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Univers Romantique, Vol. IV | A collection of French Romantic Illustrated Books | Cat. 83

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UNIVERS ROMANTIQUE Les Français peints par eux-mêmes Alle nennenswerten Bücher Frankreichs mit Illustrationen zwischen 1825 und 1875 in einer einzigartigen Reihe von Original-Zeichnungen, Aquarellen, 111 Exemplaren auf Chinapapier, im Kolorit der Zeit etc. 600 Exemplare vor allem aus den Sammlungen Beraldi · Bonnasse Brivois · Carteret · Clapp · De Rouvre · Descamps-Scrive Duché · Esmerian · Adrian Flühmann · Gallimard Gavault · Lafond · Lebœuf de Montgermont Lainé · Legrand · Meeûs · Perier · Petiet Rattier · Van der Rest · Ripault Roudinesco · Schumann Tissot-Dupont Villebœuf Vautier etc.

Band IV: Nodier – Wyss

Register

Heribert Tenschert 2018


Heribert Tenschert Antiquariat Bibermühle AG Bibermühle 1–2 · 8262 Ramsen · Schweiz Telefon: +41 (52) 742 05 75 · Telefax: +41 (52) 742 05 79 E-Mail: tenschert@antiquariat-bibermuehle.ch www.antiquariat-bibermuehle.com

Diese Sammlung steht nur in ihrer Gesamtheit zum Verkauf.

Cette collection ne se vend que dans son ensemble.

Autoren: Dr. Carsten Scholz, Heribert Tenschert

Gestaltung, Redaktion, Lektorat: Heribert Tenschert, Maria Danelius Photos und Einbandgestaltung: Athina Nalbanti & Heribert Tenschert Satz und PrePress: LUDWIG:media gmbh, Zell am See Druck und Bindung: Passavia GmbH & Co. KG, Passau ISBN: 978-3-906069-31-9


Der Auf­g ang der ro­man­t i­schen Il­lu­stra­t i­on 466 [Nodier, Charles]. Histo­ire du Roi de Bohême et de ses sept châ­teaux. Pa­r is, Del­ang­le frères, 1830. 50 Text­holz ­schnit ­te. 2 Bl., 398 S. Groß-Ok­tav, mit Témo­ins (233 x 150 mm). Wein­ro­ter Halb­m a­r o­quin­band auf fünf mit Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und or­n a­m en­ta­ ler Ver­g ol­dung in drei­fa­chem Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­nem Ori­g i­n al-Um­ schlag (inkl. auf­ge­zo­ge­nem Um ­schlag­r ücken) und Kopf­ gold ­schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „Devauc­h el­le“ (ei­ni­ge klei­n e, teils ge­schlos­se­n e Blatt­ein­r is­se, ohne das letz­te, wei­ße Bl.). „Livre ca­pi­t al dans l’histo­i re de la gra­v ure sur bois“ [Beraldi]

émouv­a n­t e du récit; et cette pe­t ite image en dit plus que la plus all­éch­a n­t e réclame“ [Ma­r ie 30].

Mit den 50 Holz­schnitt ­v i­g net ­t en sei­nes Erst ­l ings­ wer­kes lei­t e­t e Tony Johan­not (1803 –1852) die „Re­ vo­lu­t i­on der franz­ös. Buch­i l­lu­stra­t i­on“ ein – schlicht durch die „Er­set­z ung der Kup­fer­stich­v i­g net ­t e der Re­stau ­r a­t i­ons­z eit durch die Holz­schnitt ­v i­g net ­t e, die sich dem Cha­r ak­t er des Satz­bil­des un­gleich har­ mo­n i­scher ein ­f üg ­t e“ [Thieme/Becker]. Da­durch, daß die Ab­bil­dun­gen nicht mehr an Ta­ feln bzw. fe­ste Plät­z e als Kopf- oder Schluß­v i­g net­ ten ge­bun­den wa­r en, konn­t en sie viel di­r ek­t er und ge­schmei­d i­ger mit dem Text in Dia­log tre­t en, dra­ ma­t i­sche oder emo­t io­n a ­le Mo­men­t e her­aus­he­b en und die Neu­g ier des Le­sers an­r e­gen. So er­wecken Johan­nots Vi­g net ­t en den Ein­d ruck von „Leich­t ig­ keit, ge­paart mit schar­fer und ein­d ring­li­cher Cha­ rak­t e­r i­stik“ [Rümann 128]; Ar ­i s­t i­de Ma ­r ie meint: „C’est presque toujo­u rs une scène fa­scin­a n­te et horrifique, choi­sie avec soin dans l’ac­tion la plus

Die­se neue Un ­m it ­t el­bar­keit hat ­t e auch eine tech­n i­ sche Sei­te: „Johan­not drew dir­ectly on the block, and his engr­aver, Porret, per­fectly ca­ptured his quick, nerv­ous line“ [Ray II , 251]. Auch Car­t er­et bil­ lig­t e dem Ste­cher Hen­r i Desiré Porret ei­nen wich­ ti­gen An­teil am Ge­lin­gen zu: Nicht zu­letzt des­sen „merveilleuse exé­cut­ion marque, en 1830, la date de la reno­va­t i­on de la gra­v ure sur bois“. Die Vi­g net ­t en zur Histo­ire du Roi de Bohême wur­ den bald auch in der neu­ge­g rün­de­ten Zeit­schrift L’Art­i ste ab­ge­d ruckt, was Johan­not „zum er­k lär ­t en Il­lu­stra­t or der Li­t e­r a­t en­schu ­le des jun­g en Rom­ an­tis­mus“ [Thieme/Becker] mach­te. Doch das Re­ vo­lu­ti­ons­jahr 1830 „n’est pas l’heu­re encore des grands ouvra­g es illustrés“ [Ma­rie 29], das Werk blieb vor­erst „une tentative isolée“ [ebd.], und erst mit dem Er­schei­nen des Gil Blas im Jahr 1835 setz­t e sich die neue Il­lu­stra­t i­ons­me­t ho­de durch, bei den

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Künst ­lern eben­so wie den ro­m an­t i­schen Au­t o­r en, die dar­i n ei­nen ad­äqua­t en Aus­d ruck für ih­r en „new way of looking at the wo­rld“ [Ray II , 251] sa­hen. Der Schrift­stel­ler und Bi­blio­t he­k ar am Ar­se­n al, Charles Nodier (1780 –1844), war ein frü­her Prot­ ago­n ist der neu­en li­t e­r a ­r i­schen Be­we­g ung; sei­ne phan­t a­sti­schen Er­z äh­lun­gen stan­den zu­erst „noch stark un­t er dem Ein ­fl uß der früh­r o­m an­t i­s chen Emp­fi nd­sam ­keit“, wäh­r end sich die spä­t e­r en „im­ mer mehr von den Ge­ge­ben­hei­t en des Le­bens los­lö­ sen und im Un­w irk­l i­chen zer­fl ie­ßen“ [Jan 241] – so auch im vor­l ie­gen­den Werk. Man darf von ihm we­ der ‚böh ­m i­sche Ge­schich­t e‘ noch Bur­gen­r o­m an­t ik er ­war ­t en, viel­mehr ein Sprach­k unst ­werk vol­ler Ab­ schwei­f un­gen, Wort­spie­le und -wit­z e, bei dem nicht nur die Il­lu­stra­t i­on, son­dern auch die Ty ­po­g ra­phie eine in­te­g ra­le Rol­le spielt. So en­den alle 60 Ka­pi­ tel­ü ber­schrif­ten auf „-tion“, so er­streckt sich eine Auf­z äh­lung von In­sek­t en­a r ­t en über gan­z e neun Sei­ten [S. 48 – 56], wäh­r end an an­de­r er Stel­le ein Re­de­t ext ‚aus­ge­l as­sen‘ und durch sechs Zei­len mit Pünkt­chen mar­k iert wird; so wird auf Sei­t e 107 das Trep­pen­stei­gen durch die ab­getreppte An­ord­nung der ein­z el­nen Wör ­t er vi­sua ­l i­siert, und so ste­hen die ein­z i­gen drei Zei­len des Ka­pi­t els Distr­ac­t ion auf dem Kopf, pas­send zum Text über Ver­keh­r ung­en. Die­se of­fe­ne Form der Äs­the­t ik, die ein Vor­bild in Lau­ rence Ster ­nes Trist­ram Shandy hat, ir­r i­t ier­t e bis weit ins 20. Jahr­hun­dert. So be­w un­der­t e man im Hand­ buch der Li­te­ra­t ur­wis­sen ­schaft an Nodier eine „Bil­ dung, die bei al­ler Un­t ie­fe und Ver­wor­r en­heit un­ ge­wöhn­l ich weit ge­spannt von der Phi­lo­lo­g ie und dem Ok­k ul­t is­mus bis hin­ü ber zu […] Pflan­z en- und In­sek­t en­k un­de reich­t e“, hielt ihn aber für „viel zu spie­le­r isch und flat­t er­h aft, um sich je zu kon­zen­t rie­ ren, so daß ihn von sei­ner aus­ge­dehn­ten Schrift­ stel­le­r ei nichts über­d au­ern konn­t e“ [Die ro­m a ­n i­ schen Li­t e­r a­t u ­r en I, 234]. Das trifft für die Histo­ire du Roi de Bohême frei­l ich nicht zu. Ver­d ankt sich ihr an­h al­t en­der Ruhm auch haupt ­säch ­l ich der Il ­lu­stra­t i­on Tony Johan ­nots, so war es an­de­r er­seits Nodier, „qui ‚in­venta‘ Johan­not“ [Beraldi VIII , 248]. Sein li­t e­r a­r i­scher Sa­lon war seit 1824 Treff ­punkt der er­sten Ro­m an­t i­ker­ge­ne­r a­t i­on um Vic­tor Hugo, und, so be­r ich­te­te Cham­pfleury, „c’est à Charles Nodier que fut réservée la bonne fortune d’in­trodu­ire Tony Johan­not chez les édite­u rs“ [zit ebd.]. Das Ver­h ält­n is zwi­schen Au­t or und Il­lu­stra­t or spie­gelt sinn­f äl­l ig die Vi­g net ­t e auf Sei­ te 303: So stützt sich der Zeich­ner mit an­ge­w in­ kel­tem Arm auf die Schul­ter Nodiers und schaut ihn an; doch scheint der mo­d isch ge­k lei­de­t e jun­ge

Künst ­ler, der ko­kett die Bei­ne über­ein­a n­der­schlägt, vor al­lem selbst auf Be­w un­de­r ung zu rech­nen, wäh­ rend der Äl­t e­r e wie ab­we­send ins Lee­r e blickt. Ein ei­gen­w il­l i­ges li­t e­r a ­r i­sches Werk und wahr­h af­ tes „livre ca­pi­tal dans l’histo­ire de la gra­v ure sur bois“ [Beraldi] liegt hier in er­ster Aus­g a­be mit dem sel­t e­nen Ori­g i­n al-Um­schlag, in sehr gu­t er Er­h al­ tung und in ei­nem schmucken Halb­m a ­r o­q uin­band von Devauc­hel ­le vor. Pro­ve­n i­enz: Adri­a n Flüh ­m ann. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V III , 246 ff. und 265, Nr. 35; Bil­der­wel­ten 110; Brivois 306; Bru­net I V, 88; Car ­t er­et III , 430 ff. (mit Um­ schlag-Abb.); Cham­pfleury 374 f.; Es­c offier 839; Gra­e s­se I V, 682; vgl. Ha ­g en II , 15 (Nodier als En­t o­mo­lo­g e); Hoefer 38, 167; Lon­ champ II , 344; Ma­r ie 24 f., 29 f. und 94; Oster­w al­der 538; Quér­ ard V I , 423; Rahir 562; Ray II , 258, Nr. 179; San­der 525; Thieme/Becker 19, 69; Vica­i re V I , 107 f.

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Vor zugsausga be auf Büttenpapier 467 [Nodier, Charles]. Histoire du Roi de Bohême et de ses sept châteaux. Paris, Delangle frères, 1830. 50 Textholz schnit te. 2 Bl., 398 S., 1 leeres Bl. – Auf Büttenpapier gedruckt. Quart, kaum be schnit ten (231 x 147 mm). Langgenarbter dunkelblau er Halbmaroquinband auf glat ten Rükken, mit gold gepräg tem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung mit roten, grünen und ocker farbenen, von Goldpunkten be setzten Intarsien, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt über Témoins, verso fliegen dem Vorsatz si gniert „E. & A. Maylan der“ (Unterkanten berieben). Ei nes von nur zwölf Exempla ren auf Büt tenpapier Das denk wür di ge Buch, mit dem Tony Johan not (1803 –1852) die „Re volution der franz ös. Buch il lustration“ [Thieme/Becker] ein leitete, liegt in un serer Samm lung in drei Va ri anten vor: in der Standard- und zwei ver schie denen Vor zugs aus ga ben [siehe auch die vori ge und die näch ste Nr.] – hier in ei nem von zwölf Exempla ren auf Büt tenpapier [vgl. Car ter et]. Es ist wie neu und kaum beschnit ten in ei nem intar sierten Halbma roquin band von Maylander erhalten.

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Eines von sechs Exempla ren auf Chinapapier, aus dem Besitz von Villebœuf und Clapp 468 [Nodier, Charles]. Histoire du Roi de Bohême et de ses sept châteaux. Paris, Delangle frères, 1830.

Von legendä rer Selten heit: ei nes von nur sechs Exempla ren auf Chi napapier

50 Textholz schnit te. 2 Bl., 398 S., 1 leeres Bl. – Auf Chinapapier gedruckt.

Dies ist ei nes von nur sechs Exempla ren auf Chinapapier, wie in den Annonces Lit teraires auf S. 69[!] an gezeigt wird. Der völ lig un beschnit tene Band hat ent sprechend sehr breite Ränder; abgesehen von einer kaum wahr nehm ba ren par tiel len Bräu nung des Papiers ist er wie neu erhalten. Wie un ser Chi napapier-Exemplar von Nodiers La Seine et ses bords [Nr. 470] stammt er aus der Bi bliothek von Paul Villebœuf und wur de von Émile Mer cier (1855 –1910) in ei nen herrlichen ka sta nien brau nen Ma roquin band gebunden – und hier mit ei nem besonders schönen gold gepräg ten Dekor à la cathédrale ver sehen.

Quart, völlig unbe schnit ten (248 x 151 mm). Langgenarbter ka stanienbrauner Maroquinband auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rückentitel und reicher Rücken- und Deckelvergoldung, krabbenbe setzten Spitzbögen à la cathédrale und kleineren Dekorelementen in mehr fachem Goldfiletenrahmen, mit doppelten Goldfileten auf den Stehkanten, breiten Goldbordüren zwi schen doppelten Goldfileten auf den Innenkanten sowie Doublüren und Vorsät zen aus mit telbrauner Moiré seide, auf dem Spiegel si gniert „Mercier Sr de Cuzin“ , in Halbmaroquin schuber (Papier streckenwei se mit kaum sichtbarer par tieller Bräunung, S. 81 f. an ge setzte Blattecke am Innensteg oben).

Provenienz: Auf dem In nendeckel gold gepräg tes ver schlun genes Monogramm „ PV “ sowie auf ei nem Vorblatt gold gepräg tes Ex li bris von Paul Villebœuf (des sen Auk tion 1963: Nr. 256: frs. 4.100). – Sam Clapp (dessen Auk tion Chri stie’s, Pa ris, 2002, Nr. 593: € 17.625).

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Zwei Fluß-“Biographien“ 469 [Nodier, Charles]. La Seine et ses bords. Vi gnettes par Marville et Foussereau. Publiés par M. A[lexandre] Mure de Pelanne. [Und:] La Saône et ses bords. Album dessiné par MM. Foussereau et Marville, gravé par M. Poret [sic!]. Publié par M. Alex. Mure de Pelanne. 2 in 1 Bd. Paris, au bureau de la publicat ion [bzw:] chez l ’éditeur, 1836. 46 Tafeln und 4 gefaltete Kar ten in Holz schnitt, 10 Holzschnit te im Text. Und: 24 Tafeln, 2 Holz schnit te im Text. 192 S. Und: 69 S., 1 Bl. Oktav, eini ge Témoins (218 x 140 mm). Dunkelbrauner Halbkalblederband auf vier flache, mit je zwei Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel und und or namentaler Vergol dung, jeweils in doppeltem Goldfiletenrahmen, in den übri gen Rückenfeldern, mit fet ten und ma geren Goldfileten auf den Deckeln und mar morier ten Vorsät zen (Kanten etwas bestoßen, Tafeln kaum merklich braunfleckig, eini ge leicht gebräunt). Beide Bände in er ster Ausga be „L’histoire de la Sei ne“, so Charles Nodier, sei „l’histoire de la France elle-même“. Sei ne Beschreibung der hi stori schen Flußland schaft ist in nur zwei große Kapitel gegliedert, die der oberen und der unteren Sei ne gewid met sind. Da bei verbindet der Schrift stel ler zwanglos landeskund liche In formation mit ei ner romanti schen Sicht wei se. Auf seiner Wanderung kommt er u. a. durch die Städte Châtillon, Bar, Troyes, Nogent, Montereau, Melun, Corbeil, die Haupt stadt Pa ris, St. Den is, Mantes, Pont de l’Ar che, El beuf, Rouen und Le Havre am Är mel ka nal. Kür zer fällt der ‚Lebenslauf ‘ der Saône aus, die gleich falls im öst lichen Frank reich ent springt, sich aber nach Süden wendet, um Chalon-sur-Saône, Tour nus und Mâcon zu passieren und in Lyon in die Rhône zu münden. Ei ni gen Bi bliographen ist dieser – wohl zuerst er schienene – Band ent gan gen; auch über die tat säch liche Autor schaft herrscht Un klarheit. Quér ard/Bourquelot ver muten André Bor el-d’Hauterive als den „véritable rédacteur de cet ouv ra ge, dont M. Nodier au rait seulement revue l’introduct ion“; Barbier schreibt das Werk „en grande par tie“ ei nem „M. de Trogoff, employé à la préfecture de la Sei ne“, zu. Alle genannten und weitere Städte und Ört lich keiten sind auf den insgesamt 70 Ta feln zu meist von der Flußseite her und mit ih ren Brücken zu sehen;

gezeich net wur den sie von Charles Marville und Joseph Ma rie Foussereau. Vier von Hel fen ber ger gezeich nete und V. Bonnet ausgeführ te Kar ten ver anschau lichen den Flußlauf der Sei ne von der Quel le bis zur Mündung in die Nord see. Literatur: Bar bier I V, 423 (nur La Saône); Bilder welten 88 (erwähnt nur La Seine); Brivois 306 (nur La Seine!); Car ter et III , 432; Es coffi er 1210 (La Seine); Frère 340; Oster walder 671 (Marville); Quér ard/Bourquelot V, 523 f.; Sander 530 (nur La Seine!); Vica ire V I , 120 f.

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Exemplar auf Chinapapier 470 [Nodier, Charles]. La Seine et ses bords. Vi gnettes par Marville et Foussereau. Publiés par M. A[lexandre] Mure de Pelanne. Paris, Au bureau de la publicat ion, 1836. [Auf dem Um schlag rücken:] 1837. 46 Tafeln und 4 gefaltete Kar ten in Holz schnitt, 10 Holzschnit te im Text. 192 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Oktav, eini ge Témoins (205 x 133 mm). Langgenarbter olivgrüner Maroquinband auf glat ten Rücken, mit goldgepräg tem Rückenlängstitel in doppeltem Goldfiletenrahmen mit zwei Fleurons, mit einfachem und doppeltem Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, doppelten Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denem gelben Ori ginal-Um schlag (inkl. Um schlag rücken) und

Ganz gold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Mercier Sr de Cuzin“ . Dieses Exemplar auf Chi napapier hat nie als Rei sefüh rer gedient: Es ist mit samt dem deli katen Origi nal-Um schlag wie neu erhalten in ei nem schönen Ma roquin band von Émile Mer cier (1855 –1910). Provenienz: Auf dem In nendeckel gold gepräg tes ver schlun genes Monogramm „ PV “ sowie gold gepräg tes Ex li bris von Paul Villebœuf (dessen Auk tion 1963: Nr. 259: frs. 1.500). – Hen ri M. Petiet (Auktion II , 1992, Nr. 145: frs. 18.000). Literatur: Bilder welten 88; Brivois 306; Car ter et III , 432; Escoffi er 1210; Frère 340; Oster walder 671; Quér ard/Bourquelot V, 524; Sander 530; Vica ire V I , 121; zu Mer cier: Fléty 126 f.

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Im Ori­g i­nal­zu­stand 471 Nodier, Charles (Hrsg.). Jour­n al de l’ex­pédit­ion des Por­tes de Fer. Pa­r is, Im­primerie Roya­le, 1844. 40 Holz­schnitt-Ta­feln auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf kräf­t i­gem Ve­lin­pa­pier, mit be­druck­ten Sei­den­vor­sät­zen; 1 mehr­fach ge­fal­te­te Kar­te in Holz­schnitt, 153 Text­holz­ schnit­te. 2 Bl., XVI S., 329 S., 1 wei­ßes Bl. – Auf kräf­ ti­gem Ve­lin­pa­pier. Quart, un­a uf­g e­schnit­ten (280 x 184 mm). Cha­m ois­ farbener Ori­g i­n al-Papp­band à la Bra­del mit gold­ge­ präg­tem Ori­g i­n al-Le­d er­r ücken ­schild (Ein­band mit Schabstellen und ge­r ing fleckig). Un­auf­ge­schnit ­t e­nes Ex­em­plar im originalen Papp­band Im Jahr 1839 un­ter­n ahm Lou­is Fer­d i­n and Duc d’Orlé­a ns (1810 –1842), der äl­te­ste Sohn des ‚Bür­ ger­kö­n igs‘ Lou­i s-Phil­ippe I., eine mi­l i­t ä ­r i­sche Ex­ pe­d i­ti­on nach Al­ge­r i­en, um in der noch nicht be­ frie­de­t en Ko­lo­n ie die fran­z ö­si­sche Herr­schaft und ins­be­son­de­r e den Land­weg zwi­schen Co­n stan­t i ­ne und Al­g ier zu si­chern. In mi­l i­t ä ­r i­scher Hin­sicht ver­l ief der Zug un­spek­t a ­k u­l är, po­l i­t isch rich­t e­t e er eher Scha­den an: Weil er den 1837 ge­schlos­se­nen Ver­t rag von Tafna ver­letz­t e, nahm der Emir Abd-el-


Ka­der die Feind­se­l ig­kei­t en in der Fol­ge wie­der auf. Al­ler­d ings ent­stand so eine der in­t er­es­san­t e­sten il­ lu­strier ­t en Be­schrei ­bun­gen des nord­a fri ­k a ­n i­schen Lan­des: Der jun­g e Her­z og be­auf ­t rag ­t e Charles Nodier, auf der Grund­l a ­ge sei­ner Auf­z eich ­nun­gen, mit der Ab­fas­sung des Ex­p e­d i­t i­ons­b e­r ichts. Dar­ ge­stellt wer­den Oran, Al­g ier und Um­ge­bung, Bou­ gie (Bejaia), die Ha ­fen­stadt Phil­ipp­e ville (Ski­kda), Co­n stan­ti­ne und der Weg quer durch das Land, der u. a. durch die an­t i­ke Rui­nen­stadt Djémila und durch die Ei­ser ­ne Pfor ­t e, eine lang­ge­z o­ge­ne enge Schlucht, führ ­t e. Im Un­t er­schied zu den üb­r i­gen il­lu­strier ­t en Bü­ chern der Zeit er­schien das Werk nicht in Ein­z el­l ie­ fe­r un­gen und kam auch gar nicht erst in den Han­ del. Der Her­zog von Orlé­a ns ließ bei der Im­primerie Roya­le ins­ge­samt „1514 ex­empla­ires sur vélin et 6 sur pa­pier de Chine“ [Car­ter­et] auf ei­ge­ne Ko­sten drucken und ex ­k lu­siv an Weg­ge­f ähr ­t en, Freun­de und Fa ­m i ­l i­en ­m it ­glie­der ver ­t ei ­len. Un­ser Ex­em­plar der er­sten Aus­g a ­be blieb in­des un­ge­w id­met; es liegt noch un­auf­ge­schnit ­t en, in­nen fast wie un­be­r ührt und im ori­g i­n a ­len Papp­band vor.

als Drit­ter im Bunde mit 92 Stücken (dar­u n­ter 23 Ta ­feln) als Haupt ­bei­t rä ­ger an­ge­se­hen wer­den. Dies ist ein Glücks­fall, denn „zur Il­lu­stra­t i­on hi­sto­ ri­scher Wer­ke konn­t e man kei­nen ge­eig ­ne­t e­r en fin­ den als Raf ­fet. Sei­ne Ob­jek­t i­v i­t ät in Ver­bin­dung mit sei­ner künst ­le­r isch ge­m ä ­ßig ­t en Auf ­fas­sung ga ­ben sei­nen Il­lu­stra­t io­nen Klar­heit und Ein­präg­sam ­keit“ [Rümann 153]. Das gilt auch für das vor­lie­gen­de Werk, in dem er sich im Kon­t rast zu Da­u zats haupt­ säch ­l ich Men­schen­dar­stel ­lun­gen wid ­me­t e: „Though he wo­rked from sket­ches by ot­her hands, his de­ signs are as acc­u ra­te as they are spi­r it­ed“, mein­te Ray; Au­g u­ste Bry schrieb in sei­ner frü­hen Werk­bio­ gra­phie Raf ­fe­t s en­t hu­sia­stisch: „Le grand art ­i ste se surpassa encore dans le fini et la vigeur de ses admirables co­mposit­ions, dont l’exé­cut­ion est poussée à un degré de per­fect­ion que la gra­v ure sur bois avait ra ­r em­ent at ­t eint“. Li­t e­r a­t ur: Bénézit I V, 275 (Da­u zats); Beraldi V, 139, und XI , 108 f., Nr. 1571 –1662; Brivois 306 f.; Bru­net I V, 89; Bry 52; Car­ ter­et III , 434 ff.; Gay 1124; Giacomelli 296 – 303; Gra­e s­s e I V, 682; Hoefer 38, 167; Lon­c hamp II , 344; Oster­w al­der 298 und 861; Quér­a rd/Bourque­lot V, 524; Rahir 562; Ray II , 319 f.; Rümann 154 (in ­kor ­r ekt); San­der 527; Vica ­i re V I , 140 ff.

Der groß­z ü­g i­ge Pri­vat­d ruck auf kräf ­t i­gem Ve­l in­ pa­pier ist mit sei­nen von be­deu­t en­den Künst ­lern aus­ge­f ühr ­t en 153 Text ­holz­schnit ­t en, 40 Ta ­feln und ei­ner Falt ­k ar ­t e der Rou­te de Phil­ipp­eville à Al­ger „al­ most as splen­d id“ [Ray] wie Paul et Virgi­nie, das ge­ wiß re­prä­sen­t a­t iv­ste Buch der fran­z ö­si­schen Ro­ man­t ik. Mit der künst­le­r i­schen Lei­t ung war Adrien Da­u zats (1804 –1868) be­auf ­t ragt, der 88 Il­lu­stra­t io­ nen, meist Land­schafts­d ar­stel­lun­gen und spe­z i­ell „wild pan­ora ­m as“ [Ray] schuf. Wäh­r end Alex­a n­d re Ga­bri­el Decamps (1803 –1860) nur 13 Zeich­nun­gen lie­fer ­t e, kann der gro­ße Au­g u­ste Raf ­fet (1804 –1860)

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Widmungsexemplar für den Adjutanten von König Louis-Phil ippe 472 Nodier, Charles (Hrsg.). Jour nal de l’expédit ion des Por tes de Fer. Paris, Imprimerie Royale, 1844. 40 Holz schnitt-Tafeln auf Chinapapier, mon tiert auf kräf ti gem Velinpapier, mit bedruckten Seidenvorsät zen; 1 mehr fach gefaltete Kar te in Holz schnitt, 153 Textholzschnit te. 2 Bl., XVI S., 329 S., 1 weißes Bl. – Auf kräfti gem Velinpapier. Quart, unbe schnit ten (278 x 180 mm). Olivbrauner Maroquinband auf vier mit doppelten Point illé-Linien vergoldete Bünde, mit gold gepräg tem Autor namen und Titel in Fileten- und Point illé-Rahmen in zwei sowie gold gepräg tem Rahmenwerk aus Fileten, Fleurons und Sternchen mit hellbraunen und roten Intarsien in den übri gen Rückenfeldern, die Deckel mit sehr aufwen di gem or namentalen Rahmenwerk, Stern- bzw. Blüten stempeln, mit roten, hell- und dunkelbraunen Intarsien, mit gold gepräg ter Bordüre auf den Stehkanten, und reich in Braun, Rotbraun und Grün intarsierten, gold- und blind geprägten Doublüren, die se dekoriert mit einem Semis von Medaillons mit militäri schen Ar tefakten zwi schen Blumenstem peln in einem Eichenlaub-Rahmen, Vor sät ze mit violet ter Moiré seide bezogen, weitere Vorsät ze in Marmor papier, mit Ganz gold schnitt über Témoins und auf dem Spiegel si gniert „Ch. Meunier 1910“ , in graubrauner Halbmaroquinchemi se mit gold gepräg tem Rückentitel und mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit Maroquinkanten (schmaler Bräunungsstreifen auf Kar te). Wid mungsexemplar für General Ma rie Théodore de Rum igny, den Adjutanten des ‚Bür gerkönigs‘, im Mosa ikein band von Charles Meu nier Nach sei ner mi litä ri schen Ex pedition nach Al gerien im Jahr 1839 beauf trag te Lou is Fer di nand Duc d’Orléans (1810 –1842) Charles Nodier mit der Abfassung des vorliegenden Berichts nach sei nen persön lichen Auf zeich nun gen. Es ent stand ei nes der auf wendig sten il lu strier ten fran zösi schen Bücher der Romantik überhaupt, das der älteste Sohn des ‚Bür gerkönigs‘ Lou is-Phil ippe auf ei gene Kosten in „1514 exempla ires sur vélin et 6 sur papier de Chine“ [Car ter et] bei der Imprimerie Roya le drucken und ex klu siv an Weggefähr ten, Freunde und Fa milien mit glieder ver tei len ließ.

Empfän gers, des Generals und Adjutanten von König Lou is-Phil ippe I., Ma rie-Théodore vicomte de Rum igny (1789 –1860). Nach der Febru ar re volution von 1848 begleitete dieser den ‚Bür gerkönig‘ ins Exil nach England, um sich nach sei ner Rück kehr auf das ihm von Lou is-Phil ippe überlassene Schloß Maison-Rouge in Gag ny zu rück zu ziehen und sei ne Memoi ren zu schrei ben. Der über hundert Jah re alte Mo sa ikein band mit pracht vol ler Goldprä gung und auf wendigen Doublü ren von Charles Meu nier (1866 –1948), der den Stil von Ma rius-Michel weiter führ te [vgl. Devauchel le 273; Fléty 128 f.], ist per fekt erhalten und wird von Chemi se und Schu ber geschützt.

Das vorlie gende Exemplar auf starkem Velinpapier trägt auf dem Vor titel in Tinte die Wid mung: „Don né en 1844, par son Alt esse Roya le Madame La Duchesse d’Orléans“ und dar unter, sowie auch auf der Rück seite – dort gedruckt – den Na men des

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Mit handschrift licher Widmung der Wit we Fer dinands von Orléans an ihren Sohn, im zeit genössischen Ma roquin band 473 Nodier, Charles (Hrsg.). Jour nal de l’expédit ion des Por tes de Fer. Paris, Imprimerie Royale, 1844. 40 Holz schnitt-Tafeln auf Chinapapier, mon tiert auf kräf ti gem Velinpapier, mit bedruckten Seidenvorsät zen; 1 mehr fach gefaltete Kar te in Holz schnitt, 153 Textholzschnit te. 2 Bl., XVI S., 329 S., 1 weißes Bl. – Auf kräfti gem Velinpapier. Quart (273 x 180 mm). Roter Maroquinband der Zeit auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold geprägtem Rückentitel und dekorativer Vergol dung aus zentralem Einzel stem pel und großen Eckfleurons in doppeltem Filetenrahmen in den übri gen Rückenfel dern, auf den Deckeln zweimal dreifacher Rahmen à la Du Seuil mit zweimal vier Eckfleurons, vorn zentral die gekrönten Initialen „ RO“ , mit doppelten Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, grünen Maroquin doublüren mit breitem Bordürenrahmen in Goldprä gung, Vorsät ze mit grüner Moiré seide bezogen, Ganz gold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Capé“ , in roter Halbmaroquinchemi se mit gold gepräg tem Rückentitel und in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit roten Maroquinkanten (streckenwei se leicht braunfleckig). Mit hand schrift licher Wid mung der Wit we Fer di nands von Orléans an den Sohn Robert Die mi litä ri sche Ex pedition des Jah res 1839 nach Ägypten war viel leicht der Höhepunkt im kurzen Leben von Lou is Fer di nand Duc d’Orlé ans (1810 –1842), dem älte sten Sohn und präsumptiven Thron fol ger des ‚Bür gerkönigs‘ Lou is-Phil ippe I. Den auf der Grund la ge sei ner Auf zeich nun gen von Charles Nodier ver faßten Bericht ließ er auf eigene Kosten bei der Imprimerie Roya le in insgesamt „1514 exempla ires sur vélin et 6 sur papier de Chine“ [Car ter et] als ei nes der auf wendig sten illu strier ten fran zösi schen Bücher der Zeit drucken und wid mete die ein zel nen Exempla re Weggefährten, Freunden und Fa mi lien mit gliedern. Kaum ein zweites Exemplar dürf te der königlichen Fa mi lie so na hestehen wie dieses: Fer di nands Witwe Hélène (1814 –1858) wid mete es ei gen händig ih-

rem neun zehnjäh ri gen Sohn Robert (1840 –1910): „Don né à mon cher [/] Robert [/] un sou venir de son Père [/] le 17 Octobre [/] 1859 [/] jour de sa con fi rmat ion [/] Hélène“. Dessen gekrönte In itia len „ RO “ pran gen als Supralibros auf dem Vor der deckel des von Charles-François Capé (1806 –1867), dem Buchbinder der Herr scher fa mi lie, ge schaf fenen Ma roquin bandes [vgl. Devauchel le 41 ff. und 247; Fléty 38; Ramsden 46 f.]. Der ‚dy na stische‘ Gedan ke hinter dieser Gabe steht au ßer Fra ge, ver weist das Buch doch in diesem Zusam men hang kon kret auf die per sön liche wie soldati sche Vorbild-Rol le des Vaters. Robert, Her zog von Orléans und Chartres, schlug später selbst eine mi litä ri sche Kar riere ein, kämpf te 1865/66 auf der Seite der Nord staaten im ameri ka ni schen Bür gerkrieg und 1870 im Deutsch-Fran zösi schen Krieg. Provenienz: Auf dem Vor titel hand schrift liche Wid mung der Wit we von Fer di nand Phil ippe Duc d’Orléans, Hélène, geb. Her zogin zu Meck len burgSchwerin, an ih ren Sohn Robert vom 17. Ok tober 1859. Dessen In itia len als Supralibros. – Verso fl iegendem Vor satz das Eti kett: „Bibliothèque du Duc de Chartres [/] Pierre Berès“. Der Pa ri ser Antiquar hat te die Bi bliothek en bloc er worben. Nicht im Berès-Kata log 43 von 1949 mit den hi stori schen Beständen der Bi bliothek. – Gegenüber das Monogramm schild „awf “ von Adri an Flüh mann.

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Ver­le­ger­ein­band 474 Nodier, Charles. Co­n tes. Trilby. – Le songe d’or. – Bap­t iste Montauban. – La Fée aux Miettes. – La co­mbe de l’ homme mort. – Inès de Las Si­er­ras. – Smarra. – La neu­vaine de la Chande­leur. – La lég­en­de de la sœur Béatrix. Eaux for­tes par Tony Johan­not. Pa­r is, J. Het­zel, 1846. 8 Ra­die­r un­gen auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf Kar­ton, mit Sei­den­vor­sät­zen; 2 Text­holz­schnit­te. 3 Bl., 310 S., 1 Bl. (Tab­le), 1 wei­ßes Bl. Quart (265 x 180 mm). Nacht­blau­er, in Gold­prä­g ung il­lu ­strier­ter Per­k a­lin-Ver­lags­einband mit gel­ben Glanz­ pa­pier­vor­sät­zen und Ganz­g old ­schnitt (1 Ein­band-Ecke mit schwa­cher Stauch­spur, klei­ner Ein­r iß am Kopf dis­ kret re­stau­r iert, Vor­sät­ze oxy­diert, Pa­pier qua­li­täts­be­ dingt ge­bräunt, letz­te Bl. am obe­ren Rand mit Feuch­ tig­k eits­spur). Er­ste il­lu­strier ­t e Aus­g a ­be mit Ra­d ie­r un­gen von Tony Johan­not, im Ver­le­ger­ein­band Dies ist die er­ste Aus­g a­be der post­hum er­schie­ne­ nen Zu­sam ­men­stel­lung von No­vel­len aus der spä­t e­ ren Schaf­fens­pha­se von Charles Nodier (1780 –1844). Hat ­t en sei­ne er­sten Er­z äh­lun­gen „noch stark un­t er dem Ein ­fluß der früh­r o­m an­t i­schen Emp­fi nd­s am­ keit und der Mal du siècle-Stim­mung“ ge­stan­den, so lö­sten sich die spä­te­r en „im­mer mehr von den Ge­ge­ben­hei­t en des Le­bens“, um im „Un­w irk ­l i­chen [zu] zer­fl ie­ßen“ [Jan 241]. Eine wich­ti­ge Weg­m ar­ ke in die­ser Ent­w ick­lung ist Smarra ou les démons de la nuit (1821). Als „eins der er­sten Wer­ke, das die Ein­d rücke des Traums gleich­be­r ech­t igt ne­ben die des Wach­seins stellt und das ver­sucht, das Hin­ über­glei­t en aus dem ei­nen in den an­de­r en Zu­stand

dich­t e­r isch zu be­schrei­ben“, hat es zu­gleich „ei­nen fe­sten Platz in der fran­zö­si­schen Li­t e­r a­t ur­ge­schich­ te [Haupt­wer­ke 337]. Muß sich der Er­z äh­ler hier erst „durch Schreckens­t räu ­me durch­w in­den“ [Eng­ler 84], die in der schot­t i­schen Er­z äh­lung Trilby (1822) „be­r eits ge­m il­dert“ [ebd.] er­schei­nen, so fin­det er in der Feen­ge­schich­t e La Fée aux miettes (1832) be­ reits „das Heil im Traum“ [ebd. 85]; in La Neu­vaine de la Chande­leur (1839) „mi­schen sich Träu­me und re­l i­g iö­se Ele­men­t e; die Nachtm­a hre sind nun ent­ schärft“ [ebd.] – der Traum wird für den Dich­terSe­her „zur Pfor ­t e, die auf das Ewi­ge, Es­sen­t i­el­le hin­aus­weist – die orphische Idee“ [ebd. 84]. Tony Johan­not (1803 –1852), des­s en Weg­b e­r ei­t er Nodier fast zwei Jahr­z ehn­t e zu­vor ge­we­sen war, il­ lu­strier ­t e die post ­hum ver­öf ­fent ­l ich­t e Samm ­lung mit acht kon­ge­n ia ­len Ra­d ie­r un­gen, über die Ar ­i s­ ti­de Ma­r ie schrieb: „On ne pouvait ren­d re avec plus d’es­prit l’aimable fan­t ai­sie du co­nteur, ad­ap­t er plus ex­actement l’image au ton et à la cou­leur du récit […]. Par la cursive sou­pl­es­se du trait, par la sub­t i­ le en­t ente des vale­u rs de blanc et de noir, Tony se révèle ici un maître prestigieux de l’es­tampe et sa tech­n ique de l’eau-for­te re­ste un modèle qui sera difficilement sur ­pas­sé“ [Ma ­r ie 62 f.]. Das Buch liegt hier im sehr gut er­h al­te­nen nacht­ blau­en, in Gold­prä ­g ung il ­lu­strier ­t en Per­k a ­l in­ein­ band des Ver­le­gers vor, des­sen Deckel­mo­tiv nicht im Text wie­der­holt wird. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V III , 274, Nr. 61; Brivois 307 f.; Car­t er­et III , 433; Lon­c hamp II , 344; Ma­r ie 62 f. und 104; Oster­w al­der 539; Rahir 561; San­der 523; Thieme/Becker 19, 69; Vica­i re V I , 123; zum Ein­b and: Mag­g s 661, Nr. 253 und Ta­fel LXXXV I ; Mal­ avieille 194, Nr. 77 (Abb.).

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Lu­x us-Ver­le­ger­ein­band in Ma­r o­q uin 475 Nodier, Charles. Co­n tes. Trilby. – Le songe d’or. – Bap­t iste Montauban. – La Fée aux Miettes. – La co­mbe de l’ homme mort. – Inès de Las Si­er­ras. – Smarra. – La neu­vaine de la Chande­leur. – La lég­en­de de la sœur Béatrix. Eaux-for­tes par Tony Johan­not. Pa­r is, Vic­tor Lecou, J. Het­zel et Cie, [1852]. 8 Ra­die­r un­gen auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf Kar­ton, mit Sei­den­vor­sät­zen; 2 Text­holz­schnit­te. 3 Bl., 310 S., 1 Bl. (Tab­le), 1 wei­ßes Bl. Quart (268 x 175 mm). Ver­l e­ger­ein­band von grob­ge­ narb­tem ro­ten Ma­r o­quin auf fünf point ­illé­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und or­n a­m en­ta­ ler Ver­g ol­dung in dop­pel­ten Fi­let­en­rah­m en in den üb­ ri­gen Kompartim­en­ten, mit gold­ge­präg­ten il­lu ­strier­ ten Deckel­plat­ten, si­g niert „Lieb­h erre“ , in dop­pel­tem Blind­f ileten­rah­m en, mit point­illé­ver­zier­ten Steh­k an­ten, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Ganz­g old ­schnitt (Pa­pier leicht ge­bräunt und leicht bis mä­ßig braun­f leckig). Im sel­t e­nen und sel­t en schö­nen Ver­le­ger­ein ­band aus Maroquin mit Deckel­plat­t en von Lieb­herre nach Tony Johan­not Dies ist die zwei­te Aus­g a­be der Samm­lung phan­ ta­sti­scher Er­z äh­lun­gen mit den Ra­d ie­r un­gen von Tony Johan­not, die an­ders als in der Erst­aus­g a­ be den Drucker­n a­men F. Chardonainé tra­gen. Sie liegt in ei­nem Ver­le­ger­ein­band vor, der die Per­k a­ lin-Va ­r i­a n­t e der er­sten Aus­g a ­be bei wei­t em über­ trifft: Die Rücken­kompartim­en­t e sind mit de­l i­k a­t er Gold­ornamentik ge­füllt, bei­de Deckel tra­gen eine Plat­t e von Lieb­herre, die das Mo­t iv von Johan­nots Ta ­fel zur No­vel­le Bap­t iste Montauban [bei S. 47] ad­ ap­t iert, de­r en rei­che Ver­gol­dung auf dem grob­ge­ narb­t en wein­r o­t en Ganz­m a ­r o­q uin­band be­son­ders warm auf­l euch­t et. Der wun­der­schö­ne, sel­t e­ne Ein­ band ist von ta­del­lo­ser Er­h al­t ung. Pro­ve­n i­enz: Adri­a n Flüh ­m ann. Li­t e­r a­t ur: Vgl. Beraldi V III , 274, Nr. 61; Brivois 308; Car­ter­ et III , 433; vgl. Lon­c hamp II , 344; vgl. Ma­r ie 62 f. und 104; vgl. Oster­w al­der 539; vgl. Rahir 561; San­der 523; vgl. Thieme/Becker 19, 69; Vica­i re V I , 124.

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Mit 47 zu­sätz­l i­chen Pro­be­drucken auf Chi­na­papier, ei­ner von Tony Johan­not si­g niert, aus der Samm­lung Des­camps-Scrive 476 Nodier, Charles. Trésor des Fèves et Fleur des Pois. Le Génie Bon­homme. Histo­ire du Chien de Brisquet. Vi­g net­tes par Tony Johan­not. [Auf dem Um­schlag:] Le nouveau mag­a sin des enfants [3]. Pa­r is, J. Het­zel, 1844. 115 Text­holz­schnit­te; zu ­sätz­lich 47 Pro­be­drucke auf Chi­ na­pa­pier. 2 Bl. [statt: 3], I V S., 1 Bl., S. [13]-133, 1 Bl. (Tab­le), 1 Bl. ( Ver­lags­an­zei­gen). Ok­tav (198 x 134 mm). Lang­ge­n arb­ter lila Ma­r o­quin­ band auf fünf zwi­schen dop­pel­ten Gold­f ileten or­n a­m en­ tal blind­ge­präg­te Bünde, mit gold­ge­rahm­ten Rücken­ ti­teln und or­n a­m en­t a­l er Ver­g ol­d ung in dop­p el­tem Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Fel­dern, mit drei­fa­chem Gold­f ileten­rah­m en mit Eckfleurons zwi­schen dop­pel­ten Gold­f ileten­rah­m en auf den Deckeln, mit dop­ pel­ten Gold­fileten auf den Steh-, sie­ben­fa­chem Gold­ fileten­rah­m en auf den In­nen­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­ sät­zen, ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken) und Ganz­g old­schnitt über Témo­ins, auf dem Spie­gel si­g niert „G. Mer­ci­er Sr de son père – 1914“ , in Papp­schu­ber mit Ma­r o­quin­k an­ten (Au­ ßen­ge­len­ke berie­ben, Rücken et­was ver­f ärbt, il­lu ­strier­ter Holz­schnitt-Ti­tel ent­fernt). Der Ver­le­ger Jules Het­z el wähl­t e drei Er­z äh­lun­gen Charles Nodiers für ein Ju­gend­buch aus, die ihm als „modèles d’es­prit, de bon sens et de bon gout, co­m me aus­si de saine mora­le et de style exc­el­lent“ [S. II] er­schie­nen – wo­durch sie sich frei­l ich für je­ des Al­t er eig­ne­t en, wie er im Vor­wort un­t er sei­nem Pseud­onym P.-J- Stahl her ­vor­hebt. Ein­m al mehr lie­fer­t e Tony Johan­not „gent­i lles images“ für ein Buch Nodiers, „où co­nteur et vig­nett­iste font as­saut de fine bonh­omie“ [Ma­r ie 58]. Die Zahl der Vi­g net­t en wird in der Li­t e­r a­t ur durch die Bank falsch mit 100 an­ge­ge­ben (bei Quér­a rd/Bourque­lot, Beraldi, Brivois, Ma­r ie und San­der); doch auch die auf dem Ori­g i­n al-Um­schlag ge­n ann­t e Zahl von 120 ist nur un­ge­f ähr: Tat­säch­l ich sind es 115 Text­holz­ schnit­t e und ein Front­i spiz. Letz­t e­r es wur­de in un­s e­r em Ex­em­plar ent ­fernt, al­ ler­ d ings durch ei­ nen von Tony Johan­ not mit Blei­stift si­g nier ­t en Pro­b e­d ruck auf Chi­n a­pa­pier ‚er­setzt’. Zu­dem ent­h ält das Buch 46 wei­te­r e Pro­ be­d rucke auf Chi­n a­pa­pier in un­t er­s chied­l i­chem For­m at.

Die se­pa ­r a­t e rö­m i­s che Pa­g i­n ie­r ung des Préface geht, eben­so wie die drei Blät­ter der Ti­te­lei, im­ pli­z it in der ara­bi­schen Sei­t en­z äh­lung auf, die mit Sei­t e [13] be­g innt. Ein­ge­bun­den in un­ser sehr schö­nes Ex­em­plar der er­sten Aus­g a ­b e der Samm­lung ist der il­lu­strier ­t e Ori­g i­n al-Um­schlag in der frü­he­r en von zwei Va­ ri­a n­t en, ge­d ruckt bei Schnei­der. Den ed­len li­l a­ far­b e­nen Ma ­r o­q uin­band schuf Ge­org­e s Mer­c i­er (1885 –1939). Daß das ‚Kin­der­buch‘ auch bei Samm­ lern in höch­stem An­se­hen steht, be­weist die Pro­ ve­n i­enz aus den Bi­blio­t he­ken von René Des­c ampsScrive und Paul Gavault, auf des­sen Auk­t i­on un­ser Aus­n ah ­me­ex­em­plar be­r eits 1950 ein Er­geb­n is von frs. 25.000 er ­z iel­t e. Pro­ve­n i­enz: Auf ei­nem Vor­blatt die Ex ­l i­bris von René Des­c amps-Scrive (des­sen Auk­t i­on II , 1925, Nr. 287: frs. 2.900) und Paul Gavault (des­sen Auk­ ti­on III , 1950, Nr. 955: frs. 25.000!) so­w ie das Mo­ no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh ­m ann. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V III , 274, Nr. 58; Brivois 307; Car­t er­et III , 433 und 445: die­s es Ex­em­plar (mit fal­s chem Auk­t i­ons­preis); Gumuchian 4278; Hoefer 38, 167; Ma­r ie 58 und 102; nicht bei Oster­ wal­der; Quér­a rd/Bourque­lot V, 524; San­der 531; Vica­ire V I , 112 und 228.

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In­di­v i­dua­l i­sier ­t es Ex­em­plar mit ein­ge­bun­de­nem Ver ­fas­ser-Au­t o­g raph 477 Norv­ins, [Ja­c ques Marquet de Montbre­ton] de. Histo­ire de Na­poléon. Vi­g net­tes par Raf­fet. Pa­r is, Fur­ne et Cie, 1839. [Auf dem Um­schlag:] 1840. Front­ispiz in Stahl­stich, 80 Ta­feln in Holz­schnitt, 266 Text­holz­schnit­te; zu ­sätz­lich 2 se­pa­ra­te Pro­be­drucke auf Chi­n a­pa­pier. 2 Bl., VIII S., 648 S., 1 Bl. (Avis au relieur). Quart, un­be­schnit­ten (263 x 170 mm). Lang­ge­n arb­ter ro­ter Halb­m a­r o­quin­band auf glat­ten Rücken, mit gold­ ge­präg­tem Rücken­t i­tel in rei­chem De­k or aus in­tar­sier­ ten grü­n en Le­d er­strei­fen in En­t re­l acs-Ma­nier, Gold­ fileten, -krei­sen, -bäl­len, -punk­ten und -blätt­chen, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­n em il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken) und drei ein­ge­bun­de­n en Lie­fe­r ungs­ um ­schlä­gen, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „Mer­ci­er Sr de Cuzin“ , in mit Filz aus­ge­schla­ge­nem Papp­schu­ber mit Ma­r o­quin­k an­ten.

Das vor­lie­gen­de Werk ist für die Entwickung der Na­po­le­on-Le­gen­de von zen­t ra ­ler Be­deu­t ung. Der Schrift ­stel­ler und Po­l i­t i­ker Ja­c ques de Norv ­i ns (1769 –1854) war schon „in sei­ner Ju­gend be­gei­ster­ ter Bo­n a­par­t ist“ und „zeig­t e sich auch wäh­r end der Re­stau­r a­t i­on als en­g a­g ier ­t er Ver ­t ei­d i­ger Na­po­le­ons“ [Bil­der­wel­ten]. Das Buch kam erst­m als 1827 –1828 in 4 Bän­den her­aus und hat ­t e an­h al­t en­den Er ­folg bis ins Zwei­t e Kai­ser­r eich, das es gei­stig mit vor­be­ rei­t e­t e: 1854 er­schien es in 21. Auf­la­ge. Ei­nen be­s on­de­r en Cha ­r ak­t er ge­w ann das Werk in der hier vor­l ie­gen­den er­sten reich be­bil­der ­t en Aus­g a ­b e, die der kurz zu­vor pu­bli­z ier ­t en Histo­ire de L’Empereur Na­poléon von Lau­r ent de l’Ard­è che [vgl. Nr. 386 ff.] Kon­k ur­r enz ma­chen soll­t e. Die rund 350 Il­lu­stra­t io­nen von Au­g u­ste Raf ­fet (1804 –1860), dem „klas­si­s che[n] Schil­de­r er der mi­l i­t ä ­r i­s chen Ruh ­mes­t a­t en der Re­pu­blik u. des Kai­ser ­r ei­ches“

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[Thieme/Becker 27, 564], be­deu­t e­t en noch ­m als ei­nen post ­hu ­men Po­pu­l a ­r i­t äts­schub für Na­po­le­on. Je­des Ka­pi­t el be­sitzt eine Kopf ­v i­g net ­t e, eine wei­ te­r e zum An­fangs­buch­sta ­b en und eine Schluß­v i­ gnet ­t e, au­ßer­dem grö­ße­r e, in den Text ein­ge­streu­t e Vi­g net ­t en und 80 Ta ­feln, die­se mit ein­z ei­l i­gen Le­ gen­den. Vor­bild war das Il­lu­stra­t i­ons­kon­z ept von Gigoux in der Histo­ire de Gil Blas – auch Na­po­le­ons Ge­schich­t e wur­de zeich ­ne­r isch be­glei­t et und be­ schrie­ben wie die ei­nes Ro­m an­hel­den. Als Hi­sto­r i­ en ­m a ­ler ge­stal­t e­t e Raf ­fet mit Vor­l ie­be „wild be­weg­ te Mas­sen- und Schlacht­sze­nen“, aber auch im­mer wie­der Dar­stel­lun­gen vom „Kai­ser selbst: tri­u m­ phie­r end zu Pfer­de, in dump­fer Ver­z weif­lung auf dem Rück­z ug durch Ruß­land, in der Ver­ban­nung ster­b end und auf dem To­t en­b ett“ [Bil­der ­wel­t en]. Mit die­ser Kon­z en­t ra­t i­on auf „Na­po­le­on’s character and ca­r eer“ pro­fi ­lier­te sich Raf­fet auch ge­gen­ über dem von Vernet il­lu­strier ­t en Kon­k ur ­r enz ­werk, moch­t e je­nes auch „more ge­ner­a lly ap­peal­i ng“ [Ray II , 282] sein. Aus buch­k ünst­le­r i­scher Sicht ist dies „une des bel­ les œuvres de Raf­fet“ [Rahir], und das „très beau livre, une des têtes de co­lonne du XIXe siècle, est recherché avec rai­son pour les bel­les illustrat­ions“ [Car­t er­et]. Un­ser Ex­em­plar ent­h ält auch den oft feh­ len­den Avis au relieur, den ori­g i­n a ­len Um­schlag in der frü­he­r en Va ­r i­a n­t e auf ro­sa ­far­be­nem Pa­pier so­ wie drei Lie­fe­r ungs­u m­schlä­ge. Zu­s ätz­l ich in­d i­v i­ dua ­l i­siert wird es durch zwei bei­l ie­gen­de Pro­b e­ drucke der Text­holz­schnit­te von S. 148 bzw. 448 auf Chi­n a­pa­pier.

Montbre­t on in Brienne, wohl ei­nen Schwa­ger, teilt Norv­ins mit, daß ihm eine er­b e­te­ne Pen­si­on von 6.000 Francs zu­er­k annt wor­den sei. Die­s es au ­ß er­or­dent ­l i­che Ex­em­plar ei ­nes klas­si­ schen und kul­t ur­ge­schicht­l ich wirk ­m äch­t i­gen Wer­ kes liegt in ab­so­lut ta­del­lo­ser Er­h al­t ung in ei­nem mosai­z ier ­t en Mei­ster­ein ­band von Émile Mer­c i­er (1855 –1910) vor. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel die Ex­l i­bris von Jules Le Roy und Léon Le Roy so­w ie das Mo­no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh­m ann. – Au­to­ graph mit Stem­pel: „Co­l lect­ion Ls. Déri­a rd“. Li­t e­r a­t ur: Beraldi XI , 106 ff., Nr. 1129 –1486; Bil­der­wel­t en 108 f., Nr. 43; Brivois 309 ff.; Bry 45 – 47; Car­t er­et III , 439 ff. (mit Um­ schlag-Abb.); Giacomelli 285 ff.; Hoefer 38, 292; vgl. Kir­che­i sen 8; Kir­c he­i sen, BNZ II /1, S.20; Lon­c hamp II , 345; Oster ­w al­der 861; Quér­a rd/Bourque­lot V, 534; Rahir 562; Ray II , 281, Nr. 202; San­der 535; Vica ­i re V I , 221 ff.; zu Mer­c i­er: Fléty 126 f.

Zwei sehr spe­z i­el­le Zu­g a­b en sind dem Band vor­ ge­bun­den: Ein Kup­fer­stich von Raf­fet mit Rand­ skiz­z en mensch­l i­cher Fi­g u­r en zeigt Na­po­le­on auf sei­nem Schim ­mel in ­m it ­t en von Pul­ver­d ampf und Kampf­ge­t üm ­mel, wäh­r end zu sei­ner Rech­t en im Vor­der­g rund drei Mann eine Ka­no­ne in Stel­lung brin­gen – ein ty­pi­sches Mo­t iv, das je­doch nicht als Vor­bild für eine Ab­bil­dung im vor­l ie­gen­den Buch dien­te. Und schließ­lich birgt der Band ein hand­ schrift­li­ches Zeug­n is des Ver­fas­sers selbst: In ei­ nem Brief – ein Dop­pel­blatt mit je ei­ner Sei­t e Text bzw. An­schrift und Sie­gel – an ei­nen Mon­sieur de

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Mit 21 Ori­g i­nal-Zeich­nun­gen von Au­g u­ste Raf­fet, ge­bun­den von M. Lortic 478 Norv­ins, [Ja­c ques Marquet de Montbre­ton] de. Histo­ire de Na­poléon. Vi­g net­tes par Raf­fet. Pa­r is, Fur­ne et Cie, 1839. [Auf dem Um­schlag:] 1840. Front­ispiz in Stahl­stich, 80 Ta­feln in Holz­schnitt, 266 Text­holz­schnit­te; zu ­sätz­lich 21 Bl. mit Ori­g i­n al-Skiz­zen von Raf­fet und 1 Li­tho­g ra­phie nach Raf­fet. 2 Bl., VIII S., 648 S., 1 Bl. (Avis au relieur). Quart, un­be­schnit­ten (264 x 171 mm). Dun­kel­g rü­ner Ma­ ro­quin­band auf fünf mit Gold­f ileten be­setz­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, in den üb­r i­gen Rücken­fel­ dern ab­wech ­selnd in Gold­prä­g ung „N“ in Lor­beer­kranz bzw. Kro­ne vor ge­kreuz­ten Lor­beer­zwei­gen, be­glei­tet von klei­n en Stern-, Blü­ten- und Bie­n en ­stem­peln, in fet ­ten Fi­let­en­rah­m en, die Deckel mit Rah­m en­werk aus Blindund Gold­li­ni­en und flora­len Ein­zel­stem­peln, Kro­ne und Bie­ne im Lor­beer­kranz als Eck- so­wie Wap­pen in schraf­ fier­ter Rau­te und Blü­ten­kranz als Zen­t ral­mo­t iv, mit dop­ pel­ter Gold­f i­lete auf den Steh- und Bor­dü­re aus drei ver­ schie­d e­n en Ein­z el ­stem­peln zwi ­schen dop­pel­ten fet ­ten Gold­f ileten auf den In­nen­k an­ten, mit mar­mo­r ier­ten Vor­ sät­zen, ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken), drei ein­ge­bun­de­nen Lie­fe­r ungs­ um­schlä­gen und Ganz­g old­schnitt über Témo­ins, auf dem Spie­gel si­g niert „M. Lortic“ (durch­ge­h end schwach bis mä­ßig braun­f leckig, er­ste ein­ge­bun­de­ne Zeich­nung fast lose). Unik­a les Ex­em­plar mit 21 Ori­g i­n al-Zeich­nun­gen Raf­fe­t s Die­ses Ex­em­plar des „très beau livre, une des têtes de co­lonne du XIXe siècle, […] recherché avec rai­ son pour les bel­les illustrat­ions“ [Car­ter­et] be­sitzt unik­a len Cha ­r ak­t er: Es ent ­h ält zu­s ätz­l ich eine

Samm­lung von 21 pas­se­partourierten Blät­t ern mit ori­g i­n a ­len Skiz­z en Au­g u­ste Raf ­fe­t s zu sechs Ta ­felund 15 Text ­a b­bil­dun­gen, die al­les an­de­r e als ‚holz­ schnitt­a r­t ig‘ wir­ken: Oft deu­t en die locke­r en Blei­ stift­skiz­z en, die mal mit der Fe­der nach­ge­z o­gen, mal groß­z ü­g ig la­v iert wur­den, nur die Fi­g u­r en­kom­ po­si­t i­on an, ge­le­gent ­l ich ge­hen sie auch mehr ins De­t ail. Im­mer wird an ih­nen die ‚Flüs­sig­keit‘ und Vor­l äu ­fi g­keit des Ent ­w urfs­pro­z es­ses sicht ­bar. Drei beid­sei­t ig be­a r­bei­t e­t e Blät ­t er [zur Ta ­fel nach S. 216 und zu den Abb. S. 268 und 622] zei­gen je zwei Ent ­w ür ­fe in un­t er­schied­l i­cher Kon­k re­t i­on, so daß sich mit dem ge­d ruck­t en Holz­schnitt drei Zu­ stän­de ne­ben­ein­a n­der be­ob­ach­t en las­sen. Auch an­ de­r e Va ­r ia­t io­nen sind zu be­ob­ach­t en: In den mei­ sten Fäl­len sind die Holz­schnit ­t e sei­t en­ver­kehr ­t e Um­set­z un­gen der Skiz­z en; die Vor­z eich­nung zur Kopf­v i­g net­t e auf S. 213 mit vier Män­nern am Tisch wur­de in der end­g ül­t i­gen Fas­sung um zu­sätz­l i­che Fi­g u ­r en­g rup­p en er ­wei­t ert. Am wei­t e­sten aus­g e­ führt wur­de die viel ­fi g ­u ri­ge Zeich­nung zur Ta ­fel vor S. 41, die sorg­sam la­v iert, im Vor­der­g rund weiß geh­öht, von Raf­fet si­g niert und „1839“ da­t iert wur­ de (Blatt­g rö­ße: 146 x 175 mm). Das schö­ne Blatt wur­ de dem Buch qua­si als Front­i spiz vor­ge­bun­den. Es zeigt den vor ­wärts wei­sen­den Na­po­le­on of ­fen­sicht­ lich bei ei­ner Trup­pen­r e­de vor ei­ner Schlacht. Ganz an­ders hin­ge­gen die Vor­z eich­nung zur vor­letz­t en Vi­g net­te: der Kai­ser auf dem To­ten­bett, ein mar­ kan­t es Pro­fi l, ein nach­t räg­l ich ‚auf­ge­setz­t er‘ Drei­ spitz, un­ter dem die Schä­del­li­n ie sicht­bar bleibt, der Kör ­p er re­du­z iert auf ei­n i­ge fast par­a l­lel ver­ lau ­fen­de Fe­der­stri­che. Die­se ein ­z ig­a r ­t i­ge Kol ­lek­t i­on ori­g i­n a ­ler Skiz­z en, die gra­phisch sehr weit vom

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end gülti gen Holz schnitt ent fernt sind, bietet eindrucks vol le Ein blicke in die kreative Arbeitswei se Au gu ste Raf fets und nicht zu letzt die „unver gleichliche Sicherheit, mit der er eine Komposition er faßt, den Blick punkt wählt und von da aus die Massen beherrscht“ [Rümann]. Als zweites zu sätz liches Front ispiz ist dem Buch eine Lithographie von Gihaut frères nach Raf fet vorgebunden, die Napoleon klassisch zu Pferd zeigt, mit den Il lu strationen aber in kei nem di rek ten Zusam men hang steht. Ein gebunden sind zudem der ori gi na le Um schlag in der frü heren Va ri ante auf rosa farbenem Papier und drei Lieferungsum schläge, auch der oft feh lende Avis au relieur. Der kostba re Band prä sentiert sich in ei nem wür di gen, mit napoleoni schen Em blemen ge schmück ten Ma roquinein band von Mar cellin Lortic (1852 –1928) [vgl. Fléty 115]. Provenienz: Il lu strier tes Ex li bris „rose“ auf dem Spiegel.

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Au­g u­ste Raf­fe­t s ei­ge­nes Ex­em­plar mit ­einer Ori­g i­nal-Zeich­nung und 33 Pro­be­drucken – ei­nes von zwei be­k ann­t en Ex­em­pla­r en auf Chi­na­pa­pier 479 Norv­ins, [Ja­c ques Marquet de Montbre­ton] de. Histo­ire de Na­poléon. Vi­g net­tes Par Raf­fet. [Und:] 33 Pro­be­drucke der Holz­schnitt­vi­g net­ten Raf­fe­t s. 2 Bde. Pa­r is, Fur­ne et Cie, 1839. Front­i spiz in Stahl­stich auf Chi­n a­pa­pier, auf­k a ­schiert auf Ve­lin­pa­pier und mit Sei­d en­vor­satz, 80 Ta­feln in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, 266 Text­holz­schnit­te; zu­ sätz­lich 1 Bl. mit pas­se­partourierter Ori­g i­n al-Skiz­ze von Raf­fet. Und: 33 Holz­schnit­te auf Chi­n a­pa­pier (da­von 2 in zwei Va­r i­an­ten, 16 auf Kar­ton auf­ge­zo­gen), mon­t iert auf 27 Ta­feln aus star­k em Ve­lin­pa­pier. 2 Bl., VIII S., 648 S. – Auf Chi­n a­pa­pier ge­druckt. Und: 13 Bl. star­ kes Ve­lin­pa­pier (das er­ste und letz­te mit den Vor­sät­zen ver­bun­den). Quart (255 x 164 mm). Ro­ter Saf­f i­an­band der Zeit (in Papp­schu­ber mit ro­ten Le­der­k an­ten) und ro­ter Halb­saffi­ an­band, je­weils auf vier von brei­ten Blind­f ileten ein­ge­ faß­te gold­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­rahm­tem Rücken­ ti­tel und Rah­m en­werk aus Bo­gen­li­ni­en und Eck­vo­lu­ten in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, der Saf­f i­an­band mit zwei fet­ten Blind­f ileten- und zwei ma­ge­ren Gold­f ileten­rah­ men so­wie floral-or­n a­m en­ta­lem Gold­de­k or, teils in En­ tre­l acs-Ma­nier, der Halb­saffi­an­band mit Blind­f ileten auf den Deckeln, bei­de mit wei­ßen Glanz­pa­pier­vor­sät­ zen und Ganz­gold­schnitt (1 Ein­band-Ecke mit mi­ni­m a­ler Stauch­spur, S. 59 f. mit ge­schlos­se­nem Ein­r iß, S. 193 f. mit Rand­ein­r iß; 1 Pro­be­druck ge­n au am Bild­rand mit durch­ge­schla­ge­ner ring ­f ör­mi­ger dunk­ler Kle­be­spur). Raf ­fe­t s ei­ge­nes Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier mit ei­ner Ori­g i­n al-Skiz­z e, dazu Kol­lek­t i­on von 33 Pro­be­d rucken der Holz­schnit ­t e auf Chi­n a­Pa­pier: von al ­ler­g röß­t er Sel­t en ­heit Dies ist das per­sön­l i­che Ex­em­plar des Illustra­t ors Au­g u­ste Raf­fet, wie im von Beraldi zi­tier­ten Auk­ ti­ons­k a­t a ­log des Nach­be­sit­z ers Hi­ppolyte Des­t ail­ leur ver­merkt ist. Zu­sätz­lich be­glau­bigt wird dies zum ei­nen da­durch, daß es sich um ein Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier „de la plus gran­de ra ­r e­t é“ han­delt, wo­von Car­t er­et ge­r a­de ein­m al „trois ou quatre“ be­ kannt wa­r en – dar­u n­t er auch die­ses. Zum zwei­t en ent ­h ält es zu­s ätz­l ich ein pas­se­partouriertes Blatt mit ei ­ner ori­g i ­n a ­len, braun la­v ier ­t en Blei­stift ­skiz­z e Raf­fe­ts der Sphinx und der Py­r a­m i­den von Gizeh [Abb. S. 155]. Die durch­ge­hend il­lu­stre Be­sit­z er ­r ei­he führt wei­t er über Hen­r i Beraldi und Paul Gallim­a rd [vgl. Car­t er­ et] bis zu Pierre Du­ché, des­sen Ex­l i­bris die sin­n i­ge

De­v i­se „Attendre et savoir choi­sir“ trägt. Ent­we­der er oder – wohl eher – Gallim­a rd füg­te den Band mit Fumés hin­z u: Von den rund 350 Holz­schnit­ ten, die Au­g u­ste Raf­fet (1804 –1860) für Norv­ins‘ Histo­ire de Na­poléon an­fer­t ig­t e, lie­gen hier 31 in Pro­ be­d rucken auf Chi­n a­pa­pier vor, da­von zwei in je­ weils zwei Va ­r i­a n­t en. Die Aus­wahl der Fumés bie­tet ei­nen gu­ten Quer­ schnitt durch das Buch: Wie von Raf­fet als dem „klas­si­s che[n] Schil­de­r er mi­l i­t ä ­r i­s cher Ruh ­mes­t a­t en der Re­pu­blik u. des Kai­ser ­r ei­ches“ [Thieme/ Becker 27, 564] nicht an­ders zu er­war­t en, sind im­ mer wie­der mar­schie­r en­de und kämp­fen­de Trup­pen zu se­hen – zu­meist aber Na­po­le­on selbst: Mal sieht man ihn läs­sig aus­ge­streckt auf ei­nem Ses­sel, mal im ver ­t rau­l i­chen Ge­spräch in klei­ner Run­de, mehr­ mals in her­r i­scher Pose vor sei­nen Trup­pen, dann in ei­nen Schlit­t en ge­k au­ert auf der Flucht aus Ruß­ land, schließ­l ich auf sei­nem To­t en­bett. Im ein­z el­nen han­delt es sich um 18 Text­a b­bil­dun­ gen [zu den Sei­ten 31, 69, 81, 88, 120, 123, 140, 260, 280, 313, 347, 354, 380, 402, 461, 498, 289 und 520] und 13 Ta­feln [nach den Sei­t en 4, 80, 118, 132, 146, 168, 238, 298, 458, 526, 560, 628 und 414]. Da­ bei wei­sen die Pro­be­d rucke teil­wei­se mar­k an­t e Un­ ter­schie­de zu den end­g ül­t i­gen Ver­sio­nen auf. Die zu den Ta ­feln er­schei­nen sämt ­l ich ohne Bild­le­gen­ den; die ‚doub­le­t te‘ Va­r i­a n­t e zur Ta­fel nach S. 560 be­sitzt eine ab­wei­chen­de Bild­u nterschift, stammt auch von ei­nem an­de­r en Ste­cher (Girardet, statt Loutrell) und ist we­sent­lich fei­ner aus­ge­führt als der Holz­schnitt in Norv­i ns‘ Histo­ire. Dies gilt auch für die Pro­be­d rucke zu den Ta­feln Prédict­ion de l’Ar­ chidi­acre Lucien [nach S. 4], Pas­sa­ge du pont d’Ar­c ole [nach S. 80], Char­ge des dragons d’Es­pagne à Nan­g is [nach S. 526], C’est un roi de Rome! [nach S. 414] so­ wie zu den Text­a b­bil­dun­gen von S. 289 und 354. Die Ta ­fel Com­bat et pri­se de la Crête à Pi­er­r ot [nach S. 238] liegt wie­der­u m in zwei Ver­sio­nen vor, ein­ mal in der von Hébert (wie im Buch) und ein­m al in fei­ne­r er Ma­n ier von Fril­ley. Auch an ein­z el­nen Mo­t i­ven las­sen sich in­t er­es­san­t e Un­t er­schie­de be­ ob­ach­t en: Der Pro­be­d ruck zum Text ­holz­schnitt auf S. 140 ist nicht nur sei­ten­ver­kehrt, Na­po­le­on hat hier auch noch eine ganz an­de­r e Haar­t racht. Der­je­ ni­ge zu S. 289 weist rechts meh­r e­r e Fi­g u­r en auf, die in der end­g ül­t i­gen Va ­r i­a n­t e ein­fach ab­ge­schnit ­t en wur­den. Hin­ge­w ie­sen sei auch auf den Pro­be­d ruck zur Ab­bil­dung auf S. 498: Er wur­de von Raf­fet

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si­g niert und ist we­sent­l ich zar­t er kon­t u­r iert als im Buch – in un­se­r em Ex­em­plar mit den ein­ge­bun­de­ nen Zeich­nun­gen Raf­fe­ts ist das Mo­tiv zu­dem als ori­g i­n a­le Skiz­z e zu se­hen, so daß uns hier­von drei ver­schie­de­ne Zu­stän­de vor­l ie­gen. Zur be­h aup­t e­t en Sel­t en ­heit der Chi ­n a-Ex­em­pla ­r e: In al­len gro­ßen Auk­t io­nen des 20. Jahr­hun­derts taucht au­ßer un­se­r em nur noch das Montgermont Des­c amps-Scrive-Ex­em­plar auf, wo­bei Car ­t er­et in der Ka­t a ­logbe­schrei­bung der letz­t e­r en Samm ­lung (1925, 164: frs. 20.100) auf „for­tes rousse­u rs“ hin­ weist (den­noch er­brach­te es schon 1911 bei Montgermont frs. 6.020, den höch­sten Preis der ge­sam­ ten Auk­t i­on). Pro­ve­n i­enz: Au­g u­ste Raf ­fet (1804 –1860). – Ver­so des flie­g en­den Vor­s at­z es Ex ­l i­bris von Hi­ppolyte Des­t ail­leur (1822 –1893), des­sen Auk­t i­on 1891, Nr. 1844: frs. 1.550. – Hen­r i Beraldi (1849 –1931), in des­sen Es­tampes et livres Nr. 268, mit der Nen­nung Raf ­fe­t s als Erst ­be­sit­z ers; auch zi­t iert in Beraldi XI , 106. – Paul Sébastien Gallim­a rd (1850 –1929), der Va­t er des Ver­le­gers Gas­t on Gallim­a rd, zi­t iert bei Car ­t er­et. – Auf den Spie­geln gold­ge­präg ­t es ova ­les Ma ­r o­q uin­ex ­l i­bris von Pierre Du­ché, des­sen Auk­ ti­on II , 1972, Nr. 105: frs. 23.000. – Eu­r o­päi­scher Pri­vat ­be­sitz.

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Das komplett unauf find ba re Nouveau magasin des enfants – Holz schnitte von Bert all, Gérard Séguin, Tony Johannot, Lorentz u. a. 480 Le nouveau magasin des enfants. 18 in 20 Bdn. Paris, J. Het zel, 1843 –1846, [ab Bd. 12:] E. Blanchard, 1851 –1857. Zu sammen etwa 1800 Holz schnit te, aller meist im Text; beiliegend in Bd. 4 vier und in Bd. 5 zwei Probedrucke auf Chinapapier. Zu sammen über 2400 S. Oktav, einige Bände unbeschnit ten (191/203 x 125/143 mm). 2 Verlagseinbän de aus auberginefarbenem bzw. violet tem Perkalin auf glat te Rücken, mit gold gepräg tem Rückentitel zwi schen reichem Golddekor, gold gepräg ten Deckelvi gnet ten in blind gepräg tem linearen und floralen Rahmenwerk, mit gelben Bunt papiervorsät zen und Ganz gold schnitt (Bde. 4 und 11). – Bd. 17: Illu strier te Ori ginal-Broschur. – Bde. 2, 3, 5, 7, 8, 10, 12, 13 und 16: Langgenarbte rote Halbmaroquinbän de à la Bradel, jeweils mit Rückentitel zwi schen floralem und Pointillé-Dekor in dreifachem Filetenrahmen (Bd. 8 mit abweichen dem Rücken dekor), alles in Goldprä gung, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebun denem illu strier ten Ori ginal-Um schlag, meist auf dem flie gen den Vor satz ver so si gniert „E. Carayon“ . – Bd. 1: Roter Halbmaroquinband auf vier mit

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Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­ ti­tel und flora­len Gold­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­fel­ dern, mit mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag. – Bd. 6: Lang­ge­n arb­ te dun­k el­g rü­ne Halb­m a­r o­quin­bän­de auf fünf mit drei­ fa­chen Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, je­weils mit gold­ge­ präg­tem Rücken­t i­tel in Gold­rah­m en und de­k o­ra­t i­ver Ka­sten­ver­g ol­dung in den üb­r i­gen Kompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­g e­bun­d e­n en blind- und gold­g e­präg­ten Ori­g i­n alDeckel­be­zü­gen aus grü­nem Per­k a­lin, auf dem flie­gen­ den Vor­satz ver­so si­g niert „Str­oobants“ . – Bd. 9: Ro­ter Halb­m a­r o­quin­band auf fünf point­illé­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­rahm­tem und -ge­präg­tem Ti­tel so­wie Er­ schei­nungs­ort und -jahr in zwei, au­ßer­dem de­k o­ra­t i­ver Ka ­sten­ver­g ol­dung aus Ein­zel­stem­peln und Eckfleurons in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ro­tem Kopf­schnitt, am Fuß si­g niert „Mer­ci­er“ . – Bde. 14 und 18: Dun­k el­r o­te Halb­m a­r o­quin­bän­de à la Bra­del, je­weils mit Rücken­t i­tel, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­ de­n en il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlä­g en (inkl. Um­ schlag­r ücken) ), auf den flie­gen­den Vor­sät­zen ver­so si­ gniert“V. Cham­ps“ . – Bd. 15: Ro­ter Halb­m a­r o­quin­band auf fünf mit dop­pel­ten Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in Gold­rah­m en und de­k o­ra­

ti­ver Ka ­sten­ver­g ol­dung in den üb­r i­gen Kompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen und ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um­schlag­r ücken), auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­ so si­g niert „V. Cham­ps“ . Die kom­plet­t e Se­r ie mit 18 Wer­ken in 20 Bän­den, von größ­t er Sel­t en­heit, mit Erst ­aus­g a ­ben von A. Du­m as, Paul de Mus­set, Ge­orge Sand, Gozlan, Karr u. a. – il­lu­striert von Bert­a ll, Gér­a rd Séguin, Tony Johan­not, Lo­r en­t z, Ja­cque etc. Am An­fang war das Al­pha­bet – und ein reich il­lu­ strier ­t es Ele­men­t ar­buch mit Tex­t en von Fénelon, Flo­r i­a n, La Font ­a ine, Bal­z ac, Ja ­n in, Ma ­r ie Ménes­ sier-Nodier, É. De la Bédollierre und an­de­r en: Le livre des pe­t its enfants. Dann wur­de eine gan­z e Rei­ he von mo­no­g ra­phi­schen Kin­der­bü­chern dar­aus, Le nouveau mag­a sin des enfants, de­r en näch­sten Band über den Däum­ling Tom Pouce der Ver­le­ger Jules Het­z el, ali­a s P.-J. Stahl, selbst ver­faß­te. Zwi­schen 1843 und 1857 er­schie­nen 18 Ti­t el, zu­erst bei Het­ zel, spä­ter bei Blanc­h ard, die hier voll­stän­d ig bei­ sam­men sind. Die Bän­de um­fas­sen meist gut 100 Sei­ten mit je­weils rund 50 bis 150 Holz­schnit­ten und sind fast sämt ­l ich Ori­g i­n al­aus­g a ­ben der Tex­t e und Bil­der – so z. B. die Vie de Pol­ic­hin­el­le, ei­nes der

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frü­he­sten Wer­ke von Oct­ave Feuillet (1821 –1890), der als „en­fant délicat“ im Al­ter von zehn Jah­ ren sei­ne Mut ­t er ver­lor und des­s en Kna ­b en­z eit „affreusement tri­ste“ [DBF] ver­l ief. Dar ­u n­t er sind auch Erst ­aus­g a ­b en be­deu­t en­der Au­t o­r en, wie La ß en Du­ m as bouillie de la co­m t­es­se Berthe des gro­ père – zu­dem ein „be­son­ders lie­bens­w ür­d i­ges Werk Bert­a lls“ [Rümann 192], dem hier zwei Pro­be­d rucke sei­ner Bil­der auf Chi­n a­pa­pier bei­l ie­gen [S. 13 und 23]. Der mit drei Jah­r en Ab­stand zum vo­r i­gen er­ schie­ne­ne letz­t e Band von Cham­pfleury ist nicht in al­len ein­schlä ­g i­gen Re­fe­r enz ­wer­ken ver­z eich ­net. Bert ­a ll il­lu­strier ­t e al­lein fünf Ti­t el, dar ­u n­t er auch Het­z els Tom Pouce und die Histo­ire d’un Cas­seNoisette, wie­der­u m von Du­m as, mit 238 Holz­schnit­ ten – viel­leicht der „Hö­he­punkt […] sei­nes gan­z en Schaf­fens“ [ebd.]. Gér­a rd Séguin war ne­ben Grandville, Mei­s so­n ier und an­de­r en be­r eits an dem er­ sten Band be­t ei­l igt ge­we­sen, vier wei­t e­r e il­lu­strier­ te er al­lein [4, 7, 15 und 17; Bd. 4 mit 4 bei­l ie­gen­den Pro­be­d rucken]. Al­cide Jo­seph Lo­r en­t z zeich­ne­t e 86 bzw. 65 Bild­vor­l a­gen für die Bän­de 11 und 12;. wei­ te­r e für Band 14; Tony Johan­not steu­er­te 116 Vi­ gnet­t en für Charles Nodiers Pro­sa­band bei. Charles Émile Ja­cque (1813 –1894) hat­t e schon zur er­sten Aus­g a ­be von Nodiers Golds­m ith-Über­set­z ung 1838 „her ­vor ­r a­gen­de Holz­schnit ­t e“ [Rümann 143] ge­l ie­ fert, die je­doch hin­ter den Ta­feln Tony Johan­nots ins zwei­t e Glied rück­t en. Da­bei ge­hör­t e er durch­aus zu den „füh­r en­den Mei­stern der Schu­le von Bar­ bizon“ [Géricault, Delacroix, Da­u mier 206] und in „die Er­ste Gar ­n i­t ur zeit ­ge­nös­si­scher Künst ­ler“ [Bil­ der ­wel­t en 87] – in der vor­l ie­gen­den vier ­t en Aus­g a­ be konn­t e er sich dann als Al­lein­i l­lu­stra­t or die­ses Klas­si­kers der Welt ­l i­t e­r a­t ur pro­fi ­l ie­r en. Der weit ­ge­ hend un­be­k ann­t e Delmas so­w ie Léo­pold Desb­r os­ ses und Mau­r ice Sand (1823 –1889) be­bil­der­t en je ei­ nen Ti­t el, letz ­t e­r er die Histo­ire du véritable Gribouille sei­ner Mut ­t er Ge­orge Sand. Alle drei Il­lu­stra­t o­r en sind in un­se­r er ge­sam­t en Kol­lek­t i­on nur mit die­sen Ar­bei­t en ver ­t re­t en. Die Wer­ke im ein­z el­nen:

1. Le livre des pe­ t its enfants. Nouvel al­pha­bet, co­ntenant des al­pha­bets variés, des ex­ercices grad­u és jusqu’ à la lecture co­ur­an­te, un choix de ma­xi­m es et de prov­er­bes appropriés à l’enfance, un pe­t it recueil de not­ ions usu­el­les, des co­ntes moraux, hi­sto­r ie­t tes, fa­bles, poé­ sies […]. Illu­stré de 90 Vi­g net­tes par MM. Gér­ard Séguin, Mei ­sson­nier, Grandville, Stein­h eil, Français. Dies ist der sel­ten­ste Band der Rei­he, den zu fin­den nicht ein­m al E. C. A. Leg­r and im 19. Jahr­hun­dert ge­lang. 2. Stahl, P.-J. [d. i. Pierre Jules Het­zel]. Nouv­el­les et seu­les véritables aven­tu­res de Tom Pouce, im­itées de l’An­glais par P.-J. Stahl. Vi­g net­tes par Bert­all. 3. Nodier, Charles. Trésor des Fèves et Fleur des Pois. La Génie Bon­h omme. Histo­ire du Chien de Brisquet. Vi­g net­tes par Tony Johan­not. 4. Bau­det, Lou­is. My­tho­lo­g ie de la je­un­e s­se. Illustrée par Gér­ard Séguin. 5. Du­mas, Alex­a n­d re. La bouillie de la co­m t­es­se Berthe. Illu­stré par Bert­all.

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13. Sand, Ge­orge. Histo­ire du véritable Gribouille. Vi­g net­tes par Mau­r ice Sand. Gra­vur­e s de Delaville. 14. Per­r ault, Charles. Co­ntes de Per­rault. Illustrés par Grandville, Gér­ard-Séguin, Gigoux, Lo­ren­ts [sic], Gavarni et Bert­all. 15. Houssaye, Ar ­sène. Le royaume des roses. Vi­g net­ tes par Gér­ard Séguin. 16. Golds­m ith, [Oli­ver]. Le vica­ire de Wake­field. Traduct­ion de Charles Nodier. Quatrième édit­ion. Illustrée par Ja­cques [sic!]. 2 Bde. 17. Karr, Alp­honse. Histo­ire d’un pion, suivie de l’em­ploi du temps, de deux dia­log­u es sur le cou­ra­ge et de l’es­prit des lois ou les vole­urs volés. Vi­g net­tes par Gér­ard Séguin.

6. Du­mas, Alex­a n­dre. Histo­ire d’un Cas­se-Noisette. Illu­stré par Bert­all. 2 Bde. 7. Mus­set, Paul de. Mon­sieur le Vent et Ma­d ame la Pluie. Vi­g net­tes par Gér­ard Séguin. 8. Ourliac, Édou­a rd. Le prince Co­queluche, son histo­ ire in­téress­an­te et cel­le de son co­m pag­n on Moustafa. Vi­g net­tes par Delmas.

18. Cham­pfleury [d. i. Jules Fran­çois Fe­l ix Husson Fleury]. Grandeur et décadence d’une seri­net­te. Sim­ple histo­ire d’un ren­t ier et d’un lam­pi­ste, la lég­en­de de Saint Crepin le cor­don­nier, la chan­son du beurre dans la Mar­ mite, par Cham­p fleury. Illustrée par Desb­r os­ses. Die Bän­de 4, 11 und 17 lie­gen in den gold­ge­präg­t en Ver­l ags­ein­bän­den in Per­k a­l in vor, Band 17 auch in der ta­del­los er­h al­t e­nen il­lu­strier ­t en Ori­g i­n al­bro­ schur – über­h aupt las­sen sich ins­ge­samt nur ganz ver­ein­z elt kaum nen ­nens­wer ­t e Män­gel be­ob­ach­t en. Sie­ben Bän­de stam­men aus dem Be­sitz von E. C. A. Leg­r and, bis auf ei­nen [Bd. 9] wur­den sie ein­heit­

9. Feuillet, Oct­ave. Vie de Pol­ic­hin­el­le et ses nomb­ reu­ses aven­t u­res. Avec un por­t rait du nez du co­mmissa­ ire, son ennemi, et un fac-similé de la queue du dia­ble. Vi­g net­tes par Bert­all. 10. Gozlan, Léon. Aven­tu­res merveilleuses et touch­ an­tes du prince Chène­vis et de sa je­une sœur. Vi­g net­tes par Bert­all. 11. La Bédollierre [sic], Émile, de. Histo­ire de la mère Mi­chel et de son chat. Vi­g net­tes par Lo­ren­t z. 12. Karr, Alp­honse. Les fées de la mer. Vi­g net­tes par Lo­ren­t z.

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lich von Émile Ca ­r ay­on (1843 –1909) in de­ko­r a­t i­ve Halb­m a ­r o­q uin­bän­de ge­bun­den (von de­nen Bd. 8 leicht ab­weicht). Der Band aus dem Be­sitz von Lou­ is Lebœuf de Montgermont ist in­t er­e s­san­t er ­wei­se iden­t isch ge­bun­den, fünf wei­t e­r e rote Halb­m a ­r o­ quin­bän­de stam­men von Str­o obants, Émile Mer­ ci­er und Vic­t or Cham­ps. Fast über­a ll sind die il­lu­ strier ­t en Ori­g i­n al-Um­schlä­ge mit ein­ge­bun­den, bei Band 3 in der frü­he­r en von zwei Va­r i­a n­t en. – Al­les in al­lem ein auch für den Bi­blio­phi­len er ­f reu­l i­ches Pot ­pour ­r i der rei­z en­den Kin­der­buch ­r ei ­he, von der Car ­t er­et und alle an­de­r en Bi­blio­g ra­phen kein ein­ zi­ges kom­plet ­t es Ex­em­plar zi­t ie­r en konn­t en. Ver­ glei­che auch die Num­mern 177, 275, 323, 358, 365, 465 (zwei Ti­tel), 476, 565 die­ses Ka­ta­logs, wo alle auf Chi­n a­pa­pier ge­d ruck­t en Aus­g a ­ben so­w ie wei­ te­r e unik­a le Ex­em­pla ­r e mit Ori­g i­n al­z eich­nun­gen oder rei­chen Bei­g a ­ben von Fumés auf Chi­n a­pa­pier ein­z eln ver­z eich ­net wer­den. Pro­ve­n i­enz: Bd. 2: Lou­i s Lebœuf de Montgermont, des­sen Auk­t i­on 1912, Nr. 278. – Auf dem flie­gen­den Vor­satz die gold­ge­präg ­t en Ex ­l i­bris von An­d ré Vil­ let und Made­moi­selle L. Dousse. – Aus der Samm­ lung Adri­a n Flüh­m ann. – Bde. 3, 5, 7 –10, 12, 13 und 16: E. C. A. Leg­r and (Auk­t i­on 1912, Nr. 267). – Bd. 4: Stem­pel „Bibliothèque Jules Mag­n in“ auf Vor­t i­ tel. – Bde. 8, 12, 15 und 16: Ge­sto­che­nes il­lu­strier­t es Ex­li­bris von Et. Beau­v illain auf ei­nem Vor­blatt. – Bde. 14 und 18: Far­big il­lu­strier­t es Ex­l i­bris von Vic­ tor Mer­ci­er auf den Spie­geln. – Bd. 15: Il­lu­strier­t es Ex­l i­bris „Rose“ auf dem Spie­gel. Li­te­r a­t ur: Brivois 35, 129, 144, 178 f., 194, 219, 225, 265, 302, 307, 314, 322, 361 und 379 f.; Car­t er­et III , 444 – 450; Gumuch­ ian 487, 2312, vgl. 2518, 2776, 3089 – 3091, 3483 f., 3485 f., vgl. 3535, 4057 f., 4241, 4278, 4359, 4445 und 5432; San­der 49, 237, 240, 260, 307, 335, 374, 375, 388, 447, 517, 531, 544, 559, 612 und 649; Vica­i re V I , 228 – 231; zu Du­m as: Talv­a rt/Place V, 15 f., Nr. 78 und 79; zu Sand: Spœlberch, Sand 156; zu Johan­not: Be­ raldi V III , 274, Nr. 58; Ma­r ie 58 und 102; zu Ca­r ay­on: Fléty 38.

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Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier, in ei­nem ja­poni­sier­en­den Ein­band 481 Olivier, Ja­cques. Al­pha­bet de l’ im­perfect­ion et ma­li­c e des femmes. Reveu [sic!], co­r rigé, et aug­m enté d’un friand des­sert et de plusie­urs histo­ires pour les court­i s­ans et par­t i­sans de la femme mond­aine. Dédié à la plus mau­vaise du mon­de. Pa­r is, A. Bar­raud, 1876. 7 ge­sto­che­ne Ta­feln, 30 Text­il­lu ­stra­t io­nen, 24 Schmuck­ vi­g net­ten und 38 dreiz­ei­li­ge Zier­in­itia­len. 2 Bl., XI S., 271 S. – Vor­t i­tel und Ti­tel in Schwarz und Rot ge­druckt. Ok­tav, seit­lich und un­ten un­be­schnit­ten (220 x 146 mm). Braun­r o­ter Halb­le­der­band auf glat­ten Rücken à la Bra­ del, mit zwei gold­ge­präg­ten Rücken­schil­dern in Schwarz und Rot und ge­präg­ten ja­ponis­i ser­en­den Il­lu ­stra­t io­nen in Schwarz, Dun­k el­g rau, Gold, Ocker, Rot und Rot­ braun, mit mar­m o­r ier­ten Vor­sät­z en, ein­ge­bun­d e­n em ocker­far­be­nen, il­lu ­strier­tem Ori­g i­n al-Um ­schlag und ro­ tem Kopf­schnitt (Kan­ten berie­ben, 1 Ein­band-Ecke mit klei­ner Stauch ­stel­le, durch­ge­hend leicht braun­f leckig). Mi­so­g y ­n ie in bi­blio­phi­lem Ge­wand Das erst­m als 1617 und im 17. Jahr­hun­dert im­mer wie­der neu auf­ge­leg ­t e Werk pe­ne­t ran­t er Mi­so­g y ­n ie macht sich an ­hei­schig, sämt ­l i­che Un­voll ­kom ­men­ heit­en und Bos­hei­t en des ‚schwa­chen Ge­schlechts‘ durch­z u­buch­sta ­bie­r en. Die Wid­mung des Wer­kes à la plus mau­vaise du mon­de be­z og sich of ­fen­sicht­l ich auf Marguerite de France, die er­ste Gat­tin Kö­n ig Hein ­r ichs IV., die man nicht al­lein auf dem Fronti­ ispiz er­kennt, son­dern auch „dans le por­trait satirique que l’au­teur s’est plu à tracer d’elle, sans la nommer“ [Gay/Lemonnyer].

Erst mit der vor­l ie­g en­den Aus­g a ­b e, die Gu­stave Bru­net ali­a s „Phil­omn­e ste ju­ni­or“mit ei ­nem Vor ­wort be­glei­t e­t e, wur­de das Buch nach lan­ger Zeit wie­der der Öf­fent­l ich­keit zu­g äng­l ich ge­m acht – nun im Ge­ wand der Bi­blio­phi­l ie. Von der Ge­samt ­auf­l a­ge von 1002 Ex­em­pla ­r en wur­den al­lein 500 auf di­ver­sen Lu ­x us­pa­pie­r en ge­d ruckt; das un­se­r e ist die Nr. 48 von 100 Ex­em­pla ­r en auf Chi­n a­pa­pier. Bei den Text­il­lu­stra­tio­nen, die zu Be­g inn der Al­ pha ­b et-Ka­pi­t el ste­hen, formt ein Bild­ele­ment je­ weils den be­t ref ­fen­den Buch­sta ­b en nach. Eine ein­z i­ge Ab­bil­dung trägt die Si­g na­t ur Ph[ilip­pe Au­ gu­ste] Ca­t telain, der „in den 60er Jah­r en mit Gill“ [Thieme/Becker], zu­sam ­men­a r­bei­t e­t e, dem Ka ­r i­k a­ tu­r i­sten An­d ré Gill (1840 –1885), mit bür­ger­l i­chem Na­men Lou­is Gos­set. Dies war of­fen­bar auch hier der Fall: Eine wei­t e­r e Ab­bil­dung trägt bei­der Kür­ zel „ PC “ und „G.“, ein „G“ meint man auch zwei wei­te­r e Male zu ent­decken. Die Ta­feln sind avant toute la lettre ge­d ruckt, die Il­lu­stra­t i­on auf dem ein­ ge­bun­de­nen Ori­g i­n al-Um­schlag stammt von Hen­r y Somm. Der ja­poni­sier­en­de Ein­band zeigt auf ei­nem blind­ge­präg ­t em Blü­t en- und Blät ­t er-Grund asia­t i­ sche Ge­sich­t er und Vö­gel mit aus­ge­brei­t e­t en Flü­ geln. Li­t e­r a­t ur: Gay/Lemonnyer I, 69 ff.; Vica ­i re V I , 264; zu Ca­ ttelain: Beraldi I V, 69 ff.; Thieme/Becker 6, 193; zu Gill: Beraldi V II , 134 ff.

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Im zeit ­ge­nös­si­schen Mei­ster­ein­band 482 Pacini, Eugène. La Ma­r i­ne, ar­sen­aux, nav­ires, équipa­ges, na­vi­ga­t i­on, atterra­ges, com­bats. Illustrat­ions de M. Morel-Fa­t io. Pa­r is, L. Curmer, 1844. Il­lu ­strier­ter Holz ­schnitt-Ti­tel, 22 Stahl ­stich-Ta­feln, 9 ko­lo­r ier­te Ta­feln in Holz­schnitt, je­weils mit Sei­den­vor­ sät­zen, 120 Text­ab­bil­dun­gen in Holz­schnitt. 2 Bl., 240 S.; 4 S. ( Ver­lags­pro­spekt). Quart, un­be­schnit­ten (264 x 178 mm). Dun­k el­g rü­n er Halb­m a­r o­quin­band der Zeit auf fünf point­illé­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, in den üb­r i­gen Rücken­kompartim­en­ten mit gold­ge­präg­ ten Eckfleurons, je­weils in dop­pel­tem Rah­m en aus fet­ter und ma­ge­rer Blind­f i­lete, mit dop­pel­ten Blind­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Kopf­g old­ schnitt, am Fuß si­g niert „Niédrée“ (Pa­pier qua­li­täts­be­ dingt strecken­wei­se leicht ge­bräunt).

in­sze­n iert. Über 150 Holz­schnit­t e und Sti­che, neun da­von in Far­be, füh­r en dies vor Au­gen. Das Gros der Text- und Ta­fel­a b­bil­dun­g en (auch die Fa­rb­t a­fel mit 36 Flag­gen) stammt von dem Ma­ ri­ne­m a ­ler Léon An­t oine Morel-Fa­t io (1810 –1871), der 1849 zum Kon­ s er­ v a­ t or am Mus­ é e naval du Lou­vre und 1853 zum Ma ­ler des Ma ­r i­ne­m i­n i­ste­r i­u ms er ­n annt wur­de. Die acht ko­lo­r ier ­t en und ei­weiß­ gehöhten Uni­form­t a ­feln sind vom Brü­der ­paar Pauquet, ei­n i­ge Ta­feln von Eugène Isabey (1803 –1886), der il­lu­strier­t e Ti­t el von Jean-Adolphe Beau­cé, wei­ te­r e Ab­bil­dun­gen von Lou­is Marvy, Buze­lot, Hi­la ­i re Guesnu und Lucas. Die er­ste Aus­g a­be des Wer­kes liegt in sehr schö­ ner Er­h al­t ung vor; der vier­sei­t i­ge Ver­l ags­pro­spekt ist nach­g e­bun­den. Der zeit ­g e­nös­si­s che Halb­m a­ ro­q uin­band stammt von Jean-Edou­a rd Nie­d rée (1803 –1864), ei­nem der „best pupils of Thouvenin“ [Rams­den].

Frank ­r eichs Ma ­r i­ne – macht ­voll und ma ­le­r isch

Pro­ve­n i­enz: Adri­a n Flüh ­m ann.

Das Buch des Ma ­r i­ne­of ­fi ­z iers Eugène Pacini be­sitzt durch­aus eine ro­m an­t i­sche Di­men­si­on: Die Ma ­r i­ ne der Gran­de Na­t i­on wird in all ih­r en Fa­cet­t en als „une des glo­ires de France“ und eine „bran­che si pi­t toresque de la puissance na­t io­n a ­le“ [Pro­spekt]

Li­t e­r a­t ur: Beraldi IX , 236, Nr. 4 (Marvy), und X, 121, Nr. 4; Brivois 315; Bru­net V I , 498, Nr. 8465; Car­t er­et III , 452; Co­las 2258; Hi­ler 682; Lip­p er­hei­de 577, Qk 44; Oster­w al­der 527 und 714; Quér­a rd/Bourque­lot V, 574; San­der 545; Vica­ire V I , 301; zu Nie­d rée: Fléty 135 f.; Rams­den 147.

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Lu­x us-Ver­le­ger­ein­band 483 Pacini, Eugène. La Ma­r i­ne, ar­sen­aux, nav­ires, équipa­ges, na­vi­ga­t i­on, atterra­ges, com­bats. Illustrat­ions de M. Morel-Fa­t io. Pa­r is, L. Curmer, 1844. Il­lu ­strier­ter Holz ­schnitt-Ti­tel, 22 Stahl ­stich-Ta­feln, 9 ko­lo­r ier­te Ta­feln in Holz­schnitt, 120 Text­ab­bil­dun­gen in Holz­schnitt. 1 lee­res Bl., 2 Bl., 240 S. Quart (260 x 166 mm). Ver­le­ger­ein­band von dun­k el­g rü­ nem Saf­f i­an auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­ter Rücken- und Deckel­il­lu ­stra­t i­on, auf den Deckeln Rah­m en­ werk von fet­ten Blind­f ileten in En­tre­lacs-Ma­nier, mit Ganz­g old ­schnitt, in mo­der­nem, mit Filz aus­ge­schla­ge­ nem Papp­schu­ber (Pa­pier ge­r ing braun­f leckig, qua­li­ täts­be­dingt strecken­wei­se leicht ge­bräunt).

Im de­ko­r a­t i­ven Ver­le­ger­ein ­band Die­s es Ex­em­plar der er­sten Aus­g a ­b e von Pacinis schö­nem Ma ­r i­ne­buch liegt im ta­del­lo­sen Ver­ le­ger­ein­band aus Saf ­fi­a n­le­der vor, des­sen Deckel von ei­nem pracht ­vol­len gold­ge­präg ­t en Schiffs­heck mit zwei Tri­t o­nen da­vor ge­schmückt sind [vgl. Mal­ avieille 159, Nr. 34]. Der Buch­block wur­de neu ein­ ge­h ängt, Vor­sät­z e und Gold­schnitt sind mo­dern. Pro­ve­n i­enz: Samm­lung Adri­a n Flüh ­m ann, mit des­ sen Eti­kett mit Mo­no­g ramm „awf “ auf ei­nem Vor­ blatt.

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48 il luminier te Ta feln, u. a. von Daumier und Gavarni 484 Pa ris au dix-neuvième siècle, recueil des scènes de la vie pari sienne, dessinées d’après nature, par Victor Adam, Gavarni, Daumier, Bouchot, Bourdet, Cicéri, Pruche, Lepoittevin, Provost, Lorentz, Rigo, Célestin Nanteuil, Devéria, Traviès, etc. 48 Dessins et 200 vi gnettes sur bois, avec un texte descriptif par Albéric Second, Burat de Gurgy, Jaime, Émile Pagès, Emmanu el Gonzalès, etc. Paris, Beau ger et Compie, Aubert et Cie, Delloye, Curmer, Martinon, 1844. 48 kolorier te, eiweiß gehöhte lithographi sche Tafeln, etwa 220 Textabbildun gen in Holz schnitt. 1 Bl., 96 S. in zwei spalti gem Druck. Groß-Quart, unbe schnit ten (340 x 253 mm). Langgenarbter brauner Halbmaroquinband um 1900 auf fünf breite, je mit drei Goldlinien (eine in Point illé-Manier) ver zier te Bünde, gold gepräg tem Rückentitel und rautenför mi gen Einzel stempeln in den übri gen Rückenfeldern, ein gefaßt von doppelten Goldfileten und Blindbordüre, mit doppelten Goldfileten auf den Deckeln und mar morier ten Vor sät zen (Kanten berieben, vereinzelt gering braunfleckig, 1 Bl. mit kleiner ersetzter Randfehl stelle). Pa ris in 48 kolorier ten Lithographien nach Daumier, Gavarni, Na nteuil, Traviès u. a. – von großer Selten heit In dieser farbi gen Schau auf das zeit genössische Paris der Jahrhundert mit te wer den vielerlei Loka litäten vor ge stellt, wie die Gär ten des Palais-Royal und der Tuilerien, Le Luxembourg, Le bois de Boulogne, L’antichambre d’une gran de maison, aber auch ein ein faches Wirtshaus und eine Restau rant küche, Les courses du Champ-de-Mars und eine dor ti ge Truppenpa rade vor dem König, Une soirée littéraire und Le Mardi gras, Kostüm bäl le wie Le bal Musard, schließlich auch Ty pen wie Un étudiant, eine Concierge, Les titis, L’ écrivain public, Un Tourlourou (ein In fanteriesoldat), Les Gamins de Paris, Le pâtissier à la mode, Les balayeurs, Les chif foniers und andere. Die er ste Ta fel und 55 Vi gnet ten (dar unter fünf erst mals ge druck te) stam men von Honoré Daumier, je 6 Ta feln von Gavarni, Bourdet und Bouchot, 4 von Traviès, 3 von Adam, je 2 von Na nteuil und Benja min Rou baud, eine von Jules David. Die Lithographien sind in dun kel brau ne breite, unter-

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schied lich il lu strier te Rah men von Charles Lou is Mal apeau (1795 – um 1878) ein gestellt, dem „Er fi nder der Chromolithographie […], die er seit 1822 mit kgl. Patent ausübte“ [Thieme/Becker 23, 586]. Hier wur den sie jedoch zeit genössisch sorg sam von Hand koloriert und eiweißgehöht; sie sind sämt lich mit ei ner Bild legende und dem Ver merk „Edité par le Charivari“ ver sehen. Schon 1887 war das „al bum intéressant […] devenu assez rare“ [Lacombe], 1927 bereits „très rare“ [Carter et], was für die vorliegende zweite Ausga be ebenso gilt wie für die er ste vom Jahr 1839. Pro ve nienz: Far big il lu strier tes Ex li bris von A[ntoine] Vautier auf dem Spiegel (nicht in dessen Kata logen 1971 und 1977). Literatur: Bouvy 307 – 311; nicht bei Brivois; Car ter et III , 453; Delteil III , 753; Lachèvre I, 191 f.; Lacombe 725; Lonchamp III , 353; Rahir 571; Rümann, Daumier 67; Sander 548; Vica ire V I , 378, vgl. ebd. 376 ff.

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Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier 485 Pa­r is guide. Par les principaux écriva­ins et ar­ tist­e s de la France. Premiére par­t ie: La science – l’art. [Und:] Deuxième par­t ie: La vie. Zu­sam­m en 2 Bde. Pa­ ris, Librairie in­ter­n a­t io­n a­le, [und:] Brüs­sel, A. Lacroix, Verbœckhoven et Cie, 1867. Zu ­sam­m en 8 Bl. mit Au­to­g ra­phen-Fak ­si­m i­les, 1 il­lu­ strier­ter Ti­tel und 3 Front­i spize zu den Zwi­schen­t i­teln, 107 Ta­feln, 16 dop­pel­blatt­g ro­ße Ta­feln (In­nen­an ­sich­ten von Thea­ter­räu­m en), 8 mehr­fach ge­fal­te­te Plä­ne (dar­un­ ter 1 gro­ßer, mehr­far­bi­ger Stadt­plan von Pa­r is); 1 Wap­ pen­dar­stel­lung und 1 Ti­tel­vi­g net­te ( je­weils wie­der­holt) so­wie 4 Grund­r is­se im Text. XI V S., XLI V S., 902 S., 27 S. (Stra­ßen­ver­zeich­nis), I V S., 24 Bl. (An­zei­gen). Und: XIV S., 1 Bl., S. [905]-2139 [ei­gent­lich: 2141], 16 Bl. (An­ zei­gen). – S. 1009 f. wur­de dop­pelt ver­ge­ben. Ok­tav, kaum be­schnit­ten, Bd. II strecken­wei­se un­auf­ ge­schnit­ten (197 x 133 mm). Dun­k el­r o­te Halb­m a­r o­quin­ bän­de auf je fünf Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und gold­ge­präg­ten Quer­f ileten so­wie mar­mo­r ier­ten Vor­ sät­zen und Kopf­g old ­schnitt (durch­ge­hend et­was braun­ fleckig; Bd I: S. 349 – 360 feh­len, statt­des­sen wur­den 6 fal­sche Bl. ein­ge­bun­den; Bd. II: 1 Bl. mit Rand­ein­r is­ sen, 2 Bl. mit klei­nem Eck­ab­r iß ohne Text­ver­lust, Pa­r isPlan mit Ein­r iß).

Das um­fas­sen­de, über 2000 Sei­ten star­ke Werk zu Pa­r i­ser Ge­schich­t e, Ar­chi­t ek­t ur, In­f ra­struk­t ur, Kunst, Kul­t ur, Bil­dungs- und Pres­se­we­sen, Po­l i­ tik und Ver­w al­tung, Mi­li­tär, Wirt­schaft und Ge­ sell­schaft wur­de an­l äß­l ich der Welt ­aus­stel­lung von 1867 un­t er der Lei­t ung von Lou­i s Ul­bach und Phil­ ippe Burty (Il­lu­stra­t i­on) her­aus­ge­ge­ben. Es ist ein Ge­mein­schafts­werk zahl ­r ei­cher nam ­h af ­t er Au­t o­ ren; de­r en Si­g na­t u­r en sind auf acht Blät­t ern in Fak­ si ­m i ­le wie­der­ge­ge­ben. Die In­t roduct­ion ver ­faß­t e nie­ mand Ge­r in­ge­r es als Vic­t or Hugo, zu den Au­t o­r en der über 130 Text­bei­t rä­ge zäh­len u. a. Lou­i s Blanc, Eugène Pell­etan, Édou­a rd Four ­n ier, Er ­nest Ren­a n, Charles-Au­g u­stin Sainte-Beuve (L’Académie française), Étienne Vache­r ot (La Sor­bonne), Am­broise Fir­ min-Didot (L’Im­primerie), Théo­ phile Gau­ t ier (Le Mus­ée du Lou­vre – hier feh­len 6 Blatt), Fer­d i­n and de La ­ste­y rie, Ar­sène Houssaye, Eugène Viol­let-le-Duc, Alex­a n­d re Du ­m as père (L’Ecole des Beaux-Arts) und fils (Thea­t er), Hi­ppolyte Taine (L’Art en France), Ed­ mond Ab­out, Jules Ja­n in (Le Bi­blio­phi­le), Champ­ fleury (Bals et Co­ncerts), Ge­orge Sand (La Rêverie à Pa­r is), Alp­honse Karr, Paul de Kock, Émile de la Bédollière, Fran­çois-Vic­t or Hugo, Na­d ar, Hen­r y Mon­ nier, Al­f red Delvau u. a.

– 1554 –


Die Zeich­nun­g en zu den über 100 Holz­schnittTa­feln stam­men von Félix Bracque­mond, Cham, Charles-Fran­çois Da­u bigny, Charles Fic­hot, Fran­ çois Lou­is Français, Ma ­x i­me Lal­a n­ne, Ed­mond Mo­ rin, Célestin Na­nteuil, Félicien Rops, Eugène Viol­ let-le-Duc u. a. Un­ter den acht Falt­k ar­ten fin­det sich auch ein von dem Geo­g ra­phen Vic­tor Clé­r ot er­stell­t er mehr ­far­bi­ger Stadt ­plan von Pa ­r is von be­ ein­d rucken­dem For­m at. Das in Gelb, Grün, Rosa, Blau und Schwarz ge­d ruck­te Blatt mißt statt­li­che 48 x 83 cm; es ist nur sel­t en ein­ge­bun­den. Car ­t er­et emp­fiehlt auf Chi­n a­pa­pier ge­d ruck­t e Ex­ em­pla­r e nicht nur „à cause de l’im­pres­si­on des jolis bois“, son­dern auch we­gen des „for­m at plus ag­ réable“ im Ver­g leich zur Nor ­m al­aus­g a ­b e. Un­s er Ex­em­plar er ­f üllt auch die­sen spe­z i­el­len An­spruch: Es ist kaum be­schnit­t en, der zwei­t e Band strecken­ wei­se noch un­auf­ge­schnit ­t en. Ne­b en dem ge­stei­ ger ­t en bi­blio­phi­len und Sel­t en ­heits­wert hat un­ser Ex­em­plar auf fei­nem Chi­n a­pa­pier auch ei­nen ganz prak­t i­schen Vor­t eil: Die bei­den Bän­de des weit über 2000 Sei­t en star­ken Hand­buchs blei­ben so durch­ aus hand ­l ich. Pro­ve­n i­enz: An­d ré Tissot-Du­pont (Auk­t i­on 2016, Nr. 431). Li­t e­r a­t ur: Bonne­r ot III /1, Nr. 937; Car­ter­et III , 454 ff.; Spœlberch, Sand 314; Talv­a rt/Place IX , 100 (Hugo), und X, 115 (Ja­ nin); Tour­neux 134; Vica­i re V I , 388 ff.

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Wei­t e­r es Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier 486 Pa­r is guide. Par les principaux écriva­ins et ar­ tist­e s de la France. Premiére par­t ie: La science – l’art. [Und:] Deuxième par­t ie: La vie. Zu­sam­m en 2 Bde. Pa­ ris, Librairie in­ter­n a­t io­n a­le, [und:] Brüs­sel, A. Lacroix, Verbœckhoven et Cie, 1867. Zu ­sam­m en 8 Bl. mit Au­to­g ra­phen-Fak ­si­m i­les, 1 il­lu­ strier­ter Ti­tel und 3 Front­i spize zu den Zwi­schen­t i­teln, 107 Ta­feln, 16 dop­pel­blatt­g ro­ße Ta­feln (In­nen­an ­sich­ten von Thea­ter­räu­m en), 8 mehr­fach ge­fal­te­te Plä­ne (dar­un­ ter 1 gro­ßer, mehr­far­bi­ger Stadt­plan von Pa­r is); 1 Wap­ pen­dar­stel­lung und 1 Ti­tel­vi­g net­te ( je­weils wie­der­holt) so­wie 4 Grund­r is­se im Text. XIV S., XLIV S., 902 S., IV

S., 27 S. (Stra­ßen­ver­zeich­nis), 30 Bl. (An­zei­gen). Und: XIV S., 1 Bl., S. [905]-2139 [ei­gent­lich: 2141], 10 Bl. (An­ zei­gen). – S. 1009 f. wur­de dop­pelt ver­ge­ben. Ok­tav, un­be­schnit­ten (200 x 131 mm). Dun­k el­brau­n e Halb­m a­r o­quin­bän­de um 1900 auf je fünf Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­z en und Kopf­g old­schnitt, ver­so flie­gen­den Vor­sät­zen si­g niert „Vve Brany“ (2 Bl. mit klei­nem Rand­ein­r iß). Das um­f äng­li­che Pa­r is-Hand­buch liegt hier in ei­ nem wei­t e­r en Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier vor; un­be­ schnit ­t en und in so­l i­den, et ­was spä­t e­r en Ein­bän­den der Wit­we Brany [vgl. Fléty 33].

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Das ein­zi­ge Ex­em­plar auf Per­g a­ment – ge­bun­den von Simier für die Du­chesse de Berry 487 Par ­ois­sien co­mplet, co­n tenant l’of­f ice des diman­ches et fêtes, en latin et en français, selon l’usage de Pa­r is et de Rome, avec Préfaces par M. l’abbé F. de La Mennais; Traduct­ion nouv­el­le des Psau­m es sur la Vulg­ate, par E. Gen­oude; Traduct­ion nouv­el­le des Hym­ nes et de toutes les di­ver­ses par­ties des Of­f ices, par M. l’abbé Le Tour­neur. Par­t ie d’ hi­ver. 3 Tei­le. [Und:] Par­t ie d’ été. 4 Tei­le. Zu­sam­m en 7 Bde. [Bibliothèque des da­m es chrétiennes 4]. Pa­ r is, La Librairie grecque, lati­ n e, al­lem­ande, [ab Bd. I V:] La Librairie grecque, lati­ne et française, 1820. Zu ­sam­m en 8 Kup­fer­ta­feln auf Ve­lin­pa­pier mit Sei­den­ vor­sät­zen. XV S., 274 S. Und: 2 Bl., S. 275 – 450. Und: 2 Bl., S. 451 – 683. Und: LXI V S., 286 S. Und: 2 Bl., S. 287 – 544. Und: 2 Bl., S. 545 – 732. Und: 2 Bl., S. 733 – 959. Zu­sam­m en fast 1750 S. – Auf Per­ga­m ent ge­druckt. Duo­dez, un­be­schnit­ten (116 x 70 mm). Au­ber­g i­ne­far­bene Ma­r o­quin­bän­de der Zeit auf je drei brei­te, mit flora­ler Gold­prä­g ung zwi ­schen Point ­illé-Li­ni­en ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­ten Rücken­t i­teln in je zwei und gold­ ge­präg­ten, or­n a­m en­tal ge­rahm­ten Kreu­zen in je zwei wei­te­ren Rücken­fel­dern, Deckel mit fet­ten Gold­f ileten­ rah­m en und aus­ge­f üllt von Blind­de­k or à la ca­thédr­ale, zen­t ral ge­krön­tes ver­schlun­ge­n es Mo­n o­g ramm „ MC “ , mit gold­ge­präg­ten Ein­band-Ecken, In­n en­k an­ten mit Roll­stem­pel­b or­d ü­r e zwi­schen dop­pel­ten Gold­f ileten, Doublü­ren und Vor­sät­ze aus grü­ner Moi­ré­sei­de mit or­ na­m en­tal gold­ge­präg­ten Bor­dü­ren, je­weils wei­te­res Per­ ga­m ent­vor­blatt, am Fuß von Bd. I des Win­ter­teils si­ gniert „Simier“ und Eti­kett „Simier Relieur du Roi“ ver­so flie­gen­dem Vor­satz von Bd. I V des Som­m er­teils. Das ein­z i­ge Ex­em­plar auf Per­g a ­ment – ge­bun­den von Simier für die Du­chesse de Berry In der Nach­fol­ge der Stun­den­bü­cher ent ­h ält das Werk An­d achts­t ex­t e, die das from­me Mit­glied der Kir­chen­ge­mein­de durch die Sonn- und Fei­er ­t a­ge des Jah­r es be­glei­t en, ge­glie­dert in ei­nen drei­bän­ di­gen Win­t er- und ei­nen vier­bän­d i­gen Som ­mer ­t eil. Bei­de Tei­le wur­den be­vorw­or ­t et von dem Prie­ster und Phi­lo­so­phen Hugues Félicité Ro­b ert de Lamennais (1782 –1854), der dem­n ach wohl der Her­ aus­ge­ber war. In­t er­es­sant ist in die­sem Zu­sam ­men­ hang, daß so­wohl der Ge­brauch von Rom als auch der von Pa­r is be­r ück­sich­tigt ist, oft­m als in la­tei­ nisch-fran­z ö­si­schem Par­a l­lel­t ext. Spä­t er ent ­w ickel­ te sich Lamennais zu ei­nem Geg­ner des Gallik­a nis­ mus und ei­nem Vor­den­ker des Ulra ­mon­t a ­n is­mus,

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der die Zen­t ra­l i­sie­r ung der Kir­che und die päpst­l i­ che Au­t o­r i­t ät in Glau­bens­f ra­gen be­f ür ­wor ­t e­t e. Der Theo­lo­ge und Pu ­bli­z ist An­t oine-Eugène Gen­oude (1792 –1849) hat ­t e sei­ne Über­set­z ung der Psal­men be­r eits 1819 se­pa ­r at ver­öf ­fent ­l icht [DBF XV, 1058]; 1820 grün­de­te er ge­mein­s am mit Lamennais die Zeit­schrift Le Défenseur, die 1821 mit der Ga­zet­te de France fu­sio­n ier ­t e, de­r en Lei­t ung Gen­oude bis zu sei­nem Tod in­ne­h at ­t e. Der Haupt ­ü ber­set­z er, Au­g u­ stin-Jean Le Tour­neur (1757 –1844), wur­de 1836/37 Bi­schof von Ver­dun. Die acht Kup­fer­t a­feln pas­sen je­weils zu den Tex­t en, de­nen sie vor­a n­ge­stellt sind: Der Win­t ert­eil be­g innt mit der Ver­k ün­d i­g ung an die Hir­t en, es fol­gen die Dar­stel­lun­gen ei­ner Hei­l i­gen Mes­se und der Ge­burt Chri­sti. Alle drei Kup­fer wur­den von Jean Alex­ an­d re All­a is nach Pierre Bouil­lon ge­sto­chen, zwei sind 1820 da­t iert. Der er­ste Band des Som­mer­t eils wird il­lu­striert von ei­nem Har ­fe spielen­den Da­v id und ei­ner Abend­m ahls­sze­ne, bei­de ge­sto­chen von Lou­i s Fran­çois Ma ­r ia­ge nach Do­men­ic­h ino; eben­ falls von Ma­r ia­ge stammt eine Ma­r ia as­sumpta nach Nico­l as Poussin. Zwei Ta ­feln mit der Prä­sen­t a­t i­on Jesu im Tem­p el und der Er­schei­nung des Auf­er­ stan­de­nen sind un­si­g niert. Das bei P. Didot l’ainé ge­d ruck­te Werk er­schien in der 14 ver­schie­de­ne re­l i­g iö­se Ti­t el um ­fas­sen­den Bibliothèque des da­m es chrétiennes. Das klei­ne For­m at der sie­b en Bän­de von ca. 125 x 80 mm ent­spricht glei­cher ­m a ­ßen dem der spät ­m it ­t el­a l­t er­l i­chen Stun­ den ­bü­cher wie dem ei ­ner mo­der ­nen Ta ­schen ­bi ­blio­ thek für Da­men. Eine be­son­ders hoch­ge­stell­t e Frau war Ei­gen­t ü ­me­ rin die­ses Ex­em­plars: Ma ­r ie Ca ­r o­l i­ne Du­chesse de Berry (1798 –1870), die äl­te­ste Toch­ter des Kö­n igs Franz I. bei­der Si­z i­l i­en, si­cher ­t e sich die­ses ein­z i­ge Ex­em­plar auf Per­g a­ment [vgl. Van Praet: „Le seul ex­empla­ire a été acquis par S. A. R. Ma­d ame, Du­ chesse de Berri“]. Die Her­z o­g in ließ es von René Simier („Père“), dem Relieur du Roi in der Re­stau­r a­ ti­ons­z eit, bin­den: Pas­send­er ­wei­se sind die Deckel mit ei­nem Por ­t i­k us à la ca­thédr­ale in Blind­prä­g ung ge­schmückt, im frei­ge­l as­se­nen Zen­t rum prangt in ver­s chlun­g e­nen Gold­let ­t ern je­weils ihr ge­k rön­ tes Mo­no­g ramm. Dies ist eine wei­t e­r e in­t er­es­san­t e Va ­r i­a n­t e von Simiers Ein­bän­den für die Her­z o­g in von Berry. Zwei bei Culot ab­ge­bil­de­t e tra­gen im Un­ ter­schied zu un­se­r em ein Wap­pens­upralibros, ei­ner ist gleich­falls mit Blind­de­kor à la ca­thédr­ale ge­prägt, je­doch mit ei­nem an­de­r en Mo­t iv [Nr. 46, S. 109].

Auf den Spie­g eln fin­det sich je­weils das Bi­blio­ theks­eti­kett von Schloß Brunn­see in der Stei­er­ mark, wo­h in sich die Her­z o­g in von Berry nach den Wir ­r en der Ju­l i­r e­vo­lu­t i­on von 1830 zu­r ück­g e­z o­ gen hat­t e. In­t er­es­sant ist der Kauf­ver­merk auf dem Vor­blatt des er­sten Ban­des des Win­t er­t eils, der von ei­nem Herrn Meu­n ier 1849 in Brigh­ton ein­ge­tra­ gen wur­de: Die Her­z o­g in hat­te in dem bri­ti­schen See­bad eine An­z ahl ih ­r er Bü­cher ver­stei­gern las­ sen. Of­fen­bar ein jun­ger Lands­m ann von ihr, der Wis­s en­s chafts­jour ­n a ­l ist Am­é dée-Vic­t or Meu ­n ier (1817 –1903), der kurz zu­vor das Buch Jésus Christ devant les con­seils de guerre pu ­bli­z iert hat ­t e, er ­warb das from­me Werk – um es der roya­len Dame er­neut als Ge­schenk zu ver­eh ­r en! Pro­ve­n i­enz: Ma ­r ie Ca ­r o­l i­ne, Prin­z es­sin von Bour­ bon-Si­z i­l i­en, Her­z o­g in von Berry (1798 –1870), de­ ren ge­k rön­t es Mo­no­g ramm „ MC “ der Her­z o­g in auf al­len Deckeln und de­r en ge­d ruck­t es Bi­blio­t heks­ eti­kett („Brun­s ee“) auf den Spie­geln. – Mehr­z ei­li­ ger hand­schrift ­l i­cher Kauf ­ver ­merk auf ei ­nem Per­ ga ­ment ­vor­blatt des er­sten Ban­des des Win­t er ­t eils, da­t iert Brigh­t on 1849, si­g niert Meu­n ier, d. i. wohl der Wis­sen­schafts­jour ­n a ­l ist Am­édée-Vic­t or Meu­ nier (1817 –1903). Brun­see-Auk­t i­on, Sot ­heby’s Lon­ don, 8.6.2011, 178: £ 17.500 Li­t e­r a­t ur: Van Praet I V (Supplément), Nr. 542 ter 4; nicht bei Talv­a rt/Place (dort zu Lamennais: XI , 167 – 229); zu Simier: Culot 552; Fléty 162; Rams­den 190.

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Im Saf­fi­a n-Ver­le­ger-Lu­x us­ein­band 488 Pell­ico, Silvio. Mes prisons, suivies du dis­c o­urs sur les devoirs des hommes. Traduct­ion de M. An­toine de Latour, avec des chapitres in­édits, les ad­di­ti­ons de Maron­c el­li et des not­ices litt­éra­ires ou bio­g raph­iques sur plusie­urs prisonniers du Spiel­berg. Édit­ion illustrée par Tony Johan­n ot de cent beaux Des­sins gravés sur bois par les pre­miers Ar­t ist­e s. [Auf dem Vor­t i­tel:] Œuvres de Silvio Pell­ico. Pa­r is, Char­pen­t ier, 1843. Front­i spiz auf auf­ge­walz­tem Chi­n a­pa­pier, Ver­fas­ser­ por­trait und 23 Ta­feln, rund 70 Text­ab­bil­dun­gen und meh­r e­r e Schmuck­vi­g net­ten, sämt­lich in Holz­schnitt. XXI S., 1 Bl., 374 S., 1 Bl. Quart (256 x 170 mm). Ver­le­ger­ein­band von schwar­ zem Saf­f i­an auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und Rocaille­de­kor, auf den Deckeln dop­pel­ ter Rah­m en aus fet­ter und ma­ge­rer Blind­f i­lete, gro­ße gold­ge­präg­te Eck­ver­zie­r un­gen, vorn zen­t ra­le Il­lu ­stra­t i­ on, hin­ten rau­ten­f ör­mi­ges Or­n a­m ent, mit Gold­f i­lete auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­nen­k an­ten, Vor­sät­ zen aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­pa­pier und Ganz­g old­schnitt (Ein­band-Ecken mit win­zi­gen Stauch ­stel­len, Pa­pier mi­ ni­m al rand­ge­bräunt, Hin­ter­ge­lenk et­was ge­lockert). Die er­ste Aus­g a ­be mit den Il­lu­stra­t io­nen von Tony Johan ­not, im Ver­le­ger­ein ­band Der ita­l ie­n i­s che Schrift­s tel­ler Silvio Pell­ico (1789 –1854) „a co­nquis une écla­t an­t e célebrité par ses pro­duct ­ions litt­éra ­i res et par les per­sé­cut ­ions dont il a été l’ob­jet“ [Quér­a rd/Bourque­lot V, 622]. Be­r eits seit 1818 for­der ­t e er in Zeit­schrif ­t en­a r ­t i­keln die Ein­heit Ita­li­ens, wo­f ür er von 1820 bis 1830 in öster ­r ei­chi­scher Ge­fan­gen­schaft saß – da­von al­lein neun Jah­r e in Ker­ker­h aft in der Fe­stung Spiel­berg bei Brünn, aus der er ge­bro­chen zu­r ück­kehr­t e; fort­ an ent ­h ielt er sich po­l i­t i­scher Ak­t i­v i­t ät. Die Auf­a r­ bei­t ung die­ser Lei­dens­z eit in Le mie prig­ioni (1833) in ei­ner „man­ière no­ble et touch­a n­t e“ [ebd.] brach­ te in­des ei­nes der wich­tig­sten Bü­cher des Risorgimento her ­vor, des­sen auch in­t er ­n a­t io­n a ­ler Ruhm auf der per­sön­l i­chen Glaub­w ür­d ig­keit des Au­t ors wie auf sei­ner Rück ­be­sin­nung auf den Glau­ben ge­g rün­ det war. Dies ist die er­ste Aus­g a ­b e mit den Il­lu­stra­t io­nen Tony Johan­nots, in der die­ser „once aga­i n de­mo­nst­r a­ted his abi­lity to deal with real as well as fan­ ciful the­mes“ [Ray]. Es galt, mit Em­pa­t hie ei­nen red­li­chen, tief­r e­l i­g iö­sen Mann zu zeich­nen, der für sei­ ne po­l i­t i­schen Über­z eu­g un­gen zu Un­r echt elf Jah­ re in Haft ge­h al­ten wur­de. Johan­not lie­fer­te an

die hun­dert Il­lu­stra­t io­nen im Text und auf Ta­feln: „Though rest­r icted in subject and serious in tone, Johan­not’s de­signs are any­t hing but tedious. He gives variety and ani­m a­ti­on to Pell­ico’s ja­ilors and fell­ow prisoners, brings home the pa­t hos of seve­r al deathbed scenes, and takes full ad­van­tage of his ten­der enco­u n­ters with child­r en and his fa­m ily“ [ebd.]. Un­ser Ex­em­plar prä­sen­t iert sich im ori­g i­n a ­len Ver­ lags­ein­band. Die Il­lu­stra­t i­on auf dem Vor­der­deckel stellt eine Ad­ap­t i­on des Ver ­fas­ser ­por ­t raits im Buch dar: Nach­denk­lich sitzt Pell­ico in ei­ner Zel­le aus gro­b em Hau­stein an ei­nem ein­fa­chen Tisch, von der lin­ken Hand hängt eine schwe­r e Ei­sen­ket­t e auf den Bo­den. Auf ei­gen­a r ­t i­ge Wei­se ‚nobili­t iert‘ wird die trost­lo­se Sze­ne von vier sie um­ge­ben­den pracht­ vol­len gro­ßen Eckfleurons und der schim­mern­den Gold­prä­g ung auf dem schwar­z en Saf ­fi­a n­le­der. Pro­ve­n i­enz: Buch­h änd­ler ­m ar­ke „A. Gi­r o­u x, Pa­ ris“ auf Vor­blatt. – Il­lu­strier ­t es Ex ­l i­bris mit Mo­no­ gramm „ LF “ auf dem Spie­gel. Li­t e­r a­t ur: Vgl. Blanc 1323; Brivois 317; Car­t er­et III , 456 ff.; Lon­ champ II , 358; Ma­r ie 102; Oster­w al­der 539; Quér­a rd/Bourque­ lot V, 623; Rahir 577; Ray II , 264 f., Nr. 185; San­der 554; Vica­ ire V I , 514 f.

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Va­r i­a n­t e des Ver­le­ger-Lu­x us­ein­bands 489 Pell­ico, Silvio. Mes prisons, suivies du dis­c o­urs sur les devoirs des hommes. Traduct­ion de M. An­toine de Latour, avec des chapitres in­édits, les ad­di­ti­ons de Maron­c el­li et des not­ices litt­éra­ires ou bio­g raph­iques sur plusie­urs prisonniers du Spiel­berg. Édit­ion illustrée par Tony Johan­n ot de cent beaux Des­sins gravés sur bois par les pre­miers Ar­t ist­e s. [Auf dem Vor­t i­tel:] Œuvres de Silvio Pell­ico. Pa­r is, Char­pen­t ier, 1843. Front­i spiz auf auf­ge­walz­tem Chi­n a­pa­pier, Ver­fas­ser­ por­trait und 23 Ta­feln, rund 70 Text­ab­bil­dun­gen und meh­r e­r e Schmuck­vi­g net­ten, sämt­lich in Holz­schnitt. XXI S., 1 Bl., 376 S. Quart (257 x 170 mm). Ver­le­ger­ein­band von au­ber­g i­ne­ farbenem Saf­f i­an auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­ tem Rücken­ti­tel und Rocaille­de­k or, auf den Deckeln in dop­pel­tem Rah­m en aus fet­ter und ma­ge­rer Blind­f i­lete und gold­ge­präg­tem Rocaille-Rah­m en vorn zen­t ra­le Il­ lu ­stra­t i­on, hin­ten rau­ten­f ör­mi­ges Or­n a­m ent, mit Gold­ fi­lete auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­ kan­ten, Vor­sät­zen aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­pa­pier und

Ganz­g old ­schnitt ( Vor­sät­ze mit schma­lem Oxy­d a­t i­ons­ rand, strecken­wei­se leicht braun­f leckig). Wei­t e­r es Ex­em­plar im Ver­le­ger­ein ­band, mit der Tab­le im er­sten Zu­stand Dies ist ein wei­t e­r es Ex­em­plar der er­sten von Tony Johan ­not il ­lu­strier ­t en Aus­g a ­be im schö­nen Ver­le­ ger­ein­band, hier aus au­b er­g i­ne­farbenem Saf ­fi­a n und mit ei­ner Va­r ia­t i­on der Deckel­ornamentik, die als fi ­l i­g ra ­ner gol­de­ner Rocaille-Rah ­men ge­stal­t et ist. Im Un­t er­schied zu un­se­r em an­de­r en Ex­em­plar ist die Tab­le auf dem letz­t en Blatt hier in der Pa­g i­n ie­ rung ent­h al­ten, und an­ders ge­setzt: Da sie noch nicht das Ver­z eich­n is der Ta­feln ent­h ält, ist die vor­ lie­gen­de of ­fen­sicht ­l ich die frü ­he­r e Va ­r i­a n­t e. Pro­ve­n i­enz: Buch­h änd­ler ­m ar­ke von Fran­ç ois in Rouen auf dem Spie­gel.

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Eine weitere Va riante des Verleger ein bands 490 Pell ico, Silvio. Mes prisons, suivies du discours sur les devoirs des hommes. Traduct ion de M. Antoine de Latour, avec des chapitres in édits, les ad ditions de Maroncelli et des not ices littéraires ou biographiques sur plusieurs prisonniers du Spielberg. Édit ion illustrée par Tony Johannot de cent beaux Dessins gravés sur bois par les premiers Ar tistes. [Auf dem Vor titel:] Œuvres de Silvio Pellico. Paris, Char pentier, 1843. Front ispiz auf aufgewalztem Chinapapier mit Seidenvorsatz, Ver fasser por trait und 23 Tafeln, rund 70 Textabbildun gen und mehrere Schmuckvi gnet ten, sämtlich in Holz schnitt. XXI S., 1 Bl., 374 S., 1 Bl. Quart (257 x 170 mm). Verlegereinband von dunkel grünem Saf fian, mit gold gepräg tem Titel und Rocailledekor auf dem glat ten Rücken, auf den Deckeln in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Blindfilete und goldgepräg tem Rocaille-Rahmen vorn zentrale Illu stration, hinten rautenför mi ges Or nament, mit Goldfilete auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, Vorsätzen aus weißem Moiré seidenpapier und Ganz gold schnitt (S. 207 f. mit Randeinriß). Weiteres Exemplar im Lu xus-Verleger ein band Der schöne Ver le ger ein band liegt hier in der Lu xus va ri ante in grü nem Saf fi an le der vor; die gold gepräg te Ein banddekoration gleicht mit dem Rocaille-Rah men auf den Deckeln dem zu vor beschriebenen Exemplar. Die Table ent spricht wiederum der un seres er sten Exemplars; sie ent hält auch das Ver zeich nis der Ta feln. Provenienz: André Tissot-Dupont (dessen Auk tion 2016, Nr. 437).

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Noch in den Lie­fe­r ungs­hef­t en 491 Pell­ico, Silvio. Mes prisons, suivies du dis­c o­urs sur les devoirs des hommes. Traduct­ion de M. An­toine de Latour, avec des chapitres in­édits, les ad­di­ti­ons de Maron­c el­li et des not­ices litt­éra­ires ou bio­g raph­iques sur plusie­urs prisonniers du Spiel­berg. Édit­ion illustrée par Tony Johan­n ot de cent beaux Des­sins gravés sur bois par les pre­miers Ar­t ist­e s. [Auf dem Vor­t i­tel:] Œuvres de Silvio Pell­ico. Pa­r is, Char­pen­t ier, 1843. Front­i spiz auf auf­ge­walz­tem Chi­n a­pa­pier, Ver­fas­ser­ por­t rait und 23 Ta­feln, je­weils mit ro­sa­far­be­n en Sei­ den­h emd­c hen, rund 70 Text­ab­bil­d un­g en und meh­ re­r e Schmuck­vi­g net­t en, sämt­l ich in Holz­schnitt. XXI S., 1 Bl., 376 S. Quart, un­auf­ge­schnit­ten (etwa 276 x 200 mm). Un­auf­ ge­schnit­te­ne Roh­bo­gen und lose Ta­feln in 29 il­lu ­strier­ ten Lie­fe­r ungs­u m ­schlä­gen und il­lu ­strier­tem, zwei­far­ big be­druck­tem Ori­g i­n al-Um ­schlag, in lang­ge­n arb­ter schwar­zer Halb­m aroqu­inche­m i­se auf fünf fal­sche, mit

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Blind­prä­g ung zwi­schen dop­pel­ten Gold­f ileten ver­zier­ te Bünde, mit rot in­tar­sie­r tem Rücken­schild in dop­pel­ tem Gold­f ileten­rah­m en so­wie oliv­braun in­tar­sie­r ten, mit floral-li­n ea­rer Gold­prä­g ung ver­zier­ten Spros­sen­ rah­m en, um­ge­ben von drei­fa­chen Gold­f ileten­rah­m en, in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, in­n en si­g niert „G. Mer­c i­er Sr. de son père – 1934“ , in Papp­schu­ber mit schwar­zen Ma­r o­quin­k an­ten, die­ser am Fuß si­g niert „Mer­ci­er“ (Schu­ber berie­ben). In Roh­bo­gen, mit al­len Lie­fe­r ungs­u m­schlä­gen und dem Ori­g i­n al-Um­schlag Die­ses Ex­em­plar der er­sten von Tony Johan­not il­lu­strier ­t en Aus­g a ­be liegt un­ver­ä n­dert so vor, wie sie 1843 er­schien: in noch un­auf­ge­schnit ­t e­nen lo­ sen Bo­gen und Ta­feln, ein­ge­legt in 29 il­lu­strier­ te, zart ­r o­sa ge­t ön­t e Lie­fe­r ungs-Um­schlä­ge und den il­lu­strier ­t en, in Blau und Rot ­braun be­d ruck­t en ori­g i­n a ­len Ge­s amt ­u m­schlag. Die er­sten achtzehn

Lie­fe­r un­gen er­schie­nen in Ein­z el-, die üb­r i­gen 22 in Dop­pel­hef ­t en, so daß ins­ge­samt 40 Liv­rai­sons ge­ zählt wer­den. Ti­t e­lei und Vor­stücke wur­den erst in den letz­t en drei Dop­pel­hef ­t en ge­l ie­fert; die Tab­le ist auch in die­sem Ex­em­plar in der Pa­g i­n ie­r ung ent­ hal­t en. Auf­be­wahrt wur­den auch das Blatt Avis au relieur, der vier­sei­ti­ge Pro­spekt des Bu­ches mit zwei Ab­ bil­dun­gen und ein vier­sei­t i­ger Ver­l ags­pro­spekt in klei­ne­r em For ­m at. Das in völ­l i­ger Fri­sche er­h al­t e­ ne ‚Ge­samt ­pa ­ket‘ wird ge­schützt von Che­m i­se und Schu ­ber von Ge­org­es Mer­ci­er. Li­t e­r a­t ur: Vgl. Blanc 1323; Brivois 317; Car­t er­et III , 456 ff.; Lon­ champ II , 358; Ma­r ie 102; Oster­w al­der 539; Quér­a rd/Bourque­ lot V, 623; Rahir 577; Ray II , 264 f., Nr. 185; San­der 554; Vica­ ire V I , 514 f.

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Aus dem Be­sitz von Lou­is Lebœuf de Montgermont 492 Pell­ico, Silvio. Mes prisons, suivi des devoirs des hommes. Traduct­ion nouv­el­le, par le co­mte H. de Mes­ sey, re­vue par le vicomte Alb­an de Vil­len­euve, avec not­ice bio­g raph­ique et litt­éra­ire sur Silvio Pell­ico et ses ouvra­ ges, par M. V. Phil­ip­on de la Ma­de­laine. Édit­ion illustrée d’après les des­sins de MM. Gér­ard Séguin, d’Au­bigny, Stein­heil, etc., etc. Pa­r is, H.-L. Delloye [und:] Gar­nier frères, 1844. Ver­fas­ser­por­t rait und il­lu ­strier­ter Ti­tel in Stahl­stich, 79 Text­ab­bil­dun­gen in Stahl­stich, zahl­rei­che Schmuck­ vi­g net­ten in Holz­schnitt. XXII S., 335 S.

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Quart, un­be­schnit­ten (272 x 185 mm). Lang­ge­n arb­ter dun­k el­blau­er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf zwi­schen Gold­f ileten or­n a­m en­tal blind­ge­präg­te Bünde, mit gold­ ge­präg­tem Rücken­t i­tel in dop­pel­tem Gold­f ileten­rah­m en, die üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­te mit or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­ten Gold- und ein­fa­chen Blind­ fileten­rah­m en, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­ mo­r ier­ten Vor­sät­z en und ein­ge­bun­d e­n em hell­blau­en, il­lu ­strier­tem Ori­g i­nal-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf dem flie­g en­d en Vor­satz ver­so si­g niert „Mer­c i­er Sr de Cuzin“ (strecken­wei­se blas­se Braunf­lecke im wei­ ßen Rand). „Un des plus beaux livres illustrés du XIXe siècle“ Dies ist die er­ste Aus­g a ­b e die­s er fran­z ö­si­s chen Über­set­z ung von Pell­icos Be­r icht über sei­ne Ge­ fäng­n is­z eit und dank der rund 80 Stahl­sti­che von Charles Fran­çois Da­u bigny, Lou­is Charles Au­g u­ ste Stein­heil, Jean Al­fred Gér­a rd Séguin u. a. ei­ nes „des plus beaux livres illustrés du XIXe siècle, fort rare en bel­le con­d it­ion et recherché“ [Car­t er­et].

Der ein­ge­bun­de­ne Ori­g i­n al-Um­schlag ist il­lu­striert mit ei­nem Holz­schnitt nach Hi­ppolyte Lavoignat, der Vor­t i­t el ist den Vor­stücken nach­ge­bun­den – in ei­nem nacht ­blau­en Halb­m a ­r o­q uin­band mit rei­ chem gold­ge­präg ­t en Rücken­de­kor von Émile Mer­ ci­er (1855 –1910). Pro­ve­n i­enz: Lou ­is Lebœuf de Montgermont, des­sen Auk­t i­on 1912, Nr. 222: frs. 245. – Far­big il­lu­strier­t es Ex­l i­bris von A[ntoine] Vau­t ier auf dem Spie­gel (des­ sen Ka­t a ­log II , 1977, Nr. 163: frs. 700). – Dar­ü ber Mo­no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh­ mann. Li­t e­r a­t ur: Blanc 1323; Brivois 317 f.; Car ­t er­e t III , 458 ff. (mit Um­s chlag-Abb.); Lon­c hamp II , 358; Oster­w al­der 289, 972 und 1012; Quér­a rd/Bourque­lot V, 623 f.; Rahir 577; Ray II , 300; San­ der 555; Vica­i re V I , 515 ff.; zu Mer­c i­er: Fléty 126 f.

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Ei­nes der schön­sten ro­man­t i­schen Bü­cher im Ver­le­ger-Lu­x us­ein­band 493 Per­r ault, Charles. Co­ntes du temps pas­sé par Charles Per­rault, co­ntenant: Les Fées, le pe­tit Chaperon-Rouge, Bar­be-Bleue, le Chat bot­té, la Bel­le au bois dor­m ant, Cendrillon, le Pe­t it-Poucet, Riquet à la Houppe et Peau-d’Ane. Précédés d’une not­ice litt­éra­ire sur Charles Per­rault par M. E. de La Bédollierre. Illustrés par MM. Pauquet, Marvy, Jean­r on, Ja­cque et Beau­c é. Tex­te gravé par M. Blanc­h ard. Pa­r is, Curmer, 1843. [Auf dem il­lu ­strier­ten Ti­tel:] 1842. Il­lu ­strier­ter Ti­tel in Stahl­stich, 95 ra­dier­te Ab­bil­dun­gen; Ver­le­ger­m o­no­g ramm auf dem Ti­tel, 1 Schmuck­in­itia­le und 1 Kopf­vi­g net­te in Holz­schnitt. 2 Bl., LII S., 52 Bl., mit Text und Il­lu ­stra­t i­on in Ra­die­r ung (auf be­son­ders star­k em Pa­pier). Quart (251 x 168 mm). Ver­le­ger­ein­band von grü­nem Saf­ fi­an auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Ti­tel in den gan­zen Rücken be­decken­der or­n a­m en­ta­ler und flora­ler Ver­g ol­dung, die­se ähn­lich als Rah­m en auf den Deckeln in­n er­h alb ei­n es dop­pel­ten fet­ten Blind­f ileten­rah­m ens, mit gel­ben Glanz­pa­pier­vor­sät­zen und Ganz­g old ­schnitt. „Ei­nes der be­sten und be­gehr ­t e­sten il­lu­strier ­t en Bü­cher Frank­r eichs“, – Bil­der und Text in Ra­d ie­r ung – im emi­nent sel­t e­nen Ver­le­ger­ein­band In der Re­g ie­r ungs­z eit von Lud­w ig XI V. war der Ju­r ist Charles Per­r ault (1628 –1703) Se­k re­tär des mäch­t i­gen Fi­n anz­m i­n i­sters Jean-Bap­t iste Col­bert, je­doch zog er sich mit 53 Jah­r en vom Be­r ufs­le­ben zu­r ück, „um sich mit al­ler In­t en­si­t ät der Er­z ie­hung sei ­ner Kin­der und sei ­nen li­t e­r a ­r i­schen Am ­bi­t io­nen zu wid ­men“ [Bil­der ­wel­t en 102 f.]. 1697 ver­öf ­fent ­l ich­ te er un­t er dem Na­men sei­nes Soh­nes die Histo­ires ou co­ntes du temps pas­sé als „eine der frü­he­sten, auf al­t em Er­z ähl­g ut ba­sie­r en­den Mär­chen­samm ­lun­gen Eu­r o­pas“ [ebd. 102]. Ihr ent­stam­men acht der neun hier ver­s am ­mel­t en Er­z äh­lun­g en; Peau-d’Ane war be­r eits 1694 er­schie­nen. Per ­r ault such­t e ei­nen „Mit ­t el­weg zwi­schen der an­ spruchs­vol­len No­vel­le und dem ein­fa­chen Volks­ mär­chen“, in­dem er „die klas­si­sche Pro­sa um volks­ tüm ­l i­che Ele­men­t e, […] mo­d i­sche Re­q ui­si­t en der Sa ­lon­welt so­w ie Iro­n ie und Per­si ­fl a­ge“ [En­gel­h ardt/ Rol­off ] be­r ei­cher ­t e. Da ­m it fand er so­fort „gro­ßen An­k lang“, lang ­f ri­stig be­ein ­fluß­t e er auch die ent­ spre­chen­den deut ­schen Mär­chen: Dorn­r ös­chen und Der Däum­ling, Blau­bart und Rot­k äpp­chen, Frau Hol­le, Aschen­put ­tel, und Der ge­stie­fel­te Ka­ter. Al­lein die Ge­ schich­t e vom klu­gen, aber häß­l i­chen Prin­z en Riquet

mit dem Schopf hat kein di­r ek­t es deut­sches Pen­d ant [vgl. Haupt ­wer­ke]. Der vor­l ie­gen­den Aus­g a ­be vor­a n­ ge­stellt ist eine um ­fang ­r ei­che Ein­f üh­r ung von Émile Gigault de La Bédollière (1812 –1883). Dies ist „ei­nes der be­sten und be­gehr­te­sten il­lu­ strier­t en Bü­cher Frank­r eichs“ [Rümann] – schon als Bei­spiel für die auch in der Ro­m an­tik noch ge­le­ gent ­l ich ge­pfleg ­t e Tech­n ik der Ra­d ie­r ung, die hier mit Aus­n ah­me des Vor­worts durch­ge­hend auf Bild und Text an­ge­w andt wur­de, und zwar „supérieurement gravé“ [Car ­t er­et] auf star­kem Ve­l in­pa­pier. Doch auch dank der fast 100 Zeich­nun­gen im Stil der Schu­le von Bar­bizon ist dies „un des plus beaux livres illustrés du XIXe siècle“ [ebd.]. Rümann stellt die Mit­a r­beit von Charles Émile Ja­cque (1813 –1894) be­son­ders her­aus, der ei­n i­ge Ti­t el­bil­der und Kopf­ lei­sten lie­fer­t e: „In ih­nen ließ er sei­ne gan­z e Phan­ ta ­sie und Lau ­ne spie­len, er lie­fer ­t e klei ­ne Mei­ster­ wer­ke, de­nen selbst Frank­r eich da­m als we­n ig an die Sei­te zu stel­len hat­te“ [Rümann]. Die Haupt­ ar­beit lei­ste­t e je­doch sein Mit ­a r­bei­t er Lou ­i s Marvy (1815 –1850), ein Land­schafts­m a­ler von Ruf, der vor al­lem durch die­ses Werk „vivra dans le sou­ve­ nir des bi­blio­phi­les“ [Beraldi IX , 235]. Be­t ei­l igt wa­ ren au­ßer­dem Vivant Beau­cé (1818 –1876), der sonst kaum be­k ann­t e Jules Co­mpag ­non, Phil­ippe-Au­g u­ ste Jean­r on (1809 –1877) und Hi­ppolyte Lou­is Emile Pauquet (geb. 1797). Der „ele­g ant volume“ [Ray] liegt hier im nicht min­ der ele­g ant mit Vo­lu­t en und flora­len Ele­men­t en de­ ko­r ier ­t en Ver­le­ger­ein­band von grü­nem Saf ­fi­a n in sehr schö­ner Er­h al­t ung vor – al­les an­de­r e als selbst­ ver­ständ­l ich für ein ‚Kin­der­buch‘ des 19. Jahr­hun­ derts, „peut-être le plus rare en bel­le con­d it­ion, car il a été par­fois mal­mené aux mains d’une je­u n­es­se ard­en­te de litt­érature de co­ntes de fées, mais peu bi­blio­phi­le“ [Car­t er­et]. Pro­ve­n i­enz: Ex ­l i­bris mit Mo­no­g ramm G. G. B. und der De­v i­se „Juste Just ­ice Just­es­se Mesu­r e“. Li­t e­r a­t ur: Bénézit X, 651 (Pauquet); Beraldi I, 111, V, 39 f., V III , 164 und 171 so­w ie 239, IX , 235 f., Nr. 1, X, 253; Brivois 319; Bru­ net I V, 508 (mit fal­s chem Jahr); Car­t er­et III , 462 ff.: zit. die­s es Ex­em­plar; En­g el ­h ardt/Rol­off I, 192 (Er­stausg.); Gra­e s­s e V, 206 (mit fal­s chem Jahr); vgl. Haupt­wer­ke 155 f.; Lon­c hamp II , 361; Oster­w al­der 102 und 528; Quér­a rd/Bourque­lot V, 635; Rahir 578; Ray II , 312 f., Nr. 231; Rümann 142 f.; San­der 558; Sie­u rin 165 f.; Vica ­i re V I , 540 ff.

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Unik­a les Ex­em­plar der Samm­lung Bon­nas­se: mit elf aqua­r el­l ier ­t en Zeich­nun­gen von Hi­ppolyte Pauquet und ei­ner von Jean­r on 494 Per­r ault, Charles. Co­ntes du temps pas­sé par Charles Per­rault, co­ntenant: Les Fées, le pe­tit Chaperon-Rouge, Bar­be-Bleue, le Chat bot­té, la Bel­le au bois dor­m ant, Cendrillon, le Pe­t it-Poucet, Riquet à la Houppe et Peau-d’Ane. Précédés d’une not­ice litt­éra­ire sur Charles Per­rault par M. E. de La Bédollierre. Illustrés par MM. Pauquet, Marvy, Jean­r on, Ja­cque et Beau­c é. Tex­te gravé par M. Blanc­h ard. Pa­r is, Curmer, 1843. [Auf dem il­lu ­strier­ten Ti­tel:] 1842. Il­lu ­strier­ter Ti­tel in Stahl­stich, 95 ra­dier­te Ab­bil­dun­gen; Ver­le­ger­m o­no­g ramm auf dem Ti­tel, 1 Schmuck­in­itia­le und 1 Kopf­vi­g net­te in Holz­schnitt; zu ­sätz­lich 12 aqua­rel­ lier­te Vor­zeich­nun­gen zu den Ra­die­r un­gen un­ter Passe­ par­touts. 2 Bl., LII S., 52 ra­dier­te Bl. – Ra­dier­te Blät­ter auf be­son­ders star­k em Pa­pier. Quart, kaum be­schnit­ten (260 x 166 mm). Blau­er Ma­r o­ quin­band auf vier blind­ge­präg­te Bünde, mit Au­tor­n a­ me und Ti­tel in zwei, so­wie gold­ge­präg­ter Or­n a­m ent­ik mit ro­ten und ocker­far­be­nen In­tar­si­en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, je­weils in Gold­f ileten­rah­m en, auf den Deckeln Rah­m en­werk aus fünf Gold­f ileten, ei­ ner Blind­f i­lete und rot­brau­nen in­tar­sie­r ten Strei­fen, mit or­n a­m en­ta­len gold­ge­präg­ten und in Braun, Rot und Ocker in­tar­sie­r ten Eckstücken, mit Gold­bor­dü­re auf den Steh­k an­ten, braun in­tar­sie­r ten Strei­fen zwi­schen zweibzw. ein­fa­cher Gold­f i­lete auf den In­nen­k an­ten, mit mar­ mo­r ier­ten Vor­sät­zen und Ganz­g old­schnitt über Témo­ins, auf dem Spie­gel si­g niert „Ch. Meu­nier 1906“ , in Papp­ schu­ber mit blau­en Ma­r o­quin­k an­ten. Der „ele­g ant volume“ [Ray] mit 52 ra­d ier­t en Blät­t ern und fast 100 Ab­bil­dun­gen im Stil der Schu­le von Bar­bizon nach Ja­cque, Marvy, Jean­r on, Hi­ppolyte Pauquet u. a ist „ei­nes der be­sten und be­gehr­t e­sten il ­lu­strier ­t en Bü­cher Frank ­r eichs“ [Rümann]. In un­s e­r em unik­a len Ex­em­plar rückt Hi­ppolyte Lou­is Emile Pauquet (geb. 1797) in den Fo­k us be­ son­de­r er Auf ­merk­s am ­keit: Ein­ge­bun­den sind elf Aqua­r el­le von ihm zu Ab­bil­dun­gen in die­sem Band. Da ­bei frap­piert, daß die­se far­bi­gen ‚Vor­z eich­nun­ gen‘ noch un­gleich de­t ail ­l ier ­t er, fa­c et ­t en ­r ei­cher, ein­d rucks- und stim­mungs­vol­ler sind als die Ra­ die­r un­gen im Text. Nicht um­sonst sind die mei­sten si­g niert, ei­n i­ge auch „1842“ da­t iert. Von spe­z i­el­ ler Be­deu­tung ist die Si­g na­tur „H. Pauquet“, wel­ che die Iden­t i ­fi ­z ie­r ung Hi­ppolytes er ­mög­l icht, der meist nur als Mit ­a r­bei­t er sei­nes Bru­ders Po­ly­dore in Er­schei­nung tritt, so daß Beraldi ent­schied: „Nous

ne les séparons pas ici puisque, en fait, Hi­ppolyte et Po­ly­dore furent ins­éparables et gravè­r ent toujo­u rs en col­labo­r a­ti­on“ [Beraldi X, 253]. Hier nun also läßt sich eine gan­z e Werk­g rup­pe ein­deu­t ig für den äl­te­r en Hi­ppolyte in An­spruch neh­men. Eine wei­t e­r e Vor­z eich­nung läßt sich Phil­ippe-Au­g u­ste Jean­r on (1809 –1877) zu­ord­nen, an der sehr schön zu se­hen ist, wie sehr die sti­li­sti­schen Un­t er­schie­ de zwi­schen den Künst­lern in den Ra­d ie­r un­gen ni­ vel­l iert wur­den. Das Kind­ge­m ä ­ße der Er­z äh­lun­gen stand stets in deut ­l i­c her Span­nung zur bi­blio­phi­len Aus­stat­ tung des Werks. Au­gen­z win­kernd mein­t e Car ­t er­et, für das 19. Jahr­hun­dert sei die­ses Buch „peut-être le plus rare en bel­le con­d it­ion, car il a été par­ fois mal­mené aux mains d’une je­u n­es­se ard­en­t e de litt­érature de co­ntes de fées, mais peu bi­blio­phi­ le“. Un­se­r em von Car ­t er­et als Re­fe­r enz zi­t ier ­t en Ex­ em­plar wur­de frei­l ich stets eine be­son­ders pfleg­l i­ che Be­h and­lung zu­teil, es wur­de „lavé et enc­ollé“ [Car ­t er­et] und in ei­nen pracht ­vol­len, ma ­kel­los er­ hal­t e­nen Mo­s a ­i k­ein­b and von Charles Meu ­n ier (1866 –1948) im ro­m an­ti­schen Stil von Thouvenin ge­faßt [vgl. Devauc­hel­le 273; Fléty 128 f.]. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel die Ex ­l i­bris von Hen­r i Cherrier (des­sen Auk­t i­on 1920: frs. 2800; zi­t iert bei Car ­t er­et) und Hen­r i Bon­n as­se (des­sen Auk­t i­on II , 1982, Nr. 70: frs. 54.100!, an Pierre Berès), au­ßer­ dem das Mo­no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh­m ann.

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Das Ex­em­plar von Lou­is Lebœuf de Montgermont in der Vor­zugs­aus­g a­be auf Büt­t en 495 Per­r ault, [Charles]. Les co­ n tes de Per­ rault. Des­sins par Gu­stave Doré. Preface par P.-J. Stahl [d. i. Pierre Jules Het­zel]. Pa­r is, J. Het­zel, Librairie Fir­min Didot frères et fils, 1862. Front­i spiz und 40 Ta­feln in Holz­schnitt auf auf­ge­walz­ tem Chi­n a­pa­pier, Ti­tel­holz­schnitt. XXI V S., 59 S., 2 Bl. (das letz­te leer). - Gedruckt auf Marais-Bütten, Ti­tel in Schwarz und Rot. Groß-Fo­l io, kaum be­s chnit­t en, mit Témo­i ns (446 x 310 mm). Blau­er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf point­illé­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­ tel und fi­g u­ra­t i­ven wei­ßen, ro­ten und ocker­far­be­nen In­ tar­si­en (2x Schuh, 3x Mes­ser) in rei­chem gold­ge­präg­ten Rah­m en­werk in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, mit mar­m o­ rier­ten Vor­sät­zen und Kopf­g old­schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „V. Cham­ps“ ( Vor­der­ge­lenk re­pa­r iert, Sei­ten ge­gen­über Ta­feln leicht ge­bräunt). Der Mär­chen­k las­si­ker mit 41 gro­ßen Holz­schnit­t en nach Gu­stave Doré in der sel­t e­nen Vor­z ugs­aus­g a ­be Die­se Pracht­aus­g a­b e der acht erst­m als 1697 er­ schie­ne­nen Mär­chen­er ­z äh ­lun­gen Charles Per ­r aults (1628 –1703) ist die er­ste mit den 41 gro­ßen, groß­a r­ ti­gen Holz­schnit­t en nach Gu­stave Doré (1832 –1883). Für sei ­ne künst ­le­r i­s chen Am ­bi­t io­nen brach der 30jäh­r i­ge Doré hier mit den Kon­ven­t io­nen der Kin­ der­buch-Be­bil­de­r ung; er woll­t e „d’abord ren­ouveler l’il­lu­stra­t i­on d’un chef-d’œuvre de la litt­érature française“ [Jean-Marc Chatelain, in: Per­r ault 23] und zu­gleich „pro­u ver la variété de ses moyens“ [S. XXIII], wie es in der In­t roduct­ion des Ver­le­gers Het­z el heißt. Auf ver­schie­de­ne Wei­s e in­t en­si­v iert er die Ein­ drücklichkeit sei­ner Dar­stel­lun­g en, etwa, in­dem er „Ko­stüm- und bau­l i­che Re­q ui­si­t en ver­s chie­ de­ner Epo­chen zu stim ­mungs­vol­len Hi­sto­r i­en­bil­ dern“ [Bil­der ­wel­t en] kom ­bi ­n iert oder die Fi­g u ­r en in Groß­auf ­n ah ­me und „in ei­ner fast psy­cho­lo­g i­ schen Cha ­r ak­t e­r i­sie­r ung“ zeigt: „kind ­l i­c he Un­ schuld und Hilf­lo­sig­keit beim Rot­k äpp­chen und den ver­schreck­t en Brü­dern des Däumelings, Gut ­mü­t ig­ keit bei den Die­nern und Hofs­ch­r an­z en, Ei­t el­keit und Groß­sprecherei beim ge­stie­fel­t en Ka­t er, plum­ pe Dümm ­l ich­keit, ge­paart mit Grau­sam­keit, beim Oger“ [ebd.]. Zu ­m in­dest auch auf den er ­wach­se­nen

Le­ser zie­len „Sze­nen ro­m an­t i­scher Na­t ur­stim ­mung, ge­heim ­n is­voll und ly ­r isch“, eben­so wie „Dar­stel­ lun­gen von be­ä ng­sti­gen­der Rea ­l i­stik, die ent ­ge­gen den Per ­r aultschen In­t en­t io­nen un­k ind­ge­m äß er­ schei ­nen“ [ebd.]. Tat ­s äch ­l ich ge­h ört die­s e „édit ­ion fort bien ex­écutée“ [Bru­net] zu „Doré’s most popu­l ar wo­rks“ [Ray] eben­so wie zu den „Spit­z en­lei­stun­gen sei­nes ge­wal­t i­gen buch­i llustratorischen Œuvres“ [Bil­der­ wel­ten 191]. Die Ex­em­pla­r e auf Büt­ten sind un­ge­ mein sel­t en. Pro­ve­n i­enz: Lou­is Lebœuf de Montgermont, des­ sen Auk­ t i­ on 1912, Nr. 227: frs. 120; zi­ t iert bei Car ­t er­et. – Auf ei­nem Vor­blatt zar ­t e Blei­stift-Wid­ mung: „Livre don­né à René le 16 février par son père. [/] Ml–“. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V I , 43, Nr. 131; Bil­der­wel­t en 198 f., Nr. 111; nicht bei Brivois; Bru­net I V, 508; Car ­t er­et III , 466; Dézé 62 f.; En­g el­h ardt/Rol­off I, 192 (Er­stausg.); Gra­e s­s e V, 206; Guratzsch/ Unverf­ehrt II , Nr. 78 – 80; vgl. Haupt­wer­ke 155 f.; Leblanc 276 f.; Lon­c hamp II , 361; Oster­w al­der 321; vgl. Per­r ault (mit Wie­der­ ga­b e al­ler Ta­feln); Rahir 578; Ray II , 336 f., Nr. 247; Rümann 202; San­der 563; Vica­i re V I , 544.

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Mit 124 Holz schnitten, u. a. nach Daumier 496 Les petits Français, [auf dem illu strier ten Titel:] peints par les grands. Paris, Librairie pittoresque de la Jeunesse, 1842. Illu strier ter Titel und 23 weitere Tafeln in Holz schnitt, 100 Textholz schnit te. XI S., 275 S. Ok tav, unbe schnit ten (183 x 115 mm). Langgenarbter dunkel grüner Halbmaroquinband auf fünf mit doppelten Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in Goldfiletenrahmen und dekorativer Ka stenvergoldung in den übri gen Rückenfeldern, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebundenem, blau bedrucktem Ori ginal-Um schlag, auf einem Vorblatt si gniert „Canape“ (eini ge La gen am unteren Rand mit kleinem Braunfleck). Pa ri ser Ty pen – mit 17 Holz schnit ten nach Daumier Das vorliegende Büch lein gibt sich betont bescheiden. Auf die selbst gestellte Fra ge, ob es denn ein not wendi ges Buch sei, schreibt Julien Ca boche Demerville im Vor wort rund her aus: „Je ne le pen se pas“, doch „les grands et les petits enfants y trouveront peut-être quelque utile leçon“ [S. VIII]. Im merhin war dar an ein gan zer Stab von Autoren und Künst lern betei ligt, die auf ei nem ei genen Blatt vor dem Titel genannt wer den: „Tex te par Mmes Eugénie Foa, Th. Midy; MM . A. Achard, J. Ca boche Demerville, L. Couailhac, Félix Der iège, Jacquet Delahaye, Franz de Lien hart, Ch. Rouget. Illustrat ions de Gavarni, Géniole, Émile Wattier, Loubon, Émeric, Hen ry Mon nier, H. Daumier, Célestin Na nteuil“. Von Daumier stam men 17 Holz schnit te, die bis auf ei nen [Bouvy 702] bereits in Le Charivari und andernorts er schienen wa ren. Dar ge stellt wer den die unter schied lich sten Menschenty pen und Beru fe, dar unter der Gassenjunge und der Hotel boy, Ka min keh rer und Leier spielerin, Mal schü ler und Gauk ler, Bohemien, Bäcker und Bett lerin. Möglicher wei se ha ben viele Exempla re in Kinderhand gelit ten, Vica ire schrieb jeden falls: „Je n’ai pu voir cet ouv ra ge complet“ [Vica ire]. Das unsrige be fi ndet sich nicht nur im Voll be sitz sei ner 24 Ta feln, sondern auch des ori gi na len Um schlags, es ist un beschnit ten und in her vor ra gendem Zu stand in ei nem dekorativen Halbma roquin band von Canape erhalten.

Pro ve nienz: Far big il lu strier tes Ex li bris von A[ntoine] Vautier auf dem Spiegel (dessen Kata log I, 1977, Nr. 168), dar unter Monogrammschildchen „awf “ von Adri an Flüh mann. Literatur: Bouvy 702; Brivois 324 f.; Car ter et III , 471; Gumuchian 4538 f.; Rümann, Daumier 37; Sander 566; Vica ire V I , 562; zu Ca nape: Devauc hel le 246 f.; Fléty 37 f.

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Mit dem Le­ben be­zahlt 497 [Pey­ t el, Sébastien Benoît]. Phy­sio­l o­g ie de la Poire. Par Lou­is Benoit, Jardi­nier. Pa­r is, chez les Libra­ires de la Place de la Bourse et ceux du Pa­laisRoy­al, 1832. 17 Text­holz ­schnit ­te. XXX S., 1 Bl., 270 S. Ok­tav, zwei­sei­t ig un­be­schnit­ten (220 x 140 mm). Dun­ kel­r o­ter Halb­m a­r o­quin­band auf fünf point­illé­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in Fi­let­en­rah­m en und rau­ten­f ör­mi­gem flora­lem Ein­zel­stem­pel, um­ge­ben von Punk­ten, Stern­chen und Eckfleurons in dop­pel­tem Fi­let­en­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­kompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen, ein­ge­bun­d e­n em il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag und Kopf­g old ­schnitt, auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „R. Rapar­lier“ (Um­schlag be­grif­fen und an ei­ner Ecke un­ter­legt, Ti­tel mit zweiz­ei­li­ger ver­blaß­ter bio­g ra­ phi­scher No­t iz zu Pey­tel von al­ter Hand in Tin­te). Eine mit dem Le­ben be­z ahl­t e Sa­t i­r e ge­gen den „ Roi Poire“? Dies ist kein pomo­lo­g i­sches Werk son­dern ein hef­ ti­g es Pam­phlet ge­g en den ‚Bür­g er­kö­n ig‘ Lou­i sPhil­ippe, der in Frank­r eich nach der Ju­l i­r evolit­ion von 1830 an die Macht ge­kom­men war – wohl­weis­ lich ver­barg sich der Au­tor, der in Bel­ley le­ben­de No­tar Sébastien Benoît Pey­tel (1804 –1839), hin­ter dem Pseud­onym Lou­i s Benoit [Wel­ler 67]. Die Bir­ne als Sym­bol für den Mon­a r­chen hat­t e der Ver­le­ger Charles Phil­ip­on er­f un­den, als er sich im No­vem­ber 1831 we­gen Ma­je­stäts­be­lei­d i­g ung in der von ihm her­aus­ge­ge­be­nen Zeit­schrift La Ca­r icature zu ver­a nt ­wor ­t en hat ­t e. Er ver­such­t e dem Ge­r icht klar­z u ­m a­chen, daß die An­g rif ­fe kei­nes­wegs dem Kö­ n ig als Per­ s on gel­ t en wür­ den, son­ dern dem durch ihn ver­kör­p er­ten Sy­stem, für das auch ein an­de­r es Sym­bol ste­hen kön­ne. Dies de­mon­strier­ te er an vier Skiz­z en, in de­nen das Ge­sicht des Kö­ nigs schritt ­wei­se zu ei­ner Bir ­ne ab­stra ­h iert wur­de: Im Zwei­fels­fall wür­de man ei­nen Zeich­ner „ver ­u r­ tei­len, weil er eine Bir­ne ge­m acht hat, die dem Kö­ nig äh­nelt“ [zit. nach Bil­der­wel­ten 142]. Doch die Bir­ne schlug ein wie eine Bom­be: Als „Sinn­bild des Miß­t rau­ens ge­gen den im ­mer un­po­pu­lä ­r e­r en Lou­is-

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Phil­ippe und sein kor ­r up­t es Sy­stem“ wur­de des­sen ‚Poire-trait‘ bald „un­ge­mein po­pu­lär“ [ebd.]. Auch von Pey ­t els Phy­sio­lo­g ie de la Poire er­schien noch im sel­ben Jahr eine zwei­t e Auf­la­ge. Die Ti­t el­i l­lu­stra­t i­on äh­nelt der ­je­n i­g en auf S. 65 auf den er­sten Blick wie eine Bir­ne der an­de­r en – erst bei nä­he­r em Hin­se­hen er­kennt man den stär­ ke­r en Ab­strak­ti­ons­g rad bei Mund und Nase: eine Vor ­sichts­m aß­n ah ­me aus Zen­sur­g rün­den ent ­spre­ chend der Ar­g u ­men­t a­t i­on Phil­ip­ons oder doch eher eine spie­le­r i­sche Be­z ug­n ah­me auf die von ihm vor­ ge­f ühr ­t e ko­m i­sche „Me­t a ­mor ­pho­se“?

Der Au­t or des sa­t i­r i­schen Werks er­leb­t e das Ende der Ju­l i­mon­a r­chie nicht. Pey ­t el wur­de 1838 we­gen an­geb­l i­chen Mor­des an sei­ner Ehe­f rau und ei­ner Haus­a n­ge­stell­t en an­ge­k lagt und zum Tode ver ­u r­ teilt. We­der half ein öf ­fent ­l i­cher Lettre sur le pro­c ès de Pey ­tel von Honoré de Bal­z ac, noch ein Gna­den­ ge­such an Lou­i s-Phil­ippe: Pey­t el wur­de am 28. Ok­ to­ber 1839 hin­ge­r ich­t et. Li­te­r a­tur: Cham­p fleury 428; vgl. Gon­c ourt I, 188 ff.; GrandCar ­t er­et 202Lhéri­t ier 6; Quér­a rd/Bourque­lot V, 657; San­der 63; Ren­onciat 74, 180 und 286; Vica­ire I, 390; zu Rapar­lier: Fléty 149.

Ne­ben den bei­den in an­n ä ­hernd na­t ür­l i­cher Grö­ ße wie­der­ge­ge­b e­nen Bir ­nen ent ­h ält das Buch 15 klei­ne Vi­g net­ten, von de­nen zwei von Grandville (1803 –1847) stam­men [S. 124/206 und 265, letz­t e­r e auf dem Um­schlag wie­der­holt]. So we­n ig sie ih­r er­ seits den ‚Mei­ster der Me­t a ­mor ­pho­sen‘ ah­nen las­ sen, so mar­k ie­r en sie doch eine wich­ti­ge Etap­p e sei ­nes Schaf ­fens: Nach den frü ­hen Li­t ho­g ra­phieAl­ben stel­len sie Grandvilles er­ste „timi­des approches de la gra­v ure sur bois“ [Ren­onciat 180] dar.

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Drei Ma nuskripte mit 144 Original zeichnungen von Charles Phil ipon 498 [Phil ipon, Charles]. Drei illu strier te Manu skripte: Le Petit Chaperon Rouge. Source Musard. Maison Clopinet. Zu sammen 3 Bde. Ohne Ort und Jahr. 27 Federskizzen. Und: 17 Federskizzen. Und: Etwa 100 Federskizzen. 4 auf Stegen montier te, gefaltete Bl. Und: 6 auf Stegen montier te, gefaltete Bl. Und: 18 auf Stegen montier te, gefaltete Bl., die se von Hand numeriert 1 – 3 und 8 – 22. – Ein seitig be schrieben und durch gehend illu striert. Groß-Oktav (233 x 198 mm). Moder ne rotbraune Halbkalble derbän de mit gold gepräg tem Rücken titel und etwas Rückenvergol dung, Blindfileten auf den Dekkeln und mar morier ten Vorsät zen, die se verso si gniert „Devauchelle“ . Drei Ma nu skripte mit Ori gi nal zeich nun gen von Charles Phil ipon Charles Phil ipon (1800 –1862) ist als eben so streitba rer wie er folg reicher Verleger und Her ausgeber von politi schen und ge sell schaftskriti schen Zeitschrif ten wie La Caricature und Le Charivari in die Ge schichte ein gegan gen, wobei er zahl reiche Talente wie Grandville, Honoré Daumier und später Gu stave Doré ent deckt und geför dert hat. Auch Phil ip on selbst be gann sei ne Kar riere als Zeich ner und Ka ri katu rist – die drei vorliegenden Ori gi nal-Ma nu skripte geben von die sem Ta lent ein un mit tel ba res, eindrucks vol les Zeug nis: Das Mär chen Rotkäppchen und der Wolf wird mit gesellschaftskriti schen An spielun gen neu er zählt, Maison Clopinet handelt von den Rei seabenteuern ei nes unter neh mungslu sti gen ‚Ru he ständ lers‘, Source Musard ist eine kar ne valeske Ver wand lungs geschichte, die mit ei nem eine Treppe her abstei genden Ascher mitt woch auf zwei Bei nen endet: „le mercredi des cendres“ als „mercredi descendre“. „Alt hough he was not a great ar tist, his draftsmanship was adequ ate and characterized by a str ong line and mi ni mum of dark tones“, schrieb Beatrice Fa rwell. Auch hier wirken die schwach in Bleistift vor gezeich neten, flüchti gen lavier ten Skiz zen in brau ner Tinte wenig kunst voll, da für durch den ent schiedenen Strich umso lebendi ger und aussagekräf ti ger. Die rasch skiz zier ten ka ri kierenden Bilder geschichten wirken wie Vor weg nah men moderner Comic strips. Provenienz: Samm lung Adrian Flüh mann, mit dessen Eti kett mit Monogramm „awf “ auf den Spiegeln. Literatur: Fa rwell 119.

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Ex­em­plar Leg ­rand 499 Phil­ip­on, Charles und Lou­is Huart. Par­odie du juif er­rant. Co­mplainte co­n sti­t ut­ion­el­le en dix par­ ties. 300 vi­g net­tes par Cham (de N…). Pa­r is, Au­bert et Cie, [1845]. 288 Text­holz ­schnit ­te. 345 S., 1 Bl. Ok­tav, un­be­schnit­ten (180 x 115 mm). Grob­ge­n arb­ter ro­ ter Halb­m a­r o­quin­band auf fünf point­ille­ver­zier­te Bünde zwi­schen fet­ten Blind­f ileten, mit gold­g e­rahm­tem Rücken­t i­tel und dop­pel­ten, fet­ten und ma­ge­ren Gold­ fileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, mit Gold­fileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­ sät­zen und ein­ge­bun­de­n em gel­ben il­lu ­strier­ten Ori­g i­ nal-Um­schlag (inkl. Um­schlag­r ücken), auf dem flie­gen­ den Vor­satz ver­so si­g niert „V. Cham­ps“ (Kan­ten ge­r ing beschabt, Um ­schlag et­was an­ge­staubt, klei­n e Schabund Kle­be­spu­ren von Ex­li­bris auf In­nen­deckel). Par­odie auf Sues Ro­m an – der er­ste gro­ße Er­folg des Zeich­ners Cham Fast gleich­zei­tig mit Eugène Sues Fort­set­zungs­ ro­m an Le juif er­rant [vgl. Nr. 571 ff.], ei­ner schier end­lo­sen, eben­so ver ­w ickel­t en wie sprung­h af ­t en

Mensch­heits-Ge­schich­t e, er­schien ab Au­g ust 1844 in zehn Lie­fe­r un­gen die­se Par­odie aus der Fe­der des um­t riebi­gen Ver­le­gers und Charivari-Grün­ders Charles Phil­ip­on (1800 –1862) in Zu­sam ­men­a r­beit mit Lou­is Huart (1813 –1865), ei­nem der wich­t ig­sten Re­d ak­t eu­r e des Charivari, und dem Zeich­ner Cham, ali­a s Am­édée de Noé (1818 –1879), der seit De­z em­ ber 1843 für die Zeit­schrift tä­t ig war. Die Sa­t i­r e war „amü­san­t er und vor al­lem wohl­t u­end kür­z er als das Ori­g i­n al“, gleich­wohl brach­t e sie ihre Au­t o­r en „im Wett­l auf mit Sues Fort­set­z ung an den Rand der Er­ schöp­f ung“ [Bil­der ­wel­t en]. An den 288 (nicht 300) Holz­schnit­t en wa­r en meh­ re­r e Künst­ler be­t ei­l igt – ne­ben dem al­lein auf dem Ti­t el an­ge­ge­b e­nen Cham auch Gavarni, Tri­mo­let und Da­u mier, von dem sie­ben Zeich­nun­gen, eine im Erst­d ruck, stam­men [vgl. Bouvy]. Vor al­lem im letz­ten Drit­tel des Bu­ches tra­gen je­doch „fast alle Vi­g net ­t en Chams Si­g na­t ur“, und „ge­w iß kommt ein Groß­t eil des da ­m a ­l i­gen Buch­er ­folgs den wit­z ig über ­t rie­b e­nen, par­odi­sti­schen Vi­g net ­t en des im­ mer stär­ker in Mode kom­men­den Künst­lers Cham zu“ [Bil­der ­wel­t en].

– 1600 –


Be­r eits in der fünf ­t en Lie­fe­r ung kün­d ig ­t e Phil­ip­on an, daß der Ver­le­ger Au­bert die Buch­r ech­t e er­wor­ ben habe und vor Pla­g ia­t en war­ne. Ne­ben der vor­ lie­gen­den Au­bertschen er­schien im Jahr 1845 eine Brüs­se­ler Edi­t i­on, für de­r en et ­wai­ge Prio­r i­t ät ei­n i­ge In­d i­z i­en spre­chen [vgl. Vica ­i re], 1846 eine Lon­do­ ner, au­ßer­dem eine un­d a­t ier ­t e New Yor­ker Aus­g a­ be mit sei­t en­ver­kehr ­t en Il­lu­stra­t io­nen [vgl. Bil­der­ wel­t en]. Un­ser Ex­em­plar wur­de un­be­schnit ­t en und mit dem ori­g i­n a ­len Um­schlag von Vic­t or Cham­ps ge­bun­den. Der wohl­er­h al­t e­ne Halb­m a ­r o­q uin­band stammt aus dem Be­sitz von E. C. A. Leg­r and. Pro­ve­n i­enz: Auf dem In­nen­deckel die gold­ge­präg­ ten In­itia­len von E. C. A. Leg­r and (Auk­t i­on 1912, Nr. 341: frs. 26). Li­t e­r a­t ur: Béraldi I V, 80; Bil­der­wel­ten 183 f., Nr. 10 0; Bouvy 747c; Brivois 316; Car­t er­et III , 456; DLF II , 247; vgl. Es­c offier 1658 (Ausg. Brüs­s el 1845); Oster­w al­der 230; Quér­a rd/Bourque­ lot V I , 2; Rümann 179; Rümann, Da­u mier 73;San­der 573; Vica­ ire V I , 577 – 579; zu Cham­p s: Devauc­hel­le III , 247; Fléty 41.

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Im Ver­le­ger-Lu­x us­ein­band 500 Phil­ip­on de la Ma­de­laine, V[ic­tor]. L’Orléanais. Histo­ire des ducs et du du­ché d’Orlé­ans, co­m prenant l’ histo­ire et la descript­ion de la Beau­c e, du Pays Chartrain, du Biésois [sic, für Blésois], du Vendomois, du Gatinais, du Per­che, et de ce qui co­n stituait l’an­cienne généralité d’Orlé­ans. Illustrée par MM. Ba­r on, Français, C. Na­nteuil et Rouargue, gravée par les meille­urs ar­t ist­e s français et an­glais. Pa­r is, Mallet et Cie, 1845. 14 Stahl­stich-Ta­feln mit blaß­r o­sa Sei­d en­vor­sät­z en, 2 grenz­ko­lo­r ier­te Kar­ten, über 150 Text­holz­schnit­te. VII S., XCX [sic, für: C] S., 475 S. Quart (253 x 169 mm). Ver­le­ger­ein­band von schwar­zem Saf­f i­an mit Ti­tel und drei Il­lu ­stra­t io­nen in Gold­prä­g ung auf dem glat­ten Rücken, die Deckel mit zwei un­ter­schied­ li­chen Il­lu ­stra­t io­n en in Gold­prä­g ung, je­weils in blind­ ge­präg­tem En­t re­lacs-Rah­m en­werk, mit gel­ben Glanz­ pa­pier­vor­sät­z en und Ganz­g old ­schnitt ( Vor­d er­g e­l enk am Kopf mit mi­ni­m a­ler An­pl­at­zung, strecken­wei­se oben mit schma­lem Feucht­rand, Ta­feln leicht ge­bräunt bzw. braun­f leckig oder -sprenk­lig).

Die Ge­schich­t e der Pro­v inz Orlé­a ns in Text und Bild – im Ver­l ags­ein­band Das vor­l ie­g en­de Werk war die er­ste Ge­s amt­d ar­ stel­lung der Ge­schich­te der Pro­v inz Orlé­a ns seit 1766. Der Au­tor Vic­tor Phil­ip­on de la Ma­de­laine (1810 –1864) leg­t e da­bei größ­t en Wert auf eine sach­ li­che Dar­stel­lung, wa­r en zu­vor doch etwa die Her­ zö­ge ent­we­der im „ton de l’homélie“ oder „du pam­ phlet et de la sa­t i­r e“ be­h an­delt wor­den, wie es im Vor­wort heißt. Er stell­te sich dem­g e­g en­ü ber als Auf­g a­be: „Ras­sem­bler avec tout le soin pos­sible les fa­its hi­storiques relatifs à la pro­v ince, les co­or­don­ ner après avoir dis­cerné le vrai du faux, et les livrer au lecteur avec peu de dis­cuss­ion et de co­m menta ­i res“ [S. VI]. Mu­t et die­s er Plan auch sehr do­k u ­men­t a ­r isch und in­so­fern mo­dern an (zwei ge­sto­che­ne Kar ­t en ‚de­fi ­n ie­r en‘ den geo­g ra­phi­schen Gel­t ungs­be­r eich), so kam das ‚ro­m an­t i­sche‘ Geschichts­ge­f ühl doch kei­nes­wegs zu kurz. Über 150 Text­holz­schnit­t e und


14 Stahl­sti­che set­z en hi­sto­r i­sche Sze­nen, Per­sön­ lich­kei­t en, Land­schaf­t en, Stadt­a n­sich­t en und Ge­ bäu­de ins Bild. Sie stam­men von nam­h af­t en Künst­ lern, von Célestin Na­nteuil (1813 –1873) und dem öf ­t er mit ihm zu­s am ­men­a r­b ei­t en­den Hen­r i An­ toine Ba­r on (1816 –1885), von Fran­çois Lou­i s Français (1814 –1897) und Adolphe Rouargue (geb. 1810). Das „livre fort bien illu­stré“ ist „très rare en bel­ le con­d it ­ion“ [Car ­t er­et], wel­che un­s er Ex­em­plar durch­aus für sich be­a n­spru­chen kann. Was sei­ne Sel­t en­heit noch er­höht, ist der schö­ne schwar­ze Saf­ fi­a n-Ein­band des Ver­le­gers mit gold­ge­präg ­t en Il­lu­ stra­tio­nen, die im Buch nicht wie­der­holt wer­den: ein al­le­go­r i­sches Mo­tiv auf dem Vor­der- und ein he­r al­d i­sches auf dem Hin­ter­deckel, auf dem Rücken ein wei­t e­r es Wap­pen, die dop­pel­t ür ­m ige Front ei­ner Ka­t he­d ra ­le so­w ie in der Mit ­t e das Stand­bild der Jo­h an­n a von Orlé­a ns. Das nicht pa­g i­n ier­t e letz­ te Blatt (Pla­c e­m ent des gra­vur­e s) wur­de in den Ver­ lags­ein ­band nicht mit ein­ge­bun­den. Li­t e­r a­t ur: Beraldi X, S. 188 (Na­nteuil); Brivois 326 f.; Car­t er­et III , 474; Oster­w al­der 82, 388, 745 und 923; Quér­a rd/Bourque­ lot V II , 2; San­der 568; Vica­i re V I , 580.


Ein kaum be­k ann­t er Band der Phy­sio­lo­g ies 501 Phy­sio­lo­g ie du Pa­lais-Roy­a l, par l’ homme à la longue bar­be. Sil­h ou­et­tes par Sérap­hin. Pa­r is, E. Lesage, 1842.

Klein-Ok­t av, seit­l ich und un­t en un­b e­s chnit­t en (140 x 90 mm). Brau­ner Halb­m a­r o­quin­band auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rücken­längs­t i­tel in Gold­ fileten­rah­m en, mar­mo­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten gel­ben Ori­g i­n al-Um ­schlag und Kopf­g old­ schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „V. Cham­ps“ (kaum braun­f leckig).

in dem Mo­l ières Schau­spiel­t rup­pe und die Co­m é­die Française ih­r en Sitz nah­men – so we­n ig be­k annt ist die Phy­sio­lo­g ie du Pa­lais-Roy­al, die hier in der sel­t e­ nen er­sten Aus­g a ­be vor­l iegt: Car ­t er­et, Brivois und Bar­bier er ­w äh ­nen den Ti­t el nicht; Vica ­i re zi­t iert ihn le­d ig­l ich nach Paul Lacombes Bi­blio­g ra­phie pa­ ri ­si­enne, die wie­der ­u m nach ei ­nem Buch ­h änd ­ler­k a­ ta­log zi­t iert! We­der Heylli noch Wel­ler ken­nen die selt­sa ­men Pseud­ony ­me von Ver ­fas­ser und Il­lu­stra­ tor: l’ homme à la longue bar­be und Sérap­hin. Lhéri­ tier nennt als Zeich­ner auch Gavarni und Da­u mier. Zwei wei­t e­r e aus­ge­schnit ­t e­ne Ab­bil­dun­gen des Pa­ lais Roy­al lie­gen bei.

Sel­t e­ne er­ste Aus­g a ­be

Pro­ve­n i­enz: Aus der Bi­blio­t hek von Eugène Ja­cob.

33 Text­ab­bil­dun­gen, 5 win­zi­ge Vi­g net­ten und 7 Schmuck­ in­itia­len in Holz­schnitt. 96 S.

So be­k annt das Pa ­r i­ser Pa­lais Roy­al ist, das Kar­d i­ nal Richelieu er­bau­en ließ, das Anna von Öster­ reich und ih­r en Sohn Lud­w ig XI V. be­her­b erg ­t e,

Li­t e­r a­t ur: Nicht bei Bar­bier, Brivois und Car­t er­et; Lacombe 831; Lhéri­t ier 99; Vica ­i re V I , 609.

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the depict­ion of foreign scenery by French li­tho­ graph­ers“ [Ray].

Ex­trem sel­t e­nes, wo­mög­l ich unik­a les Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier 502 Pic­hot, Am[édée] (Hrsg.). Vues Pi­t toresques de l’Ecosse, des­sin­ées d’après na­t ure par F. A. Per­not; li­ tho­g raph­iées per Bo­ni­n g­ton, Da­vid, Der­oi, Enf­an­t in, Franc­ia, Goblain, Harding, Joli, Saba­tier, Vil­len­euve, etc. Ornées de douze vi­g net­tes d’après les des­sins de Dela­roche je­une et Eugène Lami; avec un tex­te ex­plicatif ex­tra­it en gran­d e par­tie des ouvra­ges de Sir Wal­ter Scott. Pa­r is, Charles Gos­se­lin, et Lami-Den­ozan, 1826. 60 mon­t ier­te Ta­feln und 1 zu ­sätz­li­ches mon­t ier­tes Frontispiz; Ti­tel­vi­g net­te und 12 wei­te­re Vi­g net­ten im Text; al­ les in Li­tho­g ra­phie und auf Chi­n a­pa­pier. 2 Bl., VIII S., 127 S. – Auf Chinapapier. Groß-Fo­lio, kaum be­schnit­ten (423 x 313 mm). Mit­tel­ brau­ner Halb­k alb­le­der­band des frü­hen 20. Jahr­hun­derts auf fünf brei­te, mit Gold­f ileten­bün­deln ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und klei­nen Blü­ten ­stem­ peln in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, mit dop­pel­ten, fet­ten und ma­ge­ren Gold­f ileten auf den Deckeln und mar­m o­ rier­ten Vor­sät­zen (klei­ne Stoß­stel­le am Fuß, Au­ßen­ge­ len­k e et­was po­r ös, Pa­pier mit schwa­chen Quetsch­fal­ten, hier und da ganz schwa­che Braun­f leck­chen). Be­son­ders breit ­r an­d i­ges Ex­em­plar auf Chi­n a­papier Mit Wal­ter Scotts Ro­m a­nen im Hin­ter­kopf durch Schott ­l and rei­sen und Fik­t i­on und Wirk ­l ich­keit zu ei ­ner ro­m an­t i­schen Ge­samt ­vor­stel­lung ver­ei ­nen – das woll­te Am­édée Pic­hot (1795 –1877) dem Le­ser er­mög­li­chen, als er die­sen Band mit ei­ner Ein­f üh­ rung, Text ­aus­schnit ­t en von Scott in fran­z ö­si­scher Spra­che und ins­g e­s amt 73 Ab­bil­dun­g en her­aus­ gab. Da­b ei ent­stand „a very fa­vorable ex­a mple of

Der Band ent ­h ält 60 li­t ho­g ra­phi­s che Ta ­feln auf auf­ge­w alz­t em Chi­n a­pa­pier mit lieb­l i­chen, schrof­ fen und er­h a­be­nen An­sich­t en von Bur­gen und Ber­ gen, Schluch­t en und Schlös­sern, Kir­chen und Rui­ nen, von Städ­ten, Land­schaf­ten und See­stücken nach Zeich­nun­gen von Fran­çois Alex­a n­d re Per ­not (1793 –1865). Elf von ih­nen li­t ho­g ra­phier­t e der früh­ voll­en­de­t e, in Eng­land ge­bo­r e­ne, in Frank ­r eich auf­ ge­wach­se­ne Ri­chard Par­kes Bo­n i­n g ­t on (1802 –1828), der, „ob­wohl er so jung starb,[…] ein Künst­ler von voll­en­de­t er Fein ­heit der Zeich ­nung“ [Thieme/Bec­ ker 4, 297] war und des­sen „ca­r eer as a li­t ho­g raph­er was short but splen­d id“ [Ray I, 173]. Ge­r a­de sei­ne Li­t ho­g ra­phi­en sind „toujo­u rs été recherchées des co­l lectionne­u rs“ [Beraldi II , 157]. Wäh­r end der Mensch auf den Ta­feln ver­schwin­ dend klein er­scheint, spielt er in den Text­v i­g net­t en die Haupt­r ol­le – die­se ge­ben Sze­nen aus Scotts Hi­ sto­r i­en ­r o­m a ­nen wie­der. Zwei die­ser Li­t ho­g ra­phi­en, „rem­a r­k ab­le for the­ir drama­t ic force“ [Ray], stam­ men eben­falls von Bo­n i­n g­ton, der sie auch selbst ent ­w arf. Die Ti­t el­v i­g net ­t e und acht wei­t e­r e Text­ ab­bil­dun­gen zeich ­ne­t e Eugène Lami (1800 –1890), der 1826 auf An­r e­g ung Bo­n i­n g ­t ons Groß­bri­t an­n i­ en be­r eist hat­t e, zwei wei­t e­r e Paul Dela­r oche. Ins­ ge­samt ge­hört die Se­r ie zu den „most spi­r it­ed and enga­g ing of all illu­t rat­ions of Scott’s fi­c t­ion“ [Ray]. Als Front ­i spiz dient eine zu­s ätz­l i­che Il­lu­stra­t i­on nach Sch­m it, die sich sonst nur auf den Lie­fe­r ungs­ um­schlä­gen fin­det, sie zeigt die Ti­t el-In­schrift so­ wie das schot ­t i­sche Wap­pen auf ei­nem goti­sier­en­ den Ar­chi­t ek­t ur­mo­t iv. Das bei Fir­m in Didot ge­d ruck­t e Werk er­schien ab 1826 in zwölf Lie­fe­r un­gen; im Ver­lags­k a­t a ­log wur­de ein „ex­empla­ire uni­q ue, avec le tex­te im­primé sur pa­pier de Chine“ [zit. nach Vica­ire] an­ge­k ün­d igt, das al­ler­d ings auch Ori­g i­n al­z eich­nun­gen und Pro­ be­d rucke auf far­bi­gem Pa­pier ent ­h al­t en soll­t e. In­ so­fern ist nicht ganz klar, ob das vor­lie­gen­de, sehr breit ­r an­d i­ge Buch mög­l i­cher ­wei­se das ein­z i­ge Ex­ em­plar auf Chi­n a­pa­pier ist. Li­t e­r a­t ur: Beraldi II , 160, Nr. 30 – 42 (Bo­n i­n g­ton), IX , 35, Nr. 17 – 24 (Lami), und X, 263 (Per­not); Co­r son 2749; Quér­a rd V II , 143; Ray I, 175, Nr. 113; Thieme/Becker 26, 425 (Per­not); Vica­ ire V I , 653.

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Ko­lo­r iert und ei­weiß­gehöht 503 Pi­gal, [Edmé Jean]. Mœurs pa­r i­si­ennes. Pa­r is, Gihaut frères, [etwa 1823]. 100 nu­m e­r ier­te, ko­lo­r ier­te li­tho­g ra­phier­te Ta­feln, auf Ste­ge mon­t iert. 1 Ti­tel­bl. Groß-Quart (334 x 237 mm). Lang­ge­n arb­ter ro­ter Halb­ ma­r o­quin­band der Zeit mit Ti­tel, flora­ler, li­nea­rer und Point­illé-Ver­zie­r ung in Gold­prä­g ung auf dem glat­ten Rücken, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Kopf­g old ­schnitt (Ka­pi­ta­le und Ecken beschabt, Au­ßen­ge­len­k e an­ge­platzt, Pa­pier von der Trän­ kung vor dem Ko­lo­r ie­ren leicht ge­bräunt, ei­ni­ge Ta­feln mi­ni­m al braun­f leckig). Sel­t e­nes kom­plet ­t es Ex­em­plar mit 100 ko­lo­r ier ­t en Li­t ho­g ra­phi­en Die Re­stau­r a­t i­ons­z eit nach dem Ende Na­po­le­ons war ge­kenn­z eich­net durch ei­nen Rück ­z ug ins Pri­va­ te, der sich auch in der Druck­g ra­phik nie­der­schlug: „The 1820s saw the appearance of many al­bums

recor­d ing the or­d i­n ary life of the day“ [Ray I, 189]. Spricht aus die­sen Al­ben auch eine ‚bie­der ­mei­er­l i­ che‘ Ge­nüg­sam ­keit, so ha ­ben sie doch be­acht ­l i­chen do­k u ­men­t a ­r i­schen Wert, und „the­i r fresh and unaffected repre­sen­t at­ion of the people and scenes of the time give them a degree of charm“ [ebd.]. Dies gilt auch für das vor­l ie­gen­de Al­bum von Jean Edmé Pi­g al (1798 –1872), der von Beraldi und Rümann glei­cher ­m a ­ßen am ­bi­va ­lent be­u r ­t eilt wur­de. Der er­ste nennt ihn ei­nen „fin cray­on­neur dans l’exé­c ut­ion“, der zwei­te lobt eben­falls sei­nen ge­ pfleg­ten Stil, doch sei die „künst­le­r i­sche Auf­fas­ sung nicht sel­t en un­a n­ge­nehm tri­v i­a l und auf­d ring­ lich“ [Rümann 163], auf den Ef­fekt be­r ech­net. Co­las fand Pig­a ls Sze­nen mit zwei oder drei Per­so­nen im­ mer­h in „très in­t er­es­san­t es pour les co­stumes pa ­r is­ iens de l’epoque“, erst Ray wür­d igt ihn in vol­lem Um­fang: „He knew his wo­rld and co­u ld depict it in­ cisively in his li­t ho­g raphs“ [Ray I, 189].

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Un­t er den Zeit ­ge­nos­sen wa ­r en Pig­a ls Dar­stel­lun­ gen of­fen­bar sehr be­liebt, viel­leicht ris­sen sie sich die Blät­t er so­g ar ge­gen­sei­t ig aus den Hän­den. Denn voll­stän­d i­ge Al­ben schei­nen sel­t en zu sein. Nennt San­der ge­ne­r ell nur 50 statt 100 Ta­feln, so ent­h al­ ten die bei­den Ex­em­pla ­r e in der Ko­stüm ­bi­blio­t hek Lip­per­hei­de le­d ig­l ich 54 bzw. 14, Rays Re­fe­r enz­ex­ em­plar auch nur 72 Stücke. In un­se­r em zeit ­ge­nös­sisch ge­bun­de­nen Band sind alle 100 Li­t ho­g ra­phi­en kom­plett und in sehr schö­ nen Zu­stand vor­h an­den. Sehr de­tail­liert und pla­ stisch ge­ z eich­ net und sorg­ s am von Hand ko­ lo­ riert, ge­wäh­r en sie dem Be­t rach­t er tie­fe Ein­blicke in die all­t äg­l i­chen Klein ­hei­t en und Ge­mein ­hei­ ten der Mœurs pa­r is­i ennnes der frü­ hen 1820er

Jah­r e. Über die Da­tie­r ung des bei Lang­lumé ge­ druck­t en Al­bums herrscht Un­ei­n ig­keit: Setzt es Rahir zu spät „vers 1835“ an, der On­line-Ka­t a­log der Bibliothèque na­t io­n a­le glo­bal „vers 1830“ und Lon­ champ „v. 1825“, so fin­det sich bei Co­l as, Hi­ler und Ray die Schät­z ung auf etwa 1823, der wir hier fol­ gen. Li­t e­r a­t ur: Beraldi X, 276, Nr. 8; nicht bei Car­t er­et; Co­l as 2367; vgl. Grand-Car­t er­et 148; Hi­ler 710; Lip­p er­hei­de 927, Xe 322 f.; Lon­c hamp II , 366; nicht bei Quér­a rd; Rahir 582; Ray I, 196, Nr. 130; San­der 577 (nennt nur 50 Ta­feln); Thieme/Becker 27, 32; nicht bei Vica­i re.

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Pigal statt Pigal le – 29 erotische Original zeichnungen: starker Tobak 504 Pigal, [Edmé Jean]. 20 [recte: 29] Dessins galants par Pi gal. [Paris, etwa 1825 –1830]. 29 ori ginale Zeichnun gen (davon 28 in Blei, 1 in Tinte, 3 mit Lavis) montiert auf 20 Kar tons. 1 kalli graphi sches, handkolorier tes Titelblatt. Folio (345 x 270 mm). Blau er Halbkalblederband des 19. Jahrhun derts auf fünf point illége schmückte Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel sowie Dekor aus floraler Rautenform und Eckfleurons in doppelten Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit doppelten Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und Kopfgold schnitt (beschabt, Außen gelenke mit kleineren Einrissen, Ecken etwas bestoßen). 29 ori gi na le eroti sche Zeich nun gen von Pi gal Charles Baudela ire, der Autor der Fleurs du mal, hielt ihn für ei nen „amusant et doux ca ricatu riste“, der „petits ta bleaux d’un comique inno cent“ zeichne; überhaupt be obachte man bei ihm „une certaine innocence dans toutes ces composit ions“ [zit. nach Oster walder 831]. Dieser Mei nung schloß sich Bénézits Dictionnaire an; und so ist Jean Edmé Pigal bis heute „surt out connu pour les ca ricatures, les scènes de mœurs et dict ions popula ires qu’il litho graph ia avec beau coup de bonhomie et d’innocence“ [Bénézit]. Der so in for mier te Betrachter kann an gesichts dieses Al bums mit eroti schen und priapischen Zeichnun gen nur stau nen: Al lein, zu zweien oder zu dritt wird hier ge sündigt, split ter nackt und in vol ler Montur, auf Tisch und Bett, da heim und im Freien, in ent spannter Lage oder auch in akrobati scher Positur. ‚Un schuldig‘ schicken sich al len falls Brüder chen und Schwester chen an, nach zu spielen, was Vater und Mut ter gerade im Hinter grund mit ein ander tun. Insgesamt sind es 29 Zeich nun gen auf 20 Blät tern: Auf ei nes wur den drei Zeich nun gen montiert; sieben Blät ter sind doppel seitig ver wendet wor den, so daß man die rück wär ti gen Motive erst durch Umklappen der auf Stegen befestig ten Trä ger papiere in deren passepar tout ar ti gen Ausspa run gen ent deckt. Zu meist handelt es sich um Blei stift skiz zen in unter schied lichen Stadien: So sind ein mal die zwei Badeschön heiten im Vor der grund zu vol ler Pla sti zität ausgeformt, wäh rend die Um gebung nur flüchtig an gedeutet ist; ein ander mal wird in ei nem abge-

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teil­t en Feld am un­t e­r en Blatt ­r and eine al­t er ­n a­t i­ve Po­si­t io­n ie­r ung der Frau für das­sel­be Ar ­r an­ge­ment aus­pro­biert. Ge­le­gent­lich sind aber auch mit spit­ zem Blei­stift di­ver­se Fein­hei­t en im Sti­le ana­t o­m i­ scher Stu­d i­en aus­ge­f ührt, wie bei den drei auf ei­ nem Blatt mon­t ier­t en Akt­z eich­nun­gen oder zwei in Nah­sicht ge­z eich ­ne­t en Ko­pu­l a­t io­nen, die zu­sätz­l ich mit brau­nem Lavis ver­se­hen sind. In ei­ner wei­te­ ren Zeich­nung sind nicht nur die bei­den Ak­t eu­r e, son­dern auch das ge­sam­t e In­t e­r ieur ei­nes Zim ­mers samt ei­nem durchs Fen­ster lu­gen­den Voy­eur bis ins klein­ste De­t ail dar­ge­stellt, gleich­sam druck ­r eif, bis hin zur kal­l i­g ra­phi­schen Bild­u n­t er­schrift La doub­le jouissance in Tin­te – die­ses Blatt wur­de von Pi­g al auch si­g niert. Zwei wei­t e­r e Blei­stift­z eich ­nun­ gen si­g nier­t e er of­fen­bar im Nach­h in­ein mit brau­ ner Tin­t e; knap­p e schlüpf­r i­g e Le­g en­den fin­den sich noch auf sie­ben wei­te­r en Bil­dern. Eine ein­z i­ ge Fe­der­z eich­nung fin­det sich in die­sem Be­stand, sie ist mit grau­em und rosa Lavis geh­öht. Ent­spre­ chen die­se ero­t i­schen Dar­stel­lun­gen auch nicht un­

be­d ingt Pig­a ls Image als harm ­lo­sem Gen­r e­m a ­ler, so macht er sei­nem Ruf, ein „fin cray­on­neur dans l’exé­cut­ion“ [Beraldi] zu sein, alle Ehre. Auch die Ti­t el­i n­s chrift ist ein kal­l i­g ra­phi­s ches Kunst ­werk für sich. Vo­lu ­m i­nö­se, drei­d i­men­sio­n al wir­ken­de Ver­sa ­l i­en, ge­z eich­net in schwar­z er Tin­t e wer ­fen klei­ne Schat ­t en, en­den in bi­z arr-zitt ­r i­gen Aus­l äu­fern oder sind hek­t isch-ge­fleckt; in je­weils an­de­r er Schrift und un­t er­schied­l i­chen Fa ­rb­f ül­lun­ gen – Rot, Grün, Braun, Blau und Gelb – ord­nen sie sich zu den Ti­t el­wor ­t en in ka­pri­z i­ös-tän­z eln­der Be­wegt ­heit. Pro­ve­n i­e nz: Win­z i­g es mon­t ier ­t es Por ­t rait ­fo­t o (22 x 17 mm) ei­nes voll­bär ­t i­gen jun­gen Man­nes aus der Mit­t e des 19. Jahr­hun­derts ver­so Vor­blatt in der un­t e­r en Ecke. Li­te­r a­t ur: Zu Pi­g al: Bénézit X, 920; Beraldi X, 276 ff.; GrandCar­t er­et 148; Oster­w al­der 831; Thieme/Becker 27, 32.

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Ex­em­plar von Vic­t or Masséna, Prince d’Es­sling, mit zu­sätz­l i­chen Pro­be­drucken 505 La Pléi­ade. Balla­des, fa­bliaux, nouv­el­les et lég­ en­des. Homère, Veda-Vyasa, Ma­r ie de France, Burger, Hoff­m ann, Lud­wig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Pa­r is, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Ein­zel­t i­teln:] 1841. Ra­dier­ter il­lu ­strier­ter Ti­tel, 7 zwei­far­bi­ge ra­dier­te il­lu­ strier­te Ein­zel­t i­tel (zu ­sätz­lich 3 ein­far­big wie­der­holt), 2 ein­far­bi­ge ra­dier­te il­lu ­strier­te Ein­zel­t i­tel, dazu 1 ra­dier­ tes Front­i spiz, sämt­lich auf Kar­ton; 10 Text­ab­bil­dun­gen in Stahl­stich auf Chi­n a­pa­pier und mon­t iert, 56 Text­ab­ bil­dun­gen und 5 Schmuck­in­itia­len in Holz­schnitt; zu­ sätz­lich 10 Pro­be­drucke zu Holz­schnit­ten nach Ja­cque zum Text von Gavarni (dar­un­ter 4 Doub­le­tten, 1 ohne Pen­dant im Text) auf Chi­n a­pa­pier und auf Kar­ton mon­ tiert. Zu­sam­m en 362 [statt: 364] S. = 4 Bl., 20 S.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S., 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Ok­tav, un­be­schnit­ten (199 x 126 mm). Ro­ter Ma­r o­quin­ band auf fünf Bünde, mit gold­ge­präg­tem Ti­tel, Ort und Jahr in zwei so­wie Mo­no­g ramm „VM “ in vier Rücken­ kompartim­en­ten, mit gold­ge­präg­tem Wap­pen auf den Deckeln, dop­pel­ter Gold­fi­lete auf den Steh-, brei­ter Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Ganz­g old­schnitt über Témo­ins, auf dem Spie­gel si­g niert „Joly“ , in Papp­schu­ber mit Ma­r o­quin­ kan­ten (il­lu ­strier­ter Ti­tel un ­schein­bar re­stau­r iert, 1 Bl. „Illustrat­ions“-Li ­ste zu Le­no­re ent­fernt). „One of the most char­m ing books of the Rom­a n­t ic period“ – aus dem Be­sitz des Prince d’Es­sling Die ei­g en­a r ­t i­g e An­t ho­lo­g ie, de­r en Ti­t el auf die Dich­t er­g rup­p e des 16. Jahr­hun­derts um Rons­a rd und Du Bel­l ay an­spielt, geht we­der auf ein Sie­ben­ ge­stirn von Au­to­r en zu­r ück, noch ist sie auf das

Fran­z ö­si­sche als Li­t e­r a­t ur­spra­che aus­ge­r ich­t et – im Ge­gen­t eil! Sie ver­eint zehn sehr un­t er­schied­l i­che, auch je­weils se­pa ­r at pa­g i­n ier ­t e Tex­t e mit ei­ge­nen ge­d ruck­t en und (bis auf La Réconciliat ­ion) ra­d ier­t en il­lu­strier ­t en Ti­t el­blät ­t ern so­w ie mit je fünf bis neun Il­lu­stra­t io­nen, die je­weils von ei­nem Künst ­ler aus­ ge­f ührt wur­den. Den An­fang macht die re­l i­g i­ös-mo­r a ­l i­sche Bal­l a­de Le­no­re von Gott­f ried Au­g ust Bür­ger, ge­folgt von E. T. A. Hoff­m anns Kres­pel, bei­de mit Ab­bil­dun­gen nach Oct­ave Pen­g uilly, des­sen „spit­z e Fe­der“ und „schnel­ler Strich […] sich sehr für die Dar­stel­lung des Un ­heim ­l i­chen“ [Rümann] eig ­ne­t en. Zu Charles Dickens‘ Le ba­r on de Grog­zwig paßt Charles Ja­cques „krau­ser Stil“ [ebd.], die Ge­n e­viève de Bra­bant des mit ­t el­a l­t er­l i­chen Kar ­me­l i­t ers Mat ­t hi­a s Em ­m ich aus Bopp­a rd wur­de von Phil­ippe-Au­g u­ste Jean­r on be­ bil­dert. Wie­der­u m von Ja­cque stam­men die Zeich­ nun­gen zu Ro­se­m on­de von Hen­r i Blaze; die­se Lie­ fe­r ung ist für Car­ter­et „une des plus bel­les“. Der Ho­mer zu­ge­schrie­be­ne Frosch­m äu ­se­krieg wur­de von Hen­r i Tria ­non über­setzt (Le Com­bat des rats et des grenouilles) und fand in Jo­seph Lou­is Tri­mo­let „ei­ nen geist ­r ei­chen In­t er ­pre­t en“ [Rümann]. Auf den an­ti­ken Text folgt ei­ner aus dem Sans­k rit, Sâvitrî,

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eine Épi­so­de du Mahabha­rata, über­setzt von Guillaume Paut­h ier und mit Ab­bil­dun­gen nach Adrien Féart. Gavarni tritt mit der No­vel­le Ma­dame Acker ein­m al nicht als Zeich­ner, son­dern als Au­tor auf, die Ab­bil­dun­gen sind er ­neut von Ja­cque. Wie­der in die mit ­t el­a l­t er­l i­che Li­t e­r a­t ur­ge­schich­t e füh ­r en Lai des deux am­ants. Lai du Bis­claveret von Ma­r ie de France; aus dem Jahr 1795 stammt hin­ge­gen die Le­ gen­de La Réconciliat ­ion (Die Ver­söh­nung) von Lud­w ig Tieck, bei­de mit Ab­bil­dun­gen nach Hi­ppolyte Pauquet. Die er­sten vier Tex­t e so­w ie den letz­t en über­ setz­t e Émile Gigault de La Bédollière (1812 –1883); al­len ge­mein­sam ist, daß sie the­m a­t isch „most­ly Gothic or exot­ic“ [Ray] aus­ge­r ich­t et sind. Die­ses Buch steht auch hin­sicht ­l ich sei­ner Il­lu­stra­ ti­on in ei­nem Ge­gen­s atz zum Mains­t ream der ro­ man­ti­schen Epo­che; ist es doch ei­ner der „sali­ent titles“ für „the occasional employment of etc­h ings“ [Ray II , 249]. Da­bei ließ der Ver­le­ger Curmer „auch hier größ­t e Sorg­falt wal­t en und scheu­t e kei­ne Ko­ sten, aus dem klei­nen Band ein bi­blio­phi­les Mei­ ster­werk zu ma­chen“, in dem zu­gleich „die be­ste Il­lu­stra­t i­ons­k unst ver­ei­n igt“ [Rümann] ist. Nicht min­der en­t hu­sia­stisch ur ­t eil­t en Ray und Car ­t er­et,

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die das Werk als „one of the most char­m ing books of the Rom­a n­t ic period“ [Ray] bzw. als „un des plus im­port ­a nts du XIXe siècle“ [Car ­t er­et] an­sa ­hen. Das vor­l ie­gen­de Ex­em­plar ent ­h ält zu­s ätz­l ich drei ra­d ier ­t e Ein ­z el­t i­t el als ein ­far­bi­ge Wie­der­ho­lun­gen so­w ie 10 Pro­b e­d rucke zu Holz­schnit­ten nach Ja­ cque zum Text von Gavarni (dar­u n­t er 4 Doub­le­t ten) auf Chi­n a­pa­pier. Der ge­lehr ­t e Samm ­ler und Bi­blio­ graph Vic­t or Masséna prince d’Es­sling, duc de Rivoli (1836 –1910) ließ sich von dem Buch­bin­der Joly ei­nen ganz per­sön­l i­chen Ein­band fer ­t i­gen; der rote Ganz­m a ­r o­q uin­band mit Massénas mehr ­fach wie­ der­hol­t em Mo­no­g ramm auf dem Rücken und Wap­ pens­upralibros ist ta­del­los er­h al­t en. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Rücken vier­m al das gold­ge­ präg­t e Mo­no­g ramm „V M “ und auf den Deckeln das ge­k rön­t e Wap­pen mit der De­v i­se „Vic­t or et fi­del­i s“ des Po­l i­t i­kers und Samm­lers Vic­t or Masséna prince d’Es­sling, duc de Rivoli. Li­t e­r a­t ur: Brivois 335 ff.; Car ­t er­et III , 499 – 503; Es­c offier 1886; Lach­è vre I, 244 f.; Lemoisne I, 57; Lon­c hamp II , 368; Oster­ wal­der 528, 804 und 814; Rahir 586; Ray II , 308 ff., Nr. 228; Rümann 141 f.; Sa­lo­mon 363; San­der 579; Vica­ire V I , 704; zu Joly: Fléty 96 f.

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Exemplar Paul Villebœuf, mit al len Lieferungsumschlä gen, gebunden von Cuzin 506 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et légen des. Homère, Veda-Vyasa, Marie de France, Burger, Hoff mann, Ludwig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Paris, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzeltiteln:] 1841. Radier ter illu strier ter Titel, 4 zweifarbi ge radier te illustrier te Einzeltitel, 5 einfarbi ge radier te illu strier te Einzeltitel, dazu 1 radier tes Front ispiz, sämtlich auf Kar ton; 10 Textabbildun gen in Stahl stich auf Chinapapier und montiert, 56 Textabbildun gen und 5 Schmuckinitialen in Holz schnitt. Zu sammen 364 S. = 2 Bl.; XII S. (verbundene Vorrede zu „Sâvitrî“); 2 Bl., 20 S., 1 Bl.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Ok tav (200 x 125 mm). Dunkelblau er Maroquinband des 19. Jahrhun derts auf fünf point illéver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel sowie dekorativer Vergol dung in dreifachem Filetenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit zehnfachem Filetenrahmen und je vier Or namentstempeln auf den Deckeln, doppelter und sechsfacher Goldfilete auf Steh- bzw. Innenkanten, mar morier ten Vor sät zen, 9 ein gebun denen Lieferungsum schlä gen und Ganz gold schnitt über Témoins, auf dem Spiegel si gniert „Cuzin“ (illu strier ter Titel mit kleinem Randeinriß).

ti ken Froschmäu sekrieg und der aus dem Sanskrit über setz ten Epi sode Sâvitrî über zwei mit tel alterliche Lais bis zur deut schen Romantik reichen und denen gemein sam ist, daß sie auf den zeit genössischen fran zösi schen Leser „most ly gothic or exotic“ [Ray] wirken mußten. Die jeweils sepa rat pa ginier ten Tex te sind bis auf den letz ten mit ei genen gedruck ten und radier ten il lu strier ten Titel blät tern sowie mit je fünf bis neun Text abbildun gen ausgestat tet, die jeweils von ei nem Künst ler gezeich net wur den und in denen der Verleger Curmer „die beste Il lu strationskunst“ [Rümann] ver sam melte: Dies wa ren Oct ave Pen guilly (zu 2 Tex ten), Charles Jacque (3), Phil ippe-Au gu ste Jean ron, Joseph Lou is Tri molet, Adrien Féart und Hippolyte Pauquet (2). Ei nes der „most char ming books of the Rom antic period“ [Ray] liegt hier mit al len neun grü nen bedruck ten Lieferungsum schlä gen (zwei für Sâvitrî, ei ner für die letz ten drei Er zäh lun gen) in ei nem herrlichen, noch als zeit genössisch an zu sprechenden Mei ster ein band von Cuzin vor (die Werk statt ging 1892 an Mer cier über). Provenienz: Spiegel mit gold gepräg tem Ex li bris von Paul Villebœuf (dessen Auk tion 1963: Nr. 270: frs. 1.200).

Die Samm lung ver eint zehn sehr unter schied liche Bal laden, Er zäh lun gen und Legenden, die vom an-

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Mit zu­sätz­l i­chem Stahl­stich 507 La Pléi­ade. Balla­des, fa­bliaux, nouv­el­les et lég­ en­des. Homère, Veda-Vyasa, Ma­r ie de France, Burger, Hoff­m ann, Lud­wig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Pa­r is, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Ein­zel­t i­teln:] 1841. Ra­dier­ter il­lu ­strier­ter Ti­tel, 6 zwei­far­bi­ge ra­dier­te il­lu­ strier­te Ein­zel­t i­tel, 3 ein­far­bi­ge ra­dier­te il­lu ­strier­te Ein­ zel­t i­tel, dazu 1 ra­dier­tes Front­i spiz, sämt­lich auf Kar­ton; 10 Text­ab­bil­dun­gen in Stahl­stich auf Chi­n a­pa­pier und mon­t iert, 56 Text­ab­bil­dun­gen und 5 Schmuck­in­itia­len in Holz­schnitt, 1 zu ­sätz­li­che Ta­fel in Stahl­stich auf auf­ge­ walz­tem Chi­n a­pa­pier zu „Ma­dame Acker“ (nicht in der Li ­ste der „Illustrat­ions“). Zu­sam­m en 364 S. = 2 Bl.; 2 Bl., 20 S., 1 Bl.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S.; 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Ok­tav, kaum be­schnit­ten (194 x 125 mm). Dun­k el­blau­ er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf zwi­schen Gold­f ileten or­n a­m en­tal blind­ge­präg­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in ein­fa­chem Gold­f ileten­rah­m en, die üb­r i­gen Rücken­kompartim­en­te mit or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in drei­fa­chen Gold­f ileten­rah­m en, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­nem Ori­ gi­nal-Um ­schlag und Kopf­gold­schnitt, auf ei­nem Vor­blatt si­g niert „Ca­n ape“ .

Mit zu­sätz­l i­cher Ta ­fel und ein ­ge­bun­de­nem Ori­g i ­n al-Um­schlag Dies ist ein wei­t e­r es Ex­em­plar der An­t ho­lo­g ie von zehn ins Fran­z ö­si­sche über­setz­t en Bal­l a­den, Er­ zäh­lun­gen und Le­gen­den aus dem Alt ­g rie­chi­schen, dem Sans­k rit, dem Alt ­f ran­z ö­si­schen, Eng­l i­schen und Deut­schen – von Ho­mers Frosch­m äu ­se­krieg bis zu Charles Dickens‘ Le Ba­ron de Grog­zwig –, die glei­ cher ­m a ­ßen den ro­m an­t i­schen Hang zum Schau­er­ li­chen wie zum Exo­ti­schen be­d ien­ten. Dank der „be­ste[n] Il­lu­stra­t i­ons­k unst“ [Rümann] von Oct ­ave Pen­g uilly (zu 2 Tex­ten), Charles Ja­cque (3), Phil­ ippe-Au­g u­ste Jean ­r on, Jo­s eph Lou ­i s Tri ­mo­let, Adrien Féart und Hi­ppolyte Pauquet (2) in un­ter­ schied ­l i­chen Tech ­n i ­ken – Ra­d ie­r ung, Stahl­stich und Holz­schnitt – ist es zu­gleich ei­nes der „most char­m ing books of the Rom­a n­t ic period“ [Ray]. Un­ ser Ex­em­plar zeich­net sich durch eine zu­sätz­l i­che Stahl­stich­ta­fel nach Ja­cque zu Gavarnis Text Ma­ dame Acker aus, die nicht im Ver­z eich­n is der Ab­bil­ dun­gen auf­ge­f ührt ist. Au­ßer­dem wur­de der braun be­d ruck­t e Ori­g i­n al-Um­schlag in den de­ko­r a­t i­ven Halb­m a ­r o­q uin­band von Ca ­n ape mit ein­ge­bun­den.

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Im Ma roquin band der Zeit 508 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et légen des. Homère, Veda-Vyasa, Marie de France, Burger, Hoff mann, Ludwig Tieg, [!] Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Paris, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzeltiteln:] 1841. Radier ter illu strier ter Titel, 6 zweifarbi ge radier te illustrier te Einzeltitel, 3 einfarbi ge radier te illu strier te Einzeltitel, dazu 1 radier tes Front ispiz, sämtlich auf Kar ton; 10 Textabbildun gen in Stahl stich auf Chinapapier und montiert, 56 Textabbildun gen und 5 Schmuckinitialen in Holz schnitt. Zu sammen 364 S. = 2 Bl.; 2 Bl., 20 S., 1 Bl.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S.; 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Oktav, mit Témoins (197 x 125 mm). Dunkel grüner Maroquinband der Zeit auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit Rückentitel bzw. acht zacki gem Stern in Blumen- und Blüten semis, jeweils in doppeltem Filetenrahmen in Goldprä gung in den Rückenkompartim enten, mit einfachem und drei doppelten Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, dazwi schen floraler Dekor, innen das selbe Semis wie auf dem Rücken, zentral eine ge schwun gene geometri sche Form aus doppelten Goldfileten, mit

doppelten Goldfileten auf den Stehkanten, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen, eingebun denem Ori ginal-Um schlag und Kopfgold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Amand“ (Um schlag etwas an ge staubt, gelegentlich minimal braunfleckig, in „Le Combat“: letzte 4 Bl. unterein an der verbun den). Mit seltener Va ri ante des Ori gi nal-Um schlags, in ei nem sehr dekorativen Ein band der Zeit Die ses Exemplar der Anthologie be sitzt den bedruck ten Ori gi nal-Um schlag in ei ner bei Car teret nicht gezeig ten Va ri ante, in cremefarbenem Ton mit nacht blauem Druck. Sehr dekorativ ist der noch als zeit genös sisch an zu spre chende Ein band von Pierre Chevan nes (1830 –1899), genannt „Amand“, der selbst eine „import ante bibliothèque“ [Fléty] romantischer Bücher besaß. Auf Rücken und Deckeln breitet sich auf grü nem Grund ein Semis von goldenen Blu men und Blüten aus; die Deckel zei gen zentral ein orient ali sier endes geometri sches Motiv, das mit dem Buch schmuck zu der indi schen Er zäh lung Sâvitrî kor respondiert.

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Das Ex­em­plar von Jules Ja­n in auf Chi­na­pa­pier 509 La Pléi­ade. Balla­des, fa­bliaux, nouv­el­les et lég­ en­des. Homère, Veda-Vyasa, Ma­r ie de France, Burger, Hoff­m ann, Lud­wig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Pa­r is, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Ein­zel­t i­teln:] 1841. Ra­dier­ter il­lu ­strier­ter Ti­tel auf Kar­ton, 7 zwei­far­bi­ge ra­dier­te il­lu ­strier­te Ein­zel­t i­tel, 2 ein­far­bi­ge ra­dier­te il­ lu ­strier­te Ein­zel­t i­tel (da­von 5 auf Kar­ton, 4 auf Chi­n a­ pa­pier, auf­k a­schiert auf Kar­ton), dazu 1 ra­dier­tes Front­ ispiz auf Kar­ton; 10 Text­ab­bil­dun­gen in Stahl­stich auf Chi­n a­pa­pier und mon­t iert, 56 Text­ab­bil­dun­gen und 5 Schmuck­in­itia­len in Holz­schnitt. Zu­sam­m en 364 S. = 2 Bl. auf Ve­lin­pa­pier; 3 Bl., 20 S.; 3 Bl.; 40 S.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S.; 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl.; zu­sätz­lich 24 S. auf Ve­lin­pa­pier (Ar­t i­k el von Jules Ja­nin) – Bis auf die Ti­te­lei auf Chi­n a­pa­pier ge­druckt. Ok­tav, kaum be­schnit­ten (211 x 130 mm). Grü­ner Halb­ ma­ro­quin­band der Zeit auf fünf mit Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und gold­ge­präg­ tem Mu­ster aus klei­nen Krei­sen und Punk­ten in den üb­r i­ gen Rücken­fel­dern, je­weils in dop­pel­tem Fi­let­en­rah­m en, mit Blind­li­ni­en auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen und Kopf­g old­schnitt, am Fuß si­g niert „E. Nie­drée“ , in Halb­m aroqu­inche­mi­se mit glei­chem Rücken­de­kor und Papp­schu­ber mit Ma­r o­quin­k an­ten von Devauc­hel­le. Ex­em­plar auf „gro­ßem“ Chi­n a­pa­pier, aus dem Be­sitz von Jules Ja­n in Die­se An­t ho­lo­g ie aus zehn Tex­t en, de­r en Cha ­r ak­ ter „most­ly gothic or exot­ic“ [Ray] ist, ver­ei­n igt in den Ra­d ie­r un­gen, Stahl­sti­chen und Holz­schnit ­t en von Oct­ave Pen­g uilly, Charles Ja­c que, Phil­ippeAu­g u­ste Jean­r on, Jo­seph Lou­i s Tri­mo­let, Adrien Féart und Hi­ppolyte Pauquet „die be­ste Il­lu­stra­t i­ ons­k unst“ der Zeit; der Ver­le­ger ließ „größ­t e Sorg­ falt wal­t en und scheu­t e kei­ne Ko­sten, aus dem klei­ nen Band ein bi­blio­phi­les Mei­ster ­werk zu ma­chen“ [Rümann].

ei­nen selbst ver ­faß­t en Zeit­schrif ­t en­a r ­t i­kel aus dem Jour­n al des Débats vom 15. No­vem­ber 1841 ein­bin­ den ließ. Der 24seit­ige Se­pa­r at­d ruck, Nr. 3 von 50 Ex­em­pla ­r en, ent ­h ält eine Be­spre­chung der Schrif­ ten Ci­ce­r os. Der zeit­genösssische Ein­band stammt von Jean-Edou­a rd Nie­d rée (1803 –1864). Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel Ex­l i­bris von Jules Ja­ nin [vgl. Poideb­a rd 310], des­sen Auk­t i­on 1877, Nr. 992: frs. 160, an Mor­g and. Dar­u n­ter das Ex­li­bris von Hen­r i Bon­n as­se, des­sen Auk­t i­on II , 1982, Nr. 72: frs. 26.100, so­w ie das Mo­no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh­m ann.

Un­ser Ex­em­plar zeich­net sich vor allem da­durch aus, daß es ei­nes der „fort ra­r es“ Ex­em­pla­r e auf Chi­n a­pa­pier ist, wo­b ei auch in die­sen „les faux titres, titres et quelques front­ispieces sont im­primés sur pa­pier vélin“ [Car­t er­et]. Es ist ex­t rem breit­r an­ dig, we­sent ­l ich grö­ßer als un­se­r e an­de­r en Ex­em­ pla ­r e . Das Buch stammt aus dem Erst­be­sitz des Jour­n a­ li­sten Jules Ja­n in (1804 –1874), der nicht nur sein Ex ­l i­bris auf dem Spie­gel an­brach­t e, son­dern auch

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Re­spekt“ [K NLL XIII , 461] zwi­schen bei­den Völ­ kern, um mo­r a ­l i­sche Vor­bil­der und ab­schrecken­ de Bei­ spie­ le und in die­ s em Rah­ men nicht um Ge­s chichts­s chrei­bung an sich, son­dern auch um li­t e­r a ­r i­sche Wirk­s am ­keit. Nicht in das PaarSche­m a fü­gen sich die Por­t raits der rö­m i­schen Kai­ ser Galba und Otho, das des Ara­t os von Sikyon und das des per­si­schen Groß­kö­n igs Art ­a xerxes II .

Im Ein­band der Re­stau­ra­t i­ons­zeit von Thouvenin 510 [Plutarch]. Œuvres de Plutarque, traduites du grec, et accompagnées de no­tes; par D[omi­nique] Ric­ard. [Les vies des] Hommes il­lu­stres. Pa­r is, J. L. J. Brière, 1827. Ti­tel­vi­g net­te in Holz­schnitt. 2 Bl., L S., 1 Bl. (ab S. XX­ VIII zwei­spal­t ig), 1011 zwei­spal­t i­ge S. – Text in schwar­ zen Rah­m en ge­setzt. Groß-Ok­tav (229 x 141 mm). Lang­ge­n arb­ter wein­r o­ter Ma­ro­quin­band der Zeit auf vier brei­te, or­na­men­tal blind­ ge­präg­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und rei­ cher or­n a­m en­ta­ler Gold­prä­g ung in den üb­r i­gen Rücken­ fel­dern, Deckel mit vier­fa­chem Gold­f ileten­rah­m en mit Eckfleurons, dar­in zwei fet­te Blind­f ileten­rah­m en und gro­ße Plat­te mit floral-or­n a­m en­ta­ler Blind­prä­g ung, mit gold­ge­präg­ter Wel­len­li­nie auf den Steh-, Dent­el­le­bor­ dü­re auf den In­nen­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Ganz­g old­schnitt, am Fuß si­g niert „Thouvenin“ (Kan­ten et­was berie­ben, vor­de­rer In­nen­falz an­ge­platzt, aber voll­ kom­m en sta­bil, Pa­pier teils qua­li­täts­be­dingt ge­bräunt, strecken­wei­se un­we­sent­li­che Braun­f leck­chen). Ein viel­ge­le­se­ner Klas­si­ker, im Ein­band der Re­stau ­r a­t i­ons­epo­che von Thouvenin Die Par­a l­lel­bio­g ra­phi­en sind das be­k ann­t e­ste Werk des grie­chi­schen Schrift ­stel ­lers und Phi ­lo­so­phen Plutarch (um 45 – um 125). In 22 Paa­r en wer­den die Le­bens­be­schrei­bun­gen je­weils ei ­nes grie­chi­schen und ei­nes rö­m i­schen Feld­herrn oder Staats­m an­ nes ge­gen­ü ber­ge­stellt, um de­r en Ge­mein­sam ­kei­t en oder Gleich ­r an­g ig­keit her­aus­z u­a r­b ei­t en – zur da­ ma­l i­gen Zeit stand Rom auf dem Hö­he­punkt sei­ner Macht, die grie­chi­sche Kul­t ur auf dem Gip­fel ih­r es An­se­hens. Plutarch ging es um den „wech­sel­wei­sen

Bis weit in die Neu­zeit hin­ein form­t e Plutarchs „Bild das Ur­t eil der Nach­welt“ [ebd. 461]. Die Par­a l­lel­bio­ gra­phi­en wur­den von Ja­cques Amy­ot zu­erst 1559 ins Fran­z ö­si­sche über ­t ra­gen und in den fol­gen­den Jahr­hun­der ­t en im ­mer wie­der nach­ge­d ruckt; für die Au­t o­r en der fran­z ö­si­schen Klas­sik im 17. Jahr­hun­ dert wa ­r en sie eine wich­t i­ge Stoff­q uel­le, dar ­ü ber hin­aus eine ver ­pflich­t en­de Lek­t ü­r e für alle Ge­bil­ de­ten, so daß Plutarch noch im 18. Jahr­hun­dert „eine[r] der meist ­ge­le­se­nen an­t i­ken Au­t o­r en“ [ebd. 460] war. Für den Abbé Dom­inique Ric­a rd (1741 –1803) war die Über­ s et­ z ung von Plutarchs Wer­ ken des­ s en „princip­a le af­fai­r e“: „il s’y prép­a ra par des étu­des sérieuses, et se ren­d it fa­m i­l ier avec toute l’an­t i­q uité classique“, und in sei­nen An­mer­k un­gen zeigt sich des­sen „éru­d it­ion saine, étendue et pol­ie“ [Hoefer]. Der Text er­schien zu­erst 1799 –1803 in 12 Bän­den, die vor­l ie­gen­de ein­bän­d i­ge Aus­g a ­be in acht Lie­fe­ run­gen von 1825 bis 1827. Daß Hommes il­lu ­stres hier nur als Un­t er­t i­t el steht, liegt wohl dar­a n, daß auch noch Plutarchs Œuvres mora­les un­t er dem Dach der Œuvres de Plutarque ver­öf ­fent ­l icht wer­den soll­t en. Die­se „bonne traduct­ion, fa­ite sur les édit­ions les plus co­r rectes, et pour laquel­le l’abbé Ric­a rd eut à sa dis­po­si­t i­on les man­u scrits précieux que Lou­is XIV avait fait ach­eter à grands frais“ [Quér­a rd VII , 221], war zu­erst 1783 –1795 er­schie­nen; die noch­m a­ li­ge Pu­bli­k a­t i­on kam je­doch nicht zu­stan­de. So blieb es bei die­ser kom­pak­t en Ein­z el­aus­g a ­b e der Bio­g ra­phi­en auf recht fei­nem Pa­pier, zwei­spal­ tig und „bien impr[imé]“ [Bru­net] von Fir­m in Di­ dot. Die Sei­t en 813 – 845 (Be­g inn der No­tes) wur­den falsch nu­me­r iert (als S. 745 – 777), der Band ist je­ doch so voll­stän­d ig. Ge­bun­den wur­de das Werk in ei­nen reich gold- und blind­ge­präg ­t en Ma ­r o­q uin­ band im Resta­u rat­ions-Ty­pus von Jo­seph Thouve­ nin [zum Deckel-De­kor vgl. Culot S. 207, Nr.95, der dort ge­z eig­t e Ein­band von Bra­del!], der in wun­der­ ba ­r er Fri­sche er­h al­t en ist. Li­t e­r a­t ur: Bru ­net I V, 740; Gra­e s­s e V, 368; Hoefer 42, 122 ff. (Ric­a rd); Quér­a rd V II , 225; zu Thouvenin: Culot 560 f.; Fléty 168; Rams­den 204.

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1731 er­schie­ne­ne tra ­g i­sche Lie­bes­ge­schich­t e zwi­ schen der eben­so schö­nen wie leicht­fer­t i­gen Manon Lescaut und dem ihr ver­fal­le­nen Che­va­l ier des Grieux „dürf ­t e in we­sent ­l i­chen Punk­t en auf per­sön­l i­ chem Er­le­ben des Ver ­fas­sers be­r u­hen“ [ebd. 167]. Ei ­ner­seits ist es „eine durch­aus all­t äg­l i­che Um­welt“, in der Prév­ost das Ge­sche­hen an­sie­delt, an­de­r er­ seits ist „nie zu­vor […] die Lie­bes­lei­den­schaft in ih­ rer alle Hem ­mun­gen über ­w in­den­den Kraft, ih­r er Grö­ße und ih­r em Zer­stö­r ungs­w il­len so wahr und so er­schüt ­t ernd dar­ge­stellt wor­den“ [ebd.].

Im Rocaille-Ein­band des Ver­lags von Boutigny 511 Prév­o st [d’Exil­e s, An­t oine-Fran­ç ois] Abbé. Histo­ire de Manon Lescaut et du Che­va­lier des Grieux. Edi­t i­on illustrée par Tony Johan­not, précédée d’une not­ice hi­storique sur l’au­teur par Jules Ja­nin. Pa­r is, Er­nest Bour­din et Cie, [1839]. Ge­tön­tes Front­i spiz mit Sei­d en­vor­satz, 2 il­lu ­strier­te Zwi­schen­t i­tel in Gold­druck; 18 Ta­feln auf auf­ge­walz­ tem Chi­n a­pa­pier mit Sei­den­vor­sät­zen, 1 Ti­tel­il­lu ­stra­t i­ on (Wie­der­ho­lung von S. 231) und 64 Text­il­lu ­stra­t io­nen, fer­ner 4 Kopf­lei­sten, 4 Schmuck­in­itia­len und 3 Schlußvi­g net­ten. – Al­les in Holz­schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Sehr breit­ran­di­ger Druck. Quart (254 x 164 mm). Ver­le­ger­ein­band von dun­kel­ro­tem Saf­f i­an auf glat­ten Rücken, mit Rücken­t i­tel in rei­chem De­kor in Gold­prä­g ung, auf den Deckeln in fet­tem und ma­ge­rem Blind­f ileten- so­wie gro­ßem Rocaille­rah­m en zwei ver­schie­de­ne ova­le Por­t rait­m e­dail­lons in Gold­prä­ gung, mit blaß­gel­ben Glanz­pa­pier­vor­sät­zen und Ganz­ gold ­schnitt so­wie Buch­bin­der­m ar­k e von Boutigny ver­so flie­gen­dem Vor­satz, in mit Filz aus­ge­schla­ge­nem Papp­ schu­ber (ge­r ing berie­ben, Ein­band-Ecken mit ge­r ing ­f ü­ gi­gen Stauch ­spu­ren, Rücken et­was auf­ge­hellt, Vor­sät­ze mit klei­ne­ren Leim ­schat­ten, ei­ni­ge Bl. so­wie die Ta­feln – nicht je­doch das Chi­n a­pa­pier – et­was braun­f leckig). Schö­nes Ex­em­plar des er­sten mo­der ­nen „See­len­r o­m ans“, il­lu­striert von Tony Johan­not und im Ver­le­ger­ein ­band Der Abbé An­t oine-Fran­çois Prév­ost (1697 –1763) war ein „un­be­stän­d i­ger Cha ­r ak­t er, der zwi­schen Klos­ ter­le­ben und Welt­lust hin und her schwank­t e, der nach sechs­jäh­r i­gem Auf­ent ­h alt in ei­ner Be­ne­d ik­t i­ ner-Ab­t ei von dort ent­floh, in Eng­land und Hol­land leb­te, um schließ­lich doch wie­der in die klö­ster­li­ che Bin­dung zu­r ück ­z u­keh­r en“ [Jan 166]. Die zu­erst

Im Rück­blick er­z ählt der Che­va­l ier des Grieux, wie er, der vom Va­ter für eine stan­des­g e­m ä­ß e Lauf­ bahn als Rit ­t er des Mal­t e­ser­or­dens be­stimmt war, sich in die kaum fünf­z ehn­jäh­r i­ge Manon Lescaut ver­l iebt, die ih­r er­seits ge­gen ih­r en Wil­len ins Klo­ ster ge­schickt wer­den soll – die Par­a l­le­len zur Bio­ gra­phie des Au­tors sind evi­dent. Das Paar flieht nach Pa­r is, wo ihr Glück nicht lan­ge währt: Geld­ nö­te und Manons „Hang zum Ver­g nü­g en las­sen sie […] im­mer wie­der ihre Gunst frei­ge­bi­gen Gön­ nern zu­wen­den. Nach dra ­m a­t i­schen Wech­sel­f äl­len, Tren­nun­gen, In­h af­t ie­r un­gen, Ver­söh­nun­gen wird Manon nach Ame­r i­k a de­por­tiert, des Grieux, der ihr aus­weg­los ver­fal­len ist, folgt ihr. Er muß sie er­ neut ver­t ei­d i­gen, auf der Flucht vor den Fol­gen ei­ nes Du­ells stirbt sie schließ­lich an Er­schöp­fung“ [En­gel ­h ardt/Rol­off ]. Mit die­ser Mi­schung aus In­ner­lich­keit und Hand­ lungs­f ül­le steht der Ro­m an zu­gleich „in ei­nem gei­ stes­ge­schicht ­l i­chen Zu­s am ­men­h ang, der von den äl­t e­r en Aben­t eu­er ­r o­m a ­nen und Ro­bin­so­n a­den des 17. Jh.s bis zu den eng­li­schen emp­fi nd­s a­men Ro­ ma­nen der Mit­t e des 18. Jh.s reicht“ [Haupt­wer­ke], zu­gleich ist er ein Vor­l äu­fer von Rousse­aus „ge­gen­ auf ­k lä ­r e­r i­s cher Phi ­lo­s o­phie der Le­g i­t i ­m i­t ät von Lei­den­schaft und Af ­fek­t i­v i­t ät“ [ebd.]. Dies si­chert ihm ei­nen her­aus­r a­gen­den Platz in der Li­t e­r a­t ur­ ge­schich­t e als „Aus­g angs­punkt mo­der ­ner See­len­ schil­de­r ung“ [Jan 166]: Hier ist „der Kampf zwi­ schen Tu­gend und Lei­den­schaft […] zum er­sten Mal in der Li­t e­r a­t ur des 18. Jh.s zu­g un­sten der ‚Macht der Ge­f ühls­be­we­g un­gen‘ ent ­schie­den“ [Haupt ­wer­ ke]. Mo­dern ist auch die sug­ge­sti­ve Er­z ähl­wei­se, die im Le­ser die Wir­k ung der „spon­t a ­nen Iden­t i ­fi ­z ie­ rung“ [Jan 167] aus­löst, ohne daß die Ver­ge­hen der Hel­den sein Mit ­ge­f ühl be­ein­t räch­t i­gen. Dar ­u m war dem Ro­m an auch in der Epo­che der Ro­m an­t ik der Er ­folg si­cher. Dies ist die er­ ste Aus­ g a­ b e mit der Not ­ice von Jules Ja­n in und den Il­lu­stra­t io­nen nach Tony Johan­ not, de­r en Zahl in der Se­k un­d är­l i­t e­r a­t ur durch­weg

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nur sehr un gefähr mit 90 bzw. 100 an gegeben wird. Nicht ihm, sondern Édou ard Wattier zu zu schrei ben ist das getönte Front ispiz mit dem Por trait des Autors und meh rerer Roman fi gu ren; die beiden goldgedruck ten Zwischentitel und die Kopfleisten stammen von Adrien Féart. Johan not schuf zum ei nen 64 in den Text ein gestreute Holz schnit te, die „nearly every turn in Prévosts plot“ [Ray] begleiten und insbesondere die „épisodes pathétiques […] avec une grande vérité“ [Gustave Planche, zit. nach Beraldi] behandeln. Dieser moder nen Form stehen die 18 Ta feln gegenüber, die an die Il lust rationswei se des 18. Jahrhunderts anknüpfen. Wert auf historische Treue leg te Johan not auch dadurch, daß er die Per sonen in Rokokokostüme ein kleidete und „häu fi g in ent spre chend ausgestalteten Interieurs“ [Bilder welten] agieren ließ. Gu stave Planche lobte an den Zeich nun gen Johannots „une élégance, une richesse, qu’il sera it bien difficile de sur passer“ [zit. nach Beraldi], Ray hob dessen „supreme abi lity to il lust rate a love story“ her vor, und Car ter et re sü mier te, dies sei „un des

beaux livres de la période romantique“ und zu gleich „la seu le édit ion intéress ante de ce chef-d’œuvre par ue au début du XIXe“. Un ser Exemplar liegt im von Boutigny ge schaf fenen Verle ger ein band mit dem für ihn ty pi schen Rocailledekor vor, ausgewie sen auch durch sei ne Buch binder marke. Die zentra len Me dail lons auf den Deckeln zei gen in gold gepräg ten Plat ten von Per rin und Kron heim die beiden Roman helden, hinten den Che va lier des Grieux [nach der Umschlag il lu stration], vorn Manon, die ihn am Fenster sit zend er war tet [nach Abb. S. 24]. Provenienz: Adri an Flüh mann. Literatur: Beraldi V III , 272 f., Nr. 52; Bilder welten 112, Nr. 45; Brivois 338 f.; Bru net I V, 868; Car ter et III , 505 ff.; En gel hardt/ Roloff I, 220 f. (Er stausg.); vgl. Haupt wer ke 221 f.; Lonchamp II , 374; Ma rie 99; Oster walder 539; Quér ard/Bourquelot V I , 81; Rahir 593; Ray II , 263; Rümann 131; Sander 581; Sieurin 168 f.; Talv art/Place X, 115 (Ja nin); Vica ire V I , 814 ff.; zum Ein band vgl. Mag gs 661, Nrn. 258 und 259 sowie Ta fel XCII ; Mal avieille 151, Nr. 23 (Abb.).

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Im hand bemalten Verleger ein band von Boutigny 512 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz, 2 illu strier te Zwi schentitel in Golddruck; 18 Tafeln auf aufgewalztem Chinapapier, 1 Titelillu stration (Wiederholung von S. 231) und 64 Text illustrationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnet ten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Sehr breit ran di ger Druck. Quart (253 x 164 mm). Verlegereinband von dunkel grünem Saf fian auf glat ten Rücken, mit Rückentitel in reichem Dekor in Goldprä gung, auf den Deckeln in fet tem und ma gerem Blindfileten- sowie großem Rocaillerahmen zwei verschiedene ovale blind gepräg te und handbemalte Por trait medaillons, mit blaßgelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt sowie Buchbin der marke von Boutigny verso fliegen dem Vorsatz ( Vorsät ze leimschat tig, durch gehend leicht bis mäßig braunfleckig). Im Verleger ein band mit künstlerisch kolorierten Por trait medail lons Dieses Exemplar der er sten Ausga be mit der Not ice von Jules Ja nin und den Il lu strationen nach Tony Johan not liegt gleich falls im Verleger ein band von Boutigny vor, al ler dings mit ei ner ex trem seltenen, wahr schein lich ein zig ar ti gen Besonderheit, welche die Standar di sierung di rekt konterka riert: Die Portrait medail lons der beiden Prot agoni sten wur den näm lich zeit genössisch individuell bemalt, Manon Lescaut in rosa und hell blauen Pa stelltönen, der Che va lier des Grieux hin gegen in kräf ti gem RotGrün. Pro ve nienz: Il lu strier tes Ex li bris von Mar cel Bert rand auf dem Spiegel.

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Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier, in zwei­sei­t i­gem Druck, aus den Samm­lun­gen Vau­t ier, Bon­nas­se und Flüh­mann 513 Prév­o st [d’Exil­e s, An­t oine-Fran­ç ois] Abbé. Histo­ire de Manon Lescaut et du Che­va­lier des Grieux. Edi­ti­on illustrée par Tony Johan­n ot, précédée d’une not­ice hi­storique sur l’au­teur par Jules Ja­nin. Pa­r is, Er­nest Bour­din et Cie, [1839]. Ge­tön­tes Front­i spiz auf Ve­lin­pa­pier, 2 il­lu ­strier­te Zwi­ schen­t i­tel in Gold­druck auf Chi­n a­pa­pier, auf­k a ­schiert auf Kar­ton; 18 Ta­feln auf Chi­n a­pa­pier, auf­k a ­schiert auf Ve­lin­pa­pier; 1 Ti­tel­il­lu ­stra­t i­on und 64 Text­il­lu ­stra­ tio­nen, fer­ner 4 Kopf ­lei­sten, 4 Schmuck­in­itia­len und 3 Schluß­vi­g net­ten. – Al­les in Holz­schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Auf Chi­n a­pa­pier ge­druckt. Quart, un­be­schnit­ten (272 x 182 mm). Lang­g e­n arb­ ter nacht­blau­er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf zwi­schen dop­pel­ten Gold­f ileten or­n a­m en­tal blind­ge­präg­te Bünde, mit gold­ge­rahm­tem Rücken­t i­tel und or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­tem Gold­f ileten­rah­m en in den üb­ ri­gen Rücken­k ompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, zwei ver­schie­de­n en ein­ge­bun­de­nen il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlä­gen (inkl. Um ­schlag­r ücken) so­wie nach­ge­bun­de­n em Lie­fe­r ungs­ um ­schlag, auf dem flie­gen­d en Vor­satz ver­so si­g niert „Mer­ci­er Sr de Cuzin“ (Kan­ten berie­ben). Ei­nes der sehr ra ­r en zwei­sei­t ig be­d ruck­t en Ex­em­pla ­r e auf „gro­ßem“ Chi­n a­pa­pier, mit drei ein­ge­bun­de­nen Um­schlä ­gen Nur eine klei­ne Zahl von Ex­em­pla­r en die­ser er­sten Aus­g a ­be mit den Il­lu­stra­t io­nen Tony Johan­nots er­ schien auf Chi­n a­pa­pier: Nach dem von Vica­ire zi­ tier ­t en Ka­t a ­log der Librairie Rouquette [Nr. 9, 1875] wa­ren es le­d ig­lich 25. Vica­ire und auch Brivois kann­t en nur ein­sei­t ig be­d ruck­t e Ex­em­pla ­r e, erst Car­t er­et ver­w ies dar­auf, daß es auch eine zwei­sei­ tig be­d ruck­t e Va ­r i­a n­t e gibt – die­se, an­schei­nend noch sel­t e­ne­r e, liegt hier vor.

Ein­g e­bun­den ist nicht nur der in Schwarz und Braun be­d ruck­t e il­lu­strier ­t e Ori­g i­n al-Um­s chlag auf gel­bem Pa­pier, son­dern auch eine Re­pro­duk­t i­ on aus dem Fol­ge­jahr auf wei­ßem Pa­pier, die in Blau und Gold be­d ruckt ist. Wie­der­u m kann­te Vica­ire nur die er­ste der bei­den Va ­r i­a n­t en. Die me­d ail­lon­ ar ­t i­gen Ab­bil­dun­gen mit den Por ­t raits der Manon Lescaut (vorn) und des Che­va­lier des Grieux (hin­ ten) wie­der­ho­len zwei Text ­holz­schnit ­t e [S. 24 bzw. 107]. Die Rei­he der Um­schlä­ge wird kom­plet­tiert durch den nach­ge­bun­de­nen Um­schlag zu Lie­fe­r ung 3 (von Hand nu­me­r iert) auf ro­s a ­far­b e­nem Pa­pier. Die­ser ist il­lu­striert mit der Ti­t el­a b­bil­dung (eine Wie­der­ho­lung von S. 231), die bei­de Prot ­a go­n i­sten ver­eint in trau­t er, aber trau ­r i­ger Zwei­sam ­keit zeigt. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel das far­big il­lu­strier­ te Ex ­l i­bris von An­t oine Vau­t ier (des­sen Ka­t a ­log I, 1971, Nr. 140: frs. 3.500), dar­ü ber das gold­ge­präg­ te Le­der­ex ­l i­bris von Hen­r i Bon­n as­se (des­sen Ka­t a­ log II , 1982, Nr. 74: frs. 12.500), dar­u n­t er das Mo­ no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh ­m ann.

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Das Exemplar von Jules Ja nin auf zweiseitig bedrucktem Chinapapier 514 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz auf Velinpapier, 2 illu strier te Zwischentitel in Gold druck auf Velinpapier; 18 Tafeln auf Chinapapier, auf ka schiert auf Velinpapier, 1 Titelillustration und 64 Text illu strationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnet ten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart, nahezu unbe schnit ten (262 x 162 mm). Grobgenarbter ocker farbener Maroquinband der Zeit auf fünf von Blindfileten ein gefaßte und ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in gold gerahmter nachtblauer Maroquineinla ge sowie symmetri scher or namentaler Vergoldung in fet tem und ma gerem Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, die Deckel mit doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, dar in vier facher Goldfiletenrahmen, dar in Eckfleurons, mit dreifachen Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt, am Fuß si gniert „Bauzonnet-Trautz“ ,

in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit Lederkanten (streckenwei se gering braunfleckig). Weiteres zwei seitig bedruck tes Exemplar auf Chi napapier, aus dem Besitz von Jules Ja nin, im zeit genössi schen Ma roquin band von Bauz onnetTrautz Dies ist das per sön liche Exemplar des Ver fas sers der dem Roman vor an gestellten Not ice hi storique sur l’auteur, des Schrift stel lers Jules Ja nin (1804 –1874). Dieser sicher te sich ei nes der ganz weni gen doppelseitig bedruck ten Exempla re auf Chi napapier, deren Exi stenz Vica ire und Brivois un bekannt war. Ja nin ließ das Buch un mitt tel bar nach Er schei nen in ei nen prächti gen ocker farbenen Ma roquin band von „Bauz onnet-Trautz“ fassen, diese si gnier ten in dieser Form nur in den Jah ren 1840 –1851 [vgl. Culot 462 f.; Fléty 19; Ramsden 26]. Provenienz: Auf dem Spiegel Ex li bris von Jules Janin [vgl. Poidebard 310], dessen Auk tion 1877, Nr. 675: frs. 75, an Adolphe Labit te. – Jules Le Petit, dessen Auk tion II , 1918, Nr. 2498, frs: 720. – Monogrammschildchen „awf “ von Adri an Flüh mann.

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Exemplar auf Chinapapier in einseitigem Druck aus dem Besitz von Beraldi, Meeûs, Esmerian u. a. 515 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz auf Velinpapier, 2 illu strier te Zwischentitel in Gold druck auf Velinpapier; 18 Tafeln auf Chinapapier, auf ka schiert auf grau es Chinapapier, 1 Titelillu strati on und 64 Text illu strationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnetten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S., jeweils in Blatt zählung – S. 184 am Ende von Teil I entfallen, da leer. – Auf Chinapapier, ein seitig bedruckt. Quart, fast unbe schnit ten (265 x 160 mm). Grobgenarbter weinroter Maroquinband der Zeit auf fünf von Blindfileten ein gefaßte und von Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in Goldfiletenrahmen und reicher floral-or namentaler Vergol dung in doppelten Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit dreifachem Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, doppelten Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen, ein gebundenem gelben Ori ginal-Um schlag und Kopfgold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „R. Petit“ , in Leinen schuber (S. 89 verbun den). Ein ein seitig bedruck tes Exemplar auf Chi napapier, aus berühmten Samm lun gen Laut Kata log 9 der Librairie Rouquette von 1875 erschienen nur 25 ein seitig bedruck te Exempla re auf Chi napapier [vgl. Vica ire] – dies ist ei nes davon, und sei ner Selten heit ent spricht die Provenienz durchgehend aus berühmten privaten Samm lun gen. Als Besit zer nachweisbar sind Abel Giraudeau, der Pari ser Tri bu nalprä sident Jean Baptiste Er nest Daguin (1818 –1892), Hen ri Beraldi, Lau rent Meeûs, Georges Lainé und Raphaël Esmerian – die letz ten vier ver sa hen das Buch mit ih rem Ex li bris. Beraldi machte in Estampes et livres auf ty pographische Abweichun gen die ser Exempla re ge genüber den zwei seitig bedruck ten auf merk sam und äu ßerte bei dieser Gelegen heit die Mei nung, ein Buch auf Chi napapier, das nur ein seitig bedruckt ist, sei „absur de“ [Beraldi, Estampes 192] – viel leicht, weil die durch das dün ne Papier er möglichte Verschlankung des Buch blocks so wieder ‚kompen siert‘ wird. Bei ei nem Band mitt lerer Dicke wie die sem ist dies frei lich kein ent scheidender Fak tor. Jeden falls ist

die ses wunderba re Exemplar, das Beraldi auf der Da guin-Auk tion er warb, ein schla gendes Bei spiel für bi bliophi le Schi zophrenie. Das Exemplar hat zwei Zu ga ben: Es ent hält den in Schwarz und Braun bedruck ten il lu strier ten Ori ginal-Um schlag auf gel bem Papier sowie das sehr seltene Blätt chen Avis au Brocheur auf blauem Papier. Der schöne Ma roquin band mit reicher Rückenvergoldung von Petit stammt aus der Zeit um 1850. Provenienz: Abel Giraudeau, des sen Auk tion am 25.4.1898, Nr. 350: frs. or 350 [vgl. Vica ire]. – Er nest Da guin (1818 –1892), Tri bu nalprä sident von Pa ris, dessen Auk tion I, 1904, Nr. 165: frs. or 470 (zitiert bei Car ter et). – Hen ri Beraldi, Bibliothèque Henri Beraldi 1934, Nr. 386: frs. 4.100. – Lau rent Meeûs, Wittock, La bibliothèque de Lau rent Meeûs, 1982, Nr. 437. – Georges Lainé, dessen Auk tion 1962, Nr. 25: frs. 5.350. – Raphaël Esmerian, dessen Auk tion IV, 1973, Nr. 98: frs. 11.000. – Die Ex li bris der vier letzt genannten auf vor derem Vor satz. – Sam Clapp (dessen Auk tion Chri stie’s, Pa ris, 2002, Nr. 643).

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Exemplar auf Chinapapier in einseitigem Druck – aus dem Besitz von Villebœuf und Duché 516 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz auf Velinpapier, 2 illu strier te Zwischentitel in Gold druck auf Velinpapier; 18 Tafeln auf Chinapapier, auf ka schiert auf Chinapapier, 1 Titelillustration (Wiederholung von S. 231) und 64 Text illu strationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnet ten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., XII S., VII S. in Blatt zählung, 1 leeres Bl., 344 S. in Blatt zählung – Auf Chinapapier, ein seitig bedruckt. Quart, kaum be schnit ten (271 x 157 mm.) Langgenarbter dunkelblau er Maroquinband auf fünf zwi schen doppelten Goldfileten or namen tal blind gepräg te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel und floral-or namentaler Vergoldung in den übri gen Rückenkompartim enten, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, ein solcher auch auf den Deckeln, dar in gold gepräg tes Rahmenwerk mit großen Rocaille-Fleurons, mit goldenem Flechtband auf den Stehkanten, breiten goldgepräg ten Bordüren auf den Innenkanten, Doublüren und Vorsät zen aus grau grünem Moiré seidenpapier sowie Kopfgold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Mercier Sr de Cuzin“ , in mit Velours ausge schla genem Pappschuber mit Lederkanten (Schuber berieben, Papier minimal braunfleckig). Ein weiteres ein seitig bedruck tes Exemplar auf Chi napapier, aus berühmten Samm lun gen Dies ist ein weiteres von nur 25 ein seitig bedruck ten Exempla ren auf Chi napapier [vgl. Vica ire], gleichfalls mit her ausra gender Provenienz, wie die goldgepräg ten Ex li bris von Paul Villebœuf und Pierre Duché ver melden. Der elegante, dekorativ ver goldete und wie neu erhaltene Mei ster ein band stammt von Émile Mer cier (1855 –1910). Provenienz: Auf dem Spiegel das gold gepräg te verschlun gene Monogramm „ PV “ von Paul Villebœuf, auf ei nem Vorblatt dessen gold gepräg tes Ex li bris (jedoch nicht in dessen Auk tion 1963), dar unter das von Pierre Duché (Auk tion II , 1972, Nr. 108: frs. 5.000).

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Ex­em­plar auf ein­sei­t ig be­druck­t em Chi­na­pa­pier aus dem Be­sitz von Des­c amps-Scrive und An­dré Tissot-Du­pont 517 Prév­o st [d’Exil­e s, An­t oine-Fran­ç ois] Abbé. Histo­ire de Manon Lescaut et du Che­va­lier des Grieux. Edi­ti­on illustrée par Tony Johan­n ot, précédée d’une not­ice hi­storique sur l’au­teur par Jules Ja­nin. Pa­r is, Er­nest Bour­din et Cie, [1839]. Ge­tön­tes Front­i spiz auf Ve­lin­pa­pier, 2 il­lu ­strier­te Zwi­ schen­t i­tel in Gold­druck auf Ve­lin­pa­pier (der zwei­te im­ pli­zit in der Pa­g i­nie­r ung ent­hal­ten); 18 Ta­feln auf Chi­na­ pa­pier, auf­k a­schiert auf Chi­n a­pa­pier, 1 Ti­tel­il­lu ­stra­t i­on ( Wie­der­h o­lung von S. 231) und 64 Text­il­lu ­stra­t io­n en, fer­ner 4 Kopf­lei­sten, 4 Schmuck­in­itia­len und 3 Schluß­ vi­g net­ten. – Al­les in Holz­schnitt. 2 Bl., VII S., XII, S. in Blatt­zäh­lung, 344 S. in Blatt­zäh­lung – S. 184 am Ende von Teil I ent­fal­len, da leer. – Auf Chi­n a­pa­pier, ein ­sei­ tig be­druckt. Quart, seit­lich un­be­schnit­ten (267 x 162 mm). Grob­ge­ narb­ter ro­ter Ma­r o­quin­band der Zeit auf fünf mit Gold­ fileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und floral-or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­ten Gold­ fileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, mit fet­tem und zwei ma­ge­ren Gold­f ileten­rah­m en auf den Deckeln, dop­pel­ten Gold­f ileten auf den Steh­k an­ ten, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­nen­k an­ten, mar­m o­r ier­ ten Vor­sät­zen so­wie Kopf­g old ­schnitt, auf dem Spie­gel si­g niert „R. Pe­t it“ . Ein drit ­t es ein­sei­t ig be­d ruck­t es Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier, aus be­r ühm­t en Samm ­lun­gen Die­ses – un­ser drit­t es – Ex­em­plar auf ein­sei­t ig be­ druck­t em Chi­n a­pa­pier [vgl. Vica ­i re] si­cher ­t en sich René-Des­c amps-Scrive und An­d ré Tissot-Du­pont. Wie das gleich­falls ein­sei­t ig be­d ruck­t e Ex­em­plar von Giraudeau, Beraldi, Meeûs und Es­me­r ian in die­ser Samm ­lung wur­de es zeit ­ge­nös­sisch von Pe­ tit ge­bun­den; die Ein­bän­de sind ähn­l ich, aber kei­ nes­wegs iden­t isch. Pro­ve­n i­enz: René Des­c amps-Scrive, des­sen gold­ ge­präg ­t es Ex ­l i­bris ver­so flie­gen­dem Vor­s atz (des­ sen Auk­t i­on II , 1925, Nr. 166: frs. 1.900). – An­d ré Tissot-Du­pont (des­sen Auk­t i­on 2016, Nr. 454).

– 1640 –


Mit 152 Ori­g i­nal­zeich­nun­gen von Sir John Ten­n iel 518 Punch’s Pocket Book. For 1844 [ – ] 1879. [Und:] A. D. 1880 [ – ] 1881. Co­ntaining ruled pages for cash accounts and me­m o­ran­da for ev­ery day in the year; An Al­m a­n ack; and a variety of useful and valuable bus­iness in­for­m a­t i­on. […] In two parts. [Ab 1872 mit ver­än­der­tem Un­ter­t i­tel]. 38 Bde. Lon­don, Punch Of­f ice, [1843] – 1880. 38 je zwei­m al ge­fal­te­te, hand­ko­lo­r ier­te Front­i spize, 38 Holz­schnitt-Ti­tel (da­von 37 far­big il­lu ­striert), 113 Ta­feln zu Part I (da­von 16 – in Jg. 1880 und 1881 – in brau­nem Druck), 228 (= 38 x 6) Ta­feln zu Part II (da­von 30 – in Jg. 1844 bis 1848 – in Stahl­stich, 6 – in Jg. 1849 – ge­tönt), zahl­rei­che Holz­schnit­te und Ta­bel­len im Text; zu ­sätz­lich 57 ori­g i­n a­le Vor­zeich­nun­gen zu den Ta­feln von Part II (da­von 4 Va­r i­an­ten des­sel­ben Mo­t ivs), 95 ori­g i­n a­le Vor­ zeich­nun­gen zu Text­ab­bil­dun­gen (da­von 19 Va­r i­an­ten des­sel­ben Mo­t ivs), sämt­lich von John Ten­niel, in Blei­stift und mon­t iert. Zu ­sam­m en 55 un­ge­zähl­te Bl. (Ti­tel, In­h alt etc., da­von 2 – in Jg. 1849 – ge­tönt), etwa 7450 S. Duo­dez (ca. 105 x 87 mm). Grob­ge­n arb­te wein­r o­te Ma­ ro­quin­bän­de auf je fünf point­illé­ver­zier­te Bünde, mit Rücken­t i­teln, dop­pel­ten Fi­let­en- und ein­fa­chen Point ­illé­ rah­m en mit Eckfleurons auf Deckeln und in den Rücken­ kompartim­en­ten, dop­pel­ten Fi­let­en auf den Steh- und brei­ten Dent­el­le­bor­dü­ren auf den In­nen­k an­ten, al­les in Gold­prä­g ung, mit tür­ki­sen Bunt­pa­pier­vor­sät­z en und Ganz­g old­schnitt, auf den Spie­geln si­g niert „Bound by Riviere & Son“ , zu­sam­m en in ei­ner mit wein­r o­tem Ma­ ro­quin be­zo­ge­n en Holz­k as­set ­te mit Gold­f ileten­rah­m en auf dem Deckel, zwei Mes­sing­ver­schlüs­sen, ge­pol­ster­tem In­nen­deckel und 2 mit grü­ner Moi­ré­sei­de be­zo­ge­nen Fä­ chern (11 Jahr­gän­ge mit teils ge­le­gent­li­chen, teils durch­ ge­hen­den Ka­len­der-Ein­t ra­g un­gen in Blei bzw. Tin­te, Jg. 1858: 3 Bl. un­ten mit Ein­r iß und Knit­ter­spu­ren, Jg. 1864: 1 Bl. oben mit klei­nem Rand­aus­r iß; Kan­ten der Kas­set­ te et­was beschabt). Mit 152 ori­g i­n a ­len Blei­stift­z eich­nun­gen von Sir John Ten­n iel Nach dem fran­z ö­si­schen Vor­bild Le Charivari grün­ de­te der bri­ti­sche Ver­le­ger Mark Lemon im Jahr 1841 das sa­t i­r i­s che Wo­chen ­m a­g a ­z in Punch (zu­ nächst mit dem Un­t er ­t i­t el The Lon­don Charivari), des­sen Ti­t el ­fi ­g ur die gro­t es­ke Ma ­r io­net ­t e des Mr. Punch dar­stell­te und das zum „chief vehicle“ des „new middle-class humour“ [Houfe 77] avan­cier­ te. Ab 1842 er­schien als Jah­r es­band Punch’s Al­m a­ nack, ein Jahr spä­t er wur­de Punch’s Pocket Book ins Le­b en ge­r u­fen, das gleich­falls jähr­l ich er­schien.

– 1645 –


Mit Aus­n ah ­me der kaum auf ­fi nd­ba ­r en er­sten Num­ mer liegt hier die kom­plet­te Rei­he von 38 Bän­den der Jahr­g än­ge 1844 bis 1881 in sel­t en an­z u­t ref­fen­ der Ge­schlos­sen­heit vor. Da­n ach ging das Pocket Book im Al­m a­n ack auf. In kom­pak­te­r er Form als der Al­m a­n ack bie­ten die hand­li­chen Bänd­chen im er­sten Teil Na­men und Nach­r ich­ten aus Po­li­tik und Wirt­schaft, ein Ka­ len­d a­r i­u m und freie Sei­t en für Kas­sen- und Ta­ge­ buch­ein­t rä­ge; im zwei­t en Teil in An­leh­nung an den Punch eine Aus­wahl von Kurz­ge­schich­t en, Ge­d ich­ ten und Car­toons – die­ser Be­g riff für ko­m i­sche oder sa­t i­r i­sche Zeich­nun­gen wur­de vom Punch selbst ge­ prägt. Lay­out und Um­fang von Punch’s Pocket Book blie­ben über fast vier Jahr­z ehn­t e weit ­ge­hend un­ver­ä n­dert: Ein Jahr­g ang um­faßt in der Re­gel 192 Sei­t en, wo­ bei das auf stär­ke­r em Pa­pier ge­d ruck­te er­ste Blatt bei­der Tei ­le (mit Ti­t el bzw. In ­h alts­ver ­z eich ­n is) ab 1849 meist nicht mit ­ge­z ählt wird. Aus­n ahms­wei­se be­g innt im Jahr­g ang 1868 die Sei­ten­z äh­lung mit [9] (so kom­plett!); der Jahr­g ang 1872 hat nur 176 S.; in den letz­t en Jah­r en steigt der Um­fang auf 208 (1877 –1879) bzw. 256 S. (1880 [recte: 260] – 1881). Die Il­lu­stra­t i­on spielt eine emi­nent wich­t i­ge Rol­ le. Alle Jahr­g än­ge wer­den er­öff­net von ei­nem zwei­ mal ge­fal­t e­t en hand­ko­lo­r ier ­t en Front ­ispiz mit ei­ner viel ­fi g ­u ri­gen hu ­mo­r i­sti­schen Dar­stel­lung ak­t u­el­ler ge­sell­schaft ­l i­cher Mo­den und Ma ­r ot ­t en; auch der far­big il­lu­strier ­t e Ti­t el ge­gen­ü ber, der den ha ­ken­ nasi­gen Mr. Punch gern mit ei­nem Ex­em­plar des Pocket Book zeigt, nimmt häu­fi g dar­auf Be­z ug. In den Text ein­ge­streut fin­den sich zahl­r ei­che Holz­ schnit­te; ab Jahr­g ang 1868 (mit Aus­n ah­me von Jahr­g ang 1870) wer­den die ganz­sei­t i­gen Ab­bil­dun­ gen in Part I auf acht bis zehn (1869: 6) Ta­feln ge­ druckt. Part II be­sitzt re­gel­m ä ­ßig sechs Ta ­feln (1844 bis 1848 in Stahl­stich, da­n ach in Holz­schnitt). In den häu ­fi g an­z u­t ref ­fen­den Tier-Mensch-Kom ­bi­n a­ tio­nen läßt sich mit Grandville wie­der­u m ein fran­ zö­si­sches Vor­bild nam ­h aft ma­chen. Be­deu­t en­de Künst ­ler wa ­r en für das Pocket Book tä­ tig. John Lee­ch (1817 –1864), be­r ühmt etwa als Il­ lu­stra­tor von Charles Dickens‘ A Christ ­m as Ca­r ol (1843), war bis zu sei­nem Tod der be­deu­tend­ste Bei­t rä­ger, für kur­z e Zeit un­t er­stützt von Ri­chard Doyle (1849 –1851) und Hab­ lot Knight Browne (1850), so­w ie erst­m als 1850 von John Ten­n iel (1820 –1914), der ab 1852 re­gel­m ä­ßi­ger und ab 1864 haupt ­ver ­a nt ­wort ­l i­cher Mit ­a r­b ei­t er wur­de. Ne­b en ihm wirk­t en Charles Keene (ab 1865), zu­vor be­r eits

– 1647 –


lan­ge „the best of all Punch ar­t ist“ [Muir 112], der u. a. die Front­i spize der Jah­r e 1865 bis 1881 zeich­ne­ te [vgl. ebd. 119], Charles H. Ben­nett (1866 –1867), Ge­orge Du Mau­r ier (1868), Linely Sambo­u r­ne (ab 1869) und an­de­r e. Sir John Ten­n iel, der sich durch ei­nen „clear, forceful, and dignified style“ [De Maré 145] aus­z eich­net, er­l ang ­t e Be­r ühmt ­heit ins­be­son­de­r e durch sei­ne Il­ lu­stra­t io­nen zu Lewis Ca ­r r­olls Ali­c e’s Ad­ven­t u­res in Won­der­l and (1865) and Through the Looking-glass and What Ali­c e Found There (1872). Eine sei­ner be­ kann­t e­sten Ka ­r i­k a­t u ­r en war Dropping the Pi­lot (Der Lot­se geht von Bord) zur Ent­las­sung Otto von Bis­ marcks als Reichs­k anz­ler (1890). In Punch’s Pocket Book ist er zu­gleich der ge­w ich­t ig­ste Bei­t rä­ger, was den Samm ­ler un­se­r er Rei­he zu be­son­de­r em Ehr­geiz sporn­t e: Er ver­ein­t e in den vor­l ie­gen­den Bän­den nicht we­n i­ger als 152 von rund 250 ori­g i­n a­len Blei­ stift-Vor­z eich­nun­gen Tenniels zu Text­a b­bil­dun­gen und Ta­feln, da­von 23 in an­de­r em Zu­stand, so daß sich mit ­u n­t er drei Va ­r i­a n­t en – Skiz­z e, ge­n aue Vor­ zeich­nung, Druck – ver­glei­chen las­sen. Sie wur­den auf ge­wöhn­l i­chem und Paus­pa­pier aus­ge­f ührt, auf Ve­l in­pa­pier mon­t iert und an ent­spre­chen­der Stel­ le ein­ge­bun­den. Der Erst ­b e­sit­z er zu ­m in­dest ei­n i­g er Bän­de ging noch prag ­m a­t isch mit den prak­t i­schen Pocket Books um: In elf frü­hen Jahr­g än­gen (bis 1861) so­w ie in Jahr­g ang 1879 fin­den sich auf den da­für vor­ge­se­ he­nen Sei­t en mal we­n i­ge, mal durch­ge­hen­de Ein­ trä­ge mit Blei­stift und brau­ner Tin­te – auch die­se zeit ­ge­nös­si­schen ‚Ori­g i ­n a ­le‘ sind je­doch nicht un­ be­d ingt als Män­gel, son­dern als ad­äqua­t e, evtl. so­ gar all­t ags­ge­schicht ­l ich in­t er­es­sie­r en­de Ge­brauchs­ spu ­r en zu be­wer ­t en. Zu ver­mu­t en ist in­des, daß die an sich un­er­hört sel­ te­ne kom­plet ­t e Kol­lek­t i­on ei­gens für die Ori­g i­n a ­le von John Ten­n iel zu­sam ­men­ge­stellt wur­de: Denn auf den ein­heit­l ich von Rivière in Ma­r o­q uin ge­bun­ den Bän­den be­fi n­det sich bei al­len 26 Ex­em­pla ­r en, die Zeich ­nun­gen Tenniels ent ­h al­t en, re­gel ­m ä ­ßig ein ent ­spre­chen­der gold­ge­präg ­t er Ver ­merk un­t er dem Rücken­t i­t el. Auf ­be­wahrt wird die Samm ­lung in ei­ner maß­ge­fer ­t ig ­t en Kas­set ­t e, die gleich­falls mit ro­t em Ma ­r o­q uin be­z o­gen ist. Li­t e­r a­t ur: Zu Punch: vgl. Muir 100 ff.; zu Keene: vgl. EB XIII , 311; Houfe 357; Muir 113 ff.; Ray, Eng­l and, S. 118 ff.; zu Lee­c h: vgl. EB XIII , 865 f.; Houfe 367 f.; Muir 104 ff.; Ray, Eng­l and, S. 82 ff.; zu Ten­n iel: vgl. EB XXI , 938; Houfe 476; Muir 108 ff.; Ray, Eng­l and, S. 116 f.

– 1649 –


Ex­em­plar auf blau­em Pa­pier 519 Quevedo-Ville­gas, Don Fran­cis­co de. Histo­ire de Don Pablo de Ségovie, surnommé l’Ave­nturier Bus­ con. Traduite de l’Es­pagnol et an­no­tée par A. Ger­m ond de Lavigne. Précédée d’une Lettre de M. Charles Nodier. Vi­g net­tes de Hen­r i Emy, gravées par A. Baulant. Pa­r is, Charles War­ée, 1843. Front­i spiz in Holz­schnitt, ca. 30 Text­il­lu ­stra­t ionen so­wie zahl­r ei­c he Schmuck­l ei­s ten, In­i tia­l en und Vi­g net­ten in Holz­schnitt. XXXI S., 400 S. – Auf blau­ em Pa­pier ge­druckt. Quart, un­be­schnit­ten (255 x 190 mm). Mo­d er­n er hell­ brau­ner Halb­m a­r o­quin­band, mit Ti­tel und sie­ben dop­ pel­ten Quer­f ileten in Gold­prä­g ung auf dem glat­ten Rüc­ ken und mit hell­blau­en Büt­ten­pa­pier­vor­sät­zen. Ex­em­plar auf blau­em Pa­pier, ei­nes von 50 Ex­em­pla ­r en auf far­bi­gem Pa­pier Der Schel­men­r o­m an des Fran­c is­c o de Quevedo (1580 –1645) in der Tra­d i­t i­on des Lazarillo de Tor­m es und Guzmán de Al­fa­ra­che er­schien zu­erst 1626 und ist ein Haupt­werk der Gat­t ung. Der aus der nied­r ig­ sten Ge­sell­schafts­schicht stam ­men­de Prot ­a go­n ist ist „frei von Vor­u r­t ei­len und auch von per­sön­l i­cher Tra­g ik“ und wird vom Au­tor „als kri­t i­scher Be­ob­ ach­t er des trü­ge­r i­schen Welt ­ge­t rie­bes oder als Bei­ spiel des von der Welt be­t ro­ge­nen Be­t rü­gers“ dar­ge­ stellt. Im Ver­gleich mit sei­nen Vor­läu­fern „scheint Quevedo die Sa­t i­r e zum Selbst­z weck ge­stei­gert zu ha ­ben“. In die­ser spe­z i ­fi sch li­t e­r a ­r i­schen Qua ­l i­t ät liegt die Stär­ke des Ro­m ans, der bis heu­t e „nichts von dem Zau­ber sei­nes ma ­k ab­r en Hu ­mors, sei­ner bit ­t e­r en Iro­n ie, sei­ner bos­h af ­t en Ka ­r i­k a­t ur und nichts von der Fri­sche und Pägnanz der ‚kon­z ept­ is­t i­schen‘ Wort ­spie­le ein­ge­büßt“ [K NLL XIII , 821] hat. Queve­dos Sprach­k unst, „mit der in Wett­be­werb zu tre­t en nie­m and wa­gen konn­t e, be­wahr ­t e das Werk vor Fort­set­z un­gen aus un­be­r u­fe­ner Hand […]. Wohl aber fan­den sich im­mer wie­der Über­set­z er, die die schwie­r i­g e Vor­l a ­g e zu mei­stern such­t en“ [ebd.]. Ei­ner von ih­nen war Léo­pold Al­f red Ga­bri­el Ger­ mond de Lavigne (1812 –1891) – für ihn war Spa­n i­en das Land „qu’il af­fe­ctionnait part­iculièrement et où il se ren­d ait sou­vent“ [DBF XV, 1343]; er pu­bli­z ier ­t e auch zahl ­r ei­che kul­t ur­h i­sto­r i­sche Bü­cher dar ­ü ber, „dont certa­i ns ont co­n nu un grand succès“ [ebd.]. Hier nun liegt die er­ste Aus­g a­be sei­ner QuevedoÜber­set­z ung vor, mit ei­nem lan­gen Brief an und

ei­ner kür­z e­r en Ant ­wort von dem ro­m an­t i­s chen Schrift­stel­ler Charles Nodier und rund 30 Text­il­ lu­stra­t io­nen von Hen­r i Émy. Meh­r e­r e der Schmuck­ lei­sten und -vi­g net­ten aus die­sem Buch ver­wand­ te Mau­r ice Es­c offier in sei­ner Bi­blio­g ra­phie Le t i­ t el, mouvement ro­m an­t ique [vgl. dort den Vor­ S. XVII , XIX , XXXI etc.] Dem Ver­l ags­pro­spekt ent­n ahm Vica­i re, daß 50 Ex­ em­pla ­r e auf far­bi­gem Pa­pier ge­d ruckt und zu ei­nem Preis von 12 Francs ver­k auft wur­den; er selbst sah Ex­em­pla­r e auf blau­em und grü­nem Pa­pier. Das uns­ ri­ge auf blau­em Pa­pier ist be­son­ders breit ­r an­d ig, da un­be­schnit­t en. Li­t e­r a­t ur: Brivois 344; Car ­t er­et III , 508; DBF XV, 1344 (Ger­ mond de Lavigne); Es­c offier 1583; Oster­w al­der 343; Quér­a rd/ Bourque­lot V I 105; San­der 582; Vica­i re V I , 898 f.

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Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier, so nur in zwei Ex­em­pla­r en be­k annt 520 Quevedo-Ville­gas, Don Fran­cis­co de. Histo­ire de Don Pablo de Ségovie, surnommé l’Ave­nturier Bus­ con. Traduite de l’Es­pagnol et an­no­tée par A. Ger­m ond de Lavigne. Précédée d’une Lettre de M. Charles Nodier. Vi­g net­tes de Hen­r i Emy, gravées par A. Baulant. Pa­r is, Charles War­ée, 1843. Front­i spiz in Holz­schnitt, etwa 30 Text­il­lu ­stra­t io­nen so­ wie zahl­rei­che Schmuck­lei­sten, In­itia­len und Vi­g net­ten in Holz­schnitt. XXXI S., 400 S. – Auf Chi­n a­pa­pier ge­ druckt. Ok­tav (204 x 132 mm). Grü­ner Saf­f i­an­band der Zeit auf vier mit je drei Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ ge­präg­tem Rücken­t i­tel und Ka ­sten­ver­g ol­dung in den Rücken­fel­dern, auf den Deckeln ein­fa­cher, dop­pel­ter, acht­fa­cher und ein­fa­cher Gold­f ileten­rah­m en, Gold­f i­ lete auf den Steh­k an­ten, fet­te und drei ma­ge­re Gold­ fileten auf den In­nen­k an­ten, mit mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen und Ganz­g old­schnitt, ge­bun­den wohl von An­toine

Bauz­onnet (3 Bl. mit klei­nem Rand­ab­r iß ohne Text­ver­ lust, S. 271 – 283 und 393 – 400 ge­bräunt). Dem Pro­ spekt zu die­ s er er­ s ten Aus­ g a­ b e der Quevedo-Über­set­z ung von A. Ger­mond de Laville ent ­n ahm Vica ­i re, daß 50 Ex­em­pla ­r e auf far­bi­gem Pa­pier ge­d ruckt wur­den – doch we­der er noch an­ de­r e Bi­blio­g ra­phen be­s a ­ßen Kennt ­n is von Ex­em­ pla ­r en auf Chi­n a­pa­pier, wie dem un­se­r en. Le­d ig­l ich San­der und Car ­t er­et er ­w äh­nen ein und das­sel­b e „ex­empl. s. chine, peut-être uni­q ue, 1260 fr.“ [San­ der] aus der Auk­ti­on „Fould et Rat­tier“ [Car­ter­et, das spä­t er im Be­sitz von Paul Villebœuf war, sie­he sei­ne Auk­ti­on 1963, Nr. 271 (frs. 3.020)]. Der po­ pu­l ä ­r e Schel­men­r o­m an, einst ­m als der nied­r ig­sten Text ­g at ­t ung an­ge­hö­r ig, steht in die­sem von Bauz­ onnet ge­bun­de­nen Ex­em­plar mit ei­nem Mal als ein kost­ba­r es Uni­k um da – nicht an­ders als sein Held Don Pablo de Ségovie, surnommé l’Ave­nturier Bus­c on.

– 1654 –


Mit dem sehr sel­t e­nen Ori­g i­nal-Um­schlag 521 Ra­b e­l ais, Fran­ç ois. Œuvres de Fran­ ç ois Ra­be­lais, co­ntenant la vie de Gar­gantua et cel­le de Pan­ tagruel. Aug­m ent­ées de plusie­urs frag­m ents et de deux chapitres du Ve livre rest­itués d’après un man­u scrit de la Bibliothèque im­péri­ale. Précédées d’une not­ice hi­ storique sur la vie et les ouvra­ges de Ra­be­lais. Aug­ment­ée de nouveaux Documents par P. L. Ja­c ob, Bi­blio­phi­le [d. i. Paul Lacroix]. Nouv­el­le édit­ion, re­vue sur les meille­urs tex­tes et part­iculièrement sur les travaux de J. Le Duc­h at et de S. de L’Au­lnaye. Éclaircie quant à l’Or­tho­g ra­phie et à la Ponctuat­ion, et accompagnée de No­tes succinctes et d’un Glossa­ire par Lou­is Bar­ré. Illustrat­ions par Gus­tave Doré. [Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré]. Pa­r is, J. Bry ainé, 1854. Holz­schnitt-Front­ispiz, 14 Ta­feln in Holz­schnitt, 88 Text­h olz­schnit­te von Gu ­stave Doré. 1 Bl., 339 S. – In zwei­spal­t i­gem Druck, S. 316 – 339 (Glossa­ire) in drei­spal­ ti­gem Druck. Quart, kaum be­schnit­ten (297 x 205 mm). Il­lu­strier­ter, in Rot, Grün und Gold be­druck­ter Ori­g i­n al-Um­schlag, in Papp­schu­ber (Um ­schlag mit ge­r ing ­f ü­g i­gen Rand­lä ­su­ren und un­ter­legt, 2 Bl. seit­lich kurz­randig). Un­be­schnit ­t en und im Ori­g i­n al-Um­schlag Gar­gantua und Pan­t agruel von Fran­ ç ois Ra­ b e­ lais (1494 –1553), zu­erst 1533 –1564 in fünf Bän­ den er­schie­nen, ist ein Stück Welt­li­te­r a­tur – die Be­deu­t ung die­ses he­t e­r o­ge­nen, gi­g an­t isch-bur­les­ ken Ro­m an­werks ist bis heu­te nicht aus­ge­schöpft: „Geist­voll und zy­n isch, vol­ler Weis­heit und Er­ kennt­n is, doch von derb­sten und gro­tes­ken Ein­ fäl­len über­deckt, schil­dert Ra ­b e­l ais Ge­burt, Le­ ben und Aben­t eu­er der drei Rie­sen­ge­ne­r a­t io­nen Grandgou­ sier, Gar­ g antua und Pan­ t agruel“ [Bil­ der ­wel­t en 66]. Da ­bei er­scheint das Werk ei­ner­seits als ein „kar ­ne­va ­l i­sti­scher ‚Rie­sen-Spaß‘ und als geist ­r eich-bur­les­ke Un­t er­h al­t ung, an­de­r er­seits als Aus­d ruck ei­ner um ­fas­sen­den Zeit ­k ri­t ik, die in ei­ ner Epo­che sich ver­schär ­fen­der Re­l i­g i­ons­k ämp­fe, lit. Zen­sur und po­l i­t i­scher Un­r u­hen nur un­t er der Mas­ke der Ko­m ik vor­ge­t ra­gen wer­den kann“ [En­ gel ­h ardt/Rol­off ]. Volks­t üm ­l i­che bzw. volks­l i­t e­r a ­r i­ sche Ele­men­t e und re­n ais­s ance­h af ­t e Le­b ens­b e­ja­ hung flie­ßen eben­so ein wie hu ­m a ­n i­sti­sche Bil­dung [vgl. Jan 68]. Nichts ist vor der sa­t i­r i­schen Fe­der Ra­ be­l ais‘ si­cher: „Selbst ge­bil­de­t er Hu ­m a ­n ist, Mönch und Arzt, gei­ßelt er scho­nungs­los und zeit­k ri­t isch Schein ­hei ­l ig­keit und ‚Dum­pfif ­fi g­keit‘ des Kle­r us, die Wort ­k lau­b e­r ei der Ju­r i­sten, die Schar­l a­t a ­ne­

rie der Ärz­te und die Aus­schrei­tun­gen der welt­ li­chen Macht und spot­tet über Papst, Kai­ser, Adel und Uni­ver­si­t ät“ [Bil­der ­wel­t en 66]. Für Ra­b e­lais ist hin­g e­g en die Na­tur die „gro­ß e Lehr ­mei­ste­r in“, und im Ge­gen­s atz zur „mit ­t el­a l­ ter­l i­chen Ab­t ö­t ung des Lei­b es“ räumt er die­sem „ei­nen eben­bür ­t i­gen Platz ne­ben dem Gei­ste“ [Jan 72] ein. Für eine idea ­le, hu ­m a ­n i­sti­sche Exi­stenz­ wei­se steht die Ab­t ei von Thélème, de­r en Ge­mein­ schafts­le­ben sich „nicht nach Sat­z un­gen, son­dern nach frei­er Wahl voll­z ieht, für die es nur eine Re­ gel gibt: Fay ce que vouldras“ [Jan 70]. Nicht die Vor­ schrif­t en von Staat und Kir­che, son­dern al­lein der „selbst ­be­w uß­t e Wil­le [kann] die Zu­k unft mei­stern“ [Haupt­wer­ke 102] – auf der Grund­la­ge ei­ner heil­ sam-hei­t e­r en, iro­n i­schen Le­b ens­weis­heit und ge­ sun­den Men­schen­ver­stan­des. Dies ist die er­ste Aus­g a­be mit den Zeich­nun­gen des erst 22jäh­r i­gen Gu­stave Doré, in der die­ser kon­ge­ ni­a l und zu­gleich „ganz frei schaf­fen“ [ebd.] konn­ te: „Sei­ne Ge­d an­ken er­gos­sen sich un­ge­hemmt in die Ro­m an­tik die­ses Wer­kes. Doré hält sich ge­ nau an die Wor­te des Dich­ters, und doch läßt er sei­ner Phan­t a­sie je­den Spiel­r aum; sei­ne Ein­bil­ dungs­k raft war un­ge­heu­er, sei­ne Auf ­fas­sungs­g a ­be noch un­ge­m in­dert frisch, sein Tem­pe­r a ­ment noch un­g e­z ü­g elt ju­g end­l ich“. Eben­so wie die Vor­l a­g e

– 1656 –


chan­g ie­r en sei­ne Bil­der zwi­schen Rea ­l is­mus und Phan­t ast­i k, Drol­l i­gem und Un­heim­l i­chem: „The­i r dark vis­ions of ca­stles, ca­t hedr­a ls, and cities cram­ med with im­pro­ba­ble tow­ers off­er the first full re­ al­izat­ion of Doré’s co­ncept­ion of the middle Ages. […] There are many quai­nt mon­sters and de­mo­n s, as well as much co­m ic vio­len­ce, both bat­t les and sin­ gle com­bats“ [Ray]. Das Werk liegt hier in ei­nem sehr schön er­h al­te­ nen, un­be­schnit ­t e­nen Ex­em­plar im drei­far­big be­ druck­t en, il­lu­strier ­t en Ori­g i­n al-Um­schlag vor. Die­ ser zeigt in dem „ca­d re très im­port­a nt im­primé en rouge et or“ [Car­t er­et] zwei rot bzw. grün ge­d ruck­ te Ab­bil­dun­gen, die dem Buch ent­nom­men sind [S. 153 und 188]. Er ist „fort rare en bon état“, weil „très fra­g i­le“ [ebd.], und wur­de dar­u m hier fach­ kun­d ig un­t er­legt. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V I , 34, Nr. 88; Bil­der­wel­t en 192 ff., Nr. 106; Brivois 346; Car ­t er­e t III , 510 f.; Dézé 52; En­g el­h ardt/Rol­off I, 95 ff. (Er­s tausg.); vgl. Guratzsch/Unverf­ehrt II , 33 – 40; vgl. Haupt­wer­ke 101 ff.; Leblanc 285 ff.; Lon­c hamp II , 381; Oster­ wal­der 321; Rahir 599; Ray II , 330, Nr. 242; Rümann 197; San­ der 583; Thieme/Becker 9, 468; Valmy-Baysse 162 ff.; Vica­ire V I , 925 f.

– 1658 –


Ma roquin band der Zeit von Dupré 522 Ra belais, François. Œuvres de Fran çois Rabelais, contenant la vie de Gargantua et celle de Pantagruel. Aug mentées de plusieurs frag ments et de deux chapitres du Ve livre rest itués d’après un manuscrit de la Bibliothèque im péri ale. Précédées d’une not ice historique sur la vie et les ouvra ges de Rabelais. Aug mentée de nouveaux Documents par P. L. Jacob, Bibliophile [d. i. Paul Lacroix]. Nouvelle édit ion, revue sur les meilleurs textes et part iculièrement sur les travaux de J. Le Duchat et de S. de L’Aulnaye. Éclaircie quant à l’Or thographie et à la Ponctuat ion, et accompagnée de Notes succinctes et d’un Glossaire par Louis Barré. Illustrat ions par Gustave Doré. [Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré]. Paris, J. Bry ainé, 1854.

chem sowie floralem schraf fier ten Einzel stempel in doppeltem Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenfeldern, mit drei doppelten Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, zwi schen den beiden äußeren Eckfleurons, zwi schen den bei den inneren Bordüre aus in ein an der ver flochtenen Gold streifen und -krei sen, mit doppelten Goldfileten auf den Steh-, breiter Dentellebordüre auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denem, illu striertem, in Rot und Grün bedrucktem Ori ginal-Um schlag sowie mit Kopfgold schnitt, auf dem Spie gel si gniert „Dupré“ (Um schlag leicht begrif fen).

Holz schnitt-Front ispiz, 14 Tafeln in Holz schnitt, 88 Textholz schnit te von Gu stave Doré. 1 Bl., 339 S. – In zwei spalti gem Druck, S. 316 – 339 (Glossaire) in drei spalti gem Druck.

Dies ist ein weiteres tadel loses Exemplar der Erstaus ga be mit den Zeich nun gen Dorés, in ei nem prächti gen zeit genössi schen Maroqin band des wenig bekannten Buch binders Dupré [vgl. Fléty 64], mit ein gebundenem il lu strier ten Ori gi nal-Umschlag, hier in der zwei farbi gen Va ri ante in rotem und grü nem Druck und in gutem Zu stand.

Quart, kaum be schnit ten (293 x 202 mm). Grobgenarbter rotbrauner Maroquinband der Zeit auf fünf point illéverzier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel im einfa-

Kaum beschnit ten und mit Ori gi nal-Um schlag in ei nem zeit genössi schen Ma roquin band von Dupré

– 1661 –


In Lie­fe­r ungs­hef­t en mit al­len Um­schlä­gen 523 Ra­b e­l ais, Fran­ç ois. Œuvres de Fran­ ç ois Ra­be­lais, co­ntenant la vie de Gar­gantua et cel­le de Pan­ tagruel. Aug­m ent­ées de plusie­urs frag­m ents et de deux chapitres du Ve livre rest­itués d’après un man­u scrit de la Bibliothèque im­péri­ale. Précédées d’une not­ice hi­ storique sur la vie et les ouvra­ges de Ra­be­lais. Aug­m ent­ ée de nouveaux Documents par P. L. Ja­c ob, Bi­blio­phi­ le [d. i. Paul Lacroix]. Nouv­el­le édit­ion, re­vue sur les meille­urs tex­tes et part­iculièrement sur les travaux de J. Le Duc­h at et de S. de L’Au­lnaye. Éclaircie quant à l’Or­ tho­g ra­phie et à la Ponctuat­ion, et accompagnée de No­ tes succinctes et d’un Glossa­ire par Lou­i s Bar­ré. Illustrat­ions par Gu ­stave Doré. [Auf den Lie­fe­r ungs­um ­schlä­ gen:] Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré. Pa­r is, J. Bry ainé, 1854. Holz­schnitt-Front­i spiz (ein­ge­bun­den im 7. Heft), 14 Ta­ feln in Holz­schnitt, 88 Text­h olz­schnit­te von Gu­stave Doré. 1 Bl. (ge­druck­te Ver­le­ger­wid­mung an Doré, ein­ ge­bun­den im 7. Heft), 339 S. – In zwei­spal­t i­gem Druck, S. 316 – 339 (Glossa­ire) in drei­spal­t i­gem Druck. Quart, un­be­schnit­ten (300 x 210 mm). Il­lu ­strier­ter, in Rot, Grün und Gold be­druck­ter Ori­g i­n al-Um ­schlag, 7 il­lu ­strier­te Lie­fe­r ungs­um ­schlä­ge, 4 auf blaß­g rü­n em, 3 auf creme­far­be­n em Pa­pier, in dun­k el­brau­n er Halb­ maroqu­inche­mi­se auf fünf fal­sche, zwi­schen Gold­f ileten or­n a­m en­tal blind­ge­präg­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in ein­fa­chem Gold­f ileten­rah­m en, die üb­r i­

gen Rücken­k ompartim­en­te mit or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­ dung in dop­pel­ten Gold­f ileten­rah­m en, in Papp­schu­ber mit dun­k el­brau­nen Ma­r o­quin­k an­ten, die­ser am Fuß si­ gniert „Mer­ci­er“ (Schu­ber et­was beschabt). Per ­fekt er­h al­t e­nes Ex­em­plar in Lie­fe­r ungs­hef ­t en mit al ­len Um­schlä ­gen, ein­schließ­l ich des ori­g i­n a­len Ge­samt­u m­schlags Das gi­g an­t i­sche Werk des gro­ßen Ra­be­l ais mit den Zeich ­nun­gen des noch weit ­ge­hend un ­b e­k ann­t en Gu­stave Doré (1832 –1883) wur­de zu ei­nem gün­ sti­gen Preis in sie­ben Ein­z el­l ie­fe­r un­gen her­aus­ge­ ge­ben. Im Ver­ein mit den im Jahr dar­auf er­schie­ ne­nen Co­ntes drôlatiques von Bal­z ac mach­te es den Il ­lu­stra­t or be­r ühmt. Das Buch liegt hier tel que paru vor, mit al­len Lie­fe­ rungs­u m­schlä­gen, die je­weils un­t er­schied­l ich ilus­ triert sind, so­w ie mit dem drei­far­big be­d ruck­ten ori­g i­n a ­len Ge­s amt ­u m­schlag mit dem „ca­d re très im­port­a nt im­primé en rouge et or“ [Car­t er­et]. Die­ se „co­u verture très fra­g i­le est fort rare en bon état“ [Car­t er­et] – hier ist sie eben­so ta­del­los er­h al­t en wie die ein­zel­nen Liv­rai­sons, ge­schützt von Che­m i­se und Schu­ber von Ge­org­es Mer­ci­er (1885 –1939). Pro­ve­n i­enz: Auf dem In­nen­deckel der Che­m i­se das il­lu­strier ­t e Ex ­l i­bris („Un au­t re mon­de“) von Claude Re­bey ­r at.

– 1662 –


Das spek­t a­ku­lär schö­ne Ex­em­plar von Hen­r i Beraldi 524 Ra­b e­l ais, Fran­ç ois. Œuvres de Fran­ ç ois Ra­be­lais, co­ntenant la vie de Gar­gantua et cel­le de Pan­ tagruel. Aug­m ent­ées de plusie­urs frag­m ents et de deux chapitres du Ve livre rest­itués d’après un man­u scrit de la Bibliothèque im­péri­ale. Précédées d’une not­ice hi­ storique sur la vie et les ouvra­ges de Ra­be­lais. Aug­ment­ée de nouveaux Document par P. L. Ja­c ob, Bi­blio­phi­le [d. i. Paul Lacroix]. Nouv­el­le édit­ion, re­vue sur les meille­urs tex­tes et part­iculièrement sur les travaux de J. Le Duc­h at et de S. de L’Au­lnaye. Éclaircie quant à l’Or­tho­g ra­phie et à la Ponctuat­ion, et accompagnée de No­tes succinctes et d’un Glossa­ire par Lou­is Bar­ré. Illustrat­ions par Gus­tave Doré. [Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré]. Pa­r is, J. Bry ainé, 1854. Holz­schnitt-Front­ispiz, 14 Ta­feln in Holz­schnitt, 88 Text­h olz­schnit­te von Gu ­stave Doré. 1 Bl., 339 S. – In zwei­spal­t i­gem Druck, S. 316 – 339 (Glossa­ire) in drei­spal­ ti­gem Druck. Quart, kaum be­schnit­ten (292 x 196 mm). Ka ­sta­ni­en­ brau­ner Ma­r o­quin­band à la jansé­ni­ste um 1900 auf fünf Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, dop­pel­ter Gold­ fi­lete auf den Steh- und blind­ge­präg­ter Bor­dü­re auf den In­nen­k an­ten, mit brau­nen, fünf­far­big mit ei­ner brei­ten flora­len Bor­dü­re in­tar­sie­r ten Ma­r o­quin­doublü­ren, Vor­ sät­ze mit rot­brau­ner Sei­de be­zo­gen, wei­te­re Vor­sät­ze aus Mar­m or­pa­pier, mit ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten, in Rot, Grün und Gold be­druck­tem Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken) und Ganz­g old ­schnitt über Témo­ins, auf dem Spie­gel si­g niert „Mer­ci­er Sr de Cuzin“ , in ka­ sta­ni­en­brau­ner Halb­m aroqu­inche­mi­se mit fünf fal­schen Bün­den und gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, in Papp­schu­ ber mit ka ­sta­ni­en­brau­n en Ma­r o­quin­k an­ten, eben­falls si­g niert „Mer­ci­er“ . Das spek­t a ­k u­l är schö­ne Ex­em­plar von Hen­r i Beraldi in ei ­nem per ­fekt er­h al­t e­nen Janse­n i­sten­ Ein ­band Dies ist das per­fekt er­h al­te­ne Ex­em­plar von Hen­ ri Beraldi in ei­nem für ihn ge­schaf­fe­nen, mu­ster­ gül­t i­g en ka ­s ta ­n i­en ­brau ­nen Janse­n i­s ten­ein ­b and mit un­ge­wöhn­lich reich in fünf Far­ben mosai­z ier­ ten Doublü ­r en und ein­ge­bun­de­nem Ori­g i­n al-Um­ schlag von Émile Mer­ci­er (1855 –1910). Laut Eti­ kett auf dem zwei­ten Vor­satz wur­de es im Jahr 1900 auf der Welt­aus­stel­lung in Pa­r is ge­z eigt. Die­ ses Er­eig­n is nahm Beraldi zum An­l aß für eine en­ thu­sia­sti­sche Hom ­m a­ge an den Mei­ster­bin­der als „un homme d’un goût élégant et sûr, et d’une ha­ bi­le­té de main prestigieuse: Mer­ci­er qui a ob­tenu

son grand prix. En fait, il est le successeur lointain des Eve et de Le Gas­con, et le successeur im­mé­ diat de Cuzin“. Sei­ne Ein­bän­de sei­en „des joyaux scintillants, des ob­jets précieux à touch­er, et que le bi­blio­phi­le s’enorgueillit de pos­sé­der et se délecte à regar­der et à ma­n ier“ [in: L’Art à l’Ex­po­si­t i­on uni­ ver­sel­le de 1900]. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­g el in Blind­prä­g ung: „Ex libris Hen­r i Beraldi“. – Ver­so zwei­t em flie­gen­ den Vor­satz Eti­kett: „Ex­po­si­t i­on uni­ver­sel­le 1900 Mer­ci­er“. – Ka­t a ­log Bibliothèque Hen­r i Beraldi III , 1934, Nr. 393 (frs. 1.700).

– 1663 –


Mit über 100 zu­sätz­l i­chen Pro­be­drucken 525 Ra­b e­l ais, Fran­ç ois. Œuvres de Fran­ ç ois Ra­be­lais, co­ntenant la vie de Gar­gantua et cel­le de Pan­ tagruel. Aug­m ent­ées de plusie­urs frag­m ents et de deux chapitres du Ve livre rest­itués d’après un man­u scrit de la Bibliothèque im­péri­ale. Précédées d’une not­ice hi­ storique sur la vie et les ouvra­ges de Ra­be­lais. Aug­m ent­ ée de nouveaux Documents par P. L. Ja­c ob, Bi­blio­phi­ le [d. i. Paul Lacroix]. Nouv­el­le édit­ion, re­vue sur les meille­urs tex­tes et part­iculièrement sur les travaux de J. Le Duc­h at et de S. de L’Au­lnaye. Éclaircie quant à l’Or­ tho­g ra­phie et à la Ponctuat­ion, et accompagnée de No­tes succinctes et d’un Glossa­ire par Lou­is Bar­ré. Illustrat­ ions par Gu ­stave Doré. [Auf den Lie­fe­r ungs­um ­schlä­gen:] Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré. Pa­ ris, J. Bry ainé, 1854. Holz­schnitt-Front­ispiz, 14 Ta­feln in Holz­schnitt, 88 Text­h olz­schnit­te; von Gu ­stave Doré zu ­sätz­lich 103 Pro­be­drucke in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf Kar­ton. 1 Bl., 339 S. – In zwei­spal­ti­gem Druck, S. 316 – 339 (Glossa­ire) in drei­spal­t i­gem Druck. Quart, kaum un­be­schnit­ten (292 x 203 mm). Ro­ter Halb­ ma­r o­quin­band der Zeit auf fünf mit Gold­f ileten ver­zier­ te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in ein­fa­chem und de­li­k a­ter or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­tem Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­ en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, sie­ben nach­ge­bun­de­nen Lie­fe­r ungs­um ­schlä­ gen und Kopf­g old ­schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­ gniert „Allô“ (Ein­band mit Kratz­spu­ren, klei­n er Ein­ riß am Kopf, Schnitt braun­sprenk­lig, Pa­pier ge­bräunt, Pro­be­drucke leicht braun­f leckig, 1 Lie­fe­r ungs­um ­schlag mit er­setz­ter Eck­fehl­stel­le und ge­r in­gem Wort­ver­lust).

Mit 103 Pro­be­d rucken zu Dorés Holz­schnit­t en und al ­len Lie­fe­r ungs­u m­schlä ­gen Die­s es Aus­n ah ­me-, mög­l i­cher ­wei­s e unik ­a le Ex­ em­plar des „ouv­r a­ge pop­u la­ire […] fort recherché au­jourd’hui pour les puiss­a n­t es co­mposit ­ions de Gu­stave Doré“ [Car ­t er­et] ent ­h ält Pro­be­d rucke auf auf­ge­walz­t em Chi­n a­pa­pier zu al­len 15 Ta ­feln und 87 der 88 Text­holz­schnit­t e von Doré. Zwei auf ei­ner Ta ­fel wie­der­ge­ge­b e­ne Zeich ­nun­gen sind auf zwei Pro­b e­d rucke ver ­t eilt, le­d ig­l ich die schlich­t e letz­ te Text­a b­bil­dung der Ora­kel-Fla­sche ist nicht mit ei­nem Pro­be­d ruck ver ­t re­t en. Dar ­ü ber hin­aus sind dem zeit­ge­nös­sisch von Charles Allô (gest. 1875) [vgl. Devauc­hel­le 28 und 243; Fléty 10] ge­bun­de­ nen Buch alle sie­b en Lie­fe­r ungs­u m­schlä­ge nach­ ge­bun­den. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel ge­sto­che­nes Ex ­l i­bris (nach An­d ré Cot­t on) von Hen­r i Tardivi.

– 1664 –


Un beschnitten und in den Verlagsein bänden 526 Ra belais, François. Œuvres de Rabelais. Texte collationné sur les édit ions ori ginales. Avec une vie de l’au teur, des notes et un glossaire. Illustrat ions de Gu stave Doré. 2 Bde. Paris, Gar nier frères, 1873. 1 Holz schnitt-Por trait in braunem Druck, zu sammen 60 Tafeln in Holz schnitt, sämtlich mit bedruckten cremefarbenen Vorsatzblät tern; etwa 650 Textabbildun gen, etwa 240 große und 9 kleine Schmuckinitialen, alles in Holzschnitt. 2 Bl., XLI V S., 476 S. Und: 2 Bl., 496 S. – Bd. II, S. 399 – 488 (Bibliographie, Glossaire) in zwei spaltigem Druck. – Titel in Schwarz und Rot. Groß-Folio, unbe schnit ten (etwa 430 x 315 mm). Identische rote Leinenbän de des Verlags auf glat te Rücken, mit blind gepräg tem Bordürenrahmen auf den Deckeln und gold gepräg ten Illu strationen auf Rücken und Deckeln, am Fuß jeweils si gniert „Ch. Mag nier“ (gelegentlich gering braunfleckig). Die neue Pracht ausga be mit über 700 Holzschnitt-Il lu strationen Gu stave Doré hat te schon die 1854 er schienene Ra belais-Ausga be il lu striert [siehe Num mern 521525], die in weni gen Jah ren fünf Neu aufl a gen erlebte. 1868 begann er, das Thema in ei nem größeren Maßstab wieder auf zu neh men; 1873 er schien diese großfor mati ge Pracht ausga be in zwei Bänden, versehen mit Avertissement und Vie de Rabelais von L. Moland im er sten Band sowie ei ner Bibliographie der frü hen Ra belais-Ausga ben, ei nem Glossaire und Documents biographiques im zweiten Band. Aus der Edition von 1854 wur den 98 Il lu strationen über nom men, sechs ent fielen, sieben weitere stammen aus Bal zacs Contes drôlatiques. Das Gros der 60 Ta feln und rund 650 Text abbildun gen ba siert jedoch auf neuen Zeich nun gen Dorés. Ar thur Rümann er sah aus dem „Ver gleich der durch fast zwei Jahr zehnte getrennten Ausga ben […], daß in der er sten noch die gan ze Ju gend fri sche und Phantasie erhalten ist, in der zweiten sich aber ein Ma nierismus breit macht, der alle sei ne großen Werke der Spät zeit cha rak teri siert“ [Rümann]. Dem pu ri stischen Ur teil des Kriti kers wäre ent gegen zu halten, daß gerade die ma nierier te Über fül le ein Hauptcha rak teri sti kum von Ra belais Text selbst ist. Und obschon Doré sich im Lau fe der Zeit „zu neh mend ern sten Stof fen zuwandte und eine pathetische Formen sprache ent wickelte“, knüpft er hier doch unmit tel bar an die „Heiterkeit des Frühwerks“ [Guratzsch/Unverfehrt II , S. 74] an. So spricht auch

Leblanc von ei ner „suite incomparable de magnifique des sins“ [Leblanc], Car ter et von „un des plus beaux livres de Gu stave Doré“ [Car ter et], während Ray die tech ni sche Um set zung im Ver gleich mit der frü heren Edition lobt: „He fa red bet ter with his engr avers“ [Ray]. Un ser Exemplar der Standard ausga be liegt un beschnit ten im il lu strier ten gold gepräg ten Verlegerein band von Charles Mag nier (1821 –1904) vor. Literatur: Beraldi V I , 46, Nr. 160; Bilder welten 192; Brivois 346; Car ter et III , 511 f.; Dézé 72 f.; Guratzsch/Unverfehrt II , 33 – 40; Leblanc 290 ff.; Lonchamp II , 381; nicht bei Oster walder; Rahir 599; Ray II , 330; Rümann 197; Sander 584; Vica ire V I , 928; zu Mag nier: Fléty 117; Mal avieille 244.

– 1665 –


Exemplar auf Chinapapier, im Jansenisten-Ein band von Ma rius Michel für Alexandre Roudinesco 527 Ra belais, François. Œuvres de Rabelais. Texte collationné sur les édit ions ori ginales. Avec une vie de l’au teur, des notes et un glossaire. Illustrat ions de Gu stave Doré. 2 Bde. Paris, Gar nier frères, 1873. 1 Holz schnitt-Por trait in braunem Druck, zu sammen 60 Tafeln in Holz schnitt, sämtlich mit bedruckten cremefarbenen Vorsatzblät tern; etwa 650 Textabbildun gen, etwa 240 große und 9 kleine Schmuckinitialen, alles in Holzschnitt. 3 Bl., XLI V S., 476 S. Und: 2 Bl., 496 S. – Bd. II, S. 399 – 488 (Bibliographie, Glossaire) in zwei spaltigem Druck. – Titel in Schwarz und Rot. – Auf Chinapapier gedruckt. Groß-Folio, unbe schnit ten (475 x 315 mm). Rote Maroquinbän de à la janséni ste auf fünf Bünde, mit gold gepräg ten Rückentiteln, auf den Innenkanten vier Blindfiletenrahmen (der innerste fett), als Doublüren ein gelegt die gold gepräg ten Plat ten des Verlagseinbands aus rotem Perkalin (si gniert „A. Souze“), mit roten Seiden- und weiteren Mar mor papiervorsät zen, ein gebun denen, illustrier ten Ori ginal-Um schlä gen (inkl. Um schlag rücken) und Ganz gold schnitt über Témoins, auf den Spiegeln si gniert „Marius Michel“ , in mit Filz gefüt ter ten Pappschubern mit roten Maroquinkanten (Schuber etwas beschabt, 2 Kanten mit Einriß). Ei nes von 25 Exempla ren auf Chi napapier, im Janseni sten-Ein band von Ma rius Michel Ist die Pracht ausga be der Œuvres von von Ra belais 1873 oh nehin von ei nem un gleich großzü gi geren For mat als die von 1854, so sind hier die Lu xusexempla re noch mals größer als die der Nor mal ausgabe. Das vorliegende ist Nr. 17 von 25 Exempla ren auf Chi napapier. Es liegt un beschnit ten vor und kommt so auf Blatt ma ße von etwa 475 x 315 mm. Alex andre Roudinesco (1883 –1974) ließ dieses besondere Exemplar in der Werk statt Ma rius Michel auf besondere Art binden: Die äu ßerlich schlichten Jansenisten-Ein bände ha ben jeweils als Doublü ren die von Au gu ste D. Sou ze ent wor fenen gold geprägten Plat ten des Verlagsein bands aus rotem Perkalin [vgl. Mal avieille 246] sowie davon jeweils Probedrucke in Schwarz auf starkem Velinpapier, die am An fang und Ende beider Bände ein gebunden wurden, dazu die il lu strier ten Ori gi nal-Um schlä ge, die von der Nor mal ausga be stam men. Provenienz: Il lu strier tes Ex li bris von Alex andre Roudinesco ver so zweitem fl iegenden Vor satz von Band I. – Dessen Auk tion I, 1967, Nr. 111: frs. 5.500.

– 1667 –


Das ein zige Exemplar auf Per ga ment 528 Ra belais, François. Œuvres de Rabelais. Texte collationné sur les édit ions ori ginales. Avec une vie de l’au teur, des notes et un glossaire. Illustrat ions de Gu stave Doré. 2 Bde. Paris, Gar nier frères, 1873. Zu sam men 60 Tafeln in Holz schnitt, sämtlich mit bedruckten cremefarbenen Vorsatzblät tern; etwa 650 Textabbildun gen, etwa 240 große und 9 kleine Schmuckinitialen, alles in Holz schnitt. 2 weiße Bl.; 3 Bl., XLI V S., 476 S., 2 weiße Bl. Und: 2 weiße Bl., 2 Bl., 496 S.; 2 weiße Bl. – Bd. II, S. 399 – 488 (Bibliographie, Glossaire) in zwei spalti gem Druck. – Titel in Schwarz und Rot. – Auf Pergament gedruckt. Imperial-Folio, völlig unbe schnit ten (ca. 470 x 330 mm). Burgun der rote Maroquinbän de um 1900 mit reich ster Linien- und Rollenblindprä gung auf Rücken und Dekkeln, mit gold gepräg tem Rückentitel, Stehkantenvergoldung, hellroten Maroquin-Doublüren mit umlaufen dem Intarsienband aus dunklem Maroquin und elaborier ten Eckfleurons à la Renaissance in Strich-Goldprä gung, flie gen de Vor sät ze mit roter Sei de bezogen, doppelt umstochene Kapitale, si gniert „Mercier Sr. de Cuzin“ , in Halbleder-Chemi sen. Das ein zi ge Exemplar auf Per ga ment Dies ist als Per ga ment druck das gewaltig ste Werk, das seit den riesi gen Foli anten Peter Schöf fers und den Polyglott bi beln des mitt leren 16. Jahrhunderts auf dem für den Druck prekär sten und stör rischsten al ler Materia lien gewagt wur de: Der gepriesene Kelmscott-Chaucer oder Cecil St. John Horn bys Dante wirken auf Per ga ment da mit ver glichen fast wie Spiel zeug. Da bei druck te J. Claye für den Her aus geber Gar nier nur die ses eine Exemplar auf star kes,

– 1674 –


blü­t en­wei­ß es Kalbs­p er­g a ­ment, und man war so stolz auf die­ses Un­t er­neh­men, daß man die Be­zeich­ nung Ex­em­plar Uni­que nicht nur auf dem Vor­ti­tel, son­dern au­ßer­dem noch je­des­m al als Bo­gen­si­g na­ tur wie­der­hol­te! Wohl kaum ein künst­le­r isch hin­ läng­l ich ver­gleich­ba ­r es Werk auf Per­g a ­ment aus den letz­t en vier Jahr­hun­der ­t en könn­t e vom An­spruch und vom Auf­wand her ne­ben die­sem be­ste­hen. Und dazu die über 700 meist mehrs­z eni­gen Il­lu­stra­ tio­nen Gu­stave Dorés, die in ih­r em Hell­dun­kel an die be­sten Gra­phi­ken des 17. Jahr­hun­ders gemah­ nen: Die Qua­l i­t ät der Ab­z ü­ge auf dem fe­sten wei­ßen peau de vélin ist über al­les Lob er­h a­ben. Ein Ver­ gleich mit ei­nem Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier zeig­ te bis­wei­len so­g ar ge­stei­ger ­t e Dif ­fe­r en­z iert ­heit in der Druck ­nu­a n­cie­r ung bei un­se­r em Ex­em­plar! Die ganz­sei­t i­gen Il­lu­stra­t io­nen ha ­ben serp­en­tes mit dem da ­z u­ge­hö­r i­gen Text. Das Ex­em­plar ist in Buch­block wie vor al­lem auch in Émile Mer­ci­ers [vgl. Fléty 126 f.] sou­ve­r ä­nem Ein­ band völ­lig ma­kel­los, was bei die­sem For­m at und dem Ge­w icht der Bän­de et­was hei­ßen will. Pro­ve­n i­enz: Frères Gar ­n ier, 1873. – Ex ­l i­bris von „Prési­dent“ Vic­t or Mer­ci­er (des­sen Auk­t i­on I, 1937, Nr. 438: frs. 25.000). – Au­g u­ste P. Gar­n ier, Nef­fe der Ver­le­ger, ab 1941: An­bei ein Brief Léo­pold Car­t er­ ets, der ihn zum Er­werb be­glück­w ünscht und dar­ auf hin­weist, daß es im gan­z en 19. Jahr­hun­dert nur ein wei­t e­r es Werk mit Holz­sti­chen auf Per­g a ­ment gab, Chevignés Co­n tes Rémois (das un­ter kei­nen Um­stän­den mit die­sem Ge­walt ­streich ver­gleich ­bar war – vgl. Chevignés ei­ge­nes Ex­em­plar in un­se­r er Samm ­lung!). – Schwei­z er Pri­vat­samm ­lung.

– 1676 –


Origina le Druck stöcke nach Zeichnungen von Gustave Doré zu den Œuvres de Rabelais 529 [Ra belais]. Doré, Gu stave. Ori ginale Holzstöcke mit Illu stra tionen zu: Œuvres de Rabelais. [Paris, 1871 –1873]. 6 gravier te, weißgehöhte Holz stöcke aus Buchsbaum. Ori gi na le Druck stöcke nach Zeich nun gen von Gu stave Doré zu den Œuvres de Rabelais – De la nativité du très redoubté Pantagruel (1873, Nr. 238, Bd. I, S. 187, 90 x 80 mm). – Comment Pantagruel pas sa des isles Tohu et Bohu (Nr. 581, Bd. II , S. 63, 43 x 206 mm). – Moines et mendiants (1871, Nr. 623, Bd. II , S. 98, 85 x 120 mm). – Vieux sage (1871, Nr. 687, Bd. II , S. 150, 100 x 75 mm). – Moine sur un bateau (1871, Nr. 729, Bd. II , S. 184, 130 x 100 mm). – Pantagruel […] et tous accouroient (1873, Bd. II , S. 60 f., 197 x 274 mm).

zwei runde Bril len glä ser. In ei nem un gewöhn lichen panora mati schen Breit for mat (43 x 206 mm) bietet sich der gestrandete Pantagruel dar; der aus mehreren Stücken zu sam men gesetz te größte der vorliegenden Holz schnit te mißt statt liche 197 x 274 mm. Alle Holz stöcke wur den weiß gehöht, so daß die Linien füh rung sehr schön zu erken nen ist. Wenn sich Doré in sei nen späteren Jah ren „zuneh mend ern sten Stof fen zuwandte und eine patheti sche For men sprache ent wickelte“ [Guratzsch/ Unverfehrt II , S. 74], so zeigt ein Ver gleich zwischen den Ra belais-Ausga ben von 1854 und 1873, daß Doré hier mit leichter Hand an die „Heiterkeit des Frühwerks“ [ebd.] an knüpf te. Die vorliegenden ori gi na len Druck stöcke, die sämt lich in den Jahren 1871 –1873 ent standen, geben davon ein eindrückliches Zeug nis. Weil Doré sei ne Vor zeichnun gen oft di rekt auf die Stöcke über trug, besit zen diese eine ganz besondere Nähe zum Künst ler und ei nen hohen Quel lenwert.

Seit dem Jahr 1868 wid mete sich Gu stave Doré den Il lu strationen zu ei ner neuen Ra belais-Aus ga be, die 1873 in zwei Bänden im Foliofor mat bei Garnier frères her auskam. Die Pracht ausga be er schien mit ei ner „suite incomparable de mag nifique dessins“ [Leblanc] von 60 Holz schnitt-Ta feln und 658 Text il lu strationen; nur 98 Il lu strationen wa ren aus der Edition von 1854 ver größert über nom men worden – siehe die vori gen Num mern. Von sechs reiz vol len Il lu strationen liegen die ori gina len Druck stöcke vor: Hier wird der strampelnde neu geborene Pantagruel stolz in die Höhe gereckt, dort dräut als fi n sterer gesichtsloser Kapu zen mann ein betender Mönch, auf ei ner Bootsplan ke sitzend, zu ei nem er schreckt Vor über ei lenden her ab; von or di nä rer Jovia lität wirkt da gegen der neben ei nem Bett ler sit zende Mönch, welt fremd wiederum der alte Wei se mit irrlichterndem Blick durch

– 1688 –


Al­bum mit 11 ori­g i­na­len Zeich­nun­gen von Gu­stave Doré 530 [Ra­be­lais]. Doré, Gu­stave. Ori­g i­n al ­skiz­zen zu: [Œuvres de] Ra­be­lais. [Auf dem Rücken]. – [Pa­r is, etwa 1870 –1872]. 1 von Doré si­g nier­te und da­t ier­te Fe­der­zeich­nung la­ viert mit Chi­n a­t in­te und mit Weiß­höhun­gen in Gou­ache (288 x 199 mm) auf Kar­ton, 10 ori­g i­n a­le Blei­stift­zeich­ nun­gen (Blatt­g rö­ße ca. 309 x 213 mm). – Auf Ste­gen mon­t iert und mit Zwi­schen­blät­tern aus Ve­lin­pa­pier. Quart (Buch­block: 325 x 245 mm). Grob­ge­n arb­ter oliv­ grü­n er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf Bünde, mit gold­ ge­präg­tem Rücken­t i­tel in Gold­rah­m en und de­k o­ra­t i­ ver Ka ­sten­ver­g ol­dung in den üb­r i­gen Kompartim­en­ten, Gold­f ileten auf den Deckeln und mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen, auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „Devauc­hel­le“ . Al­bum mit 11 Ori­g i­n al­z eich­nun­gen von Gu­stave Doré zu den Œuvres de Ra­be­lais Gu­stave Doré hat­te schon die 1854 er­schie­ne­ne Ra ­b e­l ais-Aus­g a ­b e il­lu­striert, die in we­n i­gen Jah­ ren fünf Neu­auf­la­gen er­leb­t e. 1868 be­g ann er, das The­m a in ei­nem grö­ße­r em Maß­stab wie­der­auf­z u­ neh ­men – in ei­ner Lu ­x us­aus­g a ­be des Ver­l ags­h au­ ses Gar­n ier frères. Das Werk er­schien 1873 in zwei

Bän­den im Fo­l io­for­m at, nun mit 60 Holz­schnitt-Ta­ feln und 658 Text ­i l­lu­stra­t io­nen, wo­bei 98 Il­lu­stra­ tio­nen aus der Edi­ti­on von 1854 ver­g rö­ßert über­ nom ­men wur­den [sie­he vor­her­ge­hen­de Num ­mern]. Die­se „sui­t e in­comparable de mag ­n ifique des­sins“ [Leblanc] der Pracht­ aus­ g a­ b e ist „trotz des zeit­ li­chen Ab­stan­des von na ­he­z u zwan­z ig Jah­r en, in de­r en Ver­lauf Doré sich zu­neh­mend ern­sten Stof­ fen zu­w and­t e und eine pa­t he­t i­sche For ­men­spra­ che ent­w ickel­te, […] von der Hei­ter­keit des Früh­ werks“ [Guratzsch/Unverf­ehrt II , S. 74]. Die hier nur an­deu­t ungs­wei­se aus­ge­f ühr ­t en zehn ori­g i­n a­ len Blei­stift­skiz­z en be­le­gen zu ­m in­dest den nach wie vor locke­r en Strich Dorés und las­sen nichts von ei­ nem von Rümann dia ­g no­sti­z ier ­t en „Ma ­n ie­r is­mus“ spü­r en. Die vor­a n­ge­stell­t e, von Doré si­g nier ­t e und „1872“ da­t ier ­t e Fe­der­z eich­nung zum Frontispiz mit we­n i­g en Weiß­höhun­g en ist dem­g e­g en­ü ber recht sorg ­f äl­t ig aus­ge­f ührt: Sie zeigt den Au­t or Fran­çois Ra ­be­l ais im Drei­v ier ­t el­pro­fi l mit Voll­bart und Kap­ pe, eher nach­denk­l ich als fau­n isch. Pro­ve­n i­enz: Samm ­lung Adri­a n Flüh ­m ann, mit des­sen Eti­kett mit Mo­no­g ramm „awf “ auf ei­nem Vor­blatt.

– 1690 –


Redoutés Roses, in Rocaille-Ein­bän­den von Riva­ge 531 Red­outé, P[ierre] J[oseph]. Les roses, pein­tes par P. J. Red­outé, décrites et classées selon leur ordre na­ tur­el par C[lau­de] A[ntoine] Thory. Troisième Edi­ti­on, pub­liée sous la dir­ect­ion de M. [Lou­is Jo­seph] Pi­r ol­le. 3 Bde. Pa­r is, P. Duf­art, [und:] St. Pe­ters­burg, J. F. Hau­ ër et Cie, 1835. 2 lithographierte Por­t raits, 181 Fa­rb­sti­che (dar­un­ter ein Front­i spiz), alle mit Sei­den­vor­sät­zen. 2 Bl., VI S., 47 S., 75 Bl. Und: 2 Bl., 93 Bl. Und: 2 Bl., 91 Bl., 12 S. (Tab­les). Groß-Ok­tav (etwa 231 x 152 mm). Blau­schwar­ze Saf­f i­ an­bän­de der Zeit auf glat­te Rücken, mit gold­ge­präg­ten Rücken­t i­teln und gol­de­nen Quer­f ileten zwi ­schen fet ­ten Blind­f ileten, die je vier Rücken­k ompartim­en­te ab­tei­len, dar­in Ka ­sten­ver­g ol­dung mit Flo­ral­de­k or, auf den Deckeln neun­fa­cher Gold­f ileten­rah­m en mit Blü­ten in den Ecken, dar­in ein Rah­m en aus zwei Gold­f ileten mit gro­ ßen, floral-li­nea­ren Eck-Rocaillen, mit Gold­f ileten auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re und fünf­fa­chen Gold­f ileten­ rah­m en auf den In­n en­k an­ten, mit Vor­sät­zen aus gel­ bem Moi­ré­pa­pier und Ganz­g old ­schnitt, je­weils am Fuß si­g niert „Riva­ge“ (kaum braun­f leckig).

Redoutés Mei­ster ­werk in der um ­fang ­r eich­sten Auf­l a­ge und si­g nier ­t en Ein­bän­den der Zeit Pierre Jo­seph Red­outé (1759 –1840) ist ei­ner der be­d eu­t end­s ten Blu ­m en ­m a ­l er über­h aupt. Sei­ ne far­bi­gen bo­ta­n i­sche Drucke – „licht, klar und schön“ – wa­r en „so recht re­prä­sen­t a­t iv für das Na­ po­leo­n i­sche Em­pire“ [Nis­sen, BBI , 140], und so ver­ lieh ihm schon Kai­se­r in Jo­seph­i ne Bo­n a­par ­t e 1805 den „heiß­er­sehn­t en Ti­t el ih­r es Hof- und Blu ­men­ ma ­lers“ [ebd. 141]. Auch in der Re­stau­r a­t i­ons­epo­che er ­f reu­t e er sich roya ­ler Gunst ­b e­z ei­g un­gen: „Karl X. er ­n ann­t e ihn 1825 zum Rit ­t er der Eh­r en­le­g i­on, Ma ­r ie Am­élie, die Gat ­t in Lou­i s Phil­ippes, des­sen Schwe­ster Ma­d ame Adélaide, wie sei­ne Töch­t er Ma­ rie und Lou­i se lie­ßen sich von ihm in die Blu­men­ ma ­le­r ei ein ­f üh ­r en“, eben­so die Her­zo­g in von Berry, un­t er de­r en Schirm ­herr­schaft 1817 –1824 erst ­m als das Werk er­schien, das „sei­nen Ruhm auf den Gip­ fel hob“: Die präch­t i­ge Mo­no­g ra­phie Les roses wur­ de bald zu ei­nem Mode­werk, das „in al­len schön­ gei­sti­gen Sa ­lons auf­l ie­gen muß­t e und des­h alb auch

– 1694 –


als ein­z i­ges un­t er Redoutés Pracht ­wer­ken meh­r e­r e Neu­d rucke er ­f uhr“ [ebd.] Der er­sten Aus­g a­be in Fo­l io folg­t en drei wei­t e­r e in den Jah­r en 1824 –1827, 1828 –1830 und 1835. Letz­t e­ re – die uns­r i­ge – wur­de von ei­n i­gen Bi­blio­g ra­phen über­g an­gen, wohl weil sie auf dem Ti­tel eben­falls als Troisième Edi­t i­on be­z eich­net ist. Bei­den ge­mein­ sam ist, daß sie ge­gen­ü ber der zwei­t en „avec plus de soin“ er­stellt und er ­wei­t ert wur­den: Vor­a n­ge­stellt ist ein Traité du rosier in Band I [S. 1 – 44], die sy­ste­ ma­t i­sche Glie­de­r ung wur­de ver­ä n­dert und ei­n i­ge Ta ­feln hin­z u­ge­f ügt, dar ­u n­t er das Front ­i spiz des er­ sten Ban­des mit ei­ner Ro­sen­g ir­lan­de und die Por­ traits von Red­outé und dem Au­t or Claude An­t oine Thory, Li­t ho­g ra­phi­en von C. Mot ­t e nach Zeich­nun­ gen von Jean-Bap­t iste Mau­z aisse aus dem Jahr 1828. „Trotz Ta ­ges­r uhm und Hof­d ienst“ stell­t e Red­outé „im Grun­de sei­nes Her­z ens […] die wis­sen­schaft­ lich ge­n aue Dar­stel­lung doch im­mer noch über Kom­po­si­t i­ons- und Farb­ef ­fek­t e der rein künst ­le­r i­ schen Blu ­men ­m a ­le­r ei“ [Nis­sen, BBI , S. 141], in­dem

er die Ro­sen di­r ekt nach der Na­t ur mal­t e und alle bo­t a­n isch re­le­van­t en Aspek­t e dar­stell­t e. Redoutés Fä ­h ig­keit, wis­sen­schaft ­l i­che „Ge­n au ­i g­keit und Deut ­l ich ­keit in künst ­le­r i­scher Kom­po­si­t i­on dar ­z u­ bie­t en“, macht sei­ne bis heu­t e un­ü ber ­t rof ­fe­ne „ge­ nia­le Mei­ster­schaft“ [ebd. 139] aus. Trotz sei­nes „grand succès à l’époque“ trifft man das Werk „ra­r em­ent en bel­les reliures du temps“ [Plesch] an. Un­ser Ex­em­plar stellt eine rühm­li­ che Aus­n ah­me dar: Es prä­sen­t iert sich in drei no­ blen, sehr schön er­h al­t e­nen Ein­bän­den mit de­l i­k a­ ten Gold­fi leten­r ah­men und Rocaille-Ecken des ab 1838 in Pa­r is tä­t i­gen Buch­bin­ders Riva­ge. Es sind zu­gleich die ein­z i­gen die­ses Mei­sters, die in un­se­ rer Samm ­lung ver ­t re­t en sind. Li­t e­r a­t ur: Bru ­net I V, 1176 (mit Er ­s chei ­nungs­jah ­r en 1828 –1830); Gra­e s­s e V I , 59 (1828 –1830); Léger 156 („1828 – 30“); Lon­c hamp II , 451; Nis­ s en, BBI 1599; Plesch 377; Quér­ a rd V II , 489 f. („1828 – 30“); Ray I, 147 f., Nr. 89A (1828 –1830); zu Riva­g e: Culot 545; Fléty 153; Rams­den 176.

– 1695 –


Seltenes komplettes Exemplar der Satirezeit schrift, mit al len Umschlä gen 532 La Revue comique à l’usage des gens sérieux. Histoire mora le, philo soph ique, politique, critique, littéraire et ar tist ique de la semaine. Texte par MM. A. Lireux – C. Caraguel – P. Ver tot – E. de La Bédollière – Gérard de Nerval – etc., etc. Dessins par MM. Bertall – Nadard [sic] – Fabritzius – Otto – Lorentz – Beguin – Quellenbois – etc. Novembre 1848 – Avril 1849 (= Livrai son 1 – 25). [Und:] La Revue comique […]. Histoire […] de l’année 1849. Texte par MM. Jean Ver tot, C. Caraguel, A. Lireux, E. de La Bédollière, Gérard de Nerval, Félix Tour nachon, A. Fauchery, etc., etc. Dessins par MM. Bertall, Nadar, Fabritzius, Otto, Lorentz, Beguin, Quellenbois, etc. Mai 1849. – Décembre 1849 (Livrai son 26 – 38). Zus. 2 Bde. – [Alles Erschienene!]. Paris, Dumineray [und, Bd. II:] Au Bureau de la Revue comique, [1849 –1850]. Zu sammen etwa 700 Textholz schnit te (davon 1 koloriert). 2 Bl., 368 [recte: 348] S.; 2 gelbe Blättchen ( Verlagsmitteilun gen). Und: 2 Bl., 188 S. – Auf kräf ti gem Velinpapier, Text in zwei spalti gem Druck in schwar zen Rahmen ge setzt. Quart, unbe schnit ten (291 x 197 mm). Rote, grobgenarbte Halbmaroquinbän de um 1890 auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg ten Rückentiteln in je zwei und dreifachen Goldfiletenrahmen in den übri gen Kompartim enten, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denen illustrier ten Ori ginal-Um schlä gen zu beiden Bän den (inkl. Um schlag rücken) sowie 36 ein gebun denen Um schlä gen der Lieferun gen, jeweils am Fuß si gniert „A. Cuzin“ . Die Sati rezeit schrift mit rund 700 Holz schnit ten nach Bert all, Nadar, Lorentz u. a. – komplet tes Exemplar mit den beiden Gesamt- und al len 36 Lieferungsum schlä gen Nur zwei Monate nach der Febru ar re volution von 1848 er schien mit La Revue comique eine neue sati rische Zeit schrift, an der sich bekannte Autoren wie

– 1698 –


Au­g u­ste Li­r e­u x und Émile de La Bédollière so­w ie be­deu­t en­de Zeich­ner wie Bert ­a ll, Na­d ar und Al­cide Jo­seph Lo­r en­t z be­t ei­l ig ­t en. Von Gér­a rd de Nerv­a l stammt le­d ig­l ich ein Bei­t rag, Le dia­ble vert. Lég­en­de pa­r i ­si­enne [Ma­r ie]. Dem harm­lo­sen Ti­t el zum Trotz war das Blatt sehr wohl po­l i­t isch und rich­t e­t e sich ins­be­son­de­r e ge­gen Charles Lou­i s Na­poléon Bo­n a­par ­t e. Als die­ser im De­z em ­ber 1848 zum Prä­si­den­t en der Zwei­t en Re­ pu­blik ge­wählt wur­de, er­stark­t en die an­t i­r e­vo­lu­t io­ nä ­r en Kräf ­t e; bei den Wah­len zur ge­setz­ge­ben­den Ver­samm ­lung im Mai 1849 ge­wan­nen die Mon­a r­chi­ sten end­g ül­t ig die Ober­h and. Als im Juni Pro­t e­ste ge­gen ei­nen mi­l i­t ä ­r i­schen Ein­satz ge­gen die rö­m i­ sche Re­pu­blik nie­der­ge­schla­gen wur­den, wur­de in der Fol­ge­z eit auch die op­po­si­t io­nel­le Pres­se un­t er­ drückt. Die Re­vue co­mique stell­t e ihr Er­schei­nen im De­z em­ber 1849 nach 38 statt der ur­sprüng­l ich an­ ge­k ün­d ig ­t en 50 Liv­rai ­sons ein. Die Zeit­schrift ist „rare co­mplet“ [Brivois]; hier liegt sie voll­stän­d ig und mit al­len 36 Lie­fe­r ungs­u m­schlä­ gen (Nr. 25 und 38 er­schie­nen ohne) so­w ie den bei­ den il­lu­strier ­t en Ge­samt ­u m­schlä­gen (der zwei­t e in Schwarz und Blau ge­d ruckt) vor, ge­bun­den in zwei ge­d ie­ge­ne Halb­m a ­r o­q uin­bän­de von Adolphe Cuzin, der die vä­t er­l i­che Werk­statt 1890 über­n ahm, um sie be­r eits 1892 an Émile Mer­ci­er ab­z u­t re­t en. Im er­sten Band wur­den die Sei­ten 57 f., 73 – 80, 95 – 98, 113 f., 129 f. und 145 f. am Ende meh­r e­r er Lie­fe­r un­gen nicht ver­ge­ben – vgl. dazu Vica­i re und ihm fol­gend Car ­t er­et, die nicht alle In­kon­se­q uent­ heiten als Pa ­g i ­n ie­r ungs­feh ­ler gel­t end ma­chen, weil sie hier die Um­schlä­ge in die Kol­la­t i­on ein­be­z ie­hen. Pro­ve­n i­e nz: Far­b ig il­lu­s trier ­t es Ex ­l i­b ris von A[ntoine] Vau­tier auf den Spie­geln (des­sen Ka­ta­ log I, 1971, Nr. 147: frs. 3.600). – Im er­sten Band dar ­u n­t er Mo­n o­g ramms­c hildchen „awf “ von Adri­a n Flüh­m ann. Li­t e­r a­t ur: Brivois 349 f.; Car ­t er­et III , 514 f.; Ma­r ie, Nerv­a l 245; Oster ­w al­der 741 (Na­d ar); San­der 586; Vica ­i re V I , 1081 ff.; zu Cuzin: Fléty 50 f.


Mit Wid­mung des Her­aus­ge­bers an Jules Ja­n in: Ra­die­r un­gen von R. Bres­din 533 Re­v ue Fan­t ais­iste. Bd I-II in 1 Bd., Bd. III in 7 Lie­fe­r ungs­hef­ten [da­von 2 in Ko­pie]. Pa­r is, Au Bu­re­au de la Re­vue, 1861. [Bd. I-II:] Ra­dier­tes Front­i spiz und 7 wei­te­re ra­dier­ te Ta­feln mit Sei­den­vor­sät­zen, [Bd. III:] 6 se­pa­ra­te ra­ dier­te Ta­feln, sämt­lich auf auf­ge­walz­tem ge­tön­ten Chi­ na­pa­pier. 2 Bl., 384 S.; 3 Bl., 383, (3) S. Und: 388 S. (S. 257 – 320 als lose Bl. in Ko­pie), 64 S. (ebenso). Ok­ t av (213 x 150 mm), Bd III: un­be­schnit­ten (etwa 225 x 160 mm). Dun­k el­r o­ter Ma­r o­quin­band der Zeit auf fünf mit Blind­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­ tem Rücken­t i­tel und dop­pel­ten Blind­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, mit dop­pel­ten Blind­ fileten­rah­m en und zen­t ra­lem ova­len, floral-li­nea­ren Or­ na­m ent in Gold­prä­g ung auf den Deckeln, mit dop­pel­ten Gold­f ileten auf den Steh­k an­ten, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Ganz­g old­ schnitt, am Fuß si­g niert „Smeers R.“ ( Vor­der­ge­lenk re­ stau­r iert, Durch­r iß auf er­stem Lie­fe­r ungs­t i­tel ge­schlos­ sen). Und [Bd III]: 7 Lie­fe­r ungs­hef­te (2 in Ko­pie) in ro­ter Saf­f i­an­k as­set­te mit iden­t i­schem Rücken- und Deckel­ de­k or und aus­ge­klei­det mit ro­ter Moi­ré­sei­de, si­g niert „Devauc­h el­le“ (Um ­schlä­ge mit Läsu­ren, durch­ge­h end spor­f leckig und näs­se­sp­urig, 2 feh­len­de Lie­fe­r ungs­hef­te in gu­ter Ko­pie er­setzt). Je­weils in mit Ve­lours aus­ge­schla­ ge­nem Papp­schu­ber mit ro­ten Ma­r o­quin­k an­ten. Das Jules Ja­n in von Ca­t ulle Mendès ge­w id­me­t e Ex­em­plar Re­vue Fan­tais­i ste – schon der Name die­ser kurz­le­ bi­gen li­t e­r a ­r i­schen Zeit­schrift deu­t et auf ein Pro­ gramm, das sich von Po­li­t ik und All­t ag ab­wand­t e, um dem Äs­t het ­i zis­mus zu hul­d i­gen. Chef­r e­d ak­t eur

war der blut­ jun­ g e Ca­ t ulle Mendès (1841 –1909), der 1859 aus Tou­louse nach Pa­r is ge­kom­men war und als­bald von Théo­phile Gau­t ier pro­t e­g iert wur­ de. So konn­te er für die Re­vue be­deu­t en­de Au­t o­ ren ge­w in­nen: Charles As­sel­i neau, Théodore de Banville, Cham­pfleury, Léon Cladel, Jules Claretie, Alp­honse Da­udet, Léon Gozlan, Charles Monselet, Au­g u­ste de Villiers de l’Isle Adam und an­ de­r e. Auch Charles Bau­de­l a ­i re lie­fer ­t e eine gan­z e Rei ­he Bei­t rä ­ge – in ei­ner Le­bens­pha­se, in der „sei­ ne ma­t e­r i­el­le Lage […] aus­sichts­los, sein see­l i­scher Zu­stand ent­setz­l ich“ [Pia, Bau­de­l a ­i re 148] war und er von Selbst ­mord­ge­d an ­ken heim­ge­sucht wur­de. Von ihm druck­t e die Re­vue Fan­tais­i ste das Ge­d icht Ma­dri­gal tri ­ste, eine Fol­ge von kri­t i­schen Réflex­ions sur quelques uns de mes con­tem­po­ra­ins, ei­nen Ar ­t i­kel über die Wand­m a­le­r ei­en von Eugène Delacroix in Saint-Sulpice, eine Stu­d ie über Léon Cladels Les Mar­t yrs ridicules so­w ie neun Pro­sa ­ge­d ich­t e. Au ­ßer­ dem er­schie­nen meh­r e­r e Über­set­z un­gen von Tex­t en Ed­g ar All­a n Poes. Fe­ste Ru­bri­ken wa ­r en das Bulle­t in bi­blio­g raph­ique, die Re­vue mu ­si­cale und Be­spre­chun­gen von Thea­t er­ auf ­f üh ­r un­gen; die Il­lu­stra­t i­on trat dem­ge­gen­ü ber zu­r ück. Of­fen­bar erst ab der sech­sten Num­mer [vgl. Bd. I, S. 321 und 381] wur­de je­dem Heft eine ra­d ier­ te Ta ­fel bei­ge­ge­ben, zu­letzt der acht­z ehn­t en der in­ ge­samt 19 Lie­fe­r un­gen; hin­z u kommt in un­se­r em Ex­em­plar das Front­i spiz des er­sten Ban­des. Die Ta­ feln schei­nen oft zu feh­len; Vica­ire ge­stand je­den­ falls: „Je n’ai pas vu ces eaux-for­t es“. Al­lei­n i­g er Il­lu­s tra­t or war Rodolphe Bres­d in (1822 –1885). Ihn mach­te Charles Bau­de­la­ire 1861 mit Théo­phile Gau­t ier be­k annt, so daß die­ser ihm den Auf ­t rag gab, das so­eben ge­g rün­de­t e Ma­g a ­z in mit Ta ­feln zu be­r ei­chern. Bres­d in, ge­n annt ChienCa­illou, war ne­b en Bau­de­la­ire auch mit Champ­ fleury be­f reun­det, Odilon Redon wur­de 1864 sein Schü ­ler, den ­noch galt er als sek­t ie­r e­r i­scher Ein­z el­ gän­ger. Beraldi be­schei­n ig ­t e ihm „une répu­t at ­ion de misère noire, effroyable, lég­enda­ire“. Sei­nem künst­le­ri­schen Ruf tat die­ses Image kei­nen Ab­ bruch, im Ge­gen­teil: Bres­d in gilt als „l’un des ar­ tist­es vi­si­on­n a ­i res du XIXe siècle, co­m me l’un des plus ha­bi­les gra­veurs de son temps et avant tout co­ mme l’un des maîtres de l’art fan­t astique de tous les temps“ [Pierre-An­d ré Touttain, zit. nach Oster­wal­ der]. Für eine Re­vue Fan­tais­i ste war der spä­t er auch von Huysm­a ns und Mall­a rmé be­w un­der ­t e Vi­sio­n är die idea ­le Wahl: Sei­ne auf ge­t ön­t em Chi­n a­pa­pier in Rem ­brandtschem Hell­dun­kel ge­h al­t e­nen An­ sich­t en von al­t er ­t üm ­l i­chen Reet­d ach ­h äus­chen an

– 1702 –


stil­len Was­sern, un­t er knor ­r i­gen Bäu ­men oder be­ wölk­t em Him ­mel, in de­nen arg­lo­se Land­leu­t e un­ ver­se­hens auf Ske­let ­t e sto­ßen kön­nen, blei­ben zwi­ schen Hei­me­l i­gem und Schau­er­l ich-Mor­bi­dem in ei­ner ei­gen­t üm ­l i­chen Schwe­be. Lan­ge konn­t e sich die Zeit­schrift nicht be­h aup­t en; be­r eits ab 1. De­z em­ber 1861 ging sie in der Re­vue Française auf. Lag es dar­a n, daß von dem ex­z en­t ri­ schen Ma­g a­z in be­r eits ein Hauch von Fin de siècle, lan­ge vor der Zeit, aus­g ing? Der jun­ge Ca­t ulle Mendès hat­t e die Zu­k unft je­den­falls noch vor sich: 1863 gab er sei­nen er­sten ei­ge­nen Ge­d icht ­band Phil­oméla her­aus, ab 1866 drei um­fang ­r ei­che An­t ho­lo­g ie-Bän­ de Le Par­n as­se co­ntemporain, nach de­nen spä­t er die Dich­t er­g rup­pe der Par­n assiens ih ­r en Na ­men er­h ielt. Nahm aber das Pu­bli­k ums­i n­t er­e s­se an der Re­vue Fan­tais­i ste etwa so ra­pi­de ab, daß heu­te kaum ein voll­stän­d i­ges Ex­em­plar über­l ie­fert ist? Im ­mer­h in könn­t e das uns­r i­ge kaum eine wür­d i­ge­r e Pro­ve­n i­ enz ha ­ben: Auf ei­nem ein­ge­bun­de­nen Vor­blatt trägt es die hand­schrift­l i­che Wid­mung von Ca­t ulle Mendès an Jules Ja­n in. Die­ser hat­te die bei­den er­sten Bän­de of ­fen­bar un­ver­z üg­l ich zu dem Buch­bin­der Isidore-Jo­seph Smeers (1834 –1896) ge­tra­g en, ei­ nem der „bons relie­u rs de son temps“ [Flety] der

auch für die Bi­blio­t hek Fir­m in-Didots tä­t ig war und Émile Mer­ci­er als Ver­gol­der be­schäf ­t ig ­t e. Und doch blieb das Ex­em­plar un­voll­stän­d ig; der drit ­t e Band stammt be­r eits aus ei­ner an­de­r en Quel­le; ver ­mut­ lich be­schaff­te Étienne Cluzel ihn un­ter Mü­hen, und wie­der­u m nicht kom­plett: Es feh­len die dritt­ letz­t e (16.) Lie­fe­r ung vom 15. Ok­t o­ber und die letz­t e vom 15. No­vem­ber 1861 (mit neu ein­set­z en­der Pa­ gi­n ie­r ung). Von bei­den liegt je­doch eine gute Ko­ pie vor, die Ra­d ie­r ung zur 16. Lie­fe­r ung so­g ar als Ori­g i­n al. Au­ßer­dem ließ Cluzel für die­se letz­t en sie­ben Lie­fe­r ungs­hef ­t e bei Devauc­hel­le ei­gens eine auf ­wen­d i­ge, dem Ein­band von Smeers an­ge­ä h­nel­ te Kas­set­t e an­fer­t i­gen, dazu zwei Schu­ber, die den Grö­ßen­u n­t er­schied ge­schickt aus­glei­chen – als eine bi­blio­phi­le Wür­d i­g ung der eph­eme­r en Re­vue. Pro­ve­n i­enz: Auf ei ­nem Vor­blatt hand­schrift ­l i­che Wid­mung von C[atulle] Mendès an Jules Ja­n in. – Auf dem Spie­gel die gold­ge­präg ­t en Ex ­l i­bris von Jules Ja­n in und Étienne Cluzel. Li­t e­r a­t ur: Oster ­w al­der 179; Pia, Bau­de­l a ­i re 148; Vica ­i re V I , 1095 f.; zu Bres­d in: Beraldi I V, 6 ff.; zu Smeers: Devauc­hel­le 278; Fléty 163.

– 1703 –


Jérome Patu­rot, ein Ver­wand­t er des Ro­bert Maca­ire – im Ver­le­ger­ein­band in Saf­fi­a n 534 Rey­baud, Lou­is. Jérome Patu­r ot à la re­cher­che d’une po­si­t i­on so­ci­ale. Édit­ion illustrée par J.-J. Grandville. Pa­r is, J.-J. Du­bochet, Le Che­va­lier et Cie, 1846. 32 Holz­schnitt-Ta­feln mit ro­sa­far­be­nen Sei­den­vor­sät­zen, etwa 170 Text­ab­bil­dun­gen und zahl­rei­che wie­der­h ol­te Schmuck­lei­sten in Holz­schnitt. 4 Bl., 460 S. Quart (265 x 178 mm). Ver­le­ger­ein­band von dun­k el­g rü­ nem Saf­f i­an auf glat­ten Rücken, mit Rücken­ti­tel und reiz­vol­ler, den gan­zen Rücken fül­len­der Il­lu ­stra­t i­on in Gold­prä­g ung, die Deckel mit fet­tem Blind- und sie­ben­ fa­chem Gold­f ileten­rah­m en, dar­in vorn gold­ge­präg­tes, in Blau und Rot in­tar­sie­r tes Wap­pen, hin­ten klei­n e­re Vi­g net­te, am Fuß si­g niert „Haar­h aus“ , mit Dent­el­le­bor­ dü­re auf Steh- und In­nen­k an­ten, Vor­sät­zen aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­pa­pier und Ganz­g old­schnitt, in mit Filz aus­ ge­schla­ge­nem Papp­schu­ber. „Le livre-bilan de la so­ciété sous la Mon­a r­chie de Juillet“ – ta­del­lo­ses Ex­em­plar von Grandvilles Spät ­werk im Ver­le­ger­ein ­band Ma ­r ie-Roch-Lou­i s Rey­baud (1799 –1879) er­g riff zu­ nächst ei­nen kauf ­m än­n i­schen Be­r uf, agier ­t e seit der Ju­l i­r e­vo­lu­t i­on als li­b e­r a ­ler Jour ­n a ­l ist, fand dank sei­ner Freund­schaft mit sei­nen Mar­seil­ler Lands­ leu­t en Jo­seph Méry und Au­g u­ste-Mar­seille Bar­ thélemy Zu­g ang zum Li­t e­r a­t ur­be­t rieb und wur­de – zu ­neh ­mend kon­ser ­va­t iv ge­wor­den – Po­l i­t i­ker. Nach dem Staats­streich von 1851 zog er sich aus dem po­ li­t i­schen Le­ben zu­r ück. Die­se Par­odie ei­nes Ent ­w ick ­lungs­r o­m ans, zu­erst 1842 –1843 an­onym in drei Bän­den er­schie­nen, bie­ tet zu­gleich „une pein­t ure amus­a n­t e et fi­dèle des mœurs françaises après la révolut­ion de Juillet“ [Hoefer]; für An­n ie Ren­onciat ist es so­g ar „le livre-bilan de la so­ciété sous la Mon­a r­chie de Juillet“ un­t er dem Bür­ger­kö­n ig Lou­i s-Phil­ippe. 1849 kam noch eine von Tony Johan­not il­lu­strier­te Fort­set­ zung her­aus, die sich mit den Wir­r en der Fe­bru­a r­ re­vo­lu­t i­on und den An­f än­gen der Zwei­t en Re­pu­blik be­schäf ­t ig ­t e. Held der Ge­schich­t e ist Jérome Patu­r ot, der „in dem Be­stre­ben, al­les be­gei­stert auf­z u­g rei­fen, was ge­r a­de en vogue ist, stän­d ig sei­ne Ido­le wech­selt. […] Auf der Su­che nach sei­ner so­z ia­len Stel­lung in ei­ner Zeit, in der die Fran­z o­sen sich mit dem Be­g riff der Klas­ se aus­ein­a n­der­setz­t en“ [Bil­der ­wel­t en], wird Patu ­r ot „Sek­t ie­r er und Pro­k u ­r ist ei ­ner Erd­öl­ge­sell­schaft, er wird Jour­n a­list und ein von Sub­ven­tio­nen und

po­l i­t i­schen In­t ri­gen ab­h än­g i­ger Pu­bli­z ist. Er tritt in die Na­t io­n al­g ar­de ein und avan­ciert zum Kom­pa­ nie­chef, der sich in der Attitude ei­nes Na­po­le­on ge­ fällt. Als Mann von Welt, der zu Geld ge­kom­men ist, be­sucht er mit sei­ner Mal­v ina Abend­ge­sell­schaf ­t en und Sa ­lons, Kunst ­aus­stel­lun­gen und Hof ­bäl­le, er schließt sich phil­a n­t hro­pi­schen und wis­sen­schaft­ li­chen Ge­sell­schaf ­t en an und er­k limmt die Lei­t er der po­l i­t i­schen Kar ­r ie­r e“, um be­z eich ­nen­der ­wei­se als Ver­k äu­fer von Müt­z en zu en­den, dem be­l ieb­t en „Re­q ui­sit zur Cha ­r ak­t e­r i­sie­r ung be­stimm­t er Stän­ de und po­l i­t i­scher Ori­en­t ie­r un­gen“ [ebd.]. Die vor­l ie­gen­de er­ste il­lu­strier ­t e Aus­g a ­b e ist zu­ gleich ei­ nes der letz­ t en Wer­ ke von Grandville (1803 –1847), der mit der An­n ah­me des Auf­trags zö­ger­te. Nur ge­le­gent­lich fin­det sich noch die für ihn ty ­pi­sche Tier­k a ­r i­k a­t ur, viel­mehr ist es hier die Au ­ß en­sei­t er­g e­stalt des Jérome Patu­r ot selbst, die „der sa­t i ­r i­s chen Phan­t a ­sie Grandvilles Ge­le­g en­ heit zu ih­r en schön­sten Ge­stal­tun­gen“ [ebd. 156], zu „some of his most brilliant de­signs“ [Ray] bie­t et. Aber der Zeich­ner ka­r i­k iert oft­m als auch „im fik­t i­ ven Per­so­nen­k reis um Patu ­r ot Phy­sio­g no­m i­en und Ge­sten be­k ann­t er Zeit ­ge­nos­sen“ [Bil­der ­wel­t en], so etwa Vic­t or Hugo, Honoré de Bal­z ac, Alex­a n­d re Du­ mas, Ge­orge Sand, Hec­t or Ber­l ioz und Franz Liszt. Im­mer ge­l ingt es ihm da­bei, „mit pe­n i­bler Ge­n au­ ig­keit und or­dent ­l i­chem, fast bie­de­r em Zei­chen­stift, die Wich­t ig ­t ue­r ei und bour­geoi­se Spie­ßig­keit von Per­so­nen und Si­t ua­t io­nen zu par­odie­r en“ [ebd.]. Das Werk ist „bien im­primé sur beau pa­pier“ [Car­ ter­et] und liegt hier ta­del­los im wun­der­ba ­r en Ver­le­ ger­ein­band aus dun­kel­g rü­nem Saf ­fi­a n mit gold­ge­ präg­t en Plat­t en von Ro­bert Haar­h aus vor: Die Form des Rückens wird ide­a l aus­ge­nutzt durch das Mo­ tiv ei­ner Kar ­r ie­r e­lei­t er, die Patu ­r ot, ge­folgt von sei­ ner Frau Mal­v ina, be­r eits ein gu­t es Stück er­k lom­ men hat. Auf dem Deckel prangt fei­er­lich wie ein Supralibros das krau­se Wap­pen des Ro­m an­hel­den mit De­v i­se un­t er ei­ner ge­flü­gel­t en Zip­fel ­müt­z e, eine ver­ä n­der ­t e Ad­ap­t i­on der Text ­a b­bil­dung von S. 225. Drei Schöp­fe un­t er ver­s chie­de­nen Müt­z en zeigt schließ­l ich die Vi­g net ­t e auf dem Hin­t er­deckel. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V II , 221, Nr. 32; Bil­der­wel­t en 164 ff., Nr. 88; Brivois 350 f.; Bru­net V I , 938, Nr. 17270; Car­t er­et III , 516; DLF II , 323; Hoefer 42, 77 ff.; Lon­c hamp II , 398; Oster­w al­der 448; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 166; Rahir 613 f.; Ray II , 277 f., Nr. 197; Ren­onciat 218 f. und 289; San­der 587; Thieme/Becker 13, 438; Vica ­i re V I , 1100 f.

– 1706 –


Beide Paturot-Roma ne, Exempla re der Samm lung Solacroup 535 Reybaud, Lou is. Jérome Paturot à la recherche d’une position soci ale. Édit ion illustrée par J.-J. Grandville. [Und:] Jérome Paturot à la recherche de la meilleure des républiques. Édit ion illustrée par Tony Johannot. Zu sammen 2 Bde. Paris, J.-J. Dubochet, Le Chevalier et Cie, 1846. Und: Paris, Michel Lévy frères, 1849. 32 Tafeln, etwa 170 Textabbildun gen und wiederholte Schmucklei sten. Und: 30 Tafeln, etwa 160 Textabbildun gen und 1 wiederholte Kopfvi gnet te. – Alles in Holzschnitt. 4 Bl., 460 S. Und: 2 Bl., 580 S., 2 Bl. Quart, unbe schnit ten (etwa 275 x 190 mm). Langgenarbte rote Halbmaroquinbän de um 1890 auf fünf zwi schen Goldfileten or namental blind gepräg te Bünde, mit goldgepräg tem Rückentitel und or namentaler Vergol dung sowie ocker farbenen Maroquin in tar sien in den übrigen Rückenkompartim enten, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denen illu strier ten Ori ginal-Um schlä gen zu beiden Bänden (inkl. Um schlag rücken) und einem nach gebun denen blau en Lieferungsum schlag, jeweils am Fuß si gniert „A. Cuzin“ (Grandville-Bd.: letzte 2 Bl. ver tauscht). Beide Paturot-Roma ne, in ein heit lichen Ein bänden und mit den Ori gi nal-Um schlä gen Die beiden Bände von Rey bauds par odi sti schem Zeit roman liegen hier zu sam men vor: in gleich ar tigen gediegenen Halbma roquin bänden aus der Zeit um 1890 von Adolphe Cuzin. Sie sind ma kel los, un beschnit ten, mit den il lu strier ten Ori gi nal-Umschlä gen und ei nem nach gebundenen Lieferungsum schlag erhalten. Provenienz: Auf den Spie geln das gold geprägte Monogramm von E. Sol acroup (Auk tion 1925: frs. 1.350; zitiert bei Car ter et). – Auf den fl iegenden Vor sät zen Monogrammschildchen „awf “ von Adri an Flüh mann. Literatur: Beraldi V II , 221, Nr. 32, bzw. V III , 274, Nr. 65; Bilderwelten 164 ff., Nr. 88, bzw. 116, Nr. 49; Brivois 350 ff.; Bru net V I , 938, Nr. 17270; Car ter et III , 516 ff. (mit Um schlag-Abb.); DLF II , 323; Hoefer 42, 77 ff.; Lonchamp II , 398; Ma rie 105; Oster walder 448 bzw. 539; Quér ard/Bourquelot V I , 166 f.; Rahir 613 f.; Ray II , 277 f., Nr. 197, bzw. 267, Nr. 189; Renonciat 218 f. und 289; Sander 587 bzw. 588; Thieme/Becker 13, 438 (Grandville); Vica ire V I , 1100 ff.; zu Cuzin: Fléty 50 f.

– 1713 –


Der zweite Paturot-Roman im Perka lin band des Verlags 536 Reybaud, Lou is. Jérome Paturot à la recherche de la meilleure des républiques. Édit ion illustrée par Tony Johannot. Paris, Michel Lévy frères, 1849. 30 Tafeln mit Seidenvorsät zen, etwa 160 Textabbildungen und 1 wiederholte Kopfvi gnet te, alles in Holz schnitt. 2 Bl., 580 S., 1 Bl. Quart (269 x 183 mm). Blau er Perkalin-Verlagseinband auf glat ten Rücken, mit Rückentitel und den ganzen Rükken füllen der Illu stration in Goldprä gung, auf dem Vorderdeckel in jeweils doppeltem fet ten und ma geren Blindund Goldfiletenrahmen Titel und große Illu stration in Goldprä gung, si gniert „Harhaus“ , auf dem Hinterdeckel in doppeltem fet ten und ma geren Blindfiletenrahmen kleinere Vi gnet te, mit hell gelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt (durch gehend leicht braunfleckig, ohne das letzte Bl. „Placement des gravures“). Der Fol geband des Jérome Paturot, der Gesell schaft und Politik zur Zeit der Febru ar re volution von 1848 und in den An fän gen der Zweiten Repu blik sati risch spiegelt, liegt hier nicht als Premier tira ge vor, was z. B. erkenn bar ist an dem Ak zent in dem Wort „Lacrampè“ auf dem Vor titel und an der Titel-

Vi gnet te, die nicht Patu rot, sondern drei andere Fi gu ren zeigt [vgl. Brivois 353]. Statt dessen schmückt jene Vi gnet te mit dem sich an die Stirn tippenden Roman helden mit Zipfel müt ze (die auch der Abbildung S. 173 ent spricht) den Hinter deckel des hier vorliegenden Verleger ein bands von blauem Perka lin. Den Vor der deckel füllt hin gegen eine bom ba sti sche Komposition zu sam men geraff ter Requi siten, die for mal an das 18. Jahrhundert er in nert, in halt lich jedoch auf die Gegenwart ver weist: Zwei Ban ner for dern ein „Droit au travail“ und „Suffrage univer sel“, dar unter fi ndet sich ein Circulaire und eine Petition, den Boden bedecken Waf fen, eine Fah ne und Werk zeu ge der ArbeiterKlasse. Provenienz: Auf dem Spiegel il lu strier tes Ex li bris von L. H. Dor ren boom. Literatur: Adhémar/Séguin 127 (Ein band-Abb.); Beraldi V III , 274, Nr. 65; Bilder welten 116, Nr. 49; Brivois 351 ff.; Bru net V I , 938, Nr. 17270; Car ter et III , 516 f.; DLF II , 323; Hoefer 42, 77 ff.; Lonchamp II , 398; Ma rie 105; Oster walder 539; Quér ard/ Bourquelot V I , 167; Rahir 613; Ray II , 267, Nr. 189; Sander 588; Vica ire V I , 1102 f.

– 1716 –


In den Ver­le­ger-Lu­x us­ein­bän­den 537 Rey­baud, Lou­is. Jérome Patu­r ot à la re­cher­che d’une po­si­t i­on so­ci­ale. Édit­ion illustrée par J.-J. Grandville. [Und:] Jérome Patu­rot à la re­cher­che de la meill­eu­ re des républiques. Édit­ion illustrée par Tony Johan­not. Zu­sam­m en 2 Bde. Pa­r is, J.-J. Du­bochet, Le Che­va­lier et Cie, 1846. Und: Pa­r is, Mi­chel Lévy frères, 1849. 32 Ta­feln, etwa 170 Text­ab­bil­dun­gen und wie­der­h ol­ te Schmuck­lei­sten. Und: 30 Ta­feln mit Sei­d en­vor­sät­ zen, etwa 160 Text­ab­bil­dun­gen und 1 wie­der­hol­te Kopf­ vi­g net­te. – Al­les in Holz­schnitt. 4 Bl., 460 S. Und: 2 Bl., 580 S., 2 Bl. – Der Grandville-Band auf ge­tön­tem Pa­pier. Quart (260 x 172 mm und 263 x 170 mm). Ver­le­ger­ein­ bän­de von ro­tem Saf­f i­an bzw. blau­em Ma­r o­quin auf glat­te Rücken, je­weils mit Rücken­ti­tel und den gan­zen Rücken fül­len­der Il­lu ­stra­t i­on in Gold­prä­g ung, die Deckel des Grandville-Ban­des mit fet­tem Blind- und sie­ben­ fa­chem Gold­f ileten­rah­m en, dar­in vorn gold­ge­präg­tes, in Blau und Rot in­tar­sie­r tes Wap­pen, hin­ten klei­n e­re Vi­g net­te, die des Johan­not-Ban­des mit fet­tem und ma­ ge­rem Blind­f ileten­rah­m en, dar­in Ti­tel und gro­ße Il­lu­ stra­t i­on in Gold­prä­g ung, am Fuß bzw. auf dem Deckel si­g niert „Har­h aus“ , mit ein­fa­chen bzw. dop­pel­ten Gold­ fileten auf den auf Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­nen­ kan­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Ganz­g old ­schnitt, in mit Filz aus­ge­schla­ge­nen Papp­schu­bern.

narr­ative „Schil­de­r un­gen drol­l i­ger oder dra ­m a­t i­ scher Epi­so­den“ wie in sei­nen frü­he­r en Wer­ken kon­zen­t rier­t e er sich „nun fast völ­l ig auf die im Text fi ­x ier ­t e Cha ­r ak­t e­r i­sie­r ung ein­z el­ner Per­so­nen oder auf die phy­sio­g no­m i­sche Dif ­fe­r en ­z ie­r ung ver­schie­ de­ner Men­schen in grö­ße­r en Grup­pen. Fast durch­ gän­g ig prä­sen­t ie­r en die Ta ­feln Ein­z el­per­so­nen be­ stimm­t er so­z ia­ler Schich­t en in cha­r ak­t e­r i­sti­scher Hal­t ung und ent ­spre­chen­dem Ge­sichts­aus­d ruck“ [Bil­der­wel­ten 116]. Hat­te schon Grandville 1846 be­r ühm­t e Zeit ­ge­nos­sen wie Vic­t or Hugo, Hono­ ré de Bal­z ac, Du­m as, Ge­orge Sand, Hec­t or Ber­l ioz und Franz Liszt ab­ge­bil­det, so tat Johan­not es ihm gleich: Bei ihm fin­den sich etwa Hugo, Du­m as und Bal­z ac auf ei­ner Vi­g net­te [S. 301], wie­der­u m Ge­ orge Sand, fer­ner Alp­honse de La­m ar­ti­ne, Adol­ phe Thiers und Charles Lou­is Na­po­le­on Bo­n a­par ­t e. Die­se Ten­denz ent­spricht ei­ner Vor­l ie­be der Zeit, die auch in der viel­bän­d i­gen hu ­mo­r i­sti­schen Rei­he der Phy­sio­lo­g ien ih­r en Nie­der­schlag fand.

Rey­b auds par­o di­s ti­s cher Ro­m an über die op­ por ­t u ­n i­sti­s che und cha ­m ä ­le­on­h af ­t e Fi­g ur des Jérome Patu­r ot und die fran­z ö­si­sche Ge­sell­schaft der Juli-Mon­a r­chie war erst­m als 1842 –1843 er­schie­ nen, 1846 dann in der von Grandville il­lu­strier­ te Aus­g a ­be, die des­sen Phan­t a­sie „Ge­le­gen­heit zu ih ­r en schön­sten Ge­stal­t un­gen“ gab [Bil­der ­wel­t en 156]. 1848 brach­te Rey­baud eine Fort­set­z ung her­ aus, die sich mit den Wir ­r en der Fe­bru­a r ­r e­vo­lu­t i­on und den An ­f än­gen der Zwei­t en Re­pu­blik aus­ein­ an­der­setz­t e. Da Grandville be­r eits 1847 ver­stor­ben war, zeich­ne­te Tony Johan­not (1803 –1852) für die il­lu­strier ­t e Aus­g a ­be des zwei­t en Ban­des von 1849 ver ­a nt ­wort ­l ich.

Hier sind bei­de Bän­de in er­ster Aus­g a­b e in den wun­der­ba ­r en Ver­lags­ein­bän­den in Ma ­r o­q uin- bzw. Saf ­fi­a n­le­der ver­eint. Die gold­g e­präg ­t en Plat ­t en schuf je­weils Ro­bert Haar­h aus. Bei Jérome Patu­r ot à la re­cher­che d’une po­si­t i­on so­ci­ale wird der Rücken durch eine ‚Kar ­r ie­r e­lei­t er‘ aus­ge­f üllt, die Patu ­r ot und sei­ne Frau Mal­v ina er­k lim­men. Der Vor­der­ deckel zeigt das Wap­p en des son­der­ba­ren Hel­ den un­t er ei­ner ge­flü­gel­t en Zip­fel­müt­z e [vgl. Abb. S. 225], der Hin­ter­deckel drei Schöp­fe un­ter ver­ schie­de­nen Müt­z en. Der Ein­band zu Jérome Patu­rot à la re­cher­che de la meill­eu­re des républiques ist hin­ ge­gen po­l i­t isch ge­prägt: Die Dra­pie­r ung di­ver­ser Re­q ui­si­ten er­in­nert for­m al zwar an das 18. Jahr­ hun­dert, in­h alt ­l ich sind die At ­t ri­bu­t e je­doch voll­ kom ­men zeit ­ge­nös­sisch: Zwei Ban ­ner for­dern ein „Droit au travail“ und „Suffrage uni­ver­sel“, dar­u n­ ter fin­det sich ein Circula­ire und eine Pe­t i­t i­on, den Bo­den be­decken Waf ­fen, eine Fah ­ne, Werk ­z eu­ge der Ar­bei­t er-Klas­se. „La réuni­on de ces deux cart­ onna­ges en bel état co­n sti­t ue une ra­r e­t é en même temps qu’une note très ca­r acteristique de l’epoque ro­m an­t ique“ [Car ­t er­et]. Zu den Vor­b e­sit­z ern, die das En­sem ­ble be­r eits hü­t e­t en, ge­hö­r en Lau­r ent Meeûs, Alex­a n­d re Roudinesco und Mar­cel de Mer­ re. 1969 wur­de es auf der Aus­stel­lung Reflets de la bi­blio­phi­lie en Belgique ge­z eigt [vgl. Wittock, S. 76].

Das viel­leicht „most unexpected of all Johan­not’s wo­rks“ [Ray] ver­l ang ­t e von dem lie­b ens­w ür­d i­gen Ro­m an­t i­ker sa­t i­r i­s che Kom ­men­t a ­r e zum zeit ­g e­ nös­si­schen Ge­sche­hen, und in der Tat bie­ten sei­ ne Zeich­nun­gen „many witty and revealing glim­ pses of the man­ne­rs of the day“ [Ray]. Statt auf

Pro­ve­n i­enz: Auf bzw. ver­so flie­gen­den Vor­s ät­z en drei Ex­l i­bris: Lau­r ent Meeûs (1872 –1950), vgl. Wit­ tock, La bibliothèque de Lau­r ent Meeûs, 1982, Nr. 446 und 449. – Alex­a n­d re Roudinesco (des­sen Auk­ ti­on I, 1967, Nr. 112: frs. 2.800). – Mar­cel de Merre (des­sen Auk­t i­on 2007, Nr. 230).

Bei­de Patu­r ot-Ro­m a ­ne in er­ster il­lu­strier ­t er Aus­g a ­be, per ­fekt er­h al­t en in den groß­a r ­t i­gen Ver­l ags­ein­bän­den

– 1717 –


Schönes Exemplar im Verleger ein band aus Maroquin citron 538 Ritchie, Leitch. L’Irlan de et les Irland ais. Traduit de l’An glais. Paris, Desenne, 1837. 20 Stahl stich­Tafeln auf stärkerem Papier, davon 19 mit Seidenvorsät zen. 2 Bl., 327 S. Oktav (216 x 140 mm). Verlegereinband aus Maroquin citron auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rückenti­ tel, umrahmt von reichem floral­linearen Dekor, die Dek­ kel mit vegetabilen Arabesken in Blindprä gung bedeckt, mit cremefarbenen Bunt papiervorsät zen und Ganz gold­ schnitt (Rücken minimal gebräunt, durch gehend etwas, Tafeln etwas stärker braunfleckig). Im Verleger ein band aus Maroquin citron Leitch Ritchie (1797 –1865) ver öf fent lichte zwischen 1832 und 1840 eine gan ze Rei he Rei sebücher in der Samm lung Heath’s picturesque annual, in der auch Ireland, picturesque and rom antic her auskam. Die vor­ liegende Ori gi nal ausga be der fran zösi schen Über­ set zung er schien noch im gleichen Jahr, 1838 leg te

der Autor noch ei nen zweiten Band in engli scher Sprache vor. Das Werk beginnt mit ei nem Ver gleich der Buchten von Du blin und Neapel und ei ner Comparai son physique et morale des deux pays, be vor es sich der Be schrei bung von Stät ten, Sit ten und Gebräuchen der Haupt stadt und des gan zen Lan­ des in insgesamt 15 Kapiteln wid met. Der Band ent hält insgesamt 20 Stahlstiche; 18 Moti­ ve, zu meist wasser reiche romantische Landschaf ten und drei An sichten von Du blin, zeich nete Thomas Creswick (1811 –1869); zwei Frauenpor traits stam­ men von Da niel Maclise (1806 –1870). Die Ta feln ha­ ben fran zösi sche Legenden und die Verlagsan ga be Desen ne. Sie sind mä ßig braun fleckig, an son sten ist dies ein schönes Exemplar, das sich in ei nem hüb­ schen Verleger ein band in Maroquin citron prä sentiert. Literatur: Quér ard/Bourquelot V I , 193 (mit Er schei nungsjahr 1838); zu den Il lu stratoren: Houfe 272 und 381.

– 1723 –


Mit al­len 95 Ori­g i­nal­zeich­nun­gen von Al­bert Robida 539 Robida, A[lbert]. Histo­ire et Aven­t u­r es du Ba­ron de Munch­h au­sen. Illustrat­ions de A. Robida. Préface de M. Lou­i s Tarsot. Und: Ori­g i­n al­zeich­nun­gen Robi­d as zum „Munch­h au ­sen“ . 2 Bän­de. Pa­r is, Hen­r i Lau­rens, 1920. 93 Text­il­lu ­stra­t io­nen in Holz­schnitt (da­von 10 aqua­rel­ liert). Und: 1 Bl. mit auf­ge­zo­ge­n em hand ­schrift­li­chen Um ­schlag­t i­tel in Kal­li­g ra­phie, 95 Ori­g i­n al­z eich­n un­ gen in schwar­zer Tin­te auf 39 kar­to­nier­ten Ta­feln, auf Ste­gen mon­t iert. 2 Bl., I V S., 111 S. Quart (314 x 257 mm). Neue blaue Halb­m a­r o­quin­bän­de auf glat­te Rücken, je­weils mit gold­ge­präg­tem Rücken­ ti­tel, de­k o­ra­t i­ver Rücken­ver­g ol­dung und in­tar­sie­r ten ro­ten und grü­n en Le­der­pa ­stil­len, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­t en Vor­sät­z en und Kopf­ gold ­schnitt, der Druck mit ein­g e­bun­d e­n em, far­big il­l u ­strier­tem Ori­g i­n al-Um ­schlag, auf den Spie­g eln si­g niert „Devauc­h el­l e“ , zu ­sam­m en in gleich­ar­t i­gem, mit Ve­lours aus­ge­schla­ge­n em Papp­schu­ber mit Ma­r o­ quin­k an­ten. Der Zeich­ner und Au­t or Al­bert Robida (1848 –1926) ist in un­se­r er Kol­lek­t i­on ein Spät ­l ing: Ge­bo­r en im

Re­vo­lu­t i­ons­jahr 1848, steht er ge­w is­ser ­m a ­ßen am Über­g ang vom Zwei­t en Kai­serr ­r eich zur Drit ­t en Re­pu­blik. Die noch im 19. Jah­r un­dert ent­stan­de­ nen, doch erst 1920 er ­s chie­ne­nen Zeich ­nun­g en zu Gott ­f ried Au­g ust Bür­gers Münch­h au ­sen stel­len in sei­ner Bio­g ra­phie wie­der ­u m ein Spät ­werk dar, rei­hen sich je­doch mit ih­r em locke­r en ka ­r i­k ie­r en­ den Strich in die be­sten Tra­d i­t io­nen des 19. Jahr­ hun­derts ein; kon­k ret neh­men sie Maß an Gu­stave Dorés Holz­schnit­ten zu den Aven­t u­res du ba­r on de Münch­h au ­sen in Théo­phile Gau­t iers Über­set­z ung von 1862, die sich gleich­falls in un­se­r er Samm­lung be­fi n­det [Nr. 225 f.]. Robida hat­te 1866 als Mit­a r­ bei­t er beim Jour­n al am­u sant, bei Pa­r is co­mique und an­de­r en Zeit­s chrif ­t en be­g on­nen und spä­t er La Ca­r icature ge­g rün­det. In der Fol­ge­z eit hat­t e er be­ reits eine Rei­he wirk ­l i­cher und fan­t a­sti­scher Rei­se­ be­schrei­bun­gen ver ­faßt und il­lu­striert. Ge­r a­de­z u über­s chweng­l ich lob­t e Beraldi sei­ne „verve ca­pri­c ieuse, […] une fan­t ai­sie sing ­u lière“ und „l’ex­pres­si­on graphique la plus cu­r ie­u sement bi­z ar­r e et qu’on ne sau­r ait co­m ment décr­i re“, Robi­ das „Vor­l ie­b e ge­hör ­t e den phan­t a­sti­s chen Bild­-

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Er ­fi n­dun­gen, uto­pi­schen Kon­struk­t io­nen und fu­t u­ ri­sti­schen Träu­men“ [Bil­der­wel­t en 227] – so war es für ihn ein Leich­t es, die un­glaub­li­chen und haar­ sträu­ben­den Aben­t eu­er des Lü­gen­ba ­r ons Münch­ hau­sen kon­ge­n i­a l in Bil­der um­z u­set­z en. Zu dem ge­d ruck­t en Werk lie­gen hier sämt­l i­che Ori­ gi­n al-Vor­z eich­nun­gen in schwar­z er Tin­t e vor, die mit we­n i­gen Aus­n ah­men von Robida si­g niert sind. In un­se­r em Ta ­fel­band ste­hen sie in et ­w as an­de­ rer Rei­hen­fol­ge als im Buch. Dies sind die ex­a k­ ten Bild­vor­la­gen, wo­bei sie im Buch merk­lich ver­ klei ­nert wie­der­ge­ge­b en wur­den – man ver­glei­che etwa für die ganz­sei­t i­gen Ab­bil­dun­gen die Blatt ­m a­ ße von 313 x ca. 240 mm zu 273 x 220 mm. Bei ei­n i­ gen Zeich­nun­gen steht mit Blei­stift die An­wei­sung zur Ver­k lei­ne­r ung auf „1/2“, die im Druck auch um­ ge­setzt wur­de. So kommt etwa das Mo­tiv des auf ei­nem rie­si­gen Wal ge­stran­de­t en Schiffs in der sei­ ten­brei­t en Zeich­nung viel bes­ser zur Gel­t ung als in der ge­d ruck­t en Schmuck ­v i­g net ­t e.

„Kä­se­e s­ser“, die sich lü­gen ­h af ­t er Rei­se­er­z äh ­lun­ gen [!] schul­d ig ge­m acht ha­ben, wur­de in der ur­ sprüng­l i­chen Form nicht ins Buch auf­ge­nom ­men; von ihm fin­det sich un­ter den Ori­g i­n a­len dar­u m zu­sätz­l ich die et ­was ver­ä n­der ­t e end­g ül­t i­ge Va ­r i­a n­t e auf ei­nem ei­ge­nen Blatt in et ­was an­de­r em For ­m at. Un­ser Zeich­nungs­c or ­pus wird bei Phil­ippe Brun nicht er ­wähnt. Das En­sem ­ble der bei­den per ­fekt er­h al­t e­nen Halb­ ma ­r o­q uin­bän­de ist ein her­aus­r a­gen­des Bei­spiel für die buch ­bin­de­r i­sche Hand­werks­k unst von Ro­ger Devauc­hel­le, dem es ge­lang, zwei sehr ver­schie­de­ ne For ­m a­t e in ei­nem ge­mein­sa ­men Schu­ber zu ver­ ei­nen, ohne daß der Grö­ßen­u n­t er­schied sicht ­bar wird. Pro­ve­n i­enz: Adri­a n Flüh ­m ann. Li­t e­r a­t ur: Brun 115; vgl. K NLL III , 325 f. (Bür­g er); zu Robi­ da: Bénézit XI , 776; Beraldi XI , 207 ff.; Thieme/Becker 28, 433.

Eine Zeich­ nung ist ‚über­ z äh­ l ig‘: Das Mo­ t iv der drei ver­kehrt ­her ­u m an ei­nem Baum auf­ge­h äng ­t en

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Ein ‚Gei­ster­zug‘ von über vier Me­t ern Län­ge 540 [Rou ­baud], Ben­ja ­m in. Grand che­ m in de la post­érité. 3 Bde. [Pa­r is], Au­bert & Cie, [1843].

mon­t ier ­t e Falt ­t a ­feln mit ei­ner Län­g e von fast 140 cm, ganz rechts si­g niert „Ben­ja­m in“.

3 sechst­ei­li­ge lithographierte Le­po­rel­los.

Das be­r ühm­t e­ste zeigt das Defilé von nicht we­n i­ger als 45 Hommes de Lettres der ro­m an­t i­schen Epo­che: „Le laid c’est le beau“ – als Ban­ner­t rä­ger ei­ner Äs­ the­t ik des Häß­l i­chen prescht Vic­t or Hugo auf ei­nem ge­flü­gel­t en Pe­g a­sus vor­a n, der ‚hin­t er-rücks‘ die­se De­v i­se be­stä­t igt: Die Chi­m ä ­r e läuft in ei­nen Dra­ chen­schwanz aus, auf dem vier klei­ne­r e „Hugolâ­ tres“ Platz ge­f un­den ha ­ben, un­t er ih­nen Théo­phile Gau­t ier. Dar­ü ber schwebt auf ei­ner Wol­ke der Ly­ ri­ker Alp­honse de La ­m ar ­t i­ne, in po­l i­t isch-poe­t ischka­t ho­l i­sche Me­d i­t a­t io­nen ver ­t ieft und ei ­nen Geld­ sack zur Sei­t e. Von Gip­fel zu Gip­fel wan­dernd folgt Alex­a n­d re Du ­m as, in der Bild­le­gen­de be­schrie­ben als „le Co­o ck de la Méditerranée“, der mit Leich­ tig­keit ei­nen gro­ß en Packen sei­ner Réimpress­ions de voya ­ges mit sich trägt. Wäh­r end sich Fredéric So­u lié von ei­nem ge­flü­gel­t en Teu­fel „sur une hau­t e Mon­tag­ne“ tra­gen läßt und Alp­honse Karr in An­ spie­lung auf das von ihm her­aus­ge­ge­be­ne Ma­g a ­z in als Wes­pe mit dä­mo­n i­schen Zü­gen durch die Lüf­ te surrt, muß das sich an­schlie­ßen­de Fuß­volk die Mü­hen der Ebe­ne auf sich neh­men: La­chend noch ein fei­ster Honoré de Bal­z ac, der „In­venteur de la femme de tren­te ans“, sto­isch er­ho­b e­nen Haup­ tes Al­fred de Vigny, eher ver­d ros­sen Léon Goz­ lan, die Brü­der Ger­m ain und Ca­si­m ir Delavigne, von de­nen der eine den an­de­ren Hucke­pack ge­ nom­men hat, der auf ei­nen Stock ge­stütz­t e Jo­seph Méry, ein „poéte peu élegiaque“, und an­de­r e. Ei­nen Dampf­wa­gen mit – laut Auf­schrift – vol­len 50 PS

Quer-Fo­lio (262/270 x 1380/1390 mm). Schwar­ze Halb­ ma­r o­quin­bän­de der Zeit mit au­ber­g i­ne­farbenen Deckel­ be­zü­gen aus Moi­ré­pa­pier und gold­ge­präg­ten Deckel­t i­teln (leicht berie­ben, Ta­feln leicht bis mä­ßig braun­f leckig). Drei je­weils fast 140 cm lan­ge Le­po­r el­los mit Ka ­r i­k a­t u ­r en von zahl­r ei­chen Au­t o­r en und Büh ­nen­d ar­stel­lern der Ro­m an­t ik Ben­ja­m in Rou­baud (1811 –1847) war in der Zeit der Ju­l i­mon­a r­chie ein „be­k ann­t er Ka ­r i­k a­t u­r ist“, der „sehr geist ­r ei­che Li­t ho­g ra­phi­en“ [Thieme/Becker] für La Ca­r icature, Le Charivari und an­de­re Zeit­ schrif ­t en schuf. In Por ­t rait­se­r i­en wie dem Pan­théon charivarique zeig­te er „une puissance d’ex­pres­si­on for­te, traçant les effigies des per­so­n al­ités les plus in­t éress­a n­t es du règne de Lou­i s-Phil­ippe“ [Béné­ zit]. Da ­bei ge­ben ge­r a­de sei­ne ka ­r i­k ie­r en­den Über­ trei­bun­g en eine be­stimm­t e Per­sön­l ich­keit „plus ex­actement que des por­t raits“ [Beraldi] wie­der. In drei gro­ß en Bild-‚Frie­s en‘ ver­s am ­mel­t e Rou­ baud die be­deu­t end­sten Kul­t ur­schaf ­fen­den sei­ner Zeit ge­mein­sam auf ih­r em Grand che­min de la post­ érité, dem Weg zur ‚Nach­welt‘, der ir­gend­wo zwi­ schen Him­mel und Erde, Dies­seits und Jen­seits ver­l äuft – eine Per­si ­fl a­ge auf die ro­m an­t i­sche Sehn­ sucht nach Ewig­keit und ein­sa­mer Grö­ße. Alle drei Le­po­r el­los lie­gen hier vor: Je­weils drei an­ein­a n­der

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hat sich Eugène Scribe ge­baut, „fa­bricant dra­m a­ tique à la vapeur“, der es auf „30 pi­èces à l’heu­r e“ bringt. Ent­spre­chend qualmt es aus dem Schorn­ stein nur so von Ope­ras, Mélodrames und Vaudevilles, mit de­ren Tex­ten fünf Col­l a­bo­ra­teurs von ei­nem An­h än­g er aus den Ver­bren­nungs­mo­t or füt ­t ern. Ge­d räng­ter folgt noch eine gan­z e Schar wei­te­r er Au­to­r en: un­t er ih­nen eine „Ban­de joyeuse des Vaudevil­l i­stes“, fer­ner Paul de Kock, Théo­phile Du­mersan, Eugène Briffau[l]t („Le mélancolique“), Alb­ eric Se­ c ond („pre­ m ier du nom“), Lou­ i s Des­ noyer[s], Ag­énor Alta ­r oche und an­de­r e. Die bei­den an­de­r en Le­po­r el­los sind den dar­stel­ len­den Künst ­lern ge­w id­met. An­g e­f ührt von der mit Blu­men und Krän­z en be­wor­fe­nen Ra­chel in ei­ nem rö­m i­schen Streit ­w a­gen, der gna­den­los über eine un­t er­le­g e­ne Kon ­k ur ­r en­t in hin­weg ­r ollt, fol­ gen in hier­a r­chi­scher Ord­nung die Ver ­t re­t er von Tragé­die, Co­m é­die, Drame (zwei Dar­stel ­ler die­s er Ka­t e­go­r ie ge­r a­t en sich ge­r a­de buch­stäb­l ich in die Haa­r e), Mélodrame, Cirque-Olymp­i que und Cham­ ps-Elysées – ganz am Ende geht der Pan­to­m i­me Debur[e]au in sei­nem Pi­er­r ot-Ko­stüm und winkt mit ei­nem Hand­z et ­t el. Das drit ­t e Le­p o­r el­lo be­ ginnt mit träl­lern­den Ver ­t re­t ern der Grand Op­éra, das Corps de Ballet tän ­z elt ih ­nen hin­t er­her, dar ­u n­ ter eine Un­z ahl klei­ner Rat­t en. „Il gi­g ant­esco Lab­ lachio“ ist dem­ge­gen­ü ber der Haupt ­r e­prä­sen­t ant der Ita­li­ens; gute Lau­ne ver­brei­ten die gro­tes­ken Ver­ tre­t er von Op­éra co­mique, Variétés und Pa­lais-Roy­al, wäh­r end im Th.tre de Mr. et Mme. An­c e­lot ge­r a­de ein wü­t en­der Streit aus­bricht. Den Ab­schluß bil­det das Gym­n a ­se, in dem das Thea­t er gleich­sam sich selbst samt künst ­l e­r i­s chem Ewig­k eits­w ert auf ­h ebt:

„Le théâtre représ­ en­ t e un champ de batail­ le, Co­lonels, Off­iciers, Sol­d ats, sont tous morts“. Wird die In­d i­v i­dua ­l i­t ät all die­ser Dich­t er, Pu­bli­ zi­sten, Schau­spie­ler, Sän­g er und Tän­z er schon durch ihr mas­s en­h af ­t es Auf ­t re­t en und Da ­h in­ trot­ten ad ab­sur­dum ge­führt, so ent­larvt sich ihr Ruh­mes­ver­l an­g en als Aus­g e­burt durch­g e­hend über­d i­men­sio­n ier ­t er Köp­fe, ihr faus­t i­sches Stre­ben mal als ideo­lo­g i­sches Pro­g ramm, mal als dä ­mo­n i­ sche Schar­la­t a­ne­r ie, wenn nicht gleich als tech­n i­ sche Vir ­t uo­si­t ät oder bru­t a ­ler Kon­k ur ­r enz­k ampf ums Da­sein. Die tie­fe­r e Iro­n ie liegt dar­in, daß all die­se Ge­stal­t en als Ka ­r i­k a­t u­r en ver­ewigt wer­den, was den vor­a n­g e­t ra­g e­nen Leit­spruch mit um­g e­ kehr ­t er Stoß­r ich­t ung zu be­stä­t i­g en scheint: Das Häß­l i­che ist das Schö­ne, das Sa­t i­r i­sche das Er­h a­ be­ne, Ka­r i­k a­t ur die wah­r e Kunst – nur, daß all dies zu­gleich zum La­chen ist. Li­t e­r a­t ur: Zu Rou ­b aud: Bénézit XII , 16; Beraldi II , 33 ff.; Thieme/Becker 3, 325.

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Eines von sechs Exempla ren auf Chinapapier, mit Brief und Widmung an Jules Ja nin 541 Roujoux, [Prudence-Guillaume] ba ron de. Histoire pittoresque de l’Angleterre et de ses possessions dans les In des, depuis les temps les plus reculés jusqu’ à la réfor me de 1832. Publié par M. Alfred Main guet sous la direct ion de MM. Taylor et Charles Nodier. Ouvra­ ge orné de gravures sur bois et de car tes géographiques de l’Angleterre et de l’Inde, à leurs différentes pha ses hi storiques. 3 in 1 Bd. Paris, A l’admini stration de l’ histoire pittoresque d’Angleterre, 1835 –1836. 14 Tafeln (6 Kar ten und 8 An sichten des Teppichs von Bayeux) auf aufgewalztem Chinapapier, 6 Tafeln und fast 400 Textabbildun gen (dar unter eini ge Schmuckin­ itialen) in Holz schnitt. 2 Bl., 332 S., 1 Bl. (Observations de l’auteur), 1 Bl. (Table), VIII S. (Not ice hi storique […] sur la tapisserie de Bayeux); 446 S., 1 Bl.; 443 S. – In zwei spalti gem Druck. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart (273 x 205 mm). Grobgenarbter Ein band der Zeit in Maroquin citron auf fünf mit Goldfileten ver­ zier te Bünde, mit gold gepräg tem Titel auf schwar zem Lederrücken schild sowie fet ten und ma geren Goldfileten in den an deren Rückenfeldern wie auch auf den Dek­ keln, mit Goldfileten auf den Steh­, Dentellebordüre auf den Innenkanten sowie mit Ganz gold­ über mar morier­ tem Schnitt, verso fliegen dem Vorsatz si gniert „H. Duru“ (Rücken und Deckelrän der gebräunt, eini ge Bl. mit ge­ ring fü gi gen Randlä suren bzw. gering braunfleckig). Exemplar auf Chi napapier im Ein band von Duru, aus den Samm lun gen Ja nin, Gavault und Villebœuf Die drei bändi ge Ge schichte Eng lands, die hier in er ster Ausga be vorliegt, stammt von Prudence­ Guillaume ba ron de Roujoux (1779 –1836), ei nem Ver waltungsbe amten im Er sten Kai ser reich, der sich nach 1815 als Pri vatier litera ri schen, jour na­ li sti schen und hi stori schen Ar beiten zu wandte. Er starb im Er schei nungsjahr des drit ten Bandes, möglicher weise steht da mit in Zu sam men hang, daß auf den Titeln als Her ausgeber Al fred Main guet ge­ nannt wird. Dieser selbst wid mete das vorliegende Exemplar dem Schrift stel ler Jules Ja nin, sowohl auf dem Vor titel des er sten Bandes als auch mit ei nem ein gebundenen Begleit brief. Die ser ent hält eine wichti ge bi bliographi sche In­ for mation: „Six exempla ires seulement ont été tires sur papier de chine“ – das vorliegende ist ei nes davon. Ent sprechend hielt Ja nin es in Eh ren und ließ es von Hippolyte Duru (1803 –1884) in ei nen

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ge­d ie­ge­nen Ein­band aus Ma­ro­quin citron bin­den. Es dürf ­t e ei­nes der frü ­he­sten Wer­ke des be­k ann­t en Buch­bin­ders sein, der von 1843 bis 1863 tä­t ig war, um die Werk­statt dann sei­nem Mit­a r­b ei­ter René Chamb­ol­le zu über­l as­sen. Spä­t er be­fand sich un­ ser Ex­em­plar in den Samm­lun­gen von Paul Gavault und Paul Villebœuf. Die Histo­ire pi­t toresque be­sticht durch fast 400 hüb­ sche Ab­bil­dun­gen von hi­sto­r i­schen Land­schaf ­t en, Ge­bäu­den und Kunst ­wer­ken, fak­si­m i­l ier ­t en mit ­t el­ al­t er­l i­chen Zeich ­nun­gen und Buch ­i n ­itia ­len, hi­sto­ ri­schen Sze­nen, Per­so­nen und Ko­stü ­men. Mit die­ sem Werk be­g ann zu­gleich „l’âge de l’il­lu­stra­t i­on pluri­el­le“ [Blachon 102], bei der zahl­r ei­che Vi­g net­ ten von zahl­r ei­chen Zeich­nern und Ste­chern frei im Buch ver­streut sind. Eine gute An­z ahl der Holz­ schnit­t e (je­doch bei wei­t em nicht alle) sind si­g niert. Die Haupt­z eich­ner wa ­r en dem ­n ach Jo­seph Ma ­r ie Foussereau und, in zwei­ter Li­n ie, Charles Marvil­ le, die kur­z e Zeit spä­ter auch an Charles Nodiers Sei­n e-Werk[vgl. Nr. 469 f.] zu­s am ­men­a r­b ei­t e­t en. Wei­t e­r e Dar­stel­lun­g en stam ­men von Ed. Brohy und Fran­çois Lou­is Français, ein­z el­ne von Ignace Fran­çois Bon­homme, Karl Girardet, Tony Johan­ not [Bd. I, S. 24], Lac­oste je­u ne, Phili­b ert Lang­ lois, J. E. Reid u. a. Zahl­r ei­che Ste­cher wa­r en an dem Werk be­schäf­tigt, vor al­lem das Ate­lier An­ drew-Best-Leloir, da­ne­ben John All­a nson, C. Bene­ worth, Pros­p er Cherrier, Hen­r y Isidore Chevau­ chet, Jules Fa­g n­ion, Eugène Guillaumot, Gu­stave Le­s e­stre, An­t oine Pia­ud, Hen­r i Porret, Charles Thompson u. a. Die Kar­ten stam­men von Pierre Tar­d ieu. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Vor ­t i­t el des er­sten Ban­des hand­schrift ­l i­che Wid ­mung, ein­ge­bun­den ein hand­ schrift ­l i­cher Wid ­mungs­brief des Her­aus­ge­bers Al­ fred Main­g uet an Jules Ja­n in, des­sen Ex­li­bris auf dem Spie­gel (Auk­ti­on 16.2.1877, Nr. 1255: frs. 75, an Potier). – Dar­u n­ter Ex­li­bris von Paul Gavault (Auk­ti­on I, 1950, Nr. 159: frs. 14.800, mit kon­se­ quent falsch ge­schrie­be­nem Her­aus­ge­ber ­n a ­men). – Spä­t er im Be­sitz von Paul Villebœuf (Auk­t i­on 1963, Nr. 276: frs. 700, ohne Er­wäh­nung des Briefs). Li­t e­r a­t ur: Blachon 102 f.; nicht bei Car­t er­et (wor­ü ber sich Bla­ chon be­k lagt); DLF II , 350; Gra­e s­s e V I , 174; Hoefer 42, 723; Quér­a rd/Bourque­lot V, 237, und V I , 243 (nur 2. Ausg.); Vica­i re V I , 1203 f.; zu Duru: Culot 500; Fléty 65.

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Das Ex­em­plar von Ma­r ie Ca­r o­l i­ne Du­chesse de Berry, ge­bun­den von René Simier 542 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Œuvres co­m plètes de J. J. Rousseau, cito­yen de Gen­ève. Pa­r is, A. Sau­te­let et C°, Ver­di­ère, A. Du­pont et Roret, 1826. Ti­tel­vi­g net­te in Holz­schnitt. 2 Bl., 1708 zwei­spal­t i­ge S. – Text in schwar­zen Rah­m en ge­setzt. Ok­tav (205 x 124 mm). Lang­ge­n arb­ter ro­ter Ma­r o­quin­ band auf glat­ten Rücken, mit zwei gold­ge­präg­ten in­tar­ sie­r ten Rücken­schil­dern, Rücken und Deckel mit reich­ ster or­n a­m en­ta­ler Gold­prä­g ung und In­tar­si­en in Ocker, Lind- und Oliv­g rün, Dun­k el­g rau, Nacht­blau und Rot, auf den Deckeln um­ge­ben von fet­tem und ma­ge­rem, so­ dann vier­fa­chem Fi­let­en­rah­m en mit Eckfleurons, mit de­k o­r a­t iv gold­g e­präg­t en Ein­band-Ecken, flora­l er, von dop­pel­ten Gold­f ileten ein­ge­faß­ter Bor­dü­re auf den In­nen­k an­ten, Doublü­ren und flie­gen­den Vor­sät­zen aus grü­nem Bunt­pa­pier und Ganz­g old­schnitt, am Fuß und ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „Simier R. du Roi“ (Pa­pier qua­li­täts­be­dingt teils ge­bräunt und schwach braun­f leckig). Aus dem Be­sitz der Du­chesse de Berry, in ei­nem Mo­sa ­i k­ein­band von René Simier Die Wer­ke Jean-Ja­cques Rousse­aus in ei­nem Band zu ver­ei­n i­gen – den Émile und La nouv­el­le Héloise, Thea­t er­stücke und Les con­fess­ions, Wer­ke zu Phi­ lo­so­phie, Po­l i­t ik, Bo­t a ­n ik und Mu­sik – das ge­l ang hier, in­dem man die Schrift sehr ver­k lei­ner­t e und den Satz der bes­s e­r en Über­sicht ­l ich­keit hal­b er zwei­spal­t ig ge­stal­t e­t e. Da ­bei ka ­men frei­l ich im ­mer noch rund 1700 Ok­t av-Sei­t en her­aus. Zur Er­schlie­ ßung des Ban­des dient au­ßer der Tab­le ein Na­men­ re­g i­ster von Rousse­aus Kor ­r e­spon­den­t en. Hen­ r i Four­ n ier druck­ t e den Text auf fei­ nes, chi­n a­ä hn­l i­ches Ve­l in­pa­pier, so daß ein eben­so vo­ lu ­m i­nö­ser wie kom­pak­t er Band ent­stand. Zu die­sem ‚res­sour­cen­scho­nen­den‘ Druck steht der ver­schwen­ de­r isch de­ko­r ier ­t e Mo­sa ­i k­ein­band von René Simier („Père“), dem Relieur du Roi in der Re­stau ­r a­t i­ons­ zeit, sicht­lich in Ge­gen­satz. Das Buch stammt aus dem Be­sitz von Ma­r ie Ca­r o­li­ne Du­chesse de Berry (1798 –1870), der äl­t e­sten Toch­t er des Kö­n igs Franz I. bei­der Si­z i­l i­en, und ge­w iß er­warb sie es noch vor

der Ju­l i­r e­vo­lu­t i­on von 1830, als sie dem fran­z ö­si­ schen Kö­n ig Karl X. ins eng­li­sche Exil folg­te. Im April 1832 kehr ­t e sie kurz­zei­t ig nach Frank ­r eich zu­ rück, doch war ihr hier kei­ne Ruhe ver­gönnt: Fünf Mo­n a­te hielt sie sich in Nan­tes ver­bor­gen, wur­de ver­r a­t en und bis Juni 1833 in­h af­t iert, ehe sie sich nach Si­z i­l i­en ab­set­z en konn­t e, von wo sie sich spä­ ter nach Schloß Brunn­see bei Mureck in der Stei­er­ mark zu­r ück­z og. Erst hier fand sie Ruhe, sich ih­r en Bü­chern zu wid­men, wo­von das ge­d ruck­t e Bi­blio­ theks­eti­kett und ein Zet­t el mit ei­ner kur­z en hand­ schrift ­l i­chen In ­h alts­ü ber­sicht des Bu­ches Zeug ­n is ab­le­gen. Simier fer ­t ig ­t e öf ­t er Ein­bän­de für die Her­z o­g in, u. a. für den Par­ois­sien co­mplet in die­ser Samm­lung [Nr. 487] mit ih­r em Mo­no­g ramm; zwei wei­t e­r e sind bei Culot ab­g e­bil­det: Sie tra­g en bei­de ein Wap­ pens­upralibros, um­ge­ben von ei­ner Bor­dü­r e [Nr. 6, S. 29], bzw. von Blind­ de­ kor à la ca­thédr­a le [Nr. 46, S. 109]. In­so­fern ist frag­l ich, ob er den uns­ ri­gen, an­ders de­ko­r ier ­t en in ih­r em Auf ­t rag her­stell­ te, zu ­m al an­ge­sichts des Buch­h änd­ler­eti­ketts der Ga­le­r ie de Bos­sange père auf dem Vor­satz. Gleich­wohl stellt der vor­l ie­gen­de Ein­band mit sei­nem auf ­wen­ di­ge­r en De­kor eine will­kom ­me­ne Be­r ei­che­r ung des Spek­t rums von Ein­bän­den aus dem Be­sitz der Du­ chesse de Berry dar: Er zeigt in un­er­hör­t er Fri­sche auf Rücken und Deckeln je zwei Ro­set­t en in über­ ein­a n­der­ge­stell­t en Recht­ecken in rei­cher Gold­prä­ gung und mehr ­far­bi­ger In­t ar­sie­r ung im Stil der Re­stau­r a­t i­ons­epo­che. Da ­m it ge­sellt er sich zu un­ se­r em Mo­lière aus dem Be­sitz des Für­sten Michail Alex­ a ndrowitsch Galitzin [Nr. 449], mit dem glei­chen zen­t ra ­len De­kor auf den Buch­deckeln, eben­falls in ei­nem ro­t en Mo­sa ­i k­ein­band. Pro­ve­n i­e nz: Eti­kett ver­s o flie­g en­dem Vor­s atz: „Ga­le­r ie de Bos­sange père“. – Auf dem Spie­gel ge­ druck­t es Bi­blio­t heks­eti­kett des 19. Jahr­hun­derts: „Brun­s ee“: Schloß Brunn­see in der Stei­er­m ark war der Wohn­sitz von Ma ­r ie Ca ­r o­l i­ne, Prin­z es­sin von Bour­bon-Si­z i­l i­en, Her­z o­g in von Berry (1798 –1870). Li­t e­r a­t ur: Sénelier 1.947; Vica ­i re V I , 1223; zu Simier: Culot 552; Fléty 162; Rams­den 190.

– 1740 –


Ex­em­plar von Léon Le Roy 543 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Julie ou la Nouv­el­le Héloise. Vi­g net­tes par MM. Tony Johan­not, E. Wattier, E. Lepoitevin, H. Ba­r on, Karl Girardet, C. Rogier, etc., gravées par M. Brug­not. 2 Bde. Pa­r is, Bar­bier, 1845. Zu ­sam­m en 38 Ta­feln in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf Kar­ton; etwa 150 Text­holz­schnit­te. 2 Bl., XVIII S., 1 Bl., 375 S. Und: 2 Bl., 369, (3) S. Quart, un­be­schnit­ten (282 x 182 mm). Lang­g e­n arb­te dun­k el­r o­te Halb­m a­r o­quin­bän­de auf glat­te Rücken, mit gold­ge­präg­ten Rücken­t i­teln und de­k o­ra­t i­ver Rücken­ ver­g ol­dung, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­ rier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nen il­lu ­strier­ten Ori­ gi­n al-Um ­schlä­gen, auf ei­n em Vor­blatt je­weils si­g niert „Ca­n ape“ , zu ­sam­m en in mit Filz aus­g e­schla­g e­n em Papp­schu­ber mit dun­k el­r o­ten Ma­r o­quin­k an­ten (Bd. II: kaum merk­lich braun­f leckig, Vor­t i­tel mit ge­schlos­se­nem klei­nen Rand­ein­r iß). Das li­t e­r a ­r i­sche Mo­dell der Ro­m an­t ik – reich il­lu­striert von Tony Johan­not, Émile Wattier u. a. Die Brie­fe zwei­er Lie­ben­der von Jean-Ja­cques Rous­ seau (1712 –1778) er­schie­nen zu­erst 1761; auf den Brief ­wech­s el und die ver­b o­t e­ne Lie­b e zwi­s chen Ab­ael­a rd und Heloise aus dem 12. Jahr­hun­dert wur­de im Ti­tel erst­m als in der Aus­g a­be von 1764 an­ge­spielt. Der Haus­leh­r er Saint-Preux ver­l iebt sich im schwei­ ze­r i­schen Cla­r ens am Gen­fer See in sei­ne Schü­le­ rin Julie d’Etan­ges, die sei­ne Ge­f üh­le er­w i­dert, ihn we­gen sei­nes nie­de­r en Stan­des je­doch nicht hei­ ra­ten kann. Wäh­r end sie Herrn de Wo­lmar ihre Hand reicht, geht er in die Welt, wird je­doch von Wo­l mar als Er­z ie­her sei­ner Kin­der zu­r ück­g e­r u­ fen. Die bei­den Lie­ben­den wi­der­ste­hen der Ver­su­ chung, läu­t ern sich und fü­gen sich so in eine idea­le tu­gend­be­stimm­t e häus­l i­che Ge­mein­schaft ein. Als Julie in­fol­ge der Ret­t ung ih­r es Soh­nes vor dem Er­ trin ­ken stirbt, ver­l äßt der ver­z wei­fel­t e Saint-Preux Cla ­r ens. Ei ­ner­seits ver­k ün­de­t e Rousseau hier „das gött ­l i­che Recht der Lei­den­schaft als ei­nes Na­t ur ­t rie­b es in be­w uß­t em Ge­gen­satz zu al­len so­z ia ­len Kon­ven­t io­ nen“ und als eine „der edel­sten Na­t ur­of ­fen­ba ­r un­ gen“ [Jan 196], was sei­nen stärk­sten Aus­d ruck in der Auf ­n ah ­me des ehe­m a ­l i­gen Lieb­h a ­b ers sei­ner Frau durch den Ehe­m ann in sein Haus fin­det. An­ de­r er­seits be­r uht das Glück die­ser Ge­mein­schaft „auf strik­ter Ob­ser­vanz der Tu­gend, nur so kann der Lei­den­schaft, zur As­ke­se sub­l i­m iert, ein gleich­

be­r ech­t ig ­t er Platz ne­b en der bür­ger­l i­chen Mo­r al ein­ge­r äumt wer­den“ [En­gel­h ardt/Rol­off ]. Da ­bei ist die Tu­gend kei ­nes­wegs ein „in ­n ig-fried ­l i­cher Zu­ stand“, son­dern die „dau­ern­de An­stren­g ung im Durch­g ang durch die Lei­den­schaft, die selbst wie­ der ­u m im Ver­z icht ihre ei­gent ­l i­che Ver­k lä ­r ung er­ fährt“ [Haupt ­wer­ke]. Die Ro­m an­t i­ker mach­t en Rousse­aus Brief­r o­m an je­doch vor al­lem we­gen des aus der Lei­den­schaft ab­ge­lei­t e­t en „Kult[s] des Ich“ [Jan 196], we­gen der „Ver­herr­l i­chung und mo­r a ­l i­schen Recht ­fer ­t i­g ung

– 1744 –


des spon­t a ­nen Ge­f ühls zu ih­r em li­t e­r a ­r i­s chen Mo­dell“ [Haupt ­wer­ke], wo­b ei die „of ­fen­k un­d i­g e Dis­k re­panz zwi­schen Wirk ­l ich­keit und Il­lu­si­on – nur im Ver­z icht, in der Er­in­ne­r ung ist der Ge­nuß der Lie­b e mög­lich – […] un­m it­tel­bar zur Tra­g ik“ [ebd.] etwa von Goe­t hes Wert­her führ ­t e. Die Be­bil­de­r ung ist ein Ge­mein­schafts­werk meh ­r e­ rer Künst­ler, an­ge­f ührt von Tony Johan­not als dem „er­k lär ­t en Il­lu­stra­t or der Li­t e­r a­t en­schu­le des jun­ gen Rom­a n­tis­mus“ [Thieme/Becker 19, 69], der in sei­nen Zeich­nun­gen je­doch auch die Ro­ko­ko-At­ mo­sphä ­r e des 18. Jahr­hun­derts re­spek­t iert: Sei­ne „graceful and ele­g ant fi­g ur­e s seem stylized, yet at the­ir best ach­ieve both pas­si­on and poig­n an­ cy“ [Ray]. Von ihm stam­men al­lein 20 der 38 Ta­ feln; von Hen­r i An­toine Ba­r on fünf, wei­te­r e von Eugène Le Poittevin und Ca­m il­le Rogier so­w ie von den auf dem Ti­ t el nicht ge­ n ann­ t en Achil­ le Devé­r ia, Hi­ppolyte Hol­feld, Lou­is Marc­k l und Charles Pi­not. Die Text­holz­schnit­te führ­te in der

Haupt­sa­che Émile Wattier mit „rou­t i­ne“ [Ray] aus; ihre Zahl be­läuft sich auf etwa 150 und nicht 240, wie bei Brivois, Car­ter­et, Es­coffier und San­der eben­so ein ­mü­t ig wie un­kor ­r ekt an­ge­ge­ben wird. Das „beau livre illu­stré“ ist zwar „as­sez co­m mun, mais très rare en bel­le con­d it­ion“ [Car­t er­et]. Bes­ser als bei un­se­r em un­be­schnit ­t e­nen Ex­em­plar mit den ein­ge­bun­de­nen, creme­far­be­nen Ori­g i­n al-Um­schlä­ gen in de­ko­r a­t i­ven Ein­bän­den von Ca ­n ape könn­t e der Zu­stand kaum sein. Pro­ ve­ n i­ enz: Auf dem Spie­ g el von Band I das Ex­ l i­ bris von Léon Le Roy mit den In­ itia­ len „ LLR“. – Auf ei­nem Vor­blatt mon­t ier­ter Aus­schnitt aus ei­nem äl­t e­r en An­t i­q ua ­r i­ats­k a­t a ­log. Li­t e­r a­t ur: Brivois 355; Car ­t er­et III , 522 f.; En­g el ­h ardt/Rol­off I, 240 f. (Er­stausg.); Es­c offier 1688; vgl. Haupt­wer­ke 233 ff.; Ma­ r ie 102; Oster­ w al­ d er 82, 433, 539, 623, 914 und 1116; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 246; Ray II , 266, Nr. 187; San­der 593; Sénelier 446; Vica­i re V I , 1208 f.; zu Ca­n ape: Devauc­hel­le 246 f.; Fléty 37 f.

– 1745 –


In den Ver­le­ger-Lu­x us­ein­bän­den 544 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Julie ou la Nouv­el­le Héloise. Vi­g net­tes par MM. Tony Johan­not, E. Wattier, E. Lepoitevin, H. Ba­r on, Karl Girardet, C. Rogier, etc., gravées par M. Brug­not. 2 Bde. Pa­r is, Bar­bier, 1845. Zu ­sam­m en 38 Ta­feln in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf Kar­ton und mit alt­r o­sa Sei­den­vor­sät­zen; etwa 150 Text­holz­schnit­te. 2 Bl., XVIII S., 1 Bl., 375 S. Und: 2 Bl., 369, (3) S. Quart (264 x 173 mm). Ver­le­ger­ein­bän­d e von dun­k el­ grü­n em Saf­f i­an auf glat­te Rücken, mit gold­ge­präg­ten Rücken­t i­teln zwi ­schen de­k o­ra­t i­ver Rücken­ver­g ol­dung und mit vier iden­ti­schen gold­ge­präg­ten Plat­ten in fet­ tem und ma­ge­rem Gold­f ileten­rah­m en auf den Deckeln, mit Gold­f ileten auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­k an­ten, Doublü­r en und Vor­sät­z en aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­pa­pier und Ganz­g old ­schnitt (Bd. II: kaum merk­lich braun­f leckig). Wun­der­schö­nes Ex­em­plar in Ver­le­ger­ein ­bän­den In sei­nem Brief­r o­m an, der zum „li­t e­r a ­r i­s chen Mo­dell“ [Haupt ­wer­ke] der Vor ­r o­m an­t i­ker und Ro­ man­t i­ker wer­den soll­t e, ver­k ün­de­t e Rousseau zum ei­nen „das gött­li­che Recht der Lei­den­schaft“ als eine der „edel­sten Na­t ur­of ­fen­ba ­r un­gen“ [Jan 196], an­de­r er­seits un­t er ­w arf er sie der „strik­t e[n] Ob­ ser­vanz der Tu­gend“, da ihr nur so, „zur As­ke­se

sub­l i ­m iert, ein gleich ­be­r ech­t ig ­t er Platz ne­ben der bür­g er­l i­c hen Mo­r al“ [En­g el ­h ardt/Rol­off ] ein­g e­ räumt wer­den kön ­ne. Ge­n au die­se Span­nung spie­gelt sich in der präch­ ti­gen, auf al­len vier Deckeln wie­der­hol­t en Plat ­t e der hier vor­l ie­gen­den Ver­le­ger­ein­bän­de: Julie und Saint-Preux be­geg ­nen ein­a n­der in der Na­t ur un­t er ei­nem be­l aub­t en Baum – eine zer­bro­che­ne Blu ­men­ va­se als Sinn­bild der bür­ger­l i­chen Kon­ven­t i­on liegt um­ge­stürzt zu ih­r en Fü­ßen im Vor­der­g rund. Wäh­ rend sie zärt­lich mit bei­den Hän­den sei­ne Rech­ te hält, birgt er be­stürzt sein Ge­sicht in der Lin­ ken – auch den Hut hat er nicht mehr auf, die­ser liegt gleich­falls am Bo­den. Gleich­sam ver­k lärt und di­stan­z iert wird die emo­t io­n a ­le Tra­g ik durch den rei­chen Rah ­men mit ro­m an­t i­schem De­kor in Gold­ prä­g ung, in den die­se Sze­ne ge­faßt ist. Die­ser über­ nimmt eine sub­l i­m ie­r en­de Funk­t i­on, die auch in der Er­z ähl­wei­se Rousse­aus zum Aus­d ruck kommt, die „den Le­ s er zum in­ t i­ men Ver­ t rau­ t en macht, ihm je­doch zu­g leich ver­s chie­de­ne Aspek­t e des Gesch­ehens und da ­m it eine di­stan­z ier ­t e Be­ob­ach­ tungs­wei­se ver ­m it ­t elt“ [En­gel­h ardt/Rol­off ]. Das „beau livre illu­stré“, laut Car­t er­et „très rare en bel­le con­d it ­ion“, ist in zwei Ver­l ags­ein­bän­den aus dun­kel­g rü­nem Saf ­fi­a n­le­der wun­der­bar er­h al­t en, die von un­er­hör ­t er Sel­t en ­heit sind.

– 1746 –


Mit fünf zu­sätz­l i­chen Ta­feln, Ex­em­plar Greffulhe 545 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Les con­fess­i ons. n ot, H. Ba­ r on, K. Vi­g net­tes par MM . Tony Johan­ Girardet, E. Laville, C. Na­nteuil, etc. [Auf der Ti­tel­Vi­g net­te:] Nlle édit­ion illustrée. Pa­r is, Bar­bier, 1846. 28 nu­m e­r ier­te Ta­feln (da­von 3 auf auf­ge­walz­tem Chi­n a­ pa­pier, die üb­r i­gen auf star­k em Ve­lin­pa­pier) in Holz­ schnitt; etwa 90 Text­holz­schnit­te; 5 zu ­sätz­li­che Ta­feln. 2 Bl., 547 S. Quart, kaum be­schnit­ten (278 x 178 mm). Ro­ter Halb­m a­ ro­quin­band auf fünf mit Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Kopf­g old ­schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „R. Rapar­lier“ (klei­n e An­pl­at­zung am Kopf, we­ni­ge La­gen pa­pier­be­dingt leicht ge­bräunt, 1 Bl. mit klei­nem Rand­ein­r iß). Rousse­aus ro­m an­h af ­t e Au­t o­bio­g ra­phie In sei­n en au­t o­b io­g ra­p hi­s chen Con­fess­i ons be­a b­sich­t ig ­t e Jean-Ja­cques Rousseau (1712 –1778) eine „Selbst­d ar­stel­lung, de­r en scho­nungs­lo­se Of­ fen­heit neue Ein­sich­t en in die Na­t ur des Men­schen ver ­m it ­t eln soll­t e“ [En­gel­h ardt/Rol­off ]. Bei der Nie­ der­schrift wur­de dar­aus al­ler­d ings ein Werk „der Selbst ­ver ­t ei­d i­g ung, ja der Selbst ­ver­herr­l i­chung“ [Haupt­wer­ke 227] – und der An­k la­ge: Sich selbst stellt Rousseau „als sen­si­blen, gut ­her­z i­gen, phan­ ta­sie- und geist­b e­g ab­ten Men­schen dar, den eine schlech­te Welt fehl­g e­lei­tet und ins Elend ge­sto­ ßen hat“ [ebd.]. Trotz al­ler sub­jek­t i­ven Auf­r ich­t ig­ keit führ ­t e da ­bei ein zu­neh ­mend krank ­h af ­t er Ver­ fol­g ungs­w ahn zu ei­ner „weit ­ge­hend ver­z er ­r en­den Wie­der­g a ­be der Tat­sa­chen, zu un­ge­r echt schar ­fen Ur ­t ei­len über sei­ne Fein­de und zu an­g reif ­ba ­r en phi­lo­so­phi­schen Aus­las­sun­gen, de­r en Haupt ­ge­gen­ stand die In­kon­g ru­enz von na­t ür­l i­chem Men­schen (dem Kind) und zi­v i­l i­sa­t o­r i­scher Um­welt ist“ [ebd.]. In­so­fern las­sen sich die Con­fess­ions „nur in sehr be­ schränk­t em Maße als hi­sto­r i­sche Quel­le, viel­mehr in er­ster Li­n ie als Ro­m an“ [Jan 199] be­wer­t en. In der Welt der Li­te­r a­tur ist das Werk in der Tat von ei­nem „kaum zu über­schät­z en­den Ein­fluß vor al­lem auf die ro­m an­t i­s che Pro­s a“ [En­g el­h ardt/ Rol­off ] ge­we­sen. Dies lag nur zum Teil an dem von Rousseau pro­p a­g ier ­t en Ge­f ühls­k ult, mehr noch an der hier erst­m als be­geg­nen­den „Träu­me­ rei als Form der See­len­ent­span­nung, die für den Men­schen Rousseau wohl den höch­sten Grad per­ sön­li­chen Frei­seins dar­stellt und des­h alb in dem

ich­be­t on­t en Schrift ­t um der Fol­ge­z eit eine be­deut­ sa­ me Rol­ le spielt“ [Jan 199]. Zu­ dem gel­ t en sei­ ne „Land­s chafts­bil­der und Schil­de­r un­g en des Le­b ens auf dem Lan­de […] als Hö­he­punk­te der li­t e­r a ­r i­s chen Gen ­r e­d ar ­s tel ­lung“ [Haupt ­wer­ke]. So be­ein ­fluß­t e Rousseau au­ß er sei­nem Schü­ler und Freund Ber­n ar­d in de Saint-Pierre etwa auch Cha­t eau­b ri­a nd, Vic­t or Hugo und Ben­j a ­m in Co­n stant. Der Ver­le­g er Bar­bier gab die erst­m als 1782 und 1789 er­s chie­ne­nen Con­fess­i ons 1846, ein Jahr nach Julie ou la Nouv­el­le Héloise ge­r a­de­z u als de­r en „co­mplément“ her­aus, wie er im Ver­l ags­pro­spekt be­ton­te. Zum gu­ten Teil ver­pflich­t e­t e er auch die­ sel­b en, ro­m an­t isch in­spi­r ier ­t en Künst ­ler für die Il­lu­stra­t i­on: Von Tony Johan­not stam ­men drei Ta­ feln; von Hen­r i An­t oine Ba­r on drei­z ehn, zwei von Eugène Laville, vier von Karl Girardet, drei von Célestin Na­ nteuil, au­ ß er­ dem zwei von Charles Pi­not und eine von Hi­ppolyte Hol­feld. Das Gros der etwa 90 Text­a b­bil­dun­g en (nicht 120 wie bei Quér­a rd/Bourque­lot an­g e­g e­b en) zeich ­ne­t en wie­ der ­u m Girardet, Ba ­r on und Na ­nteuil, au­ß er­dem Eugène Bat­ t ail­ le, Eugène Laville und Eu­ stache Lorsay. Die Rei­hen­fol­ge der 28 Ta­feln ent­spricht nicht ih­r er Nu­me­r ie­r ung, bei der die Num­mern 17 und 18 zu­dem dop­pelt ver­ge­ben wur­den. An­ge­r ei­chert wur­de un­ser Ex­em­plar mit fünf zu­ sätz­l i­chen Ta ­feln: ei ­nem Rousseau-Por ­t rait auf auf­ ge­walz­tem Chi­n a­pa­pier, „gravé sur acier par Hop­ wood après le bus­te de Hou­don“, zwei Ta­feln auf auf­g e­w alz­t em Chi­n a­pa­pier nach Achille Devé­r ia und zwei Ta­feln auf Ve­lin­pa­pier, da­von eine nach Roque­plan, aus an­de­r en Aus­g a ­ben der Con­fess­ions. Bei­ge­legt wur­den zwei vier­sei­t i­ge Ver­l ags­pro­spek­ te, mit un­t er­schied­l i­chen An­z ei­gen der Con­fess­ions und je­weils mit an­de­r er Ab­bil­dung. Die­se „bel­le pu­blic­at ­ion très so­i gnée“ ist, wie schon Car ­t er­et her ­vor­hob, „très rare en bel­le con­d it ­ion“. Pro­ve­n i­enz: Gold­ge­präg ­t es ge­k rön­t es Wap­p en­ex­ li­bris mit drei Ad­lern: Co­mte Greffulhe (Auk­ti­ on Sot­heby’s, Monte Car­lo, 10.2.1982, Nr. 371). – Sam Clapp, des­sen Auk­t i­on Chri­stie’s, Pa­r is, 2002, Nr. 675. Li­t e­r a­t ur: Brivois 355; Car ­t er­e t III , 523 f.; En­g el ­h ardt/Rol­ off I, 249 f. (Er­ s tausg.); vgl. Haupt­ wer­ ke 227 f.; Ma­ r ie 104; Oster­w al­der 82, 433, 539, 594, 745; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 246; San­der 592; Vica­i re V I , 1211 f.; zu Rapar­l ier: Fléty 149.

– 1750 –


Im Ver­le­ger-Lu­x us­ein­band 546 Sainte-Beuve, [Charles-Au­g u­stin de]. Nouv­ el­le ga­le­r ie de femmes célèbres, tirée des Cause­r ies du Lundi, des Por­t raits litt­éra­ires, etc. par M. Sainte-Beu­ ve. Illustrée de por­t raits gravés au burin par MM. Reg­ nault, Mass­ard, Na­rgeot, Geoffroy et Del­an­noy d’après les des­sins de M. G. Staal. Pa­r is, Gar­nier frères, 1865. 10 ge­s to­c he­n e Por­t raits mit ro­sa­far­be­n en Sei­d en­vor­sät­zen. 3 Bl., 564 S., 2 Bl. Quart (271 x 177 mm). Ver­le­ger­ein­band von ro­tem Saf­ fi­an auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rückenund Deckel­t i­tel in or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in fet­tem und ma­ge­rem Gold­f ileten­rah­m en, mit dop­pel­ter Gold­f i­ lete auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­nen­k an­ ten, Doublü­ren und Vor­sät­zen aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­ pa­pier und Ganz­g old­schnitt, auf den Deckeln si­g niert „A. Le­ne­g re relieur“ . Im Saf ­fi ­a n-Ver­le­ger­ein ­band Nach dem gro­ß en Er­folg ei­ner er­sten Ga­le­r ie de femmes célèbres (1859) ver ­ei ­n ig ­t e Charles-Au ­g u­stin de Sainte-Beuve (1804 –1869) in die­sem Band er­neut bio­g ra­phi­sche Dar­stel­lun­gen von Frau­en, dar ­u n­t er Je­a n­ne d’Arc, Ma­d ame de La Vallière, die Princ­es­se des Urs­i ns, Ma­d ame Du Def­fand, Ma­d ame Ro­l and, Ma­d ame de Staël, Ma­d ame de Krüdener, Ma­d ame de Gen­l is und So­phie Gay. Die Por­t raits wa­r en zu­ vor be­r eits in den Cause­r ies du Lundi, den Por­t raits litt­éra­ires und an­ ders­ wo er­ s chie­ nen, doch stellt das Buch par ­t i­ell eine Ori­g i­n al­aus­g a ­be dar, denn „l’au­t eur a revu son tex­t e avec le plus grand soin et l’a retouché par end­r oits“ [Ave­r tissement des édite­urs].

Sainte-Beuve gilt für die Epo­che der Ro­m an­t ik als die „stärk ­ste Per­sön ­l ich ­keit kri­t i­scher Prä ­g ung“, was sei­ner „Pa ­r ia­stel­lung“ im Kreis der Ro­m an­t i­ ker kei­nes­wegs wi­der­spricht: „Häß­l ich, arm, in sei­ ner See­len­ver­a n ­l a ­g ung frü ­h alt, da ­b ei von über­ ra­gen­der Gei­stes­schär ­fe und ei­nem um ­fas­sen­den Wis­sen, wur­de er in die Hal­t ung ei­nes rich­t en­den Be­ob­ach­t ers gleich­sam hin­ein­ge­d rängt“ [Jan 246]. Als Li­t e­r a­t ur­k ri­t i­ker wie als Bio­g raph war er durch­ aus schöp­fe­r isch, be­a b­sich­t ig ­t e er doch im ­mer, „das Bild ei­nes Men­schen oder ei­ner Epo­che wie­der er­ ste­hen zu las­sen. Als Künst­ler rea­g iert er auf die fein­sten An­r e­g un­gen, die ihm ein Schrift­werk gibt, und ver­steht es auf das voll­kom­men­ste, sich in eine frem­de In­d i­v i­dua ­l i­t ät hin­ein ­z u­ver­set ­z en“ [Jan 247]. Den von den „meille­ u rs ar­ t ist­ e s“ [Ave­r tissement] ge­sto­che­nen zehn Frau­en­p or ­t raits lie­g en Zeich­ nun­gen von Gu­stave Staal (1817 –1882) zu­g run­de, der auf die­ses Fach ge­r a­de­z u spe­z ia ­l i­siert war, hat­ te er doch frü­her be­r eits Wer­ke wie Les femmes de la Bible (1846) von Ge­org­es Dar­boy [vgl. Nr. 129], Les femmes de H. de Bal­zac (1851) und die Histo­ire des Femmes my ­thologiques (1851) von Méry und Fœlix [vgl. Nr. 441] il­lu­striert. Das schö­ne, eine ge­w is­se No­bles­se aus­strah­len­de Werk liegt in ei­nem per ­fekt er­h al­t e­ nen, si­g nier ­t en Ver­le­ger­ein­band aus ro­t em Saf ­fi­a n von An­t oine Lenègre vor. Li­t e­r a­t ur: Vgl. Beraldi X II , 55; Thieme/Becker 31, 429; Vica ­i re VII , 150 f.; zu Sainte-Beuve: DLF II , 362 ff.; zu Lenègre vgl. Fléty 111; Mal­avieille 242; Rams­den 126.

– 1754 –


In einem zeit genössischen signierten Mosa ikein band 547 La Sainte Bible. Nouvel le édit ion. Paris, Th. Desœr, 1819. 2 Bl., 883 zwei spalti ge S. Groß­Ok tav (228 x 144 mm). Au ber gi ne farbener Maroquinband der Zeit auf vier flache, breite, von Blind­ fileten ein gefaßte und jeweils mit vier Goldfileten und Fleurons ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rücken­ titel und rautenför mi gen, linear und floral gold gepräg­ ten Intarsien in Rot und Lind grün, um geben von or na­ mentaler Blindprä gung in den übri gen Rückenfeldern, auf den Deckeln außen dreifacher ma gerer, dar in dop­ pelter ma gerer und fet ter Filetenrahmen, das Zentrum mit reichem Floral­ und Streifen dekor mit Motiven à la

cathédrale in Gold sowie Leder intarsien in Rot und Lind­ grün: Roset te, um geben von langge streckter Rautenform, die außen von Goldfileten und Leder streifen nach ge­ zeichnet wird und an deren Ecken große intarsierte Fleu­ rons an stoßen, die Zwi schenräume gefüllt mit vier größe­ ren floralen Voluten in Blindprä gung, mit Gold schraf fen auf den Stehkanten, Goldfileten mit kleinen Fleurons auf den Innenkanten, Vorsät zen aus weißem Moiré seidenpa­ pier sowie Ganz gold schnitt, am Fuß si gniert „Vogel“ , auf dem hinteren fliegen den Vorsatz Buchbin deretikett „E. Vogel“ ( Vorsät ze am Rand oxydiert, Papier meist leicht bis mäßig braunfleckig). Die ser prächti ge gold­ und blind gepräg te au ber­ gi nefarbene Ma roquin bind mit rot und lind grün

– 1758 –


intar sierten Dekor elementen à la cathédrale ist das passende Gewand für die Sainte Bible, wenn auch auf fal lend prächtig für ei nen mit klei nen Ty pen ge­ druck ten „volume portatif […] que les pauvres mê­ mes pussent acheter“ [Avertissement]. Der Text ent­ spricht der 1739 in Köln gedruck ten Über set zung des be deutenden Kir chen recht lers und Moral­ theologen Nicolas Le Gros (1675 –1751) sur les textes originaux, avec les différences de la vulgate [vgl. Bru net I, 888]; jedoch ist diese Ausga be „beaucoup mieux imprimée que cel le de 1739“ [ebd. 889]. Der fl ie gende Vor satz trägt noch das Eti kett des Pa ri ser Buch händ lers Charles Mary, der den Ein band bei E. Vo gel ge wiß un mit tel bar nach

Er schei nen des Buches 1819 in Auf trag gab. Der aus Dresden gebür ti ge Buch binder ist 1814 –1849 in Pa ris nachweisbar und arbeitete wahr schein lich zeit wei se mit Thouvenin zu sam men [vgl. Ramsden]. In un serer Samm lung fi ndet sich mit den Œuvres du cardinal de Bernis [Nr. 75] ein weiterer von Vogel gebundender, gleich falls reli giös in spi rier ter Titel, dessen Ein band in Dekor, Materi al und Farben mit dem der vorliegenden Sainte Bible eng ver wandt ist. Provenienz: Buch händ ler eti kett von Ch[arl]es Mary ver so fl iegendem Vor satz. Literatur: Bru net I, 889; Gra es se I, 74; vgl. Lonchamp II , 53 (Ausg. 1739); zu Vo gel: Culot 571; Fléty 176; Ramsden 218.

– 1759 –


Eine der char­man­t e­sten ro­man­t i­schen Ver­öf ­fent­l i­chun­gen, aus den Samm­lun­gen Vau­t ier und Petiet 548 Saint­ i ne, X. B. [d. i. Jo­ seph-Xavier Bo­ n i­ face]. Pi­ c ciola. Édit­ i on illustrée de cent vingt-cinq vi­g net­tes gravées sur bois. Par Porret, gra­veur de l’Im­ primerie Roya­le, d’après les des­sins de Mme L. Huet, et de MM. Tony Johan­not, C. Na­nteuil, Français, J. Gag­niet. Pa­r is, March­ant, 1843. 16 Ta­feln in Holz­schnitt, etwa 120 Text­h olz­schnit­te. 2 Bl., XL S., 319 S. Quart, un­be­schnit­ten (256 x 164 mm). Lang­ge­n arb­ter dun­k el­blau­er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf zwi­schen dop­pel­ten Gold­f ileten blind­ge­präg­te Bünde, mit gold­ge­ rahm­tem Rücken­t i­tel und or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­tem Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­ kompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­ mo­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­n em il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „Mer­ci­er Sr de Cuzin“ .

– 1760 –


Der Au­t or Jo­s eph-Xavier Bo­n i­face (1798 –1865), ali­ a s Saint­ i ne [Wel­ ler 496], schrieb rund 20 0 Vaudevilles, Ko­mö­d i­en und Dra ­men. Aus die­sem mas­sen­h af ­t en Schrift ­t um sticht der Ro­m an über den Gra ­fen de Char ­mey, ei­nen po­l i­t i­s chen Ge­ fan­ge­nen in ita ­l ie­n i­scher Haft, her­aus: Das zu­erst 1836 er­schie­ne­ne Werk er­h ielt im dar­auf ­fol­gen­den Jahr den Prix Montyon, er­schien 1846 be­r eits in der 18. Auf­la­ge und wur­de in alle wich­t i­gen Spra­chen über­setzt. Un­se­r er Aus­g a ­be vor­a n­ge­stellt sind die recht um ­f äng­l i­chen Re­cher­ches sur l’em­ploi du tems dans les prisons von Paul Lacroix, ali­a s „Paul L. Ja­cob, bi ­blio­phi ­le“. Dies ist die er­ste Aus­g a ­b e mit die­sen Il­lu­stra­t io­ nen, die in der Mehr­zahl von Célestin Na­nteuil (1813 –1873), ei­nem der „most attractive of Rom­ an­t ic illustra­t ors“ [Ray II , 287], stam­men. Vie­le Zeich ­nun­g en lie­fer ­t e auch Lucie Huet, wo­g e­g en die Bei­ t rä­ g e von Jules Gag­ n iet, Fran­ ç ois Lou­ is Français und dem im Ti­tel nicht ge­n ann­ten E. Bre­t on weit zu­r ück­t re­t en. Die be­s on­de­r e Zug­ kraft von Tony Johan­not be­z eugt hin­ge­gen des­sen

Na ­mens­nen­nung – von ihm stam ­men je­doch le­d ig­ lich die bei­den Ta­feln vor S. 135 und 295. Aus­ge­ führt wur­den die Il­lu­stra­t io­nen von Hen­r i Dési­ ré Porret, ei­nem der pro­fi ­l ier ­t e­sten Holz­schnei­der der Zeit. Al­les in al­lem ist die­ses Buch „un des ro­m an­tiques les plus ra­res en bel­le con­d it­ion et des plus recherchés à cause de sa bel­le il­lu­stra­t i­on“ [Car ­t er­et]. Das vor­l ie­gen­de Ex­em­plar läßt nichts zu wün­schen üb­r ig: Es prä­sen­t iert sich un­be­schnit ­t en und ta­del­los er­h al­t en in ei­nem schö­nen Halb­m a ­r o­ quin­band von Émile Mer­ci­er (1855 –1910); der mit ein ­ge­bun­de­ne il ­lu­strier ­t e Ori­g i ­n al-Um­schlag auf grü­nem, sehr zar­tem Pa­pier ist gleich­falls „d’une gran­de ra­r e­t é“ [Car­t er­et]. Pro­ve­n i­e nz: Far­b ig il­lu­s trier ­t es Ex ­l i­b ris von A[ntoine] Vau­tier auf dem Spie­g el (des­sen Ka­ta­ log I, 1971, Nr. 155: frs. 500). – Hen­r i M. Petiet (Auk­t i­on II , 1992, Nr. 156: frs. 12.000). Li­t e­r a­t ur: Brivois 358; Bru ­net V I , 938, Nr. 17270; Car­t er­et III , 526 ff. (mit Um­schlag-Abb.); Lon­champ II , 418; Ma­rie 102; Oster­w al­der 388 (Français), Rahir 629; San­der 601; Vica­ire V II , 172 f.

– 1761 –


Eines von nur zwei Exempla ren auf Chinapapier – mit Brief des Autors 549 Saint ine, X. B. [d. i. Jo seph-Xavier Boniface]. Picciola. Édit ion illustrée de cent vingt­cinq vi gnet tes gravées sur bois. Par Porret, graveur de l’Im­ primerie Royale, d’après les dessins de Mme L. Huet, et de MM. Tony Johannot, C. Nanteuil, Français, J. Gag niet. Paris, March ant, 1843. 16 Tafeln in Holz schnitt, etwa 120 Textholz schnit te. 2 Bl., XL S., 319 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Groß­Oktav (245 x 157 mm). Grobgenarbter dunkel grü­ ner Maroquinband auf fünf point illéver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in Goldfiletenrahmen, die übri gen Rückenfel der mit je zwei doppelten Gold­ filetenrahmen, die Deckel mit Rahmenwerk aus zahlrei­ chen, teil sich überschneiden den Goldfileten, mit dop­ pelter Goldfilete auf den Steh­ und siebenfacher auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen und Ganz­ gold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Marius Michel“ (stellenwei se braunfleckig). Ei nes der begehr testen romanti schen Bücher liegt hier in ei nem ulti mati ven Exemplar vor. Laut der

Beschrei bung im Kata log Villebœuf gibt es au ßer die sem Exemplar auf Chi napapier nur ein weite­ res, dasjeni ge aus der Samm lung Descamps­Scrive. Vollends individua li siert wird es durch den auf ein Vorblatt montier ten doppel seiti gen si gnier ten Brief des Autors Jo seph­Xavier Boni face (1798 –1865), ali as Saint ine, an den Schrift stel ler Prosper Via lon vom 9. März 1856. Dar in geht es um eine Neu aus­ ga be des Picciola, „soigneusement revue“. Bei gefügt wur de auch der gesiegelte und fran kier te Um schlag. Der schöne Mei ster ein band mit ei nem intri katen Mu ster aus Gold fi leten auf den Deckeln stammt von Hen ri Ma rius Michel (1846 –1925). Provenienz: Léon Rat tier (mi ni ma le Klebe spu ren von dessen Ex li bris ver so fl iegendem Vor satz), des­ sen Auk tion I, 1920, Nr. 652: frs. 4.050, zitiert bei Car ter et. – Ex li bris von Paul Villebœuf auf dem Spiegel, dessen Auk tion 1963, Nr. 280: frs. 380.

– 1764 –


Ex­em­plar Montgermont und de Rouvre 550 Saint­ine, X. B. [d. i. Jo­seph-Xavier Bo­n i­face]. Le che­min des écoliers. Pro­m e­n a­de de Pa­r is à Marly-leRoy en sui­vant les bords du Rhin. Avec 450 vi­g net­tes de G. Doré, Foster, etc. Pa­r is, L. Hachette et Cie, 1861. Gut 450 Text­holz­schnit­te. 2 Bl., 634 S., 1 Bl. Quart, un­be­schnit­ten (248 x 157 mm). Grob­ge­n arb­ter ro­ter Halb­m a­r o­quin­band auf fünf mit dop­pel­ten Gold­ fileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­rahm­tem Rücken­t i­tel und En­t re­lacs-Mu ­ster in dop­pel­tem Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­ bun­d e­n em be­druck­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um­ schlag­r ücken), auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „V. Cham­ps“ (Um ­schlag un­ter­legt). Mit über 450 Ab­bil­dun­gen, über zweihundert von Gu­stave Doré

Text ­holz­schnit ­t e. Al­lein 203 stam ­men von Gu­stave Doré, dar ­u n­t er drei ganz­sei­t i­ge. In die üb­r i­gen Ab­ bil­dun­gen tei­len sich Er­cole Ca­t enacci (1816 –1884), Charles-Fran­çois Da­u bigny (1817 –1878), Fran­çois Lou­ i s Français (1814 –1897), Die­ udonné Au­ g u­ ste Lance­lot (1822 –1894) und der eng­li­sche Ma­ler und Gra­phi­ker Bir­ke­t t Foster (1825 –1899), der be­ reits 1852 eine Rhein­r ei­se un­t er ­nom ­men hat ­t e [vgl. Thieme/Becker 12, 242]. Wäh­r end die­se „vor al­lem für trocke­ne Sach­auf ­n ah ­men zu­stän­d ig wa ­r en“, blie­ben Doré „die er­z äh­le­r i­schen Epi­so­den vor­be­ hal­t en“ [Guratzsch/Unverf­ehrt]. Die­sen Spiel­r aum nutz­t e er, in­dem er „das Sa­t i­r i­sche des Tex­t es noch über­spitzt“. So er­scheint etwa „der tau­be Beet­ho­ven mit grim­m i­gem Ge­sicht in ei­nem Ses­sel hockend, in ein Bä­r en­fell ge­k lei­det“, oder auch ein „fran­z ö­ si­sches Ohr, zu ei­nem bö­sen ge­q uäl­t en Ge­sicht ver­ zerrt, weil es die har­t e gut­t u­r a­le deut­sche Spra­che ei­nes Schwarz ­wäl­der Dörf­l ers hö­r en muß“ [Bil­der­ wel­t en]. Doch ne­ben sol­chen ko­m i­schen und ka ­r i­ kie­r en­den Zeich­nun­gen ha­ben auch die „teils ro­ man­t isch ver­f rem­de­t en, teils geo­g ra­phisch ex­a k­t en Land­schafts- und Stadt ­ve­du­t en“ [ebd.] ih­r en Reiz. Auch for ­m al ist die Ill­lust ­r a­t i­on sehr viel­f äl­t ig: Hohe Rand- oder brei­te Kopf­lei­sten ha­b en ih­r en Platz ne­b en klei­nen Me­d ail­lons und ganz­sei­t i­gen Ab­bil­dun­g en, blo­ß e Um ­r iß­z eich ­nun­g en ne­b en opu ­len­t en, dicht ge­stri­chel­t en Dar­stel ­lun­gen.

Saint ­i ne be­schreibt eine er­eig ­n is- und an­ek­do­t en­ rei­che Wan­de­r ung von Pa­r is an den Ober- und Mit­ tel­rhein, mit Ab­ste­chern in be­n ach­bar ­t e Ge­gen­den, ins­be­son­de­r e in den Schwarz ­wald. Sta­t i­on macht er u. a. in Straß­burg, Ba­den-Ba­den, Freu­den­stadt, Frei­ burg, Frank­ f urt, Mainz, Köln, Aachen und Brüs­sel, von wo aus er mit der Ei­sen­bahn nach Pa ­r is zu­r ück ­f ährt. Da ­bei plau­dert der Au­t or über Land­s chaft, Ge­s chich­t e, Se­hens­w ür­d ig­kei­t en, Volks­cha ­r ak­t er und Le­bens­a rt der Men­schen, und „im­mer schwingt ein lei­ser Spott mit über die deut­ sche Ge­müt­lich­keit, leicht am Ran­de des Spie­ßi­ gen, die bier­l au ­n ig grö­len­den Bur­s chen­s chaf­ ten, die Ehr­ er­ bie­ t ung der Deut­ s chen vor al­ len ‚Ho­hei­t en‘“. Ins Bur­les­ke ge­hen etwa „Sze­nen prü­geln­der Dorf ­jun­gen, schnar­chen­der Schen ­ken­ be­su­cher, die sich buch­stäb­l ich un­t er den Tisch ge­ trun­ken ha ­ben“ oder Hei­del­ber­ger Stu­den­t en bei der Men­sur, die sich „eher lä­cher­l ich als he­r o­isch“ [Bil­der ­wel­t en] aus­neh ­men.

Pro­ve­n i­enz: Lou­is Lebœuf de Montgermont, des­sen Auk­t i­on 1912, Nr. 253: frs. 70; zi­t iert bei Car­t er­et. Auf dem Spie­gel das Wap­pen­ex ­l i­bris des In­du­stri­ el­len Évr­a rd Bourlon de Rouvre (1923 –1979), des­ sen Auk­t i­on II , 1980, Nr. 158: frs. 4.500. – Dar­ü ber Adri­a n Flüh ­m anns Mo­no­g ramms­childchen „awf “.

Das ab­u n­d ant il­lu­strier­te Werk, das hier in er­ster Aus­g a­be vor­l iegt, be­sitzt so­g ar noch ein paar mehr Ab­bil­dun­gen als die auf dem Ti­tel ge­n ann­ten 450

Li­t e­r a­t ur: Bil­der ­wel­t en 196 f., Nr. 109; Brivois 360; Car ­t er­et III , 528 f.; Dézé 58; Guratzsch/Unverf­ehrt II , Nr. 73; Leblanc 301; Lon­c hamp II , 418; Oster­w al­der 321 (Doré); Rahir 629; San­der 602; Sch­m itt 456 f., Nr. 206; Vica­i re V II , 175.

Brivois brach­te es auf den Punkt: Die­ses RheinRei­se­werk aus der Mit­t e des 19. Jahr­hun­derts ist ein „ouv ­r a­ge hu ­mo­r ist ­ique et très in­t éressant“. Un­ser sehr schö­nes, un­be­schnit ­t e­nes Ex­em­plar mit ein­ge­ bun­de­nem Ori­g i­n al-Um­schlag im Halb­m a­r o­q uin­ band von Vic­tor Cham­ps stammt aus den Bi­blio­ the­ken von Lou­i s Lebœuf de Montgermont, Évr­a rd Bourlon de Rouvre und Adri­a n Flüh­m ann.

– 1766 –


Exemplar Montgermont und de Rouvre 551 Saint ine, X. B. [d. i. Joseph-Xavier Boni face]. La my thologie du Rhin et les contes de la mère­grand’. Illustrés par Gu stave Doré. Paris, L. Hachette et Cie, 1862. 165 Textholz schnit te, davon eini ge ganz seitig. 2 Bl., 403 S. Quart, unbe schnit ten (249 x 159 mm). Grobgenarbter roter Halbmaroquinband auf fünf mit doppelten Gold­ fileten ver zier te Bünde, mit gold gerahmtem Rückentitel und Entrelacs­Mu ster in doppeltem Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein ge­ bun denem bedruckten Ori ginal­Um schlag (inkl. Um­ schlag rücken), auf dem fliegen den Vorsatz verso si gniert „V. Champs“ (Um schlag unterlegt). Saint ines und Dorés Per si fl a ge auf die deut sche Rhein romantik Ein Jahr nach dem Bericht über sei ne Rhein­ Reise ver öf fent lichte Saint ine La my thologie du Rhin: Hier per sifl iert er die keltisch­ger ma ni sche Göt ter­ und Sa genwelt und nimmt zu gleich die deut sche Rhein romantik der Zeit in „anti­wag neri anischer Stim mung“ [Bilder welten] aufs Korn. Der Rezep­ tion des Werkes kam der an haltende deutsch­fran­ zö si sche Ge gen satz zu gute; noch 1931 kom men­ tier te Leblanc: „Cet ouv ra ge char mant et ag réable peut être lu et reg ardé par tous avec profit“, woll­ te dies aber vor al lem ästhetisch ver standen wis­ sen: „Les composit ions sont d’une fi nesse exquise, du trait le plus pur et du senti ment le plus délicat“ [Leblanc]. Die 165 Text holz schnit te Gu stave Dorés in diesem „ouv ra ge bien illu stré“ [Car ter et] – nicht 200, wie Brivois und Car ter et schrei ben – stei gern frei lich den spöt ti schen Ton Saint ines „bis zum Lächerlichen“ [Bilder welten]. Un ser schönes Exemplar stammt aus der sel ben Provenienz und ist identisch gebunden wie sein Pendant Le chemin des écoliers in dieser Samm lung Provenienz: Lou is Lebœuf de Montgermont, des­ sen Auk tion 1912, Nr. 254: frs. 68; zitiert bei Car ter et. Auf dem Spiegel das Wappenex li bris von Évr ard Bourlon de Rouvre, dessen Auk tion II , 1980, Nr. 159. – Dar über Adri an Flüh manns Mono­ grammschildchen „awf “. Literatur: Bilder welten 197 f., Nr. 110; Brivois 360; Car ter et III , 529; Dézé 60; Guratzsch/Unverfehrt II , Nr. 81; Leblanc 301 f.; Lonchamp II , 418; Oster walder 321; Rahir 629; Sander 603; Vica ire V II , 175 f.

– 1770 –


In­t ar­si­en­ein­bän­de, aus dem Be­sitz von Ma­x i­m i­l i­a n de Beau­harnais

seve­r al hands du­r ing the later 1830s […] the most attractive“ [Ray II , 301].

552 Les Saints Évangiles. Traduits de la Vulg­ate par M. l’abbé Das­sance, illustrés par MM. Tony Johan­ not, Ca­velier, Gér­ard-Séguin et Brevière. 2 Bde. Pa­r is, L. Curmer, 1836.

Die „bel­le édit­ion“ [Es­coffier] ent­h ält zwölf Stahl­ stich-Ta­feln von Tony Johan­not, „d’une grâce al­ors nouv­el ­le dans l’image­r ie sacrée“ [Ma ­r ie]. Johan ­nots Dar­stel­lun­gen sind um­ge­b en von brei­t en, je­weils in­d i­v i­du­ell ge­stal­t e­t en Bor­dü ­r en ­r ah ­men von Adri­ en Lou­i s Ma ­r ie Ca­velier (1785 –1867). Vor­a n­ge­stellt ist dem Werk ein Front­i spiz von Lang­lois, das ei­n i­ ge Bi­blio­g ra­phen als Chro­mo­l i­t ho­g ra­phie be­schrie­ ben. In un­se­r em Ex­em­plar han­delt es sich um ei­ nen ein­far­big brau­nen Druck, der in be­son­de­r er Wei­se ei ­ner mit ­t el­a l­t er­l i­chen Hand­schrift an­ge­ä h­ nelt wur­de: Die epitaph-ar­t i­ge Dar­stel­lung der vier schrei­b en­den Evan­ge­l i­sten mit ih ­r en At ­t ri­bu­t en, mit dem über ih­nen thro­nen­den Herr­gott, die ein Me­d ail­lon mit der Ti­t el­i n­schrift um­schließt, be­sitzt rei­chen von Hand ko­lo­r ier­t en De­kor: Von dem rot­ brau­nen, gold­gehöhten Grund he­b en sich „Edel­ stei­ne“ in den Far­ben Weiß und Grün, Rosa und Lila, Hell- und Dun­kel­blau pla­stisch ab. Die il­lu­ strier ­t e Kopf­l ei­ste und die vier­z ehnz­ei­l i­ge hi­sto­r i­ sier ­t e Schmuck ­i n­itia ­le des Dis­c o­urs préli­mi­n a­ire sind gleich­falls eben­so kräf­tig wie de­li­k at in Gold und Far­ben ko­lo­r iert.

Ko­lo­r ier­tes lithographiertes Front­i spiz und 12 wei­te­re Ta­feln in Stahl­stich auf star­k em Ve­lin­pa­pier mit Sei­den­ vor­sät­zen, 2 ko­lo­r ier­te Kar­ten in Stahl­stich und 10 wei­te­ re Ta­feln in Holz­schnitt auf auf­k a­schier­tem Chi­n a­pa­pier mit Sei­den­vor­sät­zen; 1 in Gold und Far­ben ko­lo­r ier­te il­lu ­strier­te Kopf ­lei­ste, 1 in Gold und Far­ben ko­lo­r ier­ te vier­zehnz­ei­li­ge Zier­in­itia­le in Holz­schnitt, vier­sei­t i­ge Holz­schnitt­bor­dü­ren (in 4 Va­r i­an­ten) um alle Evan­ge­li­ en­tex­te, zahl­rei­che Vi­g net­ten und Zier­in­itia­len im Text. LXXX S., 1 Bl., 263 S. Und: 2 Bl., 440 [recte: 432] S. – Die Pa­g i­nie­r ung in Bd. II springt von S. 336 auf 345, ist aber so voll­stän­dig ge­m äß La­gen­be­zeich­nung. Quart (252 x 162 mm). Lang­ge­n arb­te ge­glät­te­te au­ber­ gi­n e­far­bene Ma­r o­quin­bän­d e der Zeit auf je fünf mit grü­n en Strei­fen in­tar­sie­r te Bünde, mit gold­ge­präg­ten Rücken­t i­teln so­wie dop­pel­ten, fet­ten und ma­ge­ren Gold­ rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, auf den Deckeln in fet­tem und ma­ge­r em Gold­f ileten­rah­m en ein grün in­tar­sie­r ter, floral-li­nea­rer Or­n a­m ent­rahmen, mit Gold­ fileten auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­nen­k an­ ten, Vor­sät­zen aus wei­ßem Moi­ré­pa­pier und drei­sei­t i­gem Gold­schnitt (Kan­ten ge­r ing beschabt, ver­ein­zelt et­was braun­f leckig; Bd. I, S. 101 mit Pa­pier­feh­ler und Buch­ sta­ben­ver­lust). In zeit ­ge­nös­si­schen Mo­sa ­i k­ein­bän­den, aus dem Be­sitz von Ma ­x i­m i­l i­a n de Beau­h arnais Die­ses Buch ist aus meh­r e­r en Grün­den denk­w ür­ dig: Es ist eine der er­sten Pu­bli­k a­tio­nen des be­ deu­t end­sten Ver­le­gers der fran­zö­si­schen Ro­m an­t ik, Léon Curmer, und mar­k iert – wie des­sen Erst­l ing, die Histo­ire de l’an­c ien et du nouveau te­sta­m ent von Lou­is-Isaac Le Mai­stre [vgl. Nr. 394], die Hin­wen­ dung des Bür­ger ­t ums der zwei­t en Re­stau­r a­t i­ons­ zeit zu ei­ner Re­l i­g io­si­t ät, die mit ei­ner ge­w is­sen ‚Be­schau­l ich­keit‘ ein­her­geht: So fand Brivois die­se il­lu­strier ­t en Evan­ge­l i­en „plus spécialement dans la ca­t égorie des livres à gra­v ur­es sur bois, et qu’elle est co­ntemporaine de la re­n ais­sance de ce gen­r e de gra­ vur­es“. Der Buch­schmuck sucht die Nähe zu mit­t el­ al­t er­l i­chen Hand­schrif ­t en, in­dem er alle Text ­sei­t en mit Bor­dü­r en­r ah­men (in vier Va ­r i­a n­t en) um­g ibt, in­dem den Evan­ge­l i­en Au­t o­r en­por ­t raits vor­a n­ge­ stellt wer­den, und durch die zahl­r ei­chen il­lu­strier­ ten Zier ­i n ­itia ­len und Vi­g net ­t en. Doch nicht al ­lein des­we­gen ist das Buch un­t er den „elabora­t ely pres­ en­ t ed religious wo­ r ks with illustrat­ ions from

Die Re­m i­n is­z en­z en ans Mit ­t el­a l­t er blei­b en frei­ lich rein op­t i­scher Na­t ur. Die Über­set­z ung stammt von dem Theo­lo­gen und Schrift­stel­ler Pierre-Nérée Das­sance (1801 –1858), der Dis­c o­urs préli­mi­n a­ire von Bossuet. Au­ßer­dem ist je­dem Evan­ge­l i­en­t ext eine Not ­ice hi ­storique vor­a n­ge­stellt; ab­ge­schlos­sen wird das Werk mit ei­ner Be­schrei­bung von Jérus­alem et les lieux saints des Schrift­stel­lers und Jour ­n a ­l i­sten Émile Gigault de La Bédollière (1812 –1883) [Bd. II , ab S. 304]. Die to­po­g ra­phi­sche Be­schrei­bung der hei­l i­gen Stät ­t en wird be­glei­t et von zwei ko­lo­r ier ­t en Kar­t en in Stahl­stich und zehn wei­t e­r en Ta­feln. Die Holz­schnit ­t e auf auf ­k a­schier ­t em Chi­n a­pa­pier stam­ men u. a. von Charles Marville (4), Lou­is Français und Er ­nest Mei­sso­n ier [!]. Bei­de Bän­de prä ­s en­t ie­r en sich in herrlichen Mo­sa ­i k­ein­bän­den der Zeit, die ge­w iß Ma ­x i­m i­l i­a n de Beau­h arnais, Her­zog von Leuch­t en­berg (1817 –1852) als ihr Erst­be­sit­z er in Auf­t rag gab. Pro­ve­n i­enz: Ma ­x i­m i­l i­a n de Beau­harnais, Her­zog von Leuch­t en­berg (1817 –1852), des­sen Wap­pen­ex ­l i­bris auf den Spie­geln (Auk­t i­on Zü­r ich 1935, Nr. 231). – Ge­ne­r al Bern­a rd Serrigny (1870 –1954), ein en­ger Weg­g e­f ähr ­t e des Mar­s challs Phil­ippe Pétain. – An­d ré Tissot-Du­pont (Auk­t i­on 2016, Nr. 492). Li­t e­r a­t ur: Brivois 140; Car ­t er­et III , 224 f.; Es­c offier 1197; Ma­ rie 55 f. und 99; Oster­w al­der 539; Ray II , 301 f., Nr. 224; San­der 255; Vica ­i re III , 616 f.; zu Das­s ance: DBF X, 232 f.

– 1773 –


Im Lu­x us­ein­band mit Sil­ber­be­schlä­gen und auf­wen­dig in Mi­n ia­t ur­ma­le­r ei il­lu­strier­t em Schnitt 553 Les Saints Évangiles. Traduits de la Vulg­ate par M. l’abbé Das­sance, illustrés par MM. Tony Johan­not, Ca­velier, Gér­ard-Séguin et Brevière. 2 in 1 Bd. Pa­r is, L. Curmer, 1843. Chromo­lithographiertes Front­i spiz, 3 wei­te­re­Ta­feln in Stahl- und 10 in Holz­stich (letz­te­re auf auf­k a­schier­tem Chi­n a­pa­pier), 2 Kar­ten in Stahl­stich, [und:] ge­sto­chener il­lu­strier­ter Ti­tel, 9 Ta­feln in Stahl­stich (alle mit Sei­den­ vor­sät­zen); 1 ko­lo­r ier­te il­lu ­strier­te Kopf ­lei­ste und 1 ko­lo­ rier­te Zier­in­itia­le in Holz­schnitt, vier­sei­t i­ge Holz­schnitt­ bor­dü­ren um alle Evan­ge­li­en­tex­te, zahl­rei­che Vi­g net­ten und Zier­in­itia­len im Text. 4 Bl., XXVI S., LVI S., 332 S. Und: 2 Bl., 372 S. Quart (256 x 165 mm). Kar­m e­sin­r o­ter Samt­e in­band der Zeit auf Holz­deckeln, auf dem glat­ten Rücken der Ti­tel in go­t i ­schen Sil­ber­let ­tern, mit gro­ßen, reich zi­se­ lier­ten ver­g ol­de­ten Sil­ber­be­schlä­gen an den Ecken, zi­se­ lier­ten Sil­bers­chließen und ge­punz­tem Ganz­g old ­schnitt mit 7 Mi­nia­tu­ren auf al­len drei Sei­ten, mit Doublü­ren und Vor­sät­zen aus creme­far­be­n er Moi­ré­sei­de, auf dem In­n en­d eckel Buch­bin­d er­eti­k ett „Delau­n ey“ , in ei­n er Ple­xi­glas­k as­set­te (Stahl­sti­che meist stär­k er ge­bräunt und et­was braun­f leckig).

Lieb und teu­er – das Evan­ge­l i­u m in ei­nem unik­a len Prunk­ein­band Die Neu­ aus­ g a­ b e von Léon Curmers frü­ h er Pu­bli­k a­t i­on [vgl. die vo­r i­ge Num ­mer] ent ­h ält die glei­chen Ta ­feln, un­t er­schei­det sich je­doch im Bor­ dü­r en­schmuck. Im er­sten Band wur­den die Kopf­ lei­ste und die In­itia­le des Brie­fes von Jo­h an­nes Chrsy­osto­mus il­lu­m i­n iert. Her­aus­r a­gen­des Merk ­m al die­ses Ex­em­plars ist der kost ­ba ­r e zeit ­ge­nös­si­sche Samt­ein­band mit zi­se­l ier­ ten Sil­ber­be­schlä­gen, Schlie­ßen und dem mit De­ kor ­mo­t i­ven à la ca­thédr­ale pun ­z ier ­t en Ganz­gold­ schnitt, der zu al­lem Über­fluß von Hand mit sie­ben re­l i­g iö­sen Mi­n ia­t u­r en von ex­q ui­si­t er Qua ­l i­t ät be­ malt wur­de. Sie zei­gen drei Sze­nen aus dem Le­ben Jesu so­w ie die vier schrei­ben­den Evan­ge­l i­sten mit ih­r en Sym ­bol ­fi ­g u­r en zur Sei­t e. Der Buch ­bin­der Delaunay, ein frü ­he­r er Mit ­a r­bei­t er von Josph Thouvenin, war von 1826 bis 1853 tä­t ig; René-Vic­t or Chamb­ol­le ging bei ihm in die Leh­r e. Pro­ve­n i­enz: Mo­no­g ramms­childchen „ RBL“ ver­so Vor­satz (R. & B. Loliée). Li­t e­r a­t ur: Car­t er­et III , 225 f.; Es­c offier 1565; Vica­i re III , 617 f.; zu Delaunay: Fléty 55; Rams­den 65.

– 1776 –


Im zeit­genösssischen Mo­sa­i k­ein­band 554 Scu­poli, [Lo­r enzo]. Le com­bat spi­r it­u el, dans le­ quel on trouve des moyens très-surs pour vaincre ses pass­ ions, trio­mp­her du vice; aug­m enté de la Paix de l’ âme et du bon­h eur d’un cœur qui meurt à lui-même, pour vivre en dieu. Traduit de l’ ita­li­en par R. P. Brig­non, de la Co­mpag­nie de Jésus. Pa­r is, Lefuel, [etwa 1825]. Ge­sto­che­n es Ver­fas­ser­por­t rait, ge­gen­über ge­sto­che­n er Schmuck­t i­tel, da­zwi­schen Sei­den­vor­satz. 1 Bl., 440 S.; zu­sätz­lich 66 lee­re Blät­ter (5 S. von Hand be­schrie­ben). Klein-Ok­tav (116 x 71 mm). Ocker­far­be­n er Rus­sisch­Le­der­band der Zeit auf vier fla­che, von dop­pel­ten Gold­ fileten ein­ge­faß­te gold­ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­ tem Rücken­t i­tel, in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern Blü­ten mit je vier schwarz und rot in­tar­sie­r ten Blät­tern, um­ge­ ben von rei­chem flora­len Gold­de­k or, die Deckel mit rei­ chem geo­m e­t risch-or­n a­m en­ta­len De­k or mit um­l au­fen­ den Spitz­bo­gen-Mo­t i­ven à la ca­thédr­ale in Gold­prä­g ung und mit ro­ten, schwar­zen und dun­kel­g rü­nen Le­der­in­tar­si­en so­wie zwei flora­len Mes­sing-Schließ­be­schlä­gen, mit Gold­punkt­li­nie auf den Steh- und gold­ge­präg­ter flora­ ler Bor­dü­re auf den In­nen­k an­ten, mit hell­blau­en Sei­den­ vor­sät­zen und in Blau und Gold mar­m o­r ier­tem Schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz Eti­k ett „Jo­seph Drechs­ler [/] Buch­bin­der in Wien“ (Schlie­ße fehlt).

Ein from ­mer Best­sel­ler – im zeit ­ge­nös­si­schen Mo­sa ­i k­ein­band des Wie­ner Buch­bin­ders Jo­seph Drechs­ler Lo­r enzo Scu­poli (um 1530 –1610) trat 1569 in den Thea­t i­ner­or­den ein, wur­de zum Schü­ler des spä­ ter hei­l ig ge­spro­che­nen An­d re­a s Avel­l i­nus und 1577 zum Prie­ster ge­weiht. „Durch eif­r i­ge Le­sung und Be­trach­tung ge­w ann er gro­ße Kennt­n iß des in­nern Le­bens und ward deß­we­gen von sei­nen Obe­ ren be­son­ders zur Ver­wal­t ung des Bußsacraments be­stimmt. Der gro­ße Zu­lauf, den er als Beicht­va­ ter ge­wann, zog ihm in­deß bös­w il­l i­ge Ver­leum­dun­ gen der schlimm­sten Art zu“ [Wet­z er/Welte XI , 17]. We­gen ver ­meint ­l i­cher Ver­stö­ße ge­gen die Or­dens­ re­gel wur­de er im Jahr 1585 zu ei­nem Jahr Haft ver­ ur ­t eilt und in den Lai­en­stand zu­r ück ­ver­setzt. Erst in sei­nem To­des­jahr wur­de er re­h a ­bi­l i­t iert. In die­ser Zeit zog er sich in die Ein­sam­keit zu­r ück, er ­t rug de­mü­t ig das er­l it ­t e­ne Un­r echt und ver ­faß­t e das vor­l ie­gen­de Hand­buch zur gott ­ge­f äl­l i­gen Le­ bens­f üh­r ung. Der geist­li­che Kampf ist der Kampf des sünd­h af­ten Men­schen mit sich selbst, ge­gen sei­ne egoi­sti­schen Wün­sche, die ei­nem Geist der Op­fer­b e­r eit­schaft wei­chen sol­len – im Ver ­t rau­en

– 1780 –


auf Got tes himm li schen Lohn. Scupoli gibt auch kon krete Lebenshil fe und er teilt Rat schlä ge zu ei­ nem tu gend­ und gewis sen haf ten Leben, das „er selbst voll kom men zu ver wirk lichen suchte“ [ebd.]. Die Erst ausga be er schien 1589 anonym in Vene­ dig mit dem ita lieni schen Titel Il combattimento spirituale; schon bald wur de die Schrift „in alle Sprachen über setzt […], be sonders nachdem der hl. Franz von Sales sie nachdrück lich empfoh len“ [ebd.] hat te. In Scupolis To desjahr, als die er ste Ausga be unter sei nem Na men her auskam, gab es schon etwa 60 Aufl a gen, heute sol len es rund 600 sein. Die vorliegende fran zösi sche Über set zung des Jesuiten Jean Brig non (1627[?] – 1712) er schien zu­ erst 1688, und „bien qu’il en ex iste quatre autres françaises anciennes, c’est cette traduct ion qui a été le plus fréquemment réimprimée“ [Quér ard]. Von der lang an haltenden inter nationa len Wirk­ sam keit zeugt das vorliegende Exemplar in beson­ derem Maß. Wäh rend die Ausga be selbst – im mer­ hin gedruckt bei Fir min Didot, dem „Imprimeur du Roi“ der Restau rationsepo che – von den Bi blio­ graphen über sehen wur de (we der bei Quér ard, noch bei de Backer/Som mer vogel), wur de un se­ rem Bändchen eine besondere Auf merk sam keit ge­ schenkt. Der um 1825 zu datierende fran zösi sche

Druck gelang te nach Wien, wo der Buch binder Joseph Drechsler ei nen reiz vol len, in Schwarz und Rot mit grü nen Ak zenten intar sierten, üppig ver­ goldeten Mosa ikein band fer tig te, auf den Deckeln mit um lau fenden goti sier enden Spitz bögen à la cathédrale als Referenz an den reli giösen Gehalt – und mit him mel blauen Seidenvor sät zen. Auch band er 66 leere Blät ter ein, die den Le sern Raum zur geist lichen Besin nung boten. Auf der letz ten ein ge bunde nen Seite fi ndet sich denn auch ein dank ba rer Be sitz ver merk: „Erhalten, von mei ner guten Ma ria Ing wer sen[?], den 28 sten Sept. 1828“. Wohl von ei ner anderen frü­ hen Hand stammt ein fünfseiti ger And achts­Text mit der Über schrift „Empfi ndun gen des Ver trau­ ens zu Gott“, gerichtet an eine „Lui se“ durch „Dei­ ne dich in nig liebende treue Schwe ster Sophie“. Ob das Buch unter Ver wandten oder aber unter Or densschwe stern weiter gereicht wur de, ist nicht klar; von rezeptionsgeschicht lichem Inter esse ist je­ doch die Ver mutung, daß die Leh re von Duld sam­ keit und Opferbereit schaft im 19. Jahrhundert ein Residuum insbesondere für weibliche For men der Fröm migkeit dar stellte. Literatur: Vgl. de Backer/Som mer vo gel II , 168 ff. (dort nicht die se Ausg.); vgl. Quér ard V III , 605 (dort nicht die se Ausg.).

– 1781 –


Mit 17 origina len Vor zeichnungen von Va lentin Foulquier – Exemplar auf Chinapapier 555 Sévigné, [Ma rie de Rabutin-Chantal, Mar quise] de. Lettres choi sies de Madame de Sévigné. Avec une not ice par M. Poujoulat. Eaux­for tes par V. Foulquier. Tours, Alfred Mame et fils, 1871. Ra dier tes Front ispiz auf Velin pa pier, 17 ra dier te montier te Kopfvi gnet ten auf Chinapapier; zu sätzlich 17 ori ginale Vor zeichnun gen auf Kar ton. XXVI S., 411 S. Quart, unbe schnit ten (285 x 187 mm). Grü ner Maro­ quinband auf fünf mit Goldfileten versehene Bünde, mit gold gepräg tem Titel auf in tar siertem dunkelbraunen Rücken schild in fet tem Goldfiletenrahmen, mit recht­ ecki gen hell­ und dunkelbraunen Leder intarsien in zwei doppelten Goldfiletenrahmen in den übri gen Rücken­ kompartim enten, auf den Deckeln ein Rahmen aus sich abwech seln den intarsierten hellbraunen Rechtecken und dunkelbraunen Qua draten, ein gefaßt und jeweils von­ ein an der getrennt durch doppelte fet te Goldfileten, mit Blindfileten auf den Stehkanten, linearer und Punkt­ vergoldung mit zwei gold gepräg ten Blütenknospen auf den Innenkanten und mar morier ten Vorsät zen, auf dem fliegen den Vorsatz verso mit Buchbin deretikett „René Kieffer“ , in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit


Ma­r o­quin­k an­ten (Schu­ber berie­ben, ganz ver­ein­z elt mi­ni­m al braun­f leckig). Am Hof des Son ­nen­kö­n igs Lud­w ig XI V. ge­hör­t e der Brief ­wech­sel als „ins Schrift­l i­che ver­l än­ger ­t e Kon­ver­sa­t i­on“ zum „fe­sten In­ven­t ar der ari­sto­k ra­ ti­schen Le­bens­for ­men“ [K NLL XV, 259]. Die Brie­ fe der Ma­d ame Ma­r ie de Sévigné (1626 –1696), die im Um­g ang mit den ‚Pre­z iö­sen‘ eine um ­fang ­r ei­che fein­gei­sti­ge Bil­dung er­h al­t en hat ­t e, die „mit den mei­sten zeit ­ge­nös­si­schen Gei­stes­g rö­ßen in per­sön­ li­che[n] Be­z ie­hun­gen“ stand und de­r en Mit ­t ei­lungs­ be­dürf­n is „un­ge­mein groß war“ [Jan 140], gin­gen „be­r eits 1661 viel­b e­w un­dert von Hand zu Hand“ [K NLL XV, 259]. Ein fun­d a ­men­t a ­ler Um ­bruch in ih­r er Rol­le als Brief­schrei­b e­r in trat ein, nach­dem sie 1669 ihre „ab­g öt ­t isch ge­l ieb­t e Toch­t er an den in Pa ­r is le­b en­den Gra ­fen Adhémar de Grignan“ ver­hei­r a­ te­tet hat­te und die­ser 1671 über­r a­schend auf den Po­sten ei­nes Vize­gou­ver ­neurs der Pro­vence ab­be­r u­ fen wur­de: „Die schmerz­l i­che Tren­nung wird fort­a n zum Le­bens­in­h alt der Mar­q ui­se. Sie schreibt fast täg­l ich“ [ebd. 260]. Die Brie­fe os­z il ­l ie­r en zwi­schen Öf ­fent ­l i­chem und Pri­va­t em: Zum ei­nen zeich­nen sie das Bild ei­ner lie­ ben­den Mut ­t er und für­sorg­l i­chen Groß­mut ­t er, zum an­de­r en schil­dern sie re­gel­m ä ­ßig die Er­eig ­n is­se am Pa­r i­ser Hof und in den Sa­lons, von der ho­hen Po­l i­ tik bis her­a b zum ge­sell­schaft­li­chen Klatsch. Die­ sel­be Span­nung prägt auch den Stil: Zwar er­folg­ te „die Nie­der­schrift […] im­mer spon­tan aus dem er­leb­t en Au­gen­blick her­aus“ [ebd.] und soll­t e „den Ein­d ruck des Un ­m it ­t el­ba ­r en und Zwang­lo­sen her­ vor­r u­fen“ [Jan 141], doch war der „naiv im­pro­v i­sie­ ren­de Plau­der­t on“ eine kunst­vol­le „Pose; er schafft ein künst ­l i­ches Ge­gen­ge­w icht zu der an Ci­c e­r os Pe­r i­oden ge­schul­t en Stren­ge des Satz­baus“ [K NLL XV, 260]: „Je­der per­sön­l i­che Ge­d an­ke, je­des müt­ ter­li­che Ge­fühl steht un­ter der Kon­trol­le des gu­ ten Ge­schmacks, und des­we­g en ver ­mö­g en die­se Brie­fe mehr als Aus­d ruck ei­nes be­stimm­tem Kul­ tur ­w il­lens, als Ab­bild der Ge­sell­schaft des XV II . Jahr­hun­derts, we­n i­ger als per­sön ­l i­che Be­kennt ­n is­ se zu fes­seln“ [Jan 141]. Das Brief­werk der Ma­d ame de Sévigné „ze­le­briert voll­en­det, wozu Ge­schmack und Kon­ven­t i­on des Jahr­hun­derts ge­bie­t e­r isch ver­ pflich­t en: es­prit“ [K NLL XV, 260]. Im Un­t er­schied zu an­de­r en Zeit ­ge­nos­sen dach­t e sie selbst je­doch nicht an eine Ver­öf ­fent ­l i­chung ih­r er Kor ­r e­spon­denz. Eine Ein­z el­aus­g a ­b e ih­r er Brie­fe er­schien erst 1725; die er­ste Ge­samt ­aus­g a ­be 1818

– 1784 –


[vgl. ebd. 259]. Die­se von Lou­is Monmerqué be­ sorg ­t e Edi­t i­on „désor ­m ais classique“ [Not ­ice XXVI] bil­de­t e die Grund­l a­g e für die vor­l ie­g en­de Aus­ wahl. Sie ver­sam­melt 111 Brie­fe, da­von 109 der Sévigné, in der Mehr­z ahl ge­r ich­t et an ihre Toch­t er aus dem er­sten Jahr­z wölft nach de­r en Ver­hei­r a­t ung (1669 –1680). Der Ver­le­ger Al­f red Mame pu­bli­z ier ­t e den Band in der Rei­he Chefs-d’œuvre de la litt­érature du XVIIe siècle, wie auch die Bossuet-Aus­g a­b e in un­se­rer Samm­lung [Nr. 88]. Bei­de wur­den von Jean-Jo­sephFran­çois Poujoulat (1808 –1880) mit Ab­bil­dun­gen von Jean An­toine Va­len­tin Foul­q uier (1822 –1896) her­aus­ge­ge­ben. Die­ser „exc­el­lent illustrateur“ [DBF XIV, 689] schuf noch öf ­t er Buch­i l­lu­stra­t io­nen „d’un des­sin élégant et d’une exé­cut­ion fine“ [Beraldi VI , 158] für Mame, was dem Ver­lag „son plus grand succès au­près des bi­blio­phi­les“ [ebd. 153] be­scher­ te. Für den vor­lie­g en­den „joli volume“ [Sie­u rin] zeich ­ne­t e Foul­q uier ein ganz ­fi g ­u ri­ges Por ­t rait der Ma­d ame de Sévigné als Front­ispiz und 17 wei­te­r e Kopf­v i­g net­t en (nicht 18, wie Beraldi schreibt). Die Sen­sa­t i­on, die sich zwi­schen den Buch­deckeln ver­birgt: Foul­q uiers ge­t usch­t e Ori­g i ­n al-Zeich­ nun­gen sind un­se­r em Ex­em­plar bei­ge­bun­den; le­ dig­ l ich zu ei­ ner Vi­ g net­ t e [S. 21] ist kei­ ne Vor­ zeich­nung vor­h an­den. Be­mer­kens­wert ist, daß die Ori­g i­n a ­le we­s ent ­l ich grö­ß er sind als die Ra­d ie­ run­g en: So hat das Sévigné-Por­trait Ab­mes­sun­ gen von ca. 215 x 150 mm, im ra­d ier­ten Zu­stand nur noch 143 x 100 mm, die Vi­g net­ten mes­sen ca. 100 x 140 mm ge­g en­ü ber 65 x 94 mm. Das grö­ß e­ re For ­m at be­g ün­stig ­t e auch eine groß­z ü­g i­ge­r e Be­ hand­lung der Su­jets, und tat­säch­l ich sind die Skiz­ zen kei­nes­wegs ‚ge­sto­chen scharf ‘, viel­mehr flä­chig hin­g e­t uscht, mit nur ganz we­n i­g en Weiß­höhun­ gen. Dem Be­trach­ter er­öff­net sich so ein reiz­vol­ ler künst­le­r i­scher Kon­t rast, zu­gleich wird ihm die Interpretat ­ions- und Prä ­z i­si­ons­a r­beit ei ­nes ‚Repro­ dukt ­ions‘-Ste­chers ex­em­pla ­r isch vor Au­gen ge­stellt. Über die­sem ab­so­lu­t en Aus­n ah ­me-Tat ­be­stand soll nicht ver­ges­sen wer­den, daß un­ser Buch nicht nur ei­nes von nu ­me­r ier ­t en 332 Vor­z ugs­ex­em­pla ­r en ist, son­dern „N° 17“ von 21 Ex­em­pla­ren auf Chi­n a­ pa­pier. Der de­ko­r a­t iv in­t ar­sie­r te Ganz­m a ­r o­q uin­ band stammt aus dem Ate­lier von René Kieffer (1875 –1963). Li­t e­r a­t ur: Beraldi V I , 158; Brivois 373; Car­ter­et III , 562 (mit fal­s cher Kol ­l a­t i­on); Lon­champ II , 429; Oster­w al­der 383; Sie­u rin 19 f.; Vica ­i re V II , 488.

– 1786 –


Verleger ein band von Boutigny 556 Shake speare, W[illiam]. Le mémori al de W. Shakspere. Contes Shaksperiens, par Charles Lamb, traduits de l’An glais par M. Alphonse Borghers, avec une introduct ion par M. Philarète Chasles, précédée d’une vie de Shakspere et de Lamb, par M. Am édée Pichot. Paris, Bau dry [und:] Stassin et Xavier, 1842. Illu strier ter Titel und 20 weitere Tafeln in Stahl stich mit Seidenvorsät zen, etwa 50 Vi gnet ten und Schmuck­ Initialen in Holz schnitt im Text. 2 Bl., XLVIII S., 360 S. Groß­Oktav (233 x 150 mm). Verlegereinband von dun­ kel grünem Saf fi an auf glat ten, in Goldprä gung illu­ strier ten Rücken mit Rückentitel, auf den Deckeln in doppeltem fet ten Blindfiletenrahmen mit großen Eck­ fleurons ein epitaph ar ti ger Dekor in Goldprä gung, mit blaßgelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt sowie Buchbin der marke von Boutigny verso fliegen dem Vorsatz (Rücken gering aufgehellt, Tafeln mäßig, sonst kaum braunfleckig, S. 31 f. mit kleinem Randeinriß).

Charles Lamb (1775 –1834) ging ei nem profa nen Beruf als Sekretär an der East In dia Company nach, wäh rend sein Londoner Haus zum Treff punkt von Romanti kern wie Coleridge und Wordsworth wur­ de. Von sei nen ei genen Werken sind es vor al lem die kriti schen Essays und die zuerst 1807 er schie­ nenen Tales from Shake speare, die er zu sam men mit sei ner Schwester Mary Ann Lamb (1765 –1847) ver­ faßte, für die er noch heute „is chiefl y remembered“ [Campbell/Quinn]. Lamb war der An sicht, Shake speare habe sei ne Stücke nicht in er ster Li nie auf Büh nenwirkung hin kon zipiert, sondern zeich ne sich viel mehr durch „absolute mastery over the heart and soul of man“ [zit. ebd.] aus. In sofern ist sei ne Um set zung von Shakespeares Dra men in Nach­Er zäh lun gen durch­ aus kon sequent. Aus diesem Blick auf Shakespeare „as a poet, rat her than playwright“ spricht zu gleich

– 1788 –


eine cha ­r ak­t e­r i­sti­s che, sen­t i ­men­t a ­le „Rom­a n­t ic ve­ne­r a­t i­on“ [ebd.], die den Dra ­m a­t i­ker des 17. Jahr­ hun­derts für das 19. Jahr­hun­dert ‚ge­n ieß­bar‘ mach­ te. Am­édée Pic­hot schreibt in sei­ner Ein­f üh­r ung: „Ce livre si sim­ple, livre com­posé cepen­d ant par un des esprits les plus fins et les plus sub­t ils de ce siè­ cle, nous par­a ît pro­pre à fa­ci­l i­t er l’étude de Shaks­ pere bien mieux que toutes les sav­a n­tes et pomp­ euses dissertat­ions, les préfaces et les no­t es“ [S. II]. Dies ist die er­ste Aus­g a­be die­ses Keepsake, der von 21 Stahl­sti­chen be­glei­t et wird, die eine pa­t he­t i­ sche Stim ­mung trans­p or ­t ie­r en. Der il­lu­strier ­t e Ti­t el wur­de ge­z eich­net von Wil­l i­a m Harvey und in Stahl­stich über ­t ra­gen von Blanc­h ard; die üb­r i­gen Ta­feln sind nur von den Ste­chern si­g niert, na­ment­ lich Fran­ç ois Au­d ibran, Charles Geoffroy, Tony Goutière, Fer­d i ­n and Jou ­bert, Ga ­bri­el Lou ­i s Lestu­ dier-Lacour und Lou­is Her­c ule Sisco. Das Buch liegt in dem schö­nen ro­m an­t i­schen Ver­l ags­ein­band in dun­kel­g rü­nem Saf ­fi­a n von Boutigny vor. Li­t e­r a­t ur: Brivois 374; nicht bei Car­t er­et; Es­c offier 1525; Quér­ ard/Bourque­lot V I , 372; San­der 638; Vica­i re I V, 683; zu Lamb: Camp­b ell/Quinn 444 f.

– 1789 –


Ei­nes von 20 Ex­em­pla­r en auf Chi­na­pa­pier 557 [Shake­speare]. Delacroix, Eug[ène]. Ham­let. Trei­ze Su­jets Des­sin­é s. Pa­r is, Gihaut frères, [1843]. 13 lithographierte Bl. auf Chi­n a­pa­pier, auf­g e­walzt auf star­k es Ve­lin­pa­pier, 3 zu ­sätz­li­che lithographierte Ta­feln auf star­kem Ve­lin­pa­pier, da­von 1 zu ­sätz­lich doub­le­t t bei­lie­gend. 1 Bl. (ge­sto­che­ner Ti­tel) auf star­k em Pa­pier. Im­pe­r i­al-Fo­lio (ca. 544 x 360 mm). Ro­ter Halb­lei­n en­ band mit Le­der­r ücken ­schild mit gold­ge­präg­tem Längs­ ti­tel und mit ein­g e­bun­d e­n em hell­brau­n en Ori­g i­n alUm ­schlag, auf dem In­n en­deckel si­g niert „Str­o obants“ (Um ­schlag ge­r ing fleckig). „Per­h aps the most no­t a­ble series ever de­vo­t ed to a Shake­speare­a n play“ [Ray] Eugène Delacroix (1798 –1863) hat­te die Ar­beit an den Li­t ho­g ra­phi­en zu Goe­t hes Faust ge­r a­de ab­ ge­schlos­sen [vgl. Nr. 267 f.], als ihm Shake­speares Ham­l et nahe trat: Im Sep­ t em­ b er 1827 gab das Pa­r i­s er Odéon Auf ­f üh­r un­g en, die da ­m als „alle jun­g en Ro­m an­t i­ker in Be­g ei­ste­r ung ver­s etz­t en“ [Huyghe 182], Delacroix aber auch mit „Ge­d an­ken an den Tod, sei­ne Pein und sei­ne Rät­sel­h af­t ig­keit“ be­d räng­t en [ebd. 330]. Ihn be­r ühr­t e Ham­lets See­ len­d ra ­m a zu­dem auf be­son­de­r e Wei­se: Er war „nicht der Sohn des­sen […], den er als Kind ge­l iebt und zu­ tiefst ver­ehrt hat­t e; er muß­t e sich ein­ge­ste­hen, daß sei ­ne so sehr ge­l ieb­t e Mut ­t er kein ta­del­f rei­es Le­ben ge­f ührt hat­t e“ [ebd. 182]. Wur­de Ham­lets Va­t er um­ ge­bracht, so such­te Delacroix zeit­le­bens ohne Er­ folg nach sei­nem bio­lo­g i­schen Er­z eu­ger. Nicht zu­ letzt aus die­ser Qual er­k lärt sich, daß er von dem The­m a dau­er­h aft „an­ge­z o­gen wur­de, ja be­ses­sen war“ [ebd.]. Nach ei­ner er­sten Ham­let-Li­t ho­g ra­phie im Jahr 1828 ent­stan­den 16 wei­te­r e im Zeit­r aum von 1834 bis 1843. 13 von die­sen wur­den im Jahr 1843 von Vil­la­in ge­d ruckt und er­schie­nen als Al­bum bei Gihaut; laut Car ­t er­et be­t rug die Ge­samt ­auf­l a­ge le­d ig­l ich 80 Ex­em­pla­r e – un­se­r es ist ei­nes von nur 20 auf auf­ ge­walz­t em Chi­n a­pa­pier. Eine zwei­t e Aus­g a ­be kam erst post­ hum 1864 in 200 Ex­ em­ pla­ r en her­ aus. Dar­ i n wur­ den auch die drei bis­ her un­ g e­ d ruck­ ten Zeich­nun­g en pu­bli­z iert; die­se sind un­se­r em Al­bum als Drucke avant la lettre auf Ve­l in­pa­pier nach­ge­bun­den, ei­nes da­von, Le chant d’Op­hélie, liegt zu­sätz­l ich doub­le­t t bei. Mit der „Schät­ z ung der Il­ lu­ stra­ t io­ nen“ tat sich die Kunst­h i­sto­r ie an­fangs ähn­lich schwer wie bei den Faust-Dar­stel­lun­gen: „Sie wird uns er­schwert

durch Über ­t rei­bun­gen des Ge­sten­aus­d rucks, die in der Schwarz-Weiß-Re­duk­t i­on der Li­t ho­g ra­ phie durch das Feh­len der Far­be, des ei­gent­li­chen Le­bens­ele­men­t es der D[elacroix]schen Kunst, dop­ pelt fühl­bar wer­den“, heißt es ge­w un­den bei Thie­ me/Becker. Ar­thur Rümann wi­der­sprach: „Sein Pa­t hos ist nie­m als Pa­t he­t ik, es bleibt im­mer von sei­ nem star­ken Tem­p e­r a ­ment durch­glüht“ [Rümann 120]; ex­pli­z it ver­w ies er auf die „star­ke Ein­f üh­lung in den thea­t ra­li­schen Geist“ [ebd. 122]. Dies ist in der Tat der Fall: Auf der fünf­ten Ta­fel – Ham­let läßt die Schau­spie­ler die Sze­n e der Er­m or­dung sei­n es Va­ters spie­len – sind die Fi­g u­r en wie auf ei­ner Büh­ne vor der Büh­ne an­ge­ord­net; auf der sech­sten reicht Ham ­let vor ei­nem schwe­r en Vor­h ang Gül­den­stern die Flö­te zum Spiel wie zu ei­nem Kon­z ert­auf­t ritt, auf der zehn­t en lupft er thea­t ra­l isch ei­nen Vor­h ang über dem er­sto­che­nen Po­lo­n ius. Mit an­de­r en Mit­ teln er­r eicht Delacroix die­sen Ef­fekt beim Geist auf der Ter­ras­se, auf den ins­ge­s amt nur fah­les Mond­ licht fällt; „hell er­leuch­tet er­scheint da­ge­gen der Bo­den der Ter­ras­se, so dass die Dar­stel­lung an eine Thea­t er­sze­ne er ­i n ­nert“ [Géricault, Delacroix, Da­u mier 98]. Die Far­big­keit ver­m ißt René Huyghe dann auch in kei­ner Wei­se, viel­mehr wür­den „mit der Ge­gen­ü ber­stel­lung von Schwarz und Weiß alle

– 1790 –


Mög­l ich­kei­t en der Hell­dun­kel-Tech­n ik in den In­ te­r ieurs wie in den Mond­n äch­t en auf der Ter­r as­se von Helsingör ge­nutzt“ [Huyghe 330]. Ray be­schei­ nigt Delacroix schließ­lich die tref­fen­de Aus­w ahl der „drama­t ic high­l ights“ [Ray I, 213] des Stückes. In der emo­t io­n a ­len und thea­t ra ­l i­s chen Be­wegt­ heit der Fi­g u­r en er­kennt Huyghe „nur we­n ig von dem Be­mü ­hen um jene Aus­ge­gli­chen ­heit der Li ­n i­ en“, das zu­gleich ein „Be­mü­hen um die Klas­sik“ [ebd. 331] wäre – aber: „Läßt sich et­w as den­ken, was so sehr im Gei­ste Shake­speares ge­h al­ten ge­ we­sen wäre und zu­gleich so sehr den Vor­stel­lun­ gen der Ro­m an­t ik ent­spro­chen hät­t e?“ [ebd. 330 f.]. Kei­nes­wegs darf man dar ­i n man­geln­den Stil­w il­len se­hen; ver­gli­chen mit den äl­t e­r en Faust-Li­t ho­g ra­ phi­en sind die­je­n i­gen zu Ham­let so­g ar „aus­ge­wo­ ge­ner und klas­si­scher in Kom­p o­si­t i­on und Aus­ füh­r ung“ [Géricault, Delacroix, Da­u mier 93]. Dies wird im Aus­stel­lungs­k a­t a ­log Géricault, Delacroix, Da­u mier am Bei­spiel der Ta­fel 12 – Hélas! Pauvre Yorick! – ex­em­pla­r isch an den Blick­li­n i­en der vier Be­t ei­l ig­t en vor­ge­f ührt, die sich über Yoricks Schä­ del kreu­z en: „Delacroix hat hier eine schlüs­si­ge, ge­r a­de­z u mo­nu ­men­t a ­le Kom­p o­si­t i­on ge­s chaf ­fen, de­r en Mit ­t e der To­t en­schä­del ist. Eben­so über­z eu­ gend, wie er die Dar­stel­lung psy­cho­lo­g isch durch­ drun­gen hat, sind die zeich ­ne­r i­schen und li­t ho­g ra­ phi­schen Mit ­t el mei­ster­h aft ein­ge­setzt“ [ebd. 104]. Ins­ge­samt kom ­men die Ka­t a ­log­au­t o­r en zu dem Ur­ teil, die „hand­lungs­ge­t reu­en und nu­a n­cen­r ei­chen“ Gra­phi­ken stün­den „im Grad ih­r er künst ­le­r i­schen Durch­d rin­g ung Ge­m äl­den nahe“ [ebd. 93]; für Ray sind sie schlicht „a ma­ster­piece of il­lu­stra­t i­on“ und „per­h aps the most no­t a­ble series ever de­vo­t ed to a Shake­speare­a n play“ [Ray I, 213]. Pro­ve­n i­enz: Auf den er­sten 13 Ta­feln klei­ner ro­ ter Mo­no­g ramm­stem­pel „ AL“ [Lugt 140], das ist der Pa­r i­ser Ban­k ier Al­fred Lebrun (1830 –1898/99). – Auf dem In ­nen­deckel das far­big il­lu­strier ­t e Ex ­l i­ bris von Vic­t or Mer­ci­er (1853 –1931), mit des­sen Kol­ la­t i­ons­ver ­merk vom 13 Au­g ust 1910 (Auk­t i­on 1937, I, Nr. 316, noch ohne die se­pa­r a­te Doub­le­tte: frs. 3.900). – Auf den Ta ­fel­r ück­sei­t en win­z i­ger Mo­no­ gramm­stem­pel „H. M. P.“ [nicht bei Lugt]. Li­t e­r a­t ur: Bénézit I V, 365 (in­kor­r ekt); Beraldi V, 164; Car­t er­et III , 191; Géricault, Delacroix, Da­u mier 92 –105; Huyghe 182 und 330 f.; Lon­c hamp II , 124; Oster­w al­der 300; Rahir 393; Quér­ ard/Bourque­lot III , 176; Ray I, 209 (Abb.) und 211 ff., Nr. 145 (2. Aufl.); Rümann 121 f. (mit Abb.); nicht bei Sie­u rin; Thieme/ Becker 8, 572 f.

– 1792 –


Im zeit genössischen Mosa ikein band à la cathédrale von Dupla nil fi ls 558 Les six codes, avec in dicat ion de leurs disposi­ tions corrélatives. Aug mentés de la char te constitut ion­ elle, du tarif des frais de just ice, de la loi sur le sacrilège; d’un choix des autres lois, décrets, ordonnances, formant le complément de la législat ion civile, commerciale et cri­ minelle, de l’ordonnance exécutoire du code fore stier, et d’une table des matières. Paris, Pichon­Béchet, 1828. Druckersi gnet von Didot in Holz schnitt auf dem Titel. 2 Bl., IX S., 878 S., 107 S. – Auf extrafeinem Papier gedruckt. – Text in schwar zen Rahmen ge setzt. Sedez (98 x 61 mm). Auberginefarbener Maroquinband der Zeit auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rücken­ titel, Rücken und Deckel mit reich stem floralen und li­ nearen Dekor mit Motiven à la cathédrale in Gold und Leder intarsien in Rot, Ocker, Hellbraun und zwei ver­ schiedenen Grüntönen, auf dem Rücken kleine or namen­ tale Akzente in Blindprä gung, mit Gold schraf fen auf den Stehkanten, doppeltem Goldfiletenrahmen und weiterem Rahmen aus einer schraf fier ten Goldlinie auf den In­ nenkanten, mit Doublüren und Vorsät zen aus rosaroter Moiré seide mit Goldbordüre sowie mit Ganz gold schnitt,

am Fuß si gniert „Du planil“ , auf dem Vor satz ver­ so Buchbin deretikett „Duplanil. fils“ (Papier schwach gebräunt bzw. braunfleckig, S. 419 – 426 mit 1 cm lan­ gem Randeinriß). Die gesetz lichen Grund la gen der Restau rations­ Epo che – im zeit genössi schen Mosa ikein band von Dupla nil fi ls Ein reprä sentati ver, reich dekorier ter Mosa ikein­ band der Restau rationszeit legt sich um ein Bänd­ chen, das die recht lichen Grund la gen ebendie ser Epo che zum Gegen stand hat. Nach der Abdan kung Napoleons und der Wieder­ ein set zung der Bourbonen mon ar chie erließ König Ludwig XVIII . an läßlich sei ner Thron be stei gung am 4. Juni 1814 die Char te constitut ion elle, die der Samm lung in latei ni scher Pa gi nierung vor an ge­ stellt ist (S. I­IX). Diese Ver fassung, die im Unter­ schied zu ih ren re volutionä ren Vor gän gern nicht vom Volk er las sen wur de, leg te die Grund la ge für ein kon stitutionel les System mit ei ner starken

– 1796 –


mon­a r­chi­s chen Spit­z e. Der Kö­n ig er ­n ann­t e die Mi­n i­ster, schloß au­ß en­p o­l i­t i­s che Ver ­t rä­g e, ent­ schied über Krieg und Frie­den, kon­trol­lier­te das Mi­l i­t är und be­saß in Aus­n ah ­me­z u­stän­den weit ­ge­ hen­de Voll ­m ach­t en. Aus na­po­leo­n i­scher Zeit stam ­men in­des die fünf wich­t ig­sten Co­des: der Code civil von 1803, der Code de pro­c é­dure civile von 1806, der Code de co­m merce von 1807, der Code d’ ins­t ruct ­ion cri­min­el­le von 1808 und der Code pénal von 1810. Ih­nen an­ge­fügt ist der Ta­r if des frais et dépens pour la res­sort de la cour roya­le de Pa­r is und ein Ap­pen­d ix. Ein­z ig der se­pa­r at pa­g i­n ier ­t e Code fore­stier (am Ende des Bu­ches) wur­ de un­ter der Ägide des zwei­ten Bourbonen­kö­n igs Karls X. im Jah­r e 1827 er­l as­sen. Das ins­ge­samt ge­n au 1000 Sei­t en um ­fas­sen­de Buch wur­de auf ex­t ra ­fei­nem Pa­pier ge­d ruckt, selbst ­ver­ ständ­l ich bei Jules Didot ainé, dem „Im­primeur du Roi“. Der Buch­bin­der Du­pla ­n il fils glänz­t e mit ähn­l ich ho­hen Re­fe­r en­z en: Auf sei­nem Eti­kett fir ­m iert er als „Relieur de son Alt­se Royle Ma­d ame Da­up­h ine“,

das war Ma ­r ie-Thérèse-Char­lot ­t e von Frank ­r eich, die Toch­t er Lud­w igs XV I ., nach ih­r er Hei­r at im Jahr 1824 mit dem Sohn Karls X., Lou­is-An­toine de Bour­bon. Als Werk­statt­adres­se gibt das Eti­kett die Pa­r i­ser Rue de Savoye 6 an, wo Du­pla­n il fils bis 1834 an­säs­sig war. Dies mar­k iert also den de­fi ­n i­ ti­ven ter­mi­nus ante quem für den Ein­band, doch ist da­von aus­z u­ge­hen, daß er noch vor der Ju­l i­r e­vo­lu­ ti­on 1830 und so­m it un ­m it ­t el­bar nach Er­schei­nen des Bu­ches 1828 ge­fer ­t igt wur­de. Du­pla­n il fils schuf „un vaste choix de décors“ – kei­ner der sie­b en bei Culot ge­z eig ­t en Ein­bän­de kommt dem vor­l ie­gen­den be­son­ders nahe. Die­ser läßt in­des Ähn­l ich­kei­t en mit de­nen von E. Vo­gel und René Simier, dem „Relieur du Roi“, er­ken­ nen, ins­be­son­de­r e in der von Flo­r al­de­kor um­ge­be­ nen zen­t ra ­len in­t ar­sie­r ten Ro­set ­t e auf den Deckeln. Lei­ der läßt sich der si­ cher­ l ich gleich­ falls hoch­ ge­stell­t e Auf ­t rag­g e­b er des wie neu er­h al­t e­nen Ein­bands nicht nam ­h aft ma­chen. Li­t e­r a­t ur: Zu Du­pla­n il fils: Culot 499; Fléty 64, Rams­den 79.

– 1797 –


Ex­em­plar auf Büt­t en­pa­pier 559 Sou­lary, Josép­h in. Son­n et­tes humouristiques. Nouv­el­le édit­ion co­n sidérablement aug­m ent­ée, précédée d’une préface en vers par Jules Ja­nin. Lyon, Scheu­r ing, 1859. Ver­fas­ser­por­t rait mit Sei­den­vor­satz, 7 Text­ab­bil­dun­gen in Holz­schnitt. XV S., 4 Bl., 197 S., 1 Bl. – Auf Büt ­ten­ pa­pier ge­druckt, Ti­tel und Vor­re­de in Schwarz und Rot. Ok­tav (195 x 122 mm). Wein­r o­ter Ma­r o­quin­band auf fünf von Blind­f ileten ein­ge­faß­te Bünde, mit gold­ge­präg­ tem Rücken­t i­tel, Gold­f ileten auf den Steh-, Dent­el­le­Bor­dü­re auf In­nen­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Doublü­ren und flie­gen­den Vor­sät­zen so­wie mit Ganz­gold ­schnitt (Rücken leicht auf­ge­hellt). Druck auf Büt ­t en­pa­pier Der Dich­t er Josép­h in, ei­g ent ­l ich Jo­s eph-Ma ­r ie Sou­ l ary (1815 –1891), stand Jules Ja­ n in, Ar­ sène Houssaye und der Dich­ t er­ g rup­ p e der Par­n assiens nahe, die sich am Prin­z ip des L’art pour l’art ori­en­t ier­t e. Die 1858 nur „à pe­t it nombre“ [Car­ ter­et] ge­d ruck­t e Erst ­aus­g a ­be sei­ner So­net ­t e – dar­ un­t er das klas­sisch ge­wor­de­ne Les deux Cortè­ges – war auf An­h ieb „un grand succès. Leurs su­jets,

fa­m i­l ie­r s, traités avec une délicat­es­se d’où quelque mièvrerie n’est pas abs­en­t e, ont pour thème es­sen­t iel le bon­heur dans l’accep­tat­ion d’une vie modeste et d’un horizon limité“ [DLF]. Dem Zeit­geist des Zwei­t en Kai­ser ­r eichs ent­spre­chend ging das ro­ man­t i­sche Emp­fi n­den zu ­neh ­mend in zu ­f rie­de­ner bie­de­r er Bür­ger­l ich ­keit auf. Car ­t er­et er ­wähnt als Il­lu­stra­t i­on nur das Por ­t rait mit der fak­si­m i­l ier ­t en Si­g na­t ur des Dich­t ers, nicht je­ doch die sie­ b en Text­ holz­ s chnit­ t e, die sich in der hier vor­l ie­gen­den, er ­wei­t er ­t en zwei­t en Aus­g a­ be von 1859 fin­den. Sie wur­den von Jean-Étienne Dar­delet (1824 –1876) nach Vor­la­gen von Jean-Fran­çois Du­bouchet (1823 –1880) aus­ge­f ührt. Das Ex­em­plar liegt auf Büt ­t en­pa­pier vor. Pro­ve­n i­enz: Il­lu­strier ­t es „Ex-Libris du Ca ­binet d’un Vieux Bi­blio­phi­le“, d. i. Jules Co­uet, auf dem Spie­g el. – Dar ­u n­t er gold­g e­präg ­t es Le­der­ex ­l i­bris von Hen­r y Bur­t on (1890 –1971). Li­t e­r a­t ur: Car­t er­e t II , 339; DLF II , 407; Lon­c hamp II , 433; Rahir 643; Vica­ i re V II , 595; zu Du­ b ouchet vgl. Thieme/ Becker 10, 4.

– 1798 –


Ein ungewöhn licher romantischer Mosa ikein band 560 Souvenir D’amitié. [Auf dem Hin terdeckel]. Ohne Ort und Jahr. 52 Bl. (eini ge bläulich bzw. bräunlich getönt), darauf montiert 123 über wiegend ganz seiti ge Photographien, 1 farbige Zeichnung auf Seide. Quer­Folio (250 x 330 mm). Rotbrauner Maroquinband um 1850 auf vier von fet ten Blindfileten ein gefaßte fal sche, sehr breite goldor namen­ tier te Bünde, die dadurch gebildeten, mit Goldfileten ge­ rahm ten Rückenkompartim ente mit floral­or namenta­ lem Gold dekor und im Mit telfeld mit grüner, sonst mit roten Ledereinla gen, auf den Deckeln ein von fet ten und ma geren Goldfileten gebildetes, ovales, doch vielecki ges Mit tel stück, vorn mit Monogramm „A. de M.“ , hinten mit In schrift „Souvenir D’amitie“ , die ses um geben von Schmuckmotiven à la cathédrale, aus Grundfor men von Kreuz und Kreis, Spitzbogen und Roset te sowie floral­ or namentalen For men gebil det, die in Rot, Grün und Ocker intarsiert sind; die ses Schmuckfeld in ma gerem

und fet tem Goldfiletenrahmen, außen ein fünf facher Goldfiletenrahmen mit qua drati schen Eckstücken und zwölf weiteren un gewöhnlichen, in Ocker, Rot und zwei Grüntönen intarsierten Fleurons, mit gold gepräg tem Mä­ an derband auf den Innenkanten sowie Doublüren und Vor sät zen aus violet ter Moré sei de und mit Ganz gold­ schnitt, in rotbrauner Maroquinmappe mit ge schwun ge­ ner Schließla sche und dreifachen Goldfiletenrahmen mit Fleurons in ma gerem und fet tem Goldfiletenrahmen auf den Decken (Mappe beschabt und ver färbt, ein Falz et­ was an geplatzt; eini ge Bilder mit kleinen Knick spuren o. a. Läsuren, Bilder auf 12 Seiten teils etwas un sauber ent fernt). Weit über 100 Photographien aus der Zeit vor 1900 in diesem Al bum er zäh len von ei ner oder von meh­ reren Rei sen, als ein „Sou venir D’amitié“, mit dem ein gewisser „A. de M.“ beschenkt wur de, oder das er sich selbst an leg te. Symptomatisch wirken die er­ sten neun ganz seiti gen Bilder: ma kabre Ein blicke

– 1800 –


in die Ka­t a ­kom ­ben der Ka­pu­z i­ner in Pa ­ler ­mo, sei es als Aus­d ruck rei­ner Sen­s a­ti­ons­lust, sei es als schau­er-ro­m an­t i­s che, me­l an­c ho­l i­s che Ver­g e­g en­ wär ­t i­g ung der Ver­g äng­l ich­keit, nicht ganz un­pas­ send für ein Er ­i n­ne­r ungs­a l­bum. Geo­g ra­phisch eher un­sy­ste­m a­t isch rei­hen sich dann Bil­der aus Städ­ ten wie Brüs­sel, Spa, Nan­c y, Ant­wer­pen, Am­ster­ dam, Brügge, Cham­onix, Cannes, Niz­z a und Mo­n a­ co an­ein­a n­der. Meh­r e­r e Pho­t os do­k u ­men­t ie­r en den spek­t a­k u­lä­r en Brand der See­brücke in Cannes; fünf Auf­n ah­men zei­gen das von Vic­t or Hugo im Exil von 1856 –1870 be­wohn­t e Hau­te­ville House auf Guernsey; das Mar-Saba- bzw. Sabas-Klo­ster bei Beth­le­hem mar­k iert wohl den ent­fern­te­sten Punkt der Rou­ te. Ein de­z i­d ier ­t es bil­dungs­bür­ger­l i­ches In­t er­e s­se spricht nicht aus den Bil­dern; nur we­n i­ge Kunst­ wer­ke sind zu se­hen, dar ­u n­t er eine nack­t e an­t i­ke Ve­nus aus Sy ­r a ­k us. In zahl­r ei­chen Land­schafts­ bil­dern ste­hen sich nörd ­l i­che (hol ­l än­d i­sche), al­ pi­ne und me­d i­t er ­r a ­ne Land­s chaf ­t en ge­g en­ü ber; auch aus ih­nen spricht ein Sinn für Ku­r io­ses: ein ge­stran­de­t es Se­gel­schiff – eine Berg­stei­ger­g rup­pe am Mont­blanc – der Gieß­bach­fall im Ber­ner Ober­ land – ein Fel­sen­t or – ein ver­schnei­t er Pal­men­h ain. Zahl­r ei­che Bil­der sind rück­sei­t ig von Hand in fran­ zö­si­scher Spra­che be­schrif ­t et. Wei­t er wis­sen wir nichts über den Be­sit­z er.

Der wun­der­ba ­r e, von ei­ner zeit ­ge­nös­si­schen Le­der­ map­pe ge­schütz­t e in­t ar­sie­r te Ma ­r o­q uin­ein­band des Al­bums wird ihm nicht we­n i­ger kost ­bar ge­we­sen sein als der In­h alt – für uns stellt er die Haupt­at­t rak­t i­on dar. Er stammt be­r eits aus der Mit­t e des 19. Jahr­u nderts. Die Op­t ik wird ge­prägt durch fet­ te Gold­l i­n i­en, die ein kräf ­t i­ges Mu­ster bil­den, in das sich der über­r ei­che gold­ge­präg­te und in Rot, Ocker und zwei Grün­t ö­nen mosai­z ier ­t e ro­m an­t i­ sche De­kor ein­f ügt. Kräf ­t i­ge Li­n i­en und Far­ben ge­ ben dem Schmuck auf den Deckel­plat­ten eine au­ ßer­or­dent ­l i­che Prä­senz und Prä­g nanz. We­der bei Culot, noch in Hen­r i Beral­d is La reliure du XIXe siècle fin­det sich ein di­r ek­tes Pen­d ant; im Mag­g sKa­t a­log 661 ist je­doch ein Ein­band mit dem­sel­ben Deckel­de­kor ab­ge­bil­det [Nr. 263, Ta ­fel XCV I]. Er wird dort J. M. Kron­heim zu­ge­schrie­ben, der von etwa 1840 bis 1855 in Lon­don tä­t ig war. Rams­den kennt ihn nur aus die­sem Ka­t a­log, Fléty führt ihn nicht an – wir ha­ben es also mit ei­nem eben­so un­ ge­wöhn­l i­chen wie sel­t e­nen Mei­ster­ein­band zu tun – man ver­glei­che aber in die­sem Ka­t a­log Nr. 153, das herr­l i­che Al­bum um die Deve­r ia, eine Fund­g ru­be der li­t e­r a ­r i­schen und künst ­le­r i­schen Ten­den­z en der fran­z ö­si­schen Ro­m an­t ik. Pro­ve­n i­enz: Gold­ge­präg ­t es Mo­no­g ramm „A. de M.“ auf dem Vor­der­deckel. Li­te­r a­tur: Mag­g s 661, Nr. 263 und Ta­fel XCV I ; zu Kron­heim: Mal­a vieille, S. 242; Rams­den 114.

– 1802 –


Eine un­r o­man­t i­sche Anti-Uto­pie: satirische Illustrationen von Bertall 561 Sou­ve­stre, Émile. Le mon­ d e tel qu’ il sera. Illu ­stré par MM. Bert­all, O. Pen­g uilly et St-Ger­m ain. Pa­r is, W. Co­que­bert, [1846]. 10 Ta­feln, 78 Text­ab­bil­dun­gen, alle in Holz­schnitt. 2 Bl., 324 S. Groß-Ok­tav (243 x 156 mm). Lang­ge­n arb­ter nacht­blau­ er Halb­m a­r o­quin­band auf vier mit drei­fa­chen Gold­ fileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Au­tor­n a­m en und Ti­tel, je­weils in Gold­f ileten­rah­m en, in zwei so­wie or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­tem Fi­let­en­rah­m en in drei Rücken­k ompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­n em il­lu ­strier­ten Ori­g i­nal-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „P. Af­fol­ter“ (Un­ter­k an­ten berie­ben, stel­len­wei­se braun­f leckig). Der Ro­m an­cier Émile Sou­ve­stre (1806 –1854) er­ faß­t e in die­sem dys­t o­pi­schen Ro­m an „précocement les dan­gers du mach­i nisme, les ma ­n i­pu­l a­t i­ons du psychisme et l’in­hu ­m an­ité d’une so­ciété ob­sédée par les ric­hes­ses matéri­el­les“ und eine Zu­k unft, in wel­cher der Mensch „était devenu l’es­cl­ave de la machine et l’in­térêt le rem­plaçant de l’am­our“

[Uto­pie 247]. Sei ­ne Ab­leh ­nung grün­de­t e sich nicht nur auf eine ro­m an­t i­sche, son­dern eine hu ­m a ­n i­sti­ sche Grund­h al­t ung; sei­ne Ten­denz „à une sor­t e de prédicat­ion mora­le est en effet le ca­r actère le plus marqué de ses ro­m ans et de ses nouv­el­les […] l’in­ ten­t i­on phi­lo­soph­ique n’y man­q ue ja ­m ais“ [Hoefer]. Die „glän­zen­de Sa­ti­re Émile Sou­vestres auf das 19. Jahr­hun­dert“ [Rümann] wur­de in der Haupt­sa­che mit ei ­ner besonders statt ­l i­chen Rei ­he „gu­t er Bert ­a llsc­her Il­lu­stra­t io­nen“ be­bil­dert. Von ihm stam­ men neun der zehn Ta­ feln, al­ le­ s amt ganz­fig ­u ri­ge ka ­r i­k ie­r en­de Por ­t raits, so­w ie die Mehr­z ahl der 78 Text ­holz­schnit ­t e. Die bei­den an­de­r en Il­lu­ stra­to­r en Pen­g uilly und St. Ger­m ain ha­ben dem­ ge­gen­ü ber „kei­ner­lei Be­deu­t ung“ [ebd.]. Ein­ge­bun­ den in den ta­del­lo­sen Halb­m a ­r o­q uin­band von Paul Af ­fol­t er ist der sel­t e­ne, creme­far­b e­ne il­lu­strier ­t e Ori­g i­n al-Um­schlag. Li­t e­r a­t ur: Beraldi II , 48, Nr. 12; Brivois 378; Car­t er­et III , 566; Hoefer 44, 266; Lon­champ II , 434; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 402; Rahir 644; Oster­w al­der 814 (nur Pen­g uilly); Rümann 192; San­ der 645; Uto­pie 247; Vica­i re V II , 634; zu Af­fol­t er: Fléty 10.


Aus den Samm lungen Vautier und Tissot-Dupont 562 Souve stre, Émile. Le mon de tel qu’ il sera. Illu stré par MM. Bertall, O. Pen guilly et St­Ger main. Paris, W. Coquebert, [1846]. 10 Tafeln, 78 Textabbildun gen, alle in Holz schnitt. 2 Bl., 324 S. Groß­Ok tav, un be schnit ten (248 x 157 mm). Grob­ genarbter nachtblau er Halbmaroquinband auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem und ­gerahmtem Rückentitel, dekorativer Vergoldung in drei­ fachem Filetenrahmen in den übri gen Rückenfeldern, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebun denem, illu strier tem Ori ginal­Um schlag (ein schließlich des illu strier ten Um schlag rückens), auf dem fliegen den Vorsatz verso si gniert „V. Champs“ . Die ses Exemplar, un be schnit ten und mit dem il lu strier ten Ori gi nal­Um schlag gebunden von Victor Champs, stammt aus den Samm lun gen An­ toine Vautier und André Tissot­Dupont. Provenienz: Auf dem Spiegel das farbig il lu strier­ te Ex li bris von Antoine Vautier (dessen Kata log II , 1977, Nr. 191: frs. 1.650). – André Tissot­Dupont (dessen Auk tion 2016, Nr. 504).

– 1809 –


55 Original zeichnungen von Gustave Staal v. a. zu Chateaubriands Werken, dazu 101 Stiche 563 Staal, Gustave. Des sins originaux de Gustave Staal pour François-René de Chateaubriand et Paul Féval [auf dem Rücken]. – [Paris], 1846 –1851. 55 ori ginale Zeichnun gen, meist auf Kar ton, montiert auf Velinpapier, die ses auf Stegen, mit transparenten bedruck ten Überle gern; 101 Stiche, teils auf Velin-, meist auf auf ka schier tem Chinapapier, auf Stegen. Und: 56 lose Kar teiblät ter auf stärkerem bräunlichem Papier. Quart (Trä ger papier: ca. 296 x 240 mm). Kar teiblätter: Quer-Quart (245 x ca. 305 mm). Dunkelroter Halbmaroquinband aus der Mit te des 20. Jahrhun derts auf glatten Rücken mit Titel und reicher Or nament ik in Goldprä gung, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Doublüren und Vorsät zen, auf dem Innen deckel si gniert „Alix“ , und rote Halbmaroquinchemi se mit gold geprägtem Rückentitel, jeweils in Pappschuber mit Maroquinkanten. Al bum mit 55 Ori gi nal zeich nun gen von Gu stave Staal, dazu 101 Stiche Gu stave Staal (1817 –1882), ein Metz ger sohn aus der Champa gne, war zu nächst Hand lungsgehil fe in einem Pa ri ser Kurz wa ren ge schäft, ehe er be schloß, Künst ler zu wer den. Der Hi storien ma ler Paul Delaroche nahm ihn „en af fect ion pour l’ex trème fi ni de ses dessins“ [Beraldi] als Schü ler an. Staal per fektionier te diese Ei gen schaft: Sei ne hier vorliegenden 55 Ori gi nal zeich nun gen bestechen durch eine unglaubliche Fein heit, Detail liert heit und Prä zi sion; man verkennt in sofern sei ne ei gent lichen Qua litäten, wenn man von ei ner „akademi schen Trockenheit der Ausfüh rung“ [Bilder welten 128], oder gar, wie Beraldi, von „fadeur“ spricht. Sta als Zeich nungen kom men fast über all mit dem Blei stift aus, den er in al len Nu ancierun gen ein zu set zen ver steht, nur gelegent lich wer den Li nien mit der Feder nach gezogen oder punk tuell Höhun gen in Ocker oder Weiß gesetzt. Der Hang zur sti li sti schen und tech ni schen ‚Vollendung‘ kam ihm insbe sondere bei der Aufga be zu gute, be stehendes Il lu strations materi al zu Werk ausga ben von François René de Chateaubri and (1768 –1848), dem viel gele senen Be gründer der fran zösi schen Romantik, für neue Editionen zu ‚er gän zen‘ – dies in ei nem doppelten Sinn: Von den 49 hier ver ei nig ten Zeich nun gen zu Chateau briands Œuvres stel len 17 freie Bilder fi ndun gen Sta als dar – von diesen sind 16 si gniert und meist

– 1810 –


datiert. Bei 32 (davon eine si gniert) er weiter te er hin gegen bereits vorhandene Stiche von Al fred und Tony Johan not, Jules David und Lou is Marckl (teils aus der Ausga be Pour rat/Fur ne 1832). Diese ei gen­ tüm liche Kom bi nation von Druck graphik und Ori­ gi nal zeich nung ist im Rah men un serer Samm lung ein ein ma li ges Phä nomen. Hier zei gen sich Sta als speziel le Fä higkeiten in der ‚ge sto chen schar fen‘ und über gangslosen Fort set zung der vor gefunde­ nen Motive, wobei er teils die räum liche oder land­ schaft liche Um gebung or ga nisch er weitert, teils ober­ oder unterhalb des zentra len Motivs weite­ re ‚Eta gen‘ mit fi gürlichen, teils my thisch­al legori­ schen Szenen hin zu fügt. Mal ka schiert, mal unver­ mit telt, im mer aber ef fekt voll, begeg nen da bei die ver schiedenen Rea litäts­Ebenen ein ander, kön nen sich Him mel und Erde berüh ren. Solche Wahr neh mungs­Er weiterun gen ha ben oft­ mals auch eine reli giöse Di men sion: Al lein 19 Il­ lu stra tio nen be tref fen Cha teau bri ands zu erst 1803 er schienenes „reli gionsphi losophi sches Rie­ senwerk“ [Bilder welten 88] Le Génie du Chri sti­ anisme, das ge gen die Auf klä rung gerichtet war und die ethi schen, ästheti schen und emotiona­ len Aspek te der katholi schen Reli gion betonte.


13 Zeich­nun­gen schuf Staal zu dem pa­the­ti­schen Pro­sa-Epos Les Mar­t yrs, ou le Trio­mphe de la re­li­g i­ on chrétienne, in dem ein Lie­bes­paar im spät­a n­t i­ken Rom erst im ge­mein­sa ­men Mär ­t y ­r er ­t od zu­sam ­men­ kommt. Die üb­r i­gen Zeich­nun­gen ver ­t ei­len sich auf sie­ben wei­t e­r e Wer­ke Cha­t eau­bri­a nds: fünf zu sei­ nem Rei­se­b e­r icht L’ itinéra­ire de Pa­r is à Jérus­alem, je drei zu Les Na­tchez und den Étu­des hi­storiques, zwei zu den Er­z äh­lun­gen Atala und Les aven­t u­res du der­nier Ab­encé­ra­ge, je eine zu Moÿse und Crom­well et les quatre Stu­arts. Aus­g a ­ben von Cha­t eau ­bri­a nds Œuvres co­m plètes mit Ab­bil­dun­g en nach Gu­stave Staal er­schie­nen 1849 –1850 in 5 Bän­den bei Lecou bzw. in 20 Bän­den bei Pen­aud, auch 1859 –1861 in 12 Bän­den bei Gar­n ier [vgl. Vica­i re]. Fünf selb­stän­d i­ge si­g nier ­t e Zeich­nun­gen sind Bild­ vor­la­gen zu Paul Fév­a ls 1851 –1852 in acht Bän­den er­schie­ne­nem Werk Les tri­bun­aux sec­rets, die letz­t e, eben­falls si­g nier ­t e Blei­stift­z eich­nung ist of ­fen­bar die Ti­t el­a b­bil­dung zu ei­nem Buch über re­l i­g iö­se Er­ zie­hung; hier sind ent ­spre­chen­de Un­t er ­r ichts­ge­gen­ stän­de zu ei­nem Rah ­men an­ge­ord­net. Mög­l i­cher­ wei­se blieb die­se Il ­lu­stra­t i­on un­pu ­bli ­z iert.


An­ge­sichts von Sta­a ls zi­se­l ier ­t er Zei­chen­t ech ­n ik ist es be­son­ders reiz ­voll, die Ori­g i­n a ­le mit ih­r er druck­ gra­phi­schen Um­set­z ung zu ver­glei­chen. Dies gilt so­ wohl für sei­ne Bild-Er­wei­t e­r un­gen als auch für die frei­en Zeich ­nun­gen: Die größ­t e Her­aus­for­de­r ung für die Gra­veu­r e – hier vor al­lem Charles Geoffroy, da­ne­ben u. a. Fer­d i­n and Delanoy – be­stand da­bei nicht in der prä ­z i­sie­r en­den In­t er ­pre­t a­t i­on skiz­z en­ haf ­t er Vor­l a­gen, son­dern im Zwang zum ex­a k­t en Fak­si­m i­le­schnitt. Das In­t er­es­se ge­r a­de dar­a n dürf­ te den auf Buch­g ra­phik spe­z ia ­l i­sier ­t en Samm ­ler Vic­tor Déséglise (1839 –1916) bei der Zu­s am­men­ stel­lung des Kon­vo­luts ge­lei­t et ha­ben, denn zu den Zeich ­nun­gen ver­sam ­mel­t e er ins­ge­samt 101 Sti­che, oft­m als in zwei, drei, drei­m al so­g ar in vier ver­schie­ de­nen Druck ­z u­stän­den; le­d ig­l ich zu zwei Zeich­nun­ gen liegt kei­ne Gra­phik vor. Ex­em­pla ­r isch her­aus­g e­g rif ­fen sei das er­ste Mo­ tiv, Atala dans la fôret, n’off­rait plus qu’une fai­ble ré­si­stance: Sta­a ls Zeich­nung auf grau­em Kar­t on er­ gänzt die von Tony Johan­not ge­stal­t e­t e Um­a r ­mung zwi­schen Atala und dem In­d ia­ner Chactas vor ei­nem Baum­stamm um ein Blät­t er­d ach und den Aus­blick in eine Land­schaft (wo­f ür ein dro­hend auf­z ucken­ der Blitz weg ­r e­t u­schiert wur­de); bo­den­decken­de Pflan­z en zu ih­r en Fü­ßen er­wei­tert er zu ei­ner bo­ gen­f ör ­m i­gen Gir­l an­de, die im un­t e­r en Be­r eich ein zwei­t es Bild­feld er­öff ­net: In der zart ­g rau la­v ier ­t en Sze­ne kniet Atala bit­tend vor ei­nem Geist­li­chen, Chactas tritt seit­l ich her­z u. Es folgt die zu­ge­hö­r i­ge Ra­d ie­r ung auf Chi­n a­pa­pier, so­d ann die ur­sprüng­l i­ che Ra­d ie­r ung in drei Zu­stän­den, näm­l ich zwei ver­ schie­de­ne Va ­r i­a n­t en avant, eine avec la lettre. Eine Be­son­der­heit stellt das Mo­t iv Am­élie dans le bras de René aus der Künst ­ler ­no­vel ­le René dar. Hier be­sit­z en wir zwar nicht die Ori­g i­n al­z eich­nung (die­se hing ge­r ahmt in Déséglises Do­m i­z il Schloß Frapesle bei Issoudun), son­dern nur ei­nen Pro­be­ druck der von Staal er ­wei­t er ­t en Il­lu­stra­t i­on auf Chi­n a­pa­pier, dazu al­ler­d ings gan­z e fünf ver­schie­ de­nene Pro­be­d rucke der ur­sprüng­l i­chen Ra­d ie­r ung von Taver ­n ier nach Al­f red Johan­not. Cha ­r ak­t e­r i­ stisch ist auch hier die in­h alt­l i­che Zu­t at Sta­a ls, wel­ che die Mo­ment ­auf ­n ah ­me der lei­den­schaft ­l i­chen Um­a r­mung in der zwei­t en, un­t e­r en Ebe­ne um eine an­de­r e Ge­f ühls- und Zeit­d i ­men­si­on er ­wei­t ert: Zwei me­d ail­lon­a r ­t i­g e Bild­chen zei­g en die Prot ­a go­n i­ sten ein­sam sin­n ie­r end, René in frei­er Land­schaft, Am­élie durch die Git ­t er­stä ­b e ih ­r er Klo­ster ­z el­le blickend.

Ein aus­f ühr­l i­c her Durch­g ang durch die­s e Samm ­lung von Zeich­nun­gen und Gra­v u­r en er ­mög­ licht eine Fül ­le sol­cher Be­ob­ach­t un­gen, mit de­nen sich die – viel ­leicht noch un ­z u ­r ei­chend ge­w ür­d ig­ te – spe­z i ­fi­s che künst ­le­r i­s che Ei­g en­a rt Gu­stave Sta­a ls mit je­ner Prä ­z i­si­on nach­voll­z ie­hen läßt, die er tat ­s äch ­l ich ver­d ient. Ein nütz­l i­ches Hilfs­m it­ tel sind die 56 Kar ­t ei­blät ­t er mit Be­schrei­bun­gen des ge­sam­ten Ma­te­r i­a ls wohl von der Hand Désé­ glises, die se­pa­r at in Che­m i­se und Schu­ber bei­ge­ ge­ben sind. Ein spä­te­r er Be­sit­z er ließ das Kon­vo­ lut von dem Pa­r i­ser Buch­bin­der Hen­r i Alix (tä­tig 1948 –1959) in dem vor­l ie­g en­den so­l i­den Halb­Ma ­r o­q uin­band zu­sam ­men­fas­sen. Pro­ve­n i­enz: Samm­ler­stem­pel von Vic­t or Déséglise (1839 –1916) auf den Zeich­nun­gen [Lugt 356c] und auf den Kar­t ei­blät­t ern [Lugt 356d]. Li­t e­r a­t ur: Vgl. Vica ­i re II , 301 f.; zu Gu­stave Staal: Beraldi XII , S. 53 – 55; Oster­w al­der 10 04; Thieme/Becker 31, 429; zu Déséglise: Lugt II , S. 54 f.; zu Alix: Fléty 10.

– 1814 –


„Fe­m i­n i­sti­scher The­men­a n­schlag“: in ele­gan­t en Ro­man­t i­ker­ein­bän­den von Boutigny 564 Staël, [Anne-Lou­i se-Ger­m aine Necker, ba­r on­ne de]. Co­r in­ne ou l’It­alie. 2 Bde. Pa­r is, Treut­tel et Würtz, 1841 –1842. 1 Front­ispiz in Holz­schnitt, zu­sam­m en über 300 Text­ vi­g net­ten, Kopf ­lei­sten und Zier­in­itia­len in Holz­schnitt. 2 Bl., 425 S., 1 Bl. Und: 2 Bl., 504 S., 1 Bl. – Text in schwar­zen Rah­m en ge­setzt. Ok­t av (222 x 141 mm). Vio­l et­te Kalb­l e­d er­bän­d e der Zeit auf glat­te Rücken, mit gold­ge­präg­ten Rücken­ti­ teln und de­k o­ra­t i­ver Rücken- und Deckel­ver­g ol­dung aus Rocaillen, Ran­k en und mehr­fa­chen Fi­let­en­rah­m en, mit Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­k an­ten, Doublü­ren und Vor­sät­zen aus el­fen­bein­far­be­nem Moi­ré­pa­pier und Ganz­g old­schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz von Bd. I mit Buch­bin­der­eti­k ett von Boutigny, in mo­der­nem, mit Filz aus­ge­schla­ge­n em Papp­schu­ber mit Le­der­k an­ten ( Vor­ sät­ze am Rand oxy­diert, durch­ge­hend schwach braun­ fleckig). Der au­t o­bio­g ra­phi­sche Ro­m an der Ma­d ame de Staël in der schön­sten il­lu­strier ­t en Aus­g a ­be: Ro­m an­t ik vers­u s Kon­ven­t i­on Co­r in­ne, eine in Ita ­l i­ en le­b en­d e Dich­t e­r in und Ma ­le­r in, be­g eg ­net Os­ w ald Lord Neville, dem sie ihre sen­ t i­ men­ ta ­le Be­gei­ste­r ung für die ita­l ie­n i­s che Kul­t ur ver­ mit­telt. Als er sie hei­r a­ ten will, ge­steht sie ihm, daß sie selbst eng­li­scher

Her­k unft ist und sich nach ei­nem Fa ­m i­l i­en­kon ­fl ikt über die star ­r en ge­sell­schaft ­l i­chen Kon­ven­t io­nen hin­weg­ge­setzt hat, um in Ita ­l i­en ih­r en künst ­le­r i­ schen Nei­g un­gen zu le­ben [vgl. K NLL XV, 862]. Os­ wald kehrt nach Eng­land zu­r ück „mit dem Plan, Co­r in­ne mit ih­r er Fa­m i­l ie zu ver­söh­nen, sie zu hei­ ra­t en und in den Au­gen der Welt zu re­h a­bi­l i­t ie­r en. Doch im mo­r a ­l i­schen Kli­m a sei­ner Hei­m at, fern von der ge­lieb­ten Frau, er­liegt er wie­der dem ihm an­er­z o­ge­nen Re­spekt vor der Kon­ven­t i­on und den ge­sell­schaft ­l i­chen Vor ­u r ­t ei­len“ [ebd.] – er hei­r a­t et, dem Wunsch der Fa ­m i­l ie ent­spre­chend, Co­r in­nes Halb­schwe­ster Lucile. Als „fe­m i­n i­sti­sche The­sen­a n­schlä­ge, ver ­faßt von ei­ner eman­z i­pier ­t en Frau“ [Eng­ler 16], cha ­r ak­ te­r i­sier ­t e Win ­f ried Eng­ler den Ich-Ro­m an der Ma­d ame de Staël (1766 –1817), der in auf­k lä­re­r i­ schem und Rousseauschem Geist er­zo­ge­nen Toch­t er des fran­z ö­si­schen Fi­n anz­m i­n i­sters Necker. Für die „ro­m an­t i­s che und lei­den­s chaft ­l i­che Ge­ne­r a­t i­on“ ih­r er Zeit war es frei­lich „das Buch ei­ner idea­len Lie­b e“ [K NLL XV, 862] mit stark au­t o­bio­g ra­phi­ schen Zü­gen: Tat­säch­lich re­flek­tiert das Werk so­ wohl die Be­z ie­hung der Ma­d ame de Staël zu dem jun­gen Di­plo­m a­t en Pierre de Sou­z a-Hol­stein als auch ihre Ita­l i­en-Rei­sen in den Jah­r en 1804 –1807, auf de­nen sie von Au­g ust Wil­helm Schle­g el be­ glei­t et wur­de. 1807 er­schien auch die fran­z ö­si­sche Erst ­aus­g a ­be, be­r eits kur­z e Zeit spä­t er die deut­sche Über­set­z ung von Do­r o­t hea Schle­gel. Letzt ­l ich tref ­fen ro­m an­t i­s che Lei­d en­s chaft, eman­z i­p a­t o­r i­s che Im­pu­le und ge­s ell­s chaft ­l i­c he

– 1818 –


Kon­ven­t io­nen tra­g isch zu­sam ­men: „Wie die Dich­ te­r in lei­det Co­r in­ne un­ter der Lie­be mehr, als sie von ihr auf die Dau­er Er­fül­lung er­fah­r en könn­te, denn ihr ge­n ia ­l isch über­höh­t er In­d i­v i­dua ­l is­mus reißt zwi­schen ihr und dem mit ­t el­m ä ­ßi­gen Part ­ner un­ü ber­brück ­ba ­r e Kräf ­t e auf “ [Eng­ler 16]. The­men­ ge­schicht ­l ich mach­t e der Ro­m an das Ita ­l i­en­er­leb­n is er ­neut für die fran­zö­si­sche Li­t e­r a­t ur frucht ­bar, ver­ tieft durch die „Fä­h ig­keit, ein frem­des Volk nicht ein­sei­t ig vom dog ­m a­t i­schen Stand­punkt der ei­ge­ nen Kul­t ur ­ü ber­le­gen ­heit zu be­t rach­t en, son­dern in sei­nem An­ders­sein eine gleich ­be­r ech­t ig ­t e Ei­gen­a rt zu er­blicken“[Jan 209] – was auch das Deutsch­l and­ bild der Ma­d ame de Staël be­stimm­t e. Daß Co­r in­n e in der ro­m an­ti­schen Epo­che auf ein nach­h al­t i­ges In­t er­es­se stieß, ver ­w un­dert nicht. Die vor­l ie­gen­de, eine Ge­ne­r a­t i­on nach der Erst ­aus­g a ­be

er­schie­ne­ne „édit ­ion bien im­primé sur beau pa­pier vélin“ [Car­ter­et] ist reich il­lu­striert durch ein von Pierre Fran­çois God­a rd in Holz ge­sto­che­nes Front­ ispiz von Eugène Laville so­w ie zahl­r ei­che Text­holz­ schnit ­t e nach Clément Bou­l an­ger, Bre­t on, De­mo­ raine, Gér­a rd, Granet, Gudin, Laville, Monvoisin, Sch­netz, Vaudoyer, Vernet u. a. Die bei­den Bän­de prä ­sen­t ie­r en sich in wie neu er­h al­t e­nen, ele­g an­t en Ro­m an­t i­ker­ein­bän­den von Boutigny. Pro­ve­n i­enz: Mo­no­g ramms­childchen „ RBL“ auf dem Vor­blatt (R. und B. Loliée). Li­t e­r a­t ur: Brivois 379; Car ­t er­e t III , 566 und 568; En­ g el­ hardt(Rol­off II , 33 (Er­stausg.); K NLL XV, 861 f.; Lon­c hamp II , 435; Quér­a rd/Bourque­lot vI, 407 (mit Er ­s chei ­nungs­jah ­r en „1840 – 41“); Oster­w al­der 159 (Bou­l an­g er [!]); Rahir 645; San­der 646; Vica ­i re V II , 651 f.


Sehr sel­t e­nes Ex­em­plar auf Chi­na­pa­pier 565 Stahl, P.-J. [d. i. Pierre Jules Het­zel]. Nouv­el­ les et seu­les véritables aven­t u­res de Tom Pouce, im­itées de l’An­glais par P.-J. Stahl. Vi­g net­tes par Bert­all. [Le nouveau mag­a sin des enfants 2]. Pa­r is, J. Het­zel, 1844. Etwa 150 Text­h olz­schnit­te. 108 S., 4 S. ( Ver­lags­an­zei­gen), je­weils in Blatt­zäh­lung – Ein ­sei­t ig auf Chi­n a­ Pa­pier ge­druckt. Ok­tav, un­auf­ge­schnit­ten (197 x 135 mm). Grob­ge­n arb­ ter wein­r o­ter Halb­m a­r o­quin­band auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in Fi­let­en­rah­m en, fet­ tem und ma­ge­rem Gold­f ileten­rah­m en auf den Deckeln, mit dop­pel­ter Gold­fi­lete auf den Steh- und Dent­el­le­ bor­dü­re auf den In­nen­k an­ten so­wie mar­m o­r ier­ten Vor­ sät­zen, auf dem Spie­gel si­g niert „Bel­le­vallée“ (Rücken mi­ni­m al auf­ge­hellt). Der Däum ­l ing Tom Pouce – ge­z eich­net vom „Mei­ster der Kleinst ­form“ Dies ist die Ori­g i­n al­aus­g a ­b e der fran­z ö­si­s chen Über ­t ra ­g ung der Däum ­l ings-Ge­s chich­t e durch den Ver­le­ger Pierre Jules Het­z el. Als frü­hes Werk

des Illustra­tors Bert­a ll (1820 –1882) mit rund 150 amü­s an­ten Vi­g net­ten stammt es aus der Zeit, in der der „Mei­ster der Kleinst­form“ [Riem­er 100] und „ge­bo­r e­ne Il ­lu­stra­t or des Kin­der­buchs“ [Rümann 191] sei­ne „be­sten Wer­ke“ [ebd. 190] schuf. Auf Sei­ te 74 sind die ka­r i­k ier­t en Por­t raits von Vic­t or Hugo, Du­m as, Bal­z ac und Frédéric So­u lié zu se­hen. Bi­blio­phi­le Ex­em­pla ­r e auf Chi­n a­pa­pier die­ses Kin­ der­buchs sind „très ra­r es“ [Car­ter­et]. Sie wur­den nur ein­sei­t ig be­d ruckt, das un­se­r e wur­de un­auf­ ge­schnit ­t en ge­bun­den von Hoche Bel­le­vallée, dem Nach­fol­ger von Ed­mond Klein seit 1946, der sein Me­t ier „à la per ­fect ­ion“ [Fléty] be­herrsch­t e. Pro­ve­n i­enz: Sam Clapp (des­sen Auk­t i­on Chri­stie’s, Pa­r is, 2002, Nr. 609). Li­t e­r a­t ur: Beraldi II , 47, Nr. 8; Brivois 379 f.; Car­t er­et III , 444 f.; Gumuchian 5432; Oster ­w al­der 128; Quér­a rd/Bourque­lot I V, 296; San­der 649; Vica­i re V I , 228, und V II , 657; zu Bel­le­v allée: Fléty 21.

– 1820 –


Un beschnittenes Exemplar auf Chinapapier, aus den Samm lungen Bel lon, Descamps-Scrive und Petiet, mit zwei Original zeichnungen 566 Ster ne, [Lau rence]. Voyage sen ti men tal. Traduct ion nouvelle. Précédée d’un Essai sur la vie et les ouvra ges de Ster ne, par M. J. Janin. Edition illus­ trée par MM. Tony Johannot et Jacque. Paris, Er nest Bourdin, [1841]. 12 Tafeln in Holz schnitt auf Chinapapier, auf ka schiert auf stärkeres Velinpapier, über 160 Textholz schnit te; bei­ liegend 2 Fumés auf Chinapapier sowie 2 ori ginale Blei­ stift zeichnun gen von Jacque. 2 Bl., XLI V S., 312 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart, un be schnit ten (283 x 187 mm). Dun kelroter Maroquinband des 19. Jahrhun derts auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Titel und gold gepräg ter Ornamen­ tik à la cathédrale auf dem Rücken, auf den Deckeln dreifacher Goldfiletenrahmen, dar in derselbe Dekor (mit Blüten als Eckmotiven) als Rahmen zwi schen doppelten Goldfileten, Stehkanten in den Ecken mit fet ten und ma­ geren Gold schraf fen, Innenkanten mit Dentellebordüre, mar morier te Vorsät ze, von Cuzin. Exemplar aus berühmten Samm lun gen auf Chi na­ Papier, mit zwei Ori gi nal zeich nun gen von Jacque Lau rence Ster ne (1713 –1768) hat te Frank reich auf meh reren Rei sen liebgewon nen – sei nem Frank­ reich­Erlebnis ist dieses Buch gewid met. Der Titel des zuerst 1768 er schienenen Werks, A Sentimen­ tal Jour ney through France and Italy by Mr Yorick, ist in sofern un genau, als die Beschrei bung der Rei se von Ca lais über Amiens, Pa ris und Moul ins bereits kurz vor Lyon abbricht – der Tod nahm dem Au­ tor die Feder aus der Hand. „Sei ner gan zen Ton­ la ge nach ist das Werk ein Hymnus auf das alte, das romanti sche Frank reich, an gestimmt von dem uns aus Trist ram Shandy ver trauten Landpfar rer Yorick, hinter dessen Gestalt sich, kaum verhüllt, der Autor verbirgt“ [K NLL XV, 972]. Doch nicht nur das Thema war ‚romantisch‘, son­ dern auch dessen ori gi nel le Dar stel lungswei se. Die Sentimental Jour ney ist näm lich kein sach licher Rei­ sebericht, viel mehr schildert Ster ne „in ei ner Fol ge locker gefüg ter Mi niatu ren und Por träts […] schein­ bar Neben säch liches“; er gewinnt der gegen ständ­ lichen Welt „nur in soweit Bedeutung ab, als sie Empfi ndun gen auslöst, Empfi ndun gen der Liebe, der Zärt lich keit, des Mit leids, Empfi ndun gen, die das gan ze private Welt erleben um schrei ben“ [ebd.] und die durch ei nen ironischen Ton relativiert, aber

kei neswegs ent wer tet wer den. Diese „senti menta le“ Schrei bart, die „das Feierlich ste dem Burlesken an­ zu nä hern wag te“, weck te auch bei den Lesern eine „Emp fi nd sam keit für lei se ste Gefühlsre gun gen“ [Schir mer 430]. Mit die sem Werk, nicht mit Trist ram Shandy, be­ gründete Lau rence Ster ne „recht ei gent lich sei­ nen Ruhm, vor al lem in Frank reich“ [K NLL XV, 972]. Jules Ja nin ver suchte in sei ner Über set zung, den Er zäh ler vollends an die fran zösi sche Menta li­ tät zu assi mi lieren: „Pauvre Yorick!“ ruft er in sei­ nem Vor wort aus: „Quel mal heur qu’il n’ait pas été tout simplement Français de nation, comme il l’était par l’esprit, par la bonne humeur, par l’ironie, par la ga lanterie la plus exquise, par les passions les plus char mantes!“ [S. XLIII]. Die Über set zung aus der engli schen Sprache er scheint ihm dar um ein „terrible travail, dont le traducteur se croyait in­ capable“, als ein „duel dan gereux“ mit dem Autor, wobei er durch ein „profond et respectueux sen­ ti ment de la grâce, de la légèreté, de la fi nesse de notre lang ue“ die ei gene „ignorance profonde de la lang ue an glaise“ [S. XLII] kompen siert glaubt.

– 1822 –


In­so­fern ist die Über­set­z ung auch eine gen­u ine Ei­ gen­lei­stung des fran­z ö­si­schen Ro­m an­t i­kers Jules Ja ­n in. Auf Jan­i ns Stil ein­ge­stimmt ist auch die rei­che Be­ bil­de­r ung, die ab­ge­se­hen von ei­ner Ha ­fen­sze­ne und ei­ner An­sicht von Ca­lais zu Be­g inn der er­sten bei­ den Ka­pi­tel kaum mehr eine Land­schaft, son­dern mensch­l i­che Be­g eg ­nun­g en in den Blick nimmt. Sie stammt von Tony Johan­not (1803 –1852), dem „er­k lär ­t en Il­lu­stra­t or der Li­t e­r a­t en­schu­le des jun­gen Rom­a n­t is­mus“ [Thieme/Becker 19, 69] und Charles Émile Ja­cque (1813 –1894), auch er zur „er­ste[n] Gar­ ni­t ur zeit ­ge­nös­si­scher Künst ­ler“ [Bil­der ­wel­t en 87] ge­hö­r end. Bei­de hat ­t en zu­vor schon Oli­ver Golds­ miths Vica­ire de Wake­f ield [vgl. Nr. 271] ge­mein­ sam il­lu­striert, wozu Ja­cque „her ­vor ­r a­gen­de Holz­s chnit ­t e“ [Rümann 143] ge­l ie­fert hat ­t e, Johan­ not die Ta­feln, was ihm den pro­m i­nen­te­r en Platz si­c her ­t e. In dem vor­l ie­g en­den Werk ver­h ält es sich ähn­lich. An­ders als Beraldi an­g ibt, stam­men al­ler­d ings nicht nur die mei­sten „pe­tits bois dans le tex­te“ [Beraldi] von Ja­c que, son­dern auch das

Front­ispiz mit dem Por­trait Lau­r ence Ster­nes so­ wie die er­ste Ta­fel. Von Ja­cque lie­gen un­se­r em Ex­em­plar zwei ori­g i­n a­ le klei ­ne Blei­stift ­skiz­z en bei, die sei­t en­ver­kehr ­t en Vor­z eich­nun­gen zu den Kopf ­v i­g net ­t en auf den Sei­ ten 11 und 72; fer­ner die auf Chi­n a­pa­pier ge­d ruck­ ten Fumés zum Ster­ne-Por­t rait so­w ie zu Johan­nots Ta ­fel ge­gen­ü ber von Sei­t e 198. Un­ser Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier fand sich in der Hand be­deu­ten­der Samm­ler: Paul Bel­lon, der es von Franc­ i sque Cuzin (1836 –1890) bin­ den ließ, René Des­c amps-Scrive und zu­letzt Hen­r i Petiet. Pro­ve­n i­enz: Il­lu­strier ­t es Ex ­l i­bris von Paul Bel­lon (Auk­ti­on I, 1896, Nr. 290: frs. or 700). – Ex­li­bris von René Des­c amps-Scrive (Auk­ti­on I, 1925, Nr. 171: frs. 2.300, noch ohne die Zu­g a­ben). – Hen­r i M. Petiet (Auk­t i­on II , 1992, Nr. 175: frs. 19.000). Li­t e­r a­t ur: Beraldi V III , 172 und 273, Nr. 54; Brivois 380; Car­ ter­et III , 568 f. (zi­t iert die­s es Ex­em­plar); Lon­c hamp II , 437; Ma­ rie 101; Oster­w al­der 528 und 539; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 411; Rahir 647; Rümann 143; San­der 651; Sie­u rin 206; Talv­a rt/Place X, 115 (Ja­n in, mit Er­s chei­nungs­jahr 1839); Vica­ire V II , 664 f.; zu Cuzin: Fléty 50 f.

– 1823 –


Exemplar auf Chinapapier, aus den Samm lungen Rattier, Lainé, Esmerian, Tissot-Dupont 567 Ster ne, [Lau rence]. Voyage sen ti men tal. Traduct ion nouvelle. Précédée d’un Essai sur la vie et les ouvra ges de Ster ne, par M. J. Janin. Edition illustrée par MM. Tony Johannot et Jacque. Paris, Er nest Bour­ din, [1841]. 12 Tafeln in Holz schnitt auf Chinapapier, auf ka schiert auf stärkeres Velinpapier, über 160 Textholz schnit te. 2 Bl., XLI V S., 312 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart, mit Témoins (266 x 174 mm). Weinroter Maro­ quinband des 19. Jahrhun derts auf fünf point illéver zier­ te Bünde, mit gold gerahm tem Rückentitel und reicher or namentaler Goldprä gung in doppelten Goldfileten­ rahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, Deckel mit einfachem und doppeltem Goldfiletenrahmen, mit doppelten Goldfileten auf den Steh­, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen und

Ganz gold schnitt über Témoins, auf dem Spiegel si gniert „Hardy­Mennil“ ( Vor titel mit kleinem Randeinriß). Wie ge sucht die seltenen Exempla re auf Chi na­ papier der von Tony Johan not und Charles Émile Jacque il lu strier ten Voyage sentimental sind, zeigt sich eindrucks voll dar in, daß sich auch un ser zwei­ tes Exemplar in den letz ten hundert Jah ren durch­ gehend im Besitz der distin guier testen Samm ler be­ fand, hier: Léon Rat tier, Ge orges Lainé, Raphaël Esmerian und André Tissot­Dupont. Provenienz: Léon Rat tier (Auk tion I, 1920, Nr. 659: frs. 1.210). – Georges Lainé (Auk tion 1962, Nr. 31: frs. 2.850). – Raphaël Esmerian (Auk tion IV, 1973, Nr. 117: frs: 21.000). – André Tissot­Dupont (Auk ti­ on 2016, Nr. 516). – Mit Ex li bris al ler vier Samm ler.

– 1826 –


In Ein zel lieferungen, mit den Umschlä gen 568 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Les mystères de Paris. Par M. Eugène Süe. Nouvelle édit ion, revue par l’auteur. 4 Bde. Paris, Charles Gosselin [und:] Gar nier frères, 1843 –1844. Zu sam men 81 Tafeln (davon 47 in Holz schnitt und 34 in Stahl stich), etwa 250 Textabbildun gen sowie zahlrei­ che, oft wiederholte kleinere Vi gnet ten und Zierlei sten in Holz schnitt. 2 Bl., I V S., 315, (3) S. Und: 2 Bl., 313, (3) S. Und: 2 Bl., 319 S., 1 Bl. ( Verlagsanzei gen). Und: 2 Bl., 326 S., 1 Bl. Quart, un be schnit ten (etwa 280 x 190 mm). Lose La gen und Tafeln, 4 illu strier te Ori ginal­Um schlä ge und 63 Lieferungsum schlä ge in grobgenarbten dunkelroten Halbmaroquinchemi sen mit Rückentiteln und romanti­ schem Rücken dekor in Goldprä gung, si gniert „Devau­ chelle“ , in mit Filz ausge schla genen Pappschubern mit dunkelroten Maroquinkanten (Um schlä ge begrif fen und mit Randlä suren, Bd. I: 1 Bl. mit kleinem Eck ausriß, Bd. III: 3 Bl. mit kleinem Randeinriß). Der „Höhepunkt des Feuil leton romans“ in der er sten il lu strier ten Ausga be – tel que paru

une grande ha bi leté de mise en scène, des effets dra matiques et pathétiques“ [Hoefer].

Eugène Sue (1804 –1857) quit tier te sei nen Dienst als Schiffschir urg, um eine Kar riere als Roman au­ tor zu begin nen. Mit dem Fort set zungsroman Die Geheim nis se von Paris, der zuerst 1842 –1843 im Jour nal des débats er schien, schuf er das „Haupt werk dieser Gat tung“ [Haupt werke], dessen un geheu rer Er folg – bereits 1844 wur de es in zehn Sprachen über setzt – bis heute an hält. Sti li stisch glänz te das Werk durch „une étonn ante facilité d’invent ion,

Die Haupt hand lung ist ein fach und senti men­ tal: Der als Ar beiter ver kleidete deut sche Graf Rodolphe de Gérol stein beschützt das un glück liche Stra ßen mädchen Fleur­de­Ma rie vor den Gefah ren des Molochs Pa ris und erkennt in ihr schließlich sei ne ei gene Tochter. Ein geflochten wer den al ler­ dings zahl reiche kompli zier te Neben strän ge und Intri gen, die „den Leser von ei ner Forts[et zung] zur andern in Span nung halten sol len und dem Autor

– 1827 –


Ge­l e­g en ­h eit ge­b en, die un­t er­s chied ­l ich­s ten Pa ­r i­ser Mi­l ieus in far­ben­präch­t i­gen Ge­m äl­den zu schil­dern“ [En­gel ­h ardt/Rol­off ]. Ge­r a­de die­se Ver­ mi­schung der „Ge­sell­schafts­schich­t en und des kon­ trär­sten gei­sti­gen und ethi­schen Ni­veaus“ mach­t e das Werk „glei­cher ­m a ­ßen er ­folg ­r eich bei Klein ­bür­ ger und Adel“ [Bil­der­wel­t en 124]. Ver ­m ischt wur­den auch die ver­schie­de­nen Pro­sa­ gat ­t un­gen von „Ge­sell­schafts-, Schau­er-, Kri­m inalund ge­sell­schafts­k ri­t i­schem Ro­m an“ [ebd.], doch „als er­ster“ führ ­t e Sue „die rea ­l i­sti­sche Schil­de­ rung des El­ends der nie­de­r en Schich­t en“ ein – und dies in ei­nem höchst be­deut­sa ­men hi­sto­r i­schen Mo­ ment. Denn sei­ne un­ge­schön­t en Be­schrei­bun­gen und die „be­herz ­t e Kri­t ik der öf ­fent ­l i­chen In­sti­t u­ tio­nen“ wa­r en zu­gleich ein star­kes „Echo der hu­ ma ­n i­t ä ­r en und so­z ia ­len Strö­mun­gen der vier­z i­ger Jah­r e, die in der Re­vo­lu­t i­on von 1848 ih­r en Hö­he­ punkt fin­den“ [Haupt ­wer­ke].

Doch be­ein­d rucken die „ty ­pi­sier ­t en Ro­m an­ge­stal­ ten nicht zu­letzt durch die zeich­ne­r i­sche Um­set­ zung sei­ner Il­lu­stra­t o­r en“ [Bil­der ­wel­t en 118]. Hier se­hen wir sie in der er­sten il­lu­strier­t en Aus­g a­be vor uns, in er­ster Li­n ie auf den Ta­feln, von de­nen in­ ter­es­san­t er­wei­se 47 in Holz­schnitt und 34 in Stahl­ stich aus­ge­f ührt wur­den: „Es ist ge­w iß kein Zu­fall, daß für als ‚ein­fach‘ oder ‚böse‘ cha ­r ak­t e­r i­sier ­t e Her ­r en in Ein­z el ­fi ­g u­r en (10 Ta ­feln) aus­schließ­l ich die här ­t er er­schei­nen­den Xylo­t a ­feln ge­wählt wur­ den, wäh­r end für die ‚ed­len‘, ‚schö­nen‘ oder ‚gu­t en‘ weib­l i­chen Ein ­z el ­fi ­g u ­r en (12 Ta ­feln) Stahl­sti­che Ver­wen­dung fan­den“, die „zur Er­hö­hung der Zart­ heit in den Fleisch­par ­t i­en mit fei­ner Punk­t ier ­m a­ nier“ [Bil­der ­wel­t en 246] be­a r­bei­t et wur­den. Auch ad­l i­ge Per­so­nen wur­den „in fei­nem und kon­ser ­va­ ti­ver wir­ken­den Stahl­stich“ dar­ge­stellt [ebd. 125]. Die Por­t raits stam­men zu­meist von Gu­stave Staal, Jo­s eph-Lou­i s Tri­mo­let und dem Isabey-Schü­ler Er ­nest Sei­g neur­gens (ca. 1820 –1904).

– 1828 –


Die rund 250 Text ­a b­bil­dun­gen ver­a n­schau ­l i­chen hin­g e­g en fort ­l au ­fend die „häu ­fi g dra ­m a­t i­s chen Hand­lun­gen und das oft tri­ste Am­bi­en­te, in dem die Sze­nen sich ab­spie­len“ [ebd.]. In den er­sten Ka­pi­t eln ist Tri­mo­let der Haupt ­bei­t rä­ger; nach sei­ nem frü­hen Tod mit 31 Jah­ren ging die­se Rol­le noch im er­sten Band an Gu­stave Staal über, der ge­gen Ende des drit­ten dar­in von Eu­stache Lor­ say ab­ge­löst wur­de. Für Land­schaf­ten und Stadt­ an­sich­t en war zu ­meist Charles Da­u bigny zu­stän­d ig; wei­t er­h in wa ­r en Célestin Na ­nteuil, Hi­ppolyte Pau­ quet, Na­r geot, Du­bouloz, Édou­a rd de Beau­mont, Charles Jo­seph Traviès u. a. be­t ei­l igt, nicht zu­letzt auch Honoré Da­u mier, der im er­sten Band drei fin­ ste­r e Ver­bre­cher ­por ­t raits [Ta ­feln bei S. 106, 194 und 308] so­w ie eine Text­il­lu­stra­ti­on [S. 112], evtl. eine wei­te­r e in Band II [S. 268] bei­steu­er­te. Auch die Ste­cher – Na­r geot, Lavoignat, Charles Geoffroy u. a. – wa­r en nam­h aft.

Der „Hö­he­punkt des Feuil­le­t on ­r o­m ans“ [En­g el­ hardt/Rol­off ] liegt tel que paru vor uns: In lo­sen La­gen und Ta­feln, mit 63 Um­schlä­gen zu den 80 Lie­fe­r un­gen (ei ­n i­ge Dop­pel ­l ie­fe­r un­gen) und al­len vier grau­t o­n i­gen Band­u m­schlä­gen, die vorn eine Pa ­r is-An­sicht, auf den Rück­sei­t en drei ver­schie­de­ ne Vi­g net­ten zei­gen (die von Band II und III sind iden­t isch) – ge­s chützt in vier de­ko­r a­t i­ven Halb­ maroqu­i nche­m i­sen und Schu­bern von Devauc­hel­le. Li­te­r a­tur: Bil­der­wel­ten 124 f., Nr. 53; Bouvy 738 – 741; Brivois 381; Car ­t er­et III , 569 ff. (mit Um­s chlag-Abb.); DLF II , 428; En­ gel ­h ardt/Rol­off II , 76 (Er­stausg.); vgl. Haupt­wer­ke 356 f.; Hoe­ fer 44, 623; Lon­c hamp II , 438; Oster­w al­der 103, 289, 640, 745, 804, 1004, 1065 und 1066; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 418; Rahir 648; Ray II , 316, Nr. 233; Rümann, Da­u mier 88; San­der 658; Vica ­i re V II , 683 ff.

– 1829 –


Mit bei liegendem Ver fasser-Autograph – Exemplar Descamps-Scrive, Duché und Clapp 569 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Les mystères de Paris. Par M. Eugène Süe. Nouvelle édit ion, revue par l’auteur. 4 Bde. Paris, Charles Gosselin [und:] Gar nier frères, 1843 –1844. Zu sam men 81 Tafeln (davon 47 in Holz schnitt und 34 in Stahl stich), etwa 250 Textabbildun gen sowie zahlrei­ che, oft wiederholte kleinere Vi gnet ten und Zierlei sten in Holz schnitt. 2 Bl., I V S., 315, (3) S. Und: 2 Bl., 313, (3) S. Und: 2 Bl., 319 S. Und: 2 Bl., 326 S., 1 Bl. Quart, unbe schnit ten (etwa 277 x 190 mm). Grobge­ narbte dunkelbraune Halbmaroquinbän de auf je fünf mit doppelten Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold ge­ rahm ten Titeln und Bandbezeichnun gen in je zwei so­ wie floral­or namentalen, mit Goldpunkten dekorier ten Blind stempeln in doppelten Goldfileten­ und doppelten fet ten Blindfiletenrahmen in den übri gen Rückenfeldern, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät­ zen sowie mit ein gebun denen illu strier ten Ori ginal­ Um schlä gen (inkl. Um schlag rücken), und vier Liefe­ rungsum schlä gen, auf den fliegen den Vorsät zen verso si gniert „V. Champs“ . Mit bei liegendem Brief Sues, ein gebundenen Um schlä gen und aus bedeutenden Samm lun gen Dies ist ein tadel loses bi bliophi les Exemplar der er sten il lu strier ten Aus ga be von Eugène Sues monu menta lem Fort set zungsroman, dem Haupt­ werk sei ner Art. Es liegt un beschnit ten und mit den ein gebundenen il lu strier ten Ori gi nal­Um schlä gen vor, die vorn eine Pa ris­An sicht, auf den Rück seiten drei ver schiedene Vi gnet ten zei gen (die von Band II und III sind identisch). Auch wur de jedem Band ein Lieferungs­Um schlag (zu den Livrai sons 5, 23, 42 und 71) nach gebunden. Die gediegenen Halbma ro­ quin bände stam men aus der Werk statt von Victor Champs [vgl. Devauchel le III , 247; Fléty 41]; Vor­ besit zer wa ren zwei bedeutende Bi bliophi le: René Descamps­Scrive und Pierre Duché. Individua lisiert wird unser Exemplar durch eine be­ sondere Zu ga be: Dem er sten Band liegt ein graues Doppel blätt chen aus Büt tenpapier mit ei nem drei­ zehnz ei li gen hand si gnier ten Brief von Eugène Sue an ei nen un genannten Empfän ger bei. Provenienz: Auf ei nem Vorblatt die gold gepräg­ ten Ex li bris von René Des camps­Scrive (des sen Auk tion II , 1925, Nr. 329: frs. 2.300) und Pierre Duché (dessen Auk tion 1972, Nr. 114: frs. 3.800). – Sam Clapp (dessen Auk tion Chri stie’s, Pa ris, 2002, Nr. 709: € 3.290).


Ein zel lieferungen mit Umschlä gen, in Schubern mit bemalten Leder reliefs von Louis Dézé 570 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Les mystères de Paris. Par M. Eugène Süe. Nouvelle édit ion, revue par l’auteur. 4 Bde. Paris, Charles Gosselin [und:] Gar nier frères, 1843 –1844. Zu sammen 81 lose Tafeln (davon 47 in Holz schnitt und 34 in Stahl stich), etwa 250 Textabbildun gen sowie zahl­ reiche, oft wiederholte kleinere Vi gnet ten und Zier­ lei sten in Holz schnitt. 2 Bl., IV S., 315, (3) S., 1 Blättchen (Avis de l’ éditeur). Und: 2 Bl., 313, (3) S. Und: 2 Bl., 319 S. Und: 2 Bl., 326 S., 1 Bl. Quart, unbe schnit ten (278 x 200 mm). Lose La gen und Tafeln, 4 illu strier te Ori ginal­Um schlä ge und 61 Liefe­ rungsum schlä ge in dunkelbraunen fle xiblen Halblein­ wandmappen, in vier rotbrau nen Kalbleder schubern mit gold gepräg ten Rückentiteln und fi guralen Rücken­ Reliefs, (Schuber: 6 von 8 Pappseiten stücken fehlen, 1 Decke lose, ein Rücken mit Einris sen, zwei Kapitale mit kleinen Fehl stellen, beschabt und berieben, Papier meist leicht braunfleckig, Bd. I V: Titelei und S. 273 ff. gebräunt und braunfleckig).

Kunst am Schu ber – die bemalten Leder reliefs von Lou is Dézé Lou is Dézé (1857 –1930) tritt dem Bi bliophi len meist als der Bi bliograph Gu stave Dorés ent gegen. Weit gehend un bekannt ist, daß er Ma ler und Ein­ band ge stalter war – auch die ein schlä gi gen Refe­ renz werke ver zeich nen ihn nicht. Um so nachdrück­ licher ist auf eine Ausnah me zu ver wei sen: Hen ri Pol lès wid mete ihm 1988 im Kata log Reliures de la donation Henri Pollès eine Homma ge mit dem Titel Qu’est­ce donc qu’une reliure ori ginale? Dar in feiert er Dézé als „art iste complet, et de plus un ‚ori gi­ nal‘, comme tant d’ar tist es à la tota le ori gi nal ité“ [Pol lès 29], als ei nen „art isan prodigieusement nou­ veau et un art iste d’envergure“ [ebd. 28], als ein „génie véritable, génie sura bondant“ [ebd.], das ohne Nach fol ge blieb. Von die ser über schweng lichen, doch punk tuel len Wür di gung abge sehen steht die Ent deckung die ses ori gi nä ren, ori gi nel len Ein band künst lers der Belle Epoque noch aus.

– 1835 –


Lou­ i s Dézé gönn­ t e den von ihm zu bin­ den­ den Bü­chern zu ­n ächst eine Form der Auf ­merk­sam ­keit, die ih­nen wohl kaum ein zwei­t er Kol­le­ge zu­t eil wer­ den ließ: Er las sie, be­vor er ans Werk ging, und mehr noch, er ver­such­te „à in­ter­préter le mes­sage de chaque au­t eur en le trans­port­a nt dans un au­t re art où il étendait lui don­ner une nouv­el­le vie et un nouvel éclat“. Auch tech­n isch war er ein Neue­r er: „Ayant pratiquement ab­a ndonné la trop classique mosaïque pour al­ler au-delà“, schuf er mit sei­nen fi ­g u ­r a­t iv in Blind­prä ­g ung il ­lu­strier ­t en, hand ­b e­ mal­t en Le­der­ein­bän­den au­t o­no­me Kunst ­wer­ke: „Chacune des ses gran­des reliures est plus qu’une reliure, un ta­bleau sur cuir“ [ebd.]. Da­bei ge­l ingt ihm „une véritable traduct­ion en une au­tre lang­ue mais sans trahison“ [ebd.], wo­b ei er in sei­ner ‚Über­set­z ungs­a r­beit‘ wie­der ­u m meh ­r e­r e künst ­le­r i­sche ‚Spra­chen‘ ver­eint: Dézés Ein­band-­ Ill­lust ­r a­t io­nen wir­ken – ob­schon far­big be­m alt – kei­nes­wegs wie blo­ße Bild­t a ­feln, viel­mehr las­sen sie die Zwei­d i ­men­sio­n al­ität hin­t er sich: In sei ­nen er­h a ­b e­nen blind­g e­präg ­t en Re­l i­efs, die Pla­sti­z i­ tät eben­so wie räum ­l i­che Tie­fe ge­w in ­nen kön ­nen, wird der „relieur, cise­leur […] et pein­t re“ auch zum „sculpteur“ ei­nes Werk­stoffs, „qui ne savait pas jusqu’à quel­le no­ble utilisat­ion elle pouvait être ap­pell­ée“ [ebd.]. Nun ha ­b en wir ei­nes sei­ner sel­t en an­z u­t ref ­fen­ den Wer­ke vor uns – ein ka­pi­ta­les dazu: Bei Eu­ gène Sues mo­nu ­men­t a ­lem, zu­erst 1842 –1843 im Jour­n al des débats er­schie­ne­nen Fort­set­z ungs­r o­m an Les my­stères de Pa­r is, dem „Haupt­werk die­ser Gat­ tung“ [Haupt­wer­ke], stand Dézé vor der Auf­g a­be, nicht ei­nen ein­zel­nen Ein­band, son­dern statt­des­sen gleich vier Schu­ber auf je­weils drei Sei­t en zu ge­stal­ ten. In be­son­de­r er Wei­se ver­bin­det sich dar ­i n der ge­stal­t e­r i­sche und in­t er ­pre­t ie­r en­de Wil ­le mit dem Re­spekt vor dem li­t e­r a ­r i­schen Ori­g i­n al. Denn die­ ses wur­de voll­kom ­men im ur­sprüng­l i­chen Zu­stand tel que paru be­l as­sen: in un­be­schnit ­t e­nen, lo­sen La­ gen und Ta­feln, noch in ins­ge­samt 61 Um­schlä­gen zu den 80 Lie­fe­r un­gen (ei­n i­ge Dop­pel­l ie­fe­r un­gen), ein­ge­legt in die vier ori­g i­n a ­len Band­u m­schlä­ge. Die Buch­blöcke wer­den ge­schützt von schlich­t en Halb­ leinwandche­m i­sen, und für die­se schuf Dézé vier schwe­r e Kalb­le­der­schu ­ber. Kalb­ le­ der – die Unkonventionalität Dézés zeigt sich auch am ver ­wen­de­t en Ma­t e­r i­a l, wenn­g leich nicht in be­son­de­r er Ex­t ra­va­g anz, son­dern in all­z u

gro­ßer Be­schei­den ­heit. Als Au­ßen­sei­t er konn­t e er sich qua ­l i­t ät ­vol ­le­r es Le­der wohl schlicht nicht lei­ sten, wie Pol­lès an­n immt: „Son seul défaut est peutêtre de n’avoir pas employé les peaux les plus bel­ les et les plus du­r a­bles co­m me ses riches co­n frères, sans doute par­ce qu’el­les étaient plus chères“ [ebd.]. So ist der Be­schrei­bung un­se­r er Schu­ber vor­aus­ zu­schicken, daß an ih­nen die Zeit nicht spur­los vor­ü ber­g ing: Sechs der acht schma­len Ober- bzw. Un­ter­sei­ten aus Pap­pe feh­len, eine Decke ist lose, ein wei­t e­r er Falz ist ein­ge­r is­sen, das Le­der an den Fal­z en und an den er­h a ­be­ne­r en Stel­len der Re­l i­efs beschabt, an zwei Ka­pi­t a­len be­fi n­den sich schma­ le Fehl­stel­len – an­ders sind Dézés Wer­ke je­doch kaum zu ha­ben. Doch kaum von der­lei Ge­brauchs­spu­r en be­t rof ­fen sind die fi ­g u­r a­t i­ven Dar­stel­lun­gen auf den Decken selbst; die grö­ße­r en auf den Vor­der­sei­t en ha­ben ein For­m at von etwa 20 x 15 cm, die auf den Hin­t er­sei­ ten von etwa 10 x 9 cm. Bei letz­t e­r en fin­det sich je­ weils die blind­ge­präg ­t e Si­g na­t ur von Lou­i s Dézé. Im ge­d ruck­t en Werk ver­a n­schau­l i­chen rund 250 Text ­a b­bil­dun­gen die „häu ­fi g dra ­m a­t i­schen Hand­ lun­gen und das oft tri­ste Am­bi­en­t e, in dem die Sze­ nen sich ab­spie­len“ [Bil­der ­wel­t en 125], wäh ­r end die 81 Ta ­feln oft ­m als die „ty ­pi­sier ­t en Ro­m an­ge­stal­t en“ [ebd. 118] vor­stel­len. Dézé über­n immt die­ses Glie­ de­r ungs­prin­z ip, kehrt je­doch die Ge­w ich­t ung um: Bei ihm sind die grö­ße­r en Dar­stel­lun­gen auf den Vor­der­sei­t en sze­n i­schen Hand ­lun­gen ge­w id ­met, die klei­ne­r en rück ­wär ­t i­gen hin­ge­gen Fi­g u ­r en­por ­t raits, vom Ein­z el­bild­n is bis hin zum sechs­köpfi­gen Grup­ pen­bild der Fa­m i­l ie Martial [Band III]. Die­se acht in das Le­der ge­präg­ten und von Hand in dun­kel­t o­n i­gen Far­ben be­m al­t en „Ta ­bleaus“ be­ stä­t i­gen Pol­lès‘ Ur ­t eil hin­sicht ­l ich ih­r er Ori­g i­n a ­l i­ tät voll­auf: Ver­gleicht man etwa das Por­trait Tor­ till­a rds auf der Rück­sei­t e des er­sten Schu­bers mit der Por­t rait­t a­fel im er­sten Band [nach S. 308], so ist eine phy­sio­g no­m i­sche Ähn ­l ich ­keit wohl ge­ge­ben, doch ist Dézés spitz­n asi­ges Bu­ben­stück eine völ­lig freie, kecke In­t er ­pre­t a­t i­on der Vor­l a­ge. Die üb­r i­gen Mo­t i­ve ha ­ben gar kei­ne Vor­bil­der in der Buch­i l­lu­ stra­t i­on, viel­mehr han­delt es sich um völ­lig ei­gen­ stän­d i­ge Bild­er ­fi n­dun­gen und so­m it in der Tat um klei­ne Kunst ­wer­ke – in ei­ner ganz au­ßer­ge­wöhn­l i­ chen Tech­n ik! Be­t rach­t et man die vier gro­ßen Il­lu­stra­t io­nen auf den Vor­der­decken ein­ge­hen­der, so zeigt sich, daß

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sie sich auch als Bild­fol­ge mit ei­nem ei­ge­nen künst­ le­r i­schen Narr­ativ ver­ste­hen las­sen, zu­sam ­men­ge­ hal­t en von iden­t i­s chen dun ­kel­brau ­nen Rah ­men mit dü­ste­r er Mo­t iv ­i k: Zu den Sei­t en ra­gen Säu­len auf, von de­nen die rech­t e von Blü­t en­g ir­l an­den um­ wun­den, die lin­ke hin­ge­gen von to­tem Ge­ä st um­ klam­mert wird. Über­spannt wird der so er­öff­ne­te Span­nungs­r aum von ei­nem un­heim ­l i­chen Fle­der­ maus­we­sen mit aus­ge­brei­t e­t en Flü ­gel ­h äu­t en. Zu die­ser dü­ste­r en Um ­r ah ­mung scheint das ro­m an­ ti­sche Idyll auf dem er­sten Schu­ber gar nicht pas­sen zu wol­len: Ein länd­l ich ge­k lei­de­t es Paar be­geg ­net sich im ho­hen Gras; sie hält un­term rech­ten Arm ei­nen dicken Strauß mit Wie­sen­blu­men, ihre lin­ ke legt sie in sei­ne bei­den Hän­de. In die­sem in­ti­ men Mo­ment mensch ­l i­cher Ver­bin­dung bleibt der Hin­t er­g rund be­z eich ­nen­der ­wei­se leer, un ­be­stimmt und of­fen. Auf dem zwei­ten Schu­b er be­geg­net uns wie­der­ um ein Paar, das sich bei den Hän­den hält, doch springt der Ge­gen­satz zum vo­r i­gen so­fort ins Auge:

Zwei Grei­se mit hart ins Le­der ge­kerb­t en Ge­sichts­ zü­gen stüt­z en ein­a n­der; die Frau hat dies­m al eine ge­füll­te Ta­sche un­ter dem Arm – statt der Blü­ten die be­schei­de­ne Le­bens­ern­t e? Rück­wär ­t ig wird die Sze­ne­r ie von ei­ner ho­hen Bret ­t er ­wand ab­ge­g renzt, viel ­leicht als Zei­chen der Ab­ge­schnit ­t en ­heit von Welt und Ver­g an­gen­heit. Die ein schüt­z en­des Ob­ dach bräuch­t en, ste­hen auf der Stra­ße und wir­ken wie vom Le­ben aus­ge­sperrt. Ein letz­t es Stück Wegs schei­nen die bei­den Al­ten dem Be­t rach­ter auf ab­ schüs­si­gem Kopf­stein­pfla­ster ent ­ge­gen­z u ­kom ­men. Die näch­ste Sze­ne ge­w ährt dem­ge­gen­ü ber ei­nen tie­fen Ein ­blick in ei ­nen gut ­bür­g er­l i­chen Wohn­ raum: Im Hin­t er­g rund er­kennt man den Schmuck­ rah ­men ei­nes Ge­m äl­des, ein zier­l i­ches Tisch­chen mit ei­ner Lam­p e, ei­nen schwe­ren Vor­h ang und eine be­q ue­me La­ger­statt. Die Ir ­r i­t a­t i­on steht hier im Vor­der­g rund: Vom Rah ­men an­ge­schnit ­t en liegt quer im Bild ein um­ge­stürz­t er Stuhl, recht­w ink­l ig dazu ein – to­t er? – Mann, die Fäu­ste selt­sam ge­ballt. Mit dem Lie­gen­den kor ­r e­spon­d iert und kon­t ra­stiert eine schräg hin­ter ihm ste­hen­de Dame im Nacht-

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Ge­wand, eine Brust ent­blößt: Schreck­ensstarr hält sie die Arme von sich ge­spreizt. Eine Par­a l­le­le, aber auch ei­nen bur­les­ken Kon­t ra­ punkt dazu setzt die letz­te Sze­ne: Auch hier liegt vor ­ne ei­ner flach, aus­g e­streckt auf ei­ner höl­z er­ nen Plan­ke – Re­sul­t at ei­ner Wirts­h aus­schlä­ge­r ei, die zwi­schen zwei wei­t e­r en Prot ­a go­n i­sten noch in vol­lem Gan­ge ist: Ge­mein­sam mit ei­ner nur durch we­n i­ge Ker­b en im Le­der an­ge­deu­t e­t en viel­köp­fi­ gen Men­ge im Hin­t er­g rund wer­den wir Zeu­ge, wie der eine Kon­tra­hent dem an­de­r en, wohl auch mit ge­ball­t er Faust, ei­nen recht pla­stisch her­aus­ge­a r­ bei­t e­t en Kinn­h a ­ken ver­setzt. Vi­t a ­l i­t ät und Ago­n ie, Le­ben und Tod ‚bal­len‘ sich in die­sen dra­m a­t i­schen Bild­mo­t i­ven auf eng­stem Raum zu­sam ­men.

de la litt­érature“ [Pol­lès 28]. Da­bei sind die Wer­ke von Lou­i s Dézé kei­nes­wegs nur dienst­bar, son­dern selbst „chefs-d’œuvre […] surp­r en­a n­t es, et el­les vont in­fi nement plus loin dans no­t re sen­sibilité“ [ebd.]. In­w ie­weit er künst ­le­r isch auf dem eine Ge­ne­r a­t i­ on äl­te­r en Gu­stave Doré (1832 –1883) auf­baut und wel­che Ver­bin­dung sich da ­b ei von der spä­t e­sten Ro­m an­t ik zum Fin de siècle er­g ibt, wäre der wei­t e­ ren Er ­for­schung wert.

Wahr­h af ­t ig: „Un es­prit cu­r ie­u x, une âme épri­se d’un haut idéal s’ex­priment pleinement quoique avec une to­t a­le humilité, dans ses ef­forts co­n finant à la prou­es­se pour célébrer les plus gran­des œuvres

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Der Ewige Jude 571 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Le juif er­ rant. Par M. Eugène Süe. Édit ion illustrée par Gavarni. 4 Bde. Paris, Paulin, 1845. Zu sam men 83 Tafeln in Holz schnitt, eine mehr fach gefaltete, zweifarbi ge Kar te, etwa 540 Textholz schnit te. 2 Bl., 331 S. Und: 2 Bl., 332 S. Und: 2 Bl., 327 S. Und: 2 Bl., 352 S.; 1 rosafarbenes Bl. (Avis). Quart, unbe schnit ten (275 x 187 mm). Lang genarbte dunkel grüne Halbmaroquinbän de auf je fünf zwi schen doppelten Goldfileten blind gepräg te Bünde, jeweils mit gold gerahm tem Rückentitel bzw. Bandbezeichnung in zwei und or namentaler Vergoldung in doppeltem Gold­ filetenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät­ zen und ein gebun denen illu strier ten Ori ginal­Um schlä­ gen (inkl. Um schlag rücken) und drei dem I V. Bd. nach­ gebun denen Lieferungsum schlä gen, auf den fliegen den Vor sät zen ver so si gniert „G. Mercier Sr de son père – 1932“ (Bd. II: 2 Bl. mit kleinem ge schlos senen Rand­ einriß). Sues zweiter Fort set zungsroman – mit Il lu strationen von Gavarni Eugène Sues zweiter Fort set zungsroman, der zu­ erst 1844 –1845 in Le Constitutionnel er schien, ist zu­ gleich „the most complex of Sue’s sen sation al feuille­ tons“ [Ray]. Er greift die Legende vom Ewi gen Ju den auf, um an diesem Motiv die fort wäh rende Unter­ drückung der Men schen durch die Mächti gen auf­ zu zei gen. Im Mit telpunkt steht die Fa mi lie Ren­ nepont, ent fernte Nach fah ren des Ewi gen Juden, die sich als un gerecht Ver folg te gegen die Mäch­ te des Bösen, insbesondere die Jesuiten und deren Prot agoni sten Rodin zur Wehr set zen müssen. Ver glichen mit Die Geheimnisse von Paris er weitert Sue da mit das Sozi alpanora ma um eine hi stori sche und eine my thi sche Di men sion, wobei er der ur­ sprünglich christ lichen Legende eine radi kal anti­ kirch liche Stoßrichtung gibt. Auch die Schauplät ze und geographi schen Zu sam men hän ge wer den aus­ gedehnt; eine bei gegebene Kar te (gezeich net von A. H. Du four) ver an schau licht den Zug der Cho­ lera durch Asien und Eu ropa von 1817 bis 1832. Mochte die „end lose Geschichte mit der sprunghaft von theatra li schen Ef fek ten und unwahr schein li­ chen Moti vierun gen vor an getriebenen Hand lung“ [Bilder welten] sogar das Gen re des Fort set zungs­ romans arg strapa zieren und etwa Charles Phil ipon und Lou is Huart im Ver ein mit dem Ka ri katu ri sten

– 1839 –


Cham zu ei­ner fast gleich­z ei­t i­gen, kon­k ur ­r ie­r en­ den Par­odie du juif er­rant rei­z en (Nr. 499 in un­se­r er Samm­lung), so hat­te doch auch die­ses Werk gro­ ßen Er­folg, „moins par quelques fi­g ur­es et quelques ta­bleaux gracieux que par ses ex­a gé­r at­ions co­ntre les jésui­t es“ [Hoefer]. Dies ist die er­ste il­lu­strier ­t e Aus­g a ­be, die zu­gleich Gavarnis „most co­n siderable ef­fort as a book il­lu­ stra­t or“ [Ray] dar­stellt.Von ihm stam­men 67 der 83 Ta ­feln, meist Por ­t raits der im Ro­m an auf ­t re­t en­den Per­so­nen, „véritables morceaux d’art“ [Car ­t er­et], in de­nen er sei­ne Mei­ster­schaft be­weist, „to sum up ev­ery­thing an au­thor has to tell ab­out a cha­ racter in a sin­gle likeness“ [Ray]. Sze­n i­sches über­ wiegt hin­ge­gen auf den zwölf von Karl Girardet und den vier von Pauquet ge­schaf­fe­nen Ta­feln. Gavar­ ni schuf wie­der­u m alle rund 540 Text­holz­schnit­te (nicht 600, wie in der Se­k un­d är­l i­t e­r a­t ur kur­siert), die oft als il­lu­strier­t e In­itia­len, Kopf- oder Schluß­ vi­g net ­t en ein­ge­setzt wer­den. Auch in ih­nen liegt die Be­t o­nung mehr „on character rat­her than in­ci­ dent“ [Ray]. Car­t er­et zollt dem Werk aus künst­le­r i­ scher wie aus bi­blio­phi­ler Sicht das höch­ste Lob: „Un des ro­m an­t iques les plus célébres, très rare en bel­le con­d it ­ion, c’est une des meille­u rs pro­duct ­ions de Gavarni, admirablement gravée par les meille­u rs ar ­t ist­es du temps“. Un­ser un­be­schnit ­t e­nes, per ­fekt er­h al­t e­nes Ex­em­ plar in Halb­m a ­r o­q uin­bän­den von Ge­org­es Mer­ci­ er (1885 –1939) läßt kei­ne Wün­sche of­fen: Band I ent ­h ält die ori­g i­n a ­le Ta ­fel des Go­l i­ath [ge­gen­ü ber S. 23], die in vie­len Ex­em­pla­r en durch eine schlech­ te­r e Re­pro­duk­t i­on er­setzt wur­de, weil eine An­z ahl die­ser Blät­ter bei ei­nem Brand in der Drucke­r ei ver ­n ich­t et wur­de. Ein­ge­bun­den wur­den die vier creme­far­b e­nen, je­weils un­t er­schied­l ich il­lu­strier­ ten Ori­g i ­n al-Um­schlä ­g e, von de­nen ins­b e­son­de­ re der er­ste häu­fi g fehlt [vgl. Car­ter­et], au­ßer­dem (in Band IV ) drei der grau­en, ein­heit­lich mit dem Mo­t iv des wan­dern­den Ju­den be­bil­der ­t en Lie­ fe­r ungs­u m­s chlä­g e so­w ie schließ­l ich der Avis an den Buch­bin­der auf ro­sa ­far­be­nem Pa­pier, der laut Car ­t er­et „ex­cessivement rare“ ist. Pro­ve­n i­enz: Auf ei­nem Vor­blatt von Band I das Ex ­l i­bris von Made­moi­selle L. Dousse. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V II , 66, Nr. 211; vgl. Bil­der­wel­t en 183 f., Nr. 10 0; Borst 2143; Brivois 382 ff.; Car­ter­e t III , 570 und 572 ff.; DLF II , 428; Hoefer 44, 623; Lemoisne I, 178 ff.; Lon­c hamp II , 438; Oster­w al­der 433 und 804 (nicht Gavarni!); Quér­a rd/ Bourque­lot V I , 419; Rahir 648; Ray II , 284 f., Nr. 206; Rümann 189; San­der 655; Vica­i re V II , 687 ff.

– 1840 –


Mit Au­t o­g raph von Eugène Sue, aus dem Be­sitz des Ver­le­gers 572 Sue, Eugène [ei­g tl. Jo­seph-Ma­r ie]. Le juif er­ rant. Par M. Eugène Süe. Édit­ion illustrée par Gavarni. 4 Bde. Pa­r is, Paulin, 1845. Zu­sam­m en 83 Ta­feln in Holz­schnitt, eine mehr­fach ge­fal­te­te, zwei­far­bi­ge Kar­te, etwa 540 Text­holz­schnit­te. 2 Bl., 331 S. Und: 2 Bl., 332 S. Und: 2 Bl., 327 S. Und: 2 Bl., 352 S. Quart (260 x 178 mm). Blaue Per­k a­lin-Ver­lags­ein­bän­de auf glat­te Rücken, mit Rücken­ti­teln so­wie Rücken und Deckel ganz aus­f ül­len­der gold­ge­präg­ter Il­lu ­stra­t i­on, hell­gel­ben Glanz­pa­pier­vor­sät­zen und Ganz­g old­schnitt ( Vor­sät­ze mit ge­r ing ­f ü­g i­gen Oxy­da­t i­ons­spu­ren, Bd. II: letz­te La­gen vom obe­ren Sei­ten­schnitt her mit schma­ler Fa­rb­spur). Die er­ste il­lu­strier ­t e Aus­g a ­be in un­er­hört fri­schen Ver­l ags­ein­bän­den – mit bei­l ie­gen­dem Au­t o­g raph von Eugène Sue Die er­ste il­lu­strier ­t e Aus­g a ­b e von Eugène Sues zwei­t em Feuil­le­t on­r o­m an mit über 600 Zeich­nun­ gen im Text und auf Ta­feln ist zu­gleich Gavarnis „most co­ n siderable ef­ fort as a book il­ lu­ stra­ t or“ [Ray] und „un des ro­m an­tiques les plus célébres, très rare en bel­le con­d it­ion“ [Car­t er­et]. Band I ent­ hält die ori­g i­n a ­le Ta ­fel des Go­l i­ath [ge­g en­ü ber S. 23], die in vie­len Ex­em­pla­r en durch eine schlech­ te­r e Re­pro­duk­t i­on er­setzt wur­de, weil eine An­z ahl die­ser Blät­ter bei ei­nem Brand in der Drucke­r ei ver ­n ich­t et wur­de. Das vier­bän­d i­ge Werk liegt hier in den ori­g i­n a­len Ver­l ags­ein­bän­den in blau­em Per­k a ­l in von En­g el und Schaeck vor [vgl. Car­t er­et]. Sie zei­gen auf den Deckeln die me­d ail­lon­a r ­t i­gen Por ­t raits von zwölf Prot­a go­n i­sten in flora­lem De­kor, auf den Rücken zen­t ral das Bild des Ewi­gen Ju­den auf sei­ner Wan­ der­schaft. Die un­glaub­li­che Fri­sche der wie neu er­h al­t e­nen Ein­bän­de wird glaub­h aft durch ei­nen Blei­stift-Ein­t rag auf dem Vor­t i­t el von Band I da­m it er­k lärt, daß sich die­ses Ex­em­plar lan­ge im Be­sitz der Ver­le­ger ­fa ­m i­l ie be­f un­den hat.

Dar ­ü ber hin­aus be­z eu­gen zwei lose Bei­l a­gen eine un ­m it ­t el­ba ­r e Nähe zum Au­t or selbst: Ein Blätt­chen (etwa 185 x 135 mm) ent­h ält ein 45zei­li­ges Ge­d icht von Sues ei­ge­ner Hand; daß es sich da­bei um kei­ne blo­ße Ab­schrift han­delt, zei­gen ei­n i­ge Strei­chun­ gen und Kor­r ek­t u­r en. Ein ge­d ruck­tes und von ei­ nem „gar­ d ien Fromentin“ von Hand aus­ g e­ f üll­ tes Form­blatt vom 28. April 1836 be­stä­tigt: „Sue Eugène, homme de Lettres“ sei „co­ndamné à 48 heu­r es de prison“. Pro­ve­n i­enz: Laut ei­ner Blei­s tift ­no­t iz auf dem Vor­ t i­ t el von Band I er­ w arb ein „M. Co­ n n­ a rd“, of ­fen­k un­d ig der Buch­h änd­ler und Ver­le­ger Lou­i s Con­a rd (1867 –1944), das Ex­em­plar von der Fa­m i­ lie des Ver­le­gers, was die au ­ßer­or­dent ­l i­che Fri­sche die­ses Ex­em­plars er­k lä ­r e.

– 1845 –


In Ein­zel­l ie­fe­r un­gen, mit al­len Um­schlä­gen 573 Sue, Eugène [ei­g tl. Jo­seph-Ma­r ie]. Le juif er­ rant. Par M. Eugène Süe. Édit­ion illustrée par Gavarni. 4 Bde. Pa­r is, Paulin, 1845. Zu ­sam­m en 83 Ta­feln in Holz­schnitt mit Sei­den­vor­sät­ zen, eine mehr­fach ge­fal­te­te, zwei­far­bi­ge Kar­te, etwa 540 Text­h olz­schnit­te. 2 Bl., 331 S. Und: 2 Bl., 332 S. Und: 2 Bl., 327 S. Und: 2 Bl., 352 S. Quart, un­ b e­ schnit­ t en (etwa 275 x 190 mm). Lose La­gen und Ta­feln, 4 illustrierte Original-Umschläge und 57 Lieferungsumschläge in grob­ge­n arb­ten dun­k el­r o­ten Halb­m aroqu­inche­mi­sen mit Rücken­t i­teln und ro­m an­t i­ schem Rücken­de­k or in Gold­prä­g ung, si­g niert „Devauc­hel­le“ , in mit Filz aus­ge­schla­ge­nen Papp­schu­bern mit dun­k el­r o­ten Ma­r o­quin­k an­ten Die er­ste il­lu­strier ­t e Aus­g a ­be: tel que paru Die­ses Ex­em­plar von Sues zwei­t em Fort­set­z ungs­ ro­m an ist das Pen­d ant zu dem des er­sten in die­ ser Samm ­lung, Les my­stères de Pa­r is [Nr. 568]: Es liegt gleich ­falls tel que paru vor, mit der ori­g i­n a­ len Ta­fel des Go­li­ath, al­len 57 Um­schlä­gen zu den 80 Lie­fe­r un­g en (ei ­n i­g e Dop­p el­l ie­fe­r un­g en) und den vier creme­far­b e­nen, je­weils un­t er­s chied­l ich il­lu­strier ­t en Band­u m­schlä­gen, von de­nen der er­ ste häu­fi g fehlt [vgl. Car­ter­et]. Auch die am Rüc­ ken ro­m an­t isch de­ko­r ier ­t en Halb­m aroqu ­i nche­m i­ sen und Schu­ber von Devauc­hel­le sind bei bei­den Ex­em­pla ­r en ganz gleich­a r ­t ig.

– 1846 –


Be­deu­t en­des Werk Grandvilles, tel que paru 574 Swift, [Jonathan]. Voya­ges de Gul­liver dans les co­ntrées lointa­ines, par Swift. Édit­ion illustrée par Grandville. Traduct­ion nouv­el­le. 2 Bde. Pa­r is, Fur­ne et Cie [und:] H. Four­nier ainé, 1838, [auf den Um­schlä­gen:] 1839. 1 Front­i spiz in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, zu ­sam­m en etwa 400 Text­h olz­schnit­te so­wie meh­re­re, wie­der­h ol­te Kopf ­lei­sten. 2 Bl., LXIX S., 279 S. Und: 2 Bl., 319 S. – Auf ge­tön­tem Ve­lin­pa­pier. Ok­tav, un­be­schnit­ten (217 x 135 mm). Blaue be­druck­ te Ori­g i­n al-Bro­schu­ren in lang­ge­n arb­ten oliv­brau­n en Halb­m aroqu­inche­mi­sen mit Rücken­t i­teln und ro­m an­t i­ schem Rücken­de­k or in Gold­prä­g ung, in Papp­schu­bern mit Ma­r o­quin­k an­ten, die­se si­g niert „Mer­ci­er“ (Rücken et­was auf­ge­hellt; Band II: S. 73 – 80 un­ter­ein­an­der ver­ bun­den). Be­deu­t en­des Grandville-Werk – wie neu und un­be­schnit ­t en in der Ori­g i­n al-Bro­schur er­h al­t en Gulli­vers Rei­sen ist nicht nur ein Ju­gend­buch – das zu­erst 1726 er­s chie­ne­ne be­r ühm­t e­ste Werk von Jonathan Swift (1667 –1745) ge­hört viel­mehr „to the years of his maturity and dis­illusionment“ [Samp­ son 468] und ist eine „böse, phi­lo­so­phi­sche Sa­t i­r e auf die mensch ­l i­che Dumm ­heit und Un ­z u ­l äng­l ich­ keit“ [Bil­der ­wel­t en]. So be­r ich­t et der Ich-Er­z äh ­ler, der Schiffs­a rzt Lemuel Gul­liver, „von der Zwer­ gen­i n­sel Lilliput, de­r en kirch­l i­che und po­l i­t i­sche Par ­t ei­u n­g en eben­s o ge­r ing ­f ü­g ig er­s chei­nen wie der Prunk des Zwer­gen­kö­n igs lä­cher­lich, von den Rie­sen von Brobdingnac, de­r en Grö­ße mensch­li­ che Kör ­p er­l ich ­keit in er­s chrecken­der Ver­g rö­ß e­ rung zeigt, von der flie­g en­den Lap­uta­in­sel, de­ ren Phi­lo­so­phen alle Be­f ä ­h i­g ung für prak­t i­sches Le­b en ver­lo­ren ha­b en, […] und von den klu­g en Pfer­den im Lan­de der Houyhnhnms, de­nen die wi­der­l i­chen, men­schen­ge­stalti­gen Yahoos dienst­ bar sind“ [Schir­mer 423].

– 1849 –


Dies ist die er­ste Aus­g a­be mit den ins­ge­samt rund „450 geist ­r ei­chen Holz­schnitt ­v i­g net ­t en“ [Rümann] von Grandville, le­d ig­l ich ei­n i­ge Land­schafts­d ar­ stel­lun­g en stam ­men von Fran­ç ois Lou­i s Fran­ çais [vgl. Ren­ onciat 290]. Vor­ a n­ g e­ stellt ist eine Not­ice bio­g raph­ique et lit­tera­ire sur Jonathan Swift von Wal­t er Scott.

métaphore ani­m a­le ou le principe du mon­de ren­ versé“ [Ren­onciat 186]. Zu­g leich ‚be­g lau­bi­g en‘ sie die Phan­ t ast­ i k „par un ton réa­ l i­ ste ana­ log­ ue qui s’appuie sur la pré­cis­ion et ab­ondance des détails“ [ebd.] – so schil­dert Grandville die ein­zel­nen Sze­nen bis in win­z ig­ste Vi­g net­t en hin­ein „mit bie­ der ­mei­er­l i­cher Akri­bie“ [Bil­der ­wel­t en].

In der Se­k un­d är­l i­t e­r a­t ur ist man sich über den au­ ßer­or­dent ­l ich ho­hen Rang der Il­lu­stra­t io­nen ei­n ig: „Ce livre est un des plus heu­r eusement illustrés par Grandville; les moin­d res per­son­n a­ges sont gravés avec une gran­de fi­nes­se […] nous n’hési­tons pas à dire que l’en­sem ­ble de cette il­lu­stra­t i­on oc­cupe l’un des pre­m iers rangs dans l’œuvre de Grandvil­ le“, schreibt Jules Brivois, Hen­r i Beraldi nennt es un­u m­w un­den „son œuvre princip­a le“, wel­chem Ur­ teil sich der Ar­ti­kel in Thieme/Becker an­schließt („sein Haupt­werk“). Für An­n ie Ren­onciat ist es gar über­h aupt „un chef-d’œuvre du livre illu­stré“ [Ren­onciat 188]. Dies liegt nicht zu­letzt am glück­ li­chen Zu­s am ­men­t ref ­fen ei ­ner ähn ­l ich ge­a r ­t e­t en Phan­t a­sie von Zeich­ner und Au­t or, nut­z en bei­de doch oft „les mêmes form­u les satiriques co­m me la

„Ce très beau ro­m an­tique illu­stré est d’une gran­ de ra ­r e­t é en bel­le con­d it ­ion“, schrieb Car ­t er­et und emp­fahl dem bi­blio­phi­len Samm ­ler drin­gend, nach ei ­nem Ex­em­plar „non pi­qué en reliure du temps“ zu fahn­den. Das uns­r i­ge liegt in ei­nem un­glaub­l ich fri­ schen Zu­stand vor: völ­l ig flecken­f rei, un­be­schnit­ ten und noch in der ori­g i­n a­len Bro­schur, tel que paru, auf ­be­wahrt in ro­m an­t isch de­ko­r ier ­t en Halb­ maroqu­i nche­m i­sen und Schu­bern von Mer­ci­er. Li­te­r a­tur: Bil­der­wel­ten 158 und 160, Nr. 82; Beraldi V II , 206 und 220, Nr. 23; Brivois 385 f.; Car­ter­e t III , 578 ff. (mit Um­ schlag-Abb.); nicht bei Gumuchian; Lon­c hamp II , 440; Oster­ wal­der 448; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 424; Rahir 650; Ray II , 270 ff., Nr. 192; Ren­onciat 184 ff. und 290; Rümann 160; San­ der 660; Sie­u rin 209; Thieme/Becker 13, 48; Vica­i re V II , 717 f.

– 1850 –


Mit drei Ori­g i­nal­zeich­nun­gen Grandvilles 575 Swift, [Jonathan]. Voya­ges de Gul­liver dans les co­ntrées lointa­ines, par Swift. Édit­ion illustrée par Grandville. Traduct­ion nouv­el­le. 2 Bde. Pa­r is, Fur­ne et Cie [und:] H. Four­nier ainé, 1838, [auf den Um­schlä­gen:] 1839. 1 Front­i spiz in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, zu ­sam­m en etwa 400 Text­h olz­schnit­te so­wie meh­re­re, wie­der­h ol­te Kopf ­lei­sten. 2 Bl., LXIX S., 279 S. Und: 2 Bl., 319 S. – Auf ge­tön­tem Ve­lin­pa­pier. Ok­tav, un­be­schnit­ten (215 x 132 mm). Lang­g e­n arb­te dun­k el­g rü­n e Halb­m a­r o­quin­bän­d e auf je fünf fla­che, zwi­schen Gold­f ileten or­n a­m en­tal blind­ge­präg­te Bün­ de, mit gold­ge­rahm­ten Rücken­t i­teln und Band­be­zeich­ nun­gen in je zwei so­wie or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in drei­fa­chen Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­ kompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­ mo­r ier­ten Vor­sät­z en und ein­g e­bun­d e­n en il­l u ­strier­ ten Ori­g i­n al-Um ­schlä­gen (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf den flie­gen­den Vor­sät­zen ver­so si­g niert „Mer­ci­er Sr de Cuzin“ , zu ­sam­m en in mit Filz aus­ge­schla­ge­nem Papp­ schu­ber mit dun­k el­g rü­nen Ma­r o­quin­k an­ten.

Dies ist ein wei­t e­r es ta­del­lo­ses, völ­l ig flecken­f rei­ es und un­b e­schnit ­t e­nes Ex­em­plar der er­sten von Grandville il­lu­s trier ­t en Aus­g a ­b e von Gulli­vers Rei ­sen – hier sind die bei­den Ori­g i­n al-Um­schlä­ge in zwei schö­ne Halb­m a ­r o­q uin­ein­bän­de von Émi­ le Mer­ci­er (1855 –1910) ein­ge­bun­den. Grandvilles „Haupt­werk“ [Thieme/Becker], zu­g leich „un des meille­u rs livres illustrés de cette époque“ [Beraldi VII , 206] ist „d’une gran­de rar­été en bel­le con­d it ­ion“ [Car ­t er­et]. Voll­ends ein­z ig­a r ­t ig wird un­ser Ex­em­plar durch die dem er­sten Band bei­l ie­gen­den di­r ek­t en sei­t en­ver­ kehr ­t en Vor­z eich ­nun­gen zu den Text ­holz­schnit ­t en auf S. 26 und 205 in Se­pia­t in­t e, er­ste­r e von Grand­ ville si­g niert, letz­t e­r e mit Be­mer­k un­gen von sei­ner Hand. Eine wei­t e­r e Zeich­nung zeigt ei­nen Män­ner­ kopf im Pro­fi l, wohl das Vor­bild für die ‚Kopf­lei­sten‘ der Voy­a ge à Brobdingnac. Pro­ve­n i­e nz: Far­b ig il­lu­s trier ­t es Ex ­l i­b ris von A[ntoine] Vau­t ier auf dem Spie­gel von Band I (des­ sen Ka­t a ­log II , 1977, Nr. 193: frs. 3.700, noch ohne die Ori­g i ­n a ­le).

– 1855 –


Ex­em­plar auf Jonquille-Pa­pier 576 Sylvius [d. i. Au­ g u­ ste Fran­ ç ois Ed­ mond Texier]. Phy­sio­lo­g ie du poëte. Illustrat­ions de Da­umier. Pa­r is, Jules Laisné, Au­bert et Cie, Lavigne, 1842. 57 Text­holz­schnit­te (da­von 2 wie­der­holt). 124 S., 2 Bl. – Druck auf Jonquille-Pa­pier. Klein-Ok­t av, seit­l ich und un­t en un­b e­s chnit­t en (139 x 90 mm). Hell­brau­ner Kalb­le­der­band mit gold­ge­ präg­tem Ti­tel so­wie li­nea­rer und or­n a­m en­ta­ler Gold­prä­ gung auf dem glat­ten Rücken, mit dop­pel­ten Gold­f ileten­ rah­m en auf Deckeln und In­n en­k an­ten, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­n em il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um­ schlag und Kopf­g old­schnitt (ei­ni­ge Bl. mit klei­nen Rand­ fehl­stel­len ohne Text­ver­lust). Mit 43 Holz­schnit­t en nach Da­u mier, ge­d ruckt auf gel­bem Pa­pier Die Phy­sio­lo­g ie du poëte ist ei­ner der be­r ühm­t e­sten Bän­de in der Rei­he der Phy­sio­lo­g ies. Hier fü­gen sich „Text und Bild zu ei­nem köst­li­chen Kunst­werk“ [Rümann] zu­s am­men: Von den 57 Holz­schnit­ten wur­den 43 nach Ent ­w ür ­fen Da­u miers ge­schnit ­t en,

in de­nen er „alle Ar­ten von Dich­tern und Dich­ ter­l in­gen mit sprü­hen­dem Hu ­mor“ [ebd.] va ­r i­ier­ te. Ei­n i­ge il­lu­strier ­t e In­itia ­len stam ­men von Hen­r i Émy. Das pseud­onym ver­öf ­fent ­l ich­t e Bänd­chen ist wohl die er­ste Buch­pu­bli­k a­t i­on von Ed ­mond Texier (1816 –1887). Die­ses Ex­em­plar der er­sten Aus­g a ­be wur­de auf gel­ bem Pa­pier ge­d ruckt (uni­k al?); ein­ge­bun­den wur­ de auch der Ori­g i­n al-Um­schlag, des­sen Il­lu­stra­t i­on eine Ab­bil­dung von S. 32 wie­der­holt. Die ganz­sei­t i­ ge Ab­bil­dung ge­gen­ü ber dem Ti­t el fin­det sich auch auf S. 12, die Ti­t el­v i­g net­t e auf S. 115. Pro­ve­n i­enz: Samm ­lung Adri­a n Flüh ­m ann, des­sen Eti­kett mit Mo­no­g ramm „awf “ auf dem flie­gen­den Vor­satz. Li­t e­r a­t ur: Bouvy 459 – 501; Brivois 329; Car ­t er­e t III , 49 0; Cham­p fleury 406; DLF II , 443; Lacombe 839; Lhéri­tier 89; Oster ­w al­d er 291; Quér­a rd/Bourque­l ot V I , 247; Rümann, Da­u mier 89; San­der 574; Vica­ire V I , 611; zum Pseud­onym: Heylli 427, Wel­ler 546.

– 1856 –


Die er­ste ro­man­t i­sche An­t ho­lo­g ie 577 Tab­let­t es ro­man­t iques; recueil orné de quatre por­t raits in­édits, et d’une vi­g net­te, li­tho­g raph­iés par MM. Co­lin et Bou­lan­ger. Pa­r is, Per­san [und:] Pélicier, 1823. Lihograph. Front­ i spiz und 4 lithographierte Por­ traits mit Sei­den­vor­sät­zen, ei­ni­ge win­zi­ge Holz­schnittSchmuck­vi­g net­ten. VIII S., 406 S. Klein-Ok­tav (147 x 93 mm). Mit­tel­brau­n er Kalb­le­d er­ band der Zeit auf glat­ten Rücken mit gold­ge­präg­tem ro­ten Rücken ­schild, de­k o­ra­t i­ver Rücken­ver­g ol­d ung, ge­zack­tem Gold­f ileten­rah­m en auf den Deckeln, Gold­ fileten auf den Steh­k an­ten, him­m el­blau­en Bunt­pa­pier­ vor­sät­zen und Spr­eng­schnitt ( Vor­sät­ze am Rand leim­ schat­t ig, durch­ge­hend et­was braun­f leckig, S. 109 f. mit Rand­ein­r iß). Sel­t e­ne er­ste Aus­g a ­be der frü ­he­sten An­t ho­lo­g ie der fran­z ö­si­schen Ro­m an­t ik Lan­ge war Frank­r eich das Land der Klas­sik. Doch „il y avait quelque cho­se de changé dans no­t re poé­ sie“, stell­t e Ed ­mond Es­t ève in ei­ner Be­spre­chung die­ser An­t ho­lo­g ie fest, und „les Tab­let ­tes ro­m an­t iques en mett­a ient la preuve in­contestable sous les yeux du pu­blic“. Der noch vor der Grün­dung der Muse française er­schie­ne­ne Band ist „la première œuvre co­llective qui ar­b ore ouvertement le drapeau du ro­m an­t isme“ und ver­d ient allein schon dar­u m „une ment­ion dans son histo­i re“ [Es­t ève 37]. Er bil­de­t e den

Auf­takt zu der ab 1825 er­schei­nen­den Rei­he der Ann­ales ro­m an­t iques. Das Ave­r tissement de l’ éditeur ist si­g niert J. A., das ist der Buch­h änd­ler und Schrift­stel­ler Jean-Ma ­r ieVin­c ent Au­d in (1793 –1851) [Éstève 35, Lach­è vre I, 3], der be­r eits ein Jahr zu­vor ei­nen Es­sai sur le ro­m an­t ique ver­öf ­fent ­l icht hat ­t e. Die Samm ­lung ent­ hält 42 Ge­d icht- und 28 Pro­sa­t ex­t e, dar­u n­t er eine Rei­he „pi­é ces ra­r es ou in­édites“ [S. V II] von Au­ to­r en wie Pierre-Jean de Béran­ger, Fran­çois-René Cha­t eau­bri­a nd, Ca­si ­m ir Delavigne, Mar­cel­i ne Des­ bor­des-Valmore, Émile Des­champs, Vic­t or Hugo, Alp­honse de La­mar­t i­ne, Hen­r i de Latouche, Charles Nodier, Xavier-Bo­n i­face Saint ­i ne, Ma­dame de Stäel, Al­fred de Vigny und an­de­r en. Vier von Alex­a n­d re Co­l in ge­sto­che­ne Por ­t raits zei­ gen die Bei­t rä ­g er Alex ­a n­d re Sou ­met, Alex ­a n­d re Guiraud, Charles Nodier und Ja­cques An­ce­lot. Das von dem noch ju­gend­l i­chen Lou­i s Bou­l an­ger ge­ zeich ­ne­t e Front ­ispiz stellt die Muse ro­m an­t ique dar – in­t er­e s­san­t er ­wei­se auf ei ­ner klas­si­schen Biga, auf der sie voll­kom­men ru­h ig steht, ihr Haupt um­ schwebt von hell leuch­t en­den Fi­g u ­r a­t i­on­en drei­er Ster ­ne, wäh­r end die dü­ste­r en Pfer­de wild vor­a n­pre­ schen. Das im zeit ­ge­nös­si­schen Ein­band über­kom­ mene Bänd­chen war schon um 1900 „rar­issime“ und „à peu près in­t rouvable“ [Es­t ève 34]. Li­t e­r a­t ur: Bar­bier I V, 664; Es­t ève; Grand-Car ­t er­et, Al ­m a ­n achs 1980; Lach­è vre I, 3 ff.; Vica­i re I, 68 f.

– 1857 –


Mit be­deu­t en­der Pro­ve­n i­enz aus dem Um­k reis des Au­t ors 578 Taine, H[ippolyte]. Voya­ g es aux Pyrénées. Troisième édit­ion. Illustrée par Gu­stave Doré. Pa­r is, L. Hachette et Cie, 1860. 341 Text­holz­schnit­te (da­von 48 ganz­sei­t ig und mit lee­ren Rück­sei­ten). 1 wei­ßes Bl., VI S., 554 S., 1 Bl. – S. 545 falsch pa­g i­niert. Groß-Ok­tav (238 x 150 mm). Dun­kel­blau­er Halb­saffi­an­ band der Zeit auf vier Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­ ti­tel in Gold­f ileten­rah­m en und or­n a­m en­ta­ler Ver­gol­dung aus Ein­zel­stem­pel und gro­ßen Eckfleurons in drei­fa­chen Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­kompartim­en­ ten, mit blind­ge­präg­tem li­nea­ren Rah­m en­werk auf den Deckeln, Vor­sät­zen aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­pa­pier und Ganz­g old ­schnitt ( Vor­sät­ze leicht oxy­diert). Die gül­t i­ge Aus­g a ­be, mit 335 Zeich­nun­gen von Gu­stave Doré Dies ist das er­ste grö­ße­r e Werk des Kunst­h i­sto­r i­ kers und po­si­t i­v i­sti­schen Geschichts­phi ­lo­so­phen Hi­ppolyte Taine (1828 –1893) – die Be­schrei­bung ei­ner Er­ho­lungs­r ei­se in die Bä­der der Py ­r e­n ä­en um 1854/55. Gu­stave Doré (1832 –1883), seit der ge­ mein­s a ­men Schul­z eit am Pa ­r i­ser Lycée Charlema­ gne mit ihm be­f reun­det, rei­ste we­n ig spä­t er selbst dort­h in, um den „spöt­t isch geist­r ei­chen Text Taines kon­ge­n i­a l“ [Bil­der ­wel­t en] und zu­gleich „mit an­n ä­ hernd rea ­l i­sti­schen Bil­dern“ [Guratzsch/Unverf­ehrt II , Nr. 65] il­lu­strie­r en zu kön­nen. 1855 er­schien die er­ste Aus­g a ­be un­t er dem Ti­t el Voya­ges aux eaux des Pyrénées mit 65 Vi­g net­t en Dorés, die zwei­t e ent­h ielt kei­ne Ab­bil­dun­g en, wäh­r end die hier vor­l ie­g en­ de drit­te, zu­sam­men mit ei­nem „tex­te rem­a nié et co­n sidérablement aug ­menté“ [Car ­t er­et], die Zahl

– 1858 –


der Holz­schnit ­t e auf 341 ver ­v iel­fach­t e, von de­nen 335 von Gu­stave Doré stam­men. Dorés Il­lu­stra­t io­nen va ­r i­ie­r en for ­m al zwi­s chen „locker skiz­z ier ­t en klei­nen Um ­r iß­z eich­nun­gen und ma ­le­r isch an­ge­leg ­t en, mit Hell-Dun ­kel-Kon­t ra­sten und Grau­t ö­nen ar­bei­t en­den, bild ­m ä ­ßi­gen Ve­du­t en“ [Bil­der ­wel­t en], in ­h alt ­l ich zwi­schen wit ­z i­gen Ka ­r i­ ka­t u ­r en und rea ­l i­stisch-ro­m an­t i­schen Dar­stel­lun­ gen: „Be­g in­nend bei der Kü­ste, bei Bor­deaux, Biar­ ritz und Bayonne, zeich­net er Fern­blicke auf sanf­t e und he­r oi­sche Land­schaf­ten. Er sieht die Ge­gend von Bar­è ge und Lourdes, das Tal von Luz und Os­sau mit sei­nen hei­ßen Quel­len“ [ebd.], und oft­ mals ge­ben sei­ne Zeich­nun­gen „to­po­g ra­phisch ge­ nau Land­schaf ­t en wie­der, de­r en At ­mo­sphä ­r e fein er ­faßt ist“ [Guratzsch/Unverf­ehrt II , Nr. 65]. Viel­ leicht arg­wöhn­te Taine dar­u m, daß Doré „nichts wei­t er als Pho­t o­g ra­phi­en des Lan­des vor sich ge­h abt hät­t e“ [Guratzsch/Unverf­ehrt I, 49]. Auf der an­de­r en Sei­t e lob­t e er „die En­er­g ie sei­ner Ein­bil­dungs­k raft und de­r en phan­t a­sie­vol­le Über­ schweng­l ich ­keit“, die im ­mer dort her ­vor­bricht, wo Men­schen die Land­schaft be­völ­kern oder in Hand­ lung ge­z eigt wer­den. Dies ge­schieht so­wohl da, wo Doré die Be­woh ­ner „in ih ­r en Le­b ens­ge­wohn ­hei­ ten be­ob­ach­tet und aus de­ren Ge­schich­te er oft

dü­ste­r e und grau­sa ­me Epi­so­den be­r ich­t et“, als auch da, wo er die Rei­sen­den und ihre „Freu­den und Un­a n ­nehm ­l ich ­kei­t en“ ka ­r i ­k ie­r end schil­dert: die­ je­n i­gen, „die in Grup­p en wan­dern, die ge­lehr ­t en Rei­sen­den, die stets zum Pick ­n ick auf­ge­leg ­t en, die am lieb­sten sit­z en­den Tou­r i­sten, die die Ber­ge vom Fen­ster aus be­t rach­t en und im Eng­l i­schen Gar ­t en des Ba­de­or ­t es die Zei­t ung le­sen“ [Bil­der ­wel­t en]. Das reiz ­vol­le Py ­r e­n ä­e n ­buch mit be­deu­t en­der Pro­ve­n i­enz aus dem Um­k reis Hi­ppolyte Taines wur­ de zeit­ge­nös­sisch ge­bun­den und bis in die Ge­gen­ wart sorg ­f äl­t ig be­w ahrt; es ist im best ­mög­l i­chen Zu­stand in ei­nem Ein­band der Zeit er­h al­t en. Pro­ve­n i­enz: Hand­s chrift ­l i­c he Wid ­mung datiert 1. Ja­nu­a r 1860 des mit Taine per­sön­lich be­k ann­ ten Po­l i­t i ­kers und Na­t io­n al­öko­no­m en Mi­c hel Che­va ­l ier (1806 –1879) an sei­ne Nich­t e Suz­a n­ne auf dem er­sten Blatt. – Die­se hei­r a­te­te 1864 den jü­d i­ schen Ban­k iers­sohn Isaac Émile Pere­i re, was ei­nen kirch­l i­chen Skan­d al her ­vor ­r ief. – Des­sen Ex ­l i­bris („E. Pere­i re fils“) auf Spie­gel. Li­t e­r a­t ur: Beraldi V I , 41, Nr. 111; Bil­der­wel­t en 195 f., Nr. 108; Brivois 402; Car ­t er­et III , 580 f. (mit fal­s chem Au­t or-Vor ­n a ­men); Dézé 58 (mit fal­s chem Au­t or-Vor ­n a ­men); Guratzsch/Unverf­ehrt II , Nr. 65; vgl. Hoefer 783 f.; Leblanc 328 f.; Lon­c hamp II , 443; Oster­w al­der 321; Rahir 652; San­der 663 (mit fal­s chem Ti­tel); Vica ­i re V II , 727.

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es neu; vor­a n­ge­stellt wur­de eine dem Dictionna­ire de la co­nversat­ion et de la lecture ent ­nom ­me­ne Be­ schrei­bung Je­r u­sa ­lems von Alp­honse de La ­m ar ­t i­ne (1790 –1869), der 1832/33 eine län­ge­r e Ori­ent ­r ei­se un­t er ­nom ­men hat ­t e, fer ­ner eine Not­ice sur le Tas­se.

Ex­em­plar Villebœuf 579 [Tasso, Tor­q uato]. La Jérus­ a lem délivrée. Traduct­ion nouv­el­le et en pro­se, par M. V. Phil­ip­on de la Ma­de­laine, aug­m ent­ée d’une descript­ion de Jérus­alem par M. de La­m ar­t i­ne. Édit­ion illustrée par MM. Ba­ron et C. Na­nteuil. Pa­r is, J. Mallet et Cie, 1841, [auf dem Um­ schlag­r ücken:] 1842. Front­ispiz und 20 wei­te­re Holz­schnitt-Ta­feln auf auf­ge­walz­tem Chi­n a­pa­pier, über 170 Text­holz­schnit­te (dar­ un­ter ei­ni­ge wie­der­hol­te Vi­g net­ten). 4 Bl., XX S., 525 S., 1 Bl.; 2 Bl. (Pro­spekt); 2 Bl. (Pro­spekt). Quart, un­be­schnit­ten (260 x 174 mm). Türk­i ser Halb­m a­ ro­quin­band auf glat­ten Rücken, mit Rücken­t i­tel in flora­ lem und li­nea­rem ro­m an­t i­schen De­kor in Gold­prä­g ung, Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nem, zwei­far­big il­lu ­strier­tem Ori­g i­n alUm ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „G. Mer­ci­er Sr de son père – 1912“ . Tassos Haupt­werk, mit fast 200 Il­lu­stra­t io­nen von Na ­nteuil und Ba ­r on

Die Il­lu­stra­t i­on mit fast 200 Holz­schnit ­t en wur­de ei­nem der „her ­vor ­r a ­gend­sten Buch ­i l­lu­stra­t o­r en der Ro­m an­t ik in Frank­r eich“ an­ver­t raut, der „ganz in der Welt des Mit­t el­a l­t ers leb­t e“ [Thieme/Becker 25, 339 f.], näm­lich Célestin Na­nteuil (1813 –1873), au­ ßer­dem Hen­r i An­t oine Ba­r on (1816 –1885), der häu­ fi ­ger mit ihm zu­s am ­men­a r­b ei­t e­t e. Das Front ­i spiz zeigt Tassos Por ­t rait; den ein­ge­bun­de­nen Ori­g i­n alUm­schlag schmückt ein „bois im­port­a nt, gravé par Porret“ [Car ­t er­et]. Un­ser un­be­schnit ­t e­nes, ta­del­los er­h al­t e­nes Ex­em­plar der er­sten Aus­g a ­be, dem zwei ver­schie­de­ne il­lu­strier ­t e Ver­l ags­pro­spek­t e hin­z u­ ge­f ügt wur­den, prä­sen­t iert sich in ei­nem tür­k i­sen Halb­m a ­r o­q uin­band mit ro­m an­t i­scher Rücken­ver­ gol­dung von Ge­org­es Mer­ci­er (1885 –1939). Pro­ve­n i­enz: Auf dem In­nen­deckel gold­g e­präg­ tes ver­schlun­ge­nes Mo­no­g ramm „ PV “ so­w ie gold­ ge­präg ­t es Ex ­l i­bris von Paul Villebœuf (des­s en Auk­t i­on 1963: Nr. 288: frs. 1.500). Li­t e­r a­t ur: Blanc 1337 (nur 2. Ausg.); Brivois 403 f.; Car­t er­et III , 582; Oster­w al­der 82 und 745; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 438 (nur 2. Ausg.); Rac­c olta Tass­i ana 821; Rümann 134 und 144; San­der 666; Vica ­i re V II 758.

Tor­q uato Tassos (1544 –1595) im Jahr 1574 voll­en­ de­t es Haupt­werk, das Epos La Ger­u salemme libe­rata, be­schreibt in 20 Ge­s än­gen Schlach­t en, Aben­t eu­ er und Lie­b es­g e­s chich­t en vor dem Hin­t er­g rund des er­sten Kreuz­z u­ges – eine „ro­m an­t i­sche Rit ­t er­ dich­t ung“ [Bil­der ­wel­t en 45] par ex­c ellence. Vic­t or Phil­ip­on de la Ma­de­l aine (1810 –1864) über­setz­t e

– 1862 –


Verleger-Lu xusein band in Saf fian von Boutigny 580 [Tasso, Tor quato]. La Jérusalem délivrée. Traduct ion nouvelle et en prose, par M. V. Philipon de la Madelaine, aug mentée d’une descript ion de Jérusalem par M. de Lamar tine. Édit ion illustrée par MM. Baron et C. Nanteuil. Paris, J. Mallet et Cie, 1841. Front ispiz und 20 weitere Holz schnitt­Tafeln auf auf­ gewalztem Chinapapier, über 170 Textholz schnit te (dar­ unter eini ge wiederholte Vi gnet ten). 4 Bl., XX S., 525 S. Quart (253 x 165 mm). Verlegereinband von dunkel grü­ nem Saf fi an auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rückentitel und mit goldener Rücken­ und Deckelprä­ gung à la cathédrale, auf den Deckeln zentral ein Ban­ ner bzw. Wappen, mit blaßgelben Glanzpapiervorsät­ zen und Ganz gold schnitt sowie Buchbin der marke von Boutigny verso fliegen dem Vorsatz ( Vordergelenk etwas gelockert, 32 Bl. qualitätsbedingt etwas gebräunt und braun sprenklig). Im Verleger ein band à la cathédrale von Boutigny Dieses Exemplar von Tassos Haupt werk in der er­ sten Ausga be von Vic tor Phil ipons fran zösi scher Über set zung ist im prächti gen Ver le ger ein band aus dun kel grü nem Saf fi an leder erhalten. Passend zum Thema der christ lichen Kreuz zü ge wur de für die Rücken­ und Deckelplat ten ein Dekor à la cathédrale gewählt. Bei Sophie Mal avieille fi ndet sich das gleiche Motiv abgebildet, al ler dings auf der zweiten Ausga be von 1844, und gleich sam nur als leerer Rah men: Auf dem dort gezeig ten Vor­ der deckel fehlt das zentra le Ban ner. Au ßer dem ist der Ein band für sie nur „attribuable à Boutig­ ny“ [Mal avieille 214, Nr. 105]. Die in un serem Ex­ emplar vor handene Buch binder mar ke gibt hin­ ge gen den di rek ten Beleg, daß der Ein band von diesem bedeutenden Binder stammt. Die Table des gravures wur de – da beim Verlagsein band un nötig – nicht mit ein gebunden. Provenienz: Auf dem Spiegel gesto chenes Ex li bris F[er dinan]d. Gautier.

– 1864 –


Ei­nes von nur zwei oder drei Ex­em­pla­r en auf Chi­na­pa­pier 581 Théâtre ly­on­nais de Guignol. Pub­lié pour la prémière fois, avec une In­troduct­ion & des No­tes [par Clau­di­u s Brouchoud]. [Ie und] IIe série. 2 Bde. Lyon, Scheu­r ing, 1865. 1 ra­dier­tes Front­i spiz und zu ­sam­m en 21 ra­dier­te Kopf­ vi­g net­ten in brau­n em Druck, ei­ni­ge klei­n e SchmuckIn­itia­len in Holz ­schnitt. XXII S., 1 Bl., 349 S., 1 Bl. Und: 1 lee­res Bl., 3 Bl., 362 S., 1 Bl., 1 lee­res Bl. – Ti­tel in Schwarz und Rot ge­druckt. Groß-Ok­tav (230 x 147 mm). Rote Ma­r o­quin­bän­de der Zeit, je­weils auf fünf point­illé­ver­zier­te Bünde, mit gold­ ge­präg­tem Rücken­t i­tel in ein­fa­c hen so­wie geo­m e­t ri­ schen, dun­k el­g rün und mit­tel­braun in­tar­sie­r ten Rau­ ten­mu ­stern in dop­pel­ten Fi­let­en­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­k ompartim­en­ten, auf den Deckeln mit­tig gold­ ge­präg­te, zwei­far­big in­tar­sie­r te Ro­set­ten, au­ßen in­ tri­k a­tes Rah­m en­werk aus sich kreu­zen­den Gold­f ileten mit qua­dra­t i­schen In­tar­si­en, mit dop­pel­ten Gold­f ileten auf den Steh­k an­ten, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­ kan­ten, Doublü­r en aus ge­glät ­te­tem dun­k el­brau­n en

– 1866 –


Ma­r o­quin mit zen­t ra­lem in­t ri­k a­ten Rau­ten­m u ­ster aus Gold­f ileten in Rah­m en­werk aus dop­pel­ten Gold­f ileten so­wie Gold­f ileten und Point ­illé-Li­ni­en, mit flie­gen­den Vor­sät­zen aus vio­let­tem, gold­ge­wirk­tem Da­m ast mit der Dar­stel­lung von Vö­geln in or­n a­m en­ta­lem Ran­k en­werk, und mit Ganz­g old­schnitt, auf den Spie­geln si­g niert „E. Tho­m as“ , zu ­sam­m en in mit Wild­le­der aus­ge­schla­ge­nem Papp­schu­ber mit ro­ten Ma­r o­quin­k an­ten (Schu­ber­k an­te ein­ge­r is­sen, hier und da ge­r ing braun­f leckig; Bd. I: S. 147 f. und 149 f. so­wie 155 f. und 157 f. je­weils ver­tauscht; Bd. II: S. 145 f. mit ge­schlos­se­nem Ein­r iß). Ex­t rem sel­t e­nes Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier Guignol ist, ver­gleich­bar dem deut­schen Kas­p er, der an­a r­chi­sche Held des fran­z ö­si­schen Pup­p en­ spiels. Er­fun­den wur­de er um 1808 in Lyon von Lau­r ent Mourguet (1769 –1844), der sich zu­vor u. a. als flie­gen­der Händ ­ler und Zahn­aus­r ei ­ßer ver ­sucht hat ­t e – mit Pu­bli­k um also um­z u­ge­hen wuß­t e. Sei­ ne ei­ge­nen Er ­fah­r un­gen dürf ­t en in Stücke wie Un dent­i ste, Le marc­h and de pi­ca­rlats oder Le marc­h and d’aiguilles di­r ek­t en Ein­g ang ge­f un­den ha ­ben. Stat­ te­t e er Guignol mit sei­nen ei­ge­nen Ge­sichts­z ü­gen aus, so wur­de die­ser bald zum Ty­pus, trat von Lyon

aus sei­nen Sie­ges­z ug nach Pa­r is an und gab der gan­z en Thea­t er­g at ­t ung ih ­r en Na ­men. In Lyon grün­de­t e Mourguet ein Schau­spiel-Un­t er­ neh­men, an dem auch sein Sohn Ja­cques und spä­t er die En­kel Lou­i s und Lau­r ent be­t ei­l igt wa­r en. Sein Schwie­ger­sohn Lou ­is Josse­r and spiel­t e vor ­z ugs­wei­ se den Gafron, den treu­en Freund Guignols. Eben­ falls zur Fa ­m i­l ie ge­hör ­t e Vic­t or-Na­poléon Du ­n and [laut Bar­bier: Du­r and], der ent­spre­chend den Zen­ sur­be­stim ­mun­gen der Zwei­t en Re­pu­blik 1852 ei­n i­ ge der bis da ­h in münd­l ich wei­t er­ge­ge­be­nen Stücke zu Pa­pier brach­t e. Dies tat auch der Lyo­ner Staats­ be­a m­t e Jean-Bap­t iste Onof­r io (1814 –1892), der die Trup­pe in­ko­g ni­t o pro­t e­g ier ­t e und schließ­l ich das vor­l ie­g en­de Werk an­onym her­aus­g ab. Die lo­k alund thea­t er­ge­schicht ­l i­che Ein ­lei­t ung ver ­faß­t e der eben­falls un­ge­n ann­t e Clau­d i­u s A. F. Brouchoud (1829 –1886). Wie alle Be­tei­lig­ten stamm­te auch der Zeich­ner und Ra­d ie­r er der reiz ­vol­len Il­lu­stra­t io­nen, Jean Ma­r ie Fugère (1818 –1882), aus Lyon, wo er rund 30 Jah­r e lang für den Ver­le­ger Lou­is Per­r in tä­tig war. Das Front­ispiz zeigt vom Büh­nen­r aum aus zwei

– 1867 –


Spie­ler mit ih­r en Hand­pup­pen in Ak­t i­on, im Hin­ ter­g rund ein ge­d räng­tes Pu­bli­k um. Die 21 Kopf­ vi­g net ­t en er­öff ­nen guck ­k a­sten­a r ­t ig den Blick auf ein­z el­ne Spiel­sze­nen, mit ­u n­t er bil­det der Vor­h ang ei­nen Rah ­men. Sind die Pup­p en ­fi ­g u­r en an ih­ ren kur­z en Ärmchen als sol­che er­kenn­bar, so sind nicht nur die blas­se­r en Büh­nen­bil­der im Hin­t er­ grund, son­dern auch man­che Re­q ui­si­t en – ein aus­ ge­k ipp­t er Ei ­mer Was­ser, eine zün­geln­de Schlan­ge – ‚rea ­l i­stisch‘ dar­g e­stellt, was den Ein­d ruck, wir wohn­t en ‚nur‘ ei­nem Pup­pen­spiel bei, par ­t i­ell un­ ter­l äuft. Alle Ab­bil­dun­gen sind ra­d iert und he­ben sich vom Text durch brau­nen Druck ab. Das zwei­bän­d i­ge Werk, das 20 Guignol-Stücke ver­ sam­melt, ist kom­plett sel­ten zu fin­den, denn die zwei­te Se­r ie er­schien erst fünf Jah­r e nach der er­ sten. Vica ­i re zi­t ier ­t e un­t er sie­b en Re­fe­r enz­ex­em­ pla­r en sechs­m al nur den er­sten Band. Ein Ex­em­ plar auf Chi­n a­pa­pier war ihm voll­ends un­be­k annt; der Erst ­b e­sit­z er des uns­r i­g en, Jo­seph Nouv­el­let, schreibt in ei­ner bi­blio­g ra­phi­schen No­t iz auf ei­nem

Vor­blatt: „Il n’y a que deux ou trois ex­empla­i res sur pa­pier de Chine co­m me celui-ci“. Jo­seph Nouv­el­let (1841 –1904), Mit ­b e­g rün­der der So­c iété des Bi­blio­phi­les ly­on­n ais, sam ­mel­t e vor ­w ie­ gend Lyon und das Ly­on­n ais be­t ref ­fen­de Re­g i­ on­a lia, bis er sei­ne Samm­lung 1891 in Lyon ver­ stei­gern ließ. Er be­auf ­t rag ­t e auch den Buch­bin­der E. Tho­m as, der ei ­nen her­aus­r a ­gen­den intarsier ­t en Ma ­r o­q uin-Ein­band schuf, aber nur „litt ­le-known“ [Rams­den] ist. Pro­ve­n i­enz: Wap­pen­ex ­l i­bris ver­so flie­gen­den Vor­ sät­zen: „Bibliothèque de Mr. Jo­seph Nouv­el­let à St. An­d ré de Co­r cy (Ain)“. – In Band I ge­gen­ü ber auf ei­ nem Vor­ blatt von ihm ein um­ fang­ r ei­ cher hand­schrift ­l i­cher Ka­t a ­log-Ein­t rag und Bi ­blio­t heks­ stem­p el. – Dar ­u n­t er gold­ge­präg ­t es Le­der­ex ­l i­bris von Hen­ri Bur­ton (1890 –1971), der in Lyon und Genf leb­t e. Li­t e­r a­t ur: Bar­bier I V, 693; Poideb­a rd 242 (Fugère); Vica­i re V II , 783 f.; zu Fugère: Bénézit V, 758; Thieme/Becker 12, 577 f.; zu Nouv­el­let: Poideb­a rd 477; zu Tho­m as: Rams­den 202.

– 1868 –


Mit ei­ner zu­sätz­l i­chen Sui­t e zeit ­ge­nös­sisch hand­ko­lo­r ier ­t er Ta­feln 582 Tho­mas, [An­t oine Jean-Bap­t iste]. Le Rêve, ou Les effets du Ro­m an­tisme sur un je­une surnuméra­ire à l’Ar­r ieré. Poëme en six chants (avec quelques in­vers­ions de rigeur) sorti de la plume d’un An­ony­m e bien co­nnu. Orné de Croquis co­mposés et li­tho­g raph­iés par Tho­m as. [Pa­r is], Del­pech, Jan­vier 1829. 6 lithographierte Ta­feln (si­g niert und da­t iert 1828), zu­ sätz­lich 6 hand­k o­lo­r ier­te lithographierte Ta­feln. Il­lus­ trier­ter Ti­tel, 6 ein ­sei­t ig be­druck­te Text­bl., 1 wei­ßes Bl. Quer-Folio (ca. 340 x 500 mm), un­be­schnit­ten. Schlich­te Fa­den­h ef­t ung mit bei­lie­gen­dem il­lu ­strier­ten Ori­g i­n alVor­der­um ­schlag in dun­kel­blau­er Halb­saf­f i­an­m ap­pe mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, de­k o­ra­t i­ver Rücken­ver­g ol­ dung und 3 Schließ­bänd­chen ( Vor­der­ge­lenk ein­ge­r is­sen, Um­schlag ge­bräunt, et­was fleckig, mit Knick­spu­ren und teils hin­ter­leg­ten Läsu­ren, ei­ni­ge Bl. mit un ­schein­ba­ren Rand­ein­r is­sen so­wie schwa­chen Feucht- bzw. mi­ni­m a­ len Braun­f lecken).

Par­odie auf Delacroix’ Faust – mit ei­ner zu­sätz­l i­ chen Sui­t e zeit ­ge­nös­sisch hand ­ko­lo­r ier ­t er Ta ­feln Die­s es sehr sel­t e­ne „al­bum hu ­mo­r ist ­ique peu co­n nu et très cu­r ie­u x“ [Beraldi] ist ei­nes von über­ haupt nur zwei Al­ben des früh­ver­stor­be­nen Künst­ lers An­t oine Jean-Bap­t iste Tho­m as (1791 –1834). Es ist eine kecke Per­si­fl a­ge auf die ein Jahr zu­vor er­ schie­ne­nen Li­t ho­g ra­phi­en von Eugène Delacroix (1791 –1863) zu Goe­thes Faust [vgl. Nr. 267 f.], die den „Maß­stab für alle fol­gen­den Faust-Il ­lu­stra­t io­ nen“ [Bil­der­wel­t en 99] setz­t en und bis heu­t e als der „un ­be­strit ­t e­ne Hö­he­punkt ro­m an­t i­scher Il ­lu­stra­t i­ on“ [ebd. 98] gel­t en. Delacroix hat ­t e Goe­t hes Dra ­m a aus „ei­ner ra­d i­k a­ len, ro­m an­t i­schen Geist at ­men­den Welt ­sicht“ ge­ zeich ­net, in­dem er die Ge­stalt des Me­phi­sto­phe­les in den Vor­der­g rund stell­t e und „mit dra ­m a­t i­schen Hell-Dun ­kel-Ef ­fek­t en und durch aus­g ie­bi­gen Ge­ brauch des Scha ­b ers eine spuk ­h af ­t e At ­mo­sphä­ re der Dä­mo­n ie des Bö­sen“ [Bil­der­wel­ten 100] er­ schuf. Der alte Goe­t he selbst sah in Delacroix „ein

– 1869 –


ent ­schie­de­nes Ta ­lent“, moch­t e „des­sen wil­de Art je­doch, […] das Un­ge­stüm sei­ner Kon­z ep­t io­nen, das Ge­t üm ­mel sei­ner Kom­po­si­t io­nen, die Ge­walt­sam­ keit der Stel­lun­gen und die Ro­heit des Ko­lo­r its […] kei­nes­wegs bil­l i­gen“ [zit. nach Rümann 120]. Auch sonst muß­t e sich Delacroix‘ fan­t a­stisch-ro­m an­t i­ sche Auf ­fas­sung erst ge­gen klas­si­sche Stil­ge­wohn­ hei­t en durch­set­z en; an­fangs traf sie auf eine „hosti­ le recept ­ion […]. Tra­d i­t i­on­a l critics were ou­t ra ­ged, and even Delacroix’s Rom­a n­t ic al­l ies co­nceded that he was given to ex­a gge­r a­ti­on. Only gradu­a lly did Faust begin to be appreci­ated as the most sign­i ficant il­lust­r a­t ed book of its time“. Selbst Gor­don N. Ray muß zu­ge­ben, daß in man­chen Sze­nen „the fi­g ur­ es are so out of drawing as to in­v ite ridicule“ [Ray I, 209]. So wun­dert es nicht, daß Delacroix‘ Faust auch zu Ka ­r i­k a­t u­r en und Par­o di­en reiz­t e, von de­nen die

von An­toine Jean-Bap­t iste Tho­m as „the cleve­r est“ [Ray] dar­stellt. Beraldi lob­t e auch: „Ce per­si­fl a­ge est co­nçu avec es­prit et, ce qui ne gâte rien, exé­cuté d’un cray­on très fin et soux“. Schon auf dem Um­schlag sind um ei­nen Me­phi­sto­ phe­les mit Kral­len­fi n­gern und um die Fi­g ur ei­nes Scharf ­r ich­t ers al ­ler­lei schau­er ­r o­m an­t i­sche At ­t ri­ bu­t e in gro­t es­ker Über ­t rei­bung ge­h äuft: dort von ei ­nem dräu­en­den Him ­mel her­a b­z ucken­de Blit­z e, eine Eule, Schlan­gen und Krö­ten, hier eine Fle­ der ­m aus, eine buckeln­de Kat­z e und al­ler­lei mit ­t el­ al­t er­l i­che Fol­t er ­werk ­z eu­ge. Der un ­f rei­w il­l i­ge Held der Ge­schich­t e, ein klei­ner An­ge­stell­t er und gro­ßer An ­h än­ger der Ro­m an­t ik, ist eben vom Be­such des po­pu­l ä ­r en Thea­t er­stücks Le bourreau d’Am ­ster­dam heim­ge­kehrt, das ihm weit mehr ge­fal­len hat als der Faust „avec son grand

– 1872 –


dia­ble rica­neur“. Gäh­nend und be­r eits im Nacht­ hemd schickt er sich in sei­nem Dach­k äm­mer­chen zum Schla­fen­ge­hen an. Auf der zwei­t en Ta­fel ruht er auf sei­nem Klapp­bett am rech­ten Bild­r and mit sei­nem Ka­ter Ana­tole im Arm – doch der ge­sam­ te üb­r i­g e Bild­r aum wird von ei­nem ha­va ­r ier ­t en Dampf­schiff ein­ge­nom ­men: Ge­r a­de noch kann sich sich der Träu­men­de mit ei­nem küh­nen Sprung auf eine ein­sa ­me In­sel ret ­t en, sei­ne Me­l a ­n ie auf dem Arm. Doch das war nur der Auf­t akt ei­ner Rei­he von Alp­träu­men: Gleich dar­auf wird er von Me­phi­sto­ phe­les heim­ge­sucht, der ihm hohn ­l a­chend zu­sieht, wie ein Sturm­w ind ihn durch die Lüf­te wir­b elt. In der näch­sten Sze­ne be­geg­net er in ei­ner Kir­che dem Scharf­r ich­t er von Am­ster­d am und ei­ner Grup­ pe be­waff ­ne­t er Mus­ke­t ie­r e, die ihn be­d ro­hen; da­ nach er­scheint wie­der ­u m Me­phi­sto­phe­les, der ihm die Freun­d in ent ­f ührt. Ver­z wei­felt stram­p elt der

Träu ­mer auf sei­nem La­ger, mal­t rä­t iert da ­bei sei­nen Ka­t er – und er ­w acht schließ­l ich völ­l ig de­r an­g iert ne­ben dem um­ge­stürz­t en Klapp­bett in ei­nem ein­ zi­gen To­hu­wa ­bo­hu, wäh­r end sei­ne Haus­w ir ­t in das Zim­mer mit ei­nem Milch­topf be­tritt und ihn un­ ge­r ührt auf ­for­dert: „All­ons, mon­sieur, levez-vous!“ Alle sechs Li­t ho­g ra­phi­en, die von Tho­m as si­g niert und 1828 da­t iert sind, lie­gen noch­m als in sorg­f äl­ ti­gem zeit ­ge­nös­si­schen Ko­lo­r it vor. Pro­ve­n i­enz: Auf der Ti­t el­r ück­sei­t e klei­nes Ex ­l i­bris mit den mit ei­nem Kreuz ver­bun­de­nen In­itia ­len CR und der De­v i­se „Vita sine lit­te­r is mors est“. – Auf dem In­nen­deckel das il­lu­strier ­t e Ex ­l i­bris („Un au­t re mon­de“) von Claude Re­bey ­r at. Li­t e­r a­t ur: Beraldi XII , 116 f., Nr. 3; Lon­c hamp II , 451; Ray I, 210 f., Nr. 144; Thieme/Becker 33, 60; Vica­i re V I , 1073.

– 1873 –


Mit Brief des Autors aus dem Gefäng nis an den Stecher 583 Thouret, Antony. Toussaint le mulâtre. 2 Bde. Paris, Alphonse Levavasseur, 1834. 2 Front ispize in Holz schnitt auf Chinapapier; zu sätzlich 1 lithographiertes Ver fasser por trait. 12 S. ( Verlagspro­ spekt); 4 Bl., 318 S., 2 Bl. (Table, Er rata). Und: 2 Bl., 361 S., 1 Bl. (Table und Errata). Oktav, unbe schnit ten (215 x 135 mm). Langgenarbte ge­ glät tete dunkelbraune Halbmaroquinbän de auf glat te Rücken, mit gold gepräg ten Rückentiteln in Goldfileten­ rahmen zwi schen zwei dreifachen Goldfiletenrahmen mit Eckfleurons, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar­ morier ten Vorsät zen und ein gebun denen rosafarbenen, bedruckten Ori ginal­Um schlä gen (Bd. II: nur Hinter­ um schlag), auf den fliegen den Vorsät zen verso si gniert „V. Champs“ . Mit hand schrift lichem Brief des Autors aus dem Gefäng nis an den Stecher Porret Der Ad vokat und repu bli ka ni sche Pu bli zist Antony Thouret (1807 –1871) nahm ak tiv an den Kämpfen der Ju li re volution teil und gründete da nach die

– 1874 –


Zeit schrift La Révolut ion de 1830. Sei ne Ar ti kel tru­ gen ihm insgesamt fünf Jah re Haft in ver schiede­ nen Gefäng nis sen ein; in die ser Zeit schrieb er „romans demo cratiques“ [DLF] wie den hier in er ster Ausga be vorliegenden Toussaint le mulâtre.

Buch möglichst bald er schei nen kön ne: Es sei „un ouv ra ge dans lequel est ren fermée la quest ion de mon avenir“. Unter zeich net ist der Brief: „Antony­ Thouret [/] condamné à 60,000 f. d’amendes per so­ nel les et à 4 ans de prison“.

Als Il lu strator für die beiden Front ispize gewan nen Autor und Verle ger Grandville (1803 –1847), den da mals promi nente sten sati ri schen Zeich ner der Zeit schrift La Caricature. Die Ausfüh rung in Holz­ schnitt besorg te Hen ri Desiré Porret – und genau dar auf bezieht sich ein bei gebundener drei seiti ger Brief des Autors vom 15. Juli 1834 aus dem Gefäng­ nis Saint­Waast in Douai: Dar in drängt Thouret den Stecher, sei ne Arbeit fer tig zu stel len, da mit das

Bei gegeben ist au ßer dem ein lithographi sches Por­ trait des Ver fassers nach Julien, fer ner ein zwölf­ seiti ger Verlagsprospekt. Das Ausnah me exemplar liegt un beschnit ten und mit ein gebundenem Ori­ gi nal­Um schlag in schönen Halbma roquin bänden von Victor Champs vor. Antony Thouret blieb sei ner repu bli ka ni schen Li nie auch in späteren Jah ren treu. Nach der Re­ volution von 1848 zog er als Abge ord neter in die Nationalver samm lung ein, der Staatsstreich Lou is Napoleons 1851 zwang ihn für ei ni ge Zeit ins Exil. Provenienz: Auf beiden Spiegeln il lu strier tes Ex­ li bris von Pierre Munier (Auk tion 1922, Nr. 649). – Auf dem Spiegel von Band I Ex li bris von Étienne Cluzel (Auk tion 1985, Nr. 224). – Da nach im Be­ sitz von Sam Clapp (Auk tion Christie’s, Pa ris, 2002, Nr. 725). Literatur: Quér ard IX , 464; Renonciat 180 und 290; Vica ire V II , 837 f.; zu Thouret: DLF II , 454.

– 1875 –


Eines von zwei Exempla ren auf Chinapapier: das der Her zogin von Orléans 584 Tissot, P[ierre]-F[rançois]. Leçons et modèles de littérature française an cienne et moder ne. [Bd I:] [Prosateurs], depuis Ville­Hardouin jusqu’ à M. de Cha­ teaubri and. [Bd. II:] [Poëtes], depuis Le Châtelain de Courcy jusqu’ à M. de Lamar tine. Édit ion illustrée. 2 Bde. Paris, J. L’Henry, 1835 –1836. Sehr zahlreiche Vi gnet ten, illu strier te Initialen und klei­ nere Zier initialen in Holz schnitt. 744 S. Und: 679 S. – In zwei spalti gem Druck, Text spiegel von schwar zem Bor­ dürenrahmen um geben. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart (ca. 283 x 183 mm). Dunkellila Saf fianbän de der Zeit auf glat te Rücken, mit gold gepräg ten Rückenti­ teln zwi schen fet ten Blindrahmen, dar in floral­linearer Golddekor, die Deckel mit fet tem Blind­ und ma gerem Goldfiletenrahmen um ein üppi ges Rocaille­Rahmen­ werk in Goldprä gung, vorn jeweils zentral dreizeilig in Goldlet tern „a S. A. R. Mme. Duchesse d’Orléans“ , mit Goldfileten auf den Steh­ und vierfachen Goldfiletenrah­ men auf den Innenkanten, Doublüren und Vorsät zen aus weißem Moirépapier und Ganz gold schnitt, ein Band am Fuß si gniert „Liber mann“ ( Vorsät ze oxydiert, gelegent­ lich etwas braunfleckig). Chi napapier­Exemplar der Her zogin von Orléans Pierre­François Tissot (1768 –1854) war als Profes­ sor für Lati nist ik am Collège de France der Nach­ fol ger des sei ner zeit hoch ge rühmten Ja cques Delille. Er spielte „un certain rôle dans la défen­ se de l’hu man isme classique en face de l’inva sion romantique“ [DLF II , 457], wozu wohl auch die se ‚mu ster gülti ge‘ Anthologie der fran zösi schen Lite­ ratur beitra gen sollte, die aus dem 19. Jahrhundert neben Béran ger und Ca si mir Delavigne im merhin Tex te von La mar ti ne, Vic tor Hugo und Al fred de Vigny gelten ließ. Als „choix intel li gent de morceaux d’élite accompagnés de not ices biograph iques, de jugemens litt éra ires, de rem arques critiques“ war das zwei bändi ge, über 1400 zweispalti ge Seiten um­ fassende Werk das „résultat de trente an nées de tra­ vaux serieux“ und „destiné sans aucun doute à être adopté par l’Université“ [Quér ard]. Par al lel dazu er­ schienen die Leçons et modèles d’ éloquence judiciaire von Pierre Antoine Berryer, die wir in ei nem gleich gebundenen Exemplar besit zen [Nr. 77]. Die beiden dun kel li la Saf fi an bände von Liber­ mann, des sen Si gnatur „ne fi gure que sur ses meilleu res œuvres décoratives“ [Fléty], tra gen auf den Deckeln in Goldprä gung die dreiz ei li ge

Wid mung „a S. A. R. M. me Duchesse d’Orlé ans“: Das ist Hélène, geb. Her zogin zu Meck len burg­ Schwerin (1814 –1858), die Schwie ger tochter von König Lou is­Phil ippe I.; auf den Vor titeln fi ndet sich jeweils ihr Bi bliotheksstempel. Der Verleger be­ dachte die jun ge Her zogin mit ei nem Exemplar aus Chi napapier, wovon laut Blei stift notiz in dem un se­ ren und Auskunft von Vica ire überhaupt nur zwei

– 1876 –


gedruckt wur den. Dies geschah sicherlich nicht um der Qua lität der Holz schnit te wil len, von denen nur weni ge von den Zeich nern Tell ier, H. [!] Wattier und Charles Marville si gniert wur den (zahl reiche ‚hi stori sier te‘ In itia len von Gu stave Lesestre), son­ dern zwecks bes serer Hand habbar keit des um­ fänglichen bel letri stisch­rhetori schen Hand buchs. Gleichwohl wirkt es wie un berührt.

Prove nienz: Auf den Vor der deckeln in Gold­ prä gung: „a S. A. R. M. me Duchesse d’Orlé ans“, d. i. Hélène, geb. Her zo gin zu Meck len burg­ Schwerin (1814 –1858), deren Bi bliotheksstempel auf den Vor titeln. – Auf Vorblatt jeweils Ex li bris von Hen ri Lafond, dessen Auk tion 2015, Nr. 178. Lite ra tur: Bru net V I , 1028, Nr. 19412; Quér ard IX , 488; zu Liber mann: Fléty 114; Ramsden 131.

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Rei­sen im Zick ­zack 585 Töpffer, R[odolphe]. Voya­ g es en zigzag ou exc­urs­ions d’un pen­si­on­n at en vacances dans les can­tons suisses et sur le re­vers ita­li­en des Alp­e s, par R. Topf­fer. Illustrés d’après des des­sins de l’au­teur et ornés de 15 grands des­sins par M. Ca­lame. [Und:] Nouveaux voya­ ges en zigzag à la Gran­de Char­t reu­se, au­tour du Mont Blanc, dans les vallées d’Herenz, de Zer­m att, au Grim­ sel, à Gênes et à la Co­r n­iche, par R. Töpffer, précédés d’une not­ice par Sainte-Beuve. Illustrés d’après les des­ sins originaux de Töpffer par MM. Ca­lame, Karl Girar­ det, d’Au­bigny, de Bar, Gag­n et, Forest. 2 Bde. Pa­r is, J.-J. Du­bochet et Co­mpag­nie, 1844. Und: Pa­r is, Vic­tor Lecou, 1854. 54 Ta­feln in Holz­schnitt, über 360 Text­h olz­schnit­te. Und: 48 Ta­feln in Holz­schnitt, über 310 Text­holz­schnit­ te. VIII S., 542 S., 1 Bl. Und: 2 Bl., XVII S., 454 S., 1 Bl. ( Ver­lags­an­zei­gen). Quart, un­be­schnit­ten (282/277 x 190 mm). Lang­ge­n arb­ te dun­k el­g rü­n e Halb­m a­r o­quin­bän­d e auf je vier von dop­pel­ten Gold­f ileten ein­ge­faß­te blind­ge­präg­te Bün­ de, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in dop­pel­tem Gold­ fileten­rah­m en und or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in zwei

dop­pel­ten Gold- und ei­n em Blind­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nen il­lu ­strier­ ten Ori­g i­n al-Um ­schlä­gen (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf den flie­gen­den Vor­sät­zen ver­so si­g niert „G. Mer­ci­er Sr de son père – 1928“ ( Voya­ges: zwei­te Hälf­te schwach braun­ fleckig, je­doch nicht die Ta­feln). Töpffers Al­pen­wan­de­r un­gen – mit fast 800 Holz­schnit ­t en Rodolphe Töpffer (1799 –1846), dem auf­g rund ei­nes Au­gen­lei­dens eine Kar ­r ie­r e als Ma ­ler ver ­wehrt war, grün­de­te und führ­te in Genf ein ei­ge­nes Pen­sio­ nat. In den Som­mer­fe­r i­en un­ter­n ahm er mit sei­ nen Schü­lern um ­fang ­r ei­che Wan­der ­fahr ­t en in die Al­pen, de­r en Be­r ich­t e in den bei­den vor­l ie­gen­den Erst ­aus­g a ­ben zu­sam ­men­ge­faßt sind. Die 1844 er­ schie­ne­nen Voya­ges en zigzag er­z äh­len von sechs Rei­sen der Jah­r e 1837 –1842, die post­hum er­schie­ ne­nen Nouveaux voya­ges von drei wei­ t e­ r en. Da­ bei er­weist sich der mehr­fach­b e­g ab­te Töpffer als „ob­servateur plein de fi­nes­se, narr­ateur ag­r éable et

– 1878 –


pi­q uant, spi ­r it ­uel des­sin­ateur“ [Quér­a rd/Bourque­ lot]. Fast alle der ins­g e­samt bei­n a­he 800 Ab­bil­ dun­gen ge­hen auf Töpffers ei­ge­ne Skiz­z en zu­r ück, le­d ig­l ich in dem frü­he­r en Band stam­men 15 Land­ schaf­ten von Alex­a n­d re Ca­lame (1810 –1864). Un­ ter den nach­s chaf ­fen­den Ste­c hern fin­den sich au­ßer ihm wei­t e­r e be­deu­t en­de Na ­men wie CharlesFran­çois Da­u bigny (1817 –1878) und Karl Girardet (1813 –1871). Charles-Au­ g u­ stin Sainte-Beuve schrieb für den zwei­t en Band eine wür­d i­gen­de Not­ice sur Töpffer, co­n sidéré co­mme pay­sag­i ste; auch Rümann sieht ihn vor ­w ie­gend als Land­schaf ­t er: „Mit die­ser Dar­stel­ lung der Land­schaft ist Toepffer ein Erbe des gro­ ßen Sa­lo­mon Geßner. In Baum­g rup­pen, von Trau­ er ­wei­den be­schat ­t e­t en Grä ­bern, lau­schi­gen ab­seits ge­le­ge­nen Wald­plät ­z en und lieb­l ich ge­schwun­ge­ nen Ber­ges­r ücken be­k un­det sich dort wie hier die sen­t i ­men­t al-ro­m an­t i­sche Stim ­mung ei ­nes na­t ur­ ver­bun­de­nen Gei­stes“. Wenn auch die Tech­n ik des Holz­schnitts nur eine gra­phi­sche Dar­stel­lung er­ lau­be, so spü­r e man „im­mer den Ma­ler, der in ihm steck­t e; in der ein­fach­sten Hel­l ig­keit ver­m ag er im­ mer noch Licht ­nu­a n­cen und fein­ste per­spek­t i­v i­sche Wir­k un­gen her ­vor­z u­r u­fen“. Ray fand die Gebirgs­ bil­der „accomplished but co­nventional“, hin­ge­gen „more en­tert­a ining […] the smal­ler de­signs which show the stu­dents in the­i r caps and uni­forms enjoy­ ing a variety of ad­ven­t u­r es. Töpffer, the­i r co­m r­ade as well as the­ir men­t or, oft­en lends his craggy but benevolent presence to the­se scenes“. Der er­ste Band – „fort bien im­primé et illu­stré“ – ist laut Car­t er­et „très rare“, oben­d rein feh­le häu­fi g die Ta­fel Châ­teau de Chillon [ge­gen­ü ber S. 366]. In un­se­ rem Ex­em­plar ist sie selbst ­ver­ständ­l ich vor­h an­den, eben­so der Ori­g i­n al-Um­schlag mit sei­ner „très im­ port ­a nte vi­g net ­t e“ [Car ­t er­et]. Auch die Ex­em­pla ­r e des Fol­ge­ban­des wa­r en schon zu Zei­t en von Brivois „en bonne con­d it­ion […] deve­nus très ra­r es“ [Bri­ vois]. Hier lie­gen bei­de Bän­de un­be­schnit­t en in ein­ heit ­l i­chen Halb­m a ­r o­q uin ­bän­den von Mer­ci­er vor. Pro­ve­n i­enz: Voya­ges ver­so flie­gen­dem Vor­s atz mit Ex ­l i­bris An­d ré et Chan­t al Ca ­z aux.

Li­t e­r a­t ur: Beraldi I V, 64, und XII , 134 f.; Blon­del 366 – 370; Bonne­r ot III /1, Nr. 584; Borst 2144; Brivois 405 f.; Bru­net V, 884; Car ­t er­et III , 586 ff. (mit Um­s chlag-Abb.); DLF II , 459; Gra­ es­s e V III , 167; Hoefer 45, 463; Lon­c hamp II , 454; Lon­c hamp, Suisse, 3019 und 2969; Oster­w al­der 75, 205, 289, 433 und 1060; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 484 (nur Voya­g es); Rahir 661; Ray II , 296 f., Nr. 220; Rümann 212 f.; San­der 687 und 688; Thieme/ Becker 33, 240; Vica­i re V II , 859 f. und 862.

– 1880 –


Neue Reisen im Zick zack 586 Töpffer, R[odolphe]. Nouveaux voya ges en zig­ zag à la Gran de Char treu se, autour du Mont Blanc, dans les vallées d’Herenz, de Zer matt, au Grimsel, à Gênes et à la Corniche, par R. Töpffer, précédés d’une not ice par Sainte­Beuve. Illustrés d’après les dessins originaux de Töpffer par MM. Calame, Karl Girardet, d’Aubigny, de Bar, Gag net, Forest. Paris, Vic tor Lecou, 1854. 48 Tafeln in Holz schnitt, über 310 Textholz schnit te. 2 Bl., XVII S., 454 S., 1 Bl. ( Verlagsanzei gen). Quart (266 x 177 xmm). Dunkel grüner Halbsaffianband des Verlags auf vier goldver zier te Bünde, mit gold ge­ präg tem Rücken titel und dekorativer Vergol dung in zwei Goldfileten­ und fet tem Blindrahmen in den üb­ ri gen Rückenfeldern, die Deckel außen mit fet tem und ma gerem Rahmen in Blindpragung, dar in Goldfileten­ rahmen mit großen Eckstücken aus Rocailledekor, deren vier sich im Zentrum zu einer Rautenform vereini gen, mit

Vorsät zen aus weißem Moirépapier und Ganz gold schnitt (1 Einband­Ecke mit minimaler Stauch spur, schwach, teils mäßig braunfleckig). Im Verlagsein band mit Rocailledekor Der Fol geband von Toepffers Voya ges mit der vor­ an ge stellten, den Land schaftsma ler wür di genden Not ice sur Töpffer von Charles­Au gu stin Sainte­ Beuve, war schon zur Zeit von Brivois sehr selten. Hier liegt er im schönen Lu xusein band des Verle­ gers in dun kel grü nem Saf fi an leder mit gold gepräg­ tem Rocailledekor vor [vgl. Mal avieille 206: ande­ re Ein band va ri ante]. Er stammt aus dem Besitz des fran zösi schen Indu striel len und Samm lers André Tissot­Dupont. Provenienz: André Tissot­Dupont, dessen Auk tion 2016, Nr. 532.

– 1883 –


Ex­em­plar Leg­rand und Villebœuf 587 Töpffer, R[odolphe]. Nouv­el­les ge­n e­voises par R. Topf­fer. Illustrées d’après les des­sins de l’au­teur. Gra­vur­e s par Best, Leloir, Ho­tel­in et Reg­nier. Pa­r is, J.-J. Du­bochet et Cie, 1845. 40 Ta­feln in Holz­schnitt, über 160 Text­holz­schnit­te. VII S., 350 S., 1 Bl; 1 Bl. ( Ver­lags­pro­spekt). Groß-Ok­tav, un­be­schnit­ten (244 x 155 mm). Lang­ge­ narb­ter ge­glät ­te­ter dun­k el­g rü­n er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf von dop­pel­ten Gold­f ileten ein­ge­faß­te blind­ge­ präg­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel in Gold­ fileten­rah­m en und or­n a­m en­ta­ler Ver­g ol­dung in dop­pel­ ten Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­fel­dern, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen und ein­ge­bun­de­nem il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um­schlag­r ücken), auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­ so si­g niert „Mer­ci­er Sr de Cuzin“ (Rücken ver­f ärbt). „Die lie­bens­w ür­d i­gen Sei­t en des Spieß­bür­ger­s“ Die volks­t üm ­l ich-ro­m an­t i­s che Kurz­g e­s chich­ te hat durch Rodolphe Töpffer (1799 –1846) „eine vor­bild­l i­che Prä­g ung ge­f un­den“, be­s aß er doch „ei­nen aus­g e­spro­c he­nen Blick für das bild­h aft


Klei ­ne, Be­h ag­l i­che, für die lie­bens­w ür­d i­gen Sei­t en des Spieß­bür­ger­t ums, etwa in der Art wie Spitz­weg sie ver­m it­t elt hat“ [Jan 218]. So mün­det bei ihm der ro­m an­t i­sche „Ge­f ühls­ü ber ­schwang […] ohne tra­ gi­sche Er­schüt ­t e­r ung in die Bah ­nen bür­ger­l i­chen Beschei­dens“ [ebd.]. Sei­ne Nouv­el­les ge­n e­voises be­ schrei­b en „mit viel Lie­b e und Hu­mor und gu­ter psy­cho­lo­g i­scher Be­ob­ach­t ungs­g a ­be Men­schen und Ge­scheh­n is­se aus Stadt und Land der en­ge­r en Hei­ mat des Dich­t ers“ [ebd.]. Die vor­a n­ge­stell­t e um ­fang ­r eich­ste Er­z äh­lung La bibliothèque de mon oncle [S. 1 –148] gilt als „pe­tit chef-d’œuvre de sen­ti­ment et fan­tai­sie“ [Hoefer], die zwei­t e, Les deux Schei­de­gg [S. 149 –177], wur­de in die­ser Samm ­lung von ins­ge­samt 10 Ge­schich­t en zum er ­sten ­m al ver ­öf ­fent ­l icht. Der Au­tor schuf auch die Vor­z eich­nun­gen zu den rund 200 Holz­schnit­ten. 40 Ta­feln und über 160 teils sehr klei ­ne Text ­v i­g net ­t en ver ­m it ­t eln kon­-

ge­ n i­ a l zu den Tex­ t en eine Stim­ mung, die „élég­a n­t e et pi­t toresque“ [Pro­spekt] zu­gleich ist. Die gro­ß e Il­lu­stra­t i­on auf dem ein­g e­bun­de­nen Ori­g i­n al-Um­schlag wird im Buch nicht wie­der­ holt. Der hüb­sche, hier wie neu er­h al­t e­ne Band war schon zu Brivois‘ Zeit „devenue très rare en bonne con­d it ­ion“ [Brivois]. Pro­ve­n i­enz: Dies ist das bei Car ­t er­et er ­wähn­t e Ex­ em­plar von E. C. A. Leg­r and (Auk­ti­on 1912: frs. 600), mit des­sen gold­ge­präg ­t en In­itia ­len auf dem In­nen­deckel oben links; ebd. un­ten links die In­ itia ­len „ PV “ und zen­t ral das gold­ge­präg ­t e Ex ­l i­bris von Paul Villebœuf (nicht in des­sen Auk­t i­on 1963). Li­t e­r a­t ur: Beraldi XII , 134 f.; Blon­del 348 und 352 f.; Borst 2189; Brivois 406 f.; Car ­t er­et III , 584 ff. (mit Um­s chlag-Abb.); DLF II , 459; Hoefer 45, 464; Lon­c hamp II 454; Lon­c hamp, Suisse 2977; Oster ­w al­der 1060; Quér­a rd/Bourque­lot V I , 484; Rahir 660 f.; San­der 685; Thieme/Becker 33, 240; Vica­i re V II , 859.

– 1886 –


Exemplar tel que paru 588 Töpffer, R[odolphe]. Nouvelles genevoises par R. Topf fer. Illustrées d’après les des sins de l’au teur. Gravures par Best, Leloir, Hotelin et Reg nier. Paris, J.­J. Dubochet et Cie, 1845. 40 Tafeln in Holz schnitt, über 160 Textholz schnit te. VII S., 350 S., 1 Bl. Groß­Ok tav, un be schnit ten (247 x 162 mm). Creme­ farbene illu strier te Ori ginal­Broschur in roter Halb­ kalblederchemi se mit gold gepräg tem Rückentitel und Floraldekor in fet tem und ma gerem Goldfiletenrahmen auf dem Rücken, mit fet ten und ma geren Goldfileten auf den Deckeln und mit cremefarbener Moiré seide bezoge­ nen Innen deckeln, si gniert „Alain Devauchelle“ , in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit roten Lederkan­ ten (Um schlag rücken re stauriert). Un beschnit ten und im Ori gi nal­Um schlag Un ser zweites Exemplar der Nouvelles genevoises ist un be schnit ten in der il lu strier ten Ori gi nal­ Broschur erhalten und in diesem schönen Zu stand „très rare“ [Brivois].

– 1887 –


Mit über 200 Holz­schnit­t en 589 [Tri­mo­let u. a.]. Le Co­mic Al­m a­n ack. Keepsake co­mique pour 1842 [und:] 1843. […] Orné de douze gra­ vur­e s à l’eau-for­te sur acier par Tri­m o­let. Et d’un grand nombre des des­sins co­miques dans le tex­te, par Ch. Ver­ nier. Zu­sam­m en 2 Bde. Pa­r is, Au­bert et Cie, [1842 –1843]. 12 Stahl­stich-Ta­feln mit Sei­den­vor­sät­zen, über 100 Text­ vi­g net­ten in Holz­schnitt. Und: 12 Stahl­stich-Ta­feln, über 80 Text­vi­g net­ten in Holz­schnitt. 107 S. Und: 106 S., 1 Bl. – Text in schwar­zen Rah­m en ge­setzt. Klein-Ok­tav (168 x 107 mm). Il­lu­strier­te lachs- bzw. ro­sa­ far­be­ne Ori­g i­n al-Papp­bän­de à la Bra­del mit Ganz­g old­ schnitt, Jg. 1843 mit hell­gel­ben Glanz­pa­pier­vor­sät­zen, zu ­sam­m en in mo­der­nem, mit Filz ge­f üt­ter­ten Papp­schu­ ber (berie­ben, Ecken und Ka­pi­ta­le ge­r ing ­f ü­g ig besto­ßen, ge­le­gent­lich et­was braun­f leckig). Sel­t e­ner Al ­m a ­n ach mit 24 Stahl­sti­chen von Tri­mo­let Die bei­den hu ­mo­r i­sti­schen Al ­m a ­n a­che mit Ka ­len­ da ­r i­u m ge­hen auf eng­l i­sche Vor­bil­der mit Il­lu­stra­ tio­nen von Ge­orge Cruikshank zu­r ück. Der er­ste Jahr­g ang 1842 nennt auf dem Ti­tel als Bei­trä­ger Honoré de Bal­zac, Frédéric So­u lié, Mau­rice Al­ hoy, Paul de Kock, P. Du­r and (du Siècle), L. Huart, Éd. Lemoine, Ourliac, E. Marco Saint-Hi­ l a­ i re,

H. Mon­n ier, J. Rousseau; Jahr­g ang 1843 le­d ig­lich Lou ­i s Huart. Die zwei­m al zwölf Mo­n ats­bil­der, „Ra­d ie­r un­gen voll köst­li­chen Hu­mors“ [Rümann], stam­men von Jo­ seph-Lou­i s Tri­mo­let (1812 –1843); so­g ar Bau­de­l a ­i re lob­t e die­se „si spi­r i­t u­el­les, si légères, et si mordantes planches […], de mélancolique mémo­ire“ [zit. nach Beraldi XII , 158], die zu Trimolets letz­ten Ar­b ei­ ten zäh­len. Die klei­nen Text ­v i­g net ­t en stam ­men von Charles Ver­n ier (1831 –1887), dem spä­t e­r en Haupt­ zeich ­ner des Charivari. Stimmt das bei Thieme/ Becker und an­dern­orts an­ge­ge­b e­ne Ge­burts­jahr, hät­ten wir es hier mit er­staun­lich si­che­r en Mi­n ia­ tu­r en ei­nes früh­r ei­fen Kna ­ben zu tun. Die vor­l ie­gen­den bei­den Jahr­g än­ge sind al­les Er­ schie­ne­ne: Nach Trimolets frü­hem Tod ver­zich­ te­te der Ver­le­ger auf eine Fort­füh­r ung des Co­m ic Al­m a­n ack. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel von Jg. 1843 Ex­l i­bris L. Dimier, da­t iert 1929. Li­t e­r a­t ur: Beraldi XII , 158 f., Nr. 10 – 33, und 224; Brivois 109 f.; Car­t er­et III , 171 ff. (mit Deckel-Abb.); Grand-Car­ter­et, Al­m a­ nachs 2296; Oster­w al­der 1066 (Tri­mo­let); Rümann 146; San­ der 377; Thieme/Becker 33, 402, und 34, 287; Vica­i re II , 921 f.


Ra res Al bum mit erotischen Lithographien 590

Le triomphe de l’amour. Ohne Ort, [etwa 1840].

12 lithographierte Tafeln auf stärkerem Velinpapier mit Seidenvorsät zen. 26 S. Quer­Klein­Oktav (98 x 135 mm). Roter Perkalinband der Zeit auf glat ten Rücken, mit gold gepräg ter Illu­ stration auf dem Vorder­ und gold gepräg tem Or nament auf dem Hinterdeckel, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ten und ma geren Blindfileten. 12 eroti sche Lithographien Das klei ne Al bum ent hält zwölf lithographi sche Blät ter, be gleitet jeweils von ei nem zwei seiti gen Text – Va riationen über Liebes spiele, mit Titeln wie La Nonchalante, Le Caprice, L’Orgie, L’Educat ion première oder Les deux amies. Bis auf das gereimte Titel gedicht sind die anony men Text chen in Pro­ sa ver faßt. Die gleich falls un si gnier ten, sehr fei­ nen Zeich nun gen las sen sich evtl. Achille Devé­ ria oder Tony Johan not zuord nen [jedoch nicht bei Ma rie]. Auf dem Vor der deckel ist in Goldprä gung ein länd liches Baccha nal abgebildet. Die Zeich nun gen wur den 1852 vom Tribunal correctionnel de la Seine „condamnés à la destruct ion, pour out ra ges à la mora le publique et aux bonnes mœurs“ [Drujon]. Literatur: Nicht bei Bar bier; Drujon 381; Gay­Lemonnyer III , 1259 (gibt statt La Coquette und La Galoppe zwei andere Titel an: Le Nègre voluptueux und La Car te de vi site); nicht bei Pia.

– 1889 –


Verleger ein band in Saf fian 591 Urbain, A[uguste] (Übers.). L’Inde Pittoresque. Bombay. Texte par A. Urbain. Vingt­deux Gravures d’après les des sins de Daniell. Paris, Dauvin et Fon­ taine, 1840. 22 ge stochene Tafeln. 2 Bl., 290 S., 1 Bl. – S. 111 f. verbun den. Groß­Oktav (238 x 157 mm). Verlegereinband von dun­ kelrotem Saf fian auf glat ten Rücken, mit gold gepräg ter Rückenillu stration, breitem blind gepräg ten Entrelacs­ Rahmen und gold gepräg ter zentraler Plat te, si gniert „G. Thevenon“ , auf den Deckeln, mit späteren Vorsät­ zen aus grauem Moiré seidenpapier und Ganz gold schnitt (Papier gering braunfleckig). Diese Ausga be ist in den ein schlä gi gen Referenz­ werken nicht ver zeich net. Anders als der Titel sug­ geriert, war Au gu ste Urbain nicht der Autor, son­ dern nur der Über set zer des zuerst in engli scher Sprache in The Oriental Annual er schienenen Tex­ tes von John Hobart Caunter (1794 –1851). Die in den Bi bliographien aufgeführ te er ste fran zösi sche Aus ga be er schien 1834 –1836 bei Belliz ard unter dem Titel Tableaux pittoresques de l’Inde in drei Bän­ den [vgl. Nr. 102], von denen die beiden er sten Ma­ dras und Kal kut ta beschrei ben, der drit te Bombay. Von diesem Band liegt hier die Neu ausga be vor, mit den gleichen 22 Stichen des engli schen Ma lers und Kupfer ste chers Wil li am Da niell (1769 –1837), der Indien von ei nem lang jäh ri gen Aufent halt von 1784 bis 1794 kannte. Der Band zeich net sich insbe sondere durch den pracht vol len Ver le ger ein band aus dun kel rotem Saf fi an leder aus, dessen gold gepräg te Deckel il lu­ stration kei ne Ad aption der Da niel lschen Ta feln dar stellt. Die schöne, von G. The venon si gnier­ te Plat te zeigt eine jun ge Dame in orienta li scher Gewandung unter ei nem Son nen schirm und zwei hohen Pal men sit zend, eine Axt in der Rechten, den Blick auf eine sich um ei nen Baum stamm windende zün gelnde Schlan ge gerichtet. Ihr zur Seite befi n­ det sich ein Ka mel, hinter ihr ein rad schla gender Pfau, auf ei nem fer nen Fluß segelt eine Dschun ke, und im Hinter grund erhebt sich eine Art Pa gode – auf ei nen Blick er öff net sich so ein facet ten reiches exoti sches Ta bleau zu Flora und Fau na, Kultur und Ar chitek tur des indi schen Subkonti nents. Provenienz: Samm lung Adri an Flüh mann, mit dessen Eti kett mit Monogramm „awf “. Literatur: Vgl. Bru net I, 1691; nicht bei Car ter et; vgl. Graes se II , 90; vgl. Lonchamp II , 87; vgl. Quér ard/Bourquelot II , 543; zu Caunter: DNB 9, 332; zu Da niell: Thieme/Becker 8, 361 f.; zu The venon knapp: Mal avieille 247.

– 1890 –


Ex­em­plar Roudinesco und de Rouvre, im neu­wer ­t i­gen Ver­le­ger-Lu­x us­ein­band 592 Varin, Am­é dée, Eug[ène] Nus und An­t ony Méray. L’Em­pire des Légumes. Mémo­ires de Cucurbi­t us Ier. Recueillis et mis en ordre par MM. Eugène Nus et An­ tony Méray. Des­sins par Am­édée Varin. [Auf dem Vor­t i­ tel:] Drole­r ies végé­ta­les. Pa­r is, G[ab­r iel] de Gonet [und:] Marti­non [und:] Leip­zig, Charles Twiet­m ey­er, [1850]. 25 ko­lo­r ier­te Ta­feln (da­von 24 in Stahl­stich und 1 in Holz­schnitt) mit Sei­den­vor­sät­zen. 2 Bl., 310 S., 1 Bl. Quart (264 x 175 mm). Ver­le­ger­ein­band von au­ber­g i­ne­ farbenem Saf­f i­an auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­ ter, die Ti­tel­wor­te in­te­g rie­ren­d er Rücken­il­lu ­stra­t i­on, auf den Deckeln in präch­t i­gem Rah­m en­werk mit gro­ßen Fleurons zen­t ral die Fi­g ur ei­nes Mi­ni­sters von Cucurbi­ tus I, um­ge­ben von den Wor­ten „DROLE­R IES VÉGÉ­ TA ­L ES“ in Schmuck­ver­sa­li­en, mit dop­pel­ter Gold­f i­lete auf den Steh- und vier­fa­cher Gold­f i­lete auf den In­nen­ kan­ten, mit Doublü­ren und flie­gen­den Vor­sät­zen aus wei­ßem Moi­ré­sei­den­pa­pier und Ganz­g old ­schnitt, in mo­ der­nem, mit Filz aus­ge­schla­ge­nem Papp­schu­ber mit Le­ der­k an­ten (ver­ein­zel­te Braun­f leck­chen). Eine Hul­d i­g ung ans Ge­mü­se im Ge­fol­ge Grandvilles, hier im hin ­r ei­ßen­den, sehr sel­t e­nen Lu ­x us­ein­band des Ver­l ags Nach der Ab­d an­k ung des Bür­g er­kö­n igs Lou­i sPhil­ippe 1848, der als Roi Poire jah­r e­l ang ein dank­ ba ­r er Ge­gen­stand der Ka ­r i­k a­t u­r i­sten ge­we­sen war, hob Am­édée Varin (1818 –1883) den kür­bis­a ffinen Mon­a r­chen Cucurbi­t us Ier auf den Schild und setz­ te ihn an die Spit­z e ei­nes – al­ler­d ings eher un­po­l i­ ti­schen – Ge­mü­se­r eichs. Das Mo­t iv spielt zu­gleich auf den Ti­t el von Sen­ecas Apo­k olokyntosis, der sa­t i­ ri­schen ‚Verkürbissung‘ des Kai­sers Clau­d i­u s an­ stel­le sei­ner Apo­theosis, an. Der meist als Re­pro­duk­t i­ons­ste­cher be­k ann­t e Varin hat­t e schon an Grandvilles Les fle­urs an­imées (1847) in die­ser Funk­t i­on mit ­ge­a r­bei­t et, so daß die An­r e­ gun­gen auch von dort ­her un­ver­kenn­bar sind. Dies ist die er­ste Aus­g a­b e des Werks, mit ins­ge­ samt 25, nicht 24 Ta­feln: Ein Blatt mit ei­ner Rei­he Lauch­stan­gen und der Le­gen­de Ils étaient ca­lmes et priant quand la pan­ique vint au chef ist im Ver­z eich­ nis am Schluß des Bu­ches nicht auf­ge­f ührt. Die Ta­ fel Un Mi­ni­stre de Curcubi­t us, de­r en Mo­tiv auch die Deckel ziert, wur­de als ein­z i­ge in Holz­schnitt aus­ ge­f ührt, die üb­r i­gen sind Stahl­sti­che.

Die be­g lei­t en­den Tex­t e schrieb der Dra ­m a­t i­ker s am­ men mit dem Eugène Nus (1816 –1894) zu­ fast gleich­ a lt­ r i­ g en und wie er aus Chalon-surSaône stam ­men­den Ro­m an­au­t or An­t ony Méray (1817 –1889?). Dies ist ein un­er­hört fri­sches Ex­em­plar des Ge­mü­ se-Buchs. Es liegt im ge­r a­de­z u bom ­ba­stisch de­ko­ rier ­t en Ver­lags­ein­band aus au­ber­g i­ne­farbenem Saf­ fi­a n­le­der vor: In­m it ­t en ei­nes pracht ­vol­len gol­de­nen Rah­men­werks po­siert, den rech­t en Arm in die Hüf­ te ge­stemmt, der Mi­ni ­stre an­stel ­le des Mon­a r­chen selbst – ver ­mut ­l ich auf­g rund sei­nes re­prä­sen­t a­t i­ ven dicken Kür­bis­bauchs, den er blank und selbst­ be­w ußt her ­vor­streckt. Pro­ve­n i­enz: Il­lu­strier ­t es Ex ­l i­bris von Alex­a n­d re Roudinesco ver­so flie­gen­dem Vor­satz (des­sen Auk­ ti­on 1967, I, Nr. 102: frs. 1.500). – Auf dem Spie­ gel das Wap­ p en­ ex­ l i­ bris von Évr­ a rd Bourlon de Rouvre (des­sen Auk­t i­on I, 1979, Nr. 189: frs. 36.100). – Dar ­ü ber Adri­a n Flüh ­m anns Mo­n o­g ramms­ childchen „awf “. Li­t e­r a­t ur: Brivois 134 f.; Car ­t er­et III , 218 und 220; San­der 536; Vica ­i re V I , 243 f.; zu Méray: DLF II , 133; zu Nus: DLF II , 210; Hoefer 38, 371.

– 1894 –


Un­be­schnit­t e­nes Ex­em­plar, mit den hand­ko­lo­r ier ­t en Ta­feln 593 Varin, Am­é dée, Eug[ène] Nus und An­t ony Méray. Les pa­pil­lons. Mét­amorph­oses terrestres des peuples de l’air. Par Am­édée Varin. Tex­te par Eug. Nus et An­tony Méray. 2 Bde. Pa­r is, [Ga­bri­el] de Gonet, [1852]. 1 ko­lo­r ier­tes Por­t rait in Holz­schnitt, 20 ko­lo­r ier­te Ta­feln (da­von 11 in Holz­schnitt und 9 in Stahl­stich). Und: 14 ko­lo­r ier­te Ta­feln (da­von 8 in Holz­schnitt und 6 in Stahl­ stich), 35 Text­holz­schnit­te. 2 Bl., 232 S., 2 Bl. Und: 2 Bl., 258 S., 2 Bl. – Bd. II: 3 Sei­ten No­ten. Quart, un­be­schnit­ten (278 x 190 mm). Dun­k el­blaue Halb­m a­r o­quin­bän­de auf fünf mit dop­pel­ten Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit Ti­tel und Band­be­z eich­n ung in Fi­let­en­rah­m en in zwei so­wie Eckfleurons in vier­fa­chen Fi­l et­en­rah­m en in den üb­r i­g en Rücken­k ompartim­en­ ten, al­les in Gold­prä­g ung, mit Gold­f ileten auf den Dec­ keln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nen il­lu­ strier­ten, rosa be­druck­ten Ori­g i­n al-Um ­schlä­gen (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf den flie­gen­den Vor­sät­zen ver­so si­g niert „V. Cham­ps“ . „Me­t a ­mor ­pho­sen“ in Grandvilles Nach­fol­ge Die­ses Werk ent­stand in An­leh­nung an Grandvilles ka ­r i ­k ie­r en­d e Tier-Mensch-Kom ­b i ­n a­t io­ nen ei­ner­seits und an Les fle­urs an­imées und Les étoiles an­de­r er­seits. So wie Grandville dort äthe­r i­ sche Frau­en ­fi ­g u­r en als Ver­kör ­p e­r un­gen von Blu­ men bzw. Ster­nen dar­stellt, so gibt hier Am­édée Varin (1818 –1883) Schmet ­t er­l in­gen eine mensch­l i­ che, zu ­meist weib­l i­che Ge­stalt, wo­bei die Me­t a ­mor­ pho­sen oft haupt ­s äch­l ich dar ­i n be­ste­hen, daß er Men­schen Flü­gel ver­leiht. Die Ta­feln wur­den teils in Stahl­stich, teils in Holz­schnitt aus­ge­führt und eben­so sorg ­f äl­t ig wie far­ben­f roh ko­lo­r iert. Das dem er­sten Band vor­a n­g e­stell­t e Por­t rait des Dich­t ers Ja­cques Ca­z ot­t e (1719 –1792), der in Frank­r eich das li­t e­r a­r i­s che Gen­r e Fan­tastique be­g rün­de­t e, wird nicht im Ver­z eich­n is der Ta­feln er­wähnt. Die be­ glei­ten­den Er­z ähl­tex­te sind – wie auch schon in

– 1900 –


L’Em­pire des Légumes – ein Ge­mein­schafts­werk von Eugène Nus und An­t ony Méray. Der Vor­bild­cha­r ak­ter der 1847 und 1849 er­schie­ ne­nen Wer­ke Grandvilles zeigt sich auch dar­in, daß co­mte Fœlix, ali­a s Lou­i s Fran­çois Raban [Wel­ ler 203], der für die Wer­ke Grandvilles be­r eits eine Bot­anique und eine Hort­iculture bzw. eine Astro­no­ mie des da­m es ver­faßt hat­t e, hier eine En­to­mo­lo­g ie des da­m es bei­steu­er­t e. Der po­pu­l är ­w is­sen­schaft­l i­che Text nimmt den zwei­ten Teil von Band II ein [ab S. 153] und ist mit ei­nem ei­ge­nen, far­big il­lu­strier­ ten Ti­t el so­w ie 35 Text ­holz­schnit ­t en aus­ge­stat ­t et. Dies ist die er­ste Aus­g a­be des hüb­schen Wer­kes in un­be­schnit ­t e­nen, wie neu­en Bän­den mit den ein­ge­ bun­de­nen Ori­g i­n al-Um­schlä ­gen, de­r en ro­sa ­far­be­ ne Il ­lu­stra­t io­nen die der Front ­i spize wie­der­ho­len. Li­t e­r a­t ur: Brivois 315 f.; Car ­t er­et III , 452 f.; San­der 539; Vica­ ire V I , 246 f.; zu Méray: DLF II , 133; zu Nus: DLF II , 210; Hoe­ fer 38, 371.

– 1904 –


Pilger fahrt in die Schweiz: im Verleger-Lu xusein band 594 Veuil lot, Lou is. Les pèlerina ges de Suisse. Einsi edlen, Sachslen, Maria-Stein. Keepseake [sic!] chrétien. – 1840. 2 Teile in 1 Bd. Paris, A. Canuet [und:] I. Rousset, 1839. Illu strier ter Titel in Chromolithographie und 12 Tafeln in Stahl stich, mit zart rosa Seidenvorsät zen. 4 Bl., XX S., 267 S.; 307 S.; S. 269 – 293 (Notes Bd. I); S. 309 – 318 (Notes Bd. II ); S. 295 f. (Table Bd. I); S. 319 f. (Table Bd. II ). Oktav (186 x 125 mm). Verlegereinband in nachtblauem Saf fian mit gold gepräg tem Titel und Dekor auf dem glat ten Rücken, mit fet ten Blindrahmen auf den Deckeln und großem gold gepräg ten Schmuckmotiv mit Rocailleranken, Blumen und Widderkopf, mit hell gelben Buntpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt ( Vorsät ze randgebräunt, durch gehend schwach stockfleckig). Der frucht ba re Schrift stel ler und Jour na list Lou isFrançois Veuil lot (1813 –1883) bekämpf te Volt airianismus, Gallik anismus und li bera len Katholi zismus und wur de „für Frank reich der Schöpfer ei ner

katholischen Presse, der Wiederer wecker ei nes katholi schen Gemein schaftsgefühls“ [Wet zer/Welte]. Les pèlerina ges de Suisse ist sein er stes Buch. Es behandelt nicht nur die im Titel genannten reli giösen Stät ten, sondern Orte in der gan zen Schweiz, mit Ex kur sen über hi stori sche Er eig nisse und Persön lich keiten; auch be schränkt es sich nicht auf ei nen landeskund lichen Rei sebericht, sondern ist zu gleich ein „œuvre de polémique et d’apostolat“ [DLF]. Die Ori gi nal ausga be er schien in zwei bändi ger sowie in der ein bändi gen Form mit neu gedruck tem Titel als Keepseake [sic!] chrétien – 1840; un ser Exemplar ist noch im tadel losen Lu xus-Verleger einband aus nacht blauem Saf fi an leder erhalten. Die Ta feln wur den von engli schen Zeich nern und Stechern geschaf fen. Literatur: Nicht bei Brivois und Car ter et; DLF II , 490 und 492; Es coffi er 1383; nicht bei Lachèvre; Quér ard X, 133; Vica ire I V, 665 f.; zu Veuil lot vgl. Wet zer/ Welte XII , 875 f.

– 1906 –


Mit 650 Ab­bil­dun­gen nach den größ­t en Mei­stern 595 Vocabula­ i re des Enfants, dictionna­ire pit­ toresque, illu­stré par un grand nombre de pe­t its des­sins. Première édit­ion. Pa­r is, Au­bert, 1839. Il­lu ­strier­ter Ti­tel in Holz­schnitt, etwa 650 Text­h olz­ schnit­te. 2 Bl., 580 zwei­spal­ti­ge S., 1 Bl. ( Ver­lags­an-­ zei­gen), 1 lee­res Bl. Quart, kaum be­schnit­ten (279 x 179 mm). Grob­ge­n arb­ter oliv­brau­ner Halb­m a­r o­quin­band auf glat­ten Rücken, mit rot in­tar­sie­r tem Rücken­schild und den gan­zen Rücken be­decken­dem Gold­de­kor mit hell­brau­nen Le­der­in­tar­si­en, mit Gold­f ileten auf den Deckeln und mar­m o­r ier­ten Vor­ sät­zen, mit ein­ge­bun­de­nem, il­lu ­strier­tem Ori­g i­n al-Um­ schlag in Chro­m o­li­tho­g ra­phie, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „V. Cham­ps“ (Ein­band leicht ver­f ärbt, Kan­ten berie­ben, we­ni­ge Bl. mit klei­nen Rand­lä­su­ren). Mit 580 zwei­spal­t i­gen Sei­t en hat die­ses Wör ­t er­buch für Kin­der ei­nen sehr be­acht­l i­chen Um­fang; das gilt

auch für die Il­lu­stra­t i­on mit etwa 650 Holz­schnit­t en im Text. Die­se sind kei­nes­wegs nur nüch­t er­ne Ab­ bil­dun­gen von Sa­chen, son­dern ver­a n­schau­l i­chen ih­r en Ge­gen­stand oft­m als im Ge­brauch oder in ei­ nem sze­n i­schen Zu­sam ­men­h ang, viel­fach sind sie auch ko­m isch oder sa­ti­r isch. An dem Werk be­tei­ lig ­t e der Ver­l ag Au ­bert die be­k ann­t e­sten Zeich ­ner der Zeit, so Hen­r i Émy, Grandville („reti­r a­ge de 12 bois“ [Ren­onciat]), Mei­s so­n ier, Tri­mo­let, Charlet, Lami, Da­u mier, Hen­r i Mon­n ier, Gavarni, Gigoux, Pauquet u. a. Un­ser Ex­em­plar der er­sten Aus­g a­be liegt fast un­be­schnit ­t en und mit dem ein­ge­bun­de­ nen Ori­g i­n al-Um­schlag in Chro­mo­l i­t ho­g ra­phie in ei­nem In­t ar­si­en­ein­band von Vic­t or Cham­ps vor. Li­te­r a­tur: Brivois 413 f.; Gumuchian 5761 ff.; Ren­onciat 290; Rümann 172 und 174 (Da­u mier); Rümann, Da­u mier 92; Vica­ ire V II , 1122.

– 1909 –


Von le­gen­dä­r er Sel­t en­heit – das Ex­em­plar der Samm­lung Villebœuf 596 Voi­a rt, Élise und Am­a ble Tastu. Le livre des enfants, co­n tes de Fées. Cho­isis par Mes­d ames Eli­se Voi­art et Am­able Tastu. 6 Bde. Pa­r is, Paulin [auf den Um ­schlä­gen:] et Het­zel, 1836 –1838. Zu ­sam­m en über 400 Text­holz­schnit­te. Zu ­sam­m en 928 S. Klein-Ok­tav, un­be­schnit­ten (144/149 x 112 mm). Lang­ ge­n arb­te hell­brau­n e Halb­m a­r o­quin­bän­d e auf glat­te Rücken, mit gold­ge­präg­ten Ti­teln und flora­ler Ver­g ol­ dung in Gold­f ileten­rah­m en auf den Rücken, mit Gold­ fileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nen il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlä­gen (inkl. Um ­schlag­r ücken), auf den flie­gen­den Vor­sät­zen ver­so si­g niert „G. Mer­ci­er Sr de son père – 1911“ . 400 klei­ne Vi­g net­t en in sechs klei­nen Bü­chern für vie­le klei ­ne Le­ser Die kom­plett vor­l ie­g en­de Samm ­lung ent ­h ält 26 län­g e­r e Mär­chen und Er­z äh­lun­g en von Charles Per ­r ault, Fran­çois Fénelon, Anne-Claude-Phil ­ippe de Ca­y lus, Ma ­r ie-Ca­t herine d’Au­l noy und Je­a n­ ne-Ma­r ie Leprince de Beau­mont so­w ie sie­ben kur­ ze Fa­b eln von Jean de La Font­a ine, Jean-Pierre Claris de Flo­r i­a n und Fénelon – ein brei­t es Pan­ora­ ma der Gat­t ung Co­ntes de Fées. An­ge­k ün­d igt wa­r en ur­sprüng­lich acht Bän­de, wes­we­gen auf den Um­ schlä­gen von 40 Er­z äh­lun­gen und 500 Ab­bil­dun­ gen die Rede ist. Die Zahl der „char­m an­t es vi­g net­t es gravées sur bois par les meille­u rs ar­t ist­es de l’époque ro­m an­t ique“ [Car ­t er­et] über­steigt im ­mer­h in 400; Zeich­ner wa­ ren Hen­r i An­toine Ba­r on, Jean Fran­çois Gigoux, Levasseur, Al­c ide Jo­s eph Lo­r en­t z, Jean Al­f red Gér­a rd Séguin, Tell­ier, Charles Jo­seph Traviès, Er­nest Mei­sso­n ier und Grandville. Ge­r a­de für die bei­den her­aus­r a­gen­den letz­t e­r en sind die Vi­g net­ ten zu die­sen Kin­der­bü­chern so­g ar von be­son­de­ rer Be­deu­tung: Die Zeich­nun­gen von Er­nest Mei­

sso­n ier (1815 –1891) stel­len wohl sei­ne frü­he­sten Ver­öf ­fent ­l i­chun­gen dar [vgl. Brivois]; für Grand­ ville ver­bin­det sich mit die­sen klei­nen Ar­b ei­t en ei­g en­a r ­t i­g er ­wei­s e ein „tour ­n ant ca­pi­t al dans la ca­r rière de l’art­i ste, qui se tour­ne vers la litt­érature en même temps qu’il se déto­u r­ne de la li­t ho­g ra­phie“ [Ren­onciat 180]. Grandville lie­fer­te ein Front­ispiz so­w ie 28 Zeich­nun­gen zu den vier Mär­chen vom Rot­k äpp­chen, Däum­ling, Ge­stie­fel­ten Ka­ter und Blau­ bart von Charles Per­r ault, die 1851 von dem Ver­le­ ger Het­z el noch­m als im Nouveau mag­a sin des enfants ver­wen­det wur­den [vgl. Nr. 480]. Die Bän­de stel­len auch in druck­g e­s chicht ­l i­cher Hin­sicht eine Be­son­der­heit dar, ist dies doch „le pre­m ier ouv­r a­ge illu­stré im­primé à la pres­se mé­ canique“ [Brivois]. Für Brivois war die kom­plet­te Rei­he „à peu près in­trouvable“, für Car­ter­et „rar­ issime en bel état avec ses co­u vertures de cou­leurs diffé­r en­t es“ [Car ­t er­et]. In die­sem Zu­sam ­men­h ang ver ­w ies Car ­t er­et auf eine An­oma ­l ie spe­z i­ell an un­ se­r em Ex­em­plar aus dem Be­sitz von Paul Villebœuf: Alle sechs ein­ge­bun­de­nen Um­schlä­ge sind ein­heit­ lich von ei­nem ocker­gel­ben Farb­t on, je­doch ha ­ben sie nicht, wie bei Car ­t er­et irr ­t üm ­l ich an­ge­ge­b en, zwei, son­dern fünf ver­schie­de­ne Vi­g net ­t en. – So hal­t en die­s e sechs klei­nen Mär­c hen­bü­c her in sa­gen­h aft schö­ner Er­h al­t ung auch für den bi­blio­ phi­len Samm ­ler ei­n i­ge Über ­r a­schun­gen be­r eit. Pro­ve­n i­enz: Auf al­len Spie­geln oben links das gold­ ge­präg ­t e ver­schlun­ge­ne Mo­no­g ramm „ PV “, auf dem Spie­gel des er­sten Ban­des das gold­ge­präg ­t e Ex ­l i­bris von Paul Villebœuf (zit. bei Car­ter­et, nicht in der Auk­t i­on 1963); dar ­u n­t er Mo­no­g ramms­childchen „awf “ von Adri­a n Flüh­m ann. Li­t e­r a­t ur: Brivois 264 f.; Car ­t er­et III , 393 f., zit. die­s es Ex­em­ plar; Gumuchian 5766; Oster­w al­der 82, 425 und 684; Quér­a rd IX , 353, und X, 262; Ren­onciat 180 und 290; San­der 445; Vica­ ire V, 343 ff.

– 1911 –


Ex­em­plar von John Ro­land Ab­bey 597 Vol­t ai­r e [ei­gentlich Fran­çois Ma­r ie Ar­ouet]. La Hen­r i­ade, poëme de Vol­tai­re, ornée de des­sins li­tho­ graph­iques. Pa­r is, E. Du­bois, 1825. 20 lithographierte Ta­feln auf Chi­n a­pa­pier, mon­t iert auf Ve­lin­pa­pier, 71 ge­tön­te lithographierte Por­t raits, 3 Por­ traits in an­de­rem Zu ­stand wie­der­holt, über­wie­gend mit Sei­d en­vor­sät­z en; Ti­tel- und Schluß­vi­g net­te in Holz­ schnitt. LX S., 233 S., 1 lee­res Bl., 10 zwei­spal­ti­ge S., 1 lee­res Bl. Fo­lio (408 x 267 mm). Lang­g e­n arb­ter grü­n er Ma­r o­ quin­band auf vier brei­te Bünde, mit reich­ster Gold- und Blind­prä­g ung, mit mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und drei­sei­ ti­gem Gold­schnitt, am Fuß si­g niert „Lou­i s Ja­net“ , in mit Filz aus­ge­schla­ge­n em grü­n en Lei­n en ­schu­ber (vor­de­res Au­ßen­ge­lenk ein­ge­r is­sen, hin­te­res beschabt, durch­ge­ hend braun­f leckig). Mit 18 Ta­feln von Horace Vernet und zahl­r ei­chen Por ­t raits von Mau ­z aisse Ein Schmäh­g e­d icht ge­g en den fran­z ö­si­s chen Re­gen­t en Phil­ippe II . de Bour­bon trug dem jun­ gen Vol­tai­r e (1694 –1778) von 1717 bis 1718 ei­nen

un­f rei­w il­l i­gen Auf­ent ­h alt in der Ba­stil­le ein. Hier kon­z i­pier ­t e er das Epos La ligue ou Hen­r i le Grand, das 1723 er­schien. In sei­nem zwei­jäh­r i­gen eng­l i­ schen Exil ab 1726 über­a r­bei­t e­t e er das Werk, um es 1728 in der end­g ül­t i­gen Fas­sung un­t er dem Ti­t el La Hen­r i­ade zu ver­öf ­fent ­l i­chen. Das an Vergil an­ge­lehn­te Epos fei­ert in zehn Ge­ sän­gen den fran­z ö­si­schen Kö­n ig Hein­r ich IV., der 1598 mit dem Edikt von Nan­t es die Hu­ge­not­t en­k rie­ ge be­en­de­t e, und zeigt ihn „un­t er dem Ein­fluß der Ide­en ste­hend, wel­che das be­g in­nen­de 18. Jahrh. be­herrsch­t en: Stär­k ung der par­l a ­men­t a ­r i­s chen Kräf ­t e, Bünd ­n is­po­l i­t ik mit Eng­l and und To­le­r anz in Fra­gen des Re­l i­g i­ons­b e­kennt ­n is­ses“ [Jan 175]. Mit dem idea ­l i­sier ­t en Herr­scher ent ­w arf Vol­t ai­r e zu­gleich ein „Ge­gen­bild zum ab­so­lu­t i­stisch re­g ie­ ren­den ‚Son­nen­kö­n ig‘“, der das Edikt 1685 wie­der auf­ge­ho­ben und „eine neue Ära re­l i­g iö­ser Spal­t ung ein­ge­lei­t et hat ­t e“ [Haupt ­wer­ke]. Nach dem Er­schei­ nen des Wer­kes pries man den jun­gen Vol­t ai­r e „als He­r old der mo­der ­nen phi­lo­so­phi­schen und staats­ po­l i­t i­schen Ide­en“ [ebd.], des Fort­schritts­g e­d an­ kens und des De­i s­mus, der in Frank­r eich „rasch an

– 1914 –


Aus­ brei­ t ung ge­ w ann“ [Jan 175]. Es be­ g ann das siècle de Vol­tai­re, das bis in die nach-na­po­leo­n i­sche Re­stau­r a­t i­ons­z eit nach­w irk­t e. Auch sti­l i­stisch und gat­t ungs­ge­schicht­l ich blieb das Epos „fast 100 Jah­ re für die­se Dich­t ungs­a rt vor­bild­l ich“ [Jan 175]. Ganz am Ende die­ s er Epo­ c he, kurz be­ vor der „Dich­t er­r uhm Volta­i res […] mit dem in der Ro­m an­ tik ein­set­z en­den äs­t he­t i­schen Ge­schmacks­w an­del bald ver­blaß­t e“ [Haupt­wer­ke], steht die­se 1825 bei Du­bois er­schie­ne­ne Aus­g a ­be der Hen­r i­ade. Sie ist aus­ge­stat ­t et mit Vor ­wor ­t en von Kö­n ig Fried­r ich II . von Preu­ßen, Jean-Fran­çois Marmon­t el und wei­t e­ ren Vor­stücken. Die 71 ge­t ön­t en li­t ho­g ra­phi­schen Por ­t raits stam ­men zu­meist von Jean-Bap­tiste Mau­z aisse (1784 –1844), das Front­ispiz und die letz­te Ta­fel wur­den von b ois ge­ sto­ chen. Dem neu­ C. Girardet nach Du­ en Zeit ­g e­schmack ent ­g e­g en­z u ­kom ­men ver­such­t e s en 18 Ta­ feln Horace Vernet (1789 –1863). Des­ „mont­r ent la tentative […] pour don­ner dans le ro­ man­t isme, tentative qui ab­outit plutôt à la man­ière trou­ba­dour“ [Beraldi].

Am Schluß fin­det sich ein acht­sei­ti­ges Ver­z eich­ nis der Sub­skri­ben­t en, un­t er ih­nen Kö­n ig Karl X., Kö­n ig Ma ­x i­m i­l i­a n I. von Bay­ern und Talley ­r and, zahl­r ei­che wei­t e­r e Herr­scher, Ade­l i­ge, auch Ban­ kiers, eher we­n i­ge Kul­t ur­schaf ­fen­de, un­t er die­sen Cha­t eau­bri­a nd, Charles Mot ­t e, Giro­det-Trios­on, Johan­not, Huet und Red­outé. Pro­ve­n i­e nz: Auf dem Spie­g el ge­s to­c he­n es Wap­pen­ex ­l i­bris von John Ro­l and Ab­b ey (si­g niert J. J. Bade­ley 1920). – Auf dem vor- und nach­ge­bun­de­ nem Blatt Na­mens­stem­pel: „Gart­ner [/] Geh. Hof­r at Bür­ger ­mei­ster a. D.“ Li­t e­r a­t ur: Beraldi IX , 253 (Mau­z aisse, Ausg. „Du­p ont et Du­b ois, 1823“) und XII , 220, Nr. 171 –188 (Vernet); nicht bei Brivois und Car­t er­et; vgl. En­g el­h ardt/Rol­off I, 217 f. (Er­stausg.); vgl. Haupt­ wer­ke 247; vgl. Lon­c hamp II , 473 (Ausg. 1822 –1827); nicht bei San­der; Thieme/Becker 24, 286 (Mau­z aisse, Ausg. 1823).

– 1915 –


Das Ex­em­plar von Hen­r i Beraldi in ei­nem gran­di­os de­ko­r ier ­t en Ein­band der Zeit 598 Words­worth, C[hri­stop­her]. La Grèce pit­ toresque et hi­storique. Traduct­ion de M. E. Reg­n ault. Illustrat­ions sur acier et sur bois par les pre­miers ar­t ist­e s de Pa­r is et de Lon­dres. Pa­r is, L. Curmer, 1841. Il­lu ­strier­ter Ti­tel, 2 Kar­ten, 25 Ta­feln (die­se mit be­druck­ ten Sei­den­vor­sät­zen), sämt­lich in Stahl­stich auf star­k em Ve­lin­pa­pier; etwa 320 Text­holz­schnit­te. 2 Bl., 372 S. Quart (265 x 184 mm). Hell­brau­ner Saf­f i­an­band der Zeit auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, rei­ cher flora­ler, li­n ea­rer und Point­illé­ver­g ol­dung so­wie Krei­sen, Rau­ten und Drei­ecken aus fet­ten Gold­f ileten in sym­m e­t ri­scher An­ord­nung auf Rücken und Deckeln, mit Gold­f ileten auf den Steh­k an­ten, flora­ler Bor­dü­re und fet ­tem Gold­f ileten­rah­m en auf den In­n en­k an­ten, dar­in rote Ma­r o­quin­doublüre mit gro­ßem, ori­ent­ali­sie­ren­dem Or­n a­m ent aus fet­ten Gold­f ileten auf ei­nem floral, li­ne­ ar und point­illé-ver­zier­ten Ara­bes­k en-Grund, mit Vor­ sät­z en aus ro­ter Moi­ré­sei­d e und Ganz­g old­schnitt, in mit Filz aus­ge­schla­ge­nem Papp­schu­ber mit hell­brau­nen Ma­r o­quin­k an­ten (wie im­m er ei­ni­ge La­gen und Ta­feln qua­li­täts­be­dingt ge­bräunt). Ein Zeug ­n is des ro­m an­t i­schen Phil­hel­le­n is­mus – in ei­nem reich de­ko­r ier­t en Ein­band der Zeit, aus dem Be­sitz von Hen­r i Beraldi Die­s es Werk ist ein Pro­dukt des ins­b e­s on­de­r e zur Zeit der Ro­m an­t ik in Eu­r o­pa gras­sie­r en­den Phil­hel­le­n is­mus, der in Eng­l and ei­nen Prot ­a go­n i­ sten in Lord Byron be­saß. Chri­sto­pher Words­worth (1807 –1885), ein Nef­fe des Dich­t ers Wil­l i­a m Words­ worth, be­r ei­ste Grie­chen­land von 1832 –1833, ver­ öf ­fent ­l ich­t e dar ­ü ber meh­r e­r e to­po­g ra­phi­sche und ar­chäo­lo­g i­sche Wer­ke, von de­nen das zu­erst 1839 er­schie­ne­ne Greece sein be­r ühm­t e­stes ist. Auch in Word­s worths theo­lo­g i­scher Ar­b eit hin­t er­l ieß die

Grie­chen­l and­b e­gei­ste­r ung Spu­r en, in Ge­stalt ei­ ner kom ­men­t ier ­t en Aus­g a ­be des grie­chi­schen Neu­ en Te­sta­ments. 1869 wur­de er zum Bi­schof von Lin­coln er­n annt. Dies ist die er­ste fran­zö­si­sche Aus­g a­be, in der Über­ set­z ung von Eli­a s Reg­n ault (1801 –1868). Die­ser war Rechts­a n­w alt, Po­l i­t i­ker und hin­t er­l ieß zu­dem ein „œuvre hi­storique, as­sez abon­d an­t e“ [DLF II , 299]. Eine gro­ße An­z ahl von Künst­lern lie­fer­t e die Vor­ la­gen für die rund 350 Ab­bil­dun­gen. Die bei­den Kar ­t en des nörd ­l i­chen und süd ­l i­chen Grie­chen­ lands stam­men von John Dower, die Zeich­nun­ gen zu den Stahl­stich­t a­feln von den Land­schaf­t ern Ro­b ert Brand­a rd, Da­v id Cox, Tho­m as Creswick, Co­pley Fiel­d ing, Ri­chard Ir ­t on, Charles Wal­t er Rad­clyffe, G. F. Sargent und J. Wrightson so­w ie von den Ar­chi­t ek­t en Franc­is Arund­a le und Wil­l i­a m Pur­ser; ei­n i­ge ent­stan­den nach Skiz­z en von F. Her­ vé. Der sonst eher we­n ig be­k ann­t e G. F. Sargent fer­ tig­t e auch über 200 Zeich­nun­gen für die Text­holz­ schnit ­t e und ist da ­m it der quan­t i­t a­t iv ge­w ich­t ig­ste Bei­trä­ger; wei­te­r e wa­r en J. Bagg, Fe­lix R. Blunt, Wil­l i­a m Harvey, Haslock und Mon­t ag ­ue Stan­ley. In be­schei­de­nem Um­fang wa ­r en auch Fran­z o­sen

– 1918 –


be­tei­ligt, so Charles Fran­çois Da­u bigny mit ei­ nem gu­t en Dut­z end Zeich­nun­gen, fer ­ner Fran­çois Lou­ i s Français, Adrien Féart, Paul Huet und schließ­l ich Er ­nest Mei­s so­n ier mit ei ­ner ein ­z i­gen. Ent ­ge­gen der Be­schrei­bung im Ka­t a ­log Des­c ampsScrive sind die Sei­den­vor­sät­z e mit knap­pen Le­gen­ den be­d ruckt, „qui man­q uent sou­vent“ [Car ­t er­et].

frs. 3.950, mit Ein­band-Abb. nach S. 220), Paul Ga­ vault (des­sen Auk­t i­on V, 1951, Nr. 2096: frs. 6.400) und Adri­a n Flüh­m ann. Li­t e­r a­t ur: Brivois 415 f.; Car ­t er­et III , 598; San­der 699; Vica­i re V II , 1172; zu den Il­lu­stra­t o­r en vgl. Houfe.

Daß der pracht­ vol­ le, auf Rücken, Deckeln und Doublü ­r en über ­r eich mit geo­me­t ri­schen Fi­g u ­r en und Ara ­bes­ken de­ko­r ier ­t e zeit ­ge­nös­si­sche Ein­band, dem im Ka­ta­log Beral­ di eine ganz­sei­t i­ge Ab­ bil­dung ge­w id ­met wur­ de, un­s i­g niert blieb, muß ei­nem aus­ge­präg­ ten Un­der­state­m ent des Buch­bin­ders ge­s chul­ det sein. Pro­ve­n i­enz: Auf ei ­nem Vor­blatt un­t er­ein­a n­der die Ex­li­bris von Hen­ ri Beraldi (Ka­ta­log Bi­ bliothèque Hen­ r i Be­ raldi III , 1934, Nr. 486:

– 1919 –


Das ein zige zeit genössisch gebundene Exemplar auf Chinapapier, aus dem Besitz von Jules Ja nin, René Descamps-Scrive und Pierre Duché 599 Words worth, C[hri stopher]. La Grèce pit­ toresque et hi storique. Traduct ion de M. E. Reg nault. Illustrat ions sur acier et sur bois par les premiers ar tistes de Paris et de Lon dres. Paris, L. Curmer, 1841. Illu strier ter Titel und 2 Kar ten mit Seidenvorsät zen, 24 (statt: 25) Tafeln mit bedruckten Seidenvorsätzen, zu sätz­ lich 1 Tafel wiederholt, sämtlich in Stahl stich auf star­ kem Velinpapier; etwa 320 Textholz schnit te; zu sätzliches Front ispiz auf Chinapapier, auf ka schiert auf starkes Velinpapier. 2 Bl., 372 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart (296 x 200 mm). Nachtblau er Maroquinband der Zeit von Lebrun auf fünf mit Blindfileten ver sehene Bünde, mit gold gerahmtem Rückentitel und dreifachen Blindfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim­ enten, Deckel mit zwei dreifachen Blindfiletenrahmen à la Du Seuil, dazwi schen qua drati sche Eckfleurons, mit Goldfileten auf den Stehkanten, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt über Témoins (meist leicht, gelegentlich stärker braunfleckig). Das ein zi ge zeit genössisch gebundene Exemplar auf Chi napapier Sind von diesem Werk Exempla re auf Chi napapier schon an sich „très ra res“ [Car ter et], so ist die ses das ein zi ge bekannte, das ei nen zeit genös si schen Ein band besitzt; der Erst besit zer, der Schrift stel ler und Jour na list Jules Ja nin (1804 –1874) beauf trag­ te da mit den vor mals bei Simier täti gen, von etwa 1830 –1857 selbständi gen Binder Lebrun [vgl. Fléty 107; Ramsden 122]. Wie bei al len Exempla ren auf Chi napapier sind die Stahl stiche auf starkem Velinpapier gedruckt; ent gegen der Beschrei bung im Kata log Descamps­ Scrive sind die Seidenvor sät ze mit den knappen Legenden bedruckt, „qui manquent sou vent“ [Car­ ter et]. Die letz te Ta fel fehlt, statt dessen wur de die­ jeni ge der Plaine d’Argos [nach S. 338] doppelt ein­ gebunden; au ßer dem ein zu sätz liches Front ispiz. Provenienz: Auf dem Spiegel unter ein ander die Ex­ li bris von Jules Ja nin (vgl. Poidebard 310; Auk ti­ on 1877, Nr. 1281: frs. 40), René Descamps­Scrive (Auk tion II , 1925, Nr. 173: frs. 1.200, zitiert bei Car­ ter et), Pierre Duché (nicht in den Auk tionen 1972) und Adri an Flüh mann.

– 1924 –


mit gold­ge­rahm­tem Rücken­t i­tel und floral-or­n a­m en­ta­ ler Gold­prä­g ung in dop­pel­ten Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­kompartim­en­ten, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und Kopf­g old ­schnitt, auf dem flie­gen­den Vor­satz ver­so si­g niert „R. Rapar­lier“ (hier und da mi­ni­m al braun­f leckig, we­ni­ge ge­schlos­se­ne Rand­ein­r is­se). Ei­nes von zwei be­k ann­t en Ex­em­pla ­r en auf Chi­n a­pa­pier

Ei­nes von zwei be­kann­t en Ex­em­pla­r en auf Chi­na­pa­pier 600 Wyss, [Jo­hann Da­v id]. Le Robinson suisse. Traduit de l’all­emand de Wyss par Mme Élise Voi­art. Précédé d’une in­t roduct­ion de M. Charles Nodier. Orné de 200 vi­g net­tes d’après le des­sins de M. Ch. Lemercier. Pa­r is, Lavigne, 1841. 6 Ta­feln in Holz­schnitt auf Chi­n a­pa­pier, auf ­k a ­schiert auf stär­k e­res Ve­lin­pa­pier, fast 200 Text­h olz­schnit­te. 2 Bl., VIII S., 580 S. – Auf Chi­n a­pa­pier ge­druckt. Groß-Ok­tav, un­be­schnit­ten (236 x 160 mm). Dun­k el­g rü­ ner Halb­m a­r o­quin­band auf point­illé­ver­zier­te Bünde,

Der Ber ­ner Stadt ­pfar ­r er Jo­h ann Da­v id Wyss (1743 –1818) adapierte Da ­n i­e l De­foes Ro­m an Robinson Crusoe ur­sprüng­l ich, um die Ge­schich­t e sei­nen ei­ge­nen Kin­dern zu er­z äh ­len. Ent ­spre­chend ist es in sei­ner Ver­si­on kein Ein­z el­ner, son­dern eine kom­plet ­t e Schwei­z er Pfar ­r er ­fa ­m i­l ie mit vier Söh­ nen, die durch ei­nen Sturm auf ein ein­sa­mes Ei­ land im In­d i­schen Oze­a n ver­schla­gen wird. Ei­n i­ge Ge­brauchs­ge­gen­stän­de und Nutz ­t ie­r e kön ­nen sie ret­ten; sie bau­en ein Baum­h aus, ent­decken nach und nach die In­ s el und ihre land­ s chaft­ l i­ c hen Be­son­der­hei­t en, so etwa eine Kri­stall­g rot ­t e, sie ler ­nen ja ­gen und fi­schen, be­geg ­nen Schild­k rö­t en, Schlan­gen, Lö­wen und ei­nem ge­stran­de­t en Wal, durch ­le­b en die ver­schie­de­nen Jah ­r es­z ei­t en, ins­ be­son­de­r e die Re­gen­z eit, und füh­r en ein eben­so ein ­fa­ches wie zu ­f rie­de­nes Le­ben.


Ei­ner der Söh­ne des Er­z äh­lers, der Bi­blio­t he­k ar und spä­t e­r e Leh­r er von Je­r emias Gott ­helf, Jo­h ann Ru­dolf Wyss (1782 –1830), gab den Aben­t eu­er ­r o­m an in be­a r­bei­t e­t er Form her­aus; 1812 –1813 er­schie­nen die er­sten bei­den Bän­de un­t er dem Ti­t el Der Schwei­ ze­r i­sche Robinson, oder der schiff ­brü­chi­ge Schwei­zerPre­di­ger und sei­ne Fa­mi­lie in Zü­r ich. Bis heu­t e ist die­se Ro­bin­so­n a­de das in die mei­sten Spra­chen über­setz­te Buch aus der Schweiz, un­ ter an­de­r em reg­te es Frederick Marryat und Jules Verne zu wei­t e­r en Be­a r­bei­t un­gen an. Die er­ste fran­ zö­si­sche Über­set­z ung er­schien noch 1813; dies ist die er­ste Aus­g a­be der neu­en Über­set­z ung von Élise Voi­a rt, mit der In­t roduct­ion von Charles Nodier und den Holz­schnit­t en nach Charles Nico­l as Lemercier (1797 –1859). Der viel­sei­t i­ge Ma ­ler von „Bild­n is­se[n], Land­s chaf ­t en, Ma ­r i­nen, Stille­b en und Frucht­ stücke[n]“ [Thieme/Becker] deckt mit sei­nen rund 200 Il­lu­stra­t io­nen auch hier ein brei­t es Spek­t rum ab: Er zeigt die Fa­m i­l ie in der Na­t ur, Land­schafts­ pan­ora ­men, ein­zel­ne Pflan­zen und Tie­r e eben­so wie die so­l i­de Kon­struk­t i­on ei­ner Holz­brücke [S. 432]. Mit ro­m an­t i­s chem Uni­ver­s a ­l i­t äts­a n­spruch wen­ den sich die Bil­der so­wohl an „na­tu­ra­li­stes“ als auch an „ama­teurs des arts“in­so­fern, als „el­les ne lais­sent rien à dés­irer“ – Nodier nennt sie schlicht „in­d ispensables“ [S. VI]. Ex­em­pla ­r e auf Chi­n a­pa­pier sind „d’une ex­t rême ra ­r e­t é“; Car ­t er­et kennt ne­ben un­se­r em, das aus der Samm­ lung von René Des­ c amps-Scrive stammt, über­h aupt nur noch ein wei­te­r es, wei­land im Be­ sitz von Paul Villebœuf. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Vor­s atz gold­ge­präg ­t es Ex ­l i­ bris von René Des­c amps-Scrive, des­sen Auk­t i­on II , 1925, Nr. 174: frs. 1.000 (zi­t iert bei Car­t er­et). Li­t e­r a­t ur: Brivois 416 f.; Car ­t er­et III , 598 f. (zi­t iert die­s es Ex­em­ plar); Lon­c hamp II , 479 (mit in ­kor ­r ek­t em Au­t or-/Be­a r­b ei­t er­ na ­men); vgl. Quér­a rd/Bourque­lot V I , 611 (an­de­r e Ausg.); Ra­ hir 684; San­der 700; Ullr­ich 113q (mit Er­s chei­nungs­jahr 1840); Vica ­i re V II , 1174; zu Lemercier: Bénézit V III , 491; Thieme/Bec­ ker 23, 25; zu Rapar­l ier: Fléty 149.

– 1929 –

599


Referenzwerke in bibliophilen Exemplaren

Ei­nes von zwölf Ex­em­pla­r en auf Chi­na­pa­pier A A ­lex­a n­dre, Ar ­sène. Honoré Da­umier. L’ homme et l’œuvre. Ouv­ra­ge orné d’un por­trait à l’eau-for­ te, de deux héliogravures et de 47 illustrat­ions. Pa­r is, Librairie Ren­ou­ard, H. Lau­rens, successeur, 1888. 1 ra­dier­tes Por­trait in brau­n em Druck, 2 Licht­druck­ ta­feln auf star­k em Ve­lin­pa­pier, 5 Ta­feln (da­von 3 dop­ pel­sei­t ig), 42 Text­ab­bil­dun­gen (über­wie­gend ganz­seitig, da­von 4 rück ­sei­t ig un­be­druckt). 4 Bl., 383 S. – Auf China­pa­pier. Quart, un­be­schnit­ten (290 x 199 mm). Grob­ge­n arb­ter dun­k el­r o­ter Halb­m a­r o­quin­band auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­ zen und ein­ge­bun­de­nem, il­lu ­strier­tem, rot und schwarz be­druck­tem Ori­g i­n al-Um ­schlag (inkl. Um ­schlag­r ücken), si­g niert „V. Cham­ps“ . Ex­em­plar auf Chi­n a­pa­pier Das Buch steht zeit­l ich be­r eits et­was au­ßer­h alb des Rah ­mens un­se­r er Samm­lung; die er­ste werk ­bio­ gra­phi­sche Mo­no­g ra­phie über den gro­ßen Honoré

Da­u mier (1808 –1879), die nur we­n i­ge Jah­r e nach sei­nem Tod er­schien, soll­t e je­doch nicht feh­len. Sie ist zu­gleich das er­ste Werk des Jour­n a­l i­sten, Kunst­ kri­t i­kers, Samm ­lers und spä­t e­r en Ins­pecteur Général des Mus­ées Français, Ar­sène Alex­a n­d re (1859 –1937). Im An­h ang [S. 365 – 380] be­fi n­det sich ein Werk­ver­ zeich ­n is Da­u miers. Auch in bi­blio­phi­ler Hin­sicht kann das Werk mit an­de­r en Ti­teln der Samm­lung Schritt hal­ten: Es ist die Nr. 9 von 12 Ex­em­pla­r en auf Chi­n a­pa­pier und liegt un­be­schnit ­t en, mit dem ein­ge­bun­de­nen Ori­g i­n al-Um­schlag und in ta­del­lo­sem Zu­stand in ei­nem Ein­band von Vic­t or Cham­ps vor. Erst ­be­sit­ zer des bei Vica­i re zi­t ier­t en Bu­ches war der Samm­ ler Charles Bouret (1841 –1892), der sich mit sei­nem hübsch il­lu­strier ­t en, von M. Der ­v ille ge­sto­che­nen Ex ­l i­bris aus­w ies. Pro­ve­n i­enz: Auf dem Spie­gel das il­lu­strier ­t e Ex ­l i­ bris von Charles Bouret (1841 –1892). Li­t e­r a­t ur: Thieme/Becker 8, 436 f.; Vica­ire I, 30 (zi­t iert die­s es Ex­em­plar).

– 1930 –


Ei­nes von zwölf Ex­em­pla­r en auf Chi­na­pa­pier B Ar­melhault, J. [d. i. Ma­r ie-Jo­s eph-Fran­ç ois Mahérault] und E[mma­nu­el] Boc­her. L’œuvre de Gavarni. Li­tho­g ra­phies ori­g i­n a­les et es­sais d’eau-for­ te et de pro­c édés nouveaux. Ca­talogue rai­son­né. Pa­r is, Librairie des bi­blio­phi­les, 1873. 1 ra­dier­tes Por­trait, 1 ra­dier­te Ta­fel, 2 lithographierte Ta­feln, je­weils mit Sei­den­vor­sät­zen. XIII S., 1Bl., 627 S. – Ti­tel in Schwarz und Rot ge­druckt. – Auf Chi­n a­ pa­pier. Quart, völ­lig un­be­schnit ­ten, stel­len­wei­se un­auf­ge­schnit­ ten (265 x 180 mm). Be­druck­te Ori­g i­n al-Bro­schur (Um­ schlag mit Läsu­ren, durch­ge­hend et­was braun­f leckig). Mit vier erst ­m als ge­d ruck­t en Il­lu­stra­t io­nen Gavarnis

Boc­her vor“, heißt es bei Thieme/Becker über die­ ses Werk. Es ver­z eich­net 2714 Li­t ho­g ra­phi­en so­w ie 36 Ra­d ie­r un­gen, be­schreibt auch die Le­gen­den und ist durch ein al­pha ­be­t i­sches Ver­z eich­n is er­schlos­ sen. Die vier Il­lu­stra­t io­nen, dar­u n­t er ein von Émile Boilvin ra­d ier­t es Selbst­por­t rait Gavarnis von 1835, wur­den hier erst ­m als pu ­bli­z iert. Das vor­bild­l i­che Werk er­schien in ei­ner Auf­l a­ge von nur 300 Ex­em­pla­r en. Das uns­r i­ge, völ­lig un­ be­schnit ­t en und im ori­g i­n a ­len Um­schlag er­h al­t en, ist die Nr. 12 von 12 Ex­em­pla­r en der Lu­x us­aus­g a­be auf Chi­n a­pa­pier. Li­t e­r a­t ur: Thieme/Becker 13, 298; Vica­i re I, 91; zum Pseud­onym Ar ­me­l hault: Heylli 22.

„Das an Um ­fang na ­he­z u bei­spiel­lo­se gra­phi­sche Oeuvre G[avarni]s liegt in ei­nem sehr sorg­fäl­tig ge­a r­bei­t e­t en Ka­t a ­log von Ar ­mel­h aut [sic!] […] und

– 1931 –


Ex­em­plar auf Büt­t en­pa­pier C A­s selineau, Charles. Mélan­ges tirés d’une pe­tite bibliothèque ro­m an­t ique. Bi­blio­g ra­phie an­ecdotique et pi­ttoresque des édit­ions ori­g i­n a­les des œuvres de Vic­tor Hugo, Alex­an­dre Du­m as, Théo­phile Gau­t ier, Pe­trus Bor­el, Al­fred de Vigny, Pros­per Mérimée etc., etc., etc. Illustrés d’un front­ i spice à l’eau for­ te de Célestin Na­nteuil et de vers de MM. Théodore de Banville et Charles Bau­de­la­ire. Pa­r is, René Pi­ncebourde, 1866. Ra­dier­tes Front­i spiz, trip­lett in brau­n em, ro­tem und schwar­zem Druck. 2 Bl., XX S., 210 S., 1 Bl. (Er­ra­ta). – Ti­tel in Schwarz und Rot. – Auf Büt­ten­pa­pier ge­druckt. Ok­t av, un­be­schnit­ten (216 x 142 mm). Grob­g e­n arb­ ter hell­brau­ner Ma­r o­quin­band auf glat­ten Rücken, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und rei­chem Rücken­de­k or aus floral-li­n ea­r er Gold­ornamentik so­wie ro­ten und grü­n en Le­der­in­tar­si­en, mit fet ­ten Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­n em al­ ten Mar­m or­pa­pier­um ­schlag mit mon­t ier­tem Aus­schnitt des Ori­g i­n al-Um ­schlags und mit Kopf­g old ­schnitt, ver­so flie­gen­dem Vor­satz si­g niert „Lemardeley-Huser“ (durch­ ge­hend et­was, ge­le­gent­lich stär­k er braun­f leckig). Ei­nes von 50 Ex­em­pla ­r en auf Büt ­t en­pa­pier Der an der Bibliothèque Maza­r ine tä­t i­ge Kunst- und Li­t e­r a­t ur­k ri­t i ­ker, Er ­z äh ­ler und Bi ­blio­phi ­le Charles As­sel­i neau (1821 –1874) ging aus der ro­m an­t i­schen Schu­le von Charles Nodier her­vor, war be­k annt mit Paul Lacroix und Na­d ar, be­freun­det mit Banville und Bau­de­l a ­i re und ver­kör ­p er ­t e das Mu­ster­bild der „bons et loyaux servite­u rs des lettres“ [DLF]. Als Kri­ti­ker „judicieux et délicat“, ver­stand er es, „ren­d re l’éru­d it­ion aimable et mois­son­ner dans le champ de la fan­tai­sie et du ro­m a­nes­q ue“ [Car­ter­ et I, 38]; es ist „in­d ispensable de le co­n sulter sur la péri­ode ro­m an­t ique“ [Talv­a rt/Place I, 104]. Sei ­ne Bi­blio­g ra­phie an­ecdotique et pi­t toresque hält gleich­sam die Mit ­t e zwi­schen ei ­nem Nach­schla ­ge­ werk und ei­ner ro­m an­t i­schen Mélan ­ge aus ei­ge­nem Recht: Die über die bi­blio­g ra­phi­schen An­g a ­b en hin­aus­ge­hen­den In ­for ­m a­t io­nen wach­sen sich teil­ wei­se zu um­fang ­r ei­chen Ar ­t i­keln aus. Dem Werk vor­a n­ge­stellt sind das Ge­d icht L’aube ro­m an­t ique von Théodore de Banville und ein recht aus­führ­ li­ches Ge­leit ­wort von Charles Bau­de­l a ­i re; von letz­ te­r em stammt auch das So­nett Sol­eil couché. Eine zwei­t e, er ­wei­t er ­t e Aus­g a ­be er­schien 1872 un­t er dem Ti­t el Bi­blio­g ra­phie ro­m an­t ique.

Un­ser Ex­em­plar be­sitzt selbst ei­nen aus­ge­spro­chen bi­blio­phi­len Cha ­r ak­t er: Dies ist die vom Ver­le­ger hand­schrift ­l ich be­z eich­ne­t e Nr. 10 von 50 Ex­em­ pla ­r en auf Büt ­t en­pa­pier; die Ge­samt ­auf­l a­ge be­t rug 381 Ex­em­pla ­r e. Die 81 Vor­z ugs­ex­em­pla ­r e, so auch das un­se­r e, ent ­h al­t en das ra­d ier ­t e Front ­i spiz von Célestin Na ­nteuil je­weils drei­m al in un­t er­schied­ li­chen Far­ben. Den hübsch in­t ar­s ie­r ten Halb­m a ­r o­q uin­b and fer ­t ig ­t e der Pa ­r i­s er Buch ­bin­der Ge­org­e s Huser. Die­ser war Mit­a r­bei­t er und seit ca. 1920 Nach­fol­ger von Lemardeley und gilt als „un maître aux goûts classiques, un ex­éc­utant par­fait à qui les bi­blio­phi­ les fa ­i saient co­n fiance“ [Devauc­hel ­le]. Li­t e­r a­t ur: Car ­t er­e t I, 40; DBF III , 1301; DLF I, 45; Talv­a rt/ Place I, 105, Nr. 16A; Vica­i re I, 127; zu Lemardeley und Huser: Devauc­hel­le 262 f.; Fléty 110.

– 1932 –


Ei­nes von acht Ex­em­pla­r en auf gro­ßem Chi­na­pa­pier D As­selineau, Charles. Bi­blio­g ra­phie ro­m an­t ique. Ca­talogue an­ecdotique et pi­t toresque des édit­ions ori­g i­ na­les des œuvres de Vic­tor Hugo, Al­f red de Vigny, Pros­ per Mérimée, Alex­an­dre Du­m as, Jules Hanin, Théo­phile Gau­t ier, Pe­t rus Bor­el, etc., etc., etc., etc. Se­c onde édit­ion re­vue et très aug­m ent­ée. Avec une eau for­te de Bracque­ mond. [Und]:] Appendice à la se­conde édit­ion de la Bi­blio­g ra­phie ro­m an­t ique. 2 in 1 Bd. Pa­r is, P. Rouquet­ te, 1872 –1874. Il­lu ­strier­ter Ti­tel, 1 ra­dier­te Ta­fel, die­se in vor­läu­f i­gem Zu ­stand wie­der­holt. 1 lee­res Bl., 3 Bl., XXXII S., 264 S.; 3 Bl., S. [265] – 335. Quart, kaum be­schnit­ten (274 x 185 mm). Neue­rer dun­ kel­blau­er Lei­n en­band à la Bra­del, mit gold­ge­präg­tem ro­ten Le­d er­r ücken ­schild und bei­d en ein­ge­bun­d e­n en, blau- bzw. ro­sa­far­be­nen Ori­g i­n al-Um ­schlä­gen, auf dem In­n en­deckel si­g niert „Ad. La­va­u x“ (ver­ein­zelt ge­r ing braun­f leckig; „Appendice“ mit durch­ge­hen­der Näs­se­spur im un­te­ren Be­reich, eben den Satz­spie­gel er­rei­chend). Hand­ex­em­plar von Étienne Cluzel, ge­d ruckt auf gro­ßem Chi­n a­pa­pier Dies ist die zwei­t e, er ­wei­t er ­t e Aus­g a ­b e von Charles As­s el­i ne­aus kom ­men­t ie­r en­der und ex­ temporie­r en­der Bi­blio­g ra­phie der Ro­m an­t ik, samt dem zwei Jah­r e spä­t er er­schie­ne­nen Ap­pen­d ix mit Na ­men ­r e­g i­ster und Ti­t el­r e­g i­ster der be­spro­che­nen Bü­cher. Es han­delt sich um das Hand­ex­em­plar des Samm­lers Étienne Cluzel, das mit zahl­r ei­chen zar­ ten Blei­stift ­m ar­g i­n a ­l i­en ver­se­hen wur­de. Ob­gleich aus­g ie­big kon­sul­t iert, be­sitzt das vor­l ie­ gen­de Buch selbst ei­nen de­z i­d iert bi­blio­phi­len Cha­ rak­ter: Es han­delt sich um ei­nes von nur acht Ex­ em­pla ­r en auf gro­ßem Chi­n a­pa­pier (in-8 jésus). Die Ge­samt ­auf­l a­ge be­t rug 412 Stück; nur 108 Ex­em­pla­ re auf gro­ßem Pa­pier ent­h al­ten den von Célestin Na ­nteuil ge­sto­che­nen il ­lu­strier ­t en Ti­t el. Un­se­r em Band zu­s ätz­l ich ein­ge­bun­den wur­de eine Histo­ire in­édite de quatre eaux for­tes de Célestin Na­nteuil von C. Jolly Bavoil­lot aus dem Mai­heft 1885 der von

Oct ­a ve Uz­a n ­ne her­aus­g e­g e­b e­nen Mo­n ats­s chrift Le livre [S. 151 –156]. Zu­sätz­l ich in­d i­v i­dua ­l i­siert wird das Buch da­durch, daß die von Félix Bracque­mond ge­z eich­ne­t e und ra­d ier ­t e Ta ­fel ein zwei­t es Mal in vor­l äu ­fi ­gem Zu­stand ein­ge­bun­den wur ­de. Pro­ve­n i­e nz: Gold­g e­p räg ­t es Le­d er­e x ­l i ­b ris von Étienne Cluzel; des­sen Hand­ex­em­plar mit zahl­r ei­ chen An ­mer­k un­gen und Mar­k ie­r un­gen mit Blei­stift (des­sen Auk­t i­on 1985, Nr. 54). Li­t e­r a­t ur: Car ­t er­et I, 40; DBF III , 1301; DLF I, 45; Talv­a rt/Place I, 105, Nr. 16A; Vica­i re I, 127; zu La­v a­u x: Fléty 106.

– 1933 –


Vor ­zugs­ex­em­plar auf gro­ßem Büt­t en­pa­pier E Brivois, Jules. Bi­blio­g ra­phie des ouvra­ges illustrés du XIXe siècle. Principalement des livres à gra­vur­e s sur bois. Guide de l’ama­teur. Pa­r is, L. Co­n quet, 1883. 1 lee­res Bl., XIII S., 468 S. – Ti­tel in Schwarz und Rot ge­druckt. – Auf Büt ­ten­pa­pier. Quart (254 x 164 mm). Grob­g e­n arb­ter dun­k el­g rü­n er Halb­m a­r o­quin­band auf fünf mit Gold­f ileten ver­zier­te Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel und je­weils zwei dop­pel­ten Gold­f ileten­rah­m en in den üb­r i­gen Rücken­ fel­dern, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ ten Vor­sät­zen, ein­ge­bun­de­n em zwei­far­big be­druck­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag und Kopf­g old ­schnitt, ver­so Vor­satz si­g niert „V. Cham­ps“ (mi­ni­m al braun­f leckig). Ei­nes von 50 Ex­em­pla ­r en auf Büt ­t en­pa­pier Das in 950 Ex­em­pla ­r en ge­d ruck­t e bi­blio­g ra­phi­sche Stan­d ard­werk zur il­lu­strier ­t en fran­z ö­si­schen Li­t e­ ra­tur der Ro­m an­tik liegt hier als hand­schrift­lich vom Au­t or nu ­me­r ier ­t es und pa ­r a­phier ­t es Ex­em­plar der Vor­z ugs­aus­g a ­be auf gro­ßem Büt ­t en­pa­pier vor. Pro­ve­n i­e nz: Ge­s to­c he­n es Ex ­l i­b ris von René Choppin und il­lu­strier ­t es gold­g e­präg ­t es Le­der­Ex­l i­bris von I. Fern­a ndez auf dem Spie­gel.

– 1934 –


Das Standardwerk in der Vor zugsausga be F Carteret, L[éopold]. Le trésor du bibliophile romantique et moderne 1801 –1875. Bd. I­II: Édit ions ori­ ginales. Bd. III : Livres illustrés du XIXe siècle. Bd. I V : Tables générales. 4 Bde. Paris, L. Car teret, 1924 –1928. Sehr zahlreiche, oft ganz seiti ge und farbi ge Abbildun­ gen. 6 Bl., 459 S., 2 Bl. Und: 4 Bl., 501 S., 1 Bl. Und: 4 Bl., 603 S., 2 Bl. Und: .4 Bl., 207 S., 2 Bl. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt. – Auf Büt tenpapier. Quart (257 x 180 mm). Grobgenarbte hellbraune Halb­ maroquinbän de auf je fünf Bünde, mit gold gepräg­ tem Rückentitel und Goldfiletenrahmen in den Rücken­ fel dern, mit mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denen, zweifarbig bedruckten Ori ginal­Um schlä gen und Kopf­ gold schnitt, auf hinteren Vorsätzen si gniert „Honnegger“ (erstes und letztes Bl. jeweils gebräunt). Ei nes von 75 Exempla ren auf starkem Büt tenpapier, neuwer tig erhalten Léopold Car ter ets bi bliographi sches und kom men­ tierendes Standardwerk zu Bi bliophi lie und Buch­ il lu stration un seres Berichtszeit raums liegt hier als Num mer 65 von 75 Exempla ren der Vor zugsausga­ be auf starkem Hol land büt ten vor. Die Ein bände stam men von dem Gen fer Buch binder Honnegger.


Die Nach­laß­auk­t io­nen von Bi­blio­t hek und Gra­phik­samm­lung Cham­pfleurys G [Cham­pfleury]. Ca­ t alogue des livres ra­ r es et cu­r ie­u x co­mposant la Bibliothèque Cham­p fleury. Avec une Préface de Paul Eudel. [Und:] Ca­talogue des eauxfor­tes, li­tho­g ra­phies, ca­r icatures, vi­g net­tes ro­m an­t iques, des­sins et aqua­rel­les, formant la Co­llect­ion Cham­pfleury. Avec une Préface de Paul Eudel. Zu­sam­m en 2 in 1 Bd. Pa­r is, Léon Sapin, 1890 –1891. Zu ­sam­m en 30 Ta­feln (da­von 1 wie­d er­h olt), dar­u n­ter 2 ge­sto­che­n e il­lu ­strier­te Ex­li­bris Cham­p fleurys, 2 in far­bi­gem, 2 in brau­nem, 1 in röt­li­chem Druck; etwa 70 Text­ab­bil­dun­gen. 1 Bl., XXI S., 166 S., 1 Bl.; XXIII S., 127 S; nach­ge­bun­den (und noch­m als se­pa­rat) 15 S. Er­geb­nis­li­ste. – Ti­tel in Schwarz und Rot ge­druckt – Auf Büt ­ten­pa­pier. Quart, un­be­schnit­ten (etwa 274 x 205 mm). Blau­er Halb­ lei­n en­band auf glat­ten Rücken, mit gold­g e­präg­tem Rücken­t i­tel und ein­ge­bun­de­n en il­lu ­strier­ten Ori­g i­n alUm ­schlä­gen (Rücken und Kan­ten beschabt, Ka­pi­ta­le mit klei­nen Feh­le­stel­len). Je­weils ei­nes von 150 Ex­em­pla ­r en auf Büt ­t en­pa­pier Der viel­s ei­t i­g e Schrift ­stel­ler, Kunst-, Li­t e­r a­t ur­kri­t i­ker und Mu­se­u ms­d i­r ek­t or in Sèvres, Jules Fran­ çois Fe­lix Husson ali­a s Cham­pfleury (1821 –1889), war selbst ein be­deu­ten­der Samm­ler. Die bei­den Ver­stei­ge­r ungs­k a­t a ­lo­ge sei­ner nach­ge­l as­se­nen Bü­ cher und Gra­phik mit 967 re­spek­t i­ve 586 Num­mern) sind hier in ei­nem Band ver­eint. Sie be­sit­z en ih­r er­ seits bi­blio­phi­le Form, wo­von zu­n ächst die 30 Ta­ feln in un­t er­schied­l i­chen Tech­n i­ken zeu­gen. Nur we­n i­g e il­lu­strie­r en die an­g e­b o­t e­nen Num ­mern, die Mehr­z ahl zeigt Por­t raits Cham­pfleurys aus den Jah­r en 1852 bis 1886 nach Sti­chen, Fo­tos und ge­ zeich­ne­t en Ka ­r i­k a­t u­r en; zu­dem sind zwei ge­sto­che­ ne il­lu­strier ­t e Ex ­l i­bris wie­der­ge­ge­ben. Bei­de Bän­de wer­den durch recht um­fang­r ei­che Tex­te von Paul Eudel ein­ge­lei­t et. Un­se­r e Ka­t a ­log­ex­em­pla ­r e he­ben sich wie­der ­u m da­ durch vom Stan­d ard ab, daß sie im Druck­ver­merk je­weils als ei­nes von 150 Ex­em­pla ­r en auf Büt ­t en­pa­ pier be­z eich­net sind. An­ders als dort an­ge­ge­b en, wur­den sie al­ler­d ings nicht nu­me­r iert, auch sind sie noch nicht be­schnit­t en: Der Buch­h änd­ler Léon Sapin ließ sie dem Samm­ ler Er­ nest Lemaître,

ei­nem An­walt in Cham­pfleurys Ge­burts­ort Laon, vor­a b zu ­kom ­men. Das be­le­g en zwei drei­s ei­t i­g e, mit Um­s chlä­g en bei­l ie­g en­de Brief­chen aus dem Ok­to­ber 1890 bzw. 1891. Ein­ge­bun­den und noch­ mals se­pa ­r at vor­h an­den ist auch die Er­g eb­n is­l i­ ste, au­ßer­dem liegt ein Blatt mit der To­des­a n­z ei­ge Cham­pfleurys bei. Die bei­den von Adrien La­va­u x ganz schlicht ge­bun­de­nen Auk ­t i­ons­k a­t a ­lo­ge ent­ pup­p en sich so als Hort pie­t ät ­vol­len An­g e­den­ kens an eine pro­m i­nen­t e Ge­stalt der fran­z ö­si­schen Kul­t ur­ge­schich­t e des 19. Jahr­hun­derts. Pro­ve­n i­enz: An­s chrift auf bei­l ie­g en­den Brie­fen: „Mon­sieur Lemaître [/] Avocat […] à Laon“, d. i. Er­nest Lemaître. Li­t e­r a­t ur: Talv­a rt/Place II , 357.

– 1936 –


Der Nach­laß Da­ubignys H [Da­ubigny]. Ca­talogue de la ven­te qui aura lieu par sui­te du décès de C. F. Da­ubigny. Ses ta­bleaux, étu­des, aqua­rel­les, des­sins & croquis. Ho­tel Drouot, Sal­les Nos 8 et 9. Le Lundi 6 Mai et jours suivants. Me Ch. Pil­let, co­mmissa­ire-pri­se­ur. M. Brame, ex­pert. Pa­r is, 1878. XIII S., 85 S.

Quart (261 x 170 mm). Grü­ner Halb­lei­nen­band auf glat­ ten Rücken, mit ro­tem, gold­ge­präg­ten Le­der­r ücken ­schild und ein­ge­bun­de­nem Ori­g i­n al-Um ­schlag Der sehr sel­t e­ne Ver­stei­ge­r ungs­k a­t a ­log von Da­u bignys Nach­l aß Der Auk­t i­ons­k a­t a ­log der nach­ge­las­se­nen Wer­ke des Land­schafts­m a ­lers und Ra­d ie­r ers Charles-Fran­çois Da­u bigny (1817 –1878) um­faßt 671 Num­mern. Vor­ an­ge­stellt ist ein bio­g ra­phi­scher Es­say von Frédé­ ric Hen­ r iet, der schon 1857 eine er­ ste Es­quisse bio­g raph­ique über Da­u bigny ver­öf ­fent ­l icht hat ­t e.

– 1937 –


Vor­sät­zen und Kopf­g old­schnitt, auf dem Spie­gel si­g niert „An­drieux“ (durch­ge­hend et­was braun­f leckig). Vor ­z ugs­ex­em­plar auf Pa­pier teinté, mit sechs erst­ mals pu­bli­z ier ­t en Ra­d ie­r un­gen Raf ­fe­t s

Ei­nes von 20 Ex­em­pla­r en auf ge­t ön­t em Pa­pier I Giacomelli, H[ec­t or]. Raf­fet. Son œuvre li­tho­graph­ ique et ses eaux-for­tes suivi de la bi­blio­g ra­phie co­mplète des ouvra­ges illustrés de vi­g net­tes d’après ses des­sins. Pa­r is, Bu­re­aux de la Ga­zet­te des Beaux-Arts, 1862. Mon­t ier­tes ra­dier­tes Por­t rait und 6 wei­te­re mon­t ier­te Ra­die­r un­gen auf grau­em Pa­pier, je­weils mit bläu­li­chen Sei­den­vor­sät­zen. 1 lee­res Bl., 1 Bl., XLIII S., 341 S. – Auf ge­tön­tem Pa­pier. Groß-Ok­tav (241 x 158 mm). Ro­ter Ma­r o­quin­band der Zeit à la jansé­ni­ste auf fünf Bünde, mit gold­ge­präg­ tem Rücken­ti­tel, dop­pel­ten Gold­f ileten auf den Steh-, Dent­el­le­bor­dü­re auf den In­n en­k an­ten, mar­m o­r ier­ten

Das bis heu­t e maß­geb­l i­che Werk ­ver­z eich­n is über den Ma ­ler, Li­t ho­g raph, Ra­d ie­r er und Zeich ­ner Au­ gu­ste Raf­fet (1804 –1860) ist in acht Ab­t ei­lun­gen ge­ glie­dert und wird durch zwei Re­g i­ster er­schlos­sen. Es er­schien in 300 Ex­em­pla­r en; das uns­r i­ge ist ei­ nes der Vor­z ugs­aus­g a ­be von nur zwan­z ig Ex­em­pla­ ren auf ge­t ön­t em Pa­pier. Ei ­nen ori­g i ­n a ­len Quel ­len­wert er­h ält die Bi ­blio­g ra­ phie durch die Bei­g a­be von sechs bis da­h in un­ge­ druck­t en Ra­d ie­r un­gen Raf ­fe­t s. Vor­a n­ge­stellt ist ein ra­d ier ­t es Pot ­r ät Raf ­fe­t s von Félix (ei­gent­l ich Jo­seph Au­g u­ste) Bracque­mond. Der zeit ­ge­nös­si­sche Janse­n i­sten ­band stammt von dem Pa­r i­ser Buch­bin­der An­d rieux, der auch für die Sor­bonne und das Haus d’Orlé­a ns ar­bei­t e­t e. Li­t e­r a­t ur: Thieme/Becker 27, 564; Vica ­i re III , 976 f.; zu An­ drieux: Fléty 12; Rams­den 20.


Der sel­t e­ne Ka­t a­log der Grandville-Auk­t i­on J [Grandville]. Ca­talogue illu­stré de la co­llect­ion des des­sins et croquis originaux ex­écutés à l’aqua­rel­le, à la sépia, à la plume et au cray­on par J.-J. Grandville, dont la ven­te aura lieu après son décès à Pa­r is, rue des Je­ûne­ urs, 42, Salle no. 3, les 4 et 5 mars 1853 à une heu­re. Par le mi­ni­stère de Me Ridel […]. Ass­i sté de M. Defer. Pa­r is, Plon frères, 1853. 25 Text­holz ­schnit ­te. 30 S., 1 Bl. Quart (263 x 177 mm). Hell­brau­ner Halb­k alb­le­der­band mit dun­k el­brau­n em Rücken ­schild, blind- und gold­ge­ präg­tem Rücken­de­k or aus Fi­let­en und blind­ge­präg­ten Fleurons, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen und ein­ge­bun­de­nem hell­blau­en, il­lu ­strier­ten Ori­g i­n al-Um ­schlag (S. 9 f. und 23 f. ver­bun­den).

Nach Grandvilles Tod ent­schoß sich sei­ne Fa­m i­ lie erst nach mehr­jäh­r i­gem Zö­gern, sich von ei­nem Groß­t eil der zeich­ne­r i­schen Vor­l a­gen für Buch­i l­ lu­stra­t io­nen zu tren ­nen. Der Auk­t i­ons­k a­t a ­log gibt eine sum ­m a ­r i­sche Über­sicht über ins­ge­samt 1168 Ori­g i­n al­z eich­nun­gen zu 13 il­lu­strier ­t en Wer­ken, die je­weils in ei­nem Ein­lei­t ungs­t ext und bei­spiel­ haf ­t en Ab­bil­dun­gen cha ­r ak­t e­r i­siert wer­den. Vor­ an­g e­stellt ist eine vier­s ei­t i­g e Not­ice bio­g raph­i que über Grandville mit ei­nem Por­trait nach Charles Geoffroy. Das Buch, hier er­h al­t en mit dem rück­sei­ tig il­lu­strier ­t en Ori­g i­n al-Um­schlag, ist sel­t en. Li­t e­r a­t ur: Brivois 183 f.; Ren­onciat 286; Sello 12 f.; Vica­i re III , 1124.

– 1939 –


Mit hand­schrift­l i­cher Ver ­fas­ser ­w id­mung an Ray ­mond Poincaré K Jouin, Hen­r i. Jean Gigoux. Avec un Por­trait in­ édit de Jean Gigoux par M. H. Lou­i s-Noel, gravé par M. E. Crosbie. (Tiré à pe­tit nombre). N’est pas en ven­te. (Ar­tist­e s et gens de lettres de l’epoque ro­m an­tique). Pa­r is, aux Bu­re­aux de l’Art­i ste, 1895.

Gil Blas die Buch ­i l ­lu­stra­t i­on re­vo­lu­t io­n ier ­t e und spä­ter als „letz­ter Ver­tre­ter“ [Thieme/Becker] der Ro­m an­t ik galt. Das Werk ist mit ei­nem zu­vor un­pu­ bli­z ier ­t en Por ­t rait und ei­nem Na ­mens­r e­g i­ster aus­ ge­stat ­t et.

1 ge­sto­che­nes Por­t rait auf auf­k a ­schier­tem Chi­n a­pa­pier mit Sei­den­vo­ratz, 1 Ti­tel­vi­g net­te, 1 or­n a­m en­ta­le Kopf­ lei­ste und 1 Schmuck­in­itia­le. 1 lee­res Bl., 3 Bl., 128 S.

Das Buch wur­de vom Ver­fas­ser hand­schrift­l ich dem spä­t e­r en fran­zö­si­schen Staats­prä­si­den­t en Ray ­mond Poincaré (1860 –1920) als „An­cien mi­n i­stre“ ge­w id­ met. Die­ser be­k lei­de­t e ab 1893 ver­schie­de­ne Mi­ ni­ster­ä m­t er, um sich 1895 vor ­ü ber­ge­hend aus der Po­l i­t ik zu­r ück ­z u­z ie­hen. Die­ses Da­t um deckt sich mit dem Er­schei­nungs­jahr des Bu­ches, das nur in klei­ner Auf­la­ge er­schien und nicht in den Han­del ge­l ang ­t e.

Quart, seit­lich und un­ten un­be­schnit­ten (280 x 190 mm). Brau­n er Halb­m a­r o­quin­band mit gold­ge­präg­tem Ti­tel und rei­cher Ver­g ol­dung auf dem glat­ten Rücken, mit Gold­f ileten auf den Deckeln, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­zen, ein­g e­bun­d e­n em Ori­g i­n al-Um ­schlag und mar­m o­r ier­ tem Kopf­schnitt (Sei­ten ­schnitt und we­ni­ge Blät­ter et­was stock­f leckig, er­ste 2 Bl. et­was ge­lockert). In klei­ner Auf­la­ge und nicht für den Han­del ge­d ruckt Die­se Bio­g ra­phie er­schien be­reits ein Jahr nach dem Tod von Jean Fran­ç ois Gigoux (1806 –1894), der als jun­ger Mann mit sei­nen Holz­schnit­t en zum

Pro­ve­n i­enz: Auf dem er­sten Blatt and­schrift ­l i­che Ver ­fas­s er ­w id­mung „A Mon­sieur R. Poincaré [/] Deputé [/] An­ c ien mi­ n i­ s tre [/] hom­ m a­ g e tres respectueux [/] H. Jouin“. Li­t e­r a­t ur: Thieme/Becker 14, 16.

– 1940 –


Die gültige Biographie Gavarnis L Lemoisne, Paul-André. Gavarni. Pein tre et Lithographe. [Bd I:] 1804 –1847. [Bd. II:] 1847 –1868. 2 Bde. (La vie et l’art romantiques). Paris, H. Floury, 1924 –1928. Zu sammen 7 Farbtafeln mit bedruckten Seidenvorsätzen, 111 getönte Tafeln (davon 49 mit bedruckten Seidenvor­ sät zen, 1 montiert), über 200 teils ganz seiti ge Textabbil­ dun gen. 1 Bl., IX S., 216 S., 1 Bl. Und: 2 Bl., 294 S., 1 Bl. Quart, unbe schnit ten (255 x 198 mm). Grobgenarbte dunkelblaue Halbmaroquinbän de auf glat te Rücken, mit gold gepräg ten Rückentiteln, ein gebun denen Ori gi­ nal­Um schlä gen (inkl. Um schlag rücken) und Kopfgold­ schnitt. Mit über 300 oft ganz seiti gen Abbildun gen Die um fang reich bebilder te Biographie über Paul Gavarni, mit bür ger lichem Na men Guillaume­ Sulpice Chevallier (1804 –1866), ent hält im zweiten Band auch ei nen Essay de catalogue des Aquarelles de Gavarni [S. 245 – 269] und wird in beiden Bänden durch zwei Regi ster er schlos sen. Es liegen sechs klei ne Fumés und vier ausgeschnit tene Holz schnitt­ Il lu strationen bei.

– 1941 –


Auf star­kem Ve­l in­pa­pier ge­druckt M Ma­r ie, Ar­i s­t i­de. Un ima­g ier ro­m an­t ique: Célestin Na­n teuil. Pein­t re, Aqua­fort­i ste et Li­tho­g raphe. Suivi d’une étude bi­blio­g raph­ique et d’un ca­talogue. Orné d’un por­ t rait gravé à l’eau-for­ t e et de 80 répro­duct ­ions. Pa­r is, L. Car­ter­et, 1910. 1 ra­dier­tes Selbst­portrait Na­nteuils mit vier­sei­t i­ger il­lu­ strier­ter Bor­dü­re in brau­nem Druck, 1 dop­pel­blatt­g ro­ße Ta­fel mit lo­sem Sei­den­hemd­chen, 78 Text­ab­bil­dun­gen 1 fak ­si­mi­lier­ter Brief. 3 Bl., 136 S., 2 Bl. – Ti­tel in Schwarz und Rot ge­druckt. – Auf star­k em Ve­lin­pa­pier. Quart, un­be­schnit­ten (275 x 192 mm). Neu­er Papp­band auf glat­ten Rücken, mit ein­ge­bun­de­nem gel­ben il­lu ­strier­ ten Ori­g i­n al-Um ­schlag. Ei­nes von 300 Ex­em­pla ­r en Das frü ­he bio­g ra­phi­s che Stan­d ard­werk über Célestin Fran­ç ois Na ­nteuil, ei­g ent ­l ich Lebœuf (1813 –1873), ei­nen der „her ­vor ­r a­g end­sten Buch­i l­lu­stra­t o­r en der Ro­m an­t ik in Frank ­r eich“ [Thieme/Becker 25, 339], er­schien in 300 Ex­em­pla­r en auf star­kem Ve­lin­pa­pier; dies ist Nr. 286. Das Fak­ si­m i­le gibt ei­nen Brief von Vic­t or Hugo an Na­nteuil wie­der. Li­t e­r a­t ur: Thieme/Becker 25, 340.

– 1942 –


Lu­x us­ex­em­plar auf Ja­pan­pa­pier N Ma­r ie, Ar­i s­t i­de. Le pein­tre poète Lou­is Bou­lan­ ger. (La vie et l’art ro­m an­t iques). Pa­r is, H. Floury, 1925. 1Por­trait in Farb­druck, 1 Fa­rb­ta­fel, 4 Ta­feln in brau­ nem Druck, 1 Ta­fel in röt­li­chem Druck, 19 Ta­feln, 1 Bl. mit 2 Hand ­schrif­ten­pro­ben, 50 Text­ab­bil­dun­gen. 2 Bl., 140 S., 1 Bl. – Auf kräf­t i­gem Ja­pan­pa­pier. Quart (260 x 201 mm). Neu­er Papp­band auf glat­ten Rücken, mit ein­g e­bun­d e­n em il­l u ­strier­ten Ori­g i­n alVor­der­um ­schlag.

Ei­nes von 100 Ex­em­pla ­r en auf Ja­pan­pa­pier Ar ­i s­t i­de Ma ­r ies konzise Bio­g ra­phie des Ma ­lers und Li­t ho­g ra­phen Lou­i s Bou­l an­ger (1806 –1867) ist mit ei­nem Werk ­ver­z eich ­n is und ei­nem Re­g i­ster aus­ge­ stat ­t et; vor­a n­ge­stellt ist ein far­bi­ges Selbst ­por ­t rait Boul­a n­gers aus dem Jahr 1833. Dies ist Nr. 38 von 100 Ex­em­pla ­r en der Lu ­x us­aus­g a ­b e auf kräf ­t i­gem Ja­pan­pa­pier.

– 1943 –


Ein frü­her Ka­t a­log über unik­a le Ex­em­pla­r e auf Chi­na­pa­pier O Notice de Livres Ra­r es et Précieux, im­primés sur pa­pier de Chine. [Um­schlag­t i­tel: Not­ice de man­u scrits et livres précieux […], dont la ven­te aura lieux le je­u di 28 Avril 1836 […], par le mi­ni­stère de Me Du­crocq. Pa­r is, B. War­ée ainé, 1836. Auf je­d er Druck ­sei­te iden­t i­scher Schmuck­rah­m en in Holz­schnitt um den Text­spie­gel. 23 Bl. (da­von 22 ein­sei­ tig be­druckt), 1 lee­res Bl. – Auf Büt­ten­pa­pier ge­druckt. Ok­ t av (192 x 118 mm). Mo­ d er­ n er Papp­ band mit Rücken ­schild und ein­ge­bun­de­n em Ori­g i­n al-Um ­schlag (Um­schlag stock­f leckig und an­ge­staubt, 1 Bl. mit klei­ nem Eck ­ab­r iß). Die­s er Auk­t i­ons­k a­t a ­log aus dem Jahr 1836 ver­ sam­melt nur 20 Ti­tel – eine klei­ne, da­für un­end­ lich fei­ne Kol­lek­t i­on: 18 von ih­nen wa­r en 1834 auf der Ex­p o­si­t i­on des pro­duits de l’In­du ­strie française

aus­ge­stellt. Die Ver­stei­ge­r ung rich­t e­t e sich we­n i­ger an Bi­blio­phi­le als „au bi­blio­m a­nes“, wie es im Vor­ wort des kö­n ig­l i­chen Hof ­buch ­h änd ­lers Claude-Bar­ nabée War­ée heißt: An­ge­bo­t en wur­den aus­schließ­ lich Ex­em­pla ­r e auf Chi­n a­pa­pier, von de­nen in der Mehr­z ahl der Fäl­le je­weils nur ein ein­z i­ges ge­d ruckt wur­ de, als „monumens in­ c ontestables du pro­ grès de l’Im­primerie in France“. Auch die Œuvres co­mplètes de La Font­aine von 1826 aus un­se­r er Samm­ lung [Nr. 370] sind hier ver­z eich­net. Das Bänd­chen ist ein frü­hes Bei­spiel da­für, daß auch Bü­cher­k a­t a ­lo­ge mit viel Lie­b e ge­m acht sein kön­nen: Das Büt ­t en­pa­pier ist un­er­hört frisch, in groß­z ü­g i­g er Ma ­n ier ein­s ei­t ig be­d ruckt, brei­t en Raum um den ach­sen­sym ­me­t risch ge­setz­t en Text­ spie­gel las­send, der auf je­der Druck­sei­t e mit ei­nem de­ko­r a­t i­ven Holz­schnitt ­r ah ­men um­ge­ben ist.

– 1944 –


120 erst­mals ver­öf­fent­l ich­t e Il­lu­stra­t io­nen Gavarnis P Ro­biquet, Jean. L’œuvre in­ é dit de Gavarni. Planches ra­res et li­tho­g ra­phies post­hu­m es. Cent vingt repro­duct­ions en héliotypie par Léon Ma­r ot­te. Pa­r is, H. Floury, 1912. Front­i spiz mit be­druck­tem trans­pa­ren­ten Vor­satz; 99 ganz­sei­t i­ge ge­tön­te Ab­bil­dun­gen auf ein ­sei­t ig be­druck­ tem Kunst­druck­pa­pier mit be­druck­ten trans­pa­ren­ten Vor­sät­zen; 20 mon­t ier­te ge­tön­te Vi­g net­ten. – Al­les in Heliotypie. 1 lee­res Bl., 2 Bl., 244 S., 1 Bl. – Blät­ter auf Ste­ge mon­t iert. Quart, un­be­schnit­ten (323 x 238 mm). Grob­ge­n arb­ter dun­k el­brau­ner Halb­m a­r o­quin­band auf fünf Bünde, mit gold­ge­präg­tem Rücken­t i­tel, mar­m o­r ier­ten Vor­sät­z en und ein­ge­bun­de­nem Ori­g i­n al-Um ­schlag mit mon­t ier­ter Il­lu ­stra­t i­on. Ei­nes von 300 Ex­em­pla ­r en Das Werk, das 120 Il­lu­stra­t io­nen Gavarnis fast ein hal­bes Jahr­hun­dert nach des­sen Tod erst­m als der Öf ­fent ­l ich­keit zu­g äng­l ich mach­t e, er­schien in 300 Ex­em­pla ­r en. Pro­ve­n i­enz: Ex­em­plar von Ro­ger Marx (Blei­stift ­ver­ merk). – 1945 –


Konsultierte Li­t e­ra­t ur ADB

All­ge­mei­ne Deut­sche Bio­g ra­phie. (56 Bde.). Elek­ tro­n i­sche Ver­si­on. Hrsg. von der Hi­sto­r i­schen Kom­ mis­si­on bei der Baye­r i­schen Aka­de­m ie der Wis­sen­ schaf ­t en und der Baye­r i­s chen Staats­bi­blio­t hek. Mün­chen 2007. Adhémar/Séguin Adhémar, Jean und Jean-Pierre Séguin. Le livre ro­m an­t ique. Pa ­r is 1968. Ar­me­l hault/Boc­her Ar ­me­l hault, J. [d. i. Ma ­r ie-Jo­seph-Fran­çois Mahé­ rault] und E[mma­nu­el] Boc­her. L’œuvre de Gavarni. Li­t ho­g ra­phies ori­g i­n a ­les et es­sais d’eau-for ­t e et de pro­cédés nouveaux. Ca­t alogue rai­son­né. Pa ­r is 1873. As­sel­ineau As­s el ­i neau, Charles. Bi ­blio­g ra­phie ro­m an­t ique. Ca­t alogue an­ecdotique et pi­t toresque des édit­ions ori­g i­n a ­les […]. Se­conde édit ­ion, re­v ue et très-aug­ ment­ée. Pa ­r is, 1872. Bar­bier Bar­bier, Ant[oine] Alex[an­d re]. Dictionna­ire des ouvra­ges an­ony­mes. Troisième édit­ion re­v ue et aug­ ment­ée par Mm. Olivier Bar­bier, René et Paul Bil­ lard. 4 Bde. Pa­r is 1872 –1879. Bassy Bassy, Al­a in-Ma­rie. Les Fa­bles de La Font­a ine. Quatre siècles d’il­lu­stra­t i­on. Pa ­r is 1986. Bech­t el Bech­tel, Ed­w in de T. Free­dom of the Press and l’As­s ociat ­ion mensu­el ­le. Phil­ip­on vers­u s Lou ­i sPhil­ippe. New York 1952. Benagues/Fonbuena Be­n a­g es, Juan Suñé und Juan Suñé Fonbuena. Bibliografía crítica de ediciones del Quijote im­presas des­de 1605 hasta 1917. Bar­ce­lo­n a 1917. Bénézit Bénézit, E[mma­ nu­ el]. Dictionna­ i re critique et documenta ­i re des pein­t res, sculpte­u rs, des­sin­ate­ urs et gra­veurs de tous les temps et tous les pays. Nouv­ el­ le édit­ ion entièrement refon­ due sous la dir­ect­ion de Ja­cques Bus­se. 14 Bde. Pa­r is 1999. Beraldi Beraldi, Hen­r i. Les gra­veurs du XIXe siècle. Guide de l’ama­t eur d’es­t ampes mo­der ­nes. 12 Bde. ­Pa ­r is 1885 –1892.

Beraldi, Es­t ampes Beraldi, Hen­r i. Es­t ampes et livres. 1872 –1892. P ­ a­r is 1892. Beraldi, La reliure Beraldi, Hen­r i. La reliure du XIXe siècle. 4 Bde. ­Pa­r is 1895 –1897. Bibliothèque Hen­r i Beraldi [Car ­t er­et, Léo­p old]. Bibliothèque Hen ­r i Beraldi. 5 Bde. Pa­r is, 1934 –1935. Bil­der ­wel­t en Bil­der ­wel­t en. Fran­z ö­si­sche Il­lu­stra­t io­nen des 18. und 19. Jahr­ hun­ derts. Aus der Samm­ lung von Krit ­t er. (Aus­stel­lungs­k a­t a ­log). Hrsg. von Ger­h ard Lan­ge­mey­er. Dort ­mund 1985. Blachon Blachon, Remi. La gra­v ure sur bois au XIXe siècle. L’âge du bois debut. Pa­r is 2001. Blanc Blanc, Jo­seph. Bi­blio­g ra­phie italico-française uni­ ver­sel­le, ou ca­talogue méthodique de tous les im­ primés en lang­ue française sur l’It­a lie an­cienne et mo­ der­ ne depuis l’ori­ g ine de l’im­ primerie. 1475 –1885. 2 Bde. Mai­l and 1886. Blon­del Blon­del, Au­g u­ste. Rodolphe Töpffer. L’écrivain, l’art­i ste et l’homme. Ouv­r a­ge écrit avec la col­l abo­ ra­ti­on de Paul Mira­baud et suivi d’une bi­blio­g ra­ phie co­mplète. (Réim­pres­si­on de l’édit ­ion de Pa ­r is 1886). Genf 1976. Bock Bock, Elf­r ied. Adolph Menzel. Ver­z eich­n is sei­nes gra­phi­schen Wer­kes. Ber­l in 1923. Bonne­r ot Bonne­r ot, Jean. Bi­blio­g ra­phie de l’œuvre de Sainte Beuve. 3 in 4 Bdn. Pa­r is 1937 –1952. Bor­el d’Hau­t e­r ive Bor­el d’Hau­t e­r ive, An­d ré Fran­çois Jo­seph (Hrsg.). An­nua­i re de la pairie et de la no­bles­se de France et des mais­ons sou­ve­r a­i nes de l’Europe. An­née 1843. Pa­r is [1843]. Borst Borst, Hugo. Bü­cher, die die gro­ße und die klei­ne Welt be­weg ­t en. Ver­such ei­ner Kul­t ur­ge­schich­t e in

– 1947 –


Erst ­aus­g a ­ben von 1749 –1899, nach Er­schei­nungs­ jah­r en ge­ord­net, im Rah ­men mei­ner Samm ­lung schön­g ei­sti­g er und wis­s en­s chaft ­l i­cher deut ­s cher und fremd­spra­chi­ger Li­t e­r a­t ur. Stutt ­g art 1969. Bosch-Abele Bosch-Abele, Su­s an ­n e. Op­p o­s i­t i­o n mit dem Zei­chen­stift, 1830 –1835: La Ca­r icature. Hrsg. von Ur­su­l a Mild­ner. Gel­sen­k ir­chen 2000. Boug­a rd Boug­a rd, E[mile]. Bi­blio­g ra­phie des Co­ntes Rémois. Pa­r is 1880. Bouvy Bouvy, Eugène. Da­u mier. L’œuvre gravé du mai­t re. Repro­duct­ion de toutes les planches. Not­ices sur chaque ouv­r a­ge et sur chaque planche. In­troduct­ ion hi­ storique et in­ dex al­ pha­ b étique. 2 Bde. Pa­r is 1933. Bres­lau­er Bres­l au­er, Mar ­t in. Books, Man­u scripts, Au­t o­g raph Let­ters, Bin­d ings from the ninth to the pren­sent Cent­u ry. (Ca­t alogue 101). Lon­don 1970. Brivois Brivois, Jules. Bi­ blio­ g ra­ phie des ouvra­ g es illu­ strés du XIXe siècle. Principalement des livres à gra­v ur­es sur bois. Pa­r is 1883. Brivois, Béran­ger Brivois, Jules. Bi­blio­g ra­phie de l’œuvre de P.-J. de Béran­g er. Co­ntenant la descript­ion de toutes les édit­ions, l’in­d icat­ion d’un grand nombre de co­ntrefacons, le classement des sui­t es des gra­v ur­es, vi­g net ­t es etc. Pa ­r is 1876. Brun Brun, Phil­ippe. Al­bert Robida (1848 –1926). Sa vie, son œuvre, suvi d’une bi­blio­g ra­phie co­mplète de ses écrits et des­sins. Pa­r is 1984 Bru­net Bru­net, Ja­cques-Charles. Ma­nu­el du libra­ire et de l’ama­ t eur de livres. Cinquième édit­ ion ori­ g i­ n a­ le entièrement refon­due et aug­ment­é e d’un tiers. 8 Bde. Pa­r is 1860 –1880. Brun­siek Brun­siek, Sig­r un. Auf dem Weg der al­ten Kunst. Der „alt­deut­sche Stil“ in der Buch­i l­lu­stra­t i­on des 19. Jahr­hun­derts. (Ma­t e­r ia ­l i­en zur Kunst- und Kul­

tur­ge­schich­t e in Nord- und West­deutsch­l and 11). (Zu­gleich Diss. Mün­ster 1992). Mar­burg 1994. Bry Bry, Au­g u­ste. Raf­fet. Sa vie et ses œuvres. Pa­r is 1861. Camp­bell/Quinn Camp­ b ell, Os­ c ar James und Ed­ w ard G. Quinn (Hrsg.). A Shake­speare Encyclope­d ia. (Nach­d ruck der Aus­g a­be 1966). Lon­don 1974 Car ­t er­et Car ­t er­e t, L[éopold]. Le trésor du bi­blio­phi­le ro­m an­tique et mo­der­ne 1801 –1875. 4 Bde. Pa­r is 1924 –1928. Car­t er­et, 1875 à 1945 Car ­t er­e t, L[éopold]. Le trésor du bi ­blio­phi ­le. Livres illustrés mo­ der­ nes 1875 à 1945. 5 Bde. Pa ­r is 1946 –1948. Cham­pfleury Cham­ pfleury [d. i. Jules Fran­ ç ois Fe­ l ix Husson Fleury]. Les vi­g net­tes ro­m an­t iques. Histo­ire de la litt­érature et de l’art 1825 –1840. 125 vi­g net­t es par Célestin Na­nteuil, Tony Johan­not, Devé­r ia, Jean­ ron, Édou­a rd May, Jean Gigoux, Ca­m il­le Rogier, Achille All­ier. Suivi d’un Ca­talogue co­mplet des Ro­m ans, Drames, Poé­sies, ornés de vi­g net­tes, de 1825 à 1840. Pa­r is 1883. Chol­let C[hol­let], P. Sim­ples rem­a rques sur la première édit ­ion des Chants et Chan­sons pop­ula­ires de la Fran­ ce“ . [Se­pa ­r at ­u m aus: Le Bulle­t in du Bi­blio­phi­le]. Pa­r is 1909. Cicogna Cicogna, Em ­m a ­nu­ele An­t o­n io. Sag­g io di bibliografia ve­ne­z ia ­n a. Ve­ne­d ig 1847. Clou­a rd Clou­a rd, Mau­r ice. Bi­blio­g ra­phie des œuvres d’Al­fred de Mus­set et des ouvra­g es, gra­v ur­e s & vi­g net ­t es qui s’y rap­por ­t ent. Pa ­r is 1883. Clou­zot Clou­z ot, Hen­r i. Guide du bi­blio­phi­le français. [Bd. 2:] Bi­blio­g ra­phie pratique des œuvres litt­éra ­i res françaises, 1800 –1880. Pa­r is 1953.

– 1948 –


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Dictionna­ire des lettres françaises. Le dix-neu­ vième siècle. Pré­paré par Pierre Moreau et Lou­is Pic­h ard. 2 Bde. Pa­r is 1971 –1972. DNB

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DEL

Du­bois d’Eng­hien Du­bois d’Eng­h ien, H[ec­t or]. La reliure en Belgique au dix-neu­v ième siècle. Es­sai hi­storique suivi d’un dictionna­i re des relie­u rs. Brüs­sel 1954.

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EB

Dictionna­ i re encyclopédique du Livre. Sous la dir­e ct­ion de Pas­c al Fouché, Da­n i­el Péchoin, Phil­ippe Schu­wer. 3 Bde. und In­dex­bd. O. O. 2002 – 2011.

Encycl­opae­d ia Britannica. A new survey of uni­ver­ sal knowledge. Bd. 6. Chi­c a­go, Lon­don, To­r on­to 1949.

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– 1950 –


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Lanson Lanson, G[ust­ a ve]. Histo­ i re de la litt­ é rature française, rem­a niée et co­mplétée pour la péri­ode 1850 –1950 par Paul Tuf­f rau. Pa­r is [1963].

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Kir­che­isen, BNZ Kir­c he­i sen, Fried­r ich M[ax]. Bi­blio­g ra­phie des Na­po­leo­n i­schen Zeit ­a l­t ers eins­chliessl ­ich der Ver­ ei­n ig ­t en Staa­t en von Nord­a me­r i­k a. Bd. I und II /1. Ber­l in 1908 –1912

Léger Léger, Charles. Red­outé et son temps. Pa­r is 1945.

Kle­w itz Kle­w itz, Vera. Le dia­ble à Pa­r is – eine Me­t ro­po­le im Wan­del. Stutt ­g art 2010.

Lemoisne Lemoisne, Paul-An­d ré. Gavarni. Pein­tre et Li­tho­ graphe. 2 Bde. (La vie et l’art ro­m an­tiques). Pa­r is 1924 –1928. Lhéri­t ier Lhéri­ t ier, An­ d rée (Hrsg.). Les Phy­s io­l o­g ies. Ca­t alogue des co­l lect­ions de la Bibliothèque na­t io­ na ­le. Pa ­r is 1958.

– 1952 –


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Mahérault Mahérault, Ma­r ie-Jo­seph-Fran­çois. L’œuvre gravé de Jean-Mi­chel Moreau le je­u ne (1741 –1814). Ca­ talogue rai­son­né et des­criptif avec no­t es iconogra­ phiques et bi­blio­g raph­iques. (Scrip­t a art ­i s mo­no­ graphia 13). (Nach­d ruck der Aus­g a­be Pa­r is 1880). Am­ster­d am und Maars­sen 1979. Mal­avieille Mal­a vieille, So­phie. Reliures et ca ­r tonna­g es d’éditeur en France au XIXe siècle (1815 –1865). Pa­r is 1985. Ma­r ie Ma ­r ie, Ar ­i s­t i­d e. Al­f red et Tony Johan­n ot. Pein­tres, gra­veurs et vignettistes. (La vie et l’art ro­m an­t iques). Pa ­r is 1925. Ma­r ie, Bou­lan­ger Ma ­r ie, Ar ­i s­t i­de. Le pein­t re poète Lou­i s Bou­l an­ger. (La vie et l’art ro­m an­t iques). Pa­r is 1925. Ma­r ie, Nerv­a l Ma ­r ie, Ar ­i s­t i­de. Bi­blio­g ra­phie des œuvres de Gér­a rd de Nerv­a l. Avec un pré­cis sur l’histo­ire de ses livres. Pa­r is 1926. Moureau Moureau, Adrien. Les Moreau. (Les ar­ t ist­ es célèbres). Pa­r is [1893]

Lugt Lugt, Frits. Les marques de co­l lect­ions de des­sins & d’es­t ampes. (Repro­duct ­ion de l’édit ­ion d’Am­ster­ dam de 1921). 2 Bde. Den Haag 1956.

Muir Muir, Per­c y. Victo­r ian il­lust­r a­t ed Books. New York und Wa ­shing ­t on 1971.

Mackowsky Mackowsky, Hans. Die Sol­ d a­ t en Fried­ r ichs des Gros­ s en. 31 Holz­ s chnit­ t e von Adolph Menzel. Ein­ge­lei­t et und er­l äu­t ert. Leip­z ig 1923.

Neue Deut­sche Bio­g ra­phie. Elek­t ro­n i­sche Ver­si­on. Her­aus­ge­ge­ben von der Hi­sto­r i­schen Kom ­m is­si­on bei der Baye­r i­schen Aka­de­m ie der Wis­sen­schaf ­t en. (Bd. 1 – 22). Mün­chen [2009].

Mag­g s Mag­g s Bros. Ca­talogue d’un choix de très beaux livres. Em­pire – Re­stau­r a­t i­on – Époque ro­m an­ tique – Édit­ions ori­g i­n a­les. Livres illustrés – Très bel­les reliures – Reliures mosaïquées. (Ca­talogue 661). Lon­don 1938. Mag ­ne Mag ­ne, Émile. Bi­blio­g ra­phie génér­a le des œuvres de Nico­las Boi­leau-Des­préaux et de Gilles et Ja­ cques Boi­leau. […] 2 Bde. Pa­r is 1929.

NDB

Nis­sen, BBI Nis­s en, Claus. Die bo­t a ­n i­s che Buch­i l­lu­s tra­t i­ on. Ihre Ge­ s chich­ t e und Bi­ blio­ g ra­ phie. 2 Bde. Stutt ­g art 1951 –1966. Nis­sen, ZBI Nis­s en, Claus. Die zoo­lo­g i­s che Buch­i l­lu­s tra­t i­ on. Ihre Bi­ blio­ g ra­ phie und Ge­ s chich­ t e. 2 Bde. Stutt ­g art 1969 –1978.

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Not­ice de Livres Not­ice de Livres Ra­r es et Précieux im­primés sur pa­pier de Chine. Pa­r is 1836. Ober­lé Ober­ lé, Gér­ a rd. Une bibliothèque bach­ ique. Co­l lect ­ion Kilian Fritsch. (Auk­t i­ons­k a­t a ­log). Pa ­r is 1993.

Poideb­a rd Poideb­a rd, W[illiam], J[uli­en] Baud­r ier und [Léon] Gal­le. Armo­r i­a l des bi­blio­phi­les du Ly­on­n ais, Forez, Beau­jo­l ais et Dom­bes. Lyon 1907. Pol­lès [Pol­ lès, Hen­ r i]. Reliures de la Dona­ t i­ on Hen­ ri Pol­lès. Mus­ée du Livre et des Lettrees. Ren­nes 1988.

Ober­lé, Les fastes Ober­ lé, Gér­ a rd. Les fastes de Bac­ c hus et de Co­mus ou histo­ire du boire et du man­ger en Eu­ rope, de l’an­t i­q uité à nos jours, à tra­vers les livres. Pa­r is 1989.

Quér­a rd Quér­a rd, J[oseph-]M[arie]. La France litt­éra­ire, ou dictionna ­i re bi­blio­g raph­ique des savants, hi­sto­ ri­ens et gens de lettres de la France […]. 12 Bde. Pa ­r is 1827 –1864.

Olivier Olivier, Paul. Es­s ai de réperto­ire des ex-libris et fers de reliure des bi­blio­phi­les du Ve­lay et d’une par­tie de l’Au­ver­g ne (Département de la Hau­teLoire). Pa­r is 1914.

Quér­a rd/Bourque­lot Quér­ a rd, J[oseph-]M[arie] [bis Bd. II ] und [ab Bd. II :] Félix Bourque­lot. La litt­érature française co­ntemporaine. XIXe siècle [ab Bd. II : 1827 –1844, ab Bd. V: 1827 –1849]. [Ab Bd. III :] Co­ntinuat ­ion de la France litt­éra ­i re, dictionna ­i re bi­blio­g raph­ique. 6 Bde. Pa­r is 1842 –1857.

Oster ­wal­der Oster ­w al­der, Mar­c us. Dictionna ­i re des il­lust ­r a­ te­u rs 1800 –1914. (Il­lust ­r a­t e­u rs, ca ­r icaturistes et affichistes). Avec la col­l abo­r a­t i­on de Gér­a rd Pussey et Bo­r is Moiss­a rd. In­troduct­ion de Bern­a rd Noël. Pa­r is 1983. Pas­ser­on Pas­ser­on, Ro­ger. Honoré Da­u mier und sei­ne Zeit. Würz­burg 1979. Per­rault Per­ r ault, [Charles]. Co­ ntes illustrés par Doré. Préface: Marc Fumaroli. Pré­sen­tat­ion: Jean-Marc Chatelain. Pa­r is 2014. Pia Pia, Pas­ c al. Les livres de l’enfer. Bi­ blio­ g ra­ phie critique des ouvra­g es érotiques dans leur diffé­ ren­t es édit ­ions du XVIe siècle à nos jours. 2 Bde. Pa­r is 1978. Pia, Bau­de­la­ire Pia, Pas­c al. Charles Bau­de­l a ­i re in Selbst­z eug ­n is­ sen und Bild­do­k u ­men­t en (rowohlts mo­no­g ra­phi­en 7). [Rein­bek bei Ham­burg] 1965. Plesch Plesch, Ar­ p ad. Mil­ le et un livres bot­ a niques. Réperto­ire bi­blio­g raph­ique de la bibliothèque de Ar­pad Plesch. Brüs­sel, 1973.

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– 1954 –


Ren­onciat Ren­onciat, An­n ie. La vie et l’œuvre de J. J. Grand­ ville. Préface de René Huyghe. Ca­t alogue de l’œuvre par Claude Re­bey­r at. Pa­r is 1985. Riem­er Riem­er, Elke. E. T. A. Hoff­m ann und sei­ne Il­lu­stra­ to­r en. Hil­des­heim 1976 Robiquet Robiquet, Jean. L’œuvre in­édit de Gavarni. Planches ra ­r es et li­t ho­g ra­phies post ­hu ­mes. Cent vingt repro­ duct­ions en héliotypie par Léon Ma­r ot­t e. Pa­r is 1912. Rocham­beau Rocham ­beau, [René] co­mte de. Bi­blio­g ra­phie des œuvres de La Font­a ine. 2 Bde. Pa­r is 1911. Die ro­ma­n i­schen Li­t e­ra­t u­r en I Heiss, Hanns, Fried­ r ich Schürr, Hans Je­ s chke, Kurt Jäckel und Wal­ t her von Wart­ burg. Die ro­m a ­n i­schen Li­t e­r a­t u­r en des 19. und 20. Jahr­hun­ derts. Bd. I. (Hand­buch der Li­t e­r a­t ur ­w is­sen­schaft). Pots­d am 1935. Rümann Rümann, Ar­thur. Das il­lu­strier­te Buch des XIX . Jahr­u nderts in Eng­l and, Frank­r eich und Deutsch­ land, 1790 –1860. Leip­z ig 1930. Rümann, Da­umier Rümann, Ar­thur. Honoré Da­u mier. (Das gra­phi­ sche Werk 1). Ber­l in 1926. Ruppr­ich Ruppr ­ich, Hans. Die deut­sche Li­t e­r a­t ur vom Mit ­t el­ al­t er zum Ba­r ock. Er­ster Teil: Das aus­ge­hen­de Mit­ tel­a l­t er, Hu ­m a ­n is­mus und Re­n ais­sance. 1370 –1520. 2. Auf­la­ge. Mün­chen 1994.

Sampson Sampson, Ge­orge. The Con­cise Cam ­bridge Hi­sto­r y of Eng­l ish Li­t e­r a­t ure. Cam ­bridge 1957. San­der San­der, Max. Die il­lu­s trier ­t en fran­z ö­s i­s chen Bü­cher des 19. Jahr­hun­derts. (Ta­schen­bi­blio­g ra­ phie für Bü­cher­samm­ler I). Stutt­g art 1924. Scheff­ler Scheff­ler, Karl. Menzel. Der Mensch. Das Werk. 5. Tsd. Ber­l in o. J. Schir­mer Schir ­mer, Wal­t er F. Ge­s chich­t e der eng­l i­s chen Li­t e­r a­t ur von den An­f än­g en bis zur Ge­g en­w art. Hal ­le (Saa ­le) 1937. Sch­m itt Sch ­m itt, Mi­cha­el. Die il ­lu­strier ­t en Rhein-Be­schrei­ bun­gen. Do­k u ­men­t a­t i­on der Wer­ke und An­sich­t en von der Ro­m an­tik bis zum Ende des 19. Jahr­hun­ derts. Köln, Wien und Wei­m ar 1996. Schrei­ber, Goe­t he Schrei­ber, Carl Frederick (Hrsg.). Goe­t he’s Wo­rks with the Ex­cept­ion of Faust. A ca­t alogue co­mpiled by members oft he Yale Uni­versity Lib­r ary Staff. [Auf dem Vor­t i­t el:] The Wil­li­a m A. Speck Co­llect­ ion of Goe­t he­a na on Yale Uni­versity Lib­r ary. New Haven 1940. Sello Sello, Gott­ f ried. Ein­ lei­ t ung. In: Grandville. Ge­samt­werk. Mün­chen 1970. Bd. 1. S. 5 –16. Sénelier Sénelier, Jean. Bi­blio­g ra­phie génér­a le des œuvres de J.-J. Rousseau. Pa­r is 1950.

Saba­t ier Saba­ t ier, Pierre. L’es­ t hétique des Gon­ c ourt. Par­i s 1920.

Sénelier, Nerv­a l Sénelier, Jean. Gér­ a rd de Nerv­ a l. Es­ s ai de bi­blio­g ra­phie. Pa ­r is 1959.

Sabin Sabin, Jo­seph. A Dictionary of Books relating to Am­erica, from its Dis­co­very to the pre­sent Time. 29 Bde. New York 1868 –1939.

Sie­urin Sie­u rin, J[acques]. Ma­nu­el de l’ama­t eur d’illustrat­ ions. Gra­v ur­e s et por­traits pour l’ornement des livres français et étran­gers. Pa­r is 1875.

Sa­lo­mon Sa ­lo­mon, Ger­h ard. E. T. A. Hoff ­m ann. Bi­blio­g ra­ phie. Zwei­t e, ver­b es­ser ­t e und ver ­mehr ­t e Auf­l a­ge. (Pae­t els Hand­bü­cher 1). Ber­l in und Leip­z ig 1927.

So­ranzo So­r anzo, Gi­r o­l amo. Bibliogafia ve­ne­z ia ­n a. Co­ mpilata in ag­g iunta e co­ntinua­z i­one del Sag­g io di Em ­m a ­nu­ele An­t o­n io Cicogna. Ve­ne­d ig 1885.

– 1955 –


Spœlberch de Lovenjoul Spœlberch de Lovenjoul, Charles. Histo­ i re des œuvres de H. de Bal­z ac. Deuxième édit­ion re­v ue, co­r rigée et aug­ment­ée d’un appendice. Pa­r is 1886.

Uto­pie Uto­pie: la quète de la so­ciété idé­a le en Occi­dent. (Aus­stel­lungs­k a­t a ­log). Hrsg. von Lyman T. Sargent. Pa­r is 2000.

Spœlberch, Sand Spœlberch de Lovenjoul, [Charles]. Ge­orge Sand. Étude bi­blio­g raph­ique sur ses œuvres. Pa­r is 1914.

Uz­a n­ne Uz­a n­n e, Oct ­a ve. L’art dans la déco­r a­t i­o n ex­t éri­eu­r e des livres en France et à l’étran­ger. Les co­u vertures illustrées, les ca ­r tonna­ges d’édite­u rs, la reliure d’art. Pa­r is 1898.

Stahl Stahl, Fritz. Honoré Da­u mier. Ber­l in 1930. Talv­a rt/Place Talv­a rt, Hec­tor und Jo­seph Place. [Ab Bd. XV:] Co­ntinuée par Ge­org­e s Place. Bi­blio­g ra­phie des aute­u rs mo­der­nes de lang­ue française (1801 –1927 [dann: 1975]). 22 Bde. Pa­r is 1928 –1976. Thieme/Becker All­ge­mei­nes Le­x i­kon der bil­den­den Künst ­ler von der An­ti­ke bis zur Ge­g en­w art. Hrsg. von Ul­r ich Thieme und [Bde. I-I V:] Fe­lix Becker und [Bde. XIV-XV:] Fred[er­ick] C[harles] Wil­lis; ab Bd. XVI her­aus­ge­ge­ben von Hans Voll­mer. 37 Bde. Leip­z ig 1907 –1950. Toinet Toinet, Paul. Paul et Virgi­n ie. Réperto­ire bi­blio­ graph­ique et iconographique. Pa­r is 1963. Toinet, Not­ice Toinet, P[aul]. Not­ice sur Le Prisme (Curmer 1841). In: Bulle­t in de bi­blio­phi­le I, 1978. S. 35 – 37. Tooley Tooley R[onald] V. Eng­lish Books with co­loured Plates, 1790 to 1860. Bo­ston (Mass.), 1954. Tour­neux Tour ­neux, Mau­r ice. Théo­phile Gau­t ier. Sa bi­blio­ gra­phie. Pa ­r is 1876. Ullr ­ich Ullr ­ich, Her ­m ann. Robinson und Ro­bin­so­n a­den. Bi­blio­g ra­phie, Ge­schich­t e, Kri­t ik. Ein Bei­t rag zur ver­glei­chen­den Lit ­t e­r at ­u r­ge­schich­t e, im be­son­de­ ren zur Ge­schich­t e des Ro­m ans und zur Ge­schich­t e der Ju­gend­l i­t e­r a­t ur. Teil I. Bi­blio­g ra­phie. (Lit ­t e­r ar­ hi­sto­r i­sche For­schun­gen VII ). Wei­m ar 1898.

Valmy-Baysse Valmy-Baysse, J[ean]. Gu­stave Doré. (L’art et la vie XII ). ­Pa­r is [1930]. Van Praet [Van Praet, Jo­seph-Basile-Bern­a rd]. Ca­t alogue des livres im­primés sur vélin, qui se trouvent dans des bibliothèques tant pub­ l iques que part­ iculières, pour servir au ca­t alogue des livres im­primés de la Bibliothèque du Roi. Pa­r is 1824 – [Bd. IV:] 1828. Vica­ire Vica ­i re, Ge­o rg­e s. Ma ­nu­e l de l’ama­t eur de livres du XIXe siècle. 1801 –1893. Édit­ions ori­g i­n a­ les. – Ouvra­ges et périodiques illustrés. – Ro­m an­ tiques. – Réimpress­ions critiques de tex­t es an­ciens ou classiques. – Bibliothèques et co­l lect­ions di­ver­ ses. – Pu­blic­at ­ions des So­ciétés de Bi­blio­phi­les de Pa­r is et des départements. – Curiosités bi­blio­g raph­ iques, etc., etc. 8 Bde. Pa­r is 1894 –1920. Wel­ler Wel­ler, Emil. Lexicon Pseud­onymo­r um. Wör ­t er­ buch der Pseud­ony­men al­ler Zei­ten und Völ­ker, oder Ver­z eich­n iss je­ner Au­t o­r en, die sich fal­scher Na ­men be­d ien­t en. Zwei­t e, durch­aus ver­b es­s er ­t e und ver ­mehr ­t e Auf­l a­ge. Re­gens­burg 1886. Wet­zer/Welte Wet­z er [Hein­r ich Jo­seph] und [Be­ne­d ikt] Welte. Wet­zer und Welte’s Kir­chen­le­x i­kon oder Encyklopä­ die der ka­t ho­l i­schen Theo­lo­g ie und ih­r er Hilfs­wis­sen­schaf ­t en. Zwei­t e Auf­l a­ge, in neu­er Be­a r­bei­ tung […]. 13 Bde. Frei­burg im Breis­g au 1882 –1903. Wittock Wittock, Mi­chel. La bibliothèque de Lau­r ent Meeûs. (In­ven­t ar). Brüs­sel 1982.

– 1956 –


Register

Verlegereinbände in ­Luxusausführung

Unika bzw. Exemplare von besonderer Seltenheit

Maroquin oder Saffian: 14, 32, 50, 70, 92, 94, 111, 118, 139, 146, 152, 155, 195, 204, 206, 209, 222, 223, 243, 258, 263, 264, 272, 273, 286, 298, 303, 305, 309, 310, 316, 318, 339, 344, 362, 381, 382, 390, 400, 409, 414, 419, 440, 441, 443, 446, 461, 475, 483, 488, 489, 490, 493, 500, 511, 512, 534, 537, 538, 544, 546, 556, 580, 591, 592, 594: 66 Exemplare Kalbleder: 129, 427 Halbsaffian: 186, 219, 255, 420, 437, 586 Samt: 53, 102, 102a, 102b, 428 Pergament: 455

Unika: 41[?], 71, 72, 73, 74, 76, 80[?], 100, 118, 121, 201, 211, 266, 287[?], 289, 314, 333[?], 341, 375, 393, 433[?], 435[?], 487, 502[?], 520[?], 528 Rarissima: 77, 93, 94, 112, 113, 114, 123, 124, 159, 160, 192, 210, 212, 245, 246, 247, 248, 288, 340, 394, 479, 549, 581, 584, 600

Exemplare auf besonderem Papier bzw. Pergament Chinapapier: 8, 26, 27, 28, 29, 30, 35, 36, 41, 56, 57, 58, 59, 60, 74, 77, 79, 80, 88, 89, 91, 93, 94, 105, 106, 118, 124, 137, 138, 141, 145, 147, 160, 169, 170, 172, 181, 187, 188, 192, 196, 197, 201, 210, 212, 245, 246, 247, 275, 288, 289, 314, 317, 334, 335, 337, 339, 346, 349, 350, 351, 370, 374, 375, 383, 385, 387, 388, 394, 398, 402, 403, 407, 410, 411, 413, 433, 435, 442, 444, 452, 453, 454, 465 (2), 468, 470, 479, 481, 485, 486, 502, 509, 513, 514, 515, 516, 517, 520, 527, 541, 549, 555, 557, 565, 566, 567, 581, 584, 599, 600: 111 Exemplare; A, B, D Pergament: 47, 76, 123, 266, 340, 393, 487, 528 Farbiges Papier: 10, 71, 72, 73, 74, 176, 267, 300, 341, 359, 393, 519, 537, 576; I Japanpapier: 9; N Büttenpapier: 31, 98, 122, 182, 265, 267, 326, 327, 328, 330, 467, 495, 559; C, E, F, G, O

Exemplare mit handkolorierten bzw. illuminierten Tafeln, Illustrationen, ­Initialen etc. 44, 45, 46, 81, 83, 84, 85, 86, 87, 90, 96, 99, 100, 101, 112, 113, 114, 121, 127, 130, 131, 133, 154, 159, 165, 166, 211, 212, 222, 229, 234, 236, 239, 241, 248, 251, 276, 277, 278, 279, 280, 281, 282, 287, 297, 298, 304, 305, 307, 308, 309, 310, 311, 312, 333, 337, 371, 377, 378, 390, 412, 418, 419, 420, 421, 422, 423, 424, 425, 426, 427, 428, 441, 482, 483, 484, 503, 512, 532, 552, 553, 570, 582, 592, 593: 85 Exemplare

Originale: Zeichnungen, ­ quarelle, Gemälde etc. sowie A ­Urheber (in Klammern jeweils die Anzahl der Originale) 6, 9, 13, 41, 47, 55, 67, 68, 76, 96, 98, 108, 115, 116, 117, 118, 119, 140, 153, 159, 171,

– 1957 –


173, 174, 175, 191, 206, 212, 247, 249, 257, 260, 266, 273, 274, 283, 284, 285, 291, 292, 299, 311, 312, 313, 314, 334, 336, 352, 355, 358, 384, 390, 393, 405, 416, 447, 455, 463, 478, 479, 494, 498, 504, 518, 530, 539, 555, 563, 566, 575: 70 Werke mit 1668 Originalen Ancelet 153 Anonym 6 (2), 41, 76 (10), 98 (40), 153 (12), 191, 260 (2), 299 (38), 311, 334, 393 Auguste, Jules-Robert 153 (2) Bazin, Charles 153 Beaumont, Édouard de 118 (2) Bellangé, Hippolyte 390 Berranger, Ferdinand de 312 (62 Bl.) Boulanger, Louis 153 (19) Catrufo, Pierre 153 (2) Cham, eigentlich Amédée Charles Henry de Noé 416 (2) Charlet, Nicolas-Toussaint 212 (2), 384 (21) Chauvet, Jules Adolphe 455 Coutourier, Félix 153 Daubigny, Charles-François 116 Daumier, Honoré 212 Dauzats, Adrien 212 Delambre, A. 153 (2) Desenne, Alexandre-Joseph 108 (6) Devéria, Achille 153 (3) Devéria, Eugène 153 (2), 336 (5) Devéria, Laure 153 Doré, Gustave 9, 171 (13), 173, 174 (10), 175, 530 (11): 37 Émy, Henri 119 (3) Féart, Adrien 212 Férogio, François Fortune 212 Foulquier, Jean Antoine Valentin 555 (17) Français, François Louis 447

François, Alphonse 153 (3) Gaildr[e]au, Jules 212 (6) Gavarni, eigentlich Guillaume-Sulpice Chevallier 159, 212 (2), 247, 249 (52), 257, 274: 58 Géniole, Alfred André 212 Gigoux, Jean François 405 (75) Giraud, Eugène 118 (2) Girodet-Trioson, Anne-Louis 153 Gobin, Henri 96 (33) Grandville, eigentlich Jean-Ignace-Isidore Gérard 140 (6), 206, 212 (3), 283 (5), 284, 285 (21), 291, 292 (2), 313 (35), 575 (3): 78 Grenier, François 212 Hédouin, Edmond 352 (13) Huet, Paul 153 (2) Hugo, Victor 334 (?) Jacque, Charles-Émile 212, 566 (2) Jeanron, Philippe Auguste 212 (2), 494 Johannot, Tony 13, 47 (2), 55 (4), 67, 68, 212 (2), 266 (4), 355 (16), 463 (2): 33 Kwiatkowski, Anton Teofil 153 Lafitte, Louis 55 Lami, Eugène 212 Lorentz, Alcide Joseph 212, 358 (65) Loubon, Émile 212 (9) Mansson, Théodore Henri 153 (2) Marckl, Louis 273 Mendoze 314 Monnier, Henri 212 (4), 455 (2) Pascal, Antoine 118 (3) Pauquet, Émile 212 (18) Pauquet, Hippolyte 494 (11) Pelez, Raimond 212 Penguilly, Octave 212 Philipon, Charles 498 (ca. 145) Pigal, Edmé Jean 504 (29)

– 1958 –


Pron, Auguste 153 Radiguet, Maximilien René 212 (3) Raffet, Auguste 478 (21), 479 Robida, Albert 539 (95) Saint-Germain, P. 212 (5) Staal, Gustave 96, 563 (55) Steinheil, Louis-Charles-Auguste 118 (37), 119 (24): 61 Tenniel, John 518 (152) Traviès, Charles Joseph 212 Traviès, Édouard 96 (87) Trimolet, Joseph Louis 115, 117 (7), 118 (27), 119 (35): 70 Vernet, Horace 390 Wattier, Édouard 447 (ca. 200)

Autographen (Briefe, Widmungen etc.) und Verfasser 38, 46, 54 – 56, 59, 91, 107, 116, 123, 153, 184, 212, 226, 274, 294, 299, 312, 313, 358, 393, 416, 444, 455, 473, 477, 498, 533, 541, 549, 569, 572, 578, 583, K Arvers, Félix 153 Asseline, Alfred 153 Béranger, Pierre-Jean de 38, 46 Bernardin de Saint-Pierre, JacquesHenri 55, 56 Berranger, Ferdinand de 312 Bonaparte, Napoleon, siehe Napoleon I. Borel, Pétrus 153 Boulanger, Louis 153 Boulay-Paty, Évariste 91 Brivois, Jules 294 Bussière, A[uguste?] 153 Carteret, Léopold 226

Cham, eigentlich Amédée Charles Henry de Noé 416 Chevalier, Michel 578 Daubigny, Charles-François 116 Deschamps, Antoni 153 Deschamps, Émile 153 Dumas, Alexandre 153 Durand-Forgues, siehe Forgues Fontaney, Antoine 153 Forgues, Paul-Émile Durand 294 Foucher, Paul-Henri 153 Fournier, Henri 294 Gauchard, Jean 184 Gavarni, eigentlich Guillaume-Sulpice Chevallier 212 Goncourt, Edmond oder Jules de 274 Grandville, eigentlich Jean-Ignace-Isidore Gérard 107, 313 Guttinguer, Ulric 153 Hélène duchesse d’Orléans, geb. Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin 473 Hugo, Victor 153 Jahyer, Octave 184 Jouin, Henri K Karr, Alphonse 358 Lacroix, Jules 153 Lacroix, Paul 153 Legouvé, Gabriel 393 Mainguet, Alfred 541 Meissonier, Ernest 116 Mendès, Catulle 533 Michelet, Jules 444 Monnier, Henri 46, 455 Napoleon I. 59 Nodier-Menessier, Marie 153 Norvins, Jacques Marquet de Montbreton de 477 Philipon, Charles 498

– 1959 –


Philippe, Alphonse 153 Planche, Gustave 153 Rochechouart-Mortemart, duchesse d’Uzès, Anne de 123 Rouget, François 184 Sainte-Beuve, Charles-Augustin 54, 153 Saintine, X. B., eigentlich Joseph-Xavier Boniface, 549 Savarit, F. 299 Schoeller, André 212 Sue, Eugène, eigentlich Joseph-Marie 569, 572 Thouret, Antony 583

Orte und Stichworte Aachen 550 Ägypten 32 – 36, 89, 189 Affe 85, 96, 98, 206, 277, 286, 290, 313 Affiche 117, 206, 212, 213, 290, 295, 300, 389, 412, 464 Album amicorum 153 Algerien 97, 220 – 222, 260, 471 – 473 Almanach 518, 577, 589 Alpen 163, 376, 560, 585, 586 Amboise 92 – 94 Amsterdam 560, 582 Antike 136, 162, 321, 322, 441, 505 – 509, 510, 598, 599 Antwerpen 100, 560 Ars moriendi 282 Asakusa 335 Astronomie 307 – 309 Aufklärung 96, 199, 564, 597 Baden-Baden 315, 316, 550 Ball 23, 240, 368, 377, 484, 485, 486 Ballade 110 – 118, 184, 318, 420 – 422, 505 – 509

Bas-Bleu 3, 210 – 212 Berner Oberland 163, 560 Besançon 451 Bethlehem 560 Bibel 129, 169, 170, 191, 547, 552, 553 Bildungsroman, siehe Entwicklungs­ roman Bindi 52, 55, 58, 59 Biologie 48, 81, 85 – 87, 96, 121, 258, 304 – 305, 444, 531 Birne 99 – 100, 283, 357, 497 Blaustrumpf, siehe Bas-Bleu Blumen 304 – 305, 310, 323, 531 Böhmen 440 Bohémien, siehe Lebenskünstler Bombay 591 Bordeaux 153, 218, 578 Boule 165, 212 Boursault, Schloß 123 Bretagne 214, 218, 312, 441 Brügge 560 Brüssel 38, 41, 279, 375, 485, 486, 499, 550, 560 Burg 96, 153, 315, 355, 369, 502, 585 Burschenschaft 550 Calais 566, 567 Calvinismus 98 Cannes 560 Cartoon 518 Cathédrale, Dekor à la 6, 11, 14, 75, 153, 176, 259, 271, 330, 333, 377, 421, 425, 438, 468, 487, 547, 553, 554, 558, 560, 566, 580 Chamonix 560 Chillon, Schloß 585 China/Chinesen 189, 208, 323, 445 Chinon 92 – 94 Cholera 193, 571 – 573

– 1960 –


Clichy 244, 245 Comic 12, 136, 166, 306, 429, 430, 498 Constantine 220 – 222, 471 – 473 Dampfmaschine/-schiff 96, 209, 297, 334, 540, 582 Dauphiné 79 Débardeur 237, 238, 243 – 248 Deutsch-Französischer Krieg 171, 172, 437 Deutschland 440, 550, 551 Dialekt 79 Douarnenez 312 Druckgewerbe 210 – 212, 217, 448, 485, 486 Druckstöcke 61 – 66, 213 – 218, 529 Dublin 538 Ehe 18 – 23, 155 – 161, 210 – 212, 250, 253, 395 Eiserne Pforte 471 – 473 Eltern, siehe Kinder England/Engländer 5, 212, 254, 317, 318, 378, 406, 541 Entwicklungsroman 150 – 152, 195 – 197, 199, 270 – 273, 343 – 346, 376, 431, 534 – 537, 545 Erotik 38, 44, 46, 47, 76, 395, 431, 436, 504, 590 Etang de Saint Quentin 153 Exotismus 49 – 60, 176, 189, 200, 214, 441, 505 – 509 Fabel 149, 192, 201 – 207, 283, 370 – 374, 391 Februarrevolution 78, 183, 429, 532, 535 – 537 Florenz 342, 375, 388, 456 Fontaine-de-Vaucluse 200 Franc-comtois 212 Frankfurt am Main 266, 440, 550 – St. Bartholomäus 153

Frankreich 210 – 212, 219, 443, 469, 470, 566, 567 Französische Revolution 31, 459 Freiburg im Breisgau 315, 550 Gartenbau/-kunst 144, 304 – 305, 357, 484 Gastronomie 23, 95, 194 Gefängnis 4, 99, 125, 149, 178, 198, 218, 279, 353, 385, 456, 488 – 492, 572, 583, 597 Genf 27, 30, 110, 129, 163, 420, 581, 585 – 588, F Gericht 232 Gesetz 558 Gewerbe(treibende) 5, 84, 130 – 134, 164, 209 – 212, 255, 256, 296, 363 – 364, 484, 496 Gillotage 8, 9, 290 Golinhac 153 Grande Commune/Maas 153 Grenoble 79, 376 Griechenland 1, 2, 89, 136, 510, 598, 599 Grisette 3, 155 – 161, 218 Guernsey 334, 560 Guignol 581 Handpuppe 581 Heidelberg 315, 316, 342, 550 Hinterglasmalerei 260 Hugenotten 98, 597 Ile-de-France, siehe Mauritius Indien 102, 214, 505 – 509, 541, 593 Inquisition 198 Insekten 444, 466 – 468, 593 Irland 538 Italien 342, 488 – 492, 564 Jahreszeiten 45, 75, 84, 315, 347, 348, 600 Jansenisten-Einband 38, 47, 89, 172, 242, 274, 276, 398, 447, 524, 527, I

– 1961 –


Japan 335, 345, 481 Jerusalem 552, 554, 579, 580 Jesuiten 90, 314, 571 – 573 Johannesknabe 6 Journalismus 210, 283 Jugendbuch, siehe Kinderbuch Julimonarchie 99 – 101, 130 – 134, 214, 386, 399, 497, 534, 535, 537 Julirevolution 99 – 100, 149, 282, 377 Jumièges 312 Junggeselle 235, 236, 243, 244, 395 Kalender 518, 589 Kalligraphie 47, 249, 299, 312, 418, 455, 504, 539 Karneval 155 – 161, 185, 237, 238, 240, 241, 243 – 248, 326, 368, 498 Katakomben 560 Keepsake 37, 328, 556, 589, 594 Kinder 233, 243 – 248, 253 Kinderbuch 81, 139 – 141, 150 – 152, 195 – 197, 219, 275, 317, 323, 358, 363 – 364, 437, 439, 465, 476, 480, 493 – 496, 565, 595, 596 Kinzigtal 315, 316 Klassik, antike 136, 162, 281, 322, 510 Klassik, französische 83, 88, 89, 281, 376, 438, 449 – 454, 555 Köln 315, 316, 342, 440, 550 Kommune, Pariser 172 Konstanz 315, 316 Kosmetik 242 Kreuzzüge 442, 579, 580 Krim 145 Krimkrieg 166 Kuchenkrieg 80 Kunsthandwerk 209 Kyoto 335 La Réole 153

Lebensalter 278 Lebenskünstler 19, 185, 253 – 255, 259, 260 Lederrelief 570 Le Havre 312, 349 – 351, 469, 470 Leporello 540 Liabastres 153 Liebesgedichte 91, 419 Liebeskomödie 314 Liebesroman 103, 108, 182, 224, 261 – 266, 334, 398, 431, 511 – 517, 543, 544, 564 Lieder 39 – 43, 47, 109, 110 – 118, 183, 230, 307, 318 Loches 92 – 94 London 125, 186 – 188, 199, 251, 270, 317, 318, 347, 348, 353, 378, 406, 518, 556 Lorette 3, 238, 239, 253, 257, 274, 360 Lothringen 140, 190, 214, 259 Lyon 98 – 100, 110, 121, 183, 342, 469, 559, 581 Maas 153 Madrid 409 – 413 Mainz 315, 316, 342, 550 Marine 80, 482, 483 Marionette 429, 430, 458, 518 Maritimes 80, 124, 334, 482, 483 Marseille 31, 32, 145, 534 Marseillaise 111, 114, 117 Mauritius 49 – 60 Medizin 84, 193, 282, 325 Melancholie 3, 10, 67, 144, 153, 235, 253, 255, 256, 260, 262, 274, 341, 560 Mephisto/Mephistopheles, siehe Teufel Mexiko 80 Mineralogie 251, 252 Misogynie 83, 231, 243 – 248, 481 Mittelalter 7 – 9, 25 – 30, 82, 124, 127, 128, 167, 192, 326 – 333, 369, 417 – 428, 442, 443, 487, 579, 580

– 1962 –


Mode 154, 228, 251, 252, 458 Monaco 560 Montblanc 163, 560, 585, 586 Montbrison 98 Mythologie 136, 148, 153, 281, 480, 551 Nancy 140, 190, 259, 560 Nationalversammlung 172, 414 – 416 Neapel 456, 538 Nekrolog 88 Neujahr 185, 439 Nizza 560 Normandie 10, 312, 317, 349 – 351 Österreich 440 Omnibus 48, 282, 392 Oper 37, 165, 185, 285, 355, 540 Oran 220 – 222, 471 – 473 Orientalismus 50, 102, 120, 153, 176, 208, 323, 335, 345, 445 – 447, 481, 591 Orléanais 500 Osaka 335 Paris 155 – 161, 164, 165, 185, 244, 245, 249, 253 – 256, 324, 343 – 347, 360, 432, 433, 436, 458, 484 – 486, 503, 568 – 570 – Caserne du Château d’Eau 153 – Collège Louis-le-Grand 314 – Hôtel des Haricots 385 – Jardin des Plantes 48, 85 – 87, 290 – Notre-Dame 153, 326 – 333 – Odéon 152, 153, 165, 319, 557 – Palais Royal 501 – Pavillon de Marsan 377 – Rue de Ierusalem 153 Parnassiens 533, 559 Patois, siehe Dialekt Pergamentband 211, 268, 455 Pierrot 341, 540 Phantastik 103, 124, 296 – 300, 306, 313, 320, 355, 460 – 465, 533, 561, 562

Photographie 43, 335, 504, 560, 578 Physiognomik 24, 25, 84, 255, 256, 409 Physiologie 3, 17, 48, 95, 135, 185, 238, 325, 359, 368, 395, 448, 497, 501, 576 Ponte a Serraglio 342 Port Royal 191, 394, 434, 435 Provinz 79, 135, 185, 190, 210 – 212, 214, 218, 219, 238, 259, 325 Prunkeinband 53, 417, 418, 553 Publikum 165, 185 Puppenspiel, siehe Handpuppe bzw. Marionette Pyrenäen 228, 249, 578 Räuberroman 1, 2 Rastatt 315, 316 Restaurationszeit 10, 38, 39, 84, 148, 314, 370, 378, 466, 487, 503, 558 Rhein 315, 316, 342, 440, 550, 551 Riese 521 – 529, 574, 575 Ritterroman 7 – 9, 369, 579, 580 Ritterturnier 127 Robinsonade 139, 140, 574, 575, 600 Rokoko 75, 192, 314, 339, 450, 511 Rose 323, 531 Rouen 349 – 351, 469, 470 Ruinen 96, 103, 144, 153, 312, 315, 369, 471, 502 Rumänien, siehe Walachei Rußland 145 – 147, 166 San Juan de Ulúa 80 Saône 469 Savoyen 84, 163, 183, 376 Sceaux 434, 435, 437 Schach 210 – 212 Schauspieler 11, 37, 224, 243 – 248, 285, 341, 352, 557 Schelmenroman 104 – 107, 150 – 152, 199, 225 – 227, 396, 399 – 408, 431, 519, 520

– 1963 –


Schiffbruch 49, 62, 68, 70, 74, 108, 139, 140, 225, 260, 334, 456, 560, 582, 600 Schmetterlinge 313, 593 Schmuck 251, 252 Schnitt, bemalter 41, 191, 553 Schnitt, punzierter 92, 170, 191, 333, 417, 553 Schottland 474, 502 Schwarzwald 315, 316, 550 Schweiz 163, 342, 543, 594, 600 Schwetzingen 315, 316 Second Empire, siehe Zweites Kaiserreich Seine 469, 470 Selbstmord 312 Sèvres 83, 90, 434, 435, G Soldaten 110, 117, 120, 153, 171, 210, 220 – 222, 249, 283, 313, 316, 325, 379, 390, 437, 471 – 473, 482 – 484, 540 Sonntag 101, 276, 277 Spa 560 Spanien 137 – 138, 198, 519, 520 Spielberg 488 – 492 Sprichwort 301 – 303, 312 Stabkirche 312 Stammbuch 153 Stempelsteuer 99, 101 St. Petersburg 531 – Eremitage 449 Straßburg 25, 440, 550 Stundenbuch 417, 418, 487 Surrealismus 296 – 300, 306, 313, 463 Tanz 18, 23, 116, 136, 153, 163, 165, 240, 323, 347, 355, 368, 369, 377, 446, 484, 485, 486, 540 Technik 209 Telegraphie 209 Teufel 103, 128, 155 – 161, 216, 249, 267 – 269, 409 – 413, 427, 582

Texas 80 Tokyo 335 Tondruck 343 – 346 Totentanz 282, 340 Touraine 25 – 30, 92 – 94 Tours 92 – 94 Tracht 110 – 119, 153, 163, 218, 219, 315, 316, 349 – 351 Traum 306, 460, 461, 474, 545, 582 Typographie 466 – 468 Ukraine 166 Ungarn 440 Ungeheuer 8, 96, 128, 260, 306, 355, 460 – 465, 521, 540 Uniform, siehe Soldaten Utopie 296 – 300, 561, 562 Venedig 223, 456 Veracruz 80 Verfassung 558 Verkehrte Welt 296 – 300, 313 Verlagsvertrag 294 Versailles 171, 172, 347, 366, 434, 435 Walachei 145 Waterloo 32 – 36 Weltschmerz, siehe Melancholie Widmungsexemplar 77, 91, 97, 117, 123, 127, 153, 184, 226, 274, 312, 314, 374, 443, 455, 472, 473, 533, 541, K Wien 145, 440, 554 Wörterbuch 595 Wosnessensk 145 Yokohama 335 Zensur 38, 39, 41, 99 – 101, 149, 166, 279, 283, 362, 455, 532, 581, 583, 590 Zermatt 585, 586 Zirkus 165 Zoologie 85, 87, 96, 258

– 1964 –


Zweite Republik 260, 414 – 416, 532, 535 – 537 Zweites Kaiserreich 253 – 256, 437 Zwerg 313, 319, 480, 565, 574, 575

Personen Das Personenregister verzeichnet Autoren (bzw. Titel), Herausgeber, Bearbeiter und Übersetzer, vereinzelt auch Komponisten (1), Künstler (2), Verleger (3), Buchbinder und Vergolder (4), Besitzer (5) und sonstige Personen. Abba (4) 373 Abbey, John Roland (5) 597 Abdy, Robert (5) 75, 441 Abich, G. (4) 451 About, Edmond (1) 1, 2, 485, 486 Achard, Amédée (1) 101, 210 – 212, 301 – 303, 496 Ackermann, Rudolf 125; (3) 270 Adam, Victor (2) 12, 40 – 42, 96, 101, 201, 202, 360, 366, 394, 443, 484 Affolter, Paul (4) 561 Affre, Denis-Auguste (1) 418 Albanès, siehe, Havard, Jean-Alexandre Alberti (2) 128 Alexander I. von Rußland 143 Alexandre, Arsène (1) A Alhoy, Philadelphe-Maurice (1) 3, 4, 133 – 135, 238, 434, 435, 589 Alicia von Bourbon-Parma (5) 418 Alix, Henri (4) 563 Allais, Jean Alexandre (2) 487 Allanson, John (2) 541 Alleaume, J. (5) 222 Allô, Charles (4) 246, 465, 525

Alophe, Marie-Alexandre (2) 3, 12, 133 – 135, 325, 395 Altaroche, Agénor 540; (1) 99 – 101, 155 – 161 Amand, siehe Chevannes Amboise, d’, siehe Guillemin Ancelet (2) 153 Ancelot, Jacques 540; (1) 577 Ancelot, Marguerite-Louise Virginie, geb. Chardon 540 Andrew 394, 418 Andrew – Best – Leloir (2) 418, 541 Andrieux (4) I Andrieux, Clement-Auguste (2) 24, 161, 183 Andriveau-Goujon, J. (2) 157, 158 Anglais peints par eux-mêmes, Les 5, 212 Anspach, Maria d’ (1) 210 – 212 Antommarchi, Francesco (1) 380 – 383 Arago, Étienne (1) 432 – 435 Ariosto, Lodovico (1) 7, 8, 9, 173, 174 Arlincourt, Charles-Victor Prévost vicomte d’ (1) 10 Armelhault, J., eigentlich Marie-JosephFrançois Mahérault (1) B Armstrong, Thomas (2) 121 Arnaud (4) 98 Arnault, Antoine-Vincent (1) 11 Arnoux, Charles Albert vicomte d’, siehe Bertall Artiste, L’ 228, 277 Artois, siehe Henri d’Artois Arundale, Francis (2) 598, 599 Arvers, Félix (1) 153 Asper, Hans und Jacques (4) 30 Asseline, Alfred (1) 153 Asselineau, Charles (1) 533, C, D Atkinson, Richard (5) 325

– 1965 –


Aubert, Albert (1) 155 – 161 Aubert, Gabriel (3) 3, 12, 99 – 101, 130 – 136, 162, 163, 185, 230, 231, 234 – 238, 242, 250, 282, 325, 347, 348, 395, 443, 458, 499, 540, 576, 589, 595 Aubigny, d’, siehe Daubigny Aubré, Armand (3) 371 Aubrey (2) 366 Audibert, Auguste (1) 99 – 100 Audibran, François (2) 556 Audouin, Pierre (2) 143 Auger, Louis Simon (1) 176 Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach 171 Auguste, Jules-Robert (2) 153 Aulnoy, Marie-Catherine d’ (1) 596 Aumont (3) 145 Aussourd, René (4) 116, 118, 253, 288 B., R. (5) 133 Badiéjous, Jean (4) 261, 425 Bagg, J. (2) 59, 598, 599 Bagg, Thomas (2) 65 Ballard, Charles (1) 360 Balzac, Ewelina de (5) 27 Balzac, Honoré de 534 – 537, 540, 565; (1) 13 – 30, 99 – 101, 135, 155 – 161, 210 – 212, 238, 286 – 289, 360, 370, 480, 589 Banville, Théodore de (1) 533, C Bar, Alexandre de (2) 258, 335, 585, 586 Bara, Joseph (2) 218, 363 – 364 Barbier (3) 82, 543 – 545 Barbier, Henri-Auguste (1) 82, 124, 155 – 161 Bareste, Eugène (1) 321 Baron, Henri Antoine (2) 7, 14 – 16, 49 – 60, 82, 431 – 435, 446, 447, 500, 543 – 545, 579, 580, 596 Barraud, A. (3) 481

Barré, Louis (1) 521 – 525 Barthélemy, Auguste-Marseille (1) 31 – 36 Barthet, Armand (1) 243 – 248 Barthou, Louis (5) 375 Barye, Antoine-Louis (2) 85 – 87 Bassanville, Anaïs comtesse de (1) 219 Battaille, Eugène (2) 82, 545 Baudelaire, Charles 117, 136, 504, 589; (1) 183, 533, C Baude[t], Louis (1) 286 – 289, 480 Baudin, Charles 80 Baudouin frères (3) 38, 39 Baudry (3) 556 Bauger (3) 231, 234, 235, 237, 239 Baulant (2) 358, 363 – 364, 519, 520 Bauzonnet, Laurent-Antoine (4) 36, 147, 199, 266, 383, 450, 454, 514, 520 Bayard, Émile-Antoine (2) 317, 335 Bazin, Charles (2) 153 Beaucé, Jean Adolphe (2) 24, 482, 483 Beaucé, Vivant (2) 37, 179, 180,183, 443, 458, 493, 494 Beauger (3) 233, 324, 484 Beauharnais, siehe Maximilian de Beauharnais Beaulieu, H. de (1) 311 Beaumont, Édouard de (2) 4, 101, 103, 110 – 118, 319, 331 – 333, 432 – 435, 568 – 570 Beaumont, Jeanne-Marie Leprince de (1) 596 Beautés de l’opera, Les 37 Beauvillain, Et. (5) 309, 480 Beauvoir, Roger de (1) 101, 189, 432, 433 Béchet ainé (3) 10, 558 Beethoven, Ludwig van 550 Beguin (2) 532 Belin, Auguste (2) 165

– 1966 –


Belin-Leprieur (3) 367 Bellangé, Hippolyte (2) 32 – 36, 38, 40 – 42, 210 – 212, 349 – 351, 390 Bellanger, Stanislas 379; (1) 189; (2) 38, 40 – 42 Bellenger (2) 442 Bellevallée, Hoche (4) 565 Bellizard, Ferdinand (3) 102 Bellon, Paul (5) 566 Beneworth, C. (2) 371, 379, 399 – 403, 406 – 408, 541 Bennett, Charles H. (2) 518 Benoit, siehe Peytel Beraldi, André (5) 209 Beraldi, Henri (5) 10, 41, 209, 309, 350, 362, 394, 400, 454, 479, 515, 524, 598 Béranger, Pierre-Jean de 126; (1) 38 – 47, 184, 577, 584 Bérat, Frédéric (1) 155 – 161 Berchoux, Joseph (1) 194 Berès, Pierre (5) 41, 56, 187, 388, 405, 450, 473, 494 Berger, Daniel (2), 265 Berger, G. (4) 414 Berlioz, Hector 534, 535, 537 Bernard, Pierre (1) 48, 210 – 212, 286 – 289, 392 Bernardin de Saint-Pierre, Jacques-Henri (1) 49 – 74 Bernis, François-Joachim de Pierre, cardinal de (1) 75 Béroalde de Verville, François (1) 76 Berranger, Ferdinand de (1) 312; (2) 312 Berranger, Marie de (5) 312 Berry, siehe Marie Caroline Berryer, Pierre Antoine (1) 77; (5) 267 Bertall, eigentlich Charles Albert vicomte d’Arnoux (1) 392; (2) 4, 18 – 21, 23, 24, 70,

78, 95, 155 – 161, 177, 194, 243 – 248, 275, 356, 392, 437, 439, 465, 480, 532, 561, 562, 565 Bertaud, André (5) 56 Berthois, Alphonse de (5) 443 Berthon, René Théodore (2) 261, 265,266 Berton, Am. (5) 151 Bertrand (2) 155 – 161 Bertrand, Marcel (5) 512 Beschen, siehe Tell-Bescher Best (2) 418, 541, 587, 588 Best, Adolphe (2) 371, 394 Best, Jean (2) 128 Béthune (2) 209 Béthune et Plon (3) 209 Beuguelet, A. (2) 367 Beyer (2) 202 Biard, François-Auguste (2) 220 – 222 Bibel 169, 170, 191, 547, 552, 553 Bibliophile Jacob, siehe Lacroix, Paul Binet, Madame (5) 294 Birouste, Jean (2) 185, 210 – 212, 217, 363 – 364 Bishop, Amy Ben (5) 349 Bishop, Cortlandt F. (5) 402, 403 Bismarck, Otto von 171 Blaizot, Librairie (5) 26 Blanc, Charles (1) 311 Blanc, François, dit La Goutte (1) 79 Blanc, Louis (1) 485, 486 Blanchard (2) 269, 354, 493, 494, 556 Blanchard, Edmond (3) 323, 358, 480 Blanchard, Henri-Pierre-Léon-Pharamond (1) 80 Blanchard, Laman (1) 5 Blanchard, Pierre (1) 81 Blaze, Henri (1) 269, 505 – 509 Blunt, Felix R. (2) 598, 599

– 1967 –


Boccaccio, Giovanni (1) 82 Bocher, Emmanuel (1) B Boersch, J. J. (4) 143 Böttger, Adolf (1) 310 Boetzel, Ernest Philippe (2) 128, 396 Bogetti (4) 259 Boigne, Charles de (1) 155 – 161 Boileau-Despréaux, Nicolas 88; (1) 83 Boilly, Louis Léopold (2) 40 – 42, 84, 110 – 118, 265 Boilvin, Émile (2) B Boisnard, Madame (5) 171 Boisselat, Jean François (2) 91 Boitard, Pierre (1) 85 – 87 Boizard, Paul (3) 198, 434, 435 Bonaparte, Franz Napoleon 32 – 36 Bonaparte, Napoleon, siehe Napoleon I. Bonhomme, Ignace François (2) 541 Boniface, siehe Saintine Bonington, Richard Parkes (2) 40 – 42, 421, 422, 502 Bonnasse, Henri (5) 35, 113, 123, 145, 187, 224, 248, 274, 287, 346, 388, 391, 402, 407, 463, 494, 509, 513 Bonner, George Wilmot (2) 64 Bonnet, V. (2) 469, 470 Boquet, Jules (3) 41, 375 Bordes, Adolphe (5) 100 Borel, Pétrus C, D; (1) 153, 210 – 212, 458 Borel-d’Hauterive, André (1) 469 Borget, Auguste (2) 208 Borghers, Alphonse (1) 556 Bosq, Jean (2) 192 Bossange, Martin, Buchhändler (5) 542 Bossuet, Jacques Bénigne (1) 88, 89, 337, 552, 553 Boucher, Adolphe (1) 90 Bouchon-Dubournial, Henri (1) 108

Bouchot, Frédéric (2) 484 Bouillon, Pierre (2) 487 Boulanger, Annette 153, 154 Boulanger, Clément (2) 207, 564 Boulanger, Louis N; (1) 153; (2) 40 – 42, 153, 328 – 333, 577, N Boulay-Paty, Évariste (1) 91 Bouquet, Auguste (2) 99 – 100, 341 Bourassé, Jean-Jacques (1) 92 – 94, 169, 170 Bourbon-Sizilien, siehe Louise Charlotte sowie Marie-Amélie Bourdaloue (1) 337 Bourdet, Joseph Guillaume (2) 101, 484 Bourdin, Ernest (3) 32 – 36, 146, 147, 195 – 197, 315, 316, 342 – 346, 349 – 351, 380 – 383, 409 – 413, 446, 447, 511 – 517, 566, 567 Bouret, Charles (5) 26, 203, A Bourg de Bozas, Emmanuel marquis du (5) 375 Bourget (1) 458 Bourgueleret (3) 271 Bourlon de Rouvre, Évrard (5) 139, 144, 243, 258, 325, 382, 550, 551, 592 Boutigny (4) 32, 111, 118, 146, 195, 328, 344, 382, 409, 511, 512, 556, 564, 580 Bovy, Antoine (4) 383 Bracquemond, Félix, eigentlich Joseph Auguste (2) 485, 486, D, I Brandard, Robert (2) 598, 599 Branston, Robert (2) 62 Brany, Veuve (4) 269, 486 Bresdin, Rodolphe (2) 533 Breslauer, Bernard H. (5) 60 Breton, E. (2) 548, 549, 564 Brévière, Louis Henri (2) 37, 61, 65, 78, 320, 332, 343 – 346, 394, 399 – 403, 406 – 408, 412, 418, 552, 553

– 1968 –


Brice, Emmanuel (1) 307 – 309 Brière, J. L. J. (3) 510 Briffault, Eugène 540; (1) 23, 155 – 161, 210 – 212, 360, 432 – 435 Brignon, Jean (1) 554 Brillat-Savarin, Jean Anthelme (1) 95, 194 Brisson, Marie (4) 205 Brivois, Jules (1) E; (5) 27, 287, 294, 332, 453 Brohy, Ed. (2) 541 Brot, Alphonse (1) 432 – 435 Brouchoud, Claudius F. A. (1) 581 Brown, J. (2) 129 Browne, Hablot Knight (2) 518 Brownrigg, Henry (1) 5 Brugnot, Louis (2) 37, 82, 203 – 206, 210 – 212, 543, 544 Brunellière (2) 14 – 16 Brunet, Gustave (1) 484 Brunet, Paul (5) 140, 442 Brux, Olympe Capon (2) 128, 396 Bry ainé, J. 166; (3) 166, 521 – 525 Bürger, Gottfried August (1) 225 – 227, 505 – 509, 539 Buffon, Georges-Louis Leclerc, comte de 81, 85 – 87, 210, 324; (1) 96 Buland, Jean Marie (2) 122, 123 Bulla (3) 279 – 282 Bunetier (4) 329 Burat, Amédée (5) 349 Burat de Gurgy, Edmond (1) 484 Burdet, Augustin (2) 265, 266 Bure, Laurent-François de (3) 449 Burette, Théodore (1) 432, 433 Burton, Henri (5) 110, 329, 438, 559, 581 Burty, Philippe (1) 485, 486 Bussière, Auguste (1) 153 Buvry, Leopold (1) 97

Buzelot (2) 482, 483 Cabaillot, siehe Lassalle, Louis Caboche, Gegoire (3) 229 Caboche Demerville, Julien (1) 496 Caen, E. (3) 28 Cailhava, Léon (1) 98 Caix de Saint-Aymour, baron de (5) 11 Calame, Alexandre (2) 585, 586 Caliban, siehe Gonzalès Callet, Antoine François (2) 75 Calmann-Lévy, Paul (3) 181 Calmelet (2) 69 Campenon, Vincent (1) 148 Canape, Georges (4) 110, 293, 391, 413, 458, 496, 507, 543 Canape et Corriez (4) 110 Canel, Urbain (3) 13 Canuet, A. (3) 594 Capé, Charles François 26, 74; (4) 471, 473 Cap[p]ot de Feullide, Jean Gabriel (1) 189 Caraguel, Clément (1) 311, 532 Carayon, Émile-Adolphe 205; (4) 100, 125, 169, 181, 244, 352, 378, 459, 480 Cardonne, Denis Dominique (1) 445 Carême, Antonin (1) 194 Caricature, La 99 – 100, 283 Caricature provisoire, La 101 Carmouche, Pierre Fr. A. (1) 185 Carteret, Léopold (1) 226, 528, F; (3) 172, M; (5) 159, 206, 226, 247, 274, 297, 385 Catalogue des Principales Nouveautés Lithographiques, siehe Lithographie mensuelle Catenacci, Ercole, auch Hercule (2) 92 – 94, 117, 137 – 138, 315, 316, 335, 357, 550 Catrufo, Pierre (2) 153 Cattelain, Philippe Auguste (2) 481 Caumont, siehe C[h]aumont Caunter, John Hobart (1) 102, 591

– 1969 –


Cavé, Germaine (5) 46 Cavelier, Adrien Louis Marie (2) 337, 394, 552, 553 Caylus, Anne Claude Philippe de (1) 445, 596 Cazaux, André (5) 373, 585 Cazaux, Chantal (5) 150, 373, 444, 585 Cazotte, Jacques 593; (1) 103, 593 Cerfberr de Médelsheim, eigentlich George Marie M ­ athieu Deirnwaell (1) 457 Cervantes Saavedra, Miguel de (1) 104 – 108 Chalon, Alfred Édouard (2) 37 Cham, eigentlich Amédée Charles Henry de Noé (1) 416, 458; (2) 12, 23, 99 – 100, 161, 207, 293 – 295, 414 – 416, 458, 485, 486, 499 Chambolle, René (4) 89, 105, 203, 447 Chambord, siehe Henri d’Artois Champfleury, eigentlich Jules François Felix Husson Fleury 126, G; (1) 480, 485, 486, 533 Champin, Jean-Jacques (2) 121, 155 – 161 Champion (2) 40 – 42 Champs, Victor (4) 2, 9, 12, 19, 29, 33, 35, 48, 95, 126, 135, 149, 151, 185, 188, 238, 239, 242, 248, 356, 359, 363, 366 – 368, 416, 431, 445, 448, 457, 480, 495, 499, 501, 550, 551, 562, 569, 583, 593, 595, A, E Chancel, Félix (5) 56 Chansons badines et grivoises 109 Chants et chansons populaires de la France 110 – 119 Chapsal (3) 144 Chapuy, Nicolas (2) 315, 316 Charles, siehe auch Karl Charles d’Orleans (1) 419

Charles Louis Napoleon Bonaparte, siehe Napoleon III . Charlet, Nicolas-Toussaint (2) 38, 40 – 43, 99 – 101, 120, 210 – 212, 347, 380 – 384, 595 Charpentier, Alain (1) 419 Charpentier, Auguste (2) 37 Charpentier, Gervais-Hélène (3) 224, 488 – 491 Charton, Édouard-Thomas (1) 121, 306 Chasles, Philarète (1) 37, 556 Chateaubriand, René François de 563, 597; (1) 577 C[h]aumont, comtesse de 55 Chauvet, Jules Adolphe (2) 455 Chavenard (2) 337 Chenavard, Claude Aimé (2) 341 Chenu, Jean-Charles (1) 81 Cherrier, Henri (5) 494 Cherrier, Prosper Adolphe Léon (2) 203 – 206, 341, 399 – 403, 541 Chevalier, Michel (5) 578 Chevallier, siehe Gavarni Chevannes, Pierre (4) 508 Chevauchet, Henry Isidore (2) 363 – 364, 541 Chevigné, Louis-Marie-Joseph Le Riche, comte de (1) 122, 123, (5) 123 Chevin, Victor (2) 142, 367, 371 Chicard, eigentlich Alexandre Lévêque 210 – 212, 240, 368 Chifflart, Nicolas François (2) 334 Chlendowski, Louis (3) 18 – 21 Chodowiecki, Daniel (2) 265 Chollet, Paul (1) 117 Choppin, René (5) E Christian, Paul, siehe Pitois Chroniques Françoises de Jacques Gondar Clerc 427, 428

– 1970 –


Cicéri (2) 484 Cicéri, Eugène (2) 335 Cicero 509 Citrouillard, siehe Commerson Cladel, Léon (1) 533 Clapp, Sam (5) 7, 16, 24, 95, 173, 194, 198, 245, 290, 328, 332, 334, 342, 447, 459, 468, 515, 545, 565, 569, 583 Claretie, Jules (1) 533 Clavreuil, Jean (5) 120 Claye, Jules (3) 455 Clémentine d’Orléans (5) 265 Cler, Albert (1) 99 – 101, 360 Clerget (2) 37, 161 Clerget, Charles Ernest (2) 83, 390 Clerget, Hubert (2) 335 Clériceau, Alfred (5) 157, 321 Clérot, Victor (2) 485, 486 Clicquot-Ponsardin, Barbe-Nicole 122 Clouard, Maurice (5) 426 Cluzel, Étienne (5) 165, 334, 533, 583, D Coffetier (2) 417 Coindre, Victor (2) 394 Coleridge, Samuel T. (1) 124 Colin, Alexandre (2) 43, 370, 427, 428, 577 Collignon, François Jules (2) 37, 69, 366, 445 Colnaghi son (3) 378 Colnet Du Ravel, Charles Joseph (1) 194 Combe, William (1) 125 Comic Almanack, Le 589 Commerson, Jean-Louis-Auguste (1) 126 Compagnon, Jules (2) 493, 494 Comte, Achille (1) 279 Con[n]ard, Louis (5) 572 Conquet, Léon (3) 172, E; (5) 137 Constantin, Marc, siehe Roch Contes du gay sçavoir, Les 421, 422

Cooper, Robert (2) 265 Coppin, A. (2) 219 Coppin, Édouard (2) 24, 180 Coquebert, W. (3) 561, 562 Corbould, Edward Henry (2) 37, 70, 318 Corriez, siehe Canape et Corriez Cotton, André (2) 525 Couailhac, Louis (1) 48, 101, 185, 189, 210 – 212, 360, 496 Cousin, Charles Louis Auguste (2) 41, 354 Couturier, Étienne-Félix (2) 153 Cox, David (2) 598, 599 Coypel, Charles-Antoine (2) 449 Crapelet, Georges-Adrien (1) 127; (3) 127, 265, 266 Crépon, Louis (2) 335 Creswick, Thomas (2) 318, 538, 598, 599 Cretté, Georges (4) 210 Crosbie, Émile (2) K Croutelle, Louis (2) 192 Crowquill, Alfred, siehe Forrester Crozes (5) 399 Cuendias, Manuel de (1) 198 Curmer, Léon 215; (3) 5, 48 – 66, 210 – 218, 258, 337, 338, 347, 348, 357, 394, 482 – 484, 493, 494, 505 – 509, 552, 553, 598, 599; (5) 60, 144, 211 Curmer, Marie Catherine, geb. Borgers 51, 55, 56, 59 Cussy, Louis marquis de (1) 194 Cuvier, Georges 85 – 87 Cuzin (4) 506 Cuzin, Adolphe (4) 34, 532, 535 Cuzin, Francisque (4) 56, 566 D., E. (5) 179, 180 Dadds, Richard (2) 318 Daguin, Ernest (5) 515 Dalibon, François-Denis (3) 259

– 1971 –


Damot[t]e, Louis Jules (4) 109 Daniel, Francisco-Salvador (1) 260; (3) 260 Daniell, William (2) 102, 591 Danlos, Alexandre (3) 268 Dantan (2) 161 Dante Alighieri (1) 128 Darboy, Georges (1) 129 Dardel, R. (5) 357 Dardelet, Jean-Étienne (2) 79, 559; (3) 79 Dassance, Pierre-Nérée (1) 337, 552, 553 Daubigny, Charles-François H; (1) 116; (2) 43, 110 – 118, 155 – 161, 194 – 197, 210 – 212, 315, 316, 331 – 333, 349 – 351, 357, 360, 366, 485, 486, 492, 550, 568 – 570, 585, 586, 598, 599 Daudet, Alphonse (1) 533 Daumier, Honoré A; (2) 3, 24, 99 – 101, 130 – 136, 193, 210 – 212, 238, 324, 325, 347, 360, 366, 395, 432, 433, 458, 484, 496, 499, 501, 568 – 570, 576, 595 Daunou, Pierre-Claude François (1) 83 Dauvergne, Adolphe (2) 37 Dauvin et Fontaine (3) 591 Dauzats, Adrien (1) 80; (2) 80, 210 – 212, 471 – 473 David (2) 502 David, Bernard (4) 170 David, Jules (2) 85 – 87, 142, 367, 371, 394, 432 – 435, 484, 563 David, Salvador (4) 415 Davillier, Jean-Charles baron (1) 137, 138 Debayser, Gustave (5) 52, 212 Debon (2) 349 – 351 Debonnelle et Masson (4) 74, 76, 429 Debucourt, Louis Philibert (2) 194 Deburau, Jean-Gaspard, auch Jean-Baptiste, eigentlich Jan-Kašpar Dvorák 341, 540; (5) 341

Decamps, Alexandre Gabriel (2) 38, 99 – 100, 471 – 473 Defauconpret, Auguste-Jean-Baptiste (1) 199 Defoe, Daniel 600; (1) 139 – 140 Deghouy, Léopold (2) 369 Degryse, Georges (5) 9, 204, 267, 328, 444 Deirnwaell, siehe Cerfberr de Médelsheim Delacroix, Eugène 533, 582; (2) 38, 40 – 42, 217, 267, 268, 557 Delahaye, Charles-Hippolyte (2) 258 Delahaye, J. (3) 135 Delahaye, Jacquet (1) 496 Delambre, A. (2) 153 Delangle, N./frères (3) 75, 466 – 468 Delan[n]oy, Ferdinand (2) 96, 374, 546, 563 Delapalme, Émile (1) 141 Delaroche, Paul, eigentlich Hippolyte 563; (2) 502; (5) 228, 249 Delaunay (3) 149, 314 Delaunay, Étienne-Henri (1) 340 Delauney (4) 553 Delavigne, Casimir 540; (1) 577, 584 Delavigne, Germain 540 Delaville, Henri (2) 358, 480 Delduc, Prosper (2) 128 Delessert, Benjamin (1) 142 Delille, Jacques (1) 143, 144 Delloye, Henri-Louis (3) 14 – 16, 110 – 119, 129, 201, 202, 484, 492 Delmas (2) 480 Delord, Taxile (1) 3, 101, 155 – 161, 210 – 212, 296 – 298, 301 – 305, 311, 432, 433 Delpech, François-Séraphin (3) 84, 582 Delvau, Alfred (1) 485, 486 Démidoff, prince de San Donato, Anatole de 342; (1) 145 – 147, (5) 388 Demoraine, siehe Moraine

– 1972 –


Demoustier, Charles-Albert (1) 148 Dentu, Édouard (3) 274, 385 Dentu, Jean Gabriel (3) 261 Dériard, Ls. (5) 477 Deriège, Félix (1) 101, 135, 496 Deroi (2) 502 Derville, M. (2) A Desbillons, François-Joseph Terasse (1) 391 Desbordes-Valmore, Marceline (1) 577 Desbrosses, Léopold (2) 480 Descamps-Scrive, René (5) 9, 16, 27, 69, 127, 137, 144, 159, 165, 179, 180, 196, 247, 248, 270, 274, 286, 287, 365, 377, 379, 416, 421, 433, 435, 444, 476, 517, 566, 569, 599, 600 Deschamps, Antoni (1) 153 Deschamps, Émile (1) 153, 577 Deschamps, Martial (2) 78 Déséglise, Victor (5) 563 Desenne (3) 538 Desenne, Alexandre-Joseph (2) 108, 176, 192, 259, 393, 449 Desesserts, Alph. (3) 439 Desloges, Louis-Camille-Auguste (3) 185, 368, 448 Desmaisons, Émile (2) 391 Desmalis, J. (3) 83 Desmares, Eugène (1) 149 Desmé (3) 201 Desnoyers, Louis 540; (1) 99 – 101, 150 – 152, 189 Des O… (1) 458 Desœr, Théodore (3) 547 Desper[r]et, Auguste (2) 99 – 100, 277, 311 Desq, Pierre (5) 266 Destailleur, Hippolyte (5) 479 Destigny, Jean-François (1) 189

Devauchelle (4) 53, 71, 171, 187, 198, 207, 245, 289, 307, 315, 353, 355, 383, 384, 405, 417, 462, 466, 498, 509, 530, 533, 568, 573, 588 Devauchelle, Alain (4) 18, 296, 404, 422, 424, 426, 588 Devauchelle, Roger (4) 326, 333, 539 Devéria (2) 143, 207, 267 – 269, 394, 484 Devéria, Achille (2) 38 – 42, 83, 99 – 100, 153, 154, 336, 370, 543 – 545, 590 Devéria, Céleste 154 Devéria, Eugène (2) 38 – 42, 153 Devéria, Laure 154; (2) 153 Devillers (2) 69 Devilliers, siehe Goujon-Devilliers Devilly, Théodore Louis (2), 321 Dézé, Louis (4) 570 Diable à Paris, Le 155 – 161, 249 Diard, Buchhändler (5) 219 Dickens, Charles (1) 505 – 509 Didier (3) 443 Didot l’ainé, Pierre (3) 438 Dielmann, Jakob Fürchtegott (2) 266 Dimier, L. (5) 589 Dineley, Mark (5) 355 Dollet, Victor Jean François (2) 12, 458 Domenichino, eigentlich Domenico Zampieri (2) 487 Doms, P. J. (2) 442 Doré, Ernest (1) 184 Doré, Gustave (2) 1, 2, 8, 9, 25 – 30, 124, 128, 137 – 138, 162 – 175, 184, 186 – 188, 224 – 227, 353, 369, 374, 396 – 398, 442, 495, 496, 521 – 530, 550, 551, 578 Doré, Madame Michel (5) 171 Dorrenboom, L. H. (5) 536 Dousse, L. (5) 121, 363, 480, 571 Dower, John (2) 598, 599

– 1973 –


Doyle, Richard (2) 518 Drechsler, Joseph (4) 554 Drouyn, Léo (2) 121 Dubochet, Jacques-Julien (3) 85 – 87, 104 – 106, 150 – 152, 191, 203 – 206, 386 – 390, 406 – 408, 534, 535, 537, 585, 587, 588 Dubois (2) 597 Dubois, Alain (5) 260 Dubois, E. (3) 597 Dubouchet, Jean-François (2) 559 Dubouloz (2) 568 – 570 Du Chastel (5) 20 Duché, Pierre (5) 13, 39, 60, 99, 114, 118, 137, 166, 212, 479, 516, 569, 599 Ducis, Jean-François (1) 176 Ducrocq (1) O Du Deffand, Mary de Vichy Camrond, marquise 546 Dufart, P. (3) 322, 531 Dufour, A. H. (2) 55 Dufour, L.-P. (3) 179, 180 Dujardin, Louis (2) 343 – 346 Dumas, Alexandre 126, 534 – 537, 540, 565, C, D; (1) 101, 153, 177 – 181, 212, 360, 480, 485, 486 Dumas, Alexandre, fils 126; (1) 161, 182, 398, 485, 486 Du Maurier, George (2) 518 Dumersan, Théophile Marion 540; (1) 109 – 118 Dumineray (3) 532 Dumont, Louis (2) 128, 209 Dunand (2) 194 Dunand, siehe Durand, Victor Dunezat (4) 267 Du Pays, Augustin-Joseph (2) 8, 9 Dupeyron, Bonnet (2) 128

Dupin, Charles baron 209 Duplanil fils (4) 558 Duplessi-Bertaux, Jean (2) 261, 265 Dupont, Ambroise (3) 542 Dupont, Pierre-Antoine (1) 183, 184 Dupré (4) 226, 522 Dupuy, Henri (3) 91 Durand, Victor Napoléon (1) 581 Durand-Forgues, siehe Forgues Durand (du Siècle), siehe Guinot Durel (5) 89 Duru, Hippolyte (4) 89, 105, 203, 447, 541 Durvand, Lucien (4) 91 Dutacq, Armand Jean Michel (3) 25 – 27 Dutertre (3) 269 Dutillois, Antoine (2) 42 Duveyrier, Anne H. J. (1) 185 Duvi[c]quet, Pierre (5) 314 Dyonnet, Charles (2) 55 Edet jeune, Buchhandlung (5) 117 Edwards, W. Joseph (2) 129 Egleton, William Henry (2) 129 Émeric (2) 496 Emmich, Matthias (1) 505 – 509 Émy, Henri (2) 48, 110 – 119, 135, 185, 189, 210 – 212, 360, 368, 395, 519, 520, 576, 595 Énault, Louis 353; (1) 186 – 188 Enfantin, Augustin (2) 502 Engel et Schaeck (4) 139, 572 Engel, Jean 106; (4) 139, 186, 437, 572 Engelmann et Graf 92, 110, 114, 116, 117, 418; (3) 417 Erdell, V. (2) 128 Escoffier, Maurice 519; (5) 28 Esmerian, Raphaël (5) 26, 36, 58, 145, 346, 349, 403, 453, 515, 567 Essling, siehe Masséna

– 1974 –


Etherington, Alfred (2) 358 Étrangers à Paris, Les 189 Eude-Dugaillon, Auguste (1) 190 Eudel, Paul (1) G Eustache (2) 12, 458 Évangiles, Les 191 Éverat, Adolphe-Auguste 389; (3) 366 Excoffon (3) 360 Eyles, B. (2) 129 F., D. (5) 488 Fabliaux ou contes, fables et romans du XIIe et du XIII siècle 192 Fabre, Antoine-François-Hippolyte (1) 193 Fabritzius (2) 532 Faesch, Johann Ludwig bzw. Jean Louis (2) 11 Fagnion, Jules (2) 128, 541 Faguet, Adrienne (2) 335 Fath, Georges (2) 183, 319 Faucher, César de (5) 153 Faucher, Constantin de (5) 153 Fauchery, Antoine (1) 532 Fayot, Charles Frédéric Alfred (1) 194 Féart, Adrien (2) 207, 212, 505 – 509, 598, 599 Fellens, Jean Baptiste (3) 179, 180 Fénelon, François de Salignac de la Mothe (1) 195 – 197, 337, 480, 596 Ferdinand Philippe duc d’Orléans, siehe Louis Ferdinand Philippe duc d’Orléans Féréal, Victor de, siehe Subervie Fernandez, I. (5) G Férogio, François Fortune (2) 212, 218 Fertiault, Jules François (1) 219 Feuillet, Octave (1) 155 – 161, 480 Féval, Paul 563 Feyen-Perrin, François Nicolas Auguste (2) 335

Fichot, Charles (2) 485, 486 Fielding, Copley (2) 598, 599 Fielding, Henry (1) 199 Finden, Edward (2) 328 – 330 Finden, William (2) 271, 328 – 330 Fingeon (5) 194 Firmin-Didot 419, 421 – 425, 449, 502, 510, 554; (3) 143, 378, 423 – 426, 437, 495 Firmin-Didot, Ambroise (1) 485, 486 Fischer, Georges (2) 180 Fischer, Louise (5) 283, 284 Flameng, Léopold (2) 269 Fleischer, Friedrich (3) 310 Fleury, siehe Champfleury Fleury, A. (5) 38 Florian, Jean-Pierre Claris de (1) 200 – 207, 480, 596 Floury, Henri (3) L, N, P Flühmann, Adrian (5) 2, 8, 12 – 14, 23, 26, 32, 33, 35, 43, 47, 57, 60, 69, 86, 99, 105, 111, 112, 116, 124 – 126, 138, 139, 141, 142, 144, 145, 155, 157, 171, 182, 193, 197, 209, 211, 220, 243, 246, 248, 251, 262, 274, 275, 279, 286, 287, 289, 326, 346, 347, 349, 355, 361, 362, 372, 374, 379, 381 – 384, 388, 390 – 392, 401, 405, 407, 408, 410, 411, 416, 417, 420, 423, 424, 426, 432, 434, 442, 450, 452, 458, 463, 466, 473, 475, 476, 477, 480, 482, 483, 492, 494, 496, 498, 509, 511, 513, 514, 530, 532, 535, 539, 550, 551, 576, 591, 592, 596, 598, 599 Foa, Eugénie (1) 496 Foëch, siehe Faesch Fœlix, comte, siehe Raban Fonrouge, Antoine (3) 377 Fontaine, A. (2) 217 Fontaine, Auguste, Buchhandlung (5) 170

– 1975 –


Fontallard, Charles (2) 458 Fontaney, Antoine-Étienne (1) 153 Forest, Eugène Hippolyte (2) 101, 368, 458, 585, 586 Forgues, Paul-Émile Durand (1) 101, 208, 210 – 212, 293 – 295, 301 – 303 Forrester, Alfred H. (2) 318 Forssell, Christian Didrik (2) 176 Foster, Birkett (2) 550, 551 Foucaud, Édouard (2) 209 Foucher, Adèle 153 Foucher, Paul-Henri (1) 153 Foullon-Couppel du Lude 112; (5) 148 Foulquier, Jean Antoine Valentin (2) 74, 88, 89, 122, 123, 555 Fournier, Édouard (1) 485, 486 Fournier, Félicie (2) 14, 16, 267, 397 Fournier, Henri 107, 542; (1) 294; (3) 107, 139 – 140, 208, 293 – 303, 372, 373, 574, 575 Fournier, Marc (1) 360 Foussereau, Joseph Marie (2) 469, 470, 541 Fragonard (2) 449 Fragonard, Alexandre Évariste (2) 207 Fragonard, Théophile (2) 38, 40 – 42, 90, 191, 209 Français, François Louis (2) 7, 14 – 16, 49 – 61, 63 – 66, 85 – 87, 92 – 94, 139 – 140, 155 – 161, 207, 286 – 289, 313, 315, 316, 366, 431 – 433, 446, 447, 485, 486, 500, 541, 548 – 550, 552, 553, 574, 575, 598, 599 Français peints par eux-mêmes, Les 210 – 218 France, La 219 Francia, Louis (2) 502 François I., siehe Franz I. von Frankreich François, Buchhändler (5) 489 François, Alphonse (2) 153, 195 – 197

François, Julie 153, 154 François, Pauline (5) 153 Franklin, John (2) 318 Franz I. von Frankreich (1) 419 Freeman, William Henry (2) 357 Frémy, Arnould (1) 135, 189, 210 – 212, 238, 301 – 303 Frère, Édouard (2) 179, 189 Frère, Théodore (2) 189 Friedrich I., Prinzregent von Baden 316 Friedrich II . von Preußen 361, 362, 379; (1) 597 Friès, Charles (1) 212 Frilley, Jean-Jacques (2) 31, 459, 479 Froment, Charles (3) 11 Fürstenberg, Fürstliche Hofbibliothek (5) 102 Fugère, Jean Marie (2) 581 Furne, Charles 24, 563; (3) 71 – 73, 199, 220 – 223, 225 – 227, 315, 354, 376, 442, 477 – 479, 574, 575 Gagn[i]et, Jules, eigentlich Jacques Gagné (2) 210 – 212, 238, 359, 548, 549, 585, 586 Gaildr[e]au, Jules (2) 212, 439 Galette, J. B. (4) 123 Galibert, Léon (1) 220 – 223 Galitzin, Michail Alexandrowitsch Fürst (5) 449 Galland, Antoine (1) 446, 447 Gallimard, Paul Sébastien (5) 60, 212, 479 Gallimard, Raymond (5) 212 Gandais, Augustin (1) 125 Ganivet, Léon (3) 103 Garnerey, Auguste (2) 419 Garnier frères 563; (3) 29, 30, 96, 129, 331 – 333, 492, 526 – 528, 546, 568 – 570 Garnier, Auguste P. (5) 528 Gartner (5) 597

– 1976 –


Gaston-Dreyfus, René (5) 239 Gauchard, Jean (2) 128, 184, 353, 397 Gaudin (3) 209, 220 Gaussen, A. (2) 418 Gautherot, Pierre (2) 380 – 383 Gautier, Émile (5) 266 Gautier, Ferdinand (5) 580 Gautier, Théophile 126, 533, 540, C, D; (1) 37, 101, 155 – 161, 210 – 212, 224, 243 – 248, 485, 486 Gautier, Théophile, fils 225 – 227 Gavarni, eigentlich Guillaume-Sulpice Chevallier 215, 228, 290, B, L, P; (1) 228 – 237, 239 – 257, 505 – 509; (2) 3, 5, 14 – 16, 22 – 24, 99 – 101, 135, 155 – 161, 178, 182, 183, 189, 210 – 212, 213, 217, 218, 228 – 257, 274, 320, 324, 325, 347, 357, 360, 368, 395,432, 433, 458, 480, 484, 496, 499, 501, 571 – 573, 595, B, L, P; (5) 212 Gavault, Paul (5) 152, 201, 209, 301, 304, 319, 365, 444, 447, 476, 541, 598 Gay, Sophie 546 Géniole, Alfred André (2) 210 – 212, 496 Genlis, Félicité de 546 Genoude, Antoine-Eugène (1) 487 Geoffroi (2) 82 Geoffroy, Charles (2) 95, 109, 251, 252, 269, 304, 305, 307 – 309, 311, 546, 556, 563, 568 – 570, J Geoffroy-Dechaume, Adolphe-Victor (2) 43 Gérando, Joseph-Marie baron de (1) 142 Gérard (2) 363 – 364, 564 Gérard, Alphonse (2) 210 – 212, 218 Gérard, François (2) 176, 380 – 383

Gérard Séguin, Jean Alfred (2) 150 – 152, 195 – 197, 323, 391, 394, 418, 465, 480, 492, 552, 553, 596 Germond de Lavigne, Léopold Alfred Gabriel (1) 519, 520 Géraut, Pierre Nicolas (2) 370 Gerson, Jean 340 Géruzez, Eugène (1) 374 Gervais, Paul (1) 258 Gessner, Salomon 585; (1) 259 Giacomelli, Hector (1) I; (2) 141, 169, 170, 444 Gide (3) 80 Gigoux, Jean François 477, K; (2) 38, 42, 183, 349 – 351, 399 – 408, 480, 595, 596 Gihaut frères 120, 278, 478, 503, 557 Gilbert, John (2) 317, 318 Gilbert, Nicolas Joseph Laurent (1) 259 Gill, André, eigentlich Louis Gosset (2) 481 Giraldon, Adolphe (1) 37 Girard, Louis (1) 260 Girardet, Charles-Samuel (2) 597 Girardet, Karl (2) 85 – 87, 92 – 94, 107, 121, 432, 433, 446, 447, 541, 543 – 545, 571 – 573, 585, 586 Giraud, Eugène (1) 110 – 118, 178 Giraud-Badin, Librairie (5) 100, 118, 212 Giraudeau, Abel (5) 288, 388, 515 Girodet-Trioson, Anne-Louis 597; (2) 70, 153, 176 Giroux, Alphonse, Buchhändler (4) 53; (5) 355, 488 Gobin, Henri (2) 96 Goblain, Antoine Louis (2) 502 Godard, Pierre François (2) 337, 399 – 403, 406 – 408, 418, 564 Goeben, August Karl von 171

– 1977 –


Goethe, Johann Wolfgang von 13, 582; (1) 261 – 269 Goldsmith, Frank (5) 270 Goldsmith, Oliver (1) 270 – 273, 480 Goncourt, Edmond und Jules de 192, 231, 233, 237, 250; (1) 274; (5) 274 Gondar, siehe Chroniques Françoises de Jacques Gondar Clerc Gonet, Mlle (3) 190 Gonet, Gabriel de (3) 95, 109, 251, 252, 304, 305, 307 – 309, 441, 592, 593 Gontier, E., Buchhändler (5) 227 Gonzalès, Emmanuel (1) 101, 484 Gosselin, Charles 292, 354; (3) 13, 314, 326, 327, 341, 502, 568 – 570 Gosset, siehe Gill Gostiaux, Gabriel (2) 340 Goujon-Devilliers, Antoine Abraham und Étienne (2) 192 Goupil, Frédéric (2) 150 – 152 Goutière, Tony (2) 43, 556 Gowland, James (2) 371 Gozlan, Léon 540; (1) 101, 155 – 161, 210 – 212, 243 – 248, 275, 434, 435, 465, 480, 533 Grandville, eigentlich Jean-Ignace-Isidore Gérard J; (1) 107; (2) 38, 42, 82, 83, 85 – 87, 99 – 101, 107, 110 – 118, 121, 139 – 140, 161, 190, 203 – 206, 210 – 212, 276 – 313, 324, 367, 372, 373, 391, 458, 480, 497, 534, 535, 537, 574, 575, 583, 595, 596 Granet (2) 564 Grant & Co. (3) 353 Graux, Lucien- (5) 425 Gray, Charles (2) 64, 66 Greffulhe, comte (5) 282, 545 Grenan, Frédéric (2) 209 Grenet, Jules Dominique Adolphe (2) 335

Grenier, François (2) 38, 40 – 42, 212 Gresset, Jean-Baptiste-Louis (1) 314 Grimod de la Reynière, Alexandre-Balthazar-Laurent (1) 194 Gruel (4) 374, 417 Grund, Johann (2) 316 Guartley, J. (2) 128 Gudin, Théodore (2) 456, 564 Guenée, Adolphe 416 Guénepin, Auguste Jean Marie (2) 370 Guêpes, Les 356 Guérin, Th. (2) 180, 189 Guesnu, Hilaire (2) 482, 483 Guichardet, Francis (1) 212 Guilbaut (2) 217 Guilbert, Ch. (2) 4 Guillaumot, Eugène (2) 210 – 212, 541 Guillemin, Léon (1) 185, 368 Guilleminet (3) 200 Guinot, Eugène 342, 589; (1) 101, 155 – 161, 189, 315, 316, 325 Guiraud, Alexandre (1) 577 Guizot, François Pierre Guillaume (1) 317 Gumprecht, Thaddäus Eberhard (1) 97 Gusman[d], Adolphe (2) 128, 210 – 212, 214, 217, 397, 442 Guttinguer, Ulric (1) 153 Haarhaus, Robert (4) 258, 305, 308, 309, 315, 357, 534, 536, 537 Hachette (3) 1, 2, 8, 9, 124, 128, 137, 138, 141, 186 – 188, 317, 335, 374, 376, 396, 397, 440, 550, 551, 578 Hadamard, Auguste (2) 109 Hager, Julius (4) 310 Hall, Samuel Carter (1) 318 Hall, Sidney (2) 317 Halley-Hilbeck (2) 48 Hallez, Louis Joseph (2) 339

– 1978 –


Hanin, Jules D Hanotaux, Gabriel (1), 172 Hanska, siehe Balzac, Ewelina de Hantge, F. (2) 379 Harding (2) 502 Hardy (4) 335, 350 Hardy-Mennil (4) 59, 60, 88, 567 Harleville, Collin d’ (1) 148 Harrison, Henry (2) 48 Hart, Robert (2) 64 – 66, 399 – 403, 406 – 408 Harvey, William (2) 556, 598, 599 Haslock (2) 598, 599 Hauër, J. F. (3) 531 Haumont (2) 316 Havard, Gustave (3) 4, 24, 126, 182, 207, 311, 319, 457 Havard, Jean-Alexandre (1) 70, 207, 319 Haviland, Ch.-Ed. (5) 169 Havrée, F. (5) 107 Hayoit, Charles (5) 19, 206 Hazé, François Alexandre (2) 260 Heath, Charles (2) 129, 269 Hébert, César Auguste (2) 179, 210 – 212, 220 – 222, 343 – 346, 479 Hédouin, Edmond (2) 352 Heinrich IV. von Frankreich 481, 597 Hélène duchesse d’Orléans, geb. Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin (5) 77, 472, 473, 584 Helfenberger (2) 469, 470 Henri IV., siehe Heinrich IV. Henri d’Artois, comte de Chambord (5) 234 Henriet, Frédéric (1) H Hérou (2) 449 Hervé, F. (2) 598, 599 Hetzel, Pierre Jules 313; (1) 155 – 161, 203 – 206, 243 – 248, 286 – 289, 460 – 465,

476, 480, 495, 565; (3) 22, 23, 155 – 161, 177, 243 – 248, 262 – 264, 272 – 273, 275, 286 – 289, 356, 365, 391, 418, 437, 460 – 465, 474 – 476, 480, 495, 565, 596; (5) 160 Hetzel, Sophie (5) 275 Hilaire, Marc (1) 189, 325, 458, 589 Hild, Roger (5) 13 Hildibrand, Henri Théophile (2) 128, 367, 369 Hilpert, F. (1) 210 – 212 Himely, Sigismond (2) 85 – 87 Histoire et Cronicque du Petit Jehan de Saintré 426 Historial du Jongleur, L’ 423 – 425 Hocquet, Henri (5) 332 Hoe, Robert (5) 75, 370, 428 Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus (1) 177, 320, 505 – 509 Holfeld, Hippolyte (2) 543 – 545 Holl, Francis (2) 129 Holl, William (2) 129 Homer (1) 321, 505 – 509 Homme à la longue barbe, L’ (1) 501 Honnegger (4) F Hooper, Henry (3) 406 Hopwood, James (2) 265, 545 Horatius Flaccus, Quintus 352; (1) 322 Hotelin, Laurent (2) 128, 587, 588 Houdaille, Étienne (3) 145 Houdin, Robert 165 Houssaye, Arsène (1) 155 – 161, 323, 432 – 435, 480, 485, 486 Houssaye, Henry (5) 263 Houssiaux, Alexandre (3) 183 Hover, Samuel (1) 5 How, Jeremiah (3) 318 Howard, Edward (1) 5

– 1979 –


Howitt, William (1) 5 Huart, Louis 126; (1) 3, 23, 99 – 101, 133 – 135, 189, 238, 311, 324, 325, 432, 433, 458, 499, 589 Huet, Lucie 548, 549 Huet, Paul 597; (2) 49 – 60, 64 – 66, 153, 598, 599 Hugo, François-Victor (1) 485, 486 Hugo, Victor 126, 534 – 537, 540, 560, 565, C, D; (1) 153, 161, 326 – 334, 485, 486, 577, 584, M Hugues, Eugène (3) 334 Huicque, J-B. (1) 101 Humbert, Aimé (1) 335 Hunt, Leigh (1) 5 Huser, Georges (4) 442, C Imitation de Jésus-Christ, L’ 336 – 340 Ingwersen, Maria (5) 554 Irton, Richard (2) 598, 599 Isabey (2) 194 Isabey, Eugène (2) 38, 49 – 60, 62, 65, 456, 482, 483 Isabey, Jean Baptiste (2) 10, 42 J., W., siehe W., J. Jacob, Eugène (5) 48, 135, 185, 238, 359, 368, 448, 501 Jacque, Charles-Émile (2) 43, 49 – 60, 62, 66, 210 – 212, 271, 458, 480, 493, 494, 505 – 509, 566, 567 Jacquemin, Cyprien (2) 83 Jacquemot, Georges François (2) 315, 316 Jäger, F. (5) 85 Jahyer, Octave (2) 184, 369 Jaime (1) 484 Janet, Louis (3) 419, 420, 427, 428; (4) 427, 428, 597 Janet, Louis, veuve (3) 251, 252, 363, 364

Janet-Lange (2) 3, 4, 14 – 16, 135, 207, 271, 395 Janin, Jules 126, 194; (1) 37, 74, 85 – 87, 101, 155 – 161, 182, 189, 195 – 197, 210 – 212, 286 – 289, 341 – 352, 376, 409 – 411, 413, 432 – 435, 480, 485, 486, 509, 511 – 517, 559, 566, 567; (5) 147, 197, 398, 509, 514, 533, 541, 599 Janvier, Pierre (1) 169, 170 Jattiot (2) 369 Jaufre Rudel (1) 369 Jeanne d’Arc 500, 546 Jeanron, Philippe Auguste (2) 212, 493, 494, 505 – 509 Jeanson, Marcel (5) 96 Jerrold, Blanchard 186; (1) 353 Jerrold, Douglas William (1) 5, 212 Johannot, Alfred (2) 31, 38, 40 – 42, 143, 199, 328 – 330, 349 – 351, 354, 459, 563 Johannot, Tony 597; (2) 7, 13, 24, 31, 38, 40 – 43, 47, 49 – 65, 67, 68, 71 – 73, 82, 83, 104 – 106, 178, 183, 195 – 197, 207, 210 – 212, 262 – 266, 269, 271 – 273, 315, 316, 326 – 333, 337, 341 – 347, 354, 355, 370, 375, 394, 409 – 413, 450 – 454, 459 – 464, 466 – 468, 474 – 476, 480, 488 – 491, 511 – 517, 535 – 537, 541, 543 – 545, 548, 549, 552, 553, 563, 566, 567, 590 Joli (2) 502 Jolly Bavoillot, C. (1) D Joly (4) 505 Jonnard-Pacel, Florentin (2) 353, 442 Jordan, Rudolf (2) 457 Josserand, Louis (1) 581 Jouaust, Damase (3) 74 Joubert, Ferdinand (2) 556 Jouin, Henri (1) K Jouvet (3) 227, 442

– 1980 –


Juncetis, A. (1) 155 – 161 Karl III . von Bourbon-Parma 418 Karl X. von Frankreich 10, 31, 378, 531, 542, 597 Karr, Alphonse 540; (1) 95, 101, 155 – 161, 210 – 212, 304 – 305, 356 – 358, 480, 485, 486 Kaufmann (4) 414 Keene, Charles (2) 518 Kieffer, René (4) 108, 555 Klein, Edmond 565; (4) 25 Kock, Charles-Paul de 540; (1) 101, 210 – 212, 359, 360, 395, 485, 486, 589 Kolb, Carl (2) 368 Krauss, Georg Melchior (2), 265 Kretzschmar, Eduard (2) 361, 362, 379 Kronheim, J. M. (4) 14, 204, 206, 511, 560 Kronheim & Skirving (4) 14 Krüdener, Juliane von 546 Kugelmann, G. (3) 142, 432 – 435 Kugler, Franz 386; (1) 361, 362 Kwiatkowski, Anton Teofil (2) 153 La Bédollière, Émile Gigault de (1) 5, 210 – 212, 286 – 289, 363 – 365, 480, 485, 486, 493, 494, 505 – 509, 532, 552, 553 La Bédoyère, Henri-Noël-François Huchet de (1) 265, 266; (5) 108, 266 Labitte, Adolphe (5) 447, 514 Lablachio 540 Laborde, Alexandre comte de (1) 366 La Bruyère, Jean de (1) 367 Lachapelle, Charles (3) 135 Lachenal, Adrien (5) 30 Lacoste (2) 69, 203 – 206, 399 – 403, 406 – 408 Lacoste, A. (2) 463 Lacoste, Pierre-Eugène (2) 185, 368, 448 Lacoste, Pierre-Gabriel (jeune) (2) 64, 459, 541

Lacour-Lestudier, siehe Lestudier-Lacour Lacroix, A. de (1) 189 Lacroix, Jules (1) 153 Lacroix, Paul 126; (1) 110 – 118, 153, 184, 432, 433, 521 – 525, 548, 549; (5) 184 Lacroix, Verbœckhoven et Compagnie (3) 485, 486 Ladimir, Jules (1) 210 – 212 Ladrague, Augustin (5) 113 La Ferrandière, Marie-Anne Petitan, marquise de 55 Laffitte, Jacques 209 Lafitte, Louis (2) 55 Lafon, Mary, eigentlich Jean-Bernard Lafon (1) 369, 432, 433 Lafond, Henri (5) 21, 41, 56, 77, 106, 179, 180, 196, 433, 584 La Fontaine, Jean de 149, 312, 313, O; (1) 207, 283, 370 – 374, 480, 596 La Fortelle, V. de (5) 335 La Goutte, siehe Blanc Lainé, Georges (5) 52, 246, 350, 387, 435, 515, 567 Laing, Charles D. (2) 371 Laisné, Adèle (2) 48, 64, 209, 343 – 346, 357 Laisné, Aglaé (2) 64 Laisné, Jules (3) 3, 135, 185, 395, 456, 576 La Landelle, Gabriel de (1) 212 Lalanne, Jean-Baptiste (1) 194 Lalanne, Maxime (2) 485, 486 Lalauze, Adolphe (2) 269 Laly (2) 369 Lamartine, Alphonse de 126, 167, 168, 535 – 537, 540; (1) 111, 375, 376, 577, 579, 580, 584 Lamb, Charles (1) 556 Lamennais, Hugues Félicité Robert de (1) 336, 339, 487

– 1981 –


Lami, Eugène (2) 37, 38, 40 – 42, 210 – 212, 315, 316, 347 – 348, 354, 377, 378, 423 – 426, 458, 502, 595 Lami-Denozan (3) 378, 421, 422 – 424, 502 Lamiche, F. (3) 436 La Monnoye, Bernard de (1) 76 Lampsonius, Eugène (2) 24 Lancelot, Dieudonné Auguste (2) 335, 550 Lange, Eduard (1) 379 Langlard (5) 140 Langlé, Ferdinand (1) 421 – 425 Langlois, Philibert (2) 14 – 16, 269, 541, 552, 553 Langlumé, Pierre 278, 503; (3) 276, 277 Lanterne magique, La 12 La Place, Pierre-Antoine (1) 176 Laplante, Charles (2) 128 Laplante, Édouard de (2) 96 Larchier fils (4) 121 Lardanchet, Buchhandlung (5) 386, 552 La Rochefoucauld (5) 176 Larue, L. G. A. (5) 315 La Sablière, Marguerite de 370 La Sale, Antoine de (1) 426 Lasalle, Albert de (1) 385 Las Cases, Emmanuel comte de (1) 380 – 384 Lassalle, Louis, eigentlich Louis Simon Cabaillot (2) 439 Lasteyrie, Ferdinand de (1) 485, 486 Latouche, Henri (1) 577 Latour, Antoine de (1) 488 – 491 L’Aulnaye, François Henri Stanislas de (1) 521 – 525 Launay, Robert de (2) 200 Launoit, Paul Auguste Cyrille baron de (5) 302 Laurens, Henri (3) 539, A

Laurent (4) 57 Laurent, Aimé, siehe Meeûs Laurent de l’Ardèche, Paul-Matthieu (1) 386 – 390 Laurent-Jan (1) 155 – 161, 243 – 248 La Valette, Charles Guillaume Sourdille de 122, 123, 313; (1) 391 Lavalette, S. (1) 155 – 161 Lavallée, Théophile (1) 155 – 161 La Vallière, Louise de 546 Lavaux, Adrien (4) D, G Lavieille, Adrien (2) 128, 210 – 213, 217, 220 – 222, 275, 343 – 346 Lavigne (3) 3, 17, 135, 185, 238, 320, 321, 325, 395, 576, 600 Laville, Eugène (2) 69, 82, 207, 209, 446, 447, 545, 564 Lavoignat, Hippolyte (2) 51, 122, 123, 220 – 222, 343 – 346, 399 – 403, 406 – 408, 492, 568 – 570 Lazarille de Tormes 408 Leblanc, Félix (2) 358 Lebrun (4) 599 Lebrun, Alfred (5) 557 Le Chevalier (3) 256, 408, 534, 535, 537 Leclère, T. (4) 26 Lecomte (2) 354 Le Comte, J. (4) 138 Lecou, Victor 563; (3) 14 – 16, 70, 264, 273, 357, 475, 585, 586 Le Coutourier (2) 178 Lécrivain et Toubon (3) 183 Lécurieux, Jacques Joseph (2) 324, 349 – 351 Ledoux, Auguste (2) 417 Le Duchat, Jacob (1) 521 – 525 Leech, John (2) 518 Lefèvre (2) 370

– 1982 –


Lefèvre (3) 143 Lefèvre aîné (2) 195 – 197 Lefilleul (5) 59 Lefix (1) 392 Lefranc, E. (5) 24 Lefuel (3) 554 Legouvé, Gabriel (1) 393 Legoyt, Alfred (1) 155 – 161 Legrand, Émile C. A. (5) 2, 5, 12, 13, 31, 271, 286, 445, 480, 499, 587 Legrand, Michael (5) 262, 343 Legrand, Paul (2) 85 – 87 Legrand d’Aussy, Pierre-Jean-Baptiste (1) 192 Le Gros, Nicolas (1) 547 Leloir (2) 121, 418, 541, 587, 588 Lemaire, Frédérick 130 Le Maire, Louis Alphonse Léon (2) 340 Le Maistre, sieur de Sacy, Louis-Isaac (1) 191, 394 Lemaître, Augustin François (2) 354, 370, 375 Lemaître, Ernest (5) G Lemardeley (4) C Lemer, Julien (1) 311 Lemercier, Charles Nicolas (2) 600 Lemercier, Joseph 92, 253, 255, 300, 338, 456 Lemire, Noël (2) 75 Lemoine, Édouard (1) 3, 189, 286 – 289, 395, 589 Lemoisne, Paul-André (1) L Lemon, Mark (1) 518 Lemud, Aimé de (2) 43, 321, 331 – 333 Lenègre, Antoine (4) 21, 258, 304, 546 Leopold, Großherzog von Baden 315, 316 Léopold I. duc de Lorraine 259 Le Petit, Jules (5) 514

L’Épine, Ernest (1) 396 – 398 Le Play, Frédéric (1) 146, 147 Le Poit[t]evin, Eugène (2) 484, 543, 544 Leroux, Pierre (1) 262 – 264 Le Roux/Leroux de Lincy (1) 110 – 118, 432 – 435 Le Roy, Jules (5) 25, 382, 477 Le Roy, Léon (5) 195, 477, 543 Le Sage, Alain René (1) 399 – 413 Lesage, E. (3) 501 Le Senne, Eugène (5) 455 Lesestre, Gustave (2) 541, 584 Lestudier-Lacour, Gabriel Louis (2) 328 – 330, 556 Le Tourneur, Augustin-Jean (1) 487 Letourneur, Pierre (1) 176 Levasseur, Arthur (2) 394, 596 Levavasseur, Alphonse (3) 583 Lévêque, Alexandre, siehe Chicard Levilly, Philéad Salvator (2) 446, 447 Lévy, Gustave (2) 269, 315 Levy, Jacques (5) 82 Lévy, Michel, frères (3) 4, 122, 123, 184, 269, 414 – 416, 535 – 537 Lewicki, Jan (2) 190 Leyendecker, Paul Joseph (2) 317 L’Henry, J. (3) 77, 584 L’Héritier (de l’Ain) (1) 286 – 289 Libermann (4) 77, 584 Liebherre (4) 70, 139, 243, 297, 475 Liénard (4) 417 Lienhart, Franz de (1) 496 Lignon, Frédéric (2) 449 Lindeboom, A. (5) 370 Linton, Henry (2) 128 Lireux, Auguste (1) 243 – 248, 414 – 416, 532 Liszt, Franz 534, 535, 537 Lithographie mensuelle 99 – 100, 283

– 1983 –


Livre d’Amour 419 Livre d’ heures 417, 418 Livre Mignard 420 Livre des petits enfants, Le 480 Livres Troubadour 419 – 428 Lix, Frédéric Théodore (2) 317 Loiseau, Théodore Auguste (1) 117 Loliée, R. & B. (5) 321, 446, 553, 564 Lorentz, Alcide Joseph (1) 429, 430; (2) 185, 210 – 212, 243 – 248, 358, 365, 429, 430, 458, 480, 484, 532, 596 Lorsay, Eustache (2) 82, 545, 568 – 570 Lortic, Marcellin (4) 478 Lortic, Pierre Marcelin, père (4) 274, 340 Loubon, Émile (2) 212, 496 Louis, siehe auch Ludwig Louis duc de Bourgogne 195 – 197 Louis Ferdinand Philippe duc d’Orléans (1) 471 – 473; (5) 57, 279 Louis-Philippe I. 78, 99 – 100, 149, 283, 429 – 430, 497 Louis-Noël, Hubert (2) K Louise Charlotte, Prinzessin von Bourbon-Sizilien (5) 377 Louise Marie Thérese von Bourbon-Parma 418 Louvet de Couvray, Jean-Baptiste (1) 431 Loviot, Louis (5) 465 Lucas (2) 482, 483 Ludwig I. von Bayern 318; (5) 322 Ludwig XIV. von Frankreich 195 Ludwig XVIII . von Frankreich (1) 558 Lurine, Louis 414; (1) 311, 432 – 436 M., A. de (5) 560 M., C. (5) 72 MacDonald, James (4) 83, 178 Macé, Jean (1) 437 Maclise, Daniel (2) 538

Magasin pittoresque, Le 121, 306, 313 Maggs Bros. (5) 77 Magnier, Charles (4) 128, 526 Magnin, Jules (5) 480 Mahérault, siehe Armelhault Maillart, A. (2) 317 Maillart, Diogène (2) 317 Mainguet, Alfred (1) 541 Mainzer, Joseph (1) 210 – 212 Maissin, Eugène (1) 80 Malapeau, Charles (2) 5, 125, 211 – 212, 484 Malherbe, François de (1) 438 Malivoir, Cristofe 423 – 425 Mallet, J. (3) 7, 431, 500, 579, 580 Mallet, Marie (1) 439 Malo, Charles (1) 419, 420 Mame, Alfred (3) 88 – 89, 92 – 94, 107, 169, 170, 314, 339, 555; (4) 94, 339 Manduit (2) 354 Mangeot, R. (5) 429 Mansson, Théodore Henri (2) 153 Manteuffel, Edwin von 171 Manuel, siehe L’Épine Marc, Aug. (3) 255 Marchal, Charles (1) 135 Marchant (3) 548, 549 Marckl, Louis (2) 14 – 16, 69, 179, 180, 195 – 197, 273, 376, 394, 395, 432, 433, 543, 544, 563 Maresq & Compagnie (3) 24 Marguerite de France 481 Maria Nikolajewna, Großfürstin von Rußland (5) 301 Mariage, Louis François (2) 487 Marie de France (1) 505 – 509 Marie Amélie de Bourbon-Siciles 531; (5) 443

– 1984 –


Marie Caroline duchesse de Berry 377, 531; (5) 487, 542 Marie, Adrien Emmanuel (2) 181, 317, 335 Marie, Aristide (1) M, N; (5) 103, 404 Marillac, Michel de (1) 338 Maritus, E. (1) 458 Marius Michel (4) 527 Marius Michel, Henri (4) 38, 55, 59, 60, 89, 170, 358, 444, 549 Marius Michel, Jean (4) 94, 170 Marmier, Xavier (1) 440 Marmontel, Jean-François (1) 597 Maroncelli, Piero (1) 488 – 491 Marot, Clément (1) 419 Marrast, Armand (1) 155 – 161 Martinon, P. (3) 135, 232, 238, 251, 252, 441, 484, 592 Marville, Charles (2) 64, 85 – 87, 121, 195 – 197, 271, 342, 394, 446, 447, 469, 470, 541, 552, 553, 584 Marvy, Louis (2) 357, 482, 483, 493, 494 Marx, Roger (5) P Mary, Charles, Buchhändler (5) 547 Mary-Lafon, siehe Lafon Massard, Alexandre (2) 370 Massard, Léopold (2) 43, 546 Masséna, Victor, prince d’Essling, duc de Rivoli (5) 505 Massillon, Jean Baptiste (1) 337 Masson fils (3) 69 Masson, siehe Debonnelle et Masson Mastrella (1) 259 Matthieu, Oscar (2) 317 Maucler, Philippine de (5) 451 Maurand, Charles (2) 128, 396, 397 Maurisset, Théodore (2) 101, 135, 325, 399 – 403, 406 – 408 Mauzaisse, Jean-Baptiste (2) 531, 597

Maximilian I. von Bayern 597 Maximilian de Beauharnais, Herzog von Leuchtenberg 301; (5) 552 Mayer, Carl (2) 269 Mayer, Constance (2) 393 Maylander, André (4) 17, 58, 112, 135, 145, 158, 238, 287, 331, 401, 407, 463, 467 Maylander, Émile (4) 7, 17, 58, 112, 135, 145, 158, 193, 238, 287, 327, 331, 401, 407, 463, 467 McDonald, siehe MacDonald McLeish G. & C. (4) 376 McLise, siehe Maclise Meadous, siehe Meadows Meadows Joseph Kenny (2) 5, 211 – 212, 318 Measom, William (2) 369 Mécou, André Joseph (2) 10 Meeûs, Laurent (5) 36, 41, 101, 105, 119, 122, 145, 194, 209, 332, 347, 350, 385, 446, 515, 537 Meissonier, Ernest (1) 116; (2) 24, 49 – 60, 64, 66, 71 – 73, 110 – 118, 122, 123, 135, 210 – 212, 218, 238, 273, 331 – 333, 357, 391, 394, 408, 480, 552, 553, 595, 596, 598, 599 Mendelssohn, Hermann (3) 379 Mendès, Catulle (1) 533 Mendoze (2) 314 Menessier, siehe Nodier-Menessier Menut-Alophe, siehe Alophe Menzel, Adolph von (2) 361, 362, 379 Mequignon-Marvis (3) 108 Méray, Antony (1) 592, 593 Mercier (4) 574 Mercier, Émile (4) 13, 16, 22, 31, 37, 39, 43, 52, 69, 80, 93, 103, 117, 141, 166, 196, 238, 262, 270, 271, 320, 343, 346, 347, 361, 372, 385, 388, 402, 411, 432, 434,

– 1985 –


452, 468, 470, 477, 480, 492, 513, 516, 524, 528, 548, 575, 587 Mercier, Georges (4) 82, 99, 119, 122, 132, 137, 142, 145, 150, 194, 220, 232, 247, 252, 332, 365, 369, 386, 396, 436, 453, 476, 491, 523, 571, 579, 585, 596 Mercier, Victor (5) 19, 93, 126, 149, 181, 182, 194, 366, 385, 445, 459, 480, 528, 557 Méric, Victor (5) 398 Mérimée, Prosper C, D Merlin, Jacques-Simon, Buchhändler 56 Merre, Marcel de (5) 117, 322, 400, 537 Merruau, Paul (1) 189 Méry, Joseph 31, 540; (1) 32 – 36, 155 – 161, 210 – 212, 251, 252, 307 – 309, 441 Mesnel, A. (2) 335 Messey, H. comte de (1) 492 Messier (4) 104 Meunier, Amédée-Victor (5) 487 Meunier, Charles (4) 472, 494 Meyer, Arthur (5) 55 Michal-Ladichère, François-Alexandre (1) 79 Michaud, Jean-François de (1) 442 Michel, Francisque Xavier (1) 427, 428 Michelant, Louis (1) 443 Michelet, Jules (1) 444 Midderigh, Jacques (2) 95 Midy, Th. (1) 496 Migham, Emmie (5) 74 Miguet, Charles (5) 107 mille et un jours, Les 445 mille et une nuits, Les 446, 447 Milton, John (1) 143 Minne, Alphonse Joseph Ferdinand (2) 128 Mirecourt, Eugène de 126; (1) 360

Moisand, Constant (1) 448 Moland, Louis (1) 526 – 528 Molière, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin 277; (1) 449 – 454 Monmerqué, Louis (1) 555 Monnier, Henri 215; (1) 46, 101, 155 – 161, 210 – 212, 378, 455, 485, 486, 589; (2) 24, 38 – 42, 44 – 46, 99 – 101, 135, 149, 161, 210 – 212, 217, 218, 238, 324, 360, 363 – 364, 378, 421 – 425, 455, 496, 595 Monselet, Charles (1) 311, 533 Montaran, Marie Constance Albertine Moisson de Vaux, baronne de (1) 456 Monteaux, Émile (5) 345 Montgermont, Louis Lebœuf de (5) 16, 127, 141, 356, 388, 402, 431, 452, 457, 480, 492, 495, 550, 551 Montigneul, Émile (2) 121, 363 – 364 Montigny, J. P. M. (1) 322 Monvoisin, Gaston (2) 128, 564 Moraine, René Louis Pierre de (2) 4, 198, 349 – 351, 434, 435, 446, 447, 564 Moreau le jeune, Jean-Michel (2) 192, 265, 393 Morel-Fatio, Léon Antoine (2) 349 – 351, 380 – 383, 482, 483 Morgan, John Pierpont (5) 509 Morgand, Damascène (5) 55, 105, 269, 279, 340, 349, 377, 421 Morice, Émile (1) 423 – 425 Morizot (3) 81, 440 Morin, Edmond (2) 385, 485, 486 Mornand, Félix (1) 189 Mortier de Trévise, duc de Trévise, Hippolyte Charles Napoléon (5) 437 Mote, William Henry (2) 129 Motte, Charles 154, 531, 597; (3) 267

– 1986 –


Moulin, Sainte Marie Ludovic Hardouyn Hippolyte (2) 417 Moura, Édouard (5) 127 Mourguet, Laurent (1) 581 Mourlot, V. (3) 102 Moynet, Jean Pierre (2) 434, 435 Münchhausen, Karl Friedrich Hieronymus von (1) 224 – 227, 539 Mugnerot (4) 446 Muller, Frédéric-Guillaume (4) 102 Munier, Pierre (5) 583 Mure de Pelanne, Alexandre (1) 469, 470 Murphy, Ray Livingstone (5) 299 Musäus, Johann Karl August (1) 457 Musée ou magasin comique de Philipon 458 Musée de la révolution 459 Musset, Alfred de 126, 153, 259; (1) 155 – 161, 286 – 289, 460 – 464 Musset, Paul de (1) 286 – 289, 465, 480 Nadar, eigentlich Gaspard-Félix Tournachon (1) 485, 486, 532; (2) 126, 532 Nanteuil, Célestin D, M; (2) 7, 24, 37, 49 – 60, 82, 134, 183, 431 – 435, 484, 485, 486, 496, 500, 545, 548, 549, 568 – 570, 579, 580, D, M Napoleon I. 31 – 36, 38, 41, 55, 159, 347, 380 – 384, 386 – 390, 396, 477 – 479; (1) 59, 558 Napoleon III . 532, 535 – 537; (5) 97, 417 Nargeot, Jean Denis (2) 14 – 16, 43, 117, 546, 568 – 570 Natural, Albert (5) 129 Nepveu, Auguste (3) 176 Nerval, Gérard de 126; (1) 103, 155 – 161, 212, 532 Nettement, Alfred François 444; (1) 210 – 212 Neubauer, Fritz (2) 266

Neufville, Étienne de (1) 238, 395 Neuville, Alphonse de (2) 335 Niédrée, Jean-Édouard (4) 482, 509 Nikolaus I. von Rußland 145, 146, 301 Nisle, Julius (1) 269 Nodier, Charles 153, 456; (1) 155 – 161, 201, 202, 210 – 212, 271 – 273, 286 – 289, 399 – 403, 407, 427, 428, 434, 435, 466 – 476, 480, 519, 520, 541, 577, 600 Nodier-Menessier, Marie (1) 153, 286 – 289, 480 Noël, Jules (2) 4, 315 Noilly, Jules (5) 38 Norvins, Jacques Marquet de Montbreton de (1) 477 – 479 Notice de Livres Rares et Précieux O Noulhac, Henri (4) 4, 115, 157, 182, 208, 321, 379, 387, 433, 435 Nourtier, Prosper, Buchhandlung (5) 185, 380 Nouveau magasin des enfants, Le 177, 275, 323, 358, 365, 465, 476, 480, 565 Nouvellet, Joseph (5) 581 Novion (2) 320, 343 – 346 Nus, Eugène (1) 592, 593 Ogden, John (1) 5 Old Nick, siehe Forgues Olivier, Jacques (1) 481 Olombel, Philippe (5) 137 O’Meara, Barry Edward (1) 380 – 383 Omnibus, Les 392 Onofrio, Jean-Baptiste (1) 581 Orléans, siehe Charles, Clémentine, Hélène, Louis Ferdinand und Robert Osterwald, Georg (2) 457 Ottmann, Charles (4) 322 Otto (2) 532 Oudart, Paul Louis (2) 258

– 1987 –


Ourliac, Édouard (1) 101, 155 – 161, 210 – 212, 238, 325, 360, 480, 589 Ouvrié, Pierre Justin (2) 80 Ouvrier, siehe Ouvrié P., H. M. (5) 557 P., R. (2) 48 P., Z. (5) 148 Pacini, Eugène (1) 482, 483 Pagès, Émile (1) 101, 484 Pagnant, Édouard (4) 225, 334 Pagnerre, Charles Antoine (3) 376 Paillet, Eugène (5) 269 Palomino, Antolín (4) 55 Pannemaker, Adolphe François (2) 128, 353, 442 Pannier (3) 239 Pannier, Jacques-Étienne (2) 43 Paris au dix-neuvième siècle 484 Paris guide 485, 486 Paroissien complet 487 Pascal, Albert (5) 203 Pascal, Antoine (2) 110 – 118 Pascal, P. (1) 155 – 161 Paton, Joseph Noel (2) 318 Paulin, Jean-Baptiste-Alexandre (3) 104 – 106, 190, 256, 286 – 289, 391, 399 – 404, 450 – 454, 571 – 573, 596; (5) 572 Pauquet (2) 43, 571 – 573, 595 Pauquet, Hippolyte Émile (2) 194, 210 – 212, 214 – 217, 482, 483, 493, 494, 505 – 509, 568 – 570 Pauquet, Polydore Jean Charles (2) 482, 483 Pauthier, Guillaume (1) 505 – 509 Payne, Albert Henry (2) 310 Peake, Richard B. (1) 5 Pease, Dorothy Charlotte Beaumont (5) 340

Pease, John William (5) 340 Pelcoq, Jules (2) 335 Pelée, Pierre (2) 43, 375 Pelez, Raymond (2) 210 – 212 Pélicier (3) 125, 577 Pelletan, Eugène (1) 485, 486 Pellico, Silvio (1) 488 – 492 Penguilly, Octave (2) 43, 121, 210 – 212, 218, 367, 505 – 509, 561, 562 Penguin, Owen (1) 5 Pereire, Isaac Émile (5) 578 Pereire, Suzanne (5) 578 Périam, A. (2) 328 – 330 Périer, Casimir 99 Périer, Édouard (5) 105, 166, 401, 407, 411, 432, 434, 452 Pernot, François Alexandre (2) 502 Perrault, Charles (1) 480, 493 – 495, 596 Perreau, Achille (5) 451 Perrin, Louis (3) 98 Perrotin, Charles-Aristide (3) 31, 38, 40, 42, 43, 46, 331 – 333, 372 Persan (3) 577 Petiet, Henri M. (5) 31, 51, 94, 209, 210, 252, 331, 435, 436, 470, 548, 566 Petit, R. (4) 27, 28, 138, 189, 265, 515, 517 Petit de la Croix, François (1) 445 petits Français, Les 496 Peytel, Sébastien Benoît (1) 497 Philipon, Charles 283; (1) 458, 498, 499; (2) 498; (3) 99 – 101, 133 – 134, 162 Philipon de la Madelaine, Victor (1) 7, 492, 500, 579, 580 Philipp der Schöne 127 Philippe, Alphonse (1) 153 Phillibrocon, T. (2) 328 – 330 Philomneste junior, siehe Brunet, Gustave Physiologie des bals de Paris 368

– 1988 –


Physiologie du Calembourg 185 Physiologie de l’ homme de loi 135 Physiologie de l’opéra, du Carnaval, du Cancan et de la Cachucha 185 Physiologie du Palais-Royal 501 Physiologie du parapluie 368 Physiologie des Physiologies 185 Piat, Alfred (5) 447 Piaud, Antoine (2) 128, 210 – 212, 343 – 346, 369, 541 Pichon-Béchet (3) 558 Pichot, Amédée (1) 502, 556 Pichot, Ch. (2) 349 – 351 Pickersgill, Frederick Richard (2) 318 Pierdon, François (2) 128, 369 Pierson (4) 229, 230 Pieters, Charles-Joseph (5) 127 Pigal, Edmé Jean (2) 503, 504 Pillet, Ch. (1) H Pincebourde, René (3) C Pinot, Charles (2) 4, 543 – 545 Pirolle, Louis Joseph (1) 531 Pisan, Héliodore Joseph (2) 121, 124, 128, 353, 369, 397, 442 Pitois, Jean-Baptiste (1) 320 Pixérécourt, René Charles Guilbert de (5) 370 Planche, Gustave (1) 153 Platier, Jules (2) 101, 458 Plattel, Henri Daniel (2) 101 Plattier, siehe Platier Plée, Pierre (2) 143 Pléiade, La (1) 505 – 509 Plon (3) 209, J Plon, Auguste (2) 209 Plumelle, Georges (4) 15, 79 Plutarch (1) 510 Pobuda, Wenzel (2) 269

Poe, Edgar Allan (1) 533 Poincaré, Raymond (5) K Pommery, Henri Alexandre Louis (5) 427 Pontenier, Auguste (2) 128 Porrat, frères (3) 445 Porret, Henri Désiré (2) 13, 203 – 206, 210 – 212, 215, 326, 327, 341, 394, 399 – 403, 406 – 408, 466 – 468, 541, 548, 549, 579, 580, 583 Potey, Thomas, Buchhändler (5) 200 Pougin, A. (3) 398 Pouillet, Louis (4) 201 Poujoulat, Jean-Joseph-François (1) 88 – 89, 555 Poupin, Théodore (1) 193 Pourvoyeur, Jean-François (2) 31, 354, 449 Poussin, Nicolas (2) 487 Prendergast, Paul (1) 5 Prevost, Buchhandlung (5) 220 Prévost, Zachée (2) 277 Prévost d’Exiles, Antoine-François (1) 511 – 517 Prin, R. (3) 90 Prisme, Le 211 – 212 Prodhomme et Compagne (3) 75 Pron, Auguste (2) 153 Provost, A. (2) 484 Provost-Dumarchais, Hippolyte Adrien Démétrius (2) 458 Pruche, Clément (2) 101, 484 Punch’s Pocket Book 518 Purgold, Jean Georges (4) 393 Purser, William (2) 598, 599 Pyne, James (2) 434, 435 Quartley (2) 220 – 222 Quatrelles, siehe L’Épine Quellenbois, siehe Quillenbois Quesnel, Désiré (2) 442

– 1989 –


Quevedo-Villegas, Don Francisco de (1) 519, 520 Quillenbois, eigentlich Ch. M. de Sarcus (2) 12, 532 Raban, Louis-François (1) 251, 252, 304, 305, 307 – 309, 441, 593 Rabelais, François (1) 521 – 530 Rachel, Élisa 126, 352, 414, 540 Racine 74, 83, 148, 167 Racinet, Albert Charles Auguste (2) 96 Radclyffe, Charles Walter (2) 598, 599 Radiguet, Maximilien René (2) 210 – 212 Radonvilliers, Claude-François Lizarde de (1) 176 Raffet, Auguste 386, I; (2) 31, 38, 42, 43, 99 – 100, 145 – 147, 220 – 222, 328 – 330, 459, 471 – 473, 477 – 479, I; (5) 479 Rahir, Édouard (5) 75, 261 Rahoult, Diodore (2) 79 Rahoult et Dardelet (3) 79 Rambert, Charles (2) 4 Ramée, Daniel (2) 418 Raparlier, Romain (4) 47, 130, 497, 545, 600 Rapine, Maximilien (2) 335 Raspe, Rudolf Erich (1) 225 – 227 Rattier, Léon 520; (5) 76, 98, 105, 266, 334, 358, 393, 549, 567 Rauch, Gustav Waldemar von 171 Rauch, Nicolas (5) 420 Raymond (2) 211 – 212 Raymond-Bocquet (3) 185, 359 Rebeyrat, Claude (5) 160, 165, 396, 523, 582 Redgrave, Richard (2) 318 Redouté, Pierre Joseph 597; (1) 531); (2) 531 Regnault, Elias (1) 210 – 212, 546, 598, 599

Régnier, Auguste (2) 375, 587, 588 Régnier, Isidore (2) 128 Reid, J. E. (2) 541 Renan, Ernest (1) 485, 486 Renard (2) 316 Renduel, Eugène 153; (3) 328 – 330 Renouard, Antoine-Augustin 148 ; (1) 192; (3) 393; (5) 108, 192, 393 Renouard, Jules (3) 192 Rességuier, Jules de (1) 376 Retzsch, Moritz (2) 269 Revel, Alfred (2) 272, 273, 337, 342 – 347, 354, 375 Revue comique, La 532 Revue Fantaisiste 533 Reybaud, Louis (1) 534 – 537 Reyer, Ernest (1) 183 Reymann (4) 26 Riault, Paul (2) 128 Ribault, Jean François (2) 192 Ribelle, Ch. de, siehe Rigaud Ricard, Dominique (1) 510 Richelieu, Armand-Jean du Plessis, duc de 92 – 94 Richter, Ludwig (2) 457 Ridel (1) J Riffaut, Adolphe Pierre (2) 316 Rigaud, Hyacinthe (2) 374 Rigaud, Jean Baptiste Amable (1) 219; (3) 219 Rigault, siehe Rigaud, Hyacinthe Rigo (2) 484 Riou, Édouard (2) 335 Ripault, Armand (5) 11, 263, 403, 440 Ritchie, Leitch (1) 538 Rivage (4) 531 Riviere & Son (4) 518 Rivière, Georges (5) 210, 403

– 1990 –


Robelin, Charles 153 Robert d’Orléans, duc de Chartres (5) 50, 473 Robert, Maurice (5) 194 Robida, Albert (2) 539 Robinson, John Henry (2) 129 Robiquet, Jean (1) P Roch, Eugène (1) 368 Rochechouart-Mortemart, duchesse d’Uzès, Anne de (5) 123 Rogelin, siehe Daumier Roger, Barthélemy (2) 192 Rogier, Camille (2) 328 – 330, 394, 543, 544 Roland de la Platière, Jeanne Marie 546 Ronjat, Eugène (2) 317 Rops, Félicien (2) 455, 485, 486 Roqueplan, Camille (2) 38, 207, 331 – 333, 545 Roret, Nicolas-Edme (3) 542 Rose (5) 478, 480 Rossel, Pierre (5) 316 Rostaing, Jules (1) 219 Rouargue, frères (2) 199, 223, 420, 427, 428, 440 Rouargue, Adolphe (2) 179, 220 – 222, 328 – 330, 500 Rouargue, Émile (2) 220 – 222 Rouart, Alexis (5) 261, 375, 377 Roubaud, Benjamin (2) 101, 484, 540 Roudinesco, Alexandre (4) 58, 158, 287, 331, 463; (5) 58, 101, 105, 158, 169, 187, 209, 221, 243, 287, 331, 382, 394, 400, 401, 407, 453, 463, 527, 537, 592 Rouget, Ch. (1) 496 Rouget, François (2) 184, 203 – 206, 209, 367, 369 Roujoux, Prudence-Guillaume baron de (1) 541

Rouquette, Pierre (3) D Roure, Andres (5) 420 Rousseau 147; (3) 145 Rousseau, James, eigentlich Pierre-Joseph Rousseau (1) 135, 185, 325, 589 Rousseau, Jean-Jacques 195; (1) 542 – 545 Roussel, Paul Marie (2) 446, 447 Rousset, Ildefonse (3) 392, 594 Roussin, Alfred (2) 335 Roux, L. (1) 210 – 212 Rowlandson, Thomas 225; (2) 125, 270 Royaumont, siehe Le Maistre Royer, Alphonse (1) 101, 189 Rudder, Louis-Henri de (2) 4, 43, 331 – 333, 394 Rumigny, Marie-Théodore vicomte de (5) 472 Sabatier, Léon (2) 335, 502 Saglio, Camillo (2) 335 Sainte-Beuve, Charles-Augustin 153; (1) 49 – 60, 71 – 73, 153, 367, 450 – 454, 485, 486, 546, 585, 586 Sainte Bible, La, siehe Bibel Sainte-Croix Pajot, Jules (1) 445 Saint Germain, P. (2) 212, 561, 562 Saint-Hilaire, Émile Marco de, siehe Hilaire Saintine, X. B., eigentlich Joseph-Xavier Boniface (1) 548 – 551, 577 Saints Évangiles, Les 552, 553 Salvandy, Narcisse-Achille comte de (5) 91 Samblanx, Charles de (4) 302, 430 Sand, George 117, 534, 537; (1) 79, 155 – 161, 262 – 264, 286 – 289, 480, 485, 486 Sand, Maurice, eigentlich Maurice Dudevant (2) 480 Sandoz, Auguste (2) 43, 315, 374, 380 – 383 Sapin, Léon (3) G

– 1991 –


Sargent, Alfred (2) 353, 369, 397 Sargent, G. F. (2) 598, 599 Sautelet, Auguste (3) 267, 370, 542 Savarit, F. (5) 299 Schaeck (4) 106, 139, 572 Scheffer, Ary (2) 38, 40 – 42, 194, 269 Scheuring, Nicolas (3) 559, 581 Schiller, Charles (1) 189 Schindler, Heinrich (3) 97 Schmit (2) 502 Schnetz, Jean Victor (2) 564 Schoeller, André (1) 212 Schultheiß, Albrecht (2) 265 Schuman, Robert (5) 140 Schumann, Robert (5) 55, 438 Schuseil, Friedrich Hermann (2) 379 Schwersenski, Lizzi (5) 161 Sciama, André, eigentlich Albert Semiane (5) 134, 457 Scott, Walter 153, 354; (1) 199, 502, 574, 575 Scott, William Bell (2) 318 Scribe, Eugène 126, 540; (1) 230 Scupoli, Lorenzo (1) 554 Sebbers, Ludwig (2) 265 Second, Albéric 540; (1) 101, 136, 210 – 212, 311, 432 – 435, 484 Séguin, siehe Gérard Séguin Ségur, Noel (1) 109 Ségur, Philippe Paul comte de (1) 443 Seigneurgens, Ernest (2) 568 – 570 Selous, Henry Courteney (2) 318 Semet, Marcellin (4) 15, 79 Semet & Plumelle (4) 15, 79 Séraphin (2) 501 Sevelinges, Charles-Louis de (1) 261 Sévigné, Marie de Rabutin-Chantal, marquise de 283; (1) 555

Seymour, Robert (2) 101 Shakespeare, William (1) 153, 176, 556, 557 Sibson, Thomas (2) 318 Sichling, Lazarus (2) 265 Signol, Émile (2) 195 – 197 Silvestre de Sacy, Antoine-Isaac (1) 446, 447 Simier (4) 421 Simier, Alphonse (4) 50, 51 Simier, Germain (4) 394 Simier, Jean (4) 221 Simier, René, père (4) 377, 421, 449, 456, 487, 542 Simonson, Raoul (5) 19, 199, 347, 409 Sisco, Louis Hercule (2) 556 six codes, Les 558 Skelton, Joseph (2) 349 – 351 Slader, Samuel (2) 63 – 66 Smeers, Isidore Joseph (4) 533 Smith, Edwin Dalton (2) 37 Smith, Orrin (2) 61 – 66, 210 – 212 Smollett, Tobias George (1) 406 Solacroup, E. (5) 38, 535 Soltau, H. (2) 417 Somm, Henry (2) 481 Sotain, Eugène 166; (2) 128, 166, 397 Soubiran, Aurélie de (1) 243 – 248 Soulary, Joséphin, eigentlich Joseph-Marie (1) 559 Soulié, Frédéric 540, 565; (1) 3, 101, 155 – 161, 210 – 212, 360, 589; (3) 37 Soumet, Alexandre (1) 577 Souvenir D’amitie 560 Souvestre, Émile (1) 561, 562 Souze, Auguste D. (4) 186, 440, 527 Soyer (4) 202 Soyer, Paul Constant (2) 210 – 212, 306

– 1992 –


Staal, Gustave (2) 24, 96, 110 – 118, 129, 183, 335, 441, 546, 563, 568 – 570 Staël, Anne-Louise-Germaine Necker, baronne de 546 (1); 564, 577 Stahl, P. J., siehe Hetzel, Pierre Jules Staines, Robert (2) 328 – 330 Stanley, Montague (2) 598, 599 Stapfer, Philipp Albert (1) 267 Stassin et Xavier (3) 556 Steinheil, Louis-Charles-Auguste (2) 110 – 119, 331 – 333, 357 Steinmetz, Karl Friedrich von 171 Stendhal, eigentlich Marie-Henri Beyle (1) 155 – 161 Stern, Edgard-Salomon (5) 378 Sterne, Laurence (1) 566, 567 Steuben, David (2) 194, 380 – 383 Strähuber (5) 183 Stroobants (5) 23, 134, 172, 392, 480, 557 Stuart, Maria 377 Stypulkowski, Lucien (2) 48, 210 – 212, 216, 218 Subervie, Anne Lodoïska (1) 198 Sue, Eugène, eigtentlich Joseph-Marie 499; (1) 155 – 161, 568 – 573 Surville, Clotilde de (1) 419 Susémihl, Théodore (2) 85 – 87 Susse, Papeterie (5) 6 Swift, Jonathan 312, 313; (1) 574, 575 Sylvius, siehe Texier Tablettes romantiques 577 Tailleur (4) 144 Taine, Hippolyte (1) 485, 486, 578 Talleyrand-Périgord, Charles-Maurice de 194, 283, 597 Tamisier, Charles (2) 363 – 364 Tardieu, Pierre Alexandre (2) 349 – 351, 541

Tardivi, Henri (4) 525 Tarlier, Alexandre-Hippolyte (3) 38, 41 Tarsot, Louis (1) 539 Tasso, Torquato (1) 579, 580 Tastu, Amable (1) 596 Tatier (1) 99 – 100 Tavernier, Pierre-Joseph (2) 277, 354, 375, 563 Taylor, Isidore-Justin-Séverin (1) 541 Taylor, Thomas (2) 317 Tell-Bescher (4) 49 Tellier (2) 349 – 351, 446, 447, 584, 596 Templier, Émile (5) 374 Tenniel, John 296; (2) 318, 518 Tenschert, Heribert (5) 60, 170, 211, 528 Tessari (3) 154 Texier, Auguste François Edmond (1) 135, 576 Thackeray, William 251; (1) 5 Théâtre lyonnais de Guignol 581 Thénot, Jean Pierre (2) 144 Theophrast (1) 367 Thérond, Émile Théodore (2) 137 – 138, 335 Thévenon, G. (4) 591 Thibaut, comte de Champagne (1) 419 Thiébault, Antoine (2) 217 Thierry (4) 399, 408 Thiers, Adolphe 126, 172, 459, 535 – 537 Thomas von Kempen (1) 336 – 340 Thomas, Antoine Jean-Baptiste (1) 582; (2) 582 Thomas, Frédéric (1) 101 Thompson (4) 403 Thompson, Charles (2) 149, 370, 371, 380 – 383, 394, 399 – 403, 406 – 408, 541 Thompson, J. Albert (2) 394 Thompson, John (2) 371

– 1993 –


Thory, Claude Antoine (1) 531 Thouret, Antony (1) 583 Thouvenin (4) 279, 423, 438 Thouvenin, Joseph (4) 10, 176, 314, 370, 510 Tieck, Ludwig (1) 505 – 509 Tilt, Charles (3) 154, 406 Tirpenne, Jean Louis (2) 335 Tissot, Pierre François (1) 32 – 36, 38, 210 – 212, 584 Tissot-Dupont, André (5) 3, 22, 27, 28, 34, 39, 42, 45, 46, 79, 100, 101, 103, 118, 127, 132, 135, 188, 212, 226, 232, 236, 238, 240, 247, 253, 255, 256, 270, 325, 367, 371, 387, 395, 403, 485, 490, 517, 562, 567, 586 Tissot-Dupont, Lucien (5) 28, 45, 46, 127, 252 Titeux, Philippe Auguste (2) 321 Töpffer, Rodolphe 162; (1) 585 – 588; (2) 585 – 588 Toinet, Paul (5) 70 Tortu-Goth, siehe Bertall Toubon, siehe Lécrivain et Toubon Tournachon, siehe Nadar Tournois, E. (2) 335 Townsend, Henry James (2) 318 Trautz, Georges (4) 36, 147, 266, 383, 514 Traviès, Charles Joseph (2) 85 – 87, 99 – 101, 109, 131, 135, 210 – 212, 324, 360, 484, 568 – 570, 596 Traviès, Édouard (2) 96 Treuttel et Würtz (3) 564 Trévise, siehe Mortier Trianon, Henri (1) 505 – 509 Trichon, Auguste (2) 128, 397

Trimolet, Joseph-Louis (1) 589; (2) 17, 110 – 119, 135, 211, 212, 325, 366, 458, 499, 505 – 509, 568 – 570, 589, 595 triomphe de l’amour, Le 590 Trogoff, de (1) 469 Tross, Edwin (3) 340 Twietmeyer, Charles (3) 251, 252, 307 – 309, 441, 592 Uhlemann, Christian Friedrich (2) 265 Ulbach, Louis (1) 485, 486 Unzelmann, Friedrich (2) 361, 362 Urbain, P. J. Auguste (1) 102, 591 Urrabieta y Vierge, Daniel (2) 334 Ursins, Marie-Anne de la Trémoille, princesse des 546 Utterson, Edward Vernon (5) 192 Vacherot, Étienne (1) 485, 486 Valentin, Henri (2) 3, 4, 121, 434, 435 van Antwerpen, F. (5) 347, 431, 439 van der Helle (5) 393 van der Rest, Pierre (5) 57, 145, 147, 322, 386 Varennes, Marquis de (1) 155 – 161 Varin, Amédée (2) 592, 593 Vattier, Ed., siehe Wattier, Édouard Vaudoyer, Léon [?] (2) 564 Vaulchier, Louis marquis de 451 Vaulchier du Deschaux (5) 451 Vautier, Antoine (5) 22, 26, 33, 35, 94, 141, 169, 238, 271, 320, 342, 346, 348, 361, 372, 381, 388, 411, 452, 484, 492, 496, 513, 532, 548, 562, 575 Vautier, Benjamin (2) 446, 447 Veda-Vyasa 505 – 509 Vélez de Guevara y Dueñas, Luis 409 Venot, Jack (5) 97 Verdeil, Pierre (2) 128, 212, 218, 343 – 346 Verdière, Charles-Hippolyte (3) 542

– 1994 –


Vergil 314, 597; (1) 143, 391 Verne, Jules 335, 600; (1) 161 Vernet, Carle (2) 380 – 383 Vernet, Claude Joseph (2) 55 Vernet, Horace 361; (2) 14 – 16, 32 – 36, 38, 40 – 42, 366, 380 – 383, 386 – 390, 564, 597 Vernier, Charles (2) 101, 458, 589 Vernier, Jules (2) 3, 325 Vershbow, Arthur & Charlotte (5) 131 Vertot, Jean (1) 532 Vertot, P. (1) 532 Veuillot, Louis-François (1) 594 Veyrassat, Jules (2) 109, 183 Vialon, Prosper 549 Viardot, Louis (1) 104 – 106, 286 – 289, 408 Vidal, Vincent (2) 37 Viel-Castel, Horace de (1) 210 – 212 Vierge, siehe Urrabieta y Vierge Vignaud, Jean (2) 200 Vigneron, Pierre-Roch (2) 38 Vigny, Alfred de 126, 153, 259, 540; (1) 577, 584 Villebœuf, Paul 600; (5) 12, 13, 37, 43, 80, 99, 117, 121, 132, 142, 150, 166, 232, 396, 432, 434, 468, 470, 506, 516, 541, 549, 579, 587, 596 Villemot, Charles comte de (1) 360 Villeneuve, Alban vicomte de (1) 492 Villeneuve, Frédéric [?] (2) 502 Villet, André (5) 3, 135, 325, 363, 480 Villiers de l’Isle Adam, Auguste de (1) 533 Viollet-le-Duc, Eugène (1) 485, 486; (2) 485, 486 Vocabulaire des enfants 595 Vogel (2) 218, 368 Vogel, Albert (2) 361, 362 Vogel, E. (4) 75, 547 Vogel, Otto (2) 361, 362

Vogel von Falkenstein, Eduard 171 Vogl, C. W. (4) 362 Voiart, Élise (1) 596, 600 Voltaire, eigentlich François Marie Arouet 176, 259, 594; (1) 597 W., J. (5) 6 Walckenaer, Charles Athanase baron (1) 371 Wander, E. (5) 139 Wander, M. (5) 139 Warée, Charles (3) 189, 519, 520 Warée, Claude-Barnabe (1) O; (3) O Warnod, Jean-Victor (3) 356 Watteville du Grabe, Oscar-Amédée baron de (5) 455 Wattier, Édouard (2) 207, 446, 447, 511 – 517 Wattier, Émile (2) 43, 179, 180, 195 – 197, 366, 496, 543, 544 Wattier, H. (2) 584 Weber, Friedrich (2) 265 Weber, Johann Jacob 379; (3) 361, 362 Weber, Theodor Alexander (2) 317, 335 Wendling, Georges (5) 191, 377 Werner, Jacques-Christophe (2) 85 – 87, 258 Wey, Francis (1) 210 – 212 Whirsker, siehe Faesch (evtl. identisch) Whitehead, Charles (1) 5 Wilhelm I. 171 Willem, Léon (3) 76 Willermy (3) 429, 430 Williams, Mary Ann (2) 62, 64, 66 Williams, Samuel (2) 318 Williams, Thomas (2) 64 – 66, 343 – 346 Wirgman, Charles (2) 335 Witt, Henriette Elisabeth de (1) 317 Wittock, Michel (5) 102, 451 Wolff, L. (2) 117

– 1995 –


Wordsworth, Christopher (1) 598, 599 Wright, J. (4) 192 Wright, T. M. (2) 269 Wrightson, John (2) 598, 599 Wurzbach von Tannenberg, Alfred (5) 254 Wyss, Johann David (1) 600

Wyss, Johann Rudolf (1) 600 Xavier, siehe Stassin et Xavier Yseux, Louis (4) 8, 337 Zafiropulo, Costia (5) 75 Zastrow, Heinrich Adolf von 171

– 1996 –


Unsere neueste Katalogreihe


I & II 25 Stundenbücher aus Paris 1380 – 1460

2 Bände mit jeweils 320 Seiten und ca. 335 Farbtafeln Zusammen € 200,-


III 20 Stundenbücher aus Paris 1460 – 1500

464 Seiten und ca. 300 Farbtafeln € 125,-


IV 20 Stundenbücher aus Paris 1500– 1550

Miniatur aus dem Stundenbuch der Katharina von Aragon

Erscheint im Herbst 201 Umfang, Farbtafeln und Preis etwa wie bei Band III


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