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Energie fürs Leben

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energie fürs Leben Sommermagazin 2020

Aufi auf’n Berg

Eine Wanderung über die Gipfel der Region

Mit allen Wassern gewaschen Abkühlung an heißen Sommertagen im Ausseerland-Salzkammergut

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Editorial Sonnenstrahlen, die auf der Nasenspitze tanzen. Wassertropfen, die über die Stirn fließen. Ein laues Sommerlüftchen, das die Unterarme streichelt. Das ist Energie fürs Leben. c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Der Mond, der über dem Berggipfel aufgeht und das Gebirge in sein sanftes Licht taucht. Der Berg, der sich dem Himmel entgegenreckt und die Landschaft markant prägt. Der Mensch, der die Hand reicht und dabei ein Lächeln schenkt. Das gibt Energie fürs Leben. Das Ausseerland-Salzkammergut ist voll von diesen Momenten. Sie bewegen den Körper. Sie begeistern den Geist. Sie bewegen die Seele. Sie sind Kraft- und Inspirationsquell für jeden, der sie erlebt. Ob bei der Bergtour mit dem besten Freund zu den höchsten Gipfeln der Region, ob beim Badetag mit der Familie am Steirischen Meer (dem Grundlsee) oder beim Gespräch mit den „Dosigen“ (den Menschen vor Ort) über das Leben. In dieser Sommerausgabe des Magazins „Energie fürs Leben“ entführen wir Sie in die Bergwelt und an die Ufer der Seen. Wir bringen Sie zu den kulturellen Höhepunkten der Saison in der Region und entdecken mit Ihnen die Eigenheit der einheimischen Architektur. Wir besuchen mit Ihnen eine Dirndlschneiderin und ihre Enkelin, die bereits in ihre Fußstapfen tritt. Und einen leidenschaftlichen Biobauern, der seine Gäste gerne zum Urlaub empfängt. Als krönenden Abschluss servieren Ihnen Köche des Ausseerland-Salzkammergutes ein sommerliches Menü, das Sie ganz einfach zu Hause nachkochen können. Ein gutes Gespräch mit lieben Menschen. Eine neue Erkenntnis über die Baukultur. Ein individueller Einblick in traditionelles Handwerk. Auch das gibt Energie fürs Leben. Wir laden Sie ein, diese Energie im Ausseerland-Salzkammergut zu entdecken, zu erleben, zu spüren. Wie die Sonnenstrahlen auf der Nasenspitze. Genießen Sie Ihren Sommer im Ausseerland-Salzkammergut. Wir freuen uns auf Sie.

Inhalt 03 Aufi auf’n Berg

Eine Wanderung über die Gipfel der Region

06 Die Baukultur ist die Visitenkarte einer Region

Interview mit Architektin Caroline Rodlauer

08 Narzissen, Sisi, Johann und der Stall Veranstaltungen im Ausseerland-Salzkammergut

10 Mit allen Wassern gewaschen

Abkühlung an heißen Sommertagen

14 Erlebnisurlaub mit Esel, Ziege und Co.

Urlaub am Bauernhof

16 Handarbeit nach Maß Das Dirndl

17 Brachtn, trüfün und balawan Dialekt im Ausseerland-Salzkammergut

18 Der Geschmack des Ausseerland- Salzkammergutes

Ein Genuss-Handwerk zum Nachkochen

Ihr Herbert Hierzegger Vorsitzender des Tourismusverbands Ausseerland-Salzkammergut

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c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Aufi auf ’n Berg Adi Sendlhofer ist einer jener Menschen, der in der Pension sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Seit seiner Pensionierung vor 20 Jahren arbeitet der mittlerweile 79-Jährige als Bergführer. Er brennt für seine Leidenschaft und liebt es, Gäste auf die Berggipfel seiner Heimat zu führen.

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Adis geheimer Gipfeltipp!

Aufgewachsen inmitten der Bergwelt des Ausseerland-Salzkammergutes, war Sendlhofer schon als Jugendlicher ein begeisterter Berggeher und Kletterer. Einen Berg in Rekordzeit zu erklimmen, war ihm dabei nie wichtig. Er ist ein Genießer. Menschen an Orte führen zu dürfen, die sie ohne ihn nicht erreicht hätten, erfüllt ihn mit Freude und Dankbarkeit. „Es ist immer wieder schön zu sehen und zu hören, wie begeistert die Leute von unserer Landschaft und von unseren Berggipfeln sind. Wenn sie die Aussicht vom Gipfel eines Berges genießen, sind sie alle schlichtweg überwältigt“, erzählt er. Auf die Frage, von welchem Berg man die beste Fernsicht hat, meint Sendlhofer, dass es ganz egal sei, ob man am Gipfel des Losers, des Grimmings oder des Trawengs stehe. Im AusseerlandSalzkammergut komme man auf jedem Berg in den Genuss eines herrlichen Weitblicks. „Vom Loser etwa blickt man an einem klaren Tag von den Hohen Tauern hinüber bis zum Hochkönig, weiter zum Tennengebirge, über das Tote Gebirge zum Traunstein und bis ins Gesäuse und die Niederen Tauern.“ Den Gästen des Ausseerland-Salzkammergutes stehen am Berg verschiedene Schwierigkeitsgrade von Wanderwegen und Touren zur Verfügung. „Wir haben alles hier! Man kann die schönen Talwege, die meist ohne wesentliche Höhenunterschiede verlaufen, genießen, oder auf die hohen Gipfel steigen, bis hin zum Dachsteingletscher“, sagt der passionierte Bergführer. Fleißigen Gipfeljägern gibt er einen Überblick über einige seiner liebsten Berge im Ausseerland-Salzkammergut.

Der Loser Diese Bergtour auf den wohl bekanntesten Aussichtsgipfel der Region bietet neben dem fast uneingeschränkten Panorama einen schönen Blick auf den Altausseer See. Startpunkt der Tour ist der Parkplatz nahe der Loserhütte (1.498 m). Ein Naturphänomen am Weg zum Gipfel stellt das „Loserfenster“ dar. Das mehrere Meter hohe Felstor bildet den malerischen Rahmen für Panoramablicke auf den Schönberg und die sich unter einem gewaltigen Felsabbruch erstreckende Landschaft um die Gschwandalm und den Schoßboden. Diese Route ermöglicht einen einfachen und kurzen Weg auf den Gipfel. Ausgangspunkt: Loserhütte Schwierigkeit: 3* Höchster Punkt: 1.838 m Aufstieg: 500 hm Dauer: 2 h Berghütte/Restaurant: vorhanden

Die Trisselwand Neben dem Loser ist die Trisselwand ein weiterer Hausberg Altaussees. Am Weg zum Gipfel blickt man über den Grundlsee. Oben angekommen steht der markante Loser genau gegenüber. Beim Blick die steile Trisselwand hinunter zum Altausseer See beneidet man die um den Gipfel kreisenden Bergdohlen um ihre Flügel. Für ihren akrobatischen Kunstflug scheinen sie sich, frech wie sie sind, ein Stück vom Jausenbrot zu erwarten. Wie schön muss es sein, sich hier einfach abstoßen zu können und hinunter zum See zu gleiten. Ausgangspunkt: Gasthaus Trisselwand Schwierigkeit: 3* Höchster Punkt: 1.742 m Aufstieg: 765 hm Dauer: 4 h Berghütte/Restaurant: vorhanden

Der Sandling Auch der Gipfel des dritten Altausseer Hausbergs im Bunde hält eine lohnende Aussicht bereit. In seinem Inneren ruht das große Salzlager für den Altausseer Salzbergbau. Ausgangspunkt für diese mittelschwere Route ist die Blaa Alm in einem Talboden. Vor Tourenstart kann man sich hier auf der Alm stärken und Kinder können auf dem großen Spielplatz tollen. Ausgangspunkt: Blaa Alm Schwierigkeit: 4* Höchster Punkt: 1.717 m Aufstieg: 822 hm Dauer: 3 h Berghütte/Restaurant: vorhanden

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„Der Gwöhnlistein (1.645 m) und Hechlstein (1.814 m) sind zwei stille Gipfel auf der Tauplitzalm, die nicht sehr oft ­begangen werden. Sie sind zwar ziemlich steil, aber nicht sehr schwierig. Beide Gipfel stellen eine ­mittelmäßige Bergtour dar, bei denen erst das letzte Stück ins ­alpine ­Gelände führt. Das sind mit Sicherheit zwei Berge, die nicht überlaufen sind und die ich guten Gewissens ­empfehlen kann.“

c_Kommhaus, Christian König

„Der Trend zum Bergwandern nimmt bei Jugendlichen wieder eindeutig zu.“ Adi Sendlhofer führt seit vielen Jahren Gäste auf die Gipfel seiner Hausberge im AusseerlandSalzkammergut.

c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Hoher Sarstein Der Grenzberg zwischen dem AusseerlandSalzkammergut und dem Inneren Salzkammergut steht als alleiniger Brocken in der Landschaft. Seine Lage zwischen Hallstätter See, Altausseer See und Grundlsee sowie die Nähe zur Dachstein-Nordseite und die Aussicht auf den Gosaukamm und das Tote Gebirge machen diesen Berg von jeder Seite aus zu einem der beeindruckendsten Aussichtsberge der Region. Bei der Überschreitung entlang des rund drei Kilometer langen Bergrückens Richtung Obertraun hat man den gewaltigen Dachsteingletscher stetig vor Augen. Die nötige Kondition für die Überquerung des Bergs machen diese Tour anspruchsvoll. Ausgangspunkt: Pötschenhöhe Schwierigkeit: 4* Höchster Punkt: 1.975 m Aufstieg: 1.004 hm Dauer: 7 h Berghütte/Restaurant: Almhütte am Weg

Der Grimming Mit seinen 2.351 Metern reiht sich der Grimming gerade einmal auf Rang 42 der höchsten Berge der Steiermark ein. Trotzdem prägt seine Erscheinung die Landschaft wie kaum ein anderer Berg. Unbeeindruckt vom 650 Meter höheren Dachstein ragt dieser Binnenberg wie ein einsamer Fels in der Brandung in die Höhe. Er bildet eine Trennwand zwischen dem Ennstal und dem Ausseerland-Salzkammergut. Will man den „grimmigen Berg“ bezwingen, sollte man sich so früh wie möglich auf den Weg machen. Der Berg ist bekannt für rasche Wetterumschwünge. Bergführer Sendlhofer hat den Grimming weit über 100 Mal bestiegen. Er weiß, wie unangenehm es sein kann, wenn einen dort ein Gewitter überrascht. „Am Grimming oben kann es auch bei einem Wetterumschwung im Sommer passieren, dass es schneit. Dafür sollte man gerüstet sein. Ich empfehle also, immer einen Anorak mitzunehmen. Haube und Handschuhe fallen sowieso kaum ins Gewicht und sollten ebenfalls mitgeführt werden.“ Den Gipfelbezwinger erwartet der schwer zu fassende Rundumblick über das gesamte Ennstal bis tief ins Gesäuse und über das Ausseerland-Salzkammergut hinweg bis in die Hohen Tauern. Ausgangspunkt: Bad Mitterndorf Schwierigkeit: 5* Höchster Punkt: 2.351 m Aufstieg: 1.530 hm Dauer: 8 h Berghütte/Restaurant: nein

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„Es kommt beim Bergsteigen nicht auf neue Rekorde an. Sich der Natur auszusetzen ist alles.“ Reinhold Messner c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Höhenunterschied von 70 Metern. Der Klettersteig eignet sich als perfektes Training für alle Altersgruppen. Ausgangspunkt: Loser Alm Schwierigkeit: 2* Höchster Punkt: 1.666 m Aufstieg: 88 hm Dauer: 1 h Berghütte/Restaurant: vorhanden Ausrüstung: komplette Klettersteigausrüstung, Helm und Klettersteighandschuhe

Klettersteig Gamsblick auf den Traweng Der seit 2012 bestehende „Gamsblick“-Klettersteig ist die sportliche Variante auf den 1.984 Meter hohen Traweng. Der Blick auf Grimming, Dachstein, das Tote Gebirge, Sturzhahn und Steirersee gewährt tiefe Einblicke in die Erhabenheit des AusseerlandSalzkammergutes. Es ist ein sehr schön angelegter, mittelschwerer Genuss-Klettersteig auf einen beliebten Wandergipfel der Tauplitzalm. Ausgangspunkt: Tauplitzalm Schwierigkeit: 4* Höchster Punkt: 1.984 m Aufstieg: 200 hm Dauer: 1 h Berghütte/Restaurant: vorhanden Ausrüstung: komplette Klettersteigausrüstung, Helm und Klettersteighandschuhe

Für Kletterfreunde

Mit dem Smartphone nach ganz oben

Einen besonderen Anreiz üben die Klettersteige der Region auf Abenteurer aus. Die Frequenz ist ständig steigend. Klettergurt, Klettersteigset und Helm sind Voraussetzung für eine sichere Begehung.

Die Berge des Ausseerland-Salzkammergutes rufen. ­Sowohl Extrembergsteiger als auch ­Gelegenheitswanderer. Auf den gut markierten Wanderwegen tauchen die ­Menschen in intakte Natur und ritualreiche Gipfelkultur ein. Auch diese hat ihren Weg ins digitale Zeitalter gefunden: Mit dem Handy geht es auf Gipfel- und Wandernadel-Jagd in die Berge.

Panoramaklettersteig Sisi auf den Losergipfel

Bergrituale und Facebook

So einfach geht’s:

Der im Juni 2007 eröffnete Loser-Panorama­ klettersteig „Sisi“ führt den Beinamen zu Ehren von Kaiserin Elisabeth, die den Loser aus eigener Kraft bestiegen haben soll. Die Ausgesetztheit dieses sehr anspruchsvollen Klettersteigs verlangt absolute Schwindelfreiheit und ausreichend Körperkraft. Wer die Nerven dazu hat, die Aussicht während des 400 Meter langen Aufstiegs zu genießen, wird mit einem traumhaften Blick über das AusseerlandSalzkammergut und zum Dachsteinmassiv belohnt. Der Klettersteig „Sisi“ erfreut sich aufgrund des Panoramas und der sonnigen Lage bei Klettersteigfans besonders großer Beliebtheit. Das Outdoor-Magazin „Land der Berge“ wählte ihn 2015 zum Sieger in der Kategorie „Der Aussichtsreichste“. Jährlich besteigen über 4.000 Personen den Altausseer Hausberg über diese neue Route. Ausgangspunkt: Kehre 11 der Loser Panoramastraße Schwierigkeit: 5* Höchster Punkt: 1.838 m Aufstieg: 450 hm Dauer: 2 h Berghütte/Restaurant: vorhanden Ausrüstung: komplette Klettersteigausrüstung, Helm und Klettersteighandschuhe

Das Erreichen eines Gipfels verlangt nach einer Würdigung. Freunde werden umarmt, man klopft sich auf die Schultern und fremden Menschen reicht man die Hand zum Gruß. Gipfelkreuze bilden das Hintergrundmotiv des obligatorischen Gipfelfotos und vollgeschriebene Gipfelbücher verraten viel über Emotionen und Gedankenwelt der Wanderer. Das Eintragen in ein Gipfelbuch ist längst zum Ritual geworden und lässt sich mittlerweile auch digital über das Handy vollziehen. Die erreichten Ziele (Gipfel, Hütten, Klettersteige, Pässe, Aussichtspunkte usw.) werden über GPS ermittelt und mittels digitalem Tourenbuch festgehalten. Diese kann man sofort online mit Freunden in sozialen Netzwerken teilen und zeigen: Man war wirklich oben.

›› SummitLynx App herunterladen und installieren. ›› Loswandern zu einem der vielen Wanderziele im AusseerlandSalzkammergut. ›› Am Gipfel oder am Ziel kurz die App starten und mit SummitLynx einchecken. Dabei ist es nicht notwendig online zu sein: Die App speichert den Eintrag und synchronisiert sich automatisch bei der nächsten Verbindung. ›› Mit genug Punkten erhält man die begehrten Wandernadeln der Region. ›› mySOS NotfallVerständigung inklusive

Panoramaklettersteig Sophie am Loser Die kleine Schwester des berühmten „Sisi“-Klettersteigs bietet Anfängern ideale Übungsbedingungen. Die „Sophie“ hat einen Schwierigkeitsgrad von A/B mit einigen C-Stellen, eine Länge von 300 Metern und überwindet einen

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Am Gipfel mit der App SummitLynx ist eine von steirischen Entwicklern entworfene App (gratis für Android und iOS). Sie fungiert als digitales Gipfelbuch. Wanderer, die bestimmte Punkte im Ausseerland-Salzkammergut erreicht haben, können sich damit virtuelle Wandernadeln abholen. Etwa am Loser, am Lawinenstein, auf der Tressensteinwarte, der Simonywarte, beim Steirersee-Bankerl oder bei der Ruine Pflindsberg. In Zusammenarbeit mit der Bergrettung Steiermark wurde der App zusätzlich die sogenannte „mySOS“ Funktion verliehen. Sie liefert im Ernstfall wertvolle Informationen für eine Rettung.

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Die Baukultur ist die Visitenkarte einer Region Der „typische“ Stil Ausseer Häuser, der Trend zur Tradition und der Spaß an der Arbeit: Architektin Caroline Rodlauer aus Bad Mitterndorf im Interview c_Die Abbilderei

Gibt es einen typischen Architekturstil des Ausseerland-Salzkammergutes? Ja, den gibt es. Er ist vor allem in den traditionellen Häusern in Altaussee beheimatet: Das Erdgeschoß klassisch verputzt, die Obergeschoße aus Holz und das ganz urtümliche „Brickl“, also die Veranda. Und natürlich gehören die Verzierungen dazu, die man in der Region kennt. Was ist ein „Brickl“ konkret? Das ist grundsätzlich die urtypische Veranda. Sie zieht sich über sämtliche Geschoße und war früher eine Sommerveranda und eine wertvolle Übergangszone zwischen Innen- und Außenraum. Heutzutage findet sie zumeist als Wohnraumerweiterung ihren Platz.

Caroline Rodlauer liebt es, ihre Umwelt zu gestalten. Im AusseerlandSalzkammergut macht sie als Architektin genau das.

„Die tradierte Ausseer Baukultur ist geprägt durch eher einfache, funktionelle Bauten.“

Wie hat sich der Stil der Ausseer Architektur in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? Die tradierte Ausseer Baukultur ist geprägt durch eher einfache, funktionelle Bauten – mit kleinen Fensteröffnungen, wenig ausladenden Dächern und schnörkelloser Gestaltung. So, wie es aus dem bäuerlichen Leben heraus entwickelt wurde und notwendig war. Die Entwicklung der Architektur hat dann vor rund 100 Jahren einen großen Sprung gemacht. Damals, als die klassische Sommerfrische aufkam, waren betuchte Stadtgäste in der Region, die auch den sogenannten Schweizer Stil ins AusseerlandSalzkammergut brachten.

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Die Schweiz im Salzkammergut? Ja, auf jeden Fall in der Architektur. Den Stil erkennt man an den tiefen, vorgelagerten, durchgängigen Balkonen, an den weiten Dachüberständen und den teils aufwendigen Verzierungen. Was ist in den vergangenen 20 bis 30 Jahren passiert? Seit den 1970er Jahren, der goldenen TourismusÄra, sind vereinzelt Bausünden passiert, die das Orts- und Landschaftsbild nachhaltig verändert haben. Auch bei Wohnhäusern der jüngeren Zeit sind oftmals gestalterische Unstimmigkeiten zu erkennen. Dies ist oftmals der Farbwahl geschuldet oder einem Anspruch, künstlich „modern“ sein zu wollen. Ich bemerke aber aktuell eindeutig eine Trendumkehr. Wie zeigt sich diese? Vor allem junge und moderne Bauherren tendieren vermehrt zum traditionellen Baustil, wenngleich auch neu interpretiert. Ein Gebäude soll zwar zeitgenössisch, aber zeitlos im Erscheinungsbild sein und sich vor allem harmonisch ins Landschaftsbild und in die Umgebung einfügen. Hier sind gute Planer gefragt, die den Spagat zwischen zeitgemäßen Wohnbedürfnissen und klassisch, unaufgeregter Architektur schaffen. Insbesondere großformatige Gebäude, etwa für Tourismus- oder Wohnbau­projekte, erfordern eine besonders sensible Herangehensweise.

„Junge und moderne Bauherren tendieren vermehrt zum traditionellen Baustil, wenngleich auch neu interpretiert.“

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Die Architektur der Region – gleich ob klassisch oder modern – nutzt oftmals Lärchenholz. Sie fügt sich damit gut in die Landschaft ein.

Vorarlberg ist in Österreich bekannt für innovative Architektur im ländlichen Bereich. Wo steht das Ausseerland-Salzkammergut im Vergleich? In Vorarlberg gibt es ein sehr intensives Zusammen­ wirken zwischen Auftraggebern, Architekten und Handwerkern. Die Handwerker haben ein starkes Ehrgefühl, sind stolz auf ihre Arbeit und wollen, dass etwas schön und edel aussieht. Damit das so ist, braucht es natürlich auch etwas Budget. In Vorarlberg ist das Förderwesen anders als in der Steiermark. Wenn dort Altbauten saniert werden, dann gibt es eine Landesförderung. Vorausgesetzt man beschäftigt heimische Betriebe und verwendet heimische Rohstoffe. Da sind wir ein bisserl hinten nach. Und der Ehrgeiz und Stolz der Planer, Bauherren und Handwerker ist bei uns noch nicht so ausgeprägt. Wobei wir da durchaus Potenzial haben. Welche Gebäude zählen zu den architektonischen Juwelen der Region? In Altaussee findet man im Ortsteil Arzleiten rund um den Campingplatz vom jahrhundertealten Traditionshaus bis hin zur gelungenen, modernen Neuinterpretation eine facettenreiche Baukultur. In Grundlsee ist der Bereich rund um die Pfarrkirche oder die Gegend in Gößl Richtung Toplitzsee sehenswert. Das Ortszentrum Bad Aussee ist – auch dank strenger Ortsbildrichtlinien – hochwertig erhalten. Markanter architektonischer Gegenpol ist das Narzissen Vital Resort. Trotz starker Sichtexponiertheit und moderner Formgebung integriert es sich, dank regionaler Materialwahl, am Lerchenreither Plateau gut in die Landschaft. Und in Bad Mitterndorf geben der landwirtschaftlich geprägte Ortsteil Krungl, die Gegend rund um das Schloß Grubegg in Neuhofen und das Zentrum von Obersdorf Einblick in baukulturelle Kleinode. Aktuell erfahren Altaussee und Bad Mitterndorf einen Bauboom. Sie sind auch Ortsbildsachverständige in der Region. Wie wird Bettenburgen und Bausünden vorgebeugt? Die Baukultur ist wie eine Visitenkarte für einen Ort. Man muss hier rigide sein, um die Qualität der Baukultur zu erhalten, Zerstörung kann ungemein schnell passieren. Wenn ich ins Obere Ennstal blicke, sehe ich, in welche Richtung es diesbezüglich gehen kann, wenn man nicht aufpasst. Vor allem für Altaussee und Bad Aussee gibt es deshalb sehr strikte Bebauungsgrundsätze. Man muss nicht so bauen wie vor 100 Jahren, aber es gilt Rahmenparameter einzuhalten, sodass sich auch zeitgemäße Bauten in ihre Umgebung eingliedern.

c_Rodlauer Greimeister ZT GmbH, Caroline Rodlauer

c_Rodlauer Greimeister ZT GmbH, Caroline Rodlauer

c_Rodlauer Greimeister ZT GmbH, Caroline Rodlauer

Rodlauer Greimeister ZT GmbH Caroline Rodlauer ist Architektin, Ziviltechnikerin, Bau- und Ortsbildsachverständige und betreibt ihre ­Kanzlei in ihrem Heimatort Bad Mitterndorf. Aktuell ­beschäftigt sie in ihrem Büro zwölf Mitarbeitende und ­bildet auch ­Lehrlinge aus. Die Expertise liegt insbesondere im ­­Wohn- und Schulgebäudebau. Die Volksschule Bad Aussee etwa stammt von Rodlauer Greimeister und gilt weitum als zeitgemäßes Vorzeigeobjekt. Die ­Revitalisierung des ehemaligen Landeskrankenhauses als „Traunhaus“ ist eine der nächsten Herausforderungen für das Architekturbüro.

„Ich wollte schon als Vierjährige etwas schaffen, das bleibt.“

Sie feiern 2019 mit Ihrem Architekturbüro Ihr zehnjähriges Jubiläum. Was bereitet Ihnen in Ihrem Beruf nach wie vor Freude? Die Teamarbeit und die Möglichkeit meine direkte Umgebung mitzugestalten. Ich wollte schon als Vierjährige etwas schaffen, das bleibt. Die Architektur als Zusammenspiel zwischen Mensch, Technik und Gestaltung hat sich dann für mich als richtig herausgestellt. Da blühe ich auf.

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Es gibt so viele tolle Veranstaltungen, dass man sich förmlich dreiteilen müsste. – Gudrun Wagner

Kunst, Bildung und Kultur treffen sich im Woferlstall in Bad Mitterndorf – ein Stall mit besonderem Flair.

Narzissen, Sisi, Johann und der Stall Der sommerliche Veranstaltungs­ reigen im AusseerlandSalzkammergut lässt keine Wünsche offen. Im Mittelpunkt der hochkarätigen Unterhaltung stehen Kultur, Wirtschaft und Politik.

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c_Jacqueline Korber, www.wirliebe.at

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„Es gibt so viele tolle Veranstaltungen, dass man sich förmlich dreiteilen müsste“, seufzt Gudrun Wagner, eine Marketingexpertin, die im Sommer regelmäßig ihre ­Bleibe von Wien ins Ausseerland-Salzkammergut verlegt. Sie genießt in ihrer gemütlichen Berghütte Ruhe und Aussicht. Daneben besucht sie Veranstaltungen in der Region, die Experten und Kulturbegeisterte aus nah und fern anziehen. Gestartet wird der Reigen mit dem Narzissenfest, dem größten Blumenfest Österreichs. Unzählige Sternnarzissen verwandeln die liebliche Berglandschaft in ein weißes Blütenmeer. Dieser Anblick begeistert und fasziniert. Das 61. Narzissenfest startet Mitte Mai 2020 mit der Wahl der Narzissenkönigin und der beiden Prinzessinnen. Zwischen 21. und 24. Mai gibt es rund um die Themen Tracht, Tanz und Musik eine Fülle an Veranstaltungen, die in Summe von rund 25.000 Gästen besucht werden. Zu den Besonderheiten gehören Konzerte, eine Lesung, der Maitanz der Kinder, das Oldtimertreffen sowie die Mode Show – die besondere Präsentation der heimischen Handwerksbetriebe. Absoluter Höhepunkt ist das Narzissenfest am Sonntag, den 24. Mai. Beim Stadtkorso werden von 8.00 bis 11.00 Uhr kunstvoll angefertigte Blütenfiguren an verschiedenen Plätzen im Stadtzentrum von Bad Aussee ausgestellt. Die Besucher haben viel Zeit, die Figuren zu bestaunen und zu fotografieren. Danach ziehen die Narzissenfiguren nach Altaussee weiter, wo um 14.30 Uhr der Bootskorso startet. 3.000 Helfer aus der Region tragen zum Gelingen dieses größten, heimischen Blumenfests bei. Beim Fest engagieren sich Jung und Alt, auch Gäste werden miteingebunden. Sie helfen beim Narzissenpflücken und Stecken der Figuren für den Korso.

Hommage an Kaiserin Sisi „Anmutig und zugleich ausdrucksstark – das sind die Tänzerinnen und Tänzer, die bei den Ballettaufführungen ihr Publikum in den Bann ziehen“, schwärmt Gudrun. Seit mehr als 25 Jahren gehören die Auftritte der Vereinigung Wiener Staatsopernballett zu den Höhepunkten des Kultursommers in der Region Ausseerland-Salzkammergut. Von 6. bis 8. August 2020 finden die erfolgreichen Ballettabende im Kur- und Congresshaus Bad Aussee ihre Fortsetzung. Das Motto lautet dieses Mal „Elisabeth – Sisi“. Das Thema ist eine Hommage an die österreichische Kaiserin und ungarische Königin Elisabeth, die eine besondere Affinität zum Salzkammergut hatte und sich im Sommer regelmäßig in der Kaiservilla in Bad Ischl aufhielt. Von hier unternahm sie stundenlange Wanderungen durch die eindrucksvolle Bergwelt der Region. Unter anderem gehörte der Loser zu einem ihrer beliebten Ausflugsziele. Die Kaiserin war immer sehr flott unterwegs und brachte so manche Begleiter gelegentlich etwas ins Schwitzen. Mihail Sosnovschi, Solotänzer des Wiener Staatsopernballetts, hat die künstlerische Gesamtleitung und Choreographie der Ballettabende über. Musikalisch begleitet werden die Tänzerinnen und Tänzer von der Ausseer Bradlmusi, dem Großen Streichorchester Bad Aussee unter der Leitung von Edwin Cáceres-Peñuela, und der Sängerin Laura Spengel. Tänzer und Musiker sind seit Jahren ein erfolgreich eingespieltes Team.

c_Harald Eisenberger

Die Ballettabende 2020 in Bad Aussee sind eine Hommage an die österreichische Kaiserin Elisabeth. Darsteller und Besucher hoffen, dass der Wettergott beim Wildererspiel mitspielt. c_Kulturelle ARGE Grundlsee, Christina Strutz

c_Kulturelle ARGE Grundlsee, Christina Strutz

Wildererspiel vor Gößler Wand „Die Region mit ihren glasklaren Seen und den beeindruckenden Bergen ist einfach traumhaft!“ bekräftigt die Wiener Marketingexpertin. Ein besonderes Erlebnis sind auch viele Spielstätten des Kultursommers im Ausseerland-Salzkammergut. So finden unter anderem exklusive Konzerte auf der Seebühne in den Salzwelten Altaussee statt, Lesungen im Literaturmuseum Altaussee, Konzerte in der Spitalkirche Bad Aussee und diverse Veranstaltungen in vielen urigen Gasthäusern der Region. Am 1. August 2020 wird der Ortsteil Gößl am Grundlsee zur großen Freilichtbühne, wenn das Wildererspiel „Gnade, mein Prinz, Gnade!“ aufgeführt wird. „2019 musste das Stück wegen Schlechtwetters abgesagt werden“, berichtet Gudrun, die sich schon sehr auf die einzigartige Inszenierung mit 200 Darstellern in alten Trachten vor der beeindruckenden Kulisse der Gößler Wand freut. Im Wildererspiel wird die Begegnung von Erzherzog Johann mit seiner späteren Frau Anna Plochl dargestellt.

Kunst in alten Ställen Mit Atmosphäre und Flair punkten die beiden Veranstaltungsorte Woferlstall und Kaiserlicher Stall. Der Woferlstall in Bad Mitterndorf ist Bühne und Treffpunkt für Kunst, Bildung und Kultur. Eigentümer und Bildhauer Ferdinand Böhme stellt diesen Ort für kulturelle Zwecke zur Verfügung. Zum einen organisiert der Betreiberverein „E.I.K.E.-Forum“ Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Performances, Vorträge und Festivals. Zum anderen ermöglicht der Verein vielfältige Gast- und Kooperationsveranstaltungen wie Bauern-, Floh- und Christkindlmarkt, Geburtstage und Hochzeiten. „Der Woferlstall hat einen ganz besonderen Charme mit urigen Verholzungen und edlen Marmorböden“, weiß Vereinsvorstandsmitglied Teresa Grill. Der Kaiserliche Stall aus dem 16. Jahrhundert wiederum ist das einzige denkmalgeschützte Gebäude in Grundlsee. 1987 kaufte die Gemeinde Grundlsee den Kaiserlichen Stall von den Bundesforsten und verpachtete ihn 1992 der Kulturellen Arbeitsgemeinschaft Grundlsee. „Für den Sommer 2020 stehen Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Tanzvorführungen auf dem Programm“, betont Werner Pirkner, Obmann der Kulturellen ARGE. Dabei treten verstärkt junge Künstler in den Vordergrund, die in ihren Arbeiten zeitgenössische Themen behandeln.

Veranstaltungen im Ausseerland-Salzkammergut ›› Narzissenfest: www.narzissenfest.at ›› Vereinigung Wiener Staatsopernballett: www.ballett.at ›› Kommunale Sommergespräche: www.gemeindebund.at ›› Ausseer Gespräche: www.badaussee.at ›› Wildererspiel: www.wildererspiel.at ›› Woferlstall Bad Mitterndorf: www.eike-forum.at ›› Kaiserlicher Stall Grundlsee: www.grundlsee.at/kaiserlicherstall c_Narzissenfest, Stephan Pellizzari

Politik und Wirtschaft in Diskussion Zum Mekka von Wirtschaft und Politik wird Bad Aussee bei den Ausseer Gesprächen und den Kommunalen Sommergesprächen. Unter anderem diskutieren führende Politiker, Wissenschafter, Wirtschafter und Experten des öffentlichen Managements wesentliche Zukunftsfragen und erarbeiten Antworten. Daneben genießen die Teilnehmer das Programm abseits der offiziellen Diskussionsrunden sowie die idyllische Landschaft.

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Fantasievolle Figuren gleiten am 24. Mai 2020 über den Altausseer See.

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c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Mit allen Wassern gewaschen c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Das AusseerlandSalzkammergut ist reich an Naturschätzen. Ein besonderes Juwel und ein Geheimtipp für Naturliebhaber ist der Ödensee.

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Endlich Sommer! Das AusseerlandSalzkammergut sorgt mit seinen Seen und Freibädern für die ersehnte Abkühlung, wenn es so richtig heiß wird. Die Thermen locken im Sommer oft mit günstigeren Preisen.

Hitzeflimmern über dem Boden, die hochsommerlichen Temperaturen bringen die Wanderschuhe zum Kochen und selbst der kurze Weg vom Auto zur ersehnten Abkühlung im See oder Freibad, treibt den Schweiß auf die Stirn. Die Kinder, der Partner oder man selbst steht ob der Hitze unter Spannung. Wie beim klassischen Sommergewitter kann es in solchen Momenten rasch passieren, dass sich alles blitzartig entlädt. Darum sind Feingefühl und Wissen angesagt – bei der Auswahl des Badeplatzes. Die einen suchen ein schattiges Plätzchen unter einem Baum, stellen sich ihren Liegestuhl darunter und lassen die Zeit gemütlich an sich vorüberziehen. Die anderen kommen zum See, spielen Volleyball, springen vom Sprungbrett und schubsen sich gegenseitig vom Steg. Kinder tummeln sich auf Spielplätzen, planschen in seichten Wasserstellen am See oder in den Kinderbecken der Bäder. Das Ausseerland-Salzkammergut hält für die heißen Tage des Jahres für jeden Gusto das richtige Gewässer bereit. Thermen punkten mit ihren vielseitigen Wellnessangeboten und bieten im Hochsommer teils vergünstigte Eintrittspreise. Falls es dann doch einmal regnet, geht der Spaß im Indoor-Bereich weiter. c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Der Altausseer See – ein Kraft­ platz an dem sich der Mensch mit der Natur auf heil­same Weise wiedervereinigen kann.

Altausseer See, das dunkelblaue Tintenfass Der Altausseer See liegt am Fuße des Loser-Bergmassivs und der steil emporragenden Trisselwand. Diese erhebt sich fast direkt vom östlichen Seeufer aus auf 1.754 Meter. Der See selbst liegt auf 712 Meter. Das „Tintenfass“ bezieht sich auf die dunkelblaue Färbung des Sees und passt auch zu den zahlreichen Literaten, die in dieser Landschaft Inspiration für ihre bedeutenden Werke fanden. Adalbert Stifter, Franz Grillparzer, Stefan Zweig oder Arthur Schnitzler zählten dazu. Es ist ein erhebendes Gefühl, wenn man im Altausseer See schwimmt oder mit dem Tretboot oder der Plätte, einem typischen Holzboot, über den See fährt. Immer wieder fällt der Blick auf das weiß aufblitzende Gletschereis des Dachsteinmassivs. Der Dachstein ist der östlichste Gletscher der Alpen und hat sich vor rund 260 Millionen Jahren aus einer Wüstenlandschaft erhoben. Er ist der unangefochtene Bergkaiser der Region und von vielen Uferplätzen am Altausseer See im Blick. Der See ist von allen Seiten aus frei zugänglich, eine wertvolle Seltenheit an Österreichs Seen. Bis auf ein kleines Stück am nördlichen Seeufer, bietet der See überall gut erreichbare Badenischen und einen sauberen Kiesstrand. Übrigens bestritt bereits Daniel Craig alias James Bond in „Spectre“ den Weg über den See mit einer Plätte, um zur berühmten Seewiese zu gelangen. Anstatt das verlockende kulinarische Angebot zu genießen, zog es Bond jedoch vor, die dortige Almhütte in die Luft zu jagen. Der Weltenretter im Auftrag ihrer Majestät verfügt eben nur über die „Lizenz zum Töten“ und nicht über die „Lizenz zum Verweilen und Genießen“. Das bleibt den Gästen überlassen. Wer den rund sieben Kilometer langen Wanderweg um den See gemütlicher angehen will, kann ganz umweltfreundlich mit dem ersten Solarschiff Österreichs zur Seewiese fahren und dabei das beeindruckende Panorama genießen.

Grundlsee, das Steirische Meer Der Grundlsee ist der größte See der Steiermark und wird darob liebevoll das „Steirische Meer“ genannt. Er liegt auf 732 Metern am Fuße des Toten Gebirges und sein Strand befindet sich unter den Top-50-Stränden Europas. Wie das geht? Die Reiseplattform „FlightNetwork“ hat 2019 400 Strände weltweit unter die Lupe genommen und empfiehlt dabei besonders attraktive Reiseziele. Der Grundlsee hat es mit seinem Strand dabei auf Platz 22 aller europäischen Strände geschafft. Als einziger Strand, der nicht an einem Meer, sondern an einem See liegt. „Aus meiner Sicht bestätigt das, was wir bereits wissen“, sagt Ernst Kammerer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ausseerland-Salzkammergut. „Man muss niemanden mehr mit exotischen Reisezielen beeindrucken. Auch die Österreicher setzen wieder mehr auf Heimaturlaub, um Kraft zu tanken und sich vom Alltag zu erholen. Das gelingt im Ausseerland-Salzkammergut besonders gut.“ Der See ist von allen Seiten frei zugänglich. Darauf ist man am Grundlsee besonders stolz. In der Nähe des Gasthofs „s’Murbodenhüttl“ befindet sich der einzige FKK-Bereich im AusseerlandSalzkammergut. Auch die Schifffahrt hat am Grundlsee eine lange Tradition.

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c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Hermann Rastl

Altausseer See Seefläche: 2,1 km2 • Länge: 2,6 km • Breite: 1 km • Max. Tiefe: 73 m • Seerundweg: 7,5 km Mögliche Aktivitäten: Schwimmen/Baden, Rudern, Fischen, Tauchen/Scuben, SUP Infrastruktur: Gastronomie, Kinderspielplatz, Beachvolleyballplatz, Tennisplätze, Schifffahrt, Liegewiesen, Bootsverleih, WC-Anlagen, Parkplätze

Grundlsee Seefläche: 4,22 km2 • Länge: 5,7 km • Breite: 900 m • Max. Tiefe: 64 m • Seerundweg: 14,7 km Mögliche Aktivitäten: Schwimmen/Baden, Rudern, Kajak/Kanu, Fischen, Segeln, Tauchen/Scuben, SUP Infrastruktur: Gastronomie, Kinderspielplätze, Schifffahrt, Liegewiesen, Bootsverleih, Tauchzentrum, FKK-Badestrand, WC-Anlagen, Parkplätze

Ödensee Seefläche: 19,92 ha • Länge: 660 m • Breite: 250 m • Max. Tiefe: 19 m • Seerundweg: 2 km Mögliche Aktivitäten: Schwimmen/Baden, Rudern, Fischen, SUP Infrastruktur: Gastronomie, Kinderspielplatz, Liegeplätze am Naturbadestrand, Sprungbrett, WC-Anlagen, Wickeltisch, Parkplätze

Salza-Stausee c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Hermann Rastl

Seefläche: 80 ha • Länge: 5 km • Breite: 300 m • Max. Tiefe: 50 m Mögliche Aktivitäten: Schwimmen/Baden, Rudern, SUP, Surfbiken Infrastruktur: Bootsverleih, Parkplätze

Salzkammergut Sommercard Die Salzkammergut Sommercard ist von 1. Mai bis 31. Oktober gültig. Sie enthält bis zu 25 Prozent Preisermäßigung auf viele Sommeraktivitäten, unter anderem auch für die Altaussee Schifffahrt, den Bootsverleih am Salza-Stausee, das Alpenbad Bad Mitterndorf, das Erlebnisbad Tauplitz und das Narzissen Vital Resort Bad Aussee.

›› GrimmingTherme: www.grimming-therme.com ›› Narzissen Vital Resort: www.vitalresort.at ›› Salzkammergut-Sommercard: www.salzkammergut.at

Der im Wald gelegene SalzaStausee ist nie überlaufen. Wer einmal die beruhigende Stille erlebt hat, die hier herrscht, der wird den See immer wieder zum „Seele-baumelnlassen“ aufsuchen.

Der Grundlsee verzaubert und ist auch geheimnisvoll. Der Legende nach stieg einst ein Wassermann aus dem See und brachte das Salz in die Region.

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Die Erlebnisflotte bietet Linienschifffahrt sowie Vollmondfahrten und Sonnenuntergangsrundfahrten an. Ein besonderes Highlight ist die „DreiSeen-Tour“. Diese führt zuerst über den Grundlsee nach Gößl. Von dort geht man circa 30 Minuten lang den Wanderweg zum sagenumwobenen Toplitzsee. Geschichten um versenkte Nazischätze locken immer noch Schatzsucher an. Er hat aber auch eine romantische Geschichte, denn hier lernte Erzherzog Johann von Österreich im August 1819 seine spätere Frau Anna Plochl kennen. Mit der Plätte geht es weiter, vorbei am Wasserfall, zum versteckten Kammersee. Beeindruckend öffnet sich der Flößerei-Durchbruch zwischen den beiden Seen. Beim Kammersee selbst ist der Ursprung der Traun.

Ödensee, der Waldmoorsee Der Ödensee ist umgeben von dichtem Wald und üppiger Ufervegetation. Er liegt im Ortsteil Pichl-Kainisch/Bad Mitterndorf versteckt und ist bequem mit dem Auto erreichbar. Das Schmelzwasser aus dem Kemetgebirge macht den Ödensee zu einem besonders „erfrischenden“ See im Ausseerland-Salzkammergut. Mit einer Größe von rund 20 Hektar (0,2 km2) zählt er zu den kleineren Seen der Region. 2017 wurde er für die ORF-Sendung „9 Plätze – 9 Schätze“ als schönster Platz Österreichs nominiert. Wer vom Parkplatz am Ödensee den kurzen Weg durch den Wald nimmt, um zum Badestrand zu gelangen, dem stechen die vielen, von Menschenhand erbauten, „Staudämme“ in der Ödensee Traun ins Auge. Hier versinken Erwachsene und Kinder in stundenlanges Spiel am Bach oder am See. Besonders familienfreundlich macht diesen Badeplatz der direkt am See gelegene und erst kürzlich vollständig renovierte Gastronomiebetrieb.

Salza-Stausee, der Wildromantische Eingebettet zwischen Grimming und dem Kemetgebirge liegt der fünf Kilometer lange, wildromantische Salza-Stausee. Erbaut wurde die 120 Meter hohe und 52 Meter lange Staumauer in den Jahren 1947 bis 1949. Der Salza-Stausee liegt in einem Naturschutzgebiet, unweit des Zentrums von Bad Mitterndorf. Er ist ideal zum Kanufahren, Stand-up-Paddeln (SUP) und Surfbiken. Die passenden Wasservehikel stellt der am See gelegene Bootsverleih zur Verfügung. Mit Voranmeldung lässt sich die geheimnisvolle und fjordartige Naturlandschaft auch mit einer urigen Holzplätte erkunden. Ein Plättenführer navigiert die Gäste mit sicherer Hand an den bis zu 500 Meter hohen Felswänden vorbei und gibt Auskunft über die Entstehungs­geschichte des Stausees. Während der gesamten Bootsfahrt kann man jederzeit einen erfrischenden Sprung ins Wasser wagen. Am Ende des Sees lauscht man dem Geplätscher des romantischen Wasserfalls. Der See liegt im Wald versteckt und ist nie überlaufen. c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Erlebnisbad Tauplitz – Badespaß im Planschbecken Das 100 m² große Schwimmbecken mit einer Durchschnittstemperatur von 24 Grad, die Kinderrutsche und das Planschbecken machen in Tauplitz den Badespaß aus. Es gibt eine große Liegewiese, einen Tischtennisplatz und einen Sandkasten, Schaukeln, Liegen, Umkleidekabinen, Dusch- und Toilettanlagen sowie ein Buffet. Neben dem Schwimmbad befinden sich zwei Tennisplätze mit Clubhaus sowie ein Beach-Volleyballplatz. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

Alpenbad Bad Mitterndorf – ein Familien-Freizeit-Erlebnis Wer das Alpenbad in Bad Mitterndorf besucht, versteht sofort, warum dieses Freibad mit dem Steiermärkischen Bädergütesiegel ausgezeichnet ist: Absolutes Highlight für Kinder ist die Wasserrutsche. Eine weitere Attraktion ist der Strömungskanal, ein pures Vergnügen im Wasser. Bei einer Wassertemperatur um die 26 Grad bleiben auch die Kleinen gerne lange im Wasser. Das Wasser in den Becken wird extra geheizt.

GrimmingTherme – Entspannung pur Kenner und Genießer gehen in die GrimmingTherme Bad Mitterndorf baden. Das geht bei Regen und Sonnenschein. Der Ausblick fällt auf das gewaltige Grimmingmassiv, die Auswahl aus dem Wellnessangebot ist umfangreich. Für Ruhesuchende empfehlen sich das Saunadorf und der Thermal-Relax-Bereich. Sechs Innen- und drei Außensaunen, ein eigener Ladiesbereich sowie Innen- und Außenbecken sind Hot Spots für alle Saunierer. Ein besonderes Erlebnis ist die urige Almsauna im Außenbereich. Eine ganze Almhütte wurde hier zur Sauna verwandelt und heizt ihren Besuchern so richtig ein. Das abwechslungsreiche und unterhaltsame Aufguss-Programm der Saunameister sorgt für eine einzigartige Atmosphäre. Wer Lust auf Spiel und Spaß hat, geht in den Familienbereich mit Wasserrutsche, Kinder- und Sportbecken.

Narzissen Vital Resort – das Solebad Das Narzissen Vital Resort in Bad Aussee steht für Entspannung und Gesundheit. Zwischen Loser und Dachsteingletscher setzt das Resort auf ein natürliches Heilmittel der Region – die Ausseer Sole. Der Heilschatz wird in unterschiedlichen Konzentrationen und Aggregatzuständen für das persönliche Wohlbefinden verwendet. Es gibt zwei Außenbecken, ein Sportschwimmbecken, das zentrale Narzissenbecken mit Sprudelliegen und Luftdüsen sowie ein besonders warmes Relaxbecken. In der lichtdurchfluteten Badehalle befindet sich die Solegrotte mit Solesee sowie ein Soleinhalationsdampfbad. Für ein abwechslungsreiches Saunaerlebnis sorgen die Saunen und Dampfbäder mit geführten Aufgüssen und Veranstaltungen wie „Sole, Mond & Sterne“. Beim Blick auf den Dachstein tanken die Gäste gerne Energie fürs Leben.

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Erlebnisurlaub mit Esel, Ziege und Co. Ein Urlaub mitten in der Natur, der Umgang mit Tieren und eine Portion Abenteuer – all das sind Kriterien, warum sich Gäste für ihren „Urlaub am Bauernhof“ entscheiden. Gerne und oft auch bei Matthias Grill – Grill Hias – im Ausseerland-Salzkammergut.

c_shutterstock, Geza Farkas

Vor allem die kleinen Esel haben es den Gästen des Bio-Hofs Grill Hias angetan. Der Hof liegt idyllisch auf einem Hochplateau in der Nähe des Golfplatzes in Bad Aussee. Schon bei der Zufahrt zum Bio-Bauernhof Grill Hias in Bad Aussee ist Maria begeistert: Eine große Spielwiese mit Schaukeln, das Haus mit klassischer Holzvertäfelung und farbenprächtige Blumen auf dem Balkon. Da kommt bei der Niederösterreicherin gleich Urlaubsstimmung auf. Auch ihre beiden Kinder Laura und Paul sind ganz aus dem Häuschen: „Mami, da stehen zwei Esel! Ob wir auf denen reiten dürfen?“ Schon haben sich die Kinder abgeschnallt, die Autotür geöffnet und eilen in Richtung Weide.

Urlaub – gemütlich wie zu Hause Hausherr Matthias Grill, der in seinem Familien- und Freundeskreis „Hias“ genannt wird, kommt lächelnd und braun gebrannt aus dem Haus. Er begrüßt den angekommenen Urlaubsgast. In der kleinen Rezeption

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erledigt Maria die Anmeldeformalitäten und erhält ein paar wichtige Hinweise: Alle sechs Ferienwohnungen im Bio-Bauernhof Grill Hias sind mit einer Küchenzeile oder einer kleinen Küche ausgestattet. Die meisten Gäste bevorzugen es, in ihren Wohnungen zu frühstücken. Als spezielles Service bietet Matthias Grill auch ein Frühstück im Erdgeschoss des Gebäudes an. Gegessen wird an einem großen Holztisch mit Blick auf die Berge. In der kleinen Küche daneben steht ein Kühlschrank mit Schinken, Speck und Salami vom hauseigenen Bio-Hof. Bei Bedarf können sich Gäste aus dem Kühlschrank bedienen. Neben dem Hof befindet sich der Hühnerstall. Hier können sich die Gäste frisch gelegte Eier für das Frühstück holen. Der Hausherr hilft Maria beim Hinauftragen ihres Gepäcks in den ersten Stock. Der Gang besteht hauptsächlich aus Holz, dekoriert mit geknüpften Teppichen und Fleckerlteppichen. An der Wand hängen Geweihe und Bilder, zudem gibt es bunt bemalte Bauernkästen. Die Ferienwohnungen sind zwischen 20 und 110 Quadratmeter groß und eignen sich für zwei bis fünf Personen. Die Gäste lassen hier gerne die Seele baumeln und genießen es, sich einmal so richtig zu entspannen. Gleichzeitig eignet sich der Bio-Bauernhof als Ausgangspunkt für einen Aktivurlaub. Im Sommer bietet sich Golfen, Wandern, Bergsteigen und Radfahren an, im Winter Skifahren und Langlaufen. Die zahlreichen Seen rund um Bad Aussee laden zum Schwimmen oder zu einer Bootsfahrt ein, Freizeitsportler erkunden den Kletterpark Loser. Die Gäste des Bauernhofs gehen auch gerne Reiten, Fischen, Paragleiten, Tennisspielen oder einfach Wandern. Das Team des Bio-Hofs unterstützt seine Gäste jederzeit mit Tipps und Ratschlägen. Auf der Spiel- und Liegewiese steht eine Grillhütte zur Verfügung, in der zu allen Jahreszeiten gegrillt und gegessen werden kann.

bieten zum Schlafen Kräuterkissen, Kräutersackerl für ein entspanntes Bad oder Heubäder an. Urlaub am Bauernhof regt alle Sinne an: Das Auge nimmt die Schönheit der Natur wahr, Ohren hören leises Gackern und Muhen, die Nase nimmt den Duft des Heus auf und die Finger gleiten über das geschmeidige Fell der Hauskatze. Auch der Geschmackssinn kommt nicht zu kurz: Vielerorts gibt es frisch gebackenes Hausbrot, frischen Topfenaufstrich und eine köstliche Brettljause. Das Ziel aller Angebote ist, dass sich die Urlauber rundum wohlfühlen und gut erholt und zufrieden ihre Heimreise antreten. Stammgäste sind ein Garant dafür, dass die Landwirte den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Urlaub am Bauernhof www.urlaubambauernhof.at

Haus Grill Hias www.grillhias.at

Matthias Grill sorgt dafür, dass sich Gäste wohlfühlen (unten). Zu den Besonderheiten des Bio-Hofs gehören auch eine Grillhütte mit Aussicht sowie die Ferkel. c_Haus Grill Hias, Walter Striegl

Hommage an die regionale Bergwelt „Loser“ steht auf dem kleinen Schildchen neben der Haustür ins Ferienparadies, das Maria und ihre beiden Kinder nun eine Woche lang bewohnen. Es besteht aus einer Wohn-Ess-Küche mit Essecke und Küchenzeile, einem Schlafzimmer und einem Bad. Die Wohnung ist gemütlich und geschmackvoll eingerichtet. Maria und ihr Gastgeber betreten den überdachten Balkon, der einen herrlichen Blick auf den Loser und das Tote Gebirge bietet. „Es ist wie im Paradies“, schwärmt Maria und freut sich schon auf die eine oder andere Bergtour. Alle Ferienwohnungen des Bauernhofs sind nach Bergen in der Region benannt. Neben „Loser“ gibt es „Handler“, „Dachstein“, „Backenstein“, „Röthelstein“ und „Zinken“. Das „Zinken Loft“ ist die geräumigste Wohnung. Stilund liebevoll eingerichtet mit einer Bar in der Küche, einer Terrasse und einer eigenen Sauna. Im Calorium steht den übrigen Gästen eine Sauna zur Verfügung. Daneben gibt es Räder zum Trainieren und einen bequemen Ruheraum.

c_shutterstock, Krava 1987

Mehr als 60 Prozent Stammgäste Im Bio-Bauernhof Grill Hias steigen hauptsächlich Familien mit Kindern ab. Sie bringen eine Liebe zur Landwirtschaft mit. Mehr als 60 Prozent sind Stammgäste. Marias Kinder, Laura und Paul, sind immer noch mit den Eseln beschäftigt. Sie streicheln über das weiche Fell und füttern sie mit saftigen Grasbüscheln. Zwischendurch eilen sie zu den Ziegen, die auf der Weide nebenan lautstark auf sich aufmerksam machen und auf Streicheleinheiten und Futter warten. Auch die Kühe grasen im Freien. Zum Hof gehören auch Schweine, die der Hausherr im Stall präsentiert. Gelegentlich arbeiten die Gäste am Hof mit. „Sie füttern die Kühe, fahren mit dem Traktor und helfen bei kleineren Reparaturarbeiten eines Zauns“, berichtet Matthias Grill.

c_Matthias Grill

Vielseitige Abenteuer Urlaub am Bauernhof ist etwas Besonderes und sehr beliebt. Nicht nur bei Familien, sondern auch bei Paaren oder aktiven Freizeitsportlern. Gäste lieben die Auszeit auf dem Land – das Leben im Grünen mit naturverbundenen, geerdeten Gastgebern und vielen Tieren zum Kennenlernen und Streicheln. Einige Höfe bieten Reiterferien an, andere Wanderungen mit Alpakas. Landwirte, die sich auch als Imker betätigen, verwöhnen Gäste mit gesunden Honig produkten, andere

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Handarbeit nach Maß Das klassische Ausseer-Dirndl in den Farben Grün, Rosa und Lila.

Zwei Generationen harmonisch in einer Werkstatt – das klappt. Das stellen Dirndlschneiderin Wilhelmine Raich und ihre Enkelin Sophie im AusseerlandSalzkammergut eindrucksvoll unter Beweis. „Omi ist eine gute Lehrmeisterin – auch wenn sie sehr kritisch ist“, sagt Sophie und lacht. Wilhelmine Raich hat vor etwa 50 Jahren die Schneiderei in Bad Aussee eröffnet – klein und fein. Heute ist davor die Lederhosenwerkstatt ihres Sohnes Christian angesiedelt. „Auch mein Vater hat schon Lederhosen gemacht“, berichtet Wilhelmine, wie immer in einem Trachtenoutfit. Sie entschied sich für den Beruf der Damenschneiderin und nähte Röcke und Kostüme aus Leder, Dirndl und exklusive Kleider aus besonders edlen Stoffen, die vor allem bei Urlaubsgästen sehr beliebt waren. Ihre Enkelin Sophie kam schon als Kind gerne in die Werkstatt. Dort suchte sie nach Stoffresten und nähte mit Begeisterung Patchworkpölster oder Kleidung für ihre Puppe und den Teddy. Mit elf Jahren durfte sie in Omas Werkstatt mithelfen und besserte sich ihr Taschengeld mit Bügeln und Zusammenstecken von Kleidungsteilen auf. Nach der Hauptschule hatte Sophie keine Lust, in den Betrieb zu Hause einzusteigen. Und so besuchte sie in Altmünster drei Jahre lang das Agrarbildungszentrum Salzkammergut mit Fachrichtung ländliches Betriebsund Haushaltsmanagement. „Zum Unterricht gehörte auch Nähen. Ich freute mich – als eine der wenigen Schülerinnen – immer auf diese Stunden“, erinnert sich Sophie.

Auf Spezialwünsche eingehen Nach Abschluss der Schule suchte Sophie in der Region eine Lehrstelle als Schneiderin und wurde in Bad Mitterndorf fündig. Sie befindet sich aktuell im Endspurt, die 3. Klasse Berufsschule hat sie bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Omi ließ sich die Präsentation der Abschlussarbeiten in Österreichs einziger Berufsschule für Scheiderei in Fürstenfeld nicht entgehen und lobte mit Kennerblick die Arbeiten der Schüler: „Da waren schon spitzenmäßige Sachen dabei!“ Sophie punktete mit einer weinroten Jacke mit Schalkragen und einem flotten Hosenrock. Die Enkelin lässt sich zur Damenschneiderin ausbilden, mit dem

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Das Ausseerland-Salzkammergut ist eine Insel lebendiger Volkskultur. Traditionelle und lebendige Trachten spielen hier sowohl an Festtagen als auch im Alltag eine große Rolle. 2012 wurde Bad Aussee zur Trachtenhauptstadt ernannt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Ausseer Betriebe ihre Kompetenz im Trachtenschneidern und Lederhosenmachen unter Beweis stellen. Eine von ihnen ist die Dirndlwerkstatt Raich.

Zusatzmodul Herrenschneiderin. „Männermode ist eher klassisch und klar vorgegeben. Bei den Frauen hat man beim Schneidern viel mehr Spielraum“, erklären die Expertinnen den Unterschied. Bei der Näharbeit kommt es auf Genauigkeit an, Hudeln ist verpönt. Voll im Trend liegen unter anderem fröhliche Modelle à la „LenaHoschek-Style“, Sommerkleider im Trachtenstil und Trachtenröcke mit Schürzen. „Oft passt der Dirndlleib nicht mehr. Dann wird der Dirndlkittel einfach zum Rock umgemodelt und nach Belieben mit oder ohne Schürze getragen“, erklärt Sophie. In der Schneiderwerkstatt Raich wird alles maßgeschneidert, die Wartezeit für ein Dirndl beträgt bis zu vier Wochen. Es gibt zwei Anproben, bei einem Brautdirndl kommen die Bräute sogar bis zu vier Mal in die Werkstatt. Kunden aus nah und fern schätzen die Qualität der traditionellen Handwerkskunst und sind auch gerne bereit, dafür einen höheren Preis zu bezahlen. „Wir können auf noch so spezielle Wünsche eingehen und schneidern einzigartige Modelle, mit denen die Trägerinnen jahrelang Freude haben“, machen die Schneiderinnen aus Leidenschaft auf den Vorteil ihrer kleinen Dirndlwerkstatt aufmerksam, schnappen sich ein farbenfrohes Dirndl vom Ständer und fachsimpeln über Feinheiten dieses Modells.

c_Kommhaus, Griselda Fosen

Wilhelmine Raich und Enkelin Sophie sind in der Dirndl­werkstatt ein perfekt eingespieltes Team.

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Bodenständig, weltoffen und oft für jeden Spaß zu haben. Die Spezies der Ausseer ist vielschichtig.

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Brachtn, trüfün und balawan Wer mit den Menschen des Ausseerland-Salzkammergutes ins Brachtn, ins Trüfün, ins Balawan – also ins Plaudern – kommen möchte, sollte im Idealfall des Dialekts der jeweiligen Region mächtig sein. Das ist ein für „Udosige“ (Gäste) nahezu aussichtsloses Unterfangen. Den Ausseern wird gerne nachgesagt, bodenständig und auch mit einem gewissen Selbstbewusstsein ausgestattet zu sein. Das lässt sich wohl mit der langen Geschichte des Salzbergs in der Region begründen. Der Salzabbau hat in den vergangenen acht Jahrhunderten nicht nur die Kulturlandschaft geformt, sondern auch die Einheimischen geprägt. Seit jeher waren mit der Gewinnung des „weißen Goldes“ auch gewisse Privilegien für die Salzbergarbeiter verbunden. Dadurch wurde das Selbstbewusstsein der Bevölkerung gefördert. Das wirkt bis heute nach und spiegelt sich beispielsweise in dem völlig unverkrampften Umgang mit der hiesigen Tracht oder der authentischen Volksmusik wider. Dasselbe gilt natürlich auch für den Dialekt. Wobei auch hier der Wandel die wahre Konstante ist. Der Dialekt des Ausseerlands-Salzkammergutes wird nicht „museal“ gepflegt, sondern ist fester Bestandteil des täglichen Lebens und erfährt durch verschiedenste Einflüsse kontinuierliche Veränderung. Wobei sich diese Einflüsse am Fuße des Toten Gebirges durchaus in Grenzen halten. Die Menschen hier lieben ihr entlegenes Idyll, pflegen ihren Sturschädel, grollen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, und halten zusammen, wenn es gegen eine zentrale Obrigkeit geht. So wird der Salzkammergütler allgemein und der Ausseer im Speziellen gerne beschrieben. Dieser Interpretation kann jeder, der den Ausseern zuhört, durchaus einiges abgewinnen.

Öhönd und heröhönd Der echte Ausseer erkennt nach wenigen Silben, wenn er auf eine Person jenseits des Pötschens öhönd (drüben) trifft. Die Bewohner des oberösterreichischen Teils des Salzkammergutes werden im Dialekt des Ausseerland-Salzkammergutes lapidar „Esterreicher“ genannt. Müßig nach der Herkunft oder Bedeutung dieses Ausdrucks zu fragen. Sind wir doch alle in diesem Land mehr oder weniger „Esterreicher“ also Österreicher. Sollte man meinen. Im speziellen Fall gilt im Land unterhalb des Losers als „Esterreicher“, wer eben von öhönd (von drüben, jenseits des Pötschens) nach heröhönd (herüben, diesseits des Passes, der die Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich

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markiert) kommt. Dies ist nur ein kleines Beispiel für die Komplexität des Themas. Der versierte Dialektiker des AusseerlandSalzkammergutes weiß natürlich auch um die feinen Unterschiede innerhalb der Mikroregion. Die Grundlseer neigen beispielsweise dazu, vor jedem R am Anfang eines Wortes ein H zu sprechen. „Hrudl, wo is denn s’Hradl?“ („Rudi, wo ist das Rad?) verdeutlicht dies sehr gut. An trüben, nebeligen Herbsttagen spricht man in Grundlsee auch von „Nebö“, während in Altaussee der „Nöwü“ herrscht. Alles klar? Lichten sich die Nebel? c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm

Moahaserl & Co Für manche Gäste, die erstmals im Ausseerland-­ Salzkammergut ­weilen, fühlt sich der Ausseer Dialekt zuweilen wie eine ­Fremdsprache an. Mit Moahaserl ist zum Beispiel das ­Maiglöckerl gemeint. Nachfolgend einige Ausdrücke, quasi als „Ausseerisch für Anfänger“. ›› haftig = heftig, enorm ›› uboasch = extrem ›› uboasch haftig = ganz extrem ›› losn = hören ›› öha, boa = Ausdruck der Verwunderung ›› Dosige = Hiesige, Einheimische ›› Udosige/Nitdosige = Gäste, Auswertige ›› husig = geschickt ›› gschmoh = lieblich ›› Fluscha = kurze Zeitspanne ›› Gned = Eile ›› feigeln = Probleme bereiten ›› eppa = vielleicht

Buchtipps Salzkammergut-Dialekt-Fibel von Walter Rieder, Verlag Salzkammergut Media Dialektwörterbuch Salzkammergut von Paul Jaeg, Arovell Verlag

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Der Geschmack des AusseerlandSalzkammergutes

Vorspeise

Ein Genuss-Handwerk zum Nachkochen

Im Ausseerland-Salzkammergut ist der gute Geschmack zu Hause. Das beweisen die regionalen Köchinnen und Köche mit ihren Gerichten und Kreationen. Sie gehen in die Natur, um sich inspirieren zu lassen. Sie reisen in die Welt, um sich neue Ideen zu holen. Sie kochen mit Leidenschaft, um sich und ihren Gästen eine Freude zu bereiten. Das hier präsentierte Drei-Gang-Menü bringt den Geschmack des Sommers auf den Gaumen. Und es lässt sich zu Hause ganz einfach nachkochen. Guten Appetit!

Vorspeise Seit Ende 2019 verwöhnt das Restaurant Mayrei seine Gäste in Altaussee. Das Lokal wird von den Köchen des Vivamayr Altaussee bespielt und stellt die genussvolle „Eintrittskarte“ in die Kulinarik nach den Richtlinien der modernen Mayr Medizin dar. Zurückhaltend und gut. Vor allem die Frühstückskarte kann sich sehen lassen – etwa mit Büffelmozzarella, Avocadomus und hausgebeiztem Saibling. Dazu werden Biosemmerl gereicht, auf Wunsch auch glutenfrei. Mittags und abends gibt es eine ausgewählte Karte. www.vivamayr.com

Hauptspeise Das Gasthaus Krenn gegenüber des mächtigen Grimmings markiert mit seiner Lage in Pürgg geografisch und kulinarisch das Tor zum AusseerlandSalzkammergut. Bereits im 14. Jahrhundert wurde das Haus als Taverne geführt. Heute ist es nach wie vor ein Ort der Begegnung für jene, die steirische, saisonale und regionale Küche lieben. Sie laben sich an den ausgewählten Gerichten in der gemütlich-stilvollen Stube, auf der Veranda oder im Gastgarten. Die eine oder andere Köstlichkeit kann in der Greißlerei erworben werden. www.gasthauskrenn-puergg.at

Nachspeise Silvia und Roland Kolb betreiben seit kurzem „Die Tauplitzerin“, die Talstation in Tauplitz. Nach zehn Jahren im Restaurant Dopolavoro in Stainach haben sie eine Veränderung gesucht – und wollen in der Tauplitzerin ihren Gästen nun eine Auszeit vom Alltag oder die Einstimmung aufs Wochenende kulinarisch versüßen. In traditionellem Ambiente kocht Silvia Kolb ihre bekannten gebackenen Goaßkastascherl, Ennstaler Wurzelfleisch oder ihren legendären Topfen-Schwarzbeerstrudel. Das Rezeptgeheimnis verrät sie hier. www.dietauplitzerin.at

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Ausseer Saiblingsfilet auf geschmortem Erdgemüse mit Dill-Erdäpfelrisotto (für vier Personen) Saibling ›› 4 Filets ›› Steinsalz ›› 1 EL Ghee oder Butterschmalz

Erdgemüse ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ››

100 g Petersilienwurzeln 100 g Pastinaken 100 g Sellerie 100 g Kerbelknollen 1 EL Ghee oder Butterschmalz Steinsalz Muskat Gehackter Estragon, Petersilie & Kerbel

Dill-Erdäpfelrisotto ›› ›› ›› ›› ›› ››

200 g mehlige Erdäpfel 500 g Wasser 5 EL Dillspitzen gehackt Steinsalz Muskat 3 EL kalte Butter

Dill-Erdäpfelrisotto Die Hälfte der Erdäpfel schälen und vierteln. Im Wasser zugedeckt ganz weich kochen, im Mixer pürieren. Sobald die Sauce bindet, die kalte Butter unterziehen. Die zweite Hälfte der Erdäpfel in feine Würfel schneiden, in Salzwasser kochen. Die Sauce mit den Würfeln und restlichen Zutaten mischen.

Erdgemüse Erdgemüse waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Mit Ghee oder Butterschmalz, Salz und Muskat vermengen. In einer Auflaufform ca. 30 Min. im vorgeheizten Ofen (150° C) schmurgeln lassen.

Saibling Nach halber Garzeit des Gemüses eine Bratpfanne erhitzen. Die Saiblingsfilets mit Salz würzen, auf der Hautseite zart-goldbraun anbraten. Zum Schluss kurz wenden, auf einem warmen Teller mit der Hautseite nach oben ziehen lassen. Die restlichen Zutaten beigeben und servieren.

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Hauptspeise Nachspeise

Gebackener Sellerie mit Fenchel-Koriander Brühe (für vier Personen)

Topfen-Schwarzbeerstrudel (für acht Personen)

Sellerie

Strudelteig

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1 Sellerieknolle 2 EL Olivenöl Meersalzflocken Frisch gemahlener, weißer Pfeffer

Fenchel-Koriander-Brühe ›› 5 EL Olivenöl ›› 4 Knoblauchzehen, zerstoßen ›› 1 kleiner Bund Koriander (Stängel und Blätter getrennt, fein gehackt) ›› 1 große Fenchelknolle (in Scheiben geschnitten) ›› Salz & Pfeffer ›› 800 ml Gemüsebrühe oder Wasser ›› Frisch gepresster Zitronensaft

Sellerie Sellerieknolle sauber abschrubben, mit Olivenöl beträufeln, salzen und pfeffern. Locker in Alufolie einpacken. Auf ein Backblech legen und 1 Std. im auf 190° C vorgeheizten Ofen backen. Aus dem Backofen nehmen, leicht abkühlen lassen, in acht Stücke schneiden und bereitstellen.

Fenchelbrühe Drei Esslöffel Olivenöl bei niedriger Temperatur in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Korianderstängel hinzufügen, salzen, pfeffern und anschwitzen, bis sie duften. Fenchel hinzufügen, zehn Minuten garen, bis er weich wird. Brühe oder Wasser beigießen, zum Kochen bringen, dann Temperatur herunterschalten und alles 30 Min. köcheln lassen. Topf vom Herd nehmen, die Korianderblätter sowie einen Schuss Zitronensaft in die Brühe geben. Restliches Olivenöl bei mittlerer Temperatur in einer Pfanne erhitzen. Die Selleriestücke darin von allen Seiten goldbraun anbraten. Zum Servieren die Brühe in eine Schüssel gießen und den Sellerie dazugeben.

250 g Mehl glatt Prise Salz 1 kleines Ei 1 EL Öl 1/8 L Wasser lauwarm 1 Kaffeelöffel Essig

Strudelfülle ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ››

150 g Butter 6 Eidotter 6 Eiklar 2 EL Vanillezucker 600 g Speisetopfen passiert 4 EL Sauerrahm 150 g Kristallzucker 2 EL Rum (38 %) Prise Salz 1 TL Zitronensaft 500g frische Schwarzbeeren

Strudelteig Mehl auf ein Nudelbrett sieben, in der Mitte eine Vertiefung machen. Prise Salz, flüssige Butter, Ei, Öl, Essig und lauwarmes Wasser hineingeben, gut durchmischen, bis eine glatte, weiche Masse entsteht. Teig mit den Händen so lange kneten, bis er sich sowohl vom Brett als auch von den Händen leicht lösen lässt. Brett gut mit Mehl bestreuen, Teig daraufsetzen, mit flüssiger Butter bestreichen, eine Schüssel darüberstülpen und eine gute halbe Stunde rasten lassen.

Strudelfülle Während der Teig rastet, die Strudelfülle zubereiten. Butter mit Mixer schaumig schlagen. Mit Zucker, Dotter, passiertem Topfen, Zitronensaft, Rum, Sauerrahm, steif geschlagenem Eischnee und Salz (in dieser Reihenfolge) verrühren, bis eine glatte, gut streichbare Masse entsteht.

Strudel Strudeltuch über den Küchentisch ausbreiten, mit Mehl bestäuben und den Teig vorsichtig nach allen Richtungen hin darauf ausziehen. Dicke Ränder abschneiden. Die Fülle auf etwa zwei Drittel des Teiges auftragen, die Schwarzbeeren über die Masse streuen. Strudel mit Gefühl zusammenrollen und gleich auf dem Backpapier in eine Kasserolle geben. Im auf 180° C vorgeheizten Backrohr unter gelegentlichem Bestreichen mit zerlassener Butter ca. 50 bis 60 Min. lang goldgelb backen.

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c_Narzissenfest_Martin Huber

In überwältigender Fülle verwandeln wild gewachsene Sternnarzissen im Frühling die liebliche Berglandschaft im Ausseerland-Salzkammergut in ein duftendes Blütenmeer.

energie fürs Leben

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DAS GRÜNE HERZ ÖSTERREICHS

Impressum Herausgeber/für den Inhalt ­verantwortlich: Tourismusverband Ausseerland-Salzkammergut | ­Bahnhofstraße 132 | 8990 Bad Aussee | Austria | Tel.: +43 3622 54040-0 | Fax: +43 3622 54040-7 | E-Mail: info@ausseerland.at | ausseerland.at Idee, Konzeption und Artwork: Das Kommunikationshaus Bad Aussee | www.kommhaus.com | Chefredakteurin: Maria Schoiswohl | Redaktion: Griselda Fosen, Christian König, Franz Thalhammer Gestaltung: Anna Schoiswohl | Lektorat: Maria Grill, Petra Grill Fotos: siehe Bildverweise | Coverfoto: c_TVB Ausseerland-Salzkammergut, Tom Lamm | Illustration Seite 16: c_Kommhaus, Anna Schoiswohl | Fotos Seiten 18 & 19: c_shutterstock, Africa Studio, Big Foot Productions, Dewin Indew, Food Travel Stockforlife, fotorro, lukovic photograpy, SOMMAI, SUPIDA KHEMAWAN Fonts: Ingeborg und Vito Druck: Druckerei Mittermüller Grundlegende Richtung: Energie fürs Leben erscheint halbjährlich. Es informiert Gäste, Einheimische und Freunde des Ausseerland-Salzkammergutes über die Region und seine Menschen. Genderhinweis: Wir legen ­großen Wert auf geschlechtliche Gleichberechtigung. ­Aufgrund der L ­ esbarkeit der Texte wird bei Bedarf nur eine ­Geschlechtsform gewählt. Dies impliziert keine Benachteiligung des jeweils ­anderen Geschlechts. Vorbehaltlich Änderungen, Irrtümer und Druckfehler. Ausgabe Sommer 2020

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