Stefan Eggenberg Christophe Bornand Philippe Juillerat Michael Jutzi Adrian Möhl Reto Nyffeler Helder Santiago
Flora Helvetica
Exkursionsführer Zeichnungen von Stefan Eggenberg und Adrian Möhl
Haupt Verlag
Der Exkursionsband der Flora Helvetica wurde mit Unterstützung der folgenden Institutionen realisiert:
Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
Umschlagabbildungen Vorne: Moehringia ciliata (Foto: Beat Bäumler – CJB Genève) Hinten: Eryngium alpinum (Foto: Beat Bäumler – CJB Genève) Zeichnungen: Stefan Eggenberg und Adrian Möhl Verbreitungskarten: Info Flora (www.infoflora.ch) Gestaltung und Satz: Die Werkstatt Medien-Produktion GmbH, D-Göttingen Der Haupt Verlag wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016–2020 unterstützt. 1. Auflage: 2018 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. ISBN 978-3-258-08048-2 Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2018 Haupt Bern Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. Printed in Germany
Inhalt 1.
Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
2. Autorenschaft und Danksagung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 3. Anleitung zum Gebrauch des Exkursionsführers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 4. Familienschlüssel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 5. Pteridophyten (Gefässsporenpflanzen). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 6. Gymnospermen (Nacktsamer) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 7. Angiospermen I (Basale Bedecktsamer) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 8. Angiospermen II (Einkeimblättrige Bedecktsamer) . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 9. Angiospermen III (Hornblattartige) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241 10. Angiospermen IV (Dreifurchenpollige Bedecktsamer) . . . . . . . . . . . . . . 243 11. Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 769 12. Verzeichnis der Arten für die Zertifikatsprüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . 771 13. Register der deutschen Namen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 779 14. Register der wissenschaftlichen Namen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 795
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Tafelverzeichnis Tafel 1: Equisetaceae. Lycopodiaceae. Selaginellaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 Tafel 2: Aspleniaceae. Cystopteridaceae. Thelypteridaceae. Woodsiaceae. Pteridaceae. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Tafel 3: Athyriaceae. Dryopteridaceae. Dennstaedtiaceae. Thelypteridaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 Tafel 4: Ophioglossaceae. Cupressaceae. Pinaceae. Taxaceae . . . . . . . . . . . . . 70 Tafel 5: Cyperaceae. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101 Tafel 6: Cyperaceae, Gattung Carex. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104 Tafel 7: Potamogetonaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 232 Tafel 8: Typhaceae. Adoxaceae. Aquifoliaceae. Araliaceae. Berberidaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241 Tafel 9: Betulaceae. Bignoniaceae. Buxaceae. Cannabaceae . . . . . . . . . . . . . 362 Tafel 10: Caprifoliaceae. Celastraceae. Cornaceae. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 430 Tafel 11: Elaeagnaceae. Fabaceae. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 Tafel 12: Fagaceae. Garryaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 528 Tafel 13: Geraniaceae. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 538 Tafel 14: Grossulariaceae. Hydrangaeaceae. Juglandaceae. Malvaceae. . . . 548 Tafel 15: Moraceae. Oleaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 586 Tafel 16: Paulowniaceae. Pittosporaceae. Platanaceae. Polygonaceae. Ranunculaceae. Rhamnaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 646 Tafel 17: Rosaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 686 Tafel 18: Rosaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 694 Tafel 19: Salicaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 726 Tafel 20: Salicaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 727 Tafel 21: Sapindaceae . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 740 Tafel 22: Scrophulariaceae. Simaroubaceae. Solanaceae. Staphyleaceae. Tamaricaceae. Thymeleaceae. Ulmaceae. Vitaceae . . . . . . . . . . . . . . 748
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1. Vorwort Die vielen in der Schweiz zur Verfügung stehenden Florenwerke könnten glauben machen, dass ein neuer Exkursionsführer für die Bestimmung der Gefässpflanzen im Gelände überflüssig sei. Doch die Flora in der Schweiz ist einem ständigen Wandel unterworfen. Zu den über 2600 einheimischen Arten gesellen sich jedes Jahr weitere Neophyten, manchmal nur vorübergehend, oft aber heimisch werdend und nicht selten mit Ähnlichkeit zu den bereits ansässigen Arten. Auch zu den einheimischen Arten gibt es immer wieder neue Erkenntnisse zur Abgrenzung, und aus der Felderfahrung finden sich neue, hilfreiche Merkmale. Nicht zuletzt verändern die neuen Erkenntnisse aus der molekularsystematischen Forschung die Namen und Klassifikation unserer Flora. Insbesondere auf der Rangstufe der Familie wurden in jüngster Vergangenheit verschiedene Taxa neu gefasst, basierend auf immer verlässlicher und detaillierter rekonstruierten Verwandtschaftsbeziehungen. Aus diesen Gründen ergibt sich der Bedarf, Florenwerke immer wieder zu überarbeiten und zu erweitern. Die «Flora Helvetica» hat sich in den letzten zwanzig Jahren in der Schweiz zu einem Standardwerk für die Feldbotanik entwickelt. Mit der Kombination aus Bildern, Beschreibungen und dem Bestimmungsschlüssel in einer App hat sich die Produktepalette erweitert und ist noch anwendungsfreundlicher geworden. Damit ist aber auch die Bedeutung der Bestimmungsschlüssel gewachsen, und es hat sich aufgedrängt, diese auszubauen
und zu überarbeiten. Von dieser Überarbeitung sollte aber nicht nur die App profitieren. Durch die digitale Verknüpfung einer Vielzahl von Informationen über die Arten bestand nun die Möglichkeit, den bisherigen Schlüsselband der «Flora Helvetica» zu einem eigenständigen Exkursionsführer auszubauen. Um die Verwendung der Bestimmungsschlüssel zu erleichtern, wurden unzählige Illustrationen und Verbreitungskarten beigefügt, da Bilder oft rascher und sicherer helfen als Worte und weil die bisher bekannte Verbreitung einer Art die Bestimmung plausibilisiert. Die meisten Schlüssel des Exkursionsführers sind neu geschrieben worden. Bei der hohen Zahl an behandelten Arten können sich daher auch Fehler und Unklarheiten eingeschlichen haben. Wir bitten die Nutzer dieses Buches, uns auf Mängel aufmerksam zu machen, damit sie in zukünftigen Auflagen eliminiert werden können. Die Autoren hoffen, damit der wachsenden Gemeinde der Feldbotanikerinnen und Feldbotaniker eine willkommene Hilfe in die Hand zu geben. Der Exkursionsführer hat dann seinen schönsten Zweck erfüllt, wenn er nicht nur präzise Bestimmungen für alle wild wachsenden Pflanzen ermöglicht, sondern auch die Freude am Entdecken sowie am Erkennen und Benennen unserer Pflanzenwelt nährt. Die Autoren
2. Autorenschaft und Danksagung Die Idee zum Ausbau des «Flora-Helvetica»-Schlüsselbandes ist vor vielen Jahren nach der Lancierung der «Flora Helvetica-App» entstanden. Gleichzeitig wurde klar, dass eine vollständige Neubearbeitung der Schlüssel in einem breit abgestützten Team erfolgen soll. Viele Vorbereitungen zur eigentlichen Schlüsselerstellung wurden von David Aeschimann (CJB: Conservatoire et Jardin Botaniques de la Ville de Genève) geleitet. Als Hauptautor des «Nouveau Binz» und der «Flora Alpina» konnte er seine langjährige Erfahrung bei den Vorarbeiten zur Verfügung stellen. Bei diesen Vorarbeiten, aber auch in der darauffolgenden Koordination mit der Überarbeitung der App war Beat Bäumler (CJB) zuständig. Andreas Gygax hat gleichzeitig die Koordination mit dem Bildband sichergestellt. Diese hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Teilprodukten von «Flora Helvetica» war von unschätzbarem Wert. Das Team der Hauptautoren für die Neubearbeitung der Schlüssel hat die Arbeit wie folgt aufgeteilt: Reto Nyffeler (Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik, Universität Zürich) für die Familienschlüssel; Christophe Bornand (Info Flora) für alle Familien der Pteridophyta sowie die Familien Salicaceae, Oxalidaceae und Rosaceae; Adrian Möhl (Info Flora) für die Familien Apiaceae, Araliaceae, Asteraceae (Gattung Taraxacum), Haloragaceae, Potamogetonaceae, Plantaginaceae p.p. und Primulaceae; Philippe Juillerat (Info Flora) für die Boraginaceae, Brassicaceae, Lentibulariaceae,
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Orobanchaceae (Gattung Orobanche) und Polygalaceae; Michael Jutzi (Info Flora) für die Familien Caprifoliaceae, Cistaceae, Crassulaceae, Garryaceae, Grossulariaceae, Hypericaceae, Linaceae, Malvaceae, Orchidaceae, Pontederiaceae, Saxifragaceae, Thymelaeaceae und Violaceae; Helder Santiago (Info Flora) für die Cabombaceae, Capparaceae, Celastraceae, Cornaceae, Ephedraceae, Euphorbiaceae, Hydrangeaceae, Iridaceae, Molluginaceae, Nelumbonaceae, Nyctaginaceae, Nymphaeaceae, Oleaceae, Phrymaceae, Resedaceae, Taxaceae und Tropaeolaceae. Die übrigen Familien wurden durch Stefan Eggenberg (Info Flora) bearbeitet. Neben den Hauptautoren haben weitere Expertinnen und Experten einzelne Familien und Gattungen bearbeitet: Ulrich Graf (WSL) die Cyperaceae und die Gattung Festuca; Sabine Joss die Familie Violaceae; Sandra Reinhard die Familien Cucurbitaceae, Lythraceae und Menyanthaceae. Yorick Ferrez stand bei der Überarbeitung der Gattung Myosotis zur Seite, Thomas Wilhalm bei der Überarbeitung der Gattung Festuca; Markus Peintinger bei der Bearbeitung der Gattung Deschampsia. Stefan Birrer und Thomas Stalling gaben uns wertvolle Hinweise zu verschiedenen Gattungen der Poaceae. Fast alle Zeichnungen stammen von Stefan Eggenberg und Adrian Möhl. Bei einigen Gattungen wurden sie unterstützt von Sascha Wettstein, Elisabeth Eggenberg und Osvaldo Alberto Serres Hänni.
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Bei der Erstellung des Werkes haben zahllose weitere Personen mitgearbeitet. In wichtigen Phasen der Tabellenbearbeitung unterstützten uns Jonas Duvoisin, Giotto Roberti, Deborah Schäfer, Carolina Senn, Osvaldo Alberto Serres Hänni und Louisa Wyss. Viel Dank gebührt der Übersetzerin, Anne-Laure Maire, und dem «relecteur» Christian Purro. Sie haben uns während den Übersetzungsarbeiten immer wieder auf Fehler oder Unklarheiten hingewiesen. Bei der Übersetzung wurde Anne-Laure Maire unterstützt durch Christophe Bornand und Maiann Suhner. Das Projekt wurde von einem ganzen Team beim Haupt Verlag begleitet und unterstützt. Wir bedanken uns für die sehr angenehme Zusammenarbeit mit Regine Balmer, Gabriela Bortot und Patrizia Haupt.
3. Anleitung zum Gebrauch des Exkursionsführers Angaben zur Flora Der Exkursionsführer von «Flora Helvetica» ist ein feldtauglicher Bestimmungsschlüssel. Darin werden insgesamt 3858 Taxa (Sippen) aufgeschlüsselt, darunter 160 Aggregate (Kleinartengruppen), 3291 Arten und 407 Unterarten. Sämtliche behandelten Taxa sind in der «Flora Helvetica-Checklist 2017» enthalten und folgen damit dem taxonomischen und nomenklatorischen Standard von Info Flora. Grundsätzlich werden nur wild wachsende Pflanzen berücksichtigt. Es ist jedoch bei manchen Kulturpflanzen oft schwierig zu beurteilen, ob sie zeitweise verwildern, und so ist zu erwarten, dass selten oder bisher nicht dokumentierte verwilderte Taxa nicht im Exkursionsführer enthalten sind. Abgrenzung des Gebietes Während die Checklist auch Taxa der grenznahen Gebiete auflistet, sind im Exkursionsführer, wie auch im Bildband von Flora Helvetica, nur die in der Schweiz wild wachsend beobachteten Taxa enthalten. Hingegen werden sämtliche Arten der «Roten Liste Gefässpflanzen» (Bornand et al., 2016) im Exkursionsführer berücksichtigt. Alphabetische Abfolge der Familien und Gattungen Die Abfolge der Familien und Gattungen orientiert sich an der Praxis. Es hat sich bewährt, die grossen Verwandtschaftsgruppen zu unterscheiden: Der Exkursionsführer beginnt mit den Gefässsporenpflanzen (Pteridophyten), ge-
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folgt von den Nacktsamern (Gymnospermen), den basalen Bedecktsamern (basale Angiospermen), den einkeimblättrigen Bedecktsamern (Monocotyledonen), den hornblattartigen Bedecktsamern (Ceratophyllales) und schliesst mit der grossen Verwandtschaftsgruppe der dreifurchenpolligen Bedecktsamer (Eudicotyledonen). Diese Reihenfolge wiederspiegelt die aktuellen Kenntnisse über die stammesgeschichtlichen Verwandtschaftsverhältnisse der Gefässpflanzen. Innerhalb dieser grossen Verwandtschaftsgruppen sind die Familien alphabetisch angeordnet. Auch die Gattungen innerhalb der Pflanzenfamilien sind jeweils alphabetisch angeordnet. Bestimmungsschlüssel – eine Pflanzenart bestimmen Zum Bestimmen einer Pflanzenart wird zunächst mithilfe des Familienschlüssels (Kapitel 4) die Pflanzenfamilie bestimmt. Und dann wird bei der entsprechenden Familie mit der Bestimmung der Gattung und anschliessend der Art (und bei Bedarf der Unterart) fortgefahren. Oft wird eine Pflanze bereits im Familienschlüssel bis auf einzelne Gattungen aufgeschlüsselt. Die Bestimmung erfolgt durchgehend mit dichotomen Schlüsseln. Aus einem Paar von gegensätzlichen Aussagen zu Pflanzenmerkmalen muss derjenigen weiter gefolgt werden, welche für die zu bestimmende Pflanze (besser) zutrifft. Es ist sehr zu empfehlen, jeweils beide Aussagen des Paares sorgfältig und vollständig zu lesen. Oft werden Aussagen zu mehreren Merkmalen unter-
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breitet, und die Bestätigung aller dieser Eigenschaften macht eine Bestimmung zuverlässiger. Innerhalb der Artenschlüssel kann gelegentlich ein verschachtelter Unterschlüssel angetroffen werden. Mit solchen Unterschlüsseln werden die Kleinarten (Gruppe von sehr ähnlichen Arten) eines Aggregates oder die Unterarten einer Art ausgeschlüsselt. Mit dieser Verschachtelung wird angedeutet, dass eine Bestimmung nicht zwingend und oft schwierig ist. In vielen dieser Fälle wird vollständiges Material benötigt, und es braucht oft Erfahrung im Interpretieren der Merkmalsverhältnisse. Gegebenenfalls ist es daher ratsam und sicherer, die Bestimmung auf der Ebene des «normalen» Schlüssels abzuschliessen. Gelegentlich kommt es vor, dass eine Art an verschiedenen Orten eines Artenschlüssels identifiziert werden kann. Um Platz zu sparen, wird bei einer solchen «Zweit- oder Drittnennung» auf den Ort verwiesen, wo weitere Angaben zu Art (Wuchshöhe, Ökologie, Lebensraumtypen, Verbreitungskarte, Illustration) zu finden sind.
Morphologische Beschreibung der Arten und Unterarten Eine ausführliche morphologische Beschreibung der Arten und Unterarten ist hilfreich, um eine Bestimmung abzusichern, und wäre damit auch für eine Exkursionsflora wünschenswert. Leider würden diese Beschreibungen aber den Umfang des Buches allzu sehr aufblähen. Daher wurden nur dann zusätzliche Merkmale aufgeführt, wenn die Bestimmungen schwierig sind oder entscheidende Merkmale oft fehlen. Diese Zusatzbeschreibungen folgen jeweils direkt auf die Schlüsselfrage und sind daher vor der Namensnennung eines Taxons zu suchen. Für weitere Merkmale sei jeweils auf die Beschreibungen im Bildband (Lauber, Wagner & Gygax, 2018) verwiesen. Bilder sind oft viel aussagekräftiger als umständliche Beschreibungen, und im vorliegenden Exkursionsführer wurden daher in grosszügiger Weise Illustrationen beigefügt. Sie finden sich entweder direkt neben dem Text (der im Schlüsseltext eingefügte Pfeil hilft, die Illustration zu interpretieren) oder auf Übersichtstafeln.
26 Blatt vollständig stielrund, röhrig, 1–6 mm dick, Oberfläche glatt, ohne Rillen, frischgrün 17 ´ Allium schoenoprasum – 27
Blatt oberseits mit schmaler oder breiter Rinne (zumindest über einen Teil des Blattes) 27
Abb. 1. Bei der «Zweitnennung einer Art» im gleichen Schlüssel wird mit der Ziffer (hier: 17) auf den Ort des Schlüssels verwiesen, an dem die Art (hier: Allium schoenoprasum) ausführlicher beschrieben wird.
13 Verbreitungskarte Wissenschaftlicher Name der Pflanze
Deutscher Name der Pflanze Autor des Pflanzennamens Synonym des Pflanzennamens
Dryopteris expansa (C. Presl) Fraser-Jenk. & Jermy, (D. assimilis), Alpen-
Wurmfarn: H, VII–IX, montan-alpin, schuttige, luftfeuchte Bergwälder, (Vacc-Pice, Abie-Pice), [FH: 77], LC. Pflanze diploid (2n=82), in kühleren Gebieten (montan bis alpin)
Lebensform (hier H = Hemikryptophyt) Wuchshöhe Blüte(hier nicht vorhanden) zeit
Beschreibung Lebensraum
Gefährdungscode
Zusatzkommentare
Nummer in Flora Helvetica (2012)
Höhenstufe Lebensraumtypen (Klassifikation TypoCH)
Abb. 2. Elemente einer Artbeschreibung
Wissenschaftlicher Name der Pflanze Der verwendete wissenschaftliche Name entspricht den Vorgaben der «Flora Helvetica-Checklist» von 2017. Autor des Pflanzennamens An den wissenschaftlichen Namen der Pflanze schliesst sich Autorennamen (bzw. deren nach IPNI standardisierten Abkürzungen) an, die sogenannten Autorenzitate. Mit den Autorenzitaten kann eine Verwechslung bei gleichlautenden wissenschaftlichen Namen vermieden werden. Allerdings gibt das Autorenzitat keine Auskunft über den morphologischen Umfang einer Sippe.
Synonym des Pflanzennamens Viele wissenschaftliche Artnamen besitzen Synonyme, und selbst innerhalb der jüngeren Floren in der Schweiz wurde für das gleiche Taxon nicht immer derselbe Name verwendet. Allerdings werden hier nur die wichtigsten Synonymisierungen angegeben. Für umfassende Verweise zu Synonymen sei auf den Synonymie-Index von Info Flora verwiesen. Deutscher Name der Pflanze Mit wenigen Ausnahmen wird jeweils der vom Bildband (Wagner, Lauber & Gygax, 2018) und von Info Flora verwendete deutsche Artname in analoger Schreib-
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weise auch hier verwendet. Bei Differenzen oder Zweifelsfällen empfehlen wir jeweils den ersterwähnten deutschen Artnamen auf der Webseite von Info Flora (www.infoflora.ch) zu verwenden. Lebensform Die Lebensform der Art wird mit einem Code ausgewiesen. Die Information stammt zu einem grossen Teil aus der «Flora Indicativa« (Landolt et al., 2010). Die Legende zu den Codes findet sich auf der Innenseite des hinteren Buchdeckels. Wuchshöhe Angegeben wird jeweils der Wuchshöhebereich, in dem eine ausgewachsene Pflanze üblicherweise anzutreffen ist. Die Angabe «(10–)30–50 cm» ist wie folgt zu lesen: Die Pflanze wächst normalerweise 30–50 cm hoch, es gibt aber immer wieder Individuen, die lediglich 10–30 cm gross werden. Für horizontal wachsende Pflanzen wird die Wuchslänge angegeben. Ist die Länge anstelle der Höhe gemeint, wird dies entsprechend erwähnt. Blütezeit Angegeben wird jeweils die übliche Blütezeit der Pflanze. Damit können Frühblüher, Frühlingsblüher, Sommer- und Herbstblüher unterschieden werden. Es gilt zu beachten, dass einzelne Individuen an Sonderstandorten auch ausserhalb der angegebenen üblichen Blütezeit blühend angetroffen werden können. Höhenstufen Mit dieser Angabe wird die Höhenverbreitung der Pflanze charakterisiert. Eine Angabe «(kollin-) montan-subalpin (-alpin)» ist wie folgt zu lesen: Die Pflanze wächst
üblicherweise von der montanen bis zur subalpinen Stufe, ist vereinzelt aber auch in der kollinen oder alpinen Stufe anzutreffen. Die Höhenstufen erstrecken sich in den verschiedenen Bioregionen über unterschiedliche Meereshöhen. Die Zonengrenze kollin zu montan liegt zwischen 500 m (Mittelland) und 800 m (Zentral- und Südalpen). Die Zonengrenze montan zu subalpin liegt auf der Alpennordseite bei 1200–1300 m, in den Zentralalpen bei 1300–1500 m und in den Südalpen bei 1500–1600 m. Die Zonengrenze subalpin zu alpin entspricht der natürlichen Waldgrenze und liegt im Jura zwischen 1500–1600 m, in den Nordalpen zwischen 1800–1900 m, in den Zentralalpen zwischen 2000–2300 m und in den Südalpen zwischen 1800–2000 m. Eine Karte zur Verteilung der Höhenstufen in der Schweiz findet sich auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels. Lebensraum Es werden die Lebensräume aufgezählt, in denen eine Pflanze typischerweise vorkommt. Auf eine Umschreibung in deutscher Sprache folgt die Angabe der TypoCH-Lebensraumtypen mit der Abkürzung ihrer wissenschaftlichen Bezeichnung. Beispiel: «schuttige, luftfeuchte Bergwälder (Vacc-Pice, AbiePice)». Die Abkürzungen stehen für Vaccinio-Picenion (TypoCH: 6.6.2 Heidelbeer-Fichtenwald) und Abieti-Picenion (TypoCH 6.6.1 Tannen-Fichtenwald). Die Abkürzungen der TypoCH-Einheiten sind auf der hinteren Umschlag-Innenseite aufgeführt. Für weitergehende Information sei auf das Referenzwerk (Delarze et al., 2015) verwiesen.
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Referenznummer Flora Helvetica 2012 Die in eckigen Klammern angegebene Nummer, beispielsweise [FH: 2690], bezieht sich auf die Taxonnummer in der 5. Auflage der «Flora Helvetica» (Lauber et al., 2012). Indigenat Die Angabe zum Indigenat einer Pflanze ist der «Checklist 2017» entnommen (Juillerat et al., 2018). Wir unterscheiden drei Hauptkategorien: 1. Urwüchsige; indigene Pflanzen, 2. Archäophyten; durch menschliche Tätigkeiten eingewandert und bereits vor 1500 n. Chr. verwildert, 3. Neophyten; durch menschliche Tätigkeiten eingewandert und erst nach 1500 n. Chr. in unserer Flora als Wildpflanze beobachtet. Die Kategorien 1 und 2 werden als «einheimisch» betrachtet. Manche Archäophyten oder Neophyten bleiben vom Sameneintrag aus kultivierten Beständen abhängig und sind somit nicht vollständig eingebürgert. Sie werden im Text als «kultivierter Archäophyt» bzw. «kultivierter Neophyt» bezeichnet. Fehlt im Beschreibungstext einer Pflanze die Angabe über das Indigenat, dann handelt es sich um ein indigenes, also urwüchsiges Taxon. Gefährdung Die Angabe zur Gefährdung stammt aus der «Roten Liste für Gefässpflanzen» (Bornand et al., 2016). Gezeigt wird der Gefährdungscode nach der IUCN-Skala: LC (ungefährdet), NT (potenziell gefährdet), VU (verletzlich), EN (stark gefährdet), CR (vom Aussterben bedroht), RE (in der Schweiz ausgestorben).
Zusatzkommentare Bei etlichen Arten werden Zusatzinformationen hinzugefügt, die bei der Artbestimmung hilfreich sein könnten. Illustrationen Bei vielen Taxa wird ein Bild hinzugefügt, um im Schlüsseltext erwähnte Merkmale zu illustrieren. Ein im Text eingefügter Pfeil (´) verknüpft das illustrierte Merkmal mit dem Text. Für solche randlichen Illustrationen steht nur wenig Platz zur Verfügung. Die Darstellungen erfolgen in sehr unterschiedlichen Massstäben, damit der jeweils zur Verfügung stehende Platz optimal ausgenutzt werden kann. Innerhalb einer Gattung wird trotzdem versucht, die Grössenunterschiede anzudeuten, indem die einander gegenübergestellten Illustrationen unterschiedlich gross dargestellt werden. Die Grössenunterschiede sind relativ und nicht absolut zu interpretieren. Sind die absoluten Grössenunterschiede wichtig, dann sind sie im Bestimmungstext angegeben. Wenn Illustrationen grösser dargestellt werden oder viele Illustrationen einender gegenübergestellt werden, dann sind sie in Tafeln zusammengefasst.
Abb. 3. Relative Grössenunterschiede: Die Blüte von Stellaria palustris (links) wird grösser dargestellt als die Blüte von Stellaria graminea (rechts).
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Verbreitungskarte Die in den Karten dargestellte Verbreitung eines Taxons innerhalb der Schweiz stammt aus der Funddatenbank von Info Flora. Das dargestellte Fundraster basiert auf den Kartierflächen von Welten & Sutter (1982). Alte Funde (vor der Publikation des Verbreitungsatlasses von 1982), die bisher in einer Kartierfläche nicht bestätigt wurden, sind in der Karte mit einem schwarzen Punkt markiert.
Teilschlüssel I
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Teilschlüssel I 1
Pflanze untergetaucht flutend oder an der Oberfläche schwimmend oder im Boden wurzelnd und dann mit Blättern an der Wasseroberfläche, nur Blütenstände und grundständige Blätter aus dem Wasser ragend, falls Sprosse über der Wasseroberfläche liegen, dann Sprossachsen kriechend, niederliegend oder gelegentlich an der Spitze aufsteigend (für im Wasser lebende Gefässsporenpflanzen siehe Teilschlüssel IV) Teilschlüssel II – Wasserpflanzen (S. 22)
Pflanze an Land oder im Wasser im Boden wurzelnd, selten auf einer anderen Pflanze wachsend, falls im Wasser stehend, dann zumindest ein Teil der Sprosse über der Wasseroberfläche deutlich aufsteigend oder aufrecht (nur bei Hochwasser eventuell vollständig untergetaucht)
2
Kraut oder ausdauernde Staude, gelegentlich krautige Polsterpflanze oder Sukkulente mit Wasserspeichergewebe; Sprossachsen an der Basis nicht oder nur sehr wenig verholzt, kurzlebig oder ausdauernd
3
–
Pflanze bildet Blüten mit Staub- und/oder Fruchtblättern und vermehrt sich mit Samen
4
–
Krautpflanze zur Blütezeit mit grünen Blättern
5
–
Pflanzen mit netznervigen Blättern, selten parallelnervig, dann aber mit quer verlaufenden, feinen zusätzlichen Nerven; Blüten meist 4- oder 5-zählig, selten 3- oder 6-zählig (Aristolochia, Asarum, Pulsatilla, Rumex Tamus) oder mehrzählig; Blütenhülle doppelt und ungleichartig, in kelch- und kronartige Blütenhülle differenziert oder einfach oder reduziert; Blätter einfach, gelappt oder zusammengesetzt, Blattrand gezähnt oder ganzrandig
6
–
2
– 3
4
5
6
–
Baum, Strauch oder Halbstrauch, gelegentlich Zwerg- und Spalierstrauch, oder Liane oder ausdauernder Epiphyt; Sprossachsen zumindest am Grund über dem Boden verholzt und ausdauernd, höchstens diesjährige Stängel noch krautig Teilschlüssel III – Holzpflanzen (S. 25)
Pflanze bildet Sporangien und vermehrt sich durch staubfeine Sporen Teilschlüssel IV – Gefässsporenpflanzen (S. 32)
Krautpflanze zur Blütezeit oder ganzjährig ohne grüne Blätter oder weitgehend blattlose Stammsukkulente Teilschlüssel V – Blattlose Krautpflanzen (S. 35) Pflanze mit parallelnervigen (streifen-, bogennervig) Blättern; Blüten vorwiegend 3-, selten 2-zählig (Maianthemum) oder mehrzählig; Blütenhülle gleichartig, nur selten mit ungleichartiger in kelch- und kronähnliche Blütenhülle differenziert, oder reduziert; Blätter einfach und ungeteilt, manchmal stielrund (Allium, Juncus), Blattrand ganzrandig Teilschlüssel VI – Parallelnervige Krautpflanzen (S. 36)
Blütenhülle fehlend oder einfach und entweder kelch- oder kronartig oder doppelt, aber nicht nach Form oder Färbung deutlich in zwei Kreise differenziert (für Vertreter mit blumenähnlichen Blütenständen siehe Alternative) Teilschlüssel VII – Netznervige Krautpflanzen ohne oder mit einfacher Blütenhülle (S. 38) Blütenhülle doppelt, deutlich in Kelch und Krone differenziert (auch wenn schuppenähnlich, z. B. bei Plantago), teilweise der äussere Kreis stark modifiziert und dann schuppen- oder borstenförmig. Blüten teilweise dicht gepackt und von Hüllblättern eingefasst in blumenähnlichen Blütenständen Teilschlüssel VIII – Netznervige Krautpflanzen mit doppelter Blütenhülle (S. 40)
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Teilschlüssel II – Wasserpflanzen
Teilschlüssel II – Wasserpflanzen 1 – 2
–
Pflanze nicht in Stängel und Blätter gegliedert, oval bis eiförmig, kleiner als 10 mm, entweder einzeln, auf dem Wasser schwimmend oder lang gestielt, kreuzweise verbunden und untergetaucht im Wasser treibend (Gattungen: Lemna, Spirodela, Wolffia) Araceae (S. 89) Pflanze mit Stängel und Blättern, deutlich grösser als 10 mm
Sprossachse im Boden wurzelnd, gestaucht und Blätter rosettig angeordnet, oder unterirdisch verzweigt und Blätter in Büscheln
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Blätter lang, bandförmig oder rundlich, ohne erkennbaren Blattstiel
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Blätter mit deutlich ausgebildetem Blattstiel oder Blattspreite in Blattstiel verschmälert
4
Blattspreite schmal löffelartig, meist kürzer als 3 cm (Gattung: Limosella) Scrophulariaceae (S. 747)
– 5
–
6
3
Sprossachse gestreckt, mit deutlich ausgebildeten Internodien, im Wasser flutend oder frei an der Wasseroberfläche schwimmend
3
–
2
Blattspreite breit, rundlich bis rautenförmig, deutlich länger als 3 cm Blattspreite rautenförmig, Blattrand vorne gezähnt (Gattung: Trapa) Blattspreite rund oder eiförmig, Blattrand glatt
Lythraceae (S. 577)
Blattspreite gabelnervig; Blütenhülle 4- bis vielzählig (Gattungen: Nuphar, Nymphaea) Nymphaeaceae (S. 78)
4
5 6
–
Blattspreite parallel- oder bogennervig, teils mit Querverbindungen; Blütenhülle 3-zählig
7
–
Pflanze im Boden wurzelnd, einzeln, Blätter grundständig, meist über die Wasseroberfläche ragend; Blüten zwittrig
8
7
8
–
9
Pflanze frei auf dem Wasser schwimmend, Rosetten durch Stängel verbunden und Blätter nierenförmig, auf der Wasseroberfläche schwimmend; Blüten eingeschlechtig (Gattung: Hydrocharis) Hydrocharitaceae (S. 134)
Blütenhülle doppelt, äusserer Kreis kelchartig (Gattung: Alisma etc.) Blütenhülle einfach, beide Kreise kronartig (Gattung: Butomus) Blattrand stachelig gezähnt (Gattung: Stratiotes)
Alismataceae (S. 81)
Butomaceae (S. 99)
Hydrocharitaceae (S. 134)
–
Blattrand glatt
–
Pflanze ohne Ausläufer
–
Blätter lineal, bis 10 cm lang; Blüten über der Wasseroberfläche ausgebildet
10 11
12
Pflanze mit Ausläufern (Gattung: Litorella)
Plantaginaceae (S. 618)
Blätter bandförmig, 20–50 cm lang; Blüten unscheinbar, unter Wasser ausgebildet (Gattung: Vallisneria) Hydrocharitaceae (S. 134) Blüte disymmetrisch, Kronblätter weiss (Gattung: Subularia)
Brassicaceae (S. 376)
10 11
12
Campanulaceae (S. 416)
–
Blüte monosymmetrisch, Kronblätter blau (Gattung: Lobelia)
–
Im Wasser untergetauchte Blätter einfach, ganzrandig oder gezähnt
20
Pflanze ohne Fangeinrichtungen
16
13
14 –
Im Wasser untergetauchte Blätter tief geteilt und mit schmalen, linealen Blattabschnitten oder zusammengesetzt, allenfalls zusätzlich einfache, teils gelappte Schwimmblätter vorhanden Pflanze mit Fangbläschen oder mit rundlichen Fangklappen
14 15
Araceae c
–
2
89
Nebenkrone 12–15 mm breit, 2–3 mm hoch. Perigonblätter sich meist überlappend (mehrere Blüten vergleichen!). Blätter 5–13 mm breit
Narcissus poëticus L., Weisse Garten-Narzisse: G, 20–40 cm, IV–V, kollinmontan, mässig feuchte, nährstoffreiche Wiesen, (Poly-Tris), [FH: 2499], auch kultiviert und verwildert, Archäophyt, DD Nebenkrone 8–12 mm breit, 3–5 mm hoch. Perigonblätter 22–30 mm lang, meist nicht überlappend
Narcissus ×verbanensis (Herb.) M. Roem., Langensee-Narzisse: G, 20– 30 cm, IV–V, kollin-montan, mässig feuchte Wiesen und Weiden, (Arrh), [FH: 2498], VU. Fixierter Hybride aus N. radiiflorus und N. poëticus
Nebenkrone etwa gleich lang wie die freien Perigonzipfel, trichterförmig, dunkelgelb. Perigonröhre 15–25 mm lang. Blätter lineal, stumpf, fleischig
Narcissus pseudonarcissus L., Osterglocke: G, 15–40 cm, III–IV, montan-subal-
–
pin, Bergwiesen und -weiden, Obstgärten, lichte Laubwälder, [FH: 2496], NT Nebenkrone deutlich kürzer als die freien Perigonzipfel, lang becherförmig, gelb oder orange. Perigonröhre 9–15 mm lang. Perigonblätter gelb, hellgelb bis fast weiss
Narcissus ×incomparabilis Mill., Unvergleichliche Narzisse: G, 20–40 cm, IV,
kollin-montan, Gärten, Parkanlagen, Krautsäume, kultiviert und selten verwildert, Neophyt
Araceae
Aronstabgewächse
1
Schwimmende Wasserpflanze
2
Pflanze salatartige, schwimmende Blattrosetten bildend
3
Blättchen (bzw. blattartige Sprosse) ohne Wurzeln
–
–
–
4 – 5
–
Land- oder Uferpflanze
Pflanze kleine, schwimmende, blattartige, oft linsenförmige Kleinsprosse bildend («Wasserlinsen») Blättchen (bzw. blattartige Sprosse) mit Wurzeln Wurzeln büschelig an den Blättchen Wurzeln einzeln an den Blättchen
Blätter fussförmig geteilt. Spatha schwarzrot
Blätter ungeteilt (verkehrt eiförmig, herz- oder spiessförmig)
6 Blätter verkehrt eiförmig, am Grund verschmälert, nach der Blüte 40– 120 cm lang. Spatha gelb – 7
–
Blätter am Grund herz- oder spiessförmig, 5–30(–40) cm lang. Spatha weisslich bis grünlich Blätter herzförmig. Spatha weiss, flach
Blätter spiessförmig. Spatha grünlich, tütenförmig
2
5
Pistia 3 Wolffia 4 Spirodela Lemna Dracunculus 6 Lysichiton 7 Calla Arum
779
13. Register der deutschen Namen Abbisskraut 432 Ackerfrauenmantel 685 Ackerkohl 397 Ackerlöwenmaul 625 Ackernüsschen 408 Ackerröte 725 Ackersalat 435 Adlerfarn 57 Adonis 660 f. Affodill 98 Agave 93 Ahorn 738 f. Ährenhafer 206 Akanthus 243 Akazie 494 Akebie 573 Akelei 662 Alant 335 Algenfarn 65 Allermannsharnisch 84 Alpenazalee 482 Alpendost 294 f. Alpenglöckchen 656 Alpenhelm 596 Alpenlattich 334 Alpenmargerite 340 Alpenrachen 609 Alpenrose 484 Alpenscharte 344 Alpenveilchen 653 Amarant 247 ff. Ambrosie 295 Ampfer 645 ff. – Alpen- 648 – Bastard- 650 – Blut- 649 – Garten- 649 – Knäuelblütiger 649 – Krauser 650 – Langblättriger 647 – Riesen- 649 – Schildblättriger 645 – Schnee- 645 – Schöner 648
– Strand- 648 – Stumpfblättriger 648 – Sumpf- 649 – Wasser- 648 Andorn 560 Anemone 661 f. Anemone (Pulsatilla) 666 f. Apfelbaum 693 Aralie 283 Aremonie 687 Arnika 298 Aronstab 90 Aschenkraut 356 Aster 300 ff. Aubrietie 388 Augentrost 596 ff. Augenwurz 265 Aukube 530 Backenklee 502 Baldrian 433 f. Bambus 181 Bärenklau 271 f. Bärentraube 480 Bärenwurz 273 Bärlapp 46 Bärlauch 84 Bartgras (Bothriochloa) 181 Bartgras (Chrysopogon) 190 Bartgras (Heteropogon) 208 Bastardindigo 495 Bauernsenf (Iberis) 404 f. Bauernsenf (Teesdalia) 413 Becherpflanze 349 Beifuss 298 ff. – Einjähriger 300 – Feld- 300 – Gemeiner 299 – Nordischer 299 – Pontischer 300 – Verlotscher 299 – Walliser 300 – Zweijähriger 299 Berberitze 360
Bergenie 741 Bergfarn 65 Bergfenchel 279 Bergflachs 737 f. Bergminze 553 f. Bergscharte 352 Berufkraut (Conyza) 315 Berufkraut (Erigeron) 321 ff. Besenheide 481 Bibernelle 277 f. Bilsenkraut 753 Bingelkraut 490 Binse 139 ff. – Alpen- 143 – Arktische 140 – Blaugrüne 140 – Dreiblatt- 141 – Dreiblütige 139 – Einblütige 141 – Faden- 141 – Flatter- 140 – Frosch- 142 – Glieder- 143 – Jacquins 140 – Kastanien- 142 – Knäuel- 140 – Knollen- 142 – Knötchen- 142 – Kopf- 139 – Kröten- 141 – Kugelfrüchtige 141 – Schlamm- 141 – Sparrige 140 – Spitzblütige 143 – Styx- 142 – Zarte 142 – Zusammengedrückte 142 Birke 363 Birkwurz 270 Birnbaum 703 Birngrün 483 Bisamkraut 243 Bitterkraut 343
780 Bitterling 530 Blasenesche 741 Blasenfarn 56 f. Blasenkirsche 753 Blasenschötchen 384 Blasenspiere 695 Blasenstrauch 499 Blattbambus 219 Blauglockenbaum 617 Blaugras 225 Blaukissen 388 Blaustern 97 f. Blauweiderich 628 Bleiwurz 636 Blumenbinse 236 Blumensimse 139 Blutauge 695 Blutströpfchen 660 f. Blutwurz 697 Bocksbart 356 f. Bocksdorn 753 Bockshornklee 522 Bohne 515 Bohnenkraut 566 Borretsch 367 Borstendolde 281 Borstenhirse 225 f. Borstgras 215 Brachsenkraut 45 Braunwurz 747 ff. Breitkölbchen 165 Breitsame 275 Brenndolde 269 Brennnessel 759 Brillenschötchen 390 Brombeere 710 ff. Bruchkraut 448 Brunelle 564 Brunnenkresse 408 Brustwurz 263 Bubikopf 758 Buche 527 Buchenfarn 65 Buchs 415 Büchsenkraut 576 Buchweizen 640 Buffonie 440
Bunge 656 Bürstengras 223 Burzeldorn 767 Büschelblume 372 Büschelgras 224 Caldesie 82 Christophskraut 660 Deutzie 545 Dichondra 469 Dickblatt 470 Dill 263 Dingel 159 Diptam 725 Distel 305 f. Doppelsame 398 Dost 563 Dotterblume 663 Douglasie 74 Drachenkopf 555 Drachenmaul 557 Drachenwurz 90 Dreimasterblume 100 Dreizack 146 Dreizahn 191 Drüsenglocke 416 Dünnschwingel 213 Eberreis 298 Edelraute – Ährige 299 – Echte 299 – Gletscher- 299 – Schnee- 298 Edelweiss 339 Efeu 283 Ehrenpreis 628 ff. – Acker- 630 – Alpen- 631 – Apenninen- 634 – Bachbungen- 633 – Berg- 634 – Blattloser 628 – Dillenius’ 632 – Dreilappiger 629 – Dreiteiliger 628, 631
– Echter 634 – Efeu- 629 – Efeublättriger 629 – Faden- 630 – Feld- 632 – Felsen- 631 – Früher 632 – Frühlings- 632 – Gamander- 634 – Glänzender 630 – Grosser 635 – Hain- 630 – Halbstrauchiger 631 – Masslieb- 628 – Nessel- 634 – Niederliegender 635 – Österreicher 635 – Persischer 630 – Schild- 633 – Schlamm- 633 – Steinquendel- 632 – Thymian- 631 – Wander- 629, 632 – Wasser- 633 – Zimbelkraut- 629 Eibe 75 Eibisch 579 Eiche 527 ff. Eichenfarn 57 Einbeere 150 Einblatt 160 Einorchis 159 Eisenhut 658 ff. Eisenkraut 759 Eleusine 193 Entenlinse 91 Enzian 531 ff. – Alpen-Glocken- 532 – Aufgeblasener 533 – Bayerischer 534 – Bitterer 536 – Deutscher 535 – Dolomiten- 536 – Engadiner 536 – Feld- 534 f. – Frühlings- 533 – Gefranster 532
795
14. Register der wissenschaftlichen Namen Synonyme kursiv Abies 73 Abutilon 578 Acacia 494 Acalypha 486 Acanthaceae 243 Acanthus 243 Acer 738 f. Aceras 153 Achillea 292 ff. – ageratum 292 – atrata 293 – clavenae 292 – collina 294 – crithmifolia 293 – distans 293 – erba-rotta subsp. moschata 293 – filipendulina 292 – macrophylla 292 – millefolium 293 f. – moschata 293 – nana 292 – nobilis 293 – pratensis 294 – ptarmica 292 – roseoalba 294 – setacea 294 – stricta 293 – tomentosa 292 Achnatherum 174 Acinos 552 Aconitum 658 ff. Aconogonon alpinum 642 Acoraceae 81 Acorus 81 Actaea 660 Actinidia 243 Actinidiaceae 243 Adenophora 416 Adenostyles 294 f. Adiantum 64
Adonis 660 f. Adoxa 243 Adoxaceae 243 ff. Aegilops 174 f. Aegopodium 262 Aesculus 741 Aethionema 384 Aethusa 262 Agave 93 Agrimonia 681 Agropyron 175 – caninum 194 – intermedium 194 – pungens 194 – repens 194 Agrostemma 438 Agrostis 175 ff. – verticillata 223 Ailanthus 751 Aira 177 Aizoaceae 246 Ajuga 552 f. Akebia 573 Albizia 495 Alcea 578 Alchemilla 682 ff. – alpina 682 – conjuncta 683 – coriacea 683 – decumbens 684 – demissa 684 – fissa 683 – glabra 683 – grossidens 683 – helvetica 684 – heteropoda 684 – hybrida 684 – mollis 685 – pentaphyllea 682 – pentaphylloides 682 – plicatula 683
– speciosa 685 – splendens 683 – subsericea 682 – vulgaris 684 Aldrovanda 477 Alisma 81 f. Alismataceae 81 f. Alliaria 384 Allium 83 ff. – angulosum 85 – carinatum 85 – cepa 84 – fistulosum 84 – lineare 86 – lusitanicum 85 – montanum 85 – nigrum 85 – oleraceum 84 – paradoxum 83 – porrum 84 – rotundum 86 – sativum 83 – schoenoprasum 85 – scorodoprasum 83 – sphaerocephalon 85 – strictum 86 – suaveolens 86 – ursinum 84 – victorialis 84 – vineale 84 Alnus 361 ff. Alopecurus 178 Althaea 579 Alyssoides 384 Alyssum 384 f. – maritimum 407 – saxatile 388 Amaranthaceae 247 ff. Amaranthus 247 ff. Amaryllidaceae 83 ff. Ambrosia 295
796 Amelanchier 685 Ammi 263 Amorpha 495 Amsinckia 366 Amygdalus communis 702 Anacamptis 153 – coriophora 163 – laxiflora 164 – palustris 164 – papilionacea 162 Anacardiaceae 257 Anagallis 651 Anaphalis 295 Anchusa 366 Andromeda 480 Andropogon – contortus 208 – gryllus 190 – ischaemum 181 Androsace 651 ff. Anemonastrum narcissiflorum 661 Anemone 661 f. Anethum 263 Angelica 263 Anisantha – diandra 184 – madritensis 184 – rigida 184 – rubens 184 – sterilis 184 – tectorum 184 Anogramma 64 Antennaria 296 Anthemis 296 f. Anthericum 93 Anthoxanthum 179 Anthriscus 263 f. Anthyllis 495 f. Antirrhinum 620 Apera 179 Aphanes 685 Apiaceae 257 ff. Apium 264 Apocynaceae 282 Aposeris 297 Aquifoliaceae 283
Aquilegia 662 Arabidopsis 385 – arenosa 395 – alleri 395 Arabis 385 ff. – alpina 385 – auriculata 386 – bellidifolia 387 – caerulea 387 – ciliata 388 – collina 387 – hirsuta 386 – hirsuta 386 – nemorensis 386 – nova 386 – pauciflora 403 – planisiliqua 386 – procurrens 387 – pumila 387 – rosea 387 – sagittata 386 – scabra 388 – serpillifolia 388 – soyeri subsp. subcoriacea 387 – subcoriace 387 – turrita 385 Araceae 89 ff. Aralia 283 Araliaceae 283 Arctium 297 Arctostaphylos 480 Arecaceae 92 Aremonia 687 Arenaria 439 f. Aristolochia 77 Aristolochiaceae 77 Armeniaca – persica 702 – vulgaris 701 Armeria 636 Armoracia 388 Arnica 298 Arnoseris 298 Arrhenatherum 180 Artemisia 298 ff. – abrotanum 298
– absinthium 298 – annua 300 – biennis 299 – borealis 299 – campestris 300 – dracunculus 298 – genipi 299 – glacialis 299 – nivalis 298 – pontica 300 – umbelliformis 299 – vallesiaca 300 – verlotiorum 299 – vulgaris 299 Arum 90 Aruncus 687 Arundinaria japonica 224 Arundo 180 Asarina 620 Asarum 77 Asclepias 282 Asparagaceae 92 ff. Asparagus 93 Asperugo 367 Asperula 717 f. Asphodelaceae 98 Asphodelus 98 Aspleniaceae 51 ff. Asplenium 51 ff. – adiantum-nigrum 54 f. – adulterinum 53 – ×alternifolium 54 – billotii 54 – ceterach 51 – cuneifolium 54 – fissum 55 – fontanum 54 – foreziense 54 – lepidum 51 – ×murbeckii 55 – onopteris 55 – petrarchae 51 – ruta-muraria 55 – scolopendrium 55 – seelosii 51 – septentrionale 51 – trichomanes 53