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Alean, Eiszeit-Wanderungen

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Jürg Alean, Paul Felber

EISZEITWANDERUNGEN 14 Routen zu Zeugen der Eiszeit in der Schweiz

Haupt

NATUR


Dr. Jürg Alean studierte Geografie und doktorierte an der ETH Zürich in Glaziologie. Bis zu seiner Pensionierung war er Mittelschullehrer für Geografie. Er verfasste bereits mehrere Bücher zu erdwissenschaftlichen Themen und unterhält zusammen mit Gleichgesinnten den Bildungsserver SwissEduc.ch. Dr. Paul Felber studierte Geologie und doktorierte an der ETH Zürich in Geologie. Bis zu seiner Pensionierung war er in der geologischen Praxis tätig (Hydrogeologie, Geotechnik). Er ist Verfasser eines Buches über die Geologie und Grundwasservorkommen des Kantons Zug. Heute gilt sein besonderes Interesse der Erforschungsgeschichte und den klassischen geologischen Lokalitäten der Schweiz. Jürg Alean und Paul Felber veröffentlichten 2019 zusammen mit dem Haupt Verlag «Geologische Wanderungen. 15 Routen zu Hotspots in der Schweiz».

Der Haupt Verlag wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016–2020 unterstützt.

1. Auflage: 2020 Diese Publikation ist in der Deutschen Nationalbibliografie verzeichnet. Mehr Informationen dazu finden Sie unter http://dnb.dnb.de ISBN 978-3-258-08146-5 Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2020 Haupt Bern Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlags ist unzulässig. Umschlag: pooldesign, Zürich Umschlagsbilder: Jürg Alean Layout und Satz: tiff.any, Berlin Printed in Germany www.haupt.ch Wünschen Sie regelmässig Informationen über unsere neuen Titel im Bereich Garten und Natur? Möchten Sie uns zu einem Buch ein Feedback geben? Haben Sie Anregungen für unser Programm? Dann besuchen Sie uns im Internet auf www.haupt.ch. Dort finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Neuerscheinungen und können unseren Newsletter abonnieren.


INHALTSVERZEICHNIS VORWORT. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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WANDERLAND SCHWEIZ: EIN EISZEIT- WUNDERLAND . . . . . . . . . . . . . .

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RHEIN- UND ADDA-GLETSCHER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Langloch, Churzloch, Kesslerloch: Stein-Zeit im Kanton Schaffhausen (SH) . . . . . 2 Churfirsten: Eiszeitgletscher als Bildhauer der Landschaft (SG) . . . . . . . . . . . . . . 3 Eisige Höhen, lebendiges Gletschervorfeld: Morteratsch- und Persgletscher (GR)

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9 10 11 12 13 14

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LINTH-RHEIN- UND REUSS-GLETSCHER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Von Drachen, Blitz und Höhlen: Zwischen Zürichsee und Greifensee (ZH) . . . . . . 62 Erdmannli, Erratiker und Toteisseen: Spuren des Reuss-Gletschers (AG) . . . . . . . 76 Seen, Tobel, Höhlen: Vom Zugerberg zu den Höllgrotten (ZG). . . . . . . . . . . . . . . 86 Drumlins, Teufel und Erratiker: Von Menzingen (ZG) nach Spitzen (ZH) . . . . . . . . 100 Eisberge beim Klausenpass: Ein neuer Gletschersee entsteht (UR) . . . . . . . . . . . 112 AARE- UND RHONE-GLETSCHER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Findlinge auf dem Podest: Grosses Erratikerfeld bei der Verenaschlucht (SO) . . . Bern, Brücken und Brunnen: Eiszeitspuren in der Stadt (BE) . . . . . . . . . . . . . . . . Am Rand des einstigen Eismeers: Creux du Van bis Neuenburgersee (NE) . . . . . . Gletschersee und Gletscherschlucht bei Grindelwald (BE) . . . . . . . . . . . . . . . . . . Panoramaweg zum kalten Eis: Gornergletscher bei Zermatt (VS) . . . . . . . . . . . . Am Ursprung der Eiszeittheorie: Erratikerwanderung bei Monthey (VS) . . . . . . .

122 124 134 148 162 174 188

ANHANG. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Reise in die Eiszeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dank . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bildnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weiterführende Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sponsoren. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Register . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

200 202 206 206 206 207 208


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THEMENKÄSTEN Gletschertöpfe von Cavaglia . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eiszeiten und Mammuts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gletschergarten Luzern. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Linden und der Pakt mit dem Teufel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eis-Zeit beim Val-de-Travers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Trogtal und Wasserfälle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gletschertöpfe der Tête des Crêtes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

59 75 85 107 160 172 198


VORWORT

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Liebe Leserin, lieber Leser !

Vor

Jahrtausenden lag fast die ganze Schweiz unter einem Eispanzer. Stellenweise war dieser drei Kilometer dick. Nur vereinzelt ragten in den Alpen Felsinseln aus dem Eismeer. Im Mittelland gab es nur ein paar kleinere eisfreie Gebiete mit karger TundraVegetation. Rentiere und Mammuts legten auf Futtersuche weite Wege zurück. Es herrschte Eiszeit. Ihre Hinterlassenschaften sind in unserem Land fast allgegenwärtig. Wir laden Sie ein, mit uns auf Spurensuche zu gehen. Vierzehn Wanderungen führen uns zu den schönsten Findlingen, die eine oft eigentümliche, lange Reise auf dem Rücken der Eiszeitgletscher hinter sich haben. Wir wandern über bucklige Moränen, vom Eis zu stromlinienförmigen Gebilden modelliert. Wir erkunden stille Schluchten, von eiszeitlichen Schmelzwasserströmen gegraben, und rasten an malerischen Seen, deren Becken die Eiszeitgletscher ausgehobelt haben. Unsere Ausflüge führen uns durch Mit-

telland, Jura und Alpen. An den heutigen Alpengletschern beobachten wir im Kleinen, welche Wirkung die Eiszeitgletscher vor Jahrtausenden auch im Tiefland zu entfalten vermochten. Wir hoffen, Sie, liebe Leserin, lieber Leser, mit unserer Begeisterung für Gletscher und ihre Hinterlassenschaften anstecken zu können. Besondere Vorkenntnisse brauchen Sie keine. Hingegen möchten wir Ihnen die jüngere Erdgeschichte, das Eiszeitalter, anhand der Gletscherspuren im Gelände vor Augen führen. Wir halten die Marschdistanzen meist kurz, damit in einem Halbtages- oder Tagesausflug genug Zeit bleibt, um an den interessantesten Stellen zu verweilen. Auf dass Sie Eiszeiten und Eiszeitgletscher nicht kalt lassen mögen!

linke Seite: Gletscherschliffe (Aletschgebiet) oben: Wanderung zwischen Drumlins (Kt. Zug.)


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RHEIN- UND ADDA-GLETSCHER


Spaltenlabyrinth auf dem Morteratschgletscher


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1 Langloch, Churzloch, Kesslerloch: Stein-Zeit im Kanton Schaffhausen (SH)


Das Churzloch bei Thayngen wurde durch einen eiszeitlichen Schmelzwasserstrom in Kalkfelsen hineinerodiert. Links hinten ist die รถstliche, rechts die westliche Felswand der eiszeitlichen Schmelzwasserrinne zu erkennen.


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Langloch, Churzloch, Kesslerloch: Stein-Zeit im Kanton Schaffhausen (SH)

Ganz im Norden der Schweiz gibt es bei Thayngen auf kleinstem Raum eine bunte Palette von Eiszeitspuren. Auf dieser Wanderung besuchen wir eine Wohnstätte steinzeitlicher Jäger und Sammler, folgen einem Findlingspfad und durchqueren von eiszeitlichen Schmelzwasserströmen erodierte Gräben. Während seiner grössten Ausdehnung in der letzten Eiszeit vor rund 24 000 Jahren erstreckte sich der Rhein-Gletscher aus dem Rheintal über das Bodenseebecken bis weit hinaus nach Süddeutschland. Dort bildete dieser eine riesige, bis über hundert Kilometer breite Gletscherzunge. Deren westlicher Rand verlief durch unser Wandergebiet und die Stadt Schaffhausen (Karte S. 18–19). Selbst im kalten Eiszeitklima müssen die Schmelzwassermengen enorm gewesen sein, welche im Sommer von der Gletscherstirn abflossen. Bei Thayngen ergoss sich ein gewaltiger Schmelzwasserstrom Richtung Südwesten gegen Schaffhausen und grub sich dank seiner enormen Erosionskraft ins Gestein ein, eine sogenannte randglaziale Rinne bildend (vgl. Abb. 8 und P3). Abb. 5 veranschaulicht die Situation anhand eines aktuellen Bildes aus der kanadischen Arktis. Das Tal wird heute durch die Fulach entwässert. Die «faule Ach» wird ihrem Namen gerecht, fliesst langsam und führt nur wenig Wasser. Statt wild tosender Gletscherschmelze ergiesst sich heute Strassen- und Bahnverkehr durch das Fulachtal. Ein Rundgang lohnt sich dennoch wegen des archäologisch bedeutsamen Kesslerlochs, einst Zufluchtsort jungsteinzeitlicher Jäger und Sammler, wegen des eigens angelegten Findlingswegs und wegen der im Wald verborgenen, idyllischen Schluchten mit den etwas profanen, aber passenden Namen Langloch und Churzloch. Im Bahnhof Thayngen nehmen wir die Unterführung auf die Südseite der Bahngeleise und wandern auf einem verkehrsarmen Strässchen durch ein Industriegebiet Rich-

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tung Westen, wechseln durch eine weitere Unterführung wieder auf die Nordseite der Bahnlinie und gehen nochmals dreihundert Meter weiter westwärts. In einer Senke zwischen dem ehemaligen Steinbruch «Zimänti» und dem Bahntrassee erreichen wir das Kesslerloch. P1

Kesslerloch

(2'694'090, 1'289'040)

Wie ein weit aufgerissenes Maul gähnt vor uns die breite Höhle in der niedrigen Felswand aus hellem Kalk aus der Späten Jurazeit (zur Entstehung der Höhle siehe P3). Bedeutsam ist die Höhle allerdings weniger wegen ihrer Grösse – die Grundfläche umfasst rund 200 Quadratmeter – sondern als archäologische Fundstätte. Der einheimische Reallehrer Konrad Merk führte darin um 1874 erste Grabungen durch; letzte archäologische Sondierungen erfolgten 1980. Zu den Funden zählen Knochen von Mammut, Rentier, Wollnashorn, Steinbock


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und Gämse, was auf ein kaltzeitliches Klima hinweist. Zum Vorschein kamen auch Pfeilspitzen, Werkzeuge und Schmuckstücke aus Stein, Geweih, Knochen und Mammutelfenbein. Die Menschen, die hier vor etwas mehr als 14 000 Jahren Unterschlupf fanden, werden der Magdalénien-Kultur des Jungpaläolithikums, einer späten Phase des Paläolithikums (Altsteinzeit), zugeordnet.

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Im rauhen Klima in der Spätphase der letzten Eiszeit dürfte ihre Lebensform vergleichbar gewesen sein mit jener der Inuit («Eskimos») im Norden Kanadas und in Grönland oder der Yupik im Nordosten Sibiriens. Wie wertvoll, manchmal gar überlebenswichtig, müssen vor der Witterung geschützte Orte wie das Kesslerloch für Menschen gewesen sein, die auf der bitterkalten Tundra als Nomaden unterwegs waren! Ebenfalls auf Menschen Abb. 1: Das Kesslerloch bot Menschen der späten Altsteinzeit (Jungpaläolithikum) Unterschlupf und ist heute beliebtes Ausflugsziel mancher Schulklasse. Abb. 2: Der berühmte Schweizer Geologe Albert Heim entdeckte im Kesslerloch 1874 ein Stück Rentiergeweih, auf dem ein formvollendetes Rentier eingraviert ist. Das eindrückliche, vor etwas mehr als 14 000 Jahren von einem steinzeitlichen Jäger geschaffene Kunstwerk befindet sich heute im Rosgartenmuseum von Konstanz, eine Kopie im Museum Allerheiligen in Schaffhausen.


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Langloch, Churzloch, Kesslerloch: Stein-Zeit im Kanton Schaffhausen (SH)

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Abb. 3: Vom Rhein-Gletscher abgeschliffener

Kalkfelsen. Abb. 4: Kleine Höhle im Kalkfelsen am östlichen Rand der randglazialen Schmelzwasserrinne. Abb. 5: Eine randglaziale Schmelzwasserrinne an der Seite des Crusoe Glacier auf der heutigen kanadischen Arktisinsel Axel Heiberg veranschaulicht die Verhältnisse, wie sie beim letzteiszeitlichen Gletscherhöchststand im Fulachtal geherrscht haben. Abb. 6: Dieser Erratiker aus rötlichem IlanzerVerrucano liegt auf einem Sockel aus hellem Kalk aus der Zeit des Späten Jura.

ohne festen Wohnsitz, allerdings neuzeitliche, geht die Ortsbezeichnung «Kesslerloch» zurück, nämlich auf Fahrende, die hier vorübergehend hausten und in der Region allerhand Töpfe und Geschirr («Kessel») sammelten, ausbesserten, um sie später wieder zu verkaufen. Weil Bahn und Strasse den weiteren Weg versperren, müssen wir bis zur Bahnunterführung wieder zurückgehen. P2

Gletscherschliff

(2'694'400, 1'288'990)

Gleich nach der Unterführung macht eine kleine Schautafel auf einen vom Rhein-Glet-


31 scher blankgescheuerten Kalkfelsen aufmerksam. Solche Gletscherschliffe auf Kalk sind weitab von den heutigen Alpengletschern selten, weil Kalk ein recht leicht wasserlösliches Gestein ist und deshalb schnell verwittert. Dadurch wurden solche Gletscherspuren in den Jahrtausenden seit dem Eisrückgang oft zerstört. Möglicherweise war diese beim Strassenbau freigelegte Stelle aber durch Ablagerungen geschützt, sodass die Gletscherschliffe und Schrammen gut erhalten blieben. P3

Schmelzwasserrinne 1

hier immer weniger Schmelzwasser. Anstelle der Erosion überwog nun die Sedimentation: Letzte Kiesablagerungen bildeten den heutigen flachen Talgrund. Die Felsen auf beiden Talseiten bestehen aus rund 150 Mio. Jahre altem Kalk aus der Späten Jurazeit. Darin gibt es weitere Höhlen, allerdings sind sie weitaus kleiner als das Kesslerloch. Sie entstehen hier, weil Kalk besser wasserlöslich ist als dies die meisten anderen Gesteine sind. Wasser, welches über Klüfte in den Kalk eindringt, vermag ihn aufzulösen und über die Jahrtausende hinweg solche Hohlräume zu schaffen.

(2'694'190, 1'288'990)

Nach einer Autobahnunterführung öffnet sich der Blick auf die randglaziale Schmelzwasserrinne des Fulachtals, das sich mäandrierend über Herblingen bis nach Schaffhausen fortsetzt. Wir stehen also genau am Rand des Rhein-Gletschers zur Zeit seiner grössten Ausdehnung. Von diesem stammen auch die vielen Erratiker, denen wir in Kürze begegnen werden. Als der Rhein-Gletscher zu schwinden begann, floss 6

P4

Verrucanofindling

(2 694'030, 1'288'860)

Nach kurzer Strecke macht uns eine weitere Schautafel auf einen im Wald etwas versteckten, erhöht liegenden Erratiker aufmerksam. Er ist einer der grössten dieser Region. Gemeindearbeiter holzen hier manchmal etwas aus, damit die Sicht auf dieses Naturdenkmal vom Strässchen aus frei bleibt. An seiner Unterseite ist der Erratiker kaum überwachsen.


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Langloch, Churzloch, Kesslerloch: Stein-Zeit im Kanton Schaffhausen (SH) 9

P8

Hegauvulkane

(2'693'520, 1'290'350)

Nach Überqueren der Strasse von Thayngen nach Lohn geht es durch eine Waldlichtung zum Churzloch. Vor unserem Besuch (2018) muss eine Rotte Wildschweine hier vorbeigekommen sein. Auf Nahrungssuche pflügte sie fleissig die Wiese um. Offenbar schätzen die Tiere dieses abgeschirmte Terrain inmitten der emsigen Betriebsamkeit der schaffhauserischen Kulturlandschaft. Bevor wir den spektakulärsten Abschnitt dieses randglazialen Schmelzwasserkanals durchwandern, empfiehlt sich ein Abstecher hinauf zum Aussichtspunkt beim Cherzestübli (hin und zurück etwa 40 Minuten, knapp 100 Meter Höhendifferenz). Der Aussichtspunkt befindet sich zwar im Wald, aber oberhalb einer markanten Geländekante. Bei klarem Wetter hat man eine schöne Fernsicht nach Osten auf den Hegau. Unmittelbar jenseits der schweizerisch-deutschen Grenze erstreckt sich diese geologisch junge Vulkanlandschaft bis zur Stadt Singen im Osten und zur jungen Donau im Norden. Die Eruptionen begannen im Hegau vor rund 15 Mio. Jahren und bauten zunächst die basaltischen Vulkankegel im Westteil auf, darunter die gut sichtbaren Hohenhewen und Hohenstoffeln, wo früher widerstandsfähiges Basaltgestein für den Häuserbau gewonnen wurde. In der Folge verlagerte sich die Vulkantätigkeit weiter nach Osten. Zuletzt erreichte die Lava die damalige Erdoberfläche nicht mehr, blieb im Untergrund stecken und erstarrte dort – so geschehen vor rund 9 Mio. Jahren am Hohentwiel. Sie besteht aus Pho-

nolith, einem Vulkangestein, das seinen Namen dem speziellen Klang verdankt, welcher entsteht, wenn man Stücke davon gegeneinanderschlägt. Der Phonolithkörper wurde erst durch die Erosion darüberliegender Gesteinsschichten an der Erdoberfläche sichtbar. Während der Eiszeiten brandete der Rhein-Gletscher von Osten her gegen den Hohentwiel. Deshalb ist er heute asymmetrisch geformt. Gegen Singen, also gegen die einstige Fliessrichtung des Eises, ist er steiler als auf der gegen uns gerichteten Seite, welche durch den widerstandsfähigen Phonolith vor der Gletscherabtragung etwas geschützt wurde. Auf gleichem Weg gehen wir von P8 zurück bis zum Eingang ins Churzloch. 10

Abb. 9: Hegau-Vulkangebiet vom Cherzestübli aus: Hohenhewen (844 m) links, Hohenstoffeln (842 m) Mitte links und Hohentwiel (686 m) rechts. Abb. 10: Einbuchtungen in den Felswänden im Langloch entstanden infolge Erosion durch den Schmelzwasserstrom.


35 P9

Churzloch

(2'693'790, 1'289'850)

Weil die Schluchtwände im Churzloch näher beieinander stehen als im Langloch, ist der schluchtartige Charakter hier sogar noch eindrücklicher (Bild S. 26–27). Konkave Felseinbuchtungen wie in Abb. 10 gehen auf die Erosion durch das Gletscherwasser zurück, welches zwischen den beiden Seiten der Schlucht hin und her brandete. Gegen Norden verlässt der Pfad den Schluchtboden gegen rechts, und bald steigen wir – kurz sogar über eine Eisentreppe – gegen Thayngen ab. Vom Waldrand ist der Weg dann bis zum

Bahnhof mit Wegweisern gut signalisiert. Wir passieren den stark verlandeten Ägelsee rechterhand. In den Wohnquartieren von Thayngen bemerken wir immer wieder Erratiker unterschiedlicher Grössen und Gesteinszusammensetzung. Viele stammen aus Baugruben und befinden sich nicht mehr dort, wo sie gefunden wurden. Einem letzten Findling aus Granit kann man etwas östlich des Bahnhofs einen Besuch abstatten. Eine Inschrift orientiert darüber, dass er anlässlich der Einweihung der Bahnunterführung im Jahr 1909 hier platziert wurde.

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Reproduziert mit Bewilligung von der swisstopo (BA 190195)

KARTENMASSSTAB: 1: 25 000 WEGSTRECKE: 9 km HÖHENDIFFERENZ AUF- UND ABSTIEG:

je 210 m

AUSGANGS- UND ENDPUNKT: Bahnhof

Thayngen (2'694'950, 1'289'110) ZEITBEDARF: reine Marschzeit etwa

2,5 Stunden JAHRESZEIT: ganzjährig (im Winter falls nicht vereist)


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Anhang Register A Aare 141 Aare-Gletscher 140 Aare-Granit, Zentraler 79 Aar-Massiv 81, 136, 145 Aarwangen 126 Abfluss 51 Ablagerung 198 Ablation 15 Ablationsgebiet 15 Abtragung 128, 198 Agassiz, Louis 12, 192 Ägelsee 35 Ägerisee 89 Aigle 195 Akkumulationsgebiet 15 Alaska 141 Alaska Range 72, 104 Albis 102 Aletschgletscher, Grosser 14, 16, 19 Alexanderstein 66 Algen 47 Allalinhorn 177 Allenwinden 90 Alp Grüm 59 Alpen, Berner 142 Alpen-Edelweiss 179 Alpen-Leinkraut 120 Alpenrandseen 22 Alpenrose, Bewimperte 44 alpine Rasen 115 Altsteinzeit 29 Andesit 66 Antarktis 17 Areuseschlucht 150 Arktis 17 Arktischer Wolf 205 Ärmelkanal 21 Arven 52 Aufschluss 66 Auftauschicht 204 Augengneis 194

Auskolkung 128 Axel Heiberg Insel 21, 155, 202 B Baar 98 Baldeggersee 78 Balm 94, 132 Bäregg 167 Basalt 34 Bättlerstei 79 Bellavista 57 Bergsturz 72, 126, 167 Beringstrasse 21 Bern 136 Berner Alpen 142 Berner Münster 141 Berner Seeland 129 Berninapass 59 Bewimperte Alpenrose 44 Bex 191 Birmann, Samuel 165 Birmenstorf 78 Blitzstein 72 Bloc Studer 196 Blockschutt 203 Blutschnee 43 Bodenbildung 115, 194 Bodensee 27, 39 Breitblättriges Hornkraut 120 Breithorn, Zermatter 39, 175 Breithorngletscher 180 Bremgarten (AG) 78 Brienzersee 146 Brisi 38 Brückner, Eduard 13 Buckskin Glacier 72 Burglauenen 166 C Castor 175 Cavaglia 59 Challifirn 169 Chammeren 37 Champéry 190


209 Charpentier, Jean de 11, 150, 191 Chäserrugg 37 Cherzestübli 34 Churfirsten 38 Churzloch 27, 35 Clariden 114 CO2 20 Collombey 196 Collombey-Muraz 190 Creux du Van 150 Creux-du-Van-Gletscher 150 Crusoe Glacier 30 D Dauerfrostboden 19 Delta 38, 40, 64 Diavolezza 56 Doline 42, 153 Domodossola 129 Drachenhöhle 67 Drachenkopf 68 Drumlin 7, 91, 106 Dryas, Jüngere 167 Dübendorf 71 E Edelweiss, Alpen- 179 Eggishorn 16 Eiger 165, 169 Einsiedelei 132 Eis, kaltes 179 Eis, temperiertes 181 Eisabbruch 169 Eisberge 12, 40, 114, 177, 195 Eisbohrkern 20 Eisdom, Engadiner 59 eisgestauter See 203 Eishöhle 55, 160 Eiskappe 203 Eislawine 120, 169 Eisschild 21 Eiszeit 11, 18 Eiszeit, Grösste 89, 97 Eiszeit, Kleine 19, 50, 114, 164, 179

Eiszeitalter 17, 195 eiszeitlicher Schotter 22 Eiszeitrelikt 127 Eiszeittheorie 12 Endmoräne 16, 47, 50, 71, 114 Engadiner Eisdom 59 Entwaldung 151 Erdbahn 20 Erdmannlistein 78 Erdölraffinerie 196 Erdpyramide 9 Erosion 34, 51, 115, 132, 169, 177, 198 Erosionsrille 169, 179 Erratiker 10, 18, 65, 78, 103, 126, 136, 190 Erratikerfeld 72 Eskimo 29 Euseigne 9 ewiger Schnee 17 F Falkenfluh 137 Fällanden 72 Favre, Jean Alphonse 197 Felssturz 68, 110, 115, 152 Feuerwanze, Gemeine 194 Fichte 166 Findlinge 10, 65, 126, 190 Findlingsgarten 64 Findlingspfad 27, 126 Firn 13, 184 Firnfleck 38 Firnschichtung 57, 184 Fjorde 21 Flachmeer 152 Flachmoor 78, 96 Flechten 131 Fliessgeschwindigkeit 179 Flyschsandstein 141 Fontaine Froide 152 Forch 70 fossiles Holz 169 Fribourg 83 Frostsprengung 128, 152 Frostverwitterung 73


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Anhang Frümsel 38 Fulach 27 Furkapass 17 G Garschella-Formation 43 Gebirgsgletscher 16, 39 Gemeine Feuerwanze 194 Genf 191 Genfersee 64, 195 Geotope 190 Geröll 128, 141 Gesteinsmehl 116, 171 Gisikon 85 Glacier de Giétro 10 Glacier de la Plaine Morte 203 Glacière de Monlési 160 glacières 160 Glaukonit 136 Gleichgewichtslinie 15 Gletsch 21 Gletscher 13, 15 Gletscher, kalbender 41 Gletscherbach 50, 119, 171 Gletschereis 14 Gletschergarten (Luzern) 85 Gletscherhochwasser 52, 168, 176, 203 Gletscherkatastrophe 10 Gletschermilch 116, 171 Gletscherschliffe 7, 30, 47, 51, 85, 170, 182 Gletscherschlucht 167 Gletscherschrammen 46, 51, 65, 85, 170, 182 Gletscherschwund 17, 19, 53, 117, 167, 179 Gletschersee 61, 114, 151, 167 Gletscherseeausbruch 176 Gletschersohle 85 Gletscherspalte 14, 16, 57, 184, 201 Gletscherstirn 16 Gletschertisch 14, 128, 185 Gletschertöpfe 59, 85, 198 Gletschertor 103 Gletschervorfeld 52 Gletscherwind 52

Gletscherzunge 167, 176 Gneis 59, 81, 151, 166 Gonzen 39 Gornergletscher 39, 123, 175 Gornergrat 176, 177 Granit 32, 65, 79, 136, 141, 151, 194 Greifensee 69 Grenzgletscher 176 Griess-Gletscher 114 Grimselpass 11 Grindelwald 147, 164 Grindelwaldgletscher, Oberer 166 Grindelwaldgletscher, Unterer 164 Grindelwaldner Marmor 147, 166 Grosser Aletschgletscher 14, 16, 19 grösste Eiszeit 89, 97 grösste Vergletscherung 33, 156 Grundmoräne 44, 65, 97 Grundwasser 22, 68, 94, 103 Grünerlen 52, 166 Guferlinie 176 Günz-Eiszeit 13 H Hälblinge 141 Hallwilersee 78 Hängegletscher 57, 169, 184 hartes Wasser 70 Heer, Oswald 12 Hegauvulkane 34 Heim, Albert 29, 85 Hermelin 205 Hexenwald 152 Hinderrugg 37 Hirschzungenfarn 97 Hirzel 102 Hitzesommer 19 Hochmoor 78 Hochwacht 88 Hochwasser 83, 168, 176 Hohenhewen 34 Hohenstoffeln 34 Hohentwiel 34 Höhle 27, 93, 160


211 Höhronen 94 Höllbach 97 Höllgrotten 87, 93 Holz, fossiles 169 Hombrechtikon 64 Hornkraut, Breitblättriges 120 Huminsäure 96 Humus 44, 52, 166 Hutton, James 10 I Iltios 38 Innertkirchen 145 Interlaken 166 Inuit 29 J Jäger und Sammler 27 Jahrringe 169 Jörentobel 72 Julier-Granit 33 Jüngere Dryas 167 Jungfrau 172 Jungfraujoch 16 Jungpaläolithikum 29 Jura 192 Juragebirge 131, 152 Jurakalk 151 K Kahiltna Glacier 82, 141 kalbender Gletscher 41 Kalbung 114 Kalbungsfront 119 Kalk 27, 127, 161, 166 Kalkauflösung 42 Kalksinter 66, 69, 87, 103 Kalktuff 92, 136, 143 kaltes Eis 179 Kältewüste, polare 202, 203 Kaltzeiten 18 Kamineffekt 152 Kar 37, 39, 116, 153 Karibu 204

Karren 44, 131 Karrenfeld 44, 114 Karst 153 Katastrophentheorie 191 Katzensee 12 Kesslerloch 29 Kies 22, 128, 176 Kiesabbau 102 Kieselkalk 141 Kieselstein 141 Kiesgrube 108 Killwangen-Stadium 64 Kirchet 145 Klausenpass 114 Klein Matterhorn 175 Kleine Eiszeit 19, 50, 114, 164, 179 Klima 20 Klimaveränderung 17 Klimaxvegetation 52 Kongsbreen 41 Korrosion 45, 114, 131 Krauchthal 136 Kreidezeit 197 Kreuelburg 98 Krokodil 130 Küsnachter Horn 64 Küsnachter Tobel 64 L La Brévine 160 Labyrinth 57 Lägern 75 Lago di Como 59 Lago die Lugano 59 Lago Maggiore 64, 129 Langloch 33 Lärchen 52 Lauterbrunnental 172 Lawine 116 Lawinenkegel 116 Le Devens 156 Le Soliat 155 Lehrpfad 50 Leimkraut, Stängelloses 43


212

Anhang Leinkraut, Alpen- 120 Leitgestein 103 Lemming 205 Linden (ZG) 107 Lindenhof (Zürich) 71 Linth 40 Linth-Rhein-Gletscher 65, 71, 93, 102 Lokalerratiker 46 Lokalgletscher 150 Lorze 93 Lütschine, Weisse 166 Luzern 85 Lyon 129 Lyskamm 175 M Mäander 82 Magdalénien-Kultur 29 Magma 194 Mammut 13, 75, 205 Mammutmuseum Niederweningen 75 Märjelensee 203 marmites glaciaires 198 Marmor 186 Marmor, Grindelwaldner 147, 166 Mars 202 Mättenberg 164 Matterhorn 177 Matterhorn, Klein 175 Meeresspiegel 21 Meeresströmungen 20 Megalithweg 126 Meiringen 145 Menhir 156 Menzingen 102 Mer de Glace 127 Mergel 66 Merk, Konrad 27 Mesozoikum 17, 197 Metamorphose 187 Mikroorganismen 203 Milankovitch, Milutin 21 Mindel-Eiszeit 13 Mittelmeer 129

Mittelmoräne 14, 16, 56, 141, 176 Mönch 172 Mont Blanc 128 Mont-Blanc-Massiv 151 Monte Rose 175 Monte-Rosa-Hütte 182 Mont Salève 10 Monthey 11, 129, 190 Moräne 72, 103, 151, 181 Moränenlandschaft 104 Morteratsch 50 Morteratschgletscher 25, 49 Moschusochse 75 Müller, Fritz 202 Müllingen 78 Münster, Berner 141 Munt Pers 57 Muotatal 89 Murg 38 Murgang 52 Mürrenbachfall 172 Murtensee 155 Muschelkalk 136 Museum Allerheiligen Schaffhausen 29 N Nadelhorn 177 Nährstoff 44 Naturdenkmal 131 Naturgefahr 168 Neuenburgersee 155 Neuheim (ZG) 107 Niederweningen 75 Noiraigue 150 Nordatlantik 129 Nordsee 21 Nummulitenkalk 147 Nunatak 41, 57, 89 O Obere Süsswassermolasse 66 Oberer Grindelwaldgletscher 166 Obergabelhorn 177 Ostermundigen 136


213 Othmarsingen 136 Ova da Morteratsch 51 Ozeane 20 P Packeis 22 Paläolithikum 29 Palügletscher 59 Parraudin, Jean-Pierre 11 Peary-Karibu 204 Penck, Albrecht 13 Perm 73 Permafrost 152, 202 Permafrostboden 19 Persgletscher 56 Pfannenstiel 71 Pfingstegg 165 Phantom Lake 203 Piedmontgletscher 203 Pierre à Dzo 191 Pierre des Marmettes 190 Pierre du Muguet 192 Pilatus 89 Pionierpflanze 44, 52, 119 Piz Bernina 57 Piz Cambrena 57 Piz Morteratsch 57 Piz Palü 57 Plan da Spagna 59 polare Kältewüste 202, 203 Polarmeere 20 Pollux 175 Pontresina 50 postglaziales Wärmeoptimum 94 Punteglias-Granit 65 Q Quartär 17 Quarzit 141, 179 Quelle 103, 150 Quellfassung 110 Quellwasser 93, 152

R randglaziale Rinne 27, 30 Rasen, alpine 115 Renaturierung 80 Rentier 29, 205 Reuchenette-Formation 130 Reuss 82 Reuss-Gletscher 78, 89, 102 Rhätischer Alpen-Mohn 54 Rhein-Gletscher 27 Rheintal 27 Rhone-Gletscher 126, 140, 150, 193 Rhonegletscher 17, 21 Rhonetal 128, 182, 190 Riffelsee 177 Rigi 89 Rimpfschihorn 177 Rinne, randglaziale 27, 30 Riss-Eiszeit 13 Rotenboden 177 Rückzugsstadium 71 Rundhöcker 11, 51, 182, 196, 198 Rütschelistein 127 S Saharastaub 14, 56, 184 Saint Aubin 158 Saint Sulpice 150 Salvan 198 Salzmine 191 Samstagern 11 Sandstein 44, 67, 136 Sankt Verena 132 Sargans 39 Sattel (SZ) 89 Saurier 18 Schaffhausen 27 Schallwellen 118 Schildchrott 127 Schildkröten 130 Schimper, Karl Friedrich 11 Schlossplatte 167 Schmelzwasser 51 Schmelzwasserbach 47


214

Anhang Schmelzwasserrinne 27, 103, 133 Schmelzwasserstrom 27 Schnee, ewiger 17 Schneebrücke 185 Schneegrenze 184 Schneekristall 57 Schneeverwehungen 184 Schöftland 78 Schotter 40, 63, 82, 103 Schotter, eiszeitlicher 22 Schratten 45 Schrattenkalk 44 Schreckhornhütte 201 Schutthalde 152 Schwendiseen 47 Sedimentfracht 173 See, eisgestauter 203 Seeablagerung 150 Seeland, Berner 129 Seesterne 130 Seewerkalk 42, 114 Seeztal 38 Seitenmoräne 14, 16, 53, 69, 71, 89, 104, 167, 179, 181 Seon 78 Serpentinit 179 Sichelbrüche 85 Sihl 102 Sihlschotter 110 Sihlsprung 108 Sihltal 104 Silberwurz, Weisse 43 Simplonpass 129 Sinterfahnen 96 Sintflut 10, 191 Skelett 75 Snowball Earth 18 Solothurn 126, 191 Sonnenaktivität 20 Sonneneinstrahlung 21, 116, 167 Spätglazial 166 Sperrentreppen 67 Spinnweb-Hauswurz 54 Spitzbergen 41

Stalagmiten 96 Stalaktiten 96 Stängelloses Leimkraut 43 Starkniederschlag 67 Staubbachfall 172 Steinbruch 130 Steinschlag 14, 57, 152 Stieregg 167 Stosszähne 75 Studer, Bernhard 197 Sudeltrog 137 Sukzession der Vegetation 52 Sünikon 75 Süsswassermolasse, Obere 66 T Talgletscher 179 Täschhorn 177 Taveyannaz-Sandstein 66 temperiertes Eis 181 Terrasse 83 Tête de Crêtes 198 Teufel 107 Thayngen 27, 28 Theodulgletscher, Unterer 181 Thermik 172 Thompson Glacier 21, 203 Thunersee 146 Tiefenerosion 40, 59, 64, 89 Torf 78 Torfmoos 78 Toteis 54, 78, 104, 117 Toteisloch 78, 104, 117 Toteisseen 78, 104 Treibhausgase 17, 20 Triebschnee 41, 153 Trockenmauer 153 Trockental 46 Trog 40 Trogtal 119, 170, 177 Tropfsteine 96 Trümmelbach 173 Tuffstein 93 Tundra 205


215 Türkenbund 165 Turmschnecken 137 U Unteraargletscher 14 Unterer Grindelwaldgletscher 164 Unterer Theodulgletscher 181 Unterwasser 38 Urner Boden 119 U-Tal 170, 177 V Val de Bagnes 10 Val Poschiavo 59 Val-de-Travers 150, 160, 192 Vallée des Ponts 150 Vallorbe 192 Vegetation, Sukzession der 52 Venetz, Ignatz 10 Verdunstung 129 Verenaschlucht 126 Vergletscherung, grösste 33, 156 Verrucano 11, 31, 65, 72, 93, 103 Verwerfung 131 Verwitterung 141, 182 Vierwaldstättersee 89 Vionnaz 195 V-Tal 177 Vulkan 34 Vulkanausbrüche 20 W Walensee 38 Walenstadt 38 Wärmeoptimum, postglaziales 94 Warmzeit 17, 19 Wasser, hartes 70 Wasserfall 91, 172 Wasserfassung 103 Wechsellagerungen 102 Wehntal 75 Weiden 52 Weisse Lütschine 166 Weisse Silberwurz 43

Weissenstein 126 Weisshorn (VS) 177 Weissmies 14 Wengen 172 Wildenburg 91 Wilersee 104 Winterschlaf 205 Wohlen (AG) 78 Wolf 205 Wollnashorn 75 Wulpschotter 68 Würenlos 64 Würm-Eiszeit 13 Wysseflüö 165 X Xenolith 194 Z Zentraler Aare-Granit 79 Zermatt 176 Zermatter Breithorn 39 Zinalrothorn 177 Zuestoll 38 Zug 89 Zugerberg 88 Zugersee 88 Zungenbecken 72 Zürcher Unterland 22 Zürich 12, 71 Zürichsee 12, 64 Zürich-Stadium 71 Zweilütschinen 166 Zytglogge 140


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