Unabhängiges Fachmagazin für Unternehmer und Manager in Gastronomie und Hotellerie
Neustart mit Seele
Tradition trifft Zeitgeist im Hotel Auerhahn
Magie der Bar Wie Einrichtung die Barkultur prägt
Null Prozent, volles Potenzial
Die neue Generation von alkoholfreien Getränken
Tarik Rose
Leidenschaftlicher Gastronom und beliebter Fernsehkoch
Algen und Seetang gehören zu den am schnellsten nachwachsenden Rohstoffen. Als fettbeständige Beschichtung sind sie eine natürliche Bereicherung für unsere biologisch abbaubaren Frischfaserkarton-Snacktrays von Notpla. Mehr dazu: www.papstar-storyteller.de/nachgefragt-bei-tarik-rose
Die Branche bleibt am Ball
Manchmal läuft es anders als geplant. Das musste zuletzt auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft erfahren. Große Erwartungen, viel Vorbereitung – und am Ende die Erkenntnis: Erfolg entsteht nicht allein durch gute Voraussetzungen. Es braucht das richtige Zusammenspiel, Flexibilität, klare Strategien und manchmal auch den Mut, Dinge neu zu denken.
Eigenschaften, die das Gastgewerbe seit Jahren unter Beweis stellt. Denn kaum eine Branche musste sich in den vergangenen Jahren so häufig neu aufstellen. Steigende Kosten, Fachkräftemangel, neue Anforderungen und veränderte Gästegewohnheiten prägen den Alltag vieler Betriebe. Doch statt stehenzubleiben, entstehen immer wieder neue Ideen, Konzepte und Lösungen.
Unterstützung erhofft sich die Branche dabei auch von politischen Veränderungen. Insbesondere die Diskussion um eine Modernisierung des Arbeitszeitrechts steht im Fokus. Eine flexiblere Gestaltung könnte dabei helfen, besser auf Spitzenzeiten, Veranstaltungen und saisonale Schwankungen zu reagieren. Denn Sie, liebe Leserinnen und Leser, als Gastgeber wissen: Gäste kommen nicht nach starren Zeitplänen – und eine Hochzeitsfeier endet selten Punkt ein Uhr. Entscheidend wird sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Unternehmen entlasten und gleichzeitig den Menschen in der Branche gerecht werden.
Wie viel Bewegung bereits heute im Gastgewerbe steckt, zeigt auch diese Ausgabe. Ein Thema, das weiter an Bedeutung gewinnt, ist Künstliche Intelligenz. Sie kann Prozesse optimieren, die Personalplanung unterstützen, Lebensmittelverschwendung reduzieren und
Teams dort den Rücken freihalten, wo wertvolle Zeit für den Gast entsteht. Auch in der Küche zeigt sich: Effizienz und Qualität müssen kein Widerspruch sein. Highspeed-Öfen entwickeln sich zu vielseitigen Helfern im Alltag und ermöglichen schnelle Abläufe bei konstant guten Ergebnissen – besonders wertvoll, wenn Teams kleiner werden und Anforderungen steigen.
Gleichzeitig bleibt Gastronomie vor allem eines: Erlebnis. Gäste möchten nicht nur essen, sie möchten auch erleben. Ob atmosphärische Barkonzepte, individuelle Häuser wie das Hotel Auerhahn am Schluchsee oder professionelle Outdoorküchen, die Zubereitung und Genuss sichtbar machen – erfolgreiche Konzepte schaffen Erinnerungen. Und auch außerhalb des klassischen Restaurantbesuchs verändert sich viel: Takeaway und Delivery gehören längst selbstverständlich dazu. Damit rücken Verpackungslösungen, Nachhaltigkeit und neue gesetzliche Anforderungen stärker in den Mittelpunkt.
Ob nun auf dem Fußballplatz oder im Gastgewerbe: Erfolg entsteht selten durch eine einzelne Maßnahme. Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler Faktoren –von Strategie und Technik über Kreativität bis hin zu Ihnen, die jeden Tag mit Leidenschaft Gastgeber sind.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe.
Herzlich, Ihre
Yvonne Ludwig-Alfers
Mitglied der Chefredaktion (ludwig@gwverlag.de)
Wir begrüßen unseren neuen Partner Rex-Royal. www.amberproject.de
8
Vom Schwarzwaldhof zum modernen Rückzugsort: Das Hotel Auerhahn am Schluchsee verbindet historische Wurzeln mit zeitgemäßer Gastfreundschaft. Gastgeber Marius Tröndle spricht darüber, wie Design, Kulinarik, Service und regionale Identität zu einem besonderen Gästeerlebnis verschmelzen
12
Zwischen Effizienzgewinn und echter Gastfreundschaft:
Künstliche Intelligenz eröffnet der Gastronomie neue Möglichkeiten. Wir berichten darüber, wo Betriebe KI sinnvoll einsetzen können – und warum sie kein Ersatz für den Menschen ist
BRANCHE & NEWS
6 Michelin Guide
Sterne für die deutsche Gourmetszene
IDEE & KONZEPT
8 Hotel Auerhahn am Schluchsee Zwischen Schwarzwaldgeschichte und modernem Genuss
MANAGEMENT & MARKETING
12 KI im Gastgewerbe
Auf die Tische, KI, los!
16 Richtig für sich werben
Mit Storytelling zum Stammgast
18 Bargeldlos bezahlen
Digitale Zahlprozesse als Erfolgsfaktor
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Brot ist längst mehr als eine Beilage: In der Gastronomie entwickelt es sich zum wichtigen Bestandteil moderner Konzepte – vom Frühstück über Snacks bis zur Menübegleitung. Wie neue Backwaren, kreative Aufstriche und praktische Lösungen Genuss, Vielfalt und Effizienz verbinden
FOOD & BEVERAGES
22 Brot & Backwaren
Vom Ofen auf den Teller
26 SERIE: WeitergedachtMit Heiko Antoniewicz Gemüse als keativer Mittelpunkt
28 Alkoholfreie Sommergetränke Sommerbrise im Glas
32 Weinkolumne: Ronny Weber Doppelt hält besser!
Die Bar ist weit mehr als ein Ort für Cocktails – sie ist Treffpunkt, Rückzugsort und Bühne für besondere Momente. Entscheidend für ihre Anziehungskraft ist ein stimmiges Zusammenspiel aus Atmosphäre, Design, Licht und Komfort. Wir zeigen, wie moderne Barkonzepte Räume mit Charakter schaffen und welche Rolle Möbel und Ausstattung für das Gästeerlebnis spielen
Der Highspeed-Ofen ist weit mehr als ein schneller Küchenhelfer – er ist ein wichtiger Baustein moderner Gastronomiekonzepte. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Tempo, Qualität und einfacher Handhabung. Gleichzeitig erleichtern die Geräte Prozesse, entlasten das Personal und eröffnen neue Möglichkeiten für Snacks, To-go-Angebote und eine vielseitige Speisenauswahl
339 Sterne-Restaurants, ein neuer Drei-Sterne-Aufsteiger und zahlreiche Neuzugänge: Der Michelin Guide 2026 zeigt, wie vielfältig, kreativ und qualitätsbewusst sich die deutsche Spitzengastronomie präsentiert.
Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor des Michelin Guide, sowie das gesamte Team der Inspektoren zeigen sich beeindruckt vom Engagement der Gastronomen im Lande. „Sie legen reichlich Know-how, Kreativität und einen unvermindert hohen Qualitätsanspruch an den Tag. Die große Zahl an Auszeichnungen ist der beste Beweis dafür und ein Zeichen der verdienten Anerkennung. Immer mehr Köche stellen Regionalität und Saisonalität in den Fokus und arbeiten mit verantwortungsvollen Produzenten zusammen, um sich für eine zukunftsorientierte Gastronomie stark zu machen. Auch die in den Restaurants immer häufiger angebotenen vegetarischen und veganen Optionen sind weiterhin ein erfolgreicher Trend. Mit vielen unkomplizierten, verständlichen Konzepte erleichtern die Restaurants den Gästen den Zugang zur Gourmetküche. Eine Mischung aus traditionellen und modernen Einflüssen sowie die Einbindung internationaler Akzente schaffen eine interessante und abwechslungsreiche Restaurantlandschaft.“
Ein neues Drei-Sterne-Restaurant Insgesamt zählt die neue Selektion zwölf Drei-Sterne-Restaurants. Während es in den vergangenen Jahren die Metropolen waren, die mit Neuzugängen in der Top-Liga von sich reden machten, steht in der Selektion 2026 eine ländliche Region im Mittelpunkt. Im pfälzischen Deidesheim an der Deutschen Weinstraße hat es das Restaurant L.A. Jordan ganz an die Spitze geschafft. Auf dem Anwesen des ehemaligen Bassermann-Jordan-Weinguts schafft Daniel Schimkowitsch mit seiner reduzierten kreativen Küche den Sprung von zwei auf drei Sterne. Das Urteil der Michelin Inspektoren: „Absolutes Top-Niveau! Die Küche besticht mit einer wunderbaren Klarheit, die allerbeste Produkte perfekt in Szene setzt – mit spannenden und harmonischen Kombinationen.“ Die Inspektoren loben nicht zuletzt die finessenreiche, elegante und überaus aromatische Zubereitung von Fisch und Meeresfrüchten. „Der fantastische Kaisergranat mit Thai-Aromen und der erstklassige Huchen mit perfekt ausbalancierter Shiso-Vinaigrette und dezent eingefügter Schwarzwurzel bleiben definitiv in Erinnerung!“ In der für ihren Weinbau bekannten Region dürfen auf der Weinkarte Pfälzer Winzer natürlich nicht fehlen. Dazu gibt es eine fachlich fundierte Beratung. Der ganz auf den Gast fokussierte Service rundet das Bild ab.
48 Zwei-SterneRestaurants
Neuigkeiten gibt es auch im Zwei-Sterne-Bereich:
Unter den 48 Zwei-SterneRestaurants finden sich vier neue, die mit spannenden Konzepten die Selektion 2026 bereichern. In der BMW Welt in München setzt The Cloud by Käfer mit dem modernen „Culinary Nomadism“ von Jens Madsen neue Akzente und katapultiert sich damit direkt auf zwei Sterne. Ein weiterer Senkrechtstarter ist Niclas Nußbaumer. Für sein kreatives Menü erhält das the dune im luxuriösen Hotel The Florentin in Frankfurt am Main auf Anhieb zwei Sterne. Ebenfalls direkt auf zwei Sterne und ebenfalls in Frankfurt am Main kommt das geschmackvoll-reduziert designte Restaurant Rausch. Hier gibt Jochim Busch eine klare, aufs Wesentliche konzentrierte und produktorientierte Küche mit gelungenen Kontrasten zum Besten. Busch war genau an dieser Location zuvor für die Küche des ehemaligen Gustav verantwortlich. Als vierter im Bunde konnte sich die Mühle in Schluchsee von einem auf zwei Sterne steigern. Küchenchef Fabian Obergfell gelingen in dem schönen, modern-regional gehaltenen Restaurant intelligent zusammengestellte Gerichte mit eigener Note, die gleichermaßen filigran und kraftvoll sind.
WEITERE STERNE
Ebenfalls neu unter den Ein-Stern-Restaurants sind:
• Theodor’s, Bonn
• Porte Neuf, Detmold
• Ostseelounge, Dierhagen
• Staderer, Eichstätt
• Teko by Lange Rodriguez, Essen
• Lohninger, Frankfurt am Main
• Arc Restaurant, Hamburg
• Restaurant Mohn, Hohnhorst
• Cølbo, Klingenberg am Main
• NeoBiota, Köln
• The Tourist Trap, Mannheim
• Dopamin, Saarburg
• Gourmetrestaurant „1751“, Schwerin
• Harzfenster by Johannes Steingrüber, Seesen
• Tante Anna, Sprockhövel
• Laesâ, Stuttgart
• Café GUPI, Weil am Rhein
20 neue Ein-Stern-Restaurants
Unter den 279 Restaurants mit einem Stern präsentiert der Guide 20 Neuzugänge. Darunter sei Das Philippin in Rutesheim erwähnt, das sich unter der Leitung von Tim Striegel vom Café zum Restaurant mit abendlichem Gourmetkonzept weiterentwickelt hat. Ebenfalls mit Sternniveau beeindruckt die Schote von Nelson Müller, der im vergangenen Jahr mit seinem kompletten Team von Essen nach Bergisch Gladbach umgezogen ist und hier in der idyllisch gelegenen Diepeschrather Mühle ein modernes Menü bietet. Eine Besonderheit ist das Eatrenalin im Europa-Park in Rust: Unter der Schirmherrschaft von Peter Hagen-Wiest – er ist auch für die Zwei-Sterne-Küche des Ammolite – House of Light verantwortlich – erleben die Gäste eine weltweit sicher einzigartige, futuristische Gastro-Experience, deren innovatives Konzept dem Restaurant nun einen Stern beschert.
Vier Michelin Special Awards
Mit vier Awards wird in diesem Jahr die besondere Leistung echter Experten in den Rubriken Service, Young Chef, Sommelier und Opening of the Year gewürdigt.
Der diesjährige Service Award geht an Karin Weißer aus dem Restaurant Sankt Benedikt in Aachen. Seit vielen Jahren ist die Gastgeberin fester Bestandteil des Teams. Sie sorgt mit ihrer aufmerksamen und herzlichen Art dafür, dass sich die Gäste wohlfühlen, während sie die zeitgemäß umgesetzte Küche von Maximilian Kreus genießen. Für diese erhält das Haus erneut einen Stern.
Gewinner des Young Chef Awards ist Axel Boesen, Küchenchef des Restaurants Dopamin in Saarburg, das sich in der Villa Keller von 1801 befindet. Mit Talent, Leidenschaft und einem Gespür für kreative Kombinationen gelingt dem jungen Koch ein finessenreiches, modernes Menü mit nordischen und asiatischen Einflüssen. Es bringt
dem entspannten, modern-eleganten Restaurant schon kurz nach seiner Aufnahme in den Michelin Guide einen Stern. Vergeben wird der Award in Kooperation mit Antonius Caviar.
Den Sommelier Award erhält in diesem Jahr Noris F. Conrad aus dem Münchner Zwei-Sterne-Restaurant Tantris. Mit äußerst fundiertem Fachwissen trägt der Sommelier maßgeblich zum professionellen und top eingespielten Service in dem Gourmetrestaurant mit dem legendären 70er-Jahre Flair bei. Souverän und angenehm unkompliziert empfiehlt er die perfekte Begleitung zur zeitgemäß-französischen Küche von Benjamin Chmura. Gesponsert wird der Award vom französischen Champagnerhersteller Perrier-Jouët.
Als Opening of the Year geehrt wird The Cloud by Käfer. Mit seinem modernen „Culinary Nomadism“ präsentiert das Restaurant in der Münchner BMW Welt ein nicht alltägliches Konzept: So widmet sich Küchenchef Jens Madsen im jährlichen Wechsel verschiedenen Regionen rund um den Globus und setzt dabei deren kulinarische Besonderheiten im Wandel der Jahreszeiten in Szene. Die Umsetzung dieser speziellen Idee brachte dem neu in die Selektion aufgenommenen Restaurant auf Anhieb zwei Sterne ein.
Zehn Restaurants erhalten den Bib Gourmand Zudem hat der Michelin Guide kürzlich zehn Restaurants neu mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet. Diese beliebte Auszeichnung geht an Restaurants mit einem besonders guten Preis-LeistungsVerhältnis, ganz unabhängig vom Küchenstil. Damit zählt der Michelin Guide nun 147 Restaurants mit dem Bib Gourmand, die sich über das ganze Land verteilen. Was alle eint: Sie bieten schmackhafte und sorgfältig zubereitete Gerichte aus hochwertigen Produkten zu fair kalkulierten Preisen. www.guide.michelin.com
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Zwischen Schwarzwaldgeschichte und modernem Genuss
Eine jahrhundertlange Geschichte, ein umfassender Neuanfang und eine klare Vision für die Zukunft: Das Hotel Auerhahn am Schluchsee verbindet Schwarzwälder Tradition mit modernem Design, Kulinarik und Gastlichkeit. Von Yvonne Ludwig-Alfers
„Der Auerhahn darf moderner werden, aber niemals beliebig“, beschreibt Hoteldirektor und Gastgeber Marius Tröndle die Philosophie des Hotels Auerhahn am Schluchsee. Ein Satz, der die Entwicklung des Hauses treffend zusammenfasst. Denn die Verbindung von Tradition und Gegenwart prägt den Auerhahn seit Jahrhunderten. Die Geschichte des Hotels reicht bis ins Jahr 1774 zurück, als am Ufer des Schluchsees ein Schwarzwaldhof errichtet wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Anwesen mehrfach durch Brände zerstört und wieder aufgebaut, erweitert und verändert. Über Generationen hinweg blieb es eng mit der Familie Tröndle verbunden, die seine Entwicklung maßgeblich prägte. Aus dem einstigen Bauernhof entstand zunächst ein Gasthaus und später ein Hotel,
das sich weit über die Region hinaus einen Namen machte.
Doch die Geschichte des Auerhahn ist keine, die in der Vergangenheit stehen geblieben ist. Nach wechselvollen Jahrzehnten und zahlreichen Umbauten kehrte das Traditionshaus 2024 unter der Leitung von Marius Tröndle zurück in die familiäre Führung. Seither verbindet das Hotel seine historischen Wurzeln mit einem zeitgemäßen Konzept, das auf Authentizität statt Inszenierung setzt. Wo einst traditionelle Schwarzwaldarchitektur dominierte, treffen heute hochwertige Materialien, klare Linien und ein durchdachtes Design auf regionale Identität. Entstanden ist kein austauschbares Designhotel, sondern ein Haus mit Charakter, Geschichte und einer unverwechselbaren Verbindung zur Region.
Der neue Auerhahn öffnete 2024 unter der Leitung von Marius Tröndle
Yann Bosshammer zeichnet als Küchendirektor für die Kulinarik des Hauses verantwortlich
Ankommen statt übernachten
Im Auerhahn steht nicht das Zimmer allein im Mittelpunkt. „Gäste erinnern sich selten nur an ein schönes Zimmer – sie erinnern sich an Gefühle, Stimmungen und besondere Momente“, weiß der junge Hotelchef. Daher geht es im Auerhahn um das Gesamterlebnis. Licht, Materialien, Düfte, Kulinarik und Service greifen ineinander und schaffen jene Atmosphäre, die Gäste häufig stärker in Erinnerung behalten als einzelne Ausstattungsmerkmale.
Die Nachfrage nach genau solchen Orten wächst. Viele Reisende suchen heute bewusst nach Individualität, Authentizität und Entschleunigung statt nach standardisierten Konzepten. „Deshalb versuchen wir, möglichst viel authentisch und individuell zu gestalten – sei es im Design, im Service oder
Fotos:
Max Grüninger
(Hotel Auerhahn), Dallmayr
in der Kulinarik. Emotionalität entsteht oft durch Aufmerksamkeit und Ehrlichkeit im Umgang mit Gästen. Genau darin liegt für mich moderne Gastfreundschaft“, berichtet Tröndle.
Die Zielgruppe ist entsprechend vielfältig. Wellnessgäste, Naturliebhaber, Designaffine Reisende und Genussmenschen finden hier ebenso ihren Platz wie Hundebesitzer, die gemeinsam mit ihren Vierbeinern entspannte Tage am Schluchsee verbringen möchten. Gemeinsam ist ihnen der Wunsch nach Qualität, Ruhe und einer Atmosphäre mit Persönlichkeit.
Kulinarik als Teil der Identität
Eine zentrale Rolle innerhalb des Gesamtkonzepts spielt die Gastronomie. Für Tröndle ist sie weit mehr als ein ergänzendes Angebot. Genuss schafft Erinnerungen, Emotionen und Identität – und genau deshalb investiert das Haus bewusst in Küche, Service und gastronomische Konzepte. Verantwortlich für die kulinarische Handschrift ist Küchenchef Yann Bosshammer. Der international erfahrene Koch verbindet klassische französische Techniken mit moderner Leichtigkeit und klaren Aromen. Gleichzeitig arbeitet er sehr produktorientiert und legt großen Wert auf Qualität und Herkunft. Er steht für eine Küche, die handwerkliche Präzision mit authentischem Genuss vereint.
„Dadurch passt seine Handschrift perfekt zu unserem Anspruch eines modernen, hochwertigen Schwarzwalderlebnisses. Kulinarik wird bei uns dadurch nicht nur gastronomisch, sondern atmosphärisch Teil des Gesamtkonzepts“, erläutert Tröndle.
Der erste Kaffee des Tages
Besonders deutlich wird dieser Anspruch bereits am Morgen. Im Auerhahn gilt der erste Kaffee nicht als Nebensache, sondern als wichtiger Bestandteil des Gästeerlebnisses.
„Der erste Kaffee am Morgen prägt oft schon die Stimmung des gesamten Tages. Deshalb sehen wir Frühstück und Kaffee nicht als Nebensache, sondern als wichtigen Berührungspunkt“, so Tröndle. Umso wichtiger war die Wahl des passenden Partners. Seit der Neueröffnung arbeitet das Hotel mit Dallmayr zusammen. Die Kooperation entstand aus dem Wunsch heraus, einen Anbieter zu finden, der Produktqualität, Tradition und Service gleichermaßen versteht.
„Kaffee ist heute ein essenzieller Teil des Gästeerlebnisses“, sagt Tröndle. Entsprechend sorgfältig fiel die Auswahl aus. Nach gemeinsamen Verkostungen mit dem Team des Dallmayr Gastronomie Service fiel die Entscheidung unter anderem auf den Café Creme Venezia sowie den Espresso Barista des Münchener Kaffeespezialisten. Während der Café Creme mit seinem ausgewogenen Aroma überzeugt, punktet der Espresso mit seiner langen italienischen Röstung und
Ankommen und Wohlfühlen – das Hotel Auerhahn überzeugt mit seinem Gesamtkonzept. Licht, Materialien, Düfte, Kulinarik und Service greifen hier ineinander
Die Kulinarik versteht sich im Auerhahn als Teil des Gesamtkonzept und nimmt dabei eine große Rolle ein
Das Auerhahn verfügt über mehrere gastronomische Einheiten, darunter das Restaurant Auerhahn oder die Brasserie Barbara. Im Wintergarten werden tagsüber Kaffee, Kuchen und kleine Gerichte serviert
Perfekter Rückzugsort: Die verschiedenen Zimmer des Hauses vereinen Komfort und modernes Design
feinen Kakaonoten. In der Maxibar des Hauses steht außerdem eine Maschine mit den capsaKapseln Gran von Dallmayr bereit, an der sich die Gäste frühmorgens oder auch nachts unkompliziert bedienen können. Dass die Zusammenarbeit über die Kaffeeprodukte hinausgeht, zeigt eine besondere Idee: Passend zur Lage am Schluchsee entstanden gemeinsam mit Dallmayr zwei Ruderboote, die Gästen und Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Ein sympathisches Detail, das verdeutlicht, wie eng die Partnerschaft mittlerweile geworden ist, die das Hotel Auerhahn sehr schätzt: „Gerade im Hotelbetrieb braucht es Partner wie Dallmayr, auf die man sich verlassen kann. Qualität allein reicht heute nicht mehr aus – entscheidend ist auch der Service dahinter. Wir schätzen die schnelle Betreuung, die fachliche Kompetenz und die Kommunikation. Gute Zusammenarbeit entsteht immer auf Augenhöhe“, sagt Tröndle.
Qualität mit Haltung
Die Herausforderungen der Hotellerie kennt auch der aktuelle Gastgeber des Auerhahns nur zu gut. Fachkräftemangel, steigende Kosten und wachsende Gästeansprüche
Im Wellnessbereich stehen ein Pool und unterschiedliche Saunen zur Verfügung. Gäste können hier auch Massagen oder Treatments buchen
beschäftigen die Branche gleichermaßen. Seine Antwort darauf ist eine konsequente Positionierung: „Wir begegnen dem mit klarer Positionierung, hoher Mitarbeiterorientierung und konsequenter Qualität. Wichtig ist aus meiner Sicht, nicht kurzfristig zu denken, sondern langfristig eine starke Identität aufzubauen.“
Statt kurzfristigen Trends hinterherzulaufen, setzt der Auerhahn auf eine klare Identität. Regionalität, Qualität und Authentizität sollen nicht als Marketinginstrumente dienen, sondern tatsächlich gelebt werden. Viele Gäste hinterfragen heute bewusster, wo Produkte herkommen, wie nachhaltig ein Betrieb arbeitet und welche Haltung hinter einem Konzept steht.
Gerade darin sieht Tröndle die Zukunft der Ferien und Wellnesshotellerie. Häuser mit Charakter, glaubwürdiger Regionalität und einem echten Verständnis von Gastfreundschaft werden künftig stärker gefragt sein als standardisierte Angebote.
Ein Ort mit Zukunft
Der Blick zurück gehört im Auerhahn zur Geschichte, der Blick nach vorn jedoch zum Selbstverständnis. Neue kulinarische Ideen,
FACTS
besondere Veranstaltungen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Spa und Erlebnisbereichs stehen bereits auf der Agenda.
Dabei bleibt das Ziel unverändert: einen Ort zu schaffen, an dem sich Gäste willkommen fühlen und gerne wiederkommen. Einen Ort, an dem Geschichte nicht museal wirkt, sondern lebendig bleibt.
Auch beim Kaffee legt das Hotel einen hohen Wert auf Qualität und entschied sich für Dallmayr
• Das Vier-Sterne-Superior-Wellnesshotel Auerhahn am Schluchsee eröffnete nach einer umfassenden Sanierung wieder 2024 unter der Leitung von Marius Tröndle
• Die historischen Wurzeln des Hauses reichen bis ins Jahr 1774 zurück
• 45 komfortable Zimmer und Suiten in modernem Design
• Das gastronomische Angebot umfasst das Restaurant Auerhahn, die Brasserie Barbara, den Wintergarten und die Bar
• Yann Bosshammer verantwortet die kulinarische Ausrichtung des Hauses und fusioniert dabei französische Klassiker mit Schwarzwaldakzenten
• großzügiger Wellnessbereich mit Saunen, Dampfbad, Pool und individuellen Behandlungen
• Enge Partnerschaft mit Dallmayr im Kaffeebereich
• www.auerhahn-hotel.com
• www.dallmayr-gastronomieservice.de
„Zuverlässig, und Schnell. “ unkompliziert
Hotelmanager
The Blasky, Frankfurt/Main
„Als Hotelmanager möchte ich, dass sich unsere Gäste bei uns rundum wohlfühlen. Dazu gehört auch ein top Frühstücksbu et. Und was nutella mit PROFESSIONAL anbietet, ist einfach ein Must-have.“
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Tim Döhring
Auf die Tische, KI, los!
Künstliche Intelligenz bietet dem Gastgewerbe enorme Chancen. Doch ist sie ein Allheilmittel und die Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen der Branche? Wie groß ist ihr Potenzial tatsächlich – und wo liegen die Grenzen?
Von Graziella Mimic
Das Gastgewerbe sieht sich mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Steigende Personalkosten, Fachkräftemangel, veränderte Erwartungen der Gäste hinsichtlich Service und Nachhaltigkeit sowie zunehmender wirtschaftlicher Druck stellen große Anforderungen an die Gastronomie und Hotellerie. Gleichzeitig entwickelt sich die Künstliche Intelligenz (KI) rasant weiter und verspricht Lösungen für viele dieser Probleme. Von automatisierter Personalplanung über intelligente Bestellsysteme bis hin zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung – KI hält zunehmend Einzug in die Branche.
So können intelligente Systeme Reservierungen automatisch verwalten, häufige Kundenanfragen beantworten oder Bestellungen digital entgegennehmen. Dadurch bleibt dem Personal mehr Zeit für die eigentliche Gastbetreuung. Auch die Dienstplanung lässt sich mithilfe von KI optimieren. Algorithmen analysieren historische Daten, Wetterprognosen oder Veranstaltungskalender und erstellen darauf basierend bedarfsgerechte Schichtpläne.
Große Gastronomieunternehmen investieren deshalb verstärkt in KI-Technologien. Laut der 2025 veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Deloitte „How AI is Revolutionizing Restaurants“ planen 82
Prozent der befragten Restaurantunternehmen, ihre Investitionen in KI weiter auszubauen, insbesondere zur Verbesserung von Kundenerlebnissen und Betriebsabläufen.
Effizienzsteigerung durch intelligente Prozesse
In der Tat liegt ein zentraler Vorteil von KI in der Optimierung betrieblicher Abläufe. Moderne Systeme können große Datenmengen analysieren und daraus Handlungsempfehlungen ableiten, die für Menschen nur mit erheblichem Aufwand erkennbar wären.
Beispielsweise lassen sich Nachfrageprognosen deutlich präziser erstellen. KI analysiert Verkaufszahlen und sagt vorher, welche Gerichte besonders gefragt sein werden, sodass Restaurants ihre Einkaufsplanung darauf abstimmen können. Auch im Bereich der Lagerhaltung bietet KI erhebliche Potenziale. Intelligente Systeme erkennen frühzeitig Engpässe oder Überbestände und helfen dabei, Bestellungen effizienter zu steuern. Dies reduziert Kosten und verbessert gleichzeitig die Verfügbarkeit von Produkten.
Internationale Restaurantketten setzen bereits verstärkt auf solche Technologien. So nutzt McDonald‘s KI-gestützte Systeme zur Überwachung von Küchengeräten sowie zur Verbesserung von Arbeits- und
Laut Experten plant die Mehrheit der Restaurantbetriebe, ihre Investitionen in KI weiter auszubauen
Bestellprozessen. „McDonald‘s gibt seinen Restaurants ein KI-Makeover“, schilderte The Wall Street Journal vor einem Jahr. „Die neue Initiative des Fast-Food-Riesen nutzt künstliche Intelligenz, um die Bestellgenauigkeit zu optimieren und Restaurants dabei zu unterstützen, Probleme an der Ausstattung zu erkennen, bevor diese ausfallen.“ So sollen an Küchengeräten angebrachte Sensoren Daten an das Edge-ComputingSystem übermitteln. Eine KI könne diese Daten anschließend auf frühe Anzeichen für Wartungsprobleme hin analysieren.
Lebensmittelverschwendung reduzieren
Lebensmittelverschwendung verursacht jährlich wirtschaftliche und ökologische Schäden. Gerade in der Gastronomie ist die genaue Planung von Mengen eine große Herausforderung. KI kann dabei helfen, Lebensmittelabfälle erheblich zu reduzieren. Durch die Analyse historischer Verkaufsdaten und aktueller Nachfrageentwicklungen lassen sich benötigte Mengen deutlich genauer prognostizieren. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Lebensmittel ungenutzt entsorgt werden müssen.
Darüber hinaus kommen zunehmend KI-basierte Kamerasysteme zum Einsatz, die Lebensmittelabfälle automatisch erfassen und analysieren. Die Systeme erkennen, welche
Produkte besonders häufig weggeworfen werden, und liefern konkrete Verbesserungsvorschläge.
Verbesserung des Gästeerlebnisses
Neben der Effizienzsteigerung eröffnet KI neue Möglichkeiten für die individuelle Betreuung von Gästen. Personalisierung wird zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Mithilfe von KI können Gastronomie- und Hotelbetriebe Kundenpräferenzen analysieren und individuelle Empfehlungen aussprechen. Beispielsweise erhalten Restaurantgäste Menüvorschläge auf Basis früherer Bestellungen oder personalisierte Angebote. Chatbots unterstützen bei Reservierungen und beantworten Fragen rund um die Uhr. Laut Deloitte berichten bereits mehr als die Hälfte der befragten Restaurantmarken von positiven Auswirkungen ihrer KI-Investitionen auf das Kundenerlebnis.
Neue Möglichkeiten für Marketing und Umsatzsteigerung
Auch im Marketing eröffnet KI neue Chancen. Moderne Systeme analysieren Kundendaten und identifizieren Verhaltensmuster, die sich für gezielte Marketingmaßnahmen nutzen lassen. Restaurants können dadurch Werbeaktionen besser planen, Zielgruppen präziser ansprechen und die Kundenbindung stärken. Personalisierte Newsletter, individuelle Rabattaktionen oder automatisierte Social-Media-Kampagnen lassen sich deutlich effizienter umsetzen. Darüber hinaus können KI-Systeme Preisstrategien optimieren. Dynamische Preisgestaltung, wie sie beispielsweise Fluggesellschaften einsetzen, könnte künftig auch in der Gastronomie an Bedeutung gewinnen.
Ist KI die Antwort auf alle Probleme?
Trotz aller Potenziale wäre es jedoch ein Fehler, KI als universelle Lösung für sämtliche Herausforderungen der Gastronomie zu betrachten. Zunächst hängt der Erfolg jeder KI-Anwendung von der Qualität der zugrunde liegenden Daten ab. Ungenaue oder gar fehlerhafte Daten haben ebenfalls fehlerhafte Ergebnisse zufolge. Ein Algorithmus kann nur so gut sein wie die Informationen, die ihm zur Verfügung stehen.
Zudem verfügen viele gastronomische Betriebe bislang nicht über die notwendige digitale Infrastruktur. Nach Einschätzung der Deloitte-Experten sehen zahlreiche Unternehmen Defizite bei Strategie, Technologieinfrastruktur, Betriebsprozessen, Risiko und Governance sowie Personalqualifikation als Hindernisse für eine erfolgreiche KI-Einführung.
Auch Datenschutz und Datensicherheit spielen eine wichtige Rolle. Je stärker Restaurants personenbezogene Daten sammeln und analysieren, desto wichtiger wird ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Informationen. Sie müssen sicherstellen, dass Datenschutzrichtlinien eingehalten und die Informationen vor Missbrauch geschützt werden. Die Europäische Union hat
Beim Einsatz von KI spielt Datenschutz eine zentrale Rolle. Je stärker Restaurants personenbezogene Daten sammeln und analysieren, desto wichtiger wird ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Informationen
mit dem sogenannten EU AI Act bereits erste gesetzliche Regelungen für den sicheren Einsatz von KI geschaffen. „Diese betreffen auch Hotels, Restaurants, Cafés und Bars. Wer KI-gestützte Software nutzt – etwa für Reservierungen, Preisgestaltung oder Personalplanung – muss bestimmte Vorgaben einhalten“, erläutert DEHOGA Nordrhein-Westfalen. „Das schützt Gäste und Mitarbeitende und hilft, Bußgelder zu vermeiden.“ Die EU-KI-Verordnung ist am 1. August 2024 in Kraft getreten. Die Umsetzung erfolgt schrittweise: Seit August 2024 sind verbotene KI-Systeme untersagt. Seit Februar 2025 müssen Gäste und Mitarbeitende erkennen können, wenn sie mit KI-Systemen interagieren. Ab August 2026 gelten Pflichten für Hochrisiko-KI, beispielsweise bei automatisierter Bewerberauswahl.
Risiken und ethische Herausforderungen
Künstliche Intelligenz senkt die Hürden für gefälschte Restaurant-Bewertungen massiv. Die Verbraucherschutzzentrale VoG (VSZ Ostbelgien), bei deren Gründung die Verbraucherzentrale NRW als Schirmherr eine maßgebliche Rolle spielte, warnt, dass KI-generierte Rezensionen täuschend echt wirken können. Sie seien sehr spezifisch formuliert und daher von Verbrauchern und Plattformen nur schwer als Betrug zu identifizieren: „Programme oder Skripte erstellen große Mengen an Bewertungen – oft mit leicht variierenden Texten. Eine neuere und besonders problematische Kategorie: Texte, die von künstlicher Intelligenz
Die persönliche Beziehung zum Gast ist im Gastgewerbe ein wesentlicher Erfolgsfaktor.
KI kann sie unterstützen, aber nicht ersetzen
geschrieben wurden. Sie wirken oft erstaunlich glaubwürdig und sind schwerer zu erkennen als klassische Bot-Texte.“
KI könne in kürzester Zeit Tausende Texte generieren, unterschiedliche Schreibstile imitieren und sogar Rechtschreibfehler oder Umgangssprache einbauen, erläutert die Verbraucherschutzzentrale weiter. „Die Rezensionen klingen natürlich und simulieren täuschend echt Nutzererfahrungen. Dadurch lassen sich ‚echt aussehende‘ Reviews in immensem Umfang produzieren, was sowohl Verbrauchern als auch Plattformen die Erkennung sehr schwer macht.“
KI-generierte Negativbewertungen können existenzgefährdend sein und zu leeren Tischen führen
Die Konsequenzen sind gravierend und sogar existenzgefährdend. Gefälschte Negativbewertungen schrecken potenzielle Gäste sofort ab und führen zu leeren Tischen. Neben den dadurch entstehenden Umsatzeinbrüchen machen andere Folgen den Gastronomen zu schaffen. Der hohe Zeitaufwand für die permanente Überwachung von Profilen, die Sicherung von Beweisen und die Einreichung von Löschanträgen zählt dazu. Hinzu kommen die Kosten für Anwälte, die sie einschalten müssen, wenn Plattformen auf die Löschanträgen nicht reagieren. Und schließlich verursachen ungerechtfertigte, rufschädigende KI-generierte Negativbewertungen psychische Belastung und erheblichen Stress.
Wie reagieren Restaurants richtig?
Sind Betriebe von einer mutmaßlichen KIFake-Welle betroffen, empfehlen Verbraucherzentralen, die Bewertungen sorgfältig zu dokumentieren (Screenshots mit Zeitstempel) und den Verstoß direkt bei der jeweiligen Plattform zu melden.
Doch es ist auch möglich, präventiv zu handeln – und zwar gerade durch KI. Denn auch die Verwaltung von Gästefeedback gehört zu den wichtigen KI-Anwendungen. Im Rahmen des KI-gestützten Bewertungsmanagements werden Kundenbewertungen auf Online-Plattformen durch spezielle Tools überwacht, analysiert und beantwortet. „Durch die Automatisierung zeitaufwendiger Aufgaben wie Bewertungskategorisierung, Stimmungsanalyse und mehrsprachiger Antworten ermöglichen KI-Tools Hoteliers, ein einheitliches Erscheinungsbild zu wahren und gleichzeitig personalisierte, markenkonforme Antworten zu liefern“, erläutert Tobias Roelen-Blasberg, Mitgründer
und Produktleiter bei Mara, einem Anbieter von KI-Reputationsmanagement-Software für die Hotellerie. „Marken nutzen KI-gestütztes Bewertungsmanagement, um ihren Ruf zu schützen, die Einhaltung von Branchenstandards sicherzustellen und ihre Glaubwürdigkeit vor gefälschten oder KIgenerierten Bewertungen zu bewahren.“
Die Grenzen der Automatisierung
Ein weiterer entscheidender Punkt betrifft die Natur gastronomischer Dienstleistungen selbst. Gastronomie lebt von Gastfreundschaft, Empathie und persönlichem Kontakt. Diese menschlichen Faktoren lassen sich nicht automatisieren. KI-Algorithmen können Reservierungen verwalten oder Speiseempfehlungen aussprechen. Sie können jedoch nicht die zwischenmenschliche Atmosphäre schaffen, die viele Gäste schätzen. Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und emotionale Intelligenz bleiben zentrale Bestandteile erfolgreicher Gastronomie. Gerade in gehobenen Restaurants oder familiengeführten Betrieben ist die persönliche Beziehung zum Gast oft ein wesentlicher Erfolgsfaktor. KI kann diese Beziehung unterstützen, aber nicht ersetzen.
Trotz echter Herausforderungen bietet Künstliche Intelligenz dem Gastgewerbe enorme Chancen. Sie kann Prozesse automatisieren, Kosten senken, Lebensmittelverschwendung reduzieren, die Personalplanung verbessern und das Gästeerlebnis individualisieren. Viele Unternehmen erzielen bereits heute messbare Erfolge durch den Einsatz intelligenter Systeme. Gleichzeitig ist KI kein Allheilmittel. Technologische Lösungen können strukturelle Probleme wie den Fachkräftemangel lediglich abmildern, nicht vollständig beseitigen. Zudem bleiben menschliche Kompetenzen wie Gastfreundschaft, Kreativität und Empathie unverzichtbar.
Die Zukunft der Gastronomie dürfte daher nicht in vollständig automatisierten Restaurants liegen. Erfolgreich werden vielmehr jene Betriebe sein, die KI gezielt als Werkzeug einsetzen und dabei die menschliche Komponente ihrer Dienstleistung bewahren. KI ist somit nicht die Antwort auf alle Probleme –sie kann jedoch ein entscheidender Baustein sein, um die Gastronomie effizienter, nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten.
SERVICE
• www.deloitte.com
• www.mcdonalds.com
• www.wsj.com
• www.dehoga-nrw.de
• www.verbraucherschutzzentrale.be
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Es gelten unsere AGB Stand 12/2022. Sollten Ihnen diese nicht vorliegen, so fordern Sie sie bitte an. Dieses Angebot hat Gültigkeit bis zum 31.12.2026 bzw. solange Vorrat reicht. Preise verstehen sich netto/netto exkl. MwSt. & Versand. Alle Maße sind ca.-Angaben. Das Angebot ist freibleibend.
Mit Storytelling zum Stammgast
Die charakteristischen Linien des Fachwerks der Ave Espresso Bar in Bad Soden inspirierten das gesamte Gestaltungsraster des Unternehmens
Erfolgreiche Gastronomiekonzepte überzeugen nicht nur mit gutem Essen und Service, sondern mit einer klaren Identität. Warum starke Marken heute zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Ein Gastbeitrag von Christiane Diekmann
Ulrike Wernig-Pohlenz, Geschäftsführerin
HDW Design
Warum sind manche Restaurants vom ersten Tag an gut besucht und behaupten sich – und andere bleiben trotz guter Küche und gutem Service austauschbar? Die Antwort liegt selten allein auf dem Teller. Viel entscheidender ist das, was Gäste fühlen und denken, sobald sie einen Ort betreten: Atmosphäre, Identität, ein stimmiges Gesamterlebnis. Welche Geschichte ist dieser Raum in der Lage, mir zu erzählen? Um es auf einen Nenner zu bringen: Die Marke als ganzheitlicher Erlebnisraum ist entscheidend.
Gerade in der Gastronomie und Hotellerie hat sich die Rolle von Markenführung grundlegend verändert. Es geht längst nicht mehr nur um ein Logo oder ein schönes Interior. Erfolgreiche Betriebe denken ihre Marke ganzheitlich – als kongruentes Erlebnis, das an allen Touchpoints wiedererkennbar ist.
Marke als ganzheitlicher Erlebnisraum
Eine starke Marke entsteht nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Gestaltung, Raum, Tonalität und Emotion. Gäste konsumieren nicht mehr nur Getränke, Speisen oder Übernachtungen – sie erleben Orte. Jeder Moment, vom ersten visuellen Eindruck bis zum Aufenthalt vor Ort, zahlt auf die Markenwahrnehmung ein.
Und genau hier setzt HDW Design an. Die Offenbacher Agentur versteht Marke nicht als rein visuelles Konstrukt, sondern als strategisches Werkzeug. Man will Impulse setzen, Begeisterung wecken und Geschichten inszenieren. Ziel ist es, Identitäten zu entwickeln, die sich konsequent durch alle Ebenen ziehen – von der visuellen Sprache bis zur räumlichen Inszenierung. Denn es endet nicht beim Logo. Die Marke zeigt sich
in Materialien, Licht, Struktur und Atmosphäre. Sie wird physisch erlebbar.
Eigenständige Identität schafft Differenzierung
Dabei ist die Gastrobranche wie kaum eine andere geprägt von hoher Wettbewerbsdichte. Neue Konzepte entstehen schnell –doch viele bleiben auch auf der Strecke. Der Schlüssel zur Differenzierung liegt in einer klaren Positionierung und einer eigenständigen Identität. Wer eine erkennbare Haltung entwickelt, hebt sich ab. Wer diese Haltung konsequent umsetzt, bleibt im Kopf. Eine starke Marke schafft Orientierung – für Gäste ebenso wie für Betreiber. Sie sorgt für Wiedererkennbarkeit, Vertrauen und langfristige Bindung. Gerade für Gastrokonzepte wird sie damit auch zur Grundlage für Skalierbarkeit und Expansion.
Storytelling als Erfolgsfaktor
Und Gastronomie lebt von Geschichten. Geschichten, wie sie erfolgreiche Orte erzählen – bewusst und konsistent. Ein Beispiel dafür ist die Ave Espresso Bar in Bad Soden. Ausgangspunkt und Alleinstellungsmerkmal der Location war ein historisches Fachwerkhaus aus dem Jahr 1580. Statt diese Besonderheit nur gestalterisch zu zitieren, wurde sie zum zentralen Element der Markenentwicklung. Die charakteristischen Linien des Fachwerks inspirierten nicht nur das Signet, sondern auch das gesamte Gestaltungsraster – von Print über Packaging bis hin zur Raumgestaltung. So entstand eine Marke, die tief in und an diesem Ort verwurzelt ist und gleichzeitig eine klare, zeitgemäße Identität besitzt. Gäste erleben hier nicht nur einen Kaffee, sondern eine Geschichte. Martina Vrdoljak, Inhaberin der Ave Espresso Bar, Bad Soden: „HDW hat direkt die Besonderheit des Fachwerkhauses verstanden. Sie haben eine ganz Story darum herum gebaut und mir vielfältige Möglichkeiten zum Storytelling an die Hand gegeben. Mein Corporate Identity (CI) funktioniert und ist einfach zeitlos gut.“
Ein Prinzip, das sich auf viele erfolgreiche Konzepte übertragen lässt: Eine starke Markenstory schafft emotionale Bindung. Sie macht aus einem Ort ein Erlebnis – und aus Gästen Stammgäste.
Erfahrbare Konsistenz über alle Touchpoints
Ein weiterer entscheidender Faktor für ein gelungenes Kommunikationsdesign ist die konsequente Umsetzung. Eine Marke entfaltet ihre Wirkung erst dann vollständig, wenn sie über alle Berührungspunkte mit Gästen und Kunden hinweg stimmig bleibt. Ob Speisekarte, Social Media, Packaging oder Raumgestaltung – jedes Detail sollte auf die gleiche Geschichte einzahlen. Diese Konsistenz stärkt das Vertrauen der Gäste und schafft eine klare Wiedererkennbarkeit.
Für Betreiber bedeutet das auch Planungssicherheit: Ein durchdachtes Markenkonzept lässt sich leichter auf neue Standorte oder Formate übertragen.
Auf eine konsistente Markenstrategie von HDW Design setzt auch die Bar Giornale in München. Hier wurden nicht allein das Signet als Keyvisual behutsam modernisiert, sondern auch Print-, Packaging- und Screendesign, Textkonzept und Storytelling bis zum Social Media Auftritt angepasst. Entsprechend überzeugt davon zeigen sich auch die Geschäftsführer Lucia & Michael Spyra: „HDW hat sich in unser sehr besonderes Projekt richtig reingefühlt und viele Fragen gestellt. Sie haben die italienische Grandezza und unsere besonderen Details verstanden und einfühlsam umgesetzt. Danke dafür.“
Visuell erlebbare Geschichte als strategischer Wettbewerbsvorteil
Die entscheidende Frage für Gastronomen und Hoteliers lautet heute also nicht mehr nur: Wie gut ist mein Angebot und mein Service? Sondern: Welche Geschichte erzähle ich – und wie wird diese erlebbar? Eine starke Marke schafft Identität, Differenzierung und emotionale Bindung. Nur so entsteht aus einem gastronomischen Betrieb ein Ort mit Charakter.
Und dabei endet Marke nicht beim Logo. Ein starkes Signet ist lediglich der Ausgangspunkt. Es bringt Stil und Identität auf den Punkt und schafft Orientierung. Doch seine eigentliche Wirkung entfaltet sich erst, wenn es konsequent in den Raum übersetzt wird, lautet das Credo von HDW.
„Gute Gastronomie braucht mehr als gute Drinks und leckeres Essen. Sie braucht eine klare Haltung, eine starke visuelle Sprache und Räume, die diese erlebbar machen,“ so HDW-Geschäftsführerin Ulrike WernigPohlenz.
• www.hdw-design.de
• www.ave-espressobar.com
• www.bar-giornale.com
In der Bar Giornale in München wurde italienische Grandezza emotional bis ins kleinste Detail umgesetzt
Digitale Zahlprozesse als Erfolgsfaktor
Die Erwartungen der Gäste an Komfort, Schnelligkeit und Flexibilität verändern auch den Bezahlprozess in der Gastronomie. Ob bargeldloses Bezahlen im Biergarten, digitale Payment-Lösungen im Restaurant oder mobile Terminals im Außer-HausGeschäft: Moderne Zahlungsprozesse werden zunehmend zu einem wichtigen Bestandteil des gastronomischen Erfolgs. In den folgenden Gastbeiträgen zeigen Euro Kartensysteme, Commerz Globalpay und S-Payment anhand aktueller Studien, Entwicklungen und Praxisbeispielen, welche Chancen sich für Gastronomiebetriebe ergeben. Zusammengestellt von Klaus Leifeld
Draußen genießen, bequem bezahlen
Gäste möchten ihren Besuch in Biergärten, Eiscafés und Ausflugslokalen vor allem unkompliziert genießen – dazu gehört für viele auch die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen. Eine aktuelle girocard-Studie zeigt, dass Kartenzahlung in der Außengastronomie auf breite Zustimmung stößt, spontane Bestellungen begünstigt und insbesondere für jüngere Gäste ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Lokals ist. Dabei bleibt die girocard die bevorzugte bargeldlose Zahlungsart. Hierzu eine aktuelle Studie von girocard zur Außengastronomie in der infas quo im Auftrag von girocard 1.130 Personen befragt hat.
Mit den warmen Tagen beginnt die Saison der Außengastronomie. Rund acht von zehn Befragten (79 Prozent) planen im Sommer den Besuch eines Ausflugslokals. Die Option, dort mit Karte zu bezahlen, bewerten 77 Prozent grundsätzlich als positiv
– unter den bargeldlosen Zahlungsmitteln ist die girocard mit 36 Prozent am beliebtesten. Etwa zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) stimmen zu, dass sie dank bargeldloser Zahlung eher spontan noch etwas zu essen oder ein zweites Getränk
Bargeldlos bezahlen gehört für viele Gäste heute selbstverständlich zum Gastronomieerlebnis
bestellen. Die Option zur Kartenzahlung kann dadurch den Umsatz von Gastronomen steigern.
Weniger Planung, mehr Flexibilität
Ob Biergarten oder Eiscafé – rund jeder Vierte (27 Prozent) entscheidet sich kurzfristig für solche Ausflüge. Wer spontan einkehrt, hat jedoch nicht immer Bargeld dabei. Kartenzahlung schafft hier die nötige Flexibilität. Vor allem für jüngere Gäste ist die Zahlungsart entscheidend: 62 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben ein Ausflugslokal schon einmal nicht besucht, weil dort keine Kartenzahlung möglich war. Für Gastronomen ergibt sich daraus ein klares Signal: Wer bargeldloses Bezahlen anbietet, spricht besonders die jüngere Zielgruppe an – und kann zusätzliche Bestellungen fördern.
Wunsch nach Transparenz bei Kartenzahlung
Die Trinkgeld-Kultur in der Außengastronomie ist ausgeprägt. Die Mehrheit (62 Prozent) gibt fünf bis zehn Prozent Trinkgeld. Auch bei Kartenzahlung zeigen sich die Gäste grundsätzlich bereit: 40 Prozent geben an, auch beim Bezahlen mit Karte ein Extra für den Service zu geben. Unter den Kartenzahlenden legen 58 Prozent der Befragten das Trinkgeld dennoch lieber separat in bar auf den Tisch. Fast zwei Drittel (63 Prozent) befürchten nämlich, dass dieses sonst nicht vollständig beim Personal ankommt. Solche Unsicherheiten lassen sich etwa durch einen Aufsteller am Tisch oder einen Hinweis der Servicekraft beim Bezahlen vermeiden – so wissen Gäste, dass ihre Wertschätzung in Form von Trinkgeld verlässlich weitergegeben wird. In der Außengastronomie liegen Bargeld (47 Prozent) und Kartenzahlung (44 Prozent) im Rennen um das beliebteste Zahlungsmittel fast gleichauf. Bei den Kartenzahlverfahren liegt die girocard vorn: 36 Prozent der Befragten wählten sie als ihre bargeldlose Bezahloption. Bequem, sicher und schnell – diese Aspekte schätzen Nutzer laut Umfrage besonders an der girocard. Auch Gastronomen bietet die Debitkarte der deutschen Banken und Sparkassen echte Vorteile: Laut einer Bundesbank-Studie ist die girocard, gemessen am Umsatz, das günstigste Bezahlverfahren, sogar noch vor dem Bargeld.
Kartenzahlung gewinnt in der Außengastronomie weiter an Bedeutung. Die girocard ist mit 36 Prozent die bevorzugte bargeldlose Zahlungsart
Vom Sidekick zum Erfolgsfaktor:
Smartes Payment in der Gastronomie
Die Gastronomie lebt von Atmosphäre, Qualität und Service. Vieles, was den Unterschied macht, passiert sichtbar – auf dem Teller oder im direkten Kontakt mit dem Gast. Der Bezahlprozess hingegen bleibt oft im Hintergrund. Und genau darin liegt sein größtes Potenzial: Denn dieser Moment entscheidet darüber, wie ein Besuch endet. Ein Beitrag von Frederik Koch, Head of Partnerships bei der Commerz Globalpay.
Läuft alles reibungslos, fügt sich der Abschluss nahtlos in das Gesamterlebnis ein – kommt es zu Verzögerungen oder Unklarheiten, bleibt genau das im Gedächtnis. Gerade in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt wie der Gastrobranche wird dieser letzte Eindruck zu einem relevanten Differenzierungsfaktor.
Zwischen Anspruch und Realität im Betriebsalltag
Viele gastronomische Betriebe arbeiten noch immer mit gewachsenen Strukturen. Bestellaufnahme, Abrechnung und Zahlung sind häufig nicht vollständig integriert. Dies führt zu Medienbrüchen, zusätzlichen Laufwegen und unnötigem Zeitaufwand. Was im Einzelnen kaum auffällt, summiert sich jedoch im Tagesgeschäft. Besonders in Stoßzeiten zeigt sich, dass der Bezahlprozess häufig zu den langsameren Abläufen gehört.
Während ein Tisch auf die Rechnung wartet, können neue Gäste nicht platziert werden. Während Mitarbeitende kassieren, fehlt Zeit für Service. In einem Umfeld, das gleichzeitig unter Personalmangel und Kostendruck steht, wird dieser Punkt zunehmend zu einem kritischen Engpass.
Wenn Payment-Prozesse neu strukturiert werden
Digitale Payment-Lösungen setzen genau an dieser Schnittstelle an, denn sie integrieren den Bezahlvorgang direkt in den Serviceprozess und reduzieren die Anzahl notwendiger Zwischenschritte. Dies verändert Abläufe spürbar: Wege entfallen, Prozesse werden direkter und die Interaktion mit dem Gast bleibt im Fokus. Für das Personal bedeutet das vor allem mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe – während gleichzeitig ein flüssigeres Gesamterlebnis für den Gast
entsteht – ohne Unterbrechung und ohne unnötige Wartezeiten.
Transparenz als neuer Standard
Ein weiterer Aspekt, der in der Praxis zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die Transparenz: Digitale Zahlungsprozesse erfassen Transaktionen strukturiert und in Echtzeit. Dies erleichtert nicht nur die Buchhaltung, sondern verbessert auch die Steuerung des Betriebs. Zahlungsdaten
Frederik Koch, Head of Partnerships bei der Commerz Globalpay
liefern Hinweise darauf, wann besonders viel Betrieb herrscht, welche Angebote gut funktionieren und wie sich Umsätze entwickeln. Diese Informationen lassen sich gezielt nutzen – etwa für die Personalplanung oder die Anpassung des Angebots. Parallel dazu sinken klassische Risiken: Bargeldhandling, Kassenabweichungen oder aufwendige Nachverfolgung werden deutlich reduziert. Für viele Betriebe bedeutet das eine spürbare Entlastung im Alltag.
Neue Anforderungen –neue Potenziale
Mit dem Wandel im Konsumentenverhalten steigen auch die Erwartungen. Gäste möchten heute schnell und unkompliziert bezahlen, idealerweise ohne zusätzlichen Aufwand. Kontaktlose Verfahren, mobile Lösungen und flexible Optionen sind längst Teil dieser Erwartungshaltung. Gleichzeitig eröffnen moderne Payment-Strukturen neue Möglichkeiten für Betriebe. Sie bilden
die Grundlage für weiterführende Konzepte, bei denen Bestellung, Bezahlung und Service enger miteinander verzahnt sind.
Damit entwickelt sich Payment von einer reinen Infrastruktur zu einem aktiven Bestandteil des Geschäftsmodells. Wer dies erkennt und digitale Payment-Lösungen konsequent integriert, verbessert nicht nur einzelne Abläufe, sondern stärkt damit den gesamten Betrieb.
Von der Handkasse zum mobilen Terminal
Laut der Marktstudie Händlergeschäft am Point of Sale von S-Payment erkennen kleine und mittelständische Unternehmen und Gewerbetreibende zunehmend die Notwendigkeit, bargeldlos zu kassieren – viele Inhaber kleinerer Betriebe befürchten bei Kartenzahlung aber technische Störungen, „Knebelverträge“ oder undurchsichtige Preismodelle. Andere dagegen folgen den digitalen Payment-Trends, erkennen die Vorteile für ihren Geschäftserfolg und akzeptieren alle gängigen bargeldlosen Zahlungssysteme.
Das sind Kernergebnisse der S-Payment-Marktstudie. Sie bietet fundierte Einblicke in die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen in Deutschland an Bezahlverfahren, POS-Terminals und Kassensysteme und zeigt, wie sie heute in ihrem täglichen Geschäft kassieren.
Von Bedenkenträgern, Experimentierfreudigen und Überzeugungstätern
Die befragten Unternehmen kommen aus dem stationären und mobilen Einzelhandel, aus dem Handwerk, der stationären und mobilen Gastronomie sowie den mobilen Dienstleistungen. Die Studie identifiziert drei Händlertypen, die sich mit Blick auf Technikaffinität, Erfahrung mit Terminals und POS-Systemen sowie dem unternehmerischen Selbstanspruch an Payment-Lösungen unterscheiden:
Einsteiger: 55 Prozent der befragten Unternehmen. Diese Gruppe besitzt überhaupt (noch) kein Terminal. Wechsler: acht Prozent der befragten Unternehmen. Sie haben in den letzten 24 Monaten ein Terminal oder POS-System angeschafft. Experten: 37 Prozent der befragten Unternehmen. Sie besitzen länger als 24 Monate mindestens ein Terminal oder POS-System.
Einen hohen Anteil an Einsteigern gibt es im Handwerk (92 Prozent) und bei Mobilen Dienstleistungen (90 Prozent wie etwa ambulante soziale Dienste, Gebäudereiniger). Einsteiger haben generell große Vorbehalte gegenüber Kartenzahlung und empfinden sie oft als „Black-Box“. Man will zwar mitmachen, traut sich aber nicht aufgrund diffuser Vorbehalte und Unwissenheit. Die Einsteiger fürchten technische Störungen oder Ausfälle, „Knebelverträge“, die sie langfristig binden und undurchsichtige Preismodelle.
Die Wechsler sind in der mobilen Gastronomie am stärksten vertreten (zu 24 Prozent, zum Beispiel Event-Caterer, Food-Trucks, Imbisse). Sie haben oft schon seit längerem die Notwendigkeit erkannt, den Payment-Trends zu folgen. Sie halten es für den eigenen Geschäftserfolg für wichtig, ihren Kunden die Zahlungsmöglichkeiten anzubieten, die diese sich wünschen.
Die Experten sind in der stationären Gastronomie (71 Prozent, beispielsweise Restaurants, Cafés, Eissalons) und im Fachhandel (55 Prozent, Auto-Werkstätten, Friseur- und Kosmetiksalons, ModeBoutiquen, Schmuckhändler usw.) sehr präsent. Diese Gruppe sieht klar die faktischen Vorteile für ihr Business, routiniert mit Karten-
Commerz Globalpay zeigt die Vorteile integrierter Bezahllösungen für die Gastronomie
Digitale Payment-Lösungen helfen Gastronomiebetrieben, Abläufe effizienter zu gestalten und Wartezeiten beim Bezahlen zu reduzieren
zahlung umzugehen. Auf der Grundlage eines hohen Unternehmensgeists und ausgeprägter Technik-Affinität haben sie ihr Payment meist aus eigenem Antrieb optimiert und sind damit auch weitgehend zufrieden.
Bargeld und Rechnung bei kleinen Betrieben beliebt
Barzahlung bleibt in vielen Branchen dominant, insbesondere im Einzelhandel sowie in der stationären und mobilen Gastronomie. Kartenzahlung per girocard, Kreditkarte oder Debitkarte gewinnt jedoch zunehmend an Bedeutung, vor allem in technikaffinen Segmenten und bei jüngeren Kunden. Zahlung auf Rechnung ist ebenfalls verbreitet - hauptsächlich in Branchen mit geringer Terminalnutzung, wie etwa im Handwerk oder bei mobilen Dienstleistern. Als Vorteile der Kartenzahlung, zum Beispiel mit der girocard, sehen die befragten Händler die Aspekte Schnelligkeit, Bargeldreduzierung, geringeres Diebstahl-/Betrugsrisiko und die einfache Bedienung.
Bunte Vielfalt von Geldkassetten bis zu mobilen Terminals
Bei den Terminals und Kassensystemen gibt es quer durch die betrachteten Branchen eine große Ausstattungsvielfalt. Vor allem bei den Einsteigern, zum Beispiel dem mobilen Pizza- oder Kaffee-stand oder der ländlichen Gaststätte, findet man häufig noch offene Ladenkassen (kleine Geldkassetten mit Wechselgeld) oder Registrierkassen ohne POS-System. Der Großteil der Handwerker und mobilen Dienstleister hat gar keine Kasse und bietet nur Bezahlung auf Rechnung an.
Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen einfache Terminals, die nur für Kartenzahlungen genutzt werden können, ohne Anbindung an ein Kassensystem (POS-System). Diese Ausstattungsvariante nutzt vor allem die stationäre Gastronomie (54 Prozent). Jeder zweite Händler mit mobilem Verkaufsstand ist überzeugt, dass das Angebot von Kartenzahlung seinen Umsatz steigert. Mobile Terminals werden vor allem in der Gastronomie, an mobilen Verkaufsständen und im Einzelhandel eingesetzt. Daher plant rund jeder zehnte gastronomische Betrieb und rund jeder zehnte mobile Verkaufstand (überwiegend Wechsler und Experten), binnen Jahresfrist mobile Terminals mit oder ohne Anbindung an ein Kassensystem anzuschaffen.
Zur Studie: Befragt wurden insgesamt 524 Händler und Unternehmer, die Entscheider beim Thema Bezahlen am POS sind, und zwar aus den folgenden Branchen: stationärer und mobiler Einzelhandel, Handwerk, stationäre und mobile Gastronomie sowie mobile Dienstleistungen. Der maximale Jahresumsatz der ausgewählten Unternehmen beträgt bis zwei Millionen Euro. Sie gehören zu keiner großen Unternehmenskette und keinem Franchiseanbieter, bei denen die Zentrale über die akzeptierten Bezahlverfahren und die technische Geräteausstattung entscheidet.
SERVICE
• www.commerz-globalpay.com
• www.eurokartensysteme.de
• www.s-payment.com
Zukunft liefern – klimafreundlich und verlässlich
Der Klimaplan2050 von Transgourmet steht für Verantwortung, Partnerschaft und konkrete Maßnahmen entlang der gesamten Lieferkette. Als eines der nachhaltigsten Unternehmen der Branche setzen wir auf wissenschaftsbasierte Klimaziele – und unterstützen aktiv auch unsere Kunden und Partner auf ihrem Weg in eine klimafreundlichere Zukunft.
42 % weniger betriebliche Emissionen bis 2030
30 % weniger CO₂e in der Lieferkette (Scope 3)
Netto-Null-Emissionen bis 2050
Klimafreundliche Belieferung: Mit alternativen Antrieben, optimierten Touren und „Hamburg wird grüner“ – unsere Logistik-Initiative mit Biogas-LKW für emissionsarme Zustellung.
Was das für Sie bedeutet:
Mit uns setzen Sie auf einen Partner, der Nachhaltigkeit ganzheitlich denkt – von der Produktauswahl über die Logistik bis zur Zusammenarbeit im Grünen Netzwerk. Wir begleiten Sie bei der Umsetzung und Erreichung Ihrer Klimaziele, teilen Wissen, entwickeln Lösungen – und schaffen gemeinsam mit Ihnen eine zukunftsfähige Branche.
Transgourmet – wir handeln mit Genuss.
Aryzta Bauernspitz
Délifrance Buffetbrote 3er Mix
Vom Ofen auf den Teller
In der Gastronomie zählt Brot zu den unscheinbaren Konstanten – und doch zu den wirkungsvollsten Elementen am Tisch. Es begleitet, strukturiert und inszeniert. Moderne Backwaren verbinden dabei handwerkliche Anmutung mit funktionaler Logik und schaffen Lösungen für ein Segment, das gleichermaßen auf Qualität, Vielfalt und Effizienz setzt. Von Karolina Treder
Was dabei auffällt: Brot ist längst kein stiller Begleiter mehr, sondern Teil des Konzepts. Es steht am Anfang eines Menüs, prägt das Frühstückserlebnis und übernimmt im Snackgeschäft eine eigene Bühne. Damit steigen auch die Anforderungen an Sortimente, die mehr leisten müssen als reine Sättigung – gefragt sind Produkte, die optisch überzeugen, geschmacklich differenzieren und gleichzeitig im Küchenalltag zuverlässig funktionieren. Zwischen tiefgekühlter Vorbereitung und ofenfrischer Ausgabe entsteht so ein Markt, der klassische Backtraditionen mit den Abläufen moderner Profiküchen verbindet. Genau in diesem Spannungsfeld setzen aktuelle Produktentwicklungen an, die sowohl Vielfalt als auch Prozesssicherheit in den Mittelpunkt rücken.
Knusprige Krusten, eine offene, saftige Krume und das charakteristische Aroma von Natursauerteig prägen viele moderne Backwaren in der Gastronomie. Grundlage dafür sind handwerklich inspirierte Verfahren wie Sauerteigführung, Kochstücke, gequollene Saaten oder das Backen auf Steinplatten, die Geschmack, Textur und Aussehen entscheidend beeinflussen.
Ein Beispiel ist das dunkle Weizenbrötchen Bauernspitz von Aryzta, das mit NaturRoggensauerteig hergestellt wird. Das Produkt wird als tiefgekühltes, halbgebackenes Brötchen angeboten und ohne Antauen bei 180 bis 200 Grad Celsius in etwa zwölf bis 14 Minuten fertiggebacken. Auch das Baguette Rustique folgt dieser handwerklich geprägten Linie. Durch die Sauerteigführung entwickelt es einen intensiveren Geschmack mit leicht karamelligen Nuancen. Es wird ebenfalls tiefgekühlt und halbgebacken angeboten und lässt sich unter denselben Backbedingungen in kurzer Zeit fertigstellen. Ergänzend dazu zeigen die neuen Gourmetbrötchen unterschiedliche geschmackliche Profile durch gezielt eingesetzte Zutaten. Die KartoffelZwiebel-Brötchen, die Käse-Speck-Brötchen sowie die Walnuss-Feige-Brötchen werden ebenso tiefgekühlt und halbgebacken angeboten und sind für den schnellen Fertigbackprozess in der Gastronomie ausgelegt.
Mit der Finedor-Range erweitert Bridor sein Sortiment um im Steinofen vorgebackene Mini-Baguettes. Die Produktlinie umfasst verschiedene Varianten, darunter ein Finedor mit Urgetreiden (50 Gramm) auf Basis von Dinkelsauerteig sowie einer Mischung
aus Sesam, Sonnenblumenkernen, Amarant, roter Quinoa und Hirse. Ebenfalls neu ist das Finedor mit schwarzen Oliven und Thymian (50 Gramm), das mediterrane Aromen mit einer knusprigen Kruste und weicher Krume kombiniert. Die Finedor Ähre (40 Gramm) fällt durch ihre an eine Weizenähre angelehnte Form auf und basiert auf Weizensauerteig. Komplettiert wird die Range durch das Finedor Natur (45 Gramm), ein klassisches Mini-Baguette mit Weizensauerteig sowie einer ausgewogenen Balance aus knuspriger Kruste und lockerer Krume.
Délifrance stellt seine Neuheiten für den gastronomischen Einsatz in Form vielseitiger Brot- und Kleingebäckkonzepte vor, die auf Effizienz, Abwechslung und eine handwerklich anmutende Anmutung ausgerichtet sind. Im Mittelpunkt stehen dabei Sortimente, die unterschiedliche Geschmacksprofile bündeln und so den Einsatz Snackgeschäft erleichtern. So präsentiert Délifrance den Buffet-Brote 3er Mix, der die Sorten Semola, Dinkel und Körner in einem Mischkarton vereint. Außerdem umfasst das Sortiment verschiedene Brötchen-Mixkartons, die ebenfalls auf Vielfalt bei einfacher Handhabung setzen. Der Rustico Mix kombiniert unterschiedliche Mini-Formate wie Boules, Losanges und Knoten in hellen, dunklen
und körnigen Varianten. Der Petits Carrés Mix bietet quadratische Mini-Brötchen in unterschiedlichen Getreideausprägungen – von hell über vollkornbasiert bis hin zu besonders knusprigen Varianten. Der Micro Boules Rustiques 3er Mix ergänzt das Angebot um sehr kleine Brötchen in Natur-, Dunkel- und Dinkelrezepturen.
Skandinavisch inspirierte Backwaren bleiben auch in Deutschland gefragt. Neben Klassikern wie Zimtschnecken rücken dabei zunehmend traditionelle Spezialitäten aus Dänemark in den Fokus. Dazu zählen sogenannte Birkes – ein Frühstücksgebäck aus locker geschichtetem Blätter-Hefeteig, das mit Mohn bestreut wird. So bietet etwa Lantmännen Unibake das Gebäck unter der Marke Schulstad Bakery Solutions an. Die Produkte sind tiefgekühlt und können je nach Bedarf aufgebacken werden. Durch ihre Kombination aus knuspriger Kruste und luftiger Textur eignen sich Birkes für unterschiedliche Verzehranlässe. Das Gebäck kann sowohl süß als auch herzhaft belegt werden und eröffnet damit vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Mögliche Varianten reichen von Käse und Tomaten über Aufstriche wie Rote-Bete-Hummus bis hin zu Konfitüren, Schokocreme oder frischem Obst.
Auch Transgourmet baut sein Sortiment um verschiedene Bio-Backwaren aus. Neu sind unter anderem ein Bio Wachauerbrot sowie ein vorgebackener Bio-CiabattaMischkarton nach original italienischer Rezeptur. Die Weizenmischbrote sind in den Varianten Bio Weizenbrot, Bio Weizenbrot mit Oliven sowie Bio Weizenbrot mit Walnüssen erhältlich und werden durch Gewürze wie Kümmel, Koriander und Fenchel aromatisch abgerundet. Fertig gebackene Bio Kartoffelbrötchen mit Kartoffeln und Kartoffelflocken, Bio Dinkel-Vollkornbrötchen sowie eine Bio Mini-Brötchen-Mischkiste erweitern die Auswahl. Letztere umfasst die Sorten Bio Dreikornbrötchen, Bio Saatenbrötchen, Bio Sesambrötchen und Bio Kürbiskernbrötchen und bietet eine abwechslungsreiche Lösung für Frühstücksbüfetts, Snackangebote und die Menübegleitung.
activecut pure –ein Schnitt voraus
Mit der neuen, geschmiedeten Kochmesser-Serie activecut pure – Made in Germany – präsentiert Friedr. Dick die konsequente Weiterentwicklung seiner ActiveCut-Linie.
Modernes Design, präzise Verarbeitung und kompromisslose Funktionalität machen die neue Serie zum idealen Werkzeug für alle, die Präzision und Leidenschaft in der Küche vereinen. Die Klingen aus hochwertigem, rostfreiem Stahl überzeugen dank zweifachem Endabzug mit außergewöhnlicher Anfangsschärfe. Eine optimierte Härte von 56 HRC sorgt für langanhaltende Schneidleistung und einfaches Nachschärfen. Der Halbkropf ermöglicht die vollständige Nutzung der Schneide und das vollständige Nachschleifen der Klinge bis zum Griff.
Der ergonomische Vollkunststoffgriff ist spaltenlos mit der Klinge verbunden und bietet perfekte Balance, angenehme Haptik sowie maximale Hygiene. Neu ist der bewusste Verzicht auf ein Metallemblem im Griff – für einen reduzierten, modernen Look und ein harmonisch ausbalanciertes Gesamtbild. Alle Messer sind NSF-zertifiziert und erfüllen höchste internationale Standards für Sicherheit und Hygiene.
Ob Brot-, Office-, Universal-, Tranchier-, Koch-, Filetier-, Santoku- oder Ausbeinmesser: Die Serie deckt alle zentralen Anwendungen in der professionellen Küche ab. Für dauerhaft optimale Schärfe empfiehlt sich die Reinigung unter fließendem Wasser und das Abtrocknen mit einem weichen Tuch. Erhältlich ist die Serie ab sofort im Fachhandel. www.dick.de
Transgourmet Bio Wachauer
Lantmännen
Unibake Birkes
Vandemoortele präsentiert mit Fossette ein Brötchenkonzept für den Einsatz im wachsenden Sandwichgeschäft im AußerHaus-Markt. Gerade in Bäckereien, im Catering und in der Gastronomie zählen flexible, optisch ansprechende und zugleich einfach handhabbare Snacklösungen zu den zentralen Bausteinen des Angebots. Das runde, flache Brötchen der Marke Banquet d’Or wird im Steinofen gebacken und erhält durch einen Hauch nativem Olivenöl sowie eine leicht bemehlte Oberfläche seine charakteristische Struktur. Fossette ist auf vielfältige Sandwichkreationen ausgelegt und lässt sich sowohl klassisch
EINE FRISCHE IDEE
als auch modern belegen. Das Produkt kommt ohne Zusatzstoffe und ohne künstliche Farbstoffe aus und ist für eine vegane Ernährung geeignet.
Geschmack obendrauf Was macht aus einem guten Brot ein echtes Highlight auf dem Teller? Oft ist es nicht die Basis allein, sondern das, was sie begleitet. Ein Aufstrich kann vertraute Backwaren neu erzählen – mal mediterran, mal herzhaft, mal überraschend süß-würzig. Und plötzlich wird aus einem einfachen Brötchen ein Snack mit Charakter oder aus einem Stück Brot ein kleines Konzept für sich.
Wie sich Brot und Backwaren ideal in Szene setzen lassen, zeigt Mondelez mit Philadelphia anhand zeitgemäßer Snackideen für die Gastronomie. Dabei wird deutlich, wie sich mit wenigen Handgriffen aus klassischen Backwaren frische, abwechslungsreiche Konzepte entwickeln lassen.
Bagel Avocado Smash
Für zehn Portionen drei Avocados halbieren, entsteinen und das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Grob zerdrücken und mit Zitronensaft (10 Milliliter), Tabasco (10 Tropfen), Salz und Pfeffer abschmecken. Fünf hartgekochte Eier halbieren. Zehn Bagels quer halbieren und beide Hälften mit Philadelphia bestreichen. Die unteren Hälften mit Avocado, je einer Eihälfte sowie Brunnenkresse und Shiso-Kresse belegen. Vor dem Servieren mit etwas Olivenöl beträufeln und mit Salz sowie frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Oberen Bagel aufsetzen und servieren. Tipp: Mit fein geschnittenem Schnittlauch bestreuen.
www.mondelez-professional.de
Gerade in der Gastronomie, wo Tempo, Konstanz und Vielfalt gleichzeitig gefragt sind, rücken solche Komponenten stärker in den Mittelpunkt. Wie lässt sich Geschmack variieren, ohne den Aufwand in der Küche zu erhöhen? Und wie entsteht Abwechslung, ohne das Sortiment zu überladen? Aufstriche, Cremes und Saucen liefern hier einfache Antworten – und viele neue Möglichkeiten.
Mit vier neuen mediterran inspirierten Aufstrichen erweitert die Feinkostmarke Beeck von Deutsche See ihr Sortiment für den Einsatz rund um Brot- und Backwaren in Gastronomie. Zum Sortiment zählen ein Paprika-Chili-Pesto mit Ajvar, roter Paprika und Mandeln, ein Käse-Tomaten-Aufstrich mit Hartkäse, Tomatenflocken sowie Knoblauch und Petersilie sowie die Varianten Hirtenkäse-Paprika auf Basis von Creme Fraîche und Ajvar und Hirtenkäse-Honig für süß-herzhafte Geschmackskombinationen. Die Produkte sind in Ein-KilogrammSchalen erhältlich und als gebrauchsfertige Lösungen konzipiert. Sie eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur abwechslungsreichen Gestaltung von Frühstücks- und Brunchangeboten sowie von Sandwich-, Snackund Büfettkonzepten.
Unter dem Motto „Brot nach Ihrem Geschmack“ stellt Hügli Food Service gemeinsam mit den Marken Tutto Gusto und Bresc Konzepte für den Einsatz von Brotund Backwaren in der Gastronomie vor. Im
Beeck Aufstriche
Bresc Alioli Clásico
Vandemoortele Banquet d’Or Korn Fossette
Mittelpunkt stehen mediterrane Antipasti, Aufstriche und Cremes, die sich für die Zubereitung von Snacks, Frühstücksangeboten oder Sharing-Gerichten eignen. Zum Sortiment von Tutto Gusto gehören unter anderem Crema di Peperoni, Crema di Olive Kalamon, Caponata und Pesto di Pistacchio. Ergänzt wird das Angebot durch Produkte von Bresc, die als Basis für Dips und Aufstriche eingesetzt werden können, darunter Bresc Gremolata sowie eine Soy & BlackGarlic Mayo. Die verschiedenen Komponenten ermöglichen eine vielfältige Gestaltung von belegten Broten, Focaccia, Tramezzini und weiteren Backwarenangeboten.
Unilever Food Solutions stellt passend dazu unter der Marke Hellmann’s drei neue Variety-Saucen in den Sorten Aioli, Tartar und Cocktail vor. Die Produkte sind auf den Einsatz in professionellen Küchen ausgelegt und sollen eine schnelle, konsistente Verfeinerung unterschiedlicher Gerichte ermöglichen. Die Aioli-Sauce bringt eine cremig-knoblauchige Note in warme und kalte Anwendungen. Die Tartar-Sauce kombiniert Gewürzgurken, Zwiebeln und Petersilie. Die Cocktail-Sauce ist vielseitig konzipiert und findet unter anderem Verwendung in Bowls oder Sandwiches. Alle drei Varianten sind in Drei-Liter-Gebinden erhältlich.
Als ein Extra on Top eignet sich auch der Rührei-Snack Snegg von Eipro, welches das Segment rund um Brot- und Backwaren um eine proteinreiche Ei-Komponente für Frühstücks- und Snackkonzepte ergänzt. Die tiefgekühlte Rühreiportion im 75-Gramm-Format ist für den direkten Einsatz konzipiert und lässt sich ohne großen Vorbereitungsaufwand erhitzen und servieren. Sie eignet sich insbesondere für belegte Brötchen, Sandwiches oder Snack-Brote im To-go- und Frühstücksgeschäft. Das Produkt ist glutenfrei, ovolacto-vegetarisch und wird in Einheiten zu zehn Stück angeboten.
Gemüse rückt in der modernen Profiküche immer stärker in den Fokus. Für Heiko Antoniewicz ist das kein Trend, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der Küche. Gemeinsam mit Milram Food-Service zeigt er, wie Gemüse sein volles Potenzial entfalten kann – und wie Milchprodukte als bewusst eingesetzter Gegenspieler für Spannung, Balance und neue Genussmomente sorgen.
Im Zusammenspiel mit Cajun Spice, Rahm und Käse entsteht aus der Süßkartoffel ein modernes Gratin mit kräftiger Würze und cremiger Struktur
Heiko Antoniewicz zeigt, wie aus einfachen Zutaten wie der Karotte durch präzise Zubereitung und Kontraste ein vielschichtiges Gericht entsteht
Sanft gegart und bewusst im Ganzen serviert, zeigt die Karotte ihr volles Aromenspektrum in Kombination mit einer cremigen Begleitung
Gemüse im Rampenlicht
In der modernen Küche ist Gemüse mehr als eine Beilage – es steht im Mittelpunkt vieler Gerichte. Für Heiko Antoniewicz ist das längst gelebte Praxis: „Gemüse ist unglaublich vielseitig. Entscheidend für mich ist ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln: Bevor ich Gemüse verarbeite, erfasse ich es mit allen Sinnen. So bekomme ich ein Gefühl für Texturen und Aromen und kann diese gezielt einsetzen.“
Antoniewicz holt Gemüse bewusst in die Tellermitte – und zeigt am Beispiel der Karotte, wie viel Potenzial darin steckt. Als optisches Highlight bringt er die ganze Karotte samt Grün auf den Teller: Mit Butter vakuumiert, schonend im Wasserbad gegart und mit Rosenblättern veredelt, ergibt sich eine spannende Aromatik. Wie facettenreich die Karotte ist, zeigt der Profi mit einem Püree aus Fingerkarotten in vier Farben. Durch kontrolliertes, langsames Garen entwickelt das Wurzelgemüse eine konzentrierte Süße. Als Gegenpol dazu eignet sich würziger Quark ideal. Cremig aufgeschlagene Milram Sour Cream verfeinert Antoniewicz mit Salz und etwas Palmzucker. In der Arbeit mit Gemüse sieht der Impulsgeber auch einen praktischen Vorteil: „Speisekarten können rein vegetarisch entwickelt werden, während Fleisch und Fisch als Beilagen geführt werden. So können Profis flexibler auf die Wünsche der Gäste eingehen.“
Kartoffelklassiker neu gedacht
Ein Lebensmittel, mit dem Antoniewicz besonders gerne arbeitet, ist die Kartoffel. Für ihn ist sie multifunktional einsetzbar: Kartoffelwasser nutzt er gezielt als emulgierende Basis für Dressings, geröstete Schalen liefern Bitterstoffe und Tiefe, selbst vermeintliche Nebenprodukte werden so zu eigenständigen Geschmacksträgern. Wie einfach sich das Gemüse modern interpretieren lässt, zeigt der Profi mit einem vegetarischen „KartoffelDöner“: Knusprige Kartoffelrösti werden mit Wildkräutersalat und Milram FrühlingsQuark gefüllt. Im Inneren eingesetzt – statt klassisch als Topping – sorgt der Quark für ein neues Genusserlebnis. Er bringt Frische ins Gericht und setzt einen cremigen Kontrast zu knusprigen Rösti und knackigem Salat.
Auch Süßkartoffeln setzt Antoniewicz gerne ein – zum Beispiel als Gratin mit Cajun Spice, Rahmsoße und Weizengras-Sud. Der Gouda-Mozzarella-Mix von Milram Food-Service übernimmt in diesem Gericht gleich zwei Funktionen: Innerhalb des Gratins sorgt er für Cremigkeit und Bindung, als Topping bildet er eine goldbraune Kruste mit feiner Würze. „Raspelkäse wird oft nur aufs Überbacken reduziert, dabei steuert er Mundgefühl, Röstaromen und damit den gesamten Charakter eines Gerichts“, so Antoniewicz. Neu inszenieren lässt sich auch der Klassiker Mozzarella: Anstatt den Käse
Die Produkte von Milram Food-Service decken ein breites Anwendungsspektrum in der Profiküche ab
IMMER DER PASSENDE KÄSE
Ob zum Gratinieren, für Saucen oder cremige Füllungen: Der Raspelund Würfelkäse von Milram Food-Service wurde speziell für den professionellen Einsatz entwickelt und ist vielfältig einsetzbar. Milram Mozzarella geraspelt sorgt beispielsweise für eine gleichmäßige Bräunung und unterstreicht den Geschmack der Grundzutaten. Für mehr Würze kommt der Milram Gouda-Mozzarella-Mix zum Einsatz: Die Mischung kombiniert fein-würzigen Gouda mit exzellentem Schmelz und eignet sich ideal für eine appetitliche, goldene Bräunung. www.milram-food-service.de
kalt zu servieren oder zum Gratnieren einzusetzen, liegt der Reiz im gezielten Temperaturspiel. So werden sanft temperierte Milram Mozzarella Würfel, mariniert in Zitronenzeste und Olivenöl, zur perfekten Begleitung von geröstetem Blumenkohl.
Regionalität neu entdecken
Gerade in regionalen Gemüsesorten sieht Antoniewicz ein großes Zukunftsthema: „Wir haben viele Lebensmittel direkt vor unserer Haustür, von denen wir gar nicht wissen, dass wir sie nutzen können. Zum Beispiel Raps: In seiner Struktur und Aromatik lässt er sich ganz ähnlich einsetzen wie Brokkoli oder Spargel.“
Heimische Klassiker wie Petersilienwurzel, Wirsing oder Rote Bete bieten charakteristische Aromen und sind vielseitig einsetzbar. In einer Cremesuppe kombiniert der Profikoch die leicht nussige Aromatik von Schwarzwurzeln mit geflämmter Makrele. Milram Kochcreme trägt mit ihrer hohen Bindekraft zur cremigen Konsistenz bei und verbindet den erdigen Geschmack der Schwarzwurzel mit den Rauchnoten des Fisches. Die Suppe wirkt vertraut und gleichzeitig modern. Für Antoniewicz liegt genau darin die Zukunft: Lebensmittel verstehen, ihr Potenzial ausschöpfen – und aus Vertrautem etwas Neues entwickeln.
IMPULSGEBER MIT PRAXISNÄHE
Heiko Antoniewicz ist bekannt für seinen innovativen Umgang mit Lebensmitteln, seine Expertise in Sensorik und seine Fähigkeit, komplexe Techniken in praxistaugliche Konzepte zu übersetzen. Als Autor, Berater und Impulsgeber arbeitet der renommierte Koch eng mit der Gastronomie zusammen und vermittelt sein Wissen in Seminaren und Workshops. www.antoniewicz.org
Sommerbrise im Glas
Ob Bar, Bier oder Softdrink – alkoholfreie Produkte prägen zunehmend die Sommersaison. Im Fokus stehen authentische Geschmacksprofile und vielseitige Genussmomente. Die aktuellen Neuheiten auf einen Blick. Von Karolina Treder
DARF ALKOHOLFREI SAGEN, WAS ES IST?
Alkoholfreie Spirituosenalternativen boomen. Doch wie Hersteller ihre Produkte kennzeichnen dürfen, wird derzeit rechtlich geklärt. Das OLG Hamburg entschied im April 2026, dass distanzierende Bezeichnungen wie „This is not Gin“ gegen Art. 10 Abs. 7 der EU-Spirituosenverordnung verstoßen. Art. 12 untersagt zudem Anspielungen auf geschützte Spirituosenkategorien wie etwa „American Malt“ bei Whisky. Auslöser war eine Klage des Schutzverbandes der SpirituosenIndustrie gegen den Hamburger Hersteller Undone in Bezug auf drei Produkte. Dabei geht es um mehr als Namensrecht: Hersteller wie etwa Undone produzieren durch aufwendige Dealkoholisierung echter Spirituosen, andere komponieren ihre Produkte lediglich aus Essenzen und Aromen. Ob Konsumenten und Gäste darüber informiert werden dürfen, klärt nun der BGH. Bis zur BGHEntscheidung darf Undone seine Produkte weiterhin so benennen und vermarkten wie bisher. www.itsundone.com www.bundesgerichtshof.de
Für die Sommersaison erweitert Bionade seine Premium-Eistee-Range um die neue Sorte Granatapfel. Das Bio-Sortiment umfasst damit die Varianten Pfirsich, Zitrone und Granatapfel. Die Neuheit kombiniert eine intensiv-fruchtige mit einer leicht herben Note. Wie alle Bionade-Eistees wird auch Granatapfel aus 100 Prozent Bio-Rohstoffen hergestellt und enthält Tee-Extrakte sowie Bio-Fruchtsaft. Die Rezeptur kommt ohne künstliche Aromen und Süßungsmittel aus, ist zuckerreduziert und nicht kohlensäurehaltig. Auch das Limonadensortiment wächst weiter: Mit Holunderblüte ergänzt Bionade die bestehende Holunder-Variante um eine florale Alternative auf Basis von Bio-Holunderblüten. Die Limonade überzeugt mit leichter Frische und einer dezenten Süße. Im Gegensatz zur fruchtigeren klassischen Holunder-Limonade setzt Holunderblüte auf eine feinere, blumige Geschmacksnote. Auch hier kommen ausschließlich Bio-Zutaten sowie das markentypische Brauverfahren zum Einsatz. Zudem enthält die Neuheit weniger Zucker.
Fotos: Die genannten Unternehmen, Klaus Arras (Staatl. Fachingen)
Die Rezeptur des neuen Krombacher Spezi Zero der Krombacher Brauerei orientiert sich geschmacklich an der klassischen SpeziVariante, wurde jedoch speziell für die zuckerfreie Ausführung entwickelt. Dazu ist es kalorienarm und verzichtet auf Aspartam. Optisch bleibt die neue Variante dem bekannten Erscheinungsbild der Krombacher-Spezi-Range treu. Schwarze Designelemente kennzeichnen die Zero-Ausführung und sorgen für eine klare Differenzierung innerhalb des Sortiments.
Schweppes stellt einen neuen Filler vor: Den Bitter Pink Grapefruit Im Mittelpunkt steht der Geschmack sonnengereifter Pink Grapefruits, kombiniert mit spritziger Frische, feiner Bitterkeit und einer dezenten Salznote. Die Rezeptur mit 9,8 Prozent Fruchtsaft – davon sechs Prozent Pink Grapefruit und 3,8 Prozent Zitrone – sorgt für ein klar definiertes Geschmacksprofil mit fruchtiger Süße und ausgewogener Bitterkeit. Pur auf Eis überzeugt das Produkt durch seine klare Aromatik, im Mix eröffnet es vielseitige Einsatzmöglichkeiten für moderne Drinks.
Auch Proviant ergänzt sein Angebot um eine Bio-Limonade Limette-Minze. Die Kombination aus Limette und Minze sorgt für ein ausgewogenes, erfrischendes Geschmacksprofil, das sich bewusst von stark süßen Limonaden absetzt. Grundlage sind ausschließlich Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau sowie eine bewusst reduzierte Rezeptur, bei der der natürliche Geschmack im Vordergrund steht.
granini bietet ein breit gefächertes Sortiment alkoholfreier Getränke, das von klassischen Erfrischungsgetränken bis hin zu servierfertigen Mocktails reicht. Zum Angebot gehören unter anderem Schorlen in Sorten wie Apfel naturtrüb und Rhabarber, Eistees in den Varianten Pfirsich und Zitrone sowie die Limonadenlinie „die Limo“ mit verschiedenen fruchtigen Geschmacksrichtungen. Ergänzt wird das Sortiment durch die Limo Spezial Cola Orange und hohes C Vitamin Water. Einen Schwerpunkt setzt granini zudem
WOW-EFFEKT IM HANDUMDREHEN
Alkoholfreie Drink-Kreationen reichen heute von aromatischen AperitifAlternativen bis hin zu leichten Wellnesscocktails auf Wasserbasis. Während Drinks wie Déjà-Vu Alkoholfrei für komplexe, fruchtig-bittere Aromen stehen, setzen Rezepturen mit Staatl. Fachingen auf eine besonders erfrischende, mineralische Basis für unkomplizierten Genuss.
auf alkoholfreie Cocktailalternativen. Die Mocktail-Range umfasst die servierfertigen Varianten Nøjito, Nøpaloma und Nøcello Spritz, die bekannte Cocktailklassiker alkoholfrei interpretieren. Die Produkte sind als Ready-to-Drink-Lösungen konzipiert und sollen eine einfache Integration alkoholfreier Cocktailangebote in die Getränkekarte ermöglichen.
Déjà-Vu & The Raspberry
Ein Wein- oder Aperitifglas mit Eiswürfeln füllen. Déjà-Vu Alkoholfrei (50 Milliliter) und Soda Libre The Raspberry (100 Milliliter) dazugeben und vorsichtig umrühren. Anschließend mit frischen Himbeeren und einer Zitronenzeste garnieren.
Exotica
Mango- und Kokos-Sirup (jeweils zwei Zentiliter), Zitronensaft (zwei Zentiliter), Orangensaft (vier Zentiliter) und Maracujasaft (drei Zentiliter) in den Shaker geben. Das Ananaspüree (vier Zentiliter) ebenfalls hineingeben und mit Staatl. Fachingen Medium (fünf Zentiliter) auffüllen. Etwas schütteln, dann durch ein Sieb abgießen. Zusammen mit ein bis zwei Zentiliter pasteurisiertes Eiweiß (Flüssigeiklar) erneut in den Shaker geben und schütteln. Drei bis vier Eiswürfel in ein Longdrinkglas geben und den Mix aus dem Shaker aufgießen. Mit Orangenzesten und Minzestängeln dekorieren.
granini
Mocktails
Das gewisse Extra Alkoholfreie Drinks müssen heute geschmacklich keine Kompromisse mehr eingehen. Produktneuheiten setzen heute darauf, den typischen Charakter klassischer Spirituosen und Bierstile möglichst authentisch abzubilden – ganz ohne Prozente.
QUALITÄT IM GLAS
Die Underberg Gruppe bietet mit Pitú 0.0% und den Riemerschmid Bar-Sirupen Produkte für unterschiedliche Einsatzbereiche in Gastronomie und Bar. Das Pitú 0.0% basiert auf Original-Pitú, dem in einem schonenden Verfahren der Alkohol entzogen wird. Es eignet sich als Basis für alkoholfreie Varianten
klassischer Cachaça-Drinks wie Caipirinha oder Brazilian Mojito sowie für fruchtige Longdrinks mit tropischen Aromen. Ergänzend dazu bietet Riemerschmid ein breites Sortiment an Bar-Sirupen, unter anderem für Mocktails und weitere alkoholfreie Getränkekonzepte. Das Portfolio umfasst der-
Die Eisform im Glas beeinflusst weit mehr als die Temperatur. Im Interview erläutert Kai Hader, Direktor Hoshizaki Deutschland, wie Qualität, Klarheit und Form von Eis Geschmack, Präsentation und Gästeerlebnis prägen.
Welche Unterschiede machen Eisqualität und Eisform konkret im Glas – etwa bei Geschmack, Optik und Verdünnung von Getränken? Eis macht den Unterschied – im Glas und im Geschmack. Form, Qualität und Klarheit entscheiden maßgeblich über das Trinkerlebnis. Unser klares, eckiges Würfeleis bietet das optimale Verhältnis von Masse zu Oberfläche: maximale Kühlleistung bei minimaler Verwässerung. Das Ergebnis – Drinks bleiben länger perfekt temperiert und behalten ihren vollen Charakter. Gleichzeitig sorgt die hohe Klarheit für eine brillante Optik im Glas. Denn Eis ist kein Nebendarsteller, sondern ein zentraler Bestandteil des Drinks: Würfeleis und Kugeln bieten stabile Temperatur, kontrollierte Verdünnung und sind ideal für Cocktails und Longdrinks. Nuggeteis erzeugt eine schnellere Verdünnung und ist für leichte, erfrischende Drinks wie Mojito oder Caipi die richtige Wahl. Entscheidend ist auch die Reinheit: Nur neutrales, klares Eis bewahrt die Integrität des Getränks – optisch wie geschmacklich. Gutes Eis hebt jeden Drink auf ein neues Level.
Warum braucht die Gastronomie unterschiedliche Eisformen – und welche Rolle spielt diese Vielfalt für Qualität, Getränkekonzept und Gästeerlebnis?
Unterschiedliche Eisformen sind kein „Nice-to-have“, sondern ein echter Qualitätshebel in der Gastronomie. Jede Form erfüllt einen klaren Zweck im Drink – und zahlt direkt auf Geschmack, Optik und Gästeerlebnis ein. Große Würfel oder Kugeln schmelzen langsam – perfekt für hochwertige Spirituosen oder Signature-Drinks, bei denen Stabilität und Geschmack im Fokus stehen. Kleinere Formen wie Nuggeteis kühlen schnell und sorgen bewusst für mehr Verdünnung – ideal für frische, leichte Drinks. Ein gutes Getränk lebt vom perfektem Matching im Getränkekonzept. Die Eisform ist Teil der Rezeptur. Ein Premium-Whisky „funktioniert“ anders als ein Mojito – und braucht entsprechend das passende Eis. Wer hier differenziert, hebt die Drinkqualität sichtbar an. Genauso ist die Optik ein Erlebnisfaktor. Klar geformtes Eis wirkt hochwertig, unterstreicht die Präsentation und macht den Drink „instagrammable“. Das Auge trinkt mit – und genau hier entsteht emotionale Bindung zum Gast. Eis beeinflusst, wie sich ein Drink anfühlt: langsam schmelzende Würfel für ruhigen Genuss vs. knakkiges Nuggeteis für erfrischende Leichtigkeit. Wer bewusst mit Eisformen arbeitet, zeigt Kompetenz. Das wird vom Gast wahrgenommen – und rechtfertigt höhere Preise sowie ein differenziertes Getränkekonzept und hat somit wesentlich Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit. Die richtige Eisform macht aus einem guten Drink ein durchdachtes Erlebnis – konsistent, hochwertig und genau auf den Gast abgestimmt.
Welche Entwicklungen gibt es aktuell bei Hoshizaki, um Eis nicht nur effizienter, sondern auch präziser auf unterschiedliche Einsatzbereiche (Cocktails, Softdrinks, alkoholfreie Drinks) abzustimmen?
Hoshizaki bietet bereits seit vielen Jahren ein großes Portfolio an Eisbereitern für Würfel-, Kugel-, Nugget-/Flocken- und CrescentEis für unterschiedlichste Zwecke und Einsatzgebiete. Auch die verschiedenen Produktionskapazitäten der Maschinen sind darauf abgestimmt, Eis als präzise definierte Zutat einsetzen zu können.
Welche technologischen Faktoren in Ihren Eismaschinen sind entscheidend dafür, dass Eis in gleichbleibend hoher Qualität produziert wird (Klarheit, Härte, Form)?
Bei Hoshizaki liegt die gleichbleibend hohe Eisqualität nicht an einem einzelnen Feature, sondern am Zusammenspiel mehrerer technologischer Faktoren entlang des gesamten Gefrierprozesses. Diese greifen wie eine Prozesskette ineinander und steuern gezielt Klarheit, Härte, Formgenauigkeit und Reproduzierbarkeit. Ein zentrales Hoshizaki-Prinzip ist die Produktion von Würfeleis in einzeln abgegrenzten Zellen (Closed Cell System): Jedes Eisstück gefriert separat und kontrolliert bei tieferen Temperaturen als in herkömmlichen Eisbereitern oder einem Tiefkühlschrank. Das Wasser wird über einen Spülprozess in einzelne Formen gespült. Dieser Spülprozess verhindert während des Gefrierens die Entstehung von Trübungen. Während des Gefrierens ist das Wasser von allen Seiten gleichmäßig eingeschlossen und die Ausdehnung wird physikalisch „gelenkt“. Das sorgt für besonders reines, hartes und langsam schmelzendes Würfeleis. Die RS 485 Schnittstelle ermöglicht das Auslesen von Betriebsdaten, um die Maschinenzustände zu überwachen sowie eine optionale UVC-Reinigung in der IM CUBE-Serie für zusätzliche Hygienesicherheit und Wartungsreduzierung sorgt.
Gerade im Sommer steigen Nachfrage und Druck auf die Eisversorgung stark. Welche Lösungen bietet Hoshizaki, um Qualität und Verfügbarkeit auch bei Spitzenlast zu sichern?
Um Spitzenlasten im Sommer sicher zu meistern, setzt Hoshizaki auf ein perfekt abgestimmtes Gesamtpaket aus Leistung, Bevorratung und Betriebssicherheit. Skalierbare Eisleistung: Unsere Geräte liefern zuverlässig 24/7 – je nach Modell mehrere hundert Kilogramm Eis pro Tag. So bleibt die Versorgung auch in Stoßzeiten stabil. Intelligente Bevorratung: Hochisolierte Vorratsbehälter (integriert oder modular) minimieren Abschmelzen und sichern die Verfügbarkeit – ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Individuelle Auslegung: Unser Außendienst unterstützt bei der optimalen Geräteauswahl – passgenau für Bedarf und Konzept. Maximale Betriebssicherheit: Wasserfilter, Wartung durch Servicepartner und ein starkes Ersatzteilnetz sorgen dafür, dass Anlagen zuverlässig laufen – auch unter Volllast. Hoshizaki denkt Eisversorgung ganzheitlich – für konstante Qualität und maximale Verfügbarkeit, selbst wenn es richtig heiß wird. www.hoshizaki.de
Kai Hader, Direktor Hoshizaki Deutschland
zeit 24 Sorten und reicht von fruchtigen Varianten wie Cranberry, Maracuja oder Rhabarber bis hin zu Kaffee-Sirupen. Die Sirupe sind auf eine gute Löslichkeit und Mixbarkeit ausgelegt und können sowohl für kalte als auch warme Ge tränke eingesetzt werden.
Wer statt Mocktails, Longdrinks oder alkoholfreien Cocktail-Alternativen lieber zu einem klassischen Bier greift, findet ebenfalls neue Optio nen im Markt. Neu im Sortiment ist hier das Helle Pülleken 0,0% der Brauerei C. & A. Veltins. Das Helle Pülleken 0,0% orientiert sich geschmacklich am Original und setzt auf einen milden, süffigen Charakter. Helle Malznoten und eine fein-fruchtige Hopfung sorgen für ein ausgewogenes Geschmacksprofil und einen erfrischenden Eindruck. Die alkoholfreie Variante bleibt damit stilistisch nah am klassischen Hellen Pülleken und richtet sich an Konsumenten, die auf Alkohol verzichten möchten, ohne auf den typischen Biergeschmack zu verzichten.
SERVICE
• www.bionade.com
• www.dejavu-aperitif.de
• www.fachingen.de
• www.granini.com
• www.krombacher.de
• www.proviant.de
• www.schweppes.de
• www.semper-idem-underberg.com
• www.veltins.de
Veltins
Pitú 0.0%
Doppelt hält besser!
Zu viele Köche verderben den Brei, heißt es so schön. Dass dem nicht immer so ist, beweisen die beiden gelernten Köche
Marc Bürkle und Uwe Link mit ihrem Weinprojekt Doppelgarage. Manchmal hält es eben doppelt besser! Von Ronny Weber
Der ungewöhnliche Name des Weinguts ist der Tatsache geschuldet, dass die ersten Weine in der Varnhalter Doppelgarage von Bürkle entstanden. In dem beschaulichen Teil von Baden-Baden, wo noch vor einiger Zeit das galische Dorf der badischen Riesling-Revolution blüte, sind die beiden Freunde heute leider einer der wenigen verbliebenen Weinbaubetriebe.
WEINGUT DOPPELGARAGE
Inhaber: Marc Bürkle & Uwe Link | Kellermeister: Marc Bürkle & Uwe Link | Rebfläche: 0,7 Hektar | Gründung: 2020 | Region: Baden | Ortenau | Rebsorten: Riesling, Pinot Noir, Merlot, | Weinbau: nach biodynamischen Richtlinien – nicht klassifiziert www.doppelgaragevarnhalt.de
der Garagenwinzer beschreiben werden kann. „Der Wein macht sich selbst. Keine Schönung, keine Filtration. Rosé, Orange-Wein, Riesling, Merlot, Pinot Noir, Tresterbrand, das sind unsere Produkte. Wir lassen die Natur arbeiten.“ Alle Weine werden spontan vergoren und verbleiben lange auf der Vollhefe.
An dem eigenständigen Stil der Weine hat sich dadurch, Gott sei Dank, nichts geändert. Low Intervention, Handarbeit und schonende Weinbereitung sind die Schlagworte, mit denen die Arbeit VERKOSTUNGSNOTIZEN
Das Ergebnis sind Weine für Langsamtrinker und solche, die Weine mit Ecken, Kanten sowie schmeckbarer Herkunft schätzen. Ich empfehle beim Genuss der Linie „handgemacht“ große Gläser und einen Dekanter zu verwenden. Denn etwas Luft tut diesen Weinen sehr gut.
Landwein aus Überzeugung
Bekanntermaßen tun sich die staatlichen Qualitätsorgane in Baden mit dieser Art Wein immer etwas schwer. Die beiden haben sich daher von Anfang an dazu entschieden, die Weine als Landwein abzufüllen, um sich den Gang nach Canossa zu ersparen.
Auf gerade einmal 0,7 Hektar Rebfläche stehen die Reben der Nebenerwerbswinzer. Hauptberuflich betreibt Uwe Link den Löwen-
2024ER „VIER SECHS EINUNDFÜNFZIG“ RIESLING
Das ist ein wunderbar schnörkelloser Riesling. Feine Zitrusnoten, Thymian, Sauerampfer. Am Gaumen sehr klar, präzise, saftig und mit einer erfrischenden Säure. 100 Prozent Riesling mit viel Trinkfluss, Energie und richtig Spaß im Glas.
2024ER „HANDGEMACHT“ RIESLING
Leuchtendes Strohgelb. Noch etwas jugendliche Nase mit Noten von grünem Tee, Wildkräutern, Apfelschale und Pfirsichkern. Am Gaumen nussig, phenolisch mit viel Extrakt, Kraft und Tiefe. Dabei ist die Säure so lebendig, dass der Wein schlank und saftig bleibt. Fein mineralische Salzspur und knackige Zitrusfrucht führen in ein langes Finish. Großer Wein!
2023ER „HANDGEMACHT“ RIESLING
Intensives Strohgelb. Gesetzte, reife Nase mit Aromen von gelbem Apfel, Reneklode, Apfelmost, weißem Pfeffer, Minztee und geröstetem Salbei. Ein wildwürziger, eigenständiger Wein mit viel Zug, Saft und feinem Schmelz. Phenolische Kernigkeit mit feinen Gerbstoffen und stützendem Säurekorsett. Großartige Handschrift, viel Charakter und nichts für hastige Schnelltrinker. Ein Riesling, der sich auch dekantiert und im großen Glas sehr wohlfühlt.
Fotos: Doppelgarage
Steile Lagen, alte Reben und viel Handarbeit: Die Weinberge in Varnhalt bilden die Grundlage für die eigenständigen Weine der Doppelgarage
bräukeller im nahegelegenen Karlsruhe, während Marc Bürkle beim Südwestfunk seine Brötchen verdient. Die Liebe zum Wein verbindet die beiden, kam zugegebenermaßen aber erst über den schieren Genuss. Hier im Baden-Badener Rebland löste sich allerdings vor einigen Jahren die örtliche Winzergenossenschaft auf. So wurde der Weg frei, dass die Freunde an Parzellen in den Lagen Sommerhalde, Klosterbergfelsen, Sonnenberg und dem Büschelberg kamen. Das war die Chance, um den Traum vom eigenen Weingut Realität werden zu lassen. Die bis zu 55 Jahre alten Reben bieten beste Voraussetzungen für komplexe und lagerfähige Weine, wie sie es sich für ihren Weinstil vorgestellt hatten. Die steilen Lagen werden in arbeitsintensiver Handarbeit und unter Berücksichtigung biodynamischer Prinzipien bewirtschaftet. Die Männer wissen, dass ein guter Wein nur im Weinberg entstehen kann. Im Keller wird unter minimaler Intervention das Traubengut dann „nur noch“ veredelt. Dabei sind Bürkle und Link keine esoterischen Spinner, sondern überzeugte Biodynamiker aus Respekt vor ihrer Heimat und deren Zukunft. Die Weine
Marc Bürkle (links) und Uwe Link produzieren mit ihrem Projekt Doppelgarage charakterstarke Naturweine
strotzen vor Energie, Vitalität und spiegeln klar die Region wider. Sie sind großartige Speisebegleiter und sehr langlebig. Sicher nicht everybody’s Darling, sondern Weine, die wie die Weinmacher selbst echte Charakterköpfe sind und durchaus polarisieren können. Die beiden badischen Sturköpfe bleiben sich und ihrem Stil aber hoffentlich trotz aller Widrigkeiten am Markt und der Region weiter treu. Noch ein Weingut weniger wäre für Varnhalt ein herber Verlust. Die Weine der beiden Quereinsteiger sind jedenfalls einen Versuch wert. Am besten kaufen Sie direkt jeweils zwei Kisten von jeder Sorte, denn doppelt hält es ja bekanntlich besser!
Ronny Weber
2023ER „HANDGEMACHT“
PINOT NOIR
Ein sichtlich unfiltrierter Spätburgunder, der gleich richtig aufdreht und mit seinen reifen, warmen Noten viel zu „erzählen“ hat. Aromen von Zwetschgenröster, Tollkirsche, Fichtensprossen, Blutorange, schwarzem Pfeffer und etwas Kakaobruch ergeben ein ebenso spannendes wie komplexes Bukett. Auch am Gaumen hat der „handgemacht“ ordentlich Zug und Druck. Sehr gute Balance und tolles Spiel zwischen Frucht und Säure. Die reifen Gerbstoffe geben dem Wein ein ordentliches Rüstzeug. Der Wein bleibt dennoch fokussiert, straff und präzise, ohne zu überpowern. Der Abgang zeigt eine sehr gute Länge und Potential.
Der Sommelier und Weinakademiker
Ronny Weber arbeitet nach Stationen wie Hotel Ritter (Durbach) oder Cliveden House Berkshire heute als selbstständiger Weinberater. In seiner Kolumne stellt er junge, unabhängige Weingüter vor, die bereits Weine von außergewöhnlicher Qualität produzieren, aber noch auf nur wenigen Weinkarten vertreten sind.
Die Bar als Sehnsuchtsort
Die Bar ist mehr als ein Ort für Cocktails – sie ist Treffpunkt, Rückzugsort und Erlebnisraum zugleich. Entscheidend für ihre besondere Anziehungskraft ist das Zusammenspiel von Atmosphäre, Design und Komfort. Von Silvia Geuker
Ein langer Arbeitstag, anstrengende Meetings, herausfordernde Verhandlungen. Stilvoll essen gehen und dann? – Ab an die Bar! Warum ist eigentlich die Bar so ein Sehnsuchtsort? Ganz gewiss nicht nur wegen der Drinks. Sie ist ein Ort zum Abschalten, zum Plaudern, zum Entspannen. Sie ist ein gesellschaftlicher Treffpunkt und oft der
erste Anlaufpunkt für einen Begrüßungsdrink oder den Ausklang eines Abends. Die Bar fördert das Networking und bietet eine lockere Atmosphäre für Gespräche. Für ein Treffen mit besten Freunden ist die Bar der Wohlfühlort schlechthin. Dabei spielt natürlich auch die Einrichtung eine zentrale Rolle. Sie sollte alle Zeichen auf stilvollendete Ent-
spannung stellen. Zwei Beispiele zeigen, wie das mustergültig gelingt.
Marlene Bar
Die Marlene Bar im InterContinental Berlin wurde mit dem Ziel einer Neupositionierung umfassend modernisiert. Den Entwurf dafür lieferte das mit zahlreichen Preisen gekrönte Designerstudio Goddard Littlefair aus London, das 2012 von Martin Goddard und Jo Littlefair gegründet wurde. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Generalunternehmens Brumann, das Architektur, Atmosphäre und Möblierung als zusammenhängendes räumliches System interpretiert. Der Entwurf entwickelt die klassische Hotelbar als urbanen, atmosphärisch verdichteten Innenraum neu. Ausgangspunkt ist ein klar strukturierter Grundriss, der den langgezogenen, Tresen in den Mittelpunkt stellt. Verschiedene Sitz- und Loungezonen flankieren dieses räumliche und kommunikative Zentrum und ermöglichen eine flexible Nutzung zwischen Tagesbetrieb und abendlicher Baratmosphäre. Die Gestaltung setzt auf eine Balance aus Offenheit und Intimität, in der Material und Licht die Hauptrollen spielen.
Ganz bewusst ist die Material- und Oberflächenwelt dunkel und tief ausformuliert: schwarze Fliesen in Marmoroptik, warme Holzoberflächen und spiegelnde Bodenund Wandzonen erzeugen eine vielschichtige räumliche Tiefe. Messingelemente in antik gebürsteter Ausführung setzen gezielte Akzente und verbinden die dunkle Grundstimmung mit einer klassischen Eleganz, die zum Entspannen einlädt.
Die Möblierung führt den Entwurfsansatz konsequent weiter. Sie kombiniert bewusst dunkle, beruhigende Farben mit glänzenden Messing-Akzenten.
Die Barhocker am Tresen sind als Sonderanfertigungen von BHM in antik gebürstetem Messing und mit Sitzpolstern in blauem Leder ausgeführt. Sie setzen einen farblichen und haptischen Kontrapunkt zur dunklen Materialbasis. Die zierlichen Barhocker mit Rückenlehne in den Sitzbereichen der grö-
Marlene Bar
Marlene Bar
ßeren Tische sind ebenfalls eine Sonderanfertigung von BHM in antikem Messing, so dass sich die Gestaltungslinie auch hier fortsetzt. Die Lichtplanung, die bewusst mit unterschiedlichen Ebenen arbeitet, nimmt innerhalb der Gestaltung einen wichtigen Platz ein. Als zentrales gestalterisches Element fungieren dabei vier dimmbare Pendelleuchten von Chelsom, die Goddard Littlefair als eigenständiges Objekt speziell für den Raum entwickelt haben und wie eine Skulptur mitten über den Bartischen thronen. Hinzu kommen Messing-Wandleuchten von Baulmann Leuchten, die mit Upund Downlight eine vertikale Lichtführung erzeugen. Die Grund- und Funktionsbeleuchtung wird über Deckeneinbauleuchten sowie halb eingelassene Deckenleuchten von iGuzzini dargestellt. Sie ermöglichen eine präzise, dimmbare Steuerung der Lichtstimmung zwischen Tag und Abend. In der Gesamtwirkung entsteht eine at-
mosphärisch dichtes Raumdesign, das die klassische Hotelbar neu interpretiert und in der Gestaltung gleichzeitig intim sowie repräsentativ wirkt.
15 High Bar
Die 15 High Bar im Atlantic Hotel Heidelberg präsentiert sich als elegante RooftopLounge mit internationalem Hotelbar-Charakter. Das Interior-Konzept stammt von Olufemi Moser und wurde gemeinsam mit Brumann realisiert, die als Generalunternehmer für den Innenausbau und das Interieur Konzept verantwortlich waren. Ziel war
ein kosmopolitisches Ambiente, wie man es aus internationalen Metropolen kennt und hohen Ansprüchen an Komfort, Wertigkeit und Aufenthaltsqualität gerecht wird.
Dunkel gebeizte Hölzer, Naturstein, Leder und metallische Akzente schaffen eine warme, wertige und beruhigende Atmosphäre, während die großzügigen Fensterfronten den Blick über die historische Stadt zum Gestaltungselement machen. Die dunklen Wandoberflächen wirken wie eine Rahmen um die faszinierende Aussicht und verleihen dem Raum besonders in den Abendstunden eine elegante, romantische Stimmung. Über der Bar setzt die markante Installation des stilisierten Heidelberger Brückenaffen mit Augenzwinkern einen lokalen Bezug innerhalb des ansonsten international geprägten Gestaltungskonzepts.
Das Mobiliar verbindet Komfort mit einer zurückhaltenden, modernen Formensprache. Entlang der Fensterfront setzen die filigranen Fredericia Spine Wood Base Stools feine skandinavische Akzente und bieten ihren „Besitzern“ beste Aussichten auf Heidelberg. An der Bar prägen KFF Maverick Bar- und Thekenhocker mit Moccafarbenem Lederbezug das Erscheinungsbild. Ihre weich gepolsterten Sitzschalen, hohen Rückenlehnen und die gradlinigen Gestelle verleihen dem Raum eine elegante Mischung aus Leichtigkeit und Komfort. Die Kombination aus den nordisch geprägten Fredericia-Hockern und den markanten KFF-Modellen schafft ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Design, Wertigkeit und Behaglichkeit.
Direkt an die Bar anschließend öffnet sich der Restaurantbereich, der die gestalterische Sprache konsequent fortführt sich und als fließende Erweiterung der Lounge verstanden werden kann. Die von Brumann umgesetzte Möblierung kombiniert unterschiedliche Sitztypen und Materialien zu einem abwechslungsreichen Gesamtbild. Die Stimmung ist gedämpft, kosmopolitisch und entspannt. Warmes Licht, dunkle Materialien und die sorgfältig ausgewählte Möblierung erzeugen eine Atmosphäre, die zur Unterhaltung und Entspannung einlädt. Restaurant und Bar sind dabei keine getrennten Bereiche, sondern eine zusammenhängende Erlebniswelt über den Dächern Heidelbergs – ein Ort, der gleichermaßen für Dinner, Cocktails und lange Gespräche konzipiert wurde.
Atlantic Hotel Heidelberg 15 High Bar
Atlantic Hotel Heidelberg Restaurant
Die Lust am hohen Sitzen
Die Bar ist der kommunikative Mittelpunkt eines Lokals. Auf einem Barhocker sitzend, hat man einen optimalen Überblick über das Geschehen im Raum und fühlt sich auf Augenhöhe mit stehenden Personen um sich herum. Daher sitzen die Gäste auch gerne erhöht auf Barstühlen und Hochbänken. Die Gastronomieausstatter antworten mit einem vielfältigen Angebot.
Der Barhocker Oliver der Marke ABC Worldwide verbindet klares Design und Sitzkomfort. Sein minimalistisches Design fügt sich harmonisch in unterschiedlichste Einrichtungsstile ein. Das Gestell aus pulverbeschichtetem Stahl in mattem Schwarz ist stabil und elegant zugleich. Sitz und Rü-
ckenlehne sind mit hochwertigem, dunkelgrauem PU-Leder bezogen. Mit einer Sitzhöhe von 77 Zentimetern ist der Barhocker auf Bar- und Stehtische abgestimmt. Als komfortabel gepolsterte Hochbank mit 80 Zentimetern Sitzhöhe bringt die Polsterbank I-13 stilvollen Sitzkomfort an die Bar
– mit zusätzlicher Fußstange aus Edelstahl. Ihr markantes Merkmal ist die Quadratsteppung mit farblich abgesetztem Keder. Sitz und Rücken sind hochwertig gepolstert und in Bezugsstoff, Kunst- oder Echtleder erhältlich. Der geschlossene Sockel aus massivem Buchenholz ist wahlweise
in Nussbaum, Wenge oder Kirsche gebeizt und erleichtert dem Personal die Bodenreinigung. Viele weitere Formen und Optionen sind möglich, zum Beispiel als Rundbank, mit offenem Sockel, diversen Steppungen sowie mit optionaler Nackenrolle oder Kopfstütze.
Das Stehtischgestell X-Bar bringt Kreativität und Eleganz in jede Bar. Robust gefertigt aus pulverbeschichtetem Metall in Schwarz, verfügt es über eine komfortable Fußablage, die als 130 Zentimeter lange Querstrebe zusätzliche Stabilität gibt. Das Gestell ist speziell für Tischplatten ab 160 cm Länge konzipiert und erreicht mit 107 Zentimetern die ideale Bar- und Stehtischhöhe. Das Gestell lässt sich mit verschiedenen Tischplatten aus Echtholz oder HPL zu individuellen Stehtischen kombinieren.
Der Barhocker Luxembourg von Fermob ist Teil einer kompletten Serie aus Aluminium, die vom Designer Frédéric Sofia gestaltet wurde. Er entwarf Möbel mit klaren Linien, die die Leichtigkeit und Robustheit des Aluminiums mit komfortablen Sitzflächen aus
gewölbten Latten vereint. Erhältlich sind die Hocker in allen Farben der Farbkarte von Fermob. Passend dazu gibt es auch einen Stehtisch.
Ein weiterer puristischer Stehtisch ist Teil einer Kollektion namens Bistro. Er besteht aus pulverbeschichtetem Stahlblech, seine Platte misst 71 x 71 Zentimeter und kann durch Zusammenklappen auf kleinster Fläche verstaut werden. Der Bistro Tisch ist in vielen Farben erhältlich..
Zeitlos und klassisch zeigt sich der Barhocker Hada von Go In, der die perfekte Ergänzung zum Stuhl und Armlehnstuhl Hada aus der Retro Style Comfort-Familie ist. Für das komfortabel gepolsterte Modell sind die Bezugsstoffe Cosy und Minea sowie drei Untergestelle verfügbar: Eiche Natur, Buche Meranobraun oder Schwarz mit Messinghülsen für den extravaganten Auftritt. Alternativ gibt es ein Gestell aus schwarzem Metall. Der Vintage-Barhocker Segon überzeugt mit seiner ergonomisch geformter Sitzschale mit pflegeleichtem Kunstleder-Bezug und präzisen Ziernähten. Das robuste, pulver-
beschichtete Stahlgestell liefert verlässliche Stabilität, ist kratzunempfindlich und im Alltag schnell zu reinigen. Drei Kunstlederfarben lassen sich stimmig in nahezu jedes Ambiente integrieren. Aus der Produktfamilie gibt es außerdem einen Stuhl und einen Armlehnstuhl, so dass auch das Restaurant in einer durchgängigen Designsprache eingerichtet werden kann.
Das Modell Quin - erhältlich in Eiche Natur oder in Buchenholz in den Farben Schwarz und Nussbaum – besticht durch seine reduzierte Formensprache, die ihn gleichzeitig kombifreudig macht. Zu haben ist Quin als Barhocker halbhoch oder hoch, mit oder ohne Edelstahl-Trittschutz und optional auch mit Sitzpolster. Den passenden Stuhl gibt es mit oder ohne Armlehnen. Zudem ist Quinn stapelbar.
Das Stehtischgestell Tavon verbindet eine robuste Stahlkonstruktion mit einer eleganten schwarzen E-Coating-Pulverbeschichtung. Das Design besteht aus einer spannenden Kombination von Vier-Kantund Rundrohrelementen. Dank der zwei Ausführungen eignet sich das Gestell so-
Fermob
Bistro
Go In Hada
Go In Segon
Go In Tavon
wohl für Tischplatten mit 120 Zentimetern Länge als auch für große Platten mit 180 Zentimetern Länge.
Der Sonataro 400 Bar von Objekt-m ist ein eleganter Vollpolsterbarhocker. Die gepolsterte Sitzschale sorgt für einen hohen Sitzkomfort, während der abgesteppte Rücken dem Modell eine wertige Optik verleiht. Mit seinem Gestell aus Buchenholz und diversen Bezugsmöglichkeiten fühlt sich der
Barhocker in verschiedenen Interieurs wohl.
Design, Sitzkomfort und Alltagstauglichkeit verbindet der Vollpolsterhocker Estara Bar. Die ergonomisch geformte Sitzschale bietet Halt, während das schlanke, leicht ausgestellte Metallgestell für einen sicheren Stand sorgt. Ein Highlight sind die Ziernähte an der Sitzschale. Der Plataro Bar HT80 O ist ein minimalistischer Barhocker mit Holzgestell aus Eiche. Die gepolsterte Sitzfläche und Rückenlehne, sowie das hochwerti-
ge Eichengestell geben dem Hocker eine wohnliche, warme Optik.
Bekannte Elemente britischer Clubmöbel greift der Barstuhl Winslow von Vega auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße Sprache. Gepolsterte Sitzflächen in griffigem Kunstleder, eine gepolsterte Rückenlehne mit leichten Knopfeinzügen und tabakfarben gebeizte Buchenbeine vereinen Design und Behaglichkeit. Der Stil der Serie bewegt sich zwischen Bistro, Restaurant und Bar. Der Barstuhl bringt eine selbstbewusste Präsenz an die Theke, ohne den Raum zu dominieren.
Der Barstuhl sowie der Barhocker aus der Serie Lindo bringen eine weiche Optik in den Bar-Bereich. Die gerundete Sitzschale sowie die Rückenlehne beim Barstuhl sorgen für entspannten Komfort über viele Stunden. In Kombination mit dem BoucléBezug entsteht eine spannende Oberfläche, die visuell und haptisch überzeugt. Das schlanke, schwarz pulverbeschichtete Stahlgestell verleiht dem Möbel eine spielerische Leichtigkeit. Der integrierte Fußbügel unterstützt die Sitzposition.
Ein oliv pulverbeschichtetes Stahlgestell und eine Tischplatte in Wildeiche-Optik aus FSC-zertifiziertem Eichenfurnier kombiniert die Möbelserie Acerios. Durch das reduzierte Design kommen das Material und die Farben besonders gut zum Tragen. Der Stehtisch passt zu unterschiedlichsten Raumkonzepten – und setzt gleichzeitig einen Akzent.
• www.abc-worldwide.de
• www.fermob.com
• www.goin.de
• www.konway.de
• www.objekt-m.com
• www.pmfurniture.de
• www.lusini.com (Vega)
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INDOOR UND OUTDOOR MÖBEL für erfolgreiche Gastronomiekonzepte
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Möbel für Gastronomie, Hotel und Außenbereich –vom einzelnen Stuhl bis zur kompletten Einrichtung
Wenn Kühlung mobil wird
Flexible Prozesse erfordern anpassungsfähige Kühltechnik – insbesondere in der Gastronomie. Ob beim Frühstücksbüfett, im Bankettgeschäft, beim Catering, im Outdoor-Service oder in der vorbereitenden Mise en place: Kühlkapazitäten werden oft genau dort benötigt, wo Arbeitsabläufe stattfinden. Gefragt sind daher Lösungen, die sich flexibel in unterschiedliche Einsatzszenarien integrieren lassen. Von Klaus Leifeld
Rollbare Kühltische oder Kühlschränke ermöglichen es, Kühlkapazitäten direkt am Einsatzort bereitzustellen, Wege zu verkürzen und Arbeitsabläufe effizienter zu organisieren. In Verbindung mit GN-kompatiblen Behältern lassen sich Zutaten, vorbereitete Speisenkomponenten oder Getränke übersichtlich lagern und schnell bereitstellen.
Im Sortiment von Bartscher finden sich hierfür verschiedene mobile Lösungen. Dazu zählen etwa die Kühltische Easy S4T11501, Easy S6-1501 und Easy S4-1501. Die Geräte verfügen über Umluftkühlung, einen Temperaturbereich von 0 bis 8 Grad sowie Edelstahl-Arbeitsflächen. Ihre Schubladen sind für das 1/1-GN-Format ausgelegt und
nehmen GN-Behälter bis zu einer Tiefe von 150 Millimetern auf. Dank Klimaklasse 5 eignen sich die Modelle auch für warme Küchenumgebungen mit Umgebungstemperaturen bis 40 Grad. Für den mobilen Einsatz sind sie mit vier Lenkrollen ausgestattet, von denen zwei feststellbar sind. Für größere Kühlmengen bietet der rollbare Kühl-
Bartscher Easy s4T1-1501
schrank KGN1-112 zusätzliche Kapazitäten. Mit 650 Litern Brutto- und 480 Litern Nutzinhalt, 2/1-GN-Format, höhenverstellbaren Zwischenablagen, LED-Beleuchtung und abschließbarer Tür eignet sich das Modell für unterschiedliche Einsatzbereiche – von der Küchenvorbereitung bis zum Veranstaltungsservice. Auch dieses Gerät ist mit vier Lenkrollen, davon zwei feststellbar, ausge-
stattet. Die Beispiele zeigen, wie Bartscher mobile Kühltechnik auf unterschiedliche Anforderungen im professionellen Alltag ausrichtet. Je nach Einsatzbereich stehen Lösungen für zusätzliche Arbeitsflächen, flexible Zwischenlagerung oder temporäre Kühlkapazitäten zur Verfügung – angepasst an verschiedene Betriebsgrößen und Servicekonzepte.
Auch für B.PRO enden Frische und Kühlkette nicht an der Küchentür. Das Unternehmen bietet ein aufeinander abgestimmtes Portfolio, das gekühlte Speisenlogistik auch im Außenbereich zuverlässig sicherstellt, darunter die modulare Basic Line (siehe Seiten 48-49 dieser Ausgabe). Den Weg von der Küche zur Speisenausgabe übernehmen die B.Protherm -Speisentransportbehälter
Hagola Mobile Kühltheke
B.PRO B.Protherm Outdoor
Hagola Yourbar
in der gekühlten Variante: Die B.Protherm E-Modelle aus Edelstahl verfügen über aktive Kühlung; die B.Protherm K-Modelle aus Kunststoff arbeiten mit eutektischen Platten – zuverlässig gekühlt, ganz ohne Stromanschluss. So bleibt die Kühlkette vom Kochen bis zur Ausgabe lückenlos erhalten. Wer das Außenangebot um Live-Zubereitung erweitern möchte, findet im B.PRO Cook I-flex eine mobile Front-Cooking-Station für die Zubereitung à la minute direkt vor dem Gast.
Viele Produkte aus dem HagolaStandardsortiment lassen sich auch für den mobilen Bereich ausstatten – insgesamt bietet das Unternehmen für den In- und Outdooreinsatz so eine Auswahl an mobilem Equipment.
Hoshizaki Beermatic
Der Klassiker für den mobilen Getränkeausschank sind mobile Kühltheken – kleine und kompakte, schankfertig mit Schanksäule ausgestattete Systeme mit robuster Edelstahlabdeckung. Wahlweise sind sie mit einer einzigartigen Prismen-Lochplatte oder einer einfachen Riffelablauffläche erhältlich.
„STECKERFERTIGE SYSTEME
LIEGEN
Sie überzeugen durch eine neue, effiziente Durchlaufkühlung mit kombinierter Raumkühlung, die für optimal gekühlte Getränke sorgt.
Der vollwertige Kühlkorpus, robuste Fronten, Seitenverkleidungen aus Edelstahl sowie vier lenkbare Schwerlast-Doppelrollen
Hoshizaki Compact DCM-120KE-HC
KLAR IM TREND“
Welche Rolle mobile Kühltechnik für Außenbereiche und flexible Nutzungskonzepte spielt, erklärt Andreas Lindauer, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing von Cool Compact, im Interview mit gastrotel.
Welche aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich mobiler und flexibel einsetzbarer Kühltechnik gibt es?
Die Nachfrage nach mobiler Kühltechnik wächst seit Jahren kontinuierlich. Dabei zeigt sich deutlich, dass Kühltechnik heute flexibel, einfach transportierbar und vielseitig einsetzbar sein muss – vom Biergarten über die Terrasse bis hin zu Pop-up-Konzepten oder Events. Daher liegen steckerfertige Systeme, die sofort einsatzbereit sind, im Trend. Moderne Kühltechnik verfügt zudem über energieeffiziente Komponenten und Kältemittel, um Betriebskosten zu senken und Umweltauflagen gerecht zu werden. Gleichzeitig rücken langlebige, robuste Bauweisen stärker in den Fokus. Zu guter Letzt sind Kühlmöbel längst kein „unsichtbares“ Technikelement mehr, sondern Teil des gastronomischen Gesamtkonzepts. Hochwertige Optik, kompakte Bauformen und flexible Einbaumöglichkeiten spielen daher eine zunehmend wichtige Rolle.
Wie reagiert Cool Compact auf diese Anforderungen? Als Spezialist für professionelle Kühltechnik entwickelt Cool Compact seine Lösungen konsequent entsprechend der gastronomischen Anforderungen. Unser Fokus liegt auf kompakten, energieeffizienten und robusten Systemen, die sich den Nutzungsszenarien anpassen. Nahezu alle Geräte sind auch mit stabilen Rollen erhältlich, so dass sie mobil eingesetzt werden können. Darüber hinaus ist es durch unseren neuen, dritten Temperaturfühler FrigosPro möglich, dass unsere Geräte auch bei kühleren Außentemperaturen zuverlässig arbeiten.
Andreas Lindauer, Geschäftsführer Vertrieb/Marketing von Cool Compact
Welche Produkte, Systeme und Konzepte bietet Cool Compact für Biergärten, Terrassen, Außenbars, Vorflächen oder temporäre Gastronomieflächen?
Obwohl Cool Compact schwerpunktmäßig in den Produktionsküchen in Form von (Tief-) Kühllösungen zu Hause ist, bieten wir Getränke- und Flaschenkühltheken sowie Kühlschränke wie den Magnos 570 mit Glastür zur Bevorratung der Außenbar an.
www.coolcompact.de
machen die mobile Theke zu einer leistungsstarken Lösung, die sich besonders für die Außen- und Eventgastronomie eignet. Für den Betrieb sind lediglich ein Wasserzu- und -ablauf sowie eine elektrische Stromversorgung erforderlich.
Auch die mobile Eventtheke Yourbar punktet mit viel Kühl- und Stauraum, hochwertigen Materialien und umfangreicher, optionaler Zusatzausstattung wie Schanksäule, LED-Beleuchtung oder abnehmbarer Gläserspülmöglichkeit. Das Highlight sind hier Barbrett und Fußlauf, welche beide für den Transport hochgeklappt werden können. Trotz der kompakten Bauweise ist diese Theke für die meisten gängigen Fassgrößen geeignet und bietet zudem Stauraum für Flaschen. Die integrierten Anschlüsse für Zu- und Abwasser sowie für die Stromversorgung sorgen für höchste Flexibilität – die Yourbar ist innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit.
Doch mobile Kühlung beschränkt sich nicht allein auf Lager- und Arbeitsbereiche. Auch bei Ausschank- und Versorgungslösungen sind flexible Konzepte gefragt – etwa dort, wo Getränke oder Eis direkt am Einsatzort schnell und effizient bereitgestellt werden
müssen. So bietet Hoshizaki mit der Beermatic Dual Tap DBF-AS65WE-EU HC eine vollautomatische Bierzapfanlage für den Theken- oder Eventeinsatz. Das CounterTop-Modell verfügt über zwei getrennte Kreisläufe, sodass sich zwei unterschiedliche Biersorten gleichzeitig zapfen lassen. Eine kontaktlose Portionssteuerung ermöglicht die Ausgabe voreingestellter Mengen auf Knopfdruck. Das Verhältnis von Bier und Schaum kann dabei individuell angepasst werden. Durch die getrennte Ausgabe von Bier und Schaum wird die Portionierung präziser und Schankverlust reduziert. Ein integrierter Zähler erfasst zusätzlich die Anzahl der ausgegebenen Portionen. Für Bereiche mit hohem Bedarf an gekühlten Getränken oder Eis-Wasser-Kombinationen eignet sich der Eis-/Wasserdispenser DCM-120KE-HC. Das Gerät produziert innerhalb von 24 Stunden bis zu 125 Kilogramm Eis-Wasser-Portionen und kann je nach Bedarf ausschließlich Eiswürfel, Eiswürfel mit Wasser oder nur Wasser ausgeben. Solche Systeme kommen insbesondere dort zum Einsatz, wo eine schnelle, hygienische und kontinuierliche Versorgung erforderlich ist.
Für Liebherr gewinnen die Außenbereiche der Gastronomie und Hotellerie zunehmend an Bedeutung – und mit ihnen der Bedarf an durchdachter Kühltechnik. Liebherr will diesen Anforderungen mit Lösungen begegnen, die Flexibilität, Effizienz und zuverlässige Leistung auch unter anspruchsvollen Bedingungen vereinen.
Mit der Verlagerung von Gastronomiebereichen ins Freie steigen auch die Anforderungen an die Kühltechnik. Serviceflächen müssen flexibler werden, saisonale Spitzen aufgefangen und zusätzliche Außenbereiche effizient versorgt werden. Gefragt sind somit leistungsstarke Lösungen, die bei hohen Temperaturen und häufigem Öffnen
zuverlässig funktionieren und sich zugleich platzsparend in den Betriebsalltag integrieren lassen.
Liebherr bietet dafür Kühl- und Gefrierlösungen, die auf hohe Belastbarkeit, konstante Leistung und wirtschaftlichen Betrieb ausgelegt sind. Langlebige Materialien, zuverlässige Temperaturführung und hohe Reinigungsfreundlichkeit sichern den Einsatz auch unter anspruchsvollen Bedingungen in Gastronomie, Hotellerie und Catering. Die neuen Unterbaugeräte von Liebherr fügen sich nach Herstellerangaben ideal in dieses Konzept ein. Sie lassen sich platzsparend in bestehende Arbeitsbereiche integrieren und setzen Maßstäbe in puncto Energieeffizienz.
Liebherr-Getränkekühler sollen als „stille Verkäufer“ eine wichtige Rolle in der Warenpräsentation übernehmen: Sie setzen Produkte gezielt in Szene und machen sie für Gäste attraktiv sichtbar. Rollen und Stellfüße aus dem Zubehörprogramm sorgen zudem für zusätzliche Flexibilität im mobilen Einsatz.
Für temporäre Einsätze etwa bei Events oder in saisonalen Außenbereichen bietet Liebherr zudem speziell konzipierte Geräte. Schutzbügel, stabile Rollen und eine besonders einfache Reinigung machen sie zu verlässlichen Begleitern im mobilen Einsatz. Wenn neben Funktionalität auch das Erscheinungsbild zählt, eröffnet Liebherr MyStyle Professional neue Möglichkeiten: Geräte lassen sich mit Farben, Logos oder Designs individuell gestalten und werden so zum sichtbaren Teil des Gastronomiekonzepts – ein Kühlgerät wird zum Markenbotschafter mit Wiedererkennungswert.
Auch Saro bietet Geräte für den flexiblen Einsatz in Gastronomie, Bankett und Eventservice, die Transport, Kühlung und Präsentation kombinieren.
Liebherr MyStyle Professional
Cool Compact Melios
Der Getränkekühlschrank GTK 360 verfügt über ein abschließbares, doppelverglastes Glastürsystem, fünf höhenverstellbare Roste sowie LED-Innenbeleuchtung. Mit einem Temperaturbereich von null bis zehn Grad 347 Litern Inhalt und Umluftunterstützung eignet er sich für den Einsatz in mobilen Ausschank- und Präsentationsbereichen.
Passend dazu ermöglicht der Transportwagen GTK 360 den sicheren und flexiblen Ortswechsel des Kühlschranks. Vier Rollen, davon zwei feststellbar, sowie eine stabile Edelstahlkonstruktion sorgen für einfache Handhabung im Veranstaltungsbetrieb.
Für größere Kapazitäten kommt der kalte Bankettwagen KBW2/1 zum Einsatz. Er bietet Platz für 15 x 2/1 GN-Behälter, arbeitet im Bereich von null bis zehn Grad und ist für Umgebungstemperaturen bis 43 Grad ausgelegt. Digitale Temperatursteuerung, gute Isolierung und ein robustes Rollensystem machen ihn für den intensiven Cateringund Banketteinsatz geeignet.
Ob mobile Kühltechnik, flexible Speiselogistik oder modulare Ausschank- und Zubereitungssysteme – die Beispiele zeigen die Entwicklung hin zu ganzheitlichen Lösungen. Im Fokus stehen Systeme, die sich flexibel an unterschiedliche Einsatzorte und Anforderungen anpassen lassen und sich nahtlos in bestehende Abläufe integrieren. Entscheidend bleibt dabei das Zusammenspiel aus Leistung, Mobilität und Effizienz als Grundlage moderner Gastronomie- und Hotelleriekonzepte.
Saro Transportwagen GTK 360
Saro Getränkekühlschrank GTK 360
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• www.bartscher.de
• www.bpro-solutions.com
• www.hagola.de
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Nicht nur bei Kühltechnik, auch in der Speisenzubereitung gewinnen flexible und modular aufgebaute Lösungen an Bedeutung. Besonders bei Front-Cooking-Konzepten, Snackstationen, temporären Verkaufsflächen oder zusätzlichen Servicebereichen sind Systeme gefragt, die sich an wechselnde Anforderungen anpassen lassen und vorhandene Flächen effizient nutzen.
KBS Gastrotechnik setzt hierfür auf ein modulares Kochcenter-Konzept. Basis ist ein Unterbaukühltisch, der sich mit unterschiedlichen Auftischgeräten wie Grillplatten, Fritteusen, Kochfeldern oder Nudelkochern kombinieren lässt. So entstehen kompakte Arbeitsstationen, die Kühlung und Zubereitung auf engem Raum zusammenführen.
Die modulare Bauweise ermöglicht eine individuelle Konfiguration sowie spätere Erweiterungen oder Anpassungen. Für den professionellen Einsatz sind die Systeme unter anderem mit Umluftkühlung, automatischer Abtauung und Edelstahloberflächen ausgestattet. Als steckerfertige Lösung lassen sie sich zudem ohne größere Umbaumaßnahmen in bestehende Konzepte integrieren.
So zeigt sich, dass flexible Betriebskonzepte nicht nur bei mobilen Kühllösungen, sondern auch in angrenzenden Arbeitsbereichen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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KBS Gastrotechnik Kochcenter-Konzept
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Outdoorküchen entwickeln sich in der Gastronomie zunehmend vom saisonalen Zusatzangebot zum strategischen Erlebnis- und Umsatzbaustein. Doch welche Anforderungen müssen erfüllt sein, damit der Küchenbetrieb unter freiem Himmel nicht nur atmosphärisch überzeugt, sondern auch wirtschaftlich, hygienisch und organisatorisch funktioniert? Darüber spricht Till Neugebauer, geschäftsführender Gesellschafter der Freiluftmanufaktur, im Interview mit gastrotel.
Till Neugebauer, Geschäftsführender Gesellschafter Freiluftmanufaktur
Outdoorküchen gewinnen in der Gastronomie zunehmend an Bedeutung: Handelt es sich dabei aus Ihrer Sicht noch um ein Zusatzangebot oder bereits um vollwertige Küchenbereiche?
Eine Outdoorküche ist nicht mit einer vollwertigen Gastronomieküche vergleichbar. Im Innenbereich sind eine umfassendere Geräteausstattung, Arbeitsprozesse und Küchenstruktur möglich. Der Außenbereich hat andere Regeln. Die Küche ist fast immer für den Gast sichtbar. Dadurch ist sie nicht nur Arbeitsbereich, sondern auch Teil der Inszenierung, Atmosphäre und Markenwahrnehmung. Trotzdem können viele wichtige Funktionen einer professionellen Innenküche sinnvoll nach außen verlagert werden. Entscheidend ist die Rolle im Konzept: Eine Outdoorküche kann ein Zusatzangebot für Events oder saisonale Formate sein. Wird dort aber regelmäßig gearbeitet, muss sie wie ein echter Küchenbereich geplant werden. Der entscheidende Punkt ist, die Outdoorküche nicht als Grillstation, sondern als sichtbaren Erlebnisbereich
zu verstehen. Bei richtiger Planung kann sie operativ funktionieren und gleichzeitig einen Ort schaffen, an dem Zubereitung und Gastgeberkultur für Gäste erlebbar werden.
Für Gastronomien kann genau das ein Alleinstellungsmerkmal sein. Der Gast bekommt nicht nur ein Gericht, sondern ein sichtbares Erlebnis.
Unter welchen Voraussetzungen lassen sich professionelle Küchenstandards im Außenbereich zuverlässig gewährleisten – zum Beispiel im Hinblick auf Qualität, Hygiene und Arbeitssicherheit?
Professionelle Standards entstehen nicht durch einzelne Geräte, sondern durch das Zusammenspiel von Material, Konstruktion, Oberfläche, Infrastruktur und klaren Abläufen. Der Außenbereich stellt hohe technische Anforderungen: Feuchtigkeit, UVStrahlung, Temperaturschwankungen, Fett, Rauch, Salz, Reinigungsmittel und mechanische Belastung wirken dauerhaft auf die Küche ein.
Deshalb müssen die verwendeten Materialien und Oberflächen konsequent für den Außenbereich ausgelegt sein. Eine ansprechende Optik am Eröffnungstag allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, wie die Kü
che nach vielen Reinigungen und Saisons aussieht und funktioniert.
Von Anfang an muss Hygiene mitgedacht werden: gut zu reinigende Flächen, wenige Schmutzfallen, saubere Übergänge, keine schwer zugänglichen Fugen, keine offenen oder ungeeigneten Konstruktionen. Auch die Infrastruktur ist ein wichtiges Thema: Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Beleuchtung, Brandschutz, Fettmanagement und Wetterschutz müssen frühzeitig geplant werden.
Zudem sind Arbeitssicherheit und Ergonomie von zentraler Bedeutung: Die Mitarbeiter müssen draußen sicher, schnell und wiederholbar arbeiten können – bei Hitze, Wind, Regen oder Dunkelheit.
Der Maßstab sollte sein: Die Outdoorküche muss nicht nur schön aussehen, sondern im gastronomischen Alltag belastbar funktionieren.
Mit Blick auf Investitionskosten, Saisonalität und zusätzlichen Personalaufwand: Wie wirtschaftlich sind Outdoorküchen aus Ihrer Erfahrung tatsächlich?
Eine Outdoorküche ist nur dann wirtschaftlich, wenn sie klar in ein gastronomisches Konzept integriert ist. Ohne diese Einbindung bleibt sie schnell eine kostenintensive Ergänzung. Richtig eingesetzt kann sie jedoch deutlich mehr leisten als eine klassische Grillstation. Sie ermöglicht Formate wie Live Cooking, Feuerküche, Chef’s Tables, Eventformate, Private Dining, AperitifKonzepte, Frühstück im Außenbereich, saisonale Menüs oder SignatureGerichte und schafft so zusätzlichen Erlebniswert für den Gast. Entscheidend ist, welche Rolle sie im Betrieb übernimmt und wie konsequent sie in Abläufe und Angebot eingebunden wird. Mit passender Überdachung, guter Infrastruktur und durchdachten Abläufen kann eine Outdoorküche auch über die klassische Sommersaison hinaus genutzt werden und erschließt zusätzliche durch Veranstaltungen, attraktivere Außenflächen und längere Aufenthaltsdauer neue Umsatzpotenziale.
Neben den Investitionskosten sind vor allem Lebensdauer, Wartungsaufwand und dauerhafte Nutzbarkeit
wirtschaftlich relevant. Als fester Bestandteil des Betriebs gedacht, kann eine Outdoorküche ein echter Umsatztreiber sein.
Wo liegen aus Ihrer Sicht die häufigsten planerischen oder betrieblichen Fehler, wenn Gastronomen eine Outdoorküche in ihr Konzept integrieren?
Der häufigste Fehler ist es, die Planung der Outdoorküche zu spät anzugehen. Oft werden zunächst Terrasse, Möblierung und Gästeplätze zuerst entschieden und die Küche dann irgendwo ergänzt. Dadurch lässt man viel Potenzial liegen.
Eine professionelle Outdoorküche muss vom Ablauf her geplant werden: Was wird dort gemacht? Welche Mengen? Welche Vorbereitung kommt aus der Hauptküche? Wo wird gekühlt, gespült, gelagert und entsorgt? Wie bewegen sich Service, Küche und Gäste?
Ein weiterer Fehler ist die Annahme, eine Outdoorküche müsse mobil sein. Für einzelne Events kann das sinnvoll sein, aber im gastronomischen Konzept entsteht der größere Wert oft durch eine feste, bewusst integrierte Lösung.
Wenn die Outdoorküche dauerhaft installiert ist, wird sie ernster genommen: nicht als mobile Grillstation, sondern als festes Gestaltungselement und Mittelpunkt der Außengastronomie. Genau dort entsteht Erlebniswert: Die Küche gibt dem Außenbereich Struktur, schafft Atmosphäre und macht die Zubereitung für die Gäste sichtbar. Eine fest geplante Outdoorküche kann ein permanenter USP sein. Sie macht den Außenbereich unverwechselbarer und stärkt das gastronomische Konzept.
Weitere typische Fehler sind: Die Infrastruktur wird unterschätzt, der Wetterschutz wird zu spät bedacht, die Arbeitswege sind unklar und die Reinigung und Wartung sind nicht definiert. Außerdem wird häufig zu viel gewollt. Eine gute Outdoorküche muss nicht alles können. Sie muss die richtigen Aufgaben sehr gut erfüllen.
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Professionelle Technik
für den Einsatz im Freien
Moderne Outdoorküchen entwickeln sich zu vollwertigen Arbeits- und Erlebnisräumen. Mobile Kochstationen, leistungsfähige Kühltechnik und flexible Front-Cooking-Lösungen ermöglichen professionelle gastronomische Prozesse im Außenbereich – effizient, hygienisch und direkt am Gast. Von Klaus Leifeld
Outdoorküchen entwickeln sich in der Gastronomie zunehmend vom saisonalen Zusatzangebot zum festen Bestandteil moderner Betriebskonzepte. Welche Anforderungen dabei an Planung, Hygiene, Wirtschaftlichkeit und Betrieb gestellt werden, erläutert Till Neugebauer von der Freiluftmanufaktur im vorangehenden Interview. Passend dazu erweitern zahlreiche Hersteller ihr Portfolio um Lösungen, die speziell für den professionellen Einsatz im Außenbereich konzipiert sind. Das Spektrum reicht von mobilen Kochstationen über FrontCooking-Systeme bis hin zu Kühltechnik und flexiblen Arbeitsflächen.
Vom Grill zur Profiküche unter freiem Himmel
Ein wesentlicher Trend ist die zunehmende Professionalisierung. Während früher häufig
einzelne Grillgeräte im Mittelpunkt standen, werden heute komplette Arbeitsbereiche für die Speisenzubereitung, Lagerung und Ausgabe geplant. Dabei müssen dieselben Anforderungen erfüllt werden wie in der klassischen Küche: Hygiene, Lebensmittelsicherheit, Ergonomie und effiziente Arbeitsabläufe.
Für die Zubereitung direkt vor den Augen der Gäste bietet Bartscher die mobile Kochstation KST3240 Eco an. Die Edelstahlstation eignet sich für Frontcooking, Catering und Veranstaltungen und kann flexibel mit verschiedenen Auftischgeräten bestückt werden. Dadurch lässt sich die Ausstattung an unterschiedliche Speisenkonzepte anpassen. Vier Lenkrollen sorgen für Mobilität, während GN-Behälter und zusätzliche Ablageflächen ausreichend Stauraum für Zuta-
ten und Utensilien bieten. Zur Ausstattung gehören außerdem mehrere Steckdosen, eine integrierte Lüftung mit EdelstahlFlammschutzfilter sowie ein Glasaufsatz mit LED-Beleuchtung.
Neben der Speisenzubereitung spielt die Kühlung eine zentrale Rolle. Gerade auf Terrassen, in Biergärten oder auf Eventflächen muss die Kühlkette zuverlässig eingehalten werden. Die modulare Basic Line von B.PRO bietet flexible Speisenausgabelösungen für den professionellen Einsatz, die sich bedarfsgerecht konfigurieren lassen. Die Kaltbüfett-Module sind wahlweise mit aktiver stiller Kühlung (SK) oder Umluftkühlung (UK) erhältlich. Die Basic Line SK überzeugt nun mit deutlich verbesserter Kälteleistung und stabiler Temperaturführung ab vier Grad Celsius. Bei der Basic Line UK wurden Handhabung und Reinigung vereinfacht: Die Kühlwanne besteht künftig aus einzelnen, leicht entnehmbaren Segmenten, die sich in der Spülmaschine reinigen lassen. Integrierte Lüftungsgitter sorgen für optimale Kältezirkulation. Eine serienmäßige Höhenverstellung ermöglicht zudem die flexible Positionierung von GN-Behältern – auch in Schrägstellung für eine ansprechende Warenpräsentation.
Auch Getränke sollen im Außenbereich nicht nur gekühlt, sondern attraktiv präsentiert werden. Für diesen Einsatzbereich hat KBS Gastrotechnik einen neuen Kühlaufsatz mit Flascheneinsatz entwickelt. Das Gerät kombiniert Kühlfunktion und Warenpräsentation und eignet sich für Büfetts, Catering-
KBS Flascheneinsatz
Bartscher KST3240 Eco
Anwendungen oder Thekenbereiche. Die Konstruktion aus Edelstahl verfügt über eine digitale Temperatursteuerung und arbeitet mit stiller Kühlung. Der variable Flascheneinsatz sorgt dafür, dass Getränke übersichtlich und zugleich aufmerksamkeitsstark präsentiert werden können.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Frontcooking zu. Viele Gäste möchten heute nicht nur das fertige Gericht genießen, sondern auch dessen Zubereitung erleben. Offene Kochstationen schaffen Transparenz, fördern die Kommunikation und stärken den Erlebnischarakter gastronomischer Konzepte.
Für diesen Bereich bietet NordCap die mobile Frontcooking-Theke Easy CookingPRO von Zanussi an. Das System kann mit verschiedenen Kochelementen wie Induktion, Wok oder Bratplatte ausgestattet werden und benötigt in der kleinsten Ausführung lediglich rund einen Quadratmeter Stellfläche. Glaselemente und LED-Beleuchtung ermöglichen den direkten Blick auf die Speisenzubereitung. Gleichzeitig sorgen integrierte Kühlschubladen für die Lagerung empfindlicher Zutaten. Für die Luftführung verfügt die Theke über ein integriertes Absaugsystem mit mehrstufiger Filtertechnik. Die verwendete Induktionstechnologie soll zudem den Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen elektrischen Kochsystemen reduzieren.
Einen besonders flexiblen Ansatz verfolgt Rieber mit seinem modularen ACS varithek System. Die mobilen Kochstationen können je nach Einsatz mit unterschiedlichen Modulen ausgestattet werden – vom Grill über Wok und Pasta bis hin zu Induktions- und Ceranlösungen. Dadurch eignet sich das System für Outdoor-Events, Catering-Einsätze, Streetfood-Konzepte oder temporäre Küchen gleichermaßen. Ergänzt wird das Angebot durch mobile Teppanyaki-Platten, die auf unterschiedlichen Energiequellen betrieben werden können. Sie ermöglichen die gleichzeitige Zubereitung verschiedener Speisen und sorgen durch ihre spezielle
Materialkonstruktion für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Nach dem Einsatz können die Platten in der Spülmaschine gereinigt werden. Zusammen mit den thermoportSystemen für gekühlten oder beheizten Speisentransport entsteht ein umfassendes Konzept für die professionelle Verpflegung im Außenbereich.
Neben Koch- und Kühltechnik bleiben geeignete Arbeitsflächen unverzichtbar. Der Edelstahlklapptisch Capella von Saro wurde speziell für mobile Outdoor-Konzepte entwickelt. Mit einer Arbeitsfläche von zwei Metern Länge bietet er ausreichend Platz für Vorbereitung, Mise en place und Organisation. Die robuste Edelstahlkonstruktion ist für den professionellen Einsatz ausgelegt, während die Klappfunktion einen platzsparenden Transport und eine einfache Lagerung ermöglicht. Für Caterer und Veranstaltungsbetriebe steht zudem ein Transportwagen zur Verfügung, mit dem mehrere Tische gleichzeitig bewegt werden können.
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Outdoorküchen längst über die klassische Grillstation hinausgewachsen sind. Moderne Systeme verbinden professionelle Küchentechnik mit Mobilität, Energieeffizienz und hoher Flexibilität. Gleichzeitig schaffen sie die Voraussetzungen dafür, gastronomische Prozesse auch außerhalb der Hauptküche zuverlässig abzubilden. Damit werden Außenbereiche zunehmend zu eigenständigen Erlebnis- und Arbeitsräumen, die sowohl für Gäste als auch für Betreiber neue Möglichkeiten eröffnen.
SERVICE
• www.bartscher.de
• www.bpro-solutions.com
• www.kbs-gastrotechnik.de
• www.nordcap.de
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• www.saro.de
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Verpackungen im Wandel
Takeaway und Delivery gehören längst zum festen Bestandteil vieler Gastronomiebetriebe. Gleichzeitig verschärfen sich die gesetzlichen Anforderungen an Verpackungen, Mehrwegsysteme und Recycling. Von Karolina Treder
Der Außer-Haus-Markt hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Was früher für viele Betriebe lediglich ein Zusatzgeschäft war, ist heute ein wichtiger Umsatztreiber. Insbesondere Lieferdienste und Takeaway-Angebote haben sich etabliert und werden von Verbrauchern als flexible und oftmals kostengünstige Alternative zum klassischen Restaurantbesuch genutzt. Mit
dem Wachstum des Segments steigt jedoch auch die Bedeutung der Verpackung. Sie muss Speisen nicht nur sicher transportieren, die Temperatur halten und eine ansprechende Präsentation gewährleisten, sondern zugleich immer strengeren gesetzlichen Anforderungen genügen. Für Gastronomen wird die Wahl der richtigen Verpackungs- und Transportlösung deshalb zunehmend zu einer strategischen Entscheidung. Bereits heute müssen Betriebe zahlreiche Vorgaben berücksichtigen.
Mehrwegangebotspflicht, und jetzt?
Seit Anfang 2023 sind viele gastronomische Betriebe verpflichtet, ihren Kunden neben Einwegverpackungen auch eine Mehrwegalternative anzubieten. Die Regelung betrifft insbesondere Restaurants, Cafés, Bäckereien, Imbisse und Lieferdienste, die Speisen oder Getränke in Einwegkunststoffverpackungen oder Einwegbechern ausgeben. Ziel der gesetzlichen Vorgabe ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren und Mehrwegsysteme im Alltag stärker zu etablieren. Die Mehrwegoption darf dabei für den Gast grundsätzlich nicht teurer sein als die Einwegverpackung. Lediglich ein Pfand darf erhoben werden. Für viele Betriebe bedeutet dies zusätzliche organisatorische Anforderungen, etwa bei Rücknahme, Reinigung und Lagerung der Behälter. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass die Akzeptanz von Mehrwegsystemen nicht in allen Bereichen gleichermaßen hoch ist. Gerade im klassischen Delivery-Geschäft stoßen Rückführungs- und Pfandsysteme häufig an ihre Grenzen.
Neue Rahmenbedingungen
Noch deutlich größer dürften die Auswirkungen der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ausfallen. Die neue Verordnung wurde Anfang 2025 offiziell verabschiedet und gilt nach einer Übergangsfrist ab August 2026 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Ihr Ziel besteht darin, Verpackungsabfälle europaweit zu reduzieren, die Wiederverwendung von Verpackungen zu fördern und die Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu stärken.
Im Gegensatz zu einer Richtlinie muss die PPWR nicht erst in nationales Recht umgesetzt werden. Die Vorgaben gelten unmittelbar für Unternehmen und werden damit auch für Gastronomiebetriebe direkt relevant. Kern der Verordnung ist die Vorgabe, dass sämtliche Verpackungen auf dem europäischen Markt bis 2030 recyclingfähig sein sollen. Gleichzeitig sollen Verpackungen künftig so gestaltet werden, dass sie möglichst ressourcenschonend hergestellt, genutzt und wiederverwertet werden können. Die EU verfolgt damit das Ziel, den Verbrauch von Primärrohstoffen zu reduzieren und Verpackungen stärker in geschlossene Stoffkreisläufe zu integrieren. Für die Gastronomie bedeutet dies, dass Ver-
EINFACH GEKENNZEICHNET
Mit dem Wachstum des Takeaway- und Delivery-Geschäfts steigen auch die Anforderungen an Organisation, Produktsicherheit und Kennzeichnung. Neben geeigneten Verpackungen spielen dabei oft unscheinbare Hilfsmittel eine wichtige Rolle: Etiketten können dazu beitragen, Prozesse zu vereinfachen und Fehlerquellen zu reduzieren. Meto International bietet hierfür verschiedene Lösungen an – von Siegeletiketten für den Erstöffnungsschutz über Kennzeichnungen für Speisen und Getränke bis hin zu HACCPkonformen Etiketten für interne Abläufe. Gerade im Liefergeschäft können Siegeletiketten dazu beitragen, das Vertrauen der Kunden zu stärken, indem sie sichtbar machen, ob eine Verpackung bereits geöffnet wurde.
Für die eindeutige Kennzeichnung von Produkten stehen spezielle Labels zur Verfügung, die beispielsweise verschiedene Getränkevarianten oder Speisen mit unterschiedlichen Zutaten kenntlich machen. So lassen sich Verwechslungen bei der Ausgabe oder Auslieferung vermeiden.
Darüber hinaus umfasst das Sortiment Etiketten für die Dokumentation von Herstellungs-, Lager- und Haltedaten. Sie unterstützen Betriebe bei der Einhaltung von Hygienevorgaben und erleichtern die Nachverfolgbarkeit im Küchenalltag. Gerade in Zeiten von Personalmangel, wechselnden Schichten und steigenden Qualitätsanforderungen können solche Kennzeichnungssysteme dazu beitragen, Abläufe effizienter und transparenter zu gestalten. www.meto.com
packungslösungen künftig nicht mehr ausschließlich nach Preis, Funktionalität oder Design ausgewählt werden können. Vielmehr gewinnen Kriterien wie Recyclingfähigkeit, Materialzusammensetzung und Kreislauffähigkeit zunehmend an Bedeutung.
Kreislauf statt Einwegdenken
Die PPWR setzt dabei auf verschiedene Maßnahmen. So sollen Verpackungen künftig möglichst vermieden und unnötige Verpackungsbestandteile reduziert werden. Gleichzeitig werden Anforderungen an die Recyclingfähigkeit verschärft.
Besonders relevant für den Außer-Haus-Markt ist zudem die stärkere Förderung von Wiederverwendungs- und Refill-Systemen. Die Verordnung sieht vor, dass Verbraucher verstärkt die Möglichkeit erhalten sollen, eigene Behältnisse für Speisen und Getränke zu nutzen. Darüber hinaus werden Mehrwegkonzepte europaweit stärker unterstützt. Gleichzeitig bleibt Einweg nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Vielmehr verfolgt die PPWR einen technologieoffenen Ansatz, bei dem unterschiedliche Verpackungslösungen ihren Platz haben können – vorausgesetzt, sie erfüllen die Anforderungen an Recyclingfähigkeit und Ressourcenschonung. Dadurch gewinnen auch Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen weiter an Bedeutung.
Für Gastronomen wird die Verpackungsfrage in den kommenden Jahren zunehmend zu einem wirtschaftlichen und strategischen Thema. Die gesetzlichen Anforderungen steigen, während Verbraucher gleichzeitig nachhaltige und praktikable Lösungen erwarten. Wer heute neue Verpackungs- und Transportkonzepte einführt, sollte deshalb nicht nur die aktuellen Regelungen im Blick haben, sondern auch die kommenden Anforderungen berücksichtigen.
Takeaway und Delivery boomen – gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verpackungen. Zwischen Mehrwegpflicht, EU-Regulierung und wirtschaftlichem Druck suchen Gastronomen nach praktikablen Lösungen. Im Interview spricht Bernd Born, Head of Media, Communication & Marketing bei Papstar, über veränderte Konsumgewohnheiten, die Grenzen bestehender Mehrwegsysteme und das Potenzial kreislauffähiger Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Fragen von Karolina Treder
Herr Born, der Außer-Haus-Markt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Welche Entwicklungen beobachten Sie aktuell im Bereich Takeaway und Delivery?
Waren Lieferservice und Takeaway im herkömmlichen Sinne für viele Gastronomen eher lediglich eine Ergänzung zum stationären Geschäft, hat sich der auch nach der Corona-Krise unvermindert anhaltende Delivery-Boom mittlerweile durchgängig zu einem zweiten Standbein entwickelt. Viele Verbraucher sehen Takeaway als erschwingliche Alternative zum Restaurantbesuch. Allgemein hat sich gesellschaftlich vieles in Richtung To-go oder nach Hause verlagert, auch, weil die hohe Inflation zwangsläufig zu Sparmaßnahmen führt. Im Restaurant fallen beispielsweise Trinkgeld und weitere Kosten für Getränke an, die es ‚unterwegs‘ oder in den eigenen vier Wänden so nicht gibt. Last but not least schlagen sich auch viele über Social Media gefütterte Trends in gesteigerten und trendbasierten Bestellpräferenzen nieder.
Welche Anforderungen stellen Gastronomen heute an Verpackungslösungen, und wie haben sich die Erwartungen von Gästen und Konsumenten verändert?
Die Anforderungen, die Gastronomen an Verpackungslösungen stellen, sind leider nicht unbedingt die maßgeblichen – obwohl sie es eigentlich sein müssten! Vielmehr geht es um die Erfüllung mannigfacher rechtlicher Vorgaben wie etwa die Mehrweg-Angebotspflicht. Um das Recycling von ausgegebenen Einmalverpackungen mit Systembeteiligungspflicht zu finanzieren, muss ein entspre-
chender Vertrag mit einem Systembetreiber geschlossen werden – abhängig von Mengen und Materialarten. Dazu kommt die neue, im August in Kraft tretende PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) der Europäischen Union, die im Hinblick auf die ultimative Zielsetzung, dass alle Verpackungen bis 2030 recycelbar sein sollen, mit ungeahnt ambitionierten Herausforderungen einhergehen wird. Schließlich gibt es noch gezielt anwendbare Auslegungssachen, um die Begrifflichkeit des ‚Hintertürchens‘ bewusst zu umschiffen, so dass die über die SUPD (Single-Use-Plastics Directive) verbotenen Kunststoff-Artikel wie flache Teller, Becher, Bestecke oder Trinkhalme jetzt unter dem Mehrweg-Deckmantel wieder da sind. Nachhaltigkeit ist als ehemals alles beherrschende Thematik zuletzt etwas in den Hintergrund gerückt; für die enorm unter Kostendruck stehenden Gastronomen ist daher der Preis zum entscheidenden Kaufkriterium geworden. Konsumenten verlangen jedoch zunehmend nach umweltverträglichen Lösungen, die zweckmäßig, praktisch und bis zu einem nicht zu unterschätzenden Grad auch trendig und dem generellen Lifestyle angemessen sein müssen.
Die Diskussion um nachhaltige Verpackungen wird häufig auf Mehrwegkonzepte reduziert. Wie bewerten Sie die Rolle von Einmalprodukten aus nachwachsenden Rohstoffen innerhalb moderner Nachhaltigkeitsstrategien?
Die Maßgabe ‚schnell, einfach und mobil konsumierbar‘ bleibt gesetzt, so dass kreislauffähiges Einmalgeschirr, zumal aus hygienischer und sicherheitstechnischer Sicht, nichts an seiner Daseinsbe-
Bernd Born, Head of Media, Communication & Marketing bei Papstar
Das breite Sortiment von Papstar setzt zunehmend auf nachhaltige und kreislauffähige Lösungen
rechtigung einbüßen wird. Digital gesteuerte Mehrwegkonzepte sind nicht nur für Gastronomen mit einem hohen, zumeist auch kostspieligen Aufwand verbunden, auch den Konsumenten wird eine oft ungewollte und als Einschränkung empfundene ‚Beteiligung‘ abverlangt. Mehrweg wird demnach insbesondere bei Takeaway-Verpackungen nicht gut angenommen. Die Alternative sind Verpackungslösungen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pappe, Kraftkarton, Zuckerrohr oder Palmblatt.
Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema der Branche. Welche Chancen, aber auch Herausforderungen ergeben sich daraus für Papstar als Anbieter von Verpackungs- und Verbrauchslösungen?
Die Herausforderungen sind enorm und man kann sicherlich davon sprechen, dass sich Papstar einem grundlegenden Paradigmenwechsel gestellt hat – mit der notwendigen Konsequenz und zukunftsorientiert. Der ganzheitlichen Unternehmenspolitik pro Umwelt und Nachhaltigkeit folgend, sehen wir uns längst nicht mehr ‚nur‘ als In-Verkehr-Bringer von Einmalprodukten, sondern im Eventbereich auch als Lösungsanbieter für zirkuläre Stoffstromlösungen. Mit der für diese Zwecke 2019 als Spinn-off gegründeten Papstar Solutions GmbH begleiten wir den kompletten Lifecycle unserer Produkte, um ihnen nach dem Gebrauch zu einem zweiten Leben zu verhelfen. Grundvoraussetzung ist die Verwendung von Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen. Das Sortiment wurde sukzessive auf plastikfrei umgestellt – in der Papstar-Warengruppe ‚Einmalgeschirr und Serviceverpackungen‘, die immerhin round about 1200 Artikel umfasst, liegen wir schon bei 95 Prozent. Schließlich sprechen wir bei gebrauchtem Einmalgeschirr nicht von Abfall, sondern von einem wertvollen Rohstoff. Durch den Einsatz eines Bio-Konverters mit patentierten Mikroben und einer Hygienisierungsfunktion lassen sich Speisereste und Bioabfälle pflanzlicher Herkunft oder Einmalgeschirr aus nachwachsenden Rohstoffen in einem faserrückgewinnenden Aufbereitungsprozess zu einem Sekundärrohstoff transformieren. Aus diesem können dann neue Pappprodukte hergestellt werden.
Wie gelingt es Ihnen, Nachhaltigkeit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit miteinander zu verbinden – insbesondere vor dem Hintergrund steigender Kosten und hoher Qualitätsansprüche? Im Tagesgeschäft wirkt das manchmal wie die Quadratur des Kreises – letztendlich geht es aber darum, Kunden für sich zu gewinnen, die einzuschätzen wissen, dass ein konsequentes Nachhaltigkeitsdenken auch immer etwas mit einem Mehr an Engagement und zuweilen auch Aufwendungen zu tun hat. Was uns für den
Takeaway und Delivery bleiben Wachstumstreiber der Gastronomie – funktionale Verpackungen spielen dabei eine entscheidende Rolle
Eventbereich gelungen ist, gilt es jetzt ins Takeaway und Delivery zu transferieren – so gut es halt geht, auch wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass die Herausforderungen nicht größer sein könnten. Beispiel Funktionalität: Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen haben sicherlich noch schlechtere Isoliereigenschaften als Verpackungen aus XPS, also aus expandiertem Polystyrol.
Wo sieht Papstar aktuell die größten Innovationspotenziale bei Verpackungen für Takeaway und Delivery – sowohl bei Materialien als auch bei Produktkonzepten?
Als Handelsunternehmen können wir natürlich recht zügig auf die geänderten Bedürfnisse unserer Kunden reagieren, so dass wir den Takeaway- und Delivery-Markt mit unserem aktuellen Sortiment recht gut abdecken. Wir hoffen natürlich, dass sich die Produkteigenschaften von nachwachsenden Rohstoffen insofern verbessern, dass sie den Kunststoffen in nichts nachstehen werden.
Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen: Wie könnte eine nachhaltige Verpackungslösung für den Außer-Haus-Markt in einigen Jahren aussehen?
Wie schon im Eventbereich, wo uns der Nachweis gelungen ist, dass unsere Produkte hervorragend in einem Kreislauf funktionieren, wünschen wir uns natürlich auch für Takeaway und Delivery Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen, die sich im Idealfall wieder in die Natur zurückführen lassen. Bei Verpackungen, die wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können, geht es aber auch um neue Rahmenbedingungen, die passenden Entsorgungssysteme und entsprechende Entscheidungen von Wirtschaft und Politik, um wirklich etwas zu verändern. Zukunftsfähige Verpackungen gibt es bereits. Die weitere Herausforderung wird darin bestehen, sie funktionaler und wirtschaftlicher zu machen. Apropos Bevölkerung: Klar ist, dass bei allen Kreislauflösungen für nachhaltige Verpackungen immer auch der Verbraucher gefordert sein wird, an ihnen mitzuwirken. Leider ist das aktuelle Entsorgungssystem darauf noch nicht ausgerichtet, sondern fokussiert im Rahmen der PPWR zunehmend auch Kunststoffprodukte, obwohl man eigentlich von erdölbasierten Rohstoffen Abstand nehmen wollte. Grundsätzlich hat sich Papstar dazu verschrieben, die Verköstigung von Getränken und Speisen wieder zu einem Erlebnis werden zu lassen. Der Konsument sollte sich dabei keinerlei Gedanken zur nachhaltigsten Verpackung machen müssen. Das übernehmen wir, wobei sich Einweg und Mehrweg nicht gegeneinander ausschließen, sondern sich zuweilen auch gut ergänzen können. www.papstar.com; www.papstar-storyteller.de
Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen sollen Ressourcen schonen und neue Wege für nachhaltigen Konsum eröffnen
Flexible Lösungen unterstützen Betriebe dabei, Qualität und Komfort auch außer Haus sicherzustellen
Vielseitige Alleskönner
Highspeed-Öfen haben sich längst vom reinen Snackzubereiter zum vielseitigen Küchenhelfer entwickelt. Ob Sandwiches, Pizza, Backwaren oder regenerierte Tellergerichte – moderne Geräte kombinieren unterschiedliche Gartechnologien und ermöglichen kurze Zubereitungszeiten, standardisierte Prozesse und eine hohe Produktqualität. Von Yvonne Ludwig-Alfers
Personalmangel, steigende Kosten und der Wunsch nach schnellen Servicezeiten stellen gastronomische Betriebe vor große Herausforderungen. Gleichzeitig erwarten Gäste frische Speisen in gleichbleibend hoher Qualität – und das möglichst ohne lange Wartezeiten. Genau hier setzen moderne Highspeed-Öfen an. Durch die Kombination verschiedener Technologien wie Mikrowelle, Heißluft, Infrarot oder Impingement ermöglichen sie die schnelle Zubereitung und Regeneration unterschiedlichster Speisen. Vom belegten Sandwich über knusprige Snacks und Backwaren bis hin zu kompletten Tellergerichten eröffnen die Geräte vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Gastronomie, Hotellerie, Bäckereien, Convenience-Stores und der Systemgastronomie. Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Konzepte der Hersteller ausfallen und welche Potenziale moderne Highspeed-Technik für den professionellen Küchenalltag bietet.
Mit dem Snackjet 500 erweitert Bartscher sein Sortiment um ein leistungsstarkes Schnellgargerät für die professionelle Gastronomie. Die Kombination aus 3.000 Watt Heißluft- und 1.500 Watt Mikrowellenleistung ermöglicht kurze Zubereitungszeiten bei konstanten Ergebnissen. Der Temperaturbereich reicht von 25 bis 280 Grad Celsius und lässt sich in Ein-Grad-Schritten präzise regeln. Gesteuert wird das Gerät über ein Sieben-Zoll-Farbdisplay mit TouchTwist-Control. Während des Garvorgangs werden Ist- und Vorheiztemperatur sowie der Programmfortschritt angezeigt. Werkseitig sind 78 Garprogramme in neun Sprachen hinterlegt. Zusätzlich können bis zu 1.000 individuelle Programme mit jeweils zehn Garphasen erstellt und in fünf frei benennbaren Speisenkategorien organisiert werden. Über die USB-Schnittstelle lassen sich Programme und Produktbilder sichern oder auf weitere Geräte übertragen. Das erleichtert insbesondere Betrieben mit mehreren Standorten die Standardisierung von Abläufen und reduziert den Schulungsaufwand. Trotz seiner Leistung ist der Snackjet 500 mit 3,5 Kilowatt und 230 Volt steckerfertig und benötigt keinen Drehstromanschluss. Eine Reinigungserinnerung sowie die Filterreinigungsanzeige unterstützen den zuverlässigen Betrieb. Der energiesparende Standby-Modus und die temperaturgesteuerte Kühlerlüftung tragen zusätzlich zur Wirtschaftlichkeit bei. Zum Lieferumfang gehören unter anderem Gargutschaufel, Garkorb, Luftleitblech, Pizzablech und Wende-Grillplatte. Ergänzend bietet Bartscher umfangreiches Zubehör sowie passende Reinigungs- und Schutzmittel an.
Electrolux Professional SpeeDelight
Bartscher Snackjet 500
Das Kernprinzip des SpeeDelight von Electrolux Professional basiert auf der sogenannten Triple-Play-Technologie. Die Kombination aus direkter Kontaktwärme über gerillte Teflon-Kochplatten, Infrarotstrahlung und Mikrowellentechnologie ermöglicht es, Snacks gleichmäßig von innen zu erhitzen und gleichzeitig außen eine knusprige Textur zu erzeugen. Ein Sandwich lässt sich auf diese Weise in weniger als 60 Sekunden zubereiten. Zwei technische Funktionen entlasten das Bedienpersonal im Tagesgeschäft. Die Perfect Squeeze-Mechanik senkt die obere Heizplatte automatisch mit dem jeweils passenden Pressdruck auf das Gargut ab. Die Has Your Back-Funktion öffnet den Deckel nach Programmende selbstständig und verhindert so ein Übergaren. Dadurch können auch ungelernte Mitarbeiter das Gerät nach einer kurzen Einweisung sicher bedienen. Der SpeeDelight benötigt keine Abzugshaube und lässt sich ohne aufwendige Infrastruktur installieren. Die antihaftbe-
schichteten Kochplatten sind abnehmbar und erleichtern die Reinigung. Über das LED-Bedienfeld stehen automatische sowie frei programmierbare Garzyklen zur Verfügung. Mit der Idea Matcher-Funktion können bis zu vier Programme kombiniert werden. Auch beim Energieverbrauch setzt das Gerät auf Effizienz: Im Standby-Modus reduziert sich der Stromverbrauch um rund 60 Prozent gegenüber dem regulären Betrieb. Zur digitalen Vernetzung verfügt der SpeeDelight über WLAN und USB-Anschluss. Über die Cloud-Plattform OnE Connected lassen sich Rezepte und Programme zentral verwalten, auf weitere Geräte übertragen und Leistungsdaten in Echtzeit überwachen. Das ist besonders für Filialbetriebe von Vorteil. Erhältlich ist der SpeeDelight in den Leistungsvarianten 230 und 400 Volt und kann damit flexibel in unterschiedlichen Betriebsumgebungen eingesetzt werden.
Mit dem Highspeed-Ofen Speed ‘N‘ Heat aus dem Hause NordCap kann man nicht nur mit hoher Geschwindigkeit kochen, sondern Speisen auch in allen Temperaturbereichen regenerieren, durch die Kombination aus 1.000 Watt Mikrowelle und 3.000 Watt Konvektionsofen. Er benötigt weder eine Dunstabzugshaube noch ein Rauchabzugsrohr für die Abführung der Kochdünste, da er mit dem innovativen Odorless-System ausgestattet ist. Das Herzstück des Systems ist der katalytische Lamellen-Labyrinth-Filter, der Platinpartikel enthält, die es ermöglichen, Dämpfe, Gerüche und Fettrückstände beim Kochen zu beseitigen. Die Washable Box ermöglicht eine einfache Reinigung des Speed ‘N‘ Heat ohne die Notwendigkeit von kostspieligen Wasseranschlüssen. Das liegt an einer speziellen Teflonkammer, die zum Reinigen herausgenommen werden kann, was eine schnelle und sparsame Reini-
KONSTANTE LEISTUNG AUCH UNTER LAST
gung ermöglicht. Das Gerät ist mit einem 230 oder 400 Volt-Anschluss ausgestattet. In Kombination mit seiner unglaublichen Schnelligkeit ist die geringe Körpergröße des Modells ein enormer Vorteil. Es gibt auch noch eine XS-Variante des Geräts mit 230 Volt. Diese ist eine Kombination aus 1.000 Watt Mikrowelle und 2.800 Watt Konvektionsofen. Zusätzlich verfügt der Speed ‘N‘ Heat über eine elektronische Steuerung, ein konfigurierbares Display und benutzerdefinierte Programme, über eine One Touch-Funktion, mit der Garvorgänge automatisch gestartet werden können, sowie über WLAN-Konnektivität, unter anderem zwecks HACCP-Überwachung.
Der FlashCook von Saro Gastro-Products kombiniert Heißluft-, Mikrowellen- und Infrarottechnologie in einem System und erreicht dadurch besonders kurze Garzeiten bei gleichzeitig optimaler Textur. Ob überbackene Baguettes, Panini, Snacks, Appetizer oder To-go-Gerichte: Produkte
In der Profiküche entscheidet nicht die Leerlaufdrehzahl, sondern das Verhalten unter Last. Genau hier setzt der Heinzelmann CHEF-X an.
Der für die gewerbliche Nutzung entwickelte Thermoblender ist auf wiederkehrende Prozesse, hohe Füllmengen und anspruchsvolle Texturen ausgelegt. Bei internen Vergleichsmessungen zeigte der CHEFX unter Beladung lediglich rund zwei Prozent Drehzahlrückgang. Häufig im gewerblichen Umfeld eingesetzte Haushaltsgeräte verloren unter vergleichbaren Bedingungen je nach Modell deutlich stärker an Drehzahl – im Durchschnitt lagen die Einbußen laut Heinzelmann bei rund 45 Prozent. In der Praxis bedeutet das feinere Emulsionen, glattere Pürees, kürzere Mixzeiten, eine geringere Geräuschbelastung in der Küche und gleichmäßigere Texturen – auch bei hoher Beladung. MultiPulseFunktion und ein einfach einstellbarer Timer unterstützen zudem reproduzierbare Ergebnisse, ohne dass permanent manuell nachgeregelt werden muss.
Angetrieben wird der CHEFX von einem 1.400 WattMotor. Die integrierte Heizfunktion leistet 1.050 Watt und erreicht Temperaturen von bis zu 130 Grad Celsius. Zehn Geschwindigkeitsstufen sowie eine TurboFunktion mit bis zu 10.500 Umdrehungen pro Minute ermöglichen eine flexible Anpassung an unterschiedliche Anwendungen. Die titanbeschichtete Edelstahlklinge der Güteklasse 420 verarbeitet verschiedenste Zutaten zuverlässig, während der zwei Liter fassende Edelstahlbehälter aus Güteklasse 304 auf den professionellen Dauereinsatz ausgelegt ist. Der Thermoblender misst 423 × 265 × 330 Millimeter, wiegt 13,4 Kilogramm und wird über einen 220–240 Volt Anschluss (50/60 Hz) betrieben. Zum Lieferumfang gehören Spatel, Garkorb, Schneebesen, Deckel sowie eine transparente Deckelkappe mit abnehmbarer Beleuchtung. www.heinzelmannpro.com
NordCap Speed ʼNʼ Heat
Saro FlashCook
werden außen knusprig und bleiben innen saftig – ganz ohne Vorheizen und mit reproduzierbaren Ergebnissen. Mit einer Leistung von bis zu 3.000 Watt, davon 1.600 Watt Mikrowelle, erzielt der FlashCook extrem kurze Garzeiten. Der kompakte HighspeedOfen verbirgt einen 24-Liter-Garraum – ideal für professionelle Arbeitsumgebungen mit begrenzter Stellfläche. Über den AchtZoll-TFT-Touchscreen lassen sich Rezepte intuitiv abrufen, der USB-Port bietet die Möglichkeit, individuelle Rezeptprogramme oder Software-Updates einzuspielen. Zudem sorgt der ECO-Modus für einen möglichst energieeffizienten Betrieb. Der Edelstahlinnenraum mit Glasfaserisolierung erleichtert die Reinigung und sorgt für Langlebigkeit im intensiven HoReCaEinsatz. Die Betriebstemperatur von 93 bis 275 Grad Celsius sowie die Schutzklasse IPX3 unterstreichen die robuste Auslegung für den täglichen Profibetrieb.
Mit dem Speed.Compact ECO präsentiert Unox einen kompakten Highspeed-Ofen für Betriebe, die kurze Zubereitungszeiten mit einfacher Bedienung und geringem Installationsaufwand verbinden möchten. Die Kombination aus Heißluft-, Mikrowellenund intelligenter Luftführungstechnologie ermöglicht die schnelle Regeneration, das Aufbacken und Erhitzen unterschiedlichster Speisen. So lassen sich beispielsweise Croissants in rund 30 Sekunden, Pizzastücke in etwa einer Minute und Club Sandwiches in rund 75 Sekunden zubereiten. Für gleichbleibende Ergebnisse sorgen die Technologien Adaptive.Cooking und Smart.Preheating, die Garparameter automatisch anpassen. Trotz seiner Leistung benötigt der Ofen nur wenig Platz: Mit einer Tiefe von
rund 60 Zentimetern eignet er sich auch für kleine Verkaufsflächen oder schmale Countersysteme. Die Installation erfolgt nach dem Plug-&-Play-Prinzip, ein klassisches Abluftsystem ist nicht erforderlich. Dank integriertem Doppel-Katalysator-System arbeitet das Gerät zudem geruchsarm und leise. Ein großes Touchdisplay mit intuitiver Benutzerführung erleichtert die Bedienung. Vorgefertigte Programme können direkt gestartet oder individuell angepasst werden. Mit der Funktion Click & Cook erfolgt der Programmstart per Fingerdruck. Mehrere hundert Programme lassen sich speichern und über WLAN zentral verwalten. Auch bei der Energieeffizienz setzt Unox auf moderne Technologien. Eine spe-
zielle Mineralisolierung verbessert laut Hersteller die Energieeffizienz um bis zu zehn Prozent. Das Energiemanagementsystem Smart.Energy optimiert den Energieverbrauch automatisch und reduziert Aufheizsowie Produktionszeiten. Für die Reinigung stehen das Quick.Rinse-Kit sowie eine interaktive Schritt-für-Schritt-Anleitung auf dem Display zur Verfügung. Krümel- und Flüssigkeitssammelschubladen erleichtern die tägliche Pflege zusätzlich.
Mit den Highspeed-Öfen conneX 12 und conneX 16 erweiterte die Welbilt-Marke Merrychef sein Portfolio für die schnelle Zubereitung warmer Speisen. Beide Geräte nutzen die sogenannte tri-pleX-Technologie, die Mikrowelle und Konvektion kombiniert. Dadurch werden kurze Garzeiten bei gleichbleibender Produktqualität ermöglicht. Laut Hersteller lassen sich Speisen je nach Anwendung bis zu 20-mal schneller zubereiten als mit herkömmlichen Garmethoden. Die Bedienung erfolgt über einen Sieben-Zoll-HD-Touchscreen mit der neuen easyTouch-Software. Die Benutzeroberfläche orientiert sich an modernen Smartphones und soll eine schnelle Einarbeitung des Personals ermöglichen. Bereits ab Werk sind mehr als 100 Rezepte hinterlegt, die individuell angepasst oder erweitert werden können. Zusätzlich lassen sich eigene Programme erstellen und speichern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung. Die Geräte verfügen serienmäßig über WLAN- und Ethernet-Schnittstellen und können über die Cloud-Plattform KitchenConnect verwaltet werden. Betreiber können Rezepte standortübergreifend aktualisieren, Betriebsdaten auswerten und Servicediagnosen aus der Ferne durchführen. Dank integrierter Abluftreinigung benötigen beide Modelle keine zusätzliche
Unox Speed.Compact ECO
Merrychef conneX 12
Abzugshaube und lassen sich auch in kompakten Gastronomie- und Shopkonzepten integrieren. Ergänzt wird die Ausstattung durch energieeffiziente Aufheiz- und Abkühlzeiten, einen leisen Betrieb sowie farblich gekennzeichnetes Zubehör für die getrennte Zubereitung unterschiedlicher Produktgruppen.
Als neueste Generation der Highspeed-Öfen ermöglicht der Atollspeed AS301 von Wiesheu die frische Zubereitung kompletter Gerichte in Sekundenschnelle – bei geringem Personalund Platzbedarf. Eine optimierte Backkammer und ein neuer Gargutträger sorgen für eine gleichmäßigere Zubereitung und steigern die Speisenqualität. Die integrierte Türsicherung verhindert das Öffnen während des Betriebs und erhöht die Sicherheit. Gleichzeitig schützt sie die verdeckt verbaute Mikrowellenantenne vor Verschmutzungen, was die Langlebigkeit erhöht und die Reinigung erleichtert. Seine Leistungsfähigkeit basiert auf der Kombination aus Impingement-Technologie und Mikrowellenenergie. Dadurch entstehen knusprige Oberflächen bei gleichzeitig schneller und gleichmäßiger Erwärmung. Individuell programmierbare Garprofile gewährleisten reproduzierbare Ergebnisse und ermöglichen die zuverlässige Zubereitung von Snacks ebenso wie die Regeneration kompletter Tellergerichte. Besonders für Filialbetriebe bietet der AS301 Vorteile: Speisen oder Komponenten können zentral vorbereitet und vor Ort direkt aus der Kühlung regeneriert werden – bei gleichbleibender Qualität und Optik. Standardisierte Programme reduzieren den Schulungsaufwand und erleichtern den standortübergreifenden Einsatz. Ergänzt wird das Konzept durch das „Snacksperten“-Team von Wiesheu. Die Spezialisten unterstützen bei der Entwicklung individueller Speisenkonzepte, Rezepturen und passender Garprofile. Gemeinsam mit ausgewählten Convenience-Partnern entstehen so praxisgerechte Lösungen für moderne und effiziente Küchenkonzepte.
SERVICE
• www.bartscher.com
• www.electroluxprofessional.com
• www.nordcap.de
• www.merrychef.com
• www.saro.de
• www.unox.com
• www.welbiltde.com
• www.wiesheu.de
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Wiesheu Atollspeed AS301
Zukunft gestalten
Nachhaltigkeit und Digitalisierung zählen zu den zentralen Zukunftsthemen im Gastgewerbe. Die Transformationscoaches NRW unterstützen Betriebe mit praxisnaher Beratung dabei, Veränderungen erfolgreich umzusetzen und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das Gastgewerbe befindet sich im Wandel. Digitalisierung, steigende Energiekosten, neue Anforderungen an Nachhaltigkeit und veränderte Erwartungen der Gäste stellen Unternehmen vor große Herausforderungen – eröffnen gleichzeitig, aber auch neue Chancen. Um Betriebe in Nordrhein-Westfalen aktiv bei diesem Wandel zu unterstützen, stehen die Transformationscoaches für Nachhaltigkeit und Digitalisierung als kompetente Ansprechpartner zur Seite.
Mit einem praxisnahen Beratungsansatz begleiten die Coaches gastronomische Betriebe und Hotels auf ihrem individuellen Weg in eine zukunftsfähige Unternehmensentwicklung. Dabei geht es nicht nur um moderne digitale Lösungen, sondern ebenso um nachhaltige Strate-
gien, die wirtschaftlichen Erfolg und verantwortungsvolles Handeln miteinander verbinden. Der besondere Mehrwert liegt im starken Praxisbezug: Die Transformationscoaches kennen die Herausforderungen des Gastgewerbes aus dem betrieblichen Alltag und entwickeln gemeinsam mit den Unternehmen realistische, umsetzbare Lösungen. Statt theoretischer Konzepte stehen konkrete Maßnahmen im Mittelpunkt, die direkt im Betrieb angewendet werden können.
Lösungen werden gemeinsam erarbeitet
Ob digitale Prozesse zur Entlastung des Teams, intelligente Lösungen zur Energieeinsparung oder nachhaltige Konzepte für Einkauf, Ressourcenmanagement und Gästekommunikation – die Transformationscoaches entwickeln gemeinsam mit den Betrieben konkrete und umsetzbare Maßnahmen. Ziel ist es, Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen und sie fit für die Anforderungen von morgen zu machen. Besonders ist dabei die individuelle Begleitung: Statt standardisierter Konzepte stehen die spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen jedes einzelnen Betriebs im Mittelpunkt. Die Coaches bringen nicht nur fachliche Expertise mit, sondern verstehen auch die täglichen Abläufe und Anforderungen der Branche aus erster Hand.
Das Angebot richtet sich an Betriebe, die Veränderungen aktiv angehen möchten und offen für neue Wege sind. Denn klar ist: Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind längst keine Zukunftsthemen mehr – sie sind entscheidende Erfolgsfaktoren für ein modernes Gastgewerbe.
www.transformation-gastgewerbe.nrw
Gastronight 2026
Im Frühjahr 2026 traf sich die Gastronomie im festlich geschmückten Saal des Haus Terhörne in Südlohn – über 600 Kollegen aus der Branche kamen zusammen, um zu genießen, sich auszutauschen und einfach gemeinsam zu feiern.
Es gab ein Büfett, das keine Wünsche offenließ. Für Service und ein stimmungsvolles Ambiente war gesorgt. Zwischen Fachgesprächen, Wiedersehen, viel Lachen und interessanten Begegnungen wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Ein riesiges Dankeschön des DEHOGA Westfalen gilt allen Zulieferern und Partnern der Gastrobranche, die diesen Abend unterstützt und mitgestaltet haben. Zusammenhalt, Leidenschaft und Teamgeist – das ist unsere Gastronomie! „Dieser Abend hat gezeigt, wie viel Herzblut in unserer Branche steckt. Die Gastronomie lebt – mit ganzer Seele!“.
Über 600 Branchenkollegen kamen im Haus Terhörne zusammen, um Netzwerke zu pflegen, gemeinsam zu feiern und die Leidenschaft für die Gastronomie zu leben
Zukunft gestalten –im Wandel bestehen
Die Gastronomie und Hotellerie stehen mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Gleichzeitig entstehen neue Chancen für diejenigen, die bereit sind, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und aktiv zu gestalten.
Genau diesem Spannungsfeld widmet sich der DEHOGA Branchentag 2026 am 17. November im Lokschuppen in Bielefeld. Unter dem Motto „Zukunft gestalten – im Wandel bestehen“ treffen sich Unternehmer und Partner sich zu einem Tag voller Inspiration, Austausch und neuer Perspektiven.
Die Zukunft ist längst da Viele Entwicklungen, die vor wenigen Jahren noch als Zukunftstrends galten, bestimmen heute den betrieblichen Alltag. Digitale Prozesse verändern Arbeitsabläufe, Gäste erwarten individuelle Erlebnisse und wirtschaftliche Entscheidungen müssen zunehmend datenbasiert getroffen werden. „Wer die richtigen Kennzahlen kennt, kann frühzeitig reagieren und Chancen besser nutzen“ – dieser Gedanke steht auch im Mittelpunkt des diesjährigen Paneltalks. Branchenexperten diskutieren praxisnah darüber, welche Zahlen wirklich relevant sind und wie sie zur erfolgreichen Steuerung von Betrieben eingesetzt werden können. Doch Zahlen allein machen noch keinen erfolgreichen Gastgeber. Es sind Menschen, Ideen und Leidenschaft, die die Branche prägen.
Ein Gast, der die Branche bewegt Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher mit dem Interview-Talk von Kemal Üres. Der Unternehmer, Berater und bundesweit bekannte „Gastroflüsterer“ zählt zu den prägendsten Stimmen der deutschen Gastronomie. Üres steht für die Verbindung von traditioneller Gastfreundschaft und modernen Unternehmenskonzepten. In seinen Vorträgen, Beratungen und Medienauftritten beschäftigt er sich mit den Fragen, die viele Betriebe aktuell bewegen: Wie können Unternehmen trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich bleiben? Welche Chancen bieten Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle? Und wie gelingt es, Mitarbeitende langfristig zu begeistern? Im Gespräch mit Thorsten Hellwig, Pressesprecher des DEHOGA NRW, wird er seine Erfahrungen teilen und Impulse geben, die weit über kurzfristige Trends hinausreichen.
Nachwuchs im Rampenlicht
Eine Branche kann nur dann erfolgreich in die Zukunft gehen, wenn sie junge Talente fördert. Mit dem Steinkrüger Culinary Award setzt der DEHOGA Ostwestfalen erneut ein Zeichen für die Nachwuchsförderung. Der Wettbewerb macht die Leistungen junger Fachkräfte sichtbar und zeigt, welches Potenzial in der nächsten Generation von Gastgebern steckt. Die Ehrung der besten Talente bildet einen der emotionalen Höhepunkte des Branchentages.
Gemeinsam stärker
Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich die Stärke einer Branche im Miteinander. Der persönliche Austausch mit Kollegen, das Kennenlernen neuer Partner und das gemeinsame Diskutieren von Lösungsansätzen sind oft ebenso wertvoll wie fachliche Inhalte. Der DEHOGA Branchentag bietet dafür den passenden Rahmen. Die besondere Atmosphäre des Lokschuppens Bielefeld, ein hochwertiges Bühnenprogramm und zahlreiche Begegnungsmöglichkeiten schaffen beste Voraussetzungen für neue Ideen und nachhaltige Kontakte. Wenn am Abend beim Food-Markt Gastgeber, Nachwuchskräfte, Branchenpartner und Experten zusammenkommen, wird deutlich, worum es an diesem Tag wirklich geht: um die gemeinsame Zukunft des Gastgewerbes.
die Zukunft des Gastgewerbes auf die Bühne
Ein Tag, der Perspektiven eröffnet
Der DEHOGA Branchentag 2026 möchte Mut machen, Orientierung geben und zeigen, dass Wandel nicht nur Herausforderung, sondern auch Chance sein kann. Wer die Zukunft gestalten will, braucht Wissen, Austausch und Inspiration. Am 17. November bietet sich dafür in Bielefeld die ideale Gelegenheit. Denn eines ist sicher: Die Zukunft der Branche wird nicht irgendwo entschieden. Sie entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, Ideen austauschen und gemeinsam nach vorne denken.
Anmeldungen unter: www.gastro-upgrade.de
Kemal Üres bringt beim DEHOGA Branchentag 2026 frische Impulse für
Nachruf auf Dieter Mesch
In tiefer Trauer nimmt der DEHOGA Lippe Abschied von ihrem Ehrenpräsidenten Dieter Mesch, der am 10. Juni 2026 im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Mit ihm verliert nicht nur der DEHOGA Lippe einen engagierten Mitstreiter und prägenden Gestalter, sondern das gesamte lippische Gastgewerbe eine Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg Maßstäbe gesetzt hat.
Dieter Mesch widmete sein Leben der Hotellerie, Gastronomie und dem Berufsverband. Über fünf Jahrzehnte hinweg engagierte er sich in zahlreichen Ehrenämtern auf Kreis-, Landes- und Bundesebene für die Belange des Gastgewerbes. Von 2006 bis 2012 stand er als Präsident an der Spitze des DEHOGA Lippe. Die Spuren seines Wirkens sind bis heute sichtbar. Die von ihm aufgebauten Netzwerke, sein weitreichendes Fachwissen und seine Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, sind für unseren Verband von unschätzbarem Wert.
Dabei verstand Mesch den Verband stets als Gemeinschaft, die nicht von, sondern mit ihren Mitgliedern lebt. Sein Handeln war geprägt von Dialog, Zusammenhalt und dem festen Willen, die Interessen der Branche gemeinsam zu vertreten. Besonders am Herzen lag ihm die Förderung des gastronomischen Nachwuchses, für dessen Ausbildung und Entwicklung er sich mit großem persönlichem Einsatz einsetzte.
Geboren am 22. Juli 1940 wurde Mesch schon früh von seinen Eltern an die Hotellerie und Gastronomie herangeführt. Nach seiner Ausbildung zum Restaurantfachmann im Hotel Detmolder Hof, die er mit Auszeichnung abschloss, sammelte er wertvolle Erfahrungen unter anderem im Hilton Hotel Berlin. Um den vielfältigen Anforderungen des elterlichen Betriebs gerecht zu werden, absolvierte er zudem eine Ausbildung zum medizinischen Bademeister in Bad Lauterberg. Als sein Vater 1963 verstarb, übernahm der damals erst 23-Jährige die Verantwortung für das renommierte Wald- und Kurhotel Bärenstein in Holzhausen-Externsteine. Mit Weitblick, Tatkraft und unternehmerischem Geschick entwickelte er den Betrieb kontinuierlich weiter und führte ihn in eine erfolgreiche Zukunft. Dabei bewies er stets die Fähigkeit, über den eigenen Betrieb hinauszuschauen und sich für die Anliegen der gesamten Branche einzusetzen.
Seit 1971 war Mesch stellvertretender Präsident des DEHOGA Lippe. Darüber hinaus engagierte er sich in zahlreichen Ausschüssen und Gremien. Er vertrat unter anderem die Region Ostwestfalen-Lippe im Tourismusausschuss der Kammern, war Mitglied im Bundesausschuss
für Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik sowie im Bundessteuerausschuss des DEHOGA. Seit 1977 gehörte er der Großen Tarifkommission des DEHOGA Nordrhein-Westfalen an. Auch politisch brachte er sich aktiv ein, unter anderem als CDU-Fraktionsvorsitzender in der Verbandsversammlung des Lippischen Landesverbandes. Seit 1981 war er zudem als Handelsrichter tätig. Der Höhepunkt seiner Verbandslaufbahn war seine Wahl zum Präsidenten des DEHOGA Lippe am 19. Juni 2006. In seiner sechsjährigen erfolgreichen Amtszeit setzte er wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Verbandes und stärkte dessen Position als starke Stimme des Gastgewerbes in Lippe.
Für seine Verdienste um das Gastgewerbe, den Tourismus und sein ehrenamtliches Engagement wurde Mesch bereits zu Lebzeiten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Nach der Übergabe des Präsidentenamtes im Jahr 2012 wurde er zum Ehrenpräsidenten des DEHOGA Lippe ernannt, erhielt Sitz und Stimme im Präsidium und wurde mit der Goldenen Ehrennadel des DEHOGA Lippe ausgezeichnet.
Mesch war ein Mensch, der Verantwortung übernahm, der Kollegen unterstützte und der sich stets in den Dienst der Gemeinschaft stellte. Sein Rat war gefragt, seine Hilfsbereitschaft geschätzt und seine Verlässlichkeit vorbildlich. Er hat über Jahrzehnte das lippische Gastgewerbe und den Verband nachhaltig geprägt und mitgestaltet. Der DEHOGA Lippe wird Dieter Mesch ein Andenken bewahren.
Neuer Vorsitzender
Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung des DEHOGA Ortsvereins Südost, die am 27. April in Jeanny‘s Essbar in Barntrup stattfand, haben die Mitglieder einen neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Jens Rheker wurde einstimmig zum Nachfolger von Peter Tappe gewählt.
Nach der Begrüßung durch den bisherigen Vorsitzenden standen neben dem Geschäftsund Kassenbericht auch aktuelle Informationen aus dem Verband auf der Tagesordnung.
Kai Buhrke, Geschäftsführer des DEHOGA Lippe, informierte die anwesenden Mitglieder
über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Gastgewerbe. Ein besonderer Moment der Versammlung war die Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden Peter Tappe. Die Mitglieder dankten ihm für sein großes Engagement, seinen Einsatz und die Führung des Ortsvereins in den vergangenen Jahren. Mit seinem Einsatz hat er die Arbeit des Ortsvereins maßgeblich geprägt und wichtige Impulse für die Gastronomie und Hotellerie in der Region gesetzt.
Dieter Mesch
Stärkung des Zusammenhalts
Mit der einstimmigen Wahl sprachen die Mitglieder Jens Rheker ihr großes Vertrauen aus. Rheker führt zusammen mit Stefanie Rheker das Wirtshaus Berggarten in Schwalenberg. Der neue Vorsitzende bedankte sich für die Unterstützung und skizzierte zugleich die Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit. Im Mittelpunkt steht für ihn die Stärkung des Zusammenhalts innerhalb des Ortsvereins. Gerade in herausfordernden Zeiten sei ein enger Austausch zwischen den Betrieben wichtiger denn je. Darüber hinaus möchte Rheker gemeinsam mit den Mitgliedern daran arbeiten, die Interessen des Gastgewerbes in der Region noch stärker zu vertreten und neue Impulse für die Branche zu setzen. Ziel sei es, die Zusammenarbeit auszubauen, voneinander zu profitieren und gemeinsam mehr für die Gastronomie und Hotellerie vor Ort zu erreichen.
Ein erstes Zeichen für dieses Miteinander setzt der neue Vorsitzende bereits mit einem gemeinsamen Grillabend am 7. Juli 2026 im Wirtshaus Berggarten in SchiederSchwalenberg. Der Abend beginnt mit einem Impulsvortrag von Robert Krause, Transformationscoach für Digitalisierung im Gastgewerbe. Unter dem Titel „Digitale Sichtbarkeit als Wachstumstreiber: Potenziale für mehr Reichweite, Gäste und Umsatz“ erhalten die Teilnehmer praxisnahe Einblicke in die Chancen der digitalen Welt für gastronomische Betriebe.
Staffelübergabe beim DEHOGA Ortsverein
Blomberg Südost: Jens Rheker (vorne), Wirtshaus Berggarten, übernimmt den Vorsitz von Peter Tappe (hinten), Marpetal-Gasthof, und blickt mit Freude auf die neue Herausforderung
Jahreshauptversammlung des Wirtevereins
Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Wirtevereins Lemgo/Dörentrup/Kalletal/Extertal am 5. Mai 2026 im Leeser Krug in Lemgo.
Neben den Berichten des Vorstandes und aktuellen Informationen des DEHOGA stand insbesondere die wirtschaftliche Situation des Gastgewerbes im Mittelpunkt der Diskussionen. Die anwesenden Unternehmer zeichneten ein einheitliches Bild der aktuellen Lage. Trotz einzelner positiver Entwicklungen bleibt die wirtschaftliche Situation für viele Betriebe angespannt. Nach Einschätzung der
Mitglieder leidet das Gastgewerbe weiterhin unter sinkenden realen Umsätzen, während die Kosten für Personal, Lebensmittel und Energie auf einem hohen Niveau verharren. Eine spürbare Trendwende sei bislang nicht erkennbar. Besonders die zurückhaltende Nachfrage der Gäste beschäftigt die Betriebe.
Personalengpass führt zu Belastungen
Ein weiteres zentrales Thema war der anhaltende Fach- und Arbeitskräftemangel. Zahlreiche Betriebe haben weiterhin Schwierigkeiten, offene Stellen in Küche, Service und
Hotellerie zu besetzen. Die Personalengpässe führen vielerorts zu zusätzlichen Belastungen für die vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Betriebsinhaber selbst. Auch die gestiegenen Personalkosten wurden diskutiert. Sie stellen nach Ansicht vieler Mitglieder eine erhebliche zusätzliche finanzielle Herausforderung dar. Zwar werde die faire Bezahlung der Beschäftigten ausdrücklich unterstützt, gleichzeitig steige jedoch der wirtschaftliche Druck auf die Betriebe deutlich an. Im Rahmen der Diskussionsrunde zu Tourismus und Mehrwertsteuer wurde erneut die Bedeutung einer dauerhaften Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen hervorgehoben. Die Mitglieder sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Entlastung der gastronomischen Betriebe. Die allgemeine Stimmung unter den Unternehmern wurde als vorsichtig, aber dennoch zuversichtlich beschrieben. Viele Betriebe setzen weiterhin auf Qualität, Gastfreundschaft und regionale Angebote. Gleichzeitig herrscht Einigkeit darüber, dass die Branche auch im Jahr 2026 vor großen Herausforderungen steht. Das vorherrschende Motto lautet daher „Stabilisierung statt Aufbruch“. Der Wirteverein wird die Interessen seiner Mitglieder weiterhin aktiv vertreten und sich gemeinsam mit dem DEHOGA für bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen.
Waldhotel Bärenstein erneut als Top-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet
Das Waldhotel Bärenstein ist erneut mit dem DEHOGA-Siegel Top-Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet worden.
Mit der erneuten Zertifizierung macht das Waldhotel Bärenstein sichtbar, was im betrieblichen Alltag oft im Hintergrund geschieht: gute Ausbildung braucht Struktur, Verlässlichkeit, persönliche Begleitung und ein Arbeitsumfeld, in dem junge Menschen sich fachlich und menschlich entwickeln können.
„Das Qualitätssiegel bietet Betrieben einen wichtigen Wettbewerbsvorteil und macht sie als attraktive Ausbilder und Arbeitgeber sichtbar“, betont Dipl.-Oec. Kai Buhrke, Geschäftsführer des DEHOGA Lippe, der die Auszeichnung an Hoteldirektorin Sonja Arens, den geschäftsführenden Gesellschafter Christian Lüdeking sowie an die Auszubildenden Rena Nurohmatiani und Vicky Zern Zulfikar Ahmad überreichte. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei es entscheidend, jungen Menschen und ihren Familien Orientierung zu geben: Wo wird Ausbildung ernst genommen? Wo gibt es Ansprechpartner, Förderung, Respekt und echte berufliche Perspektiven? Zertifizierte Betriebe geben darauf eine klare Antwort.
Zusammenarbeit mit asiatischen Ausbildungsmarkt
Das Waldhotel Bärenstein sieht in der Ausbildung seit Jahren einen zentralen Bestandteil seiner Zukunftssicherung. Auszubildende werden nicht nur für operative Aufgaben eingeplant, sondern sollen den Betrieb verstehen, Verantwortung übernehmen und Schritt für Schritt in die Vielfalt der Hotellerie und Gastronomie hineinwachsen. Dazu gehören fachliche Anleitung, die Zusammenarbeit mit der Berufsschule, Prüfungsvorbereitung sowie ein Arbeitsklima, das von Wertschätzung und gegenseitigem Respekt geprägt ist. Ein besonderer Aspekt am Standort Horn-Bad Meinberg ist der internationale Blick auf die Nachwuchsgewinnung. Über die Christian Lüdeking Hotelberatung wurde die Zusammenarbeit mit dem asiatischen Ausbildungsmarkt aufgebaut. Damit hat das Waldhotel Bärenstein einen Weg eingeschlagen, der für viele gastgewerbliche Betriebe zunehmend an Bedeutung gewinnt: Fachkräfte- und Nachwuchssiche-
Kai Buhrke (ganz links) überreichte die Auszeichnung Top-Ausbildungsbetrieb an die Vertreter des Waldhotel Bärenstein (von links nach rechts): Rena Nurohmatiani, Vicky Zern Zulfikar Ahmad, Sonja Arens und Christian Lüdeking
rung endet nicht an regionalen Grenzen, darf aber auch nicht bei der reinen Vermittlung stehenbleiben.
Anerkennung für das gesamte Team „Entscheidend ist, dass internationale Auszubildende nicht nur gewonnen, sondern auch gut begleitet werden“, sagt Christian Lüdeking. „Wer junge Menschen aus dem Ausland für eine Ausbildung in Deutschland begeistert, übernimmt Verantwortung – für das Ankommen, für die Integration in den Betrieb, für die Unterbringung und für eine Ausbildung, die Perspektive schafft.“ Die Hotelberatung unterstützt diesen Ansatz nicht als kurzfristige Lösung für offene Stellen, sondern als nachhaltigen Baustein moderner Personalstrategie im Gastgewerbe. Für Hoteldirektorin Sonja Arens ist die Auszeichnung eine Anerkennung für das gesamte Team: „Ausbildungsqualität entsteht nicht durch ein Zertifikat allein. Sie entsteht jeden Tag im Miteinander –durch Kolleginnen und Kollegen, die erklären, unterstützen, zuhören und junge Menschen ernst nehmen.“ Das Siegel bestätige diesen Anspruch und motiviere zugleich, die Ausbildungsarbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Drei-Sterne Superior für das Landhaus Begatal
Im Landhaus Begatal in Dörentrup gibt es Grund zur Freude: Inhaber Stephan Büker (links) nahm von Kai Buhrke, Geschäftsführer des DEHOGA Lippe (rechts), die Urkunde zur Klassifizierung als Drei-Sterne Superior-Hotel entgegen. Die Auszeichnung würdigt zugleich die Investitionen in die Modernisierung, die den Gästen mehr Komfort sowie eine verbesserte Ausstattung und Servicequalität bieten
Erweiterung
Mit der Einführung der neuen ecomax Haubenspülmaschinenserie erweitert Hobart sein Angebot im Einstiegssegment und bietet eine weitere wirtschaftliche Lösung für professionelle Spülprozesse. Die neuen Modelle wurden speziell für ergonomische und effiziente Arbeitsabläufe in gewerblichen Küchen entwickelt. Im Fokus stehen eine hohe Wirtschaftlichkeit, Zeitersparnis sowie Unterstützung des Küchenpersonals im Arbeitsalltag. Beide Produkte verfügen über das bewährte Hygieneprogramm der HobartLinie, welches die Reinigung der Maschinen vereinfacht. Zudem wurde der Wasserverbrauch pro Spülgang reduziert. Eine einheitliche Steuerung innerhalb der gesamten ecomax-Linie sorgt zudem für eine durchgängige und intuitive Bedienung. Für die ecomax plus steht mit Vapostop ER eine optionale Ausstattung zur Verfügung, die den Energieverbrauch weiter senkt. Die allseitig geschlossene Haube hält den beim Spülprozess entstehenden Dampf in der Maschine zurück. Ein integrierter Wärmetauscher nutzt die darin enthaltene Energie, um das einströmende Frischwasser vorzuwärmen. www.hobart.de
Nachhaltig
Cup Verde stellt Nespressokompatible Kaffeekapseln für den Einsatz in Gastronomie und Hotellerie vor. Die Kapseln sind heimkompostierbar und kommen ohne Aluminium sowie ohne fossile Kunststoffe aus. Nach Unternehmensangaben werden unvermeidbare CO₂Emissionen über Aufforstungsprojekte in den Anbauregionen kompensiert. Für die Kapseln wird ausgewählter, schonend gerösteter Kaffee verwendet. Jede Charge wird vor der Auslieferung auf Qualität, Aroma und Durchlauf geprüft. Ergänzend bietet Cup Verde Reinigungskapseln für Nespresso-kompatible Maschinen an, die eine einfache Pflege der Geräte unterstützen. www.cupverde.coffee
KI-unterstützt
Viele gastronomische Betriebe nutzen ihre Spülmaschinen unabhängig von der tatsächlichen Auslastung im gleichen Standardprogramm. Mit EcoPilot bietet Winterhalter eine KIgestützte Lösung, die den Spülprozess automatisch optimiert. Das System analysiert kontinuierlich Nutzungsdaten, erkennt wiederkehrende Stoßzeiten und ruhige Phasen und wählt darauf basierend das effizienteste Spülprogramm aus. In Zeiten geringer Auslastung nutzt die Maschine das energiesparende ECO-Programm, bei hohem Spülaufkommen schaltet sie auf das zeitsparende Kurzprogramm um. So lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 17 Prozent senken, während Hygiene und Spülergebnis unverändert bleiben. EcoPilot ist für vernetzte Spülmaschinen der UC- und PT-Serie kostenlos verfügbar und unterstützt Betriebe dabei, Ressourcen zu schonen sowie nachhaltiger und wirtschaftlicher zu arbeiten. www.winterhalter.de
Effizient
Mit Aperol Spritz On Tap führt die Campari Group eine neue Ausschanklösung für den deutschen On-Trade-Markt ein. Das Produkt wird in einem 20-LiterEinweg-KEG angeboten. Die Lösung ermöglicht die Ausgabe eines vorportionierten Aperol Spritz in gleichbleibender Qualität und soll den Ausschank gegenüber der klassischen Zubereitung beschleunigen. Laut Unternehmensangaben kann die Serviergeschwindigkeit dabei bis zu dreimal höher liegen. Das Angebot ist ausschließlich für professionelle Anwender konzipiert und soll insbesondere an Standorten mit hohem Gästeaufkommen eine effiziente Getränkeausgabe unterstützen. www.campari.de
Mehr Freiheit
Vito erweitert sein FrittierölManagement um den neuen Vito VM battery. Das akkubetriebene, kabellose Filtrationssystem kombiniert die bewährte Vito-Technologie mit maximaler Mobilität und ermöglicht eine flexible Ölfiltration ohne festen Stromanschluss. Entwickelt für Restaurants, Großküchen, Cateringbetriebe und Foodtrucks sorgt das Gerät für effizientere Abläufe und eine einfache Handhabung. Durch die Filtration direkt im heißen Öl werden Schweb- und Bitterstoffe zuverlässig entfernt, wodurch die Ölqualität konstant hoch bleibt. Küchen können ihre Ölkosten um bis zu 50 Prozent senken und Abfall reduzieren. Mit einer Akkuladung sind mehrere Filtrationszyklen möglich. Die integrierte VitoConnectFunktion bietet zudem digitale Transparenz und unterstützt eine nachhaltige und zukunftssichere Küchenorganisation. www.vito.ag
Alkoholfrei vom Fass
Erstmals wird mit Krombacher o,0 Prozent Pils vom Fass ein alkoholfreies Pils der Krombacher Brauerei auch im Fassformat für die Gastronomie angeboten. Das Produkt ist bereits aus Flasche und Dose bekannt. Mit der Einführung wird das bestehende alkoholfreie Sortiment um eine weitere Ausschankvariante erweitert. Ziel ist es, alkoholfreie Bieroptionen stärker in den Fassausschank zu integrieren und diese in der Gastronomie präsenter zu machen. Die neue Variante wird zunächst in einem begrenzten Umfeld getestet, bevor über eine mögliche Ausweitung entschieden wird. Damit überträgt die Brauerei ein bestehendes Produkt in einen neuen gastronomischen Nutzungskontex. www.krombacher.de
Matcha für Profis
Mit dem Matcha Latte erweitert Dallmayr gemeinsam mit Dallmayr Vending & Office das Sortiment für die professionelle Heißgetränkeversorgung. Das Produkt wurde speziell für den Einsatz in Heißgetränkeautomaten entwickelt und eignet sich für Gastronomie, Bäckereien, Büros, Großbetriebe sowie Vending-Konzepte. Die Rezeptur kombiniert Matcha mit einer cremigen Milchnote und dezenter Süße. Eine gute Rieselfähigkeit, präzise Dosierung und stabile Schaumbildung sollen eine gleichbleibende Getränkequalität gewährleisten. Der Matcha Latte ist in einer 500-GrammPackung erhältlich und ergänzt das Angebot um eine koffeinhaltige Alternative zu klassischen Kaffeespezialitäten. www.dallmayr.com
BBQ. Einfach genial grillen
Jamie Oliver teilt seine Leidenschaft für das Kochen über offenem Feuer und sein umfassendes Grill-Know-how. In „BBQ. Einfach genial grillen“ zeigt er, wie vielseitig und zeitgemäß Grillen heute sein kann, mit rund 90 Rezepten, die weit über das übliche Fleischrepertoire hinausgehen und das ganze Jahr über funktionieren. Von Hähnchenkeulen Arrabiata über Gedämpfter Fisch mit Zitrone & Grillgemüse bis zu Champignon-Burger mit Miso: Fleisch, Fisch und Gemüse stehen gleichberechtigt nebeneinander. Schritt für Schritt vermittelt Oliver die Grundlagen für gelungenes BBQ, von Marinaden über das richtige Vorbereiten der Glut bis hin zur präzisen Hitzesteuerung und dem perfekten Garpunkt. So wird der Grill zur Bühne für selbstbewusstes Kochen unter freiem Himmel, zu jeder Jahreszeit. www.dorlingkindersley.de
Spritz mit Twist
Neben dem klassischen Limoncello Dicapri Spritz entsteht mit der Limoncello Dicapri Basil Spritz von Schwarze und Schlichte eine zweite Variante für Aperitif-Momente im CapriStil. Der Limoncello Dicapri Basil Spritz interpretiert den klassischen Spritz neu und setzt dabei auf feine Kontraste: Frischer Basilikum verleiht dem Aperitif-Drink eine aromatische Tiefe und verbindet sich mit der charakteristischen Zitrusnote zu einem ausgewogenen Geschmackserlebnis. Auch optisch zeigt sich diese Nuance: Aus dem warmen Zitronengelb entsteht ein frisches Grün, das den leicht herben und intensivfruchtigen Geschmack dieses Spritz-Drinks unterstreicht. www.schwarze-schlichte.de
Design trifft
Funktion
Bette erweitert mit BetteAlva sein Sortiment um einen rechteckigen Aufsatzwaschtisch für den gewerblichen Einsatz. Das Modell zeichnet sich durch eine filigrane Randgestaltung, klare Linien und zeitlose Proportionen aus. Für Hotel- und Gastronomieprojekte bietet der Waschtisch eine Kombination aus robustem Material, pflegeleichter Oberfläche und vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Mehr als 70 Farben ermöglichen eine individuelle Integration in unterschiedliche Badkonzepte. Gefertigt aus glasiertem TitanStahl, verfügt BetteAlva über eine porenfreie, hygienische Oberfläche. Das Material ist zu 100 Prozent recyclingfähig, zudem gewährt der Hersteller eine 30-jährige Garantie auf den glasierten Titan-Stahl. www.my-bette.com
Eis nach Maß
Die Berliner Eismanufaktur Eis Engelchen entwickelt individuelle Eiskreationen auch für kleinere Gastronomiebetriebe. Bereits ab 15 Schalen à 5,2 Litern entstehen maßgeschneiderte Sorten, die im WhiteLabel-Verfahren unter der Marke des jeweiligen Betriebs vermarktet werden. Zu den Projekten zählen unter anderem eine Stroopwafel-Sorte für den Hollandpark, Sanddorneis für Bennys auf Rügen sowie ein Adlontorte-Eis für das Hotel Adlon Kempinski Berlin. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Sortiment mehr als 60 Milch- und Fruchteissorten, die als Basis für individuelle Rezepturen dienen. Die Entwicklung einer neuen Sorte dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. www.eis-engelchen.de
Mediterrane Snackidee
Mediterran inspirierte Snacks gewinnen im Außer-Haus-Markt immer weiter an Bedeutung. Vandemoortele greift diesen Trend mit der neuen Focaccia Mia auf. Die tiefgekühlte Backwarenspezialität ist in den drei Varianten Cherry-Tomate, Grillpaprika und Knoblauch-Kräuter erhältlich. Alle Sorten sind mit Mozzarella belegt, mit extra nativem Olivenöl verfeinert und je nach Variante mit mediterranen Zutaten kombiniert. Die Focaccia wiegt zwischen 150 und 180 Gramm und lässt sich ohne Auftauen in rund sieben Minuten bei 180 Grad Celsius zubereiten. Das Produkt richtet sich an Betriebe, die ihr Snackangebot um eine mediterrane, schnell servierbare Backwarenspezialität ergänzen möchten. www.vandemoortele.com
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