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Energie fürs Leben

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energie fürs Leben Wintermagazin 2020/21

Wo Winterträume wahr werden Zu Tal und zu Berg

Wintertracht von Kopf bis Fuß Loden und Wolle als wärmende Begleiter

energie fürs Leben

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Editorial

c_Die Tauplitz, Tom Lamm

Der Winter im AusseerlandSalz­kammergut hat etwas Magisches. Gewachsene Tradition begleitet die zauberhafte Stille inmitten dieser einmaligen Landschaft. Tauchen Sie mit unserem Magazin Energie fürs Leben ein in diese weiße Wunderwelt voller Genuss, Wohlbefinden und Abenteuer.

Energie fürs Leben suchen wir alle. Schon große Autoren wie Arthur Schnitzler, Friedrich Torberg oww Felix Salten wussten um die besondere Kraft in der Region Ausseerland-Salzkammergut. Sie ließen sich von der Landschaft inspirieren. Die Kombination aus schroffen, verschneiten Felsen und spiegelglatt gefrorenen Seen lässt jeden zur Ruhe kommen und macht Kopf und Herz frei für die wichtigen Dinge im Leben. Wo frisch gefallener, weicher Pulverschnee in der Morgensonne glitzert und die präparierten Pisten auf den Berg locken, findet man wieder neue Kraft. Die zehn Tipps rund ums Saunieren helfen ebenfalls dabei, wieder Energie fürs Leben zu tanken. Abseits großer Wintersportzentren will der Winter aber vor allem eines: genossen werden. Bei einer Pferdeschlittenfahrt oder beim Natur-Eislaufen auf einem zugefrorenen See ändert sich plötzlich der innere Rhythmus. Das Tempo wird vorgegeben durch den Trab der Tiere oder das gleichmäßige Knirschen der Schlittschuhkufen am Eis. Die Hektik des Alltags löst sich auf wie die kleinen Wölkchen bei jedem Ausatmen. Frische Luft macht hungrig. Wie schön, dass der gute Geschmack im Ausseerland-Salzkammergut zu Hause ist. Wir zeigen Ihnen, wie Spitzenköche aus regionalen Produkten in frischer Qualität einmalige kulinarische Höhepunkte zaubern und laden Sie zum Mitkochen ein. Welchem Kaffeehaus Sie den Vorzug geben, müssen Sie dann jedoch selber entscheiden. Die Auswahl ist groß und unser Tipp lautet: Probieren Sie am besten einfach alle aus! Nutzen Sie die Zeit für anregende Gespräche mit lieben Freunden – die gibt es im AusseerlandSalzkammergut überall und sie erzählen gerne von ihren Traditionen. Wie etwa das Tragen von Tracht, das hier im Alltag noch selbstverständlich ist. Bei so vielen Möglichkeiten sehnt man sich am Abend nach einem gemütlichen Bett. Das AusseerlandSalzkammergut hat vom Privatzimmer bis zur Luxussuite das gesamte Repertoire an Unterkünften zu bieten. Wir zeigen Ihnen eine kleine Auswahl in diesem Heft. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Wildtieren dabei helfen können, den Winter stressfrei und gesund zu verbringen. Schließlich haben alle ein Recht auf Ruhe und Erholung in der kalten Jahreszeit. In diesem Sinne lade ich Sie ein auf eine Reise mit Momenten voller Stille und Glück. Genießen Sie das AusseerlandSalzkammergut im Winter. Wir freuen uns auf Sie!

Inhalt 03 Wo Winterträume wahr werden

Zu Tal und zu Berg

08 Das Ausseerland-Salzkammergut Schatzkisterl

Ein Drei-Gänge-Genusshandwerk zum Nachkochen

10 Kaffeehauskultur und die Qual der Wahl

Süße Verführung und vollaromatischer Kaffeegenuss

11 Tipps zum Saunieren mit Genuss Wellness im Ausseerland-Salzkammergut

12 Winterschlaf in der Mitte Österreichs

Betten für jeden Geschmack

14 Wintertracht von Kopf bis Fuß

Loden und Wolle als wärmende Begleiter

17 Meister der Saiten

Instrumentenbauer Andreas Mayer im Gespräch

18 Wilder Winter im Ausseerland Wildpflege im Winter

Ihr Herbert Hierzegger Vorsitzender des Tourismusverbands Ausseerland-Salzkammergut

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c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Wo Winterträume wahr werden Zu Tal und zu Berg wartet das winterliche AusseerlandSalzkammergut mit abwechslungsreichen Schneeerlebnissen auf. energie fßrs Leben

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Kein Schnee von gestern ist der Winter im Ausseerland-Salzkammergut. Wenn der Schnee schweigsam und sanft vom Himmel fällt und sich das weiße Winterkleid über die malerische Berglandschaft im geografischen Mittelpunkt Österreichs legt, lassen sich kindliche Freuden nicht länger zügeln. Ganz gleich, ob Wintersportler oder nicht, ob einheimisch oder fremd. Die märchenhaften Wintertage sind ein Geschenk an alle, die jetzt das Glück haben hier zu sein. Was gibt es Schöneres, als nach einer durchschneiten Nacht durch den frischen Neuschnee zu stapfen. Meist hängen in den frühen Morgenstunden noch verträumte Nebelschwaden über dem Land. Zauberhaft und mystisch mutet sie an, die Landschaft des winterlichen Ausseerland-Salzkammergutes. Nachdem sich die letzten Nebel gelichtet haben, glitzert jeder einzelne Schneekristall in der Sonne. Wie kreativ muss man sein, dass unter Milliarden von Schneeflocken keine der anderen gleicht? Umgeben von unverwechselbaren Berg persönlichkeiten wie einem Loser, einem Grimming und einem Dachstein bildet das AusseerlandSalzkammergut die ideale Kulisse für Winterfreuden aller Art. Abseits des Trubels großer Wintersportzentren hat sich die Ferienregion zu einem beliebten Domizil für naturnahes Wintervergnügen entwickelt. Ob auf Skiern, beim Winterwandern, auf Hochtouren, in Eislaufschuhen oder mit dem Pferdeschlitten. Hier werden Winterträume jeglicher Art zur Wirklichkeit.

Hoch über den Seen den Winter in vollen Zügen genießen. Im Ausseerland-Salzkammergut findet man alle Zutaten, um sein ganz persönliches Wintermärchen wahr werden zu lassen. c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Im „Flow“ die Piste hinunter Wie eine Studie der Universität Klagenfurt belegt, erleben Skifahrer intensive Glücksmomente. Sogenannte „Flow-Erlebnisse“ erfährt man – im wahrsten Sinne des Wortes – mit einem hohen Grad an Selbstvergessenheit, bei dem man so tief in eine freudige Tätigkeit versunken ist, dass man um sich herum fast alles vergisst. Diese Eigenschaften vereint das Skifahren miteinander. Die gelungene Abfahrt bei idealen Pistenverhältnissen, der erste geglückte Schwung der Anfänger, ein Sprung, bei dem man kurz schwerelos ist, eine Abfahrt durch den Tiefschnee – in diesen Momenten empfinden Skifahrer eine große Leichtigkeit und eine veränderte Zeitwahrnehmung. Skifahren ist die Sportart mit dem höchsten „Flow-Faktor“. Mit anderen Worten: „Skifahren macht glücklich.“

80 Kilometer weiße Lust Skifahrer und Snowboarder genießen im AusseerlandSalzkammergut rund 80 Kilometer bestens präparierte Pistenkilometer, verteilt auf zwei kleine, feine Skigebiete. Die Tauplitz und das Skiresort Loser locken mit sonnenbeschienenen und schneesicheren Abfahrten sowie mit einem beeindruckenden Panoramablick auf die umliegende Bergwelt. Ein Wintervergnügen für alle Ansprüche. Kinder, Jugendliche, Anfänger, Wiedereinsteiger und anspruchsvolle Skifahrer. Hier findet jeder sein passendes Terrain. Warteschlangen am Lift braucht man hier nicht zu fürchten: Mit modernen Sesselbahnen wird man zu den langen Abfahrten geleitet. Eine Besonderheit ist mit Sicherheit die neun Kilometer lange Familienabfahrt vom Loser, die längste Österreichs. Bei der Abfahrt von der Tauplitz wird man wiederum fortwährend mit einem beeindruckenden Blick auf den Grimming – den höchsten freistehenden Berg Europas – belohnt.

Familien-Tipp: ›› Der Schlepplift in der Zlaim am Grundlsee ist ideal für Anfänger. Kindern steht dort auch ein kostenloser Kinder­übungslift zur Verfügung. Eine 1.000 Meter lange Rodelbahn ist bis 22 Uhr geöffnet und auch das Nachtskifahren bei Flutlicht ist ein besonderes Erlebnis. ­Wer seine Kinder im Auge behalten möchte, kann dies bei Ge­tränken und Imbiss vom gemütlichen Café aus.

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Beliebtes Wintervergnügen für Jung und für Alt. Die 230 Loipen­ kilometer zwischen Grimming und Loser lassen jedes Langläuferherz höherschlagen. Das Loipennetz rund um Bad Mitterndorf ist eines der längsten Österreichs.

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c_Die Tauplitz, Tom Lamm

Skigebiete im AusseerlandSalzkammergut Die Tauplitz Tauplitz 71 8982 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3688 2252-0 www.dietauplitz.com

Winterfreuden aller Art begeistern mit ihrer Vielfalt die Freunde des Wintersports.

Loser Lichtersberg 84 8992 Altaussee Tel.: +43 3622 71315 www.loser.at

Langlauf- und Skating-Paradies Entschleunigung pur und die Konzentration auf das Wesentliche richten, ist auf knapp 230 Loipenkilometern in der Region Ausseerland-Salzkammergut möglich. Ein ausgewogener Mix aus flachen und kupierten Loipen verbindet Höhenlagen zwischen 700 und 1.600 Metern. Egal, ob Blaa-Alm-Loipe in Altaussee, Gößl-Loipe in Grundlsee, Sonnen- und Panorama-Loipe in Bad Aussee oder eine der vielen Loipen im Langlauf-Eldorado Bad Mitterndorf: Zwischen Dachstein und Totem Gebirge wird jede Langlauferfahrung zur bleibenden, schönen Erinnerung.

Zlaim Bräuhof 97 8993 Grundlsee Tel.: +43 3622 86001 www.zlaim.at Grafenwiesenlift Tauplitz 47 8982 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3688 2255 www.grafenwiese.at

Langlauf-Tipp:

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›› Durch die Moorlandschaft und malerische Birkenwälder und Schilfflächen führt die flach verlaufende Kainisch-Ödensee-Loipe zum wunderschön gelegenen Ödensee. Ein versteckter Geheimtipp am Ufer des Ödensees ist das Genuss-Gasthaus Kohlröserlhütte mit seiner einzigartigen Atmosphäre.

Tiefschneefahren Was in anderen Skigebieten nicht so gerne gesehen wird, ist am Loser und auf der Tauplitz sogar ausdrücklich erwünscht: das Tiefschneefahren. Freerider sind fasziniert von den variantenreichen Tiefschneehängen und Powderabfahrten, die das Ausseerland-Salzkammergut zu bieten hat. Der große Pluspunkt: Von überall ist man schnell wieder retour bei Lift und präparierter Piste. Auch wenn viele Bereiche durch Lawinensprengungen gesichert werden, heißt es natürlich auch hier, sich vorher über die Gegebenheiten zu informieren und immer auf Sicherheit zu fahren. Mit geprüften Ski-Guides der regionalen Skischulen lassen sich die atemberaubenden FreerideVarianten besonders sicher genießen.

Freeride-Tipp: ›› Das Gebiet rund um die Tauplitz bietet einen riesigen Skiraum für Freerider: Die Hänge am Mitterstein, Lawinenstein und Schneiderkogel, auf der Großen und der Kleinen Süd, am Ramsanger-Hang und der alles verbindenden Tauplitzalm bieten alles, was das Freerider-Herz höher schlagen lässt – in allen möglichen Längen und mit unterschiedlich steilem Gefälle.

Action-Tipp: ›› Actionreich geht es am Loser beim Funpark „Loserfenster“ zu. Je nach Schneelage kreiert das Pistenbully-Team ideal geshapte Obstacles für Sprünge, Drehungen und Flips.

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c_Narzissen Vital Resort Bad Aussee, T. Kujat

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Skifahren macht glücklich! Wenn alles fließt, genug Platz auf der Piste ist und die Geschwindigkeit kontrollierbar bleibt, sind Skifahrer am glücklichsten. In diesem Moment empfindet man eine große Leichtigkeit und eine veränderte Zeitwahrnehmung.

c_shutterstock, Kiryl Lis

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Winterausrüstung shoppen Mörth & friends Hauptstraße 442 8983 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3623 2634 www.massai.at Grimming Sport Bad Mitterndorf 327 8983 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3623 220552 www.grimmingsport.at Sport Spanner Tauplitz 69 8982 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3688 2225 www.sport-spanner.at

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Skiverleih & Skishop Pürcher Hauptstraße 400 8983 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3623 2229-0 www.skiverleih.at

Immer mit dem neuesten Equipment unterwegs. Shoppen oder ausleihen kann man alles rund um den Wintersport in den zahlreichen Sportshops und Skischulen der Region. Größte Auswahl und beste Beratung von den Profis vor Ort. Von den Skiern über die Rodel bis zu den Eislaufschuhen.

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Sport 2000 Käfmüller Ischler Straße 121 8990 Bad Aussee Tel.: +43 3622 54911 www.sport2000.at

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Skischulen AusseerlandSalzkammergut – Skiverleih

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Skischule und Skiverleih Neuper & Team Hauptstraße 293 8983 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3623 2666 www.hubertneuper.at Skischule & Skiverleih Vasold Tauplitz 51 8982 Bad Mitterndorf Tel.: +43 664 1603399 www.vasold.at Skischule & Skiverleih Madi Tauplitz 64 8982 Bad Mitterndorf Tel.: +43 664 5063383

Durch verschneite Naturlandschaften stapfen und die klare Winterluft atmen. Schneeschuhwandern verbindet Erholung, Erlebnis und Fitness und benötigt keine Vorkenntnisse.

Skischule & Skiverleih „Mount Action“ Tauplitz 104 8982 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3688 2737 www.mountaction.at Skiverleih Clubhotel Aldiana Salzkammergut Neuhofen 183 8983 Bad Mitterndorf Tel.: +43 3623 21000 www.aldiana-salzkammergut.at Schneesportschule Snowmotion Gasteig 70 8990 Bad Aussee Tel.: +43 660 5424777 www.snow-motion.at Kogler’s Langlaufskiverleih Sommersbergseestraße 1 8990 Bad Aussee Tel.: +43 676 9720320 Ski- & Snowboardschule Haim Lichtersberg 83 8992 Altaussee Tel.: +43 3622 71948 www.skischule-haim.at Skischule und Skiverleih Snow & Mountain Sports Lichtersberg 87 8992 Altaussee Tel.: +43 3622 71310 www.snow-mountain.at

Ob traute Zweisamkeit im Pferdeschlitten oder Tiefschneeabfahrt. Abseits des Trubels ­großer Wintersport­zentren lässt sich der Winter auf viele ­Arten genießen. Schneesicher und sonnen­verwöhnt präsentiert sich das Ausseerland-Salzkammergut.

Aus eigener Kraft

Sanfter Fitmacher für alle Altersklassen

Seine eigene Spur ziehen. Hinauf zu den alles überblickenden Berggipfeln. Abseits der planierten Pisten eintauchen in eine unberührte Natur. Dem Rhythmus des pochenden Herzens erlegen, die kondensierende Atemluft in der Kälte sichtbar. Gleich einer Dampflokomotive, die sich von Sehnsucht nährt. Der Sehnsucht nach der Begegnung mit sich selbst und der Natur. Erlösung erfährt man am Gipfel, die Wiedergeburt zu einem gestärkten Ich folgt prompt bei der Abfahrt durch den Tiefschnee. Immer mehr Menschen erliegen der Faszination des Skitourengehens, wofür sich ruhigere Skigebiete wie das Ausseerland-Salzkammergut besonders gut eignen. Tourengeher finden hier Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden und kompetente Begleiter für geführte Touren.

Zum Schneeschuhwandern bedarf es keiner Vorkenntnisse. Mit den modernen Schneeschuhen, die man sich in den Sportgeschäften und den Skischulen der Region ausleihen kann, ist das Schneeschuhwandern so einfach wie normales Spazierengehen. Schneeschuhwandern ist extrem gesund und wird mittlerweile von einigen Ärzten bei Problemen mit dem Stoffwechsel oder dem Kreislauf verschrieben.

Skitourentipp: ›› Beschilderte Tourenwege führen sowohl auf den Loser als auch auf die Tauplitzalm. Oben angekommen, werden die Anstrengungen mit einer Einkehr in eine der urigen Hütten belohnt. Besonders stimmungsvoll ist eine Begehung mit Stirnlampe in hellen Vollmondnächten. Die Loserhütte ist dafür ein beliebter Treffpunkt. Über die blaue Familienabfahrt finden alle wieder sicher ihren Weg zurück ins Tal.

Spaß am Eis Eislaufen zählt mit Sicherheit zu den ältesten Wintersportarten. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt laden die wunderschön gelegenen Seen der Region dazu ein – selbstverständlich auf eigene Gefahr. Sollten zu warme Temperaturen ein Zufrieren von Altausseer See und Grundlsee verhindern, empfiehlt sich der Spaziergang zum Öden- oder Toplitzsee. Aufgrund der schattigen Lage sind diese meist zugefroren. Unter günstigen Bedingungen bildet sich dort das fürs Eislaufen nötige Spiegeleis.

Schneeschuh-Touren-Tipps: ›› Die leichte Tour auf den Lawinenstein-Gipfel auf der Tauplitzalm bietet ein unvergessliches Landschaftserlebnis mit 360-Grad-Bergpanorama. Dabei bietet sich eine Einkehr in die urige Kriemandlhütte an. ›› Der neue, mehr als ein Kilometer lange HöhenWinterwanderweg am Loser eröffnet traumhafte Blicke ins Tote Gebirge, über Trisselwand und Altausseer See bis hin zum Dachsteingletscher.

Mit dem Winterfell durch Minusgrade Dick eingehüllt in warme Decken ist eine Pferdeschlittenfahrt ein unvergessliches Erlebnis im Ausseerland-Salzkammergut. Mit der ganzen Familie oder in trauter Zweisamkeit rund um einen See oder durch den tief verschneiten Wald ist es eine der schönsten Möglichkeiten, die Region zu entdecken. Wenn die Kälte zu streng wird, kehrt man einfach in einer Hütte ein und gönnt sich eines der vielen regionalen Schmankerln.

Eisstockschießen-Tipp: ›› Als geselliges Vergnügen wird dieses von Jung und Alt gleichermaßen mit Begeisterung genossen. Kaum anderswo fließen Gemütlichkeit, Spaß und sportlicher Ehrgeiz so ineinander, wie auf den zahlreichen Eisbahnen in Bad Mitterndorf, Altaussee, Bad Aussee und Grundlsee.

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Das AusseerlandSalzkammergut Schatzkisterl

Vorspeise

Ein Drei-GängeGenusshandwerk zum Nachkochen

Der gute Geschmack ist im AusseerlandSalzkammergut zu Hause. Köche machen sich dieses Wissen zu Nutze und setzen dieses gekonnt in ihren Rezepten um. Dabei legen sie großen Wert auf regionale Produkte, die möglichst frisch und in bester Qualität geliefert werden. Drei Meister der regionalen Küche verraten ihre Lieblingsrezepte. Das Ergebnis ist ein g’schmackiges Drei-Gänge-Menü für leidenschaftliche Hobbyköche zum Nachkochen für zu Hause.

Vorspeise Kati und Fred Köberl begeistern in ihrem gemütlichen Gasthaus Wies’n in Lupitsch, Gemeinde Altaussee, Gäste mit guter, bodenständiger, österreichischer Hausmannskost wie Wiener Schnitzel oder Grillspieß. Die Speisen werden rasch und liebevoll angerichtet serviert. An kalten Wintertagen gehören warme Suppen einfach dazu, die dampfend heiß auf den Tisch gestellt werden. Lupitsch 101, Altaussee, Tel.: +43 3622 71690

Hauptspeise

Knoblauchsuppe (für vier Personen) ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ››

3 EL Mehl 3 EL Butter 8 bis 9 Stück Knoblauchzehen 800 ml Gemüsesuppe 250 ml Schlagobers Salz und Pfeffer zum Abschmecken Etwas Schwarzbrot Etwas Schnittlauch zum Garnieren

Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. In einem Topf die Butter zerlassen, das Mehl dazugeben und mit der Gemüsesuppe aufgießen. Mit einem Schneebesen die Suppe gut verrühren, sodass sich keine Klumpen bilden. Danach das Schlagobers dazugeben und aufkochen lassen. Nun kommt der Knoblauch in die Suppe. Diese 20 Minuten ziehen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schwarzbrot in Würfel schneiden und anrösten. Die Suppe mit den Schwarzbrotwürfeln und fein gehacktem Schnittlauch servieren.

Ganzheitlicher Genuss ist im Seehotel Grundlsee nicht nur ein Schlagwort. Im Restaurant Seeplatz’l bereitet das großartige Küchenteam unter Küchenchef Ansgar Tijssen kreative steirische und internationale Gerichte zu. Fangfrischer Fisch aus dem Grundlsee, Spezialitäten von den heimischen Almrindern und Kräuter aus der Region vermitteln den Gästen die kulinarische Vielfalt des Ausseerland-Salzkammergutes. www.seehotelgrundlsee.at

Nachspeise Mit regionalen Schmankerln mit frischen Zutaten der Saison begeistern Franz Kanzler und sein Sohn Robert Gäste im Restaurant und Gasthof des Landhotels Kanzler in Bad Mitterndorf. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Von deftig bis gesundheitsbewusst, von österreichisch bis international angehaucht – man trifft hier auf verschiedene geschmackliche und interessante Stilrichtungen. Auch Backen steht hoch im Kurs. Die Rezepte sind alte Hausrezepte von Oma Maria. www.landhotel-kanzler.at

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Hauptspeise Nachspeise

Ausseer Lammrücken mit Bohnengemüse und Kartoffelpüree (für vier Personen)

Buttermilchmousse mit Himbeermark (für vier Personen)

›› 1 Stück Lammrücken, ca. 600–700 g mit Fettschwarte ›› Etwas Salz, Pfeffer, Butter, Thymian, Rotwein und Mehl

Buttermilchmousse

Bohnengemüse ›› ›› ›› ››

400 g Stangenbohnen 1/2 Zwiebel 40 g getrocknete Tomaten Etwas junger Spinat, Salz, Olivenöl, Butter, Pfeffer und Semmelbrösel

Kartoffelpüree ›› 300 g Kartoffeln ›› 50 ml Milch ›› Etwas Butter, Salz, Muskat Eventuell das überschüssige Fett am Fleisch und die Silberhaut entfernen, die Fettdecke auf dem Rücken lassen. Diese mit einem scharfen Messer rautenförmig leicht einschneiden. Somit kann das Fett leichter austreten und es entsteht eine knusprige Kruste. Den Lammrücken mit Salz und Pfeffer würzen und in einer heißen, beschichteten Pfanne auf der Fettseite knusprig anbraten. Ist die Fettseite goldbraun, Butter dazugeben und aufschäumen, dann den Thymian beimengen. Den Lammrücken kurz wenden und anschließend im vorgeheizten Backofen etwa zehn Minuten bei 180° C Ober- und Unterhitze braten. Den Lammrücken aus dem Rohr nehmen und nochmals kurz in der Butter mit Thymian nachbraten, danach auf einem Küchenpapier abtropfen und rasten lassen. In der Pfanne den Bratenansatz mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Die restliche Butter in Mehl wälzen und damit die Sauce binden. Eventuell noch abschmecken.

Bohnengemüse

›› 250 ml Buttermilch ›› 100 g Staubzucker ›› 1 Zitrone (Saft und abgeriebene Schale) oder etwas Zitronenaroma ›› 3,5 Blätter Gelatine ›› 250 ml Obers

Himbeermark ›› Frische Himbeeren, pro Portion 0,5 bis 1 Handvoll (auch tiefgekühlte Himbeeren möglich) ›› Etwas Zucker ›› Frische Minzblätter ›› Ein paar frische Himbeeren zum Garnieren

Buttermilchmousse Die Buttermilch mit Zucker und Zitronenzeste in einem Handkessel mit einem Schneebesen gut verrühren. Den Zitronensaft etwas erwärmen, die im kalten Wasser eingeweichte Gelatine gut ausdrücken und im Zitronensaft schmelzen lassen. Den Zitronensaft mit der Gelatine gleich zur Buttermilch geben und gut verrühren. Im Anschluss daran im Kühlschrank leicht gelieren lassen und ab und zu umrühren. Zum Schluss das geschlagene Obers unterheben und in passende Formen oder Gläser füllen. Vor dem Genuss mindestens vier Stunden kaltstellen.

Himbeermark Die Himbeeren mit etwas Zucker aufkochen lassen und passieren. Das Dessert kurz vor dem Servieren anrichten und mit frischen Himbeeren und Minzeblättern garnieren.

Die Bohnen waschen, die Stängel weggeben und schräg in etwa 1 cm große Rauten schneiden. Dann die Bohnen in kochendem Salzwasser bissfest kochen und unter fließendem, kaltem Wasser abschrecken. Die halbe Zwiebel in feine Würfel schneiden und in Olivenöl und Butter in einer Pfanne anbraten. Die Bohnen dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, etwas Semmelbrösel und die klein geschnittenen, getrockneten Tomaten dazugeben. Nun den jungen Spinat unter die Bohnen heben, bis er leicht zusammenfällt.

Kartoffelpüree Die Kartoffeln schälen, in kochendem Salzwasser gar kochen und pressen. Dann mit Salz und Muskat würzen. Butter nach Geschmack schmelzen, mit der Milch in das Püree geben und dieses warmstellen. Das Bohnengemüse mittig auf vier Tellern anrichten, daneben einen Löffel Kartoffelpüree setzen, den Lammrücken in vier gleich große Tranchen schneiden und auf das Bohnengemüse setzen. Die Sauce angießen.

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An kalten Wintertagen ist eine Tasse Kaffee so richtig herzerwärmend. Kaffeetrinken wird regelrecht zelebriert. Zunächst wird der köstliche Duft mit der Nase eingefangen. Dann kommt Schluck für Schluck der Wohlgenuss. Das tut gut!

Kaffeehauskultur und die Qual der Wahl Kultgetränk Kaffee Kaffee – in Maßen genossen – ist gesund und macht glücklich. Daher gehört das Getränk auch zu einem der Lieblingsgetränke der Österreicher. Auch im Ausseerland-Salzkammergut steht die Kaffeehauskultur hoch im Kurs – von Altaussee bis Bad Mitterndorf.

45 Angebote in einem Café Absoluter Spitzenreiter bei den Kaffeeangeboten ist die Café Bäckerei Konditorei Maislinger in Altaussee. 45 verschiedene Variationen werden angeboten. Darunter sind Wiener Kaffeespezialitäten wie Verlängerter, Großer Brauner und Schwarzer oder Melange. Spezialitäten aus Italien, Frankreich und der Schweiz stehen bei den internationalen Kaffeeangeboten auf der Karte. Daneben gibt es Kaffee mit Geschmack sowie beschwipste Kaffees – Muntermacher mit einem Schuss Alkohol. Verfeinert werden die Kaffees unter anderem mit Rum, Grand Marnier, Kaffee-, Eier-, Marillen- oder Kirschenlikör.

Kaffee und Kuchen am Nachmittag sind unzertrennlich. Oft trifft man sich mit guten Freunden zu einem gemütlichen Tratscherl.

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c_Shutterstock, Studio Romantic

Klassiker sind die klaren Favoriten Ein Lokalaugenschein bei einigen Kaffeehausvertretern im Ausseerland-Salzkammergut – Café Strenberger, Kurcafé Konditorei Lewandofsky Temmel und Café Anna Plochl in Bad Aussee sowie Dorfbäckerei Café Schlömmer in Bad Mitterndorf – hat ergeben, dass Gäste vor allem auf die Klassiker stehen. Beliebte Sorten sind Latte Macchiato, Cappuccino, Melange, Verlängerter oder Mokka.

Strudel zum Kaffee Kaffee und Kuchen gehören einfach zusammen. Die Vielfalt in den Ausseer Kaffeehäusern ist groß und jedes hat seine besonderen Spezialitäten. Doch auch hier gibt es traditionelle Mehlspeisen, die die Nase ganz klar vorne haben: Apfel- und Topfenstrudel. Die Mehlspeisen werden kalt oder warm, mit oder ohne Vanillesauce serviert.

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Leidenschaftliche Zuckerbäcker stellen beim eindrucksvollen Verzieren von Torten ihre Kreativität unter Beweis.

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Gäste der GrimmingTherme Bad Mitterndorf genießen nach dem Saunieren die frische Luft und die tolle Aussicht auf die beeindruckende Bergkulisse.

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Tipps zum Saunieren mit Genuss Wohlfühlen – Entspannen – Genießen Saunieren sorgt für ein gesteigertes Wohlgefühl. Dabei werden die Abwehrkräfte gestärkt sowie Herz und Kreislauf angeregt. Die Hitze weitet die Blutgefäße. Dadurch wird die Haut stärker durchblutet und besser mit Sauerstoff versorgt. Sie wirkt gesünder und schöner. Saunieren verbessert die Atmung und entspannt die Muskeln. Zudem kann der regelmäßige Besuch einer Sauna dazu beitragen, dass Kopfschmerzen gelindert werden. Ein Saunabesuch wirkt sich positiv auf Körper, Geist und Seele aus. Stress wird abgebaut.

Zehn Tipps für den perfekten Saunagenuss 1. Gehen Sie nicht mit leerem Magen in die Sauna, aber auch nicht unmittelbar nach dem Essen. Nehmen Sie vorher ausreichend antialkoholische Flüssigkeit zu sich.

7. Ein Aufguss gehört beim Saunieren dazu. Nach fünf bis zehn Minuten „vorschwitzen“ folgt für sechs bis acht Minuten der Aufguss. Danach wird noch etwa zwei Minuten „nachgeschwitzt“. Verlassen oder betreten Sie die Sauna nicht während eines Aufgusses. 8. Genießen Sie nach dem Saunieren die frische Luft. Duschen Sie dann – an den Füßen beginnend – kalt oder kühlen Sie sich im Tauchbecken ab. 9. Ruhen Sie sich zugedeckt auf einer Liege eine Viertelstunde aus. Danach wiederholen Sie das Saunaritual noch ein- bis zweimal. 10. Trinken Sie nach dem Saunagang kalzium- und magnesiumreiches Mineralwasser.

2. Planen Sie fürs Saunieren Zeit ein – idealerweise etwa eineinhalb Stunden. 3. Duschen Sie vor dem Saunieren und trocknen Sie sich gut ab. Trockene Haut schwitzt leichter. 4. Nehmen Sie ein warmes Fußbad. Das bereitet den Körper auf die Wärme vor.

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Wellness im Ausseerland-Salzkammergut

5. Legen Sie ein großes Badetuch auf die Sitzbank. Bedenken Sie, dass die oberen Bänke wärmer sind als die unteren.

Narzissen Vital Resort Bad Aussee Pötschenstraße 172, 8990 Bad Aussee, Austria Tel. +43 3622 55300 E-Mail: info@vitalresort.at www.vitalresort.at

6. Entspannen Sie sich liegend auf dem Badetuch mindestens acht, höchstens zwölf Minuten. Um Schwindel zu vermeiden, setzen Sie sich die letzten zwei Minuten auf. Fühlen Sie sich nicht wohl, verlassen Sie die Sauna früher.

GrimmingTherme Bad Mitterndorf Neuhofen 183, 8983 Bad Mitterndorf, Austria Tel.: +43 3623 21010 E-Mail: info@grimming-therme.com www.grimming-therme.com

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Winterschlaf in der Mitte Österreichs Das Ausseerland-Salzkammergut ist die perfekte Destination für den Winterurlaub. Betten gibt es für jeden Geschmack – von Luxushotel bis urige Hütte. Das Ausseerland ist das geografische Zentrum Österreichs. Hier finden Besucher alle Zutaten für den perfekten Winterurlaub. Loser und Tauplitz bieten Schneesicherheit. Am Loser finden Familien die längste Familienabfahrt Österreichs. 42 Kilometer Piste wollen auf der Tauplitz befahren werden. Und der Zlaimlift in Grundlsee lockt jeden Freitag beim Nacht-Skifahren sogar zu später Stunde auf die Piste. Besonders familienfreundlich ist der Grafenwiesenlift in Tauplitz, Bad Mitterndorf, wo es außer Skipisten auch Möglichkeiten zum Rodeln gibt. Die Landschaft mit den typischen Holzstadeln ist optimale Kulisse für Winter­ wanderungen. Langlaufen, Schneeschuhwandern, Eislaufen, eine Fahrt mit dem Pferdeschlitten oder eine der traditionellen Brauchtums­veranstaltungen – das Angebot in der Region ist riesengroß. Tradition spielt im Ausseerland eine wichtige Rolle. Und was gibt es Schöneres, als sich nach einem erfüllten Tag ins Bett zu kuscheln. Eine Auswahl an Unterkünften von luxuriös bis günstig zeigt den bunten Mix.

Bad Aussee Etwa in der zentrumsnahen „Frühstückspension Stocker“. Hier gibt’s das Früh­stücksei nach Wunsch von der Chefin zubereitet, die sich auch gerne für einen Plausch Zeit nimmt. Die Zimmer sind liebevoll mit Holzmöbeln ausgestattet und heißen Rehzimmer oder Traunzimmer. Wer es mondäner mag, findet im „Haus Anna Plochl“ acht geschmackvoll eingerichtete Zimmer. In dem 2019 eröffneten Familienbetrieb steckt das Herzblut von Eigen­tümerin Bettina Grieshofer. Sie hat das Haus stilsicher gestaltet.

Urlaub in Bad Mitterndorf bedeutet Zeit mit Freude und Freunden.

Auf einem sonnigen Hochplateau gelegen steht das Hotel „Die Wasnerin“. Wer hier nächtigt, genießt einen 360°-Rundumblick auf das verschneite Bergpanorama. Es fällt schwer, sich vom prachtvollen Ausblick zu trennen, um das hochwertige Interieur zu genießen. Die Leidenschaft für Harmonie im Design ist hier bis ins Detail spürbar. Nur einen Steinwurf entfernt liegt das „Narzissen Vital Resort Solebad & Hotel“. In dem 4-Stern-Hotel befindet sich das c_Die Tauplitz, Tom Lamm Solebad, dessen Wasser direkt aus dem Altausseer Salzberg – dem Sandling – entspringt. Es hat heilende Wirkung bei einer Vielzahl von Erkrankungen und gerade im Winter ist ein Bad im bis zu 34° C warmen Soleaußenbecken Balsam für die Seele.

Altaussee Direkt am Altausseer See gelegen und umgeben von Loser und Trissel­ wand liegt die „Seevilla“, perfekter Ausgangspunkt für Wintersportler, die in unmittelbarer Nähe Möglichkeiten zum Eislaufen, Langlaufen und natürlich Skifahren am Loser und auf der Tauplitz suchen und finden. „Jufa-Hotels“ gibt es in der ­ ge­samten Region, so auch in Altaussee. Das 3-Stern-Haus ist spezialisiert auf Urlaub mit der Familie und heißt auf Anfrage sogar Hunde willkommen. Der direkte Zugang zu den Pisten des Loser macht es für Skifahrer besonders attraktiv für einen aktiven Winterurlaub.

Grundlsee Wer den persönlichen Kontakt sucht und echtes Ausseer Lebensgefühl erfahren will, wird genau das in einer Ferienwohnung finden. „Am Donelnhof “, einem alten Bauernhof

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mit Holzfassade, befindet sich die Ferienwohnung von Maria und Rudolf Grill. Maria Grill ist leidenschaftliche Köchin und „Einköchin“, die ihren Gästen auch gerne ein Glas Marmelade zur Erinnerung schenkt. Die Ferienwohnung ist 80 m2 groß und bietet bis zu fünf Personen großzügig Platz. Kulinarik spielt auch im „Mondi Resort am Grundlsee****“ eine zentrale Rolle. Im Hotel am Grundlsee bieten das Gasthaus Seeblick und das Restaurant Wassermann erstklassige Küche. Küchenchef Stefan Haas kocht auf Zwei-HaubenNiveau. Im Gasthaus Seeblick gibt’s Tradition vom Wiener Schnitzel bis zum gekochten Grießstrudel. Im Restaurant Wassermann werden Gourmets mit den kreativen Ideen des prämierten Küchenchefs überrascht. Die Mondi Chalets am Grundlsee bieten Privatsphäre mit dörflichem Charakter. Elf Chalets und das Haupthaus sind um einen Dorfplatz gruppiert. Die Ausstattung ist luxuriös, die Gästebetreuung individuell und angenehm diskret, die Aussicht auf den See und die umliegende Bergwelt sind unbezahlbar.

Bad Mitterndorf Vom Bett direkt auf die Loipe – das gibt es im „Wellnesshotel-Restaurant Grimmingblick****“. 180 km Loipennetz sowie die Pisten auf der Tauplitz liegen in unmittelbarer Nähe. Der hauseigene Wellnessbereich sorgt für Entspannung nach dem Sport, etwa in der Saunalandschaft oder bei einer Massage.

Tauplitz Hüttenromantik versprechen die Winklerhütten. Die große Hütte wurde 2010, die kleine 2016 neu errichtet. Jede bietet bis zu acht Personen Platz. Die Hütten liegen direkt an der Langlaufloipe und auch die Skilifte in unmittelbarer Nähe sind leicht erreichbar. Wer ungestört einen individuellen Urlaub inmitten einer traumhaften Winterlandschaft sucht, wird hier fündig werden. Informationen zu Unterkünften: www.ausseerland.salzkammergut.at

Am Fuße des ­Losers ist ­Altaussee im Winter eine romantische Idylle im Schnee. c_Hagan Lodge

Der Winter in Bad Aussee ist geprägt von bezaubernden Land­schaften und großartigen Sportmöglichkeiten. Entspannende Wellnessange­bote und exquisite K ­ ulinarik ­ komplettieren das Programm. c_Haus Anna Plochl

c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

c_MONDI Resort am Grundlsee

So vielfältig wie die Landschaft sind in Grundlsee die Unterkünfte.

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Wintertracht von Kopf bis Fuß Tracht wird im Ausseerland-Salzkammergut das ganze Jahr über getragen. Die feinen Sommerstoffe werden im Winter durch Wolle und Loden ersetzt. Diese Naturfasern werden aufgrund ihrer wärmenden Eigenschaften verwendet. Jacken, Mäntel und sogar Schuhe werden daraus gefertigt.

c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Fast jede Ausseerin hat in ihrem Kasten ein Dirndl hängen. Das gehört im Ausseerland einfach zur Alltagskultur und ist Teil des täglichen Lebens. – Elisabeth Anreiter

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Das Ausseerland hat bekanntermaßen einige Eigenheiten, die die Region speziell machen. Traditionen sind hier über Generationen gewachsener Alltag und aus ihrer Zweckmäßigkeit heraus entstanden. Deswegen haben sie noch heute einen hohen Stellenwert im täglichen Leben. Ein aus dem Alltag gewachsenes Kulturgut ist der „Steirerkittl“, wie das Ausseer Dirndl genannt wird. „Auch heute hat fast jede Ausseerin mindestens ein traditionelles Dirndl im Kasten hängen. Davon bin ich überzeugt“, sagt Elisabeth Anreiter. In ihrem Schneideratelier Eldu im Bad Mitterndorfer Ortsteil Obersdorf fertigt sie nicht nur das typische Ausseer Dirndl. „Ich experimentiere auch mit neuen Materialien, Häkelarbeiten oder Färbetechniken und erweitere damit die Palette an Möglichkeiten“, erzählt die gelernte Schneiderin. Praktisch und leicht zu reinigen musste es schon immer sein, das Ausseer Dirndl. Deswegen wurden von jeher Materialien verwendet, die strapazierfähig und langlebig waren wie Leinen, Baumwolle oder ein Gemisch aus beiden. Die typischen Farben der Tracht nehmen Bezug zur Region: der grüne Leib auf Wald und Wiesen, der rosa Kittel auf die Almröschen und die lila Schürze auf den Enzian. Das AusseerlandSalzkammergut ist untrennbar mit Tracht verbunden. Beim Narzissenfest im Frühling werden mit Stolz die Dirndln ausgeführt und jedes zweite Jahr findet die Trachtenbiennale statt. „Heute sind Dirndln Ausdruck für die Persönlichkeit. Die Stoffe werden individuell c_Elhuga, Elisabeth Anreiter ausgewählt, die Teile einzeln zusammengestellt“, erzählt Veronika Brandauer aus Altaussee, die mit 15 ihre Lehre als Schneiderin begann. „Früher wurde alles in Handarbeit gemacht. Es wurde viel Wert auf die Details gelegt, industriell gefertigte Teile gab es nicht“, erinnert sie sich. Noch heute näht sie mit Ende 60 Dirndln in Handarbeit. „Ich lerne immer noch Dinge dazu. Heute arbeite ich anders als früher und entdecke immer wieder Kleinigkeiten, die ich besser machen kann.“

Im Farbenspiel der Jahreszeiten Die Dirndlkleider in Aussee haben Charakter. Viele davon sind Einzelanfertigungen. „Es wird großer Wert darauf gelegt, dass keine andere das gleiche Kleid trägt“, weiß Veronika Brandauer. Da kommen gerne auch Stoffe aus Japan, Indien oder Frankreich zum Einsatz. Die Auswahl der Farben ist entsprechend vielfältig, je nach Geschmack der Trägerin. „Bunte, knallige Stoffe zu verwenden ist durchaus üblich. Es gibt diesbezüglich keine Grenzen“, weiß auch Elisabeth Anreiter. Die farbenfrohen Dirndln werden im Frühling und Sommer getragen. Im Winter sind die Kleider traditionell in gedämpften, erdigen Farben gehalten. Sie spiegeln mit ihrer Zurückhaltung die Landschaft wider.

­ ärmende W Materialien ­schützen vor eisigen Temperaturen, auch in knalligen Farben.

Das Winterdirndl hat generell einige Besonderheiten, die sich – wieder einmal – aus der Funktion heraus ergeben. Wenn der Wintersturm übers Ausseerland pfeift, ist warme Kleidung ein Muss. Dementsprechend muss auch die Tracht im Winter in erster Linie wärmen. „Die verwendeten Stoffe sind anders als bei Sommerdirndln. Für die kalte Jahreszeit sind Materialien wie Wolle oder Loden besser geeignet. Sie sind zwar schwieriger zu reinigen als Leinen oder Baumwolle, aber sie halten schön warm“, weiß Veronika Brandauer. Der Rock für den Winter ist sehr oft gefüttert, wobei der Unterrock eine Renaissance erlebt. „Unterröcke wärmen nicht nur. Sie sorgen auch dafür, dass der Rock schöner fällt. Natürlich muss er aus Naturstoffen wie Leinen gemacht sein. Viskose oder Nylon atmen nicht, das Tragen ist unangenehm. Und wenn er mit einem Bund statt mit Gummizug genäht ist, trägt er auch nicht auf.“

Das mit dem Auftragen ist überhaupt eine heikle Geschichte bei den Röcken. „Handgezogen muss der Rock sein“, weiß Elisabeth Anreiter. Der Arbeitsaufwand ist wesentlich größer als bei einem Rock mit Falten, das Ergebnis aber ungleich hochwertiger. Mit viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl entstehen so Kleider, die auch bei eisigen Temperaturen eine gute Figur machen. Ärmel und Stehkragen sind typisch für Winterdirndln. Und ein viereckiger Ausschnitt, manchmal mit Rüschen. Dazu kommt ein Tuch, das im Ausschnitt getragen wird. Oder man trägt eine hochgeschlossene Bluse. Wichtig ist, dass die Kleidung gegen die eisigen Temperaturen des Ausseer Winters schützt. „Früher sah man häufig Dirndlkleider im Winter. Aber die Zeiten ändern sich und heute gibt es praktischere Alternativen, die leichter zu pflegen und einfacher zu handhaben sind. Deswegen wurde dieses Kleidungsstück leider etwas vergessen“, erzählt Elisabeth Anreiter.

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c_Narzissenfestverein, Martin Baumgartner

Grün, rosa und lila sind die traditionellen Farben des Ausseer Dirndls. Aber die Ausseerinnen stellen sich ihr Kleid gern individuell zusammen – als Ausdruck der Persönlichkeit.

Tatscher, Janker und Lampasse Auch die Herren wollen es im Winter warm haben. Deswegen wird die Lederhose in den kalten Monaten gerne gegen Hosen aus Loden oder Wollstoffen mit Lampasse getauscht. Herren tragen außerdem noch ein „Leibl“, wie das Gilet im Ausseerland heißt, und darüber Lodenjanker bzw. Schladminger oder Lodenmantel. Damen tragen ebenfalls Lodenjacken oder -mäntel. An nicht so eiskalten Tagen tut es auch ein Wetterfleck. Loden ist ein Naturprodukt aus Wolle. In einem Verfahren, das mehrere hundert Jahre alt ist, wird aus Schafwolle ein Stoff erzeugt, der gegen Wind und Regen schützt und warmhält. Mit diesen Eigenschaften ist das Material auch prädestiniert für den Einsatz in der Schuherzeugung. Der Ausseer Tatscher ist ein echtes Original. Dieser knöchelhohe Lodenschuh mit Lederbesatz ist mit Lammfell gefüttert und ein Garant für warme Füße. Ehemals wurde er durchgehend aus Filz gefertigt – auch die Sohle. Heute besteht sie aus Gummi und ist damit widerstandsfähiger. Der Lodenschaft ist mit Leder verstärkt. Für Damen gibt es den Schuh auch mit Absatz. „Der Loden kommt aus der Region. Der Schuh wird in unserer Werkstatt in Pichl-Kainisch in Bad Mitterndorf angefertigt“, erklärt Sonja Grill, Inhaberin vom Schuhhaus Zaisenberger. c_Elhuga, Elisabeth Anreiter

c_Zaisenberger

c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Griese

Mit Knöpfen aus Natur­materialien oder auf­wendigen Stickereien ­bekommen Trachten eine besondere ­individuelle Note.

Im Schuhhaus in Bad Aussee gibt es sowohl die klassische Variante in grau, die besonders gut zum Schladminger passt, als auch färbige Modelle. Komplettiert wird das Outfit mit einem passenden Hut. Die traditionellen Hüte bestehen aus Haarfilz und haben ein grünes Seidenband. Das passt zu den Jacken und Mänteln. Hergestellt werden die Kopfbedeckungen beispielsweise von der Firma Leithner in Bad Aussee. Bereits im Jahr 1532 übte der „Huetterer“ Jörg Leeb laut einer Urkunde das Hutmacherhandwerk in diesem Haus aus. Der typische Ausseer Hut tauchte 1873 auf – und hat bis heute nichts an seinem Charme eingebüßt.

Loden findet Verwendung bei Hüten, Mänteln und – Schuhen!

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Der Original Woadsåck aus Grundlsee als modischer Blickfang mit jagdlicher Tradition ist nicht nur ein außergewöhnliches Accessoire. Er ist auch sehr praktisch durch einen Eingriff auf der Rückseite. Jäger und Wanderer schätzen den Waidsack, ermöglicht er doch, unterm Gehen etwas herauszunehmen oder zu verstauen und hält die Hände frei. Er lässt sich hervorragend mit Tracht kombinieren und es gibt ihn in vielen verschiedenen Ausführungen und Farben.

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Meister der Saiten

Vor 24 Jahren meldete der Bad Ausseer Andreas Mayer sein Instrumentenbaugewerbe an und hat heute noch genauso viel Spaß an seiner Arbeit wie am Beginn seiner Berufskarriere. Seine Liebe gehört dem Kontrabass. Dieses Instrument baute er auch in der Abschlussklasse – als Einziger seines Jahrgangs.

Perfektionismus, Formschönheit und die Liebe zur Musik zeichnen Andreas Mayer, Instrumentenbauer in Bad Aussee, aus.

Was hat Sie bewogen, den Beruf Instrumentenbauer zu erlernen? Ich bin gelernter Tischler und habe Möbel restauriert. Auch bei einer Geigerin in der Nähe von Salzburg. Diese meinte, ich arbeite sehr genau und lege auch Wert auf Ästhetik. Ich solle Instrumentenbauer werden. Gesagt. Getan. Ich gab meinen Job auf und wurde wieder Schüler. In Hallstatt in der HTBLA, Abteilung Musikinstrumentenbau. Muss man für diesen Beruf musikalisch sein? Musikalität ist von Vorteil, aber keine Bedingung. Ich lernte Flöte und Klavier, aber kein Streichinstrument. Für unseren Beruf ist wichtig, wie ein Instrument klingt. Und diesen Klang sollte man hören. Wie geht der Instrumentenbauer ans Werk? Zunächst kläre ich, welches Instrument gewünscht ist. Danach suche ich das geeignete Holz aus. Die Decke ist aus Fichte und der Korpus aus Ahorn oder Esche. Das Deckenholz ist für den Klang ausschlaggebend. Nun werden Farbe, Form und Größe des Instruments besprochen. Ich fange mit den Seitenteilen, den Zargen, an. Dann kommt der Boden dazu. Diese sind bereits zugeschnitten und werden hier in der Werkstatt abgeschliffen. Mit Wärme wird das Holz in die gewünschte Form gebogen. Dafür sind Fingerspitzengefühl und Erfahrung wichtig. Wird das Holz zu schnell gebogen, bricht es. Das Instrument wird mit Knochenleim zusammengebaut. Ein unlackiertes Instrument sieht gut aus, ist aber nicht pflegeleicht. Lack sollte transparent sein, schön aussehen und das gewisse „Feuer“ haben. Die richtige Lackierung zu finden, ist fast eine Wissenschaft. Nun werden Griffbrett, Mechanik, Stimmstock und Steg angepasst und die Saiten aufgezogen. Dann beginnt die Klangeinstellung. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf? Jedes Handwerk bedeutet Flexibilität. Das Schöne an meiner Arbeit ist, dass es immer wieder Veränderung gibt. Ich bin stets auf der Suche nach noch mehr Perfektion. Ein Leben lang lernen ist in unserem Beruf keine leere Phrase.

Der Instrumentenbauer ist das Bindeglied zwischen Musiker und Instrument. Er klärt ab, was der Musiker sucht und welche Art von Musik er spielt. Dann geht er ans Werk und baut ein perfektes Streich- oder Saiteninstrument, mit dem der Musiker ein Leben lang Freude hat.

Fällt einem die Trennung von einem Instrument leicht? Am Anfang meiner Berufslaufbahn tat es weh, ein Instrument zu verkaufen. Ich hatte Bedenken, noch einmal so ein schönes Instrument bauen zu können. Heute genieße ich es, wenn andere Freude mit meinem Instrument haben. Wo gibt es Instrumente von Andreas Mayer? Hauptsächlich in Österreich. Ich habe aber auch schon einen Kontrabass mit dem Zug in die Nähe von Köln geliefert. Es war mir wichtig, dass dieses Instrument fachgerecht zugestellt wird. Der Transport weckte bei anderen Fahrgästen Neugierde und Interesse. Danke für das Interview! c_Lukas Habl

c_Lukas Habl

Bis zu drei Wochen arbeitet Andreas Mayer an einer Geige, bis zu sechs Wochen am Kontrabass.

Reparatur, Miete und Holzhandel Andreas Mayer repariert Streich- und Saiteninstrumente sowie Bogenbehaarungen. Für die Dauer der Reparatur stellt er Leihinstrumente zur Verfügung. Wollen Musiker ein Instrument erlernen und sind sich nicht sicher welches, verleiht der Instrumentenbauer Violine, Kontrabass und Co. Beim Kauf eines Instruments wird die Miete vom Kaufpreis abgezogen. Ein Leihinstrument kann auch gegen ein größeres oder besseres Instrument umgetauscht werden. Zudem betreibt der Instrumentenbauer einen Holzhandel – speziell für Streichinstrument-Decken. Kirchengasse 28, 8990 Bad Aussee, www.instrumentenbau-mayer.at

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Wilder Winter im Ausseerland

c_Shutterstock, Delbars

Die Wildhege ist ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt des gesamten Ökosystems im Ausseerland-Salzkammergut. Was Reh, Hirsch und Schneehuhn in der kalten Jahreszeit brauchen, sind vor allem Ruhe und Routine im Tagesablauf. – Thomas Kranabitl

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Mächtig und stark wirkt der Rothirsch. Vor allem aber im Winter braucht er viel Ruhe und ist angewiesen auf Vernunft und Rücksichtnahme der Menschen. Die Natur des Ausseerland-Salzkammergutes mit ihrer Vielfalt ist einer der Hauptgründe, warum Besucher diese Region Österreichs besuchen. Dieser wertvolle Schatz bedeutet Verantwortung und braucht viel Pflege. Der Forstbetrieb inneres Salzkammergut der österreichischen Bundesforste AG hegt und pflegt die verschiedenen Lebensräume mit ihren großen und kleinen Bewohnern, vor allem auch im Winter. Dann nämlich haben die Tiere besondere Ansprüche, um gesund durch die karge Zeit zu kommen. „Bei uns leben Hirsch, Reh, Gämse, Birk- und Auerhuhn, Feld- und Schneehase, Fuchs, Dachs und Marder. Selten, aber doch hat der Luchs hier einen Lebensraum gefunden. Außerdem besucht uns der Wolf bei seiner Wanderung durch Europa und sogar der Bär war schon einmal hier“, erzählt Revierleiter Thomas Kranabitl von der hohen Diversität im Ausseerland-Salzkammergut. Im Winter stehen alle diese Arten vor extremen Herausforderungen. Sobald es eine geschlossene Schneedecke gibt, beginnt für sie eine entbehrungsreiche Zeit. „Hirsch und Reh werden im Winter gefüttert. Sie bekommen hauptsächlich hochwertiges Heu, etwas Grünsilage und ein paar Leckereien wie Gerste-, Hafer- oder Maisschrot“, beschreibt er das Wild-Menü. Eigentlich sind die Tiere perfekt an den Lebensraum angepasst. Aber seit rund 100 Jahren hat sich dieser durch den Menschen verändert. Da, wo früher Platz für den „Winterurlaub“ von Reh und Hirsch war, sind jetzt Langläufer, Skifahrer oder Schneeschuhwanderer unterwegs. Die Tiere weichen auf weniger attraktive Plätze aus und brauchen deshalb während des Winters Hilfe. Es gibt zwei Arten der Winterfütterung: die Freifütterung und die Versorgung im Wintergatter. Bei letzterem wird um die Futterstelle herum ein riesiges Areal eingezäunt. „Der soll nicht den Menschen vor den Tieren schützen, sondern die Tiere vor den Menschen. So können sie den Winter ungestört und ohne Stress verbringen“, erklärt Kranabitl. Auch der Klimawandel macht sich bemerkbar. Die Winter sind nicht mehr so schneereich, Ungeziefer gelangt in immer höhere Lagen. Überlebensstrategien wie etwa der Fellwechsel des Schneehasen oder der Gefiederwechsel des Schneehuhns sind bei Schneemangel eher hinderlich. Die Tiere sind mit ihrem weißen Fell- oder Federkleid dann besser für Fressfeinde sichtbar.

c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Die kalte Jahreszeit legt eine stille Decke über das Land. Das ist überlebenswichtig für die Wildtiere, die die Ruhe brauchen.

werden zur echten Gefahr für das Wild. „Die Tiere kennen die Wanderwege – und sie kennen auch die Routinen der Menschen“, weiß Revierleiter Andreas Pircher. Er engagiert sich im Projekt Regional.Netz. Natur, einem Projekt der steirischen Landesjägerschaft, das im Ennstal und Ausseerland gegründet wurde. Dieses offene Netzwerk hat sich die Sensibilisierung für die Natur zur Aufgabe gemacht. „Wir arbeiten mit Jägerschaft, Tourismus, Bergrettung, Alpenverein und vielen anderen Organisationen daran, ein Miteinander zu schaffen, das die Natur für alle nutzbar macht“, erklärt Pircher. Auf der Tauplitz wurden beispielsweise Tafeln installiert, die anzeigen, wo Skifahrer abfahren sollen, um die Wildtiere nicht zu stören. Der Mensch hat einen großen Einfluss auf das Wohlergehen der Tiere. Um ihnen das Überwintern zu erleichtern, gibt es einige Verhaltensregeln. Dazu gehört, dass Wintersportler und Wanderer sich nicht kreuz und quer durch die Landschaft bewegen, sondern auf den ausgeschilderten Wegen und Routen bleiben. In der Nacht sollten Menschen generell nicht in den Wald gehen. Die Tiere brauchen diese wichtigen Ruhezeiten, um Energie zu tanken. Auch Lärm stresst das Wild. Deswegen ist ruhiges Verhalten in der Natur ein Muss. Wobei normales Sprechen sogar von Vorteil ist, weil die Tiere den Menschen schon aus der Ferne hören und sich darauf einstellen können. Sehr wichtig ist es auch, Hunde an der Leine zu führen, um den Kontakt mit Wildtieren möglichst zu vermeiden. Wenn ein verletztes Wildtier gefunden wird, darf dieses keinesfalls mitgenommen werden. Stattdessen ist im Zweifelsfall die Polizei zu informieren, die die Information an die entsprechende Stelle weitergibt. „Wenn alle ein wenig Rücksicht nehmen, können Menschen und Tiere die Natur nutzen. Tiere haben keine Stimme, wir müssen für sie Partei ergreifen“, sagt Pircher. Das Ökosystem ist sehr fragil und bedarf eines verantwortungsvollen Umgangs. „Jedes Lebewesen, von der Ameise bis zum Rothirsch, ist wichtig für das Gleichgewicht. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein, wenn wir in der Natur unterwegs sind. Es ist genug Platz für alle da. Wir müssen nur ein wenig zur Seite gehen“, sagt Kranabitl.

Einer der wichtigsten Faktoren für das Überleben im Winter ist das Verhalten des Menschen. Wintersportler aller Disziplinen haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Wildtiere. Die Tiere brauchen speziell im Winter viel Ruhe. „Der Hirsch beispielsweise legt eine Art Winterpause ein. Er drosselt die Körpertemperatur, er frisst weniger, der Stoffwechsel wird fast gegen Null heruntergefahren. Hirsche müssen im Winter Kalorien sparen, deshalb bewegen sie sich kaum“, erklärt Kranabitl. Menschen, die die markierten Wanderwege verlassen oder bei Skitouren die Route beliebig wählen,

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c_Die Tauplitz, Tom Lamm

Charakteristische Bergpersönlichkeiten im Ausseerland-Salzkammergut bilden die ideale Kulisse für Winterfreuden aller Art. Die Vielfalt begeistert Jung und Alt.

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Regau Thalgau

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DAS GRÜNE HERZ ÖSTERREICHS

Impressum Herausgeber/für den Inhalt v ­ erantwortlich: Tourismusverband Ausseerland-Salzkammergut | B ­ ahnhofstraße 132 | 8990 Bad Aussee | Austria | Tel.: +43 3622 54040-0 | Fax: +43 3622 54040-7 | E-Mail: info@ausseerland.at | ausseerland.at Idee, Konzeption und Artwork: Das Kommunikationshaus Bad Aussee | www.kommhaus.com | Chefredakteurin: Maria Schoiswohl | Redaktion: Griselda Fosen, Mirjam Harmtodt, Christian König Gestaltung: Dominique Limberger, Anna Schoiswohl | Lektorat: Maria Grill, Petra Grill Fotos: siehe Bildverweise | Coverfoto: c_Die Tauplitz, Tom Lamm | Fotos Seiten 8 & 9: c_shutterstock, Dewin ID (6), Andrey_Kuzmin (2), goir (2), Kastaprav Fonts: Ingeborg und Vito Druck: Samson Druck Grundlegende Richtung: Energie fürs Leben erscheint halbjährlich. Es informiert Gäste, Einheimische und Freunde des Ausseerland-Salzkammergutes über die Region und seine Menschen. Genderhinweis: Wir legen ­großen Wert auf geschlechtliche Gleichberechtigung. ­Aufgrund der ­Lesbarkeit der Texte wird bei Bedarf nur eine ­Geschlechtsform gewählt. Dies impliziert keine Benachteiligung des jeweils ­anderen Geschlechts. Vorbehaltlich Änderungen, Irrtümer und Druckfehler. Ausgabe Winter 2020/21

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