Issuu on Google+

02*12 SCORECARD Neues und Interessantes aus der Höheren Fachschule Versicherung

HFVESA Höhere Fachschule Versicherung Ecole supérieure assurance

NACHGEFRAGT

EIDGENÖSSISCHE ANERKENNUNG

«Erfolg hat, wer Zusammenhänge erkennt»

Die Feier im Triibhuus

Bei den Fächern Statistik und Mathematik fangen viele an zu seufzen. Wie gelingt es Ihnen, bei den Studierenden Interesse für diese Fächer zu wecken? Mathematik und Statistik sind Werkzeuge, um Muster zu erkennen und diese formal dar­ stellen zu können. Wer die Zusammenhänge früher erkennt als andere, hat mehr Informatio­ nen und wird potenziell zum besseren Mana­ ger. Will jemand Erfolg haben, dann führt kein Weg an der Mathematik und Statistik vorbei. Das führe ich den Studierenden immer wieder vor Augen und kann sie so in der Regel leicht zu den notwendigen Leistungen motivieren.

Wie konnten Sie sich selber für die Materie begeistern? Strukturen und Zusammenhänge interessieren mich grundsätzlich. So gesehen ist für mich die Finanzwirtschaft eines von vielen interes­ santen Gebieten, die mit mathematischen und statistischen Werkzeugen analysiert werden können.

Eduard Steinemann, Masterdozent für Mathematik und Statistik an der HFV

Welches war die interessanteste Frage, die Ihnen im Unterricht an der HFV je gestellt wurde, und welche hätte man Ihnen schon längst einmal stellen sollen? Bei Obligationen kann ein Sensitivitäts- bzw. Risikomass berechnet werden: die MACAULAYDuration. Ein Studierender wollte gerne wissen, ob die MACAULAY-Duration auch für ein Portfolio berechnet werden kann und wenn ja, wie? Eigentlich keine. Im Rahmen des Lehrplans werden alle relevanten Fragen beantwortet.

Tropisch war das Ambiente im Triibhuus von Altstetten am 11. Mai 2012 ohnehin schon anlässlich der Anerkennungsfeier der Höheren Fachschule Versicherung HFV. Doch dann heizte DJane Tanja La Croix noch zusätzlich ein. Geladen zur Feier dieses amtlichen Güte­ siegels für den Studiengang dipl. Versicherungs­ wirtschafter/-in HF waren ehemalige Studie­ rende, Dozierende und weitere illustre Gäste. Im Mittelpunkt standen bei dieser Feier die ehemaligen Studierenden der HFV. Die HFV  – eine Kooperation des Berufsbildungsverbands der Versicherungswirtschaft VBV und von AKAD Business  – hatte im Januar 2012 vom Bundesamt für Berufsbildung und Technolo­ gie (BBT) die eidgenössische Anerkennung erhalten. Viel Beifall erntete auch Schlangen­ frau Nina Burri, die mit ihrer artistischen Show die Anwesenden verzauberte. Einen speziellen Applaus erhielt auch die Profi-Kitesurferin und HFV-Werbeträgerin Manuela Jungo. Der Abend diente auch dazu, in ungezwunge­ ner Umgebung da und dort Kontakte zu knüpfen oder in Erinnerung an vergangene Studienzeit zu schwelgen. Anlass zu anregenden Diskussio­ nen gab etwas die jeweilige berufliche Situation

der diplomierten Fachleute und die Entwicklung der eigenen Karriere seit Abschluss des Stu­ diums. Das Fest war von A wie Anerkennung bis Z wie Zielerreichung durchwegs ein Erfolg. Wir von der HFV hoffen, dass das Fest allen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Einziger Wermutstropfen: Diesen Anlass für ein Fest gibt’s halt leider nur einmal. Der VBV und AKAD Business wünschen allen diplomierten Versicherungswirtschaftern/-innen HF mit dem eidgenössisch anerkannten Diplom viel Erfolg für die berufliche und private Zukunft. Übrigens: Anlässlich der Anerkennungsfeier präsentierte sich die HFV zum ersten Mal mit neuem Design.

Schlangenfrau Nina Burri bei ihrer Darbietung im Dschungel des Triibhuus’ anlässlich der Anerkennungsfeier.

HFV ESA Eine Kooperation zwischen dem VBV und AKAD Business


SCORECARD

02*12

ELEKTRONISCHER KALENDER

DREI FRAGEN

Studierende von Möglichkeiten begeistert

«Kommunikation ist die Basis für vieles»

In den letzten Monaten kam seitens der Stu­ dierenden immer mehr der Wunsch nach einer Vereinfachung der Dokumente «Stundenplan» (pdf) und «Arbeitsplan» (pdf, xls) auf. Nach Überprüfung der Möglichkeiten hat die Schul­ leitung anfangs Jahr entschieden, die beiden Dokumente zusammenzufassen und als Kalen­ der zur Verfügung zu stellen. Auf die Aufbau­ phase von knapp zwei Monaten folgten eine erste Pilotphase mit den Klassensprechern aus sechs Klassen und dann eine zweite Pilot­ phase mit Studierenden dieser sechs Klassen. Im Rahmen dieser Pilotphasen wurde die Funk­ tionalität überprüft sowie die korrekte Darstel­ lung der geforderten Inhalte. Nach 4 Wochen konnten die Pilotphasen erfolgreich abge­ schlossen werden.

Was war Ihr Lieblingsfach und warum? Mich auf ein Fach zu beschränken wäre sehr schwierig. Generell mochte ich besonders die Fächer, bei denen die Soft-skills geschult und gefördert werden. Insbesondere wäre da das Fach Kommunikation zu erwähnen. Denn: Man kann nicht nicht kommunizieren. Zu wissen wie man richtig und angemessen kommuniziert, sich selber zu kennen und zu wissen, wie man wirkt, sich in das Gegenüber zu versetzen, all diese Dinge und viele mehr helfen mir, sowohl im beruflichen als auch persönlichen Umfeld.

Der Rollout startete wie geplant Mitte April und innerhalb von zwei Wochen konnten die Klas­ sen in der Deutschschweiz den Kalender in Be­ trieb nehmen. Die erste Phase ermöglichte die Einführung von Outlook (ab Version 2007) und Apple (iPhone, iPad, MacBooks). In Kürze fol­ gen die Freigabe auf Android-Geräten und die Aufschaltung der Kalendersicht im Absenzen­ management. Nur dank der intensiven Zusammenarbeit mit den Klassensprechern und der ständigen akti­ ven Kommunikation mit der Schulleitung liess sich diese Umsetzung in kurzer Zeit erfolg­ reich bewerkstelligen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

In Planung sind folgende Massnahmen:

** Einführung der Kalenderfunktionalitäten in der französischen und italienischen Schweiz ** Einführung der Kalenderfunktionalitäten für Dozierende in der gesamten Schweiz ** Einführung der Kalenderfunktionalitäten für Standortverantwortliche ** Ideen aus den bisherigen Erfahrungen weiterverfolgen (bspw. Kalender für Lernleistungstermine, offizielle Ferien etc.) Die Studierenden finden die neuen Möglich­ keiten des elektronischen Kalenders super, wie die folgenden Kommentare zeigen: HFV Klassensprecher ZH109, ZH209 Remo Balzaretti, ZH109 Die elektronische Kalendervariante ermöglicht mir eine massive Erleichterung. Ich muss nicht mehr alles selber im Outlook bzw. im Kalender übertragen. Das ist dank der Kalendervariante nicht mehr nötig.   Auch Stundenplanänderun­ gen werden automatisch übertragen. Es ist nicht nur der aktuelle Stundenplan enthalten, sondern auch Zimmernummer, Fach und zu gu­ ter letzt der Dozent. Oliver F. Gürtler, ZH209 Durch die Einführung dieses Tools hat sich meine persönliche Vorbereitungszeit massiv re­ duziert. Ich muss nicht mehr den Stunden- und Arbeitsplan konsultieren, denn ich habe mit einem Griff den kompletten Überblick bezüg­

Bei welchen Fächern haben Sie den Nutzen erst im Nachhinein richtig schätzen gelernt? Obwohl ich die Fächer Marketing und VSAM interessant gefunden habe, hatte ich den Nut­ zen nicht richtig erkannt. In meiner neuen Funk­ tion, wo viele strategische Entscheide gefällt und Marketingplanungen erstellt werden müssen, bin ich froh, auf dieses Know-how zu­greifen zu können. Das gelernte ermöglicht mir Einblicke in gewisse Themen, Zusammen­hänge zu verstehen und das Gelernte umzusetzen. Ich kann dadurch die Planungen verstehen und beurteilen, ob ich damit ein­verstanden bin oder nicht. lich anstehender Präsenzblöcke und die dafür zu leistenden Vorbereitungsaufgaben. Die Ter­ minplanung für das gesamte Schuljahr muss ich nun nicht mehr selbst vornehmen, sondern kann diese sensationelle Dienstleistung direkt von der AKAD beziehen, welche die Einträge bewirtschaftet und à jour hält. Ob per iPhone,

Samantha Ritz, ehemalige Studentin

Welche Tipps für eine erfolgreiche Lernstrategie können Sie Studierenden der HFV geben? Während der gesamten Ausbildung habe ich immer wieder den Austausch mit den anderen Studierenden gesucht, um z.B. Lösungen zu erarbeiten. Der Austausch bringt viele neue Aspekte, welche man selber eventuell nicht sieht. Zudem erachte ich die aktive Teilnahme am Unterricht als sehr wichtig, weil man gerade da sehr viel profitieren kann und so eine Nach­bearbeitung für mich kaum mehr nötig war.

iPad oder über Outlook, der Zugriff auf die für mich relevanten Daten ist jederzeit, ortsunab­ hängig und mit diversen Geräten möglich. Die­ ses Tool ist ein echter Mehrwert und erleichtert mir die Planung von Arbeit, Schule und privaten Terminen erheblich.

HFV ESA Eine Kooperation zwischen dem VBV und AKAD Business


SCORECARD

02*12

A N E R K E N N U N G V O N A B S C H L Ü S S E N M I T N AT I O N A L E M Q U A L I T I F K AT I O N S R A H M E N ( N Q R )

Bessere Positionierung mit NQR Der Bundesrat hat im Sommer 2010 die internationale Strategie des Bundes im Bereich Bildung, Forschung und Innovation verabschiedet. Ein Ziel dieser Strategie ist, die Anerkennung und Vergleichbarkeit von Schweizer Berufsbildungsabschlüssen im internationalen Kontext sicherzustellen. Mittels eines Qualifikationsrahmens sollen die Abschlüsse auf verschiedenen Niveaus eingestuft und mit einem Diplomzusatz versehen werden. Damit werden die beruf­liche Mobilität von Fach- und Führungskräften gefördert und die Berufsbildung gestärkt. Doch wie so oft liegt die Tücke im Detail. Bei genauer Betrachtung der zugehörigen Verordnung stellt man noch grossen Handlungsbedarf fest. Welchen Wert hat ein eidgenössisches Diplom im Ausland? Anders gefragt: Welche Kompe­ tenzen bringen Absolventen aus einer Berufs­ akademie mit, die in Deutschland absolviert wurde? Für Absolventinnen und Absolventen wie auch für Personalabteilungen ist die Einstufung von Abschlüssen – sei es aus dem Bildungs­system Schweiz oder aus dem Aus­ land – nicht immer ganz einfach. Transparenz und Vergleichbarkeit von erworbenen Quali­ fikationen, die mit einem Bildungsabschluss bestätigt werden und die die «employability» und damit die Fähigkeit zur Partizipation am Arbeits- und Berufsleben berücksichtigen, müssen dazu sichtbar gemacht werden.

Europäische und nationale Grundlagen Der sogenannte «Kopenhagen-Prozess» (eine europäische arbeitsmarktorientierte Strategie) verfolgt das Ziel, die länderübergreifende Trans­ parenz von Berufsbildungssystemen zu verbes­ sern, um so die berufliche Mobilität zu fördern. Für die Umsetzung schlägt die Europäische Union (EU) mehrere Instrumente vor, wobei die nationalen Qualifikationsrahmen verschiedener Länder (NQR) – zusammen mit dem von der EU verabschiedeten europäischen Qualifikations­ rahmen (EQR) als länderübergreifende Vergleichshilfe der Abschlüsse – die Schlüssel­ instrumente darstellen. Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) entwickel­ te dazu den nationalen Qualifikationsrahmen (NQR-CH) für die Abschlüsse der Berufsbildung in der Schweiz und verankerte diesen in einem Verordnungsentwurf. Der nationale Qualifika­ tionsrahmen (NQR-CH) ist ein aus acht Niveaus bestehendes Raster. Jeder formale Berufsbil­ dungsabschluss (eidgenössisches Berufsattest, Fähigkeitszeugnis, Fachausweis, Diplom) wird künftig einem dieser acht Niveaus zugeteilt. Zusätzlich wird zu jedem Abschluss ein Diplom­ zusatz abgegeben, dank dem Arbeitgebende die fachlichen Kompetenzen der Absolventinnen

und Absolventen leichter einschätzen können. Die Informationen im Diplomzusatz beziehen sich dabei immer auf den Abschluss, nicht auf die diplomierte Person. Der EQR ist ebenfalls ein aus mehreren Niveaus bestehendes Raster. Er dient als Übersetzungsinstrument. Jedes Niveau des NQR-CH wird einem entsprechen­ den Niveau des EQR zugeordnet. So können z.B. französische Arbeitgeber einen Schweizer Berufsbildungsabschluss besser einstufen. Herausforderungen Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt. So gibt auch dieser Verordnungsentwurf bildungs­ politisch noch einiges zu verhandeln: ** Sobald der NQR verabschiedet ist, werden die Berufsbildungsabschlüsse zugeordnet. Ist ein diplomierte/r Versicherungswirtschaf­ ter/in auf Stufe 5 oder 6 oder 7 zu situieren? Wie die Zuordnung genau erfolgt, ist aller­ dings bisher noch nicht transparent. ** Die Erfassung von Nachdiplomstudien­ gängen (HF) sind im NQR nicht vorgesehen, was zur Benachteiligung dieser Absolvent­ innen und Absolventen führt. ** Der Mehrwert des NQR für Absolventinnen und Absolventen würde steigen, wenn auch die berufsorientierte Weiterbildung abgebil­ det werden könnte. ** Der vorliegende Diplomzusatz ist nicht nach ausländischem Vorbild gestaltet und wirkt eher wie eine Zeugniserläuterung.

Die HFV wird über die Kalaidos Bildungsgruppe und ihr Netzwerk zu Politik, Verwaltung und Verbänden die weitere Entwicklung des NQR mitgestalten. Die Systematik hinter NQR und EQR zeigt die Grafik auf Wikipedia. Text: Claudia Zürcher, Leiterin Ressort Bildungspolitik bei der Kalaidos Bildungsgruppe Schweiz

Informationen zur Höheren Fachschule Versicherung HFV finden Sie unter:

www.xing.to/HFV

www.facebook.com/HFVESA

www.vimeo.com/HFVESA

www.issuu.com/HFVESA

HFV ESA Eine Kooperation zwischen dem VBV und AKAD Business


Scorecard_HFV_02_2012_d