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All-Rounder – Ausgabe 1/2022

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AL L

Nachrichten und Neuigkeiten von SWARCO Advanced Industry Systems Ausgabe 1 | 2022

ROUNDER

UNIVERSAL EFFICIENCY

Willkommen im neuen SWARCO Global Glass Beads Technology Center!

PRODUKTE

Verstärkung für Thermoplaste

TECHNOLOGIE & INNOVATION Von der Scherbe zur Perle

TREND Small Data

NETWORK Forschung stärkt Circular Economy


UNIVERSAL EFFICIENCY

IN RIESENSCHRITTEN ZUM VOLLBETRIEB Das neue SWARCO Global Glass Beads Technology Center in Neufurth, Bezirk Amstetten, nähert sich in großen Schritten der Fertigstellung. Liebe Leserin, lieber Leser, „Small Data“, „Nachhaltigkeit“, „Zusammen­ arbeit“ und „Kreislaufwirtschaft“ lauten die Themen, welche sich wie ein roter Faden durch diese Ausgabe des All-Rounder ziehen. Gemeinsam ist ihnen allen der Fokus auf den Menschen. Den Spagat zwischen Menschlichkeit und industrieller Effizienz zu vollziehen ist nicht einfach. Und trotzdem steht genau dieses Kunststück bei SWARCO Advanced Industry Systems ganz oben auf der Prioritätenliste. Schließlich sind die besten Erfindungen nur dann sinnvoll, wenn die Umwelt durch sie bereichert wird. In jeder Hinsicht essenziell ist deshalb der Brückenschlag zwischen Humanismus und Industrialismus. Er ist Voraussetzung für eine blühende, gemeinsame Zukunft. Bei alledem müssen Qualität und Rentabilität der Produktion erhalten bleiben. Innovationsgeist, Kommunikationstalent und Mut zur Zusammenarbeit sind wichtige Werkzeuge dafür.

Mit dem Umzug in das neue SWARCO Global Glass Beads Technology Center startet SWARCO Road Marking Systems in eine neue Ära. Mit modernsten Fertigungsverfahren und innovativer Forschung sollen hier Meilensteine gesetzt werden, die den eigenen Qualitätskriterien auch in Zukunft gerecht werden und Kunden immer neue Services bieten. Das neue SWARCO Global Glass Beads Technology Center beherbergt neben modernsten Fertigungsanlagen auch das „Center of Competence“ mit modernen Labors sowie Pilot- und Testanlagen. Mit neuen Technologien und einem erhöhten Auto­ matisierungsgrad setzt SWARCO einen weiteren Schritt zur Steigerung der Kundenzufriedenheit. Energieeffizienz und Schadstoffreduktion stehen dabei im Brennpunkt der Produktions- und Ent­wicklungs­arbeit. Großes Augenmerk legen Forschung und Entwicklung außerdem auf die Minimierung des ökologischen Fußabdrucks aller zukünftigen SWARCO Produkte. Sozusagen schlüsselfertig Die Büros, welche die Abteilungen nach und nach bis April beziehen, sind fertig eingerichtet und können sich

in jeder Hinsicht sehen lassen. Auch die großen Infoscreens, im ganzen Gebäude verteilt, sind bereits in Betrieb und halten die Mitarbeiter über interne Neuigkeiten auf dem Laufenden. Der neue Showroom im Eingangsbereich präsentiert Besuchern und Mitarbeitern gleichermaßen Produkte und Know-how von SWARCO Road Marking Systems und SWARCO Advanced Industry Systems. In der eleganten, großzügig ausgestatteten Kantine kann seit Anfang Februar reichlich Energie getankt werden. Die Grünanlagen rund um das SWARCO Global Glass Beads Technology Center sind auch schon angelegt. Im März werden sie mit dem Pflanzen der restlichen Sträucher fertiggestellt. Statusbericht Die Schmelzwannen befinden sich bereits im Probebetrieb, ebenso die Granulatanlage, die Öfen und die Mischanlage. Abgeschlossen wird der Umzug mit der Montage der Verpackungsanlage im März. Gelingt auch das plangemäß, startet das SWARCO Global Glass Beads Technology Center ab April 2022 mit der Produktion voll durch.

Werkzeuge, die SWARCO Advanced Industry Systems schon in der Vergangenheit immer und immer wieder gewinnbringend für alle Beteiligten einsetzen konnte.

Ihr

Robert Buchinger Business Development SWARCO Advanced Industry Systems

Einladend wirkt das neue Gebäude aus allen Perspektiven:

Im sogenannten Shuttle Karussell der Mischanlage werden Perlenmischungen für unterschiedlichste Anwendungen hergestellt.

Von den offenen und hellen Treppen ...

… bis hin zur großzügig gestalteten Kantine.

In der Ofenanlage entstehen hochwertige Mikroglasperlen.


PRODUKTE

VERSTÄRKUNG FÜR THERMOPLASTE Die präzise angepasste Beigabe von Glasfüllperlen verbessert die mechanischen Eigenschaften von Kunststoffen erheblich. Durch die Zugabe von Glasfüllperlen kann die Steifigkeit von Kunststoffen erhöht werden. Sie führt außerdem zur Reduktion der Schrumpfund Verzugsneigung des Materials und beeinflusst weiters die Kratz- und Abriebfestigkeit von verschiedensten Einbettungsmaterialien positiv. Weil Glas aber von sich aus keine oder nur sehr geringe Affinität zu Kunststoff aufweist, ist die richtige Silanisierung – also die Oberflächen­beschichtung der Perlen zur Verbesserug ihrer Bindungsfähigkeit – von höchster Wichtigkeit. Nur die richtige Methode ermöglicht die erfolgreiche Verbindung zwischen Glasfüllperle und dem jeweiligen Matrixmaterial.

„Small Data“ bezeichnet kleine und übersichtliche Datenmengen, die spezifisch dafür verwendet werden können, um ein spezielles Problem zu lösen. Der augenscheinlichste Unterschied zwischen Small und Big Data besteht darin, dass bei Small Data der Mensch hinter den Daten im Mittelpunkt steht. Small Data setzt weniger auf Statistik und Wahrscheinlichkeit, sondern auf gebündelte Detailinformation. Das hilft bei der Beantwortung konkreter Fragen und führt in expliziten Szenarien schneller und übersichtlicher zum Ziel. Kleine Datenmengen reichen hier vollkommen aus, da diese aufgrund ihrer Übersichtlichkeit im direkten Dialog mit den potenziellen Kunden entstehen und der Kunde, der seine Daten auf der Website oder im Online-Shop hinterlässt, diese auch selbst eingibt.

Prägend für den Begriff Small Data ist heute der dänische Autor und Marketingesxperte Martin Lindstrom mit seinem Buch: „Small Data: Was Kunden wirklich wollen – wie man aus winzigen Hinweisen geniale Schlüsse zieht“. Darin wird erzählt, wie er 300 Tage im Jahr auf Reisen verbringt und die Menschen in ihrem Zuhause beobachtet und befragt. Small Data ensteht durch genau diese persönlichen Inputs. Quelle: Martin Lindstrom, „Small Data: Was Kunden wirklich wollen …“

REM-Aufnahme einer Bruchfläche in einem mit Glasfüllperlen verstärkten Kunststoff

TECHNOLOGIE & INNOVATION

VON DER SCHERBE ZUR PERLE

SWARCO Advanced Industry Systems macht aus hochwertigem Flachglas eine richtig runde Sache.

Glasfüllperlen, Filterperlen und Strahlglasperlen werden in vielen Bereichen der Industrie zur Materialmodifikation respektive der Oberflächenbehandlung verwendet. Mikroglasperlen von Durchmessern zwischen 0,001 und 1,4 Millimetern kommen dabei immer häufiger in der Materialmodifikation und der Oberflächenbehandlung zum Einsatz. Damit das allerdings passieren kann, ist eine Reihe von Verarbeitungsprozessen nötig.

Optimale Wiederverwertung Zuerst muss das alte Flachglas in Backenbrechern und Hammermühlen zu Glasgranulat zerkleinert werden. Danach wird das feine Material sorgfältig vorgesiebt, um über die späteren Korngrößen der fertigen Mikroglasperlen zu entscheiden. Ist dieser Schritt abgeschlossen, wandern die Ergebnisse in einen Schachtofen, wo sie eingeschmolzen werden. Aufgrund der Oberflächenspannung des geschmolzenen Glases verwandelt es sich im selben Vorgang von allein zur idealen und gewünschten Form: der Kugel. Pro Sekunde entstehen bei SWARCO so aus Glasfragmenten rund fünf Millionen runde Mikroglasperlen.

Hochwertiges Flachglas ist Grundstoff für Mikroglasperlen.

Im Schachtofen nehmen Mikroglasperlen ihre Form an.

SWARCO Advanced Industry Systems verfügt über das nötige Know-how, um aus Verschnittund Abfall-Glas hochwertige Perlen für die Verwendung in der Industrie herzustellen.

Small Data

Small Data versucht Datensätze so zu sortieren und priorisieren, dass deren Qualität und damit die Präzision der Information gesteigert wird. Übersicht und Kundenfreundlichkeit sind seine obersten Prämissen.

Auch die Korngrößenverteilung innerhalb des zu verstärkenden Kunststoffs kann je nach Anwendung die Eigenschaften des Endprodukts beeinflussen. Sowohl Unterkorn als auch Überkorn führen in spezifischen Fällen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Korngrößenverteilung, die Beschaffenheit der Silanisierung sowie der Füllgrad von Glasfüllperlen stehen also in einem fein ausbalancierten Abhängig­­ keits­verhältnis zueinander. Durch die genaue Untersuchung dieser Verhältnisse und deren Auswirkungen können Produkte gezielt optimiert und in letzter Konsequenz auf lange Frist weiterentwickelt werden.

TREND


UNSERE PHILOSOPHIE

UNSERE LEITIDEE

Wir machen die universellen Vorteile der Glasperle für industrielle Spezial­an­wendungen energie­effizient nutzbar. UNSERE VISION

Die Welt setzt bevorzugt auf Industrie­glasperlen von SWARCO Advanced Industry Systems – für alle Nischen. UNSERE WERTE

NETWORK

FORSCHUNG STÄRKT GREEN ECONOMY Im neuen Labor „CDL-AgePol“ an der Johannes Kepler Universität kooperieren Wissenschafter mit Unternehmen. An der JKU Linz arbeiten Wissenschafter gemeinsam mit innovativen Unternehmen wie SWARCO Advanced Industry Systems an neuen Methoden zur Prüfung der Langzeithaltbarkeit von Polymer-Werkstoffen unter komplexen Belastungen. Weil die Technologien des 21. Jahrhunderts langlebige und kosteneffiziente Produkte aus Kunststoff, Stahl und Glas brauchen, werden in CDL-AgePol neue Methoden entwickelt, die Alterungsprozesse an den Grenzflächen zwischen Kunststoff, Metall und Glas auf molekularer Ebene analysieren. Ein anspruchsvoller Vorgang, denn die Untersuchungen laufen im Mikro- und Nanometer-Maßstab ab. Bedeutsam ist das für viele industrielle Prozesse und Produkte – entsprechend groß ist das Interesse der Unternehmenspartner. Auch für die Technologiefelder Erneuerbare Energie und Mobilität ist diese Forschung höchst relevant.

„Kunststoffe sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt für eine Transformation zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Kreislaufwirtschaft auf Basis von Kohlenstoff und Sonnenenergie. Dieses CD-Labor fügt sich in diesen Ansatz ein. Höhere Haltbarkeit und präzise Lebensdauer-Vorhersagen erlauben ressourcenschonende, industrielle Fertigungsprozesse und Produkte. Das neue Labor leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Transformative Change“, sagt JKU Rektor Meinhard Lukas. Das Christian Doppler Labor CDL-AgePol (Christian Doppler Labor für Alterung von Polymer­ laminaten bei mechanischer Beanspruchung und Umgebungseinwirkung) wird von Prof. Gernot Wallner geleitet, läuft bis 2027 und ist mit 3,5 Millionen Euro dotiert. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW).

Effizienz, Vielfalt, Intelligenz UNSER CREDO

Universal Efficiency

Im neuen CDL-AgePol arbeiten Kunststoffexperten der JKU Linz mit Unternehmen und Wissenschaftern weltweit (z. B. Stanford University, USA) zusammen.

GEMEINSAM ANS ZIEL Offene Forschung, die mit Unternehmen kooperiert, ist der beste Weg zur effizienten Circular Economy der Zukunft.

Impressum Für den Inhalt verantwortlich: SWARCO Advanced Industry Systems, Wipark, 14. Straße 11, 3363 Neufurth, Austria, www.swarco.com/ais Idee, Konzeption und Artwork: Kommhaus, www.kommhaus.com Fotos: SWARCO Advanced Industry Systems, SWARCO Road Marking Systems, www.shutterstock.com/M.Style, Johannes Kepler Universität Druck: Druckwerkstatt Handels GmbH | Vorbehaltlich ­Änderungen, Irrtümer und Druckfehler. Wir legen ­großen Wert auf ­geschlechtliche ­Gleichberechtigung. Aufgrund der ­Lesbarkeit der Texte wird bei Bedarf nur eine Geschlechtsform gewählt. Dies impliziert keine Benachteiligung des jeweils anderen Geschlechts. Wenn Sie die Infopost in Zukunft nicht mehr erhalten wollen, senden Sie bitte ein E-Mail an ais@swarco.com

Nur durch die Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft sind die großen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen. Nachhaltigkeit, Klima­ schutz und Kreislaufwirtschaft sind dabei die großen Schlüsselwörter.

Vernetzung. Kunststoff-Forschung und KunststoffWirtschaft müssen dazu immer enger zusammen­ arbeiten. Der Kooperation zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen wird in der Zukunft eine wichtige Schlüsselrolle zukommen.

Entwicklungen auf dem Gebiet von Polymerwerkstoffen können in Zukunft eine zentrale Rolle beim Erreichen globaler Nachhaltigkeitsziele spielen. Auch für Initiativen in Richtung einer Circular Economy werden sie in kommenden Jahren wichtig sein. Sie bieten ein hohes Innovationspotenzial für ein breites Spektrum an Energieeffizienztechnologien und sind maßgeblich für die Schaffung neuer Energietechnologien.

Dasselbe gilt für die Überführung von Kunststoff in eine vollständige Kreislaufwirtschaft. Mittels koordiniertem Vorgehen von Industrie und Wissenschaft kann es auch hier gelingen, den nicht wiederverwertbaren Abfall auf chemisch-rohstofflichem und energetisch-thermischem Wege vollständig wiederzuverwerten.

Ein maßgebliches Schlüsselelement für die erfolg­ reiche Umsetzung dieser Potenziale liegt in der SWARCO Advanced Industry Systems ais@swarco.com www.swarco.com/ais Follow. Like. Share.


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