Brunhilde Bross-Burkhardt
DAS BODEN BUCH
Brunhilde Bross-Burkhardt
DAS BODEN BUCH Grundlagen und Tipps fĂźr den naturnahen Gartenboden
Haupt Verlag
Zur Autorin:
Dr. Brunhilde Bross-Burkhardt studierte Allgemeine Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Wasserwirtschaft und Landschaftsökologie. Sie ist Fachjournalistin, Zeitschriftenredakteurin, Lektorin und Autorin von fast 40 Sachbüchern. Neben ihrer Tätigkeit als Dozentin in der Erwachsenenbildung vermittelt sie zudem seit Jahrzehnten als Exkursions- und Kursleiterin ihr botanisches Wissen einem breiten Publikum. Für dieses Buch fotografierte sie in Gärten und in Kulturlandschaften Mitteleuropas – in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Schweden und der Schweiz.
Wir gehen davon aus, dass alle im Buch beschriebenen Angaben und Empfehlungen richtig sind, trotzdem können weder die Autorin noch der Verlag irgendwelche Haftung für Schäden übernehmen. 1. Auflage: 2017 Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. ISBN 978-3-258-07976-9 Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2017 Haupt Bern Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlages ist unzulässig. Der Haupt Verlag wird vom Bundesamt für Kultur mit einem Strukturbeitrag für die Jahre 2016–2020 unterstützt. Lektorat: Frauke Bahle, D-Merzhausen Gestaltung / Layout: Grams undfreunde & Studio Karpstein, D-Marbach am Neckar & Berlin Bildbearbeitung: Die Werkstatt Medien-Produktion GmbH, D-Göttingen Das Inhaltspapier besteht zu 100% aus Recyclingmaterial. Printed in Germany
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INHALT Vorwort 6 Lebensgrundlage Boden 8
Weshalb Bodenschutz so wichtig ist 10
Boden verstehen 18
Wie die fruchtbare Bodenkruste entstanden ist 20 | Bodenbildung durch Sedimentablagerung 23 | Bodenaufbau und Bodentypen 25 | Bodenarten – von Sand-, Lehmund Tonböden 28 | Der Oberboden im Detail 34 | Was den Boden interessant macht 42 | Wenn Steine immer wieder nach oben kommen 46
Belebter Boden 48
Verteilung der Organismen im Bodenprofil 52 | Bodenmikroflora – Pilze, Algen und Bakterien 54 | Bodenfauna – tierische Bodenbewohner 57 | Schädlinge im Boden 68 Fruchtfolgekrankheiten und -schädlinge 72 | Pflanzenwurzeln und Rhizosphäre 73
Boden untersuchen 76
Boden mit einfachen Mitteln selbst untersuchen 78 | Chemisch-physikalische Untersuchung im Labor 83 | Wildkräuter als Zeigerpflanzen 84
Boden bearbeiten 88
Bodenaufbereitung auf Acker oder Beet 90 | Beete im Frühjahr vorbereiten 92 Geräte zum punktuellen Arbeiten 97 | Hacken und häufeln 98 | Lockern und umgraben 104 | Umpflanzen und Pflanzgrube ausgraben 106 | Motorbetriebene Geräte 107
Boden pflegen und verbessern 108
Richtig mulchen 111 | Flächenkompostierung 123 | Gründüngung – grüne Decke für den Garten 124 | Bodenstruktur verbessern 136
Düngen und Wässern 142
Bodenfruchtbarkeit fördern 145 | Die wichtigsten Pflanzennährstoffe 146 | Organische Düngemittel für den Biogarten 150 | So entsteht guter Kompost 154 | Wassersparend gärtnern 160
Bodenpraxis konkret 164
Mutterboden – Grundlage für neue Gärten 166 | Aus Wiese wird Gartenland 168 Was tun bei verwildertem Land? 170 | Im Gewächshaus Wasser sparen 171 | Bodenmüdigkeit im Gewächshaus 172 | Tagetes als Feindpflanze bei Bodenmüdigkeit 173 Spart Platz: das Hügelbeet 174 | Hochbeete für städtische Gärten 177 | Pflanzgefäße: auf Torf möglichst verzichten 180
Anhang 182
Glossar 184 | Literatur 186 | Adressen 187 | Bildnachweis 189 | Register 190
Vorwort
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Eines meiner Lieblingsbilderbücher war «Etwas von den Wurzelkindern» mit Versen und wunderbaren Bildern von Sibylle von Olfers. Dieses Buch öffnete mir schon als Kind den Zugang zu der wunderbaren Welt unter unseren Füßen. Die Verästelungen des Wurzelwerks auf den Bildern faszinierten mich und ebenso die Wohnhöhlen der Tiere. Meine frühe Beziehung zum Boden besteht aber nicht nur über die Literatur, sondern auch ganz stofflich und direkt. Schließlich musste (durfte) ich schon als Kind im Garten mithelfen. Mit dem Boden verbinde ich vielfältige Sinneswahrnehmungen. Ich bin gerne mit den Händen im Boden und spüre seine Konsistenz. Ich mag den Geruch der Erde beim Hacken und Graben. Ich grabe auch gerne Löcher, um zu sehen, wie es unter der Erdoberfläche aussieht. Wenn ich unterwegs bin, schaue ich mir Baugruben und Hangabbrüche im Gelände an. Bei meinen Reisen und Exkursionen sehe ich Garten- und Ackerflächen immer in Kombination mit dem Untergrund. Am Pflanzenaufwuchs erkenne ich annähernd den Bodentyp und die Bodenart. Für diese Feinheiten bin ich auch deshalb sensibilisiert, weil ich Gärten an etlichen Orten mit ganz verschiedenen Bodenverhältnissen bewirtschaftet habe, auf sehr sandigen und sehr lehmigen Böden, auf steinfreien und steinreichen Böden. Wenn man selbst beim Bearbeiten des Bodens damit konfrontiert ist, wird einem die Bandbreite bei den Bodenqualitäten erst bewusst. Wie in jedem Metier wird es dann richtig interessant, wenn man vieles gesehen und erlebt hat und so Vergleiche ziehen kann. Ich stamme aus einer Gegend mit steinreichen Böden. Das Steinelesen auf Beeten und Äckern gehört da einfach dazu. Das ist jedoch nicht überall so: Auf Lössböden, die unweit meines Wohnortes anstehen, gibt es bis in einige Meter Tiefe keine Steine. Steine fehlen auch auf anderen durch Ablagerungen entstandenen Böden, beispielsweise auf Schwemmlandböden.
Bei meiner Arbeit und in meinem Lebensumfeld stelle ich jedoch immer wieder fest, dass sich kaum jemand mit dem Boden beschäftigt, geschweige denn ihn als belebten Körper wahrnimmt. Boden ist für viele zu abstrakt, er löst keine Emotionen aus, wie es Tiere oder auch Pflanzen tun. Für viele Menschen ist der Boden nur Haltesubstrat für Nutzpflanzen oder Untergrund für Fundamente. Es scheint einen gesellschaftlichen Konsens zu geben, dass man Boden einfach «verbrauchen» kann. Die Bodenkrume ist in ständiger Gefahr; sie ist vielen Angriffen ausgesetzt. Oft bin ich wütend und traurig, wenn wieder irgendwo auf fruchtbarem Ackerland eine neue Lagerhalle oder eine Straße um des vermeintlichen Fortschritts willen gebaut wird. Der Verlust durch Überbauung und sonstige Versiegelung ist das eine. Aber auch ackerbaulich genutztes Land ist bedroht. Bei falscher Bewirtschaftung erodiert fruchtbarer Boden; auch dadurch ist der Bodenverlust enorm. Den Boden fruchtbar und ertragsfähig zu machen ist eigentlich das Ziel der Landbewirtschaftung. Wir leben von dieser dünnen Bodenschicht über dem Gesteinsuntergrund. In der Erde wurzeln und wachsen die Pflanzen, die die Menschheit für ihre Ernährung braucht. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass dies auch in Zukunft möglich sein wird, dass die fruchtbare Bodenkrume erhalten bleibt. Es bleibt also noch viel zu tun, viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Mit diesem Buch möchte ich die Augen für die faszinierende Welt des Bodens im eigenen Garten und ebenso der Böden weltweit öffnen. Und ich möchte dafür werben, alles Menschenmögliche für deren Schutz zu tun. Brunhilde Bross-Burkhardt
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SN E E L EB N DL AG GRU EN BOD
WESHALB BODENSCHUTZ SO WICHTIG IST Gesunde Luft, gutes Wasser und guter Boden, das sind die Grundvoraussetzungen für menschliches und tierisches Leben. Vor allem der biologische Anbau hat es sich auf seine Fahnen geschrieben, den Boden zu schützen und zu pflegen. Bioanbauer handeln nach der Grundeinstellung, dass nur auf einem gesunden Boden gesunde Pflanzen wachsen, die wiederum den Menschen gesund ernähren. Zudem steht der Boden auch als Wert für sich. Der Boden mit seinen vielen Ausprägungen – diese oberste Schicht der Erdkruste ist ein einzigartiges Zusammenspiel aus unbelebter (Biotop) und belebter (Biozönose) Welt.
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Doch der Boden ist überall in Gefahr. Es droht Verwüstung, es droht Erosion, es drohen Humusverluste und Bodenverluste durch Überbauung. Und dies nicht nur in fernen Ländern, sondern direkt hier bei uns.
Flächenverlust durch Überbauung
Der Boden ist vielerlei Bedrohungen ausgesetzt. Neben der Erosion ist der Flächenverlust durch Überbauung für Siedlungsflächen und für Verkehrsflächen ein gravierendes Problem. Durch die Versiegelung verliert der Boden seine natürliche ökologische Funktion als Lebensraum, als Speicher und Filter sowie seine Fähigkeit, Stoffe umzuwandeln und abzubauen. In Deutschland sind etwa 13,5 Prozent der Fläche Siedlungs- und Verkehrsfläche und 6,2 Prozent sind bereits vollständig versiegelt. Das entspricht in etwa der Fläche von Hessen! In der Schweiz sind 4,7 Prozent der Landesfläche vollständig versiegelt. Jeden Tag gehen in Deutschland 73 Hektar (Stand 2015) Fläche durch Versiegelung verloren. Insgesamt ist es noch mehr, wenn man auch Erosion und Verschmutzung dazurechnet, nämlich 77 Hektar. Das heißt also, dass in Deutschland jeden Tag eine Fläche so groß wie 100 Fußballfelder überbaut wird! Im Jahr also etwa 28 000 Hektar oder 280 Quadratkilometer. In der Schweiz werden pro Jahr 25 Quadratkilometer überbaut.
Tag für Tag graben Baggerschaufeln fruchtbaren Mutterboden ab.
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Aushub einer Baugrube, am Rand deponiert zur späteren Verwendung
WIE VIEL FLÄCHE BRAUCHT EIN MENSCH? Jeder Europäer braucht im Durchschnitt rein statistisch 1,3 Hektar Fläche für die Erzeugung seiner Nahrung, die Fläche mit einrechnet, die für die Fleischproduktion nötig ist. In Bangladesch sind es dagegen nur etwa 0,3 Hektar. Im Prinzip kann sich die Menschheit (noch) von der Erdoberfläche ernähren. Doch bei zunehmender Weltbevölkerung und fortlaufender Zerstörung und Verwüstung von Böden ist diese Nahrungsgrundlage in Gefahr.
Life-Installation «Ein Hektar / One Hectare»
Durch abstrakte Zahlen lassen sich erfahrungsgemäß nur wenige Menschen aufrütteln. Deshalb haben Umweltschutzgruppen anlässlich des Jahres des Bodens 2015 in Berlin eine spektakuläre Life-Aktion inszeniert: die Installation «Ein Hektar / One Hectare». Sie prangerten damit den Verlust fruchtbarer Böden durch Überbauung an. Bei der Installation deckten die Aktivisten im Park am Gleisdreieck eine ein Hektar große Fläche innerhalb von 20 Minuten mit schwarzer Folie ab – so schnell, wie in Realität fruchtbarer Boden verschwindet. Die Aktion wurde später in Dresden wiederholt. (Info: www.ein-hektar.de; www.grund-zum-leben.de)
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Die deutsche Regierung strebt zwar an, dass sich der Flächenverlust pro Jahr verringert; die Zielvorgabe ist ein Verlust von nur (!) noch 30 Hektar Fläche im Jahr 2020. Doch ob dieses Ziel erreicht wird, ist sehr fraglich. Der Flächenverlust geht hauptsächlich zulasten von Ackerflächen. Wald- und Wasserflächen nehmen dagegen insgesamt gesehen zu. Äcker werden, überspitzt ausgedrückt, zum gefährdeten Biotop.
Life-Installation in Berlin am 22. April 2015: Wie in der Realität durch Bebauung verschwand dabei eine 1 Hektar große Fläche innerhalb von 20 Minuten unter Plastikplanen.
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Bodenverlust durch Erosion
Unabhängig von dem Bodenverlust durch Überbauung geht Bodenvolumen durch Erosion verloren. Dies geschieht nicht nur in fernen Regionen der Welt, in denen sich Wüsten bilden oder ausbreiten, sondern unmittelbar vor unserer Haustür. Der durchschnittliche Bodenverlust beträgt zwei Tonnen pro Hektar und Jahr. Regional sind die Verluste noch viel höher. Im Kraichgau in BadenWürttemberg gehen auf manchen Flächen 30 oder sogar 100 Tonnen pro Hektar verloren. Demgegenüber bildet sich nur eine Tonne Boden pro Hektar und Jahr neu. Die Bilanz ist also überall negativ.
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Wenn Starkregen auf unbewachsenen Boden prallt, wird Erdreich abgeschwemmt. Das war im Jahr 2016 mitten in Deutschland sehr gut zu sehen. Starkregen traf auf Maisäcker mit bloßem Boden und schwemmte die feine Erde weg. Das Wasser grub sich zwischen den Maisreihen Rinnen und floss rasch hangabwärts. Der Schlamm ergoss sich in Gräben und Vorfluter, die Fließgeschwindigkeit nahm zu, bis Sturzbäche selbst Geröll und große Gesteinsbrocken mit sich rissen und im Tal große Zerstörungen anrichteten. Gärten, Straßen und Häuser wurden verschüttet. Es war nicht das übliche Flusshochwasser, mit dem die Talbewohner umgehen können, die Schlammund Gerölllawine kam vielmehr von hinten über Klingenbäche von den Talhängen. Eine Situation, die es seit Menschengedenken noch nie gegeben hat. Auf unmittelbar neben den Maisäckern liegenden mit Getreide oder Raps bestellten Äckern erodierte dagegen kaum Erdreich. Der bewachsene Boden bewährte sich als Puffer, der Wasserspitzen abfedert. Dabei nimmt die Vegetation selber Wasser auf, vor allem aber saugt der Boden Wasser wie ein Schwamm in Hohlräumen und Humus auf und gibt es nur allmählich wieder ab. Der Boden auf den Maisäckern mit womöglich verkrusteter Oberfläche konnte kein Wasser aufnehmen. Dieses Geschehen machte sehr deutlich, wie wichtig eine gute, die Struktur verbessernde Bodenpflege und der Humusaufbau sind und dass es auch auf die Kulturpflanzen selbst ankommt. Dies ist nicht nur auf großen Ackerflächen von Bedeutung, sondern genauso auf Gartenland.
Abb. links oben: Erosion auf einem Maisacker Abb. links unten: GerÜllabgang durch die starke Kraft des Wassers Abb. rechts: Die Folge von Starkregen: starke Erosion auf Ackerflächen
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Bodenverlust entgegenwirken
Jeder Einzelne kann durch praktisches oder politisches Handeln etwas gegen den Bodenverlust im unmittelbaren Umfeld und sogar weltweit unternehmen. Durch pflegliche Behandlung des eigenen Landes kann jeder dem Bodenverlust entgegenwirken. Ziel ist immer, den Boden fruchtbarer zu machen, den Humusgehalt zu erhöhen. Dies gelingt durch beständige Zufuhr von organischer Substanz in Form von Gründüngung und Mulchen. Indirekt kann man auch durch die Änderung des eigenen Verbraucherverhaltens Einfluss nehmen. Wer Boden schützen will, kauft oder nutzt keine Produkte, für deren Produktion Urwälder abgeholzt werden, was sehr häufig zu schlimmer Erosion und damit zu Bodenverlust führt. Tropenhölzer und Palmölprodukte sind deshalb für Bodenschützer tabu. Praktisch handeln kann man auch auf politischer Ebene, indem man sich dem Flächenverbrauch entgegensetzt und sich gegen unnötigen Landverbrauch für unnötige Verkehrsflächen und Gewerbegebiete wehrt, die nur einem Zweck dienen: dem Konsum. Ziel muss sein, dass keine weiteren Flächen der Versiegelung geopfert werden, die Versiegelung muss gegen null tendieren.
Gesetzgebung zum Bodenschutz
Das derzeit gültige Bodenschutzgesetz bietet oft keine ausreichende Handhabung gegen Bodenzerstörung. In der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträgern in den Kommunen fehlt die Akzeptanz für den Bodenschutz. Ein Problem liegt darin, dass das Bodenschutzgesetz sehr dehnbar ist. Vor allem Ackerland ist sehr gefährdet. Waldflächen sind dagegen stärker geschützt. Bauprojekte auf wertvollem Ackerland lassen sich durch die jetzige Gesetzgebung kaum verhindern. Eine Handhabe haben Bodenschützer eher über den Artenschutz von Pflanzen und Tieren. Um die Bedeutung des Bodens in der Öffentlichkeit bewusst zu machen, bedarf es noch sehr viel Aufklärungsarbeit.
Tonnenschwere Abschwemmung von Feinerde
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SCHÄDLINGE IM BODEN Die im oder auf dem Boden lebenden Tiere agieren nicht alle zum Vorteil der Pflanzen. Auch Schädlinge finden hier ihr Zuhause und können im Zierund Gemüsegarten große Schäden anrichten. Im Boden sind dies vor allem die Larven von Insekten, aber auch die besonders bei Salatliebhabern äußerst unbeliebten Nacktschnecken richten ihr Unwesen an.
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Abb. oben: Todbringender Fraß von Schneckenkorn für die Spanische Wegschnecke Abb. unten: Nacktschneckengelege – häufig in Bodenspalten zu finden.
NACKTSCHNECKEN Nacktschnecken bereiten in vielen Gärten Probleme, vor allem auf schweren Böden. Oft kriechen sie von Wiesenflächen oder Dauerkulturen auf Gemüsebeete. Und leider fördert auch eine Mulchdecke die Vermehrung und Ausbreitung der Kriechtiere. Im Extremfall vernichten sie fast die ganze Gemüseernte. Besonders in Jahren, in denen es viel regnet, treten sie in Massen auf. Die schädlichen Nacktschnecken sind Bodenbewohner und kommen bei Dunkelheit und bei feuchtem Wetter an die Erdoberfläche. Die ausgewachsenen Schnecken ziehen sich häufig in Bodenspalten zurück, wo sie in dunklem, feuchtem Milieu ideale Lebensbedingungen finden. Sie legen auch ihre Eier in der obersten Bodenzone ab. Bei der herbstlichen Bodenbearbeitung stößt man häufig auf solche Gelege weißlicher Eier. Diese sollte man vernichten. Einige Nacktschneckenarten sind auch im Herbst und Winter aktiv. Die kleine schwarze Acker-Wegschnecke beispielsweise legt ihre Eier im November/Dezember. Im Frühjahr frisst sie unterirdisch an Samen und Knollen. Am bekanntesten ist jedoch die große Spanische Wegschnecke, die allein durch ihre Größe schon viel Schaden anrichtet.
NACKTSCHNECKEN BEKÄMPFEN Gegen Nacktschneckenbefall sollten gärtnernde Menschen also alle Register ziehen: 1. Zuwanderung erschweren oder verhindern. Dies gelingt durch das Setzen eines Schneckenzauns oder durch Umrandung der Pflanz flächen mit Splitt. Schnecken kriechen nicht so gerne über eine raue Unterlage. 2. Schnecken regelmäßig absammeln. Der Abend ist dafür die beste Zeit, weil die Tiere dann aus den Bodenspalten, in denen sie sich tagsüber verstecken, kriechen. Sie halten sich auch unter Blättern und Mulchdecken oder unter ausgelegten Brettern auf. Hier kann man sie leicht ablesen. Auch die Schneckengelege, die sich in der obersten Bodenschicht befinden, lassen sich leicht ablesen. 3. Bierfallen zum Anlocken aufstellen. 4. Schnecken mit biologischem Schneckenkorn auf der Basis von Eisen-3-Phosphat direkt bekämpfen. Es ist Köder und Gift für die Schnecken zugleich. Ein Duftstoff in den blauen Pellets lockt die Schnecken an. Die Schnecken fressen die Pellets, verziehen sich danach in Bodenritzen oder -spalten und sterben dort.
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Drahtwurm, die Larve des Schnellkäfers
Häufige Ursache fürs Welken von Salat: Drahtwurmbefall
70 DRAHTWÜRMER In manchen Gärten gibt es Probleme mit Drahtwürmern. Ich habe mir die Schädlinge vor vielen Jahren mit Schafmist in den Garten geholt. Noch Jahre danach treten sie vereinzelt auf. Die Lebewesen sind leicht an ihrer gelblich hellbraunen Farbe zu erkennen, außerdem fühlen sie sich hart an. Anders als der Name vermuten lässt, haben diese Lebewesen mit dem Regenwurm nichts zu tun. Drahtwürmer sind vielmehr die Larven eines Käfers, des Saat-Schnellkäfers. Er ähnelt sehr dem Maikäfer. Die Tiere bleiben sechs oder sieben Jahre im Larvenstadium; erst dann verpuppen sie sich und verwandeln sich schließlich in einen Käfer. Schaden richten sie an, weil sie an den Wurzeln von Kulturpflanzen fressen, häufig gehen sie an Salatwurzeln. Wenn inmitten anderer Salatpflanzen ein Salatkopf plötzlich welkt, deutet das immer darauf hin, dass hier der Drahtwurm am Werk ist. Dann braucht man nur ein wenig nachzugraben und findet den Schädiger in der Nähe der abgefressenen Wurzel. Auch in Kartoffelknollen fressen sie kreisrunde, etwa 2 bis 4 Millimeter große, scharf abgegrenzte Löcher. Sie dringen sogar in die Knolle ein und höhlen sie im Extremfall von innen her aus. Wenn man schon einmal mit Drahtwürmern zu tun hatte, ist es ratsam, beim Hacken und Graben genau zu schauen und die «Würmer» gegebenenfalls herauszulesen.
KARTOFFELSCHEIBEN ALS KÖDER Scheiben roher Kartoffeln sind ideale Köder für Drahtwürmer. Man drückt sie in den Boden und kontrolliert sie regelmäßig. Wenn Drahtwürmer vorhanden sind, sammeln diese sich an der Unterseite der Scheibe und können so samt dem Kartoffelstück entfernt werden.
Maulwurfsgrille
Wühlmauslöcher
Maulwurfshügel
71 MAULWURFSGRILLE Die Maulwurfsgrille oder Werre richtet mancherorts durch ihr Graben und Fressen Schaden an. Sie ist eine 35 bis 50 Millimeter große, dunkelbraune, fein behaarte Grille mit starken Vorderbeinen und Grabschaufeln. Das Weibchen legt von Mai bis Juli mehrere Hundert Eier in unterirdische Nester, die es bewacht und pflegt. Die Larven überwintern und erst nach 18 bis 30 Monaten schlüpfen dann die fertig entwickelten Grillen. Die erwachsenen Tiere bauen unregelmäßige unterirdische Gänge, die sie in der Dämmerung verlassen. Sie fressen an Wurzeln und Knollen, fangen aber auch Insekten und Würmer. In Gärten, in denen natürliche Feinde wie Spitzmäuse oder Vögel leben, werden sich Maulwurfsgrillen kaum ausbreiten können. Vermehren sie sich trotzdem, kann man die Nester aufspüren und Speiseöl hineingießen. So ersticken Eier und Jungtiere.
WEITERE SCHÄDEN DURCH TIERE Ärger bereiten oft die Vögel. Hauptsächlich sind es Amseln, die auf der Suche nach Regenwürmern die Erde durchwühlen und so Pflanzungen durcheinanderbringen. Manchmal hat man es auch mit Mückenlarven zu tun oder mit Wurzelläusen.
FRUCHTFOLGEKRANKHEITEN UND -SCHÄDLINGE
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Tomaten- und Sellerieanbau auf der Insel Reichenau
Unter bestimmten Umständen können sich schädliche Organismen im Boden ausbreiten, etwa wenn dieselbe Kulturpflanzenart zu oft hintereinander auf einer Fläche angebaut wird. Eine typische Fruchtfolgekrankheit ist die Rettichschwärze an Rettich und Radieschen. Das Gelbwerden der Petersilie ist ebenfalls ein Fruchtfolgeschaden. Oft sind tierische Schädlinge wie Fadenwürmer oder Älchen (Nematoden) für Fruchtfolgeschäden verantwortlich. Es gibt räuberische Nematoden, die einen wichtigen Teil der Bodenfauna bilden (siehe Seite 58), aber eben auch solche, die Kulturpflanzen schädigen. Betroffen sind Obstgehölze und Rosen sowie häufig Kartoffeln und Tomaten im Gewächshaus. Die mit bloßem Auge kaum erkennbaren Fadenwürmer bohren sich in die Wurzeln junger Kartoffeln und Tomaten hinein. An den Wurzeln bilden sich daraufhin gelbliche Zysten. Die Pflanzen werden dadurch stark geschwächt und kümmern. Solche Kümmerpflanzen muss man entfernen und vernichten. Landwirte und Gärtner wissen schon seit vielen Generationen, wie sie solchen Fruchtfolgeschäden vorbeugen: Sie bauen eine bestimmte Kulturpflanzenart erst nach einer längeren Pause wieder auf derselben Fläche an, in der Regel erst nach drei oder vier Jahren, manchmal auch nach einer längeren Pause.
PFLANZENWURZELN UND RHIZOSPHÄRE Wurzel ist nicht gleich Wurzel. Da gibt es Grobwurzeln und Hauptwurzeln, Feinwurzeln und Wurzelhaare – und jeder Typ übernimmt seine speziellen Aufgaben. Zudem gibt es noch die Zone um die Wurzeln, sie wird Rhizosphäre genannt.
Rhizosphäre und Mykorrhiza
Die Rhizosphäre ist ein Bereich von etwa 40 Millimetern um die lebende Pflanzenwurzel. Hier spielt sich eine Unzahl von physikalischen, chemischen und biologischen Vorgängen ab. Dabei gibt es Wechselbeziehungen zwischen Pflanze und Boden und zu den Bodenorganismen. In dieser Zone leben fünf- bis fünfzigmal so viel Organismen wie in größerer Entfernung zur Wurzel. Man bezeichnet dieses Phänomen als Rhizosphäreneffekt. Zwischen manchen Pflanzen und bestimmten Pilzen gibt es eine enge, auf wechselseitigen Nutzen ausgelegte Symbiose, bei der der Pilz in die Feinwurzeln der Pflanze eindringt. Der Pilz versorgt die Pflanze mit Wasser und Nährsalzen und erhält seinerseits von der Pflanze Nährstoffe aus der Fotosynthese. Diese Verbindung zwischen Pilz und Pflanze wird als Mykorrhiza bezeichnet. Viele Nutzpflanzen profitieren von einer speziellen Mykorrhiza, die sie beispielsweise zusätzlich mit Phosphat versorgt.
Wurzelbild des Winter-Roggens, im Schaukasten gut zu sehen.
Wurzelbild der Acker-Bohne
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Steilabbruch mit freigelegten Gräserwurzeln
Mechanische Verankerung und Aufschließung
Pflanzen dringen mit ihren Wurzeln mechanisch in den Boden ein, sie durchbohren und zerteilen ihn und verankern die Pflanze dort. Dabei schieben sich die Wurzelspitzen immer weiter vor. Wurzeln und Bodensubstanz sind eng miteinander verzahnt. In lockerem Boden breiten sich die Wurzeln besser aus. Dabei dringen die Wurzeln der verschiedenen Pflanzenarten unterschiedlich tief in den Boden ein. Manche breiten sich tellerförmig unter der Bodenoberfläche aus, andere dringen metertief in den Boden ein. Getreide wurzelt intensiv und tief, ebenso Rot-Klee und besonders die Luzerne, die bis zu 6 Meter und noch tiefer vordringt. Jede Pflanzenart hat ein typisches Wurzelmuster mit mehr oder weniger ausgedehntem Wurzelwerk, mit Pfahlwurzel oder mehr büschelig ausgebildeten Wurzeln. Beim Wurzelwerk gibt es unter der Erde ebenso viele Ausprägungen wie bei Trieben und beim Blattwerk über der Erde. Dieses Eindringen in den Boden ist weit mehr als eine Verankerung. Die Pflanzen erschließen sich so tiefere Bodenschichten, um sich dort mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen und ihr Überleben auch unter widrigen Umständen zu sichern. Bei der Luzerne, dieser überaus wichtigen Futterpflanze, ist dies deutlich zu sehen. Sie übersteht dank ihres feinen und tief reichenden Wurzelsystems lange Trockenphasen. Die Luzerne ist zudem eine der Pflanzen, die den Boden gut «aufschließt». Indem die Wurzeln wachsen und weiter in den Boden vordringen, schaffen die Pflanzen ein Röhrensystem mit leicht verfestigten Wandungen, das zum Teil auch nach ihrem Absterben erhalten bleibt. In diesem Röhrensystem können sich dann Bodentiere wie beispielsweise Regenwürmer hervorragend bewegen.
Wurzelhaare und Nährstoffaufnahme
Pflanzen nehmen Wasser, Sauerstoff und Nährstoffe über die Wurzeln auf, genauer gesagt über die stoffwechselaktive Wachstumszone und vor allem über die Wurzelhaare. Das sind haarartige Ausstülpungen der Wurzelhaut, die bis 0,02 Millimeter dick und bis einige Millimeter lang sind. Die Pflanze besitzt viele Millionen Wurzelhaare, die sich ständig neu bilden und jeweils nach zwei bis drei Tagen wieder absterben. Die Gesamtlänge der Wurzelhaare einer einzigen Pflanze kann bis zu 50 Kilometer betragen. Auf diese Weise vergrößert die Pflanze die Oberfläche, an der sie Wasser, Sauerstoff und Mineralien aufnehmen kann, um ein Vielfaches. Allerdings sind die Nährstoffe im Boden überwiegend nicht frei im Wasser gelöst, sondern sie liegen in Form von Ionen, also elektrisch geladenen Atomen oder Molekülen, vor und sind an Bodenpartikel gebunden. Um die Ionen abzulösen, gibt die Pflanze durch die Wurzeln ebenfalls Ionen an den Boden ab. Man spricht von Ionenaustausch.
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Sind die Nährstoffe im Wasser frei gelöst, können sie in die Pflanzenzellen eindringen. Dabei dient in erster Linie die Osmose als Motor: Da die Pflanzenzelle mehr Salze enthält als der Boden, dringt Bodenwasser in Richtung der höheren Salzkonzentration in die Pflanze ein und die darin gelösten Nährstoffe werden ebenfalls mit aufgenommen. In der Pflanze kann sich das Wasser auf zwei verschiedenen Wegen bewegen: innerhalb der Zellen oder zwischen ihnen. Ziel ist in jedem Fall das Leitungssystem im Inneren der Feinwurzeln, über das Wasser und Nährsalze aus den Wurzeln in die oberirdischen Teile verteilt wird. Umgekehrt gelangen Nährstoffe, die im Zuge der Fotosynthese in den Blättern entstanden sind, über die Leitbahnen in die Wurzeln, um dort gespeichert zu werden.
Wurzelwerk der Brennnessel
Wurzelwerk der Küchenzwiebel
Buschbohnenwurzeln mit Knöllchen
REGISTER
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Abbau (organischer Substanz) 25, 37, 38, 56 Abschwemmung 23 Adonisröschen, Sommer- 84 Älchen (Nematoden) 72 Algen 50, 53, 54, 55 Algenkalk 148, 149, 157 Ampfer, Kleiner 87 Anhäufeln siehe Häufeln Assel 25, 52, 53, 60 Aufschließung 74 Ausgangsgestein 25, 26 Aussaat 92; siehe Saatbeetbereitung Austrocknung (Boden) 33, 112, 121, 125; siehe auch Trockenriss Azalee 149 Bakterien 38, 50, 52, 53, 54, 55, 56 Bändchengewebe 120, 121 Baumscheibe 119, 121, 126 Beerenobst 99, 110, 113, 118, 119, 120, 121, 122, 126, 133 Beinwell 114, 116, 148, 150 Belüftung (Boden) 33, 52, 57, 63, 125 Bentonit 140, 157 Bewässerung siehe Wässern Bienenweide 124, 125, 126, 131, 133, 134 Biozönose 10 Blattrandnekrose 148 Blaualgen 50, 55 Bodenart 28, 30 – 31 Bodenaufbau 25 Bodenbearbeitung 29, 90 – 107 Bodenbestandteile 35 Bodenbildung 20 – 23 Bodenkrume 20, 23, 25 Bodenkrümel 35 Bodenlebewesen 38, 50 ff., 104, 105, 112, 115, 123, 145 Bodenluft 35, 37 Bodenpflege 14, 110 – 141 Bodenprobe 28, 78 – 82 Bodenprofil 25, 26 Bodenschluss 94, 95 Bodenschneider 106 Bodenschutz 10, 17 Bodentyp 26, 28 Bodenverlust 10, 12, 17 Bodenwasser 35, 37, 57 Bohne, Acker- 73, 116, 125, 126, 132, 134 Bohnen 98, 151 Börde 22
Borstenwurm 53 Brennnessel 75, 84, 114, 116, 118, 150, 151 Bruchkraut 87 Buchweizen 127, 130, 134 Buschbohne 75 Büschelschön siehe Phazelie Cape Cod Weeder 100, 101 Chlorose 148, 149 Comfrey siehe Beinwell Cyanobakterien 55 Doppelfüßer 53, 57, 61 Doppelhacke 90, 91, 98, 100, 101 Drahtwürmer 70 Drainage (Boden) 136 Drainagevlies 120 Druckrolle 95 Düngen 144 – 159 Egge 96, 107 Ehrenpreis 114 Einebnen 92 – 93, 96, 107 Einmischen 107 Einzeller 57 Eisenmangel 148 Enchyträen 59 Erbse, Futter- 134 Erbsen 125, 126, 145, 151 Erdbeervlies 121 Erdläufer 61 Ernteabfälle 116 Erosion 10, 14, 125 Fadenwürmer 53, 58, 72 Falllaub 38 Farbe (Boden) 40, 41 Feingrubber 96 Feldmäuse 67 Feldsalat 87, 126 Ferment 37, 38, 39 Fertigdünger 152 Feuerstein 44 – 45 Filzkraut 87 Fingerkraut, Fünf- 97 Flächenkompostierung 123 Flächenverlust siehe Bodenverlust Flechten 20, 54 Folie (Mulch-) 114, 120, 121 Fotosynthese 55, 73 Franck, Gertrud 116 Franzosenkraut 86 Fräse 91, 93, 107, 127 Frost 104, 127, 129, 131 Frostgare 104
Fruchtfolge 125, 127, 130 Fruchtfolgekrankheit/-schädling 72 Frühbeet 101 Gäulandschaft 22 Gänseblümchen 122 Gänsefußgewächs 134 Gare 55, 104 Gartengerät 90 – 107 Gartenwiesel 96 Gehölzschnitt siehe Holzhäcksel Geißeltiere 53, 57 Geruch (Boden) 41 Gestein 20, 36 Gesteinsuntergrund 25 Gewächshaus 72, 121, 171, 172 Giersch 96, 114 Gießen 160 – 163, 176 Gley (Bodentyp) 26 Gliederfüßer 57, 61 Grabegabel 91, 97, 103, 104, 105 Grasschnitt siehe Rasenschnitt Graukresse 87 Grubber 91, 97, 100, 105, 107, 127, 151 Gründüngung 17, 33, 90, 107, 110, 116, 124 – 135, 144 Gründüngungspflanze 128 – 135 Grus (Bodenart) 30 Guano 151 Gülle 139, 146 Gurke 120, 163 Hacke 91, 97, 99, 101, 105; siehe auch Doppelhacke, Schlaghacke, Spitzhacke, Ziehhacke Hacken 98 – 103, 127, 160 Hackfrüchte 99 Haftwasser 35, 37 Hahnenfuß, Kriechender 97 Handelsdünger 152 – 153 Handhacke 105 Handsämaschine 95 Handspaten 106 Harke 93, 96 Häufeln 98 Häufler 91 Heilerde 22 Hirse 84, 86 Hochbeet 101, 177 – 179 Holzasche 148, 149, 159 Holzhäcksel 114, 117 Horizont (Bodenschicht) 25, 26 Hornmehl 67, 152, 153 Hornmilben 25, 57, 58, 112 Hortensie 149
Hügelbeet 174 – 176 Hühnermist 151 Humus 14, 26, 35, 38, 41, 63, 110, 112, 115, 125, 145 Humusverlust 10 Hundertfüßer 57, 61 Hungerblümchen, Frühlings- 87 Insekten 53, 57, 60 Ionenaustausch 75 Jauche 139, 144, 148, 150, 151 Kalium 36, 63, 83, 145, 146, 148 Kalk 25, 139, 140, 141 Kalkstein 20, 25 Kalzium 36, 63, 83, 140, 145, 148 Kamille, Echte 85 Kaninchen 67 Kapillarwasser 35 Karst 91 Kartoffel 33, 72, 98, 99, 101, 102, 126, 132, 168, 169 Kies 30 Kirsche, Lorbeer- 149 Klee 125 Klee, Alexandriner- 134 Klee, Hasen- 87 Klee, Inkarnat- 126 Klee, Perser- 126, 133, 134 Klee, Rot- 74 Klee, Weiß- 126, 133 Kleingrubber 100 Knöllchen 75 Knöllchenbakterien 125 Knorpelkraut 87 Knöterichgewächse 87, 130, 134 Kohlgemüse 33, 98, 99, 101, 116, 127, 147, 150, 151 Kohlhernie 127, 134 Kokosfaser 120 Kompost 33, 61, 114, 139, 141, 144, 148, 150, 154 – 159 Kompostwurm 64 – 65, 66 Korngröße 22, 30 Krail 91, 96, 127, 151 Krebstiere 57, 60 Kreuzblütler 127, 129, 134 Krümelbildung 56, 140 Krümeln 92 – 93, 93, 107 Krümler 91, 96 Kultivator 91, 93, 96,107 Larve (Insekt) 53, 60, 68, 70 Laub (Mulchmaterial) 114, 119 Laubstreu 52, 56, 61 Lauch 33, 98, 101, 151
Lavendelheide 149 Lebendmulch 114, 115 Lebendverbauung 56, 104 Leguminosen 94, 125, 127, 132 – 133, 145 Lehm(-boden) 29, 30, 31, 32, 33, 79, 87 Lehmschicht 21 leichter Boden 29, 101, 115, 130, 134, 140, 145, 148 Lesesteinhaufen 46 Lichtnelke, Acker- 84, 87 Lockern 100, 104, 105 Lockerung 74 Löss(-boden) 22, 23 Lösslehm 30 Löwenzahn 97 Lupinen 125, 132, 134 Luzerne 50, 74, 133 Magnesium 63, 83, 145 Makrofauna 53, 60 Maulwurfsgrille 71 Maulwurfshügel 71 Megafauna 53, 62 Mesofauna 53, 57 Methan 37 Mikroben 35, 52 Mikrofauna 53, 57 ff.; siehe auch Bodenlebewesen Mikroflora 50, 54 Mikroorganismen 20, 52; siehe auch Mikrofauna, Bodenlebewesen Milben 53, 58; siehe auch Hornmilben Mineral(-stoff) 35, 38, 41, 145 Minutenboden 33 Minze, Acker- 87 Minze, Ross- 87 Mist 65, 144, 150, 151 Mohn, Klatsch- 87 Möhre 33, 99, 103, 116, 150, 151 Moorbeetpflanzen 149 Moorboden 28, 38 Mulch/Mulchen 17, 33, 90, 104, 110, 111 – 122, 125, 131, 150 Mulchkragen 120 Muschelkalk 21, 46 Mutterboden/-erde 141, 166 – 167 Mykorrhiza 73 Nachtschatten, Schwarzer 86 Nacktschnecken 68 – 69 Nährstoffaufnahme (Pflanze) 75 Nährstoffe (Pflanzen) 145 – 149 Nematoden 57, 58, 72, 125, 173
Nichtleguminosen 129 Nitrat 63, 83 Oberboden 25, 26, 34 ff., 166 Obstgehölze 72, 122, 126 Ölrettich (Gründüngung) 33, 126, 127, 129, 134 organisch-biologischer Landbau 105, 123 organischer Dünger 150 – 153 Osmose 75 Papier (Mulchmaterial) 120 Pappe (Mulchmaterial) 114, 120 Parabraunerde 26 Pararendzina (Bodentyp) 26 Pendelhacke 101 Perlit 141 Petersilie 72 Pflanzenerde 141 Pflanzgrube 106 Pflanzkragen 120 Pflug 91, 107 Phazelie (Gründüngung) 33, 124, 126, 127, 128, 131, 134, 173 Phosphat 73, 147 Phosphor 63, 83, 145, 146, 147 ph-Test/-Wert 81 – 82, 83, 140, 148 Pickel 91, 106 Pilze 38, 50, 53, 54, 56, 73, 157 Platte (Mulchmaterial) 121 Podsol (Bodentyp) 26 Pore (Hohlraum) 34, 36, 37, 63, 104, 115, 138 Porree 98; siehe auch Lauch Probemethode 78 – 82 Puffer 14 Quecke 96, 167 Rädertiere 53, 57 Radieschen 72 Rasenschnitt 114, 117, 119, 122, 156 Rechen 93, 94, 95, 96, 127 Regenwurm 25, 38, 52, 53, 62, 63 – 67, 104, 112, 116, 117, 130, 145; siehe auch Tauwurm Reihenkultur/-saat 94, 97, 101, 102, 116, 126, 134 Rettich 72, 99, 116 Rettichschwärze 72 Rhabarberblätter 114, 116 Rhizosphäre 52, 73 Rhododendron 148, 149 Rillenziehen 94
191
Rindenmulch 114, 118, 119, 120, 169 Rittersporn, Acker- 84, 87 Roggen, Winter- 73, 126, 131, 134 Rollkrümler 96 Rosen 72, 152 Rote Bete 99 Rottevorgang 38 Rüben 99, 101 Ruhrkraut, Sumpf- 87 Rusch, Hans Peter 105, 123
192
Saatbeetbereitung 92 – 96 Saatrillen 94, 95 Saatschnur 94 Säen 95 Sägemehl (Mulchmaterial) 119 Salat 116, 126 Sand (-boden) 23, 26, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 37, 79, 87, 121 Sand (Bodenverbesserer) 136, 137, 138, 139 Sandkraut, Quendelblättriges 87 Sandstein 20 Säugetiere 67 Sauzahn 91, 98, 101 Schachtelhalm, Acker- 84, 86, 87 Schädlinge 67, 68 – 71, 72 Schattengare 125 Schaumkraut, Wiesen- 122 Scheingare 104 Schicht (Boden) 18/19, 25, 104, 105 Schichtengrubber 105 Schimmelpilz 38 Schlaghacke 91, 98, 101 Schlämmprobe 80 Schluff 22, 23, 26, 28, 30, 31, 79 Schmetterlingsblütler 125, 132 – 133, 134 Schnecken 53, 60, 122; siehe auch Nacktschnecken Schnurfüßer 61 Schotter 121 Schwarzfärbung 41 Schwarzwurzel 33 Schwefel 145 Schwefelwasserstoff 37 schwerer Boden 29, 69, 101, 104, 110, 115, 122, 134, 138, 140, 145 Sediment(-ablagerung) 22, 23 Sellerie 33, 72 Senf, Gelb- (Gründüngung) 33, 125, 126, 127, 128, 129, 134 Sickerwasser 37 Sonnenblume 127 Spargel 32, 33, 98
Spaten 80, 90, 91, 106 Spatendiagnose 80 – 81 Spatengabel 104 Speedy Weedy 97 Speicherfähigkeit 36 Spergel, Acker- 87 Spinat 113, 116, 126, 128, 130, 134 Spinnentiere 53, 57, 58, 60 Spirulina 55 Spitzhacke 91 Spitzmäuse 67 Springschwänze 25, 53, 57, 59 Starkregen 14, 112, 125 Steine (Mulchmaterial) 114, 121 Steine 43 – 47 Steinmehl 139, 144, 150, 185 Steinriegel 46 Sternfräse 96 Stickstoff 38, 55, 83, 125, 132, 145, 146 Stickstoffzeiger 84 Stiefmütterchen, Acker- 87 Stiefmütterchen, Gewöhnliches 87 Stout, Ruth 111 Streifensaat 126 Streu(-zufuhr) 52 Stroh(-mulch) 110, 114, 118, 120 Studentenblume 127, 173 Sumpfkresse 87 Süßgras 134 Symbiose 73 Tagetes siehe Studentenblume Tännelkraut 84 Tausendfüßer 52, 57, 61 Tauwurm 52, 64, 67, 104; siehe auch Regenwurm Temperatur (Boden) 52 Tomaten 72, 99, 116, 118, 122, 150, 151, 172 Ton(-boden) 25, 26, 28, 29, 30, 31, 33, 79 Tonmehl 33, 140, 144, 150, 157 Tonmineral 36 Torf 27, 180 – 181 Trockenriss 29, 33 Tropfbewässerung 163 Überschwemmung 14, 23 Umgraben 104 – 105 Umpflanzen 106 Unkrautbesatz 104 Unkrautjäten 100, 101 Unkrautstecher/-zieher 97
Unkrautunterdrückung 114, 115, 117, 120, 121, 125, 131 Unterboden 25, 27, 166 Unterkultur 126, 133 Untersaat 126 Veggiedünger 153 Venuskamm 84 Verbesserung (Boden) 33, 110 – 141 Verdunstungsschutz 121 Verkrustung 102, 112, 115 Vermiculit 141 Verschlämmung 98, 112, 115, 121, 125 Versiegelung 10, 17 Verwitterung 20, 36 Verwitterungszone 25 Vielfüßer 53, 60 Vlies (Mulch-) 114, 120, 121 Vögel (als Schädlinge) 71 Vogelmiere 84, 86, 114 Vorkultur 127, 134 Waldgarten 117 Wasserblattgewächs 131, 134 Wässern 160 – 163 Wegerich, Breit- 97 Weißfärbung 41 Wicke 125, 134, 145 Wicke, Sommer- 134 Wicke, Zottel- 126, 131, 134, 135 Wickroggen 126 Wildkräuter 84 Wimpertierchen 53, 57 Winde, Acker- 23, 114, 120, 167 Wirbeltiere 53, 62 Wühlmäuse 67, 71 Wühlmausschutz 175 Wurzel (Pflanze) 37, 39, 50, 51, 52, 63, 72 – 75, 97, 124, 125 Wurzelfüßer 53, 57 Wurzelhaare 39, 75 Wurzelunkraut 97 Zeigerpflanze 84 – 87 Zeolith 141 Zersetzer 38, 52, 54 ff.; siehe auch Abbau Ziehhacke 91, 98, 101 Zwiebeln 75, 99, 101, 151, 161