BAYERNS BESTES
FC BAYERN Wie bayerisch ist der Verein?
BETTFLÜCHTIG Karl Theodors Angetraute
Wiesn fieber
3,80 €
Wer ist wo auf dem Oktoberfest
AUSGABE 9
BAYERN LAND & LEUTE
EDEKA Sü
dbayern
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Editorial
Bayern Land & Leute Für viele ist der Herbst die schönste Jahreszeit in Bayern. Die Wetterlage ist meist stabil; es ist tagsüber sonnig, nicht zu heiß, so dass die Unternehmungslust nicht durch übermäßige Hitze gebremst wird. Wandern ist angesagt. Wir haben für Sie einige Touren ausgesucht, die Sie auch mit Ihren Kindern angehen können.
Impressum:
espresso multimedia GmbH Ingolstadt Wagnerwirtsgasse 8 85049 Ingolstadt UStId: DE 128573473 Verantwortlich i.S.d. § 6 Abs. 2 MDStV: Hermann Käbisch
Durch einen Zufall wurden wir auf die Tegernseefischer aufmerksam. Wir besuchten aber nicht nur deren Bistro in Bad Wiessee sondern schauten uns das bei der Prominenz so beliebte Tegernseer Tal insgesamt an und waren begeistert. Gourmets kommen hier nicht nur bei den Fischern und im legendären Bräustüberl in Tegernsee auf ihre Kosten. In Tegernsee und Rottach-Egern gibt es gleich vier Sterne-Köche. Maiwerts Restaurant stellen wir Ihnen vor. Christian Jürgens im Hotel Überfahrt haben wir bereits in Ausgabe 5 (Heft Januar/Februar 2016) präsentiert.
Telefon: 0841 / 9 51 54-0 Telefax: 0841 / 9 51 54-120 kaebisch@espresso-mediengruppe.de info@bayernsbestes.de Geschäftsführung: Hermann Käbisch, Maria Käbisch Projektleitung: Hermann Käbisch, Christina Porebski Marketing Natali Motter, Evelin Raffalt, Christina Porebski Redaktion Melanie Arzenheimer, Hermann Käbisch, Silke Federsel, Christina Porebski, Edgar Mayer, Andreas Thamm, Melanie Bäumel-Schachtner, Anja Keilbach, Anita Haas, Sabine Kaczynski Layout: designerie-Werbeagentur Sonja Wiedemann Kristin Leichtl, Daniela Kornprobst, Nadine Morell Christina Porebski, Jonas Wagner
Während die Prominenten im Tegernseer Tal eher zurückgezogen leben, suchen sie auf dem Oktoberfest regelrecht das Licht der Öffentlichkeit. Wer sich wo amüsiert, hat Steffi Bergmüller recherchiert. Auch die Bayernspieler sind auf der Wiesn präsent. Wie bayerisch eigentlich der FC Bayern - das Aushängeschild des Freistaats schlechthin - ist, wollten wir mittels einer nicht ganz ernsthaften Umfrage klären. Dass bayerische Mode mehr ist als Tracht, das beweisen junge Modemacher, die wir Ihnen vorstellen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Druck: Hofmann Nürnberg
Hermann Käbisch
Glückliche Gewinner Über Gutscheine für eine Übernachtung im Doppelzimmer mit zwei Personen und Candle Light Dinner im Hotel & Restaurant „Schwarzer Bock“ durften sich freuen ...
Franziska Knuppe und Christian Moestl auf der Wiesn (c) BrauerPhotos © J.Reetz
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Walburga Tratz, Eichstätt Ivonne Seidel, Obergurig Maria Kiebauer, Neuried
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BAYERNS BESTES DAS MAGAZIN FÜR BAYERN
Wenn Sie uns nicht finden In allen gut sortierten Zeitschriftenläden und in Lebensmittelmärkten in ganz Bayern können Sie BAYERNS BESTES kaufen. Wenn Sie BAYERNS BESTES dort nicht finden, wenden Sie sich bitte an den Marktleiter oder Inhaber. Jeder Laden kann die Zeitschrift über den Grossisten bestellen. Im Internet sind wir unter www.bayerns-bestes.de erreichbar. Bei Facebook finden Sie uns unter facebook.de/Bayerns-Bestes Künftig ist BAYERNS BESTES auch bei Instagram vertreten @bayernsbestes Und auf herkömmliche Art und Weise können Sie uns schreiben, anrufen oder faxen: Bayerns Bestes Wagnerwirtsgasse 8, 85049 Ingolstadt Fax: 0841 95154 120 Tel: 0841 95154 0 Mail: info@bayernsbestes.de facebook.de
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Rubrik XY
Bayerin des monats
Senkrechtstarterin Constanze Lindner und ihre Figuren
Wie viel ist bei den Figuren, die du spielst, von Constanze dabei? Ziemlich viel! Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ich versteh‘ mich mit den Figuren ganz gut, die sind sehr authentisch in ihrer Art. Natürlich sind sie überzogen. Das ist Satire und überspitzt. Aber sie haben ein sehr großes Selbstbewusstsein. Sie machen sich nicht lustig auf Kosten anderer, sondern lustig über sich selbst. Man kann lachen, ohne dass es einem im Hals stecken bleibt. Ich versuch‘ immer, eine charmante Art und Weise zu finden. Damit man sich zwei Stunden zurücklehnen und Spaß haben kann.
Wieso schlüpfst du so gerne in deine Figuren? Das ist das, was ich am besten kann. Die poppen so aus mir raus. Vielleicht kommt das auch von meiner Schauspielseite. Ich bin kein Standup-Comedian, sondern meine Figuren haben kleine Geschichten für sich zu erzählen. Ein Schauspiel-Kabarett, könnte man sagen. Meine Lieblingsfiguren sind die Cordula Brödke und die Oma. Die werde ich auch im nächsten Soloprogramm dabei haben. Das sind Kultfiguren. Ich find‘s ganz schön, denn so hab ich auf der Bühne nicht das Gefühl, ich bin alleine, sondern ich hab da immer meine Figuren mit dabei.
Gab es auch mal einen Moment, bei dem du keine Lust hattest, auf die Bühne zu gehen und so zu tun, als wärst du gut drauf? Klar, natürlich gibt’s das auch. Es gibt Momente, da hast du 40 Grad Fieber, da nimmst du zwei Ibuprofen, gehst auf die Bühne und musst halt auch mal, böse gesagt, deinen Job machen. Man kann nicht immer gut drauf sein. Es gibt auch ganz lustige Phänomene, da ist es dann das Publikum, das von der Tagesform abhängig ist. Es gibt Momente, wo du einfach weißt, es liegt nicht an dir, es liegt an der Gesamtsituation. Ich habe zum Beispiel mal in Augsburg gespielt und während der Vorstellung war‘s einfach nur ruhig. Ich war dann verunsichert, weil ich das Stück ja doch schon sehr oft gespielt hatte. Dann hab ich gemerkt, dass ich
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Kabarettistin, Schauspielerin, Sängerin, Synchronsprecherin… Das Münchner Multitalent Constanze Lindner ist in diesem Jahr mit dem Bayerischen Kabarettpreis in der Kategorie „Senkrechtstarter“ ausgezeichnet worden. Die 43-Jährige spricht im Interview über die Figuren, in die sie am liebsten schlüpft, und in welchen Momenten sie lieber nicht auf die Bühne gehen möchte.
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mir selber beim Spielen zuschaue. Das ist dann ein bisschen befremdlich. Aber ich hab letztlich meinen Job gemacht und weitergespielt und am Schluss des Abends sind die Leute totaaaal ausgeflippt. Also es gibt auch das Publikum, das dann erst später kommt. Oder ich überlege mir: Ist heut Sportschau oder nicht? Es gibt auch Abende, an denen Champions League ist, er wollt eigentlich zuhause sein und sie hat aber schon vor vier Monaten die Karten gekauft. Sowas gibt’s auch. Das Schöne ist dann, wenn sie ihn an solchen Abenden trotzdem glücklich macht und er sagt „Ja mei, jetzt hab ich das Bayernspiel verpasst, aber war trotzdem ein super Abend“.
Was ist für dich dein größter Erfolg? Die Momente, in denen das Publikum nach der Show zu mir kommt. Die Leute suchen den Kontakt und was als Feedback zurückkommt ist wahnsinnig schön, das genieß ich total. Einfach zu spüren, dass man den Leuten was mitgegeben hat. Gute Laune, ein paar Stunden Freude, das ist ein großer Erfolg. Dass ich in dem Beruf arbeiten darf, der mir am meisten Spaß macht, ist ein Geschenk.
Welche Pläne hast du für die Zukunft? Es passiert ganz viel dieses Jahr. Ich hab ja den bayerischen Kabarettpreis gewonnen, das ist natürlich was, was einen wahnsinnig freut. Und ich hab die Vereinsheim Sendung bekommen, auf die ich mich sehr freue. Und die Cordula Brödke kommt mit ihrem Youtube-Kanal raus. Es sind ganz tolle Projekte dieses Jahr geplant. Es ist total toll, wenn man sieht, was sich noch entwickelt. Türen gehen zu und andere Türen gehen auf und ich denke, ich habe mich gut positioniert in dem Bereich. Ich möchte einfach die nächsten zehn Jahre dort arbeiten, das ist mir sehr wichtig. Das Interview führte Lisa Braun.
Constanze Lindner - „Jetzt erst mal für immer“ – so heißt ihr neuestes Programm Foto: Martina Bogdahn
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Gesellschaft
San mia
a mia?
Wie bayerisch ist der FC Bayern? Sie werfen sich gerade für das Mannschaftsfoto in Positur - die Spieler des FC Bayern. Gebürtige Bayern sind in der Mannschaft Mangelware. Dennoch ist der Fußballclub das Aushängeschild Bayerns. Was macht den FC Bayern bayerisch? Wir fragten einige Prominente. (Foto: dpa)
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Gesellschaft
„Weitere Amtszeit für den FC Ingolstadt“ Ministerpräsident Horst Seehofer, verkörpert durch den Kabarettisten Wolfgang Krebs, denkt als gebürtiger Ingolstädter natürlich lokalpatriotisch. Wolfgang Krebs „kann“ auch die früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und Wolfgang Beckstein. Markus Söder hat er vorsichtshalber auch schon verinnerlicht. Foto: o.H.
„Der FC Bayern ist bekannt in der ganzen Welt und weit darüber hinaus. Bayern ist stolz auf seine Fußballvereine, und ich als Gerolfinger werde weiterhin mit vollem Körpereinsatz alles dafür tun, dass der FC Ingolstadt eines Tages auch diesen Bekanntheitsgrad haben wird! Ich bin bereit, dafür alles zu geben, sogar eine weitere Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident weit über 2020 hinaus.“
„Botschafter des bayerischen FuSSballs“ Markus Söder ist Finanz- und Heimatminister und vielleicht auch der nächste Ministerpräsident. Und er ist Franke! Foto: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat
„Der FC Bayern ist der Botschafter des bayerischen Fußballs in der ganzen Welt und gehört damit untrennbar zu unserer Heimat. Er steht für das bayerische „Miasan-mia-Gefühl“ und wir können stolz auf diesen Verein sein.“
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Gesellschaft Eva Jacob (Jacob Sisters), Regine Sixt, Desiree Nick, Simone Ballack Foto: BrauerPhotos (c) G.Nitschke
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Mehr als nur
Tracht Traditionelle Dirndl, Lederhosen und FilzhĂźte mit Gamsbart sind die Klassiker, wenn es um bayerische Mode geht. Junge Designer versuchen inzwischen, Tradition und Moderne zu vereinen oder Tracht vĂśllig neu zu erfinden. BAYERNS BESTES stellt acht Labels vor, die sich Bayernfans und Modeliebhaber einmal genauer ansehen sollten.
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Liebling
Thomas Bacher war erst in den USA und tourte dann mit dem Rucksack durch Indien, als es ihn wieder zurück in seine Heimat nach Bad Tölz verschlug. Nachdem er zunächst ein Funsportwaren-Geschäft betrieb, fasste er kurzerhand den Entschluss, selber Mode zu entwerfen – für den aktiven Trachtenliebhaber. Aus reiner Lammwolle bestehen die Janker für Groß und Klein. www.liebling.cc, unter anderem zu finden bei Lodenfrey, Triebstraße 36-38, 80993 München
Die Verbundenheit zur bayerischen Natur zeichnet Liebling aus. Foto: Jakob Nicklbauer
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Tourismus
Schön und nobel der
Tegernsee Seit mehr als 100 Jahren lockt der Tegernsee nicht nur Urlauber sondern auch Berühmtheiten an. Die Schriftsteller Ludwig Thoma und Ludwig Ganghofer, der Tenor Leo Slezak, der Zeichner Olaf Gulbrandsson, der Komponist Franz Grothe, der frühere Bundeskanzler Ludwig Erhard und heute bekannte Fußballer und Medienmogule lebten oder wohnen noch hier.
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Tourismus
Einen traumhaften Blick Ăźber den Tegernsee genieĂ&#x;t der Betrachter von Kaltenbrunn bei Gmund am Nordufer. Foto: Egbert Krupp
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Tourismus
Saint Tropez am Tegernsee Die Tegernseefischer verbreiten Glamour und züchten Fische
seite beschreiben es die Fischer selbst: „Um 4 Uhr klingelt der Wecker... Ausgelegt werden Stell-Netze von etwa 100 Metern Länge, die am nächsten Tag eingeholt werden. Gefischt werden Renke, Seeforelle, Seesaibling, Bachforelle, Hecht, Barsch, Aal, Brachse, Rotauge, Laube und Koppe.“
„Delux mai Liabba!!“ Manchmal kommen die Gäste mit dem Hubschrauber aus München oder Salzburg, um im Bistro der Tegernseefischer in Bad Wiessee zu feiern. Doch damit kein falscher Eindruck entsteht: Die Fischerei Tegernsee ist kein Amüsierbetrieb sondern kümmert sich hervorragend um die Fische und den See. Der Tegernsee ist einer der saubersten Seen Deutschlands. Eine der ersten weltweit gebauten Ringkanalisationen (im Jahre 2000 für 10 Millionen ausgebaut und auf den neuesten Stand gebracht) garantiert hervorragende Wasserqualität. Für die Fischer ist das aber nicht die reine Freude, denn der Nährstoffgehalt des Sees ist gesunken und die Fischbestände sind teilweise gefährdet. Daher werden im Bruthaus in Bad Wiessee Fische herangezogen und im See ausgesetzt. Jedes Jahr 1,5 Millionen Renken, 150.000 Seeforellen und 50.000 Saiblinge. Damit werden die Fischbestände im Tegernsee bewahrt. Fischer zu sein, das ist harte Arbeit. Auf ihrer Internet-
Geräucherten Fisch zum Mitnehmen verkauft Sebastian (oben); Saibling als Matjes im Fischerei Bistro (rechts); Christoph von Preysing, Chef der Fischer (rechte Seite) und „Fischer-Spirituosen“ (ganz rechts) Fotos: hk
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Champagnerflaschen, in ein Surfbrett gesteckt, edle Weine, auf deren Etikett sich die Fischerei mit Saint Tropez misst und eine goldfarbene Badewanne mit dem Schriftzug „MOET & CHANDON“ beherrschen optisch das Fischerei Bistro direkt am See neben dem Bruthaus. Christoph von Preysing, der Chef der Fischer und ein Marketinggenie (hat nebenbei noch eine Bar auf dem Oktoberfest), lockt mit kulinarischem Luxus und einem Slogan: „Mai Liabba“ steht über fast jedem Foto der Tegernseefischer auf Facebook. Es soll das Lebensgefühl am See und das der Fischer ausdrücken, erläutert Preysing. Inzwischen verkaufen die Fischer auch „mai-Liabba“-Badehosen, Handtücher und T-Shirts. Die Gäste des Bistros kommen bis aus München und Salzburg, aber auch aus der Region. Dazu gehört auch Michael Gorbatschow, dessen Tochter eine Immobilie am See besitzt. Ein
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Schlemmerlokal nur für Gutbetuchte? Weit gefehlt. Wie wir selbst an einem Samstagmittag erlebt haben: Christoph von Preysing steht im Freien am Grill und bereitet Fisch zu, nimmt nebenbei mit dem Mobiltelefon die Anrufe von Leuten, die reservieren wollen, entgegen. Da kommt eine ältere Frau, der Kleidung nach nicht dem Geldadel zugehörig. Er begrüßt sie sehr freundlich und bedauert mehrmals, als sie beim besten Willen keinen freien Platz mehr findet, dass er sie nicht bewirten kann. Ein Mitarbeiter verrät uns, dass die Prominenz zwar ganz nett sei, aber „ganz normale“ Gäste weitaus überwiegen. Und die Preise sind wirklich akzeptabel: Ein Matjes vom Saibling samt Bier kosten weniger als 20 Euro - ein unbeschreiblicher, unbezahlbarer Blick auf See und Berge inbegriffen. Wer lieber zu Hause essen möchte: Die Fischerei Tegernsee bietet in Tegernsee (Seestraße 42, Tel.: 08022-1561) und beim Fischerei Bistro in Bad Wiessee (Überfahrtweg 15, Tel.: 08022-857495) frischen und geräucherten Fisch zum Mitnehmen an. Mehr Informationen: www.fischerei-tegernsee.com
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Tourismus
40 Jahre Therme Bad Birnbach
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Von Silke Federsel Manche gar wundervollen Entdeckungen macht man eher zufällig. So auch in Bad Birnbach: 1939 suchte die Bayerische Mineralölindustrie AG bei Birnbach nach Erdöl, doch anstatt der zähen braunen Masse stieß man auf reines Thermalwasser. Auf Verfügung der Reichsregierung musste aber die Bohrung wieder zugeschüttet werden, man wollte wohl den traditionellen böhmischen Kurbädern keine Konkurrenz machen. Doch einige Jahre später machten sich die Bad Birnbacher wieder auf die Suche: Im Jahr 1973 fanden erste Probebohrungen statt, in 1618 Metern Tiefe stieß man dann auf das bis zu 70 Grad warme Thermalwasser.
Erholung pur finden alle Besucher in den zahlreichen Becken der Rottal Terme.
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Foto: Lisa Hasenberger
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Diese Perspektive hat man nicht jeden Tag: „Wandern in den Baumwipfeln des Steigerwalds“ - eine unserer besonderen Touren in Bayern. Foto: Bayerische Staatsforsten AöR
Gipfel, Grotten und Granit Wanderungen für die ganze Familie
Wandertouren für Familien in Bayern Wandertouren im Herbst - sicherlich nicht‘s Neues, doch um den Nachwuchs in Zeiten von Pokemon-Go auch ohne Smartphone in Bewegung zu versetzen, sollten die Ziele mehr bieten als Gipfelkreuz oder die Einkehr zur Brotzeit. Eine Expedition ins Eis, die Toskana in Bayern oder Wandern in den Baumkronen lassen das klassische Wandererlebnis auch für die Kleinsten zum Abenteuer werden und lassen Sie trotz Herbstwetter nicht im Regen stehen.
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Tourismus
Im Blätterdach des Steigerwalds Wandern auf dem Baumwipfelpfad Auch für Kleinkinder, Dauer ca. 1,5 Std. Sich wie Robin Hood im Sherwood Forest fühlen – das können Sie auch in Bayern. Nur, dass man sich nicht im Sherwood, sondern im Steigerwald befindet. Hier wandern Sie gemütlich, ohne Klettern, zwischen den Baumkronen. Da gibt es natürlich für die Kleinsten besonders viel zu entdecken! Denn diese Perspektive hat man nicht alle Tage! Tour: Auf einer Höhe von 26 Metern erstreckt sich der Pfad auf 1,15 km durch die Baumwipfel. Highlight der Strecke ist der 42 Meter hohe Turm, von dem aus es noch ein Stückchen höher in die Kronen geht. Einzelne Spielstationen bringen den Kindern interaktiv den Lebensraum Wald näher. Anschließend haben Sie die Möglichkeit, auf einem Verbindungspfad ins Steigerwaldzentrum zu gelangen. Dort sollen Nachhaltigkeit und Waldbewirtschaftung erlebbar gemacht werden. In der Ausstellung, auf dem angeschlossenen Abenteuerspielplatz kann man den gelungenen Wandertag ausklingen lassen. Der Steigerwald: Zwischen Nürnberg, Würzburg und Rothenburg ob der Tauber befindet sich das Mittelgebirge Steigerwald. Bekannt ist das Gebiet hautpsächlich durch seine Weingebiete, aus denen der Frankenwein kommt. Auf zahlreichen Wanderrouten und Radwegen können Sie das Gebiet im Herzen von Franken erkundigen. Besonderheit: Auch mit dem Kinderwagen und dem Rollstuhl können Sie den Pfad entlang wandern. Der Biergarten wird von der Lebenshilfe Schweinfurt geführt. Dort werden Sie von Menschen mit und ohne Handicap bedient. Außerdem können Sie Wildprodukte aus der Region genießen. Mehr Information www.baumwipfelpfad-ebrach.de www.steigerwald-zentrum.de
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Eine Expedition ins Eis Wandern zur Schellenberger Eishöhle Für Kinder ab 10 Jahren , Dauer: ca. 3,5 Std An der Grenze zu Österreich kommen kleine Höhlenforscher voll auf ihre Kosten! Denn am Untersberg, dem nördlichsten Ausläufer der Berchtesgadener Alpen, befindet sich die Schellenberger Eishöhle. Bei einer Expedition darf die richtige Ausrüstung natürlich nicht fehlen: Deshalb bekommen die Besucher bei den stündlichen Führungen echte Grubenlampen, die die Höhle in ein stimmungsvolles Licht tauchen. Im Gegensatz zur Rundtour am Untersberg über den Thomas-Eder-Steg ist die Alternative über den Marktschellenberg und die Toni-Lenz-Hütte auch für weniger geübte Bergsteiger machbar.
Tour: Der Start ist am kostenlosen Parkplatz (an der B 305) zur Schellenberger Eishöhle. Auf der gegenüberliegenden Seite beginnt der zweistündige Aufstieg durch einen schattigen Hochwald. Hier werden Sie mit einem grandiosen Ausblick auf den Untersberg und die Toni-Lenz-Hütte belohnt. Letztere erreichen Sie nach einer weiteren Stunde. Die Eishöhle ist nun nur noch 15 bis 20 Min. entfernt. Die Eishöhle: Die einzige, größte erschlossene Eishöhle Deutschlands liegt auf 1570 m Meereshöhe. Wer im Spätsommer eine Abkühlung sucht, ist hier bei geschätzten 60.000 Kubikmetern Eis im Inneren des Berges genau richtig.
15:00 Uhr) erfolgen zu jeder vollen Stunde und dauern etwa 45 Minuten. Tipp: Da die Temperaturen in der Höhle unter null Grad liegen, sollten Sie an warme Kleidung denken. Kennen Sie noch „Schusser“ oder „Kicker“ aus Ihrer Kindheit? In Marktschellenberg können Sie einen der ältesten Gewerbebetriebe Bayerns besichtigen: die Untersberger Marmorkugelmühle, betrieben durch den Almbach. Von dort wurde das bliebte Spielzeug in die ganze Welt verschickt! Mehr Information www.toni-lenz-huette.de www.untersbergbahn.at www.gasthaus-kugelmuehle.de
Die Führungen zwischen Juni und September (Oktober: letzte Führung um
Die Schellenberger Eishöhle kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Foto: Markt Schellenberg
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Tourismus
Der alte Eingang der Maximiliansgrotte wird Windloch genannt. Durch den 27 Meter tiefen Erdfall erreicht auch das Tageslicht die Grotte. Foto: Grottenhof
Spuk & ein bäriges
HöhleNgefühl
Höhlentour auf dem Karstkundlichen Wanderpfad um die Maximiliansgrotte Für Kinder ab 8 Jahren, Dauer: ca. 3-4 Std Ein Elefant mit Reiter und Knochen von spanischen Soldaten bei Neuhaus an der Pegnitz? In der Tropfsteinhöhle Maximiliansgrotte im Krottenseer Forst können Sie unterirdisch eine fremde Welt erkunden. Durch gelöste Mineralien (meist Kalk) entstanden in der Höhle faszinierende Gebilde, die meist nach ihrem Erscheinungsbild benannt sind. Bei einer Führung kann das Innere der Höhle besichtigt werden. Auf dem mit Informationen ausgeschilderten karstkundlichen Wanderpfad ab Neuhaus können Sie weitere unterirdische Höhlen und Felsformationen erkunden. Die Tour: Start ist am Bahnhof in Neuhaus a. d. Pegnitz, von dort aus folgen Sie dem Wanderweg mit dem grünen Punkt. Die Route führt Sie vorbei an der Distlergrotte, die ehemals als Bierkeller diente und nun für Besichtigungen offen steht. Allerdings nur zwischen April und September. Danach ist die Grotte geschlossen, um die Fledermäuse bei ihrer Winterruhe nicht zu stören. Folgen Sie dem Weg weiter, gelangen Sie zur Mysteriengrotte. Die Sage der „weißen Frau“ umgibt diesen Ort. Die Orlamünder Gräfin Kunigunde von Leuchtenburg soll hier ihre zwei Kinder ermordet haben. Deshalb soll hier ihr Geist umhergehen. An der Schlieraukapelle haben Sie die Möglichkeit zu einer kurzen Rast. In der
nächsten Höhle geht es 10 Meter in die Tiefe: in den sogenannten kleinen Schacht am Zinnberg. Anschließend erreichen Sie die Maximiliansgrotte. Nach ihrer Besichtigung folgen Sie dem Weg weiter in Richtung Weissingkuppe, dem höchsten Punkt Ihrer Wanderung. Nach den Felsformationen „Zwei Brüder“ und der „Steinernen Stadt“ kommen Sie zur Vogelherdgrotte, die Sie passieren müssen, um auf dem Wanderweg zu bleiben. Die „Teufels- oder Opfersteine“ sind die letzte Station auf der Route, bevor Sie wieder nach Neuhaus gelangen. Die Maximiliansgrotte: Schätzungen gehen davon aus, dass die Grotte bereits in der Kreidezeit entstanden ist. Die Länge der Grotte beträgt 1,2 km. Bei der öffentlichen Führung besteht allerdings nur die Möglichkeit, einen Teil der Grotte zu besichtigen. Um die Tropfsteinhöhle herum ranken sich viele Geschichten, ob nun vom Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz, der versuchte, aus dem Innern der Höhle Gold zu machen, oder den spanischen Soldaten, die im Zuge des spanischen Erbfolgekriegs durch das Windloch (eine Öffnung in der Höhlendecke) geworfen wurden. Besonderheit: In der Grotte reift Käse, den Sie im Gasthof Grottenhof erwerben können. Die Köstlichkeit entsteht in Handarbeit. Es gibt sie mit verschiedenen Zusätzen wie Bärlauch, Kräutern oder eben natürlich, ohne Beigaben. Mehr Information www.maximiliansgrotte.de, www.franken-tour.de
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Kunst & Kultur
Volker KlĂźpfel und Michael Kobr im Interview
Tatort:
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Kunst & Kultur
Allgäuer Alpen Die Autoren Michael Kobr aus Kempten (links) und Volker Klßpfel aus Altusried (rechts) kennen sich schon seit der Schulzeit. Foto: FinePic
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GEschichte
Skandalöses
Frauenzimmer tüchtiges Finanzgenie Bayerns letzte Kurfürstin Maria Leopoldine führte ein außergewöhnliches Leben
Von Melanie Arzenheimer
Liebeslust und Politik, Lebensfreude und Barmherzigkeit, Geschäftssinn und Glaube – die letzte bayerische Kurfürstin Maria Leopoldine steht für all das. Als Frau erlaubte sie sich eine Selbstständigkeit, die im 18. Jahrhundert unmöglich und unschicklich erschien. Am Ende war sie die reichste Frau Bayerns, der die Wittelsbacher die Herrschaft über Bayern zu verdanken haben. Dass ein tragischer Unfall ihr Leben beendete, passt in das bewegte Leben dieser Ausnahmeerscheinung.
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Geschichte
Maria Leopoldine als KurfĂźrstin Foto: privat
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Geschichte
„O lieber Herr und Heiland, was schickt der Herr aus Mailand, eine schöne Frau für unsre alte Sau.“
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Geschchte
Als im Dezember 1776 in Mailand die kleine Erzherzogin Maria Leopoldine Anna Josephine Johanna von Österreich-Este geboren wurde, konnte niemand ahnen, dass sie einmal eine wichtige Rolle in der europäischen Territorialpolitik spielen würde. Ohne ihr Eingreifen wäre Bayern vielleicht heute noch ein österreichisches Bundesland. Und die Wittelsbacher in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Aber der Reihe nach. Als viertes von insgesamt sieben Kindern von Erzherzog Ferdinand Karl von Österreich und Maria Beatrice d’Este verbringt sie in Mailand eine schöne Kindheit, bis Napoleon in der Lombardei einmarschiert. Die Familie flieht nach Wien (immerhin ist Kaiserin Maria Theresia die Großmutter der kleinen Erzherzogin) und Maria Leopoldine wird zu einem willkommenen „Heiratsobjekt“. Der bayerische Kurfürst Karl Theodor ist 1794 Witwer geworden und hatte im Alter von 70 Jahren zwar mindestens acht uneheliche Kinder, die er bestens versorgte, aber es fehlte dem Wittelsbacher ein Thronfolger. Erschwerend kam hinzu, dass er seinen Verwandten, allen voran seinem Neffen Herzog Max Joseph von Pfalz-Zweibrücken, eine Herrschaft über Bayern schlichtweg nicht vergönnte. Kurz: Eine Ehefrau musste her – und zwar schnell. Unter Vermittlung des habsburgischen Kaiserpaares wurde ein Ehebündnis mit entsprechendem Vertrag zwischen Maria Leopoldine und Karl Theodor eingefädelt und abgesegnet. Die junge Frau musste sich fügen, obwohl die Verbindung selbst für Zeitgenossen wegen den hohen Altersunterschieds der Eheleute als fragwürdig erschien. „Gottlob, dass er schon so alt ist“, soll die künftige Kurfürstin über ihren Gatten gesagt haben. Nicht nur sie, sondern beinahe das gesamte Land gingen von einem baldigen Ableben des unbeliebten Herrschers aus. Wie „gern“ die Münchner den Kurfürsten hatten, erkennt man an einem Reim (linke Seite), der damals in München kursierte. Die Hochzeit fand im Februar 1795 in Innsbruck statt, das Paar wurde anschließend in München wochenlang gefeiert. Die junge Kurfürstin kam beim Volk zwar hervorragend an, sie selbst erlebte die streng überwachte Ehe mit dem alten Fürsten aber als Martyrium. Sie verweigerte sich dem Ehemann, so dass der österreichische Botschafter berichtete: „Es geht im Ehebett nicht ganz gut.“ Der intrigante Münchner Hof tat sein Übriges, um der jungen Frau das Leben schwer zu machen. Maria Leopoldine rebellierte. So soll sie sich einen Spaß daraus gemacht haben, ihren Gästen Katzen, Fledermäuse oder Ratten zu servieren. Und sie stürzte sich in Liebesabenteuer. Etliche Liebhaber wurden „aktenkundig“, was unter anderem in deren Verbannung vom Münchner Hof endete. Auch jener Herzog Max Joseph von Pfalz-Zweibrücken, den der alte Karl Theodor nicht leiden konnte und der später mit Hilfe Maria Leopoldines Bayern regieren würde, soll ihrem Charme erlegen sein. Der Sohn Max Josephs habe dem späteren König Ludwig I. erzählt, dass „mein Vater bei Lebzeiten des verstorbenen Kurfürsten die verwitwete Kurfürstin beschlafen habe.“ Der jungen Kurfürstin war es mehr und mehr egal, was andere von ihr hielten. Und das betraf nicht nur ihr Eheleben, sondern auch ihre politische Einstellung. Als Habsburgerin hätte sie die Pläne ihrer Verwandten zur „Einverleibung Bayerns“ eigentlich gut heißen müssen, aber die Sympathie für die Zweibrückener Wittelsbacher und die Wut über die „Zwangsehe“ mit Karl Theodor ließen sie zur „Beschützerin Bayerns“ werden. Als der Kurfürst nach einem Kartenspiel einen Schlaganfall erlitten hatte und es offensichtlich (und für viele endlich) dem Ende zu ging, wusste Maria Leopoldine um den Vertrag, der Altbayern an die Habsburger überschrieb. Dafür hätte der bayerische Kurfürst die Erblande in den Niederlanden bekommen. Auf dem Sterbebett wollte der unbeliebte Herrscher diesen Tauschhandel perfekt machen und ratifizieren. Aber seine 22-jährige Ehefrau ließ den österreichischen Botschafter Graf Sailern nicht zu ihm durch, außerdem ließ sie die Stadttore Münchens schließen, um ihn an einer Ausreise nach Wien zu hindern. Maria Leopoldine mit ihren Söhnen Aloys und Maximilian Foto: Haus der Bayerischen Geschichte (G. Meister)
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Kunst & Kultur
Für damalige Zeiten sehr abenteuerlich: Herzog Max auf seiner Orientreise.
A“wuider Hund“
Foto: Alliteraverlag
Herzog Max war eine schillernde Persönlichkeit Von Silke Federsel Wer kennt ihn nicht, den liebenswerten „Papili“ Herzog Max, mit dem die junge Romy Schneider in ihrer Rolle als „Sissi“ fesch herausgeputzt im Dirndl durch das Jagdrevier streift? Als warmherziger Familienvater, der auf höfische Traditionen keinen Wert legte und seinen Kindern ein unbeschwertes Landleben ermöglichte, spielte Gustav Knuth sich in der weltbekannten Trilogie von Ernst Marischka in die Herzen der Zuschauer. Und prägte damit wohl nachhaltig das Bild von Herzog Max in Bayern, das die meisten im Kopf haben. Doch der echte Herzog war ein ganz anderer und hatte mit der bodenständigen Vaterfigur aus den Filmen nicht viel gemeinsam davon berichten nun gleich zwei heuer erschienene Publikationen. Herzog Max war ein hervorragender Zitherspieler. Foto: Alliteraverlag
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Kunst & Kultur
Mit „Sisis Vater. Herzog Maximilian in Bayern“ liefert Historiker und Dokumentarfilmer Bernhard Graf einen Bildband zu seinem gleichnamigen Film: Er beleuchtet darin das facettenreiche Leben des Herzogs, angefangen von dessen Kindheit in Bamberg und Banz, seiner späteren Erziehung, um die sich sein liberal denkender Großvater König Max I. Joseph kümmerte, über seine unglückliche Ehe mit Prinzessin Ludovika bis hin zu seinen zahlreichen Liebschaften und seiner Orientreise. Herzog Max war ein vielschichtiger Charakter, ein waghalsiger Kunstreiter, leidenschaftlicher Jäger und Naturliebhaber und ein begnadeter Zitherspieler. Dieses Talent und sein Einsatz für die Förderung der bayerischen Mundart und des Brauchtums brachten ihm den Beinamen „Zithermaxl“ ein. Auch Alfons Schweiggert, einer der besten Kenner der ehemaligen bayerischen Herrscherfamilie Wittelsbach, zeigt in „ Herzog Max in Bayern. Sisis wilder Vater“ einen ganz anderen Herzog als in den Marischka-Filmen. Unabhängig und unangepasst ging er seinen ganz eigenen Weg. Gemeinsam mit seinen Freunden aus der Künstler- und Gelehrtenszene feierte er rauschende Feste in seinem Münchner Palais, liebte aber genauso den Umgang mit dem einfachen Volk und verkehrte inkognito in Dorfwirtschaften. Neben amüsanten, spannenden und skurrilen Ereignissen aus dem Leben des Herzogs beleuchtet Schweiggert auch die teils außergewöhnlichen Biographien der Kinder von Max in Bayern – darunter auch die von Kaiserin Elisabeth. Aus der unglücklichen Ehe mit Prinzessin Ludovika gingen zehn Kinder hervor. Foto: Alliteraverlag
Bernhard Graf: „Sisis Vater. Herzog Maximilian in Bayern“, Allitera Verlag, 260 Seiten, 29,90 Euro (erscheint im Herbst 2016). Der gleichnamige Dokumentarfilm ist in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks kostenlos verfügbar.
Alfons Schweiggert: „Herzog Max in Bayern. Sisis wilder Vater“, Volk Verlag, 272 Seiten, 19,90 Euro.
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