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UNIVERS ROMANTIQUE Les Français peints par eux-mêmes Alle nennenswerten Bücher Frankreichs mit Illustrationen zwischen 1825 und 1875 in einer einzigartigen Reihe von Original-Zeichnungen, Aquarellen, 111 Exemplaren auf Chinapapier, im Kolorit der Zeit etc. 600 Exemplare vor allem aus den Sammlungen Beraldi · Bonnasse Brivois · Carteret · Clapp · De Rouvre · Descamps-Scrive Duché · Esmerian · Adrian Flühmann · Gallimard Gavault · Lafond · Lebœuf de Montgermont Lainé · Legrand · Meeûs · Perier · Petiet Rattier · Van der Rest · Ripault Roudinesco · Schumann Tissot-Dupont Villebœuf Vautier etc.
Band IV: Nodier – Wyss
Register
Heribert Tenschert 2018
Heribert Tenschert Antiquariat Bibermühle AG Bibermühle 1–2 · 8262 Ramsen · Schweiz Telefon: +41 (52) 742 05 75 · Telefax: +41 (52) 742 05 79 E-Mail: tenschert@antiquariat-bibermuehle.ch www.antiquariat-bibermuehle.com
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Autoren: Dr. Carsten Scholz, Heribert Tenschert
Gestaltung, Redaktion, Lektorat: Heribert Tenschert, Maria Danelius Photos und Einbandgestaltung: Athina Nalbanti & Heribert Tenschert Satz und PrePress: LUDWIG:media gmbh, Zell am See Druck und Bindung: Passavia GmbH & Co. KG, Passau ISBN: 978-3-906069-31-9
Der Aufg ang der romant ischen Illustrat ion 466 [Nodier, Charles]. Histoire du Roi de Bohême et de ses sept châteaux. Par is, Delangle frères, 1830. 50 Textholz schnit te. 2 Bl., 398 S. Groß-Oktav, mit Témoins (233 x 150 mm). Weinroter Halbm ar oquinband auf fünf mit Goldf ileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und orn am enta ler Verg oldung in dreifachem Goldf iletenrahm en in den übr igen Rückenfeldern, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, eingebundenem Orig in al-Um schlag (inkl. aufgezogenem Um schlagr ücken) und Kopf gold schnitt, verso fliegendem Vorsatz sig niert „Devauch elle“ (einige klein e, teils geschlossen e Blatteinr isse, ohne das letzte, weiße Bl.). „Livre capit al dans l’histoi re de la grav ure sur bois“ [Beraldi]
émouva nt e du récit; et cette pet ite image en dit plus que la plus allécha nt e réclame“ [Mar ie 30].
Mit den 50 Holzschnitt v ig net t en seines Erst l ings werkes leit et e Tony Johannot (1803 –1852) die „Re volut ion der französ. Buchi llustrat ion“ ein – schlicht durch die „Ersetz ung der Kupferstichv ig net t e der Restau r at ionsz eit durch die Holzschnitt v ig net t e, die sich dem Char akt er des Satzbildes ungleich har mon ischer ein f üg t e“ [Thieme/Becker]. Dadurch, daß die Abbildungen nicht mehr an Ta feln bzw. feste Plätz e als Kopf- oder Schlußv ig net ten gebunden war en, konnt en sie viel dir ekt er und geschmeid iger mit dem Text in Dialog tret en, dra mat ische oder emot ion a le Moment e herausheb en und die Neug ier des Lesers anr egen. So erwecken Johannots Vig net t en den Eind ruck von „Leicht ig keit, gepaart mit scharfer und eind ringlicher Cha rakt er istik“ [Rümann 128]; Ar i st ide Ma r ie meint: „C’est presque toujou rs une scène fascina nte et horrifique, choisie avec soin dans l’action la plus
Diese neue Un m it t elbarkeit hat t e auch eine techn i sche Seite: „Johannot drew directly on the block, and his engraver, Porret, perfectly captured his quick, nervous line“ [Ray II , 251]. Auch Cart eret bil ligt e dem Stecher Henr i Desiré Porret einen wich tigen Anteil am Gelingen zu: Nicht zuletzt dessen „merveilleuse exécution marque, en 1830, la date de la renovat ion de la grav ure sur bois“. Die Vig net t en zur Histoire du Roi de Bohême wur den bald auch in der neugeg ründeten Zeitschrift L’Arti ste abged ruckt, was Johannot „zum erk lär t en Illustrat or der Lit er at enschu le des jung en Rom antismus“ [Thieme/Becker] machte. Doch das Re volutionsjahr 1830 „n’est pas l’heure encore des grands ouvrag es illustrés“ [Marie 29], das Werk blieb vorerst „une tentative isolée“ [ebd.], und erst mit dem Erscheinen des Gil Blas im Jahr 1835 setzt e sich die neue Illustrat ionsmet hode durch, bei den
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Künst lern ebenso wie den rom ant ischen Aut or en, die dari n einen adäquat en Ausd ruck für ihr en „new way of looking at the world“ [Ray II , 251] sahen. Der Schriftsteller und Bibliot hek ar am Arsen al, Charles Nodier (1780 –1844), war ein früher Prot agon ist der neuen lit er a r ischen Beweg ung; seine phant astischen Erz ählungen standen zuerst „noch stark unt er dem Ein fl uß der frühr om ant is chen Empfi ndsam keit“, währ end sich die spät er en „im mer mehr von den Gegebenheit en des Lebens loslö sen und im Unw irkl ichen zerfl ießen“ [Jan 241] – so auch im vorl iegenden Werk. Man darf von ihm we der ‚böh m ische Geschicht e‘ noch Burgenr om ant ik er war t en, vielmehr ein Sprachk unst werk voller Ab schweif ungen, Wortspiele und -witz e, bei dem nicht nur die Illustrat ion, sondern auch die Ty pog raphie eine integ rale Rolle spielt. So enden alle 60 Kapi telü berschriften auf „-tion“, so erstreckt sich eine Aufz ählung von Insekt ena r t en über ganz e neun Seiten [S. 48 – 56], währ end an ander er Stelle ein Redet ext ‚ausgel assen‘ und durch sechs Zeilen mit Pünktchen mark iert wird; so wird auf Seit e 107 das Treppensteigen durch die abgetreppte Anordnung der einz elnen Wör t er visua l isiert, und so stehen die einz igen drei Zeilen des Kapit els Distract ion auf dem Kopf, passend zum Text über Verkehr ungen. Diese offene Form der Ästhet ik, die ein Vorbild in Lau rence Ster nes Tristram Shandy hat, irr it iert e bis weit ins 20. Jahrhundert. So bew undert e man im Hand buch der Literat urwissen schaft an Nodier eine „Bil dung, die bei aller Unt iefe und Verworr enheit un gewöhnl ich weit gespannt von der Philolog ie und dem Okk ult ismus bis hinü ber zu […] Pflanz en- und Insekt enk unde reicht e“, hielt ihn aber für „viel zu spieler isch und flatt erh aft, um sich je zu konzent rie ren, so daß ihn von seiner ausgedehnten Schrift steller ei nichts überd auern konnt e“ [Die rom a n i schen Lit er at u r en I, 234]. Das trifft für die Histoire du Roi de Bohême freil ich nicht zu. Verd ankt sich ihr anh alt ender Ruhm auch haupt säch l ich der Il lustrat ion Tony Johan nots, so war es ander erseits Nodier, „qui ‚inventa‘ Johannot“ [Beraldi VIII , 248]. Sein lit er ar ischer Salon war seit 1824 Treff punkt der ersten Rom ant ikergener at ion um Victor Hugo, und, so ber ichtete Champfleury, „c’est à Charles Nodier que fut réservée la bonne fortune d’introduire Tony Johannot chez les éditeu rs“ [zit ebd.]. Das Verh ältn is zwischen Aut or und Illustrat or spiegelt sinnf äll ig die Vig net t e auf Sei te 303: So stützt sich der Zeichner mit angew in keltem Arm auf die Schulter Nodiers und schaut ihn an; doch scheint der mod isch gek leidet e junge
Künst ler, der kokett die Beine übereina nderschlägt, vor allem selbst auf Bew under ung zu rechnen, wäh rend der Ält er e wie abwesend ins Leer e blickt. Ein eigenw ill iges lit er a r isches Werk und wahrh af tes „livre capital dans l’histoire de la grav ure sur bois“ [Beraldi] liegt hier in erster Ausg abe mit dem selt enen Orig in al-Umschlag, in sehr gut er Erh al tung und in einem schmucken Halbm a r oq uinband von Devauchel le vor. Proven ienz: Adria n Flüh m ann. Lit er at ur: Beraldi V III , 246 ff. und 265, Nr. 35; Bilderwelten 110; Brivois 306; Brunet I V, 88; Car t eret III , 430 ff. (mit Um schlag-Abb.); Champfleury 374 f.; Esc offier 839; Grae sse I V, 682; vgl. Ha g en II , 15 (Nodier als Ent omolog e); Hoefer 38, 167; Lon champ II , 344; Mar ie 24 f., 29 f. und 94; Osterw alder 538; Quér ard V I , 423; Rahir 562; Ray II , 258, Nr. 179; Sander 525; Thieme/Becker 19, 69; Vicai re V I , 107 f.
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Vor zugsausga be auf Büttenpapier 467 [Nodier, Charles]. Histoire du Roi de Bohême et de ses sept châteaux. Paris, Delangle frères, 1830. 50 Textholz schnit te. 2 Bl., 398 S., 1 leeres Bl. – Auf Büttenpapier gedruckt. Quart, kaum be schnit ten (231 x 147 mm). Langgenarbter dunkelblau er Halbmaroquinband auf glat ten Rükken, mit gold gepräg tem Rückentitel und reicher Rückenvergoldung mit roten, grünen und ocker farbenen, von Goldpunkten be setzten Intarsien, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt über Témoins, verso fliegen dem Vorsatz si gniert „E. & A. Maylan der“ (Unterkanten berieben). Ei nes von nur zwölf Exempla ren auf Büt tenpapier Das denk wür di ge Buch, mit dem Tony Johan not (1803 –1852) die „Re volution der franz ös. Buch il lustration“ [Thieme/Becker] ein leitete, liegt in un serer Samm lung in drei Va ri anten vor: in der Standard- und zwei ver schie denen Vor zugs aus ga ben [siehe auch die vori ge und die näch ste Nr.] – hier in ei nem von zwölf Exempla ren auf Büt tenpapier [vgl. Car ter et]. Es ist wie neu und kaum beschnit ten in ei nem intar sierten Halbma roquin band von Maylander erhalten.
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Eines von sechs Exempla ren auf Chinapapier, aus dem Besitz von Villebœuf und Clapp 468 [Nodier, Charles]. Histoire du Roi de Bohême et de ses sept châteaux. Paris, Delangle frères, 1830.
Von legendä rer Selten heit: ei nes von nur sechs Exempla ren auf Chi napapier
50 Textholz schnit te. 2 Bl., 398 S., 1 leeres Bl. – Auf Chinapapier gedruckt.
Dies ist ei nes von nur sechs Exempla ren auf Chinapapier, wie in den Annonces Lit teraires auf S. 69[!] an gezeigt wird. Der völ lig un beschnit tene Band hat ent sprechend sehr breite Ränder; abgesehen von einer kaum wahr nehm ba ren par tiel len Bräu nung des Papiers ist er wie neu erhalten. Wie un ser Chi napapier-Exemplar von Nodiers La Seine et ses bords [Nr. 470] stammt er aus der Bi bliothek von Paul Villebœuf und wur de von Émile Mer cier (1855 –1910) in ei nen herrlichen ka sta nien brau nen Ma roquin band gebunden – und hier mit ei nem besonders schönen gold gepräg ten Dekor à la cathédrale ver sehen.
Quart, völlig unbe schnit ten (248 x 151 mm). Langgenarbter ka stanienbrauner Maroquinband auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rückentitel und reicher Rücken- und Deckelvergoldung, krabbenbe setzten Spitzbögen à la cathédrale und kleineren Dekorelementen in mehr fachem Goldfiletenrahmen, mit doppelten Goldfileten auf den Stehkanten, breiten Goldbordüren zwi schen doppelten Goldfileten auf den Innenkanten sowie Doublüren und Vorsät zen aus mit telbrauner Moiré seide, auf dem Spiegel si gniert „Mercier Sr de Cuzin“ , in Halbmaroquin schuber (Papier streckenwei se mit kaum sichtbarer par tieller Bräunung, S. 81 f. an ge setzte Blattecke am Innensteg oben).
Provenienz: Auf dem In nendeckel gold gepräg tes ver schlun genes Monogramm „ PV “ sowie auf ei nem Vorblatt gold gepräg tes Ex li bris von Paul Villebœuf (des sen Auk tion 1963: Nr. 256: frs. 4.100). – Sam Clapp (dessen Auk tion Chri stie’s, Pa ris, 2002, Nr. 593: € 17.625).
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Zwei Fluß-“Biographien“ 469 [Nodier, Charles]. La Seine et ses bords. Vi gnettes par Marville et Foussereau. Publiés par M. A[lexandre] Mure de Pelanne. [Und:] La Saône et ses bords. Album dessiné par MM. Foussereau et Marville, gravé par M. Poret [sic!]. Publié par M. Alex. Mure de Pelanne. 2 in 1 Bd. Paris, au bureau de la publicat ion [bzw:] chez l ’éditeur, 1836. 46 Tafeln und 4 gefaltete Kar ten in Holz schnitt, 10 Holzschnit te im Text. Und: 24 Tafeln, 2 Holz schnit te im Text. 192 S. Und: 69 S., 1 Bl. Oktav, eini ge Témoins (218 x 140 mm). Dunkelbrauner Halbkalblederband auf vier flache, mit je zwei Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel und und or namentaler Vergol dung, jeweils in doppeltem Goldfiletenrahmen, in den übri gen Rückenfeldern, mit fet ten und ma geren Goldfileten auf den Deckeln und mar morier ten Vorsät zen (Kanten etwas bestoßen, Tafeln kaum merklich braunfleckig, eini ge leicht gebräunt). Beide Bände in er ster Ausga be „L’histoire de la Sei ne“, so Charles Nodier, sei „l’histoire de la France elle-même“. Sei ne Beschreibung der hi stori schen Flußland schaft ist in nur zwei große Kapitel gegliedert, die der oberen und der unteren Sei ne gewid met sind. Da bei verbindet der Schrift stel ler zwanglos landeskund liche In formation mit ei ner romanti schen Sicht wei se. Auf seiner Wanderung kommt er u. a. durch die Städte Châtillon, Bar, Troyes, Nogent, Montereau, Melun, Corbeil, die Haupt stadt Pa ris, St. Den is, Mantes, Pont de l’Ar che, El beuf, Rouen und Le Havre am Är mel ka nal. Kür zer fällt der ‚Lebenslauf ‘ der Saône aus, die gleich falls im öst lichen Frank reich ent springt, sich aber nach Süden wendet, um Chalon-sur-Saône, Tour nus und Mâcon zu passieren und in Lyon in die Rhône zu münden. Ei ni gen Bi bliographen ist dieser – wohl zuerst er schienene – Band ent gan gen; auch über die tat säch liche Autor schaft herrscht Un klarheit. Quér ard/Bourquelot ver muten André Bor el-d’Hauterive als den „véritable rédacteur de cet ouv ra ge, dont M. Nodier au rait seulement revue l’introduct ion“; Barbier schreibt das Werk „en grande par tie“ ei nem „M. de Trogoff, employé à la préfecture de la Sei ne“, zu. Alle genannten und weitere Städte und Ört lich keiten sind auf den insgesamt 70 Ta feln zu meist von der Flußseite her und mit ih ren Brücken zu sehen;
gezeich net wur den sie von Charles Marville und Joseph Ma rie Foussereau. Vier von Hel fen ber ger gezeich nete und V. Bonnet ausgeführ te Kar ten ver anschau lichen den Flußlauf der Sei ne von der Quel le bis zur Mündung in die Nord see. Literatur: Bar bier I V, 423 (nur La Saône); Bilder welten 88 (erwähnt nur La Seine); Brivois 306 (nur La Seine!); Car ter et III , 432; Es coffi er 1210 (La Seine); Frère 340; Oster walder 671 (Marville); Quér ard/Bourquelot V, 523 f.; Sander 530 (nur La Seine!); Vica ire V I , 120 f.
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Exemplar auf Chinapapier 470 [Nodier, Charles]. La Seine et ses bords. Vi gnettes par Marville et Foussereau. Publiés par M. A[lexandre] Mure de Pelanne. Paris, Au bureau de la publicat ion, 1836. [Auf dem Um schlag rücken:] 1837. 46 Tafeln und 4 gefaltete Kar ten in Holz schnitt, 10 Holzschnit te im Text. 192 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Oktav, eini ge Témoins (205 x 133 mm). Langgenarbter olivgrüner Maroquinband auf glat ten Rücken, mit goldgepräg tem Rückenlängstitel in doppeltem Goldfiletenrahmen mit zwei Fleurons, mit einfachem und doppeltem Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, doppelten Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denem gelben Ori ginal-Um schlag (inkl. Um schlag rücken) und
Ganz gold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Mercier Sr de Cuzin“ . Dieses Exemplar auf Chi napapier hat nie als Rei sefüh rer gedient: Es ist mit samt dem deli katen Origi nal-Um schlag wie neu erhalten in ei nem schönen Ma roquin band von Émile Mer cier (1855 –1910). Provenienz: Auf dem In nendeckel gold gepräg tes ver schlun genes Monogramm „ PV “ sowie gold gepräg tes Ex li bris von Paul Villebœuf (dessen Auk tion 1963: Nr. 259: frs. 1.500). – Hen ri M. Petiet (Auktion II , 1992, Nr. 145: frs. 18.000). Literatur: Bilder welten 88; Brivois 306; Car ter et III , 432; Escoffi er 1210; Frère 340; Oster walder 671; Quér ard/Bourquelot V, 524; Sander 530; Vica ire V I , 121; zu Mer cier: Fléty 126 f.
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Im Orig inalzustand 471 Nodier, Charles (Hrsg.). Journ al de l’expédition des Portes de Fer. Par is, Imprimerie Royale, 1844. 40 Holzschnitt-Tafeln auf Chin apapier, mont iert auf kräft igem Velinpapier, mit bedruckten Seidenvorsätzen; 1 mehrfach gefaltete Karte in Holzschnitt, 153 Textholz schnitte. 2 Bl., XVI S., 329 S., 1 weißes Bl. – Auf kräf tigem Velinpapier. Quart, una ufg eschnitten (280 x 184 mm). Cham ois farbener Orig in al-Pappband à la Bradel mit goldge prägtem Orig in al-Led err ücken schild (Einband mit Schabstellen und ger ing fleckig). Unaufgeschnit t enes Exemplar im originalen Pappband Im Jahr 1839 untern ahm Louis Ferd in and Duc d’Orléa ns (1810 –1842), der älteste Sohn des ‚Bür gerkön igs‘ Loui s-Philippe I., eine mil it ä r ische Ex ped ition nach Alger ien, um in der noch nicht be friedet en Kolon ie die franz ösische Herrschaft und insbesonder e den Landweg zwischen Con stant i ne und Alg ier zu sichern. In mil it ä r ischer Hinsicht verl ief der Zug unspekt a k ul är, pol it isch richt et e er eher Schaden an: Weil er den 1837 geschlossenen Vert rag von Tafna verletzt e, nahm der Emir Abd-el-
Kader die Feindsel igkeit en in der Folge wieder auf. Allerd ings entstand so eine der int eressant esten il lustrier t en Beschrei bungen des norda fri k a n ischen Landes: Der jung e Herz og beauf t rag t e Charles Nodier, auf der Grundl a ge seiner Aufz eich nungen, mit der Abfassung des Exp ed it ionsb er ichts. Dar gestellt werden Oran, Alg ier und Umgebung, Bou gie (Bejaia), die Ha fenstadt Philippe ville (Skikda), Con stantine und der Weg quer durch das Land, der u. a. durch die ant ike Ruinenstadt Djémila und durch die Eiser ne Pfor t e, eine langgez ogene enge Schlucht, führ t e. Im Unt erschied zu den übr igen illustrier t en Bü chern der Zeit erschien das Werk nicht in Einz ell ie fer ungen und kam auch gar nicht erst in den Han del. Der Herzog von Orléa ns ließ bei der Imprimerie Royale insgesamt „1514 exemplaires sur vélin et 6 sur papier de Chine“ [Carteret] auf eigene Kosten drucken und ex k lusiv an Weggef ähr t en, Freunde und Fa m i l ien m it glieder ver t ei len. Unser Exemplar der ersten Ausg a be blieb indes ungew idmet; es liegt noch unaufgeschnit t en, innen fast wie unber ührt und im orig in a len Pappband vor.
als Dritter im Bunde mit 92 Stücken (daru nter 23 Ta feln) als Haupt beit rä ger angesehen werden. Dies ist ein Glücksfall, denn „zur Illustrat ion histo rischer Werke konnt e man keinen geeig net er en fin den als Raf fet. Seine Objekt iv it ät in Verbindung mit seiner künst ler isch gem ä ßig t en Auf fassung ga ben seinen Illustrat ionen Klarheit und Einprägsam keit“ [Rümann 153]. Das gilt auch für das vorliegende Werk, in dem er sich im Kont rast zu Dau zats haupt säch l ich Menschendarstel lungen wid met e: „Though he worked from sketches by other hands, his de signs are as accu rate as they are spir ited“, meinte Ray; Aug uste Bry schrieb in seiner frühen Werkbio graphie Raf fet s ent husiastisch: „Le grand art i ste se surpassa encore dans le fini et la vigeur de ses admirables compositions, dont l’exécution est poussée à un degré de perfection que la grav ure sur bois avait ra r ement at t eint“. Lit er at ur: Bénézit I V, 275 (Dau zats); Beraldi V, 139, und XI , 108 f., Nr. 1571 –1662; Brivois 306 f.; Brunet I V, 89; Bry 52; Car teret III , 434 ff.; Gay 1124; Giacomelli 296 – 303; Grae ss e I V, 682; Hoefer 38, 167; Lonc hamp II , 344; Osterw alder 298 und 861; Quéra rd/Bourquelot V, 524; Rahir 562; Ray II , 319 f.; Rümann 154 (in kor r ekt); Sander 527; Vica i re V I , 140 ff.
Der großz üg ige Privatd ruck auf kräf t igem Vel in papier ist mit seinen von bedeut enden Künst lern ausgef ühr t en 153 Text holzschnit t en, 40 Ta feln und einer Falt k ar t e der Route de Philippeville à Alger „al most as splend id“ [Ray] wie Paul et Virginie, das ge wiß repräsent at ivste Buch der franz ösischen Ro mant ik. Mit der künstler ischen Leit ung war Adrien Dau zats (1804 –1868) beauf t ragt, der 88 Illustrat io nen, meist Landschaftsd arstellungen und spez iell „wild panora m as“ [Ray] schuf. Währ end Alexa nd re Gabriel Decamps (1803 –1860) nur 13 Zeichnungen liefer t e, kann der große Aug uste Raf fet (1804 –1860)
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Widmungsexemplar für den Adjutanten von König Louis-Phil ippe 472 Nodier, Charles (Hrsg.). Jour nal de l’expédit ion des Por tes de Fer. Paris, Imprimerie Royale, 1844. 40 Holz schnitt-Tafeln auf Chinapapier, mon tiert auf kräf ti gem Velinpapier, mit bedruckten Seidenvorsät zen; 1 mehr fach gefaltete Kar te in Holz schnitt, 153 Textholzschnit te. 2 Bl., XVI S., 329 S., 1 weißes Bl. – Auf kräfti gem Velinpapier. Quart, unbe schnit ten (278 x 180 mm). Olivbrauner Maroquinband auf vier mit doppelten Point illé-Linien vergoldete Bünde, mit gold gepräg tem Autor namen und Titel in Fileten- und Point illé-Rahmen in zwei sowie gold gepräg tem Rahmenwerk aus Fileten, Fleurons und Sternchen mit hellbraunen und roten Intarsien in den übri gen Rückenfeldern, die Deckel mit sehr aufwen di gem or namentalen Rahmenwerk, Stern- bzw. Blüten stempeln, mit roten, hell- und dunkelbraunen Intarsien, mit gold gepräg ter Bordüre auf den Stehkanten, und reich in Braun, Rotbraun und Grün intarsierten, gold- und blind geprägten Doublüren, die se dekoriert mit einem Semis von Medaillons mit militäri schen Ar tefakten zwi schen Blumenstem peln in einem Eichenlaub-Rahmen, Vor sät ze mit violet ter Moiré seide bezogen, weitere Vorsät ze in Marmor papier, mit Ganz gold schnitt über Témoins und auf dem Spiegel si gniert „Ch. Meunier 1910“ , in graubrauner Halbmaroquinchemi se mit gold gepräg tem Rückentitel und mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit Maroquinkanten (schmaler Bräunungsstreifen auf Kar te). Wid mungsexemplar für General Ma rie Théodore de Rum igny, den Adjutanten des ‚Bür gerkönigs‘, im Mosa ikein band von Charles Meu nier Nach sei ner mi litä ri schen Ex pedition nach Al gerien im Jahr 1839 beauf trag te Lou is Fer di nand Duc d’Orléans (1810 –1842) Charles Nodier mit der Abfassung des vorliegenden Berichts nach sei nen persön lichen Auf zeich nun gen. Es ent stand ei nes der auf wendig sten il lu strier ten fran zösi schen Bücher der Romantik überhaupt, das der älteste Sohn des ‚Bür gerkönigs‘ Lou is-Phil ippe auf ei gene Kosten in „1514 exempla ires sur vélin et 6 sur papier de Chine“ [Car ter et] bei der Imprimerie Roya le drucken und ex klu siv an Weggefähr ten, Freunde und Fa milien mit glieder ver tei len ließ.
Empfän gers, des Generals und Adjutanten von König Lou is-Phil ippe I., Ma rie-Théodore vicomte de Rum igny (1789 –1860). Nach der Febru ar re volution von 1848 begleitete dieser den ‚Bür gerkönig‘ ins Exil nach England, um sich nach sei ner Rück kehr auf das ihm von Lou is-Phil ippe überlassene Schloß Maison-Rouge in Gag ny zu rück zu ziehen und sei ne Memoi ren zu schrei ben. Der über hundert Jah re alte Mo sa ikein band mit pracht vol ler Goldprä gung und auf wendigen Doublü ren von Charles Meu nier (1866 –1948), der den Stil von Ma rius-Michel weiter führ te [vgl. Devauchel le 273; Fléty 128 f.], ist per fekt erhalten und wird von Chemi se und Schu ber geschützt.
Das vorlie gende Exemplar auf starkem Velinpapier trägt auf dem Vor titel in Tinte die Wid mung: „Don né en 1844, par son Alt esse Roya le Madame La Duchesse d’Orléans“ und dar unter, sowie auch auf der Rück seite – dort gedruckt – den Na men des
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Mit handschrift licher Widmung der Wit we Fer dinands von Orléans an ihren Sohn, im zeit genössischen Ma roquin band 473 Nodier, Charles (Hrsg.). Jour nal de l’expédit ion des Por tes de Fer. Paris, Imprimerie Royale, 1844. 40 Holz schnitt-Tafeln auf Chinapapier, mon tiert auf kräf ti gem Velinpapier, mit bedruckten Seidenvorsät zen; 1 mehr fach gefaltete Kar te in Holz schnitt, 153 Textholzschnit te. 2 Bl., XVI S., 329 S., 1 weißes Bl. – Auf kräfti gem Velinpapier. Quart (273 x 180 mm). Roter Maroquinband der Zeit auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold geprägtem Rückentitel und dekorativer Vergol dung aus zentralem Einzel stem pel und großen Eckfleurons in doppeltem Filetenrahmen in den übri gen Rückenfel dern, auf den Deckeln zweimal dreifacher Rahmen à la Du Seuil mit zweimal vier Eckfleurons, vorn zentral die gekrönten Initialen „ RO“ , mit doppelten Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, grünen Maroquin doublüren mit breitem Bordürenrahmen in Goldprä gung, Vorsät ze mit grüner Moiré seide bezogen, Ganz gold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Capé“ , in roter Halbmaroquinchemi se mit gold gepräg tem Rückentitel und in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit roten Maroquinkanten (streckenwei se leicht braunfleckig). Mit hand schrift licher Wid mung der Wit we Fer di nands von Orléans an den Sohn Robert Die mi litä ri sche Ex pedition des Jah res 1839 nach Ägypten war viel leicht der Höhepunkt im kurzen Leben von Lou is Fer di nand Duc d’Orlé ans (1810 –1842), dem älte sten Sohn und präsumptiven Thron fol ger des ‚Bür gerkönigs‘ Lou is-Phil ippe I. Den auf der Grund la ge sei ner Auf zeich nun gen von Charles Nodier ver faßten Bericht ließ er auf eigene Kosten bei der Imprimerie Roya le in insgesamt „1514 exempla ires sur vélin et 6 sur papier de Chine“ [Car ter et] als ei nes der auf wendig sten illu strier ten fran zösi schen Bücher der Zeit drucken und wid mete die ein zel nen Exempla re Weggefährten, Freunden und Fa mi lien mit gliedern. Kaum ein zweites Exemplar dürf te der königlichen Fa mi lie so na hestehen wie dieses: Fer di nands Witwe Hélène (1814 –1858) wid mete es ei gen händig ih-
rem neun zehnjäh ri gen Sohn Robert (1840 –1910): „Don né à mon cher [/] Robert [/] un sou venir de son Père [/] le 17 Octobre [/] 1859 [/] jour de sa con fi rmat ion [/] Hélène“. Dessen gekrönte In itia len „ RO “ pran gen als Supralibros auf dem Vor der deckel des von Charles-François Capé (1806 –1867), dem Buchbinder der Herr scher fa mi lie, ge schaf fenen Ma roquin bandes [vgl. Devauchel le 41 ff. und 247; Fléty 38; Ramsden 46 f.]. Der ‚dy na stische‘ Gedan ke hinter dieser Gabe steht au ßer Fra ge, ver weist das Buch doch in diesem Zusam men hang kon kret auf die per sön liche wie soldati sche Vorbild-Rol le des Vaters. Robert, Her zog von Orléans und Chartres, schlug später selbst eine mi litä ri sche Kar riere ein, kämpf te 1865/66 auf der Seite der Nord staaten im ameri ka ni schen Bür gerkrieg und 1870 im Deutsch-Fran zösi schen Krieg. Provenienz: Auf dem Vor titel hand schrift liche Wid mung der Wit we von Fer di nand Phil ippe Duc d’Orléans, Hélène, geb. Her zogin zu Meck len burgSchwerin, an ih ren Sohn Robert vom 17. Ok tober 1859. Dessen In itia len als Supralibros. – Verso fl iegendem Vor satz das Eti kett: „Bibliothèque du Duc de Chartres [/] Pierre Berès“. Der Pa ri ser Antiquar hat te die Bi bliothek en bloc er worben. Nicht im Berès-Kata log 43 von 1949 mit den hi stori schen Beständen der Bi bliothek. – Gegenüber das Monogramm schild „awf “ von Adri an Flüh mann.
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Verlegereinband 474 Nodier, Charles. Con tes. Trilby. – Le songe d’or. – Bapt iste Montauban. – La Fée aux Miettes. – La combe de l’ homme mort. – Inès de Las Sierras. – Smarra. – La neuvaine de la Chandeleur. – La légende de la sœur Béatrix. Eaux fortes par Tony Johannot. Par is, J. Hetzel, 1846. 8 Radier ungen auf Chin apapier, mont iert auf Karton, mit Seidenvorsätzen; 2 Textholzschnitte. 3 Bl., 310 S., 1 Bl. (Table), 1 weißes Bl. Quart (265 x 180 mm). Nachtblauer, in Goldpräg ung illu strierter Perk alin-Verlagseinband mit gelben Glanz papiervorsätzen und Ganzg old schnitt (1 Einband-Ecke mit schwacher Stauchspur, kleiner Einr iß am Kopf dis kret restaur iert, Vorsätze oxydiert, Papier qualitätsbe dingt gebräunt, letzte Bl. am oberen Rand mit Feuch tigk eitsspur). Erste illustrier t e Ausg a be mit Rad ier ungen von Tony Johannot, im Verlegereinband Dies ist die erste Ausg abe der posthum erschiene nen Zusam menstellung von Novellen aus der spät e ren Schaffensphase von Charles Nodier (1780 –1844). Hat t en seine ersten Erz ählungen „noch stark unt er dem Ein fluß der frühr om ant ischen Empfi nds am keit und der Mal du siècle-Stimmung“ gestanden, so lösten sich die später en „immer mehr von den Gegebenheit en des Lebens“, um im „Unw irk l ichen [zu] zerfl ießen“ [Jan 241]. Eine wichtige Wegm ar ke in dieser Entw icklung ist Smarra ou les démons de la nuit (1821). Als „eins der ersten Werke, das die Eind rücke des Traums gleichber echt igt neben die des Wachseins stellt und das versucht, das Hin übergleit en aus dem einen in den ander en Zustand
dicht er isch zu beschreiben“, hat es zugleich „einen festen Platz in der französischen Lit er at urgeschich te [Hauptwerke 337]. Muß sich der Erz ähler hier erst „durch Schreckenst räu me durchw inden“ [Engler 84], die in der schott ischen Erz ählung Trilby (1822) „ber eits gem ildert“ [ebd.] erscheinen, so findet er in der Feengeschicht e La Fée aux miettes (1832) be reits „das Heil im Traum“ [ebd. 85]; in La Neuvaine de la Chandeleur (1839) „mischen sich Träume und rel ig iöse Element e; die Nachtma hre sind nun ent schärft“ [ebd.] – der Traum wird für den DichterSeher „zur Pfor t e, die auf das Ewige, Essent ielle hinausweist – die orphische Idee“ [ebd. 84]. Tony Johannot (1803 –1852), dess en Wegb er eit er Nodier fast zwei Jahrz ehnt e zuvor gewesen war, il lustrier t e die post hum veröf fent l icht e Samm lung mit acht kongen ia len Rad ier ungen, über die Ar i s tide Mar ie schrieb: „On ne pouvait rend re avec plus d’esprit l’aimable fant aisie du conteur, adapt er plus exactement l’image au ton et à la couleur du récit […]. Par la cursive souplesse du trait, par la subt i le ent ente des valeu rs de blanc et de noir, Tony se révèle ici un maître prestigieux de l’estampe et sa techn ique de l’eau-forte reste un modèle qui sera difficilement sur passé“ [Ma r ie 62 f.]. Das Buch liegt hier im sehr gut erh altenen nacht blauen, in Goldprä g ung il lustrier t en Perk a l inein band des Verlegers vor, dessen Deckelmotiv nicht im Text wiederholt wird. Lit er at ur: Beraldi V III , 274, Nr. 61; Brivois 307 f.; Cart eret III , 433; Lonc hamp II , 344; Mar ie 62 f. und 104; Osterw alder 539; Rahir 561; Sander 523; Thieme/Becker 19, 69; Vicai re V I , 123; zum Einb and: Magg s 661, Nr. 253 und Tafel LXXXV I ; Mal avieille 194, Nr. 77 (Abb.).
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Lux us-Verlegereinband in Mar oq uin 475 Nodier, Charles. Con tes. Trilby. – Le songe d’or. – Bapt iste Montauban. – La Fée aux Miettes. – La combe de l’ homme mort. – Inès de Las Sierras. – Smarra. – La neuvaine de la Chandeleur. – La légende de la sœur Béatrix. Eaux-fortes par Tony Johannot. Par is, Victor Lecou, J. Hetzel et Cie, [1852]. 8 Radier ungen auf Chin apapier, mont iert auf Karton, mit Seidenvorsätzen; 2 Textholzschnitte. 3 Bl., 310 S., 1 Bl. (Table), 1 weißes Bl. Quart (268 x 175 mm). Verl egereinband von grobge narbtem roten Mar oquin auf fünf point illéverzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und orn am enta ler Verg oldung in doppelten Filetenrahm en in den üb rigen Kompartimenten, mit goldgeprägten illu strier ten Deckelplatten, sig niert „Liebh erre“ , in doppeltem Blindf iletenrahm en, mit pointilléverzierten Stehk anten, Dentellebordüre auf den Inn enk anten, marm or ierten Vorsätzen und Ganzg old schnitt (Papier leicht gebräunt und leicht bis mäßig braunf leckig). Im selt enen und selt en schönen Verlegerein band aus Maroquin mit Deckelplatt en von Liebherre nach Tony Johannot Dies ist die zweite Ausg abe der Sammlung phan tastischer Erz ählungen mit den Rad ier ungen von Tony Johannot, die anders als in der Erstausg a be den Druckern amen F. Chardonainé tragen. Sie liegt in einem Verlegereinband vor, der die Perk a lin-Va r ia nt e der ersten Ausg a be bei weit em über trifft: Die Rückenkompartiment e sind mit del ik at er Goldornamentik gefüllt, beide Deckel tragen eine Platt e von Liebherre, die das Mot iv von Johannots Ta fel zur Novelle Bapt iste Montauban [bei S. 47] ad apt iert, der en reiche Vergoldung auf dem grobge narbt en weinr ot en Ganzm a r oq uinband besonders warm aufl eucht et. Der wunderschöne, selt ene Ein band ist von tadelloser Erh alt ung. Proven ienz: Adria n Flüh m ann. Lit er at ur: Vgl. Beraldi V III , 274, Nr. 61; Brivois 308; Carter et III , 433; vgl. Lonc hamp II , 344; vgl. Mar ie 62 f. und 104; vgl. Osterw alder 539; vgl. Rahir 561; Sander 523; vgl. Thieme/Becker 19, 69; Vicai re V I , 124.
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Mit 47 zusätzl ichen Probedrucken auf Chinapapier, einer von Tony Johannot sig niert, aus der Sammlung Descamps-Scrive 476 Nodier, Charles. Trésor des Fèves et Fleur des Pois. Le Génie Bonhomme. Histoire du Chien de Brisquet. Vig nettes par Tony Johannot. [Auf dem Umschlag:] Le nouveau maga sin des enfants [3]. Par is, J. Hetzel, 1844. 115 Textholzschnitte; zu sätzlich 47 Probedrucke auf Chi napapier. 2 Bl. [statt: 3], I V S., 1 Bl., S. [13]-133, 1 Bl. (Table), 1 Bl. ( Verlagsanzeigen). Oktav (198 x 134 mm). Langgen arbter lila Mar oquin band auf fünf zwischen doppelten Goldf ileten orn am en tal blindgeprägte Bünde, mit goldgerahmten Rücken titeln und orn am ent al er Verg old ung in dopp eltem Goldf iletenrahm en in den übr igen Feldern, mit dreifachem Goldf iletenrahm en mit Eckfleurons zwischen doppelten Goldf iletenrahm en auf den Deckeln, mit dop pelten Goldfileten auf den Steh-, siebenfachem Gold filetenrahm en auf den Innenk anten, marm or ierten Vor sätzen, eingebundenem illu strierten Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken) und Ganzg oldschnitt über Témoins, auf dem Spiegel sig niert „G. Mercier Sr de son père – 1914“ , in Pappschuber mit Mar oquink anten (Au ßengelenke berieben, Rücken etwas verf ärbt, illu strierter Holzschnitt-Titel entfernt). Der Verleger Jules Hetz el wählt e drei Erz ählungen Charles Nodiers für ein Jugendbuch aus, die ihm als „modèles d’esprit, de bon sens et de bon gout, com me aussi de saine morale et de style excellent“ [S. II] erschienen – wodurch sie sich freil ich für je des Alt er eignet en, wie er im Vorwort unt er seinem Pseudonym P.-J- Stahl her vorhebt. Einm al mehr liefert e Tony Johannot „genti lles images“ für ein Buch Nodiers, „où conteur et vignettiste font assaut de fine bonhomie“ [Mar ie 58]. Die Zahl der Vig nett en wird in der Lit er at ur durch die Bank falsch mit 100 angegeben (bei Quéra rd/Bourquelot, Beraldi, Brivois, Mar ie und Sander); doch auch die auf dem Orig in al-Umschlag gen annt e Zahl von 120 ist nur ungef ähr: Tatsächl ich sind es 115 Textholz schnitt e und ein Fronti spiz. Letzt er es wurde in uns er em Exemplar ent fernt, al ler d ings durch ei nen von Tony Johan not mit Bleistift sig nier t en Prob ed ruck auf Chin apapier ‚ersetzt’. Zudem enth ält das Buch 46 weiter e Pro bed rucke auf Chin apapier in unt ers chiedl ichem Form at.
Die sepa r at e röm is che Pag in ier ung des Préface geht, ebenso wie die drei Blätter der Titelei, im pliz it in der arabischen Seit enz ählung auf, die mit Seit e [13] beg innt. Eingebunden in unser sehr schönes Exemplar der ersten Ausg a b e der Sammlung ist der illustrier t e Orig in al-Umschlag in der früher en von zwei Va ria nt en, ged ruckt bei Schneider. Den edlen lil a farb enen Ma r oq uinband schuf George s Merc ier (1885 –1939). Daß das ‚Kinderbuch‘ auch bei Samm lern in höchstem Ansehen steht, beweist die Pro ven ienz aus den Bibliot heken von René Desc ampsScrive und Paul Gavault, auf dessen Aukt ion unser Ausn ah meexemplar ber eits 1950 ein Ergebn is von frs. 25.000 er z ielt e. Proven ienz: Auf einem Vorblatt die Ex l ibris von René Desc amps-Scrive (dessen Aukt ion II , 1925, Nr. 287: frs. 2.900) und Paul Gavault (dessen Auk tion III , 1950, Nr. 955: frs. 25.000!) sow ie das Mo nog rammschildchen „awf “ von Adria n Flüh m ann. Lit er at ur: Beraldi V III , 274, Nr. 58; Brivois 307; Cart eret III , 433 und 445: dies es Exemplar (mit fals chem Aukt ionspreis); Gumuchian 4278; Hoefer 38, 167; Mar ie 58 und 102; nicht bei Oster walder; Quéra rd/Bourquelot V, 524; Sander 531; Vicaire V I , 112 und 228.
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Indiv idual isier t es Exemplar mit eingebundenem Ver fasser-Aut og raph 477 Norvins, [Jac ques Marquet de Montbreton] de. Histoire de Napoléon. Vig nettes par Raffet. Par is, Furne et Cie, 1839. [Auf dem Umschlag:] 1840. Frontispiz in Stahlstich, 80 Tafeln in Holzschnitt, 266 Textholzschnitte; zu sätzlich 2 separate Probedrucke auf Chin apapier. 2 Bl., VIII S., 648 S., 1 Bl. (Avis au relieur). Quart, unbeschnitten (263 x 170 mm). Langgen arbter roter Halbm ar oquinband auf glatten Rücken, mit gold geprägtem Rückent itel in reichem Dek or aus intarsier ten grün en Led erstreifen in Ent rel acs-Manier, Gold fileten, -kreisen, -bällen, -punkten und -blättchen, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, eingebunden em illu strierten Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken) und drei eingebunden en Liefer ungs um schlägen, verso fliegendem Vorsatz sig niert „Mercier Sr de Cuzin“ , in mit Filz ausgeschlagenem Pappschuber mit Mar oquink anten.
Das vorliegende Werk ist für die Entwickung der Napoleon-Legende von zent ra ler Bedeut ung. Der Schrift steller und Pol it iker Jac ques de Norv i ns (1769 –1854) war schon „in seiner Jugend begeister ter Bon apart ist“ und „zeigt e sich auch währ end der Restaur at ion als eng ag ier t er Ver t eid iger Napoleons“ [Bilderwelten]. Das Buch kam erstm als 1827 –1828 in 4 Bänden heraus und hat t e anh alt enden Er folg bis ins Zweit e Kaiserr eich, das es geistig mit vorbe reit et e: 1854 erschien es in 21. Auflage. Einen bes onder en Cha r akt er gew ann das Werk in der hier vorl iegenden ersten reich bebilder t en Ausg a b e, die der kurz zuvor publiz ier t en Histoire de L’Empereur Napoléon von Laur ent de l’Ardè che [vgl. Nr. 386 ff.] Konk urr enz machen sollt e. Die rund 350 Illustrat ionen von Aug uste Raf fet (1804 –1860), dem „klassis che[n] Schilder er der mil it ä r is chen Ruh mest at en der Republik u. des Kaiser r eiches“
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[Thieme/Becker 27, 564], bedeut et en noch m als einen post hu men Popul a r it ätsschub für Napoleon. Jedes Kapit el besitzt eine Kopf v ig net t e, eine wei ter e zum Anfangsbuchsta b en und eine Schlußv i gnet t e, außerdem größer e, in den Text eingestreut e Vig net t en und 80 Ta feln, diese mit einz eil igen Le genden. Vorbild war das Illustrat ionskonz ept von Gigoux in der Histoire de Gil Blas – auch Napoleons Geschicht e wurde zeich ner isch begleit et und be schrieben wie die eines Rom anhelden. Als Histor i en m a ler gestalt et e Raf fet mit Vorl iebe „wild beweg te Massen- und Schlachtszenen“, aber auch immer wieder Darstellungen vom „Kaiser selbst: triu m phier end zu Pferde, in dumpfer Verz weiflung auf dem Rückz ug durch Rußland, in der Verbannung sterb end und auf dem Tot enb ett“ [Bilder welt en]. Mit dieser Konz ent rat ion auf „Napoleon’s character and car eer“ profi lierte sich Raffet auch gegen über dem von Vernet illustrier t en Konk ur r enz werk, mocht e jenes auch „more genera lly appeali ng“ [Ray II , 282] sein. Aus buchk ünstler ischer Sicht ist dies „une des bel les œuvres de Raffet“ [Rahir], und das „très beau livre, une des têtes de colonne du XIXe siècle, est recherché avec raison pour les belles illustrations“ [Cart eret]. Unser Exemplar enth ält auch den oft feh lenden Avis au relieur, den orig in a len Umschlag in der früher en Va r ia nt e auf rosa farbenem Papier so wie drei Liefer ungsu mschläge. Zus ätzl ich ind iv i dua l isiert wird es durch zwei beil iegende Prob e drucke der Textholzschnitte von S. 148 bzw. 448 auf Chin apapier.
Montbret on in Brienne, wohl einen Schwager, teilt Norvins mit, daß ihm eine erb etene Pension von 6.000 Francs zuerk annt worden sei. Dies es au ß erordent l iche Exemplar ei nes klassi schen und kult urgeschichtl ich wirk m ächt igen Wer kes liegt in absolut tadelloser Erh alt ung in einem mosaiz ier t en Meisterein band von Émile Merc ier (1855 –1910) vor. Proven ienz: Auf dem Spiegel die Exl ibris von Jules Le Roy und Léon Le Roy sow ie das Monog rammschildchen „awf “ von Adria n Flühm ann. – Auto graph mit Stempel: „Col lection Ls. Déria rd“. Lit er at ur: Beraldi XI , 106 ff., Nr. 1129 –1486; Bilderwelt en 108 f., Nr. 43; Brivois 309 ff.; Bry 45 – 47; Cart eret III , 439 ff. (mit Um schlag-Abb.); Giacomelli 285 ff.; Hoefer 38, 292; vgl. Kirchei sen 8; Kirc hei sen, BNZ II /1, S.20; Lonc hamp II , 345; Oster w alder 861; Quéra rd/Bourquelot V, 534; Rahir 562; Ray II , 281, Nr. 202; Sander 535; Vica i re V I , 221 ff.; zu Merc ier: Fléty 126 f.
Zwei sehr spez ielle Zug ab en sind dem Band vor gebunden: Ein Kupferstich von Raffet mit Rand skizz en menschl icher Fig ur en zeigt Napoleon auf seinem Schim mel in m it t en von Pulverd ampf und Kampfget üm mel, währ end zu seiner Recht en im Vorderg rund drei Mann eine Kanone in Stellung bringen – ein typisches Mot iv, das jedoch nicht als Vorbild für eine Abbildung im vorl iegenden Buch diente. Und schließlich birgt der Band ein hand schriftliches Zeugn is des Verfassers selbst: In ei nem Brief – ein Doppelblatt mit je einer Seit e Text bzw. Anschrift und Siegel – an einen Monsieur de
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Mit 21 Orig inal-Zeichnungen von Aug uste Raffet, gebunden von M. Lortic 478 Norvins, [Jac ques Marquet de Montbreton] de. Histoire de Napoléon. Vig nettes par Raffet. Par is, Furne et Cie, 1839. [Auf dem Umschlag:] 1840. Frontispiz in Stahlstich, 80 Tafeln in Holzschnitt, 266 Textholzschnitte; zu sätzlich 21 Bl. mit Orig in al-Skizzen von Raffet und 1 Lithog raphie nach Raffet. 2 Bl., VIII S., 648 S., 1 Bl. (Avis au relieur). Quart, unbeschnitten (264 x 171 mm). Dunkelg rüner Ma roquinband auf fünf mit Goldf ileten besetzte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel, in den übr igen Rückenfel dern abwech selnd in Goldpräg ung „N“ in Lorbeerkranz bzw. Krone vor gekreuzten Lorbeerzweigen, begleitet von klein en Stern-, Blüten- und Bien en stempeln, in fet ten Filetenrahm en, die Deckel mit Rahm enwerk aus Blindund Goldlinien und floralen Einzelstempeln, Krone und Biene im Lorbeerkranz als Eck- sowie Wappen in schraf fierter Raute und Blütenkranz als Zent ralmot iv, mit dop pelter Goldf ilete auf den Steh- und Bordüre aus drei ver schied en en Einz el stempeln zwi schen doppelten fet ten Goldf ileten auf den Innenk anten, mit marmor ierten Vor sätzen, eingebundenem illu strierten Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken), drei eingebundenen Liefer ungs umschlägen und Ganzg oldschnitt über Témoins, auf dem Spiegel sig niert „M. Lortic“ (durchgeh end schwach bis mäßig braunf leckig, erste eingebundene Zeichnung fast lose). Unika les Exemplar mit 21 Orig in al-Zeichnungen Raffet s Dieses Exemplar des „très beau livre, une des têtes de colonne du XIXe siècle, […] recherché avec rai son pour les belles illustrations“ [Carteret] besitzt unika len Cha r akt er: Es ent h ält zus ätzl ich eine
Sammlung von 21 passepartourierten Blätt ern mit orig in a len Skizz en Aug uste Raf fet s zu sechs Ta felund 15 Text a bbildungen, die alles ander e als ‚holz schnitta rt ig‘ wirken: Oft deut en die locker en Blei stiftskizz en, die mal mit der Feder nachgez ogen, mal großz üg ig lav iert wurden, nur die Fig ur enkom posit ion an, gelegent l ich gehen sie auch mehr ins Det ail. Immer wird an ihnen die ‚Flüssigkeit‘ und Vorl äu fi gkeit des Ent w urfsproz esses sicht bar. Drei beidseit ig bea rbeit et e Blät t er [zur Ta fel nach S. 216 und zu den Abb. S. 268 und 622] zeigen je zwei Ent w ür fe in unt erschiedl icher Konk ret ion, so daß sich mit dem ged ruckt en Holzschnitt drei Zu stände nebeneina nder beobacht en lassen. Auch an der e Va r iat ionen sind zu beobacht en: In den mei sten Fällen sind die Holzschnit t e seit enverkehr t e Umsetz ungen der Skizz en; die Vorz eichnung zur Kopfv ig nett e auf S. 213 mit vier Männern am Tisch wurde in der endg ült igen Fassung um zusätzl iche Fig u r eng rupp en er weit ert. Am weit esten ausg e führt wurde die viel fi g u rige Zeichnung zur Ta fel vor S. 41, die sorgsam lav iert, im Vorderg rund weiß gehöht, von Raffet sig niert und „1839“ dat iert wur de (Blattg röße: 146 x 175 mm). Das schöne Blatt wur de dem Buch quasi als Fronti spiz vorgebunden. Es zeigt den vor wärts weisenden Napoleon of fensicht lich bei einer Truppenr ede vor einer Schlacht. Ganz anders hingegen die Vorz eichnung zur vorletzt en Vig nette: der Kaiser auf dem Totenbett, ein mar kant es Profi l, ein nacht rägl ich ‚aufgesetzt er‘ Drei spitz, unter dem die Schädellin ie sichtbar bleibt, der Kör p er reduz iert auf ein ige fast para llel ver lau fende Federstriche. Diese ein z iga r t ige Kol lekt ion orig in a ler Skizz en, die graphisch sehr weit vom
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end gülti gen Holz schnitt ent fernt sind, bietet eindrucks vol le Ein blicke in die kreative Arbeitswei se Au gu ste Raf fets und nicht zu letzt die „unver gleichliche Sicherheit, mit der er eine Komposition er faßt, den Blick punkt wählt und von da aus die Massen beherrscht“ [Rümann]. Als zweites zu sätz liches Front ispiz ist dem Buch eine Lithographie von Gihaut frères nach Raf fet vorgebunden, die Napoleon klassisch zu Pferd zeigt, mit den Il lu strationen aber in kei nem di rek ten Zusam men hang steht. Ein gebunden sind zudem der ori gi na le Um schlag in der frü heren Va ri ante auf rosa farbenem Papier und drei Lieferungsum schläge, auch der oft feh lende Avis au relieur. Der kostba re Band prä sentiert sich in ei nem wür di gen, mit napoleoni schen Em blemen ge schmück ten Ma roquinein band von Mar cellin Lortic (1852 –1928) [vgl. Fléty 115]. Provenienz: Il lu strier tes Ex li bris „rose“ auf dem Spiegel.
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Aug uste Raffet s eigenes Exemplar mit einer Orig inal-Zeichnung und 33 Probedrucken – eines von zwei bek annt en Exemplar en auf Chinapapier 479 Norvins, [Jac ques Marquet de Montbreton] de. Histoire de Napoléon. Vig nettes Par Raffet. [Und:] 33 Probedrucke der Holzschnittvig netten Raffet s. 2 Bde. Par is, Furne et Cie, 1839. Fronti spiz in Stahlstich auf Chin apapier, aufk a schiert auf Velinpapier und mit Seid envorsatz, 80 Tafeln in Holzschnitt auf Chin apapier, 266 Textholzschnitte; zu sätzlich 1 Bl. mit passepartourierter Orig in al-Skizze von Raffet. Und: 33 Holzschnitte auf Chin apapier (davon 2 in zwei Var ianten, 16 auf Karton aufgezogen), mont iert auf 27 Tafeln aus stark em Velinpapier. 2 Bl., VIII S., 648 S. – Auf Chin apapier gedruckt. Und: 13 Bl. star kes Velinpapier (das erste und letzte mit den Vorsätzen verbunden). Quart (255 x 164 mm). Roter Saff ianband der Zeit (in Pappschuber mit roten Lederk anten) und roter Halbsaffi anband, jeweils auf vier von breiten Blindf ileten einge faßte goldverzierte Bünde, mit goldgerahmtem Rücken titel und Rahm enwerk aus Bogenlinien und Eckvoluten in den übr igen Rückenfeldern, der Saff ianband mit zwei fetten Blindf ileten- und zwei mageren Goldf iletenrah men sowie floral-orn am entalem Golddek or, teils in En trel acs-Manier, der Halbsaffianband mit Blindf ileten auf den Deckeln, beide mit weißen Glanzpapiervorsät zen und Ganzgoldschnitt (1 Einband-Ecke mit minim aler Stauchspur, S. 59 f. mit geschlossenem Einr iß, S. 193 f. mit Randeinr iß; 1 Probedruck gen au am Bildrand mit durchgeschlagener ring f örmiger dunkler Klebespur). Raf fet s eigenes Exemplar auf Chin apapier mit einer Orig in al-Skizz e, dazu Kollekt ion von 33 Probed rucken der Holzschnit t e auf Chin aPapier: von al lerg rößt er Selt en heit Dies ist das persönl iche Exemplar des Illustrat ors Aug uste Raffet, wie im von Beraldi zitierten Auk tionsk at a log des Nachbesitz ers Hippolyte Dest ail leur vermerkt ist. Zusätzlich beglaubigt wird dies zum einen dadurch, daß es sich um ein Exemplar auf Chin apapier „de la plus grande ra r et é“ handelt, wovon Cart eret ger ade einm al „trois ou quatre“ be kannt war en – daru nt er auch dieses. Zum zweit en ent h ält es zus ätzl ich ein passepartouriertes Blatt mit ei ner orig i n a len, braun lav ier t en Bleistift skizz e Raffets der Sphinx und der Pyr am iden von Gizeh [Abb. S. 155]. Die durchgehend illustre Besitz er r eihe führt weit er über Henr i Beraldi und Paul Gallima rd [vgl. Cart er et] bis zu Pierre Duché, dessen Exl ibris die sinn ige
Dev ise „Attendre et savoir choisir“ trägt. Entweder er oder – wohl eher – Gallima rd fügte den Band mit Fumés hinz u: Von den rund 350 Holzschnit ten, die Aug uste Raffet (1804 –1860) für Norvins‘ Histoire de Napoléon anfert igt e, liegen hier 31 in Pro bed rucken auf Chin apapier vor, davon zwei in je weils zwei Va r ia nt en. Die Auswahl der Fumés bietet einen guten Quer schnitt durch das Buch: Wie von Raffet als dem „klassis che[n] Schilder er mil it ä r is cher Ruh mest at en der Republik u. des Kaiser r eiches“ [Thieme/ Becker 27, 564] nicht anders zu erwart en, sind im mer wieder marschier ende und kämpfende Truppen zu sehen – zumeist aber Napoleon selbst: Mal sieht man ihn lässig ausgestreckt auf einem Sessel, mal im ver t raul ichen Gespräch in kleiner Runde, mehr mals in herr ischer Pose vor seinen Truppen, dann in einen Schlitt en gek auert auf der Flucht aus Ruß land, schließl ich auf seinem Tot enbett. Im einz elnen handelt es sich um 18 Texta bbildun gen [zu den Seiten 31, 69, 81, 88, 120, 123, 140, 260, 280, 313, 347, 354, 380, 402, 461, 498, 289 und 520] und 13 Tafeln [nach den Seit en 4, 80, 118, 132, 146, 168, 238, 298, 458, 526, 560, 628 und 414]. Da bei weisen die Probed rucke teilweise mark ant e Un terschiede zu den endg ült igen Versionen auf. Die zu den Ta feln erscheinen sämt l ich ohne Bildlegen den; die ‚doublet te‘ Var ia nt e zur Tafel nach S. 560 besitzt eine abweichende Bildu nterschift, stammt auch von einem ander en Stecher (Girardet, statt Loutrell) und ist wesentlich feiner ausgeführt als der Holzschnitt in Norvi ns‘ Histoire. Dies gilt auch für die Probed rucke zu den Tafeln Prédiction de l’Ar chidiacre Lucien [nach S. 4], Passage du pont d’Arc ole [nach S. 80], Charge des dragons d’Espagne à Nang is [nach S. 526], C’est un roi de Rome! [nach S. 414] so wie zu den Texta bbildungen von S. 289 und 354. Die Ta fel Combat et prise de la Crête à Pierr ot [nach S. 238] liegt wiederu m in zwei Versionen vor, ein mal in der von Hébert (wie im Buch) und einm al in feiner er Man ier von Frilley. Auch an einz elnen Mot iven lassen sich int eressant e Unt erschiede be obacht en: Der Probed ruck zum Text holzschnitt auf S. 140 ist nicht nur seitenverkehrt, Napoleon hat hier auch noch eine ganz ander e Haart racht. Derje nige zu S. 289 weist rechts mehr er e Fig ur en auf, die in der endg ült igen Va r ia nt e einfach abgeschnit t en wurden. Hingew iesen sei auch auf den Probed ruck zur Abbildung auf S. 498: Er wurde von Raffet
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sig niert und ist wesentl ich zart er kont ur iert als im Buch – in unser em Exemplar mit den eingebunde nen Zeichnungen Raffets ist das Motiv zudem als orig in ale Skizz e zu sehen, so daß uns hiervon drei verschiedene Zustände vorl iegen. Zur beh aupt et en Selt en heit der Chi n a-Exempla r e: In allen großen Aukt ionen des 20. Jahrhunderts taucht außer unser em nur noch das Montgermont Desc amps-Scrive-Exemplar auf, wobei Car t eret in der Kat a logbeschreibung der letzt er en Samm lung (1925, 164: frs. 20.100) auf „fortes rousseu rs“ hin weist (dennoch erbrachte es schon 1911 bei Montgermont frs. 6.020, den höchsten Preis der gesam ten Aukt ion). Proven ienz: Aug uste Raf fet (1804 –1860). – Verso des flieg enden Vors atz es Ex l ibris von Hippolyte Dest ailleur (1822 –1893), dessen Aukt ion 1891, Nr. 1844: frs. 1.550. – Henr i Beraldi (1849 –1931), in dessen Estampes et livres Nr. 268, mit der Nennung Raf fet s als Erst besitz ers; auch zit iert in Beraldi XI , 106. – Paul Sébastien Gallima rd (1850 –1929), der Vat er des Verlegers Gast on Gallima rd, zit iert bei Car t eret. – Auf den Spiegeln goldgepräg t es ova les Ma r oq uinex l ibris von Pierre Duché, dessen Auk tion II , 1972, Nr. 105: frs. 23.000. – Eur opäischer Privat besitz.
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Das komplett unauf find ba re Nouveau magasin des enfants – Holz schnitte von Bert all, Gérard Séguin, Tony Johannot, Lorentz u. a. 480 Le nouveau magasin des enfants. 18 in 20 Bdn. Paris, J. Het zel, 1843 –1846, [ab Bd. 12:] E. Blanchard, 1851 –1857. Zu sammen etwa 1800 Holz schnit te, aller meist im Text; beiliegend in Bd. 4 vier und in Bd. 5 zwei Probedrucke auf Chinapapier. Zu sammen über 2400 S. Oktav, einige Bände unbeschnit ten (191/203 x 125/143 mm). 2 Verlagseinbän de aus auberginefarbenem bzw. violet tem Perkalin auf glat te Rücken, mit gold gepräg tem Rückentitel zwi schen reichem Golddekor, gold gepräg ten Deckelvi gnet ten in blind gepräg tem linearen und floralen Rahmenwerk, mit gelben Bunt papiervorsät zen und Ganz gold schnitt (Bde. 4 und 11). – Bd. 17: Illu strier te Ori ginal-Broschur. – Bde. 2, 3, 5, 7, 8, 10, 12, 13 und 16: Langgenarbte rote Halbmaroquinbän de à la Bradel, jeweils mit Rückentitel zwi schen floralem und Pointillé-Dekor in dreifachem Filetenrahmen (Bd. 8 mit abweichen dem Rücken dekor), alles in Goldprä gung, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebun denem illu strier ten Ori ginal-Um schlag, meist auf dem flie gen den Vor satz ver so si gniert „E. Carayon“ . – Bd. 1: Roter Halbmaroquinband auf vier mit
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Goldf ileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rücken titel und floralen Goldrahm en in den übr igen Rückenfel dern, mit marm or ierten Vorsätzen und eingebundenem illu strierten Orig in al-Um schlag. – Bd. 6: Langgen arb te dunk elg rüne Halbm ar oquinbände auf fünf mit drei fachen Goldf ileten verzierte Bünde, jeweils mit goldge prägtem Rückent itel in Goldrahm en und dek orat iver Kastenverg oldung in den übr igen Kompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, eing ebund en en blind- und goldg eprägten Orig in alDeckelbezügen aus grünem Perk alin, auf dem fliegen den Vorsatz verso sig niert „Stroobants“ . – Bd. 9: Roter Halbm ar oquinband auf fünf pointilléverzierte Bünde, mit goldgerahmtem und -geprägtem Titel sowie Er scheinungsort und -jahr in zwei, außerdem dek orat iver Ka stenverg oldung aus Einzelstempeln und Eckfleurons in den übr igen Rückenk ompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und rotem Kopfschnitt, am Fuß sig niert „Mercier“ . – Bde. 14 und 18: Dunk elr ote Halbm ar oquinbände à la Bradel, jeweils mit Rückent itel, marm or ierten Vorsätzen und eingebun den en illu strierten Orig in al-Um schläg en (inkl. Um schlagr ücken) ), auf den fliegenden Vorsätzen verso si gniert“V. Champs“ . – Bd. 15: Roter Halbm ar oquinband auf fünf mit doppelten Goldf ileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel in Goldrahm en und dek ora
tiver Ka stenverg oldung in den übr igen Kompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsät zen und eingebundenem illu strierten Orig in al-Um schlag (inkl. Umschlagr ücken), auf dem fliegenden Vorsatz ver so sig niert „V. Champs“ . Die komplett e Ser ie mit 18 Werken in 20 Bänden, von größt er Selt enheit, mit Erst ausg a ben von A. Dum as, Paul de Musset, George Sand, Gozlan, Karr u. a. – illustriert von Berta ll, Géra rd Séguin, Tony Johannot, Lor ent z, Jacque etc. Am Anfang war das Alphabet – und ein reich illu strier t es Element arbuch mit Text en von Fénelon, Flor ia n, La Font a ine, Balz ac, Ja n in, Ma r ie Ménes sier-Nodier, É. De la Bédollierre und ander en: Le livre des pet its enfants. Dann wurde eine ganz e Rei he von monog raphischen Kinderbüchern daraus, Le nouveau maga sin des enfants, der en nächsten Band über den Däumling Tom Pouce der Verleger Jules Hetz el, alia s P.-J. Stahl, selbst verfaßte. Zwischen 1843 und 1857 erschienen 18 Tit el, zuerst bei Het zel, später bei Blanch ard, die hier vollständ ig bei sammen sind. Die Bände umfassen meist gut 100 Seiten mit jeweils rund 50 bis 150 Holzschnitten und sind fast sämt l ich Orig in alausg a ben der Text e und Bilder – so z. B. die Vie de Polichinelle, eines der
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frühesten Werke von Octave Feuillet (1821 –1890), der als „enfant délicat“ im Alter von zehn Jah ren seine Mut t er verlor und dess en Kna b enz eit „affreusement triste“ [DBF] verl ief. Dar u nt er sind auch Erst ausg a b en bedeut ender Aut or en, wie La ß en Du m as bouillie de la com tesse Berthe des gro père – zudem ein „besonders liebensw ürd iges Werk Berta lls“ [Rümann 192], dem hier zwei Probed rucke seiner Bilder auf Chin apapier beil iegen [S. 13 und 23]. Der mit drei Jahr en Abstand zum vor igen er schienene letzt e Band von Champfleury ist nicht in allen einschlä g igen Refer enz werken verz eich net. Bert a ll illustrier t e allein fünf Tit el, dar u nt er auch Hetz els Tom Pouce und die Histoire d’un CasseNoisette, wiederu m von Dum as, mit 238 Holzschnit ten – vielleicht der „Höhepunkt […] seines ganz en Schaffens“ [ebd.]. Géra rd Séguin war neben Grandville, Meis son ier und ander en ber eits an dem er sten Band bet eil igt gewesen, vier weit er e illustrier te er allein [4, 7, 15 und 17; Bd. 4 mit 4 beil iegenden Probed rucken]. Alcide Joseph Lor ent z zeichnet e 86 bzw. 65 Bildvorl agen für die Bände 11 und 12;. wei ter e für Band 14; Tony Johannot steuerte 116 Vi gnett en für Charles Nodiers Prosaband bei. Charles Émile Jacque (1813 –1894) hatt e schon zur ersten Ausg a be von Nodiers Goldsm ith-Übersetz ung 1838 „her vor r agende Holzschnit t e“ [Rümann 143] gel ie fert, die jedoch hinter den Tafeln Tony Johannots ins zweit e Glied rückt en. Dabei gehört e er durchaus zu den „führ enden Meistern der Schule von Bar bizon“ [Géricault, Delacroix, Dau mier 206] und in „die Erste Gar n it ur zeit genössischer Künst ler“ [Bil der welt en 87] – in der vorl iegenden vier t en Ausg a be konnt e er sich dann als Alleini llustrat or dieses Klassikers der Welt l it er at ur profi l ier en. Der weit ge hend unbek annt e Delmas sow ie Léopold Desbr os ses und Maur ice Sand (1823 –1889) bebildert en je ei nen Tit el, letz t er er die Histoire du véritable Gribouille seiner Mut t er George Sand. Alle drei Illustrat or en sind in unser er gesamt en Kollekt ion nur mit diesen Arbeit en ver t ret en. Die Werke im einz elnen:
1. Le livre des pe t its enfants. Nouvel alphabet, contenant des alphabets variés, des exercices gradu és jusqu’ à la lecture courante, un choix de maxim es et de proverbes appropriés à l’enfance, un pet it recueil de not ions usuelles, des contes moraux, histor iet tes, fables, poé sies […]. Illustré de 90 Vig nettes par MM. Gérard Séguin, Mei ssonnier, Grandville, Steinh eil, Français. Dies ist der seltenste Band der Reihe, den zu finden nicht einm al E. C. A. Legr and im 19. Jahrhundert gelang. 2. Stahl, P.-J. [d. i. Pierre Jules Hetzel]. Nouvelles et seules véritables aventures de Tom Pouce, imitées de l’Anglais par P.-J. Stahl. Vig nettes par Bertall. 3. Nodier, Charles. Trésor des Fèves et Fleur des Pois. La Génie Bonh omme. Histoire du Chien de Brisquet. Vig nettes par Tony Johannot. 4. Baudet, Louis. Mytholog ie de la jeune sse. Illustrée par Gérard Séguin. 5. Dumas, Alexa nd re. La bouillie de la com tesse Berthe. Illustré par Bertall.
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13. Sand, George. Histoire du véritable Gribouille. Vig nettes par Maur ice Sand. Gravure s de Delaville. 14. Perr ault, Charles. Contes de Perrault. Illustrés par Grandville, Gérard-Séguin, Gigoux, Lorents [sic], Gavarni et Bertall. 15. Houssaye, Ar sène. Le royaume des roses. Vig net tes par Gérard Séguin. 16. Goldsm ith, [Oliver]. Le vicaire de Wakefield. Traduction de Charles Nodier. Quatrième édition. Illustrée par Jacques [sic!]. 2 Bde. 17. Karr, Alphonse. Histoire d’un pion, suivie de l’emploi du temps, de deux dialogu es sur le courage et de l’esprit des lois ou les voleurs volés. Vig nettes par Gérard Séguin.
6. Dumas, Alexa ndre. Histoire d’un Casse-Noisette. Illustré par Bertall. 2 Bde. 7. Musset, Paul de. Monsieur le Vent et Mad ame la Pluie. Vig nettes par Gérard Séguin. 8. Ourliac, Édoua rd. Le prince Coqueluche, son histo ire intéressante et celle de son com pagn on Moustafa. Vig nettes par Delmas.
18. Champfleury [d. i. Jules François Fel ix Husson Fleury]. Grandeur et décadence d’une serinette. Simple histoire d’un rent ier et d’un lampiste, la légende de Saint Crepin le cordonnier, la chanson du beurre dans la Mar mite, par Champ fleury. Illustrée par Desbr osses. Die Bände 4, 11 und 17 liegen in den goldgeprägt en Verl agseinbänden in Perk al in vor, Band 17 auch in der tadellos erh alt enen illustrier t en Orig in albro schur – überh aupt lassen sich insgesamt nur ganz vereinz elt kaum nen nenswer t e Mängel beobacht en. Sieben Bände stammen aus dem Besitz von E. C. A. Legr and, bis auf einen [Bd. 9] wurden sie einheit
9. Feuillet, Octave. Vie de Polichinelle et ses nomb reuses avent ures. Avec un port rait du nez du commissa ire, son ennemi, et un fac-similé de la queue du diable. Vig nettes par Bertall. 10. Gozlan, Léon. Aventures merveilleuses et touch antes du prince Chènevis et de sa jeune sœur. Vig nettes par Bertall. 11. La Bédollierre [sic], Émile, de. Histoire de la mère Michel et de son chat. Vig nettes par Lorent z. 12. Karr, Alphonse. Les fées de la mer. Vig nettes par Lorent z.
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lich von Émile Ca r ayon (1843 –1909) in dekor at ive Halbm a r oq uinbände gebunden (von denen Bd. 8 leicht abweicht). Der Band aus dem Besitz von Lou is Lebœuf de Montgermont ist int ere ssant er weise ident isch gebunden, fünf weit er e rote Halbm a r o quinbände stammen von Stro obants, Émile Mer cier und Vict or Champs. Fast übera ll sind die illu strier t en Orig in al-Umschläge mit eingebunden, bei Band 3 in der früher en von zwei Var ia nt en. – Alles in allem ein auch für den Bibliophilen er f reul iches Pot pour r i der reiz enden Kinderbuch r ei he, von der Car t eret und alle ander en Bibliog raphen kein ein ziges komplet t es Exemplar zit ier en konnt en. Ver gleiche auch die Nummern 177, 275, 323, 358, 365, 465 (zwei Titel), 476, 565 dieses Katalogs, wo alle auf Chin apapier ged ruckt en Ausg a ben sow ie wei ter e unika le Exempla r e mit Orig in alz eichnungen oder reichen Beig a ben von Fumés auf Chin apapier einz eln verz eich net werden. Proven ienz: Bd. 2: Loui s Lebœuf de Montgermont, dessen Aukt ion 1912, Nr. 278. – Auf dem fliegenden Vorsatz die goldgepräg t en Ex l ibris von And ré Vil let und Mademoiselle L. Dousse. – Aus der Samm lung Adria n Flühm ann. – Bde. 3, 5, 7 –10, 12, 13 und 16: E. C. A. Legr and (Aukt ion 1912, Nr. 267). – Bd. 4: Stempel „Bibliothèque Jules Magn in“ auf Vort i tel. – Bde. 8, 12, 15 und 16: Gestochenes illustriert es Exlibris von Et. Beauv illain auf einem Vorblatt. – Bde. 14 und 18: Farbig illustriert es Exl ibris von Vic tor Mercier auf den Spiegeln. – Bd. 15: Illustriert es Exl ibris „Rose“ auf dem Spiegel. Liter at ur: Brivois 35, 129, 144, 178 f., 194, 219, 225, 265, 302, 307, 314, 322, 361 und 379 f.; Cart eret III , 444 – 450; Gumuch ian 487, 2312, vgl. 2518, 2776, 3089 – 3091, 3483 f., 3485 f., vgl. 3535, 4057 f., 4241, 4278, 4359, 4445 und 5432; Sander 49, 237, 240, 260, 307, 335, 374, 375, 388, 447, 517, 531, 544, 559, 612 und 649; Vicai re V I , 228 – 231; zu Dum as: Talva rt/Place V, 15 f., Nr. 78 und 79; zu Sand: Spœlberch, Sand 156; zu Johannot: Be raldi V III , 274, Nr. 58; Mar ie 58 und 102; zu Car ayon: Fléty 38.
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Exemplar auf Chinapapier, in einem japonisierenden Einband 481 Olivier, Jacques. Alphabet de l’ imperfection et malic e des femmes. Reveu [sic!], cor rigé, et augm enté d’un friand dessert et de plusieurs histoires pour les courti sans et part isans de la femme mondaine. Dédié à la plus mauvaise du monde. Par is, A. Barraud, 1876. 7 gestochene Tafeln, 30 Textillu strat ionen, 24 Schmuck vig netten und 38 dreizeilige Zierinitialen. 2 Bl., XI S., 271 S. – Vort itel und Titel in Schwarz und Rot gedruckt. Oktav, seitlich und unten unbeschnitten (220 x 146 mm). Braunr oter Halblederband auf glatten Rücken à la Bra del, mit zwei goldgeprägten Rückenschildern in Schwarz und Rot und geprägten japonisi serenden Illu strat ionen in Schwarz, Dunk elg rau, Gold, Ocker, Rot und Rot braun, mit marm or ierten Vorsätz en, eingebund en em ockerfarbenen, illu striertem Orig in al-Um schlag und ro tem Kopfschnitt (Kanten berieben, 1 Einband-Ecke mit kleiner Stauch stelle, durchgehend leicht braunf leckig). Misog y n ie in bibliophilem Gewand Das erstm als 1617 und im 17. Jahrhundert immer wieder neu aufgeleg t e Werk penet rant er Misog y n ie macht sich an heischig, sämt l iche Unvoll kom men heiten und Bosheit en des ‚schwachen Geschlechts‘ durchz ubuchsta bier en. Die Widmung des Werkes à la plus mauvaise du monde bez og sich of fensichtl ich auf Marguerite de France, die erste Gattin Kön ig Hein r ichs IV., die man nicht allein auf dem Fronti ispiz erkennt, sondern auch „dans le portrait satirique que l’auteur s’est plu à tracer d’elle, sans la nommer“ [Gay/Lemonnyer].
Erst mit der vorl ieg enden Ausg a b e, die Gustave Brunet alia s „Philomne ste junior“mit ei nem Vor wort begleit et e, wurde das Buch nach langer Zeit wieder der Öffentl ichkeit zug ängl ich gem acht – nun im Ge wand der Bibliophil ie. Von der Gesamt aufl age von 1002 Exempla r en wurden allein 500 auf diversen Lu x uspapier en ged ruckt; das unser e ist die Nr. 48 von 100 Exempla r en auf Chin apapier. Bei den Textillustrationen, die zu Beg inn der Al pha b et-Kapit el stehen, formt ein Bildelement je weils den bet ref fenden Buchsta b en nach. Eine einz ige Abbildung trägt die Sig nat ur Ph[ilippe Au guste] Cat telain, der „in den 60er Jahr en mit Gill“ [Thieme/Becker], zusam mena rbeit et e, dem Ka r ik a tur isten And ré Gill (1840 –1885), mit bürgerl ichem Namen Louis Gosset. Dies war offenbar auch hier der Fall: Eine weit er e Abbildung trägt beider Kür zel „ PC “ und „G.“, ein „G“ meint man auch zwei weiter e Male zu entdecken. Die Tafeln sind avant toute la lettre ged ruckt, die Illustrat ion auf dem ein gebundenen Orig in al-Umschlag stammt von Henr y Somm. Der japonisierende Einband zeigt auf einem blindgepräg t em Blüt en- und Blät t er-Grund asiat i sche Gesicht er und Vögel mit ausgebreit et en Flü geln. Lit er at ur: Gay/Lemonnyer I, 69 ff.; Vica i re V I , 264; zu Ca ttelain: Beraldi I V, 69 ff.; Thieme/Becker 6, 193; zu Gill: Beraldi V II , 134 ff.
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Im zeit genössischen Meistereinband 482 Pacini, Eugène. La Mar ine, arsenaux, navires, équipages, navigat ion, atterrages, combats. Illustrations de M. Morel-Fat io. Par is, L. Curmer, 1844. Illu strierter Holz schnitt-Titel, 22 Stahl stich-Tafeln, 9 kolor ierte Tafeln in Holzschnitt, jeweils mit Seidenvor sätzen, 120 Textabbildungen in Holzschnitt. 2 Bl., 240 S.; 4 S. ( Verlagsprospekt). Quart, unbeschnitten (264 x 178 mm). Dunk elg rün er Halbm ar oquinband der Zeit auf fünf pointilléverzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel, in den übr igen Rückenkompartimenten mit goldgepräg ten Eckfleurons, jeweils in doppeltem Rahm en aus fetter und magerer Blindf ilete, mit doppelten Blindf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und Kopfg old schnitt, am Fuß sig niert „Niédrée“ (Papier qualitätsbe dingt streckenweise leicht gebräunt).
inszen iert. Über 150 Holzschnitt e und Stiche, neun davon in Farbe, führ en dies vor Augen. Das Gros der Text- und Tafela bbildung en (auch die Farbt afel mit 36 Flaggen) stammt von dem Ma rinem a ler Léon Ant oine Morel-Fat io (1810 –1871), der 1849 zum Kon s er v a t or am Mus é e naval du Louvre und 1853 zum Ma ler des Ma r inem in ister iu ms er n annt wurde. Die acht kolor ier t en und eiweiß gehöhten Uniformt a feln sind vom Brüder paar Pauquet, ein ige Tafeln von Eugène Isabey (1803 –1886), der illustriert e Tit el von Jean-Adolphe Beaucé, wei ter e Abbildungen von Louis Marvy, Buzelot, Hila i re Guesnu und Lucas. Die erste Ausg abe des Werkes liegt in sehr schö ner Erh alt ung vor; der vierseit ige Verl agsprospekt ist nachg ebunden. Der zeit g enössis che Halbm a roq uinband stammt von Jean-Edoua rd Nied rée (1803 –1864), einem der „best pupils of Thouvenin“ [Ramsden].
Frank r eichs Ma r ine – macht voll und ma ler isch
Proven ienz: Adria n Flüh m ann.
Das Buch des Ma r ineof fi z iers Eugène Pacini besitzt durchaus eine rom ant ische Dimension: Die Ma r i ne der Grande Nat ion wird in all ihr en Facett en als „une des gloires de France“ und eine „branche si pit toresque de la puissance nat ion a le“ [Prospekt]
Lit er at ur: Beraldi IX , 236, Nr. 4 (Marvy), und X, 121, Nr. 4; Brivois 315; Brunet V I , 498, Nr. 8465; Cart eret III , 452; Colas 2258; Hiler 682; Lipp erheide 577, Qk 44; Osterw alder 527 und 714; Quéra rd/Bourquelot V, 574; Sander 545; Vicaire V I , 301; zu Nied rée: Fléty 135 f.; Ramsden 147.
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Lux us-Verlegereinband 483 Pacini, Eugène. La Mar ine, arsenaux, navires, équipages, navigat ion, atterrages, combats. Illustrations de M. Morel-Fat io. Par is, L. Curmer, 1844. Illu strierter Holz schnitt-Titel, 22 Stahl stich-Tafeln, 9 kolor ierte Tafeln in Holzschnitt, 120 Textabbildungen in Holzschnitt. 1 leeres Bl., 2 Bl., 240 S. Quart (260 x 166 mm). Verlegereinband von dunk elg rü nem Saff ian auf glatten Rücken, mit goldgeprägter Rücken- und Deckelillu strat ion, auf den Deckeln Rahm en werk von fetten Blindf ileten in Entrelacs-Manier, mit Ganzg old schnitt, in modernem, mit Filz ausgeschlage nem Pappschuber (Papier ger ing braunf leckig, quali tätsbedingt streckenweise leicht gebräunt).
Im dekor at iven Verlegerein band Dies es Exemplar der ersten Ausg a b e von Pacinis schönem Ma r inebuch liegt im tadellosen Ver legereinband aus Saf fia nleder vor, dessen Deckel von einem pracht vollen goldgepräg t en Schiffsheck mit zwei Trit onen davor geschmückt sind [vgl. Mal avieille 159, Nr. 34]. Der Buchblock wurde neu ein geh ängt, Vorsätz e und Goldschnitt sind modern. Proven ienz: Sammlung Adria n Flüh m ann, mit des sen Etikett mit Monog ramm „awf “ auf einem Vor blatt.
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48 il luminier te Ta feln, u. a. von Daumier und Gavarni 484 Pa ris au dix-neuvième siècle, recueil des scènes de la vie pari sienne, dessinées d’après nature, par Victor Adam, Gavarni, Daumier, Bouchot, Bourdet, Cicéri, Pruche, Lepoittevin, Provost, Lorentz, Rigo, Célestin Nanteuil, Devéria, Traviès, etc. 48 Dessins et 200 vi gnettes sur bois, avec un texte descriptif par Albéric Second, Burat de Gurgy, Jaime, Émile Pagès, Emmanu el Gonzalès, etc. Paris, Beau ger et Compie, Aubert et Cie, Delloye, Curmer, Martinon, 1844. 48 kolorier te, eiweiß gehöhte lithographi sche Tafeln, etwa 220 Textabbildun gen in Holz schnitt. 1 Bl., 96 S. in zwei spalti gem Druck. Groß-Quart, unbe schnit ten (340 x 253 mm). Langgenarbter brauner Halbmaroquinband um 1900 auf fünf breite, je mit drei Goldlinien (eine in Point illé-Manier) ver zier te Bünde, gold gepräg tem Rückentitel und rautenför mi gen Einzel stempeln in den übri gen Rückenfeldern, ein gefaßt von doppelten Goldfileten und Blindbordüre, mit doppelten Goldfileten auf den Deckeln und mar morier ten Vor sät zen (Kanten berieben, vereinzelt gering braunfleckig, 1 Bl. mit kleiner ersetzter Randfehl stelle). Pa ris in 48 kolorier ten Lithographien nach Daumier, Gavarni, Na nteuil, Traviès u. a. – von großer Selten heit In dieser farbi gen Schau auf das zeit genössische Paris der Jahrhundert mit te wer den vielerlei Loka litäten vor ge stellt, wie die Gär ten des Palais-Royal und der Tuilerien, Le Luxembourg, Le bois de Boulogne, L’antichambre d’une gran de maison, aber auch ein ein faches Wirtshaus und eine Restau rant küche, Les courses du Champ-de-Mars und eine dor ti ge Truppenpa rade vor dem König, Une soirée littéraire und Le Mardi gras, Kostüm bäl le wie Le bal Musard, schließlich auch Ty pen wie Un étudiant, eine Concierge, Les titis, L’ écrivain public, Un Tourlourou (ein In fanteriesoldat), Les Gamins de Paris, Le pâtissier à la mode, Les balayeurs, Les chif foniers und andere. Die er ste Ta fel und 55 Vi gnet ten (dar unter fünf erst mals ge druck te) stam men von Honoré Daumier, je 6 Ta feln von Gavarni, Bourdet und Bouchot, 4 von Traviès, 3 von Adam, je 2 von Na nteuil und Benja min Rou baud, eine von Jules David. Die Lithographien sind in dun kel brau ne breite, unter-
– 1550 –
schied lich il lu strier te Rah men von Charles Lou is Mal apeau (1795 – um 1878) ein gestellt, dem „Er fi nder der Chromolithographie […], die er seit 1822 mit kgl. Patent ausübte“ [Thieme/Becker 23, 586]. Hier wur den sie jedoch zeit genössisch sorg sam von Hand koloriert und eiweißgehöht; sie sind sämt lich mit ei ner Bild legende und dem Ver merk „Edité par le Charivari“ ver sehen. Schon 1887 war das „al bum intéressant […] devenu assez rare“ [Lacombe], 1927 bereits „très rare“ [Carter et], was für die vorliegende zweite Ausga be ebenso gilt wie für die er ste vom Jahr 1839. Pro ve nienz: Far big il lu strier tes Ex li bris von A[ntoine] Vautier auf dem Spiegel (nicht in dessen Kata logen 1971 und 1977). Literatur: Bouvy 307 – 311; nicht bei Brivois; Car ter et III , 453; Delteil III , 753; Lachèvre I, 191 f.; Lacombe 725; Lonchamp III , 353; Rahir 571; Rümann, Daumier 67; Sander 548; Vica ire V I , 378, vgl. ebd. 376 ff.
– 1551 –
Exemplar auf Chinapapier 485 Par is guide. Par les principaux écrivains et ar tiste s de la France. Premiére part ie: La science – l’art. [Und:] Deuxième part ie: La vie. Zusamm en 2 Bde. Pa ris, Librairie intern at ion ale, [und:] Brüssel, A. Lacroix, Verbœckhoven et Cie, 1867. Zu samm en 8 Bl. mit Autog raphen-Fak sim iles, 1 illu strierter Titel und 3 Fronti spize zu den Zwischent iteln, 107 Tafeln, 16 doppelblattg roße Tafeln (Innenan sichten von Theaterräum en), 8 mehrfach gefaltete Pläne (darun ter 1 großer, mehrfarbiger Stadtplan von Par is); 1 Wap pendarstellung und 1 Titelvig nette ( jeweils wiederholt) sowie 4 Grundr isse im Text. XI V S., XLI V S., 902 S., 27 S. (Straßenverzeichnis), I V S., 24 Bl. (Anzeigen). Und: XIV S., 1 Bl., S. [905]-2139 [eigentlich: 2141], 16 Bl. (An zeigen). – S. 1009 f. wurde doppelt vergeben. Oktav, kaum beschnitten, Bd. II streckenweise unauf geschnitten (197 x 133 mm). Dunk elr ote Halbm ar oquin bände auf je fünf Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und goldgeprägten Querf ileten sowie marmor ierten Vor sätzen und Kopfg old schnitt (durchgehend etwas braun fleckig; Bd I: S. 349 – 360 fehlen, stattdessen wurden 6 falsche Bl. eingebunden; Bd. II: 1 Bl. mit Randeinr is sen, 2 Bl. mit kleinem Eckabr iß ohne Textverlust, Par isPlan mit Einr iß).
Das umfassende, über 2000 Seiten starke Werk zu Par iser Geschicht e, Archit ekt ur, Inf rastrukt ur, Kunst, Kult ur, Bildungs- und Pressewesen, Pol i tik und Verw altung, Militär, Wirtschaft und Ge sellschaft wurde anl äßl ich der Welt ausstellung von 1867 unt er der Leit ung von Loui s Ulbach und Phil ippe Burty (Illustrat ion) herausgegeben. Es ist ein Gemeinschaftswerk zahl r eicher nam h af t er Aut o ren; der en Sig nat ur en sind auf acht Blätt ern in Fak si m i le wiedergegeben. Die Int roduction ver faßt e nie mand Ger inger es als Vict or Hugo, zu den Aut or en der über 130 Textbeit räge zählen u. a. Loui s Blanc, Eugène Pelletan, Édoua rd Four n ier, Er nest Rena n, Charles-Aug ustin Sainte-Beuve (L’Académie française), Étienne Vacher ot (La Sorbonne), Ambroise Fir min-Didot (L’Imprimerie), Théo phile Gau t ier (Le Musée du Louvre – hier fehlen 6 Blatt), Ferd in and de La stey rie, Arsène Houssaye, Eugène Viollet-le-Duc, Alexa nd re Du m as père (L’Ecole des Beaux-Arts) und fils (Theat er), Hippolyte Taine (L’Art en France), Ed mond About, Jules Jan in (Le Bibliophile), Champ fleury (Bals et Concerts), George Sand (La Rêverie à Par is), Alphonse Karr, Paul de Kock, Émile de la Bédollière, François-Vict or Hugo, Nad ar, Henr y Mon nier, Alf red Delvau u. a.
– 1554 –
Die Zeichnung en zu den über 100 HolzschnittTafeln stammen von Félix Bracquemond, Cham, Charles-François Dau bigny, Charles Fichot, Fran çois Louis Français, Ma x ime Lala nne, Edmond Mo rin, Célestin Nanteuil, Félicien Rops, Eugène Viol let-le-Duc u. a. Unter den acht Faltk arten findet sich auch ein von dem Geog raphen Victor Clér ot erstellt er mehr farbiger Stadt plan von Pa r is von be eind ruckendem Form at. Das in Gelb, Grün, Rosa, Blau und Schwarz ged ruckte Blatt mißt stattliche 48 x 83 cm; es ist nur selt en eingebunden. Car t eret empfiehlt auf Chin apapier ged ruckt e Ex emplar e nicht nur „à cause de l’impression des jolis bois“, sondern auch wegen des „form at plus ag réable“ im Verg leich zur Nor m alausg a b e. Uns er Exemplar er f üllt auch diesen spez iellen Anspruch: Es ist kaum beschnitt en, der zweit e Band strecken weise noch unaufgeschnit t en. Neb en dem gestei ger t en bibliophilen und Selt en heitswert hat unser Exemplar auf feinem Chin apapier auch einen ganz prakt ischen Vort eil: Die beiden Bände des weit über 2000 Seit en starken Handbuchs bleiben so durch aus hand l ich. Proven ienz: And ré Tissot-Dupont (Aukt ion 2016, Nr. 431). Lit er at ur: Bonner ot III /1, Nr. 937; Carteret III , 454 ff.; Spœlberch, Sand 314; Talva rt/Place IX , 100 (Hugo), und X, 115 (Ja nin); Tourneux 134; Vicai re V I , 388 ff.
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Weit er es Exemplar auf Chinapapier 486 Par is guide. Par les principaux écrivains et ar tiste s de la France. Premiére part ie: La science – l’art. [Und:] Deuxième part ie: La vie. Zusamm en 2 Bde. Pa ris, Librairie intern at ion ale, [und:] Brüssel, A. Lacroix, Verbœckhoven et Cie, 1867. Zu samm en 8 Bl. mit Autog raphen-Fak sim iles, 1 illu strierter Titel und 3 Fronti spize zu den Zwischent iteln, 107 Tafeln, 16 doppelblattg roße Tafeln (Innenan sichten von Theaterräum en), 8 mehrfach gefaltete Pläne (darun ter 1 großer, mehrfarbiger Stadtplan von Par is); 1 Wap pendarstellung und 1 Titelvig nette ( jeweils wiederholt) sowie 4 Grundr isse im Text. XIV S., XLIV S., 902 S., IV
S., 27 S. (Straßenverzeichnis), 30 Bl. (Anzeigen). Und: XIV S., 1 Bl., S. [905]-2139 [eigentlich: 2141], 10 Bl. (An zeigen). – S. 1009 f. wurde doppelt vergeben. Oktav, unbeschnitten (200 x 131 mm). Dunk elbraun e Halbm ar oquinbände um 1900 auf je fünf Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel, marm or ierten Vorsätz en und Kopfg oldschnitt, verso fliegenden Vorsätzen sig niert „Vve Brany“ (2 Bl. mit kleinem Randeinr iß). Das umf ängliche Par is-Handbuch liegt hier in ei nem weit er en Exemplar auf Chin apapier vor; unbe schnit t en und in sol iden, et was spät er en Einbänden der Witwe Brany [vgl. Fléty 33].
– 1559 –
Das einzige Exemplar auf Perg ament – gebunden von Simier für die Duchesse de Berry 487 Par oissien complet, con tenant l’off ice des dimanches et fêtes, en latin et en français, selon l’usage de Par is et de Rome, avec Préfaces par M. l’abbé F. de La Mennais; Traduction nouvelle des Psaum es sur la Vulgate, par E. Genoude; Traduction nouvelle des Hym nes et de toutes les diverses parties des Off ices, par M. l’abbé Le Tourneur. Part ie d’ hiver. 3 Teile. [Und:] Part ie d’ été. 4 Teile. Zusamm en 7 Bde. [Bibliothèque des dam es chrétiennes 4]. Pa r is, La Librairie grecque, lati n e, allemande, [ab Bd. I V:] La Librairie grecque, latine et française, 1820. Zu samm en 8 Kupfertafeln auf Velinpapier mit Seiden vorsätzen. XV S., 274 S. Und: 2 Bl., S. 275 – 450. Und: 2 Bl., S. 451 – 683. Und: LXI V S., 286 S. Und: 2 Bl., S. 287 – 544. Und: 2 Bl., S. 545 – 732. Und: 2 Bl., S. 733 – 959. Zusamm en fast 1750 S. – Auf Pergam ent gedruckt. Duodez, unbeschnitten (116 x 70 mm). Auberg inefarbene Mar oquinbände der Zeit auf je drei breite, mit floraler Goldpräg ung zwi schen Point illé-Linien verzierte Bünde, mit goldgeprägten Rückent iteln in je zwei und gold geprägten, orn am ental gerahmten Kreuzen in je zwei weiteren Rückenfeldern, Deckel mit fetten Goldf ileten rahm en und ausgef üllt von Blinddek or à la cathédrale, zent ral gekröntes verschlungen es Mon og ramm „ MC “ , mit goldgeprägten Einband-Ecken, Inn enk anten mit Rollstempelb ord ür e zwischen doppelten Goldf ileten, Doublüren und Vorsätze aus grüner Moiréseide mit or nam ental goldgeprägten Bordüren, jeweils weiteres Per gam entvorblatt, am Fuß von Bd. I des Winterteils si gniert „Simier“ und Etikett „Simier Relieur du Roi“ verso fliegendem Vorsatz von Bd. I V des Somm erteils. Das einz ige Exemplar auf Perg a ment – gebunden von Simier für die Duchesse de Berry In der Nachfolge der Stundenbücher ent h ält das Werk And achtst ext e, die das fromme Mitglied der Kirchengemeinde durch die Sonn- und Feier t age des Jahr es begleit en, gegliedert in einen dreibän digen Wint er- und einen vierbänd igen Som mer t eil. Beide Teile wurden bevorwor t et von dem Priester und Philosophen Hugues Félicité Rob ert de Lamennais (1782 –1854), der demn ach wohl der Her ausgeber war. Int eressant ist in diesem Zusam men hang, daß sowohl der Gebrauch von Rom als auch der von Par is ber ücksichtigt ist, oftm als in latei nisch-franz ösischem Para llelt ext. Spät er ent w ickel te sich Lamennais zu einem Gegner des Gallika nis mus und einem Vordenker des Ulra mont a n ismus,
– 1561 –
der die Zent ral isier ung der Kirche und die päpstl i che Aut or it ät in Glaubensf ragen bef ür wor t et e. Der Theologe und Pu bliz ist Ant oine-Eugène Genoude (1792 –1849) hat t e seine Übersetz ung der Psalmen ber eits 1819 sepa r at veröf fent l icht [DBF XV, 1058]; 1820 gründete er gemeins am mit Lamennais die Zeitschrift Le Défenseur, die 1821 mit der Gazette de France fusion ier t e, der en Leit ung Genoude bis zu seinem Tod inneh at t e. Der Haupt ü bersetz er, Aug u stin-Jean Le Tourneur (1757 –1844), wurde 1836/37 Bischof von Verdun. Die acht Kupfert afeln passen jeweils zu den Text en, denen sie vora ngestellt sind: Der Wint erteil beg innt mit der Verk ünd ig ung an die Hirt en, es folgen die Darstellungen einer Heil igen Messe und der Geburt Christi. Alle drei Kupfer wurden von Jean Alex and re Alla is nach Pierre Bouillon gestochen, zwei sind 1820 dat iert. Der erste Band des Sommert eils wird illustriert von einem Har fe spielenden Dav id und einer Abendm ahlsszene, beide gestochen von Loui s François Ma r iage nach Domenich ino; eben falls von Mar iage stammt eine Mar ia assumpta nach Nicol as Poussin. Zwei Ta feln mit der Präsent at ion Jesu im Temp el und der Erscheinung des Aufer standenen sind unsig niert. Das bei P. Didot l’ainé ged ruckte Werk erschien in der 14 verschiedene rel ig iöse Tit el um fassenden Bibliothèque des dam es chrétiennes. Das kleine Form at der sieb en Bände von ca. 125 x 80 mm entspricht gleicher m a ßen dem der spät m it t ela lt erl ichen Stun den bücher wie dem ei ner moder nen Ta schen bi blio thek für Damen. Eine besonders hochgestellt e Frau war Eigent ü me rin dieses Exemplars: Ma r ie Ca r ol ine Duchesse de Berry (1798 –1870), die älteste Tochter des Kön igs Franz I. beider Siz il ien, sicher t e sich dieses einz ige Exemplar auf Perg ament [vgl. Van Praet: „Le seul exemplaire a été acquis par S. A. R. Mad ame, Du chesse de Berri“]. Die Herz og in ließ es von René Simier („Père“), dem Relieur du Roi in der Restaur a tionsz eit, binden: Passender weise sind die Deckel mit einem Por t ik us à la cathédrale in Blindpräg ung geschmückt, im freigel assenen Zent rum prangt in vers chlung enen Goldlet t ern jeweils ihr gek rön tes Monog ramm. Dies ist eine weit er e int eressant e Va r ia nt e von Simiers Einbänden für die Herz og in von Berry. Zwei bei Culot abgebildet e tragen im Un terschied zu unser em ein Wappensupralibros, einer ist gleichfalls mit Blinddekor à la cathédrale geprägt, jedoch mit einem ander en Mot iv [Nr. 46, S. 109].
Auf den Spieg eln findet sich jeweils das Biblio theksetikett von Schloß Brunnsee in der Steier mark, woh in sich die Herz og in von Berry nach den Wir r en der Jul ir evolut ion von 1830 zur ückg ez o gen hatt e. Int eressant ist der Kaufvermerk auf dem Vorblatt des ersten Bandes des Wint ert eils, der von einem Herrn Meun ier 1849 in Brighton eingetra gen wurde: Die Herz og in hatte in dem britischen Seebad eine Anz ahl ih r er Bücher versteigern las sen. Offenbar ein junger Landsm ann von ihr, der Wiss ens chaftsjour n a l ist Amé dée-Vict or Meu n ier (1817 –1903), der kurz zuvor das Buch Jésus Christ devant les conseils de guerre pu bliz iert hat t e, er warb das fromme Werk – um es der royalen Dame erneut als Geschenk zu vereh r en! Proven ienz: Ma r ie Ca r ol ine, Prinz essin von Bour bon-Siz il ien, Herz og in von Berry (1798 –1870), de ren gek rönt es Monog ramm „ MC “ der Herz og in auf allen Deckeln und der en ged ruckt es Bibliot heks etikett („Bruns ee“) auf den Spiegeln. – Mehrz eili ger handschrift l icher Kauf ver merk auf ei nem Per ga ment vorblatt des ersten Bandes des Wint er t eils, dat iert Bright on 1849, sig niert Meun ier, d. i. wohl der Wissenschaftsjour n a l ist Amédée-Vict or Meu nier (1817 –1903). Brunsee-Aukt ion, Sot heby’s Lon don, 8.6.2011, 178: £ 17.500 Lit er at ur: Van Praet I V (Supplément), Nr. 542 ter 4; nicht bei Talva rt/Place (dort zu Lamennais: XI , 167 – 229); zu Simier: Culot 552; Fléty 162; Ramsden 190.
– 1562 –
Im Saffia n-Verleger-Lux useinband 488 Pellico, Silvio. Mes prisons, suivies du disc ours sur les devoirs des hommes. Traduction de M. Antoine de Latour, avec des chapitres inédits, les additions de Maronc elli et des notices littéraires ou biog raphiques sur plusieurs prisonniers du Spielberg. Édition illustrée par Tony Johann ot de cent beaux Dessins gravés sur bois par les premiers Art iste s. [Auf dem Vort itel:] Œuvres de Silvio Pellico. Par is, Charpent ier, 1843. Fronti spiz auf aufgewalztem Chin apapier, Verfasser portrait und 23 Tafeln, rund 70 Textabbildungen und mehr er e Schmuckvig netten, sämtlich in Holzschnitt. XXI S., 1 Bl., 374 S., 1 Bl. Quart (256 x 170 mm). Verlegereinband von schwar zem Saff ian auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückent itel und Rocailledekor, auf den Deckeln doppel ter Rahm en aus fetter und magerer Blindf ilete, große goldgeprägte Eckverzier ungen, vorn zent rale Illu strat i on, hinten rautenf örmiges Orn am ent, mit Goldf ilete auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenk anten, Vorsät zen aus weißem Moiréseidenpapier und Ganzg oldschnitt (Einband-Ecken mit winzigen Stauch stellen, Papier mi nim al randgebräunt, Hintergelenk etwas gelockert). Die erste Ausg a be mit den Illustrat ionen von Tony Johan not, im Verlegerein band Der ital ien is che Schrifts teller Silvio Pellico (1789 –1854) „a conquis une éclat ant e célebrité par ses product ions littéra i res et par les persécut ions dont il a été l’objet“ [Quéra rd/Bourquelot V, 622]. Ber eits seit 1818 forder t e er in Zeitschrif t ena r t ikeln die Einheit Italiens, wof ür er von 1820 bis 1830 in öster r eichischer Gefangenschaft saß – davon allein neun Jahr e in Kerkerh aft in der Festung Spielberg bei Brünn, aus der er gebrochen zur ückkehrt e; fort an ent h ielt er sich pol it ischer Akt iv it ät. Die Aufa r beit ung dieser Leidensz eit in Le mie prigioni (1833) in einer „manière noble et toucha nt e“ [ebd.] brach te indes eines der wichtigsten Bücher des Risorgimento her vor, dessen auch int er n at ion a ler Ruhm auf der persönl ichen Glaubw ürd igkeit des Aut ors wie auf seiner Rück besinnung auf den Glauben geg rün det war. Dies ist die erste Ausg a b e mit den Illustrat ionen Tony Johannots, in der dieser „once agai n demonstr ated his ability to deal with real as well as fan ciful themes“ [Ray]. Es galt, mit Empat hie einen redlichen, tiefr el ig iösen Mann zu zeichnen, der für sei ne pol it ischen Überz eug ungen zu Unr echt elf Jah re in Haft geh alten wurde. Johannot lieferte an
die hundert Illustrat ionen im Text und auf Tafeln: „Though restr icted in subject and serious in tone, Johannot’s designs are anyt hing but tedious. He gives variety and anim ation to Pellico’s jailors and fellow prisoners, brings home the pat hos of sever al deathbed scenes, and takes full advantage of his tender encou nters with childr en and his fam ily“ [ebd.]. Unser Exemplar präsent iert sich im orig in a len Ver lagseinband. Die Illustrat ion auf dem Vorderdeckel stellt eine Adapt ion des Ver fasser por t raits im Buch dar: Nachdenklich sitzt Pellico in einer Zelle aus grob em Haustein an einem einfachen Tisch, von der linken Hand hängt eine schwer e Eisenkett e auf den Boden. Auf eigena r t ige Weise ‚nobilit iert‘ wird die trostlose Szene von vier sie umgebenden pracht vollen großen Eckfleurons und der schimmernden Goldpräg ung auf dem schwarz en Saf fia nleder. Proven ienz: Buchh ändler m arke „A. Gir ou x, Pa ris“ auf Vorblatt. – Illustrier t es Ex l ibris mit Mono gramm „ LF “ auf dem Spiegel. Lit er at ur: Vgl. Blanc 1323; Brivois 317; Cart eret III , 456 ff.; Lon champ II , 358; Mar ie 102; Osterw alder 539; Quéra rd/Bourque lot V, 623; Rahir 577; Ray II , 264 f., Nr. 185; Sander 554; Vica ire V I , 514 f.
– 1563 –
Var ia nt e des Verleger-Lux useinbands 489 Pellico, Silvio. Mes prisons, suivies du disc ours sur les devoirs des hommes. Traduction de M. Antoine de Latour, avec des chapitres inédits, les additions de Maronc elli et des notices littéraires ou biog raphiques sur plusieurs prisonniers du Spielberg. Édition illustrée par Tony Johann ot de cent beaux Dessins gravés sur bois par les premiers Art iste s. [Auf dem Vort itel:] Œuvres de Silvio Pellico. Par is, Charpent ier, 1843. Fronti spiz auf aufgewalztem Chin apapier, Verfasser portrait und 23 Tafeln, rund 70 Textabbildungen und mehr er e Schmuckvig netten, sämtlich in Holzschnitt. XXI S., 1 Bl., 376 S. Quart (257 x 170 mm). Verlegereinband von auberg ine farbenem Saff ian auf glatten Rücken, mit goldgepräg tem Rückentitel und Rocailledek or, auf den Deckeln in doppeltem Rahm en aus fetter und magerer Blindf ilete und goldgeprägtem Rocaille-Rahm en vorn zent rale Il lu strat ion, hinten rautenf örmiges Orn am ent, mit Gold filete auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Inn en kanten, Vorsätzen aus weißem Moiréseidenpapier und
Ganzg old schnitt ( Vorsätze mit schmalem Oxyd at ions rand, streckenweise leicht braunf leckig). Weit er es Exemplar im Verlegerein band, mit der Table im ersten Zustand Dies ist ein weit er es Exemplar der ersten von Tony Johan not il lustrier t en Ausg a be im schönen Verle gereinband, hier aus aub erg inefarbenem Saf fia n und mit einer Var iat ion der Deckelornamentik, die als fi l ig ra ner goldener Rocaille-Rah men gestalt et ist. Im Unt erschied zu unser em ander en Exemplar ist die Table auf dem letzt en Blatt hier in der Pag in ie rung enth alten, und anders gesetzt: Da sie noch nicht das Verz eichn is der Tafeln enth ält, ist die vor liegende of fensicht l ich die frü her e Va r ia nt e. Proven ienz: Buchh ändler m arke von Franç ois in Rouen auf dem Spiegel.
– 1568 –
Eine weitere Va riante des Verleger ein bands 490 Pell ico, Silvio. Mes prisons, suivies du discours sur les devoirs des hommes. Traduct ion de M. Antoine de Latour, avec des chapitres in édits, les ad ditions de Maroncelli et des not ices littéraires ou biographiques sur plusieurs prisonniers du Spielberg. Édit ion illustrée par Tony Johannot de cent beaux Dessins gravés sur bois par les premiers Ar tistes. [Auf dem Vor titel:] Œuvres de Silvio Pellico. Paris, Char pentier, 1843. Front ispiz auf aufgewalztem Chinapapier mit Seidenvorsatz, Ver fasser por trait und 23 Tafeln, rund 70 Textabbildun gen und mehrere Schmuckvi gnet ten, sämtlich in Holz schnitt. XXI S., 1 Bl., 374 S., 1 Bl. Quart (257 x 170 mm). Verlegereinband von dunkel grünem Saf fian, mit gold gepräg tem Titel und Rocailledekor auf dem glat ten Rücken, auf den Deckeln in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Blindfilete und goldgepräg tem Rocaille-Rahmen vorn zentrale Illu stration, hinten rautenför mi ges Or nament, mit Goldfilete auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, Vorsätzen aus weißem Moiré seidenpapier und Ganz gold schnitt (S. 207 f. mit Randeinriß). Weiteres Exemplar im Lu xus-Verleger ein band Der schöne Ver le ger ein band liegt hier in der Lu xus va ri ante in grü nem Saf fi an le der vor; die gold gepräg te Ein banddekoration gleicht mit dem Rocaille-Rah men auf den Deckeln dem zu vor beschriebenen Exemplar. Die Table ent spricht wiederum der un seres er sten Exemplars; sie ent hält auch das Ver zeich nis der Ta feln. Provenienz: André Tissot-Dupont (dessen Auk tion 2016, Nr. 437).
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Noch in den Liefer ungsheft en 491 Pellico, Silvio. Mes prisons, suivies du disc ours sur les devoirs des hommes. Traduction de M. Antoine de Latour, avec des chapitres inédits, les additions de Maronc elli et des notices littéraires ou biog raphiques sur plusieurs prisonniers du Spielberg. Édition illustrée par Tony Johann ot de cent beaux Dessins gravés sur bois par les premiers Art iste s. [Auf dem Vort itel:] Œuvres de Silvio Pellico. Par is, Charpent ier, 1843. Fronti spiz auf aufgewalztem Chin apapier, Verfasser port rait und 23 Tafeln, jeweils mit rosafarben en Sei denh emdc hen, rund 70 Textabbild ung en und meh rer e Schmuckvig nett en, sämtl ich in Holzschnitt. XXI S., 1 Bl., 376 S. Quart, unaufgeschnitten (etwa 276 x 200 mm). Unauf geschnittene Rohbogen und lose Tafeln in 29 illu strier ten Liefer ungsu m schlägen und illu striertem, zweifar big bedrucktem Orig in al-Um schlag, in langgen arbter schwarzer Halbm aroquinchem ise auf fünf falsche, mit
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Blindpräg ung zwischen doppelten Goldf ileten verzier te Bünde, mit rot intarsier tem Rückenschild in doppel tem Goldf iletenrahm en sowie olivbraun intarsier ten, mit floral-lin earer Goldpräg ung verzierten Sprossen rahm en, umgeben von dreifachen Goldf iletenrahm en, in den übr igen Rückenk ompartimenten, inn en sig niert „G. Merc ier Sr. de son père – 1934“ , in Pappschuber mit schwarzen Mar oquink anten, dieser am Fuß sig niert „Mercier“ (Schuber berieben). In Rohbogen, mit allen Liefer ungsu mschlägen und dem Orig in al-Umschlag Dieses Exemplar der ersten von Tony Johannot illustrier t en Ausg a be liegt unverä ndert so vor, wie sie 1843 erschien: in noch unaufgeschnit t enen lo sen Bogen und Tafeln, eingelegt in 29 illustrier te, zart r osa get önt e Liefer ungs-Umschläge und den illustrier t en, in Blau und Rot braun bed ruckt en orig in a len Ges amt u mschlag. Die ersten achtzehn
Liefer ungen erschienen in Einz el-, die übr igen 22 in Doppelhef t en, so daß insgesamt 40 Livraisons ge zählt werden. Tit elei und Vorstücke wurden erst in den letzt en drei Doppelhef t en gel iefert; die Table ist auch in diesem Exemplar in der Pag in ier ung ent halt en. Aufbewahrt wurden auch das Blatt Avis au relieur, der vierseitige Prospekt des Buches mit zwei Ab bildungen und ein vierseit iger Verl agsprospekt in kleiner em For m at. Das in völl iger Frische erh alt e ne ‚Gesamt pa ket‘ wird geschützt von Chem ise und Schu ber von Georges Mercier. Lit er at ur: Vgl. Blanc 1323; Brivois 317; Cart eret III , 456 ff.; Lon champ II , 358; Mar ie 102; Osterw alder 539; Quéra rd/Bourque lot V, 623; Rahir 577; Ray II , 264 f., Nr. 185; Sander 554; Vica ire V I , 514 f.
– 1571 –
Aus dem Besitz von Louis Lebœuf de Montgermont 492 Pellico, Silvio. Mes prisons, suivi des devoirs des hommes. Traduction nouvelle, par le comte H. de Mes sey, revue par le vicomte Alban de Villeneuve, avec notice biog raphique et littéraire sur Silvio Pellico et ses ouvra ges, par M. V. Philipon de la Madelaine. Édition illustrée d’après les dessins de MM. Gérard Séguin, d’Aubigny, Steinheil, etc., etc. Par is, H.-L. Delloye [und:] Garnier frères, 1844. Verfasserport rait und illu strierter Titel in Stahlstich, 79 Textabbildungen in Stahlstich, zahlreiche Schmuck vig netten in Holzschnitt. XXII S., 335 S.
– 1572 –
Quart, unbeschnitten (272 x 185 mm). Langgen arbter dunk elblauer Halbm ar oquinband auf fünf zwischen Goldf ileten orn am ental blindgeprägte Bünde, mit gold geprägtem Rückent itel in doppeltem Goldf iletenrahm en, die übr igen Rückenk ompartimente mit orn am entaler Verg oldung in doppelten Gold- und einfachen Blind filetenrahm en, mit Goldf ileten auf den Deckeln, mar mor ierten Vorsätz en und eingebund en em hellblauen, illu striertem Orig inal-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken), auf dem flieg end en Vorsatz verso sig niert „Merc ier Sr de Cuzin“ (streckenweise blasse Braunflecke im wei ßen Rand). „Un des plus beaux livres illustrés du XIXe siècle“ Dies ist die erste Ausg a b e dies er franz ösis chen Übersetz ung von Pellicos Ber icht über seine Ge fängn isz eit und dank der rund 80 Stahlstiche von Charles François Dau bigny, Louis Charles Aug u ste Steinheil, Jean Alfred Géra rd Séguin u. a. ei nes „des plus beaux livres illustrés du XIXe siècle, fort rare en belle cond ition et recherché“ [Cart eret].
Der eingebundene Orig in al-Umschlag ist illustriert mit einem Holzschnitt nach Hippolyte Lavoignat, der Vort it el ist den Vorstücken nachgebunden – in einem nacht blauen Halbm a r oq uinband mit rei chem goldgepräg t en Rückendekor von Émile Mer cier (1855 –1910). Proven ienz: Lou is Lebœuf de Montgermont, dessen Aukt ion 1912, Nr. 222: frs. 245. – Farbig illustriert es Exl ibris von A[ntoine] Vaut ier auf dem Spiegel (des sen Kat a log II , 1977, Nr. 163: frs. 700). – Darü ber Monog rammschildchen „awf “ von Adria n Flüh mann. Lit er at ur: Blanc 1323; Brivois 317 f.; Car t ere t III , 458 ff. (mit Ums chlag-Abb.); Lonc hamp II , 358; Osterw alder 289, 972 und 1012; Quéra rd/Bourquelot V, 623 f.; Rahir 577; Ray II , 300; San der 555; Vicai re V I , 515 ff.; zu Merc ier: Fléty 126 f.
– 1573 –
Eines der schönsten romant ischen Bücher im Verleger-Lux useinband 493 Perr ault, Charles. Contes du temps passé par Charles Perrault, contenant: Les Fées, le petit Chaperon-Rouge, Barbe-Bleue, le Chat botté, la Belle au bois dorm ant, Cendrillon, le Pet it-Poucet, Riquet à la Houppe et Peau-d’Ane. Précédés d’une notice littéraire sur Charles Perrault par M. E. de La Bédollierre. Illustrés par MM. Pauquet, Marvy, Jeanr on, Jacque et Beauc é. Texte gravé par M. Blanch ard. Par is, Curmer, 1843. [Auf dem illu strierten Titel:] 1842. Illu strierter Titel in Stahlstich, 95 radierte Abbildungen; Verlegerm onog ramm auf dem Titel, 1 Schmuckinitiale und 1 Kopfvig nette in Holzschnitt. 2 Bl., LII S., 52 Bl., mit Text und Illu strat ion in Radier ung (auf besonders stark em Papier). Quart (251 x 168 mm). Verlegereinband von grünem Saf fian auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Titel in den ganzen Rücken bedeckender orn am entaler und floraler Verg oldung, diese ähnlich als Rahm en auf den Deckeln inn erh alb ein es doppelten fetten Blindf iletenrahm ens, mit gelben Glanzpapiervorsätzen und Ganzg old schnitt. „Eines der besten und begehr t esten illustrier t en Bücher Frankr eichs“, – Bilder und Text in Rad ier ung – im eminent selt enen Verlegereinband In der Reg ier ungsz eit von Ludw ig XI V. war der Jur ist Charles Perr ault (1628 –1703) Sek retär des mächt igen Fin anzm in isters Jean-Bapt iste Colbert, jedoch zog er sich mit 53 Jahr en vom Ber ufsleben zur ück, „um sich mit aller Int ensit ät der Erz iehung sei ner Kinder und sei nen lit er a r ischen Am bit ionen zu wid men“ [Bilder welt en 102 f.]. 1697 veröf fent l ich te er unt er dem Namen seines Sohnes die Histoires ou contes du temps passé als „eine der frühesten, auf alt em Erz ählg ut basier enden Märchensamm lungen Eur opas“ [ebd. 102]. Ihr entstammen acht der neun hier vers am melt en Erz ählung en; Peau-d’Ane war ber eits 1694 erschienen. Per r ault sucht e einen „Mit t elweg zwischen der an spruchsvollen Novelle und dem einfachen Volks märchen“, indem er „die klassische Prosa um volks tüm l iche Element e, […] mod ische Req uisit en der Sa lonwelt sow ie Iron ie und Persi fl age“ [Engelh ardt/ Roloff ] ber eicher t e. Da m it fand er sofort „großen Ank lang“, lang f ristig beein flußt e er auch die ent sprechenden deut schen Märchen: Dornr öschen und Der Däumling, Blaubart und Rotk äppchen, Frau Holle, Aschenput tel, und Der gestiefelte Kater. Allein die Ge schicht e vom klugen, aber häßl ichen Prinz en Riquet
mit dem Schopf hat kein dir ekt es deutsches Pend ant [vgl. Haupt werke]. Der vorl iegenden Ausg a be vora n gestellt ist eine um fang r eiche Einf ühr ung von Émile Gigault de La Bédollière (1812 –1883). Dies ist „eines der besten und begehrtesten illu striert en Bücher Frankr eichs“ [Rümann] – schon als Beispiel für die auch in der Rom antik noch gele gent l ich gepfleg t e Techn ik der Rad ier ung, die hier mit Ausn ahme des Vorworts durchgehend auf Bild und Text angew andt wurde, und zwar „supérieurement gravé“ [Car t eret] auf starkem Vel inpapier. Doch auch dank der fast 100 Zeichnungen im Stil der Schule von Barbizon ist dies „un des plus beaux livres illustrés du XIXe siècle“ [ebd.]. Rümann stellt die Mita rbeit von Charles Émile Jacque (1813 –1894) besonders heraus, der ein ige Tit elbilder und Kopf leisten liefert e: „In ihnen ließ er seine ganz e Phan ta sie und Lau ne spielen, er liefer t e klei ne Meister werke, denen selbst Frankr eich dam als wen ig an die Seite zu stellen hatte“ [Rümann]. Die Haupt arbeit leistet e jedoch sein Mit a rbeit er Lou i s Marvy (1815 –1850), ein Landschaftsm aler von Ruf, der vor allem durch dieses Werk „vivra dans le souve nir des bibliophiles“ [Beraldi IX , 235]. Bet eil igt wa ren außerdem Vivant Beaucé (1818 –1876), der sonst kaum bek annt e Jules Compag non, Philippe-Aug u ste Jeanr on (1809 –1877) und Hippolyte Louis Emile Pauquet (geb. 1797). Der „eleg ant volume“ [Ray] liegt hier im nicht min der eleg ant mit Volut en und floralen Element en de kor ier t en Verlegereinband von grünem Saf fia n in sehr schöner Erh alt ung vor – alles ander e als selbst verständl ich für ein ‚Kinderbuch‘ des 19. Jahrhun derts, „peut-être le plus rare en belle cond ition, car il a été parfois malmené aux mains d’une jeu nesse ardente de littérature de contes de fées, mais peu bibliophile“ [Cart eret]. Proven ienz: Ex l ibris mit Monog ramm G. G. B. und der Dev ise „Juste Just ice Justesse Mesur e“. Lit er at ur: Bénézit X, 651 (Pauquet); Beraldi I, 111, V, 39 f., V III , 164 und 171 sow ie 239, IX , 235 f., Nr. 1, X, 253; Brivois 319; Bru net I V, 508 (mit fals chem Jahr); Cart eret III , 462 ff.: zit. dies es Exemplar; Eng el h ardt/Roloff I, 192 (Erstausg.); Grae ss e V, 206 (mit fals chem Jahr); vgl. Hauptwerke 155 f.; Lonc hamp II , 361; Osterw alder 102 und 528; Quéra rd/Bourquelot V, 635; Rahir 578; Ray II , 312 f., Nr. 231; Rümann 142 f.; Sander 558; Sieu rin 165 f.; Vica i re V I , 540 ff.
– 1576 –
Unika les Exemplar der Sammlung Bonnasse: mit elf aquar ell ier t en Zeichnungen von Hippolyte Pauquet und einer von Jeanr on 494 Perr ault, Charles. Contes du temps passé par Charles Perrault, contenant: Les Fées, le petit Chaperon-Rouge, Barbe-Bleue, le Chat botté, la Belle au bois dorm ant, Cendrillon, le Pet it-Poucet, Riquet à la Houppe et Peau-d’Ane. Précédés d’une notice littéraire sur Charles Perrault par M. E. de La Bédollierre. Illustrés par MM. Pauquet, Marvy, Jeanr on, Jacque et Beauc é. Texte gravé par M. Blanch ard. Par is, Curmer, 1843. [Auf dem illu strierten Titel:] 1842. Illu strierter Titel in Stahlstich, 95 radierte Abbildungen; Verlegerm onog ramm auf dem Titel, 1 Schmuckinitiale und 1 Kopfvig nette in Holzschnitt; zu sätzlich 12 aquarel lierte Vorzeichnungen zu den Radier ungen unter Passe partouts. 2 Bl., LII S., 52 radierte Bl. – Radierte Blätter auf besonders stark em Papier. Quart, kaum beschnitten (260 x 166 mm). Blauer Mar o quinband auf vier blindgeprägte Bünde, mit Autorn a me und Titel in zwei, sowie goldgeprägter Orn am entik mit roten und ockerfarbenen Intarsien in den übr igen Rückenk ompartimenten, jeweils in Goldf iletenrahm en, auf den Deckeln Rahm enwerk aus fünf Goldf ileten, ei ner Blindf ilete und rotbraunen intarsier ten Streifen, mit orn am entalen goldgeprägten und in Braun, Rot und Ocker intarsier ten Eckstücken, mit Goldbordüre auf den Stehk anten, braun intarsier ten Streifen zwischen zweibzw. einfacher Goldf ilete auf den Innenk anten, mit mar mor ierten Vorsätzen und Ganzg oldschnitt über Témoins, auf dem Spiegel sig niert „Ch. Meunier 1906“ , in Papp schuber mit blauen Mar oquink anten. Der „eleg ant volume“ [Ray] mit 52 rad iert en Blätt ern und fast 100 Abbildungen im Stil der Schule von Barbizon nach Jacque, Marvy, Jeanr on, Hippolyte Pauquet u. a ist „eines der besten und begehrt esten il lustrier t en Bücher Frank r eichs“ [Rümann]. In uns er em unika len Exemplar rückt Hippolyte Louis Emile Pauquet (geb. 1797) in den Fok us be sonder er Auf merks am keit: Eingebunden sind elf Aquar elle von ihm zu Abbildungen in diesem Band. Da bei frappiert, daß diese farbigen ‚Vorz eichnun gen‘ noch ungleich det ail l ier t er, fac et t en r eicher, eind rucks- und stimmungsvoller sind als die Ra dier ungen im Text. Nicht umsonst sind die meisten sig niert, ein ige auch „1842“ dat iert. Von spez iel ler Bedeutung ist die Sig natur „H. Pauquet“, wel che die Ident i fi z ier ung Hippolytes er mögl icht, der meist nur als Mit a rbeit er seines Bruders Polydore in Erscheinung tritt, so daß Beraldi entschied: „Nous
ne les séparons pas ici puisque, en fait, Hippolyte et Polydore furent inséparables et gravèr ent toujou rs en collabor ation“ [Beraldi X, 253]. Hier nun also läßt sich eine ganz e Werkg ruppe eindeut ig für den älter en Hippolyte in Anspruch nehmen. Eine weit er e Vorz eichnung läßt sich Philippe-Aug uste Jeanr on (1809 –1877) zuordnen, an der sehr schön zu sehen ist, wie sehr die stilistischen Unt erschie de zwischen den Künstlern in den Rad ier ungen ni vell iert wurden. Das Kindgem ä ße der Erz ählungen stand stets in deut l ic her Spannung zur bibliophilen Ausstat tung des Werks. Augenz winkernd meint e Car t eret, für das 19. Jahrhundert sei dieses Buch „peut-être le plus rare en belle cond ition, car il a été par fois malmené aux mains d’une jeu nesse ardent e de littérature de contes de fées, mais peu bibliophi le“. Unser em von Car t eret als Refer enz zit ier t en Ex emplar wurde freil ich stets eine besonders pflegl i che Beh andlung zuteil, es wurde „lavé et encollé“ [Car t eret] und in einen pracht vollen, ma kellos er halt enen Mos a i keinb and von Charles Meu n ier (1866 –1948) im rom antischen Stil von Thouvenin gefaßt [vgl. Devauchelle 273; Fléty 128 f.]. Proven ienz: Auf dem Spiegel die Ex l ibris von Henr i Cherrier (dessen Aukt ion 1920: frs. 2800; zit iert bei Car t eret) und Henr i Bonn asse (dessen Aukt ion II , 1982, Nr. 70: frs. 54.100!, an Pierre Berès), außer dem das Monog rammschildchen „awf “ von Adria n Flühm ann.
– 1580 –
Das Exemplar von Louis Lebœuf de Montgermont in der Vorzugsausg abe auf Bütt en 495 Perr ault, [Charles]. Les co n tes de Per rault. Dessins par Gustave Doré. Preface par P.-J. Stahl [d. i. Pierre Jules Hetzel]. Par is, J. Hetzel, Librairie Firmin Didot frères et fils, 1862. Fronti spiz und 40 Tafeln in Holzschnitt auf aufgewalz tem Chin apapier, Titelholzschnitt. XXI V S., 59 S., 2 Bl. (das letzte leer). - Gedruckt auf Marais-Bütten, Titel in Schwarz und Rot. Groß-Fol io, kaum bes chnitt en, mit Témoi ns (446 x 310 mm). Blauer Halbm ar oquinband auf fünf pointilléverzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent i tel und fig urat iven weißen, roten und ockerfarbenen In tarsien (2x Schuh, 3x Messer) in reichem goldgeprägten Rahm enwerk in den übr igen Rückenfeldern, mit marm o rierten Vorsätzen und Kopfg oldschnitt, verso fliegendem Vorsatz sig niert „V. Champs“ ( Vordergelenk repar iert, Seiten gegenüber Tafeln leicht gebräunt). Der Märchenk lassiker mit 41 großen Holzschnitt en nach Gustave Doré in der selt enen Vorz ugsausg a be Diese Prachtausg ab e der acht erstm als 1697 er schienenen Märchener z äh lungen Charles Per r aults (1628 –1703) ist die erste mit den 41 großen, großa r tigen Holzschnitt en nach Gustave Doré (1832 –1883). Für sei ne künst ler is chen Am bit ionen brach der 30jähr ige Doré hier mit den Konvent ionen der Kin derbuch-Bebilder ung; er wollt e „d’abord renouveler l’illustrat ion d’un chef-d’œuvre de la littérature française“ [Jean-Marc Chatelain, in: Perr ault 23] und zugleich „prou ver la variété de ses moyens“ [S. XXIII], wie es in der Int roduction des Verlegers Hetz el heißt. Auf verschiedene Weis e int ensiv iert er die Ein drücklichkeit seiner Darstellung en, etwa, indem er „Kostüm- und baul iche Req uisit en vers chie dener Epochen zu stim mungsvollen Histor ienbil dern“ [Bilder welt en] kom bi n iert oder die Fig u r en in Großauf n ah me und „in einer fast psycholog i schen Cha r akt er isier ung“ zeigt: „kind l ic he Un schuld und Hilflosigkeit beim Rotk äppchen und den verschreckt en Brüdern des Däumelings, Gut müt ig keit bei den Dienern und Hofschr anz en, Eit elkeit und Großsprecherei beim gestiefelt en Kat er, plum pe Dümm l ichkeit, gepaart mit Grausamkeit, beim Oger“ [ebd.]. Zu m indest auch auf den er wachsenen
Leser zielen „Szenen rom ant ischer Nat urstim mung, geheim n isvoll und ly r isch“, ebenso wie „Darstel lungen von beä ngstigender Rea l istik, die ent gegen den Per r aultschen Int ent ionen unk indgem äß er schei nen“ [ebd.]. Tat s äch l ich geh ört dies e „édit ion fort bien exécutée“ [Brunet] zu „Doré’s most popul ar works“ [Ray] ebenso wie zu den „Spitz enleistungen seines gewalt igen buchi llustratorischen Œuvres“ [Bilder welten 191]. Die Exemplar e auf Bütten sind unge mein selt en. Proven ienz: Louis Lebœuf de Montgermont, des sen Auk t i on 1912, Nr. 227: frs. 120; zi t iert bei Car t eret. – Auf einem Vorblatt zar t e Bleistift-Wid mung: „Livre donné à René le 16 février par son père. [/] Ml–“. Lit er at ur: Beraldi V I , 43, Nr. 131; Bilderwelt en 198 f., Nr. 111; nicht bei Brivois; Brunet I V, 508; Car t eret III , 466; Dézé 62 f.; Eng elh ardt/Roloff I, 192 (Erstausg.); Grae ss e V, 206; Guratzsch/ Unverfehrt II , Nr. 78 – 80; vgl. Hauptwerke 155 f.; Leblanc 276 f.; Lonc hamp II , 361; Osterw alder 321; vgl. Perr ault (mit Wieder gab e aller Tafeln); Rahir 578; Ray II , 336 f., Nr. 247; Rümann 202; Sander 563; Vicai re V I , 544.
– 1586 –
Mit 124 Holz schnitten, u. a. nach Daumier 496 Les petits Français, [auf dem illu strier ten Titel:] peints par les grands. Paris, Librairie pittoresque de la Jeunesse, 1842. Illu strier ter Titel und 23 weitere Tafeln in Holz schnitt, 100 Textholz schnit te. XI S., 275 S. Ok tav, unbe schnit ten (183 x 115 mm). Langgenarbter dunkel grüner Halbmaroquinband auf fünf mit doppelten Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in Goldfiletenrahmen und dekorativer Ka stenvergoldung in den übri gen Rückenfeldern, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebundenem, blau bedrucktem Ori ginal-Um schlag, auf einem Vorblatt si gniert „Canape“ (eini ge La gen am unteren Rand mit kleinem Braunfleck). Pa ri ser Ty pen – mit 17 Holz schnit ten nach Daumier Das vorliegende Büch lein gibt sich betont bescheiden. Auf die selbst gestellte Fra ge, ob es denn ein not wendi ges Buch sei, schreibt Julien Ca boche Demerville im Vor wort rund her aus: „Je ne le pen se pas“, doch „les grands et les petits enfants y trouveront peut-être quelque utile leçon“ [S. VIII]. Im merhin war dar an ein gan zer Stab von Autoren und Künst lern betei ligt, die auf ei nem ei genen Blatt vor dem Titel genannt wer den: „Tex te par Mmes Eugénie Foa, Th. Midy; MM . A. Achard, J. Ca boche Demerville, L. Couailhac, Félix Der iège, Jacquet Delahaye, Franz de Lien hart, Ch. Rouget. Illustrat ions de Gavarni, Géniole, Émile Wattier, Loubon, Émeric, Hen ry Mon nier, H. Daumier, Célestin Na nteuil“. Von Daumier stam men 17 Holz schnit te, die bis auf ei nen [Bouvy 702] bereits in Le Charivari und andernorts er schienen wa ren. Dar ge stellt wer den die unter schied lich sten Menschenty pen und Beru fe, dar unter der Gassenjunge und der Hotel boy, Ka min keh rer und Leier spielerin, Mal schü ler und Gauk ler, Bohemien, Bäcker und Bett lerin. Möglicher wei se ha ben viele Exempla re in Kinderhand gelit ten, Vica ire schrieb jeden falls: „Je n’ai pu voir cet ouv ra ge complet“ [Vica ire]. Das unsrige be fi ndet sich nicht nur im Voll be sitz sei ner 24 Ta feln, sondern auch des ori gi na len Um schlags, es ist un beschnit ten und in her vor ra gendem Zu stand in ei nem dekorativen Halbma roquin band von Canape erhalten.
Pro ve nienz: Far big il lu strier tes Ex li bris von A[ntoine] Vautier auf dem Spiegel (dessen Kata log I, 1977, Nr. 168), dar unter Monogrammschildchen „awf “ von Adri an Flüh mann. Literatur: Bouvy 702; Brivois 324 f.; Car ter et III , 471; Gumuchian 4538 f.; Rümann, Daumier 37; Sander 566; Vica ire V I , 562; zu Ca nape: Devauc hel le 246 f.; Fléty 37 f.
– 1590 –
Mit dem Leben bezahlt 497 [Pey t el, Sébastien Benoît]. Physiol og ie de la Poire. Par Louis Benoit, Jardinier. Par is, chez les Libraires de la Place de la Bourse et ceux du PalaisRoyal, 1832. 17 Textholz schnit te. XXX S., 1 Bl., 270 S. Oktav, zweiseit ig unbeschnitten (220 x 140 mm). Dun kelr oter Halbm ar oquinband auf fünf pointilléverzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel in Filetenrahm en und rautenf örmigem floralem Einzelstempel, umgeben von Punkten, Sternchen und Eckfleurons in doppeltem Filetenrahm en in den übr igen Rückenkompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsät zen, eingebund en em illu strierten Orig in al-Um schlag und Kopfg old schnitt, auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „R. Raparlier“ (Umschlag begriffen und an einer Ecke unterlegt, Titel mit zweizeiliger verblaßter biog ra phischer Not iz zu Peytel von alter Hand in Tinte). Eine mit dem Leben bez ahlt e Sat ir e gegen den „ Roi Poire“? Dies ist kein pomolog isches Werk sondern ein hef tig es Pamphlet geg en den ‚Bürg erkön ig‘ Loui sPhilippe, der in Frankr eich nach der Jul ir evolition von 1830 an die Macht gekommen war – wohlweis lich verbarg sich der Autor, der in Belley lebende Notar Sébastien Benoît Peytel (1804 –1839), hinter dem Pseudonym Loui s Benoit [Weller 67]. Die Birne als Symbol für den Mona rchen hatt e der Verleger Charles Philipon erf unden, als er sich im November 1831 wegen Majestätsbeleid ig ung in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift La Car icature zu vera nt wor t en hat t e. Er versucht e dem Ger icht klarz u m achen, daß die Ang rif fe keineswegs dem Kö n ig als Per s on gel t en wür den, son dern dem durch ihn verkörp erten System, für das auch ein ander es Symbol stehen könne. Dies demonstrier te er an vier Skizz en, in denen das Gesicht des Kö nigs schritt weise zu einer Bir ne abstra h iert wurde: Im Zweifelsfall würde man einen Zeichner „ver u r teilen, weil er eine Birne gem acht hat, die dem Kö nig ähnelt“ [zit. nach Bilderwelten 142]. Doch die Birne schlug ein wie eine Bombe: Als „Sinnbild des Mißt rauens gegen den im mer unpopulä r er en Louis-
– 1592 –
Philippe und sein kor r upt es System“ wurde dessen ‚Poire-trait‘ bald „ungemein populär“ [ebd.]. Auch von Pey t els Physiolog ie de la Poire erschien noch im selben Jahr eine zweit e Auflage. Die Tit eli llustrat ion ähnelt der jen ig en auf S. 65 auf den ersten Blick wie eine Birne der ander en – erst bei näher em Hinsehen erkennt man den stär ker en Abstraktionsg rad bei Mund und Nase: eine Vor sichtsm aßn ah me aus Zensurg ründen ent spre chend der Arg u ment at ion Philipons oder doch eher eine spieler ische Bez ugn ahme auf die von ihm vor gef ühr t e kom ische „Met a mor phose“?
Der Aut or des sat ir ischen Werks erlebt e das Ende der Jul imona rchie nicht. Pey t el wurde 1838 wegen angebl ichen Mordes an seiner Ehef rau und einer Hausa ngestellt en angek lagt und zum Tode ver u r teilt. Weder half ein öf fent l icher Lettre sur le proc ès de Pey tel von Honoré de Balz ac, noch ein Gnaden gesuch an Loui s-Philippe: Peyt el wurde am 28. Ok tober 1839 hinger icht et. Liter atur: Champ fleury 428; vgl. Gonc ourt I, 188 ff.; GrandCar t eret 202Lhérit ier 6; Quéra rd/Bourquelot V, 657; Sander 63; Renonciat 74, 180 und 286; Vicaire I, 390; zu Raparlier: Fléty 149.
Neben den beiden in ann ä hernd nat ürl icher Grö ße wiedergegeb enen Bir nen ent h ält das Buch 15 kleine Vig netten, von denen zwei von Grandville (1803 –1847) stammen [S. 124/206 und 265, letzt er e auf dem Umschlag wiederholt]. So wen ig sie ihr er seits den ‚Meister der Met a mor phosen‘ ahnen las sen, so mark ier en sie doch eine wichtige Etapp e sei nes Schaf fens: Nach den frü hen Lit hog raphieAlben stellen sie Grandvilles erste „timides approches de la grav ure sur bois“ [Renonciat 180] dar.
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Drei Ma nuskripte mit 144 Original zeichnungen von Charles Phil ipon 498 [Phil ipon, Charles]. Drei illu strier te Manu skripte: Le Petit Chaperon Rouge. Source Musard. Maison Clopinet. Zu sammen 3 Bde. Ohne Ort und Jahr. 27 Federskizzen. Und: 17 Federskizzen. Und: Etwa 100 Federskizzen. 4 auf Stegen montier te, gefaltete Bl. Und: 6 auf Stegen montier te, gefaltete Bl. Und: 18 auf Stegen montier te, gefaltete Bl., die se von Hand numeriert 1 – 3 und 8 – 22. – Ein seitig be schrieben und durch gehend illu striert. Groß-Oktav (233 x 198 mm). Moder ne rotbraune Halbkalble derbän de mit gold gepräg tem Rücken titel und etwas Rückenvergol dung, Blindfileten auf den Dekkeln und mar morier ten Vorsät zen, die se verso si gniert „Devauchelle“ . Drei Ma nu skripte mit Ori gi nal zeich nun gen von Charles Phil ipon Charles Phil ipon (1800 –1862) ist als eben so streitba rer wie er folg reicher Verleger und Her ausgeber von politi schen und ge sell schaftskriti schen Zeitschrif ten wie La Caricature und Le Charivari in die Ge schichte ein gegan gen, wobei er zahl reiche Talente wie Grandville, Honoré Daumier und später Gu stave Doré ent deckt und geför dert hat. Auch Phil ip on selbst be gann sei ne Kar riere als Zeich ner und Ka ri katu rist – die drei vorliegenden Ori gi nal-Ma nu skripte geben von die sem Ta lent ein un mit tel ba res, eindrucks vol les Zeug nis: Das Mär chen Rotkäppchen und der Wolf wird mit gesellschaftskriti schen An spielun gen neu er zählt, Maison Clopinet handelt von den Rei seabenteuern ei nes unter neh mungslu sti gen ‚Ru he ständ lers‘, Source Musard ist eine kar ne valeske Ver wand lungs geschichte, die mit ei nem eine Treppe her abstei genden Ascher mitt woch auf zwei Bei nen endet: „le mercredi des cendres“ als „mercredi descendre“. „Alt hough he was not a great ar tist, his draftsmanship was adequ ate and characterized by a str ong line and mi ni mum of dark tones“, schrieb Beatrice Fa rwell. Auch hier wirken die schwach in Bleistift vor gezeich neten, flüchti gen lavier ten Skiz zen in brau ner Tinte wenig kunst voll, da für durch den ent schiedenen Strich umso lebendi ger und aussagekräf ti ger. Die rasch skiz zier ten ka ri kierenden Bilder geschichten wirken wie Vor weg nah men moderner Comic strips. Provenienz: Samm lung Adrian Flüh mann, mit dessen Eti kett mit Monogramm „awf “ auf den Spiegeln. Literatur: Fa rwell 119.
– 1594 –
Exemplar Leg rand 499 Philipon, Charles und Louis Huart. Parodie du juif errant. Complainte con stit utionelle en dix par ties. 300 vig nettes par Cham (de N…). Par is, Aubert et Cie, [1845]. 288 Textholz schnit te. 345 S., 1 Bl. Oktav, unbeschnitten (180 x 115 mm). Grobgen arbter ro ter Halbm ar oquinband auf fünf pointilleverzierte Bünde zwischen fetten Blindf ileten, mit goldg erahmtem Rückent itel und doppelten, fetten und mageren Gold filetenrahm en in den übr igen Rückenk ompartimenten, mit Goldfileten auf den Deckeln, marm or ierten Vor sätzen und eingebunden em gelben illu strierten Orig i nal-Umschlag (inkl. Umschlagr ücken), auf dem fliegen den Vorsatz verso sig niert „V. Champs“ (Kanten ger ing beschabt, Um schlag etwas angestaubt, klein e Schabund Klebespuren von Exlibris auf Innendeckel). Parodie auf Sues Rom an – der erste große Erfolg des Zeichners Cham Fast gleichzeitig mit Eugène Sues Fortsetzungs rom an Le juif errant [vgl. Nr. 571 ff.], einer schier endlosen, ebenso ver w ickelt en wie sprungh af t en
Menschheits-Geschicht e, erschien ab Aug ust 1844 in zehn Liefer ungen diese Parodie aus der Feder des umt riebigen Verlegers und Charivari-Gründers Charles Philipon (1800 –1862) in Zusam mena rbeit mit Louis Huart (1813 –1865), einem der wicht igsten Red akt eur e des Charivari, und dem Zeichner Cham, alia s Amédée de Noé (1818 –1879), der seit Dez em ber 1843 für die Zeitschrift tät ig war. Die Sat ir e war „amüsant er und vor allem wohlt uend kürz er als das Orig in al“, gleichwohl bracht e sie ihre Aut or en „im Wettl auf mit Sues Fortsetz ung an den Rand der Er schöpf ung“ [Bilder welt en]. An den 288 (nicht 300) Holzschnitt en war en meh rer e Künstler bet eil igt – neben dem allein auf dem Tit el angegeb enen Cham auch Gavarni, Trimolet und Dau mier, von dem sieben Zeichnungen, eine im Erstd ruck, stammen [vgl. Bouvy]. Vor allem im letzten Drittel des Buches tragen jedoch „fast alle Vig net t en Chams Sig nat ur“, und „gew iß kommt ein Großt eil des da m a l igen Bucher folgs den witz ig über t rieb enen, parodistischen Vig net t en des im mer stärker in Mode kommenden Künstlers Cham zu“ [Bilder welt en].
– 1600 –
Ber eits in der fünf t en Liefer ung künd ig t e Philipon an, daß der Verleger Aubert die Buchr echt e erwor ben habe und vor Plag iat en warne. Neben der vor liegenden Aubertschen erschien im Jahr 1845 eine Brüsseler Edit ion, für der en et waige Prior it ät ein ige Ind iz ien sprechen [vgl. Vica i re], 1846 eine Londo ner, außerdem eine und at ier t e New Yorker Ausg a be mit seit enverkehr t en Illustrat ionen [vgl. Bilder welt en]. Unser Exemplar wurde unbeschnit t en und mit dem orig in a len Umschlag von Vict or Champs gebunden. Der wohlerh alt ene Halbm a r oq uinband stammt aus dem Besitz von E. C. A. Legr and. Proven ienz: Auf dem Innendeckel die goldgepräg ten Initialen von E. C. A. Legr and (Aukt ion 1912, Nr. 341: frs. 26). Lit er at ur: Béraldi I V, 80; Bilderwelten 183 f., Nr. 10 0; Bouvy 747c; Brivois 316; Cart eret III , 456; DLF II , 247; vgl. Esc offier 1658 (Ausg. Brüss el 1845); Osterw alder 230; Quéra rd/Bourque lot V I , 2; Rümann 179; Rümann, Dau mier 73;Sander 573; Vica ire V I , 577 – 579; zu Champ s: Devauchelle III , 247; Fléty 41.
– 1601 –
Im Verleger-Lux useinband 500 Philipon de la Madelaine, V[ictor]. L’Orléanais. Histoire des ducs et du duché d’Orléans, com prenant l’ histoire et la description de la Beauc e, du Pays Chartrain, du Biésois [sic, für Blésois], du Vendomois, du Gatinais, du Perche, et de ce qui con stituait l’ancienne généralité d’Orléans. Illustrée par MM. Bar on, Français, C. Nanteuil et Rouargue, gravée par les meilleurs art iste s français et anglais. Par is, Mallet et Cie, 1845. 14 Stahlstich-Tafeln mit blaßr osa Seid envorsätz en, 2 grenzkolor ierte Karten, über 150 Textholzschnitte. VII S., XCX [sic, für: C] S., 475 S. Quart (253 x 169 mm). Verlegereinband von schwarzem Saff ian mit Titel und drei Illu strat ionen in Goldpräg ung auf dem glatten Rücken, die Deckel mit zwei unterschied lichen Illu strat ion en in Goldpräg ung, jeweils in blind geprägtem Ent relacs-Rahm enwerk, mit gelben Glanz papiervorsätz en und Ganzg old schnitt ( Vord erg el enk am Kopf mit minim aler Anplatzung, streckenweise oben mit schmalem Feuchtrand, Tafeln leicht gebräunt bzw. braunf leckig oder -sprenklig).
Die Geschicht e der Prov inz Orléa ns in Text und Bild – im Verl agseinband Das vorl ieg ende Werk war die erste Ges amtd ar stellung der Geschichte der Prov inz Orléa ns seit 1766. Der Autor Victor Philipon de la Madelaine (1810 –1864) legt e dabei größt en Wert auf eine sach liche Darstellung, war en zuvor doch etwa die Her zöge entweder im „ton de l’homélie“ oder „du pam phlet et de la sat ir e“ beh andelt worden, wie es im Vorwort heißt. Er stellte sich demg eg enü ber als Aufg abe: „Rassembler avec tout le soin possible les faits historiques relatifs à la prov ince, les coordon ner après avoir discerné le vrai du faux, et les livrer au lecteur avec peu de discussion et de com menta i res“ [S. VI]. Mut et dies er Plan auch sehr dok u ment a r isch und insofern modern an (zwei gestochene Kar t en ‚defi n ier en‘ den geog raphischen Gelt ungsber eich), so kam das ‚rom ant ische‘ Geschichtsgef ühl doch keineswegs zu kurz. Über 150 Textholzschnitt e und
14 Stahlstiche setz en histor ische Szenen, Persön lichkeit en, Landschaft en, Stadta nsicht en und Ge bäude ins Bild. Sie stammen von namh aft en Künst lern, von Célestin Nanteuil (1813 –1873) und dem öf t er mit ihm zus am mena rb eit enden Henr i An toine Bar on (1816 –1885), von François Loui s Français (1814 –1897) und Adolphe Rouargue (geb. 1810). Das „livre fort bien illustré“ ist „très rare en bel le cond it ion“ [Car t eret], welche uns er Exemplar durchaus für sich bea nspruchen kann. Was seine Selt enheit noch erhöht, ist der schöne schwarze Saf fia n-Einband des Verlegers mit goldgepräg t en Illu strationen, die im Buch nicht wiederholt werden: ein allegor isches Motiv auf dem Vorder- und ein her ald isches auf dem Hinterdeckel, auf dem Rücken ein weit er es Wappen, die doppelt ür m ige Front einer Kat hed ra le sow ie in der Mit t e das Standbild der Joh ann a von Orléa ns. Das nicht pag in iert e letz te Blatt (Plac em ent des gravure s) wurde in den Ver lagsein band nicht mit eingebunden. Lit er at ur: Beraldi X, S. 188 (Nanteuil); Brivois 326 f.; Cart eret III , 474; Osterw alder 82, 388, 745 und 923; Quéra rd/Bourque lot V II , 2; Sander 568; Vicai re V I , 580.
Ein kaum bek annt er Band der Physiolog ies 501 Physiolog ie du Palais-Roya l, par l’ homme à la longue barbe. Silh ouettes par Séraphin. Par is, E. Lesage, 1842.
Klein-Okt av, seitl ich und unt en unb es chnitt en (140 x 90 mm). Brauner Halbm ar oquinband auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückenlängst itel in Gold filetenrahm en, marmor ierten Vorsätzen, eingebundenem illu strierten gelben Orig in al-Um schlag und Kopfg old schnitt, verso fliegendem Vorsatz sig niert „V. Champs“ (kaum braunf leckig).
in dem Mol ières Schauspielt ruppe und die Com édie Française ihr en Sitz nahmen – so wen ig bek annt ist die Physiolog ie du Palais-Royal, die hier in der selt e nen ersten Ausg a be vorl iegt: Car t eret, Brivois und Barbier er w äh nen den Tit el nicht; Vica i re zit iert ihn led igl ich nach Paul Lacombes Bibliog raphie pa ri sienne, die wieder u m nach ei nem Buch h änd lerk a talog zit iert! Weder Heylli noch Weller kennen die seltsa men Pseudony me von Ver fasser und Illustra tor: l’ homme à la longue barbe und Séraphin. Lhéri tier nennt als Zeichner auch Gavarni und Dau mier. Zwei weit er e ausgeschnit t ene Abbildungen des Pa lais Royal liegen bei.
Selt ene erste Ausg a be
Proven ienz: Aus der Bibliot hek von Eugène Jacob.
33 Textabbildungen, 5 winzige Vig netten und 7 Schmuck initialen in Holzschnitt. 96 S.
So bek annt das Pa r iser Palais Royal ist, das Kard i nal Richelieu erbauen ließ, das Anna von Öster reich und ihr en Sohn Ludw ig XI V. beherb erg t e,
Lit er at ur: Nicht bei Barbier, Brivois und Cart eret; Lacombe 831; Lhérit ier 99; Vica i re V I , 609.
– 1606 –
the depiction of foreign scenery by French litho graphers“ [Ray].
Extrem selt enes, womögl ich unika les Exemplar auf Chinapapier 502 Pichot, Am[édée] (Hrsg.). Vues Pit toresques de l’Ecosse, dessinées d’après nat ure par F. A. Pernot; li thog raphiées per Bonin gton, David, Deroi, Enfant in, Francia, Goblain, Harding, Joli, Sabatier, Villeneuve, etc. Ornées de douze vig nettes d’après les dessins de Delaroche jeune et Eugène Lami; avec un texte explicatif extrait en grand e partie des ouvrages de Sir Walter Scott. Par is, Charles Gosselin, et Lami-Denozan, 1826. 60 mont ierte Tafeln und 1 zu sätzliches mont iertes Frontispiz; Titelvig nette und 12 weitere Vig netten im Text; al les in Lithog raphie und auf Chin apapier. 2 Bl., VIII S., 127 S. – Auf Chinapapier. Groß-Folio, kaum beschnitten (423 x 313 mm). Mittel brauner Halbk alblederband des frühen 20. Jahrhunderts auf fünf breite, mit Goldf iletenbündeln verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und kleinen Blüten stem peln in den übr igen Rückenfeldern, mit doppelten, fetten und mageren Goldf ileten auf den Deckeln und marm o rierten Vorsätzen (kleine Stoßstelle am Fuß, Außenge lenk e etwas por ös, Papier mit schwachen Quetschfalten, hier und da ganz schwache Braunf leckchen). Besonders breit r and iges Exemplar auf Chin apapier Mit Walter Scotts Rom anen im Hinterkopf durch Schott l and reisen und Fikt ion und Wirk l ichkeit zu ei ner rom ant ischen Gesamt vorstellung verei nen – das wollte Amédée Pichot (1795 –1877) dem Leser ermöglichen, als er diesen Band mit einer Einf üh rung, Text ausschnit t en von Scott in franz ösischer Sprache und insg es amt 73 Abbildung en heraus gab. Dab ei entstand „a very favorable exa mple of
Der Band ent h ält 60 lit hog raphis che Ta feln auf aufgew alzt em Chin apapier mit liebl ichen, schrof fen und erh abenen Ansicht en von Burgen und Ber gen, Schlucht en und Schlössern, Kirchen und Rui nen, von Städten, Landschaften und Seestücken nach Zeichnungen von François Alexa nd re Per not (1793 –1865). Elf von ihnen lit hog raphiert e der früh vollendet e, in England gebor ene, in Frank r eich auf gewachsene Richard Parkes Bon in g t on (1802 –1828), der, „obwohl er so jung starb,[…] ein Künstler von vollendet er Fein heit der Zeich nung“ [Thieme/Bec ker 4, 297] war und dessen „car eer as a lit hog rapher was short but splend id“ [Ray I, 173]. Ger ade seine Lit hog raphien sind „toujou rs été recherchées des col lectionneu rs“ [Beraldi II , 157]. Währ end der Mensch auf den Tafeln verschwin dend klein erscheint, spielt er in den Textv ig nett en die Hauptr olle – diese geben Szenen aus Scotts Hi stor ien r om a nen wieder. Zwei dieser Lit hog raphien, „rema rk able for their dramat ic force“ [Ray], stam men ebenfalls von Bon in gton, der sie auch selbst ent w arf. Die Tit elv ig net t e und acht weit er e Text abbildungen zeich net e Eugène Lami (1800 –1890), der 1826 auf Anr eg ung Bon in g t ons Großbrit ann i en ber eist hatt e, zwei weit er e Paul Delar oche. Ins gesamt gehört die Ser ie zu den „most spir ited and engag ing of all illut rations of Scott’s fic tion“ [Ray]. Als Front i spiz dient eine zus ätzl iche Illustrat ion nach Schm it, die sich sonst nur auf den Liefer ungs umschlägen findet, sie zeigt die Tit el-Inschrift so wie das schot t ische Wappen auf einem gotisieren den Archit ekt urmot iv. Das bei Firm in Didot ged ruckt e Werk erschien ab 1826 in zwölf Liefer ungen; im Verlagsk at a log wurde ein „exemplaire uniq ue, avec le texte imprimé sur papier de Chine“ [zit. nach Vicaire] angek ünd igt, das allerd ings auch Orig in alz eichnungen und Pro bed rucke auf farbigem Papier ent h alt en sollt e. In sofern ist nicht ganz klar, ob das vorliegende, sehr breit r and ige Buch mögl icher weise das einz ige Ex emplar auf Chin apapier ist. Lit er at ur: Beraldi II , 160, Nr. 30 – 42 (Bon in gton), IX , 35, Nr. 17 – 24 (Lami), und X, 263 (Pernot); Cor son 2749; Quéra rd V II , 143; Ray I, 175, Nr. 113; Thieme/Becker 26, 425 (Pernot); Vica ire V I , 653.
– 1607 –
Kolor iert und eiweißgehöht 503 Pigal, [Edmé Jean]. Mœurs par isiennes. Par is, Gihaut frères, [etwa 1823]. 100 num er ierte, kolor ierte lithog raphierte Tafeln, auf Stege mont iert. 1 Titelbl. Groß-Quart (334 x 237 mm). Langgen arbter roter Halb mar oquinband der Zeit mit Titel, floraler, linearer und Pointillé-Verzier ung in Goldpräg ung auf dem glatten Rücken, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und Kopfg old schnitt (Kapitale und Ecken beschabt, Außengelenk e angeplatzt, Papier von der Trän kung vor dem Kolor ieren leicht gebräunt, einige Tafeln minim al braunf leckig). Selt enes komplet t es Exemplar mit 100 kolor ier t en Lit hog raphien Die Restaur at ionsz eit nach dem Ende Napoleons war gekennz eichnet durch einen Rück z ug ins Priva te, der sich auch in der Druckg raphik niederschlug: „The 1820s saw the appearance of many albums
record ing the ord in ary life of the day“ [Ray I, 189]. Spricht aus diesen Alben auch eine ‚bieder meierl i che‘ Genügsam keit, so ha ben sie doch beacht l ichen dok u ment a r ischen Wert, und „thei r fresh and unaffected represent ation of the people and scenes of the time give them a degree of charm“ [ebd.]. Dies gilt auch für das vorl iegende Album von Jean Edmé Pig al (1798 –1872), der von Beraldi und Rümann gleicher m a ßen am biva lent beu r t eilt wurde. Der erste nennt ihn einen „fin crayonneur dans l’exéc ution“, der zweite lobt ebenfalls seinen ge pflegten Stil, doch sei die „künstler ische Auffas sung nicht selt en una ngenehm triv ia l und aufd ring lich“ [Rümann 163], auf den Effekt ber echnet. Colas fand Piga ls Szenen mit zwei oder drei Personen im merh in „très int eressant es pour les costumes pa r is iens de l’epoque“, erst Ray würd igt ihn in vollem Umfang: „He knew his world and cou ld depict it in cisively in his lit hog raphs“ [Ray I, 189].
– 1610 –
Unt er den Zeit genossen wa r en Piga ls Darstellun gen offenbar sehr beliebt, vielleicht rissen sie sich die Blätt er sog ar gegenseit ig aus den Händen. Denn vollständ ige Alben scheinen selt en zu sein. Nennt Sander gener ell nur 50 statt 100 Tafeln, so enth al ten die beiden Exempla r e in der Kostüm bibliot hek Lipperheide led igl ich 54 bzw. 14, Rays Refer enzex emplar auch nur 72 Stücke. In unser em zeit genössisch gebundenen Band sind alle 100 Lit hog raphien komplett und in sehr schö nen Zustand vorh anden. Sehr detailliert und pla stisch ge z eich net und sorg s am von Hand ko lo riert, gewähr en sie dem Bet racht er tiefe Einblicke in die allt ägl ichen Klein heit en und Gemein hei ten der Mœurs par isi ennnes der frü hen 1820er
Jahr e. Über die Datier ung des bei Langlumé ge druckt en Albums herrscht Unein igkeit: Setzt es Rahir zu spät „vers 1835“ an, der Online-Kat alog der Bibliothèque nat ion ale global „vers 1830“ und Lon champ „v. 1825“, so findet sich bei Col as, Hiler und Ray die Schätz ung auf etwa 1823, der wir hier fol gen. Lit er at ur: Beraldi X, 276, Nr. 8; nicht bei Cart eret; Col as 2367; vgl. Grand-Cart eret 148; Hiler 710; Lipp erheide 927, Xe 322 f.; Lonc hamp II , 366; nicht bei Quéra rd; Rahir 582; Ray I, 196, Nr. 130; Sander 577 (nennt nur 50 Tafeln); Thieme/Becker 27, 32; nicht bei Vicai re.
– 1611 –
Pigal statt Pigal le – 29 erotische Original zeichnungen: starker Tobak 504 Pigal, [Edmé Jean]. 20 [recte: 29] Dessins galants par Pi gal. [Paris, etwa 1825 –1830]. 29 ori ginale Zeichnun gen (davon 28 in Blei, 1 in Tinte, 3 mit Lavis) montiert auf 20 Kar tons. 1 kalli graphi sches, handkolorier tes Titelblatt. Folio (345 x 270 mm). Blau er Halbkalblederband des 19. Jahrhun derts auf fünf point illége schmückte Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel sowie Dekor aus floraler Rautenform und Eckfleurons in doppelten Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit doppelten Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und Kopfgold schnitt (beschabt, Außen gelenke mit kleineren Einrissen, Ecken etwas bestoßen). 29 ori gi na le eroti sche Zeich nun gen von Pi gal Charles Baudela ire, der Autor der Fleurs du mal, hielt ihn für ei nen „amusant et doux ca ricatu riste“, der „petits ta bleaux d’un comique inno cent“ zeichne; überhaupt be obachte man bei ihm „une certaine innocence dans toutes ces composit ions“ [zit. nach Oster walder 831]. Dieser Mei nung schloß sich Bénézits Dictionnaire an; und so ist Jean Edmé Pigal bis heute „surt out connu pour les ca ricatures, les scènes de mœurs et dict ions popula ires qu’il litho graph ia avec beau coup de bonhomie et d’innocence“ [Bénézit]. Der so in for mier te Betrachter kann an gesichts dieses Al bums mit eroti schen und priapischen Zeichnun gen nur stau nen: Al lein, zu zweien oder zu dritt wird hier ge sündigt, split ter nackt und in vol ler Montur, auf Tisch und Bett, da heim und im Freien, in ent spannter Lage oder auch in akrobati scher Positur. ‚Un schuldig‘ schicken sich al len falls Brüder chen und Schwester chen an, nach zu spielen, was Vater und Mut ter gerade im Hinter grund mit ein ander tun. Insgesamt sind es 29 Zeich nun gen auf 20 Blät tern: Auf ei nes wur den drei Zeich nun gen montiert; sieben Blät ter sind doppel seitig ver wendet wor den, so daß man die rück wär ti gen Motive erst durch Umklappen der auf Stegen befestig ten Trä ger papiere in deren passepar tout ar ti gen Ausspa run gen ent deckt. Zu meist handelt es sich um Blei stift skiz zen in unter schied lichen Stadien: So sind ein mal die zwei Badeschön heiten im Vor der grund zu vol ler Pla sti zität ausgeformt, wäh rend die Um gebung nur flüchtig an gedeutet ist; ein ander mal wird in ei nem abge-
– 1614 –
teilt en Feld am unt er en Blatt r and eine alt er n at ive Posit ion ier ung der Frau für dasselbe Ar r angement ausprobiert. Gelegentlich sind aber auch mit spit zem Bleistift diverse Feinheit en im Stile anat om i scher Stud ien ausgef ührt, wie bei den drei auf ei nem Blatt mont iert en Aktz eichnungen oder zwei in Nahsicht gez eich net en Kopul at ionen, die zusätzl ich mit braunem Lavis versehen sind. In einer weite ren Zeichnung sind nicht nur die beiden Akt eur e, sondern auch das gesamt e Int er ieur eines Zim mers samt einem durchs Fenster lugenden Voyeur bis ins kleinste Det ail dargestellt, gleichsam druck r eif, bis hin zur kall ig raphischen Bildu nt erschrift La double jouissance in Tinte – dieses Blatt wurde von Pig al auch sig niert. Zwei weit er e Bleistiftz eich nun gen sig niert e er offenbar im Nachh inein mit brau ner Tint e; knapp e schlüpfr ig e Leg enden finden sich noch auf sieben weiter en Bildern. Eine einz i ge Federz eichnung findet sich in diesem Bestand, sie ist mit grauem und rosa Lavis gehöht. Entspre chen diese erot ischen Darstellungen auch nicht un
bed ingt Piga ls Image als harm losem Genr em a ler, so macht er seinem Ruf, ein „fin crayonneur dans l’exécution“ [Beraldi] zu sein, alle Ehre. Auch die Tit eli ns chrift ist ein kall ig raphis ches Kunst werk für sich. Volu m inöse, dreid imension al wirkende Versa l ien, gez eichnet in schwarz er Tint e wer fen kleine Schat t en, enden in biz arr-zitt r igen Ausl äufern oder sind hekt isch-gefleckt; in jeweils ander er Schrift und unt erschiedl ichen Fa rbf üllun gen – Rot, Grün, Braun, Blau und Gelb – ordnen sie sich zu den Tit elwor t en in kapriz iös-tänz elnder Bewegt heit. Proven ie nz: Winz ig es mont ier t es Por t rait fot o (22 x 17 mm) eines vollbär t igen jungen Mannes aus der Mitt e des 19. Jahrhunderts verso Vorblatt in der unt er en Ecke. Liter at ur: Zu Pig al: Bénézit X, 920; Beraldi X, 276 ff.; GrandCart eret 148; Osterw alder 831; Thieme/Becker 27, 32.
– 1616 –
Exemplar von Vict or Masséna, Prince d’Essling, mit zusätzl ichen Probedrucken 505 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et lég endes. Homère, Veda-Vyasa, Mar ie de France, Burger, Hoffm ann, Ludwig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Par is, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzelt iteln:] 1841. Radierter illu strierter Titel, 7 zweifarbige radierte illu strierte Einzelt itel (zu sätzlich 3 einfarbig wiederholt), 2 einfarbige radierte illu strierte Einzelt itel, dazu 1 radier tes Fronti spiz, sämtlich auf Karton; 10 Textabbildungen in Stahlstich auf Chin apapier und mont iert, 56 Textab bildungen und 5 Schmuckinitialen in Holzschnitt; zu sätzlich 10 Probedrucke zu Holzschnitten nach Jacque zum Text von Gavarni (darunter 4 Doubletten, 1 ohne Pendant im Text) auf Chin apapier und auf Karton mon tiert. Zusamm en 362 [statt: 364] S. = 4 Bl., 20 S.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S., 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Oktav, unbeschnitten (199 x 126 mm). Roter Mar oquin band auf fünf Bünde, mit goldgeprägtem Titel, Ort und Jahr in zwei sowie Monog ramm „VM “ in vier Rücken kompartimenten, mit goldgeprägtem Wappen auf den Deckeln, doppelter Goldfilete auf den Steh-, breiter Dentellebordüre auf den Inn enk anten, marm or ierten Vorsätzen und Ganzg oldschnitt über Témoins, auf dem Spiegel sig niert „Joly“ , in Pappschuber mit Mar oquin kanten (illu strierter Titel un scheinbar restaur iert, 1 Bl. „Illustrations“-Li ste zu Lenore entfernt). „One of the most charm ing books of the Roma nt ic period“ – aus dem Besitz des Prince d’Essling Die eig ena r t ig e Ant holog ie, der en Tit el auf die Dicht erg rupp e des 16. Jahrhunderts um Ronsa rd und Du Bell ay anspielt, geht weder auf ein Sieben gestirn von Autor en zur ück, noch ist sie auf das
Franz ösische als Lit er at ursprache ausger icht et – im Gegent eil! Sie vereint zehn sehr unt erschiedl iche, auch jeweils sepa r at pag in ier t e Text e mit eigenen ged ruckt en und (bis auf La Réconciliat ion) rad iert en illustrier t en Tit elblät t ern sow ie mit je fünf bis neun Illustrat ionen, die jeweils von einem Künst ler aus gef ührt wurden. Den Anfang macht die rel ig iös-mor a l ische Ball ade Lenore von Gottf ried Aug ust Bürger, gefolgt von E. T. A. Hoffm anns Krespel, beide mit Abbildungen nach Octave Peng uilly, dessen „spitz e Feder“ und „schneller Strich […] sich sehr für die Darstellung des Un heim l ichen“ [Rümann] eig net en. Zu Charles Dickens‘ Le bar on de Grogzwig paßt Charles Jacques „krauser Stil“ [ebd.], die Gen eviève de Brabant des mit t ela lt erl ichen Kar mel it ers Mat t hia s Em m ich aus Boppa rd wurde von Philippe-Aug uste Jeanr on be bildert. Wiederu m von Jacque stammen die Zeich nungen zu Rosem onde von Henr i Blaze; diese Lie fer ung ist für Carteret „une des plus belles“. Der Homer zugeschriebene Froschm äu sekrieg wurde von Henr i Tria non übersetzt (Le Combat des rats et des grenouilles) und fand in Joseph Louis Trimolet „ei nen geist r eichen Int er pret en“ [Rümann]. Auf den antiken Text folgt einer aus dem Sansk rit, Sâvitrî,
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eine Épisode du Mahabharata, übersetzt von Guillaume Pauth ier und mit Abbildungen nach Adrien Féart. Gavarni tritt mit der Novelle Madame Acker einm al nicht als Zeichner, sondern als Autor auf, die Abbildungen sind er neut von Jacque. Wieder in die mit t ela lt erl iche Lit er at urgeschicht e füh r en Lai des deux amants. Lai du Bisclaveret von Mar ie de France; aus dem Jahr 1795 stammt hingegen die Le gende La Réconciliat ion (Die Versöhnung) von Ludw ig Tieck, beide mit Abbildungen nach Hippolyte Pauquet. Die ersten vier Text e sow ie den letzt en über setzt e Émile Gigault de La Bédollière (1812 –1883); allen gemeinsam ist, daß sie them at isch „mostly Gothic or exotic“ [Ray] ausger icht et sind. Dieses Buch steht auch hinsicht l ich seiner Illustra tion in einem Gegens atz zum Mainst ream der ro mantischen Epoche; ist es doch einer der „salient titles“ für „the occasional employment of etch ings“ [Ray II , 249]. Dabei ließ der Verleger Curmer „auch hier größt e Sorgfalt walt en und scheut e keine Ko sten, aus dem kleinen Band ein bibliophiles Mei sterwerk zu machen“, in dem zugleich „die beste Illustrat ionsk unst verein igt“ [Rümann] ist. Nicht minder ent husiastisch ur t eilt en Ray und Car t eret,
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die das Werk als „one of the most charm ing books of the Roma nt ic period“ [Ray] bzw. als „un des plus import a nts du XIXe siècle“ [Car t eret] ansa hen. Das vorl iegende Exemplar ent h ält zus ätzl ich drei rad ier t e Ein z elt it el als ein farbige Wiederholungen sow ie 10 Prob ed rucke zu Holzschnitten nach Ja cque zum Text von Gavarni (daru nt er 4 Doublet ten) auf Chin apapier. Der gelehr t e Samm ler und Biblio graph Vict or Masséna prince d’Essling, duc de Rivoli (1836 –1910) ließ sich von dem Buchbinder Joly einen ganz persönl ichen Einband fer t igen; der rote Ganzm a r oq uinband mit Massénas mehr fach wie derholt em Monog ramm auf dem Rücken und Wap pensupralibros ist tadellos erh alt en. Proven ienz: Auf dem Rücken vierm al das goldge prägt e Monog ramm „V M “ und auf den Deckeln das gek rönt e Wappen mit der Dev ise „Vict or et fideli s“ des Pol it ikers und Sammlers Vict or Masséna prince d’Essling, duc de Rivoli. Lit er at ur: Brivois 335 ff.; Car t eret III , 499 – 503; Esc offier 1886; Lachè vre I, 244 f.; Lemoisne I, 57; Lonc hamp II , 368; Oster walder 528, 804 und 814; Rahir 586; Ray II , 308 ff., Nr. 228; Rümann 141 f.; Salomon 363; Sander 579; Vicaire V I , 704; zu Joly: Fléty 96 f.
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Exemplar Paul Villebœuf, mit al len Lieferungsumschlä gen, gebunden von Cuzin 506 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et légen des. Homère, Veda-Vyasa, Marie de France, Burger, Hoff mann, Ludwig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Paris, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzeltiteln:] 1841. Radier ter illu strier ter Titel, 4 zweifarbi ge radier te illustrier te Einzeltitel, 5 einfarbi ge radier te illu strier te Einzeltitel, dazu 1 radier tes Front ispiz, sämtlich auf Kar ton; 10 Textabbildun gen in Stahl stich auf Chinapapier und montiert, 56 Textabbildun gen und 5 Schmuckinitialen in Holz schnitt. Zu sammen 364 S. = 2 Bl.; XII S. (verbundene Vorrede zu „Sâvitrî“); 2 Bl., 20 S., 1 Bl.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Ok tav (200 x 125 mm). Dunkelblau er Maroquinband des 19. Jahrhun derts auf fünf point illéver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel sowie dekorativer Vergol dung in dreifachem Filetenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit zehnfachem Filetenrahmen und je vier Or namentstempeln auf den Deckeln, doppelter und sechsfacher Goldfilete auf Steh- bzw. Innenkanten, mar morier ten Vor sät zen, 9 ein gebun denen Lieferungsum schlä gen und Ganz gold schnitt über Témoins, auf dem Spiegel si gniert „Cuzin“ (illu strier ter Titel mit kleinem Randeinriß).
ti ken Froschmäu sekrieg und der aus dem Sanskrit über setz ten Epi sode Sâvitrî über zwei mit tel alterliche Lais bis zur deut schen Romantik reichen und denen gemein sam ist, daß sie auf den zeit genössischen fran zösi schen Leser „most ly gothic or exotic“ [Ray] wirken mußten. Die jeweils sepa rat pa ginier ten Tex te sind bis auf den letz ten mit ei genen gedruck ten und radier ten il lu strier ten Titel blät tern sowie mit je fünf bis neun Text abbildun gen ausgestat tet, die jeweils von ei nem Künst ler gezeich net wur den und in denen der Verleger Curmer „die beste Il lu strationskunst“ [Rümann] ver sam melte: Dies wa ren Oct ave Pen guilly (zu 2 Tex ten), Charles Jacque (3), Phil ippe-Au gu ste Jean ron, Joseph Lou is Tri molet, Adrien Féart und Hippolyte Pauquet (2). Ei nes der „most char ming books of the Rom antic period“ [Ray] liegt hier mit al len neun grü nen bedruck ten Lieferungsum schlä gen (zwei für Sâvitrî, ei ner für die letz ten drei Er zäh lun gen) in ei nem herrlichen, noch als zeit genössisch an zu sprechenden Mei ster ein band von Cuzin vor (die Werk statt ging 1892 an Mer cier über). Provenienz: Spiegel mit gold gepräg tem Ex li bris von Paul Villebœuf (dessen Auk tion 1963: Nr. 270: frs. 1.200).
Die Samm lung ver eint zehn sehr unter schied liche Bal laden, Er zäh lun gen und Legenden, die vom an-
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Mit zusätzl ichem Stahlstich 507 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et lég endes. Homère, Veda-Vyasa, Mar ie de France, Burger, Hoffm ann, Ludwig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Par is, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzelt iteln:] 1841. Radierter illu strierter Titel, 6 zweifarbige radierte illu strierte Einzelt itel, 3 einfarbige radierte illu strierte Ein zelt itel, dazu 1 radiertes Fronti spiz, sämtlich auf Karton; 10 Textabbildungen in Stahlstich auf Chin apapier und mont iert, 56 Textabbildungen und 5 Schmuckinitialen in Holzschnitt, 1 zu sätzliche Tafel in Stahlstich auf aufge walztem Chin apapier zu „Madame Acker“ (nicht in der Li ste der „Illustrations“). Zusamm en 364 S. = 2 Bl.; 2 Bl., 20 S., 1 Bl.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S.; 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Oktav, kaum beschnitten (194 x 125 mm). Dunk elblau er Halbm ar oquinband auf fünf zwischen Goldf ileten orn am ental blindgeprägte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel in einfachem Goldf iletenrahm en, die übr igen Rückenkompartimente mit orn am entaler Verg oldung in dreifachen Goldf iletenrahm en, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, eingebundenem Ori ginal-Um schlag und Kopfgoldschnitt, auf einem Vorblatt sig niert „Can ape“ .
Mit zusätzl icher Ta fel und ein gebundenem Orig i n al-Umschlag Dies ist ein weit er es Exemplar der Ant holog ie von zehn ins Franz ösische übersetzt en Ball aden, Er zählungen und Legenden aus dem Alt g riechischen, dem Sansk rit, dem Alt f ranz ösischen, Engl ischen und Deutschen – von Homers Froschm äu sekrieg bis zu Charles Dickens‘ Le Baron de Grogzwig –, die glei cher m a ßen den rom ant ischen Hang zum Schauer lichen wie zum Exotischen bed ienten. Dank der „beste[n] Illustrat ionsk unst“ [Rümann] von Oct ave Peng uilly (zu 2 Texten), Charles Jacque (3), Phil ippe-Aug uste Jean r on, Jos eph Lou i s Tri molet, Adrien Féart und Hippolyte Pauquet (2) in unter schied l ichen Tech n i ken – Rad ier ung, Stahlstich und Holzschnitt – ist es zugleich eines der „most charm ing books of the Roma nt ic period“ [Ray]. Un ser Exemplar zeichnet sich durch eine zusätzl iche Stahlstichtafel nach Jacque zu Gavarnis Text Ma dame Acker aus, die nicht im Verz eichn is der Abbil dungen aufgef ührt ist. Außerdem wurde der braun bed ruckt e Orig in al-Umschlag in den dekor at iven Halbm a r oq uinband von Ca n ape mit eingebunden.
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Im Ma roquin band der Zeit 508 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et légen des. Homère, Veda-Vyasa, Marie de France, Burger, Hoff mann, Ludwig Tieg, [!] Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Paris, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzeltiteln:] 1841. Radier ter illu strier ter Titel, 6 zweifarbi ge radier te illustrier te Einzeltitel, 3 einfarbi ge radier te illu strier te Einzeltitel, dazu 1 radier tes Front ispiz, sämtlich auf Kar ton; 10 Textabbildun gen in Stahl stich auf Chinapapier und montiert, 56 Textabbildun gen und 5 Schmuckinitialen in Holz schnitt. Zu sammen 364 S. = 2 Bl.; 2 Bl., 20 S., 1 Bl.; 2 Bl.; 40 S., 1 Bl.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S.; 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl. Oktav, mit Témoins (197 x 125 mm). Dunkel grüner Maroquinband der Zeit auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit Rückentitel bzw. acht zacki gem Stern in Blumen- und Blüten semis, jeweils in doppeltem Filetenrahmen in Goldprä gung in den Rückenkompartim enten, mit einfachem und drei doppelten Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, dazwi schen floraler Dekor, innen das selbe Semis wie auf dem Rücken, zentral eine ge schwun gene geometri sche Form aus doppelten Goldfileten, mit
doppelten Goldfileten auf den Stehkanten, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen, eingebun denem Ori ginal-Um schlag und Kopfgold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Amand“ (Um schlag etwas an ge staubt, gelegentlich minimal braunfleckig, in „Le Combat“: letzte 4 Bl. unterein an der verbun den). Mit seltener Va ri ante des Ori gi nal-Um schlags, in ei nem sehr dekorativen Ein band der Zeit Die ses Exemplar der Anthologie be sitzt den bedruck ten Ori gi nal-Um schlag in ei ner bei Car teret nicht gezeig ten Va ri ante, in cremefarbenem Ton mit nacht blauem Druck. Sehr dekorativ ist der noch als zeit genös sisch an zu spre chende Ein band von Pierre Chevan nes (1830 –1899), genannt „Amand“, der selbst eine „import ante bibliothèque“ [Fléty] romantischer Bücher besaß. Auf Rücken und Deckeln breitet sich auf grü nem Grund ein Semis von goldenen Blu men und Blüten aus; die Deckel zei gen zentral ein orient ali sier endes geometri sches Motiv, das mit dem Buch schmuck zu der indi schen Er zäh lung Sâvitrî kor respondiert.
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Das Exemplar von Jules Jan in auf Chinapapier 509 La Pléiade. Ballades, fabliaux, nouvelles et lég endes. Homère, Veda-Vyasa, Mar ie de France, Burger, Hoffm ann, Ludwig Tieg [!], Ch. Dickens, Gavarni, H. Blaze. Par is, L. Curmer, 1842. [Auf 7 Einzelt iteln:] 1841. Radierter illu strierter Titel auf Karton, 7 zweifarbige radierte illu strierte Einzelt itel, 2 einfarbige radierte il lu strierte Einzelt itel (davon 5 auf Karton, 4 auf Chin a papier, aufk aschiert auf Karton), dazu 1 radiertes Front ispiz auf Karton; 10 Textabbildungen in Stahlstich auf Chin apapier und mont iert, 56 Textabbildungen und 5 Schmuckinitialen in Holzschnitt. Zusamm en 364 S. = 2 Bl. auf Velinpapier; 3 Bl., 20 S.; 3 Bl.; 40 S.; XI V S., 20 S., 1 Bl.; X S., 24 S., 1 Bl.; XVI S., S. 17 – 34, 1 Bl.; 34 S., 1 Bl.; 2 Bl., XII S.; 53 S., 1 Bl.; 25 S.; 21 S.; 20 S., 2 Bl.; zusätzlich 24 S. auf Velinpapier (Art ik el von Jules Janin) – Bis auf die Titelei auf Chin apapier gedruckt. Oktav, kaum beschnitten (211 x 130 mm). Grüner Halb maroquinband der Zeit auf fünf mit Goldf ileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und goldgepräg tem Muster aus kleinen Kreisen und Punkten in den übr i gen Rückenfeldern, jeweils in doppeltem Filetenrahm en, mit Blindlinien auf den Deckeln, marm or ierten Vorsät zen und Kopfg oldschnitt, am Fuß sig niert „E. Niedrée“ , in Halbm aroquinchemise mit gleichem Rückendekor und Pappschuber mit Mar oquink anten von Devauchelle. Exemplar auf „großem“ Chin apapier, aus dem Besitz von Jules Jan in Diese Ant holog ie aus zehn Text en, der en Cha r ak ter „mostly gothic or exotic“ [Ray] ist, verein igt in den Rad ier ungen, Stahlstichen und Holzschnit t en von Octave Peng uilly, Charles Jac que, PhilippeAug uste Jeanr on, Joseph Loui s Trimolet, Adrien Féart und Hippolyte Pauquet „die beste Illustrat i onsk unst“ der Zeit; der Verleger ließ „größt e Sorg falt walt en und scheut e keine Kosten, aus dem klei nen Band ein bibliophiles Meister werk zu machen“ [Rümann].
einen selbst ver faßt en Zeitschrif t ena r t ikel aus dem Journ al des Débats vom 15. November 1841 einbin den ließ. Der 24seitige Separ atd ruck, Nr. 3 von 50 Exempla r en, ent h ält eine Besprechung der Schrif ten Cicer os. Der zeitgenösssische Einband stammt von Jean-Edoua rd Nied rée (1803 –1864). Proven ienz: Auf dem Spiegel Exl ibris von Jules Ja nin [vgl. Poideba rd 310], dessen Aukt ion 1877, Nr. 992: frs. 160, an Morg and. Daru nter das Exlibris von Henr i Bonn asse, dessen Aukt ion II , 1982, Nr. 72: frs. 26.100, sow ie das Monog rammschildchen „awf “ von Adria n Flühm ann.
Unser Exemplar zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß es eines der „fort rar es“ Exemplar e auf Chin apapier ist, wob ei auch in diesen „les faux titres, titres et quelques frontispieces sont imprimés sur papier vélin“ [Cart eret]. Es ist ext rem breitr an dig, wesent l ich größer als unser e ander en Exem pla r e . Das Buch stammt aus dem Erstbesitz des Journ a listen Jules Jan in (1804 –1874), der nicht nur sein Ex l ibris auf dem Spiegel anbracht e, sondern auch
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Respekt“ [K NLL XIII , 461] zwischen beiden Völ kern, um mor a l ische Vorbilder und abschrecken de Bei spie le und in die s em Rah men nicht um Ges chichtss chreibung an sich, sondern auch um lit er a r ische Wirks am keit. Nicht in das PaarSchem a fügen sich die Port raits der röm ischen Kai ser Galba und Otho, das des Arat os von Sikyon und das des persischen Großkön igs Art a xerxes II .
Im Einband der Restaurat ionszeit von Thouvenin 510 [Plutarch]. Œuvres de Plutarque, traduites du grec, et accompagnées de notes; par D[ominique] Ricard. [Les vies des] Hommes illustres. Par is, J. L. J. Brière, 1827. Titelvig nette in Holzschnitt. 2 Bl., L S., 1 Bl. (ab S. XX VIII zweispalt ig), 1011 zweispalt ige S. – Text in schwar zen Rahm en gesetzt. Groß-Oktav (229 x 141 mm). Langgen arbter weinr oter Maroquinband der Zeit auf vier breite, ornamental blind geprägte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und rei cher orn am entaler Goldpräg ung in den übr igen Rücken feldern, Deckel mit vierfachem Goldf iletenrahm en mit Eckfleurons, darin zwei fette Blindf iletenrahm en und große Platte mit floral-orn am entaler Blindpräg ung, mit goldgeprägter Wellenlinie auf den Steh-, Dentellebor düre auf den Innenk anten, marm or ierten Vorsätzen und Ganzg oldschnitt, am Fuß sig niert „Thouvenin“ (Kanten etwas berieben, vorderer Innenfalz angeplatzt, aber voll komm en stabil, Papier teils qualitätsbedingt gebräunt, streckenweise unwesentliche Braunf leckchen). Ein vielgelesener Klassiker, im Einband der Restau r at ionsepoche von Thouvenin Die Para llelbiog raphien sind das bek annt este Werk des griechischen Schrift stel lers und Phi losophen Plutarch (um 45 – um 125). In 22 Paar en werden die Lebensbeschreibungen jeweils ei nes griechischen und eines röm ischen Feldherrn oder Staatsm an nes gegenü bergestellt, um der en Gemeinsam keit en oder Gleich r ang igkeit herausz ua rb eit en – zur da mal igen Zeit stand Rom auf dem Höhepunkt seiner Macht, die griechische Kult ur auf dem Gipfel ihr es Ansehens. Plutarch ging es um den „wechselweisen
Bis weit in die Neuzeit hinein formt e Plutarchs „Bild das Urt eil der Nachwelt“ [ebd. 461]. Die Para llelbio graphien wurden von Jacques Amyot zuerst 1559 ins Franz ösische über t ragen und in den folgenden Jahrhunder t en im mer wieder nachged ruckt; für die Aut or en der franz ösischen Klassik im 17. Jahrhun dert wa r en sie eine wicht ige Stoffq uelle, dar ü ber hinaus eine ver pflicht ende Lekt ür e für alle Gebil deten, so daß Plutarch noch im 18. Jahrhundert „eine[r] der meist gelesenen ant iken Aut or en“ [ebd. 460] war. Für den Abbé Dominique Rica rd (1741 –1803) war die Über s et z ung von Plutarchs Wer ken des s en „principa le affair e“: „il s’y prépa ra par des études sérieuses, et se rend it fam il ier avec toute l’ant iq uité classique“, und in seinen Anmerk ungen zeigt sich dessen „érud ition saine, étendue et polie“ [Hoefer]. Der Text erschien zuerst 1799 –1803 in 12 Bänden, die vorl iegende einbänd ige Ausg a be in acht Liefe rungen von 1825 bis 1827. Daß Hommes illu stres hier nur als Unt ert it el steht, liegt wohl dara n, daß auch noch Plutarchs Œuvres morales unt er dem Dach der Œuvres de Plutarque veröf fent l icht werden sollt en. Diese „bonne traduction, faite sur les éditions les plus cor rectes, et pour laquelle l’abbé Rica rd eut à sa disposit ion les manu scrits précieux que Louis XIV avait fait acheter à grands frais“ [Quéra rd VII , 221], war zuerst 1783 –1795 erschienen; die nochm a lige Publik at ion kam jedoch nicht zustande. So blieb es bei dieser kompakt en Einz elausg a b e der Biog raphien auf recht feinem Papier, zweispal tig und „bien impr[imé]“ [Brunet] von Firm in Di dot. Die Seit en 813 – 845 (Beg inn der Notes) wurden falsch numer iert (als S. 745 – 777), der Band ist je doch so vollständ ig. Gebunden wurde das Werk in einen reich gold- und blindgepräg t en Ma r oq uin band im Restau rations-Typus von Joseph Thouve nin [zum Deckel-Dekor vgl. Culot S. 207, Nr.95, der dort gez eigt e Einband von Bradel!], der in wunder ba r er Frische erh alt en ist. Lit er at ur: Bru net I V, 740; Grae ss e V, 368; Hoefer 42, 122 ff. (Rica rd); Quéra rd V II , 225; zu Thouvenin: Culot 560 f.; Fléty 168; Ramsden 204.
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1731 erschienene tra g ische Liebesgeschicht e zwi schen der ebenso schönen wie leichtfert igen Manon Lescaut und dem ihr verfallenen Cheval ier des Grieux „dürf t e in wesent l ichen Punkt en auf persönl i chem Erleben des Ver fassers ber uhen“ [ebd. 167]. Ei nerseits ist es „eine durchaus allt ägl iche Umwelt“, in der Prévost das Geschehen ansiedelt, ander er seits ist „nie zuvor […] die Liebesleidenschaft in ih rer alle Hem mungen über w indenden Kraft, ihr er Größe und ihr em Zerstör ungsw illen so wahr und so erschüt t ernd dargestellt worden“ [ebd.].
Im Rocaille-Einband des Verlags von Boutigny 511 Prévo st [d’Exile s, Ant oine-Franç ois] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edit ion illustrée par Tony Johannot, précédée d’une notice historique sur l’auteur par Jules Janin. Par is, Ernest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Fronti spiz mit Seid envorsatz, 2 illu strierte Zwischent itel in Golddruck; 18 Tafeln auf aufgewalz tem Chin apapier mit Seidenvorsätzen, 1 Titelillu strat i on (Wiederholung von S. 231) und 64 Textillu strat ionen, ferner 4 Kopfleisten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvig netten. – Alles in Holzschnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Sehr breitrandiger Druck. Quart (254 x 164 mm). Verlegereinband von dunkelrotem Saff ian auf glatten Rücken, mit Rückent itel in reichem Dekor in Goldpräg ung, auf den Deckeln in fettem und magerem Blindf ileten- sowie großem Rocaillerahm en zwei verschiedene ovale Port raitm edaillons in Goldprä gung, mit blaßgelben Glanzpapiervorsätzen und Ganz gold schnitt sowie Buchbinderm ark e von Boutigny verso fliegendem Vorsatz, in mit Filz ausgeschlagenem Papp schuber (ger ing berieben, Einband-Ecken mit ger ing f ü gigen Stauch spuren, Rücken etwas aufgehellt, Vorsätze mit kleineren Leim schatten, einige Bl. sowie die Tafeln – nicht jedoch das Chin apapier – etwas braunf leckig). Schönes Exemplar des ersten moder nen „Seelenr om ans“, illustriert von Tony Johannot und im Verlegerein band Der Abbé Ant oine-François Prévost (1697 –1763) war ein „unbeständ iger Cha r akt er, der zwischen Klos terleben und Weltlust hin und her schwankt e, der nach sechsjähr igem Aufent h alt in einer Bened ikt i ner-Abt ei von dort entfloh, in England und Holland lebte, um schließlich doch wieder in die klösterli che Bindung zur ück z ukehr en“ [Jan 166]. Die zuerst
Im Rückblick erz ählt der Cheval ier des Grieux, wie er, der vom Vater für eine standesg em äß e Lauf bahn als Rit t er des Malt eserordens bestimmt war, sich in die kaum fünfz ehnjähr ige Manon Lescaut verl iebt, die ihr erseits gegen ihr en Willen ins Klo ster geschickt werden soll – die Para llelen zur Bio graphie des Autors sind evident. Das Paar flieht nach Par is, wo ihr Glück nicht lange währt: Geld nöte und Manons „Hang zum Verg nüg en lassen sie […] immer wieder ihre Gunst freigebigen Gön nern zuwenden. Nach dra m at ischen Wechself ällen, Trennungen, Inh aft ier ungen, Versöhnungen wird Manon nach Amer ik a deportiert, des Grieux, der ihr ausweglos verfallen ist, folgt ihr. Er muß sie er neut vert eid igen, auf der Flucht vor den Folgen ei nes Duells stirbt sie schließlich an Erschöpfung“ [Engel h ardt/Roloff ]. Mit dieser Mischung aus Innerlichkeit und Hand lungsf ülle steht der Rom an zugleich „in einem gei stesgeschicht l ichen Zus am menh ang, der von den ält er en Abent euer r om a nen und Robinson aden des 17. Jh.s bis zu den englischen empfi nds amen Ro manen der Mitt e des 18. Jh.s reicht“ [Hauptwerke], zugleich ist er ein Vorl äufer von Rousseaus „gegen auf k lä r er is cher Phi los ophie der Leg it i m it ät von Leidenschaft und Af fekt iv it ät“ [ebd.]. Dies sichert ihm einen herausr agenden Platz in der Lit er at ur geschicht e als „Ausg angspunkt moder ner Seelen schilder ung“ [Jan 166]: Hier ist „der Kampf zwi schen Tugend und Leidenschaft […] zum ersten Mal in der Lit er at ur des 18. Jh.s zug unsten der ‚Macht der Gef ühlsbeweg ungen‘ ent schieden“ [Haupt wer ke]. Modern ist auch die suggestive Erz ählweise, die im Leser die Wirk ung der „spont a nen Ident i fi z ie rung“ [Jan 167] auslöst, ohne daß die Vergehen der Helden sein Mit gef ühl beeint rächt igen. Dar u m war dem Rom an auch in der Epoche der Rom ant ik der Er folg sicher. Dies ist die er ste Aus g a b e mit der Not ice von Jules Jan in und den Illustrat ionen nach Tony Johan not, der en Zahl in der Sek und ärl it er at ur durchweg
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nur sehr un gefähr mit 90 bzw. 100 an gegeben wird. Nicht ihm, sondern Édou ard Wattier zu zu schrei ben ist das getönte Front ispiz mit dem Por trait des Autors und meh rerer Roman fi gu ren; die beiden goldgedruck ten Zwischentitel und die Kopfleisten stammen von Adrien Féart. Johan not schuf zum ei nen 64 in den Text ein gestreute Holz schnit te, die „nearly every turn in Prévosts plot“ [Ray] begleiten und insbesondere die „épisodes pathétiques […] avec une grande vérité“ [Gustave Planche, zit. nach Beraldi] behandeln. Dieser moder nen Form stehen die 18 Ta feln gegenüber, die an die Il lust rationswei se des 18. Jahrhunderts anknüpfen. Wert auf historische Treue leg te Johan not auch dadurch, daß er die Per sonen in Rokokokostüme ein kleidete und „häu fi g in ent spre chend ausgestalteten Interieurs“ [Bilder welten] agieren ließ. Gu stave Planche lobte an den Zeich nun gen Johannots „une élégance, une richesse, qu’il sera it bien difficile de sur passer“ [zit. nach Beraldi], Ray hob dessen „supreme abi lity to il lust rate a love story“ her vor, und Car ter et re sü mier te, dies sei „un des
beaux livres de la période romantique“ und zu gleich „la seu le édit ion intéress ante de ce chef-d’œuvre par ue au début du XIXe“. Un ser Exemplar liegt im von Boutigny ge schaf fenen Verle ger ein band mit dem für ihn ty pi schen Rocailledekor vor, ausgewie sen auch durch sei ne Buch binder marke. Die zentra len Me dail lons auf den Deckeln zei gen in gold gepräg ten Plat ten von Per rin und Kron heim die beiden Roman helden, hinten den Che va lier des Grieux [nach der Umschlag il lu stration], vorn Manon, die ihn am Fenster sit zend er war tet [nach Abb. S. 24]. Provenienz: Adri an Flüh mann. Literatur: Beraldi V III , 272 f., Nr. 52; Bilder welten 112, Nr. 45; Brivois 338 f.; Bru net I V, 868; Car ter et III , 505 ff.; En gel hardt/ Roloff I, 220 f. (Er stausg.); vgl. Haupt wer ke 221 f.; Lonchamp II , 374; Ma rie 99; Oster walder 539; Quér ard/Bourquelot V I , 81; Rahir 593; Ray II , 263; Rümann 131; Sander 581; Sieurin 168 f.; Talv art/Place X, 115 (Ja nin); Vica ire V I , 814 ff.; zum Ein band vgl. Mag gs 661, Nrn. 258 und 259 sowie Ta fel XCII ; Mal avieille 151, Nr. 23 (Abb.).
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Im hand bemalten Verleger ein band von Boutigny 512 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz, 2 illu strier te Zwi schentitel in Golddruck; 18 Tafeln auf aufgewalztem Chinapapier, 1 Titelillu stration (Wiederholung von S. 231) und 64 Text illustrationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnet ten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Sehr breit ran di ger Druck. Quart (253 x 164 mm). Verlegereinband von dunkel grünem Saf fian auf glat ten Rücken, mit Rückentitel in reichem Dekor in Goldprä gung, auf den Deckeln in fet tem und ma gerem Blindfileten- sowie großem Rocaillerahmen zwei verschiedene ovale blind gepräg te und handbemalte Por trait medaillons, mit blaßgelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt sowie Buchbin der marke von Boutigny verso fliegen dem Vorsatz ( Vorsät ze leimschat tig, durch gehend leicht bis mäßig braunfleckig). Im Verleger ein band mit künstlerisch kolorierten Por trait medail lons Dieses Exemplar der er sten Ausga be mit der Not ice von Jules Ja nin und den Il lu strationen nach Tony Johan not liegt gleich falls im Verleger ein band von Boutigny vor, al ler dings mit ei ner ex trem seltenen, wahr schein lich ein zig ar ti gen Besonderheit, welche die Standar di sierung di rekt konterka riert: Die Portrait medail lons der beiden Prot agoni sten wur den näm lich zeit genössisch individuell bemalt, Manon Lescaut in rosa und hell blauen Pa stelltönen, der Che va lier des Grieux hin gegen in kräf ti gem RotGrün. Pro ve nienz: Il lu strier tes Ex li bris von Mar cel Bert rand auf dem Spiegel.
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Exemplar auf Chinapapier, in zweiseit igem Druck, aus den Sammlungen Vaut ier, Bonnasse und Flühmann 513 Prévo st [d’Exile s, Ant oine-Franç ois] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johann ot, précédée d’une notice historique sur l’auteur par Jules Janin. Par is, Ernest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Fronti spiz auf Velinpapier, 2 illu strierte Zwi schent itel in Golddruck auf Chin apapier, aufk a schiert auf Karton; 18 Tafeln auf Chin apapier, aufk a schiert auf Velinpapier; 1 Titelillu strat ion und 64 Textillu stra tionen, ferner 4 Kopf leisten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvig netten. – Alles in Holzschnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Auf Chin apapier gedruckt. Quart, unbeschnitten (272 x 182 mm). Langg en arb ter nachtblauer Halbm ar oquinband auf fünf zwischen doppelten Goldf ileten orn am ental blindgeprägte Bünde, mit goldgerahmtem Rückent itel und orn am entaler Verg oldung in doppeltem Goldf iletenrahm en in den üb rigen Rückenk ompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, zwei verschieden en eingebundenen illu strierten Orig in al-Um schlägen (inkl. Um schlagr ücken) sowie nachgebunden em Liefer ungs um schlag, auf dem fliegend en Vorsatz verso sig niert „Mercier Sr de Cuzin“ (Kanten berieben). Eines der sehr ra r en zweiseit ig bed ruckt en Exempla r e auf „großem“ Chin apapier, mit drei eingebundenen Umschlä gen Nur eine kleine Zahl von Exemplar en dieser ersten Ausg a be mit den Illustrat ionen Tony Johannots er schien auf Chin apapier: Nach dem von Vicaire zi tier t en Kat a log der Librairie Rouquette [Nr. 9, 1875] waren es led iglich 25. Vicaire und auch Brivois kannt en nur einseit ig bed ruckt e Exempla r e, erst Cart eret verw ies darauf, daß es auch eine zweisei tig bed ruckt e Va r ia nt e gibt – diese, anscheinend noch selt ener e, liegt hier vor.
Eing ebunden ist nicht nur der in Schwarz und Braun bed ruckt e illustrier t e Orig in al-Ums chlag auf gelbem Papier, sondern auch eine Reprodukt i on aus dem Folgejahr auf weißem Papier, die in Blau und Gold bed ruckt ist. Wiederu m kannte Vicaire nur die erste der beiden Va r ia nt en. Die med aillon ar t igen Abbildungen mit den Por t raits der Manon Lescaut (vorn) und des Chevalier des Grieux (hin ten) wiederholen zwei Text holzschnit t e [S. 24 bzw. 107]. Die Reihe der Umschläge wird komplettiert durch den nachgebundenen Umschlag zu Liefer ung 3 (von Hand numer iert) auf ros a farb enem Papier. Dieser ist illustriert mit der Tit ela bbildung (eine Wiederholung von S. 231), die beide Prot a gon isten vereint in traut er, aber trau r iger Zweisam keit zeigt. Proven ienz: Auf dem Spiegel das farbig illustrier te Ex l ibris von Ant oine Vaut ier (dessen Kat a log I, 1971, Nr. 140: frs. 3.500), darü ber das goldgepräg te Lederex l ibris von Henr i Bonn asse (dessen Kat a log II , 1982, Nr. 74: frs. 12.500), daru nt er das Mo nog rammschildchen „awf “ von Adria n Flüh m ann.
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Das Exemplar von Jules Ja nin auf zweiseitig bedrucktem Chinapapier 514 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz auf Velinpapier, 2 illu strier te Zwischentitel in Gold druck auf Velinpapier; 18 Tafeln auf Chinapapier, auf ka schiert auf Velinpapier, 1 Titelillustration und 64 Text illu strationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnet ten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart, nahezu unbe schnit ten (262 x 162 mm). Grobgenarbter ocker farbener Maroquinband der Zeit auf fünf von Blindfileten ein gefaßte und ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in gold gerahmter nachtblauer Maroquineinla ge sowie symmetri scher or namentaler Vergoldung in fet tem und ma gerem Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, die Deckel mit doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, dar in vier facher Goldfiletenrahmen, dar in Eckfleurons, mit dreifachen Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt, am Fuß si gniert „Bauzonnet-Trautz“ ,
in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit Lederkanten (streckenwei se gering braunfleckig). Weiteres zwei seitig bedruck tes Exemplar auf Chi napapier, aus dem Besitz von Jules Ja nin, im zeit genössi schen Ma roquin band von Bauz onnetTrautz Dies ist das per sön liche Exemplar des Ver fas sers der dem Roman vor an gestellten Not ice hi storique sur l’auteur, des Schrift stel lers Jules Ja nin (1804 –1874). Dieser sicher te sich ei nes der ganz weni gen doppelseitig bedruck ten Exempla re auf Chi napapier, deren Exi stenz Vica ire und Brivois un bekannt war. Ja nin ließ das Buch un mitt tel bar nach Er schei nen in ei nen prächti gen ocker farbenen Ma roquin band von „Bauz onnet-Trautz“ fassen, diese si gnier ten in dieser Form nur in den Jah ren 1840 –1851 [vgl. Culot 462 f.; Fléty 19; Ramsden 26]. Provenienz: Auf dem Spiegel Ex li bris von Jules Janin [vgl. Poidebard 310], dessen Auk tion 1877, Nr. 675: frs. 75, an Adolphe Labit te. – Jules Le Petit, dessen Auk tion II , 1918, Nr. 2498, frs: 720. – Monogrammschildchen „awf “ von Adri an Flüh mann.
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Exemplar auf Chinapapier in einseitigem Druck aus dem Besitz von Beraldi, Meeûs, Esmerian u. a. 515 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz auf Velinpapier, 2 illu strier te Zwischentitel in Gold druck auf Velinpapier; 18 Tafeln auf Chinapapier, auf ka schiert auf grau es Chinapapier, 1 Titelillu strati on und 64 Text illu strationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnetten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., VII S., XII S., 344 S., jeweils in Blatt zählung – S. 184 am Ende von Teil I entfallen, da leer. – Auf Chinapapier, ein seitig bedruckt. Quart, fast unbe schnit ten (265 x 160 mm). Grobgenarbter weinroter Maroquinband der Zeit auf fünf von Blindfileten ein gefaßte und von Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in Goldfiletenrahmen und reicher floral-or namentaler Vergol dung in doppelten Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit dreifachem Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, doppelten Goldfileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mar morier ten Vorsät zen, ein gebundenem gelben Ori ginal-Um schlag und Kopfgold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „R. Petit“ , in Leinen schuber (S. 89 verbun den). Ein ein seitig bedruck tes Exemplar auf Chi napapier, aus berühmten Samm lun gen Laut Kata log 9 der Librairie Rouquette von 1875 erschienen nur 25 ein seitig bedruck te Exempla re auf Chi napapier [vgl. Vica ire] – dies ist ei nes davon, und sei ner Selten heit ent spricht die Provenienz durchgehend aus berühmten privaten Samm lun gen. Als Besit zer nachweisbar sind Abel Giraudeau, der Pari ser Tri bu nalprä sident Jean Baptiste Er nest Daguin (1818 –1892), Hen ri Beraldi, Lau rent Meeûs, Georges Lainé und Raphaël Esmerian – die letz ten vier ver sa hen das Buch mit ih rem Ex li bris. Beraldi machte in Estampes et livres auf ty pographische Abweichun gen die ser Exempla re ge genüber den zwei seitig bedruck ten auf merk sam und äu ßerte bei dieser Gelegen heit die Mei nung, ein Buch auf Chi napapier, das nur ein seitig bedruckt ist, sei „absur de“ [Beraldi, Estampes 192] – viel leicht, weil die durch das dün ne Papier er möglichte Verschlankung des Buch blocks so wieder ‚kompen siert‘ wird. Bei ei nem Band mitt lerer Dicke wie die sem ist dies frei lich kein ent scheidender Fak tor. Jeden falls ist
die ses wunderba re Exemplar, das Beraldi auf der Da guin-Auk tion er warb, ein schla gendes Bei spiel für bi bliophi le Schi zophrenie. Das Exemplar hat zwei Zu ga ben: Es ent hält den in Schwarz und Braun bedruck ten il lu strier ten Ori ginal-Um schlag auf gel bem Papier sowie das sehr seltene Blätt chen Avis au Brocheur auf blauem Papier. Der schöne Ma roquin band mit reicher Rückenvergoldung von Petit stammt aus der Zeit um 1850. Provenienz: Abel Giraudeau, des sen Auk tion am 25.4.1898, Nr. 350: frs. or 350 [vgl. Vica ire]. – Er nest Da guin (1818 –1892), Tri bu nalprä sident von Pa ris, dessen Auk tion I, 1904, Nr. 165: frs. or 470 (zitiert bei Car ter et). – Hen ri Beraldi, Bibliothèque Henri Beraldi 1934, Nr. 386: frs. 4.100. – Lau rent Meeûs, Wittock, La bibliothèque de Lau rent Meeûs, 1982, Nr. 437. – Georges Lainé, dessen Auk tion 1962, Nr. 25: frs. 5.350. – Raphaël Esmerian, dessen Auk tion IV, 1973, Nr. 98: frs. 11.000. – Die Ex li bris der vier letzt genannten auf vor derem Vor satz. – Sam Clapp (dessen Auk tion Chri stie’s, Pa ris, 2002, Nr. 643).
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Exemplar auf Chinapapier in einseitigem Druck – aus dem Besitz von Villebœuf und Duché 516 Prévost [d’Exiles, Antoine-François] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johannot, précédée d’une not ice hi storique sur l’au teur par Jules Janin. Paris, Er nest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Front ispiz auf Velinpapier, 2 illu strier te Zwischentitel in Gold druck auf Velinpapier; 18 Tafeln auf Chinapapier, auf ka schiert auf Chinapapier, 1 Titelillustration (Wiederholung von S. 231) und 64 Text illu strationen, fer ner 4 Kopf lei sten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schlußvi gnet ten. – Alles in Holz schnitt. 2 Bl., XII S., VII S. in Blatt zählung, 1 leeres Bl., 344 S. in Blatt zählung – Auf Chinapapier, ein seitig bedruckt. Quart, kaum be schnit ten (271 x 157 mm.) Langgenarbter dunkelblau er Maroquinband auf fünf zwi schen doppelten Goldfileten or namen tal blind gepräg te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel und floral-or namentaler Vergoldung in den übri gen Rückenkompartim enten, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, ein solcher auch auf den Deckeln, dar in gold gepräg tes Rahmenwerk mit großen Rocaille-Fleurons, mit goldenem Flechtband auf den Stehkanten, breiten goldgepräg ten Bordüren auf den Innenkanten, Doublüren und Vorsät zen aus grau grünem Moiré seidenpapier sowie Kopfgold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Mercier Sr de Cuzin“ , in mit Velours ausge schla genem Pappschuber mit Lederkanten (Schuber berieben, Papier minimal braunfleckig). Ein weiteres ein seitig bedruck tes Exemplar auf Chi napapier, aus berühmten Samm lun gen Dies ist ein weiteres von nur 25 ein seitig bedruck ten Exempla ren auf Chi napapier [vgl. Vica ire], gleichfalls mit her ausra gender Provenienz, wie die goldgepräg ten Ex li bris von Paul Villebœuf und Pierre Duché ver melden. Der elegante, dekorativ ver goldete und wie neu erhaltene Mei ster ein band stammt von Émile Mer cier (1855 –1910). Provenienz: Auf dem Spiegel das gold gepräg te verschlun gene Monogramm „ PV “ von Paul Villebœuf, auf ei nem Vorblatt dessen gold gepräg tes Ex li bris (jedoch nicht in dessen Auk tion 1963), dar unter das von Pierre Duché (Auk tion II , 1972, Nr. 108: frs. 5.000).
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Exemplar auf einseit ig bedruckt em Chinapapier aus dem Besitz von Desc amps-Scrive und André Tissot-Dupont 517 Prévo st [d’Exile s, Ant oine-Franç ois] Abbé. Histoire de Manon Lescaut et du Chevalier des Grieux. Edition illustrée par Tony Johann ot, précédée d’une notice historique sur l’auteur par Jules Janin. Par is, Ernest Bourdin et Cie, [1839]. Getöntes Fronti spiz auf Velinpapier, 2 illu strierte Zwi schent itel in Golddruck auf Velinpapier (der zweite im plizit in der Pag inier ung enthalten); 18 Tafeln auf China papier, aufk aschiert auf Chin apapier, 1 Titelillu strat ion ( Wiederh olung von S. 231) und 64 Textillu strat ion en, ferner 4 Kopfleisten, 4 Schmuckinitialen und 3 Schluß vig netten. – Alles in Holzschnitt. 2 Bl., VII S., XII, S. in Blattzählung, 344 S. in Blattzählung – S. 184 am Ende von Teil I entfallen, da leer. – Auf Chin apapier, ein sei tig bedruckt. Quart, seitlich unbeschnitten (267 x 162 mm). Grobge narbter roter Mar oquinband der Zeit auf fünf mit Gold fileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und floral-orn am entaler Verg oldung in doppelten Gold filetenrahm en in den übr igen Rückenk ompartimenten, mit fettem und zwei mageren Goldf iletenrahm en auf den Deckeln, doppelten Goldf ileten auf den Stehk an ten, Dentellebordüre auf den Innenk anten, marm or ier ten Vorsätzen sowie Kopfg old schnitt, auf dem Spiegel sig niert „R. Pet it“ . Ein drit t es einseit ig bed ruckt es Exemplar auf Chin apapier, aus ber ühmt en Samm lungen Dieses – unser dritt es – Exemplar auf einseit ig be druckt em Chin apapier [vgl. Vica i re] sicher t en sich René-Desc amps-Scrive und And ré Tissot-Dupont. Wie das gleichfalls einseit ig bed ruckt e Exemplar von Giraudeau, Beraldi, Meeûs und Esmer ian in dieser Samm lung wurde es zeit genössisch von Pe tit gebunden; die Einbände sind ähnl ich, aber kei neswegs ident isch. Proven ienz: René Desc amps-Scrive, dessen gold gepräg t es Ex l ibris verso fliegendem Vors atz (des sen Aukt ion II , 1925, Nr. 166: frs. 1.900). – And ré Tissot-Dupont (dessen Aukt ion 2016, Nr. 454).
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Mit 152 Orig inalzeichnungen von Sir John Tenn iel 518 Punch’s Pocket Book. For 1844 [ – ] 1879. [Und:] A. D. 1880 [ – ] 1881. Containing ruled pages for cash accounts and mem oranda for every day in the year; An Alm an ack; and a variety of useful and valuable business inform at ion. […] In two parts. [Ab 1872 mit verändertem Untert itel]. 38 Bde. London, Punch Off ice, [1843] – 1880. 38 je zweim al gefaltete, handkolor ierte Fronti spize, 38 Holzschnitt-Titel (davon 37 farbig illu striert), 113 Tafeln zu Part I (davon 16 – in Jg. 1880 und 1881 – in braunem Druck), 228 (= 38 x 6) Tafeln zu Part II (davon 30 – in Jg. 1844 bis 1848 – in Stahlstich, 6 – in Jg. 1849 – getönt), zahlreiche Holzschnitte und Tabellen im Text; zu sätzlich 57 orig in ale Vorzeichnungen zu den Tafeln von Part II (davon 4 Var ianten desselben Mot ivs), 95 orig in ale Vor zeichnungen zu Textabbildungen (davon 19 Var ianten desselben Mot ivs), sämtlich von John Tenniel, in Bleistift und mont iert. Zu samm en 55 ungezählte Bl. (Titel, Inh alt etc., davon 2 – in Jg. 1849 – getönt), etwa 7450 S. Duodez (ca. 105 x 87 mm). Grobgen arbte weinr ote Ma roquinbände auf je fünf pointilléverzierte Bünde, mit Rückent iteln, doppelten Fileten- und einfachen Point illé rahm en mit Eckfleurons auf Deckeln und in den Rücken kompartimenten, doppelten Fileten auf den Steh- und breiten Dentellebordüren auf den Innenk anten, alles in Goldpräg ung, mit türkisen Buntpapiervorsätz en und Ganzg oldschnitt, auf den Spiegeln sig niert „Bound by Riviere & Son“ , zusamm en in einer mit weinr otem Ma roquin bezogen en Holzk asset te mit Goldf iletenrahm en auf dem Deckel, zwei Messingverschlüssen, gepolstertem Innendeckel und 2 mit grüner Moiréseide bezogenen Fä chern (11 Jahrgänge mit teils gelegentlichen, teils durch gehenden Kalender-Eint rag ungen in Blei bzw. Tinte, Jg. 1858: 3 Bl. unten mit Einr iß und Knitterspuren, Jg. 1864: 1 Bl. oben mit kleinem Randausr iß; Kanten der Kasset te etwas beschabt). Mit 152 orig in a len Bleistiftz eichnungen von Sir John Tenn iel Nach dem franz ösischen Vorbild Le Charivari grün dete der britische Verleger Mark Lemon im Jahr 1841 das sat ir is che Wochen m ag a z in Punch (zu nächst mit dem Unt er t it el The London Charivari), dessen Tit el fi g ur die grot eske Ma r ionet t e des Mr. Punch darstellte und das zum „chief vehicle“ des „new middle-class humour“ [Houfe 77] avancier te. Ab 1842 erschien als Jahr esband Punch’s Alm a nack, ein Jahr spät er wurde Punch’s Pocket Book ins Leb en ger ufen, das gleichfalls jährl ich erschien.
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Mit Ausn ah me der kaum auf fi ndba r en ersten Num mer liegt hier die komplette Reihe von 38 Bänden der Jahrg änge 1844 bis 1881 in selt en anz ut reffen der Geschlossenheit vor. Dan ach ging das Pocket Book im Alm an ack auf. In kompakter er Form als der Alm an ack bieten die handlichen Bändchen im ersten Teil Namen und Nachr ichten aus Politik und Wirtschaft, ein Ka lend ar iu m und freie Seit en für Kassen- und Tage bucheint räge; im zweit en Teil in Anlehnung an den Punch eine Auswahl von Kurzgeschicht en, Ged ich ten und Cartoons – dieser Beg riff für kom ische oder sat ir ische Zeichnungen wurde vom Punch selbst ge prägt. Layout und Umfang von Punch’s Pocket Book blieben über fast vier Jahrz ehnt e weit gehend unverä ndert: Ein Jahrg ang umfaßt in der Regel 192 Seit en, wo bei das auf stärker em Papier ged ruckte erste Blatt beider Tei le (mit Tit el bzw. In h altsver z eich n is) ab 1849 meist nicht mit gez ählt wird. Ausn ahmsweise beg innt im Jahrg ang 1868 die Seitenz ählung mit [9] (so komplett!); der Jahrg ang 1872 hat nur 176 S.; in den letzt en Jahr en steigt der Umfang auf 208 (1877 –1879) bzw. 256 S. (1880 [recte: 260] – 1881). Die Illustrat ion spielt eine eminent wicht ige Rol le. Alle Jahrg änge werden eröffnet von einem zwei mal gefalt et en handkolor ier t en Front ispiz mit einer viel fi g u rigen hu mor istischen Darstellung akt ueller gesellschaft l icher Moden und Ma r ot t en; auch der farbig illustrier t e Tit el gegenü ber, der den ha ken nasigen Mr. Punch gern mit einem Exemplar des Pocket Book zeigt, nimmt häufi g darauf Bez ug. In den Text eingestreut finden sich zahlr eiche Holz schnitte; ab Jahrg ang 1868 (mit Ausn ahme von Jahrg ang 1870) werden die ganzseit igen Abbildun gen in Part I auf acht bis zehn (1869: 6) Tafeln ge druckt. Part II besitzt regelm ä ßig sechs Ta feln (1844 bis 1848 in Stahlstich, dan ach in Holzschnitt). In den häu fi g anz ut ref fenden Tier-Mensch-Kom bin a tionen läßt sich mit Grandville wiederu m ein fran zösisches Vorbild nam h aft machen. Bedeut ende Künst ler wa r en für das Pocket Book tä tig. John Leech (1817 –1864), ber ühmt etwa als Il lustrator von Charles Dickens‘ A Christ m as Car ol (1843), war bis zu seinem Tod der bedeutendste Beit räger, für kurz e Zeit unt erstützt von Richard Doyle (1849 –1851) und Hab lot Knight Browne (1850), sow ie erstm als 1850 von John Tenn iel (1820 –1914), der ab 1852 regelm äßiger und ab 1864 haupt ver a nt wort l icher Mit a rb eit er wurde. Neb en ihm wirkt en Charles Keene (ab 1865), zuvor ber eits
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lange „the best of all Punch art ist“ [Muir 112], der u. a. die Fronti spize der Jahr e 1865 bis 1881 zeichne te [vgl. ebd. 119], Charles H. Bennett (1866 –1867), George Du Maur ier (1868), Linely Sambou rne (ab 1869) und ander e. Sir John Tenn iel, der sich durch einen „clear, forceful, and dignified style“ [De Maré 145] ausz eichnet, erl ang t e Ber ühmt heit insbesonder e durch seine Il lustrat ionen zu Lewis Ca r rolls Alic e’s Advent ures in Wonderl and (1865) and Through the Looking-glass and What Alic e Found There (1872). Eine seiner be kannt esten Ka r ik at u r en war Dropping the Pilot (Der Lotse geht von Bord) zur Entlassung Otto von Bis marcks als Reichsk anzler (1890). In Punch’s Pocket Book ist er zugleich der gew icht igste Beit räger, was den Samm ler unser er Reihe zu besonder em Ehrgeiz spornt e: Er vereint e in den vorl iegenden Bänden nicht wen iger als 152 von rund 250 orig in alen Blei stift-Vorz eichnungen Tenniels zu Texta bbildungen und Tafeln, davon 23 in ander em Zustand, so daß sich mit u nt er drei Va r ia nt en – Skizz e, gen aue Vor zeichnung, Druck – vergleichen lassen. Sie wurden auf gewöhnl ichem und Pauspapier ausgef ührt, auf Vel inpapier mont iert und an entsprechender Stel le eingebunden. Der Erst b esitz er zu m indest ein ig er Bände ging noch prag m at isch mit den prakt ischen Pocket Books um: In elf frühen Jahrg ängen (bis 1861) sow ie in Jahrg ang 1879 finden sich auf den dafür vorgese henen Seit en mal wen ige, mal durchgehende Ein träge mit Bleistift und brauner Tinte – auch diese zeit genössischen ‚Orig i n a le‘ sind jedoch nicht un bed ingt als Mängel, sondern als adäquat e, evtl. so gar allt agsgeschicht l ich int eressier ende Gebrauchs spu r en zu bewer t en. Zu vermut en ist indes, daß die an sich unerhört sel tene komplet t e Kollekt ion eigens für die Orig in a le von John Tenn iel zusam mengestellt wurde: Denn auf den einheitl ich von Rivière in Mar oq uin gebun den Bänden befi ndet sich bei allen 26 Exempla r en, die Zeich nungen Tenniels ent h alt en, regel m ä ßig ein ent sprechender goldgepräg t er Ver merk unt er dem Rückent it el. Auf bewahrt wird die Samm lung in einer maßgefer t ig t en Kasset t e, die gleichfalls mit rot em Ma r oq uin bez ogen ist. Lit er at ur: Zu Punch: vgl. Muir 100 ff.; zu Keene: vgl. EB XIII , 311; Houfe 357; Muir 113 ff.; Ray, Engl and, S. 118 ff.; zu Leec h: vgl. EB XIII , 865 f.; Houfe 367 f.; Muir 104 ff.; Ray, Engl and, S. 82 ff.; zu Tenn iel: vgl. EB XXI , 938; Houfe 476; Muir 108 ff.; Ray, Engl and, S. 116 f.
– 1649 –
Exemplar auf blauem Papier 519 Quevedo-Villegas, Don Francisco de. Histoire de Don Pablo de Ségovie, surnommé l’Aventurier Bus con. Traduite de l’Espagnol et annotée par A. Germ ond de Lavigne. Précédée d’une Lettre de M. Charles Nodier. Vig nettes de Henr i Emy, gravées par A. Baulant. Par is, Charles Warée, 1843. Fronti spiz in Holzschnitt, ca. 30 Textillu strat ionen sowie zahlr eic he Schmuckl eis ten, Ini tial en und Vig netten in Holzschnitt. XXXI S., 400 S. – Auf blau em Papier gedruckt. Quart, unbeschnitten (255 x 190 mm). Mod ern er hell brauner Halbm ar oquinband, mit Titel und sieben dop pelten Querf ileten in Goldpräg ung auf dem glatten Rüc ken und mit hellblauen Büttenpapiervorsätzen. Exemplar auf blauem Papier, eines von 50 Exempla r en auf farbigem Papier Der Schelmenr om an des Franc isc o de Quevedo (1580 –1645) in der Trad it ion des Lazarillo de Torm es und Guzmán de Alfarache erschien zuerst 1626 und ist ein Hauptwerk der Gatt ung. Der aus der niedr ig sten Gesellschaftsschicht stam mende Prot a gon ist ist „frei von Voru rt eilen und auch von persönl icher Trag ik“ und wird vom Autor „als krit ischer Beob acht er des trüger ischen Welt get riebes oder als Bei spiel des von der Welt bet rogenen Bet rügers“ darge stellt. Im Vergleich mit seinen Vorläufern „scheint Quevedo die Sat ir e zum Selbstz weck gesteigert zu ha ben“. In dieser spez i fi sch lit er a r ischen Qua l it ät liegt die Stärke des Rom ans, der bis heut e „nichts von dem Zauber seines ma k abr en Hu mors, seiner bit t er en Iron ie, seiner bosh af t en Ka r ik at ur und nichts von der Frische und Pägnanz der ‚konz ept ist ischen‘ Wort spiele eingebüßt“ [K NLL XIII , 821] hat. Quevedos Sprachk unst, „mit der in Wettbewerb zu tret en niem and wagen konnt e, bewahr t e das Werk vor Fortsetz ungen aus unber ufener Hand […]. Wohl aber fanden sich immer wieder Übersetz er, die die schwier ig e Vorl a g e zu meistern sucht en“ [ebd.]. Einer von ihnen war Léopold Alf red Gabriel Ger mond de Lavigne (1812 –1891) – für ihn war Span ien das Land „qu’il affectionnait particulièrement et où il se rend ait souvent“ [DBF XV, 1343]; er publiz ier t e auch zahl r eiche kult urh istor ische Bücher dar ü ber, „dont certai ns ont con nu un grand succès“ [ebd.]. Hier nun liegt die erste Ausg abe seiner QuevedoÜbersetz ung vor, mit einem langen Brief an und
einer kürz er en Ant wort von dem rom ant is chen Schriftsteller Charles Nodier und rund 30 Textil lustrat ionen von Henr i Émy. Mehr er e der Schmuck leisten und -vig netten aus diesem Buch verwand te Maur ice Esc offier in seiner Bibliog raphie Le t i t el, mouvement rom ant ique [vgl. dort den Vor S. XVII , XIX , XXXI etc.] Dem Verl agsprospekt entn ahm Vicai re, daß 50 Ex empla r e auf farbigem Papier ged ruckt und zu einem Preis von 12 Francs verk auft wurden; er selbst sah Exemplar e auf blauem und grünem Papier. Das uns rige auf blauem Papier ist besonders breit r and ig, da unbeschnitt en. Lit er at ur: Brivois 344; Car t eret III , 508; DBF XV, 1344 (Ger mond de Lavigne); Esc offier 1583; Osterw alder 343; Quéra rd/ Bourquelot V I 105; Sander 582; Vicai re V I , 898 f.
– 1652 –
Exemplar auf Chinapapier, so nur in zwei Exemplar en bek annt 520 Quevedo-Villegas, Don Francisco de. Histoire de Don Pablo de Ségovie, surnommé l’Aventurier Bus con. Traduite de l’Espagnol et annotée par A. Germ ond de Lavigne. Précédée d’une Lettre de M. Charles Nodier. Vig nettes de Henr i Emy, gravées par A. Baulant. Par is, Charles Warée, 1843. Fronti spiz in Holzschnitt, etwa 30 Textillu strat ionen so wie zahlreiche Schmuckleisten, Initialen und Vig netten in Holzschnitt. XXXI S., 400 S. – Auf Chin apapier ge druckt. Oktav (204 x 132 mm). Grüner Saff ianband der Zeit auf vier mit je drei Goldf ileten verzierte Bünde, mit gold geprägtem Rückent itel und Ka stenverg oldung in den Rückenfeldern, auf den Deckeln einfacher, doppelter, achtfacher und einfacher Goldf iletenrahm en, Goldf i lete auf den Stehk anten, fette und drei magere Gold fileten auf den Innenk anten, mit marm or ierten Vorsät zen und Ganzg oldschnitt, gebunden wohl von Antoine
Bauzonnet (3 Bl. mit kleinem Randabr iß ohne Textver lust, S. 271 – 283 und 393 – 400 gebräunt). Dem Pro spekt zu die s er er s ten Aus g a b e der Quevedo-Übersetz ung von A. Germond de Laville ent n ahm Vica i re, daß 50 Exempla r e auf farbigem Papier ged ruckt wurden – doch weder er noch an der e Bibliog raphen bes a ßen Kennt n is von Exem pla r en auf Chin apapier, wie dem unser en. Led igl ich Sander und Car t eret er w ähnen ein und dasselb e „exempl. s. chine, peut-être uniq ue, 1260 fr.“ [San der] aus der Auktion „Fould et Rattier“ [Carteret, das spät er im Besitz von Paul Villebœuf war, siehe seine Auktion 1963, Nr. 271 (frs. 3.020)]. Der po pul ä r e Schelmenr om an, einst m als der niedr igsten Text g at t ung angehör ig, steht in diesem von Bauz onnet gebundenen Exemplar mit einem Mal als ein kostbar es Unik um da – nicht anders als sein Held Don Pablo de Ségovie, surnommé l’Aventurier Busc on.
– 1654 –
Mit dem sehr selt enen Orig inal-Umschlag 521 Rab el ais, Franç ois. Œuvres de Fran ç ois Rabelais, contenant la vie de Gargantua et celle de Pan tagruel. Augm entées de plusieurs fragm ents et de deux chapitres du Ve livre restitués d’après un manu scrit de la Bibliothèque impériale. Précédées d’une notice hi storique sur la vie et les ouvrages de Rabelais. Augmentée de nouveaux Documents par P. L. Jac ob, Bibliophile [d. i. Paul Lacroix]. Nouvelle édition, revue sur les meilleurs textes et particulièrement sur les travaux de J. Le Duch at et de S. de L’Aulnaye. Éclaircie quant à l’Orthog raphie et à la Ponctuation, et accompagnée de Notes succinctes et d’un Glossaire par Louis Barré. Illustrations par Gustave Doré. [Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré]. Par is, J. Bry ainé, 1854. Holzschnitt-Frontispiz, 14 Tafeln in Holzschnitt, 88 Texth olzschnitte von Gu stave Doré. 1 Bl., 339 S. – In zweispalt igem Druck, S. 316 – 339 (Glossaire) in dreispal tigem Druck. Quart, kaum beschnitten (297 x 205 mm). Illustrierter, in Rot, Grün und Gold bedruckter Orig in al-Umschlag, in Pappschuber (Um schlag mit ger ing f üg igen Randlä suren und unterlegt, 2 Bl. seitlich kurzrandig). Unbeschnit t en und im Orig in al-Umschlag Gargantua und Pant agruel von Fran ç ois Ra b e lais (1494 –1553), zuerst 1533 –1564 in fünf Bän den erschienen, ist ein Stück Weltliter atur – die Bedeut ung dieses het er ogenen, gig ant isch-burles ken Rom anwerks ist bis heute nicht ausgeschöpft: „Geistvoll und zyn isch, voller Weisheit und Er kenntn is, doch von derbsten und grotesken Ein fällen überdeckt, schildert Ra b el ais Geburt, Le ben und Abent euer der drei Riesengener at ionen Grandgou sier, Gar g antua und Pan t agruel“ [Bil der welt en 66]. Da bei erscheint das Werk einerseits als ein „kar neva l istischer ‚Riesen-Spaß‘ und als geist r eich-burleske Unt erh alt ung, ander erseits als Ausd ruck einer um fassenden Zeit k rit ik, die in ei ner Epoche sich verschär fender Rel ig ionsk ämpfe, lit. Zensur und pol it ischer Unr uhen nur unt er der Maske der Kom ik vorget ragen werden kann“ [En gel h ardt/Roloff ]. Volkst üm l iche bzw. volksl it er a r i sche Element e und ren aiss anceh af t e Leb ensb eja hung fließen ebenso ein wie hu m a n istische Bildung [vgl. Jan 68]. Nichts ist vor der sat ir ischen Feder Ra bel ais‘ sicher: „Selbst gebildet er Hu m a n ist, Mönch und Arzt, geißelt er schonungslos und zeitk rit isch Schein hei l igkeit und ‚Dumpfif fi gkeit‘ des Kler us, die Wort k laub er ei der Jur isten, die Scharl at a ne
rie der Ärzte und die Ausschreitungen der welt lichen Macht und spottet über Papst, Kaiser, Adel und Universit ät“ [Bilder welt en 66]. Für Rab elais ist hing eg en die Natur die „groß e Lehr meister in“, und im Gegens atz zur „mit t ela l terl ichen Abt öt ung des Leib es“ räumt er diesem „einen ebenbür t igen Platz neben dem Geiste“ [Jan 72] ein. Für eine idea le, hu m a n istische Existenz weise steht die Abt ei von Thélème, der en Gemein schaftsleben sich „nicht nach Satz ungen, sondern nach freier Wahl vollz ieht, für die es nur eine Re gel gibt: Fay ce que vouldras“ [Jan 70]. Nicht die Vor schrift en von Staat und Kirche, sondern allein der „selbst bew ußt e Wille [kann] die Zuk unft meistern“ [Hauptwerke 102] – auf der Grundlage einer heil sam-heit er en, iron ischen Leb ensweisheit und ge sunden Menschenverstandes. Dies ist die erste Ausg abe mit den Zeichnungen des erst 22jähr igen Gustave Doré, in der dieser konge nia l und zugleich „ganz frei schaffen“ [ebd.] konn te: „Seine Ged anken ergossen sich ungehemmt in die Rom antik dieses Werkes. Doré hält sich ge nau an die Worte des Dichters, und doch läßt er seiner Phant asie jeden Spielr aum; seine Einbil dungsk raft war ungeheuer, seine Auf fassungsg a be noch ungem indert frisch, sein Temper a ment noch ung ez üg elt jug endl ich“. Ebenso wie die Vorl ag e
– 1656 –
chang ier en seine Bilder zwischen Rea l ismus und Phant asti k, Droll igem und Unheiml ichem: „Thei r dark visions of castles, cat hedra ls, and cities cram med with improbable towers offer the first full re alization of Doré’s conception of the middle Ages. […] There are many quaint monsters and demon s, as well as much com ic violence, both batt les and sin gle combats“ [Ray]. Das Werk liegt hier in einem sehr schön erh alte nen, unbeschnit t enen Exemplar im dreifarbig be druckt en, illustrier t en Orig in al-Umschlag vor. Die ser zeigt in dem „cad re très importa nt imprimé en rouge et or“ [Cart eret] zwei rot bzw. grün ged ruck te Abbildungen, die dem Buch entnommen sind [S. 153 und 188]. Er ist „fort rare en bon état“, weil „très frag ile“ [ebd.], und wurde daru m hier fach kund ig unt erlegt. Lit er at ur: Beraldi V I , 34, Nr. 88; Bilderwelt en 192 ff., Nr. 106; Brivois 346; Car t ere t III , 510 f.; Dézé 52; Eng elh ardt/Roloff I, 95 ff. (Ers tausg.); vgl. Guratzsch/Unverfehrt II , 33 – 40; vgl. Hauptwerke 101 ff.; Leblanc 285 ff.; Lonc hamp II , 381; Oster walder 321; Rahir 599; Ray II , 330, Nr. 242; Rümann 197; San der 583; Thieme/Becker 9, 468; Valmy-Baysse 162 ff.; Vicaire V I , 925 f.
– 1658 –
Ma roquin band der Zeit von Dupré 522 Ra belais, François. Œuvres de Fran çois Rabelais, contenant la vie de Gargantua et celle de Pantagruel. Aug mentées de plusieurs frag ments et de deux chapitres du Ve livre rest itués d’après un manuscrit de la Bibliothèque im péri ale. Précédées d’une not ice historique sur la vie et les ouvra ges de Rabelais. Aug mentée de nouveaux Documents par P. L. Jacob, Bibliophile [d. i. Paul Lacroix]. Nouvelle édit ion, revue sur les meilleurs textes et part iculièrement sur les travaux de J. Le Duchat et de S. de L’Aulnaye. Éclaircie quant à l’Or thographie et à la Ponctuat ion, et accompagnée de Notes succinctes et d’un Glossaire par Louis Barré. Illustrat ions par Gustave Doré. [Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré]. Paris, J. Bry ainé, 1854.
chem sowie floralem schraf fier ten Einzel stempel in doppeltem Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenfeldern, mit drei doppelten Goldfiletenrahmen auf den Deckeln, zwi schen den beiden äußeren Eckfleurons, zwi schen den bei den inneren Bordüre aus in ein an der ver flochtenen Gold streifen und -krei sen, mit doppelten Goldfileten auf den Steh-, breiter Dentellebordüre auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denem, illu striertem, in Rot und Grün bedrucktem Ori ginal-Um schlag sowie mit Kopfgold schnitt, auf dem Spie gel si gniert „Dupré“ (Um schlag leicht begrif fen).
Holz schnitt-Front ispiz, 14 Tafeln in Holz schnitt, 88 Textholz schnit te von Gu stave Doré. 1 Bl., 339 S. – In zwei spalti gem Druck, S. 316 – 339 (Glossaire) in drei spalti gem Druck.
Dies ist ein weiteres tadel loses Exemplar der Erstaus ga be mit den Zeich nun gen Dorés, in ei nem prächti gen zeit genössi schen Maroqin band des wenig bekannten Buch binders Dupré [vgl. Fléty 64], mit ein gebundenem il lu strier ten Ori gi nal-Umschlag, hier in der zwei farbi gen Va ri ante in rotem und grü nem Druck und in gutem Zu stand.
Quart, kaum be schnit ten (293 x 202 mm). Grobgenarbter rotbrauner Maroquinband der Zeit auf fünf point illéverzier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel im einfa-
Kaum beschnit ten und mit Ori gi nal-Um schlag in ei nem zeit genössi schen Ma roquin band von Dupré
– 1661 –
In Liefer ungsheft en mit allen Umschlägen 523 Rab el ais, Franç ois. Œuvres de Fran ç ois Rabelais, contenant la vie de Gargantua et celle de Pan tagruel. Augm entées de plusieurs fragm ents et de deux chapitres du Ve livre restitués d’après un manu scrit de la Bibliothèque impériale. Précédées d’une notice hi storique sur la vie et les ouvrages de Rabelais. Augm ent ée de nouveaux Documents par P. L. Jac ob, Bibliophi le [d. i. Paul Lacroix]. Nouvelle édition, revue sur les meilleurs textes et particulièrement sur les travaux de J. Le Duch at et de S. de L’Aulnaye. Éclaircie quant à l’Or thog raphie et à la Ponctuation, et accompagnée de No tes succinctes et d’un Glossaire par Loui s Barré. Illustrations par Gu stave Doré. [Auf den Liefer ungsum schlä gen:] Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré. Par is, J. Bry ainé, 1854. Holzschnitt-Fronti spiz (eingebunden im 7. Heft), 14 Ta feln in Holzschnitt, 88 Texth olzschnitte von Gustave Doré. 1 Bl. (gedruckte Verlegerwidmung an Doré, ein gebunden im 7. Heft), 339 S. – In zweispalt igem Druck, S. 316 – 339 (Glossaire) in dreispalt igem Druck. Quart, unbeschnitten (300 x 210 mm). Illu strierter, in Rot, Grün und Gold bedruckter Orig in al-Um schlag, 7 illu strierte Liefer ungsum schläge, 4 auf blaßg rün em, 3 auf cremefarben em Papier, in dunk elbraun er Halb maroquinchemise auf fünf falsche, zwischen Goldf ileten orn am ental blindgeprägte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel in einfachem Goldf iletenrahm en, die übr i
gen Rückenk ompartimente mit orn am entaler Verg ol dung in doppelten Goldf iletenrahm en, in Pappschuber mit dunk elbraunen Mar oquink anten, dieser am Fuß si gniert „Mercier“ (Schuber etwas beschabt). Per fekt erh alt enes Exemplar in Liefer ungshef t en mit al len Umschlä gen, einschließl ich des orig in alen Gesamtu mschlags Das gig ant ische Werk des großen Rabel ais mit den Zeich nungen des noch weit gehend un b ek annt en Gustave Doré (1832 –1883) wurde zu einem gün stigen Preis in sieben Einz ell iefer ungen herausge geben. Im Verein mit den im Jahr darauf erschie nenen Contes drôlatiques von Balz ac machte es den Il lustrat or ber ühmt. Das Buch liegt hier tel que paru vor, mit allen Liefe rungsu mschlägen, die jeweils unt erschiedl ich ilus triert sind, sow ie mit dem dreifarbig bed ruckten orig in a len Ges amt u mschlag mit dem „cad re très importa nt imprimé en rouge et or“ [Cart eret]. Die se „cou verture très frag ile est fort rare en bon état“ [Cart eret] – hier ist sie ebenso tadellos erh alt en wie die einzelnen Livraisons, geschützt von Chem ise und Schuber von Georges Mercier (1885 –1939). Proven ienz: Auf dem Innendeckel der Chem ise das illustrier t e Ex l ibris („Un aut re monde“) von Claude Rebey r at.
– 1662 –
Das spekt akulär schöne Exemplar von Henr i Beraldi 524 Rab el ais, Franç ois. Œuvres de Fran ç ois Rabelais, contenant la vie de Gargantua et celle de Pan tagruel. Augm entées de plusieurs fragm ents et de deux chapitres du Ve livre restitués d’après un manu scrit de la Bibliothèque impériale. Précédées d’une notice hi storique sur la vie et les ouvrages de Rabelais. Augmentée de nouveaux Document par P. L. Jac ob, Bibliophile [d. i. Paul Lacroix]. Nouvelle édition, revue sur les meilleurs textes et particulièrement sur les travaux de J. Le Duch at et de S. de L’Aulnaye. Éclaircie quant à l’Orthog raphie et à la Ponctuation, et accompagnée de Notes succinctes et d’un Glossaire par Louis Barré. Illustrations par Gustave Doré. [Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré]. Par is, J. Bry ainé, 1854. Holzschnitt-Frontispiz, 14 Tafeln in Holzschnitt, 88 Texth olzschnitte von Gu stave Doré. 1 Bl., 339 S. – In zweispalt igem Druck, S. 316 – 339 (Glossaire) in dreispal tigem Druck. Quart, kaum beschnitten (292 x 196 mm). Ka stanien brauner Mar oquinband à la janséniste um 1900 auf fünf Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel, doppelter Gold filete auf den Steh- und blindgeprägter Bordüre auf den Innenk anten, mit braunen, fünffarbig mit einer breiten floralen Bordüre intarsier ten Mar oquindoublüren, Vor sätze mit rotbrauner Seide bezogen, weitere Vorsätze aus Marm orpapier, mit eingebundenem illu strierten, in Rot, Grün und Gold bedrucktem Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken) und Ganzg old schnitt über Témoins, auf dem Spiegel sig niert „Mercier Sr de Cuzin“ , in ka stanienbrauner Halbm aroquinchemise mit fünf falschen Bünden und goldgeprägtem Rückent itel, in Pappschu ber mit ka stanienbraun en Mar oquink anten, ebenfalls sig niert „Mercier“ . Das spekt a k ul är schöne Exemplar von Henr i Beraldi in ei nem per fekt erh alt enen Jansen isten Ein band Dies ist das perfekt erh altene Exemplar von Hen ri Beraldi in einem für ihn geschaffenen, muster gült ig en ka s ta n ien brau nen Jansen is tenein b and mit ungewöhnlich reich in fünf Farben mosaiz ier ten Doublü r en und eingebundenem Orig in al-Um schlag von Émile Mercier (1855 –1910). Laut Eti kett auf dem zweiten Vorsatz wurde es im Jahr 1900 auf der Weltausstellung in Par is gez eigt. Die ses Ereign is nahm Beraldi zum Anl aß für eine en thusiastische Hom m age an den Meisterbinder als „un homme d’un goût élégant et sûr, et d’une ha bileté de main prestigieuse: Mercier qui a obtenu
son grand prix. En fait, il est le successeur lointain des Eve et de Le Gascon, et le successeur immé diat de Cuzin“. Seine Einbände seien „des joyaux scintillants, des objets précieux à toucher, et que le bibliophile s’enorgueillit de posséder et se délecte à regarder et à man ier“ [in: L’Art à l’Exposit ion uni verselle de 1900]. Proven ienz: Auf dem Spieg el in Blindpräg ung: „Ex libris Henr i Beraldi“. – Verso zweit em fliegen den Vorsatz Etikett: „Exposit ion universelle 1900 Mercier“. – Kat a log Bibliothèque Henr i Beraldi III , 1934, Nr. 393 (frs. 1.700).
– 1663 –
Mit über 100 zusätzl ichen Probedrucken 525 Rab el ais, Franç ois. Œuvres de Fran ç ois Rabelais, contenant la vie de Gargantua et celle de Pan tagruel. Augm entées de plusieurs fragm ents et de deux chapitres du Ve livre restitués d’après un manu scrit de la Bibliothèque impériale. Précédées d’une notice hi storique sur la vie et les ouvrages de Rabelais. Augm ent ée de nouveaux Documents par P. L. Jac ob, Bibliophi le [d. i. Paul Lacroix]. Nouvelle édition, revue sur les meilleurs textes et particulièrement sur les travaux de J. Le Duch at et de S. de L’Aulnaye. Éclaircie quant à l’Or thog raphie et à la Ponctuation, et accompagnée de Notes succinctes et d’un Glossaire par Louis Barré. Illustrat ions par Gu stave Doré. [Auf den Liefer ungsum schlägen:] Chefs-d’œuvre européennes illustrées par G. Doré. Pa ris, J. Bry ainé, 1854. Holzschnitt-Frontispiz, 14 Tafeln in Holzschnitt, 88 Texth olzschnitte; von Gu stave Doré zu sätzlich 103 Probedrucke in Holzschnitt auf Chin apapier, mont iert auf Karton. 1 Bl., 339 S. – In zweispaltigem Druck, S. 316 – 339 (Glossaire) in dreispalt igem Druck. Quart, kaum unbeschnitten (292 x 203 mm). Roter Halb mar oquinband der Zeit auf fünf mit Goldf ileten verzier te Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel in einfachem und delik ater orn am entaler Verg oldung in doppeltem Goldf iletenrahm en in den übr igen Rückenk ompartim enten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, sieben nachgebundenen Liefer ungsum schlä gen und Kopfg old schnitt, verso fliegendem Vorsatz si gniert „Allô“ (Einband mit Kratzspuren, klein er Ein riß am Kopf, Schnitt braunsprenklig, Papier gebräunt, Probedrucke leicht braunf leckig, 1 Liefer ungsum schlag mit ersetzter Eckfehlstelle und ger ingem Wortverlust).
Mit 103 Probed rucken zu Dorés Holzschnitt en und al len Liefer ungsu mschlä gen Dies es Ausn ah me-, mögl icher weis e unik a le Ex emplar des „ouvr age popu laire […] fort recherché aujourd’hui pour les puissa nt es composit ions de Gustave Doré“ [Car t eret] ent h ält Probed rucke auf aufgewalzt em Chin apapier zu allen 15 Ta feln und 87 der 88 Textholzschnitt e von Doré. Zwei auf einer Ta fel wiedergegeb ene Zeich nungen sind auf zwei Prob ed rucke ver t eilt, led igl ich die schlicht e letz te Texta bbildung der Orakel-Flasche ist nicht mit einem Probed ruck ver t ret en. Dar ü ber hinaus sind dem zeitgenössisch von Charles Allô (gest. 1875) [vgl. Devauchelle 28 und 243; Fléty 10] gebunde nen Buch alle sieb en Liefer ungsu mschläge nach gebunden. Proven ienz: Auf dem Spiegel gestochenes Ex l ibris (nach And ré Cott on) von Henr i Tardivi.
– 1664 –
Un beschnitten und in den Verlagsein bänden 526 Ra belais, François. Œuvres de Rabelais. Texte collationné sur les édit ions ori ginales. Avec une vie de l’au teur, des notes et un glossaire. Illustrat ions de Gu stave Doré. 2 Bde. Paris, Gar nier frères, 1873. 1 Holz schnitt-Por trait in braunem Druck, zu sammen 60 Tafeln in Holz schnitt, sämtlich mit bedruckten cremefarbenen Vorsatzblät tern; etwa 650 Textabbildun gen, etwa 240 große und 9 kleine Schmuckinitialen, alles in Holzschnitt. 2 Bl., XLI V S., 476 S. Und: 2 Bl., 496 S. – Bd. II, S. 399 – 488 (Bibliographie, Glossaire) in zwei spaltigem Druck. – Titel in Schwarz und Rot. Groß-Folio, unbe schnit ten (etwa 430 x 315 mm). Identische rote Leinenbän de des Verlags auf glat te Rücken, mit blind gepräg tem Bordürenrahmen auf den Deckeln und gold gepräg ten Illu strationen auf Rücken und Deckeln, am Fuß jeweils si gniert „Ch. Mag nier“ (gelegentlich gering braunfleckig). Die neue Pracht ausga be mit über 700 Holzschnitt-Il lu strationen Gu stave Doré hat te schon die 1854 er schienene Ra belais-Ausga be il lu striert [siehe Num mern 521525], die in weni gen Jah ren fünf Neu aufl a gen erlebte. 1868 begann er, das Thema in ei nem größeren Maßstab wieder auf zu neh men; 1873 er schien diese großfor mati ge Pracht ausga be in zwei Bänden, versehen mit Avertissement und Vie de Rabelais von L. Moland im er sten Band sowie ei ner Bibliographie der frü hen Ra belais-Ausga ben, ei nem Glossaire und Documents biographiques im zweiten Band. Aus der Edition von 1854 wur den 98 Il lu strationen über nom men, sechs ent fielen, sieben weitere stammen aus Bal zacs Contes drôlatiques. Das Gros der 60 Ta feln und rund 650 Text abbildun gen ba siert jedoch auf neuen Zeich nun gen Dorés. Ar thur Rümann er sah aus dem „Ver gleich der durch fast zwei Jahr zehnte getrennten Ausga ben […], daß in der er sten noch die gan ze Ju gend fri sche und Phantasie erhalten ist, in der zweiten sich aber ein Ma nierismus breit macht, der alle sei ne großen Werke der Spät zeit cha rak teri siert“ [Rümann]. Dem pu ri stischen Ur teil des Kriti kers wäre ent gegen zu halten, daß gerade die ma nierier te Über fül le ein Hauptcha rak teri sti kum von Ra belais Text selbst ist. Und obschon Doré sich im Lau fe der Zeit „zu neh mend ern sten Stof fen zuwandte und eine pathetische Formen sprache ent wickelte“, knüpft er hier doch unmit tel bar an die „Heiterkeit des Frühwerks“ [Guratzsch/Unverfehrt II , S. 74] an. So spricht auch
Leblanc von ei ner „suite incomparable de magnifique des sins“ [Leblanc], Car ter et von „un des plus beaux livres de Gu stave Doré“ [Car ter et], während Ray die tech ni sche Um set zung im Ver gleich mit der frü heren Edition lobt: „He fa red bet ter with his engr avers“ [Ray]. Un ser Exemplar der Standard ausga be liegt un beschnit ten im il lu strier ten gold gepräg ten Verlegerein band von Charles Mag nier (1821 –1904) vor. Literatur: Beraldi V I , 46, Nr. 160; Bilder welten 192; Brivois 346; Car ter et III , 511 f.; Dézé 72 f.; Guratzsch/Unverfehrt II , 33 – 40; Leblanc 290 ff.; Lonchamp II , 381; nicht bei Oster walder; Rahir 599; Ray II , 330; Rümann 197; Sander 584; Vica ire V I , 928; zu Mag nier: Fléty 117; Mal avieille 244.
– 1665 –
Exemplar auf Chinapapier, im Jansenisten-Ein band von Ma rius Michel für Alexandre Roudinesco 527 Ra belais, François. Œuvres de Rabelais. Texte collationné sur les édit ions ori ginales. Avec une vie de l’au teur, des notes et un glossaire. Illustrat ions de Gu stave Doré. 2 Bde. Paris, Gar nier frères, 1873. 1 Holz schnitt-Por trait in braunem Druck, zu sammen 60 Tafeln in Holz schnitt, sämtlich mit bedruckten cremefarbenen Vorsatzblät tern; etwa 650 Textabbildun gen, etwa 240 große und 9 kleine Schmuckinitialen, alles in Holzschnitt. 3 Bl., XLI V S., 476 S. Und: 2 Bl., 496 S. – Bd. II, S. 399 – 488 (Bibliographie, Glossaire) in zwei spaltigem Druck. – Titel in Schwarz und Rot. – Auf Chinapapier gedruckt. Groß-Folio, unbe schnit ten (475 x 315 mm). Rote Maroquinbän de à la janséni ste auf fünf Bünde, mit gold gepräg ten Rückentiteln, auf den Innenkanten vier Blindfiletenrahmen (der innerste fett), als Doublüren ein gelegt die gold gepräg ten Plat ten des Verlagseinbands aus rotem Perkalin (si gniert „A. Souze“), mit roten Seiden- und weiteren Mar mor papiervorsät zen, ein gebun denen, illustrier ten Ori ginal-Um schlä gen (inkl. Um schlag rücken) und Ganz gold schnitt über Témoins, auf den Spiegeln si gniert „Marius Michel“ , in mit Filz gefüt ter ten Pappschubern mit roten Maroquinkanten (Schuber etwas beschabt, 2 Kanten mit Einriß). Ei nes von 25 Exempla ren auf Chi napapier, im Janseni sten-Ein band von Ma rius Michel Ist die Pracht ausga be der Œuvres von von Ra belais 1873 oh nehin von ei nem un gleich großzü gi geren For mat als die von 1854, so sind hier die Lu xusexempla re noch mals größer als die der Nor mal ausgabe. Das vorliegende ist Nr. 17 von 25 Exempla ren auf Chi napapier. Es liegt un beschnit ten vor und kommt so auf Blatt ma ße von etwa 475 x 315 mm. Alex andre Roudinesco (1883 –1974) ließ dieses besondere Exemplar in der Werk statt Ma rius Michel auf besondere Art binden: Die äu ßerlich schlichten Jansenisten-Ein bände ha ben jeweils als Doublü ren die von Au gu ste D. Sou ze ent wor fenen gold geprägten Plat ten des Verlagsein bands aus rotem Perkalin [vgl. Mal avieille 246] sowie davon jeweils Probedrucke in Schwarz auf starkem Velinpapier, die am An fang und Ende beider Bände ein gebunden wurden, dazu die il lu strier ten Ori gi nal-Um schlä ge, die von der Nor mal ausga be stam men. Provenienz: Il lu strier tes Ex li bris von Alex andre Roudinesco ver so zweitem fl iegenden Vor satz von Band I. – Dessen Auk tion I, 1967, Nr. 111: frs. 5.500.
– 1667 –
Das ein zige Exemplar auf Per ga ment 528 Ra belais, François. Œuvres de Rabelais. Texte collationné sur les édit ions ori ginales. Avec une vie de l’au teur, des notes et un glossaire. Illustrat ions de Gu stave Doré. 2 Bde. Paris, Gar nier frères, 1873. Zu sam men 60 Tafeln in Holz schnitt, sämtlich mit bedruckten cremefarbenen Vorsatzblät tern; etwa 650 Textabbildun gen, etwa 240 große und 9 kleine Schmuckinitialen, alles in Holz schnitt. 2 weiße Bl.; 3 Bl., XLI V S., 476 S., 2 weiße Bl. Und: 2 weiße Bl., 2 Bl., 496 S.; 2 weiße Bl. – Bd. II, S. 399 – 488 (Bibliographie, Glossaire) in zwei spalti gem Druck. – Titel in Schwarz und Rot. – Auf Pergament gedruckt. Imperial-Folio, völlig unbe schnit ten (ca. 470 x 330 mm). Burgun der rote Maroquinbän de um 1900 mit reich ster Linien- und Rollenblindprä gung auf Rücken und Dekkeln, mit gold gepräg tem Rückentitel, Stehkantenvergoldung, hellroten Maroquin-Doublüren mit umlaufen dem Intarsienband aus dunklem Maroquin und elaborier ten Eckfleurons à la Renaissance in Strich-Goldprä gung, flie gen de Vor sät ze mit roter Sei de bezogen, doppelt umstochene Kapitale, si gniert „Mercier Sr. de Cuzin“ , in Halbleder-Chemi sen. Das ein zi ge Exemplar auf Per ga ment Dies ist als Per ga ment druck das gewaltig ste Werk, das seit den riesi gen Foli anten Peter Schöf fers und den Polyglott bi beln des mitt leren 16. Jahrhunderts auf dem für den Druck prekär sten und stör rischsten al ler Materia lien gewagt wur de: Der gepriesene Kelmscott-Chaucer oder Cecil St. John Horn bys Dante wirken auf Per ga ment da mit ver glichen fast wie Spiel zeug. Da bei druck te J. Claye für den Her aus geber Gar nier nur die ses eine Exemplar auf star kes,
– 1674 –
blüt enweiß es Kalbsp erg a ment, und man war so stolz auf dieses Unt ernehmen, daß man die Bezeich nung Exemplar Unique nicht nur auf dem Vortitel, sondern außerdem noch jedesm al als Bogensig na tur wiederholte! Wohl kaum ein künstler isch hin längl ich vergleichba r es Werk auf Perg a ment aus den letzt en vier Jahrhunder t en könnt e vom Anspruch und vom Aufwand her neben diesem bestehen. Und dazu die über 700 meist mehrsz enigen Illustra tionen Gustave Dorés, die in ihr em Helldunkel an die besten Graphiken des 17. Jahrhunders gemah nen: Die Qual it ät der Abz üge auf dem festen weißen peau de vélin ist über alles Lob erh aben. Ein Ver gleich mit einem Exemplar auf Chin apapier zeig te bisweilen sog ar gesteiger t e Dif fer enz iert heit in der Druck nua ncier ung bei unser em Exemplar! Die ganzseit igen Illustrat ionen ha ben serpentes mit dem da z ugehör igen Text. Das Exemplar ist in Buchblock wie vor allem auch in Émile Merciers [vgl. Fléty 126 f.] souver änem Ein band völlig makellos, was bei diesem Form at und dem Gew icht der Bände etwas heißen will. Proven ienz: Frères Gar n ier, 1873. – Ex l ibris von „Président“ Vict or Mercier (dessen Aukt ion I, 1937, Nr. 438: frs. 25.000). – Aug uste P. Garn ier, Neffe der Verleger, ab 1941: Anbei ein Brief Léopold Cart er ets, der ihn zum Erwerb beglückw ünscht und dar auf hinweist, daß es im ganz en 19. Jahrhundert nur ein weit er es Werk mit Holzstichen auf Perg a ment gab, Chevignés Con tes Rémois (das unter keinen Umständen mit diesem Gewalt streich vergleich bar war – vgl. Chevignés eigenes Exemplar in unser er Samm lung!). – Schweiz er Privatsamm lung.
– 1676 –
Origina le Druck stöcke nach Zeichnungen von Gustave Doré zu den Œuvres de Rabelais 529 [Ra belais]. Doré, Gu stave. Ori ginale Holzstöcke mit Illu stra tionen zu: Œuvres de Rabelais. [Paris, 1871 –1873]. 6 gravier te, weißgehöhte Holz stöcke aus Buchsbaum. Ori gi na le Druck stöcke nach Zeich nun gen von Gu stave Doré zu den Œuvres de Rabelais – De la nativité du très redoubté Pantagruel (1873, Nr. 238, Bd. I, S. 187, 90 x 80 mm). – Comment Pantagruel pas sa des isles Tohu et Bohu (Nr. 581, Bd. II , S. 63, 43 x 206 mm). – Moines et mendiants (1871, Nr. 623, Bd. II , S. 98, 85 x 120 mm). – Vieux sage (1871, Nr. 687, Bd. II , S. 150, 100 x 75 mm). – Moine sur un bateau (1871, Nr. 729, Bd. II , S. 184, 130 x 100 mm). – Pantagruel […] et tous accouroient (1873, Bd. II , S. 60 f., 197 x 274 mm).
zwei runde Bril len glä ser. In ei nem un gewöhn lichen panora mati schen Breit for mat (43 x 206 mm) bietet sich der gestrandete Pantagruel dar; der aus mehreren Stücken zu sam men gesetz te größte der vorliegenden Holz schnit te mißt statt liche 197 x 274 mm. Alle Holz stöcke wur den weiß gehöht, so daß die Linien füh rung sehr schön zu erken nen ist. Wenn sich Doré in sei nen späteren Jah ren „zuneh mend ern sten Stof fen zuwandte und eine patheti sche For men sprache ent wickelte“ [Guratzsch/ Unverfehrt II , S. 74], so zeigt ein Ver gleich zwischen den Ra belais-Ausga ben von 1854 und 1873, daß Doré hier mit leichter Hand an die „Heiterkeit des Frühwerks“ [ebd.] an knüpf te. Die vorliegenden ori gi na len Druck stöcke, die sämt lich in den Jahren 1871 –1873 ent standen, geben davon ein eindrückliches Zeug nis. Weil Doré sei ne Vor zeichnun gen oft di rekt auf die Stöcke über trug, besit zen diese eine ganz besondere Nähe zum Künst ler und ei nen hohen Quel lenwert.
Seit dem Jahr 1868 wid mete sich Gu stave Doré den Il lu strationen zu ei ner neuen Ra belais-Aus ga be, die 1873 in zwei Bänden im Foliofor mat bei Garnier frères her auskam. Die Pracht ausga be er schien mit ei ner „suite incomparable de mag nifique dessins“ [Leblanc] von 60 Holz schnitt-Ta feln und 658 Text il lu strationen; nur 98 Il lu strationen wa ren aus der Edition von 1854 ver größert über nom men worden – siehe die vori gen Num mern. Von sechs reiz vol len Il lu strationen liegen die ori gina len Druck stöcke vor: Hier wird der strampelnde neu geborene Pantagruel stolz in die Höhe gereckt, dort dräut als fi n sterer gesichtsloser Kapu zen mann ein betender Mönch, auf ei ner Bootsplan ke sitzend, zu ei nem er schreckt Vor über ei lenden her ab; von or di nä rer Jovia lität wirkt da gegen der neben ei nem Bett ler sit zende Mönch, welt fremd wiederum der alte Wei se mit irrlichterndem Blick durch
– 1688 –
Album mit 11 orig inalen Zeichnungen von Gustave Doré 530 [Rabelais]. Doré, Gustave. Orig in al skizzen zu: [Œuvres de] Rabelais. [Auf dem Rücken]. – [Par is, etwa 1870 –1872]. 1 von Doré sig nierte und dat ierte Federzeichnung la viert mit Chin at inte und mit Weißhöhungen in Gouache (288 x 199 mm) auf Karton, 10 orig in ale Bleistiftzeich nungen (Blattg röße ca. 309 x 213 mm). – Auf Stegen mont iert und mit Zwischenblättern aus Velinpapier. Quart (Buchblock: 325 x 245 mm). Grobgen arbter oliv grün er Halbm ar oquinband auf fünf Bünde, mit gold geprägtem Rückent itel in Goldrahm en und dek orat i ver Ka stenverg oldung in den übr igen Kompartimenten, Goldf ileten auf den Deckeln und marm or ierten Vorsät zen, auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „Devauchelle“ . Album mit 11 Orig in alz eichnungen von Gustave Doré zu den Œuvres de Rabelais Gustave Doré hatte schon die 1854 erschienene Ra b el ais-Ausg a b e illustriert, die in wen igen Jah ren fünf Neuauflagen erlebt e. 1868 beg ann er, das Them a in einem größer em Maßstab wiederaufz u neh men – in einer Lu x usausg a be des Verl agsh au ses Garn ier frères. Das Werk erschien 1873 in zwei
Bänden im Fol ioform at, nun mit 60 Holzschnitt-Ta feln und 658 Text i llustrat ionen, wobei 98 Illustra tionen aus der Edition von 1854 verg rößert über nom men wurden [siehe vorhergehende Num mern]. Diese „suit e incomparable de mag n ifique dessins“ [Leblanc] der Pracht aus g a b e ist „trotz des zeit lichen Abstandes von na hez u zwanz ig Jahr en, in der en Verlauf Doré sich zunehmend ernsten Stof fen zuw andt e und eine pat het ische For menspra che entw ickelte, […] von der Heiterkeit des Früh werks“ [Guratzsch/Unverfehrt II , S. 74]. Die hier nur andeut ungsweise ausgef ühr t en zehn orig in a len Bleistiftskizz en belegen zu m indest den nach wie vor locker en Strich Dorés und lassen nichts von ei nem von Rümann dia g nostiz ier t en „Ma n ier ismus“ spür en. Die vora ngestellt e, von Doré sig nier t e und „1872“ dat ier t e Federz eichnung zum Frontispiz mit wen ig en Weißhöhung en ist demg eg enü ber recht sorg f ält ig ausgef ührt: Sie zeigt den Aut or François Ra bel ais im Dreiv ier t elprofi l mit Vollbart und Kap pe, eher nachdenkl ich als faun isch. Proven ienz: Samm lung Adria n Flüh m ann, mit dessen Etikett mit Monog ramm „awf “ auf einem Vorblatt.
– 1690 –
Redoutés Roses, in Rocaille-Einbänden von Rivage 531 Redouté, P[ierre] J[oseph]. Les roses, peintes par P. J. Redouté, décrites et classées selon leur ordre na turel par C[laude] A[ntoine] Thory. Troisième Edition, publiée sous la direction de M. [Louis Joseph] Pir olle. 3 Bde. Par is, P. Dufart, [und:] St. Petersburg, J. F. Hau ër et Cie, 1835. 2 lithographierte Port raits, 181 Farbstiche (darunter ein Fronti spiz), alle mit Seidenvorsätzen. 2 Bl., VI S., 47 S., 75 Bl. Und: 2 Bl., 93 Bl. Und: 2 Bl., 91 Bl., 12 S. (Tables). Groß-Oktav (etwa 231 x 152 mm). Blauschwarze Saff i anbände der Zeit auf glatte Rücken, mit goldgeprägten Rückent iteln und goldenen Querf ileten zwi schen fet ten Blindf ileten, die je vier Rückenk ompartimente abteilen, darin Ka stenverg oldung mit Floraldek or, auf den Deckeln neunfacher Goldf iletenrahm en mit Blüten in den Ecken, darin ein Rahm en aus zwei Goldf ileten mit gro ßen, floral-linearen Eck-Rocaillen, mit Goldf ileten auf den Steh-, Dentellebordüre und fünffachen Goldf ileten rahm en auf den Inn enk anten, mit Vorsätzen aus gel bem Moirépapier und Ganzg old schnitt, jeweils am Fuß sig niert „Rivage“ (kaum braunf leckig).
Redoutés Meister werk in der um fang r eichsten Aufl age und sig nier t en Einbänden der Zeit Pierre Joseph Redouté (1759 –1840) ist einer der bed eut ends ten Blu m en m a l er überh aupt. Sei ne farbigen botan ische Drucke – „licht, klar und schön“ – war en „so recht repräsent at iv für das Na poleon ische Empire“ [Nissen, BBI , 140], und so ver lieh ihm schon Kaiser in Josephi ne Bon apar t e 1805 den „heißersehnt en Tit el ihr es Hof- und Blu men ma lers“ [ebd. 141]. Auch in der Restaur at ionsepoche er f reut e er sich roya ler Gunst b ez eig ungen: „Karl X. er n annt e ihn 1825 zum Rit t er der Ehr enleg ion, Ma r ie Amélie, die Gat t in Loui s Philippes, dessen Schwester Mad ame Adélaide, wie seine Töcht er Ma rie und Loui se ließen sich von ihm in die Blumen ma ler ei ein f üh r en“, ebenso die Herzog in von Berry, unt er der en Schirm herrschaft 1817 –1824 erst m als das Werk erschien, das „seinen Ruhm auf den Gip fel hob“: Die prächt ige Monog raphie Les roses wur de bald zu einem Modewerk, das „in allen schön geistigen Sa lons aufl iegen mußt e und desh alb auch
– 1694 –
als einz iges unt er Redoutés Pracht werken mehr er e Neud rucke er f uhr“ [ebd.] Der ersten Ausg abe in Fol io folgt en drei weit er e in den Jahr en 1824 –1827, 1828 –1830 und 1835. Letzt e re – die unsr ige – wurde von ein igen Bibliog raphen überg angen, wohl weil sie auf dem Titel ebenfalls als Troisième Edit ion bez eichnet ist. Beiden gemein sam ist, daß sie gegenü ber der zweit en „avec plus de soin“ erstellt und er weit ert wurden: Vora ngestellt ist ein Traité du rosier in Band I [S. 1 – 44], die syste mat ische Glieder ung wurde verä ndert und ein ige Ta feln hinz ugef ügt, dar u nt er das Front i spiz des er sten Bandes mit einer Roseng irlande und die Por traits von Redouté und dem Aut or Claude Ant oine Thory, Lit hog raphien von C. Mot t e nach Zeichnun gen von Jean-Bapt iste Mauz aisse aus dem Jahr 1828. „Trotz Ta gesr uhm und Hofd ienst“ stellt e Redouté „im Grunde seines Herz ens […] die wissenschaft lich gen aue Darstellung doch immer noch über Komposit ions- und Farbef fekt e der rein künst ler i schen Blu men m a ler ei“ [Nissen, BBI , S. 141], indem
er die Rosen dir ekt nach der Nat ur malt e und alle bot an isch relevant en Aspekt e darstellt e. Redoutés Fä h igkeit, wissenschaft l iche „Gen au i gkeit und Deut l ich keit in künst ler ischer Komposit ion dar z u biet en“, macht seine bis heut e unü ber t rof fene „ge niale Meisterschaft“ [ebd. 139] aus. Trotz seines „grand succès à l’époque“ trifft man das Werk „rar ement en belles reliures du temps“ [Plesch] an. Unser Exemplar stellt eine rühmli che Ausn ahme dar: Es präsent iert sich in drei no blen, sehr schön erh alt enen Einbänden mit del ik a ten Goldfi letenr ahmen und Rocaille-Ecken des ab 1838 in Par is tät igen Buchbinders Rivage. Es sind zugleich die einz igen dieses Meisters, die in unse rer Samm lung ver t ret en sind. Lit er at ur: Bru net I V, 1176 (mit Er s chei nungsjah r en 1828 –1830); Grae ss e V I , 59 (1828 –1830); Léger 156 („1828 – 30“); Lonc hamp II , 451; Nis s en, BBI 1599; Plesch 377; Quér a rd V II , 489 f. („1828 – 30“); Ray I, 147 f., Nr. 89A (1828 –1830); zu Rivag e: Culot 545; Fléty 153; Ramsden 176.
– 1695 –
Seltenes komplettes Exemplar der Satirezeit schrift, mit al len Umschlä gen 532 La Revue comique à l’usage des gens sérieux. Histoire mora le, philo soph ique, politique, critique, littéraire et ar tist ique de la semaine. Texte par MM. A. Lireux – C. Caraguel – P. Ver tot – E. de La Bédollière – Gérard de Nerval – etc., etc. Dessins par MM. Bertall – Nadard [sic] – Fabritzius – Otto – Lorentz – Beguin – Quellenbois – etc. Novembre 1848 – Avril 1849 (= Livrai son 1 – 25). [Und:] La Revue comique […]. Histoire […] de l’année 1849. Texte par MM. Jean Ver tot, C. Caraguel, A. Lireux, E. de La Bédollière, Gérard de Nerval, Félix Tour nachon, A. Fauchery, etc., etc. Dessins par MM. Bertall, Nadar, Fabritzius, Otto, Lorentz, Beguin, Quellenbois, etc. Mai 1849. – Décembre 1849 (Livrai son 26 – 38). Zus. 2 Bde. – [Alles Erschienene!]. Paris, Dumineray [und, Bd. II:] Au Bureau de la Revue comique, [1849 –1850]. Zu sammen etwa 700 Textholz schnit te (davon 1 koloriert). 2 Bl., 368 [recte: 348] S.; 2 gelbe Blättchen ( Verlagsmitteilun gen). Und: 2 Bl., 188 S. – Auf kräf ti gem Velinpapier, Text in zwei spalti gem Druck in schwar zen Rahmen ge setzt. Quart, unbe schnit ten (291 x 197 mm). Rote, grobgenarbte Halbmaroquinbän de um 1890 auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg ten Rückentiteln in je zwei und dreifachen Goldfiletenrahmen in den übri gen Kompartim enten, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denen illustrier ten Ori ginal-Um schlä gen zu beiden Bän den (inkl. Um schlag rücken) sowie 36 ein gebun denen Um schlä gen der Lieferun gen, jeweils am Fuß si gniert „A. Cuzin“ . Die Sati rezeit schrift mit rund 700 Holz schnit ten nach Bert all, Nadar, Lorentz u. a. – komplet tes Exemplar mit den beiden Gesamt- und al len 36 Lieferungsum schlä gen Nur zwei Monate nach der Febru ar re volution von 1848 er schien mit La Revue comique eine neue sati rische Zeit schrift, an der sich bekannte Autoren wie
– 1698 –
Aug uste Lir eu x und Émile de La Bédollière sow ie bedeut ende Zeichner wie Bert a ll, Nad ar und Alcide Joseph Lor ent z bet eil ig t en. Von Géra rd de Nerva l stammt led igl ich ein Beit rag, Le diable vert. Légende par i sienne [Mar ie]. Dem harmlosen Tit el zum Trotz war das Blatt sehr wohl pol it isch und richt et e sich insbesonder e gegen Charles Loui s Napoléon Bon apar t e. Als dieser im Dez em ber 1848 zum Präsident en der Zweit en Re publik gewählt wurde, erstarkt en die ant ir evolut io nä r en Kräf t e; bei den Wahlen zur gesetzgebenden Versamm lung im Mai 1849 gewannen die Mona rchi sten endg ült ig die Oberh and. Als im Juni Prot este gegen einen mil it ä r ischen Einsatz gegen die röm i sche Republik niedergeschlagen wurden, wurde in der Folgez eit auch die opposit ionelle Presse unt er drückt. Die Revue comique stellt e ihr Erscheinen im Dez ember 1849 nach 38 statt der ursprüngl ich an gek ünd ig t en 50 Livrai sons ein. Die Zeitschrift ist „rare complet“ [Brivois]; hier liegt sie vollständ ig und mit allen 36 Liefer ungsu mschlä gen (Nr. 25 und 38 erschienen ohne) sow ie den bei den illustrier t en Gesamt u mschlägen (der zweit e in Schwarz und Blau ged ruckt) vor, gebunden in zwei ged iegene Halbm a r oq uinbände von Adolphe Cuzin, der die vät erl iche Werkstatt 1890 übern ahm, um sie ber eits 1892 an Émile Mercier abz ut ret en. Im ersten Band wurden die Seiten 57 f., 73 – 80, 95 – 98, 113 f., 129 f. und 145 f. am Ende mehr er er Liefer ungen nicht vergeben – vgl. dazu Vicai re und ihm folgend Car t eret, die nicht alle Inkonseq uent heiten als Pa g i n ier ungsfeh ler gelt end machen, weil sie hier die Umschläge in die Kollat ion einbez iehen. Proven ie nz: Farb ig illus trier t es Ex l ib ris von A[ntoine] Vautier auf den Spiegeln (dessen Kata log I, 1971, Nr. 147: frs. 3.600). – Im ersten Band dar u nt er Mon og rammsc hildchen „awf “ von Adria n Flühm ann. Lit er at ur: Brivois 349 f.; Car t eret III , 514 f.; Mar ie, Nerva l 245; Oster w alder 741 (Nad ar); Sander 586; Vica i re V I , 1081 ff.; zu Cuzin: Fléty 50 f.
Mit Widmung des Herausgebers an Jules Jan in: Radier ungen von R. Bresdin 533 Rev ue Fant aisiste. Bd I-II in 1 Bd., Bd. III in 7 Liefer ungsheften [davon 2 in Kopie]. Par is, Au Bureau de la Revue, 1861. [Bd. I-II:] Radiertes Fronti spiz und 7 weitere radier te Tafeln mit Seidenvorsätzen, [Bd. III:] 6 separate ra dierte Tafeln, sämtlich auf aufgewalztem getönten Chi napapier. 2 Bl., 384 S.; 3 Bl., 383, (3) S. Und: 388 S. (S. 257 – 320 als lose Bl. in Kopie), 64 S. (ebenso). Ok t av (213 x 150 mm), Bd III: unbeschnitten (etwa 225 x 160 mm). Dunk elr oter Mar oquinband der Zeit auf fünf mit Blindf ileten verzierte Bünde, mit goldgepräg tem Rückent itel und doppelten Blindf iletenrahm en in den übr igen Rückenk ompartimenten, mit doppelten Blind filetenrahm en und zent ralem ovalen, floral-linearen Or nam ent in Goldpräg ung auf den Deckeln, mit doppelten Goldf ileten auf den Stehk anten, Dentellebordüre auf den Inn enk anten, marm or ierten Vorsätzen und Ganzg old schnitt, am Fuß sig niert „Smeers R.“ ( Vordergelenk re staur iert, Durchr iß auf erstem Liefer ungst itel geschlos sen). Und [Bd III]: 7 Liefer ungshefte (2 in Kopie) in roter Saff iank assette mit ident ischem Rücken- und Deckel dek or und ausgekleidet mit roter Moiréseide, sig niert „Devauch elle“ (Um schläge mit Läsuren, durchgeh end sporf leckig und nässespurig, 2 fehlende Liefer ungshefte in guter Kopie ersetzt). Jeweils in mit Velours ausgeschla genem Pappschuber mit roten Mar oquink anten. Das Jules Jan in von Cat ulle Mendès gew idmet e Exemplar Revue Fantaisi ste – schon der Name dieser kurzle bigen lit er a r ischen Zeitschrift deut et auf ein Pro gramm, das sich von Polit ik und Allt ag abwandt e, um dem Äst het i zismus zu huld igen. Chefr ed akt eur
war der blut jun g e Ca t ulle Mendès (1841 –1909), der 1859 aus Toulouse nach Par is gekommen war und alsbald von Théophile Gaut ier prot eg iert wur de. So konnte er für die Revue bedeut ende Aut o ren gew innen: Charles Asseli neau, Théodore de Banville, Champfleury, Léon Cladel, Jules Claretie, Alphonse Daudet, Léon Gozlan, Charles Monselet, Aug uste de Villiers de l’Isle Adam und an der e. Auch Charles Baudel a i re liefer t e eine ganz e Rei he Beit rä ge – in einer Lebensphase, in der „sei ne mat er ielle Lage […] aussichtslos, sein seel ischer Zustand entsetzl ich“ [Pia, Baudel a i re 148] war und er von Selbst mordged an ken heimgesucht wurde. Von ihm druckt e die Revue Fantaisi ste das Ged icht Madrigal tri ste, eine Folge von krit ischen Réflexions sur quelques uns de mes contemporains, einen Ar t ikel über die Wandm aler eien von Eugène Delacroix in Saint-Sulpice, eine Stud ie über Léon Cladels Les Mart yrs ridicules sow ie neun Prosa ged icht e. Au ßer dem erschienen mehr er e Übersetz ungen von Text en Edg ar Alla n Poes. Feste Rubriken wa r en das Bullet in bibliog raphique, die Revue mu sicale und Besprechungen von Theat er auf f üh r ungen; die Illustrat ion trat demgegenü ber zur ück. Offenbar erst ab der sechsten Nummer [vgl. Bd. I, S. 321 und 381] wurde jedem Heft eine rad ier te Ta fel beigegeben, zuletzt der achtz ehnt en der in gesamt 19 Liefer ungen; hinz u kommt in unser em Exemplar das Fronti spiz des ersten Bandes. Die Ta feln scheinen oft zu fehlen; Vicaire gestand jeden falls: „Je n’ai pas vu ces eaux-fort es“. Allein ig er Illus trat or war Rodolphe Bresd in (1822 –1885). Ihn machte Charles Baudelaire 1861 mit Théophile Gaut ier bek annt, so daß dieser ihm den Auf t rag gab, das soeben geg ründet e Mag a z in mit Ta feln zu ber eichern. Bresd in, gen annt ChienCaillou, war neb en Baudelaire auch mit Champ fleury bef reundet, Odilon Redon wurde 1864 sein Schü ler, den noch galt er als sekt ier er ischer Einz el gänger. Beraldi beschein ig t e ihm „une réput at ion de misère noire, effroyable, légendaire“. Seinem künstlerischen Ruf tat dieses Image keinen Ab bruch, im Gegenteil: Bresd in gilt als „l’un des ar tistes visionn a i res du XIXe siècle, com me l’un des plus habiles graveurs de son temps et avant tout co mme l’un des maîtres de l’art fant astique de tous les temps“ [Pierre-And ré Touttain, zit. nach Osterwal der]. Für eine Revue Fantaisi ste war der spät er auch von Huysma ns und Malla rmé bew under t e Vision är die idea le Wahl: Seine auf get önt em Chin apapier in Rem brandtschem Helldunkel geh alt enen An sicht en von alt er t üm l ichen Reetd ach h äuschen an
– 1702 –
stillen Wassern, unt er knor r igen Bäu men oder be wölkt em Him mel, in denen arglose Landleut e un versehens auf Skelet t e stoßen können, bleiben zwi schen Heimel igem und Schauerl ich-Morbidem in einer eigent üm l ichen Schwebe. Lange konnt e sich die Zeitschrift nicht beh aupt en; ber eits ab 1. Dez ember 1861 ging sie in der Revue Française auf. Lag es dara n, daß von dem exz ent ri schen Mag az in ber eits ein Hauch von Fin de siècle, lange vor der Zeit, ausg ing? Der junge Cat ulle Mendès hatt e die Zuk unft jedenfalls noch vor sich: 1863 gab er seinen ersten eigenen Ged icht band Philoméla heraus, ab 1866 drei umfang r eiche Ant holog ie-Bän de Le Parn asse contemporain, nach denen spät er die Dicht erg ruppe der Parn assiens ih r en Na men erh ielt. Nahm aber das Publik umsi nt ere sse an der Revue Fantaisi ste etwa so rapide ab, daß heute kaum ein vollständ iges Exemplar überl iefert ist? Im merh in könnt e das unsr ige kaum eine würd iger e Proven i enz ha ben: Auf einem eingebundenen Vorblatt trägt es die handschriftl iche Widmung von Cat ulle Mendès an Jules Jan in. Dieser hatte die beiden ersten Bände of fenbar unverz ügl ich zu dem Buchbinder Isidore-Joseph Smeers (1834 –1896) getrag en, ei nem der „bons relieu rs de son temps“ [Flety] der
auch für die Bibliot hek Firm in-Didots tät ig war und Émile Mercier als Vergolder beschäf t ig t e. Und doch blieb das Exemplar unvollständ ig; der drit t e Band stammt ber eits aus einer ander en Quelle; ver mut lich beschaffte Étienne Cluzel ihn unter Mühen, und wiederu m nicht komplett: Es fehlen die dritt letzt e (16.) Liefer ung vom 15. Okt ober und die letzt e vom 15. November 1861 (mit neu einsetz ender Pa gin ier ung). Von beiden liegt jedoch eine gute Ko pie vor, die Rad ier ung zur 16. Liefer ung sog ar als Orig in al. Außerdem ließ Cluzel für diese letzt en sieben Liefer ungshef t e bei Devauchelle eigens eine auf wend ige, dem Einband von Smeers angeä hnel te Kassett e anfert igen, dazu zwei Schuber, die den Größenu nt erschied geschickt ausgleichen – als eine bibliophile Würd ig ung der ephemer en Revue. Proven ienz: Auf ei nem Vorblatt handschrift l iche Widmung von C[atulle] Mendès an Jules Jan in. – Auf dem Spiegel die goldgepräg t en Ex l ibris von Jules Jan in und Étienne Cluzel. Lit er at ur: Oster w alder 179; Pia, Baudel a i re 148; Vica i re V I , 1095 f.; zu Bresd in: Beraldi I V, 6 ff.; zu Smeers: Devauchelle 278; Fléty 163.
– 1703 –
Jérome Paturot, ein Verwandt er des Robert Macaire – im Verlegereinband in Saffia n 534 Reybaud, Louis. Jérome Patur ot à la recherche d’une posit ion sociale. Édition illustrée par J.-J. Grandville. Par is, J.-J. Dubochet, Le Chevalier et Cie, 1846. 32 Holzschnitt-Tafeln mit rosafarbenen Seidenvorsätzen, etwa 170 Textabbildungen und zahlreiche wiederh olte Schmuckleisten in Holzschnitt. 4 Bl., 460 S. Quart (265 x 178 mm). Verlegereinband von dunk elg rü nem Saff ian auf glatten Rücken, mit Rückentitel und reizvoller, den ganzen Rücken füllender Illu strat ion in Goldpräg ung, die Deckel mit fettem Blind- und sieben fachem Goldf iletenrahm en, darin vorn goldgeprägtes, in Blau und Rot intarsier tes Wappen, hinten klein ere Vig nette, am Fuß sig niert „Haarh aus“ , mit Dentellebor düre auf Steh- und Innenk anten, Vorsätzen aus weißem Moiréseidenpapier und Ganzg oldschnitt, in mit Filz aus geschlagenem Pappschuber. „Le livre-bilan de la société sous la Mona rchie de Juillet“ – tadelloses Exemplar von Grandvilles Spät werk im Verlegerein band Ma r ie-Roch-Loui s Reybaud (1799 –1879) erg riff zu nächst einen kauf m änn ischen Ber uf, agier t e seit der Jul ir evolut ion als lib er a ler Jour n a l ist, fand dank seiner Freundschaft mit seinen Marseiller Lands leut en Joseph Méry und Aug uste-Marseille Bar thélemy Zug ang zum Lit er at urbet rieb und wurde – zu neh mend konser vat iv geworden – Pol it iker. Nach dem Staatsstreich von 1851 zog er sich aus dem po lit ischen Leben zur ück. Diese Parodie eines Ent w ick lungsr om ans, zuerst 1842 –1843 anonym in drei Bänden erschienen, bie tet zugleich „une peint ure amusa nt e et fidèle des mœurs françaises après la révolution de Juillet“ [Hoefer]; für Ann ie Renonciat ist es sog ar „le livre-bilan de la société sous la Mona rchie de Juillet“ unt er dem Bürgerkön ig Loui s-Philippe. 1849 kam noch eine von Tony Johannot illustrierte Fortset zung heraus, die sich mit den Wirr en der Februa r revolut ion und den Anf ängen der Zweit en Republik beschäf t ig t e. Held der Geschicht e ist Jérome Patur ot, der „in dem Bestreben, alles begeistert aufz ug reifen, was ger ade en vogue ist, ständ ig seine Idole wechselt. […] Auf der Suche nach seiner soz ialen Stellung in einer Zeit, in der die Franz osen sich mit dem Beg riff der Klas se auseina ndersetzt en“ [Bilder welt en], wird Patu r ot „Sekt ier er und Prok u r ist ei ner Erdölgesellschaft, er wird Journ alist und ein von Subventionen und
pol it ischen Int rigen abh äng iger Publiz ist. Er tritt in die Nat ion alg arde ein und avanciert zum Kompa niechef, der sich in der Attitude eines Napoleon ge fällt. Als Mann von Welt, der zu Geld gekommen ist, besucht er mit seiner Malv ina Abendgesellschaf t en und Sa lons, Kunst ausstellungen und Hof bälle, er schließt sich phila nt hropischen und wissenschaft lichen Gesellschaf t en an und erk limmt die Leit er der pol it ischen Kar r ier e“, um bez eich nender weise als Verk äufer von Mütz en zu enden, dem bel iebt en „Req uisit zur Cha r akt er isier ung bestimmt er Stän de und pol it ischer Orient ier ungen“ [ebd.]. Die vorl iegende erste illustrier t e Ausg a b e ist zu gleich ei nes der letz t en Wer ke von Grandville (1803 –1847), der mit der Ann ahme des Auftrags zögerte. Nur gelegentlich findet sich noch die für ihn ty pische Tierk a r ik at ur, vielmehr ist es hier die Au ß enseit erg estalt des Jérome Patur ot selbst, die „der sat i r is chen Phant a sie Grandvilles Geleg en heit zu ihr en schönsten Gestaltungen“ [ebd. 156], zu „some of his most brilliant designs“ [Ray] biet et. Aber der Zeichner kar ik iert oftm als auch „im fikt i ven Personenk reis um Patu r ot Physiog nom ien und Gesten bek annt er Zeit genossen“ [Bilder welt en], so etwa Vict or Hugo, Honoré de Balz ac, Alexa nd re Du mas, George Sand, Hect or Berl ioz und Franz Liszt. Immer gel ingt es ihm dabei, „mit pen ibler Gen au igkeit und ordent l ichem, fast bieder em Zeichenstift, die Wicht ig t uer ei und bourgeoise Spießigkeit von Personen und Sit uat ionen zu parodier en“ [ebd.]. Das Werk ist „bien imprimé sur beau papier“ [Car teret] und liegt hier tadellos im wunderba r en Verle gereinband aus dunkelg rünem Saf fia n mit goldge prägt en Platt en von Robert Haarh aus vor: Die Form des Rückens wird idea l ausgenutzt durch das Mo tiv einer Kar r ier eleit er, die Patu r ot, gefolgt von sei ner Frau Malv ina, ber eits ein gut es Stück erk lom men hat. Auf dem Deckel prangt feierlich wie ein Supralibros das krause Wappen des Rom anhelden mit Dev ise unt er einer geflügelt en Zipfel mütz e, eine verä nder t e Adapt ion der Text a bbildung von S. 225. Drei Schöpfe unt er vers chiedenen Mütz en zeigt schließl ich die Vig net t e auf dem Hint erdeckel. Lit er at ur: Beraldi V II , 221, Nr. 32; Bilderwelt en 164 ff., Nr. 88; Brivois 350 f.; Brunet V I , 938, Nr. 17270; Cart eret III , 516; DLF II , 323; Hoefer 42, 77 ff.; Lonc hamp II , 398; Osterw alder 448; Quéra rd/Bourquelot V I , 166; Rahir 613 f.; Ray II , 277 f., Nr. 197; Renonciat 218 f. und 289; Sander 587; Thieme/Becker 13, 438; Vica i re V I , 1100 f.
– 1706 –
Beide Paturot-Roma ne, Exempla re der Samm lung Solacroup 535 Reybaud, Lou is. Jérome Paturot à la recherche d’une position soci ale. Édit ion illustrée par J.-J. Grandville. [Und:] Jérome Paturot à la recherche de la meilleure des républiques. Édit ion illustrée par Tony Johannot. Zu sammen 2 Bde. Paris, J.-J. Dubochet, Le Chevalier et Cie, 1846. Und: Paris, Michel Lévy frères, 1849. 32 Tafeln, etwa 170 Textabbildun gen und wiederholte Schmucklei sten. Und: 30 Tafeln, etwa 160 Textabbildun gen und 1 wiederholte Kopfvi gnet te. – Alles in Holzschnitt. 4 Bl., 460 S. Und: 2 Bl., 580 S., 2 Bl. Quart, unbe schnit ten (etwa 275 x 190 mm). Langgenarbte rote Halbmaroquinbän de um 1890 auf fünf zwi schen Goldfileten or namental blind gepräg te Bünde, mit goldgepräg tem Rückentitel und or namentaler Vergol dung sowie ocker farbenen Maroquin in tar sien in den übrigen Rückenkompartim enten, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ter und ma gerer Goldfilete, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denen illu strier ten Ori ginal-Um schlä gen zu beiden Bänden (inkl. Um schlag rücken) und einem nach gebun denen blau en Lieferungsum schlag, jeweils am Fuß si gniert „A. Cuzin“ (Grandville-Bd.: letzte 2 Bl. ver tauscht). Beide Paturot-Roma ne, in ein heit lichen Ein bänden und mit den Ori gi nal-Um schlä gen Die beiden Bände von Rey bauds par odi sti schem Zeit roman liegen hier zu sam men vor: in gleich ar tigen gediegenen Halbma roquin bänden aus der Zeit um 1890 von Adolphe Cuzin. Sie sind ma kel los, un beschnit ten, mit den il lu strier ten Ori gi nal-Umschlä gen und ei nem nach gebundenen Lieferungsum schlag erhalten. Provenienz: Auf den Spie geln das gold geprägte Monogramm von E. Sol acroup (Auk tion 1925: frs. 1.350; zitiert bei Car ter et). – Auf den fl iegenden Vor sät zen Monogrammschildchen „awf “ von Adri an Flüh mann. Literatur: Beraldi V II , 221, Nr. 32, bzw. V III , 274, Nr. 65; Bilderwelten 164 ff., Nr. 88, bzw. 116, Nr. 49; Brivois 350 ff.; Bru net V I , 938, Nr. 17270; Car ter et III , 516 ff. (mit Um schlag-Abb.); DLF II , 323; Hoefer 42, 77 ff.; Lonchamp II , 398; Ma rie 105; Oster walder 448 bzw. 539; Quér ard/Bourquelot V I , 166 f.; Rahir 613 f.; Ray II , 277 f., Nr. 197, bzw. 267, Nr. 189; Renonciat 218 f. und 289; Sander 587 bzw. 588; Thieme/Becker 13, 438 (Grandville); Vica ire V I , 1100 ff.; zu Cuzin: Fléty 50 f.
– 1713 –
Der zweite Paturot-Roman im Perka lin band des Verlags 536 Reybaud, Lou is. Jérome Paturot à la recherche de la meilleure des républiques. Édit ion illustrée par Tony Johannot. Paris, Michel Lévy frères, 1849. 30 Tafeln mit Seidenvorsät zen, etwa 160 Textabbildungen und 1 wiederholte Kopfvi gnet te, alles in Holz schnitt. 2 Bl., 580 S., 1 Bl. Quart (269 x 183 mm). Blau er Perkalin-Verlagseinband auf glat ten Rücken, mit Rückentitel und den ganzen Rükken füllen der Illu stration in Goldprä gung, auf dem Vorderdeckel in jeweils doppeltem fet ten und ma geren Blindund Goldfiletenrahmen Titel und große Illu stration in Goldprä gung, si gniert „Harhaus“ , auf dem Hinterdeckel in doppeltem fet ten und ma geren Blindfiletenrahmen kleinere Vi gnet te, mit hell gelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt (durch gehend leicht braunfleckig, ohne das letzte Bl. „Placement des gravures“). Der Fol geband des Jérome Paturot, der Gesell schaft und Politik zur Zeit der Febru ar re volution von 1848 und in den An fän gen der Zweiten Repu blik sati risch spiegelt, liegt hier nicht als Premier tira ge vor, was z. B. erkenn bar ist an dem Ak zent in dem Wort „Lacrampè“ auf dem Vor titel und an der Titel-
Vi gnet te, die nicht Patu rot, sondern drei andere Fi gu ren zeigt [vgl. Brivois 353]. Statt dessen schmückt jene Vi gnet te mit dem sich an die Stirn tippenden Roman helden mit Zipfel müt ze (die auch der Abbildung S. 173 ent spricht) den Hinter deckel des hier vorliegenden Verleger ein bands von blauem Perka lin. Den Vor der deckel füllt hin gegen eine bom ba sti sche Komposition zu sam men geraff ter Requi siten, die for mal an das 18. Jahrhundert er in nert, in halt lich jedoch auf die Gegenwart ver weist: Zwei Ban ner for dern ein „Droit au travail“ und „Suffrage univer sel“, dar unter fi ndet sich ein Circulaire und eine Petition, den Boden bedecken Waf fen, eine Fah ne und Werk zeu ge der ArbeiterKlasse. Provenienz: Auf dem Spiegel il lu strier tes Ex li bris von L. H. Dor ren boom. Literatur: Adhémar/Séguin 127 (Ein band-Abb.); Beraldi V III , 274, Nr. 65; Bilder welten 116, Nr. 49; Brivois 351 ff.; Bru net V I , 938, Nr. 17270; Car ter et III , 516 f.; DLF II , 323; Hoefer 42, 77 ff.; Lonchamp II , 398; Ma rie 105; Oster walder 539; Quér ard/ Bourquelot V I , 167; Rahir 613; Ray II , 267, Nr. 189; Sander 588; Vica ire V I , 1102 f.
– 1716 –
In den Verleger-Lux useinbänden 537 Reybaud, Louis. Jérome Patur ot à la recherche d’une posit ion sociale. Édition illustrée par J.-J. Grandville. [Und:] Jérome Paturot à la recherche de la meilleu re des républiques. Édition illustrée par Tony Johannot. Zusamm en 2 Bde. Par is, J.-J. Dubochet, Le Chevalier et Cie, 1846. Und: Par is, Michel Lévy frères, 1849. 32 Tafeln, etwa 170 Textabbildungen und wiederh ol te Schmuckleisten. Und: 30 Tafeln mit Seid envorsät zen, etwa 160 Textabbildungen und 1 wiederholte Kopf vig nette. – Alles in Holzschnitt. 4 Bl., 460 S. Und: 2 Bl., 580 S., 2 Bl. – Der Grandville-Band auf getöntem Papier. Quart (260 x 172 mm und 263 x 170 mm). Verlegerein bände von rotem Saff ian bzw. blauem Mar oquin auf glatte Rücken, jeweils mit Rückentitel und den ganzen Rücken füllender Illu strat ion in Goldpräg ung, die Deckel des Grandville-Bandes mit fettem Blind- und sieben fachem Goldf iletenrahm en, darin vorn goldgeprägtes, in Blau und Rot intarsier tes Wappen, hinten klein ere Vig nette, die des Johannot-Bandes mit fettem und ma gerem Blindf iletenrahm en, darin Titel und große Illu strat ion in Goldpräg ung, am Fuß bzw. auf dem Deckel sig niert „Harh aus“ , mit einfachen bzw. doppelten Gold fileten auf den auf Steh-, Dentellebordüre auf den Innen kanten, marm or ierten Vorsätzen und Ganzg old schnitt, in mit Filz ausgeschlagenen Pappschubern.
narrative „Schilder ungen droll iger oder dra m at i scher Episoden“ wie in seinen früher en Werken konzent riert e er sich „nun fast völl ig auf die im Text fi x ier t e Cha r akt er isier ung einz elner Personen oder auf die physiog nom ische Dif fer en z ier ung verschie dener Menschen in größer en Gruppen. Fast durch gäng ig präsent ier en die Ta feln Einz elpersonen be stimmt er soz ialer Schicht en in char akt er istischer Halt ung und ent sprechendem Gesichtsausd ruck“ [Bilderwelten 116]. Hatte schon Grandville 1846 ber ühmt e Zeit genossen wie Vict or Hugo, Hono ré de Balz ac, Dum as, George Sand, Hect or Berl ioz und Franz Liszt abgebildet, so tat Johannot es ihm gleich: Bei ihm finden sich etwa Hugo, Dum as und Balz ac auf einer Vig nette [S. 301], wiederu m Ge orge Sand, ferner Alphonse de Lam artine, Adol phe Thiers und Charles Louis Napoleon Bon apar t e. Diese Tendenz entspricht einer Vorl iebe der Zeit, die auch in der vielbänd igen hu mor istischen Reihe der Physiolog ien ihr en Niederschlag fand.
Reyb auds paro dis tis cher Rom an über die op por t u n istis che und cha m ä leonh af t e Fig ur des Jérome Patur ot und die franz ösische Gesellschaft der Juli-Mona rchie war erstm als 1842 –1843 erschie nen, 1846 dann in der von Grandville illustrier te Ausg a be, die dessen Phant asie „Gelegenheit zu ih r en schönsten Gestalt ungen“ gab [Bilder welt en 156]. 1848 brachte Reybaud eine Fortsetz ung her aus, die sich mit den Wir r en der Februa r r evolut ion und den An f ängen der Zweit en Republik ausein andersetzt e. Da Grandville ber eits 1847 verstorben war, zeichnete Tony Johannot (1803 –1852) für die illustrier t e Ausg a be des zweit en Bandes von 1849 ver a nt wort l ich.
Hier sind beide Bände in erster Ausg ab e in den wunderba r en Verlagseinbänden in Ma r oq uin- bzw. Saf fia nleder vereint. Die goldg epräg t en Plat t en schuf jeweils Robert Haarh aus. Bei Jérome Patur ot à la recherche d’une posit ion sociale wird der Rücken durch eine ‚Kar r ier eleit er‘ ausgef üllt, die Patu r ot und seine Frau Malv ina erk limmen. Der Vorder deckel zeigt das Wapp en des sonderbaren Hel den unt er einer geflügelt en Zipfelmütz e [vgl. Abb. S. 225], der Hinterdeckel drei Schöpfe unter ver schiedenen Mütz en. Der Einband zu Jérome Paturot à la recherche de la meilleure des républiques ist hin gegen pol it isch geprägt: Die Drapier ung diverser Req uisiten erinnert form al zwar an das 18. Jahr hundert, inh alt l ich sind die At t ribut e jedoch voll kom men zeit genössisch: Zwei Ban ner fordern ein „Droit au travail“ und „Suffrage universel“, daru n ter findet sich ein Circulaire und eine Pet it ion, den Boden bedecken Waf fen, eine Fah ne, Werk z euge der Arbeit er-Klasse. „La réunion de ces deux cart onnages en bel état con stit ue une rar et é en même temps qu’une note très car acteristique de l’epoque rom ant ique“ [Car t eret]. Zu den Vorb esitz ern, die das Ensem ble ber eits hüt et en, gehör en Laur ent Meeûs, Alexa nd re Roudinesco und Marcel de Mer re. 1969 wurde es auf der Ausstellung Reflets de la bibliophilie en Belgique gez eigt [vgl. Wittock, S. 76].
Das vielleicht „most unexpected of all Johannot’s works“ [Ray] verl ang t e von dem lieb ensw ürd igen Rom ant iker sat ir is che Kom ment a r e zum zeit g e nössischen Geschehen, und in der Tat bieten sei ne Zeichnungen „many witty and revealing glim pses of the manners of the day“ [Ray]. Statt auf
Proven ienz: Auf bzw. verso fliegenden Vors ätz en drei Exl ibris: Laur ent Meeûs (1872 –1950), vgl. Wit tock, La bibliothèque de Laur ent Meeûs, 1982, Nr. 446 und 449. – Alexa nd re Roudinesco (dessen Auk tion I, 1967, Nr. 112: frs. 2.800). – Marcel de Merre (dessen Aukt ion 2007, Nr. 230).
Beide Patur ot-Rom a ne in erster illustrier t er Ausg a be, per fekt erh alt en in den großa r t igen Verl agseinbänden
– 1717 –
Schönes Exemplar im Verleger ein band aus Maroquin citron 538 Ritchie, Leitch. L’Irlan de et les Irland ais. Traduit de l’An glais. Paris, Desenne, 1837. 20 Stahl stichTafeln auf stärkerem Papier, davon 19 mit Seidenvorsät zen. 2 Bl., 327 S. Oktav (216 x 140 mm). Verlegereinband aus Maroquin citron auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rückenti tel, umrahmt von reichem florallinearen Dekor, die Dek kel mit vegetabilen Arabesken in Blindprä gung bedeckt, mit cremefarbenen Bunt papiervorsät zen und Ganz gold schnitt (Rücken minimal gebräunt, durch gehend etwas, Tafeln etwas stärker braunfleckig). Im Verleger ein band aus Maroquin citron Leitch Ritchie (1797 –1865) ver öf fent lichte zwischen 1832 und 1840 eine gan ze Rei he Rei sebücher in der Samm lung Heath’s picturesque annual, in der auch Ireland, picturesque and rom antic her auskam. Die vor liegende Ori gi nal ausga be der fran zösi schen Über set zung er schien noch im gleichen Jahr, 1838 leg te
der Autor noch ei nen zweiten Band in engli scher Sprache vor. Das Werk beginnt mit ei nem Ver gleich der Buchten von Du blin und Neapel und ei ner Comparai son physique et morale des deux pays, be vor es sich der Be schrei bung von Stät ten, Sit ten und Gebräuchen der Haupt stadt und des gan zen Lan des in insgesamt 15 Kapiteln wid met. Der Band ent hält insgesamt 20 Stahlstiche; 18 Moti ve, zu meist wasser reiche romantische Landschaf ten und drei An sichten von Du blin, zeich nete Thomas Creswick (1811 –1869); zwei Frauenpor traits stam men von Da niel Maclise (1806 –1870). Die Ta feln ha ben fran zösi sche Legenden und die Verlagsan ga be Desen ne. Sie sind mä ßig braun fleckig, an son sten ist dies ein schönes Exemplar, das sich in ei nem hüb schen Verleger ein band in Maroquin citron prä sentiert. Literatur: Quér ard/Bourquelot V I , 193 (mit Er schei nungsjahr 1838); zu den Il lu stratoren: Houfe 272 und 381.
– 1723 –
Mit allen 95 Orig inalzeichnungen von Albert Robida 539 Robida, A[lbert]. Histoire et Avent ur es du Baron de Munchh ausen. Illustrations de A. Robida. Préface de M. Loui s Tarsot. Und: Orig in alzeichnungen Robid as zum „Munchh au sen“ . 2 Bände. Par is, Henr i Laurens, 1920. 93 Textillu strat ionen in Holzschnitt (davon 10 aquarel liert). Und: 1 Bl. mit aufgezogen em hand schriftlichen Um schlagt itel in Kallig raphie, 95 Orig in alz eichn un gen in schwarzer Tinte auf 39 kartonierten Tafeln, auf Stegen mont iert. 2 Bl., I V S., 111 S. Quart (314 x 257 mm). Neue blaue Halbm ar oquinbände auf glatte Rücken, jeweils mit goldgeprägtem Rücken titel, dek orat iver Rückenverg oldung und intarsier ten roten und grün en Lederpa stillen, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or iert en Vorsätz en und Kopf gold schnitt, der Druck mit eing ebund en em, farbig ill u striertem Orig in al-Um schlag, auf den Spieg eln sig niert „Devauch ell e“ , zu samm en in gleichart igem, mit Velours ausgeschlagen em Pappschuber mit Mar o quink anten. Der Zeichner und Aut or Albert Robida (1848 –1926) ist in unser er Kollekt ion ein Spät l ing: Gebor en im
Revolut ionsjahr 1848, steht er gew isser m a ßen am Überg ang vom Zweit en Kaiserr r eich zur Drit t en Republik. Die noch im 19. Jahr undert entstande nen, doch erst 1920 er s chienenen Zeich nung en zu Gott f ried Aug ust Bürgers Münchh au sen stellen in seiner Biog raphie wieder u m ein Spät werk dar, reihen sich jedoch mit ihr em locker en ka r ik ier en den Strich in die besten Trad it ionen des 19. Jahr hunderts ein; konk ret nehmen sie Maß an Gustave Dorés Holzschnitten zu den Avent ures du bar on de Münchh au sen in Théophile Gaut iers Übersetz ung von 1862, die sich gleichfalls in unser er Sammlung befi ndet [Nr. 225 f.]. Robida hatte 1866 als Mita r beit er beim Journ al amu sant, bei Par is comique und ander en Zeits chrif t en beg onnen und spät er La Car icature geg ründet. In der Folgez eit hatt e er be reits eine Reihe wirk l icher und fant astischer Reise beschreibungen ver faßt und illustriert. Ger adez u übers chwengl ich lobt e Beraldi seine „verve capric ieuse, […] une fant aisie sing u lière“ und „l’expression graphique la plus cur ieu sement biz arr e et qu’on ne saur ait com ment décri re“, Robi das „Vorl ieb e gehör t e den phant astis chen Bild-
– 1726 –
Er fi ndungen, utopischen Konstrukt ionen und fut u ristischen Träumen“ [Bilderwelt en 227] – so war es für ihn ein Leicht es, die unglaublichen und haar sträubenden Abent euer des Lügenba r ons Münch hausen kongen ia l in Bilder umz usetz en. Zu dem ged ruckt en Werk liegen hier sämtl iche Ori gin al-Vorz eichnungen in schwarz er Tint e vor, die mit wen igen Ausn ahmen von Robida sig niert sind. In unser em Ta felband stehen sie in et w as ande rer Reihenfolge als im Buch. Dies sind die exa k ten Bildvorlagen, wobei sie im Buch merklich ver klei nert wiedergegeb en wurden – man vergleiche etwa für die ganzseit igen Abbildungen die Blatt m a ße von 313 x ca. 240 mm zu 273 x 220 mm. Bei ein i gen Zeichnungen steht mit Bleistift die Anweisung zur Verk leiner ung auf „1/2“, die im Druck auch um gesetzt wurde. So kommt etwa das Motiv des auf einem riesigen Wal gestrandet en Schiffs in der sei tenbreit en Zeichnung viel besser zur Gelt ung als in der ged ruckt en Schmuck v ig net t e.
„Käsee sser“, die sich lügen h af t er Reiseerz äh lun gen [!] schuld ig gem acht haben, wurde in der ur sprüngl ichen Form nicht ins Buch aufgenom men; von ihm findet sich unter den Orig in alen daru m zusätzl ich die et was verä nder t e endg ült ige Va r ia nt e auf einem eigenen Blatt in et was ander em For m at. Unser Zeichnungsc or pus wird bei Philippe Brun nicht er wähnt. Das Ensem ble der beiden per fekt erh alt enen Halb ma r oq uinbände ist ein herausr agendes Beispiel für die buch binder ische Handwerksk unst von Roger Devauchelle, dem es gelang, zwei sehr verschiede ne For m at e in einem gemeinsa men Schuber zu ver einen, ohne daß der Größenu nt erschied sicht bar wird. Proven ienz: Adria n Flüh m ann. Lit er at ur: Brun 115; vgl. K NLL III , 325 f. (Bürg er); zu Robi da: Bénézit XI , 776; Beraldi XI , 207 ff.; Thieme/Becker 28, 433.
Eine Zeich nung ist ‚über z äh l ig‘: Das Mo t iv der drei verkehrt her u m an einem Baum aufgeh äng t en
– 1727 –
Ein ‚Geisterzug‘ von über vier Met ern Länge 540 [Rou baud], Benja m in. Grand che m in de la postérité. 3 Bde. [Par is], Aubert & Cie, [1843].
mont ier t e Falt t a feln mit einer Läng e von fast 140 cm, ganz rechts sig niert „Benjam in“.
3 sechsteilige lithographierte Leporellos.
Das ber ühmt este zeigt das Defilé von nicht wen iger als 45 Hommes de Lettres der rom ant ischen Epoche: „Le laid c’est le beau“ – als Bannert räger einer Äs thet ik des Häßl ichen prescht Vict or Hugo auf einem geflügelt en Peg asus vora n, der ‚hint er-rücks‘ diese Dev ise bestät igt: Die Chim ä r e läuft in einen Dra chenschwanz aus, auf dem vier kleiner e „Hugolâ tres“ Platz gef unden ha ben, unt er ihnen Théophile Gaut ier. Darü ber schwebt auf einer Wolke der Ly riker Alphonse de La m ar t ine, in pol it isch-poet ischkat hol ische Med it at ionen ver t ieft und ei nen Geld sack zur Seit e. Von Gipfel zu Gipfel wandernd folgt Alexa nd re Du m as, in der Bildlegende beschrieben als „le Coo ck de la Méditerranée“, der mit Leich tigkeit einen groß en Packen seiner Réimpressions de voya ges mit sich trägt. Währ end sich Fredéric Sou lié von einem geflügelt en Teufel „sur une haut e Montagne“ tragen läßt und Alphonse Karr in An spielung auf das von ihm herausgegebene Mag a z in als Wespe mit dämon ischen Zügen durch die Lüf te surrt, muß das sich anschließende Fußvolk die Mühen der Ebene auf sich nehmen: Lachend noch ein feister Honoré de Balz ac, der „Inventeur de la femme de trente ans“, stoisch erhob enen Haup tes Alfred de Vigny, eher verd rossen Léon Goz lan, die Brüder Germ ain und Casim ir Delavigne, von denen der eine den anderen Huckepack ge nommen hat, der auf einen Stock gestützt e Joseph Méry, ein „poéte peu élegiaque“, und ander e. Einen Dampfwagen mit – laut Aufschrift – vollen 50 PS
Quer-Folio (262/270 x 1380/1390 mm). Schwarze Halb mar oquinbände der Zeit mit auberg inefarbenen Deckel bezügen aus Moirépapier und goldgeprägten Deckelt iteln (leicht berieben, Tafeln leicht bis mäßig braunf leckig). Drei jeweils fast 140 cm lange Lepor ellos mit Ka r ik at u r en von zahlr eichen Aut or en und Büh nend arstellern der Rom ant ik Benjam in Roubaud (1811 –1847) war in der Zeit der Jul imona rchie ein „bek annt er Ka r ik at ur ist“, der „sehr geist r eiche Lit hog raphien“ [Thieme/Becker] für La Car icature, Le Charivari und andere Zeit schrif t en schuf. In Por t raitser ien wie dem Panthéon charivarique zeigte er „une puissance d’expression forte, traçant les effigies des person alités les plus int éressa nt es du règne de Loui s-Philippe“ [Béné zit]. Da bei geben ger ade seine ka r ik ier enden Über treibung en eine bestimmt e Persönl ichkeit „plus exactement que des port raits“ [Beraldi] wieder. In drei groß en Bild-‚Fries en‘ vers am melt e Rou baud die bedeut endsten Kult urschaf fenden seiner Zeit gemeinsam auf ihr em Grand chemin de la post érité, dem Weg zur ‚Nachwelt‘, der irgendwo zwi schen Himmel und Erde, Diesseits und Jenseits verl äuft – eine Persi fl age auf die rom ant ische Sehn sucht nach Ewigkeit und einsamer Größe. Alle drei Lepor ellos liegen hier vor: Jeweils drei aneina nder
– 1734 –
hat sich Eugène Scribe gebaut, „fabricant dram a tique à la vapeur“, der es auf „30 pièces à l’heur e“ bringt. Entsprechend qualmt es aus dem Schorn stein nur so von Operas, Mélodrames und Vaudevilles, mit deren Texten fünf Coll aborateurs von einem Anh äng er aus den Verbrennungsmot or füt t ern. Ged rängter folgt noch eine ganz e Schar weiter er Autor en: unt er ihnen eine „Bande joyeuse des Vaudevill istes“, ferner Paul de Kock, Théophile Dumersan, Eugène Briffau[l]t („Le mélancolique“), Alb eric Se c ond („pre m ier du nom“), Lou i s Des noyer[s], Agénor Alta r oche und ander e. Die beiden ander en Lepor ellos sind den darstel lenden Künst lern gew idmet. Ang ef ührt von der mit Blumen und Kränz en beworfenen Rachel in ei nem röm ischen Streit w agen, der gnadenlos über eine unt erleg ene Kon k ur r ent in hinweg r ollt, fol gen in hiera rchischer Ordnung die Ver t ret er von Tragédie, Com édie, Drame (zwei Darstel ler dies er Kat egor ie ger at en sich ger ade buchstäbl ich in die Haar e), Mélodrame, Cirque-Olympi que und Cham ps-Elysées – ganz am Ende geht der Pantom ime Debur[e]au in seinem Pierr ot-Kostüm und winkt mit einem Handz et t el. Das drit t e Lep or ello be ginnt mit trällernden Ver t ret ern der Grand Opéra, das Corps de Ballet tän z elt ih nen hint erher, dar u n ter eine Unz ahl kleiner Ratt en. „Il gig antesco Lab lachio“ ist demgegenü ber der Haupt r epräsent ant der Italiens; gute Laune verbreiten die grotesken Ver tret er von Opéra comique, Variétés und Palais-Royal, währ end im Th.tre de Mr. et Mme. Anc elot ger ade ein wüt ender Streit ausbricht. Den Abschluß bildet das Gymn a se, in dem das Theat er gleichsam sich selbst samt künst l er is chem Ewigk eitsw ert auf h ebt:
„Le théâtre représ en t e un champ de batail le, Colonels, Officiers, Sold ats, sont tous morts“. Wird die Ind iv idua l it ät all dieser Dicht er, Publi zisten, Schauspieler, Säng er und Tänz er schon durch ihr mass enh af t es Auf t ret en und Da h in trotten ad absurdum geführt, so entlarvt sich ihr Ruhmesverl ang en als Ausg eburt durchg ehend überd imension ier t er Köpfe, ihr faust isches Streben mal als ideolog isches Prog ramm, mal als dä mon i sche Scharlat aner ie, wenn nicht gleich als techn i sche Vir t uosit ät oder brut a ler Konk ur r enzk ampf ums Dasein. Die tiefer e Iron ie liegt darin, daß all diese Gestalt en als Ka r ik at ur en verewigt werden, was den vora ng et rag enen Leitspruch mit umg e kehr t er Stoßr icht ung zu bestät ig en scheint: Das Häßl iche ist das Schöne, das Sat ir ische das Erh a bene, Kar ik at ur die wahr e Kunst – nur, daß all dies zugleich zum Lachen ist. Lit er at ur: Zu Rou b aud: Bénézit XII , 16; Beraldi II , 33 ff.; Thieme/Becker 3, 325.
– 1735 –
Eines von sechs Exempla ren auf Chinapapier, mit Brief und Widmung an Jules Ja nin 541 Roujoux, [Prudence-Guillaume] ba ron de. Histoire pittoresque de l’Angleterre et de ses possessions dans les In des, depuis les temps les plus reculés jusqu’ à la réfor me de 1832. Publié par M. Alfred Main guet sous la direct ion de MM. Taylor et Charles Nodier. Ouvra ge orné de gravures sur bois et de car tes géographiques de l’Angleterre et de l’Inde, à leurs différentes pha ses hi storiques. 3 in 1 Bd. Paris, A l’admini stration de l’ histoire pittoresque d’Angleterre, 1835 –1836. 14 Tafeln (6 Kar ten und 8 An sichten des Teppichs von Bayeux) auf aufgewalztem Chinapapier, 6 Tafeln und fast 400 Textabbildun gen (dar unter eini ge Schmuckin itialen) in Holz schnitt. 2 Bl., 332 S., 1 Bl. (Observations de l’auteur), 1 Bl. (Table), VIII S. (Not ice hi storique […] sur la tapisserie de Bayeux); 446 S., 1 Bl.; 443 S. – In zwei spalti gem Druck. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart (273 x 205 mm). Grobgenarbter Ein band der Zeit in Maroquin citron auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Titel auf schwar zem Lederrücken schild sowie fet ten und ma geren Goldfileten in den an deren Rückenfeldern wie auch auf den Dek keln, mit Goldfileten auf den Steh, Dentellebordüre auf den Innenkanten sowie mit Ganz gold über mar morier tem Schnitt, verso fliegen dem Vorsatz si gniert „H. Duru“ (Rücken und Deckelrän der gebräunt, eini ge Bl. mit ge ring fü gi gen Randlä suren bzw. gering braunfleckig). Exemplar auf Chi napapier im Ein band von Duru, aus den Samm lun gen Ja nin, Gavault und Villebœuf Die drei bändi ge Ge schichte Eng lands, die hier in er ster Ausga be vorliegt, stammt von Prudence Guillaume ba ron de Roujoux (1779 –1836), ei nem Ver waltungsbe amten im Er sten Kai ser reich, der sich nach 1815 als Pri vatier litera ri schen, jour na li sti schen und hi stori schen Ar beiten zu wandte. Er starb im Er schei nungsjahr des drit ten Bandes, möglicher weise steht da mit in Zu sam men hang, daß auf den Titeln als Her ausgeber Al fred Main guet ge nannt wird. Dieser selbst wid mete das vorliegende Exemplar dem Schrift stel ler Jules Ja nin, sowohl auf dem Vor titel des er sten Bandes als auch mit ei nem ein gebundenen Begleit brief. Die ser ent hält eine wichti ge bi bliographi sche In for mation: „Six exempla ires seulement ont été tires sur papier de chine“ – das vorliegende ist ei nes davon. Ent sprechend hielt Ja nin es in Eh ren und ließ es von Hippolyte Duru (1803 –1884) in ei nen
– 1736 –
ged iegenen Einband aus Maroquin citron binden. Es dürf t e eines der frü hesten Werke des bek annt en Buchbinders sein, der von 1843 bis 1863 tät ig war, um die Werkstatt dann seinem Mita rb eiter René Chambolle zu überl assen. Spät er befand sich un ser Exemplar in den Sammlungen von Paul Gavault und Paul Villebœuf. Die Histoire pit toresque besticht durch fast 400 hüb sche Abbildungen von histor ischen Landschaf t en, Gebäuden und Kunst werken, faksim il ier t en mit t el alt erl ichen Zeich nungen und Buch i n itia len, histo rischen Szenen, Personen und Kostü men. Mit die sem Werk beg ann zugleich „l’âge de l’illustrat ion plurielle“ [Blachon 102], bei der zahlr eiche Vig net ten von zahlr eichen Zeichnern und Stechern frei im Buch verstreut sind. Eine gute Anz ahl der Holz schnitt e (jedoch bei weit em nicht alle) sind sig niert. Die Hauptz eichner wa r en dem n ach Joseph Ma r ie Foussereau und, in zweiter Lin ie, Charles Marvil le, die kurz e Zeit später auch an Charles Nodiers Sein e-Werk[vgl. Nr. 469 f.] zus am mena rb eit et en. Weit er e Darstellung en stam men von Ed. Brohy und François Louis Français, einz elne von Ignace François Bonhomme, Karl Girardet, Tony Johan not [Bd. I, S. 24], Lacoste jeu ne, Philib ert Lang lois, J. E. Reid u. a. Zahlr eiche Stecher war en an dem Werk beschäftigt, vor allem das Atelier An drew-Best-Leloir, daneben John Alla nson, C. Bene worth, Prosp er Cherrier, Henr y Isidore Chevau chet, Jules Fag nion, Eugène Guillaumot, Gustave Les estre, Ant oine Piaud, Henr i Porret, Charles Thompson u. a. Die Karten stammen von Pierre Tard ieu. Proven ienz: Auf dem Vor t it el des ersten Bandes handschrift l iche Wid mung, eingebunden ein hand schrift l icher Wid mungsbrief des Herausgebers Al fred Maing uet an Jules Jan in, dessen Exlibris auf dem Spiegel (Auktion 16.2.1877, Nr. 1255: frs. 75, an Potier). – Daru nter Exlibris von Paul Gavault (Auktion I, 1950, Nr. 159: frs. 14.800, mit konse quent falsch geschriebenem Herausgeber n a men). – Spät er im Besitz von Paul Villebœuf (Aukt ion 1963, Nr. 276: frs. 700, ohne Erwähnung des Briefs). Lit er at ur: Blachon 102 f.; nicht bei Cart eret (worü ber sich Bla chon bek lagt); DLF II , 350; Grae ss e V I , 174; Hoefer 42, 723; Quéra rd/Bourquelot V, 237, und V I , 243 (nur 2. Ausg.); Vicai re V I , 1203 f.; zu Duru: Culot 500; Fléty 65.
– 1737 –
Das Exemplar von Mar ie Car ol ine Duchesse de Berry, gebunden von René Simier 542 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Œuvres com plètes de J. J. Rousseau, citoyen de Genève. Par is, A. Sautelet et C°, Verdière, A. Dupont et Roret, 1826. Titelvig nette in Holzschnitt. 2 Bl., 1708 zweispalt ige S. – Text in schwarzen Rahm en gesetzt. Oktav (205 x 124 mm). Langgen arbter roter Mar oquin band auf glatten Rücken, mit zwei goldgeprägten intar sier ten Rückenschildern, Rücken und Deckel mit reich ster orn am entaler Goldpräg ung und Intarsien in Ocker, Lind- und Olivg rün, Dunk elg rau, Nachtblau und Rot, auf den Deckeln umgeben von fettem und magerem, so dann vierfachem Filetenrahm en mit Eckfleurons, mit dek or at iv goldg eprägt en Einband-Ecken, floral er, von doppelten Goldf ileten eingefaßter Bordüre auf den Innenk anten, Doublüren und fliegenden Vorsätzen aus grünem Buntpapier und Ganzg oldschnitt, am Fuß und verso fliegendem Vorsatz sig niert „Simier R. du Roi“ (Papier qualitätsbedingt teils gebräunt und schwach braunf leckig). Aus dem Besitz der Duchesse de Berry, in einem Mosa i keinband von René Simier Die Werke Jean-Jacques Rousseaus in einem Band zu verein igen – den Émile und La nouvelle Héloise, Theat erstücke und Les confessions, Werke zu Phi losophie, Pol it ik, Bot a n ik und Musik – das gel ang hier, indem man die Schrift sehr verk leinert e und den Satz der bess er en Übersicht l ichkeit halb er zweispalt ig gestalt et e. Da bei ka men freil ich im mer noch rund 1700 Okt av-Seit en heraus. Zur Erschlie ßung des Bandes dient außer der Table ein Namen reg ister von Rousseaus Kor r espondent en. Hen r i Four n ier druck t e den Text auf fei nes, chin aä hnl iches Vel inpapier, so daß ein ebenso vo lu m inöser wie kompakt er Band entstand. Zu diesem ‚ressourcenschonenden‘ Druck steht der verschwen der isch dekor ier t e Mosa i keinband von René Simier („Père“), dem Relieur du Roi in der Restau r at ions zeit, sichtlich in Gegensatz. Das Buch stammt aus dem Besitz von Mar ie Car oline Duchesse de Berry (1798 –1870), der ält esten Tocht er des Kön igs Franz I. beider Siz il ien, und gew iß erwarb sie es noch vor
der Jul ir evolut ion von 1830, als sie dem franz ösi schen Kön ig Karl X. ins englische Exil folgte. Im April 1832 kehr t e sie kurzzeit ig nach Frank r eich zu rück, doch war ihr hier keine Ruhe vergönnt: Fünf Mon ate hielt sie sich in Nantes verborgen, wurde verr at en und bis Juni 1833 inh aft iert, ehe sie sich nach Siz il ien absetz en konnt e, von wo sie sich spä ter nach Schloß Brunnsee bei Mureck in der Steier mark zur ückz og. Erst hier fand sie Ruhe, sich ihr en Büchern zu widmen, wovon das ged ruckt e Biblio theksetikett und ein Zett el mit einer kurz en hand schrift l ichen In h altsü bersicht des Buches Zeug n is ablegen. Simier fer t ig t e öf t er Einbände für die Herz og in, u. a. für den Paroissien complet in dieser Sammlung [Nr. 487] mit ihr em Monog ramm; zwei weit er e sind bei Culot abg ebildet: Sie trag en beide ein Wap pensupralibros, umgeben von einer Bordür e [Nr. 6, S. 29], bzw. von Blind de kor à la cathédra le [Nr. 46, S. 109]. Insofern ist fragl ich, ob er den uns rigen, anders dekor ier t en in ihr em Auf t rag herstell te, zu m al angesichts des Buchh ändleretiketts der Galer ie de Bossange père auf dem Vorsatz. Gleichwohl stellt der vorl iegende Einband mit seinem auf wen diger en Dekor eine willkom mene Ber eicher ung des Spekt rums von Einbänden aus dem Besitz der Du chesse de Berry dar: Er zeigt in unerhört er Frische auf Rücken und Deckeln je zwei Rosett en in über eina ndergestellt en Rechtecken in reicher Goldprä gung und mehr farbiger Int arsier ung im Stil der Restaur at ionsepoche. Da m it gesellt er sich zu un ser em Molière aus dem Besitz des Fürsten Michail Alex a ndrowitsch Galitzin [Nr. 449], mit dem gleichen zent ra len Dekor auf den Buchdeckeln, ebenfalls in einem rot en Mosa i keinband. Proven ie nz: Etikett vers o flieg endem Vors atz: „Galer ie de Bossange père“. – Auf dem Spiegel ge druckt es Bibliot heksetikett des 19. Jahrhunderts: „Bruns ee“: Schloß Brunnsee in der Steierm ark war der Wohnsitz von Ma r ie Ca r ol ine, Prinz essin von Bourbon-Siz il ien, Herz og in von Berry (1798 –1870). Lit er at ur: Sénelier 1.947; Vica i re V I , 1223; zu Simier: Culot 552; Fléty 162; Ramsden 190.
– 1740 –
Exemplar von Léon Le Roy 543 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Julie ou la Nouvelle Héloise. Vig nettes par MM. Tony Johannot, E. Wattier, E. Lepoitevin, H. Bar on, Karl Girardet, C. Rogier, etc., gravées par M. Brugnot. 2 Bde. Par is, Barbier, 1845. Zu samm en 38 Tafeln in Holzschnitt auf Chin apapier, mont iert auf Karton; etwa 150 Textholzschnitte. 2 Bl., XVIII S., 1 Bl., 375 S. Und: 2 Bl., 369, (3) S. Quart, unbeschnitten (282 x 182 mm). Langg en arbte dunk elr ote Halbm ar oquinbände auf glatte Rücken, mit goldgeprägten Rückent iteln und dek orat iver Rücken verg oldung, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm o rierten Vorsätzen und eingebundenen illu strierten Ori gin al-Um schlägen, auf ein em Vorblatt jeweils sig niert „Can ape“ , zu samm en in mit Filz ausg eschlag en em Pappschuber mit dunk elr oten Mar oquink anten (Bd. II: kaum merklich braunf leckig, Vort itel mit geschlossenem kleinen Randeinr iß). Das lit er a r ische Modell der Rom ant ik – reich illustriert von Tony Johannot, Émile Wattier u. a. Die Briefe zweier Liebender von Jean-Jacques Rous seau (1712 –1778) erschienen zuerst 1761; auf den Brief wechs el und die verb ot ene Lieb e zwis chen Abaela rd und Heloise aus dem 12. Jahrhundert wurde im Titel erstm als in der Ausg abe von 1764 angespielt. Der Hauslehr er Saint-Preux verl iebt sich im schwei zer ischen Clar ens am Genfer See in seine Schüle rin Julie d’Etanges, die seine Gef ühle erw idert, ihn wegen seines nieder en Standes jedoch nicht hei raten kann. Währ end sie Herrn de Wolmar ihre Hand reicht, geht er in die Welt, wird jedoch von Wol mar als Erz ieher seiner Kinder zur ückg er u fen. Die beiden Liebenden widerstehen der Versu chung, läut ern sich und fügen sich so in eine ideale tugendbestimmt e häusl iche Gemeinschaft ein. Als Julie infolge der Rett ung ihr es Sohnes vor dem Er trin ken stirbt, verl äßt der verz weifelt e Saint-Preux Cla r ens. Ei nerseits verk ündet e Rousseau hier „das gött l iche Recht der Leidenschaft als eines Nat ur t rieb es in bew ußt em Gegensatz zu allen soz ia len Konvent io nen“ und als eine „der edelsten Nat urof fenba r un gen“ [Jan 196], was seinen stärksten Ausd ruck in der Auf n ah me des ehem a l igen Liebh a b ers seiner Frau durch den Ehem ann in sein Haus findet. An der erseits ber uht das Glück dieser Gemeinschaft „auf strikter Observanz der Tugend, nur so kann der Leidenschaft, zur Askese subl im iert, ein gleich
ber echt ig t er Platz neb en der bürgerl ichen Mor al einger äumt werden“ [Engelh ardt/Roloff ]. Da bei ist die Tugend kei neswegs ein „in n ig-fried l icher Zu stand“, sondern die „dauernde Anstreng ung im Durchg ang durch die Leidenschaft, die selbst wie der u m im Verz icht ihre eigent l iche Verk lä r ung er fährt“ [Haupt werke]. Die Rom ant iker macht en Rousseaus Briefr om an jedoch vor allem wegen des aus der Leidenschaft abgeleit et en „Kult[s] des Ich“ [Jan 196], wegen der „Verherrl ichung und mor a l ischen Recht fer t ig ung
– 1744 –
des spont a nen Gef ühls zu ihr em lit er a r is chen Modell“ [Haupt werke], wob ei die „of fenk und ig e Disk repanz zwischen Wirk l ichkeit und Illusion – nur im Verz icht, in der Erinner ung ist der Genuß der Lieb e möglich – […] unm ittelbar zur Trag ik“ [ebd.] etwa von Goet hes Werther führ t e. Die Bebilder ung ist ein Gemeinschaftswerk meh r e rer Künstler, angef ührt von Tony Johannot als dem „erk lär t en Illustrat or der Lit er at enschule des jun gen Roma ntismus“ [Thieme/Becker 19, 69], der in seinen Zeichnungen jedoch auch die Rokoko-At mosphä r e des 18. Jahrhunderts respekt iert: Seine „graceful and eleg ant fig ure s seem stylized, yet at their best achieve both passion and poign an cy“ [Ray]. Von ihm stammen allein 20 der 38 Ta feln; von Henr i Antoine Bar on fünf, weiter e von Eugène Le Poittevin und Cam ille Rogier sow ie von den auf dem Ti t el nicht ge n ann t en Achil le Devér ia, Hippolyte Holfeld, Louis Marck l und Charles Pinot. Die Textholzschnitte führte in der
Hauptsache Émile Wattier mit „rout ine“ [Ray] aus; ihre Zahl beläuft sich auf etwa 150 und nicht 240, wie bei Brivois, Carteret, Escoffier und Sander ebenso ein müt ig wie unkor r ekt angegeben wird. Das „beau livre illustré“ ist zwar „assez com mun, mais très rare en belle cond ition“ [Cart eret]. Besser als bei unser em unbeschnit t enen Exemplar mit den eingebundenen, cremefarbenen Orig in al-Umschlä gen in dekor at iven Einbänden von Ca n ape könnt e der Zustand kaum sein. Pro ve n i enz: Auf dem Spie g el von Band I das Ex l i bris von Léon Le Roy mit den In itia len „ LLR“. – Auf einem Vorblatt mont ierter Ausschnitt aus einem ält er en Ant iq ua r iatsk at a log. Lit er at ur: Brivois 355; Car t eret III , 522 f.; Eng el h ardt/Roloff I, 240 f. (Erstausg.); Esc offier 1688; vgl. Hauptwerke 233 ff.; Ma r ie 102; Oster w al d er 82, 433, 539, 623, 914 und 1116; Quéra rd/Bourquelot V I , 246; Ray II , 266, Nr. 187; Sander 593; Sénelier 446; Vicai re V I , 1208 f.; zu Can ape: Devauchelle 246 f.; Fléty 37 f.
– 1745 –
In den Verleger-Lux useinbänden 544 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Julie ou la Nouvelle Héloise. Vig nettes par MM. Tony Johannot, E. Wattier, E. Lepoitevin, H. Bar on, Karl Girardet, C. Rogier, etc., gravées par M. Brugnot. 2 Bde. Par is, Barbier, 1845. Zu samm en 38 Tafeln in Holzschnitt auf Chin apapier, mont iert auf Karton und mit altr osa Seidenvorsätzen; etwa 150 Textholzschnitte. 2 Bl., XVIII S., 1 Bl., 375 S. Und: 2 Bl., 369, (3) S. Quart (264 x 173 mm). Verlegereinbänd e von dunk el grün em Saff ian auf glatte Rücken, mit goldgeprägten Rückent iteln zwi schen dek orat iver Rückenverg oldung und mit vier identischen goldgeprägten Platten in fet tem und magerem Goldf iletenrahm en auf den Deckeln, mit Goldf ileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Inn enk anten, Doublür en und Vorsätz en aus weißem Moiréseidenpapier und Ganzg old schnitt (Bd. II: kaum merklich braunf leckig). Wunderschönes Exemplar in Verlegerein bänden In seinem Briefr om an, der zum „lit er a r is chen Modell“ [Haupt werke] der Vor r om ant iker und Ro mant iker werden sollt e, verk ündet e Rousseau zum einen „das göttliche Recht der Leidenschaft“ als eine der „edelsten Nat urof fenba r ungen“ [Jan 196], ander erseits unt er w arf er sie der „strikt e[n] Ob servanz der Tugend“, da ihr nur so, „zur Askese
subl i m iert, ein gleich ber echt ig t er Platz neben der bürg erl ic hen Mor al“ [Eng el h ardt/Roloff ] eing e räumt werden kön ne. Gen au diese Spannung spiegelt sich in der präch tigen, auf allen vier Deckeln wiederholt en Plat t e der hier vorl iegenden Verlegereinbände: Julie und Saint-Preux begeg nen eina nder in der Nat ur unt er einem bel aubt en Baum – eine zerbrochene Blu men vase als Sinnbild der bürgerl ichen Konvent ion liegt umgestürzt zu ihr en Füßen im Vorderg rund. Wäh rend sie zärtlich mit beiden Händen seine Rech te hält, birgt er bestürzt sein Gesicht in der Lin ken – auch den Hut hat er nicht mehr auf, dieser liegt gleichfalls am Boden. Gleichsam verk lärt und distanz iert wird die emot ion a le Trag ik durch den reichen Rah men mit rom ant ischem Dekor in Gold präg ung, in den diese Szene gefaßt ist. Dieser über nimmt eine subl im ier ende Funkt ion, die auch in der Erz ählweise Rousseaus zum Ausd ruck kommt, die „den Le s er zum in t i men Ver t rau t en macht, ihm jedoch zug leich vers chiedene Aspekt e des Geschehens und da m it eine distanz ier t e Beobach tungsweise ver m it t elt“ [Engelh ardt/Roloff ]. Das „beau livre illustré“, laut Cart eret „très rare en belle cond it ion“, ist in zwei Verl agseinbänden aus dunkelg rünem Saf fia nleder wunderbar erh alt en, die von unerhör t er Selt en heit sind.
– 1746 –
Mit fünf zusätzl ichen Tafeln, Exemplar Greffulhe 545 Rousseau, J[ean]-J[acques]. Les confessi ons. n ot, H. Ba r on, K. Vig nettes par MM . Tony Johan Girardet, E. Laville, C. Nanteuil, etc. [Auf der TitelVig nette:] Nlle édition illustrée. Par is, Barbier, 1846. 28 num er ierte Tafeln (davon 3 auf aufgewalztem Chin a papier, die übr igen auf stark em Velinpapier) in Holz schnitt; etwa 90 Textholzschnitte; 5 zu sätzliche Tafeln. 2 Bl., 547 S. Quart, kaum beschnitten (278 x 178 mm). Roter Halbm a roquinband auf fünf mit Goldf ileten verzierte Bünde, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und Kopfg old schnitt, verso fliegendem Vorsatz sig niert „R. Raparlier“ (klein e Anplatzung am Kopf, wenige Lagen papierbedingt leicht gebräunt, 1 Bl. mit kleinem Randeinr iß). Rousseaus rom anh af t e Aut obiog raphie In sein en aut ob iog rap his chen Confessi ons bea bsicht ig t e Jean-Jacques Rousseau (1712 –1778) eine „Selbstd arstellung, der en schonungslose Of fenheit neue Einsicht en in die Nat ur des Menschen ver m it t eln sollt e“ [Engelh ardt/Roloff ]. Bei der Nie derschrift wurde daraus allerd ings ein Werk „der Selbst ver t eid ig ung, ja der Selbst verherrl ichung“ [Hauptwerke 227] – und der Ank lage: Sich selbst stellt Rousseau „als sensiblen, gut herz igen, phan tasie- und geistb eg abten Menschen dar, den eine schlechte Welt fehlg eleitet und ins Elend gesto ßen hat“ [ebd.]. Trotz aller subjekt iven Aufr icht ig keit führ t e da bei ein zuneh mend krank h af t er Ver folg ungsw ahn zu einer „weit gehend verz er r enden Wiederg a be der Tatsachen, zu unger echt schar fen Ur t eilen über seine Feinde und zu ang reif ba r en philosophischen Auslassungen, der en Haupt gegen stand die Inkong ruenz von nat ürl ichem Menschen (dem Kind) und ziv il isat or ischer Umwelt ist“ [ebd.]. Insofern lassen sich die Confessions „nur in sehr be schränkt em Maße als histor ische Quelle, vielmehr in erster Lin ie als Rom an“ [Jan 199] bewert en. In der Welt der Liter atur ist das Werk in der Tat von einem „kaum zu überschätz enden Einfluß vor allem auf die rom ant is che Pros a“ [Eng elh ardt/ Roloff ] gewesen. Dies lag nur zum Teil an dem von Rousseau prop ag ier t en Gef ühlsk ult, mehr noch an der hier erstm als begegnenden „Träume rei als Form der Seelenentspannung, die für den Menschen Rousseau wohl den höchsten Grad per sönlichen Freiseins darstellt und desh alb in dem
ichbet ont en Schrift t um der Folgez eit eine bedeut sa me Rol le spielt“ [Jan 199]. Zu dem gel t en sei ne „Lands chaftsbilder und Schilder ung en des Leb ens auf dem Lande […] als Höhepunkte der lit er a r is chen Gen r ed ar s tel lung“ [Haupt werke]. So beein flußt e Rousseau auß er seinem Schüler und Freund Bern ard in de Saint-Pierre etwa auch Chat eaub ria nd, Vict or Hugo und Benj a m in Con stant. Der Verleg er Barbier gab die erstm als 1782 und 1789 ers chienenen Confessi ons 1846, ein Jahr nach Julie ou la Nouvelle Héloise ger adez u als der en „complément“ heraus, wie er im Verl agsprospekt betonte. Zum guten Teil verpflicht et e er auch die selb en, rom ant isch inspir ier t en Künst ler für die Illustrat ion: Von Tony Johannot stam men drei Ta feln; von Henr i Ant oine Bar on dreiz ehn, zwei von Eugène Laville, vier von Karl Girardet, drei von Célestin Na nteuil, au ß er dem zwei von Charles Pinot und eine von Hippolyte Holfeld. Das Gros der etwa 90 Texta bbildung en (nicht 120 wie bei Quéra rd/Bourquelot ang eg eb en) zeich net en wie der u m Girardet, Ba r on und Na nteuil, auß erdem Eugène Bat t ail le, Eugène Laville und Eu stache Lorsay. Die Reihenfolge der 28 Tafeln entspricht nicht ihr er Numer ier ung, bei der die Nummern 17 und 18 zudem doppelt vergeben wurden. Anger eichert wurde unser Exemplar mit fünf zu sätzl ichen Ta feln: ei nem Rousseau-Por t rait auf auf gewalztem Chin apapier, „gravé sur acier par Hop wood après le buste de Houdon“, zwei Tafeln auf aufg ew alzt em Chin apapier nach Achille Devér ia und zwei Tafeln auf Velinpapier, davon eine nach Roqueplan, aus ander en Ausg a ben der Confessions. Beigelegt wurden zwei vierseit ige Verl agsprospek te, mit unt erschiedl ichen Anz eigen der Confessions und jeweils mit ander er Abbildung. Diese „belle publicat ion très soi gnée“ ist, wie schon Car t eret her vorhob, „très rare en belle cond it ion“. Proven ienz: Goldgepräg t es gek rönt es Wapp enex libris mit drei Adlern: Comte Greffulhe (Aukti on Sotheby’s, Monte Carlo, 10.2.1982, Nr. 371). – Sam Clapp, dessen Aukt ion Christie’s, Par is, 2002, Nr. 675. Lit er at ur: Brivois 355; Car t ere t III , 523 f.; Eng el h ardt/Rol off I, 249 f. (Er s tausg.); vgl. Haupt wer ke 227 f.; Ma r ie 104; Osterw alder 82, 433, 539, 594, 745; Quéra rd/Bourquelot V I , 246; Sander 592; Vicai re V I , 1211 f.; zu Raparl ier: Fléty 149.
– 1750 –
Im Verleger-Lux useinband 546 Sainte-Beuve, [Charles-Aug ustin de]. Nouv elle galer ie de femmes célèbres, tirée des Causer ies du Lundi, des Port raits littéraires, etc. par M. Sainte-Beu ve. Illustrée de port raits gravés au burin par MM. Reg nault, Massard, Nargeot, Geoffroy et Delannoy d’après les dessins de M. G. Staal. Par is, Garnier frères, 1865. 10 ges toc hen e Port raits mit rosafarben en Seid envorsätzen. 3 Bl., 564 S., 2 Bl. Quart (271 x 177 mm). Verlegereinband von rotem Saf fian auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückenund Deckelt itel in orn am entaler Verg oldung in fettem und magerem Goldf iletenrahm en, mit doppelter Goldf i lete auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenk an ten, Doublüren und Vorsätzen aus weißem Moiréseiden papier und Ganzg oldschnitt, auf den Deckeln sig niert „A. Leneg re relieur“ . Im Saf fi a n-Verlegerein band Nach dem groß en Erfolg einer ersten Galer ie de femmes célèbres (1859) ver ei n ig t e Charles-Au g ustin de Sainte-Beuve (1804 –1869) in diesem Band erneut biog raphische Darstellungen von Frauen, dar u nt er Jea nne d’Arc, Mad ame de La Vallière, die Princesse des Ursi ns, Mad ame Du Deffand, Mad ame Rol and, Mad ame de Staël, Mad ame de Krüdener, Mad ame de Genl is und Sophie Gay. Die Port raits war en zu vor ber eits in den Causer ies du Lundi, den Port raits littéraires und an ders wo er s chie nen, doch stellt das Buch par t iell eine Orig in alausg a be dar, denn „l’aut eur a revu son text e avec le plus grand soin et l’a retouché par endr oits“ [Aver tissement des éditeurs].
Sainte-Beuve gilt für die Epoche der Rom ant ik als die „stärk ste Persön l ich keit krit ischer Prä g ung“, was seiner „Pa r iastellung“ im Kreis der Rom ant i ker keineswegs widerspricht: „Häßl ich, arm, in sei ner Seelenvera n l a g ung frü h alt, da b ei von über ragender Geistesschär fe und einem um fassenden Wissen, wurde er in die Halt ung eines richt enden Beobacht ers gleichsam hineinged rängt“ [Jan 246]. Als Lit er at urk rit iker wie als Biog raph war er durch aus schöpfer isch, bea bsicht ig t e er doch im mer, „das Bild eines Menschen oder einer Epoche wieder er stehen zu lassen. Als Künstler reag iert er auf die feinsten Anr eg ungen, die ihm ein Schriftwerk gibt, und versteht es auf das vollkommenste, sich in eine fremde Ind iv idua l it ät hinein z uverset z en“ [Jan 247]. Den von den „meille u rs ar t ist e s“ [Aver tissement] gestochenen zehn Frauenp or t raits lieg en Zeich nungen von Gustave Staal (1817 –1882) zug runde, der auf dieses Fach ger adez u spez ia l isiert war, hat te er doch früher ber eits Werke wie Les femmes de la Bible (1846) von Georges Darboy [vgl. Nr. 129], Les femmes de H. de Balzac (1851) und die Histoire des Femmes my thologiques (1851) von Méry und Fœlix [vgl. Nr. 441] illustriert. Das schöne, eine gew isse Noblesse ausstrahlende Werk liegt in einem per fekt erh alt e nen, sig nier t en Verlegereinband aus rot em Saf fia n von Ant oine Lenègre vor. Lit er at ur: Vgl. Beraldi X II , 55; Thieme/Becker 31, 429; Vica i re VII , 150 f.; zu Sainte-Beuve: DLF II , 362 ff.; zu Lenègre vgl. Fléty 111; Malavieille 242; Ramsden 126.
– 1754 –
In einem zeit genössischen signierten Mosa ikein band 547 La Sainte Bible. Nouvel le édit ion. Paris, Th. Desœr, 1819. 2 Bl., 883 zwei spalti ge S. GroßOk tav (228 x 144 mm). Au ber gi ne farbener Maroquinband der Zeit auf vier flache, breite, von Blind fileten ein gefaßte und jeweils mit vier Goldfileten und Fleurons ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rücken titel und rautenför mi gen, linear und floral gold gepräg ten Intarsien in Rot und Lind grün, um geben von or na mentaler Blindprä gung in den übri gen Rückenfeldern, auf den Deckeln außen dreifacher ma gerer, dar in dop pelter ma gerer und fet ter Filetenrahmen, das Zentrum mit reichem Floral und Streifen dekor mit Motiven à la
cathédrale in Gold sowie Leder intarsien in Rot und Lind grün: Roset te, um geben von langge streckter Rautenform, die außen von Goldfileten und Leder streifen nach ge zeichnet wird und an deren Ecken große intarsierte Fleu rons an stoßen, die Zwi schenräume gefüllt mit vier größe ren floralen Voluten in Blindprä gung, mit Gold schraf fen auf den Stehkanten, Goldfileten mit kleinen Fleurons auf den Innenkanten, Vorsät zen aus weißem Moiré seidenpa pier sowie Ganz gold schnitt, am Fuß si gniert „Vogel“ , auf dem hinteren fliegen den Vorsatz Buchbin deretikett „E. Vogel“ ( Vorsät ze am Rand oxydiert, Papier meist leicht bis mäßig braunfleckig). Die ser prächti ge gold und blind gepräg te au ber gi nefarbene Ma roquin bind mit rot und lind grün
– 1758 –
intar sierten Dekor elementen à la cathédrale ist das passende Gewand für die Sainte Bible, wenn auch auf fal lend prächtig für ei nen mit klei nen Ty pen ge druck ten „volume portatif […] que les pauvres mê mes pussent acheter“ [Avertissement]. Der Text ent spricht der 1739 in Köln gedruck ten Über set zung des be deutenden Kir chen recht lers und Moral theologen Nicolas Le Gros (1675 –1751) sur les textes originaux, avec les différences de la vulgate [vgl. Bru net I, 888]; jedoch ist diese Ausga be „beaucoup mieux imprimée que cel le de 1739“ [ebd. 889]. Der fl ie gende Vor satz trägt noch das Eti kett des Pa ri ser Buch händ lers Charles Mary, der den Ein band bei E. Vo gel ge wiß un mit tel bar nach
Er schei nen des Buches 1819 in Auf trag gab. Der aus Dresden gebür ti ge Buch binder ist 1814 –1849 in Pa ris nachweisbar und arbeitete wahr schein lich zeit wei se mit Thouvenin zu sam men [vgl. Ramsden]. In un serer Samm lung fi ndet sich mit den Œuvres du cardinal de Bernis [Nr. 75] ein weiterer von Vogel gebundender, gleich falls reli giös in spi rier ter Titel, dessen Ein band in Dekor, Materi al und Farben mit dem der vorliegenden Sainte Bible eng ver wandt ist. Provenienz: Buch händ ler eti kett von Ch[arl]es Mary ver so fl iegendem Vor satz. Literatur: Bru net I, 889; Gra es se I, 74; vgl. Lonchamp II , 53 (Ausg. 1739); zu Vo gel: Culot 571; Fléty 176; Ramsden 218.
– 1759 –
Eine der charmant esten romant ischen Veröf fentl ichungen, aus den Sammlungen Vaut ier und Petiet 548 Saint i ne, X. B. [d. i. Jo seph-Xavier Bo n i face]. Pi c ciola. Édit i on illustrée de cent vingt-cinq vig nettes gravées sur bois. Par Porret, graveur de l’Im primerie Royale, d’après les dessins de Mme L. Huet, et de MM. Tony Johannot, C. Nanteuil, Français, J. Gagniet. Par is, Marchant, 1843. 16 Tafeln in Holzschnitt, etwa 120 Texth olzschnitte. 2 Bl., XL S., 319 S. Quart, unbeschnitten (256 x 164 mm). Langgen arbter dunk elblauer Halbm ar oquinband auf fünf zwischen doppelten Goldf ileten blindgeprägte Bünde, mit goldge rahmtem Rückent itel und orn am entaler Verg oldung in doppeltem Goldf iletenrahm en in den übr igen Rücken kompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, mar mor ierten Vorsätzen und eingebunden em illu strierten Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken), auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „Mercier Sr de Cuzin“ .
– 1760 –
Der Aut or Jos eph-Xavier Bon iface (1798 –1865), ali a s Saint i ne [Wel ler 496], schrieb rund 20 0 Vaudevilles, Komöd ien und Dra men. Aus diesem massenh af t en Schrift t um sticht der Rom an über den Gra fen de Char mey, einen pol it is chen Ge fangenen in ita l ien ischer Haft, heraus: Das zuerst 1836 erschienene Werk erh ielt im darauf folgenden Jahr den Prix Montyon, erschien 1846 ber eits in der 18. Auflage und wurde in alle wicht igen Sprachen übersetzt. Unser er Ausg a be vora ngestellt sind die recht um f ängl ichen Recherches sur l’emploi du tems dans les prisons von Paul Lacroix, alia s „Paul L. Jacob, bi bliophi le“. Dies ist die erste Ausg a b e mit diesen Illustrat io nen, die in der Mehrzahl von Célestin Nanteuil (1813 –1873), einem der „most attractive of Rom ant ic illustrat ors“ [Ray II , 287], stammen. Viele Zeich nung en liefer t e auch Lucie Huet, wog eg en die Bei t rä g e von Jules Gag n iet, Fran ç ois Lou is Français und dem im Titel nicht gen annten E. Bret on weit zur ückt ret en. Die bes onder e Zug kraft von Tony Johannot bez eugt hingegen dessen
Na mensnennung – von ihm stam men jedoch led ig lich die beiden Tafeln vor S. 135 und 295. Ausge führt wurden die Illustrat ionen von Henr i Dési ré Porret, einem der profi l ier t esten Holzschneider der Zeit. Alles in allem ist dieses Buch „un des rom antiques les plus rares en belle cond ition et des plus recherchés à cause de sa belle illustrat ion“ [Car t eret]. Das vorl iegende Exemplar läßt nichts zu wünschen übr ig: Es präsent iert sich unbeschnit t en und tadellos erh alt en in einem schönen Halbm a r o quinband von Émile Mercier (1855 –1910); der mit ein gebundene il lustrier t e Orig i n al-Umschlag auf grünem, sehr zartem Papier ist gleichfalls „d’une grande rar et é“ [Cart eret]. Proven ie nz: Farb ig illus trier t es Ex l ib ris von A[ntoine] Vautier auf dem Spieg el (dessen Kata log I, 1971, Nr. 155: frs. 500). – Henr i M. Petiet (Aukt ion II , 1992, Nr. 156: frs. 12.000). Lit er at ur: Brivois 358; Bru net V I , 938, Nr. 17270; Cart eret III , 526 ff. (mit Umschlag-Abb.); Lonchamp II , 418; Marie 102; Osterw alder 388 (Français), Rahir 629; Sander 601; Vicaire V II , 172 f.
– 1761 –
Eines von nur zwei Exempla ren auf Chinapapier – mit Brief des Autors 549 Saint ine, X. B. [d. i. Jo seph-Xavier Boniface]. Picciola. Édit ion illustrée de cent vingtcinq vi gnet tes gravées sur bois. Par Porret, graveur de l’Im primerie Royale, d’après les dessins de Mme L. Huet, et de MM. Tony Johannot, C. Nanteuil, Français, J. Gag niet. Paris, March ant, 1843. 16 Tafeln in Holz schnitt, etwa 120 Textholz schnit te. 2 Bl., XL S., 319 S. – Auf Chinapapier gedruckt. GroßOktav (245 x 157 mm). Grobgenarbter dunkel grü ner Maroquinband auf fünf point illéver zier te Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel in Goldfiletenrahmen, die übri gen Rückenfel der mit je zwei doppelten Gold filetenrahmen, die Deckel mit Rahmenwerk aus zahlrei chen, teil sich überschneiden den Goldfileten, mit dop pelter Goldfilete auf den Steh und siebenfacher auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt, auf dem Spiegel si gniert „Marius Michel“ (stellenwei se braunfleckig). Ei nes der begehr testen romanti schen Bücher liegt hier in ei nem ulti mati ven Exemplar vor. Laut der
Beschrei bung im Kata log Villebœuf gibt es au ßer die sem Exemplar auf Chi napapier nur ein weite res, dasjeni ge aus der Samm lung DescampsScrive. Vollends individua li siert wird es durch den auf ein Vorblatt montier ten doppel seiti gen si gnier ten Brief des Autors Jo sephXavier Boni face (1798 –1865), ali as Saint ine, an den Schrift stel ler Prosper Via lon vom 9. März 1856. Dar in geht es um eine Neu aus ga be des Picciola, „soigneusement revue“. Bei gefügt wur de auch der gesiegelte und fran kier te Um schlag. Der schöne Mei ster ein band mit ei nem intri katen Mu ster aus Gold fi leten auf den Deckeln stammt von Hen ri Ma rius Michel (1846 –1925). Provenienz: Léon Rat tier (mi ni ma le Klebe spu ren von dessen Ex li bris ver so fl iegendem Vor satz), des sen Auk tion I, 1920, Nr. 652: frs. 4.050, zitiert bei Car ter et. – Ex li bris von Paul Villebœuf auf dem Spiegel, dessen Auk tion 1963, Nr. 280: frs. 380.
– 1764 –
Exemplar Montgermont und de Rouvre 550 Saintine, X. B. [d. i. Joseph-Xavier Bon iface]. Le chemin des écoliers. Prom en ade de Par is à Marly-leRoy en suivant les bords du Rhin. Avec 450 vig nettes de G. Doré, Foster, etc. Par is, L. Hachette et Cie, 1861. Gut 450 Textholzschnitte. 2 Bl., 634 S., 1 Bl. Quart, unbeschnitten (248 x 157 mm). Grobgen arbter roter Halbm ar oquinband auf fünf mit doppelten Gold fileten verzierte Bünde, mit goldgerahmtem Rückent itel und Ent relacs-Mu ster in doppeltem Goldf iletenrahm en in den übr igen Rückenk ompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und einge bund en em bedruckten Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken), auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „V. Champs“ (Um schlag unterlegt). Mit über 450 Abbildungen, über zweihundert von Gustave Doré
Text holzschnit t e. Allein 203 stam men von Gustave Doré, dar u nt er drei ganzseit ige. In die übr igen Ab bildungen teilen sich Ercole Cat enacci (1816 –1884), Charles-François Dau bigny (1817 –1878), François Lou i s Français (1814 –1897), Die udonné Au g u ste Lancelot (1822 –1894) und der englische Maler und Graphiker Birket t Foster (1825 –1899), der be reits 1852 eine Rheinr eise unt er nom men hat t e [vgl. Thieme/Becker 12, 242]. Währ end diese „vor allem für trockene Sachauf n ah men zuständ ig wa r en“, blieben Doré „die erz ähler ischen Episoden vorbe halt en“ [Guratzsch/Unverfehrt]. Diesen Spielr aum nutzt e er, indem er „das Sat ir ische des Text es noch überspitzt“. So erscheint etwa „der taube Beethoven mit grimm igem Gesicht in einem Sessel hockend, in ein Bär enfell gek leidet“, oder auch ein „franz ö sisches Ohr, zu einem bösen geq uält en Gesicht ver zerrt, weil es die hart e gutt ur ale deutsche Sprache eines Schwarz wälder Dörfl ers hör en muß“ [Bilder welt en]. Doch neben solchen kom ischen und ka r i kier enden Zeichnungen haben auch die „teils ro mant isch verf remdet en, teils geog raphisch exa kt en Landschafts- und Stadt vedut en“ [ebd.] ihr en Reiz. Auch for m al ist die Illlust r at ion sehr vielf ält ig: Hohe Rand- oder breite Kopfleisten hab en ihr en Platz neb en kleinen Med aillons und ganzseit igen Abbildung en, bloß e Um r ißz eich nung en neb en opu lent en, dicht gestrichelt en Darstel lungen.
Saint i ne beschreibt eine ereig n is- und anekdot en reiche Wander ung von Par is an den Ober- und Mit telrhein, mit Abstechern in ben achbar t e Gegenden, insbesonder e in den Schwarz wald. Stat ion macht er u. a. in Straßburg, Baden-Baden, Freudenstadt, Frei burg, Frank f urt, Mainz, Köln, Aachen und Brüssel, von wo aus er mit der Eisenbahn nach Pa r is zur ück f ährt. Da bei plaudert der Aut or über Lands chaft, Ges chicht e, Sehensw ürd igkeit en, Volkscha r akt er und Lebensa rt der Menschen, und „immer schwingt ein leiser Spott mit über die deut sche Gemütlichkeit, leicht am Rande des Spießi gen, die bierl au n ig grölenden Burs chens chaf ten, die Ehr er bie t ung der Deut s chen vor al len ‚Hoheit en‘“. Ins Burleske gehen etwa „Szenen prügelnder Dorf jungen, schnarchender Schen ken besucher, die sich buchstäbl ich unt er den Tisch ge trunken ha ben“ oder Heidelberger Student en bei der Mensur, die sich „eher lächerl ich als her oisch“ [Bilder welt en] ausneh men.
Proven ienz: Louis Lebœuf de Montgermont, dessen Aukt ion 1912, Nr. 253: frs. 70; zit iert bei Cart eret. Auf dem Spiegel das Wappenex l ibris des Industri ellen Évra rd Bourlon de Rouvre (1923 –1979), des sen Aukt ion II , 1980, Nr. 158: frs. 4.500. – Darü ber Adria n Flüh m anns Monog rammschildchen „awf “.
Das abu nd ant illustrierte Werk, das hier in erster Ausg abe vorl iegt, besitzt sog ar noch ein paar mehr Abbildungen als die auf dem Titel gen annten 450
Lit er at ur: Bilder welt en 196 f., Nr. 109; Brivois 360; Car t eret III , 528 f.; Dézé 58; Guratzsch/Unverfehrt II , Nr. 73; Leblanc 301; Lonc hamp II , 418; Osterw alder 321 (Doré); Rahir 629; Sander 602; Schm itt 456 f., Nr. 206; Vicai re V II , 175.
Brivois brachte es auf den Punkt: Dieses RheinReisewerk aus der Mitt e des 19. Jahrhunderts ist ein „ouv r age hu mor ist ique et très int éressant“. Unser sehr schönes, unbeschnit t enes Exemplar mit einge bundenem Orig in al-Umschlag im Halbm ar oq uin band von Victor Champs stammt aus den Biblio theken von Loui s Lebœuf de Montgermont, Évra rd Bourlon de Rouvre und Adria n Flühm ann.
– 1766 –
Exemplar Montgermont und de Rouvre 551 Saint ine, X. B. [d. i. Joseph-Xavier Boni face]. La my thologie du Rhin et les contes de la mèregrand’. Illustrés par Gu stave Doré. Paris, L. Hachette et Cie, 1862. 165 Textholz schnit te, davon eini ge ganz seitig. 2 Bl., 403 S. Quart, unbe schnit ten (249 x 159 mm). Grobgenarbter roter Halbmaroquinband auf fünf mit doppelten Gold fileten ver zier te Bünde, mit gold gerahmtem Rückentitel und EntrelacsMu ster in doppeltem Goldfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein ge bun denem bedruckten Ori ginalUm schlag (inkl. Um schlag rücken), auf dem fliegen den Vorsatz verso si gniert „V. Champs“ (Um schlag unterlegt). Saint ines und Dorés Per si fl a ge auf die deut sche Rhein romantik Ein Jahr nach dem Bericht über sei ne Rhein Reise ver öf fent lichte Saint ine La my thologie du Rhin: Hier per sifl iert er die keltischger ma ni sche Göt ter und Sa genwelt und nimmt zu gleich die deut sche Rhein romantik der Zeit in „antiwag neri anischer Stim mung“ [Bilder welten] aufs Korn. Der Rezep tion des Werkes kam der an haltende deutschfran zö si sche Ge gen satz zu gute; noch 1931 kom men tier te Leblanc: „Cet ouv ra ge char mant et ag réable peut être lu et reg ardé par tous avec profit“, woll te dies aber vor al lem ästhetisch ver standen wis sen: „Les composit ions sont d’une fi nesse exquise, du trait le plus pur et du senti ment le plus délicat“ [Leblanc]. Die 165 Text holz schnit te Gu stave Dorés in diesem „ouv ra ge bien illu stré“ [Car ter et] – nicht 200, wie Brivois und Car ter et schrei ben – stei gern frei lich den spöt ti schen Ton Saint ines „bis zum Lächerlichen“ [Bilder welten]. Un ser schönes Exemplar stammt aus der sel ben Provenienz und ist identisch gebunden wie sein Pendant Le chemin des écoliers in dieser Samm lung Provenienz: Lou is Lebœuf de Montgermont, des sen Auk tion 1912, Nr. 254: frs. 68; zitiert bei Car ter et. Auf dem Spiegel das Wappenex li bris von Évr ard Bourlon de Rouvre, dessen Auk tion II , 1980, Nr. 159. – Dar über Adri an Flüh manns Mono grammschildchen „awf “. Literatur: Bilder welten 197 f., Nr. 110; Brivois 360; Car ter et III , 529; Dézé 60; Guratzsch/Unverfehrt II , Nr. 81; Leblanc 301 f.; Lonchamp II , 418; Oster walder 321; Rahir 629; Sander 603; Vica ire V II , 175 f.
– 1770 –
Int arsieneinbände, aus dem Besitz von Max im il ia n de Beauharnais
sever al hands dur ing the later 1830s […] the most attractive“ [Ray II , 301].
552 Les Saints Évangiles. Traduits de la Vulgate par M. l’abbé Dassance, illustrés par MM. Tony Johan not, Cavelier, Gérard-Séguin et Brevière. 2 Bde. Par is, L. Curmer, 1836.
Die „belle édition“ [Escoffier] enth ält zwölf Stahl stich-Tafeln von Tony Johannot, „d’une grâce alors nouvel le dans l’imager ie sacrée“ [Ma r ie]. Johan nots Darstellungen sind umgeb en von breit en, jeweils ind iv iduell gestalt et en Bordü r en r ah men von Adri en Loui s Ma r ie Cavelier (1785 –1867). Vora ngestellt ist dem Werk ein Fronti spiz von Langlois, das ein i ge Bibliog raphen als Chromol it hog raphie beschrie ben. In unser em Exemplar handelt es sich um ei nen einfarbig braunen Druck, der in besonder er Weise ei ner mit t ela lt erl ichen Handschrift angeä h nelt wurde: Die epitaph-art ige Darstellung der vier schreib enden Evangel isten mit ih r en At t ribut en, mit dem über ihnen thronenden Herrgott, die ein Med aillon mit der Tit eli nschrift umschließt, besitzt reichen von Hand kolor iert en Dekor: Von dem rot braunen, goldgehöhten Grund heb en sich „Edel steine“ in den Farben Weiß und Grün, Rosa und Lila, Hell- und Dunkelblau plastisch ab. Die illu strier t e Kopfl eiste und die vierz ehnzeil ige histor i sier t e Schmuck i nitia le des Disc ours prélimin aire sind gleichfalls ebenso kräftig wie delik at in Gold und Farben kolor iert.
Kolor iertes lithographiertes Fronti spiz und 12 weitere Tafeln in Stahlstich auf stark em Velinpapier mit Seiden vorsätzen, 2 kolor ierte Karten in Stahlstich und 10 weite re Tafeln in Holzschnitt auf aufk aschiertem Chin apapier mit Seidenvorsätzen; 1 in Gold und Farben kolor ierte illu strierte Kopf leiste, 1 in Gold und Farben kolor ier te vierzehnzeilige Zierinitiale in Holzschnitt, vierseit ige Holzschnittbordüren (in 4 Var ianten) um alle Evangeli entexte, zahlreiche Vig netten und Zierinitialen im Text. LXXX S., 1 Bl., 263 S. Und: 2 Bl., 440 [recte: 432] S. – Die Pag inier ung in Bd. II springt von S. 336 auf 345, ist aber so vollständig gem äß Lagenbezeichnung. Quart (252 x 162 mm). Langgen arbte geglättete auber gin efarbene Mar oquinbänd e der Zeit auf je fünf mit grün en Streifen intarsier te Bünde, mit goldgeprägten Rückent iteln sowie doppelten, fetten und mageren Gold rahm en in den übr igen Rückenfeldern, auf den Deckeln in fettem und mager em Goldf iletenrahm en ein grün intarsier ter, floral-linearer Orn am entrahmen, mit Gold fileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Innenk an ten, Vorsätzen aus weißem Moirépapier und dreiseit igem Goldschnitt (Kanten ger ing beschabt, vereinzelt etwas braunf leckig; Bd. I, S. 101 mit Papierfehler und Buch stabenverlust). In zeit genössischen Mosa i keinbänden, aus dem Besitz von Ma x im il ia n de Beauh arnais Dieses Buch ist aus mehr er en Gründen denkw ür dig: Es ist eine der ersten Publik ationen des be deut endsten Verlegers der französischen Rom ant ik, Léon Curmer, und mark iert – wie dessen Erstl ing, die Histoire de l’anc ien et du nouveau testam ent von Louis-Isaac Le Maistre [vgl. Nr. 394], die Hinwen dung des Bürger t ums der zweit en Restaur at ions zeit zu einer Rel ig iosit ät, die mit einer gew issen ‚Beschaul ichkeit‘ einhergeht: So fand Brivois diese illustrier t en Evangel ien „plus spécialement dans la cat égorie des livres à grav ures sur bois, et qu’elle est contemporaine de la ren aissance de ce genr e de gra vures“. Der Buchschmuck sucht die Nähe zu mitt el alt erl ichen Handschrif t en, indem er alle Text seit en mit Bordür enr ahmen (in vier Va r ia nt en) umg ibt, indem den Evangel ien Aut or enpor t raits vora nge stellt werden, und durch die zahlr eichen illustrier ten Zier i n itia len und Vig net t en. Doch nicht al lein deswegen ist das Buch unt er den „elaborat ely pres en t ed religious wo r ks with illustrat ions from
Die Rem in isz enz en ans Mit t ela lt er bleib en frei lich rein opt ischer Nat ur. Die Übersetz ung stammt von dem Theologen und Schriftsteller Pierre-Nérée Dassance (1801 –1858), der Disc ours prélimin aire von Bossuet. Außerdem ist jedem Evangel ient ext eine Not ice hi storique vora ngestellt; abgeschlossen wird das Werk mit einer Beschreibung von Jérusalem et les lieux saints des Schriftstellers und Jour n a l isten Émile Gigault de La Bédollière (1812 –1883) [Bd. II , ab S. 304]. Die topog raphische Beschreibung der heil igen Stät t en wird begleit et von zwei kolor ier t en Kart en in Stahlstich und zehn weit er en Tafeln. Die Holzschnit t e auf auf k aschier t em Chin apapier stam men u. a. von Charles Marville (4), Louis Français und Er nest Meisson ier [!]. Beide Bände prä s ent ier en sich in herrlichen Mosa i keinbänden der Zeit, die gew iß Ma x im il ia n de Beauh arnais, Herzog von Leucht enberg (1817 –1852) als ihr Erstbesitz er in Auft rag gab. Proven ienz: Ma x im il ia n de Beauharnais, Herzog von Leucht enberg (1817 –1852), dessen Wappenex l ibris auf den Spiegeln (Aukt ion Zür ich 1935, Nr. 231). – Gener al Berna rd Serrigny (1870 –1954), ein enger Wegg ef ähr t e des Mars challs Philippe Pétain. – And ré Tissot-Dupont (Aukt ion 2016, Nr. 492). Lit er at ur: Brivois 140; Car t eret III , 224 f.; Esc offier 1197; Ma rie 55 f. und 99; Osterw alder 539; Ray II , 301 f., Nr. 224; Sander 255; Vica i re III , 616 f.; zu Dass ance: DBF X, 232 f.
– 1773 –
Im Lux useinband mit Silberbeschlägen und aufwendig in Min iat urmaler ei illustriert em Schnitt 553 Les Saints Évangiles. Traduits de la Vulgate par M. l’abbé Dassance, illustrés par MM. Tony Johannot, Cavelier, Gérard-Séguin et Brevière. 2 in 1 Bd. Par is, L. Curmer, 1843. Chromolithographiertes Fronti spiz, 3 weitereTafeln in Stahl- und 10 in Holzstich (letztere auf aufk aschiertem Chin apapier), 2 Karten in Stahlstich, [und:] gestochener illustrierter Titel, 9 Tafeln in Stahlstich (alle mit Seiden vorsätzen); 1 kolor ierte illu strierte Kopf leiste und 1 kolo rierte Zierinitiale in Holzschnitt, vierseit ige Holzschnitt bordüren um alle Evangelientexte, zahlreiche Vig netten und Zierinitialen im Text. 4 Bl., XXVI S., LVI S., 332 S. Und: 2 Bl., 372 S. Quart (256 x 165 mm). Karm esinr oter Samte inband der Zeit auf Holzdeckeln, auf dem glatten Rücken der Titel in got i schen Silberlet tern, mit großen, reich zise lierten verg oldeten Silberbeschlägen an den Ecken, zise lierten Silberschließen und gepunztem Ganzg old schnitt mit 7 Miniaturen auf allen drei Seiten, mit Doublüren und Vorsätzen aus cremefarben er Moiréseide, auf dem Inn end eckel Buchbind eretik ett „Delaun ey“ , in ein er Plexiglask assette (Stahlstiche meist stärk er gebräunt und etwas braunf leckig).
Lieb und teuer – das Evangel iu m in einem unika len Prunkeinband Die Neu aus g a b e von Léon Curmers frü h er Publik at ion [vgl. die vor ige Num mer] ent h ält die gleichen Ta feln, unt erscheidet sich jedoch im Bor dür enschmuck. Im ersten Band wurden die Kopf leiste und die Initiale des Briefes von Joh annes Chrsyostomus illum in iert. Herausr agendes Merk m al dieses Exemplars ist der kost ba r e zeit genössische Samteinband mit zisel ier ten Silberbeschlägen, Schließen und dem mit De kor mot iven à la cathédrale pun z ier t en Ganzgold schnitt, der zu allem Überfluß von Hand mit sieben rel ig iösen Min iat ur en von exq uisit er Qua l it ät be malt wurde. Sie zeigen drei Szenen aus dem Leben Jesu sow ie die vier schreibenden Evangel isten mit ihr en Sym bol fi g ur en zur Seit e. Der Buch binder Delaunay, ein frü her er Mit a rbeit er von Josph Thouvenin, war von 1826 bis 1853 tät ig; René-Vict or Chambolle ging bei ihm in die Lehr e. Proven ienz: Monog rammschildchen „ RBL“ verso Vorsatz (R. & B. Loliée). Lit er at ur: Cart eret III , 225 f.; Esc offier 1565; Vicai re III , 617 f.; zu Delaunay: Fléty 55; Ramsden 65.
– 1776 –
Im zeitgenösssischen Mosai keinband 554 Scupoli, [Lor enzo]. Le combat spir itu el, dans le quel on trouve des moyens très-surs pour vaincre ses pass ions, triompher du vice; augm enté de la Paix de l’ âme et du bonh eur d’un cœur qui meurt à lui-même, pour vivre en dieu. Traduit de l’ italien par R. P. Brignon, de la Compagnie de Jésus. Par is, Lefuel, [etwa 1825]. Gestochen es Verfasserport rait, gegenüber gestochen er Schmuckt itel, dazwischen Seidenvorsatz. 1 Bl., 440 S.; zusätzlich 66 leere Blätter (5 S. von Hand beschrieben). Klein-Oktav (116 x 71 mm). Ockerfarben er RussischLederband der Zeit auf vier flache, von doppelten Gold fileten eingefaßte goldverzierte Bünde, mit goldgepräg tem Rückent itel, in den übr igen Rückenfeldern Blüten mit je vier schwarz und rot intarsier ten Blättern, umge ben von reichem floralen Golddek or, die Deckel mit rei chem geom et risch-orn am entalen Dek or mit uml aufen den Spitzbogen-Mot iven à la cathédrale in Goldpräg ung und mit roten, schwarzen und dunkelg rünen Lederintarsien sowie zwei floralen Messing-Schließbeschlägen, mit Goldpunktlinie auf den Steh- und goldgeprägter flora ler Bordüre auf den Innenk anten, mit hellblauen Seiden vorsätzen und in Blau und Gold marm or iertem Schnitt, verso fliegendem Vorsatz Etik ett „Joseph Drechsler [/] Buchbinder in Wien“ (Schließe fehlt).
Ein from mer Bestseller – im zeit genössischen Mosa i keinband des Wiener Buchbinders Joseph Drechsler Lor enzo Scupoli (um 1530 –1610) trat 1569 in den Theat inerorden ein, wurde zum Schüler des spä ter heil ig gesprochenen And rea s Avell inus und 1577 zum Priester geweiht. „Durch eifr ige Lesung und Betrachtung gew ann er große Kenntn iß des innern Lebens und ward deßwegen von seinen Obe ren besonders zur Verwalt ung des Bußsacraments bestimmt. Der große Zulauf, den er als Beichtva ter gewann, zog ihm indeß bösw ill ige Verleumdun gen der schlimmsten Art zu“ [Wetz er/Welte XI , 17]. Wegen ver meint l icher Verstöße gegen die Ordens regel wurde er im Jahr 1585 zu einem Jahr Haft ver ur t eilt und in den Laienstand zur ück versetzt. Erst in seinem Todesjahr wurde er reh a bil it iert. In dieser Zeit zog er sich in die Einsamkeit zur ück, er t rug demüt ig das erl it t ene Unr echt und ver faßt e das vorl iegende Handbuch zur gott gef äll igen Le bensf ühr ung. Der geistliche Kampf ist der Kampf des sündh aften Menschen mit sich selbst, gegen seine egoistischen Wünsche, die einem Geist der Opferb er eitschaft weichen sollen – im Ver t rauen
– 1780 –
auf Got tes himm li schen Lohn. Scupoli gibt auch kon krete Lebenshil fe und er teilt Rat schlä ge zu ei nem tu gend und gewis sen haf ten Leben, das „er selbst voll kom men zu ver wirk lichen suchte“ [ebd.]. Die Erst ausga be er schien 1589 anonym in Vene dig mit dem ita lieni schen Titel Il combattimento spirituale; schon bald wur de die Schrift „in alle Sprachen über setzt […], be sonders nachdem der hl. Franz von Sales sie nachdrück lich empfoh len“ [ebd.] hat te. In Scupolis To desjahr, als die er ste Ausga be unter sei nem Na men her auskam, gab es schon etwa 60 Aufl a gen, heute sol len es rund 600 sein. Die vorliegende fran zösi sche Über set zung des Jesuiten Jean Brig non (1627[?] – 1712) er schien zu erst 1688, und „bien qu’il en ex iste quatre autres françaises anciennes, c’est cette traduct ion qui a été le plus fréquemment réimprimée“ [Quér ard]. Von der lang an haltenden inter nationa len Wirk sam keit zeugt das vorliegende Exemplar in beson derem Maß. Wäh rend die Ausga be selbst – im mer hin gedruckt bei Fir min Didot, dem „Imprimeur du Roi“ der Restau rationsepo che – von den Bi blio graphen über sehen wur de (we der bei Quér ard, noch bei de Backer/Som mer vogel), wur de un se rem Bändchen eine besondere Auf merk sam keit ge schenkt. Der um 1825 zu datierende fran zösi sche
Druck gelang te nach Wien, wo der Buch binder Joseph Drechsler ei nen reiz vol len, in Schwarz und Rot mit grü nen Ak zenten intar sierten, üppig ver goldeten Mosa ikein band fer tig te, auf den Deckeln mit um lau fenden goti sier enden Spitz bögen à la cathédrale als Referenz an den reli giösen Gehalt – und mit him mel blauen Seidenvor sät zen. Auch band er 66 leere Blät ter ein, die den Le sern Raum zur geist lichen Besin nung boten. Auf der letz ten ein ge bunde nen Seite fi ndet sich denn auch ein dank ba rer Be sitz ver merk: „Erhalten, von mei ner guten Ma ria Ing wer sen[?], den 28 sten Sept. 1828“. Wohl von ei ner anderen frü hen Hand stammt ein fünfseiti ger And achtsText mit der Über schrift „Empfi ndun gen des Ver trau ens zu Gott“, gerichtet an eine „Lui se“ durch „Dei ne dich in nig liebende treue Schwe ster Sophie“. Ob das Buch unter Ver wandten oder aber unter Or densschwe stern weiter gereicht wur de, ist nicht klar; von rezeptionsgeschicht lichem Inter esse ist je doch die Ver mutung, daß die Leh re von Duld sam keit und Opferbereit schaft im 19. Jahrhundert ein Residuum insbesondere für weibliche For men der Fröm migkeit dar stellte. Literatur: Vgl. de Backer/Som mer vo gel II , 168 ff. (dort nicht die se Ausg.); vgl. Quér ard V III , 605 (dort nicht die se Ausg.).
– 1781 –
Mit 17 origina len Vor zeichnungen von Va lentin Foulquier – Exemplar auf Chinapapier 555 Sévigné, [Ma rie de Rabutin-Chantal, Mar quise] de. Lettres choi sies de Madame de Sévigné. Avec une not ice par M. Poujoulat. Eauxfor tes par V. Foulquier. Tours, Alfred Mame et fils, 1871. Ra dier tes Front ispiz auf Velin pa pier, 17 ra dier te montier te Kopfvi gnet ten auf Chinapapier; zu sätzlich 17 ori ginale Vor zeichnun gen auf Kar ton. XXVI S., 411 S. Quart, unbe schnit ten (285 x 187 mm). Grü ner Maro quinband auf fünf mit Goldfileten versehene Bünde, mit gold gepräg tem Titel auf in tar siertem dunkelbraunen Rücken schild in fet tem Goldfiletenrahmen, mit recht ecki gen hell und dunkelbraunen Leder intarsien in zwei doppelten Goldfiletenrahmen in den übri gen Rücken kompartim enten, auf den Deckeln ein Rahmen aus sich abwech seln den intarsierten hellbraunen Rechtecken und dunkelbraunen Qua draten, ein gefaßt und jeweils von ein an der getrennt durch doppelte fet te Goldfileten, mit Blindfileten auf den Stehkanten, linearer und Punkt vergoldung mit zwei gold gepräg ten Blütenknospen auf den Innenkanten und mar morier ten Vorsät zen, auf dem fliegen den Vorsatz verso mit Buchbin deretikett „René Kieffer“ , in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit
Mar oquink anten (Schuber berieben, ganz vereinz elt minim al braunf leckig). Am Hof des Son nenkön igs Ludw ig XI V. gehört e der Brief wechsel als „ins Schriftl iche verl änger t e Konversat ion“ zum „festen Invent ar der aristok ra tischen Lebensfor men“ [K NLL XV, 259]. Die Brie fe der Mad ame Mar ie de Sévigné (1626 –1696), die im Umg ang mit den ‚Prez iösen‘ eine um fang r eiche feingeistige Bildung erh alt en hat t e, die „mit den meisten zeit genössischen Geistesg rößen in persön liche[n] Bez iehungen“ stand und der en Mit t eilungs bedürfn is „ungemein groß war“ [Jan 140], gingen „ber eits 1661 vielb ew undert von Hand zu Hand“ [K NLL XV, 259]. Ein fund a ment a ler Um bruch in ihr er Rolle als Briefschreib er in trat ein, nachdem sie 1669 ihre „abg öt t isch gel iebt e Tocht er an den in Pa r is leb enden Gra fen Adhémar de Grignan“ verheir a tetet hatte und dieser 1671 überr aschend auf den Posten eines Vizegouver neurs der Provence abber u fen wurde: „Die schmerzl iche Trennung wird forta n zum Lebensinh alt der Marq uise. Sie schreibt fast tägl ich“ [ebd. 260]. Die Briefe osz il l ier en zwischen Öf fent l ichem und Privat em: Zum einen zeichnen sie das Bild einer lie benden Mut t er und fürsorgl ichen Großmut t er, zum ander en schildern sie regelm ä ßig die Ereig n isse am Par iser Hof und in den Salons, von der hohen Pol i tik bis hera b zum gesellschaftlichen Klatsch. Die selbe Spannung prägt auch den Stil: Zwar erfolg te „die Niederschrift […] immer spontan aus dem erlebt en Augenblick heraus“ [ebd.] und sollt e „den Eind ruck des Un m it t elba r en und Zwanglosen her vorr ufen“ [Jan 141], doch war der „naiv improv isie rende Plaudert on“ eine kunstvolle „Pose; er schafft ein künst l iches Gegengew icht zu der an Cic er os Per ioden geschult en Strenge des Satzbaus“ [K NLL XV, 260]: „Jeder persönl iche Ged anke, jedes müt terliche Gefühl steht unter der Kontrolle des gu ten Geschmacks, und desweg en ver mög en diese Briefe mehr als Ausd ruck eines bestimmtem Kul tur w illens, als Abbild der Gesellschaft des XV II . Jahrhunderts, wen iger als persön l iche Bekennt n is se zu fesseln“ [Jan 141]. Das Briefwerk der Mad ame de Sévigné „zelebriert vollendet, wozu Geschmack und Konvent ion des Jahrhunderts gebiet er isch ver pflicht en: esprit“ [K NLL XV, 260]. Im Unt erschied zu ander en Zeit genossen dacht e sie selbst jedoch nicht an eine Veröf fent l ichung ihr er Kor r espondenz. Eine Einz elausg a b e ihr er Briefe erschien erst 1725; die erste Gesamt ausg a be 1818
– 1784 –
[vgl. ebd. 259]. Diese von Louis Monmerqué be sorg t e Edit ion „désor m ais classique“ [Not ice XXVI] bildet e die Grundl ag e für die vorl ieg ende Aus wahl. Sie versammelt 111 Briefe, davon 109 der Sévigné, in der Mehrz ahl ger icht et an ihre Tocht er aus dem ersten Jahrz wölft nach der en Verheir at ung (1669 –1680). Der Verleger Alf red Mame publiz ier t e den Band in der Reihe Chefs-d’œuvre de la littérature du XVIIe siècle, wie auch die Bossuet-Ausg ab e in unserer Sammlung [Nr. 88]. Beide wurden von Jean-JosephFrançois Poujoulat (1808 –1880) mit Abbildungen von Jean Antoine Valentin Foulq uier (1822 –1896) herausgegeben. Dieser „excellent illustrateur“ [DBF XIV, 689] schuf noch öf t er Buchi llustrat ionen „d’un dessin élégant et d’une exécution fine“ [Beraldi VI , 158] für Mame, was dem Verlag „son plus grand succès auprès des bibliophiles“ [ebd. 153] bescher te. Für den vorlieg enden „joli volume“ [Sieu rin] zeich net e Foulq uier ein ganz fi g u riges Por t rait der Mad ame de Sévigné als Frontispiz und 17 weiter e Kopfv ig nett en (nicht 18, wie Beraldi schreibt). Die Sensat ion, die sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt: Foulq uiers get uscht e Orig i n al-Zeich nungen sind unser em Exemplar beigebunden; le dig l ich zu ei ner Vi g net t e [S. 21] ist kei ne Vor zeichnung vorh anden. Bemerkenswert ist, daß die Orig in a le wes ent l ich größ er sind als die Rad ie rung en: So hat das Sévigné-Portrait Abmessun gen von ca. 215 x 150 mm, im rad ierten Zustand nur noch 143 x 100 mm, die Vig netten messen ca. 100 x 140 mm geg enü ber 65 x 94 mm. Das größ e re For m at beg ünstig t e auch eine großz üg iger e Be handlung der Sujets, und tatsächl ich sind die Skiz zen keineswegs ‚gestochen scharf ‘, vielmehr flächig hing et uscht, mit nur ganz wen ig en Weißhöhun gen. Dem Betrachter eröffnet sich so ein reizvol ler künstler ischer Kont rast, zugleich wird ihm die Interpretat ions- und Prä z isionsa rbeit ei nes ‚Repro dukt ions‘-Stechers exempla r isch vor Augen gestellt. Über diesem absolut en Ausn ah me-Tat bestand soll nicht vergessen werden, daß unser Buch nicht nur eines von nu mer ier t en 332 Vorz ugsexempla r en ist, sondern „N° 17“ von 21 Exemplaren auf Chin a papier. Der dekor at iv int arsier te Ganzm a r oq uin band stammt aus dem Atelier von René Kieffer (1875 –1963). Lit er at ur: Beraldi V I , 158; Brivois 373; Carteret III , 562 (mit fals cher Kol l at ion); Lonchamp II , 429; Osterw alder 383; Sieu rin 19 f.; Vica i re V II , 488.
– 1786 –
Verleger ein band von Boutigny 556 Shake speare, W[illiam]. Le mémori al de W. Shakspere. Contes Shaksperiens, par Charles Lamb, traduits de l’An glais par M. Alphonse Borghers, avec une introduct ion par M. Philarète Chasles, précédée d’une vie de Shakspere et de Lamb, par M. Am édée Pichot. Paris, Bau dry [und:] Stassin et Xavier, 1842. Illu strier ter Titel und 20 weitere Tafeln in Stahl stich mit Seidenvorsät zen, etwa 50 Vi gnet ten und Schmuck Initialen in Holz schnitt im Text. 2 Bl., XLVIII S., 360 S. GroßOktav (233 x 150 mm). Verlegereinband von dun kel grünem Saf fi an auf glat ten, in Goldprä gung illu strier ten Rücken mit Rückentitel, auf den Deckeln in doppeltem fet ten Blindfiletenrahmen mit großen Eck fleurons ein epitaph ar ti ger Dekor in Goldprä gung, mit blaßgelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt sowie Buchbin der marke von Boutigny verso fliegen dem Vorsatz (Rücken gering aufgehellt, Tafeln mäßig, sonst kaum braunfleckig, S. 31 f. mit kleinem Randeinriß).
Charles Lamb (1775 –1834) ging ei nem profa nen Beruf als Sekretär an der East In dia Company nach, wäh rend sein Londoner Haus zum Treff punkt von Romanti kern wie Coleridge und Wordsworth wur de. Von sei nen ei genen Werken sind es vor al lem die kriti schen Essays und die zuerst 1807 er schie nenen Tales from Shake speare, die er zu sam men mit sei ner Schwester Mary Ann Lamb (1765 –1847) ver faßte, für die er noch heute „is chiefl y remembered“ [Campbell/Quinn]. Lamb war der An sicht, Shake speare habe sei ne Stücke nicht in er ster Li nie auf Büh nenwirkung hin kon zipiert, sondern zeich ne sich viel mehr durch „absolute mastery over the heart and soul of man“ [zit. ebd.] aus. In sofern ist sei ne Um set zung von Shakespeares Dra men in NachEr zäh lun gen durch aus kon sequent. Aus diesem Blick auf Shakespeare „as a poet, rat her than playwright“ spricht zu gleich
– 1788 –
eine cha r akt er istis che, sent i ment a le „Roma nt ic vener at ion“ [ebd.], die den Dra m at iker des 17. Jahr hunderts für das 19. Jahrhundert ‚gen ießbar‘ mach te. Amédée Pichot schreibt in seiner Einf ühr ung: „Ce livre si simple, livre composé cepend ant par un des esprits les plus fins et les plus subt ils de ce siè cle, nous para ît propre à facil it er l’étude de Shaks pere bien mieux que toutes les sava ntes et pomp euses dissertations, les préfaces et les not es“ [S. II]. Dies ist die erste Ausg abe dieses Keepsake, der von 21 Stahlstichen begleit et wird, die eine pat het i sche Stim mung transp or t ier en. Der illustrier t e Tit el wurde gez eichnet von Will ia m Harvey und in Stahlstich über t ragen von Blanch ard; die übr igen Tafeln sind nur von den Stechern sig niert, nament lich Franç ois Aud ibran, Charles Geoffroy, Tony Goutière, Ferd i n and Jou bert, Ga briel Lou i s Lestu dier-Lacour und Louis Herc ule Sisco. Das Buch liegt in dem schönen rom ant ischen Verl agseinband in dunkelg rünem Saf fia n von Boutigny vor. Lit er at ur: Brivois 374; nicht bei Cart eret; Esc offier 1525; Quér ard/Bourquelot V I , 372; Sander 638; Vicai re I V, 683; zu Lamb: Campb ell/Quinn 444 f.
– 1789 –
Eines von 20 Exemplar en auf Chinapapier 557 [Shakespeare]. Delacroix, Eug[ène]. Hamlet. Treize Sujets Dessiné s. Par is, Gihaut frères, [1843]. 13 lithographierte Bl. auf Chin apapier, aufg ewalzt auf stark es Velinpapier, 3 zu sätzliche lithographierte Tafeln auf starkem Velinpapier, davon 1 zu sätzlich doublet t beiliegend. 1 Bl. (gestochener Titel) auf stark em Papier. Imper ial-Folio (ca. 544 x 360 mm). Roter Halblein en band mit Lederr ücken schild mit goldgeprägtem Längs titel und mit eing ebund en em hellbraun en Orig in alUm schlag, auf dem Inn endeckel sig niert „Stro obants“ (Um schlag ger ing fleckig). „Perh aps the most not able series ever devot ed to a Shakespearea n play“ [Ray] Eugène Delacroix (1798 –1863) hatte die Arbeit an den Lit hog raphien zu Goet hes Faust ger ade ab geschlossen [vgl. Nr. 267 f.], als ihm Shakespeares Haml et nahe trat: Im Sep t em b er 1827 gab das Par is er Odéon Auf f ühr ung en, die da m als „alle jung en Rom ant iker in Beg eister ung vers etzt en“ [Huyghe 182], Delacroix aber auch mit „Ged anken an den Tod, seine Pein und seine Rätselh aft igkeit“ bed rängt en [ebd. 330]. Ihn ber ührt e Hamlets See lend ra m a zudem auf besonder e Weise: Er war „nicht der Sohn dessen […], den er als Kind gel iebt und zu tiefst verehrt hatt e; er mußt e sich eingestehen, daß sei ne so sehr gel iebt e Mut t er kein tadelf reies Leben gef ührt hatt e“ [ebd. 182]. Wurde Hamlets Vat er um gebracht, so suchte Delacroix zeitlebens ohne Er folg nach seinem biolog ischen Erz euger. Nicht zu letzt aus dieser Qual erk lärt sich, daß er von dem Them a dauerh aft „angez ogen wurde, ja besessen war“ [ebd.]. Nach einer ersten Hamlet-Lit hog raphie im Jahr 1828 entstanden 16 weiter e im Zeitr aum von 1834 bis 1843. 13 von diesen wurden im Jahr 1843 von Villain ged ruckt und erschienen als Album bei Gihaut; laut Car t eret bet rug die Gesamt aufl age led igl ich 80 Exemplar e – unser es ist eines von nur 20 auf auf gewalzt em Chin apapier. Eine zweit e Ausg a be kam erst post hum 1864 in 200 Ex em pla r en her aus. Dar i n wur den auch die drei bis her un g e d ruck ten Zeichnung en publiz iert; diese sind unser em Album als Drucke avant la lettre auf Vel inpapier nachgebunden, eines davon, Le chant d’Ophélie, liegt zusätzl ich doublet t bei. Mit der „Schät z ung der Il lu stra t io nen“ tat sich die Kunsth istor ie anfangs ähnlich schwer wie bei den Faust-Darstellungen: „Sie wird uns erschwert
durch Über t reibungen des Gestenausd rucks, die in der Schwarz-Weiß-Redukt ion der Lit hog ra phie durch das Fehlen der Farbe, des eigentlichen Lebenselement es der D[elacroix]schen Kunst, dop pelt fühlbar werden“, heißt es gew unden bei Thie me/Becker. Arthur Rümann widersprach: „Sein Pat hos ist niem als Pat het ik, es bleibt immer von sei nem starken Temp er a ment durchglüht“ [Rümann 120]; expliz it verw ies er auf die „starke Einf ühlung in den theat ralischen Geist“ [ebd. 122]. Dies ist in der Tat der Fall: Auf der fünften Tafel – Hamlet läßt die Schauspieler die Szen e der Erm ordung sein es Vaters spielen – sind die Fig ur en wie auf einer Bühne vor der Bühne angeordnet; auf der sechsten reicht Ham let vor einem schwer en Vorh ang Güldenstern die Flöte zum Spiel wie zu einem Konz ertauft ritt, auf der zehnt en lupft er theat ral isch einen Vorh ang über dem erstochenen Polon ius. Mit ander en Mit teln err eicht Delacroix diesen Effekt beim Geist auf der Terrasse, auf den insges amt nur fahles Mond licht fällt; „hell erleuchtet erscheint dagegen der Boden der Terrasse, so dass die Darstellung an eine Theat erszene er i n nert“ [Géricault, Delacroix, Dau mier 98]. Die Farbigkeit verm ißt René Huyghe dann auch in keiner Weise, vielmehr würden „mit der Gegenü berstellung von Schwarz und Weiß alle
– 1790 –
Mögl ichkeit en der Helldunkel-Techn ik in den In ter ieurs wie in den Mondn ächt en auf der Terr asse von Helsingör genutzt“ [Huyghe 330]. Ray beschei nigt Delacroix schließlich die treffende Ausw ahl der „dramat ic highl ights“ [Ray I, 213] des Stückes. In der emot ion a len und theat ra l is chen Bewegt heit der Fig ur en erkennt Huyghe „nur wen ig von dem Bemü hen um jene Ausgeglichen heit der Li n i en“, das zugleich ein „Bemühen um die Klassik“ [ebd. 331] wäre – aber: „Läßt sich etw as denken, was so sehr im Geiste Shakespeares geh alten ge wesen wäre und zugleich so sehr den Vorstellun gen der Rom ant ik entsprochen hätt e?“ [ebd. 330 f.]. Keineswegs darf man dar i n mangelnden Stilw illen sehen; verglichen mit den ält er en Faust-Lit hog ra phien sind diejen igen zu Hamlet sog ar „ausgewo gener und klassischer in Komp osit ion und Aus führ ung“ [Géricault, Delacroix, Dau mier 93]. Dies wird im Ausstellungsk at a log Géricault, Delacroix, Dau mier am Beispiel der Tafel 12 – Hélas! Pauvre Yorick! – exemplar isch an den Blicklin ien der vier Bet eil igt en vorgef ührt, die sich über Yoricks Schä del kreuz en: „Delacroix hat hier eine schlüssige, ger adez u monu ment a le Komp osit ion ges chaf fen, der en Mit t e der Tot enschädel ist. Ebenso überz eu gend, wie er die Darstellung psycholog isch durch drungen hat, sind die zeich ner ischen und lit hog ra phischen Mit t el meisterh aft eingesetzt“ [ebd. 104]. Insgesamt kom men die Kat a logaut or en zu dem Ur teil, die „handlungsget reuen und nua ncenr eichen“ Graphiken stünden „im Grad ihr er künst ler ischen Durchd ring ung Gem älden nahe“ [ebd. 93]; für Ray sind sie schlicht „a masterpiece of illustrat ion“ und „perh aps the most not able series ever devot ed to a Shakespearea n play“ [Ray I, 213]. Proven ienz: Auf den ersten 13 Tafeln kleiner ro ter Monog rammstempel „ AL“ [Lugt 140], das ist der Par iser Bank ier Alfred Lebrun (1830 –1898/99). – Auf dem In nendeckel das farbig illustrier t e Ex l i bris von Vict or Mercier (1853 –1931), mit dessen Kol lat ionsver merk vom 13 Aug ust 1910 (Aukt ion 1937, I, Nr. 316, noch ohne die separ ate Doublette: frs. 3.900). – Auf den Ta felr ückseit en winz iger Mono grammstempel „H. M. P.“ [nicht bei Lugt]. Lit er at ur: Bénézit I V, 365 (inkorr ekt); Beraldi V, 164; Cart eret III , 191; Géricault, Delacroix, Dau mier 92 –105; Huyghe 182 und 330 f.; Lonc hamp II , 124; Osterw alder 300; Rahir 393; Quér ard/Bourquelot III , 176; Ray I, 209 (Abb.) und 211 ff., Nr. 145 (2. Aufl.); Rümann 121 f. (mit Abb.); nicht bei Sieu rin; Thieme/ Becker 8, 572 f.
– 1792 –
Im zeit genössischen Mosa ikein band à la cathédrale von Dupla nil fi ls 558 Les six codes, avec in dicat ion de leurs disposi tions corrélatives. Aug mentés de la char te constitut ion elle, du tarif des frais de just ice, de la loi sur le sacrilège; d’un choix des autres lois, décrets, ordonnances, formant le complément de la législat ion civile, commerciale et cri minelle, de l’ordonnance exécutoire du code fore stier, et d’une table des matières. Paris, PichonBéchet, 1828. Druckersi gnet von Didot in Holz schnitt auf dem Titel. 2 Bl., IX S., 878 S., 107 S. – Auf extrafeinem Papier gedruckt. – Text in schwar zen Rahmen ge setzt. Sedez (98 x 61 mm). Auberginefarbener Maroquinband der Zeit auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rücken titel, Rücken und Deckel mit reich stem floralen und li nearen Dekor mit Motiven à la cathédrale in Gold und Leder intarsien in Rot, Ocker, Hellbraun und zwei ver schiedenen Grüntönen, auf dem Rücken kleine or namen tale Akzente in Blindprä gung, mit Gold schraf fen auf den Stehkanten, doppeltem Goldfiletenrahmen und weiterem Rahmen aus einer schraf fier ten Goldlinie auf den In nenkanten, mit Doublüren und Vorsät zen aus rosaroter Moiré seide mit Goldbordüre sowie mit Ganz gold schnitt,
am Fuß si gniert „Du planil“ , auf dem Vor satz ver so Buchbin deretikett „Duplanil. fils“ (Papier schwach gebräunt bzw. braunfleckig, S. 419 – 426 mit 1 cm lan gem Randeinriß). Die gesetz lichen Grund la gen der Restau rations Epo che – im zeit genössi schen Mosa ikein band von Dupla nil fi ls Ein reprä sentati ver, reich dekorier ter Mosa ikein band der Restau rationszeit legt sich um ein Bänd chen, das die recht lichen Grund la gen ebendie ser Epo che zum Gegen stand hat. Nach der Abdan kung Napoleons und der Wieder ein set zung der Bourbonen mon ar chie erließ König Ludwig XVIII . an läßlich sei ner Thron be stei gung am 4. Juni 1814 die Char te constitut ion elle, die der Samm lung in latei ni scher Pa gi nierung vor an ge stellt ist (S. IIX). Diese Ver fassung, die im Unter schied zu ih ren re volutionä ren Vor gän gern nicht vom Volk er las sen wur de, leg te die Grund la ge für ein kon stitutionel les System mit ei ner starken
– 1796 –
mona rchis chen Spitz e. Der Kön ig er n annt e die Min ister, schloß auß enp ol it is che Ver t räg e, ent schied über Krieg und Frieden, kontrollierte das Mil it är und besaß in Ausn ah mez uständen weit ge hende Voll m acht en. Aus napoleon ischer Zeit stam men indes die fünf wicht igsten Codes: der Code civil von 1803, der Code de proc édure civile von 1806, der Code de com merce von 1807, der Code d’ inst ruct ion criminelle von 1808 und der Code pénal von 1810. Ihnen angefügt ist der Tar if des frais et dépens pour la ressort de la cour royale de Par is und ein Append ix. Einz ig der separ at pag in ier t e Code forestier (am Ende des Buches) wur de unter der Ägide des zweiten Bourbonenkön igs Karls X. im Jahr e 1827 erl assen. Das insgesamt gen au 1000 Seit en um fassende Buch wurde auf ext ra feinem Papier ged ruckt, selbst ver ständl ich bei Jules Didot ainé, dem „Imprimeur du Roi“. Der Buchbinder Dupla n il fils glänzt e mit ähnl ich hohen Refer enz en: Auf seinem Etikett fir m iert er als „Relieur de son Altse Royle Mad ame Dauph ine“,
das war Ma r ie-Thérèse-Charlot t e von Frank r eich, die Tocht er Ludw igs XV I ., nach ihr er Heir at im Jahr 1824 mit dem Sohn Karls X., Louis-Antoine de Bourbon. Als Werkstattadresse gibt das Etikett die Par iser Rue de Savoye 6 an, wo Duplan il fils bis 1834 ansässig war. Dies mark iert also den defi n i tiven terminus ante quem für den Einband, doch ist davon ausz ugehen, daß er noch vor der Jul ir evolu tion 1830 und som it un m it t elbar nach Erscheinen des Buches 1828 gefer t igt wurde. Duplan il fils schuf „un vaste choix de décors“ – keiner der sieb en bei Culot gez eig t en Einbände kommt dem vorl iegenden besonders nahe. Dieser läßt indes Ähnl ichkeit en mit denen von E. Vogel und René Simier, dem „Relieur du Roi“, erken nen, insbesonder e in der von Flor aldekor umgebe nen zent ra len int arsier ten Roset t e auf den Deckeln. Lei der läßt sich der si cher l ich gleich falls hoch gestellt e Auf t ragg eb er des wie neu erh alt enen Einbands nicht nam h aft machen. Lit er at ur: Zu Duplan il fils: Culot 499; Fléty 64, Ramsden 79.
– 1797 –
Exemplar auf Bütt enpapier 559 Soulary, Joséph in. Sonn ettes humouristiques. Nouvelle édition con sidérablement augm entée, précédée d’une préface en vers par Jules Janin. Lyon, Scheur ing, 1859. Verfasserport rait mit Seidenvorsatz, 7 Textabbildungen in Holzschnitt. XV S., 4 Bl., 197 S., 1 Bl. – Auf Büt ten papier gedruckt, Titel und Vorrede in Schwarz und Rot. Oktav (195 x 122 mm). Weinr oter Mar oquinband auf fünf von Blindf ileten eingefaßte Bünde, mit goldgepräg tem Rückent itel, Goldf ileten auf den Steh-, DentelleBordüre auf Innenk anten, marm or ierten Doublüren und fliegenden Vorsätzen sowie mit Ganzgold schnitt (Rücken leicht aufgehellt). Druck auf Büt t enpapier Der Dicht er Joséph in, eig ent l ich Jos eph-Ma r ie Sou l ary (1815 –1891), stand Jules Ja n in, Ar sène Houssaye und der Dich t er g rup p e der Parn assiens nahe, die sich am Prinz ip des L’art pour l’art orient iert e. Die 1858 nur „à pet it nombre“ [Car teret] ged ruckt e Erst ausg a be seiner Sonet t e – dar unt er das klassisch gewordene Les deux Cortèges – war auf Anh ieb „un grand succès. Leurs sujets,
fam il ier s, traités avec une délicatesse d’où quelque mièvrerie n’est pas absent e, ont pour thème essent iel le bonheur dans l’acceptation d’une vie modeste et d’un horizon limité“ [DLF]. Dem Zeitgeist des Zweit en Kaiser r eichs entsprechend ging das ro mant ische Empfi nden zu neh mend in zu f riedener bieder er Bürgerl ich keit auf. Car t eret er wähnt als Illustrat ion nur das Por t rait mit der faksim il ier t en Sig nat ur des Dicht ers, nicht je doch die sie b en Text holz s chnit t e, die sich in der hier vorl iegenden, er weit er t en zweit en Ausg a be von 1859 finden. Sie wurden von Jean-Étienne Dardelet (1824 –1876) nach Vorlagen von Jean-François Dubouchet (1823 –1880) ausgef ührt. Das Exemplar liegt auf Büt t enpapier vor. Proven ienz: Illustrier t es „Ex-Libris du Ca binet d’un Vieux Bibliophile“, d. i. Jules Couet, auf dem Spieg el. – Dar u nt er goldg epräg t es Lederex l ibris von Henr y Burt on (1890 –1971). Lit er at ur: Cart ere t II , 339; DLF II , 407; Lonc hamp II , 433; Rahir 643; Vica i re V II , 595; zu Du b ouchet vgl. Thieme/ Becker 10, 4.
– 1798 –
Ein ungewöhn licher romantischer Mosa ikein band 560 Souvenir D’amitié. [Auf dem Hin terdeckel]. Ohne Ort und Jahr. 52 Bl. (eini ge bläulich bzw. bräunlich getönt), darauf montiert 123 über wiegend ganz seiti ge Photographien, 1 farbige Zeichnung auf Seide. QuerFolio (250 x 330 mm). Rotbrauner Maroquinband um 1850 auf vier von fet ten Blindfileten ein gefaßte fal sche, sehr breite goldor namen tier te Bünde, die dadurch gebildeten, mit Goldfileten ge rahm ten Rückenkompartim ente mit floralor namenta lem Gold dekor und im Mit telfeld mit grüner, sonst mit roten Ledereinla gen, auf den Deckeln ein von fet ten und ma geren Goldfileten gebildetes, ovales, doch vielecki ges Mit tel stück, vorn mit Monogramm „A. de M.“ , hinten mit In schrift „Souvenir D’amitie“ , die ses um geben von Schmuckmotiven à la cathédrale, aus Grundfor men von Kreuz und Kreis, Spitzbogen und Roset te sowie floral or namentalen For men gebil det, die in Rot, Grün und Ocker intarsiert sind; die ses Schmuckfeld in ma gerem
und fet tem Goldfiletenrahmen, außen ein fünf facher Goldfiletenrahmen mit qua drati schen Eckstücken und zwölf weiteren un gewöhnlichen, in Ocker, Rot und zwei Grüntönen intarsierten Fleurons, mit gold gepräg tem Mä an derband auf den Innenkanten sowie Doublüren und Vor sät zen aus violet ter Moré sei de und mit Ganz gold schnitt, in rotbrauner Maroquinmappe mit ge schwun ge ner Schließla sche und dreifachen Goldfiletenrahmen mit Fleurons in ma gerem und fet tem Goldfiletenrahmen auf den Decken (Mappe beschabt und ver färbt, ein Falz et was an geplatzt; eini ge Bilder mit kleinen Knick spuren o. a. Läsuren, Bilder auf 12 Seiten teils etwas un sauber ent fernt). Weit über 100 Photographien aus der Zeit vor 1900 in diesem Al bum er zäh len von ei ner oder von meh reren Rei sen, als ein „Sou venir D’amitié“, mit dem ein gewisser „A. de M.“ beschenkt wur de, oder das er sich selbst an leg te. Symptomatisch wirken die er sten neun ganz seiti gen Bilder: ma kabre Ein blicke
– 1800 –
in die Kat a kom ben der Kapuz iner in Pa ler mo, sei es als Ausd ruck reiner Sens ationslust, sei es als schauer-rom ant is che, mel anc hol is che Verg eg en wär t ig ung der Verg ängl ichkeit, nicht ganz unpas send für ein Er i nner ungsa lbum. Geog raphisch eher unsystem at isch reihen sich dann Bilder aus Städ ten wie Brüssel, Spa, Nanc y, Antwerpen, Amster dam, Brügge, Chamonix, Cannes, Nizz a und Mon a co aneina nder. Mehr er e Phot os dok u ment ier en den spekt ak ulär en Brand der Seebrücke in Cannes; fünf Aufn ahmen zeigen das von Vict or Hugo im Exil von 1856 –1870 bewohnt e Hauteville House auf Guernsey; das Mar-Saba- bzw. Sabas-Kloster bei Bethlehem mark iert wohl den entferntesten Punkt der Rou te. Ein dez id ier t es bildungsbürgerl iches Int ere sse spricht nicht aus den Bildern; nur wen ige Kunst werke sind zu sehen, dar u nt er eine nackt e ant ike Venus aus Sy r a k us. In zahlr eichen Landschafts bildern stehen sich nörd l iche (hol l änd ische), al pine und med it er r a ne Lands chaf t en geg enü ber; auch aus ihnen spricht ein Sinn für Kur ioses: ein gestrandet es Segelschiff – eine Bergsteigerg ruppe am Montblanc – der Gießbachfall im Berner Ober land – ein Felsent or – ein verschneit er Palmenh ain. Zahlr eiche Bilder sind rückseit ig von Hand in fran zösischer Sprache beschrif t et. Weit er wissen wir nichts über den Besitz er.
Der wunderba r e, von einer zeit genössischen Leder mappe geschützt e int arsier te Ma r oq uineinband des Albums wird ihm nicht wen iger kost bar gewesen sein als der Inh alt – für uns stellt er die Hauptatt rakt ion dar. Er stammt ber eits aus der Mitt e des 19. Jahru nderts. Die Opt ik wird geprägt durch fet te Goldl in ien, die ein kräf t iges Muster bilden, in das sich der überr eiche goldgeprägte und in Rot, Ocker und zwei Grünt önen mosaiz ier t e rom ant i sche Dekor einf ügt. Kräf t ige Lin ien und Farben ge ben dem Schmuck auf den Deckelplatten eine au ßerordent l iche Präsenz und Präg nanz. Weder bei Culot, noch in Henr i Berald is La reliure du XIXe siècle findet sich ein dir ektes Pend ant; im Magg sKat alog 661 ist jedoch ein Einband mit demselben Deckeldekor abgebildet [Nr. 263, Ta fel XCV I]. Er wird dort J. M. Kronheim zugeschrieben, der von etwa 1840 bis 1855 in London tät ig war. Ramsden kennt ihn nur aus diesem Kat alog, Fléty führt ihn nicht an – wir haben es also mit einem ebenso un gewöhnl ichen wie selt enen Meistereinband zu tun – man vergleiche aber in diesem Kat alog Nr. 153, das herrl iche Album um die Dever ia, eine Fundg rube der lit er a r ischen und künst ler ischen Tendenz en der franz ösischen Rom ant ik. Proven ienz: Goldgepräg t es Monog ramm „A. de M.“ auf dem Vorderdeckel. Liter atur: Magg s 661, Nr. 263 und Tafel XCV I ; zu Kronheim: Mala vieille, S. 242; Ramsden 114.
– 1802 –
Eine unr omant ische Anti-Utopie: satirische Illustrationen von Bertall 561 Souvestre, Émile. Le mon d e tel qu’ il sera. Illu stré par MM. Bertall, O. Peng uilly et St-Germ ain. Par is, W. Coquebert, [1846]. 10 Tafeln, 78 Textabbildungen, alle in Holzschnitt. 2 Bl., 324 S. Groß-Oktav (243 x 156 mm). Langgen arbter nachtblau er Halbm ar oquinband auf vier mit dreifachen Gold fileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Autorn am en und Titel, jeweils in Goldf iletenrahm en, in zwei sowie orn am entaler Verg oldung in doppeltem Filetenrahm en in drei Rückenk ompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und eingebunden em illu strierten Orig inal-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken), auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „P. Affolter“ (Unterk anten berieben, stellenweise braunf leckig). Der Rom ancier Émile Souvestre (1806 –1854) er faßt e in diesem dyst opischen Rom an „précocement les dangers du machi nisme, les ma n ipul at ions du psychisme et l’inhu m anité d’une société obsédée par les richesses matérielles“ und eine Zuk unft, in welcher der Mensch „était devenu l’esclave de la machine et l’intérêt le remplaçant de l’amour“
[Utopie 247]. Sei ne Ableh nung gründet e sich nicht nur auf eine rom ant ische, sondern eine hu m a n isti sche Grundh alt ung; seine Tendenz „à une sort e de prédication morale est en effet le car actère le plus marqué de ses rom ans et de ses nouvelles […] l’in tent ion philosophique n’y manq ue ja m ais“ [Hoefer]. Die „glänzende Satire Émile Souvestres auf das 19. Jahrhundert“ [Rümann] wurde in der Hauptsache mit ei ner besonders statt l ichen Rei he „gut er Bert a llscher Illustrat ionen“ bebildert. Von ihm stam men neun der zehn Ta feln, al le s amt ganzfig u rige ka r ik ier ende Por t raits, sow ie die Mehrz ahl der 78 Text holzschnit t e. Die beiden ander en Illu strator en Peng uilly und St. Germ ain haben dem gegenü ber „keinerlei Bedeut ung“ [ebd.]. Eingebun den in den tadellosen Halbm a r oq uinband von Paul Af folt er ist der selt ene, cremefarb ene illustrier t e Orig in al-Umschlag. Lit er at ur: Beraldi II , 48, Nr. 12; Brivois 378; Cart eret III , 566; Hoefer 44, 266; Lonchamp II , 434; Quéra rd/Bourquelot V I , 402; Rahir 644; Osterw alder 814 (nur Peng uilly); Rümann 192; San der 645; Utopie 247; Vicai re V II , 634; zu Affolt er: Fléty 10.
Aus den Samm lungen Vautier und Tissot-Dupont 562 Souve stre, Émile. Le mon de tel qu’ il sera. Illu stré par MM. Bertall, O. Pen guilly et StGer main. Paris, W. Coquebert, [1846]. 10 Tafeln, 78 Textabbildun gen, alle in Holz schnitt. 2 Bl., 324 S. GroßOk tav, un be schnit ten (248 x 157 mm). Grob genarbter nachtblau er Halbmaroquinband auf fünf mit Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold gepräg tem und gerahmtem Rückentitel, dekorativer Vergoldung in drei fachem Filetenrahmen in den übri gen Rückenfeldern, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebun denem, illu strier tem Ori ginalUm schlag (ein schließlich des illu strier ten Um schlag rückens), auf dem fliegen den Vorsatz verso si gniert „V. Champs“ . Die ses Exemplar, un be schnit ten und mit dem il lu strier ten Ori gi nalUm schlag gebunden von Victor Champs, stammt aus den Samm lun gen An toine Vautier und André TissotDupont. Provenienz: Auf dem Spiegel das farbig il lu strier te Ex li bris von Antoine Vautier (dessen Kata log II , 1977, Nr. 191: frs. 1.650). – André TissotDupont (dessen Auk tion 2016, Nr. 504).
– 1809 –
55 Original zeichnungen von Gustave Staal v. a. zu Chateaubriands Werken, dazu 101 Stiche 563 Staal, Gustave. Des sins originaux de Gustave Staal pour François-René de Chateaubriand et Paul Féval [auf dem Rücken]. – [Paris], 1846 –1851. 55 ori ginale Zeichnun gen, meist auf Kar ton, montiert auf Velinpapier, die ses auf Stegen, mit transparenten bedruck ten Überle gern; 101 Stiche, teils auf Velin-, meist auf auf ka schier tem Chinapapier, auf Stegen. Und: 56 lose Kar teiblät ter auf stärkerem bräunlichem Papier. Quart (Trä ger papier: ca. 296 x 240 mm). Kar teiblätter: Quer-Quart (245 x ca. 305 mm). Dunkelroter Halbmaroquinband aus der Mit te des 20. Jahrhun derts auf glatten Rücken mit Titel und reicher Or nament ik in Goldprä gung, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Doublüren und Vorsät zen, auf dem Innen deckel si gniert „Alix“ , und rote Halbmaroquinchemi se mit gold geprägtem Rückentitel, jeweils in Pappschuber mit Maroquinkanten. Al bum mit 55 Ori gi nal zeich nun gen von Gu stave Staal, dazu 101 Stiche Gu stave Staal (1817 –1882), ein Metz ger sohn aus der Champa gne, war zu nächst Hand lungsgehil fe in einem Pa ri ser Kurz wa ren ge schäft, ehe er be schloß, Künst ler zu wer den. Der Hi storien ma ler Paul Delaroche nahm ihn „en af fect ion pour l’ex trème fi ni de ses dessins“ [Beraldi] als Schü ler an. Staal per fektionier te diese Ei gen schaft: Sei ne hier vorliegenden 55 Ori gi nal zeich nun gen bestechen durch eine unglaubliche Fein heit, Detail liert heit und Prä zi sion; man verkennt in sofern sei ne ei gent lichen Qua litäten, wenn man von ei ner „akademi schen Trockenheit der Ausfüh rung“ [Bilder welten 128], oder gar, wie Beraldi, von „fadeur“ spricht. Sta als Zeich nungen kom men fast über all mit dem Blei stift aus, den er in al len Nu ancierun gen ein zu set zen ver steht, nur gelegent lich wer den Li nien mit der Feder nach gezogen oder punk tuell Höhun gen in Ocker oder Weiß gesetzt. Der Hang zur sti li sti schen und tech ni schen ‚Vollendung‘ kam ihm insbe sondere bei der Aufga be zu gute, be stehendes Il lu strations materi al zu Werk ausga ben von François René de Chateaubri and (1768 –1848), dem viel gele senen Be gründer der fran zösi schen Romantik, für neue Editionen zu ‚er gän zen‘ – dies in ei nem doppelten Sinn: Von den 49 hier ver ei nig ten Zeich nun gen zu Chateau briands Œuvres stel len 17 freie Bilder fi ndun gen Sta als dar – von diesen sind 16 si gniert und meist
– 1810 –
datiert. Bei 32 (davon eine si gniert) er weiter te er hin gegen bereits vorhandene Stiche von Al fred und Tony Johan not, Jules David und Lou is Marckl (teils aus der Ausga be Pour rat/Fur ne 1832). Diese ei gen tüm liche Kom bi nation von Druck graphik und Ori gi nal zeich nung ist im Rah men un serer Samm lung ein ein ma li ges Phä nomen. Hier zei gen sich Sta als speziel le Fä higkeiten in der ‚ge sto chen schar fen‘ und über gangslosen Fort set zung der vor gefunde nen Motive, wobei er teils die räum liche oder land schaft liche Um gebung or ga nisch er weitert, teils ober oder unterhalb des zentra len Motivs weite re ‚Eta gen‘ mit fi gürlichen, teils my thischal legori schen Szenen hin zu fügt. Mal ka schiert, mal unver mit telt, im mer aber ef fekt voll, begeg nen da bei die ver schiedenen Rea litätsEbenen ein ander, kön nen sich Him mel und Erde berüh ren. Solche Wahr neh mungsEr weiterun gen ha ben oft mals auch eine reli giöse Di men sion: Al lein 19 Il lu stra tio nen be tref fen Cha teau bri ands zu erst 1803 er schienenes „reli gionsphi losophi sches Rie senwerk“ [Bilder welten 88] Le Génie du Chri sti anisme, das ge gen die Auf klä rung gerichtet war und die ethi schen, ästheti schen und emotiona len Aspek te der katholi schen Reli gion betonte.
13 Zeichnungen schuf Staal zu dem pathetischen Prosa-Epos Les Mart yrs, ou le Triomphe de la relig i on chrétienne, in dem ein Liebespaar im späta nt iken Rom erst im gemeinsa men Mär t y r er t od zusam men kommt. Die übr igen Zeichnungen ver t eilen sich auf sieben weit er e Werke Chat eaubria nds: fünf zu sei nem Reiseb er icht L’ itinéraire de Par is à Jérusalem, je drei zu Les Natchez und den Études historiques, zwei zu den Erz ählungen Atala und Les avent ures du dernier Abencérage, je eine zu Moÿse und Cromwell et les quatre Stuarts. Ausg a ben von Chat eau bria nds Œuvres com plètes mit Abbildung en nach Gustave Staal erschienen 1849 –1850 in 5 Bänden bei Lecou bzw. in 20 Bänden bei Penaud, auch 1859 –1861 in 12 Bänden bei Garn ier [vgl. Vicai re]. Fünf selbständ ige sig nier t e Zeichnungen sind Bild vorlagen zu Paul Féva ls 1851 –1852 in acht Bänden erschienenem Werk Les tribunaux secrets, die letzt e, ebenfalls sig nier t e Bleistiftz eichnung ist of fenbar die Tit ela bbildung zu einem Buch über rel ig iöse Er ziehung; hier sind ent sprechende Unt er r ichtsgegen stände zu einem Rah men angeordnet. Mögl icher weise blieb diese Il lustrat ion unpu bli z iert.
Angesichts von Staa ls zisel ier t er Zeichent ech n ik ist es besonders reiz voll, die Orig in a le mit ihr er druck graphischen Umsetz ung zu vergleichen. Dies gilt so wohl für seine Bild-Erweit er ungen als auch für die freien Zeich nungen: Die größt e Herausforder ung für die Graveur e – hier vor allem Charles Geoffroy, daneben u. a. Ferd in and Delanoy – bestand dabei nicht in der prä z isier enden Int er pret at ion skizz en haf t er Vorl agen, sondern im Zwang zum exa kt en Faksim ileschnitt. Das Int eresse ger ade dara n dürf te den auf Buchg raphik spez ia l isier t en Samm ler Victor Déséglise (1839 –1916) bei der Zus ammen stellung des Konvoluts geleit et haben, denn zu den Zeich nungen versam melt e er insgesamt 101 Stiche, oftm als in zwei, drei, dreim al sog ar in vier verschie denen Druck z uständen; led igl ich zu zwei Zeichnun gen liegt keine Graphik vor. Exempla r isch herausg eg rif fen sei das erste Mo tiv, Atala dans la fôret, n’offrait plus qu’une faible résistance: Staa ls Zeichnung auf grauem Kart on er gänzt die von Tony Johannot gestalt et e Uma r mung zwischen Atala und dem Ind ianer Chactas vor einem Baumstamm um ein Blätt erd ach und den Ausblick in eine Landschaft (wof ür ein drohend aufz ucken der Blitz weg r et uschiert wurde); bodendeckende Pflanz en zu ihr en Füßen erweitert er zu einer bo genf ör m igen Girl ande, die im unt er en Ber eich ein zweit es Bildfeld eröff net: In der zart g rau lav ier t en Szene kniet Atala bittend vor einem Geistlichen, Chactas tritt seitl ich herz u. Es folgt die zugehör ige Rad ier ung auf Chin apapier, sod ann die ursprüngl i che Rad ier ung in drei Zuständen, näml ich zwei ver schiedene Va r ia nt en avant, eine avec la lettre. Eine Besonderheit stellt das Mot iv Amélie dans le bras de René aus der Künst ler novel le René dar. Hier besitz en wir zwar nicht die Orig in alz eichnung (diese hing ger ahmt in Déséglises Dom iz il Schloß Frapesle bei Issoudun), sondern nur einen Probe druck der von Staal er weit er t en Illustrat ion auf Chin apapier, dazu allerd ings ganz e fünf verschie denene Probed rucke der ursprüngl ichen Rad ier ung von Taver n ier nach Alf red Johannot. Cha r akt er i stisch ist auch hier die inh altl iche Zut at Staa ls, wel che die Moment auf n ah me der leidenschaft l ichen Uma rmung in der zweit en, unt er en Ebene um eine ander e Gef ühls- und Zeitd i mension er weit ert: Zwei med aillona r t ig e Bildchen zeig en die Prot a gon i sten einsam sinn ier end, René in freier Landschaft, Amélie durch die Git t erstä b e ih r er Kloster z elle blickend.
Ein ausf ührl ic her Durchg ang durch dies e Samm lung von Zeichnungen und Grav ur en er mög licht eine Fül le solcher Beobacht ungen, mit denen sich die – viel leicht noch un z u r eichend gew ürd ig te – spez i fis che künst ler is che Eig ena rt Gustave Staa ls mit jener Prä z ision nachvollz iehen läßt, die er tat s äch l ich verd ient. Ein nützl iches Hilfsm it tel sind die 56 Kar t eiblät t er mit Beschreibungen des gesamten Mater ia ls wohl von der Hand Désé glises, die separ at in Chem ise und Schuber beige geben sind. Ein später er Besitz er ließ das Konvo lut von dem Par iser Buchbinder Henr i Alix (tätig 1948 –1959) in dem vorl ieg enden sol iden HalbMa r oq uinband zusam menfassen. Proven ienz: Sammlerstempel von Vict or Déséglise (1839 –1916) auf den Zeichnungen [Lugt 356c] und auf den Kart eiblätt ern [Lugt 356d]. Lit er at ur: Vgl. Vica i re II , 301 f.; zu Gustave Staal: Beraldi XII , S. 53 – 55; Osterw alder 10 04; Thieme/Becker 31, 429; zu Déséglise: Lugt II , S. 54 f.; zu Alix: Fléty 10.
– 1814 –
„Fem in istischer Themena nschlag“: in elegant en Romant ikereinbänden von Boutigny 564 Staël, [Anne-Loui se-Germ aine Necker, bar onne de]. Cor inne ou l’Italie. 2 Bde. Par is, Treuttel et Würtz, 1841 –1842. 1 Frontispiz in Holzschnitt, zusamm en über 300 Text vig netten, Kopf leisten und Zierinitialen in Holzschnitt. 2 Bl., 425 S., 1 Bl. Und: 2 Bl., 504 S., 1 Bl. – Text in schwarzen Rahm en gesetzt. Okt av (222 x 141 mm). Viol ette Kalbl ed erbänd e der Zeit auf glatte Rücken, mit goldgeprägten Rückenti teln und dek orat iver Rücken- und Deckelverg oldung aus Rocaillen, Rank en und mehrfachen Filetenrahm en, mit Dentellebordüre auf den Inn enk anten, Doublüren und Vorsätzen aus elfenbeinfarbenem Moirépapier und Ganzg oldschnitt, verso fliegendem Vorsatz von Bd. I mit Buchbinderetik ett von Boutigny, in modernem, mit Filz ausgeschlagen em Pappschuber mit Lederk anten ( Vor sätze am Rand oxydiert, durchgehend schwach braun fleckig). Der aut obiog raphische Rom an der Mad ame de Staël in der schönsten illustrier t en Ausg a be: Rom ant ik versu s Konvent ion Cor inne, eine in Ita l i en leb end e Dicht er in und Ma ler in, beg eg net Os w ald Lord Neville, dem sie ihre sen t i men ta le Begeister ung für die ital ien is che Kult ur ver mittelt. Als er sie heir a ten will, gesteht sie ihm, daß sie selbst englischer
Herk unft ist und sich nach einem Fa m il ienkon fl ikt über die star r en gesellschaft l ichen Konvent ionen hinweggesetzt hat, um in Ita l ien ihr en künst ler i schen Neig ungen zu leben [vgl. K NLL XV, 862]. Os wald kehrt nach England zur ück „mit dem Plan, Cor inne mit ihr er Fam il ie zu versöhnen, sie zu hei rat en und in den Augen der Welt zu reh abil it ier en. Doch im mor a l ischen Klim a seiner Heim at, fern von der geliebten Frau, erliegt er wieder dem ihm anerz ogenen Respekt vor der Konvent ion und den gesellschaft l ichen Vor u r t eilen“ [ebd.] – er heir at et, dem Wunsch der Fa m il ie entsprechend, Cor innes Halbschwester Lucile. Als „fem in istische Thesena nschläge, ver faßt von einer emanz ipier t en Frau“ [Engler 16], cha r ak ter isier t e Win f ried Engler den Ich-Rom an der Mad ame de Staël (1766 –1817), der in aufk lärer i schem und Rousseauschem Geist erzogenen Tocht er des franz ösischen Fin anzm in isters Necker. Für die „rom ant is che und leidens chaft l iche Gener at ion“ ihr er Zeit war es freilich „das Buch einer idealen Lieb e“ [K NLL XV, 862] mit stark aut obiog raphi schen Zügen: Tatsächlich reflektiert das Werk so wohl die Bez iehung der Mad ame de Staël zu dem jungen Diplom at en Pierre de Souz a-Holstein als auch ihre Ital ien-Reisen in den Jahr en 1804 –1807, auf denen sie von Aug ust Wilhelm Schleg el be gleit et wurde. 1807 erschien auch die franz ösische Erst ausg a be, ber eits kurz e Zeit spät er die deutsche Übersetz ung von Dor ot hea Schlegel. Letzt l ich tref fen rom ant is che Leid ens chaft, emanz ip at or is che Impule und ges ells chaft l ic he
– 1818 –
Konvent ionen trag isch zusam men: „Wie die Dich ter in leidet Cor inne unter der Liebe mehr, als sie von ihr auf die Dauer Erfüllung erfahr en könnte, denn ihr gen ia l isch überhöht er Ind iv idua l ismus reißt zwischen ihr und dem mit t elm ä ßigen Part ner unü berbrück ba r e Kräf t e auf “ [Engler 16]. Themen geschicht l ich macht e der Rom an das Ita l ienerlebn is er neut für die französische Lit er at ur frucht bar, ver tieft durch die „Fäh igkeit, ein fremdes Volk nicht einseit ig vom dog m at ischen Standpunkt der eige nen Kult ur ü berlegen heit zu bet racht en, sondern in seinem Anderssein eine gleich ber echt ig t e Eigena rt zu erblicken“[Jan 209] – was auch das Deutschl and bild der Mad ame de Staël bestimmt e. Daß Cor inn e in der rom antischen Epoche auf ein nachh alt iges Int eresse stieß, ver w undert nicht. Die vorl iegende, eine Gener at ion nach der Erst ausg a be
erschienene „édit ion bien imprimé sur beau papier vélin“ [Carteret] ist reich illustriert durch ein von Pierre François Goda rd in Holz gestochenes Front ispiz von Eugène Laville sow ie zahlr eiche Textholz schnit t e nach Clément Boul anger, Bret on, Demo raine, Géra rd, Granet, Gudin, Laville, Monvoisin, Schnetz, Vaudoyer, Vernet u. a. Die beiden Bände prä sent ier en sich in wie neu erh alt enen, eleg ant en Rom ant ikereinbänden von Boutigny. Proven ienz: Monog rammschildchen „ RBL“ auf dem Vorblatt (R. und B. Loliée). Lit er at ur: Brivois 379; Car t ere t III , 566 und 568; En g el hardt(Roloff II , 33 (Erstausg.); K NLL XV, 861 f.; Lonc hamp II , 435; Quéra rd/Bourquelot vI, 407 (mit Er s chei nungsjah r en „1840 – 41“); Osterw alder 159 (Boul ang er [!]); Rahir 645; Sander 646; Vica i re V II , 651 f.
Sehr selt enes Exemplar auf Chinapapier 565 Stahl, P.-J. [d. i. Pierre Jules Hetzel]. Nouvel les et seules véritables avent ures de Tom Pouce, imitées de l’Anglais par P.-J. Stahl. Vig nettes par Bertall. [Le nouveau maga sin des enfants 2]. Par is, J. Hetzel, 1844. Etwa 150 Texth olzschnitte. 108 S., 4 S. ( Verlagsanzeigen), jeweils in Blattzählung – Ein seit ig auf Chin a Papier gedruckt. Oktav, unaufgeschnitten (197 x 135 mm). Grobgen arb ter weinr oter Halbm ar oquinband auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückent itel in Filetenrahm en, fet tem und magerem Goldf iletenrahm en auf den Deckeln, mit doppelter Goldfilete auf den Steh- und Dentelle bordüre auf den Innenk anten sowie marm or ierten Vor sätzen, auf dem Spiegel sig niert „Bellevallée“ (Rücken minim al aufgehellt). Der Däum l ing Tom Pouce – gez eichnet vom „Meister der Kleinst form“ Dies ist die Orig in alausg a b e der franz ösis chen Über t ra g ung der Däum l ings-Ges chicht e durch den Verleger Pierre Jules Hetz el. Als frühes Werk
des Illustrators Berta ll (1820 –1882) mit rund 150 amüs anten Vig netten stammt es aus der Zeit, in der der „Meister der Kleinstform“ [Riemer 100] und „gebor ene Il lustrat or des Kinderbuchs“ [Rümann 191] seine „besten Werke“ [ebd. 190] schuf. Auf Sei te 74 sind die kar ik iert en Port raits von Vict or Hugo, Dum as, Balz ac und Frédéric Sou lié zu sehen. Bibliophile Exempla r e auf Chin apapier dieses Kin derbuchs sind „très rar es“ [Carteret]. Sie wurden nur einseit ig bed ruckt, das unser e wurde unauf geschnit t en gebunden von Hoche Bellevallée, dem Nachfolger von Edmond Klein seit 1946, der sein Met ier „à la per fect ion“ [Fléty] beherrscht e. Proven ienz: Sam Clapp (dessen Aukt ion Christie’s, Par is, 2002, Nr. 609). Lit er at ur: Beraldi II , 47, Nr. 8; Brivois 379 f.; Cart eret III , 444 f.; Gumuchian 5432; Oster w alder 128; Quéra rd/Bourquelot I V, 296; Sander 649; Vicai re V I , 228, und V II , 657; zu Bellev allée: Fléty 21.
– 1820 –
Un beschnittenes Exemplar auf Chinapapier, aus den Samm lungen Bel lon, Descamps-Scrive und Petiet, mit zwei Original zeichnungen 566 Ster ne, [Lau rence]. Voyage sen ti men tal. Traduct ion nouvelle. Précédée d’un Essai sur la vie et les ouvra ges de Ster ne, par M. J. Janin. Edition illus trée par MM. Tony Johannot et Jacque. Paris, Er nest Bourdin, [1841]. 12 Tafeln in Holz schnitt auf Chinapapier, auf ka schiert auf stärkeres Velinpapier, über 160 Textholz schnit te; bei liegend 2 Fumés auf Chinapapier sowie 2 ori ginale Blei stift zeichnun gen von Jacque. 2 Bl., XLI V S., 312 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart, un be schnit ten (283 x 187 mm). Dun kelroter Maroquinband des 19. Jahrhun derts auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Titel und gold gepräg ter Ornamen tik à la cathédrale auf dem Rücken, auf den Deckeln dreifacher Goldfiletenrahmen, dar in derselbe Dekor (mit Blüten als Eckmotiven) als Rahmen zwi schen doppelten Goldfileten, Stehkanten in den Ecken mit fet ten und ma geren Gold schraf fen, Innenkanten mit Dentellebordüre, mar morier te Vorsät ze, von Cuzin. Exemplar aus berühmten Samm lun gen auf Chi na Papier, mit zwei Ori gi nal zeich nun gen von Jacque Lau rence Ster ne (1713 –1768) hat te Frank reich auf meh reren Rei sen liebgewon nen – sei nem Frank reichErlebnis ist dieses Buch gewid met. Der Titel des zuerst 1768 er schienenen Werks, A Sentimen tal Jour ney through France and Italy by Mr Yorick, ist in sofern un genau, als die Beschrei bung der Rei se von Ca lais über Amiens, Pa ris und Moul ins bereits kurz vor Lyon abbricht – der Tod nahm dem Au tor die Feder aus der Hand. „Sei ner gan zen Ton la ge nach ist das Werk ein Hymnus auf das alte, das romanti sche Frank reich, an gestimmt von dem uns aus Trist ram Shandy ver trauten Landpfar rer Yorick, hinter dessen Gestalt sich, kaum verhüllt, der Autor verbirgt“ [K NLL XV, 972]. Doch nicht nur das Thema war ‚romantisch‘, son dern auch dessen ori gi nel le Dar stel lungswei se. Die Sentimental Jour ney ist näm lich kein sach licher Rei sebericht, viel mehr schildert Ster ne „in ei ner Fol ge locker gefüg ter Mi niatu ren und Por träts […] schein bar Neben säch liches“; er gewinnt der gegen ständ lichen Welt „nur in soweit Bedeutung ab, als sie Empfi ndun gen auslöst, Empfi ndun gen der Liebe, der Zärt lich keit, des Mit leids, Empfi ndun gen, die das gan ze private Welt erleben um schrei ben“ [ebd.] und die durch ei nen ironischen Ton relativiert, aber
kei neswegs ent wer tet wer den. Diese „senti menta le“ Schrei bart, die „das Feierlich ste dem Burlesken an zu nä hern wag te“, weck te auch bei den Lesern eine „Emp fi nd sam keit für lei se ste Gefühlsre gun gen“ [Schir mer 430]. Mit die sem Werk, nicht mit Trist ram Shandy, be gründete Lau rence Ster ne „recht ei gent lich sei nen Ruhm, vor al lem in Frank reich“ [K NLL XV, 972]. Jules Ja nin ver suchte in sei ner Über set zung, den Er zäh ler vollends an die fran zösi sche Menta li tät zu assi mi lieren: „Pauvre Yorick!“ ruft er in sei nem Vor wort aus: „Quel mal heur qu’il n’ait pas été tout simplement Français de nation, comme il l’était par l’esprit, par la bonne humeur, par l’ironie, par la ga lanterie la plus exquise, par les passions les plus char mantes!“ [S. XLIII]. Die Über set zung aus der engli schen Sprache er scheint ihm dar um ein „terrible travail, dont le traducteur se croyait in capable“, als ein „duel dan gereux“ mit dem Autor, wobei er durch ein „profond et respectueux sen ti ment de la grâce, de la légèreté, de la fi nesse de notre lang ue“ die ei gene „ignorance profonde de la lang ue an glaise“ [S. XLII] kompen siert glaubt.
– 1822 –
Insofern ist die Übersetz ung auch eine genu ine Ei genleistung des franz ösischen Rom ant ikers Jules Ja n in. Auf Jani ns Stil eingestimmt ist auch die reiche Be bilder ung, die abgesehen von einer Ha fenszene und einer Ansicht von Calais zu Beg inn der ersten bei den Kapitel kaum mehr eine Landschaft, sondern menschl iche Beg eg nung en in den Blick nimmt. Sie stammt von Tony Johannot (1803 –1852), dem „erk lär t en Illustrat or der Lit er at enschule des jungen Roma nt ismus“ [Thieme/Becker 19, 69] und Charles Émile Jacque (1813 –1894), auch er zur „erste[n] Gar nit ur zeit genössischer Künst ler“ [Bilder welt en 87] gehör end. Beide hat t en zuvor schon Oliver Golds miths Vicaire de Wakef ield [vgl. Nr. 271] gemein sam illustriert, wozu Jacque „her vor r agende Holzs chnit t e“ [Rümann 143] gel iefert hat t e, Johan not die Tafeln, was ihm den prom inenter en Platz sic her t e. In dem vorl ieg enden Werk verh ält es sich ähnlich. Anders als Beraldi ang ibt, stammen allerd ings nicht nur die meisten „petits bois dans le texte“ [Beraldi] von Jac que, sondern auch das
Frontispiz mit dem Portrait Laur ence Sternes so wie die erste Tafel. Von Jacque liegen unser em Exemplar zwei orig in a le klei ne Bleistift skizz en bei, die seit enverkehr t en Vorz eichnungen zu den Kopf v ig net t en auf den Sei ten 11 und 72; ferner die auf Chin apapier ged ruck ten Fumés zum Sterne-Port rait sow ie zu Johannots Ta fel gegenü ber von Seit e 198. Unser Exemplar auf Chin apapier fand sich in der Hand bedeutender Sammler: Paul Bellon, der es von Franc i sque Cuzin (1836 –1890) bin den ließ, René Desc amps-Scrive und zuletzt Henr i Petiet. Proven ienz: Illustrier t es Ex l ibris von Paul Bellon (Auktion I, 1896, Nr. 290: frs. or 700). – Exlibris von René Desc amps-Scrive (Auktion I, 1925, Nr. 171: frs. 2.300, noch ohne die Zug aben). – Henr i M. Petiet (Aukt ion II , 1992, Nr. 175: frs. 19.000). Lit er at ur: Beraldi V III , 172 und 273, Nr. 54; Brivois 380; Car teret III , 568 f. (zit iert dies es Exemplar); Lonc hamp II , 437; Ma rie 101; Osterw alder 528 und 539; Quéra rd/Bourquelot V I , 411; Rahir 647; Rümann 143; Sander 651; Sieu rin 206; Talva rt/Place X, 115 (Jan in, mit Ers cheinungsjahr 1839); Vicaire V II , 664 f.; zu Cuzin: Fléty 50 f.
– 1823 –
Exemplar auf Chinapapier, aus den Samm lungen Rattier, Lainé, Esmerian, Tissot-Dupont 567 Ster ne, [Lau rence]. Voyage sen ti men tal. Traduct ion nouvelle. Précédée d’un Essai sur la vie et les ouvra ges de Ster ne, par M. J. Janin. Edition illustrée par MM. Tony Johannot et Jacque. Paris, Er nest Bour din, [1841]. 12 Tafeln in Holz schnitt auf Chinapapier, auf ka schiert auf stärkeres Velinpapier, über 160 Textholz schnit te. 2 Bl., XLI V S., 312 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart, mit Témoins (266 x 174 mm). Weinroter Maro quinband des 19. Jahrhun derts auf fünf point illéver zier te Bünde, mit gold gerahm tem Rückentitel und reicher or namentaler Goldprä gung in doppelten Goldfileten rahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, Deckel mit einfachem und doppeltem Goldfiletenrahmen, mit doppelten Goldfileten auf den Steh, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen und
Ganz gold schnitt über Témoins, auf dem Spiegel si gniert „HardyMennil“ ( Vor titel mit kleinem Randeinriß). Wie ge sucht die seltenen Exempla re auf Chi na papier der von Tony Johan not und Charles Émile Jacque il lu strier ten Voyage sentimental sind, zeigt sich eindrucks voll dar in, daß sich auch un ser zwei tes Exemplar in den letz ten hundert Jah ren durch gehend im Besitz der distin guier testen Samm ler be fand, hier: Léon Rat tier, Ge orges Lainé, Raphaël Esmerian und André TissotDupont. Provenienz: Léon Rat tier (Auk tion I, 1920, Nr. 659: frs. 1.210). – Georges Lainé (Auk tion 1962, Nr. 31: frs. 2.850). – Raphaël Esmerian (Auk tion IV, 1973, Nr. 117: frs: 21.000). – André TissotDupont (Auk ti on 2016, Nr. 516). – Mit Ex li bris al ler vier Samm ler.
– 1826 –
In Ein zel lieferungen, mit den Umschlä gen 568 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Les mystères de Paris. Par M. Eugène Süe. Nouvelle édit ion, revue par l’auteur. 4 Bde. Paris, Charles Gosselin [und:] Gar nier frères, 1843 –1844. Zu sam men 81 Tafeln (davon 47 in Holz schnitt und 34 in Stahl stich), etwa 250 Textabbildun gen sowie zahlrei che, oft wiederholte kleinere Vi gnet ten und Zierlei sten in Holz schnitt. 2 Bl., I V S., 315, (3) S. Und: 2 Bl., 313, (3) S. Und: 2 Bl., 319 S., 1 Bl. ( Verlagsanzei gen). Und: 2 Bl., 326 S., 1 Bl. Quart, un be schnit ten (etwa 280 x 190 mm). Lose La gen und Tafeln, 4 illu strier te Ori ginalUm schlä ge und 63 Lieferungsum schlä ge in grobgenarbten dunkelroten Halbmaroquinchemi sen mit Rückentiteln und romanti schem Rücken dekor in Goldprä gung, si gniert „Devau chelle“ , in mit Filz ausge schla genen Pappschubern mit dunkelroten Maroquinkanten (Um schlä ge begrif fen und mit Randlä suren, Bd. I: 1 Bl. mit kleinem Eck ausriß, Bd. III: 3 Bl. mit kleinem Randeinriß). Der „Höhepunkt des Feuil leton romans“ in der er sten il lu strier ten Ausga be – tel que paru
une grande ha bi leté de mise en scène, des effets dra matiques et pathétiques“ [Hoefer].
Eugène Sue (1804 –1857) quit tier te sei nen Dienst als Schiffschir urg, um eine Kar riere als Roman au tor zu begin nen. Mit dem Fort set zungsroman Die Geheim nis se von Paris, der zuerst 1842 –1843 im Jour nal des débats er schien, schuf er das „Haupt werk dieser Gat tung“ [Haupt werke], dessen un geheu rer Er folg – bereits 1844 wur de es in zehn Sprachen über setzt – bis heute an hält. Sti li stisch glänz te das Werk durch „une étonn ante facilité d’invent ion,
Die Haupt hand lung ist ein fach und senti men tal: Der als Ar beiter ver kleidete deut sche Graf Rodolphe de Gérol stein beschützt das un glück liche Stra ßen mädchen FleurdeMa rie vor den Gefah ren des Molochs Pa ris und erkennt in ihr schließlich sei ne ei gene Tochter. Ein geflochten wer den al ler dings zahl reiche kompli zier te Neben strän ge und Intri gen, die „den Leser von ei ner Forts[et zung] zur andern in Span nung halten sol len und dem Autor
– 1827 –
Gel eg en h eit geb en, die unt ers chied l ichs ten Pa r iser Mil ieus in farbenprächt igen Gem älden zu schildern“ [Engel h ardt/Roloff ]. Ger ade diese Ver mischung der „Gesellschaftsschicht en und des kon trärsten geistigen und ethischen Niveaus“ macht e das Werk „gleicher m a ßen er folg r eich bei Klein bür ger und Adel“ [Bilderwelt en 124]. Ver m ischt wurden auch die verschiedenen Prosa gat t ungen von „Gesellschafts-, Schauer-, Krim inalund gesellschaftsk rit ischem Rom an“ [ebd.], doch „als erster“ führ t e Sue „die rea l istische Schilde rung des Elends der nieder en Schicht en“ ein – und dies in einem höchst bedeutsa men histor ischen Mo ment. Denn seine ungeschönt en Beschreibungen und die „beherz t e Krit ik der öf fent l ichen Instit u tionen“ war en zugleich ein starkes „Echo der hu ma n it ä r en und soz ia len Strömungen der vierz iger Jahr e, die in der Revolut ion von 1848 ihr en Höhe punkt finden“ [Haupt werke].
Doch beeind rucken die „ty pisier t en Rom angestal ten nicht zuletzt durch die zeichner ische Umset zung seiner Illustrat or en“ [Bilder welt en 118]. Hier sehen wir sie in der ersten illustriert en Ausg abe vor uns, in erster Lin ie auf den Tafeln, von denen in teressant erweise 47 in Holzschnitt und 34 in Stahl stich ausgef ührt wurden: „Es ist gew iß kein Zufall, daß für als ‚einfach‘ oder ‚böse‘ cha r akt er isier t e Her r en in Einz el fi g ur en (10 Ta feln) ausschließl ich die här t er erscheinenden Xylot a feln gewählt wur den, währ end für die ‚edlen‘, ‚schönen‘ oder ‚gut en‘ weibl ichen Ein z el fi g u r en (12 Ta feln) Stahlstiche Verwendung fanden“, die „zur Erhöhung der Zart heit in den Fleischpar t ien mit feiner Punkt ier m a nier“ [Bilder welt en 246] bea rbeit et wurden. Auch adl ige Personen wurden „in feinem und konser va tiver wirkenden Stahlstich“ dargestellt [ebd. 125]. Die Port raits stammen zumeist von Gustave Staal, Jos eph-Loui s Trimolet und dem Isabey-Schüler Er nest Seig neurgens (ca. 1820 –1904).
– 1828 –
Die rund 250 Text a bbildungen vera nschau l ichen hing eg en fort l au fend die „häu fi g dra m at is chen Handlungen und das oft triste Ambiente, in dem die Szenen sich abspielen“ [ebd.]. In den ersten Kapit eln ist Trimolet der Haupt beit räger; nach sei nem frühen Tod mit 31 Jahren ging diese Rolle noch im ersten Band an Gustave Staal über, der gegen Ende des dritten darin von Eustache Lor say abgelöst wurde. Für Landschaften und Stadt ansicht en war zu meist Charles Dau bigny zuständ ig; weit erh in wa r en Célestin Na nteuil, Hippolyte Pau quet, Nar geot, Dubouloz, Édoua rd de Beaumont, Charles Joseph Traviès u. a. bet eil igt, nicht zuletzt auch Honoré Dau mier, der im ersten Band drei fin ster e Verbrecher por t raits [Ta feln bei S. 106, 194 und 308] sow ie eine Textillustration [S. 112], evtl. eine weiter e in Band II [S. 268] beisteuerte. Auch die Stecher – Nar geot, Lavoignat, Charles Geoffroy u. a. – war en namh aft.
Der „Höhepunkt des Feuillet on r om ans“ [Eng el hardt/Roloff ] liegt tel que paru vor uns: In losen Lagen und Tafeln, mit 63 Umschlägen zu den 80 Liefer ungen (ei n ige Doppel l iefer ungen) und allen vier graut on igen Bandu mschlägen, die vorn eine Pa r is-Ansicht, auf den Rückseit en drei verschiede ne Vig netten zeigen (die von Band II und III sind ident isch) – ges chützt in vier dekor at iven Halb maroqui nchem isen und Schubern von Devauchelle. Liter atur: Bilderwelten 124 f., Nr. 53; Bouvy 738 – 741; Brivois 381; Car t eret III , 569 ff. (mit Ums chlag-Abb.); DLF II , 428; En gel h ardt/Roloff II , 76 (Erstausg.); vgl. Hauptwerke 356 f.; Hoe fer 44, 623; Lonc hamp II , 438; Osterw alder 103, 289, 640, 745, 804, 1004, 1065 und 1066; Quéra rd/Bourquelot V I , 418; Rahir 648; Ray II , 316, Nr. 233; Rümann, Dau mier 88; Sander 658; Vica i re V II , 683 ff.
– 1829 –
Mit bei liegendem Ver fasser-Autograph – Exemplar Descamps-Scrive, Duché und Clapp 569 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Les mystères de Paris. Par M. Eugène Süe. Nouvelle édit ion, revue par l’auteur. 4 Bde. Paris, Charles Gosselin [und:] Gar nier frères, 1843 –1844. Zu sam men 81 Tafeln (davon 47 in Holz schnitt und 34 in Stahl stich), etwa 250 Textabbildun gen sowie zahlrei che, oft wiederholte kleinere Vi gnet ten und Zierlei sten in Holz schnitt. 2 Bl., I V S., 315, (3) S. Und: 2 Bl., 313, (3) S. Und: 2 Bl., 319 S. Und: 2 Bl., 326 S., 1 Bl. Quart, unbe schnit ten (etwa 277 x 190 mm). Grobge narbte dunkelbraune Halbmaroquinbän de auf je fünf mit doppelten Goldfileten ver zier te Bünde, mit gold ge rahm ten Titeln und Bandbezeichnun gen in je zwei so wie floralor namentalen, mit Goldpunkten dekorier ten Blind stempeln in doppelten Goldfileten und doppelten fet ten Blindfiletenrahmen in den übri gen Rückenfeldern, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen sowie mit ein gebun denen illu strier ten Ori ginal Um schlä gen (inkl. Um schlag rücken), und vier Liefe rungsum schlä gen, auf den fliegen den Vorsät zen verso si gniert „V. Champs“ . Mit bei liegendem Brief Sues, ein gebundenen Um schlä gen und aus bedeutenden Samm lun gen Dies ist ein tadel loses bi bliophi les Exemplar der er sten il lu strier ten Aus ga be von Eugène Sues monu menta lem Fort set zungsroman, dem Haupt werk sei ner Art. Es liegt un beschnit ten und mit den ein gebundenen il lu strier ten Ori gi nalUm schlä gen vor, die vorn eine Pa risAn sicht, auf den Rück seiten drei ver schiedene Vi gnet ten zei gen (die von Band II und III sind identisch). Auch wur de jedem Band ein LieferungsUm schlag (zu den Livrai sons 5, 23, 42 und 71) nach gebunden. Die gediegenen Halbma ro quin bände stam men aus der Werk statt von Victor Champs [vgl. Devauchel le III , 247; Fléty 41]; Vor besit zer wa ren zwei bedeutende Bi bliophi le: René DescampsScrive und Pierre Duché. Individua lisiert wird unser Exemplar durch eine be sondere Zu ga be: Dem er sten Band liegt ein graues Doppel blätt chen aus Büt tenpapier mit ei nem drei zehnz ei li gen hand si gnier ten Brief von Eugène Sue an ei nen un genannten Empfän ger bei. Provenienz: Auf ei nem Vorblatt die gold gepräg ten Ex li bris von René Des campsScrive (des sen Auk tion II , 1925, Nr. 329: frs. 2.300) und Pierre Duché (dessen Auk tion 1972, Nr. 114: frs. 3.800). – Sam Clapp (dessen Auk tion Chri stie’s, Pa ris, 2002, Nr. 709: € 3.290).
Ein zel lieferungen mit Umschlä gen, in Schubern mit bemalten Leder reliefs von Louis Dézé 570 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Les mystères de Paris. Par M. Eugène Süe. Nouvelle édit ion, revue par l’auteur. 4 Bde. Paris, Charles Gosselin [und:] Gar nier frères, 1843 –1844. Zu sammen 81 lose Tafeln (davon 47 in Holz schnitt und 34 in Stahl stich), etwa 250 Textabbildun gen sowie zahl reiche, oft wiederholte kleinere Vi gnet ten und Zier lei sten in Holz schnitt. 2 Bl., IV S., 315, (3) S., 1 Blättchen (Avis de l’ éditeur). Und: 2 Bl., 313, (3) S. Und: 2 Bl., 319 S. Und: 2 Bl., 326 S., 1 Bl. Quart, unbe schnit ten (278 x 200 mm). Lose La gen und Tafeln, 4 illu strier te Ori ginalUm schlä ge und 61 Liefe rungsum schlä ge in dunkelbraunen fle xiblen Halblein wandmappen, in vier rotbrau nen Kalbleder schubern mit gold gepräg ten Rückentiteln und fi guralen Rücken Reliefs, (Schuber: 6 von 8 Pappseiten stücken fehlen, 1 Decke lose, ein Rücken mit Einris sen, zwei Kapitale mit kleinen Fehl stellen, beschabt und berieben, Papier meist leicht braunfleckig, Bd. I V: Titelei und S. 273 ff. gebräunt und braunfleckig).
Kunst am Schu ber – die bemalten Leder reliefs von Lou is Dézé Lou is Dézé (1857 –1930) tritt dem Bi bliophi len meist als der Bi bliograph Gu stave Dorés ent gegen. Weit gehend un bekannt ist, daß er Ma ler und Ein band ge stalter war – auch die ein schlä gi gen Refe renz werke ver zeich nen ihn nicht. Um so nachdrück licher ist auf eine Ausnah me zu ver wei sen: Hen ri Pol lès wid mete ihm 1988 im Kata log Reliures de la donation Henri Pollès eine Homma ge mit dem Titel Qu’estce donc qu’une reliure ori ginale? Dar in feiert er Dézé als „art iste complet, et de plus un ‚ori gi nal‘, comme tant d’ar tist es à la tota le ori gi nal ité“ [Pol lès 29], als ei nen „art isan prodigieusement nou veau et un art iste d’envergure“ [ebd. 28], als ein „génie véritable, génie sura bondant“ [ebd.], das ohne Nach fol ge blieb. Von die ser über schweng lichen, doch punk tuel len Wür di gung abge sehen steht die Ent deckung die ses ori gi nä ren, ori gi nel len Ein band künst lers der Belle Epoque noch aus.
– 1835 –
Lou i s Dézé gönn t e den von ihm zu bin den den Büchern zu n ächst eine Form der Auf merksam keit, die ihnen wohl kaum ein zweit er Kollege zut eil wer den ließ: Er las sie, bevor er ans Werk ging, und mehr noch, er versuchte „à interpréter le message de chaque aut eur en le transporta nt dans un aut re art où il étendait lui donner une nouvelle vie et un nouvel éclat“. Auch techn isch war er ein Neuer er: „Ayant pratiquement aba ndonné la trop classique mosaïque pour aller au-delà“, schuf er mit seinen fi g u r at iv in Blindprä g ung il lustrier t en, hand b e malt en Ledereinbänden aut onome Kunst werke: „Chacune des ses grandes reliures est plus qu’une reliure, un tableau sur cuir“ [ebd.]. Dabei gel ingt ihm „une véritable traduction en une autre langue mais sans trahison“ [ebd.], wob ei er in seiner ‚Übersetz ungsa rbeit‘ wieder u m meh r er e künst ler ische ‚Sprachen‘ vereint: Dézés Einband- Illlust r at ionen wirken – obschon farbig bem alt – keineswegs wie bloße Bildt a feln, vielmehr lassen sie die Zweid i mension alität hint er sich: In sei nen erh a b enen blindg epräg t en Rel iefs, die Plastiz i tät ebenso wie räum l iche Tiefe gew in nen kön nen, wird der „relieur, ciseleur […] et peint re“ auch zum „sculpteur“ eines Werkstoffs, „qui ne savait pas jusqu’à quelle noble utilisation elle pouvait être appellée“ [ebd.]. Nun ha b en wir eines seiner selt en anz ut ref fen den Werke vor uns – ein kapitales dazu: Bei Eu gène Sues monu ment a lem, zuerst 1842 –1843 im Journ al des débats erschienenen Fortsetz ungsr om an Les mystères de Par is, dem „Hauptwerk dieser Gat tung“ [Hauptwerke], stand Dézé vor der Aufg abe, nicht einen einzelnen Einband, sondern stattdessen gleich vier Schuber auf jeweils drei Seit en zu gestal ten. In besonder er Weise verbindet sich dar i n der gestalt er ische und int er pret ier ende Wil le mit dem Respekt vor dem lit er a r ischen Orig in al. Denn die ses wurde vollkom men im ursprüngl ichen Zustand tel que paru bel assen: in unbeschnit t enen, losen La gen und Tafeln, noch in insgesamt 61 Umschlägen zu den 80 Liefer ungen (ein ige Doppell iefer ungen), eingelegt in die vier orig in a len Bandu mschläge. Die Buchblöcke werden geschützt von schlicht en Halb leinwandchem isen, und für diese schuf Dézé vier schwer e Kalblederschu ber. Kalb le der – die Unkonventionalität Dézés zeigt sich auch am ver wendet en Mat er ia l, wenng leich nicht in besonder er Ext ravag anz, sondern in allz u
großer Bescheiden heit. Als Außenseit er konnt e er sich qua l it ät vol ler es Leder wohl schlicht nicht lei sten, wie Pollès ann immt: „Son seul défaut est peutêtre de n’avoir pas employé les peaux les plus bel les et les plus dur ables com me ses riches con frères, sans doute parce qu’elles étaient plus chères“ [ebd.]. So ist der Beschreibung unser er Schuber voraus zuschicken, daß an ihnen die Zeit nicht spurlos vorü berg ing: Sechs der acht schmalen Ober- bzw. Unterseiten aus Pappe fehlen, eine Decke ist lose, ein weit er er Falz ist einger issen, das Leder an den Falz en und an den erh a bener en Stellen der Rel iefs beschabt, an zwei Kapit alen befi nden sich schma le Fehlstellen – anders sind Dézés Werke jedoch kaum zu haben. Doch kaum von derlei Gebrauchsspur en bet rof fen sind die fi g ur at iven Darstellungen auf den Decken selbst; die größer en auf den Vorderseit en haben ein Form at von etwa 20 x 15 cm, die auf den Hint ersei ten von etwa 10 x 9 cm. Bei letzt er en findet sich je weils die blindgepräg t e Sig nat ur von Loui s Dézé. Im ged ruckt en Werk vera nschaul ichen rund 250 Text a bbildungen die „häu fi g dra m at ischen Hand lungen und das oft triste Ambient e, in dem die Sze nen sich abspielen“ [Bilder welt en 125], wäh r end die 81 Ta feln oft m als die „ty pisier t en Rom angestalt en“ [ebd. 118] vorstellen. Dézé übern immt dieses Glie der ungsprinz ip, kehrt jedoch die Gew icht ung um: Bei ihm sind die größer en Darstellungen auf den Vorderseit en szen ischen Hand lungen gew id met, die kleiner en rück wär t igen hingegen Fig u r enpor t raits, vom Einz elbildn is bis hin zum sechsköpfigen Grup penbild der Fam il ie Martial [Band III]. Diese acht in das Leder geprägten und von Hand in dunkelt on igen Farben bem alt en „Ta bleaus“ be stät igen Pollès‘ Ur t eil hinsicht l ich ihr er Orig in a l i tät vollauf: Vergleicht man etwa das Portrait Tor tilla rds auf der Rückseit e des ersten Schubers mit der Port raitt afel im ersten Band [nach S. 308], so ist eine physiog nom ische Ähn l ich keit wohl gegeben, doch ist Dézés spitzn asiges Bubenstück eine völlig freie, kecke Int er pret at ion der Vorl age. Die übr igen Mot ive ha ben gar keine Vorbilder in der Buchi llu strat ion, vielmehr handelt es sich um völlig eigen ständ ige Bilder fi ndungen und som it in der Tat um kleine Kunst werke – in einer ganz außergewöhnl i chen Techn ik! Bet racht et man die vier großen Illustrat ionen auf den Vorderdecken eingehender, so zeigt sich, daß
– 1836 –
sie sich auch als Bildfolge mit einem eigenen künst ler ischen Narrativ verstehen lassen, zusam menge halt en von ident is chen dun kelbrau nen Rah men mit düster er Mot iv i k: Zu den Seit en ragen Säulen auf, von denen die recht e von Blüt eng irl anden um wunden, die linke hingegen von totem Geä st um klammert wird. Überspannt wird der so eröffnete Spannungsr aum von einem unheim l ichen Fleder mauswesen mit ausgebreit et en Flü gel h äut en. Zu dieser düster en Um r ah mung scheint das rom an tische Idyll auf dem ersten Schuber gar nicht passen zu wollen: Ein ländl ich gek leidet es Paar begeg net sich im hohen Gras; sie hält unterm rechten Arm einen dicken Strauß mit Wiesenblumen, ihre lin ke legt sie in seine beiden Hände. In diesem inti men Moment mensch l icher Verbindung bleibt der Hint erg rund bez eich nender weise leer, un bestimmt und offen. Auf dem zweiten Schub er begegnet uns wieder um ein Paar, das sich bei den Händen hält, doch springt der Gegensatz zum vor igen sofort ins Auge:
Zwei Greise mit hart ins Leder gekerbt en Gesichts zügen stütz en eina nder; die Frau hat diesm al eine gefüllte Tasche unter dem Arm – statt der Blüten die bescheidene Lebensernt e? Rückwär t ig wird die Szener ie von einer hohen Bret t er wand abgeg renzt, viel leicht als Zeichen der Abgeschnit t en heit von Welt und Verg angenheit. Die ein schütz endes Ob dach bräucht en, stehen auf der Straße und wirken wie vom Leben ausgesperrt. Ein letzt es Stück Wegs scheinen die beiden Alten dem Bet rachter auf ab schüssigem Kopfsteinpflaster ent gegenz u kom men. Die nächste Szene gew ährt demgegenü ber einen tiefen Ein blick in ei nen gut bürg erl ichen Wohn raum: Im Hint erg rund erkennt man den Schmuck rah men eines Gem äldes, ein zierl iches Tischchen mit einer Lamp e, einen schweren Vorh ang und eine beq ueme Lagerstatt. Die Ir r it at ion steht hier im Vorderg rund: Vom Rah men angeschnit t en liegt quer im Bild ein umgestürzt er Stuhl, rechtw inkl ig dazu ein – tot er? – Mann, die Fäuste seltsam geballt. Mit dem Liegenden kor r espond iert und kont rastiert eine schräg hinter ihm stehende Dame im Nacht-
– 1837 –
Gewand, eine Brust entblößt: Schreckensstarr hält sie die Arme von sich gespreizt. Eine Para llele, aber auch einen burlesken Kont ra punkt dazu setzt die letzte Szene: Auch hier liegt vor ne einer flach, ausg estreckt auf einer hölz er nen Planke – Result at einer Wirtsh ausschläger ei, die zwischen zwei weit er en Prot a gon isten noch in vollem Gange ist: Gemeinsam mit einer nur durch wen ige Kerb en im Leder angedeut et en vielköpfi gen Menge im Hint erg rund werden wir Zeuge, wie der eine Kontrahent dem ander en, wohl auch mit geballt er Faust, einen recht plastisch herausgea r beit et en Kinnh a ken versetzt. Vit a l it ät und Agon ie, Leben und Tod ‚ballen‘ sich in diesen dram at ischen Bildmot iven auf engstem Raum zusam men.
de la littérature“ [Pollès 28]. Dabei sind die Werke von Loui s Dézé keineswegs nur dienstbar, sondern selbst „chefs-d’œuvre […] surpr ena nt es, et elles vont infi nement plus loin dans not re sensibilité“ [ebd.]. Inw ieweit er künst ler isch auf dem eine Gener at i on älter en Gustave Doré (1832 –1883) aufbaut und welche Verbindung sich da b ei von der spät esten Rom ant ik zum Fin de siècle erg ibt, wäre der weit e ren Er forschung wert.
Wahrh af t ig: „Un esprit cur ieu x, une âme éprise d’un haut idéal s’expriment pleinement quoique avec une tot ale humilité, dans ses efforts con finant à la prouesse pour célébrer les plus grandes œuvres
– 1838 –
Der Ewige Jude 571 Sue, Eugène [eigtl. Joseph-Ma rie]. Le juif er rant. Par M. Eugène Süe. Édit ion illustrée par Gavarni. 4 Bde. Paris, Paulin, 1845. Zu sam men 83 Tafeln in Holz schnitt, eine mehr fach gefaltete, zweifarbi ge Kar te, etwa 540 Textholz schnit te. 2 Bl., 331 S. Und: 2 Bl., 332 S. Und: 2 Bl., 327 S. Und: 2 Bl., 352 S.; 1 rosafarbenes Bl. (Avis). Quart, unbe schnit ten (275 x 187 mm). Lang genarbte dunkel grüne Halbmaroquinbän de auf je fünf zwi schen doppelten Goldfileten blind gepräg te Bünde, jeweils mit gold gerahm tem Rückentitel bzw. Bandbezeichnung in zwei und or namentaler Vergoldung in doppeltem Gold filetenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebun denen illu strier ten Ori ginalUm schlä gen (inkl. Um schlag rücken) und drei dem I V. Bd. nach gebun denen Lieferungsum schlä gen, auf den fliegen den Vor sät zen ver so si gniert „G. Mercier Sr de son père – 1932“ (Bd. II: 2 Bl. mit kleinem ge schlos senen Rand einriß). Sues zweiter Fort set zungsroman – mit Il lu strationen von Gavarni Eugène Sues zweiter Fort set zungsroman, der zu erst 1844 –1845 in Le Constitutionnel er schien, ist zu gleich „the most complex of Sue’s sen sation al feuille tons“ [Ray]. Er greift die Legende vom Ewi gen Ju den auf, um an diesem Motiv die fort wäh rende Unter drückung der Men schen durch die Mächti gen auf zu zei gen. Im Mit telpunkt steht die Fa mi lie Ren nepont, ent fernte Nach fah ren des Ewi gen Juden, die sich als un gerecht Ver folg te gegen die Mäch te des Bösen, insbesondere die Jesuiten und deren Prot agoni sten Rodin zur Wehr set zen müssen. Ver glichen mit Die Geheimnisse von Paris er weitert Sue da mit das Sozi alpanora ma um eine hi stori sche und eine my thi sche Di men sion, wobei er der ur sprünglich christ lichen Legende eine radi kal anti kirch liche Stoßrichtung gibt. Auch die Schauplät ze und geographi schen Zu sam men hän ge wer den aus gedehnt; eine bei gegebene Kar te (gezeich net von A. H. Du four) ver an schau licht den Zug der Cho lera durch Asien und Eu ropa von 1817 bis 1832. Mochte die „end lose Geschichte mit der sprunghaft von theatra li schen Ef fek ten und unwahr schein li chen Moti vierun gen vor an getriebenen Hand lung“ [Bilder welten] sogar das Gen re des Fort set zungs romans arg strapa zieren und etwa Charles Phil ipon und Lou is Huart im Ver ein mit dem Ka ri katu ri sten
– 1839 –
Cham zu einer fast gleichz eit igen, konk ur r ier en den Parodie du juif errant reiz en (Nr. 499 in unser er Sammlung), so hatte doch auch dieses Werk gro ßen Erfolg, „moins par quelques fig ures et quelques tableaux gracieux que par ses exa gér ations contre les jésuit es“ [Hoefer]. Dies ist die erste illustrier t e Ausg a be, die zugleich Gavarnis „most con siderable effort as a book illu strat or“ [Ray] darstellt.Von ihm stammen 67 der 83 Ta feln, meist Por t raits der im Rom an auf t ret enden Personen, „véritables morceaux d’art“ [Car t eret], in denen er seine Meisterschaft beweist, „to sum up everything an author has to tell about a cha racter in a single likeness“ [Ray]. Szen isches über wiegt hingegen auf den zwölf von Karl Girardet und den vier von Pauquet geschaffenen Tafeln. Gavar ni schuf wiederu m alle rund 540 Textholzschnitte (nicht 600, wie in der Sek und ärl it er at ur kursiert), die oft als illustriert e Initialen, Kopf- oder Schluß vig net t en eingesetzt werden. Auch in ihnen liegt die Bet onung mehr „on character rather than inci dent“ [Ray]. Cart eret zollt dem Werk aus künstler i scher wie aus bibliophiler Sicht das höchste Lob: „Un des rom ant iques les plus célébres, très rare en belle cond it ion, c’est une des meilleu rs product ions de Gavarni, admirablement gravée par les meilleu rs ar t istes du temps“. Unser unbeschnit t enes, per fekt erh alt enes Exem plar in Halbm a r oq uinbänden von Georges Merci er (1885 –1939) läßt keine Wünsche offen: Band I ent h ält die orig in a le Ta fel des Gol iath [gegenü ber S. 23], die in vielen Exemplar en durch eine schlech ter e Reprodukt ion ersetzt wurde, weil eine Anz ahl dieser Blätter bei einem Brand in der Drucker ei ver n icht et wurde. Eingebunden wurden die vier cremefarb enen, jeweils unt erschiedl ich illustrier ten Orig i n al-Umschlä g e, von denen insb esonde re der erste häufi g fehlt [vgl. Carteret], außerdem (in Band IV ) drei der grauen, einheitlich mit dem Mot iv des wandernden Juden bebilder t en Lie fer ungsu ms chläg e sow ie schließl ich der Avis an den Buchbinder auf rosa farbenem Papier, der laut Car t eret „excessivement rare“ ist. Proven ienz: Auf einem Vorblatt von Band I das Ex l ibris von Mademoiselle L. Dousse. Lit er at ur: Beraldi V II , 66, Nr. 211; vgl. Bilderwelt en 183 f., Nr. 10 0; Borst 2143; Brivois 382 ff.; Cartere t III , 570 und 572 ff.; DLF II , 428; Hoefer 44, 623; Lemoisne I, 178 ff.; Lonc hamp II , 438; Osterw alder 433 und 804 (nicht Gavarni!); Quéra rd/ Bourquelot V I , 419; Rahir 648; Ray II , 284 f., Nr. 206; Rümann 189; Sander 655; Vicai re V II , 687 ff.
– 1840 –
Mit Aut og raph von Eugène Sue, aus dem Besitz des Verlegers 572 Sue, Eugène [eig tl. Joseph-Mar ie]. Le juif er rant. Par M. Eugène Süe. Édition illustrée par Gavarni. 4 Bde. Par is, Paulin, 1845. Zusamm en 83 Tafeln in Holzschnitt, eine mehrfach gefaltete, zweifarbige Karte, etwa 540 Textholzschnitte. 2 Bl., 331 S. Und: 2 Bl., 332 S. Und: 2 Bl., 327 S. Und: 2 Bl., 352 S. Quart (260 x 178 mm). Blaue Perk alin-Verlagseinbände auf glatte Rücken, mit Rückentiteln sowie Rücken und Deckel ganz ausf üllender goldgeprägter Illu strat ion, hellgelben Glanzpapiervorsätzen und Ganzg oldschnitt ( Vorsätze mit ger ing f üg igen Oxydat ionsspuren, Bd. II: letzte Lagen vom oberen Seitenschnitt her mit schmaler Farbspur). Die erste illustrier t e Ausg a be in unerhört frischen Verl agseinbänden – mit beil iegendem Aut og raph von Eugène Sue Die erste illustrier t e Ausg a b e von Eugène Sues zweit em Feuillet onr om an mit über 600 Zeichnun gen im Text und auf Tafeln ist zugleich Gavarnis „most co n siderable ef fort as a book il lu stra t or“ [Ray] und „un des rom antiques les plus célébres, très rare en belle cond ition“ [Cart eret]. Band I ent hält die orig in a le Ta fel des Gol iath [geg enü ber S. 23], die in vielen Exemplar en durch eine schlech ter e Reprodukt ion ersetzt wurde, weil eine Anz ahl dieser Blätter bei einem Brand in der Drucker ei ver n icht et wurde. Das vierbänd ige Werk liegt hier in den orig in alen Verl agseinbänden in blauem Perk a l in von Eng el und Schaeck vor [vgl. Cart eret]. Sie zeigen auf den Deckeln die med aillona r t igen Por t raits von zwölf Prota gon isten in floralem Dekor, auf den Rücken zent ral das Bild des Ewigen Juden auf seiner Wan derschaft. Die unglaubliche Frische der wie neu erh alt enen Einbände wird glaubh aft durch einen Bleistift-Eint rag auf dem Vort it el von Band I dam it erk lärt, daß sich dieses Exemplar lange im Besitz der Verleger fa m il ie bef unden hat.
Dar ü ber hinaus bez eugen zwei lose Beil agen eine un m it t elba r e Nähe zum Aut or selbst: Ein Blättchen (etwa 185 x 135 mm) enth ält ein 45zeiliges Ged icht von Sues eigener Hand; daß es sich dabei um keine bloße Abschrift handelt, zeigen ein ige Streichun gen und Korr ekt ur en. Ein ged rucktes und von ei nem „gar d ien Fromentin“ von Hand aus g e f üll tes Formblatt vom 28. April 1836 bestätigt: „Sue Eugène, homme de Lettres“ sei „condamné à 48 heur es de prison“. Proven ienz: Laut einer Bleis tift not iz auf dem Vor t i t el von Band I er w arb ein „M. Co n n a rd“, of fenk und ig der Buchh ändler und Verleger Loui s Cona rd (1867 –1944), das Exemplar von der Fam i lie des Verlegers, was die au ßerordent l iche Frische dieses Exemplars erk lä r e.
– 1845 –
In Einzell iefer ungen, mit allen Umschlägen 573 Sue, Eugène [eig tl. Joseph-Mar ie]. Le juif er rant. Par M. Eugène Süe. Édition illustrée par Gavarni. 4 Bde. Par is, Paulin, 1845. Zu samm en 83 Tafeln in Holzschnitt mit Seidenvorsät zen, eine mehrfach gefaltete, zweifarbige Karte, etwa 540 Texth olzschnitte. 2 Bl., 331 S. Und: 2 Bl., 332 S. Und: 2 Bl., 327 S. Und: 2 Bl., 352 S. Quart, un b e schnit t en (etwa 275 x 190 mm). Lose Lagen und Tafeln, 4 illustrierte Original-Umschläge und 57 Lieferungsumschläge in grobgen arbten dunk elr oten Halbm aroquinchemisen mit Rückent iteln und rom ant i schem Rückendek or in Goldpräg ung, sig niert „Devauchelle“ , in mit Filz ausgeschlagenen Pappschubern mit dunk elr oten Mar oquink anten Die erste illustrier t e Ausg a be: tel que paru Dieses Exemplar von Sues zweit em Fortsetz ungs rom an ist das Pend ant zu dem des ersten in die ser Samm lung, Les mystères de Par is [Nr. 568]: Es liegt gleich falls tel que paru vor, mit der orig in a len Tafel des Goliath, allen 57 Umschlägen zu den 80 Liefer ung en (ei n ig e Dopp ell iefer ung en) und den vier cremefarb enen, jeweils unt ers chiedl ich illustrier t en Bandu mschlägen, von denen der er ste häufi g fehlt [vgl. Carteret]. Auch die am Rüc ken rom ant isch dekor ier t en Halbm aroqu i nchem i sen und Schuber von Devauchelle sind bei beiden Exempla r en ganz gleicha r t ig.
– 1846 –
Bedeut endes Werk Grandvilles, tel que paru 574 Swift, [Jonathan]. Voyages de Gulliver dans les contrées lointaines, par Swift. Édition illustrée par Grandville. Traduction nouvelle. 2 Bde. Par is, Furne et Cie [und:] H. Fournier ainé, 1838, [auf den Umschlägen:] 1839. 1 Fronti spiz in Holzschnitt auf Chin apapier, zu samm en etwa 400 Texth olzschnitte sowie mehrere, wiederh olte Kopf leisten. 2 Bl., LXIX S., 279 S. Und: 2 Bl., 319 S. – Auf getöntem Velinpapier. Oktav, unbeschnitten (217 x 135 mm). Blaue bedruck te Orig in al-Broschuren in langgen arbten olivbraun en Halbm aroquinchemisen mit Rückent iteln und rom ant i schem Rückendek or in Goldpräg ung, in Pappschubern mit Mar oquink anten, diese sig niert „Mercier“ (Rücken etwas aufgehellt; Band II: S. 73 – 80 untereinander ver bunden). Bedeut endes Grandville-Werk – wie neu und unbeschnit t en in der Orig in al-Broschur erh alt en Gullivers Reisen ist nicht nur ein Jugendbuch – das zuerst 1726 ers chienene ber ühmt este Werk von Jonathan Swift (1667 –1745) gehört vielmehr „to the years of his maturity and disillusionment“ [Samp son 468] und ist eine „böse, philosophische Sat ir e auf die mensch l iche Dumm heit und Un z u l ängl ich keit“ [Bilder welt en]. So ber icht et der Ich-Erz äh ler, der Schiffsa rzt Lemuel Gulliver, „von der Zwer geni nsel Lilliput, der en kirchl iche und pol it ische Par t eiu ng en ebens o ger ing f üg ig ers cheinen wie der Prunk des Zwergenkön igs lächerlich, von den Riesen von Brobdingnac, der en Größe menschli che Kör p erl ich keit in ers chreckender Verg röß e rung zeigt, von der flieg enden Laputainsel, de ren Philosophen alle Bef ä h ig ung für prakt isches Leb en verloren hab en, […] und von den klug en Pferden im Lande der Houyhnhnms, denen die widerl ichen, menschengestaltigen Yahoos dienst bar sind“ [Schirmer 423].
– 1849 –
Dies ist die erste Ausg abe mit den insgesamt rund „450 geist r eichen Holzschnitt v ig net t en“ [Rümann] von Grandville, led igl ich ein ige Landschaftsd ar stellung en stam men von Franç ois Loui s Fran çais [vgl. Ren onciat 290]. Vor a n g e stellt ist eine Notice biog raphique et litteraire sur Jonathan Swift von Walt er Scott.
métaphore anim ale ou le principe du monde ren versé“ [Renonciat 186]. Zug leich ‚beg laubig en‘ sie die Phan t ast i k „par un ton réa l i ste ana log ue qui s’appuie sur la précision et abondance des détails“ [ebd.] – so schildert Grandville die einzelnen Szenen bis in winz igste Vig nett en hinein „mit bie der meierl icher Akribie“ [Bilder welt en].
In der Sek und ärl it er at ur ist man sich über den au ßerordent l ich hohen Rang der Illustrat ionen ein ig: „Ce livre est un des plus heur eusement illustrés par Grandville; les moind res personn ages sont gravés avec une grande finesse […] nous n’hésitons pas à dire que l’ensem ble de cette illustrat ion occupe l’un des prem iers rangs dans l’œuvre de Grandvil le“, schreibt Jules Brivois, Henr i Beraldi nennt es unu mw unden „son œuvre principa le“, welchem Ur teil sich der Artikel in Thieme/Becker anschließt („sein Hauptwerk“). Für Ann ie Renonciat ist es gar überh aupt „un chef-d’œuvre du livre illustré“ [Renonciat 188]. Dies liegt nicht zuletzt am glück lichen Zus am ment ref fen ei ner ähn l ich gea r t et en Phant asie von Zeichner und Aut or, nutz en beide doch oft „les mêmes formu les satiriques com me la
„Ce très beau rom antique illustré est d’une gran de ra r et é en belle cond it ion“, schrieb Car t eret und empfahl dem bibliophilen Samm ler dringend, nach ei nem Exemplar „non piqué en reliure du temps“ zu fahnden. Das unsr ige liegt in einem unglaubl ich fri schen Zustand vor: völl ig fleckenf rei, unbeschnit ten und noch in der orig in alen Broschur, tel que paru, auf bewahrt in rom ant isch dekor ier t en Halb maroqui nchem isen und Schubern von Mercier. Liter atur: Bilderwelten 158 und 160, Nr. 82; Beraldi V II , 206 und 220, Nr. 23; Brivois 385 f.; Cartere t III , 578 ff. (mit Um schlag-Abb.); nicht bei Gumuchian; Lonc hamp II , 440; Oster walder 448; Quéra rd/Bourquelot V I , 424; Rahir 650; Ray II , 270 ff., Nr. 192; Renonciat 184 ff. und 290; Rümann 160; San der 660; Sieu rin 209; Thieme/Becker 13, 48; Vicai re V II , 717 f.
– 1850 –
Mit drei Orig inalzeichnungen Grandvilles 575 Swift, [Jonathan]. Voyages de Gulliver dans les contrées lointaines, par Swift. Édition illustrée par Grandville. Traduction nouvelle. 2 Bde. Par is, Furne et Cie [und:] H. Fournier ainé, 1838, [auf den Umschlägen:] 1839. 1 Fronti spiz in Holzschnitt auf Chin apapier, zu samm en etwa 400 Texth olzschnitte sowie mehrere, wiederh olte Kopf leisten. 2 Bl., LXIX S., 279 S. Und: 2 Bl., 319 S. – Auf getöntem Velinpapier. Oktav, unbeschnitten (215 x 132 mm). Langg en arbte dunk elg rün e Halbm ar oquinbänd e auf je fünf flache, zwischen Goldf ileten orn am ental blindgeprägte Bün de, mit goldgerahmten Rückent iteln und Bandbezeich nungen in je zwei sowie orn am entaler Verg oldung in dreifachen Goldf iletenrahm en in den übr igen Rücken kompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, mar mor ierten Vorsätz en und eing ebund en en ill u strier ten Orig in al-Um schlägen (inkl. Um schlagr ücken), auf den fliegenden Vorsätzen verso sig niert „Mercier Sr de Cuzin“ , zu samm en in mit Filz ausgeschlagenem Papp schuber mit dunk elg rünen Mar oquink anten.
Dies ist ein weit er es tadelloses, völl ig fleckenf rei es und unb eschnit t enes Exemplar der ersten von Grandville illus trier t en Ausg a b e von Gullivers Rei sen – hier sind die beiden Orig in al-Umschläge in zwei schöne Halbm a r oq uineinbände von Émi le Mercier (1855 –1910) eingebunden. Grandvilles „Hauptwerk“ [Thieme/Becker], zug leich „un des meilleu rs livres illustrés de cette époque“ [Beraldi VII , 206] ist „d’une grande rarété en belle cond it ion“ [Car t eret]. Vollends einz iga r t ig wird unser Exemplar durch die dem ersten Band beil iegenden dir ekt en seit enver kehr t en Vorz eich nungen zu den Text holzschnit t en auf S. 26 und 205 in Sepiat int e, erster e von Grand ville sig niert, letzt er e mit Bemerk ungen von seiner Hand. Eine weit er e Zeichnung zeigt einen Männer kopf im Profi l, wohl das Vorbild für die ‚Kopfleisten‘ der Voya ge à Brobdingnac. Proven ie nz: Farb ig illus trier t es Ex l ib ris von A[ntoine] Vaut ier auf dem Spiegel von Band I (des sen Kat a log II , 1977, Nr. 193: frs. 3.700, noch ohne die Orig i n a le).
– 1855 –
Exemplar auf Jonquille-Papier 576 Sylvius [d. i. Au g u ste Fran ç ois Ed mond Texier]. Physiolog ie du poëte. Illustrations de Daumier. Par is, Jules Laisné, Aubert et Cie, Lavigne, 1842. 57 Textholzschnitte (davon 2 wiederholt). 124 S., 2 Bl. – Druck auf Jonquille-Papier. Klein-Okt av, seitl ich und unt en unb es chnitt en (139 x 90 mm). Hellbrauner Kalblederband mit goldge prägtem Titel sowie linearer und orn am entaler Goldprä gung auf dem glatten Rücken, mit doppelten Goldf ileten rahm en auf Deckeln und Inn enk anten, marm or ierten Vorsätzen, eingebunden em illu strierten Orig in al-Um schlag und Kopfg oldschnitt (einige Bl. mit kleinen Rand fehlstellen ohne Textverlust). Mit 43 Holzschnitt en nach Dau mier, ged ruckt auf gelbem Papier Die Physiolog ie du poëte ist einer der ber ühmt esten Bände in der Reihe der Physiolog ies. Hier fügen sich „Text und Bild zu einem köstlichen Kunstwerk“ [Rümann] zus ammen: Von den 57 Holzschnitten wurden 43 nach Ent w ür fen Dau miers geschnit t en,
in denen er „alle Arten von Dichtern und Dich terl ingen mit sprühendem Hu mor“ [ebd.] va r iier te. Ein ige illustrier t e Initia len stam men von Henr i Émy. Das pseudonym veröf fent l icht e Bändchen ist wohl die erste Buchpublik at ion von Ed mond Texier (1816 –1887). Dieses Exemplar der ersten Ausg a be wurde auf gel bem Papier ged ruckt (unik al?); eingebunden wur de auch der Orig in al-Umschlag, dessen Illustrat ion eine Abbildung von S. 32 wiederholt. Die ganzseit i ge Abbildung gegenü ber dem Tit el findet sich auch auf S. 12, die Tit elv ig nett e auf S. 115. Proven ienz: Samm lung Adria n Flüh m ann, dessen Etikett mit Monog ramm „awf “ auf dem fliegenden Vorsatz. Lit er at ur: Bouvy 459 – 501; Brivois 329; Car t ere t III , 49 0; Champ fleury 406; DLF II , 443; Lacombe 839; Lhéritier 89; Oster w ald er 291; Quéra rd/Bourquel ot V I , 247; Rümann, Dau mier 89; Sander 574; Vicaire V I , 611; zum Pseudonym: Heylli 427, Weller 546.
– 1856 –
Die erste romant ische Ant holog ie 577 Tablett es romant iques; recueil orné de quatre port raits inédits, et d’une vig nette, lithog raphiés par MM. Colin et Boulanger. Par is, Persan [und:] Pélicier, 1823. Lihograph. Front i spiz und 4 lithographierte Por traits mit Seidenvorsätzen, einige winzige HolzschnittSchmuckvig netten. VIII S., 406 S. Klein-Oktav (147 x 93 mm). Mittelbraun er Kalbled er band der Zeit auf glatten Rücken mit goldgeprägtem roten Rücken schild, dek orat iver Rückenverg old ung, gezacktem Goldf iletenrahm en auf den Deckeln, Gold fileten auf den Stehk anten, himm elblauen Buntpapier vorsätzen und Sprengschnitt ( Vorsätze am Rand leim schatt ig, durchgehend etwas braunf leckig, S. 109 f. mit Randeinr iß). Selt ene erste Ausg a be der frü hesten Ant holog ie der franz ösischen Rom ant ik Lange war Frankr eich das Land der Klassik. Doch „il y avait quelque chose de changé dans not re poé sie“, stellt e Ed mond Est ève in einer Besprechung dieser Ant holog ie fest, und „les Tablet tes rom ant iques en metta ient la preuve incontestable sous les yeux du public“. Der noch vor der Gründung der Muse française erschienene Band ist „la première œuvre collective qui arb ore ouvertement le drapeau du rom ant isme“ und verd ient allein schon daru m „une mention dans son histoi re“ [Est ève 37]. Er bildet e den
Auftakt zu der ab 1825 erscheinenden Reihe der Annales rom ant iques. Das Aver tissement de l’ éditeur ist sig niert J. A., das ist der Buchh ändler und Schriftsteller Jean-Ma r ieVinc ent Aud in (1793 –1851) [Éstève 35, Lachè vre I, 3], der ber eits ein Jahr zuvor einen Essai sur le rom ant ique veröf fent l icht hat t e. Die Samm lung ent hält 42 Ged icht- und 28 Prosat ext e, daru nt er eine Reihe „pié ces rar es ou inédites“ [S. V II] von Au tor en wie Pierre-Jean de Béranger, François-René Chat eaubria nd, Casi m ir Delavigne, Marceli ne Des bordes-Valmore, Émile Deschamps, Vict or Hugo, Alphonse de Lamart ine, Henr i de Latouche, Charles Nodier, Xavier-Bon iface Saint i ne, Madame de Stäel, Alfred de Vigny und ander en. Vier von Alexa nd re Col in gestochene Por t raits zei gen die Beit rä g er Alex a nd re Sou met, Alex a nd re Guiraud, Charles Nodier und Jacques Ancelot. Das von dem noch jugendl ichen Loui s Boul anger ge zeich net e Front ispiz stellt die Muse rom ant ique dar – int ere ssant er weise auf ei ner klassischen Biga, auf der sie vollkommen ruh ig steht, ihr Haupt um schwebt von hell leucht enden Fig u r at ionen dreier Ster ne, währ end die düster en Pferde wild vora npre schen. Das im zeit genössischen Einband überkom mene Bändchen war schon um 1900 „rarissime“ und „à peu près int rouvable“ [Est ève 34]. Lit er at ur: Barbier I V, 664; Est ève; Grand-Car t eret, Al m a n achs 1980; Lachè vre I, 3 ff.; Vicai re I, 68 f.
– 1857 –
Mit bedeut ender Proven ienz aus dem Umk reis des Aut ors 578 Taine, H[ippolyte]. Voya g es aux Pyrénées. Troisième édition. Illustrée par Gustave Doré. Par is, L. Hachette et Cie, 1860. 341 Textholzschnitte (davon 48 ganzseit ig und mit leeren Rückseiten). 1 weißes Bl., VI S., 554 S., 1 Bl. – S. 545 falsch pag iniert. Groß-Oktav (238 x 150 mm). Dunkelblauer Halbsaffian band der Zeit auf vier Bünde, mit goldgeprägtem Rücken titel in Goldf iletenrahm en und orn am entaler Vergoldung aus Einzelstempel und großen Eckfleurons in dreifachen Goldf iletenrahm en in den übr igen Rückenkompartimen ten, mit blindgeprägtem linearen Rahm enwerk auf den Deckeln, Vorsätzen aus weißem Moiréseidenpapier und Ganzg old schnitt ( Vorsätze leicht oxydiert). Die gült ige Ausg a be, mit 335 Zeichnungen von Gustave Doré Dies ist das erste größer e Werk des Kunsth istor i kers und posit iv istischen Geschichtsphi losophen Hippolyte Taine (1828 –1893) – die Beschreibung einer Erholungsr eise in die Bäder der Py r en äen um 1854/55. Gustave Doré (1832 –1883), seit der ge meins a men Schulz eit am Pa r iser Lycée Charlema gne mit ihm bef reundet, reiste wen ig spät er selbst dorth in, um den „spött isch geistr eichen Text Taines kongen ia l“ [Bilder welt en] und zugleich „mit ann ä hernd rea l istischen Bildern“ [Guratzsch/Unverfehrt II , Nr. 65] illustrier en zu können. 1855 erschien die erste Ausg a be unt er dem Tit el Voyages aux eaux des Pyrénées mit 65 Vig nett en Dorés, die zweit e enth ielt keine Abbildung en, währ end die hier vorl ieg en de dritte, zusammen mit einem „texte rema nié et con sidérablement aug menté“ [Car t eret], die Zahl
– 1858 –
der Holzschnit t e auf 341 ver v ielfacht e, von denen 335 von Gustave Doré stammen. Dorés Illustrat ionen va r iier en for m al zwis chen „locker skizz ier t en kleinen Um r ißz eichnungen und ma ler isch angeleg t en, mit Hell-Dun kel-Kont rasten und Graut önen arbeit enden, bild m ä ßigen Vedut en“ [Bilder welt en], in h alt l ich zwischen wit z igen Ka r i kat u r en und rea l istisch-rom ant ischen Darstellun gen: „Beg innend bei der Küste, bei Bordeaux, Biar ritz und Bayonne, zeichnet er Fernblicke auf sanft e und her oische Landschaften. Er sieht die Gegend von Barè ge und Lourdes, das Tal von Luz und Ossau mit seinen heißen Quellen“ [ebd.], und oft mals geben seine Zeichnungen „topog raphisch ge nau Landschaf t en wieder, der en At mosphä r e fein er faßt ist“ [Guratzsch/Unverfehrt II , Nr. 65]. Viel leicht argwöhnte Taine daru m, daß Doré „nichts weit er als Phot og raphien des Landes vor sich geh abt hätt e“ [Guratzsch/Unverfehrt I, 49]. Auf der ander en Seit e lobt e er „die Energ ie seiner Einbildungsk raft und der en phant asievolle Über schwengl ich keit“, die im mer dort her vorbricht, wo Menschen die Landschaft bevölkern oder in Hand lung gez eigt werden. Dies geschieht sowohl da, wo Doré die Bewoh ner „in ih r en Leb ensgewohn hei ten beobachtet und aus deren Geschichte er oft
düster e und grausa me Episoden ber icht et“, als auch da, wo er die Reisenden und ihre „Freuden und Una n nehm l ich keit en“ ka r i k ier end schildert: die jen igen, „die in Grupp en wandern, die gelehr t en Reisenden, die stets zum Pick n ick aufgeleg t en, die am liebsten sitz enden Tour isten, die die Berge vom Fenster aus bet racht en und im Engl ischen Gar t en des Badeor t es die Zeit ung lesen“ [Bilder welt en]. Das reiz volle Py r en äe n buch mit bedeut ender Proven ienz aus dem Umk reis Hippolyte Taines wur de zeitgenössisch gebunden und bis in die Gegen wart sorg f ält ig bew ahrt; es ist im best mögl ichen Zustand in einem Einband der Zeit erh alt en. Proven ienz: Hands chrift l ic he Wid mung datiert 1. Janua r 1860 des mit Taine persönlich bek ann ten Pol it i kers und Nat ion alökonom en Mic hel Cheva l ier (1806 –1879) an seine Nicht e Suza nne auf dem ersten Blatt. – Diese heir atete 1864 den jüd i schen Bank ierssohn Isaac Émile Perei re, was einen kirchl ichen Skand al her vor r ief. – Dessen Ex l ibris („E. Perei re fils“) auf Spiegel. Lit er at ur: Beraldi V I , 41, Nr. 111; Bilderwelt en 195 f., Nr. 108; Brivois 402; Car t eret III , 580 f. (mit fals chem Aut or-Vor n a men); Dézé 58 (mit fals chem Aut or-Vor n a men); Guratzsch/Unverfehrt II , Nr. 65; vgl. Hoefer 783 f.; Leblanc 328 f.; Lonc hamp II , 443; Osterw alder 321; Rahir 652; Sander 663 (mit fals chem Titel); Vica i re V II , 727.
– 1859 –
es neu; vora ngestellt wurde eine dem Dictionnaire de la conversation et de la lecture ent nom mene Be schreibung Jer usa lems von Alphonse de La m ar t ine (1790 –1869), der 1832/33 eine länger e Orient r eise unt er nom men hat t e, fer ner eine Notice sur le Tasse.
Exemplar Villebœuf 579 [Tasso, Torq uato]. La Jérus a lem délivrée. Traduction nouvelle et en prose, par M. V. Philipon de la Madelaine, augm entée d’une description de Jérusalem par M. de Lam art ine. Édition illustrée par MM. Baron et C. Nanteuil. Par is, J. Mallet et Cie, 1841, [auf dem Um schlagr ücken:] 1842. Frontispiz und 20 weitere Holzschnitt-Tafeln auf aufgewalztem Chin apapier, über 170 Textholzschnitte (dar unter einige wiederholte Vig netten). 4 Bl., XX S., 525 S., 1 Bl.; 2 Bl. (Prospekt); 2 Bl. (Prospekt). Quart, unbeschnitten (260 x 174 mm). Türki ser Halbm a roquinband auf glatten Rücken, mit Rückent itel in flora lem und linearem rom ant ischen Dekor in Goldpräg ung, Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und eingebundenem, zweifarbig illu striertem Orig in alUm schlag (inkl. Um schlagr ücken), auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „G. Mercier Sr de son père – 1912“ . Tassos Hauptwerk, mit fast 200 Illustrat ionen von Na nteuil und Ba r on
Die Illustrat ion mit fast 200 Holzschnit t en wurde einem der „her vor r a gendsten Buch i llustrat or en der Rom ant ik in Frankr eich“ anvert raut, der „ganz in der Welt des Mitt ela lt ers lebt e“ [Thieme/Becker 25, 339 f.], nämlich Célestin Nanteuil (1813 –1873), au ßerdem Henr i Ant oine Bar on (1816 –1885), der häu fi ger mit ihm zus am mena rb eit et e. Das Front i spiz zeigt Tassos Por t rait; den eingebundenen Orig in alUmschlag schmückt ein „bois importa nt, gravé par Porret“ [Car t eret]. Unser unbeschnit t enes, tadellos erh alt enes Exemplar der ersten Ausg a be, dem zwei verschiedene illustrier t e Verl agsprospekt e hinz u gef ügt wurden, präsent iert sich in einem türk isen Halbm a r oq uinband mit rom ant ischer Rückenver goldung von Georges Mercier (1885 –1939). Proven ienz: Auf dem Innendeckel goldg epräg tes verschlungenes Monog ramm „ PV “ sow ie gold gepräg t es Ex l ibris von Paul Villebœuf (dess en Aukt ion 1963: Nr. 288: frs. 1.500). Lit er at ur: Blanc 1337 (nur 2. Ausg.); Brivois 403 f.; Cart eret III , 582; Osterw alder 82 und 745; Quéra rd/Bourquelot V I , 438 (nur 2. Ausg.); Racc olta Tassi ana 821; Rümann 134 und 144; Sander 666; Vica i re V II 758.
Torq uato Tassos (1544 –1595) im Jahr 1574 vollen det es Hauptwerk, das Epos La Geru salemme liberata, beschreibt in 20 Ges ängen Schlacht en, Abent eu er und Lieb esg es chicht en vor dem Hint erg rund des ersten Kreuzz uges – eine „rom ant ische Rit t er dicht ung“ [Bilder welt en 45] par exc ellence. Vict or Philipon de la Madel aine (1810 –1864) übersetzt e
– 1862 –
Verleger-Lu xusein band in Saf fian von Boutigny 580 [Tasso, Tor quato]. La Jérusalem délivrée. Traduct ion nouvelle et en prose, par M. V. Philipon de la Madelaine, aug mentée d’une descript ion de Jérusalem par M. de Lamar tine. Édit ion illustrée par MM. Baron et C. Nanteuil. Paris, J. Mallet et Cie, 1841. Front ispiz und 20 weitere Holz schnittTafeln auf auf gewalztem Chinapapier, über 170 Textholz schnit te (dar unter eini ge wiederholte Vi gnet ten). 4 Bl., XX S., 525 S. Quart (253 x 165 mm). Verlegereinband von dunkel grü nem Saf fi an auf glat ten Rücken, mit gold gepräg tem Rückentitel und mit goldener Rücken und Deckelprä gung à la cathédrale, auf den Deckeln zentral ein Ban ner bzw. Wappen, mit blaßgelben Glanzpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt sowie Buchbin der marke von Boutigny verso fliegen dem Vorsatz ( Vordergelenk etwas gelockert, 32 Bl. qualitätsbedingt etwas gebräunt und braun sprenklig). Im Verleger ein band à la cathédrale von Boutigny Dieses Exemplar von Tassos Haupt werk in der er sten Ausga be von Vic tor Phil ipons fran zösi scher Über set zung ist im prächti gen Ver le ger ein band aus dun kel grü nem Saf fi an leder erhalten. Passend zum Thema der christ lichen Kreuz zü ge wur de für die Rücken und Deckelplat ten ein Dekor à la cathédrale gewählt. Bei Sophie Mal avieille fi ndet sich das gleiche Motiv abgebildet, al ler dings auf der zweiten Ausga be von 1844, und gleich sam nur als leerer Rah men: Auf dem dort gezeig ten Vor der deckel fehlt das zentra le Ban ner. Au ßer dem ist der Ein band für sie nur „attribuable à Boutig ny“ [Mal avieille 214, Nr. 105]. Die in un serem Ex emplar vor handene Buch binder mar ke gibt hin ge gen den di rek ten Beleg, daß der Ein band von diesem bedeutenden Binder stammt. Die Table des gravures wur de – da beim Verlagsein band un nötig – nicht mit ein gebunden. Provenienz: Auf dem Spiegel gesto chenes Ex li bris F[er dinan]d. Gautier.
– 1864 –
Eines von nur zwei oder drei Exemplar en auf Chinapapier 581 Théâtre lyonnais de Guignol. Publié pour la prémière fois, avec une Introduction & des Notes [par Claudiu s Brouchoud]. [Ie und] IIe série. 2 Bde. Lyon, Scheur ing, 1865. 1 radiertes Fronti spiz und zu samm en 21 radierte Kopf vig netten in braun em Druck, einige klein e SchmuckInitialen in Holz schnitt. XXII S., 1 Bl., 349 S., 1 Bl. Und: 1 leeres Bl., 3 Bl., 362 S., 1 Bl., 1 leeres Bl. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt. Groß-Oktav (230 x 147 mm). Rote Mar oquinbände der Zeit, jeweils auf fünf pointilléverzierte Bünde, mit gold geprägtem Rückent itel in einfac hen sowie geom et ri schen, dunk elg rün und mittelbraun intarsier ten Rau tenmu stern in doppelten Filetenrahm en in den übr igen Rückenk ompartimenten, auf den Deckeln mittig gold geprägte, zweifarbig intarsier te Rosetten, außen in trik ates Rahm enwerk aus sich kreuzenden Goldf ileten mit quadrat ischen Intarsien, mit doppelten Goldf ileten auf den Stehk anten, Dentellebordüre auf den Inn en kanten, Doublür en aus geglät tetem dunk elbraun en
– 1866 –
Mar oquin mit zent ralem int rik aten Rautenm u ster aus Goldf ileten in Rahm enwerk aus doppelten Goldf ileten sowie Goldf ileten und Point illé-Linien, mit fliegenden Vorsätzen aus violettem, goldgewirktem Dam ast mit der Darstellung von Vögeln in orn am entalem Rank enwerk, und mit Ganzg oldschnitt, auf den Spiegeln sig niert „E. Thom as“ , zu samm en in mit Wildleder ausgeschlagenem Pappschuber mit roten Mar oquink anten (Schuberk ante einger issen, hier und da ger ing braunf leckig; Bd. I: S. 147 f. und 149 f. sowie 155 f. und 157 f. jeweils vertauscht; Bd. II: S. 145 f. mit geschlossenem Einr iß). Ext rem selt enes Exemplar auf Chin apapier Guignol ist, vergleichbar dem deutschen Kasp er, der ana rchische Held des franz ösischen Pupp en spiels. Erfunden wurde er um 1808 in Lyon von Laur ent Mourguet (1769 –1844), der sich zuvor u. a. als fliegender Händ ler und Zahnausr ei ßer ver sucht hat t e – mit Publik um also umz ugehen wußt e. Sei ne eigenen Er fahr ungen dürf t en in Stücke wie Un denti ste, Le march and de picarlats oder Le march and d’aiguilles dir ekt en Eing ang gef unden ha ben. Stat tet e er Guignol mit seinen eigenen Gesichtsz ügen aus, so wurde dieser bald zum Typus, trat von Lyon
aus seinen Siegesz ug nach Par is an und gab der ganz en Theat erg at t ung ih r en Na men. In Lyon gründet e Mourguet ein Schauspiel-Unt er nehmen, an dem auch sein Sohn Jacques und spät er die Enkel Loui s und Laur ent bet eil igt war en. Sein Schwiegersohn Lou is Josser and spielt e vor z ugswei se den Gafron, den treuen Freund Guignols. Eben falls zur Fa m il ie gehör t e Vict or-Napoléon Du n and [laut Barbier: Dur and], der entsprechend den Zen surbestim mungen der Zweit en Republik 1852 ein i ge der bis da h in mündl ich weit ergegebenen Stücke zu Papier bracht e. Dies tat auch der Lyoner Staats bea mt e Jean-Bapt iste Onofr io (1814 –1892), der die Truppe inkog nit o prot eg ier t e und schließl ich das vorl ieg ende Werk anonym herausg ab. Die lok alund theat ergeschicht l iche Ein leit ung ver faßt e der ebenfalls ungen annt e Claud iu s A. F. Brouchoud (1829 –1886). Wie alle Beteiligten stammte auch der Zeichner und Rad ier er der reiz vollen Illustrat ionen, Jean Mar ie Fugère (1818 –1882), aus Lyon, wo er rund 30 Jahr e lang für den Verleger Louis Perr in tätig war. Das Frontispiz zeigt vom Bühnenr aum aus zwei
– 1867 –
Spieler mit ihr en Handpuppen in Akt ion, im Hin terg rund ein ged rängtes Publik um. Die 21 Kopf vig net t en eröff nen guck k astena r t ig den Blick auf einz elne Spielszenen, mit u nt er bildet der Vorh ang einen Rah men. Sind die Pupp en fi g ur en an ih ren kurz en Ärmchen als solche erkennbar, so sind nicht nur die blasser en Bühnenbilder im Hint er grund, sondern auch manche Req uisit en – ein aus gek ippt er Ei mer Wasser, eine züngelnde Schlange – ‚rea l istisch‘ darg estellt, was den Eind ruck, wir wohnt en ‚nur‘ einem Puppenspiel bei, par t iell un terl äuft. Alle Abbildungen sind rad iert und heben sich vom Text durch braunen Druck ab. Das zweibänd ige Werk, das 20 Guignol-Stücke ver sammelt, ist komplett selten zu finden, denn die zweite Ser ie erschien erst fünf Jahr e nach der er sten. Vica i re zit ier t e unt er sieb en Refer enzexem plar en sechsm al nur den ersten Band. Ein Exem plar auf Chin apapier war ihm vollends unbek annt; der Erst b esitz er des unsr ig en, Joseph Nouvellet, schreibt in einer bibliog raphischen Not iz auf einem
Vorblatt: „Il n’y a que deux ou trois exemplai res sur papier de Chine com me celui-ci“. Joseph Nouvellet (1841 –1904), Mit b eg ründer der Soc iété des Bibliophiles lyonn ais, sam melt e vor w ie gend Lyon und das Lyonn ais bet ref fende Reg i ona lia, bis er seine Sammlung 1891 in Lyon ver steigern ließ. Er beauf t rag t e auch den Buchbinder E. Thom as, der ei nen herausr a genden intarsier t en Ma r oq uin-Einband schuf, aber nur „litt le-known“ [Ramsden] ist. Proven ienz: Wappenex l ibris verso fliegenden Vor sätzen: „Bibliothèque de Mr. Joseph Nouvellet à St. And ré de Cor cy (Ain)“. – In Band I gegenü ber auf ei nem Vor blatt von ihm ein um fang r ei cher handschrift l icher Kat a log-Eint rag und Bi bliot heks stemp el. – Dar u nt er goldgepräg t es Lederex l ibris von Henri Burton (1890 –1971), der in Lyon und Genf lebt e. Lit er at ur: Barbier I V, 693; Poideba rd 242 (Fugère); Vicai re V II , 783 f.; zu Fugère: Bénézit V, 758; Thieme/Becker 12, 577 f.; zu Nouvellet: Poideba rd 477; zu Thom as: Ramsden 202.
– 1868 –
Mit einer zusätzl ichen Suit e zeit genössisch handkolor ier t er Tafeln 582 Thomas, [Ant oine Jean-Bapt iste]. Le Rêve, ou Les effets du Rom antisme sur un jeune surnuméraire à l’Arr ieré. Poëme en six chants (avec quelques inversions de rigeur) sorti de la plume d’un Anonym e bien connu. Orné de Croquis composés et lithog raphiés par Thom as. [Par is], Delpech, Janvier 1829. 6 lithographierte Tafeln (sig niert und dat iert 1828), zu sätzlich 6 handk olor ierte lithographierte Tafeln. Illus trierter Titel, 6 ein seit ig bedruckte Textbl., 1 weißes Bl. Quer-Folio (ca. 340 x 500 mm), unbeschnitten. Schlichte Fadenh eft ung mit beiliegendem illu strierten Orig in alVorderum schlag in dunkelblauer Halbsaff ianm appe mit goldgeprägtem Rückent itel, dek orat iver Rückenverg ol dung und 3 Schließbändchen ( Vordergelenk einger issen, Umschlag gebräunt, etwas fleckig, mit Knickspuren und teils hinterlegten Läsuren, einige Bl. mit un scheinbaren Randeinr issen sowie schwachen Feucht- bzw. minim a len Braunf lecken).
Parodie auf Delacroix’ Faust – mit einer zusätzl i chen Suit e zeit genössisch hand kolor ier t er Ta feln Dies es sehr selt ene „album hu mor ist ique peu con nu et très cur ieu x“ [Beraldi] ist eines von über haupt nur zwei Alben des frühverstorbenen Künst lers Ant oine Jean-Bapt iste Thom as (1791 –1834). Es ist eine kecke Persifl age auf die ein Jahr zuvor er schienenen Lit hog raphien von Eugène Delacroix (1791 –1863) zu Goethes Faust [vgl. Nr. 267 f.], die den „Maßstab für alle folgenden Faust-Il lustrat io nen“ [Bilderwelt en 99] setzt en und bis heut e als der „un bestrit t ene Höhepunkt rom ant ischer Il lustrat i on“ [ebd. 98] gelt en. Delacroix hat t e Goet hes Dra m a aus „einer rad ik a len, rom ant ischen Geist at menden Welt sicht“ ge zeich net, indem er die Gestalt des Mephistopheles in den Vorderg rund stellt e und „mit dra m at ischen Hell-Dun kel-Ef fekt en und durch ausg iebigen Ge brauch des Scha b ers eine spuk h af t e At mosphä re der Dämon ie des Bösen“ [Bilderwelten 100] er schuf. Der alte Goet he selbst sah in Delacroix „ein
– 1869 –
ent schiedenes Ta lent“, mocht e „dessen wilde Art jedoch, […] das Ungestüm seiner Konz ept ionen, das Get üm mel seiner Komposit ionen, die Gewaltsam keit der Stellungen und die Roheit des Kolor its […] keineswegs bill igen“ [zit. nach Rümann 120]. Auch sonst mußt e sich Delacroix‘ fant astisch-rom ant i sche Auf fassung erst gegen klassische Stilgewohn heit en durchsetz en; anfangs traf sie auf eine „hosti le recept ion […]. Trad it iona l critics were out ra ged, and even Delacroix’s Roma nt ic all ies conceded that he was given to exa gger ation. Only gradua lly did Faust begin to be appreciated as the most signi ficant illustr at ed book of its time“. Selbst Gordon N. Ray muß zugeben, daß in manchen Szenen „the fig ur es are so out of drawing as to inv ite ridicule“ [Ray I, 209]. So wundert es nicht, daß Delacroix‘ Faust auch zu Ka r ik at ur en und Paro dien reizt e, von denen die
von Antoine Jean-Bapt iste Thom as „the clever est“ [Ray] darstellt. Beraldi lobt e auch: „Ce persifl age est conçu avec esprit et, ce qui ne gâte rien, exécuté d’un crayon très fin et soux“. Schon auf dem Umschlag sind um einen Mephisto pheles mit Krallenfi ngern und um die Fig ur eines Scharf r icht ers al lerlei schauer r om ant ische At t ri but e in grot esker Über t reibung geh äuft: dort von ei nem dräuenden Him mel hera bz uckende Blitz e, eine Eule, Schlangen und Kröten, hier eine Fle der m aus, eine buckelnde Katz e und allerlei mit t el alt erl iche Folt er werk z euge. Der un f reiw ill ige Held der Geschicht e, ein kleiner Angestellt er und großer An h änger der Rom ant ik, ist eben vom Besuch des popul ä r en Theat erstücks Le bourreau d’Am sterdam heimgekehrt, das ihm weit mehr gefallen hat als der Faust „avec son grand
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diable ricaneur“. Gähnend und ber eits im Nacht hemd schickt er sich in seinem Dachk ämmerchen zum Schlafengehen an. Auf der zweit en Tafel ruht er auf seinem Klappbett am rechten Bildr and mit seinem Kater Anatole im Arm – doch der gesam te übr ig e Bildr aum wird von einem hava r ier t en Dampfschiff eingenom men: Ger ade noch kann sich sich der Träumende mit einem kühnen Sprung auf eine einsa me Insel ret t en, seine Mel a n ie auf dem Arm. Doch das war nur der Auft akt einer Reihe von Alpträumen: Gleich darauf wird er von Mephisto pheles heimgesucht, der ihm hohn l achend zusieht, wie ein Sturmw ind ihn durch die Lüfte wirb elt. In der nächsten Szene begegnet er in einer Kirche dem Scharfr icht er von Amsterd am und einer Grup pe bewaff net er Musket ier e, die ihn bed rohen; da nach erscheint wieder u m Mephistopheles, der ihm die Freund in ent f ührt. Verz weifelt stramp elt der
Träu mer auf seinem Lager, malt rät iert da bei seinen Kat er – und er w acht schließl ich völl ig der ang iert neben dem umgestürzt en Klappbett in einem ein zigen Tohuwa bohu, währ end seine Hausw ir t in das Zimmer mit einem Milchtopf betritt und ihn un ger ührt auf fordert: „Allons, monsieur, levez-vous!“ Alle sechs Lit hog raphien, die von Thom as sig niert und 1828 dat iert sind, liegen nochm als in sorgf äl tigem zeit genössischen Kolor it vor. Proven ienz: Auf der Tit elr ückseit e kleines Ex l ibris mit den mit einem Kreuz verbundenen Initia len CR und der Dev ise „Vita sine litter is mors est“. – Auf dem Innendeckel das illustrier t e Ex l ibris („Un aut re monde“) von Claude Rebey r at. Lit er at ur: Beraldi XII , 116 f., Nr. 3; Lonc hamp II , 451; Ray I, 210 f., Nr. 144; Thieme/Becker 33, 60; Vicai re V I , 1073.
– 1873 –
Mit Brief des Autors aus dem Gefäng nis an den Stecher 583 Thouret, Antony. Toussaint le mulâtre. 2 Bde. Paris, Alphonse Levavasseur, 1834. 2 Front ispize in Holz schnitt auf Chinapapier; zu sätzlich 1 lithographiertes Ver fasser por trait. 12 S. ( Verlagspro spekt); 4 Bl., 318 S., 2 Bl. (Table, Er rata). Und: 2 Bl., 361 S., 1 Bl. (Table und Errata). Oktav, unbe schnit ten (215 x 135 mm). Langgenarbte ge glät tete dunkelbraune Halbmaroquinbän de auf glat te Rücken, mit gold gepräg ten Rückentiteln in Goldfileten rahmen zwi schen zwei dreifachen Goldfiletenrahmen mit Eckfleurons, mit Goldfileten auf den Deckeln, mar morier ten Vorsät zen und ein gebun denen rosafarbenen, bedruckten Ori ginalUm schlä gen (Bd. II: nur Hinter um schlag), auf den fliegen den Vorsät zen verso si gniert „V. Champs“ . Mit hand schrift lichem Brief des Autors aus dem Gefäng nis an den Stecher Porret Der Ad vokat und repu bli ka ni sche Pu bli zist Antony Thouret (1807 –1871) nahm ak tiv an den Kämpfen der Ju li re volution teil und gründete da nach die
– 1874 –
Zeit schrift La Révolut ion de 1830. Sei ne Ar ti kel tru gen ihm insgesamt fünf Jah re Haft in ver schiede nen Gefäng nis sen ein; in die ser Zeit schrieb er „romans demo cratiques“ [DLF] wie den hier in er ster Ausga be vorliegenden Toussaint le mulâtre.
Buch möglichst bald er schei nen kön ne: Es sei „un ouv ra ge dans lequel est ren fermée la quest ion de mon avenir“. Unter zeich net ist der Brief: „Antony Thouret [/] condamné à 60,000 f. d’amendes per so nel les et à 4 ans de prison“.
Als Il lu strator für die beiden Front ispize gewan nen Autor und Verle ger Grandville (1803 –1847), den da mals promi nente sten sati ri schen Zeich ner der Zeit schrift La Caricature. Die Ausfüh rung in Holz schnitt besorg te Hen ri Desiré Porret – und genau dar auf bezieht sich ein bei gebundener drei seiti ger Brief des Autors vom 15. Juli 1834 aus dem Gefäng nis SaintWaast in Douai: Dar in drängt Thouret den Stecher, sei ne Arbeit fer tig zu stel len, da mit das
Bei gegeben ist au ßer dem ein lithographi sches Por trait des Ver fassers nach Julien, fer ner ein zwölf seiti ger Verlagsprospekt. Das Ausnah me exemplar liegt un beschnit ten und mit ein gebundenem Ori gi nalUm schlag in schönen Halbma roquin bänden von Victor Champs vor. Antony Thouret blieb sei ner repu bli ka ni schen Li nie auch in späteren Jah ren treu. Nach der Re volution von 1848 zog er als Abge ord neter in die Nationalver samm lung ein, der Staatsstreich Lou is Napoleons 1851 zwang ihn für ei ni ge Zeit ins Exil. Provenienz: Auf beiden Spiegeln il lu strier tes Ex li bris von Pierre Munier (Auk tion 1922, Nr. 649). – Auf dem Spiegel von Band I Ex li bris von Étienne Cluzel (Auk tion 1985, Nr. 224). – Da nach im Be sitz von Sam Clapp (Auk tion Christie’s, Pa ris, 2002, Nr. 725). Literatur: Quér ard IX , 464; Renonciat 180 und 290; Vica ire V II , 837 f.; zu Thouret: DLF II , 454.
– 1875 –
Eines von zwei Exempla ren auf Chinapapier: das der Her zogin von Orléans 584 Tissot, P[ierre]-F[rançois]. Leçons et modèles de littérature française an cienne et moder ne. [Bd I:] [Prosateurs], depuis VilleHardouin jusqu’ à M. de Cha teaubri and. [Bd. II:] [Poëtes], depuis Le Châtelain de Courcy jusqu’ à M. de Lamar tine. Édit ion illustrée. 2 Bde. Paris, J. L’Henry, 1835 –1836. Sehr zahlreiche Vi gnet ten, illu strier te Initialen und klei nere Zier initialen in Holz schnitt. 744 S. Und: 679 S. – In zwei spalti gem Druck, Text spiegel von schwar zem Bor dürenrahmen um geben. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart (ca. 283 x 183 mm). Dunkellila Saf fianbän de der Zeit auf glat te Rücken, mit gold gepräg ten Rückenti teln zwi schen fet ten Blindrahmen, dar in florallinearer Golddekor, die Deckel mit fet tem Blind und ma gerem Goldfiletenrahmen um ein üppi ges RocailleRahmen werk in Goldprä gung, vorn jeweils zentral dreizeilig in Goldlet tern „a S. A. R. Mme. Duchesse d’Orléans“ , mit Goldfileten auf den Steh und vierfachen Goldfiletenrah men auf den Innenkanten, Doublüren und Vorsät zen aus weißem Moirépapier und Ganz gold schnitt, ein Band am Fuß si gniert „Liber mann“ ( Vorsät ze oxydiert, gelegent lich etwas braunfleckig). Chi napapierExemplar der Her zogin von Orléans PierreFrançois Tissot (1768 –1854) war als Profes sor für Lati nist ik am Collège de France der Nach fol ger des sei ner zeit hoch ge rühmten Ja cques Delille. Er spielte „un certain rôle dans la défen se de l’hu man isme classique en face de l’inva sion romantique“ [DLF II , 457], wozu wohl auch die se ‚mu ster gülti ge‘ Anthologie der fran zösi schen Lite ratur beitra gen sollte, die aus dem 19. Jahrhundert neben Béran ger und Ca si mir Delavigne im merhin Tex te von La mar ti ne, Vic tor Hugo und Al fred de Vigny gelten ließ. Als „choix intel li gent de morceaux d’élite accompagnés de not ices biograph iques, de jugemens litt éra ires, de rem arques critiques“ war das zwei bändi ge, über 1400 zweispalti ge Seiten um fassende Werk das „résultat de trente an nées de tra vaux serieux“ und „destiné sans aucun doute à être adopté par l’Université“ [Quér ard]. Par al lel dazu er schienen die Leçons et modèles d’ éloquence judiciaire von Pierre Antoine Berryer, die wir in ei nem gleich gebundenen Exemplar besit zen [Nr. 77]. Die beiden dun kel li la Saf fi an bände von Liber mann, des sen Si gnatur „ne fi gure que sur ses meilleu res œuvres décoratives“ [Fléty], tra gen auf den Deckeln in Goldprä gung die dreiz ei li ge
Wid mung „a S. A. R. M. me Duchesse d’Orlé ans“: Das ist Hélène, geb. Her zogin zu Meck len burg Schwerin (1814 –1858), die Schwie ger tochter von König Lou isPhil ippe I.; auf den Vor titeln fi ndet sich jeweils ihr Bi bliotheksstempel. Der Verleger be dachte die jun ge Her zogin mit ei nem Exemplar aus Chi napapier, wovon laut Blei stift notiz in dem un se ren und Auskunft von Vica ire überhaupt nur zwei
– 1876 –
gedruckt wur den. Dies geschah sicherlich nicht um der Qua lität der Holz schnit te wil len, von denen nur weni ge von den Zeich nern Tell ier, H. [!] Wattier und Charles Marville si gniert wur den (zahl reiche ‚hi stori sier te‘ In itia len von Gu stave Lesestre), son dern zwecks bes serer Hand habbar keit des um fänglichen bel letri stischrhetori schen Hand buchs. Gleichwohl wirkt es wie un berührt.
Prove nienz: Auf den Vor der deckeln in Gold prä gung: „a S. A. R. M. me Duchesse d’Orlé ans“, d. i. Hélène, geb. Her zo gin zu Meck len burg Schwerin (1814 –1858), deren Bi bliotheksstempel auf den Vor titeln. – Auf Vorblatt jeweils Ex li bris von Hen ri Lafond, dessen Auk tion 2015, Nr. 178. Lite ra tur: Bru net V I , 1028, Nr. 19412; Quér ard IX , 488; zu Liber mann: Fléty 114; Ramsden 131.
– 1877 –
Reisen im Zick zack 585 Töpffer, R[odolphe]. Voya g es en zigzag ou excursions d’un pensionn at en vacances dans les cantons suisses et sur le revers italien des Alpe s, par R. Topffer. Illustrés d’après des dessins de l’auteur et ornés de 15 grands dessins par M. Calame. [Und:] Nouveaux voya ges en zigzag à la Grande Chart reuse, autour du Mont Blanc, dans les vallées d’Herenz, de Zerm att, au Grim sel, à Gênes et à la Cor niche, par R. Töpffer, précédés d’une notice par Sainte-Beuve. Illustrés d’après les des sins originaux de Töpffer par MM. Calame, Karl Girar det, d’Aubigny, de Bar, Gagn et, Forest. 2 Bde. Par is, J.-J. Dubochet et Compagnie, 1844. Und: Par is, Victor Lecou, 1854. 54 Tafeln in Holzschnitt, über 360 Texth olzschnitte. Und: 48 Tafeln in Holzschnitt, über 310 Textholzschnit te. VIII S., 542 S., 1 Bl. Und: 2 Bl., XVII S., 454 S., 1 Bl. ( Verlagsanzeigen). Quart, unbeschnitten (282/277 x 190 mm). Langgen arb te dunk elg rün e Halbm ar oquinbänd e auf je vier von doppelten Goldf ileten eingefaßte blindgeprägte Bün de, mit goldgeprägtem Rückent itel in doppeltem Gold filetenrahm en und orn am entaler Verg oldung in zwei
doppelten Gold- und ein em Blindf iletenrahm en in den übr igen Rückenfeldern, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und eingebundenen illu strier ten Orig in al-Um schlägen (inkl. Um schlagr ücken), auf den fliegenden Vorsätzen verso sig niert „G. Mercier Sr de son père – 1928“ ( Voyages: zweite Hälfte schwach braun fleckig, jedoch nicht die Tafeln). Töpffers Alpenwander ungen – mit fast 800 Holzschnit t en Rodolphe Töpffer (1799 –1846), dem aufg rund eines Augenleidens eine Kar r ier e als Ma ler ver wehrt war, gründete und führte in Genf ein eigenes Pensio nat. In den Sommerfer ien untern ahm er mit sei nen Schülern um fang r eiche Wander fahr t en in die Alpen, der en Ber icht e in den beiden vorl iegenden Erst ausg a ben zusam mengefaßt sind. Die 1844 er schienenen Voyages en zigzag erz ählen von sechs Reisen der Jahr e 1837 –1842, die posthum erschie nenen Nouveaux voyages von drei wei t e r en. Da bei erweist sich der mehrfachb eg abte Töpffer als „observateur plein de finesse, narrateur agr éable et
– 1878 –
piq uant, spi r it uel dessinateur“ [Quéra rd/Bourque lot]. Fast alle der insg esamt bein ahe 800 Abbil dungen gehen auf Töpffers eigene Skizz en zur ück, led igl ich in dem früher en Band stammen 15 Land schaften von Alexa nd re Calame (1810 –1864). Un ter den nachs chaf fenden Stec hern finden sich außer ihm weit er e bedeut ende Na men wie CharlesFrançois Dau bigny (1817 –1878) und Karl Girardet (1813 –1871). Charles-Au g u stin Sainte-Beuve schrieb für den zweit en Band eine würd igende Notice sur Töpffer, con sidéré comme paysagi ste; auch Rümann sieht ihn vor w iegend als Landschaf t er: „Mit dieser Darstel lung der Landschaft ist Toepffer ein Erbe des gro ßen Salomon Geßner. In Baumg ruppen, von Trau er weiden beschat t et en Grä bern, lauschigen abseits gelegenen Waldplät z en und liebl ich geschwunge nen Bergesr ücken bek undet sich dort wie hier die sent i ment al-rom ant ische Stim mung ei nes nat ur verbundenen Geistes“. Wenn auch die Techn ik des Holzschnitts nur eine graphische Darstellung er laube, so spür e man „immer den Maler, der in ihm steckt e; in der einfachsten Hell igkeit verm ag er im mer noch Licht nua ncen und feinste perspekt iv ische Wirk ungen her vorz ur ufen“. Ray fand die Gebirgs bilder „accomplished but conventional“, hingegen „more enterta ining […] the smaller designs which show the students in thei r caps and uniforms enjoy ing a variety of advent ur es. Töpffer, thei r com rade as well as their ment or, often lends his craggy but benevolent presence to these scenes“. Der erste Band – „fort bien imprimé et illustré“ – ist laut Cart eret „très rare“, obend rein fehle häufi g die Tafel Château de Chillon [gegenü ber S. 366]. In unse rem Exemplar ist sie selbst verständl ich vorh anden, ebenso der Orig in al-Umschlag mit seiner „très im port a nte vig net t e“ [Car t eret]. Auch die Exempla r e des Folgebandes war en schon zu Zeit en von Brivois „en bonne cond ition […] devenus très rar es“ [Bri vois]. Hier liegen beide Bände unbeschnitt en in ein heit l ichen Halbm a r oq uin bänden von Mercier vor. Proven ienz: Voyages verso fliegendem Vors atz mit Ex l ibris And ré et Chant al Ca z aux.
Lit er at ur: Beraldi I V, 64, und XII , 134 f.; Blondel 366 – 370; Bonner ot III /1, Nr. 584; Borst 2144; Brivois 405 f.; Brunet V, 884; Car t eret III , 586 ff. (mit Ums chlag-Abb.); DLF II , 459; Gra ess e V III , 167; Hoefer 45, 463; Lonc hamp II , 454; Lonc hamp, Suisse, 3019 und 2969; Osterw alder 75, 205, 289, 433 und 1060; Quéra rd/Bourquelot V I , 484 (nur Voyag es); Rahir 661; Ray II , 296 f., Nr. 220; Rümann 212 f.; Sander 687 und 688; Thieme/ Becker 33, 240; Vicai re V II , 859 f. und 862.
– 1880 –
Neue Reisen im Zick zack 586 Töpffer, R[odolphe]. Nouveaux voya ges en zig zag à la Gran de Char treu se, autour du Mont Blanc, dans les vallées d’Herenz, de Zer matt, au Grimsel, à Gênes et à la Corniche, par R. Töpffer, précédés d’une not ice par SainteBeuve. Illustrés d’après les dessins originaux de Töpffer par MM. Calame, Karl Girardet, d’Aubigny, de Bar, Gag net, Forest. Paris, Vic tor Lecou, 1854. 48 Tafeln in Holz schnitt, über 310 Textholz schnit te. 2 Bl., XVII S., 454 S., 1 Bl. ( Verlagsanzei gen). Quart (266 x 177 xmm). Dunkel grüner Halbsaffianband des Verlags auf vier goldver zier te Bünde, mit gold ge präg tem Rücken titel und dekorativer Vergol dung in zwei Goldfileten und fet tem Blindrahmen in den üb ri gen Rückenfeldern, die Deckel außen mit fet tem und ma gerem Rahmen in Blindpragung, dar in Goldfileten rahmen mit großen Eckstücken aus Rocailledekor, deren vier sich im Zentrum zu einer Rautenform vereini gen, mit
Vorsät zen aus weißem Moirépapier und Ganz gold schnitt (1 EinbandEcke mit minimaler Stauch spur, schwach, teils mäßig braunfleckig). Im Verlagsein band mit Rocailledekor Der Fol geband von Toepffers Voya ges mit der vor an ge stellten, den Land schaftsma ler wür di genden Not ice sur Töpffer von CharlesAu gu stin Sainte Beuve, war schon zur Zeit von Brivois sehr selten. Hier liegt er im schönen Lu xusein band des Verle gers in dun kel grü nem Saf fi an leder mit gold gepräg tem Rocailledekor vor [vgl. Mal avieille 206: ande re Ein band va ri ante]. Er stammt aus dem Besitz des fran zösi schen Indu striel len und Samm lers André TissotDupont. Provenienz: André TissotDupont, dessen Auk tion 2016, Nr. 532.
– 1883 –
Exemplar Legrand und Villebœuf 587 Töpffer, R[odolphe]. Nouvelles gen evoises par R. Topffer. Illustrées d’après les dessins de l’auteur. Gravure s par Best, Leloir, Hotelin et Regnier. Par is, J.-J. Dubochet et Cie, 1845. 40 Tafeln in Holzschnitt, über 160 Textholzschnitte. VII S., 350 S., 1 Bl; 1 Bl. ( Verlagsprospekt). Groß-Oktav, unbeschnitten (244 x 155 mm). Langge narbter geglät teter dunk elg rün er Halbm ar oquinband auf fünf von doppelten Goldf ileten eingefaßte blindge prägte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel in Gold filetenrahm en und orn am entaler Verg oldung in doppel ten Goldf iletenrahm en in den übr igen Rückenfeldern, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsät zen und eingebundenem illu strierten Orig in al-Um schlag (inkl. Umschlagr ücken), auf dem fliegenden Vorsatz ver so sig niert „Mercier Sr de Cuzin“ (Rücken verf ärbt). „Die liebensw ürd igen Seit en des Spießbürgers“ Die volkst üm l ich-rom ant is che Kurzg es chich te hat durch Rodolphe Töpffer (1799 –1846) „eine vorbildl iche Präg ung gef unden“, bes aß er doch „einen ausg esproc henen Blick für das bildh aft
Klei ne, Beh agl iche, für die liebensw ürd igen Seit en des Spießbürgert ums, etwa in der Art wie Spitzweg sie verm itt elt hat“ [Jan 218]. So mündet bei ihm der rom ant ische „Gef ühlsü ber schwang […] ohne tra gische Erschüt t er ung in die Bah nen bürgerl ichen Bescheidens“ [ebd.]. Seine Nouvelles gen evoises be schreib en „mit viel Lieb e und Humor und guter psycholog ischer Beobacht ungsg a be Menschen und Geschehn isse aus Stadt und Land der enger en Hei mat des Dicht ers“ [ebd.]. Die vora ngestellt e um fang r eichste Erz ählung La bibliothèque de mon oncle [S. 1 –148] gilt als „petit chef-d’œuvre de sentiment et fantaisie“ [Hoefer], die zweit e, Les deux Scheidegg [S. 149 –177], wurde in dieser Samm lung von insgesamt 10 Geschicht en zum er sten m al ver öf fent l icht. Der Autor schuf auch die Vorz eichnungen zu den rund 200 Holzschnitten. 40 Tafeln und über 160 teils sehr klei ne Text v ig net t en ver m it t eln kon-
ge n i a l zu den Tex t en eine Stim mung, die „éléga nt e et pit toresque“ [Prospekt] zugleich ist. Die groß e Illustrat ion auf dem eing ebundenen Orig in al-Umschlag wird im Buch nicht wieder holt. Der hübsche, hier wie neu erh alt ene Band war schon zu Brivois‘ Zeit „devenue très rare en bonne cond it ion“ [Brivois]. Proven ienz: Dies ist das bei Car t eret er wähnt e Ex emplar von E. C. A. Legr and (Auktion 1912: frs. 600), mit dessen goldgepräg t en Initia len auf dem Innendeckel oben links; ebd. unten links die In itia len „ PV “ und zent ral das goldgepräg t e Ex l ibris von Paul Villebœuf (nicht in dessen Aukt ion 1963). Lit er at ur: Beraldi XII , 134 f.; Blondel 348 und 352 f.; Borst 2189; Brivois 406 f.; Car t eret III , 584 ff. (mit Ums chlag-Abb.); DLF II , 459; Hoefer 45, 464; Lonc hamp II 454; Lonc hamp, Suisse 2977; Oster w alder 1060; Quéra rd/Bourquelot V I , 484; Rahir 660 f.; Sander 685; Thieme/Becker 33, 240; Vicai re V II , 859.
– 1886 –
Exemplar tel que paru 588 Töpffer, R[odolphe]. Nouvelles genevoises par R. Topf fer. Illustrées d’après les des sins de l’au teur. Gravures par Best, Leloir, Hotelin et Reg nier. Paris, J.J. Dubochet et Cie, 1845. 40 Tafeln in Holz schnitt, über 160 Textholz schnit te. VII S., 350 S., 1 Bl. GroßOk tav, un be schnit ten (247 x 162 mm). Creme farbene illu strier te Ori ginalBroschur in roter Halb kalblederchemi se mit gold gepräg tem Rückentitel und Floraldekor in fet tem und ma gerem Goldfiletenrahmen auf dem Rücken, mit fet ten und ma geren Goldfileten auf den Deckeln und mit cremefarbener Moiré seide bezoge nen Innen deckeln, si gniert „Alain Devauchelle“ , in mit Filz ausge schla genem Pappschuber mit roten Lederkan ten (Um schlag rücken re stauriert). Un beschnit ten und im Ori gi nalUm schlag Un ser zweites Exemplar der Nouvelles genevoises ist un be schnit ten in der il lu strier ten Ori gi nal Broschur erhalten und in diesem schönen Zu stand „très rare“ [Brivois].
– 1887 –
Mit über 200 Holzschnitt en 589 [Trimolet u. a.]. Le Comic Alm an ack. Keepsake comique pour 1842 [und:] 1843. […] Orné de douze gra vure s à l’eau-forte sur acier par Trim olet. Et d’un grand nombre des dessins comiques dans le texte, par Ch. Ver nier. Zusamm en 2 Bde. Par is, Aubert et Cie, [1842 –1843]. 12 Stahlstich-Tafeln mit Seidenvorsätzen, über 100 Text vig netten in Holzschnitt. Und: 12 Stahlstich-Tafeln, über 80 Textvig netten in Holzschnitt. 107 S. Und: 106 S., 1 Bl. – Text in schwarzen Rahm en gesetzt. Klein-Oktav (168 x 107 mm). Illustrierte lachs- bzw. rosa farbene Orig in al-Pappbände à la Bradel mit Ganzg old schnitt, Jg. 1843 mit hellgelben Glanzpapiervorsätzen, zu samm en in modernem, mit Filz gef ütterten Pappschu ber (berieben, Ecken und Kapitale ger ing f üg ig bestoßen, gelegentlich etwas braunf leckig). Selt ener Al m a n ach mit 24 Stahlstichen von Trimolet Die beiden hu mor istischen Al m a n ache mit Ka len da r iu m gehen auf engl ische Vorbilder mit Illustra tionen von George Cruikshank zur ück. Der erste Jahrg ang 1842 nennt auf dem Titel als Beiträger Honoré de Balzac, Frédéric Sou lié, Maurice Al hoy, Paul de Kock, P. Dur and (du Siècle), L. Huart, Éd. Lemoine, Ourliac, E. Marco Saint-Hi l a i re,
H. Monn ier, J. Rousseau; Jahrg ang 1843 led iglich Lou i s Huart. Die zweim al zwölf Mon atsbilder, „Rad ier ungen voll köstlichen Humors“ [Rümann], stammen von Jo seph-Loui s Trimolet (1812 –1843); sog ar Baudel a i re lobt e diese „si spir it uelles, si légères, et si mordantes planches […], de mélancolique mémoire“ [zit. nach Beraldi XII , 158], die zu Trimolets letzten Arb ei ten zählen. Die kleinen Text v ig net t en stam men von Charles Vern ier (1831 –1887), dem spät er en Haupt zeich ner des Charivari. Stimmt das bei Thieme/ Becker und andernorts angegeb ene Geburtsjahr, hätten wir es hier mit erstaunlich sicher en Min ia tur en eines frühr eifen Kna ben zu tun. Die vorl iegenden beiden Jahrg änge sind alles Er schienene: Nach Trimolets frühem Tod verzich tete der Verleger auf eine Fortführ ung des Com ic Alm an ack. Proven ienz: Auf dem Spiegel von Jg. 1843 Exl ibris L. Dimier, dat iert 1929. Lit er at ur: Beraldi XII , 158 f., Nr. 10 – 33, und 224; Brivois 109 f.; Cart eret III , 171 ff. (mit Deckel-Abb.); Grand-Carteret, Alm a nachs 2296; Osterw alder 1066 (Trimolet); Rümann 146; San der 377; Thieme/Becker 33, 402, und 34, 287; Vicai re II , 921 f.
Ra res Al bum mit erotischen Lithographien 590
Le triomphe de l’amour. Ohne Ort, [etwa 1840].
12 lithographierte Tafeln auf stärkerem Velinpapier mit Seidenvorsät zen. 26 S. QuerKleinOktav (98 x 135 mm). Roter Perkalinband der Zeit auf glat ten Rücken, mit gold gepräg ter Illu stration auf dem Vorder und gold gepräg tem Or nament auf dem Hinterdeckel, jeweils in doppeltem Rahmen aus fet ten und ma geren Blindfileten. 12 eroti sche Lithographien Das klei ne Al bum ent hält zwölf lithographi sche Blät ter, be gleitet jeweils von ei nem zwei seiti gen Text – Va riationen über Liebes spiele, mit Titeln wie La Nonchalante, Le Caprice, L’Orgie, L’Educat ion première oder Les deux amies. Bis auf das gereimte Titel gedicht sind die anony men Text chen in Pro sa ver faßt. Die gleich falls un si gnier ten, sehr fei nen Zeich nun gen las sen sich evtl. Achille Devé ria oder Tony Johan not zuord nen [jedoch nicht bei Ma rie]. Auf dem Vor der deckel ist in Goldprä gung ein länd liches Baccha nal abgebildet. Die Zeich nun gen wur den 1852 vom Tribunal correctionnel de la Seine „condamnés à la destruct ion, pour out ra ges à la mora le publique et aux bonnes mœurs“ [Drujon]. Literatur: Nicht bei Bar bier; Drujon 381; GayLemonnyer III , 1259 (gibt statt La Coquette und La Galoppe zwei andere Titel an: Le Nègre voluptueux und La Car te de vi site); nicht bei Pia.
– 1889 –
Verleger ein band in Saf fian 591 Urbain, A[uguste] (Übers.). L’Inde Pittoresque. Bombay. Texte par A. Urbain. Vingtdeux Gravures d’après les des sins de Daniell. Paris, Dauvin et Fon taine, 1840. 22 ge stochene Tafeln. 2 Bl., 290 S., 1 Bl. – S. 111 f. verbun den. GroßOktav (238 x 157 mm). Verlegereinband von dun kelrotem Saf fian auf glat ten Rücken, mit gold gepräg ter Rückenillu stration, breitem blind gepräg ten Entrelacs Rahmen und gold gepräg ter zentraler Plat te, si gniert „G. Thevenon“ , auf den Deckeln, mit späteren Vorsät zen aus grauem Moiré seidenpapier und Ganz gold schnitt (Papier gering braunfleckig). Diese Ausga be ist in den ein schlä gi gen Referenz werken nicht ver zeich net. Anders als der Titel sug geriert, war Au gu ste Urbain nicht der Autor, son dern nur der Über set zer des zuerst in engli scher Sprache in The Oriental Annual er schienenen Tex tes von John Hobart Caunter (1794 –1851). Die in den Bi bliographien aufgeführ te er ste fran zösi sche Aus ga be er schien 1834 –1836 bei Belliz ard unter dem Titel Tableaux pittoresques de l’Inde in drei Bän den [vgl. Nr. 102], von denen die beiden er sten Ma dras und Kal kut ta beschrei ben, der drit te Bombay. Von diesem Band liegt hier die Neu ausga be vor, mit den gleichen 22 Stichen des engli schen Ma lers und Kupfer ste chers Wil li am Da niell (1769 –1837), der Indien von ei nem lang jäh ri gen Aufent halt von 1784 bis 1794 kannte. Der Band zeich net sich insbe sondere durch den pracht vol len Ver le ger ein band aus dun kel rotem Saf fi an leder aus, dessen gold gepräg te Deckel il lu stration kei ne Ad aption der Da niel lschen Ta feln dar stellt. Die schöne, von G. The venon si gnier te Plat te zeigt eine jun ge Dame in orienta li scher Gewandung unter ei nem Son nen schirm und zwei hohen Pal men sit zend, eine Axt in der Rechten, den Blick auf eine sich um ei nen Baum stamm windende zün gelnde Schlan ge gerichtet. Ihr zur Seite befi n det sich ein Ka mel, hinter ihr ein rad schla gender Pfau, auf ei nem fer nen Fluß segelt eine Dschun ke, und im Hinter grund erhebt sich eine Art Pa gode – auf ei nen Blick er öff net sich so ein facet ten reiches exoti sches Ta bleau zu Flora und Fau na, Kultur und Ar chitek tur des indi schen Subkonti nents. Provenienz: Samm lung Adri an Flüh mann, mit dessen Eti kett mit Monogramm „awf “. Literatur: Vgl. Bru net I, 1691; nicht bei Car ter et; vgl. Graes se II , 90; vgl. Lonchamp II , 87; vgl. Quér ard/Bourquelot II , 543; zu Caunter: DNB 9, 332; zu Da niell: Thieme/Becker 8, 361 f.; zu The venon knapp: Mal avieille 247.
– 1890 –
Exemplar Roudinesco und de Rouvre, im neuwer t igen Verleger-Lux useinband 592 Varin, Amé dée, Eug[ène] Nus und Ant ony Méray. L’Empire des Légumes. Mémoires de Cucurbit us Ier. Recueillis et mis en ordre par MM. Eugène Nus et An tony Méray. Dessins par Amédée Varin. [Auf dem Vort i tel:] Droler ies végétales. Par is, G[abr iel] de Gonet [und:] Martinon [und:] Leipzig, Charles Twietm eyer, [1850]. 25 kolor ierte Tafeln (davon 24 in Stahlstich und 1 in Holzschnitt) mit Seidenvorsätzen. 2 Bl., 310 S., 1 Bl. Quart (264 x 175 mm). Verlegereinband von auberg ine farbenem Saff ian auf glatten Rücken, mit goldgepräg ter, die Titelworte integ rierend er Rückenillu strat ion, auf den Deckeln in prächt igem Rahm enwerk mit großen Fleurons zent ral die Fig ur eines Ministers von Cucurbi tus I, umgeben von den Worten „DROLER IES VÉGÉ TA L ES“ in Schmuckversalien, mit doppelter Goldf ilete auf den Steh- und vierfacher Goldf ilete auf den Innen kanten, mit Doublüren und fliegenden Vorsätzen aus weißem Moiréseidenpapier und Ganzg old schnitt, in mo dernem, mit Filz ausgeschlagenem Pappschuber mit Le derk anten (vereinzelte Braunf leckchen). Eine Huld ig ung ans Gemüse im Gefolge Grandvilles, hier im hin r eißenden, sehr selt enen Lu x useinband des Verl ags Nach der Abd ank ung des Bürg erkön igs Loui sPhilippe 1848, der als Roi Poire jahr el ang ein dank ba r er Gegenstand der Ka r ik at ur isten gewesen war, hob Amédée Varin (1818 –1883) den kürbisa ffinen Mona rchen Cucurbit us Ier auf den Schild und setz te ihn an die Spitz e eines – allerd ings eher unpol i tischen – Gemüser eichs. Das Mot iv spielt zugleich auf den Tit el von Senecas Apok olokyntosis, der sat i rischen ‚Verkürbissung‘ des Kaisers Claud iu s an stelle seiner Apotheosis, an. Der meist als Reprodukt ionsstecher bek annt e Varin hatt e schon an Grandvilles Les fleurs animées (1847) in dieser Funkt ion mit gea rbeit et, so daß die Anr e gungen auch von dort her unverkennbar sind. Dies ist die erste Ausg ab e des Werks, mit insge samt 25, nicht 24 Tafeln: Ein Blatt mit einer Reihe Lauchstangen und der Legende Ils étaient calmes et priant quand la panique vint au chef ist im Verz eich nis am Schluß des Buches nicht aufgef ührt. Die Ta fel Un Ministre de Curcubit us, der en Motiv auch die Deckel ziert, wurde als einz ige in Holzschnitt aus gef ührt, die übr igen sind Stahlstiche.
Die beg leit enden Text e schrieb der Dra m at iker s am men mit dem Eugène Nus (1816 –1894) zu fast gleich a lt r i g en und wie er aus Chalon-surSaône stam menden Rom anaut or Ant ony Méray (1817 –1889?). Dies ist ein unerhört frisches Exemplar des Gemü se-Buchs. Es liegt im ger adez u bom bastisch deko rier t en Verlagseinband aus auberg inefarbenem Saf fia nleder vor: Inm it t en eines pracht vollen goldenen Rahmenwerks posiert, den recht en Arm in die Hüf te gestemmt, der Mini stre anstel le des Mona rchen selbst – ver mut l ich aufg rund seines repräsent at i ven dicken Kürbisbauchs, den er blank und selbst bew ußt her vorstreckt. Proven ienz: Illustrier t es Ex l ibris von Alexa nd re Roudinesco verso fliegendem Vorsatz (dessen Auk tion 1967, I, Nr. 102: frs. 1.500). – Auf dem Spie gel das Wap p en ex l i bris von Évr a rd Bourlon de Rouvre (dessen Aukt ion I, 1979, Nr. 189: frs. 36.100). – Dar ü ber Adria n Flüh m anns Mon og ramms childchen „awf “. Lit er at ur: Brivois 134 f.; Car t eret III , 218 und 220; Sander 536; Vica i re V I , 243 f.; zu Méray: DLF II , 133; zu Nus: DLF II , 210; Hoefer 38, 371.
– 1894 –
Unbeschnitt enes Exemplar, mit den handkolor ier t en Tafeln 593 Varin, Amé dée, Eug[ène] Nus und Ant ony Méray. Les papillons. Métamorphoses terrestres des peuples de l’air. Par Amédée Varin. Texte par Eug. Nus et Antony Méray. 2 Bde. Par is, [Gabriel] de Gonet, [1852]. 1 kolor iertes Port rait in Holzschnitt, 20 kolor ierte Tafeln (davon 11 in Holzschnitt und 9 in Stahlstich). Und: 14 kolor ierte Tafeln (davon 8 in Holzschnitt und 6 in Stahl stich), 35 Textholzschnitte. 2 Bl., 232 S., 2 Bl. Und: 2 Bl., 258 S., 2 Bl. – Bd. II: 3 Seiten Noten. Quart, unbeschnitten (278 x 190 mm). Dunk elblaue Halbm ar oquinbände auf fünf mit doppelten Goldf ileten verzierte Bünde, mit Titel und Bandbez eichn ung in Filetenrahm en in zwei sowie Eckfleurons in vierfachen Fil etenrahm en in den übr ig en Rückenk ompartimen ten, alles in Goldpräg ung, mit Goldf ileten auf den Dec keln, marm or ierten Vorsätzen und eingebundenen illu strierten, rosa bedruckten Orig in al-Um schlägen (inkl. Um schlagr ücken), auf den fliegenden Vorsätzen verso sig niert „V. Champs“ . „Met a mor phosen“ in Grandvilles Nachfolge Dieses Werk entstand in Anlehnung an Grandvilles ka r i k ier end e Tier-Mensch-Kom b i n at io nen einerseits und an Les fleurs animées und Les étoiles ander erseits. So wie Grandville dort äther i sche Frauen fi g ur en als Verkör p er ungen von Blu men bzw. Sternen darstellt, so gibt hier Amédée Varin (1818 –1883) Schmet t erl ingen eine menschl i che, zu meist weibl iche Gestalt, wobei die Met a mor phosen oft haupt s ächl ich dar i n bestehen, daß er Menschen Flügel verleiht. Die Tafeln wurden teils in Stahlstich, teils in Holzschnitt ausgeführt und ebenso sorg f ält ig wie farbenf roh kolor iert. Das dem ersten Band vora ng estellt e Port rait des Dicht ers Jacques Caz ott e (1719 –1792), der in Frankr eich das lit er ar is che Genr e Fantastique beg ründet e, wird nicht im Verz eichn is der Tafeln erwähnt. Die be gleitenden Erz ähltexte sind – wie auch schon in
– 1900 –
L’Empire des Légumes – ein Gemeinschaftswerk von Eugène Nus und Ant ony Méray. Der Vorbildchar akter der 1847 und 1849 erschie nenen Werke Grandvilles zeigt sich auch darin, daß comte Fœlix, alia s Loui s François Raban [Wel ler 203], der für die Werke Grandvilles ber eits eine Botanique und eine Horticulture bzw. eine Astrono mie des dam es verfaßt hatt e, hier eine Entomolog ie des dam es beisteuert e. Der popul är w issenschaftl iche Text nimmt den zweiten Teil von Band II ein [ab S. 153] und ist mit einem eigenen, farbig illustrier ten Tit el sow ie 35 Text holzschnit t en ausgestat t et. Dies ist die erste Ausg abe des hübschen Werkes in unbeschnit t enen, wie neuen Bänden mit den einge bundenen Orig in al-Umschlä gen, der en rosa farbe ne Il lustrat ionen die der Front i spize wiederholen. Lit er at ur: Brivois 315 f.; Car t eret III , 452 f.; Sander 539; Vica ire V I , 246 f.; zu Méray: DLF II , 133; zu Nus: DLF II , 210; Hoe fer 38, 371.
– 1904 –
Pilger fahrt in die Schweiz: im Verleger-Lu xusein band 594 Veuil lot, Lou is. Les pèlerina ges de Suisse. Einsi edlen, Sachslen, Maria-Stein. Keepseake [sic!] chrétien. – 1840. 2 Teile in 1 Bd. Paris, A. Canuet [und:] I. Rousset, 1839. Illu strier ter Titel in Chromolithographie und 12 Tafeln in Stahl stich, mit zart rosa Seidenvorsät zen. 4 Bl., XX S., 267 S.; 307 S.; S. 269 – 293 (Notes Bd. I); S. 309 – 318 (Notes Bd. II ); S. 295 f. (Table Bd. I); S. 319 f. (Table Bd. II ). Oktav (186 x 125 mm). Verlegereinband in nachtblauem Saf fian mit gold gepräg tem Titel und Dekor auf dem glat ten Rücken, mit fet ten Blindrahmen auf den Deckeln und großem gold gepräg ten Schmuckmotiv mit Rocailleranken, Blumen und Widderkopf, mit hell gelben Buntpapiervorsät zen und Ganz gold schnitt ( Vorsät ze randgebräunt, durch gehend schwach stockfleckig). Der frucht ba re Schrift stel ler und Jour na list Lou isFrançois Veuil lot (1813 –1883) bekämpf te Volt airianismus, Gallik anismus und li bera len Katholi zismus und wur de „für Frank reich der Schöpfer ei ner
katholischen Presse, der Wiederer wecker ei nes katholi schen Gemein schaftsgefühls“ [Wet zer/Welte]. Les pèlerina ges de Suisse ist sein er stes Buch. Es behandelt nicht nur die im Titel genannten reli giösen Stät ten, sondern Orte in der gan zen Schweiz, mit Ex kur sen über hi stori sche Er eig nisse und Persön lich keiten; auch be schränkt es sich nicht auf ei nen landeskund lichen Rei sebericht, sondern ist zu gleich ein „œuvre de polémique et d’apostolat“ [DLF]. Die Ori gi nal ausga be er schien in zwei bändi ger sowie in der ein bändi gen Form mit neu gedruck tem Titel als Keepseake [sic!] chrétien – 1840; un ser Exemplar ist noch im tadel losen Lu xus-Verleger einband aus nacht blauem Saf fi an leder erhalten. Die Ta feln wur den von engli schen Zeich nern und Stechern geschaf fen. Literatur: Nicht bei Brivois und Car ter et; DLF II , 490 und 492; Es coffi er 1383; nicht bei Lachèvre; Quér ard X, 133; Vica ire I V, 665 f.; zu Veuil lot vgl. Wet zer/ Welte XII , 875 f.
– 1906 –
Mit 650 Abbildungen nach den größt en Meistern 595 Vocabula i re des Enfants, dictionnaire pit toresque, illustré par un grand nombre de pet its dessins. Première édition. Par is, Aubert, 1839. Illu strierter Titel in Holzschnitt, etwa 650 Texth olz schnitte. 2 Bl., 580 zweispaltige S., 1 Bl. ( Verlagsan- zeigen), 1 leeres Bl. Quart, kaum beschnitten (279 x 179 mm). Grobgen arbter olivbrauner Halbm ar oquinband auf glatten Rücken, mit rot intarsier tem Rückenschild und den ganzen Rücken bedeckendem Golddekor mit hellbraunen Lederintarsien, mit Goldf ileten auf den Deckeln und marm or ierten Vor sätzen, mit eingebundenem, illu striertem Orig in al-Um schlag in Chrom olithog raphie, verso fliegendem Vorsatz sig niert „V. Champs“ (Einband leicht verf ärbt, Kanten berieben, wenige Bl. mit kleinen Randläsuren). Mit 580 zweispalt igen Seit en hat dieses Wör t erbuch für Kinder einen sehr beachtl ichen Umfang; das gilt
auch für die Illustrat ion mit etwa 650 Holzschnitt en im Text. Diese sind keineswegs nur nücht erne Ab bildungen von Sachen, sondern vera nschaul ichen ihr en Gegenstand oftm als im Gebrauch oder in ei nem szen ischen Zusam menh ang, vielfach sind sie auch kom isch oder satir isch. An dem Werk betei lig t e der Verl ag Au bert die bek annt esten Zeich ner der Zeit, so Henr i Émy, Grandville („retir age de 12 bois“ [Renonciat]), Meis son ier, Trimolet, Charlet, Lami, Dau mier, Henr i Monn ier, Gavarni, Gigoux, Pauquet u. a. Unser Exemplar der ersten Ausg abe liegt fast unbeschnit t en und mit dem eingebunde nen Orig in al-Umschlag in Chromol it hog raphie in einem Int arsieneinband von Vict or Champs vor. Liter atur: Brivois 413 f.; Gumuchian 5761 ff.; Renonciat 290; Rümann 172 und 174 (Dau mier); Rümann, Dau mier 92; Vica ire V II , 1122.
– 1909 –
Von legendär er Selt enheit – das Exemplar der Sammlung Villebœuf 596 Voia rt, Élise und Ama ble Tastu. Le livre des enfants, con tes de Fées. Choisis par Mesd ames Elise Voiart et Amable Tastu. 6 Bde. Par is, Paulin [auf den Um schlägen:] et Hetzel, 1836 –1838. Zu samm en über 400 Textholzschnitte. Zu samm en 928 S. Klein-Oktav, unbeschnitten (144/149 x 112 mm). Lang gen arbte hellbraun e Halbm ar oquinbänd e auf glatte Rücken, mit goldgeprägten Titeln und floraler Verg ol dung in Goldf iletenrahm en auf den Rücken, mit Gold fileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und eingebundenen illu strierten Orig in al-Um schlägen (inkl. Um schlagr ücken), auf den fliegenden Vorsätzen verso sig niert „G. Mercier Sr de son père – 1911“ . 400 kleine Vig nett en in sechs kleinen Büchern für viele klei ne Leser Die komplett vorl ieg ende Samm lung ent h ält 26 läng er e Märchen und Erz ählung en von Charles Per r ault, François Fénelon, Anne-Claude-Phil ippe de Cay lus, Ma r ie-Cat herine d’Aul noy und Jea n ne-Mar ie Leprince de Beaumont sow ie sieben kur ze Fab eln von Jean de La Fonta ine, Jean-Pierre Claris de Flor ia n und Fénelon – ein breit es Panora ma der Gatt ung Contes de Fées. Angek ünd igt war en ursprünglich acht Bände, weswegen auf den Um schlägen von 40 Erz ählungen und 500 Abbildun gen die Rede ist. Die Zahl der „charm ant es vig nett es gravées sur bois par les meilleu rs art istes de l’époque rom ant ique“ [Car t eret] übersteigt im merh in 400; Zeichner wa ren Henr i Antoine Bar on, Jean François Gigoux, Levasseur, Alc ide Jos eph Lor ent z, Jean Alf red Géra rd Séguin, Tellier, Charles Joseph Traviès, Ernest Meisson ier und Grandville. Ger ade für die beiden herausr agenden letzt er en sind die Vig net ten zu diesen Kinderbüchern sog ar von besonde rer Bedeutung: Die Zeichnungen von Ernest Mei
sson ier (1815 –1891) stellen wohl seine frühesten Veröf fent l ichungen dar [vgl. Brivois]; für Grand ville verbindet sich mit diesen kleinen Arb eit en eig ena r t ig er weis e ein „tour n ant capit al dans la car rière de l’arti ste, qui se tourne vers la littérature en même temps qu’il se détou rne de la lit hog raphie“ [Renonciat 180]. Grandville lieferte ein Frontispiz sow ie 28 Zeichnungen zu den vier Märchen vom Rotk äppchen, Däumling, Gestiefelten Kater und Blau bart von Charles Perr ault, die 1851 von dem Verle ger Hetz el nochm als im Nouveau maga sin des enfants verwendet wurden [vgl. Nr. 480]. Die Bände stellen auch in druckg es chicht l icher Hinsicht eine Besonderheit dar, ist dies doch „le prem ier ouvr age illustré imprimé à la presse mé canique“ [Brivois]. Für Brivois war die komplette Reihe „à peu près introuvable“, für Carteret „rar issime en bel état avec ses cou vertures de couleurs différ ent es“ [Car t eret]. In diesem Zusam menh ang ver w ies Car t eret auf eine Anoma l ie spez iell an un ser em Exemplar aus dem Besitz von Paul Villebœuf: Alle sechs eingebundenen Umschläge sind einheit lich von einem ockergelben Farbt on, jedoch ha ben sie nicht, wie bei Car t eret irr t üm l ich angegeb en, zwei, sondern fünf verschiedene Vig net t en. – So halt en dies e sechs kleinen Märc henbüc her in sagenh aft schöner Erh alt ung auch für den biblio philen Samm ler ein ige Über r aschungen ber eit. Proven ienz: Auf allen Spiegeln oben links das gold gepräg t e verschlungene Monog ramm „ PV “, auf dem Spiegel des ersten Bandes das goldgepräg t e Ex l ibris von Paul Villebœuf (zit. bei Carteret, nicht in der Aukt ion 1963); dar u nt er Monog rammschildchen „awf “ von Adria n Flühm ann. Lit er at ur: Brivois 264 f.; Car t eret III , 393 f., zit. dies es Exem plar; Gumuchian 5766; Osterw alder 82, 425 und 684; Quéra rd IX , 353, und X, 262; Renonciat 180 und 290; Sander 445; Vica ire V, 343 ff.
– 1911 –
Exemplar von John Roland Abbey 597 Volt air e [eigentlich François Mar ie Arouet]. La Henr iade, poëme de Voltaire, ornée de dessins litho graphiques. Par is, E. Dubois, 1825. 20 lithographierte Tafeln auf Chin apapier, mont iert auf Velinpapier, 71 getönte lithographierte Port raits, 3 Por traits in anderem Zu stand wiederholt, überwiegend mit Seid envorsätz en; Titel- und Schlußvig nette in Holz schnitt. LX S., 233 S., 1 leeres Bl., 10 zweispaltige S., 1 leeres Bl. Folio (408 x 267 mm). Langg en arbter grün er Mar o quinband auf vier breite Bünde, mit reichster Gold- und Blindpräg ung, mit marm or ierten Vorsätzen und dreisei tigem Goldschnitt, am Fuß sig niert „Loui s Janet“ , in mit Filz ausgeschlagen em grün en Lein en schuber (vorderes Außengelenk einger issen, hinteres beschabt, durchge hend braunf leckig). Mit 18 Tafeln von Horace Vernet und zahlr eichen Por t raits von Mau z aisse Ein Schmähg ed icht geg en den franz ösis chen Regent en Philippe II . de Bourbon trug dem jun gen Voltair e (1694 –1778) von 1717 bis 1718 einen
unf reiw ill igen Aufent h alt in der Bastille ein. Hier konz ipier t e er das Epos La ligue ou Henr i le Grand, das 1723 erschien. In seinem zweijähr igen engl i schen Exil ab 1726 übera rbeit et e er das Werk, um es 1728 in der endg ült igen Fassung unt er dem Tit el La Henr iade zu veröf fent l ichen. Das an Vergil angelehnte Epos feiert in zehn Ge sängen den franz ösischen Kön ig Heinr ich IV., der 1598 mit dem Edikt von Nant es die Hugenott enk rie ge beendet e, und zeigt ihn „unt er dem Einfluß der Ideen stehend, welche das beg innende 18. Jahrh. beherrscht en: Stärk ung der parl a ment a r is chen Kräf t e, Bünd n ispol it ik mit Engl and und Toler anz in Fragen des Rel ig ionsb ekennt n isses“ [Jan 175]. Mit dem idea l isier t en Herrscher ent w arf Volt air e zugleich ein „Gegenbild zum absolut istisch reg ie renden ‚Sonnenkön ig‘“, der das Edikt 1685 wieder aufgehoben und „eine neue Ära rel ig iöser Spalt ung eingeleit et hat t e“ [Haupt werke]. Nach dem Erschei nen des Werkes pries man den jungen Volt air e „als Her old der moder nen philosophischen und staats pol it ischen Ideen“ [ebd.], des Fortschrittsg ed an kens und des Dei smus, der in Frankr eich „rasch an
– 1914 –
Aus brei t ung ge w ann“ [Jan 175]. Es be g ann das siècle de Voltaire, das bis in die nach-napoleon ische Restaur at ionsz eit nachw irkt e. Auch stil istisch und gatt ungsgeschichtl ich blieb das Epos „fast 100 Jah re für diese Dicht ungsa rt vorbildl ich“ [Jan 175]. Ganz am Ende die s er Epo c he, kurz be vor der „Dicht err uhm Voltai res […] mit dem in der Rom an tik einsetz enden äst het ischen Geschmacksw andel bald verblaßt e“ [Hauptwerke], steht diese 1825 bei Dubois erschienene Ausg a be der Henr iade. Sie ist ausgestat t et mit Vor wor t en von Kön ig Friedr ich II . von Preußen, Jean-François Marmont el und weit e ren Vorstücken. Die 71 get önt en lit hog raphischen Por t raits stam men zumeist von Jean-Baptiste Mauz aisse (1784 –1844), das Frontispiz und die letzte Tafel wurden von b ois ge sto chen. Dem neu C. Girardet nach Du en Zeit g eschmack ent g eg enz u kom men versucht e s en 18 Ta feln Horace Vernet (1789 –1863). Des „montr ent la tentative […] pour donner dans le ro mant isme, tentative qui aboutit plutôt à la manière troubadour“ [Beraldi].
Am Schluß findet sich ein achtseitiges Verz eich nis der Subskribent en, unt er ihnen Kön ig Karl X., Kön ig Ma x im il ia n I. von Bayern und Talley r and, zahlr eiche weit er e Herrscher, Adel ige, auch Ban kiers, eher wen ige Kult urschaf fende, unt er diesen Chat eaubria nd, Charles Mot t e, Girodet-Trioson, Johannot, Huet und Redouté. Proven ie nz: Auf dem Spieg el ges toc hen es Wappenex l ibris von John Rol and Abb ey (sig niert J. J. Badeley 1920). – Auf dem vor- und nachgebunde nem Blatt Namensstempel: „Gartner [/] Geh. Hofr at Bürger meister a. D.“ Lit er at ur: Beraldi IX , 253 (Mauz aisse, Ausg. „Dup ont et Dub ois, 1823“) und XII , 220, Nr. 171 –188 (Vernet); nicht bei Brivois und Cart eret; vgl. Eng elh ardt/Roloff I, 217 f. (Erstausg.); vgl. Haupt werke 247; vgl. Lonc hamp II , 473 (Ausg. 1822 –1827); nicht bei Sander; Thieme/Becker 24, 286 (Mauz aisse, Ausg. 1823).
– 1915 –
Das Exemplar von Henr i Beraldi in einem grandios dekor ier t en Einband der Zeit 598 Wordsworth, C[hristopher]. La Grèce pit toresque et historique. Traduction de M. E. Regn ault. Illustrations sur acier et sur bois par les premiers art iste s de Par is et de Londres. Par is, L. Curmer, 1841. Illu strierter Titel, 2 Karten, 25 Tafeln (diese mit bedruck ten Seidenvorsätzen), sämtlich in Stahlstich auf stark em Velinpapier; etwa 320 Textholzschnitte. 2 Bl., 372 S. Quart (265 x 184 mm). Hellbrauner Saff ianband der Zeit auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückent itel, rei cher floraler, lin earer und Pointilléverg oldung sowie Kreisen, Rauten und Dreiecken aus fetten Goldf ileten in symm et rischer Anordnung auf Rücken und Deckeln, mit Goldf ileten auf den Stehk anten, floraler Bordüre und fet tem Goldf iletenrahm en auf den Inn enk anten, darin rote Mar oquindoublüre mit großem, orientalisierendem Orn am ent aus fetten Goldf ileten auf einem floral, line ar und pointillé-verzierten Arabesk en-Grund, mit Vor sätz en aus roter Moiréseid e und Ganzg oldschnitt, in mit Filz ausgeschlagenem Pappschuber mit hellbraunen Mar oquink anten (wie imm er einige Lagen und Tafeln qualitätsbedingt gebräunt). Ein Zeug n is des rom ant ischen Philhellen ismus – in einem reich dekor iert en Einband der Zeit, aus dem Besitz von Henr i Beraldi Dies es Werk ist ein Produkt des insb es onder e zur Zeit der Rom ant ik in Eur opa grassier enden Philhellen ismus, der in Engl and einen Prot a gon i sten in Lord Byron besaß. Christopher Wordsworth (1807 –1885), ein Neffe des Dicht ers Will ia m Words worth, ber eiste Griechenland von 1832 –1833, ver öf fent l icht e dar ü ber mehr er e topog raphische und archäolog ische Werke, von denen das zuerst 1839 erschienene Greece sein ber ühmt estes ist. Auch in Words worths theolog ischer Arb eit hint erl ieß die
Griechenl andb egeister ung Spur en, in Gestalt ei ner kom ment ier t en Ausg a be des griechischen Neu en Testaments. 1869 wurde er zum Bischof von Lincoln ern annt. Dies ist die erste französische Ausg abe, in der Über setz ung von Elia s Regn ault (1801 –1868). Dieser war Rechtsa nw alt, Pol it iker und hint erl ieß zudem ein „œuvre historique, assez abond ant e“ [DLF II , 299]. Eine große Anz ahl von Künstlern liefert e die Vor lagen für die rund 350 Abbildungen. Die beiden Kar t en des nörd l ichen und süd l ichen Griechen lands stammen von John Dower, die Zeichnun gen zu den Stahlsticht afeln von den Landschaft ern Rob ert Branda rd, Dav id Cox, Thom as Creswick, Copley Field ing, Richard Ir t on, Charles Walt er Radclyffe, G. F. Sargent und J. Wrightson sow ie von den Archit ekt en Francis Arunda le und Will ia m Purser; ein ige entstanden nach Skizz en von F. Her vé. Der sonst eher wen ig bek annt e G. F. Sargent fer tigt e auch über 200 Zeichnungen für die Textholz schnit t e und ist da m it der quant it at iv gew icht igste Beiträger; weiter e war en J. Bagg, Felix R. Blunt, Will ia m Harvey, Haslock und Mont ag ue Stanley. In bescheidenem Umfang wa r en auch Franz osen
– 1918 –
beteiligt, so Charles François Dau bigny mit ei nem gut en Dutz end Zeichnungen, fer ner François Lou i s Français, Adrien Féart, Paul Huet und schließl ich Er nest Meis son ier mit ei ner ein z igen. Ent gegen der Beschreibung im Kat a log Desc ampsScrive sind die Seidenvorsätz e mit knappen Legen den bed ruckt, „qui manq uent souvent“ [Car t eret].
frs. 3.950, mit Einband-Abb. nach S. 220), Paul Ga vault (dessen Aukt ion V, 1951, Nr. 2096: frs. 6.400) und Adria n Flühm ann. Lit er at ur: Brivois 415 f.; Car t eret III , 598; Sander 699; Vicai re V II , 1172; zu den Illustrat or en vgl. Houfe.
Daß der pracht vol le, auf Rücken, Deckeln und Doublü r en über r eich mit geomet rischen Fig u r en und Ara besken dekor ier t e zeit genössische Einband, dem im Katalog Beral di eine ganzseit ige Ab bildung gew id met wur de, uns ig niert blieb, muß einem ausgepräg ten Understatem ent des Buchbinders ges chul det sein. Proven ienz: Auf ei nem Vorblatt unt ereina nder die Exlibris von Hen ri Beraldi (Katalog Bi bliothèque Hen r i Be raldi III , 1934, Nr. 486:
– 1919 –
Das ein zige zeit genössisch gebundene Exemplar auf Chinapapier, aus dem Besitz von Jules Ja nin, René Descamps-Scrive und Pierre Duché 599 Words worth, C[hri stopher]. La Grèce pit toresque et hi storique. Traduct ion de M. E. Reg nault. Illustrat ions sur acier et sur bois par les premiers ar tistes de Paris et de Lon dres. Paris, L. Curmer, 1841. Illu strier ter Titel und 2 Kar ten mit Seidenvorsät zen, 24 (statt: 25) Tafeln mit bedruckten Seidenvorsätzen, zu sätz lich 1 Tafel wiederholt, sämtlich in Stahl stich auf star kem Velinpapier; etwa 320 Textholz schnit te; zu sätzliches Front ispiz auf Chinapapier, auf ka schiert auf starkes Velinpapier. 2 Bl., 372 S. – Auf Chinapapier gedruckt. Quart (296 x 200 mm). Nachtblau er Maroquinband der Zeit von Lebrun auf fünf mit Blindfileten ver sehene Bünde, mit gold gerahmtem Rückentitel und dreifachen Blindfiletenrahmen in den übri gen Rückenkompartim enten, Deckel mit zwei dreifachen Blindfiletenrahmen à la Du Seuil, dazwi schen qua drati sche Eckfleurons, mit Goldfileten auf den Stehkanten, Dentellebordüre auf den Innenkanten, mit mar morier ten Vorsät zen und Ganz gold schnitt über Témoins (meist leicht, gelegentlich stärker braunfleckig). Das ein zi ge zeit genössisch gebundene Exemplar auf Chi napapier Sind von diesem Werk Exempla re auf Chi napapier schon an sich „très ra res“ [Car ter et], so ist die ses das ein zi ge bekannte, das ei nen zeit genös si schen Ein band besitzt; der Erst besit zer, der Schrift stel ler und Jour na list Jules Ja nin (1804 –1874) beauf trag te da mit den vor mals bei Simier täti gen, von etwa 1830 –1857 selbständi gen Binder Lebrun [vgl. Fléty 107; Ramsden 122]. Wie bei al len Exempla ren auf Chi napapier sind die Stahl stiche auf starkem Velinpapier gedruckt; ent gegen der Beschrei bung im Kata log Descamps Scrive sind die Seidenvor sät ze mit den knappen Legenden bedruckt, „qui manquent sou vent“ [Car ter et]. Die letz te Ta fel fehlt, statt dessen wur de die jeni ge der Plaine d’Argos [nach S. 338] doppelt ein gebunden; au ßer dem ein zu sätz liches Front ispiz. Provenienz: Auf dem Spiegel unter ein ander die Ex li bris von Jules Ja nin (vgl. Poidebard 310; Auk ti on 1877, Nr. 1281: frs. 40), René DescampsScrive (Auk tion II , 1925, Nr. 173: frs. 1.200, zitiert bei Car ter et), Pierre Duché (nicht in den Auk tionen 1972) und Adri an Flüh mann.
– 1924 –
mit goldgerahmtem Rückent itel und floral-orn am enta ler Goldpräg ung in doppelten Goldf iletenrahm en in den übr igen Rückenkompartimenten, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen und Kopfg old schnitt, auf dem fliegenden Vorsatz verso sig niert „R. Raparlier“ (hier und da minim al braunf leckig, wenige geschlossene Randeinr isse). Eines von zwei bek annt en Exempla r en auf Chin apapier
Eines von zwei bekannt en Exemplar en auf Chinapapier 600 Wyss, [Johann Dav id]. Le Robinson suisse. Traduit de l’allemand de Wyss par Mme Élise Voiart. Précédé d’une int roduction de M. Charles Nodier. Orné de 200 vig nettes d’après le dessins de M. Ch. Lemercier. Par is, Lavigne, 1841. 6 Tafeln in Holzschnitt auf Chin apapier, auf k a schiert auf stärk eres Velinpapier, fast 200 Texth olzschnitte. 2 Bl., VIII S., 580 S. – Auf Chin apapier gedruckt. Groß-Oktav, unbeschnitten (236 x 160 mm). Dunk elg rü ner Halbm ar oquinband auf pointilléverzierte Bünde,
Der Ber ner Stadt pfar r er Joh ann Dav id Wyss (1743 –1818) adapierte Da n ie l Defoes Rom an Robinson Crusoe ursprüngl ich, um die Geschicht e seinen eigenen Kindern zu erz äh len. Ent sprechend ist es in seiner Version kein Einz elner, sondern eine komplet t e Schweiz er Pfar r er fa m il ie mit vier Söh nen, die durch einen Sturm auf ein einsames Ei land im Ind ischen Ozea n verschlagen wird. Ein ige Gebrauchsgegenstände und Nutz t ier e kön nen sie retten; sie bauen ein Baumh aus, entdecken nach und nach die In s el und ihre land s chaft l i c hen Besonderheit en, so etwa eine Kristallg rot t e, sie ler nen ja gen und fischen, begeg nen Schildk röt en, Schlangen, Löwen und einem gestrandet en Wal, durch leb en die verschiedenen Jah r esz eit en, ins besonder e die Regenz eit, und führ en ein ebenso ein faches wie zu f riedenes Leben.
Einer der Söhne des Erz ählers, der Bibliot hek ar und spät er e Lehr er von Jer emias Gott helf, Joh ann Rudolf Wyss (1782 –1830), gab den Abent euer r om an in bea rbeit et er Form heraus; 1812 –1813 erschienen die ersten beiden Bände unt er dem Tit el Der Schwei zer ische Robinson, oder der schiff brüchige SchweizerPrediger und seine Familie in Zür ich. Bis heut e ist diese Robinson ade das in die meisten Sprachen übersetzte Buch aus der Schweiz, un ter ander em regte es Frederick Marryat und Jules Verne zu weit er en Bea rbeit ungen an. Die erste fran zösische Übersetz ung erschien noch 1813; dies ist die erste Ausg abe der neuen Übersetz ung von Élise Voia rt, mit der Int roduction von Charles Nodier und den Holzschnitt en nach Charles Nicol as Lemercier (1797 –1859). Der vielseit ige Ma ler von „Bildn isse[n], Lands chaf t en, Ma r inen, Stilleb en und Frucht stücke[n]“ [Thieme/Becker] deckt mit seinen rund 200 Illustrat ionen auch hier ein breit es Spekt rum ab: Er zeigt die Fam il ie in der Nat ur, Landschafts panora men, einzelne Pflanzen und Tier e ebenso wie die sol ide Konstrukt ion einer Holzbrücke [S. 432]. Mit rom ant is chem Univers a l it ätsa nspruch wen den sich die Bilder sowohl an „naturalistes“ als auch an „amateurs des arts“insofern, als „elles ne laissent rien à désirer“ – Nodier nennt sie schlicht „ind ispensables“ [S. VI]. Exempla r e auf Chin apapier sind „d’une ext rême ra r et é“; Car t eret kennt neben unser em, das aus der Samm lung von René Des c amps-Scrive stammt, überh aupt nur noch ein weiter es, weiland im Be sitz von Paul Villebœuf. Proven ienz: Auf dem Vors atz goldgepräg t es Ex l i bris von René Desc amps-Scrive, dessen Aukt ion II , 1925, Nr. 174: frs. 1.000 (zit iert bei Cart eret). Lit er at ur: Brivois 416 f.; Car t eret III , 598 f. (zit iert dies es Exem plar); Lonc hamp II , 479 (mit in kor r ekt em Aut or-/Bea rb eit er na men); vgl. Quéra rd/Bourquelot V I , 611 (ander e Ausg.); Ra hir 684; Sander 700; Ullrich 113q (mit Ers cheinungsjahr 1840); Vica i re V II , 1174; zu Lemercier: Bénézit V III , 491; Thieme/Bec ker 23, 25; zu Raparl ier: Fléty 149.
– 1929 –
599
Referenzwerke in bibliophilen Exemplaren
Eines von zwölf Exemplar en auf Chinapapier A A lexa ndre, Ar sène. Honoré Daumier. L’ homme et l’œuvre. Ouvrage orné d’un portrait à l’eau-for te, de deux héliogravures et de 47 illustrations. Par is, Librairie Renouard, H. Laurens, successeur, 1888. 1 radiertes Portrait in braun em Druck, 2 Lichtdruck tafeln auf stark em Velinpapier, 5 Tafeln (davon 3 dop pelseit ig), 42 Textabbildungen (überwiegend ganzseitig, davon 4 rück seit ig unbedruckt). 4 Bl., 383 S. – Auf Chinapapier. Quart, unbeschnitten (290 x 199 mm). Grobgen arbter dunk elr oter Halbm ar oquinband auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückent itel, marm or ierten Vorsät zen und eingebundenem, illu striertem, rot und schwarz bedrucktem Orig in al-Um schlag (inkl. Um schlagr ücken), sig niert „V. Champs“ . Exemplar auf Chin apapier Das Buch steht zeitl ich ber eits etwas außerh alb des Rah mens unser er Sammlung; die erste werk bio graphische Monog raphie über den großen Honoré
Dau mier (1808 –1879), die nur wen ige Jahr e nach seinem Tod erschien, sollt e jedoch nicht fehlen. Sie ist zugleich das erste Werk des Journ al isten, Kunst krit ikers, Samm lers und spät er en Inspecteur Général des Musées Français, Arsène Alexa nd re (1859 –1937). Im Anh ang [S. 365 – 380] befi ndet sich ein Werkver zeich n is Dau miers. Auch in bibliophiler Hinsicht kann das Werk mit ander en Titeln der Sammlung Schritt halten: Es ist die Nr. 9 von 12 Exemplar en auf Chin apapier und liegt unbeschnit t en, mit dem eingebundenen Orig in al-Umschlag und in tadellosem Zustand in einem Einband von Vict or Champs vor. Erst besit zer des bei Vicai re zit iert en Buches war der Samm ler Charles Bouret (1841 –1892), der sich mit seinem hübsch illustrier t en, von M. Der v ille gestochenen Ex l ibris ausw ies. Proven ienz: Auf dem Spiegel das illustrier t e Ex l i bris von Charles Bouret (1841 –1892). Lit er at ur: Thieme/Becker 8, 436 f.; Vicaire I, 30 (zit iert dies es Exemplar).
– 1930 –
Eines von zwölf Exemplar en auf Chinapapier B Armelhault, J. [d. i. Mar ie-Jos eph-Franç ois Mahérault] und E[mmanuel] Bocher. L’œuvre de Gavarni. Lithog raphies orig in ales et essais d’eau-for te et de proc édés nouveaux. Catalogue raisonné. Par is, Librairie des bibliophiles, 1873. 1 radiertes Portrait, 1 radierte Tafel, 2 lithographierte Tafeln, jeweils mit Seidenvorsätzen. XIII S., 1Bl., 627 S. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt. – Auf Chin a papier. Quart, völlig unbeschnit ten, stellenweise unaufgeschnit ten (265 x 180 mm). Bedruckte Orig in al-Broschur (Um schlag mit Läsuren, durchgehend etwas braunf leckig). Mit vier erst m als ged ruckt en Illustrat ionen Gavarnis
Bocher vor“, heißt es bei Thieme/Becker über die ses Werk. Es verz eichnet 2714 Lit hog raphien sow ie 36 Rad ier ungen, beschreibt auch die Legenden und ist durch ein alpha bet isches Verz eichn is erschlos sen. Die vier Illustrat ionen, daru nt er ein von Émile Boilvin rad iert es Selbstport rait Gavarnis von 1835, wurden hier erst m als pu bliz iert. Das vorbildl iche Werk erschien in einer Aufl age von nur 300 Exemplar en. Das unsr ige, völlig un beschnit t en und im orig in a len Umschlag erh alt en, ist die Nr. 12 von 12 Exemplar en der Lux usausg abe auf Chin apapier. Lit er at ur: Thieme/Becker 13, 298; Vicai re I, 91; zum Pseudonym Ar mel hault: Heylli 22.
„Das an Um fang na hez u beispiellose graphische Oeuvre G[avarni]s liegt in einem sehr sorgfältig gea rbeit et en Kat a log von Ar melh aut [sic!] […] und
– 1931 –
Exemplar auf Bütt enpapier C As selineau, Charles. Mélanges tirés d’une petite bibliothèque rom ant ique. Bibliog raphie anecdotique et pittoresque des éditions orig in ales des œuvres de Victor Hugo, Alexandre Dum as, Théophile Gaut ier, Petrus Borel, Alfred de Vigny, Prosper Mérimée etc., etc., etc. Illustrés d’un front i spice à l’eau for te de Célestin Nanteuil et de vers de MM. Théodore de Banville et Charles Baudelaire. Par is, René Pincebourde, 1866. Radiertes Fronti spiz, triplett in braun em, rotem und schwarzem Druck. 2 Bl., XX S., 210 S., 1 Bl. (Errata). – Titel in Schwarz und Rot. – Auf Büttenpapier gedruckt. Okt av, unbeschnitten (216 x 142 mm). Grobg en arb ter hellbrauner Mar oquinband auf glatten Rücken, mit goldgeprägtem Rückent itel und reichem Rückendek or aus floral-lin ear er Goldornamentik sowie roten und grün en Lederintarsien, mit fet ten Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, eingebunden em al ten Marm orpapierum schlag mit mont iertem Ausschnitt des Orig in al-Um schlags und mit Kopfg old schnitt, verso fliegendem Vorsatz sig niert „Lemardeley-Huser“ (durch gehend etwas, gelegentlich stärk er braunf leckig). Eines von 50 Exempla r en auf Büt t enpapier Der an der Bibliothèque Mazar ine tät ige Kunst- und Lit er at urk rit i ker, Er z äh ler und Bi bliophi le Charles Asseli neau (1821 –1874) ging aus der rom ant ischen Schule von Charles Nodier hervor, war bek annt mit Paul Lacroix und Nad ar, befreundet mit Banville und Baudel a i re und verkör p er t e das Musterbild der „bons et loyaux serviteu rs des lettres“ [DLF]. Als Kritiker „judicieux et délicat“, verstand er es, „rend re l’érud ition aimable et moissonner dans le champ de la fantaisie et du rom anesq ue“ [Carter et I, 38]; es ist „ind ispensable de le con sulter sur la période rom ant ique“ [Talva rt/Place I, 104]. Sei ne Bibliog raphie anecdotique et pit toresque hält gleichsam die Mit t e zwischen ei nem Nachschla ge werk und einer rom ant ischen Mélan ge aus eigenem Recht: Die über die bibliog raphischen Ang a b en hinausgehenden In for m at ionen wachsen sich teil weise zu umfang r eichen Ar t ikeln aus. Dem Werk vora ngestellt sind das Ged icht L’aube rom ant ique von Théodore de Banville und ein recht ausführ liches Geleit wort von Charles Baudel a i re; von letz ter em stammt auch das Sonett Soleil couché. Eine zweit e, er weit er t e Ausg a be erschien 1872 unt er dem Tit el Bibliog raphie rom ant ique.
Unser Exemplar besitzt selbst einen ausgesprochen bibliophilen Cha r akt er: Dies ist die vom Verleger handschrift l ich bez eichnet e Nr. 10 von 50 Exem pla r en auf Büt t enpapier; die Gesamt aufl age bet rug 381 Exempla r e. Die 81 Vorz ugsexempla r e, so auch das unser e, ent h alt en das rad ier t e Front i spiz von Célestin Na nteuil jeweils dreim al in unt erschied lichen Farben. Den hübsch int ars ier ten Halbm a r oq uinb and fer t ig t e der Pa r is er Buch binder George s Huser. Dieser war Mita rbeit er und seit ca. 1920 Nachfolger von Lemardeley und gilt als „un maître aux goûts classiques, un exécutant parfait à qui les bibliophi les fa i saient con fiance“ [Devauchel le]. Lit er at ur: Car t ere t I, 40; DBF III , 1301; DLF I, 45; Talva rt/ Place I, 105, Nr. 16A; Vicai re I, 127; zu Lemardeley und Huser: Devauchelle 262 f.; Fléty 110.
– 1932 –
Eines von acht Exemplar en auf großem Chinapapier D Asselineau, Charles. Bibliog raphie rom ant ique. Catalogue anecdotique et pit toresque des éditions orig i nales des œuvres de Victor Hugo, Alf red de Vigny, Pros per Mérimée, Alexandre Dum as, Jules Hanin, Théophile Gaut ier, Pet rus Borel, etc., etc., etc., etc. Sec onde édition revue et très augm entée. Avec une eau forte de Bracque mond. [Und]:] Appendice à la seconde édition de la Bibliog raphie rom ant ique. 2 in 1 Bd. Par is, P. Rouquet te, 1872 –1874. Illu strierter Titel, 1 radierte Tafel, diese in vorläuf igem Zu stand wiederholt. 1 leeres Bl., 3 Bl., XXXII S., 264 S.; 3 Bl., S. [265] – 335. Quart, kaum beschnitten (274 x 185 mm). Neuerer dun kelblauer Lein enband à la Bradel, mit goldgeprägtem roten Led err ücken schild und beid en eingebund en en, blau- bzw. rosafarbenen Orig in al-Um schlägen, auf dem Inn endeckel sig niert „Ad. Lavau x“ (vereinzelt ger ing braunf leckig; „Appendice“ mit durchgehender Nässespur im unteren Bereich, eben den Satzspiegel erreichend). Handexemplar von Étienne Cluzel, ged ruckt auf großem Chin apapier Dies ist die zweit e, er weit er t e Ausg a b e von Charles Ass eli neaus kom ment ier ender und ex temporier ender Bibliog raphie der Rom ant ik, samt dem zwei Jahr e spät er erschienenen Append ix mit Na men r eg ister und Tit elr eg ister der besprochenen Bücher. Es handelt sich um das Handexemplar des Sammlers Étienne Cluzel, das mit zahlr eichen zar ten Bleistift m arg in a l ien versehen wurde. Obgleich ausg iebig konsult iert, besitzt das vorl ie gende Buch selbst einen dez id iert bibliophilen Cha rakter: Es handelt sich um eines von nur acht Ex empla r en auf großem Chin apapier (in-8 jésus). Die Gesamt aufl age bet rug 412 Stück; nur 108 Exempla re auf großem Papier enth alten den von Célestin Na nteuil gestochenen il lustrier t en Tit el. Unser em Band zus ätzl ich eingebunden wurde eine Histoire inédite de quatre eaux fortes de Célestin Nanteuil von C. Jolly Bavoillot aus dem Maiheft 1885 der von
Oct a ve Uza n ne herausg eg eb enen Mon atss chrift Le livre [S. 151 –156]. Zusätzl ich ind iv idua l isiert wird das Buch dadurch, daß die von Félix Bracquemond gez eichnet e und rad ier t e Ta fel ein zweit es Mal in vorl äu fi gem Zustand eingebunden wur de. Proven ie nz: Goldg ep räg t es Led ere x l i b ris von Étienne Cluzel; dessen Handexemplar mit zahlr ei chen An merk ungen und Mark ier ungen mit Bleistift (dessen Aukt ion 1985, Nr. 54). Lit er at ur: Car t eret I, 40; DBF III , 1301; DLF I, 45; Talva rt/Place I, 105, Nr. 16A; Vicai re I, 127; zu Lav au x: Fléty 106.
– 1933 –
Vor zugsexemplar auf großem Bütt enpapier E Brivois, Jules. Bibliog raphie des ouvrages illustrés du XIXe siècle. Principalement des livres à gravure s sur bois. Guide de l’amateur. Par is, L. Con quet, 1883. 1 leeres Bl., XIII S., 468 S. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt. – Auf Büt tenpapier. Quart (254 x 164 mm). Grobg en arbter dunk elg rün er Halbm ar oquinband auf fünf mit Goldf ileten verzierte Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel und jeweils zwei doppelten Goldf iletenrahm en in den übr igen Rücken feldern, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ier ten Vorsätzen, eingebunden em zweifarbig bedruckten Orig in al-Um schlag und Kopfg old schnitt, verso Vorsatz sig niert „V. Champs“ (minim al braunf leckig). Eines von 50 Exempla r en auf Büt t enpapier Das in 950 Exempla r en ged ruckt e bibliog raphische Stand ardwerk zur illustrier t en franz ösischen Lit e ratur der Rom antik liegt hier als handschriftlich vom Aut or nu mer ier t es und pa r aphier t es Exemplar der Vorz ugsausg a be auf großem Büt t enpapier vor. Proven ie nz: Ges toc hen es Ex l ib ris von René Choppin und illustrier t es goldg epräg t es LederExl ibris von I. Ferna ndez auf dem Spiegel.
– 1934 –
Das Standardwerk in der Vor zugsausga be F Carteret, L[éopold]. Le trésor du bibliophile romantique et moderne 1801 –1875. Bd. III: Édit ions ori ginales. Bd. III : Livres illustrés du XIXe siècle. Bd. I V : Tables générales. 4 Bde. Paris, L. Car teret, 1924 –1928. Sehr zahlreiche, oft ganz seiti ge und farbi ge Abbildun gen. 6 Bl., 459 S., 2 Bl. Und: 4 Bl., 501 S., 1 Bl. Und: 4 Bl., 603 S., 2 Bl. Und: .4 Bl., 207 S., 2 Bl. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt. – Auf Büt tenpapier. Quart (257 x 180 mm). Grobgenarbte hellbraune Halb maroquinbän de auf je fünf Bünde, mit gold gepräg tem Rückentitel und Goldfiletenrahmen in den Rücken fel dern, mit mar morier ten Vorsät zen, ein gebun denen, zweifarbig bedruckten Ori ginalUm schlä gen und Kopf gold schnitt, auf hinteren Vorsätzen si gniert „Honnegger“ (erstes und letztes Bl. jeweils gebräunt). Ei nes von 75 Exempla ren auf starkem Büt tenpapier, neuwer tig erhalten Léopold Car ter ets bi bliographi sches und kom men tierendes Standardwerk zu Bi bliophi lie und Buch il lu stration un seres Berichtszeit raums liegt hier als Num mer 65 von 75 Exempla ren der Vor zugsausga be auf starkem Hol land büt ten vor. Die Ein bände stam men von dem Gen fer Buch binder Honnegger.
Die Nachlaßaukt ionen von Bibliot hek und Graphiksammlung Champfleurys G [Champfleury]. Ca t alogue des livres ra r es et cur ieu x composant la Bibliothèque Champ fleury. Avec une Préface de Paul Eudel. [Und:] Catalogue des eauxfortes, lithog raphies, car icatures, vig nettes rom ant iques, dessins et aquarelles, formant la Collection Champfleury. Avec une Préface de Paul Eudel. Zusamm en 2 in 1 Bd. Par is, Léon Sapin, 1890 –1891. Zu samm en 30 Tafeln (davon 1 wied erh olt), daru nter 2 gestochen e illu strierte Exlibris Champ fleurys, 2 in farbigem, 2 in braunem, 1 in rötlichem Druck; etwa 70 Textabbildungen. 1 Bl., XXI S., 166 S., 1 Bl.; XXIII S., 127 S; nachgebunden (und nochm als separat) 15 S. Ergebnisliste. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt – Auf Büt tenpapier. Quart, unbeschnitten (etwa 274 x 205 mm). Blauer Halb lein enband auf glatten Rücken, mit goldg eprägtem Rückent itel und eingebunden en illu strierten Orig in alUm schlägen (Rücken und Kanten beschabt, Kapitale mit kleinen Fehlestellen). Jeweils eines von 150 Exempla r en auf Büt t enpapier Der viels eit ig e Schrift steller, Kunst-, Lit er at urkrit iker und Museu msd ir ekt or in Sèvres, Jules Fran çois Felix Husson alia s Champfleury (1821 –1889), war selbst ein bedeutender Sammler. Die beiden Versteiger ungsk at a loge seiner nachgel assenen Bü cher und Graphik mit 967 respekt ive 586 Nummern) sind hier in einem Band vereint. Sie besitz en ihr er seits bibliophile Form, wovon zun ächst die 30 Ta feln in unt erschiedl ichen Techn iken zeugen. Nur wen ig e illustrier en die ang eb ot enen Num mern, die Mehrz ahl zeigt Port raits Champfleurys aus den Jahr en 1852 bis 1886 nach Stichen, Fotos und ge zeichnet en Ka r ik at ur en; zudem sind zwei gestoche ne illustrier t e Ex l ibris wiedergegeben. Beide Bände werden durch recht umfangr eiche Texte von Paul Eudel eingeleit et. Unser e Kat a logexempla r e heben sich wieder u m da durch vom Stand ard ab, daß sie im Druckvermerk jeweils als eines von 150 Exempla r en auf Büt t enpa pier bez eichnet sind. Anders als dort angegeb en, wurden sie allerd ings nicht numer iert, auch sind sie noch nicht beschnitt en: Der Buchh ändler Léon Sapin ließ sie dem Samm ler Er nest Lemaître,
einem Anwalt in Champfleurys Geburtsort Laon, vora b zu kom men. Das beleg en zwei dreis eit ig e, mit Ums chläg en beil ieg ende Briefchen aus dem Oktober 1890 bzw. 1891. Eingebunden und noch mals sepa r at vorh anden ist auch die Erg ebn isl i ste, außerdem liegt ein Blatt mit der Todesa nz eige Champfleurys bei. Die beiden von Adrien Lavau x ganz schlicht gebundenen Auk t ionsk at a loge ent pupp en sich so als Hort piet ät vollen Ang eden kens an eine prom inent e Gestalt der franz ösischen Kult urgeschicht e des 19. Jahrhunderts. Proven ienz: Ans chrift auf beil ieg enden Briefen: „Monsieur Lemaître [/] Avocat […] à Laon“, d. i. Ernest Lemaître. Lit er at ur: Talva rt/Place II , 357.
– 1936 –
Der Nachlaß Daubignys H [Daubigny]. Catalogue de la vente qui aura lieu par suite du décès de C. F. Daubigny. Ses tableaux, études, aquarelles, dessins & croquis. Hotel Drouot, Salles Nos 8 et 9. Le Lundi 6 Mai et jours suivants. Me Ch. Pillet, commissaire-priseur. M. Brame, expert. Par is, 1878. XIII S., 85 S.
Quart (261 x 170 mm). Grüner Halbleinenband auf glat ten Rücken, mit rotem, goldgeprägten Lederr ücken schild und eingebundenem Orig in al-Um schlag Der sehr selt ene Versteiger ungsk at a log von Dau bignys Nachl aß Der Aukt ionsk at a log der nachgelassenen Werke des Landschaftsm a lers und Rad ier ers Charles-François Dau bigny (1817 –1878) umfaßt 671 Nummern. Vor angestellt ist ein biog raphischer Essay von Frédé ric Hen r iet, der schon 1857 eine er ste Esquisse biog raphique über Dau bigny veröf fent l icht hat t e.
– 1937 –
Vorsätzen und Kopfg oldschnitt, auf dem Spiegel sig niert „Andrieux“ (durchgehend etwas braunf leckig). Vor z ugsexemplar auf Papier teinté, mit sechs erst mals publiz ier t en Rad ier ungen Raf fet s
Eines von 20 Exemplar en auf get önt em Papier I Giacomelli, H[ect or]. Raffet. Son œuvre lithograph ique et ses eaux-fortes suivi de la bibliog raphie complète des ouvrages illustrés de vig nettes d’après ses dessins. Par is, Bureaux de la Gazette des Beaux-Arts, 1862. Mont iertes radiertes Port rait und 6 weitere mont ierte Radier ungen auf grauem Papier, jeweils mit bläulichen Seidenvorsätzen. 1 leeres Bl., 1 Bl., XLIII S., 341 S. – Auf getöntem Papier. Groß-Oktav (241 x 158 mm). Roter Mar oquinband der Zeit à la janséniste auf fünf Bünde, mit goldgepräg tem Rückentitel, doppelten Goldf ileten auf den Steh-, Dentellebordüre auf den Inn enk anten, marm or ierten
Das bis heut e maßgebl iche Werk verz eichn is über den Ma ler, Lit hog raph, Rad ier er und Zeich ner Au guste Raffet (1804 –1860) ist in acht Abt eilungen ge gliedert und wird durch zwei Reg ister erschlossen. Es erschien in 300 Exemplar en; das unsr ige ist ei nes der Vorz ugsausg a be von nur zwanz ig Exempla ren auf get önt em Papier. Ei nen orig i n a len Quel lenwert erh ält die Bi bliog ra phie durch die Beig abe von sechs bis dah in unge druckt en Rad ier ungen Raf fet s. Vora ngestellt ist ein rad ier t es Pot r ät Raf fet s von Félix (eigentl ich Joseph Aug uste) Bracquemond. Der zeit genössische Jansen isten band stammt von dem Par iser Buchbinder And rieux, der auch für die Sorbonne und das Haus d’Orléa ns arbeit et e. Lit er at ur: Thieme/Becker 27, 564; Vica i re III , 976 f.; zu An drieux: Fléty 12; Ramsden 20.
Der selt ene Kat alog der Grandville-Aukt ion J [Grandville]. Catalogue illustré de la collection des dessins et croquis originaux exécutés à l’aquarelle, à la sépia, à la plume et au crayon par J.-J. Grandville, dont la vente aura lieu après son décès à Par is, rue des Jeûne urs, 42, Salle no. 3, les 4 et 5 mars 1853 à une heure. Par le ministère de Me Ridel […]. Assi sté de M. Defer. Par is, Plon frères, 1853. 25 Textholz schnit te. 30 S., 1 Bl. Quart (263 x 177 mm). Hellbrauner Halbk alblederband mit dunk elbraun em Rücken schild, blind- und goldge prägtem Rückendek or aus Fileten und blindgeprägten Fleurons, marm or ierten Vorsätzen und eingebundenem hellblauen, illu strierten Orig in al-Um schlag (S. 9 f. und 23 f. verbunden).
Nach Grandvilles Tod entschoß sich seine Fam i lie erst nach mehrjähr igem Zögern, sich von einem Großt eil der zeichner ischen Vorl agen für Buchi l lustrat ionen zu tren nen. Der Aukt ionsk at a log gibt eine sum m a r ische Übersicht über insgesamt 1168 Orig in alz eichnungen zu 13 illustrier t en Werken, die jeweils in einem Einleit ungst ext und beispiel haf t en Abbildungen cha r akt er isiert werden. Vor ang estellt ist eine viers eit ig e Notice biog raphi que über Grandville mit einem Portrait nach Charles Geoffroy. Das Buch, hier erh alt en mit dem rücksei tig illustrier t en Orig in al-Umschlag, ist selt en. Lit er at ur: Brivois 183 f.; Renonciat 286; Sello 12 f.; Vicai re III , 1124.
– 1939 –
Mit handschriftl icher Ver fasser w idmung an Ray mond Poincaré K Jouin, Henr i. Jean Gigoux. Avec un Portrait in édit de Jean Gigoux par M. H. Loui s-Noel, gravé par M. E. Crosbie. (Tiré à petit nombre). N’est pas en vente. (Artiste s et gens de lettres de l’epoque rom antique). Par is, aux Bureaux de l’Arti ste, 1895.
Gil Blas die Buch i l lustrat ion revolut ion ier t e und später als „letzter Vertreter“ [Thieme/Becker] der Rom ant ik galt. Das Werk ist mit einem zuvor unpu bliz ier t en Por t rait und einem Na mensr eg ister aus gestat t et.
1 gestochenes Port rait auf aufk a schiertem Chin apapier mit Seidenvoratz, 1 Titelvig nette, 1 orn am entale Kopf leiste und 1 Schmuckinitiale. 1 leeres Bl., 3 Bl., 128 S.
Das Buch wurde vom Verfasser handschriftl ich dem spät er en französischen Staatspräsident en Ray mond Poincaré (1860 –1920) als „Ancien min istre“ gew id met. Dieser bek leidet e ab 1893 verschiedene Mi nisterä mt er, um sich 1895 vor ü bergehend aus der Pol it ik zur ück z uz iehen. Dieses Dat um deckt sich mit dem Erscheinungsjahr des Buches, das nur in kleiner Auflage erschien und nicht in den Handel gel ang t e.
Quart, seitlich und unten unbeschnitten (280 x 190 mm). Braun er Halbm ar oquinband mit goldgeprägtem Titel und reicher Verg oldung auf dem glatten Rücken, mit Goldf ileten auf den Deckeln, marm or ierten Vorsätzen, eing ebund en em Orig in al-Um schlag und marm or ier tem Kopfschnitt (Seiten schnitt und wenige Blätter etwas stockf leckig, erste 2 Bl. etwas gelockert). In kleiner Auflage und nicht für den Handel ged ruckt Diese Biog raphie erschien bereits ein Jahr nach dem Tod von Jean Franç ois Gigoux (1806 –1894), der als junger Mann mit seinen Holzschnitt en zum
Proven ienz: Auf dem ersten Blatt andschrift l iche Ver fass er w idmung „A Monsieur R. Poincaré [/] Deputé [/] An c ien mi n i s tre [/] hom m a g e tres respectueux [/] H. Jouin“. Lit er at ur: Thieme/Becker 14, 16.
– 1940 –
Die gültige Biographie Gavarnis L Lemoisne, Paul-André. Gavarni. Pein tre et Lithographe. [Bd I:] 1804 –1847. [Bd. II:] 1847 –1868. 2 Bde. (La vie et l’art romantiques). Paris, H. Floury, 1924 –1928. Zu sammen 7 Farbtafeln mit bedruckten Seidenvorsätzen, 111 getönte Tafeln (davon 49 mit bedruckten Seidenvor sät zen, 1 montiert), über 200 teils ganz seiti ge Textabbil dun gen. 1 Bl., IX S., 216 S., 1 Bl. Und: 2 Bl., 294 S., 1 Bl. Quart, unbe schnit ten (255 x 198 mm). Grobgenarbte dunkelblaue Halbmaroquinbän de auf glat te Rücken, mit gold gepräg ten Rückentiteln, ein gebun denen Ori gi nalUm schlä gen (inkl. Um schlag rücken) und Kopfgold schnitt. Mit über 300 oft ganz seiti gen Abbildun gen Die um fang reich bebilder te Biographie über Paul Gavarni, mit bür ger lichem Na men Guillaume Sulpice Chevallier (1804 –1866), ent hält im zweiten Band auch ei nen Essay de catalogue des Aquarelles de Gavarni [S. 245 – 269] und wird in beiden Bänden durch zwei Regi ster er schlos sen. Es liegen sechs klei ne Fumés und vier ausgeschnit tene Holz schnitt Il lu strationen bei.
– 1941 –
Auf starkem Vel inpapier gedruckt M Mar ie, Ari st ide. Un imag ier rom ant ique: Célestin Nan teuil. Peint re, Aquaforti ste et Lithog raphe. Suivi d’une étude bibliog raphique et d’un catalogue. Orné d’un por t rait gravé à l’eau-for t e et de 80 réproduct ions. Par is, L. Carteret, 1910. 1 radiertes Selbstportrait Nanteuils mit vierseit iger illu strierter Bordüre in braunem Druck, 1 doppelblattg roße Tafel mit losem Seidenhemdchen, 78 Textabbildungen 1 fak similierter Brief. 3 Bl., 136 S., 2 Bl. – Titel in Schwarz und Rot gedruckt. – Auf stark em Velinpapier. Quart, unbeschnitten (275 x 192 mm). Neuer Pappband auf glatten Rücken, mit eingebundenem gelben illu strier ten Orig in al-Um schlag. Eines von 300 Exempla r en Das frü he biog raphis che Stand ardwerk über Célestin Franç ois Na nteuil, eig ent l ich Lebœuf (1813 –1873), einen der „her vor r ag endsten Buchi llustrat or en der Rom ant ik in Frank r eich“ [Thieme/Becker 25, 339], erschien in 300 Exemplar en auf starkem Velinpapier; dies ist Nr. 286. Das Fak sim ile gibt einen Brief von Vict or Hugo an Nanteuil wieder. Lit er at ur: Thieme/Becker 25, 340.
– 1942 –
Lux usexemplar auf Japanpapier N Mar ie, Ari st ide. Le peintre poète Louis Boulan ger. (La vie et l’art rom ant iques). Par is, H. Floury, 1925. 1Portrait in Farbdruck, 1 Farbtafel, 4 Tafeln in brau nem Druck, 1 Tafel in rötlichem Druck, 19 Tafeln, 1 Bl. mit 2 Hand schriftenproben, 50 Textabbildungen. 2 Bl., 140 S., 1 Bl. – Auf kräft igem Japanpapier. Quart (260 x 201 mm). Neuer Pappband auf glatten Rücken, mit eing ebund en em ill u strierten Orig in alVorderum schlag.
Eines von 100 Exempla r en auf Japanpapier Ar i st ide Ma r ies konzise Biog raphie des Ma lers und Lit hog raphen Loui s Boul anger (1806 –1867) ist mit einem Werk verz eich n is und einem Reg ister ausge stat t et; vora ngestellt ist ein farbiges Selbst por t rait Boula ngers aus dem Jahr 1833. Dies ist Nr. 38 von 100 Exempla r en der Lu x usausg a b e auf kräf t igem Japanpapier.
– 1943 –
Ein früher Kat alog über unika le Exemplar e auf Chinapapier O Notice de Livres Rar es et Précieux, imprimés sur papier de Chine. [Umschlagt itel: Notice de manu scrits et livres précieux […], dont la vente aura lieux le jeu di 28 Avril 1836 […], par le ministère de Me Ducrocq. Par is, B. Warée ainé, 1836. Auf jed er Druck seite ident ischer Schmuckrahm en in Holzschnitt um den Textspiegel. 23 Bl. (davon 22 einsei tig bedruckt), 1 leeres Bl. – Auf Büttenpapier gedruckt. Ok t av (192 x 118 mm). Mo d er n er Papp band mit Rücken schild und eingebunden em Orig in al-Um schlag (Umschlag stockf leckig und angestaubt, 1 Bl. mit klei nem Eck abr iß). Dies er Aukt ionsk at a log aus dem Jahr 1836 ver sammelt nur 20 Titel – eine kleine, dafür unend lich feine Kollekt ion: 18 von ihnen war en 1834 auf der Exp osit ion des produits de l’Indu strie française
ausgestellt. Die Versteiger ung richt et e sich wen iger an Bibliophile als „au bibliom anes“, wie es im Vor wort des kön igl ichen Hof buch h änd lers Claude-Bar nabée Warée heißt: Angebot en wurden ausschließ lich Exempla r e auf Chin apapier, von denen in der Mehrz ahl der Fälle jeweils nur ein einz iges ged ruckt wur de, als „monumens in c ontestables du pro grès de l’Imprimerie in France“. Auch die Œuvres complètes de La Fontaine von 1826 aus unser er Samm lung [Nr. 370] sind hier verz eichnet. Das Bändchen ist ein frühes Beispiel dafür, daß auch Bücherk at a loge mit viel Lieb e gem acht sein können: Das Büt t enpapier ist unerhört frisch, in großz üg ig er Ma n ier eins eit ig bed ruckt, breit en Raum um den achsensym met risch gesetzt en Text spiegel lassend, der auf jeder Druckseit e mit einem dekor at iven Holzschnitt r ah men umgeben ist.
– 1944 –
120 erstmals veröffentl icht e Illustrat ionen Gavarnis P Robiquet, Jean. L’œuvre in é dit de Gavarni. Planches rares et lithog raphies posthum es. Cent vingt reproductions en héliotypie par Léon Mar otte. Par is, H. Floury, 1912. Fronti spiz mit bedrucktem transparenten Vorsatz; 99 ganzseit ige getönte Abbildungen auf ein seit ig bedruck tem Kunstdruckpapier mit bedruckten transparenten Vorsätzen; 20 mont ierte getönte Vig netten. – Alles in Heliotypie. 1 leeres Bl., 2 Bl., 244 S., 1 Bl. – Blätter auf Stege mont iert. Quart, unbeschnitten (323 x 238 mm). Grobgen arbter dunk elbrauner Halbm ar oquinband auf fünf Bünde, mit goldgeprägtem Rückent itel, marm or ierten Vorsätz en und eingebundenem Orig in al-Um schlag mit mont ierter Illu strat ion. Eines von 300 Exempla r en Das Werk, das 120 Illustrat ionen Gavarnis fast ein halbes Jahrhundert nach dessen Tod erstm als der Öf fent l ichkeit zug ängl ich macht e, erschien in 300 Exempla r en. Proven ienz: Exemplar von Roger Marx (Bleistift ver merk). – 1945 –
Konsultierte Lit erat ur ADB
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Register
Verlegereinbände in Luxusausführung
Unika bzw. Exemplare von besonderer Seltenheit
Maroquin oder Saffian: 14, 32, 50, 70, 92, 94, 111, 118, 139, 146, 152, 155, 195, 204, 206, 209, 222, 223, 243, 258, 263, 264, 272, 273, 286, 298, 303, 305, 309, 310, 316, 318, 339, 344, 362, 381, 382, 390, 400, 409, 414, 419, 440, 441, 443, 446, 461, 475, 483, 488, 489, 490, 493, 500, 511, 512, 534, 537, 538, 544, 546, 556, 580, 591, 592, 594: 66 Exemplare Kalbleder: 129, 427 Halbsaffian: 186, 219, 255, 420, 437, 586 Samt: 53, 102, 102a, 102b, 428 Pergament: 455
Unika: 41[?], 71, 72, 73, 74, 76, 80[?], 100, 118, 121, 201, 211, 266, 287[?], 289, 314, 333[?], 341, 375, 393, 433[?], 435[?], 487, 502[?], 520[?], 528 Rarissima: 77, 93, 94, 112, 113, 114, 123, 124, 159, 160, 192, 210, 212, 245, 246, 247, 248, 288, 340, 394, 479, 549, 581, 584, 600
Exemplare auf besonderem Papier bzw. Pergament Chinapapier: 8, 26, 27, 28, 29, 30, 35, 36, 41, 56, 57, 58, 59, 60, 74, 77, 79, 80, 88, 89, 91, 93, 94, 105, 106, 118, 124, 137, 138, 141, 145, 147, 160, 169, 170, 172, 181, 187, 188, 192, 196, 197, 201, 210, 212, 245, 246, 247, 275, 288, 289, 314, 317, 334, 335, 337, 339, 346, 349, 350, 351, 370, 374, 375, 383, 385, 387, 388, 394, 398, 402, 403, 407, 410, 411, 413, 433, 435, 442, 444, 452, 453, 454, 465 (2), 468, 470, 479, 481, 485, 486, 502, 509, 513, 514, 515, 516, 517, 520, 527, 541, 549, 555, 557, 565, 566, 567, 581, 584, 599, 600: 111 Exemplare; A, B, D Pergament: 47, 76, 123, 266, 340, 393, 487, 528 Farbiges Papier: 10, 71, 72, 73, 74, 176, 267, 300, 341, 359, 393, 519, 537, 576; I Japanpapier: 9; N Büttenpapier: 31, 98, 122, 182, 265, 267, 326, 327, 328, 330, 467, 495, 559; C, E, F, G, O
Exemplare mit handkolorierten bzw. illuminierten Tafeln, Illustrationen, Initialen etc. 44, 45, 46, 81, 83, 84, 85, 86, 87, 90, 96, 99, 100, 101, 112, 113, 114, 121, 127, 130, 131, 133, 154, 159, 165, 166, 211, 212, 222, 229, 234, 236, 239, 241, 248, 251, 276, 277, 278, 279, 280, 281, 282, 287, 297, 298, 304, 305, 307, 308, 309, 310, 311, 312, 333, 337, 371, 377, 378, 390, 412, 418, 419, 420, 421, 422, 423, 424, 425, 426, 427, 428, 441, 482, 483, 484, 503, 512, 532, 552, 553, 570, 582, 592, 593: 85 Exemplare
Originale: Zeichnungen, quarelle, Gemälde etc. sowie A Urheber (in Klammern jeweils die Anzahl der Originale) 6, 9, 13, 41, 47, 55, 67, 68, 76, 96, 98, 108, 115, 116, 117, 118, 119, 140, 153, 159, 171,
– 1957 –
173, 174, 175, 191, 206, 212, 247, 249, 257, 260, 266, 273, 274, 283, 284, 285, 291, 292, 299, 311, 312, 313, 314, 334, 336, 352, 355, 358, 384, 390, 393, 405, 416, 447, 455, 463, 478, 479, 494, 498, 504, 518, 530, 539, 555, 563, 566, 575: 70 Werke mit 1668 Originalen Ancelet 153 Anonym 6 (2), 41, 76 (10), 98 (40), 153 (12), 191, 260 (2), 299 (38), 311, 334, 393 Auguste, Jules-Robert 153 (2) Bazin, Charles 153 Beaumont, Édouard de 118 (2) Bellangé, Hippolyte 390 Berranger, Ferdinand de 312 (62 Bl.) Boulanger, Louis 153 (19) Catrufo, Pierre 153 (2) Cham, eigentlich Amédée Charles Henry de Noé 416 (2) Charlet, Nicolas-Toussaint 212 (2), 384 (21) Chauvet, Jules Adolphe 455 Coutourier, Félix 153 Daubigny, Charles-François 116 Daumier, Honoré 212 Dauzats, Adrien 212 Delambre, A. 153 (2) Desenne, Alexandre-Joseph 108 (6) Devéria, Achille 153 (3) Devéria, Eugène 153 (2), 336 (5) Devéria, Laure 153 Doré, Gustave 9, 171 (13), 173, 174 (10), 175, 530 (11): 37 Émy, Henri 119 (3) Féart, Adrien 212 Férogio, François Fortune 212 Foulquier, Jean Antoine Valentin 555 (17) Français, François Louis 447
François, Alphonse 153 (3) Gaildr[e]au, Jules 212 (6) Gavarni, eigentlich Guillaume-Sulpice Chevallier 159, 212 (2), 247, 249 (52), 257, 274: 58 Géniole, Alfred André 212 Gigoux, Jean François 405 (75) Giraud, Eugène 118 (2) Girodet-Trioson, Anne-Louis 153 Gobin, Henri 96 (33) Grandville, eigentlich Jean-Ignace-Isidore Gérard 140 (6), 206, 212 (3), 283 (5), 284, 285 (21), 291, 292 (2), 313 (35), 575 (3): 78 Grenier, François 212 Hédouin, Edmond 352 (13) Huet, Paul 153 (2) Hugo, Victor 334 (?) Jacque, Charles-Émile 212, 566 (2) Jeanron, Philippe Auguste 212 (2), 494 Johannot, Tony 13, 47 (2), 55 (4), 67, 68, 212 (2), 266 (4), 355 (16), 463 (2): 33 Kwiatkowski, Anton Teofil 153 Lafitte, Louis 55 Lami, Eugène 212 Lorentz, Alcide Joseph 212, 358 (65) Loubon, Émile 212 (9) Mansson, Théodore Henri 153 (2) Marckl, Louis 273 Mendoze 314 Monnier, Henri 212 (4), 455 (2) Pascal, Antoine 118 (3) Pauquet, Émile 212 (18) Pauquet, Hippolyte 494 (11) Pelez, Raimond 212 Penguilly, Octave 212 Philipon, Charles 498 (ca. 145) Pigal, Edmé Jean 504 (29)
– 1958 –
Pron, Auguste 153 Radiguet, Maximilien René 212 (3) Raffet, Auguste 478 (21), 479 Robida, Albert 539 (95) Saint-Germain, P. 212 (5) Staal, Gustave 96, 563 (55) Steinheil, Louis-Charles-Auguste 118 (37), 119 (24): 61 Tenniel, John 518 (152) Traviès, Charles Joseph 212 Traviès, Édouard 96 (87) Trimolet, Joseph Louis 115, 117 (7), 118 (27), 119 (35): 70 Vernet, Horace 390 Wattier, Édouard 447 (ca. 200)
Autographen (Briefe, Widmungen etc.) und Verfasser 38, 46, 54 – 56, 59, 91, 107, 116, 123, 153, 184, 212, 226, 274, 294, 299, 312, 313, 358, 393, 416, 444, 455, 473, 477, 498, 533, 541, 549, 569, 572, 578, 583, K Arvers, Félix 153 Asseline, Alfred 153 Béranger, Pierre-Jean de 38, 46 Bernardin de Saint-Pierre, JacquesHenri 55, 56 Berranger, Ferdinand de 312 Bonaparte, Napoleon, siehe Napoleon I. Borel, Pétrus 153 Boulanger, Louis 153 Boulay-Paty, Évariste 91 Brivois, Jules 294 Bussière, A[uguste?] 153 Carteret, Léopold 226
Cham, eigentlich Amédée Charles Henry de Noé 416 Chevalier, Michel 578 Daubigny, Charles-François 116 Deschamps, Antoni 153 Deschamps, Émile 153 Dumas, Alexandre 153 Durand-Forgues, siehe Forgues Fontaney, Antoine 153 Forgues, Paul-Émile Durand 294 Foucher, Paul-Henri 153 Fournier, Henri 294 Gauchard, Jean 184 Gavarni, eigentlich Guillaume-Sulpice Chevallier 212 Goncourt, Edmond oder Jules de 274 Grandville, eigentlich Jean-Ignace-Isidore Gérard 107, 313 Guttinguer, Ulric 153 Hélène duchesse d’Orléans, geb. Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin 473 Hugo, Victor 153 Jahyer, Octave 184 Jouin, Henri K Karr, Alphonse 358 Lacroix, Jules 153 Lacroix, Paul 153 Legouvé, Gabriel 393 Mainguet, Alfred 541 Meissonier, Ernest 116 Mendès, Catulle 533 Michelet, Jules 444 Monnier, Henri 46, 455 Napoleon I. 59 Nodier-Menessier, Marie 153 Norvins, Jacques Marquet de Montbreton de 477 Philipon, Charles 498
– 1959 –
Philippe, Alphonse 153 Planche, Gustave 153 Rochechouart-Mortemart, duchesse d’Uzès, Anne de 123 Rouget, François 184 Sainte-Beuve, Charles-Augustin 54, 153 Saintine, X. B., eigentlich Joseph-Xavier Boniface, 549 Savarit, F. 299 Schoeller, André 212 Sue, Eugène, eigentlich Joseph-Marie 569, 572 Thouret, Antony 583
Orte und Stichworte Aachen 550 Ägypten 32 – 36, 89, 189 Affe 85, 96, 98, 206, 277, 286, 290, 313 Affiche 117, 206, 212, 213, 290, 295, 300, 389, 412, 464 Album amicorum 153 Algerien 97, 220 – 222, 260, 471 – 473 Almanach 518, 577, 589 Alpen 163, 376, 560, 585, 586 Amboise 92 – 94 Amsterdam 560, 582 Antike 136, 162, 321, 322, 441, 505 – 509, 510, 598, 599 Antwerpen 100, 560 Ars moriendi 282 Asakusa 335 Astronomie 307 – 309 Aufklärung 96, 199, 564, 597 Baden-Baden 315, 316, 550 Ball 23, 240, 368, 377, 484, 485, 486 Ballade 110 – 118, 184, 318, 420 – 422, 505 – 509
Bas-Bleu 3, 210 – 212 Berner Oberland 163, 560 Besançon 451 Bethlehem 560 Bibel 129, 169, 170, 191, 547, 552, 553 Bildungsroman, siehe Entwicklungs roman Bindi 52, 55, 58, 59 Biologie 48, 81, 85 – 87, 96, 121, 258, 304 – 305, 444, 531 Birne 99 – 100, 283, 357, 497 Blaustrumpf, siehe Bas-Bleu Blumen 304 – 305, 310, 323, 531 Böhmen 440 Bohémien, siehe Lebenskünstler Bombay 591 Bordeaux 153, 218, 578 Boule 165, 212 Boursault, Schloß 123 Bretagne 214, 218, 312, 441 Brügge 560 Brüssel 38, 41, 279, 375, 485, 486, 499, 550, 560 Burg 96, 153, 315, 355, 369, 502, 585 Burschenschaft 550 Calais 566, 567 Calvinismus 98 Cannes 560 Cartoon 518 Cathédrale, Dekor à la 6, 11, 14, 75, 153, 176, 259, 271, 330, 333, 377, 421, 425, 438, 468, 487, 547, 553, 554, 558, 560, 566, 580 Chamonix 560 Chillon, Schloß 585 China/Chinesen 189, 208, 323, 445 Chinon 92 – 94 Cholera 193, 571 – 573
– 1960 –
Clichy 244, 245 Comic 12, 136, 166, 306, 429, 430, 498 Constantine 220 – 222, 471 – 473 Dampfmaschine/-schiff 96, 209, 297, 334, 540, 582 Dauphiné 79 Débardeur 237, 238, 243 – 248 Deutsch-Französischer Krieg 171, 172, 437 Deutschland 440, 550, 551 Dialekt 79 Douarnenez 312 Druckgewerbe 210 – 212, 217, 448, 485, 486 Druckstöcke 61 – 66, 213 – 218, 529 Dublin 538 Ehe 18 – 23, 155 – 161, 210 – 212, 250, 253, 395 Eiserne Pforte 471 – 473 Eltern, siehe Kinder England/Engländer 5, 212, 254, 317, 318, 378, 406, 541 Entwicklungsroman 150 – 152, 195 – 197, 199, 270 – 273, 343 – 346, 376, 431, 534 – 537, 545 Erotik 38, 44, 46, 47, 76, 395, 431, 436, 504, 590 Etang de Saint Quentin 153 Exotismus 49 – 60, 176, 189, 200, 214, 441, 505 – 509 Fabel 149, 192, 201 – 207, 283, 370 – 374, 391 Februarrevolution 78, 183, 429, 532, 535 – 537 Florenz 342, 375, 388, 456 Fontaine-de-Vaucluse 200 Franc-comtois 212 Frankfurt am Main 266, 440, 550 – St. Bartholomäus 153
Frankreich 210 – 212, 219, 443, 469, 470, 566, 567 Französische Revolution 31, 459 Freiburg im Breisgau 315, 550 Gartenbau/-kunst 144, 304 – 305, 357, 484 Gastronomie 23, 95, 194 Gefängnis 4, 99, 125, 149, 178, 198, 218, 279, 353, 385, 456, 488 – 492, 572, 583, 597 Genf 27, 30, 110, 129, 163, 420, 581, 585 – 588, F Gericht 232 Gesetz 558 Gewerbe(treibende) 5, 84, 130 – 134, 164, 209 – 212, 255, 256, 296, 363 – 364, 484, 496 Gillotage 8, 9, 290 Golinhac 153 Grande Commune/Maas 153 Grenoble 79, 376 Griechenland 1, 2, 89, 136, 510, 598, 599 Grisette 3, 155 – 161, 218 Guernsey 334, 560 Guignol 581 Handpuppe 581 Heidelberg 315, 316, 342, 550 Hinterglasmalerei 260 Hugenotten 98, 597 Ile-de-France, siehe Mauritius Indien 102, 214, 505 – 509, 541, 593 Inquisition 198 Insekten 444, 466 – 468, 593 Irland 538 Italien 342, 488 – 492, 564 Jahreszeiten 45, 75, 84, 315, 347, 348, 600 Jansenisten-Einband 38, 47, 89, 172, 242, 274, 276, 398, 447, 524, 527, I
– 1961 –
Japan 335, 345, 481 Jerusalem 552, 554, 579, 580 Jesuiten 90, 314, 571 – 573 Johannesknabe 6 Journalismus 210, 283 Jugendbuch, siehe Kinderbuch Julimonarchie 99 – 101, 130 – 134, 214, 386, 399, 497, 534, 535, 537 Julirevolution 99 – 100, 149, 282, 377 Jumièges 312 Junggeselle 235, 236, 243, 244, 395 Kalender 518, 589 Kalligraphie 47, 249, 299, 312, 418, 455, 504, 539 Karneval 155 – 161, 185, 237, 238, 240, 241, 243 – 248, 326, 368, 498 Katakomben 560 Keepsake 37, 328, 556, 589, 594 Kinder 233, 243 – 248, 253 Kinderbuch 81, 139 – 141, 150 – 152, 195 – 197, 219, 275, 317, 323, 358, 363 – 364, 437, 439, 465, 476, 480, 493 – 496, 565, 595, 596 Kinzigtal 315, 316 Klassik, antike 136, 162, 281, 322, 510 Klassik, französische 83, 88, 89, 281, 376, 438, 449 – 454, 555 Köln 315, 316, 342, 440, 550 Kommune, Pariser 172 Konstanz 315, 316 Kosmetik 242 Kreuzzüge 442, 579, 580 Krim 145 Krimkrieg 166 Kuchenkrieg 80 Kunsthandwerk 209 Kyoto 335 La Réole 153
Lebensalter 278 Lebenskünstler 19, 185, 253 – 255, 259, 260 Lederrelief 570 Le Havre 312, 349 – 351, 469, 470 Leporello 540 Liabastres 153 Liebesgedichte 91, 419 Liebeskomödie 314 Liebesroman 103, 108, 182, 224, 261 – 266, 334, 398, 431, 511 – 517, 543, 544, 564 Lieder 39 – 43, 47, 109, 110 – 118, 183, 230, 307, 318 Loches 92 – 94 London 125, 186 – 188, 199, 251, 270, 317, 318, 347, 348, 353, 378, 406, 518, 556 Lorette 3, 238, 239, 253, 257, 274, 360 Lothringen 140, 190, 214, 259 Lyon 98 – 100, 110, 121, 183, 342, 469, 559, 581 Maas 153 Madrid 409 – 413 Mainz 315, 316, 342, 550 Marine 80, 482, 483 Marionette 429, 430, 458, 518 Maritimes 80, 124, 334, 482, 483 Marseille 31, 32, 145, 534 Marseillaise 111, 114, 117 Mauritius 49 – 60 Medizin 84, 193, 282, 325 Melancholie 3, 10, 67, 144, 153, 235, 253, 255, 256, 260, 262, 274, 341, 560 Mephisto/Mephistopheles, siehe Teufel Mexiko 80 Mineralogie 251, 252 Misogynie 83, 231, 243 – 248, 481 Mittelalter 7 – 9, 25 – 30, 82, 124, 127, 128, 167, 192, 326 – 333, 369, 417 – 428, 442, 443, 487, 579, 580
– 1962 –
Mode 154, 228, 251, 252, 458 Monaco 560 Montblanc 163, 560, 585, 586 Montbrison 98 Mythologie 136, 148, 153, 281, 480, 551 Nancy 140, 190, 259, 560 Nationalversammlung 172, 414 – 416 Neapel 456, 538 Nekrolog 88 Neujahr 185, 439 Nizza 560 Normandie 10, 312, 317, 349 – 351 Österreich 440 Omnibus 48, 282, 392 Oper 37, 165, 185, 285, 355, 540 Oran 220 – 222, 471 – 473 Orientalismus 50, 102, 120, 153, 176, 208, 323, 335, 345, 445 – 447, 481, 591 Orléanais 500 Osaka 335 Paris 155 – 161, 164, 165, 185, 244, 245, 249, 253 – 256, 324, 343 – 347, 360, 432, 433, 436, 458, 484 – 486, 503, 568 – 570 – Caserne du Château d’Eau 153 – Collège Louis-le-Grand 314 – Hôtel des Haricots 385 – Jardin des Plantes 48, 85 – 87, 290 – Notre-Dame 153, 326 – 333 – Odéon 152, 153, 165, 319, 557 – Palais Royal 501 – Pavillon de Marsan 377 – Rue de Ierusalem 153 Parnassiens 533, 559 Patois, siehe Dialekt Pergamentband 211, 268, 455 Pierrot 341, 540 Phantastik 103, 124, 296 – 300, 306, 313, 320, 355, 460 – 465, 533, 561, 562
Photographie 43, 335, 504, 560, 578 Physiognomik 24, 25, 84, 255, 256, 409 Physiologie 3, 17, 48, 95, 135, 185, 238, 325, 359, 368, 395, 448, 497, 501, 576 Ponte a Serraglio 342 Port Royal 191, 394, 434, 435 Provinz 79, 135, 185, 190, 210 – 212, 214, 218, 219, 238, 259, 325 Prunkeinband 53, 417, 418, 553 Publikum 165, 185 Puppenspiel, siehe Handpuppe bzw. Marionette Pyrenäen 228, 249, 578 Räuberroman 1, 2 Rastatt 315, 316 Restaurationszeit 10, 38, 39, 84, 148, 314, 370, 378, 466, 487, 503, 558 Rhein 315, 316, 342, 440, 550, 551 Riese 521 – 529, 574, 575 Ritterroman 7 – 9, 369, 579, 580 Ritterturnier 127 Robinsonade 139, 140, 574, 575, 600 Rokoko 75, 192, 314, 339, 450, 511 Rose 323, 531 Rouen 349 – 351, 469, 470 Ruinen 96, 103, 144, 153, 312, 315, 369, 471, 502 Rumänien, siehe Walachei Rußland 145 – 147, 166 San Juan de Ulúa 80 Saône 469 Savoyen 84, 163, 183, 376 Sceaux 434, 435, 437 Schach 210 – 212 Schauspieler 11, 37, 224, 243 – 248, 285, 341, 352, 557 Schelmenroman 104 – 107, 150 – 152, 199, 225 – 227, 396, 399 – 408, 431, 519, 520
– 1963 –
Schiffbruch 49, 62, 68, 70, 74, 108, 139, 140, 225, 260, 334, 456, 560, 582, 600 Schmetterlinge 313, 593 Schmuck 251, 252 Schnitt, bemalter 41, 191, 553 Schnitt, punzierter 92, 170, 191, 333, 417, 553 Schottland 474, 502 Schwarzwald 315, 316, 550 Schweiz 163, 342, 543, 594, 600 Schwetzingen 315, 316 Second Empire, siehe Zweites Kaiserreich Seine 469, 470 Selbstmord 312 Sèvres 83, 90, 434, 435, G Soldaten 110, 117, 120, 153, 171, 210, 220 – 222, 249, 283, 313, 316, 325, 379, 390, 437, 471 – 473, 482 – 484, 540 Sonntag 101, 276, 277 Spa 560 Spanien 137 – 138, 198, 519, 520 Spielberg 488 – 492 Sprichwort 301 – 303, 312 Stabkirche 312 Stammbuch 153 Stempelsteuer 99, 101 St. Petersburg 531 – Eremitage 449 Straßburg 25, 440, 550 Stundenbuch 417, 418, 487 Surrealismus 296 – 300, 306, 313, 463 Tanz 18, 23, 116, 136, 153, 163, 165, 240, 323, 347, 355, 368, 369, 377, 446, 484, 485, 486, 540 Technik 209 Telegraphie 209 Teufel 103, 128, 155 – 161, 216, 249, 267 – 269, 409 – 413, 427, 582
Texas 80 Tokyo 335 Tondruck 343 – 346 Totentanz 282, 340 Touraine 25 – 30, 92 – 94 Tours 92 – 94 Tracht 110 – 119, 153, 163, 218, 219, 315, 316, 349 – 351 Traum 306, 460, 461, 474, 545, 582 Typographie 466 – 468 Ukraine 166 Ungarn 440 Ungeheuer 8, 96, 128, 260, 306, 355, 460 – 465, 521, 540 Uniform, siehe Soldaten Utopie 296 – 300, 561, 562 Venedig 223, 456 Veracruz 80 Verfassung 558 Verkehrte Welt 296 – 300, 313 Verlagsvertrag 294 Versailles 171, 172, 347, 366, 434, 435 Walachei 145 Waterloo 32 – 36 Weltschmerz, siehe Melancholie Widmungsexemplar 77, 91, 97, 117, 123, 127, 153, 184, 226, 274, 312, 314, 374, 443, 455, 472, 473, 533, 541, K Wien 145, 440, 554 Wörterbuch 595 Wosnessensk 145 Yokohama 335 Zensur 38, 39, 41, 99 – 101, 149, 166, 279, 283, 362, 455, 532, 581, 583, 590 Zermatt 585, 586 Zirkus 165 Zoologie 85, 87, 96, 258
– 1964 –
Zweite Republik 260, 414 – 416, 532, 535 – 537 Zweites Kaiserreich 253 – 256, 437 Zwerg 313, 319, 480, 565, 574, 575
Personen Das Personenregister verzeichnet Autoren (bzw. Titel), Herausgeber, Bearbeiter und Übersetzer, vereinzelt auch Komponisten (1), Künstler (2), Verleger (3), Buchbinder und Vergolder (4), Besitzer (5) und sonstige Personen. Abba (4) 373 Abbey, John Roland (5) 597 Abdy, Robert (5) 75, 441 Abich, G. (4) 451 About, Edmond (1) 1, 2, 485, 486 Achard, Amédée (1) 101, 210 – 212, 301 – 303, 496 Ackermann, Rudolf 125; (3) 270 Adam, Victor (2) 12, 40 – 42, 96, 101, 201, 202, 360, 366, 394, 443, 484 Affolter, Paul (4) 561 Affre, Denis-Auguste (1) 418 Albanès, siehe, Havard, Jean-Alexandre Alberti (2) 128 Alexander I. von Rußland 143 Alexandre, Arsène (1) A Alhoy, Philadelphe-Maurice (1) 3, 4, 133 – 135, 238, 434, 435, 589 Alicia von Bourbon-Parma (5) 418 Alix, Henri (4) 563 Allais, Jean Alexandre (2) 487 Allanson, John (2) 541 Alleaume, J. (5) 222 Allô, Charles (4) 246, 465, 525
Alophe, Marie-Alexandre (2) 3, 12, 133 – 135, 325, 395 Altaroche, Agénor 540; (1) 99 – 101, 155 – 161 Amand, siehe Chevannes Amboise, d’, siehe Guillemin Ancelet (2) 153 Ancelot, Jacques 540; (1) 577 Ancelot, Marguerite-Louise Virginie, geb. Chardon 540 Andrew 394, 418 Andrew – Best – Leloir (2) 418, 541 Andrieux (4) I Andrieux, Clement-Auguste (2) 24, 161, 183 Andriveau-Goujon, J. (2) 157, 158 Anglais peints par eux-mêmes, Les 5, 212 Anspach, Maria d’ (1) 210 – 212 Antommarchi, Francesco (1) 380 – 383 Arago, Étienne (1) 432 – 435 Ariosto, Lodovico (1) 7, 8, 9, 173, 174 Arlincourt, Charles-Victor Prévost vicomte d’ (1) 10 Armelhault, J., eigentlich Marie-JosephFrançois Mahérault (1) B Armstrong, Thomas (2) 121 Arnaud (4) 98 Arnault, Antoine-Vincent (1) 11 Arnoux, Charles Albert vicomte d’, siehe Bertall Artiste, L’ 228, 277 Artois, siehe Henri d’Artois Arundale, Francis (2) 598, 599 Arvers, Félix (1) 153 Asper, Hans und Jacques (4) 30 Asseline, Alfred (1) 153 Asselineau, Charles (1) 533, C, D Atkinson, Richard (5) 325
– 1965 –
Aubert, Albert (1) 155 – 161 Aubert, Gabriel (3) 3, 12, 99 – 101, 130 – 136, 162, 163, 185, 230, 231, 234 – 238, 242, 250, 282, 325, 347, 348, 395, 443, 458, 499, 540, 576, 589, 595 Aubigny, d’, siehe Daubigny Aubré, Armand (3) 371 Aubrey (2) 366 Audibert, Auguste (1) 99 – 100 Audibran, François (2) 556 Audouin, Pierre (2) 143 Auger, Louis Simon (1) 176 Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach 171 Auguste, Jules-Robert (2) 153 Aulnoy, Marie-Catherine d’ (1) 596 Aumont (3) 145 Aussourd, René (4) 116, 118, 253, 288 B., R. (5) 133 Badiéjous, Jean (4) 261, 425 Bagg, J. (2) 59, 598, 599 Bagg, Thomas (2) 65 Ballard, Charles (1) 360 Balzac, Ewelina de (5) 27 Balzac, Honoré de 534 – 537, 540, 565; (1) 13 – 30, 99 – 101, 135, 155 – 161, 210 – 212, 238, 286 – 289, 360, 370, 480, 589 Banville, Théodore de (1) 533, C Bar, Alexandre de (2) 258, 335, 585, 586 Bara, Joseph (2) 218, 363 – 364 Barbier (3) 82, 543 – 545 Barbier, Henri-Auguste (1) 82, 124, 155 – 161 Bareste, Eugène (1) 321 Baron, Henri Antoine (2) 7, 14 – 16, 49 – 60, 82, 431 – 435, 446, 447, 500, 543 – 545, 579, 580, 596 Barraud, A. (3) 481
Barré, Louis (1) 521 – 525 Barthélemy, Auguste-Marseille (1) 31 – 36 Barthet, Armand (1) 243 – 248 Barthou, Louis (5) 375 Barye, Antoine-Louis (2) 85 – 87 Bassanville, Anaïs comtesse de (1) 219 Battaille, Eugène (2) 82, 545 Baudelaire, Charles 117, 136, 504, 589; (1) 183, 533, C Baude[t], Louis (1) 286 – 289, 480 Baudin, Charles 80 Baudouin frères (3) 38, 39 Baudry (3) 556 Bauger (3) 231, 234, 235, 237, 239 Baulant (2) 358, 363 – 364, 519, 520 Bauzonnet, Laurent-Antoine (4) 36, 147, 199, 266, 383, 450, 454, 514, 520 Bayard, Émile-Antoine (2) 317, 335 Bazin, Charles (2) 153 Beaucé, Jean Adolphe (2) 24, 482, 483 Beaucé, Vivant (2) 37, 179, 180,183, 443, 458, 493, 494 Beauger (3) 233, 324, 484 Beauharnais, siehe Maximilian de Beauharnais Beaulieu, H. de (1) 311 Beaumont, Édouard de (2) 4, 101, 103, 110 – 118, 319, 331 – 333, 432 – 435, 568 – 570 Beaumont, Jeanne-Marie Leprince de (1) 596 Beautés de l’opera, Les 37 Beauvillain, Et. (5) 309, 480 Beauvoir, Roger de (1) 101, 189, 432, 433 Béchet ainé (3) 10, 558 Beethoven, Ludwig van 550 Beguin (2) 532 Belin, Auguste (2) 165
– 1966 –
Belin-Leprieur (3) 367 Bellangé, Hippolyte (2) 32 – 36, 38, 40 – 42, 210 – 212, 349 – 351, 390 Bellanger, Stanislas 379; (1) 189; (2) 38, 40 – 42 Bellenger (2) 442 Bellevallée, Hoche (4) 565 Bellizard, Ferdinand (3) 102 Bellon, Paul (5) 566 Beneworth, C. (2) 371, 379, 399 – 403, 406 – 408, 541 Bennett, Charles H. (2) 518 Benoit, siehe Peytel Beraldi, André (5) 209 Beraldi, Henri (5) 10, 41, 209, 309, 350, 362, 394, 400, 454, 479, 515, 524, 598 Béranger, Pierre-Jean de 126; (1) 38 – 47, 184, 577, 584 Bérat, Frédéric (1) 155 – 161 Berchoux, Joseph (1) 194 Berès, Pierre (5) 41, 56, 187, 388, 405, 450, 473, 494 Berger, Daniel (2), 265 Berger, G. (4) 414 Berlioz, Hector 534, 535, 537 Bernard, Pierre (1) 48, 210 – 212, 286 – 289, 392 Bernardin de Saint-Pierre, Jacques-Henri (1) 49 – 74 Bernis, François-Joachim de Pierre, cardinal de (1) 75 Béroalde de Verville, François (1) 76 Berranger, Ferdinand de (1) 312; (2) 312 Berranger, Marie de (5) 312 Berry, siehe Marie Caroline Berryer, Pierre Antoine (1) 77; (5) 267 Bertall, eigentlich Charles Albert vicomte d’Arnoux (1) 392; (2) 4, 18 – 21, 23, 24, 70,
78, 95, 155 – 161, 177, 194, 243 – 248, 275, 356, 392, 437, 439, 465, 480, 532, 561, 562, 565 Bertaud, André (5) 56 Berthois, Alphonse de (5) 443 Berthon, René Théodore (2) 261, 265,266 Berton, Am. (5) 151 Bertrand (2) 155 – 161 Bertrand, Marcel (5) 512 Beschen, siehe Tell-Bescher Best (2) 418, 541, 587, 588 Best, Adolphe (2) 371, 394 Best, Jean (2) 128 Béthune (2) 209 Béthune et Plon (3) 209 Beuguelet, A. (2) 367 Beyer (2) 202 Biard, François-Auguste (2) 220 – 222 Bibel 169, 170, 191, 547, 552, 553 Bibliophile Jacob, siehe Lacroix, Paul Binet, Madame (5) 294 Birouste, Jean (2) 185, 210 – 212, 217, 363 – 364 Bishop, Amy Ben (5) 349 Bishop, Cortlandt F. (5) 402, 403 Bismarck, Otto von 171 Blaizot, Librairie (5) 26 Blanc, Charles (1) 311 Blanc, François, dit La Goutte (1) 79 Blanc, Louis (1) 485, 486 Blanchard (2) 269, 354, 493, 494, 556 Blanchard, Edmond (3) 323, 358, 480 Blanchard, Henri-Pierre-Léon-Pharamond (1) 80 Blanchard, Laman (1) 5 Blanchard, Pierre (1) 81 Blaze, Henri (1) 269, 505 – 509 Blunt, Felix R. (2) 598, 599
– 1967 –
Boccaccio, Giovanni (1) 82 Bocher, Emmanuel (1) B Boersch, J. J. (4) 143 Böttger, Adolf (1) 310 Boetzel, Ernest Philippe (2) 128, 396 Bogetti (4) 259 Boigne, Charles de (1) 155 – 161 Boileau-Despréaux, Nicolas 88; (1) 83 Boilly, Louis Léopold (2) 40 – 42, 84, 110 – 118, 265 Boilvin, Émile (2) B Boisnard, Madame (5) 171 Boisselat, Jean François (2) 91 Boitard, Pierre (1) 85 – 87 Boizard, Paul (3) 198, 434, 435 Bonaparte, Franz Napoleon 32 – 36 Bonaparte, Napoleon, siehe Napoleon I. Bonhomme, Ignace François (2) 541 Boniface, siehe Saintine Bonington, Richard Parkes (2) 40 – 42, 421, 422, 502 Bonnasse, Henri (5) 35, 113, 123, 145, 187, 224, 248, 274, 287, 346, 388, 391, 402, 407, 463, 494, 509, 513 Bonner, George Wilmot (2) 64 Bonnet, V. (2) 469, 470 Boquet, Jules (3) 41, 375 Bordes, Adolphe (5) 100 Borel, Pétrus C, D; (1) 153, 210 – 212, 458 Borel-d’Hauterive, André (1) 469 Borget, Auguste (2) 208 Borghers, Alphonse (1) 556 Bosq, Jean (2) 192 Bossange, Martin, Buchhändler (5) 542 Bossuet, Jacques Bénigne (1) 88, 89, 337, 552, 553 Boucher, Adolphe (1) 90 Bouchon-Dubournial, Henri (1) 108
Bouchot, Frédéric (2) 484 Bouillon, Pierre (2) 487 Boulanger, Annette 153, 154 Boulanger, Clément (2) 207, 564 Boulanger, Louis N; (1) 153; (2) 40 – 42, 153, 328 – 333, 577, N Boulay-Paty, Évariste (1) 91 Bouquet, Auguste (2) 99 – 100, 341 Bourassé, Jean-Jacques (1) 92 – 94, 169, 170 Bourbon-Sizilien, siehe Louise Charlotte sowie Marie-Amélie Bourdaloue (1) 337 Bourdet, Joseph Guillaume (2) 101, 484 Bourdin, Ernest (3) 32 – 36, 146, 147, 195 – 197, 315, 316, 342 – 346, 349 – 351, 380 – 383, 409 – 413, 446, 447, 511 – 517, 566, 567 Bouret, Charles (5) 26, 203, A Bourg de Bozas, Emmanuel marquis du (5) 375 Bourget (1) 458 Bourgueleret (3) 271 Bourlon de Rouvre, Évrard (5) 139, 144, 243, 258, 325, 382, 550, 551, 592 Boutigny (4) 32, 111, 118, 146, 195, 328, 344, 382, 409, 511, 512, 556, 564, 580 Bovy, Antoine (4) 383 Bracquemond, Félix, eigentlich Joseph Auguste (2) 485, 486, D, I Brandard, Robert (2) 598, 599 Branston, Robert (2) 62 Brany, Veuve (4) 269, 486 Bresdin, Rodolphe (2) 533 Breslauer, Bernard H. (5) 60 Breton, E. (2) 548, 549, 564 Brévière, Louis Henri (2) 37, 61, 65, 78, 320, 332, 343 – 346, 394, 399 – 403, 406 – 408, 412, 418, 552, 553
– 1968 –
Brice, Emmanuel (1) 307 – 309 Brière, J. L. J. (3) 510 Briffault, Eugène 540; (1) 23, 155 – 161, 210 – 212, 360, 432 – 435 Brignon, Jean (1) 554 Brillat-Savarin, Jean Anthelme (1) 95, 194 Brisson, Marie (4) 205 Brivois, Jules (1) E; (5) 27, 287, 294, 332, 453 Brohy, Ed. (2) 541 Brot, Alphonse (1) 432 – 435 Brouchoud, Claudius F. A. (1) 581 Brown, J. (2) 129 Browne, Hablot Knight (2) 518 Brownrigg, Henry (1) 5 Brugnot, Louis (2) 37, 82, 203 – 206, 210 – 212, 543, 544 Brunellière (2) 14 – 16 Brunet, Gustave (1) 484 Brunet, Paul (5) 140, 442 Brux, Olympe Capon (2) 128, 396 Bry ainé, J. 166; (3) 166, 521 – 525 Bürger, Gottfried August (1) 225 – 227, 505 – 509, 539 Buffon, Georges-Louis Leclerc, comte de 81, 85 – 87, 210, 324; (1) 96 Buland, Jean Marie (2) 122, 123 Bulla (3) 279 – 282 Bunetier (4) 329 Burat, Amédée (5) 349 Burat de Gurgy, Edmond (1) 484 Burdet, Augustin (2) 265, 266 Bure, Laurent-François de (3) 449 Burette, Théodore (1) 432, 433 Burton, Henri (5) 110, 329, 438, 559, 581 Burty, Philippe (1) 485, 486 Bussière, Auguste (1) 153 Buvry, Leopold (1) 97
Buzelot (2) 482, 483 Cabaillot, siehe Lassalle, Louis Caboche, Gegoire (3) 229 Caboche Demerville, Julien (1) 496 Caen, E. (3) 28 Cailhava, Léon (1) 98 Caix de Saint-Aymour, baron de (5) 11 Calame, Alexandre (2) 585, 586 Caliban, siehe Gonzalès Callet, Antoine François (2) 75 Calmann-Lévy, Paul (3) 181 Calmelet (2) 69 Campenon, Vincent (1) 148 Canape, Georges (4) 110, 293, 391, 413, 458, 496, 507, 543 Canape et Corriez (4) 110 Canel, Urbain (3) 13 Canuet, A. (3) 594 Capé, Charles François 26, 74; (4) 471, 473 Cap[p]ot de Feullide, Jean Gabriel (1) 189 Caraguel, Clément (1) 311, 532 Carayon, Émile-Adolphe 205; (4) 100, 125, 169, 181, 244, 352, 378, 459, 480 Cardonne, Denis Dominique (1) 445 Carême, Antonin (1) 194 Caricature, La 99 – 100, 283 Caricature provisoire, La 101 Carmouche, Pierre Fr. A. (1) 185 Carteret, Léopold (1) 226, 528, F; (3) 172, M; (5) 159, 206, 226, 247, 274, 297, 385 Catalogue des Principales Nouveautés Lithographiques, siehe Lithographie mensuelle Catenacci, Ercole, auch Hercule (2) 92 – 94, 117, 137 – 138, 315, 316, 335, 357, 550 Catrufo, Pierre (2) 153 Cattelain, Philippe Auguste (2) 481 Caumont, siehe C[h]aumont Caunter, John Hobart (1) 102, 591
– 1969 –
Cavé, Germaine (5) 46 Cavelier, Adrien Louis Marie (2) 337, 394, 552, 553 Caylus, Anne Claude Philippe de (1) 445, 596 Cazaux, André (5) 373, 585 Cazaux, Chantal (5) 150, 373, 444, 585 Cazotte, Jacques 593; (1) 103, 593 Cerfberr de Médelsheim, eigentlich George Marie M athieu Deirnwaell (1) 457 Cervantes Saavedra, Miguel de (1) 104 – 108 Chalon, Alfred Édouard (2) 37 Cham, eigentlich Amédée Charles Henry de Noé (1) 416, 458; (2) 12, 23, 99 – 100, 161, 207, 293 – 295, 414 – 416, 458, 485, 486, 499 Chambolle, René (4) 89, 105, 203, 447 Chambord, siehe Henri d’Artois Champfleury, eigentlich Jules François Felix Husson Fleury 126, G; (1) 480, 485, 486, 533 Champin, Jean-Jacques (2) 121, 155 – 161 Champion (2) 40 – 42 Champs, Victor (4) 2, 9, 12, 19, 29, 33, 35, 48, 95, 126, 135, 149, 151, 185, 188, 238, 239, 242, 248, 356, 359, 363, 366 – 368, 416, 431, 445, 448, 457, 480, 495, 499, 501, 550, 551, 562, 569, 583, 593, 595, A, E Chancel, Félix (5) 56 Chansons badines et grivoises 109 Chants et chansons populaires de la France 110 – 119 Chapsal (3) 144 Chapuy, Nicolas (2) 315, 316 Charles, siehe auch Karl Charles d’Orleans (1) 419
Charles Louis Napoleon Bonaparte, siehe Napoleon III . Charlet, Nicolas-Toussaint (2) 38, 40 – 43, 99 – 101, 120, 210 – 212, 347, 380 – 384, 595 Charpentier, Alain (1) 419 Charpentier, Auguste (2) 37 Charpentier, Gervais-Hélène (3) 224, 488 – 491 Charton, Édouard-Thomas (1) 121, 306 Chasles, Philarète (1) 37, 556 Chateaubriand, René François de 563, 597; (1) 577 C[h]aumont, comtesse de 55 Chauvet, Jules Adolphe (2) 455 Chavenard (2) 337 Chenavard, Claude Aimé (2) 341 Chenu, Jean-Charles (1) 81 Cherrier, Henri (5) 494 Cherrier, Prosper Adolphe Léon (2) 203 – 206, 341, 399 – 403, 541 Chevalier, Michel (5) 578 Chevallier, siehe Gavarni Chevannes, Pierre (4) 508 Chevauchet, Henry Isidore (2) 363 – 364, 541 Chevigné, Louis-Marie-Joseph Le Riche, comte de (1) 122, 123, (5) 123 Chevin, Victor (2) 142, 367, 371 Chicard, eigentlich Alexandre Lévêque 210 – 212, 240, 368 Chifflart, Nicolas François (2) 334 Chlendowski, Louis (3) 18 – 21 Chodowiecki, Daniel (2) 265 Chollet, Paul (1) 117 Choppin, René (5) E Christian, Paul, siehe Pitois Chroniques Françoises de Jacques Gondar Clerc 427, 428
– 1970 –
Cicéri (2) 484 Cicéri, Eugène (2) 335 Cicero 509 Citrouillard, siehe Commerson Cladel, Léon (1) 533 Clapp, Sam (5) 7, 16, 24, 95, 173, 194, 198, 245, 290, 328, 332, 334, 342, 447, 459, 468, 515, 545, 565, 569, 583 Claretie, Jules (1) 533 Clavreuil, Jean (5) 120 Claye, Jules (3) 455 Clémentine d’Orléans (5) 265 Cler, Albert (1) 99 – 101, 360 Clerget (2) 37, 161 Clerget, Charles Ernest (2) 83, 390 Clerget, Hubert (2) 335 Clériceau, Alfred (5) 157, 321 Clérot, Victor (2) 485, 486 Clicquot-Ponsardin, Barbe-Nicole 122 Clouard, Maurice (5) 426 Cluzel, Étienne (5) 165, 334, 533, 583, D Coffetier (2) 417 Coindre, Victor (2) 394 Coleridge, Samuel T. (1) 124 Colin, Alexandre (2) 43, 370, 427, 428, 577 Collignon, François Jules (2) 37, 69, 366, 445 Colnaghi son (3) 378 Colnet Du Ravel, Charles Joseph (1) 194 Combe, William (1) 125 Comic Almanack, Le 589 Commerson, Jean-Louis-Auguste (1) 126 Compagnon, Jules (2) 493, 494 Comte, Achille (1) 279 Con[n]ard, Louis (5) 572 Conquet, Léon (3) 172, E; (5) 137 Constantin, Marc, siehe Roch Contes du gay sçavoir, Les 421, 422
Cooper, Robert (2) 265 Coppin, A. (2) 219 Coppin, Édouard (2) 24, 180 Coquebert, W. (3) 561, 562 Corbould, Edward Henry (2) 37, 70, 318 Corriez, siehe Canape et Corriez Cotton, André (2) 525 Couailhac, Louis (1) 48, 101, 185, 189, 210 – 212, 360, 496 Cousin, Charles Louis Auguste (2) 41, 354 Couturier, Étienne-Félix (2) 153 Cox, David (2) 598, 599 Coypel, Charles-Antoine (2) 449 Crapelet, Georges-Adrien (1) 127; (3) 127, 265, 266 Crépon, Louis (2) 335 Creswick, Thomas (2) 318, 538, 598, 599 Cretté, Georges (4) 210 Crosbie, Émile (2) K Croutelle, Louis (2) 192 Crowquill, Alfred, siehe Forrester Crozes (5) 399 Cuendias, Manuel de (1) 198 Curmer, Léon 215; (3) 5, 48 – 66, 210 – 218, 258, 337, 338, 347, 348, 357, 394, 482 – 484, 493, 494, 505 – 509, 552, 553, 598, 599; (5) 60, 144, 211 Curmer, Marie Catherine, geb. Borgers 51, 55, 56, 59 Cussy, Louis marquis de (1) 194 Cuvier, Georges 85 – 87 Cuzin (4) 506 Cuzin, Adolphe (4) 34, 532, 535 Cuzin, Francisque (4) 56, 566 D., E. (5) 179, 180 Dadds, Richard (2) 318 Daguin, Ernest (5) 515 Dalibon, François-Denis (3) 259
– 1971 –
Damot[t]e, Louis Jules (4) 109 Daniel, Francisco-Salvador (1) 260; (3) 260 Daniell, William (2) 102, 591 Danlos, Alexandre (3) 268 Dantan (2) 161 Dante Alighieri (1) 128 Darboy, Georges (1) 129 Dardel, R. (5) 357 Dardelet, Jean-Étienne (2) 79, 559; (3) 79 Dassance, Pierre-Nérée (1) 337, 552, 553 Daubigny, Charles-François H; (1) 116; (2) 43, 110 – 118, 155 – 161, 194 – 197, 210 – 212, 315, 316, 331 – 333, 349 – 351, 357, 360, 366, 485, 486, 492, 550, 568 – 570, 585, 586, 598, 599 Daudet, Alphonse (1) 533 Daumier, Honoré A; (2) 3, 24, 99 – 101, 130 – 136, 193, 210 – 212, 238, 324, 325, 347, 360, 366, 395, 432, 433, 458, 484, 496, 499, 501, 568 – 570, 576, 595 Daunou, Pierre-Claude François (1) 83 Dauvergne, Adolphe (2) 37 Dauvin et Fontaine (3) 591 Dauzats, Adrien (1) 80; (2) 80, 210 – 212, 471 – 473 David (2) 502 David, Bernard (4) 170 David, Jules (2) 85 – 87, 142, 367, 371, 394, 432 – 435, 484, 563 David, Salvador (4) 415 Davillier, Jean-Charles baron (1) 137, 138 Debayser, Gustave (5) 52, 212 Debon (2) 349 – 351 Debonnelle et Masson (4) 74, 76, 429 Debucourt, Louis Philibert (2) 194 Deburau, Jean-Gaspard, auch Jean-Baptiste, eigentlich Jan-Kašpar Dvorák 341, 540; (5) 341
Decamps, Alexandre Gabriel (2) 38, 99 – 100, 471 – 473 Defauconpret, Auguste-Jean-Baptiste (1) 199 Defoe, Daniel 600; (1) 139 – 140 Deghouy, Léopold (2) 369 Degryse, Georges (5) 9, 204, 267, 328, 444 Deirnwaell, siehe Cerfberr de Médelsheim Delacroix, Eugène 533, 582; (2) 38, 40 – 42, 217, 267, 268, 557 Delahaye, Charles-Hippolyte (2) 258 Delahaye, J. (3) 135 Delahaye, Jacquet (1) 496 Delambre, A. (2) 153 Delangle, N./frères (3) 75, 466 – 468 Delan[n]oy, Ferdinand (2) 96, 374, 546, 563 Delapalme, Émile (1) 141 Delaroche, Paul, eigentlich Hippolyte 563; (2) 502; (5) 228, 249 Delaunay (3) 149, 314 Delaunay, Étienne-Henri (1) 340 Delauney (4) 553 Delavigne, Casimir 540; (1) 577, 584 Delavigne, Germain 540 Delaville, Henri (2) 358, 480 Delduc, Prosper (2) 128 Delessert, Benjamin (1) 142 Delille, Jacques (1) 143, 144 Delloye, Henri-Louis (3) 14 – 16, 110 – 119, 129, 201, 202, 484, 492 Delmas (2) 480 Delord, Taxile (1) 3, 101, 155 – 161, 210 – 212, 296 – 298, 301 – 305, 311, 432, 433 Delpech, François-Séraphin (3) 84, 582 Delvau, Alfred (1) 485, 486 Démidoff, prince de San Donato, Anatole de 342; (1) 145 – 147, (5) 388 Demoraine, siehe Moraine
– 1972 –
Demoustier, Charles-Albert (1) 148 Dentu, Édouard (3) 274, 385 Dentu, Jean Gabriel (3) 261 Dériard, Ls. (5) 477 Deriège, Félix (1) 101, 135, 496 Deroi (2) 502 Derville, M. (2) A Desbillons, François-Joseph Terasse (1) 391 Desbordes-Valmore, Marceline (1) 577 Desbrosses, Léopold (2) 480 Descamps-Scrive, René (5) 9, 16, 27, 69, 127, 137, 144, 159, 165, 179, 180, 196, 247, 248, 270, 274, 286, 287, 365, 377, 379, 416, 421, 433, 435, 444, 476, 517, 566, 569, 599, 600 Deschamps, Antoni (1) 153 Deschamps, Émile (1) 153, 577 Deschamps, Martial (2) 78 Déséglise, Victor (5) 563 Desenne (3) 538 Desenne, Alexandre-Joseph (2) 108, 176, 192, 259, 393, 449 Desesserts, Alph. (3) 439 Desloges, Louis-Camille-Auguste (3) 185, 368, 448 Desmaisons, Émile (2) 391 Desmalis, J. (3) 83 Desmares, Eugène (1) 149 Desmé (3) 201 Desnoyers, Louis 540; (1) 99 – 101, 150 – 152, 189 Des O… (1) 458 Desœr, Théodore (3) 547 Desper[r]et, Auguste (2) 99 – 100, 277, 311 Desq, Pierre (5) 266 Destailleur, Hippolyte (5) 479 Destigny, Jean-François (1) 189
Devauchelle (4) 53, 71, 171, 187, 198, 207, 245, 289, 307, 315, 353, 355, 383, 384, 405, 417, 462, 466, 498, 509, 530, 533, 568, 573, 588 Devauchelle, Alain (4) 18, 296, 404, 422, 424, 426, 588 Devauchelle, Roger (4) 326, 333, 539 Devéria (2) 143, 207, 267 – 269, 394, 484 Devéria, Achille (2) 38 – 42, 83, 99 – 100, 153, 154, 336, 370, 543 – 545, 590 Devéria, Céleste 154 Devéria, Eugène (2) 38 – 42, 153 Devéria, Laure 154; (2) 153 Devillers (2) 69 Devilliers, siehe Goujon-Devilliers Devilly, Théodore Louis (2), 321 Dézé, Louis (4) 570 Diable à Paris, Le 155 – 161, 249 Diard, Buchhändler (5) 219 Dickens, Charles (1) 505 – 509 Didier (3) 443 Didot l’ainé, Pierre (3) 438 Dielmann, Jakob Fürchtegott (2) 266 Dimier, L. (5) 589 Dineley, Mark (5) 355 Dollet, Victor Jean François (2) 12, 458 Domenichino, eigentlich Domenico Zampieri (2) 487 Doms, P. J. (2) 442 Doré, Ernest (1) 184 Doré, Gustave (2) 1, 2, 8, 9, 25 – 30, 124, 128, 137 – 138, 162 – 175, 184, 186 – 188, 224 – 227, 353, 369, 374, 396 – 398, 442, 495, 496, 521 – 530, 550, 551, 578 Doré, Madame Michel (5) 171 Dorrenboom, L. H. (5) 536 Dousse, L. (5) 121, 363, 480, 571 Dower, John (2) 598, 599
– 1973 –
Doyle, Richard (2) 518 Drechsler, Joseph (4) 554 Drouyn, Léo (2) 121 Dubochet, Jacques-Julien (3) 85 – 87, 104 – 106, 150 – 152, 191, 203 – 206, 386 – 390, 406 – 408, 534, 535, 537, 585, 587, 588 Dubois (2) 597 Dubois, Alain (5) 260 Dubois, E. (3) 597 Dubouchet, Jean-François (2) 559 Dubouloz (2) 568 – 570 Du Chastel (5) 20 Duché, Pierre (5) 13, 39, 60, 99, 114, 118, 137, 166, 212, 479, 516, 569, 599 Ducis, Jean-François (1) 176 Ducrocq (1) O Du Deffand, Mary de Vichy Camrond, marquise 546 Dufart, P. (3) 322, 531 Dufour, A. H. (2) 55 Dufour, L.-P. (3) 179, 180 Dujardin, Louis (2) 343 – 346 Dumas, Alexandre 126, 534 – 537, 540, 565, C, D; (1) 101, 153, 177 – 181, 212, 360, 480, 485, 486 Dumas, Alexandre, fils 126; (1) 161, 182, 398, 485, 486 Du Maurier, George (2) 518 Dumersan, Théophile Marion 540; (1) 109 – 118 Dumineray (3) 532 Dumont, Louis (2) 128, 209 Dunand (2) 194 Dunand, siehe Durand, Victor Dunezat (4) 267 Du Pays, Augustin-Joseph (2) 8, 9 Dupeyron, Bonnet (2) 128
Dupin, Charles baron 209 Duplanil fils (4) 558 Duplessi-Bertaux, Jean (2) 261, 265 Dupont, Ambroise (3) 542 Dupont, Pierre-Antoine (1) 183, 184 Dupré (4) 226, 522 Dupuy, Henri (3) 91 Durand, Victor Napoléon (1) 581 Durand-Forgues, siehe Forgues Durand (du Siècle), siehe Guinot Durel (5) 89 Duru, Hippolyte (4) 89, 105, 203, 447, 541 Durvand, Lucien (4) 91 Dutacq, Armand Jean Michel (3) 25 – 27 Dutertre (3) 269 Dutillois, Antoine (2) 42 Duveyrier, Anne H. J. (1) 185 Duvi[c]quet, Pierre (5) 314 Dyonnet, Charles (2) 55 Edet jeune, Buchhandlung (5) 117 Edwards, W. Joseph (2) 129 Egleton, William Henry (2) 129 Émeric (2) 496 Emmich, Matthias (1) 505 – 509 Émy, Henri (2) 48, 110 – 119, 135, 185, 189, 210 – 212, 360, 368, 395, 519, 520, 576, 595 Énault, Louis 353; (1) 186 – 188 Enfantin, Augustin (2) 502 Engel et Schaeck (4) 139, 572 Engel, Jean 106; (4) 139, 186, 437, 572 Engelmann et Graf 92, 110, 114, 116, 117, 418; (3) 417 Erdell, V. (2) 128 Escoffier, Maurice 519; (5) 28 Esmerian, Raphaël (5) 26, 36, 58, 145, 346, 349, 403, 453, 515, 567 Essling, siehe Masséna
– 1974 –
Etherington, Alfred (2) 358 Étrangers à Paris, Les 189 Eude-Dugaillon, Auguste (1) 190 Eudel, Paul (1) G Eustache (2) 12, 458 Évangiles, Les 191 Éverat, Adolphe-Auguste 389; (3) 366 Excoffon (3) 360 Eyles, B. (2) 129 F., D. (5) 488 Fabliaux ou contes, fables et romans du XIIe et du XIII siècle 192 Fabre, Antoine-François-Hippolyte (1) 193 Fabritzius (2) 532 Faesch, Johann Ludwig bzw. Jean Louis (2) 11 Fagnion, Jules (2) 128, 541 Faguet, Adrienne (2) 335 Fath, Georges (2) 183, 319 Faucher, César de (5) 153 Faucher, Constantin de (5) 153 Fauchery, Antoine (1) 532 Fayot, Charles Frédéric Alfred (1) 194 Féart, Adrien (2) 207, 212, 505 – 509, 598, 599 Fellens, Jean Baptiste (3) 179, 180 Fénelon, François de Salignac de la Mothe (1) 195 – 197, 337, 480, 596 Ferdinand Philippe duc d’Orléans, siehe Louis Ferdinand Philippe duc d’Orléans Féréal, Victor de, siehe Subervie Fernandez, I. (5) G Férogio, François Fortune (2) 212, 218 Fertiault, Jules François (1) 219 Feuillet, Octave (1) 155 – 161, 480 Féval, Paul 563 Feyen-Perrin, François Nicolas Auguste (2) 335
Fichot, Charles (2) 485, 486 Fielding, Copley (2) 598, 599 Fielding, Henry (1) 199 Finden, Edward (2) 328 – 330 Finden, William (2) 271, 328 – 330 Fingeon (5) 194 Firmin-Didot 419, 421 – 425, 449, 502, 510, 554; (3) 143, 378, 423 – 426, 437, 495 Firmin-Didot, Ambroise (1) 485, 486 Fischer, Georges (2) 180 Fischer, Louise (5) 283, 284 Flameng, Léopold (2) 269 Fleischer, Friedrich (3) 310 Fleury, siehe Champfleury Fleury, A. (5) 38 Florian, Jean-Pierre Claris de (1) 200 – 207, 480, 596 Floury, Henri (3) L, N, P Flühmann, Adrian (5) 2, 8, 12 – 14, 23, 26, 32, 33, 35, 43, 47, 57, 60, 69, 86, 99, 105, 111, 112, 116, 124 – 126, 138, 139, 141, 142, 144, 145, 155, 157, 171, 182, 193, 197, 209, 211, 220, 243, 246, 248, 251, 262, 274, 275, 279, 286, 287, 289, 326, 346, 347, 349, 355, 361, 362, 372, 374, 379, 381 – 384, 388, 390 – 392, 401, 405, 407, 408, 410, 411, 416, 417, 420, 423, 424, 426, 432, 434, 442, 450, 452, 458, 463, 466, 473, 475, 476, 477, 480, 482, 483, 492, 494, 496, 498, 509, 511, 513, 514, 530, 532, 535, 539, 550, 551, 576, 591, 592, 596, 598, 599 Foa, Eugénie (1) 496 Foëch, siehe Faesch Fœlix, comte, siehe Raban Fonrouge, Antoine (3) 377 Fontaine, A. (2) 217 Fontaine, Auguste, Buchhandlung (5) 170
– 1975 –
Fontallard, Charles (2) 458 Fontaney, Antoine-Étienne (1) 153 Forest, Eugène Hippolyte (2) 101, 368, 458, 585, 586 Forgues, Paul-Émile Durand (1) 101, 208, 210 – 212, 293 – 295, 301 – 303 Forrester, Alfred H. (2) 318 Forssell, Christian Didrik (2) 176 Foster, Birkett (2) 550, 551 Foucaud, Édouard (2) 209 Foucher, Adèle 153 Foucher, Paul-Henri (1) 153 Foullon-Couppel du Lude 112; (5) 148 Foulquier, Jean Antoine Valentin (2) 74, 88, 89, 122, 123, 555 Fournier, Édouard (1) 485, 486 Fournier, Félicie (2) 14, 16, 267, 397 Fournier, Henri 107, 542; (1) 294; (3) 107, 139 – 140, 208, 293 – 303, 372, 373, 574, 575 Fournier, Marc (1) 360 Foussereau, Joseph Marie (2) 469, 470, 541 Fragonard (2) 449 Fragonard, Alexandre Évariste (2) 207 Fragonard, Théophile (2) 38, 40 – 42, 90, 191, 209 Français, François Louis (2) 7, 14 – 16, 49 – 61, 63 – 66, 85 – 87, 92 – 94, 139 – 140, 155 – 161, 207, 286 – 289, 313, 315, 316, 366, 431 – 433, 446, 447, 485, 486, 500, 541, 548 – 550, 552, 553, 574, 575, 598, 599 Français peints par eux-mêmes, Les 210 – 218 France, La 219 Francia, Louis (2) 502 François I., siehe Franz I. von Frankreich François, Buchhändler (5) 489 François, Alphonse (2) 153, 195 – 197
François, Julie 153, 154 François, Pauline (5) 153 Franklin, John (2) 318 Franz I. von Frankreich (1) 419 Freeman, William Henry (2) 357 Frémy, Arnould (1) 135, 189, 210 – 212, 238, 301 – 303 Frère, Édouard (2) 179, 189 Frère, Théodore (2) 189 Friedrich I., Prinzregent von Baden 316 Friedrich II . von Preußen 361, 362, 379; (1) 597 Friès, Charles (1) 212 Frilley, Jean-Jacques (2) 31, 459, 479 Froment, Charles (3) 11 Fürstenberg, Fürstliche Hofbibliothek (5) 102 Fugère, Jean Marie (2) 581 Furne, Charles 24, 563; (3) 71 – 73, 199, 220 – 223, 225 – 227, 315, 354, 376, 442, 477 – 479, 574, 575 Gagn[i]et, Jules, eigentlich Jacques Gagné (2) 210 – 212, 238, 359, 548, 549, 585, 586 Gaildr[e]au, Jules (2) 212, 439 Galette, J. B. (4) 123 Galibert, Léon (1) 220 – 223 Galitzin, Michail Alexandrowitsch Fürst (5) 449 Galland, Antoine (1) 446, 447 Gallimard, Paul Sébastien (5) 60, 212, 479 Gallimard, Raymond (5) 212 Gandais, Augustin (1) 125 Ganivet, Léon (3) 103 Garnerey, Auguste (2) 419 Garnier frères 563; (3) 29, 30, 96, 129, 331 – 333, 492, 526 – 528, 546, 568 – 570 Garnier, Auguste P. (5) 528 Gartner (5) 597
– 1976 –
Gaston-Dreyfus, René (5) 239 Gauchard, Jean (2) 128, 184, 353, 397 Gaudin (3) 209, 220 Gaussen, A. (2) 418 Gautherot, Pierre (2) 380 – 383 Gautier, Émile (5) 266 Gautier, Ferdinand (5) 580 Gautier, Théophile 126, 533, 540, C, D; (1) 37, 101, 155 – 161, 210 – 212, 224, 243 – 248, 485, 486 Gautier, Théophile, fils 225 – 227 Gavarni, eigentlich Guillaume-Sulpice Chevallier 215, 228, 290, B, L, P; (1) 228 – 237, 239 – 257, 505 – 509; (2) 3, 5, 14 – 16, 22 – 24, 99 – 101, 135, 155 – 161, 178, 182, 183, 189, 210 – 212, 213, 217, 218, 228 – 257, 274, 320, 324, 325, 347, 357, 360, 368, 395,432, 433, 458, 480, 484, 496, 499, 501, 571 – 573, 595, B, L, P; (5) 212 Gavault, Paul (5) 152, 201, 209, 301, 304, 319, 365, 444, 447, 476, 541, 598 Gay, Sophie 546 Géniole, Alfred André (2) 210 – 212, 496 Genlis, Félicité de 546 Genoude, Antoine-Eugène (1) 487 Geoffroi (2) 82 Geoffroy, Charles (2) 95, 109, 251, 252, 269, 304, 305, 307 – 309, 311, 546, 556, 563, 568 – 570, J Geoffroy-Dechaume, Adolphe-Victor (2) 43 Gérando, Joseph-Marie baron de (1) 142 Gérard (2) 363 – 364, 564 Gérard, Alphonse (2) 210 – 212, 218 Gérard, François (2) 176, 380 – 383
Gérard Séguin, Jean Alfred (2) 150 – 152, 195 – 197, 323, 391, 394, 418, 465, 480, 492, 552, 553, 596 Germond de Lavigne, Léopold Alfred Gabriel (1) 519, 520 Géraut, Pierre Nicolas (2) 370 Gerson, Jean 340 Géruzez, Eugène (1) 374 Gervais, Paul (1) 258 Gessner, Salomon 585; (1) 259 Giacomelli, Hector (1) I; (2) 141, 169, 170, 444 Gide (3) 80 Gigoux, Jean François 477, K; (2) 38, 42, 183, 349 – 351, 399 – 408, 480, 595, 596 Gihaut frères 120, 278, 478, 503, 557 Gilbert, John (2) 317, 318 Gilbert, Nicolas Joseph Laurent (1) 259 Gill, André, eigentlich Louis Gosset (2) 481 Giraldon, Adolphe (1) 37 Girard, Louis (1) 260 Girardet, Charles-Samuel (2) 597 Girardet, Karl (2) 85 – 87, 92 – 94, 107, 121, 432, 433, 446, 447, 541, 543 – 545, 571 – 573, 585, 586 Giraud, Eugène (1) 110 – 118, 178 Giraud-Badin, Librairie (5) 100, 118, 212 Giraudeau, Abel (5) 288, 388, 515 Girodet-Trioson, Anne-Louis 597; (2) 70, 153, 176 Giroux, Alphonse, Buchhändler (4) 53; (5) 355, 488 Gobin, Henri (2) 96 Goblain, Antoine Louis (2) 502 Godard, Pierre François (2) 337, 399 – 403, 406 – 408, 418, 564 Goeben, August Karl von 171
– 1977 –
Goethe, Johann Wolfgang von 13, 582; (1) 261 – 269 Goldsmith, Frank (5) 270 Goldsmith, Oliver (1) 270 – 273, 480 Goncourt, Edmond und Jules de 192, 231, 233, 237, 250; (1) 274; (5) 274 Gondar, siehe Chroniques Françoises de Jacques Gondar Clerc Gonet, Mlle (3) 190 Gonet, Gabriel de (3) 95, 109, 251, 252, 304, 305, 307 – 309, 441, 592, 593 Gontier, E., Buchhändler (5) 227 Gonzalès, Emmanuel (1) 101, 484 Gosselin, Charles 292, 354; (3) 13, 314, 326, 327, 341, 502, 568 – 570 Gosset, siehe Gill Gostiaux, Gabriel (2) 340 Goujon-Devilliers, Antoine Abraham und Étienne (2) 192 Goupil, Frédéric (2) 150 – 152 Goutière, Tony (2) 43, 556 Gowland, James (2) 371 Gozlan, Léon 540; (1) 101, 155 – 161, 210 – 212, 243 – 248, 275, 434, 435, 465, 480, 533 Grandville, eigentlich Jean-Ignace-Isidore Gérard J; (1) 107; (2) 38, 42, 82, 83, 85 – 87, 99 – 101, 107, 110 – 118, 121, 139 – 140, 161, 190, 203 – 206, 210 – 212, 276 – 313, 324, 367, 372, 373, 391, 458, 480, 497, 534, 535, 537, 574, 575, 583, 595, 596 Granet (2) 564 Grant & Co. (3) 353 Graux, Lucien- (5) 425 Gray, Charles (2) 64, 66 Greffulhe, comte (5) 282, 545 Grenan, Frédéric (2) 209 Grenet, Jules Dominique Adolphe (2) 335
Grenier, François (2) 38, 40 – 42, 212 Gresset, Jean-Baptiste-Louis (1) 314 Grimod de la Reynière, Alexandre-Balthazar-Laurent (1) 194 Gruel (4) 374, 417 Grund, Johann (2) 316 Guartley, J. (2) 128 Gudin, Théodore (2) 456, 564 Guenée, Adolphe 416 Guénepin, Auguste Jean Marie (2) 370 Guêpes, Les 356 Guérin, Th. (2) 180, 189 Guesnu, Hilaire (2) 482, 483 Guichardet, Francis (1) 212 Guilbaut (2) 217 Guilbert, Ch. (2) 4 Guillaumot, Eugène (2) 210 – 212, 541 Guillemin, Léon (1) 185, 368 Guilleminet (3) 200 Guinot, Eugène 342, 589; (1) 101, 155 – 161, 189, 315, 316, 325 Guiraud, Alexandre (1) 577 Guizot, François Pierre Guillaume (1) 317 Gumprecht, Thaddäus Eberhard (1) 97 Gusman[d], Adolphe (2) 128, 210 – 212, 214, 217, 397, 442 Guttinguer, Ulric (1) 153 Haarhaus, Robert (4) 258, 305, 308, 309, 315, 357, 534, 536, 537 Hachette (3) 1, 2, 8, 9, 124, 128, 137, 138, 141, 186 – 188, 317, 335, 374, 376, 396, 397, 440, 550, 551, 578 Hadamard, Auguste (2) 109 Hager, Julius (4) 310 Hall, Samuel Carter (1) 318 Hall, Sidney (2) 317 Halley-Hilbeck (2) 48 Hallez, Louis Joseph (2) 339
– 1978 –
Hanin, Jules D Hanotaux, Gabriel (1), 172 Hanska, siehe Balzac, Ewelina de Hantge, F. (2) 379 Harding (2) 502 Hardy (4) 335, 350 Hardy-Mennil (4) 59, 60, 88, 567 Harleville, Collin d’ (1) 148 Harrison, Henry (2) 48 Hart, Robert (2) 64 – 66, 399 – 403, 406 – 408 Harvey, William (2) 556, 598, 599 Haslock (2) 598, 599 Hauër, J. F. (3) 531 Haumont (2) 316 Havard, Gustave (3) 4, 24, 126, 182, 207, 311, 319, 457 Havard, Jean-Alexandre (1) 70, 207, 319 Haviland, Ch.-Ed. (5) 169 Havrée, F. (5) 107 Hayoit, Charles (5) 19, 206 Hazé, François Alexandre (2) 260 Heath, Charles (2) 129, 269 Hébert, César Auguste (2) 179, 210 – 212, 220 – 222, 343 – 346, 479 Hédouin, Edmond (2) 352 Heinrich IV. von Frankreich 481, 597 Hélène duchesse d’Orléans, geb. Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin (5) 77, 472, 473, 584 Helfenberger (2) 469, 470 Henri IV., siehe Heinrich IV. Henri d’Artois, comte de Chambord (5) 234 Henriet, Frédéric (1) H Hérou (2) 449 Hervé, F. (2) 598, 599 Hetzel, Pierre Jules 313; (1) 155 – 161, 203 – 206, 243 – 248, 286 – 289, 460 – 465,
476, 480, 495, 565; (3) 22, 23, 155 – 161, 177, 243 – 248, 262 – 264, 272 – 273, 275, 286 – 289, 356, 365, 391, 418, 437, 460 – 465, 474 – 476, 480, 495, 565, 596; (5) 160 Hetzel, Sophie (5) 275 Hilaire, Marc (1) 189, 325, 458, 589 Hild, Roger (5) 13 Hildibrand, Henri Théophile (2) 128, 367, 369 Hilpert, F. (1) 210 – 212 Himely, Sigismond (2) 85 – 87 Histoire et Cronicque du Petit Jehan de Saintré 426 Historial du Jongleur, L’ 423 – 425 Hocquet, Henri (5) 332 Hoe, Robert (5) 75, 370, 428 Hoffmann, Ernst Theodor Amadeus (1) 177, 320, 505 – 509 Holfeld, Hippolyte (2) 543 – 545 Holl, Francis (2) 129 Holl, William (2) 129 Homer (1) 321, 505 – 509 Homme à la longue barbe, L’ (1) 501 Honnegger (4) F Hooper, Henry (3) 406 Hopwood, James (2) 265, 545 Horatius Flaccus, Quintus 352; (1) 322 Hotelin, Laurent (2) 128, 587, 588 Houdaille, Étienne (3) 145 Houdin, Robert 165 Houssaye, Arsène (1) 155 – 161, 323, 432 – 435, 480, 485, 486 Houssaye, Henry (5) 263 Houssiaux, Alexandre (3) 183 Hover, Samuel (1) 5 How, Jeremiah (3) 318 Howard, Edward (1) 5
– 1979 –
Howitt, William (1) 5 Huart, Louis 126; (1) 3, 23, 99 – 101, 133 – 135, 189, 238, 311, 324, 325, 432, 433, 458, 499, 589 Huet, Lucie 548, 549 Huet, Paul 597; (2) 49 – 60, 64 – 66, 153, 598, 599 Hugo, François-Victor (1) 485, 486 Hugo, Victor 126, 534 – 537, 540, 560, 565, C, D; (1) 153, 161, 326 – 334, 485, 486, 577, 584, M Hugues, Eugène (3) 334 Huicque, J-B. (1) 101 Humbert, Aimé (1) 335 Hunt, Leigh (1) 5 Huser, Georges (4) 442, C Imitation de Jésus-Christ, L’ 336 – 340 Ingwersen, Maria (5) 554 Irton, Richard (2) 598, 599 Isabey (2) 194 Isabey, Eugène (2) 38, 49 – 60, 62, 65, 456, 482, 483 Isabey, Jean Baptiste (2) 10, 42 J., W., siehe W., J. Jacob, Eugène (5) 48, 135, 185, 238, 359, 368, 448, 501 Jacque, Charles-Émile (2) 43, 49 – 60, 62, 66, 210 – 212, 271, 458, 480, 493, 494, 505 – 509, 566, 567 Jacquemin, Cyprien (2) 83 Jacquemot, Georges François (2) 315, 316 Jäger, F. (5) 85 Jahyer, Octave (2) 184, 369 Jaime (1) 484 Janet, Louis (3) 419, 420, 427, 428; (4) 427, 428, 597 Janet, Louis, veuve (3) 251, 252, 363, 364
Janet-Lange (2) 3, 4, 14 – 16, 135, 207, 271, 395 Janin, Jules 126, 194; (1) 37, 74, 85 – 87, 101, 155 – 161, 182, 189, 195 – 197, 210 – 212, 286 – 289, 341 – 352, 376, 409 – 411, 413, 432 – 435, 480, 485, 486, 509, 511 – 517, 559, 566, 567; (5) 147, 197, 398, 509, 514, 533, 541, 599 Janvier, Pierre (1) 169, 170 Jattiot (2) 369 Jaufre Rudel (1) 369 Jeanne d’Arc 500, 546 Jeanron, Philippe Auguste (2) 212, 493, 494, 505 – 509 Jeanson, Marcel (5) 96 Jerrold, Blanchard 186; (1) 353 Jerrold, Douglas William (1) 5, 212 Johannot, Alfred (2) 31, 38, 40 – 42, 143, 199, 328 – 330, 349 – 351, 354, 459, 563 Johannot, Tony 597; (2) 7, 13, 24, 31, 38, 40 – 43, 47, 49 – 65, 67, 68, 71 – 73, 82, 83, 104 – 106, 178, 183, 195 – 197, 207, 210 – 212, 262 – 266, 269, 271 – 273, 315, 316, 326 – 333, 337, 341 – 347, 354, 355, 370, 375, 394, 409 – 413, 450 – 454, 459 – 464, 466 – 468, 474 – 476, 480, 488 – 491, 511 – 517, 535 – 537, 541, 543 – 545, 548, 549, 552, 553, 563, 566, 567, 590 Joli (2) 502 Jolly Bavoillot, C. (1) D Joly (4) 505 Jonnard-Pacel, Florentin (2) 353, 442 Jordan, Rudolf (2) 457 Josserand, Louis (1) 581 Jouaust, Damase (3) 74 Joubert, Ferdinand (2) 556 Jouin, Henri (1) K Jouvet (3) 227, 442
– 1980 –
Juncetis, A. (1) 155 – 161 Karl III . von Bourbon-Parma 418 Karl X. von Frankreich 10, 31, 378, 531, 542, 597 Karr, Alphonse 540; (1) 95, 101, 155 – 161, 210 – 212, 304 – 305, 356 – 358, 480, 485, 486 Kaufmann (4) 414 Keene, Charles (2) 518 Kieffer, René (4) 108, 555 Klein, Edmond 565; (4) 25 Kock, Charles-Paul de 540; (1) 101, 210 – 212, 359, 360, 395, 485, 486, 589 Kolb, Carl (2) 368 Krauss, Georg Melchior (2), 265 Kretzschmar, Eduard (2) 361, 362, 379 Kronheim, J. M. (4) 14, 204, 206, 511, 560 Kronheim & Skirving (4) 14 Krüdener, Juliane von 546 Kugelmann, G. (3) 142, 432 – 435 Kugler, Franz 386; (1) 361, 362 Kwiatkowski, Anton Teofil (2) 153 La Bédollière, Émile Gigault de (1) 5, 210 – 212, 286 – 289, 363 – 365, 480, 485, 486, 493, 494, 505 – 509, 532, 552, 553 La Bédoyère, Henri-Noël-François Huchet de (1) 265, 266; (5) 108, 266 Labitte, Adolphe (5) 447, 514 Lablachio 540 Laborde, Alexandre comte de (1) 366 La Bruyère, Jean de (1) 367 Lachapelle, Charles (3) 135 Lachenal, Adrien (5) 30 Lacoste (2) 69, 203 – 206, 399 – 403, 406 – 408 Lacoste, A. (2) 463 Lacoste, Pierre-Eugène (2) 185, 368, 448 Lacoste, Pierre-Gabriel (jeune) (2) 64, 459, 541
Lacour-Lestudier, siehe Lestudier-Lacour Lacroix, A. de (1) 189 Lacroix, Jules (1) 153 Lacroix, Paul 126; (1) 110 – 118, 153, 184, 432, 433, 521 – 525, 548, 549; (5) 184 Lacroix, Verbœckhoven et Compagnie (3) 485, 486 Ladimir, Jules (1) 210 – 212 Ladrague, Augustin (5) 113 La Ferrandière, Marie-Anne Petitan, marquise de 55 Laffitte, Jacques 209 Lafitte, Louis (2) 55 Lafon, Mary, eigentlich Jean-Bernard Lafon (1) 369, 432, 433 Lafond, Henri (5) 21, 41, 56, 77, 106, 179, 180, 196, 433, 584 La Fontaine, Jean de 149, 312, 313, O; (1) 207, 283, 370 – 374, 480, 596 La Fortelle, V. de (5) 335 La Goutte, siehe Blanc Lainé, Georges (5) 52, 246, 350, 387, 435, 515, 567 Laing, Charles D. (2) 371 Laisné, Adèle (2) 48, 64, 209, 343 – 346, 357 Laisné, Aglaé (2) 64 Laisné, Jules (3) 3, 135, 185, 395, 456, 576 La Landelle, Gabriel de (1) 212 Lalanne, Jean-Baptiste (1) 194 Lalanne, Maxime (2) 485, 486 Lalauze, Adolphe (2) 269 Laly (2) 369 Lamartine, Alphonse de 126, 167, 168, 535 – 537, 540; (1) 111, 375, 376, 577, 579, 580, 584 Lamb, Charles (1) 556 Lamennais, Hugues Félicité Robert de (1) 336, 339, 487
– 1981 –
Lami, Eugène (2) 37, 38, 40 – 42, 210 – 212, 315, 316, 347 – 348, 354, 377, 378, 423 – 426, 458, 502, 595 Lami-Denozan (3) 378, 421, 422 – 424, 502 Lamiche, F. (3) 436 La Monnoye, Bernard de (1) 76 Lampsonius, Eugène (2) 24 Lancelot, Dieudonné Auguste (2) 335, 550 Lange, Eduard (1) 379 Langlard (5) 140 Langlé, Ferdinand (1) 421 – 425 Langlois, Philibert (2) 14 – 16, 269, 541, 552, 553 Langlumé, Pierre 278, 503; (3) 276, 277 Lanterne magique, La 12 La Place, Pierre-Antoine (1) 176 Laplante, Charles (2) 128 Laplante, Édouard de (2) 96 Larchier fils (4) 121 Lardanchet, Buchhandlung (5) 386, 552 La Rochefoucauld (5) 176 Larue, L. G. A. (5) 315 La Sablière, Marguerite de 370 La Sale, Antoine de (1) 426 Lasalle, Albert de (1) 385 Las Cases, Emmanuel comte de (1) 380 – 384 Lassalle, Louis, eigentlich Louis Simon Cabaillot (2) 439 Lasteyrie, Ferdinand de (1) 485, 486 Latouche, Henri (1) 577 Latour, Antoine de (1) 488 – 491 L’Aulnaye, François Henri Stanislas de (1) 521 – 525 Launay, Robert de (2) 200 Launoit, Paul Auguste Cyrille baron de (5) 302 Laurens, Henri (3) 539, A
Laurent (4) 57 Laurent, Aimé, siehe Meeûs Laurent de l’Ardèche, Paul-Matthieu (1) 386 – 390 Laurent-Jan (1) 155 – 161, 243 – 248 La Valette, Charles Guillaume Sourdille de 122, 123, 313; (1) 391 Lavalette, S. (1) 155 – 161 Lavallée, Théophile (1) 155 – 161 La Vallière, Louise de 546 Lavaux, Adrien (4) D, G Lavieille, Adrien (2) 128, 210 – 213, 217, 220 – 222, 275, 343 – 346 Lavigne (3) 3, 17, 135, 185, 238, 320, 321, 325, 395, 576, 600 Laville, Eugène (2) 69, 82, 207, 209, 446, 447, 545, 564 Lavoignat, Hippolyte (2) 51, 122, 123, 220 – 222, 343 – 346, 399 – 403, 406 – 408, 492, 568 – 570 Lazarille de Tormes 408 Leblanc, Félix (2) 358 Lebrun (4) 599 Lebrun, Alfred (5) 557 Le Chevalier (3) 256, 408, 534, 535, 537 Leclère, T. (4) 26 Lecomte (2) 354 Le Comte, J. (4) 138 Lecou, Victor 563; (3) 14 – 16, 70, 264, 273, 357, 475, 585, 586 Le Coutourier (2) 178 Lécrivain et Toubon (3) 183 Lécurieux, Jacques Joseph (2) 324, 349 – 351 Ledoux, Auguste (2) 417 Le Duchat, Jacob (1) 521 – 525 Leech, John (2) 518 Lefèvre (2) 370
– 1982 –
Lefèvre (3) 143 Lefèvre aîné (2) 195 – 197 Lefilleul (5) 59 Lefix (1) 392 Lefranc, E. (5) 24 Lefuel (3) 554 Legouvé, Gabriel (1) 393 Legoyt, Alfred (1) 155 – 161 Legrand, Émile C. A. (5) 2, 5, 12, 13, 31, 271, 286, 445, 480, 499, 587 Legrand, Michael (5) 262, 343 Legrand, Paul (2) 85 – 87 Legrand d’Aussy, Pierre-Jean-Baptiste (1) 192 Le Gros, Nicolas (1) 547 Leloir (2) 121, 418, 541, 587, 588 Lemaire, Frédérick 130 Le Maire, Louis Alphonse Léon (2) 340 Le Maistre, sieur de Sacy, Louis-Isaac (1) 191, 394 Lemaître, Augustin François (2) 354, 370, 375 Lemaître, Ernest (5) G Lemardeley (4) C Lemer, Julien (1) 311 Lemercier, Charles Nicolas (2) 600 Lemercier, Joseph 92, 253, 255, 300, 338, 456 Lemire, Noël (2) 75 Lemoine, Édouard (1) 3, 189, 286 – 289, 395, 589 Lemoisne, Paul-André (1) L Lemon, Mark (1) 518 Lemud, Aimé de (2) 43, 321, 331 – 333 Lenègre, Antoine (4) 21, 258, 304, 546 Leopold, Großherzog von Baden 315, 316 Léopold I. duc de Lorraine 259 Le Petit, Jules (5) 514
L’Épine, Ernest (1) 396 – 398 Le Play, Frédéric (1) 146, 147 Le Poit[t]evin, Eugène (2) 484, 543, 544 Leroux, Pierre (1) 262 – 264 Le Roux/Leroux de Lincy (1) 110 – 118, 432 – 435 Le Roy, Jules (5) 25, 382, 477 Le Roy, Léon (5) 195, 477, 543 Le Sage, Alain René (1) 399 – 413 Lesage, E. (3) 501 Le Senne, Eugène (5) 455 Lesestre, Gustave (2) 541, 584 Lestudier-Lacour, Gabriel Louis (2) 328 – 330, 556 Le Tourneur, Augustin-Jean (1) 487 Letourneur, Pierre (1) 176 Levasseur, Arthur (2) 394, 596 Levavasseur, Alphonse (3) 583 Lévêque, Alexandre, siehe Chicard Levilly, Philéad Salvator (2) 446, 447 Lévy, Gustave (2) 269, 315 Levy, Jacques (5) 82 Lévy, Michel, frères (3) 4, 122, 123, 184, 269, 414 – 416, 535 – 537 Lewicki, Jan (2) 190 Leyendecker, Paul Joseph (2) 317 L’Henry, J. (3) 77, 584 L’Héritier (de l’Ain) (1) 286 – 289 Libermann (4) 77, 584 Liebherre (4) 70, 139, 243, 297, 475 Liénard (4) 417 Lienhart, Franz de (1) 496 Lignon, Frédéric (2) 449 Lindeboom, A. (5) 370 Linton, Henry (2) 128 Lireux, Auguste (1) 243 – 248, 414 – 416, 532 Liszt, Franz 534, 535, 537 Lithographie mensuelle 99 – 100, 283
– 1983 –
Livre d’Amour 419 Livre d’ heures 417, 418 Livre Mignard 420 Livre des petits enfants, Le 480 Livres Troubadour 419 – 428 Lix, Frédéric Théodore (2) 317 Loiseau, Théodore Auguste (1) 117 Loliée, R. & B. (5) 321, 446, 553, 564 Lorentz, Alcide Joseph (1) 429, 430; (2) 185, 210 – 212, 243 – 248, 358, 365, 429, 430, 458, 480, 484, 532, 596 Lorsay, Eustache (2) 82, 545, 568 – 570 Lortic, Marcellin (4) 478 Lortic, Pierre Marcelin, père (4) 274, 340 Loubon, Émile (2) 212, 496 Louis, siehe auch Ludwig Louis duc de Bourgogne 195 – 197 Louis Ferdinand Philippe duc d’Orléans (1) 471 – 473; (5) 57, 279 Louis-Philippe I. 78, 99 – 100, 149, 283, 429 – 430, 497 Louis-Noël, Hubert (2) K Louise Charlotte, Prinzessin von Bourbon-Sizilien (5) 377 Louise Marie Thérese von Bourbon-Parma 418 Louvet de Couvray, Jean-Baptiste (1) 431 Loviot, Louis (5) 465 Lucas (2) 482, 483 Ludwig I. von Bayern 318; (5) 322 Ludwig XIV. von Frankreich 195 Ludwig XVIII . von Frankreich (1) 558 Lurine, Louis 414; (1) 311, 432 – 436 M., A. de (5) 560 M., C. (5) 72 MacDonald, James (4) 83, 178 Macé, Jean (1) 437 Maclise, Daniel (2) 538
Magasin pittoresque, Le 121, 306, 313 Maggs Bros. (5) 77 Magnier, Charles (4) 128, 526 Magnin, Jules (5) 480 Mahérault, siehe Armelhault Maillart, A. (2) 317 Maillart, Diogène (2) 317 Mainguet, Alfred (1) 541 Mainzer, Joseph (1) 210 – 212 Maissin, Eugène (1) 80 Malapeau, Charles (2) 5, 125, 211 – 212, 484 Malherbe, François de (1) 438 Malivoir, Cristofe 423 – 425 Mallet, J. (3) 7, 431, 500, 579, 580 Mallet, Marie (1) 439 Malo, Charles (1) 419, 420 Mame, Alfred (3) 88 – 89, 92 – 94, 107, 169, 170, 314, 339, 555; (4) 94, 339 Manduit (2) 354 Mangeot, R. (5) 429 Mansson, Théodore Henri (2) 153 Manteuffel, Edwin von 171 Manuel, siehe L’Épine Marc, Aug. (3) 255 Marchal, Charles (1) 135 Marchant (3) 548, 549 Marckl, Louis (2) 14 – 16, 69, 179, 180, 195 – 197, 273, 376, 394, 395, 432, 433, 543, 544, 563 Maresq & Compagnie (3) 24 Marguerite de France 481 Maria Nikolajewna, Großfürstin von Rußland (5) 301 Mariage, Louis François (2) 487 Marie de France (1) 505 – 509 Marie Amélie de Bourbon-Siciles 531; (5) 443
– 1984 –
Marie Caroline duchesse de Berry 377, 531; (5) 487, 542 Marie, Adrien Emmanuel (2) 181, 317, 335 Marie, Aristide (1) M, N; (5) 103, 404 Marillac, Michel de (1) 338 Maritus, E. (1) 458 Marius Michel (4) 527 Marius Michel, Henri (4) 38, 55, 59, 60, 89, 170, 358, 444, 549 Marius Michel, Jean (4) 94, 170 Marmier, Xavier (1) 440 Marmontel, Jean-François (1) 597 Maroncelli, Piero (1) 488 – 491 Marot, Clément (1) 419 Marrast, Armand (1) 155 – 161 Martinon, P. (3) 135, 232, 238, 251, 252, 441, 484, 592 Marville, Charles (2) 64, 85 – 87, 121, 195 – 197, 271, 342, 394, 446, 447, 469, 470, 541, 552, 553, 584 Marvy, Louis (2) 357, 482, 483, 493, 494 Marx, Roger (5) P Mary, Charles, Buchhändler (5) 547 Mary-Lafon, siehe Lafon Massard, Alexandre (2) 370 Massard, Léopold (2) 43, 546 Masséna, Victor, prince d’Essling, duc de Rivoli (5) 505 Massillon, Jean Baptiste (1) 337 Masson fils (3) 69 Masson, siehe Debonnelle et Masson Mastrella (1) 259 Matthieu, Oscar (2) 317 Maucler, Philippine de (5) 451 Maurand, Charles (2) 128, 396, 397 Maurisset, Théodore (2) 101, 135, 325, 399 – 403, 406 – 408 Mauzaisse, Jean-Baptiste (2) 531, 597
Maximilian I. von Bayern 597 Maximilian de Beauharnais, Herzog von Leuchtenberg 301; (5) 552 Mayer, Carl (2) 269 Mayer, Constance (2) 393 Maylander, André (4) 17, 58, 112, 135, 145, 158, 238, 287, 331, 401, 407, 463, 467 Maylander, Émile (4) 7, 17, 58, 112, 135, 145, 158, 193, 238, 287, 327, 331, 401, 407, 463, 467 McDonald, siehe MacDonald McLeish G. & C. (4) 376 McLise, siehe Maclise Meadous, siehe Meadows Meadows Joseph Kenny (2) 5, 211 – 212, 318 Measom, William (2) 369 Mécou, André Joseph (2) 10 Meeûs, Laurent (5) 36, 41, 101, 105, 119, 122, 145, 194, 209, 332, 347, 350, 385, 446, 515, 537 Meissonier, Ernest (1) 116; (2) 24, 49 – 60, 64, 66, 71 – 73, 110 – 118, 122, 123, 135, 210 – 212, 218, 238, 273, 331 – 333, 357, 391, 394, 408, 480, 552, 553, 595, 596, 598, 599 Mendelssohn, Hermann (3) 379 Mendès, Catulle (1) 533 Mendoze (2) 314 Menessier, siehe Nodier-Menessier Menut-Alophe, siehe Alophe Menzel, Adolph von (2) 361, 362, 379 Mequignon-Marvis (3) 108 Méray, Antony (1) 592, 593 Mercier (4) 574 Mercier, Émile (4) 13, 16, 22, 31, 37, 39, 43, 52, 69, 80, 93, 103, 117, 141, 166, 196, 238, 262, 270, 271, 320, 343, 346, 347, 361, 372, 385, 388, 402, 411, 432, 434,
– 1985 –
452, 468, 470, 477, 480, 492, 513, 516, 524, 528, 548, 575, 587 Mercier, Georges (4) 82, 99, 119, 122, 132, 137, 142, 145, 150, 194, 220, 232, 247, 252, 332, 365, 369, 386, 396, 436, 453, 476, 491, 523, 571, 579, 585, 596 Mercier, Victor (5) 19, 93, 126, 149, 181, 182, 194, 366, 385, 445, 459, 480, 528, 557 Méric, Victor (5) 398 Mérimée, Prosper C, D Merlin, Jacques-Simon, Buchhändler 56 Merre, Marcel de (5) 117, 322, 400, 537 Merruau, Paul (1) 189 Méry, Joseph 31, 540; (1) 32 – 36, 155 – 161, 210 – 212, 251, 252, 307 – 309, 441 Mesnel, A. (2) 335 Messey, H. comte de (1) 492 Messier (4) 104 Meunier, Amédée-Victor (5) 487 Meunier, Charles (4) 472, 494 Meyer, Arthur (5) 55 Michal-Ladichère, François-Alexandre (1) 79 Michaud, Jean-François de (1) 442 Michel, Francisque Xavier (1) 427, 428 Michelant, Louis (1) 443 Michelet, Jules (1) 444 Midderigh, Jacques (2) 95 Midy, Th. (1) 496 Migham, Emmie (5) 74 Miguet, Charles (5) 107 mille et un jours, Les 445 mille et une nuits, Les 446, 447 Milton, John (1) 143 Minne, Alphonse Joseph Ferdinand (2) 128 Mirecourt, Eugène de 126; (1) 360
Moisand, Constant (1) 448 Moland, Louis (1) 526 – 528 Molière, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin 277; (1) 449 – 454 Monmerqué, Louis (1) 555 Monnier, Henri 215; (1) 46, 101, 155 – 161, 210 – 212, 378, 455, 485, 486, 589; (2) 24, 38 – 42, 44 – 46, 99 – 101, 135, 149, 161, 210 – 212, 217, 218, 238, 324, 360, 363 – 364, 378, 421 – 425, 455, 496, 595 Monselet, Charles (1) 311, 533 Montaran, Marie Constance Albertine Moisson de Vaux, baronne de (1) 456 Monteaux, Émile (5) 345 Montgermont, Louis Lebœuf de (5) 16, 127, 141, 356, 388, 402, 431, 452, 457, 480, 492, 495, 550, 551 Montigneul, Émile (2) 121, 363 – 364 Montigny, J. P. M. (1) 322 Monvoisin, Gaston (2) 128, 564 Moraine, René Louis Pierre de (2) 4, 198, 349 – 351, 434, 435, 446, 447, 564 Moreau le jeune, Jean-Michel (2) 192, 265, 393 Morel-Fatio, Léon Antoine (2) 349 – 351, 380 – 383, 482, 483 Morgan, John Pierpont (5) 509 Morgand, Damascène (5) 55, 105, 269, 279, 340, 349, 377, 421 Morice, Émile (1) 423 – 425 Morizot (3) 81, 440 Morin, Edmond (2) 385, 485, 486 Mornand, Félix (1) 189 Mortier de Trévise, duc de Trévise, Hippolyte Charles Napoléon (5) 437 Mote, William Henry (2) 129 Motte, Charles 154, 531, 597; (3) 267
– 1986 –
Moulin, Sainte Marie Ludovic Hardouyn Hippolyte (2) 417 Moura, Édouard (5) 127 Mourguet, Laurent (1) 581 Mourlot, V. (3) 102 Moynet, Jean Pierre (2) 434, 435 Münchhausen, Karl Friedrich Hieronymus von (1) 224 – 227, 539 Mugnerot (4) 446 Muller, Frédéric-Guillaume (4) 102 Munier, Pierre (5) 583 Mure de Pelanne, Alexandre (1) 469, 470 Murphy, Ray Livingstone (5) 299 Musäus, Johann Karl August (1) 457 Musée ou magasin comique de Philipon 458 Musée de la révolution 459 Musset, Alfred de 126, 153, 259; (1) 155 – 161, 286 – 289, 460 – 464 Musset, Paul de (1) 286 – 289, 465, 480 Nadar, eigentlich Gaspard-Félix Tournachon (1) 485, 486, 532; (2) 126, 532 Nanteuil, Célestin D, M; (2) 7, 24, 37, 49 – 60, 82, 134, 183, 431 – 435, 484, 485, 486, 496, 500, 545, 548, 549, 568 – 570, 579, 580, D, M Napoleon I. 31 – 36, 38, 41, 55, 159, 347, 380 – 384, 386 – 390, 396, 477 – 479; (1) 59, 558 Napoleon III . 532, 535 – 537; (5) 97, 417 Nargeot, Jean Denis (2) 14 – 16, 43, 117, 546, 568 – 570 Natural, Albert (5) 129 Nepveu, Auguste (3) 176 Nerval, Gérard de 126; (1) 103, 155 – 161, 212, 532 Nettement, Alfred François 444; (1) 210 – 212 Neubauer, Fritz (2) 266
Neufville, Étienne de (1) 238, 395 Neuville, Alphonse de (2) 335 Niédrée, Jean-Édouard (4) 482, 509 Nikolaus I. von Rußland 145, 146, 301 Nisle, Julius (1) 269 Nodier, Charles 153, 456; (1) 155 – 161, 201, 202, 210 – 212, 271 – 273, 286 – 289, 399 – 403, 407, 427, 428, 434, 435, 466 – 476, 480, 519, 520, 541, 577, 600 Nodier-Menessier, Marie (1) 153, 286 – 289, 480 Noël, Jules (2) 4, 315 Noilly, Jules (5) 38 Norvins, Jacques Marquet de Montbreton de (1) 477 – 479 Notice de Livres Rares et Précieux O Noulhac, Henri (4) 4, 115, 157, 182, 208, 321, 379, 387, 433, 435 Nourtier, Prosper, Buchhandlung (5) 185, 380 Nouveau magasin des enfants, Le 177, 275, 323, 358, 365, 465, 476, 480, 565 Nouvellet, Joseph (5) 581 Novion (2) 320, 343 – 346 Nus, Eugène (1) 592, 593 Ogden, John (1) 5 Old Nick, siehe Forgues Olivier, Jacques (1) 481 Olombel, Philippe (5) 137 O’Meara, Barry Edward (1) 380 – 383 Omnibus, Les 392 Onofrio, Jean-Baptiste (1) 581 Orléans, siehe Charles, Clémentine, Hélène, Louis Ferdinand und Robert Osterwald, Georg (2) 457 Ottmann, Charles (4) 322 Otto (2) 532 Oudart, Paul Louis (2) 258
– 1987 –
Ourliac, Édouard (1) 101, 155 – 161, 210 – 212, 238, 325, 360, 480, 589 Ouvrié, Pierre Justin (2) 80 Ouvrier, siehe Ouvrié P., H. M. (5) 557 P., R. (2) 48 P., Z. (5) 148 Pacini, Eugène (1) 482, 483 Pagès, Émile (1) 101, 484 Pagnant, Édouard (4) 225, 334 Pagnerre, Charles Antoine (3) 376 Paillet, Eugène (5) 269 Palomino, Antolín (4) 55 Pannemaker, Adolphe François (2) 128, 353, 442 Pannier (3) 239 Pannier, Jacques-Étienne (2) 43 Paris au dix-neuvième siècle 484 Paris guide 485, 486 Paroissien complet 487 Pascal, Albert (5) 203 Pascal, Antoine (2) 110 – 118 Pascal, P. (1) 155 – 161 Paton, Joseph Noel (2) 318 Paulin, Jean-Baptiste-Alexandre (3) 104 – 106, 190, 256, 286 – 289, 391, 399 – 404, 450 – 454, 571 – 573, 596; (5) 572 Pauquet (2) 43, 571 – 573, 595 Pauquet, Hippolyte Émile (2) 194, 210 – 212, 214 – 217, 482, 483, 493, 494, 505 – 509, 568 – 570 Pauquet, Polydore Jean Charles (2) 482, 483 Pauthier, Guillaume (1) 505 – 509 Payne, Albert Henry (2) 310 Peake, Richard B. (1) 5 Pease, Dorothy Charlotte Beaumont (5) 340
Pease, John William (5) 340 Pelcoq, Jules (2) 335 Pelée, Pierre (2) 43, 375 Pelez, Raymond (2) 210 – 212 Pélicier (3) 125, 577 Pelletan, Eugène (1) 485, 486 Pellico, Silvio (1) 488 – 492 Penguilly, Octave (2) 43, 121, 210 – 212, 218, 367, 505 – 509, 561, 562 Penguin, Owen (1) 5 Pereire, Isaac Émile (5) 578 Pereire, Suzanne (5) 578 Périam, A. (2) 328 – 330 Périer, Casimir 99 Périer, Édouard (5) 105, 166, 401, 407, 411, 432, 434, 452 Pernot, François Alexandre (2) 502 Perrault, Charles (1) 480, 493 – 495, 596 Perreau, Achille (5) 451 Perrin, Louis (3) 98 Perrotin, Charles-Aristide (3) 31, 38, 40, 42, 43, 46, 331 – 333, 372 Persan (3) 577 Petiet, Henri M. (5) 31, 51, 94, 209, 210, 252, 331, 435, 436, 470, 548, 566 Petit, R. (4) 27, 28, 138, 189, 265, 515, 517 Petit de la Croix, François (1) 445 petits Français, Les 496 Peytel, Sébastien Benoît (1) 497 Philipon, Charles 283; (1) 458, 498, 499; (2) 498; (3) 99 – 101, 133 – 134, 162 Philipon de la Madelaine, Victor (1) 7, 492, 500, 579, 580 Philipp der Schöne 127 Philippe, Alphonse (1) 153 Phillibrocon, T. (2) 328 – 330 Philomneste junior, siehe Brunet, Gustave Physiologie des bals de Paris 368
– 1988 –
Physiologie du Calembourg 185 Physiologie de l’ homme de loi 135 Physiologie de l’opéra, du Carnaval, du Cancan et de la Cachucha 185 Physiologie du Palais-Royal 501 Physiologie du parapluie 368 Physiologie des Physiologies 185 Piat, Alfred (5) 447 Piaud, Antoine (2) 128, 210 – 212, 343 – 346, 369, 541 Pichon-Béchet (3) 558 Pichot, Amédée (1) 502, 556 Pichot, Ch. (2) 349 – 351 Pickersgill, Frederick Richard (2) 318 Pierdon, François (2) 128, 369 Pierson (4) 229, 230 Pieters, Charles-Joseph (5) 127 Pigal, Edmé Jean (2) 503, 504 Pillet, Ch. (1) H Pincebourde, René (3) C Pinot, Charles (2) 4, 543 – 545 Pirolle, Louis Joseph (1) 531 Pisan, Héliodore Joseph (2) 121, 124, 128, 353, 369, 397, 442 Pitois, Jean-Baptiste (1) 320 Pixérécourt, René Charles Guilbert de (5) 370 Planche, Gustave (1) 153 Platier, Jules (2) 101, 458 Plattel, Henri Daniel (2) 101 Plattier, siehe Platier Plée, Pierre (2) 143 Pléiade, La (1) 505 – 509 Plon (3) 209, J Plon, Auguste (2) 209 Plumelle, Georges (4) 15, 79 Plutarch (1) 510 Pobuda, Wenzel (2) 269
Poe, Edgar Allan (1) 533 Poincaré, Raymond (5) K Pommery, Henri Alexandre Louis (5) 427 Pontenier, Auguste (2) 128 Porrat, frères (3) 445 Porret, Henri Désiré (2) 13, 203 – 206, 210 – 212, 215, 326, 327, 341, 394, 399 – 403, 406 – 408, 466 – 468, 541, 548, 549, 579, 580, 583 Potey, Thomas, Buchhändler (5) 200 Pougin, A. (3) 398 Pouillet, Louis (4) 201 Poujoulat, Jean-Joseph-François (1) 88 – 89, 555 Poupin, Théodore (1) 193 Pourvoyeur, Jean-François (2) 31, 354, 449 Poussin, Nicolas (2) 487 Prendergast, Paul (1) 5 Prevost, Buchhandlung (5) 220 Prévost, Zachée (2) 277 Prévost d’Exiles, Antoine-François (1) 511 – 517 Prin, R. (3) 90 Prisme, Le 211 – 212 Prodhomme et Compagne (3) 75 Pron, Auguste (2) 153 Provost, A. (2) 484 Provost-Dumarchais, Hippolyte Adrien Démétrius (2) 458 Pruche, Clément (2) 101, 484 Punch’s Pocket Book 518 Purgold, Jean Georges (4) 393 Purser, William (2) 598, 599 Pyne, James (2) 434, 435 Quartley (2) 220 – 222 Quatrelles, siehe L’Épine Quellenbois, siehe Quillenbois Quesnel, Désiré (2) 442
– 1989 –
Quevedo-Villegas, Don Francisco de (1) 519, 520 Quillenbois, eigentlich Ch. M. de Sarcus (2) 12, 532 Raban, Louis-François (1) 251, 252, 304, 305, 307 – 309, 441, 593 Rabelais, François (1) 521 – 530 Rachel, Élisa 126, 352, 414, 540 Racine 74, 83, 148, 167 Racinet, Albert Charles Auguste (2) 96 Radclyffe, Charles Walter (2) 598, 599 Radiguet, Maximilien René (2) 210 – 212 Radonvilliers, Claude-François Lizarde de (1) 176 Raffet, Auguste 386, I; (2) 31, 38, 42, 43, 99 – 100, 145 – 147, 220 – 222, 328 – 330, 459, 471 – 473, 477 – 479, I; (5) 479 Rahir, Édouard (5) 75, 261 Rahoult, Diodore (2) 79 Rahoult et Dardelet (3) 79 Rambert, Charles (2) 4 Ramée, Daniel (2) 418 Raparlier, Romain (4) 47, 130, 497, 545, 600 Rapine, Maximilien (2) 335 Raspe, Rudolf Erich (1) 225 – 227 Rattier, Léon 520; (5) 76, 98, 105, 266, 334, 358, 393, 549, 567 Rauch, Gustav Waldemar von 171 Rauch, Nicolas (5) 420 Raymond (2) 211 – 212 Raymond-Bocquet (3) 185, 359 Rebeyrat, Claude (5) 160, 165, 396, 523, 582 Redgrave, Richard (2) 318 Redouté, Pierre Joseph 597; (1) 531); (2) 531 Regnault, Elias (1) 210 – 212, 546, 598, 599
Régnier, Auguste (2) 375, 587, 588 Régnier, Isidore (2) 128 Reid, J. E. (2) 541 Renan, Ernest (1) 485, 486 Renard (2) 316 Renduel, Eugène 153; (3) 328 – 330 Renouard, Antoine-Augustin 148 ; (1) 192; (3) 393; (5) 108, 192, 393 Renouard, Jules (3) 192 Rességuier, Jules de (1) 376 Retzsch, Moritz (2) 269 Revel, Alfred (2) 272, 273, 337, 342 – 347, 354, 375 Revue comique, La 532 Revue Fantaisiste 533 Reybaud, Louis (1) 534 – 537 Reyer, Ernest (1) 183 Reymann (4) 26 Riault, Paul (2) 128 Ribault, Jean François (2) 192 Ribelle, Ch. de, siehe Rigaud Ricard, Dominique (1) 510 Richelieu, Armand-Jean du Plessis, duc de 92 – 94 Richter, Ludwig (2) 457 Ridel (1) J Riffaut, Adolphe Pierre (2) 316 Rigaud, Hyacinthe (2) 374 Rigaud, Jean Baptiste Amable (1) 219; (3) 219 Rigault, siehe Rigaud, Hyacinthe Rigo (2) 484 Riou, Édouard (2) 335 Ripault, Armand (5) 11, 263, 403, 440 Ritchie, Leitch (1) 538 Rivage (4) 531 Riviere & Son (4) 518 Rivière, Georges (5) 210, 403
– 1990 –
Robelin, Charles 153 Robert d’Orléans, duc de Chartres (5) 50, 473 Robert, Maurice (5) 194 Robida, Albert (2) 539 Robinson, John Henry (2) 129 Robiquet, Jean (1) P Roch, Eugène (1) 368 Rochechouart-Mortemart, duchesse d’Uzès, Anne de (5) 123 Rogelin, siehe Daumier Roger, Barthélemy (2) 192 Rogier, Camille (2) 328 – 330, 394, 543, 544 Roland de la Platière, Jeanne Marie 546 Ronjat, Eugène (2) 317 Rops, Félicien (2) 455, 485, 486 Roqueplan, Camille (2) 38, 207, 331 – 333, 545 Roret, Nicolas-Edme (3) 542 Rose (5) 478, 480 Rossel, Pierre (5) 316 Rostaing, Jules (1) 219 Rouargue, frères (2) 199, 223, 420, 427, 428, 440 Rouargue, Adolphe (2) 179, 220 – 222, 328 – 330, 500 Rouargue, Émile (2) 220 – 222 Rouart, Alexis (5) 261, 375, 377 Roubaud, Benjamin (2) 101, 484, 540 Roudinesco, Alexandre (4) 58, 158, 287, 331, 463; (5) 58, 101, 105, 158, 169, 187, 209, 221, 243, 287, 331, 382, 394, 400, 401, 407, 453, 463, 527, 537, 592 Rouget, Ch. (1) 496 Rouget, François (2) 184, 203 – 206, 209, 367, 369 Roujoux, Prudence-Guillaume baron de (1) 541
Rouquette, Pierre (3) D Roure, Andres (5) 420 Rousseau 147; (3) 145 Rousseau, James, eigentlich Pierre-Joseph Rousseau (1) 135, 185, 325, 589 Rousseau, Jean-Jacques 195; (1) 542 – 545 Roussel, Paul Marie (2) 446, 447 Rousset, Ildefonse (3) 392, 594 Roussin, Alfred (2) 335 Roux, L. (1) 210 – 212 Rowlandson, Thomas 225; (2) 125, 270 Royaumont, siehe Le Maistre Royer, Alphonse (1) 101, 189 Rudder, Louis-Henri de (2) 4, 43, 331 – 333, 394 Rumigny, Marie-Théodore vicomte de (5) 472 Sabatier, Léon (2) 335, 502 Saglio, Camillo (2) 335 Sainte-Beuve, Charles-Augustin 153; (1) 49 – 60, 71 – 73, 153, 367, 450 – 454, 485, 486, 546, 585, 586 Sainte Bible, La, siehe Bibel Sainte-Croix Pajot, Jules (1) 445 Saint Germain, P. (2) 212, 561, 562 Saint-Hilaire, Émile Marco de, siehe Hilaire Saintine, X. B., eigentlich Joseph-Xavier Boniface (1) 548 – 551, 577 Saints Évangiles, Les 552, 553 Salvandy, Narcisse-Achille comte de (5) 91 Samblanx, Charles de (4) 302, 430 Sand, George 117, 534, 537; (1) 79, 155 – 161, 262 – 264, 286 – 289, 480, 485, 486 Sand, Maurice, eigentlich Maurice Dudevant (2) 480 Sandoz, Auguste (2) 43, 315, 374, 380 – 383 Sapin, Léon (3) G
– 1991 –
Sargent, Alfred (2) 353, 369, 397 Sargent, G. F. (2) 598, 599 Sautelet, Auguste (3) 267, 370, 542 Savarit, F. (5) 299 Schaeck (4) 106, 139, 572 Scheffer, Ary (2) 38, 40 – 42, 194, 269 Scheuring, Nicolas (3) 559, 581 Schiller, Charles (1) 189 Schindler, Heinrich (3) 97 Schmit (2) 502 Schnetz, Jean Victor (2) 564 Schoeller, André (1) 212 Schultheiß, Albrecht (2) 265 Schuman, Robert (5) 140 Schumann, Robert (5) 55, 438 Schuseil, Friedrich Hermann (2) 379 Schwersenski, Lizzi (5) 161 Sciama, André, eigentlich Albert Semiane (5) 134, 457 Scott, Walter 153, 354; (1) 199, 502, 574, 575 Scott, William Bell (2) 318 Scribe, Eugène 126, 540; (1) 230 Scupoli, Lorenzo (1) 554 Sebbers, Ludwig (2) 265 Second, Albéric 540; (1) 101, 136, 210 – 212, 311, 432 – 435, 484 Séguin, siehe Gérard Séguin Ségur, Noel (1) 109 Ségur, Philippe Paul comte de (1) 443 Seigneurgens, Ernest (2) 568 – 570 Selous, Henry Courteney (2) 318 Semet, Marcellin (4) 15, 79 Semet & Plumelle (4) 15, 79 Séraphin (2) 501 Sevelinges, Charles-Louis de (1) 261 Sévigné, Marie de Rabutin-Chantal, marquise de 283; (1) 555
Seymour, Robert (2) 101 Shakespeare, William (1) 153, 176, 556, 557 Sibson, Thomas (2) 318 Sichling, Lazarus (2) 265 Signol, Émile (2) 195 – 197 Silvestre de Sacy, Antoine-Isaac (1) 446, 447 Simier (4) 421 Simier, Alphonse (4) 50, 51 Simier, Germain (4) 394 Simier, Jean (4) 221 Simier, René, père (4) 377, 421, 449, 456, 487, 542 Simonson, Raoul (5) 19, 199, 347, 409 Sisco, Louis Hercule (2) 556 six codes, Les 558 Skelton, Joseph (2) 349 – 351 Slader, Samuel (2) 63 – 66 Smeers, Isidore Joseph (4) 533 Smith, Edwin Dalton (2) 37 Smith, Orrin (2) 61 – 66, 210 – 212 Smollett, Tobias George (1) 406 Solacroup, E. (5) 38, 535 Soltau, H. (2) 417 Somm, Henry (2) 481 Sotain, Eugène 166; (2) 128, 166, 397 Soubiran, Aurélie de (1) 243 – 248 Soulary, Joséphin, eigentlich Joseph-Marie (1) 559 Soulié, Frédéric 540, 565; (1) 3, 101, 155 – 161, 210 – 212, 360, 589; (3) 37 Soumet, Alexandre (1) 577 Souvenir D’amitie 560 Souvestre, Émile (1) 561, 562 Souze, Auguste D. (4) 186, 440, 527 Soyer (4) 202 Soyer, Paul Constant (2) 210 – 212, 306
– 1992 –
Staal, Gustave (2) 24, 96, 110 – 118, 129, 183, 335, 441, 546, 563, 568 – 570 Staël, Anne-Louise-Germaine Necker, baronne de 546 (1); 564, 577 Stahl, P. J., siehe Hetzel, Pierre Jules Staines, Robert (2) 328 – 330 Stanley, Montague (2) 598, 599 Stapfer, Philipp Albert (1) 267 Stassin et Xavier (3) 556 Steinheil, Louis-Charles-Auguste (2) 110 – 119, 331 – 333, 357 Steinmetz, Karl Friedrich von 171 Stendhal, eigentlich Marie-Henri Beyle (1) 155 – 161 Stern, Edgard-Salomon (5) 378 Sterne, Laurence (1) 566, 567 Steuben, David (2) 194, 380 – 383 Strähuber (5) 183 Stroobants (5) 23, 134, 172, 392, 480, 557 Stuart, Maria 377 Stypulkowski, Lucien (2) 48, 210 – 212, 216, 218 Subervie, Anne Lodoïska (1) 198 Sue, Eugène, eigtentlich Joseph-Marie 499; (1) 155 – 161, 568 – 573 Surville, Clotilde de (1) 419 Susémihl, Théodore (2) 85 – 87 Susse, Papeterie (5) 6 Swift, Jonathan 312, 313; (1) 574, 575 Sylvius, siehe Texier Tablettes romantiques 577 Tailleur (4) 144 Taine, Hippolyte (1) 485, 486, 578 Talleyrand-Périgord, Charles-Maurice de 194, 283, 597 Tamisier, Charles (2) 363 – 364 Tardieu, Pierre Alexandre (2) 349 – 351, 541
Tardivi, Henri (4) 525 Tarlier, Alexandre-Hippolyte (3) 38, 41 Tarsot, Louis (1) 539 Tasso, Torquato (1) 579, 580 Tastu, Amable (1) 596 Tatier (1) 99 – 100 Tavernier, Pierre-Joseph (2) 277, 354, 375, 563 Taylor, Isidore-Justin-Séverin (1) 541 Taylor, Thomas (2) 317 Tell-Bescher (4) 49 Tellier (2) 349 – 351, 446, 447, 584, 596 Templier, Émile (5) 374 Tenniel, John 296; (2) 318, 518 Tenschert, Heribert (5) 60, 170, 211, 528 Tessari (3) 154 Texier, Auguste François Edmond (1) 135, 576 Thackeray, William 251; (1) 5 Théâtre lyonnais de Guignol 581 Thénot, Jean Pierre (2) 144 Theophrast (1) 367 Thérond, Émile Théodore (2) 137 – 138, 335 Thévenon, G. (4) 591 Thibaut, comte de Champagne (1) 419 Thiébault, Antoine (2) 217 Thierry (4) 399, 408 Thiers, Adolphe 126, 172, 459, 535 – 537 Thomas von Kempen (1) 336 – 340 Thomas, Antoine Jean-Baptiste (1) 582; (2) 582 Thomas, Frédéric (1) 101 Thompson (4) 403 Thompson, Charles (2) 149, 370, 371, 380 – 383, 394, 399 – 403, 406 – 408, 541 Thompson, J. Albert (2) 394 Thompson, John (2) 371
– 1993 –
Thory, Claude Antoine (1) 531 Thouret, Antony (1) 583 Thouvenin (4) 279, 423, 438 Thouvenin, Joseph (4) 10, 176, 314, 370, 510 Tieck, Ludwig (1) 505 – 509 Tilt, Charles (3) 154, 406 Tirpenne, Jean Louis (2) 335 Tissot, Pierre François (1) 32 – 36, 38, 210 – 212, 584 Tissot-Dupont, André (5) 3, 22, 27, 28, 34, 39, 42, 45, 46, 79, 100, 101, 103, 118, 127, 132, 135, 188, 212, 226, 232, 236, 238, 240, 247, 253, 255, 256, 270, 325, 367, 371, 387, 395, 403, 485, 490, 517, 562, 567, 586 Tissot-Dupont, Lucien (5) 28, 45, 46, 127, 252 Titeux, Philippe Auguste (2) 321 Töpffer, Rodolphe 162; (1) 585 – 588; (2) 585 – 588 Toinet, Paul (5) 70 Tortu-Goth, siehe Bertall Toubon, siehe Lécrivain et Toubon Tournachon, siehe Nadar Tournois, E. (2) 335 Townsend, Henry James (2) 318 Trautz, Georges (4) 36, 147, 266, 383, 514 Traviès, Charles Joseph (2) 85 – 87, 99 – 101, 109, 131, 135, 210 – 212, 324, 360, 484, 568 – 570, 596 Traviès, Édouard (2) 96 Treuttel et Würtz (3) 564 Trévise, siehe Mortier Trianon, Henri (1) 505 – 509 Trichon, Auguste (2) 128, 397
Trimolet, Joseph-Louis (1) 589; (2) 17, 110 – 119, 135, 211, 212, 325, 366, 458, 499, 505 – 509, 568 – 570, 589, 595 triomphe de l’amour, Le 590 Trogoff, de (1) 469 Tross, Edwin (3) 340 Twietmeyer, Charles (3) 251, 252, 307 – 309, 441, 592 Uhlemann, Christian Friedrich (2) 265 Ulbach, Louis (1) 485, 486 Unzelmann, Friedrich (2) 361, 362 Urbain, P. J. Auguste (1) 102, 591 Urrabieta y Vierge, Daniel (2) 334 Ursins, Marie-Anne de la Trémoille, princesse des 546 Utterson, Edward Vernon (5) 192 Vacherot, Étienne (1) 485, 486 Valentin, Henri (2) 3, 4, 121, 434, 435 van Antwerpen, F. (5) 347, 431, 439 van der Helle (5) 393 van der Rest, Pierre (5) 57, 145, 147, 322, 386 Varennes, Marquis de (1) 155 – 161 Varin, Amédée (2) 592, 593 Vattier, Ed., siehe Wattier, Édouard Vaudoyer, Léon [?] (2) 564 Vaulchier, Louis marquis de 451 Vaulchier du Deschaux (5) 451 Vautier, Antoine (5) 22, 26, 33, 35, 94, 141, 169, 238, 271, 320, 342, 346, 348, 361, 372, 381, 388, 411, 452, 484, 492, 496, 513, 532, 548, 562, 575 Vautier, Benjamin (2) 446, 447 Veda-Vyasa 505 – 509 Vélez de Guevara y Dueñas, Luis 409 Venot, Jack (5) 97 Verdeil, Pierre (2) 128, 212, 218, 343 – 346 Verdière, Charles-Hippolyte (3) 542
– 1994 –
Vergil 314, 597; (1) 143, 391 Verne, Jules 335, 600; (1) 161 Vernet, Carle (2) 380 – 383 Vernet, Claude Joseph (2) 55 Vernet, Horace 361; (2) 14 – 16, 32 – 36, 38, 40 – 42, 366, 380 – 383, 386 – 390, 564, 597 Vernier, Charles (2) 101, 458, 589 Vernier, Jules (2) 3, 325 Vershbow, Arthur & Charlotte (5) 131 Vertot, Jean (1) 532 Vertot, P. (1) 532 Veuillot, Louis-François (1) 594 Veyrassat, Jules (2) 109, 183 Vialon, Prosper 549 Viardot, Louis (1) 104 – 106, 286 – 289, 408 Vidal, Vincent (2) 37 Viel-Castel, Horace de (1) 210 – 212 Vierge, siehe Urrabieta y Vierge Vignaud, Jean (2) 200 Vigneron, Pierre-Roch (2) 38 Vigny, Alfred de 126, 153, 259, 540; (1) 577, 584 Villebœuf, Paul 600; (5) 12, 13, 37, 43, 80, 99, 117, 121, 132, 142, 150, 166, 232, 396, 432, 434, 468, 470, 506, 516, 541, 549, 579, 587, 596 Villemot, Charles comte de (1) 360 Villeneuve, Alban vicomte de (1) 492 Villeneuve, Frédéric [?] (2) 502 Villet, André (5) 3, 135, 325, 363, 480 Villiers de l’Isle Adam, Auguste de (1) 533 Viollet-le-Duc, Eugène (1) 485, 486; (2) 485, 486 Vocabulaire des enfants 595 Vogel (2) 218, 368 Vogel, Albert (2) 361, 362 Vogel, E. (4) 75, 547 Vogel, Otto (2) 361, 362
Vogel von Falkenstein, Eduard 171 Vogl, C. W. (4) 362 Voiart, Élise (1) 596, 600 Voltaire, eigentlich François Marie Arouet 176, 259, 594; (1) 597 W., J. (5) 6 Walckenaer, Charles Athanase baron (1) 371 Wander, E. (5) 139 Wander, M. (5) 139 Warée, Charles (3) 189, 519, 520 Warée, Claude-Barnabe (1) O; (3) O Warnod, Jean-Victor (3) 356 Watteville du Grabe, Oscar-Amédée baron de (5) 455 Wattier, Édouard (2) 207, 446, 447, 511 – 517 Wattier, Émile (2) 43, 179, 180, 195 – 197, 366, 496, 543, 544 Wattier, H. (2) 584 Weber, Friedrich (2) 265 Weber, Johann Jacob 379; (3) 361, 362 Weber, Theodor Alexander (2) 317, 335 Wendling, Georges (5) 191, 377 Werner, Jacques-Christophe (2) 85 – 87, 258 Wey, Francis (1) 210 – 212 Whirsker, siehe Faesch (evtl. identisch) Whitehead, Charles (1) 5 Wilhelm I. 171 Willem, Léon (3) 76 Willermy (3) 429, 430 Williams, Mary Ann (2) 62, 64, 66 Williams, Samuel (2) 318 Williams, Thomas (2) 64 – 66, 343 – 346 Wirgman, Charles (2) 335 Witt, Henriette Elisabeth de (1) 317 Wittock, Michel (5) 102, 451 Wolff, L. (2) 117
– 1995 –
Wordsworth, Christopher (1) 598, 599 Wright, J. (4) 192 Wright, T. M. (2) 269 Wrightson, John (2) 598, 599 Wurzbach von Tannenberg, Alfred (5) 254 Wyss, Johann David (1) 600
Wyss, Johann Rudolf (1) 600 Xavier, siehe Stassin et Xavier Yseux, Louis (4) 8, 337 Zafiropulo, Costia (5) 75 Zastrow, Heinrich Adolf von 171
– 1996 –
Unsere neueste Katalogreihe
I & II 25 Stundenbücher aus Paris 1380 – 1460
2 Bände mit jeweils 320 Seiten und ca. 335 Farbtafeln Zusammen € 200,-
III 20 Stundenbücher aus Paris 1460 – 1500
464 Seiten und ca. 300 Farbtafeln € 125,-
IV 20 Stundenbücher aus Paris 1500– 1550
Miniatur aus dem Stundenbuch der Katharina von Aragon
Erscheint im Herbst 201 Umfang, Farbtafeln und Preis etwa wie bei Band III