Adipositas: mehr als Übergewicht Ausführungen von Stéphanie Foglietta-Dreyfuss, Ernährungsberaterin und Ernährungswissenschaftlerin
August 2026
1 315 Millionen Einordnung: die Zahl
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Mal Danke 2025 erzielte die Groupe Mutuel solide Ergebnisse. Besonders erfreulich ist die Stabilität der Versichertenzahl, die sich über alle Versicherungssparten hinweg auf 1,315 Millionen Personen beläuft. Diese Zahl ist schon seit mehreren Jahren stabil, was von der Treue und dem Vertrauen der Versicherten zeugt. Die Groupe Mutuel bedankt sich deshalb bei ihren Kundinnen und Kunden ganz herzlich für ihre Treue und ihr Vertrauen im Laufe der Jahre. Mit einem konsolidierten Gewinn von 115 Millionen Franken kann das Jahr als Erfolg gewertet werden – umso mehr, als dieser Erfolg vor dem Hintergrund eines starken Kostendrucks im Gesundheitswesen und eines verschärften Wettbewerbs erzielt
wurde. Diese Umstände bestätigen die eingeschlagene Strategie der Groupe Mutuel, die zudem für die kommenden Jahre ambitionierte Ziele insbesondere in Bezug auf Diversifizierung und Digitalisierung vorsieht.
Impressum Herausgeber: Groupe Mutuel – Rue des Cèdres 5 – 1919 Martigny Redaktion: Lisa Flueckiger, Pascal Vuistiner, Adrien Jacquérioz, Martin Kamber Konzept und Gestaltung: Jean-Philippe Chevassu Internet: groupemutuel.ch/gmmag o E-Mail: gmmag@groupemutuel.ch Fotos: Thomas Masotti, Getty Images, Adobe Stock, Kuoni Sports Travel Druck: Schellenberg Druck AG – Schützenhausstrasse 5 – 8330 Pfäffikon ZH Publikation: Gesamtauflage: 400 000 Ex. zweimal jährlich auf Deutsch, Französisch, Englisch und Italienisch. Groupe Mutuel Mag ist eine Publikation für die Versicherten der Groupe Mutuel. Das Magazin wird auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt – für eine nachhaltige Forstwirtschaft.
Drucksache myclimate.org/01-26-374554
Praktische Ratschläge
Generi-was?
Was unterscheidet Generika eigentlich von anderen Medikamenten? Welche Vorteile haben sie? Ein kleiner Guide durch den Medikamentendschungel.
Was sind Generika genau? Generika sind Nachfolgemedikamente. Sie haben die gleichen Wirkstoffe in der gleichen Menge wie das Originalmedikament und dürfen produziert werden, sobald dessen Patent abgelaufen ist. Auch sie müssen von Swissmedic für den Schweizer Markt zugelassen werden und erfüllen somit dieselben hohen Anforderungen bezüglich Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit. Der grösste Unterschied ist der Preis: Generika sind bis zu 70 Prozent günstiger als Originalmedikamente.
Zudem schonen sie das eigene Portemonnaie, da der Selbstbehalt – also der Betrag, der nicht von der Krankenversicherung gedeckt wird – bei Generika 10 Prozent beträgt. Bei Originalmedikamenten beträgt der Selbstbehalt bis zu 40 Prozent. Preisbeispiel Originalmedikament* Selbstbehalt
40 Franken 16 Franken
Generikum Selbstbehalt
20 Franken 2 Franken
* für das es ein deutlich günstigeres Generikum gibt
Wieso sollte man in der Apotheke danach fragen? Da Generika die gleichen Wirkstoffe enthalten, können sie Originalmedikamente oft ersetzen. Apotheker dürfen diese «Substitution» vornehmen. Generika sind preislich günstiger, was dabei hilft, die Gesundheitskosten einzudämmen.
In unserem alternativen Versicherungsmodell PrimaFlex sind Generika von der Franchise ausgenommen. Sie bezahlen bei Bezug also nur den Selbstbehalt von 10 Prozent.
Gesundheitstipp: Prävention
Übergewicht bleibt eine grosse Herausforderung für die öffentliche Gesundheit in der Schweiz. Eine kürzlich zusammen mit der GfK durchgeführte Umfrage ergab, dass sich fast die Hälfte der befragten Personen (48%) als leicht bis stark übergewichtig einschätzt. Gleichzeitig ist der Anteil der Menschen, die als normalgewichtig gelten, im Vergleich zum Vorjahr in allen Bevölkerungsgruppen zurückgegangen.
Gewicht v Was funk
Was sich bewährt hat und was mit Vo Körperliche Betätigung
Kalorienbilanz Neue Medikamente
Regelmässige leichte körperliche Aktivität ist bereits ein guter Anfang. Wer den ganzen Tag im Sitzen arbeitet, sollte versuchen, sich alle 45 Minuten zu bewegen, auch wenn es nur ein paar Schritte sind. Suchen Sie sich eine intensivere körperliche Aktivität, die Ihnen Spass macht, und trainieren Sie massvoll, aber mit Ausdauer.
Neue Produkte in Form von Spritzen und bald auch Tabletten können helfen, sind aber keine Wundermittel und sollten nicht leichtfertig eingesetzt werden.
Solche Behandlungen sollten immer unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.
Ein gesundes Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Sich ausgewogen ernähren und dabei darauf achten, nicht zu viel Zucker, ungesunde Fette und stark verarbeitete Produkte zu sich zu nehmen. Setzen Sie auf frische Produkte, Abwechslung, bunte Farben und möglichst viel Obst und Gemüse. Ernährungsfachleute können Sie dabei unterstützen.
Gesundheitstipp: Prävention
Doch wie soll man diese überflüssigen Kilos loswerden, ohne sich zu sehr den Kopf zu zerbrechen? Wichtig ist zunächst, sich klar zu werden, weshalb man Gewicht verlieren möchte: Sind es gesundheitliche Gründe, Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, Diätkultur oder gesellschaftlicher Druck? Dies hilft, das geeignete Vorgehen zu bestimmen.
verlieren: ktioniert
orsicht zu geniessen ist. Unsere Tipps. Soziale Netzwerke und KI
Wunderdiäten
Fazit
Wundermittel, selbsternannte Diät-Gurus oder Influencer versprechen eine schnelle Gewichtsabnahme. Die Informationen sind manchmal falsch oder irreführend. Der weltweite Markt für Abnehmpräparate und Adipositasmedikamente wächst rasant: 2023 wurden dafür über 230 Milliarden ausgegeben. Unser Rat: Achten Sie auf Ihre psychische Gesundheit, «entfolgen» Sie gewissen Accounts auf Social Media, vergleichen Sie sich nicht mit anderen.
Doch Vorsicht: Diese Methoden können nicht nur Ihr Budget schmälern, sondern auch gefährlich sein. Lassen Sie gesunden Menschenverstand walten.
Experten raten, das Gewicht nicht zum einzigen Erfolgsindikator zu machen. Es lohnt sich, in einer Ernährungsberatung den für Sie passenden Ansatz festzulegen. Am besten konzentriert man sich auf das bewährte Erfolgsrezept: eine Kombination aus körperlicher Aktivität und ausgewogener Ernährung.
Vorsorge
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Finanzieller Schutz, wenn die Gesundheit nicht mitspielt Als führender Partner in Sachen Krankenversicherung und Vorsorge bringt die Groupe Mutuel ein neues, innovatives Produkt auf den Markt, das die beiden Bereiche miteinander verbindet. ProtectLife garantiert Ihnen umfassenden Schutz im Fall von Erwerbsunfähigkeit, schwerer Krankheit oder Tod. Und wenn Sie keine gesundheitlichen Probleme haben, steht Ihnen die Versicherungssumme bei Vertragsablauf zur freien Verfügung.
«Ich sichere mich für den Fall eines Schicksalsschlags finanziell ab und erhalte das Kapital, egal was passiert.»
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Mit ProtectLife können Sie die im Alter steigenden Gesundheitsrisiken absichern. Wenn alles gut läuft, wird Ihnen das angesparte Kapital bei der Pensionierung ausbezahlt.
Für die schönsten Lebenspläne lohnt es sich, auf professionelle Unterstützung zu setzen. Wir begleiten Sie von A bis Z beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Neho stehen wir Ihnen bei allen Schritten rund um den Verkauf, den Kauf Ihrer Traumimmobilie oder die Finanzierung Ihrer Hypothek zur Seite. Als Versicherte der Groupe Mutuel erhalten Sie für die Umsetzung Ihres Immobilienprojekts einen Rabatt von CHF 500. Sie profitieren vom soliden Netzwerk ausgewählter Finanzpartner von Neho und von den besten Zinssätzen auf dem Markt!
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Dossier: Adipositas - mehr als Übergewicht
Adipositas erfordert einen umfassenden Ansatz Stéphanie Foglietta-Dreyfuss Ernährungsberaterin SVDE und Ernährungswissenschaftlerin, beantwortet unsere Fragen zu Adipositas in der Schweiz und zur Gewichtsabnahme.
Adipositas ist in der Schweiz auf dem Vormarsch. Woran liegt das? Adipositas ist eine chronische, krankhafte Zunahme von Körperfett, die mit Begleiterkrankungen einhergeht. Sie muss von Übergewicht unterschieden werden. Übergewichtige Menschen – also mit einem hohen Gewicht oder BMI – können vollkommen gesund sein, ohne an Adipositas zu leiden. Bei Adipositas beeinträchtigt das übermässige Fettdepot die Funktion von Geweben und Organen. Die Krankheit hat verschiedene Ursachen: -
ein begünstigendes Umfeld: üppige Ernährung, Bewegungsmangel, Werbung biologische Faktoren: genetische Veranlagung, Störung des Hunger- und des Sättigungsgefühls soziale Faktoren: Einkommen, Schlaf usw. psychologische Faktoren: Einschränkungen, Stress usw.
Tatsächlich ist die Zunahme der Adipositas vor allem auf diese Umstände zurückzuführen, nicht auf mangelnde Willenskraft.
Besonders problematisch scheinen die Gewichtsprobleme bei Kindern zu sein. Wie sehen Sie das?
Warum stellt Übergewicht eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar? Ich würde es anders formulieren: «Gefahr» kann stigmatisierend klingen. Gesundheit misst sich nicht nur an Gewicht und BMI: Man kann übergewichtig und dennoch bei guter Gesundheit sein – oder umgekehrt. Stigmatisierung hingegen führt dazu, dass erst spät ärztliche Hilfe aufgesucht wird; Essstörungen, Angst, Depression und das Vermeiden körperlicher Aktivität werden begünstigt. Das Gesundheitswesen steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits müssen die tatsächlichen Risikofaktoren ermittelt werden, um Folgeerkrankungen vorzubeugen, andererseits gilt es, Schuldzuweisungen zu vermeiden, welche die Situation noch verschlimmern.
Die Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern ist besorgniserregend. So entwickeln sie schon Komplikationen, die früher erst im Erwachsenenalter auftraten, wie Bluthochdruck oder Insulinresistenz. Dazu kommen ein beeinträchtigtes Selbstwertgefühl und die Gefahr, dass der Zustand im Erwachsenenalter fortbesteht. Jedoch ist beim Umgang damit Vorsicht geboten. Die Stigmatisierung des Gewichts bei Kindern – in der Schule, in der Familie, manchmal sogar in Arztpraxen – ist selbst ein belegter Risikofaktor und begünstigt Störungen des Essverhaltens, Angststörungen und Depressionen.
Eine wichtige Rolle spielt aber auch der gesamte Lebensstil: schlechtere Ernährungsqualität, zunehmender Bewegungsmangel und häufiges Naschen. Gefragt ist ein familienorientierter und wohlwollender Ansatz, bei dem die Freude an der Bewegung, die Qualität der Ernährung und des Schlafs im Mittelpunkt stehen, ohne dem Kind eine strenge Diät zu verordnen. Dies wäre kontraproduktiv und langfristig gefährlich für das Wachstum, die psychische Gesundheit und sein Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper.
Eine im Frühling mit der GfK und Blick durchgeführte Umfrage ergab, dass im vergangenen Jahr 61% der Schweizerinnen und Schweizer versucht haben, ab- oder zuzunehmen. Fast die Hälfte der Bevölkerung hält sich für übergewichtig. Erstaunen Sie diese Zahlen? Nein. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Schlanksein als Ideal gilt. Zum Thema Ernährung kursieren viele widersprüchliche und stark verunsichernde Informationen. Der gesellschaftliche Druck und Diätmisserfolge führen dazu, dass sich viele Menschen in einer Spirale zwischen Selbstkontrolle, Schuldgefühlen und erneuter Gewichtszunahme befinden. Es kommt zum berüchtigten Jo-Jo-Effekt. Wir müssen zu einer nachhaltigen Ernährungserziehung finden. Was halten Sie von den in sozialen Netzwerken propagierten Wunderdiäten? In den sozialen Medien kursieren viele Falschinformationen ohne wissenschaftliche Grundlage, die oftmals wirtschaftlichen Interessen dienen. Die «Wunderdiäten» basieren auf Verzicht und starren Regeln und wecken Schuldgefühle. Man kann damit vielleicht kurzfristig Gewicht verlieren, doch langfristig begünstigen sie häufig eine erneute Zunahme und Essstörungen. Ich rate daher zur Vorsicht gegenüber Diätversprechen, die schnelle Ergebnisse verheissen und ganze Lebensmittelgruppen verbieten. Evidenzbasierte Ernährungswissenschaft ist vielleicht weniger spektakulär, aber langfristig deutlich hilfreicher. Was ist mit den Abnehmspritzen? Die GLP-1-Agonisten sind besonders für übergewichtige Menschen mit Begleiterkrankungen ein grosser Fortschritt. Es handelt sich jedoch um sehr teure Medikamente, die auch Nebenwirkungen haben und deshalb Teil einer umfassenden medizinischen Behandlung sein müssen. Sie dürfen nicht als alleinige Lösung gegen Übergewicht betrachtet werden oder nur der Figuroptimierung dienen. Die Behandlung von Adipositas erfordert einen multidisziplinären Ansatz.
Welche ist Ihrer Meinung nach die beste Strategie, um Gewicht zu verlieren? Die beste Strategie besteht darin, gesundheitsfördernde Gewohnheiten anzustreben, anstatt um jeden Preis abzunehmen. Das Ziel sollte ein gesundes Gewicht sein, das ohne übermässige Einschränkungen erreichbar ist. Konkret bedeutet das: - keine strikten Einschränkungen, - eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung, - regelmässige körperliche Betätigung, die Spass bereitet, - auf die persönliche Situation abgestimmte professionelle Begleitung (Ernährungsberatung, psychologische Hilfe, Physiotherapie usw.).
Hilfe, mein Kind isst nicht gesund! 3 Tipps von Dorrit Türck, Kochbuchautorin und Rezeptentwicklerin www.mrstuerck.ch
«Mein Kind isst nur Pasta und Chicken Nuggets» Phasenweises einseitiges Essen bei Kindern ist oft weniger dramatisch, als viele Eltern denken. Gerade kleine Kinder lehnen Lebensmittel auch ab, weil Essen mit Autonomie und Kontrolle zu tun hat. Wichtig ist, ruhig zu bleiben. Kinder sollten ohne Druck immer wieder die Möglichkeit bekommen, Verschiedenes kennenzulernen – es benötigt rund 10–15 Versuche, bis etwas Neues akzeptiert wird. «Probier doch wenigstens!» Bei mir gibt es kein Müssen, sondern ein «Du kannst probieren». Sobald Kinder sich gedrängt fühlen, gehen viele in den Widerstand. Viel wichtiger ist unsere Vorbildfunktion als Eltern: Wenn wir selbst vielfältig, bunt und ausgewogen essen, wirkt das langfristig stärker als jede Diskussion am Tisch. Hierbei kann man sich grob an folgendem Aufbau orientieren: 50% Gemüse, 25% Proteinquellen und 25% Kohlenhydrate. «Was kann ich noch tun?» Eine spielerische Herangehensweise funktioniert bei Kindern oft erstaunlich gut. Bei uns zu Hause sprechen wir zum Beispiel darüber, welche Lebensmittel Energie für Schule und Sport geben oder «gut für die Körperpolizei» sind. Auch lustige Namen, bunt angerichtete Teller oder gemeinsames Kochen können helfen. Kinder brauchen Zeit – und wir Eltern viel Geduld.
Gesund und gut Die Ansicht, dass ungesundes Essen einfach besser schmeckt, hält sich hartnäckig. Die beste Antwort darauf sind schmackhafte und dabei bekömmliche Menüs. Für die Mittagsverpflegung an Tagesschulen hat die Schweizerische Gesundheitsstiftung RADIX eine Auswahl von gesunden Gerichten gesammelt. Stöbern Sie in der Rezeptsammlung und laden Sie am besten ein paar Gäste ein – die Mengen sind für 10 Personen berechnet!
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