzen, schafft das HFR das neue Departement Operationszentren. Die Leitung für zentrale administrative Verwaltung der Operationsabteilungen an den Standorten Freiburg, Riaz und Tafers übernimmt Dr. med. Dominique Thorin. • Kurz- und mittelfristige Massnahmen - Der Staatsrat nimmt den Antrag auf Schliessung des HFR Châtel-St-Denis an. Die geriatrische Abteilung wird 2013 an das HFR Riaz verlegt, die Abteilung Palliativpflege bleibt noch etwa 12 bis 18 Monate im Vivisbachbezirk. • Auftrag, Vision, Werte Das freiburger spital macht sich Gedanken über seine Identität: Über die Definition seines Auftrags, seiner Vision und seiner Werte will das HFR einen roten Faden für sein zukünftiges Handlen schaffen. Die Umsetzung ist für 2013 vorgesehen.
• Langzeitstrategie Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie hinsichtlich der medizinischen Prioritäten werden vom Verwaltungsrat besprochen. Es werden noch weitere Analysen durchgeführt. Das Endresultat wird für Frühling/Sommer 2013 erwartet. • Budget 2013 - Der Verwaltungsrat stellt das Budget für 2013 auf. Es wird ein Defizit von 5,196 Millionen Franken erwartet.
Unser Spital im Jahr 2012 Lagebericht
Lagebericht Unser Spital im Jahr 2012
• Cardinal-Gelände - Das HFR spannt mit der Universität Freiburg zusammen und präsentiert am Ideenforum blueFACTORY (für die zukünftige Nutzung des Geländes der ehemaligen Cardinal-Brauerei in Freiburg) ein innovatives Konzept für ein Integratives Zentrum für Gesundheit.
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• Projekt «Bertigny III» Das Projekt kommt zum Abschluss. Die letzten Arbeiten bestanden darin, die rote Fassade neben dem Haupteingang des HFR Freiburg – Kantonsspital fertigzustellen. Zur Erinnerung: Das Projekt umfasste den Bau von sechs neuen Operationssälen, neuen Räumlichkeiten für die Hämodialyse und Büros für den Rechnungsdienst.
• « Teddybär-Spital » Das Teddybär-Spital, heiss beliebt bei den Kleinen, ist vom 15. bis 17. März geöffnet. Der Anlass, den Medizinstudierende der Universität Freiburg und das freiburger spital (HFR) gemeinsam organisieren, ist zum ersten Mal der grossen Öffentlichkeit zugänglich. Bis anhin war der Anlass Schülerinnen und Schülern vorbehalten.
• Weltkongress - Das HFR nimmt vom 20. bis 24. Mai in Genf am 5. Weltkongress für Pflegende aus dem französischen Sprachraum teil. Das HFR stellt bei dieser Gelegenheit sein Engagement in den Bereichen Pflegeforschung und Ausbildung von Pflegenden unter Beweis.
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01 • Neue Spitalfinanzierung Am ersten Januar wird die neue Spitalfinanzierung eingeführt. Damit gilt die freie Spitalwahl und das SwissDRG-Tarifsystem nach Fallpauschalen wird angewendet.
• Langzeitstrategie - Angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung und der besorgniserregenden Finanzsituation des HFR beschäftigt sich der Verwaltungsrat mit einer neuen Spitalorganisation. Diese basiert auf dem Prinzip: ein zentraler Standort für Akutmedizin, mehrere Standorte für Rehabilitation und geriatrische Medizin sowie mögliche Permanencen. Der Verwaltungsrat veranlasst eine Machbarkeitsstudie und will so in Erfahrung bringen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen ein solches Szenario bis 2022 umgesetzt werden könnte.
• Notfallstationen - Die erste Phase zur Vergrösserung der Notfallstationen am HFR Riaz ist beendet. Anfang 2014 sollen die Arbeiten zum Abschluss kommen.
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Organigramm am 31. Dezember 2012 Verwaltungsrat Präsident: Philippe Menoud
Büro des VR
Direktionsrat
Qualität Daniela Zahnd Generalsekretariat Sébastien Ruffieux Medizinische Direktion Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen
Die Höhepunkte Monat für Monat
Generaldirektion Pauline de Vos Bolay
Betriebskomitees
Unser Spital im Jahr 2012
Kommunikation Jeannette Portmann
Direktion für Wirtschaft Pierre-André Kolly
Direktion für Logistik Robert Overney
Lagebericht Organigramm
Ärztekollegium Klinikleitung Präsident: Prof. Dr. med. Emanuel Gautier
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Direktion für Personalwesen Annick Kalantzopoulos
Direktion für Verwaltung und Organisation Marc Devaud
Büro des Ärztekollegiums
Organigramm Lagebericht
Pflegedirektion Rodolphe Rouillon
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Mitglieder mit Stimmrecht Pauline de Vos Bolay Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen Rodolphe Rouillon Annick Kalantzopoulos Pierre-André Kolly Robert Overney Marc Devaud Vertreter mit beratender Stimme Sébastien Ruffieux
Generaldirektorin, Präsidentin Medizinischer Direktor Pflegedirektor Direktorin für Personalwesen Direktor für Wirtschaft Direktor für Logistik Direktor für Verwaltung und Organisation
Generalsekretär
Unser Direktionsrat
Unser Verwaltungsrat von links nach rechts: Pascal Corminboeuf, Anne-Claude Demierre, Dominik Lottaz, Philippe Menoud, Martine Morard, Christian Castella, Ursula Schneider Schüttel. Es fehlen auf dem Bild: Pierre Aeby, Jean-Pierre Montani
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Martine Morard Ursula Schneider Schüttel
Vertreterinnen und Vertreter mit beratender Stimme Pauline de Vos Bolay Prof. Dr. med. Bernard Vermeulen Dr. med. Stefan Goetz Prof. Dr. med. Emanuel Gautier Sara Selmi Francine Baechler-Tinguely Jeannette Portmann Sébastien Ruffieux Patrice Zurich Protokollführer Sébastien Ruffieux
Präsident, Wirtschaftsexperte und dipl. Buchprüfer Vizepräsident, Pflegeheim-Leiter, Alt Staatsrat Direktor der «Fédération patronale et économique» Alt Staatsrat Staatsrätin, Direktorin für Gesundheit und Soziales Arzt Professor an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg Juristin Rechtsanwältin
Generaldirektorin Medizinischer Direktor Vertreter der Ärzteschaft Vertreter der Ärzteschaft Personalvertreterin Personalvertreterin Kommunikationsbeauftragte Generalsekretär Vorsteher des Amtes für Gesundheit
Generalsekretär
Unsere Spitalleitung Lagebericht
Lagebericht Unsere Spitalleitung
Mitglieder mit Stimmrecht Philippe Menoud Pierre Aeby Christian Castella Pascal Corminboeuf Anne-Claude Demierre Dr. med. Dominik Lottaz Prof. Jean-Pierre Montani
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Prof. Bernard Vermeulen Medizinischer Direktor
Lagebericht Medizinische Direktion
Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Im Rahmen der kurz- und mittelfristigen Massnahmen wurde viel reorganisiert. Besonders ins Gewicht gefallen ist die Reorganisation der medizinischen Departemente, die zur Schaffung eines neuen Departements Operationszentren geführt hat. In Zusammenhang mit dem Leistungsangebot kann man die Einführung einer Pädiatrie-Sprechstunde am HFR MeyriezMurten erwähnen sowie die Teilnahme am Pilotprojekt «Eröffnung einer Abteilung zur vorübergehenden Aufnahme und Orientierung» (AVAO) im Pflegeheim La Providence. Ein weiteres wichtiges Projekt, das aufgegleist wurde: die Einrichtung einer «Stroke Unit» am HFR, um die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Schlaganfall zu verbessern. Wir hoffen, dass diese «Stroke Unit» ab 2014 einsatzfähig ist.
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Welches waren Ihre Prioritäten? Besondere Aufmerksamkeit haben wir der Verankerung gewisser Tätigkeiten gewidmet, um die Qualität zu verbessern: Ins elektronische Patientendossier wurde ein Modul mit Richtlinien für die Patientenbetreuung integriert (Ausarbeitung einer Richtlinie zur Qualitätsverbesserung von Austrittsberichten, systematische Kontrolle, ob eine Patientenverfügung vorhanden ist oder nicht), eine Kommission für Herz-Lungen-Reanimation (sämtliche HFR-Protokolle standardisiert) wurde geschaffen, der Klinische Ethikrat ins Leben gerufen und die Hämovigilanz verbessert. Ausserdem hat die Arzneimittelkom mission ihre Arbeit aufgenommen.
Auch Schulung und Forschung ist der Medizinischen Direktion stets ein Anliegen. Im September haben 96 Studentinnen und Studenten den Studiengang an der medizinischen Fakultät der Universität Freiburg in Angriff genommen: ein Rekord. In der Forschung hat die medizinische Direktion den Forschungsprotokollen Vorzug gegeben, dabei aber stets die Ethik der klinischen Forschung hervorgehoben. Ausserdem möchte ich die Teilnahme am Ideenforum der BlueFactory, also dem Cardinal-Areal in Freiburg, hervorheben; in Zusammenarbeit mit der Universität wurde ein innovatives Konzept für ein Integratives Zentrum für Gesundheit ausgearbeitet. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Mit der neuen Generaldirektion sollen die Reformen, die 2012 in die Wege geleitet wurden, weitergeführt werden. Ausserdem ist es sehr wichtig, dass jede Abteilung Weiterbildungen orga nisiert, so wie das die FMH, die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, fordert. Weiterbildungen können den medizinischen Bereich betreffen aber auch Management-Fähigkeiten. In diesem Zusammenhang wurde 2012 ein Budgetposten vorgesehen, um die Nachfolge der Oberärztinnen und -ärzte sowie Kaderärztinnen und -ärzte besser vorzubereiten.
Welches waren Ihre Prioritäten? Angesichts der beiden prioritären Achsen, die ich genannt habe (Betreuung der Patientinnen und Patienten sowie der Aufbau von Kompetenzen für die Ausbildung), bestand die He rausforderung 2012 darin, die qualitativen und quantitativen Kompetenzen des pflegerischen und medizinisch-technischen Personals und die verfügbaren Ressourcen aufeinander abzustimmen. Diese Bemühungen werden 2013 fortgesetzt.
Die Ausbildung (Grundausbildung, Weiterbildung, Nachdiplomausbildung) bleibt von Bedeutung, da sich die Kenntnisse und Techniken in der Pflege ständig weiterentwickeln. Davon zeugen der fortschreitende Aufbau unseres Berufsbildungszentrums, das seine ersten NDS HF-Diplomierten ehren durfte, sowie die 900 internen Fortbildungen und 800 Praktika. Zu den weiteren Errungenschaften des Jahres 2012 zählen die Projektierung der elektronischen Pflegeplanung, welche 2013 – 2014 konkretisiert wird, die Entwicklung der Evaluation der Berufspraxis, die Aufwertung der pflegerischen und medizinisch-technischen Tätigkeiten, die strukturelle Organi sation der Freiwilligentätigkeit und die Beteiligung am Weltkongress für französischsprachige Pflegende. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Die Herausforderung der Pflegedirektion wird dieselbe sein wie für das ganze HFR: auf das Bedürfnis der Patientinnen und Patienten nach gesundheitlicher Betreuung einzugehen und gleichzeitig eine qualitativ hochstehende Betreuung und die Dauerhaftigkeit eines öffentlichen Spitals zu gewährleisten, ohne bei der Sicherheit der Patienten und des Fachperso nals Abstriche zu machen. Um dies zu erreichen, scheint mir ein starkes Engagement für die Umsetzung der langfristigen Strategie des HFR unerlässlich. Auch die Verstärkung der berufsübergreifenden Zusammenarbeit und die Effizienzsteigerung müssen dazu 2013 noch optimiert werden.
Drei Fragen an
Rodolphe Rouillon Pflegedirektor Pflegedirektion Lagebericht
Drei Fragen an
Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Die 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegedirek tion richteten ihre Arbeit an zwei Hauptachsen aus: die Betreu ung der Patientinnen und Patienten und der Aufbau von Kompetenzen für die Ausbildung. Die Qualität und die Sicherheit der Patientenbetreuung bleibt unser zentrales Anliegen. Insgesamt setzten wir uns zum Ziel, die Leistungsaufträge des HFR interdisziplinär umzusetzen – im Wesentlichen in Bezug auf die Ärzteschaft –, aber auch, zur ständigen Weiterentwicklung der Pflegequalität beizutragen, zum Beispiel indem die klinischen Kompetenzen des Fachpersonals verbessert wurden (Arbeit der Stationsleitungen mit einer dipl. Pflegefachperson HöFa I). Die Pflegedirektion beteiligte sich selbstverständlich auch umfassend an der Neuorganisation im Zusammenhang mit der Umsetzung der kurz- und mittelfristigen Massnahmen.
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Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Die Direktion für Personalwesen (DPW) hat drei wichtige Arbeitsinstrumente eingeführt: das elektronische Personaldos sier, das 2012 in die Wege geleitet wurde und 2013 in die Tat umgesetzt werden sollte, das elektronische Rekrutierungs programm «ProRecrute» und die elektronischen Arbeitszeug nisse. In Bezug auf die Rekrutierung über soziale Netzwerke hat das HFR einen ersten Schritt gemacht und ist nun auf «LinkedIn» vertreten, wo ein Grossteil der Stellen ausgeschrieben wird. Die DPW hat ebenfalls ihre HR-Führungstabellen überarbeitet und sich der Problematik der Pensionskasse bei Honoraren von Kaderärztinnen und -ärzten angenommen. Gleichzeitig war die DPW natürlich auch stark in die kurzund mittelfristigen Massnahmen einbezogen: insbesondere in Bezug auf das HFR Châtel-St-Denis und den Transfer der Abteilung Geriatrische Medizin und Rehabilitation ans HFR Riaz sowie die Vorbereitungsarbeiten zwecks Transfer von Tätigkeiten und Personen aufgrund des Aus- und Umbaus des Standorts Meyriez-Murten.
Welches waren Ihre Prioritäten? Im heutigen Spitalumfeld muss das HFR an Effizienz gewinnen. Doch dies darf nicht bedeuten, dass die Betreuung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Personalwesen schlechter wird. 2012 hatte es für die DPW höchsten Stellenwert, für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bevorzugte Partner zu sein, nämlich einen Partner mit Mehrwert – auch in den kommenden Jahren wird dies unser Hauptziel bleiben. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Die Umsetzung des elektronischen Personaldossiers wird 2013 unsere Hauptaufgabe sein. Daneben beschäftigen wir uns mit folgenden Projekten: das Aktionsprogramm «Attrakti vität» (Zweisprachigkeit, Weiterbildungen über Mittag, Patien ten-/Kundenorientiertheit) oder das Projekt «Rekrutierung ohne Personalwesen», dessen Ziel es ist, die Kader auszubilden und aufzurufen, Personen ohne Mithilfe der Business Partner zu rekrutieren. Werden weitere kurz- und mittelfristige Massnah men beschlossen, ist es zudem die Aufgabe der DPW, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer möglichen Reorgani sation zu begleiten.
Drei Fragen an
Pierre-André Kolly Direktor für Wirtschaft
Drei Fragen an
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Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Ganz eindeutig war dies der Übergang zur neuen Spitalfinanzierung, mit den daraus resultierenden veränderten Beziehungen zwischen dem Kanton und dem HFR. Obwohl die Veränderungen antizipiert worden waren, so waren sie doch tiefgreifend. Diese grundlegende Umstellung hat unter anderem die Vereinheitlichung und Verfeinerung der medizinischen Kodierung (Einführung der Fallkostenpauschale/DRG) sowie neue Regeln für die Fakturierung mit sich gebracht. Ausserdem hat sich durch die Bereitstellung von zur Kodierung notwendigen Informationen auch die Mitwirkung der Ärzteschaft und der medizinischen Sekretariate weiter entwickelt. Da das Arbeitsvolumen stark zugenommen hat, wurden in diesem Rahmen ein Arzt und mehrere Kodiererinnen neu eingestellt.
Welches waren Ihre Priori täten? Nebst der Weiterführung der Verhandlungen mit den Versicherern haben wir das Gewicht auf die Mitwirkung des Bereichs Controlling und Statistiken bei der Lieferung von Informationen zu Vergleichszwecken («Benchmarking-Analysen») und bei der Verteilung von monatlichen Führungstabellen gelegt. Im Klartext ging es darum zu zeigen, was wir machen, in welche Richtung wir gehen und was Kosten verursacht, um anschliessend die notwendigen Sparmassnahmen einzuleiten. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Die Beziehungen zum Kanton und die Senkung der Schulden sind ein zentra les Thema. Es ist zu definieren, was die gemeinwirtschaftlichen Leistungen abdecken und was nicht, was genau die kostenaufwendigen Leistungen sind und mithilfe einer «Data-Warehouse»-Datenbank auch wo unsere «hausgemachten» Kosten liegen. Des Weiteren wird das künftige gemeinsame Intranet mittels des «Business Object Tools» (ergonomische Datenpräsentation) Aufschluss über die Aktivitäten des HFR und dessen verschiedene Abteilungen liefern. Und schliesslich ist und bleibt die laufende Verbesserung der Fakturierung mittels Kodierung, welche sich Jahr für Jahr weiter entwickelt, ein Hauptziel.
Direktion für Wirtschaft Lagebericht
Lagebericht Direktion für Personalwesen
Annick Kalantzopoulos Direktorin für Personalwesen
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Welches waren Ihre Prioritäten? Neben den bereits erwähnten Grossprojekten setzten wir Schwerpunkte auf strategischer Ebene und in der Budgetierung, in enger Zusammenarbeit mit der Generaldirektorin Pauline de Vos Bolay, welche im April zum HFR stiess. Daneben konnten wir mit der Anstellung von Vincent Guex als Leiter Infrastruktur das Departement Infrastruktur neu organisieren und einige Infrastrukturprojekte vorantreiben. Beispielsweise begannen wir im November mit der Vergrösserung der Notfallstation am HFR Riaz; die Bauarbeiten werden im September 2013 beendet. Ausserdem definierten wir erstmals die Ein-
Drei Fragen an
Robert Overney Direktor für Logistik
Lagebericht Direktion für Logistik
bereiten. Wir sind zufrieden, dass alles bestens geklappt hat und der Spatenstich im Mai dieses Jahres erfolgen konnte. Daneben beschäftigte uns die architektonische Studie, welche parallel zur Machbarkeitsstudie hinsichtlich der langfristigen Strategie mit einem Akutspital erstellt werden musste.
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Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Mit der Einführung des elektronischen Patientendossiers (DPI) am HFR Châtel-St-Denis haben wir die Integration dieses Tools an allen Standorten des freiburger spitals abgeschlossen. Damit endet ein Kapitel der Geschichte des Spitals, denn der Start dieses Projekts reicht in die Zeit vor dem HFR zurück. Da es zu Beginn lediglich für das ehemalige Kantonsspital geplant war, mussten verschiedene Anpassungen vorgenommen werden. Die Hauptvorteile bestehen in einer Verbesserung des Zugangs zu internen bzw. künftig sogar zu externen Informationen (Projekt eHealth des Bundes) sowie in einer Erleichterung der Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen und Departementen. Ausserdem wurde 2012 weiter an der Umsetzung des Informatikprogramms RAP gearbeitet. Immer mehr Abteilungen können von diesem Programm zur Terminplanung und zur Arbeitserfassung nun Gebrauch machen. Welches waren Ihre Prioritäten? Neben dem DPI wäre die neue Organisation der medizinischen Sekretariate samt Ernennung von Verantwortlichen anzuführen. Ein weiteres Beispiel: Die Übernahme der Ankündigung von Projekten der Generaldirektion durch die Direktion für Verwaltung und Organisation, die sich nunmehr um die Erfassung,
die Sortierung, die Analyse und die Priorisierung der Projekte aller Direktionen des HFR kümmert. Zu den Prioritäten 2012 der Direktion für Verwaltung und Organisation gehörte auch das Vorantreiben des Projekts zur Einführung eines einzigen Intranets und elektronischen Dokumentenmanagements für sämtliche Abteilungen des HFR. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Zunächst müssen wir das Leitschema, unsere «Roadmap», überdenken, um die Prioritäten in Verbindung mit den Informationssystemen festlegen zu können. Es wäre die Integration des Ambulatoriums in das elektronische Patientendossier zu nennen, um einen «medizinischen» Einblick zu ermöglichen. Das Ziel ist, dass die Ärztinnen und Ärzte einen Überblick über die Behandlungsgeschichten erhalten können. Eine weitere Herausforderung: die Archivierung. Bis Mitte 2014 müssen alle im System gespeicherten Dokumente mit Aufbewahrungsdaten versehen werden, damit sie zum gegebenen Zeitpunkt automatisch gelöscht werden können. Diese Daten richten sich nach der Patientin bzw. dem Patienten, nicht nach den Fällen. Darüber hinaus muss die Funktionsweise der medizinischen Sekretariate an die neue medizinische Organisa tion angepasst werden.
kaufspolitik am HFR: Diese wurde nach längeren Vorarbeiten Anfang 2013 eingeführt und dient als Leitfaden für alle zukünftigen Einkäufe am HFR. Letztlich geht es darum, die Einkäufe zu zentralisieren und sicherzustellen, dass das richtige Mate rial im richtigen Moment am richtigen Ort verfügbar ist. Dies bringt uns bedeutende Kosteneinsparungen und steigert die Effizienz. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Ganz klar der Strategieentscheid zur langfristigen Zukunft des HFR und deren Umsetzung. Diese wird uns die nächsten zehn Jahre stark beschäftigen, und zwar organisatorisch wie auch in der Umsetzung der diversen Bauvorhaben. Daneben ist und bleibt die intensive politische Diskussion eine Herausforderung für unser Spital.
Drei Fragen an
Marc Devaud Direktor für Verwaltung und Organisation
Direktion für Verwaltung und organisation Lagebericht
Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Da sticht ein Ereignis hervor: das klare Ja zuerst der Bevölke rung des Seebezirks und schliesslich die Zustimmung des Staatsrates und des Grossen Rates zum Um- und Neubau des HFR Meyriez-Murten. Sofort nach dem positiven Entscheid des Grossen Rates im September begannen wir mit den umfangreichen Vorarbeiten: Das ganze Spital musste per Ende April geräumt werden. Das bedeutete viel Arbeit, um den Umzug der Abteilungen und des Personals auf die Standorte Freiburg, Tafers und in das provisorische Gebäude zu planen und vorzu
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Drei Fragen an
Daniela Zahnd Qualitätsmanagerin
Unser Qualitätsansatz
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Welches war der Höhepunkt des Jahres 2012? Es gab mehrere wichtige Entwicklungen auf dem Weg in Richtung einer noch besseren Qualität. Erstmals verfügten wir über Resultate aus der Qualitätsmessung in der Akutpflege, welche durch den ANQ, den Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken, durchgeführt wurde. Mit den Resultaten allein sind wir natürlich noch nicht weiter: Diese müssen nun ausgewertet werden, um daraus abgeleitet Massnahmen zu ergreifen, wo diese nötig und sinnvoll sind. Ein Höhepunkt war auch der Entscheid des Direktionsrates, dass sich das HFR künftig an international anerkannten Qualitätsstandards ausrichten wird. Der Entscheid fiel auf das Regelwerk Joint Commission International (JCI). JCI ist breit abgestützt und wird international in Spitälern angewendet. Die Umsetzung wird Jahre dauern und Schritt für Schritt in Angriff genommen. Welches waren Ihre Prioritäten? Neben den Qualitätsmessungen standen Audits und das Erarbeiten von Prozessen im Vordergrund. Wir führten zwei breit abgestützte Audits durch zu den Themen «Mitarbeitergespräch» und «informierte Patientenzustimmung». Aus dem Audit zum Mitarbeitergespräch flossen wertvolle Inputs in das Konzept, das bereits angepasst wurde. Somit kann die Qualität dieser Gespräche entscheidend verbessert werden. Die Analyse des
Audits «Patientenzustimmung» ist noch in Bearbeitung. In enger Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Abteilungen wurden ausserdem rund 20 Prozesse erarbeitet, vor allem Prozesse in unserem Kerngeschäft, der Patientenbetreuung. Unsere Abteilung war 2012 auch stark an der Lancierung eines Ideenbriefkastens beteiligt: Dieser gibt allen Mitarbeiten den die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen, um das HFR mitzugestalten. Inzwischen machen die Mitarbeitenden von dieser Möglichkeit regen Gebrauch. Wie schätzen Sie die Herausforderungen für die nähere Zukunft? Die Implementierung der Richtlinien von JCI wird die grösste Herausforderung werden. Die Anwendung dieses Systems betrifft alle Mitarbeitenden und hat weitreichende Konsequen zen. Da es so umfassend ist, müssen wir realistisch bleiben und klare Ziele festlegen. Wir werden jeweils analysieren, was schon existiert und was noch ergänzt werden muss, um die Anforderungen der Richtlinien JCI zu erfüllen. Neben JCI werden uns auch Qualitätsmessungen weiter beschäftigen, so zum Beispiel die Umsetzung des Messplans in der Rehabilitation durch den ANQ, welchen wir 2013 erstmals durchführen.
Qualitätsmanagement Lagebericht
Lagebericht Qualitätsmanagement
Wir setzen uns Tag für Tag für Leistungen von hoher Qualität ein. Die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten zu wahren ist unser Antrieb zur stetigen Verbesserung.
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Alles was zählt
Ärztekollegium Mitten im HFR
Unser vereintes Engagement für Mensch, Gesundheit und Gesellschaft
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« Der Beginn einer neuen Ära » Mitten im HFR Fragen an den Präsidenten des Ärztekollegiums
Prof. Dr. med. Emanuel Gautier, Chefarzt und Doyen des Departementes Orthopädische Chirurgie,
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leitete während zwei Jahren das Ärztekollegium des HFR. Seine Bilanz ist durchzogen. Prof. Gautier, Sie waren zwei Jahre Präsident des Ärztekollegiums, von 2011 bis 2012. Ihr Präsidium fiel in eine Zeit des Umbruchs. War dies im Ärztekollegium spürbar? Im Jahr 2012 herrschte eine Art Aufbruchstimmung. Frau de Vos Bolay brachte ein neues Denken und einen neuen Umgang mit der Ärzteschaft in unser Spitalnetz. Sie sagte uns deutlich, dass die Ärzte zur wichtigsten Berufsgruppe eines Spitals zählen. Die neue Spitalfinanzierung zwingt uns aber, Althergebrachtes zu überdenken und manchmal einen neuen Weg einzuschlagen. Wir müssen uns in der Spitallandschaft Schweiz – eingezwängt zwischen den grossen Universitätsspitälern in Bern und Lausanne – neu positionieren. Leider wurde dieser neue Weg im Kanton von vielen bekämpft, ohne dass eine Gesamtschau gemacht wurde.
Wie sehen Sie eigentlich die Rolle des Ärztekollegiums? Das Ärztekollegium sollte aus meiner Sicht bei wichtigen Budgetentscheiden vermehrt involviert werden. Gerade wenn die Finanzen knapp sind, sollten grosse Investitionen im Ärztekollegium diskutiert und eine entsprechende Empfehlung an die Direktion und den Verwaltungsrat abgegeben werden. Es gilt zuerst, die wichtigsten Fragen zu klären, zum Beispiel: Wo setzen wir in Zukunft die Schwerpunkte? Wie entwickelt sich ein bestimmtes Fachgebiet? Und welcher Bedarf besteht im Kanton an einer bestimmten medizinischen Dienstleistung? Erst dann kann sinnvoll über personelle Ressourcen und die benötigte Infrastruktur entschieden werden.
Daneben beschäftigte uns natürlich die neue Spitalfinanzierung und damit verbunden die Verbesserung der Rechnungsstellung gegenüber den Versicherungsträgern. Ärzte werden von nun an noch viel mehr als bisher mitverantwortlich sein für das finanzielle Ergebnis eines Spitals. Wenn die Basis zur Fakturierung – die Ärzteberichte – unvollständig sind, dann kann nicht optimal verrechnet werden. Hier gilt es, noch Altlasten zu beseitigen. Aber auch das ist eine Frage der Zeit, und wir sind auf gutem Weg. Schliesslich stand auch das Thema «Notfallstation» immer wieder auf der Traktandenliste. Diese wird immer mehr zum Auffangbecken für alle möglichen medizinischen Bedürfnisse, da sich der Mangel an Hausärzten zunehmend verschärft. Dass die Rechnung für niemanden aufgeht, ist offensichtlich: Die Infrastruktur einer Notfallstation ist teuer und die Perso nalkosten sind hoch, die Wartezeiten für Patientinnen und Patienten je nachdem lang. Wir brauchen heute ein leistungs fähiges System, um die Patientinnen und Patienten gezielt und schnell am richtigen Ort zu behandeln. Hier ist der Kanton mitgefordert, die richtigen Weichen zu stellen. Daneben fehlt es in der ganzen Schweiz zunehmend an Kinderärzten, Gynäkologen, Rheumatologen und Psychiatern – und dies hat nicht zuletzt auch mit der ungenügenden Anzahl von Ausbildungsplätzen für das Studium der Humanmedizin an schwei zerischen Universitäten zu tun.
Welche Bilanz ziehen Sie aus Ihrer Tätigkeit als Präsident des Ärzte kollegiums? Eine sehr gemischte! Es ist mir nicht gelungen, das System grundlegend zu verändern. Die Einflussmöglichkeiten des Ärztekollegiums sind immer noch zu schwach. Wichtige Entscheide werden im Verwaltungsrat getroffen. Bei der Stellen besetzung von Kaderärzten hingegen ist unser Handlungs spielraum grösser: Kaderärzte werden von uns vorgeschlagen und vom Verwaltungsrat grundsätzlich auch genehmigt. Im Ärztekollegium spüren wir aber auch immer wieder die Grenzen des Netzgedankens: Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Standorten ist noch nicht so eng, wie dies wünschenswert wäre. Allzu oft fehlt der Blick über das Ganze hinweg, wenn es beispielsweise darum geht, Investitionen zu tätigen. Die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Ärzten unterschiedlichster Fachrichtung ist für unser Spitalnetz aber unabdingbar: Nur so lässt sich die medizinische Kompetenz erhalten und nur so bleibt unser Spitalnetz für die Aus- und Weiterbildung attraktiv. Sie haben Ihr Amt Ende Dezember 2012 abgegeben. Was gaben Sie Ihrem Nachfolger Prof. Dr. med. Daniel Betticher an Ratschlägen mit auf den Weg? Gar keine. Ich übergab ihm die Dossiers, und das war’s. Wenigstens ist es mir während des zweijährigen Präsidiums gelungen, die interne Organisation etwas zu verändern, die Dossiers digital zu verschicken und ein digitales Archiv des Ärztekollegiums aufzubauen. Auch dies ein kleiner Schritt zu mehr Effizienz (lacht)! Nein, im Ernst: Es ist nun Sache von Prof. Betticher, das Präsidium zu leiten. Er hat die nötigen Kompetenzen dazu und weiss selber, wie dieses Amt anzugehen ist.
Mitten im HFR
Fragen an den Präsidenten des Ärztekollegiums
Welche Themen standen im vergangenen Jahr im Vordergrund? An erster Stelle die Mitarbeit an der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie «Ein Akutspital und mehrere Standorte für Rehabilitation und geriatrische Medizin unter Berücksichtigung eventueller Permanencen». Intern waren rund 40 Ärzte aller Fachrichtungen und Standorte an der Studie beteiligt. Wir gaben unsere Überlegungen und Einschätzungen ab, wie die medizinischen Bedürfnisse in rund zehn Jahren aussehen werden, unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung, des medizinischen Fortschritts und der zunehmenden Subspezialisierung einzelner Fachgebiete. Diese Erkenntnisse flossen in den Schlussbericht ein. Auch wenn die Leitplanken mit dem Grundsatzentscheid des Verwaltungsrates bereits gestellt waren, so war klar, dass unser Spital schnell reagieren muss, um sich für die Zukunft überlebensfähig zu machen.
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Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Wegen Osteoporose nehmen die Frakturen bei der älteren Bevölkerung stetig zu. Wir können diese Per sonen zwar mit Implantaten korrekt versorgen; häufig handelt es sich jedoch um Personen, die zusätzlich noch an anderen Krank heiten leiden. Eine Zusammenarbeit mit anderen
A
Prof. Dr. med. Emanuel Gautier, Doyen des Departementes Orthopädische Chirurgie
Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Die Sprechstundentätigkeit nahm auch im Jahr 2012 wiederum stark zu. Jährlich werden alleine in der Orthopädischen Klinik am HFR
Mitten im HFR Departement Orthopädische Chirurgie
«Die Ärzte machten mir Mut»
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Die Velotour in Spanien sollte dazu dienen, die Batterien aufzutanken. Stattdessen stürzte Dominik Jeckelmann schwer und brach sich die Hüfte. Trotz vieler Strapazen auf dem Weg
Freiburg – Kantonsspital rund 14’500 Patientinnen und Patienten untersucht, das sind täglich rund 60 Personen. Hintergrund für diesen Anstieg ist einerseits die Zunahme von degenerativen Leiden des Bewegungsapparates und andererseits auch die ver änderte Anspruchshaltung der Patientinnen und Pa tienten. Diese wünschen heutzutage sehr rasch von einem ausgewiesenen Fachspezialisten bzw. einer Spezialistin untersucht, beraten und behandelt zu werden. Die Zunahme der degenerativen Erkrankungen ist gekoppelt mit der zunehmenden Lebenserwartung der Bevölkerung. Auch 85- oder 90-jähriger Patientinnen und Patienten haben in der Schweiz ein Anrecht auf eine korrekte Behandlung – und dies heisst sehr häufig prothetischer Ersatz eines abgenützten Gelenkes. Nur so lassen sich die Beschwerden mindern, die Gelenkfunktion verbessern und eine selbständige Lebensweise erhalten.
Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Die Kaderärztinnen und -ärzte des Departementes waren aktiv in der Grund lagenforschung und klinischen Forschung zur Verbesserung der Behandlung von Protheseninfekten – dies in Zusammenarbeit mit dem internen Labor für Mikrobiologie, dem externen Labor für Histopathologie sowie der SpitalhygieneEinheit. Zusätzlich setzte sich das Team Wirbelsäule mit der klinischen Erprobung von neuen Implantaten zur Stabilisierung von Wirbelsäulenleiden auseinander. Das Fussteam hat für die Behandlung des Hallux valgus ein neues minimal invasives Verfahren eingeführt. Daneben betreuten wir eine Masterarbeit der Universität Lausanne zum Thema «Biomechanische Untersuchung der Fixation von Ellbogenfrakturen».
Herr Jeckelmann, was bedeutet Ihnen eigentlich das Velofahren? Es ist der perfekte Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit. Als Schuldirektor der Orientierungsschule Plaffeien werde ich sehr gefordert, immerhin haben wir an unserer Schule 400 Schülerinnen und Schüler sowie 60 Lehrpersonen. Ich war schon immer sportlich sehr aktiv, mit der Zeit fehlte mir jedoch die Zeit für Judo und Basketball. So kam ich auf die Idee mit dem Velofahren. Jeden Mittag steige ich auf den Sattel. Dadurch kann ich meinen Kopf durchlüften und nachmittags wieder gelassen ins Büro zurückkehren. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind sehr positiv. Ich bin überzeugt: Wenn ich körperlich fit bin, so bin ich dies auch psychisch.
zurück in ein normales Leben gab Dominik Jeckelmann seine Leidenschaft nicht auf. Begegnung mit dem Schuldirektor, der wieder fast täglich in die Pedale tritt.
Was geschah genau am Tag des Unfalls in Spanien? Ich war allein auf einer Velotour unterwegs und stürzte in einem Kreisel auf meine linke Hüfte. Ich spürte sofort, dass etwas nicht stimmte. Portugiesen, die zufällig anwesend waren, halfen mir und riefen die Ambulanz. In einem Universitätsspital in Andalusien stand dann fest, dass der Oberschenkelknochen das Becken durchschlagen hatte und die Hüftpfanne mehrmals gebrochen war. Zum Glück hatte dies keine inneren Blutungen zur Folge. Der Schock war gross und der Sturz
eine herbe Niederlage. Aber dieses Gefühl zu überwinden, war mein nächstes Ziel.
Ist Ihnen dies gelungen? Ja, dank der fürsorglichen Art des medizinischen Personals in Spanien und später am HFR. Ich fühlte mich stets aufgehoben und das hat mich motiviert, positiv zu denken: Das Personal macht seinen Teil, und ich habe meinen Teil an der Verarbeitung zu leisten.
Wie sind Sie schliesslich an das HFR gekommen? Mit der Rega wurde ich nach Payerne geflogen. Auch dieser Flug bleibt mir positiv in Erinnerung, denn das Personal war sehr zuvorkommend. Die erste Massnahme, welche die Ärzte ausführte, war das Stabilisieren. Erstaunt war ich dann, als es hiess, am HFR Freiburg – Kantonsspital sei kein Platz mehr frei. So kam ich an das HFR Tafers. Dort hiess es, der Spezialist in Sachen Hüftpfannenbruch sei Prof. Dr. med. Emanuel Gautier, der beste Arzt für die geplante Operation und sehr erfahren. Da ich keine inneren Blutungen hatte, war ich damit einverstanden, auf seine Rückkehr aus den Ferien zu warten. Am schwierigsten zu ertragen war die Tatsache, dass es Sommer war, draussen die Vögel zwitscherten, und ich an ein Bett gebunden war. Doch die Ärztinnen und Ärzte am HFR Tafers waren sehr unterstützend und kamen auch abends vorbei.
Welche Erwartungen hatten Sie denn an die Behandlung im Spital? Dass man mich wieder auf die Beine bringt und ich die beste Behandlung erhalte. Diese Erwartungen wurden erfüllt. Einmal am HFR Freiburg – Kantonsspital angekommen, operierten mich Prof. Dr. med. Gautier und sein Team sehr schnell. Alles war tipp topp, so beispielsweise die Vorbereitung mit dem Gespräch über die Risiken der Operation. Auch die Art, wie sich das Pflegepersonal um mich gekümmert hat, war tadellos. Einzig die Tatsache, dass anfänglich kein Einzelzimmer frei war, hat mich enttäuscht. Nach einigen Abklärungen hat es dann doch noch ziemlich rasch geklappt.
Wie lief die Operation? Gut, obwohl sie rund acht Stunden dauerte! An einem Stück zu operieren war nur möglich, da ich körperlich so fit war. Ansonsten hätte man die Operation in zwei Teilen durchführen müssen. Abends nach der Operation war ich schon wieder wach, ich fühlte mich aufgehoben. Die Ärztinnen und Ärzte, insbesondere Prof. Dr. med. Gautier, machten mir Mut und waren sehr positiv eingestellt.
Wie erlebten Sie die Zeit nach der Operation? Am Tag nach der Operation stand ich schon wieder auf. Ich wollte unbedingt wieder aktiv sein, ging jede freie Minute auf die Terrasse im 9. Stock, habe viel Physiotherapie gemacht. Auch dort hat das Personal meine Erwartungen erfüllt. Beeindruckt war ich auch von der Betreuung nachts. Grundsätzlich spürte ich zwar den Stress des Personals, es war aber immer nett und hilfsbereit.
Fahren Sie wieder Velo? Ja, das war mein Ziel von Anfang an! Nach einem Aufenthalt in einer Rehaklinik fing ich wieder an zu trainieren, zuerst nur auf dem Hometrainer. Später kam der Tag, als ich wieder aufs Velo stieg! Die Vorfreude war gross, meine Vorsicht aber auch ... (lacht). Heute geht es mir gut, ich habe zwar noch muskuläre Verspannungen, kann aber alles wieder machen. Ich kam sogar einmal zu Prof. Dr. med. Gautier mit dem Velo zur Kontrolle. Das hat ihn mächtig beeindruckt!
Departement Orthopädische Chirurgie Mitten im HFR
nachgefragt
Fachrichtungen wie der Medizin oder Rheumatologie ist deshalb unabdingbar, um eine optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Mit der Schaffung eines interdisziplinären Teams «Osteoporose» wurde in diesem Sinne vom Departement Rheumatologie, Re habilitation und Geriatrie ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Daneben gibt die zunehmende Anzahl von Infekten, die von aussen in unser Spital «importiert» werden, Anlass zu grosser Sorge. Die Bakterien sind vermehrt gegenüber den herkömmlichen Antibiotika resistent, was die Behandlung erschwert. Tatsache ist, dass jene Kliniken, welche sich einer Infektkontrolle unterziehen – wie dies am HFR der Fall ist – weniger Infekte haben.
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Mitten im HFR Departement Medizin
Prof. Dr. med. Daniel Betticher, A Doyen des Departementes Medizin
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Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Einmal mehr die Tatsache, dass durchschnittlich rund 20 bis 25 Patientinnen und Patienten am HFR Freiburg – Kantonsspital hospitalisiert sind, die aus medizinischer Sicht eigentlich keinen Spitalaufenthalt mehr benötigen, aber somit trotzdem Betten belegen. Diese Patientinnen und Patienten benötigen jedoch eine intensive Pflege, weshalb eine Entlassung nach Hause nicht möglich ist. Im Frühling konnte mit der Gründung der AVAO, der Abteilung zur vorüber gehenden Aufnahme und Orientierung, durch den Kanton und das HFR eine sehr gute Lösung gefunden werden, welche half, die Bettenzahl zu reduzieren. Die Patientinnen und Patienten können somit das Spital schneller verlassen und finden in der AVAO eine Einrichtung, die zur Überbrückung der Zeit zwischen Spital und der Rückkehr nach Hause bestens eingerichtet ist. Daneben haben wir uns grundsätzliche Gedanken gemacht, um die Abläufe der Bettenstationen in der Medizin neu zu organisieren, und zwar an allen Standorten. Die ambulante Versorgung ist heute immer mehr Realität und soll noch mehr Bedeutung erhalten, sodass der Spitalaufenthalt verkürzt werden kann. Konkret wollen wir Tages-
Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Unsere Tätigkeit war geprägt von der standortübergreif enden Arbeit der verschiedenen Spezialitäten der Me dizin. Erfreulich ist der Ausbau unseres Angebots: In der Pneumologie wird die Zusammenarbeit zwischen Freiburg, Riaz und Tafers verstärkt; in Tafers ist die Anstellung einer Teilzeit-Pneumologin oder eines Teilzeit-Pneumologen geplant. In der Neurologie wird zurzeit unter der Leitung der Neurologin Dr. med. Andrea Humm eine sogenannte Stroke Unit, eine Abteilung für Hirnschlag patientinnen und -patienten, eingerichtet. Neu haben wir nun auch mit Dr. med. Emmanuel Levrat e inen Spezialisten in der Häma tologie, der die Verbindung zwischen Klinik und Blutspendedienst herstellt. Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Da fällt mir spontan eines ein: Voltigo, das 2008 von der Krebsliga Freiburg und dem HFR gestartete Projekt, das Krebskranke am Lebensende und deren Angehörige psychosozial unterstützt. 2012 wurde das Projekt abgeschlossen bzw. existiert nun im Kanton als fest verankertes Angebot, u. a. mit mobilen Einheiten, welche Betroffene zuhause besuchen können. Ich bin sehr glücklich darüber, konnte doch damit eine wichtige Lücke geschlossen werden: Die Patientinnen und Patienten werden im Spital nicht nur gegen die Krebserkrankung behandelt, sondern sie erhalten auch psychosoziale Unterstützung und werden nach einem Spitalaufenthalt weiter betreut.
Ein unerwarteter Spitalaufenthalt Ein Aufenthalt im Spital ist oft ungeplant und bringt das gewohnte Leben durcheinander. So ging es auch Ekkehard Kramp: Nach mehr wöchigem Husten und sportlichen Anstren gungen war er so geschwächt, dass ein Auf enthalt auf der Abteilung Innere Medizin am HFR Tafers unausweichlich wurde – und ihm die nötige L inderung brachte.
Eigentlich hatte sich Ekkehard Kramp auf seine Ferien im Goms mit seiner Frau gefreut. Die Woche zum Skaten war gebucht, und die gute Luft im Oberwallis würde seinem Immunsystem sicher gut tun; seit Wochen plagte ihn ein hartnäckiger Husten. Doch es kam anders als geplant: «Zwei Tage nach der Rückkehr aus dem Goms lag ich flach im Bett», erzählt der 81-jährige Ekkehard Kramp rückblickend. «Ich ging zu einem Arzt, der eine virale Infektion diagnostizierte. Trotz Blutverdünner und Betablocker spürte ich beim Schlafen Schmerzen auf der linken Seite, in der Nähe des Herzens. So entschied ich, direkt ins Spital zu gehen. Meine Idee war, mich nur vorsorglich untersuchen zu lassen.»
Gründliche Untersuchung Zu seiner Überraschung wurden aus der Untersuchung fünf Tage Spitalaufenthalt. Sein behandelnder Arzt am HFR Tafers, Dr. med. Oswald Lang, diagnostizierte eine Herzbeutel- und Brustfellentzündung, welche die Schmerzen verursachte, begleitend dazu eine Herzrhythmus störung. «Ganz offensichtlich hatte ich mir zu viel zugemutet», meint Ekkehard Kramp rückblickend. «Das Skaten im Goms, nur eine Woche nach dem Ende des Hustens, dann noch das Bereitstellen und Verteilen von Konzertplakaten und -programmen im Grossraum Freiburg, das ich als Vorstandsmitglied der ADMA, der «Association pour la Découverte de la Musique Ancienne», ausführte: Alles zuviel!» Im Spital wurde Ekkehard Kramp gründlich weiter unter sucht. Ziel war, die genaue Ursache der Entzündung herauszufinden. Unter der Therapie besserte sich die Symptomatik deutlich. «Obwohl ich kein Frühaufsteher bin, nahm ich gerne in Kauf, dass es frühmorgens schon mit Untersuchungen losging: Blutentnahmen, Blutdruckund Pulsmessungen, EKG. Ich fühlte mich gut aufgehoben.» Gewöhnungsbedürftig war die Tatsache, dass das Pflegepersonal oft ins Zimmer kam, sei es zu seinem Bettnachbarn, sei es zu ihm selber: «Es gab keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht, ständig war jemand da.»
« Wichtig war,
dass jemand sofort da war, um mich zu untersuchen »
Ruhe zum Gesundwerden Nach fünf Tagen konnte Ekkehard Kramp das HFR Tafers wieder verlassen und nach Hause gehen – mit der Empfehlung, auf seinen Körper zu hören und sich viel Ruhe zu gönnen. «Die Ärzte ermahnten mich, aufzupassen und viel zu ruhen. Das ist schon sehr ungewohnt!» Doch Ekkehard Kramp hielt sich an den Rat, ging viel zu Fuss und schraubte seine vielen Aktivitäten zurück. Der Schlussbericht steht noch aus, ebenso ein Arzttermin. Ekkehard Kramp blickt auf seinen Spitalaufenthalt positiv zurück: «Wichtig war, dass jemand sofort da war, um mich zu untersuchen. Das war zweifellos der Fall. Sympathisch war auch die Art, wie ich gepflegt wurde.» Auch wenn sich Ekkehard Kramp in Zukunft noch schonen muss: Er kann sich nun wieder mit seinen vielen Interessen beschäftigen, allen voran mit alter Musik und mit der Ausübung von Kammermusik. Departement Medizin Mitten im HFR
nachgefragt
kliniken für allgemeine In nere Medizin an den Standorten Freiburg, Riaz, Tafers so wie dies am HFR MeyriezMurten in der Permanence schon existiert.
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Mit Schluckbeschwerden fing alles an. Nach einer neunstündigen Operation, einer Bestrahlungsund Chemotherapie steht Willy R. Sauer heute wieder mitten im Leben. Die Diagnose – Krebs in der Speiseröhre – nahm er pragmatisch entgegen. Drei Monate nach dem grossen Eingriff war der passionierte Privatpilot wieder am Steuer eines Flugzeuges.
Mitten im HFR Departement Allgemeine Chirurgie
er zum ersten Mal die Diagnose: Krebs in der Speiseröhre. Prof. Dr. med. Daniel Betticher, der für seine weitere Betreuung zuständig war, legt ein klares Programm vor: Eine Chemo- und Radiotherapie, gefolgt von einer Behandlung mit einem neueren Medikament, welches zielgerichtet die Krebszellen angreift. Dies erfolgt im Rahmen eines Protokolles der schweizeri schen Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebs forschung (SAKK). Schliesslich die Operation und dann nochmals die Behandlung mit dem neuen Medikament. Die Teilnahme an diesem Protokoll sieht Willy R. Sauer als Chance, neue wirksame Medikamente zu erhalten, die er ansonsten nicht hätte erhalten können. Die Strapazen der Therapie gehen nicht spurlos an ihm vorüber, er verliert massiv an Gewicht, rund 20 kg in einem Jahr. «Das Personal in der Onkologie und der Radioonkologie war exzellent, sehr hilfreich, ausserordentlich professionell und liebenswürdig und half diese Strapazen erträglich zu machen.»
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«Ich versuche immer, mich den Problemen zu stellen und das Positive zu sehen»: Wenn Willy R. Sauer über seine Krankengeschichte Bilanz zieht, dann strahlt er viel Zuversicht aus. Eine Zuversicht, die ihm ins Gesicht geschrieben ist und ihm half, die schwierige Zeit gut zu überstehen. Auf seinen Spitalaufenthalt am HFR Freiburg – Kantonsspital blickt Willy R. Sauer dankbar zurück. «Alle, mit denen ich es im Spital zu tun hatte, waren sehr professionell und hilfreich. Das persönliche Engagement der Beteiligten war gewaltig.»
Umfassende Therapie Rückblende. Willy R. Sauer kehrt 2011 aus einem Urlaub von Neuseeland mit Schluckbeschwerden zurück. Ein befreundeter Arzt fordert ihn auf, zum Spezialisten zu gehen. Eine fliegerärztliche Untersuchung war ohnehin nötig. Sein Hausund Fliegerarzt leitet ihn sofort zur endoskopischen Untersuchung ins Interkantonale Spital nach Payerne weiter. Dort hört
Chirurgischer Eingriff der Superlative Schliesslich naht der Zeitpunkt der grossen Operation: «Eine gewaltige Geschichte», wie Willy R. Sauer es nennt. Tatsächlich: die Operation zählt zu den kompliziertesten Operationen überhaupt und ist sehr anspruchsvoll. Der verantwortliche Chirurg, Prof. Dr. med. Bernard Egger, klärt ihn über alle Risi ken auf, signalisiert aber auch, dass er und sein Team sehr optimistisch seien. «Solche Gespräche sind sehr belastend, und ich wollte eigentlich gleich mein Testament schreiben. Prof. Dr. med. Egger strahlte aber eine Zuversicht aus, die ansteckend war.» Die Operation dauert 9 Stunden, von 8.50 Uhr morgens bis 17.25 Uhr abends. «Noch am Abend besuchte mich Prof. Dr. med. Egger auf der Intensivstation. Er strahlte mich an, sagte, dass alles gut gegangen sei. Ich schlief danach beruhigt ein.» Die ersten Tage nach der Operation waren anstrengend, «man hängt im Bett, ist angewiesen auf Hilfe. Das Personal war rührend, wie es sich um mich gekümmert hat.»
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Eine Entwicklung beobachten wir mit grosser Sorge: die Bedrohung, welche durch eine interkantonale Kon zentration von Tätigkeiten in der hochspezialisierten Medizin ausgehen könnte. Zurzeit evaluiert die GDK, die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren, eine Konzen tration von gewissen Tätigkeiten auf nur noch wenige Spitäler in der Schweiz. Chirurgische Eingriffe, wie beispielsweise an der Bauchspeicheldrüse, könnten somit nicht mehr am HFR angeboten werden und zwar ungeachtet dessen, dass diese Eingriffe am HFR seit Jahren mit einer sehr hohen Qualität durchgeführt werden. Davon wäre nicht nur die Chirurgie betroffen, sondern auch andere Fachrichtungen, wie die Innere Medizin, Anästhesie, Intensivpflege usw. Dies hätte einen schleichenden Abbau mit weitreichenden negativen Auswirkungen für das HFR
zur Folge. Schliesslich wäre auch die Ausbildung der Medizinstudierenden sowie der Assistenz- und Oberärzt innen bzw. -ärzte in Frage gestellt. Die reine Reduktion auf die Anzahl durchge führter Eingriffe, ohne die Qualität der Eingriffe zu berücksichtigen, ist meines Erachtens ein falscher Ansatz. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Es gab 2012 keine nennenswerte Änderung, ins gesamt war die Aktivität stabil. Die Aufenthaltsdauer nahm leicht ab, was dem allgemeinen Trend hin zu einem kürzeren Spitalaufenthalt entspricht. Sehr viel Wert legen wir auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pflegepersonal. Dies hat auch einen positiven Einfluss auf das Arbeitsklima; entsprechend gering ist die Personal-Fluktuation auf unseren Abteilungen. Des Weiteren konnten wir er freulicherweise mit François Pugin einen anerkannten
Als Pilot geniesst er die grandiose Aussicht vom Bett auf die Berge, spürt den Wind durch das offene Fenster und beschliesst, mit der Fliegerei fortzufahren. Zurück zu Hause setzt er dieses Projekt in Taten um. Zuerst unterstützen ihn der Freund und die Nachbarn, später übernimmt er immer mehr allein, erledigt Haus- und Gartenarbeiten «als Fitnesstraining». Er fährt schon früh wieder Auto, geht hinaus, ins Restaurant. Kauft einen Tragschrauber.
Das Steuer in eigenen Händen Drei Monate nach dem grossen Eingriff folgt das grosse Abenteuer: Er ist wieder am Steuer eines Flugzeuges. Mit dem neuen Tragschrauber geht es dann 2012 ab nach Mecklenburg-Vorpommern, begleitet von einem Passagier. Eine Flugetappe dauert dreieinhalb Stunden am Stück, «was vielleicht einen Hinweis auf meine gute körperliche Verfassung war und den Spassfaktor entsprechend erhöhte», wie Willy R. Sauer im Rückblick zufrieden kommen tiert. Willy R. Sauer geht noch immer regelmässig zur Kontrolle. Ansonsten steht auf seinem Programm: Reisen, Fliegen, Freunde im In- und Ausland besuchen. «Ich habe mich der Krankheit gestellt, habe die Chancen gepackt. Dass ich heute wieder so viel Lebensfreude spüre, nach dieser emotionalen Talfahrt, das verdanke ich der grossen Professionalität der beteiligten Ärztinnen und Ärzte und ihrer Teams in der Pflege.»
nachgefragt
Prof. Dr. med. Bernhard Egger, Doyen des Departementes Allgemeine Chirurgie
Spezialisten für minimal invasive Chirurgie und Robotik gewinnen. Damit kann dieser technisch wichtige Bereich weiter entwickelt und ausgebaut werden. Unser Alltag wird auch wesentlich geprägt durch die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Medizinstudierenden, Assistenz- und Oberärzt innen bzw. -ärzten. Die hohe Qualität der Lehre unserer Kaderärztinnen und Kaderärzte zeigt sich auch im jährlichen Bericht der FMH, der auf der Evaluation der Assistenzärztinnen und -ärzte basiert, und für das HFR Resultate zeigt, die deutlich über dem Schweizer Durchschnitt liegen. Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Ja, das Projekt ERAS (Enhanced Recovery After Surgery) konnte im Juni 2012 nach längerer Vor bereitung gestartet werden. Die Patientinnen und Pa tienten übernehmen dabei eine aktive Rolle mit verschiedenen konkreten Beiträgen rund um die Operation. Die bisherigen Resultate sind sehr viel versprechend; es konnten nicht nur die durchschnitt lichen Spitalaufenthalte verkürzt, sondern auch die Komplikationsrate gesenkt werden.
Departement Allgemeine Chirurgie Mitten im HFR
Nach Krebsdiagnose noch einmal durchgestartet
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nachgefragt
David und Nathalie Berset, ein charmantes Paar in den Dreissigern, sind die glücklichen Eltern der kleinen Clara. Sie durften ein Behandlungsprogramm von Dr. med. Anis Feki, dem Leiter des Kinderwunschzentrums am HFR Freiburg – Kantonsspital, in Anspruch nehmen. Nathalie Berset litt an einem Problem, von dem fünf bis zehn Prozent aller Frauen betroffen sind – polyzystische Ovarien – und hatte nur zweimal pro Jahr einen Eisprung. Sie benötigte deshalb eine Fruchtbarkeitsbehandlung. Diese war zwar erfolgreich, doch die darauffolgende Schwangerschaft entpuppte sich als schwierig. Ein Rückblick auf dieses von Erfolg gekrönten Aben
Mitten im HFR Departement Gynäkologie und Geburtshilfe
teuers – trotz einer launischen Mutter Natur.
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Man sagt, die Grösse eines Erfolgs messe sich an den Hindernissen, die zur Erreichung des Ziels überwunden werden mussten. Für Nathalie und David Berset gilt dies ganz beson ders. Das Paar musste zahlreiche Schwierigkeiten bewältigen, bis ihr Sonnenschein Clara das Licht der Welt erblickte. «Wir wollten ein Kind und versuchten es eine Zeit lang. Nach einem Jahr riet mir meine Frauenärztin, einen Termin bei Dr. med. Feki auszumachen, im Kinderwunschzentrum des HFR Freiburg – Kantonsspital», erzählt Nathalie Berset, die bereits einen elfjährigen Sohn hat, Thomas. «Zunächst führte Dr. med. Feki eine vollständige Untersuchung durch. Beim Ultraschall zeigte sich die Diagnose: Ich hatte polyzystische Ovarien und ein normaler Eisprung war deshalb nicht möglich. Bei Thomas hatte ich wohl sehr viel Glück gehabt.»
Ein richtiger Liebeskiller «Als wir merkten, dass es ein Problem gab, sagten wir uns, dass es vielleicht noch Jahre dauern würde. Wir entschieden uns deshalb für eine Stimulationsbehandlung», erinnert
Dr. med. Anis Feki, Doyen des Departementes Gynäkologie und Geburtshilfe
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Ein wichtiges Ereignis war die Neuorganisation des Departements nach dem Austritt von Dr. med. Bracher, dem stellvertretenden Chefarzt und Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am HFR Riaz. In Zusammenarbeit mit der Direktion wurde die Funktionsweise des Departements neu überdacht. Dies führte zur Verlagerung der gynäkologischen Tätigkeit an den Standort Freiburg, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer gynäkologischen Sprechstunde sowie der ambulanten gynäkologischen Chirurgie am Standort Riaz. Im Verlauf des Jahres gab es Probleme bei der Rekrutierung, es mangelt im ganzen Land noch immer an Gynäkologinnen und Gynäkologen. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Besondere Anstrengungen wurden bei der Erweiterung des ambulanten Angebots unternommen. Mehrere Spezialbereiche wurden eingeführt und weiterentwickelt, darunter Reproduktionsmedizin, Kolposkopie, Vulvoskopie, Hysteroskopie und Urodynamik. Ausserdem werden nun an beiden Standorten, Freiburg und Riaz, Spezialsprechstunden angeboten. Die Weiterentwicklung dieser ambulanten Tätigkeit wird von den Pati-
entinnen und Patienten geschätzt. Der Einsatz eines Lasergerätes – eine weitere Neuheit – in der ambulanten gynäkologischen Sprechstunde ermöglicht zudem neu die Behandlung externer urogenitaler Pathologien bei Frauen und Männern. Die disziplinübergreifende Zusammenarbeit zwischen den HFR-Abteilungen muss weiter gefördert und unterstützt werden. Gemeinsam mit der Abteilung für Onkologie sorgen wir bei der Erstellung des Behandlungsplans einer Bestrahlungs- oder Chemotherapie zum Beispiel dafür, dass die Fruchtbarkeit von krebskranken Frauen erhalten bleibt. Wir legen viel Wert auf die Ausbildung, insbesondere die Weiterbildung von Ärztinnen bzw. Ärzten, Pflegefachpersonen, Hebammen und des Verwaltungspersonals. Denn somit kann die Ab teilung Gynäkologie und Geburtshilfe ihre Fachkompetenzen bei der Patientenversorgung stets erweitern. Die praktische Ausbildung der Nachwuchschirurgen wird gleichzeitig mithilfe von Simulatoren des Zentrums Swissendosfribourg (Multidisziplinäres Forschungsund Ausbildungszentrum in Endoskopischer Chirurgie) durchgeführt, in Partnerschaft und direkter Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anatomie der Universität Freiburg. Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Für die Betreuung unfruchtbarer Paare hat das Departement am HFR Freiburg – Kantonsspital eine Abteilung für In-vitro-Fertilisation geschaffen – die erste im Kanton. Diese Abteilung ermöglicht die Betreuung von Paaren anhand von standardisierten Pflegerichtlinien und die Durchführung klinischer Studien im Bereich der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose und Zellkulturen). Am HFR Freiburg – Kantonsspital wurden die Umbauund Renovationsarbeiten des ambulanten Teils der
sich David Berset. «Nathalie musste gemäss einem Stimulationsprogramm Tabletten einnehmen. Die Behandlung beinhaltete auch das Einspritzen von Hormonen und Vaginalzäpfchen. Dr. med. Feki teilte uns dann die fruchtbaren Tage mit. Das ist alles sehr umständlich ... Einmal hatten wir Besuch aus Quebec, Nathalie hatte Nachtschicht und ich kam erst gegen 17 Uhr nach Hause. Dr. med. Feki teilte uns mit, dass wir an jenem Abend Geschlechtsverkehr haben sollten. Wir hatten also genau eine Stunde Zeit, um uns unserem kleinen Vorhaben zu widmen, überdies mit unseren Freunden im Wohnzimmer ... Heute lachen wir natürlich darüber, aber in der Hitze des Gefechts war es nicht einfach. Ein richtiger Liebeskiller ...»
Die Stimulation funktionierte Nachdem die Stimulation nach einem Monat nichts ergeben hatte, setzte das Paar die Behandlung einen zweiten Monat lang fort. «Doch die Nebenwirkungen, die ich bereits im ersten Monat gespürt hatte, wurden immer stärker. Einmal, als ich die Hormone nahm, begann ich, Lichtpunkte zu sehen», erzählt Nathalie Berset, Pflegefachfrau am HFR Freiburg – Kantonsspital. Dr. med. Feki, der ihnen bereits vorher eine Pause vorgeschlagen hatte, riet ihnen zu jenem Zeitpunkt zu einem Unterbruch der Behandlung, weil die Situation für die Gesundheit der Patientin zu gefährlich geworden war. «Er führte eine Ultraschalluntersuchung durch und siehe da: Ein Follikel wuchs heran.» Obwohl sie erst drei von fünf Tabletten genommen hatte, zeigte die Stimulation ein Resultat. Dr. med. Feki führte die Hormoninjektion durch und schrieb das Programm für den Geschlechtsverkehr der nächsten drei Tage vor. Das Warten, die Nervosität und die durch die Nebenwirkungen verursachten Unannehmlichkeiten verschwanden urplötzlich angesichts der Freude und Erleichterung: 15 Tage später war Nathalie Berset schwanger. Die drei ersten Monate verliefen sehr angenehm. Keine Nebenwirkungen mehr und die Freude, die Neuigkeit den Angehörigen mitteilen zu können – mehr war nicht nötig: Das Paar Klinik abgeschlossen. 2013 schwebte im siebten Himmel. werden die Zimmer auf der Geburtenabteilung umgeDoch das Glück währte nicht baut, mit Schwerpunkt auf lang: Bereits ab dem vierten Komfort und Freundlichkeit. Monat erlitt Nathalie Berset Unter anderem entstehen Elternzimmer mit Dusche Schwächeanfälle aufgrund von und Babybadewanne. Blutdruckabfall, der jedoch nichts mit der Fruchtbarkeits behandlung zu tun hatte. Sie musste aufhören, zu arbeiten.
Schwierige Schwangerschaft Nach 26 Schwangerschaftswochen erlitt die Mutter eine Blutung, die durch eine Lösung der Plazenta infolge einer Placenta praevia verursacht wird. Sie wurde notfallmässig ins Universitätsspital Lausanne eingeliefert, das für Frühgeburten eingerichtet ist. «Was für ein Schock! Zu diesem Zeitpunkt hatte ich am meisten Angst, sie zu verlieren. Ich sprach mit Clara, ich sagte zu ihr, sie solle nicht jetzt schon kommen. Nach fünf Tagen beruhigte sich die Blutung endlich», erzählt Natha lie Berset. «Zu jenem Zeitpunkt sagten wir uns, dass die Fruchtbarkeitsbehandlung zwar schwierig gewesen war, aber nicht so schlimm wie die Schwangerschaft», fügt ihr Ehemann hinzu. Die werdende Mutter durfte nach Hause, ihr wurde jedoch bis zum Ende der Schwangerschaft Bettruhe verordnet. Am HFR Freiburg – Kantonsspital wurde nach 37 Schwanger schaftswochen ein Kaiserschnitt angesetzt. Auch das war ein schwieriger Moment. Clara schluckte zu viel Fruchtwasser und musste in einem Inkubator platziert werden. Die Geburt, ein Moment, der eigentlich befreiend hätte sein sollen, erwies sich als grosser Stress für das Paar. «Ihr Apgar-Score war zudem katastrophal, uns passierte wirklich alles Schlimme», seufzt David Berset. Doch dann sahen sie endlich das Licht am Ende des Tunnels: Clara durfte den Inkubator nach drei Tagen verlassen, heute geht es ihr blendend. «Sowohl Dr. med. Feki als auch Dr. med. Ben Ali und Dr. med. Kaczala und ihre Teams waren wunderbar.» Ein unglaublicher Erfolg für das Paar, das endlich sein Leben als junge Eltern geniessen kann. «Man kann sagen, dass wir uns durch diese Schwierig keiten näher gekommen sind», schliesst David Berset.
Departement Gynäkologie und Geburtshilfe Mitten im HFR
Clara, ein kleines Wunder am Ende eines langen Tunnels
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Jede Woche werden auf der Abteilung Ophthalmologie des HFR Freiburg – Kantonsspital rund vierzig Patientinnen und Patienten ambulant operiert. Der Landwirt Marcel Oberson aus Farvagny kommt an diesem Morgen für eine Staroperation ins Spital – der am häufigsten praktizierte Eingriff auf der Abteilung. Acht solche Operationen sind an einem Morgen eingeplant. Die Eingriffe sind hoch präzise
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Die Abteilung HNO am HFR Freiburg – Kantonsspital führt ihre Operationen nun seit Ende Dezember 2012 wie alle anderen Abteilungen in den neuen Operations sälen durch. Bisher wurde auf der HNO-Station operiert. Damit steht eine leistungsfähige und moderne Infrastruktur zur Verfügung. In der Augenklinik stellten wir keine grossen Veränderungen fest. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Die Zahlen für 2012 sind sehr erfreulich: Die opera tiven Eingriffe nahmen in der Augenklinik um rund
25 Prozent zu. Insbesondere bei Wahleingriffen stellen wir eine grössere Nachfrage fest. Hintergrund dürfte die Tatsache sein, dass wir über eine bessere Technik zur Behandlung altersbedingter Augenerkrankungen verfügen. Wir haben 2012 mehr als 900 intravitreale Injektionen durchgeführt. Dabei spritzen wir ein Medikament direkt in den Glaskörper im Augeninnern, womit Nebenwirkungen reduziert werden können. Aber nicht nur in der Augenklinik, auch in der HNO- Abteilung nahm die Tätigkeit leicht zu.
Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Im Jahr 2012 fanden erste Überlegungen statt, wie wir die Tagesklinik der Ophtalmologie neu organisieren können. Ziel ist ein verbesserter Patientenpfad, um die vorhandenen Räumlichkeiten und medizinischen Geräte optimal nutzen zu können. Davon werden auch unsere Patientinnen und Patienten profitieren können. In der HNO-Abteilung ist die Anstellung von Kaderärztinnen bzw. -ärzten geplant, um auf die steigende Nachfrage reagieren zu können.
nachgefragt
Dr. med. Philippe de Gottrau, Doyen des Departementes HNO und Ophthalmologie
und von relativ kurzer Dauer. Eine Vielzahl von eine gut eingespielte kleine Welt.
Mitten im HFR Departement HNO und Ophthalmologie
Mikrochirurgie ist äusserste Präzisionsarbeit
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Es ist 7.30 Uhr. Drei Patienten befinden sich bereits in Raum 224 der Abteilung Ophthalmo logie des HFR Freiburg – Kantonsspital für die Einleitung der Operationsvorbereitung. Unter ihnen Marcel Oberson, der für seine Operation eines grauen Stars (Katarakt) schon fast bereit ist. «Dieser Eingriff macht mehr als 60 Prozent unserer Tätigkeit aus, Tendenz steigend, insbesondere infolge der Alterung der Bevölkerung», erläutert Dr. med. Philippe de Gottrau, Chefarzt der Abteilung Ophthalmologie. An jenem Morgen stehen nicht weniger als acht Kataraktoperationen auf dem Programm: Die Patienten folgen in unablässigem Tempo aufeinan der. Dazu ist eine gute Koordination sowohl vom Team für die Operationsvorbereitung als auch vom chirurgischen Team erforderlich. Um 8.15 Uhr wird Marcel Oberson in den Operationstrakt gebracht, wo ihn ein Team erwartet. Er ist ruhig und hat keine Angst, denn der 67-jährige Landwirt «hat schon Anderes gesehen». Ein Anästhesist, Instrumentierpflegefachpersonen und Pflegende für Operationslagerungen koordinieren ihre Tätigkeit vor der Ankunft von Dr. med. de Gottrau und dem Chefarzt in Ausbildung, Dr. med. Evgueny Beknazar. Das Auge des Patienten wird mittels Augentropfen betäubt. Ein wichtiger Moment folgt, «das Time-Out»: Dabei geht es darum, die Identität des Patienten und die Art des erforderlichen Eingriffs zu kontrollieren. Ausserdem wird überprüft, welches Auge operiert werden muss und wie widerstandsfähig das Implantat ist, um jegliches Fehlerrisiko auszuschliessen. Nach der Desinfektion wird ein Teil des Gesichts des Patienten mit einem sterilen Operationstuch abgedeckt. Der chirurgische Eingriff kann beginnen – in fast völliger Stille.
Mikrochirurgischer Eingriff Nach verschiedenen Einschnitten beginnt Dr. med. de Gottrau mit der Ablation der Augenlinse mithilfe einer Ultraschallsonde. Da der graue Star zu einer Trübung der Augenlinse führt, besteht der Eingriff darin, diese zu entfernen und sie durch eine künstliche Linse zu ersetzen. Die Operation wird unter dem Mikroskop durchgeführt. Die ophthalmologische Chirur gie ist insofern speziell, dass es sich um Mikrochirurgie handelt, die hohe Präzision erfordert: «Erschütterungen aller Art müssen vermieden werden. Deshalb geschieht die Operation in völliger Stille», erklärt Dr. med. de Gottrau. Dazu müssen der Chirurg und die Instrumentierpflegefachperson gut eingespielt sein; letztere weiss genau, welche Instrumente sie ihm reichen muss und vor allem, zu welchem Zeitpunkt. Nach nur etwa zehn Minuten ist die Operation abgeschlossen. Ein kurzer Eingriff, der aber viel Personal erfordert. «Ich habe nichts gespürt!», ruft Marcel Oberson aus. Er ist zurück in Raum 224 für ein reichliches Frühstück. Nach einer Katar aktoperation kann der Patient manchmal etwa einen Tag lang das Gefühl haben, er hätte ein Sandkorn im Auge. Bei Marcel Oberson ist das aber nicht der Fall. Er ist erleichtert, dass er wieder genügend sehen kann. «Es war eine richtige Behin derung, ich getraute mich nicht mehr, mich am Abend ans Steuer zu setzen, so sehr hatte sich meine Sicht verschlechtert: Die Scheinwerfer der Autos blendeten mich völlig und überdies sah ich getrübt. Ich bin froh, dass dies bald Geschichte sein wird.» Dr. med. Vasserot-Merle, Assistenzärztin auf der Abteilung Ophthalmologie, führt eine postoperative Kontrolle durch, bei der sie insbesondere überprüft, ob die Linse richtig platziert und das Auge dicht ist. «Es ist alles in Ordnung.» Eine Pflegefachperson erteilt dem Patienten einige Ratschläge für den Heimweg und übergibt ihm eine Schutzabdeckung, die er eine Woche lang nachts anlegen muss. Rund drei Stun-
den nach seinem Eintritt darf Marcel Oberson wieder nach Hause, begleitet von seiner Schwester, da stark davon abge raten wird, direkt nach der Operation Auto zu fahren.
Effiziente, auf den Patienten ausgerichtete Medizin «Die Operation des grauen Stars ist das Paradebeispiel für ambulante Chirurgie», erklärt Dr. med. de Gottrau. «Es handelt sich um einen relativ repetitiven Eingriff; demnach sind wir gut eingespielt. Deshalb können wir auch viele Eingriffe innerhalb kurzer Zeit durchführen. Die Technik hat ebenfalls gros se Fortschritte gemacht. Vor rund zehn Jahren benötigten wir viel mehr Material. Heute ist für die Operation des grauen Stars von Femtosekundenlasern als der Technik der Zukunft die Rede, doch ich bin noch nicht davon überzeugt: Sie verlängert die Dauer des Eingriffs und vermindert die Quali tätsarbeit des Chirurgen. Zudem muss der Patient bedeuten de Kosten aus eigener Tasche bezahlen. Unser Ziel ist es, das Beste für den Patienten anzubieten, ohne dass er sich an den Kosten der Operation beteiligen muss, denn diese wird normalerweise von der Grundversicherung bezahlt. Wir wollen unbedingt vermeiden, dass eine Zweiklassenmedizin entsteht.» Produktivität und Effizienz lautet also die Devise der Abteilung Ophthalmologie, und das Team beweist einen starken Zusammenhalt.
Departement HNO und Ophthalmologie Mitten im HFR
Fachleuten sind daran beteiligt. Einblick in
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PD Dr. med. Jean Dudler, Doyen des Departementes Rheumatologie, Rehabilitation und Geriatrie
Mitten im HFR Departement Rheumatologie, Rehabilitation und Geriatrie
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Am HFR Châtel-St-Denis musste der Umzug der Abteilung Geriatrische Medizin und Rehabilitation an das HFR Riaz vorbereitet werden, nachdem der Staatsrat Ende November grünes Licht zur Schliessung des Standorts gegeben hatte. Auch am HFR Meyriez-Murten stand ein Umzug bevor: Die Ab teilung Rehabilitation und
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Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Am HFR Freiburg – Kantonsspital geht die Verlagerung von der stationären Tätigkeit hin zu vermehrter ambulanter Aktivität weiter. Letztere verzeichnete deshalb 2012 einen weiteren Anstieg. Ursache dafür ist die Tat sache, dass wir noch bessere Behandlungsmöglichkeiten bei entzündlichen Rheumatismen haben. Demgegenüber stieg die stationäre Tätigkeit am HFR Meyriez-Murten an. Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Wir waren 2012 sehr aktiv in der klinischen Forschung und beteiligten uns an mehreren internationalen klinischen Studien für die Therapie von Osteoporose und entzündlichen Rheumatismen. Am HFR MeyriezMurten wurden die Pro zesse Rehabilitation und Akutgeriatrie zusammen mit dem interdisziplinären Team und der Abteilung Qualität erstellt und intern überprüft. Diese Prozesse dienen der Qualitätsentwicklung.
Bis zu seiner Einweisung ins Spital wegen einer Lungenentzündung dachte Bernard Gremion, er habe Asthma und gera te deshalb so schnell ausser Atem. In Wirklichkeit litt er jedoch an einer chronischen Lungenerkrankung (COPD, Chronic Obstructive Pulmonary Disease). Häufigste Ursache dieser Krankheit ist die Nikotinsucht. Weitere Faktoren sind Asthma, das sich tatsächlich bis hin zu einer chronischen Lungenkrank heit entwickeln kann, aber auch die Luftverschmutzung, der Beruf und das berufliche Umfeld. Der 1944 geborene Patient aus Bulle arbeitete vor seiner Pensionierung als Holzingenieur und weist sämtliche Merkmale des Gewohnheitsrauchers auf – das Ergebnis von 15 bis 20 Zigaretten pro Tag seit seinem 20. Altersjahr.
«Ich steckte den Kopf in den Sand»» Hätte er ohne die Lungenentzündung, die zu seiner notfallmässigen Spitaleinweisung ins HFR Riaz führte, diese Gewohnheit aufgegeben? «Ich hatte bereits einige Monate vor diesem Ereignis beschlossen, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich hatte mich darauf vorbereitet und mich mit Hilfe von Büchern und wissenschaftlichen Artikeln informiert. Aber ich steckte den Kopf in den Sand ...» Bernard Gremion macht sich nichts vor: Er gibt zu, dass man Geschichten erfindet, um die eigene Abhängigkeit zu relativieren. «Ich merkte, dass ich wegen des Rauchens weniger gut atmen konnte, aber unbewusst
In drei Wochen das Atmen neu erlernen
komforts. Dank massgeschneiderter Rehabi litationstechniken und einer angemessenen therapeutischen Betreuung ist ein Neuanfang möglich, wie das Beispiel von Bernard Gremion zeigt: Der Patient der Respiratorischen Reha bilitation am HFR Billens leidet an einer durch Rauchen verursachten chronischen Erkrankung.
«Ich atme viel besser, es ist beeindruckend» Seine gute Laune zeigt, dass die Erfahrung für ihn nicht schlimm war. «Heute ist mein letzter Tag auf dem Stock der Kurzatmigen. Morgen darf ich nach Hause. Nach drei Wochen stelle ich fest, dass ich bereits viel besser atme. Es ist beein druckend.» In der Praxis werden die ersten zwei Tage auf der Abteilung Respiratorische Rehabilitation für die eingehende Beurteilung der Patientin bzw. des Patienten aufgewendet. Anschliessend wird ein massgeschneidertes Programm zusammengestellt, überwacht durch ein interdisziplinäres Team aus Ärztinnen und Ärzten (Pneumologinnen und Pneumologen, Fachärztinnen und -ärzte für Innere Medizin und Rehabilitation), Assistenzärztinnen und -ärzte, Pflegefachpersonen, Physiotherapeutinnen und -therapeuten und Ernährungsberaterinnen bzw. -berater. Bernard Gremion wechselte ab zwischen Atmungsgymnastik in seinem Zimmer, Ausdauertraining und Krafttrainingsserien an Geräten. Das Ergebnis spricht für sich: Bei seiner Ankunft im HFR Billens legte Herr Gremion in sechs Minuten 270 Meter zurück. Nach drei Wochen res piratorischer Rehabilitation legt er in der gleichen Zeit 440 Meter zurück. Eine rapide Verbesserung um fast 40 Prozent!
Die Fortschritte der Medizin
Eine chronische Lungenerkrankung bedeutet nicht automatisch das Ende jeglichen Lebens-
Für Bernard Gremion scheint dieser Aufenthalt wie eine Verjüngungskur gewirkt zu haben. Er bewegt sich fröhlich zwischen den Geräten, die für seine Therapie genutzt wurden: «Das ist der Ausdauerraum, wo ich auf dem Fahrrad und dem Laufband trainiert habe. Und hier ist die Folterkammer: das Krafttraining!» Eine Physiotherapeutin kommt vorbei und er wendet sich freundlich an sie: «Stellen Sie sich zu mir für das Foto, damit man sieht, wie effizient diese Investitionen in die Spitalinfrastruktur sind», meint er mit einem schelmischen Lächeln.
fand ich alle möglichen Tricks, um die Atemnot zu kompensieren. Ich zog zum Beispiel systematisch den Lift der Treppe vor und nahm das Auto auch für kurze Einkäufe. So glaubt man weiterhin, es sei alles in Ordnung ...» Kurz nach seinem Spitalaufenthalt in Riaz absolvierte Ber nard Gremion einen dreiwöchigen Aufenthalt in der Abteilung Respiratorische Rehabilitation des HFR Billens. Die Abteilung bietet Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung eine massgeschneiderte Behandlung an, um ihre körperliche Belastungsfähigkeit zu erhöhen und ihre Erkrankung durch einen interdisziplinären Ansatz zu behandeln: Fitnesstraining, therapeutische Rehabilitation, Ernährungsberatung oder auch psychosoziale Unterstützung stehen auf dem Programm. Die Aufnahme erfolgt auf freiwilliger und begründeter Basis.
In Zukunft wird der pensionierte Patient (der mit dem Rauchen aufgehört hat – «versprochen, ganz sicher!») weiterhin am HFR Riaz betreut, und er wird auch die Übungen fortsetzen, um die wiedergefundene Lebensqualität zu erhalten. Ausserdem kann er sich seinen Hobbys widmen: Lesen, Wandern und Naturfotografie. «Ich habe entdeckt, dass ich besser auf meinen Körper hören kann, insbesondere dank einer Selbsthypnosetechnik.» Er erinnert sich an seine Grossmutter, die nach einer Lungenerkrankung starb. Damals waren die medizinischen Hilfsmittel noch weniger weit entwickelt und Bernard Gremion findet die erzielten Fortschritte ausserordentlich: «Es ist ein grosses Privileg, dass wir über solche Mittel für die Rehabilitation verfügen, und über hochqualifiziertes Personal, dem ich an dieser Stelle danken möchte.»
Departement Rheumatologie, Rehabilitation und Geriatrie Mitten im HFR
nachgefragt
Akutgeriatrie zog im April 2013 an das HFR Tafers, was eine umfangreiche Vorbereitung zur Folge hatte. Am HFR Freiburg – Kantonsspital schufen wir im De partement Rheumatologie einen neuen Behandlungspfad bei Brüchen. Über diesen Behandlungspfad werden ältere Patientinnen und Patienten, die aufgrund eines Knochenbruchs am Standort Freiburg hospita lisiert werden, stets klinisch untersucht und deren Knochendichte gemessen. Auf diese Weise kann in Erfahrung gebracht werden, ob eine Osteoporose vorliegt und gegebenenfalls die passende Behandlung eingeleitet werden. Ziel ist die Prävention von Knochenbrüchen. Wenn eine Osteoporose vorliegt, wird eine Behandlung vorgeschlagen, um künftige Brüche zu vermeiden. Unsere Kaderärztinnen und -ärzte erteilten ebenfalls Vorlesungen und klinischen Unterricht für die Medizinstudierenden des 3. Studienjahres der Universität Freiburg; deren Anzahl verdoppelte sich im Jahr 2012 auf 96 Studierende.
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Geräte für die medizinische Bildgebung, welche den heutigen Diagnoseanforderungen gerecht werden, tragen zu einer optimalen Betreuung der Patientinnen und Patienten bei. In einer Welt der medizinischen Spitzentechnologie, wie man sie auf einer Radiologie-Abteilung antrifft, ist jedoch die Pflege der menschlichen Kontakte unerlässlich.
Mitten im HFR Departement Radiologie
Ein Blick in die Radiologie des HFR Riaz.
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«Diese Untersuchung ist nicht gerade angenehm. Aber wenigstens lassen sich dadurch allfällige Probleme erkennen.» Monique, 68, findet sich an jenem Tag auf der Abteilung für Radiologie des HFR Riaz ein, für eine Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs. Eine radiologische Untersuchung, welcher sich gemäss den Empfehlungen der Krebsliga alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren regelmässig unterziehen sollten. Ziel: einen allfälligen Tumor im Frühstadium zu erkennen, noch bevor Symptome auftreten. Die Einwohnerin von Riaz lässt zum dritten Mal eine Früherkennungs-Mammografie über sich ergehen, sie erhält dazu alle zwei Jahre im Rahmen des kantonalen Programms zur Brustkrebs-Früherkennung eine Einladung. Der Zeitpunkt, zu dem die vier erforderlichen Bilder gemacht werden müssen, ist gekommen. «Alles in Ordnung? Schmerzt es nicht allzu sehr?», fragt die Fachfrau für medizinischtechnische Radiologie (MTRA). Ihre Worte – noch dazu als Frau – bringen ihre Solidarität und ihr Einfühlungsvermögen angesichts der unangenehmen Untersuchung zum Ausdruck. Ein Routineakt, dennoch hört die MTRA der Patientin sorgfältig zu. «Sie redet nicht zu viel, doch sie ist sehr zuvorkommend», erklärt Monique nach der Mammografie. Dr. med. Gert Bodendörfer, der Chefarzt der Abteilung, zeigt das brandneue Radiologie-Gebäude des HFR Riaz, das im November 2011 eingeweiht wurde. Ein Eintauchen in die Welt der medizinischen Spitzentechnologie im Dienst der Diagnose: Ein Raum mit gläsernen Wänden, voller Com puterbildschirme, fungiert als Trennung zwischen dem MRIGerät und dem Computertomografen. Radiologen und MTRA sind dort bei der Arbeit anzutreffen: Sie studieren die Bilder
«Während der ersten Scan-
ner-Untersuchung hielt ich die Augen geschlossen»
MRI und Piercings Ganz in der Nähe bekräftigt Emilio gegenüber dem MTRA, kurz bevor er den MRI-Raum betreten soll, sein Piercing sei nicht aus Metall, sondern aus Silber. Das Problem ist, dass Metalle und Magnetresonanzgeräte nicht zusammenpassen, wie unter anderem auch Herzschrittmacher. Bei der kleinsten Störung während der Untersuchung kann der Patient jedoch den Alarmknopf drücken, den er in der Hand hält, und die Untersuchung wird abgebrochen. «Manchmal kommt es vor, dass wir Piercings mit einer Zange durchschneiden müssen», erklärt der Techniker. Seit einigen Tagen leidet der zu untersuchende Mann in den Dreissigern unter starker Migräne und Schwindelanfällen. Ein hinterhältiges Leiden, das ganz plötzlich aufgetaucht ist, ohne dass er irgendeine Verletzung erlitten hätte, und das oft durch Erbrechen begleitet wird. Das MRI seines Gehirns dauert rund 20 Minuten und erlaubt dem Radiologen, Tumore und Blutungen auszuschliessen. «Ich hatte keine Angst, denn ich bin nicht klaustrophobisch», meint der junge Mann aus Marsens. Trotz Musik im Ohr war er höchstens «am Anfang ein wenig überrascht vom merkwürdigen Geräusch des Apparates», das etwa alle fünf Minuten einige Sekunden lang stärker wird. «Ansonsten geschah nichts Unerwartetes, alles wurde mir vorab sehr gut erklärt.» In der medizinischen Bildgebung braucht es für eine optimale Betreuung der Patientinnen und Patienten demnach nicht nur Spitzentechnologie, sondern auch – und vor allem – zuvorkommenden menschlichen Kontakt.
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Die verschiedenen Abteilungen der Röntgendiagnostik sind mit den heutigen Ressourcen voll ausgelastet, sowohl hinsichtlich der radiologischen Geräte als auch des Personals. Eine Begleiterscheinung davon ist, dass für die einzelnen Patientinnen und Patienten weniger Zeit zur Verfügung steht. Das HFR übernimmt zudem immer mehr «schwere» Fälle, wodurch die Untersuchungen komplizierter und länger werden. Eine erneute Zu nahme der Tätigkeit ohne weitere Investitionen ist deshalb nicht mehr möglich. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? 2012 nahm sie für die gesamte Röntgendiagnostik des HFR – die mehrheitlich ambulant erfolgt (64 Prozent) – um sieben Prozent zu. In der Radio-Onkologie stieg die Abteilungstätigkeit in ambulanten TarmedPunkten um 16 Prozent. Insgesamt wurden auf der Abteilung rund 620 Patientinnen und Patienten behandelt. Das Tomotherapiegerät TomoHD hat sein erstes volles Einsatzjahr hinter sich. Es wurde mehrheitlich für die Durchführung der komplexesten Therapien eingesetzt. Die Abteilung konnte zudem die Installation ihrer Linearbeschleuniger der neuen Generation abschliessen. Im Zusammenhang mit dieser neuen technischen Ausrüstung leistete die Abteilung erstmals einen Beitrag zur Ausbildung, und zwar im Rahmen eines Kurses der Europäischen Gesellschaft für therapeutische Radiologie und Onkologie (ESTRO) über bildge steuerte Strahlentherapie, mit Teilnehmenden aus verschiedenen Teilen Europas und der übrigen Welt. In der Nuklearmedizin erwies sich das Jahr 2012 als stabil, sowohl hinsichtlich der Tarmed-Punkte als auch der durchgeführten Behandlungen. Doch eines zeigt sich klar: Der Prozentsatz der ambulanten Patientinnen und Patienten nimmt zu,
nachgefragt
Prof. Dr. med. Henri-Marcel Hoogewoud, Doyen des Departementes Radiologie
er erreicht heute fast 90 Prozent. Dies scheint ein Beweis für die gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu sein. Gibt es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Voraussichtlich im Juni 2013 wird am Standort Freiburg ein zweites MRI-Gerät (Magnetresonanztomografie) installiert. Für einen zweiten Computertomografen (CT) wurde ein erster Projektentwurf erarbeitet, doch derzeit scheitert die Umsetzung an architektonischen Problemen. Wer hätte sich denn auch zum Zeitpunkt des Spitalbaus die Rolle und Bedeutung vorstellen können, welche die Radiologie einst für die Diagnosestellung spielen würde? Bei der Ausstattung sollen 2013 zwei weitere Projekte konkretisiert werden: die Erneuerung des Computertomo grafen am Standort Tafers und, in der Nuklearmedizin, der Ersatz des PET-SCAN und die Einrichtung eines neuen PET-CT.
Departement Radiologie Mitten im HFR
Spitzentechnologie und vor allem menschlicher Kontakt
und sprechen mit den Patienten. «Ein MRI dauert 20 bis 40 Mi nuten; das mag lang erscheinen. Wenn man übers Mikrofon mit den Patienten spricht, kann man sie beruhigen», erläutert ein MTRA. Auf dem Tisch des Computertomografen liegt eine Patientin für eine Unterleibsuntersuchung. Sie wurde von einer MTRA positioniert und hat sich aufmerksam die Erklärungen zur Untersuchung angehört. Chantal wurde einige Tage zuvor wegen Bauch- und Nierenschmerzen, die ihr fast den Atem raubten, notfallmässig eingeliefert und wird bereits zum zweiten Mal «in die Röhre» geschickt. Anhand der ersten Untersuchung konnte eine Lungenembolie ausgeschlossen werden. Die Dame aus Bulle erinnert sich noch gut daran; die technologische Umgebung beeindruckte sie am Anfang stark. «Aus Angst vor dem Unbekannten hielt ich meine Augen die ganze Zeit über geschlossen», erzählt die Frau in den Fünfzigern. Beim Gedanken daran lächelt die Patientin. «Ich stellte mir vor, ich sei in einem Tunnel eingeschlossen. Doch das ist ganz und gar nicht der Fall. Und die Untersuchung ist ganz kurz, sie dauert nur wenige Minuten.» Auch Chantal schätzte «die klaren Erklärungen und Antworten der jungen Dame (die MTRA) sehr», sie fühlte sich dadurch vor der zweiten Untersuchung richtig wohl. Einige Türen weiter, im Raum für Ultraschalluntersuchungen, lächelt eine junge Mutter zufrieden. Mithilfe eines Ultraschalls konnte eine Hüftdysplasie bei ihrem eineinhalb Monate alten Baby ausgeschlossen werden.
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narkose sowie eine örtliche Betäubung erhalten. Die Anästhesie wird mit einer Sauerstoffmaske beginnen, über die Antoine auch Narkosemittel erhält. Anschliessend wird an seiner Hand ein Tropf gelegt, durch welchen Flüssigkeit und Narkose mittel intravenös verabreicht werden. Die örtliche Betäubung sowie das Legen des Venenkatheters geschehen aber nur in der Pädiatrie systematisch unter Vollnarkose; bei Erwachsenen wird dies im Wachzustand gemacht. Die Mutter von Antoine ist etwas besorgt darüber, dass nicht zwingend Dr. med. Grandjean die Anästhesie durchführen wird. In der Tat ist es so, dass die Anästhesistinnen und Anästhesisten in Schichten arbeiten. Die operierenden Chirurginnen und Chirurgen hingegen sind im Prinzip jene, für die sich die Patientinnen und Patienten entschieden haben bzw. die sie kennen. «Wir arbeiten aber alle ähnlich und stehen in stetigem Kontakt zu den Patientinnen und Patienten, damit sie sich gut aufgehoben fühlen», versichert ihr Dr. med. Grandjean.
Nach der Sprechstunde und zur Abrundung des Gesamtbildes können Antoine und seine Mutter die Kinderstation sowie den Eingang zum Operationssaal und den Aufwachraum besuchen. Nun brauchen vor dem Eingriff nur noch die offiziellen Dokumente unterzeichnet zu werden. Da Antoine minderjährig ist, werden seine Eltern die «Einverständniserklärung» unterzeichnen und dem Spital zustellen, welche über den Ablauf und die Risiken des Eingriffs informiert.
Mit eigenen Augen sehen
Eine Narkose tut nicht weh
Nun ist Antoine an der Reihe, Fragen zu stellen. Ihn scheinen eher Folgen der Operation als die Narkose zu beschäftigen: «Wie lange dauert die Heilung?», möchte er wissen. Dr. med. Grandjean meint zwar, diese Frage könnten die Spezialisten besser beantworten, schätzt aber, dass die Fäden nach ungefähr zehn Tagen entfernt würden. Bei Kindern verlaufe die Wundheilung ja generell schneller.
Wie verläuft eine Sprechstunde auf der pädiatrischen Anästhesie-Abteilung des HFR Freiburg – ten chirurgischen Eingriff eine Anästhesie-Ärztin aufsucht. Einerseits soll so allfälligen Risikofak toren frühzeitig vorgebeugt werden, andererseits dient das Gespräch dazu, den Jugendlichen genau
nachgefragt
Mitten im HFR Departement Anästhesiologie und Reanimation
über das Vorgehen zu informieren und alle seine Fragen zu beantworten.
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Der 12-jährige Antoine wird von seiner Mutter zur voroperativen Sprechstunde bei Dr. med. Corinne Grandjean, Leitende Ärztin in der Abteilung Anästhesiologie und Reanimation des HFR Freiburg – Kantonsspital, begleitet. Nach einem lockeren Gesprächseinstieg nimmt die Ärztin mit einfachen Fragen die Krankengeschichte des Jungen auf: «Wurdest du schon einmal operiert? Bist du allgemein gesund? Nimmst du Medikamente? Hast du Allergien? Hattest du schon einmal Probleme bei einer Narkose? Wie schwer bist du? Und wie gross?» Bei der einen oder anderen Frage ist Antoine froh, dass seine Mutter ebenfalls anwesend ist. Bezüglich Narkose berichtet die Mutter von einem persönlichen Erlebnis: Beim Erwachen aus einer Narkose hatte sie das Gefühl, nicht mehr atmen zu können, und sie empfand ein intensives Druckgefühl ... Damals hatte man ihr gesagt, dass es sich um postoperativen Stress handle, doch die Mutter hatte später herausgefunden, dass der Auslöser auch ein paralysierendes Medikament sein konnte, das nach dem Erwachen im Körper blieb. Dr. med. Grandjean bestätigt, dass es Fälle gäbe, in denen ein Arzneimittel, das Teil der Narkosemischung ist und zur Lähmung der Muskeln eingesetzt wird,
schlecht abgebaut wird. Sie fügt jedoch hinzu, dass nach der Operation jeweils ein Gegenmittel verabreicht wird, das diese Wirkung «rückgängig» machen soll. Zudem wird die Mutter an Antoines Seite sein, wenn er aus der Narkose erwacht. Dies scheint beide zu beruhigen.
Broschüre mit vielen Erklärungen Dr. med. Grandjean weist Antoine darauf hin, dass die Opera tion verschoben werden müsste, falls er zum Zeitpunkt des geplanten Eingriffs Fieber oder eine Viruserkrankung hätte. Danach geht sie zu den konkreten Erklärungen über. Diese veranschaulicht die Ärztin mit einer Broschüre, die von Dr. med. Olivier Despond, dem Stellvertretenden Chefarzt der Abteilung, erstellt worden ist. So erfährt Antoine, dass er nüchtern ins Spital gehen muss, dass er sein Kuscheltier oder einen anderen Lieblingsgegenstand mitbringen darf, dass seine Eltern ihn bis zum Operationstrakt begleiten können und dass sie auch da sein werden, wenn er wach wird. Während der Anästhesie, während er schläft und während des ganzen Eingriffs wird sich ein Team von Pflegefachpersonen sowie Ärztinnen und Ärzten um ihn kümmern. Antoine wird eine Voll-
PD Dr. med. Lennart Magnusson, Doyen des Departementes Anästhesiologie und Reanimation
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Die Schliessung des Operationstraktes des HFR Tafers nachts und über die Wochenenden ab dem 1. September hat das Jahr stark geprägt. Dies hatte natürlich eine reduzierte Anästhesietätigkeit im Notfallbereich
aber auch bei elektiven Behandlungen zur Folge und erklärt – zumindest teilweise – die verstärkte Aktivität am Standort Freiburg. Ferner wurde unter der Leitung der Abteilung Anästhesiologie 2012 eine Reanimationskommission am HFR ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Ausbildung sowie die zur Verfügung stehenden Mittel in diesem Bereich zu vereinheitlichen. Drei Mal sind im Jahr 2012 sämtliche Pflegefachpersonen der Anästhesie am HFR zusammen gekommen. Gleichzeitig standen die drei Chefärzte ihrerseits in regem Austausch. Während dieser Besprechungen konnte insbesondere die Vereinheitlichung der Medikamenten listen, die in der Anästhesie zum Einsatz kommen, diskutiert werden. Ausserdem konnte die erste HFR-Empfehlung zur Aktivität der Anästhesieabteilung erarbeitet werden. Sie betrifft die Indikationen für eine Anästhesie bei Endoskopien.
Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Im HFR Freiburg – Kantonsspital wurde erstmals die Schwelle von 12’000 Anästhesien überschritten. Dies bedeutet eine Zunahme um rund drei Prozent. Bemerkenswert ist namentlich die verstärkte Anästhesie tätigkeit im Rahmen der Viszeralchirurgie. Wie bereits erwähnt, hat die Anästhesietätigkeit am Standort Tafers sowohl bei Notfällen als auch bei elektiven Eingriffen abgenommen. Auch am Standort Riaz gibt es eine Reduktion der Aktivität zu verzeichnen, insbesondere in den Be reichen Gynäkologie und Geburtshilfe sowie in der Chirurgie. Gibt es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Die Abteilung Anästhesie des HFR will 2013 eine standortübergreifende Schmerzklinik aufbauen und entwickeln. Heute
leiden zahlreiche Patienten an chronischen Schmerzen. Am weitesten verbreitet sind dabei die Rückenprobleme. Spezifische Schmerzsprechstunden, in denen die Patienten multidisziplinär versorgt werden können (durch Rheumatologen, Orthopäden, Neurologen, Psychiater, Anästhesisten usw.) werden eine bessere Behandlung dieser Patienten ermöglichen. Zu diesem Zweck hat sich Dr. med. Mariotti am Schmerzzentrum des CHUV in Lausanne weitergebildet. Dr. med. Frickmann wird ebenfalls in dieses Projekt involviert sein, da er sich seit vielen Jahren am Standort Tafers im Bereich chro nische Schmerzen engagiert. Dieser Tätigkeitsbereich hat 2012 massiv zugelegt. Vergangenes Jahr hat sich Dr. med. Frickmann an verschiedenen europäischen Zentren im Bereich der I mplantation von Neuro stimulatoren im Rückenmark weitergebildet.
Departement Anästhesiologie und Reanimation Mitten im HFR
Kantonsspital? Erläuterungen am Beispiel eines Jugendlichen, der zwei Wochen vor einem geplan-
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Mitten im HFR Departement Notfallmedizin
Dr. med. Alfredo Guidetti, Doyen des Departementes Notfallmedizin
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Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Sowohl in den Notfallstationen Freiburg, Riaz und Tafers als auch in der Permanence Meyriez-Murten war ein wachsender Zustrom von Patientinnen und Patienten zu verzeichnen – ein Trend, der sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Er ist die logische Folge des Bevölkerungswachstums im Kanton Freiburg, das im südlichen Teil besonders ausgeprägt ist. Ein weiterer Grund, weshalb die Notfallstationen immer häufiger aufgesucht werden: Ein Grossteil der Bevölkerung, insbesondere Ausländerinnen und Ausländer, hat keinen Hausarzt oder keine Hausärztin. Und schliesslich gibt es auch immer weniger Allgemeinpraktikerinnen und Allgemeinpraktiker – und die, die es noch gibt, nähern sich der Pensionierung. In diesem Zusammenhang muss darüber nachgedacht werden, wie dieser Andrang in Zukunft bewältigt werden soll. Die Aufgabe der Notfallstationen hat sich verändert: Heute betreffen 80 Prozent der Versorgung die Allgemeinmedizin und nur 20 Prozent sind lebensbedrohliche Notfälle. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Wie schon erklärt, sie nimmt konstant zu. Das Departement Notfallmedizin ist jene Abteilung des HFR, die am
Gibt es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Es wurden und werden immer noch Überlegungen zur Organisation der Notfallstationen angestellt, um diesem Patientenaufkommen auf den HFR-Notfallstationen, das in den nächsten Jahren noch stärker zunehmen wird, beizukommen. Die frei praktizierenden Ärzt innen und Ärzten und die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) werden dabei in die Überlegungen mit einbezogen. Um die Wartezeiten zu verkürzen, wurden am HFR Riaz sowie am HFR Freiburg – Kantonsspital bei kleineren Verletzungen bereits schnelle Behandlungspfade für ambulante Notfälle eingeführt. In Zukunft geht es darum, die Patientinnen und Patienten mit Bagatellerkrankungen von den Fällen, bei denen ein Spitalaufenthalt nötig ist, zu trennen. Im HFR Riaz schliesslich gehen die Umbau- und Erweiterungsarbeiten, die 2012 begonnen wurden, weiter. Sie werden Anfang 2014 abgeschlossen sein.
Ein Montagabend in der Notfallstation
An einem Montag am frühen Abend auf der Notfallstation des HFR Freiburg – Kantonsspital. Fünfzehn Personen warten auf eine Konsul tation. Das ist die ideale Gelegenheit, mit zwei Vorurteilen aufzuräumen: Nein, nicht alle der 15 Patienten sind Notfälle und ja, in der Notfallstation ist an Montagabenden genauso viel los wie an Freitagabenden.
Dr. Wenceslao Garcia, Chefarzt der Notfallstation des HFR Freiburg – Kantonsspital, erklärt uns die Lage: «Generell kommen die Patienten nicht allein, sondern mit zwei, drei oder vier Angehörigen oder Bekannten. Ausserdem ist am Montag abend genauso viel los wie am Freitag, weil die Arztpraxen am Freitag wegen des Wochenendes schliessen und es schwierig ist, einen Termin für Montag zu erhalten, wenn man in der Zwischenzeit krank wird. Nicht alle Fälle müssen dringend behandelt werden, aber wir müssen den Andrang bewältigen.» «Was ist Ihnen passiert? Bei welcher Versicherung sind Sie?» Diese Fragen und viele andere, die in der Patientenaufnahme gestellt werden, sind der erste Kontakt der Patientin bzw. des Patienten mit der Notfallstation und ermöglichen die administrative Aufnahme. Um 19 Uhr sind zehn Personen aufgenommen. Die Dossiers werden nach Farben geordnet: Rot für die Chirurgie (gebrochener Arm, Bauchschmerzen etc.),
Grün für medizinische Fälle (Husten, Atemnot, Allergien etc.). Danach übernimmt eine Pflegefachkraft die Patientin oder den Patienten und bewertet, wie dringend der Fall ist. Allein die Dringlichkeit bestimmt, wie schnell eine Person aufgerufen wird. In einem kleinen Raum neben der Aufnahme werden die Patien ten untersucht. Und dann? Dann müssen leichte Fälle warten, während schwere Fälle je nach Dringlichkeit und der Kapazi tät der Station rascher behandelt werden. Allein am Montag wurden bis 20 Uhr 87 Patienten aufgenommen. «Heute werden wir wohl noch auf 100 kommen», meint Dr. Garcia, ohne gross zu übertreiben.
Physische Traumata und psychische Fälle In der Notfallstation selbst, also nachdem sich die Sicherheitstür geschlossen hat, werden die Patientinnen und Patienten von einem Team aus Pflegefachkräften und Ärztinnen bzw. Ärzten versorgt. Zwischen 19 und 20 Uhr sind alle wegen des Schichtwechsels zwischen dem Tag- und dem Nachtteam, zuerst zwischen den Ärztinnen bzw. Ärzten und dann zwischen den Pflegefachkräften, sehr beschäftigt. Das medizinische Team verwaltet die Dossiers hinter einer Theke mit Blick auf eine Reihe von kleinen Räumen, auf welche die Patientinnen und Patienten aufgeteilt werden. Die Räu-
me direkt vor der Theke sind den Personen vorbehalten, die etwas im Auge gehalten werden müssen. An diesem Abend erregt ein junger Mann mit einer Gehirnerschütterung Besorgnis. Er ist sehr blass, beklagt sich aber nicht. Im Allgemeinen sind schwere Fälle eher leise. Sonst gibt es wenig Aufregung. Hier wird ein leise weinendes Mädchen mit seiner Mutter von der Ambulanz eingeliefert, dort kommen zwei Polizisten mit einem jungen Mann für eine Rauschgiftkontrolle. Ein dritter Fall erregt mehr Aufsehen: ein Rekrut, der von der Militärpolizei in die Notfallstation gebracht wurde. Er scheint unter einer psychischen Störung zu leiden. Einer der Sicherheitsmitarbeiter, die rund um die Uhr in der Notfallstation anwesend sind, beaufsichtigt ihn. An diesem Abend wird noch ein Rekrut aufgenommen. Er hat Bauchschmerzen und könnte unter einer Blinddarmentzündung leiden. (Fortsetzung auf nachfolgender Seite)
Departement Notfallmedizin Mitten im HFR
nachgefragt
meisten Patientinnen Pa tienten betreut. Im Jahr 2012 haben rund 70’000 Patientinnen und Patienten die Notfallstationen oder die Permanence aufgesucht: ungefähr 30’000 am Standort Freiburg, 15’000 in Riaz, 8000 in Tafers und 15’000 in Meyriez-Murten.
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Professionell und entspannt An diesem Abend gibt es keine tragischen Fälle. Angesichts der Aufgabe der Station überrascht jedoch die gute Laune des medizinischen Personals. Witzige Wortgefechte wechseln mit Phasen intensiver Konzentration ab. Zweifellos geht es darum, zwischendurch kurz einmal Dampf abzulassen und Abstand zu gewinnen, denn hier stehen alle ständig unter sehr hohem Druck. Wir verlassen die Station gegen 23 Uhr, kurz bevor ein Patient mit psychischen Problemen von der Rettungssanität in eine psychiatrische Einrichtung gebracht wird. Der dritte Fall dieser Art an diesem Abend. Vier Pflegefachkräfte und zwei Ärzte arbeiten die ganze Nacht durch, bis sie am frühen Morgen abgelöst werden.
Lindsey und Melinda, verfrühtes Glück Orazia und Daniel Herrero sind glückliche Eltern der Zwillinge Melinda und Lindsey. Sie kamen als Frühgeburten am 11. Februar im Hôpital du Samaritain
Mitten im HFR Departement Notfallmedizin
•D ie Notfallstation des HFR Freiburg – Kantonsspital verzeichnet jährlich 30’000 Patientinnen und Patienten. • Nur rund 15 Prozent sind wirkliche Notfälle. • Um dem Andrang standzuhalten, wurde neben der Notfallstation ein neuer Pavillon für Konsultationen errichtet. Ab Juni 2013 ist er von Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr durchgehend geöffnet. • Ab dem 1. Juli 2013 werden Kinder nicht mehr in die Notfallstation für Erwachsene, sondern in einer eigenen Abteilung in der Pädiatrie versorgt.
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in Vevey zur Welt, wurden dann vorerst ans Lausanner Universitätsspital (CHUV) transferiert und schliesslich von der Pädiatrie im HFR Freiburg – Kantonsspital betreut. Seit April 2012 gibt es ein neues Bett in der Überwachungspflege und somit kann das HFR Frühgeborene ab der 32. Schwangerschaftswoche betreuen. Begegnung mit den im Glück schwelgenden Eltern.
«Ja, ist gut, mein kleiner Schatz ...». Zärtlich und mit aller Vorsicht der Welt wechselt Daniel Herrero, junger 30-jähriger Vater, die winzigen Windeln von Lindsey, die noch nicht einmal ein Monat alt ist. Im Brutkasten nebenan wartet ihre Zwillingsschwester Melinda ungeduldig auf die Stillzeit. Die Zwillinge kamen als Frühgeburten am 11. Februar im Hôpital du Samaritain in Vevey zur Welt, wurden ans Lausanner Universitätsspital (CHUV) transferiert und am 27. Februar schliesslich in die Neonatologie am HFR Freiburg – Kantonsspital gebracht, was dem Zeitpunkt der 32. Schwangerschaftswoche entsprochen hätte. Diese Art von Betreuung ist seit April 2012 möglich, da ein Bett in der Überwachungspflege eingerichtet wurde. Mit dem neuen Angebot können die frühgeborenen Säuglinge nicht-invasiv beatmet werden, wenn sie selbst noch Mühe mit Atmen haben. Ein Glücksfall für die
Eltern, die ohne dieses neue Angebot ins Inselspital in Bern hätten gehen müssen.
Gelassenheit pur «Es sind unsere ersten Kinder. Wir wurden vorgewarnt, dass sie zu früh zur Welt kommen würden, aber wir dachten nicht so früh ... Am Tag vor der Geburt gab ich noch Unterricht, ich hatte das wirklich nicht erwartet», erzählt die 29-jährige Lehrerin Orazia Herrero. In ihren Zügen ist eine nachvollziehbare Müdigkeit zu sehen, aber ihr Blick sprüht vor Glück und ihr Gesicht strahlt Gelassenheit aus: «Gelassenheit: das ist das Motto hier. Trotz der Ereignisse hatten wir einfach keine Zeit, um Angst zu haben. Ich fühle mich heute zwar sehr erschöpft, aber gleichzeitig ist es auch so beflügelnd, sie zu sehen ...» (Fortsetzung auf nachfolgender Seite)
Departement Pädiatrie Mitten im HFR
«Echte» Notfälle kommen selten vor
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Um die beiden Brutkästen geben Monitore medizinische Angaben zum Zustand der kleinen Babys, darunter die Atemfrequenz: «Manchmal vergessen sie weiterzuatmen und dann fängt die Maschine an zu piepen. Anfangs waren diese Geräusche noch sehr angsteinflössend, aber die Pflegenden haben sich die Zeit genommen, uns all die Kurven und Angaben zu erklären.» Zeit, die Kleinen zu stillen: stets der schönste Moment des Tages, seufzt die junge Mutter. Die Zwillingsschwestern werden der Mutter unter dem gerührten Blick vom Papa an die Brust gegeben. «Sie sind zu klein, um sich selbst zu versorgen, darum werden sie über eine Nasensonde ernährt. Doch es ist wichtig, dass sie den Saugreflex entwick eln. Aus diesem Grund werden sie für zwei der zwölf Mahlzeiten am Tag gestillt», erklärt Manuela Wohlhauser, Pflegefachfrau Neonatologie.
«Das erste Mal, als wir sie zusammenführten,
nachgefragt
Mitten im HFR Departement Pädiatrie
Hand in Hand an der Brust
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«Manchmal halten sie sich beim Trinken an den Händen», verrät uns die junge Mutter. «Das erste Mal, als wir sie zusammenführten, haben sie sich gegenseitig sofort genähert, auch wenn sie nicht in der gleichen Fruchthöhle herangewachsen sind.» Ein grundlegendes Bedürfnis nach Berührung für Lindsey und Melinda, die seit ihrer Geburt in zwei verschiedenen Brutkästen getrennt sind. «Wenn alles gut geht, verlassen sie bald die Brutkästen und kommen in Wärmebetten», freut sich Orazia Herrero. Die Mahlzeit neigt sich seinem Ende zu, Zeit für die Zwillinge, sich wieder ihrer Hauptbeschäftigung zu widmen, die sie etwa 20 Stunden am Tag betreiben, nämlich dem Schlafen.
Prof. Dr. med. Johannes Wildhaber, Doyen des Departementes Pädiatrie
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Wir haben das Angebot in den verschiedenen Spezia litäten weiter ausgebaut. Damit bieten wir nun ein umfassendes Angebot an Spezialsprechstunden in Freiburg an, beispielsweise in der Allergologie, Neuro-
pädiatrie, Gastroenterologie, Pneumologie, Kardiologie und Genetik. Die von uns betreuten Kinder müssen nun weniger häufig an die Universitätsspitäler weitergeleitet und können nahe am Wohnort betreut werden. Ein weiterer Ausbau der Sprechstunden in Hämatologie und Rheumatologie ist für 2013 geplant. Neu bietet das HFR nun auch seit November 2012 am HFR Meyriez-Murten eine pädiatrische Sprechstunde an, womit wir auf den Mangel an Kinderärztinnen und -ärzten in der Re gion reagiert haben. Diese Sprechstunde wird während der Bauzeit am HFR Meyriez-Murten in einem provisorischen Gebäude weiter geführt. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Im Winter 2012/2013 war der Ansturm auf dem Kindernotfall sehr gross. Es gab überdurchschnittlich viele Erkältungs- und Durchfall-
erkrankungen. Solche Erkrankungswellen sind nicht vorhersehbar und je nach Jahr und Saison sehr verschieden; für unser Personal heisst dies zwangsläufig, sich mit den gleichen zur Verfügung stehenden Mitteln an das erhöhte Volumen anzupassen. Eine Situation, die nicht immer einfach zu meistern ist, wollen doch Eltern verständlicherweise, dass ihre Kinder so rasch wie möglich behandelt werden. Bereits während des Jahres 2012 verstärkten wir die ärztliche Präsenz vor allem in den Randzeiten, um die Wartezeiten zu vermindern. Diese mögen im Einzelfall als lang erscheinen, im Vergleich zu anderen Spitälern ist die Situation bei uns aber noch angemessen. Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Ja, in der Neonatologie, wo ein länger geplantes Projekt nun umgesetzt werden konn-
te: Seit März können wir mit dem Ausbau der Überwachungsbetten mit Einführung nicht-invasiver Beatmung Frühgeborene noch früher bei uns aufnehmen und weitergehend behandeln, und zwar schon ab der 32. Woche, also zwei Wochen früher als bisher. Dies ermöglicht es vielen Eltern, dass sie ganz auf eine Entbindung in einem Universitätsspital verzichten oder zumindest viel früher nach Freiburg zurückkehren können, was eine grosse Entlastung bringt. Das Projekt konnte aufgrund der vorhandenen ärztlichen Kompetenz und einer organisatorischen Anpassung in der Pflege realisiert werden, also ohne zusätzliche Stellen.
Departement Pädiatrie Mitten im HFR
haben sie sich gegenseitig sofort genähert»
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«Wir konnten eine richtige Beziehung zueinander aufbauen»
Die 75-jährige Urgrossmutter Lucienne Savary verbrachte mehr als drei Wochen auf der Intensivstation und anschliessend rund 14 Tage auf der Überwachungspflege im HFR Freiburg – Kantonsspital. Die Patientin litt unter dem Guillain-Barré-Syndrom: Sie war während eines ganzen Monats gelähmt und konnte nicht mehr sprechen. Heute geht es ihr zunehmend besser und sie erzählt mit erstaunlichem Enthusiasmus von dieser doch eigentlich unangenehmen Erfahrung. Die Ge-
Mitten im HFR Departement Intensiv- und Überwachungspflege
schichte einer mutigen Frau.
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Ein Fixateur am Bein und ein Pflaster am Hals zeugen von Lucienne Savarys misslichem Erlebnis. Ihre Gesichtszüge sind wegen der Lähmung immer noch ein wenig starr, doch ihre Augen lächeln. «Alles begann Mitte Dezember, als sie sich das Bein brach.» Ihre Tochter Isabelle, die wie ihre zwei Schwestern immer bei ihr ist, erzählt von der Angst nach dem Unfall ihrer Mutter. Lucienne Savary wurde am HFR Riaz operiert und danach zunächst ins HFR Châtel-St-Denis und anschliessend in ein Altersheim in Morlon verlegt. Bis zu jener berühmten Nacht vom 18. auf den 19. Januar: «Mir schliefen die Beine ein und danach die Arme. Ich verlor zunehmend meine Kräfte. Ich spürte, dass etwas Schlimmes mit mir passierte», erzählt Lucienne Savary. «In weniger als 24 Stunden war ich vollständig gelähmt.» Sie wurde in die Notfallstation am HFR Freiburg – Kantonsspital gebracht, wo man sich rasch um sie kümmerte. Nach verschiedenen Analysen wurde die Diagnose gestellt: «Es han delte sich um das Guillain-Barré-Syndrom, eine Krankheit, von der wir noch nie gehört hatten!», betont Isabelle Savary. Dieses Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, die das periphere Nervensystem angreift und zu einer Lähmung führt. Im Fall von Lucienne Savary handelte es sich um eine akute Form der Krankheit. «Sobald der Name fiel, rief ich meine Schwester Véronique an. Sie ist Pflegefachfrau und erklärte uns, dass die Krankheit ‹heilbar› sei. Trotz der Angst war dies ein Schlüsselmoment, wir klammerten uns daran, dass 80 Prozent der Erkrankten ohne Folgeschäden genesen.»
«Mutter ist in guten Händen» Nachdem Lucienne Savary der Behandlung zugestimmt hatte, wurde sie auf die Intensivstation verlegt. Während der ersten Nacht im Spital weitete sich die Lähmung bis in die Lungen und darüber hinaus aus, die Patientin konnte nicht
mehr alleine atmen. Sie wurde intubiert. «Am nächsten Morgen rief uns Dr. Sridharan an, der Chefarzt der Intensivstation. Wir kamen alle drei, meine Schwestern und ich. Er erklärte uns im Detail, was vor sich ging. Seine Worte machten uns Eindruck: ‹Ihre Mutter befindet sich in einem sehr guten körperlichen Zustand und diese Krankheit kann man behandeln, selbst in ihrem Alter.› Von da an waren wir beruhigt. Unsere Mutter war in guten Händen. Vorher hatten wir ein wenig den Eindruck, man behandle sie wie eine vom Leben erschöpfte alte Frau.» Doch vor ihrem Unfall ging die dynamische Dame aus Broc jeden Tag fast zwei Stunden spazieren, machte Wassergymnastik und sang in zwei Chören. Eine zwar relativ betagte Frau, aber noch voller Leben.
nicht mehr sprechen konnte. Und das einen ganzen Monat lang! Nach zwei Wochen legte man mir eine Sprechkanüle an, aber das war ermüdend.» Hinter ihr an der Wand zeugen mehrere Fotos von ihrem Aufenthalt auf der Intensivstation: «Das Personal riet mir, mich mit bekannten Gegenständen zu umgeben, damit ich mich meinen Angehörigen näher fühlte und die Heilung gefördert würde. Ich hatte auch meine CDs mit, das war praktisch, denn so konnte ich die störenden Geräusche der zahlreichen Apparate um mich herum ausblenden», lächelt die aufgeweckte 75-jährige.
Aufmerksames Personal «Ich hatte das Glück, sehr gut umsorgt zu sein. Durch meine Familie, aber auch durch das Pflegepersonal: Sie waren wirklich alle reizend und es waren so viele!» Lucienne Savary traf durch ihre Betreuung auf drei verschiedenen Abteilungen in weniger als einem Monat nämlich zahlreiche Menschen: «Als ich von der Intensivstation auf die Überwachungspflege verlegt wurde, hatte ich ein wenig Angst, weil mich dort ein neues Team betreuen würde und ich noch immer nicht sprechen konnte. Aber alles lief gut.» In einfachen Worten erklären, wie die Situation aussieht, Lob aussprechen, wenn ein Fortschritt erzielt wurde, dies waren Gesten und Aufmerksam keiten von Seiten des Pflegepersonals, die eine stark beruhi gende Wirkung auf Lucienne Savary ausübten. «Und es gibt jeden Tag Fortschritte!», fügt ihre Tochter hinzu. «Heute habe ich das Schlimmste hinter mir. Doch es bleiben noch einige Schwierigkeiten zu bewältigen: Die Physiotherapie für mein Bein wird lange und schwierig sein, bis ich wieder gehen kann.» «Du wirst sehen, das kommt plötzlich wieder!», ermutigt sie ihre Zimmernachbarin, die seit Kurzem wieder gehen kann. Intensivpflege (Standort Freiburg) Durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Tagen (berechnet anhand Eintritts- und Austrittszeit)
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2011
2012
2.4
2.5
2.1
Verteilung nach Art der Beschwerden
«Meine erste Erinnerung an die Intensivstation ist ein unangenehmes Gefühl im Hals. Ich war geblendet vom Licht der Neonröhren. Ich versuchte, meine Arme zu bewegen, erfolglos. Dann die Lippen, auch das ging nicht. Da wurde mir bewusst, dass ich vollkommen gelähmt war. Ich konnte nur noch mit dem Kopf nicken», erinnert sich Lucienne Savary. «Das Schlimmste war aber nicht die Lähmung, sondern, dass ich
Neurologie
7%
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Atemwege und HNO
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Akutes Koronarsyndrom
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Herz-Kreislauf
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Magen-Darm
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Stoffwechsel
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Trauma
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Andere
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Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Generell wird das Angebot der Intensiv- und Überwachungspflege aufgrund der zunehmenden Komplexität der Fälle häufiger genutzt. Die Folge davon ist, dass die Triage bei der Aufnahme immer wichtiger wird. Zu gewissen Zeiten erlebte das Departement deshalb Tätigkeitsspitzen, während denen es uns nicht möglich war, alle Patientinnen und Patienten aufzunehmen. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Sie unterliegt zwar starken Schwankungen, doch nimmt sie insgesamt zu. Am HFR Freiburg – Kantonsspital betrug der Anstieg der Tätigkeit zum Beispiel zehn Prozent. Um diese Entwicklung zu bewältigen und sicher zustellen, dass das Behandlungsangebot der Nachfrage so gut als möglich entspricht, haben wir für jede Station ein Tool zur Kontrolle der Tätigkeit eingeführt. Damit können wir jede Woche die aktuelle Situation beurteilen und jeweils schneller reagieren. Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Wir haben mehrere Projekte ins Leben gerufen, die den Patienten in den Mittelpunkt stellen. Ein Empfangs- und Betreuungsprozess für die Angehörigen der Patientinnen und Patienten mit Leit linien für die Kommunikation zwischen den Patienten/Angehörigen und dem Pflegeteam wurde eingeführt. Bei diesem Verfahren wird den Informationen, die an die Familien und Angehörigen vermittelt werden, besondere Aufmerksamkeit geschenkt, denn es ist bekannt, dass die Angehörigen leiden und verletzlich sind. Das Verfah-
nachgefragt
Dr. Govind Sridharan, Doyen des Departementes Intensiv- und Überwachungspflege
ren zielt zudem darauf ab, die ärztliche Schweigepflicht zu wahren und die Privatsphäre der Patientin oder des Patienten zu respektieren. Um die Qualität der Patientenbetreuung zu verbessern, haben wir zudem ein Protokoll für das Legen von zentralen Venenkathetern ein geführt. Seine Anwendung auf der Intensiv- und Überwachungspflege ermöglicht uns, die Zahl der Spitalinfektionen bei Kathetern auf einem äusserst tiefen Niveau zu halten. In Zusammenarbeit mit der Ernährungsberatung bestand ein weiteres Projekt in der Umsetzung eines Protokolls für die Ernährung der Patientinnen und Pa tienten auf der Intensiv- und Überwachungspflege. Mehrere Werkzeuge für die therapeutische Überwachung wurden entwickelt. Dank dieser Initiative konnten sämtliche Beteiligten darauf sensibilisiert werden, wie bedeutend die Ernährung für Patientinnen und Patienten ist, die durch eine akute Erkrankung geschwächt sind.
Departement Intensiv- und Überwachungspflege Mitten im HFR
«Das Schlimmste war, nicht mehr sprechen zu können»
«Frau Savary war eine meiner Lieblingspatientinnen. In dreieinhalb Wochen hatte ich Zeit genug, eine Beziehung zu ihr aufzubauen», lächelt Lucie Laville, Pflegefachfrau auf der Intensivstation. «Sie war sehr angenehm und ihre Familie ebenfalls. Wenn die Patienten leiden, führt dies manchmal zu einem verändertem Verhalten und das ist nicht immer einfach. Aber Frau Savary tat sich durch ausgeprägte Freundlichkeit hervor. Sie ist jemand, der seine Mitmenschen stark berücksichtigt. Da sie wusste, dass ich einen weiten Arbeitsweg habe, machte sie sich Sorgen über den Strassenzustand und ob ich sicher nach Hause kam. Wir konnten eine richtige Beziehung zueinander aufbauen, ich kannte ihre Gewohnheiten. Es machte mir wirklich Spass, mich mit viel Sorgfalt um sie zu kümmern.»
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Dr. Jean-Luc Magnin, Doyen des Departementes Labor
zu reagieren. Der Erfolg des Projekts ist auf den ausserordentlichen Einsatz der Labormitarbeitenden und die qualitativ hoch wertigen Spitalleistungen (Technik, Transport, Logistik usw.) zurückzuführen. Bei der Modernisierung wurde ein besonderer Wert auf die Patientenaufnahme gelegt. Sie erfolgt künftig in einem geräumigen und angenehmen Umfeld. Nach dem Umzug wurden die Analysen (Gasometrien) auf die Pädiatrieabteilung verlegt. In der Mikrobiologie fand mit der Einführung der Massenspektrometrie (Technologie, mit der Bakterien statt wie bisher in meh-
reren Stunden in wenigen Minuten ermittelt werden können), der Halbautomatisierung von Antibiogrammen und der Modernisierung der Techniken in der Molekularbiologie eine wichtige und unbedingt erforderliche Wende statt. Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Was die Analyse-Anträge betrifft, entsprach das Jahr 2012 in etwa dem Vorjahr. An allen Standorten wurden insgesamt rund 205’000 Anträge eingereicht (- 0,2 %), davon rund 11 Prozent nachts und 15 Prozent am Wochenende sowie an Feiertagen. Da die Labortätig-
Nächtlicher Besuch im Labor Was im Labor geschieht, gibt Aufschluss über die Aktivitäten im Spital. Doch die Laborarbeit ist mehr als nur das, sie ist ein unersetzlicher Bestandteil der Patientenbetreuung. Die verschiedenen komplizierten Analysen braucht es nämlich, um eine Diagnose zu stellen, eine Nachbehandlung durchzuführen oder Erkrankungen vorzubeugen. Das erst kürzlich modernisierte Labor am HFR Freiburg – Kantonsspital ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr in Betrieb. Tagsüber verteilen sich die Aufgaben auf etwa 30 Personen, doch nachts sieht die Situation ganz anders aus. Zwischen 21 Uhr abends und 7.15 Uhr morgens kümmert sich eine Person ganz allein um das Labor. Begegnung mit Donatella Jutzet, Laborantin, für eine Expedition in die faszinierende Mitten im HFR Departement Labor
und technische Welt des Labors.
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Die Nacht scheint ruhig, aber das Labor schläft nie. Im ersten Untergeschoss des HFR Freiburg – Kantonsspital befindet sich das Labor, das rund um die Uhr 365 Tage im Jahr in Betrieb ist und eine Vielzahl an gleichsam komplexen wie modernen Maschinen beherbergt. Donatella Jutzet, seit 1980 Laborantin im HFR, hat an diesem Abend die Leitung über das Labor und führt in zügigem Tempo die Analysen aus, um die
sie von den verschiedenen Abteilungen angefragt wird. Gewandt bewegt sie sich von einem Ende des Labors zum ande ren. Von «Cobas» über «Sapphire» bis zu «Urisys»: zahlreiche Begriffe, die uns Normalsterblichen nichts sagen, die Donatella Jutzet hingegen in- und auswendig kennt. Sogar kennen muss, denn zwischen neun Uhr abends und 7.15 Uhr morgens ist sie allein für die Apparate zuständig.
keit die Tätigkeit auf den Abteilungen widerspiegelt, waren einige Monate besonders intensiv (z. B. der Oktober mit + 20 %), während andere ruhiger ausfielen. Gibt es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Unter den wichtigsten Projekten, die derzeit im Gang sind, befinden sich die Installation einer neuen Version des Labor-Informationssystems (LIS), die Automatisierung präanalytischer Prozesse (Verarbeitung von Proben vor der Analyse), der Umzug des provisorischen Labors Meyriez-Murten, der Ausbau des Labors Riaz sowie die
Aufnahme der Standorte Tafers und Meyriez-Murten in den Akkreditierungsbereich. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass die Standorte Freiburg und Riaz im Jahr 2012 ein Überwachungsaudit der Schweize rischen Akkreditierungsstelle (Norm ISO 17025: 2005) bestanden. Sie legt fest, welche Qualitätskriterien in den medizinischen Labors zu erreichen sind.
Während die Zentrifugen sich drehen und der Gasometer surrt, erhält Donatella Jutzet schon die nächsten Analysen. Also etikettiert sie wieder, scannt, ergänzt die Angaben am Computer, überprüft ... unermüdlich werkt sie weiter. Plötzlich erscheint auf dem Bildschirm der gleiche Familienname wie ihrer: «Das ist niemand von meiner Familie. Aber es ist schon eine unserer grössten Ängste, auf Analysen zu stos sen von jemanden, den man kennt. Vor allem nachts, wenn man hier nicht weg kann ...»
Herumrennen bringt nichts
Prioritäten setzen
Donatella Jutzet nimmt die Anfragen entweder über die Rohrpost oder direkt vom Pflegepersonal an der Labortür entgegen. Dann identifiziert sie das Röhrchen und die Etiketten, nimmt die Angaben elektronisch auf und ergänzt sie an ihrem Computer, überprüft alles, schreitet zur Analyse ... «Man muss sehr achtsam sein und darf auf keinen Fall den Patienten verwechseln», betont Donatella Jutzet. Blutproben, Urinproben, Analyse der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit: «Es gibt immer was zu tun hier.» Donatella Jutzet ist in ihrem Element; zwischen dem Brummen der Lüftung, dem klingelnden Telefon oder der läutenden Tür, den piependen Alarmen und den blinkenden Kontrolllämpchen eilt sie flink hin und her, behält aber trotz des Stresses, den das Arbeiten an so vielen Maschinen gleichzeitig mit sich bringen könnte, einen kühlen Kopf. «Nicht planlos umherrennen, sondern gemäss der Dringlichkeit Prioritäten setzen, dabei trotzdem mehrere Aufgaben gleichzeitig abwickeln», erklärt sie im Vorbeigehen. «Dies ist die goldene Regel, denn sonst geht hier gar nichts mehr. Ich gebe aber zu, dass mir die nächtliche Stimmung besonders gefällt, denn man ist auf sich allein gestellt. Tagsüber schiebt man viel zu schnell etwas auf die anderen ab. Ich finde es wichtig, alle Apparate zu beherrschen.»
Die Person, die die Nachtschicht im Labor hat, muss nicht nur alle Analyseprozesse beherrschen und jede Maschine inund auswendig kennen, sondern sie muss auch Prioritäten setzen können: «Es gibt Routine-Analysen und andere», erklärt Donatella Jutzet. «Wird zum Beispiel eine Analyse gebraucht, weil Verdacht auf eine Hirnentzündung besteht, so wird diese natürlich zuerst durchgeführt und allenfalls auch eine nicht so wichtige Analyse dafür unterbrochen.» Aber es kommen auch andere Faktoren zum Tragen. «Hier habe ich einen Blutausstrich aus der Pädiatrie. Der Kleine ist auf der ambulanten Station, ich werde mich beeilen: Die Eltern möchten sicherlich so bald als möglich nach Hause.» Hinter dem Mikroskop und mithilfe einer kleinen Tastatur nimmt sie nun die «Durchmusterung» vor, der letzte Schritt im langen Analyseprozess. Nach ein paar Minuten hält sie das Ergebnis in den Händen: Diesmal gibt es nichts zu melden. Während auf der oberen Etage eine Familie erleichtert nach Hause gehen kann, setzt Donatella Jutzet ihre Wache fort und bearbeitet mit Präzision die ca. 50 Dossiers – welche je bis zu 15 Analysen enthalten können –, die sie jede Nacht erhält.
Departement Labor Mitten im HFR
nachgefragt
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Ein wichtiges Ereignis war der Umzug des Labors am HFR Freiburg – Kantons spital im Herbst in die neuen Räumlichkeiten unterhalb der Notfallstation. Die Räumlichkeiten ermöglichen es, den Ansprüchen an ein modernes Labor besser zu genügen. Auf diese Weise lässt sich ein qualitativ hochwertiger Service bieten, der rund um die Uhr eine möglichst rasche und effi ziente Unterstützung an die Diagnostik ermöglicht. Dieses Bedürfnis nach Effizienz ist wesentlich, um optimal auf das neue Spitalumfeld und die Einführung der DRG
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Aufbau der klinischen Pharmazie Seit 2010 nimmt eine Apothekerin des HFR Freiburg – Kantonsspital an den Ärztevisiten in der Abteilung Geriatrische Medizin und Rehabilitation am HFR Châtel-St-Denis teil. Diese Abteilung war zu Beginn des Jahres vom HFR Châtel-Saint-Denis nach Riaz transferiert worden. Aufgabe der Apothekerin ist, die medikamentöse Behandlung jeder Patientin und jedes
Mitten im HFR Departement Apotheke
Patienten zu analysieren und allfällige Anpassungen vorzuschlagen.
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Laut dem Schweizerischen Verein der Amts- und Spitalapotheker (GSASA) ist die klinische Pharmazie die Disziplin der Pharmazie, welche die Entwicklung und Förderung eines angebrachten, sicheren und ökonomisch sinnvollen Gebrauchs von Heilmitteln bezweckt, ohne dabei das individuelle Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten zu vernachlässigen. Mit diesem Ziel begibt sich Isabelle Gremaud-Tinguely zweimal pro Monat in die Abteilung geriatrische Medizin und Rehabilitation des HFR Riaz, in welchem sich 34 Betten auf zwei Stockwerken befinden. Sie besitzt einen Fähigkeitsausweis FPH in klinischer Pharmazie und ist für die Unterstützung der fünf Pflegeheime, die an das HFR angegliedert sind, in allen pharmazeutischen Belangen verantwortlich. In beratender Funktion nimmt sie an den interdisziplinären Patientenvisiten teil und begleitet an diesem Tag Dr. med. André Laszlo, Chefarzt der Abteilung, die Oberärztin, eine Assistenzärztin und eine Stationsleiterin.
Interdisziplinärer Dialog Im Vorfeld hat die klinische Pharmazeutin die Dossiers mit der medikamentösen Behandlung jeder Patientin und jedes Patienten, die sie besuchen wird, studiert. Sie hat sich dabei folgende Fragen gestellt: «Gibt es eine Behandlung für jede Indikation? Gibt es eine Indikation für jede Behandlung? Ist die Dosierung korrekt? Sind Zeitpunkt und Häufigkeit der
Was können Sie über die Tätigkeit sagen? Im 2012 wurden weitere Etappen in der schrittweisen Umsetzung der Vision Spitalpharmazie 2015 erreicht. Das Konzept der Spitalapotheke HFR, einer einheitlich funktionierenden Apotheke an verschiedenen Standorten, wird langsam Realität. So wurden erste Prozesse und Arbeitsweisen vereinheitlicht, vermehrt Synergien genutzt und die apothekeninterne, standortübergreifende Zusammenarbeit verstärkt. Am HFR Freiburg – Kantonsspital konnten wir durch interne Reorganisation die Stelle einer leitenden Pharma-Assistentin schaffen; dieser Standort verfügt zudem erstmals über eine Pharma-Assistentin deutscher Muttersprache.
Verabreichung korrekt? Welche biologischen Parameter müssen überwacht werden? Welches sind die unerwünschten Wirkungen? Welche medikamentösen Wechselwirkungen gibt es? Halten sich die Patientinnen und Patienten an die Verschreibungen?» Während der Arztvisite in Riaz bespricht sie diese Fragen mit dem medizinischen Team, bringt ihre Vorschläge ein und beantwortet Fragen zur medikamentösen Therapie der Patientinnen und Patienten. «Ich belehre nicht, aber ich mache auf mögliche Wechsel- oder Nebenwirkungen aufmerksam», fügt sie an. An der Visite selbst nimmt Isabelle Gremaud nicht aktiv teil; vielmehr hört sie zu und beobachtet: «Zum Beispiel sehe ich mir den Nachttisch der Patientinnen und Patienten an. Manchmal nehmen sie Medikamente ein, von denen die Ärztinnen und Ärzte nichts wissen!» Nach der Arztvisite wird die klinische Pharmazeutin alle ihre Interventionen kodieren, um so ihre Aktivität mit Zahlen zu belegen.
Schleckstängel anstelle von Spritzen Diese Unterstützung des medizinischen Teams durch das Departement Apotheke des HFR wird sehr geschätzt – umso mehr, als dass das Durchschnittsalter der Geriatriepatientin nen und -patienten über 80 Jahren liegt und somit Mehrfach erkrankungen (und Mehrfachtherapien) eher die Regel als die Ausnahme sind. «Die Pharmazeutin kann Wechselwirkungen von Medikamenten entdecken, die uns entgangen wären, und kann Alternativen vorschlagen, die wir aufgrund der Fülle an Medikamenten auf dem Markt nicht kennen», führt Dr. med. André Laszlo aus. Er war an der Einführung dieser interdisziplinären Konsultationen beteiligt. Ein Beispiel: Ein Patient
Gab es herausragende Projekte und wenn ja, welche? Einen Meilenstein setzten wir 2012 mit der ersten Ausgabe einer Arzneimittelliste HFR. Sie ersetzt die beiden bisherigen Arzneimittellisten, jene für FreiburgMeyriez-Tafers und jene für Billens-Châtel-St-Denis-Riaz. Dank dieser weitgehenden Vereinheitlichung des Arzneimittelsortiments können Einsparungen von jährlich mehr als 200’000 Franken erzielt werden. Hinter diesem Projekt steckt eine enorme Arbeit vieler Mitarbeitender, welche jetzt ihre Früchte trägt. Die Liste bildet auch ein wichtiges Instrument und ist die Grundlage für die Arbeit der Arzneimittelkommission HFR, welche parallel gegründet wurde. Ein weiteres, sehr wichtiges Projekt versteckt sich hinter dem Namen «Qualiprod». Für die Produktion und die Qualitätskontrolle benötigen wir neue Räumlichkeiten, welche den Normen und der Gesetzgebung ge-
nachgefragt
Dr. pharm. Catherine Hänni, Doyen des Departementes Apotheke
nügen. Da die Zeit drängt, arbeiten wir seit November mit Hochdruck an diesem Projekt mit Begleitung durch eine externe Firma. Die Planungsphase wird sicher noch einige Monate in Anspruch nehmen, die Umsetzung hängt dann u. a. von den notwendigen internen Raumrochaden ab.
mit kürzlich amputiertem Fuss wird mit Opiaten behandelt, beschwert sich aber über die schmerzhaften Spritzen: «Zur Schmerzlinderung erhielt er Morphiuminjektionen», erklärt Isabelle Gremaud. «Ich konnte das Pflegepersonal jedoch darauf hinweisen, dass es heute eine Art Schleckstängel gibt, die man sich innen an die Wange hält und deren schmerzlindernde Substanzen sehr rasch ins Blut übertritt. Das verbessert den Komfort der Patientinnen und Patienten.»
Hohe Akzeptanz der Anpassungen Laut den Statistiken für das Jahr 2012 bestehen die meisten Interventionen der klinischen Pharmazeutin in Dosisanpassungen (35 %). Darauf folgen Medikationsabbrüche (33,7 %), der Ersatz oder Austausch von Medikamenten (11,4 %), die Gabe zusätzlicher Medikamente (10,2 %), die Optimierung der Verabreichungsart (5,7 %) und die therapeutische Betreuung (4,2 %). Von all diesen Interventionen (246 im Jahr 2012 für 304 Patienten) wurden 79,9 Prozent akzeptiert. Momentan beschränkt sich die klinische Pharmazie auf die Abteilung Geriatrische Medizin und Rehabilitation des HFR Riaz, was einer 10-Prozent-Stelle entspricht. Nebst den beiden Funktionen, die Isabelle Gremaud bereits ausübt (Behandlungsanalyse und Absicherung des Medikationsprozesses) wäre es möglich, eine patientenbezogene Rolle zu entwickeln, die darin bestehen würde, den Patientinnen und Patienten bei Spitalaustritt die medikamentöse Behandlung zu erklären.
Departement Apotheke Mitten im HFR
Was prägte Ihr Departement im Jahr 2012? Im 2012 wurde die Zyto statika-Zubereitung am HFR Riaz von der Pflege in die Apotheke transferiert. Seit November werden nun die Chemotherapien aller Standorte zentral durch die Produktionsabteilung der Spitalapotheke und unter pharmazeutischer Verantwortung im HFR Freiburg – Kantonsspital zubereitet. Diese Zentralisierung bringt wesentliche Vorteile: Die Qualität und die Sicherheit des gesamten Medikationsprozesses konnten verbessert und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden. Erfreulich war 2012, dass wir nach sehr langer Suche endlich die beiden offenen Apothekerstellen Leitung Qualitätskontrolle und Leitung Qualitätssicherung besetzen konnten.
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Finanzbericht Wir ziehen Bilanz und tragen unseren Finanzen Sorge
60
61
Betriebsrechnung 2012
Aufwand
Rechnung 2012
Budget 2012
Abweichung
Rechnung 20111
Löhne Ärzteschaft
51’117’636
49’698’100
1’419’536
46’937’826
Versicherer - Ertrag aus stationärer Tätigkeit, allg. Abt.
Löhne Pflegepersonal
90’053’777
89’352’560
701’217
88’467’695
Versicherer - Ertrag aus nicht-akuter Tätigkeit, allg. Abt.
Löhne andere medizinische Fachbereiche
44’152’875
43’679’200
473’675
42’510’989
Versicherer - Ertrag VVG
Löhne Verwaltungspersonal
16’352’127
14’988’370
1’363’757
13’275’766
Löhne Hauswirtschaftspersonal
20’408’969
20’411’470
-2’501
20’075’493
6’072’580
5’881’980
190’600
5’644’881
Löhne technisches Personal Andere Löhne (Krippenpersonal, Zivildienst)
Ertrag
Rechnung 2012
Budget 2012
Abweichung
105’570’625
100’330’950
5’239’675
14’576’792
15’343’590
-766’798
19’286’108
21’500’000
-2’213’892
Total Ertrag Spitalaufenthalt - Versicherer
139’433’525
137’174’540
2’258’985
Versicherer - Ertrag aus ambulanter Tätigkeit
109’437’898
98’647’000
10’790’898
95’335’914
Total Ertrag aus medizinischer Tätigkeit - Versicherer
248’871’423
235’821’540
13’049’883
216’642’011
948’466
918’000
30’466
889’512
Kanton FR - Ertrag aus stationärer Tätigkeit
85’259’241
82’489’050
2’770’191
Sozialversicherungsaufwand
43’763’858
44’042’390
-278’532
39’288’846
Kanton FR - Ertrag aus nicht-akuter Tätigkeit
12’443’280
13’597’710
-1’154’430
Arzthonoraraufwand
19’584’637
18’500’000
1’084’637
18’654’194
Total Ertrag aus medizinischer Tätigkeit - Kanton FR
2’750’395
2’950’000
-199’605
2’995’708
295’205’319
290’422’070
4’783’249
278’740’910
Medizinischer Bedarf
66’062’430
65’500’000
562’430
64’641’402
Lebensmittelaufwand
6’538’016
6’550’000
-11’984
6’392’614
Auflösung des HFR-Ausgleichsfonds Beiträge von Gemeinden
Übriger Personalaufwand Total Lohn- und Sozialversicherungsaufwand
Haushaltsaufwand
97’702’521
96’086’760
1’615’761
331’908’300
14’665’644
Kanton FR - gemeinwirtschaftliche und andere Leistungen
21’979’384
15’897’270
6’082’114
Übriger Betriebsertrag
14’420’871
15’709’200
-1’288’329
14’172’914
39’641’190
31’606’470
8’034’720
15’337’840
386’215’134
363’514’770
22’700’364
231’979’852
42’933’747
49’595’040
-6’661’293
5’402’362
15’286’760
-9’884’398
3’277’088
3’310’000
-32’912
3’102’090
14’529’278
13’145’000
1’384’278
12’994’034
Total Übriger Betriebsertrag
Aufwand für Anlagenutzung
24’710’799
23’939’500
771’299
24’331’463
Total Ertrag
5’541’316
5’550’000
-8’684
5’493’035
Zinsaufwand
1’675’710
4’719’000
-3’043’290
271’997
Verwaltungs- und Informatikaufwand
10’429’286
9’318’000
1’111’286
8’771’030
Übriger patientenbezogener Aufwand
2’384’096
2’540’000
-155’904
2’433’619
Übriger nicht patientenbezogener Aufwand
4’197’905
3’403’000
794’905
5’663’114
Total Übriger Betriebsaufwand
139’345’924
137’974’500
1’371’424
134’094’397
Total Betriebsaufwand
434’551’243
428’396’570
6’154’673
412’835’307
434’551’243
428’396’570
6’154’673
446’655’312
Investitionsaufwand Total Aufwand
121’306’097
346’573’944
Total Ertrag aus medizinischer Tätigkeit
Unterhalt und Reparaturen Aufwand für Energie und Wasser
Rechnung 20111
Kanton Freiburg - Übergangsfinanzierung
3’240’935 1’164’926
Aufwandüberschuss Kanton Freiburg Jahresverlust
216’642’011
214’675’461 0
1 Hinweis: Der Kontenrahmen wurde 2012 von Grund auf neu aufgestellt. Daher können nicht mehr alle Zahlen mit denen von 2011 verglichen werden. Gewisse Posten vor 2011 werden nach dem neuen System bearbeitet, um eine Vergleichsmöglichkeit mit 2012 zu haben.
33’820’005
Der Betriebsaufwand betrug 434,5 Millionen Franken; der Betriebsertrag belief sich auf 429,1 Millionen Franken.
Für gemeinwirtschaftliche Leistungen erhielt das HFR 21,9 Millionen vom Staat Freiburg.
Der Staat Freiburg unterstützte das HFR 2012 im Rahmen der Übergangs finanzierung mit 42,9 Millionen Franken.
62
Die stationäre medizinische Tätigkeit generierte einen Ertrag von 237,1 Millionen. Die ambulante Tätigkeit spülte 109,4 Millionen Franken in die Kasse, rund 10 Millionen mehr als budgetiert. Insgesamt erwirtschaftete das HFR 346,5 Millionen Franken aus medizinischer Tätigkeit.
Finanzbericht
Finanzbericht
Die Jahresrechnung 2012 schliesst mit einem Defizit von 5,4 Millionen Franken, rund 10 Millionen geringer als erwartet.
63
Bilanz am 31. Dezember 2012
AKTIVEN Umlaufvermögen Kasse Postcheckguthaben Bankguthaben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (darunter «Schuldner Kanton Freiburg, Übergangsfinanzierung» CHF 9’727’767.65)
2012
2011
133’750’954
62’088’837
38’048
49’295
1’480’141
3’092’850
57’498
416’634
88’120’390
51’120’509
Andere kurzfristige Forderungen
2’477’235
2’390’938
Vorräte
6’209’568
4’899’105
35’368’074
119’506
192’896’754
196’081’186
Aktive Rechnungsabgrenzung (transitorische Aktiven) Anlagevermögen Finanzanlagen Gebäude Installationen und Maschinen
2’045’119
2’807’691
152’840’236
155’154’047
38’011’399
38’119’448
326’647’708
258’170’023
2012
2012
178’969’732
37’864’116
Kurzfristige Verbindlichkeiten (darunter «Gläubiger Kanton Freiburg, Kantonaler Anteil auf stationäre Leistungen» CHF 26’566’235.20)
46’541’997
19’064’554
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Kanton Freiburg)
62’920’854
13’981’830
TOTAL AKTIVEN
PASSIVEN Fremdkapital Kurzfristiges Kapital
Passive Rechnungsabgrenzung (transitorische Passiven)
3’674’096
745’344
Kurzfristige Rückstellungen
7’291’000
2’867’000
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (Kanton Freiburg)
57’408’808
–
1’132’977
1’205’388
Eigenkapital
147’677’976
220’305’907
Eigenkapital
153’080’338
217’064’972
–
3’240’935
Zweckgebundene Fonds
Reserven (kumulierter Gewinn/Verlust) Jahresverlust
Finanzbericht
TOTAL PASSIVEN
64
(5’402’362)
–
326’647’708
258’170’023
Finanzbericht
Langfristiges Fremdkapital
65
66
Finanzbericht
Finanzbericht
Bericht der Revisionsstelle
67
68
Finanzbericht
Finanzbericht
Bericht der Revisionsstelle
69
70
Finanzbericht
Finanzbericht
Bericht der Revisionsstelle
71
72
Finanzbericht
Finanzbericht
Bericht der Revisionsstelle
73
Statistik der stationären Spitaltätigkeit Spitalaufenthalte werden kürzer: um rund einen halben Tag kürzer in der Akutversorgung (6,63 Tage) und um sogar 1,5 Tage in der Rehabilitation (20,99 Tage).
Aufteilung nach Fallart Durchschnittliche Aufenthaltsdauer 2
Austritte 1 (vor Verdichtung) 2012
2011
2012
2011
2012
2011
Innere Medizin
8’259
8’065
66’471
70’310
8.05
8.72
6’996
84.7%
6’723
83.4%
Chirurgie
3’478
3’578
21’516
22’543
6.19
6.30
2’252
64.7%
2’198
61.4%
Orthopädie
3’014
2’973
21’268
23’058
7.06
7.76
1’557
51.7%
1’623
54.6%
Pädiatrie
1’338
1’461
5’040
5’341
3.77
3.66
1’039
77.7%
1’147
78.5%
davon notfallmässige Eintritte 2012
2011
Gynäkologie
679
648
1’809
2’329
2.66
3.59
238
35.1%
205
31.6%
Geburtshilfe
1’315
1’455
4’535
6’229
3.45
4.28
920
70.0%
999
68.7%
Rheumatologie
154
165
1’586
1’976
10.30
11.98
79
51.3%
79
47.9%
HNO
422
382
1’459
1’565
3.46
4.10
224
53.1%
175
45.8%
46
42
88
60
1.91
1.43
28
60.9%
20
47.6%
– 13’169
– 70.2%
Akutgeriatrie
Spitaltätigkeit
Pflegetage 1
Fall
Ophthalmologie Total Akut Intensive Neurorehabilitation
32
–
443
–
13.84
–
6
18.8%
18’737
18’769
124’215
133’411
6.63
7.11
13’339
71.2%
66
62
2’865
3’891
43.41
62.76
–
565
–
12’606
–
22.31
1’193
597
24’353
12’162
20.41
20.37
322
252
5’781
5’241
17.95
20.80
92
72
1’601
1’174
17.40
16.31
168
187
4’044
3’937
24.07
21.05
20.99
22.48
16.49
29.22
Geriatrische Medizin Allgemeine Rehabilitation Kardiovaskuläre Rehabilitation Respiratorische Rehabilitation
Wir streben herausragende und nachhaltige medizinische Erfolge an
Fast drei Viertel aller stationär behandelter Patientinnen und Patienten (71,2 Prozent) sind notfallmässig ins Spital eingetreten.
Palliativpflege Total Nicht akut Total HFR Neuklassierungen 3 Total HFR Neugeborene
1’841
1’735
38’644
39’011
20’578
20’504
162’859
172’422
68
94
1’121
2’747
1’216
1’327
Die Anzahl stationärer Patientinnen und Patienten blieb mit 20’578 Austritten stabil.
Hinweis: 2012 wurde die Verdichtung von Aufenthalten bei Rehospitalisierungen innerhalb von 18 Tagen in das SwissDRG-Tarifsystem eingeführt. Die Zahlen in der Tabelle geben die Bruttoanzahl Austritte vor der Verdichtung an, d. h. bevor die Rehospitalisierungen zum ursprünglichen Spitalaufenthalt zusammengefasst wurden. 2012 haben wir 551 Aufenthalte, die verdichtet wurden (insgesamt 1117 betroffene Aufenthalte). 2 Hinweis: Die Aufenthaltsdauer berechnet sich nach folgender Formel: Pflegetage = Austrittsdatum ./. Eintrittsdatum ./. Urlaub. Inbegriffen in die Aufenthaltsdauer sind der Eintrittstag selbst und jeder weitere Pflegetag im Spital, ausgenommen sind der Austrittstag oder der Tag der Verlegung. Urlaubstage werden nicht zur Aufenthaltsdauer gezählt. Die Zahlen von 2011 wurden mit dieser Formel neu berechnet. 3 Hinweis: Neuklassierungen betreffen Patientinnen und Patienten, die auf eine Verlegegung in eine andere Institution warten. 1
Intensiv- und Überwachungspflege
Immer mehr Patientinnen und Patienten werden in der Rehabilitation behandelt. 2012 waren es 1841 Personen.
Aufenthalte
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer
Pflegetage
2012
2011
2012
2011
2012
2011
Intensivpflege HFR Freiburg – Kantonsspital
1’027
911
2’474
2’546
2.41
2.79
Überwachungsstation HFR Freiburg – Kantonsspital
1’313
1’241
2’251
2’238
1.71
1.80
Überwachungsstation HFR Riaz
906
853
1’670
1’513
1.84
1.77
Überwachungsstation HFR Tafers
269
412
450
773
1.67
1.88
1
Hinweis: Die Tätigkeit der Überwachungs- und Intensivstation im HFR Freiburg – Kantonsspital, HFR Riaz und HFR Tafers ist je nach Erkrankung den verschiedenen Kliniken zugeordnet.
Bemerkung: Statistiken zu MDC (Hauptdiagnosegruppen pro medizinisches Fachgebiet) und DRG (diagnosebezogene Fallgruppen) sind auf www.h-fr.ch abrufbar.
74
Spitaltätigkeit
Abteilung 1
75
Statistik der stationären Spitaltätigkeit Aufteilung nach Standorten HFR Billens
HFR Meyriez-Murten Austritte (vor Verdichtung)
Fall
Pflegetage
1
Muskuloskelettale Rehabilitation
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer
1
2
2012
2011
2012
2011
2012
2011
287
373
4’579
6’854
15.95
18.38
Fall Medizin
Austritte (vor Verdichtung)1
Pflegetage1
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 2
2012
2011
2012
2011
2012
2011
643
757
3’875
4’252
6.03
5.62
12.55
Neurorehabilitation
55
1
1’446
6
26.29
Akutgeriatrie
11
0
138
0
Vaskuläre Rehabilitation
18
3
407
47
22.61
Pädiatrie
12
1
12
1
1.00
Allgemeine Rehabilitation
360
377
6’432
6’907
17.87
18.32
Total Akut
666
758
4’025
4’253
6.04
Kardiovaskuläre Rehabilitation
322
252
5’781
5’241
17.95
20.80
Neurorehabilitation
20
6
646
147
32.30
307
146
6’472
3’431
21.08
3
1
97
17
55
25
1’099
608
0
173
0
3’983
Rehabilitation
385
351
8’314
8’186
21.59
23.32
Palliativpflege
27
32
688
611
25.48
19.09
1’078
1’141
13’027
13’050
1
0
69
0
92
72
1’601
1’174
17.40
16.31
Geriatrische Rehabilitation
TOTAL HFR Billens
774
701
13’814
13’322
17.85
19.00
Vaskuläre Rehabilitation
Neuklassierungen3
2
2
14
13
Respiratorische Rehabilitation
Muskuloskelettale Rehabilitation Geriatrische Medizin
HFR Châtel-St-Denis Fall
HFR Meyriez-Murten Austritte (vor Verdichtung)1
Akutgeriatrie Total Akut Geriatrische Rehabilitation Geriatrische Medizin Rehabilitation
Pflegetage1
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 2
2012
2011
2012
2011
2012
21
0
305
0
14.52
21
0
305
0
14.52
42
9’607
1’052
21.44
0
392
0
8’623
448
434
9’607
9’675
21.44
22.29
23.80
21.46
Palliativpflege
141
155
3’356
3’326
610
589
13’268
13’001
51
81
755
2’247
Neuklassierungen
3
Fall
27.74
Fast zwei Drittel der Akutfälle am HFR werden am Standort HFR Freiburg – Kantonsspital behandelt.
HFR Freiburg – Kantonsspital Austritte (vor Verdichtung)1 2012
2011
Pflegetage1 2012
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 2 2011
2012
2011 10.59
Medizin
4’454
4’240
41’548
44’918
9.33
Chirurgie
2’011
2’010
15’497
15’119
7.71
7.52
Orthopädie
1’825
1’747
13’576
14’384
7.44
8.23
Pädiatrie
1’163
1’302
4’702
5’065
4.04
3.89
Gynäkologie
579
499
1’603
1’936
2.77
3.88
Geburtshilfe
736
750
2’551
3’468
3.47
4.62
Ophthalmologie
42
40
84
58
2.00
1.45
HNO
409
367
1’439
1’540
3.52
4.20
Rheumatologie
154
165
1’586
1’976
10.30
11.98
11’373
11’120
82’586
88’464
7.26
7.96
66
62
2’865
3’891
43.41
62.76
11’439
11’182
85’451
92’355
13
11
255
487
19.62
44.27
Total Akut Intensive Neurorehabilitation TOTAL HFR Freiburg – Kantonsspital Neuklassierungen3
Hinweis: 2012 wurde die Verdichtung von Aufenthalten bei Rehospitalisierungen innerhalb von 18 Tagen in das SwissDRG-Tarifsystem eingeführt. Die Zahlen in der Tabelle geben die Bruttoanzahl Austritte vor der Verdichtung an, d.h. bevor die Rehospitalisierungen zum ursprünglichen Spitalaufenthalt zusammengefasst wurden. 2012 haben wir 551 Aufenthalte, die verdichtet wurden (insgesamt 1117 betroffene Aufenthalte) 2 Hinweis: Die Aufenthaltsdauer berechnet sich nach folgender Formel: Pflegetage = Austrittsdatum ./. Eintrittsdatum ./. Urlaub. Inbegriffen in die Aufenthaltsdauer sind der Eintrittstag selbst und jeder weitere Pflegetag im Spital, ausgenommen sind der Austrittstag oder der Tag der Verlegung. Urlaubstage werden nicht zur Aufenthaltsdauer gezählt. Die Zahlen von 2011 wurden mit dieser Formel neu berechnet 3 Hinweis: Neuklassierungen betreffen Patientinnen und Patienten, die auf eine Verlegegung in eine andere Institution warten.
24.32 23.02
HFR Riaz 25.05 22.00
14.80
23.50
2011
448
TOTAL HFR Châtel-St-Denis
Neuklassierungen3
19.98
5.61
Fall Akutmedizin
Austritte (vor Verdichtung)1
Pflegetage1
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 2
2012
2011
2012
2011
2012
2011
1’954
1’975
11’446
12’221
5.86
6.19
Allg. Chirurgie
794
796
3’374
4’126
4.25
5.18
Orthopädische Chirurgie
689
679
4’165
4’318
6.04
6.36
Geburtshilfe
579
705
1’984
2’761
3.43
3.92
Gynäkologie
100
149
206
393
2.06
2.64
Ophthalmologie
4
2
4
2
13
15
20
25
1.54
1.67
Pädiatrie
123
108
254
185
2.07
1.71
HFR Riaz
4’256
4’429
21’453
24’031
5.04
5.43
1
0
28
0
HNO
Neuklassierungen3
HFR Tafers Fall Medizin
Austritte (vor Verdichtung)1
Pflegetage1
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 2
2012
2011
2012
2011
2012
2011
1’208
1’093
9’602
8’919
7.95
8.16
Chirurgie
673
772
2’645
3’298
3.93
4.27
Orthopädische Chirurgie
500
547
3’527
4’356
7.05
7.96
Pädiatrie HFR Tafers Neuklassierungen3
40
50
72
90
1.80
1.80
2’421
2’462
15’846
16’663
6.55
6.77
0
0
0
0
76
Fall TOTAL HFR Total Neuklassierungen 3
Austritte (vor Verdichtung)1
Pflegetage1
Durchschnittl. Aufenthaltsdauer 2
2012
2011
2012
2011
20’578
20’504
162’859
172’422
68
94
1’121
2’747
2012
2011
16.49
29.22
Spitaltätigkeit
Spitaltätigkeit
1
77
Notfallmässige Aufnahme
HFR Freiburg – Kantonsspital HFR Meyriez-Murten HFR Riaz HFR Tafers Total HFR
2012
2011
37’842
35’750
8’746
7’787
14’933
15’312
7’055
6’958
68’597
65’816
Standort HFR Billens HFR Châtel-St-Denis
1
2012
2012
2011
2011
2012
2011
87.3%
17’896
86.9%
140’264
148’012
Halbprivat
1’776
8.6%
1’810
8.8%
16’283
17’661
836
4.0%
892
4.3%
7’433
9’496
20’646
100%
20’598
100%
163’980
175’169
Hinweis: 2012 wurde die Verdichtung von Aufenthalten bei Rehospitalisierungen innerhalb von 18 Tagen in das SwissDRGTarifsystem eingeführt. Die Zahlen in der Tabelle geben die Bruttoanzahl Austritte vor der Verdichtung an, d. h. bevor die Rehospitalisierungen zum ursprünglichen Spitalaufenthalt zusammengefasst wurden. 2012 haben wir 551 Aufenthalte, die verdichtet wurden (insgesamt 1117 betroffene Aufenthalte).
An allen Standorten des HFR blieb die Aufteilung der Austritte nach Abteilung zwischen 2012 und 2011 praktisch unverändert.
Case-Mix Index Standort
Die Fälle, die am HFR Freiburg – Kantonsspital behandelt wurden, weisen im Durch schnitt einen höheren Schweregrad als an den anderen HFR-Standorten auf.
2012
Spitaltätigkeit
ICM (Case-Mix Index)1
CM (Case-Mix)1
HFR Châtel-St-Denis
0.9631
18
HFR Freiburg – Kantonsspital
1.0950
12’692
HFR Meyriez-Murten
0.6722
430
HFR Riaz
0.7706
3’622
HFR Tafers
0.8340
1’962
Total HFR
0.9701
18’723
Hinweis: Der Case-Mix beschreibt den gesamten Schweregrad eines Spitals. Er ergibt sich aus der Summe der Kosten gewichte der Fälle eines Spitals. Dividiert man den Case-Mix durch die Anzahl Fälle, erhält man den Case-Mix Index, d. h. den durchschnittlichen Schweregrad eines Spitals. 1
78
46
46 346
HFR Meyriez-Murten
41
41
HFR Riaz
84
94
HFR Tafers
60
64
Total HFR
600
636
Die Bettenzahl nahm 2012 um 36 Betten ab: Spitalaufenthalte werden u. a. aufgrund der fortschreitenden Medizin immer kürzer. Allein 15 Betten konnten in der Abteilung Innere Medizin am HFR Freiburg – Kantonsspital geschlossen werden, da in Freiburg eine Einrichtung für die vorübergehende Aufnahme von Betagten nach einem Spitalaufenthalt eröffnet wurde.
Pflegetage1
Austritte1 (vor Verdichtung) 18’034
Total HFR
45
Statistik der Anzahl ambulanter Behandlungen nach Abteilung
Allgemein Privat
2011
45 324
HFR Freiburg – Kantonsspital
Aufteilung der Austritte und Pflegetage nach Abteilung Abteilung
Betten 2012
Standort
HFR Billens HFR Châtel-St-Denis
2012
2011
Abteilungsart 1
Abteilungsart 1
Medizinisch
Medizinischtechnisch
Operative Versorgung
Total
Medizinisch
Medizinischtechnisch
1’616
7’846
441
2’115
Operative Versorgung
Total
–
9’462
1’337
7’104
–
8’441
–
2’556
257
2’573
–
2’830
176’124
50’543
9’646
236’313
155’847
47’314
6’997
210’158
HFR Meyriez-Murten
19’510
6’487
541
26’538
18’148
6’299
465
24’912
HFR Riaz
36’261
23’764
1’605
61’630
33’863
19’796
3’132
56’791
HFR Tafers
10’305
12’973
825
24’103
9’915
13’193
1’505
24’613
244’257
103’728
12’617
360’602
219’367
96’279
12’099
327’745
HFR Freiburg – Kantonsspital
Total HFR
Hinweis: Unter einer Abteilungsart (medizinisch, medizinisch-technisch, operative Behandlung) werden verschiedene Abteilungen zu Statistikzwecken zusammengefasst: – Operative Versorgung = Gruppierung der Abteilungen Anästhesie, Endoskopie und der Operationsräume (OP, Entbindung, Aufwachraum, Ophthalmologie, HNO) -- Medizinisch-technisch = Gruppierung der Abteilungen Ernährungsberatung, Ergotherapie, Radiologie, Logopädie, Osteodensitometrie, Physiotherapie, Stomatherapie -- Medizinisch = Gruppierung der restlichen HFR-Abteilungen (Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie, Kardiologie usw.)
1
Fast zwei Drittel aller ambulanten Leistungen werden am HFR Freiburg – Kantonsspital erbracht (236’313 Behandlungen). Die ambulante Tätigkeit stieg 2012 stark an: plus 10 Prozent gegen über dem Vorjahr
Spitaltätigkeit
Standort
Anzahl Betten an jedem Standort per 31.12.2012 Die notfall mässigen Auf nahmen nehmen immer mehr zu. 2012 betraf es rund 68’597 Personen, rund 3000 mehr als im Vorjahr.
79
Anzahl ambulante und stationäre Patienten Anzahl einzelne Patientinnen und Patienten (HFR) 2012
2011
Einzelne Patienten/Patientinnen1 ambulant und/oder stationär
Einzelne Patienten/Patientinnen1 ambulant und/oder stationär
Total HFR
89’007
Kanton Freiburg 2 80’844
90.8%
ausserkantonal 8’163
9.2%
Total 84’615
Kanton Freiburg 77’194
91.2%
ausserkantonal 7421
8.8%
Hinweis: Unter «Einzelne Patientinnen/Patienten» verstehen wir die Gesamtheit an Einzelpersonen, die sich über das Jahr hinweg ein oder mehrere Male am HFR behandeln lassen haben (Bsp: 2012 haben 80'844 Einzelpersonen des Kantons Freiburg das freiburger spital aufgesucht und wurden ambulant, stationär oder ambulant und stationär behandelt). 2 Hinweis: Ständige Wohnbevölkerung des Kantons Freiburg: 284'668 (Zahlen 2011) 1
Mehr als einer von vier Freiburgern hat sich am HFR behandeln lassen. 2012 kamen zudem 9,2 Prozent der Patientinnen und Patienten aus einem anderen Kanton. Beim HFR Meyriez-Murten macht dieser Anteil gar 16 Prozent.
Anzahl einzelne Patientinnen und Patienten (nach Standort) Standort
2012
2011
Einzelne Patienten/Patientinnen1 ambulant und/oder stationär
Einzelne Patienten/Patientinnen1 ambulant und/oder stationär
Total
Kanton Freiburg
ausserkantonal
Total
Kanton Freiburg
ausserkantonal
HFR Billens
2’446
2’316
94.7%
130
5.3%
2’038
1’932
94.8%
106
5.2%
HFR Châtel-St-Denis
1’661
1’468
88.4%
193
11.6%
1’677
1’508
89.9%
169
10.1%
HFR Freiburg – Kantonsspital
52’287
47’901
91.6%
4386
8.4%
49’153
45’308
92.2%
3845
7.8%
HFR Meyriez-Murten
10’595
8’895
84.0%
1700
16.0%
9’755
8’152
83.6%
1603
16.4%
HFR Riaz
22’270
20’747
93.2%
1523
6.8%
21’281
19’846
93.3%
1435
6.7%
8’887
8’444
95.0%
443
5.0%
8’700
8’266
95.0%
434
5.0%
HFR Tafers
Hinweis: Unter «Einzelne Patientinnen/Patienten» verstehen wir die Gesamtheit an Einzelpersonen, die sich über das Jahr hinweg ein oder mehrere Male am HFR haben behandeln lassen.
Spitaltätigkeit
1
80
81
Personalstatistiken Verteilung der Nationalitäten der 24,91 % ausländischen Mitarbeitenden (2011 : 23,73 %) 250
Unser Personal
Anzahl Mitarbeitende
200
150
100
50
0
fra
por
DEU
ITA
ESP
BEL
Mkd
can
srb
tun
rum
tur
ned diverse
Herkunftsland 2012
Alterspyramide 400
Anzahl Mitarbeitende
Wir schätzen, motivieren und fördern unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
2011
300
200
100
0
15–19
20–24
25–29
30–34
35–39
40–44
45–49
50–54
55–59
60–64
65+
Alterssegment 2011
Unser Personal
2012
82
83
Personalstatistiken Personalbestand in VZÄ Direktion Pflege Logistik Personalwesen Finanzen
Beschäftigungsgrad per 31.12.2012
Budget (VZÄ)
Personalbestand Durchschnitt (VZÄ)
Personal vs Budget (VZÄ)
Personal vs Budget (%)
1098.01
1081.04
-16.97
-1.55
356.80
365.02
8.22
2.30
18.95
18.28
-0.67
-3.54
71.20
74.25
3.05
4.28
Medizinische Direktion
487.93
494.28
6.35
1.30
Generaldirektion
132.15
140.79
8.64
6.54
Total 2012
2165.04
2173.66
8.62
0.40
Total 2011
2077.49
2120.17
42.68
2.05
Beschäftigungsgrad
Rund 3000 Mitarbeitende (aufgeteilt auf durchschnittlich 2173 Vollzeitstellen) standen 2012 im Einsatz zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Sie teilten sich 2165 Vollzeitstellen.
Anzahl Mitarbeitende
in %
Stundenlohn
102
3.21
0 – 49%
269
8.47
50 – 79%
876
27.59
80 – 89%
398
12.54
90 – 100%
1530
48.19
Total
3175
100
Beschäftigungsanteil Frauen/Männer per 31.12.2012 Absenzen in VZÄ (Jährlicher Durchschnitt) Direktion
Geschlecht
NichtBerufsKrankeit
BerufsKrankheit
NichtBerufsUnfall
BerufsUnfall
Krankheit bei Schwangerschaft
Mutterschaftsurlaub
Andere
Pflege
41.16
0.05
10.31
1.34
8.95
16.87
Logistik
19.38
0.00
4.27
0.55
0.83
0.28
0.00
0.04
0.02
0.03
Personalwesen
Frauen
Total VZÄ
Durchschnittl. Absenzenquote in %1
Unbezahlter Urlaub
Weiterbildung
3.54
82.21
7.60
8.81
14.87
1.48
1.00
27.51
7.53
0.57
1.96
0.22
0.09
0.67
3.66
0.08
0.14
Finanzen
2.05
0.00
0.07
0.01
0.18
0.60
0.22
3.13
4.22
0.07
1.19
Medizinische Dir.
8.14
0.00
1.72
0.04
1.95
3.79
2.34
17.98
3.63
2.41
6.02
5.49
0.00
0.21
0.15
0.54
0.89
0.46
7.75
5.47
0.18
0.26
Total 2012
76.49
0.05
16.62
2.12
12.48
23.85
7.64
139.25
6.40
12.11
24.43
Total 2011
75.98
0.02
12.52
1.61
16.24
26.15
8.03
140.55
6.64
11.48
23.22
Generaldirektion
1
Männer Total
Anzahl Mitarbeitende
in %
2371
74.68
804
25.32
3175
100
Hinweis: Unbezahlte Urlaube und die Weiterbildung sind in den Absenzen-Zahlen nicht mit einkalkuliert.
Die Absenzenquote nahm 2012 leicht ab (6,4 Prozent gegenüber 6,64 im Jahr 2011). Die meisten Absenzen gehen auf Nichtberufskrankheit (76,49 VZÄ) und Mutterschaft (23,85 VZÄ) zurück.
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Unser Personal
Unser Personal
Der Anteil der Absenzen aufgrund Weiterbildung nahm 2012 weiter zu (24,43 VZÄ): Das HFR legt grossen Wert auf die kontinuierliche Weiterbildung des Personals.
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Publikationen
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HFR Billens Rue de l’Hôpital 1 1681 Billens T 026 651 61 11
HFR Meyriez-Murten Postfach 278 3280 Meyriez-Murten T 026 672 51 11
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Auf einen Blick
Wir bedanken uns für das Vertrauen unserer Patientinnen, Patienten und Partner sowie für das Engagement aller Mitarbeitenden im vergangenen Jahr.
JAHRESBERICHT HFR 2012
Danke
Medizinischer Fortschritt beginnt jeden Tag neu Jahresbericht 2012
Zukunft lebenswert gestalten: Für Menschen, Tag für Tag. Dafür ändern wir uns und ergreifen wir Chancen, die sich bieten. Und diesen Weg gehen wir weiter.
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