ISEK Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept
Stadt Traunstein
SCHIRMER
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ARCHITEKTEN + STADTPLANER
Impressum
SCHIRMER I ARCHITEKTEN + STADTPLANER Huttenstraße 4 97072 Würzburg T 0931 . 794 07 78 - 0 F 0931 . 794 07 78 - 20 info@schirmer-stadtplanung.de www.schirmer-stadtplanung.de Prof. Dipl.-Ing. Martin Schirmer Dipl.-Ing. (FH) Sylvia Haines, M.Sc. Vanessa Dörges, M.Sc.
in Kooperation mit: CIMA Beratung + Management GmbH Brienner Straße 45 80333 München T 089 . 55118 - 154 F 089 . 55118 - 250 cima.muenchen@cima.de www.cima.de Dipl. Geograph Christian Hörmann Dipl.-Ing. Raumplanung Kerstin Mahrenholz M.A. Geographin Katharina Menz
November 2016 Im Auftrag der Stadt Traunstein
Vorwort
Sehr geehrte Traunsteinerinnen und Traunsteiner, unsere Stadt steht – wie alle Kommunen – vor stetig wachsenden Herausforderungen. Für die Bewältigung der vielen Aufgaben hat sie aber nur begrenzte finanzielle Mittel und Ressourcen zur Verfügung. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist es deshalb ausschlaggebend, zielgerichtet und lösungsorientiert zu handeln sowie inhaltliche und zeitliche Prioritäten zu setzen. Basis hierfür ist eine ganzheitliche Betrachtung unter Beteiligung der Öffentlichkeit, wie sie im Rahmen der Untersuchungen für das Integrierte Städtebauliche EntwicklungsKonzept, kurz ISEK, nun erfolgt ist. Mit dem ISEK stellt die Stadt Traunstein die Weichen für ihre erfolgreiche Weiterentwicklung. Es konnten die Stärken und Schwächen der Stadt aufgespürt und analysiert werden – mit einem wichtigen Ergebnis: Das ISEK gibt uns Denkanstöße, es zeigt Lösungsmöglichkeiten für viele Fragen auf, mit denen sich die Stadt jetzt und in Zukunft konfrontiert sieht. Auf dieser Basis können nun Schritt für Schritt Projekte angegangen werden – und das in allen Bereichen, von Wohnen über Wirtschaft und Verkehr bis hin zu Kultur. Das ISEK ist Standortbestimmung und Wegweiser zugleich.
Zudem ist das ISEK notwendige Voraussetzung für eine Förderung städtischer Baumaßnahmen. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Stadt sehr oft von dieser finanziellen Unterstützung, insbesondere für die Sanierung öffentlicher Straßen und Plätze, profitiert. Auch in Zukunft ist diese Förderung von enormer Bedeutung bei der Realisierung städtischer Baumaßnahmen. Für die Förderung ebenso wie für die Beratung während des ISEK-Prozesses danke ich der Regierung von Oberbayern sehr herzlich. Mein Dank richtet sich an die Büros SCHIRMER I ARCHITEKTEN + STADTPLANER und CIMA Beratung + Management GmbH, insbesondere an Prof. Dipl.-Ing. Martin Schirmer und Christian Hörmann, für die fach- und sachkundige Arbeit sowie an alle, die seit Mitte des Jahres 2015 zur Verwirklichung des „ISEK für Traunstein“ beigetragen haben. Besonders bedanken möchte ich mich bei Ihnen, liebe Traunsteinerinnen und Traunsteiner, die Sie sich aktiv eingebracht haben. Ich hoffe, dass Sie auch weiterhin so tatkräftig an der Gestaltung Ihrer Heimatstadt mitwirken, denn Stadtentwicklung ist ein Thema, das uns alle angeht. Lassen Sie uns gemeinsam in den kommenden Jahren die Lebensqualität in
Traunstein verbessern, die Attraktivität der Stadt erhöhen und ihre Zukunftsfähigkeit stärken. Herzlich grüßt Sie Ihr
Christian Kegel Oberbürgermeister der Stadt Traunstein
Inhalt
Einleitung
1
2
3
6
Anlass der Planung
6
Methode
7
Rahmenbedingungen
8
Trends und Megatrends
10
Lage im Raum
12
Lage im Naturraum
13
Landesentwicklungsprogramm Bayern
14
Flächennutzungsplan
15
Traunstein - Ein Steckbrief
16
Die Stadt und ihre Geschichte
18
Die Stadt und ihre Ortsteile
20
Nutzungsgefüge
22
Die Stadt und ihre Bewohner
23
Bildung
24
Betreuung
25
Soziale und medizinische Infrastruktur
26
Verkehr und Erschließung
27
Verkehrsstärke
28
Ruhender Verkehr
29
Öffentlicher Personennahverkehr
31
Wirtschaft und Gewerbe
32
Einzelhandel und Versorgung
34
Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing
38
Erneuerbare Energie
42
Stärken und Schwächen
44
Übersicht der Stärken und Schwächen
46
Die Begabungen der Stadt
48
Die Probleme der Stadt
50
Impressionen
52
Übersicht der Stärken und Schwächen im OT Kammer-Rettenbach
54
4
5
Strategien - Leitbild Strategiekonzept 1 - Stadtbild und öffentlicher Raum
56 58
Strategiekonzept 2 - Wohnen und Wohnungswirtschaft
60
Strategiekonzept 3 - Verkehr und Mobilität
62
Strategiekonzept 4 - Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing
64
Strategiekonzept 5 - Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung
66
Strategiekonzept 6 - Energie und Klimaschutz
68
Strategiekonzept 7 - OT Kammer-Rettenbach
72
Leitbild
74
Rahmenplan - Maßnahmen
76
Rahmenplan Kernstadt
78
Handlungsfeld 1 - Stadtbild und öffentlicher Raum
80
Handlungsfeld 2 - Wohnen und Wohnungswirtschaft
90
Handlungsfeld 3 - Verkehr und Mobilität
94
Handlungsfeld 4 - Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing
98
Handlungsfeld 5 - Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung
102
Handlungsfeld 6 - Energie und Klimaschutz
106
Handlungsfeld 7 - OT Kammer-Rettenbach
108
6
Projekt- und Maßnahmenkatalog
110
7
Ausblick
128
8
Die nächsten Schritte
130
Impulsprojekte im Überblick
131
Anhang
132
Dokumentation 1 - 1. Arbeitsrunde
134
Dokumentation 2 - 1. Stadtratswerkstatt
140
Dokumentation 3 - Auftaktveranstaltung
158
Dokumentation 4 - 2. Arbeitsrunde - Fachforen
184
Dokumentation 5 - Zukunftswerkstatt
194
Dokumentation 6 - 2. Stadtratswerkstatt
204
Dokumentation 7 - Stadtratsklausur
222
Dokumentation 8 - Projektwerkstatt
228
Dokumentation 9 - 3. Stadtratswerkstatt
244
EINLEITUNG Anlass der Planung und Methode Ausgangslage Die Stadt Traunstein hat in den vergangenen Jahren bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, vorwiegend in der historischen Altstadt, durchgeführt. Mit der Erstellung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) sollen nun mit dem Blick auf die Gesamtstadt die Entwicklungspotenziale der Stadt auf breiter Ebene aufgegriffen und die Weichenstellung für die weitere Stadtentwicklung vorgenommen werden. Dabei ist auch zu überprüfen, inwieweit die aktuelle Kulisse des Städtebauförderungsprogramms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ auch zukünftig eine tragfähige Fördergrundlage darstellt. Die Konzeptentwicklung sattelt auf vorliegenden Daten und bestehenden Planungen auf und vertieft und ergänzt sie wo nötig. Dabei werden die großen ablaufenden gesellschaftlichen und ökonomischen Trends, welche die Stadt Traunstein unmittelbar berühren, berücksichtigt. Hierzu gehören t der demographische Wandel, t der wirtschaftliche Strukturwandel und t die ökologischen Herausforderungen, die viele kommunale Handlungsfelder tangieren. Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept sollen die unterschiedlichen Aufgaben der Stadtentwicklung zum Einen fachübergreifend behandelt und zum Anderen in eine gesamtstäd-
6
ISEK STADT TRAUNSTEIN
tische Entwicklungsperspektive eingebunden werden.
onsverlust der konzeptionellen Arbeitsebene zugeordnet.
Im Kern geht es immer wieder darum, die spezifischen Qualitäten und Begabungen einer Stadt, als Grundlage für die zukünftige Entwicklung, herauszuarbeiten zu stärken und weiter zu entwickeln. Dies erfolgt in einem inhaltlich breiten, aber stets zielorientierten Verfahren, das Politik und Verwaltung eng in den Planungsprozess einbindet. Ziel ist stets ein Gesamtkonzept, das sich am Machbaren orientiert und mit einem konkreten, umsetzungsbezogenen Projektkatalog eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für das kommunale Handeln der nächsten Jahre darstellt, ohne auf die orientierende Kraft sinnstiftender Visionen zu verzichten.
Die Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte der städtischen Entwicklung in ein Gesamtkonzept erfordert naturgemäß einen interdisziplinären Arbeitsansatz. Im Rahmen der stadtplanerischen Grundlagen- und Konzeptarbeit werden verschiedene fachthematische Belange abgedeckt und relevante Informationen auch durch die Kooperation mit verschiedenen Fachämtern der Verwaltung behandelt und integriert. Die Erarbeitung erfolgt in einer interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppe aus Stadtplanern, Architekten und Geographen.
Methode Kommunales Handeln ist heute mehr denn je auf die Mitwirkung der Bürger und die aktive Beteiligung örtlicher Akteure angewiesen. Die Bürger und die örtlichen Akteure aus Wirtschaft, Kultur und Verwaltung sind deshalb aktiv in den Planungsprozess über unterschiedliche Foren der Beteiligung einzubinden. Hierin liegt ein wichtiger Schlüssel auch für die Aktivierung privaten Kapitals. Der Dialog mit den Bürgern sollte im Rahmen des Planungsprozesses zur Stadtentwicklung Projekt- und umsetzungsbezogen geführt werden. Der Bürgerdialog wird durch den Stadtplaner moderiert und ist damit ohne Informati-
Arbeitsschritte Die Anforderungen an die Neukonzeption des Stadtentwicklungsprozesses lassen sich inhaltlich in drei Bereiche gliedern: t Bestimmung der Ausgangssituation und der Rahmenbedingungen t Identifizierung des Handlungsbedarfs und der Handlungsfelder t Bestimmung der Auswirkungen und Konsequenzen auf die zukünftige Planungsstrategie Der Planungsprozess gliedert sich dabei in folgende Schritte: 1. Wissen und Kenntnisse bündeln 2. Zukunftsräume identifizieren 3. Programme entwickeln - Adressen profilieren 4. Programme und Adressen in räumliche Konzepte umformen
PLANUNG
BETEILIGUNG AKTEURE I BÜRGER
STEUERUNG SR I PLA Lenkungsgruppe
1 Organisation Planungsprozess
1 Kick Off
SCHRITT 1 Wissen und Kenntnisse bündeln
SCHRITT 2 Zukunftsräume identifizieren
2 Methodisches Vorgehen Zeitplan 3 Planungsgrundlagen und Ortsbegehung
Arbeitsrunde 1 Verwaltungsrunden
4 Bestandsanalyse Rahmenbedingungen t t t t t t t t
Stadtraum - und Stadtstruktur Landschaft und Freiraum /Klima Wohnen und Soziales Wirtschaft und Arbeit Bildung und Wissenschaft Kultur, Freizeit, Sport Energie, technische Infrastruktur Mobilität und Verkehr
1 Stärken und Schwächen Analyse 2 Bindungen und Potenziale
Stadtratsklausur 1 Erwartungen Schwerpunkte
Auftaktveranstaltung
Arbeitsrunde 2 Thematische Fachforen
Lenkungsgruppe 2 SWOT
3 Handlungsbedarf 1 Leitbild - Ziele und Handlungsfelder
SCHRITT 3
2 Ziele der räumlichen Entwicklung
Programme entwickeln - Adressen profilieren
3 Ziele der funktionalen Entwicklung 4 Strategiekonzepte nach Handlungsfeldern
Zukunftswerkstatt
Lenkungsgruppe 3 Bilanz und Ziele
Arbeitsrunde 3 Runder Tisch Ziele
Stadtrat 2 Ideenwerkstatt
1 Räumliches Gesamtkonzept
Projektwerkstatt
Stadtrat 3 Bilanzkonferenz
SCHRITT 4
2 Vertiefung räumlicher Schwerpunkte 3 Vertiefung in Form von Teilkonzepten
Programme und Adressen in räumliche Konzepte umformen
4 Integriertes Handlungskonzept
t Maßnahmenpaket mit räumlichen und inhaltlichen Projekten t Abgrenzung der Sanierungsgebiete t Umsetzungsstrategien t Projektkatalog mit Prioritäten und Kosten
Lenkungsgruppe 4 Konzept
Öffentlichkeitsforum
Stadtrat 4 Beschluss
5 Abschlussbericht
TRAUNSTEIN
Rahmenbedingungen
1 1 I Trends und Megatrends _ 10 2 I Lage im Raum _ 12 3 I Lage im Naturraum _ 13 4 I Landesentwicklungsprogramm Bayern _ 14 5 I Flächennutzungsplan _ 15
RAHMENBEDINGUNGEN 1 I Trends und Megatrends Megatrends verändern die Rahmenbedingungen unseres Alltags sowie unseres Lebens und Wirtschaftens. Sie entziehen sich weitgehend der Beeinflussung lokalen Handelns und besitzen Allgemeingültigkeit. Dazu gehören die globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts wie z. B. die Klimaerwärmung, die Globalisierung der Wirtschaft oder der demographische Wandel. Kleinräumige Entwicklungschancen werden maßgeblich von übergeordneten Entwicklungstrends bestimmt. Dies betrifft insbesondere die Entwicklung von Bevölkerung und Wirtschaft. Folgende Megatrends sind für die zukünftige Stadtentwicklung von Bedeutung:
Entwicklung der Bevölkerung 2015-2030 in %
- 2035 2) 1)
1. Die Bevölkerungsentwicklung wird geprägt sein durch Menschen mit einem höheren Durchschnittsalter und einer differenzierten ethnischen Zusammensetzung. Die räumliche Verteilung wird bei einer insgesamt schrumpfenden Einwohnerzahl extrem unterschiedlich sein. 2. Die Globalisierung der Wirtschaft bewirkt eine abnehmende Standortbindung der Unternehmen. Standorte müssen sich der nationalen und internationalen Konkurrenz stellen. Das Arbeitsplatzangebot im produzierenden Bereich folgt globalen Strategien. 3. Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist durch weitere Konzentrationsprozesse geprägt. Das bedeutet weniger, aber größere Betriebe.
10
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Veränderung der Zahl der über 80-jährigen 2012
Quelle: BBSR - Wohnungsmarktprognose 2030
Trend der Bevölkerungsentwicklung Seit 2003 schrumpft die Einwohnerzahl Deutschlands. Ein Großteil der Regionen ist davon betroffen. Bevölkerungswachstum gibt es fast nur noch um die Großstädte und in den Agglomerationszentren Süd- und Westdeutschlands. Der Landkreis Traunstein befindet sich südöstlich der Metropolregion München, nahe der österreichischen Grenze. Gemäß der Prognose des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung wird die Bevölkerung im Landkreis stabil bleiben (-5 bis unter 5 %).
2)
Quelle: BBSR - Die Raumordnungsprognose 2035 nach dem Zensus
Trend der Entwicklung der Hochbetagten Der Alterungsprozess von Regionen ist langfristig unumkehrbar. Der Osten Deutschlands ist davon besonders stark betroffen. Während das Durchschnittsalter im Prognoseraum im Jahr 2012 noch bei 45 lag, wird für das Jahr 2035 ein durchschnittliches Alter von 49 Jahren prognostiziert. Dabei steigt insbesondere die Zahl der Hochbetagten deutlich an. Bis 2035 wird es voraussichtlich im Landkreis Traunstein 50 bis unter 65 % mehr über 80-jährige geben als 2012. Damit verbunden ist die Bedarfsentwicklung für Wohnraum und Infrastruktur z.B. für die Pflege.
Trends und Megatrends I 1
Entwicklung der Haushalte 2015 - 2030 in % 1)
Entwicklung der Zahl der Haushalte Neben dem Wandel der Dynamik und der Alterung ist die Individualisierung der Bevölkerung ein weiterer Aspekt, der bei der Betrachtung der privaten Haushalte deutlich wird. Immer mehr Menschen leben in kleinen Haushalten (Singles oder Paare), während die Zahl der Haushalte mit drei oder mehr Personen (Familien) deutlich abnimmt. Die Anzahl der Haushalte steigt damit in den alten Bundesländern und im Raum Berlin insgesamt an. Für den Landkreis Traunstein wird eine Zunahme der Anzahl der privaten Haushalte von 5 10 % prognostiziert.
Entwicklung der Wohnflächennachfrage 2015 -
Entwicklung der Zahl der Erwerbspersonen 2012
2030 in Prozent 1)
- 2035 in Prozent 2)
Entwicklung der Wohnflächennachfrage Neben der steigenden Zahl der privaten Haushalte steigt auch die durchschnittliche Wohnungsgröße je Person.
Entwicklung der Zahl der Erwerbspersonen Durch den demographischen Wandel verschiebt sich auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbspersonen nimmt ab, weil die hinzu kommenden Jahrgänge schwächer sind als die Anzahl derer, die in den Ruhestand gehen. Insbesondere in Süddeutschland wird ein deutlicher Mangel an qualifizierten jungen Arbeitskräften erwartet. Eine Stabilisierung ist hier ausschließlich durch Wanderungsgewinne möglich. Im Landkreis Traunstein werden bis zum Jahr 2035 voraussichtlich 5 % weniger Erwerbstätige am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.
Für den Landkreis Traunstein wird für den Zeitraum zwischen 2015 - 2030 ein Anstieg der Wohnflächennachfrage von 10 % und mehr prognostiziert. U.a. durch die steigende Zahl der kleinen Haushalte ergibt sich ein steigender Wohnflächenbedarf, so dass selbst bei einer gleich bleibenden Bevölkerungszahl zukünftig ein Bedarf an neuen Wohnbauflächen besteht.
11
RAHMENBEDINGUNGEN 2 I Lage im Raum
B588 B137 B301 E53
E56
B12
ICE
A9
E552
Internationaler Flughafen München
B471
B141
Inn A8
E552
A94
B156
B299
A96
B135
B143
Österreich B304
A99
B20 B154 B304
MÜNCHEN
B1
110 km | 100 min
B15
TRAUNSTEIN
Isar
E60
E533
Attersee
Traunsee
E52 B304 B318 B11 B13
B305
B472
B158
B306
ROSENHEIM
B153
ICE
50 km | 50 min
SALZBURG B307
B307
B305
B306
Internationaler Flughafen Salzburg
50 km | 70 min
A93
B145 B307
Österreich
Inn
B176
B178
B162
B166
Isar B178
A10
B311
B181 B164
B171 B170
B164
E651
Lage im Raum Europastraße
Metropolregion
Autobahn Bundesstraße
Oberzentrum Mittelzentrum
Eigene Darstellung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
Die Stadt Traunstein liegt im Regierungsbezirk Oberbayern, südöstlich der Metropolregion München, in ca. 110 km Entfernung zur Landeshauptstadt. Traunstein mit 19.871 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015, Quelle: Stadt Traunstein) ist die Große Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Das Oberzentrum Salzburg liegt ca. 40 km östlich von Traunstein. Im Westen befindet sich das Oberzentrum Rosenheim in ca. 50 km Entfernung. Traunstein ist über die Bundesauto-
12
ISEK STADT TRAUNSTEIN
bahn 8 (Europastraße 52) MünchenSalzburg überregional angebunden. In der Stadt Traunstein zweigt die Bundesstraße 306 nach Inzell von der Bundesstraße 304 (Dachau-Freilassing) ab. Mit der symbolischen Verkehrsfreigabe des „Ettendorfer Tunnels“ am 7.12.2012 wurde die Nordostumgehung eingeweiht, wodurch die B304 nun an Traunstein vorbeiführt und nicht mehr durch die Innenstadt verläuft. Traunstein liegt an der Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg.
Der Bahnhof Traunstein ist Haltestelle von Intercity-Zügen. Zudem beginnen in Traunstein die Nebenstrecken nach Waging, Mühldorf am Inn (Traun-AlzBahn) und Ruhpolding. Internationale Flughäfen befinden sich in Salzburg und in München in ca. 40 bzw. 110 km Entfernung.
Lage im Naturraum I 3
Quelle: Bundesamt für Naturschutz; https://geodienste.bfn.de/landschaften?lang=de; Stand Dezember 2015
Traunstein liegt auf einer Höhe von ca. 590 m ü. NN und gehört zur Voralpenregion im südöstlichen Oberbayern. Die Chiemgauer Alpen befinden sich ca. 15 km südlich von Traunstein. Die höchste Erhebung in der Region ist das Sonntagshorn mit 1.961 m ü. NN. Insgesamt bestehen im Landkreis 13 Naturschutzgebiete sowie 10 Landschaftsschutzgebiete. Mit einer Gesamtfläche von ca. 317 qm2 sind mehr als 20 % der Landkreisfläche unter besonderen Schutz gestellt.
Die Region ist eine waldreiche und grünlandgeprägte Kulturlandschaft. Die Östlichen Chiemgauer Alpen sind das größte Naturschutzgebiet der Region. Der Chiemsee stellt das größte Landschaftsschutzgebiet dar.
Die hochwertige Landschaft stellt eine der Standortqualitäten der Stadt Traunstein dar und bewirkt, dass die Stadt bzw. die gesamte Region „Chiemsee Chiemgau“ eine bedeutende Urlaubsregion ist.
Weiterhin prägend für die Region sind die Hochmoore und Wiesenbrütergebiete im südlichen Chiemgau. Mit über 50 Seen, 5 Flüssen und 56 Wildbächen sind die Oberflächengewässer ebenfalls von Bedeutung.
13
Rennertshofen
Ingolstadt
Bergheim
Marxheim
Neuburg a.d. Donau Niederschönenfeld Oberhausen
Burgheim
Ehekirchen
Pöttmes
Schrobenhausen
Thierhaupten
Petersdorf Inchenhofen Aindling Hollenbach
Aichach
Affing
Au i.d. Hallertau
Pfaffenhofen a.d. Ilm
Obergriesbach
Mauern
Sielenbach Altomünster
Dasing
Altdorf Hörgertshausen Gammelsdorf Bruckberg
Scheyern Hettenshausen Schweitenkirchen Attenkirchen Gachenbach Wang Wolfersdorf Gerolsbach Ilmmünster Paunzhausen Haag a.d. Amper Kirchdorf a.d. Amper Schiltberg Reichertshausen Zolling Jetzendorf Allershausen Langenbach Hilgertshausen-Tandern Hohenkammer Petershausen Kranzberg Freising
Weichs Markt Indersdorf
Vierkirchen Fahrenzhausen
Adelzhausen
Friedberg
Bayerbach b. Ergoldsbach
Osterhofen
Buchhofen
Wallerfing
Mamming Gottfrieding
Adlkofen
Moosburg a.d. Isar
Reisbach
Simbach
Gangkofen
Dietersburg
Egglkofen Neumarkt-Sankt Veit
Schönberg
HebertsfeldenPostmünster
Bayerbach
Eggenfelden Triftern
Unterdietfurt
Wurmannsquick Geratskirchen Mitterskirchen Niedertaufkirchen
Tann
Rotthalmünster Kößlarn
Mühldorf a. Inn
Markt Schwaben
14
Germering
Waldkraiburg
München
Fürstenfeldbruck
Ebersberg
Grafing b. München
Wasserburg a. Inn
Geretsried
Peiting
Peißenberg
Bad Tölz
Penzberg
Holzkirchen
Bad Aibling
Traunstein
Prien a. Chiemsee
17
Murnau a. Staffelsee
Bad Kohlgrub
Saulgrub
Schlehdorf Ohlstadt
Schwaigen
Unterammergau
Kochel a. See
Oberammergau
Rottach-Egern
Bayrischzell
Oberaudorf
Reit im Winkl
Bischofswiesen
Berchtesgaden Kiefersfelden
Jachenau Ramsau b. Berchtesgaden
Oberau Farchant
Freilassing
Kreuth
Lenggries Wallgau
Schönau a. Königssee
Garmisch-Partenkirchen Krün Grainau
Oberzentrum
Mittelzentrum
(/Oberndorf)
Bad Reichenhall
Eschenlohe
Ettal
Laufen
Salzburg
Gmund a. TegernseeHausham Tegernsee Bad Wiessee
Wildsteig
Traunreut
Rosenheim
Miesbach
b) Zeichnerisch erläuternde Darstellung verbaler Ziele
18
Weilheim i. OB
Trostberg
Wolfratshausen
Schongau
(/Braunau a. Inn)
Starnberg
Neuötting Altötting
Burghausen
Raum mit besonderem Handlungsbedarf
Simbach a. Inn
Dorfen
Dachau
Erding
Eching
Mering
Verdichtungsraum
Wittibreut
Erdweg Eurasburg Röhrmoos Oberding Malching Stubenberg Ering Odelzhausen Pleiskirchen Oberbergkirchen Haimhausen Hallbergmoos Niederbergkirchen Schwabhausen Bockhorn Buchbach Lohkirchen Erlbach Reut Pfaffenhofen a.d. Glonn Zeilarn Hebertshausen Reischach Ried Zangberg Sulzemoos Unterschleißheim Erharting Moosinning Schwindegg Perach Mettenheim Ampfing Egenhofen Marktl Winhöring Walpertskirchen Lengdorf Töging a. Inn Mittelstetten Bergkirchen Stammham Julbach Oberschleißheim Garching b. München Wörth Neuching Oberschweinbach Kirchdorf a. Inn Heldenstein Ismaning Schmiechen Merching Obertaufkirchen Maisach Finsing Teising Rattenkirchen AlthegnenbergHattenhofen Karlsfeld Haiming Sankt Wolfgang Buch a. Buchrain Steindorf Olching Ottenhofen Emmerting Polling Mammendorf Pastetten Tüßling Prittriching Isen Aschau a. Inn Pliening Unterföhring Adelshofen Gröbenzell Egling a.d. Paar Kastl Kirchdorf Reichertsheim Aschheim Kirchheim b. München Emmering Mehring Kraiburg a. Inn Forstern Forstinning Poing OberneukirchenUnterneukirchen MoorenweisJesenwangLandsberied Puchheim Jettenbach Haag i. OB Anzing Gars a. Inn Burgkirchen a.d. Alz Eichenau Hohenlinden Maitenbeth Feldkirchen Alling Taufkirchen Schöngeising Geltendorf Unterreit Garching a.d. Alz Vaterstetten KottgeiseringGrafrath Gräfelfing Halsbach Engelsberg Rechtmehring Haar Gilching Türkenfeld Albaching Soyen Planegg Krailling Kirchweidach Steinhöring Eresing Eching am Ammersee Feichten a.d. Alz Babensham Greifenberg Tacherting Penzing Wörthsee Zorneding Neuried Schnaitsee NeubibergPutzbrunn Inning a. Ammersee Weßling Edling Grasbrunn Kirchseeon Unterhaching Windach Tyrlaching Schondorf am Ammersee Pullach i. Isartal Ottobrunn Gauting Pfaffing Hohenbrunn Tittmoning Schwifting Grünwald Seefeld Kienberg Moosach Taufkirchen Frauenneuharting Eiselfing Oberpframmern Finning Bruck Obing Baierbrunn Höhenkirchen-Siegertsbrunn Utting am Ammersee Amerang Ramerberg Herrsching a. Ammersee Palling Hofstetten Oberhaching Altenmarkt a.d. Alz Egmating Fridolfing Schäftlarn Griesstätt Aßling Emmering Brunnthal Glonn Seeon-Seebruck Straßlach-Dingharting Rott a. Inn Schonstett Taching a. See Pöcking Thaining Pittenhart Andechs Aying Baiern Sauerlach Berg Vilgertshofen Dießen am Ammersee Kirchanschöring Halfing Höslwang Icking Feldafing Tuntenhausen Reichling Eggstätt Waging a. See Vogtareuth Egling Schechen Chieming Pähl Söchtenau Otterfing Nußdorf Rott Feldkirchen-Westerham Tutzing Bad Endorf Gstadt a. Chiemsee Raisting Petting Wonneberg Großkarolinenfeld Münsing Apfeldorf Breitbrunn a. Chiemsee Bruckmühl Prutting Valley Saaldorf-Surheim Rimsting Chiemsee Wielenbach Surberg Dietramszell Wessobrunn Stephanskirchen Bernried am Starnberger See Chiemsee Weyarn Teisendorf Grabenstätt Vachendorf Kolbermoor Riedering Eurasburg Übersee Irschenberg Seeshaupt Ainring Bernau a. Chiemsee Warngau Polling Siegsdorf Bad Feilnbach Sachsenkam Frasdorf Königsdorf Hohenpeißenberg Rohrdorf Anger Bergen Iffeldorf Eberfing Raubling Waakirchen Grassau Staudach-Egerndach Neubeuern Oberhausen Inzell Reichersbeuern Samerberg Piding Huglfing Marquartstein Greiling Bad Heilbrunn Böbing Obersöchering Antdorf Aschau i. Chiemgau Wackersberg Eglfing Fischbachau Ruhpolding Habach Bichl Nußdorf a. Inn Rottenbuch Brannenburg Schleching Unterwössen Spatzenhausen Sindelsdorf Gaißach Bayerisch Gmain Uffing a. Staffelsee Riegsee Flintsbach a. Inn Benediktbeuern Schliersee Bad Bayersoien Seehausen a. Staffelsee Schneizlreuth Großweil Marktschellenberg Kissing
Bad Griesbach i. Rottal Bad Birnbach
Pfarrkirchen
Bodenkirchen Massing
Wurmsham
Haarbach
Rimbach Falkenberg
Vilsbiburg
Inning a. Holz Taufkirchen (Vils)
Ländlicher Raum mit Verdichtungsansätzen
Egglham Schönau
Schalkham
Geisenhausen
Rothenburg ob der Tauber
Johanniskirchen
Gerzen
Vilsheim Altfraunhofen Buch a. Erlbach Langenpreising Baierbach Kirchberg Marzling Wartenberg Hohenpolding Berglern Neufraunhofen Eitting Steinkirchen Velden Fraunberg
AidenbachBeutelsbach Ortenburg
Arnstorf
Malgersdorf
Adelshofen
Roßbach Marklkofen
Simmershofen
Allgemeiner ländlicher Raum
Vilshofen an der Donau Aldersbach
AhamFrontenhausen
Kumhausen
Eging a. See
Hofkirchen
Eichendorf
Kröning
Röttingen Bieberehren Tauberrettersheim
a) Zeichnerisch verbindliche Darstellungen
Künzing
Dingolfing
Landshut
Eching Tiefenbach
Neufahrn b. Freising
WinzerIggensbach
12I. Ziele der Raumordnung
Außernzell
Wörth a.d. Isar
Zenting Schöllnach
Aholming
Niederviehbach Loiching Niederaichbach
Landau a.d. Isar
Postau
Grattersdorf
Hengersberg Niederalteich
Oberpöring
Pilsting Moosthenning
Weng
13
Ergolding
Moos
Wallersdorf
Essenbach
Nandlstadt
Aresing Kühbach
Plattling Otzing
Ergoldsbach Hohenthann
Attenhofen
Mengkofen
Weihmichl Volkenschwand Obersüßbach Rudelzhausen Furth
Wolnzach
Waidhofen Hohenwart
Oberschneiding
Leiblfing
Laberweinting
Neufahrn i. NB
Pfeffenhausen
Mainburg
Pörnbach Rohrbach
Langenmosen
Baar (Schwaben)
Langweid a. Lech
Reichertshofen
Mallersdorf-Pfaffenberg
Rohr i. NB
Rottenburg a.d. Laaber
Elsendorf
Aiglsbach
Geisenfeld
Baar-Ebenhausen Karlskron
Herrngiersdorf Kirchdorf
Siegenburg Train Wildenberg
Berg im Gau Brunnen
Holzheim
Manching
Weichering Karlshuld
Königsmoos
Salching
Biburg
Ernsgaden
Rohrenfels
Rain
Großmehring Vohburg a.d. Donau Münchsmünster
Neustadt a.d. Donau
Lenting
Nassenfels Egweil
4 I Landesentwicklungsprogramm Bayern
RAHMENBEDINGUNGEN
Region 1 Bayerischer Untermain 2 Würzburg 3 Main-Rhön 4 Oberfranken-West 5 Oberfranken-Ost 6 Oberpfalz-Nord 7 Industrieregion Mittelfranken 8 Westmittelfranken 9 Augsburg 10 Ingolstadt 11 Regensburg 12 Donau-Wald 13 Landshut 14 München 15 Donau-Iller 16 Allgäu 17 Oberland 18 Südostoberbayern
Leipheim
Elchingen
(Ulm/)
Neu-Ulm
Nersingen
Senden Weißenhorn Vöhringen
Mittenwald
II. Zusätzliche Darstellungen
Bellenberg
Illertissen
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie; Landesentwicklungsprogramm Bayern, Anhang 2, Strukturkarte; Stand: 1. September 2013
Unterroth
Gemeinde
Altenstadt Osterberg Kellmünz a.d. Iller
Kreisfreie Stadt, Landkreis
Pleß Fellheim
Land
Niederrieden Heimertingen
Zentraler Ort der Stufe A gemäß Salzburger Landesentwicklungsprogramm (entspricht Oberzentrum)
Trunkelsberg Buxheim Memmingerberg
Memmingen
Woringen
Kronburg
Mit der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern ist die Stadt Traunstein seit September 2013 eines von zwei Oberzentren in der Region Südostoberbayern. Als Oberzentrum ist die Stadt ein zentraler Ort, der auch die Versorgung mit hochqualifizierten und spezialisierten Dienstleistungen und Waren des höheren Bedarfs gewährleistet.
14
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Traunstein gehört zudem der Gebietskategorie „Alpengebiet“ an. Diese zeichnet sich durch vielfältige Nutzungen auf engem Raum aus. Für die ansässige Bevölkerung ist die Region Lebens-, Arbeits- und Wirtschaftsraum. Darüber hinaus besitzt der Raum eine große Bedeutung für den internationalen Fremdenverkehr und als Naherholungsraum.
Holzheim
Pfaffenhofen a.d. Roth
Flächennutzungsplan I 5 Der rechtskräftige Flächennutzungsplan der Stadt wurde im Jahr 2005 aufgestellt und letztmalig im Jahr 2015 geändert. Das Stadtgebiet wird überwiegend von Waldflächen und landwirtschaftlichen Flächen geprägt (ca. 84%). Weiterhin bereichern die Traun und der Mühlbach das Stadtbild und die Naturlandschaft. Die Siedlungs- und Verkehrsflächen nehmen mit 15% einen vergleichsweise geringen Flächenanteil des Stadtgebietes in Anspruch. Die Kernstadt Traunsteins ist ein kompaktes Siedlungsgefüge. Kammer, Wolkersdorf, Haslach, Hochberg und Au sind neben Traunstein eigene Gemarkungen. 4)-?<',)1 #)4.),45*/<',)1 %1(9-465',%*65*/<',)1 $%/(*/<',)1 $%55)4*/<',)1 /<',)1 %1()4)4
Quelle: Stadt Traunstein; Flächennutzungsplan in der Fassung vom 29.06.2006
Im Flächennutzungsplan bestehen kaum noch Flächenreserven für gewerbliche Flächen. Auch die Wohnflächenpotenziale sind begrenzt. Um eine Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden, sollten Neubauflächen möglichst an geeignete Siedlungseinheiten angebunden werden.
1,3 % 11,0 % 4,8 % 39,1 %
43,8 %
Gebäude- und Freiflächen Landwirtschaftsflächen Wasserflächen
Verkehrsflächen Waldflächen
Datengrundlage: Statistik kommunal 2014, Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
15
Traunstein - Ein Steckbrief
2 1 I Die Stadt und ihre Geschichte _ 18 2 I Die Stadt und ihre Ortsteile _ 20 3 I Nutzungsgefüge _ 22 4 I Die Stadt und ihre Bewohner _ 23 5 I Bildung _ 24 6 I Betreuung _ 25 7 I Soziale und medizinische Infrastruktur _ 26 8 I Verkehr und Erschließung _ 27 9 I Verkehrsstärke _ 28 10 I Ruhender Verkehr _ 29 11 I Öffentlicher Personennahverkehr _ 31 12 I Wirtschaft und Gewerbe _ 32 13 I Einzelhandel und Versorgung _ 34 14 I Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing _ 38 15 I Erneuerbare Energie _ 42
TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 1 I Die Stadt und ihre Geschichte Traunstein ist eine „Wittelsbacher Gründungsstadt“, die im Jahr 1375 die Stadtrechte erhielt. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe über der Traun, die östlich das Stadtgebiet umfließt. Damit sicherte Traunstein schon früh den Flussübergang der wichtigsten Salzhandelsroute von Reichenhall nach München. Das Salz war für die Stadt Traunstein seit dem Mittelalter ein großer Wirtschaftsfaktor. Im Jahr 1493 wurden die Straßen und Gassen der Stadt Traunstein erstmals gepflastert. 1526 wurde der Lindlbrunnen am Stadtplatz errichtet. Die Ritterfigur auf dem Brunnen gilt als Symbol der Stadtfreiheit und entwickelte sich zum Wahrzeichen Traunsteins. Im Jahr 1568 wurde ein für diese Zeit überdurchschnittlich großer Salzstadel auf dem heutigen Maxplatz errichtet. 1617 folgte der Bau einer Soleleitung von Reichenhall nach Traunstein. Die Stadt Traunstein hatte zu Beginn des 17. Jahrhunderts ca. 1500 Einwohner. Durch den Ausbau der Salzstraßen war Traunstein verkehrstechnisch schon frühzeitig sehr gut angebunden. Auf dem „Pflegeranger“ südlich der Stadt wurde eine Saline errichtet. Sudstätten, Härtehäuser und Wohnungen wurden nach dreijähriger Bauzeit ebenfalls fertiggestellt. 1619 nahm die Saline den Betrieb auf. Im Jahr 1704 legten ungarische Panduren die Stadt in Brand, wodurch sich das mittelalterliche Stadtbild stark veränderte. Die Stadtmauer, öffentliche und private Gebäude wurden in Mitlei-
18
ISEK STADT TRAUNSTEIN
denschaft gezogen. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts nahm das Stadtbild das typische Gesicht einer „Inn-Salzach Stadt“ an. Die Gebäude waren geprägt von Laubengängen, Erkern und hochgezogenen Scheinmauern. Die Saline wurde im 18. Jahrhundert grundlegend modernisiert. Neubauten wie das kreuzförmige Sudhaus, das Brunnhaus und das Magazingebäude ergänzten die Gesamtanlage. Mit dem 19. Jahrhundert brach in Deutschland und insbesondere in Bayern eine neue Epoche an. Erhebliche Gebietserweiterungen prägten diese Zeit. Traunstein blieb weiterhin Verwaltungs- und Handelsmittelpunkt des Chiemgaus. Im Jahr 1851 wurde die Altstadt nahezu vollständig durch einen ungeklärten Brand zerstört. Auch nach diesem Brand konnte die Stadt innerhalb weniger Jahre wieder aufgebaut werden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Traunstein an die Haupteisenbahnstrecke München-Salzburg angeschlossen und erhielt damit wesentliche Entwicklungsimpulse. Traunsteins Einwohnerzahl verdreifachte sich zwischen 1808 und 1905, also im Verlauf von ca. 100 Jahren . Mit dem Beschluss von 1910 die Salzproduktion zu zentralisieren, verlor Traunstein den Wettbewerb gegen die Nachbarsalinen Reichenhall und Rosenheim und beendete damit die „Salzgeschichte“. Am 1. Januar 1914 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Au einge-
gliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kamen am 1. Juli 1972 die bisherige Gemeinde Kammer und Teile der aufgelösten Gemeinde Hochberg hinzu. Wolkersdorf und der größte Teil der aufgelösten Gemeinde Haslach folgten am 1. Mai 1978. Ebenfalls im Jahr 1978 wurde Traunstein „Große Kreisstadt“. Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
1823
1906
1950
Die Stadt und ihre Geschichte I 1
1976
1987
2015
19
TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 2 I Die Stadt und ihre Ortsteile Die Stadt Traunstein gliedert sich auf einer Gesamtfläche von 48,55 km2 in sechs Gemarkungen: t Traunstein t Kammer t Wolkersdorf t Haslach t Au (kein eigener Ortsteil) t Hochberg Die Stadt Traunstein ist der Hauptort des Chiemgaus und liegt an der Traun, welche östlich das Stadtgebiet durchfließt. Große Lagequalitäten stellen die Nähe zum Chiemsee und die Nähe zu den Chiemgauer Alpen dar, die in 1015 km Entfernung liegen. Die Ortsteile Der Ortsteil Kammer liegt im Norden Traunsteins und wird durch den Stadtwald räumlich von der Kernstadt abgetrennt. Aufgrund der Lage im Stadtgebiet besitzt Kammer einen weitgehend eigenständigen Charakter. Der Ortsteil Hochberg besteht aus einer Vielzahl einzelner Kleinsiedlungen, die im Südosten auf den Hochflächen der Stadt liegen. Der Hochberg ist zugleich der Traunsteiner Hausberg. Haslach ist ein altes Pfarrdorf, das im Jahr 1978 eingemeindet wurde und südwestlich der Kernstadt liegt. Ebenfalls 1978 wurde der im Westen der Stadt gelegene Ortsteil Wolkersdorf eingemeindet.
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
20
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Bebauung Gewässer
Baufelder
Waldflächen
Landwirtschaftliche Flächen
Die Stadt und ihre Ortsteile I 2 Aktuell besitzt die Stadt 19.871 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015, Quelle: Stadt Traunstein), die sich wie folgt auf die Gemarkungen verteilen: t Traunstein 11.468 EW (ca. 58 %) t Wolkersdorf 2.488 EW (ca. 13 %) t Hochberg 306 EW (ca. 2 %) t Haslach 3.267 EW (ca. 16 %) t Kammer 1.465 EW (ca. 7 %) t (Au 877 EW (ca. 4 %) )
Traunstein
Kammer
Au
Hochberg
Wolkersdorf
Haslach
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 3 I Nutzungsgefüge Die Nutzungsstruktur macht die Bedeutung Traunsteins als Wohnstandort deutlich. Mit ca. 240 ha nehmen die Wohnbauflächen den größten Anteil der versiegelten Flächen in Anspruch.
Kammer
Gemischte Bauflächen, mit einer Gesamtfläche von 69 ha, konzentrieren sich im Bereich der Altstadt, entlang der Chiemseestraße sowie im Süden Traunsteins. Die Gewerbeflächen, die eine Gesamtfläche von 54 ha einnehmen, sind am nördlichen, südlichen und westlichen Stadtrand Traunsteins angesiedelt.
Wolkersdorf
Traunstein
Mit 41 ha besitzen die Gemeinbedarfsflächen in Traunstein einen vergleichsweise großen Flächenanteil. Die Flächen konzentrieren sich im Bereich der Unterstadt, der Gründerzeitstadt sowie entlang der Rosenheimer und der Kardinal-Faulhaber-Straße. Sonderbauflächen weisen nur einen geringen Flächenanteil mit 20 ha auf. Der räumliche Schwerpunkt dieser Flächen liegt im Norden der Kernstadt im Bereich des Gewerbegebietes Nord.
Au Haslach
Wohnen Baulücken Wohnen Wohnbauflächenpotenziale
22
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Gewerbe Sondergebiete Sonstige Flächen im Außenbereich
Mischnutzung Gemeinbedarfsflächen Dorfgebiete
241 ha
Baulücken, die für eine Neubebauung zur Verfügung stehen sowie weitere Flächenpotenziale (gemäß Flächennutzungsplan) sind in den Wohngebieten vorhanden. Im gewerblichen Bereich stehen derzeit nur sehr geringe Flächenreserven zur Verfügung. Datengrundlage: Flächennutzungsplan/Luftbild Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
Hochberg
69 ha 54 ha
41 ha 20 ha
Bebaute Wohnflächen
Bebaute Mischgebietsflächen
Bebaute Gewerbeflächen
Gemeinbedarfs- Sondergebietsflächen flächen
19 ha
19 ha
Baulücken Wohnen
Flächenreserven Wohnen FNP
Die Stadt und ihre Bewohner I 4 In Traunstein besteht ein hoher Wohnflächenbedarf. In der Prognose des BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadtund Raumforschung) wird für Traunstein ein Bevölkerungszuwachs von 4 % bis zum Jahr 2029 prognostiziert. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird zudem die Zahl der Haushalte um ca. 1 % zunehmen. Die Bedarfsberechnung belegt, dass ca. 62 ha Wohnbauflächen in den nächsten Jahren benötigt werden. Die derzeitigen Flächenreserven von 38 ha könnten den Bedarf noch die nächsten 10 Jahre decken, sofern diese dem Markt vollumfänglich zur Verfügung gestellt werden können.
Wohnen
Wohnen Flächenreserven (FNP)
Baulücken Wohnen
Mischnutzung
Sonstige Flächen
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015 Wohnungsbestand Stadt Traunstein
22 %
17 %
1 Wohnung
62 %
2 Wohnungen
3 oder mehr Wohnungen
Der Wohnungsbestand wird in Traunstein mit 78 % von Gebäuden mit ein bis zwei Wohneinheiten dominiert. Lediglich ein Drittel der Wohneinheiten sind in Geschosswohnungsbauten integriert.
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik; Statistik kommunal 2014 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 5 I Bildung In Traunstein ist das Bildungsangebot sehr gut ausgebaut. Insbesondere die flächendeckende räumliche Verteilung der Bildungsstandorte ist positiv zu bewerten. Insgesamt gibt es in der Stadt 10 Schulen. Grund-, Mittel- und Hauptschulen sowie zwei Gymnasien stellen ein umfangreiches Angebot dar. Zudem wird das Bildungsangebot durch 17 berufsbildende Schulen ergänzt. In Anbetracht der Größe des Ortsteils Kammer und vor dem Hintergrund der räumlichen Distanz zur Kernstadt ist der Schulstandort der Grundschule für Kammer ein besonders positiver Standortfaktor.
Allgemeinbildende Schulen
Berufliche Schulen
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
24
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Radius 400 m
Berufliche Schulen
Allgemeinbildende Schulen und Wirtschaftsschulen Grund-, Mittel- und Hauptschulen Förderzentren Realschulen Wirtschaftsschulen Gymnasien Gesamtanzahl
Sonstige
4 1 2 1 2 10
Berufsschulen 3 Berufsfachschulen 6 Berufsfachschulen Gesundheitswesen 3 Landwirtschaftsschulen 1 Fachschulen 1 Fachoberschule 1 Berufsoberschule 1 Fachakademien 1 Gesamtanzahl 17 Quelle: Statistik kommunal 2015
Betreuung I 6 Insgesamt sind 13 Betreuungseinrichtungen für Kinder in Traunstein vorhanden. Die räumliche Verteilung der Einrichtungen wird ebenso wie bei den Bildungseinrichtungen flächendeckend in der gesamten Kernstadt gewährleistet. Folglich besteht ein gutes Betreuungsangebot. Die Ortsteile Kammer und Haslach besitzen einen eigenen Kindergarten. Die Ortsteile Wolkersdorf und Hochberg dagegen sind auf die Versorgungsfunktion der Kernstadt angewiesen.
Kindergarten / Krippe
Kinderheim
Jugendtreff
Radius 400 m
Kindertageseinrichtungen Anzahl der Einrichtungen Genehmigte Plätze Betreute Kinder insgesamt Tätige Personen
13 787 690 161
Quelle: Statistik kommunal 2015
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 7 I Soziale und medizinische Infrastruktur Zahlreiche Allgemeinmediziner und Fachärzte tragen zu einer sehr guten medizinischen Versorgung in Traunstein bei. Der Schwerpunkt der Arztpraxen sowie der Ärztehäuser mit mehr als 10 Praxen konzentrieren sich in der Altstadt. Zudem ist im Nordwesten der Kernstadt das Klinikum angesiedelt. Der Schwerpunkt des seniorengerechten Wohnens befindet sich südwestlich der Altstadt im Bereich der Haslacher Straße.
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
26
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Krankenhaus
Schwerpunkt Arztpraxen
Ärztehaus (Gebäude ≥ 10 Praxen)
Seniorenheim
Ärzteverzeichnis (Stand 2014) Allgemeinmedizin Anästhesiologie Augenheilkunde Chirurgie Frauenheilkunde Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Dermatologie Humangenetik Innere Medizin Kinder- und Jugendmedizin Kinder-Psychotherapie Laboratoriumsmedizin Mikrobiologie Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
20 7 8 20 10 6 5 2 32 5 3 3 2 2
Betreutes Wohnen
Neurologie Nuklearmedizin Orthopädie Pathologie Psychiatrie/Psychotherapie Psycholog. Psychotherapeuten Psychosomatische Medizin Psychotherapeutische Medizin Radiologische Diagnostik Strahlentherapie Urologie Unfallchirurgie Zahnärzte Zahnärzte: Kieferorthopädie Zahnärzte: Oralchirurgie
3 1 30 2 6 8 2 6 6 2 3 3 22 5 2
Verkehr und Erschließung I 8 Die Einbindung der Stadt in das übergeordnete Erschließungsnetz ist sehr gut. Mit der Bahn ist die Stadt sowohl deutschlandweit als auch über die Grenze hinaus an Österreich angebunden. Dies wird über die Bahnlinie München-Salzburg gewährleistet. Die Bundesstraßen B 304 und B 306 erschließen das Stadtgebiet von Norden nach Süden. Die Bundesstraßen sind zugleich Umgehungsstraßen und tragen somit zu einer Verkehrsentlastung des Zentrums bei. Weitere Staats- und Kreisstraßen erschließen das Stadtgebiet. Der Schwerpunkt der Verbindungen erstreckt sich nach Westen in Richtung Chiemsee sowie nach Süden, in Richtung der Bundesautobahn (A 8).
Bahn (Rosenheim-Salzburg/Traun-Alz-Bahn) DB
Bahnhof
Bundesstraße Staatsstraße
Kreisstraße
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 9 I Verkehrsstärke Die Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 2013 zeigt, dass nach dem Bau der Umgehungsstraße und dem Ettendorfer Tunnel nur noch wenige innerstädtische Straßen von einer hohen Verkehrsbelastung geprägt sind. Dazu zählen die: t Salinen- / Rosenheimer Straße t Herzog-Friedrich-Straße t Scheibenstraße / Schützenstraße / Klosterstraße / Ludwigstraße Der Bau der Umgehungsstraße hat neben einer Reduzierung der Verkehrsbelastung insgesamt, vor allem zu einer Verringerung des innerörtlichen Schwerlastverkehrs beigetragen. Mit 1 - 4 % ist der Anteil innerorts verhältnismäßig gering. Auf den Bundesstraßen B 304 und B 306 liegt der Anteil des Schwerlastverkehrs bei 6 - 11 %.
10.600 Kfz/24h Anteil SLV: 11%
6.900 Kfz/24h Anteil SLV: 6% 11.500 Kfz/24h Anteil SLV: 3%
11.000 Kfz/24h Anteil SLV: 5%
1.600 Kfz/24h Anteil SLV: 4% 5.200 Kfz/24h Anteil SLV: 2% 11.900 Kfz/24h Anteil SLV: 2%
14.000 Kfz/24h Anteil SLV: 9%
14.600 Kfz/24h Anteil SLV: 3%
23.600 Kfz/24h Anteil SLV: 6% 19.400 Kfz/24h Anteil SLV: 1%
12.300 Kfz/24h Anteil SLV: 5%
15.600 Kfz/24h Anteil SLV: 1%
17.300 Kfz/24h Anteil SLV: 4%
16.400 Kfz/24h Anteil SLV: 2% 21.600 Kfz/24h Anteil SLV: 6% 6.200 Kfz/24h Anteil SLV: 1%
Bundesstraße
Staatsstraße
Kreisstraße
Breite des Pfades = Höhe der Verkehrsstärke
Datengrundlage: Modus Consult Ulm GmbH; Verkehrsuntersuchung Traunstein, Fortschreibung 2013 Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
28
ISEK STADT TRAUNSTEIN
9.400 Kfz/24h Anteil SLV: 8%
Ruhender Verkehr I 10
Park+Ride-Parkplatz Güterhallenstra!e 95 Stellpl"tze
Parkhaus Scheibenstra!e 180 Stellpl"tze
P+R
Parkhaus Rathaus Zentrum 200 Stellpl"tze
P Bahnhof Parktunnel 170 Stellpl"tze
P
P Zentrum, Gro!parkplatz Karl-Theodor-Platz 340 Stellpl"tze
P Festplatz an der Siegsdorfer Stra!e 500 Stellpl"tze
P Öffentlicher Parkplatz
P
Insbesondere für den Einzelhandel ist ein quantitativ und qualitativ ausreichendes Angebot an Flächen für den ruhenden Verkehr von Bedeutung. Eine Entfernung von max. 300 m zwischen Parkplatz und Einzelhandelsstandort trifft dabei auf die größte Akzeptanz (bei Städten mittlerer Größe). Von besonderer Bedeutung für die Haupteinkaufslagen sind damit der Karl-Theodor-Platz mit 340 Stellplätzen sowie das Parkhaus Rathaus-Zentrum mit 200 Stellplätzen. Die weiteren Angebote befinden sich in einer Entfernung, die seitens der Nutzer kaum noch akzeptiert wird. Dies spiegelt sich auch in der Belegung wider. Das Parkhaus Rathaus-Zentrum ist aufgrund der geringen Stellplatz- und Fahrbahnbreiten allerdings ebenfalls weniger akzeptiert als z.B. der offene Großparkplatz auf dem Karl-Theodor-Platz.
300 m Einzugsradius
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Zur detaillierten Eruierung der verkehrlichen Situation wurde parallel zum ISEK ein Verkehrsanalyse mit Parkraumkonzeption durchgeführt. Die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung sind im folgenden kurz zusammengefasst.
29
TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 10 I Ruhender Verkehr
Im Rahmen einer Befragung wurden zudem die Herkunft (Gemeinde), der Parkzweck, die Häufigkeit der Nutzung der Parkierungsanlage, die voraussichtliche Parkdauer sowie die Beurteilung der Angebotsqualität ermittelt. Demnach kommen 65 % aller Befragten aus dem Landkreis Traunstein und 17,5 % aus anderen bayerischen Landkreisen. Der häufigste Parkzweck ist mit 62,5 % das Einkaufen, gefolgt von Dienstleistungen (32,5 %). Die Parkdauer liegt überwiegend zwischen 0,5 und 2 Stunden.
30
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine Erweiterung des Stellplatzangebots an möglichst zentraler Stelle im Stadtgefüge erfolgen sollte, um folgende Ziele zu erreichen: t Abnahme Parkdruck und Parksuchverkehr t Erhöhung der Standortattraktivität t Keine zusätzliche Verkehrsbelastung der Innenstadt / Reduzierung der Verkehrsmengen Vor dem Hintergrund der verkehrlichen Erschließung und der fußläufigen Lagegunst wurden unterschiedliche Standorte im Stadtgebiet im Hinblick auf ihre Eignung für die Erweiterung des Stellplatzangebotes miteinander verglichen. Demnach erscheint eine Angebotserweiterung in Form einer Tiefgarage am Standort Karl-Theodor-Platz am sinnvollsten.
Einschätzung der Angebotsqualität Sonstige 5,8 % Keine Stellplätze für Anwohner/Dauerparker 1,7 % Preisniveau zu hoch 3,3 % Parktaschen zu eng 5,0 % 5,0 %
33,3%
5,8%
Der Auslastungsgrad der Stellplätze ist insbesondere im zentralen Innenstadtbereich hoch. Das Parkhaus in der Scheibenstraße und der Parkplatz am Festplatz weisen den geringsten Parkdruck auf. Dagegen liegt der Parkdruck im Bereich der Parkplätze Karl-Theodor-Platz und P & R Güterhallenstraße zu den unterschiedlichen Tageszeiten häufig über 100 %. Hierdurch entstehen Parksuchverkehre, welche die Innenstadt über den Zielund Quellverkehr hinaus belasten.
Die Parkhäufigkeit ist weit gestreut (zwischen täglich bis einmal im Monat und seltener). Mit Blick auf die Angebotsqualität bewerten 64,2 % der Befragten das Angebot als zu gering. 5 % finden die Parktaschen zu eng und 3,3 % das Preisniveau zu hoch. 33,3 % finden das Angebot in Ordnung.
1,7%% 3,3
In der Innenstadt (inklusive Park & Ride Parkplatz am Bahnhof, Parkplatz Justiz und Festplatz) bestehen ca. 1.750 öffentliche Stellplätze. Die Parkierungsanlagen befinden sich überwiegend in einem sehr guten Zustand, darüber hinaus existiert ein sehr gutes Parkleitsystem.
64,2%
Alles in Ordnung 33,3 % Stellplatzangebot zu gering 64,2 %
Quelle: Grundlagenuntersuchung für ein Verkehrs- und Parkraumkonzept, TRANSVER, 2016 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
Öffentlicher Personennahverkehr I 11 Der Öffentliche Personennahverkehr ist in Traunstein gut ausgebaut; lediglich in Teilen besteht ein Optimierungsbedarf. Positiv zu bewerten ist, dass in einem Radius von 300 m von fast allen Quartieren aus eine Bushaltestelle fußläufig erreichbar ist. Lediglich in den nachfolgenden Gebieten ist nur eine eingeschränkte fußläufige ÖPNV-Anbindung (ausschließlich Rufbushaltestellen) vorhanden: t Unterstadt t Gebiet im Bereich der Kardinal-Faulhaberstraße/Mühlgasse/Wartbergfeldstraße t Gebiet südlich des Klinikums t Gebiet Kreuzstraße / Kaiserstraße t Gebiet Seebrucker Straße Die Taktung der Busse ist insgesamt zu optimieren und dem Bedarf entsprechend anzupassen.
H Bushaltestelle
300 m Einzugsradius
Eingeschränkter ÖPNV Anschluss
Seit Dezember 2014 besteht in der Stadt Traunstein zudem ein Rufbus. Dieser bedient 58 Haltestellen und damit 21 Haltestelle mehr als der Stadtverkehr.
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 12 I Wirtschaft und Gewerbe Die Stadt Traunstein ist wichtiger Arbeitsstandort in der Region. Die Beschäftigtenzahl hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt (Zeitraum 2006 bis 2014: +19%). Mit aktuell über 13.800 Beschäftigten ist Traunstein im Landkreis die Stadt mit den meisten Arbeitsplätzen. Täglich suchen über 10.000 Einpendler ihren Arbeitsplatz in Traunstein auf. Demgegenüber stehen rd. 3.300 Auspendler. Größter Arbeitgeber vor Ort ist das Klinikum Traunstein. U.a. die Leimer KG, die Pohlig GmbH sowie die Firma J.N. Kreiller KG sind weitere bedeutende Unternehmen und Arbeitgeber vor Ort, die sich in Gewerbegebietslage befinden. Der eindeutige Schwerpunkt im Bereich Gewerbe liegt in Traunstein im Dienstleistungssektor. Dies verdeutlicht die nebenstehende Abbildung, welche die Lokalisationsquotienten1 für Traunstein darstellt. Insbesondere die Bereiche Gesundheits- und Sozialwesen sowie Handel, Instandhaltung u. Rep. v. Kfz stellen die bedeutendsten Größen dar, während beispielsweise das verarbeitende Gewerbe im Vergleich zur Bezugsgröße Bayern nur unterdurchschnittlich vertreten ist. Die Betrachtung der Beschäftigtenstruktur nach Wirtschaftszweigen für das Jahr 2014 vervollständigt das Bild der örtlichen Wirtschafsstruktur: Die Aufschlüsselung der Beschäftigten nach Wirtschaftsbereichen zeigt nochmals die große Dominanz des tertiären Sektors. Dieser liegt in Traunstein auf einem
32
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Niveau von 82 % (Landkreis: 55,9%). Die Bereiche produzierendes Gewerbe (12,7%) sowie Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (0,3%) sind hingegen nur sehr schwach ausgeprägt. Für Traunstein bedeutet dies ein starkes Ungleichgewicht in der heutigen Wirtschafsstruktur. Jedoch erweist sich ein Ausbau sowie eine Diversifizierung im Bereich Gewerbe unter aktuellen Bedingungen in Traunstein als eher schwierig. So stoßen die örtlichen Gewerbegebiete bereits heute an erhebliche Kapazitätsgrenzen sowie Probleme bzgl. der Erschließung (vgl. z.B. Verkehrssituation im Stadtgebiet Nord). Eine große Chance für eine zielgerichtete Entwicklung und Diversifizierung der Wirtschaft – und damit der Arbeitsplatzstruktur Traunsteins – besteht darin, zunächst Defizite und aktuelle sowie zukünftige Bedarfe zu eruieren. Daran anknüpfend gilt es zusätzliche Flächenpotenziale für Erweiterungen bzw. Umsiedlungen von Bestandsbetrieben oder die Ansiedlung von neuen Betrieben zu schaffen. Auch eine Optimierung der Verkehrsinfrastruktur gilt es in diesem Zusammenhang zu forcieren. 1 Ein Lokalisationsquotient stellt die räumliche Konzentration einzelner Wirtschaftsbranchen in Traunstein (relative Messung) dar – im Vergleich zu der übergeordneten Raumeinheit Bayern. Ergibt sich für den Lokalisationsquotienten ein Wert < 1, so ist die untersuchte Branche in Traunstein unterdurchschnittlich vertreten. Nimmt das Maß Werte > 1 an, ist die jeweilige Branche im Vergleich zum Bezugsraum (Bayern) überdurchschnittlich konzentriert. Bei einem Lokalisationsquotienten von 1 entspricht die Konzentration der Branche in Traunstein der durchschnittlichen Konzentration in Bayern.
Wirtschaft und Gewerbe I 12
Klinikum Traunstein
Lokalisationsquotient Traunstein (Bezugsgröße Bayern) Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2015 Bearbeitung: CIMA Beratung + Management GmbH, 2015
Gewerbegebiet Nord
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen
Gewerbegebiet Wolkersdorf
Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, 2015 Bearbeitung: CIMA Beratung + Management GmbH, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 13 I Einzelhandel und Versorgung Die Stadt Traunstein zählt rd. 310 Einzelhandelsbetriebe, die auf einer Gesamtverkaufsfläche von rd. 85.725 m² im Jahr 2015 ca. 301,2 Mio. € brutto p.a. (Schätzwert) erwirtschafteten.1 Das errechnete einzelhandelsspezifische Nachfragepotenzial der Traunsteiner Bevölkerung lag bei insgesamt 115,9 Mio. €/ brutto p.a.. Wie sich zeigt, übersteigt der Umsatz, der in Traunstein vom Einzelhandel generiert wurde, die örtliche Nachfrage bei Weitem (vgl. Handelszentralität2 von 260%). Dies gilt für nahezu alle Warengruppen (Ausnahme: Möbel, Antiquitäten) und suggeriert – rein quantitativ – eine sehr gute Versorgungsfunktion. Außerdem wird damit belegt, dass die Stadt Traunstein durch sehr hohe Kaufkraftzuflüsse geprägt ist: Zu den Kunden des Traunsteiner Einzelhandels zählen neben den Traunsteinern selbst auch in hohem Maße Besucher aus der näheren Umgebung sowie von außerhalb der Region. Eine elementare Funktion als Besuchermagnet nimmt die Traunsteiner Innenstadt ein. Diese weist vorrangig kleinteiligen, facettenreichen und schwerpunktmäßig unternehmergeführten Einzelhandelsbesatz auf und kann außerdem mit einem attraktiven Bauernmarkt sowie einem Wochenmarkt punkten. Der Wochenmarkt findet von Anfang März bis kurz vor Weihnachten immer mittwochs und samstags, der Bauernmakrt immer freitags am Stadtplatz Traunstein statt.
34
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Gastronomische Einrichtungen und Dienstleistungsbetriebe ergänzen das innerstädtische Angebot. Neben einigen attraktiven, qualitativ hochwertigen und sich gut präsentierenden Geschäften fallen jedoch auch Betriebe auf, die erheblichen Optimierungsbedarf aufweisen. Der Marktauftritt einiger Anbieter ist in die Jahre gekommen und nicht den Maßstäben einer attraktiven Einkaufs- bzw. Shopping-Lokalität entsprechend (z.B. Warenpräsentation, Gestaltung Verkaufsräume, Werbeanlagen, Fassaden). Darüber hinaus zeichnen sich Mängel im innerstädtischen Angebot ab: Zum einen sind Marken- und Konzeptlücken erkennbar, zum anderen mangelt es an Magnetbetrieben, die eine zusätzliche frequenzbringende Wirkung entfalten könnten – v.a. auch in derzeitigen Nebenlagen (z.B. Marienstraße). Zum Teil sind in der Innenstadt Trading-Down-Tendenzen wahrnehmbar (Ludwigstraße, Maximilianstraße und auch Bahnhofstraße jeweils stadtauswärts), was sich u.a. an einer Häufung von leer stehenden oder untergenutzten, bzw. fehlgenutzten (z.B. Spielsalons) Ladenlokalen zeigt.
Kleinteiliger Einzelhandel in der Innenstadt
Ludwigstraße
Potenziale 1 Stand: Sommer 2015 2 Verhältnis des vor Ort erzielten Umsatzes (in Mio. €) zum Nachfragepotenzial (in Mio. €) des Ortes, ausgedrückt in %; Wenn die Zentralität einen Wert von über 100 % einnimmt, fließt per Saldo Kaufkraft aus dem Umland in den Ort, die die Abflüsse übersteigt. Liegt die Zentralität unter 100 %, existieren Abflüsse von Kaufkraft, die per Saldo nicht durch die Zuflüsse kompensiert werden können.
Einzelhandel und Versorgung I 13
Einzelhandelsbesatz Stadt Traunstein Kartengrundlage: OpenStreetMap 2016 Bearbeitung: CIMA Beratung + Management GmbH, 2015
Erdgeschoss-Nutzungen Einzelhandel Dienstleistung Gastronomie/Hotellerie Sonstiges Gewerbe Öffentliche Einrichtungen Wohnen/Sonstiges Leerstand
35
TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 13 I Einzelhandel und Versorgung Neben der Traunsteiner Innenstadt sind als wesentliche Einzelhandelsagglomerationen vor Ort das am südlichen Stadtrand gelegene Gewerbegebiet Haslach zu benennen wie auch der Gewerbepark Kaserne. In diesen Lagen befinden sich u.a. großflächige Fachmärkte aus den Segmenten Lebensmittel, Drogerie, Bekleidung, Baumarkt, Elektro etc., die eine wichtige Versorgungsfunktion für die Traunsteiner Bürger, aber auch für Kunden von außerhalb haben. Eine Betrachtung der örtlichen Nahversorgungsituation zeigt, dass die Ausstattung mit Lebensmittelmärkten im Kernort von Traunstein sowie in Haslach derzeit rein quantitativ nahezu flächendeckend gegeben ist, allerdings bestehen qualitative Versorgungsdefizite. Insbesondere (auch) innerstädtische oder innenstadtnahe Lebensmittelanbieter, denen eine wichtige Versorgungsfunktion für die umliegende Wohnbevölkerung zukommt, entsprechen nicht mehr den aktuellen Markterfordernissen und Kundenansprüchen. Deutliche Modernisierungsrückstände (z.B. Edeka, Rewe, Kaufland) und Entwicklungserfordernisse zeichnen sich ab (z.B. Außenauftritt, Gestaltung Verkaufsraum, Verkaufsflächengröße, Warenpräsentation).
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Edeka-Markt in der Innenstadt
Kaufland
Rewe
Einzelhandel und Versorgung I 13
Nahversorgungsradien Stadt Traunstein Kartengrundlage: OpenStreetMap 2016 Bearbeitung: CIMA Beratung + Management GmbH, 2015
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 14 I Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing Die Stadt bietet eine große Vielfalt an Sport- und Freizeitmöglichkeiten. Im Sommer geben zahlreiche Rad- und Wanderwege die Möglichkeit, die hochwertigen Landschaftsräume zu erkunden. Neben den regionalen Radund Wanderwegen verlaufen auch mehrere überregionale Radwege durch das Stadtgebiet: t Via-Julia-Radweg (Augsburg Salzburg) t Bodensee-Königssee-Fernradweg (Lindau a. B. - Königssee) t Salinen-Radweg (Rosenheim Hallein) t Traun-Alz-Radweg (Chiemgauer Berge - Voralpenland) Regional bedeutsam sind zudem der Chiemsee-Waginger See Radweg, der Traunstein-Chiemsee Radweg sowie der Benediktweg. Eine weitere Qualität stellt die Nähe zum Chiemsee und zu den Chiemgauer Alpen dar. In Traunstein selbst sind im Winter ca. 30 km Langlaufloipen präpariert. Sowohl für die Bewohner als auch für Besucher ist darüber hinaus das kulturelle Angebot von Bedeutung. Traunstein wird auch als „Chiemgauer Kultur-Metropole“ bezeichnet. Ausstellungen, Theater, Konzerte, Kino, Museen und Brauchtumsveranstaltungen stellen ein umfangreiches Angebot dar. Gleichwohl bestehen noch Lücken im Angebot bzw. ein Bedarf zur Qualifizierung bestehender Einrichtungen.
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Waldflächen
Langlaufloipen
Überörtliche Radwege
Grünflächen
Örtliche Radwege
Gewässer
Überörtliche Wanderwege
Baufelder
Örtliche Wanderwege
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
Freibad (Warmbad)
K
Schwerpunkt Kultur (Altstadt)
Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing I 14 In der Kernstadt konzentrieren sich die Sport- und Freizeitnutzungen in drei Bereichen: 1. Stadtmitte Im Bereich der Stadtmitte gibt es insgesamt fünf Sporthallen, die den Schulen zuzuordnen sind. Eine Möglichkeit zur Naherholung in der Stadt bietet der Stadtpark. Zwei Spielplätze komplettieren das Angebot. 2. Sport- und Freizeitstandort nördlich der Altstadt Ein zweiter Sport- und Freizeitschwerpunkt zeichnet sich nördlich der Altstadt entlang der Traun ab. Vielfältige Nutzungen wie z. B. Sportplätze (insgesamt 9), Tennisplätze (insgesamt 8), Kinderspielplätze, eine Eisstockschießbahn und eine Kneipp-Anlage prägen das Gebiet.
Sporthalle
Spielplatz
Parkanlage
Eisstockbahn
Sportplatz
Kneippanlage
Freibad
Minigolf
Tennisplatz
Reitanlage
Kletterturm
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
3. Sport- und Freizeitstandort südlich der Altstadt Südlich der Altstadt befindet sich ein weiterer Sport- und Freizeitschwerpunkt entlang Traun. Dieser Standort weist eine hohe Freizeitqualität auf. Das Traunsteiner Schwimmbad, ein Kletterturm, eine Kneipp-Anlage, Tennisplätze und eine Minigolfanlage sowie eine Eisstockbahn am Röthelbachweiher sind die prägenden Nutzungen. Vor allem im Bereich der Stadtmitte bietet das Areal entlang der Traun ein weiteres Potenzial zum Ausbau der bestehenden Angebote.
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 14 I Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing Neben den Sport- und Freizeiteinrichtungen verfügt Traunstein ebenso über einige Angebote aus dem kulturellen Bereich. Hierzu zählen u.a. Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte, Kino, Museen sowie Brauchtumsveranstaltungen. Die Zahl der Tourismusintensität1 Traunsteins (1.730) im Jahr 2014 liegt deutlich unter Landkreisebene (15.450) und weist auch im Städtevergleich der Region einen unterdurchschnittlichen Wert auf (Altötting 9.030; Burghausen: 5.553; Mühldorf 2.711; Rosenheim: 2.690). Ein Heranziehen der Übernachtungszahlen der Stadt Traunstein im Zeitreihenvergleich belegt außerdem, dass seit dem Jahr 2006 ein spürbarerer Rückgang der Übernachtungen festzustellen ist (-4,4%). Damit verhält sich die Entwicklung entgegengesetzt zum Bayerntrend (+14,1%) und zu Entwicklungen in Vergleichsstädten der Region (Burghausen: +35,6%, Rosenheim: +24,8%, Altötting: +15,7%). Auch die Aufenthaltsdauer in Traunstein ist vergleichsweise gering und in der Gegenüberstellung zum Jahr 2006 unverändert (2006: 1,8 Tage, 2014: 1,8). Diese Zahlen begründen sich u.a. durch Mängel im örtlichen Angebot (vgl. Besucherhighlights, Freizeitdestinationen, Übernachtungsangebote). So weist die Stadt Traunstein in ihrer Funktion als Oberzentrum in der Region und als sog. „Kulturhauptstadt des Chiemgaus“ in einigen Bereichen erheblichen Nachholbedarf auf. Beispielsweise fehlt es
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
an Einrichtungen bzw. Destinationen mit überregionaler Strahlkraft, die regionale Besonderheiten aufgreifen (vgl. z.B. Haus der Berge in Berchtesgaden, Lokschuppen in Rosenheim) und Besucher von Nah und Fern nach Traunstein ziehen. Darüber hinaus zeichnet sich ein Defizit in der örtlichen Übernachtungsinfrastruktur ab, das es zu beheben gilt. Im „Masterplan Hotelentwicklung für den Landkreis Traunstein, 2010“ wurden bereits konkrete Ansiedlungsempfehlungen für ein Business-Hotel gegeben. Eine konzeptionelle Vertiefung auf dieser Basis ist dringend empfehlenswert. Hierzu bedarf es einer dezidierten Traunsteiner Hotelbedarfsanalyse.2 Zielführend ist, eine ganzheitliche Entwicklung anzustreben und eine Orientierungsgrundlage für eine solche zu erstellen (Leitbild).
1 Die Tourismusintensität ist definiert als Zahl der Übernachtungen im Verhältnis zur gebietsansässigen Bevölkerung. 2 Masterplan Hotelentwicklung für den Landkreis Traunstein, Kohl und Partner, 2010
Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing I 14
Gästeübernachtungen, Ankünfte und Aufenthaltsdauer im Zeitreihenvergleich Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2015 Bearbeitung: CIMA Beratung + Management GmbH, 2015
Stadtpark
Stadtplatz
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TRAUNSTEIN - EIN STECKBRIEF 15 I Erneuerbare Energien Kennzeichnung der Stromversorgung Der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch der Stadt Traunstein liegt bei ca. 12 % (vgl. Landkreis Traunstein 33 %, Regierungsbezirk Oberbayern 32 %). Im Vergleich mit den insgesamt 35 Gemeinden des Landkreises Traunstein liegt die Stadt Traunstein an sechst letzter Stelle. Den größten Anteil an der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen besitzen Photovoltaik-Dachflächenanlagen und die Wasserkraft. Innerhalb der Gemarkung der Stadt Traunstein bestehen insgesamt 9 Laufkraftwerke mit 0 - 500 kW entlang der Traun sowie entlang des Mühlbachs. Außerdem erzeugen 525 Photovoltaik-Dachflächenanlagen Strom aus erneuerbarer Energie. Auf dem Dach des städtischen Bauhofs befindet sich ein Bürger-Solarkraftwerk. Darüber hinaus existieren eine Biogasanlage sowie zwei Biomasseanlagen, die zur Stromerzeugung beitragen. Die Windkraft leistet derzeit keinen Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung. Der Gesamtstromverbrauch der Stadt Traunstein liegt bei ca. 155.667 MWh/a. Die privaten Haushalte verbrauchen mit 29.591 MWh/a ca. 19 %. Bayernweit liegt der Durchschnitt bei 23 %, was auf den vergleichsweise hohen Anteil
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtstromverbrauch 15 %
10 %
5%
0%
Wind Photovoltaik-FreiflŠche
Biomasse Wasser
Photovoltaik-DachflŠche
Quelle: Energieatlas Bayern, Stand 2015 (Daten 31.12.2013) Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
des Gewerbes/sonstiger Verbraucher in der Stadt hinweist. Im Hinblick auf Konzepte zur Energieeinsparung ist der gewerbliche Sektor damit von besonderer Bedeutung. Potenziale liegen in dem Ausbau der Photovoltaik-Dachflächenanlagen (ca. 17 %) sowie in einem Ausbau der Biomasse (ca. 2 %). Für die Nutzung von Windenergie bestehen geeignete Flächen nur in geringem Umfang. Diese sind im Hinblick auf die aktuellen rechtlichen Grundlagen und Empfehlungen (u.a 10 H - Regelung) sowie im Hinblick auf Nutzungskonflikte mit der Landschaft und dem Tourismus genauer zu untersuchen. Die Stadtwerke der Stadt Traunstein betreiben 6 Wasserkraftanlagen in Traunstein. Insbesondere die Wasserkraft trägt nicht nur zur Erzeugung von Strom aus regenerativen Energiequellen bei, sondern prägt auch das Bild der
Stadt. Die Kennzeichnung der Stromlieferung der Stadtwerke Traunstein stellt sich im Hinblick auf den Anteil erneuerbarer Energien weit positiver dar, als die Bilanz der innerhalb der Gemarkung verbrauchten bzw. erzeugten erneuerbaren elektrischen Energie. Der Anteil der aus Kernkraft, Kohle, Erdgas und sonstigen fossilen Energieträgern erzeugten Energie lag im Jahr 2014 lediglich bei 11 %. Wärmeversorgung Die Wärmeversorgung erfolgt schwerpunktmäßig über das bestehende Erdgasnetz bzw. mit sonstigen fossilen Energieträgern. Die Stadtwerke betreiben zwei Biomasse-Heizwerke in der Stadt Traunstein. Das Biomasse-Heizwerk in Traunstein-Geißing dient der Nahwärmeversorgung von 88 Wohneinheiten. An das Biomasse-Heizwerk „Brunnwiese“ sind das Chiemgau-Gymnasium und das
Erneuerbare Energien I 15 Förderzentrum des Landkreises sowie die Ludwig-Thoma-Schule der Stadt Traunstein angeschlossen. Weitere Anschlussmöglichkeiten bestehen derzeit für das alte Kurhaus und die Klosterkirche mit der städtischen Galerie. Im privaten Bereich bestehen darüber hinaus Geothermie- und Solarthermieanlagen, die der Gebäudeheizung bzw. der Warmwasserbereitung dienen. Die Nutzung der Geo-/Solarthermie bietet ein weiteres Ausbaupotenzial. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien sollte eine Energieeinsparung durch Gebäudesanierungen sowie eine Effizienzsteigerung durch optimierte Anlagentechnik angestrebt werden.
Bebauung
Baufelder
Waldflächen
Landwirtschaftliche Flächen
Gewässer
Wasserkraftwerk
Biomasseanlage
Wärmesenken
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2015
Wärmebedarf Die höchste Wärmbedarfsdichte besteht in den Sonderbauten (Ämter, Schulen, Schwimmbad etc.), der Altstadt und den Ortskernen sowie den Geschosswohnungsbauten. Darüber hinaus weisen die Gewerbebetriebe teilweise einen hohen Wärmebedarf auf. Die Quartiere mit einem sehr hohen Wärmebedarf sowie die großen Wärmesenken sind im Hinblick auf die Entwicklung dezentraler Energiekonzepte auf Basis regenerativer Energieträger von besonderer Bedeutung. Konkrete Ziele zur zukünftigen Energienutzung hat sich die Stadt bisher nicht gesetzt.
Quelle: Energieatlas Bayern, Stand 2015 (Daten 31.12.2013)
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Stärken und Schwächen
3 1 I Übersicht der Stärken und Schwächen in der Kernstadt _ 46 2 I Die Begabungen der Stadt _ 48 3 I Die Probleme der Stadt _ 50 4 I Impressionen der Stärken und Schwächen in der Kernstadt _ 52 5 I Übersicht der Stärken und Schwächen im OT Kammer-Rettenbach _ 54
STÄRKEN UND SCHWÄCHEN 1 I Übersicht der Stärken und Schwächen in der Kernstadt In der Übersicht der Stärken und Schwächen wird deutlich, in welchen Bereichen sich die Stärken bzw. die Probleme der Stadt konzentrieren.
Räumliche Stärken Ablesbare Stadtgeschichte Silhouette Altstadt Grüne Ortsränder Innerstädtische Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität
Die Qualitäten Traunsteins, in der Karte durch die Farben Grün, Gelb und Blau markiert, liegen vorwiegend im Osten der Stadt. Wesentliche Qualitäten sind der hochwertige Landschaftsraum und die historische Altstadt. Rot markiert sind die Problembereiche und Mängel. Trotz der Qualität der Innenstadt häufen sich in diesem Bereich auch Probleme. Dazu zählen strukturelle und gestalterische Mängel sowie verkehrliche Probleme. Die einzelnen Stärken und Schwächen werden im Folgenden detailliert.
Landschaftsraum mit hoher Qualität Attraktive Flusslandschaft
Funktionale Stärken B
Mobilitätsknoten Bahnhof
K
Kulturschwerpunkt Altstadt
B
Zentrale Bildungsangebote Medizinischer Versorgungsschwerpunkt
S
Zentrale Versorgungsangebote f. Senioren Zentrale Lebensmittelversorgung Einzelhandelsschwerpunkt Innenstadt
V
Verwaltungsschwerpunkt Hochwertige Wohnstandorte
F
Zentrale Sport- und Freizeitangebot Überregionale Fuß- und Radwege
Räumliche Schwächen Räumliche Barrieren Unattraktive Ortszufahrten Bereiche mit strukturellen und gestalterischen Mängeln Hangkante mit Gestaltungsmängeln Gewerbestandorte mit Adressdefiziten Untergenutzte Flächen Mangelhafte Ortsrandgestaltung
Funktionale Schwächen Straßen mit hoher Verkehrsbelastung Verkehrsknotenpunkte mit funktionalen Mängeln Landschaft mit Lärmimmissionen
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
STÄRKEN UND SCHWÄCHEN 2 I Die Begabungen der Stadt Ablesbare Stadtgeschichte Eine der maßgeblichen Qualitäten der Stadt Traunstein liegt in ihrer umfangreich erhaltenen historischen Bausubstanz. Sowohl die Altstadt als auch die angrenzenden Quartiere dokumentieren einen ganz wesentlichen Teil der Zeitgeschichte der Stadt, prägen das Stadtbild und bilden das identitätsstiftende Zentrum der Stadt. t Die Altstadt liegt auf einem Hochplateau und zeichnet sich durch eine weitgehend geschlossene Baustruktur aus. Die Stadtpfarrkirche mit dem großzügigen Stadtplatz bildet dabei die markante räumliche Mitte. t Südlich der Altstadt befindet sich die Salinenstadt, welche die Salzgeschichte Traunsteins baulich dokumentiert. t Nordöstlich und topografisch unterhalb der Altstadt liegt die „Unterstadt“, die im Vergleich zur Altstadt eine eher dörfliche Prägung aufweist. In der Unterstadt befinden sich vor allem einige sehr markante eh. Handwerker- und Wohnhäuser. t Die gründerzeitliche Kurstadt liegt westlich der Altstadt. Sie ist im Zuge des Baus der Eisenbahnlinie entstanden und stellt daher eine wichtige Verbindung zwischen dem Bahnhof und der Altstadt dar. Eine Vielzahl schmucker Villen prägt das Bild des Quartiers. Attraktive Landschaftsräume Die landschaftlichen Qualitäten liegen insbesondere im Osten Traunsteins. Dazu zählen die Wälder entlang der ansteigenden Hänge, das Panorama der Chiemgauer Alpen, die attraktive Flusslandschaft sowie die zahlreichen
Rad- und Wanderwege. Innerstädtisch bietet der Stadtpark einen öffentlichen Grünraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
ist. Rein quantitativ gesehen kann in Traunstein die Versorgung über nahezu alle Sortimente als sehr gut bezeichnet werden.
Attraktive Angebote Traunstein ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität. Landschaftliche Besonderheiten, vielfältige Sport- und Freizeitangebote, kulturelle und musikalische Veranstaltungen, bestehende Einrichtungen und das rege Vereinsleben leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag.
Mobilitätsknoten Bahnhof Eine bedeutende funktionale Stärke liegt in der Bahnanbindung. Der Bahnhof ist ein wichtiger Mobilitätsknoten sowohl für den öffentlichen Nah- wie auch den Fernverkehr.
Wichtiger Arbeitsstandort in der Region Traunstein nimmt eine wichtige Position als Arbeitsstandort in der Region ein. Verwaltungsschwerpunkt Als „Beamtenstadt“ bietet Traunstein ein umfangreiches Angebot an hochwertigen Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor. Der Verwaltungsschwerpunkt konzentriert sich in der Innenstadt. Soziale und medizinische Infrastruktur Mit dem Klinikum und einer Vielzahl von Ärztehäusern und Arztpraxen bildet die Stadt das medizinische Zentrum des Landkreises. Soziale Angebote sowie vor allem ein umfangreiches und differenziertes Bildungsangebot sind weitere Qualitätsmerkmale.
Hochwertige Wohnstandorte Die Wohngebiete in Traunstein besitzen zum überwiegenden Teil eine hohe Wohnqualität. Die einfachen Wohngebiete bieten ein Angebot im kostengünstigen Bereich, was im Sinne eines differenzierten Wohnungsangebots ebenfalls positiv zu bewerten ist. Räumliche Stärken Ablesbare Stadtgeschichte Silhouette Altstadt Grüne Ortsränder Innerstädtische Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität Landschaftsraum mit hoher Qualität Attraktive Flusslandschaft
Funktionale Stärken B
Mobilitätsknoten Bahnhof
K
Kulturschwerpunkt Altstadt
B
Zentrale Bildungsangebote Medizinischer Versorgungsschwerpunkt
S
Zentrale Versorgungsangebote f. Senioren Zentrale Lebensmittelversorgung Einzelhandelsschwerpunkt Innenstadt
Gute Ausstattung im Einzelhandel Herauszustellen sind die hohen Kaufkraftzuflüsse, durch die der Einzelhandel der Stadt Traunstein geprägt
V
Verwaltungsschwerpunkt Hochwertige Wohnstandorte
F
Zentrale Sport- und Freizeitangebot Überregionale Fuß- und Radwege
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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STÄRKEN UND SCHWÄCHEN 3 I Die Probleme der Stadt Bereiche mit strukturellen Mängeln In der Unterstadt, im Umfeld des Bahnhofs, in Teilen der Altstadt (einschließlich der Hangkante), in Teilen der Salinenstadt sowie auch im Bereich der Chiemseestraße bestehen strukturelle und gestalterische Mängel. Sowohl die Bebauung als auch der öffentliche Raum weisen hier einen Aufwertungsbedarf auf. Hangkante mit Gestaltungsmängeln Die Lage der Altstadt auf einem Hochplateau bewirkt, dass sich die Altstadt stark mit ihrer Kante nach Außen präsentiert. Die aufgrund ihrer Exponiertheit sensible, ehemals grüne Hangkante ist heute weitgehend bebaut. Die „gestapelten“ Gebäude wirken an einigen Stellen ungeordnet und weisen zum Teil Mängel in der Gestaltung und im Bauunterhalt auf. Unattraktive Stadtzufahrten Die Stadtzufahrten weisen häufig nicht nur eine hohe Verkehrsbelastung, sondern zudem Mängel in der Gestaltqualität auf. Die Stadteingänge sind die Visitenkarten der Stadt und sollten dementsprechend anspruchsvoll und einladend gestaltet sein. Räumliche Barrieren Die Bahnlinien stellen - trotz ihrer funktionalen Qualität - im stadträumlichen Kontext eine Schwäche dar, da sie räumliche Barrieren bilden, durch welche die Stadt zerschnitten wird. Angebotsdefizite Traunstein verfügt über keine relevante Freizeit-/ Tourismusdestination mit überregionaler Strahlkraft. Auch bestehen deutliche Defizite hinsichtlich der Übernachtungsinfrastruktur. Es ist kein umfassendes Leitbild vorhanden, an dem sich eine ganzheitliche Entwicklung im Bereich Kultur/Tourismus orientieren kann.
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Kurze Aufenthaltsdauer Die Aufenthaltsdauer von Besuchern der Stadt Traunstein ist gering. Gewerbestandorte mit Entwicklungsdefiziten Traunstein ist durch viele kleinteilige Gewerbegebiete geprägt, deren Flächenkapazitäten stark eingeschränkt sind. Aktuelle Entwicklungsperspektiven sind derzeit insbesondere durch eingeschränkte Flächenverfügbarkeiten nicht gegeben. Es besteht eine noch ungelöste Verkehrsproblematik v.a. im Bereich Gewerbegebiet Nord. Eine Entwicklung der Gewerbestandorte erfolgte bisher ohne Gesamtkonzept. Mängel im Einzelhandelsbereich Es bestehen Qualitätsmängel im Angebot, insbesondere auch im Bereich Nahversorgung. Die Einzelhandelslandschaft von Traunstein weist Markenund Konzeptlücken auf. Darüber hinaus ist die Ausstattung an Magnetbetrieben in Innenstadtlage defizitär und der Auftritt diverser Betriebe nicht mehr marktgerecht. Die stadträumliche Attraktivität der Nebenlagen ist teilweise eingeschränkt und es zeichnen sich Trading-Down-Effekte ab. Untergenutzte Flächen Rund 39 ha im Innenbereich des gesamten Stadtgebietes sind derzeit unbebaut bzw. untergenutzt und könnten nachverdichtet, bzw. mittelfristig entwickelt werden, sofern die Flächen dem Markt zur Verfügung gestellt werden können. Stadtränder mit Defiziten Vor allem im Westen der Stadt sind die Stadtränder stark perforiert. Es fehlen klare räumliche Kanten, meist sind auch die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen daher schlecht erschlossen und schwer zu bewirtschaften. Verkehrliche Probleme Straßen, die eine hohe Verkehrsbe-
lastung aufweisen, häufen sich in der Altstadt. Zu den verkehrsbelasteten Straßen zählen: t Herzog-Friedrich-Straße t Rosenheimer Straße / Salinenstraße t Schützen-/ Scheibenstraße t Klosterstraße t Ludwigstraße Weitere verkehrliche Probleme zeichnen sich an mehreren Knotenpunkten ab. Funktionale Probleme wie z. B. eine Überlastung oder eine diffuse Verkehrsführung sind an folgenden Knotenpunkten festzustellen: t Maxplatz t Axdorfer Straße / Rupertistraße Axdorfer Straße / Lambergstraße t Chiemseestraße / Äußere Rosenheimer Straße t Jahnstraße / Theresienstraße / Permanederstraße t Jahnstraße / Wolkersdorfer Straße t Kotzinger Straße / Wasserburger Straße Lärmimmissionen Die Führung der Bundesstraße entlang des Stadtrandes ist zwar positiv und eine sehr wichtige Errungenschaft der letzten Jahre. Dennoch sind die angrenzenden Räume, v.a. die Landschaftsräume von erhöhten Lärmimmissionen betroffen. Räumliche Schwächen Räumliche Barrieren Unattraktive Stadtzufahrten Bereiche mit strukturellen und gestalterischen Mängeln Hangkante mit Gestaltungsmängeln Gewerbestandorte mit Adressdefiziten Untergenutzte Flächen Mangelhafte Gestaltung der Stadtränder
Funktionale Schwächen Straßen mit hoher Verkehrsbelastung Verkehrsknotenpunkte mit funktionalen Mängeln Landschaft mit Lärmimmissionen
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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STÄRKEN UND SCHWÄCHEN 4 I Impressionen der Stärken und Schwächen in der Kernstadt Stärken
Herz des Chiemgaus
Die Traun
Stadtpark
Stadtplatz
Lebendige Salinengeschichte
Einzelhandelsschwerpunkt Innenstadt
Hochwertige Wohnstandorte
Zentrale Sport- und Freizeitangebote
Medizinischer Versorgungsschwerpunkt
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Schwächen
Barriere Bahn
Stadtzufahrten mit gestalterischen Mängeln
Bereiche mit strukturellen Mängeln
Hohe Verkehrsbelastung - Herzog-Friedrich-Straße
Verkehrsbezogene Gestaltung
Räumliche Barriere Bundesstraße
Gebäude mit baulichen Mängeln
Hangkante mit Gestaltungsmängeln
Untergenutzte Flächen
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STÄRKEN UND SCHWÄCHEN 5 I Übersicht der Stärken und Schwächen im OT Kammer-Rettenbach Dem Ortsteil Kammer-Rettenbach kommt im ISEK eine besondere Bedeutung zu, da der Ort aufgrund seiner räumlichen Distanz zur Kernstadt eine Eigenständigkeit besitzt, die eine separate Betrachtung verlangt. Darüber hinaus besteht in Kammer eine aktive Bürgerinitiative, die bereits konkrete Ziele und Forderungen formuliert hat, welche entsprechend in das gesamtstädtische Konzept einfließen sollen. Stärken Zu den räumlichen Qualitäten der Dörfer zählen der hochwertige Landschaftsraum und die identitätsstiftenden Ortsmitten. In Kammer prägt vor allem die Kirche das Bild des Ortes, da diese bereits von Weitem sichtbar aus dem Ortsbild heraus ragt. Insgesamt besteht in Kammer wie in Rettenbach eine hohe Wohnumfeldqualität. Funktionale Stärken sind die zwei historischen Gasthäuser, die beide bis heute noch in Betrieb sind. Darüber hinaus stellt der Betreuungs- und Schulstandort in Kammer eine wesentliche funktionale Stärke dar. Weitere Qualitäten sind die bestehenden Sport- und Freizeitangebote. Schwächen Die Baltasar-Permoser-Straße (TS 1) ist eine stark befahrene Durchgangsstraße, die sich zum Einen als räumliche Barriere negativ auf den Ortsteil auswirkt und zum Anderen durch das
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
hohe Verkehrsaufkommen die Wohnumfeldqualität in diesen Bereichen schwächt. In Kammer-Rettenbach bestehen rund 1 ha untergenutzte Flächen, die nachverdichtet werden könnten. Weiterhin sind die Ortsränder, vor allem in Kammer stark perforiert. Eine klare Arrondierung der Ränder ist nicht zu erkennen, so dass sich auch hier die Frage stellt, wie sich durch neue Angebote für Wohnen und Handwerk eine Aufwertung der Ränder und besser erschlossene Landwirtschaftsflächen erreichen lassen. Eine Versorgung mit Lebensmitteln ist nicht gegeben, was aufgrund der Entfernung zur Kernstadt problematisch ist. Räumliche Stärken Identitätsstiftende Mitte / Landmark Landschaftsraum mit hoher Qualität Attraktive Flusslandschaft
Funktionale Stärken (historische) Gasthäuser
B
Zentrale Bildungsangebote Hochwertige Wohnstandorte Sport- und Freizeitangebote
Räumliche Schwächen Räumliche Barrieren Untergenutzte Flächen Mangelhafte Ortsrandgestaltung
Funktionale Schwächen Straßen mit hoher Verkehrsbelastung
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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Strategien I Leitbild
5 1 I Strategiekonzept - Stadtbild und öffentlicher Raum _ 58 2 I Strategiekonzept - Wohnen und Wohnungswirtschaft _ 60 3 I Strategiekonzept - Verkehr und Mobilität _ 62 4 I Strategiekonzept - Sport, Freizeit, Kultur und Tourismus _ 64 5 I Strategiekonzept - Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung _ 66 6 I Strategiekonzept - Energie und Klimaschutz _ 68 7 I Strategiekonzept - Kammer-Rettenbach _ 72 8 I Leitbild _ 74
STRATEGIEN I LEITBILD 1 I Strategiekonzept - Stadtbild und öffentlicher Raum OBERZIEL Identität der Stadt stärken - geschichtlichen und landschaftlichen Reichtum erlebbar machen. Das einzigartige Stadtbild, geformt aus identitätsstiftender, historischer Innenstadt mit unterschiedlichen Quartieren und prägenden Stadtteilen in außergewöhnlicher natürräumlicher Lage, gilt es zu kultivieren und zu pflegen. Stadt der vier Gesichter Die Innenstadt gliedert sich in vier wesentliche Stadtquartiere, die Zeugnis einer bewegten Geschichte und Dokumente früherer Baukultur sind. In dieser strukturellen Vielfalt liegt ein großer Reichtum, der nicht nur zu bewahren, sondern auch wahrnehmbar zu gestalten ist. Die historische Altstadt mit dem Stadtplatz im Zentrum bildet das Herz der Kernstadt. Zentrale Aufgabe in der Altstadt ist der Erhalt und die Pflege des baulichen Erbes. Neben der kontinuierlichen Stadtbildpflege bedarf es der richtigen Instrumente, um private Investitionen zu mobilisieren und zugleich die traditionelle Architektursprache zu bewahren. In der „Salinenstadt“, dem Quartier der früheren Saline, gilt es, die Salinengeschichte stärker erlebbar zu machen. Der Karl-Theodor-Platz, auf dem sich einst das Zentralgebäude der Saline befand, bietet dabei ein ganz besonderes Potenzial zur gestalterischen wie funktionalen Stärkung der Stadt. Die „Unterstadt“ mit ihren historischen eh. Handwerker- und Wohnhäusern weist heute deutliche Mängel auf. Neben der Altstadt ist sie der älteste Bereich der Stadt, daher kommt der Sicherung und Aufwertung sowie der Reaktivierung eine wichtige Funktion
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
zu. In diesem Zusammenhang sind auch verkehrliche Probleme zu lösen. Die gründerzeitliche Kurstadt präsentiert sich bereits heute in einem positiven Licht. Die Herzog-Friedrich-Straße, als die am stärksten verkehrlich belastete Straße in diesem Bereich, bietet ein weiteres Potenzial zur Aufwertung. Zudem gilt es, die Bahnhofstraße als zentrale Verbindungsachse zur Altstadt, insbesondere für den Fuß- und Radverkehr weiter zu stärken. Prägende Plätze und Straßen Die zentralen öffentlichen Räume, Bahnhofsplatz, Stadtpark, Maxplatz, Stadtplatz und Karl-Theodor-Platz sind wichtige Orte des öffentlichen Lebens und sollen als Aufenthaltsräume und Treffpunkte sowie als Rückgrat der fußläufigen Erschließung der Innenstadt gestaltet werden. Weitere Straßenräume, wie z.B. die Ludwigstraße können durch gestalterische Maßnahmen ebenfalls wieder stärker als Teile des Stadtraums und weniger als reine Verkehrsräume wahrgenommen werden. Stadtzufahrten Insbesondere die „Visitenkarten“ der Stadt, sollen eine ihrer Bedeutung entsprechende Gestaltung erfahren. Hangkante Oberstadt Die Hangkante präsentiert die Altstadt aufgrund ihrer Einsehbarkeit in besonderer Weise. Die Stadtansicht soll durch bauliche Maßnahmen und eine stärkere Begrünung verbessert werden.
bindung inklusive Angeboten, die zum Verweilen einladen. Reißverschluss Traun Die Traun bildet den Übergang zwischen Stadt und Landschaft und kann, als Verbindungsraum genutzt, noch stärker zur Steigerung der Standortqualität der angrenzenden Stadtquartiere beitragen. Stadtränder gestalten Die Übergänge zwischen Stadt und Landschaft sollen primär in den diffusen Randbereichen arrondiert und begrünt werden. Durch Ortsabrunden können gleichzeitig neue Wohnbauflächen geschaffen werden.
Stadt der vier Gesichter 1. Altstadt: Historisches Erbe bewahren und pflegen 2. Salinenstadt: Salinengeschichte erlebbar machen 3. Unterstadt: Unterstadt in Wert setzen und beleben 4. Gründerzeitliche Kurstadt: Kurstadt stärken und an die Altstadt anbinden Prägende Plätze und Straßen Öffentlichen Raum als Aufenthaltsbereich und Dokument der Stadtgeschichte kultivieren Stadtzufahrten Stadtzufahrten als Visitenkarten der Stadt entwickeln Hangkante Oberstadt Hangkante als Stadtansicht aufwerten Wasserader Mühlbach
Wasserader Mühlbach Der Mühlbach verläuft in weiten Teilen kaum wahrnehmbar in einem Betonbett durch die Stadt. Ziel ist eine Aufwertung durch Gestaltungs- und Renaturierungsmaßnahmen sowie die Schaffung einer durchgängigen, fußläufigen Ver-
Wasser in der Stadt erlebbar machen Reißverschluss Traun Traun als räumliche Verbindung zwischen Stadt und Landschaft ausbauen Stadtränder gestalten Stadtränder gestalten und begrünen
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Unterstadt
Altstadt Gründerzeitl. Kurstadt Salinenstadt
STRATEGIEN I LEITBILD 2 I Strategiekonzept - Wohnen und Wohnungswirtschaft Oberziel Wohnstandort stärken, sozial ausgewogenes, differenziertes Wohnungsangebot schaffen. Die Stadt Traunstein, als große Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises ist ein bedeutender Wohnstandort in der Region. Die Nachfrage nach Wohnraum kann derzeit kaum gedeckt werden. Ziel der zukünftigen Stadtentwicklung ist es, die Stadt als hochwertigen Wohnstandort mit bezahlbarem Wohnraum weiter zu entwickeln und zugleich das breit aufgestellte Bildungs- und Betreuungsangebot zu stärken. Vor dem Hintergrund der prognostizierten Bevölkerungsgewinne, des bereits aktuell hohen Preisniveaus und einer mangelnden Grundstücksverfügbarkeit kommt der Schaffung kostengünstiger Wohnungsangebote eine besondere Bedeutung zu. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts werden mit der Mobilisierung vorhandener Baulücken, der Verifizierung und Steuerung weiterer Baulandpotenziale und einer stadtbildverträglichen Nachverdichtung Ansatzpunkte der Wohnflächenmobilisierung vorgeschlagen. Wohnumfeld aufwerten Eine Qualifizierung des Wohnungsbestandes sowie eine Aufwertung des Wohnumfeldes tragen zu einer Stärkung des Wohnstandorts Innenstadt bei. Insbesondere die Unterstadt bietet hier Potenziale in Form von Reaktivie-
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
rungen von Leerständen sowie in Form von langfristigen Umstrukturierungsmaßnahmen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kommt auch der Schaffung barrierefreier Wohnungsangebote eine wichtige Bedeutung zu. Baulücken mobilisieren In der Gesamtstadt existieren aktuell ca. 19 ha Wohnbauflächen in Form von Baulücken. Diese voll erschlossenen Bauplätze stehen dem Markt nur zu einem geringen Teil zur Verfügung. Hier gilt es, mit geeigneten Instrumenten, wie z.B. einem Baulückenkataster die Verfügbarkeit der Grundstücke am Markt zu erhöhen. Neues Wohnen etablieren Die Innenentwicklung allein wird voraussichtlich nicht ausreichen, um den zukünftigen Wohnflächenbedarf zu decken, so dass die Wohnbaupotenziale im Detail geprüft und eine gesamtstädtische Entwicklungsstrategie erarbeiten werden muss. Es gilt, die Möglichkeiten zur Erhöhung der Verfügbarkeit von Grundstücken zu verifizieren, das Wohnungsangebot weiter zu diversifizieren und auf Zielgruppen zu orientieren sowie Standorte für kostengünstiges Wohnen zu identifizieren. Ein möglicher Standort zur Etablierung kostengünstiger Wohnungsangebote stellt der Festplatz in der Kernstadt dar. Darüber hinaus sollen bezahlbare Wohnbauflächen für Einheimische, z.B.
in Form des „Einheimischenmodells“ verstärkt Anwendung finden. Verbindung Wohnen -Innenstadt Eine bessere Anbindung der Wohngebiete an die Innenstadt verfolgt mehrere Ziele: Zum einen trägt eine gute Erreichbarkeit der Innenstadt zur Qualität des Wohnstandorts bei, zum anderen können damit auch Verkehre vermieden und damit eine nachhaltige Entwicklung befördert werden. Verbindung Wohnen -Traun Die Stärkung der Anbindung der Wohngebiete an die Traun sichert eine gute Erreichbarkeit der Naherholungsräume und trägt damit wiederum zur Wohnumfeldqualität bei.
Wohnumfeld aufwerten Wohnen in der Innenstadt qualifizieren Wohnumfeldqualität insbesondere in der Unterstadt erhöhen Baulücken mobilisieren Baulücken mobilisieren, Leerstände reaktivieren Neues Wohnen etablieren Wohnbaupotenziale prüfen und entwickeln, gesamtstädtische Entwicklungsstrategie erarbeiten, Möglichkeiten zur Erhöhung der Verfügbarkeit von Grundstücken verifizieren Wohnungsangebot diversifizieren und auf Zielgruppen orientieren Standorte für kostengünstiges Wohnen identifizieren Verbindung Wohnen - Innenstadt Anbindung der Wohngebiete an die Innenstadt verbessern Verknüpfung Wohnen - Traun Anbindung der Wohngebiete an die Traun / Naherholungsräume stärken
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Geissing
Wolkersdorf
Traunstorf
Unterstadt
Gründerzeitl. Kurstadt
Altstadt
Unterhaid Salinenstadt
Daxerau
Seiboldsdorf
Axdorf
STRATEGIEN I LEITBILD 3 I Strategiekonzept - Verkehr und Mobilität Oberziel Mobilität nachhaltig gestalten, Innenstadt beruhigen, Radverkehr und Parkraumangebot optimieren. Mit dem Bau der Nordostumgehung und dem Ettendorfer Tunnel hat die Stadt Traunstein bereits einen zentralen Beitrag zur Entlastung der Innenstadt vom motorisierten Individual- sowie Schwerlastverkehr geleistet. Insbesondere aufgrund des hohen Pendlerüberschusses sowie aufgrund von Ziel- und Quellverkehren ist die Verkehrsbelastung in Teilen der Innenstadt noch immer hoch. Eine Entlastung der verkehrlich beeinträchtigten Bereiche durch eine Verbesserung der Verkehrslenkung sowie Reduktion des motorisierten Verkehrs bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Mobilität ist Ziel der zukünftigen Stadtentwicklung im Bereich der Verkehrsplanung. Neben der Verkehrsentlastung kommt der Optimierung des ruhenden Verkehrs eine wichtige Funktion zu, da quantitativ und qualitativ angemessene Stellplatzangebote insbesondere für den Einzelhandel der „Einkaufsstadt Traunstein“ von Bedeutung sind. Optimierung ruhender Verkehr Das Parkplatzangebot soll vorwiegend im zentralen Innenstadtbereich, innerhalb eines Radius von max. 400 m zu den Einzelhandelsbetrieben ausgebaut werden. Ein Flächenpotenzial in zentraler Lage bietet der Karl-TheodorPlatz. Der Standort ist sehr gut an die Oberstadt angebunden und erfüllt die Anforderungen an die Barrierefreiheit. Durch ein integriertes Parkraumkonzept, verbunden mit einem Parkleitsystem, können Parksuchverkehre re-
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duziert und eine weitgehend autofreie Innenstadt entwickelt werden. Zentrale Park and Ride - Standorte, der bestehende an der Güterhallenstraße und ggf. ein zusätzlicher Standort leisten heute bzw. in Zukunft einen Beitrag zur Verkehrsverlagerung. Hierbei ist allerdings die Vernetzung mit weiteren Mobilitätsangeboten wie e-bike oder Shuttlebus erforderlich. Verkehrsentlastung und /-beruhigung Eine verkehrliche Entlastung durch Umgehungsstraßen bzw. verkehrslenkende Maßnahmen ist im Bereich der Unterstadt sowie im Bereich des Bahnhofs anzustreben. Vor allem in der Unterstadt beeinträchtigt der Verkehr die Qualität des Standortes so sehr, dass deutliche Mängel im Bauunterhalt sowie in der Nutzung festzustellen sind. Ziel ist es, durch eine verkehrliche Entlastung die Wohnqualität zu stärken und ein Aufwertung einzelner Quartiere zu initiieren. Darüber hinaus stellen die Förderung nachhaltiger Verkehrsformen z.B. durch den Ausbau des Radwegenetzes und die Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs hier wichtige Bausteine dar. ÖPNV Der zentrale Busbahnhof bzw. Bahnhof sollte im Zuge der Entwicklung des Gesamtareals eine Funktionserweiterung erfahren. Als Mobilitätsdrehscheibe können hier zukünftig unterschiedliche Angebote wahrgenommen werden. Dabei kann der Ausbau der e-Mobilität eine wesentliche Unterstützung leisten. Als Ort des Ankommens und des Verteilens werden allerdings auch höhere Anforderungen an die Aufenthaltsqualität des Ortes und die Orientierungsmöglichkeiten gestellt.
Radwege Von zentraler Bedeutung - auch aus der Sicht der Bürgerschaft - ist ein weiterer Ausbau des Radwegenetzes. Dies betrifft sowohl die fahrradfreundliche Gestaltung der Innenstadt als auch die Verbesserung der Radwegeverbindung mit den Ortsteilen, die Anbindung der Wohnquartiere an die Innenstadt und den Traun-Alz-Radweg sowie die Verbindung zum Chiemsee. Hierzu bedarf es einer gesonderten Untersuchung, da vorhandene Querschnitte im öffentlichen Raum und die topographischen Verhältnisse nicht überall optimierte Lösungen zulassen. Eine zentrale Achse zur Anbindung des westlichen Stadtgebiets stellt die Bahnhofstraße dar. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Bahnhofsareals ist hier die Überwindung der Barriere der Bahntrasse von substanzieller Bedeutung. Optimierung ruhender Verkehr P
Parkplatzangebot in der Innenstadt erweitern Parksuchverkehr reduzieren
Verkehrsentlastung und /-beruhigung Verkehrliche Entlastung der Innenstadt durch verkehrslenkende Maßnahmen / Umgehungsstraßen Verkehrsabwicklung zentraler Knotenpunkte optimieren B
ÖPNV stärken
Fahrradfreundliche Stadt Bahnhofstraße als zentrale Fuß- und Radwegverbindung zur Innenstadt ausbauen Radwege und innerstädtische Straßen fahrradfreundlich gestalten Aufwertung der Radwegeverbindung zum Chiemsee Vernetzung Barrieren überwinden (Bahnlinie, Hauptverkehrsstraßen, Gewässer) Verbindungen zwischen Oberstadt und Unterstadt optimieren Anbindung der Wohngebiete an die Innenstadt und den Traun-Alz-Radweg Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
STRATEGIEN I LEITBILD 4 I Strategiekonzept - Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing Oberziel Landschaftliche Vielfalt nutzen, Kultur und Tourismus stärken - Alleinstellungsmerkmal entwickeln. Die Reichhaltigkeit an Potenzialen gilt es erlebbar zu machen. Vorhandene Angebote sollen ausgebaut und ergänzt werden, um den Anforderungen an die Funktion als Oberzentrum in der Region und eine sog. „Kulturhauptstadt des Chiemgaus“ gerecht zu werden.
Entwicklungsschwerpunkt Tourismus Ein Ausbau und eine Erweiterung vorhandener Angebote stehen im Fokus. Einrichtungen mit überregionaler Strahlkraft sollen realisiert werden, die regionale Besonderheiten aufgreifen und einen attraktiven Besuchsgrund für Besucher aus Nah und Fern darstellen (vgl. z.B. Museum mit überregionaler Bedeutung, Veranstaltungssaal). Wichtiger Entwicklungsschwerpunkt soll außerdem der Fahrradtourismus sein. Neben einer allgemeinen Verbesserung des Radwegenetzes sollte hier fokussiert werden, den fahrradfahrenden Touristen verstärkt auch für die Traunsteiner Innenstadt zu gewinnen (Optimierung der Beschilderung, Schaffen zusätzlicher Anreize, Bewerbung). Auch gilt es, das Übernachtungsangebot auszubauen (-> Hotelbedarfsanalyse).
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Kulturschwerpunkte stärken Die Stadt Traunstein zeichnet sich durch erhebliche Potenziale im Bereich Kultur aus, die es künftig in verstärktem Maße auszuschöpfen gilt. Um ein stimmiges Gesamtbild in der Entwicklung des Kultursegmentes zu erzielen, gilt es vorrangig ein umfassendes Leitbild zu erarbeiten, das als Orientierungsrahmen fungieren kann. Insbesondere die Altstadt als Besuchermagnet sollte in ihrer Funktion als Ort kultureller Aktivitäten gestärkt werden (-> Masterplan Kultur Traunstein). Kulturachse Bahnhofstraße Die Bahnhofstraße versteht sich als wichtige Entwicklungsachse der Stadt Traunstein und sollte als zentrales Rückgrat für Kultur und Tourismus weiter ausgebaut und gestärkt werden. Ziel soll sein, bestehende und neue kulturelle und touristische Angebote an die Bahnhofstraße anzubinden. Gleichzeitig gilt es jedoch auch, die Nebenstraßen (Ludwigstraße, Marienstraße etc.) aufzuwerten und in ihrer Attraktivität zu steigern. Freizeitband Traun An der Traun befinden sich bereits heute einige Sport- und Freizeiteinrichtungen bzw. –angebote. Das Areal entlang der Traun bietet jedoch durchaus Potenzial zur Optimierung und zum Ausbau bzw. zur Ergänzung der bestehenden Angebote.
Es gilt, ein attraktives Freizeitband mit Treffpunktfunktion an der Traun zu realisieren (vgl. z.B. Flaucher an der Isar in München mit öffentlichen Grillstellen, Beach-Volleyballplätzen, Stehende Welle), dessen Sichtbarkeit und Wahrnehmbarkeit für die Bürger und Besucher gesichert ist.
Entwicklungsschwerpunkt Tourismus T
Übernachtungsangebot ausbauen Radtourismus stärken
Kulturschwerpunkte stärken K
Kulturelles Leitbild entwickeln Altstadt als Ort kultureller Aktivitäten stärken Karl-Theodor-Platz, Saline als Kulturstandort aufwerten
Kulturachse Bahnhofstraße Bahnhofstraße als Rückgrat für Kultur und Tourismus ausbauen Bestehende und neue kulturelle und touristische Angebote an die Bahnhofstraße anbinden Freizeitband Traun Perlenkette aus Freizeitstationen entlang der Traun entwickeln Verknüpfung der bestehenden Sport- und Freizeitschwerpunkte
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
F
T
F
STRATEGIEN I LEITBILD 5 I Strategiekonzept - Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung Oberziel Leistungsstarken Gewerbestandort und attraktives Einkaufsziel im Herzen des Chiemgaus langfristig sichern. Bedarfe und Handlungserfordernisse im Bereich Handel und Gewerbe sollen geprüft werden. Es gilt erforderliche Entwicklungen anzugehen, um sich langfristig in der Region als leistungsstarker Gewerbestandort und attraktives Einkaufziel positionieren zu können. Entwicklungschancen offen halten Im Rahmen einer zielgerichteten Entwicklung und Stärkung Traunsteins als leistungsstarker Gewerbestandort gilt es, kontinuierlich einen Gesamtüberblick über den Bedarf an Gewerbeflächen vor Ort zu wahren und bei Bedarf zeitnah auf neue Flächenerfordernisse bzw. –bedarfe reagieren zu können. Bedingt durch aktuell stark begrenzte Flächenverfügbarkeiten in den Traunsteiner Gewerbegebieten sollte eine interkommunale Kooperation anvisiert werden, um Flächenpotenziale für Entwicklungen zu schaffen. Dadurch bietet sich die Chance, wirtschaftliche Impulse durch die Erweiterung oder Umsiedlung von Bestandsbetrieben aber auch durch die Ansiedlung von ergänzenden Betrieben setzen zu können (vgl. v.a. Gewerbegebiet Nord). Außerdem sollte eine Stärkung des örtlichen Handwerks mit im Fokus der künftigen Entwicklungen liegen.
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Gewerbeadresse aufwerten Ziel sollte ein Ausbau sowie eine Diversifikation der Wirtschaftsstruktur der Stadt Traunstein sein. Weiterhin gilt es, den Bekanntheitsgrad von Traunstein als Gewerbestandort zu optimieren und für Entwicklungen/ Neuansiedlungen interessant zu machen. Für Entwicklungen der Gewerbelandschaft sollten Regelungen formuliert werden, um Nutzungskonflikte zu vermeiden. Anziehungskraft Einzelhandelsstandort sichern Die Altstadt Traunsteins ist bedeutender Anziehungspunkt zum Einkaufen, sowohl für Einheimische als auch für Besucher und Touristen. Den Einkaufsstandort Altstadt gilt es in seiner Aufenthaltsqualität zu optimieren. Eine Aufwertung/ Qualifizierung der Altstadt ist anzustreben, um den Besuchern den dortigen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten und die Aufenthaltsdauer vor Ort zu verlängern. Mit einer Qualifizierung des Einkaufsstandortes Altstadt geht zum einen eine Optimierung, Modernisierung und Vitalisierung der bestehenden Betriebe bzw. Angebote einher wie auch die Ergänzung um zusätzliche Highlights. Auf gesamtstädtischer Ebene stellt außerdem die Sicherung und Qualifizierung der örtlichen Nahversorgung ein wichtiges Ziel dar. Potenziale im Bestand entwickeln Die Entwicklung der Flächen Bahnhofsareal West und Ost ist als ein pri-
oritäres Entwicklungsziel im Rahmen der Stadtentwicklung von Traunstein zu verfolgen. Am Bahnhofsareal West ist die Realisierung einer Projektentwicklung zur Aktivierung der bestehenden Brachflächen und untergenutzten Bereiche als wichtiges Stadtentwicklungsziel herauszustellen. Auch sollte möglichst eine Bestandsentwicklung und Neuordnung am Bahnhofsareal Ost erfolgen.
Entwicklungschancen offen halten Quantifizierung und Qualifizierung des künftigen Bedarfs an Gewerbeflächen Wirtschaftliche Impulse durch Neuansiedlung von Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten bestehender Betriebe sichern, Stärkung des örtlichen Handwerks Gewerbeadresse aufwerten G
Ausbau und Diversifikation der Wirtschaftsstruktur Entwicklung und Qualifizierung bestehender Gewerbestandorte, Adressbildung, Bekanntheitsgrad verbessern Nutzungskonflikte minimieren
Anziehungskraft Einzelhandelsstandort sichern Einkaufsstandort Altstadt qualifizieren, Aufenthaltsdauer verlängern Modernisierung und Vitalisierung bestehender Angebote fördern, Angebote ergänzen Nahversorgung sichern, Entwicklungsmöglichkeiten einräumen Verkehrliche Erreichbarkeit verbessern Potenziale im Bestand entwickeln Bahnhofsareal West Bahnhofsareal Ost
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
STRATEGIEN I LEITBILD 6 I Strategiekonzept - Energie und Klimaschutz Oberziel Energiegewinnung aus regenerativen Quellen optimieren, stadtbildgerechte energetische Sanierung fördern. Das Strategiekonzept Energie stellt die übergeordnete Ausrichtung für die zukünftige Entwicklung der Stadt im energetischen Bereich dar. Grundsätzlich soll dabei in folgenden Schritten vorgegangen werden: „Der Energie-3-Sprung“ 1. Energie sparsam einsetzen und unnötigen Verbrauch vermeiden. 2. Energieeffiziente Techniken einsetzen. 3. Fossile Energieträger durch erneuerbare Energien ersetzen. Im Sinne eines sparsamen Einsatzes der Energie kommt der Sanierung des Gebäudebestands eine maßgebliche Aufgabe zu. Auf den Gebäudebereich entfallen rund 40 % des deutschen Endenergieverbrauchs und etwas ein Drittel der CO2-Emissionen. Gleichzeitig sind die Potenziale zur Energie- und CO2-Einsparung gewaltig. Mit Ausnahme der neueren Quartiere wie z.B. den Mühlbachgärten, den Neubaugebieten am Stadtrand und den neuen Wohnungsangeboten für Senioren wurde ein Großteil des Gebäudebestands der Stadt Traunstein vor der Einführung der 1. Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet. Diese Gebäude sind oft gar
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nicht oder kaum energetisch saniert. Insbesondere die Geschosswohnungsbauten der 60-70er Jahre weisen häufig eine schlechtere Energiebilanz auf als z.B. die historischen Gebäude in der Altstadt. Auch die Mehrheit der Heizsysteme entspricht voraussichtlich nicht dem Stand der Technik, so dass die energetische Sanierung des Gebäudebestands den zentralen Schlüssel bildet zur Modernisierung der Energieversorgung und zum Erreichen der Klimaschutzziele. Die Gebäudedämmung bietet dabei das größte Einsparpotenzial. In den historischen Stadtquartieren stellen die Ziele der energetischen Sanierung aber auch eine große Herausforderung dar. Häufig werden bei Sanierungsmaßnahmen Fassadendetails wie Fenstergewände, Lisenen und Pilaster aus Kostengründen nicht originalgetreu rekonstruiert, so dass Gebäude an Charme und Ausstrahlung verlieren. Die Nutzung regenerativer Energie mittels Photovoltaikdachflächenanlagen / Solarkollektoren beeinträchtigt die Homogenität der Dachlandschaft in den historischen Quartieren und damit deren authentisches Bild. Hier müssen klare Regelungen getroffen werden, um das einzigartige Stadtbild der „Stadt der vier Gesichter“ langfristig zu bewahren und dennoch den Zielen des Klimaschutzes gerecht zu werden. Die oberste Priorität liegt damit auf einer stadtbildgerechten energetischen Sanierung.
Stadtbildgerechte energetische Sanierung Sanierungspotenzial in den Altstadtbereichen nutzen, stadtbildgerechte energetische Sanierung fördern Sanierungspotenzial im Gebäudebestand nutzen, Schwerpunkt Quartiere / Gebäude vor 1990 / Geschosswohnungsbau Ressourceneffizienz Effizienz durch moderne Anlagentechnik (KWK) steigern Ressourceneffizienz im Gewerbe steigern (Nutzung Abwärme) Neue Wohn- und Gewerbegebiete in solarer, energieeffizienter Bauweise und Technik Energiegewinnung aus regenerativen, lokalen Quellen Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Strom- und Wärmeversorgung (Wind, Sonne, Wasser, Bioenergie, Erdwärme) Dezentrale Energieversorgung Große Energieverbraucher (Wärmesenken) mit erneuerbaren Energien versorgen (z.B. Krankenhaus, Schulen, Ämter, Schwimmbad) Nahwärmeversorgung ausbauen
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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STRATEGIEN I LEITBILD 6 I Strategiekonzept - Energie und Klimaschutz Energetische Maßnahmen in der Altstadt sowie in den Altorten der Ortsteile sollten prinzipiell im Einklang mit dem Stadt- / Ortsbild entwickelt werden. Aufgrund der vorhandenen Erschwernisse u.a. durch die Grenzbebauung / die Notwendigkeit zur Innendämmung zugunsten des Erhalts von Fassadendetails etc. sind aber mittelfristig keine so hohen Dämmstandards wie in den umliegenden Siedlungsgebieten zu erwarten. Daher kommt der Verwendung effizienter Techniken (Kraft-Wärme-Kopplung) sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien hier eine besondere Bedeutung zu. Ressourceneffizienz und Energiegewinnung aus regenerativen, lokalen Quellen Bei der Beheizung mittels Biogas oder Brennholz lassen sich durch den Verbrennungsvorgang hohe Systemtemperaturen erreichen, weshalb diese Art der erneuerbaren Energieversorgung insbesondere für den Einsatz in der Altstadt und den Altortstrukturen geeignet ist. In den Ortskernen, wie z.B. dem Ortskern von Kammer, ist der Aufbau eines Nahwärmenetzes z.B. mittels Blockheizkraftwerk auf Basis des lokal verfügbaren Energieträgers Holz denkbar. Trotz der vergleichsweise geringen Wärmebedarfsdichte, können im Zusammenhang mit erforderlichen Straßen-/ Kanalsanierungen umfangreiche Synergien genutzt werden, die eine Einbindung eines solchen Energiekonzeptes auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll erscheinen lassen. Die größte Wärmebedarfsdichte wei-
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sen das Krankenhaus, die Schulen und Verwaltungszentren, das städtische Warmbad sowie weitere großflächige Nutzungseinheiten und ggf. auch einige Gewerbebetriebe (Prozessenergie) auf. Für solche räumlich konzentrierten Wärmesenken sind dezentrale Energiekonzepte auf Basis regenerativer Energieträger das Mittel der Wahl. Die Stadt weist eine überdurchschnittliche Anzahl an Wärmesenken auf, weshalb eine regenerative Versorgung dieser Einrichtungen die Gesamtenergiebilanz der Stadt signifikant verbessern kann. Die regenerative Versorgung der öffentlichen Gebäude besitzt dabei eine besonders hohe Priorität, weil der Kommune bzw. den Trägern der öffentlichen Einrichtungen eine wichtige Vorbildfunktion zukommt. In diesem Zusammenhang ist auch die Fortführung der energetischen Optimierung der Straßenbeleuchtung zu nennen, die einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Energiebilanz leisten kann. Bei der energetischen Optimierung der Wohngebiete besitzen dezentrale Maßnahmen zur Energieerzeugung und Steigerung der Energieeffizienz sowie die Nutzung von Umweltenergie im Zuge von Dämm-Maßnahmen die höchste Priorität. Nach der Durchführung von Dämm-Maßnahmen wird i.d.R. nur ein niedriges Temperaturniveau des Heizsystems benötigt, daher kann der verbleibende Energiebedarf gut mittels Umweltenergie gedeckt werden. Als wirtschaftliche und bewährte Technik bietet sich hierbei die Wärmepum-
pentechnik unter Einbindung solarer Energienutzung an. Als Umweltenergie können Luft (Raumwärme oder Außenluft), oberflächennahe Erdwärme, Sonnenenergie oder Wärme aus Grund- oder Abwasser (Kanalwärmetauscher) genutzt werden. Zudem kann der Energieverbrauch durch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung weiter reduziert werden. Im gewerblichen Sektor liegt der Fokus auf der Optimierung der Produktionsprozesse. Unterschiedliche Umweltlabel können zu Marketingzwecken genutzt werden und bieten einen Anreiz für die Unternehmen. Zudem bestehen hier Potenziale zur Nutzung regenerativer Energie mittels Photovoltaikdachflächenanlagen. In den Gewerbegebieten existiert zum einen ein ausreichendes Flächenangebot, zum anderen wirken die Anlagen hier weniger störend als in den übrigen Siedlungsgebieten. Zur weiteren Konzeption ist eine genaue Evaluierung erforderlich, in welcher der Energiebedarf der einzelnen Betriebe (Strom- und Wärmebedarf / Energiebedarf für Kühlung) sowie ein evtl. Energieüberschuss aus Produktionsvorgängen ermittelt wird. Dies sollte im Rahmen einer Energieleitplanung erfolgen. Im Zuge der avisierten Ausweisung neuer Baugebiete in Westen des Stadtgebiets sollten bereits bei der Bauleitplanung Aspekte des energiesparenden, solaren und ökologischen Bauens berücksichtigt werden, um zukunftsfähige Gebäude zu ermöglichen. Insgesamt stehen damit vier Schwer-
Strategiekonzept - Energie und Klimaschutz I 6 punkte im Handlungsfeld Energie im Fokus: 1. Stadtbildgerechte energetische Sanierung 2. Ressourceneffizienz 3. Energiegewinnung aus regenerativen , lokalen Quellen 4. Dezentrale Energieversorgung Im Hinblick auf mögliche Umsetzungsstrategien kommt der Energieberatung als Hilfestellung für die privaten Bauherren im Rahmen der energetischen Sanierung der Altstadt eine wichtige Bedeutung zu. Außerdem sollten Regeln zur Nutzung von Solar- und PV-Anlagen erstellt werden und in ein Gestaltungshandbuch bzw. eine Satzung mit eingebunden werden können. Des Weiteren ist es für die Stadt Traunstein von Bedeutung mit Hilfe eines Energienutzungsplans ihre vorhandenen Potenziale quantitativ und qualitativ zu überprüfen, Zielkonflikte z.B. mit dem Stadt- und Landschaftsbild im Rahmen eines Abwägungsprozesses aufzulösen und klare sowie realistische Zielwerte für die Zukunft zu definieren, die in eine schrittweise Umsetzung erwarten lassen. Klimaschutz Maßnahmen zum Klimaschutz betreffen nicht nur den Sektor Energie, sondern in gleicher Weise die Sektoren Industrie und Gewerbe, Einzelhandel und Dienstleistung / Gebäude / Verkehr sowie Landwirtschaft und Landnutzung, die hier sowie in den weiteren Strategiekonzepten nur angerissen werden können.
Für eine Verbesserung der Mikroklimas sowie als Reaktion auf den Klimawandel und die damit einhergehenden Auswirkungen auf die Hydrosphäre und Atmosphäre (Zunahme der Lufttemperatur, Veränderung von Ausmaß und Verteilung der Niederschläge, höheres Risiko für Starkregen, Überschwemmungen und Hochwasser, Zunahme der Intensität von Stürmen, Vermehrtes Auftreten von Wetterextremen wie z.B. Hitze- und Trockenperioden), sind insbesondere folgende Aspekte für die zukünftige Entwicklung der Stadt Traunstein von Bedeutung, die im Zuge der weiteren Planungen zu konkretisieren sind: Erhalt und Ausbau von Grünflächen als Kaltluftentstehungsgebiete und Frischluftschneisen, insbesondere in der Innenstadt. t Vorhandene Parkanlagen wie insbesondere den Stadtpark sichern, Salinenpark erweitern t Innerstädtischen Baumbestand weiterentwickeln t Baumbestandene Straßenzüge zur Vernetzung der innerstädtischen Grünräume anlegen (Schwerpunkt Stadtzufahrten, Herzog-Friedrich-Straße) t Traun und Mühlbach als Kaltluftbahnen sichern und durch Renaturierungsmaßnahmen aufwerten t Freihaltung der bewaldeten Hangflächen im Osten des Stadtgebiets Regenwasserretention und -versickerung, Hochwasserretention und -schutz in Verbindung mit Renaturierungsmaßnahmen von Gewässern sowie in Verbindung mit Straßenbaumaßnahmen
t Schaffung von Grün- und Wasserachsen zur Aufnahme von Niederschlagswasser / Nutzung als Notwasserwege t Mulden zur Regenwasserretention im Zuge von Straßensanierungen anlegen (Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des Generalentwässerungsplanes sind Kanäle in der Stadt Traunstein aufgrund des hohen Befestigungsgrades angeschlossener Flächen hydraulisch zu klein und müssten mit hohen Kosten erweitert werden, einschließlich Neubau von Regenrückhaltevolumen, wenn nicht u.a. durch straßenbegleitende Regenmulden Flächen vom Kanal abgekoppelt werden können. Die Ergebnisse der Schmutzfrachtberechnung erfordern zudem einen Neubau von Regenbehandlungsvolumina in Form von Regenbecken und Stauraumkanälen, sofern keine Abkopplung von Flächen erfolgen kann. Daher kommt einer Konzeption zum Umgang mit Regenwasser eine zentrale Bedeutung zu.) Grundwasserschutz t Versickerung von Niederschlägen auf dem Grundstück fördern t Trennsystem statt Mischsystem t Einsparung von Trinkwasser, Verwendung von Regenwasser z.B. für die Gartenbewässerung Schutz vor Überwärmung in dicht bebauten Bereichen t Dachbegrünung t Entsiegelungsmaßnahmen t Baumpflanzungen t Wasserbaumaßnahmen Luftreinhalteplanung t Umweltzonen / LKW-Fahrverbote t nachhaltige Mobilität
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STRATEGIEN I LEITBILD 7 I Strategiekonzept - Kammer-Rettenbach Oberziel Stärkung und Entwicklung der Ortsteile als zukunftsfähige Standorte für Wohnen, Arbeiten und Leben. Im Sinne der Stärkung der Ortsteile kommt der zukünftigen Entwicklung des Ortsteils Kammer eine zentrale Bedeutung zu. Kammer liegt im Norden des Stadtgebiets in ca. 8 km Entfernung zur Kernstadt. Aufgrund der Distanz zur Kernstadt kann Kammer von den Einkaufs- und Versorgungseinrichtungen der Innenstadt nur eingeschränkt profitieren, so dass an diesen Ortsteil andere Anforderungen zu stellen sind als an die stadtnahen Ortsteile. Aber nicht nur für Kammer sollen die Potenziale und Handlungserfordernisse im Rahmen der weiteren Stadtentwicklung geprüft werden. Es gilt, erforderliche Entwicklungen anzugehen, um die Ortsteile als „zukunftsfähige Standorte für Wohnen, Arbeiten und Leben“ zu entwickeln. In den stadtnahen Ortsteilen steht dabei die Entwicklung der Bestandsquartiere, insbesondere der zentralen Ortsbereiche sowie die weitere Wohnbauflächenentwicklung im Fokus, in Kammer spielen darüber hinaus Themen wie Nahversorgung und Gewerbeflächenentwicklung, vordringlich zur Stärkung des örtlichen Handwerks, eine Rolle.
Ortsteilentwicklungskonzept Zur differenzierten Bestandsanalyse im Sinne Vorbereitender Untersuchungen nach § 141 BauGB sowie zur Detaillierung der im ISEK formulierten Ziele und Maßnahmen sollte ein Ortsteilentwicklungskonzept für den Ortsteil Kammer-Rettenbach erstellt werden. Es ist Voraussetzung für eine Aufnahme in die Programme der Städtebauförderung und bildet damit die Basis für die zukünftige Ortsentwicklung. Nahversorgung etablieren Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und einer nachhaltigen Ortsentwicklung, die u.a. Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung impliziert, stellt die Etablierung einer örtlichen Nahversorgung ein wichtiges Ziel dar. Darüber hinaus können, z.B. in Form eines Regionalmarkts, die örtlichen Landwirte sowie die regionale Wertschöpfung gestärkt werden. Neue Angebote für Sport und Veranstaltung Kindergarten und Schule stellen wichtige Standortfaktoren für den Ortsteil Kammer dar. Ziel ist eine Qualifizierung des Angebots sowie im Sinne der Aktivierung von Synergien eine Mehrfachnutzung z.B. in Form des Neubaus einer Mehrzweckhalle, die primär dem Schulsport dient, aber zugleich auch Veranstaltungen, Feiern und Festen einen Raum gibt.
Ortsbild, der Identifikation und dem sozialen Miteinander. Zudem kann durch gestalterische Maßnahmen eine Beruhigung der Ortsdurchfahrt und damit eine Erhöhung der Verkehrssicherheit erreicht werden. Im Zusammenhang mit Baumaßnahmen im öffentlichen Raum gilt es, Konzepte zur regenerativen Energieversorgung einzubinden. Wohnen und Arbeiten stärken Neben der Innenentwicklung sollten weitere Wohnflächenpotenziale geprüft und in die gesamtstädtische Wohnbauflächenentwicklung integriert werden. In diesem Zusammenhang ist auch eine bessere Gestaltung und Begrünung der Ortsränder möglich. Zudem sollten die Potenziale für gewerbliche Nutzungen, insbes. das Handwerk, verifiziert werden. Ortsteilentwicklungskonzept erstellen Detaillieren der Ziele und Projekte in einem Ortsteilentwicklungskonzept Nahversorgung etablieren V
Regionalmarkt etablieren
Neue Angebote für Sport und Veranstaltung
S
Mehrzweckhalle, Angebote für den Schulsport
Ortsmitte gestalten Dorfplatz als Treffpunkt und räumliche Mitte gestalten Ortsdurchfahrt gestalten und verkehrlich beruhigen Machbarkeitsstudie Nahwärmenetz Wohnen und Arbeiten stärken
Die Zielsetzung einer Verbesserung der Anbindung an die Kernstadt v.a. für den nicht motorisierten Verkehr und den ÖPNV betrifft alle Ortsteile.
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Ortsmitte gestalten Die Aufwertung und Gestaltung der Ortsmitte als Treffpunkt und Zentrum eines lebendigen Dorflebens dient dem
Wohnflächenpotenziale prüfen und entwickeln, Ortsränder gestalten und begrünen Potenziale für gewerbliche Nutzungen, insbes. Handwerk, prüfen und entwickeln Baulücken aktivieren
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Kammer
VS
Rettenbach
STRATEGIEN I LEITBILD 8 I Leitbild Die Kernstadt bildet das funktionale Zentrum der Gesamtstadt. Das bedeutet, dass Versorgung, Bildung, Kultur, Arbeitsplätze sowie ein städtisches Wohnungsangebot auch zukünftig als zentrale Aufgabenbereiche der Kernstadt zu sichern und auszubauen sind. Den Ortsteilen kommen v.a. im Wohnungsbereich sowie im Hinblick auf eine nachhaltige Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur Aufgaben zu.
Schwerpunkt Gewerbeentwicklung - Traunstein Nord Vor dem Hintergrund der Zielsetzung einer Stärkung Traunsteins als leistungsstarken Gewerbestandort und bedingt durch begrenzte Flächenverfügbarkeiten in den bestehenden Gewerbegebieten, bildet eine Weiterentwicklung des Industriegebietes Nord im Rahmen einer interkommunalen Kooperation den räumlichen Schwerpunkt der zukünftigen Gewerbeentwicklung.
Räumlich Historische Bereiche sichern und stärken Verknüpfung Altstadt - Unterstadt ausbauen
Räumlich zeichnen sich in der Kernstadt vier wesentliche Schwerpunkte ab: 1. Innenstadt 2. Industriegebiet Nord (IKG) 3. Traunstein West
Schwerpunkt Wohnbauflächenentwicklung - Traunstein West Flächenpotenziale für neue Wohnungsangebote zur Stärkung des Wohnstandortes Traunstein sowie zur Schaffung eines sozial ausgewogenen, differenzierten Wohnungsangebotes, bestehen insbesondere im Westen der Kernstadt.
Zentrale Stadträume aufwerten und verbinden Innerstädtische Potenzialflächen entwickeln Wohnbaupotenziale prüfen und entwickeln G
Gewerbeflächenentwicklung prüfen Hangkante zur Altstadt aufwerten Öffentlich. Raum aufwerten, Verkehr integrieren
4. Traun und Mühlbach Schwerpunkt Innenstadt Der Innenstadt kommen vielfältige Aufgaben zu, die es auch in Zukunft zu sichern und zu qualifizieren gilt. Insbesondere folgende Bereiche bieten Potenziale, mit denen signifikante Zeichen in der weiteren Stadtentwicklung gesetzt werden können: t Bahnhof West und Ost t Karl-Theodor-Platz und Altstadt Süd t Unterstadt
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Optimierung Gewerbestandorte / Ausbau der breiten Wirtschaftsstruktur
Verkehrsentlastung d. Umgehungsstraße prüfen
Schwerpunkt Sport- und Freizeitentwicklung - Traun und Mühlbach Die räumlichen Schwerpunkte für Sport und Freizeit liegen im Bereich der Traun und im Bereich des Mühlbachs. Vor allem die Traun mit ihrer Funktion als „Reißverschluss zwischen Stadt und Landschaft“ bietet noch ungenutzte Potenziale zur Stärkung des Freizeitwertes der Stadt. In der gesamtstädtischen Betrachtung stellt der Ortsteil Kammer einen weiteren räumlichen Schwerpunkt dar.
Zentrales Fuß- und Radwegenetz optimieren Gewässer erlebbar machen Landschaftsraum Traun erlebbar machen Wege in die Landschaft ausbauen Grünfuge/Wegeverbindung Mühlbach ausbauen Stadtzufahrten gestalterisch aufwerten Funktional Stärkung der Innenstadt als Einkaufsstandort K
Kulturelles Angebot sichern und entwickeln
F
Freizeitstandorte qualifizieren
B
Mobilitätsknoten Bahnhof stärken Entlastungsstraße einbinden Verkehrskonflikte lösen
P
Innerstädtisches Parkplatzangebot optimieren
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 3 I Verkehr und Mobilität Überblick und Verortung der Projekte
IKG
7
3
5 2
4
6 8
3
1. Fahrradstadt Traunstein
6. Machbarkeit Bypass Bahnhof
2. Verbindung Wohnen - Innenstadt
7. Anschluss Gewerbegebiet Nord
3. Verbindung Wohnen - Traun
8. Kreisverkehr Chiemseestraße
4. Verbindung Oberstadt - Unterstadt mit Aufzug Altstadt
9. Traunstein Barrierefrei 10. Verkehrskonzept Stadt Traunstein
5. Umgehung Scheibenstraße - Schützenstraße
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Verkehr und Mobilität I Handlungsfeld 3
Fahrradstadt Traunstein (VM 1)
Verbindung Wohnen - Traun (VM 3)
Erarbeitung eines Radwegekonzepts zur Optimierung und zum Ausbau der Radwege im Stadtgebiet
Konzeption für die Anlage durchgängiger Wege zwischen den Wohngebieten und dem „Naherholungsraum Traun“
t Detaillierte Bestandsaufnahme mit Verbesserungsvorschlägen:
t Vernetzung der Wohnstandorte mit den Naherholungs- und Freizeitstandorten durch Fuß- und Radwege
t Lücken im Radwegenetz schließen t Aufwertung bestehender Radwege t Einbindung von Rastplätzen t Verbesserung der Beschilderung t Einbindung der Tourismusverbände, des Stadtmarketings und der Bürger
t Erhöhung der Wohnumfeldqualität durch kurze Wege in die Landschaft t Überwindung von Barrieren (Bahnlinie, Straßen) durch Unterführungen, Stege oder Brücken t Anbindung Traun-Alz-Radweg
t Erarbeitung einer Prioritätenliste
t Definition von Bauabschnitten
Verbindung Wohnen - Innenstadt (VM 2)
Verbindung Oberstadt - Unterstadt, Aufzug Altstadt (VM 4)
Stärkung der fußläufigen Anbindung der Weststadt an die Innenstadt (Fuß- und Radweg) durch optimierte Querungen, insbes. der Bahnlinie t Überprüfung der vorhandenen Unterführung sowie alternativer/ergänzender Querungsmöglichkeiten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie inklusive Kostenberechnung und Priorisierung t Optimierung der Anbindung an die Bahnhofstraße als zentrale Verbindungsachse zur Innenstadt
Verbindung Wohnen - Innenstadt
Schaffen einer barrierefreien Verbindung zwischen der Unterstadt und der Oberstadt im südöstlichen Bereich der Altstadt t Verifizierung geeigneter Standorte z.B. Hofbräuhaus, Kniebos, „Roccoco-Saal“
Verbindung Wohnen - Traun
t Überprüfung der Umsetzbarkeit und der Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer t Konzeption und Umsetzung auf Basis der Analyseergebnisse
t Optimierung der Erreichbarkeit des Mobilitätsknotens Bahnhof t Berücksichtigung der Anforderungen barrierefrei gestalteter öffentlicher Räume
Verbindung Oberstadt - Unterstadt
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RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 3 I Verkehr und Mobilität Umgehung Scheibenstraße Schützenstraße (VM 5) Machbarkeitsstudie zur Schaffung einer Umgehung zur verbesserten Verkehrslenkung und Verkehrsentlastung im Bereich Scheibenstraße West t Erstellung alternativer Entwicklungskonzepte für das Quartier Scheibenstraße/Schützenstraße/ Gasstraße t Beteiligung der Bürger im Rahmen von Planungswerkstätten t Detailplanung der favorisierten Lösung
Beispielhafte Entwicklung der Unterstadt mit Umgehung Scheibenstraße - Schützenstraße Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Machbarkeit Bypass Bahnhof (VM 6) Machbarkeitsstudie zur Verkehrsentlastung der Herzog-Friedrich-Straße durch einen „Straßenbypass“ entlang der Nordkante des Bahnhofsareals (Ausbau Güterhallenstraße) t Verkehrsplanerische Analyse mit Aussagen zur generellen Umsetzbarkeit und Prognoserechnung der Verkehrsströme t ggf. Einbindung der Planung in die Entwicklung des Bahnhofsareals
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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Auszug Rahmenplan: Bypass Bahnhof
Verkehr und Mobilität I Handlungsfeld 3 Anschluss Gewerbegebiet Nord (VM 7)
t Auswahl geeigneter Leuchtturmprojekte sowie Impulsprojekte
Neuordnung und Organisation des Knotenpunktes Wasserburger Straße Kotzinger Straße
t Umsetzung im Rahmen von Maßnahmen im öffentlichen Raum sowie ggf. im Rahmen eines Kommunales Förderprogramms / Kommunalen Geschäftsflächenprogramms
t Optimierung des Verkehrsflusses und der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer t Verbesserung der Erreichbarkeit des Gewerbegebietes u.a. vor dem Hintergrund einer zukünftigen Erweiterung des Gewerbegebiets t Herstellung eines sicheren Bahnübergangs für den MIV und SV Kreisverkehr Chiemseestraße (VM 8) Neuordnung und Organisation des Knotenpunktes Chiemseestraße Jahnstraße - Äußere Rosenheimer Straße t Optimierung des Verkehrsflusses und der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer t Einbindung des Anschlusses der Güterhallenstraße und der Planung „Bypass Bahnhof“
t Förderung der Einbindung Privater zur erfolgreichen Umsetzung der Barrierefreiheit durch Schaffung von Anreizen z.B. Auszeichnungen oder Prämien Verkehrskonzept Stadt Traunstein (VM 10) Konkretisierung der Handlungsansätze zum Thema Verkehr und Einbindung der Maßnahmen im Rahmen der weitergehenden Projektierung t Auswahl geeigneter Leuchtturmprojekte sowie Impulsprojekte t Umsetzung im Rahmen von Maßnahmen im öffentlichen Raum t Klärung von Fördermöglichkeiten
t Optimierung der Fuß- und Radwegeführung t Raumwirksame, hochwertige Gestaltung der Flächen im Kreisverkehr Traunstein Barrierefrei (VM 9) Einbindung der Maßnahmen zur barrierefreien Gestaltung des öffentlichen Raums in den Stadtentwicklungsprozess t Fortschreibung des bestehenden Konzepts und Fortführung im Rahmen einer Lenkungsgruppe
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RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 4 I Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing Überblick und Verortung der Projekte
IKG
7
9 12
7 9
11
6
1. Tourismus- und Kulturentwicklungskonzept
7. Ausbau Übernachtungsangebot
2. Stärkung Stadtmarketing
8. Wohnmobilstellplatz
3. Zentralisierung Veranstaltungsmanagement
9. Realisierung Veranstaltungshalle / Stadtsaal
4. Angebotserweiterung Kultur/ Tourismus
10. Erarbeitung / Umsetzung Beschilderungskonzept
5. Optimierung der Servicequalität
11. Festplatz
6. Optimierung des Angebotes „Freizeitband Traun“
12. Jugendzentrum
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Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing I Handlungsfeld 4
Tourismus- und Kulturentwicklungskonzept (FKT 1) Ausarbeitung eines Tourismus- und Kulturentwicklungskonzeptes t Detaillierte Bestandsaufnahme mit Untersuchung der vorhandenen Kultur-, Freizeit- und Jugendeinrichtungen
der Aufgaben und Rollenteilung / Organisationsmodell)
t Überprüfung der Qualität der bisherigen Kommunikationsmedien, Ausbau einer digitalen Kommuni kationsstrategie
t Verbesserung der Wahrnehmbarkeit / der Bekanntheit von kulturellen Veranstaltungen z.B. durch Optimierung / Realisierung Veranstaltungskalender (Digital, Print)
innert Schaffung einer Kulturstelle halb / außerhalb der Verwaltung
t Enge Abstimmung mit Stadtmarketing und Tourismusmarketing
t Herausarbeiten von Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmalen
Stärkung Stadtmarketing (FKT 2)
t Festlegung von „Leitplanken“ für die künftige Marketing- und Kommunikationsarbeit als Basis für das künftige (Standort-) Marketing
Angebotserweiterung Kultur / Tourismus (FKT 4)
Stärkung des ganzheitlichen Stadtmarketings über die Zusammenführung der Themenbereiche Stadt- und Tourismusmarketing
t Aufzeigen von bisherigen Defiziten, Entwicklung passgenauer kultureller und touristischer Angebote
t Ausarbeitung gemeinsamer operativer Ziele und abgestimmter Maßnahmen im Jahresverlauf
t Definition der Marke Traunstein in der Region des Chiemgau: Image und Profilbildung / Leitbild als „roter Faden“ für künftige Entwicklungen („Wer wollen wir sein?“ „Welche Rolle haben wir in der Region?“) t Stärkere operative Vernetzung des Tourismusmarketings zwischen Chiemgau Tourismus e.v. und kommunalem Tourismusmarketing / Stadtmarketing (Neudefinition
t Strategische Abstimmung mit dem Chiemgau Tourismus e.V. t Zentralisierung Veranstaltungsmanagement (FKT 3) t Optimierung der Vernetzung unterschiedlicher Themenbereiche im Bereich Kultur / Veranstaltungen durch Zentralisierung des Veranstaltungsmanagements
Ausbau überregional bedeutsamer touristischer Angebote mit Strahlkraft t Orientierung am zu erstellenden Leitbild (siehe Tourismus- und Kulturentwicklungskonzept) t Realisierung von ergänzenden Einrichtungen bzw. Destinationen mit überregionaler Bedeutung, Aufgreifen regionaler Besonderheiten (z.B. Salzerlebniswelt, Berg, Bergsteigen, Bier), Schaffen von Erlebniswelten für die ganze Familie
t Einrichtung einer Koordinationsstelle (Management / Kulturamt)
99
RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 4 I Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing
Optimierung der Servicequalität (FKT 5) Durchführung von Maßnahmen zur Qualitätssteigerung im Gastronomie- und Beherbergungsgewerbe, Einzelhandel t Bedienen moderner Kundenwünsche, „Extrameile“ gehen t Fortbildungsmaßnahmen, Schulungen t Zertifizierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen (vgl. z.B. Initiative ServiceQualität Deutschland) Einrichtung eines flächendeckenden kostenfreien WLANs in der gesamten Innenstadt t Zeitgemäßes, modernes Angebot für Touristen und Einheimische t Interessantes Marketinginstrument t Schaffen eines serviceorientierten Angebotes Optimierung des Angebotes „Freizeitband Traun“ (FKT 6) Erweiterung des Sport- und Freizeitangebotes z.B. durch Anlage einer „stehenden Welle“ t Anlage eines Seitenarms bzw. Anpassung des Ufer-/Bachbetts zur Anlage einer „stehenden Welle“ zum Surfen auf dem Mühlbach t Anbindung an den Traun-Alz-Radweg t Standortanalyse, Realisierungsmöglichkeit bzw. Genehmigungsfähigkeit prüfen, Projektierung
100
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Erweiterung des Sport- und Freizeitangebotes z.B. durch Realisierung von öffentlichen Grillstellen t Realisierung und Gestaltung öffentlicher Grillstellen t Klärung der Standortfrage, Realisierungsmöglichkeit bzw. Genehmigungsfähigkeit prüfen Erweiterung des Sport- und Freizeitangebotes durch Realisierung von öffentlichen Beach-Volleyball-Plätzen t Realisierung und Gestaltung öffentlicher Beach-Volleyball-Plätze t Klärung der Standortfrage, Realisierungsmöglichkeit bzw. Genehmigungsfähigkeit prüfen Ausbau Übernachtungsangebot (FKT 7)
Wohnmobilstellplatz (FKT 8) Vervielfältigung des touristischen Angebotes durch Realisierung eins Wohnmobilstellplatzes t Durchführung einer Standortanalyse zur Klärung der Standortfrage t Konzeptentwurf hinsichtlich Anbindung, Gestaltung, Organisation, Betrieb t Enge Abstimmung mit Stadtmarketing und Tourismus Realisierung Veranstaltungshalle/ Stadtsaal (FKT 9) Konzepterarbeitung zum Thema Realisierung Veranstaltungshalle/ Stadtsaal auf der Grundlage der Ergebnisse eines Kulturentwicklungs- und Tourismuskonzepts
Konkretisierung der Bedarfe und Klärung der Standortfrage im Rahmen einer Hotelbedarfs- und standortanalyse unter Einbindung vorliegender Analysen (LRA, Chiemgautourismus)
t Klärung von Aspekten wie Größe/ Fassungsvermögen, anvisiertes Nutzungsspektrum, Arten der Veranstaltungen
t Hotelbedarfsanalyse zur Klärung der benötigten Größe/ Zimmer bzw. Bettenanzahl, Ausprägung (Qualität/ Zielgruppe) und Investitionsförderungsprogramm „Übernachten in Traunstein 2030“
t nach Abschluss der Standortsuche ggf. privat-öffentliche Projektentwicklung
t Durchführung einer Standortanalyse zur Klärung der Standortfrage t Ziel sollte Anbindung an die Bahnhofstraße als Rückgrat für Kultur und Tourismus sein (z.B. KarlTheodor-Platz oder Bahnhofsareal)
t Durchführung einer Standortanalyse zur Klärung der Standortfrage
Freizeit, Kultur, Tourismus und Marketing I Handlungsfeld 4
Erarbeitung und Umsetzung Beschilderungskonzept (FKT 10) Optimierung der Tourismusinfrastruktur im Rahmen der Verbesserung des örtlichen Beschilderungskonzeptes in Traunstein sowie der Entwicklung eines Outdoor- und Wanderwegekonzeptes um Traunstein t Verbesserung der Orientierung für den Besucher in und um Traunstein sowie Aufmerksam machen auf Besonderheiten
Jugendzentrum (FKT 12) Optimierung des Angebotes für die Zielgruppe „Jugendliche“ t Definition der Ansprüche an einen Jugendtreff im Rahmen einer Projektgruppe „Jugend“ t Standortsuche und Umsetzung Jugendtreff; Ziel ist Bahnhof West
t Behutsame Erschließung des landschaftsräumlichen Potenzials/ der naturräumlichen Besonderheiten um Traunstein über ein Wegekonzept t Verbesserung der Erlebbarkeit der Natur für Kinder (z.B. Realisierung von innerstädtischen Kleinbiotopen und Naschgärten) t Detaillierte Kartierung/ Aufnahme der Ausgangssituation t Ausdifferenzierung von Schwerpunkten und Besonderheiten t Ausarbeitung von Wegweisern, Infotafeln etc. t Einbindung Stadtmarketing und Tourismus Festplatz (FKT 11) Feinuntersuchung Festplatz t Abwägung und Diskussion zur Notwendigkeit einer Verlagerung des Festplatzes t Durchführung einer Standortanalyse zur Klärung der Standortfrage Festplatz
101
RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 5 I Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung Überblick und Verortung der Projekte
4 IKG
13 14
102
ISEK STADT TRAUNSTEIN
7
12
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung I Handlungsfeld 5
1. Gewerbeflächenentwicklungs- und vermarktungskonzept 2. Wirtschaftsförderung 3. Gewerbe-Monitoring 4. Interkommunales Gewerbegebiet „Traunstein Nußdorf“ 5. Einzelhandelskonzept 6. Nahversorgung 7. Schlüsselimmobilien und Einzelhandelsmagnet 8. Aufwertung der wesentlichen Handelslagen 9. Modernisierung und Vitalisierung bestehender Betriebe 10. Leerstands-/ Flächenmanagement 11. Kommunales Geschäftsflächenprogramm 12. Projektentwicklung Höllgasse / Fuchsgrube 13. Projektentwicklung Bahnhofsareal West 14. Bestandsentwicklung und Neuordnung Bahnhofsareal Ost
Gewerbeflächenentwicklungsund vermarktungskonzept (GEV 1) Ausarbeitung eines Gewerbeflächenentwicklungs- und -vermarktungskonzeptes als Basis für die kommunale Wirtschaftsförderung t Quantifizierung und Qualifizierung des aktuellen und künftigen Bedarfs an Gewerbeflächen t Aufzeigen von Entwicklungschancen und Stärkung des Gewerbes und des örtlichen Handwerks t Ausbau und Diversifikation der Wirtschaftsstruktur, Impulse durch Neuansiedlungen t Kommunikation der Standortvorteile, Ermöglichung einer gezielten Adressbildung von Traunstein als Gewerbestandort, Verbesserung des Bekanntheitsgrades t Gezielte Direktansprache und Einbindung der Bestandsbetriebe
Wirtschaftsförderung (GEV 2) Ausbau der kommunalen Wirtschaftsförderung t Begleitung / Umsetzung der Ergebnisse des Gewerbeflächenentwicklungskonzeptes t Neuakquisition von Betrieben t Enge Abstimmung mit dem Stadtmarketing Traunsteins t Aufbau regelmäßiger Austauschformate der Unternehmerschaft (z.B. Unternehmerkonferenzen, Unternehmerfrühstück); Ziel: Stärkere Vernetzung bzw. Abstimmung der Stadt/ Unternehmerschaft
Gewerbe-Monitoring (GEV 3) Installation eines Gewerbe-Monitorings für einen besseren Gesamtüberblick von Entwicklungen auf städtischer Ebene t Turnusmäßige Durchführung einer Unternehmensbefragung t Ziel: Erkenntnisgewinn über Bedarfe (Vergrößerung, Verlagerung) der Unternehmerschaft t Ableitung von Reaktionsmöglichkeiten für die Wirtschaftsförderung auf Veränderungen bzw. Bedarfe (insbesondere auch hinsichtlich kleinteiliger Handwerksbetriebe) Interkommunales Gewerbegebiet „Traunstein Nußdorf“ (GEV 4) Schaffung neuer Flächenverfügbarkeiten für Gewerbe durch Realisierung eines Interkommunalen Gewerbegebietes „Traunstein Nußdorf“ t Schaffen wirtschaftlicher Impulse durch die Neuansiedlung von Betrieben und Sicherung von Entwicklungsmöglichkeiten bestehender Betriebe/ Stärkung des öffentlichen Handwerks als Ziel t Realisierung eines Flächenwachstums im Gewerbe vorwiegend im GE-Nord t Vereinbarung und Beschluss überkommunaler, klarer Ziele mit Nußdorf als wichtige Herausforderung für eine optimale Steuerung; t Optimale Erschließung des Gewerbegebietes Nord sowie allgemeine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
103
RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 5 I Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung Einzelhandelskonzept (GEV 5) Ausarbeitung eines Einzelhandelskonzeptes t Aufzeigen von Angebots-, Marken-, Branchen- und Konzeptlücken t Darlegung gezielter Entwicklungsperspektiven und Qualifizierungserfordernisse (z.B. im Bereich Nahversorgung) t Schaffen einer informellen Planungsgrundlage im Einzelhandel Nahversorgung (GEV 6) Optimierung und langfristige Sicherung der Nahversorgung t gezielte Ergänzungen bisher unterversorgter Bereiche t Forcierung der Dorfladeninitiative, Entwicklung eines Dorfladenkonzeptes, Machbarkeitsanalyse, Umsetzungsbegleitung bis hin zur Unternehmersuche
Schlüsselimmobilien, Gespräche mit Eigentümern und der Stadt, Diskussion von Verwertungsmöglichkeiten und Erörterung von Ansatzpunkten möglicher Handlungskonzepte Aufwertung der wesentlichen Handelslagen (GEV 8) vgl. hierzu Handlungsfeld 1 „Stadtbild und öffentlicher Raum“ Modernisierung und Vitalisierung bestehender Betriebe (GEV 9) Durchführung von Ladenchecks als hilfreiche Maßnahme zur Qualifizierung von Einzelhandel t Aufdecken von Optimierungs-/ Modernisierungsmöglichkeiten durch „die Kundenbrille“, Fachmännische Beratung durch Experten t Werbung für Einzelhandel über mögliche Bekanntmachung in der Presse (Öffentlichkeitswirkung)
Schlüsselimmobilien und Einzelhandelsmagnet (GEV 7)
t Qualifizierung/ Weiterentwicklung des lokalen Einzelhandels
Aktivierung von Schlüsselimmobilien zur Schaffung von Flächenverfügbarkeiten im Einzelhandel (Ansiedlung Einzelhandelsmagnet)
Anpassung an neue Erfordernisse im Handel (Online-Handel)
t Verminderung von Versorgungsund Markenlücken
t Aufbau eines einheitlichen, gemeinsamen digitalen Online-Auftritts (Online-Show-Rooming)
t Verringerung der interstädtischen Unternutzung von Immobilien (d.h. Leerstand)
t Erhöhung der Sichtbarkeit im Internet
t Erhöhung der Bindungsintensitäten und Aufenthaltsdauern durch attraktive und interessante Betriebe
t Genaue Kenntnisse der Kundenwünsche über gezielt angelegte Befragungen (z.B. Haushaltsbefragungen, Passantenbefragungen etc.), gemäß Kundenwünschen agieren
t Zunächst: Identifikation von
t Optimaler Austausch untereinan-
104
ISEK STADT TRAUNSTEIN
der, gemeinsames Erarbeiten von Lösungswegen und voneinander profitieren durch Unternehmerworkshops Leerstands-/ Flächenmanagement (GEV 10) Optimierung der Nutzungsstruktur in der Traunsteiner Innenstadt durch Leerstands-/ Flächenmanagement t Aufbau Flächen- und Nachfragedatenbank; Monitoring (Kartierung, Fragebogenverteilung, Eigentümerbefragung, Expertengespräche, Workshops, Gespräche mit Gewerbetreibenden und lokalen Akteuren) t Realisierung von Zwischen- und Nachnutzungskonzepten t Einzelgespräche mit Eigentümern und Gewerbetreibenden zu Investitionsförderungen Kommunales Geschäftsflächenprogramm (GEV 11) Aufstellung eines kommunalen Geschäftsflächenprogramms zur Förderung von Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung t Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen zur Aufwertung bestehender Einrichtungen: Veränderungen der Innenwände, neue Schaufenster, neuer Eingang, neuer Fußboden Wandverkleidungen, Beleuchtungsanlagen t Aufzeigen von Möglichkeiten und Förderung der Herstellung barrierefreier Ladenzugänge t Qualifizierung geplanter Umbauund Modernisierungsmaßnahmen
Gewerbe, Einzelhandel und Versorgung I Handlungsfeld 5
Beispielhafte Entwicklung Bahnhofsareal Ost Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Projektentwicklung Höllgasse / Fuchsgrube (GEV 12) Feinplanung / Nutzungskonzeption einer privaten Projektentwicklung t Gemeinsame Aufwertung der Fläche / des Standortumfeldes (vgl. Taubengasse) t Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes inkl. Kostenschätzungen in Kooperation mit Eigentümer und Stadt Projektentwicklung Bahnhofsareal West (GEV 13) Projektentwicklung zur Aktivierung der bestehenden Brachflächen und untergenutzten Bereiche t Vorbereitung zur Projektentwicklung
t Rahmenplanung Nutzungsspektrum / Nutzungsbesatz, Investorenwettbewerb t Realisierung eines attraktiven Nutzungsbesatzes (z.B. Dienstleistungs-, Bildungs-, Kultur-, Übernachtungs- und Wohnungsangebote) t Einbindung der Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung (Machbarkeit Bypass)
Bestandssituation Bahnhofsareal West
Postgebäude) im Rahmen einer städtebaulichen Feinuntersuchung t Entwicklung eines Nutzungs- und Bebauungskonzeptes unter den Aspekten einer abschnittsweisen Realisierung t Ansiedlung von Dienstleistungsbetrieben und ergänzenden Nutzungen
t Stärkung der Anbindung des Areals an die Stadtseite Bestandsentwicklung und Neuordnung Bahnhofsareal Ost (GEV 14) Aufwertung und Stärkung des Standortes durch Etablierung neuer Nutzungen t Einbindung der Eigentümer (u.a.
105
RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 6 I Energie und Klimaschutz Überblick und Verortung der Projekte
5
4
5
5
3
5
4
5 5 5 4 5
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ISEK STADT TRAUNSTEIN
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Energie und Klimaschutz I Handlungsfeld 6 1. Energienutzungsplan 2. Nahwärmekonzeption öffentliche Liegenschaften 3. Leitfaden stadtbildgerechte energetische Sanierung 4. Solarenergie 5. Optimierung Wasserkraft 6. Konzeption nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung
Energienutzungsplan (EK 1) Erstellung eines kommunalen Energiekonzeptes zur Erreichung der übergeordneten Klimaschutzziele und der Ziele einer nachhaltigen Energieversorgung t Ermittlung der örtlichen Potenziale zur Energieeinsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien in den Bereichen Wärme (inkl. Prüfung industrieller Abwärmequellen), Strom (inkl. Windkraftanalyse) und Verkehr t Definition von Zielwerten und Maßnahmen t Abwägung der Maßnahmen (Zielkonflikte Energie - Landschaftsbild, Tourismus aufarbeiten) t Erarbeitung eines detaillierten Projekt- und Maßnahmenkatalogs, inkl. Priorisierung t Einbindung der Stadtwerke als „Motor“ für die Umsetzung Nahwärmekonzeption öffentliche Liegenschaften (EK 2) Erstellung eines Nahwärmekonzepts für eine nachhaltige Energieversorgung der „Energie-Großverbraucher“ auf Basis des Energienutzungsplans t Detailanalyse der Verbrauchsdaten insbes. öffentlicher Liegenschaften (Krankenhaus, Schulen, Schwimmbad etc.) t Definition von Handlungsschwerpunkten und Benennung eines Impulsprojekts
Bestehendes Wasserkraftwerk
Beispiel Photovoltaikdachflächenanlagen
Leitfaden stadtbildgerechte energetische Sanierung (EK 3)
Optimierung Wasserkraft (EK 5)
Erstellung eines Leitfadens zur stadtbildgerechten, energetischen Sanierung t Regelung zur Nutzung von Solaranlagen in der Altstadt/Unterstadt/Salinenstadt/Kurstadt t Empfehlungen zur energetischen Optimierung der Gebäudehülle unter denkmalpflegerischen Aspekten t Empfehlungen zur Nutzung regenerativer Energien aufgrund örtlicher Potenziale (z.B. Wasser-Wasser-Wärmepumpen) t Förderwegweiser t Sanierungs- und Energieberatung im Zusammenhang mit dem Kommunalem Förderprogramm Solarenergie (EK 4) „Informationskampagne Solaranlagen“ zur Errichtung von Photovoltaik-Dachflächenanlagen auf Gewerbehallen (und öffentlichen Liegenschaften) t Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung t Umsetzung nach Möglichkeit in Form von Bürgerenergieanlagen zur Erhöhung der kommunalen Wertschöpfung unter Beteiligung der Bürger t Einspeisung in das Netz / Direktvermarktung bei Nennleistung > 100 kWp
Optimierung der Nutzung der Wasserkraft zur Energiegewinnung sowie Einbindung in die Umweltbildung t Anbindung der Anlagen an die Wegeführung entlang des Mühlbachs und an den Traun-AlzRadweg, Beschilderung/Informationstafeln t Öffnung z.B. der Walzmühle oder des Unterwerks II für Besucher („Museum“) Konzeption nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung (EK 6) Erarbeitung eines Maßnahmenpakets zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung auf Basis des Generalentwässerungsplans der Stadt Traunstein t Abkopplung von Entwässerungsflächen von bestehenden Kanälen zur Entlastung/Vermeidung erforderlicher Erweiterungen t Anlage straßenbegleitender Regenwassermulden t Flächenentsiegelung t Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung und -speicherung t Anreizförderung zur Regenwasserversickerung/-nutzung im Bereich der privaten Grundstücke t sukzessive Umsetzung der Maßnahmen
107
RAHMENPLAN I MASSNAHMEN Handlungsfeld 7 I Kammer-Rettenbach Überblick und Verortung der Projekte
6 2 4
3
5
4 5
1. Ortsteilentwicklungskonzept 2. Nahversorgung Kammer
5. Wohnbauflächenentwicklung und Ortsabrundung
3. Schule - MZW
6. Stärkung des örtlichen Handwerks
4. Gestaltung Ortsmitte
108
ISEK STADT TRAUNSTEIN
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Kammer-Rettenbach I Handlungsfeld 7
Beispielhafte Umgestaltung der Ortsmitte in Kammer Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Bestandssituation Ortsmitte Kammer
Ortsteilentwicklungskonzept (KR 1) Detaillieren der Ziele und Projekte für den Ortsteil Kammer-Rettenbach
t Einbindung der Ergebnisse des Energienutzungsplans (ggf. Aufbau eines Nahwärmenetzes im Zuge von Straßenbaumaßnahmen)
t parzellenscharfe Bestandsanalyse, Analyse der Stärken, Schwächen, Potenziale und Restriktionen t Definition von Zielen und Projekten für die zukünftige Entwicklung t Erstellung eines detaillierten Projekt- und Maßnahmenkatalogs, inklusive Zeit-/Kosten- und Finanzierungsplan, Ausweisung eines Sanierungsgebietes Nahversorgung Kammer (KR 2) Regionalmarkt zur Sicherung der (Teil-) Grundversorgung etablieren: t geeignete Räumlichkeiten ermitteln (zentrale Lage, möglichst an der Ortsdurchfahrt TS 1) t Finanzierungs- und Betreibermodell erarbeiten
t lokale/regionale Landwirte einbinden, gezielte Ergänzung nahversorgungsrelevanter Sortimente Schule - MZW (KR 3) Neubau einer Mehrzweckhalle im Umfeld der bestehenden Schule t Schaffung geeigneter Räumlichkeiten für den Schulsport t Erweiterung des Angebots für gemeinschaftliche und private Nutzungen sowie Veranstaltungen Gestaltung Ortsmitte (KR 4) Gestaltung der Ortsmitten als zentrale Treffpunkte des Dorflebens t Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Platzgestaltung, Möblierung, Begrünung und Beleuchtung
Wohnbauflächenentwicklung und Ortsabrundung (KR 5) Wohnflächenentwicklung auf Basis des gesamtstädtischen Wohnbauflächenentwicklungskonzepts t Aktivierung von Baulücken, Aufstellung von Einbeziehungssatzungen t Gestaltung und Begrünung der Ortsränder, Sicherung der Erschließung landwirtschaftlicher Flächen Stärkung des örtlichen Handwerks (KR 6)
t Einbindung von Außengastronomie und Flächen für Dorffeste
Überprüfung der Potenziale für gewerbliche Nutzungen, insbesondere für das örtliche Handwerk
t Gestaltung und verkehrliche Beruhigung der Ortsdurchfahrten
t Ausweisung von Flächen für gewerbliche / gemischte Nutzungen
109
Rahmenplan I Maßnahmen
6 1 I handlungsfeld stadtbild und öffentlicher Raum _ 80 2 I handlungsfeld Wohnen und Wohnungswirtschaft _ 8 3 I handlungsfeld Verkehr und Mobilität _ 78 4 I handlungsfeld freizeit, kultur und tourismus _ 78 5 I handlungsfeld gewerbe, Einzelhandel und Versorgung _ 78 6 I handlungsfeld Energie und klimaschutz _ 78 7 I handlungsfeld kammer-Rettenbach _ 78
RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn Rahmenplan kernstadt Stadtbild und Stadtgestalt Die Bewahrung und Entwicklung des historischen Stadtbilds ist eine Schlüsselaufgabe zur Sicherung der Identität der Stadt und ein zentrales Thema der Baukultur. Dabei ist nicht nur die öffentliche Hand angesprochen. Vielmehr müssen die privaten Eigentümer dazu ermutigt werden, in ihre Immobilien zu investieren. Da es sich hierbei auch um ein öffentliches Interesse handelt, sollte die Stadt Unterstützung leisten. Dies kann erfolgen durch fundierte fachliche Beratung oder finanzielle Förderungen. Die einzelnen Handlungsschwerpunkte sind der nebenstehenden Karte zu entnehmen. Flächenpotenziale Aufgrund der hohen Nachfrage im Wohnungsbereich und der geringen Flächenverfügbarkeit in den bestehenden Wohn- wie auch Gewerbegebieten, ist die Ausweisung von Flächen über die Darstellung des Flächennutzungsplans hinaus, indiziert. Stadtnahe Potenzialflächen sind entsprechend ihrer beabsichtigten Nutzung als Entwicklungsschwerpunkte im Rahmenplan gekennzeichnet, weitere Sondierungsbereiche können im Zuge einer langfristigen Entwicklung überprüft werden. Gewerbe und Einzelhandel Im Bereich Gewerbe und Handel kommt der Sicherung und Stärkung des Einzelhandels, insbesondere in der Stadtmitte, sowie der Weiterentwicklung des Gewerbestandorts Traunstein eine zentrale Aufgabe zu. Neben Maßnahmen zur Qualifizierung im Bestand kann eine sinnvolle Weiterentwicklung nur durch die Ausweisung neuer Flächen im Zusammenhang mit einer Kooperation mit der Nachbargemeinde gelingen.
Landschaft und Freiraum Landschaftskorridore gliedern den Siedlungsraum und sind gleichzeitig Verbindungsräume in die Landschaft. Sie dienen als Frischluftschneisen und stellen wichtige Naherholungsräume für die Bewohner dar. Von besonderer Bedeutung ist hierbei der Landschaftsraum der Traun sowie die im Osten angrenzenden, bewaldeten Hangflächen. Verkehr Kernaufgabe ist die nachhaltige Gestaltung der Mobilität, insbesondere durch einen Ausbau des Radwegenetzes, die Stadtbild und Stadtgestalt
verkehrliche Beruhigung der Innenstadt sowie die Optimierung der Angebote für den ruhenden Verkehr. Darüber hinaus ist es erforderlich, in Problembereichen, wie z.B. der Unterstadt sowie in bestimmten Kreuzungsbereichen verkehrliche Lösungen zu erarbeiten. Für alle Handlungsfelder gilt, dass geeignete Maßnahmen und Instrumente für die weitere Umsetzung definiert sowie zeitnahe Impulse gesetzt werden müssen. Im Folgenden sind die zentralen Maßnahmenvorschläge dargestellt. Landschaft und Freiraum Wald
Historisch bedeutsamer Stadtraum „Stadt der vier Gesichter“
Grün- und Freiflächen
Zentrale Plätze Übergeordnete stadträumliche Verknüpfungen
Landschaftssicherung/von Bebauung freizuhaltende Flächen
Umstrukturierungsbedarf
Grünvernetzung
Sanierungs-/Aufwertungsbedarf
Reißverschluss Traun
Gestaltung Stadtzufahrten
Entwicklungsbereich Mühlbach
Entlastung und Gestaltung innerstädt. Straßen
Wiederherstellung des „grünen Rings“ um die Altstadt
Stadträumliche Verbindungen Ausbildung einer attraktiven Adresse Gestaltung Stadtrand
F
Entwicklungsbereich Freizeit
Verkehr Optimierung übergeordnetes Straßennetz
Flächenpotenziale
Ergänzungen im Erschließungsnetz (Bypass)
Entwicklungsschwerpunkt Wohnen
Optimierung für den Fuß- und Radverkehr
Reserveflächen Wohnen
Ergänzungen im Fuß- und Radwegenetz
Entwicklungsschwerpunkt Sondernutzung/ gemischte Nutzung
P
Entwicklungsbereich Ruhender Verkehr
Reserveflächen gemischte Nutzung
B
Bahnhof
Entwicklungsschwerpunkt Gewerbe Weiterentwicklung Klinikum Traunstein Gewerbe und Einzelhandel Zentrum des Einzelhandels Ausbildung einer attraktiven Gewerbeadresse IKG
Interkommunale Kooperation
Grundlagen Siedlungsfläche (Bestand) Gebäude (Bestand) Gewässer Bahnlinie Bundesstraße
Begrenzung der Gewerbeentwicklung
78
ISEK stAdt tRAunstEIn
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
IKG
RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn handlungsfeld 1 I stadtbild und öffentlicher Raum Überblick und Verortung der Projekte
3
4 11 10
9
8
12 7
5 1 2
1. Entwicklung und Gestaltung Karl-Theodor-Platz
8. Straßenraumgestaltung Ludwigstraße
2. Salinenpark und Platzgestaltung Rupertistadel
9. Straßenraumgestaltung Herzog-Friedrich-Straße
3. Aufwertung und Sanierung Unterstadt
10. Grüne Stadtzufahrt Chiemseestraße
4. Gestaltung Fußweg, Ufer und Freiflächen am Mühlbach
11. Straßenraumgestaltung Bahnhofstraße / Bahnhofsplatz / Querung Herzog-Friedrich-Straße
5. Entwicklungskonzept Traunerstraße
12. Sanierung „Roccoco Saal“
6. Gestaltungshandbuch und Kommunales Förderprogramm
13. Kommission für Stadtbild und Architektur
7. Gestaltung Maxplatz
80
ISEK stAdt tRAunstEIn
14. Einbindung aktueller und bestehender Planungen: Kommunales Denkmalkonzept Teil 2 Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
stadtbild und öffentlicher Raum I handlungsfeld 1
Bestandssituation Karl-Theodor-Platz
Beispielhafte Entwicklung des Karl-Theodor-Platzes Bebauungskonzept: Büro Felix und Jonas, Städtebauliche Feinuntersuchung - LGS 2022 Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Entwicklung und Gestaltung KarlTheodor-Platz (SR 1) Bebauungskonzept zur Aufwertung der Raumkanten des Platzes und Schaffung neuer Nutzungsangebote. •
z.B. Tagungshotel, kulturelle Einrichtung, Veranstaltungssaal, Außengastronomie)
Erweiterung der Grünfläche um die Salinenkapelle. Gestaltung durch Begrünung, Wegebau, Ausstattung (z.B. Brunnen, Stadtmobiliar) und Beleuchtung.
tenwettbewerb) zur Optimierung des Angebots für den ruhenden Verkehr •
Vermeidung von Parksuchverkehr
•
Berücksichtigung moderner Qualitätsstandards zur Erhöhung der Akzeptanz (Belichtung, Belüftung, Raumhöhe, Breite der Stellplätze, Komfort der Erschließung etc.)
•
Definition Betreiber- und Bewirtschaftungsmodell
Neubau einer zweigeschossigen Tiefgarage mit ca. 500 Stellplätzen. •
Architekten-/Landschaftsarchitek-
81
RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn handlungsfeld 1 I stadtbild und öffentlicher Raum
Salinenpark und Platzgestaltung Ruperti-Stadel (SR 2) Aufwertung und Gestaltung der Vorfläche des Rupertistadels. • Aufheben der Trennwirkung zwischen Gehweg und Vorplatz •
Pflasterung, Begrünung, Beleuchtung
•
Gestaltung des Übergangs über die Salinenstraße (Shared-Space Bereich als Querungshilfe und Verkehrsberuhigung der Salinenstraße)
•
Gestaltung der Anbindung an den neuen Salinenpark
Gestaltung und Anbindung an den Salinenpark. Beispielhafte Gestaltung des Salinenparks mit Platzgestaltung Ruperti-Stadel Gestaltungskonzept: Mahl-Gebhard-Konzepte, Bewerbungsbroschüre zur LGS 2022 Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Aufwertung und Sanierung Unterstadt (SR 3) Feinuntersuchung zur Ermittlung der sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und der anzustrebenden Ziele und Maßnahmen. •
Ermittlung des Sanierungsbedarfs der Gebäude und (öffentlichen) Freiflächen
•
Verifizierung der Möglichkeiten des Stadtumbaus (z.B. Umsiedlung Feuerwehr / Parkhaus, Verkehrsführung Scheibenstraße - Schützenstraße)
•
Ermittlung der Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer (Fragebogen / Beteiligung)
82
ISEK stAdt tRAunstEIn
Bestandssituation Unterstadt
stadtbild und öffentlicher Raum I handlungsfeld 1
Beispielhafte Umgestaltung des Mühlbachs Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Bestandssituation Mühlbach
Gestaltung Fußweg, Ufer und Freiflächen am Mühlbach (SR 4)
Anforderungen aus der Nutzung der Wasserkraft)
Erhöhung der Erlebbarkeit des Themas Wasser im Stadtbild; Steigerung der Aufenthaltsqualität am Mühlbach.
•
Einbinden von Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten (Bänke, Spielgeräte)
•
Feinplanung und Grunderwerb von Begleitflächen entlang des Bachlaufs
•
•
Verbreiterung und durchgängige Gestaltung der Fußwegverbindung (Erneuerung des Oberbaus, Beleuchtung und ggf. Informationstafeln einbinden)
Verbesserung der Erlebbarkeit der Natur für Kinder (z.B. Realisierung von innerstädtischen Kleinbiotopen und Naschgärten)
•
Ufer- und Freianlagengestaltung (Rückbau der betonierten Ufer-/ Sohlbefestigungen, ökologische Aufwertung, naturnahe Ufergestaltung in Abstimmung mit den
83
RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn handlungsfeld 1 I stadtbild und öffentlicher Raum
Beispielhafte Entwicklung im Bereich der Traunerstraße Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Bestandssituation Traunerstraße
Beispielhafte Umgestaltung eines Gebäudes Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2013
Bestandssituation Beispielgebäude
84
ISEK stAdt tRAunstEIn
Stadtbild und öffentlicher Raum I Handlungsfeld 1 Entwicklungskonzept Traunerstraße (SR 5) Umstrukturierung des Bereichs Traunerstraße West, zwischen Kniebos und Seehuberweg. •
Überprüfung der Möglichkeiten zum Rückbau der bestehenden Nebengebäude entlang des Mühlbachs
•
Einbindung der Eigentümer, Ermittlung der Mitwirkungsbereitschaft
•
Schaffung neuer innerstädtischer Wohnungsangebote
•
Aufwertung des Mühlbachs und der Seitenflächen zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität (Grünflächen, Bänke, Spielbereiche für Kinder)
GESTALTUNGSEMPFEHLUNGEN I FASSADENFARBE
Wohn- und Geschäftsgebäude
mpfehlungen
Gestaltungshandbuch und Kommunales Förderprogramm (SR 6) Erarbeitung eines Gestaltungsleitfadens mit Beispielen und Empfehlungen für die Sanierung und Gestaltung privater Anwesen im Altstadtbereich. Erarbeitung einer Gestaltungssatzung als Grundlage für die Vergabe kommunaler Fördergelder (Anreizförderung zur Erhöhung der Investitionsbereitschaft privater Eigentümer). Förderfähige Maßnahmen: Ortsbild und Ortsstruktur Gebäude Gestaltung von Werbeanlagen Hof, Freifläche und Garten Beispielhafter Auszug aus einem Gestaltungshandbuch Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2014
85
Rahmenplan I Massnahmen Handlungsfeld 1 I Stadtbild und öffentlicher Raum
Beispielhafte Umgestaltung des Maxplatzes Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Bestandssituation Maxplatz
Beispielhafte Umgestaltung der Ludwigstraße Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Bestandssituation Ludwigstraße
86
ISEK Stadt Traunstein
Stadtbild und öffentlicher Raum I Handlungsfeld 1
Gestaltung Maxplatz (SR 7) Gestaltung des Maxplatzes als Aufenthaltsraum und Entrée zum Stadtplatz.) •
Ordnung und Beruhigung des fließenden Verkehrs
•
Erhöhung der Qualität und Sicherheit für Radfahrer
•
Optimierung der Gehwege und Aufenthaltsflächen für Fußgänger
•
Steigerung der Aufenthaltsqualität durch gestalterische Maßnahmen und Stadtmöblierung
•
Einbindung von gastronomischen Angeboten
•
Begrünung und Beleuchtung
Beispielhafte Umgestaltung der Herzog-Friedrich-Straße Bildbearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Straßenraumgestaltung Ludwigstraße (SR 8)
Straßenraumgestaltung Herzog-Friedrich-Straße (SR 9)
Gestaltung der Ludwigstraße als Aufenthaltsraum und Teil der „Einkaufsstadt“.
Gestaltung als Boulevard der gründerzeitlichen Kurstadt • Verkehrsberuhigung, Reduktion der Trennwirkung zwischen Bahnhofsareal und Innenstadt, Reduktion der Fahrbahnbreite • Optimierung der Rad- und Fußwege, Begrünung
•
Reduktion der Fahrbahnbreiten
•
Optimierung der Rad- und Fußwege
•
Gestaltung und Optimierung der Angebote für den ruhenden Verkehr (z.B. Abfolge von Parkplätzen und Baumscheiben)
•
Oberflächengestaltung und Begrünung
•
Markierung des Stadtparks
•
Aufwertung der Schaufenster und Ladenvorflächen Bestandssituation Herzog-Friedrich-Straße
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RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn handlungsfeld 1 I stadtbild und öffentlicher Raum
Auszug aus dem Rahmenplan: Aufwertung der Chiemseestraße Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Beispielhafte Umgestaltung der Bahnhofstraße Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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ISEK stAdt tRAunstEIn
Bestandssituation Chiemseestraße
Bestandssituation Bahnhofstraße
stadtbild und öffentlicher Raum I handlungsfeld 1 Grüne Stadtzufahrt Chiemseestraße (SR 10)
•
Einbindung eines Zugangs von der Mühlenstraße aus (Mühlbachsteg)
Gestaltung der Chiemseestraße als „Tor zum Chiemsee“
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Instandsetzung des Saals, der sanitären Einrichtungen und der Ausstattung/Einrichtung
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Verkehrsberuhigung durch gestalterische Maßnahmen im Seitenraum
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Optimierung der Fahrbahnbreiten und der Rad- und Fußwege
Etablieren von kulturellen Veranstaltungen zur Bereicherung des Kulturstandortes Traunstein
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ggf. Einbindung eines Altstadtaufzugs
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ggf. Grunderwerb durch die Stadt
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Begrünung durch Straßenbäume, Beleuchtung Begrünung und Gestaltung der Gebäudevorflächen durch die privaten Eigentümer auf der Basis einer Gestaltungsberatung und kommunaler Fördermittel Straßenraumgestaltung Bahnhofstraße / Bahnhofsplatz / Querung Herzog-Friedrich-Straße (SR 11)
Kommission für Stadtbild und Architektur (SR 13) Installation einer Kommission für Stadtbild und Architektur als Instrument zur Sicherung der Bauqualität •
Gestaltung des Bahnhofsplatzes als Auftakt und der Bahnhofstraße als zentrales Rückgrat für Fußgänger und Radfahrer
Beratung über Gebäudesanierungen und Neubauvorhaben von übergeordneter Bedeutung für die Stadtgestaltung
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Erstellung von Empfehlungen für den Stadtrat und die mit den Vorhaben befassten Behörden
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Begleitung von Bauherren und Architekten durch die Stadtverwaltung
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Rückbau der Unterführung und Gestaltung eines Fußgängerüberwegs über die Herzog-Friedrich-Straße Stärkung der Verbindung zwischen Bahnhofsgebäude und Bahnhofstraße Steigerung der Aufenthaltsqualität durch gestalterische Maßnahmen und Stadtmöblierung / gastronomische Angebote
Förderung und Vermittlung von Baukultur •
Bewahrung und Pflege des baukulturellen Erbes betonen
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Stärkung von Standorten durch die Identifizierung, Förderung und Vermittlung der regionalen Identität
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Bei Auftrags- und Grundstücksvergaben baukulturelle Kriterien einbeziehen
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Vergabe von Preisen und Plaketten zur Motivation privater und öffentlicher Bauherren ausbauen
Sanierung „Roccoco Saal“ (SR 12) Gebäude- und Innenraumsanierung zur Reaktivierung des historischen „Roccoco-Saals“ als Veranstaltungsraum
Einbindung aktueller und bestehender Planungen: Kommunales Denkmalkonzept Teil 2 (SR 14) Erstellung eines Ziel- / Maßnahmenplans im Rahmen des Kommunalen Denkmalkonzeptes (KDK Teil 2), definieren von Leitzielen und Strategien auf der Basis der Ziele des ISEKs sowie der Ergebnisse des KDK Teil 1 •
Auswahl geeigneter Leuchtturmprojekte sowie Impulsprojekten / Vertiefung der Maßnahmen über Maßnahmensteckbriefe
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Umsetzung der Maßnahmen auf Grundlage eines Maßnahmenplans mit Kosten- und Finanzierungsübersicht
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Umsetzung und Erfolgskontrolle - Erstellung eines Jahresplans mit beabsichtigten sowie bereits realisierten Maßnahmen
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Information der Öffentlichkeit
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Förderung der Einbindung Privater zur erfolgreichen Umsetzung durch Schaffung von Anreizen z.B. Prämien für vorbildliche private Maßnahmen
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Zuschüsse über ein kommunales Förderprogramm (Vorteil der gestalterischen Qualitätskontrolle)
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RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn handlungsfeld 2 I Wohnen und Wohnungswirtschaft Überblick und Verortung der Projekte
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3
1
1. Wohnstandort Festplatz 2. Wohnbauflächenentwicklung 3. Wohnen an der Traun - Standort Feuerwehr und Bauhof 4. Baulückenmobilisierung
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ISEK stAdt tRAunstEIn
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Wohnen und Wohnungswirtschaft I handlungsfeld 2
Beispielhafte Bebauung des Festplatzes Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Bestandssituation Festplatzes
Wohnstandort Festplatz (W 1) Festplatz als Standort für kostengünstiges, innenstadtnahes Wohnen entwickeln (Verlagerung des Festplatzes /der Chiemgauhalle) •
Entwicklung eines Erschließungsund Bebauungskonzepts im Rahmen eines Investorenwettbewerbs
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Gestaltung einer grünen Kante und eines baulichen Schallschutzes zur Bundesstraße
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Anbindung an die Traun und die Salzmanninsel
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Anbindung an die Naherholungsgebiete östlich des Standorts
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RAhMEnPlAn I MAssnAhMEn handlungsfeld 2 I Wohnen und Wohnungswirtschaft Wohnbauflächenentwicklung (W 2) Erstellung eines Wohnbauflächenentwicklungskonzepts zur bedarfsgerechten Schaffung neuer Wohnungsangebote und zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung •
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Detaillierte Standort- und Bedarfsanalyse für die mittel- bis langfristige Wohnbauflächenentwicklung
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Definition von Bauabschnitten, Bebauungs- und Wohnungstypologien zur Schaffung eines differenzierten Angebots Qualitätvolle Gestaltung der Stadtränder
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Auszug aus dem Rahmenplan: Wohnbauflächenpotenziale Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Wohnen an der Traun Standort Feuerwehr und Bauhof (W 3) Entwicklungsmöglichkeit 1 Neue Wohnbauflächen in zentraler Lage durch Maßnahmen des Stadtumbaus entwickeln (Feuerwehr und Bauhof mittel- bis langfristig verlagern), Wohnen an der Traun etablieren •
Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Verlagerung der Feuerwehr und des Bauhofs, inkl. Kosten-/ Finanzierungs- und Umsetzungskonzept
Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
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ISEK stAdt tRAunstEIn
Beispielhafte Entwicklung Standort Feuerwehr und Bauhof - Möglichkeit 1
Wohnen und Wohnungswirtschaft I handlungsfeld 2 Wohnen an der Traun Standort Feuerwehr und Bauhof (W 3) Entwicklungsmöglichkeit 2 •
Nutzung des bestehenden Parkhauses als Quartiersgarage
Beispielhafte Entwicklung Standort Feuerwehr und Bauhof - Möglichkeit 2 Kartengrundlage: Bayerische Vermessungsverwaltung, Digitale Flurkarte, 2015 Bearbeitung: Schirmer I Architekten + Stadtplaner, 2016
Baulückenmobilisierung (W 4) Erstellung eines Brachflächen-, Baulücken- und Leerstandskatasters zur Mobilisierung vorhandener Innenentwicklungspotenziale •
erfassen, dokumentieren von unbebauten Wohnbauflächen
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erfassen und dokumentieren von Wohnungs- Gebäudeleerständen
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Bereitstellung der Daten auf der städtischen Internetseite
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Abfrage der Verkaufsbereitschaft
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Immobilienportal
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