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Jetzt neu von LEX: Trockenfutter für Hunde • 70 % Fleisch & tierische Bestandteile • Jede Sorte reich an Frischfleisch • Getreidefreie Rezepturen
EINFÜHRUNG
AUSSTATTUNG
ERZIEHUNG
ERNÄHRUNG
GESUNDHEIT
Welcher Vierbeiner passt zu mir?................... 04
Ein Hund zieht ein .............................................. 14
Eingewöhnung .................................................. 18
Kleine Napfkunde ............................................. 36
Futtermittelallergie ........................................... 40
Sozialisierung ..................................................... 22
BARF .................................................................... 38
Auf Visite ............................................................. 44
Checkliste für zukünftige Hundehalter .......... 12
NEU
Bleib sauber ....................................................... 26
Bleib gesund, Hund ........................................... 46
„Sitz!“.................................................................... 28
Impfplan für Hunde .......................................... 49
„Komm her!“ ...................................................... 29
Zähne zeigen ...................................................... 50
Anspringen tabu ................................................ 30
Parasitenschutz .................................................. 52
Klappe, Kläffer! ................................................... 31
Die richtige Fellpflege ........................................ 56
Hund allein zu Haus........................................... 32
Erste Hilfe ............................................................ 58
Richtig spazieren gehen ................................... 34
Chippen und Registrieren ................................ 61
IMPRESSUM Herausgeber: „Das Futterhaus“ - Österreich Franchise GmbH & Co. KG Wickenburgstraße 2 • 8750 Judenburg Tel: +43 (0) 3572 440 22 • Fax: +43 (0) 3572 440 22- 20 werbung@dasfutterhaus.at • www.dasfutterhaus.at Mit 70 % Fleisch und tierischen Bestandteilen überzeugt LEX durch einen intensiven Fleischgeschmack. Ein hoher Gehalt an frischem Fleisch macht das Trockenfutter besonders aromatisch und sorgt für den Frischefaktor. Die getreidefreie Rezeptur auf Basis von Kartoffeln ist auch für ernährungssensible Hunde geeignet.
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Redaktion: Nadine Giese-Schulz, Kressen Thomsen Anzeigen: Anika Farr Layout: Ricarda von Holck Druck: Evers-Druck GmbH • Ernst-Günter-Albers-Str. 13 • 25704 Meldorf Fotos: www.stock.adobe.com 8. Auflage/2021
GU9
Gut ausgestattet – guter Start ......................... 62
WELCHER VIERBEINER PASST ZU MIR? Typen auf vier Pfoten Ein Hund kann sich meist nicht aussuchen, an welchen Menschen er sich binden möchte. Von Menschenseite lassen sich hingegen durchaus einige Faktoren im Sinne eines zukünftig harmonischen Zusammenlebens berücksichtigen. Fällen Sie Ihre Hundewahl erst nach reiflicher und ehrlicher Selbsteinschätzung. So bleiben Sie ein Hundeleben lang ein unschlagbares Team. WELPE ODER ERWACHSENER HUND In der Regel können Welpen ab Ende der achten Lebenswoche in ihr neues Zuhause umziehen. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die Kleinen noch in ihrer Sozialisierungsphase. Sie haben gerade erste Grundlagen ihrer Erziehung genossen, hören noch nicht wirklich auf ihren Namen und sind nicht komplett stubenrein. Die Welpenzeit ist entsprechend quasi ein Vollzeitjob für den Zweibeiner. Mit einem erwachsenen Hund werden Sie für gewöhnlich einen ruhigeren und abgeklärteren Hausgenossen willkommen heißen. Er sollte bereits stubenrein sein und gelernt haben, für ein paar Stunden allein zu Hause zu bleiben. Der gemeinsame Tagesablauf ist durch eingefahrene Schlaf- und Wachphasen besser planbar. Wenn möglich, besuchen Sie Ihren neuen Hund einige Male an seiner bisherigen Wohnstätte. Beobachten Sie ihn, sprechen Sie mit dem Vorbesitzer über seine Liebenswürdigkeiten und eventuelle Marotten. In der Vorzeit begangene Erziehungsfehler lassen sich beim erwachsenen Hund vielfach schwieriger ausmerzen als bei einem Junghund. Ganz egal, für was einen Hund Sie sich entscheiden: Konsequenz, Liebe und Geduld, vor allem in der Eingewöhnungsphase, sind von Ihnen in jedem Fall gefragt. SEITE 4 I DAS FUTTERHAUS
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TIERHEIM ODER ZÜCHTER Keine Angst vor einem Hund aus dem Tierheim! Viele Tiere werden dort aufgrund veränderter Lebensumstände untergebracht und freuen sich auf ein neues, liebevolles Zuhause. Besuchen Sie den von Ihnen ausgewählten Hund mehrmals, freunden Sie sich mit ihm an, gehen Sie mit ihm spazieren. Sprechen Sie mit den Betreuern im Tierheim über seine Vorgeschichte und auch darüber, wie deren Einschätzung des Tieres ist. Wägen Sie ab, ob der Vierbeiner zu Ihnen und Ihrer Familie passt und Sie auf seine lebenslange Betreuung und Erziehung eingestellt sind. Nichts ist schlimmer für ein Tier, als nach erfolgloser Eingewöhnung in einer neuen Umgebung wieder zurück ins Tierheim gebracht zu werden. Falls Sie sich für einen Welpen aus Züchterhand entscheiden, sollten Sie diesen genau unter die Lupe nehmen. Ein guter Züchter ist ein wahrer Kenner der von ihm betreuten Rasse und kann Ihnen genaue Auskunft über Anforderungen und Wesen der Tiere geben. Er weiß einzuschätzen, ob der von Ihnen begehrte Vierbeiner zu Ihnen passt. Idealerweise ist der Züchter Mitglied in einem dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) angeschlossenen Rassezuchtverein. Nutzen Sie die Möglichkeit, den tierischen Nachwuchs noch im Haus des Züchters mehrfach zu besuchen und eine emotionale Bindung zu ihm aufzubauen. So wird dem Kleinen der Umzug in sein neues Heim leichter fallen.
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MISCHLING, KREUZUNG ODER RASSEHUND? Hunderassen unterscheiden sich stark in ihren Eigenschaften und Bedürfnissen. Umso wichtiger ist es, sich bei der Wahl des Hundes nicht von der Optik, sondern vielmehr von seinen Charaktereigenschaften leiten zu lassen. In einem Mischling steckt immer eine Portion Überraschung: Sind Eltern und eventuell sogar die Großeltern des Tieres bekannt, lassen sich zumindest Mutmaßungen auf das Temperament, das spätere Aussehen und auch die Größe des ausgewachsenen Mischlings-Welpen anstellen. Kreuzungen, auch Hybridhunde genannt, haben Mutter und Vater zweier unterschiedlicher Rassen. Galten die Nachkommen zweier Rassehunde früher eher als „Unfall“, ist die Verpaarung heute im Vorfeld meist gezielt geplant. So werden Nachkommen erschaffen, die die positiven Wesens- und Erscheinungsmerkmale beider Elternteile in sich tragen. Wer sich für einen Rassehund entscheidet, kann sich im Vorfeld über dessen Bedürfnisse, artgerechte Haltung, Charaktereigenschaften und auch das Erscheinungsbild informieren. Auf dieser Grundlage lässt sich gut einschätzen, ob die eigenen Möglichkeiten reichen, um dem neuen Familienmitglied in
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jeder Hinsicht gerecht zu werden. Trotzdem hat natürlich jeder Hund seine ganz individuellen Charaktereigenschaften. Derzeit sind allein vom FCI, dem kynologischen Weltverband, der für die einheitliche Beschreibung von Hunderassen und der genauen Definition der Richtlinien zur Zucht verantwortlich ist, etwa 350 Hunderassen definiert.
GROSSER ODER KLEINER HUND? Ein großer Hund benötigt wesentlich mehr Platz als ein kleiner Vierbeiner. Doch auch in kleinen Vierbeinern steckt häufig ein großes Ego. Hunde kleiner Körpergröße stehen in ihren Ansprüchen an eine artgerechte Haltung großen Hunden in nichts nach. Auch ein kleiner Hund ist ein „richtiger“ Hund. Er braucht genauso eine konsequente Erziehung, die richtige Pflege sowie angemessenen Auslauf und Auslastung wie größere Artgenossen. Zwar beansprucht er weniger Platz in der Wohnung, kann jedoch auch wesentlich lebhafter als ein größer gewachsener Hund sein. Kleine Hunde erreichen meist ein höheres Lebensalter als ihre großen Artgenossen. Mittelgroße Hunderassen wie Labrador, Retriever, Cocker Spaniel oder Border Collie sind oft nicht nur
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als Familienhund, sondern auch als Begleit-, Jagd-, Wach- oder Hütehund im Einsatz. Die meisten mittelgroßen Hunde waren ursprünglich begeisterte Arbeitshunde. Im Sinne ihrer körperlichen und geistigen Auslastung sind die meisten Rassen dieser Größe aufgeschlossen für vielfältige Formen der Beschäftigung. Lange Spaziergänge mit Suchspielen, ausgelassenes Spielen auf der Hundewiese oder Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Dogdance bereichern das Leben dieser meist umgänglichen, aber arbeitswilligen Vierbeiner. Große Rassen wie Schäferhund oder Irish Setter wurden ursprünglich vielfach als Arbeits- und Gebrauchshunde gezüchtet. Sie sind die häufigsten Vertreter unter den Wach-, Schutz- und Diensthunden. In ihrer Erziehung und Ausbildung bedarf es der nötigen Konsequenz, im Alltag sind viel Bewe-
gung und Auslastung gefragt. Viele dieser Rassen erfordern ein wenig mehr Erfahrung und Hundeverstand. Während ihrer Wachstumsphase ist Obacht geboten: Ein zu schnelles Wachstum bedingt durch eine falsche Fütterung kann zu Fehlentwicklungen des Skeletts führen. Riesenrassen wie Bernhardiner oder Deutsche Doggen sind oftmals die Sensibelchen unter den Vierbeinern. Ob ihrer imposanten Größe meist in sich ruhend, können sie freundliche Begleit- oder Familienhunde sein, die sich ihren Menschen gern eng anschließen. Sie brauchen gleichermaßen viel Platz wie auch Zuwendung. Nicht zu unterschätzen sind die Futterkosten: Ein großer Hund frisst wesentlich mehr als ein kleiner Vierbeiner. Bis zu zwei Jahre dauert ihre Wachstumsphase. Diese Zeit ist im Hinblick auf die richtige Ernährung durchaus anspruchsvoll. Eine Fehlernährung während der Wachstumsphase führt vielfach zu irreparablen Skelettschäden.
CHECKLISTE FÜR HUNDEHALTER Was vor dem Einzug eines Vierbeiners zu beachten ist
Ein Hund ist eine echte Bereicherung im Leben. Seine Anschaffung will aber wohlüberlegt sein. Ein Vierbeiner benötigt viel Zeit und Zuwendung um glücklich zu sein – und das über viele Jahre. Stellen Sie sich dem Hund zuliebe daher ernsthaft die Frage, ob Sie ihm wirklich gerecht werden können. Haben Sie ausreichend Zeit, Platz und auch Ausdauer, um den Ansprüchen eines Hundes gerecht zu werden? Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden? Sind Allergien gegen Tierhaare ausgeschlossen? Leben in Ihrem Haushalt noch weitere Tiere? Wenn ja, sind diese mit einem Hund „kompatibel“?
Sind Sie dazu bereit, auch bei strömendem Regen Gassi zu gehen und anschließend wieder einmal den Flur zu putzen, weil Bello fabelhafte Schlammspuren hinterlassen hat? Ein kleiner Hund kann bis zu 18 Jahre alt werden. Senioren auf vier Pfoten benötigen viel Zuwendung. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie gemeinsam mit Ihrem Hund älter werden.
EIN HUND WIRD FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE ZU IHREM LEBENSMITTELPUNKT WERDEN.
EIN HUND KOSTET NICHT NUR ZEIT, SONDERN AUCH GELD.
Können Sie damit umgehen, dass sich Ihr Leben in großen Teilen nur noch um den Vierbeiner dreht?
Futter, Bedarfsartikel, Haftpflichtversicherung und auch Tierarztkosten werden einen nicht unwesentlichen Teil Ihres Haushaltsbudgets einnehmen. Stehen Ihnen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung, sodass auch unvorhergesehene Ausgaben Sie nicht in eine finanzielle Schieflage geraten lassen?
Sind Sie sich bewusst, dass Sie selbst zurückstecken müssen und Sie sich, trotz aller Erziehung, auch an die Eigenarten Ihres Tieres anpassen müssen?
EIN HUND BENÖTIGT BETREUUNG. Lassen sich Ihre Arbeitszeiten mit den Bedürfnissen Ihres Hundes vereinbaren? Ein Vierbeiner sollte schließlich keinesfalls mehr als sechs Stunden am Tag allein gelassen werden. Auch für die Urlaubszeit, falls Ihr Hund nicht mit Ihnen auf Reisen geht, sollte eine Betreuung gesichert sein. Idealerweise an einem Ort oder bei Menschen, die Ihnen und auch dem Vierbeiner bereits vertraut sind. So können Sie sicher sein, dass Ihr Tier sich wohlfühlt und Sie die hundefreie Zeit ohne schlechtes Gewissen genießen.
SUCHEN SIE SICH IHREN VIERBEINIGEN BEGLEITER MIT BEDACHT AUS. Ob treu und sanftmütig oder aktiv und anspruchsvoll: Jede Hunderasse und jeder Hundetyp hat besondere Eigenschaften. Informieren Sie sich daher gut über die Ansprüche und Charakterzüge Ihrer favorisierten Rasse. Achten Sie beim Kauf von Rassehunden darauf, einen seriösen Züchter zu konsultieren. Auskunft darüber geben etwa die Mitgliedsvereine des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Informieren Sie sich bei der Anschaffung eines Mischlingswelpen über die Eltern, damit Sie eine möglichst genaue Vorstellung davon bekommen, wie groß Ihr kleiner Welpe einmal werden wird. Es muss zudem nicht immer ein Welpe sein! Ziehen Sie auch die Anschaffung eines älteren Hundes, etwa aus dem Tierheim, in Erwägung.
Bietet Ihr Zuhause ausreichend Platz und ist Ihre Wohnsituation gesichert?
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EIN HUND ZIEHT EIN Gut eingerichtet
Mit dem Einzug eines Hundes werden einige Anschaffungen erforderlich. Was muss schon vor dem Einzug bereitstehen, damit sich Ihr neuer Mitbewohner auf vier Pfoten in seinem neuen Reich von Beginn an wohlfühlt? DIE RUHEZONE Ein Hund verbringt einen Großteil seines Lebens im Liegen. Ob eine Decke neben dem Sofa oder ein Hundekorb in einer ruhigen Ecke: Wichtig ist, dass der Vierbeiner einen Rückzugsort zum Schlafen
TIPP! Auf waschbaren Hundedecken und -kissen hinterlassen schmutzige Pfoten oder kleine Unfälle auf Dauer keinen bleibenden Eindruck.
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und Dösen hat, der ihm ganz allein gehört. Hunde sind soziale Wesen und benötigen die Nähe zu ihrer Familie. Ein echter Lieblingsplatz bietet dem Hund Ruhe und gleichzeitig die Möglichkeit zu beobachten, was um ihn herum geschieht. Geschützt vor Zugluft und direkter Sonneneinstrahlung ruht es sich besonders gut. DIE VORLIEBEN DES VIERBEINERS Hunde haben bei der Wahl ihres Schlafplatzes individuelle Vorlieben. Versuchen Sie, die Signale Ih-
res vierbeinigen Hausgenossen zu verstehen. Jede Rasse braucht unterschiedlich viel Platz. Kleinen Welpen und scheuen Tieren kann eine Schlafstätte mit erhöhtem Rand ein Gefühl von Geborgenheit geben. Sehr große Tiere finden hingegen meist auf einem Hundebett oder -kissen ausreichend Platz zum Ruhen. Auch das Material der Schlummerzone kann eine Rolle spielen. Viele Hunde greifen gern auf altvertraute Liegestätten zurück und sind von der neuen, extra angeschafften Schlafstätte anfänglich überhaupt nicht begeistert.
ESSEN UND TRINKEN Der eigene Napf ist ein Muss im Hunderestaurant. Ein Wassernapf, stets mit frischem Nass gefüllt, und eine Schüssel für das Futter gehören zur Grundausstattung. Weil es bei der Hundemahlzeit schon einmal hoch hergehen kann, empfiehlt sich eine rutschfeste Unterlage, die den Fußboden vor Wasser- und Speiseresten schützt. Wählen Sie kippsichere Näpfe, die sich gut reinigen lassen und auch bedenkenlos in die Spülmaschine können.
der durch das Leinenziehen ausgeübt wird, auf eine größere Fläche, die zudem weniger empfindlich ist als der Hundehals. Eine gute Wahl für Hunde, die noch nicht verlässlich an der Leine laufen. Die richtige Passform, abgestimmt auf Größe, Gewicht und Temperament des Hundes, spielt insbesondere beim Geschirr eine entscheidende Rolle. Lassen Sie sich ausführlich beraten und Ihren Hund Halsband, Geschirr und Leine vor dem Kauf auf jeden Fall anprobieren.
Junge Hunde testen besonders während des Zahnwechsels ihr Gebiss, aber auch ältere Semester vertreiben sich gern die Zeit beim genüsslichen Nagen. Ein abwechslungsreiches Angebot an Kauartikeln und Spielzeug verschont nicht nur Möbel, Stromkabel und Schuhe vor Knabberattacken. Das Kauen auf geeigneten Gegenständen beruhigt, entspannt und ist gleichzeitig wichtiger Bestandteil der Zahngesundheit. Zahnstein wird entfernt, der Bildung von Karies vorgebeugt.
BESTENS UNTERHALTEN Gemeinsames Spielen macht nicht nur Spaß, sondern stärkt die Mensch-Hund-Beziehung. Spielerisch kommunizieren Zwei- und Vierbeiner miteinander und lernen dabei voneinander. Gleichzeitig sorgt Bewegung an der frischen Luft für die geistige und körperliche Auslastung des Hundes. Beim richtigen Spiel werden die feinen Sinne des Vierbeiners gefordert. Es gibt eine Vielfalt an Hundespielzeugen, die den unterschiedlichsten Anforderungen und Vorlieben gerecht werden. Ob konzentrierte Nasenarbeit oder aktive Toberunde – die Auswahl passender Spielzeuge reicht vom klassischen Ball über die Frisbee-Scheibe bis hin zum Apportier-
ALLES FÜR DIE HUNDERUNDE Halsband oder Brustgeschirr, Kurz- oder Schleppleine, Leder oder Nylon? Je nachdem, welche Aktivitäten Sie mit Ihrem Vierbeiner planen und wie gut ihr Hund an der Leine läuft, variieren Modell und Material der Ausgehgarnitur. Ein Halsband kann bei schlechter Leinenführung durch häufigen Leinenruck gesundheitliche Probleme an Kehlkopf und Rücken verursachen. Einem Hund, der gut an der Leine läuft, bietet es dafür optimale Bewegungsfreiheit. Bei einem Geschirr verteilt sich der Druck,
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Dummie. Lässt das Wetter Spiele im Freien nicht zu oder ist der Hund aufgrund seines fortgeschrittenen Alters oder krankheitsbedingt nicht allzu belastbar, sorgen Strategie- oder Intelligenzspielzeuge für Spaß, Spannung und Abwechslung im Hundehaushalt. Lassen Sie sich von der Vielfalt in Ihrem DAS FUTTERHAUS inspirieren! SICHER UNTERWEGS Der Weg zur Routinekontrolle beim Tierarzt, ein Spaziergang im etwas weiter entfernten Grünen, ein Besuch bei Freunden in der nächsten Stadt – manchmal bleibt einem Hund eine Autofahrt nicht erspart. Ob in einer gut befestigten und gemütlich eingerichteten Transportbox oder auf einem speziellen Hundeautositz: Sicherheit geht immer vor. Vierbeinige Passagiere auf der Rückbank müssen mit einem speziellen Geschirr angeschnallt werden. Auch ein Schutzgitter zur Abtrennung des Liegeplatzes im Kofferraum schafft Reisekomfort und -sicherheit. Erkundigen Sie sich am besten vorab, welche Art des Transports der Hund bislang kennt oder gewohnt ist, um ihn nicht zusätzlichem Stress durch eine ungewohnte Fahrsituation auszusetzen.
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EINGEWÖHNUNG Willkommen im neuen Zuhause
Eine unbekannte Umgebung, neue Menschen oder andere Tiere, ungewohnte Geräusche und Gerüche – der Einzug ins neue Heim konfrontiert einen Hund mit zahlreichen Eindrücken.
PERFEKT VORBEREITET Im Idealfall ist zu Hause bereits alles für die Ankunft des neuen Familienmitglieds vorbereitet. Liegeplatz und Näpfe stehen bereit, das gewohnte Futter ist im Haus. Ruhige Strecken, auf denen die ersten Gassirunden stattfinden werden, haben Sie vorab erkundet. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um gemeinsam mit dem Hund das neue Terrain kennenzulernen, ihm Ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden zu können und ihm so die Eingewöhnung zu erleichtern. Reduzieren Sie Termine in der Anfangszeit zunächst auf ein Minimum. Weniger ist in den ersten Tagen mehr. Das gilt auch für neugierige Besucher, die den neuen Mitbewohner liebend gern kennenlernen möchten. Welpen sind auf einmal nicht nur von der Mutter, sondern auch von den Geschwistern getrennt. Sie können sich anfänglich in ihrer neuen Familie durchaus ein wenig einsam fühlen. Lassen Sie Ihrem neuen Familienmitglied Zeit zur Eingewöhnung und unterstützen Sie ihn, so gut es geht. GUT ANGEKOMMEN Zu Hause heißt es erst einmal Ruhe bewahren. Stürmische Begrüßungen der daheim Wartenden, wilde Spiele und der sofortige Aufbruch zum ausgedehnten Spaziergang überfordern den Hund unnötig. Lassen Sie Ihren Vierbeiner erst einmal ankommen, seine häusliche Umgebung erkunden und seine neuen Mitbewohner kennenlernen. Erstbegegnungen mit anderen tierischen Familienmitgliedern finden, wenn möglich, am besten auf neutralem Grund statt, etwa im Garten.
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BEHÜTET GENÄCHTIGT Möglicherweise ist Ihr Hund in den ersten Nächten in seinem neuen Zuhause nicht gern allein. Bieten Sie Ihrem neuen Mitbewohner vorerst einen Schlafplatz in Ihrer Nähe an. Platzieren Sie Körbchen oder Kuschelhöhle in Ihrer Nähe, legen Sie seine Decke oder das Lieblingsspielzeug dazu, sodass ihn gewohnte Materialien und Gerüche umgeben. STRUKTURIERT GEPLANT Ein geregelter Tagesablauf erleichtert Mensch und Tier die neue Lebenssituation. Die tägliche Routine in Sachen Gassigehen, Fütterungs- und Ruhezeit können Sie erst einmal aus dem bislang gewohnten Lebensumfeld übernehmen. Das sorgt für Sicherheit und Ruhe in der anfänglich ungewohnten Umgebung. Im Laufe der Zeit lässt sich die innere Uhr des
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Hundes schrittweise an Ihren Tagesablauf anpassen. Routine wünschen sich Hunde vor allem bei den Fütterungszeiten, den Zeitpunkten der täglichen Spaziergänge und den Möglichkeiten ausreichender Ruhe- und Schlafenszeiten. Ausgiebige Spiel-, Sport-, Pflege- und Kuscheleinheiten können etwas spontaner in den Tagesablauf integriert werden.
SOZIALISIERUNG Zuverlässiges Miteinander
Sozialisierung heißt, sich in einer Gemeinschaft zurechtzufinden, sie zu verstehen und ihre Regeln zu lernen. Dies bedeutet für einen Vierbeiner, sowohl seine Hundewelt als auch die menschliche Umgebung zu begreifen. Möglich wird das durch vielfältige und häufige Kontakte zu Artgenossen, Menschen und anderen Tieren. Eine erste Sozialisierungsphase findet anfänglich vor allem in der Interaktion mit den Geschwistern und der Hundemutter statt. Mit zunehmendem Alter ist der Kontakt zu verschiedenen Menschen zielführend. Alltägliche Geräusche, wie die des Staubsaugers oder der Waschmaschine, kurze Fahrten mit dem Auto, der Besuch beim Tierarzt oder auch der Spaziergang auf unbekanntem Terrain sollten einem Welpen idealerweise nicht fremd sein. Je mehr unterschiedliche Reize ein Welpe während seiner ersten Lebenswochen nach und nach kennenlernt, desto besser: Er entwickelt ein gutes Nervenkostüm, geht gestärkt ins Leben und kann ungewohnten Situation ruhig und souverän begegnen.
AUFBAUARBEIT Voraussetzung ist ein stabiles Vertrauensverhältnis zum Hund. Dieses ermöglicht dem Tier, sich ohne Scheu auf neue und aufregende Situationen einzulassen. Weiß der Vierbeiner, dass er sich auf seinen Menschen jederzeit verlassen kann, fühlt er sich geborgen und geht mutig auch an bislang Ungewohntes und Unbekanntes heran. Seien Sie ein Vorbild für Ihren Hund. Bleiben Sie immer ruhig und gelassen. So werden verschiedene Erlebnisse auch im späteren Hundeleben als positiv empfunden.
Es ist fast unmöglich, einen Hund auf alles vorzubereiten, was ihm im Leben begegnen wird. Sie können ihm aber vermitteln, dass neue Erfahrungen generell angenehm sind. Setzen Sie sich keine allzu hohen Ziele und überfordern Sie den vierbeinigen Lehrling nicht. Bemerken Sie etwa, dass es Ihrem Hund zu viel wird, wenn die Nachbarskinder lautstark durch Ihren Garten toben, oder er ängstlich oder gestresst reagiert, wenn Sie mit ihm durch die belebte Fußgängerzone laufen, nehmen Sie ihn aus der Situation heraus und probieren es an einem anderen Tag einfach noch einmal.
Junge Hunde, die nicht ausreichend Kontakt zu Artgenossen und Menschen erhalten haben, reagieren später häufig schreckhafter auf Unbekanntes und sind bei Begegnungen mit anderen Hunden sehr unsicher. Der Grad der Sozialisierung in späteren Jahren richtet sich nach den Erfahrungen in der frühen Welpenzeit. Ein gut sozialisierter Hund weiß friedfertig und aufgeschlossen mit fremden Personen, Kindern und anderen Haustieren umzugehen. Hundetrainer unterstützen gern bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe.
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WELPENSCHULE Ungefähr ab der achten bis zehnten Lebenswoche können Sie mit Ihrem Welpen eine Hundeschule besuchen. Im Welpenkurs lernt der vierbeinige Nachwuchs spielerisch das arteigene Sozialverhalten im Umgang mit anderen jungen Hunden. Die neuen Hundeeltern können gleichzeitig viel über den Charakter und die Körpersprache ihrer eigenen und anderer Hunde erfahren. Kleine Übungen, etwa zu den verschiedenen Komponenten des Grundgehorsams oder zu Motorik und Koordination, ergänzen im Laufe der Zeit das freie Spiel. Mit Frauchen oder Herrchen an ihrer Seite, fühlen sich die Kleinen sicher und werden dank der Unterstützung der sie begleitenden Bezugsperson immer mutiger und sicherer beim Bewältigen neuer Aufgaben. Hunde können ein Leben lang lernen. Auch bereits erwachsene Vierbeiner benötigen oftmals weiterführende Unterstützung bei der Sozialisierung. Hunde, die aus dem Tierschutz kommen, solche, die unter schlechten Bedingungen aufgewachsen sind und so gut wie nichts kennen, jene, deren Lebensumstände sich drastisch verändert haben, können und sollten unbedingt die Chance bekommen, sich in ihrem Fell glücklich und wohl zu fühlen.
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BLEIB SAUBER Auf dem Welpen-Lehrplan ganz oben: die Stubenreinheit
Zieht ein Welpe ins Haus, ist eines der ersten Dinge, die er lernen muss, stubenrein zu werden. Ein regelmäßiger Tagesablauf hilft. IMMER MIT DER RUHE Ein Welpe, der ins Haus kommt, ist häufig noch nicht ganz stubenrein. Er muss erst lernen, seine Blase vollständig zu kontrollieren. Das ein oder andere Malheur im Haus gehört somit am Anfang fast immer dazu. Schimpfen ist beim Stubenreinwerden kontraproduktiv. Manche Hunde sind schon mit 14 Wochen stubenrein, andere brauchen etwas länger. Vereinzelte Ausrutscher sind sogar bis zum sechsten Lebensmonat normal. Hier sind also vor allem Geduld und starke Nerven gefragt. GUT BEOBACHTEN Stubenreinheit ist ein angeborenes, natürliches Verhalten. In den ersten Wochen sorgt die Mutterhündin für die Sauberkeit der Welpen und der Wurfbox. Fangen die Kleinen an, ihre ersten Ausflüge zu machen, beginnen sie meist automatisch, ihr Geschäft außerhalb ihres Schlafbereiches zu erledigen. Auch Welpen kündigen dabei an, wenn sie müssen. Sie werden etwa unruhig, fangen an, auf dem Boden zu schnüffeln, zu quietschen oder sich suchend im Kreis zu drehen. Manche Hunde setzen sich auch einfach ganz ruhig vor die Tür oder ziehen sich klammheimlich an ein vermeintlich stilles Örtchen zurück. Beobachten Sie Ihren Welpen und finden Sie so heraus, mit welchem Verhalten er seine Notdurft ankündigt.
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REGELMÄSSIG NACH DRAUSSEN Ein kleiner Hund benötigt regelmäßig alle zwei bis drei Stunden, unmittelbar nach dem Aufstehen und Fressen sowie vor dem Schlafengehen, einen Lösungsspaziergang. Auch nach einer aufregenden Spieleinheit ist eine Runde im Freien ratsam. Der Spaziergang sollte nicht abgebrochen werden, bevor der Hund sich gelöst hat, auch wenn die Prozedur ein wenig Zeit braucht. Ein Welpe fühlt sich außerhalb des Hauses häufig ein wenig unwohl, da er quasi den Schutz seiner Höhle verlassen muss. Vor lauter Aufregung vergisst er dann auch gern einmal sein Geschäft und erleichtert sich erst in der vertrauten Geborgenheit des Hauses. Häufig hilft es Ihrem Welpen, wenn Sie anfangs immer die gleiche Stelle aufsuchen. Das gibt dem kleinen Vierbeiner Sicherheit. Sein eigener Geruch vermittelt ihm: „Hier habe ich schon einmal gemacht und mir ist nichts passiert.“
GUTE NACHT Für die Nacht empfiehlt es sich, den Welpen in einer geschlossenen Hundebox in direkter Hörweite zum eigenen Bett unterzubringen. Diese dient dem kleinen Vierbeiner nicht nur als schützende Höhle. Da er von Natur aus nicht auf seinen Schlafplatz machen möchte, wird er sich, wenn er sich erleichtern muss, bemerkbar machen, sodass Sie ihm umgehend den Weg an die frische Luft ermöglichen können. Auf diese Weise lernt er anzusagen, wenn es Zeit für einen Gang nach draußen wird.
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„SITZ!“
„KOMM HER!“
Aus dem Einmaleins des guten Hundebenehmens
Der sichere Rückruf
Gerade in konfliktgeladenen Momenten oder hektischen Alltagssituationen kann ein sicher umgesetztes „Sitz“ für Ruhe und Sicherheit sorgen. Ein sitzender Hund wird von vielen Menschen als gut erzogen bewertet und nimmt ihnen Angst und Unsicherheit. Das Erlernen dieses Befehls ist einfach und geht recht schnell. OPERANTE KONDITIONIERUNG: Lernen am Erfolg Bei dieser Variante lernt der Hund durch Versuch und Irrtum. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe für das Training. Warten Sie, bis sich Ihr Hund von allein hinsetzen möchte. Ist dies der Fall, begleiten Sie die Handlung mit Ihrem speziellen Sicht- und/oder Hörzeichen für „Sitz“. Sitzt der Hund, begleiten ein großes Lob und ein Leckerli die Tat. Nach kurzer Zeit wird Ihr Hund bemerken, dass Hinsetzen mit einer Belohnung verbunden ist und von allein immer häufiger Sitz machen. Beginnen Sie nun, das Timing Ihrer Signale zu verlagern, sodass Ihr Signal zum Auslöser fürs Hinsetzen wird. Das heißt natürlich auch, die Belohnung gibt es nur noch, wenn sich Ihr Vierbeiner nach Aufforderung ordnungsgemäß niedergelassen hat.
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KLASSISCHE KONDITIONIERUNG: Lernen im Hier und Jetzt Lenken Sie die volle Aufmerksamkeit Ihres Hundes auf sich. Das funktioniert meist mit einem in Szene gesetzten Leckerchen in Ihrer Hand. Sind die Hundeaugen zu 100 Prozent auf Sie gerichtet, führen Sie Ihre Hand langsam über den Kopf des Tieres. Mit der anderen Hand geben Sie Ihr optisches „Sitz“-Signal. Ignorieren Sie eventuelle Anspringversuche und warten Sie, bis sich Ihr Hund hinsetzt. Hat er die SitzPosition eingenommen, geben Sie Ihr akustisches „Sitz“-Signal. Es folgen Lob und Leckerli. Wiederholen Sie den Vorgang so lange, bis sich das Timing Ihrer Signale verlagert hat und Ihr Hund sich nicht nur von allein, sondern auf Ihr Signal hin niederlässt. SICHER SITZEN BLEIBEN Beherrscht Ihr Hund die Position „Sitz“, kann damit begonnen werden, das Sitzenbleiben zu üben. Ziel dabei ist, dass der Hund so lange im „Sitz“ verweilt, bis Sie ihm mit einem Freigabesignal die Erlaubnis zum Aufstehen geben. Verwenden Sie dazu das akustische Hörzeichen „Bleib“ und unterstreichen Sie dieses durch das Ausstrecken der gespreizten Hand in Richtung Hund. Loben Sie Ihren Hund, wenn er sitzen bleibt. Üben Sie zunächst mit kurzen Verweildauern und dehnen Sie diese dann langsam weiter aus. Bleibt Ihr Vierbeiner etwa zwei Minuten sicher sitzen, sind Sie am Lernziel angekommen.
Wer kennt das nicht: Hundebesitzer, die aus Leibeskräften nach ihrem Vierbeiner rufen, derweil dieser sich mopsfidel und völlig unbeeindruckt weiter durch die Büsche schlägt. Der sichere Rückruf ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen entspannten Gassigang.
diesen Lernschritt zu trainieren, provozieren Sie das Auf-Sie-Zurennen am besten. Bewegen Sie sich beispielsweise rückwärts vom Hund weg. Das weckt seine Neugierde. Sobald er sich an Ihnen orientiert, steigern Sie Ihre Geschwindigkeit. Dadurch wird Ihr Hund auf Sie zulaufen.
POSITIVE KONDITIONIERUNG AUF EIN RÜCKRUFSIGNAL Legen Sie zunächst ein eindeutiges akustisches und optisches Signal für den Befehl des Rückrufs fest. Wirklich verstehen und befolgen lernen Hunde diese Signale in drei unterschiedlichen Lernschritten.
Alternativ können Sie Ihren Hund auch von einer Hilfsperson festhalten lassen. Lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes durch Ihre Körpersprache (Mimik, Gestik) auf sich und entfernen Sie sich. Nach etwa 20 Metern drehen Sie sich zu Ihrem Hund um und rufen ihn freudig mit Ihrem Rückrufsignal. Wichtig ist, dass Ihr Vierbeiner von Ihnen mit der größtmöglichen Motivation bestätigt wird. Sie freuen sich also zunächst unglaublich, dass Ihr Hund gekommen ist, und belohnen ihn dann mit einem Leckerli oder der Herausgabe des Lieblingsspielzeugs.
Nehmen Sie ein Leckerli in die Hand und lassen Sie Ihren Hund daran schnuppern. Sobald er versucht, an das Futter heranzukommen, sagen Sie deutlich Ihr gewünschtes Rückrufsignal. Achten Sie darauf, dass Sie das Rückrufsignal immer mit gleicher Stimmlage und Betonung rufen. Es sollte ein motivierender, freundlicher und trotzdem überzeugender Ton sein. Hat der Vierbeiner brav gewartet, gibt‘s als Belohnung das begehrliche Häppchen. Verbinden Sie das Rückrufsignal mit einer Handlung. Rufen Sie dazu das festgelegte Rückrufsignal immer dann, wenn der Hund auf Sie zugerannt kommt. Bei diesem Lernschritt wird gezielt an der Geschwindigkeit des Hundes gearbeitet und an der Verknüpfung „Handlung mit Hörzeichen“. Um
Hat der Hund gelernt, dass sich ein schnelles Herankommen zu Ihnen lohnt, vermitteln Sie ihm im dritten Lernschritt das sofortige und schnelle Umdrehen nach Ertönen des Rückrufsignals. Rufen Sie Ihren Hund zu sich, wenn er nur ein paar Meter von Ihnen entfernt ist. Gehen Sie dann in eine schnelle Rückwärtsbewegung. Diese motiviert den Hund zum Herkommen. Die Entfernung zwischen Hund und Hundehalter kann während dieses Lernprozesses nach und nach vergrößert werden.
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ANSPRINGEN TABU
KLAPPE, KLÄFFER!
Immer schön konsequent bleiben
Mehr Ruhe im Hundehaushalt
In den meisten Fällen ist das Anspringen ein Zeichen großer Freude. Dennoch kann es gerade bei größeren Hunden ausgesprochen lästig sein. Mit konsequenter Erziehung bleibt Ihre Fellnase trotz Gefühlsausbruch auf dem Teppich.
Ob Postbote, Nachbar, Freunde oder Spaziergänger – manche Hunde bellen einfach alles an, was sich ihrem Revier nähert. Ein Verhalten, das Frauchen, Herrchen und auch den Nachbarn ziemlich auf die Nerven gehen kann.
WARUM HUNDE ANSPRINGEN Es gibt drei Formen des Anspringens: das begrenzende Anspringen, bei dem der Hund eine Person nicht an sich vorbeilassen will, das fordernde Anspringen, das meist beim Spiel zu beobachten ist, und die Sympathiebekundung. Letztere ist die häufigste. Der Ursprung dieses Verhaltens ist artenbedingt: Begrüßen Hunde sich untereinander oder wollen sie ein im Rudel höhergestelltes Mitglied besänftigen, tun sie dies durch das Lecken der Lefzen. Entsprechend möchte ein Hund, der sich freut oder gut Wetter bei einem Zweibeiner machen möchte, diesem am Mund lecken und springt an ihm hoch. WEHRET DEN ANFÄNGEN Ein Welpe, der Menschen zur Begrüßung freudig anspringt, lässt fast jedem das Herz höherschlagen. Entsprechend reagieren die meisten Zweibeiner mit großer Freude und hundertprozentiger Aufmerksamkeit auf dieses Verhalten. Ist der Hund dann ausgewachsen, sieht die Sache meist anders aus. Damit es erst gar nicht so weit kommt, hilft bei Welpen nur eins: absolute Ignoranz. Behandeln Sie Ihren kleinen Racker, solange er an Ihnen hochhüpft, als wäre er Luft. Das heißt: keinen Blickkontakt, keine bestätigenden Worte, kein Tätscheln oder Wegschubsen. Schenken Sie ihm Ihre Aufmerksamkeit erst, wenn
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er sich beruhigt hat und am Boden bleibt. Üben Sie diesen Ablauf auch mit eingeweihten Freunden und Bekannten, die zu Besuch kommen. Fördern Sie positives, entspanntes Verhalten Ihres Hundes mit einer Streicheleinheit. So wird Ihr Vierbeiner in kürzester Zeit verinnerlichen, dass er durch Anspringen nichts erreicht und dieses Verhalten ablegen. ERZIEHUNG FÜR ERWACHSENE HUNDE Bei einem ausgewachsenen Hund hilft die Ignoranz meist nicht mehr. Vielfach wird empfohlen, sich wegzudrehen und den Hund abzuweisen. Es kann allerdings sein, dass diese Reaktion einen gegenteiligen Effekt hat, so entsteht eine Spirale: Der Hund fühlt sich verschmäht und möchte erst recht seine Sympathie bekunden. Oder aber er fühlt sich zum Spiel aufgefordert. Somit verstärkt sich sein Verhalten. Das Erlernen eines klaren Tabusignals, das als Verhaltensunterbrechung in dieser Situation eingesetzt wird, kann Abhilfe schaffen.
NUN SEI DOCH MAL RUHIG! Es gibt unterschiedliche Gründe, aus denen ein Vierbeiner so richtig aufdrehen kann. Zu den Ursachen können etwa gelerntes Verhalten, Aufregung, Angst, Frustration oder Aggression zählen. Zudem gibt es einfach auch Rassen, die bellfreudiger sind als andere. Oftmals ist übermäßiges Gebell jedoch leider ein unbewusst vom Menschen gemachtes Problem. Hundebesitzer, die für mehr Ruhe sorgen möchten, sollten nicht nur in der betreffenden Situation auf den Hund reagieren. Es gilt, das allzu laute Übel an der Wurzel zu packen und unter anderem einen Blick auf die Mensch-Hund-Beziehung, aber auch auf den Grundgehorsam des Hundes zu werfen. IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT Unbewusst bestärkt manch Hundehalter seinen Vierbeiner in seinem Fehlverhalten. Etwa durch die eigene Aufregung, durch das laute Gekläffe entstandenen Stress oder falsches Timing. Ein klassisches Beispiel ist die Türsituation: Zollen Herrchen und Frauchen dem Gebell an der Tür große Aufmerksamkeit, kommt das beim Vierbeiner gern als Bestätigung für sein Handeln an. Bellt Ihre Fellnase Sie ausschließlich an, um endlich Ihre Aufmerksamkeit zu wecken, bleiben Sie selber ruhig und – auch wenn es schwerfällt – zeigen Sie keine Reaktion. Nicht lauthals schimpfen: So bekäme Ihr Hund Ihre Aufmerksamkeit in Form einer negativ geprägten Bestätigung.
TIPP! ERFOLGREICH ABSTELLEN Dreht der Hund regelmäßig bereits beim ersten Ton der Türklingel auf, muss ihm deutlich und unmittelbar vermittelt werden, dass er nicht zuständig dafür ist, den Besucher lautstark zu empfangen. Es kann helfen, ihn umgehend in einen anderen Raum zu bringen, damit die Situation für ihn neu bewertet wird. DAS FUTTERHAUS I SEITE 31
HUND ALLEIN ZU HAUS So übersteht der Vierbeiner kurze Trennungszeiten
Viele unserer vierbeinigen Familienmitglieder bleiben nicht gern ohne ihre Menschen in der Wohnung zurück. Mit ein wenig Übung lernen die meisten Hunde jedoch für eine gewisse Zeit stressfrei allein zu bleiben. AUSLASTUNG UND RUHEPLATZ Ein Hund, der neu in den Haushalt einzieht, sollte zu Anfang gar nicht allein gelassen werden. Erst wenn er sich geborgen fühlt und seinen Platz im neuen Rudel gefunden hat, kann mit einem an Alter und Charakter des Hundes angepassten Training begonnen werden. Lasten Sie Ihren Hund vor der ersten Trennungsübung mit einem ausgedehnten Spaziergang oder einem intensiven Spiel aus. Wählen Sie einen Zeitpunkt, der nicht zu nah an den Fütterungszeiten liegt. Geben Sie Ihrem Hund eventuell einen Kauknochen oder sein Lieblingsspielzeug zur Beschäftigung mit auf seinen Ruheplatz. Ein alter Pullover, der den Duft von Herrchen oder Frauchen trägt, dient dem Wohlbehagen. Entfernen Sie Gegenstände aus der Reichweite des Tieres, von denen Sie nicht möchten, dass sie angeknabbert werden. Eventuell weisen Sie Ihrem Hund einen festen Raum zu, in dem er sich aufhalten kann. So muss er nicht die ganze Wohnung „bewachen“ und kommt leichter zur Ruhe. Manch ein Vierbeiner schätzt einen Zimmerkäfig oder eine Transportbox als Rückzugsort, diese „Höhle“ vermittelt Geborgenheit.
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KURZE TRAININGSEINHEITEN Fangen Sie mit kleinen Schritten an. Bringen Sie den Hund auf seinen Schlafplatz. Verlassen Sie nun immer wieder für kurze Zeit das Zimmer. Bleibt der Hund ruhig, kommen Sie wieder herein. Wichtig hierbei: Alles verläuft ohne Verabschiedung und ohne Begrüßung! Je unspektakulärer Sie Ihr Kommen und Gehen gestalten, desto normaler wird dies für Ihren Hund werden. Steigern Sie ganz langsam die Zeit, in der das Tier allein bleibt. Wenn Sie hören, dass der Vierbeiner unruhig wird, gehen Sie nicht sofort zu ihm. Warten Sie einen Moment, bis Ruhe einkehrt. Lassen Sie ihn nur so lange allein, wie er entspannt ist. Sobald der Hund unsicher wird, müssen Sie die Intervalle wieder verkürzen. Bestrafen Sie Ihren Hund niemals im Nachhinein, falls er doch einmal herumgetollt hat. Strafe versteht das Tier nur, wenn sie im Moment des schlechten Benehmens erfolgt. FESTE ZEITEN UND VERSTÄNDNIS Wenn Ihr Zeitplan einen regelmäßigen Tagesablauf zulässt, wird es Ihrem Hund leichter fallen, sich an das Alleinbleiben zu gewöhnen. Bei einem Hund, der aus einem Tierheim oder unklaren Verhältnissen stammt, benötigen Sie Geduld. Ein Tier, das schon einmal verlassen wurde, muss erst wieder Vertrauen aufbauen und braucht manchmal länger, um sich mit dem Alleinbleiben abfinden zu können. Länger als sechs Stunden täglich sollte aber auch ein trainierter Hund nie allein gelassen werden!
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RICHTIG SPAZIEREN GEHEN Gassigehzeit ist Kommunikationszeit
Nicht die Länge, sondern vielmehr eine aktive Gestaltung des Spaziergangs machen den Hund zufrieden. Gegenseitiges Beobachten und Interagieren prägen eine gelungene Hunderunde und stärken die Hund-Mensch-Beziehung. VIERBEINER WOLLEN GEFORDERT WERDEN Jeden Tag die gleichen Eindrücke und Gerüche: wie langweilig! Doch auch wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, ständig neue Wege zu gehen, muss die Abwechslung nicht auf der Strecke bleiben. In den Spaziergang integrierte Aufgaben und Spiele bringen Ihren Hund immer wieder in freudige Erwartungshaltung. Bei allen Aufgaben und Spielen gilt es, eventuelle Frustrationen zu vermeiden. Neue Spiele müssen erst erlernt werden. Fangen Sie mit einfachen Aufgaben an und steigern Sie dann langsam das Schwierigkeitsniveau. Lassen Sie Aktionen und Spiele immer wieder an anderen Stellen der Gassiroute stattfinden.
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SUCHEN UND FINDEN Abwechslung auf der Strecke bringen Apportierspiele. Das Zurückbringen geworfener Gegenstände, seien es das Lieblingsspielzeug, Bälle oder Futterdummies, macht nahezu allen Hunden Spaß, bringt Mensch und Tier in Bewegung, ist Kopfarbeit für den Hund und wunderbares Teamwork. Wichtig bei diesem Spiel ist, dass Ihr Hund Spaß an der Sache hat und erlernt, den Gegenstand freiwillig zurückzubringen und Ihnen wieder auszuhändigen. Das Suchspiel ist eine Fortführung des Apportierens, bei dem der Hund perfekt seine gute Nase einsetzen kann. Aufgabe des Hundes ist es dabei, auf Kommando einen Gegenstand zu finden und zurück zu seinem Besitzer zu bringen. Geeignet fürs Suchspiel sind zum Beispiel ein Futtermäppchen oder das Lieblingsspielzeug. Anfangs sollte der zu suchende Gegenstand in Sichtweite des Hundes platziert werden. Je besser der Hund mitspielt, umso schwieriger können die Verstecke werden. Ist Ihr Hund noch sehr ungeduldig, können Sie ihn, während Sie das Mäppchen platzieren, kurz anbinden.
FANG MICH DOCH! Fangen spielen funktioniert wie bei Kindern auch: Einfach unterwegs mal umdrehen, ein Stück weglaufen und dabei den Hund auffordern zu folgen. Es kann sich auch ein Wechselspiel entwickeln: Mal läuft der Mensch vorneweg, mal der Hund – so lässt sich prima gemeinsam herumtollen. Die Bemühungen Ihres Hundes sollten Sie vor allem mit Ihrer Freude und einer Streicheleinheit belohnen. Während der Lernphasen ist auch noch der gezielte Einsatz von Leckerli möglich. Wer mit seinem Hund fleißig trainieren möchte, kann einen Teil der täglichen Futterration als Motivationshappen einsetzen.
Gemeinsame positive Erlebnisse stärken die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Futtermäppchen, eine große Auswahl an geeignetem Outdoorspielzeug und Belohnungen für jeden Geschmack finden Sie in Ihrem DAS FUTTERHAUS.
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KLEINE NAPFKUNDE Ausgewogen und gesund ernährt
Ein langes und glückliches Hundeleben ist auch das Resultat guter Ernährung. Dabei ist die Art des Futters häufig gar nicht entscheidend. Ob Fertigfutter oder Frischfleisch: Eine artgerechte Hundenahrung bietet dem Vierbeiner einen ausgewogenen Mix an energieliefernden Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Entscheidend ist die Qualität des Futters. Aromen und Konservierungsstoffe, Zuckerzusätze sowie ein hoher Getreideanteil haben im Napf nichts zu suchen. DAS RICHTIGE FUTTER Damit Ihr Hund fit und gesund bleibt, müssen Energie- und Nährstoffbedarf ausreichend gedeckt werden. In ein artgerechtes Futter gehören alle Nährstoffe, die notwendig sind für Wachstum, Verdauung und viele andere Körperfunktionen. BESTANDTEILE GESUNDER HUNDEERNÄHRUNG Fette: Gesättigte Fettsäuren sind wichtige Energielieferanten im Hundefutter. Zudem sind sie Geschmacksträger, die dazu beitragen, dass Ihr Hund seine Mahlzeit gut akzeptiert. Fette können tierischen oder pflanzlichen Ursprung haben. Tierische Fette, die in keiner Hundeernährung fehlen sollten, sind etwa Schweineschmalz, Geflügelfett oder Rindertalg. Pflanzliche Fette, die häufig in der Hundeernährung verwendet werden, sind Sonnenblumen-, Distel- und Maisöl. Diese enthalten wichtige ungesättigte Fettsäuren. Proteine: Für die Neubildung von Gewebe und für die Bausubstanz der Zellen benötigt der Hund Proteine. Wie hoch der Proteinbedarf eines Hundes ist, bestimmt unter anderem sein Alter. Ein junger Hund, SEITE 36 I DAS FUTTERHAUS
der sich noch im Wachstum befindet, benötigt mehr Proteine als ein erwachsener Hund und sollte daher spezielles Welpenfutter erhalten. Kohlenhydrate: Diese energiereichen Verbindungen sind aus Zuckermolekülen aufgebaut. Es gibt Einfach-, Zweifach- und Mehrfachzucker. Stärke ist ein Mehrfachzucker und besonders wichtig: Umgewandelt in den Einfachzucker Glukose, dient er als Energiespender für das Nervensystem und den Herzmuskel. Verdauliche Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle für den Hund und stecken in Form von Getreideprodukten, Kartoffeln oder Reis in jeder ausgewogenen Hundemahlzeit. Unverdauliche Kohlenhydrate spielen als Ballaststoffe eine wichtige Rolle für die gesunde Darmfunktion. ALLES GUTE FÜR DEN NACHWUCHS In den ersten Lebensmonaten spielt eine gesunde und ausgewogene Ernährung eine besonders wichtige Rolle für die Entwicklung junger Hunde. Welpen benötigen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht eine deutlich größere Futtermenge als erwachsene Hunde. Gesundes Welpenfutter muss allerdings leicht verdaulich und sehr energiereich sein. Sinnvoll ist es, den Züchter nach der bisher gewohnten Ernährung des Hundes zu befragen und dieses Hundefutter in den ersten Tagen nach dem Umzug in das neue Heim auch weiterhin zu füttern. Mit einer stufenweisen Umstellung kann der Hund dann langsam an die neue Nahrung gewöhnt werden. Welpenmägen haben ein geringes Fassungsvermögen, daher sollten junge Hunde mehrmals am Tag mit kleinen Portionen gefüttert werden.
SO SCHMECKT´S DEN GROSSEN Ob Trockennahrung, Frischfleisch oder Nassfutter aus der Dose: Ein erwachsener Hund erhält meist ein bis zwei Mahlzeiten am Tag. Die Fütterungszeiten sollten im Tagesrhythmus fest definiert sein und nicht zu nah an den Spaziergang gelegt werden. So kann der Hund nach dem Füttern eine Ruhepause einlegen, in der die Mahlzeit optimal verdaut werden kann. Das ein oder andere Leckerli versüßt den Hundealltag. Bitte denken Sie daran, die Kalorien der kleinen Extras von der Futter-Tagesration abzuziehen, damit Ihr Hund nicht unnötigen Speck ansetzt. ABSOLUT TABU … Nicht selten werden Hundebesitzer schwach, wenn der Vierbeiner Ihnen mit seinen großen Kulleraugen am Essenstisch flehentlich zuzwinkert. Doch Vorsicht bei der Fütterung mit Essensresten. Gegen einen Hundesnack zwischendurch spricht nichts – den Liebling mit Häppchen oder gar Resten vom Menschentisch zu füttern, sollte jedoch vermieden werden. Auch Katzenfutter hat im Hundenapf nichts verloren. Das gelegentliche Mopsen einer kleinen Leckerei aus dem Napf des pelzigen Mitbewohners ist zwar nicht schlimm und geschmacklich unbedenklich. Auf Dauer birgt eine nicht artspezifische Ernährung aber gesundheitliche Risiken. Hundefutter hat einen deutlich geringeren Eiweißanteil als Katzenfutter. Im Gegensatz zu kleinen Schnurrern vertragen Hunde nämlich keine großen Mengen an Eiweiß. Dieses kann vom Hundekörper nur mühevoll abgebaut werden und bedeutet eine große Belastung für die Nieren. DAS FUTTERHAUS I SEITE 37
BARF Die frische Alternative zum Fertigfutter
Eine artgerechte und ebenso gesunde Abwechslung zum Fertigfutter ist die Ernährung eines Hundes mit rohem Fleisch und pflanzlichen Zusätzen, das „Barfen“. DIE BEDEUTUNG Hinter der Abkürzung BARF verstecken sich unterschiedliche Interpretationen. In Deutschland hat sich die Bezeichnung biologisch–artgerechtes, rohes Futter durchgesetzt. Generell beschreibt der Begriff BARF ein Futter, das aus frischen und rohen Zutaten vom Hundehalter selbst zubereitet wird. Ziel ist es dabei, die natürliche Nahrung des Tieres so gut es geht nachzubauen. ROH IN DEN NAPF Ihrer Abstammung entsprechend kommen bei dieser Art der Hundeernährung hauptsächlich rohe Futtermittel tierischer Herkunft wie Fleisch, Innereien und Knochen in den Napf. Diese werden ergänzt durch einen geringen Anteil ebenfalls roher oder gedünsteter Futtermittel pflanzlicher Herkunft wie Obst, Gemüse und auch Getreide. Diese können frisch oder als fertige Gemüsenuggets, Gemüsemedaillons oder Trockengemüse/-obstflocken in den Napf gegeben werden. Zu einer ausgewogenen Ernährung für den Hund bedarf es außerdem einiger Supplemente wie Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.
Eine ausgewogene BARF-Mahlzeit setzt sich aus etwa 70 Prozent Fleisch und fleischigen Knochen, etwa 20 Prozent Obst oder Gemüse und maximal zehn Prozent Innereien sowie Supplementen und Ölen zusammen. Da es sich um rohe Zutaten handelt, ist ein hygienischer Umgang mit den Futtermitteln essenziell für das Wohl des Hundes. Keinesfalls dürfen rohes Schweinefleisch und Schweineknochen verwendet werden, da hier die Übertragung der gefährlichen Aujeszky-Krankheit droht. Knochensplitter können für den Hund sehr gefährlich werden, daher sollten etwa Geflügelknochen nicht gefüttert werden. ERNÄHRUNGSPLAN Jeder Hund hat seine eigenen Bedürfnisse, abhängig von Alter, Rasse, Größe, Aktivität und gesundheitlichem Befinden. Entsprechend gibt es keinen allge-
Bei Hunden mit gesundheitlichen Problemen sollten Futtermittel-Bestandteile und -mengen in jedem Fall mit dem Tierarzt abgesprochen werden, etwa bei Tieren, die aufgrund einer Unverträglichkeit nur eine bestimmte Fleischsorte vertragen. Bei gesunden Hunden gilt hingegen: Je abwechslungsreicher die Futtermittelzusammenstellung ist, desto breiter ist das Nährstoffspektrum.
Gemüse
20 %
Innereien und Ergänzungen
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meingültigen Ernährungsplan, sondern lediglich eine Richtlinie, die individuell auf die Vorlieben und Bedürfnisse eines jeden Hundes abgestimmt und gegebenenfalls ergänzt werden muss. Die BARF-Rationen sollten regelmäßig von Experten wie einem spezialisierten Tierarzt überprüft werden. Auch bei Hunden ändern sich die körperlichen und physiologischen Rahmenbedingungen und machen gegebenenfalls eine Anpassung notwendig.
10 %
70 %
Fleisch und Knochen
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FUTTERMITTELALLERGIE Wenn die Nahrung Probleme bereitet
Der Hundemagen spielt verrückt, die Haut juckt, die Ohren sind entzünde… Unverträglichkeiten gegenüber Futterbestandteilen können bei Hunden unangenehme Reaktionen hervorrufen. Was tun, wenn der Hund allergisch auf seine Nahrung reagiert? Immer mehr Hunde leiden an Futtermittelallergien. Erbliche Faktoren und allergiebegünstigende Krankheiten wie Virusinfektionen oder Parasiten zählen ebenso zu den Allergieauslösern wie Fütterungsfehler. Als Folge kann das Tier unter Juckreiz leiden, der verstärkt an Ohren, Pfoten und auch unter den Achseln auftreten kann. Viele Hunde kratzen und lecken die juckenden Haustellen oftmals so ausdauernd, dass das Fell ausfällt. Kahle und wunde Hautstellen entstehen, diese wiederum sind besonders anfällig für Infektionen. Auch Magen-Darm-Beschwerden, etwa chronische Verdauungsstörungen, können ein Indiz für eine Futtermittelunverträglichkeit sein. Blähungen und Durchfall bis hin zu Erbrechen und können auf eine Entzündung des Verdauungstraktes des Hundes hinweisen.
WESHALB FUTTER KRANK MACHEN KANN Eigentlich kann fast jeder Stoff aus der Nahrung eine Allergie auslösen und somit zum sogenannten Allergen werden. Allergene werden vom Immunsystem nicht toleriert, sondern als Bedrohung für den Organismus angesehen. Dieser reagiert entsprechend mit Abwehrmaßnahmen, die dann zu unangenehmen Krankheitssymptomen führen können. Eine Futtermittelallergie wird hauptsächlich von Eiweißen und Eiweißverbindungen ausgelöst. Andere Futterbestandteile wie beispielsweise Farb- und Konservierungsstoffe treten dagegen eher selten als Allergene auf. Statistischen Angaben zufolge sind Eiweißverbindungen aus Rindfleisch, Milchprodukten und anderen Fleischsorten die häufigsten Verursacher einer Futtermittelallergie. Auch Stoffe pflanzlicher Herkunft, etwa Getreide und Gemüse, verträgt nicht jeder Hund. Ebenfalls neue, während des Herstellungsverfahrens entstandene Verbindungen können als Allergene fungieren.
FUTTERMITTELALLERGIEN BEHANDELN Allergien sind in der Regel nicht heilbar. Die Behandlung beschränkt sich entsprechend darauf, die Allergie zu kontrollieren beziehungsweise die vorhandenen Symptome einzudämmen. Dabei stellt eine der wichtigsten Maßnahmen die möglichst permanente und kategorische Vermeidung der Allergene dar. Bestätigt der Tierarzt den Verdacht einer Futtermittelallergie, kann der allergieauslösende Futterbestandteil durch eine Ausschlussdiät ermittelt werden. Während der Diät darf die Nahrung des Hundes ausschließlich aus einer einzigen Proteinquelle und einer Kohlenhydratquelle bestehen. Idealerweise ist diese Nahrung vor Beginn der Ausschlussdiät selten bis überhaupt nicht im Napf zu finden gewesen. Vorsicht bei der Gabe von Leckerli: Auch hier sollte auf die entsprechenden Inhaltsstoffe geachtet werden und nicht von der Ausschlussdiät abgewichen werden.
Da diese Symptome nicht immer einen allergischen Hintergrund aufweisen, sollten Diagnose, Bestätigung und Kontrolle einer Futtermittelallergie unbedingt durch einen Tierarzt erfolgen.
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HYPOALLERGENE TIERNAHRUNG „Hypoallergen“ bedeutet so viel wie: „mit wenig allergenen Stoffen versehen“. In hypoallergenen Futtersorten oder -linien, erhältlich als Nassund Trockenfutter, sind keine oder aber möglichst wenig potenzielle Allergene enthalten. In der Regel bestehen diese Futtermittel aus ausschließlich einer, möglichst „exotischen“, Fleischsorte wie etwa Springbock, Wasserbüffel oder Känguru als Eiweißquelle. Dazu kommen eine Gemüsesorte und mehrere hochwertige Pflanzen- und/oder Fischöle als Quelle wertvoller mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Oftmals ist das in vielen Hundefutter-Sorten enthaltene Getreide der Auslöser einer Futtermittelallergie. Hypoallergene Tiernahrung verzichtet auf diese Getreidekomponenten. So wird etwa Weizen durch Kartoffel, Reis, Hirse oder Mais ersetzt. Im Falle einer Getreide-Unverträglichkeit ist getreidefreies Hundefutter oder glutenfreies Hundefutter, das auch auf Mais verzichtet, zu bevorzugen. Mit der konsequenten Gabe eines hypoallergenen Hundefutters klingen die Symptome einer Futtermittelallergie im Idealfall innerhalb einiger Tage bis maximal zwölf Wochen ab. Auch nach Verschwinden der Symptome sollte weiterhin hypoallergenes Hundefutter gefüttert werden. Spätere Sensibilisierungen gegen die „neuen“ Nahrungsbestandteile sind zwar möglich, kommen aber eher selten vor.
activa care Hypoallergen bietet ausgewählte Proteinquellen für Hunde mit Futtermittelallergien.
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AUF VISITE Pudelwohl beim Tierarzt
Ob Routineuntersuchung, Impfung oder auch Notfall – irgendwann muss jeder Hund zum Doktor. Den Ausflug in die Praxis sollte man gut vorbereiten, um unnötigen Stress zu vermeiden. VOR DEM ERSTEN BESUCH Gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner rechtzeitig an den Weg zum Tierarzt. Autofahrten oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel sollten Ihrem bellenden Hausgenossen nicht unbekannt sein. Wenn möglich, gehen Sie mit Ihrem Hund schon einmal in der Nähe Ihres Tierarztes spazieren. Vielleicht können Sie auch einmal ohne Untersuchungstermin bei der Praxis hereinschauen, damit Bello die neue Umgebung kennenlernen kann.
Halten Sie alle wichtigen Dokumente Ihres Tieres wie Impfpass, eventuelle Labor- und Röntgenergebnisse, die Krankengeschichte und eine Medikamentenliste parat. Sie sollten wissen, wie das Futter Ihres Tieres heißt und welche Futtermengen Ihr Hund täglich zu sich nimmt. STRESS VERMEIDEN Nehmen Sie sich für den Tierarztbesuch ausreichend Zeit. Sind Sie selber in Eile, wird Ihr Tier das sofort spüren und die genervte Stimmung überträgt sich mit Sicherheit auch auf den Hund. Legen Sie Ihre Tierarztbesuche so, dass auch eventuelle Wartezeiten Ihren Terminplan nicht durcheinanderbringen und Sie unruhig werden lassen.
BEIM TIERARZT Sprechen Sie während des Praxisbesuches in beruhigendem Ton mit Ihrem Hund. Er kennt Ihre Stimme und wird sich in der fremden Umgebung sicherer fühlen, wenn Sie ihm moralische Unterstützung geben. Setzen Sie Tierarzt und Helfer in Kenntnis, wenn Ihr tierischer Begleiter dazu neigt, während der Untersuchung oder Behandlung aggressiv zu werden.
Einige Tierärzte freuen sich, wenn Frauchen und Herrchen bei der Untersuchung assistieren. Ihre streichelnde Hand beruhigt das Tier auf dem ungewohnten Untersuchungstisch. Ist Ihr Hund erkrankt, lassen Sie sich vom Tierarzt gesundheitliches Problem und Therapie genau erklären. Fragen Sie nach,
falls Sie etwas nicht verstanden haben. Scheuen Sie sich nicht, einen Kostenvoranschlag für die Therapie Ihres Tieres anzufordern, um eine Übersicht über die Behandlungskosten zu bekommen.
NACH DEM BESUCH Hat Bello den Termin erfolgreich hinter sich gebracht, ist eine Belohnung angesagt – ob entspannende Spieleinheit auf der Wiese oder ein tröstendes Leckerli. Und dann: ab nach Hause, in die gewohnte Umgebung. Manch Vierbeiner verkriecht sich nach so viel Aufregung erst einmal. Gönnen Sie Ihrem Tier die verdiente Ruhe.
TIPP! Lassen Sie sich beim Tierarztbesuch einige Handgriffe zeigen, die der Hund später beim Tierarzt stressfrei über sich ergehen lassen sollte (etwa das InsMaul-Gucken oder die Ohrenkontrolle). Dies können Sie dann mit dem Hund zu Hause üben. So wird die nächste Untersuchung beim Tierarzt nicht ganz so unbequem für den Vierbeiner.
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DA Exk S F lu s UT iv b TE ei RH AU
BLEIB GESUND, HUND Wichtige Schutzimpfungen für Vierbeiner
Impfen ist eine der wirksamsten Vorbeugemaßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Ein umfassender Impfschutz kann den Vierbeiner vor einigen sehr gefährlichen Krankheiten schützen. Vor einer anstehenden Impfung wird der Tierarzt den Hund gründlich untersuchen und Einsicht in den Impfpass nehmen. Nur bei gesunden und parasitenfreien Haustieren wird die Spritze angesetzt. Eine Entwurmungskur muss somit vor der Impfung erfolgreich abgeschlossen sein. Welpen werden erst geimpft, wenn das Immunsystem reif genug ist, um die durch die Impfseren gewünschte Immunität zu bilden. Die meisten Impfstoffe können ab der achten Lebenswoche verabreicht werden, gegen Tollwut wird erst ab der zwölften Lebenswoche geimpft. Welche Immuni-
TIPP! Der schützende Effekt besteht für viele Impfungen nicht ein Leben lang. Bitte bewahren Sie den Impfpass Ihres Hundes daher immer gut auf und legen Sie ihn bei jedem Gesundheitscheck dem behandelnden Tierarzt vor. Er wird dann zum gegebenen Zeitpunkt die nötigen Auffrischungen vornehmen oder Sie bei einer Reise in ferne Gefilde über einen eventuell erforderlichen zusätzlichen Impfschutz informieren. SEITE 46 I DAS FUTTERHAUS
• Hochwertige Diätfuttermittel • Gemäß tiermedizinischer Forschung • Für ein unbeschwertes Leben
sierungen für Ihr Tier wichtig und empfehlenswert sind, hängt unter anderem von den Lebensumständen Ihres Vierbeiners ab. Eine individuelle Beratung durch den Tierarzt ist unbedingt notwendig. STAUPE Staupe ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, das Virus ist ähnlich dem Masern-Virus. Neben Hunden können auch marderartige Tiere an Staupe erkranken. Die Ansteckung erfolgt über die Ausscheidungen infizierter Tiere. Geschädigt werden können durch Staupe Nerven, Darmtrakt und Lunge. HEPATITIS CONTAGIOSA CANIS Diese ansteckende Leberentzündung wird durch Viren hervorgerufen. Sie befällt Hunde und Füchse. Hepatitis ist vor allem für Welpen lebensbedrohlich. Bei älteren Hunden ist der Verlauf meist etwas gemäßigter. Zu den unangenehmen Symptomen zählen Bauchschmerzen bis hin zu Krämpfen, Erbrechen und Durchfall. LEPTOSPIROSE Die sogenannte „Stuttgarter Hundeseuche“ ist eine bakterielle Erkrankung. Eine Ansteckung erfolgt durch den Urin anderer Hunde. Auch durch Rattenurin verschmutzte Gewässer können den Ausbruch der Krankheit verursachen. Leptospirose ist für andere Tiere sowie für den Menschen hochgradig ansteckend und kann bleibende Nieren- und Leberschäden hervorrufen.
die Ursachen und Symptome der Beschwerden zu mindern. Alle Rezepturen entsprechen dem aktuellen Wissensstand der tiermedizinischen Forschung und dem neuesten Stand der Gesetzgebung von 2020.
Die Marke activa care bietet ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment hochwertiger Diätfuttermittel für Hunde und Katzen.
Durch die offene und transparente Deklaration können Sie selbst entscheiden, was Ihr Tier zu fressen bekommt. Nur hochwertige und sorgfältig ausgewählte Rohstoffe werden eingesetzt.
Jede Rezeptur bedient spezifisch die besonderen Ernährungsbedürfnisse der entsprechenden Erkrankung. Begleitend zur Therapie des Tierarztes kann das spezielle Diätfutter von activa care dabei helfen,
activa care bietet Ihnen professionelle Hilfe bei der Ernährung Ihres erkrankten Haustieres – damit Ihr Vierbeiner bald wieder unbeschwerter durchs Leben geht.
PARVOVIROSE Diese Infektionskrankheit ist sehr ernst zu nehmen. Parvoviren befallen unter anderem die für das Immunsystem zuständigen Abwehrzellen sowie Darmepithelzellen und zerstören diese. Als Folge treten starke Durchfälle und Erbrechen auf. Der Krankheitsverlauf ist meist tödlich. Parvoviren sind äußerst resistent gegen die meisten Desinfektionsmaßnahmen. Die Ansteckung erfolgt daher nicht nur durch ein anderes Tier, sondern häufig auch durch eine infizierte Umgebung. TOLLWUT Die wohl berüchtigtste Erkrankung: Sie gefährdet den Menschen und alle Säugetiere durch eine akute Enzephalitis (Gehirnentzündung). Die Behandlung von an Tollwut erkrankten Tieren ist durch den Gesetzgeber verboten. Auch Tiere, die unter Tollwutverdacht stehen, werden eingeschläfert, wenn vom Tierhalter keine gültige Immunisierung nachgewiesen werden kann.
ES WIRD EMPFOHLEN, VOR DER VERWENDUNG DEN RAT EINES TIERARZTES EINZUHOLEN.
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IMPFPLAN FÜR HUNDE Wichtige Schutzimpfungen für Vierbeiner
Jeder Hund ist einzigartig! Bitte betrachten Sie diesen Plan lediglich als Richtlinie. Ihr Tierarzt wird Ihnen gern einen individuell auf die Bedürfnisse Ihres Vierbeiners zugeschnittenen Impfplan zusammenstellen.
GRUNDVORAUSSETZUNG
Ausschließlich gesunde Hunde werden geimpft. Ausschließlich parasitenfreie Hunde werden geimpft (entwurmt und flohfrei).
GRUNDIMMUNISIERUNG Zwei Teilimpfungen mit einem Abstand von drei bis vier Wochen Nachimpfung nach einem Jahr
WELPEN Erstimpfung (7. bis 9. Lebenswoche): Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten (Kombinationsimpfung) Nachimpfung (ab der 12. Lebenswoche): Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut (Kombinationsimpfung)
BORRELIOSE-IMPFUNG In einigen Gegenden ist die Impfung des Hundes gegen Borreliose angeraten. Bitte besprechen Sie die eventuelle Notwendigkeit dieser Zusatzimpfung mit Ihrem Tierarzt. Eine Borreliose-Impfung bietet keinen Schutz vor einem Zeckenbefall des Hundes! ZECKENPROPHYLAXE Ein Schutz vor Zeckenbissen kann nur mit einem entsprechenden ParasitenSchutzmittel erreicht werden. Diese Abwehrmittel sollten unbedingt regelmäßig verwendet werden. Suchen Sie Ihren Hund nach dem Spaziergang draußen gründlich ab. Entdecken Sie einen der lästigen Parasiten, sollte dieser umgehend und sachgerecht mithilfe einer speziellen Zeckenkarte oder Zeckenzange entfernt werden.
Nachimpfung (16. Lebenswoche): Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Zwingerhusten und Tollwut
AUSGEWACHSENE, BISLANG UNGEIMPFTE HUNDE
Parvovirose, Hundestaupe, Hepatitis, Leptospirose, Zwingerhusten und Tollwut Auffrischung derselben Impfung nach drei bis vier Wochen
AUSGEWACHSENE, GEIMPFTE HUNDE
Erneute Auffrischung nach ein bis drei Jahren, in Abhängigkeit von Impfstoff und Infektionsdruck
TIPP! Halten Sie die empfohlenen Impfintervalle nach der Grundimmunisierung unbedingt ein. Werden Auffrischungsimpfungen zu weit nach hinten verschoben, kann eine erneute Grundimmunisierung erforderlich werden. DAS FUTTERHAUS I SEITE 49
ZÄHNE ZEIGEN Eine sorgfältige Mundygiene dient der Hundegesundheit
Zahnstein kann beim Hund zu einem gesundheitlichen Risiko werden: Schnell verhärten sich erste Zahnbeläge zum festen Zahnstein. VOM ZAHNSTEIN ZUR PARODONTOSE Futterreste und Bakterien lagern sich nach jeder Mahlzeit auf den Zähnen ab. Dieser Zahnbelag, auch Plaque genannt, lässt sich leicht wegputzen. Nur wird kaum ein Hund nach dem Essen freiwillig zur Zahnbürste greifen. So entsteht aus Zahnbelag in Kombination mit den im Speichel angelagerten Mineralstoffen schnell der härtere Zahnstein, gut sichtbar als bräunliche Ablagerung. Hat dieser sich auf den Hundezähnen festgesetzt, kann er nur unter Narkose durch den Tierarzt und mithilfe von Spezialinstrumenten entfernt werden. Wird Zahnstein nicht rechtzeitig entfernt, kann es zur Schädigung des Zahnbettes kommen. Es entsteht Parodontose. Im schlimmsten Fall beginnt sich der Knochen im Kiefer aufzulösen. Die Zähne lockern sich und fallen schließlich aus.
REGELMÄSSIGER ZAHNCHECK Zahnbelag und daraus resultierende Zahnfleischentzündungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen bei Hunden. Die Untersuchung der Mundhöhle ist daher fester Bestandteil bei jedem Tierarztbesuch. Riecht der Vierbeiner auffallend unangenehm aus dem Maul, mag keine harte Nahrung mehr kauen oder zeigt einen übermäßigen Speichelfluss, sind dies häufig Anzeichen einer Erkrankung von Zähnen oder Zahnfleisch. Handlungsbedarf besteht auch, wenn das Zahnfleisch einen dunkelroten Rand um die Zähne zeigt.
EINFACHE PROPHYLAXE Die natürliche Selbstreinigung des Hundegebisses dauert nach den Mahlzeiten mehr als zwölf Stunden. Putzen Sie Ihrem Hund, wenn möglich, täglich die Zähne. Die Gewöhnung ans Zähneputzen findet am besten bereits im Welpenalter statt. Wohlschmeckende Zahnpasten und Zahnbürsten speziell für den Hund erleichtern die Prozedur. Menschenzahnpasta hat im Hundemaul selbstverständlich nichts zu suchen. Viele Trockenfuttermittel wirken durch eine spezielle Textur der Neubildung von Zahnstein entgegen. Zahnpflegende Kauartikel können täglich auf dem Speiseplan des Vierbeiners stehen. Sie sind gleichzeitig ein begehrtes Leckerli, dienen der Beschäftigung und trainieren die Kaumuskulatur des Vierbeiners.
TIPP! Entzündungen in der Mundhöhle bergen große gesundheitliche Risiken: Über den Blutkreislauf können Bakterien aus der Mundhöhle in den gesamten Organismus gelangen und so ernsthafte Erkrankungen der inneren Organe verursachen. SEITE 50 I DAS FUTTERHAUS
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PARASITENSCHUTZ Keine Chance dem Flohzirkus
Ein Flohbefall ist eine äußerst unangenehme Überraschung im Tierhaushalt. Die hüpfenden Parasiten sind häufiger Auslöser von Hautproblemen und können zudem Würmer übertragen. GANZJAHRESAKTIVE BLUTSAUGER Flöhe sind nicht nur im Frühjahr und in den Sommermonaten aktiv, auch wenn die warmen und feuchten Verhältnisse dieser Jahreszeiten ideale Startbedingungen für die Parasiten bilden. Beheizte Wohnräume bieten ihnen auch in kalten Monaten eine gute Lebensgrundlage. Flöhe können die Ursache vieler Hautprobleme bei Hunden sein und zudem auch Würmer übertragen. Direkte Folgen eines Flohbefalls können etwa Hautirritationen, Juckreiz, Blutarmut oder Allergien sein. FLOHBEFALL ERKENNEN Häufiges Kratzen kann ein Zeichen für Flöhe sein. Am besten lässt sich ein Befall beim gründlichen Kämmen des Fells erkennen. Legen Sie ein weißes Stück Papier unter das Tier. Dunkle Pünktchen auf dem Papier, Ausscheidungen des Flohs, die beim
TIPP! Entwurmen Sie Ihren Hund nach einem Flohbefall. Flöhe sind die Hauptübertragungsquelle für Bandwürmer. Die Übertragung findet statt, wenn Flöhe bei der Fellpflege verschluckt werden. SEITE 52 I DAS FUTTERHAUS
Auskämmen herunterfallen, deuten auf einen Befall hin. Verfärben sich diese Pünktchen beim Anfeuchten des Papiers rot, ist dies ein Indiz für Flohbefall. EFFEKTIV BEKÄMPFEN Die Anzahl der sichtbaren Flöhe ist nur die Spitze des „Flohbergs“. Lediglich etwa fünf Prozent der Flöhe sitzen auf dem Tier. Die übrigen 95 Prozent halten sich in der Umgebung als Eier, Larven oder Puppen auf. Das Tier allein von Flöhen zu befreien, reicht daher nicht aus. Für eine effektive und wirkungsvolle Flohbekämpfung ist eine systematische Vorgehensweise unabdingbar.
FLOHFREI MACHEN Mit einem Zecken- und Flohschutzpräparat wird zunächst das Tier von den kleinen Plagegeistern befreit. Im Angebot sind Spot-onTropfen, Tabletten, Sprays und Puder. Bitte beachten Sie für eine optimale Wirkung die Herstellerangaben. FLOHFREI HALTEN Flöhe sitzen vermehrt in der Tierumgebung, also im Hundebett, in Teppichen, Decken, Polstern, Kissen und anderen Textilien, mit denen der Vierbeiner Kontakt hat. Die gesamte Umgebung des Tieres muss bei Flohbefall daher regelmäßig gereinigt und mit entsprechenden Mitteln gegen die Parasiten behandelt werden. FLOHFREIE UMGEBUNG Den Neubefall durch den Einsatz eines Langzeitpräparates verhindern. Geeignet sind dazu auch Zecken- und Flohbänder, die über viele Monate einen effektiven Schutz bieten.
PARASITENSCHUTZ Regelmäßige Wurmkur
Ein Thema, das Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen angeht: Die regelmäßig angewendete Wurmkur dient nicht nur der Gesunderhaltung des tierischen Hausgenossen, sondern bewahrt auch den Halter und seine Familie vor unangenehmem Parasitenbefall. UNTERWEGS AUFGEGABELT Es liegt in der Natur des Hundes, dass vieles, was ihm unter die Nase kommt und interessant erscheint, angeschnüffelt und zur intensiveren Kontrolle auch angeleckt wird. Besonders Abenteurer auf vier Pfoten, die sich auf Pfaden außerhalb des wachsamen Blicks ihres Leinenhalters vergnügen, verspeisen gern vermeintlich Attraktives, das Mensch lieber nicht im Hundemagen sähe. Da wird auch nicht vor den Hinterlassenschaften anderer Tiere haltgemacht, und schon ist es passiert: Der Vierbeiner hat sich mit Wurmlarven infiziert. Ein Wurmbefall kann aber etwa auch durch Flohbefall entstehen.
TIPP! Je nach Alter, Art der Ernährung und den Lebensumständen eines Hundes ist das Risiko unterschiedlich groß, sich mit Würmern zu infizieren. Wurmkuren haben keine vorbeugende Wirkung und müssen daher in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. SEITE 54 I DAS FUTTERHAUS
SYMPTOME BEI WURMBEFALL In der Regel werden Wurmeier vom Hund geschluckt. Im Darm schlüpfen dann die Larven, bohren sich durch die Darmwand und werden mit dem Blutkreislauf in verschiedene Organe gespült. Ein Bandwurm kann eine Länge von bis zu 70 cm erreichen. Extremer Juckreiz am After, ein aufgeblähter Bauch, Mattigkeit, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu einer drastischen Abmagerung können Symptome eines Wurmbefalls sein. Auch der Mensch kann sich mit Würmern infizieren und leidet nicht selten unter den gleichen Symptomen wie der fellige Hausgenosse. Besonders in Haushalten, in denen Kinder leben, sollte auf eine regelmäßige Entwurmung des Hundes großer Wert gelegt werden.. WURM IST NICHT GLEICH WURM Es gilt, den Vierbeiner – und damit auch seine Menschen – vor vielen unterschiedlichen Wurmarten wie etwa Fadenwürmern, Bandwürmern und Spulwürmern zu schützen. Einige der unangenehmen Mitbewohner lassen sich mit bloßem Auge im Hundekot erkennen, andere können nur durch eine mikroskopische Untersuchung festgestellt werden. Anti-Wurm-Präparate, die Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten und die speziell auf den jeweiligen Wurmtyp abgestimmt oder Kombipräparate sind, machen den kleinen Parasiten schnell den Garaus. Sie sind als Tablette, Paste oder auch als Spot-on-Präparat erhältlich.
DIE RICHTIGE FELLPFLEGE Waschen, Schneiden, Föhnen
Nichts findet ein vierbeiniger Rabauke schöner, als sich bei passender Gelegenheit ausgiebig im Schlamm zu wälzen. Ein echter „Schweinehund“ scheut auch vor einem – für sein besonderes Empfinden – herrlich duftenden Kuhfladen oder anderen exquisiten Hinterlassenschaften nicht zurück. Die Geschmäcker von Zwei- und Vierbeinern sind nun einmal verschieden. Was tun, wenn Hund so gar nicht mehr nach Hund riecht und das vormals glänzende Fell verfilzt und klumpig daherkommt? Der Pelz unserer vierbeinigen Mitbewohner ist von Natur aus mit einem leichten Fettfilm überzogen, der jedes einzelne Haar imprägniert. Zu häufiges Waschen entfernt das Haarfett, beim nächsten Regenspaziergang isoliert das nasse Haarkleid die empfindliche Hundehaut dann nicht mehr so gut und besonders in der kalten Jahreszeit kann die Gefahr einer Erkältung steigen. Hundefell hat durchaus selbstreinigende Eigenschaften: Lassen Sie Ihren verschmutzten Vierbeiner einfach erst einmal an einem warmen und vor Zugluft gut geschützten Ort vor sich hin trocknen. Der meiste Schmutz fällt ab, wenn Bello sich nach der Ruhepause kräftig schüttelt. Restliche Schmutzbatzen lassen sich mithilfe einer speziellen Hundebürste meist problemlos entfernen. WARMDUSCHER Bleiben trotz ausgiebigen Striegelns unangenehme Düfte am Hund zurück und lässt sich ein Bad nicht aufschieben, sollte vorrangig klares, warmes Wasser
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verwendet werden. Bringt das Nass allein nicht den gewünschten Effekt, darf als Reinigungszusatz ausschließlich spezielles Hundeshampoo verwendet werden. Dieses wirkt rückfettend, greift den natürlichen Schutzfilm des Hundehaars nicht an und enthält zudem keine für den Vierbeiner unangenehmen Duftstoffe. Legen Sie ausreichend Handtücher bereit, sodass Sie Ihren Hund nach dem Waschgang vorsichtig abrubbeln können. Dann geht es zum Trocknungsund Erholungsschläfchen an einen warmen Platz. Ist Ihr Vierbeiner daran gewöhnt, können Sie ihn natürlich auch mit warmer Luft vorsichtig trocken föhnen. AB ZUM FRISEUR So ein dichter Pelz ist etwas Feines: Er dient als Regenmantel bei nassen Witterungsverhältnissen, im Winter hält er schön warm und im Sommer bewahrt er die empfindliche Hundehaut vor den Folgen starker Sonneneinstrahlung. Durch den Fellwechsel regelmäßig erneuert, bleibt der haarige Anzug ein Hundeleben lang erhalten.
SCHNIPP, SCHNAPP Einigen besonders langhaarigen Rassen gebührt bei der Pflege der Ganzkörperfrisur noch ein wenig mehr Unterstützung. Verklettete oder verfilzte Stellen müssen ausgeschnitten werden, damit keine Druckstellen entstehen. Im Sommer, wenn es besonders heiß ist, darf die Haarpracht bei Vierbeinern mit sehr dickem Fell ein wenig kürzer ausfallen. Bitte nicht zu kurz schneiden, damit die empfindliche Hundehaut immer noch ausreichend vor einem Sonnenbrand geschützt ist. Der Fachmann im Hundesalon wird unter Beachtung der Fellstruktur mit einer Auswahl an Scheren und Schermaschinen genau die richtige Länge treffen. Geübte Hundebesitzer dürfen sich selbstverständlich auch zu Hause dem Stutzen der Haarpracht widmen.
Regelmäßiges Kämmen und Bürsten des Hundefells hat neben dem Pflegeaspekt noch weitere Vorteile: Die intensive Beschäftigung mit dem Vierbeiner lässt das gegenseitige Vertrauen wachsen. Gepaart mit ein paar Streicheleinheiten wird die Fellpflege zur Wellness-Einheit. Zudem wird besonders während des Fellwechsels im Frühjahr und im Herbst eine Menge losen Haars entfernt, das sich sonst als umherfliegende Haarknäuel in der gesamten Wohnung verteilen würde.
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ERSTE HILFE Was tun im Notfall?
Schnittverletzung, Vergiftung, Beißerei oder gar Autounfall – im Notfall ist es gut, einfache und hilfreiche Maßnahmen zu kennen, mit denen dem verletzten Hund Erste Hilfe geleistet und der Vierbeiner für den Transport zum Tierarzt vorbereitet werden kann. Die wichtigsten Handgriffe im Überblick: RUHE BEWAHREN Auch wenn es schwerfällt: Bleiben Sie ruhig! Vierbeiner haben ein feines Gespür für Gemütszustände. Eine gefasste Stimme und besonnene Handgriffe beruhigen das Tier. Panik in Herrchens oder Frauchens Stimme verursacht beim tierischen Patienten hingegen Angst. MIT BEDACHT NÄHERN Ein verletztes Tier kann unberechenbar sein. Nähern Sie sich ihm grundsätzlich vorsichtig, auch wenn es Ihr eigener Vierbeiner ist. Seien Sie sich bei aller Hilfsbereitschaft bewusst, dass der Patient aus seiner Not heraus auch einmal zubeißen kann. VORSICHTIG HANDELN Tiere haben einen natürlichen Fluchtinstinkt. Ein verletzter Hund sollte daher vorsichtshalber angeleint werden. Zu Ihrer eigenen Sicherheit kann es sinnvoll sein, ihm eine Maulschlinge anzulegen. Dazu lässt sich etwa eine Mullbinde aus dem Verbandskasten nutzen. VITALFUNKTIONEN ÜBERPRÜFEN Ein tiefer Blick in die Hundeaugen kann aufschlussreich sein. So können extrem geweitete Pupillen auf
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starke Schmerzen und daraus resultierende Angst sowie Stresszustände hinweisen. Besonders kleine Pupillen sind mögliche Anzeichen einer Augen- oder gar Hirnverletzung. Auch die Farbe der Schleimhaut ist aufschlussreich. Für eine Überprüfung bietet sich die Lefzenschleimhaut an: Normal ist ein frisches Rosa. Eine bläuliche Verfärbung deutet auf einen Sauerstoffmangel oder akute Atemnot hin. Nach größeren Blutverlusten erscheint die Schleimhaut weißlich-blass. HERZSCHLAG UND PULSZAHL Ist der Patient bewusstlos, müssen Atmung und Puls überprüft werden. Der Pulsschlag lässt sich an der Innenseite des Oberschenkels erfühlen. Er sollte kräftig und regelmäßig sein und sich gut ertasten lassen. Auch bei Tieren können im Ernstfall Beatmung und Herzdruckmassage durchgeführt werden. Diese lassen sich am besten in einem speziellen ErsteHilfe-Kurs für Tiere erlernen. ERSTE UNTERSUCHUNGEN UND MASSNAHMEN Tasten Sie Ihr Tier vorsichtig ab und machen Sie sich ein Bild über das Ausmaß der Verletzungen. Kontrollieren Sie, ob der tierische Patient offensichtliche Verletzungen hat, die einen hohen Blutverlust bewirken. Starke Blutungen lassen sich mit einem Druckverband aus Verbandmull stillen. Dafür den Mull auf die Wunde drücken und mit einer elastischen Binde fixieren. Größere Fremdkörper sollten erst beim Tierarzt aus der Wunde entfernt werden, da die Gefahr eines starken Blutverlusts besteht. Bei Verdacht auf Knochenbrüche sollte das Tier auf keinen Fall mehr selbst laufen.
VERGIFTUNGEN Bei Verdacht auf eine Vergiftung muss das Tier schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden. Wenn Ihnen die verdächtige Giftquelle bekannt ist, nehmen Sie diese mit. Wichtige Informationen zur Diagnosestellung für den Tierarzt sind zudem: Zeitpunkt der Giftaufnahme, Menge der Giftaufnahme, Weg der Giftaufnahme (oral, über die Haut, eingeatmet) sowie Informationen über eventuelle Medikamente, die das Tier aktuell einnehmen muss. Telefonische Auskunft über Vergiftungen bekommen Hundehalter auch bei den Giftinformationszentralen der Bundesländer. KRANKENTRANSPORT Halten Sie den Patienten während des Transportes zum Arzt mit einer Decke warm. Bei Schockzuständen sinkt die Körpertemperatur bedrohlich. Informieren Sie die Praxis vor dem Start zum Tierarzt oder während der Fahrt über Ihr Kommen und den Unfallhergang. Gibt es in Ihrer Wohngegend einen mobilen Tierarzt? Versuchen Sie den Patienten bis zu dessen Ankunft ruhig und warm zu halten. RECHTLICHES Ist Ihr Hund Verursacher eines Verkehrsunfalls, bei dem es zu Sach- oder gar Personenschäden gekommen ist, sind Sie als Halter dafür haftbar. Rufen Sie daher stets die Polizei. Tauschen Sie die Adressen mit den Betroffenen aus und melden Sie den Unfall schnellstmöglich Ihrer Hundehaftpflichtversicherung.
ERSTE-HILFE-KURSE Eine gute Möglichkeit, sich auf den Ernstfall vorzubereiten, sind Erste-Hilfe-Seminare für Hund oder Katze. Dort lassen sich auch spezielle Wiederbelebungsmaßnahmen wie die Herzdruckmassage oder die kontrollierte Beatmung beim Hund mithilfe von Tierdummys erlernen. NOTFALL-APOTHEKE In jedem Fall ist es ratsam, eine Erste-Hilfe-Apotheke für den Hund zusammenzustellen und diese stets in greifbarer Nähe zu haben.
Checkliste Erste-Hilfe-Ausrüstung + Desinfektionslösung (z. B. Octenisept, Kodan-Tinktur) + Einmalhandschuhe + Kleine Taschenlampe/LED-Stirnleuchte + Verbandsschere, Pinzette + Zeckenzange/-haken/-karte + Digitales Fieberthermometer + Sterile Mullkompressen + Verbandswatte (zur Polsterung) + Mullbinden + Elastische Binden (z. B. CoFlex-Binde) + Klebeband (Leukoplast/Leukosilk in verschiedenen Breiten) + Wärmende Decke oder Alu-Notfalldecke + Spritzen (zur Eingabe von Flüssigkeit ins Maul) + Sterile Augenspüllösung
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CHIPPEN UND REGISTRIEREN Eine individuelle Markierung, die unter die Haut geht
Der Mikrochip fürs Haustier ist in einigen Bundesländern bereits Pflicht. Wer mit seinem Hund auf Reisen geht, kommt nicht mehr an ihm vorbei. Der implantierte, elektronisch lesbare Transponder bietet für Tier und Halter große Vorteile und hat manchem Ausreißer bereits zu einer glücklichen Heimkehr in die heimischen vier Wände verholfen.
STÖRUNGSFREI Ein Mikrochip stört das Tier nicht in der Bewegungsfreiheit und ist auch von außen aufgrund seiner Größe nur schwer zu ertasten. Der Chip selber „funkt“ seine Daten nur in Verbindung mit dem passenden Ablesegerät. Er sendet somit auch keine schädliche Strahlung aus.
EINZIGARTIG Der Chip bietet eine sichere Möglichkeit, ein Tier eindeutig zu identifizieren. Jede Chipnummer wird nur einmal vergeben. Die eindeutige Identifikation ist wichtig für den Nachweis der Impfung gegen Tollwut, für Auslandsreisen und wenn ein Tier einmal verloren geht.
INFORMATIONEN Auf dem Chip befindet sich eine 15-stellige Kennnummer. Der Tierarzt speichert diese zusammen mit dem Namen und der Adresse des Tierbesitzers in einer Datenbank. Diese Daten werden streng vertraulich behandelt und stehen ausschließlich Tierärzten und Behörden zur Verfügung. Die Kennnummer muss in den EU-Impfausweis eingetragen und vom Halter gut aufbewahrt werden.
REISKORNGROSS Der Mikrochip steckt in einer Bioglaskapsel, die etwa reiskorngroß ist. Laut internationalem Abkommen wird er normalerweise an der linken Halsseite eingesetzt. Früher wurden die meisten Tiere tätowiert, allerdings verblasst die Tätowierfarbe im Laufe der Jahre, die Tätowiercodes sind nicht unbedingt einheitlich und somit verwechselbar. NARKOSEFREI Das Einsetzen des Mikrochips ist nicht unbedingt schmerzlos, kann aber ohne Narkose erfolgen. Der Vorgang ähnelt einer Impfung: Der Chip wird mit einer speziellen Spritze in das Bindegewebe implantiert. Ein großer Vorteil gegenüber dem Tätowieren, das immer unter Vollnarkose erfolgen sollte.
RICHTUNGSWEISEND Entläuft ein Tier und wird von einer fremden Person aufgefunden, kann der Chip bei der Zurückführung nach Hause helfen. Grundvoraussetzung ist, dass der Halter sein Tier mit der speziellen Registrierungsnummer bei einer Tiernotrufzentrale wie beim Deutschen Haustierregister oder bei Tasso anmeldet. Diese Registrierung ist kostenlos. Tierärzte und Tierheime können ein Fundtier mithilfe eines Ablesegerätes identifizieren und dann über den Tiernotruf den Kontakt zum Halter herstellen.
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GUT AUSGESTATTET – GUTER START Checkliste für meinen Hund
ZU HAUSE • Hundekorb oder -bett • Kuscheldecke • Spielzeug • Futter- und Wassernapf/Hundebar • Untersetzer für die Futterstelle • Katzenklappe ERNÄHRUNG • Trocken-/Nassfutter (abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse des Hundes) • Leckerli • Kauknochen/Dentasticks für die Zahnpflege
PFLEGE • Hundeshampoo • Handtuch • Bürste/Trimmer/Schermaschine • Zeckenzange • Erste-Hilfe-Set
SICHERHEIT IM AUTO • Transportbox • Schutzgitter • Sicherheitsgeschirr zum Anschnallen • Schondecke/Autodecke • Reisenapf und -trinkflasche
UNTERWEGS • Halsband oder Geschirr • Leine/Rollleine/Schleppleine • Adressanhänger • Leuchtaccessoire • Kotbeutel • Apportier-Spielzeug/Dummie • Hundemantel
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