Mehr Platz für weniger Tiere !
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Sebastian Bentz
Mehr Platz für weniger Tiere ! Geschichte des Tierparks Bern
Haupt Verlag
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Inhaltsverzeichnis Grussworte und Einleitung Wahrzeichen bernischer Identität Klaus Baumgartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 Tierpark Bern und Burgergemeinde Bern Rolf Dähler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 Der Tierpark Bern und sein Tierparkverein Erika Siegenthaler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Eine Festschrift für den Tierpark Bern Sebastian Bentz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 80 Jahre Tierpark Bern in Kürze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Zoos wozu? Für die Menschen! Bernd Schildger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Die Geschichte des Tierparks Bern Sebastian Bentz
Vorgeschichte bis zur Eröffnung 1937 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Auf bau in schwieriger Zeit (1937 bis 1944) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Konsolidierung und Wachstum (1944 bis 1969) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Kontinuität und Spezialisierung (1970 bis 1991) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Trendwende (1991 bis 1996) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 95
Mehr Platz für weniger Tiere (1997 bis 2014) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
Der Tierpark Bern und seine Zukunft Bernd Schildger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 180
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Blicke über den Tellerrand Was wäre der Mensch ohne Tiere? Ewald Isenbügel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 187 Hat der Tierpark eine Zukunft? Alex Rübel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195 Haustiere, Wildtiere. Warum nicht auch im Zirkus? Fredy Knie jun. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203 Stiftung Wildstation Landshut in Utzenstorf Erika Siegenthaler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209
Anhang Biografien aller Tierparkverwalterinnen und Tierparkverwalter . . 213 Biografie des Autors . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 216 Zeittafel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 217 Abkürzungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 Quellen- und Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221 Bildverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 Grundlagen und Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 223 Tierparkreglement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 226 Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 228
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Wahrzeichen bernischer Identität Klaus Baumgartner, alt Stadtpräsident von Bern
Tierpark Dählhölzli und Bärengraben zusammen mit dem Zytglogge bedeuteten für mich als Kind aus dem Oberaargau «Bern». Die seltenen Fahrten mit der Bahn nach Bern galten vorwiegend dem Besuch von Tierpark oder Bärengraben. Oft schafften wir auch beides, meist fast ausschliesslich zu Fuss. Die Begegnungen mit den Wildtieren sowie die Art ihrer Präsentation waren für mich beeindruckend und prägten mein Verständnis für die Natur nachhaltig, ergänzend zu meinen Erfahrungen im ländlichen Raum. Dabei ist der Vorrang, den die Verantwortlichen für den Tierpark den einheimischen Tieren sowie jenen aus Europa und Eurasien seit jeher einräumen, eine Besonderheit unseres Zoos, die mich immer wieder begeistert.
Meine Verbundenheit mit und meine Begeisterung für das Dählhölzli
mit dem BärenPark waren für mich auch als Stadtpräsident bei der Beurteilung und Unterstützung zahlreicher Projekte motivierend. Das Präsidium der Jury für das Projekt des BärenParks war für mich ein Höhepunkt. Obschon die Umsetzung etwas mühsam war, kam sie letztlich doch zu einem guten Ergebnis. Liest man die Geschichte im vorliegenden Jubiläumsband über das Hin und Her der Gründung eines Tierparks im Dählhölzli, darf man schmunzelnd und ohne Schuldzuweisungen feststellen, dass diese schwierigen Entscheidfindungen eigentlich zur Tradition unseres Zoos gehören.
Der Tierpark Bern darf zu Recht mit Stolz auf seine Geschichte zurück-
blicken. Seine Verantwortlichen haben von Beginn weg sowohl in der Schweiz als auch international das Verständnis für die gesellschaftliche Rolle von Zoos, für deren Beziehung zur Öffentlichkeit, zur Bevölkerung und zu den Menschen mitentwickelt und mitgestaltet. Mit dem Schlagwort «Mehr Platz für weniger Tiere» hat der heutige Tierparkdirektor Bernd Schildger ein international beachtetes Umdenken eingeleitet, das auf die Haltung von Wildtieren in tiergerechten Lebensräumen abzielt, ohne die andern Auf gaben der Zoos, wie zum Beispiel die Forschung oder die Aus- und Weiter bildung, zu vernachlässigen. Im Einklang mit dieser Zielsetzung sind im Tierpark Bern eine Reihe von baulichen Um- und Neugestaltungen ausgeführt worden. Dank des ausserordentlichen Einsatzes und der einzigartigen Qualität des Personals konnten diese rasch und reibungslos durchgeführt werden.
Diese Neuerungen in der Zoophilosophie mit den entsprechenden
Massnahmen in der Tierhaltung bilden die Grundlage für einen weitern wichtigen Schritt, bei dem das Dählhölzli wiederum über die Landesgrenzen hinaus eine führende Rolle einnimmt. Tierparks und Zoos sollen aus der Rolle von Einrichtungen, die im Einbahnsystem Wissen über Wildtiere
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vermitteln, die lediglich von etwas oder über etwas handeln, heraustreten. Sie sollen sich zu Institutionen wandeln, die für die Menschen da sind. Zoos sollen Erlebnisse inszenieren. Sie sollen – gerade auch emotional – das persönliche Erleben des Lebens von Wildtieren ermöglichen. Damit werden die Menschen aus der Beobachter- und Empfängerrolle herausgeholt und in die Rolle von Teilnehmenden gesteckt. So wird unser Bewusstsein erweitert, der Schutz der Wildtiere sowie der Umwelt wird einsehbarer und selbstverständlicher.
Ich wünsche dem Tierpark Bern viel Erfolg auf diesem Weg und alles
Gute für die Zukunft.
Dr. Klaus Baumgartner, der Blonde Bär von Bern, hat sich bis zu seinem Tod am 10. Dezember 2015, zuletzt mit der kritischen Prüfung des Andrucks seines Geleitwortes, für den Tierpark Bern eingesetzt. Nicht laute Wörter, sondern kluge Worte und Kraft waren dabei sein Naturell. Wir danken ihm bleibend und von Herzen. Bernd Schildger
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Tierpark Bern und Burgergemeinde Bern Rolf Dähler, Burgergemeindepräsident Bern
Der Tierpark Bern und die Burgergemeinde Bern sind seit jeher eng miteinander verbunden und blicken mittlerweile auf eine rund 80-jährige partnerschaftliche Beziehung zurück.
Die Idee zur Errichtung eines grösseren Tierparks mit kantonaler Aus-
strahlung entstand in den Zwischenkriegsjahren. In der Folge wurden diverse städtische Standorte evaluiert, aber stets wieder verworfen. Schliesslich bot die Burgergemeinde Bern Hand für eine Lösung, indem sie einen Teil des Dählhölzliwaldes als Standort zur Verfügung stellte. Der Stadt als eigent licher Betreiberin wurde das rund zwölf Hektaren grosse Areal zu einem moderaten Pachtzins im Baurecht abgetreten.
Um aber den geplanten Tierpark auf Waldboden auch umsetzen zu
können, waren dennoch grundsätzliche Abklärungen bis auf Bundesebene erforderlich: So schreibt eine tiergerechte Haltung grosszügige Lichtver hältnisse vor, was wiederum der Waldgesetzgebung widerspricht. Die Burgergemeinde Bern als Besitzerin und Bewirtschafterin des Dählhölzliwaldes stellte sich in der Folge dem Tierpark in allen Waldbelangen zur Seite. Seither bleibt die Burgergemeinde gegenüber Kanton und Bund verantwortlich, was alle Bäume im gesamten Zoo-Perimeter gemäss Forstgesetzgebung betrifft. Unter anderem betreibt der burgerliche Forstbetrieb ein Monitoring besuchergefährdender Bäume im Tierparkbereich und nimmt die nötigen Forstarbeiten vor.
Auch im Vorstand des Tierparkvereins und in der neuen Tierparkkom-
mission nimmt die Burgergemeinde Bern Einsitz und unterstützt alle Verbesserungen für die Zootiere nach dem Motto «Mehr Platz für weniger Tiere». Zuletzt wurde diesem Anliegen mit der «Züglete» des engen Wisent-Geheges von der Aare hinauf in den Wald Rechnung getragen. Dazu wurde vormaliges Waldgebiet neu dem Tierpark zugeschlagen und umgezont: Ein heikles Unterfangen in einem beliebten Erholungswald.
Seit Beginn meistert der Tierpark den Spagat zwischen Tier- und Wald-
wohl mit Bravour. Und die Burgergemeinde Bern freut sich, als Partnerin mit an Bord zu sein. Der wissenschaftlich geführte Tierpark hat sich zu einer Berner Institution von grosser Anziehungskraft entwickelt. Der gesamte Dählhölzliwald gehört mit über 1,2 Mio. Gästen pro Jahr zu den am besten besuchten Waldgebieten im ganzen Kanton.
Die Burgergemeinde Bern gratuliert dem Tierpark Bern zum 80-jähri-
gen Bestehen, dankt für die fruchtbare Zusammenarbeit und freut sich auf weitere überzeugende Projekte zum Wohle der Besuchenden und insbesondere der Tiere.
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Der Tierpark Bern und sein Tierparkverein Erika Siegenthaler, Präsidentin Tierparkverein
Seit 2012 bin ich Präsidentin des Tierparkvereins Dählhölzli, und ich darf Ihnen versichern, es ist ein grosser Fanklub mit aktuell über 9’000 Mitgliedern. Seit der Eröffnung des Tierparks 1937 war und ist der Tierparkverein Bern mit aller Kraft bemüht, Tieren und Menschen in Bern die bestmöglichen Bedingungen für ihr Zusammentreffen zu schaffen.
Der WisentWald von Bern, die grösste Seehundeanlage in Europa und
die neue Wolfsanlage sind die offenkundigen Zeichen unseres Wirkens. Wenn wir im Vorstand des Tierparkvereins ehrenamtlich und als treue Sachwalter des Vereinsvermögens alles tun, damit die uns anvertrauten Mittel vollumfänglich den Tieren zugutekommen, dann erfüllen wir die uns gestellten Aufgaben.
Wenn ich die Winkerkrabben, Vieraugen-Fische, Seerosen und Sand-
aale im neuen Vivarium beobachte, dann nehme ich diese Erlebnisse mit nach Hause, und ich verstehe besser, weshalb es richtig ist, sich für den Erhalt unserer Umwelt und Lebensräume einzusetzen. Dafür steht der Tierpark, und hier helfen wir mit, wie jüngst mit den Tieren und Einrichtungen im neuen Vivarium von Bern mit seinem einzigartigen Korallenriff, der unbekannten Mangrove und dem faszinierenden Amazonas. Lueget doch verbi und werdet Mitglied in unserem Fanklub!
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Eine Festschrift für den Tierpark Bern Sebastian Bentz
Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen? So beginnt Thomas Mann seine Roman-Tetralogie «Joseph und seine Brüder». Das Halten von wilden Tieren in menschlicher Obhut reicht bis in die Vorzeit zurück. Die Faszination des tierischen Lebewesens inspirierte die Menschen in vielfältiger Weise. Tiere waren sowohl Nahrungsmittel als auch göttliche Wesen, Arbeitsinstrumente. Kriegswerkzeug und treue Begleiter des Menschen.
Der Bär, lange Zeit im europäischen Raum als König der Tiere verehrt
und Kultobjekt, wurde von der christlichen Kirche systematisch durch den Löwen ersetzt, um die polytheistische Naturreligion mit dem Bärenkult zu verdrängen. Das hinderte die Mächtigen ihrer Zeit aber nicht, sich mit Insignien starker Tiere zu schmücken oder noch besser, sie lebend in einer Menagerie zum Privatgebrauch auszustellen. Mit der Liberalisierung im 19. Jahrhundert transformierten sich die königlichen Menagerien in zoologische Gärten, vorerst als Schauobjekte, später als wissenschaftliche Institutionen.
Die zoologischen Gärten gehören heute weltweit zu den meistbesuch-
ten Anlagen. Damit stellen sie einen wirtschaftlich bedeutenden Faktor dar. In Bern besuchen jährlich gegen drei Millionen Menschen den Tierpark Bern mit seinen beiden Einrichtungen Dählhölzli und BärenPark. So ist es nur folgerichtig, sich mit diesen Institutionen intensiv zu befassen.
Ende Dezember 2015 jährt sich zum 80. Mal die denkwürdige Volks
abstimmung in der Gemeinde Bern über die Anlage eines Tierparks im Dählhölzliwald, die mit rund 90 % Ja-Stimmen angenommen worden ist. Meines Wissens gibt es keinen zoologischen Garten rund um den Erdball, der auf diese Weise demokratisch legitimiert ist. Freude und Grund genug also, sich erstmals umfangreich mit Vorgeschichte, Entstehung und Entwicklung von Dählhölzli und BärenPark auseinanderzusetzen.
Als mich Bernd Schildger, Direktor der Tierparks Bern, fragte, ob ich
bereit wäre, für den Tierpark eine Festschrift zum 75. Jubiläum zu schreiben, sagte ich spontan zu. Grundlagenmaterial sei genügend vorhanden und gut geordnet. Ich war überzeugt, in sechs oder sieben Monaten das Werk fertigstellen zu können. Leider war dem nicht ganz so. Der Einbruch von 1972 in den Büro- und Kassenraum des Vivariums des Tierparks mit dem anschlies send gelegten Brand vernichtete unter anderem einen Grossteil des Archivs mit wichtigen zoologischen Aufzeichnungen. Die Überschwemmungen von 1999 und 2005 zerstörten im Kellerarchiv des Ökonomiegebäudes weitere wichtige Dokumente. Erhalten geblieben sind die Agenden von 1944 bis 1991 von Monika Meyer-Holzapfel und Hannes Sägesser und ihre Vierteljahresberichte, die sie für den Gemeinderat der Stadt Bern verfasst haben.
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Im Stadtarchiv befinden sich Planunterlagen und Gemeinderatsbe-
schlüsse sowie Briefkopien von Heini Hediger und Monika Meyer-Holzapfel, allerdings unvollständig und mit grossen zeitlichen Sprüngen. Wertvoll für die Aufarbeitung war es, dass auf das digitalisierte «Intelligenzblatt für die Stadt Bern» (1834 bis 1919) und die ab 1995 digitalisiere Tageszeitung «Der Bund» zurückgegriffen werden konnte. Die Restbestände der Archive des Tierparkvereins und des Tierparks gaben trotzdem noch genügend Aufschluss über die erarbeiteten Projekte und deren Verwirklichung. Eine wichtige Informationsquelle ist das seit 1981 erscheinende Mitteilungsblatt des Tierparkvereins, genannt «UHU».
In zahlreichen Gesprächen mit Mitarbeitenden des Dählhölzlis und
des BärenParks und den Verantwortlichen des Tierparkvereins erhielt ich wertvolle Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart des Tierparks Bern. Ihnen sei herzlich gedankt für ihre Geduld und ihre stets freundliche Bereitschaft, meine Anliegen anzuhören und zu klären. Herzlichen Dank auch den Verfassern der Gastbeiträge, die ich als sehr bereichernd empfinde. Sie blicken über den Tellerrand des Tierparks Bern hinaus und dokumentieren das gemeinsame Anliegen, zum Wohle der sich in unserer Obhut befindlichen Wildtiere unser Bestes zu geben. Einen besonderen Dank schulde ich Annemarie Büchler und Peter Sterchi, die immer bereit waren, meine Schreibarbeiten kritisch zu hinterfragen und mich zu unterstützen. Ohne Stéphanie von Erlach, die die Arbeit ordnete, zusammenfasste und Überflüssiges entfernte, wäre das Werk kaum zu Ende gebracht worden. Auch ihr sei herzlich gedankt. Claude Kuhn danke ich für die grosszügige Bereitschaft, mit seinen wunderschönen Tierparkplakaten der Festschrift einen bleibenden künstlerischen Wert zu geben. Meinem Freund Bernd Schildger danke ich für die grosse Mithilfe beim Durchforsten des umfangreichen Bildarchivs, bei der Auswahl der Bilder und die vielen Stunden gemeinsamen Diskutierens, Philosophierens und Ideenwälzens. Es war eine anregende und aufregende Zeit. Matthias Haupt mit seinen Verlagsmitarbeitenden sowie Katarina Lang gilt der Dank für die sorgfältige Auf bereitung und den für das Auge wohltuenden Druck dieses schön gewordenen Buches. Ganz herzlich und besonders danke ich auch meiner Frau, Rosemarie Rehle, die sich oft in G eduld üben und manche Bergwanderung alleine unternehmen musste.
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80 Jahre Tierpark Bern in Kürze Der Tierpark Bern ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Stadt Bern und ihrer Umgebung. Der Grundstein für die starke Verbundenheit der Bevölkerung mit ihrem Tierpark wurde bereits mit der Volksabstimmung 1935 gelegt. Damit gehört das Dählhölzli zu den basisdemokratisch legitimierten Tierparks der Welt. Jeder wesentliche Eingriff muss bis heute vom Stadtberner Volk genehmigt werden.1
In einer landschaftlich einzigartigen Umgebung liegt das Dählhölzli
am Ufer der Aare im Dählhölzliwald. Der moderne Zoo mit gestalteten Lebensräumen für Tiere geht mit den frei fliegenden Graureihern und Gänsen in den Lebensraum Wald über. Seit seiner Gründung 1937 war der Schwerpunkt der Tierhaltung nicht die Präsentation exotischer Grosstiere, sondern die Darstellung europäischer Tierarten in einer möglichst natürlichen Umgebung. Auf diese Weise ist die Verbindung zwischen Naherholungsraum und Naturschutz geschlagen und entspricht damit der Aufgabe moderner Zoos entsprechend der Welt-Zoo-Naturschutzstrategie.
Die öffentlich zugängliche Tierhaltung hat in Bern eine weit zurückrei-
chende Tradition. Die Haltung des Berner Wappentieres, des Braunbären, ist ab dem 15. Jahrhundert urkundlich belegt. Der Gedanke, in Ergänzung zum Bärengraben einen Zoo zu schaffen, geht auf das 19. Jahrhundert zurück: 1871 warb der Akklimatisationsverein für einen Zoo im Schwellenmätteli. Zwei Jahre später wurde diese Idee aus finanziellen Gründen fallen gelassen und stattdessen in der Engehalde, am Hang unterhalb des Bierhübelis 2, eine Hirschhaltung etabliert.
Der 1901 verstorbene Uhrmacher Louis William Gabus aus Le Locle,
Schlossbesitzer in Worb und grosser Tierfreund, setzte der Stadt Bern in seinem Testament ein Legat mit folgendem Wortlaut aus: Der Stadt Bern: Fr. 150’000.– als Fonds für die Errichtung eines zoologischen Gartens; wenn mög lich wäre dafür das Dählhölzli zu erwerben, so wäre das sein ganz besonderer Wunsch.3 Das Legat wurde 1903, nach langwierigen Prozessen, ausgerichtet.
Als 1930 der «Berner Natur-und Tierparkverein» gegründet wurde, ging
es mit der Errichtung eines eigenen zoologischen Gartens voran. Eine Projektidee in der Elfenau wurde 1933 abgelehnt. Deshalb trat erneut der Dählhölzliwald als alternativer Standort in den Vordergrund. Die Burgergemeinde Bern 4 brachte dem Projekt Verständnis entgegen und fand sich bereit, einen Teil ihres Waldes zur Verfügung zu stellen.
Im Dezember 1935 wurde in der Gemeindeabstimmung die Vorlage zur
Errichtung des Tierparks im Dählhölzli klar angenommen. Die anschlies senden Bauarbeiten mit einem Kostenvolumen von rund einer Million Franken, davon 553’000 Franken aus dem Gabus-Fonds, wurden 1937 beendet und mit der Eröffnung des Tierparks am 5. Juni 1937 gekrönt. Gleichzeitig wurde der Bärengraben organisatorisch dem Tierpark angegliedert.
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Bundesrat Rudolf Minger anlässlich der Eröffnung des Tierparks 1937.
Dem ersten Leiter des Tierparks, Paul Badertscher, standen vier Tierpfleger zur Seite. 1938 wählte man Heini Hediger zum Verwalter. Diesem gelang es, wohl nicht zuletzt gestützt auf seine Erfahrungen im Dählhölzli, als Begründer der wissenschaftlichen Tiergärtnerei in die Zoogeschichte einzugehen.
Während der Leitung des Tierparks durch Monika Meyer-Holzapfel
vom Mai 1943 bis Dezember 1969 wuchs der Tierbestand auf 1675 Tiere in 335 Arten an. Neue Anlagen für Fischotter, Biber, Wildkatze, Luchs, Wisent und Wolf entstanden in dieser Zeit.
«Des Berners Zoo» war der Leitspruch von Hannes Sägesser, der die
Geschicke des Dählhölzlis vom Januar 1970 bis zu Anfang 1991 leitete. Przewalski-Pferde, Seehunde, Moschusochsen und syrische Braunbären sind Tierarten, die in seiner Zeit eingeführt wurden. Die Anzahl der gehaltenen Säugetierarten wuchs von ehemals 23 auf 60. Der Ausbau des Freigeländes (mit Kleinraubtierhaus, Przewalski-Pferd-, Fischotter-, Wisent-, Elch- sowie Tiger- und Bärenanlage) und der 1988 eröffnete Umbau des Vivariums repräsentieren sein Wirken. Ausserhalb des Vivariums wurden fast alle exotischen Tierarten durch europäische Spezies ersetzt. Im Personalbereich wurde eine wissenschaftliche Adjunktenstelle sowie erstmals in der Schweiz eine Zoopädagogikstelle geschaffen.
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In die Zeit des fünften Verwalters, Max Müller (Mai 1991 bis August 1996), fielen die Erweiterungen des Kinderzoos an der Aare sowie des Bärengeheges im Tierpark und die Renovierung des Bärengrabens. Bei den gehaltenen Tieren fand eine Trendwende in Richtung exotische Tiere statt (Wallaby, Capybara, Stachelschwein). Im Jahre 1995 wurde die Leitung des Tierparks Analysen durch externe Experten unterzogen. Gestützt auf die entsprechenden Berichte, wurde die Führung des Tierparks neu strukturiert und eine Betriebsleitung eingesetzt.
Nach einer kurzen Interimsleitung durch Ruth Baumgartner von Sep-
tember 1996 bis März 1997 wurde Bernd Schildger Direktor des Tierparks Bern. Er leitet den Tierpark nach dem Motto «Mehr Platz für weniger Tiere». Neue Lebensräume für Tiere wie zum Beispiel Flamingos, Pelikane, See hunde, Wisente, Bären, Wölfe und die neuen Aquarienlandschaften wurden seither geschaffen. Der Bärangraben entwickelte sich zum BärenPark.
Der Tierpark besitzt im Wesentlichen dieselbe Grundfläche wie bei der
Gründung 1937. Einzig dazukommen ist der BärenPark als Aussenstation und eine Erweiterung für die Wisente im Dählhölzliwald. Und die Entwicklung geht weiter.5 Mit dem Ziel, den Tierpark auch weiterhin als Berns wichtigsten Nacherholungsraum zu erhalten, weiterhin bei der artgerechten Haltung von Wildtieren führend zu sein und die Einnahmen der Tierparks zu steigern, werden der Neubau der Volieren für Uhu und Schneeeule entstehen. «Mehr Platz für weniger Tiere» bedeutet auch, dass verschiedene Tierarten verschwinden werden. Bereits aufgegeben wurde die Haltung von HumboldtPinguinen, Schneeziegen und Przewalski-Pferden. Die Zahl der Tierarten wird weiter sinken, zum Wohl der einzelnen Tiere. Auch der BärenPark wird sich unter dem Projektnamen «BärenPark 2.0» weiterentwickeln.
Mit ungefähr 1,2 Mio. Besuchenden im Dählhölzli und mit ungefähr
1,8 Mio. Besuchenden des BärenParks gehört der Tierpark zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen der Stadt Bern. Er bringt Wildtier und Mensch zusammen.
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Zoos wozu ? Für die Menschen ! Bernd Schildger
Bereits 2002 hat der amerikanische Kulturphilosoph Stephen Weil1 begründet, weshalb subventionierte öffentliche Einrichtungen für Besuchende jederzeit in der Pflicht seien, Fragen zu ihrer Existenzberechtigung beantworten und disputieren zu können, und dies gilt eben auch für Zoos.
Der Philosoph Markus Wild aus Basel vergleicht Zoologische Gärten
mit Gefängnissen, da Lebensvollzüge von Wildtieren im Zoo noch viel stärker kontrolliert würden als jene von Menschen im Gefängnis.2 Nun, der Vergleich hinkt. Moderne, grosszügige Tieranlagen wie die Papageitaucheranlage in Bern mit einem Gefängnis zu vergleichen, entbehrt der Grundlage hinsichtlich Sinn und Zweck der Anlage. Auch fehlen intensionaler Schutz der G esellschaft, Sühne für Täter und Rückintegration im Zoo. Starre Tagesprogramme im Gefängnis widersprechen ausserdem moderner Zoophilosophie.
Das Europäische Wisent oder das asiatische Przewalski-Pferd wären
ohne die Bemühungen der Zoos längst ausgestorben. Das Pauschalverdikt, Zoos leisteten keinen Beitrag zu Artenschutz, ist also leicht widerlegt. Ob die Anzahl der nachweislich 17 geretteten Tierarten 3 die Existenz aller Zoos weltweit rechtfertigen kann, sei dahingestellt.
Die Nachhaltigkeit des Bildungsangebots in den Zoos sei umstritten, so
das Argument der Zookritiker. Die vielen institutionalisierten pädagogischen Abteilungen in den Zoologischen Gärten stehen dem gegenüber. Als ausserschulischer Lernort in vielen Städten ist der Zoo Teil von Lehrplänen und belegt die Wirksamkeit der Bildungseinrichtung.
Ob Zoos hinreichend wissenschaftlich arbeiten, darüber lässt sich
streiten. Ganz sicher geht es dabei nicht nur, wie von Markus Wild insinuiert, um die Bearbeitung von Haltungsproblemen im Zoo, sondern sehr wohl zum Beispiel um Grundlagenforschung oder gesellschaftlich relevante Anwendungsforschung. Die Arbeiten des Tierparks Bern 4 zum Taubenkonzept der Stadt sind Beispiele hierfür.
Entspannung und Erholung ist aber für einen Teil der Fachleute, wie
Markus Fischbacher, keine Aufgabe moderner Zoos 5. Doch genau dieser Begriff bietet die Überleitung zu einer Neubeschreibung der Zoos, basierend auf drei Argumenten.
1. Zu sich selbst finden Wir leben heutzutage in einer Beschleunigungsgesellschaft der permanenten Gehetztheit, wie es die Soziologin Marianne Gronemeyer 6 bereits 1993 beschreibt. In der dauernden Raserei von Ziel zu Ziel, ohne Verweilen und
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Reflektieren, verlieren wir uns selbst. Es darf uns nicht wundern, so schreibt Ulrich Schnabel 20127, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO Stress durch permanente Überlastung zu einer der grössten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts erklärt. Genau hier helfen Zoos den Menschen. Persön liche Erlebnisse mit Wildtieren ermöglichen uns Entspannung, Verweilen, Erholung, die Besinnung auf uns selbst und damit ein besseres Leben.
2. Persönliche Erlebnisse mit Tieren Eigene, persönliche Erlebnisse mit Wildtieren berühren uns und werden Teil unseres emotionalen Bewusstseins. Sie sind damit stets präsent. Sie ermöglichen uns ein besseres Leben und helfen uns, unser humanitäres, verantwortungsvolles Denken, einschliesslich der Verantwortung gegenüber dem Tier, weiterzuentwickeln. Grundvoraussetzung für das «Erlebnis Wildtier» ist aber die tiergerechte Haltung in Anlagen, die es dem Tier erlauben, einen Grossteil seines Verhaltens auszuleben.
Konfektionierte Wildtiere, frei zur Konsumation wie früher im Bären-
graben von Bern, können dies nicht leisten. Filmkonserven, die Tierverhalten in tagelanger Arbeit auf den präsentationsfähigen, sterilen Zweiminu tentakt des Fernsehens herunterbrechen, auch nicht. Das Tier und sein Verhalten ist das massgebliche Thema im Zoo und sollte auch nicht mit der Bratwurst, der Bootsfahrt oder dem Plüschtier konkurrenzieren müssen.
3. Nähe zu Tieren statt Entfremdung Dass persönliche Erlebnisse mit Wildtieren im Zoo Teil unseres Bewusstseins werden, bringt uns dem Tier als Tier und nicht als vermenschlichtes Wesen nahe. Wenn es den Zoos gelingt, für die Menschen da zu sein, können sie diese bewegen, etwas für die Tiere und deren Lebensraum, der auch unserer ist, zu tun.8 Haltungsverbote, wie von dogmatischen Tierschützern gefordert, oder die vollständige Schliessung der Zoos entfremden uns von den Tieren. Aus den Augen, aus dem Sinn. Die aus unseren Sinnen verbannten Schlachthöfe mögen uns zu denken geben.
Stephen Weil fordert 2002: From beeing about something – to be for
someone.9 Übertragen auf den Zoo heisst das: Nicht über Tiere sollen Zoos berichten, sondern für den Menschen da sein. Gelingt dies den Zoos, helfen sie damit auch den Tieren.10
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Vorgeschichte bis zur Eröffnung 1937
Berchtold V. von Zähringen auf Bärenjagd 1191.
Ähnlich wie die Gründung Roms oder Kla-
Söldner unter der Führung von Bartholo-
genfurts ist auch die Stadt Bern der Sage
mäus May und dem Jubel der Bevölkerung
nach mit einer Tiergeschichte verbunden.
mit dem auf dem Schlachtfeld erbeuteten
Der Burgherr der Festung Nydeck, Berchtold
Bären in Bern ein. Zum Andenken an diese
V. von Zähringen, beschloss, die künftige
glorreiche Waffentat wurde dem Bär im
Stadt auf der Aarehalbinsel nach dem Tier
Stadtgraben beim Käfigturm ein Häuschen
zu benennen, das als erstes im Eichenwald
gebaut. Mit Ausnahme der Jahre 1798 bis
erlegt werde. Es war ein Bär. Seitdem trägt
1810 werden in der Stadt seither Bären
die Stadt im Wappen einen Bären. Folge-
gehalten. Der Bär war Status-Symbol der
richtig wurden von 1441 weg in den Stadt-
Macht, protziges Schauzeichen des Siegers,
gräben gelegentlich Bären gehalten. Nach
kraftvolles Zur-Schau-Stellen einer offenbar
der siegreichen Schlacht der Eidgenossen
von «Gott» gewollten Überlegenheit.
am 6. Juni 1513 von Novara gegen die zahlenmässige Übermacht des französischen Heeres, zogen am 14. Juli die bernischen
Volmar, Das Bärenbuch; Feller, Geschichte Berns; Strahm, Studien; Strahm, Stadt und Landschaft.
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Oben 1. Bärengraben 1607. Unten Verschleppen der Bären aus dem Bärengraben nach Paris durch französische Truppen 1798.
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2. Bärengraben 1820.
Die öffentliche zugängliche Tierhaltung hat in Bern eine weit zurückreichende Tradition. Die Haltung des Berner Wappentiers, des Braunbären, ist ab dem 15. Jahrhundert urkundlich belegt. Der Gedanke, in Ergänzung zum Bärengraben einen Zoo zu schaffen, geht auf das 19. Jahrhundert zurück:
1871 gründeten Tierfreunde einen Akklimatisationsverein mit dem Ziel,
einen Tiergarten mit Akklimatisationsinstitut im Schwellenmätteli, am Ufer der Aare, zu bauen. Unter «Akklimatisation» wurde die Gewöhnung exotischer Tiere an ein von ihren Herkunftsländern abweichendes Klima verstanden. Ein Gesuch um Unterstützung lehnte der Gemeinderat der Stadt Bern (Stadtregierung) sowohl aus finanziellen Überlegungen wie aus Angst vor Überschwemmungen durch die Aare ab. Ein Planungsentwurf des Architekten Walthard im südwestlichen Teil des Kirchenfeldes musste ebenfalls aufgegeben werden, da die Finanzierung auch hier nicht sichergestellt werden konnte. Der Verein löste sich am 20. September 1872 wieder auf.
1872 wurde zwischen dem Kanton Bern und der Stadt Bern ein Vertrag
zur Abtragung der Schanzen1 und zur Planung des Verkehrs ausgearbeitet. Deshalb mussten die Hirsche, die im Graben nördlich der Obertorbrücke (bei der heutigen Kreuzung Schanzenstrasse-Bubenbergplatz-Hirschen graben) lebten, umgesiedelt werden. Die Unterbringung der Hirsche befriedigte nicht. Deshalb wurde 1876 in der Engehalde, am Hang unterhalb des
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Baugrube B채rengraben 1856.
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Oben 4. Bärengraben am Nydeggbrückenkopf 1888. Unten Entwurf Architekt Ludwig Walthard, Thiergarten auf dem Kirchenfeld 1873.
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Oben Hirschenpark Engehalde 1880. Unten Hirschenpark 1920.
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Der grosszügige Tierfreund Louis William Gabus von Le Locle, reisender Uhrmacher
und
Schmuckhändler,
reich geworden in Moskau, Schlossgutsbesitzer in Worb, setzte in seinem Testament vom 2. Oktober 1900 folgendes Legat aus: Der Stadt Bern Fr. 150’000.– als Fonds für die Errichtung eines zoologischen Gartens; wenn es möglich wäre, dafür das sog. Dählhölzli zu erwerben, so wäre das sein ganz b esonderer Wunsch. Louis William Gabus starb im Alter von 54 Jahren am 14. März 1901 in Muralto TI. Sein Sohn Maurice bestritt das Legat, und die Stadt Bern musste es in Russland gerichtlich erstreiten, was ihr im September 1903 erfolgreich gelang.
Bierhübelis2, ein Hirschgehege gebaut. Diese Anlage gilt als eigentliche Vorläuferin des heutigen Tierparks.
Die Anlage vermochte wegen ihrer verkehrstechnischen Lage nie richtig
zu befriedigen. Tierfreunde diskutierten ab 1883 verschiedene Alternativen für einen neuen Tierpark: Bremgartenwald, Viererfeld, Gurten, Steinhölzli, Dählhölzli oder die Erweiterung des botanischen Gartens. Alle Anläufe scheiterten unter anderem an den fehlenden Finanzen. Dank William Gabus konnte schliesslich die Finanzierungsfrage gelöst werden.
Zahlreiche, durch das Legat angeregte Vorschläge, konnten lange Jah-
re nicht verwirklicht werden. Der Verschönungsverein der Stadt Bern und Umgebung liess 1904 bei Wilhelm Ankele, Stadtgärnter, eine Projektstudie für einen Tierpark im Dählhölzli ausfertigen, die auf einer Fläche von rund 86’000 m 2 nördlich der Thormannstrasse ein grosses Vogelhaus, Teiche mit Schwänen, Enten und Gänsen, Edel- und Damhirsche, Rehe, Gämsen, Mähnenschafe, Murmeltiere und Hühnervögel vorsah. Auf dem höchsten Punkt, dem Jakobshübeli, sollte ein Restaurant mit Musikpavillon stehen. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 165’300 Franken.
Der Gemeinderat aber kam am 1. Februar 1905 zum Schluss, dass es
nicht (…) angezeigt sei, dass das Gabuslegat für eine Tiergartenanlage auf gebraucht werde, die im Wesentlichen das zeige, was in den verschiedenen Anlagen schon vorhanden sei, und befand abschliessend, man muss deshalb noch zuwarten, bis durch Zinsäufnung ein genügendes Kapital geschaffen sein wird, um etwas rechtes ins Leben rufen zu können.3
Im Februar 1909 befand der Verein für Vogelfreunde in Sachen Neubau
einer Vogelvoliere in Bern dass dieser Frage (bedauerlicherweise) nicht mehr Interesse geschenkt wird, würde doch deren Realisierung eine Zierde der Stadt bedeuten. Seit Jahren verwaltet die Gemeindebehörde das Gabuslegat von circa
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Berner Land Company, Kirchenfeld, Plan Général 1904.
150’000 Franken, das zur Erstellung eines Tierparks bestimmt ist. Ein Tierpark in grossem Rahmen wird aus bekannten Gründen kaum je erstellt werden kön nen (…). 4
Anfang 1900 schuf der aus Deitingen, Kanton Solothurn, stammende
Bildhauer Urs Eggenschwiler (1849–1923) die beiden Bären im Eingangsbereich des Bundeshauses. Eggenschwiler war vor allem international bekannt für seine Kunstfelsen in zoologischen Gärten, so beispielsweise in Hamburg, Berlin und Basel, wo er 1920 und 1922 tätig war. Im Zusammenhang mit einem Besuch Eggenschwilers in Bern 1911 griff die Presse die Frage eines zoologischen Gartens für Bern wieder auf. Der Verkehrsverein lud den Leiter der zoologischen Sammlung des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern, den Berner Medizin- und Zoologieprofessor Theophil Studer zu einem Vortrag über die Möglichkeiten, in Bern einen zoologischen Garten aufzubauen, ein.5 Der Verkehrsverein kam danach zum Schluss, dass der Bau eines zoologischen Gartens zwar wünschenswert, aber mit den vorhandenen Mitteln nicht durchführbar sei.
Die Idee eines zoologischen Gartens in Bern blieb in der öffentlichen
Diskussion. So kann aus einem Leserbrief im Intelligenzblatt vom 29. März 1915 entnommen werden (…) sind die Verhandlungen zwischen Einwohner gemeinde und Burgergemeinde betreffend Tierpark glücklicherweise negativ verlaufen. Trotz Legat Gabus und eventuellem Erlös des Terrains des alten Hir schengrabens, wäre es nie möglich gewesen, nur einigermassen ein dem Zweck entsprechender Tiergarten erstellen zu können. Es hätte sich höchstens um eine Erweiterung der jetzigen Anlage handeln können und auch das nur mit
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grossen Kosten. … deshalb Vorschlag eine Fasanerie zu erstellen. Der Fasan in seinen vielen Arten und in seinem prachtvollen Kleide ist für die Voliere wie geschaffen und bereitet dem Beschauer die gewünschte Unterhaltung. 30 Qua dratmeter Lauffläche und 150 Kubikmeter Hohlraum genügt für einen Hahn mit seinen Hennen. Im neuen Park Rosengarten liesse sich dieses Projekt sehr gut verwirklichen und der jetzige Hirschwärter könnte die Besorgung leicht übernehmen. Ein grosser Vorteil wäre noch, dass die Fütterung niemals das bestehende Budget übersteigen würde. Die Redaktion erklärte, dass sie sich gewöhnlich nicht dieser Meinung anschliesse, vielmehr wäre ein zoologischer Garten für die Bundesstadt eine Bereicherung, über die sich Einheimi sche und Fremde nur freuen könnten.6
Mitte August 1918 schlug der Gemeinderat dem Stadtrat vor, die
Elfenaubesitzung für 2,3 Mio. Franken zu kaufen, was kurze Zeit später verwirklicht werden konnte. Dieser Kauf gab der Idee eines zoologischen Gartens in der Elfenau starken Auftrieb, und von verschiedenen Seiten wurde betont, dass sich kaum ein Gelände in der unmittelbaren Umgebung der Stadt besser für einen zoologischen Garten eignen würde, zumal die Burgergemeinde 1920 dem ornithologischen Verein eine klare Absage für einen Tierpark im Dählhölzli erteilt hatte.
Die im Juli 1924 gegründete Tiergartengesellschaft Bern setzte sich en-
gagiert für eine Realisierung eines Tierparks in der Elfenau ein und wusste sich dabei durch den Gemeinderat unterstützt, der sich auch für den Standort Elfenau entschieden hatte. Der Gemeinderat setzte im März 1925 eine Kommission ein, die die Verlegung des Engehalde-Tierparks in die Elfenau zu prüfen und entsprechende Vorschläge auszuarbeiten hatte. Die Hoch baudirektion arbeitete zwei Entwürfe aus mit einem Kostendach von einer halben respektive einer Million Franken, die sich auf die südliche Hälfte der Elfenauhalde mit ca. 6 Hektaren bezogen. Bei der Finanzierung ging man davon aus, dass die SBB ihre bestehende Linienführung über die Lorraine nach der Engehalde verlegen würde, weshalb der Engehalde-Tierpark hätte aufgegeben werden und die SBB an die Umzugs- und Verlegungskosten einen Beitrag von rund 100’000 Franken hätte leisten müssen. Aber soweit kam es nicht. Die SBB hielt die Stadt hin und favorisierte die bestehende Linienführung mit einer neuen, viergleisigen Eisenbahnbrücke.
Die Tiergartengesellschaft Bern löste sich im Mai 1928 auf, da sie keine
Chance mehr sah, einen Tierpark in der Elfenau zu bauen, zumal auch aus Naturschutzkreisen gegen diesen Standort Opposition laut wurde. Allerdings waren nicht alle Mitglieder mit dieser Auflösung einverstanden. Der umtriebige Bäcker- und Konditormeister Hermann Frey (1888–1982) verstand es, eine Sitzung zur Lagebesprechung einzuberufen, an der neben dem Berner Regierungs- und Ständerat Dr. Carl Moser (1867–1959) auch der Basler Zoodirektor und Ornithologe Adolf Wendnagel (1876–1952) und verschiedene Vertreter der Gassenleiste und der ornithologischen Vereine teilnahmen. Am 2. April 1930 wurde ein Aktionskomitee gegründet, und am 10. April 1930
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fand die Gründung des «Natur- und Tierparkvereins Bern» statt. Artikel 1 der Statuten legte den Zweck des Vereins folgendermassen fest: (…) das allgemei ne Interesse an der Erstellung eines Natur- und Tierparks für die Stadt Bern zu wecken, alle Vorkehren und Massnahmen zur Erstellung und zum Betrieb eines solchen Parks zu unternehmen und namentlich die hiezu erforderlichen Mittel zu beschaffen.7 Schon der Name war Programm und mit Bedacht gewählt, da erklärtes Ziel die Schaffung eines Natur- und Tierparks in der Elfenau war. Einem Vorhaben, dem der Gemeinderat von Bern nach wie vor positiv gegenüberstand. Der Verein begann auf breiter Basis mittels Flugblättern, Auf rufen, Presseartikeln, Vorträgen, Reklame in den Kinos, Werbefilm, öffentlichen Diskussionen und fünf illustrierten Heften Mitglieder zu werben und für den Standort Elfenau Stimmung zu machen. Ende 1932 zählte der Verein rund 1’800 Mitglieder. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich u. a. mit dem künftigen Tierbestand oder mit der Finanzierung beschäftigten. Erklärte Absicht war, das Landschaftsbild der Elfenau zu erhalten und nur einheimische respektive europäische Tierarten möglichst in Lebensgemeinschaften und in geräumigen Gehegen und Freianlagen zu zeigen und diese für Besucher unentgeltlich und zum Teil offen zu halten. Dank zahlreicher Spenden, Mitgliederbeiträgen und der wiederholt durch die städtischen Schulen durchgeführten Tierlitagen betrug das Vereinsvermögen Ende 1934 über 53’000 Franken.
Der Schweizerische Bund für Naturschutz, der Berner Heimatschutz,
die kantonale Naturschutzkommission und ein Aktionskomitee für die Erhaltung der Elfenau als Naturpark stellten sich gegen einen Tierpark in der Elfenau. Sie argumentierten, dass jeder bauliche Eingriff den Charakter dieser besonders schützenswerten, märchenhaften und idealen Landschaft beeinträchtigen würde und als Naturschutzgebiet verloren ginge. Der Naturund Tierparkverein kämpfte bis Ende 1934 für eine Verwirklichung eines Tierparks in der Elfenau, weil er in der näheren Umgebung Berns keinen Alternativstandort ausmachen konnte. Für alle Beteiligten war es eine Pattsituation. Um aus dieser herauszukommen, berief der Gemeinderat von Bern am 7. und 21. März 1935 eine Konferenz aller interessierten Kreise ein, an der sich die Vertreter des Natur- und Tierparkvereins bereiterklärten, das Elfenauprojekt zugunsten eines Dählhölzliprojektes fallen zu lassen, sofern die burgerlichen Behörden Hand dazu böten, ihr Angebot vom November 1933, (26’500 m2) für die Abtretung eines Teils des Dählhölzliwaldes wesentlich zu erweitern, so dass der Tierpark eine Grösse erhalte, die sowohl den Bedürfnis sen als auch der Bedeutung der Stadt Bern entspreche.8 Die Burgergemeinde brachte dem Projekt Verständnis entgegen und fand sich bereit, einen Teil ihres Waldes zur Verfügung zu stellen unter der Bedingung, dass die Elfenau als Naturschutzgebiet erhalten bleibe. Damit war im Frühjahr 1935 der B oden für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Burgerbehörden, Tierparkverein und Natur- und Heimatschutzkreisen gefunden.9
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Lageplan des Tierparks im Jahr der Eröffnung 1937.
Die Vorarbeiten zum Bau des Tierparks und zur Liste der zu beschaf-
fenden Tiere mit den ungefähren Ankaufspreisen folgten nun Schlag auf Schlag. Die durch den Gemeinderat vorgeschlagene Etappierung war unnötig, konnte doch dank des geschickt angelegten Geldes des Gabus-Fonds, der auf 520’000 Franken angewachsen war, des grosszügigen Angebots des Tierparkvereins, einen Baubeitrag von 50’000 Franken sowie einen jährlichen Betriebsbeitrag von 4’000 Franken zu leisten sowie der Subventionen von Bund (50’000 Franken) und Kanton (25’000 Franken) der Bau in einem Zug sichergestellt werden. Die Stadt Bern hatte lediglich noch 79’000 Franken an die Gesamtkosten von 724’000 Franken beizusteuern. Die Bauabrechnung belief sich dann allerdings auf 865’590 Franken. Die Kreditüberschreitung wurde aber vom Stadtrat problemlos genehmigt.
Im August 1935 erteilte der Gemeinderat dem Architekten Emil
Hostettler den Projektierungsauftrag. In Zusammenarbeit mit Emil Albrecht, Stadtgärtner, und Fritz Hiller, Stadtbaumeister, wurde das Projekt bereinigt. Im Dezember 1935 fand nach einer intensiven Kampagne die Gemeindeabstimmung über die Vorlage zur Errichtung des Tierparks im Dählhölzli statt: mit 6’532 Ja- gegen nur 780 Nein-Stimmen wurde sie klar angenommen.10
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Verzeichnis der anzuschaffenden Tiere vom 20. November 1936.
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Oben Die «Tonne» mit Aquarien im Dählhölzli 1937. Unten Das Vivarium mit den drei berühmten Dählen (Föhren) vor dem Eingang 1939.
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Flamingos in der Weiheranlage am Ufer der Aare 1937.
Diese überwältigende Zustimmung beflügelte den Vorstand des Natur-
und Tierparkvereins Bern. Im Laufe der nächsten Monate erstellte er eine Liste der zu beschaffenden Tiere mit den ungefähren Ankaufspreisen.
Die im Februar 1936 begonnenen Bauarbeiten wurden bereits im Mai
1937 erfolgreich abgeschlossen, und am 5. Juni 1937 konnte der Tierpark gleichzeitig mit der Aktion «Bern in Blumen» feierlich eröffnet werden. Dem Tierpark wurde auf diesen Zeitpunkt hin der Bärengraben angegliedert. Zu Beginn wurden erst wenige Grosstiere wie Bison, Lama, Mähnenschaf und Steinwild gezeigt. Im Vivarium konnten Vögel, Reptilien und Amphibien bestaunt werden.
Die bestehenden Wege durch den Dählhölzliwald wurden in das Projekt
integriert. Die architektonischen Gestaltungsmittel wurden in den drei charakteristischen Zonen – a) Fluss- und Sumpfgebiet; b) östliche Steilhang gebiete an der Aare; c) oberes Waldgebiet – so diskret wie möglich gehalten und als Einfriedung wurde dünner, ondulierter und elastischer Stahldraht
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(sogenanntes «Page»-Geflecht der Bieler Firma Jacot-Descombes, heute noch bei den Aussenvolieren beim Vivarium im Gebrauch) gewählt, damit sich die se Einzäunung im Walde dem Auge des Beschauers fast gänzlich entzieht.11
Versehentlich wurde es unterlassen, die gemäss eidgenössischem Wald-
gesetz notwendige Rodungsbewilligung einzuholen; dies wurde jedoch rund 30 Jahre später nachgeholt. Da die stark begangenen Spazierwege im Dählhölzliwald nicht gesperrt werden durften, war eine allgemeine Einfriedung des Tierparks nicht möglich. Mit Ausnahme des Vivariums bedeutete das den Verzicht auf Eingangstore, Kassen und Eintrittsgebühren. Das Vivarium bezeichnete Hostettler als den interessantesten Bau, welcher Aquarium, Terrarium, Insektarium und Vogelhaus enthält.12 Im Aquarium befand sich neben verschiedenen kleineren Schaubecken ein Grossbecken. Hinter der Spiegelglasscheibe von 4,60 m Länge und 3,5 cm Dicke konnten einheimische Fische wie Alet, Nase, Barbe, Rotfeder, Hecht und Äsche beobachtet werden. Dieses Becken war mit 14’000 Litern Wasserinhalt das grösste der Schweiz und wurde vom Tierpark entsprechend vermarktet.
Vivarium und Ökonomiegebäude waren mit einer Fernheizung verbun-
den. Letzteres enthielt neben Stallungen, einer Werkstätte und einer Heubühne auch zwei Wohnungen. In diesen wohnten nicht nur Tierpfleger, sondern auch Heini Hediger, Tierparkverwalter, und später seine Nachfolgerin Monika Meyer-Holzapfel.
Mit dem Bau und der Eröffnung des Tierparks im Dählhölzliwald
musste für den Natur- und Tierparkverein eine neue Zweckumschreibung gefunden werden, die mit der Statutenrevision vom 26. Mai 1937 folgendermassen formuliert wurde: (…) den Tierpark im Dählhölzli, welcher der Ein wohnergemeinde Bern gehört, zu fördern und den Betrieb durch Beschaffung von Geldmitteln zu unterstützen. Ferner möchte er der Bevölkerung zu Stadt und Land und insbesondere der Jugend durch Vorträge, Führungen und Ex kursionen die Kenntnis der einheimischen Tierwelt und die Liebe zu ihr ver mitteln.13 Da der Vereinsname Natur- und Tierparkverein mit Blick auf eine Verwirklichung des Zoos in der Elfenau gewählt war, wurde er für das Dählhölzli aktualisiert und in Tierparkverein14 abgeändert. Vorgängig hatte der Regierungsrat auf Antrag des Gemeinderates von Bern am 23. Juni 1936 das Gebiet der Elfenau definitiv unter Schutz gestellt.
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Oben
Familienrestaurant Dählhölzli 1937.
Unten Flugaufnahme, Tierpark an der Aare, Richtung Bern 1938.
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Impressum 1. Auflage: 2016 Bibliografische Informationen Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abruf bar. ISBN 978-3-258-07962-2 Alle Rechte vorbehalten. Copyright © 2016 Haupt Bern Jede Art der Vervielfältigung ohne Genehmigung des Verlags ist unzulässig. © Mehr Platz für weniger Tiere, www.tierpark-bern.ch – 2015 Verlag Haupt Verlag AG, Bern Herausgeberin Tierpark Bern, mit Dählhölzli und BärenPark Autor Sebastian Bentz, Bern Redaktion Stéphanie von Erlach Inputs!, Bern Korrektorat Claudia Bislin, Zürich Grafisches Konzept und Gestaltung Katarina Lang, Zürich Lithos FdB Fred Braune, Bern Umschlagbild Plakat von Claude Kuhn 2003 Mit dem Tierparkplakat «Seehunde» gewann Claude Kuhn einen der Hauptpreise an der 14. Colorado Invitational Poster Exhibition in Fort Collins, im US Bundesstaat Colorado. Printed in Germany www.haupt.ch
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