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All-Rounder – Ausgabe 2/2021

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Nachrichten und Neuigkeiten von SWARCO Advanced Industry Systems Ausgabe 2 | 2021

ROUNDER

UNIVERSAL EFFICIENCY Open Innovation ist der Schlüssel zur Ideen­ findung der Zukunft.

PRODUKTE Walnussschalengranulat eignet sich als Strahlmittel für sensible Oberflächen.

TECHNOLOGIE & INNOVATION Silanisierung verbessert die Performance von Glasperlen in Kunststoffen.

TREND Flexicurity – open und secure?


UNIVERSAL EFFICIENCY

OPEN INNOVATION Um seine Technologieführerschaft auszu­bauen setzt SWARCO auf neue Forschungsansätze. EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, die Verarbeitung und Veredelung von Flachglasscherben zu Mikroglasperlen ist die Kernkompetenz von SWARCO Advanced Industry Systems. Unsere Produkte finden weltweit ein breites Anwendungsfeld und sind damit beständig konkurrenzfähig. Vor allem eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung an die rasant fluktuierenden Märkte und technischen Standards wird durch unsere Innovationskraft sichergestellt. Wir entwickeln ständig neue Ideen und setzen diese in weiterer Folge in die Realität um. Forschung und Entwicklung kommen bei SWARCO aus diesem Grund höchste Bedeutung zu. Forschung und Entwicklung allerdings, auf eine moderne und offene Art und Weise, wo Kunden und Partner miteinander in Dialog treten. Es ist ein Ansatz, der aktiv Kooperationen sucht und von sich aus an Kreative auf der ganzen Welt herantritt, um zum Gedankenaustausch einzuladen. Ein gelebtes Beispiel für diese Form der Open Innovation ist das Programm SWARCO JOIN&GROW. Dabei werden Innovationen nicht nur gemeinsam erarbeitet sondern auch ausgearbeitet und umgesetzt. Ein aktiver globaler Prozess für eine globalisierte Wirtschafts- und Lebenswelt. Neuen Herausforderungen und Risiken, die diese neue Art von F&E mit sich bringen mögen, stellt sich SWARCO bewusst. Fragen in Hinblick auf die Kommunikation (vor allem in Zeiten einer Pandemie), die Logistik und vor allem in Bezug auf die Datensicherheit müssen geklärt werden. Die sinnvolle und fächerübergreifende Nutzung neuer Technologien steht dabei im Vordergrund. Die Schaffung neuer Rahmenbedingungen und Management-Ansätze gehen mit dieser Entwicklung einher. Eine aufregende Zukunft liegt vor uns, die wir gemeinsam meistern werden. Ihr

Robert Buchinger Business Development SWARCO Advanced Industry Systems

Angesichts des heutigen Grades der globalen Vernetzung reicht es für ein Unternehmen nicht mehr aus, sich in Sachen Innovationserfolg nur auf interne Forschung und Entwicklung zu verlassen. Notwendig ist Open Innovation. Während in der Vergangenheit neue Ideen und Produkte hinter verschlossenen Türen entwickelt wurden, geht man heute davon aus, dass das genaue Gegenteil zum Erfolg führt. Geprägt wurde der Begriff Open Innovation, welcher eben jene Öffnung von Forschung und Entwicklung umschreibt, 2003 vom US-amerikanischen Wirtschaftswissenschafter Henry Chesbrough, der als einer der ersten Ökonomen die

In einer vernetzten Welt sind vernetzte Denkansätze notwendig.

Notwendigkeit neuer globalisierter Paradigmen der Forschung für eine neue globalisierte Welt erkannte. Grundbegriffe Inside-out, also „von innen nach außen“ oder outsidein, also „von außen nach innen“, werden die beiden grundsätzlichen Ansätze der Open Innovation genannt. Bei erstem wird unternehmeninternes Wissen nach außen transportiert. Im zweiten Fall denkt man an die Integration von externen Impulsen in die hauseigene Forschung und Entwicklung. Die Öffnung (inside-out oder outside-in), erfolgt vorwiegend im kreativen Front-End. In beiden Szenarien sind Konsumenten, Lieferanten, Hochschulen, Forschungsinstitute, Kreative, Partnerunternehmen aus anderen Industrien und technische Berater wichtige Ideenspender. Ideen ernten Zum Einbringen neuer Ideen von außen haben sich drei Ansätze bewährt. Der erste wäre das Crowdsourcing, wobei mittels offener Plattformen, wie Foren oder Ideenwettbewerben, Inspiration gesucht wird. Als zweiter Ansatz steht Unternehmen die Möglichkeit offen, via Veranstaltung von Workshops frische Meinungen und Ideen zu sammeln. Drittens ist es für Firmen ratsam, ganz einfach Offenheit zu signalisieren – also grundsätzlich alle Kreativen der Welt einzuladen, von sich aus ihre Ideen anzubieten um gemeinsam an einer Weiterentwicklung zu arbeiten – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

GELEBTE OPEN INNOVATION In einer Welt, die immer mehr zusammenwächst, kann man selbst nur gemeinsam wachsen. SWARCO JOIN&GROW ist ein gutes Beispiel für angewandte Open Innovation. Es demonstriert, wie die Produkt- und Verfahrensentwicklung unter Beteiligung von Kunden und Partnern funktioniert. Forschung und Entwicklung im eigenen Unter­nehmen zu betreiben ist eine kostenintensive Angelegenheit. Darüber hinaus kann es passieren, dass nach jahrelanger Forschung ein bestimmtes Problem nicht gelöst werden kann. In diesem Stadium fehlt es oft an dem vielzitierten „Blick über den Tellerrand“. Open Innovation liefert hier Abhilfe. Sie eröffnet den Zugang zu Wissen und Ressourcen, der Einzelkämpfern verwehrt bleibt. Unsicherheiten und Risiken im Innovationsprozess werden zudem reduziert. Kooperation bedeutet bei SWARCO JOIN&GROW die Reduktion von Ent­wicklungszeiträumen bei gleichzeitiger Kostenreduzierung. Durch die weitflächig gemeinsame Forschung und Entwicklung steigert sich die Marktakzeptanz des Produkts. Alle notwendigen Schritte auf dem Weg zur Serienproduktion werden von den SWARCO JOIN&GROW-Partnern gemeinsam geplant. Werden Sie SWARCO JOIN&GROW Partner! Bei SWARCO gibt es ein internationales JOIN&GROW Committee, welches Ideen bewertet und gemeinsam mit dem Partner danach strebt, vielversprechende Innovationen auf den Markt zu bringen.

Mehr Infos zu SWARCO JOIN&GROW www.swarco.com/ join-grow


TREND

PRODUKTE

VIELSEITIG EINSETZBAR

Flexicurity – open und secure?

Neben Glasperlen finden sich auch organische Produkte im Portfolio von SWARCOBLAST. Granulierte Walnussschalen in Kombination mit Steinobstkern-Fragmenten stellen ein vielseitiges Feinstrahlmittel dar. Es findet Anwendung vom Hobby- bis in den Schwerindustrie-Bereich. Ohne Konservierungsstoffe und – vor allem – ohne Eisenanteil besticht Walnussschalengranulat als Strahlmittel vor allem durch seine Weichheit. Optimal kommt es bei der Reinigung von sensiblen Oberflächen, wie zum Beispiel Denkmälern zum Einsatz. Ohne eine Toleranzveränderung des Grundmaterials zu bewirken, können damit beispielsweise elastische Beschichtungen effizient abgetragen werden. In der Kunststoffindustrie finden sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten beim Entgraten von Duroplasten. Auch zum Mattieren von Kunststoffoberflächen ist Walnussschalengranulat geeignet. ... in allen Gassen In der petrochemischen Industrie, der Luftfahrt, der Automobilindustrie oder der Schifffahrt wird Walnussschalengranulat als Strahlmittel zum Entkalken von Turbinen, Kompressoren, Motoren, Ventilen, Reaktoren oder Fahrgestellen verwendet. In Gießereien kommt Walnussschalengranulat als Füllstoff für Beschichtungen von Gussformen zum Einsatz. Die staubfreien „Körnchen“ werden sogar in der Haustierhaltung als natürliche und biologisch abbaubare Streu für Kleintiere verwendet.

Walnussschalengranulat ist ein natürliches und vielseitig anwendbares Strahlmittel.

DRUM PRÜFE, WIE SICH’S EWIG BINDET Die Wahl des richtigen Bindemittels ist entscheidend bei der Silan-Beschichtung von Glasperlen. beschichtet werden. Dies geschieht direkt nach dem Herstellungsprozess der Glasperlen und wird nach Kundenwunsch abgestimmt. Silan-modifizierte Glasperlen verstärken Kunststoffe und ermöglichen so deren vielfältigen Einsatz. Aufgrund der verbesserten Anbindung an die Matrix durch Haftvermittler werden die mechanischen Eigen­schaften des Kunststoffformteils meist erheblich verbessert.

Organofunktionelle Silane sind hybride Verbindungen in einem einzigen Molekül. Dies ermöglicht ihren Einsatz als molekulare Brücke zwischen organischen Polymeren und anorganischen Materialien wie zum Beispiel Glasperlen. Silane besitzen eine organofunktionelle Gruppe (Amino-, Glycidoxy-, Methacryloxygruppen), die die Anbindung an das Polymer gewährleisten soll, sowie eine Methoxyoder Ethoxygruppe, die an die anorganische Füllstoffoberfläche andocken soll. Für welche funktionelle Gruppe und somit für welches Silan man sich entscheidet, hängt von der Beschaffenheit des zu modifizierenden Kunststoffs ab. Alles ist besser mit Perlen Bei SWARCO Advanced Industry Systems können SWARCOFORCE Glasfüllperlen mit dem für den jeweiligen Kunststoff geeigneten Silan

Was so manchen bei der Erklärung von Open Innovation hellhörig werden lässt, ist die (scheinbar) unzensierte Verteilung von sensiblen Informationen. Und tatsächlich, die verschlossenen Türen von früher werden heute weitgehend von den Gegensatzpaaren Stabilität & Agilität und Sicherheit & Risiko abgelöst. Beide gegengleiche Werte sind jeweils erwünscht – eine Ambivalenz, dem sich Unternehmen und Organisationen im 21. Jahrhundert stellen müssen. Die moderne Innovationsforschung fasst die Kompromisse zwischen den Flexibilitätsanforderungen und dem Sicherheitsbedürfnis der modernen Arbeits­ welt unter „Flexicurity“ zusammen. Gesucht werden Mittel und Wege, wie eine stetig weiter miteinander verschmelzende, sichere Arbeits- und die flexible Freizeitwelt auf individueller Ebene – nach innen wie nach außen hin – sinnvoll abgesichert werden können. Soll heißen: personalisierte Netzwerksicherheit, personalisierte Verschlüsselung, individualisierte und mobile Login-Absicherung sowie die flexible Absicherung von lokalen Netzwerken und mobilen Datenträgern.

TECHNOLOGIE & INNOVATION

SWARCOFORCE Glasperlen als Füll- und Verstärkungsmaterial für Kunststoffe einzusetzen ist eine gewinnbringende und praktische Idee. Das Problem dabei ist nur, dass Glas auf molekularer Ebene keine besonders große Affinität zu organichen Polymeren aufweist. Das Aufbringen von Haftvermittlern auf die Perlen bietet einen validen Lösungsansatz. Bei der Herstellung solcher stabilen PolymerGlas-Systeme, fällt die Wahl der optimalen Binde-Beschichtung auf Silane.

Der Trend zur Open Innovation versetzt Unternehmen und Einzelpersonen, die am kreativen Prozess beteiligt sind in ein neues, sicherheitsspezifisches Spannungsfeld.

Glasperlen können mittels Silanisierung als Füll- und Verstärkungs­ material für Kunststoffe genutzt werden.

Flexicurity verbindet Gegensätze, fordert ein hohes Maß an Vertrauen und fördert innovative Lösungen. Gelingt es uns dahingehend neue Technologien optimal zu nutzen, dann können Berufsund Privatwelt einander zeit- und ortsunabhängig ergänzen und flexicure – flexibel und sicher – zugleich sein. Quelle: zukunftsinstitut.de


UNSERE PHILOSOPHIE

UNSERE LEITIDEE

Wir machen die universellen Vorteile der Glasperle für industrielle Spezial­an­wendungen energie­effizient nutzbar. UNSERE VISION

Die Welt setzt bevorzugt auf Industrie­glasperlen von SWARCO Advanced Industry Systems – für alle Nischen. UNSERE WERTE

Effizienz, Vielfalt, Intelligenz UNSER CREDO

Universal Efficiency

NETWORK

EIN ERFOLGSREZEPT FÜR INNOVATION Als einer der ersten Cluster wurde der Kunststoff­ Cluster in Oberösterreich schon 1999 ins Leben gerufen. Er ist seinem Motto „Innovation durch Kooperation“ bis heute treu. Bis zum heutigen Tage hat sich das Kunststoff-Netzwerk Oberösterreich zu einem der bedeutenden österreichischen BranchenCluster mit mittler­weile 400 teil­nehmenden Unternehmen entwickelt. Insgesamt beschäftigt die Vereinigung über 65.000 Mitarbeiter und ihr jährlicher Gesamtumsatz liegt bei mehr als 20 Milliarden Euro. 80 Prozent der ClusterUnternehmen sind nach wie vor KMUs und rund zehn Prozent kommen ursprünglich aus dem Ausland. Der Kunststoff-Cluster ist eine gemeinsame Initiative der Länder Oberösterreich und Niederösterreich. Träger des Clusters sind die regionalen Standortagenturen Business Upper Austria und ecoplus. Die Vielfalt der Branche Die Bandbreite der am Kunststoff-Cluster beteiligten Betriebe erstreckt sich über alle Segmente der Wertschöpfungskette. Von der Rohstoff- über die Kunststoffverarbeitung, den KunststoffMaschinenbau, den Formen- und Werkzeugbau – von kunststoff­technischen Dienstleistern bis hin zu Forschungs-, Entwicklungs- und Bildungseinrichtungen – reicht das Spektrum. Kaum irgendwo anders auf der Welt finden sich alle Segmente der Kunststoff-Branche so dicht geballt wie in Österreich. Trendscout Die Aktivitäten des österreichischen KunststoffClusters richten sich stark an den Bedürfnissen der Branche aus. So betrachten sich die Mitglieder auch als dazu verpflichtet, Technologietrends frühzeitig zu erkennen und das entsprechende Know-how dafür für Cluster-Unternehmen bereitzustellen. Dies passiert selbstverständlich unter der Prämisse der Kooperation. Die ganz klare und vorrangige Zielsetzung ist die Einleitung und Begleitung von Innovationsprojekten.

Impressum Für den Inhalt verantwortlich: SWARCO Advanced Industry Systems, Industriestraße 10, 3300 Amstetten, Austria, www.swarco.com/ais Idee, Konzeption und Artwork: Kommhaus, www.kommhaus.com Fotos: SWARCO Advanced Industry Systems, Wolfgang Stadler, www.shutterstock.com/M.Style/ImageFlow Druck: Druckwerkstatt Handels GmbH | Vorbehaltlich ­Änderungen, Irrtümer und Druckfehler. Wir legen ­großen Wert auf ­geschlechtliche ­Gleichberechtigung. Aufgrund der ­Lesbarkeit der Texte wird bei Bedarf nur eine Geschlechtsform gewählt. Dies impliziert keine Benachteiligung des jeweils anderen Geschlechts. Wenn Sie die Infopost in Zukunft nicht mehr erhalten wollen, senden Sie bitte ein E-Mail an ais@swarco.com

SWARCO Advanced Industry Systems ais@swarco.com www.swarco.com/ais Follow. Like. Share.

Im Brennpunkt Aktuelle Themenschwerpunkte der firmenüber­ greifenden Zusammenarbeit des Clusters liegen auf der Kreislaufwirtschaft, der Materialentwicklung, der Bauteilentwicklung, der Fertigungstechnologie, der Produktionsflexiblität respektive der Produktions­ optimierung sowie auf der Qualifizierung und dem Angebot von Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb der Kunststoffbranche. Sämtliche Schritte in jede einzelne dieser Richtungen werden gemeinsam geplant, koordiniert und umgesetzt. Gemeinsam zum Erfolg Die Cluster-Unternehmen arbeiten im Rahmen mehrerer, verschiedener Initiativen zusammen. Außerdem sucht man kontinuierlich den Austausch mit anderen Branchen und Stakeholdern. Als Beispiele für aktuelle Kooperationsmöglichkeiten seien die Initiative Smart Plastic – kurz ISP – und die Leichtbau-Plattform A2LT genannt. Auch SWARCO Advanced Industry Systems ist aktives Mitglied des Kunststoff-Clusters. Mehr zu den Inhalten beider Projekte finden sich auf den jeweiligen Websites www.smart-plastics.com und www.a2lt.at. Weitere branchenübergreifende Kooperations­ möglichkeiten für Unternehmen sind das TextilKunststoff-Mechatronik Netzwerk PlasTexTron®, die Aktivitäten rund um das Thema Additive Fertigung/3D-Druck, das Biopolymerteam und die Initiative Fachkräfte/Jugend in die Technik. Allesamt werden in den clustereigenen Kunststoffstandortaktivitäten gebündelt.


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