Taylor Wessing #012 Malerei

Penny Monogiou • Henning Kles
Andrei Pop • Christian Hahn
Rudi Kargus • Pippo Kudi
Christina Hojabri • Ulrich Bittmann
Muriel Zoe • Jan Köhnholdt
Horst Güntheroth
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Penny Monogiou • Henning Kles
Andrei Pop • Christian Hahn
Rudi Kargus • Pippo Kudi
Christina Hojabri • Ulrich Bittmann
Muriel Zoe • Jan Köhnholdt
Horst Güntheroth
Kuration
Galerie Holthoff
Fischers Allee 70 22763 Hamburg
www.galerie-holthoff.de mail@galerie-holthoff.de
Ausstellungsort
Taylor Wessing Hanseatic Trade Center Am Sandtorkai 41 20457 Hamburg www.taylorwessing.com
Idee/Konzept: Taylor Wessing und Galerie Holthoff Gestaltung: Büro für Belange und Angelegenheiten, Hamburg Druck: RESET ST. PAULI Druckerei GmbH, Hamburg
Ausstellungsdauer April – September 2026
Termine für Führungen durch die Ausstellungen finden Sie unter www.galerie-holthoff.de
Titel
Ulrich Bittmann, ›Sweet‹, 2010/2026 Öl auf Leinwand, 40 × 40 cm
Auflage: 250 Hamburg, April 2026
Penny Monogiou 4 Henning Kles 8 Andrei Pop 12 Christian Hahn 16 Rudi Kargus 20 Pippo Kudi 22
Penny Monogiou
(*1989, Zypern) studierte Malerei und Ikonenmalerei an der Kunsthochschule Athen (2007–2012). Die Jahre ihres Studiums fielen mit der griechischen Finanzkrise zusammen, die ihre künstlerische Entwicklung nachhaltig beeinflusste. In dieser Zeit entfernte sich ihre Arbeit zunehmend vom Realismus und entwickelte sich hin zu einer expressiven, emotional aufgeladenen Bildsprache.
Im Zentrum ihres Schaffens stehen Fragen von Identität und Identitätskrise, Weiblichkeit sowie in jüngerer
Zeit Mutterschaft. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen verbindet Monogiou kunsthistorische, religiöse und feministische Perspektiven und greift dabei auch auf Bildtraditionen der griechischen Antike zurück, insbesondere auf deren Vorstellungen von Schönheit und gesellschaftlichen Rollenbildern. Durch deren Neuinterpretation untersucht sie, wie historische Ideale bis in die Gegenwart hinein das Verständnis des weiblichen Körpers prägen. Ihre Arbeiten hinterfragen damit tradierte Darstellungen von Weiblichkeit und eröffnen neue, subjektive Lesarten zwischen persönlicher Erfahrung und kulturellem Gedächtnis.


›Catherine‹, 2019
auf Leinwand
, 2020
auf Leinwand

40
1.400 Euro

›Das Gespenst, das vom Geist übrig geblieben ist‹, 2022
Öl/Ölkreide auf Leinwand
220 × 100 cm
6.400 Euro

Henning Kles
(*1970, Hamburg) studierte an der HAW von 1993–1998. Im Anschluss folgte von 2000–2005 ein Studium an der HfbK bei Prof. Werner Büttner und Prof. Olav Christopher Jenssen, Seit 2013 ist der Künstler Professor für Malerei an der HAW in Hamburg
Seine künstlerische Arbeit bewegt sich in einem Spannungsfeld von Dekonstruktion und Verschiebung. wobei er traditionelle Malereigenres neu interpretiert und die Grenzen der
klassischen Bildsprache bewusst auslotet. Seine Malereien, die oft als collageartige Kompositionen erscheinen, deuten Landschaften und Horizonte auf rätselhafte und skurrile Weise an. Die Farbflächen und Formen seiner Werke scheinen auf den ersten Blick kubistisch inspiriert, doch es ist die gezielte Auflösung der Gegenständlichkeit, die den Arbeiten ihre besondere Dynamik verleiht. Im Zentrum steht dabei stets das Spiel mit Form, Linie und Farbe, das durch die Verschiebung von Bildelementen neue Bedeutungsräume erröffnet.

›H-RIZ-N 5(S)‹, 2023
Leinen, Öl, Acryl, Ölstift, Lack auf Leinwand
40 × 50 cm
3.200 Euro
›H-RIZ-N 2(XS)‹, 2023
Leinen, Öl, Acryl, Ölstift, Lack auf Leinwand
40 × 30 cm
2.500 Euro

40
Euro



60 × 50 cm
Euro
60 × 50 cm
Euro
Andrei Pop
(*1985, Dej, Rumänien) studierte an der Universität für Kunst und Design in Cluj-Napoca, Rumänien und lebt und arbeitet seit 2010 als Künstler in Hamburg.
Die Darstellung des menschlichen Körpers ist für ihn niemals eine bloße Wiederholung des Realen. Sie erwächst aus einer leisen, beständigen Suche nach einem inneren Ausdruck – nach dem, was der Künstler empfindet, nach flüchtigen Emotionen, die sich in die visuelle Materie einprägen. Welche Spuren hinterlässt unsere Empfindung, wenn wir das Sichtbare hinterfragen?
Das Bild formt sich auf einem experimentellen Weg, in einem langen, kaum vorhersehbaren Prozess. Es entsteht aus einem Dialog mit dem Werk selbst, in dem Neugierde und selbst der Zufall zu heimlichen Mitgestaltern werden. Aus dieser Begegnung erwächst eine Sprache, die nicht geplant werden kann. Wie verändert uns die Kunst, wenn sie uns auf diese unerwarteten Pfade führt.
Vielleicht liegt die wahre Essenz in der Bereitschaft, das Bekannte abzulegen und uns mit dem zu umhüllen, was wir fühlen. In dieser Entblößung und zugleich Verwandlung offenbart sich eine Form von Erkenntnis, die jenseits des Offensichtlichen liegt. Wohin kann uns diese stille Entdeckung letztlich führen?



Christian Hahn
(*1969, Nürnberg) 1991–1994 Studium an der Hochschule für Gestaltung Hamburg/Diplom, 1994 –1999 HfBK Hamburg bei Prof. Olav Christopher Jenssen und Prof. Werner Büttner. 1999–2001 Meisterschüler bei Prof. Olav Christopher Jenssen. Seit 2010 Professor für Malerei/Kunst an der HAW Hamburg.
In den Werken von Christian Hahn werden unterschiedliche Wirklichkeitsfragmente miteinander verwoben. Die surreal anmutende Multidimensionalität der heutigen Welt wird dargestellt. Eine gesampelte, dekonstruierte Wirklichkeit. Gegensätze wie das Natürliche und das Künstliche werden dabei herausgearbeitet. Das Verhältnis von Mensch und Natur ist ein wiederkehrendes Motiv in seinen Gemälden.



Rudi Kargus
(*1952, Worms am Rhein) beschäftigt sich (nach seinem ›ersten Leben‹ als Profifußballer) seit 1990er Jahren intensiv mit der Malerei – seine Arbeiten sind in etlichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
Seine Ölmalerei ist gekennzeichnet durch einen gestischen, expressiven Duktus im Auftrag. Dieser kontrastiert dabei oft mit einer poetischen, teils melancholischen Grundstimmung – auf diese Weise entsteht eine ganz persönliche, spannungsreiche eigene Bildsprache in seine Werken, die utopische, dystopische und auch romantische Züge trägt.


Pippo Kudi
(*1984, Hamburg) ist ein freischaffender Künstler, der sich nach über einem Jahrzehnt als Startup-Gründer in der Kreativbranche bewusst der abstrakten, großformatigen Malerei zugewandt hat. Mit diesem Schritt knüpft er an seine künstlerische Herkunft an und überführt unternehmerische Erfahrung in eine eigenständige visuelle Sprache.
Seine Arbeiten basieren konsequent auf persönlichen Erlebnissen. Der künstlerische Prozess beginnt dabei nicht mit der Leinwand, sondern mit dem Text: Reflexion, Verdichtung
und konzeptionelle Struktur bilden die Grundlage, aus der sich die malerische Umsetzung entwickelt. Das Ergebnis sind abstrakte Kompositionen, die weniger auf eindeutige Lesarten abzielen als vielmehr auf Offenheit und individuelle Interpretation. Im Zentrum seines bisherigen Schaffens steht die Serie ›Entrepreneurial Spirit‹. In ihr verarbeitet Kudi seine unternehmerischen Jahre und übersetzt Erfahrungen von Aufbruch, Entscheidungsdruck, Unsicherheit und Vision in visuelle Räume, die sich zwischen Struktur und freierer, intuitiver Bewegung bewegen.


Christina Hojabri
(*1972, Hamburg) lebt und arbeitet in Hamburg. Die Malerin entdeckte in ihrem ›zweiten Leben‹ die Leidenschaft zur Kunst; ihr Stil ist abstrakt und expressiv. Sie geht
erfrischend unverstellt mit ihrer Kunst um und untersucht fragile Zustände, Figuren und räumliche Landschaften.


›Wirbel‹, 2025
Tusche / Öl auf Leinwand
100 × 80 cm
2.700 Euro
›Schattenrisse III‹, 2025
Acryl / Öl auf Leinwand
130 × 105 cm
3.500 Euro
Muriel Zoe
(*1969, Ludwigshafen) in Norddeutschland und Südindien aufgewachsen. Studium an der HAW Hamburg. Seit vielen Jahren in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig, mit zunehmender Konzentration auf die Malerei. Ausgangspunkte sind eigene Skizzen, Fotos, Screenshots und Erinnerungen. Fundstücke aus dem Alltag, die im Malprozess von
der Künstlerin genauer untersucht werden. Im Spannungsfeld von Aufbau und Zerstörung kann dabei etwas Neues entstehen. Diese Transformation mit Mitteln der Malerei ist das, was sie vor allem interessiert und begeistert. Muriel Zoe arbeitet oft mit stark verdünnter Farbe auf am Boden liegenden Leinwänden und mit diversen, sich überlagernden Schichten. Die flüssige Farbe gibt ein schnelles Tempo vor, der Trocknungsprozess entschleunigt wieder.



I‹ 2025
IX‹, 2025

Ulrich Bittmann
(*1950, Köln) führte Jahrzehntelang zwei Berufungen parallel: als Arzt und als Maler. Seit 2015 gilt die ganze Aufmerksamkeit der Malerei – die genaue Beobachtung des Körpers ist geblieben.
In seinen Bildern dient die Figur als Einstieg: Körper, Gliedmaßen, Gesten öffnen den Weg in die Medialität der Farbe, der Linie, des Bildraums selbst. Es geht nicht um Abbildung – sondern darum, was im Bild selbst entsteht: eine eigene Wirklichkeit, die sich nicht festlegt.






›Somewhere‹, 2022/26
auf Leinwand
Jan Köhnholdt
(*1977, Hamburg) studierte freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste, Wien, bei Prof. Hubert Schmalix, Prof. Peter Dressler, Prof. Amelie von Wulffen.
Sein Malprozess – den er sich während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien angeeignet hat – beinhaltet eine routinierte Abfolge: Zunächst reagiert Jan
Köhnholdt auf für ihn optisch anregende Motive. Meist sind dies Menschen in ihrer Gestalt oder auch im Kontext in für ihn besonders beeindruckenden Ereignissen. Deutlich reduziert in der Form, dabei auffällig in kontrastreicher Farbigkeit, malt er akribisch seine Inspirationen als Skizze, bevor er im nächsten Schritt seine Entwürfe auf großen Leinwänden zur Vollendung bringt.





›SHE‹ 2025 Acryl/Öl auf Leinwand
× 150 cm 7.600 Euro
›SHE X‹ 2025
Acryl/Öl auf Leinwand
× 35 cm 2.400 Euro
›SHE XII, 2025 Acryl/Öl auf Leinwand
× 35 cm
Euro
›SHE XI‹, ‹2025
Acryl/Öl auf Leinwand
× 35 cm 2.400 Euro
›SHE IX‹, 2025
Acryl/Öl auf Leinwand
× 150 cm
Euro
Horst Güntheroth
(*1959 Eschwege) ist Künstler und Quantenphysiker. In vielen seiner Arbeiten lässt sich der Hamburger Maler durch wissenschaftliche Erkenntnisse sowie durch Strukturen im Kosmos und Mikrokosmos inspirieren.
Oft spielen dabei nur Aspekte eine Rolle. Meist verfremdet er Universales und Irdisches, verknüpft naturwissenschaftliche, philosophische und ästhetische Betrachtung. Heraus kommen abstrakte Werke, rätselhaft und spannungsgeladen.


www.galerie-holthoff.de