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Billed - Chronik einer Heidegemeinde im Banat von Franz Klein (2)

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SECHSTER ABSCHNITT Unsere Heimat im Königreich Großrumänien

1918-1945 Treu unser Herz frei unser Wort deutsch unser Sinn Gott unser Hort. Wahlspruch der Deutschen im geteilten Banat, nach dem Ersten Weltkrieg. Aus "Unse re Heimat".

Mein Heimatland Das Land, wo meine Wiege stand, Wo Wohl und Weh mein Herz empfand, Der junge Tag mir zugelacht, Als ich in Mutters Arm erwacht; Der Wachtel Schlag, der Lerche Sang Mir in die zarte Seele klang, Undall der Fluren holdes Grün Als eine Zauberwelt erschien: Das Land, das ist das schönste Land! 0 Heimatland! Banater Land! Gott segne dich, der segnen kann, Er segne Kind und Weib und Mann! Wo unsre Väter hart gefront Von schwarzer Tücke nie verschont, Bis ihren Tränen, ihrem Schweiß Entsproß das erste Edelreis; Wo jedem Halm und jedem Strauch Entstieg des Todes frostger Hauch, Bis siegreich schlug ihn im Gefecht Der Schwaben heldisches Geschlecht:

Das Land, das ist das schönste Land! 0 Heimatland! Banater Land! Gott segne dich, der segnen mag, Zu jeder Stund, an jedem Tag! Und ist die Welt voll heitrem Glück: Mich zieht es stets zu dir zurück; Ich mag in dir, mag ferne sein: Mit Lieb und Sehnsucht denk ich dein: Ich steh zu dir in Freud und Leid, Mein ganzes Sein ist dir geweiht, Und sterb ich einst nach diesem Los, Sei du mein zweiter Mutterschoß! 0 Land, du allerschönstes Land! Mein Heimatland! Banater Land! Auf Erden ist kein Land dir gleich, Als wärst du selbst das Himmelreich!

Von Peter Jung (Hatzfeld) 297


Vorbemerkung Miterlebtes und Gehörtes im Abschnitt Sechs Dieser nun folgende kulturelle und volkskundliche Abschnitt will ein Stück erlebte Zeitgeschichte sein und ist eine Mischung aus Zahlen, Daten und Fakten, aus Berichten, Zeitungszitaten, Anekdoten usw. Er ist eine Gemeinschaftsarbeit von vielen Autoren. Nicht alle, die zu diesem Abschnitt mit ihren Erinnerungen beigetragen haben, waren damals schon zwanzig, als sie aus " ihrem" Billed ausgezogen sind. Aber sie waren Kinder dieser Heidegemeinde, junge Menschen, als der Krieg über Billed tobte. Durch viele Erlebnisberichte, insbesondere von älteren Einwohnern von Billed, wurden Dokumente geschaffen, die als Quellen für die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, aber auch für die Jahre nach 1945, dienen können und auch sollen. Die Einbeziehung des schweren Schicksals der vielen unschuldigen Einwohner nach dem Zweiten Weltkrieg gehört selbstverständlich in diesen Bereich. Bei der Beschaffung von Urkunden, Erlebnisberichten und Bildmaterial für diesen kulturellen und volkskundlichen Teil unseres Heimatbuches hat sich unser Landsmann Jakob Slavik, Salzburg, ganz besonders verdient gemacht. Ihm, sowie auch Prof. Nikolaus Engelmann [Warjasch, Pinsdort] sei für Ihre redaktionelle Mithilfe in diesem Abschnitt herzliehst gedankt.

Das Schicksal des Banats nach dem Waffenstillstand von 1918 Nach einer zweihundertjährigen Zugehörigkeit zu Österreich und Ungarn trat in der Geschichte des Banats, bedingt durch den Zusammenbruch der Mittelmächte im Herbst 1918, ein Wandel ein, der für die deutsche Volksgruppe im Banat und in Ungarn die Spaltung bedeutete. Ursache und Ausgangspunkt dieses Ereignisses war der am 17. August 1916 zwischen Rumänien und der Entene abgeschlossene Vertrag, demzufolge das gesamte Banat nach dem Kriege an Rumänien fallen sollte. Diese territorialen Bestimmungen des Vertrages wurden ohne Rücksicht auf Serbien getroffen, das seinerseits aufTeile des Banats Anspruch erhob, so daß es bei der Teilung der von Ungarn abgenommenen Gebiete zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Rumänien und Serbien kam. In Temeswar, äer Hauptstadt des Banats, wurde am 31. Oktober 1918 von den Ungarn die Republik ausgerufen. Die Regierung in Budapest ernannte den Sozialistenführer Dr. Otto Roth zum Zivilkommissär für das Banat, unter dessen Führung der " Banater Volksrat" gegründet wurde. Gleichzeitig wurde die Autonomie des Banats ausgerufen, deren Bestand allerdings im Rahmen der Ungarischen Republik gedacht war. Am 3. November 1918 wurde auch ein Schwäbischer Nationalrat [Schwabenrat] gebildet, der am alten Vaterl ande Ungarn festhalten wollte, jedoch volkspolitisch kulturelle Autonomie forderte . Der am 13. November 1918 unterzeichnete Waffenstillstandsvertrag bestimmte unter anderem, daß das Banat von serbischen Truppen besetzt wird. Dadurch sollte die Entscheidung der Pariser Friedenskonferenz vorweggenommen werden, denn der tags zuvor stattgefundene Nationalrat in Neusatz beanspruchte das Banat für Serbien. Am 19. November wurden Temeswar und das Banat von serbischen Truppen besetzt und am 24. November die Angliederung des Gebietes an Serbien proklamiert. Von seiten Rumäniens wurde gegen das Vorgehen Serbiens beim Obersten Rat in Paris schärfstens protestiert, mit dem Ergebnis, daß die Serben veranlaßt wurden, den Osten des Banats zu räumen , der bis zur endgültigen Entscheidung der Pariser Frie denskonferenz von französischen Truppen besetzt wurde. Die Franzosen begannen im Januar 1919 mit der Besetzung des Banats. 298


Am Donnerstag, dem 28. November 1918, brachte der "Pester Lloyd" auf Seite 7 die folgende aufregende Nachricht:

König Ferdinand- Oberbefehlshaber der rumänischen Armee in Siebenbürgen Die Morning Post meldet aus Jassy: Der König hat den Oberbefehl über das in Siebenbürgen einmarschierende rumänische Heer übernommen. Das mobilisierte Heer ist 450.000 Mann stark. Ein Armeebefehl spricht von der Durchführung des Wilsonischen Freiheitsprogramms für die rumänische Nation im bisherigen ungarischen Staate. Bekanntlich marschierten die rumänischen Truppen bis nach Budapest und besetzten die Hauptstadt Ungarns. Am 1. Dezember wurden in der siebenbürgischen Stadt Karlsburg [Alba Julia] durch die Nationalversammlung des Siebenbürger und Banater Rumänentums, die sogenannten "Karlsburger Beschlüsse" proklamiert, denen zufolge der Anschluß des Banats an Rumänien erklärt, und allen mitbewohnenden Völkern volle nationale Freiheit zugesichert wurde. Jedes dieser mitbewohnenden Völker, hieß es weiter, werde sich durch Angehörige seines eigenen Volkes unterrichten, verwalten und richten. Damit war weitgehende kulturelle und verwaltungsmäßige Autonomie in Aussicht gestellt. Daher spielten die "Karlsburger Beschlüsse" in der Geschichte der Deutschen in Rumänien um ihre nationale Selbsterhaltung in der Zeit vom Ende des Ersten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges immer wieder eine entscheidende Rolle. Am 8. Dezember 1918 wurde in der großen schwäbischen Volksversammlung in Temeswar das " Schwäbische Manifest" verkündet, demzufolge die Forderung des Serbischen Nationalrates in Neusatz als auch des rumänischen in Karlsburg, das Banat von Ungarn abzutrennen, abgelehnt wurde. In dem Manifest heißt es u. a.: ... Wir Schwaben haben das Recht und die Pflicht diesen Ereignissen gegenüber, welche von einschneidender Bedeutung für die Zukunft unseres schwäbischen Volkes sind, offen und entschieden Stellung zu nehmen umsomehr, als wir in Südungarn, fast überall die relative Mehrheit bilden. • Auf Grund unseres Selbstbestimmungsrechtes und im Vertrauen auf unsere gerechte Sache hat das große Kommitee des Schwäbischen Nationalrates im Namen des südungarischen Schwabenvolkes nach schriftlichen Anschluß von 138 schwäbischen Gemeindeorganisationen des Banats und der Bacska und in Anwesenheit der Gemeindeobmänner am 8. Dezember 1918 einhellig folgenden feierlichen Beschluß geJaßt: I. 0 b er d i e t er r i t o r i a l e Zugeh ö r i g k e i t des Banates und der Bacska haben nicht nur völkische, sondern insbesondere geschichtliche, geographische und wirtschaftliche Gesichtspunkte zu entscheiden. Aber auch wenn nur völkische Gesichtspunkte in Betracht kämen, hätten über das Schicksal dieser Gebiete nur sä m t l ich e Na t i o n e n des Banates und der Bacska auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes zu entscheiden. Diese Entscheidung könnte nur im Wege einer unparteiisch geführten geheimen Volksabstimmung getroffen werden. /l. Obiger Grundsätze zufolge kann das schwäbische Volk die Befugnis weder der Neusatzer serbischen noch der Karlsburger rumänischen Nationalversammlung anerkennen, über die staatliche Zugehörigkeit des Banates und der Bacska e ins e i t i g u n d e i g e n m ä c h t i g zu verfügen. Ill. Das schwäbische Volk fordert, daß eine freisinnige, gleichberechtigende, jedwelche Suprematie irgend eines anderen Volkes ausschließende Autonomie dem mit der B ac s k a z u v e r e in i genden Ba n a t e erteilt werde. IV. Im Rahmen der Banat-Bacskaer Autonomie fordern wir alljene autonomen Rechte, welche irgend einem anderen Volke zuerkannt werden,- insbesondere aber fordern wir: 1. die volle souveraine Autonomie im Kultus- und Unterrichtswesen, mit dem unbeschränkten Rechte, Schulen aller Art und aller Grade, kulturelle und wirtschaftliche Vereinigungen und Institutionen aller Art, bei freiem Gebrauch der deutschen Lehr- und Verkehrssprache zu errichten; 299


2. eine automome deutsche Selbstverwaltung mit selbsterwählten eigenen Organen; 3. eine autonome deutsche G e r i c h t s o r g a n i s a t i o n ; 4. eine k i r c h l ich e A u t o n o m i e auf schwäbisch-nationaler Basis; 5. eine autonom-deutsche Ackerbauverwaltung mit dem Rechte der Durchführung einer a g r a r dem o k r a t i s c h e n Besitz r e f o r m . Abschaffung sämtlicher weltlichen und kirchlichen Fideikommisse und Latifundien nebst dem Rechte ein Höchstmaß des Bodenbesitzes beizusetzen; 5. autonome, durchgreifend soziale Wohlfahrtsein r ichtun g e n, besonders für die landwirtschaftliche und industrielle Arbeiterschaft. Geltendmachung der so z i a l e n Gericht i g k e i t in allen Zweigen des politischen und wirtschaftlichen Lebens; 7. P r e s s e f r e i h e i t , f r e i e s V e r e i n s - u n d V e r s a m m l u n g s r e c h t ; 8. eine V o l k s m i l i z gleich dem Milizsystem der Schweiz; 9. eine autonome Re c h t s a t z u n g s b e f u g n i s für alljene Rechtsgebiete, welche infolge obiger prinzipiellen Grundsätze der schwäbisch-nationalen Autonomie zugewiesen sind; 10. eine autonome s c h w ä b i s c h - n a t i o n a l e V o l k s v e r t r e t u n g , erwählt auf Grund des allgemeinen, gleichen, geheimen und gemeindeweisen Wahlrechtes sämtlicher schwäbischer Männer und Frauen; . .. Der 3. November 1918, der Tag, an dem das Banater deutsche Volk zur Gründung eines Schwäbischen Nationalrates nach Temeswar einberufen wurde, ist schon deshalb von Bedeutung, weil sich die madjarisierte deutsche Intelligenz zum erstenmal vor das Volk stellte und ihm mitteilte, daß sie als Schwaben mit diesem Volke eine Einheit zu bilden gewillt sind. Den Vorsitz in dieser Versammlung hatte Dr. Kaspar Muthaus Lovrin, während Franz Blaskovic als Hauptredner auftrat. Prof. Striegl schließt die Vergangenheit ab und setzte sich für Kultur und Muttersprache ein. Adam Ruß teilte mit, daß die schwäbischen Farben grün-weiß seien. Kar I Kraushaar meinte, die Durchführung neuer Ideen gehöre in die Hände jüngerer Kräfte. Er berief sich dabei auf den biblischen Simeon: "Lasse Deinen Diener gehen, denn es sehen meine Augen den Erlöser". Muth und Blaskovics wollten diese Geste aber nicht verstehen. Dr. Gabriel las die Satzungen des Nationalrates vor, Dr. J-Wns Eschker verlangte materielle Unterstützung für den Volksrat und Hans Tengler mahnte zur Unterstützung der Kriegsinvaliden. Nach der Gründung wurde ein Aufruf an die deutschen Gemeinden gesandt und der Leitfaden zur Durchführung der Organisation beigelegt. Der Leitfaden setzt als Ziel der Organisation fest: "Einheitliche und geschlossene Organisation des Schwabenturns vom Banat und der Bacska zur Wahrung unserer Interessen bei den Friedensverhandlungen und unserer völkischen Interessen bei der Neugestaltung Ungarns ... Abschließend wurde die Bedeutung der Organisation folgendermaßen erklärt: "Die uns drohende Gefahr ist für einen jeden einzelnen Schwaben gleichmäßig groß, wie auch die Vorteile, die aus dieser Organisation ersprießen, jedem einzelnen zugutekommen." Auch in unserer Heimatgemeinde wurde damals ein erster und neuer "Nationalrat" gewählt, der dann die Stelle des Gemeinderates von Billed einnahm. In diesem "Nationalrat" war die "Amtssprache" noch ungarisch. Auch in der Stadt Temeswar wurde noch ungarisch gesprochen . So schreibt die " Deutsche Wacht" vom 11. April1919, wie der SchaffnereinerStraßenbahn, die Billeder Schwäbin, die ihn nicht versteht, anfauchte: Tanuljon magyarul!- [Lernen Sie madjarisch!]

Kornmandant der französischen Besatzungstruppen im Banat, General Farret, in Billed (1919) Die serbische Besetzung des Banats erfolgte, wie bereits erwähnt, am 19. November 1918. Unter ihrer Aufsicht geschah all das, was bisher seit dem Ende des Ersten Weltkrieges im Banat vor sich ging. Der Charakter der Ereignisse war aber von der Erscheinung fremder Truppen fast ganz unberührt und von den Verhältnissen eines absterbenden Vaterlandes getragen. DieSerben versahen die oberste Verwaltung und waren bestrebt, für Ordnung und Ruhe zu sorgen.

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Was den Deutschen im Banat in dieser Zeit an Unrecht geschah, kam von dem französischen Militärkommando, das die oberste Stelle der Besatzungsmacht bildete. Ihre Abneigung traf die deutsche Volksgruppe und alles was deutsch war. Man fand aber bald einen friedlichen Ausgleich mit den Franzosen, in der Feststellung, daß die Banater-Deutschen eben Schwaben sind und seit Jahrhunderten hier leben. Es ist also kein Wunder, wenn einige Schwaben auf den Gedanken kamen, den im Banat stationierten französischen Machthabern es glaubwürdig zu machen, daß die Banater Schwaben eigentlich keine Deutschen seien, sondern zum guten Teil französische Vorfahren hatten. Ein anderer Teil dieser hier lebenden Schwaben, deren französische Abstammung nach ihrem Familiennamen nicht nachweisbar ist, kommen aus dem Elsaß und Lothringen, sie sind jetzt wieder französische Staatsangehörige. Frankreich kann also unmöglich zusehen bzw. zulassen, daß dieses Volk hier im Banat als Beute einem Balkanvolk überlassen wird. Diese Banater Schwaben müssen eine territoriale Selbständigkeit erhalten, eine Autonomie genießen, und zwar mit Anschluß an Ungarn. In diesem Sinne argumentierten jene, die bei Ungarn bleiben wollten , es war der Gesprächsstoff und die Zielsetzung dieser Tage sowie die Triebfeder des Verhältnisses, in welchem man mit den französischen Garnisonsherren stand. Nach einer Meldung der " Temeswarer Zeitung" wurde der General Farret nach Billed gebracht, dort von Johann Pierre begrüßt und über die Verhältnisse im Banat unterrichtet. An diesen Gesprächen nahm auch der Temeswarer Rechtsanwalt Dr. Stefan Frecot, [1888-1971], teil. Frecot war dann auch im August 1919 der Leiter der Banater-Deutschen Abordnung, die dem Vorsitzenden der Pariser Friedenskonferenz, Georg Clemenceau, in Paris eine Denkschrift mit den Forderungen der Deutschen im Banat überreichte. Dr. Frecot wurde im Wahlkreis Billed noch im Jahre 1919 in das erste Parlament von Großrumänien gewählt. Bei den Neuwahlen am 5. Juni 1920 wurde Dr. Franz Kräuter [1885-1969] zum Abgeordneten im Billeder Wahlkreis gewählt. Die französischen Offiziere mit ihrem General an der Spitze wurden in Billed gebührend gefeiert. Der Saal der Festlichkeit war mit allen Früchten geschmückt, zum Beweis dafür, was alles dieser BanaterBoden erzeugt. Die Offiziere sollen erklärt haben, wie schade, daß man ein solches Gebiet verschenkt. General Farret war Kommandant der II. französischen Division und wurde am 22. März nach Lugasch versetzt. Unter den fünf Mitgliedern der Abschiedsabordnung war auch Dr. Muth, der die Abschiedsrede hielt, in der er den scheidenden General bat: " Mögen Sie der Bevölkerung unserer Stadt und unserem so unglücklichen Vaterlande Ihre Sympathie auch weiterhin nicht versagen ... " General Farret kam nach Lugosch, wo er den Zeitungen die Benützung des Wortes " deutsch" verbot. Man mußte "Schwabe" und " Schwäbisch" schreiben.

Der Friedensvertrag von Trianon 1920 Der mit der Grenzziehung zwischen Südslawien und Rumänien betraute Ausschuß tagte erstmals am 8. Februar 1919 in Paris. Die Interessen Rumäniens wurden dabei von Jon I. C. Bratianu vertreten, der die restlose Durchführung des Vertrages von 1916 forderte, als Rumänien in den Krieg eintrat, was ihm allerdings nicht gelang. Am 28. Februar 1919 beschloß der Ausschuß eine für Rumänien sehr günstige Teilung des Banats, die jedoch von den Serben abgelehnt wurde. In der Sitzung des Fachausschusses vom 13. März 1919 wurde ein französischer Kompromißvorschlag angenommen, der vom Obersten Rat am 21. Juni 1919 gutgeheißen wurde. Dieser Vorschlag bildete die Grundlage des Vertrages von Sevres vom 10. August 1920. Rumänische Truppen begannen sofort mit der Besetzung der Rumänien zugesprochenen Teile des Banats. Am 17. Mai marschierten sie in Lugasch ein und am 3. August in Temeswar, nachdem die Serben die Hauptstadt des Banats und die umliegenden Dörfer geräumt hatten. Bei ihrem Rückzug nahmen die Serben das gesamte Mobiliar der öffentlichen Ämter sowie Pferde, Kühe, Wagen und landwirtschaftliche Geräte nach Serbien mit. 301


Die gemäßigte Richtung des Banater Deutschtums unter der Führung von Dr. Kaspar Muth blieb politisch passiv. Dafür hielt die radikale Richtung- die " Deutsch-Schwäbische Volkspartei''- den Zeitpunkt für gekommen, offene Partei zu ergreifen. Am 10. August 1919 verkündete sie im Rahmen einer Volksversammlung in Temeswar offiziell den Anschluß des Banats an Rumänien und überbrachte am 14. August diesen Beschluß durch eine besondere Abordnung dem leitenden Regierungsrat in Hermannstadt Gleichzeitig wurde eine Abordnung unter der Leitung von Dr. Frecot nach Paris entsandt, die eine in diesem Sinne gehaltene Denkschrift dem Obersten Rat überreichte. Durch den am 4. Juni 1920 unterzeichneten Friedensvertrag von Trianon wurde das Banat auch rechtlich endgültig von Ungarn getrennt. Dagegen wurden die Grenzen zwischen Südslawien und Rumänien erst im Vertrag von Sevres vom 10. August 1920 festgelegt. Ihren Abschluß fand die territoriale Neuordnung des Banats in der Konvention von Belgrad vom 24. November 1923, durch die einige Gemeinden zwischen Rumänien und Jugoslawien ausgetauscht wurden . [Hatzfeld kam zu Rumänien, Modosch und Pardan zu Jugoslawien .] Die Ratifizierung des Vertrages erfolgte am 18. Dezember 1923 in der rumänischen Abgeordnetenkammer. Am 17. Dezember 1920 fand auf dem Domplatz in Temeswar eine Volksversammlung der Banater-Deutschen statt, auf der gegen die Aufteilung des Banats und der deutschen Volksgruppe heftigst protestiert wurde. Als erster Redner sprach Dr. Kausch, der u. a. betonte: " .. . Nur ein Rachegeist konnte das natürlich zusammenhängende Banat zerstückeln, das Kind der Mutterbrust entreißen, unsere Kinder in zwei Länder verteilen, damit sie in zwei Staatsideen erzogen, sich entfremdet werden." Wie recht Dr. Kausch mit diesen Ausführungen hatte, wissen wir alle, die während des Zweiten Weltkriegs mit Deutschen aus Jugoslawien zusammenkamen. Kausch führte weiter aus : " ... Uns trennt von unseren Brüdern eine unmögliche lächerliche Linie. Wir stehen einige Schritte von unseren Feldern. In dem nächsten Dorfe lacht uns der weißgetünchte Giebel unseres Vaterhauses entgegen, doch können wir nicht zu dem Krankenbett des Vaters und können nicht an Freude und Leid unserer Brüder teilnehmen ... " Senator Möller schilderte die wirtschaftliche Zusammensetzung, die geographische Lage, die strategische Grenze des Banats und rief den Versammelten zu : .. . Die Banaler-Schwaben Großrumäniens erklären den heutigen Zustand des entzweigerissenen Banates als unhaltbar und wünschen den Anschluß der abgetrennten Gebiete Temesch- Torontals. [In seinem, in den dreißiger Jahren erschienenen Roman "Grenzen wandern" schildert Möller wahrheitsgetreu und hautnah die Zweiteilung unserer Heimat.] Aber auch unsere nach Amerika ausgewanderten Landsleute nahmen zur Aufteilung des Banats Stellung. So veröffentlichte die "Schwäbische Volkspresse" am 25 . Februar 1921 einen Brief unseres Billeder Landsmannes Jakob Krier aus Glastone, North-Dakota, in dem es u. a. heißt: . . . " Wir Banaler-Schwaben hier in Amerika bedauern es sehr, daß das Banat so rücksichtslos, zum Schaden und gegen den Willen der Bewohner, zwischen Rumänien und Jugoslawien verteilt wurde. Wir glauben nicht, daß das Volk im Banat sich damit zufriedengeben wird, sondern daß diese Vergewaltigung stets eine offene Wunde bleiben muß. Das Banat [hier folgte eine Zensur] wäre es dennoch besser gewesen, wenn man das ganze Banat an Rumänien angeschlossen hätte." "Die Hände, die den Kampf um die Einheit des Banates führten, ermatteten allmählich, die Herzen, die um die Vereinigung von Bruder zu Bruder bluteten, gewöhnten sich langsam an den Schmerz. Die unerhörten Grenzschikanen und Bewegungsverbote erstickten die Sehnsucht. Der ringende Wille wurde müde und mürbe. Aber das ist nicht das Ärgste. Was ungünstige Verhältnisse uns nahmen, können wir durch günstige Umstände zurückgewinnen. Das Ärgste ist, daß das Gefühl, die Sehnsucht, der Schmerz und Wille nur mehr in der absterbenden Generation lebt und schlummert. Das heranwachsende Geschlecht hat gar kein Gefühl mehr für diesen Verlust. Und das ist das Furchtbarste! Der Rachegeist hat seine dunkle Absicht erreicht. " Diese Worte schrieb Dr. Michael Kausch im Jahre 1939, also knapp vor dem Zweiten Weltkrieg. Nur sechs Jahre später, am Ende dieses Krieges, wurden die Deutschen aus Jugoslawien restlos vertrieben . Die 302


Deutschen im rumänischen Banat sitzen heute auf den gepackten Koffern und warten auf die Ausreise aus ihrer Heimat, die ihnen zur Fremde wurde. Orendi-Hommenau schrieb in seinem Gedicht " Das ganze Banat" seine Enttäuschung der zwanziger Jahre folgendermaßen nieder :

Das ganze Banat Es gellt durch das Land wie ein einziger Schrei: " Sie reißen die Scholle noch immer entzwei!" Es steigt uns ins Antlitz die brennende Scham, Wir brauchen nicht Hat zfe ld , wir brauchen ni c ht Z sam . Es klingt der Ruf und es folgt die Tat: Wir brau c h e n da s ganze, das h e il ' ge Banat! Das schwäbische Volk auch, das jetzt noch geteilt, Die Grenzen durchbricht und zum Vaterhaus eilt, Hernieder die Schranke, die trennende, fällt, Gemeinsam das Blut und gemeinsam die Welt, Nicht länger entbehrt uns der Boden so traut, D en wir e inst gedüngt und d e n wir e inst gebaut. So reicht euch alle zum Bunde die Hand Und stößt in das Hifthorn zu lodernden Brand, Mit zornigem Mut und begeisterndem Wort Sei's jubelnd getragen von Stadt und zu Ort: Wir halten zusammen, wir trotzen der Not, Wir schützen die Heimat auf L eben und Tod. Es würde zu weit führen , wollte man hier die deutschen Dörfer unserer Heimat aufzählen, die durch die Grenzziehung sowohl in Rumänien als auch in Serbien zu Grenzorten wurden . Von den 35 Heidegemeinden wurden 27 an Rumänien und 8 an Südslawien angeschlossen. Aufbeiden Seiten der Grenze ist die gleiche deutsche Bevölkerung, das gleiche Landschaftsbild und die selbe Wirtschaftsentwicklung. Während früher die Entfernung von Billed zur Landeshauptstadt Budapest 250 Kilometer betrug, ist heute die Strecke Billed - Bukarest 650 Kilometer. Durch den Friedensvertrag von Trianon wurde das 28.628 km 2 große Banat dreigeteilt, Rumänien erhielt 19.150 km 2 , Südslawien 9220 km 2 , während der Rest von 258 km 2 um Szegedin bei Ungarn verblieb. In Billed zogen die rumänischen Truppen, von Temeswar kommend, in den ersten Augusttagen ein. In der Kaserne [Nr. 233] bezog eine Gruppe von 25 Mann mit einem Leutnant Quartier.

Pressestimmen zu den Ereignissen im Banat Wie es in der Stunde Null in den Herzen und Köpfen unserer Väter und Großväter, nicht nur in Billed, sondern im ganzen Banat, ausgesehen hat, wollen wir an Hand von Zeitungsberichten aus diesen entscheidungsschweren Tagen feststellen . So schrieb die " Deutsche Wacht", eine in Temeswar erschienene Zeitung, am 22. August 1919:

" Unser gegenwärtiges Geschlecht bekam eine fast übermenschliche Aufgabe vom Schicksal zu lösen. Liebe schwäbische Brüder! Beißetauf die.Zähne und saget mannhaft: Mir blutet das Herz, wenn ich alle Erinnerungen meiner Jugend, die ja nimmer wiederkehren, über Bord werfen muß, doch die Zukunft unseres Volkes und die Zukunft unserer Nachkommen verlangen ein entschiedenes, energisches E ingreifen in das Rad des Schicksals. Schlägt die Mannessaiten eures Herzens

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an und werfet einen mannhaften Blick in die Zukunft und ruft alle eurem Volke zu: Nicht verzweifeln, wenn auch vieles in sich zusammenbricht, so werden wir doch nicht untergehen! Es mag ja schön sein, wenn jemand sich ganz den Erinnerungen hingibt und es ihm als eine Unmöglichkeit dünkt, von Ungarn losgerissen zu werden, doch hat er nicht das Recht, seine eigenen Gefühlsduseleien auf andere zu übertragen. Weg mit den hirngespinstigen Gerüchten von einem Einmarsch der ungarischen Armee, weg mit den Nachrichten über Kämpfe im Banat, weg mit ähnlichen Gespenstern, die das Herz nur noch mehr schwächen" (D. W. 22. August 1919). Der Dichter und Schriftsteller, Orendi-Hommenau tröstete die deutschen Menschen im Banat damit, daß "unsere Heimat die alte bleibe" und schrieb am 30. August 1919 in der " Deutschen Wacht":

"Es ist allesamalten Flecke geblieben und es hat sich gar nichts geändert. Unsere Heimat, das Banat, ist dasselbe geblieben, wie vor 150 Jahren. Der Boden ist der gleiche, derselbe blaue Himmel wölbt sich zu unseren Häuptern, wir bauen dasselbe Getreide und bestellen dieselben Felder. Blumen und Bäume erquicken unser Herz, die hier auch vorher schon geblüht und geduftet haben ... Und wir? Wir jammern noch immer nach der entschwundenen "Herrlichkeit" der Paprikaschwahlen und ungarischen Schulinspektoren, die unsere Kinder zu Papageien gedrillt wissen wollten. Wo bleibt da der gesunde Menschenverstand? (D. W. 30. August 1919). Unser Dichter Kar! von Möller mahnte noch am 15 . Juli 1919 in der " Deutschen Wa cht" u. a.: "0 rganisiert euch! Tut es, ehe es zu spät ist! Verkennt nicht die Lage! Laßt euch nicht zu unseliger nationaler Trägheit bereden! Schüttet den Bann von euch ab! Stellt euer deutsches Gefühl allen sonstigen Interessen voraus!" Die Aufteilung der drei Volksgruppen, in dem an Rumänien angeschlossenen zerstückelten Banat, zeigen uns einige statistische Aufzeichnungen. Laut der" Temeswarer Zeitung" zeigte die Volkszählung des rumänischen Teils des Banats vom Jahre 1920 folgendes Bild. Leider fehlen die Angaben des Rekascher Bezirkes und der Stadt Temeswar. Daher dienen diese Angaben nur zur Orientierung und zum Vergleich mit den Volkszählungen nach 1945 . Billed gehörte damals zum Perjamoscher Bezirk , der mit 29.091 die meisten Deutschen aufwies.

Rumänien 8.708 15.105 16.205 19.144 10.054 21.207 12.467 9.523 11 .612 14.275 138.300

Bezirk Neuarad Zentralbezirk Tschakova Lipova Vinga Busiasch Detta Modosch Perjamosch Großsanktnikolaus

Madjaren 2.252 6.270 2.238 1.513 3.885 4.851 5.039 7.005 1.704 3.914 38.671

Deutsche 19.259 23.845 8.859 10.268 11.264 5.759 11.846 12.814 29.091 21.365 154.370

Wenn wir die Angaben der Volkszählung vom Jahre 191 0 bezüglich des Rekascher Bezirks dazuzählen, ergeben sich noch folgende Zahlen: Bezirk Rekasch Zusammen Temeschburg Zusammen 304

Rumänien 138.300 19.748 158.048 7.566 165.614

Madjaren 38.671 5.462 44.133 28.552 72.685

Deutsche 154.370 5.576 159.946 31.644 191 .590


Nach einer Aufstellung der "Temeswarer Zeitung" vom 11. Jänner 1920 verblieben in dem an Serbien angeschlossenen Teil des Banats 136.000 Deutsche. Bei den am 2. November 1919 durchgeführten Wahlen gehörten dem Billeder Wahlkreis die folgenden Gemeinden an : Wahlsektionen: Billed I. und II. , Großjetscha, Kleinjetscha, Lenauheim, Grabatz, Kleinbetschkerek, Neubeschenowa [Schönau], Sanktandres, Temeschkowatsch, Tschernegyhasz, Jahrmarkt, Ujszentes. Im Billeder Wahlkreis war auch Ostern aufgenommen, nur war dieser Ort zu diesem Zeitpunkt noch von Serben besetzt und sollte an Serbien fallen. Das Wahlergebnis lautete: Deutsche: 26.282, Rumänen: 2662, Ungarn: 844, Gemischte 1298. Im Billeder Wahlkreis wurde Dr. Stefan Frecot [Rechtsanwalt in Temeswar] gewählt. Der amtliche Geldumtausch der ungarischen Kronen gegen rumänische Le·i erfolgte bereits am Anfang des Jahres 1919. Das damalige Großrumänien umfaßte das frühere Königreich Rumänien, das sogenannte " Altreich", bestehend aus der Moldau, der Walachei und Dobrudscha, und aus den nach dem ersten Weltkrieg an Rumänien angeschlossenen Gebieten. Diese Gebiete sind von den folgenden Staaten abgetrennt worden: Banat, Sathmar und Siebenbürgen von Ungarn, die Bukowina [Buchenland] von Österreich und Bessarabien von Rußland. Die folgende Aufstellung gibt uns eine zahlenmäßige Übersicht über den Stand der Deutschen in Großrumänien nach dem Ersten Weltkrieg:

Gebiet Altreich [Wlachei, Moldau, Dobrudscha] Banat mit Arader Komitat Komitat Bihar, Silagy, Sathmar, Marmorasch Siebenbürgen Bukowina Bessarabien

Deutsche 29.400 268.229 47.131 224.067 68.075 79.000

Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung 0,4 % 20,5 % 4,0 % 8,5 % 8,4 % 3,0 %

Zusammen lebten in Großrumänien 715 .902 Deutsche, die 4,6 % der Gesamtbevölkerung ausmachten.

König Ferdinand I. in Billed Am 13. November 1923 hatte unsere Heimatgemeinde Billed wahrscheindlich den ersten, aber auch den letzten Besuch eines Königs zu verzeichnen. Seine Majestät Ferdinand I. von Rumänien kam an diesem Tag um Punkt 12 Uhr mit seinem Wagen vor dem mit Fahnen und Blumen geschmückten Gemeindehaus an. Eine große Menschenmenge bildete von der Ortseinfahrt bis zur Ortsausfahrt, entlang der Hauptgasse, ein Spalier. Die Kinder schwenkten Fähncht;n mit den Staatsfarben: rot-gelb-blau. Vor dem Gemeindehaus wurde der hohe Gast von Bürgermeister [Richter] Johann Mann und vom Domherrn Josef Unterreiner begrüßt. Nach alter Überli'eferung und altem Brauch wurde dem König Brot und Salz angeboten. An einer gedeckten Tafel, im Sitzungssaal des Gemeindehauses, wurde bei einem guten Glas " Billeder Spätlese" auch der ausgezeichnete " Billeder Tabak" gekostet. In einer Tischrede, die der König in deutscher Sprache hielt, lobte er beide heimischen Produkte und dankte für den schönen Empfang und die Gastfreundschaft. Im Programm des Königsbesuches in Billed war auch die Besichtigung eines Bauernhofes vorgesehen. Aus diesem Grunde ließ der Bürgermeister mit seinen Gemeinderäten einen bereits ausgezeichneten und mustergültig geführten Bauernhof, der mit den modernsten landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten ausgestattet war, auf "Hochglanz" bringen. 305


Als es soweit war und man zur Besichtigung des Bauernhofes schreiten wollte, war dieser dem König zu weit entfernt. Er schlug daher vor, den erstbesten gleich neben dem Gemeindehaus zu besichtigen. Selbstverständlich war in diesem Hause nichts auf einen so hohen Besuch vorbereitet. Man mußte vor allem den Haushern und seine Frau in dieser großen Menschenmenge suchen und ihnen die "ausgefallenen" Wünsche seiner Majestät beibringen. Als aber der König zehn Minuten später mit seinem Gefolge in den Hof trat, standen der Bauer und die Bäuerin mit ihren Kindern im Hof und begrüßten den Hohen Gast nach Billeder Art. Die Kinder hatten alle Blumen in den Händen, die sie den Gästen überreichten. Zu ihrem kleinsten aber sagte die Bäuerin und zeigte auf den König: "Geh dort zu dem B a t s c h i [aus dem Ungarischen = Onkel] un sascht herzlich willkommen in Billed." Ob der König seinen neuen " Titel " verstanden und mitbekommen hat, ist nicht geklärt. In Billed selbst spricht man heute noch über diese "königliche Begrüßung". Nach der Besichtigung des Bauernhofes setzte der König, gemeinsam mit dem ihn begleitenten Ministerpräsidenten, J ohann Bratianu, seine Fahrt in Richtung Alexanderhausen und Lovrin fort. Abschließend sei auch noch erwähnt, daß der heute 92jährige, in Königsbach , BRD, lebende Landsmann Jakob Zimmer, als Ordner bei diesem k ö n i g I ich e n Besuch in Billed eingesetzt war.

Das Deutsche Erwachen in Großrumänien

1920-1945 Die folgenden 25 Jahre sind die Sternstunden in der Geschichte des Banater Deutschtums. In diesen Jahren fand unsere Volksgruppe die deutsche Mutter wieder und bekannte sich bedingungslos zu ihr. Der deutsche Mensch hat aber auch zu sich selbst gefunden und ging mit zäher, energischer Konsequenz an die Aufbauarbeit heran. Als ob er geahnt hätte, daß ihm dafür bloß ein viertel Jahrhundert beschieden sein wird. Auf der Volksversammlung vom 13. März 1921 haben 15.000 Deutsche, aus allen Gauen und Dörfern, im Fabrikshof von Temeswar, im li. Bezirk, unter jubelnder Begeisterung die Gründung der "Deutsch-Schwäbischen Volksgemeinschaft" als Volksorganisation der Banater-Deutschen ausgesprochen . Sie um faßte alle Deutschen ohne Rücksicht auf Konfession und Berufsstand. Ihr gehörte auch die Gruppe der Arbeitnehmer an, soweit sie sich mit dem deutschen Volke verbunden fühlte. Dr. Kaspar Muth wurde mit einhelliger Zustimmung, auch mit der seiner früheren Gegner, zum 1. Obmann der Volksgemeinschaft gewählt. Die anderen Siedlungsgebiete Rumäniens waren miteinander durch die gemeinsame " Deutsche Parlamentspartei" und den " Verband der Deutschen in Großrumänien" verbunden. In zäher, zielbewußter Arbeit sind in den folgenden Jahren Kulturinstitutionen und Organisationen entstanden, die schon vorhandenen in den Dienst der Volksgruppenarbeit gestellt worden. Die kulturelle Breitenarbeit dehnte sich zusehends aus und vertiefte sich. Die 200-Jahr-Feier der Besiedlung des Banats mit deutschen Kolonisten, im August 1923 , war eine machtvolle Demonstration des deutschen Selbstbehauptungswillen. Auf dem Domplatz in Temeswar waren 45.000 deutsche Menschen zur Feldmesse und Festkundgebung versammelt. Die Zeit des friedlichen Gedeihens des Volksgruppenlebens sollte nicht von Dauer sein. Der "Volksrat" , die völkische Vertretung des Banater-Deutschtums, bestand seit den letzten Volksratswahlen vom 17. April 1933 aus drei politischen Richtungen: 1. Die " Alte Volksgemeinschaft" später " Einheitsbewegung und schließlich " Einheitspartei." 306


2. Die " Jungschwäbische Volkspartei". Ein Zusammenschluß der Jungschwäbischen Bewegung" mit der "Deutschen Gemeinschaft" und der "Freien Wählerschaft". 3. Die "Nationalsozialistische Selbsthilfebewegung der Deutschen" in Rumänien. Nach Verhandlungen zwischen Franz Adam Minich und Hans Beller schlossen sich am 10. Februar 1935 die beiden letzten Gruppen zusammen . In Anlehnung an die ehemalige "Deutsche Volkspartei der ungarländischen Krone " einigten sich beide auf den Namen " Deutsche Volkspartei Rumäniens" [DVR]. Rumänisch: "Partidul poporal germandin Rom ania". Dem Präsidium dieser Partei gehörte der Billeder Rechtsanwalt Dr. Franz Adam Minich und dem Hauptausschuß der Billeder Schmiedemeister Anton Sehi an. Präsident war der pensionierte Eisenbahninspektor Peter Kreiling. "Die meisten Ortsgruppenleiter waren Bauern, mit einem guten Ansehen und einer sauberen Lebensführung. Darauf legten wir Wert, schreibt HansEwald Frauenhoffer. 1 Nachdem die ersten organisatorischen Arbeiten abgeschlossen waren, beschlossen das Präsidium der D VR zu Ostern einen Parteitag in Billed abzuhalten. Billed wurde gewählt, weil hier 1907 die Gründungsversammlung der früheren " Deutschen Volkspartei der ungarländischen Krone" stattfand . . . Wir hatten die Absicht, den Parteitag zu einer völkischen Demonstration werden zu lassen und so viele Volksgenossen als nur möglich beizub ringen ... Zu dem am O stermontag 1935 in Billed durchgeführten Parteitag der DVR kamen rund 7000 Personen. Es war der erste Parteitag der Erneuerungsbewegung in Rumänien. Ihm folgte ein jahrelanger Machtkampf um die Führung und um die Form und den Inhalt der Volksorganisationen. Über den Gautag im Jahre 1937 schreibtH. E. Frauenhoffer u. a.: ... Der Gautag war fürden 21. und 22. August geplant ... wir hatten in Billed eine gut funktionierende Ortsgruppe, auf die Verlaß war .. . Der Festplatz, der auf der Gemeindewiese [bei der Straße nach Kleinjetschal vorgesehen war, war gesichert, weil wir die Mehrheit im dortigen Gemeinderat hatten. Spruchbänder zur Abgrenzung des Festplatzes, wurden in Temeschburg angefertigt. Die Ortsgruppe hatte demnach noch Quartier für Volksgenossen zu besorgen, die schon zum Kameradschaftsabend am 21. August kamen. Das Eintopf-Mittagessen, die Sitzreihen auf dem Festplatz, das Rednerpodium, das Podest für den Jugendappell und ähnliche technische Vorbereitung blieben der Ortsgruppe überlassen. Der 21. August war Anreisetag und brachte Kolonnen von Wagen in Richtung Billed auf den Weg. Ein eingerichtetes Organisations- und Quartieramt hatte alle Hände voll zu tun und die Ortsgruppe Billed mußte sämtliche Mitglieder zunächst für die Quartiereinweisung einsetzen. Man sollte dabei bedenken, daß ein Großteil der Gauteilnehmer mit Pferdewagen anfuhren und daß Pferde und deren Versorgung mit Futter und Obernachtungsmöglichkeiten ein genauso großes Problem war wie die Unterbringung der Leute, die mit Sonderwagen und Sonderzügen aus allen Teilen Rumäniens anfuhren. Von den anderen Siedlungsgebieten war die Abordnung aus Siebenbürgen die stärkste. Wir hatten auch stolz vermerkt, daß es der erste Gautag war, auf dem die Siedlungsgebiete durch Abordnungen vertreten waren. Die meisten Ortsgruppen kamen mit Musikkapellen an und marschierten vom Dorfrand bis zur Tagungskanzlei [im Leseverein Nr. 424, Erzeuger-Genossenschaft] mit Musik in die Quartiere. Es war nahezu kein Haus, das nicht teilhatte an diesem Festtag unserer Bewegung. Das ganze Dorfwar schon am Samstagabend ein einziges Lager. Am Samstagabend veranstaltete die Jugend eine Abendfeier, an der 600 Jugendliche teilnahm en. Auf der Bühne stand im Schein der Fackeln die Jugend mit Trommeln und Fanfaren ... nach einem gemeinsamen Eröffnungslied brachten die jungen Banaler-Kameraden eine Kantate von Jakob Hirsch [Klein Schemlak] zur Aufführung. In einfache Worte hatte Kamerad Hirsch Wollen und Wirken der Banaler-Jugend, als Glied der gesamten deutschen Jugend unseres Vaterlandes, geJaßt und damit in schlichter Weise, sowie es Bauernart ist, als Rufer der Jugend in seinem Werk den neuen Glauben kundgetan: den Glauben an unser Volk. 1

Frauenhoffer Hans Ewald: Erinnerungen und Erlebnisse ei nes " Volksparteilers" aus der Zeit des Kampfes um die nationale Erneuerung des Banaler Deutschtum s. Gerlinden, Sommer 1975. Im Eigenverlag erschienen . Seite 17 ff, 74 ff, 246 ff.

307


Parteitag der Deutschen Volkspartei Rumäniens in Billed 1937

Der nächste Tag begann mit einer Morgenfeier, auf der Pfarrer Wilhelm Staedel sprach. Er stellte die Morgenandacht unter das Motto" Glocken der Heimat" und sagte weiter: Heimat, was ist das? Heimat ist Vätererde und Vätererbe, Heimat ist das Haus, in dem eine deutsche Mutter uns gebar. Hof und Garten, die die ersten Schritte und unsere ersten Spiele gesehen. Heimat, das sind Vater und Mutter, unsere Geschwister und die Genossen unserer Jugend. Heimat, das sind die ersten fernen Ahnen, die lange schon in ihren dunklen Kammern liegen ... Von den in Billed versammelten 8000 Teilnehmern hat wohl keiner geahnt, daß dies der letzte Gautag der DVR sein wird. Denn bereits im November 1938 kam es zu einem sogenannten "innervölkischen Friedensschluß". Die offizielle Verlautbarung, die in allen deutschen Zeitungen, Fachblättern und Zeitschriften erschienen ist, hatte folgenden Wortlaut: Di e Einheit der deutschen Volksgemeinschaft in Rumänien hergestellt. Einigung zwischen Fabritius und Bonfert . Die Volksgemeinschaft der Deutschen in Rumänien gibt bekannt: Unser König hat alle Kräfte des Landes zum Aufbau aufgerufen und Er wird nach Beseitigung des hemmenden Parteihaders Rumänien in eine glückliche Zukunft führen. Wir Volksdeutschen dürfen uns bei dieser Gestaltung des Erneuerungswerkes nicht abseits stellen. Es ist daher unsere heilige Pflicht, zum Besten unseres Vaterlandes und unserer Volksgenossen bei der Neugestaltung Rumäniens tatkräftig mitzuwirken. Das können wir nur, wenn auch wir geschlossen und einträchtig hinter dem König und seiner Regierung stehen und in unseren Reihen rückhaltlos und endgültig mit dem Bruderzwist aufräumen. In klarer Erkenntnis dieser Sachlage und ihrer großen Verantwortung haben sich Fritz Fabritius und Alfred Bonfert die Hand zu fortan gemeinsamer Arbeit gereicht. Alle Mißverständnisse der Vergangenheit sind vergessen und vergeben. Alle persönlichen Hemmungen haben hinter dem 308


Wohl der Gesamtheit zurückzustehen. Unser Wirken und Schaffen gehört der Zukunft unseres Volkes und alle, die sich mit ihrer Kraft und ihrem Denken zu diesen Idealen bekennen, werden bei der Erfüllung unserer Aufgaben helfen. ' Fritz Fabritius und Alfred Bonfert erwarten von allen ihren Anhängern, daß sie die Größe der Stunde verstehen und ihrerseits, jeder an seiner Stelle, dem nächsten Landsmann die Hand zur Mitarbeit an dem großen Aufbauwerk reichen. Die Volksgemeinschaft der Deutschen in Rumänien ist hinfort die Stelle, die unter Führung von Landesobmann Fritz Fabritius mit Hilfe des Landesstellenleiters Alfred Bonfert alle verantwortungsbewußten und aufbauwilligen Volksdeutschen vereinigt. 2 Bekanntgegeben am 12. November 1938. Durch die Tatsache, daß nach dem November 1938 die Volksgruppenführung in Rumänien nicht mehr aus demokratischen Wahlen hervorging, sondern in Berlin ernannt wurde, ist aus den Kampfjahren die Erneuerungsbewegung als Siegerio hervorgegangen. Über den Banater Gauobmann entschied zum Beispiel die Volksgruppenführung in Hermannstadt oder in Kronstadt. Ebenso wurde die Eigenständigkeit der verschiedensten Volksorganisationen der Siedlungsgruppen aufgehoben. 3 Ohne die Einwilligung der Volksdeutschen Mittelstelle in Berlin konnte im Volksgruppenbereich in Rumänien nichts mehr entschieden werden.

Die Schule in Billed von 1919-1945 Nach dem Ersten Weltkrieg, als unsere Heimat an Rumänien angeschlossen war, begann im Schuljahr 1919/20 der Unterricht in deutscher Sprache. Die rumänische Sprache- die Staatssprache- wurde in den Unte.rricht eingeführt. Am Ende des zweiten Schuljahres erhoben sich lobende Stimmen. So bringt die "Schwäbische Volkspresse " vom 18. Juni 1921 den Bericht des Billeder Schulstuhls, den ich hier auszugsweise zitiere: "Es waren dies seit vielen Jahren die zweiten Schlußprüfungen in unserer deutschen Muttersprache . . . Da schimmerte so manches alte Augenpaar tränenfeucht in seligen Erinnerungen unserer längstvergangenen Schulzeit, wo auch wir in derselben teueren Muttersprache unsere ersten Kenntnisse den lauschenden Eltern mit Begeisterung vortrugen." Am 6. Juli 1921 wirbt dieselbe "Schwäbische Volkspresse" für den Deutschunterricht wie folgt : "Bekennt euch zur deutschen Schule, erklärt es ausdrücklich, daß ihr eure Kinder in deutscher Sp r..ache unterrichten ·lassen wollet. Außer den Elementarschulen haben wir Bürgerschulen für Knaben und Mädchen, in Timisoara ein Realgymnasium, ferner eine höhere Handelsschule. Für alle Fälle findet ihr deutsche Schulen, laßt eure Söhne und Töchter unbedingt in eine solche einschreiben. " Von 1921122 bis zum Jahre 1944 wurden die Schuldokumente in rumänischer und deutscher Sprache geführt. Durch einen Ministerialbeschluß im Jahre 1927 wurde die bis 1870 konfessionelle, nach dem 17. Februar als Gemeindeschule geführte Anstalt, zur Staatsschule. Im Jahre 1926/27 erfolgte der Übergang vom sechsklassigen zum siebenklassigen Schulsystem. Dieses Schuljahr hatte die ersten Absolventen der Siebenklassenschule. Als Folge des Geburtenrückganges nach dem Ersten Weltkrieg werden die Knaben- und Mädchenklassen durch gemischte Klassen ersetzt. 2 3

Ebenda, Seite 417, 418. Valentin Anton: Die Banaler-Schwaben. München 1959. Seite 78 ff. Vgl. Dokumentation der Vertreibung der De utsche n aus Ost-Mitteleuropa. Band III. Das Schicksal de r Deutsche n in Rum änien . Berlin SW 68, 1957. Herausgegeben vom Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte. Seite 27 E -40 E.

309


Nach dem Ersten Weltkrieg kommen auch einige rumänische Familien, vor allem Staatsangestellte, Rechtsanwälte, Notare usw. nach Billed. So entsteht im Jahre 1935 neben der deutschen Schule eine ru~änische Abteilung, die von einer rumänischen Lehrkraft geleitet wird. Ab dem Jahr 1938 bis 1944 hatte die rumänische AbteiJung zwei Lehrstellen. Am Ende des Schuljahres, am 29. Juni [Peter und Paul], fand eine öffentliche Prüfung in Anwesenheit der Lehrer, des Pfarrers, des Ortsrichters und einiger Eltern statt. Manche Eltern- nicht nur die der ärmeren Schicht- schalteten notgedrungen im Frühjahr und Sommer ihre Kinder bereits mit 12-14 Jahren in den harten Arbeitsprozeß ein, "um Brot mitzuverdienen", anstatt sie zur Schule zu schicken. Im Schulsystem lag der Schwerpunkt der Ausbildung auf dem Auswendiglernen und dem absoluten Gehorsam . Der Lehrstoff: Lesen, Schreiben, Sprachlehre, Rechnen, Geschichte, Geographie, Naturlehre, Gesundheitslehre, Verfassungslehre, Singen, Turnen, Zeichnen, Handarbeit und Religion als praktische Morallehre im Sinne des Katechismus und biblische Geschichte. Da die Schulbücher für den Familienvater fast unerschwinglich hohe Geldsummen erforderten, gingen diese oft durch die Hände von Generationen. Der Donnerstagnachmittag war immer schulfrei. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der deutschen Volksgruppe in Rumänien das Recht zuerkannt, ein eigenes, neues Schulwesen aufzubauen, das der Volksgruppenführung unterstand. In dieser Zeit war sowohl an den Volksschulen als auch an den deutschen Mittelschulen die Unterrichtssprache deutsch .

Schüler des Geburtsjahrganges 1900. Lehrer Johann Rieder. 310


Sch端ler des Geburtsjahrganges 1912. Lehrer Emmerich Spiritza.

Sch端ler des Geburtsjahrganges 1919. Lehrerin Romana Buding. 311


Schüler des Geburtsjahrganges 1922. Lehrerin Helene Moor.

Schüler des Geburgsjahrganges 1927. Lehrer Franz Höckl. 312


Kindergarten des Geburtsjahrganges 1922. Kinderg채rtnerin Barbara Rieder.

Kinder des Geburtsjahrganges 1919. Kinderg채rtnerin Barbara Rieder.

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Die Kirche in Billed 1918-1945 Jakob Slavik Unsere Kirche wurde nach der Erhöhung des Turmes und dem Anbau der Seitenschiffe im Jahre 1835 schon mehrmals renoviert und instandgesetzt. Eine große Renovierungsarbeit erfolgte im Jahre 1927 unter dem Dechant Josef Unterreiner. Die Kirche wurde innen und außen vollkommen überholt und ausgemalt. DerTurm und das Dach, die durch Witterungseinflüsse sehr gelitten hatten, wurden ebenfalls ausgebessert und instandgesetzt. Nach einem Gemeinderatsbeschluß wurde der Billeder Maurermeister Johann Plenert beauftragt, für die Renovierungsarbeiten an der Kirche einen Kostenvoranschlag auszuarbeiten und diesen dem Gemeinderat vorzulegen. Nachdem der Gemeinderat das am 9. 12. 1926 vom Maurermeister Plenert erstellte Offert überprüft und für gut befunden hatte, erhielt dieser den Auftrag und die Oberaufsicht bei diesem Unternehmen.

Billed, 9. 12. 1926

Kostenvoranschlag: Über die Renovierungsarbeiten der röm.-kath. Kirche in Billed. I Reinigung der Verputzung innen und außen mit Drahtbürste, Ausbesserung von Rissen und sonstige n Schäden. Zusam.123,50m 2 a Lei 20,- Lei 2.470,. . . . • . • . . . . . . . • . . . • . . . • . . 2 Anstreichen des Sockels in der gegenwärtigen Farb~ mit Mate rial. 123,50 m 2 a Lei 30,Lei 3. 705,lnnenmalerei, zweima l streichen der Wände mit Kalkmilch in gewählter Farbe kompl. . • • • • • • • • • • • Zusam.1300m 2 • • • • • • • • • • . • • • • • . a Lei 60,Lei 78.000.3 Turmverblechung mit galvanisiertem Blech. 2 Zusam. 146m . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . .. .. . . . . .. .. . . .. .. . .. . . . . . . . a 150,Lei 21.900,4 Reparatur und Verputzen mit Baugerüst innen. Zusam.1100m 2 .. • . . . . . . • . . . . . . . . • . . . • . . . . . . . . . . . . • . . • . . . • ••. • .. • •• • . • . . . . . . a Lei 30,Lei 33.000,5 Anstreichen mit Ölfarbe und emailieren • . . • .••• . •. • •••••••••• • • • •••• • • •••• ••• • a Lei 150,inkl. Material. 154m 2 . • • • Lei 23.100,6 Anstreichen von 7 Türen inkl. Mat. . . . . . . .......... a 600,Lei 4.200,........... ................... . 7 Anstreichen von Fenstern Pauschale Lei 5.600,8 Demontierung des Daches und alle Vorbereitungen für ein neues Dach . 2 Zusam. 608m • . . . . • . • . • • . • . • • • . • . . . . . • . . • • . •• . . . .......... . a Lei 30,Lei 18.240,9 Neueindeckung mit Falz-Ziegeln inkl. Konsolidierung mit Blech. Zusam. 608m 2 . . . . . • . • . . . . . . . . . • • • • • . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . a Lei 150,- Lei 91.200,10 Firstziegeln mit Kalk und Zementmörtel gebunden, kompl. Arbeit und Material .. . ............ . Lei 4.800,11 Demontierung des Schindeldaches und der Kuppel, Austauschen der Balken und Bretter, Vorbereitung des Daches für die Neueindeckung, inkl. Erstellung des nötigen Gerüstes kompl. Zusam. 40m 2 .. . . . . . . .. .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . a Lei 450,Lei 18.000,12 Generalrep. des Daches oberhalb an Ort und Stelle kompl. fix und fertig . . . . . . . . . . Pauschale Lei 6.000,13 Dachrinnen mit Eisenhaken aus Zinkblech, 25 cm . . .. .. .. .. .. . ........... Lei 13.600,• • a Lei 200,14 Keile aus Zinkblech, kompl. montiert25m 2 • • . • • . . . . . . . . • • . . . . • . . . . Lei 5.000,15 Demontierung des Kreuzes und Neuvergoldung mit Kathareinengold und Wiederaufsetzung . . ... . , Lei 12.000,..... Pauschale Lei 15.000,16 Streichen des Sanktuars in gegenwärtiger Farbe kompl. fix und fertig 17 Streichen allerTeile die z. Zt. mit Goldfarbe gestrichen sind, kompl. inkl. aller Vorarbeite n . . Lei 20.000,Lei 150.000,18 Ausmalen der Kirche innen mit ausgewähltem Muster in Farbe und I. Qualität fix und fertig. 19 Für die Anfertigungdes Kostenüberschlages der Arbeiten und der Überwachung: 2,5 % . . . . . . Lei 15.000,20 Für unvorhergesehene Auslagen .... . ....... Pauschale Lei 20.185,Zusam.: Lei 600.000,Timi§Oara, 9. Dez. 1926 Johann Plenert, Maurermeister Billed Nr. 605

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Kontrakt: Geschlossen zwischen der Gemeinde Bi IIed und Maurermeister J. Plenert § 1 Der Unternehmer verpflichtet sich, die im Anbot angegebenen Arbeiten unter der allgemeinen Bedingung bis 31. Juli 1927 auszuführen. Wenn der Unternehmer die Arbeiten bis zum festgesetzten Termin nicht ausgeführt hat, hat er eine Strafe (Pönale} von 1000,- Lei pro Tag zu entrichten ... § 2 Als Garantie werden 10% der Endsumme zurückbehalten und erst nach der endgültigen Fertigstellung aller Arbeiten ausbezahlt. § 3 Es können bei Nichtbeachtung gesetzliche Mitteln gegen den Unternehmer in Anspruch genommen werden. § 4, 5 Die Gemeindevorstehung verpflichtet sich, die lt. Kontrakt festgelegten Teilzahlungen nach Durchführung der jeweils geleisteten Arbeiten auszuzahlen. Der Unternehmer ist jedoch verpflichtet, sämtliche Stempel und Taxen zu bezahlen. § 6 Dieser Kontrakt ist für den Unternehmer wie auch für die Gemeindevorstehung als gesetzlich verpflichtend und muß von je zwei Zeugen unterfertigt werden. Die Gemeinde:

Zeugen:

Der Unternehmer:

Die Zimmermannsarbeiten am Dachstuhl und Turm wurden von Josef Schmidt, Zimmermeister in Bi IIed Nr. 64, ausgeführt. Die Deckung des Turmes und sonstige Blecharbeiten wie Dachrinnen, Saunibleehe usw. führten die Spenglermeister Peter und Johann Deininger, Billed Nr. 350, aus. Die Tischler- und Anstreicherarbeiten besorgte Tischlermeister Andreas Klein, Billed Nr. 165. Die künstlerische Dekorationsmalerei im Kircheninneren führte der Kunstmaler Paul Kora aus Temeswar aus. Die Gestaltung der gewöhnlichen Malerei in Kalkfarbe übernahm Malermeister Johann Sieber, Bi IIed Nr. 638. Hans Sieber fand leider in der Kirche durch einen Sturz vom Gerüst im Juni 1927 den Tod.

Die durch den tragischen Unfall unterbrochenen Malerarbeiten wurden nun durch die Malerfirma Emil Braun aus Freidorf, unter der Mithilfe von den Billeder Malermeistern Franz Hehn und Jakob Uitz, fertiggestellt Die Vergolderarbeiten an den Altären und Statuen sowie die Marmorimitationen wurden von der Fa. Braun und vom Malermeister Johann Schuch, Billed Nr. 280, ausgeführt.

Die Glocken unserer Kirche Jakob Slavik Von den vier Glocken, die BischofLonovici in seinem Visitationsbericht vom 13. April1837 angeführt hatte, und von denen drei im Jahre 1800 und eine im Jahre 1834 erworben wurde, hängt heute keine mehr im Kirchturm von Billed. Die letzten drei Glocken sind noch im August 1918, also nur wenige Wochen vor Kriegsende, für Kriegszwecke abgegeben worden. Wann die vierte Glocke von den ersten vier ausgetauscht wurde, ist heute nicht mehr bekannt. Im Jahre 1924 hat die Kirchengemeinde von Billed für die abgelieferten Glocken drei neue erworben, die alle in D-Dur abgestimmt sind. Es folgen nun die Daten und das Gewicht der vier Glocken, die auch heute noch in Verwendung sind: 1. Die kleine Ziehglocke (Sterbeglocke), Gewicht 105 kg, gewidmet von der Schwäbischen Zentralbank A. G ., anläßlich des 60. Geburtstages ihres Präsidenten Dir. Prälat Franz Blaskovitsch. Gegossen 1924 von Anton Novotnyu. Sohn. Gußmeister Neduhal in Temeswar Nr. 4649. 2. Die Halbmeß-Glocke (Wandlungsglocke), Gew. 173,5 kg, gespendet von unseren Landsleuten in den USA, gegossen 1924 von Anton Novotny u. Sohn, Gußmeister Neduhal Nr. 4648. 3. Die Mittagsglocke, (die Groß-Neu), Gew. 340 kg, Geschenk der Gemeinde Billed, gegossen von Fa. Novotny & Sohn 1924. Gußmeister Neduhal in Temeswar Nr. 4647. 4. Die Große Glocke (an Sonn- und Feiertagen) "Die Alte", Gewicht 792 kg, von Anton Novotny 1890 in Temeswar gegossen, mit der Inschrift: IN HONREMS - ALEXANDERIIXPENSIS COMUNITA TIS BILLlET [Gestiftet v. Bischof Alexander in Ehren der Gemeinde Billiet.] Zu den Kirchenglocken kommt noch die Friedhofsglocke auf dem Sauerländerfriedhof, mit etwa 30 kg, die bei Beerdigungen geläutet wird. In den siebziger Jahren wurde auch eine ähnliche Glocke mit Holzgerüst auf dem Neugässer Friedhof aufgestellt, die dem gleichen Zwecke dient. 315


Gesellschaftliches und kulturelles Leben in Billed Die Vereine Das kulturelle und gesellschaftliche Leben spielte sich hauptsächlich in den Vereinen ab. Wie wir aus der Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1859/ 60 ersehen können, gab es damals noch keine Vereine im Sinne des 20. Jhs. Lediglich die Gewerbetreibenden organisierten sich ständisch in ihrer Zunft. Von dieser Organisation ging eine starke gesellschaftliche Wirkung auf das kulturelle Leben des gesamten Ortes aus. Noch vor der Jahrhundertwende kam es zu den ersten Vereinsgründungen, die Berufsstands- oder auch Selbsthilfecharakter hatten . Der Einfluß der Vereine durch ihre Tätigkeit auf die Bevölkerung war ohne Zweifel erhaben. Was die Bewohnervon Billed den einzelnen Vereinen zu verdanken hatten, wissen wir heute am besten zu würdigen, da wir sie nicht mehr haben. Sie boten ein Modell fruchtbaren Zusammenlebens und Wirkens in einer Zeit, da es weder Rundfunk noch Fernsehen gab. Der erste, uns heute noch mit seinen Satzungen bekannte Verein, ist der ", Billeder Leichenbestattungsverein" aus dem Jahre 1887. Landsmann Wilhelm Weber berichtete, daß es bereits im Jahre 1790 in Billed einen Schützenverein gab, der bei jeder festlichen Gelegenheit auszurücken hatte. Ein vollständiges Verzeichnis aller Billeder Vereine läßt sich wohl kaum noch zusammenbringen. Zwischen den beiden Weltkriegen haben die folgenden Vereine bestanden: Leichenbestattungs-Verein, Bauernverein, Leseverein, Sängerbund, Männergesangsverein, De utsch-

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Die Billeder Zeitung, vom Sonntag, dem 22 . Jänner 193 3. (Original : In der Bibliothek der Akademie in Bukarest. Diese Reproduktion wurde von Herrn Luzian Geier angefertigt und mir zur Verfügung gestellt, wofür ihm aufrichtig gedankt sei.] 316


KatholischerJugendverein und Mädchenkranz, Freiwillige Feuerwehr, Gewerbeverein, Gewerbekorperation, Kriegerverein, Bürgerklub, Katholisch-Deutscher Frauenverein, Banater-Deutscher Frauenverein, Gesellenverein, Jägerverein , Sportverein, Reiterverein und der "Deutsche Jugendbund Rumäniens" [DJ]. Die Musikpflege gehörte zu einem der Schwerpunkte in der Erziehung der Jugend. Auf ihre Ausbildung wird in einem eigenen Bericht noch eingegangen. Das kulturelle Bild von Billed wäre nicht vollständig, würden wir nicht die Büchereien der einzelnen Vereine erwähnen. Sie führten auch Zeitungen und Illustrierte, Fachzeitschriften und Literatur aller Schattierungen und Richtungen. Die Bücher in den Bibliotheken der Vereine weckten Neugierde und so wurden sie auch ausgeborgt und gelesen. Die Billeder Bevölkerung hat aber nicht nur Zeitungen gelesen, sondern auch eine eigene, die " Billeder Zeitung", herausgegeben. Sie wurde in Perjamosch, in der Druckerei Josef Frischmann gedruckt und ist einmal wöchentlich, am Samstag, erschienen. War es für die Billeder daheim eine liebe Gewohnheit, sich am Wochenende über die Ereignisse der vergangenen Woche zu informieren, so war die Zeitung für die Billeder in der Fremde, vor allem in Übersee, das Bindeglied zur alten Heimat. Der Billeder Feuerwehrhauptmann Peter Divo war es, der die erste deutsche "Feuerwehrzeitung" im Banat schrieb und auch herausbrachte [1935-1937].

Der Billeder Leichenbestattungsverein Jakob Gallo Die Gründung erfolgte am 15. Mai 1887 durch die Initiative des Dr. Johann Becker, Arzt in Billed. Als Fahnenmutter stellte sich die Gattin des Gründers zur Verfügung. Die Anzahl der Gründungsmitglieder betrug bei der Gründungsversammlung 1758 Personen. Der Billeder Leichenbestattungsverein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jedem Billeder Verstorbenen würdig der Erde wiederzugeben. Denn aus der Erfahrung wußte man, daß gerade die ärmere Bevölkerung bei einem Sterbefall eines Angehörigen in schwierige finanzielle Lage kommen konnte. E s gab Todesfälle, wo die Hinterbliebenen nicht wußten, wie sie ihren Verstorbenen menschenwürdig beerdigen sollten. In der konstituierenden Generalversammlung vom 15. Mai 1887 wurde die Vereinsleitung gewählt: Präses: Dr. Johann Becker Vizepräses: Adam Geiss Schriftführer: Notar Jakob Thöress Kassier: Adam Glass In den Ausschuß wurden 30 ordentliche und 12 Ersatzmitglieder gewählt. Im Aufsichtsrat waren 5 Mitglieder tätig. Die Generalversammlung beschloß, die Mitgliedsbeiträge so zu kassieren, wie es dem Mitglied möglich war. Es wurden daher zwei Gruppen geschaffen, um einen sozialen Ausgleich zu ermöglichen . . In den 90 Jahren des Bestehens des Billeder Leichenbestattungsvereines mußten auch viele Krisen durchschritten werden . Am 19. Feber 1931 mußte der Präses Notar Jakob Thöress in einer Ausschußsitzung berichten, daß das Geld des Vereines so gut wie verloren sei. Dabei entstand ein gewisses Vakuum, und aus wirtschaftlichen Gründen mußten neue Statuten ausgearbeitet werden . So wurde an läßlich der Generalversammlung am 17. Feber 1932 der neue Billeder Leichenbestattungsverein gegründet.

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Zum neuen Präses wurde einstimmig Ferdinand Braun, Hutmacher, gewählt. Als erster Erfolg konnte durch Verhandlungen ein Ausgleich mit der Viehzuchtgenossenschaft erzielt werden, die 29.700,- Lei aus Ihrer Schuld von 69.300,- Lei an den Verein zurückzahlte. 1934 ersuchte der damalige Vizepräses Peter Divo um ein kurzfristige Darlehen für die Billeder freiwillige Feuerwehr. Bei einer Ausschußsitzung wurde diesem Antrag stattgegeben und der Feuerwehr der Kredit für den Ankauf des alten Kastells genehmigt. Im gleichenJahrkonnte auch noch ein Ausgleich mit der Kreditbank herbeigeführt werden. Die Bank verpflichtete sich, 15 % der ehemaligen Einlagen an den Verein zurückzuzahlen. Ab 1952 war Präses Ferdinand Braun auch gleichzeitig Kassier und mußte den gesamten Barbetrag des Vereines, 30.000,- Lei, zur Geldumwechslung freigeben, wofür dem Verein 150,- Lei vergütet wurden. Dadurch entstand für die Mitglieder ein gefährlicher Engpaß und man mußte sich Gedanken machen, wie dieses Problem zu lösen sei. Dann wurde der Antrag angenommen, nur dann zu kassieren, wenn ein Todesfall eintritt. Diese Regel wird auch heute noch praktiziert. 1951 hatte der Verein große Verluste hinnehmen müssen, da viele Mitglieder in den Baragan gehen mußten. Bei ihrer Rückkehr 1956, wurde den Mitgliedern der Kompromiß eingeräumt, wer seine Mitgliedstaxe nachzahlt, galt wieder als ordentliches Mitglied des Leichenbestattungsvereines. In dem 90jährigen Bestehen des Vereines gab es auch einige Doppelsterbefälle und man mußte sich eine zweite Garnitur für die Aufbahrung anschaffen .

Der Billeder Sängerbund und Männergesangsverein Jakob Breitenbach Der erste Billeder Sängerbund wurde 1902 durch die Initiative von Pfarrer J osef Uitz gegründet, der auch der erste Präses war. Chorleiter von 1902 bis 1915 war Lehrer Josef Zimmer. Der Verein hatte eine eigene Vereinsfahne, die in der Kirche aufbewahrt wurde. Als Fahnenmutter fungierte Frau Dr. Abscha. · Der Billeder Sängerbund hatte sich vor dem ersten Weltkrieg einen beachtlichen Ruf als Männerchor verschafft und bei vielen Veranstaltungen in anderen deutschen Dörfern ein großes Echo gefunden. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, bedingt durch das Einrücken junger Mitglieder, von denen viele nicht mehr wiederkehrten, wurde es um den Sängerbund stiller. In jenen Jahren fungierten als Chorleiter: von 1916-1924 Lehrer Josef Goschy, von 1925-1928 Lehrer J ohann Henz und schließlich in den dreißiger Jahren, jedoch nur sporadisch bis ungefähr 1935, die Lehrer Bailauer aus Gertianosch und Lampl aus Alexanderhausen. Der Sängerbund nahm, wie auch andere Vereine, an den traditionellen Prozessionen zu Ostern und Fronleichnam geschlossen mit der Vereinsfahne teil. Zu einem gesellschaftlichen Ereignis wurde sein immer gut besuchter jährlicher Faschingsball. Unstimmigkeiten im Sängerbund und dorfpolitische Vorgänge führten 1923 zur Gründung eines zweiten Gesangsvereines, dem Billeder Männergesangsverein. Zunächst nur ein reiner Männerchor, wurden später auch Mädchen und Frauen aufgenommen und mit ihnen ein gemischter Chor gebildet, der sich ebenfalls großer Beachtung erfreute. Billed hatte nun zwei Gesangsvereine und es begann der sogenannte Sängerwettstreit Erster Präses von 1923-1939 war Dr. Michael Ortinau, als zweiter fungierte von 1936-1939 Adam Slawik und als letzter von 1939-1941 Dr. Franz Minich. Die Chorleiter waren von 1923-1932 Mathias Thöress, und ab 1933 bis 1945 Jakob Breitenbach. 318


Billeder S채ngerbund im Jahre 1904

Billeder M채nnergesangsverein im Jahre 1936 319


Auf dem Unterhaltungssektor erfüllte der Männergesangsverein jedes Jahr im Fasching seine Aufgabe, indem er einen Maskenball veranstaltete. Da es neben dem Maskentreiben immer auch ein reiches Programm an Vorträgen und Gesangsdarbietungen gab, war immer für ein volles Haus gesorgt und es fehlte nie an Beifall und Begeisterung. Ende der dreißiger Jahre kamen beide Vereine zur Einsicht, daß Eintracht besser als Zwietracht sei und man begann mit Gesprächen, um eine Fusion herbeizuführen. 1939 war es soweit und der neue Verein wurde unter dem Namen " Deutscher Gesangsverein Billed" aus der Taufe gehoben. Er gehörte zum Landesverband der Sängergruppe Eintracht, die unter der Leitung von Prof. Eck aus der Banatia in Temeswar stand. "Der Deutsche Gesangsverein Billed" nahm auch schon geschlossen am achten Verbands treffen und -singen in Marienfeld teil. Das Vereinsfest, das mit der Weihe einer Schleife zur alten Vereinsfahne am 1. August 1939 stattfinden hätte sollen, kam jedoch nicht zustande, obwohl die Schleife bereits von Frau Anna Braun gestiftet und das Programm zur Gänze erstellt war. Die rumänischen Behörden erteilten keine Genehmigung. Das nun folgende Festprogramm aus dem Jahre 1939 will uns lediglich zeigen, wie vor 40 Jahren in Billed Feste gefeiert wurden.

Einladung: Der Deutsche Gesangsverein Billed veranstaltet am 14. August 1939 ein Vereinigungsfest, verbunden mit Schleifenweihe und Gruppenfest der Eintracht-Gruppe des B. D. S. B., wozu alle deutschen Gesangsvereine und Freunde des deutschen Gesanges höflichst eingeladen sind.

14. August 5.00 Uhr: 21.00 Uhr: 22.00 Uhr: 15. August 5.00 Uhr: 7.30 Uhr: 8.00 Uhr :

Festfolge: 1939 Empfang der Gäste und Einquartierung. Aufmarsch mit Lampions und Fackeln zu dem Ehrenpräses und der Schleifenspenderio (Ständchen). Bekanntschaftsabend im großen Gasthaus.

1939 Musikalische Tagwache. Empfang der Gäste am großen Gasthaus. Morgenfeier: a) Gemeinsames Lied; Auf hebt die Fahnen. b) Morgenspruch. c) Motto des D.G.B. und Begrüßung der Gäste. d) Antwort auf die Begrüßung der erschienenen Vereine nach Anmeldung. d) Gemeinsames Abschlußlied. 8.30 Uhr: Abmarsch zur Schleifenspenderin. 9.30 Uhr: Festgottesdienst a) Messe. b) Weihung der Schleife. c) Fahnenlied des D. G. B. mit Königshymne. 11.00 Uhr: Heldenehrung. a) Heldengedenkrede. b) Kranzniederlegung, Lied und Spruch. c) Gemeinsames Lied " Heilig Vaterland". 11.30 Uhr: Deffilierung. 12.00 Uhr: Festgeneral-Versammlung. a) Eröffnung durch den Präses. b) Ansprache des Chorleiters. c) Dekorierung der 25 jährigen Sänger. 13.00 Uhr: Gemeinsames Mittagessen. 15.00 Uhr: Gemeinsames Lied: Freiheit. Anspr. v. Prof. Eck. 16.00 Uhr: Festsingen der Gastvereine. 21.00 Uhr: Tanz im großen Saal des Gemeinde-Gasthofes.

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Studentische Jugendarbeit in Billed (1921) In der von Wilhelrn Kelp und Otmar Binder für das Jahr 1920-1921 herausgegebenen Chronik lesen wir über die erste Jugendarbeit in Billed folgendes : "Ein besonders festliches Ereignis war für die ,Bistritia' die Billeder Tagung vom 21.-25. August 1921. Einer Einladung des Temeschburger Coetus ,Suevia' folgend, reisten unsere Vertreter ins Banat. Alle siebenbürgischsächsischen Coeten waren mit Fahnen vertreten. Eine Frucht dieser Tage war der Zusammenschluß der ,Saxonia' mit den jungen schwäbischen Coeten ,Suevia' und ,Alemannia', wenn auch nicht in gesetzlicher, so doch in freundschaftlicher Beziehung ... " 1 Mit dieser Meldung haben wir die Bestätigung, daß es bereits fünf Jahre vor der Gründung des " Deutsch-Katholischen Jugendverein " in Billedeine starke studentische Vereinigung gegeben hat, die sich mit den Sachsen zusammen schloß. Es ist auch anzunehmen, daß an diesen fünf Augusttagen des Jahres 1921 viele Studenten aus dem ganzen Banat sich in Billed versammelt hatten und mit ihren Fahnen durchs Dorf marschierten . Auf alle Fälle waren dies die ersten Kontakte mit den Siebenbürger-Sachsen im neuen gemeinsamen Vaterland Rumänien. Die Fahnen waren bla ue Wimpeln mit einer Wildgans im Felde, das Symbol oder Sinnbild der Wandervögel. Über den Wandervogel im Südo sten schreibt H. W. HockJ2 u. a. folgendes: Die erste Phase dieser Bewegung läßt sich in den größeren Städten- von Lernberg über Czernowitz bis Triest- fast durchwegs bis in die Jahre unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg zurückverfolgen. Hochschüler und Gymnasiasten waren es, die nach ihren Studienjahren in Osterreich oder Deutschland die Kunde vom Wollen und Leben des Wandervogels in ihre Heimat brachten. Das giltfür Siebenbürger ebenso wie für Galizien, für das Banat ebenso wie für das Buchenland. Selbst in rein bäuerliche deutsche Siedlungsgebiete, etwa nach Bessarabien, ist das Gedankengut der Jugendbewegung vereinzelt schon vor dem Ersten Weltkrieg gedrungen . .. Wenn wir heute die 70- bis 80jährigen Akademiker, die Billed hervorbrachte, an uns im Geiste vorüberziehen lassen, so können wir ungefähr feststellen, wer die Bannerträger des Wandervogels, der " Suevia" und " Alemannia" in Billed gewesen sind. Zu den aktivsten ersten Wandervögeln im Banat nach dem Ersten Weltkrieg gehörten neben Nikolaus Hans Hock!, Paul Kind!, Sepp Komanschek, Peter Maurus, Michael Stocker, Mathias Weber auch viele andere. Zu Jahresbeginn des Jahres 1929 wurde in Mediasch der Südostdeutsche Wandervogel gegründet. Alfred Bonfert aus Siebenbürgen übernahm die Führung, Nikolaus Hans Hock!, Banat, [Lenauheim] war sein Stellvertreter.

Der Billeder Jugendverein (1926) Peter Krier sen . Die Zeichen der " Erneuerung" in der Donauschwäbischen Volksentwicklung wurden auch in Billed in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg sichtbar. So wurde eine Fortbildungsschule in s Leben gerufen, an der sich die Billeder Jugend rege beteiligte. Diese Abendschule war die Vorstufe des Jugendvereines und wurde mit dessen Gründung aufgelöst. Der Jugendverein wurde im Jahre 1926 unter dem Vorsitz von Herrn Domherrn Josef Unterreiner gegründet, welcher Ehrenobmann des Vereines war. Der erste Leiter des Vereins war Herr Lehrer Johann Rieder, Gesangsleiter war Herr Lehrer Henz, später Herr Lehrer Hager. Die ersten Funktionäre des Vereines waren : Erster Obmann, Johann Wolf, Kirchengasse, zweiter Obmann, Michael Rugel, Neugasse, Schriftführer, Peter Slavik, Viertgasse, Kassier, Jakob Mager, Sauerländergasse. 1

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Albrich , Christ, Hock!: Deutsche Jugendbewegung im Südosten. Herausgeber: O stde utsche r Kulturrat, Bonn. Sielefe ld 1969. Seite 3 1- 32. Ebenda, Se ite 33.

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Der Verein hatte bei seiner Gründung 40 aktive Mitglieder. Außer den aktiven Mitgliedern gehörten dem Verein noch gründende Mitglieder an. Die aktiven Mitglieder waren vom Beitrag befreit, die gründenden Mitglieder bezahlten einen einmaligen Beitrag. Der Rest der Finanzierung des Vereins wurde durch Spenden und Einnahmen aus den Veranstaltungen bestritten. Die Statuten des Vereins waren teils anderen Jugendvereinen entliehen, teils eigens aufgestellt und staatsbehördlich anerkannt. Mit der Gründung des Jugendvereins begann der kulturelle Aufstieg der Billeder Jugend. Es setzte eine weite Tätigkeit ein, es wurde Schach gespielt, gelesen oder diskutiert. Es wurden gemeinsam Bücher aus Deutschland über Technik, Naturwissenschaft und Literatur bestellt. Im Winter trafen sich die Vereinsmitglieder zweimal in der Woche im Vereinslokal, welches sich im Gebäude der jetzt alten Schule befand. Auch sanntags kam man zusammen . Bei den Zusammenkünften wurden Lieder eingelernt und Theaterstücke einstudiert. DerJugendverein brachte jedes Jahr ein- bis zweimal Theaterstücke zur Aufführung, verbunden mit Liedereinlagen. Ein Volksstück, welches der Jugendverein aufführte, ragte unter allem Dargebotenen heraus und kam bei der Bevölkerung sehr gut an. Es war das Stück: "Wenn Du noch eine Mutter hast".

Billeder Jugendverein anläßlich der Fahnenweihe am 15. August 1927, mit der Fahnenmutter Barbara Rieder, Domherrn Josef Unterreiner, Direktorlehrer Johann ~ieder und Lehrer Johann H,enz. Im Bintergrund die neue, geweihte Fahne, mit dem Fahnenträger, Peter Krier [50].

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Der Jugendverein war eng verbunden mit dem Gesangsverein. EinigeJugendliche wirkten in beiden Vereinen mit. Im Jugendverein gab es auch eine rege sportliche Tätigkeit. Bevorzugt wurde Fußball. Die Fußballgruppe des Jugendvereins wurde 1929 gegründet und trug Spiele gegen andere Jugendvereine und Sportvereine aus. Später schloß sich die Fußballgruppe des Jugendvereins dem Billeder Sportverein an, um eine stärkere Fußballmannschaft in der Gemeinde zu erreichen. Der Jugendverein nahm geschlossen an jeder kirchlichen oder bürgerlichen Veranstaltung teil. Als äußeres Kennzeichen trugen die Mitglieder des Jugendvereins grüne Mützen . Wie alle Vereine hatte auch der Jugendverein seine eigene Fahne, auf die man sehr stolz war. Diese Fahne wurde am 15. August 1927 mit einer großen Festveranstaltung geweiht. Fahnenmutter war die langjährige Billeder Kindergärtnerin Frau Rieder. Gäste dieses Festes waren neben der ganzen Dorfgemeinde viele Persönlichkeiten des damaligen Banats, an der Spitze Herr Prälat J osef Nischbach, der geistliche Vater aller Banater J ugendvereine. Anwesend waren auch sämtliche Jugendvereine der Nachbargemeinden. Die Aktivität im Jugendverein endete mit Vollendung des 21sten Lebensjahres und dem Einzug zum Militärdienst. Die Früchte der Tätigkeit im Jugendverein wirkten aber fort in den späteren Männern, wirkten ins Dorf, in die ganze Gemeinde.

Mädchenkranz und Jugendverein . An läßlich einer Erstkommunion weilte Bischof August Pacha am 17. April1932 in Billed [Erste Reihe, Mitte]. Diese Aufnahme entstand im Hofe des Großen Gasthauses. In der oberen Reihe sehen wir noch Kaplan Josef Wild, Pfarrer Franz Bittenbinder und Lehrer Johann H age r. 323


Diese 15 Reiter sind Mitglieder des Jugendvereines, sie nahmen den Bischof bereits bei der Ortseinfahrt von Billed in Empfang.

Billeder Jugendverein im Jahre 1935 , mit Lehrer Franz Hรถckllinks hinter der VereinstafeL Die Beschriftung der Tafel lautet: D . K. J. Biled. 324


Der Billeder Mädchenkranz (1926) Gleichzeitig mit dem Jugendverein wurde im Jahre 1926 auch der Billeder Mädchenkranz, unter dem Vorsitz von Herrn Domherrn Josef Unterreiner, gegründet. Die Leiterin des "Katholisch-Deutschen Mädchenkranzes" im Banat war die Schwester Dr. Bildegardis Wulff. Gründer und Organisatoren waren Domherr J osef Nischbach, Kaplan JosefEisele und später Prof. Nikolaus Engelmann. Sowohl der Mädchenkranz als auch der Jugendverein in Billed waren konfessionell ausgerichtete Vereine mit klaren Zielsetzungen für die Volkstumspflege. Die Heimabende wurden getrennt für Burschen und Mädchen, in der Volksschule bei der Kirche, abgehalten. Viele kulturelle und volkstümliche Veranstaltungen wurden im Laufe eines Jahres gemeinsam durchgeführt. Bei Beginn der politischen Auseinandersetzungen mit der nationalsozialistischen Erneuerungsbewegung in Rumänien gab es im Banat über 130 Jugendvereine und Mädchenkränze mit über 5000 Mitgliedern. Die Leiterinnen des Mädchenkranzes waren: Frau Barbara Rieder Fr!. Elisabeth Klein Fr!. Anna Mathis Fr!. Barbara Deininger

Billeder Mädchenkranz anläßlich der Fahnenweihe am 15. August 1927 mit der Fahnenmutter Frau Barbara Rieder. 325


Billeder Mädchenkranz im Jahre 1932 mit Domherrn Josef Unterreiner und Kaplan Josef Wild.

Laienspielgruppe des Billeder Mädchenkranzes und Jugendvereines im Jahre 1935 unter Lehrer Franz Höckl. 326


Mädchenkranz und Jugendverein im Billeder Wald. 1931.

Die Frauenvereine in Billed Wir hatten in den dreißiger Jahren in Billed zwei Frauenvereine, einen deutsch-katholischen und einen Banater-deutschen. Der eine wurde von Frau Pierregeleitet und der zweite von Pfarrer Josef Wild. Die Aufgabe der Frau in der Familie wie auch im Vereinsleben war eine viel größere und bedeutendere, als man im allgemeinen glaubte. Die Frau war damals der Mittelpunkt der Familie . Sie galt als die Wahrerinder Tradition und der völkischen und religiösen Überlieferungen. Sie war der treue Hüter der ererbten Sitte vor der Unsitte und der fanatische Verteidiger der deutschen Art. Die Frau und Mutter war es, die die Liebe zum deutschen Liede im Kinde erweckte. Noch in späteren Jahren hängt man an den Melodien, die wir als Kinder von der Mutter gelernt haben. Heute noch, nach Jahrzehnten, klingen uns die vielen schönen Heimatlieder in den Ohren, die wir im Elternhaus, in der Schule oder im Freundeskreis gelernt und gesungen haben. Um Mittel und Wege zu finden , den deutschen Frauen diese schwere Aufgabe zu erleichtern, wurden die beiden Frauenvereine ins Leben gerufen, die Vorbildliches leisteten.

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Mitglieder des " Banater-Deutschen Frauenvereins". (1935]

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Mitglieder des " Katholisch-Deutschen Frauenvereins". (1935]

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Die Billeder Gesellenvereinigung Jakob Slavik Auf Grund vieler Gewerbe- und Handelsbetriebe in Billed hatte der Ort auch eine größere Anzahl von Gesellen und Handelsangestellten. Einen festen Gesellenverein mit Statuten gab es jedoch nicht, sondern nur eine lose Verbindung im Sinne der alten Handwerksburschen. In Billed gab es 1940 ungefähr! 50-60 Gesellen und Handelsangestellte, die sich dieser Vereinigung zugehörig fühlten. In der Regel waren es 60% Einheimische und 40% Auswärtige, die in den Handwerks- und Handelsbetrieben Arbeit gefunden hatten. Zu ihnen zählten auch die Angestellten und Facharbeiter der Industrie. Die Zusammenkünfte fanden fast ausschließlich im Gasthaus Nothum statt, das sich zu einem typischen Gesellenlokal entwickelt hatte. Man traf sich beim Billiard und Kartenspiel , Kegelscheiben und nicht zuletzt zum sonntägigen Tanz. Das Verhältnis untereinander, ob Einheimischer oder Fremder, war immer vorbildlich und es gab nie Streitigkeiten oder gar eine Zurücksetzung von Nicht-Billedem. Die besondere Veranstaltung der Gesellenvereinigung war der jährlich im großen Saal des Gemeindegasthauses zur Faschingszeit abgehaltene GesellenbalL Für diesen Ball wurde der große Saal immer sehr geschmackvoll und schön dekoriert.

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Gesellen-Tischrunde Bahnhof-Gasthaus Schulz. [1934]


Als Musikkapelle wurde jeweils die alte Billeder Blaskapelle unter Kapellmeister Mathias Braun verpflichtet. Die Veranstaltung war stets eine geschlossene und es wurden nur Gäste mit einer Einladung eingelassen. Schon um die Weihnachtszeit bildete sich im Gasthaus Nothum ein Ballkomitee aus folgenden Mitgliedern: 1. Präses, 2. Präses, Schriftführer, Kassier und Musikarrangeur. Die beiden Ehrenmeister-es waren immer einer vom Gewerbe und einer vom Handel- und ihre Gattinnen wurden durch Schärpen über die Schultern dekoriert und mit einem Marsch von den beiden Präsidenten in den Saal an die Ehrentische geleitet. Nach der Eröffnungsansprache folgte der Eröffnungstanz und nach einigen Ehrenrunden gab es den allgemeinen Tanz. Um Mitternacht wurde stets eine Tombola veranstaltet. Dazu hatte jeder Geselle einen selbstgefertigten Gegenstand aus seinem Fachgebiet zur Verfügung gestellt. Aber auch vom Handel wurden viele Spenden erbracht. Da es keine Vereinskasse gab, wurde bei einem Überschuß gewöhnlich ein Nachball für die Veranstalter und ihre Mädchen und persönlichen Freunde im Gasthaus Nothum durchgeführt. Die Gesellen-Verbindung hatte es sich zur Aufgabe gemacht, im Falle des Ablebens eines Kollegen einen Kranz zu spenden und ihn mit Musikbegleitung beerdigen zu lassen. Dabei war es selbstverständlich, daß alle Gesellen und Handelsangestellten geschlossen am Begräbnis teilnahmen.

GesellenbalL [1937) 330


" Arbeitslose " Handwerksburschen. [1931]

Friseurgesellen und Lehrlinge. [1914] 331


Billeder Freiwillige Feuerwehr 1 (1927) Die Billeder Freiwillige Feuerwehr kann auf keine so langjährige Tätigkeit zurückblicken wie andere Feuerwehren im Banat, die schon im vorigenJahrhundertgegründet wurden. Trotzdem ist die Billeder Feuerwehr, die am 5. Juni 1977 ihren 50. Jahrestag beging, bedeutend und den anderen ebenbürtig. Der Brand aus dem Jahre 1906 in der Hauptgasse und der im Jahre 1913 in der Knesergasse führten zur totalen Vernichtungzweier Bauerngehöfte. Mancher dachte, daß geschulte Feuerwehrleute notwendig wären, doch niemand unternahm etwas zur Gründung einer Feuerwehr. Den Anlaß dazu gab der 1926 in der Tenner'schen Essigfabrik ausgebrochene Großbrand. Die Unzulänglichkeiten in der eigenen Gemeinde, wie auch das gute Beispiel, der in den anderen Gemeinden schon bestehenden Feuerwehren, veranlaßten im Jahre 1927 einige beherzte Männer dazu, sich der Sache anzunehmen und dafür einzutreten, daß auch in Bi!Jed eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. Tenner Nandor, Divo Peter und Slavik Wendel leisteten wertvolle Aufklärungsarbeit und erreichten, daß der Gemeinderat, unter dem Gemeinderichter Slavik Nikolaus, eine Generalversammlung der Gemeindebewohner für den 5. Juni 1927 einberief, mit dem Zweck, junge und geeignete Männer für die zu gründende Feuerwehr zu werben . In dieser Versammlung wurde die Billeder Freiwillige Feuerwehr gegründet. TennerN ador wurde zum Präses und Vizenotär Hans Linzer zum Kommandanten gewählt. Stellvertretender Kommandant wurde Slavik Wendel, Zugskommandant Peter Thöreß und Dietrich Betsch. Adjutant wurde Plennert Johann, Spritzenmeister Frey Andreas und Schriftführer Divo Peter. Gründende Mitglieder waren 65, davon 27 Handwerker, 22 Bauern, 8 Kleinhäusler, 5 Kaufleute und 3 Beamte. Die Anzahl der Feuerwehrmänner betrug 17. Zu ihnen gehörten Betsch Dietrich, Braun Johann, Braun Peter, Divo Peter, Eichert Josef, Frey Andreas, Renger Peter, Kubinyak Josef, Linzer Johann, Plennert Johann, Slavik Adam, Sl avik Wendel, StumpfFranz, Titel Michael, Thöreß Peter, Wilhelm Josef und Wilhelm Peter. Mit Rechtsfragen und dem Ausarbeiten der Statuten beschäftigte sich der Billeder Rechtsanwalt Dr. Ortinau Michael. Bereits 1928 wurde der Stand der Feuerwehrmänner auf 40 erhöht. Die straffe militärische Disziplin, die pünktlich jeden Freitagabend abgehaltenen, sich auf zwei Stunden erstreckenden theoretischen Schulungen, wie die jeden Sonntagnachmittag zwei Stunden dauernden praktischen Übungen und nicht zuletzt die Beteiligung an zahlreichen Wettübungen und Wettkämpfen formten aus den Mitgliedern tüchtige und pflichtbewußte Feuerwehrleute. In den 12 Jahren von ihrer Gründung bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges brachten die Feuerwehrleute aus Billed nicht weniger als 21 Trophäen von Wettkämpfen heim . In alldiesen Jahren trachtete man, den Spritzenpark zu vergrößern, zu modernisieren, um dadurch die Einsatzkraft zu verstärken . Die Geldmittel verschaffte sich die rege Feuerwehr anfangs durch eine großangelegte Spendenaktion. Die Hutungsgesellschaft, unter ihrem Präses Seibert Johann, spendete gleich 20.000 Lei und viele Familien, angeregt durch dieses Beispiel und begeistert von der zackigen Feuerwehr, spendeten zwischen 500-1000 Lei. Im Rahmen der Feuerwehr existierte auch eine Laienspielgruppe, die Theaterstücke aufführte. Um bei festlichen Anlässen wirkungsvoller zu sein, schloß sich der Feuerwehr im Jahre 1929 die Blaskapelle unter dem Kapellmeister Braun Mathias an. Am 10. November 1930 bildete sich unter der Stabführung von Braun Michael ein Feuerwehrorchester. In der warmenJahreszeitveranstaltete die Feuerwehr Waldfeste im Billeder Eichenwald mit Schauübungen und Belustigungen wie Sackhüpfen, Würstelessen, Stangenrutschen, Pfannkuchenwettessen usw.

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Anläßlich des 50. Jahrestages seit der Gründung der Billeder Freiwilligen Feuerwehr schrieb La ndsmann Wilhelm Weber einen sehr ausführlichen elf Seiten umfassenden Bericht über die Geschichte der Billeder Feuerwehr. Aus diesem sehr ins Detail gehenden Bericht wurde - mit freundlicher Genehmigung des Autors- diese kurze Schilderung zusammengeste llt.

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Im Jahre 1933 wurde es möglich, einen Teil des zum " Billieter Herrschaftlichen Kastell" gehörenden Hofes mit Stallungen und des massiven, einstöckigen Arrestgebäudes anzukaufen. Die Stallungen wurden durch freiwilligen Einsatz der Wehrmänner abgetragen und mit dem gewonnenen Baumaterial konnte eine moderne Feuerwehrremise erbaut werden. Der stattliche Bau wurde mit drei Ausfahrten versehen, die mit metallenen Rolläden geschlossen waren. Die Räumlichkeiten im ersten Stock des Arrestgebäudes wurden zu einem Feuerwehrheim hergerichtet, während man das Erdgeschoß als Wohnung vermietete. Die Billeder Freiwillige Feuerwehr leistete den Gemeindebewohnern auch bei Naturkatastrophen Hilfe. So mußten 1932 infolge der Überschwemmung Familien, deren Häuser tiefer lagen und vom Wasser bedroht waren, evakuiert werden. Im Wahlengraben und an der Schließ sprengten sie das angestaute Eis, um dem Wasser den Abfluß zu ermöglichen. 1940 und 1942, bei den neuerlichen Überschwemmungen, mußten in der Vorstadt und in der Neugasse am Warj aseher Graben wieder Familien evakuiert werden. An der Kreuzung Neugasse-Bahngasse stieg das Wasser derart an, daß man die Leute von und zum Bahnhof mit dem Kahn übersetzen mußte. In den letzten Kriegsjahren wie auch im ersten Jahrzehnt nach Kriegsende hatte man mit organisatorischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Heute zählt die Billeder Freiwillige Feuerwehr 83 Mitglieder, davon 56 Feuerwehrmänner, 10 Frauen und 17 Musikanten. Innerhalb der Billeder Feuerwehr gibt es die erste FrauenFeuerwehrformation in Rumänien. Sie wurden nach dem Muster aufgestellt, das einige Billeder Wehrmännerinder DDR sahen, wo sie zu einem Erfahrungsaustausch und zur 100-Jahr-Feier der Feuerwehr der Stadt Schmölln weilten.

Feuerwehrremise bis 1945. 333


Feuerwehrmänner und Musikkapelle vor ihrem Heim. Kapellmeister Michael Braun vor der Trommel.

Der Billeder Reiterverein (1934-1944) Nur wenige erinnern sich noch an den Reiterverein in Billed, der vor dem Zweiten Weltkriege große Erfolge erzielen konnte. Viele seiner ehemaligen Mitglieder sind aus dem Kriege nicht mehr nach Hause gekommen. Sowohl bei Dressurprüfungen als auch bei Sprung- und Fahrturnieren in den verschiedenen Banater-Gemeinden, aber auch bei Kreis- und Gaufesten, gehörten die Billeder Reiter zur Spitze. Die schönen Pferde und die eleganten Reiter waren stets eine Augenweide. Über die Tätigkeit und die Erfolge des Reitervereines fehlen uns heute alle Unterlagen. Durch die Kriegseinwirkungen und den plötzlichen Tod seines Obmannes, Dr. Hans Weber, sind alle Aufzeichnungen und Akten verlorengegangen . Trotzdem ist es gelungen , einige Erfolge und Lorbeeren, die die Mitglieder des Reitervereines sich an ihre Fahne hefteten, zu erforschen und für die Nachwelt zu retten. So schreibt Dr. Matz Hoffmann in seinem Gertianoscher Heimatbuch aus dem Jahre 1935 u. a. folgendes: 334


... Am 14. Oktober 1935, anläßtich des ISOjährigen Bestehens der Gemeinde Gertianosch, nahm auch der Billeder Reiterverein teil und es siegten im Dressurreiten Nikolaus Weber, 1. Preis, Jakob Thöreß t und Dr. Hans Weber t.Im Springen holtesich Jakob Thöreß t den2. Preis. Im Springen an der Longe holte sich Dr. Hans Weber t den 2. Preis. Im 1000 m Flachrennen holte sich Jakob Thöreß t abermals den 2. Preis. HansEwald Frauenhoffer hatte im Manuskript zu seinem Buche: "Erinnerungen und Erlebnisse ... " auf Seite 309 die folgende Eintragung gemacht: Einen Erfolg hatten 1937 auch unsere Reiter zu verbuchen. Der ehemalige Rittmeister Ludwig und sein Mitarbeiter Tierarzt Dr. Weber hatten es erreicht, daß die unter ihrer L eitung stehenden Reiter an einer Reiterveranstaltung in Temeschburg außer Konkurrenz mitwirken konnten. Die Veranstaltung war vom Militärdurchgeführt und es nahmen mehrere ausländische Gäste daran teil. Unsere Reiter führten eine Quadrille auf, die tadellos funktionierte. Einen hervorragenden persönlichen Erfolg hatte dabei der Marienf elder Josef Mayer, der als Sieger aus dem Springreiten hervorging und in der Punkte-Bewertung vor Hauptmann Rang lag. Es war dies ein ausschließlicher Erfolg der Reitervereine unseres Kameraden Dr. Hans Weber, Billed. Im Allgemeinen war der Gedanke der Reit- und Fahrvereine im ganzen Banat etwas Neues. Treue und zuverlässige Kameraden : Der Reiter und sein Pferd.

Acht Mitglieder des Billeder Reitervereins. IhrObmann Dr. Hans Weber und zwei seiner Kameraden, Jakob Thöreß und Nikolaus Jobba, blieben auf dem "Felde der Ehre", 1939-1945.

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Reit- und Springturnier in Billed. Ganz links im Bilde der BiJieder Reiterverein. [ca. 1937]

Pferd und Reiter im Einsatz. 336


Die Anfänge des Sportes Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden in mehreren Heidegemeinden Fußballvereine oder auch Sportvereine. Man vermißte aber einen deutschen Sportverein in der Hauptstadt des Banates, in Temeswar, und man vermißte auch einen Verband der deutschen Sportvereine im Banat. Aus dieser Erkenntnis wurde der erste deutsche Sportverein in Temeswar " Rapid" gegründet. In welchem Jahr der erste Sportverein in Billed gegründet wurde, läßt sich heute schwer feststellen. Außer Fußball wurde keine andere Sportart betrieben. Anfang der dreißiger Jahre gab es eine Jugendmannschaft, auch Zwergmannschaft genannt, die Oldboys [alte Knaben] und die Kampfm ann schaft Vorübergehend gab es einen Fußballklub der Handwerksburschen sowie des J ugendvereines. Zwischen dem Bahnhofsgelände und der Holzhandlung gab es ab 1930 einen Tennisplatz, auf dem aber nur Wohlhabende, die " Herrischen ", sich ihre Freizeit vertrieben. Seit der Gründung der DJ und der Erneuerungsbewegung hatte sich dieses Bild in Billed und auch im ganzen Banat stark geändert. Die körperliche Ertüchtigung war stark in den Vordergrund getreten. So wurden die Kreissportfeste in Lovrin , Hatzfeld, Billed, Lenauheim usw. Treffpunkte einer gesunden Jugend. Der erste und älteste Sportplatz von Billed befand sich neben dem Sägewerk und der Holzhandlung, gegenüber der Hanffabrik. Hier verbrachte die Jugend am Sonntag ihre Freizeit bei Sport und Spiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet dieser Platz immer mehr in Vergessenheit und wurde nicht mehr benutzt. Es war dam als eine Selbstverständlichkeit, daß das Grundstück für diese Sportanlage kostenlos von der Gemeinde bzw. Hutung zur Verfügung gestellt wurde.

Auf diesem Bild haben wir die erste Fußballmannschaft von Billed vor uns. Leider fehlen zwei Spieler. Die Aufnahme dürfte 1928 entstanden sein. Die weißen Leibchen mit dem breiten, blauen Querstreifen waren die ersten Dressen unserer Fußballmannschaft. In der Mitte des Bildes sehen wir den im ganzen Banat bekannten Billeder Schiedsrichter Alexander Schrottmann . Links von ihm Herrn J ohann Ballman und rechts von ihm Herrn Nikolaus Mann, die beiden Mitbegründer des Billeder Fußballvereins. 337


Hier sehen wir die zweite und dritte Generation in der Billeder FuĂ&#x;ballgeschichte mit blau/ weiĂ&#x; karierten Leibchen. [ 1930-1932]

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In den gestreiften Leibchen sehen wir bereits die vierte Generation des Billeder Fußballvereins. Lehrer Franz Höckl ist bereits durch den rum . Lehrer Movila ersetzt. [ca. 1937]

Einen erbitterten Kampf lieferten sich die beiden Billeder Oldboy-Mannschaften [alte Knaben] während eines Pokalspiels vor heimischen Zuschauern im J ahre 1932. Die Mannschaft in den karierten Leibchen ging, ohne " Rauferei ", als Sieger vom Platz. Schiedsrichter dieser Begegnung war Bäckermeister Hans Sauer, dertrotzseiner 125 kg ein sehenswertes Laufpensum vollbrachte und immer auf " Ballhöhe" war. 339


In diesen rot/weiĂ&#x; gestreiften Leibchen stellt sich uns eine FuĂ&#x;ballmannschaft des Billeder Gesellenvereines vor. [ca. 1930]

Billeder Tennisclub. [1930] 340


Billeder Handballmannschaft nach dem Spiel Bi IIed: Schag am 7. Juni 1942.

Billeder Handballmannschaft vor dem Training auf dem Sportplatz. [1942] 341


Im Jahre 1938 wurde in Billed die erste Feldhandballmannschaft aufgestellt und die Spielregeln- die ich mir aus Deutschland kommen ließ- wurden eingelernt und genau studiert. Mit Freude und Genugtuung können wir feststellen, daß dieser schöne Sportzweig auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Billed seine Anhänger fand und heute noch ausgeübt wird. Als Volkssport Nr. 1 für Männer, Frauen und Kinder ab dem 12. Lebensjahr kann das " Metteballspiel " bezeichnet werden. Es war ein sehr beliebtes Gruppen- oder Mannschaftsspiel und wurde in der Freizeit fast in allen Gassen gerne gespielt. Der Ursprung und die Herkunft dieses Schlagballspieles ist nicht bekannt, es ist aber anzunehmen, daß es unsere Ahnen aus Deutschland mitgebracht haben . Ein ausgesprochener Männersport war der Kegelsport, der in Billed sehr gerne und häufig ausgeübt wurde. Bereits im Frühjahr wurden in jeder Gasse eine Kegelbahn, oft auch zwei, errichtet. An Sonn- und Feiertagen waren diese Sandbahnen Treffpunkt aller Kegelfreunde. Aber auch jedes Gasthaus im Ort hatte eine eigene überdachte Kegelbahn, die mit Beton-, Holz- oder auch Sandbahnen ausgeführt waren und bei jedem Wetter benutzt werden konnten. Abschließend kann gesagt werden, daß der Sport in BiJied auf fruchtbaren Boden fiel und die Bevölkerung dem Sport gegenüber immer sehr aufgeschlossen war.

Der "Deutsche Jugendbund in Rumänien" [DJR] Die in Billed abgehaltenen Parteitage der " Deutschen Volkspartei Rumäniens" hatten sich auf die Jugendarbeit im Ort selbst sehr positiv ausgewirkt. Dies um so mehr, als der langjährige Jugendführer in Rumänien, Dr. Alfred Bonfert, sich im Jahre 1935 an die Spitze der Volkspartei stellte und ihm die große Mehrheit der Jugendführer aus der Erneuerungsbewegung folgte. In der Volksgemeinschaft wurde Nikolaus H ans Hockl von Fritz Fabritius zum Jugendführer ernannt . So bestanden auch in Bill ed von Herbst 1935 bis Herbst 1938 zwei Jugendgruppen: der ,.Deutsch-Katholische Jugendverein " und der "Deutsche Jugendbund in Rumänien " [DJR]. Diese Tatsache gab der auf breiter Grundlage einsetzenden Jugendarbeit einen mächtigen Aufschwung. So wurden Singen, Volkstanz, Laienspiele und Sport zum selbstverständlichen Bestandteil der Jugendarbeit. Im Herbst des Jahres 1938 erfolgte der Zusammenschluß und die einheitliche Erfassung aller deutschen Jugendlichen Rumäniens in der " Deutschen Jugend" [DJ]. Von der Ortsgruppe Billed wurde ein Spielmannszug mit Trommlern und Fanfarenbläsern auf die Beine gestellt, der bei den verschiedensten Sport-, Frühlings- und Erntedankfesten mitwirkte. Das höchste und letzte innenvölkische Ereignis war der "Tag der Deutschen Jugend" im Sommer des Jahres 1939 in Temeswar. Die Festfolge, an der rund 100 Burschen und Mädchen aus Bi IIed teilnahmen, war von der Morgenfeier bis zum Fackelzug am Abend ein voller Erfolg. Im Rahmen der DJ wurde in Billed auch eine Volkstanzgruppe ins Leben gerufen. Durch sie fühlte sich eine weitere Zahl jugendlicher Mädchen und Burschen an unsere Gemeinschaft gebunden . Die Volkstanzgruppe machte es sich zur Aufgabe, un sere kulturellen Veranstaltungen mit ihren Darbietungen auszuschmücken, den festiichen Charakter derselben zu betonen und zu heben. In dieser Zeit erlebten der deutsche Volkstanz und die Billeder Volkstanzgruppe, die es verstand, die Zuneigung aller, ob alt oder jung zu gewinnen, ihren Höhepunkt. Ihre Darbietungen wurden immer mit rauschendem Beifall quittiert. Die musikalische Begleitung machten die Kameraden Hans Jobba und Karl Schneider auf ihren Akkordeons. Die Mädchen und Burschen waren immer bestrebt, unsere bereits Jahrhunderte alte Tradition, die tiefverwurzelte Treue zu unseren Sitten und unserem Brauchtum wach und aufrecht zu erhalten. Im Sommer des Jahres 1939 weilten 18 Berliner und 45 Deutsch-Bokschaner Kinder, auf Einladung der DJ, vier WochenaufErholungsurlaub in unserer Heimatgemeinde. Sie waren alle in Privathäusern kostenlos untergebracht. Mit den einheimischen Kindern verlebten sie gemein342


samherrliche Zeiten auf dem Bauernhof. Die gesamte Leitung und Abwicklung der Unterbringung sowie der An- und Abtransport der Kinder oblag der DJ in Billed. Weiters gab es in diesem Sommer einen Erntekindergarten, in dem Mütter ihre Kinder im Vorschulalter abgeben konnten. Beide Kindergärtnerinnen waren diplomierte Lehrkräfte und Mitglieder der "Deutschen Jugend" [DJ] . Sie versahen ihren Dienst in Billed im freiwilligen Arbeitseinsatz und ohne Entgelt. Im Spätsommer des Jahres 1940 besuchte der Gauleiter der Steiermark, Dr. Überreiter, Billed. Bei dieser Gelegenheit besichtigte er u. a. auch den Bauernhof unseres Landsmannes Jakob Zimmer.

DJ marschiert [1940]. Gauleiter Überreiter besucht Billed.

Eine Jugend stellt sich vor [1940] . 343


Mitglieder der DJ im Jahre 1937 . Vorne rechts Kapellmeister Hans Reiche!.

Jugendgruppe im Fasching [1936]. 344


Angehörige der DJ auf dem Sportplatz in Billed [1939]. Acht von diesen Kameraden sind im Zweiten Weltkrieg gefallen .

Freiwilliger Arbeitsdienst für die Jugend An dem im Jahre 1933 von der " Selbsthilfe-Bewegung" in Neubeschenowa durchgeführten Arbeitslager nahmen Hans Pilli, Franz Haupt und HansSteineraus Billed teil. In diesem Lager standen im Banat erstmals die Söhne und Töchter aller Stände, die Wandervögel, J ungschwaben, Jugendbündlerund auch Neutrale nebeneinander bei der gleichen Arbeit. Durch den Kanal, den sie von Kleinbetschkerek nach Neubeschenowa anlegten, wuchs die Achtung vor dem Mitmenschen, der das gleiche Ziel hatte, eine gemeinsame Sache zu vollenden. Dieser Graben, an dem rund 150 Burschen und etwa 30 Mädchen arbeiteten, sollte mehrere vom Hochwasser gefährdete Grundstücke entwässern. Die Arbeitsdienstwilligen bekamen für ihre geleistete Arbeit weder einen Lohn noch Taschengeld. Es bedurfte also eines großen Idealismus ', freiwillig in einem Arbeitslager zum Nutzen der Gemeinschaft mitzuwirken. Die Ufer und die Böschung an der " Schließ" wurden im Jahre 1939 im freiwilligen Arbeitseinsatz von der Billeder Jugendgruppe DJ begradigt und zum Teil mit Brettern ausgelegt. 345


Die Schließ am Anfang der 30er Jahre, die Böschung und das Ufer mit Rohr und Schilf bewachsen.

Die Billeder Jugend im freiwilligen Arbeitsdienst an der Schließ. [1939] 346


Die SchlieĂ&#x; im Jahre 1940. Durch den freiwilligen Arbeitseinsatz der Jugend [DJ], wurden beide Ufer mit Brettern ausgelegt und der Zu- und AbfluĂ&#x; des Wassers durch eine Schleuse geregelt.

DJ im freiwilligen Arbeitseinsatz am " Warj aseher Graben." 1942 . 347


Kein schönerer Strand in dieser Zeit als der in Billed weit und breit ... Obwohl in Bi IIed verhältnismäßig viel Wasser vorbeifloß, hatte es immer an einem richtigen Strandbad gefehlt. Die einzige und beste Bademöglichkeit befand sich am Ende des " Wahlengrabens" an der " Schließ" [Schleuse] . Für die Kinder waren das Wasser an der Insel und an der Dämmehe noch am Anfang der dreißiger Jahre, "ausgezeichnete" Badeplätze. Im Frühsommer reichte das Wasser bis zum Hals und im Spätsommer nur mehr bis zu den Knien. Heute ist das Wasser um die " Insel" und an der " Dämmche" abgeleitet, der Boden ist trocken und wird teilweise bewirtschaftet.

Das musikalische Geschehen in Billed Mit Beiträgen v. Michael Braun, Johann Mathis und Franz Klein. Eine lückenlose Musikgeschichte von Billed, die bis ins 19. Jh. zurückreicht, wird heute wohl niemand mehr schreiben können. Die Wissensträger sind gestorben oder nur mehr zu sehr lükkenhaften Informationen in der Lage. Einer von den wenigen, die noch Informationen aus längst vergangeneo Zeiten für dieses Buch liefern konnten, war der leider im Jahre 1979 in Billed verstorbene Kapellmeister Michael Braun. Seinen Aufzeichnungen und Erinnerungen verdanken wir in einem großen Maße diesen Beitrag. Die Vielfalt der musikalischen Tätigkeiten in Billed war, nur mit ganz geringen Ausnahmen, auf die sozial schwächer gestellten Schichten der Bevölkerung bezogen. Die ärmeren Eltern schickten ihre Kinder in die " Musikschule", damit sie einen Nebenberuf erlernen und ein zusätzliches Einkommen haben. Die Blasmusik in Billed hatte eine über lOGjährige Tradition und war mit dem örtlichen Kulturleben sehr eng verbunden.

Kapellmeister Michael Thöreß Eine Musikkapelle wird in Billed erstmals im Jahre 1851 erwähnt, die von Kapellmeister Michael Thöreß gegründet wurde. [Er war der Urgroßvater von Michael Braun.] Nach dem Tod von Michael Thöreß, 1892, übernahm Michael Geiß die Leitung dieser Kapelle.

Kapellmeister Blaha Um das Jahr 1870 gründete der Musikpädagoge für Blasmusik, Kapellmeister Blaha, eine neue Knabenkapelle in Bi IIed. Sein bester Schüler war Georg Enderle, ein sehr begabter Flügelhornist, der später, als Kapellmeister Blaha Billed verlassen hatte, die musikalische Leitung der Kapelle übernahm.

Kapellmeister Nußbaum und Schilsony Im Jahre 1891 gründeten die beiden Kapellmeister Nußbaum und Schilsony eine Knabenkapelle in Billed, die nach den Ausbildungsjahren Berühmtheit erlangte. Beide Kapellmeister schlossen mit einer amerikanischen Agentur einen Vertrag ab, in dem sie sich verpflichteten, Konzerte in verschiedenen Staaten von Amerika zu veranstalten . Laut diesem Vertrag erhielten die Kinder die Möglichkeit, in Amerika eine Volksschule zu besuchen. Im Jahre 1893 begann die große Reise für die kleinen 7-lOjährigen Musiker. D a die 43 Buben aus Ungarn kamen, wurden sie mit einer richtigen Husarenuniform eingekleidet und mit einem Schleppsäbel dekoriert. 348


Kapellmeister Mich ael Nußbaum in Husarenuniform in San Francisco, USA [1893].

Vor dem Gasthaus Görlich, Nr. 348, versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern und Verwandten und nach der Verabschiedung ging es mit dem Lied: " Muß ich denn zum Städtele hinaus . . . " zum Bahnhof. In Amerika wurden diese Kinder in Uniform, überall wo sie auftauchten und Konzerte gaben, begeistert empfangen und gefeiert. Schallplatten wurden bespielt und verkauft, so daß der Dollar reichlich rollte. Es war ein Geschäft, bei dem die Kinder und ihre Eltern mit Sicherheit am wenigsten verdienten . Bei der Rückreise in die Heimat wurde die Fahrt in London, Paris, Berlin, Wien und Budapest unterbrochen und es wurden Konzerte gegeben. Bei der Ankunft in Billed war die Bevölkerung auf dem Bahnhof versammelt um "ihre" Kapelle zu begrüßen und gebührend zu empfangen. Vor allem die Eltern warteten nach einer langen Trennung mit Sehnsucht auf die Heimkehrer. Vom Bahnhof marschierte dann die ganze Gruppe unter den Klängen eines flotten Marsches, zum Gasthaus Görlich, zum Ausgangspunkt ihrer Reise, zurück. Die so berühmt gewordene Kapelle wirkte unter ihrem Kapellmeister Michael Nußbaum weiter und machte ihrer Heimatgemeinde Billed viel Ehre. Kapellmeister Schilsony wanderte anschließend nach Amerika aus und Nußbaum starb im Jahre 1911 in Billed. 349


Kapellmeister Lambert Steiner Bereits im Jahre 1905 gründete der Kapellmeister Lambert Steiner [1837-1914] eine Knabenkapelle in Billed, die ebenfalls große Erfolge zu verzeichnen hatte. Er führte seine Knabenkapelle durch Deutschland und kam bis London, wo sie mit ihren Musikstücken überall durchschlagenden Erfolg hatten. Wieder in der Heimat angekommen, bewarb sich der Lovriner Baron Friedrich Lipthay um Kapellmeister Steiner, den er dann auch vertraglich verpflichtete, in Lovrin eine Knabenkapelle zu gründen. Im Jahre 1909 verließ Steiner, gemeinsam mit seiner schwedischen Frau, Billed und ging nach Lovrin. Er ist am 11. August 1914 in Neu St. Anna gestorben .

Kapellmeister Mathias Braun Nach dem Ausscheiden von Kapellmeister Nußbaum erfolgte eine Fusion aller Billeder Musiker. Als erster Kapellmeister wurde Mathias Braun und als zweiter Georg Enderle gewählt. Da die Kapelle nun überkomplett war, wurde sie fallweise in zwei Gruppen geteilt und konnte so gleichzeitig in zwei verschiedenen Tanzlokalen spielen. Durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, 1914, wurde dies schlagartig anders. Die jungen Musiker mußten einrücken und Kapellmeister Enderle blieb mit den älteren Kollegen allein zurück.

Die "Alten Musikanten " anläßtich der Kirchweih im Jahre 1927. Vorne in der Mitte sitzend Kplm. Mathias Braun.

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Nach dem Kriege, 1918, wurde an die Stelle von Josef Enderle als zweiter Kapellmeister Josef Schmidt [Reeb] gewählt. Die eine Hälfte der Kapelle spielte abwechselnd im großen Wirtshaus und die zweite im Gasthaus Nothum. Hier noch einige Namen von den "Alten Musikanten ": Kplm . Mathias Braun, Josef Schmidt, Michael Braun [Regiments Tambour beim 61. lnf. Reg., einer der besten Trommler seiner Zeit], Mathias Büchler, Johann und Paul Eichert, Michael Haas, Wilhelm Bäumchen, Josef Stumpf, Lambert Steuer, Nikolaus Hartmayer, Lambert Steiner, Johann Noldi, Toni Quinkert, Jakob Hilarius, Jakob Laub, Michael und Jakob Metzger usw . Kapellmeister Mathias Braun war im Jahre 1977 92 Jahre alt und der letzte lebende Musiker, der an der Reise nach Amerika im Jahre 1893 teilgenommen hatte.

Kapellmeister Gutekunst Um das Jahr 1929 wurde durch den Kapellmeister Peter Gutekunst die erste Knabenkapelle nach dem Ersten Weltkrieg gegründet. Auch damals meldeten sich wieder nur die Kinder aus den ärmeren Schichten. Mitte der dreißiger Jahre löste sich diese Kapelle auf und aus ihr gingen die beiden Kapellen Hans Reiche! und Josef Schort je hervor. Hans Reiche! spielte mit seiner Kapelle im Gasthaus Duckarm und die Kapelle Schortje in der Neugasse, im Gasthaus Yastag. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lösten sich beide Kapellen auf.

Musikkapelle Peter Gutekunst [1928] 351


Kapellmeister Schilling Die letzte Musikkapelle vor dem Zweiten Weltkrieg gründete KapellmeisterJakob Schilling, im Jahre 1938, in Billed. Be i einer Auslandstournee 1944, also mitten im Kriege, kam es in Italien zur Auflösung dieser Kapelle. Ein Teil der Musiker ging nach Deutschland und der Rest kehrte nach Billed zurück .

Musikkapelle Jakob Schilling. [1938]

Feuerwehrmusikkapelle Die Gründung der Feuerwehrmusikkapelle erfolgte am 10. November 1930. Auf Veranlassung des Feuerwehrkommandanten, Peter Divo, hatte damals Kapellmeister Michael Braun ein Streichorchester auf die Beine gestellt, das hauptsächlich auf Bällen und ähnlichen Veranstaltungen spielte. Im Rahmen dieses neuen Orchesters wurde sehr gute Musik gemacht, die auch beim Billeder Publikum großen Anklang fand. Kapellmeister Michael Braun komponierte einen flotten Marsch, den er der Billeder Freiwilligen Feuerwehr widmete und der als "Feuerwehrmarsc h" in Billed bekannt wurde.

Kapellmeister Michael Braun In seiner Musikerlaufbahn bildete Kapellmeister Michael Braun weit über 150 Burschen und Mädchen auf verschiedenen Instrumenten für Blas- und Streichmusik aus. Er war nicht nur ein hervorragender Instrumentalist, sondern zweifellos auch ein guter Ausbildner und Musiklehrer mit umfassenden musischen Eigenschaften. Er trug viel dazu bei, unter den einheimischen Jugendlichen Liebe und Verständnis für die Musik zu wecken. Er selbst spielte Baßflügelhorn, Saxophon und Geige. Sein wesentlicher Bereich lag jedoch auf dem Gebiet der Ausbildung von jungen Musikern, die als Nachwuchs den einzelnen Kapellen zugeführt wurden . Seine wohl er352


folgreichsten Schüler waren die beiden Musikprofessoren Hannelore Ordinau sowie seine Tochter Marliese Braun. Im Jahre 1951 gründete Kapellmeister Braun eine Knabenkapelle, die ihre Tätigkeit aber bald einstellen mußte. Noch im selben Jahr wurde Braun in die Baragansteppe verschickt, so daß das begonnene Werk wieder eingestellt werden mußte. Exkapellmeister Josef Schmidt nahm sich dann der Jugendlichen an und setzte aushilfsweise den Unterricht fort.

Vorne die Kapelle Josef Schort je mit den Rekruten nach der Musterung des Jahrganges 1912. [1932] Erst im Jahre 1956, als Michael Braun aus dem Baragan zurückkam, konnten die Musikschüler ihre Ausbildung abschließen. Kapellmeister Braun kam bereits mit 17 Jahren in eine Militärmusikschule, wo er eine gründliche Ausbildung genoß.

Kapellmeister Hans Reichel und seine Schrammelmusik Nachdem sich die Kapelle Gutekunst in den dreißiger Jahren aufgelöst hatte, kam es in der Neugasse, unter der Leitung von Kapellmeister Hans Reiche!, zur Gründung einer Schrammelmusik-Kapelle. Die Besetzung dieser Kapelle wich jedoch von der ursprünglichen Originalbesetzung einer Wiener Schrammelmusik [zwei Geigen, Harmonika oder Klarinette und Gitarre] ganz wesentlich ab. Viel Arbeit und viele Proben waren nötig, um mit dieser Gruppe von ca. zehn Mann ein einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die Mühe und Arbeit von Hans Reiche! und seiner Gruppe hatte sich gelohnt. Noch im selben Jahr veranstaltete die Kapelle einen Schrammelmusikabend und konnte mit ihrer M u s i k u n d G e s a n g vor die Öffentlichkeit treten. Es war ein durchschlagender Erfolg u'nd die Veranstaltung mußte zweimal wiederholt werden. Nach einigen Jahren löste sich diese Gruppe wieder auf. Heute wirkt Hans Reiche! im Symphonieorchester der Stadt Oldenburg, BRD. 353


Die Musik nach 1945 in Billed Lange nach Kriegsende, als man sich langsam an die veränderte Lage gewöhnt hatte und die nach Rußland verschleppten Menschen alle wieder frei waren, begannen einige Musiker, der Tradition folgend, mit dem Aufbau einer neuen Blasmusikkapelle. In diesem Bemühen erwarben sich damals Michael Alexius, [Flesche Mischko] sowie sein Kollege Wilhelm Hirth große Verdienste. Es ist ihnen gelungen, eine Kapelle mit ca. 15 Mann ins Leben zu rufen, die auch heute noch ihr Bestes gibt. Zur Zeit hat Kapellmeister Jakob Groß die Aufgabe, diese Gruppe noch möglichst lange zusammenzuhalten und gut über die Runden zu bringen.

Die moderne Schlagermusik Ende der fünfziger Jahre wurde der Wunsch zur Bildung einer modernen Schlagerkapelle immer lauter und dringender. So gründete Michael Alexius, gemeinsam mit zehn weiteren Kollegen, eine Kapelle, die moderne Schlagermusik spielte. Nach einigen Jahren löste sich diese Kapelle aber wieder auf, um einer anderen den Platz freizumachen.

Die Kapelle "Schlager 70" Unter der Leitung von Kar! Mutar bildete sich eine zweite Kapelle in Billed, die den Namen "Schlager 70" führte. Diese Gruppe verstand es, mit ihren Darbietungen und ihrem reichhaltigen Repertoire jung und alt, groß und klein, zu faszinieren .

Die Kapelle "Die Heide-Schwaben" Ganz groß ist in den letzten Jahren die Kapelle, "Die Heide-Schwaben", unter der Leitung -von Kapellmeister Jakob Rieder, herausgekommen. Diese Kapelle hat, trotzihres kurzen Bestandes, aber Dank ihres Könnens und Fleißes, eine vielbeschäftigte Vergangenheit. Bei jedem Auftreten in der Öffentlichkeit erzielten sie schöne Erfolge. Sie genießen nicht nur in Billed, sondern wie es ihr Name schon ankündigt, auf der ganzen Heide einen guten Ruf.

Die ,,Harmoniespieler'' Eine nicht unwesentliche Rolle im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Billed spielten die Ziehharmonikaspieler. Mit ihrem vielseitigen Repertoire waren sie vorzügliche Alleinunterhalter bei Familienfesten, Eckenbällen, Bindelbällen, Sautanz,Hochzeiten, Nohkerweih, Schlittenfahrten und sonstigen Anlässen. Sie waren die Rosinen [Ziwewe] im Kuchen . Einige von ihnen, die mir heute noch in Erinnerung sind, seien hier auch namentlich angeführt, denn sie haben es meisterhaft verstanden , für Stimmung zu sorgen: Alexander Enderle, [590], Peter Lauer [755], Johann Reiche! [690], Andreas Laub [661], Jakob Schummer [607], Jakob Breitenbach sen. u. jun. [110, 738], Nikolaus Frick [205], Nikolaus Seibert [309], Nikolaus Mann [623], Ludwig Dilk [384] und noch viele andere.

Akkordeonspieler In der Volkstanzgruppe der Jugend spielten mit ihren Akkordeons : Kar! Schneider [108], Hans Jobba [331] und Jakob Thöreß [312] und fallweise auch Hans Reiche! [690]. Durch ihre Mitarbeit war es erst möglich, die Volkstänze einzulernen und in der Öffentlichkeit aufzuführen. 354


Zigeunermusik Nicht unerwähnt sollen die Zigeunerkapellen bleiben, die nach dem Ersten Weltkrieg von Zeit zu Zeit im Gasthaus Kunst auftraten. Sie waren ein Überbleibsel aus der ungarischen Ära und kamen aus anderen Ortschaften nach Billed. In Billed selbst gab es keine eigene Zigeuner. kapelle. Die Kapelle " Brüder Martin " kam aus Perjamosch nach Billed.

Kirchenmusik Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Billedeinen Kirchenchor, der im Volksmund als " Die Singmädcher" bezeichnet wurde. Auf dem Gebiet der Kirchenmusik leisteten diese Mädchen und Frauen Hervorragendes. Zwischen den beiden Weltkriegen leiteten Kantorlehrer Johann Henz und später Kantorlehrer Johann Hager diesen Kirchenchor. An hohen kirchlichen Festtagen wie Pfingsten und Ostern wurden auch schwierige Messen von Bach und Händel und ande ren Komponisten in mehrstimmiger Bearbeitung gemeinsam mit dem Gesangsverein und gegebenenfalls mit Instrumentalsolisten aufgeführt. Diese schönen Leistungen konnten nur durch eine beispielhafte Einsatzfreude aller Mitwirkenden zustandegebracht werden.

Billeder Kirchenchor mit Pfarrer Ladislaus Dittrich. [1979]

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Kapellmeister, Komponist und Texter Johann Mathis Unser Landsmann Johann Mathis wurde im Jahre 1938 in Billed geboren und hat seine Heimat im Jahre 1944, als 6jähriges Flüchtlingskind, verlassen. Gemeinsam mit vielen anderen Billeder Flüchtlingen ist er mit seiner Mutter in Ried i. 1., Oberösterreich, gelandet. Wenn wir die Banater-Deutsche Musikgeschichte durchblättern, so können wir feststellen, daß die Dynastie der Mathes und Mathis hier ganz entscheidend mitgewirkt hat. Auch der im Jahre 1893 in Weißkirchen, im Banat geborene Carl Mathe s, der spätere Klavierkünstler und Komponist, gehörte zu dieser Gruppe. Er hatte bereits im Jahre 1919 ein Lehramt mit Professur an der Städtischen Musikschule in Temeswar und im Jahre 1922 war er Hofpianist des Königs von Rumänien. Carl Mathes war ein bekannter und gefeierter Konzertpianist, er komponierte viele Lieder zu Texten von Nikolaus Lenau und anderen Dichtern. Angesichts dieser Tatsache können wir wirklich stolz auf unseren jungen Landsmann J ohann Mathis sein. Auf die abgeänderte Schreibweise des Familiennamens, von Mathis auf Mathes wollen wir hier nicht eingehen. Schauen wir uns einmal den Werdegang von Kapellmeister Johann Mathis näher an: Kplm. Johann Mathis hat in Ried seine eigene Musikkapelle, er komponiert, textet und arrangiert viele seiner Musikstücke selbst. Mit dem Schlagerlied ,Abschied von der Mutter' hatte er einen Welterfolg. Seine musikalische Ausbildung genoß er bei einem Donauschwaben, Mathias Klingler: zwei Jahre Akkordeon und ein Jahr Klavienmterricht waren die musikalischen Grundlagen. Schon 1953 gründete er seine erste Mathiskapelle, aus der die Tanzkapelle Melodia hervorging. In dieser Periode entstanden viele Lieder, die zu Schlagern wurden und fast ausschließlich der Idee Johann Mathis entstammten. Nebenbei entstanden auch Texte von Mathis für die Musik von: Werner Brüggemann, Robert Rohr, Sepp Werner u. a. Auch mit der Original-Donauschwabenkapelle unter Korne! Mayer arbeitete Lm. Mathis eng zusammen. Komponisten, Musiker und Sänger, die aus Billed hervorgegangen sind: Diese Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Marliese Ho I z in ger/Braun, geb. 1938, Nr. 347, Musikprofessor in Lovrin. Hannelore S 1 a v i k/Ordinau, geb. 1956, Nr. 229, Musikprofessor in Billed. Johann Mathe s, geb. 1938, Nr. 115, Komponist, Texter und Kapellmeister in Ried i. 1., Oberösterreich. Instrumentalsolisten Lambert Lutz, geb. 1885, Nr. 67, Klarinette, Szegedin/Billed. Peter M a y er, geb. 1880, Nr. ?, Reg. Tambour b. 46. Inf. Regiment in Szegedin. Michael Braun, geb. 1897, Nr. 798, Reg. Tambour b. 61. lnf. Regiment in Temeswar. Sänger Peter Maurer, geb. 1928, Nr. 284, Bariton, Wien. Hans Siebe r, geb. 1927, Nr. 638, Bariton, Temeswar/Ulm, BRD. Kapellmeister Peter Herbst I er, geb. um 1854 in Billed, bildete im Jahre 1884 in Sackelhausen eine Knabenmusikkapelle aus. Gestorben 1916. Nikolaus Bartzer, geb. 1906 in Billed, Dirigent des "Lovriner Männer-und Frauenchors", seit 1959 Leiter eines Orchesters und Tanzkapelle. Er erteilt auch Musikunterricht und ist bestrebt, Nachwuchskräfte zu entdecken, was für das Musikleben Lovrins von großer Bedeutung ist. 356


Das Billeder Kino Nach dem Ersten Weltkrieg zogen einige Wanderkinos durch Billed und spielten ihre Stummfilme in der Schule vor den Schulkindern oder am Abend im Wirtshaus. Als Begleitmusik spielte ein altes Grammophon oder ein Ziehharmonikaspieler aus dem Ort. Damit der Ziehharmonikaspieler besser gesehen und auch gehört werden konnte, saß dieser auf einem Sessel, der auf einem Tische stand. Der erste Tonfilm, den es in Billed zu sehen gab, hieß "Im Westen nichts Neues", nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque . Am nächsten Abend folgte der Tonfilm: "Der Untergang der Titanic" . Der englische Schnelldampfer von 46.000 BRT stieß auf seiner ersten Fahrt nach USA im Nordatlantik im Jahre 1912 auf einen Eisberg und sank mit 1517 Menschen. Es war das bisher schwerste Schiffsunglück in Friedenszeiten. Beide Filme waren damals [1932?] sowohl von ihrer Technik, als auch von ihrem Thema her für ganzBilledeine Sensation. Vorgeführt wurden sie von einem Wanderkino im "Großen Wirtshaus". Wegen der großen Besucherzahlen mußte die Vorstellung mehrmals wiederholt werden. Im Jahre 1938 ließ die Familie Stefan und Elisabeth Unger auf dem Grundstück Nr. 419 einen Kinosaal mit einem großen Balkon errichten. Der mit einer 35 mm Tonfilmapparatur aus Deutschland ausgerüstete Saal hatte ein Ausmaß von rund 250 Quadratmetern und war für 300 Sitzplätze zugelassen. Im gleichen Haus war auch eine Konditorei und ein Gasthaus eingerichtet. Die ersten Versuche, Stummfilme in Billed vorzuführen, wurden bereits gleich nach dem Ersten Weltkrieg unternommen. Herr Stecher spielte im damaligen Bauernverein Nr. 424 und Herr Michael Titel im Gasthaus Nothum Nr. 294.

Die wirtschaftliche Entwicklung von Billed Die Landwirtschaft Wie wir bereits im II. Abschnitt unter "Die Landvermessung" im Jahre 1769 erfahren haben, waren die Gründe in die Dreiflurenwirtschaft eingeteilt, in die Wintersaatflur, die Sommersaatflur und in die Brachflur. Entsprechend dieser Dreifelderwirtschaft, die die deutschen Kolonisten erstmals in Billed einführten, blieb in jedem Jahr ein Teil brach liegen, während die beiden anderen Teile mit Winter- oder Sommerfrüchten und Getreide bepflanzt wurden. Das Brachland wurde zur Viehweide verwendet, was natürlich einen Flurzwang voraussetzte. Nach der Revolution im Jahre 1848/49 und mit der Übernahme der Felder durch die Billeder Bauern löste sich dieses System allmählich auf. Man begann auch mit der Bebauung der Brachflur, so daß eine Fruchtflur [Halmfrüchte], eine Kukuruzflur [Hackfrüchte] und eine Gemischteflur entstand. Ende der zwanziger Jahre wurde die "Große Flur", über der Sauerländer Brücke, zur ständigen Gemischteflur erklärt. Hier konnte nun alles in beliebiger Reihenfolge angebaut werden. Die beiden anderen Fluren, laut dem Ortsplan aus dem Jahre 1769 die II. und 111. Flur, mußten sich jährlich in Kukuruz-[Mais] und Fruchtfluren abwechseln, daher der Name Wechselflur. Die prozentuale Verteilung der Anbaupflanzen vor dem Zweiten Weltkriegwar in Billed wie folgt : 40 % Weizen 33 % Mais 18 % Futterpflanzen 6 % Industriepflanzen 3 % Gemüse und Wein Gerste, Hafer und Roggen [Korn] wurden nur in geringen Mengen, dagegen wurden Kartoffeln in vermehrten Mengen angebaut. 357


Gemüse und Melonen wurden im eigenen Hausgarten oder auch im Klee garten, aber nur für den eigenen Bedarf, angebaut. Die Obstbäume standen ebenfalls im Garten, Kleegarten oder Weingarten, aber nur in geringer Anzahl.

Die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte Jakob Leidecker Die Anzahl der in Billed als Knechte und Mägde beschäftigten Arbeiter betrug in den Jahren von 1925 bis 1940 rund 180 Personen. Das sind 4 1/z% der Einwohner Billeds. Von diesen waren lediglich 8-10 Personen aus Billed, alle anderen kamen von auswärts. Das Arbeitsverhältnis zwischen einem Dienstgeber und Dienstnehmer wurde immer auf ein ganzes Jahr abgeschlossen und begann am 2. Jänner. Vor Antritt seines Dienstes hatte der Knecht mit seinem neuen Bauern oder Brotgeber nur über die Art und Höhe der Bezahlung gesprochen. Die Arbeitsbedingungen und die Freizeit war im allgemeinen beiden Seiten bekannt. Es gab einen großen Knecht und einen kleinen Knecht. Der große Knecht war eine volle Arbeitskraft, der kleine Knecht war meist ein junger Bursche, der gerade aus der Schule kam.

Einkommen zwischen 1920-1930 15.000,- bis 20.000,- Lei jährlich. Großer Knecht Kleiner Knecht .. .... .. .. . ......... . . .. ... . ... ..... . 5.000,- bis 8.000,- Lei jährlich. EineMagd ....................... ... ..... ......... . 5.000,- bis 8.000,- Lei jährlich. Zum Lohn kamen dann noch 3 Garnituren Unterwäsche 1 Paar leichte Sandaletten [Patschker] 1 Paar Arbeitsstiefel Ortsansässige erhielten dazu 1 Fuhre Stroh und etwas Brennmaterial. In den W i n t e r m o n a t e n bestand die Hauptaufgabe eines Knechtes in der Fütterung und Pflege des Viehbestandes. Die Arbeitszeit begann in der Früh zwischen 6 Uhr und 6 Uhr 30 und endete abends um 18 Uhr. Pausen gab es nur zu den Mahlzeiten. Die Arbeitszeit des Dienstpersonals auf einem Bauernhof hat sich, wie es in der Landwirtschaft nun einmal notwendig ist, an die Dringlichkeit der Arbeiten in den jeweiligen Jahreszeiten angepaßt. Die Schlafstelle der Knechte war im Winter der Pferdestall und im Sommer der KukuruzHambar. Der Harnbar war ein Schüttboden, in dem der Mais getrocknet und gelagert wurde. Er war seitlich mit Holzlatten verschalt, damit Luft und Sonne besser durchdringen konnten. Die Magd hatte ein kleines Zimmer im Wohnhaus oder in der Sommerküche-Veranda - , die im Hof, gegenüber dem Wohnhaus, stand. Was mögen die Gründe gewesen sein, warum sich diese Unsitte bis ins 20. Jahrhundert gehalten hat? Platzmangel oder finanzielle Schwierigkeiten waren es mit Sicherheit nicht. Bleibt nur noch die Denkfaulheit über, sowohl von der bäuerlichen Führung als auch vom Bauern und dem Knecht. Es war leider mal so!

Der Tennmann In der Erntezeit wurde zusätzlich eine tüchtige Arbeitskraft, der sogenannte Tennmann, aufgenommen. Dieser war immer ein Ortsansässiger, der dabei war, bis der letzte Halm gemäht und gedroschen war. Für seine Arbeit auf dem Bauernhof erhielt er durchschnittlich 8 Zentner Weizen, eine Fuhre Stroh und die Kost. 358


Die Schnitter Die Schnitter waren jene Leute, die bestimmte Grundstücke, aus irgendeiner Ursache, mit der Sense abgemäht haben. Sie waren die absoluten Spitzenverdiener. Für sie gab es nur den 16-Stunden-Tag. Für 1 Joch mit der Sense mähen wurden 100 kg Weizen bezahlt. Für ein Joch, das sehr stark umgelegen war, wurden 130 kg Weizen, 2 kg Speck und ein Liter Schnaps bezahlt.

Halbscheitbauer und Taglöhner Jakob Leidecker Für die Kleinhäusler inBilled bestand auch die Möglichkeit, im Taglohn oder im Halbscheitbau im Dienste der Großbauern tätig zu sein. Der Halbscheitbauer übernahm eine Anzahl Felder vom Großbauern, die er beackern und besäen mußte. Sein Lohn bestand in der Hälfte des Ertrages. Es kam sehr häufig vor, daß der Kleinhäusler einen Eigenbesitz von 4-5 Joch Feld hatte und nebenbei noch 20 Joch Feld um die Hälfte [Halbscheit] für einen Großbauern bearbeitete. Die Anzahl derTaglöhnerund Halbscheitbauern ist in Billed in diesemJahrhundertständig angewachsen. Der Grund war der zu dieser Zeit einsetzende Mangel an Arbeitskräften und die gleichzeitige Kinderarmut in den bäuerlichen Mittel- und Großbetrieben. Von den Kleinhäuslern wurde der Anbau von Handelspflanzen auf dem eigenen Grund aber auch im Halbscheitbau für die Großbauern betrieben.

Die Einspänner Jakob Leidecker "Einspänner" waren die Einwohner mit nur kleinem oder keinem Bodenbesitz, zu welchen auch die Tabaksbauern gehörten. Der größte Teil davon besaß ein Pferd, da sie sich alle mit Landwirtschaft und Vieh beschäftigten. Deswegen pachteten sie sich ein bis zwei Joch Ackerfeld. Der Pachtpreis war pro Joch ca. 3000,- Lei. Es wurden in der Regel Mais und Kartoffeln angebaut, womit der Eigenbedarf gedeckt wurde und der Rest auf dem Markt verkauft werden konnte. Es wurden auch Schweine über den eigenen Bedarf hinaus gemästet und auf dem Markt verkauft, um dem Haushalt eine gewisse geldliche Zubuße zu gewährleisten. Eine Kuh und Federvieh wurde in jedem Haushalt gehalten, wodurch der Eigenbedarf an Milch, Butter, Käse sowie auch an Geflügelfleisch gedeckt werden konnte. Zwischendurch konnte auch ein Jungkalb an den Fleischhauer verkauft werden. Zum Ackern mußte man mindestens zwei Pferde vor den Pflug spannen. Zu diesem Zwecke haben die Einspänner ihre Pferde zusammengespannt, um ihre Felder gemeinsam ackern zu können. Auf diese Weise haben sie ihre Selbständigkeit bewahren können. Um eine Relation zum Durchschnittsverdienst herzustellen, folgen einige Durchschnittspreise der dreißiger Jahre: Ein Taglohn inkl. Verpflegung betrug 50-60 Lei 100 kg Weizen 400 Lei, 100 kg Mais 3 00 Lei, 1 kg Mehl 5 Lei, 1 kg Schweinzeschmalz 30 Lei, 1 kg Zucker 7 Lei, 1 kg Rindfleisch 30 Lei, 1 kg Schweinfefleisch (lebend) 15 Lei, 1 kg Hanf 40-50 Lei, 1 kg Tabak 6-30 Lei (im Schwarzhandel60-80 Lei), 1 Liter Milch 5 Lei, 1 Liter Wein 10 Lei, 1 Liter Schnaps (Raki) 30Lei, 1 Herrenanzug 1.500 Lei, 1 Wintermantel2000 Lei, 1 Paar Schuhe 400 Lei, 1 Paar Patschen (Schleicher) 80 Lei, 1 kg Kartoffeln 4 Lei. 359


Die Mechanisierung der Landwirtschaft Jakob Slavik Bi IIed war eine bäuerliche Großgemeinde und hatte, bedingt durch den guten Humusboden, eine sehr ertragreiche Weizenernte zu verzeichnen. In früheren Jahren wurden die Ähren des Brot- und Futtergetreides auf der Tenne mit Dreschflegeln ausgeschlagen oder, wo es Pferde gab, von diesen ausgetreten. Durch Worfeln -in die Luft sch aufeln -wurden die Körner von der Spreu getrennt. Im Jahre 1867 kamen die ersten Dreschmaschinen ins Banat u. a. auch nach Billed. Sie mußten von Hof zu Hof mit Pferdegespannen gezogen werden. Es waren sogenannte Gesellschaftsdreschen , die von einigen Bauern in einer Art von Gesellschaftsvertrag angekauft wurden . Jedes Jahr wurde ein Komitee gewählt, das zu entscheiden hatte, wie die Reihenfolge des Dreschens vor sich zu gehen hatte. Dem Ausschuß oblag auch die Einstellung des Maschinisten, des Heizers und der Drescharbeiter sowie die Aushandlung der Löhne für die Dreschpartien. Um die Jahre 1905 bis 1910 wurden die Dreschmaschinen zum Selbstfahrbetrieb umgebaut. In diesen Jahren kauften sich auch Privatunternehmer eigene Dreschgarnituren; so: Johann Schwartz sen., Peter Krier sen. u. a. m. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Garnituren durch: Peter und Johann Schwartz 6, Peter Krier 2, Andreas Frey 1, Johann Michels 1 und Johann Packi 2 Dreschmaschinen vermehrt. In den dreißiger Jahren wurden als Antriebskraft bereits Traktoren verwendet. Solche hatten Nikolaus Jobba, Mathias Höchst, Johann Krier, Johann Packi u. a. Da nun die Kapazität für Billed mehr als ausgelastet war, fuhr man auch in die nähere und weitere Umgebung zum Dreschen. In den zwanziger Jahren wurden auch die ersten Mähmaschinen (Garbenbinder) in Billed eingeführt, einer der ersten Bauern war Johann Gilde (Friedels Vetter Hans) Nr. 412. In Billed war nun auch das Zeitalter der Mechanisierung angebrochen und der technische Fortschritt war nicht mehr aufzuhalten . Jeder Bauer, der es sich einigermaßen leisten konnte, versah seinen Bauernhof mit landwirtschaftlichen Maschinen aller Art. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg, 1914-1918, gab es eine Unterbrechung. Während der ersten Nachkriegsjahre ging es dann aber sprunghaft aufwärts und im Jahre 1942 gab es in Billed 165 Mähbinder und 56 Traktoren. Der größte technische Umschwung trat jedoch 1939 nach der Elektrifizierung in Billed ein . Durch den elektrischen Strom waren die idealsten Möglichkeiten gegeben, auch den bäuerlichen Haushalt zu technisieren, was eine große Erleichterung für die ohnehin geplagte Bäuerin bedeutete.

Das bäuerliche Arbeitsjahr An diesem Beitrag haben folgende Landsleute mitgearbeitet: Maria Sauer, Dr. Hans Braun, Josef Braun und Jakob Leidecker. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze, wenn der Boden nach dem Winterfrost wieder " uffgelaant" und einigermaßen getrocknet war, begann das bäuerliche Arbeitsjahr auf dem Felde. Die Weizenfelder wurden gewalzt und geschleift. Das im Herbst gepflügte Feld wurde geeggt und der Hafer und die Sommergerste angebaut, die hauptsächlich für die Bierbrauerei bestimmt waren. Gleichzeitig begann auch das M i s t f ü h r e n auf die vorgesehenen Felder. In Bi IIed wurden die Felder je nach Lage abwechselnd alle 2 bis 4 Jahre gedüngt. Mit Kunstdünger wurdt;! nicht gearbeitet, da er sehr teuer war. 360


Jetzt wurde der B o d e n u m g e a c k e r t , damit der Mais angebaut werden konnte. Beim " Sterze" [Ackern] wurden oft auch 4 bis 6 Pferde vor den Pflug gespannt. Der große Knecht bediente den Pflug und der kleine Knecht führte und trieb die Pferde an . Anschließend an das "Sterze" wurde der M a i s g e s e t z t . Dies geschah je nach Witterung im April. Im Juni konnte man schon mit dem Kukuruzhacken beginnen. Der Kukuruz war eine Pflanze, die sehr viel Arbeit abverlangte. Er mußte gesetzt, gehäuft, gegeizt, gebrochen und gelischt [geschält] werden. Zunächst fuhr man mit einem Drei-Flachsscharpflug, mit einem Pferd davorgespannt, zwischen den Reihen hindurch und pflügte das Unkraut 3-5 cm tief in den Boden. Anschließend wurden die Reihen gehackt. Die Reihenbreite betrug 50-60 cm und die Stockweite 40 cm. Dabei mußte beachtet werden, daß keine zwei Pflanzen nebeneinander standen. Beim Kukuruzhacken kamen je Tag und Person einige zehntausend Hackschläge zusammen. Was dies bei der Sommerhitze bedeutete . kann man sich leicht vorstellen. Es kam auch vor, daß dasselbe Grundstück ein zweitesmal gehackt werden mußte . Bauern mit großem Besitz mußten sich für diese Arbeit Tagelöhner aufnehmen , welche in vielen Fällen besitzlose Einwohner von Billed waren , oder auch auswärtige Rumänen. Der Taglohn einschließlich der Verpflegung wurde vorher ausgehandelt, was somit die erste Saisonarbeit im Jahr war. Im März-April wurden die KartoffeIn in den Boden gebracht und im Juni gehackt. Wenn sie reif waren, wurden sie ausgepflügt, zusammengeklaubt, in Säcke gefüllt und nach Hause gefahren. Dort kamen sie in einen luftigen, schattigen Lagerraum, meist in eine Schupfen, wo sie noch vor dem Frosteinbruch sortiert und dann in den Keller gebracht wurden. Im April wurde auch der Hanf und Mohar angebaut bzw. gesät. Mohar ist eine Zuchtform der italienischen Borstenhirse, die in Billed sehr häufig als Grünfutter angebaut wurde.

Der "Schnitt" "Peter und Paul macht die Kornwurzeln faul " lautete eine alte Bauernregel. Meistens begann auch Ende Juni die Erntezeit Die Wintergerste war als erste Getreideart reif [zeitich] und wurde zuerst " abgemacht". Der Bauer, der als erster sein Getreide mähen wollte, es war meist eine Fläche von 4 oder 8 Katastraljoch, mußte zuerst einen Streifen von gut 2 Metern mit der Sense mähen oder mit den Pferden und der Mähmaschine durchtrampeln . Dem Nachbarn, der als zweiter an die Reihe kam, blieb diese Arbeit erspart. Sobald das Getreide vom Morgentau abgetrocknet war, konnte mit dem Mähen begonnen werden. Bei feuchtem Getreide streikte die Mähmaschine. Vier bis sechs Pferde wurden vor die Mähmaschine gespannt, um eine Fläche von acht Joch, eine Tagesleistung, abzumachen . Der kleine Knecht hat die Pferde geführt, die Magd oder der Tennmann hat sie angetrieben und der Bauer achtete auf die Mähmaschine. Die übrigen Leute haben die gebundenen Garben auf Kreuzstöße reihenweise und geradlinig aufgestellt. Ein Kreuzstoß hatte 14 Garben. Die Getreideernte war eine zeitbegrenzte und harte Arbeit. Bei Regenwetter konnte man nicht ernten, anderseits durfte die Frucht nicht überreif werden, da sonst die Körner ausfielen. So mußte man die Zeit von Morgengrauen bis zum Einbruch der Dunkelheit restlos ausnützen. In einem mittleren Bauernhof spannten immer zwei Bauern je zwei Pferde vor die Mähmaschine [Garbenbinder] und halfen sich gegenseitig bei der Ernte aus. Unter den Kleinbauern gab es viele, die keine Mähmaschine besaßen, sie mußten ihr Getreide mit der Sense mähen oder " abmachen " . Wenn sie mehr hatten als sie mit eigener Arbeitskraft bewerkstelligen konnten, mußten sie einen Teil gegen Entlohnung zum Abmachen vergeben. In manchen Jahren kam es auch vor, daß das Getreide vom Regen und Sturm ineinander verwickelt war und man es aus diesem Grunde nicht mit der Mähmaschine bearbeiten konnte. Für die Besitzlosen von Bi IIed war dies eine gute Gelegenheit, sich ihr Brotgetreide für das nächste Jahr zu verdienen . Sie mähten mit der Sense, von früh bis spät, und im Schweiße ihres Angesichtes haben sie sich wirklich ihr Brot verdient. · 361


Der letzte Wagen wird in die Scheune gefahren. [1937]

Das Beiführen Das Getreideeinführen [Beifiere] zählte zu den leichteren und angenehmeren Arbeiten in der Erntezeit Da man, je nac h der Entfernung des Feldes, fünf- bis sechsmal täglich fahren wollte, mußte man schon sehr früh aus den Federn. Man konnte aber jedesmal, wenn man mit einem geladenen Wagen zuhause ankam, einen frischen Trunk zu sich nehmen, was bei der großen Hitze und dem Staub eine wohltuende Erquickung war. Außerdem konnte man das Mittagessen im Kühlen zu Hause essen. Das Getreideeinführen wurde mit Frohsinn aufgenommen, weil es schließlich auch ein einmaliges Ereignis im 1ahr war. Viele Bauern nahmen sich die Zeit und wuschen ihre Wagen, das Pferdegeschirr war schön geputzt und in manchen Fällen schön geschmückt. Dazu wurden gold-und silberlegierte Rosetten, die an das Pferdegeschirr angehängt wurden, verwendet. In der Tenne wurden die Garben aufgeschobert und lange, hohe und stolze Schober erhoben sich zum Himmel.

Das Dreschen Die Dampflokomotive [Dampfer] kam selbständig als "Selbstwanderer" mit dem Dreschkasten und Elevator in den Hof und dann auf die Tenne gefahren. Die Arbeitsgruppe, die sogenannte Dreschpartie, bestand gewöhnlich aus 16-18 Mann, die nicht immer Ortsansässige waren. Auch Rumänien und andere Nationen waren vertreten. Außer diesen gab es dann noch den Maschinisten und den Heizer, diebeideseit Jahren in ihrer Firma in Billed beschäftigt waren. Die Dauer des Dreschens betrug je nach Größe der angebauten Fläche 1-2 Tage.

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Eine willkommene Ruhepause f端r alle. [1917]

Ein dampfender Traktor ersetzt bereits die Lokomotive. [1937] 363


21 Personen mit Lokomotive, Dreschkasten und Elevator im Einsatz. Der kleine Frick Willi spielt mit der Feuerspritze. [1937]

Die Entlohnung bestand ausschließlich in Naturalien, in Form von Weizen , "Riß" genannt, sowie der Kost. Unter den schattenspendenden Maulbeerbäumen standen im Hof lange Tische, an denen die Arbeiter sich mit kräftiger Bauernkost und gutem Raki [Schnaps] labten. Die Magd und die Bäuerin hatten alle Hände voll zu tun, um die Arbeitsgruppe zu versorgen. Die Dreschmaschine lief den ganzen Tag über, bis spät in die Nacht. Nach dem Abendessen begannen die Männer ihre Nachtlager herzurichten. Einige schliefen im Geräteschuppen, andere neben der Maschine oder auf dem Strohschober. Auf dem frisch gedroschenen Stroh ließ es sich sehr angenehm und weich liegen. Für den Heizer war der Tag jedoch noch nicht beendet. Damit der Kessel am nächsten Tag wieder einsatzbereit war, mußte die Asche aus dem Brennraum entfernt und die Zugrohre gereinigt werden. In der Früh betätigte der Heizer die Dampfpfeife, die schrill in die Nacht hineinblies und hatte damit seine Belegschaft geweckt. Nacheinander kamen sie aus ihren Nachtlagern heraus, wischten sich kurz den Schlaf aus den Augen und machten die Maschine und Geräte fertig zum Anfahren. Bis die Maschine in Betrieb gesetzt wurde, waren dieMännerauch schon auf ihren Arbeitsplätzen. Zur Aufmunterung ließ der Bauer die Schnapsflasche einige Runden machen und um 7 Uhr gab es ein kräftiges Frühstück. Das Mittagessen wurde zwischen 12 und 1 Uhr eingenommen und um 5 Uhr gab es eine Jause. Die Männer waren verpflichtet, das Stroh und die Spreu sauber aufzusetzen [schobern] und den Weizen auf den Dachboden des Wohnhauses zu tragen, wo er gelagert wurde. Jeder der Männer hatte seinen ihm zugeteilten Arbeitsplatz. Zwei Mann standen auf dem Dreschkasten, der Einlasser und der Aufschneider. Letzterer schnitt die Manillaschnur durch, sammelte diese

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und gab die Garben dem Einlasser in die Hände. Der Einlasser mußte die Garben auseinanderziehen und gleichmäßig in die Trommel einlassen. Diese Arbeit war eine Übungs- und Gefühlssache. Wenn der Einlasser die Garben nicht richtig auseinandergezogen in die Trommel eingelassen hatte, gab es einen heftigen Ruck durch den Dreschkasten und der Treibriemen fiel herunter. Nach der 5-Uhr-Jause summte der Dreschkasten sein altvertrautes Lied bis spät in den Abend hinein ... Die Männer an der Dreschmaschine waren prozentual an der Gesamtmenge, die auf jedem Hof ausgedroschen wurde, beteiligt. Die Arbeitszeit betrug 15 Stunden täglich. Gerste und Hafer wurden gleichzeitig mit dem Weizen mitgedroschen, von denen die Drescher ebenfalls ihre Prozente erhielten. Häufig kam es vor, daß ein Bauer schon vor dem Dreschen 30-40 Zentner Weizen an die Mühle verkauft hatte. In einem solchen Falle wurde die gesamte Menge, gleich vom Dreschkasten weg, zur Mühle gebracht. Dadurch wurde der Transport, auf den Dachboden und wieder herunter, eingespart.

Die Maisernte (Kukuruzbreche) Nachdem die abgeernteten Getreidefelder [Stoppelfelder] umgeackert waren , ging es der letzten Saisonarbeit, dem Kukuruzbrechen, entgegen. Zu dieser Arbeit benötigte der größere Bauer wieder Aushilfskräfte, welche aus verschiedenen Bezirken nach Billed kamen. Es waren meist Rumänen und Bulgaren, die in Gruppen bis zu acht Mann sich um diese Arbeiten bewarben. Der Lohn wurde wie im Tageslohn oder pauschal nach der Größe des Maisfeldes, das abzuernten war, ausgehandelt. Die Kost war immer dabei.

Kukuruzausmachen. Im Hintergrund der maschninell betriebene Maisrebbler, im Vordergrund die Familie Schiller samt " Anhang". [1936] 365


Die Aufgabe der " Kukuruzbrecher" bestand darin, die Maiskolben an Ort und Stelle abzuschälen und auf den Wagen zu laden . Der Bauer und sein Knecht transportierten die Maiskolben nach Hause auf den Hambar. Zum Aufgabenbereich der Arbeiter gehörte auch das Abschneiden des Laubes, daß sie dann mit Schilf oder " Schabstroh" [Roggenstroh] in Berten zusammenbanden und in Haufen, von 10-15 Berten, reihenweise aufstellten. Nach ca. 14 Tagen wurden diese dann vom Bauern nach Hause gefahren. Einen Teil seiner Maisfelder hat der Bauer mit seinen Leuten selb.st abgeemtet und dabei die Maiskolben mitsamt den Lischen abgebrochen. Diese wurden dann erst zu Hause abgelischt. Viele Helfer, Nachbarsleute und Bekannte saßen abends vor dem großen Kukuruzhaufen und trennten die Lischen von den Kukuruzkolben. Mit lustigen Liedern und Witzen ging die Zeit schnell vorüber. Trotzdem freute sich jeder, wenn die 10-Uhr-Glocke läutete, denn das hieß Feierabend. In Billed wurde der Kukuruz ausschließlich als Viehfutter verwendet. Zur Zubereitung von Mamaliga oder Malai wurde er von den Deutschen nicht verwendet. Allerdings gab es eine eigene Sorte von Kochkukuruz und eine Sorte von Platzkukuruz, die sowohl von den Kindern als auch von den Erwachsenen gerne gegessen wurden . Die zarten, weißen Kukuruzlischen füllten die " Strohsäcke" in den Betten, aber auch die Sitzsäcke auf den Pferdewagen waren damit gefüllt. Sowohl die Lischen als auch das Kukuruzlaub erfreuten die Kühe und Schafe. Die abgefressenen Stenge! wurden gesammelt und im Herd und Ofen verbrannt. Für einige besitzlose Ortsansässige gab es in dieser Saisonarbeit noch eine Gelegenheit, etwas zu verdienen. Das Maislaub, welches der Bauer mit seinen Leuten selbst abgeerntet hatte, stand noch auf dem Felde und mußte abgeschnitten werden. Für das Laubschneiden bekam der Arbeiter die Hälfte der gebundenen Laubberten. Das Aussäen des Weizens für das nächste Jahr war Anfang November beendet. Bei schönem Herbstwetter wurde nochmals Mist gefahren und geackert. Ende November waren die Bauern mit der Feldarbeit fertig. Alte Billeder Bauernregel : Wenn die Blätter fallen, soll die Außenarbeit fertig, die Schweine fett und der Wein hell sein. Überliefert von Jakob Fischer, (Nr. 309)

Beim Ackern mit vier Pferden. (Sterze]. (1938]

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Das selbstgemachte Bindematerial Die Lischen und Binsen für das selbstgemachte Bindematerial, die Säl, von Seil, nahm man sich aus dem Sumpfgelände des Jergrabens, der ja an Billed vorbeifloß. Diese Wasserpflanzen wurden im Sommer geschnitten und getrocknet und ergaben, dem Zweck entsprechend, ein ausgezeichnetes BindemateriaL Außerdem säte der Bauer auch eine kleine Fläche mit Korn an, dessen Halme ebenfalls für Bindezwecke Verwendung fanden . Die Körner wurden auf einem Brett vorsichtig ausgeklopft, um die Strohhalme nicht zu beschädigen. Diese Arbeit wurde oft von ärmeren Leuten um die Hälfte des Ertrags durchgeführt.

Industriepflanzen: Der Hanf Die Hanfpflanzung war im Banat nach 1716 ein Monopol des Ärars. Privatleuten war es untersagt, im Banat Hanf anzubauen. In Groß-Becskerek wurde eine ärarische Hanfpflanze eingerichtet, wo im Jahre 1723, 5934 Bund Hanf wuchsen und verarbeitet wurden. Hanf wurde in dieser Gegend schon in derJungsteinzeitund auch später von den dort lebenden Völkern als Textilpflanze angebaut. Wegen seines natürlichen Wasserreichtums wurde vor allen Dingen in Billed der Hanfbau bevorzugt. E s ist daher auch erklärlich, daß gerade hier, wo Wasser- und Humusreichtum zusammentreffen, die erste und einzige Hanffabrik im Banat erbaut wurde. Die Billeder Hanfröste nahm einen Teil des schlammreichen Jergrabens am Südostende des Dorfes, bei der ehemaligen Wassermühle und Dämmche, ein. Sie hatte eine Längenausdehnung von rund 800-1000 mundeine Breite von 50-80 m. Diese Hanfröste, von den Billedem nur Hanfwasser genannt, wurde auch von den Hanfbauern der umliegenden Gemeinden gegen Entgelt mitbenutzt. Diese umliegenden Ortschaften waren nämlich auch an der vertragsmäßigen Belieferung der Hanffabrik beteiligt. Der gerade Hanfstengel, der 2-3 m hoch werden kann, liefert die Fasern für Seilerwaren und gröberes Geflecht. Im Orient und in tropischen Gebieten wird der Hanf allein wegen der stark betäubend wirkenden ätherischen Öle oder Harze angebaut, die das als Haschisch bekannte Rauschmittel darstellen. Der Hanf ist vermutlich in Mittelasien beheimatet und hat sich von dort auf verschiedenen Wegen nach dem Westen ausgebreitet. Über den Hanfanbau und seine weitere Bearbeitung bis zum fertigen Produkt lesen wir in dem folgenden Beitrag.

Die Hanferzeugung Jakob Leidecker Der Hanf wurde ähnlich wie der Weizen dicht angebaut. Um die Fasern von den harten Halmen zu entfernen, mußte der Hanf geröstet werden (Hanfretze ). Der Hanf wurde auf dem Felde büschelweise am Boden liegend getrocknet, damit man die kleinen Blätter am oberen Ende abklopfen und den Hanf zu Berten zusammenbinden und zum Rösten bringen konnte. Es war somit in der Nachsommerzeit immer viel Betrieb in unserem Hanfwasser. Der Nachteil dieser Hanfretze war biologisch bedingt mit einem großen Fischsterben, da das Wasser durch giftige Absonderungen verunreinigt wurde. Der Hanfstengel war weiß und brüchig wie die Fasern und löste sich davon. Wenn jemand eine größere Menge Hanf im Wasser hatte, benötigte er Hilfskräfte zum Rauswaschen, dadurch hatten diejenigen, die sich nicht mit dem Hanfbau beschäftigten, Gelegenheit, sich etwas Hanf zu verdienen. Es wurde vereinbart, daß jede sechste Berte dem Raus367


Weit 端ber 2 m hoher ~ Hanf wuchs auf den Feldern von Billed. [1937]

Arbeit im Hanfwasscr. [1936]

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Der Hanf bei der Trocknung.

Die Hanfverarbeitung auf dem Bauernhof. [1 936] 369


Neun Hanfspinnerinnen in der Neugasse. [1936]

waseher gehörte. In dieser Jahreszeit, es war schon Spätsommer, gab es schon empfindlich kühle Nächte. Das Rauswaschen begann schon in den Morgenstunden, die Leute standen bis zu 7 Stunden im kalten Wasser, bis zu den Hüften. [Gummianzüge gab es damals nicht!] Nach der Trocknung auf der Wiese begann das Hanfbrechen, wozu man ein Gerät, das auf vier Füßen stand, etwa 60 cm hoch und ca. 100 bis 130 cm lang war, verwendete. Es gab ein Gerät, mit einer Zunge zum Vorbrechen [die Quetsch] und eines mit zwei Zungen zum Sauberbrechen. Nach dieser Arbeit war der Hanf fertig zum Hecheln und zur Weiterverarbeitung. Die Hanfhechel war eine Fläche von 300 bis 400 cm 2 mit dicht nebeneinander, fein zugespitzten Stahlzinken, die in ein Brett eingelassen waren. Der Hanf wurde durch diese Zinken gezogen und die kürzeren und schwächeren Fäden (Werk] von den längeren und stärkeren [Haar] getrennt. Dann kam das Spinnen, das in den Wintermonaten stattfand. Die Frauen haben es zu ihrer Lieblingsbeschäftigung gemacht, das im Sommer gewonnene Werk in den Wintermonaten zu Garn zu spinnen. Es wurde ein im Banat bekanntes Spinnrad verwendet, das mit dem Fuß getreten wurde. Das schwächere Material wurde gröber, daß feinere dünner gesponnen. Nach der Spinnarbeit kam das Material zu den Webern. Es gab in den Jahren 1920-1930 in Billed noch zwei Webstühle und zwar Dominik Weber Nr. 663 und Peter Gebe! Nr. 585. Der Weber bekam neben dem vereinbarten Lohn noch Speck und Mehl. Aus dem Mehl machte er sich eine Masse (Schlicht], die zum Weben nötig war [Tuchmache] . Das Tuch, das der Weber webte, war einen Meter breit und beliebig lang. Vom groben Material wurden Säcke gemacht, die in jedem Haushalt gebraucht wurden. Das Tuch aus dem feineren Material ist nach der Bleiche vielseitig verwendet worden . Der Seiler machte Zugstricke, Halftern, Tabakschnüre u. a. m. daraus. 370


Das Tuch wurde über waagrechte Holzpfähle gespannt und des öfteren mit Wasser übersprüht [Tuchnetze] . An heißen Tagen mußte dies mehrmals wiederholt werden, bis es weiß gebleicht war. Aus diesem Leinen wurden Bettücher, Handtücher, vor der Jahrhundertwende auch Arbeitshosen für Männer und Spielhosen für die Kinder hergestellt, nicht zu vergessen der Strohsack, der mit weichen Kukurutzlischen gefüllt wurde und als Unterlage der Bettstatt galt.

Die Tabakbauern Jakob Leidecker Die Billeder Einwohner mit wenig oder gar keinem Ackerbodenbesitz mußten, soweit sie nicht als Kaufmann, Handwerker, Maurerhandlanger oder in den anfangs erwähnten Betrieben beschäftigt waren, ihren Lebensunterhalt aus der landwirtschaftlichen Arbeit bestreiten. Auch die Besitzlosen wollten möglichst eine selbständige Beschäftigung haben, was ja in der Natur des Menschen liegt, nach Unabhängigkeit zu streben. Der Staat bot dazu eine günstige Gelegenheit an, nämlich mit dem Anpflanzen von Tabak. Anfang des 19. Jahrhunderts hat sich diese Tätigkeit immer mehr entfaltet. Von der staatlichen Monopol-Gesellschaft wurde ausgesucht, welche der Ortschaften Tabak anbauen durften, was wahrscheinlich nach den Bodenverhältnissen gemessen wurde. Dazu gehörte auch Billed. In den Monaten Januar und Februar jeden Jahres kamen Vertreter der staatlichen Gesellschaft aus Temeswar in das Billeder Gemeindehaus. Dort konnten sich die Interessenten melden, die die Absicht hatten, Tabak anzubauen. Das ganze Vertragswerk bestand darin, mit seiner Unterschrift zu bestätigen, daß er bereit war, eine bestimmte Bodenfläche mit Tabak zu bebauen. Er konnte jetzt noch zwischen 28 und 56 Ar wählen. 28 Ar entsprachen einer Fläche von ca. 3100 Quadratmetern, welche in der Regel auch angepflanzt wurden . Der Tabaksamen wurde Anfang März vom Staat an die Pflanzer kostenlos verteilt. Damit begann die Arbeit. Der Samen wurde in einem Leinentuch angefeuchtet und in der Wärme, meist auf dem gemauerten Ofen, zum Keimen gebracht. Mitte März wurde, je nach Witterungsverhältnissen, mit dem Mistbeet begonnen [Kutsch machen]. Die Kutsch war einen Meter hoch, 80-100 cm breit und in der Regel6-8 Meter lang. Auf das Mistbeet kam eine Schicht schwarze Erde [Humuserde], in der der gekeimte Samen eingesät wurde. Der vorhandene Mist reichte in den meisten Fällen nicht aus, was dazu zwang, den größeren Bauern um ein paar Fuhren frischen Stallmist zu bitten, welchen er nach der Pflanzzeit wieder zurückbekam. Wenn dann die Pflanzen soweit gediehen waren, konnte mit dem Anpflanzen begonnen werden. Die Pflanzen wurden in einem Reihenabstand von ca. 50 cm und einem Stockabstand von ca. 40 cm angepflanzt und gut gegossen. Bei länger anhaltender Trockenheit mußte öfters gegossen werden, wozu man sehr viel Wasser benötigte. In jeder Tabaksplantage mußte extra ein Brunnen gegraben werden [Wasserleitungen waren damals noch nicht vorhanden], was ja bei einem hohen Grundwasserspiegel kein Problem war.. Bei einer Tiefe von 1 bis 11/2 Metern und einer F1äche von 2 Quadratmetern reichte das Wasser für die Pt1anzzeit aus. Man grub einen treppenartigen Weg in den Boden und schöpfte das sich ansickemde Wasser mit einem Eimer heraus. In höheren Lagen wurde es schon schwieriger, da man dementsprechend tiefer hinuntergraben mußte. Um das Wasser heraufzubekommen, behalf man sich mit Strick und Eimer oder man errichtete einen Schwengelbrunnen, den typischen Pusta-Brunnen. Die Tabakblätter begannen von unten nach oben zu reifen. Die unteren 2-3 Blätter waren durch Wind und Regen mit Erdkrümeln bedeckt, wodurch sie denN amen Sandblätter erhielten. Darauf folgend reiften in gleichmäßigem Abstand die Haupt- und Spitzblätter. Die Höhe einer solchen Tabakstaude betrug in der. Regel ca. 170 cm. Sobald die Knospen am Stenge! aufgeblüht waren, mußten sie laut Anordnung der Monopolgesellschaft abgerissen werden, was wahrscheinlich der besseren Qualität wegen gemacht wurde. 371


Der Stenge! wuchs dennoch weiter, trieb Geizen heraus, an denen bei günstiger Witterung noch manch schöne Spitzenblätter zu ernten waren. Wenn die Ernte begonnen hatte, hatte der Pflanzer alle Hände voll zu tun, da, wenn er hinten fertig war, er vorn gleich wieder anfangen mußte [Tuwak blate]. Die gesamte Ernte stand unter Kontrolle eines Beamten der Monopolgesellschaft, der während der Erntezeit in Billed wohnte und jeden zweiten bis dritten Tag bei den Pflanzern vorstellig wurde. Manchmal zählte er persönlich den Neuzugang der Ernte nach und schrieb ihn genau auf. Am Ende der Ernte hatte er genau vermerkt, wieviel und von welcher Sorte jeder einzelne Pflanzer geerntet hat. Im Spätherbst, wenn der Tabak nicht mehr so spröde war, kam er wieder, wog von jeder Sorte einige Schnüre ab und ermittelte danach das genaue Gewicht, welches der Pflanzer an den Staat abzuliefern hatte. Die Tabakblätter wurden nach dem Nähnadel- und Fadenprinzip eingereiht [Tuwack inreihe] . So eine Schnur hatte eine Länge von ungefähr 3,50-4 Metern . Eine Rippe durchzog die Mitte des Blattes, welchesamunteren Ende so stark war, daß es mit einer Schnur durchzogen werden konnte. Diese Schnüre wurden im Hinterhof an ein entsprechendes Holzgerüst [Tuwakstand] zum Trocknen aufgehängt und nachher bis zum Büsehein im Schuppen aufbewahrt (Schuppen = Tuwakschop] . Bei Regenwetter war das Trocknen ein schwieriges Problem. Wenn der Tabak während der Trockenzeit einmal naß wurde, war das Aussehen bzw. die Qualität gemindert, was dementsprechend schlechter bezahlt wurde. Im Spätherbst begann dann das Zusammenlegen. Jedes einzelne Blatt von jeder Sorte mußte sorgfältig sortiert, aufeinandergelegt, (ca. 25-30 Blätter) und an den Rippen mit Bast zusammengebunden werden [Tuwakbischle]. Der Pflanzer wurde von der Gesellschaft benachrichtigt, an welchem Tag er seinen Tabak abzuliefern hatte. Der Tabak wurde in Holzlattengestelle verpackt, in größeren Ballen zusammengebunden und nach Temeswar in das staatliche Lager geschickt.

Tabak zum Trocknen aufgehängt.

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Dieser Tag war für den Pf1anzer der wichtigste im Jahr, denn davon hing seine Existenz ab . Der Tabak wurde von einer Kommission klassifiziert, welche den Tabak in die Güteklassen 1 a, 2 a, 3 a einteilte. Außerdem gab es noch die Klasse Furta, ein Tabak von minderer Qualität, . dessen dunkelbraune bis schwarze Blätter durch den lang anhaltenden Regen in der Trockenzeit spröde und vermottet waren. Wer Glück hatte, konnte bei einem mündlichen Einspruch eine geringe Preisaufbesserung erreichen. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Der Erlös für die Arbeit eines ganzen Jahres war recht bescheiden, da alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf einen längeren Zeitraum hinweg gesehen, wechselhaften Tendenzen gegenüberstanden. Wenn man bedenkt, daß ein halbes Joch nur etwa 7-10 Zentner Tabak, dies entspricht 5000 bis 8000 Lei, einbringt, kann man sich leicht vorstellen, daß man im Schwarzhandel pro kg bis zu 60 Lei verdienen konnte und dies dem gewöhnlichen Kilopreis der zwischen 6 Lei und 28 Lei lag, vorzog. a) D ie Rentabilität des Tabakbaus Wie schon erwähnt, durfte nicht in jeder Ortschaft Tabak angebaut werden, jedoch wurde überall gern geraucht. Die Zigaretten bzw. der Tabak, welcher in den Geschäften und "Trafficläden" angeboten wurde, entsprach nicht immer dem Geschmack des Rauchers und war überdies in der Preislage auch nicht recht günstig. Die Raucher kamen von weit her, um sich den Tabak vom Erzeuger zu kaufen und selber herzurichten, obwohl es bei Strafe verboten war. Der Schwarzhandel war ja schon immer ein einträchtiges Geschäft. Auf diese Weise konnte der Tabakbauer seine Haushaltskasse noch etwas aufbessern. Dieses Gewerbe hatte aber auch seine Kehrseite. Wenn nach dem Ablieferungstermin bei irgendjemandem noch Tabak gefunden wurde, so mußte dieser mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen, was auch für Nicht-Tabak-Pflanzer galt. Deswegen wurden in bestimmten Zeitabständen Kontrollen angestellt (von Finanzbeamten und der Dorfgendamerie ), die in einzelnen Fällen sogar Erfolg hatten. Bei größeren Mengen konnte dies den wirtschaftlichen Ruin des Betreffenden darstellen, was somit das hohe Risiko der ganzen Angelegenheit erklärt. Trotzdem wollten die Raucher auf diesen Ge nuß nicht verzichten, weshalb die Pflanzer dafür sorgten, daß genügend Tabak stets vorhanden war. b) Herrichten, Schneiden und Präparieren Die Pflanzer und Raucher pflegten den Tabak selbst herzurichten. Zu diesem Zweck kam nach Einbruch der Dunkelheit ein geheimnisvoller Mann mit einem Paket unter dem Arm in ein betreffendes Haus und wurde sogleich in die Kammer oder in den Stall geführt. Die Türen und die Fenster wurden verhängt, damit kein Lichtschein nach außen dringt. Hier nun packte er seine Schneidemaschine aus, die er mit Hilfe der Handwerker zusammengebaut hat. Die " heiße Ware" war schon vorbereitet, der Tabak mußte weich und geschmeidig sein, wenn er dann in die Maschine gepreßt und meisterhaft fein geschnitten wurde. Der Tabak wurde nach alten Hausrezepten gebeizt und präpariert. Hierfür interessierten sich die einfachen Raucher nicht, unter den leidenschaftlichen Rauchern dagegen war dies ein begehrtes Qualitätsprodukt

Der Weinbau im Banat und in Billed Die Einwanderer aus den Weingegenden Deutschlands, also von Rhein und Mosel, befaßten sich mit Weinbau. Aufihr Ansuchen erhielten die Untertanen die Grundstücke für den Weinbau von der Administration kostenlos zugewiesen und genossen außerdem eine 5 jährige Zehentfreiheit, da die Weinstöcke erst im dritten Jahr ertragfähig waren. Nach der Konskription der bischöflichen Grundherrschaft aus dem Jahre 1828 standen den Bauern von Billiet auch Weingärten in einem Ausmaß von 292 Preßburger Metzen zur Verfügung. 373


Ausmaß des Weinbaus im vorigen Jahrhundert in Billed Jahr 1859 1872 1878 1895

Weinland Joch 146 145 216 209

Im groben Durchschnitt können wir bis zum Jahre 1900 einen Weinbauanteil von 2 Prozent annehmen.

Reine Weinbauwirtschaften ohne Ackerbau und Viehzucht gab es in Billed keine. Die Weingärten waren im Besitz von Bauern, die diese als Nebenbeschäftigung und für den eigenen Bedarf nutzten. Der bewirtschafteten Fläche nach waren die Weingärten ca. 1/2-16 Joch groß. Der Arbeitseinsatz im Weingarten war sehr hoch. Ein Joch Weingarten kann dem Arbeitseinsatz nach 5-6 Joch Ackerland gleichgesetzt werden. Um die großen Wegzeiten zu ersparen, wurden auch in den Hausgärten Reben angepflanzt. Einen ausgesprochenen Musterbetrieb in der Weinbauwirtschaft hatte der Lehrer Hans Hager t vor dem Zweiten Weltkrieg in Billed aufgebaut. Heute sind die Weingärten in Billed restlos verschwunden und umgeackert. Nur in den Hausgärten finden wir noch ganz vereinzelt Rebenstöcke .

Das Jagdwesen in Billed Johann Eichert Bedingt durch die Vegetation in der Banater Heide war Niederwild, vor allem aber Federwild, zur Genüge vorhanden. Vor dem Ersten Weltkrieg war das Jagen in Billed frei . Mit einem Waffen paß, für den eine kleine Gebühr an das Finanzamt bezahlt werden mußte, konnte jeder jagen, soviel er wollte. Hauptsächlich wurden Hasen, Wildenten, Wildgänse und Rebhühner in Billed gejagt. Dem Jäger blieb es frei, das Wild selbst zu nützen oder zu verkaufen. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Jagd mehr als Sport und wurde mit der Zeit auch kostspieliger, so daß sich nur wohlhabende Billeder leisten konnten, Jäger zu sein. Es waren hauptsächlich Bauern, die dem Weidwerk nachgingen. Nach dem Krieg, als wir zum rumänischen Staatsgebiet gehörten, wurde ein neues Jagdgesetz erlassen und auch ein Billeder Jagdverein gegründet, dessen Statuten von einem angesehenen Prof. aus Temeswar verfaßt und vom Ministerium genehmigt wurden. Es erfolgte eine neue, dem Gesetz entsprechende Jagdeinteilung, und zwar durften pro Woche nur zwei Hasen geschossen werden, wobei jedoch das Federwild unbegrenzt für den Abschuß frei war. Die ersten großen Treibjagden wurden im Jahre 1922 abgehalten, dazu waren auch die Jäger von Alexanderhausen und Uihel eingeladen. Das erlegte Wild, hauptsächlich Hasen, wurde an die Export-Firma Rus & Toper in Groß St. Nikolaus verkauft, die mit eigenen Autos nach Billed kamen und die Jagdbeute abholten. Der erste Präses des Billeder Jagdvereines war Johann Glaß, Nr. 431, bis 1932, als Nachfolger und letzter Präses Johann Eichert, Nr. 428. Die Jagd wurde alle sechs Jahre von der Gemeinde um den Preis von 6000,-Lei den Jägern überlassen. Sie kamen auch für die Wildhege aufund bezahlten einen Jagdaufseher, der " JagdTsches". Ein bekannter- Tsches- war Peter Lauer, Nr. 755. Das Revier der Billeder Jäger umfaßte den ganzen Hotter des Dorfes im Ausmaß von 7000 Joch Ackerfeld und 1000 Joch Hutweide. 374


Infolge der Kontrolle der Jagd durch das Temeswarer Jagdinspektorat und den ständig von dort kommenden neuen Verordnungen haben die meisten der Jäger die Lust am Weidwerk verloren . Viele haben ihre Mitgliedschaft im Jagdverein aufgesagt, so daß er im Jahre 1940 nur noch elf Mitglieder hatte. Mitverursacht war ihr Austritt aus dem J agdver.ein aber auch durch die rapide Abnahme des Wildbestandes infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft. In den letzten Jahren wurden sogar einzelne Fluren zum Schongebiet erklärt, um den Wildbestand einigermaßen aufrecht zu erhalten. Als Feinde des Wildes gab es in Billed noch Füchse und Fischotter, die vom Jagdaufseher und auch von den Jägern erlegt wurden. Im Jahre 1944 wurde der Eilleder-Jagdverein aufgelöst, sämtliche Waffen mußten abgegeben werden und somit war das geregelte Jagdwesen in Billed erloschen.

Die Treibjacht Von Hans Wolfram Hockt Vum Kerchturm hert mr simni schlaan, De Himmel werd schun hell; Uf mol fangt a Kumedi an, Menscht grad, 's wär die Hell. Lewendich werd die ganzi Gass', 's Dorf is ufgejaat, Unendlich gsitt mr, wer un was Heit so a Lebtach schlaat. 's is Treibjacht heit! Sie kumme glei Im große Wertshaus zamm, Die Treiwer stehn schun in de Reih Un warte uf de Damm. Die Jägerholle sich noch gschwind A Maulvoll aus der Flasch, No schuldre se die Doppelflint, Un die Patronetasch. Ball geht's mit Waan un Pheer und Hunn Zum Dorf naus bis ins Feld. Woll dauert's noch drei gudi Stunn, Bis daß de Krees ist gstellt. Dann wert'r langsam zammgezoo . De erschti Has springt uf, Die Hunne laafe 'm aa schun noh, Un glei fangt 's an: " Puff-puff!"

Die Treiwer ducke ihre Kepp, Weil iweral werd gschoss'. Uf mol schrait gar de schlappe Sepp: " Ujau! Ujau! Mai Hoss'!'' Die Hase laafe schun im Krees, Sie brauchte sechzehn Fieß, Un mancher macht sei letschti Rees Ins Haseparadies. Moll kracht's vun do, moll kracht's vun dort, Die Hunne sin ganz schiech, Un aa die Treiwer laafe fort, 's geht zu - grad wie im Kriech. Die Jäger sin noch alli do, A jeder will sei Lohn Un keener loßt mit Schieße noh, Bis uf die Jetseht Patron. Ja so a Jacht, die is schun wert Aa hunnert Säckl Schrot! Elf Hase Iei je uf de Erd, Zwaa Kraake, strack un tot. Un zählt mr gar die Hunne mit, So Sticker siwe, acht, Un was de Sepp ins Kreiz hat kritt, No war's a scheeni Jacht! 375


Billeder Jäger mit ihrer Beute von 3 Füchsen (1938]

Die Fischerei in Billed Jakob Slavik- Willi Slavik Durch sehr viel Wasser um das Dorf, im Gegensatz zu anderen Heidedörfern, hatte Billed auch einen regen Fischfang zu verzeichnen. Es gab viel Fanggeräte, die dazu benutzt wurden. Das Fischnetz [Fischgarn]. Die Fischreuse [Weidenkörbe mit Rohr oder Garnzeune verbunden]. Die sogenannten Legkörbe aus einem Weidengerippe, mit Netzgarn überspannt und mit einer Netzwand verbunden, und das Schleppgarn. Bei seichtem Wasser gab es auch noch den Stülpkorb, mit dem man nur in den warmen Sommermonaten fischen konnte. Mit dem Fischgarn [Bogennetz] wurde das ganze Jahr gefischt, hauptsächlich an der Sauerländer Brücke und am Warjaseher Graben. Die Reusen und Legkörbe wurden vorwiegend in der sogenannten Marascht ausgelegt uzw. zwischen den Bergweingärten und der Wassermühle. (Teilweise auch im Warjaseher Graben!] Als ortsbekannte Fischer könnte man anführen: Nikolaus Gräber, Nikolaus Neiss, Josef Neiss, Jakob Weiter, Peter Jung, Johann Wiekette und gewiß noch viele, viele andere. Noch Ende der dreißiger Jahre haben die " Jenes Buwe" (Wikete] ihre Fische, Hechte, Karpfen usw. , die sie tagsüber gefangen hatten, am Bahnhof den durchreisenden Fahrgästen in den Zügen verkauft. In den vierziger Jahren war die Marasch an der Sauerländerbrücke, Dämmche, Wassermühle und Insel mit Fischen reich gesegnet. In den verschiedensten Armen, Krümmungen und Teichen wurden Fischerstühle [Bunche] mitten ins Wasser gestellt, wo dann die Fischer Tag und Nacht abwechselnd ihre Netze auswarfen. Das Fischereiwasser wurde so wie das Hanfwasser jährlich an den Meistbietenden versteigert. Die Preise für eine Fischereikarte setzte der Ersteigerer fest. 376


Die Sauerländerbrücke heute. Wo früher einmal 10-12 kg schwere Fische aus dem Wasser gezogen wurden, weiden heute Ziegen. Rechts im Hintergrund die neue Brücke.

Die Billeder Flurnamen Nach dem e rsten Ortsplan aus dem Jahre 1769 hatte die Ortsgemarkungvon Billed im Osten die erste Flur, im Westen die zweite Flur und im Norden die dritte Flur. Im Süden, rechts und links der Landstraße, waren die Wiesen (Wisse] . Darüber hinaus gab es in Richtung Kleibetschkerek die Überlandgründe, die den Kolonisten erst später zugeteilt wurden . Im Laufe von Jahrzehnten ist eine Neubenennung der Fluren erfolgt. Seit 1945, also in 35 Jahre n, sind diese Namen alle schon wieder verschwunden. Daher wollen wir versuchen, diese e he maligen Flur- und Feldernamen soweit als möglich der Nachwelt zu erhalten. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Bi IIed die folgenden Bezeichnungen: Maraschflur, Maraschwisse, Paskoflur, Paskowi sse, Bahnwisse, Gebranntes Land, Kleine Flur, Berg-Weingärten, die Wengerte, Am Herrschaftsgarten , Am Wald , Am dicke Hiwi , Am Schorsehe Hiwi, Am Mäsebachs Hiwi , Wasserwiesen, Kleegarten. An der Wassermühle, Im großen Ried, Im kleinen Ried , Saliterstükke, Am Hanfwasser, An der Schließ, Im Hufeisen , An der Kleinjetscher Straße, An der Großjetseher Straße. ln der Knieser Straße, An der Ziegelei , Am Warjaseher Graben , Am Kirchengasser Weg. Am Wahlengraben, Am Kalvarienberg, Große Flur, zugleich auch Gemischteflur. Wechselflur, Zwi schen den Straßen . Grundstücke auf fremdem Hot a r: Pakaczer Flur, Pakaczer Pußta, Buding Pußta, Sladek Pußta, Popefelder, Im Valea Neamtului [Im deutschen Tal], Im verde Ou (Im grünen Wasser], Auf dem Knieser Hotter, Am Knieser Hiwi. Be i der Ortsgründung war die Hutweide durch die Wiener Reichsstraße geteilt. Im Westen, Richtung Groß- und Kleinjetscha, war die Gemeinde Viehweide und im Osten, Richtung Knes und Hodoni, war die " Reservierte Viehweide". Vgl. Ortsplan und schematische Darstellung des Hotters von Billed. (Seite 126 u. 127)

377


Die Gemarkung von Billed Alles was zu Billed gehörte, das Land, die Felder und Wiesen, der Siedlungsboden, die Akkerscholle, die uns 200 Jahre genährt hat und mit der vor allem die bäuerliche Bevölkerung sich innig verbunden fühlte, gehörte zur Gemarkung unseres Heimatortes. Seit der Ortsgründung im Jahre 1765 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte sie einige größere und kleinere Veränderungen durchgemacht. Die Menschenhand änderte und schuf in dieser Zeit so manches zum Gedeihen und Nutzen der Bevölkerung des Ortes. So wurden die Wiener Reichsstraße, die früher im Westen am Ortsrand vorbeiführte, in den Ort verlegt. Dann kam der Bau der Eisenbahnlinie. Im 20. Jahrhundert wurde der "Wahlengraben" angelegt und der Warjaschergraben begradigt. Die Billeder Gemarkung grenzte im Nordosten an Warjasch, im Nordwesten an Alexanderhausen, im Westen an Großjetscha, im Südwesten an Kleinjetscha, im Südosten an Kleinbetschkerek und im Osten an Hodonje [Hodoni]. Wenn wir den von Hauptmann Triebswetter und seinen Ingenieuren entworfenen und gezeichneten Ortsplan aus dem Jahre 1769 mit seinen geometrisch rechtwinkeligen und regelmäßigen Gewannen betrachten, so können wir heute nur noch sagen - es war einmal. Selbst die sauber eingezeichneten Gewannenwege, die eine Breite von 3 Klafter hatten, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zum Teil überackert und bepflanzt. Durch die Verstaatlichung der Felder wurden diese Wege nutzlos. Ja selbst die ehemaligen Gemarkungs- und Hottargrenzsteine der Gemarkung von Billed blieben vom Zahn der Zeit nicht verschont . Alle liegen sie umgeworfen , irgendwo im F1ur und haben keinen Sinn und Zweck mehr zu erfüllen. Die meisten dieser zum größten Teil im 18. Jahrhundert gesetzten Grenzmale stehen auf Gemarkungslinien, die vielfach noch mit den Grenzen der alten Herrschaftsbereiche des Agramer Bistums ident sind. Sie zeigten nicht nur territoriale Grenzen, sondern auch sehr oft persönlichen Besitz an. Anfangs waren diese noch mehr oder weniger grob behauene Holzblöcke. Im Laufe der Zeit entwickelten sie sich fast zu kleinen Kunstwerken.

Grenzstein auf dem Billeder-Kneser Hottar, bei der ehemaligen Römerschanze.) 378


Die nun folgenden Tabellen geben uns ein anschauliches Bild über das Anwachsen und Ausbreiten der Gemarkung von Billed. Im Jahre 1945 hatte sie ein Ausmaß von 8742 Joch Grund und Boden.Vergleiche den, diesem Buch beiliegenden, Gemarkungsplan.

Die Aufteilung des Grund und Bodens in der Gemarkung Billed 1765-1945 Im Jahre 1765 In diesem Jahr wurden 252 Hausplätze mit einem Garten sowie je ein Grundstück für die Kirche und Schule, zusammen also 254 Grundstücke, a ein Joch, vermessen.

Im Jahre 1769 Nach einer vierjährigen Kollektivwirtschaft in Billed wurden im Herbst dieses Jahres die Felder, Äcker und Wiesen vermessen und den Kolonisten zur Bewirtschaftung zugeteilt. Art der Gründe Joch Äcker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.804 Wiesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.072 Viehweide ......... . . .... . . . .. . .. . ..... . . .. . .. . ..... .. .... . ... . .. . . . . ----::1,:.: .0:-:,7,.:::2__ Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7.948 Überlandgrund . ....... . . . . . .. . .. . ... . . . .. . . .. . . . . . .. .. . ... . . . . .. . . . .

1.323

Im Jahre 1773 Nach der ersten Steuerliste, die nach den drei Freijahren erstellt wurde, waren die folgenden Felder in Billed verzeichnet: Art der Gründe Joch Feldbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.412 Wiesen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.106 Hutweide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.111 Obstgarten . .. .. . ........ . .. . ........ . .......... . ........ . .... .. ..... ---=--=1:.:::2 6__ 7 Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.755 Außerdem wurden nach der gleichen Quelle in diesem Jahr gratis zugeteilt: Art der Gründe Dorfgrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Grundstücke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dorfgründe . .. .... . .............. . ......... .. . . . .. ...... . ..... .. .. . .. _ Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ·Morast . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Joch 8 281 ___:2~8:....;4~-

573 160

Joch 1. Übertr.ag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5.755 2. Übertrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 573 Morast ........ .... . .... . ..... . .. .. .. . .. .... . . ..... .. .. ..... . .. .. . . . . -----::-...::1:-:':6~0__ Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.488 379


Im Jahre 1774 Am 1. November 1774 wurde das erste Billeder Grundbuch angelegt. Aus diesem Anlaß wurde eine neue Grundverteilung vorgenommen. Ab diesem Zeitpunkt gab es in Billed die folgenden bäuerlichen Betriebsgrößen : 188 ganze Sessionen a 32 Joch = 6.016 Joch 1.024 Joch 64 halbe Sessionen a 16 Joch = Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7.040 Joch Laut diesem Grundbuch verteilte sich der Grund und Boden am 1. November 1774 auf die folgenden Flächen : Art der Gründe Ackerfeld . .. .. .. . . . . .... .. . . .. . . . .. . .. ... . . . .. . ... . . . . ..... . . .. .. . . . Wiesen . .. .. . .. . . .. .. . . .. . . .. . ..... .. . . . .. .. . . .. . . .. . .. .. . . ..... .. . . Hutweide .. . . ......... .. .... . ...... . ..... . ....... . ..... .. . . .. . ... .. .. Zusätzliche Weide .. .. . . . .. .... . . . ... ... . . .. .. .... .. . . ........ . ...... . Hausplätze . ......... .. . . .. . ......................... . .. . ....... .. .. . Insgesamt ......... . . . ... .. . . .. ..... ... .. . . .. ...... . . . ..... . ..... . .. .

Joch 5.280 1.384 692 88 252 7.696

Das Überland umfaßte damals 1.500 Joch.

Im Jahre 1781 In diesemJahrsollte das Gut Billiet an den Bischof von Fünfkirchen abgetreten werden. Aus dem damals erstellten "Schätzungs-Aufsatz" geht hervor, daß sich die Gründe wie folgt unterteilten: Art der Gründe Acker . . . . . .. . ........ .. ... . . . . . .. .. ......... . .... . .... . . . ...... .. . . Überlandgrund .. . ....... . .. . ... . .. .. . . .... . . .. . ... . . .. . ..... ....... . Wirtshaus- und Fleischbanksgrund .. . ... . . . .......... . .... . . .. . . .. . ... . . Arrendagrund .. .. .... . . .. .... . . .. . ... .... . .. . ......... .... .... .. .. . . Wiesen undHeumad . ...... .. .. . ... . .. . ... .. . . .. . . . . . . . ... .. .. . ...... . Morast . . .. . .. ..... . ........ . . . . . ... . . . .. . . . . . . . ..... . . .. . . . ........ . Insgesamt .. .. . ... . .... .. ..... .. .... .... . . ......... . ..... . .. . . . ..... .

Joch 7.040 141 3 500 103 176 7.963

Häuser: 252, Ansässigkeiten : 188 ganze; 64 halbe und 67 Häusler.

Im Jahre 1828 Außer den Hausgründen im Dorfe selbst umfaßten die herrschaftlichen Außengründe des Agramer Bischofs in Billed die folgenden Produktionsgebiete: Art der Gründe Ackerfelder ... . .. . . . . .. . . . . . . . .. . ... ... ......... . . . ... ....... . ... .. . Wiesen ... . .. . .. . .. .. ....... ... .. . . .... . . .. . . . . . .. . ........ . .. . .... . Hutweide .... . . . .. . .. . ... . . . . ..... . . . . ... .. . . .. ... .. .. ... . .. .. ... . . . Sonstige Weiden .. .. . . .... .. . .. ..... .. . . . . ........ . .. . ..... . .. . .. .. . . Insgesamt . . .. .. .. .. ... ... .. ... . ...... . . . .. .. . ........ . . .. . . ........ .

Joch 5.280 1.384 692 88 7.444

Diegenaue Aufteilung der Felder, des Grund und Bodens zur Zeit des Agramer Bischofs in Billed ist im Abschnitt drei dieses Buches ausführlich besprochen.

3RO


Im Jahre 1859 Nach einer Aufstellung vom 31. Juli 1859 ist der folgende Grund und Boden Eigentum der " Gemeinde Billed": Quadratklafter Art der Gründe Joch Äcker . .... .. .... . ...... . ... . .. .. .. . . . . . .... .. . .. . . 6.625 1.260 322 Wiesen .......... .. ... . ....... . ... . .. . . . . . .. ... . .. . 530 146 1.420 Weingärten .. ..... . . ...... . ..... .. ...... . ...... .. .. . Hutweide ... . .... . .. . ...... . ..... . .. . . . ........... . 918 820 Insgesamt . . ... . ... .. . .. .... . .................. . . .. . 4.128 7.913 = 7.915 Joch Laut der gleichen Quelle gehörten zu diesem Zeitpunkt dem ehemaligen Grundherrn von Billed, dem Bischof von Agram, die folgenden Grundstücke : Art der Gründe

Joch

Rohrschlag . . ...... . ......... .. .. . ...... . . .. ...... . . Äcker ..... . ... . ............. .. .. . .. . .. . .. . .. . .. . . . Wiesen .......... .. .......... . ......... . ..... . ... . . Hutweide ... . ... ... . . . . ... .. . . .. . . . ....... . . ... .. . . Insgesamt . .. . . ....... .. . . .... . ........ . . . ... ... .. . . = 49 Joch Gemeindegrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Herrschaftsgrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

14 12 13

Quadratklafter 899

9

48

1.310 300 2.509

7.915 49 7.964

Im Jahre 1872 Durch das Hinzuzählen der Hausplätze und Wege überschreitet die Anzahl der Joche erstmals die Achttausender-Grenze in Billed. In diesein Jahr sah die Grundverteilung folgendermaßen aus: Art der Gründe Ackerfeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wiesen [Heumahd] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hutweide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weingärten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RohrichtundSchilf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . H ausplätze, Wege usw. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Joch 6.625 322 820 145 14 372 8.298

Im Jahre 1878 Auch in diesem Jahr stieg die Anzahl der Felder um 22 Joch an. Art der Gründe Ackerfeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hutweide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weingärten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . G ärten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ried [unproduktiv] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . RohrundSchilf[Hufeisen] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Joch 6.922 743 216 71 188 180 8.320 381


Im Jahre 1895 An Hand der folgenden Aufstellung können wir feststellen, daß zum erstenmal in der Geschichte des Prädiums und DorfesBilledein Wald auf dessen Gemarkung angeführt wird. Aus dieser Tatsache können wir schließen, daß heuer der Eichenwald in Billed rund 90 Jahre alt geworden ist. Art der Gründe Joch Ackerfeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6.826 Hutweide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 616 Wiesen .... .... .. .... . , . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 370 Weingärten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 209 Gärten ...................................... . .... .. ....... ·. .. . .. .. . . 59 Großer u. kleiner Ried 489 Rohr u. Schilf [H ufeisen] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 Wald . ................. .. . ...... . ........ .. . ... . . ..... . ..... . ..... .. ---:-...,....,..,;2:---Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8.667

Besitzverhältnis der Billeder Landwirtschaft und Betriebsgrößenübersicht Im Jahre 1910 waren 730 Familien von Billed im Besitz des gesamten Feldes. Die Gesamtzahl der in Billed wohnenden Familien betrug damals 944. Von diesen besaßen : Familie 214 186 123 89 42 51 42 39 31 27 19 5 62 14 944

Prozent 22 18 13 9 5 6 5 4 3 3 2 0,5 7 1,5 Familien

Joch Feld 0 0-1 1-3 3-8 8-12 12-16 16-24 24-32 32-45 45-65 65-100 100-150 0 0

Bemerkungen

Handwerker u. Industrielle. Intellektuelle, Lehrer, Ärzte u. a.

Im Jahre 1930 waren nur mehr 680 Familien von Billed im Besitz des gesamten Feldes. Die Gesamtzahl der in Billed lebenden Familien war auf 1.327 angestiegen . Das Ausmaß des Feldes aufBilleder-und auf Nachbarhotter betrug damals 13.770 Joch. Familie 647 340 185 108 47 1.327 Familien 382

Prozent 49 26 14 8 3

Joch Feld 0 1-10 11-20 21-50 51-100


Auszug aus der Steuerliste 1943/44 Laut der Billeder amtlichen Steuerliste aus dem Jahre 1943/44 entrichteten die Grundbesitzer für die folgende Anzahl von Feldern ihre Steuern : Gebiet Joch BillederHotter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7.180,25 Nachbarhotter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . -..,..."--"-,--:!--2.867,75 Insgesamt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10.048,-

Grundpreise für ein Joch Feld, 1940 I.

40.000 Lei

Je nach Güteklasse und Entfernung vom Ortsrand: II. III. 35.000 Lei 30.000 Lei

Der Viehbestand Auf einem mittleren Bauernhof gab es in Billedeinen durchschnittlichen Viehbestand von: Stück 15- 20 Schweine 6- 10 Schafe 20- 30 Gänse 80-100 Hühner und anderes Geflügel

Pferde und Pferdewagen Größe des Hofes Großbauer Mittlerer Bauer Kleinbauer Kleinhäusler [Einspänner]

Pferde 6-8 4-5 2 1

Anzahl der Wagen 3-4 2-3 1-2 1

Winterarbeiten auf dem Bauernhof Eine im Winter sehr beliebte Arbeit auf dem Bauernhof war das Korbflechten und Besenbinden. Als Rohmaterial dienten die am Jergraben sehr reichlich wachsenden Weidenruten. Die Rutenbesen waren sowohl im Hof als 'auch im Stall sehr gut zu verwenden. Aus den Kukuruztischen wurden schöne Einkaufstaschen, Eierkörbe und dergleichen für die Hausfrau hergestellt. Aus langen Binsen und Schilflischen aus dem Jergraben wurden Fußabstreifer geflochten. Der Manillafaden war ein unentbehrlicher Bindefaden in der Landwirtschaft und wurde aus den Philippinen importiert. Zunächst diente er bei der Ernte als Garbenbinder. Nach dem Dreschen wurde der Manillafaden wieder aufgelockert und wieder gesponnen. Aus diesem so gewonnenen Material wurden Pferdehalfter und Stricke aller Art erzeugt. 383


"Handfrem und Bettelfuhren" Seit der Gründung des Ortes im Jahre 1765 hat der Ortsansässige von Billed, ob Bauer, Handwerker oder Kleinhäusler, dem Staate, Grundherrn oder der Gemeinde gegenüber Robotoder "Handfremarbeiten" leisten müssen. [Handfrem = Handfron, Frondienste.] Die , , H an d f r e m ' ' war in Billed ein Frondienst mit der Hand, z. B. mit der Hacke, Schaufel, Spaten usw. Die Bettelfuhren waren ein Frondienst mit Roß und Wagen im Gemeindebereich, z.B. Grundführen zum Wege- und Straßenbauen oder Holzführen usw . Vor s p an n war ein Frondienst, der über den Gemeindebereich hinaus führte . Z . B. eine Fahrt mit dem Gemeinde-Notär zum Stuhlrichter nach Perjamosch.

Die Feldhüter (Flurhüter) Jakob Slavik Auch die Felder und Fluren des Gemeindehotars wurden stets durch Organe der Gemeinde bewacht. Die Aufgaben der Feldhüter waren im wesentlichen die, daß keinem Feldbesitzer Flurschäden zugefügt werden sollten. Sehr wichtig war auch die Wahrnehmung von etwaigen Flurbränden, die in den heißen Sommermonaten des öfteren vorkamen . Ein großes Problem stellten die Triebschafe dar. Es waren Schafherden, die gewöhnlich von weither zur Weide auf die " Banater Heide" getrieben wurden, zumeist Eigentum hochgestellter Persönlichkeiten und deshalb auch gerne Ministerschafe genannt. Dabei gab es kleinere und größere Auseinandersetzungen zwischen den Feldhütern und dem TriebpersonaL In den meisten Fällen zogen die Billeder den kürzeren, denn zu einer Klage kam es kaum, da der Prozeß im vorhinein schon so gut wie verloren war. Die einzige Möglichkeit, Schäden zu verhindern war die, die Triebschafe von Hotar zu Hotar durch die Feldhüter begleiten und so keine Schäden anrichten zu lassen. Die Feldhüter hatten auch die Überwachung des Hanfwassers. Im Spätsommer war immer Hochbetrieb auf dem Hanfwasser und die Billeder Hanfbauern, aber auch Hanfbauern aus den Nachbargemeinden Kleinjetscha, Großjetscha, Uihel, Alexanderhausen, Gertianosch usw., wollten ihren Hanf bei uns in Billed rösten. Da mußte eine gewisse Ordnung in der Reihenfolge festgelegt werden, auch zum Inkasso waren die Feldhüter berechtigt. Es wurde nach der Stückzahl der "Berten" einkassiert und an die Gemeindekasse abgeführt. Im Notfalle mußten die Feldhüter auch Innendienst in der Gemeinde machen. Auch hier einige Namen aus den dreißiger Jahren: Nikolaus Mayer, Nr. 558, Nikolaus Würtz, Nr. 793, Nikolaus Raab, Nr. 797, Lambert Metzger, Nr. 23, Peter Slavik, Nr. 195 u. a. m.

Die Kleegarten Hüter Jakob Slavik Bekanntlich gab es zu jeder Session Feld noch einen sogenannten Kleingarten (Kleegarten). Sie lagen um das Dorf herum, angefangen bei der Sauerländer Hutweide, und reichten am nördlichen Dorfrand mit einigen Unterbrechungen über die Bahnlinie bis zum gebrannten Land. In diesen Kleegärten war alles angebaut, was die Bäuerin noch zusätzlich im Haushalt brauchte. Es gab Gemüse, Obstbäume, und viele Gärten waren auch mit Weinreben angesetzt, wo der Bauer seinen Hauswein fechste. Ihre Hauptaufgabe war, die Gärten vor allem zur Reifezeit des Obstes vor Diebe zu bewahren, und wenn die Trauben reiften, mit Ratschen und Peitschenknallen die Stare zu verscheuchen. 384


Viehtr채nke auf der Sauerl채nder Hutweide.

G채nse in ihrem " Element". 385


Die Hüter selbst fanden in den Gärten gewöhnlich auch Gelegenheitsarbeiten, Hacken, Häufeln, Unkraut jäten u. dgl. m. und hatten damit noch einen kleinen Nebenverdienst, auf den sie zumeist angewiesen waren.

Die Gänsehüter Jakob Slavik Auch das gab es einstmal vor langer Zeit in unserem Billed! Jeder Billeder hatte das Recht, seine Gänse auf die Hutweide zu treiben, wo sie sich den ganzen Tag über in den Wasserlacken und auf der Wiese tummeln konnten. Da die Wiesen unmittelbar in der Nähe der angrenzenden Felder lagen, war es für die Gänse zu verführerisch, nicht in den Kukuruz zu gehen und sich dort nahrhafteres Futter zu suchen. Da für Gänse aber keine Verbotstafeln hingestellt werden konnten, mußte man eben einen Gänsehüter anstellen. Gewöhnlich waren es ältere Männer, die diesen Dienst versahen. Die Pflicht der Gänsehalter war, die Stückzahl ihrer Gänse der Gemeinde anzumelden, wonach ein Betrag von ca. 2 Lei pro Gans an die Gemeindekasse zu zahlen war, da aus diesem Fond der Hüterlohn bezahlt wurde.

Die Hirten Jakob Slavik Die Höhe der Entlohnung der Schafhirten wurde zwischen dem Eigentümer der Schafe und dem Hirten nach den ortsüblichen Vereinbarungen getroffen. Der Hirte erhielt nur einen geringen Geldbetrag, dafür aber die gesamte Schafmilch, aus der er Brimsen erzeugte und diesen zu Geld machte. Der Besitzer eines Mutterschafes erhielt jährlich 4 kg Brimsen und die Wolle des Schafes. Die Familie Josef und Georg Ung sowie Nikolaus Popowitsch waren langjährige Schafhirten in Billed. Die Art und Höhe der Entlohnung der anderen Hirten wurde jedes Jahr von der Hutungsgesellschaft und den Bewerbern neu festgelegt. Meistens waren es dieselben Familien, die sich um diese Stellen bewarben. Die Bauern hatten für jedes Tier, das sie auf die Weide schickten, eine bestimmte Menge Weizen jährlich an die Hutungsgesellschaft abzuliefern. Diese betrug in den 30er Jahren für : 1 Pferd ... 1 Kuh ··· ·oo ·oo·· ···· ·oo ····· ·oo•oo······· ·· ·oo•••oo•••oo••• oo• •oo··· ····oo•••oooo••oo····oo···· ·•oooo••·•oooo• ••oo················· · 1 Kalb .. ooooooooo•oo····oo•oo••oo··········oo·········oo·· ····oo·oo··· ···oo••oo · .. ··oo·· oo······oo····oo·············oo ·oo···oo···oo 1 Schaf ....... .... .. ... oo .oo· ···oo·· oo ·oo•oo··············· ····· ······oo······oo·····oo••oo··· ········ ···········oo ···· oooo·· ·oo· ··· 1 Sau ... oo .. oo .. oo ...... .... oo.oooo• ••oo•oo• oo••oo· ········ ·oo ·· ··oo· ····· ··· ······oo• oo···•oooo •oo•••oooooooooo••••oooo••• •oooo••• oo 1 Ferkel oo ····· ·oo ··· ···oo·· ooooo•oo··· ······ ·· ·oo·· ··oo····oo·· ·•oo .. .... oo ... . oo .... oooo .. .. oo ... . oo ........ oooooooooo•• .. 1 Gans ······ ··· oo····oo····oo······· ·oo•oo•oo·····•oooo •···oo······ ···•oooo•···oo••oooo••·•oooo• ···oo·····•oo oooo•• oooo••·•oooo oo•• 000 • • • • 0 0 . 0 0 . 00. 00 0

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0000000

386

20 kg 15 kg 18 kg 4 kg 12 kg 6 kg 1 kg


Gewerbe, Handel und Industrie in Billed Bevor wir uns mit diesem Thema über Billed selbst befassen, möchte ich den ungarischen Historiker Michael Horvath zitieren, der in seinem Buche "Geschichte der Industrie und des Handels", das im Jahre 1842 in Pest erschienen ist, auf Seite 232 folgendes schreibt: "Einzig und allein die Deutschen waren die Förderer der nationalen Industrie und Zivilisation, nur sie betrieben mit erforderlichem Fleiße jene Handwerke, welche der Natur die Schätze entlokken, der Acker- und Bergbau, das Gewerbe und der Handel waren ihre Hauptbeschäftigungen ... die Deutschen waren durch ihren gewerblichen und merkantilen Fleiß die Vorbilder und Führer der Magyaren, um diese zu den Quellen des Wohlstandes zu geleiten." Kein deutscher Wissenschaftler könnte sich erlauben, solche lobende Worte über sein eigenes Volk auszusprechen, ohne Gefahr zu laufen, des Eigenlobs beschimpft zu werden. Auf alle Fälle war der Ungar Horvath, von dem was er über die Deutschen im damaligen Ungarn berichtete, überzeugt. Leider ist es heute nicht möglich, ein umfassendes Bild über Gewerbe, Handel und Industrie in Billed zu geben, da ja sämtliche Unterlagen fehlen. Die nun folgenden Daten, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sowie die einzelnen Beiträge und Namensverzeichnisse sind das Ergebnis von meist ganz kargen Quellen. Sie wurden zu 99 Prozent aus dem Gedächtnis niedergeschrieben.

Das Gewerbe Die gewerblichen Zünfte waren schon im Mittelalter bekannt und blieben Jahrhunderte hindurch die Träger des Wohlstandes, so wie auch in vielen Fällen die Hüter der Rechte und Förderer der Kultur der bürgerlichen Gesellschaft. Die mit Privilegien ausgestatteten Zünfte waren im Reich überall schon längst eingeführt, weshalb die von dort in das Banat gelangten Handwerker bestrebt waren, sich hier dieselben Rechte zu erwerben, die sie im Mutterlande besaßen. Schon am 1. 2. 1718, als in Temeswar der erste Magistrat eingesetzt wurde, baten die Meister dieser Stadt um die Erlaubnis, Zünfte bilden zu dürfen. Sie wurden aber vom Statthalter immer mit der Begründung abgewiesen, daß das Banat als nicht direkt zum Reich gehörend, abgesondert administriert werde. Erst als das Banat im Jahre 1778 an Ungarn angeschlossen wurde, begann man die Sache zu überlegen und vorzubereiten. Unter Kaiser Franz wurde das gesamte Zunftwesen reorganisiert und im Jahre 1805 die für das ganze Reich und auch für Ungarn gültigen Gewerbestatuten herausgebracht. So entstanden in Temeswar in der Zeit von 1815 bis 1829 siebzehn mit kaiserlichem Privilegium ausgestattete Zünfte. Laut der Konskription des Billeder Notars aus dem Jahre 1828 gab es damals 27 Handwerker in Billed, was bedeutet, daß zu diesem Zeitpunkt auf 120 Einwohner der Gemeinde ein Handwerker kam. Aus der Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1859/60 geht hervor, daß es damals in Billedeinen Zunftverein mit einem "Ober- und Untervorsteher" gegeben hatte. Über die Anzahl der Mitglieder zu diesem Zeitpunkt sagt dieses Dokument allerdings nichts aus. Aus anderen Tatsachen geht aber ganz klar hervor, daß die Anzahl der Handwerker von Jahr zu Jahr gewachsen ist. So gab es außer den bereits erwähnten Handwerkern, die sich im Laufe der Zeit in Billed ansiedelten, auch noch folgende Berufe: Weber, Hutmacher, Seiler, Sattler und Riemer, Rot- und Weißgerber, Wollkratzer [Wollschlumber], Kammacher, Drechsler, Wagner, Tischler und noch einige mehr. Außer diesen aufgezählten Berufen gab es auch noch eine ganze Reihe von Wandermeistern, die damals in Billed von Haus zu Haus zogen und gegen Kost und Quartier sowie einer geringen Barzahlung hauptsächlich Reparaturarbeiten durchführten. 387


Im Jahre 1872 erfolgte die Auflösung der Zünfte und es entstanden die Gewerbegenossenschaften, die im Jahre 1884 in Gewerbekorporationen umgewandelt wurden . Gerade aus dieser Zeit, als die Billeder Handwerksburschen auf die " Walz" gingen und ganz Österreich-Ungarn und Deutschland durchwanderten, fehlen uns alle Hinweise . Manche kamen bis Danzig, Harnburg und einer sorgar bis Paris. Überall dort, wo sie glaubten etwas lernen zu können, war ihr Ziel. Der Erfolg blieb nicht aus. Billed wurde durch die welterfahrenen Meister weit und breit bekannt, Gewerbe und Handel blühten auf, die Werkstätten wurden nicht nur von Billeder Kunden aufgesucht, sondern auch von den Menschen in den Nachbargemein den. Aber auch die Lehrlinge, die einen Beruf erlernen wollten, kamen aus nah und fern nach Billed. Es waren nicht nur deutsche Burschen, die in die Lehrlingsschule gingen, sondern auch Rumänen , Ungarn und Serben aus dem ganzen Komitat. Die durch das ungarische Gewerbegesetz 1872 eingeführte Gewerbefreiheit hat die Meister, die ihren Beruf erlernt hatten, sehr empfindlich getroffen. Sie bezeichneten dieses Gesetz als den Grund zur Auflösung aller Ordnung im Gewerbe, da es jedermann gestattete, ohne Befähigung und hinreichende materielle Grundlage ein H andwerk auszuüben. Dieser Zustand endete 1884 mit der Verabschiedung des neuen Gewerbegesetzes, das in seinen Bestimmungen wesentlichen Forderungen des Gewerbestandes entgegenkam, und die Errichtung von Gewerbekorporationen vorschrieb. Die Namen der Vorsitzenden und ihrer Vorstände der Billeder Korporation sind uns nicht bekannt. Alle wirkten zusammen an dem Aufbau ihrer Organisation, die im Ort ein hohes Ansehen erreichte und deren wohltuender Einfluß vor allem im wirtschaftlichen Bereich sich nachhaltig auswirkte. Die Meister brachten Weitblick zu ihrem handwerklichen Können mit und die Bereitschaft, auch an öffentlicher Verantwortung in der eigenen Organisation, im Kirchen- und Gemeinderat, mitzutragen .

Der Billeder Gewerbebund Jakob Gallo Der Billeder Gewerbebund wurde am 28. November 1905 gegründet. Die Statuten waren in ungarischer Sprache abgefaßt. Die Vereinsleitung setzte sich wie folgt zusammen: Präses: Josef Sladek Schriftführer: Peter Weiter Kassier: Josef Lafleur Kontrollor: Johann Donawell Der Gewerbebund hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Gewerbetreibenden der Gemeinde Billed in höheren Instanzen zu vertreten sowie alle Gewerbeinhaber und Handelsbetriebe in der Vereinigung des Gewerbebundes zu organisieren und zu betreuen. Der Verein hatte vor allem traditionsgebundene und gesellschaftliche Verpflichtungen zu erfüllen. Der Gewerbebund besaß ein eigenes Vereinslokal uzw. im ersten Stock des großen Gemeindewirtshauses. Es gab zwei Billardtische, Schach- und Dominospiele sowie Fachliteratur, Zeitungen usw. für die Mitglieder und man konnte sich gut und gerne an Sonn- und Feiertagen entspannen sowie gemeinsam über Tagespolitik und fachliche Probleme diskutieren. Jedes Jahr im Fasching fand der traditionelle Meister-Ball im großen Saal statt.

Billeder Gewerbekorporation Im Jahre 1927 wurde ein zweiter Verein mit dem Namen " Billeder Gewerbekorporation" gegründet. Diese Korporation erhielt bestimmte gewerbliche Rechte eingeräumt, unter anderen die Aufdingung und Freisprechung der Lehrlinge, die Besorgung und Verteilung der Versicherungsmarken für die Gesellen und Angestellten und Inkasso und Abrechnung mit der Versicherungsanstalt in Temeswar. 3R8


Zur Lehrlingsaufdingung waren folgende Akten notwendig: 1. 2. 3. 4.

Quittung über einbezahlte 30 Lei bei der Krankenkasse . Letztes Schulzeugnis (der Lehrling mußte 14 Jahre alt sein). Taufschein und ärztliches Zeugnis vom Krankenkassenarzt Staatsbürgerschaftszeugnis von der Gemeinde. Zur Freisprechung:

I . Quittung über einbezahlte 300 Lei bei der Krankenkasse. 2. Letztes Schulzeugnis von der Berufsschule. 3. Zeugnis des Lehrmeisters und der Lehrvertrag.

Im Jahre 1929 wurde der Name auf "Deutsch-schwäbischer Handels- und Gewerbeverband" umbenannt undmit neuen Statuten versehen. Die Leitung bestand aus: Obmann: Anton Sehi Schriftführer: Peter Reinert Kassier: Josef Sieher Im Jahre 1939 haben die beiden Meistervereine wieder zusammengefunden und konnten ihre gemeinsamen Ziele besser verfolgen. Diese neue Leitung bestand aus: Präses: Jakob Schneider Schriftführer: Jakob Gallo Kassier: Peter Neumann Durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre wurde auch der " Deutsch-schwäbische Handelsund Gewerbeverband" ein Opfer seiner Zeit. Das Inventar mit Akten und Unterlagen wurde verschleppt oder vernichtet. 1949 haben einige beherzte gewerbetreibende Männer die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. Aus dem "Deutsch-schwäbischen Handels- und Gewerbeverband" war allerdings eine "Federatiune de Meserias" geworden, zu der sich ungefähr 50 Mitglieder eingeschrieben hatten. Die Leitung bestand aus: Präses: Jakob Gallo Sekretär: Adam Lind Kassier: Peter Karl Organisator: Peter Ballmann Ihre Tätigkeit dauerte allerdings kaum ein Jahr. Zunächst wegen verbotener politischer Tätigkeit beschuldigt, erfolgte die gesetzliche Auflösung und Versiegelung des Vereinslokals, das sich neben dem Pfarrhaus befand. Die 47jährige Vereinstätigkeit war somit zu Ende.

Gewerbetreibende, Geschäftsleute und Gastwirte bis zum Jahre 1944 Aus der folgenden Aufstellung ist zu ersehen, welchen Stand das Gewerbe und der Handel in Billed bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erreicht hatten. Da verläßliche Quellen über die Leistungen der einzelnen Gruppen nicht erreichbar sind, Wissensträger, die ich befragen wollte, nicht mehr leben, möge die eigene Erinnerung sprechen. Vielleicht lösen diese Zeilen, so Uf!VOllständig sie auch sein müssen, Widerhall in dem Sinne aus, daß das Thema vervollständigt wird, denn es gehört zum Bild des Billeder Handwerks und des Handels. 389


Die den Namen nachgestellten Zahlen sind die Hausnummern der betreffenden Personen oder auch ihres Betriebes. Nicht selbständige Berufstätige sind in dieser Liste nicht berücksichtigt. A I t w a r e n u n d A I t e i s e n : Dieses Handelsgeschäft wurde ausnahmslos von geschickten Billeder Zigeunern ausgeübt. Als Tauschware boten sie Porzellangeschirr an Stelle von Geld an. An s t r e ich e r , Lack i e r e r :Das Lackieren von Möbeln, Fenster und Türen, Fußböden usw. wurde von den Tischlermeistern übernommen und ausgeführt. B ä c k e r : Johann Sauer [546], Mathias Slavik [371], Weber? [306] , Hoffmann u. Reiche! [310]. B a u s t o f f e , K a I k b r e n n e r e i e n u n d B r e n n h o I z h a n d I u n g : Peter Braun [603] , Anton Weiß, früher PeterGlassen [691]. B r u n n e n b o h r e r : Josef Pfersch [5 89]. B ü r s t e n b i n d e r : Das Anfertigen von einfachen Schuh- und Stallbürsten wurde von der Schuljugend in der Handarbeitsstunde in der 6. und 7. Volksschulklasse erlernt. Daher war auch nur wenig Bedarf an einem Bürstenbinder. D a c h d e c k e r : Das Dachdecken wurde von den Maurermeistem ausgeführt. D a m e n s c h n e i d e r : Die Damenschneiderei wurde von vielen Frauen, zum Teil haupt- und nebenberuflich, ausgeübt. Sie alle aus dem Gedächtnis namentlich anzuführen ist heute nicht mehr möglich. Erwähnt seien hier: Agnes Gilde [4 2], Margarete Freer [128], Elisabeth Roth [ 178], Katharina Lind [ 184] , Katharina Divo und Margarete Mumper [202]. Elisabeth Klein [234}, Elisabeth Breitenbach [236] , Maria Ochsenfeld [294] , Maria Weiß [379] , Maria Backhaus [396], Elisabeth Rieder [436] , Elisabeth Braun [467] , Katharina Zimmermann [487] , Maria Engrieb [519] , Maria Kasper [538] , Margarete Neumann [658], Elisabeth Alexius [700] , Katharina Neumann [786], Katharina Rollinger [786]. D r e c h s I e r : Franz Klein [234] , Johann Rollioger [706]. E I e k t r i k e r : Die Billeder Elektrizitätsgenossenschaft beschäftigte drei Facharbeiter in ihrem Unternehmen: Josef Haberehm, Kar! Kronherger und Anton?. Neben der Betreuung des Ortsnetzes führten sie auch sämtliche Installationsarbeiten in den Häusern der Kunden und Mitglieder durch. Sitz der Genossenschaft war in der Hauptgasse Nr. 415. E s s i g e r z e u g u n g : Brüder Steiner [450] , Ignaz Tenner [240] . F ä r b e r : Ferdinand Mrakitsch [1 73]. Faßbinder: Leonhard Eichert [149], Johann Gergen [251], PeterGlassen [707]. F 1 e i s c h h a ue r: Johann Bohn [129], Franz Feimer [482], Johann Groß [424], Nikolaus Hummel [136] , Johann. AnnaJost [299], Gustav Kunst [417] , Anton Kurt [114] , JosefLafleur [406] , Adam Neiß [622] , Johann Neiß [308], Johann Rosani [407] , Josef Schulde [561], Josef Sladek [336] , später Johann Braun und Johann Klein, JosefSteiner [338], Nikolaus Weiß [396]. F r i s e ur e :Geschäfte: JakobJung [356], Johann Klein [234] , Adam Seibert[424], Damensalon [348] , der Name der Besitzerin ist nicht mehr bekannt. Neben diesen Friseurgeschäften gab es auch Friseure, die ihre Kunden zwei bis dreimal in der Woche in deren Privatwohnung aufsuchten und sie dort rasierten oder ihnen auch die Haare schnitten. Diese waren: [nach ihren Hausnummern gereiht] , Nikolaus Zimmer [4] , Jakob Donawe ll [17] , Jakob Gallo [104] , Nikolaus Zimmer [121] , Johann Gilde [154], Johann Muht [1 93], FranzStumpf[197], Josef Mann [206], JakobSteiner [257], Michel Kraußer [268] , Johann Krämer [382], Nikolaus Klein [615], Georg Schuller [753] , Johann Steuer [746] , Johann Pfod. G a s t h ä u s er :Die Pächter des Gemeindegasthauses "Zum Trompeter" [35 3] von ca. 1900-1945 waren, nach der Zeit geordnet. folgende Familien: Weigl , Fink. fiak sen .. Fiak jun .. Lambert Pritz. Attila Schmidt. Görlieh und Slavik. Adam Klein. Die Besitzer des Bahnhofsgasthauses [775 ]: Elli Schmitz, Peter Glassen, Nikolaus Schutz, Johann Fischer. Pivate Gasthäuser: Mathilde und Filip Puljer [114], Johann Wolz [148], Johann Fiak [244], Mathias Nothum [290], NikolausDuckarm [294] , JosefGörlich [348], GustavKunst [417], Stefan Unger [419] , AntonSehi [451], Emmerich Vastag [614] , Jakob Hahn [691]. Gerber: Adam Rieder [361 ], Franz Rieder [362] , Jakob Mann [308], Johann Wilhelm [292]. G I a s e r e r : Auch dieser Beruf wurde vom Tischlermeister ausgeführt. Go 1 d schmied und J u w e I i er: Karl Rothgerber [419]. He b a m m e : Elisabeth Albrecht [166] , Katharina Bernauer [134] , Susanna Slavik [251] . Ho 1 z s c h n e i der : Michael Titel [1 36]. Hutmacher: Ferdinand Braun [410], Julius Proschek [348]. K a m m a c h e r : Johann Daniel [781] . K a u f I e u t e :[mit Geschäften, nach Hausnummern geordnet] Peter Weber [82] , Jakob Breitenbach [110] , Susanna Alexius [115], JosefZimmermann [148], Kar! Packi [181], Adam Alexius [222], Betsch und Kiss [235], Ignaz Tenner [240] , Johann Backhaus [396], Josef Pilli [414] , Klein & Heinz [41 6], Franz Haupt (431] , Peter Rieder [436], Peter Seeler [441] , Josef Sieber [441], Jakob Rademacher [441] , Franz Assner [531], Magdalena Scholz [543], Georg Mentschik [640] , Josef Pritz [640], Johann Burian [600] . Kino : [Die Hausnummern beziehen sich auf den Ort, wo die Vorführungen stattfanden .] ? Stecher [424 Bauernverein], Michael Titel [294], [Gasthaus Nothum], Stefan Unger [419]. In den ersten beiden Kinos wurden nur Stummfilme vorgeführt. Ab 1938 gab es beim " Vetter Stefi" im neu erbauten Kino ausschließlich Tonfilme. Kondit o rei : Stefan Unger [419]. K o r b f I e c h t e r : Dieses Handwerk wurde in vielen Häusern, von jung und alt, nebenberuflich ausgeübt. K u n s t b I um e n erze u g er : Maria Ochsenfeld [63] . Leb z e 1 t er erzeuge r: Franz Schipper [367] , Magdalena Donawell [219] . M a 1 er: Franz Hehn [456] , Katharina Metzger [499], Jakob Klein [1 69], Johann Schuch [280], Jakob Uitz [168], Peter Uitz [629].

390


M a u r er : Josef Bojar [766] , Jakob Deininger [754] , Nikolaus Flieg! [135] , Johann Plennert [580] , Johann Seiler [705], Johann Wagner [214] , Peter Wagner [709] , Johann Jung [316] , Peter Neumann [647]. M a s c h i n e n s c h los s e r, M e c h a n i k e r :Jakob Ballmann [224] , Peter Ballmann [221], Peter Krier [50], Vater und Söhne Kubinyak [282], Johann Michels [717], Johann Packi [156] , Johann Schwarz sen. [435], Johann Schwarz jun. [435], Peter Schwarz [462], Michael Titel [136] , Andreas Frey [208] . 0 b e r m ü l l e r : [Da ein Obermüller einem Meister gleichzustellen ist, wollen wir sie auch hier erwähnen.] ? Denuel in der Sladek-Mühle, Josef Juhas [199] , Nikolaus Scheer [224] , Heinrich Schaljo [224]. Photo g r a p h : Nikolaus Hehn [424] , Johann Klein [234] . Rau c h f an g k e h r er : Gabriel Nagy [330]. R i e m e r u n d Satt l e r : Josef Pirsch [303] , Johann Tilger [1 89], Adam Gagstädter [388] . Sc h l e i f e r : Brüder Kubinyak [282]. Sc h m i e d e : Josef Backeß [222] , Nikolaus Duckarm [348], Nikolaus Fischer [288] , Peter Gabemack [969], Jakob Hahn [645], Jakob Neiß [34], Josef Ochsenfeld [135] , Johann Roth [178] , Josef Schank [577], Anton Sehi [521] , Johann Thöreß [554], Mathias Thöres [532], Adam Wagner [82], Johann Zoller [221] , PeterZoller [208], Josef Gängler [208], Franz Hehn [383] , Josef Hehn [6] . Schneider: Franz Backeß [219] , Josef Engrich [225], Mathias Groß [538], "Burgschneider", Nikolaus Hehn [424] , Karl Hehn [356], JosefKeller [533], Johann Keller [679] , Anton Lauer [300], Georg Roßani [146] , Nikolaus Rugel [69], Jakob Slavik [132], Johann Slavik [745], Mathias Slavik [424], Jakob Schortje [723] , Johann Klein u. Nikolaus Thöreß [614]. Schrotmühlen : Peter Krier [50], Johann Mann [536] , Mathias Thöreß [532]. Schuhmacher: Johann Fieri [308], Nikolaus Gängler [370] , Mathias Karl [447], Michael Karl [249], Peter Karl [215], Nikolaus Klein [42] , JosefKotzian [640] , Adam Maurer [430] , Johann Maurer [302], Wilhelm Maurer [430], Nikolaus Ningel [422], Nikolaus Pinell [253] , Mathias Schank [728], Georg Schulde [733], Weiter [308] . S c h n a p s b r e n n e r e i e n : Johann Glaß [451] , Josef Hubert [89], Josef Keller [533] , Anton Sehi [521], Adam Schaljo [521] . S e i l er : Peter Schubert [833], Johann Wilhelm [633], Nikolaus Hartmayer [195]. S o d a w a s s e r e r z e u g e r : Peter Divo [202] , Ignaz Tenner [240]. S p e d i t e u r e , F u h r l e u t e : Julius Bottyan [426] , Adam Klein [33 7]. Außer diesel) beiden motorisierten Unternehmern gab es auch Kleinhäusler, die die verschiedensten Aufträge entgegennahmen und mit ihrem Pferdewagen um den "Fuhrlohn" durchführten: Michael Lahni [559] , Mathias Steuer [119] , Peter Thöreß [310]. Spengler: Peter Deininger [350], Mathias Muh! [128], Jakob Slavik [1 5], Nikolaus Slavik [301] , Johann Weber [769]. Steinmetz: Peter Reiner [345] , Michael Kotzian [817]. S t r aß e n w ä r t e r : Anton Neiß [107] in der Bahngasse, Jakob Schank [538] für die Straße von Billed nach Alexanderhausen, Michael Völker [612] für die Straße von Billed nach Kleinjetscha, Peter Raromaeher [609] für die Straße von Billed nach Kleinbetschkerek? S t r i c k e r : Dieser Beruf wurde von mehreren Frauen hauptberuflich, maschine ll ausgeübt. ? Denuel [779], Anna Herrenreich [742]. Tape z i e r e r : Adam Gagstädter [388]. Ti s c h l e r : Josef Gergen [610], Nikolaus Henz [780] , Johann Herbst [5 6], Anton Just [527], Andreas Klein [165] , Heinrich Klein [248], Johann Klein [259], Josef Krier [197], Nikolaus Lauth [677], Franz Mumper [202] , Johann Neiß [113], Josef Neiß [329], Josef Ochsenfeld [199], Sirnon Schmidt [277] , Jakob Schneider [203] , Josef Oberle [1 91 ]. Taxiunternehmer: Julius Bottyan [426], Adam Klein [337] . Uhrmacher: Karl Rothgerber [4 19]. Vieh- und Landesproduktenhändler: Johann Gilde [484] , Nikolaus Lauer [501], Nikolaus Reichert [449] , Maria Rothgerber [419], Jakob Weiter [614]. V o r d rucke r e i : Elisabeth Weber [149], Katharina Engrich [797]. W a g n e r : Johann Dilk [3 84], Johann Groß [369] , Johann Neiß [1 83], JosefNeiß [323] , Michel Neumann [496], Josef Scholz [543], Johann Thöreß [555] , Mathias Weber [14 3], Adam Lind [1] . W e b e r : Peter Gebe! [585], Dominik Weber [663]. W o l l k r a t z e r : Nikolaus Müller [260] , Johann Mann [536]. Zementiere r und Betonwarenerzeuger: Johann Glaß [451] , Marco Kocsis [763] , ? Erdmann [373]. Z i m m e r m a n n : Nikolaus Mann [5 36], Josef Schmidt [64], Michael Alexius [700] , Michael Hahn [322].

Schmiedemeister als Erfinder Jakob Slavik Nicht unerwähnt soll in diesem Zusammenhang eine patentierte Erfindung des Billeder Schmiedemeisters Mathias Thöreß bleiben. Der damaligen Zeit entsprechend handelte es sich um eine Erfindung, die dem Bauernstand und der Landwirtschaft zugutekam. Die üblichen vier Wagenleichsen, zwei vordere und zwei 391


hintere, die an einem Pferdewagen verwendet wurden, waren aus Holz gefertigt und hatten eine kurze Lebensdauer. Um diesen sehr unangenehmen Zustand abzustellen konstruierte Schmiedemeister Thöreß eine aus einem profilierten U-Eisen gebogene Wagenleichse. Sie hatte den Vorteil, daß sie verstellbar war und so an jedem üblichen Leiterwagen verwendet werden konnte. Diese eiserne Wagenleichse wurde in 40.000 Exemplaren in Billederzeugt und im ganzen Banat als die "Billeder Leichse" abgesetzt. Mathias Thöreß ließ sich seine Erfindung durch das rumänische Patentamt patentieren.

Die Billeder Landwirtschafts- und Gewerbeausstellung 1 15. Juni 1924 Sonntag, der 15 . Juni 1924, war ein Festtag für die Gemeinde Billed. Landwirtschaft und Gewerbe des Banats, das damals erst sechs Jahre zu Rumänien gehörte, sollten zum ersten Male dem Lande zeigen, was sie können. Präses der Ausstellung war der bereits pensionierte Billeder Notär Jakob Thöreß, Schriftführer Jakob Friedrich, Notär in Billed. Ortsrichter war damals Johann Mann . Vorsitzender des Landwirtschaftsvereines in Billed war Adam Zimmer, Präses des Billeder Gewerbebundes Johann Gergen. Die Besucher kamen nicht nur aus dem Banat, sondern auch aus Siebenbürgen, Sathmar und dem Altreich nach Billed. Ort der Ausstellung war diesseits und jenseits der Bahnschienen am nördlichen Ende des Bahnhofs. Die Weberei an der Ecke Blumengasse -Zwerchgasse war als Ausstellungshalle eingerichtet, in der die Erzeugnisse des Banater Handwerks und eine große Fachbücherei ausgestellt waren. Das Gewerbe von damals war auf die bäuerlichen Bedürfnisse eingestellt. Mangels einer einheimischen Maschinenbauindustrie verfertigte das einheimische Gewerbe in den Schmiede- und Schlosserwerkstätten vielerlei Maschinen und Geräte wie Pflüge, Eggen , Maissetzer usw., die den jeweiligen Bodenverhältnissen entsprachen und vorzüglich funktionierten. Eine Vielfalt solcher Erzeugnisse, wie auch die für Billed typischen mit Miniumrot gestrichenen Bauernwagen der Wagnermeister, waren zu sehen. Die Tischler zeigten Möbel, Haushaltungsgegenstände, Fenster und Türstöcke. Die Drechsler kamen mit Hausgeräten , besonders mit solchen für die Wolle- und Hanffaserverarbeitung wie Spinnrad, Haspel usw. zur Ausstellung. Die Faßbinder stellten Fässer, Bottiche und Waschmaschinen aus. Die Gerber brachten Lederwaren für Fußbekleidung und Geschirrleder für Pferdebespannung. Die Sattler und Riemer zeigten Erzeugnisse in Pferdegeschirr, Satteln, Riemzeug usw. Die Weber stellten Gewebe aus Hanf für Haushalt und Wirtschaft und Wollgewebe für Bekleidung zur Schau. Die Seiler zeigten die für die Bauernwirtschaft so notwendigen Stricke und Schnüre. Erzeugnisse der Billeder Essig- und Essenzfabrik, Honig, Imkereiartikeln und Lebzelte vom Banater-Bienenzuchtverein, wie auch hochwertige Samensorten der Tschanader Samenzuchtanstalt rundeten das Bild der Ausstellung ab. Auf dem Ausstellungsgelände wurden auch Probeackerungen mit einem Benzinmotorpflug vorgeführt. Ähnliche Probeackerungen wurden auch mit Gespannpflügen gezeigt, wie auch der Gebrauch von Maissetzern . Jenseits der Bahnlinie und Geleise war die Tierzuchtausstellung untergebracht. In einer weitläufigen Umfriedung befanden sich die Pferde, damals das wichtigste Tier der Bauernwirtschaft und stets der Stolz jedes Bauern. Nonius, Gidran und das Mezöhegyesscher Pferd waren die 1

Dieser Beitrag ist eine Gemeinschaftsarbeit von un sere n Landsleute n Wilhelm Webe r [202], J akob Krie r [476], Adam Rieder [361], Johann Slavik [3 13] und Josef Huber! [305], die auch die Diplo me zur Verfügun g stellten .

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Anerkennungs-Diplom f端r ausgeste llte Lederwaren. [1 924]

Ane rkennungs-Diplom f端r ausgestellte Fettschweine. [1 924]

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Rassen, die man im Banat züchtete und die häufig reinrassig vorkamen . Aus diesen drei Rassen züchteten sich die Banater Bauern ein Pferd, das vollkommen ihren Ansprüchen entsprach. Die schönsten 232 Exemplare, darunter 26 Zuchthengste, 83 Zuchtstuten, 38 Luxus- und Zugpferde wie auch 25 Fohlen erfreuten die Augen der Besucher der Ausstellung. 115 Stück Hornvieh der im Banat heimischen rotscheckigen Ponyhader, der Schweizer und Siementaler Rasse waren zu sehen. Maststiere waren schon damals gesucht und eine gut bezahlte Ware. Von den 115 aufgetriebenen Tieren waren 55 Zuchtstiere, 19 Jungstiere, 21 Kühe und 20 Kälber. Vor den aus rohem Holz gezimmerten provisorischen Ställen, in welchen 85 Schweine der damals am meisten verbreiteten Mangalizarasse untergebracht waren, drängte sich die Menschenmenge. Zuchteber, Zuchtsäue, Masttiere und Jungschweine waren ausgesuchtes Material. In einigen Exemplaren waren Basna- und Yorkshireschweine vertreten, die allmählich das Mangalizaschwein verdrängten und zu den meistgezüchteten Schweinen im Banat wurden und viel zum materiellen Wohlstand der dreißiger und vierziger Jahre beitrugen. 25 Schafe, Ziegen, Bantam- und Brahmahühner, wie auch einige Tauben bildeten den Abschluß der Tierschau. Bei der Prämierung der ausgestellten Tiere schnitten die Billeder Aussteller sehr gut ab. Auf dem Ausstellungsgelände wurde am Nachmittag ein Volksfest mit den üblichen Belustigungen abgehalten. Gesangsvereine aus mehreren Banater Gemeinden boten ein musikalisches Programm. Lehrer Johann Henz organisierte eine Theateraufführung, an der auch die Billeder Schuljugend mitwirkte. Die Blasmusik unter Kapellmeister Mathias Braun trug wesentlich zur Feststimmung bei. Die Billeder Landwirtschafts- und Gewerbeausstellung bildete einen Markstein in der Entwicklung dieser beiden wichtigen Produktionszweige im Banat. Sie war die Leistungsschau bäuerlichen und gewerblichen Lebens, trug viel zum gegenseitigen Kennenlernen bei und förderte in großem Maße das Berufsbewußtsein sowohl der Landwirte wie auch der Gewerbetreibenden. Sie bildete den Ansporn, die Wirtschaften vielfältiger und einträglicher zu gestalten. Das Ergebnis war eine Aufwärtsentwicklung, die ihren Niederschlag in der dörflichen Gemeinschaft durch materiellen Wohlstand in den Folgejahren äußerte. Man siehts noch am zerhauen Stumpf, wie mächtig war die Eiche.

Schlachtvieh im Hofe der Fleischhauerei Johann Rosani Nr. 407 . [1938] 394


Der Handel in Billed In allen Beschreibungen und alten Zeitungsnotizen über Billed wird der aufblühende Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen hervorgehoben. Schon am Anfang des 19. J ahrhunderts, wissen wir, hatte Billed das Marktrecht erhalten. In Billed gab es drei Jahrmärkte, Wochenmärkte wurden nach dem Ersten Weltkrieg an jedem Mittwoch abgehalten. Aus allen Nachbargemeinden kamen die Menschen auf diese Märkte- Verkäufer und Käufer. Auf den Jahrmärkten wurden mit Waren aller Art gehandelt. Daneben gab es den Handel mit sämtlichen Haustieren wie Pferden , Kühen , Kälbern, Schweinen, Schafen, Geflügel usw . Auf den Woc h e n märkten wurde hauptsächlich mit Lebensmitteln, Obst, Gemüse, Eiern , Käse, dann auch mit Geflügel und Ferkeln gehandelt. Als Großhandelsfirma können wir die Firma Ditrich Betsch, späterBetschund Kiss, Nr. 235, bezeichnen. Diese Firma führte Eisen-, Schnitt- und Kolonialwaren und ihr Absatzgebiet reichte weit über den Ort hinaus. Sie hatte ein Vertreternetz und unterhielt einen eigenen Fuhrpark zur Belieferung der Kunden in den Nachbargemeinden. Über den gesamten Ort von Billed war ein Netz von Kleinkaufleuten verteilt, die ihre Waren zum Teil direkt aus Temeswar oder aber auch von der Firma Betsch und Kiss bezogen. Die Hausfrauen hatten daher ihre schweren Einkaufskörbe und "Zecker" nicht allzuweit zu tragen. Es ist bekannt, daß Kaufleute wie Betsch und Kiss, die Mühlenbesitzer Jakob Ballmann und die Brüder Steiner neben ihrem normalen Handel auch noch Kreditgeschäfte abwickelten. Sie trugen zur Finanzierung von gewerblichen und bäuerlichen Unternehmungen bei und gewährten Bauern Vorschüsse auf die noch nicht eingebrachte Ernte. Dies geschah alles auf Vertrauensbasis, mit Handschlag und ohne schriftliche Bestätigung. Die Bauern pflegten ihre Handwerker wie Friseure, Wagner, Schmied und Tischler in Naturalien zu entlohnen. Dagegen bedienten sich die Handwerker und Geschäftsleute der Barzahlung.

Die Industriebetriebe in Billed Billed mit seinen 4000 Einwohnern und seiner günstigen Verkehrslage, mit einer Eisenbahnstation und Straßen, war ein sehr günstiger Ort zur Errichtung von Industrieanlagen, Großbetrieben und Handelshäusern. Trotz alledem gab es verhältnismäßig wenig Industrie in Billed. Die Landwirtschaft lockte die Menschen aus der Umgebung mehr an, da diese ihnen mehr Arbeit geben konnte. Die Vorläufer der Industrie in Billed waren zweifellos die Pferdemühlen. Wenn wir auf den Ortsplan aus dem Jahre 1769 sehen, finden wir am nördlichen Ortsrand von Billed bereits die " Roßmühlen" eingezeichnet. Dort, wo heute die Häuser Nr. 197 stehen, wurden die ersten Mühlen errichtet. In dem Bericht des Billeder Notärs aus dem Jahre 1828 werden bereits der Eigentümer der Mühle und die Müller namentlich angeführt. Auch der Standort der Mühle ist angegeben. Über die Mahlgebühren im B e z i r k B i 11 e d unterrichtet uns eine amtliche Mitteilung in der "Temesvarer Zeitung" vom 31. Oktober 1858, auf Seite 17, wie folgt:

,,Mahlgebühren im Bezirk Billet'' An Mühtmaut für Proviantvermahlungen des k. k. Militär-Aerarsgebühren, wenn nur eine Mahlgattung erzeugt wird oder die gemeine Absonderung mit vier- oder fünfmaligem Aufschütten geschieht, der 16. Theil, wenn aber das Getreide in mehreren Mehlgattungen vermahlen wird, der 14. Theil des Fruchtwertes nach den monatlichen Marktdurchschnittspreisen, zuzüglich 2 kr. als Mahllohn je Centner vermahlender Frucht. Von der k. k. Kreisbehörde Groß-Becskerek am 20. Oktober 1858 395


Marktpreise in österreichischer Währung: Weizen fl. kr. 2.94 Groß-Becskerek: 3.10 Periamosch: je niederösterreichischen Metzen.

Kukurz fl. kr.

Gerste fl. kr.

fl . kr.

1.37

1.47 1.70

1.60

1.60

Hafer

1.46

Von der Entwicklung unserer Roßmühlen, über eine Wassermühle, auf der Insel, am späteren Hanfwasser, bis hin zu den Dampf- und Motormühlen wäre ein kulturgeschichtlich interessanter Beitrag zu liefern. Nachdem am Ende des 19. Jh. in Billed gleich zwei " Kunstmühlen " entstanden, verschwanden allmählich die Roßmühlen . Die letzten uns noch bekannten und überlieferten Roßmühlen standen nach den heutigen Hausnummern geordnet an den folgenden Stellen : Bemerkungen

Besitzer

Haus Nr. 17 197 282 445 525 597

Johann Donawell und Peter Decker, Nikolaus Krier und Johann Herbst Johann Pfeiffer Peter H ubert Josef Franck Nikolaus Schortje,

Olichmühle

162

Nikolaus Müller

Wassermühle

486

Peter Weiter

Göpel

auch Boxmühle benannt. die erste Mühle in Billed!!

=

Ölmühle

Dieser Göpel stand noch in den 20er Jahren auf der Tenne der Familie Weiter und war eine einfache Maschine, die aus einer waagrechten, im Kreise beweglichen Deichsel und einem Zahnradgetriebe bestand. Der Göpel wurde wie bei einer Roßmühle durch ein Pferd bewegt und die Arbeit auf landwirtschafliehe Maschinen übertragen. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeiteten die Mühlen in Billed das ganze Jahr durch. Im Sommer, nach der Ernte, arbeitete die Ballmann-Mühle auch nachts. Das Getreide wurde für die Zubringer gegen eine Mautgebühr, genau wie zur Zeit der Roßmühlen, vermahlt Die Mühlenbesitzer kauften aber auch Getreide auf und produzierten daraus Mehl und Kleie und brachten diese Produkte per Achse oder Bahn auf den Markt. Die Müller wie auch die Händler lieferten die Waren nach Temeswar, Budapest und Wien. Die Zahl der im Müllergewerbe beschäftigten Fach- und Hilfskräfte ist nicht bek annt. Zweifelsfrei fanden dort außer den Eigentümern auch noch 25-30 Männer mit ihren Familien ihr Auskommen. Gleich nach der Jahrhundertwende nahm die Industrie in Billedeinen Aufschwung, den wir bis in die Krisenjahre, am Ende der zwanziger Jahre, verfolgen können . Neben den erwähnten Mühlen entstanden noch eine Ziegelei, ein Sägewerk mit Holzhandel und eine Hanffabrik. Die Brüder Tenner begannen mit der Erzeugung von Essig und Sodawasser. In der Zwerchgasse, Ecke Blumgasse, wurde eine Weberei errichtet.

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Die Ballmann-Mühle Jakob Slavik Ihr letzter Besitzer, Jakob Ballmann, 1891 in Neusiedei (Uhihei) geboren, hatte das Schmiedehandwerk erlernt, wanderte aber, wie so viele Banater Schwaben, im Jahre 1907 in die Vereinigten Staaten aus. Von dort mit viel beruflicher Erfahrung und vermehrtem Wissen zurückgekommen, erwarb er sich 1915 Anteile der in Schwierigkeiten geratenen Mühle der Familie Lenhardt und nach deren Stillegung 1918 die im Jahr 1890 erbaute Gergensehe Mühle. Da diese Mühle aber nicht mehr der Mühlentechnik der damaligen Zeit entsprach, ließ er sie mit neuen Walzstühlen und für den Antrieb mit einem Deutz-Dieselmotor versehen , sodaß sie zu den modernsten Mühlen des Banats zählte. Ihre Tagesproduktion belief sich auf 25 Tonnen Mahlgetreide. 75 % ihrer Mahlprodukte gingen in den Export. In den dreißiger Jahren konnte aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen ihre Kapazität noch bedeutend gesteigert werden . Jakob Ballmann hatte im Jahre 1921 in Verbindung mit seinem Mühlenbetrieb auch die Versorgung Billeds mit elektrischem Strom versucht, hatte damit aber keinen Erfolg, da die Billeder es vorzogen, bei den Petroleumlampen zu bleiben. Die Ballmann-Mühle, wie alle anderen Betriebe verstaatlicht, ist auch heute noch als einzige Mühle in Billed bei Tag und Nacht in Betrieb. Infolge der Elektrifizierung der Gemeinde im Rahmen des staatlichen Verbundnetzes des Kreises Temeswar wurde der Antrieb von Dieselmotor auf Elektromotore umgestellt.

Ehemalig.: Ballmann -f'vl u hk:. [ 1979) 397


Die Steinermühle Jakob Slavik Den eigentlichen Mühlengroßbetrieb in Billed besaßen die Gebrüder Steiner. Sie hatten die in den Jahren 1901/1902 von der Lowriner Familie Parzer erbaute Mühle im Jahre 1911 angekauft, sie etappenweise mit modernen Maschinen und Walzstühlen versehen und ihr auch eine Schroterei angegliedert. Neben ihrer bevorzugten Aufgabe als Lohnmühle zu arbeiten, gingen dennoch fast 50 % ihrer Erzeugnisse in den Export. Ihrem Mühlenbetrieb schlossen die Brüder Steinerinden dreißiger Jahren auch eine Essigfabrik an. Hier kam es am 27. Oktober 1937 zu einem Gärungsgasunfall, dem der ArbeiterWilli Hegyi zum Opfer fiel. Mit ihren Wirtschaftsbetrieben verbunden, hatten die Brüder Steiner auch eine Schweinemästerei, die in ihrer damaligen Form eine der ersten Großmästereien im Banat waren. Die Steiner'schen Betriebe gingen, wie so vieles andere, 1945 unter. Heute dient der Komplex als landwirtschaftliche Traktoren- und Maschinenstation.

Die Sladek -Mühle Jakob Slavik Die kleinste Mühle in Billed war eine ausgesprochene Lohnmühle mit angeschlossener Schroterei, die das Hauptstück des Betriebes war. Sie bestand nur kurze Zeit und kaminfolge der schweren Weltwirtschaftskrise in den zwanziger Jahren finanzielle Bedrängnis. die letztlich die Eigentümer zwang. den Konkurs anzumelden. Der Versuch der Familie Sladek, einen neuen Betrieb für die Erzeugung von Kunsteis zu errichten, brachte nicht den erhofften Erfolg. Betriebe, die sommersüber Eis zur Kühlung benötigten, wie Fleischhauereien und Gastwirtschaften, hatten ihre eigenen Eiskeller und waren als Abnehmer nicht zu gewinnen.

Die Ziegelei: Jakob Slavik und Jakob Leidecker Im Jahre 1905 von lgnaz Tenner gegründet, wurde sie von diesem im Jahre 1913 an Johann Glaß verkauft, war einem sehr bewegten wirtschaftlichen Auf und Ab ausgesetzt und infolge der Wirtschaftskrise, mehr aber noch durch die Konkurrenz der Großziegeleien Concordia in Gertianosch und der Bohn'schen Ziegelei in Hatzfeld, in Schwierigkeiten geraten. Trotz des Versuches, mit Hilfe der Erzeugung von Zementwaren die wirtschaftlichen Hürden zu überwinden, mußte sie stillgelegt werden. Im Jahre 1936 von Anton Sehi bei Mitbeteiligung der Brüder Johann und Adam Glaß angekauft wurde der Betrieb von Grund auf modernisiert und erwies sich in der Folge, nicht zuletzt dank der regen Bautätigkeit. die im Banat herrschte, als recht ertragreich. VieleMännerund Frauen fanden wieder Arbeit in ihrem gewohnten Beruf. In der Sommersaison waren hier auch auswärtige Arbeitskräfte bei der Herstellung von Kotziegeln beschäftigt. Die Kotziegel wurden nach derTrocknung unter Dach aufgestapelt und konnten nach Abrufbei jeder Jahreszeit gebrannt werden. Dieser modernsteingerichtete Betrieb wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ebenfalls vom Staate übernommen.

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Rohholzlagerplatz mit Schmalspurgeleisen der ehemaligen Firma Brüder Roman. [1938]

Das Billeder Sägewerk Jakob Slavik Das erste Sägewerk wurde am sogenannten Bahnspitz im Jahre 1922 von Johann Klein & Comp (Gergen) errichtet. Vom Bauholz über Bretter und Latten war alles vorhanden, was in Billed und Umgebung gebraucht wurde. Der Betrieb florierte . Mit der Zeit wurde die Anlage zu klein und man entschloß sich, einen größeren Betrieb gegenüber dem Bahnhof zu bauen. Das neue Sägewerk wurde 1929-30 mit eigenem Bahngleisanschluß und modernen Maschinen der Sägeindustrie ausgestattet. Die Firma wurde in die Gebrüder Klein A.G. umgewandelt und hatte durch die rege Bautätigkeit in Billed und Umgebung auch einen guten Absatz an Holzmaterial zu verzeichnen. Dann kam die Weltwirtschaftskrise 1928-30 und riß auch das Billeder Sägewerk mit. Wegen Zahlungsschwierigkeiten mußte der Konkurs angemeldet werden. Die Konkursmasse lag damals in den Händen des Banater-Bankvereins und wurde von den Brüdern Roman 1931 aufgekauft, die den Sägebetrieb hauptsächlich mit ehemaligen Arbeitskräften der Fa. Klein wieder in Gang gebracht haben. Als Gattermeister fungierte Peter Klein und auch der Geschäftführende der ehern. Fa. J. Klein war vorerst als Berater in der Firma Roman beschäftigt. D as Sägewerk erhielt später die Firmenbezeichnung "Gebrüder Roman A. G ." und bezog das Rohholz aus dem Rudnagebirge bei Sibiu (Hermannstadt). Hauptsächlich wurden Nadelhölzer für die Bauwirtschaft gelagert und nach Wunsch der Kunden zugeschnitten. Aber auch

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Buchenholz für gewisse Handwerker und für das Brennholz der Haushalte war stets genügend lagernd. Das Sägewerk verfügte über zwei Gatter. die durch Dampfmaschinen betrieben wurden. Durch den perfekten Kundendienst, wie Schneiden auf Maß usw. konnte sich die Fa. Roman bald einen guten Ruf im ganzen Banat machen und darüber hinaus auch Aufträge von der rumänischen Regierung für die Eisenbahn erhalten. Im Billeder Sägewerk fanden bis zu 40 Personen Beschäftigung. Die Fa. bestand als A. G . bis zum Jahre 1944, als sie verstaatlicht wurde. Ab dem Jahre 1946 nahm sie den Betrieb unter der Geschäftsführung der Brüder Roman als Firmenbezeichnung Blirom wieder auf. Das Sägewerk mußte 1948 wegen Materialmangels seine Tore schließen. Heute genügt nur noch ein Holzfacharbeiter, um das ehemalige Holzlager zu betreuten.

Die Billeder Hanffabrik Jakob Slavik Im Jahre 1924 wurde die Billeder Hanffabrik unter der Mitwirkung unseres Landsmannes Ing. Hans Pierre vom Schwäbischen Landwirtschaftsverein als eine Aktiengesellschaft der Billeder Bauern und der Schwäbischen Handels- und Gewerbebank gegründet. Sie führte den Namen " Banater Hanfindustrie A. G." rumänisch: " Industria de Cänepa din Banat SP A." Der Start war sehr vielversprechend und man stellte sich auf den Hanfanbau um, der einen zusätzlichen Ertrag für unsere Landwirtschaft verhieß. Diese rein schwäbische Hanffabrik wurde leider ein Opfer der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1928-29. Durch den Zusammenbruch der Banken war eine Weiterführung des Betriebes bald nicht mehr möglich und es mußte die Stillegungin Betracht gezogen werden, was schließlich 1930 auch geschah. Der Verfall der ganzen Betriebsanlage war unausbleiblich und wahrscheinlich auch eingeplant, bevor sich ein jüd. Bankkonsortium aus Temeswar fand, das unter dem Namen " Dauerbach und Maus" die Anlage käuflich erwarb. Die Hanffabrik konnte nach gründlicher Überholung und Beschaffung neuer Maschinen sowie unter neuer Leitung den Betrieb 1934 wieder aufnehmen. Viele Billeder fanden wieder Brot und Arbeit, aber auch viele aus der Fremde, vor allem aus der Gegend von Nadlac, kamen als Arbeiter nach Billed, wo sie in fabrikseigenen Wohnungen untergebracht wurden. Die Bauern aus Billed und Umgebung hatten wieder Gelegenheit, sich dem Hanfbau zu widmen, was aber nicht mehr so intensiv wie früher geschah, denn man hatte sich auf neue Kulturen umgestellt, die mehr Ertrag versprachen. Auch wurde in dieser Zeit schon die Schweinem ast ins Auge gefaßt und forciert. Die Hanffabrik hatte 1937 durch die Anschaffung von neuen Maschinen und Generatoren auch die Stromerzeugung für die Billeder Elektrizitätsgesellschaft übernommen. Die Billeder Hanffabrik wurde 1940 wieder in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und blieb es bis 1945, wo sie vom rumänischen Staat übernommen wurde. Nach der Übernahme durch den Staat wurden größere Anstrengungen in Bezug auf Investitionen bzgl. Erneuerung des Betriebes unternommen. Der Erfolg dieser Investitionen blieb nicht aus und es konnten Auslandsverträge mit dem Westen Europas abgeschlossen und auch ausgeführt werden . Die Hanffabrik wurde wieder aktiv und viele Billeder fanden Arbeit und konnten sich Dank ihres Könnens und ihres sprichwörtlichen Fleißes gute Positionen schaffen , um ihren Familien einen bescheidenen Lebensstandard zu sichern. 400


Die Billeder Genossenschaften Sowohl die am 12. August 1931 in Temeswar gegründete "Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft", rumänisch "Cooperativa Agricola-Centru", als auch die im Jahre 1937 unter dem Namen " Banater Agraria" gegründeten Genossenschaften hatten in Billed Zweigbetriebe errichtet. Diese Genossenschaften umfaßten alle Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte. Ihr Ziel war, durch Ausschaltung des Zwischenhandels für ihre Waren bessere Preise zu erzielen und über die Marktlage immer gut informiert zu sein. Außerdem entwickelte sich eine Kredit- und Warengenossenschaft, die für die Beschaffung von Bindegarn, Spritzmittel, Düngemittel, Maschinen und Geräten, zuständig waren. Die Bauern in Billed begannen sich allmählich von dem einseitigen Getreidebau abzuwenden, um die Schweinemast stärker aufzunehmen. Die auf den Märkten in Wien, Prag, Brünn usw. erzielten Preise für Mastschweine aus dem Banat waren sehr günstig. Selbst Handwerker und Kleinhäusler begannen mit der Schweinemast in kleinen Mengen. Auch die erwerbsmäßige Milcherzeugung wurde in Billed allmählich ausgebreitet. Die in der Bahngasse von der Erzeugergenossenschaft errichteten Milchsammelstellen verarbeiteten die abgelieferte Milch zu Butter und lieferten die für die Schweinemast als Eiweißfutter so wertvolle Magermilch an die Bauern zurück. Das erhaltene Milchgeld wurde zur laufenden und ansehnlichen Geldquelle aller Billeder Bauernbetriebe und der Hausfrauen. Ebenso wurden Zuchtviehimporte aus der Schweiz und aus Süddeutschland durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit des bodenständig gewordenen Fleckviehs zu verbessern. Der Bauer Nikolaus Seibert (309] importierte aus Norddeutschland die schweren Oldenburger Rassepferde. Mit dem Namen "Erzeugergenossenschaft" waren in Billed zwei Männer eng verbunden, die sich um das Genossenschaftswesen sehr verdient gemacht haben : Johann Ballmann [562] und Nikolaus Mann [474] USA.

Das Hutungswesen Jakob Slavik Mit größter Wahrscheinlichkeit können wir feststellen, daß die erste Genossenschaft, die es in Billed gegeb(fn hatte, die Hutungsgesellschaft oder Kompossessorat gewesen ist. Der Name kommt aus dem Lateinischen: compos =einer Sache völlig mächtig, in voller Gewalt, in vollem Besitz, Gebrauch oder Genuß und dem Wort: sessor = Sitzer, auf Grund und Boden sitzen. Sie wurde im Jahre 1927 gegründet. Ihre Aufgabe war ein Teil der Agenden, die früher von der Gemeinde verwaltet wurden. Der Hutungsgesellschaft waren alle Rechte zugestanden, die mit der Verwaltung der Hutweiden den Zuchtstierstallungen zu tun hatten. Bei der damaligen Aufwärtsentwicklung in der Landwirtschaft lag es auf der Hand, diese Obliegenheiten von der Gemeindeverwaltung zu trennen, um sie intensiver und gelenkter bearbeiten zu können. Während früher die Gemeinde ihre Außenarbeiten wie Handfrem [Handfron], Bettelfuhr [Gemeindefuhren] usw. noch nach alter Überlieferung durchführen ließ, stieg man bei der Hutungsgesellschaft auf eine modernere Art um. Sie ließen das Gras ihrer Wiesen um das Viertel mähen, den Mist aus den Stierställen und vor dem Gullebrunnen jährlich versteigern, womit eine beträchtliche Einnahme erzielt werden konnte. Der erste Vorstand war Johann Seibert, als Kassier fungierte Johann Thöreß und als Schriftführer Nikolaus Mann. Die erste Kanzlei war vorerst im HauseRieder [Rieder Lederer] untergebracht. Da die Vorteile dieser Institution sehr rasch erkannt wurden, ergab sich schnell ein immer größer werdender Parteienverkehr, wodurch sich die Kanzlei als zu klein erwies. 401


Die Hutungsgesellschaft beschloß daher, einen für ihre Zwecke geeigneten Neubau zu errichten. Das Haus wurde auf gemeindeeigenem Grund hinter dem Gemeindehaus von Maurermeister Nikolaus Fligl im Jahre 1931 erbaut. Die Hauptaufgaben der Hutung waren die Verwaltung der Gemeindewiesen und deren Pflege, der Ankauf von Rassehengsten, Stieren und Ebern, um den Billeder Tierhaltern eine ertragreiche Viehzucht zu ermöglichen sowie die Unterbringung in sauberen Ställen und deren fachmännischer Betreuung. Als langjähriger Betreuer des Hengstenstalles wirkte Jakob Molitor sen. In den dreißiger Jahren waren an Vatertieren vorhanden: 3 Hengste der Rasse Nojus und Gitran, 1 Hengst der Rasse Oldenburger (belgischer), 12 Stiere der Rasse Simenthaler und Pinzgauer und 6 Eb~r der Rasse Yorkshire und Bergshire (englische). Als Zuchtschweine wurden in den genannten Jahren hauptsächlich die angelsächsischen Rassen bevorzugt, da sie für den Export ambestengeeignet waren. Der alteingesessenen Rasse der Mangolitzen-Schweine wurde weniger Aufmerksamkeit geschenkt, da sie wirtschaftlich nicht rentabel waren, zu lange Fütterung brauchten und zuviel Fettgehalt hatten. Für das Weidevieh hatte man bei den Gullebrunnen Bäume gepflanzt, um das Vieh vor der prallen Sonne im Sommer zu schützen, wenn sie zur Tränke kamen. Für die Schweinehaltung wurde der Versuch gemacht, eine Art von Kartoffelstauden anzupflanzen, damit die Tiere richtig wühlen konnten. Die Einteilung der Weideplätze um das Dorf herum war auch eine Angelegenheit der Hutungsgesellschaft. In den zwanziger und dreißiger Jahren waren die Weideplätze wie folgt festgelegt: Die Pferdehaltung befand sich zwischen dem großen Flur und der Kleinjetschaer Straße. Die Kuhhaltung war auf der Wiese hinter der Sauerländer Brücke. Die Kälberhalte waren auf der Insel und auf dem Marktplatz an der Temeswarer Straße und der Neugasse. Die Schweinehaltung des rechten Dorfes (Kircheng. Vertg. u. Sauerländerg.) war auf der Wiese rechts hinter der Sauerländer Brücke (Krakewald). Die Schafhaltung hatte einen Platz zwischen der Kleinjetschaer und Großjetschaer Straße und teils jenseits von ihr. Er war auch zur Schafschur und zum Melken vorgesehen. In der Stoppelzeit nach der Ernte wurden die Schafe auf die von den Bauern freigegebenen Felder getrieben, wofür der Bauer den natürlichen Dünger der Schafe kostenlos in Anspruch nehmen konnte. Die Jahresgebühren, die ein Weidehalter in den dreißiger Jahren zu entrichten hatte, betrugen: für ein Pferd .... .. ................. . .. .... .... ......... ........... . .. . 20 kg Weizen füreine Kuh ......................................................... . 15 kg Weizen für ein Kalb ... ... .... . ... .. .... . . .... . ....... .. .. .. ................. . 18 kg Weizen für ein Schaf .................................................. .. ..... . 4 kg Weizen für eine Schweinesau ............................ . .................... . 12 kg Weizen für ein Läufling .......... .. . .... . ....... . .. . .......... . ...... . ....... . 6 kg Weizen für eine Gans .............................................. ... . . . .... . 1 kg Weizen Hier einige Zahlen zum Viehbestand aus dieser Zeit: Es gab ca. 1000 Kühe, 250 Kälber, 800 Pferde, 1800 Schweine, 1500 Schafe. Abschließend kann vermerkt werden, daß sich die Gründung der Hutungsgesellschaft sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Gemeindeverwaltung sehr positiv ausgewirkt hat. Bedauerlich ist es jedoch. daß die für Billed segensreiche Tätigkeit der Hutung nur bruch stückhaft aufgezeichnet werden kann , da so gut wie keinerlei schriftliche Unterlagen mehr vorhanden waren . Letzer Vorstand der Hutung von 1940 bis 1944 war Kar! Schneider Nr. 3':J7.

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Die Elektrizitäts-Genossenschaft Jakob Slavik Durch die Initiativen ein iger fortschrittlichen Billeder wurde im Jahre 1936 die Landwirtschaftliche Elektrizitätsgenossenschaft Billed gegründet.

Der Vorstand bestand aus:

Obmann: Anto Sehi · Schriftführer: Peter Hehn Später: Nik. Mangold und Heinrich Sc.haljo

Die Mitglieder des Verwaltungsrates: Dr. Michael Ortinau , Nr. 229, Josef Reiter, Nr. 363, Johann Ballmann , Nr. 562, Nikolaus Mann, Nr. 474 , Gebr. Steiner, Nr. 450, Johann Braun, Nr. 299, Nikolaus Klein , Nr. 464. Dem Gründ';lngsstamm gehörten 350 Personen an. In den Gesellschaftssatzungen war festgelegt, daß Strom nur an Genossenschaftsmitglieder, die ihre Anteile gezeichnet und auch bezahlt hatten, geliefert werden durfte. Es wurde aber eine Lösung gefunden, die den minderbemittelten Mitgliedern entgegenkam und diese ihre Anteile in R aten zahlen konnten. Da das Kapital der einbezahlten Mitgliedsanteile bei weitem nicht ausreichte, mußte noch ein Kredit aufgeno mmen werden. Diese Kreditsumme wurde von 40 Mitgliedern zinsenlos zur Verfügung gestellt. Die Stromerzeugung bzw. Lieferung besorgte die Hanffabrik der Fa. Dauerbach und Maus in Billed, die vertraglich an die E .-Genossenschaft gebunden war. Die Installation des Ortsnetzes wurde der Fa. Ing. Rewes in Temeswar übertragen. Die technische Leitung und Überwachung der Durchführungen oblag unserem Billeder Landsmann JosefWittner, der selbst ein E lektrounternehmen in Temeswar hatte und die Hausinstallationen in Billed durchführte. Mit den Installationsarbeiten wurde schon im Jahre 1936 begonnen. Sie waren bis zum Winter 1937 zum größten Teil beendet. Das Ortsnetz konnte somit am 31. Dezember 1937 in Betrieb genommen werden. Natürlich gab es in Billed große Aufregung und wie immer viele Skeptiker, die wissen wollten, daß das Netz bei der Einschaltung zusammenbrechen würde, aber Gott sei D ank hat es gehalten, als um 18 Uhr das ganze Dorf im hellen elektrischen Licht erstrahlte. Es gab noch einige unwesentliche Nachwehen, die aber alle im Laufe kurzer Zeit restlos behoben werden konnten . Die Hanffabrik als Stromlieferant war im ersten Jahr mit dem Stromverbrauch nicht ganz zufrieden. Bei der fo lgenden Generalversammlung wurde daher beschlossen, daß die E.-Genossenschaft Billed sich einen eigenen Verkaufsladen für sämtliche Elektrogeräte einrichten solle, die an Mitglieder zu einem günstigen Genossenschaftspreis verkauft werden sollten. Es gab über E .-Motoren, Haushaltsgeräte und Installationsmaterial alles, was man im Haushalt und im Gewerbe brauchte. Der erwartete Erfolg blieb auch nicht aus und so konnte der Stromverbrauch im nächsten Jahr um ca. 200 % gesteigert werden. Die Elektro-Firma Noris in Temeswar lieferte alles E .-Material, das in Billed gebraucht wurde. Die Haftung für das bezogene Material sowie für die Lagerung der Geräte übernahmen d~e Verwaltungsmitglieder zur Gänze mit ihrem Privatvermögen. Durch die gute Geschäftsführung konnte die unmittelbare Zinsenlast abgebaut werden und ab 1939 mit einem größeren Gewinn die Bilanz abgeschlossen werden. Einige der ersten Bauern, die E.-Motoren in Betrieb nahmen, waren Hans Braun, 469, Jakob Krier, 476, Jakob Lenhardt 11· a. m. , im H andwerk Franz Klein, 234, Josef Scholz, 543 u. a. m. 403


Durch den Mehrverbrauch konnte aber auch der Strompreis für die Haushalte gesenkt werden, so daß sich auch fast alle Kleinhäusler die Einführung des elektrischen Stromes leisten konnten. Der Strompreis von Billed war damals der billigste im ganzen Banat, einschließlich der Landeshauptstadt Temeswar. Durch die Wirtschaftsgebahrung des Unternehmens konnte sich die Genossenschaft im Jahre 1940 gänzlich schuldenfrei machen, auch das zinsfreie Darlehen der Gründungsmitglieder konnte restlos abgedeckt werden, so daß ab 1940 schon durchaus rentabel gewirtschaftet wurde und Gewinne zur Ausschüttung kamen. Die Billeder E. Genossenschaft verfügte über ein 35 Kilometer langes Versorgungsnetz, die Montage erfolgte damals an den Hausgiebeln, um sich die teuren Masten zu ersparen. Der Transformator befand sich in der Bahngasse, Ecke Hauptstraße, beim Gasthaus Gustav Kunst. Der. E.-Genossenschaft gelang es durch Umsicht, die Stromversorgung auch über die Kriegsjahre zu gewährleisten. Erst 1945 wurde die Stromlieferung seitens der Hanffabrik wegen Rohstoffmangels eingestellt. Die Genossenschaft machte sich daher vollkommen selbstständig, kaufte einen 80 PS starken Dieselmotor, der in der Feuerwehr-Remise installiert wurde, und begann mit zwei Generatoren selbst Strom zu erzeugen. Als Angestellte des Erzeugungsbetriebes fungierten damals: Adalbert Rauch als Elektriker und Georg Lauer als Maschinist. Durch die Umstrukturierung in den fünfzigerJahrenwurde der Genossenschaft das Recht der Stromerzeugung entzogen und der Gemeinde übertragen. 1952 wurde die ganze Anlage inkl. dem Straßennetz der Gemeinde enteignet und in den Besitz des Staates übernommen. Die Stromversorgung geriet in große Schwierigkeiten, wurde empfindlich gestört und zeitweise fiel der Strom gänzlich aus. Ab 1958 wurde das Ortsnetz von Billed umgebaut und stufenweise an das Überlandnetz der staatlichen Energieversorgung angeschlossen. Am Anfang gab es bei der Stromversorgung noch große Schwierigkeiten. Zur Zeit sind diese Kinderkrankheiten behoben. Das Ortsstraßennetz wurde von den Hausgiebeln entfernt und durch nicht gerade schöne Betonmasten ersetzt. Dieselben mögen wohl praktisch sein, aber sie stören das altgewohnte Straßenbild unseres Dorfes ungemein. Diese Aufzeichnung wurde nach persönlichen Angaben von Herrn Nikolaus Mangold, ehern. Buchhalter der E.-Gen. Billed, aufgeschrieben.

Beteiligungsplan der Mitglieder und Stromverbraucher der Elektrizitätsgenossenschaft Biied, welcher in der Generalversammlung am 16. Juni 1938. nachmittags 2 Uhr im 9rossen Gasthause verhandelt wird. Die Namen der Bileder Einwohner sind Hausnummerweise geordnet, die dem Namen zuge· fügte Zahl (rechts) bedeutet .. dass das Mitglied oder aber derjenige, der Mitglied werden will, soviele Anteile zu zeichnen und auch zu bezahlen hat, als diese ZGhl anzeigt. In das Netz kann nur jenes Mitglied oder dessen Untermieter eingeschaltet werden, welches den Anforderungen obigen Planes nachkommt. Das Netz selbst ist vorderhand ein Volksvermögen. und Gemeinschaftseigentum der Mitglieder. Die entworfenen Anteile können sofort oder innerhalb .;zwei Jahren eingezahlt werden. Nach den volleingezahi!Aln Anteilen werden alljllhrlich Dividenden ausgezahlt, deren Höhe die Jahresgeneralversammlung feststellt. Es möge jeder im eigenen Interesse der Gene,ralversammlung beiwohnen I

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Tabelle über die Vermögensverhältnisse in Billed vor dem Zweiten Weltkrieg Wie wir aus dem "Beteiligungsplan" vom Jahre 1938 ersehen können, wurden 885 Billeder Haushalte, Ämter und Institutionen nach ihrem Vermögensstand eingeschätzt und aufgefordert, der Elektrizitätsgenossenschaft beizutreten. Hier nun die Auswertung dieses "Beteiligungsplanes":

Anzahl der Anteile

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

12 13

14 15 16 18 20 22 24 25 26 2ß 30 35 40 50 60 100 200 Zusammen:

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NichtMitglied

259 100 49 44 22 20 12 11

1 16 1 10

4 1 4 0 4 1 1 1 2

2 -

1 1 -

1 -

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Summe

293 141 76 74 58 48 22 29 5 38 2 23 1 9 8 10 2 15 1 3 3 4 1 7 1 2 4 1 3 1 885

70 Häuser, in denen mehrere Familien wohnen, scheinen in dem "Beteiligungsplan " öfter als einmal auf! 43 Häuser bzw. Hausplätze wurden nicht veranlagt und scheinen im Plan nicht auf! Daher eine Differenz von 27 Parteien!

885 -858 27

584 Haushalte gehörten der sozial schwächeren Gruppe an und verfügten nur über 1-4 Anteile je Haushalt. Das sind genau 2 h der Veranlagten. 301 Haushalte, Institutionen und die Gemeinde, das sind genau 1/J der Veranlagten, verfügten über 5-200 Anteile je Haushalt und Partei. 412


Tabelle über Mitglieder und Nichtmitglieder Juni 1938 Haushalte, Institutionen, Gemeinde Veranlagte Mitglieder Nichtmitglieder

1-4 Anteile 66 % 584 22,6 % 132 77,4 % 452

5-200 Anteile 34 % 301 61,5 % 185 38,5 % 116

Geldinstitute Wann das erste Geldinstitut in Billederöffnet wurde, war auf Grund der fehlenden Unterlagen nicht mehr festzustellen. Die Wissensträger, die Auskunft geben könnten, sind verstorben. Nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Billed drei Geldinstitute. Die " Schwäbische Handels- und Gewerbebank" hatte ihre Geschäftsräume in der Hauptgasse Nr. 428 [heute Postamt] eingerichtet. Auf dem Grundstück Nr. 424, Ecke Bahngasse, Hauptgasse, war eine Filiale des ,.Banater Bankvereins" untergebracht. Unser Billeder Landsmann, Karl Hehn, eröffnete auf seinem Grundstück Nr. 354, in der Bahngasse, eine ,,Billeder Kreditbank". Obwohl diese Geldinstitute vorsichtshalber für ein Darlehen eine vielfache Sicherstellung verlangten, wurde die Gründung derselben im Ort begrüßt. Sie waren, wenn auch nur vorübergehend, eine praktische Einrichtung für unsere Väter und Großväter. Sie entsprachen den Bedürfnissen der Bauern und Gewerbetreibenden, obwohl diese das Schuldenmachen noch sehr ernst nahmen. Unsere Vorfahren halfen sich auch finanziell untereinander aus, wenn es die Not erforderte. Hatte einmal ein Nachbar dem anderen mit einem Darlehen "unter die Arme gegriffen" , so wurde ihm dies ohne Sicherstellung, ohne Gutsteher oder Zeugen, nur gegen Wort und Handschlag, gewährt. " Loß nor gut sen, heit deer, morje meer" oder " mers en doch deitsche Leit". Solche Worte galten oft mehr als ein Gutschein. Während der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1928-1933 waren nicht nur die Billeder Industriebetriebe verschuldet und mußten ihre Tore schließen, sondern auch bäuerliche Betriebe gingen in die " Conversierung". Die rumänische Regierung in Bukarest hatte im Jahre 1932 das Umschuldungsgesetz [legea conversiunii datoriilor agricole) herausgebracht, das die Schulden der Bauern bis zu 50 % herabsetzte und die restlichen Schulden übernahm der Staat. Durch diese Maßnahme wurden in Billedeinige bäuerliche Unternehmungen vor dem Zerfall gerettet. Die restlichen Schulden beglich der Staat bei den Gläubigern und Banken. Von Übersee flossen auch reichliche Geldsummen von den ausgewanderten Landsleuten in die Geldinstitute nach Billed zurück. Es ist sehr schade, daß darüber keine Aufzeichnungen mehr vorhanden sind. In den späteren Jahren wurde auf dem Grundstück Nr. 298 eine "Rumänisch-Deutsche Bank" errichtet.

Das Gesundheitswesen in Billed 1850-1980 Wie es bei der Ortsgründung von Billed im 18. Jahrhundert mit dem Sanitätswesen bestellt war, haben wir ausführlich aus den Bananter-Akten im Hofkammerarchiv in Wien erfahren. Aus der Ortsbeschreibung aus dem Jahre 1859/60 wissen wir, daß zu diesem Zeitpunkt noch oder schon wieder in Billedein Spital bestanden hat. Genauere Daten und Einzelheiten müssen wir auf spätere Jahre verlegen, da es aus Zeitmangel nicht möglich war, dieser Tatsache auf den Grund zu gehen. 413


Den Aufzeichnungen von Landsmann Wilhelm Weber können wir entnehmen, daß bereits im Jahre 1852 Jakob Lenhardt die "Alte Apotheke" in Billedan Georg Kosztolany und dessen Ehefrau, geborene Szadil, verkaufte. Bis zum Jahre 1892 befand sich diese in der Kirchengasse. [Leider ohne nähere Bezeichnung des Standortes.] Apotheker Hans Becker übersiedelte sie dann in die Zwetgasse, Hausnummer 339, wo sie bis zum Jahre 1934 verblieb. Sein Nachfolger Josef Becker ließ sich in der Bahngasse Nr. 300- auf dem ehemaligen Grundstück der Herrschaft des Agramer Bistums - eine Villa errichten und übersiedelte mit der Apotheke in die Bahngasse. Diese Apotheke wurde nach dem Zweiten Weltkrieg verstaatlicht und befindet sich auch heute noch in demselben Gebäude. In dieser Zeit, also am Ende des 19. Jahrhunderts, spielten die selbst verfertigten Hausmittel im Banat eine sehr große Rolle. Wie weit sie auch in Billed verbreitet waren, ist nicht bekannt. Der Gründer des "Billeder Leichenvereins" [Bestattungsverein, 1887] Dr. Johann Becker war Arzt und ordinierte in der "Zwetgasse". Ein sehr beliebter und geschätzter Arzt war auch sein Nachfolger Dr. J osef Szentirmay [Schütz]. In den dreißiger Jahren kamen noch Dr. Nikolaus Tuttenuit und Dr. Johann Schäfer nach Billed und eröffneten hier ihre Ordinationen. Selbst aus den umliegenden Gemeinden kamen die Patienten zum Zahnarzt Dr. Johann Feiler nach Billed und ließen hier ihre Zähne behandeln. Dr. Feiler ordinierte auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg in Billed. Neben diesen Ärzten war auch noch ständig ein Vertragsarzt der Krankenkasse in Billed angestellt, der die Mitglieder der Krankenkasse kostenlos behandelte: Dr. Horia Pauta, Dr. Michailescu. Tierarzt Dr. Hans Weber kam Anfang der dreißiger Jahre nach Billed, wo er bis zum Jahre 1944 zum Wohle der Gemeinde und ihrer Haustiere tätig war. Er wurde später als Amts- und Kreistierarzt vom Staate angestellt. Heute ist in Billed das Gesundheitswesen ganz in den Händen des Staates. Die Kranken gehen mit ihren Beschwerden ins Krankenrevier und werden dort von einem Arzt behande lt. Die Neugeborenen kommen nicht mehr in den Wohnungen ihrer Eltern zur Welt, sondern in der dafür eingerichteten Geburtenstation. Zum Unterschied von Dr. Johann Becker waren die in Billed tätigen Ärzte keine geborenen Billeder, sondern sind alle zugewgen. So stammte Dr. Szentirmay -Schütz aus Heufeld, aus dem an Jugoslawien abgetretenen Teil des Banats. Dr. Feiler kam aus Bogarosch, Dr. Touttenuit aus Triebswetter und Dr. Schäfer aus Großjetscha nach Billed. Tierarzt Dr. Hans Weber war ein Gertianoscher-Kind und der Apotheker Mag. Josef Becker ein Ortskind aus Billed. Unser Billeder Landsmann Prof. Dr. Dr. h. c. Josef Becker ist auf dem Gebiete der Medizin hervorzuheben. Er war Professor an der Heidelberger Universität und Primarius des CzernyKrankenhauses. Über sein Leben und Wirken berichtete anläßlich seines 75. Geburtstages " Der Donauschwabe" am 27. Juli 1980 sehr ausführlich. Nicht uninteressant ist auch die Tatsache, daß der Banater Mundartautor, Egydius Haupt, in den Jahren 1886-1896, also 10 Jahre, in Billed als Veterinär tätig war. Haupt wurde im Jahre 1861 in Bogarosch geboren.

Hausmannskost und Eßkultur in Billed Im Zuge der wirtschaftlichen Besserstellung und der Anhebung des Lebensstandards pflegte man im 20. Jahrhundert die Eßkultur mehr als in den vergangenen wirtschaftlichen mageren Jahren im 19. Jahrhundert. Gute Hausmannskost lieferten die so notwendigen und kraftspendenden Kalorien . Die kulinarischen Genüsse wie Schweinebraten, Kalbs- und Schweinsschnitzel, Rinds- , Schweins- und Geflügelpaprikaschinken und Speck waren allseits begehrt. Di e selbstgemachte Bratwurst, Leber- und Blutwurst sowie die Salami und der Schwartelmagen waren einmalige Delikatessen. Zum Kochen, Braten und Backen verwendeten die Billeder Hausfrauen nur das reichlich anfallende Schweineschmalz. Butter wurde nicht in allen Haushalten gegessen und wenn, war es meistens selbstgemachte. Ebenso wurde sehr häufig aus saurer Kuhmilch Topfenkäse hergestellt.

414


Die Grundnahrungsmittel bildeten in jedem Haushalt: Brot, Fleisch, Mehlspeisen, Gemüse, Schmalz und Milchprodukte. Aber auch Geflügel, wie Hühner, Enten und Gänse wurden in großen Mengen gegessen. Weniger häufig gab es Truthühner auf dem Tisch. Die acht bis zehn Fleischhauer, die zwischen den beiden Weltkriegen in Billed ihre Geschäfte hatten, verkauften täglich frisches Rind- und Kalbfleisch. Schafsfleisch wurde nur zur Kirchweih gut zubereitet gegessen. Natürlich gab es viele Haushalte, die sich nur an Sonn- und Feiertagen Fleisch aus der Fleischbank leisten konnten. Die Hausfrauen legten sich bereits im Sommer eine Fülle von Lebensmittelvorräten für den Winter an. 100 bis 200 Gläser eingemachtes "Dunschtobst" [Kompott] aus den verschiedensten Obstsorten des eigenen Gartens waren keine Seltenheit. Wie die Soldaten ausgerichtet standen sie in Reih und Glied auf einer Stellage in der "Speis" [Vorratskammer]. In ärmeren und sparsameren Haushalten fand man Säckchen voll mit "Schnitze" [Dörrobst] . Äpfel, Birnen, Quitten wurden in Scheiben geschnitten, auf einer Schnur aufgereiht und auf dem Dachboden getrocknet. Aus den Quittäpfeln wurde auch oft ein ausgezeichneter Quittenkäse, Schnittmarmelade, gekocht. Aber auch Zwetschken wurden als Dörrobst verwendet und im Winter als Kompott oder roh gegessen. Obst und Gemüse lieferten die lebensnotwendigen Vitamine zur Pflege und Erhaltung der Gesundheit. Kaffee, Tee und Zucker gehörten wohl zu den Luxusartikeln, fehlten aber in keinem Haushalt und wurden mehr oder weniger täglich verwendet. Trotz alldem brauchte man vielen Hausfrauen in Billed die Bescheidenheit nicht erst beizubringen, sie hatten sie von Geburt an mitbekommen. Wer in den dreißiger Jahren jung war, wird sich noch an die mitgebrachten Jausenbrote in der Schule erinnern. Für die meisten Kinder galt als Standardjause das Schmalzbrot mit Salz und rotem Paprika darüber. Im Sommer hatten die Schulkinder meistens Obst zur Jause.

Das Schweineschlachten Ab Ende November bis Ende Dezember wurden in den meisten Häusern in Billed Schweine geschlachtet. Fast in jedem Hause sind die Schweine für den Eigenbedarf in der Familie im Laufe desJahresgefüttert worden. Ein mittlerer Bauernbetrieb benötigte im Durchschnitt das Fleisch von 6 Schweinen. Kleinere Familien wie Handwerker, Kleinhäusler, Lehrer usw. kamen auch mit weniger aus. Der Termin des Schlachttages wurde schon rechtzeitig festgelegt, so daß alle Vorbereitungsarbeit in die Wege geleitet werden konnte. In vielen Familien war dieser Tag ein Familientreffen für jung und alt, für Kind und Kegel. Jeder der Verwandten hatte bei dieser Arbeit eine spezielle Aufgabe zu erfüllen. Am Schlachttag selbst wurde schon sehr früh aufgestanden, um Feuer unter die Kessel zu machen, da je nach Anzahl der zu schlachtenden Schweine sehr viel heißes Wasser benötigt wurde. Um 6 Uhr trafen die ersten Schlachthelfer ein, denen gleich nach der Begrüßung die Schnapsflasche angeboten wurde. Wenn alle versammelt waren und an einem langen Tisch, meist waren es zwei, Platz genommen hatten, kam dann das Frühstück. Anschließend wurde es ernst und man ging an die Arbeit. Wenn in einer Familie kein geübter und erprobter Schlachter anzutreffen war, dann mußte ein Fleischhauer das Oberkommando übernehmen. Die stärksten Männerinder Familie holten jetzt das Schwein aus dem Stall und der Schlachter vollbrachte mit seinem "Stechmesser" sein Werk. Frauen und Kinder hielten sich die Ohren zu und verschwanden im letzten Winkel des Hauses. Das Geschrei des sterbenden Tieres war für mich als Kind furchtbar. Anschließend wurde das Schwein gebrüht, auf dem Tisch sauber abrasiert, aufgehängt und ausgenommen . Zwischen 10 und 11 Uhr gab es ein zweites Frühstück, bestehend aus einer sauren oder gebackenen Leber, frisch vom Schwein. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Schnapsflasche von der 415


Schlachttag bei der Familie Slavik. [1960]

Weinflasche abgelöst. Auch das Kesselfleisch schmeckte immer ausgezeichnet und fand seine dankbaren Abnehmer. Ein geschicktes und geübtes Familienmitglied, meist eine Frau, hatte die Därme geputzt. Ein anderer machte sich an die "Gallrei" [Sulz] und rasierte die letzten Borsten weg. Nach dem Mittagessen begann man mit der Wursterzeugung. Üblicherweise gab es in Billed, seit Generationen und von Haus zu Haus, vier Wurstsorten: Bratwurst, Leberwurst, Blutwurst und Schwartelmagen . Erst Ende der dreißiger Jahre gab es einige Familien, die sich von einem Fleischhauer auch Salami herstellen ließen. Für diesen Zweck mußte zusätzliches Fleisch, vom Rind und Pferd, gekauft werden. Auch Kunstdärme und andere Gewürze waren erforderlich. Die Leberwurst, Blutwurst und der Schwartelmagen wurden noch am selben Tag gekocht und anschließend auf einer Tischplatte gepreßt. Am nächsten Tag kamen sie gemeinsam mit der Bratwurst auf den Dachboden in den Rauchfang und wurden langsam geselcht. Die Schinken und Seitenstücke, der Speck und das Fleisch wurden am nächsten T ag eingesalzen und in ein offenes Faß, in einen Fleischbottich oder auch Fleischstänner in die Sur gelegt. Die Sur war ein vom Fachmann gewürztes Salzwasser, in dem das Fleisch einige Wochen liegen blieb. Anschließend kam es in den Rauchfang und wurde ebenfalls geselcht. Für die Hausfrau war es besonders wichtig, daß ihre bereits leeren Fettstänner alle wieder bis an den Rand gefüllt werden. Daher wurde der Speck in kleine Würfel geschnitten und in einem Kessel gebraten. Die heißen gebratenen Speckstücke wurden dann mit zwei großen Löffeln ausgepreßt und was im Löffel übrigblieb, das waren die Grammeln, die ausgezeichnet sehrneckten. Sowohl als Grammeln als auch als Grammelpogatschen wurden sie allgemein gerne gegessen. Beim Abendessen gab es bereits Fleisch und Wurst vom eigenen Schwein. Daher bestand die .Möglichkeit, festzustellen, ob alles richtig gesalzen und gepfeffert wurde. Abschließend folgte dann der Sau tanz, bei dem es mal mehr und mal weniger lustig zuging. Feuchtfröhlich und stimmungsvoll war er auf alle Fälle. 416


Feste, Sitten und Brauchtum im Jahresablauf Sepp Braun - Dr. Hans Braun Wie bei allen Banater-Schwaben, rankte sich Sitte und Brauchtum in der Heidegemeinde Billed um die Säulen Glaube und Volkstum . Die Gebräuche wurden von unseren Ahnen aus der Urheimat von Rhein, Mosel, Saar, Sauer usw. mit in ihre neue Heimat gebracht und stets gehegt und gepflegt. Es lag in derNaturder Sache, daß die Bräuche in der Banater-Heide nicht einheitlich waren, da durch die Verschiedenheit der Siedlungsgebiete immerhin gewisse Unterschiede bestanden. In Billed hat sich das alles irgendwie assimiliert und fand so zum eigentlichen Billeder Brauchtum. Am Neujahrstag wurde das neue Jahr angewunschen. " Alles Gute zum Neuen Jahr", sagten sich die Nachbarn und Verwandten. Für die Erwachsenen gab es ein Glas Wein, für die Kinder einen kleinen Geldbetrag. Auch die Zigeuner fehlten an diesem Tag nicht, wußten sie doch, daß es da was zum "erwünschen" gab. Sie trugen einen Sack auf dem Rücken, der sich allmählich mit Schweinshaxen und sonstigem aus der letzten Schlacht füllte. Denn der Tschitschi, Birdasch, Latzi, Fetwar usw. wußte was sich gehörte und wünschte dem Vetter und der Wess ein gutes Neujahr. Wenn wir schon beim Gratulieren sind, so möchten wir darauf hinweisen, daß der Geburtstag in Billed nicht viel galt, wohl aber der N a m e n s t a g . Er wurde bei dem Patriarch der Familie meist feistlieh gefeiert und war angenehmer Anlaß für die ganze Sippe, sich abends mit Kind und Kegel einzufinden zu einem gemütlichen Beisammensein, bei gutem Essen und einem "Eigenbautropfen ", nach dem alten Spruch : Essen und Trinken hält Leib und See!' zusammen, zu feiern. Die Billeder Hausfrauen waren ja als gute Köchinnen bekannt und haben kräftig gekocht, wer erinnert sich nicht gern an: Worscht, Schwartelmagen, Schunke, Speck, Paprika und Pfefferoni nicht zu vergessen. Nun wieder zurück zum Namenstagswünschen: Es klang in unserem billederisch ungefähr so: Alles Gude zum Namenstach , lang lewe, gesund bleiwe und no'm Tod die ewichi Glückselichkei t! oder: ich winsch Eich all das Gude . was ich mr seiwer winsch . Die Kinder glänzten mit dem Wunsch: ich sin e kleene Könich, geft mr net zu wenich, losst mich net so lang do stehn, ich muß noch um e Häus'che weitergehn. Der Drei k ö n i g s t a g: Am Nachmittag vor Dreikönig wurde in der Kirche das Weihwasser sowie Brot und Kreide geweiht. Am Dreikönigstag gingen verschiedene Gruppen von älteren Buben jeweils in ihrer Gasse bzw. Ecke von Haus zu Haus als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet und sagten ihre Verse auf. Die Verse oder Dreikönigssprüche waren nicht in jeder Heidegemeinde die gleichen, aber überall war der Sinn zu erkennen, daß der Heiland geboren wurde. Zum Mittagessen tischte die Mutter Fettkrapfen auf, in einen dieser Krapfen steckte sie ein Geldstück hinein und alle Familienmitglieder wetteiferten, diesen Krapfen zu finden, denn wer ihn fand, war der König. Unsere Banater-Schwabenlebten so richtig mit der Natur und registrierten das Längerwerden des Tages so, daß man zu M a r i a L i c h t m e ß bereits vor Eintritt der Dunkelheit zu Abend ißt! Es e rinnert daran folgender Spruch: " Lichtmeß, Spinnen vergeß, bei Tag zu Nacht geß". An Maria Lichtmeß ließen die Bäuerinnen ihre Wachsstöcke in der Kirche weihen, während am nächsten Tag, dem St. Blasitag, der Priester den Gläubigen an der Kommunionbank einzeln mit gekreuzten Kerzen den Bl asisegen gegen Halsweh gab. D e r Fasching: Vom Dreikönigstag bis zu Aschermittwoch herrschte auch in Billed der Fasching [Karneval] . Die Burschen und Mädchen sind dazu ins Wert s haus tanzen gegangen und konnten sich so richtig in der eher arbeitslosen Zeit der Wintermonate austoben.

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Das Wort , , Lets c h t- Fasching' 'war ein Zauberwort für Fröhlichkeit und Ausgelassenheit, die ihren Höhepunkt am Fasching-Dienstag erreichte. Es wurde sonntags, montags und dienstags von mittags 2 Uhr bis zum frühen Morgen getanzt. Am Dienstag gab es die sogenannten Eiertänze, es handelte sich um Wechseltänze. Die Burschen erhielten von ihren Tanzmädchen und weiblichen Verwandten und Bekannten, die sie zum Tanzen holten, ein Bier bezahlt. In der Kirche wurde in der Fastenzeit anstelle der Vesper die Kreuzwegandacht gehalten. D i e K a r w o c h e : Die Karwoche wurde mit dem P a I m so n n t a g eingeleitet, der Geistliche führte die feierliche Palmprozession in die Kirche, dort wurden die mitgebrachten Palmkätzchen [Weidenruten] geweiht. Die Buben der letzten Volksschulklassen haben sich auf die Karwoche schon lange gefreut, denn sie durften raspeln [ratschen] gehen . Am Gründonnerstag las der Pfarrer ein feierliches Hochamt und beim Gloria ertönten nochmals die vier Glocken unserer Kirche. Dann schwiegen die Kirchenglocken, zum Zeichen der Trauer über Christi Leiden . Im Volksmund hieß es " die Glocken sind nach Rom geflogen". Nun war die Zeit der Raspier gekommen: Es wurde wie an sonstigen Tagen anstatt geläutet, morgens, mittags und abends zum Gebet mit folgendem Spruch geraspelt: " Ihr Leit, Ihr Leit es ist Betglockenzeit! Ihr lieben Christen seid bereit, fallt auf die Knie und betet AveMaria." Die älteren Schulklassen wurden schon in der Schule vom Lehrer eingeteilt, wo sie zu raspeln hatten. Es wurde nach dem Prinzip verfahren, daß jeder Schüler ungefähr in seiner Gasse raspeln konnte. In der Regel gab es immer ca. 40 Raspler, die wie folgt aufgeteilt waren: Sauerländergasse 6-7 Burschen, Vertgasse 6, Kirchengasse 6, Hauptgasse 6, Altgasse 6, Neugasse mit Blumen- und Klarigasse 8-9. Der oberste Ratscher war der in der Kirchengasse, weil er sich nach der Kirchenuhr richten mußte und allen anderen Rasplern von der Neugasse bis zur Sauerländergasse das Zeichen gab, wenn es losging. Am Gründonnerstag fand nach dem Amt die Zerstörung der Altäre statt. Während des Tages konnte man zur Anbetung des gekreuzigten Heilands gehen. Am Grab hielten abwech. selnd je zwei Feuerwehrmänner Ehrenwache. Es war für jeden Katholiken in Billed selbstverständlich, strengste Fasttage einzuhalten, und es wurden nur Kranzkuchen mit Wein und vollkommen fleischlos gegessen. Am Gründonnerstag wurde gerne Spinat, das erste Grün im neuen Jahr, gegessen, als Beilage gab es gekochte Eier (Ostereier). Der Karsamstag war der große Tag für die Raspelbuwe! Wer zuletzt in seiner Gasse an den Sammelplatz kam, war der " Jud". In der Kirchenliturgie wurde smybolisch vor der Sakristei ein Feuer angezündet, um den Sieg des Lebens über den Tod zu versinnbildlichen und für die Ministranten war dies ein lustiger Anlaß, über das Feuer zu springen (Jud verbrennen). Die Raspelbuben kündigten das Amt nochmals an, beim Gloria erklangen schon wieder die Glocken, die aus Rom zurückgekehrt waren und das Osterfest einläuteten. Die Hauptaufgabe der "Raspelbuwe" war damit beendet und es begann nun das Klecken. Die Buben gingen in ihren Gassen, wo sie geraspelt hatten, mit Weidenkörben von Haus zu Haus klecken. Der Spruch lautete: Ihr Leit, Ihr Leit, Ihr Liewe Leit, Es kommt die heilige Osterzeit Gibt uns Eier, gibt uns Geld, Was Eich gefällt, nur ke Schlä, Die tun so weh! Das Liedl is gesungen, die Glocken sind erklungen, paar, paar Dutzend Eier raus. 418


Die Buben bekamen nun Geld und Eier geschenkt und zum Dank gab es noch folgenden Spruch: Ihr habt uns Eure Ehr gegeben, Ihr sollt das Jahr in Frieden leben, Ihr und Eure Kinder, Ihr und Eure G'sinder, Glück, Glück ins Haus Unglück zum Tor hinaus. Die Geschenke, Geld und Eier, wurden dann unter den beteiligten Rasplern gleichmäßig aufgeteilt. Es wurden dann immer Vergleiche angestellt, welche Partie das meiste Geld und welche die meisten Eier eingehoben hatte. Am Karsamstag wurden bereits kleinere Feldarbeiten durchgeführt, aber man kehrte schon frühzeitig heim, um sich zurecht zu machen, um bei der Osterprozession teilnehmen zu können. Diese Auferstehungsprozessionen waren immer sehr feierlich gestaltet. Die feierliche Zeremonie begannen ca. um 18 Uhr. Die Geistlichkeit, gefolgt von den Ministranten in ihren schmucken Röcken und Chorhemden, der Kantor mit den Singmädchen und sämtliche Vereine rückten aus. Am Karsamstag Abend, nach der Osterprozession, gab es dann das erste kräftige Nachtessen, meistens Schinken mit Eier und einen guten Tropfen aus dem eigenen Keller. Die Hausfrauen färbten natürlich zu 0 s t e r n bunte Eier, die für die Kinder untentbehrlich waren, neben dem Osterhasen aus Lebzelt, bunten Zuckereiern und sonstigem Naschwerk. Der Frühling zog nun allmählich ins Land, die Felder begannen zu grünen, es war wieder die Arbeitszeit für den Bauern gekommen. VorChristi-Himmelfahrt waren die drei Bittag e! Nach der Frühmesse führte der Pfarrer eine Prozession auf den Flur, an jedem Tag zu einem anderen der vier Feldkreuze sowie zum Kreuz auf dem Kalvarienberg. Während der Prozession wurde die Allerheiligenlitanei gebetet und Gottes Segen für eine gute Ernte, für die Verschonung von Blitz und Hagelschlag, Verhütung von Krankheiten (Pest u. Cholera) erfleht. Zu Pfingsten wurde der Langschläfer der Familie an das Leintuch angenäht, er war dann das Pfingstlämmchen. F r o n I e i c h n a m : Zu diesem Fest kam die barocke Lebensfreude unserer Banater Landsleute zum Ausdruck. Mit großem Prunk wurde eine Prozession durchgeführt. Wiederum rückten alle Formationen der Vereine aus, der Pfarrer trug die Monstranz unter dem Himmel, der von vier Männern getragen wurde. Die Evangelien wurden feierlich an den vier aufgebauten Kapellen gelesen. Die erste befand sich bei Haus Nr. 282 (Farn. Pritz), die zweite befand sich bei Hausnummer 409, die dritte bei Hausnummer 424 und die vierte vor der Kirche. Der Prozessionsweg war mit Zweigen ausgesteckt und mit frischem Gras bestreut, von diesem geweihten Gras nahm sich jeder einen Büschel mit nach Hause und gab es dem Vieh, damit es alle Krankheiten abwehren sollte. In den Gassen, durch die die Prozession durchzog, brannten in allen Fenstern Kerzen und das gab der Prozession ein feierliches Gepräge. D e r E r s t e M a i wurde in unserer bäuerlichen Gemeinde weniger als Tag der Arbeit gefeiert, sondern hatte eher heidnische Bräuche zum Anlaß. Am Vorabend zum ersten Mai setzten die Lehrbuben ihren Lehrmeistern, dem Pfarrer, dem Lehrer, dem Bürgermeister und sonstigen Persönlichkeiten im Dorf, bunt gestrichene Maibaum-Stangen, die mit einer Krone und bunten Seidenbändern oder auch Papierbändern geschmückt waren. Dieser Maibaum stand den ganzen Monat vor dem Haus der dadurch geehrten Personen. Die bäuerliche Jugend setzte große Eckmaibäume an verschiedenen Gassenecken. A b e r g I a u b e n : Am 1. Mai wurden auch kleine Hollunderzweige in die Fensterläden gesteckt, wohl eine Erinnerung an die heidnische Walpurgisnacht, um Hexen von Haus und Vieh fernzuhalten . 419


Maibaum vor dem Fenster des Lehrherm. Andere heidnische Bräuche waren Hufeisen an die Stalltürschwelle zu nageln, auch durfte kein Schwalbennest vernichtet werden, da sonst die Kühe rote Milch gaben oder wenn ein Uhu sich auf das Hausdach setzte und die Hühner auseinanderstoben, bedeutete dies, daß in diesem Haus bald jemand sterben würde. Ein anderer Aberglaube besagt, daß man keine Wäsche zwischen Weihnachten und Neujahr aufhängen sollte, da es das Totenhemd für einen bedeuten soll. Auch sollte in dieser Zeit kein Brot gebacken werden, das Abdecken der Brotmalter würde eine Totenlade symbolisieren. Bei manchen Krankheiten wurden auch gewisse Formeln aufgesagt, um die Genesung herbeizuführen. Es waren dies alles heidnische Bräuche, die unsere Ahnen aus ihrer alten Heimat mitgebracht haben, die sie schon von ihren Urahnen übernommen hatten. Am Maria H i m m e I f a h r t s t a g , 1 5 . A u g u s t, war in Billed der Wischtag, es wurde zum Erntedank ein Büschel [Wisch] Getreideähren in die Kirche getragen, um es segnen zu lassen. Zu Hause nahm es dann einen Ehrenplatz ein. Das nächste große Fest war nun die K er w e i h , es gab da schon Wochen vorher hitzige Debatten, ob es Kerweihbuwe gibt oder nicht, die Kirchweih warf ihren Schatten voraus. Der Kirchenpatron ist, wie schon an anderer Stelle erwähnt, der Erzengel Michael, 29. September, aber man hatte die Kerweih aus arbeitstechnischen Gründen um 3 Wochen später abgehalten. (Ca. der 3. Sonntag im Oktober.] Der eigentliche Michaelitag wurde im Volksmund die Pfarrer-Kerweih genannt.

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Das Kirchweihfest Michael Braun und Jakob Slavik Die Kirchweih, ein altes Brauchtumsfest, wurde durch unsere Ahnen aus ihrer alten Heimat von Rhein und Saar in das Banat mitgebracht. Dort hieß sie auch " Kirmes oder Kilbe " . In Billed wurde ursprünglich, das Kirchweihfest nach der Erbauung der Kirche 1775-1777 zu Ehren unseres Schutzpatrons des Erzengels Michael am ersten Sonntag nach dem 26. September gefeiert. Dieser Termin wurde dann auch 150 J ahre hindurch beibehalten (bis 1928), dann aber wegen der zu dieser Zeit immer noch erforderlichen Feldarbeiten um drei Wochen verschoben, so daß Billed seine Kerwei bis nach dem Zweiten Weltkrieg immer am dritten Sonntag im Oktober hatte.

Die Kerwei: Für den Bauern und Hausherrn hat die Kerwei begonnen, wenn am Kerweisamstag Hof und Gaß gekehrt waren . Die Hauptbel astung lag natürlich auf den Hausfrauen und Bäuerinnen, hatten sie doch nicht nur für Ordnung und Sauberkeit im Haus zu sorgen, sondern auch für das leibliche Wohl, da es Brauch war, daß zur Kerwei auch G äste aus nah und fern kamen. Die Hauptvorbereitungen für das Gelingen eines richtigen Kirchweihfestes lag jedoch bei den 18- bis 20jährigen Burschen, die dafür sorgen mußten, genügend Paare zusammenzubringen. Die Burschen hatten auch die Rechnungsführer zu bestimmen. War das geschehen, so wurden diese am dritten Sonntag vor der Kirchweih in allen Wirtshäusern, wo getanzt wurde, "gehoben ", das heißt von den Burschen im Wirtshaus bei einem von der Musik gespielten "Kerweihstickl " dreimal hochgehoben und so als Rechnungsführer oder Geldherren vorgestellt. Die Burschen hatten sich inzwischen um ein Mädchen beworben und war man sich einig, mußte der Bursch zu den Eltern des Mädchens gehen und diese fragen , ob es ihnen recht sei, daß ihre Tochter ihm als Kerweihmädchen den Hut putzen, im Volksmund " Hut putze" darf. Die Aufgaben der Kerweihrnädchen waren zudem die Besorgung der beiden Rosmarinsträuße sowie der Quitten "Kittäpl" und der Bänder. Die beiden je in einer Quitte steckenden, mit farbigen Seidenbänder buntgeschmückten Rosmarinsträuße wurden dann als "Großer und Kleiner Vorstrauß" verlizitiert. Doch zurück zu den beiden Rechnungsführern: Sie hatten die Musikkapelle aufzudingen, früher einen Bauernhof zu mieten, um darin das Festzelt aufzustellen, später einen Saal im großen Wirtshaus und zwei " Kerweinarren " -zwei Kellner - unter Vertrag zu nehmen. Ihre Aufgabe war es auch, einen "Kerweibock" - Schafbock- zu beschaffen, um den dann Männerund ältere Burschen kegelten, des weiteren für den "Kerweibaam" zu sorgen, für Hut und Tuch, die nach altem Brauch am Kerweisonntag nach der Straußversteigerung verlost wurden und nicht zuletzt für den "Kerweiwein", von dem ca. 500 Liter benötigt wurden.

Am Kerweisamstag trafen sich die Kerweibuwe nachmittags im Wirtshaus und zogen von dort in Zweierreihe mit dem ersten Rechnungsführer und dem Kerweibaum an der Spitze, von der Musik begleitet, durch das Dorf. Der Reihe nach ging es zu jedem einzelnen " Kerweibu", wo mit Mehlspeisen aufgewartet wurde und es den Kerweiwein zu kosten gab. Nach einem von der Musik dargebrachten Ständchen ging es zum nächsten. Zum Abschluß des Umzuges durch das Dorfwurde der Kerweibaum vor der Kirche aufgestellt und zurück ins Wirtshaus gegangen . Dort wurde dann der kleine Strauß- der " Owedstrauß"- versteigert. Sein Gewinner hatte sich mit der Ersteigerung des Straußes zugleich auch verpflichtet, am Sonntag für die beiden 421


Geldherren, die Kellner und für die Musikanten das Mittagessen zu stellen. Dafür hatte er aber das Recht bekommen, im Kerweizug mit seinem Mädchen gleich hinter dem zweiten Geldherrn zu gehen. Am Kerweisonntag ging jeder mit einer Flasche Wein zu seinen Verwandten und Bekannten, zur Kerwei einzuladen. Dabei ließ er seinen Kerweiwein kosten und bot Lose für das Tuch und Hut an. Eine Geldspende von jedem Eingeladenen war selbstverständlich. Nach diesen Besuchen begab sich der Kerweibub zu seinem Kerweimädchen, das schon in Festtracht wartete und ging mit ihr ins Kerweihaus, wo sich alle Paare trafen. Dort formierte sich der Zug. Entweder ging man der Größe oder dem Alter nach, vorne der erste, dann der zweite Rechnungsführer und dahinter der Lizitant des Abendstrausses mit seinem Mädchen. Die beiden Kerwei-Kellner waren mit einer weißen Schürze und einem Strauß am Hut geschmückt und hatten ab nun Regie zu führen . Mit Marschmusik ging es zur Kirche. In der Kirche wurde im Mittelgang Aufstellung genommen - die Mädchen rechts, die Burschen links. In letzter Zeit hatte es sich durchgesetzt, zum Schluß des Gottesdienstes gemeinsam mit dem Kirchenchor das Lied " Glocken der Heimat", von Adam Müller Guttenbrunn, zu singen. Nach der Messe ging es zuerst zum Herrn Pfarrer, dem durch die Überreichung einer Quitte mit Rosmarinsträußchen ein frohes Kirchweihfest gewünscht wurde. Der erste Geldherr schenkte ein Glas Wein zur Kostprobe ein und der Herr Pfarrer bedankte sich mit einer Spende an den Rechnungsführer und wünschte ein gutes gelingen der Kerwei . Anschließend ging es mit der Musik durch das Dorf zum Richter, den Gemeindevätern, Notar und sonstigen Persönlichkeiten, wo sich überall gleiches wie beim Herrn Pfarrer abspielte. Am Sonntagnachmittag versammelten sich alle Kirchweihpaare im Kerweihaus, wo inzwischen mit dem Kegelscheiben um den "Kerweibock" begonnen wurde. Von dort ging es zum Kerweibaum vor der Kirche. Wenn sich dort alle Kerweipaare um den Baum aufgestellt hatten, spielte die Musik einen Tusch und der erste Rechnungsführer stieg auf das Faß, begrüßte die Kerweigäste und hielt eine Ansprache über die Bedeutung und Tradition dieses Brauchtumsfestes. Nach der Ansprache des ersten Geldherrn übernahm der zweite Rechnungsführer das Wort in schwäbischer Mundart und apellierte an alle Zuschauer und besonders an die " Kerweibuwe", bei der nun beginnenden Verlizitierung des Kerweistraußes recht fleißig mitzusteigern. Die üblichen Bedingungen waren bekannt, ging der Strauß außerhalb der Gesellschaft, muß der volle Preis bezahlt werden, blieb er in der Gesellschaft, so waren nur 10 % des zugeschlagenen Preises zu bezahlen. Bei der Lizitation entspannten sich des öfteren recht hitzige Steigerungsgefechte, die durch den Versteigerer immer wieder angespornt wurden. Zwischendurch wurde, wenn es hieß zum Ersten, zum Zweiten und zum trink ' mr mol, ein musikalischer Tusch eingelegt. Es kam auf die Geschicklichkeit des Rechnungsführers an, den Preis so weit wie möglich in die Höhe zu treiben, was er mit allerlei Späßen und Wortfechtereien zu erreichen versuchte. Hieß es zum ersten-, zum zweiten- und zum drittenmal, so war der Lizitant Vortänzer und wurde von den Kerweibuben hochgehoben, stieg auf das Faß und zeigte den Rosmarinstrauß den Zuschauern und übergab ihn seinem Kerweimädchen. Dann spielte die Musik einen Tanz für das Vortänzerpaar, worauf der Tanz um das Faß folgte. Nach der Verlosung von Tuch und Hut ging es geschlossen zur Vortänzerin, wo im Hof der Ehrentanz mit der Vortänzerin getanzt wurde. Von dort ging es mit Musik zurück ins Wirtshaus. Der erste Tanz im Saal war nur für die Kirchweihpaare bestimmt. Nach einer bestimmten Zeit wurde durch den ersten Rechnungsführer verkündet, daß zwei Stücke für den Vortänzer gespielt werden und man brachte einen Tisch und zwei Sesseln mit zwei Tellern und zwei Weinflaschen und es begann der Tanz für den Vortänzer. Die beiden Rechnungsführer kassierten und bewirteten die am Vortanz teilnehmenden Gäste mit einem Glas Wein und jeder gab eine Spende in einen der Teller. Ein ungeschriebenes

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Gesetz war es, daß jeder Kerweibub mit der Vortänzerin zu tanzen hatte. Nachher kamen die Eltern, Verwandten und Bekannten, um ebenfalls mit der Vortänzerin zu tanzen. Am späten Nachmittag folgten Männer- und Weibertänze; in früheren Jahren auch die Rekruten- und Urlauber-Tänze, die auch alle zahlungspflichtig waren. Die Musikanten hatten für die Vor- und Extratänze einen besonders langen Ländler eingeübt, der bis zu einer halben Stunde und darüber ausgedehnt werden konnte. D a s K e r w e i - E n d e : Am Kerweimittwoch in der Früh wurde der Gewinner des Kerweibockes von den Kerweibuwe mit Musik heimgespielt Dort gab es ein kleines Essen, Schnaps, Wein, Bier und einen starken Kaffee. Anschließend wurde der Kerweibaum ausgegraben und eine Flasche Kerweiwein in das Loch gelegt, die beim nächsten Eingraben des Kerweibaumes ausgetrunken wurde. Das Ausgraben des Kerweibaumes war eine zum "Weinen traurige Angelegenheit". Die Musik spielte Trauermärsche und man weinte "bittere Tränen". Der Kerweibaum wurde von allen Kerweibuwe zum Kerweihaus getragen, wo er bis zum nächsten Jahr aufbewahrt wurde. Der Kerwei folgte noch die Nachkerwei sowie der "Kerweibuwe-Ball", wenn alle Abrechnungen erledigt waren.

Jahre ohne "Kerwei" Wie es nicht anders sein konnte, gab es während der Kriegsjahre, sowohl des Ersten als auch des Zweiten Weltkrieges, in Billed keine Kirchweihfeste. Nach dem ersten Krieg dauerte es bis zum Jahre 1920, bis es wieder die " Kerwei " gab und nach dem zweiten durfte es erst wieder aufgenommen werden, als die Rumänen die Folklore entdeckten, doch zunächst nur als Erntedankfest und seit den siebziger Jahren auch in seiner alten Form . So lebt zur Zeit auch im heutigen Billed noch das alte Brauchtumsfest fort.

Kirchweihpaare vor dem Haupteingang der Kirche, im Jahre 1903. Hier sehen wir noch eine echte Frauen- und Männertracht von Billed. 423


Kirchweihpaar in Billeder Festtagstracht, im Jahre 1935.

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Feste, Sitten und Brauchtum im Jahresablauf Nun zog allmählich der Herbst in das Land, die Blätter fielen von den Bäumen, Nebelschwaden kamen von derMarasch in das Dorf, die richtige Stimmung für Allerheiligen bahnte sich an. Am A II er h e i I i g e n-Nachmittag wurde eine Prozession zum Friedhof geführt - es wurde jedesJahrein anderer auserwählt- wo der Pfarrer im Gottesdienst und Predigt der Verstorbenen gedachte. Die Gräber wurden schon vorher von den Frauen hergerichtet und mit Blumen geschmückt, so daß auch an unsere Toten in würdiger Form gedacht werden konnte. Abends gingen die Familienmitglieder zu den Gräbern der Angehörigen und Verwandten, zündeten Kerzen an und gedachten in stillem Gebet an die Verstorbenen. Die beiden Friedhöfe verwandelten sich am Abend in ein Lichtermeer. Am A II e r s e e I e n t a g las der Pfarrer drei stille Messen in schwarzem Meßgewand, anschließend war am Kriegerdenkmal eine Gedenkfeier für all unsere Gefallenen . Ab A d v e n t war nun Tanzverbot: Kathrein sperrt die Geigen ein, hieß es in einem Spruch . Es folgten die Oradi (Roratearnt) , die schon recht zeitlich in der Früh begannen, und so manche Hausfrau und Großmutter ging im Dunkeln mit der Laterne durch den Schnee in diese Messe . Es war nun auch die Zeit, wo die Hausfrauen mit der Weihnachtsbäckerei anfingen . Die Schweineschlacht war in der Regel schon vorbei. Endlich war es soweit: Das Christ k in d konnte kommen. Am Vorabend- also He iI i g e n a b e n d -wurde der Christbaum aufgestellt, die Kerzen und Sternspritzer angezündet und die bescheidenen Gaben verteilt. Anschließend gab es ein fürstliche s Nachtessen mit selbstgemachter Wurst und anderen Leckerbissen von der Schlacht. Man ging dann in die Re i h , wo die Männer Karten spielten und die Frauen ihre Handarbeiten machten oder sich zu einem Plausch einfanden. Zu Mitternacht wurde geschlossen zur Mette gegangen. Einige Bläser der Musikkapellen bliesen vom Kirchturm die allen vertraute Melodie , , S t i II e Nacht , h e i I i g e Nacht ' ' und der Kirchenchor wurde auch durch die Solisten der Musiker unterstützt, wodurch es immer eine recht feierliche Weihnachtsmette gab. Am 1. Weihnachtstag bekamen die Buben und Mädchen ihre Pat- und God-Geschenke, für die Buben gab es ein Pferdchen aus "Lebzelter" , und für die Mädchen eine Puppe, ebenfalls aus " Lebzelter" sowie Orangen, Feigen, Datteln und sonstiges Naschwerk . Die beiden ersten Weihnachtstage waren für die Jugend Anlaß, nach dem Tanzverbot ab Kathrein wieder das Tanzbein zu schwingen, von dem auch ausführlich Gebrauch gemacht wurde. Am 27 . Dezember war der Johannistag ( K ' h ans t a g) . Es war der Tag des Gesindediengens und Gesindewechsels! E s wurden mit dem Gesinde neue Verträge für das kommende Arbeitsjahr mit Handschlag abgeschlossen (der Handschlag galt im Schwabendorf als verbindlich). Der S y I v e s t e r t a g , der letzte Tag im Jahr, wurde mit einem Kirchenbesuch abgeschlossen, wo der Pfarrer in einem Dankgottesdienst eine Rückschau auf das vergangene Jahr gab. Es wurden die Zahlen der Geburten, der Todesfälle und der Hochzeiten bekanntgegeben. Es war leider in den vierziger Jahren immer so, daß die Todesfälle überwiegten, was sich auch bis in die Gegenwart erhalten hat. Am Abend gab es wie gewöhnlich im , , Großwertshaus '' eine Dilettantenvorstellung, die meistens vom Männergesangsverein veranstaltet wurde. Anschließend gab es Tanz und somit war der Fasching in Billed eingeleitet.

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Erster Schwabenball nach der Wiedervereinigung. [1939]

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Das Ehepaar Susi und Nikolaus Weber mit dem buntgeschmückten Rosmarinstrauß.

Eine lustige Schlittenfahrt mit Fahrer Sepp Braun, fünf " Dorfschönheiten" und die Brüder Höckl.

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Eine andere Art von Brauchtum war das W a II fahrt e n :Die Billeder gingen am 3. MaiTag der Kreuzerhöhung- nach Schandrhas "wolfahrte". Es ging die ganze Prozession zu Fuß, da es ja nur knappe 6 km entfernt war. Die große Wallfahrt war jedoch immer Maria-Ra d n a im September. Führte sie doch aus der Tiefebene in die bucklige Welt. Als Bub war es für mich das größte Erlebnis, mit der Großmutter " wolfare" zu gehen. Die Vorfreude war schon riesig groß, als wir den eigenen, gedeckten Planwagen mit Blumen schmückten. Viele Frauen hatten in irgendeinem Kummer ein Gelübde abgelegt, eine Wallfahrt nach Maria Radna zufuß durchzuführen. Viele aber wollten auf den Spuren unserer Ahnen eine fromme Tat setzen und Glück und Segen für ihre Familie erflehen. Am Donnerstag zog eine Prozession zum Knieser Kreuz, wo die Wallfahrer verabschiedet wurden. Als Neunjähriger drängte ich mich, das Kreuz an der Spitze der Prozession zu tragen. Es waren ca. 100 Personen, die an einer Wallfahrt teilnahmen, hinten folgten die Wagen mit Proviant. Die waren aufnahmebereit für die allzumüden Krieger, die schon in Knes oder kurz dahinter schlapp machten. Der Weg führte über die Landstraße und Quannenwege bis nach Orzydorf, das wir gegen Abend erreichten . Am Ortsrand wurden wir vom Ortspfarrer und den Ministranten mit Glokkengeläute empfangen . Auf Privatquartiere verteilt schliefen wir meistens auf dem Fußboden, aber recht gut, da wir sehr müde waren. In aller Früh gab es eine Messe in der Kirche und dann ging es über Aliosch, Neudorf in Richtung Maria Radna. Als man unsere Pilgergruppe von weitem schon gesehen hatte, kamen uns ein Pfarrer und Ministranten entgegen, um uns zu empfangen . Man spürte nun schon die Marosch in der Nähe und das Fluidum der Gnadenmutter erfaßte Herz und Seele. Inbrünstig sangen wir alle immer wieder : "0 Maria hilf uns all, hier in diesem Jammertal . .. " Wir marschierten nun schon zwei Tage durch das Hügelland und jeder war stolz, wenn er durchhielt ohne den Wagen zu besteigen. Nach einer Kurve war das Schoimoscher Gebirge ansichtig und auch die beiden Türme der Basilika von Maria Radna wurden sichtbar. Wir gingen über die Lippaer Maroschbrücke und zogen betend und singend die Stufen zur Gnadenkirche hinauf. Der Weg war flankiert von Andenkenläden, wo sich jeder ein christliches Andenken von Maria Radna kaufen konnte. Wieviele heiße Tränen unserer Ahnen mögen schon hier vergossen worden sein? Wieviel Kummer, Leid und Not sind in Gedanken auf dieser Stiege schon hochgetragen worden? Aber jeder Gläubige erhoffte sich für die Seinen die Hilfe der Muttergottes. Es ist eine Realität, daß dieser Ort ein Hort der Besinnung unserer gläubigen Menschen war. Erleichtert gingen wir von dannen, mit dem Glauben im Herzen, Maria hat geholfen. Es wurden die Fuhrwerke bestiegen und noch ein letzter Blick auf den ·Kalvarienberg, die Schoimoschruine und die Marosch geworfen und es ging wieder zurück nach Billed. Wir alle waren um ein schönes Erlebnis reicher geworden. In Billed angekommen, erwartete man schon die Wallfahrer am Kneser-Kreuz und es gab ein frohes Wiedersehen nach 4tägiger Abwesenheit und das Erzählen nahm kein Ende.

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Von der Wiege bis zur Bahre Sepp Braun, Dr. Hans Braun In diesem Abschnitt wollen wir den Werdegang eines in Billed geborenen Ortskindes aufzeichnen. Es soll aber vermerkt werden, daß es keinenfalls für jeden Billeder Geltung haben mag. Begleiten wir nun einen Billeder sozusagen von der Wiege bis zur Bahre: Alle Kinder in Billed kamen im Hause, mit der Mithilfe der Hebamme, zur Welt. Die jungen Erdenbürger mußten beim Gemeindeamt und im Pfarramt gemeldet werden, beim letzteren wurden auch schon Taufpat und God angegeben. Es war eine Ehrenpflicht, Pat oder God zu werden und jeder, der dazu ausersehen war, freute sich, daß er zu dieser Ehre kam. Auf dem Weg zur Taufe wurde des öfteren auch eine Musikkapelle zugezogen. (Hier kam es auf den Geldbeutel des Paten an!) Beim Weg zum Geburtshaus riefen umstehende Zuschauer ; Süßgod- Sauerpat! Es wurden dann Bonbons von Pat und God verteilt. Der Taufpate überreichte der Wöchnerin ein Geldgeschenk, das für die Kosten der nächsten 14 Tage ausreichte. Daß eine " Kindstauf" zu einem Fest wurde, ist wohl selbstverständlich, wurde doch für den Nachwuchs gesorgt, der in diesen Jahren schon mehr als spärlich war. Wenn das Kind schon alleine sitzen konnte und man es rittlings auf den Beinen wiegen konnte, ist mir noch ein nettes schwowisches Liedehen in Erinnerung, das ungefähr so hieß: Hoppe, hoppe Rille, de Bauer hat e Fille, das Fille kann net laafe, muß de Bauer et verkaafe. Laaft et awer weg, Hat de Bauer e Dreck. Im Alter von drei Jahren kam das Kleinkind bereits in den Kindergarten - Spielschul(Owoda) wie es im ungarischen Sprachgebrauch hieß. Im Altervon sechs bzw. sieben Jahren ging es dann in die Volksschule und mit 13-14Jahren begann der Ernst des Lebens. Die einen kamen im elterlichen, bäuerlichen Betrieb unter und lernten vom "Pluchstreiwer" (Pflugtreiber) an alle Arbeiten, die in der Landwirtschaft vorkamen . Andere lernten ein Handwerk und da Lehrlingsjahre bekanntlich keine Herrenjahre sind, wurde auch ihnen nichts geschenkt. Andere wiederum verdingten sich als Knecht oder Magd, wieder andere gingen als Taglöhner zu den Maurern, einige wenige gingen in die Stadt zur Schule, um zu studieren. Aus diesen Studenten wurden unsere sogenannten , , H e r r i s c h e n ' ' . Wie dem auch sei, es wurde niemandem etwas geschenkt, es gab keinen Achtstundentag, die Arbeitszeit richtete sich nach der Sonne. Für den Jugendlichen allerdings gab es an freudigen Ereignissen die Erstkommunion und die Firmung. Letztere war ein Fest für die ganze Dorfgemeinschaft Am Vorabend der Firmung wurde der Bischof feierlich an der Hottergrenze von einer Reiterei mit einer Kalesche empfangen. Der Pfarrer und der Richter (Bürgermeister) begrüßten den hohen Gast und geleiteten ihn in das Dorf zur Kirche, wo eine große Menschenmenge den Kirchenhirten erwartete. Unser Bischof in dieser Zeit war Dr. Augustirr Pacha, selbst ein Barrater-Kind aus Moritzfeld. Er wollte sich nie mit Exzellenz anreden lassen, sondern eher mit dem Titel Bischöflicher Vater! In dieser Eigenschaft ließ er sich auch von den Kindern umarmen. Am Firmungstag gab er den Firmlingen den vorgeschriebenen Handstreich , , P a x t e c u m ' ' sagend. Die Firmpaten bedachten ihre Firmlinge mit einem Firmungsgeschenk, beliebt war ein Firmungskieid bzw. Firmanzug oder auch -je nach Kasse des Firmpaten -eine Firmungsuhr.

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Ein weiterer Meilenstein im Leben eines jungen Mannes war die Stellung (Musterung). Wer als tauglich befunden wurde, trug stolz einen Strauß am Hut und zog mit den übrigen tauglichen Rekruten mit Musik durch das Dorf, wobei bei jedem Rekruten eingekehrt wurde, wo es Wein und Bäckereien gab. Es war natürlich der Stolz jedes jungen Mannes, tauglich zu sein , um zum Militär zu kommen. Mit 21 Jahren ist man zum Militär eingerückt, es gab da zwei Möglichkeiten: Wer Geld hatte, konnte ein Jahr mit Pferd zur Calaras, zur Artillerie nach Temeswar oder Arad. Wer kein Geld hatte, mußte zwei bis drei Jahre Militärdienst leisten, meistens in Altrumänien. Nach der Ableistung des Militärdienstes dachte man ans Heiraten. Es war in der Regel so, daß jeder junge Mann schon vor dem Einrücken seine Auserwählte hatte und es nur noch an der Ableistung des Militärdienstes lag, wann geheiratet wurde. Es wurde alles durch Handstreich [Handschlag) fixiert, sobald man sich über alle vermögensrechtliche Vereinbarungen geeinigt hatte. Das Paar wurde dreimal in der Kirche von der Kanzel "verkündet" und auch im Gemeindehaus wurden die Namen ausgehängt, um eine Möglichkeit zu eventuellen Einsprüchen zu geben . Eine große Hochzeit dauerte mit allen Vorbereitungen (Tortenbacken, Schweine- und Kälberschlachten und alles andere mehr) bis zu fünf Tage. Die zahlreichen Hochzeitsgäste (oft zweihundert) wurden teils bereits zum Zurichten geladen. Schon beim Zurichten ging es recht lustig zu. Mit Pferd und Wagen, ein Ziehharmonikaspieler darauf, natürlich auch die Weinflaschen nicht zu vergessen, zog man durch das Dorf, um Tische, Bänke, Geschirr usw. von den Verwandten zu besorgen und in das Hochzeitswirtshaus zu bringen. Am eigentlichen Hochzeitstag spielte die Blasmusik auf. Es fanden die standesamtliche und kirchliche Trauung in feierlichen Zeremonien statt. Im Hochzeitshaus wurde dem jungen Paar Glück und Segen für den gemeinsamen Lebensweg gewünscht, was nicht selten unter Tränen geschah. Wie bei einer Hochzeit alle Verwandten und Nachbarn anwesend waren, war es auch bei einem SterbefalL Der Tote wurde im Trauerhaus aufgebahrt: im Moment des eingetretenen Todes wurde die Uhr angehalten, der Partikel bewegte sich nicht mehr, wohl ein Zeichen, daß die Lebensuhr abgelaufen war. Es wurden auch die Spiegeln in der Stube mit Tüchern bedeckt. Es galt als symbolisches Zeichen, daß in diesem Hause nun Trauer herrschte. Am Abend wurde Totenwache gehalten, die Leidtragenden und nahen Verwandten saßen um die Bahre, die übrigen Trauergäste saßen in den anderen Räumen, wo frische Kipfeln und Schnaps gereicht wurde. Um Mitternacht folgte das Rosenkranzgebet und die Totenwache war damit beendet. Das Ableben eines Gemeindemitgliedes wurde durch das Geläute der Glocken bekanntgegeben. Das Begräbnis selbst begann beim Trauerhaus, wo der Tote gesegnet wurde und durch den Leichenbestattungsverein mit dem Totenwagen zum zuständigen Friedhof gefahren wurde. Beim Verlassen des Trauerhauses begannen wieder alle Kirchenglocken zu läuten, um dem Verstorbenen das letzte Geläut zu geben. Der Trauerzug bewegte sich nun durch das Dorf unter den Gesängen der Singmädchen und den betenden Frauen zum Friedhof. Wenn der Verstorbene ein Vereinsmitglied war oder die Angehörigen es wünschten, war auch die Musikkapelle dabei, die auf dem Wege zum , , K er c h h o f' 'Trauermärsche spielte. Der Pfarrer, der Kantor und die Ministranten wurden mit einem Wagen von der Kirche zum Trauerhaus und nach dem Begräbnis wieder zum Pfarrhaus gebracht (Herrführen).

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21 Billeder Rekruten des Jahrganges 1912, nach der Musterung im Jahre 1932.

22 Rekruten des Jahrganges 1914, nach der Musterung im Jahre 1934. 431


Die Juden als unsere Nachbarn und Schulkameraden Erst im Jahre 1837, also 72 Jahre nach der Ansiedlung der Gemeinde Billed, können wir an Hand des Visitationsberichtes von Bischof Lonovics feststellen, daß in der Pfarre Billed neben 3218 katholischen Seelen auch 28 Juden lebten. Die ersten i s r a e I i t i s c h e n Ans i e dIe r kamen schon unter Karl VI. aus Spanien ins Banat. Aber auch in der FestungTemeswar blieben aus der Türkenzeit jüdische Familien zurück. Später ließen sich die Neuankömmlinge in den deutschen Siedlungen nieder, weil sie sich hier sprachlich und kulturell angesprochen fühlten . Über die Juden in Billed gibt es überhaupt kein QuellenmateriaL Das einzige, was von diesen Familien übriggeblieben ist, ist ihr Friedhof, neben dem Sauerländer-katholischenFriedhof der Deutschen. Die Familien, mit deren Kindern ich noch zur Schule ging, waren Industrielle, Kaufleute und Rechtsanwälte . Sie haben zur wirtschaftlichen Entwicklung und Stärkung von Billed beigetragen. Über ihr Schicksal im Zweiten Weltkrieg ist nichts bekannt. Nach 1945 wanderten einige nach Israel aus [Tenner] . Im Schmuckstück der Gemeinde, im Kastell, wohnten die Familien Petö. Ein bedeutender Prozentsatz der jüdischen Kinder besuchte die Mittel- und Hochschule. Gegenseitige Achtung und Toleranz ermöglichten den Juden in Billed ihre Entwicklung und Entfaltung in harmonischem Zusammenleben mit den Mitbürgern anderer Konfessionen und Nationalitäten. Nach der Beschreibung des Marktes Billed aus dem Jahre 1859/ 1860 auf Seite 11 , gab es 26 Juden im Ort. Auf der Seite 12 heißt es ganz kurz : "Die hier wohnendenluden treiben Handel. "

Die letzte Ruhestätte des Kaufmannes Ignaz Tenner [1980] . 432


Die Zigeuner im Banat und in Billed Gleich dem Juden war der Zigeuner im Banat zur Zeit der Habsburger nur geduldet und bezahlte ein Kopfgeld, das auch eingetrieben wurde. Da sie im Jahre 1734, nach dem Bericht von Hamilton, ein Kopfgeld von fünf Gulden zahlten, muß es in diesemJahrrund 200 Zigeunerfamilien im Banat gegeben haben. Hamilton sagt auch in seiner Denkschrift über die Zigeuner, daß man ihnen im Durchschnitt Raub und Diebereien nicht nachweisen könne. Sie sind sehr geschickt in allen Schmiede- und Schlosserarbeiten, waren daher vor der Einwanderung der Deutschen ins Banat den Raitzen und Walachen unentbehrlich und sind wegen ihrer großen Genügsamkeit auch im Berg- und Hüttenwesen sehr verwendbar und auch gerne eingesetzt. Kaiser Joseph II., der für die unteren Volksklassen eifrig sorgte, nahm sich auch der am meisten Verwilderten und am tiefsten Verachteten, der Zigeuner an , die bereits im Jahre 1417 nach Siebenbürgen und Ungarn kamen . Im April des Jahres 1768 ordnete der Kaiser an, die Zigeuner an 2-3 Orten anzusiedeln und ihnen den Namen " Neu-Banater" zu geben. Laut einer " Conscription" vom 24. März 1767 gab es damals bereits 5177 Zigeuner im Banat. Zwei Jahre später, am 12. April1769, waren es bereits 5437 . Jede Zigeunerfamilie, die sich bereit erk lärte, in einem Ort angesiedelt zu werden, erhielt u. a. auch zwei Pferde mit dem Vermerk, diese nicht zu vertauschen! Auch die Goldwascher, die an den Gebirgsbächen nach Gold suchten und es auch fanden, sollten sich künftig in dem Temeswarer Banat niederlassen und Grund erhalten. Nach einem Bericht vom 27. 12. 1770, den der Distriktverwalter Franz JosefKnoll erstellte, gab es damals keine Zigeuner in Billed.

Die " Zigeunerkaul" am nordwestlichen Ortsrand von Billed. [1964] 433


Alle Versuche, auch die des Kaisers Joseph Il. , die Zigeuner an einen festen Wohnsitz zu gewöhnen und zu zivilisieren, waren an der Hartnäckigkeit, mit der sie an ihrem Wanderleben hingen, gescheitert. Der Kaiser glaubte, es werde am Besten gelingen, wenn man die Zigeuner zum Ackerbau anhielte, wies ihnen Grundstücke zu, die sie bewohnen und bebauen sollten. Er ließ den heranwachsenden Kindern Unterricht aufKosten des Ärars geben , auch ließ er Kinder ihren Eltern wegnehmen und in Bauernfamilien erziehen . Es gelang aber nur, einen kleinen Teil der Landstreicher an feste Wohnplätze zu fesseln und zu nützlichen Landesbewohnern zu machen. Die anderen schlachteten oder verkauften das Vieh, welches ihnen der Kaiser zum Betrieb des Ackerbaues geliehen hatte. Sie kehrten aber zu ihrem Wanderleben zurück, welches viele auch heute noch, nach 35 Jahren kommunistischer Herrschaft in Rumänien, fortsetzen . Sie ziehen größtenteils zu einer Horde vereinigt umher. Über die Zigeuner und ihre " Kaul" in Bi IIed berichtet uns Dr. Hans Braun in einem Beitrag, den er bereits vor 25 Jahren geschrieben und in der Zeitschrift " Neuland ", Salzburg, veröffentlicht hatte.

"Abi suckari, susmarulati ... " Aus dem Leben der Billeder Zigeuner Von Dr. Hans Braun, Reutte/Tirol Wenn wir in Gedanken zu unseren Schwabendörfern wandern, so tauchen manchmal die Hüttenbewohner der " Kaul " im Erinnerungsbild auf, wie sie, einen Sack auf dem Rücken schleppend, von Haus zu Haus gingen , um sich bei verschiedenen Gelegenheiten einige Stücke aus der schwäbischen Selchkammer zu " ergratulieren". Die Herkunft der Zigeuner ist in Dunkel gehüllt. Schlägt man in einem Lexikon nach, so ist nicht viel mehr als der Vermerk " altes Wandervolk, angeblich aus Nordwest-Indien stammend", zu lesen. Die einen halten sie für Ägypter, andere für Tartaren oder Mongolen. Nach den neuesten Forschungen dürfte es sich jedoch um Hindus handeln, die im 15.1ahrhundert in Massen in Europa erschienen, wo sie sich überallhin in kleineren Gruppen zerstreuten und ein unstetes Nomadenleben führten. Manche Sippen hielten dies so bis auf den heutigen Tag, und waren von uns Kindern als "Pollerzigeuner" oder " Fiiehzigeuner" gefürchtet, um so mehr, da uns unsere Großmutter erzählte, daß diese herumziehenden Zigeuner oft Kinder stahlen, ihnen die Augen ausbohrten, um sie betteln zu schicken. Ganz nebenbei war diese Erzählung natürlich auch ein ausgezeichnetes Mittel, um uns schlimmen Buben das Bravsein wieder in Erinnerung zu bringen. -Weit harmloser waren die seßhaften Zigeuner, die-amRandeder Ortschaften in der sogenannten " Kaul" hausten und von den Abfällen ihrer "Wirte" lebten. In allden verflossenen Jahrhunderten haben sie sich nicht an eine geordnete Arbeit gewöhnt, sie blieben nicht nur am Rande der Ortschaften, sondern auch am Rande der Zivilisation und als ewige Bettler Menschen der niedersten sozialen Stufe. Wer erinnert sich nicht an die sehnigen und muskulösen Burschen schwarzbrauner Hautfarbe, krausen, schwarzen Haars und blitzender weißer Zähne? Die Frauen, an sich rassig, wirkten durch die mangelhafte Pflege eher abstoßend. Der Gesundheitszustand der Zigeuner war durchwegs gut, da sie von frühester Jugend an abgehärtet wurden . Im Winter schritten sie in zerrissener Kleidung und mangelhaftem Schuhwerk dahin. Schon der Säugling wurde an Kälte und Hitze gewöhnt, da ihn die Mutter bei jeder Witterung, auf den Rücken gebunden, zu den Bettelgängen mitnahm . Nach dem Abstillen wurde das Kleinkind ernährungsmäßig dem Erwachsenen gleichgestellt. Die Sprache der Zigeuner ist der Forschung nur sehr schwer zugänglich. Die Zigeuner sprechen untereinander ihren Dialekt. Einzelne Satzbrocken sind mir noch in Erinnerung, ohne aber deren Bedeutung zu kennen : Abi suckari, susmarulati. Chipachti ti piniau. Ansonsten sprechen sie im Kauderwelsch die Sprache ihrer Umgebung, im Banat also Deutsch, Rumänisch, Unga-

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risch, Serbisch usw. Sie wuchsen als Analphabeten aufund ließen sich durch keine Gesetze zwingen, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Ausnahmen gab es ab und zu. Wenn es auch keine schriftlich überlieferte zigeunerische Literatur gibt, so darf man dem Zigeuner doch nicht den Sinn für Kunst absprechen . Ein besonderes Talent zeigt er nämlich in der Musik . Ohne mit Notenkunde und Musiktheorie belastet zu sein, spie lt er nach dem Gehör auf der Geige die schönsten, meist melancho lischen Me lodien. In der ganzen Welt ist die " ungarische" Zigeunermusik ein Begriff geworden. Wohnung und Kleidung waren sehr dürftig. Außerhalb der Ortschaften standen auf der Wiese, in der " Kaul", einige Lehmhütten mit Schilf und Stroh gedeckt. Dies war die Behausung für Mensch und Tier. Nur selten ge lang es einem Fremden, näher an die Hütte heranzukommen, da sofort das Gek läff der bissigen Hunde einsetzte. Die " Bettstatt" bestand aus einer Pritsche, mit Lumpen bedeckt. Die Kleidung war zerfetzt, schmutzig, nicht zusammenpassend, da sie aus alten, von den Dorfbewo hnern abgetragenen Stücken bestand. So kam es nicht selten vor, daß Halbzylinder, heller Rock , dunkle Hose barfüßig spazieren geführt wurden. Das Hemd, wenn überhaupt vorhanden, hatte me hr Löcher als Stoff. Die Frauen trugen gerne allerhand billigen Schmuck . Von einer geregelten Beschäftigung war überhaupt nicht zu sprechen . Obwohl die Zigeuner in e iner blühenden landwirtschaftlichen Gegend wohnten, fiel es ihnen nicht ein, sich als Knechte oder während des Schnittes als " Tennmänne r" zu verdingen . Sie genossen den Tag im Schatten li egend. Als Pferdehändler zeigten sie viel Geschick , mancher Schimmel hat sich über Nacht in ei nen Rappen ve rwandelt. Sie verstanden es, jeden Klepper mit Gewinn abzusetzen. Auch als Vermittler bei Roßgeschäfte n taten sie sich gegen " Zinsarie" hervor. Doch das Geld wurde schnell in " Raki " verwandelt . Männer, Frauen und Halbwüchsige rauchten und verstanden es- · fü r un s Kinder se hr ergötzlich- in hohem Bogen auszuspuck en. Die Frauen halfen den Schwä-. binnen durch Gelegenheitsarbeit bei der " großen Wäsche" (meist bei " Drehen der Maschine"), doch mußte von Ze it zu Zeit eine Pause für die Pfeife eingeschaltet werden . Ei ne Spezialbeschäftigung, für die der Zigeuner gut belohnt wurde, war das " Abortputzen". Von Mißgeschicken bei dieser Tätigkeit soll nicht berichtet werden . . . Manche "weise " Zigeunerfrau las aus der H and oder aus den Karten die Zukunft, um sich ein paar Schnapsgroschen zu ve rdienen. - Der Militärdienstpflicht entzog sich der Zigeuner nicht selten durch " mutige" Selbstverstümmelung. Meist reichte der Verdienst diese r Ge legenheitsarbeiten zur Ernährung nicht aus. " Notgedrungen " verlegten sie sich daher aufs Betteln und wohl auch aufs Stehlen.- Schon am frühen Morgen durchstreiften die Zigeunerfrauen das Dorf, immer wieder rufend:" Wessi, Wessi. hasc h nix . hasch nix heit murri . hasch nix Gfrekts?" (Bäsl. hast nichts heute morgen. hast nichts Verrecktes?), um dann das während der Nacht ve rendete Geflügel usw. in ihren Sack zu stecken. Da auch der " Schinder" einer aus ihrer Reihe war, sind sie mit Kadavern immer gut versorgt gewesen. D as frische Kadaverfleisch wurde vor der Hütte auf offenem Feuer in einem Topf gut durchgekocht und mit Hilfe von Fingern und Zähnen halb zäh genossen . So lebten sie einmal in Saus und Braus, dann wieder hun ge rleidend. Doch Hunger tut bek anntlich weh ; und da half sich unser braunhäutiger Bruder, indem er einfach Hühner, Enten und Gänse " organisierte". Konfessione ll haben sich die Zigeuner weitgehend an ihre Umgebung angepaßt, d. h. sie waren in katholischen Gegenden katholisch, in orthodoxen orthodox usw . Die Neugeborenen wurden zur Taufe in die Kirche gebracht. An bunten Kerzen fehlte es nicht. Dann brauchte man den Priester und die Kirche zeitlebens nicht. mehr. Die " Heirat" wurde weder kirchlich noch standesamtlich bestätigt, man ging eben sehr jung zusammen, zeugte Kinder und lief, wenn es einem nicht mehr paßte, auseinander. Erst wenn ein Angehöriger gestorben war, erinnerte man sich wieder des Priesters, um durch !hn auf dem Friedhof die Einsegnung vornehmen zu lasse n. Streitigkeiten wurden durch das Recht der Stärkeren in manch blutiger Rauferei beigelegt, doch genoß gewöhnlich ein betagter Zigeuner eine dem "Richter" (Bürgermeister) ähnliche Autoriät und schlichtete kleine Streitigkeiten. - Nach den Kampftagen im Jahre 1944, als viele ge fallene russische Soldaten auf den Feldern umherlagen, wurden z. B. in Billed die schwäbischen Männer in Form einer Pflichtarbeit zu deren Beerdigung herangezogen. Die Zigeuner 435


meldeten sich jedoch freiwillig und lösten die Schwaben davon ab. Sie eigneten sich allerdings die Kleider der Gefallenen an, um in der Folgezeit bei der eingeschücherten und verängstigten Bevölkerung, als Russen getarnt, während der Nacht die Selchkammern auszuräumen. Nach Augenzeugenberichten ertönte dann durch Monate hindurch kein morgendlicher Ruf" Wessi, hasch nix . . . " mehr. War auch nicht mehr notwendig. Ich habe nun manches aus der Erinnerung über unsere braunhäutigen Söhne der Banater Tiefebene geschrieben, mehr Ungünstiges als Günstiges, hoffe jedoch, daß meine ehemaligen Bekannten T s c h i t s c h i und B i r d a s c h , denen ich seinerzeit öfter etwas zugesteckt habe, und die schon längst in den "ewigen Zigeunerjagdgründen" weilen, mir dies nicht schwarzbraun ankreiden. Vielleicht verweisen sie den in des Tages Hast Hetzenden besserwissend-grinsend auf Nikolaus Lenaus "Drei Zigeuner".

Die drei Zigeuner Nikolaus Lenau Drei Zigeuner fand ich einmal Liegen an einer Weide, Als mein Fuhrwerk mit müder Qual Schlich durch sandige Heide.

Und der dritte behaglich schlief, Und sein Zimbal am Baum hing, Über die Saiten der Windhauch lief, Über sein Herz ein Traum ging.

Hielt der eine für sich allein In den Händen die Fiedel, Spielte, umglüht vom Abendschein, Sich ein feuriges Liedel.

An den Kleidern trugen die drei Löcher und bunte Flicken, Aber sie boten trotzig frei Spott den Erdengeschicken.

Hielt der zweite die Pfeif' im Mund, Blickte nach seinem Rauche, Froh, als ob er vom Erdenrund Nichts zum Glück mehr brauche.

Dreifach haben sie mir gezeigt. Wenn das Leben uns nachtet, Wie man's verraucht, verschläft, vergeigt Und es dreimal verachtet.

Nach den Zigeunern lang' noch schaun Mußt' ich im Weiterfahren, Nach den Gesichtern dunkelbraun, Den schwarzlockigen Haaren.

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Das Anwachsen der Häuserzahl in Billed "Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut", das gleiche können wir von unserem Heimatort behaupten. Der Ortsrand in der Vorstadt, Blumen- und Klarigasse sowie an der Sauerländerbrücke, mußte zunächst trockengelegt werden, um dort Häuser errichten zu können. Die nun folgende Tabelle gibt uns eine Übersicht über die Anzahl der Häuser seit der Ortsgründung im Jahre 1765 bis zum Jahre 1980. Jahr 1765 1766 1767 1778 1783 1820 1828

Anzahl der Häuser 32 232 252 262 262 349 490

1859 1878 1880 1890 1898 1900 1910 1937 1941 1973 1978 1980

398 492 492 580 621 719 792 799 857 1027 1095? 1108?

(einschließlich der Vorbehaltshäuser auf einem Grundstück) (mit 796 Wohnparteien) '

belegt lt. Billeder Ortsplan aus dem Jahre 1973.

Nach einer Mitteilung von Dr. Anton Peter Petri, Lovrin/ Mühldorf, waren im Jahre 1900 von den 719 H äuser 508 aus gebrannten Ziegeln und 211 aus gestampfter Erde errichtet. 477 Häuser hatten ein Rohr- oder Strohdach und 242 waren mit Dachziegeln gedeckt. Zehn Jahre später, im Jahre 1910, waren von den 894 Häusern noch 139 aus gestampfter Erde, 422 waren mit Dachziege ln und 466 mit Rohr oder Stroh gedeckt. Vermerkt sei hier noch, daß die Häuser in Billed hauptsächlich aus geschlagenen Kotziegeln hergestellt wurden und die wenigsten aus gestampfter Erde waren. Wie wir bereits festgestellt haben, hat die Zunahme des Dorfgrundes nicht mit dem Anwachsen der Häuserzahlen gleichen Schritt gehalten. Der Dorfgrund von Billed ist auf keinen Fall verdoppelt worden, obgleich die Häuserzahl sich verdoppelt hatte. Durch die Aufteilung der ein Joch großen Hausplätze konnte zur Vergrößerung des Dorfes sehr viel Raum gewonnen werden. In der Alt- und Zweitgasse verschwanden zuerst die an die Gassenfront reichenden Gemüsegärten der Hausfrauen, sie wurden allmählich bebaut und zwar in einem neuen Baustil. Diese neuen Häuser standen quer zur Straße und hatten eine "trockene" Einfahrt. Je mehr die Bauweise von der immer persönlicheren Einstellung des Besitzers beeinflußt wurde, um so abwechslungsreicher gestalteten sich die Gassen von Billed. Die Entwicklung ist nicht so vor sich gegangen, daß immer eine Form der Häuser von der anderen abgelöst wurde und die älteren Typen damit zugrundegingen, sondern man findet heute noch alle Formen vom Kolonistenhaus bis zum villenartigen Bau der "Herrischen" [nicht bäuerlichen] Bevölkerung des Dorfes nebeneinander. Man baute stattliche Bauernhäuser mit geräumigen Wohnzimmern und Wirtschaftsräumen, wie Pferde-, Kuhstall, Schuppen, Harnbar für den Mais und darunter Schweineställe. 437


D as neue H a us hatte e ine n " G ang" [Hausflur] mit Ho lz ode r gemaue rte n Pfe ile rn . Jeder Baue r lie ß sich in se inem H of e ine n Z ie hbrunne n mit Schwe nke! und E ime r e rrichte n. D as Ortsbild ände rte sich unaufha ltsam und wuchs an alle n Ecken und E nden buchstäblich in d ie Hutwe ide n hinaus. Di e H a u s- und H of numm e rn Die e rste amtliche H aus- bzw. H ofnum e rierun g wurde im J ahre 1774, die zwe ite amtliche Ha us- bzw. Hofnumerierun g wurde im Jahre I 833, die dritte amtliche H a us- bzw. Hofnume rierun g wurde im Ja hre 1927 durchgeführt. Die Numme rn a us de m J ahre 1927 besitze n auch heute noch ihre Gültigke it.

Alte Handwerk stechniken am Wohnhaus Alte Ba uernhäuser sind im Ortsb ild vo n Bi IIed scho n recht selte n geworde n. De r Wo hlstand zwische n de n be iden We ltkriege n ve rlockte unwide rste hlich zum e ubau. Die fo lgende n Bilder auf den nächste n Se ite n möge n un s die Re likte, die Ü be rble ibsel a us un se rer e igene n Ve rgange nhe it vor Augen führe n, damit wir sie so sehe n wie es wirklich e inm al war. D iese kl ar proportionie rte n Baue rnh äuse r mit Namen und e ine r J ahreszahl im G ibelfe ld, e rwecke n de n E indr uck de r Ordnung und des beschauliche n Le be ns. Hie r zeigt sich de utlich, daß die Fassade, wie kei n zwe ites a rchite ktoni sches E leme nt am ga nze n H aus, die Gesinnun g und gese ll sch aftliche Ste llung seines Erbauers und auch sein es Ba uherrn wide rspiegelt. De utsche H a ndwe rk stechnik an de n H äuse rn , E infahrte n und Porta le n tru g zur H ebung un d Ve rschö ne run g des gesamte n Ortsb ildes be i.

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Heute ist das deutsche Handwerk so gut wie ausgestorben.

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Neben diesen groĂ&#x;en Bauernhäusern gab es auch noch eine ganze

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teihe Kleinhäusler, deren Häuser mit Rohr gedeckt waren.

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Kukuruzhambar, mit Schupfen und ViehstalL

Die Grundkaulen in Billed Jakob Slavik Die Gemeinde Billed hatte seit der Ortsgründung im Jahre 1765 ihre Grundkaulen. Aus diesen wurde damals der Grund für den Ziegelschlag und den Hausbau entnommen. Dadurch sind sie überhaupt erst entstanden. Die Grundkaulen, sozusagen Denkmäler, die auf die Gründung zeit des Dorfes zurückgehen, sind in jeder Heidegemeinde noch vorhanden. Der "Grund" , wie die Lehmerde im Volksmund bezeichnet, wurde nicht nur beim Hausbau benötigt, sondern auch zum Schmieren und Ausbessern der aus Lehmziegel erbauten Häuser, der Ställe und Nebengebäude und es hatte jeder Billeder Einwohner das Recht, in der Kaul Grund zu holen . Als die Felder in den Besitz der Bauern übergewechselt waren, wurde ärmeren Dorfbewoh nern gestattet, in den Kaulen auch Ziegeln zu schlagen, und so sich neben ihrem Taglohn noch einen Nebenverdienst zu verschaffen. Da aber auch für das "G rundholen " eine bestimmte Ordnung einzuhalten war, hatte die Gemeinde einen "G rundwächter" angestellt. Er bestimmte, wo jeweils Grund geholt werden durfte und kassierte auch den jeweils von der Gemeindeverwaltung festgelegten Betrag für eine Fuhre Grund. Bek annte Grundwächter waren Peter Völker (Korle Peter) und Eberhard Quinkert (Wendels Vetter Hanewert) . Die ersten Grundkaulen befanden sich nordwestlich, zwischen der Altgasse und der Bahnlinie sowie darüber (Zigeunerkaul). Aus ihr wurden die Häuser in der Altgasse, Zweitgasse und Teile in der Kirchengasse erbaut. Al s zweite Kaul kann die auf der Sauerländer Hutweide im

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Norden des Ortsrandes und die Kaul nordwestlich am Ortsrand zwischen der Kirchen- und Vertgass bezeichnet werden . Aus ihr wurden die Häuser in der Sauerländergasse, Vertgass und Teile in der Kirchengasse erbaut. Als man 1798 die Neugasse baute, wurde eine neue Grundkaul am südwestlichen Ortsrand ange legt uzw . von der heutigen Bahngasse bis zur Betschkereker-Brücke. Lange nac h dem Ersten Weltkrieg wurden die alten Grundkaulen aufgelassen und man richtete eine neue im O sten auf de r soge nannten Insel ein, die auch bis 1945 bestand. Zuletzt gab es keine Grundwächter mehr, da die Beaufsichtigung der Kaulen den Feldhütern (Flurhüter) ob lag. Dieser Bericht wurde .nach Angaben von Franz Hehn und anderen Landsleuten aus Billed zusammengestellt.

Die Gassennamen Billed ist bis Ende de s Zweiten Weltkrieges ein typisches, theresianisches, deutsches Kolonistendorf gewesen , dessen geometrisch-regelmäßige Siedlungsform zur Zeit der Dorfgründung auf dem R eißbrett mit Lineal und ohne Zirkel rechteckig entworfen wurde. Man nennt diesen Dorfplan mit seinen quadrati schen Formen Schachbrett-Grundriß. Die parallelen Längsgassen verlaufen vom Nordwesten nach Südosten und werden jeweils nach sechs Kolonistenhäusern vo n den Quergassen rechtwinkelig durchschnitten . Die Längsgassen wurden ursprünglich mit Nummern von e ins bis fünf versehen, die Quergassen hatten bei der Ortsgründung keine Namen . Diese T atsachen geben un s einen Einblick in die Gedankenwelt unserer Vorfahren und ihrer Ze it . Nur zum Teil fanden sie sich mit dem Nummernsystem ihrer Gassen einverstanden und begannen allm ii hlich mit der Umtaufe ihrer Gassen. So wurde aus der Ersten Gasse die Altgasse, aus der Zweiten Gasse die Hauptgasse, wobei der ursprüngliche Name " Zwetgass" im Volksmunde erhalten geb lieben ist. Als im Jahre 1776 die Billeder Kirche auf den heutigen Standort erbaut wurde, nahm man die Umbenennung der Dritten Gasse in die Kirchengasse vor, allerdings reichte die se nur bis zu den Hausnummern 254 [Schwarz Johann] auf der einen Seite und Hausnummer 284 [Johann Maurer] auf der anderen Seite. Die nächstfolgenden Häuser gehörten schon zur Billeder" Vorstadt", die bis zum " Spitz", wo die Hauptgasse mit der Vorstadt zusammenmündet, führt. Als einzige Gasse hat sich die Vierte Gasse ihren ursprünglichen Namen erhalten, sie ist auch heute noch die " Vertgass". Ein köstliches Sprachdenkmal setzten sic h unsere Ahnen mit der Umbenennung der Fünften Gasse in die Sauerländergasse, mit der sie un s teure Erinnerungen bewahren. Von den vier Quergassen hat lediglich die im Norden gegen Alexanderhaus zu gelegene Gasse einen eigenen Namen erhalten. In dieser Gasse stehen nämlich die Häuser auf der einen Seite genau um 90 Grad, also im Rechtenwinkel zu denen auf der gegenüberliegenden Seite. Sie stehen "zwerch !" Aus die se m Grund heißt diese Gasse "Zwerchgaß". Erst nach dem 26. November 1895, als die Eisenbahnlinie von Temeswar nach NagySzent-Miklos in Betrieb gesetzt wurde undBilledeinen Bahnhof hatte, stand der Umbenennung der Q uergasse, die zum Bahnhof führte, in die " Bahngasse" nichts mehr im Wege . Mit der Zeit wurde der Ort allmählich ausgebaut und so verlor die Dorfanlage ihre ursprüngliche Form. Der Grundriß wandelte sich zunächst im Westen, wo im Jahre 1798, also 33 Jahre nach der Ortsgründung, eine neue Gasse angebaut werden konnte. Diese Gasse heißt auch heute noch, " Neugasse". Im Trauungsmatrikel steht: nova platea = neue Gasse . [Kürzung n. pl.] Später entstanden auf der Neugässer Hutweide die " Biumengasse" und die " Kiarigasse ", die nac h den dort ansässigen Familien benannt wurden. Die Blumengasse verlief nördlich vom Neugasser Friedhof bis zum Ortsende. Südlich vom Friedhof, also von der Bahn gasse bis zur Kleinjetschaer Straße, der sogenannte Ortsrand, heißt 443


Neugässer Hutweide. Über der Kleinjetschaer Straße beginnt die Klarigassen, die dann bis zum Ortsende führt. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die später angelegten kleinen Quergassen von der Vorstadt in die Neugasse und die aus der Altgasse in die Neugasse keine 18 Klafter breit sind, wie die anderen Gassen, und daher "Gässchen" genannt werden . Nach einem Ortsplan im Pfarrhaus, der nach dem Zweiten Weltkrieg gezeichnet wurde, heißt die Kreuzgasse, wo die ehemalige Ballmannmühle steht, eben Mühlgasse. Die zweite Kreuzgasse, beim Gasthaus Nothum, heißt Kleinjetschaer Kreuzgasse, weil sie in die Landstraße nach Kleinjetscha mündet. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat es am Ortsrand von Billed zahlreiche Zusiedlungen von rumänischen Familien gegeben. Diese neuen Häuser wurden aber nur mit Hausnummern versehen, neue Gassennamen gibt es derzeit noch nicht. Vergleiche den Ortsplan aus dem Jahre 1931, gezeichnet von Maurermeister Nikolaus Fligl.

Die Billeder Dorfschulzen und Gemeinderichter 1765-1980 Der erste Dorfschulze in dem im Jahre 1765 erbauten deutschen Dorf Bi IIed war der aus Altrich, Kreis Wittlich in der Rheinprovinz stammende Caspar Hann. Er ist bereits zwei Jahre nach der Ortsgründung, am 4. Juni 1767, im 64. Lebensjahr an Fieber gestorben. Im Sterberegister trug der Pfarrer Trier als Geburtsort ein. Wie wir aus den Banater Akten entnehmen konnten, stand Caspar Hann in der größten Hungersnot, die Bi IIed jemals in seiner 215 jährigen Geschichte erlebte, treu und tapfer vor seiner Bevölkerung, die ihn zu ihrem Schulzen ernannte. Heute, an seinem 213. Todestag, wäre es noch nicht zu spät, sich an diesen Mann zu erinnern und ihm am Billeder Gemeindehaus, an dem Ort seines Wirkens, eine Gedenktafel anzubringen . Von 1765-1944, das sind 179 Jahre, haben genau 65 Dorfrichter die Geschicke von Billed geleitet und gelenkt. Der letzte frei gewählte Dorfrichter von Bi IIed war Herr JosefReiter, Bauer in Billed. Er war ein Richter, der die Geschichte unserer Heimatgemeinde im 20. Jahrhundert nicht nur erlebte, sondern an einer politischen Frontstellung mitgestaltet hatte. Beim Herannahen der Hauptkampflinie im Herbst 1944 mußte er mit noch anderen Familien Billed verlassen und kam nach Ried im lnnkreis, Oberösterreich. Nach einem 34jährigen Aufenthalt in seiner Wahlheimat Ried i.l. ist Herr Reiter am 15. Juni 1978, im 88. Lebensjahr, verstorben. Ihm und allen, die vor ihm das Amt eines Dorfrichters in Billed bekleideten, sei Ehre und Dank. Seit dem Jahre 1944 bis 1980, das sind 36 Jahre, in denen Bi IIed zur Sozialistischen Republik Rumänien gehört, amtierten dort 19 Dorfrichter. Die Amtszeit eines Richters betrug somit nach dem Zweiten Weltkrieg im Durchschnitt 1,8 Jahre, vor dem Zweiten Weltkrieg 2,7 Jahre. Es folgen nun die Namen der ehemaligen Dorfschulzen und Richter sowie die Jahreszahlen, in denen sie in Billed amtierten. 444


Namensverzeichnis der Dorfschulzen [Gemeinderichter] Wilhelm Weber

1765- 1767 Hann Caspar 1767- 1767 Schmid Jo hann 1770-1779 Grosz Bernhard 1780-1784 Wagner Michae l 1785-1787 Tiges Peter 1788-1789 Lisching Eberhardt 1790--1792 Stepper Michael 1793-1794 Henn Peter 1795-1796 Daniel Peter 1797-1798 Philippi J akob I 799-1804 Kareher Nikolaus 1804-1805 Götter! Johann 1806-1808 Zimmer Kar! 1809-18 10 Schäfer Kasper Han Johann 18 10 18 11 - 1814 Klein Jo hann Deres Jo hann 1815 1815-1816 Mann Nikolaus 18 17-18 19 Glasz Eberhard 1820-1822 Klein Johann Mann Nikolaus 1823 Götter! Jo hann 1824 1825-1827 Lindemann Georg 1828- 1830 Q uinkert Eberhardt 183 1-1834 Neisz Johann 1834-1 836 Geisz Adam 1836-1837 Quinkert Josef Alexius Ko nrad 1837

Hartmann Georg 1838 1839-1846 Q uinkert Josef 1847 Klein Peter Schneider Lambert 1848 1849-1851 Lauth Peter 1852- 1853 Werhof Jakob 1854 Gergen Peter 1855-1856 Mann Adam 1856-1857 Köhler Alois 1858-186 1 Geisz Adam 186 1- 1862 Mann Josef 1862-1864 Hehn Jo hann Slavik Peter 1865 1866-1867 Maurer Josef Steiner Mathias 1868 1869-1870 Rieder Johann Slavik Wendel 187 1 1872- 1874 Thöresz Nikolaus 1875-1880 Mann Wilhelm 188 1- 1886 Thöresz Michael 1887- 1889 Mann Josef 1890--1892 Bier Christian 1893-190 1 Eicher! Jo hann 1902-1904 Slavik Peter 1904-1906 Braun Jo hann 1906-1909 Mager J akob 1909- 1919 Schmidt Adam 1919- 1926 Mann Johann

1926-1930 Slavik Nikolaus 1930-- 1932 Müller Sebastian 1932-1933 Eicher! Johann 1933-1936 Müller Johann 1936-1939 Berg Jakob 1939-194 1 Werhof Adam 194 1- 1942 Braun Johann 1942-1943 Sehi Anton 1943-1944 Reiter Josef 1944-1945 Nitreanu Nico lae 1945 Müller Johann Petrean Pavel 1945 1945-1947 Batejan Vasile 1947-1948 Tämas Yasile 1948-1949 Vasii Ilie 1949-1950 Udrescu Gheorghe 1950 Dragoi Aurel 1950-- 1952 Costar Ioan 1952-1955 Gaida Francisc 1955-1956 Paunescu Ioan 1956-1 957 Schäffer Johann 1957-1958 Engrieb Stefan 1958-1960 Seiler Jakob 1960-1965 Dugonitsch Jo hann 1965- 1967 Sicoe Ioan 1967-1968 Seiler Jakob 1968-1974 Taugner Johann 1974 Schmidt Johann

Die Billeder Notare

J ohann Ubrencovics Jose f Kyhny Josef Spieler [Spüler] Anton Yassary August Krüner Demeier Kiurszky Josef Kreiling ? Eichert Jakob Thöreß Jakob Friedrich Peter Eicher! Vizenotar Johann Linzer

Amtszeit von/bis - 1789 1790- 1800 1801-1842 1843-1848 1848-1859 1859- 1878 -1908 1908- 1923 1924-1932 1932-1939

1930--1944

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Gemeinderatswahlen in Billed Von den beiden Gemeinderatswahlen aus den Jahren 1930 und 1932 stehen uns je ein Originalstimmzettel mit den Namen der von den Parteien aufgestellten Kandidate n zur Verfügung. [1930]

Lista Nr. 1 ßürgerlith~

Lista Nr. 2

ßauernuerein

0 Consllleri :

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

10. 11. 12. l3.

14. 15. 16.

Viliam Thöresz Nr. 467 losif Hubert Nr. 89 An drei Klein Nr. 165 Lambert Steiner Nr. 86 losif Fliegl Nr. 578 lacob Schneider Nr. 718 Petru Reinert Nr. 345 lacob Schütz Nr. 470 loan Pfeiffer Nr. 681 losif Schwarz Nr. 200 Iacob Wolf Nr. 305 loan Mann Nr. 230 loan · Schortje · Nr. 262 loan Wagner Nr. 214 loan Schwarz Nr. 254 loan Trendler Nr. 96

Consilieri :

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16.

Petru Thöresz Nr. 312 Matei Braun Nr. 795 loan Zoller Nr. 337 Christian Lenhardt Nr. 438 Matei Thöresz Nr. 191 losif Schöpfein Nr. 719 Petru Tittampel Nr. 101 Antoniu Szehi Nr. 521 Carol Schneider Nr. 397 loan Fischer Nr. 76 Antoniu Steiner Nr. 545 loan Lauer Nr. 453 losif Reiter Nr. 376 loan Plennert Nr. 605 Petru Lauer Nr. 755 Andrei Wolf Nr. 509


[1932]

Lista No. 1 l3 ütgtrhth~

Lista No. 2

.ßauernotrein

0 1. Mager Iacob 48

I. Reiter Iosif 376

2. Flieg) losif 578

2. f\ircher Filip 314

3. Wagner Ioan 214

3. Szechi Antoniu 521

4. Herbst Enric 170

4. Szeibert Ioan 309

5. Schwartz Iosif 200

5. Steiner Antoniu 545

6. Pilli Iosif 512

6. Thöresz Petru 312

7. Franck Frederic 2

7. Gängler Iacob 263

8. Steiner Iosif 51

8. Krier Iosif 197

9. Breitenbach Iacob 738

9. Szlavik Yendei 551

10. ·Neisz Iosif 329

10. Schöplein Iosif 71 9

11. Mann Ioan 230

II. Lahni Petru 732

12. Pfersch Nicolae 201

12. Mann Ioan 335

13. Thöresz Petru 565

13. Neumann Ioan 78

14. Schakmann Iacob 26

14. Fischer Ioan 76

15. Rugel Iacob 631

15. Schortje Ioan 617

16. Uitz Matei 651

16. Thöresz Ioan 478

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Im Dienste der Gemeinde! Die Gemeindediener Jakob Slavik Einen Beitrag wollen wir auch unseren Gemeindebediensteten undalldenen widmen, die für Ordnung, Sicherheit, Sauberkeit und für das Allgemeinwohlsein ihre Pflicht taten. Ihre Aufgaben waren vielseitig: Dienstleistungen für das Gemeindeamt zu erbringen, Überwachungen vorzunehmen, vor allem aber die Übermittlung der Gemeindenachrichten zu besorgen. Sobald der Gemeindediener die letztere Aufgabe versah, ging er als Trommelmann durch die Gassen des Dorfes, blieb von Zeit zu Zeit an bestimmten Stellen stehen, schlug einen Trommelwirbel und rief dann aus, was es zu vermelden gab. War der Trommelmann zu hören, ließ alt und jung alles bleiben, lief auf die Gasse und horchte auf die Neuigkeiten . Nicht immer waren es erfreuliche Dinge, die er zu vermelden hatte. Während des Krieges, wenn es um Ablieferungen, Requirierungen oder um Einquartierungen ging, stockte so manchen der Atem. Sein Auftrag war es auch, zu verständigen, wann und wo Handfron oder Gemeindefuhren zu leisten waren. Aufgetragen war ihm auch, für die Sauberkeit in den Gassen zu sorgen und auf streunende Zigeuner und sonstige Verdächtige ein waches Auge zu haben. Seine Diensteinteilung nahm der Kleinrichter vor. Für Schmunzeln und Lachen sorgte der Trommelmann des öfteren, wenn er sich beim" Vrmelle" (vermelden) verhaspelte, wie es einmal hieß: "Der Puikels Klos verkauft Nikels Hingle". Wobei es heißen sollte: Der Nikels Klos verkauft Puikle und Hingle. Einige Namen der uns bekannten Gemeindediener wollen wir namentlich aufzeichnen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. JosefEngrich, Adam Dill, Adam Neumann, Christian Molitor, JosefLauth, Martin Kasper, Peter Filippi, Johann Engrich, Peter Slavik, Nikolaus Raab, Jakob Follmer, Nikolaus Zillich, Michael Neumann, Johann Reichert und andere mehr.

Gemeindediener von Billed [1938] .

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Die Nachtwächter Für die Sicherheit des Dorfes wurde auch in der Nacht gesorgt. Für jede Gasse stand ein Nachtwächter zur Verfügung. In den früherenJahrengab es auch noch den Turmwächter, der ab 10 Uhr abends zu jeder Stunde mit seinem Horn die Zeit angab. Der letzte Turmwächter war Michael Völker. Die Aufgabe des Nachtwächters war, Diebstähle zu verhindern und vor allem in der Nacht bei ausbrechenden Feuern Alarm zu schlagen und die Feuerwehr zu benachrichtigen. Der Dienst begann beim Einfallen der Dunkelheit und dauerte bis zum 'Tagesanbruch. Auch hier einige Namen der Leute, die bis zum Jahre 1944 ihren Dienst als Nachtwächter versahen: Sauerländer Gasse: Peter Dasch, Nr. 107, Vertgass: JosefLauer, Nr. 525, Kirchengasse: Peter Pfersch, Nr. 7 44, Hauptgasse (Zwetgass): J osef Hahn , Nr. 823, Altgasse: Peter Gebe!, Nr. 585, Neugasse : Johann Gimpel, Nr. 636.

Der Zweite Weltkrieg 1939-1945 Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hatte seine Pläne bezüglich der "Heimholung" aller Deutschen in das Großdeutsche Reich bereits mit der militärischen Besetzung des Rheinlandes, Saarlandes, Österreichs, Sudetenlandes und des Memellandes in die Tat umgesetzt, als er seine Truppen am 1. September 1939 in Polen einmarschieren ließ. Die Engländer und Franzosen, die anschließend Deutschland den Krieg erklärten, wurden genauso wie die Polen in einem "Blitzkrieg" überrannt und vernichtend geschlagen . Im Sommer 1940 hatte Frankreich kapituliert und die Engländer wurden bei Dünkirchen samt ihrer Flotte im Meer versenkt. Holland, Belgien, Frankreich, ja ganz Westeuropa war von deutschen Truppen besetzt. Bei der deutschen Bevölkerung im Banat, ganz besonders bei der Jugend, erregten diese Blitzsiege, die fast täglich in Form von Sondermeldungen im Radio durchgegeben wurden, freudige und helle Begeisterung für Deutschland. Rumänien stand vor der großen Entscheidung, zwischen dem so mächtigen Großdeutschen Reich und der Sowjetunion zu wählen. König Kar! hatte sich mit seiner Regierung für die Achse Berlin-Rom, also für den Westen entschieden. Bereits im Herbst des Jahres 1940 kamen die ersten deutschen Lehrtruppen nach Rumänien, die eine moderne Ausbildung der rumänischen Armee durchführen sollten. Die deutschen Truppen wurden von der rumänischen Bevölkerung korrekt und auch liebevoll aufgenommen, was ich für meine Einheit- wir wurden am 6. Dezember 1940 in Cimpina ausgeladen - bestätigen kann.

Die ersten Kriegsfreiwilligen der " Deutschen Jugend" in Rumänien "Heilig Vaterland, in Gefahren deine Söhne sich um dich scharen . . ." So sangen wir auf unseren Heimabenden und an den Lagerfeuern. Noch bevor es zu einem Abkommen zwischen der Reichsregierung und der rumänischen Regierung kam, ist in Rumänien eine Aktion durchgeführt worden, nach der Volksdeutschen der Militärdienst in der Waffen-SS ermöglicht wurde. Dies geschah im Frühjahr 1940. Der Zweck dieser Aktion war die Ausbildung eines Führerkorps von Volksdeutschen, die, ausgebildet, in Spezialeinheiten zum Einsatz kommen sollten. Diese Aktion ist unter der Bezeichnung "1000-Mann-Aktion" bekannt geworden. Der Plan von dieser Aktion kam vom SS-Hauptamt und zwar vom Obergruppenführer Berger, dem späteren Schwiegervater des Volksgruppenführers Andreas Schmidt. Die im Frühjahr 449


1940 bereits vorhandenen freundschaftlichen Beziehungen Rumäniens zu Deutschland ermöglichten eben die Durchführung dieser" 1000-Mann-Aktion", bevor noch die Fragen der Wehrdienstleistung für Volksdeutsche bei einem befreundeten Bundesgenossen im Wege eines zwischenstaatlichen Abkommens geklärt waren. Die Auswahl derJugendlichen erfolgte über die Jugendorganisation DJ. Von der Ortsgruppe Billed meldeten sich vier Freiwillige: Nikolaus Jobba t, Mathias Noll t, Sepp Kupi und Franz Klein. Der Abtransport der 1000 Mann erfolgte am 6. Juni 1940 mit dem Schiff auf der Donau. Die Siebenbürger undBanatergingen bei Orschova an Bord der "Uranius" und betraten bei der Reichsbrücke in Wien zum erstenmal deutschen Boden.

Die Heranziehung der Deutschen aus Rumänien zum Dienst in der Waffen-SS Am 22. Juni 1941 begann das "Unternehmen Barbarossa", der Marsch nach Rußland. Eine neue Etappe des Zweiten Weltkrieges war angebrochen. Auch Rumänien hatte Rußland den Krieg erklärt und kämpfte als Verbündeter der Deutschen Wehrmacht gegen die Sowjetunion. Nur mit ganz wenigen Ausnahmen dienten damals fast alle wehrpflichtigen Männer von Billed in der rumänischen Armee. Bereits im Oktober des Jahres 1941, beim Kampf um die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer, fielen unsere ersten Kameraden als rumänische Soldaten. Es waren dies: Josef Gimpel, Franz Glasen, Heinrich Gängler und Johann Weber. Aber auch die ersten Verwundeten und Invaliden kehrten nach Billed zurück. Der Krieg hatte die ersten Opfer unserer Gemeinde gefordert. Die Winterschlachten im Osten 1941/42, bei Temperaturen von 40 Grad unter Null, brachten den kämpfenden Truppen schwere Verluste durch Erfrierungen. Viele Soldaten hatten sich Erfrierungen an Händen und Füßen zugezogen und mußten amputiert werden. Einer von ihnen lebt heute noch in Billed, Landsmann Michael Mutter. Die Zahl der Gefallenen und Vermißten stieg sprunghaft an. Die allgemeinen Verhältnisse in der rumänischen Vorkriegsarmee, die dort verbreitete Korruption, der Mangel an Disziplin und Organisation, gaben den in ihren Verbänden dienenden Volksdeutschen, die ja der rumänischen allgemeinen \}'ehrpflicht unterlagen, oft berechtigten Anlaß zur Unzufriedenheit. Von den rund 35.000 Volksdeutschen, die bei rumänischen Divisionen im Osten eingesetzt waren, hatten sich bis Anfang März 1943 rund 10.000 Volksdeutsche "Versprengte" bei deutschen Wehrmachts- und SS-Stellen im Südabschnitt der Ostfront gemeldet. Ihre Rückführung in die rumänische Armee wurde vom deutschen OKW auf Befehl Hitlers untersagt.

Das Abkommen zwischen Deutschland und Rumänien vom 13. Mai 1943 Anfang April1943 erklärte sich Marsehai Andonescu grundsätzlich mit einer großangelegten Werbungsaktion unter den Volksdeutschen Rumäniens einverstanden, die daraufhin am 12. April anlief. In der zweiten Monatshälfte begannen in Bukarest Verhandlungen zwischen dem deutschen Gesandten in Bukarest, Killinger, und der rumänischen Regierung, die nach Hinzuziehung von SS-Brigadeführer Berger und Volksgruppenführer Andreas Schmidt am 13. Mai zum Abschluß eineszwischenstaatlichen Abkommens"hinsichtlich der Einreihung rumänischer Staatsbürger volksdeutseher Zugehörigkeit in die Deutsche Wehrmacht-SS" kamen . Alle "rumänischen Staatsbürger volksdeutseher Zugehörigkeit, die am 1. April1943 das 17. Lebens450


Jahr vollendet" hatten, konnten sich damit "freiwillig in die Deutsche Wehrmacht-SS einreihen lassen". Ausgenommen von dieser Freistellung, die grundsätzlich auch für die bereits in der rumänischen Armee dienenden Volksdeutschen galt, waren lediglich aktive Offiziere und Unteroffiziere, Soldaten der noch im Einsatz befindlichen Fronteinheiten sowie für die rumänische Rüstungsindustrie unentbehrliche Spezialkräfte. Nach dem 13. Mai wurden alle Volksdeutschen zwischen 18 und 35 Jahren in öffentlichen Anschlägen der Volksgruppe aufgefordert, sich den Musterungskommissionen zu stellen. Die in Rumänien Gemusterten wurden gemeindeweise einberufen und verladen. Die Abfahrt der mit Blumen und Inschriften geschmückten Transportzüge wurden vielerorts zum Volksfest. Nach Abgang des letzten Transportes meldete SS-Brigadeführer Berger am 30. Juli 1943 als Gesamtergebnis der Werbung in Rumänien 41.560 Mann. Die Billeder Freiwilligen, es waren nur mehr 196 Mann, wurden am 10. Juli 1943 in Hatzfeld zwischen 6 und 10 Uhr an die Waffen-SS übergeben. Im Kreis "Lenau" wurden insgesamt 3200 Mann ausgemustert. Die Abfahrt nach Wien erfolgte noch am selben Tag. Hier wurden die Volksdeutschen- nach offizieller Begrüßung- im Arsenal einer Nachmusterung unterzogen, um anschließend verschiedenen Ausbildungs- und Ersatzeinheiten der Waffen-SS zugewiesen zu werden. Den weiteren Verlauf des Krieges erlebten unsere Billeder Landsleute zum Teil im Einsatz an der Ostfront, zum Teil in den Partisanen- und Abwehrkämpfen auf dem Balkan in der Division " Prinz Eugen" . Bei Jahresende 1943 befanden sich in den Verbänden der Waffen-SS 54.000 Volksdeutsche aus Rumänien, rund 10% der damals in Rumänien lebenden Deutschen. Es müssen noch wenigstens 5000 bis 6000 Freiwillige aus den Ungarn unterstellten Gebieten hinzugerechnet werden. Weitere rund 15.000 Rumänien-Deutsche waren in Einheiten der Deutschen Wehrmacht, in der Organisation Todt und der deutschen Rüstungsindustrie eingesetzt.

Der Zusammenbruch Rumäniens und seine Folgen 23. August 1944 Die Geheimverhandlungen über ein Ausscheiden Rumäniens aus dem Kriege, die in Istanbul und Kairo mit den Westmächten, später über Stockholm auch unmittelbar mit der Sowjetunion geführt wurden, schienen bereits im Frühsommer 1944 kurz vor dem Abschluß zu stehen. Die im Sommer 1944 einsetzenden anglo-amerikanischen Luftangriffe auf das Erdölgebiet und verschiedene rumänische Industriezentren- darunter Kronstadt und Temeswar -ließen die innere Widerstandskraft des Volkes weiter erlahmen. Dennoch fiel die Entscheidung in Bukarest erst nach dem sowjetisch-finnischen Waffenstillstand, als die Bessarabienfront unter den ersten vernichtenden Schlägen des am 20. August einsetzenden sowjetischen Großangriffs zusammenbrach. Am Abend des 23 . August 1944 wurde Marschall Antonescu, der sich einem offenen Bruch mit dem deutschen Partner bis zuletzt widersetzt hatte, nach einem vorbereiteten Plan verhaftet. Die Regierungsgewalt übernahm General Sanatescu mit den Führern der alten Oppositionsparteien. König Michael hatte am 25 . August Deutschland offiziell den Krieg erklärt. Die am 23. August von Tiraspol und Jassy aus mit überlegenen Kräften vorgetragene sowjetische Großoffensive durchbrach die deutsch-rumänische Front im ersten Ansturm an mehreren Stellen. Vier Wochen später, genau am 21 . September um 7 Uhr früh, standen die ersten zwanzig Russen in Billed.

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Billed im Todeskampf- September 1944, Abendrot - Franz Klein Mitte September war eine ungarische Einheit von Szegedin kommend ins Banat eingerückt. Eine Gruppe von zwölf Mann besetzte am 17. September Billed und übernahm gleichzeitig die Ortskommandatur. Der 21. September 1944 begann wie jeder andere Arbeitstag, die meisten Dorfbewohner waren bei der Feldarbeit. Um sieben Uhr früh stand plötzlich ein Spähtrupp von etwa 20 Rotarmisten auf der Straßenkreuzung Sauerländergasse- Bahngasse. Man zweifelte immer noch am Ernst der Lage und hielt diese Soldaten für Partisanen oder geflüchtete Gefangene. Nach 8 Uhr kamen die ersten Pferdewagen aus dem Kneser und Hodonier Hotter gesprengt. Die Leute berichteten erschreckt, daß die Fluren voller Russen seien. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich diese Nachricht durch das ganze Dorf. Zuerst kamen sie nur in kleineren Gruppen und zaghaft. Es wurden aber immer mehr und um die Mittagszeit hatten sie das ganze Dorf besetzt. Mehrere Rumänen, keine Dorfansässigen, hatten sich zusammengerottet und drangen am Nachmittag in das Gemeindehaus, sprengten und plünderten die Gemeindekasse, zerstörten das Mobiliar und warfen die Gemeindeakten in den Hof ... Der letzte freigewählte Gemeinderichter Josef Reiter war abgesetzt und die Selbstverwaltung der Gemeinde Billed war 179 Jahre nach der Ortsgründung beendet. Unser Billed, das ehemalige Musterdorf der Kaiserin Maria Theresia im Banat, war rechtlich ausgelöscht. Sicher war das Dorf dadurch nicht zerstört. Der größte Teil der Bevölkerung hat die folgenden Ereignisse auf den verschiedensten Schicksalswegen erlebt. Unser Billed war an diesem Tag zusammengebrochen. An Stelle von Selbständigkeit, Seßhaftigkeit, Eigenverantwortung und einem zeitgemäßen Wohlstand, traten militärischer Terror, Unfreiheit, Armut, für viele Heimatlosigkeit, staatlich verordnete Ideologie und die Anonymität des Kollektivs. Außerhalb unserer Gemeinde hatte sich die militärische Lage weiterhin zu Gunsten der Sowjets verschoben. Die nächsten deutschen Einheiten lagen mit Teilen der "Prinz Eugen"Division in Werschetz. Ein Bataillon des Regiments "Brandenburg" stieß aus Jugoslawien kommend in Richtung Temeswar vor. Die Angehörigen dieses Bataillons waren zum Großteil Volksdeutsche aus Jugoslawien und Rumänien. Später erschien auch die SS-Polizei-Division Schmedes an der jugoslawischen Grenze, ferner Teile der vom Balkan zurückgehenden Armee Weichs. Im Abschnitt Gertjanosch, Kleinjetscha, Hatzfeld waren zwei Kompanien der SS-Polizei-Division eingesetzt. Eine Kampfgruppe dieser Einheit stieß am 22. September in Richtung Billed vor. Ohne großen Widerstand setzten sich die Russen aus dem Ort in Richtung Knes ab. Die Deutschen bezogen am nördlichen und östlichen Ortsrand Stellung. Die Russen hingegen bauten insbesondere im kleinen Flur, wo sie drei Laufgräben hatten, die im Jahre 1939 von der Billeder vormilitärischen Jugend angelegt wurden , und auf dem Kneser Hotter ihre Stellungen aus. Immer wieder versuchten die sowjetischen Kampfverbände im SturmangriffBilled zu nehmen . Dank ihrer Beweglichkeit gelang es der deutschen Kampfgruppe, diese Angriffe, die abwechselnd einmal entlang der Straße von Alexanderhausen und einmal entlang der Kneser Straße vorgetragen wurden, immer wieder abzuwehren. Fast drei Wochen tobte dieser erbitterte Kampf in den Straßen von Billed. Da die Russen im Kirchturm einen vorgeschobenen Beobachter vermuteten, schossen sie sich mit ihrer Artillerie und Granatwerfer auf dieses Gebäude ein. Sowohl die Kirche als auch die umliegenden Häuser wurden mehrmals getroffen und beschädigt. Aber auch Personen wurden während dieser Straßenkämpfe getötet und verwundet. Als Folge der Verwüstung im Gemeindehaus und Plünderung der Gemeindekasse wurden einige rumänische Knechte aus dem Ort gefangengenommen. Nachdem man bei einigen Waffen 1

Dieser Beitrag stammt zum Teil von einem Augenzeugen, der die Tage des Aufbruches miterlebte, aber namentlich nicht genannt sein möchte.


gefunden hatte, wurden sie wegen "Unterstützung des Feindes" standrechtlich erschossen. Einige konnten noch in letzter Minute durch Vorsprache beherzter Männer beim ranghöchsten Offizier gerettet werden. Für elf Männer kamen alle Bitten und Entlastungsangebote zu spät. Die meisten Dorfbewohner verbrachten diese Tage aus Gründen der Sicherheit in den Kellern. Die Häuser am Ortsrand wurden aus militärischen Gründen geräumt. Am 12. Oktober hatten die deutschen Soldaten beim Morgengrauen den Ort verlassen. Eine kleine Gruppe, die den Rückzug deckte, mußte bleiben. Von dieser Nachhut sind noch drei gefallen , einige konnten im Dorf bei der Bevölkerung untertauchen. Insgesamt sind bei den Kämpfen um Billed, vom 21. September bis 12. Oktober 1944, ca. 23 deutsche Soldaten gefallen. Etwa 16 wurden auf dem Gertjanoscher Friedhof bestattet und vier sind auf dem Neugasser Friedhof in Billed beerdigt. Es sind dies: SS-Rottenführer Willi Saalfeld, geb. 10. 10. 1913, gef. 5. 10. 1944 SS-Rottenführer Anton Röhrig, geb. 23. 11. 1910, gef. 29. 9. 1944 SS-Sturmmann Johann Kloos, geb. 18. 1. 1908, gef. 23. 9. 1944 SS-Schütze Sigfried Detlev, geb. 18. 1. 1926, gef. 23. 9. 1944 Alle vier gefallenen Soldaten kamen von der 5. SS-Panzeraufklärungsabteilung Nr. 4. Ihre Angehörigen sind über den Ort der Gräber verständigt. Weitere drei gefallene deutsche Soldaten kamen in kein geweihtes Grab, sie sind auf den Fluren geblieben und dort begraben. Einer von ihnen wurde am Kirchengasser Weg von Herrn Franz Stumpf nach den Kampfhandlungen beerdigt. Nach einer bereits im Jahre 1949 eingeleite ten Suchaktion über das Rote Kreuz konnten seine Angehörigen erst im Jahre 1960 ausgeforscht werden. Es handelte sich um Willi Bruns, Dienstgrad unbekannt, 19 Jahre alt, gefallen am 24. 9. 1944, aus Herten , Kreis Recklinghausen in Westfalen . Ebenfalls auf den Fluren blieben ein Teil der vielen gefallenen Sowjetsoldaten. Viele von ihnen wurden in Massengräbern bei Perjamosch beerdigt. Auf dem Sauerländer Friedhof in Billed wurden ungefähr 80-100 in zwei Massengräbern bestattet. Ein anderes Grab mit etwa 10 gefallenen Russen war auf dem großen Marktplatz. Später wurden die in Billed Bestatteten exhumiert und in einem großen Massengrab in Kleinbetschkerek beigesetzt. Auf dem Billeder Hotter sind auch neun ungarische Soldaten beerdigt, die als Gendarmerie im Ort geblieben waren . Ihre nackten Leichen fand man nach Beendigung der Kampfhandlungen ebenfalls am Kirchengasser Weg.

Zwischen Abschied und Neubeginn: Flucht Abendrot - Franz Klein Nachdem die deutsche Heeresleitung die Aussichtslosigkeit der militärischen Lage erkannt hatte, wurde die deutsche Bevölkerung in den von den Deutschen kontrollierten Ortschaften zur Flucht aufgefordert. Etwa 70 Familien aus Billed folgten dieser Aufforderung und packten ihre Koffer und verließen Haus und Hof. Die meisten glaubten, man könne bald wieder zurückkommen. Doch für viele war es ein Abschied für immer. In kleinen Gruppen fuhr man mit Pferdegespann oder Traktoren zuerst nach Gertjanosch, um dort abzuwarten. Leider verschlechterte sich die militärischeLagezuUngunsten der Deutschen und die meisten entschlossen sich, nach 5-6 Tagen Aufenthalt zur Weiterfahrt bis Hatzfeld. Aber auch hier zögerte man zunächst noch mit der Weiterfahrt. Erst als es sicher war, daß das Banat aufgegeben wird, entschloß man sich, die Heimat zu verlassen. Die Billeder Flüchtlinge bildeten keinen gemeinsamen Treck. Da man schon von zu Hause in kleinen Nachbarschaftsgruppen aufgebrochen war, wurden Fluchtroute und Fluchtdauer unterschiedlich lange. Zehn Familien hatten versucht, über Jugoslawien durchzukommen, wurden aber von den Partisanen bei Kikinda gefangengenommen. Die Männer wurden grundlos von den Partisanen erschossen, Frauen und Kinder nach einer wochenlangen Gefangenschaft wieder zurückgeschickt.

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Mehrere Gruppen flüchteten über Ungarn, wo das Durchkommen leichter war, was man vorher nicht wissen konnte . Sie fuhren bei Keglowitsch über die Staatsgrenze nach Ungarn und von hier über Szegedin nach Ba ja, Dunaföldvar, hier übersetzten sie die Donau und fuhren über Veszprem am Plattensee vorbei nach Odenburg. Hier überschritten sie die Reichsgrenze und betraten deutschen Boden. Der erste Teil der Flucht wurde von der nachziehenden Front begleitet. Verstopfte Straßen, das regnerische Herbstwetter, die Ungewißheit über das Schicksal der Angehörigen beim Militär und der Daheimgebliebenen, die Ungewißheit über das eigene Ziel erschwerten den zweiten Teil der Flucht. Noch in Ungarn erfuhr man die Abwendung Ungarns vom Deutschen Reich. Allmählich wurde es immer klarer, daß dieser Krieg für die Deutschen verloren war. Das Ende war aber noch nicht abzusehen . Die mitgenommenen Lebensmittel gingen zu Ende, das Geld hatte keinen Wert mehr. Die Deutsche Wehrmacht hatte die Verpflegung der Flüchtlinge übernommen. Nach einer Fahrt von etwa vier bis sieben Wochen kamen die meisten an ihren Bestimmungsorten in der Ostmark [heute Österreich] an. Eine dritte Gruppe von Flüchtlingen trat die Flucht nach dem Westen mit der Eisenbahn an. Sie wurden in Hatzfeld und anderen Orten in Waggons verladen und fuhren so, meist mit ihren Kindern und Handgepäck, ihrem Schicksal entgegen. Bei dieser Gruppe handelte es sich vorwiegend um Frauen, deren Männer in Deutschland ihren Militärdienst leisteten und die über kein eigenes Fahrzeug verfügten. Die meisten waren Frauen von Gewerbetreibenden. Von den aus Billed geflüchteten 70 Familien sind rund 40 Familien in der " Ostmark", heute Österreich, angekommen. Die meisten von ihnen verbrachten den Winter 1944/ 45 in Niederdonau [Niederösterreich], im Raume HoUabrunn und Umgebung, bei den Bauern. Es wäre billige Schönfärberei, wollte man heute die Aufnahme der Volksdeutschen aus dem Südosten, die im Herbst 1944 mit ihren illusionären Vorstellungen " Heim ins Reich" strömten, als Heimkehr der verlorenen Söhne ins Mutterland verharmlosen. Die Bevölkerung in Niederdonau, durch das Kriegsgeschehen in Ungarn ernüchtert, bedachte die Vorboten der bevorstehenden Götterdämmerung oft als ungebetene Kriegsverlängerer und sprach abfällig von Beutegermanen. Hinzu kam noch, daß durch die NS-Parteistellen Zwangseinweisungen verfügt werden mußten und dadurch eine flüchtlingsfeindliche Stimmung angeheizt wurde. Ein Beispiel aus Hollabrunn, das die Flüchtlinge aus Billed miterlebten, mag einiges von dieser Stimmung einfangen und dürfte eine gewisse Allgemeingültigkeit für diese Zeit und Raum beanspruchen : In einem als " Geheim!" signalisierten Rundschreiben vom 27. 10. 1944 stellte der Kreisleiter von Hollabrunn zunächst die Banater als "eine der besten deutschen Volksgruppen" heraus, beklagte dann "die katastrophalen Zustände beim Empfang der Flüchtlinge", die offenbar "nicht im Sinne des alten germanischen Gastrechts" beherbergt wurden, und drohte schließlich, mit "Härte entschlossen durchzugreifen", sollten ihm" weitere Unzukömmlichkeiten" bekannt werden. "Tatsache ist", heißt es wörtlich, "daß in einzelnen Fällen Volksdeutsche aus dem Banat stundenlang bei strömendem Regen in Tränen gesessen haben, weil sie eine sture Bewohnerschaft unseres Kreises nicht in den Hof hineingelassen hat." Es sollen auch Bemerkungen gefallen sein, vermerkt der Kreisleiter, "es wäre besser gewesen, man hätte diese Menschen dort unten erschossen. " 1 Vielleicht kann durch eine Rückblende in den Herbst 1944 eine episodenhafte Erinnerung bei den betroffenen Landsleuten einiges aufklären: Nur 15 Kilometer südlich von diesem beschriebenen Ho llabrunn entfernt, in Göllersdorf, Seebarn und Rückersdorf, lag der " J agdverband Südost", der hier auf den Befehl zum Absprung und Einsatz in Rumänien wartete. Die Angehörigen dieser Kampfgruppen setzten sich ausschließlich aus Deutschen aus Rumänien und der " Eiserne Garde" zusammen. Außer mir gehörten noch die folgenden Billeder dem Verband an: Hans Frank, Hans Gehl, Lambert Breitenbach, Jakob Rademacher, Peter Schwarz und Mathias Slavik. Es bedurfte keiner großen "Aufklärungsabteilung", um die Billeder Familien im Nachbarort zu entdecken. An den Miniumroten Pferdewagen haben wir sie schon von weitem erkannt. Die Kontakte zwischen den Flüchtlingen und Soldaten aus Billed waren sehr schnell hergestellt und es ist sehr schwer zu sagen, auf 1

Gauß A. K.: Wege und Irrwege in Rot-Weiß-Rot. Salzburg 1979, S. 6.

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welcher Seite die größere Freude herrschte. Aus dem Munde unserer Landsleute hörten wir die letzte und schreckliche Nachricht vom Schicksal unserer Heimat. Ob wir dort noch zum Einsatz kommen, war die nächste Frage, die wir Landser uns stellten. Damit waren für uns die Nachrichten aus der Heimat für ein Jahr unterbrochen. Landsmann Hans Sauer, der mit seinem Panzer abgeschossen wurde und dabei den rechten Arm verlor, verbrachte hier in Hollabrunn bei seinen zukünftigen Schwiegereltern und Frau Maria Klein seinen Genesungs- und "Heimaturlaub"! Die Freude über das Wiedersehen mit ihm war groß. Beim Herannahen der Front, im Frühjahr 1945, zogen die Billeder Flüchtlinge weiter nach dem Westen. Zu Ostern standen die russischen Truppen bereits vor Wien. Einige wenige Flüchtlinge blieben mit ihren Fahrzeugen auf der Strecke. Sie ließen sich von der Front überrollen und kehrten im Laufe des Sommers wieder nach Billed zurück. Noch im Mai 1945 erging ein allgemeiner Rückführungsbefehl der sowjetischen Besatzungsmacht in der russischen Zone, aufgrund dessen die örtlichen Österreichischen Stellen die Flüchtlinge unter Verweigerung weiterer Lebensmittelkarten zum Aufbruch in ihre Heimat zwangen. Wiederum kam es zu Trecks, die auf dem bereits bekannten Wege, diesmal unter russischer Eskorte, in mehrwöchigem Marsch nach Rumänien zurückzogen. Daneben wurden auch in Österreich im Laufe des Monats Juni zahlreiche Bahntransporte zusammengestellt. Die Durchschleusung der Transporte in Arad und besonders in Großwardein vollzog sich in wenig erfreulichen Formen.

Am Endziel des Fluchtweges Wie bereits erwähnt, wurde der Großteil der Flüchtlinge aus Billed in Ried im Innkreis einquartiert. Die mit Pferd und Wagen hier ankamen, wurden in der Umgebung bei Bauern untergebracht. So kam die Familie Flesch [547] und die Familie Braun [469] nach 0 b erb r u n n , wo sie im Laufe der Zeit ihre Pferde verkaufen mußten, da kein Futter für die Tiere vorhanden war. In Oberbrunn waren die folgenden Familien bei den Bauern einquartiert: Adam Neiß [622], Johann Deininger [350], Michael Kotzian [815], Josef Mann [475], Mathias Slawik [424] und Johann Wolf [469] . In Ried i . I . waren die folgenden Familien untergebracht: Jakob Noll [9], Susanne Alexius [115], Anna Schlauch [115], Mathias Slawik [371], Johann Groß [369], Josef Reiter, Bürgermeister [376], Jakob Wolf [415], Nikolaus Mann [474], Jakob Laub [535], Anna Schaljo [224] , Hans Peter [307], Johann Keller [679], Baumeister Jakob Muroper [572], der ehemalige Gastwirt Hans Fiak mit seiner Familie, Johann Mann [131], Josef Thöreß [532]. I m R a u m e G r i e s k i r c h e n in Oberösterreich waren die folgenden Familien untergebracht: Peter Gago [143], Josef Zimmermann [148], Jakob Jung [428], Magdalena Scholz [543]. In WaId z e II b e i Ried i . I. waren die Familien Anton Weiß [691] und Jakob Metzger [499] untergebracht. I n E c h i n g b e i S a I z b u r g gab es ebenfalls eine Zusammenballung von Flüchtlingen aus Billed. Hier ließen sich die folgenden Familien nieder: Wilhelm Adametz [621], Nikolaus Klein [642], JakobEimann [147], Jakob Gilde [297], Mathias Klaus [644], Johann Klein [473], Nikolaus Laut, Jakob Muttar [381], Wilhelm Kuhn [287], Johann Slavik [468]. In Nieder ö s t erreich waren: Peter Krier [50], Peter Muroper [49]. In der T s c h e c h o s I o w a k e i waren die folgenden Familien: Elisabeth Tuttenuit [424], PeterSteiner [450], Wendel Steiner [450] .

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Das Schicksal der Daheimgebliebenen [1944] Abendrot D er größte Teil der Billeder Bevölkerung war nicht geflüchtet. Warum sollte man auch plötzlich alles liegenlassen, Haus, Hof und Heimat aufgeben? Sei dem Bestehen der Gemeinde hatte man nichts weiter als harte und ehrliche Arbeit gekannt. Fleißige Bauern und treue, gehorsame Untertanen des Kaisers zu sein, in bester Eintracht mit allen Volksstämmen zu leben, gelobten sie im Jahre 1849 in ihrer Petition dem Kaiser. Treue Untertanen des ungarischen und später des rum änischen Staates waren sie auch. Sie hatten ihre Steuern pünktlich bezahlt, dem jeweiligen Vaterland Militär- und Fx:ondienste geleistet und waren sich keiner Schuld bewußt. Mit den wenigen rumänischen Familien, die als Viehhirten in Billed lebten, hatte man gute nachbarliche Beziehungen. Ebenso zu den wenigen rumänischen Familien der Staatsbeamten von Bahn, Post und Steueramt Der Billeder Wachtmeister kann hier als Beispiel angeführt werden. Er behielt das gute Verhältnis zur deutschen Bevölkerung, das er vor dem 23. August 1944 hatte, auch nach dem Um sturz bei. Als die Ungarn in Billed einzogen, versteckten ihn und seine Familie die deutschen Nachbarsleute [Klein 234). Als die deutschen Soldaten ihn gefangennahmen, schritten die Nachbarn energisch ein und konnten ihn freibekommen . In den Jahren 1945 und 1946 hatte er manchen heimgekehrten deutschen Soldaten vor dem Gefängnis bewahrt. Die Mehrheit der Bevölkerung ist also nicht geflüchtet, sondern blieb im Ort und hoffte auch mit den neuen Herren irgendwie zurechtzukommen. Viel schlimmer konnte es ja nicht mehr werden. Es war ein großer Irrtum. Weder Menschlickeit noch Recht waren die Leitmotive der Sieger, die Deutschen waren die Unterlegenen und wurden wehrlosamBoden liegend mit Füßen getreten. Mit dem Einzug der Russen herrschte Schrecken im Dorf, Raub, Plünderung, Gewalt und Vergewaltigungen waren an der Tagesordnung. Der Terror schien kein Ende zu nehmen. Der erste Befehl der Russen war, die Hälfte des Dorfes zu räumen . Die Betroffenen mußten zum Teil zu Fuß mit dem notwendigen Handgepäck nach Betschkerek, andere nach Beschenowa oder Großjetscha. Viele versteckten sich und entzogen sich so dieser Maßnahme. Sich in ein Feld oder Flur zu wagen war lebensgefährlich. Nach den Kämpfen waren es nicht mehr die russischen Soldaten, sondern Gesindel in russischen Uniformen, das raubend und mordend umherzog. Opfer solcher Überfälle wurden die Einwohner von Billed Michael Hahn und Anton Mayer. Nach den Kampfhandlungen fand man in den "Bergweingärten" die Leichen des von den Russen erschossenen EhepaaresAnton und Elisabeth Götter. Es handelte sich um ein armes, altes Feldhüter-Ehepaar, das in ihrem Haus erschossen wurde. Die Ernte des Jahres 1944 blieb auf den Feldern und viele Menschen mußten im Winter hungern . Unser Bi IIed hatte sich verändert. Keine Herden zogen mehr durchs Dorf, keine Kinder spielten mehr auf den Gassen. Die Leute gingen nur auf die Straßen, wenn es unbedingt nötig war. Nachbarn besuchte man nur durch den Garten. Erst im Winter hatte sich die Lage etwas beruhigt. Auch im Frühjahr 1945 blieben die Felder unbestellt, es fehlten einfach die Arbeitskräfte, Pferd und Wagen oder Traktoren, um die Felder zu bestellen. Es fehlte aber auch an Arbeitsmut und Arbeitswillen. Niemand wollte anbauen, damit die anderen ernten können. Die Verbindung zu den Soldaten in Deutschland war durch die Kriegsereignisse total unterbrochen.

Die Deportation zur Zwangsarbeit nach Rußland 1945-1949 Abendrot - Franz Klein D as Jahr 1945 brachte erneut großes Leid und Elend über die Bevölkerung von Billed. Am 14. Jänner wurden alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren und alle Frauen von 18 bis 33 J ahren zur Zwangsarbeit nach Rußland verschickt. Die Betroffenen wurden rücksichtslos, gleich, ob 457


jemand Alte oder Kranke zu versorgen hatte, oder ob in manchem Haus Kinder ganz allein blieben, durch das rumänische Militär aufgegriffen. Nur Frauen, die Kinder unter einem Jahr hatten, wurden verschont und konnten zu Hause bleiben. Ausschlaggebend war nur die deutsche Volkszugehörigkeit, wer Deutscher war, wurde deportiert. In Billed waren nur die Kinder und ältere Menschen zurückgeblieben. Von den 4000 Einwohnern, die Billed hatte, waren plötzlich nur mehr 3000 zu Hause. 517 Personen waren nach Rußland verschleppt und weitere 500 dienten als Soldaten in der deutschen und rumänischen Armee. Der Leidensweg der deutschen Frauen und Männer in den Arbeitslagern der Sowjetunion hatte im Jänner 1945 begonnen und endete im Dezember 1949 für die Letzten. Schon in den Jahren 1947/48 waren viele Kranke nach Deutschland abgeschoben worden. Ein Teil von ihnen blieb für immer in Deutschland. Andere kehrten ohne gültige Reisedokumente schwarz über die Grenzen nach Billed zurück. Unser Landsmann Peter Mumper [378] wurde beim Übertritt der Grenze von rumänischen Grenzorganen verhaftet und eingesperrt. Er ist noch im Gefängnis in Großwardein gestorben. Nur durch die Unterschriften des US-Präsidenten Roosevelt und des britischen Premierministers Churchill auf der Atlantikcharta [1941] sowie auf dem Dokument von Jalta [1945] war es möglich, die Deutschen aus Rumänien als Zwangsarbeiter nach Rußland zu transportieren .

Tief in Rußland in Stalino ... Peter Krier jun. Am Abend des 14. Jänner 1945 hatten rumänische Soldaten und Gendarmen das Dorfumstellt und verwehrten jeden Verkehr außerhalb des Dorfes. Man ahnte zwar Schlimmes, aber es gab kein Ausweichen. In der Nacht auf den 15. Jänner zog das Militär mit Listen von Haus zu Haus und hob die Betroffenen aus. Den Festgenommenen wurde gesagt, sie müßten zur Aufbauarbeit. Sie wurden angewiesen, für 14 Tage Verpflegung und Kleidung mitzunehmen. Ziel wurde keines genannt. Wo die Gesuchten nicht vorzufinden waren, wurden einfach Angehörige als Geisel mitgenommen und festgehalten, bis sich die Betroffenen stellten. Am 15. Jänner, es war ein Sonntag, waren bis zur Mittagsstunde schon die meisten der 517 Billeder, die verschleppt wurden, in der Schule zusammengetrieben. Die Eingefangenen mußten unter strenger Bewachung in Marschkolonnen nach Perjamosch gehen, wo sie in der Bürgerschule nach mehrmaligem Abzählen russischem Militär übergeben wurden. Aus allen umliegenden Dörfern hatte man Deutsche in Perjamosch zusammengetrieben, wo die Russen Transporte zusammenstellten. Die Gefangenen wurden in Viehwaggons gepfercht, die nur mit einem Ofen und Holzpritschen ausgestattet waren. In großen Waggons waren 80 Personen, in den kleinen 40 nach Geschlechtern getrennt, oder auch Frauen und Männer gemischt. Nachdem die Waggons verriegelt waren, begann die Fahrt gegen Osten ins Ungewisse. Die Türen blieben verriegelt und wurden erst nach 10-12 Tagen wieder geöffnet, als man an der Grenze in russische Breitspurzüge umsteigen mußte. Wieder wurde einigemale abgezählt und danach die Türen fest verriegelt, die Fahrt nach Osten wurde fortgesetzt. Die Menschen hatten auf einer Fahrt, die drei bis vier Wochen dauerte, in den finsteren Viehwaggons jedes Zeitgefühl verloren. Schlafen konnten sie nur abwechselnd, weil auf den Bretterpritschen zuwenig Platz war. Zur Erledigung ihrer menschlichen Bedürfnisse waren mitten im Waggon Löcher durch den Boden gesägt, andere hygienische Bedürfnisse blieben unberücksichtigt. Einige Transporte erhielten einmal auf der ganzen Reise je einen Eimer warmes Essen pro Waggon, andere erhielten auf der ganzen Fahrt nur zweimal je ein Laib vertrocknetes, verschimmeltes Schwarzbrot. Einige junge Burschen warfen dieses verdorbene Brot auf den Bahnsteig und konnten erstaunt feststellen , daß die Leute auf den Bahnsteigen sich um dieses weggeworfene Brot rauften. 458


Von älteren Männern, die schon Rußlanderfahrung hatten, wurden sie belehrt, daß in diesem Land jedes Krümchen Brot lebenswichtig ist. Sie haben dies auch recht bald gelernt. Die russische Kälte, für unsere Landsleute ungewohnt, machte sich bemerkbar und auch die lange Fahrt ohne warmes Essen führte zu Erkrankungen. Ärztliche Hilfe oder Medikamente gab es nicht, so sind schon auf der Hinreise unsere Landsleute Franz Slavik, Hans Bohn und Josef Lauth gestorben. Der größte Teil der Verschleppten kam zur Zwangsarbeit in die südliche Ukraine in die Region "Kriwoi-Rog" und in das " Donezbecken". Einige Landsleute, die mit späteren Transporten nach Rußland kamen, wurden im Oralgebiet bei "Tscheljabinsk" (Ufalei) eingesetzt. In der südlichen Ukraine waren unsere Landsleute in folgenden Arbeitslagern: In Dnejepropetrowsk, in Slowjansk, in Tschasoviar, in Stalino und in Jenakijewo, wo ein 1., IV. und XIV. Lager war. Die Lager waren alle gleich, überall war man streng bewacht hinter Stacheldraht, überall mußten unsere Landsleute bis zum Äußersten und darüber hinaus hungern . Kleine Unterschiede gab es in der Lagerverwaltung, die oft von einer Person bedingt waren. So waren in Stalino keine Strohsäcke auf den Schlaflagern, die Zwangsarbeiter mußten auf blanken Brettern schlafen. Es fehlte auch an Wasser. Durch den Stacheldraht tauschten die Deportierten ihre wenige Habe gegen Wasser, das russische Kinder brachten. In andere n Lagern wurden die Insaßen durch ständiges Abzählen schikaniert und durften sich auch innerhalb des Lagers kaum bewegen. Die meisten unserer Landsleute mußten am Aufbau, aber auch in Fabriken, Kohlengruben und in Stahlwerken arbeiten. Etwas glücklicher waren die, welche im Sommer auf Kolchose kamen, dort konnten sie manchmal ein paar Rüben oder sonst was Eßbares besorgen. Der Hunger war mit Abstand das Unerträglichste von allen Leiden, denen die Menschen unterworfen waren. Essen gab es dreimal am Tag, in der Früh Tee mit Brot, mittags Suppe mit Kascha und abends wieder Suppe aus Kraut, Rübenblättern oder Rettichblättern, alles ohne Nährwerte und dazu noch ungenügend. Die Menschen mußten bitter hungern . Bald zeigten sich die Folgen dieser Unterernährung. Die Menschen wurden schwach und krankheitsanfällig. Wassersucht, Bauchtyphus und andere schwere Krankheiten rafften die Verschleppten dahin. Zur Unterernährung gesellte sich noch der kalte russische Winter. Unsere Landsleute mußten auch im Winter mit mangelhafter Bekleidung auf den Baustellen arbeiten, auch Frauen waren nicht ausgenommen und mußten schwerste Arbeit verrichten, in vielen Fällen Akkordarbeiten. Mancherorts waren die Brotrationen, die ausgegeben wurden, an die Erfüllung der Arbeitsnormen gebunden. In den meisten Fällen war die Brotration aber von der physischen Schwierigkeit der Arbeit abhängig, so bekamen Schwerarbeiter die doppelte Brotration. Wer ohnehin schon schwach und krank war und nicht mehr schwer arbeiten konnte, bekam auch noch weniger zu essen. Die Brotration wurde in den meisten Fällen schon in der Früh für den ganzen Tag ausgegeben und der quälende Hunger veranlaßte die Meisten, die ganze Brotration gleich zu essen. Um so bitterer war dann der Hunger, den die leere Krautbrühe abends nicht stillen konnte. Die Menschen waren völlig entkräftet, ehemals starke Männer wogen noch 40 kg und mußten doch schwere Arbeit leisten. Es sind Fälle bekannt, wo Kranke, die nicht mehr gehen konnten, zur Arbeit getragen wurden und den ganzen Tag neben ihren Kameraden am Arbeitsplatz lagen. Im ersten Winter wurden Krankentransporte zusammengestellt, einige Schwerkranke durften in die Heimat und konnten so überleben. Viele erreichte aber dieses Glück nicht mehr. Im Winter 19461194 7 mit Temperaturen bis 40° unter Null sind die meisten unserer Landsleute gestorben. Die Toten wurden von den Landsleuten und Kameraden beerdigt. Oft reichte die Kraft nicht, um in dem hartgefrorenen Boden ein Grab zu schaufeln, so daß die Leichen nur mit Eis und Schnee oder ein paar Steinen zugedeckt wurden. Eine weitere Plage der Verschleppten waren Läuse und Wanzen, denen man nicht Herr werden konnte. Auch das Heimweh bedrückte die Gemüter der Menschen schwer. Abends, nach den Mühen des Tages, und sonntags saßen die Landsleute beisammen. 459


Ab Herbst 1948 wurde es allmählich besser. Später wurde die Arbeit entlohnt und die Verschleppten konnten sich Brot kaufen . Auch im Jahre 1948 wurden Kranke entlassen, viele von ihnen nach Deutschland. Ab 1949 durften sich die Menschen auch freier bewegen und konnten sich durch verschiedene Arbeiten bei den Einheimischen zusätzliche Nahrungsmittel verdienen. Im November und Dezember 1949 wurden die Rußlandverschleppten frei und durften wieder in die Heimat. Von den 517 verschleppten Billedem sind 76 für immer in Rußland geblieben, fern der Heimat, unter fremder Erde fanden sie ihre letzte Ruhe. Dasselbe Schicksal wie die Rußlandverschleppten hatten auch viele unserer Landsleute, die als Kriegsgefangene in Rußland waren .

Die lange Reise ins Ungewisse Peter Maurer Am 15. und 16. Jänner 1945 wurde es im Ort bereits allmählich bekannt, daß die in der Schule internierten Frauen und Männer zur Aufbauarbeit nach Rußland verschickt werden sollen. Aus diesem Grund versteckte ich mich gemeinsam mit meinem Nachbar und Freund, Ma.thias Lauer, im Anwesen meiner Eltern, um Zeit zu gewinnen . Aber bereits am 17. Jänner wurde jedoch mein Vater verhaftet und an meiner Stelle als Geisel in die Schule abgeführt. Nun war es für mich selbstverständlich, mich in der Schule zu melden, um meinen Vater frei zu bekommen . Wir packten daher unsere Koffer und stellten uns freiwillig zur Verfügung. Eine Nacht mußten wir in der Schule verbringen und am nächsten Tag ging es zu Fuß nach Perjamosch. Unser Gepäck wurde mit Pferdefuhrwerken dorthin transportiert. Wir wurden wieder in einer Schule untergebracht und am nächsten Tag, am 19. Jänner 1945, fand die Verladung nach Rußland statt. Die Fahrt ging über Hermannstadt, Kronstadt, Ploiest bis Adjud. Hier wurden wir in russische Breitspur-Waggons umgeladen und setzten unsere Fahrt über Dnjepropetrovsk, Stalino nach Jenahewa fort. Dort wurden wir auf vier Lager aufgeteilt. Die Baracken waren teils aus Holz, teils gemauert. In unserem Lager waren sechs Baracken, drei wurden mit Frauen belegt und drei mit Männern . Unsere Fahrt von Billed bis hierher dauerte drei Wochen. Mitte Februar kamen wir an unserem Bestimmungsort an. Am Anfang ging alles verhältnismäßig gut, da wir noch Lebensmittel von zu Haus hatten. Nach ein bis zwei Monaten gingen diese aber zu Ende und wir mußten uns von der Lagerkost ernähren. Diese war mehr als dürftig und die ersten unserer Landsleute starben an Erschöpfung. Morgens um 6 Uhrmußten wir aufstehen, uns waschen, natürlich nur mit kaltem Wasser. Um 6.30 Uhr war Raustreten zum Rapport. Nach Aufruf des Namens mußte man vortreten, dann wurden Gruppen eingeteilt und zur Arbeit geschickt. Mein Freund Lauer und ich kamen zu Aufräumungsarbeiten an einen ehemaligen Hochofen, der fast völlig zerstört war. Andere gingen in Kohlengruben und in den Tagbau. In der Stadt gab es mehrere Werksküchen, wo die einzelnen Gruppen essen konnten. Um 9 Uhr gab es ein Frühstück, das aus einem 1/ 4 Liter Tee und 250 Gramm Brot bestand. Zu Mittag gab es eine Krautsuppe und Hirsebrei, Kascha genannt, mit etwas Öl und Salzhering garniert und 300 Gramm Brot. Zum Nachtmahl gab es dasselbe Menü und das täglich 2 1/2 Jahre lang. Jedes Wochenende gingen wir ins Brausebad, wö wir die Kleidung zur Entlausung abgeben konnten. Nichtsdestotrotz wurden wir in den Behausungen von den Wanzen geplagt. Unser Landsmann Schakmann und sein Sohn, aus der Sauerländer Gasse, unternahmen Ende April einen Fluchtversuch. Sie wurden aber eingefangen, zurückgebracht und acht Tage in den Bunker gesperrt. Dort gab es nur 200 Gramm Brot und Wasser täglich sowie 15 Rutenhiebe. Diese Mißhandlung konnten meinen Freund Lauer und mich jedoch nicht abschrecken, um selbst einen Fluchtversuch zu machen. Wir hatten uns schon einige Tage vorher etwas Brot aufgespart, um Wegzehrung für unsere Flucht zu haben. Am 8. Mai 1945, kurz vor 9 Uhr, war es dann soweit. Ein Unterleutnant kam zu uns, wo wir, eine Zehnergruppe, einen Gasleitungsgra460


ben aushobe n, und sagte, der Krieg sei aus. Danach gingen wir essen, tranken schnell unseren Tee, nahmen das Brot und verließen unauffällig die Küche. Wir mußten die Zeit zwischen 9 Uhr und 9.30 Uhr ausnützen, um recht weit fortzukommen . Wir liefen durch den Wald in Richtung Westen. Nach drei Tagen wurden wir von Kindern an unseren kahl geschorenen Köpfen erkannt und sie schrien: " Namezky Pleni" [Deutsche Gefangene]. Nun setzte eine Verfolgungsjagd über mehrere Kilometer ein und nur durch Schüsse über unsere Köpfe brachten sie uns zum Stehen. Anschließend wurden wir in ein nahegelegenes Gefängnis gesperrt. Am zweiten Tag unserer Gefangenschaft kam ein Offizier und verhörte uns. Nach einigen Tagen kamen wir ins Lager Tschasoviar Juschni, in der Nähe von Konstantinovka, im Donezgebiet. Dieses Lager hatte drei große Baracken, in denen 600 Frauen und Männer, hauptsächlich Deutsche aus Jugoslawien, untergebracht waren . Über dem Eingangstor hing ein Transparent mit der Aufschrift : "Wer nicht Arbeitet, braucht auch nicht zu essen." Ich bekam zweimal Lungenentzündung und Bauchtyphus. Mein Freund Lauer bekam Bauch- und Kopftyphus und so wurden wir beide in ein Spital in Krematovsk eingeliefert und auch auskuriert. Im März des Jahres 1946 wurden alle ehemals geflüchteten Gefangenen in Konstantinöka, in einem Sonderlager, zusammengezogen, um besser unter Kontrolle zu sein. In der Nähe dieses nun schon dritten Lagers war eine Glasfabrik, wo wir bis zu unserer Heimreise verblieben. Die Einleitung unserer Heimreise begann schon im Jänner 1947, an einem sehr kalten Tag. Bei 30 Grad unter Null mußten wir Quarzsand aus den Waggons schaufeln. Ich täuschte einen epileptischen Anfall vor und wurde von zwei Landsleuten ins Lager gebracht. Die Ärztin, die mir wohlgesinnt war, schrieb mich für eine Woche krank und sorgte dafür, daß ich beim nächsten Heimtransport dabei war. Mein Freund Lauer und ich wurden Anfang April 1947 entlassen und kamen am 27. d. Monats in Frankfurt a. d. Oder an. Be reits nach 8 Tagen fand ich Arbeit bei einem netten Ehepaar, das mich auf seinem Bauernhof wie einen Sohn aufnahm . Hier konnte ich mich von meiner Unterernährung erholen. Mitte August fuhr ich mit der Bahn, mit Proviant und etwas Geld versorgt, nach Leipzig- Blauen. Dort ging ich schwarz über die Grenze nach West-Deutschland und von hier bei Passau über die deutsch-österreichische Grenze. In Wien verbrachte ich die ersten Tage in der Bahnhofsmission des Roten Kreuzes. Ich ging dann für zehn Monate nach Langenlais zu einem Weinbauern, um dann nach Wien zurückzukehren, wo ich meine Frau Christine kennenlernte. Heute noch leben wir in Wien, in der Stadt meiner Jugendträume.

Worte über Menschen und Gräber im russischen Wind Was da in diesen trostlosen Barackenlagern alles an Gedichten und Liedern verbreitet wurde, ohne Ursprung und Herkunft zu kennen, war Dichtung des Volkes im eigentlichsten und wahrsten Sinne, es war " Trost und Trauer" zugleich. Das nun folgende, 12 Strophen umfassende Gedichtwurde zur Melodie des "Wolga-Liedes" in allen Lagern gesungen: 461


Tief in Rußland bei Stalino

462

Tief in Rußland bei Stalino Steht ein Lager streng bewacht, Drinnen wohnen deutsche Menschen, Die man aus dem Banat gebracht.

Und Sind Und Und

die Lieben in der Heimat seit langem schon allein. die Kinder haben keinen Vater, jetzt auch kein Mütterlein.

Und die Herzen dieser Menschen Schlagen traurig, ernst und schwer, Möchten wieder nach der Heimat, Sehnen sich nach ihr so sehr.

Wenn sie dann mal leise fragen: " Wo sind den unsere Mütter hin?" Wird man ihnen weinend sagen: "Mußten all nach Rußland ziehn.

Für sie gibt es nur noch Arbeit, Oft im kalten, eisigen Wind. Müssen so ihr Leid ertragen, Weil sie deutsche Menschen sind.

Es vergehen Tag und Nächte, Monate und so manches Jahr, Und in diesem fremden Lande Bleichte sich mein blondes Haar.

Kennen nur noch Not und Plag, Niemals eine Herzensfreud'. Tragen Not und Sorgen schweigend Und ihr schweres, bittres Leid.

Sollte ich in Rußland bleiben, Sollt' ich hier begraben sein, Grüßt mir nochmals meine Heimat Und mein liebes Mütterlein.

Ihre Gedanken aber eilen Nach der Heimat immerdar, In der sie ihre Lieben haben, Wo es schön und herrlich war.

Alle haben doch die Hoffnung, Daß es einmal anders wird, Denn nach jedem schweren Winter Es auch einmal Frühling wird.

Wenn sie dann von ihnen sprechen Und vom einzigen, großen Glück, Ihre Herzen beinah brechen, Sehnen sich nach ihr zurück.

Auch für uns kommt mal die Stunde, Wo man uns entlassen wird, Dann gehts heim zu Euch, ihr Lieben, Oh, wäre das ein großes Glück!


TOTENBUCH - TOTENGEDENKEN

Das große Sterben der Bevölkerung von Billed im Zweiten Weltkrieg und in den Nachkriegsjahren In dem folgenden Namensverzeichnis sind unsere ums Leben gekommenen Angehörigen, Kameraden und Landsleute jeweils in der auf die Umstände ihres Todes hinweisenden Gruppe gereiht. Soweit konkrete Unterlagen vorhanden waren, konnten bei den Namen auch die Geburtsdaten und die Hausnummern des letzten Wohnsitzes in Billed vermerkt werden.

Gefallen im Zweiten Weltkrieg, gestorben in Gefangenschaft, in Anhaltelagern in und nach dem letzten Kriege, auf der Flucht, vermißt. Gestorben in der Baragan-Steppe. Wo immer in der Welt sie begraben sind, in ihnen ist !Jnsere Gemeinde erst ganz.

Wir neigen uns in Ehrfurcht vor ihrem Opfer 463


Als Soldaten gefallen, vermißt und verstorben 1939-1945 Ud. Name Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 ' 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50

Wendel Ballm ann J akob Braun Johann Braun Josef Breitenbach Jakob Bürger Ludwig Decker Ludwig Dilk Mathias Dittrich Josef Donawe ll J osef Enderle Peter Enderle Jakob Engrich Josef Engrich Anton Esch Johann Fischer J ohann Fischer Johann Fischer Mathias Fischer Heinrich Gängler Jo hann Gängler Peter Geiss Adam Gi lde Josef Gimpel Franz Glassen Jo hann Gross Josef Haberehrn Nikolaus Haas J ohann Hehn Johann Hehn Martin Hehn Mathias Hehn Johann Heinrich Nikolaus Heinz Johann Herbst Nikolaus Jobba Peter J obba Johann Kaplan Johann Kar! Johann Klein Nikolaus Klein Peter Krausser Johann Krogloth Jose f Krutsch Johann Lahni Nikolaus Laub J a~ob Mager Johann Mann Jo hann Mann Josef Mann Adam Maurer

H aus-

geboren

nummer

520 627 469 570 445 71 384 244 269 590 659 749 179 20 197 549 767 53 7 14 697 37 409 785 261 289 39 23 228 623 197 456 764 190 117 331 775 65 4 249 710 503 269 377 217 137 806 48 212 566 80 84

14. 12. 1910 27. 4. 1913 27. 6. 1905 22. 5. 1906 18. 10. 1910 30. 11. 1902 2. 8. 1909 ? 1906 4. 8. 1909 23. 9. 1919 25. 2. 1919 17. 10. 1911 29. 10. 1894 9. 1. 190 1 8. 9. 1920 28. 12. 192 1 10. 7. 1921 28. I. 1920 20. 1. 1920 1922 3. 9. 19 14 1. 4. 1906 7. 3. 1914 30. 7. 1924 11. 6. 19 19 1. 8. 1921 25 . 8. 1925 25. 10. 1914 21. 11. 19 17 30. 12. 1923 10. 1.1 9 17 24. 7. 19 19 4. 5. 1910 13. 11. 1919 17. 7. 21. 5. 4. 11. 22. 24. 22. 22. 8. 7. 17. 26.

11. 2. 7. 4. 5. 6. 11. 8. 5. 6. 8. 1. 10. 8.

1926 1920 1913 1928 1912 1910 192 1 1924 1923 1907 192 1 1925 1915 19 14

Ud. Name Nr. 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100

Johann Maurer Jo hann Mo litor Ferdinand Müller Jakob Mumper Peter Neiss Michael Neumann Nikolaus Ningel Mathias Noll Josef Otto Adam Pfeiffer Johann Pierre Peter Reiche! Michae l Reicher! Josef Reiter Peter Rieder Peter Rugel Adam Russ Johann Slawik Johan n Slawik Nikolaus Slawik Peter Schämer Emmerich Schmidt Mathias Schort je Franz Schultz Nikolaus Schu ltz Jakob Schwartz Johann Schwartz Jo hann Steiner Johann Steiner Robert Steiner Jakob Thöreß Johann Thöreß Kaspar Thöreß Wilhe lm Thöreß Jo hann Tinnes Nikolaus Undi Jo hann Weber Johann Weber Peter Weber Peter Weiss Franz Weiter Jakob Weiter Johann Wikete Jo hann Wilhelm Peter Wilhe lm Jakob Wohl Josef Wohl Josef Würtz Peter Zillich Niko laus Zimmer

Hiervon sind in der rumänischen Armee 16 Kameraden gefallen oder vermißt.

464

Haus-

geboren

nummer

302 539 103 378 126 496 665 9 676 132 346 79 1 449 460 189 631 5 18 163 313 620 734 233 723 33 704 325 319 86 392 450 204 399 190 166 5 10 747 401 67 1 82 95 743 72 787 264 569 105 105 638 455 529

30. 25. 24. 1. 28. 22. 2. 21.

8. 4. 5. 2. 9. 9. II . I.

II.

8.

17. 20. 11. 10. 10. 10. 15. 25. 28. 6. 21. 10. 15. 2. 5. 23. 28. 18. 10. 1. 29. 17. 6. 2. 1. 6. 13. 26. 5. 9. 18. 29. 1. 8. 6. 28. 22. 15. 30. 9. 9.

II.

1. 8. 8. 11. 1.

2. II.

6. 9. 7. 9. 7. 5. 7. 12. 7. 10. 11. 6. 5. 8. 8. 4. 5. 12. 4. 12. 8. 10. 10. 2. 2. II.

4. 7. 9. 3. 11. 7. 7.

1924 1915 1925 1908 1925 1918 1905 1921 1912 1923 1923 1924 1921 1921 1908 1920 1919 1924 1924 1923 1925 1924 1924 1908 1922 1923 1922 1908 1921 1920 1910 1926 1912 1911 1910 1921 1918 1921 1909 1914 1924 1923 192 1 1922 1920 1921 1925 1916 192 1 1914


Bei den Kämpfen um die Gemeinde Billed, bei einem Fliegerangriff auf die Stadt Temeswar, auf der Flucht und in Anhaltelagern sind die nachstehenden Billeder Frauen undMänneraus den Reihe n der Zivilbevölkerung gefallen oder verstorben: Ud. Name Nr. I 2 3 4 5 6 7 8 9

H ausNr.

Elisabeth Bo hn Jo hann Bohn Jo hann Braun Fi lip Braun Anion Götter! Elisabeth Götter! Michae l Hahn Susanna Kraußer Jo han n Linzer

144 349 299 747 858 858 415 269 298

geboren 8. 21. II. 14. 28. 8. 8. 3. 12.

5. 2. 9. 10. 6. 7. 5. 5. 4.

1887 19 10 1904 1862 1908 1894 1882 189 1 189 1

HausNr.

Ud. Name Nr. 10 II 12 13 14 15 16 17 18

Anton Mayer Adam Neumann Dr. Michel Ortinau Heinrich Sch aljo Attila Schmidt Peter Schwarz Hedwig Steiner Jakob Thöreß Dr. Hans Webe r

Durch Freitod aus dem Leben geschieden: Frau Katharin a Reiter [Ehefrau des Bürgermeisters]

637 602 229 224 233 462 429 180 295

geboren 10. 8. 20. 10. 5. 6. 4. 12. 22.

1. 12. 4. 6. 12. 6. 12. 2. 8:

1894 1872 1888 1897 1891 1901 1942 193 1 1900

Nr.

geb.

gest.

376

1896

1945

1945-1949 Während der Yerschleppung unserer Frauen und Männer zum Arbeitseinsatz in die Sowejtunion sind dort verstorben: Ud. Name Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38

Adam Alexius Jo hann Alexius Nikolaus Bier Johann Bohn Joscf Eicher! Jo hann E ngrich Jo hann Filippi Franz Freer Barbara Frauenhofer Nikolaus Frauenhofer Peter Gabernack Adam Gagstädter Nikolaus Gängler Peter Gilde Elisabeth Götter! Elisabeth Graf Michae l Groß Wilhelm Groß Josef Hahn Barbara Hahner Jo hann Hehn Anton Hell Peter Jung Anton Kilzer Peter Klein Peter Krauser Franz Krogkoth Jakob Lahni Peter Lahni J akob Laub Jakob Lauer Jakob Lichtfuß Elisabeth Linibach J osef Lauth Mathias Lorenz Josef Mann Johann Maurer Josef Merck

HausNr. 167 222 232 144 177 526 66 1 343 36 69 696 388 625 516 454 549 289 743 823 261 490 273 402 538 601 154 70 711 732 806 283 237 142 677 577 216 302 68

geboren 3. 5. 1905 11. 11. 1926 10. 3. 1899 25. 1. 1907 27 . 7. 1907 30. 1. 1900 25 . 4. 1905 10. 10. 190 1 17. 5. 1922 20. 2. 1917 25. I. 19 11 22. 7. 1903 16. 8. 1902 15. 4. 1901 30. 8. 19 13 2. 10. 1924 20. 12. 1899 2. 2. 1909 24. 7. 1905 30. 8. 1926 2. 4. 1905 22. 4. 1907 19. 5. 1901 8. 6. 1906 7. 5. 1899 23. 8. 1913 20. 6. 1901 3. 3. 1905 13. 5. 190 1 25 . 12. 1927 2. 8. 1899 14. 7. 19 14 18. 10. 1925 23 . I. 1904 8. 10. 1909 25 . I. 1901 2. 7. 1902 19. 3. 1904

Ud. Name Nr. 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 59 55 56 57 58 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76

Nikolaus Metzger Ferdinand Mrakitsch Adam Mumper Peter Mumper Michael Müller Nikolaus Müller Johann Neumann Josef Packi Stefan PortscheUer Peter Pfersch J ohann Ramacher Georg Rosani Peter Schackmann Peter Schämer Peter Scheer Jakob Schiller Mathias Schmidt Johann Schneider Nikolaus Schneider Johann Schortje Theresia Schort je Franz Slawik Katharina Slawik Nikolaus Slawik Johann Thomas Peter Tobi as Johann Thöreß Josef Thöreß Maria Thöreß Josef Steiner Kar! Steuer Jakob Uitz Nikolaus We iter Josef Werle Johann Wikete Mathias Werle Johann Wi ssenz Nikolaus Zimmer

HausNr. 675 173 511 544 45 22 614 182 522 594 408 146 26 734 678 722 490 484 262 702 64 694 163 311 370 559 401 399 190 338 746 168 587 389 787 267 274 4

geboren 12. 8. 29. 3. 27 . 4. 31. 12. 8. 4. 29. 24. 17. 19. 4. 19. 28. 26. 31. 3. 8. 10. 29. 3. 25. 3. 11. "19.

1899 1903 1903 1907 1906

4. 1900 7. 1903 1. 1899 10. 1900 2. 1905 4. 1900 10. 1903 3. 1900 1. 1905 3. 1905 8. 1905 11. 1903 2. 1916 10. 1916 7. 1922 7. 1905 3. 1923 2. 1905

9. 10. 1905 26. 6. 1906 25. 6. 1901 21. 3. 1921 22. 9. 1910 15. 2. 1899 10. 8. 1899 29. 11. 1900 20. 8. 1907 12. 4. 1926 9. 1. 1900 28. I. .1902 5. 2. 1899

465


1951-1956 Während der Zwangsumsiedlung aus Billed in die Baragan-Steppe sind dort folgende Billeder Frauen und Männer verstorben: Ud. Name Nr. 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 !5 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30

Ballmann Margarethe Ballmann Nikolaus Bauer Elisabeth Bauer Maria Billinger Jakob Billinger Johann Braun Katharina Buding Maria Eicher! Josef Franck Magdalena Franck Maria Gehl Anton Gehl E1isabeth Gilde Katharina Gilde Peter Hehn Peter Herbst Heinrich Hirsch Maria Huber! Barbara Jost Anna Jung Adam Jung Maria Kratochvill Anna Kratochvill Josef Krier Agnes Krogloth Johann Kuhn Elisabeth Lahni Katharina Lichtfuß Katharina Mann Elisabeth

HausNr.

geboren

562 476 47 47 548 373 306 111 523 321 321 186 186 468 217 472 170 59 89 299 402 402 372 372 476 377 216 459 125 398

1893 29. 9. 1882 8.11.1911 7. 11. 1886 14. 5. 1871 3. 7. 1901 10. 12. 1894 2. 5. 1898 17. 1. 1877 19. 8. 1903 26. 10. 1868 15. 1. 1873 2. 9. 1885 29. 12. 1871 4. 5. 1867 29. 6. 1902 9. 3. 1884 11. 11. 1873 5. 6. 1881 26. 2. 1876 9. 11. 1894 9. 4. 1877 24. 10. 1875 9. 5. 1869 31. 10. 1888 2. 1. 1885 20. 1. 1885 19. 7. 1891 18. 5. 1876 5. 1. 1890

Ud. Name Nr. 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59

Mann Johann Mann Maria Maurer Elisabeth Müller Johann Müller Maria Mumper Elisabeth Mumper Peter Neiß Katharina Neumann Johann Pierre Ing. Johann Reiter Nikolaus Renner! Josef Rieder Johann Schiller Wilhelm Schneider Karl Schwartz Katharina Seibert Magdalene Seibert Maria Slawik Agnes Slawik Franz Slawik Nikolaus Slawik Wendel Trendler Michael Weber Nikolaus Weiter Barbara Werhof Adam Wolf Jakob Würtz Peter Zimmer Agnes

HausNr. 566 129 231 236 236 49 378 390 78 346 460 59 307 242 397 435 309 309 229 113 172 223 96 241 397 49 359 383 339

geboren 31. 1. 1899 13. 10. 1913 27. 9. 1868 2. 11. 1892 9. 11. 1889 25. 7. 1908 3. 12. 1883 25. 10. 1926 22. 11. 1882 18. 1. 1886 14. 2. 1900 27. 3. 1904 9. 3. 1881 25. 7. 1895 26. 3. 1883 1899 15. 10. 1905 14. 10. 1877 26. 6. 1877 7. 8. 1881 15. 8. 1873 5. 7. 1870 24. 2 . 1872 30. 8. 1877 27. 7. 1883 21. 7. 1880 19. 1. 1879 3. 5. 1885 22. 2. 1893

Zusammenschreibung aller Opfer Anzahl der Personen 100 Als Soldaten im Zweiten Weltkrieg gefallen oder vermißt .... .... .. ... ....... ... .... . 18 Als Zivilpersonen durch Kriegseinwirkungen gefallen ..................... ...... ... ... . 76 In russischen Zwangsarbeitslagern umgekommen ..... ............................ ...... . 59 In der Baragan-Steppe als Deportierte verstorben ......... ............. ... .. ... .. ....... . 1 Durch Freitod aus dem Leben geschieden ...................................... .. ....... .. ... 254 Zusammen ..... ..... .... .............. ................................ ................... ..... ........ ... ... .

% 20

6 14,7 12,9

Somit kommen wir auf einen Prozentsatz von 8,5 %, den die Bevölkerung von Billed an Toten zu tragen hatte. Bei der Erfassung der in diesen Listen angeführten Toten haben mir die privaten Aufzeichnungen folgender Personen sehr viel geholfen: [In alphabetischer Reihenfolge], Frau Theresia Klein [234], Frau Elisabeth Pierre [346). Hans Neumann [614] , Peter Rieder [436). Johann Slavik [620] und Willi Slavik [195). Die Geburtsdaten der Toten stellte Landsmann Josef Herbst [117) zur Verfügung. Für diese letzte Ehrerbietung an unsere Toten wurde er von den Behörden in Billed gemaßregelt. Bei den vielen notwendigen Rückfragen und Klärungen von Einzelfällen mit den Hinterbliebenen, unterstützte mich mein Bruder Hans Klein [234] sowie ein alter Kamerad, der nicht genannt sein will . Ihnen allen sei hier im Namen der ganzen Gemeinde, im besonderen aber in dem der Hinterbliebenen, gedankt.

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Kamerad, wo bist Du? Die Gerechtigkeit erfordert es, uns zu fragen, wo sind diese jungen Menschen geblieben, bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg hingekommen? Nichts könnte das Schicksal der Jugend von Billed besser dokumentierten und veranschaulichen als das folgende Bild. Acht Kameraden der Jahrgänge 1919-1921. Von ihnen sind vier gefallen und vier haben den Krieg überlebt. Gefallen v. Ii. nach re.: Johann Fischer [549], im Westen gefallen, Adam Ruß [51 0], in Jugoslawien gefallen, Johann Mann [212], in Polen gefallen, Nikolaus Jobba [331], in Berlin gefallen. Jedes der vier Gräber liegt in einem anderen Land Europas! Die vier Kameraden, die den Zweiten Weltkrieg überlebten, sind ebenfa lls aufvier verschiedene Staaten, auf zwei Kontinenten, verteilt: Von links nach rechts: Johann Mann [474], USA, Franz Klein [234], Österreich, Johann Weiter [252], Rumänien, Josef Steiner [545], ER-Deutschland

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, ist gar nicht tot, er ist nur fern! Tot ist nur, wer vergessen wird.

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Gedächtnisstätte auf dem Sauerländer Friedhof Bereits in den 50er Jahren wurde auf dem Sauerländer Friedhof von beherzten Frauen und Männern ein Ehrengrab für die Opfer des Zweiten Weltkrieges, für die in Rußland und im Baragan verstorbenen Frauen und Männer, errichtet. Auf einem freien Grundstück wurde symbolisch für alle Billeder, die fern der Heimat ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ein gemeinsames Grab gewidmet. Die drei alten, eisernen Kreuze tragen je eine ovale, silberne Tafel, die mit den folgenden Jahreszahlen versehen sind: Von links nach rechts: 1941-1945 , Mitte: 1945-1949, rechts: 1951-1956.

Gedächtnisstätte auf dem Sauerländer Friedhof

Totengedenkstätte in der Kirche von Billed 1977 Im Rahmen der letzten Renovierungsarbeiten an der Kirche wurde im Jahre 1977 ein Totenmal für unsere Toten im Zweiten Weltkrieg und für die im Baragan Verstorbenen errichtet. Das Geld für dieses Vorhaben wurde in einer einmaligen Spendenaktion von den Billeder Landsleuten im Westen aufgebracht. Als Schutzpatron für unsere Toten wählten wir den Heiligen Johannes v. Nepomuk, den ersten Schutzpatron des Banates. Unter der Leitung von Jakob Slavik, Salzburg, und seinen freiwilligen Helfern aus Bi IIed wie: Frau Sieber, Hans Gallo, Nikolaus Georg, Hans Klein, Walter Riederund Adam Wagner konnte dieses Totenmal bis zum 9. Juni 1977, Fronleichnam, fertiggestellt werden. Die vier Marmortafeln wurden vom Obmann des Kirchenrates, Franz Krogloth, in Siebenbürgen, in einem Marmorsteinbruch besorgt. Die Messingrosetten und -knöpfe zur Befestigung der Marmortafeln und 468


zum Aufhängen der Kränze wurden in Salzburg gegossen und angefertigt. Ebenso kommt der sechsflammige Messingluster von dort. Die beiden Kerzenleuchter, die drei Blumenvasen und der Perserteppich wurden in Temeswar gekauft. Oberhalb der Marmortafeln ist rechts und links an der Wand zu lesen: "Die Heimat wird Euch nie vergessen " . Unten auf dem Sockel des Altars stehen die Worte: "Wir wollen beten für unsere Kriegsopfer" . Erwähnt sei auch noch, daß dieser Altar nm ein Provisorium darstellt und der für das Totenmal vorgesehene in Eiche Natur ausgeführt sein wird. Bis heute hat sich noch kein Meister gefunden, der diesen Altar nach den seit Jahren fertigen Plänen angefertigt hat.

Totengedenkstätte in der Kirche, Juni 1977. Die Namen unserer Toten sind im "Totenbuch der Donauschwaben" in Wien eingetragen und verewigt.


Die vier Lorbeerkränze wurden im Oktober 1977 in Wien angefertigt und noch im selben Monat in der Kirche aufgehängt . Ganz links, unter der Marmortafel für die in Rußland verstorbenen Frauen und Männer, hängt der Kranz mit der Schleife: Ihren Verstorbenen, die Überlebenden . Mitte links, unter der Marmortafel für die gefallenen Soldaten, hängt der Kranz mit der Schleife: In treuem Gedenken, die alten Kameraden. Mitte rechts, unter der Marmortafel für die Toten der Zivilbevölkerung hängt der Kranz mit der Schleife: In ehrendem Gedenken, die Gemeinde Billed. Ganz rechts, unter der Marmortafel für die im Baragan verstorbenen Frauen und M änner, hängt der Kranz mit der Schleife: Unvergessen, die Gemeinde Billed. Allen, auch denen, die hier nicht namentlich genannt sind, die aber am Zustandekommen dieser Totengedenkstätte mitgeholfen haben, sei herzliehst gedankt. Dank sage n wollen wir aber auch dem gesamten Kirchenrat von Billed sowie dem Herrn Pfarrer Ladislaus Dittrich für die ständige Hilfsbereitschaft und das große Entgegenkommen .

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Unsere Mütter Fast alles, was wir sind und haben, danken wir der Mutter, dem Inbegriff aller Liebe, Opferbereitschaft und Treue. Wenn wir der toten Helden gedenken, dann auch der Frauen in der Heimat. Unsere Mütter waren es, die uns in die Geheimnisse der Muttersprache einführten, die uns das erste deutsche Lied vorsangen und alle Mühen und Plagen der Kindererziehung auf sich nahmen. Ehre, Lob und Dank sei ihnen dafür gezollt, heute und immerdar. Viele, ja fast alle Billeder Frauen waren insofern am Krieg beteiligt, als sie Mütter, Frauen, Schwestern und Bräute eingerückter Soldaten waren. Die meisten von ihnen haben auch schon den Ersten Weltkrieg miterlebt Ihre, während der beiden Kriege mit viel Umsicht und Sorgfalt, mit Fleiß, Mühe und Ausdauer vollbrachten Taten, verhüteten den Zerfall der Familie und der Wirtschaft in der Heimat. Wenn wir also unserer gefallenen Soldaten sowie derer in Rußland und im Baragan Verstorbenen in tiefster Dankbarkeit gedenken, so wollen wir auch jene Frauen nicht vergessen, die in der Heimat mit glänzenden Beispielen bewiesen haben, daß die deutsche Frau ihrem Manne eine ebenbürtige Gefährtin war und ist.

Mutterhände Die Hände der Mütter sind makellos rein, sie wahren die Heimat und hegen das Haus und strömen des Lebens bejahenden Schein in jeder ihrer Bewegungen aus. Und Mutterhände sind groß im Verschenken der Güter des Herzens: der schimmernden Saat, sie tragen an ihren schmalen Gelenken die Last dieser Erde, den Ruhm und die Tat! Und Mutterhände sind Gnade und Glück, sie sind ihrer Seele sichtbares Kleid und nehmen die Welt aus dem Bösen zurück in das Licht ihrer Güte, zum Opfer bereit. Die Hände der Mütter sind niemals zu müd, die Schmerzen zu lindern, zu löschen den Brand, sie spielen der Liebe unsterbliches Lied auf den Saiten des Lebens, vom Leide gespannt. Klaus Günther

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Das Ende und der Anfang Vom Flüchtling und Heimatvertriebenen zum Neubürger 8. Mai 1945 In den ersten Jahren nach dem Kriege hatten wir Flüchtlinge und "Heimkehrer" aus der Kriegsgefangenschaft das Gefühl eines Provisoriums. Die gesamte weltpolitische Lage war eine unsichere. Man versuchte Zeit zu gewinnen. Arbeitsplatz, Wohnung, neue Heimat, Repatrüerungsfragen, Suchen der Angehörigen, Post und Nachricht aus der Heimat, Zusammenführung der Familie u. a. m., das waren die ersten Sorgen, die uns alle täglich bedrückten. Die ersten aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen ehemaligen Soldaten gingen schwarz, nur mit ihrem ersten und einzigen Ausweis, dem E n t I a s s u n g s s c h e i n , über die Grenzen in Richtung Heimat. Andere wieder, meistens Frauen mit ihren Kindern, kamen von dort über die "grüne Grenze" und berichteten über die Zustände in der Heimat. Ende der vierziger Jahre begann Johann Lamesfeld aus Hatzfeld mit einer Werbung für die Auswanderung der Volksdeutschen nach Frankreich. Der französische Regierungschef Robert Schurnano hatte den Nachkommen der ehemaligen Elsässer und Lothringer im Banat die Einreise und Ansiedlung in Frankreich gestattet. Acht Billeder Familien, die in Oberbrunn bei Ried i. I. untergebracht waren, ließen sich registrieren und wanderten nach Südfrankreich aus. Sie wurden in La Rouque sur Pernes in der Provence angesiedelt. Eine Lösung größeren Stils ist es aber nicht geworden, wenn man bedenkt, daß die Billeder Familien bis auf drei nach der wirtschaftlichen Erholung Westdeutschlands in die Bundesrepublik übersiedelt sind. Die anderen ließen sich im Elsaß bei Mühlhausen nieder. 1 Ende der vierziger Jahre trafen auch schon die ersten wegen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit aus Rußland entlassenen Billeder Landsleute im Westen ein. 1

Vgl. J . Lamesfeld: Von Österreich nach Frankreich. Die Banaler Aktion und Robert Schumann, Salzburg 1973. Schriftenreihe " Donauschwäbische Beiträge" , Band 60.

Acht strahlendglückliche Billeder Mädchen und Frauen aus Rußland kommend in Wien eingetroffen. Hier beim Roten Kreuz, nach der ersten warmen Mahlzeit, 1947. Von rechts nach links: Gilde Maria, Nr. 412, Magdalena Billinger, Nr. 373, Franz Klein, Nr. 234 (zur Begrüßung in der Heimat), Elisabeth Gilde, geb. Glaß, Nr. 409, Barbara Hahn , geb. Zimmer, Nr. 4, Katharina Seibert, Nr. 317, Katharina Büchler, geb. Pritz, Nr. 285, Katharina Schank, Nr. 728, Maria Schortje, geb. Eberwein, Nr. 539. 472


Im Jahre 1951 wanderte der aus der Kriegsgefangenschaft entlassene Nikolaus Schmidt mit seiner aus Rußland nach Österreich entlassenen Braut und späteren Frau Margarethe Seibert mit weiteren 500 Donauschwaben nach Brasilien aus. Anfang der fünfziger Jahre begann auch die amtliche Zusammenführung der Familien. Kinder, die jahrelang von ihren Eltern getrennt waren, trafen aus Billed und dem Baragan kommend im Westen bei ihren Eltern ein. [Braun, 306, Glaß, 451.] Andere Eltern zogen nach jahrelanger Trennung zu ihren Kindern nach Billed. Einzelne Gruppen aus dem Raume Ried i. I. und Grieskirchen strebten nach Westdeutschland. Andere wieder sahen eine Zukunftschance in Übersee. Viele von ihnen konnten sich auf verwandtschaftliche Bindungen stützen. So sind damals aus Ried i.l. folgende Billeder Familien in die USA ausgewandert: Mumper, Slavik, No II, Geiß, Laub, Mann jun. und sen., Groß, Blum, Schaljo und Keller. Aus dem Salzburger Land die Familien: Klaus, Raab und Kuhn. Zusammenfassend und abschließend können wir festhalten, daß bei Kriegsende rund 120 Personen, die aus Billed geflüchtet waren, im Westen von Österreich lebten. Zu ihnen stießen noch weitere 100 Personen, die aus der Kriegsgefangenschaft und aus Rußland entlassen wurden. Aus diesem "Wartesaal Österreich" wanderten die meisten nach Ost und West weiter. Heute leben noch 46 Billeder mit ihren Familien in Österreich. Die meisten von ihnen im Raume Salzburg, Ried i.l. und Wien.

DONAUSCHWABEN-WAPPEN Semper atque semper liberi ac indivisi Für immer frei und ungeteilt

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Beschreibung und Bedeutung des Wappens

Im oberen Feld des klassischen Wappenschildes hält ein sogenannter gestümmelter Adler, der an die abendländische Schutzpflicht der römisch-deutschen Kaiser im 18. Jh. für die Vorfelder des Reiches erinnern soll, seine Schwingen schirmend über das Wellenband der mittleren Donau, das den Wappenschild in zwei gleiche Hälften teilt. Zwischen Adler und Wellenband ist ·ein feiner Abstand, so daß der Adler nicht auf dem Wellenband aufsitzt. Der Adler ist bereits von Kaiser Karl d. Gr. im 9. Jh. als kaiserliches Wahrzeichen übernommen worden und seit dem 12.Jh. als Symbol für Kraft und Einigkeit deutsches Reichswappen. Im unteren Teil steht die wehrhafte Festung Temeschburg, Symbol der kaiserlichen, deutschen Wehranlage und Militärgrenze gegen die Türken, flankiert - links zwischen Festung und Donau - von der Sichel des abnehmenden Mondes - weltliches Symbol des Islams-, Zeichen der untergehenden türkisch-islamischen Bedrohung des Abendlandes im 17. und 18. Jh.; rechts -zwischen Festung und Donau - von der aufgehenden, leuchtenden Sonne, Symbol des Prinzen Eugen von Savoyen sowie für Sieg und Wiedererstarkung der westlichen und christlichen Kultur durch deutsche Besiedlung im 18. Jh. auf beiden Seiten der mittleren Donau vom Raabfluß in NW bis zum Eisernen Tor im SO, und der kaiserlichen Herrschaft am Mittellauf der Donau. Die Sonne, Wahrzeichen für Christus, der als Sonne der Gerechtigkeit und wahres Licht gepriesen wird, bedeutet gleichzeitig Erneuerung der christlichen Kultur des Landes im Donaubecken gegen Barbarei und den zurückweichenden Islam, ein Lichtpunkt für die Zukunft. Das Feld seitlich und unterhalb der Festung ist perspektivisch liniiert, das weist auf Ackerfurchen und den von den Donauschwaben kultivierten fruchtbaren Boden hin, den sie im 18.Jh. mit der Pflugschar urbar gemacht hatten. Die sechs Türme der Festung sind in diesem Wappen gleichzeitig Symbol für die sechs donauschwäbischen Hauptsiedlungsgebiete: 474


Südwestliches Ungarisches Mittelgebirge, Schwäbische Türkei, Slawonien-Syrmien, Batschgau, Banat, Sathmar mit KreischMieresch-Gebiet. Das Wellenband symbolisiert die Donau als Schicksalstrom des Neustammes, auf dem die Ahnen mit Ulmer Schachteln, Plätten, Zillen, die Donau-Fahrt unternahmen, und auf beiden Seiten ihres Mittellaufes -zum Teil im Verlauf der defensiven Militärgrenze als des Kaisers Grenzer - eine deutsche Landschaft schufen; von der Donau wurde auch der geographische Teil für den Stammesnamen genommen, während sein ethnischer Inhalt nicht dialektgeographischcn, sondern stammeskundlichen, siedlungsgeographischen, historischen, volkskundlichen Bezug hat und ein Terminus ist. Das Wappen zeigt die deutschen Nationalfarben schwarz - rot gold und die donauschwäbischen Stammesfarben weiß - grün; schwarz - rot - gold, Sinnbild des deutschen Einheitswillens und Farben des Deutschen Bundes, sind in das Wappen aufgenommen worden, weil sich die donauschwäbische Stammesgeschichte bis 1806 im Rahmen des römisch-deutschen Reiches vollzog. Weiß ist Symbol der friedlichen Gesinnung der Donauschwaben, grün als Farbe der Hoffnung und für das durch Aufbauarbeiten zur Komkammer gewordenen Neulandes ihrer Heimat. Das Gefieder des Adlers ist schwarz, Schnabel und Zunge rot, das Auge weiß. Goldfarben (in der Heraldik durch gelb dargestellt) ist die obere Hälfte des Wappenschildes, die den Adler trägt. Das Wellenband der Donau ist blau, weiß ist der Grund in der unteren Wappenhälfte, der die goldene Sonne und weiße Mondsichel trägt;· weiß sind die Mauem der Festung, ihre Dächer rot; grün ist das Feld mit den Ackerfurchen vor und seitlich der Festung. Die Seiten 'links' und 'rechts' sind - wie in der Heraldik üblichnicht vom Beschauer her zu sehen, ·sondern vom Ritter hoch zu Roß.

Urhebt·r dt:s Wap pt'ns Hans Diplich, Zeichnung Magdalena Kupp -Krumes.

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HEIMWEH Ich stand in Gottes Flur allein. Der Himmel strahlt' mir dunkelrot. Als in dem Abenddämmerschein Die Schwalbe heimwärts flog . Mit ihrem kleinen Flügel schlug Sie meine Seele träumend wach. In einem Weh wie Meeresflut Rief ich dem Vöglein nach : ,.Ach. nimm in deinem schnellen Flug Mein innig Sehnen all mit dir. Es brennt in mir wie Sonnenglut. Oh. Mutter. heim zu dir." Da hielt die Schwalbe kurze Rast Und hörte meinem Flehen zu. Drauf wandte sie sich voller Hast Und flog der Heimat zu . Noch lange stand ich wie gebannt Und sah dem lieben Boten nach . Als er in s Abenddunkel schwand. Das Herz mir schier zerbrach.

Klaus Hummel

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SIEBENTER ABSCHNITT

Billed In der Sozialistischen Volksrepublik Rumänien 1945-1980 Die Fremde lasse zur Heimat werden, Die Heimat nie zur Fremde.

Vorbemerkung zu Abschnitt sieben Als Verfasser dieses Buches fühle und kenne ich am besten die in dem folgenden Abschnitt aufscheinenden Mängel. Unsicherheit ist da, wo Unterlagen fehlen. In keinem der vorhergegangenen sechs Abschnitte treffen diese Worte mehr zu, als im letzten. Wir stehen jetzt mit der Aufarbeitung unserer eigenen Geschichte und die der Heidegemeinde Billedan der Schwelle des für uns so verhängnisvollen Jahres 1945 . Mit der Herausgabe dieses illustrierten Buches entsteht ein Gesamtbild unserer eigenen Vergangenheit, wie es bis jetzt noch nicht in dieser Art vorhanden war. Aus diesem Grunde sollen die letzten 35 Jahre in der Geschichte von Billed nicht unerwähnt bleiben oder gar fehlen. Die Aufgabe dieses Buches soll aber nicht sein, tiefer in die Ursachen der Umwälzungen der Nachkriegsjahre einzugehen. Vielmehr stammen die Beiträge im Abschnitt sieben ausschließlich aus Tatsachen- und Erlebnisberichten von Augenzeugen sowie aus Pressemeldungen der heimischen Zeitungen in Rumänien . Archiv- und Quellenmaterial wurden für den Abschnitt sieben aus Terminschwierigkeiten und Zeitmangel weder verwendet noch eingesehen. Die ebenfalls in Rumänien erschienene und von mir benützte Nachkriegsliteratur scheint im Literaturverzeichnis auf. Abschließend sei auch noch darauf hingewiesen, daß ich selbst im Jahre 1946 in Billed war und so Augenzeuge mancher Auseinandersetzungen und Ausschreitungen geworden bin. Bei der Niederschrift dieses Abschnittes habe ich mich bemüht, Selbst-Erlebtes, Selbst-Gesehenes und Selbst-Gedachtes nicht aus nachträglicher Sicht, sondern so darzustellen, wie ich es damals gesehen habe. 477


Das Schicksal der Deutschen in Billed in den ersten Nachkriegsjahren Abendrot - Franz Klein Das im März 1945 erlassene Bodenreform-Dekret richtete sich in erster Linie gegen die ehemaligen Angehörigen der Deutschen Volksgruppe, damit aber gegen die Volksdeutschen allgemein, da sie ja durch das Volksgruppengesetz im Jahre 1940 automatisch zu Mitgliedern der Volksgruppe erklärt worden waren. Das am 14. Juli 1946 verkündete Wahlgesetz schloß u.a. auch alle Mitglieder der ehemaligen Deutschen Volksgruppe vom Wahlrecht aus. Schlimmer noch als die gesetzlichen Diskriminierungen war die praktische Rechtlosigkeit der Deutschen. Die kommunistische Haßpropaganda führte in Billed zu Ausschreitungen, gegen die vielfach auch die wohlwollende Gendarmerie machtlos war. Das Agrarreform-Gesetz wurde mit seiner Veröffentlichung wirksam, doch setzte die tatsächliche Enteignung im allgemeinen erst im Herbst 1945 ein, da die Ernte laut Gesetz noch von den alten Besitzern eingebracht werden sollte. Da es in Billed nur wenig Rumänen, Serben und Bulgaren gab, die für eine Landzuteilung in Frage kamen, so mußten die Kolonisten aus dem Altreich, Dobrutscha, Bessarabien usw. herangeführt werden. Sie erhielten einen sogenannten "Eigentumstitel" und damit 9 Joch [5 Hektar] Feld. Die gesamte Enteignungsprozedur vollzog sich in Bi IIed nur selten in den geordneten Formen, wie sie das Gesetz vorsah. Die Mitglieder des Enteignungsausschusses setzten sich aus rumänischen Landarbeitern, Kolonisten und Zigeunern zusammen . Diese Kommission, in Billed hieß sie die "Knüppelkommission" , weil alle mit langen Knüppeln bewaffnet waren, zogen durchs Dorf und durchstöberten alle Häuser, Böden und Scheunen. Das Vieh, alle landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte wurden enteignet und den Kolonisten übergeben. Wenn sich ein Bauer, oft war nur die alte Bäuerin allein zu Hause, weigerte, die letzte Kuh oder Pferd aus dem Stall zu geben, so wurde sie einfach von der Menge niedergeschlagen. Öfter kam es zu größeren Auseinandersetzungen, bei denen deutsche Menschen schwer verletzt und auch verhaftet wurden. Nachdem das Vieh und die Geräte enteignet waren, wurde die Aufteilung des Bodens und der Gebäude auf die neuen Besitzer vorgenommen. Meistens hatten diese sich schon vorher auf eigene Faust in den ihnen genehmen Höfen und Häusern eingenistet. Bei der Neuverteilung der Felder bekamen auch deutsche Kriegerswitwen, nach gefallenen Soldaten der rumänischen Armee sowie Kriegsinvalide, 9 Joch Feld. Ab und zu gelang es auch einem Deutschen, ein Stückchen Feld zu erhalten. Viele versuchten auch, Grundstücke von den Rumänen oder Zigeunern zu pachten und um die Hälfte zu bewirtschaften. Durch die ständige Umverteilung der Felder erntete meistens nicht der, der gesät hatte, sondern ein Rumäne. Dagegen war einfach nichts zu machen. Nach dem vorläufigen Abschluß der Bodenreform, im Frühjahr 1947, wurden laut den veröffentlichten Zahlen im Komitat Timis-Torontal54.612 Grundbesitzer enteignet. Die Zahl des enteigneten Grundbesitzes betrug 205.607 ha. Einen Teil dieser Felder übernahm der Staat, der größte Teil wurde aber den Besitzlosen und Kleinbauern übergeben . Durch das AgrarreformGesetz wurde es möglich, eine gleichmäßige Landverteilung an alle Bürger des Staates, mit Ausnahme der Deutschen, vorzunehmen. In Billed wurden alle Grundbesitzer enteignet, auch jene, die nur ein halbes Joch Feld hatten . Nach dem Dekret-Gesetz Nr. 187 vom 23 . März 1945 und durch das Durchführungs-Reglement Nr. 4 vom 11. April1945 war es möglich geworden, alle rumänischen Staatsbürger deutscher Nationaltität [Abstammung], die der deutschen Volksgruppe angehört haben, entschädigungslos zu enteignen. Verschont blieben diejenigen Volk sdeutschen, die noch nach dem 23. August 1944 in den gegen Deutschland eingesetzten rumänischen Einheiten gekämpft hatten. In Billed wurden auch diese Männer enteignet! Später wurden auch die Häuser der Deutschen enteignet. In jenen Häusern, wo die Kolonisten mit Gewalt eingezogen waren, ging es nicht immer ohne Streit und Kampf zwischen den 478


beiden Parteien aus. In manchen Häusern hatte man die deutschen Hausherren aus ihrem eigenem Haus verdrängt und sie in andere umgesiedelt. Andere Kolonisten gaben sich mit einem Teil des Hauses zufrieden, so daß der deutsche Vorbesitzer mit seiner Familie in einem Raum seiner Wohnung, im Nebengebäude oder in der Sommerküche wohnen konnte. Das Fehlen der arbeitsfähigen deutschen Männer machte sich in vielen Familien sehr erschwerend bemerkbar. Besonders die Jahre 1946/ 47 waren richtige Hungerjahre. Viele alte alleinstehende Omas gingen mit ihren Enkelkindern auf die ab geernteten Fruchtfelder, um liegengebliebene Ären einzusammeln. Am Sonntag wurde dieses so mühsam erworbene Brot gebacken und anstatt Kuchen gegessen . Aus Zuckerrüben wurde Süßstoff gewonnen und als Zuckerersatz verwendet. Fleisch gab es überhaupt keines, als Ersatz dienten Kürbisse aus dem eigenen Hausgarten. Eine gewisse Besserung ergab sich durch die Gründung und Einrichtung des Staatsgutes mit dem Zentrum und der Verwaltung in Alexanderhausen. Dort fanden viele deutsche Arbeitskräfte, gleich nach der Bodenreform, Arbeit und Brot. In dem schon 1945 gegründeten Maschinenund Traktorenpark fanden ebenfalls einige deutscheMännereinen Arbeitsplatz. Der Sitz dieses Fuhr- und Maschinenparkes befand sich bis zum Jahresende 1949 im Hause des letzten frei gewählten Bürgermeisters Josef Reiter [376] . Anschließend wurde dieser Betrieb in die Mühle der Brüder Steiner verlegt, wo er sich auch heute noch befindet. Wie bereits vorher erwähnt, fanden auch in der wieder in Betrieb genommenen Hanffabrik viele Deutsche eine Anstellung. Handwerker, die einen Beruf erlernt hatten, fanden in den verschiedensten Fabriken und Betrieben in Temeswar Arbeit als Facharbeiter. Mitte Juli 194 7 wurden die führenden Nationaltaranisten verhaftet und nach ihrer Verurteilung wurde König Michael zur Abdankung veranlaßt. Am 30. Dezember 1947 war Rumänien Volksrepublik. Damit war der Weg für eine systematische Umgestaltung und Neuordnung des gesamten rumänischen Wirtschaftslebens im bolschewistischen Sinne frei . In Billed wurde am 26. Februar 1950 die "Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft 8. März" gegründet. Der Sitz dieser Genossenschaft war in den Häusern von Johann Wolf [359] und Adam Rieder [360] untergebracht. Viel später ließ die Kollektivgenossenschaft neue und größere Wirtschaftsgebäude westlich der Bahnlinie errichten [Kolchos]. Die aus der Kriegsgefangenschaft und aus den sowjetischen Arbeitslagern heimgekehrten Frauen und Männer sowie die inzwischen herangewachsenen Jugendlichen fanden vielfach in der neuen Kollektivwirtschaft ihren Arbeitsplatz. Auch die Rumänen traten zum Großteil freiwillig dem "Kollektiv" bei und waren froh, aufdiese Art ihr vom Staat erhaltenes Feld wieder los zu werden. Sie hatten sehr bald erkannt, daß man mit dem Besitz von 9 Joch Feld noch lange kein wohlhabender Bauer sein kann . Andere wieder, die in der Lage waren, ihr Feld zu bewirtschaften, weigerten sich, dem " Kollektiv" beizutreten. Im Laufe der Zeit hat es genug Mittel und Wege gegeben, um sie von " ihrem Vorteil" zu überzeugen . Deutsche Handwerksbetriebe und Geschäfte arbeiteten nach dem Kriege ungestört weiter. Erst im Jahre 1948 und auch noch später wurden sie von der allgemeinen Bolschewisierung des rumänischen Wirtschaftslebens erfaßt und verstaatlicht. Durch die am 1. September 1948 erfolgte Gründung der Station für die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie durch die am 26. Februar 1950 gegründete "Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft 8. März" hörte in Billed jede freie Privatwirtschaft auf. Bei der Gründung der Billeder Kollektive schlossen sich 51 Familien mit 290 Hektar Feld zusammen. Unter ihrem Vorsitzenden Nikolaus Eichert und Brigadeleiter Jakob Seiler wurde das Kollektiv in Anerkennung ihrer wirtschaftlichen Leistungen mit der höchsten Auszeichnung, dem Arbeitsorden 1. Klasse, ausgezeichnet. An dem Erfolg waren natürlich alle Bauern beteiligt, darunter besonders Peter Leidecker, Michael Mutter, Schwendner und Rollinger sowie Buchhalter Josef Bieber. Damals zählte das Kollektiv Billed bereits 888 Familien, deren Grundvermögen einen Wert von 10 Millionen Lei repräsentierte. Sehr wesentlich trug auch die Tätigkeit des Tierarztes des Kollektivs, Dr. Franz Haupt, zu diesem Erfolg bei. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, daß die Mitglieder des Kollektivs sehr intensiv mit landwirtschaftlichen Vor479


trägen bearbeitet wurden, zu denen auch die älteren Bauern, also die alten "Hasen", erscheinen mußten. Man lernt eben nie aus! Im Kulturheim, im ehemaligen Großen Wirtshaus, betätigte sich unser Landsmann Wilhelm Weber, der auch die rund 3000 Bände umfassende Bibliothek betreute. Im Jahre 1957 wurden 24 komplette Volksmöbei-Einrichtungen, 40 Küchenmöbelgarnituren, 50 Rundfunkapparate und 12 Motorräder von den Einwohnern in Billed gekauft. Leider geht aus dieser Statistik nicht hervor, wer die Käufer waren. Registrierte Rundfunkteilnehmer gab es damals 390, was bedeutet, daß nur in jedem dritten Haus ein Radioapparat stand. Die 300 Fahrradbesitzer waren ausschließlich Deutsche, deren " Drahteseln" hauptsächlich der Marken: Neumann, Dürkopp und Exelsior angehörten und aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammten. Auch Waschmaschinen waren damals in Billed keine Seltenheit mehr, sie wurden alle aus dem Ausland importiert. Zu den tüchtigsten Kollektivbauern zählten damals Johann Schwendtner und Nikolaus Schämer.

Die Zwangsverschleppung von 175 Billeder Familien in die Baragan-Steppe 1951-1956 Die seit 1949 ständig verschärfte Kollektivierungs-Kampagne in der Landwirtschaft, die auch andernorts in Rumänien auf Widerstand gestoßen war, hatte im Banat und auch in Billed unter den Feldbesitzern, im Winter der Jahre 1950/ 51, zu regelrechten Unruhen geführt. Die im Juni 1951 fast schlagartig einsetzenden Evakuierungen erfaßten alle Landgemeinden eines 35-50 km breiten Gebietsstreifens entlang der rumänisch-jugoslawischen Grenze. Die Aktion war sorgfältig vorbereitet und folgte im wesentlichen dem Schema der Deportation von 1945. In den vor dem Zweiten Weltkrieg fast rein deutschen Bauerndörfern der Banater Heide war der Anteil der Deutschen unter den Deportierten ganz besonders hoch. Aus Billed allein wurden 175 deutsche Familien verschickt. Für das gesamte Banat wird die Zahl der im Juni 1951 umgesiedelten Deutschen mit 40.000 angenommen. Von einer Beschränkung auf die Deutschen, wie das im Jahre 1945 der Fall war, konnte jedoch keine Rede sein. Die Baragansteppe wurde nicht nur das Ziel der Deportationen aus dem jugoslawisch-rumänischen Grenzgebiet, sondern auch der Sammelort für alle Kategorien von "Staatsfeinden " in Rumänien. Dazu gehörten alle Angehörigen der Vorkriegsparteien, der Vorkriegsarmee, "Kapitalisten" aller Schattierungen, wie Grundbesitzer, Kaufleute, Aristokraten, Unternehmer, Fabrikanten, Angehörige der ehemaligen Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS, sehr viele Bauern, die das hohe Abgabensoll nicht erfüllten und nicht zuletzt die Opfer der Reinigungen in der Kommunistischen Partei waren . Genauso wie die deutschen Dörfer wurde auch das bulgarische Altbeschenowa und besonders die zahlreichen serbischen Gemeinden in der Grenzzone von der Evakuierung erfaßt. Ungarn und Tschechen wurden ebenso wie eine große Anzahl rumänischer Kulaken, ja sogar ein Teil der neuangesiedelten Flüchtlinge aus Bessarabien und der Bukowina, von den Umsiedlungen betroffen. In dem Wörterbuch von Dr. H . Tiktin I. Band A-C, auf Staatskosten gedruckt und im Jahre 1903 in Bukarest erschienen, wird die Baragan-Steppe noch folgendermaßen beschrieben : Baraga n : Größere, dürre Ebene im Distrief Jalomita zwischen Fluß Jalomita und Donau. Dient ähnlich wie die Lüneburger Heide fast ausschließlich als Viehweide. 4RO


Fünfzig Jahre später war dieses " Baragan" nur noch ein Sammelbegriff für ein großes Netz von Zwangsarbeitslagem, das etwa 20 Einzellager um faßte und sich über das ganze Gebiet nördlich der Bahnstrecke Bukarest-Konstanza erstreckte. Nach dem Plan der Bukarester Regierung sollten in der Baragan-Steppe etwa 100 Siedlungen entstehen. Das Gelände war bereits planmäßig ausgemessen und parzelliert, als die Umgesiedelten dort eintrafen. Also von langer Hand vorbereitet! Aus dem nun folgenden Augenzeugenbericht unseres Landsmannes Hans Pilli, erfahren wir die gesamte Tragik dieser Baragan-Aktion. Es ist ein einmaliges Dokument unserer Zeitgeschichte. Es wäre wünschenswert, daß uns auch von anderen Dörfern im Baragan, in denen Billeder angesiedelt wurden, ähnliche Berichte zur Verfügung stünden, die das Schicksal der dort untergebrachten Menschen beleuchteten.

Tausende von Familien der Willkür eines unmenschlichen Systems preisgegeben Der Zwangsaufenthalt eines Teils der Einwohner der Banater Gemeinde Billed in Olaru/ Baragan von 1951 bis 1956 Hans Pilli Nachdem die letzten der im Jänner 1945 in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit Deportierten nach fünf Jahren Wiederaufbauarbeit in ihre Heimatdörfer heimgekehrt waren , bahnte sich bereits wieder neues Unheil für viele in der Grenzzone zu Jugoslawien wohnenden Menschen an. In den Hausbesuchen durch' Offiziere der Miliz, die Registrierungen vornahmen, Personalausweise kontrollierten und in diesen Vermerke anbrachten, sah man zu Recht die ersten Vorbereitungen zu neuen unguten Aktionen gegen einen Teil der Einwohner unserer Gemeinde. Hinzu kam , daß das Verhältnis zu Tito-Jugoslawien immer gespannter wurde. Es dürfte auch das auslösende Moment gewesen sein, als bei ihrem Tiefstand die Aktion im Juni 1951 anlief. Die Nacht vom 17. auf den 18. Juni 1951 , zwischen 3 und 4 Uhr, wurde uns dann die " Stunde der Wahrheit". Was bis dahin immer wieder als Gerücht aufgeflackert war, wurde nun traurige Wirklichkeit. Schon tags zuvor traf Militär und Miliz in unserer Gemeinde ein, Angst und lähmendes Entsetzen breiteten sich aus. Zu nachtschlafender Zeit begann die Aktion, überraschte man die Menschen, drang mit schußbereiten Waffen in die Höfe ein und forderte, mit den Gewehren an den Türen der Wohnungen polternd, die überrumpelten Einwohner auf, sogleich aufzumachen. Den völlig Verdatterten und Verängstigten verschlug es die Sprache, als man ihnen befahl, sofort mit dem Packen des zum Leben Notwendigsten zu beginnen und zum Abtransport innerhalb von zwei Stunden auf dem Bahnhof zu sein. Einen Widerstand gegen diese bewaffnete Macht konnte man nicht erwarten. Man hatte den Jänner 1945 noch nicht vergessen. Man beugte sich also der Gewalt und befolgte die Befehle so rasch man nur konnte. Auch an Flucht war unter diesen Umständen nicht zu denken , wie der Schreiber dieser Zeilen erfahren mußte. Bei dem Poltern an den Türen sprang er durch ein Fenster auf der anderen Seite des Zimmers und floh durch die Gärten bis zu Verwandten, wo es ihm gelang, sich in einem Hanfhaufen zu verbergen. Nachdem es Tag geworden war, hörteich unsere Verwandten im Garten im Gespräch mit den Nachbarn . Als sie mich nach meinem Anruf aus meinem Versteck erkannt hatten und näher kamen, sagten sie, ich solle mein Versteck doch verlassen, denn es ginge diesmal nicht nur um Einzelpersonen, sondern die gesamte Familie der Betroffenen müßte packen und zum Verladen zum Bahnhof. Auch sie müßten fort und seien bereits beim Kartoffelausmachen und dem Bereit481


stellen von anderem Gemüse für den Abtransport nach Unbekannt. (Der Ehemann dieser Frau war erst vor einem Jahr aus der Sowjetunion gekommen. Auch er ist im Baragan gestorben.) Es war also diesmal keine der des öfteren durchgeführten Razzien nach Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS, sondern eine Aktion ganz anderen Charakters. Als ich zu Hause ankam, waren meine Frau und die Eltern schon mit dem Packen und den Vorbereitungen für die Abfahrt beschäftigt. Durch einen die Vorbereitungen kontrollierenden Leutnant, der gerade vorbeikam und mich scherzhaft fragte, wo ich denn gewesen sei, meinte dann, als er mir zugehört hatte, wir sollten nur in den Vorbereitungen weitermachen, da wir heute noch zum Verladen auf den Bahnhof müßten. Natürlich konnte nicht alles mitgenommen werden bei dieser Nacht- und Nebelaktion. Dadurch bot sich den zurückbleibenden Kolonisten erneut Gelegenheit, sich das eine oder andere vom verbleibenden Hausrat anzueignen . Besonders aktiv bei dieser Nachlese war der damalige Bürgermeister, der Waggonladungen an Möbeln und sonstigem Hausrat an seine Verwandtschaft versandte. Neider brachten ihn dann zu Fall und er landete sogar im Gefängnis. Verschont von dieser Aktion blieb die große Mehrheit des vormals zu den Häuslern zählenden Teils der deutschen Bevölkerung. Mitgehen mußten jedoch auch die vor den Sowjets aus Bessa rabien geflohenen Rumänen. Sie zählten dort auch meistens zur besitzenden Klasse und galten als regimefeindlich. Daß bei dieser Verschleppungsaktion auch alte Menschen und Kinder nicht verschont blieben, beweist, wie rücksichtslos die neuen Machthaber waren. (Wir hatten, um nur einen Fall anzuführen, die beiden Braun-Kinder, die mit der Großmutter deportiert wurden, wo jene an Typhus gestorben ist. Der Vater der Kinder blieb nach der Gefangenschaft in Deutschland, die Mutter landete nach der Zwangsarbeit aus der Sowjetunion kommend in der ERDeutschland.) Die so aufs neue Heimgesuchten mußten innerhalb einer bestimmten Frist mit ihren in aller Eile zusammengerafften Habseligkeiten am Bahnhof sein. Dort sah es aus, als solle der ganze Ort verschickt werden. Die Straßen und Wege am Bahnhof und dem Neugässer Friedhof waren gedrängt voll mit Menschen und gelagertem Hausrat. Unzählige bespannte Bauernwagen, aufgerüstet mit Stangen wie zur Erntezeit und vollbeladen mit allen in Eile zusammengerafften Sachen wie Betten, Tische, Stühle, Schränke, Kochherde, Lebensmitteln. Brennmaterial, Säcke mit Mehl, Tierfutter, Tiere wie Milchkühe, Schweine und Geflügel, auch landwirtschaftliches Gerät waren überall zu sehen. Es waren Güterwaggons, in welche die Leute mit ihren Habseligkeiten verladen wurden. Alle waren wir von der Ungewißheit geplagt, wohin man uns bringen wird. Zum Abtransport der Billeder waren einige Güterzüge notwendig. Mit jedem Transport ging auch entsprechend viel Bewachung mit. Bei der Abfahrt sah man in einer gewissen Entfernung von der Bahnlinie aus die daheim verbliebenen Landsleute der oberen Neugasse, welche zu Hunderten die Geleise säumten und den Vorbeifahrenden mit Tränen in den Augen Grüße nachsandten. Die Fahrt wurde kaum unterbrochen, und bei den wenigen Aufenthalten an einigen Städten im Altreich sah man auch Rotkreuzschwestern im Dienste der Nächstenliebe, welche Erfrischungen anboten, auch Milch für Kleinkinder. Wir fuhren in Richtung Temeswar, Lugosch, dann über Orschowa und Turnu-Severin nach Altrumänien über Bukarest bis Calara§i, einer kleinen Hafenstadt an der Donau, der östlichen Grenze der sehr fruchtbaren Baragan-Ebene. Hier waren wir an unserer Endstation angelangt. Es war noch dunkle Nacht, als man uns an die Entladerampe rangierte und uns zum Entladen aufforderte. Als der Morgen heraufdämmerte, waren wir bereits an der Arbeit. Man trieb uns zur Eile an, die Verladerampe war aber nicht sehr lang, sie reichte nicht zum gleichzeitigen Entladen des ganzen Transports, und durch das Verschieben kam es zum befürchteten Durcheinander, den die zur Hilfe herbeizitierten Rumänen mit ihren Pferdegespannen entsprechend "nützten" und einigen unserer Landsleute auf diese Art begreiflich machten, wo man sich befand. Man bestahl uns. Es nahm schon einige Zeit in Anspruch, bis man die zerlegten und auseinandergenommenen Bauernwagen wieder fahrbereit, die Pferde vorgespannt, das Mitgebrachte aufgeladen , die Familienmitglieder aufgesessen und sich die Wagen mit den am "Schrage!" angebundenen Kühen in nördlicher Richtung in 482


Bewegung setzten. Die Kolonnen des Elends durchfuhren noch einige Orte, ehe es dann von Rosetti in die Ebene hinausging. Mit Lastautos und Pferdewagen brachte man uns nach dem noch 6 km entfernten Ort unseres Bleibens. Wer gehofft hatte, daß man uns in festen Unterkünften, schlimmstenfalls aber in einem Barackenlager unterbringen wird, sah sich arg getäuscht. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sah es wie auf einem großen Feldlager aus. Schon vor uns eingetroffene Transporte aus Hatzfeld, Marienfeld, Neupetsch [Ulmbach], Großjetscha, Keglewitsch, Königsgnad (Tirol), Neusiedei und den Rumänen aus dem südlichen Banat, lagerten schon in dieser Senke. Im bereits schnittreifen Getreide waren Parzellen markiert: Plätze zum Hausbau mit den zugehörigen Gärten . Unsere erste Sorge war, einen solchen Platz zu finden, wenn möglich mit Nachbarn aus dem gleichen Ort. Hochsommerliche Temperaturen ließen vor allem das Besorgen des täglichen Trinkwasserbedarfs zu einem Problem werden. Die zwei vorhandenen gegrabenen, etwa 5 Meter tiefen Brunnen reichten bei weitem nicht, um den Bedarf zu decken . Durch Intervenieren bei den dauernd herumpatrouillierenden Gendarmeriewachen wurde erreicht, daß Tankwagen Trinkwasser heranbrachten . Größere Schwierigkeiten bereitete allen das Übernachten im freien Felde. Es waren Kinder da und alte Menschen, denen man dieses Nomadenleben, diese Strapazen nicht lange zumuten konnte. Mit dem Wetter hatten wir Glück, es war ein niederschlagsarmer Sommer und ich erinnere mich nur an einen Regentag. Das vorhandene Getreide auf der uns zugewiesenen Parzelle war die einzige Ernte von nicht eigener Aussaat, welche- zu Garben gebunden- zum Abdecken " unserer" Erdgruben verwendet wurde. Das Ausheben dieser begann schon in den ersten Tagen nach unserer Ankunft. Das Erdloch, fünf bis sechs Meter in der Länge, zwei Meter breit, 1,50 Meter tief, sollte die etwas verbesserte erste Unterkut:Jft in dieserneuen Umwelt sein. Das notwendige Rundholz zum Abdecken der Erdgruben lieferten die als Windschutzstreifen angelegten Akazienpflanzungen . Es war die einzige Möglichkeit, sich das Gebrauchte zu verschaffen, da, soweit der Blick reichte, kein Wald zu sehen war. AufMonate sollten diese Erdhütten den in ihnen Hausenden einigen Schutz gegen die Unbillen des Wetters bieten. Schon nach den ersten so genutzten Wochen wurde es notwendig; sich um einen Verdienst umzusehen . Arbeitsmöglichkeiten fand man auf dem Staatsgut in Rosetti. Traktoristen und Landmaschinenmechaniker wurden gebraucht. Eine große Bewässerungsanlage, die im Entstehen war, benötigte für die Dammbauten Handarbeitskräfte. An den Pumpstationen an der Donau (Borcea) wurden Mechaniker und Handwerker gebraucht, ebenso wurden Pferdegespanne beim Dammbau zum Transport von Zement, Kies und Sand eingesetzt. Die meiste Handarbeit brauchte man aber auf den großen mit Baumwolle angebauten Flächen. Bei unserer Ankunft waren es noch Hackarbeiten. Beim Abernten dieser Kulturen wurden sehr viele Erntehelfer benötigt, die im Taglohn arbeiteten. Die Verdienste waren gering, aber diese Arbeiten hatten einen nicht zu verachtenden Vorteil: eine kurze Zeit später errichtete Brotausgabestelle machte die Herausgabe von 500 g Brot davon abhängig, ob man nachweisen konnte, daß man an einer der genannten Arbeiten beteiligt ist. Das nächste, was von den von diesem Unglück Heimgesuchten verlangt wurde, war, mit dem Bau der Häuser zu beginnen. Der Großteil der Verschleppten konnte es noch immer nicht glauben , daß das Unrecht, das man uns antat, das Weltgewissen nicht zum Handeln zwang. Tausende von Familien waren der Willkür eines unmenschlichen Systems preisgegeben. Man drängte uns also, mit dem Bauen anzufangen, auch mit dem Hinweis, daß ein Überwintern in diesen Erdlöchern in dieser Region nicht möglich sei. In dieser Zeit gelang es uns, so ungefährlich war das nicht, unsere Kinder noch zum Schulbeginn im Herbst durch eine uns bekannte Rumänin zu einer Tante nach Billed zu bringen. Sie konnten dort bis Ostern 1952 bleiben. Die Miliz brachte sie damals wieder zurück nach Cälära§i, wo wir sie in Empfang nehmen konnten. Im August hub also ein großes Bauen an. Die Baupläne mit den angegebenen Maßen eines Ein- oder Zweifamilienhauses wurden den Leuten bekanntgegeben . Die Häuser wurden mit aus Erde gestampften Wänden errichtet. Zu diesem Zwecke waren nur einige Bretter und Stangen notwendig. Diese und die Fenster und Türen sowie das Holz für die Zimmerdecke und den 4R3


Dachstuhl war aber auch alles, was man uns zur Verfügung stellte. Sonst war ja alles bereit, nämlich Arbeitskräfte und das Rohmaterial, Erde. Das Problem Wasser, das man zum Anfeuchten der Erde brauchte, löste jeder selbst, indem man sich einen Brunnen, vielleicht zusammen mit Nachbarn, aushob. In kurzer Zeit verwandelte sich der ganze Ort in eine große Baustelle. Es sah fast wie nach Wettbewerb aus, die Leute trieben auf diese Weise einander gegenseitig zu erhöhten Leistungen an. Die Tage, damals die längsten des Jahres, nicht nur nach dem Kalender, wurden bis zu 14 Stunden und länger genutzt. Beim Heraufdämmern des neuen Tages waren die meisten schon bei der Arbeit an ihren eigenen Baustellen, doch dann eilten sie zu den Arbeitsplätzen, um dort das zum Leben Notwendige zu verdienen. Baumeister Weber aus Ulmbach und Bürgermeister Fürbacher aus Mehadia, die hierbei ihren Schicksalsgenossen mit Rat und Tat zur Seite standen, verdienen dankbare Anerkennung. Sie waren viel unterwegs, gaben Anleitungen und fanden für Rat suchende Landsleute immer eine Lösung. Es vergingen Wochen und Monate, bis man die ersten beim Aufbau eines Dachstuhls sah. Es war Hoffmann Mathias aus Neupetsch, Zimmermann von Beruf. Es war schon eine richtige Schinderei. Alles half mit, alle plagten sich, die Menschen standen, nur mit einer Handvoll Schlaf, alldies durch. Die meiste Arbeit geschah, wie schon erwähnt, vor und nach der regulären Arbeitszeit, an den Wochenenden und an Sonntagen. Und es war schon ein Ereignis von besonderer Bedeutung, als man im Spätherbst in die noch längst nicht trockenen Häuser einzog. Es überkam einen damals schon ein Gefühl der Geborgenheit, wenn man bei Regenwetter unter dem schützenden Schilfdach nach draußen sah, wo grundlose Wege entstanden und alles im Morast zu versinken drohte. Und so geschah das Wunder: es waren mehr als ein halbes tausend Häuser auf diese Art entstanden! Die Menschen konnten den ersten Winter unter einem selbsterbauten, schützenden Dach verbringen. Die Voraussagen über die Winter in dieser Region, über Schneestürme und Kälte bestätigten sich schon bald. Es tobten Stürme von einer Gewalt, daß man nachher staunen mußte, das es die Dächer nicht wegriß. Schneeverwehungen gab es von einigen Metern Höhe, auf den Speichern entstanden die schönsten Winterlandschaften. Der bis zu einem halben Meter hohe Schnee mußte schnellstens heruntergeschafft werden, sollte nicht durch sein Auftauen größeres Unheil entstehen. Unseren Nachbarn Huniar, ein Marienfelder Landsmann, mußten wir freischaufeln! Stürme von solcher Heftigkeit wie er dem sogenannten "Crivaf', einem typischen Ostwind, eigen ist, kannten wir aus dem westlichen Banat noch nicht. In der Nähe der Häuser entstanden im Windschatten meterhohe Schneeverwehungen. Der Sturm wirbelte den Pulverschnee herum, als wäre es Dampf in einer großen Waschküche, der jede Sicht versperrte. Da mit der Schlechtwetterperiode im Spätherbst die landwirtschaftlichen Arbeiten aufhörten und nur jene, die in Dauerstellung waren, weiterverdienen konnten, war für einige das Körbemachen aus Weiden und das Besenbinden aus Sirokreis ein gesuchter Broterwerb im Winter. In diese erste Übergangszeit fiel auch die Währungsreform . Hunderte von Landsleuten konnten nicht einen einzigen Lei umtauschen und mußten statt diesem Stockhiebe einkassieren. Viele verloren ihre gesamten Ersparnisse. Der ehemalige Marienieider Dreschmaschinenbesitzer Dörner verlor auf diese Weise 100.000 Lei. Der Schreiber dieser Zeilen, dem man für zwei Monate Maurerarbeit in neuer Währung auszahlte, konnte mit diesem Verdienst 2 Dupla, also etwa 40 kg Brotgetreide kaufen. Das Schneiden von Weiden (zum Körbemachen) auf einer Donauinsel für den Trust (11. Juni) brachte den Billedem J. Thöres und mir nochmals etwas Geld zum Unterhalt ins Haus. Bei der ersten Lieferung von Körben machte man uns auf eine weitere Verdienstmöglichkeit aufmerksam: auf das Lieschenmattenweben, d. h. die dort von dieser Wasserpflanze hergestellten Rogojins. Zum Anlernen hatten wir in dem nahegelegenen Rosetti Gelegenheit. Die Genannten machten sich dann eines Tages gemeinsam mit ihren Freunden auf den Weg nach dem 6 km entfernten Rosetti. Die Lehrzeit war nicht gerade ermutigend. Die Fingerfertigkeit der Leute an den Webstühlen in diesem sog. Atelier- sie praktizierten diese Arbeit von Kindheit an 484


-war enorm. Es war, je länger man den Leuten auf die Finger sah, eher entmutigend als umgekehrt. Auch das Spinnen des "Zettels" machte uns Schwierigkeiten. Außerdem hatten die Leute auch gar kein Interesse daran, ihre Konkurrenz auch noch selbst anzulernen . Ihre Tagesleistung bestand in einer Matte von 260 cm Länge und 160 cm Breite. Als Vergleich: 1 kg Brot kostete damals 2 Lei, und für eine Matte bekamen sie 9 Lei als Entgelt. Diese Matten wurden in der Hauptsache zum Abdecken der Frühbeete im Gemüsebau verwendet. Wir ließen uns trotz der Anfangsschwierigkeiten nicht entmutigen und machten weiter in diesem neuen " Beruf", durch welchen im Laufe der Monate und Jahre mindestens ein halbes Hundert Landsleute über die Wintermonate zusätzlich einiges hinzuverdienen konnten. Hinzu kam noch das maschinelle Besen binden. FünfBesenbindemaschinen stellte uns unsere Firma zur Verfügung. Das Modell zum Nachmachen stellte der aus Marienfeld stammende Landsmann Müller zur Verfügung. Das Fertigen wurde dann zu einer Domäne der Billeder, nachdem der einzige Rumäne das Gerät, das er erhielt, wieder zurückgab. In der Folgezeit wurden dann zur Deckung des Bedarfs an Rohmaterial 50 Hektar(!) Sirok angebaut, für deren Bearbeitung und Abernten wieder Arbeitskräfte gebraucht wurden. Auch das Schneiden und Bereitstellen eines Vorrats an Lieschen aus den Donauniederungen gehörte zu unseren Verdienstmöglichkeiten. Als Heimwerker steigerten wir unsere tägliche Leistung bis auf 5 Stück je Tag, wobei die ganze Familie bei den Vorbereitungen des Materials mithalf. Gewebt wurde bereits an zwei Stühlen, manchmal bis zu 14 Stunden am Tage. In der Hauptsaison, d. h. während des Winters, wenn sich auch noch andere Familien zu dieser Arbeit bereitfanden, sah man an manchen Liefertagen hochbeladene Wagen wie zur Erntezeit daheim. Bis zu 80.000 Lei konnten so monatlich an diese Familien ausgezahlt werden. Auch andere Begünstigungen kamen noch hinzu, so z. B. Petroleum für die Beleuchtung der Wohnungen während der langen Wintermonate (Petroleum war damals in Olaru eine Mangelware). Während dieser Zeit gab es noch geringe Möglichkeiten, Ackerland zu pachten, da durch die Kollektivierung noch nicht alles Feld enteignet war. Dieses wurde zum Maisanbau genutzt, welchen man zur Aufzucht und Mast von einem Schwein - und wenn 's gut ging auch für zwei Tiere -verwendete. Mais war auch für die Haltung von Geflügel unentbehrlich. Nur den wenigsten gelang die Erhaltung von Großtieren über diese Zeit. Auch im Hausgarten wurde Mais angepflanzt und ebenso Gemüse für den Eigenbedarf. Gewinnversprechend war ferner der Versuch des Zuckerrübenbaus. Ein Verdienst des Marienfelders E. Schlier. Die Kollektivierung der gesamten landwirtschaftlich genutzten Flächen machten dieses Vorhaben aber unmöglich. In dieser Zeit freute man sich über jede noch so kleine Verbesserung und Erweiterung am Haus oder Umzäunung des Grundstücks mit einem Zaun oder einer Hecke. Reben wurden gepflanzt und auch Obstbäume. Zwischenzeitlich wurde der Schulbau, das Gemeindehaus, Dispensar oder Krankenhaus und der Konsumladen fertig und ihren Bestimmungen übergeben . Lehrer sorgten ab dem 2. Jahr für normalen Schulbetrieb. Es waren nicht die schlechtesten, sondern eher umgekehrt, die besseren Lehrer, welche zu diesem Zwangsaufenthalt in Baragan bestimmt waren . Rumänen und Deutsche gaben gemeinsam ihr Bestes den ihnen anvertrauten Kindern. Es kam zu schulischen Veranstaltungen, die gut besucht waren und sehr viel Anklang fanden. Wie dankbar denkt man an die damals noch jungen Lehrerinnen Junker 0 . aus Marienfeld und ihre Kollegin Villar aus Großjetscha, aber auch an die rumänischen Lehrkräfte, die gemeinsam bemüht waren, das Wissen unserer Kinder zu bereichern. Ebenso gab es in alldiesen neuen Ortschaften Musiker. In Olaru stammten sie aus Ulmbach und Hatzfeld. Schon im 2. Jahr kam es zu Unterhaltungen, die denen in der Heimat in nichts nachstanden. Viele Landsleute waren zu Tränen gerührt, als sich die Kapelle vor dem Gemeindehaus mit bekannten Melodien vorstellte. Daß auch eine Fußballmannschaft nicht ausbleiben konnte. war nur natürlich. In Spielen mit einheimischen Mannschaften der umliegenden Ortschaften waren sie meistens die Besseren. Das Leben normalisierte sich zusehends. Man brachte den anfangs Verfemten, die von der einheimischen Bevölkerung gemieden werden sollten, immer mehr Achtung entgegen. Man lernte einander kennen , man beobachtete die Deutschen bei der Arbeit und fand, daß man von 485


diesen Leuten manches Nachahmenswerte übernehmen kann. Sie fanden auch, daß man uns Unrecht antat und korrigierten ihre anfangs zur Schau gestellte Einstellung. In dieser Zeit entstand auch eine große Obstbauanlage, für die der aus Neusiedei stammende Landsmann J. Reiter und die beiden Billeder J . Eichert und T. Trendler die Verantwortlichen waren . Auch eine 50 Hektar Rebanlage wurde angelegt, für welche wieder Marienfelder Landsleute durch ihr fachliches Können verantwortlich waren. Dort verschulte Reben wurden in viele Weinbaugebiete versandt. Und nach 5 Jahren wurde all das, was diese Menschen unter Zwang und einem kaum abschätzbaren Aufwand an Energie- vor allem beim Bau des zur eigenen Nutzung bestimmten Hauses- dem Verfall preisgegeben. Jahrelange Arbeit wurde- wegen ihrer Sinnlosigkeit- eingestellt und den Leuten die Rückkehr in ihre Heimat anheimgestellt. Das erste Gerücht über unsere bevorstehende Entlassung wurde im Spätjahr 1955 bestärkt, als eine Kommission von Sicherheitsbeamten die Vorarbeiten zu unserer Entlassung aufnahm. Die Familienoberhäupter wurden vorgeladen und über den Zeitpunkt ihrer Freilassung, die in drei Serien geplant war, informiert. Einige Familien konnten gleich abreisen. Andere hingegen mußten noch zwei Jahre dort bleiben, wie die Familie St. Unger. Der größte Teil aber machte sich im Februar 1956 auf die Heimreise. Es war in unserem Fall Mitte Februar und wieder Schneetreiben, als wir mit von uns bezahlten LKW zum Bahnhofnach Cälära~i gefahren wurden. Auch die Kosten der Bahnfahrt ins Banat mußten wir bezahlen. Nicht alle hatten das Glück, die Heimat wiederzusehen, und für nicht wenige war der Abschied von ihr im Jahre 1951 ein Abschied für immer. Das Sterben, das Abschiednehmen von nächsten Angehörigen auf immer, ist eines der traurigsten Begebenheiten im menschlichen Leben. Auch meine eigene Mutter ereilte dieses bittere Schicksal, als der letzte Sterbefall der sich bereits auflösenden Gemeinde. Sie starb uns auf der Fahrt in einem Pferdewagen, woraufwir sie auf Stroh gebettet hatten, am 25. Dezember 1955. Da unser Arzt Dr. Kaschu bereits in seine Heim at abgereist war, gab uns das verbleibende Personal des Dispensars den Rat, die Kranke in ein Krankenhaus nach dem 16 km entfernten Cälär~i zu bringen. Mein Vater und ich machten uns mit der todkranken Mutter, die furchtbar litt, im Dunkel der Weihnachtsnacht auf den Weg. Mit einer Öllampe in der Hand suchten wir auf dem verschneiten, verschlammten, grundlosen Weg nach Rosetti zu kommen, hinter dem Rükken des Fahrers das leise Stöhnen der Kranken. Doch gleich nach Rosetti, schon auf fester Straße, wurde es still im Wagen. Wir hatten nur noch eine tote Mutter zurückzubringen . Sie wurde am nächsten Tag auf dem neuangelegten Friedhof in Olaru beerdigt. Ein Nieseiregen aus grauem Himmel fiel auf den Sarg und die zur Beerdigung erschienene Trauergemeinde. Wie bitter sie starb mit dem Wissen, daß wir wieder heim durften ... Dreizehn Jahre nachher. An einem sonnigen Tag im Spätherbst 1968 befand ich mich, vom Staatsgut Rosetti kommend, auf dem Weg nach Olaru. Ich benutzte den Fußpfad über die Dämme der Bewässerungskanäle zum nicht mehr vorhandenen Dorfe Olaru. Auf den von der Herbstfrucht bereits geräumten und schon zur Aussaat gepflügten Flächen, wo einst die Häuser der Banater Internierten standen, konnte man den einstigen Verlauf der Gassen und den Standort der Häuser erkennen. In schöner Regelmäßigkeit vorhandene Bodenerhöhungen und gleich daneben eine Vertiefung- die Entnahmestellen von Erde zum Stampfen der Häuser. Mir wurden die Augen feucht, als ich diese Zeichen der verschwundenen Siedlung sah, zu deren Errichtung man die Menschen unter Androhung von Strafen zwang. An der Straße, die von Rosetti kommend durch das versunkene Dorf führte, stand auf der rechten Straße ein einzelnes Haus aus dieser unseligen Zeit. Es diente einem Schafhirten als Unterkunft. Davor der Pferch der Tiere. Ein zweites Gebäude aus dieser Zeit war das sog. Dispensar. Es wurde von einer Traktoristenbrigade genutzt. Ihm gegenüber noch Mauerreste vom Konsumkaufhaus. Auch in dem Viertel, das von den Leuten aus Billed bewohnt war, und der Stelle, wo sich unsere eigene Behausung befand, sah ich mich um. Vor diesem Streifzug durch den versunkenen Ort war mein erster Weg der zum Friedhof und der Grabstätte meiner Mutter. Durch ein aus Zement hergestelltes Kreuz markiert, fand ich die Ruhestätte der Verstorbenen . Alle etwa 25 Gräber befanden sich in verwahrlostem Zustand. 486


Letzte Pflegearbeiten an diesen Gräbern leisteten einige rumänische Geistliche, welche nach unserer Heimkehr dort interniert wurden und sich der Gräber annahmen. Die Umfriedung des Friedhofs bestand aus einem Graben, der verfallen, aber noch nicht eingeebnet war. Aber Viehdung im gedachten Mittelweg des Friedhofs bewies, daß man nicht mit der notwendigen Ehrfurcht diese Ruhestätte der Verstorbenen beachtete und in absehbarer Zeit dieser Gottesacker unter den Pflug genommen wird. Kaplan J. Buding (ein gebürtiger Billeder), ein in Calara§i internierter Geistlicher, der manchen heimlichen Gottesdienst auch in Olaru abhielt und ebenso bei Beerdigungen dabei war, hatte diese seine Befürchtungen auch mir gegenüber geäußert. Auch er hat seine dort verstorbene Mutter in die Heimat übergeführt Von ihm erhielt ich auch die Adresse des Totengräbers in Rosetti, welcher ihm bei diesem Tun geholfen hatte. Ich fand den Mann unter der angegebenen Adresse. Wir hatten uns schnell geeinigt. Mit ensprechenden Geräten gingen wir zurück zum Friedhof und machten uns gemeinsam an die Arbeit. Es war nicht viel, was von einer Toten nach dreizehn Jahren noch vorhanden war. Nach getaner Arbeit dankte ich dem Mann für seine Hilfe und verabschiedete mich. Mit dem ersten Zug, den ich in Calara§i erreichte, ging es wieder heimwärts, diesmal mit einer Toten als Begleitung. Wir beerdigten sie heimlich bei Dunkelheit an der Seite meines Vaters, der bereits im Jahre 1920 gestorben war. Wir schrieben das Jahr 1968. Es wurde auch das Jahr, in welchem man uns mitteilte, daß wir in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen dürfen.

Die Namen der zum Zwangsaufenthalt nach Olaru verbrachten Billeder Familien:

Name I. Braun Jakob

2. 3. 4. 5.

Braun Jakob jun. Braun Katharina Buding J ulius Eicher! Johann 6. Gilde Katharina 7. Gilde Katharina 8. Glaß Johann 9. Hahn Peter I 0. Herbst Heinrich 11. He rbst Johann 12. Krier Johann 13. Krogloth Nikolaus 14. Kratochwill Josef 15. Mann Jakob 16. Mann Jakob 17. Mann Johann 18. Maurer Adam 19. Maurer Anna 20. Mumrer Peter 21. Müller Johann 22 . Müller Johann 23. Neiß Jose f 24. Ortinau Maria

Name

Personen Haus-Nr. 4 3 3 2 2 1 3 2 4 2 3 3 2 2 3 4 2 3 1 3 2 3 3

478 478 306 111 428 468 483 426 85 170 170 136 483 372 308 129 58 430 430 49 129 103 126 229

25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 32. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. 46. 47. 48.

Ortinau Michael Pilli Johann Rieder Adam Rieder Peter Slawik Adam Slawik Jakob Slawik Johann Schiller Wilhelm Steiner Josef Thöres Jakob Thöres Johann Thöres Johann Thöres Peter Trendler Johann Trendler Michael Unger Stefan Weber Nikolaus Weber Nikolaus Werhof Adam Werhof Peter Zimmer Adam Zimmer Jakob Elade? Elade?

Persone n Haus-Nr. 3 4 2 4 2 3 2 2 4 4 2 4 2 4 1 3 2 2 1 4 2 2

3 2

111 439 360 71 425 468 468 242 428 312 478 512 312 96 96 419 241 426 49 123 471 439 49 49 -1~7


Wohnhaus der Familie Nikolaus Seibert im Baragan.

Ein Friedhof im Baragan. Die beiden eisernen Kreuze stehen auf den Gr채bern von Frau Maria Seibert und deren Schwiegertochter Magdalena Seibert.

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Familie Jakob und Agnes Zimmer vor ihrem Haus in Olaru [1954].

Auch von dem 1951 entstandenen Volkslied " 0 Baragan, o Baragan" blieb der Dichter unbekannt.

Baraganlied 0 Baragan, 0 Baragan, jetzt sind wir in der W체ste dran! Der Wind weht kalt, der Staub fliegt hoch, die Menschen hausen in einem Loch.

Wir leiden jetzt schon bittre Not, wir stehen Tage lang um Brot. Und meistens ist es hart und alt, doch schweigen wir und hoffen 's anders bald.

Man setzte uns aufs freie Land, da gruben wir tief in den Sand ein H채uslein klein , mit Stroh gedeckt, und schnell dann unser Hab und Gut versteckt.

0 Baragan, 0 Baragan, hier f채ngt ein stiller Friedhof an! In deiner k체hlen Erde ruht gar manches tapfere Banater Blut.

(Melodie: Argonner Wald) 489


Daheim, aber nicht zu Hause Die meisten aus dem Baragan Heimgekehrten fanden in ihren Häusern rumänische Kolonisten vor und hatten große Schwierigkeiten, ein Zimmer in ihrem eigenen Haus zu bekommen . Nach einem im selben Jahr noch erschienenen Gesetz mußten die Häuser ihren ehemaligen Besitzern zurückgegeben werden. Den Kolonisten wurden am Dorfrand, mit staatlicher Unterstützung, neue Häuser errichtet. Als letztes Ehepaar ist im Jahre 1957 Stefan und Elisabeth U nger aus dem Baragan in Billed eingetroffen. Beide konnten in ihrem ehemaligen Kino und Konditorei solange als Angestellte mitarbeiten, bis sie nach Deutschland ausreisen durften . Heute sind beide tot und auf dem Karlsruher Friedhof beigesetzt. Für die Bevölkerung von Billed, ganz besonders aber für die Jugend, hat diese "Wes Liß" und der" Vetter Stefi" durch ihren Berufund durch das Kino vor dem Zweiten Weltkrieg, viel Gutes getan. Der Herrgott möge es ihnen vergelten. was sie für uns, für die Allgemeinheit, geleistet haben. Mit großer Freude wollen wir hier festhalten und dokumentieren, daß der Vater von Hans Pilli, Herr Jakob Zimmer, der diesen Tatsachenbericht aus dem Baragan hautnah und am eigenen Leibe miterlebte, am 7. Oktober 1980 in Königsbach, Deutschland, seinen 91. Geburtstag feierte. Mit diesen Zeilen wollen wir den Dokumentationsbericht über die "Aktion Baragan" abschließen, und hoffen, daß er dazu beitragen wird, Unkenntnisse und Verleumdungen über die Deutschen in Bi IIed abzubauen. Festhalten wollen wir aber auch, daß Vertreibungen und gewaltsame Umsiedlungen ein Verbrechen sind und als solche auch völkerrechtlich und moralisch verurteilt werden sollen.

Die Kirche und das Volk nach dem Zweiten Weltkrieg Abendrot In den ersten Nachkriegsjahren suchte man auch wieder verstärkt Hilfe und Trost bei der Kirche und im Glauben . Oh wir Menschen! In tiefster Not standen wir Gott wieder nahe. Die Kirche war wieder zu klein geworden, nicht nur an Sonn- und Feiertagen. Ganz besonders bei den Requien für die in Rußland Verstorbenen und für die gefallenen Soldaten war sie immer überfüllt. Prozessionen fanden wieder statt, sie waren zwar nicht mehr so feierlich wie vor dem Kriege, aber die Anzahl der Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen war sehr groß. Auch Wallfahrten fanden wieder statt. Man pilgerte zu Hunderten nach Neubeschenowa, nach Gertjanosch, nach Alexanderhausen und selbstverständlich nach Maria Radna. Pfarrer von Billed war seit 1946 Josef Wild. Unser alter Domherr J osef Unterreiner lebte noch bis 1948. Als er vor Allerheiligen starb, begleitete ihn die ganze Gemeinde zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Sauerländer Friedhof. Es war ein Abschied von einem Manne, der seit 1913, also 35 Jahre in Billed als Priester gewirkt hatte. Wahrscheinlich das größte aber auch das letzte große kirchliche Ereignis nach dem Zweiten Weltkrieg war wohl die Firmung der Schulkinder und Priesterweihe von Zoltan Buding am 27.Juni 1948. Zum letztenmal kam der Bischof Dr. Augustin Pacha nach Billed. Da ihm der Zutritt in die Schule von den Behörden verboten wurde, hatte er die Kinder im Kirchengarten ein letztesmal um sich versammelt und mit ihnen fröhlich geplaudert. Einige kleinere Kinder nahm er auf den Schoß. Niemand ahnte, welch schwerer Weg ihm noch bevorstand. Im Jahre 1950 wurde er verhaftet und zu 18 Jahre Gefängnis und zu 10 Jahren Verlust der bürgerlichen Rechte verurteilt. Am 4. November 1954 ist er im Alter von 84 Jahren in Temeswar gestorben und in der Krypta des Domes beigesetzt worden. 490


Das alte, barocke Gotteshaus wird neu eingekleidet 197 4-1979 Jakob Slavik Die letzte große Instandsetzung und Reparatur der Billeder Kirche erfolgte im Jahre 1974 und erstreckte sich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Als letzte Außenarbeiten konnten noch im Jahre 1979 der eiserne Zaun um die Kirche von den Frauen gestrichen werden. Ebenso wurde das Kriegerdenkmal1914-1918 mit Gold neu beschriftet, so daß wir annehmen können , daß die Beschriftung bis zum Jahre 1990 lesbar sein wird . In der Kirche selbst wurde, wie schon erwähnt, rechts neben dem Haupteingang eine Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkrieges sowie für die in Rußland und Baragan Verstorbenen errichtet. Um die Finanzierung für die Reparatur der Kirche sicherzustellen, wurden alle röm.-kath. Einwohner von Bi IIed aufgerufen, vier Jahre lang jährlich 100 Lei je Person der Kirche zu spenden. Aber auch die im Westen lebenden Landsleute haben sich freiwillig ganz spontan an dieser Spendenaktion beteiligt und 25 % von dem ursprünglichen Kostenvoranschlag aufgebracht. Die Schwierigkeiten, die es bei der Durchführung dieser Arbeiten gegeben hat, können ungefähr mit denen der Jahre 1775-1777 verglichen werden . Vielleicht war es vor 200 Jahren ein bißchen leichter? Trotz aller Hindernisse und Schwierigkeiten hat es Dechantpfarrer Ladislaus Dittrich mit seinem Kirchenrat und den vielen u n g e n a n n t e n f r e i w i II i g e n H e I f e r n doch geschafft und unser einziges und letztes Kulturdenkmal unserer Ahnen vor dem Verfall gerettet. D a nk gebührt allen, die sich an der Finanzierung beteiligten sowie auch jenen, die es durch ihren freiwilligen Arbeitseinsatz erst ermöglichten, dieses Werk zu vollenden . Betrachten wir es als eine Abgeltung schuldiger Dankbarkeit an unsere Vorfahren und stehen wir auch in Zukunft fest zusammen . Möge es die nächste Generation leichter haben.

Kosten der Renovierung 1974-1979 I. Ausgaben an Material

A) Baumater i a I: Sand 118,5 m3, Ballast 136,7 m 3 , Kalk 20.920 kg, Zement 27.750 kg, Gips 1540 kg, Brennsteine 7000 Stk., Dachziegel 2360 Stk., Mosaikplatten 453 m 2 , Fayenceplatten zusammen 5,5 m 2 Gesamt .... . . ........ ......... ................ ........... ........... Lei 104.510,B) Eisenmater i a I : Rundeisen 609 kg, Stabeisen 152 kg, Flacheisen 101 kg, Winkeleisen 143 kg, Betoneisen 5271 kg, Profileisen 64 kg, Rohre und Bleche 1632 kg, Drahtnägel 484,5 kg, Bindedraht 263,5 kg, Schrauben 181 Stk ., Klampfen 250 Stk. Gesamt ..... ........................... . . ....... . . ....... ... . .. . .... Lei 53.844,C) H o I z m a t e r i a I : Bretter 25,831 m3, Pfosten und Balken 9,35 m 3 , Dachplatten und Eichenholz zusammen 37,32 m 3 Gesamt ............. ....... ............. ........ . . .......... .. ...... Lei

56.620,-

D)F a rbstoffe: Ölfarben, Firnis, Lacke, Staubfarben u. a . . ...... .. ....................... Lei

8.214,-

E)Werkzeuge und Uten s ilien : Pinsel, Bürsten, Feilen, Schaufeln, Eimer, Körbe und Verschiedenes Gesamt ........................................ : ................ .... Lei

2.004,491


F) D i v e r s e s : Ornamentglas, Stukkaturrohr, Kitt, Verdünnung, Dachpappe 220 m 2 u. a. Gesamt ...... . ........... . . . ... .. . . . .. . . .. . .. . .... . .. . . . . . ...... . . . . Lei

6.866,-

Summe des Materials .. . .... . .. . .. . .. . .......... . .... . ... . .. . .. . ... . . . Lei 232.058,II. Ausgaben für Entlohnung und Diverses: A) Facharbeiter - Löhne : zus. Lei Maurer . ........ . ...... . ............. . .... .. .. . .... .. .. . .. .... .... ... . .. 274.441 ,Spengler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50.250,Schmiede und Schlosser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30.738,Betonarmierer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . • 6.000,Tischler ... .. . . . ... . ... . ..... . ........ . . . ...... .. .. . . .. ... .. . .. ... .... . . .. 22.229,Giaser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.700,Elektriker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.581 ,Zimmermaler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56.250,Anstreicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19.565,Bildhauer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.760,Uhrmacher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.500,gesamt . . . .... . . . .. .... .... .. . .... .... .. . ....... .. . ........ . .... .. . . .. .. 468.014,B) H i I f s arbeite r: Taglöhner . . . ... . .......... . ........ . . . .. .. ..... . . .... . ... . .... . ..... . . . Warenbesorger .......... . ........ . ........... . . ... .. . . . .. . ..... ........ . gesamt . ........... ..... ......... . .... . . .. ..... . .... ......... . . ........ . C)Honorare für Pläne

32.481 ,4.300,36.781,7.100,-

D) Arbeiterfürsorge : Verpflegung .. .... ........... . . .. .. . . . . . .. . ..... . .... .. . . . . ... . . .... . .. . . Quartiere .... ......... . .. ... ..... . ..... .. . . .. . .... .......... .... . .. .. . . Reisespesen . .. .. . .... . . .... . . . ..... . .. ... ........ . ...... . .... .... . ..... . Gesamt .. . .... . . ............. .. . .. . . .. . .. . ... . . . ...... .... ..... . . . .. . .. .

14.751 ,4.058 ,5.066,23.875 ,-

E) Verschiedenes : Transporte ....... . . . .... . ... .. .. . .. . . .. ... .. . . .. . . . ...... . ..... .. . . . . .. . 4.022,Steuer . . ... ... ... . . ...... ... . . ..... . .......... . ..... . .. . . ......... ..... . 1.422,Postgebühren und Telefon . .. . ... . .. . .. ....... . ..... ... . . .... . ... . . .. ..... . 371,Diverse andere Ausgaben ... . . ...... . ... .............. .. . .. .. . .. .... . ... . . 2.159,Gesamt .. . .... . . . .. ........... . ... . . . . . ........ .. ... .. ... . . ..... .. . ... . . 7.974,Summe der Löhne u. Div .. . . . .... .......... .................. . .. . . .. . ... .. . 543.744,-

Bilanz: Einnahmen gesamt: ... .... . .. . . .. . .. . .... ...... . . . . .............. . . .. Lei 724.530,Ausgaben gesamt: . ... . ... ....... . .. . . . . ... . .. ..... . . . .. . . .. . ......... Lei 775.802,Fehlbetrag ..... . . . ... .. . . . . ....... . . . . . .. . .. . .. ...... .. . .. . . .. . .. .. . Lei 51.272,Der Fehlbetrag wurde durch die Kirchengemeinde abgedeckt. In der Materialaufstellung sind die von Landsleuten mitgenommenen und auch bezahlten Farbmaterialien für das Streichen des Turmdaches, der lxen und Dachrinnen nicht einbezogen. Es erhöht sich dadurch der Spendenbetrag der Landsleute aus dem Ausland auf ca. 90.000,- Lei. 492


Kirchweihpaare in der reperaturbed端rftigen Kirche [1972].

Die Billeder Kirche nach der General端berholung [1980].

493


Aufstellung der Sammellisten von 1973-1978 A) Alle zahlungspflichtigen Kirchengemeindemitglieder in Billed zwischen 17 und 70 Jahren zahlten vier Jahre hindurch je 100,- Lei, zusammen 400,- Lei. Gesamteinnahmen .......................... . . . . . . . . ... . .... . . . . .. . . .. . . . . . .. .. . .. .. . . . Sa. 590.030,- Lei B) Vom hw. Ordinariat in Temeswar erhalten ... . . .. .. . .. . .... . ............. . ....... . ...... . Sa. 50.000,- Lei C) Spenden der Landsleute im Ausland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ....... .. . Sa. 84.500,- Lei Total-Einnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... . . . . . . . . Sa. 724.530,- Lei

Pfarrer und Pfarradministratoren der Pfarrgemeinde Billed 1766-1980 1 P. Gabriel 2 P. Philippus 3 P. Christophorus 4 HERISC 5 P. Arnadeus P. Josephus 6 P. Leopoldus LINDEN 7 8 P. Gratianus P. Hyacinthus P. Josephus P. Paulis 9 P. Franciscus 10 FRISCH P. Hieronymus P. Martinus P. Matthaeus P. Theodorus P. Julianus Roka P. Mauritius P. Eugenius Lackner 11 12 P. Alexander P. Concordius MAARX 13 P. Nepomuk KARG 14 15 FRANZEN GRADCZKY 16 DUCHONY 17 NOVAK 18 UITZ 19 UNTERREINER 20 21 WILD 22 Lamoth 23 Dittrich

Korndörfer Psehortsch Triebskorn PAUL Szlatiny Luster Talsan JAKOB Plumlovsky Peltner Luster Koch Schmid GEORG Grantner Mayerl Becker Szkuteczky Johann Nebuda Mattbias Tornanovieh Zana NIKOLAUS GEORG ANTON KARL JOSEF PAUL PETER JOSEF JOSEF Julius Ladislaus

Franziskaner Franziskaner Franziskaner PFARRER Franziskaner Franziskaner Franziskaner PFARRER Franziskaner Franziskaner Franziskaner Franziskaner Franziskaner PFARRER Franziskaner Franziskaner Franziskaner Franziskaner Franziskaner St. Huber! Franziskaner Franziskaner Seelsorger Franziskaner Franziskaner PFARRER Franziskaner PFARRER PFARRER PFARRER PFARRER PFARRER PFARRER PFARRER PFARRER Administr.

1766 Sept. 9. 17 66 Sept. 28. 1766 Nov. 9. 1767 Jan. 14. 1768 Apr. 12. gleichzeitig 1768 Apr. 28. 1768 Juli 24. 1768 Dez. 1768 Aug. 1768 Aug. 1768 1769 Jan. 1769 Febr. 1770 Aug. 1771 Apr. 1771Juni 1771 Okt. 17710kt. 1771 Nov. 1771 Nov. 1771 Nov. 1771 Nov. 22. 1772 Jan. 20. 1772 Juni 1789 Nov. 1790 Febr. 14. 1815 Aug. 1823 Jan . 1823 Dez. 1845 Apr. 1890 Sept. 1913 Sept. I. 1946 Nov. 1. 1961 Febr. I. 1962 Juni 16.

-

1766 Sept. 28. 1766 Nov. 9. • 1767 Jan . 14. 1768 Apr. 12. 1768 Apr. 25.

- 1768 Juni 30. - 1769 Jan. - 1769 Jan. -1768 Okt. - 1769 Febr. -17710kt.l. - 1770 Sept. - 1771 Okt.

- 1772 Jan. 6. - 1772 Juni 11. -

1789 Dez. 28. 1790 Febr. 1815 Mai 17. 1822 Dez. 1823 Dez. 1844 Nov. 21. 1890 Aug. II. 1913 Juli 20. 1946 Nov. I. 1961 Jan. 29. 1962 Juni 15.

Die Patres (unterN r. 1, 2, 3, 5, 6) waren Mönche des Kapuzinerordens ( = ein strengerer Zweig der Franziskaner). Sie kamen aus ihrem Kloster "St. Johannes von Nepomuk" in Temeswar zur Aushilfe nach Billed. Die übrigen "Franziskaner" (Nr. 8, 9, 10, 12, 13) gehörten zum Kloster nach der " HI. Katharina" benannt, in Temeswar, außerhalb der Festung.

494


Kapläne der Pfarrgemeinde Billed 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64

Tibo1t P. Balthasar Taussek Sock P. Constantiin Sock Farkas Klaszovit s Sonndeck Gaa l Ludvick Pajer Piehier Kardoss Palma Veixer Fischer ELSZNER DOBSOVITS Burghardt Bodn ar Pusztay Farkas Fellegi Fodor Szidelszky Körve ts Schmidthauer Papa Tomassek Babarczy Burghardt Tinopl Eiszner Killer Vendescha Vaszi ll N1AMESSNY Bizek Vajda Baross Ratz Versetzy Szücs Luntzy Vinkler Rosen Patala Glasz Paschko Ferschner Stibrik A lbetz Stibrik Szentklaray Mayer Seemayer Berwanger Bie litzky Blaskovics Valtenberger Schilling Maderlik Hegedüs

Johann Ke lemen-Mino rit Josef Josef Skrovan-Minorit Josef Georg Augusti n Kar I Anton Stefan Josef Johann Jo hann KarI Johann Alois JOSEF FRANZ Stefan Josef Johann Jo hann Anton Stefan Kasper Josef Andreas Georg Jo hann Jose f Franz Jo hann Anton Geo rg Anton August Franz ANTON Kar! Michael Ladis laus Josef Josef Johann Josef Andreas Paul Kar! Michae l Andreas Matthäus Stefan Josef Stefan Eugen Anton lsidor Heinrich Stefan Jo hann Fridolin Gebhard Anton Jo hann

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I 790 Okt. 13 . gleichze itig I 792 Sept. 19. I 795 Sept. 29. I 796 Apr. 1796 Dez. 1797 Nov. 1798 Okt. I 802 Jan. 1803 Jan. 1804 Jun. 1804 Aug. 1805 Sept. 1806 Sept. 1807 Nov. 1808 Nov. 1809 Okt. 181 1 Okt. 18 12Sept. 18 18 J an. 18 18 Apr. 1820 Juli 1822 April 1822 Dez. I 824 Apr. 1825 Juli 1825 Sept. 1829 März 1830 Febr. 1833 Mai 1883 Okt. 1834 Mai 1836 Okt. 1838 Jan. 1838 Aug. 1840 Sept. 1842 Febr. 1842 Okt. 1845 Jan . 1845 Sept. 1847 Mai 1848 Sept. 1849 Aug. I 850 Jan. 185 0 Aug. 185 0 Sept. 1852 Aug. 1856 Okt. 1857 Mai 1857 Okt. 1858 Mai 185 8 Aug. 186 1 April 1867 Sept. 1868 Mai 1868 Aug. 1870 Okt. 187 1 Aug. 1873 Apr. 1873 Aug. 1873 Dez. 1875 Aug. 1879 Sept. 1880 Dez.

- I 792 Sept. 16.

- 1795 März - I 796 Apr. I. - 1796 Nov. - 1797 Apr. - 1796 Febr. - 1801 Nov. - 1803 Jan. - 1804 Mai - 1804 Aug. - 1806 Aug. - 1806 Aug. - 1807 Okt. - 1809 Okt. gleichzeitig - 1811 Sept. - 18 12 Sept. - 18 18 Jan. - 18 18 März - 1820 Juni - 1822 April - 1822 Dez. - 1824 April - 1825 Juni - 1825 Aug. - 1828 Aug. - 1830 Febr. - 1833 Apr. - 1833 Sept. - 1834 Apr. - 1836 Sept. - 1838 Jan. - 1838 Aug. - 1842 Jan. - 1840 Okt. - 1842 Sept. - 1845 März - 1845 Aug. - 1847 März - 1848 Juli - 1849 Juni - 1849 Nov. - 1850 Jan. - 185 0 Sept. - 1852 Juni - 1853 Aug. - 1856 Okt. - 1857 Sept. - 1858 Mai - 1858 Juni - 1858 Okt. - 1865 Juli - 1868 Mai - 1868 Juli - 1870 Sept. - 187 1 Juni - 1873 März - 1873 Aug. - 1873 Nov. - 1875 Aug. - 1879 Aug. - 1880 Dez. - 1882 Jan.

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Fischer Uitz Hufnage l Korek WAGNER Brevis Szmetana Haak Ke rn Packi Buchecker Brenner Urban Martin Dents Dittrich Aubermann G utj ahr Kilian Hager Wild Blum Krisztinicz Wagner Hausner Zenz Ke ller Lehnert Pazman Petenz Lehnert Korne r Ackermann Kosze 99 Markovitz 100 Wachter 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98

Ludwig Pe ter Johann Jo hann FERDINAND Wilhe lm Augustin Eduard Augustin Peter Michae l Friedrich Johann Aurel E mme rich Otto Nikolaus Kar! Jozef Nikolaus Josef Hei nrich Julius Nikolaus Hermann Adam Anton Augustin Peter Josef Augustin Jo hann Stefan J ohann Jo ha nn Franz

a uch Admin .

1. -mal Aushilfe 11. -mal

1882 Jan. 1882 Juni 1883 Okt. 1884 Apr. 1888 Juli 189 1 Aug. 1892 März 1892 Aug. 1895 Aug. 1898 Aug. 1899 Sept. 190 1 Juli 1904 Sept. 1907 Jan . 1907 Okt. 1908 Sept. 19 11 März 19 13 Nov. 1916 Sept. 19 18 Febr. 1930 Sept. 1933 Sept. 15. I 934 Sept. 15. 1935 Sept. 15. 1938 Febr. 18. 1939 Jan. 15. 1939 Sept. I. 1940 Apr. 4. 1940 Apr. 13. 1940 Juni I. 1942 Sept. I. 1945 Okt. I. 1945 Okt. 20. 1946 Juni 15. 1946 Okt. I 1947 Apr. 15.

-

1882 März 1883 Okt. 1884 März 1888 Juli 1891 Juli 1892 Febr.

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1895 Juli 1898 Juli 1899 Juli 190 1 Juli 1904 Aug. 1906 Nov. 1907 Sept. 1908 Aug. 19 11 März 19 13 Nov. 19 14 Juni 1918 Febr. 1920 Febr. 21. I 933 Sept. 15. 1934 Sept. 15. 1935 Jun . 6. 1938 Feb. 18. 1939 J an. 15. 1939 Sept. 1. 1940 März 3 1. 1940 Apr. 13. 1940 Apr. 21. 1942 Juni 15. 1945 Okt. I. 1945 Okt. 1945 Nov. l. 1946 Okt. 1. 1947 Apr. 15. 1947 Juli I.

Konfession sve rteilung der Billeder Einwohner Dr. Anton Peter Petri - Franz Klein Jahr

röm.-kath.

1766 1767 1768 1769 1770 1771 1772 1775 1776 1777 1780 1792 1800 18 11 18 12 1813 18 14 1815 18 16 1817 18 18

705 896 978 1021 1003 1010 1110 1216 1171 1235 1506 1793 18 12 2590 2658 2689 2713 2823 2887 2933 3014

496

gr.-Kath.

orth.

Prot.

Ref.

Jude n

andere

zusammen


Jahr

rรถm.-kath.

1819 1820 1821 1822 1823 1824 1825 1826 1827 1828 1829 1830 1831 1832 1833 1834 1835 1836 1837 1838 1839 1841 1843 1846 1847 1848 1851 1852 1853 1854 1855 1856 1857 1858 1859 1861 1863 1865 1869 1870 1875 1878 1880 1886 1889 1890 1892 1896 1900 1901 1905 1907 1910 1912 1913 1920 1930 1937 1940 1943 1948 1978

gr.-Kath.

orth.

Prot.

3052 3115 3115 3205 3301 3301 3228 3327 3362 3379 3372 3350 3407 3426 3236 3340 3202 3218 3218 3387 3350 3439 3254 3486 3523 3537 3443 3427 3412 3464 3452

49 49 49 50 50 18 109 77 82 58 44 86

4 12 12 8 16 12 3 3 2 2

47 33 34 24 20 17 20 20 26 31 29 33 37 25 66 22 59 49

3 5 3 3 4 4 5 5 4 4 4 5 5 4 4

4 6 6 7 8 9 8 9 9 10 18 13 14 17 29 31 33 32 28 32 33 37 40 24 46 48 64 49 39 43 42

3664 3651 3654 3874 4008 4049

54 50 59 39 75 54

6 6 9 7 6 6

31 37 10 27 38 38

4282 4266

50 65

5 3

4564 5022 5334

58 52 56

4897 4897 4836

56 56 45

4471 3453 3453

56 56 56

3814

107

3737 3737 3706 2891 2250

3

67 67 72 120

97 97 287 1530

Ref.

1 I

Juden

1 5

34 25

4 3 2

2

32 25 16

2 2 5

2 2 3

16 16 8

17 17 17

21 21 21

72 65 65 66

3 4

59 52 52 9

andere

4 2272

zusammen

3109 3182 3182 (3205) 3270 3376 3340 3348 3416 3455 3449 (3357) 3434 3450 3421 3490 3327 3406 3262 3275 3266 3442 3409 3506 3330 3544 3607 3626 3536 3547 3478 3570 3547 3677 3755 3744 3732 3950 4128 4147 4348 4372 4364 4374 4658 5102 5410 4978 4973 4973 4897 4471 โ ข 4566 3548 3548 3864 3921 4035 4035 4035 4022 4182 4520 4522

497


Die alte und die neue Orgel m der Kirche Jakob Slavik Bei der letzten Renovierung der Kirche wurde festgestellt, daß es unmöglich ist, die alte Orgel wieder in Stand setzen zu lassen , da es in Rumänien an Fachleuten für den Orgelbau fehlt. Daher beschloß der Kirchenrat, die alte Orgel ohne die Orgelpfeifen aus der Kirche zu entfernen . Die Orgelpfeifen blieben zur Dekoration in der Kirche, um den gewohnten Anblick nicht zu stören. Die neue elektronische Orgel, die jetzt als Ersatz in der Kirche steht, ist ein Geschenk des Deutschen Caritasverbandes in Freiburg i.P. Sie wurde auf Betreiben von Dr. Han s Weresch, einschließlich einer Verstärkeranl age, der Kirche von Billed zum Geschenk gemacht. Wir sage n dem edlen Spender ein herzliches Vergeltsgott, ganz besonders aber unserem Landsmann und Freund Dr. Hans Weresch für seine Mühe.

Die neue elektronische Orgel in der Kirche von Billed [1979).

Wegkreuze Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Bi IIed noch vier Wegkreuze, die an den Ortseinfahrten neben der Straße standen. Das "Knieser-Kreuz", das "Großjetscher-Kreuz", das "Schandrhaser-Kreuz" und das " Kieinjetscher-Kreuz". Die beiden letzten sind im Laufe der Zeit schon gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Erwähnt sei auch noch, daß diese Wegkreuze trigonometrische Punkte darstellen, zur Feldvermessung dienten und auf alten Karten eingezeichnet sind. Schon aus diesem Grunde sollten sie erhalten bleiben. Die ca. 70 cm hohen, gußeisernen Kreuze, die auf den Steinsockeln montiert waren, wurden heruntergerissen und wahrscheinlich als Alteisen verkauft. 49R


Kinder des Jahrganges 1922 nach der Erstkommunion. In der Mitte stehend: links Domherr Josef Unterreiner und Pfarrer Josef Wild [1936].

Kinder des Jahrganges 1949 nach der Erstkommunion , mit Pfarrer Josef Wild [1957]. 499


Hochzeitszug vor der Kirche [1977) .

Kirchweihpaare ziehen durch die HauptstraĂ&#x;e von Billed [1976] . 500


" Der H ahn im Korb ... "

"Ein schöner Rücken kann auch entzücken ... " 501


" Jede r macht mal eine Pause, jede r ruht sich einm al aus" ... auch Kirchweihpaare we rde n müde. Die breite n Röcke e rl auben abe r nicht, sich zu setzen.

Das Schulwesen In der Volksrepublik Rumänien und in Billed 1945-1977 Mit de r Kapitulation Rum äniensam 23. August 1944 brac h das gesamte de utsche Schulwese n im Banat zusammen. Ab dem Schulj ahr 1944/45 bis 1946/4 7 gab es in Bi IIed keine deutsche Schule. Alle deutschen Le hrkräfte wurde n be reits im Jahre 1944 e ntl asse n. In de n e rsten Nachkriegsjahre n besuchten die de utsche n Kinde r die rum änische Schule. Durch die ständige Zuwande run g rum änischer " Ko lo nisten" aus alle n untere ntwick elte n Teile n Rum änie ns stieg die An zahl de r rum äni schen Bevölke run g in Bi IIed sprunghaft und schnell an. Die Anzahl de r rum änische n Schüle r übertraf damals und a uch he ute noch die der deutsche n Schüle r um me hr als das D o ppelte . Im Schulj ahr 1946/4 7 wurde n die de utschen Le hrkräfte wiede r in der Schule ange stellt, unte rrichte t wurde abe r nur in rumänischer Sprache. Im Schulj ahr 1947/48 wurde die de utsche Schul e wiede r e röffn et und zwar mit de r erste n, zweite n und dritte n Kl asse. Die Unte rrichtssprache ist die D e utsche. Die ersten Le hrkräfte, die in diesen Kl asse n unterrichteten, ware n Franzi Ruck , Helen Wittm an-Avramescu, E lvira Sl avik und Jo hann Hage r. lm August des Jahres 194 8 wurde durch eine Schulrefo rm das gesamte Schulwesen in Rum änie n umgeste llt und alle n mitwo hne nde n Nation alitäte n des Landes der Unte rricht in ihre r Mutte rsprache gesetzlich zugesiche rt. ln Billed ga b es ab de m Jahre 194 8/49 e ine deutsche und eine rum änische sie be nkl assige Schule mit eigene n Schulleitungen. D a die "a lte" Schule nebe n der Kirche trotz Vo rmittags- und Nac hmittagsunterricht nicht me hr ausreichte, be kam die de utsche Schule die e he malige Mädche nkl asse und Le hre rwo hnung im H a use Nr. 299 von de r Ge meindeve rwaltung zugeteilt,

502


welche durch die freiwilligen Beiträge der deutschen Bevölkerung [80.000 Lei im Jahre 1949] für Unterrichtszwecke hergerichtet wurde . In diesem Gebäude wurde dann bis September 1959 e in Teil der deutschen Schüler unterrichtet. Am 15. September 1959 schloß man die Deutsche und die Rumänische zu einer gemeinsamen Schule mit einer Schulleitung zusammen . So besteht sie auch heute noch als Allgemeinschule mit ei ner deutschen und e iner rumänischen Abteilung. Der Direktor der deutschen Abtei lung ist gleichzeitig der Stellvertretende Direktor der Schule. Die Unterrichtssprache ist die deutsche Sprache, ab der ersten Klasse ist die rumänische Sprache bereits als Unterrichtsfach eingefü hrt. Ab der achten Klasse wird Geschichte und die Erdkunde Rumäniens in rumänischer Sprache unterrichtet. Im Jahre 1965 wurde der achtklassige verpflichtende allgemeinbildende Unterricht eingeführt und im J ahre 1970 auf zehn Klassen erweitert. Durch freiwillige Geldspenden und Arbeitsdienst wurde im Jahre 1967 auf dem ehemaligen Herrschaftsgrund Nr. 300, ein einstockhohes Schulgebäude, die " neue Schule", errichtet, so daß zur Zeit in drei Schulgebäuden unterrichtet wird. Das im Jahre 1977 gültige Schulsystem umfaßte : die Grundschule das Gymnasium das Lyzeum

l. bis 4. Klasse 5. bis 8. Klasse 9. bis 12. Klasse

An der Grundschule unterrichten Lehrer, die Absolventen eines pädagogischen Lyzeums sind . Im Gymnasium erfolgt der Unterricht nach Fac hgebieten , die Lehrkräfte sind Absolventen eines dreijährigen pädagogischen Instituts und werden als Professor II. Grades bezeichnet. Oder sie sind Absolventen einer Universität mit vier- oder fünfjähriger Studiendauer, werden als Professor I. Grades bezeichnet und sind berechtigt, an den Klassen fünf bis zwölf zu unterrichten. Heute unterrichten an der Billeder Schule nur qualifizierte Lehrkräfte. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren waren auch unqualifizierte- sogenannte Hilfslehrer- tätig. Seit der Schulreform unterrichten ständig ac ht bis neun deutsche Lehrkräfte an der deutschen Schule, bei durchschnittlich 180 bis 200 Kindern . Wenn wir nun vergleichen wollen, so haben vor der J ahrhundertwende sieben bis acht Lehrkräfte 700 bis 800 Kinder unterrichtet, zwischen den beiden Weltkriegen sechs Lehrkräfte durchschnittlich 300 bis 350 Kinder. He ute sind an beiden Abteilungen, der deutschen und rum änischen, insgesamt 28 Lehrkräfte beschäftigt. Aus all den bisherigen Berichten und Schilderungen über die Billeder Schule konnten wir erse hen, wie mit der steigenden Anzahl der Schulkinder sich auch das Ausmaß des Schulgebäudes immer vergrößerte und für die Kinder der deutschen Bevölkerung oft lebensentscheidend wurde. Wir verfolgten in ganz groben Umrissen das schreckliche Tief des Unterrichtsniveaus in der Zeit der Madjarisierung vor und nac h der Jahrhundertwende und sahen, wie außerordentlich vielfältig und mit manchen Fehlern behaftet es in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war. Die nachstehenden Ausführungen so llen einerseits uns selbst zur Kl arheit verhelfen, zum anderen eine Dokumentation darstellen , die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Der Unterricht in allen Stufen und Klassen ist heute in Billed jedem zugänglich und unentgeltlich. Die Schule sichert allen Kindern eine gründliche Ausbildung, einen weiten Wissenshorizont und eine immer engere Verbindung mit der Erzeugung und dem Leben. Das neue Schulge bäude besitzt zwei Laboratorien [Physik , Chemie und Naturwissenschaft] . Die Schulbücher werden den Schülern seit 1964 unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Lehrmittel und moderne Apparate werden den Schulen vom Schulinspektorat zugeteilt und auch durch eigene Mittel angeschafft. Die Einnahmen, welche durch die Arbeit der Schüler der fünften bis achten Klasse aus dem schuleigenen Gemüsegarten, der Seidenraupenzucht, aus Schulfeierlichkeiten usw. erzie lt werden, werden für die Ausstattung der Schule verwendet . Die Zahl jener, die Fachlyzeen, Nachlyzealeschulen oder auch Hochschulen absolvieren, ist im Vergleich zur Zeit zwischen den beiden Weltkriegen sehr groß. In allen Tätigkeitsbereichen trifft man Billeder an, die an ihrem Arbeitsplatz, infolge ihres Wissens und ihrer Tüchtigkeit, geachtet und geschätzt werden. Nicht nur in Rumänien, auch im Westen!

sm


Offen bleibt die Frage, wie sie das geschafft haben? Denn jedes Jahr zum Schulbeginn setzt der Vater Staat seine Schüler, Burschen und Mädchen, für zwei Monate als unbezahlte Arbeitskräfte bei der Rüben-, Kartoffel- und Maisernte auf den Feldern ein. Bei der Erfüllung des vorgeschriebenen Lehrplanes sollte man doch annehmen, daß diese verlorene Zeit nicht mehr einzubringen sei? Die Stundenpläne der bei der Ernteeinbringung Beschäftigten sind doch dadurch in ein solches Gedränge gekommen, daß ein genaues Eingehen auf den Unterrichtsstoff und dessen Vertiefung nicht mehr durchführbar sein kann.

Die Lehrkräfte an den Schulen von Billed 1766-1944 Lfd. Name Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51

504

Kraußer Mathias Grabhorn [Grabherrn]? Böhm Nikolaus Anton Großmann Nikolaus Rech Nikolaus Handel Franz Pfaff Christi an Großmann J osef Christof Nikolaus Groth Baltasar Weiter Lorenz Löth Johann Wilhelm Schweig Nikolaus Lichtfuß Nikolaus Schaljo Filipp Metzner Ignatz Böck Martin Sebald Nikolaus Eißner Mathias Steuer Georg Schwanfelder Christof Krispin Andreas Weidmann Johann Krachtus Anton Schäffer Bernhard Körber Anton Johann Weber Peter Schiller Johann MiUig Kar! Stück! Johann Kugler J ose f Mayer Johann Korodini Josef Adam Nikolaus Reppmann Johann Presovsky Emmerich Böck Leopold Roth Johann Hoffmann Nikolaus Letzeis Ludovic Zengraff Valentin Steuer Johann Lambing Johann Zippel Mathias König Peter Dubrovsky Josef Lebmann Johann Neumann Peter Grün Johann Körber Josef Stück! Johann

Dienstzeit von- bis 1766-1770 1770-1771 1771-1779 1779-1791 1779-1791 1784 1787 1788

1791-1796 7196-1822 ?

1804-1807 1807-1808 ? 1808-1810

1813-1815 1816-1817 1819-1820 1822-1862 1825-1828 1823-1827 1827-1828 1828-1831 1823-1825 1831-1836 1831-1833 1832-1832 1832-1833 1833-1837 1836 [3 Monate) 1836-1840 1837-1840 1840-1842 1840-1842 1840-1847 1842-1843 1842-1843 1842-1842 1842 1842-1848 1848-1849 1849-1852 1852

Anmerkungen

Schulmeister Schulmeister Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehre.r Lehrer Lehrer Lehrer Oberlehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Oberlehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Mädchenlehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer


Ud. Name Nr. 52 53 54 55 56 57 58 59 60

Skodai Alois Schödel Alexander Schubert Samuel KörberAdalbert Josef jun. Gira Wenzel Chambre J ohann Kaiser Johann Fernbach Jakob Johann Till Heinrich

61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92

Halbhuber Josef Wirtz Anton Übner Georg Grabherr Johann Riszto Paul Macher Kar! Faßbinder Johann Neumann Adalbert Andresz Johann Oppeltz Peter Kuba Adelheid Kadar Maria Buding Adolf Leblang Rosalie Wessely Emilie Buding Romana Schwarz Barbara Goschy J osef Hermann Michael Spiritza Emitie Spiritza Emmerich Wirth Peter Zimmer Josef Szimits Elisabeth Rieder Johann Urban Johann Donawell Katharina Szecsko L. Karbach Josef Feher Ilona Henz Johann Hager Johann

93 94 95 96 97 98

Rückert Helene Vitye Anna Buding Helene Moor Helene Höckl Franz Klein Theresia

99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110

Weichandt Kar! Zsutty Maria Clara Bartolf Friedrich Constantinovici Olga Mayer Anna Hasenfratz Elisabeth Schneider Luise Bieber Josef Ruck Franziska Theil Trude Hirth Franz Paulini Hans Otto

Dienstzeit von- bis 1852-1854 1852-1859 1854-1855 1854-1855 1854-1855 1855 [4 Monate] 1855-1860 1856-1904 1859-1869 1870-1877 1877-1893 1859-1859 1859-1863 1860-1889 1862-1869 1863-1865 1866-1878 1870-1871 1870-1870 1873-1877 1877-1888 1877-1888 1877-1882 1878-1894 1882 1890 1882-1928 1889-1900 1889-1919 1889-1926 1890-1928 1894-1928 1900-1900 1901-1910 1902-1937 1904-1919 1904-1905 1906-1907 1907-1908 1911-1914 1912-1913 1915-1936 1928-1942 1942-1944 1947-1950 1928-1929 1929-1934 1932-1935 1932-1933 1934-1936 1934-1936 1938-1940 1936-1936 1936-1938 1936-1943 1937-1937 1937-1939 1939-1943 1940-1942 1940-1941 1941-1950 1942-1943 1943-1944 1943-1944

Anmerkungen

Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Dirigierender Lehrer Schuldirektor Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer, 1894-1901 Direktor Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer, 1919-1925 Direktor Lehrer Lehrer Lehrer, 190 I -1919 Direktor Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer, 1919-1942 Direktor Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Direktor Direktor Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Hilfslehrer Lehrer Lehrer Hilfslehrer Hilfslehrer

505


Die Lehrkräfte an den Schulen von Billed 1947-1977 Lfd. Name Nr. 1 Wittmenn Helene [Avramescu] 2 Slavik Elvira

506

3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Zugravu Lidia Schwerack Margarete Ballmann Jakob Roman Maria Buscha Joan Dietrich Johann Wenner Anna Gerber Mathilde Weber Wilhelm Divo Anna

13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23

Weber Margarete WeberJohann Neumann Jakob Woltz Franz Henz Irene Wolf Nikolaus Glassen Maria Bec Magdalena Stetin Velimir Mayer Johann Schaljo Maria

24 25 26 27 28 29 30 31 32 33

Thöreß Else Wiener E lfriede Wiener Peter Kollmann Katharina Herrenreich Emma Gehl Johann Lennert Eva Arnäut Joana Trendler Franz Thoma Peter

34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54

Groß Heidrun Csaky Paraschiva Kottier Nicoleta Mager Eva Popa Lucia Schmidt Hans PierreHans Pierre Margarete Bartal Maria Lighezan J avorca Philips Katherian Thoma Gertrude Stoia Märioara Siclovan Olga Töpfer Friedrich Martini Elisabeth Holzinger Maria Secui Lia Halm Roswitha Moissiu Constantin Steiner Reimund

Dienstzeit von- bis 1947-1949 1947-1950 1950-1959 1974 1948-1950 1848- 1849 1948-1950 1949-1955 1949-1949 1949-1954 1949-1950 1949 - 1950 1949-1951 1949-1951 1956 - 1973 1950-1951 1950-1960 1950-1950 1950-1957 1950 - 1954 1950-1954 1951-1853 1951-1951 1951-1953 1951-1953 1953-1967 1967 1959 - 1963 1971-1974 1953 - 1954 1954-1956 1954- 1956 1954-1955 1955-1959 1957-1964 195 8- 1966 1959-1961 1960-1973 1960- 1971 1963- 1971 1961 - 1963 1962-1965 1962-196 1962 1963 1963 - 1964 1963 1963 1964-1966 I 965-1974 1965-1970 1966-1972 1966-1974 1966-1967 1967-1969 1967-1975 1967-1968 1967-1969 1968-1969 1968-1971 I 968-1969

Anmerkungen Lehrer Professor 11. Direktor Direktor-Stellvertreter Hilfslehrer Lehrer Hilfslehrer Hilfslehrer Hilfslehrer Hilfslehrer Hilfslehrer Hilfslehrer Hilfslehrer Lehrer Lehrer Lehrer Lehrer Direktor Lehrer Hilfslehrer Lehrer Lehrer Lehrer Hilfslehrer Professor 11. Lehrer Professor I I. Direktor-Stellvertreter Direktor-Stellvertreter Lehrer Lehrer Lehrer Professor II. Lehrer Lehrer Lehrer Professor I. Professor I. Professor I. Direktor-Stellvertreter Hilfslehrer Professor I. Professor I. Lehrer Professor I I. Hilfslehrer Professor II. Lehrer Professor II. Professor I. Professor I. Professor I. Professor I. Hilfslehrer Professor I. Professor I. Professo r II. Professor I. Ingenieur Professor I. Professor II.


Lfd. Nr. 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71

Name

Dienstzeit von- bis 1968-1972 1968-1969 1968-1969 1969-1970 1969-1973 1969 - 1970 1969-1970 1971-1975 1971 1972-1974 1972-.1973 1973-1974 1973 1974 1975 1975 1975

Lazär Magdalena Sirbu Rodica Almäjan Gabriela Binder Grete Moissiu Silvia Kunst Marinela Ferling Brigitte Perzem Adriana Mircea Mironelia Büchler Barbara Rofa Rodica Ghebeles Michaela Orner Barbara Sandor M aria Haupt Helga Päsule Livia Schnur Erwin

Anmerkungen Professor I. Professor li. Professor I!. Professor II. Professor II. Professor I!. Professor II. Professor I. Professor II. Professor I. Professor 11. Professor II. Lehrer Professor 11. Professor I. Professor I. Professor ll.

Ab dem Jahre 1856 stehen auch die genauen Daten über Ein- und Austritt dereinzelnen Lehrkräfte aus dem Schuldienst in Billed zur Verfügung. Einen Aufschluß über die Verteilung dieser 71 Lehrkräfte auf die einzelnen Fachgebiete soll uns die folgende Tabelle geben: Anzahl der Lehrkräfte Fachgebiet l -------------------Zeichnen _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _:... _ _ _ _ Französische Sprache 2 3 Naturkunde 3 -------------------Chemie 4 -------------------Physik 5 - - - - - - - - - - - - - - - - - T u r n e n und Sport 5 - - - - - - - - - - - - - - - - - - Mathematik 6 Erdkunde 6 - - - - - - - - - - - - - - - - - Deutsche Sprache 8 ------------------Geschichte 9 - - - - - - - - - - - - - - - - - Russische Sprache 9 - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Musik 10 - - - - - - - - - - - - - - - - - Rumänische Sprache

Musik und Zeichnen werden in folge der geringen Stundenanzahl an beiden Abteilungen von einer Lehrkraft unterrichtet.

Anzahl der Schüler an den Schulen von Billed 1778-1977 Obwohl wir die ersten Schulmeister und Lehrer, die an der Schule in Billed unterrichteten, namentlich kennen, fehlen von den ersten elf Schuljahren [1766-1777] die Anzahl der Schüler, die diese Schule besuchten. Aus diesem Grund beginnt die nun folgende Tabelle mit dem Schuljahr 1778/79. Schuljahr

Schülerzahl

Schuljahr

Schülerzahl

Schuljahr

Schülerzahl

Schuljahr

Schülerzahl

1778179 1784/ 85 1787/ 88 1788/ 89 1793/ 94 1802/ 03 1804/ 05

145 76 127 192 195 218 379

1805/ 06 1806/ 07 1806/ 08 1808/ 09 1809/ 10 1810/ 11 181112

386 376 372 318 374 419 400

1812/ 13 1913/ 14 1814/ 15 1815/ 16 1816/ 17 1817/ 18 1818/ 19

418 412 445 455 466 483 489

1819/20 1820/21 1823/24 1824/25 1825/ 26 1826/ 27 1827/28

503 513 461 549 534 525 512

507


Schuljahr

Schülerzahl

1830/ 31 1832/33 1833/34 1834/35 1836/ 37 1837/ 38 1838/39 1840/41 1841 /42 1842/43 1846/ 47 1848/49 1850/51 1851 / 52 1852/ 53 1853/ 54 1854/55 1856/57 1857/ 58 1858/ 59 1860/61 1861 / 62 1862/ 63 1863/ 64 1864/ 65 1865/ 66 1866/67 1867/68 1868/ 69 1869170 1870171 1871172 1872173 1873174

543 550 544 528 572 598 470 506 447 480 567 625 696 602 603 666 641 584 634 653 683 763 710 713 759 741 706 732 694 723 762 745 778 786

Schuljahr

Schülerzahl

1874175 1975176 1976177 1877178 I 878179 1879/ 80 1880/8 1 188 1/ 82 1882/83 1883/ 84 1884/ 85 1885/86 1886/8 7 1887/ 88 1888/ 89 1889/ 90 1890/91 1891 / 92 1892/ 93 1893/ 94 1894/95 1895/96 1896/97 1897/ 98 1898/ 99 1899/ 1900 1900/ 1 1901/2 1902/ 3 1903/4 1904/ 5 1905/ 6 190617 1907/ 8

821 834 811 766 725 651 653 698 677 719 729 761 774 796 785 836 838 843 851 807 75 1 709 673 568 513 552 554 551 551 561 582 556 544 545

Schuljahr

Schülerzahl Schuljahr

1908/ 9 1909/ 10 1910/ 11 1911/12 1912/ 13 1913/ 14 1914/15 191 5/16 1916117 1917/ 18 1918/ 19 1919/20 1920/2 1 I 92 1/ 22 1922/23 1923/24 1924/25 1925/26 1926/ 27 1927/28 1928/29 1929/30 1930/3 1 1931/32 I 932/ 33 1933/ 34 1934/35 1935/ 36 1936/ 37 1937/ 38 1938/39 1939/40 1940/41 1941/42

5 16 476 445 457 424 407 354 366 446 33 1 38 1 37 1 339 342 284 262 298 200 227 278 33 1 3 16 359 372 408 418 394 393 393 370 362 340 302 299

1942/ 43 1943/44 1944/45 1945/46 1946/ 47 I 947/48 1948/49 1949/50 1950/ 51 1951 / 52 1952/ 53 1953/ 54 1954/55 I 955/ 56 1956/ 57 1957/ 58 1958/59 1859/ 60 1960/ 6 1 1961/ 62 1962/ 63 1963/64 1964/ 65 I 965/ 66 I 966/ 67 1967/ 68 1968/69 I 969170 I 970171 1971172 1972173 1973174 1974175 1975176 1976177

Die Schulklassen 1765-1977 1765 1766- 1791 179 1- 1816 18 16- 1823 1823-1848 1848-1859 1859-1877 1877-1890 1890-1916 z. B.

1916-1919 1919-1925 1925- 1932 1932-1934 1934 - 1944 z. B.

508

I Klasse für Knaben und Mädchen 1 Klasse für Knaben und Mädchen 2 Klassen für Knaben und Mädchen 2 Klassen für Knaben und Mädchen 2 Klassen für Knaben, 1 für Mädchen 3 Klassen für Knaben, 1 für Mädchen 3 Klassen für Knaben, 2 für Mädchen 4 Klassen für Knaben, 3 für Mädchen 4 Klassen für Knaben, 4 für Mädchen I. Klasse Knaben Il. Klasse Knaben lll.- IV . Klasse Knaben V.- VI. Klasse Knaben

I. Klasse Mädchen Il. Klasse Mädchen III. -IV. Klasse Mädchen V.-Vl. Klasse Mädchen

3 Klassen für Knaben, 3 für Mädchen, 1 Klasse gemischt 3 Klassen für Knaben, 3 für Mädchen, 2 Klassen gemischt 1 Klasse für Knaben, 1 für Mädchen, 4 Klassen gemischt 1 Klasse für Knaben, I für Mädchen, 5 Klassen gemischt 1 Klasse für Knaben, I für Mädchen, 4 Klassen gemischt I. Klasse gemischt 1!. Klasse gemischt 1!1. Klasse gemischt IV. Klasse gemischt

V.- VI.- VII. Knaben V.- VI.- VII. Mädchen

Schülerzahl 253 238

127 223 234 216 191 166 137 118 100 119 126 140 155 172 185 225 237 266 284 272 273 271 271 248 234 208 187 176 18 1 184


1947/48 1948/49 1949/ 50-53/ 54 1954/ 55 1955/ 56-56/ 57 1957/ 58 1958/ 59-59/ 60 1960/ 61-61 / 62 1962/ 63-63/ 64 1964/ 65-69170 1970/71-76/77

3 Klassen gemischt [1., 2., 3. Klasse] 6 Klassen gemischt [1. --{}. Klasse] 7 Klassen gemischt [1.-7. Klasse] 6 Klassen gemischt [1.-7. Klasse] 5 Klassen gemischt [1.-7. Klasse, 1., 3. Klasse simultan 2. , 4. Klasse simultan 5 Klassen gemischt [1. -7. Klasse] [gemeinsam] 6 Klassen gemischt [1.-7. Klasse] 7 Klassen gemischt [1.-7. Klasse] 8 Klassen gemischt [1.-7. Klasse] 9 Klassen gemischt [1.-8. Klasse] 8 Klassen gemischt [1. -8. Klasse]

Kindergärtnerinnen des deutschen Kindergartens 1892-1976 GEMEINDE-KINDERGARTEN 1. Grünauer Barbara 2. Rieder Barbara 3. Stafiescu Gratiana 4. Borka Wilhelmine 5. Thöreß lnge 6. Roman Maria 7. Weber Margarete

1892-1903 1903-1936 1936-1938 1. IX. 1938-31. VIII. 1953 15. VIII. 1953-28. II. 1955 1. III. 1955-30. XI. 1955 1. III. 1956-28. II. 1965

1965 Zusammenschluß mit dem LPG-Kindergarten LPG-KINDERGARTEN 1. Märzacker Anna 2. Röhrich Anna 3. Vollmann Elfriede 4. Herrenreich Emma 5. Pierre Margareta 6. Hehn Arntrud 7. Roman Maria 8. Weber Margareta 9. Botezatu Mariana 10. Berbega Elisabeth

1. IX. 1956-28. II. 1957 15. Ill. 1959:...31. VIII. 1959 1. IX. 1959-VII. 1973 23. IX. 1963-30. XI. 1963 1. IV. 1965 1. IV. 1965-31. VIII. 1973 1. III. 1965-31. VIII. 1976 1. IX. 1973 1. IX. 1976

Die Billeder "Studierten" und solche, die "Schule han" Wie wir bereits bei den in Billed tätigen Ärzten gesehen haben, stammte vor dem Jahre 1945 der Großteil der Intellektuellen in Billed aus anderen Banater Ortschaften. Dagegen waren die Billeder in ganz Ungarn und auch in Übersee anzutreffen. Heute steigt die Zahl der Billeder, die höhere Schulen besuchten, ein Lyzeum oder eine technische Schule absolvierten, ständig an. Schon aus diesem Grund kann der nun folgende Versuch einer Aufstellung über die Billeder, "die Schule han" nicht vollständig sein. Wir bitten daher um Verständnis, und falls bei den Ihre Familie oder Ihre Person betreffenden Angaben einige Daten fehlen oder nicht stimmen, schreiben Sie bitte Ihre Ergänzungen sowie die korrigierten Hinweise auf ein für Sie in diesem Buche bestimmtes und reserviertes Blatt. Die richtigen Daten sollen für ihre Nachkommen erhalten bleiben. In der folgenden Aufstellung sind die Namen, das Geburtsjahr, die Hausnummer in Billed und der Ort der Tätigkeit angeführt. Die Musikpädagogen finden wir in dem Beitrag für Musik. 509


Geistliche Personen: Bischof Nikolaus Humme~ 1924/136, Altkatholische Kirche Wien Pfarrer Peter Ballmann, 1885/228, Ritter v. Banat, gef. im I. Weltkrieg Pfarrer Soltan Buding, 1924/111 in Komlosch

Ordensbrüder: Wilhelm Bäumchen, 1891 /341 , Franziskanerpater in Ungarn Johann Büchler, 1888/285, Franziskanerpater in Malatzka/Pressburg Peter Jung, 1905/ 59, Franziskanerpater in Malatzka/Pressburg Franz Weber, 1902/584, Franziskanerpater in Ungarn

Hoch- und Mittelschullehrer sowie sonstige Pädagogen und Erzieher: Grete Ballmann/Eichert Heidi Ballmann/Wild Jakob Ballmann Anna Billinger/Pfeifer Magdalena Bojar/ Beck Apollonia Braun Katharina Braun Barbara Büchler/ Neumann Elisabeth Büchler Illusch Buding Anna Divo Hans Donawell Katharina Donawell Adam Frick Hans Gehl Barbara Gezda/ Orner Barbara Goschy J osef Goschy Helga Haupt Emma Herrenreich Jakob Höckl Albert Körber Peter Krier Karl .Macher Jakob Mager Elisabeth Martini [Frick] Katharina Paulus Margarethe Pierre [Siavik] Helmut Pilli Christa Plennert/ Weber Johann Rieder Nikolaus Rollinger Grete Schackmann/ Meinhardt Anna Schiller/ Menning Susanna Schneider Dietlinde Slavik Raimund Steiner Margarethe Weber/ Divo Wilhelm Weber Elisabeth Zimmer Josef Zimmer Katharina Zimmer

510

1947/116 1950/116 1920/224 1957/ 109 1929/708 1880/472 1951/307 1948/287 1941/287 1894/111 1923/ 202 1884/ 235 1886/235 1885/123 gef. im I. Weltkrieg 1926/ 116 1944/744 1898/299 1870/299 1949/403 1936/436 1882/ 1799/ 1935/ 50 1844 1950/6 17 1942/5 75 1888 1932/227 1942/ 439 1954/431 1885/ 46 1951 /68 1 1951/26 1949/88 1937/718 1957/683 1941/429 1921/202 1924/202 1943/ 529 1873/437 1956/292

Gertianosch Marienfeld Bi IIed Bi IIed Bi IIed Ungarn Reschitz/BRD Bukarest Sathmar Budapest Bi IIed Szegedin/ Oberwart Kleinbetschkerek Bi IIed Bi IIed Budapest Bi IIed Bi IIed Billed/BRD Alexanderhausen Billed Billed/BRD Bi IIed Sathmar Temeswar Kalifornien Bi IIed Kronberg/ BRD Bi IIed Bi IIed Temeswar Großjetscha Hermannstadt BRD Billed Ratingen/ BRD Billed Bi IIed Pitesti Bi IIed Temeswar


Kindergärtnerinnen : Brigitte Braun Helga Eicher! Marianne Herbst/ Botezatu Katharina Lang/Braun Elisabeth Luckhaup Barbara Rieder Maria Roman Maria Tasch/ Billinger

1958/ 409 1958/460 1953/ 324 1940/ 306 1937/ 209 1883/300 1919/ 346 1954/80

Temeswar Temeswar Bi IIed Bi IIed Bi IIed Bi IIed Billed Bi IIed

1875/ 295 / 300

Bi IIed Billeder/Temeswar

1907/ 431 1920/ 306 1890/ 346 1860/96 19401718 / 489 1898/ 358 1896/3 58 1948/3 12

Heidelberg/BRD Reutte/ Österr. Budapest Sackelhausen Bi IIed Szegedin Budapest Budaörs Bad Reichenhali/ BRD

Recht sa nwälte: Paul Fernbach Stefan Petö

Ärzte : Prof. Dr. Dr. Josef Becker Med. Rat Dr. Hans Braun Dr. Emmerich Kleitsch Dr. Wilhelm Rieder Dr. Jakob Schneider Dr. Peter Slavik Dr. Desiderius Thöreß Dr. Eduard Thöreß Dr. Eduard Thöreß

Ti e rärzte: Dr. Heinrich Feiler Dr. Julius Hager Dr. Franz Haupt Dr. Jo hann Niernberger Dr. Peter Niernberger

1939/ 303 Alexanderhausen/ BRD 1928/ 238 Oradea/ BRD 1915/431 Billed/ BRD 1898/416 Ungarn 1893/ 416 im I. Weltkrieg gefallen.

Apotheker: Dr. Johann Becker J osef Becker Johann Slavik J akob Uitz

1870/ 339 1896/ 339 1896/ 306 1880/ 118

Argenlinien Bi IIed Lovrin/ Kula/Johannisfeld Bi IIed

Apotheker-Assistentinnen: Ackermann He lene/ Packi Elisabeth JungtNeumann Käthe Schnur/Schulz Johanna Schwarz

19351181 1955/ 137 19521173 1955/ 124

Arad Lovrin Bi IIed Neudorf

Medizinische-Assistentinnen : Anna Jakobi Magdalena Leidecker/ Hehn Gerlinde Schumann/ Herrenreich

1953/ 211 1954/ 804 19591749

Temeswar Bi IIed BRD

1926/ 295

Wien

Dipl. Sozialarbeiter: Susanna Neuwirth

511


Dentisten: Adam Alexius Franz Dugonitsch Hugo Dullin Hans Hager

1920/222 1954/411 1889/ 299 1926/ 238

Mönchen-Gladbach/ BRD Hatzfeld Temeswar/Budapest Steierdorf/ BRD

Ingenieure, Chemiker, Physiker und Wirtschafts-Wissenschaftler: lnge Aigner/Thöreß Hilde Billinger/Thöreß Jakob Gilde Maria Hager/ Krispin Elisabeth Packi/ Hehn Kar! Packi J ohann Pierre Jakob Rieder Hans Roman Elisabeth Schmidt/ Holz Elisabeth Seiler Elisabeth Steiner/ Schulz Hans Steiner Hans Steiner Josef Wikete

1944/ 312 1952/ 548 1902/ 484 1934/238 1951 / 563 1943/181 1885/339 1923/ 1941/346 1951/ 509 1953/ 445 1947/171 1915/ 450 1945/ 171 19351789

München Bad Reichen hall Bukarest ? Temeswar Bereksov Bi IIed East Brunswick/ USA München Temeswar Temeswar München Berlin Bi IIed Temeswar

1860/ 356 1879/241 1891/298 1870/ 359

Bi IIed Aurelheim Bi IIed Bi IIed

Notare: ? Eicher! Johann Herbst Hans Linzer Jakob Thöreß

Postmeister, Postbeamte: Katharina Braun Elisabeth Fischer Mathias Geiß Peter Kasper Helga Schmidt Maria Slavik/Dolghi

1948/ 469 1885/309 1867/474 19041794 1956/ 350 1924/ 15

BRD Billed Karansebesch Rumänien Alexanderhausen Bi IIed/ Alexanderhausen

1875/ 478

Bi IIed

Bahnhofsvorstand: Michael Thöreß

Architekten, Bauingenieure , Baumeister: Hans Fost Johann Gilde Hans Klein Hans Martini Hans Mumper Jakob Mumper Peter Neumann Josef Plennert Michel Wolf

512

1947/ 349 1901/ 484 1936/234 1934/ 375 1908/463 1905/ 463 1940/ 455 1951/ 605 1901/175

Herkulesbad/ BRD Bukarest Reschitz Temeswar Buk arest Buk arest/ USA Lugosch Temeswar Temeswar


Bautechniker, Technische Zeichner und andere Techniker: Niko laus Frick Johann Gallo Peter Gi lde Susanna Hahn/ Schummer Richard He hn Hans Ortinau Anna Schütz/Fost Jo hann Slavik

1936/ 5 12 19501104 1950/ 400 1948/ 695 1940/ 257 1957/ 229 1948/ 349 1955 /683

Sollingen/ BRD We inga rte n/ BRD Me rcydorf Temeswar Karlsruhe Bi IIed R astatt/ BRD Temeswar

1903/ 25 1 1896/ 336

Brauere i Temeswar Bad und Kurha us Busiasch

Direktoren: J osef Gergen Albert Sladek

Mini s t e rialbeamte , Grundbuchl e iter: Adam Dilk Gerti Grün/ Mai Johann Puljer

1889/290 1950/ 350 1885 / 114

Bi IIed BiUed wurde als Geisel in Rußland für Be la Kuhn ausgetauscht. Budapest

1895 / 220

K. u. k. Oberleutnant Ungarn

1938/ 205 1948/ 297

Buka rest Buk arest/ BRD

1946/707

Bukarest

Be ruf so ff i z i e r·e : Johann Gi lde

Journalisten : Hans Frick Hans Steiner

Dipl.-Dolmetscher: Margarete Wilhe lm

B a nkbeamte, Sparkassenangestellte : Elisabeth Dre ier Nikolaus Fischer Anna Fost/ Siavik lre ne Henz Susanna La hni He lga Nothum/ Ritter Emmerich Spiritza Michael Thöreß Nikolaus Weber Adam Weiter

1949/ 373 1875 / 584 1948/ 300 19 17/ 257 1956/ 645 1948/ 290 19 10/238 1900/774 19 14/ 241 1896/439

Münche n Temeswar Temeswar Bi IIed Temeswar Harnburg Budapest Budapest Billed T emeswar

Buchhalter , Oberbuchhalter, Revisoren , Steuerberater: Käthe Ballmann Maria Dippong Peter Dreier E lisabeth Gayer Else Jochum/Tuttenuit Hans Linzer Hans Neumann. Heidrun Pfersch/ Gross Nikolaus Pe rsch

1937/ 520 194 11172 1948/ 343 1937/ 63 1 1938/ 424 19 18/298 1929/ 614 1943/ 573 1935/ 573

Frankentai/BRD Bi IIed München/ BRD Bi IIed Bi IIed Karlsruhe/ BRD Bi IIed Bi IIed Bi IIed

513


Hans Rade mac her Adam Schaljo Anna Sl avik Hans Slavik Peter Slavik Jakob Thöreß Johann Wo lf

1950/ 389 1935/ 52 1 1934/ 3 11 1928/683 1938/29 1 19 18/ 3 12 1912/ 469

Bi IIed Bi IIed Bi IIed Bi IIed Lovri n Bad Reiche nha ll/B RD Bi IIed

1937/700 1927/ 229 1928/ 357 1883/ 243 19 10/ 3 10 1912/ 3 10

Bi lled BRD Bi IIed Bi IIed Bi IIed Bi IIe d Neusiedl/Uihel

Gemeindeangestellte: Barbara Krie r Hans Ortinau Barbara Pfersch/ De leanu Josef Slavik Albert Thöreß Kaspar Thöreß

An dieser Aufste llung haben die folgenden Landsleute mitgea rbeitet: J akob Zimmer, Nikolaus Mann t . Emm a Groß, Sepp Gallo, J akob und Maria Slavik, Hans und Elisabeth Klei n, Fran z Herre nreich, ein Dok tor, der nicht ge nannt se in wi ll , Frau Ma ria Endres in der NBZ Temeswar vom 17. 5. 1977 und nicht zuletzt Pete r Thö reß im " De r Donauschwabe " Aalen vom 18. 4. 1979.

Der Billeder Rentnerverein 1975-1980 D er Re ntnerverein, auch Pensionistenklub genannt, ist wahrscheinlich de r einzige Ve rein , der nach dem Zweiten Weltkrieg in Billed gegründet wurde. Im Dezembe r des Jahres 1975 wurde auf Anregungdes SO jährigen Hans Müller und des 67jährigen Jakob Lenhardt ein Verein der Re ntner gegründet. Die Generalversammlung hatte zunächst eine Leitung gewählt : Jakob Lenhardt, Präses, Vorstandsmitglieder : H ans Müller, Adam Kneip, Nicolae Simoc, Jakob Mann. Bürgermeister Han s Schmidt hat den Rentnern ein Zimmer im e rste n Stock des Kulturheimes zur Verfügung geste llt. Im Klubzimmer stehen ein Billardtisch und weitere sechs Tische zum Karte nspielen. Am Anfang waren nur ac ht Mitglieder, im Juli 1979 waren es bereits 107. Man hoffte, die Zahl 200 noch zu e rreichen. Die Klubtage finden jeden Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag statt. Zu den eifrigsten Klubgängern gehören der 82jährige Mathias Hahn, Nikolaus Seibert, Georg Schütz, Kar] Packi, Adam Wagner, Sebastian Hammer, H ans Klein und Theresia Weber. Das Bill ard-Freundschafts-Turnier im vorigen Jahr [1 979], an dem sich 24 Konkurrenten beteiligten, gewan n Kar! Packi, Zweiter wurde Jakob Zimmer und Dritter Jakob Mann . Einer der Höhepunkte der Vereinstätigkeit sind die Ausflüge, an der sich alle Mitglieder sehr lebhaft beteiligen.

51 Senioren der Gemeinde Billed und ihr Alter Nach einer Aufstellung, die Landsm ann Johann Müller zusammenstellte, leben heute [1 980) 51 Personen in Bi IIed, die das ac htzigste Lebensjahr erreichten bzw. überschritten haben. 4 7 von ihnen wurden noch im vorigen J ahrhunde rt geboren und vier im Jahre 1900. 514


Name Gängler Eli sabeth Reiche! Theresia Mager Eva Pack i Magdale na Hehn Adam Kroglot h Elisabetht Eichert Adam Portscheller Hans Zimmer Katharina Graf Jlka Breite nbach J akob Reiche! Susanna Klein Theresia Bier Elisabeth Schortje Maria Mutter Maria Neiß Anna

Alter

93 93 92 92

92 92 92

91 91 90 90 88 87 86 86 85 85

Name Fischer Nikolaus Breitenbach Maria Büchler Mathias Büchle r Barbara Steier Maria Steier Mathias Hahn Mathias Schulde Margarete Follmer Elisabeth Geiß Jo hann Höchst Elisabeth Heinz Katharin a Schwarz Barbara Frei Maria Rugel Elisabeth Slavik Anna Slavik Jo hann

Alter

85 85 84 84 84 84 84 84 84 83 83 83 83 83 83 83 83

Name Geiß Jo hann Reiche ! Margarete Slavik Elisabeth Muh! Mathias Riede r Adam Müller Johann Portscheller Josefin e Hahn E lisabeth Follmer Franz Feiler Elisabeth Lauth Gertraud Backhaus Johann Keller Therese Metzger E lisabeth Slavik Barbara Slavik Johann Muttar Jakob

Alter

83 82 82 82 81 81 81 81 81 81 81 81 81 80 80 80 80

Billed heute [1980] Die größten Veränderungen hat Billed am nördlichsten Ortsrand durch die vielen Bohrtürme, die das schwarze Gold der Banater-Heide in die Rohrleitungen pumpen, erreicht. Von dem neugeschaffenen Verladebahnhof werden täglich viele Hunderte Tonnen Erdöl mit großen Tankwaggons in die Raffinerien des Landes abtransportiert. Auf den Waggons steht groß: Heim atbahnhof Billed. 5900 Quadratmeter Gehsteige wurden im J ahre 1979 in der Gemeinde Billed gebaut. Diese Arbeiten werden im heurigen J ahr fortgesetzt. Ferner wurden drei Bushalteste llen in der Gemeinde überdacht. D as Wasserleitungsnetz ist im ganzen Ort so gut wie ausgebaut und abgeschlossen. 22 Kilometer Wasse rleitungsrohre wurden insgesamt verlegt. In diesem Jahr soll mit dem Bau der Kanalisation und der Kläranlagen begonnen werden . In den letztenJahrenwurde die Bahngasse von der Hauptstraße bis zum Bahnhof asphaltiert. Die Hauptstraße wurde mit Blumenbeeten und Rasenanlagen versehen. Das Kulturheim kaufte eine elektrische Orgel und elektrische Gitarren und stellte sie den Jugendlichen zur Verfügung. Im Kulturheim selbst werden zahlreiche Diskotheken- und Tanzabende veranstaltet. Die deutsche Bevölkerung baut in ihren Hausgärten vielfach Gemüse wie Paprika, Tomaten und Blaufrüchte als Nebenbeschäftigung an. T ausende Quadratmeter Wollstoffe werden jährlich von den deutschen Frauen und Mädchen in Heimarbeit repassiert. Wenn die deutschen Menschen heute ihre Heimat verlassen wollen, dann ist es keine materielle Not, die sie dazu veranlaßt, sondern einzig und allein die Sorge um den Fortbestand des Deutschtums in Billed.

Ehrliche Finderin Eine Billeder Marktfrau übergab Samstag, den 18. Oktober 1980, zwei Reisetaschen mit Kleidern und anderen Gegenständen, Geld und Akten bei der Marktverwaltung auf dem " Temeswar 700"-Platz. Die Objekte wurden inzwischen vom Besitzer abgeholt, der sich bei der ehrlichen Finderin, deren Name er leider nicht kennt, auf diesem Wege herzlich bedanken möchte. So zu lesen in der " Neuen Banater Zeitung" vom Mittwoch, dem 29. Oktober 1980, Seite 8. Kommentar : Auch das ist Billed! 515


Tabakernte in Billed [1 970).

Klei ner Zahlenspiegel über den Kaufwert des Ge ldes 1973- 1978 I kg Brot . . . . . . . . . . . . . . .. .. .. .. ... .. . .. .. .. .. .. 1 kgFieisch . . . . . . . . . . . . ................. 1 kgZucker . . . . . . . . . . . . . ..... .......... 1 I Milch 1 I Tischwein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . .. .. .. . . . .. .... 1 Stk. Hühnerei . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100 kg Weize n . . ... . ............ . .... . ..... . .... . .. . .. . ... 100 kg Mais . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. .. .. . . .. .. .. .. ... .. .

Lei 2,- bis 5,Lei 20,-bis 35 ,Lei 7,-bis 9,Lei 2,-bis 4,Lei 10,- bis 20,Lei !,-bis 2,Lei 300,-bis 350,Lei 250,- bis 300,-

Monatsverdienst e ines Fabrik sarbeiters oder mittleren Angestellten: ca. 1600,- bis ca. 2600,- Lei Mo natliche Rente eines Pe nsionisten oder Re ntners: 300,- bis 1200,- Lei.

Handball in Billed [1980] Heute gibt es in Bi IIed zwei H andballm annschaften, von denen eine in de r Kreismeisterschaft mitspielt. Aus dem Schulhof der alten Schule und aus einem Stück Garten des angrenzenden Pfarrhofes wurde im Jahre 1975 ein ausgezeichneter Sportplatz. Das Spielfeld wurde mit Bitumen [Erdharz, Pech) überzogen und am R and desse lben eine Tribüne für rund 200 Besucher aufgebaut . Um diesen Sportplatz auch in den Abend- und Nachtstunden benützen zu können, wurde eine F lutlichtan lage installiert. E in Großteil diese r Arbeiten wurden im freiwilligen Arbeitseinsatz der Jugend und den Sportlern vo n Billed durchgeführt.

51fi


Thermalstrand und Naherholungscenter in Billed [1980] Neben der Landstraße nach Alexanderhausen, ungefähr bei der Ziegelei, wird am Auf- und Ausbau eines Naherholungszentrums gearbeitet. Hier stieß man bei Bohrungen nach Erdöl auf eine Thermalquelle, die in der Sekunde über 40 Liter 63 Grad heißes Wasser ausstößt. Das Thermalwasser hat durch Untersuchungen und Analysen gezeigt, daß es wohl therapeutische Eigenschaften besitzt, die aber für einen Kurbetrieb nicht ausreichend sind. Nachdem die wirtschaftliche Nutzung des heißen Wassers in der Billeder Hanffabrik seit vier Jahren läuft, soll es nun auch der Bevölkerung zugute kommen. Die Pläne für ein Strandbad wurden in einem Temeswarer Planungsinstitut entworfen und sehen die folgenden Anlagen vor : I großes Schwimmbecken mit olympischen Ausmaßen 1 kleineres Planschbecken für Kinder mehrere Sport- und Spielplätze J Liegewiese mit Sonnenschirmen · J Parkplatz 1 Kegelbahn Die Bevölkerung von Billed hat einen Großteil der vorgesehenen Arbeiten bereits im freiwilligen Arbeitseinsatz durchgeführt. Mit einer teilweisen Übergabe an die Öffentlichkeit rechnet man noch im Jahr 1980.

Vorläufig mündet die Thermalquelle noch in den Straßengraben [1980].

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Trachten und Kleidung unserer Vorfahren Bei der Ansiedlung und Ortsgründung von Bitted trugen die aus Deutschland gekommenen verschiedenen Siedlergruppen die mitgebrachte Kleidung ihrer Heimatländer. Über das Aussehen dieser Kleidung gibt es im ganzen Banat kein authentisches BildmateriaL Nur alte Museumsstücke und Trachtenbilder a us den Herkunftsgebieten geben un s ein ungefähres Bild über die alte Tracht, die unsere Vorfahren beim Einzug in Billed getragen haben. Stefan Jäger versuchte in sei nem Bild " Die Einwanderung der Banater-Schwaben im 18. Jahrhundert" die Trachten in Farbe festzuhalten. Zu diesem Zwecke bereiste er Anfang der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts die Herkunftsgebiete der Siedler in Deutschland und sammelte Unterlagen für sein großes Werk. Die von den Kolonisten aus Deutschland mitgebrachten verschiedenen Volkstrachten sind im Laufe derJahrezerrissen und unbrauchbar geworden. Folgedessen verschwanden allmählich die herkömmlichen Kleidungsstücke der ersten Ansiedler. Für eine Neuanschaffung von den üblichen Volkstrachten aus der alten Heimat bestand im Eingliederungsprozeß der Kolonisten im Banat keine Möglichkeit und wahrscheinlich auch kein Verlangen . Die in Billed und im ganzen Banat heimisch gewordenen Siedler konnten ihre Abstammung, ihr Herkunftsland nicht mehr weiterhin durch ihre Kleidung dokumentieren und so kamen die neuen Kleidertrachten auf.

Junges Paar in Billeder Tracht vor 100 Jahren, im Jahre 1885. [Großeltern von Hans Pilli, BRD.]

SIR


Aus selbst gesponnenem Garn des selbstgebauten Hanfs woben die Dorfweber eine zwar grobe, aber umso dauerhaftere Leinwand. Diese wurde in leichterer und gröberer Ausführung zur Herstellung von Leib- und Bettwäsche, Handtücher, Säcken und Plachen verwendet. In blauer Farbe wurde diese Leinwand auch für Oberbekleidung von Kindern verwendet. Ja nicht einmal Knöpfe benötigten unsere Vorfahren für diese Kleider und Wäsche, denn als Verschluß dienten Garnschnüre, die statt der Knöpfe in knüpfbarer Länge angenäht wurden. Für Männerkleider wurde das in Siebenbürgen aus Schafwolle gewalkte, blaugefärbte und über Debrezin ins Banat gebrachte Tuch, das sogenannte " bio Tuch" oder auch "Debreziner Tuch " verwendet. Schon unter Graf Mercy wurde in Temeswar in der Aba-Tuchfabrik das grobe, ungefärbte Wollzeug für die Trachten und Kleider der Nationalisten im Banat erzeugt. Ein Anzug aus solchem Stoffe wurde nur an Sonn- und Feiertagen, ferner bei winterlichen Ausgängen getragen und enthob seinen Träger- bei einiger Schonung- für sein ganzes Leben der Kleidersorgen . Ich kannte noch viele Männer, die in ihrem einstigen Hochzeitsanzug begraben wurden. In vielen Familien gab es damals nur einen einzigen, mit Pelz gefütterten Winterrock, welchen sämtliche Familienmitglieder, alte und junge, männliche und weibliche, bei strenger Winterkälte gelegentlich der notwendigen Ausgänge abwechselnd benützten. Frauen und Mädchen konnten von den aus Kärnten in Österreich auf schweren Planwagen einherziehenden slowenischen Händlern ihren Bedarf an Stoffen für ihre Kleider eindecken. Zur üblichen Kleidung hängten die Frauen Umhängtücher über. Auf dem Kopftrugen sie ein Kopf-

Familienbild in original Billeder Tracht im Jahre 1905. [Großeltern von Hans Sauer, Österreich.]

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tuch, darunter einen Haarknoten oder einen geflochtenen Zopf. Mädchen trugen geflochtene Zöpfe mit Schleifen im Haar. Der Stirnbogen des Tuches ist spitzgiebelig, steife Papiereinlagen oder auch ein viereckiges, steifes Leinentuch, das in das Kopftuch eingeschlagen wird, sollen eine schöne Bogenbildung gewährleisten. Der Knoten des Kopftuches sitzt unter dem Kinn. Ältere Frauen tragen schwarze, jüngere Frauen, Tücher in hellen Farben, geblümt oder gemustert. Das Kopftuch für die Festtage ist aus Seide. Das einfache Alltagstuch wird zur Arbeit oft im Nacken gebunden, das ist dann ein " Schickseltuch". Im Sommer dienen den Frauen bei der Feldarbeit große Strohhüte zum Schutz gegen die Sonne. Typisch für die Haartracht der Billeder Frauen war ein fest geflochtener Zopf, der vom Hinterhaupt gefaltet über den Kopf bis zur Stirnhaargrenze gelegt und mit einem Zierkamm befestigt wird. Die Männer trugen bei der schweren Feldarbeit Hemd und Gatje. Die Gatjehose [ung. Gatya] war eine lange, breite, weiße Leinenhose mit einer Schnur im Bund zum Festbinden. Sie war sehr kühl und luftig und am unteren Ende der Beine häufig befranst oder auch mit Stickerei verziert. Über die Gatjehose wurde eine blaue Schürze, die " Scherz", getragen, und an den Füßen weiße Socken in Lederschl apfen . Der Sonntagsanzug der Bauern und der schulentlassenen Burschen bestand aus einer dunkelblauen oder schwarzen Stiefelhose und einem Leiwl [Weste] mit dichten runden Silberknöpfen. Als Fußbedeckung trugen sie Stiefeln mit hohen Schäften.

Zwei Schwestern in Billeder Tracht nach dem Ersten Weltkrieg 1918. [Links die Mutter von Landsmann Franz Tobias, Dachau.] 520


Dieser Sonntagsanzug gehört heute noch zur typischen Schwäbischen Tracht, die zur Kirchweih und Schwabenbällen getragen wird. In Billed sagte man in der Mundart zur Hose : Bux. Dies ist der Name der alten Kniehosen, die früher wirklich aus Bocksleder, später aus Tuch gefertigt waren und von den ersten Siedlern in Billed getragen wurden . Als Kopfbedeckung diente im Sommer ein Filzhut und im Winter eine schwarze Kappe aus Lammfell [Pelzkapp) . In Billed wurden im Hause Schlappen [Pantoffel), die aus Leder gefertigt waren, getragen. In den meisten Bauernhäusern wurden die Schlappen vor dem Eintreten in die Stube vor der Tür abgestellt und diese nur in Wollstrümpfen betreten. Im Zimmer selbst wurden Samtschlappen benützt. Ebenso am Sonntagnachmittag, wenn Nachbarn und Freunde im Sommer sich vor dem Hause auf der Gassenbank zu einer Tratschpartie einfanden. Der von den deutschen Siedlern getragene Schnallenhalbschuh wurde allmählich, noch in der ersten Generation, von den Stiefeln der Ungarn [Tschismen) abgelöst. Die Sonntagsstiefel waren aus Kordowan oder Wichsleder und wurden sehr rein gehalten. Die "Ailetagsstiefel" waren aus grobem Rindsleder. Diese Stiefel waren oben entweder glatt oder nach ungarischem Vorbild mit geschweiftem Oberrand und einem herzförmigen Ausschnitt, mit einer Rosette verziert. Später traten an die Stelle der Stiefel der hohe Schnürschuh. Bei schlechtem Wetter trug man auch Bakantschen. Für Stall- und Feldarbeiten wurden Schleichert [Schleicher], auch Opintsch

Junges Paar im Jahre 1935. Hier können wir nicht mehr von einer Tracht sprechen, sondern von einem Kleid und Anzug. [Michael und Maria Klein, heute USA.) 521


genannt, getragen . Unter Patsche versteht man in Bi IIed gestricktes oder gehäkeltes Fußzeug mit einer Ledersohle, das von jung und alt gern getragen wurde. Rund fünfzig Prozent der Schulkinder kamen im Sommer, noch in den dreißiger Jahren , in Patschen zum Unterricht. Das " Leiwl " mit den Silberknöpfen, das über dem Hemd getragen wurde, hieß sowohl im Saarland als auch im Banat im Volksmund der Bruschtl appe. Der Herrenrock , wie ihn die Männer trugen, hieß in Bi IIed Jangel. Der Kepernik war der Arbeitsmantel bei schlechter Witterung für die Bauern und ein typisches Kleidungsstück für Hirten , Nachtwächter und Feldhüter. Die Frauen in Billed trugen keinen Mantel, sondern ein Umhängtuch als Mantelersatz. Es kam aus Flandern und vom Niederrhein ins Banat. Als nach dem Ersten Weltkrieg die Frauen begannen sich in Seide zu kleiden, begann auch für die Männertracht der große Umbruch. Die Trachten der Väter und Großväter wurden nur mehr an Festtagen, wie Kirchweih und Schwabenball, getragen . Vgl. Schwicker, Johann Heinrich: die Deutschen in Ungarn und Siebenbürgen. Wien/Teschen 1881. Vgl. Lammert, Erich: Die Trachten in der Sprache. Erschienen in: Heide und Hecke. Beiträge zur Vo lkskunde der Banalerschwaben. Herausgegeben von Hans Gehl. Temeswar 1973. Seite 203 ff. Vgl. Kraushaar, Kar! : Sitte n und Bräuche der Deutschen in Ungarn . Wien 1932. Vgl. Kraushaar, Kar!: Kurzgefaßte Geschichte des Banates und der deutschen Ansiedler. Wien 1923. Seite 229 ff.

Junges Paar in Festtagstracht. Diese Aufnahme entstand auf dem ersten "Schwabenball " nach dem Zweiten Weltkrieg in Billed. (1972] [Franz und Theresia Klein , Billed.]

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Die Billeder Mundart Helga Scholz Die Mundart, eine Erscheinungsform der Sprache, ist ursprüngliches Mittel des gesellschaftlichen Verkehrs, das im Alltag die bestmögliche Verständigung und den Fluß des Gesprächs sichert . Diese lebendige Erscheinungsform der Sprache wollen wir auch in unserer Heimatgemeinde betrachten. Aus der Siedlungsgeschichte geht hervor, daß die Einwanderer aus verschiedenen, jedoch benachbarten Gegenden Deutschlands kamen. Den zahlenmäßig größten Teil der 252 Billeder Einwandererfamilien stellten moselfränkische Gebiete. Allein aus den um Trier gelegenen Kreisen der Rheinprovinz, Bernkastel , Birkenfeld, Merzig, Ottweiler, Saarburg, Saarlouis, Trier, St. Wendel und Wittlich ließen sich 94 Familien in Billed nieder. 30 Familien kamen aus den Iuxemburgischen Distrikten: Diekirch, Grevenmacher und Luxemburg. Eine Familie stammte aus dem Kreis Zell bei Koblenz. Fernerhin siedelten sich an: 5 Familien aus den um Mainz befindlichen rheinhessischen Kreisen Alzey und Bingen, 2 Familien aus den hessisch-starkenburgischen Kreise n Bensheim und Heppenheim, 20 Familien aus dem hessisch-homburgischen Kreis Meisenheim , 4 Familien aus den pfälzischen Bezirksamtmannschaften Kusel, Pirmasens, St. Ingbert und Zweibrücken, 24 Familien aus den Iothringischen Kreisen Belchen, Chateau-Satins, Diedenhofen, Forbach und Saargemünd, 17 Familien aus den unterfränkischen Bezirksamtmannschaften Alzenau, Lohrund Würzburg, 13 Familien aus den badischen Kreisen Karlsruhe und Mosbach, 1 Familie aus der württembergischen Oberamtmannschaft Waldsee sowie 41 Familien aus den Kreisen Arnsberg, Meschede und Olpe des westfälischen Sauerlandes. 1 Bei der Gründung Billeds sprachen somit von den 252 angesiedelten Familien: 125 (50 %) moselfränkisch, 55 (21 %) rheinfränkisch, 41 (16 %) westfälisch, 17 (6,6 %) ostfränkisch, 13 (6 %) südfränkisch und eine Familie (0,4 %) schwäbisch. Daraus ergibt sich, daß die Einwandererfamilien nicht weniger als 6 Mundarten vertraten . Wie hat sich dieses Verhältnis im Laufe der Zeit entwickelt? In dem Buch " Kleine Banater Mundartenkunde" von Dr. Johann Wolf wird Billed zu den moselfränkisch sprechenden Dörfern gezählt, zusammen mit Neubeschenowa, Neupetsch und Tschanad. Als Beweise dafür: - das für Billed charakteristische offene ä (läm = Lehm ; pän = Bein) - der Übergangslaut zwischen o und u (ouf = auf) der Übergangslaut zwischen e und i (meit = mit) die unverschobene Form "et" für "es" und " das" die neutrale Adjektivendung "-e t" für " -es" (klänet = Kleines) die Kennform " ne" für "er" (eis ne too? = Ist er da?) die Kennform " teir" (ihr), " ken" (geben), " kef" (gib!), " fludre" (aufwirbeln), "schlurpe " (schlürfen). Wenn sich die Billeder Mundart durch moselfränkische Merkmale von der Mundart anderer Banater-Dörfer auch abhebt, so haben sich aber allmählich immer mehr rheinfränkische Elemente durchgesetzt. Z. B. Man sagt p für pf (phärt = Pferd ; phaif = Pfeife; pluch = Pflug; apl = Apfel) b wird p, g- k, d- t (pale = Ball ; kärscht = Gerste ; tach = Dach) b wird w (puuwe = Buben ; oowet = Abend; traiwe = treiben) g fällt zwischen Vokalen aus (saaon = sagen; waaon = Wagen) g bleibt vor I erhalten (naaogl = Nagel; fou gl = Vogel) gerscheint nachrund I als eh oder j (sorche =Sorgen ; folche = folgen ; morje = morgen)

1

Vgl. Weber, Wilhelm: Familien- und He rkunftsforschung im nächsten Beitrag.

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- g wird im Auslaut eh (kruch = Krug; weech = Weg) - n fällt als unbetonte Endung ab (schteele = stehlen; schloofe = schlafen) Andere Merkmale sind: - die Verdumpfung des a zu o (joor = Jahr ; plooe = plagen) - die Verdunkelung des a zu o (paaort = Bart; naaorne = Name) - lange Vokale gegenüber kurzen der Hochsprache (preet = Brett; geel = gelb) - kurze Vokale gegenüber langen der Hochsprache (newl = Nebel; schtup = Stube). Von diesen vielen rheinfränkischen Merkmalen ausgehend, kann man die Billeder Mundart nicht mehr als moselfränkisch im eigentlichen Sinn bezeichnen, sondern als rheinfränkischmoselfränkisch. Es folgt nun eine Aufzählung der Laute, die in der Billeder Mundart aufscheinen. Zum besseren Verständnis der Aussprache wurde zwischen geraden Klammern ein hochsprachliches Wort angegeben, in dem der jeweilige Laut annähernd ausgesprochen wird. Dann folgen Beispiele in Lautschrift. Das hochsprachliche Wort steht daneben in runden Klammern.

Die Vokale - aao [dunkler als hochdeutsches langes a, wie z. B. in "Art", dem ein o folgt. Dieser Vokal ist also ein Mittelding zwischen a und o.] khaaort (Karte); taaoch (Tag); raaot (Rad); paaom (Baum) ; taaof (Taufe); Iaaof (laufe!) ; raaower (Räuber); zwaao (zwei) - a [kurzes a wie in "rasch"] ana (Anna); apken (abgeben); klat (glatt); - ee

[lang und geschlossen wie in "See"] weech (Weg) ; keen (gehen); schteen (stehen) ; scheen (schön); seen (Söhne) ; heer (höre!)

- e

[wird einmal kurz und geschlossen gesprochen wie in "elegant" ] schnek (Schnecke); weder (Wetter); khek (keck); knep (Knöpfe); khep (Köpfe); leeher (Löcher); schep (schief); mener (Männer) [Man spricht es auch kurz und offen wie in "Bett" . Dies e steht vor einem r.] erwes (Erbse) ; perch (Berg); kscher (Geschirr); phersch (Pfirsich); khersch (Kirche) ; kherwes (Kürbis); merschl (Mörser); kherp (Körbe)

- ä

[Dieses lange und offene e, wie in "Bär", kennzeichnet die Billeder Mundart. Man spricht fälschlicherweise von "pälet" und zitiert den Satz: "et klänet schteet meit äm pän eim läm oun kräscht." (Das Kleine steht mit einem Bein im Lehm und schreit.)] läm (Lehm); gäre (gern); schäre (scheren); päre (Bären); häscht (heißt) ; klän (klein) ; läter (Leiter) ; pän (Bein); frät (Freude); läp (Laib) ; wärter (Wörter)

- ei

[ist e + i zu lesen und entspricht nicht dem hochdeutschen ei ; i ist deshalb schräg geschrieben] meit (mit); ein (in; schpein (Spinne); kreiik (Krücke); schteik (Stücke); preik (Brücke)

- e

[das schräg gedruckte e bezeichnet einen Murmellaut, wie er auch im Hochdeutschen in Nebensilben (Matte, Rasen, gaben) zu hören ist, so auch im Rumänischen (mase = masä =Tisch)] laaofe (laufen); hune (Hunde); et (es); pener (Bänder)

- ie

[langes i wie in "Lied"] fliet (fliegt); piet (biegt) ; pien (Biene) ; miet (müde); khie (Kühe); prieder (Brüder) ; krien (Kren, Meerrettich)

- i

[kurzes, geschlossenes i wie in "Diplom"] kschicht (Geschichte); tik (dick); ich (ich) ; fil (viel); schpichl (Spiegel) ; schiler (Schulter, Schüler) ; ticher (Tücher); mil (Mühle); kile (gelten) ; kischter (gestern)

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- oo [lang und geschlossen wie in "Stoß"] khoole (Kohlen); kroon (Krone); hoor (Haar); oowet (Abend); moolt (malt) - o

[kurz und offen wie in "fort"] khop (Kopf); wo I (Wolle); so I (soll!), warseht (Wurst) ; torseht (Durst); krot (Kröte); och (ach)

- ou

[Dem kurzen, geschlossenen o, wie in "modal", folgt ein u. Dieser Vokal liegt also zwischen o und u.] khoum (komme!); schoun (schon); mount (Mond); oune (unten); ounser (unser); oum (um); ouf (auf); nouf (hinauf)

- uu [lang und geschlossen wie in "Blut"] schtuul (Stuhl); pruuder (Bruder); kuut (gut); fuuder (Futter) - u

[kurz und offen wie in " und") Iuft (Luft); phunt (Pfund); thuwak (Tabak); hunich (Honig)

Die Diphthonge - ai

[wie "ei" in "Bein")klai (gleich); plaipt (bleibt!); khaiser (Kaiser); faier (Feuer); hait (heute); aich (euch); haiser (Häuser); mais (Mäuse); lait (liegt)

- aaoi [Dem langen, dunklen aao folgt ein i. Wir sagen z. B. " taaoch" (Tag) und fügen nach dem o ein i ein " taaoich " (Teig)!] maaoi (Mai); waaoich (weich) ; plaaoich (bleich); haaoi (Heu)

- au

[wie "au" in "aus"] haut (Haut); au (Auge); laut (läutet) ; auder (Euter)

Die Konsonanten - b

[wie in " Bau"] khambl (Kamm); schimbl (Schimmelpilz); ferschimble (verschimmeln)

-eh

[wie in "ich" ) einwaaoiche (einweichen); rechne (rechnen) ; phech (Pech); waaoich (weich) ; folchefoliche (folgen); sorche- sariehe (Sorgen); weech (Weg); klaich (gleich- aber nur in "si sein klaich kroos" = sie sind gleich groß; sonst sagt man " klai") [wie in "ach"] mache (machen); sache (Sachen); loch (Loch); puch (Buch); kruch (Krug); plooch (Plage)

- d

[wie in "dann"] proode (Braten); khaaoder (Kater); pruuder (Bruder); Iieder (Lieder)

- f

[wie in "fahren") schloofe (schlafen); fange (fangen); fater (Vater); fil (viel); keft (gibt)

- g

[wie in " Gast"] naaogl (Nagel); fougl (Yogi)

- h

[wie in " Hand"; steht vor Vokalen im Anlaut) hunt (Hund); hut (Hut)

- j

[wie in " ja") joor (Jahr); jacht (Jagd); morje (morgen);

- k

[wie in "Zucker") krot (Kröte); treingke (trinken); kop (Kopf); schteik (Stück) ; trek (Dreck) ; kaaorte (Garten); kurkl (Gurgel); zuk (Zug) 525


- kh [das k wird behaucht, wie in "Kopf"] khaaort (Karte); khaz (Katze); kheint (Kind) - ks

[wie in "Achsel"] heks (Hexe); wakse (wachsen) ; fuks (Fuchs)

- kw [wie in " Qual" das qu] kwaschtl (Qauste) - I

[wie in " laut"] Jeewe (leben); Jewer (Leber); schteele (stehlen); hel (hell)

- m

[wie in " Mann "] mauer (Mauer) ; milich (Milch); peemche (Bäumchen) ; kemach (gemacht) ; läm (Lehn) ; paaom (Baum); pesm (Besen) ; pusm (Busen) ; faaodm (Faden) ; podm (Boden)

- n

[wie in "Nase"] naaome (Name) ; nar (Narr) ; hant (Hand); khene (können); schoun (schon); soon (Sohn)

- ng [wie in " fangen "] hengscht (Hengst) ; preinge (bringen) ; schtang (Stange) ; lang (lange) [wie in "Oper"] paitsch (Peitsche) ; paple (Pappeln); scheip (Schippe); schtroump (Strumpfe); krop (Kropf) ; paaom (Baum); laaop (Laub); kraaop (Grab) - ph [dasp wird behaucht wie in " Panne"] phaaor (Paar); phil (Pille) ; phare (Pfarre); phaif (Pfeife)

- p

- r

[wie in "Regen"] root (rot); khaaort (Karte); schpaaore (sparen); meir (wir); tier (Tür)

- s

[wie in "aus"] samschtach (Samstag) ; soup (Suppe) ; lose (Jassen); weise (wissen) ; klaaos (Glas); kraaos (Gras)

- sch [wie in "schreiben"] schnee (Schnee); scheen (schöne); wesch (Wäsche); nasche (naschen) ; tasch (Tasche) ; fisch (Fisch); frosc h (Frosch) - schp [wie in "springen"] schpil (Spiel); schpaz (Spatz) ; haschple (haspeln) - seht [wie in " stehen"] schtän (Stein); schtroump (Strumpf) ; khaschte (Kasten); kwaschtle (Quasten); nascht (Ast); torseht (Durst) - t

[wie in "entdecken" das t] tanze (tanzen) ; taaoch (Tag); kaaorte (Garten); hut (Hut) ; schwaaort (Schwarte) ; khalt (kalt) ; toum (dumm) ; toungel (dunke l); hant (Hand); kheint (Kind); senft (Senf) ; färscht (Ferse); zant (Zahn)

- th

[wie in "Tau"] thinde (Tinte); thuwak (Tabak)

- tsch [wie in "Tscheche"] tschinel (Tschinell) ; reitsehe (rutschen) ; watsch (Watsche); kwatsch (Quatsch) - w

- z

."i26

[wie in "Wange"] waaon (Wagen); wol (Wolle); hawer (Hafer); taiwl (Teufel); schterwe (sterben) ; Jewer (Leber) ; hiwl (Hügel) [wie in " Zahl"] zwaao (zwei); zant (Zahn) ; schpize (spitzen) ; kraze (kratzen) ; khaz (Katze) ; kranz (Kranz) ; kanz (Gans)


Das ist der Lautbestand der Billeder Mundart, deren Merkmale man anhand der sogenannten Wenkersätze feststellen kann. Der Sprachforscher Georg Wenker stellte Ende des 19. Jahrhunderts einen Fragebogen mit 40 unterschiedlich langen Sätzen auf. Dieser wurde 1912 von R. Huss um vier Sätze erweitert. Anhand dieses Mundartfragebogens kann man die wichtigsten lautlichen und grammatischen Erscheinungen einer Mundart abgrenzen. In unserem Dorf lauten diese Sätze so: I . eim weinder fliee ti troukne ein ter Iuft raum. (Im Winter fliegen die trockenen Blätter in der Luft herum .) 2. et heert klai (klaich) ouf zu schneee , noo ket (wert) et weder noml peser. (Es hört gleich auf zu schneien, dann wird das Wetter wieder besser.) 3. toou khoole einte oowe , tas ti milich aao nfangt zu khoche. (Gib Kohlen in den Ofen, damit die Milch zu kochen beginnt .) 4 . te (tee) kuude alde man eis meiitm phärt torcht (toricht) ais einkeproch oun eint khalt waser kfal. (Der gute alte Mann ist mit dem Pferd ins Eis eingebrochen und in s kalte Wasser gefallen .) 5 . är eis foor fier oder seks wuche kschtorp. (Er ist vor vier oder sechs Wochen gestorben.) 6. et faier waaor zu schtark, te khuche eis jo oune kanz schwarz ferprent. (Das Feuer war zu stark, der Kuchen ist ja unten ganz schwarz verbrannt.) 7 . är est ti aaojer eimer oune salz oun phefer. (Er ißt die Eier immer ohne Salz und Pfeffer.) 8. ti fies tooun rner (tooumer) aaorich wee, ich men ich hanse torchke laaof). (Die Füße tun mir sehr weh, ich glaube, ich habe sie durchgelaufen.) 9 . ich waaor pai ter fraao keween oun han et eeir (haneret) ksa aot, oun sie hat ksaaot, si weilet (waltet) eeirer tochter aao (aaoch) saaon . (Ich war bei der Frau gewesen und habe es ihr gesagt, und sie hat gesagt, sie will es ihrer Tochter a uch sagen.) 10. ich weilet aao (aaoch) nimi mache. (Ich will es auch nicht mehr machen .) I I. ich schlaao nter klai (klaich) meitm (mein) khochlefl oum ti oore, tu af. (Ich schlage dir gleich mit dem Kochlöffel um die Ohren, du Affe .)

12 . woo hin keescht, solemer meiter keen ? (Wohin gehst du, sollen wir mit dir gehen?) 13. et waaore schlechte zaide! (Es waren schlechte Zeiten!) 14. mai liewes kheint, plaip too oune schteen, ti peese kenz paise tich toot. (Mein liebes Kind, bleib hier unten stehen, die bösen Gänse beißen dich tot.) 15 . tu hascht hait am minschte ke leert, oun waaorscht praaof (peischt praaof keween), tu terfscht frieer hemkeen wi ti anre. (Du hast heuteammeisten gelernt und bist brav gewesen, du darfst früher als die anderen nach Hause gehen.) 16. tu peischt noch neit kroos ke nuch for e flasch wain ausstreingke, tu muscht zueerscht (et eerscht) noch pisi wakse oun kreese r ken . (Du bist noch nicht groß genug, um eine Flasche Wein auszutrinken, du mußt zuerst noch etwas wachsen und größer werden .) 17. kee, sai so kuut oun saao iwe r tai (tainer) schwesteret so I ti kläder for aier mouter fertichmache (fertich neee) oun meiter perseht sauwer (rain) mache.

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(Geh, sei so gut und sage deiner Schwester, sie soll die Kleider eurer Mutter fertig nähen und mit der Bürste reinigen.) 18. hetscht tuune kekhent! noo wäret anerscht khoum oun e t wär pese r forne (for iene). (Hättest du ihn gekannt! Dann wäre es anders gekommen und es wäre besser für ihn .) 19. wär hatmer mai khorp meit fl aisch kschtool ? (Wer hat mir meinen Korb mit Fleisch gestohlen?) 20. är hat soo kemach, wi wansene zum tresche pschtelt hede ; si hanet awer seiwer kemach. (Er hat so getan, als hätten sie ihn zum Dreschen bestellt ; sie haben es aber se lbst gemacht.} 21. wem hatne ti nai kschicht ferzeelt? (Wem hat er die neue Geschichte erzählt?} 22. mer mus hart kräsche, sounscht ferschteetne ouns neit. (Wir müssen laut rufen (schreien), sonst versteht er uns nicht.} 23. meer sein miet oun han torscht. (Wir sind müde und haben Durst.) 24. wie rner kischter oowet (kischtroowet) zurukkoum sein, too han ti anre schoun eim pet kelee oun waaore kuut am schloofe. (Als wir gestern abendzurückgekommen sind, da haben die anderen schon im Bett gelegen und gut geschlafen.) 25 . te schneeeiseinter nacht pai ouns Iaie kepliep, awer hait mo rj et eisne (eis ne) ferkang. (Der Schnee ist in der Nacht bei uns liegengeblieben , aber heute morgen ist er geschmolzen.) 26. hiner ounsrem haus schteen trai scheene eplepeemcher meit roode eplcher. (Hinter unserem Haus stehen drei schöne Apfelbäumchen mit roten Äpfelchen .) 27. khenter neit noch e pisi ouf ouns waaorte, noo keen mer (keemer} meit aich. (Könnt ihr nicht noch ein wenig auf uns warten, dann gehen wir mit euch.} 28. teeir terft solche kheineraie neit traiwe. (Ihr dürft solche Kindereien nicht treiben.) 29. ounser perehe (periche) sein neit aaorich (so) hooch, aier sein fil heecher. (Unsere Berge sind nicht sehr hoch, eure sind viel höher.} 30. wifl (wifil} phunt worscht oun wifl (wifil} proot meechter (weilter} han ? (Wieviel Pfund Wurst und wieviel Brot wollt ihr haben ?) 31. ich ferschteen aich neit, teeir mist e pisi herter rede. (Ich verstehe euch nicht, ihr müßt etwas lauter sprechen.) 32. hater khä schteiklche (schteikche) wais säf for mich ouf maim tisch kfoun ? (Habt ihr kein Stückehen weiße Seife für mich auf meinem Tisch gefunden?) 33. sai pruuder weil sich zwaao scheene maie haiser ein airem kaaorte paue . (Sein Bruder will sich zwei schöne neue Häuser in eurem Garten bauen.) 34. tas wort eis em (eism) foum herze khoum . (Das Wort ist ihm vom Herzen gekommen.) 35. tas waaor riebtich (scheen) foun aich. (Dies war schön von euch.) 36. was seize too for feegeleher owe ouf ter klän mauer? (Was sitzen da für Vögelchen oben auf der kleinen Mauer?} 37. ti paure haaode fenf okse oun nain khie oun zwelf scheefcher (lemcher} foor et (fooret) torf keproung, ti hanse ferkhaaofe weile. (Die Bauern hatten fünf Ochse n und neun Kühe und zwölf Schäfchen vor das Dorf gebracht, diese wollten sie verkaufen.) 528


38. ti lait sein hait altraus ouf em (oufm) feit oun meee. (Die Leute sind heute alle draußen auf dem Feld und mähen .) 39. kee nor, te praune hunt machter neiks. (Geh nur, der braune Hund macht dir nichts.) 40. ich sein meite Iait too hine iwer ti hutwet eins khorn kfaaor. (Ich bin mit den Leuten da hinten über die Wiese ins Korn gefahren.) 41. ti haltre han ti zwaao halde schwain (schwainzhalde) ein te zalasch ketriep. (Die Hüter haben die zwei Schweineherden in den Stall getrieben.) 42 . ein ounsrern schop (schprauhit) han mer (hamer) am fraitach hanf oun flaks ferschtoplt. (In unserem Schuppen haben wir am Freitag Hanf und F1achs versteckt.) 43. ounser phare hat am teinschtach e hengscht khaaoft. (Unser Pfarrer hat am Dienstag einen Hengst gekauft.) 44. te mount schaint hel. (Der Mond scheint hell.) Einen Einblick in die Billeder Mundart gewinnt man ebenfalls, betrachtet man auch die Redensarten und sprachlichen Fügungen, die den meisten Mundartsprechern geläufig sind. Z. B. "te raaom apschepe " (den Vorteil haben, das Beste bekommen), "ein te krautkaaorte schaue" (schielen), "iwers knie preche" (etwas gewaltsam durchführen), "e pär oufpeine" (Unwahres erzählen), " hunich oums maul schrneere" (geschickt schmeicheln, locken) , "kloore wain einschengke " (die unverhüllte Wahrheit sagen), "te naaogl ouf te khop trefe" (das Richtige äußern oder auch tun, eine zutreffende Bemerkung machen), "sich ausm schtaaop mache" (verschwinden), " sich ti herner aprene " (durch Erfahrung oder Schaden klug werden). In vielen Wendungen finden wir die Neigung der Sprecher zu Humor und Spott. " too huke se oun han hiteher ouf", macht die Erwartungen oder Hoffnungen des Gesprächspartners zunichte. Auf eine ungewisse Frist vertröstet man mit der Redewendung: "wan ti phär phingschte han". Vertröstend wirkt auch : " an phefer naijorrstaaoch". Wenn ein Vorrat knapp oder nur scheinbar reicht, so hört man: "et keet aus wie oufm maz sainer hochzait, nour ti praut hat khä lefl khat" . Einer Person, die unüberlegt handelt und sich in einer überschaubaren Lage nicht zurechtfindet, sagt man: "ich men, tu hascht oufm paaom kschloof". Humor, Scherz und Spott finden ihren Niederschlag auch in den zahlreich anzutreffenden Spitz- oder Spottnamen der Gemeinde Billed. Es.gibt zwar nicht für jeden einen Übernamen, doch besitzen viele Bewohner einen . Bekommt einer einmal einen Spitznamen, so haftet er ihm lebenslänglich an . Sein eigentlicher, amtlicher Name wird bloß in seiner Gegenwart verwendet. Kennt man diesen nicht, so gebraucht man seinen Vornamen, zum Unterschied von anderen Gemeinden. Sonst nennt man ihn mit dem Spottnamen. Als Ausgangspunkt für einen Spitznamen diente eine Beschäftigung: "te aaojerkloos" (är eis aaojer khaaofe kang-er ging Eier kaufen), "te harmenie schpiler" (wailne harmenie kschpilt hat, eisne soo kenent ken- Weil er Ziehharmonika spielte, wurde er so genannt.) " te hengschtefiedersch jokop" (är hat ti kemaindehengschte kfiedert- er fütterte die Gemeindehengste), " te kheesersch" (si han e molkerai khat oun är hat khees ferkhaaoft- sie hatten eine Molkerei und er verkaufte Käse), " te aaorwaiz hanz" (tee waaore iweraus flaisiche man- dieser war einsehr fleißiger Mann), " te khalich pheeder" (hat khalich ferkhaaoft- hat Kalk verkauft), " te paakolutscher" (är hatte paako, was paim phaif raaoche iwrich plaipt, ke lutscht- er kaute den Tabakrest vom Pfeifenrauchen), "te scheipche hanz" (sai fater waaor schtroosraaomer oun hat an ter khape scheipche khat, ouf tem e nurner waaor- sein Vater war Straßenwärter und hatte an der Kappe ein Blättchen mit einer Nummer), "et teipemachersch" (hat " teipe"- Töpfe -verkauf), "te klänrichter" (är hat eim kemaindehaus mool keaaorwait oun waaor foun te kemaindetiener te owermacher- er arbeitete einmal im Gemeindehaus und war erster Gemeindediener), "te fenf Iai hanz" (waaor mool prieftreeer oun hat for e prief fenf Iai krit- war einmal Briefträger und bekam für eine Briefzustellung fünf Lei), "te khambelmacher" (hat " khembel- Kämme- gemacht). 529


Auch auffallende Gebaren sind der Ursprung eines Spottnamens, z. B.: "te henz meim judeschnauz" (är hat e schnauz khat oun eis henz kenent ken- er hatte einen Schnurrbart und wurde "henz"- eine alte Kurzform von Johann- genannt), "ti hekse wes naaoni" (sie hat, wanse kettroungk hat khat, eim zimer ti hekse meiter schpaaot fertriep- sie vertrieb, wenn sie getrunken hatte, im Zimmer die Hexen mit dem Spaten), "te lie khonrat" (waaore man tee käre keloo hatwar ein Mann, der gern gelogen hat), "et schilzings kenzchen" (eis soo kenent ken, wailet e pisi frukt waaor. E kezchen eise nerisches teing- wurde so genannt, weil sie ein bißchen verrückt war. Ein Gänschen ist ein närrisches Ding.), "te plechne herkot" (tee man hat mool foor wuut te herkoteinte trooch kethoungkt, wailet kereent hat oun sai schteik fersof eis-dieser Mann hat aus Wut das Kruzifix in den Wassertrog getaucht, weil es regnete und sein Feld unter Wasser kam), "te senseman" (är keet soo alz teetne meit ter senz meee- er geht, als würde er mit der Sense mähen), "te kukuk" (är hat ouf ter aaorwait kukuk keruuf- er rief während der Arbeit " Kuckuck"). Von jemand oft verwendete Wörter und Aussprüche dienten auch zum Bilden von Spitznamen. Z. B. "te fingkroscher" (sai fater hat eimer fingkrosche for fenf krosche ksaaot- sein Vater sagte "fingkrosche" anstelle von "fünf Groschen " ), "te ales- änz- pheeder" (hat oft " alez änz" ksaaot- sagte oft "alles eins"), "te holzzoung" (är hat eirner foun sainer khuu ferzeelt, tie wiene hat, e holzzoung hat khat- er erzählte immer von seiner Kuh, von der er glaubte, sie hätte eine Holzzunge), "te mainswee" (verwendete oft "mainswee"- meinetwegen), "te schneefreser" (alzne fraiwilich hat schpende sole, hatnee ksaaot: tie khene schnee frese- als er eine freiwillige Spende entrichten sollte, sagte er: Die können Schnee fressen .), "te keneraaollaudan" (är hat eimer, wane psof waaor, foum keneraaollaudan ksoung- er sang vom General Laudon, wenn er betrunken war), "te man tu" (sagte immer "Mann du"), "et hooznhorn nantsch" (hat neit weile poukshorn saaon, soo wiemer pai ounz iwer Johannisbrot saaot, oun hat tan eim kscheft hoozhorn ferlangt- wollte nicht " poukshorn" sagen, wie das Johannisbrot bei uns genannt wird, und verlangte im Geschäft "hooznhorn". "pouks" ist das schwäbische Wort für hochdeutsche Hose). Wesenszüge einer Person liegen auch einem Spottnamen zugrunde, z. B.: " ti ploosfuus" (sie waaore kaiziches waip -Sie war eine geizige Frau.)," te scheene pheeder" (är eis neit scheen, wer är ment äreis te scheinschte -er ist nicht schön, aber er betrachtet sich als der Schönste), "te härische" (tee man weil nour noor ter schriftrede -dieser Mann bemüht sich nur hochdeutsch zu sprechen), "te weintmiler" ( är schraipt sich miler, ret fil oun liet aao käre- er heißt Müller, redet viel und lügt auch gerne). Andere Spitznamen, die man in unserer Gemeinde verwendet, sind: "te plaindaaorms aaodm" (eis am pleindaaorm opereert ken oun foun tan aaon hansene soo kenent- wurde am Blinddarm operiert und danach so genannt), "te finanze niklos" (sai mautet hat pai te finanze keaaorwait- seine Mutter war Dienstfrau bei dem Finanzamt), "te futilehe jokop" (hat ein saim feit fil waser khat oun aao fil futilehe- hatte in seinem Feld viel Wasser und viele Kletten), "te khaiser henrich" (är hat sai schpiznaaome krit, wail paim khaisermaneewer te khaiser iwer iene ksaaot het: "Na, Mann, Sie sind ja auch da!" Är hat sich termeit keepralt, soo wie wan te khaiser keweist het, tasne sich man schraipt- er bekam seinen Spitznamen, weil beim Kaisermanöver der Kaiser zu ihm gesagt hätte: "Na, Mann, Sie sind ja auch da!" Er prahlte damit, als hätte der Kaiser gewußt, daß er "Mann" heißt.) "numro änz" (et waaoret haus meim numre änz pai ter aaonsietlung- es war das Haus mit der Nummer 1 bei der Ansiedlung), " te ziweewejokop" (wailne soo klän oun zamketroukelt wie e ziweep eis-weil er so klein und zusammengeschrumpft wie eine Rosine ist), "te knowl franz" (est käre te knowl- ißt gern Knoblauch), "te eesteraicher" (waaor ein eesteraich oun keft sait tarnals soo kenent- war in Österreich und wird seit damals so genannt), "te fernando" oder "te tschitschiritschi" (waaor mool paim zirkus oun macht jez noch solche khunschtschteiker- war einmal beim Zirkus und macht jetzt noch solche Kunststücke), "te wulkraz" (von Walter), "te rapfilche" (eine Abwandlung des Familiennamens), "te schope kloos", "te kruwliche", "et hopsa scherwel", "te roorwolf", "te lulu", " te uhu", "te pojeer". Viele Spottnamen werden in Billed zu Familiennamen, die in diesem Falle nicht mehr ironisieren. Es sind solche Übernamen, die schon mehrere Generationen überlebt haben, z. B. " lanf!ß" (wegen der Größe), "rakis" (tie haaode moole rakihesel- sie hatten einmal einen Schnaps530


kessel), "haaoseaaojer" (hat ksaaot, är hat haaoseaaojer ksien- er hat gesagt, er hat Haseneier gesehen), "puste" (han traus oufm puste kewoont -wohnten auf der Pußta), "purche" (ti purich - purch waaor änz foun te eerschte haiser keween oun ti lait ken soo kenent -die "Burg" war eines der ersten Häuser bei der Ansiedlung und die Einwohner werden danach benannt), " kaluschtje" (tas khoumt foum kneedle ese. Tee man hat käre se kes oun e rumeener hat iwerne ksaaot: "tuu munke kaluschte". Sait tan häschese kaluschtje . - Dies kommt vom Knödeln essen. Der Mann hat sie gerne gegessen und ein Rumäne sagte zu ihm: "Tu maninci galu~te."- Du ißt Knödeln.- Seit damals heißen sie "kaluschtje.), "esichsiedersch" (tie waaore esichsieder- sie waren Weinessigsieder). Ein solcher Familienname ist auch "schpizwaaoner". Der erste Träger dieses Übernamens lebt in der Erinnerung der Billeder durch seine schrulligen Einfälle und lustigen Streiche weiter. Einige dieser " luschtiche sache zum schmunzle oun zum lache" folgen jetzt in Mundart.

Phaar luschtiche Sache zum Schmunzle un Lache, in Billeder Mundart un Dialekt D Spitzwaanr - ein Billeder-Eulenspiegl Manche Billedr hat e gut Portzion Muttrwitz ghaat, d Spitzwaanr hatt se awr all iwrdroff, de haat zwaa Portzione, zwaa grooße. Sei Spitznaame, Spitzwaanr hat ne awr net vun seine spitziche Straache un Witze ghaat, sondern vun seim Haus, vom längscht Hausen Bi IIed, wie er gsaat hat, das vun eenr Gass bes en die anr gan es. Nor wie ne et mol me schlaube Grawatzr, es kennt a e Lowrinr geween sen, for et längscht Haus in Billed vrkaafe hat welle, hat sich rausgstellt des et doch net et längscht Hausem Dorf war. Die Gschicht haat irAnfang im Wertshaus, dort wo die meiste Geschichte angeen. De Grawatzr es aus dr Statt vom Maarkt kum, haat gute Gschäfte gemach, uf dr Tascharda iwrnacht un es ufm Hemweech in Billed ingekeehrt. Wel ne im Wertshaus bissi rum geprotzt hatt, warne de richtiche Mann for de Spitzwaanr. Iwr die scheene grooße Heisr in dr Zwettgaß sen se of et längscht Haus in Billed kum. Bei der Gelegenheit hat de Spitzwaanr gsaat, daß er jo de Eigentimr vum längscht Haus in Billed es, das vun eenr Gaß bes in die anr geht, um des sei Haus feel weer, wan sich e geeignete Käfr finne tät. De Grawatzr hat do e gut gschäft gewittrt un no'm Preiß gfrod. Tatsächlich de Spitzwaanr hat net allzuvill vrlangt. De Grawatzr hat an sei Brieftasch gegrif, es nomol naus uff die Gaß un hat gschaut wie weit zwaa Gasse ausnanr sen, un hat no zugschla. Sofort es e Altamarsch bestellt gen, of'm Grawtzr sei Rechnung versteht sich, un die anre Gäscht han mitgetrank. De Spitzwaanr hat awr gut Dorscht ghaat, do es et mit eenr Runde Spritzrenetaus gang. Despaarsamme Grawatzr hat die nägste Rundenimmimet getronk, es hat ne awr trotzdem e Haufe Geld koscht, bes de Spitzwaanr endlich met gfaar es dem Käfr sei Haus zu weise. De Wertun die anre Zechkumpaane han gegrinzt wie de Spitzwaanr met'm Grawatzr an'd Dorfend gfaar es, wo sei Haus gstan hat. Dort kommt nemlich die enzich schief Gaß in Billed, die "Vorstatt" miet dr Zwettgaß immespitze Eck zamm, un grad an dr Spitz steet'm Spitzwaanr sei Haus. Met eem Gewl in dr Zwettgaß un mit eem Gewl in dr Vorstatt, es awr eentr e kleen Haus wie e grooßet. De Grawatzr hatt sofort gsiin des ne em Waanr auf de Leim gang war, hatt mit dr Peitsch uf sei unschuldiche Pheer geschlaa un es drvonn gerennt, awr nimmi dorchs Dorf, hinerum die Huttwett, un hat sich a spätr in Billed nimmi gsiin geloss. So enzich wie das Haus in Billed, so enzich war a sei Eigentimr de Spitz waanr. E gute un fleisiche Waanr, awr e noch fleisichre Wertshausgengr un tichtiche Trinkr. Er war a Musikant, 531


Harmoniespilr, un war immr dort wo was los war, er hat direkte Gspir drfor ghaat. Wann die Feirwehr a so e Gspir hett fort Feier wer nie ens ausgebroch, welseschon vorher dort wäre un de eerste Funke ausmache täte . Awr de Spitzwaanr war je net bei dr Feierwehr, obwohl ne immr viel zu lesche ghat haat.

Im Wassr sin ke Liedr Vrzelt vom Wewr Phedr D Spitzwaanr warebeliebte Musikant, un hat vill Eckbälr gspillt in der Zeit wo in alle Gasse noch Nochbrschaftsbäle im Wintr ghal gen sin. Er war luschtich, hat scheen spillekenne un hat a ausghal so lang wie ne steen hat kenne, un noch driwr naus, a iwr'm Iei je hat ne gegeit, ufm Tisch un unr'm Tisch, ach im Schuppekarre wan et annerscht nimmi gang is. Manchmol is et awr garnimmi gang, no war halt Feirowed. Beim Vorns Vetr Adam in dr Vertgass hat de Hans, so hat ne nemlich ghescht, a mol in dr Faschingszeit e Eckebaal gspilt. Et es recht sehen gang, getanzt, gejuuxt un getrunk es gen, wie wan de nechste Tach die Sintflut keem. Im Hans sei Lewr war awr arich trokke, er hat sich angstrengt dem abzuhelfe un getrunk was gang is, awr mit dr Zeit is sei Spilerei immr schwächr genn. Die Männr han korz Kriegsrot ghal un beschloß im Hans me Sodewasser in de Wein zu tun, des ne doch aushalt bis Morjets. Die Geierei is awr noch schwächr gen un die Spritzre immr längr, bis se ganz hell waare. No hat a die Musich ganz nogeloß. Vrwunnert han se de Hans gfroot: " na Hans was is danmit Dir, vorwas spilscht dan nimmi". Do saat de Spitzwaanr: "im Wassr sin ke Liedr".

De Leiksestrekr Uf dr Huttwet beim Spitzwaanr iwr die Gaß han oft Äpplmoie (Rumänische Früchtehändler) ghall. Mit denne hat de Hans gere ghandlt un wand gang es se ningeleet. Mol war a eene mit'r gebrochne Leiks (Stemmleiste) dort. De Spitzwaanr hat das gsiin un hat dem Äpplmoi e Tausch vorgschla: "Du grischt von mire neiLeiks un gewscht mrdrvor 10 Litr Äppl". De Moi war iwrde Tausch glicklich un hat'm Waanr gleich 10 Litr Äppl in die Werkstatt gebrung, de hat 'm drvor e scheen nei Leiks genn. Wie ne awr an seimKarre (Wagen) war, hat ne gsin des die Leiks jo zu korz war. Bissi unsichr is ne zuruck zum Waanr " Domnule (Herr) die Leiks is zu korz" hat ne gsaat. Uf das hat de Schalk awr gewaart "das macht nix, die werre mer strecke" saat de Waanr, "geh ruf dei Kumrad, de brauchmr a, for ziehe". lnzwischn hat de Spitzwaanr e längr Leiks in die Howlbank gspannt un e Strick dran gebun. Die zwa Äpplmoie han no an dem Strick ziehe misse, for vill frohe han se ke zeit gritt. De Spitzwaanr hat die Leiks mit me nasse Fetze ingerieb, hat mit'm Hammr dran rum gekloppt un hat sei Kundschaft ermunterd " trage mai (ziehe), ihr mißt aus Leibskräfte ziehe das die Leiks sich streckt". E phaar molhat ne die Leiks pletzlich ausgspannt das die Moie dorch die Werkstatt gflo sin, sie han awr weitr gezoh. De Waanr hat was in sei Bahrt gegrummlt hat weitr an dr Leiks gerieb un die Moie han gezoh des se rote Kepp griet han. Eerscht wiese ganz mied un mattwarehat de Hansgsaat "jetzt is genuch, jetz kenntr mol prowiere". Die zwaa Männr han ihr Leiks ghol sin an de Karre un han gemess. Tatsächlich die Leiks war gstreckt. Die zwaa han sich nannr angschaut, han 's Kreiz gemach ungsaat "Doamne ajute" (helf Gott). Sowas haate se ihr Lebtach noch net gsinn.

Beim Militär Wie alle junge Männr hat a de Spitzwaanr, wie die Zeit do war, zum Militär misse, inricke zu dr K. u. K. Kavalerie. Dem brave Schweik sei Militärerlebnisseware damals jo noch net bekannt, mr wees a net ob die zwaa sich mol getroff han. Die Spitzwaanr hat awr selwr genuch krumme lnfell ghat un gsorcht das ihm un denne anre die Zeit net lang gen iss, bei dr K. u. K. Kavalerie.

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Ob ne dene anre ihr Pheer mit Paprika scharf gemach hat, des se ihr Reitr abgeworf han odr em Schwuwix of't Brot geschmirt hat und gsaat hatt das wär neimodisch Leckwar, etwas haat ne immer im Schild. Er hat et awr immr so kenne drehe des ne am Schluß unschuldich raus komm is das ihm nix passiert es, er war sogar scharschiert, Kapral oder gar noch was hecheres. Die Landsleit han schon immer beim Militär zammghal, wer solt den awr a am nächste stehn, wan net de Rekrut ausm eigene Dorf. De Spitzwaanr war mit'm Rugl Hans eingerekt, un die zwaa han zammghal wie sichs gheert. De Hans war Offisiersdienr bei me Leitnant. De hat de Hans gar oft geerechert Mol war et Pheerd net scheen geberscht, mol han die Stiwle net scheen genuch geglanzt, molwar et Wasser zu kalt odr zu heiß, de Hans war immr schuld. Wie de Hans sei Not im Spitzwaanr geglaat hat, hat de glei e Roth gewisst. Er hat iwr de Hans gsaat: "Du brauchseht dr net alles gfalle losse, wann'e dich nomol mim Wassr hin un her jaat stilpscht 'em eenfach de Lawor (Waschschüssel) uf de Kopp." So wie de Spitzwaanr gsaat hat, hat de Hansa gemach. Im Hans se Sterk warme in dr Musklkraft, mi'm Denke hat ne sich uf de Spitzwaanr vrloß. Noch am selwe Tach hat sei Leitnant ne nomol ni'm Wassr geerehrtun wolt ne sogar strofe. Do hat de Hans im Spitzwaanr sei Roth sofort angewend un dem Leitnant de Lawor samt Wassr uf de Kopp gstilpt. Wel de Hans awr so kräftich war, un aach aus Leibskräfte zugschlaa hat, de Offisier awr a harte Schädl ghat hat de wo net no gen hat, is de Bodm am Lawor geriss un de is runr gsaust, wann de Leitnant ke so breete Schillr ghat het wer de Lawor bis zum Phanz geretscht, so fescht haat de Hans zugschlaa. Jetz hat de Herr Leitnant dogstann, de Lawor hat uf seinr Schillre gelee wie e Lorbeerkranz, e emailierte, un is nimmi raus gang wel et Blech sich gspreitzt hat, noffzus is et eenfach net gang. Ziehe hat ne de Hans net geloß, wer wees was do no genn het, de Hans bestimmt net. Also hat e Spenglr bei misse, de es mit dr Blechscheer dem Lawor uf de Leibgerickt un hat de Herr Leitnant befreit. De, hat sich net noch mee blamiere wille un hat Urlaub ghol bis sei Kratzre gheelt waare. Bis dann war a Graas iwr die Gschichte gewax un de Hans is one Stroof drvun komm . Wie de Heer spätr wisse hat wille wer den de Hans drzu angstift haat, hat de Hans gschmunzlt un gsaat: "de Spitzwaanr". Des'm Hans sei Spitzwaanr de Kapral Hans Dilg war hat de Leitnant jo net gewißt.

Wie hattr das gwist? Vrzehlt vom Herbst Sepp De Luerschneidr war bekannt als gute Fachmann awr a als grooße Spaßvogl un Wettemachr. Im Wertshaus hat ne sich immr sei Opfr gsucht, weil awr die Billedr ne all gekennt han, hat meischtns a Fremde dran glaawe misse. So hat ne mol me Warjaschr, die ware jo bekannt als fortschrittlich in allm was die Landwirtschaft angang is, Soome (Samen) for Lichtegläsr vrkaaft. Weil de et erseht noch gezweiwlt hat, hat de Laurschneidr gesaat, deß er in dem Johr doch een Joch angebaut haat un sei ganze Lichtegläsr vrkaafe hat kenne, driwe beim Tenner im Gscheft kann'e sich se anschaue. Das hat de Warjasehr iwrzeit, er wollt de eerste sin wo in Warjasch Lichtegläsr anbaut un hat'm Laurschneidr sei Soome ghaaft. E anrmol hat ne me Tribswettrmr zwaa scheene schwarze, rasiche Eenjähriche vrkaaft. De Tribswettrmr hat natiirlich Pheer gemennt, des de Laurschneidr awr nor Hunne ghat hatt, hat sich noher erseht rausgstellt. Im Spotherbseht an eem renerische nomittach war de Laurschneidr molbeim Nothumwert e Schpritzr drinke. Er hat an dr Pult gschtan un mitm Wert verzehlt. Es warewenich Gäscht im Schenkzimr, phaar han Kaartegspillt un am Ecktisch hat es Fremme gsitzt un hat sich dr Wertin ihr Paprikasch gut schmecke gelos. De gute geroch drfon hat et ganz Schenkzimr ausgefillt. Draus es e fremd Gschpenn stehn geblieb, de Eigentimmr hat dr Pheer die Strick aus gemach, hat se zugetekt, sich de Reen aus'm Jankl gebeitlt un es die Trappe ruf komen. Do saat de Laurschneidr zum Wert" Vetr Nothum ich wett um e Schpritzr de Mann wo jetz kommt hat Hungr wie e Wolfun dorschtwie e Kuh". De Fremdeis renkomhat allerseits gegriest un hat sich beim Wert vorgstellt: " Mei Nahme es Wo I f aus Bogarosch, ich war in Betschkret um e Kuh. Kann ich 533


was zu Esse un zu Trinke grin?" De Bogarasehr hat sich an de Tisch gsitzt un de Wert hat ne bedient. Of molkommt de Fremde vom Ecktisch zum Laurschneidr an diePultun saat: "Freint wie hat dir gewist das de Landsmann sich Wolf schreibtun um e Kuh war?" Do saat de Laurschneidr "ich kann Gedanke leese, un wees das deer mit meer Wette un drbei gewinne weit". " Das stimmt, saat de Fremde, wan drum e Schpritzr wette wellt geen ich naus uf die Gaß unstellmich irgendwie an die Mauerun wan ich renkum solt deer saan wie ich gstann han. Rootr so zahl ich, rootr net mist deer zahle". "Abgemach, saat de Schneidr, zwaa Zeie gehn mit naus un schaue wie deer eich stellt, die anre die jenbleiwegen owacht das ich net gekuse". De Fremde un die zwaa Zei sennaus gang in de Reen, de gute Mann hat allerlei prowiert, bis'm die beseht Stellung inboniert hat. Uf Hänn un Fieß hat ne sich an die Mauergstellt un de Kopp hänge geloB. So hat ne e weil gstann, no sin se ningang. "Na saat ne zum Schneidr, wie han ich gstann?" De Laurschneidr trinkt noch e Schluck aus seim Glaas un saat: "wie e Es! im Reen". Druf saat de Fremde" ich han vrspillt, awr saat wie hat deer das gwist?"

Mir esse im Hoff Vrzehlt vom Herbst Sepp De Laurschneidr is vor'm Mittachesse imr noch sei Raki trinke gang, ent Wertshaus. Wenn ne Hemm kommishat die Supp misse uf'm Tisch stehn, awr net zu kalt un net zu heiß, sonscht hat ne mit seim Weib gestriet Eemol is ne hemkum un die Supp war zu heiß ; do hat ne die Schis! kol un hat se zamm dr Supp in de Hoff geworf. Sei Fraa net faul, hat alles mit'm Tischtuch zammgephakt was noch uf'm Tisch war un hat alles dr Supp no, in de Hoff geworf. De Schneidr war ganz wie aus dr Wolke gfall " ja Weib was machseht dan du jetzt?" Do saatsei Fraa, die Wess Liusa, "wie du die Supp naus gedun hascht han ich gernennt mir esse im Hoff".

Etwas dickr Vrzehlt vom Herbst Sepp De Jegls Pitche (Potscheller Pheder) war e grooße Esserun sei Leibspeisware dike Knedle. Von dene hat ne 16 Stick alsMittachesse ausrdrSupp geß. Eemol warne stark krank un hat lengr Zeit Iei je misse. Wie ne uf dr Besserung war hatt sei Weib, et Chrischtin, ne gfrot "Pitche was soll ich dr koche?" Saat de Phitche "ich tät gere mei Leibspeis esse." "Gut" saats Chrischtin, "ich koch dr Knedle, awr du kanscht doch no so eenr schwer Krankheit ke 16 Stick esse". De Pitche studierte weil, no saat ne : "weescht was Chrischtin, du kochseht mr nor 15 un machseht se etwas dickr".

De Lie-Konrad Ein Billeder Münchhausen Außer seinem Taufnamen und einer Menge von Lügen hat uns der Lie-Konrad nichts über sich und seine Person hinterlassen. Wir wissen nicht, wann und wo er geboren ist, wann und wo er in Billed gelebt hat. Hat er Nachkommen? Wann ist er überhaupt gestorben? War der erste Baron von Münchhausen, der "Lügenbaron " genannt wurde und am 11. 5. 1720 in Bodenwerder an der Weser, Niedersachsen, zwischen Holzminden und Hameln geboren wurde und dort im Jahre 1797 gestorben ist, ein Vorbild für den Lie-Konrad in Billed? Zeitmäßig ginge es sich aus, daß der Vetter Konrad in Billed die Abenteuer des Grafen Münchhausen schon gelesen hatte . Aus einer seiner Geschichten geht hevor, daß er zum Billeder Bahnhof geht. Also hat er in der Zeit um 1895 in Billed gelebt. Denn erst seit diesem Jahr hatBilledeine Bahnstation. Das heißt, 534


daß der Billeder Lie-Konrad erst 100 Jahre nach dem "Lügenbaron" gelebt haben muß. Trotzdem besteht auch die Möglichkeit, daß der Vetter Konrad schon früher gelebt hat, und die Geschichte mit dem Bahnhof von Billedeinfach erfunden hat, weil sie ihm in sein Märchen paßte? Weil alle Märchen mit "Es war einmal" beginnen, möchte auch ich mit diesen Worten beginnen. Es war einmal ein Mann, der hieß Konrad. Weil er soviel gelogen hat, nannten in seine Mitmenschen, den Lie-Konrad. Eines Tages ist der Vetter Konrad mit einem Kübel in der Hand durch die Kreuzgasse in Billed Richtung Bahnhof gegangen. Vor seinem Haus, auf einer Bank, saß der Vetter Matz, der den Vetter Konrad begrüßte und ihn einlud, sich zu ihm auf die Bank zu setzen und ihm etwas zu erzählen. "Du kannseht doch so gut lie, setz dich her un lie mr was vor" saat de Vetter Matz. "Ne, dank sehen, jetz net, awer wann ich zuruck komm, ich hansnämlich sehr eilich" saat de Vetter Konrad. " A wr geh, s wert schon net drvon laafe, setz dich e bissi her." " Ne, ne,- ufm Bahnhofleite Wagon mit ener gebrochni Ax und de misse se jetzt auslade, lauter Wahnschmeer. Fässerweiß tu se die verschenke, ich hol mr ach e Emer voll." Der Vetter Konrad war noch keine 100m weit gegangen, ist der Vetter Matz in den Hof gelaufen, hat zwei Pferde eingespannt, seine Nachbarn alle von der Nachricht über die billige Wagenschmier verständigt und ist im Trapp zum Bahnhof gefahren. Vor der Verladerampe standen schon 8-10 Pferdewagen, nur von der Wagenschmiere und vom Lie-Konrad war nichts zu sehen ... Frau Lotte Wilhelm 1 hat über den Billeder Lie-Konrad eine ganze Reihe von Lügen und Geschichten gesammelt und sie im Donau-Schwaben-Kalender veröffentlicht. Sie schreibt über ihn u.a .. . . Eigentlich log er bereits, als er noch in den Windeln lag. Von seinem Wohl- oder Nichtwohlbefinden schrie oder weinte er seiner Mutter immer die gegenteiligsten Dinge vor. Manchmal lamentierte er so gottserbärmlich, daß die gute Frau, was sie eben tat, hinwarf, an die Wiege stürzte, ihn aus den Windeln nahm, weil sie ihn naß glaubte, er aber pulvertrocken dalag. Dann lachte er wie ein Erzschelm, die Mutter tupfte ihm auf die Nasenspitze und nannte ihn ,mein Spitzbub'. So ermutigte sie ihn gewissermaßen zum Lügen. Es wurde für ihn später zum schönsten Spaß auf dieser Welt. In der Schulpause saßen die Jungen und Mädchen um ihn herum, und er erzählte ihnen die wunderbarsten Geschichten. In einer davon konnte er alle Sprachen verstehen, die in diesem Vielsprachengebiet gesprochen werden, mehr noch, er verstand sogar die Tiere, doch nur die vom eigenen Hof. Als er dann ins heiratsfähige Alter kam, war es recht schwer für ihn, eine Braut zu finden, denn kein Mädchen traute seinen Liebesschwüren. Erst als seine Mutter vermittelnd eingriff, wagte sich eine, mit ihm zum Altar zu gehen. VetterKonrad hatte mit Münchhausen eine Leidenschaft gemeinsam: die Jagd. Es trug sich zu, daß er einst auf derJagdeines Hasen gewahr wurde. Er drückte los, doch traf er das Tier nicht ins Herz, sondern grad so in Leibesmitte, daß dessen vordere Hälfte noch davonlaufen konnte, während die hintere totamBoden liegen blieb. Natürlich gab es nächsten Tages ein recht schmales MittagmahL Er ließ nicht locker, spürte nach einigen Tagen die andere noch lebende Hälfte des Hasen auf, erlegte sie und brachte sie seiner Frau heim. Nun erst wurde die Familie satt. Bis dahin hatten alle im Haus ein ständiges Hungergefühl nach Hasenbraten. Obwohl auf einem Bauernhof viel Arbeit war und die freie Zeit recht knapp, ließ Vetter Konrad sich keine Gelegenheit entgehen, von der Flinte Gebrauch zu machen. So stand er einmal im Garten und sah einen großen Taubenschwarm über sein Haus dahinfliegen. Er kniff ein Auge zu, zielte und traf die Taube, die oberhalb des Rauchfangs flog. Sie sank sofort, fiel mitten durch die Öffnung geradewegs in den Kessel auf der Herdstelle. Man muß wissen, damals kochten die Leute noch aufoffenem Feuer. Das Schönste an der Sache ist, daß die Taube während des

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Vgl. Wilhelm, Lotte: Ein banatschwäbischer Münchhausen. In : Donau-Schwaben-Kalender 1981, S. 168-170, Aalen.

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Fliegens ihre Federn verloren hatte und sauber geputzt im Kessel landete. Die Frau, die eben in der Küche hantierte, nahm den Vogel sofort aus und als der Mann aus dem Garten kam, stand das Paprikasch duftend auf dem Tisch. Vetter Konrad und seine Frau- die Kinder waren nicht daheim - aßen sich für drei Tage satt. Wie so etwas sein konnte, läßt sich nur verstehen, wenn man weiß, daß in einem richtigen schwäbischen Paprikasch Kartoffeln gekocht werden. Nun wuchsen aber im Garten des Vetter Konrad so dicke Kartoffeln, daß von einer einzigen davon sage und schreibe sechs Personen satt wurden . Weniger als eine dieser Knollen konnte die Frau doch nicht schälen. Es war, als hätte der Mann Wunderkräfte. Was er anfing, glückte. Was er säte, wuchs ins Riesenhafte. Was er erzählte, war das Blaue vom Himmel. Ohnehin hat ja Billedeinen ausgezeichneten Kartoffelboden. Immer waren die Kartoffeln dieses Dorfes zur Herbstzeit begehrt, weil sie nicht nur dick und wohlschmeckend, sondern auch sehr haltbar waren . Was auch an Lob man ihnen angedeihen lassen muß, nie konnten sie die Größe und Güte jener Knollen erreichen, die im Garten des Vetter Konrad wuchsen. Eigentlich ist noch nicht alles gesagt. Es muß hinzugefüht werden, daß eine einzige Kartoffel nicht nur für sechs Personen reichte, nein, daß davon soviel übrig blieb, daß weitere sechs satt werden konnten. Zu bemerken ist, daß außer der Frau des Konrad keiner allein mit dem Schälen einer Kartoffel fertig werden konnte, es mußten stets zwei eine solche halten, während der dritte schälte. Fast stritten sich die Leute, um Saatgut von dem Mann zu bekommen. Sie legten es bei wachsendem Mond, am hundertsten Tag des Jahres, im Namen dieses oder jenes Heiligen in den Boden, nichts, ihre Kartoffeln wurden nur ganz gewöhnliche Kartoffeln. In Bauernhäusern kommt höchst selten Wild auf den Tisch, jedoch Vetter Konrad gelüstete es oft danach. Seine Vorliebe für Bläßhühner führte ihn eines Tages hinaus ans große Hanfwasser. Dort ruderten solche in Scharen. Nun wollte er keineswegs einen toten Vogel nach Hause bringen, mit seiner Treffsicherheit hätte er leicht einen gegen das Ufer fliegenden erlegen können. Außerdem sollte es ein recht fettes Huhn sein. Bekanntlich verzehren Bläßhühner gerne Unterwasserpflanzen und -insekten. Also sprang er kurzerhand ins Wasser, schwamm in einer Tiefe von zweihundert Meter unter der Oberfläche dahin, fing diesen oder jenen Vogel, befühlte ihn nach seiner Güte und tat dies so lange, bis ihm ein entsprechendes Huhn in die Hand kam. Mit diesem tauchte er aufund brachte es nach Hause. Die andern Hühner flogen wie ein dunkler Schatten über das Dorf hinweg davon. Auf dem Heimweg wurde er mit seinem lebenden Huhn von den ihm Begegnenden gehörig bewundert. Dochall das Erzählte war nichts im Vergleich zu dem noch folgenden: Vetter Konrad war Zeit seines Lebens aus seinem Dorf nicht herausgekommen. So beschloß er denn eines Tages, als er eben in den besten Mannesjahren stand, sich die Berge im Südbanat anzusehen; er kannte Berge nur von Bildern. Nun war er sich dessen gewiß, daß er vielleicht einem wilden Tier in die Quere kommen könnte, mußte also gewappnet sein. Natürlich wanderte er nicht ohne Flinte, doch spitzte er sich auch einen Stock zurecht, um etwa eine Schlange oder ein ähnliches Ungeheuer aufspießen zu können. Als er einmal recht gemächlich dahinging, die schöne Natur ringsum gehörig bewunderte, hörteer hinter sich ein furchtbares Schnaufen. Er sah sich um, und vor ihm stand ein Wolf mit aufgesperrtem Rachen. Im Nu wußte der Mann sich zu helfen: Er hielt dem Wolf seinen Stock entgegen, der rannte mit aller Wucht hinein, so, daß dessen spitzes Ende beim Hintertür! des Tieres wieder herausschaute. Da Vetter Kunrad ganz allein im Wald war, beschloß er, sich niederzusetzen, und das arme Vieh seinen Todeskampf austoben zu lassen. Als ihm schien, es sei völlig verendet, faßte er den Stock an beiden Enden, schlug sich den Wolf auf den Rücken und ging seines Weges weiter. Bald schon gelangte er in ein Dorf. Der Anblick, den er bot, war so spaßig, daß die Leute zusammenliefen und ihn über alle Maßen bewunderten. Obzwar sie anders als er sprachen, verstand er jedes ihrer Worte, ja, er konnte ihnen sogar antworten. Überschwenglich bedankten sie sich bei ihm für die von ihm vollbrachte Heldentat. Er hatte sie von einem bösen Lämmerräuber befreit.

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Vetter Konrad fühlte sich in seinem Selbstbewußtsein mächtig gewachsen : Er hatte die Welt und eine Gefahr bestanden. Fortab wollte er sich nur seiner Wirtschaft widmen: auf Mais spezialisieren. Und er hatte Erfolg. Auf seinen Feldern wurden die Maisstengel so hoch, die Kolben so groß und zahlreich, daß er auf eine Leiter steigen und mit einem Beil letztere abhauen mußte. Selbstverständlich erntete er nußgroße Körner. Auch er starb eines Tages, wie alle Menschen sterben müssen. Was hätte er bei seinen Eigenschaften werden können, lebte er noch heute! Vielleicht gar Minister ...

E mißlungne Buwestraich Peter Krier jun. Wan Oweds spoot et Kino schon längscht aus war, et letseht Wertshausa schon gsperrt haat, war dr Buwe immr noch zu frih for Hemm gehn. Sie han beinanr gstan, im Tirtche odr im Graawe gesitzt, je no dr Wirrtung, un han vrzeelt ; von dr lange Eele und von dr korze Wuche, han scheene Liedr gsung, awr a so manche Straich ausgebriet. Ob se Kersche stehle gang sen odr Trauwe, ob se phaar Hinkte gschnappt un Paprikasch gekocht han, e Tirtche ausghong odr e Waan fortgezoh han, e Pheerd ausme Stall odr e Tortn von 're Hochzeit mitgeen gelos han, etwas es ne immr ingfall, zu ihre Vrluschtichung un zu denne anre ihrem Schaade. "Buwesticke" han sie das genennt, die anre Leit han awr kreftichre Wertr dr vor ghaat. Eemol is et awr anrscht ausgang, do war de Schaade bei dr Buwe un gelacht han die anre. Am 'e Wintrowed, diesen jo iwrhaupt lang wan mr die Nacht noch drzu holt, han die Buwe vorm abgsperte Wertshaus gstann un berootschlaacht, was semitdem angebrochne Owed mache solle. Von Hemm geen hat keene nix gsaat, of so was sin olle nie komm. "Mr kennt jo Stendche singe geen", haat do eene e Geiste blitz. Alles war invrstann, awr wo hinn?" Wo mr ningeloß gen un was zu Trinke grin" saat e aure, gemr doch zum Eenarmiche Schustr. (Alle Name sin rein erfun, wan eene bekannt vorkommt is das nor Zufall). De Schustr war gar net eenarmich, is a sonscht net sogenennt gen, awrdie Buwe haate 'm de Name zugeleet, das ware anr Untugnt, des se dr Leit eigne Name gen han, wiet ne gepaßt hat. Assode Schustr hat net so gheescht, un war a net eenarmich, awr er is mit me Bizikl gfaar, wo von dr Bilanz die een Helft abgehroch war, halt eenarmich war, demno war de Schustr bei dr Buwe de Eenarmiche. A wr net'm Schustr zu lieb han se hin wille de haat nemlich zwaa Techtr ghaat, zwaa scheene, un denne han die Buwe e Freed mache wille. Wie grooß die Freed es wan Mitte in dr Nacht a halt Buwe in't Haus stiwle, kann mr sich denke. Bevor se awr nin han derfe han se gsung: "Wie scheint der Mond so hell auf dieser Welt". Dashanseall gekennt, wan se a net so scheen gsung han, hart gennuch war et des die ganz Gass wackrich genn is. Wie die dritt Stroof schon ball am Enn war un noch immr net ufgemach gen is, hansedie lang gezog, bsonderscht de " blaaanker Taaaaler awr et hat doch nit ganz gelangt, sie han nomol, von vore anfange misse. In er jeet Ban da senreePhaar mit Schweinsoore, die was net singe kenne, so war das a bei denne domols. Die Unmusikalische sin glei in de Hoffun hansich umgschaut was mr do kennt mitgeenlosse. Pletzlich bemerkt eene des die Speichrtir of is. Mit dr Lantr sendie zwaa Schweinsooriche of de Speichr. Vorm Raafang hängt e scheene, dicke Schwaartlmaa. "Freint du komseht mit" saat de eene un schiebt ne unr de Wintrjankl. / Inzwischn war a die drit Stroof vom Lied et zwettemol gsung un et Kati hat endlich ufgemach. Et Marjan hat a schun de Wein gebrung, de han sich die Buwe gut schmecke geloß. Die zwaa Pheedre (son han se net gheescht, awr Schweinsoore haate se wirklich), sin inzwischn a ringschlich komm, die han et Maul vor grinze net zugebrung, un han fleisich mitgetronk. Phaar Kipfle hats a noch gen, awr no sin se gschoob. Uf dr Gass han se stoltz de Schwaartlmaa geschwung wie e Trofee un alles hat gelacht iwr die gelungne Beite. Sie han ne a glei anschnied on one Brot 537


gess. Et hat awr net so riebtich gschmeckt. Die nechscht Idee war awr a schun geboor. "Mr geen zum Sussi, das wohnt doch do indr Näh, das freit sich sichr wan mr et ofsuche un geft uns a e Leeb Brot", hat eene gsaat. De Root es eenstimmich anghol gen, et Sussi hat nee Leeb Brot gen, ohne sich zu freie, a noch e Litr Wein drzu weil se so schnell gang sin. Die Buwe han imme Tirtche dem Eenarmiche sei Schwaartlmaa ges, dasmolmit Brot un han a noch de Wein drzu getrunk. Ofmool saat de Jokob, " ich muß Hemm das ich aus gschloof griin", dreht sich um un vrschwind ohne "Gut Nacht", blos worchse han die anre was gheert. Pletzlich steht de Hans auf un rennt drvon, im Graawe han se de a worchse gheert. De nekschte is garnimmi bis in de Graawe komm bis't gekracht hat, die Buwe han gfeirt aus alle Rohre, awr et is immr aarichr genn. Mit schwerer Miih un vil Unnerbrechunge sense in der NachtHemm komm. ln 't Betthanse awr net kenne. Am anre Morjet, schon glei wie die Apotekt ofgemach hat, han sich dort die Mottre von denne Buwe getrof, wie abgered, un han all Phille gegr Dorchfall un Erbreche vrlangt. Die Weiwr hansich nanr gfroot " hat eir Hansa so die .. . ", "jo, wo die Kerle nor heit Nacht waare?" Das bette die Weiwr awr net roode breiche, wel die Spur zu deitlich warungenau zum Schustr gfeert hat. De haat sei Schwaartlmaa ausm Raafang gholl wel ne vrdorb war, un hat ne de nechste Taach wille vrgraawe, er is awr nimmi drzu komm weil die Buwe'm e Straich gspillt hann .

Wie urteilen Nichtbilleder über Billeder? Im Jahre 1975 schrieb der "Tanjelpheder" 1 im " Donauschwabe" den folgenden Artikel über uns Billeder, den ich hier ungekürzt wiedergeben möchte:

Billed vor 50 Johr Vum Tanjelpheder Noo'm 1. Weltkriechware die Billeder vun die erschti, was gsaat han, de Bauer, was Kukruz vrkaaft, dem gheerte 25 uff die Bux. Noch Kukruz drzukaafe un Schwein mäschte muß m'r, des gett a Stick! lwr Arad, Großwardein naus bis ins Sathmarer Landsenn die Billeder Baure gfahr, han dort vun de Herrschafte Tausndi 50 Kilo schweri Mangalitza kaaft unhansebis 150 Kilo g'mäscht. Domols han die Leut noch gsaat, im Schunkefleisch senndie Vitamine, net in die Sojabohne un Gehlriewe. Wann noo in WienunPrag de Mark gut war, ascha Waawi, do hat's gstaabt in dr Fechtschul! Do han die Billeder Baureihre Schreibbiechle wie Harmenieje ausgschaut, do hat m'r drin "blättre" kenne. Ich erinner mich noch uff de Wickese (Schneider) Vettr Kar!, de Russ Vettr Adam (netnor in Nikloos hat's e Russ Adam genn), de Sehi Vettr Toni, Schmiedmaster un später (vun de g'mäschti Schwein!) Zieglereibesitzer, usw. Bei so ener Schweinsfahrt han se uffm Zruckwech, weil se gut inkaaft han, in Großwardein mit " Damenbedieung" a "Wanstepp"-Owed g'dreht, do senn dr Katz die Hoor, un 'm Vettr Adam de Schnautzer ausgang. Bei ener Wett hat de Vettr Adam vrlor un hat sei große Schnautzer abschneide losse misse. Do hat's ke Pardon genn, de Schnautzer hat misse runnr. Wie 'r no hemkumm is, hat's Weib ne net wille ninlosse, weil 's ne ohni Schnautzer net g'kennt hat. Mit viel'm Anhale, un weil'm Weib die Stimm so b'kannt war, hat'r noo doch derfe nin. Wär des Frucktsludr uff 'm Hinwech passiert, wiese die Säck noch voll Geld haade, do hätte die Weiwer nor gschaut, wiesonor so wenisch Gwehnschweindle in de Hof g'laaf kumme ... Uff die Artsenn die Billeder noch reicher genn, as wiese schun ware. Baiware vier Fischkäl im Dorf un vier Doktre, a Hanffabrik, drei großi Mühle, Zieglerei, Steueramt for se biss! bänni1

Tanjelpheder, alias Peter Winter, Herausgeber des Wochenblattes " Die Pollerpeitsch", Temeschburg.

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ehe, fenf Wertshäuser, drei Sparkasse, Mosi, in dr SauerländergaB war a Fischereivrein, do hat m 'r die Taxe in Natura zahle kenne. Inseller Zeit han unser Studente-Kumrade angfang Schwowisch zu rede statt Ungrisch. Do war ichmolbeim Schmied maje, un wie ich fort senn, han ich gheert, wie 'm Schmied sei Weib dr Nochberin iwr die Stacheetle g'ruft hat: "Eijoo, der is jo grad so ordinär wie mir, nor daß 'r aach wertachs Krawattl an hat!" Tja, wer net herrisch, aßn ungrisch g'red hat, war ewe "ordinär". De Billeder "Gschwärzte" war schun bal so gut wie de "Rethati" (Wiesnhaid bei Dreispitz)-Tuwak, nor hat m 'r seiner Lebtach immer Kaiamitäte mit de Finanze ghat. Nor wer seine im " Hund seim Loch" vrstecklt hat, is drvun kumm. A Banater Sprichwort saat: "Die Billeder saan, 's gett aach Leut, was lieje . .. "Wann jemand " Rittersgschichte" vrzähle will un drbei "Knepp" macht, kann'r de heere. Im Banat gett 's net viel Derfer, wu mit "Et" und "En" g'red werd. "Et" heesst soviel wie "es" und "E" heesst "er". Et Gretche hat domols vum Hansnixheere wolle, wu doch de Hans bal de Teiwl um et Gretche ghol hat. En war glicklick, wann 'r nor im Gretche seiner Noocht hat senn kenne. Wie se mol wiedrum unnr vier Aue ware, saat 'n Hans: "Du hascht et gut, Gretche! " "Forwas?" "Ei du bischt immer bei dir ... " " Bei mir? Na bischt du net immer bei dir?", froot et Gretche . . ,Ojjoo, bei mir schun", saat'r Hans, "awr net bei dir . .. "

Die Billeder Mundart heute Mit bewundernswerter Zähigkeit haben die Einwohner von Billed vor dem Ersten Weltkrieg ihre Muttersprache und ihren Dialekt gegen die Madjarisierung verteidigt und bewahrt. Aber heute findet ein kaltblütiger, fahrlässiger und fortgesetzter Mordversuch an unserer Muttersprache statt. Rumänische Worte dringen teils rumänisch, teil in schlampiger Übersetzung ins Schriftdeutsch und in den Dialekt ein, sodaß das Deutsche gewissermaßen doppelsprachig wird und auch klingt. Schuld an der Verlotterung unserer Muttersprache sind sehr viele Gründe, die wir zur Genüge kennen. Da wir auf dem Gebiet der Mundartforschung einige Fachleute besitzen, wäre es wichtig, wenn jetzt die Landsleute im Westen eine oder auch mehrere Mundartschallplatten umgehend herausbrächten. Zeit zum Abwarten gibt es auch in dieser Angelegenheit nicht. Denn aufunseren Billedertreffen, die alle zwei Jahre stattfinden, sprechen unsere Landsleute auch untereinander überwiegend die Mundart ihres heutigen Wohnsitzes hier im Westen, auf keinen Fall den reinen Billeder Dialekt. Meer han se alles weggnumm, gar niks is mer geblieb, mit leeren Hänn so sin ich kumm verflucht, verjaat, vertrieb. Sie han genumm - un ich han doch es Beschte mitgebrung: Mei Glaawe un mei Mottersproch un die Erinnerung. Von Johann Petri. 539


Billeder Spruchweisheiten, Redensarten und Sprüchwörter Aufgezeichnet von Franz Klein Krumbiere und Kraut fille m Bauer die Haut. Schunge un Speck, der drikt weg. In der Not schmeckt de Worscht ac h ohne Brot. Hunger treibt de Brotworscht runnr. De Worscht hat drei Ener, wo ne anfangt, wo ne ufhert, un wann ne all is. Wann die Meis satt sin, is es Mehl bitter. Wann die Katz aus m Haus is, han die Meis Hochzeit. De dummschti Bauer hat die dickschti Krumbiere . Miet un matt, alli Arweit satt. Besser de Spatz in dr Hand als die Taub of m Dach. Buwe jugst die Mottr heirat, de Vater geft e Narr. Altrtum geht vor, Vater, drekt de Waan in de Schopp! Hätt mr net, so tät mr net! We h muß Weh vertreiwe . E jedes Haus hat sei Strauß, nor net jede hängt ne raus. Nor net brumme, s wert schon kumme! Ich men, jetzt rapplt's gleich in dr Fechtschul! Hoffart muß Not leide. Of de Kop stelle un med'm A ... Mike fange . Ich men de hat ufm Baam gschlof. De is bisi vrstrept. Spare heescht vrdiene. Meer fahre uf Tripstrill. Wer A saatmuß ach B saan! Mer soll de Tach net vorm Owed lowe. Abwarte un Tee trinke . Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen . Aller Anfang ist schwer. In de saure Appl beiße. De Appl fallt net weit vom Stamm [auch: vom Roß] . Ke Antwort is ach e Antwort. De Appetit kommt beim Esse. Wer net arweit soll ach net esse. Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein . Aus fremdem Leder kann mr leicht Rieme schneide. Was die Fraa mit dr Scherz aus'm Hof traat, kann de Mann net mit'm lange Waan ren fähre. De Fisch will dreimol schwimme, im Wasser, im Schmalz un im Wein . Wer net wagt der net gewinnt. Im triewe is gut fische. Eigenlob stinkt. Dummheit und Stolz wachse uf em Holz. De sauft wie e Berschtebinder. Was ich net weiß, macht mich net heis. E blindes Hingt find ach manchesmol e Korn. Wie die Arweit so de Lohn . Die Ax im Haus erspart de Zimmermann. Das hat Hand un Fuß. 540


Die lewe von dr Hand ins Maul. Das Handwerk hat goldenen Boden. Do leit de Haas im Pfeffer. De is jo ganz aus 'm Heische. De hats Heft in dr Hand. De Hehler is schlimmer wie de Stehler. Esse un Trinke halt Leib un Seel zamm. So heiß geft net gess wies gekocht is. Wer de Heller net ehrt ist de Gulde net wert. Es Himed es mer nägschter als de Jangl. Eigener Herd, ist Goldes wert. Wanns Herz voll is, gehts Maul iwr. De hat jo Geld wie Mischt. Morje is jo a noch e Tach. Heit mir - morje dir. Bei dem Weib hatn die Hell uf dr Erd. An dem is Hopfen un Mals vrlor. Wer net heere will muß fiele. E Hufeise fine, beseht Glick bringe. Dort leit de Hund begrab. Mit de Hinkle schlofe gehn. Die zwa lewe wie Hund un Katz. Alles uner ene Hut bringe. Die Welt is e Jammertal. Dem juckt s Fell. Triebsal blose. Jung gfreit, - hat selten gereut. Jeder Zigeiner lobt sei Pferd. Jeder Herr lobt sei Gscherr. De Karre aus m Dreck ziehe. Alles uf en Kart setze. Wie die Katz um de heiße Brei schleiche. Jeder kehrt vor seiner Tier. Etwas ufm Kerbholz han . Messer, Gabel, Scher und Licht ist für kleine Kinder nicht. Kiner wie die Zeit vrgeht. De geht mit dr Kerch ums Dorf. Es is net alle Tach Kerweih wann die Motter Kuche backt. Mit dem is net gut Kersche esse, de spritzt mit de Keere. Wo ke Kläger, is ach ke Richter. De lobt de iwr de grine Klee. Wer sich unr die Kleie mischt, den fresse die Schwein. Wer wenich net ehrt ist viel net wert. Die picke zam wie die Klette. De Gscheite geft noo. Wie de Herr so s Gscherr. Etwas iwrs Knie breche. Er is nix wie Haut un Knoche. Viele Köche verderben den Brei. De machts Kraut ach nimmi fett. Vor de is ach noch ke Kraut gewachs. Ins Kraut schieße. Wie Kraut un Riewe . De Kruch geht so lang zum Brunne, bis ne brecht. Das geht uf ke Kuhhaut. 541


Gottes Mühle mahle langsam. Langsam aber sicher. En Schwalm macht noch ke Sommer. De gsieht net, hert net und kummt der Halt net noh. E jed Bahn hat eer Ton. Hopp oder tropp. Un wann se net gstorb sen, no lewe se heit noch. Adje, bis zum nägstemol.

Sprüche auf gestickten Wandschonern Hauptsächlich in der Küche, über dem Herd, dem Waschtisch und auch an anderen Arbeitsplätzen, wo die Gefahr bestand, daß die Wand beschmutzt werden könnte, war ein sogenannter "Wandschoner" angebracht. Dieser bestand aus einem gewöhnlichem, weißen Leinentuch, das in der jeweils passenden Größe mit verschiedenen Verzierungen und Sprüchen von der Hausfrau angefertigt wurde. In den meisten Häusern gibt es sie auch heute noch, in anderen wurden sie schon von den Fliesen und Kacheln verdrängt. Bevor diese Wandschoner aber gestickt werden konnten, mußten sie bei der "Vordrukkersch" ausgesucht und vorgedruckt werden. Die "Vordruckersch" verfügte über eine Unmenge an Mustern und Vorlagen. Einige dieser Sprüche möchte ich hier wiedergeben und der Nachwelt erhalten. So hing über dem Waschtisch in vielen Häusern der sinnvolle Spruch: Eine Hand wäscht die andere und beide das Gesicht. Über dem Herd: Guck nie ins Häferllieber Mann, das Kochen geht dich gar nichts an! Gibt der Mann zu wenig Geld- ist's mit der Küche schlecht bestellt! Über einer Bücherstellage: Deutsche Art - treu bewahrt. Über einem Eßtisch: Und Gott sah , - daß es gut war . Unter einem Geschirrbrett Glück und Glas, wie leicht bricht das . Im Zimmer eines im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten: Meine Seele für Gott, Mein Herz für die Heimat, Mein Blut für Deutschland. Nachdem viele Menschen nach Rußland und in die Baragan-Steppe verschickt wurden, fand man in vielen Häusern den folgenden Spruch: In diesen schicksalsschweren Tagen, da viele Lieben von uns gehen, ist uns nur ein Trost geblieben, die Hoffnung auf ein Wiedersehen.

Familien- und Herkunftsforschung Das Geheimnis unserer Herkunft Wer sich mit Familien- und Sippenforschung beschäftigt, wird dankbar begrüßen, daß erstmalig eine umfassende, wenn auch nicht vollständige Arbeit mit Namenslisten der Familienoberhäupter sowie die Herkunftsgebiete der Ansiedler von Billed vorgelegt wird. Sie will eine möglichst übersichtliche Zusammenstellung über die Herkunftsgebiete bringen, soweit sie sich aus den zur Verfügung gestandenen Unterlagen entnehmen ließen. Nicht benutzt wurden die Archivalien in den Herkunftsgebieten der Ansiedler von Billed. Aufgenommen in dieseN amensverzeichnisse, mit den angeführten Daten, wurden alle Fälle, in denen die Ansiedlung in Billed sicher oder sehr wahrscheinlich ist. Alle in den Sterbematrikeln der Pfarrkirche von Billedangeführten Sterbefälle als Angesiedelte der Gemeinde Billed anzusprechen und aufzunehmen, würde zu weit führen und ein falsches Bild ergeben. Wer also einen bestimmten Ansiedlerfall in den folgenden Listen vermißt, kann ihn unter Umständen trotzdem in den "Quellen zur deutschen Siedlungsgeschichte in Südosteurpa" oder auch in den Matrikelbüchern und Schlafkreuzerlisten der Gemeinde Billed noch finden, nur war eben über die Ansiedlung selbst nichts zu finden oder zu entnehmen.

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Der in den Namenslisten angegebene Heimatort bezieht sich allein nur auf den Familienvater und nicht auch auf die Frau. Wenn auch nicht in allen Fällen gelungen ist, ein befriedigendes Resultat zu erzielen, so wurde mit dieser vorliegenden Arbeit der erste Schritt zu weiteren Forschungen getan. Mögen diese Auswertungen des umfangreichen Quellenmaterials es recht vielen Nachkommen jener ersten Ansiedler von Billed gestatten, ihre Urheimat wiederzufinden und so die Fäden wieder zu knüpfen, die vor 215 Jahren abgerissen sind. Vermerkt sei aber auch, daß keine zweite Ortschaft im Banat eine solche große Streuung ihrer Herkunftsgebiete aufzuweisen hat, wie unser Billed. Damit habe ich die Schwierigkeiten angedeutet, mit denen die Billeder Familienforscher stets zu kämpfen haben werden.

Etwas über die Schreibweise der Familiennamen Die Familiennamen der Ansiedler, die in den verschiedenen Akten, Namenslisten, Grundbücher, Matrikelbücher, Gemeindeprotokollen, usw. vorkommen, müssen vom Familien- und Herkunftsforscher sorgfältig geprüft werden, da die Schreibweise der einzelnen Namen in den verschiedenen Quellen oft Abweichungen und Veränderungen aufweist. Es wäre nicht historisch, wollten wir die durch Unkenntnis entstandenen fehlerhaften Zunamen als tatsächliche Familiennamen ansprechen . Die meisten Schreibfehler kamen wohl so zustande, daß die Vor- und Zunamen nach der Aussprache der Siedler niedergeschrieben wurden. Schon beim Ausstellen der Reisepässe für die Durchreisenden in Wien gab es Änderungen in der Schreibweise der Familiennamen. Im Pfarrhaus in Billed gab es einen Seelsorger, der die deutsche Sprache nur mangelhaft beherrschte, der aber die Eintragungen in die Matrikelbücher vornahm . Aus diesen Gründen sind die wenigsten Familiennamen in ihrer Ursprünglichkeit erhalten geblieben. Es gibt viele Beweise, daß die Ansiedler gelegentlich der Anmeldung beim Pfarrer oder auf dem Gemeindehaus, wie auch heute noch, dem Schreiber in die Feder diktierten . In der Schreibung war man damals völlig . souverän, man schrieb wie man sprechen hörte . Eine Rechtschreibung im heutigen Sinne gab es damals noch nicht. Daher darf man in keinem Fall von Fehlern im Original sprechen! Bei einigen Namen genügt ein prüfender Blick und das Auge kann die verballhornte Schreibweise richtigstellen, so zum Beispiel : Bender- Pender, Bentz- Penz, Beyer- Bayer, Blesz- Pläs, Böcker- Becker, Dires- Deres, Theres- Thöres, Heb!- Höbl, Jens- Jennes, Schitz- Schütz, Stöber- Stöpper- Stepper usw. Viel schwierigere Fälle bieten die Herkunftsorte, sie sind mitunter so entstellt niedergeschrieben, daß sie einer Richtigstellung bedurften. Oft steht man vor einem Rätsel, da es mehrere und verschiedene Deutungen geben kann. Trotzall dieser Schwierigkeiten hoffen wir, daß diese Aufstellung über die Herkunftsgebiete unserer Ahnen bei den Sippen - und Familienforschern, die sich seit Jahren und Jahrzehnten um die Ermittlung ihres Abstammungsortes bemühten, Freude auslösen wird.

Beitrag zur Familien- und Herkunftsforschung Wilhelm Weber Alphabetisch geordnete Namensliste der Familienoberhäupter der in Billedeingetroffenen und in den 252 Wohnhäusern untergebrachten Ansiedlerfamilien mit etwa 1000 Personen, mit Angabe des Ansiedlungsjahres, des Herkunftsortes, Kreises und der Herkunftsprovinz. Bei den bis 177 4 verstorbenen mit Angabe des Todesjahres und Alters, bei den noch am Leben verbliebenen mit der im ersten Grundbuch vom 1. November 1774 eingetragenen Hausnummern. 543


Ud. Name und Taufname des Nr. Familienoberhauptes der angesiedelten Familien 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63

Allenbacher [AIIebach] Peter Andreas Joseph Anen Peter Balderes [Palderus] Nielas Batis Mathias Bauer Johann Bauer Nielas Baumann Johann Becker Heinrich Bender [Pender] Jacob Bentz [Penz] Franz Beringhof [Berghot] Ferdinand Bemhard Anton Bernhard J ohann Beyer [Bayer] Johann Bier Elisabeta Bierbraier Johann Birger Bernhard Blesz [Piäs] Johann sen. Blesz [Piäs] Johann jun. Both [Poth] Mathias Bojer Johann Bücker [Becker] Mathias sen. Böcker [Becker] Mathias jun. Böhm Wilhelm Brand Jacob Braun Jacob sen. Braun Jacob jun. Bruser [Bruder] Heinrich Chreber [Greber, Crebbe] Benedict Cron Michel Decker Johann Wilhelm Dewald [Ebald] Bartholomail Dires [Deres, Theres, Thöres] Mathias Donnwell [Tronwell] Nielas Donnwell [Tronwell] Wilhelm Eckstain Joseph Egkel [Ekel] Georg Eisenbard Peter Endres Adam Falck Johann Federspiel Martin Federspiel Peter Felker [Völker] Johannes Feszier Jakob Fey Johannes Fiffi [Fissil J acob Fiffi [Fissil Michael Fileziger Johann Fingen Jacob Fingen Peter Fischmer [Fixmer] Johann Flesch [Fiösch] Johann Flögl [Flieg!] Heinrich Flögl [Flieg!] Melchior Flögl [Flieg!] Wilhelm Fonderbeck Johann, Theodor Frantzen Nicolaus Friedrich Michael Gamp [Kamp] Christoph Gaspar [Kaspar] Mathias Gayer Johannes Adam Gengier Heinrich

544

Jahr Herkunft der Ort I Kreis I Provinz Ans. 1766 1765 1766 1766 1765 1765 1765 1765 1765 1766 1766 1766 1765 1765 1766 1765 1765 1765 1766 1766 1766 1766 1766 1766 1766 1765 1766 1766 1776 1766 1776 1766 1765 1766 1765 1765 1765 1766 1766 1765 1765 1765 1766 1765 1765 1765 1765 1765 1765 1765 1765 1766 1765 1766 1766 1766 1766 1766 1766 1766 1765 1765 1765

Hundsbach, Meisenheim, Hessen-Hornburg Hundheim, Bemkastel, Rheinprovinz-Trier Landscheid, Wittlich, Rheinprovinz Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg Apach, Diedenhofen, Lothringen Roszbrunn, BA Würzburg, Unterfranken Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Lothringen Stockum, Arnsberg, Westfalen Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Ellingen, Grevenmacher, Luxemburg Neheim, Arnsberg, Westfalen Lothringen Merscheid, Saarburg, Rheinprovinz Gerlingen, Olpe, Westfalen Saarburg, Rheinprovinz Rheinprovinz Luxemburg Meurich, Saarlouis, Rheinprovinz Meurich, Saarlouis, Rheinprovinz Zarbeling, Chateau-Salins, Lothringen Lothringen Hupperath, Wittlich, Rheinprovinz Hupperath, Wittlich, Rheinprovinz Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Besseringen, Merzig, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Benolpe, Olpe, Westfalen Altenaffeln, Amsberg, Westfalen Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Niederleuken, Saarburg, Rheinprovinz Sickingen, Karlsruhe, Baden Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Nieder-Donwen, Grevenmacher, Luxemburg Nieder-Donwen, Grevenmacher, Luxemburg Rheinprovinz Oberhundem, Olpe, Westfalen Zarbeling, Chateau-Salins, Lothringen Riveris, Trier, Rheinprovinz Rheinprovinz Luxemburg Hölschen, Luxemburg Westfalen Sickingen, Karlsruhe, Baden Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz Sickingen, Karlsruhe, Baden Sickingen, Karlsruhe, Baden Westfalen Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Elwingen, Bolchen, Lothringen Eisenschmitt, Wittlich, Rheinprovinz Altenaffeln, Arnsberg, Westfalen Altenaffeln, Arnsberg, Westfalen Altenaffeln, Arnsberg, Westfalen Freienohl, Arnsberg, Westfalen Großhemmersdorf, Saarlouis, Rheinprovinz Fürfeld, A1zey, Rheinhessen [Mainz] Benolpe, Olpe, Westfalen Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz Sickingen, Karlsruhe, Baden Wormeldingen, Grevenmacher, Luxemburg

Todesjahr Alter

HausNr. 203

153

1770140 J.

1771 98 209 1766137 J. 1768158 J. 151 55 1771150 J. 35 241 1771149 J . 130 1770144 J. 1769/77 J. 176 1771 1767133 J. 114 64 20 1768145 J. 80 233 239

79 139 1765 141 1773160 J . 1770 164 133 1772155 J. 70 205 1767 201 1767160 J. I

199 152 54 253 160


Lfd. Name und Taufname des Nr. Familienoberhauptes der angesiedelten Familien 64 Gengier Markus

65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126

Gestholz (Gerstholz] Anton Gibrich [Gibetich] Peter Glaser Mathias Glasz Jacob Gottlieb Jub Johann Gram Wilhelrn, Anton Greber Gerhart Greber Joseph Grosz Bernhard Gungl Johann Guntermann [Kunterrnann] Johann Gunze [Kouncze] Anton Hackers Johann Harnes Jacob Hann Caspar Hann Johann sen. Hartmann Franz Hartmann J ohann Hassenteufel [Hassenteibel] Wilh. sen. Hauprich Peter Hausz [Häusz] Peter Heb! [Höbl] Wilhelrn Hebner Nicolaus Heidenfelder Georg Heidenfelder Michael Heidenfelder Nicolaus Heintz [Hentz] Lorenz Hernet Peter Henn Heinrich Henn Peter sen. Henn Peter jun. Henres [Heinrich] Peter Herostel [Herbsel] Peter Hirsch Christoph Hirsch Killian Hober Mich! Hoffmann Jacob Höffl J ohann Häfner Christoph Häfner Peter Hueber [Hubert] Michael Huss Mathias JeckiJohann Jens [Jennes] Johann Wi1he1rn Jung Peter Kaiser Stefan Kanich [König] Nicolaus Käsz [Khesz] Georg Keller Valentin Kiffer [Kiefer] Johann Klein Peter Kiemen! [Kiernens] Mathias Kling Johann Klopp Theodor Dietrich Kobelster [Kopulster] Heinrich Kobelster [Kopu1ster] Johann Koller Konrad Kost Georg Krerner Filip Krerner Johann Kuntz [Kuntzen] Johann Kurz Johann

Jahr Herkunft der Ort I Kreis I Provinz Ans. 1765 1766 1766 1765 1766 1766 1766 1765 1765 1765 1766 1766 1766 1765 1766 1765 1766 1765 1766 1765 1765 1766 1766 1765 1766 1766 1766 1766 1765 1765 1765 1765 1765 1766 1766 1766 17 66 1766 1766 1766 1766 1766 1765 1766 1765 1765 1765 1765 1766 1765 1766 1765 1766 1766 1765 1766 1766 1766 1765 1765 1765 1765 1765

Wormeldingen, Grevenrnacher, Luxernburg Freienohl, Arnsberg, Westfalen Gerlingen, Olpe, Westfalen Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz Mittelwestern, Alzenau, Unterfranken Freienohl, Arnsberg, Westfalen Fürfe1d, Alzey, Rheinhessen [Mainz] Rieflinghausen, Olpe, Westfalen Rieflinghausen, Olpe, Westfalen Lange1sheirn, Saargernünd, Lothringen Rodenbach, Lohr, Unterfranken Freienohl, Arnsberg, Westfalen Oberhundern, Olpe, Westfalen Rheinprovinz Niederscheidweiler, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Sickingen, Karlsruhe, Baden Rodenbach, Lohr, Unterfranken Bosen, Birkenfeld, Rheinprovinz Hundheirn, Bernkastel, Rheinprovinz Lauschied, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Lauschied, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Rheinprovinz Neustadt, Würzburg, Unterfranken Neustadt, Würzburg, Unterfranken Neustadt, Würzburg, Unterfranken Hundsbach, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Sickingen, Kar1sruhe, Baden Reipoltskirchen, Kusel, Pfalz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz A1trich, Wittlich, Rheinprovinz Maßweiler, Zweibrücken, Pfalz Landscheid, Wittlich, Rheinprovinz Oppenheirn, Bingen, Rheinhessen [Mainz] Oppenheirn, Bingen, Rheinhessen [Mainz] Lothringen Lauschied, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Lothringen Lauschied, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Lauschied, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Lauschied, Meisenheirn, Hessen-Hornburg Saa1hausen, Olpe, Westfalen Neustadt, Würzburg, Unterfranken Beurig, Saarburg, Rheinprovinz Betternbourg a. d. A1zette, Luxernburg Schaurnburg, Ottweiler, Rheinprovinz Uchtelfangen, Ottweiler, Rheinprovinz Oberhundern, 01pe, Westfalen Marpurgen, St. Wendel, Rheinprovinz Rodenburg, Grevenrnacher, Luxernburg Nieder-Donwen, Grevenrnacher, Luxernburg Betternbourg a. d. Alzette, Luxernburg Ziegelbach, Waldsee, Württernberg Greiweldingen, Grevenrnacher, Luxernburg Elwingen, Bolchen, Lothringen Elwingen, Bolchen, Lothringen Greirnerath, Wittlich, Rheinprovinz Planig, Alzey, Unterfranken Rheinprovinz Rheinprovinz Kitzingen, Diedenhofen, Lothringen Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz

Todesjahr Alter

HausNr. 91

1767155 J. 1769127 J. 52 137 122 45 1767 237 77 1768 207 1767/29 J. 176713 5 J. 17671641. 43 1771133 J. 181 1767164 J. 138 1772/28 J. 1767145 J. 1768140 J. 177 252 66 224 21 22 18 211 187 188 1766 1767 102 71

229 1773150 J. 1768145 J. 1768133 J. 4 1770155 J. 1768140 J. 1768140 J. 78 288 1768 1766140 J. 116 1767140 J. 174 145 97 1765 208

545


Lfd. Name und Taufname des Nr. Familienoberhauptes der angesiedelten Familien 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189

546

Kuse [Kuszen] Mathias Ladweil Filip Lahr Michael Lahr Nielas Lasset Johann Lauer Heinrich Lauer Jacob Lauer Peter Laut Franz Lay Michael Lechner Paul Sebastian Leindecker Johann Linden Mathias Lisching Eberhard Lorenz Mathias Lucas Jacob Lucas Nicolaus Lungens Mathias Maling [Malina] Johann Mann [Mansz] Adam sen. Mann [Mansz) Adam jun. Maurer Heinrich Mayer Mathias Mayer [Meyer) Peter Meisenbach Georg Mertes [Mirtes] Mathias Mertes [Mirtes) Peter Mertlsacker Jacob Metz Paul Metzen Mathias Metzen Peter Mezier [Mezger] Nielas Michelz Mathias Millhaus Johann Must Nicolaus Müller Martin Müller Mathias Müller Sebastian Noi [Noe] Carl Nomer (Naumer) Carl Ogl [Oehl) Dietrich Ogl [Oehl) Johann Ortmann Heinrich Österlein [Esterling] Michael Quint Carl Quitter [Quidden] Mathias Palimann Mathias Partach [Potasz) Michel Pehm [Pöhm] Filip Penker Johann Petenteid Johann Pfoster Nicolaus Pieher J acob Pilgram Peter Piller Johann sen. Piller Johann jun. Prunder [Bruder) Jacob Rademacher Heinrich Raidenbach [Raitebach] Jacob Peter Raidenbach [Raitebach) Wendel Reich! Peter Riemer J acob Roth Adam

Jahr Herkunft der Ort I Kreis I Provin z Ans. 1765 1765 1766 1766 1766 1765 1766 1765 1765 1765 1766 1765 1766 1765 1766 1765 1766 17 65 1766 1765 1765 1765 1765 1765 1766 1766 1766 17 65 1766 1765 1766 1765 1765 1766 1765 1765 1765 1766 1766 17 65 1766 1766 1766 1766 1766 1766 1766 1765 1766 1766 1765 1766 1765 1765 1765 1765 1765 1765 1766 1766 1765 1765 1766

Todesjahr Alter

Oberweischede, Ulpc \\ " llakn Rheinprovinz 1767147 J. 1766138 J. Hundsbach, Meisenheim, Hessen-Hornburg Hundsbach, Meisenheim, Hessen-Hornburg Westfalen Rheinprovinz 1772136 J. Mauschbach, St. Wendel, Rheinprovinz Riveris, Trier, Rheinprovinz Stadt- u. Waldbredimus, Grevenmacher, Luxemb. Rheinprovinz Neustadt, Würzburg, Unterfranken Riveris, Trier, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz 1765 Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Kasel, Trier, Rheinprovinz Zarbeling, Chateau-Satins, Lothringen 1771144 J. Dagstuhl, Merzig, Rheinprovinz Dagstuh1, Merzig, Rheinprovinz Rodalben, Pirmasens, Pfalz Greiweldingen, Grevenmacher, Luxemburg 1769143 J. Illingen, Ottweiler, Rheinprovinz Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Altrich, Wittlich, Rheinprovinz 1766160 J. Hupperath, Wittlich, Rheinprovinz Sickingen, Karlruhe, Baden Neustadt, Würzburg, Unterfranken Rheinprovinz 1771154 J. Greinmerath, Wittlich, Rheinprovinz 1766160 J. Wellingen, Merzig, Rheinprovinz Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Benolpe, Olpe, Westfalen 1772160 J. Nieder-Donwen, Grevenmacher, Luxemburg 1767 Rheinprovinz Schaumberg, Ottweiler, Rheinprovinz Neustadt, Würzburg, Unterfranken Elwingen, Bolchen, Lothringen 1771136 J. Rheinprovinz Benolpe, Olpe, Westfalen Benolpe, Olpe, Westfalen 1771 Freienohl, Arnsberg, Westfalen 1766140 J. 1766 Rheinprovinz Wintrich, Bernkastel, Rheinprovinz 1767127 J. 1768 Holthausen, Lüdingshausen, Westfalen Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Wormelding, Grevenmacher, Luxemburg Westfalen Lothringen Landscheid, Wittlich, Rheinprovinz 1773150 J. Rheinprovinz Lothringen 1766148 J. 1767160 J. Saarwellingen, Saarlouis, Rheinprovinz Bettembourg, a. d. Alzette, Luxemburg 1769154 J. Bettembourg, a. d. Alzette, Luxemburg Keskastel, Saargemünd, Lothringen Rieflingshausen, Olpe, Westfalen Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg 1767142 J. Sickingen, Karlsruhe, Baden 1771140 J . Morsbach, Forbach, Lothringen 1768150 J. Neustadt, Würzburg, Unterfranken 1771150 J.

HausNr. .C .CI

251

250 42 96 49 148 72 214 12 19 162 40

169 16 212 61 227 108 186

41

53 129 172

34

213 94

155 124 236 150


Ud . Name und Taufname des Nr. Familienoberhauptes der angesiedelten Familien

Jahr Herkunft der Ort I Kreis I Provinz Ans.

190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252

1766 1766 1765 1765 1765 1766 1766 1765 1765 1766 1766 1766 1766 1765 1765 1766 1765 1765 1765 1766 1766 1766 I 7 66 1766 1766 1765 1766 1765 1765 1766 1765 1765 1765 1766 1766 1766 1766 1765 1766 1766 1765 1766 1766 1765 1765 1766 1766 1765 1765 1766 1765 1766 1766 1765 1765 1766 1766 1766 1766 1766 1765 1765 1765

Roth Jacob Schäfer Paulis Scheid [Scheid!] Peter Schiltz [Schürz] Jacob Schitz [Schütz] Johann Schmid Jacob Schmid Martin Schmid Peter Sehneberger Johann Schneider Bemhard Schneider Heinrich sen. Schneider Heinrich jun. Schulte [Schultz] Franz Schweißthai Jacob Schweitz Kaspar Schweitzer Malbias Sebastian Jacob Servay Nielas Seter Johann Speckermann [Speichermann] Caspar Speckermann [Speichermann] Jost Stark Peter Sternberg [Stümberg] Michael Stöber [Stöpper-Stepper] Caspar Stöber [Stöpper-Stepper] Michael Strauß [Stroß] Nicolaus Stuß [Stoß] Johannes Thill [Till] Christoph Thill [Till] Johann Thill [Till] Nicolaus Tillmann Heinrich Tilon Johann Titl Nielas Tomas Michael Tussil Nielas Ulrich Kaspar Ulzmer Ballbasar Valter Paul Johann Georg Völker [Felker] Conrad Wagner Anton Wagner Michael Wagner Michael sen. Wagner Michael jun. Wagner Nielas Warnbach Georg Weber Jacob Weber Johann Weber Mathias Weber Peter Weicher [Speicher] Ferinus Weißgärber[in] Barbara Wild Johann Franz Wild Sebastian Wilhelm Adam Wilhelm Peter Wilkem Eberhard Wilkem Wilhelm Will Peter Würtz Johannes Nielas Zeller Johann Franz Ziegler Malbias Zimmer Johann sen. Zimmer Servatius

Neustadt, Würzburg, Unterfranken Greimerath, Wittlich, Rheinprovinz Rheinprovinz Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Waldstetten, Mosbach, Baden Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Tholey, Ottweiler, Rheinprovinz Freienohl, Arnsberg, Westfalen Freienohl, Arnsberg, Westfalen Freienohl, Arnsberg, Westfahlen Freienohl, Arnsberg, Westfalen Bliesmengen, St. Ingbert, Pfalz Nalbach, Saarlouis, Rheinprovinz Zarbeling, Chateau-Salins, Lothringen Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Dagstuh~ Merzig, Rheinprovinz Nalbach, Saarlouis, Rheinprovinz Freienohl, Arnsberg, Westfalen Freienohl, Arnsberg, Westfalen Wintrich, Bernkastel, Rheinprovinz Freienohl, Arnsberg, Westfalen Rodenbach, Lohr, Unterfranken Rodenbach, Lohr, Unterfranken Morsbach, Forbach, Lothringen Raumeldingen, Diekirch, Luxemburg Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Luxemburg Eslohe, Meschede, Westfalen Lothringen Riveris, Trier, Rheinprovinz Canach, Grevenmacher, Luxemburg Vichten, Diekrich, Luxemburg Klepsau, Mosbach, Baden Rottendorf, Würzburg, Unterfranken Aschbach, Heppenheim, Hessen-Starkbenburg Rodenbach, Lohr, Unterfranken Bruch, Wittlich, Rheinprovinz Kolmbach, Bensheim, Hessen-Starkenburg Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg Bettembourg, a. d. Alzette, Luxemburg Greiweldingen, Grevenmacher, Luxemburg Ellingen, Grevenmacher, Luxemburg Britten, Merzig, Rheinprovinz Bärenbach, Zell, Rheinprovinz [Koblenz] Walleringen, Forbach, Lothringen Canach, Grevenmacher, Luxemburg Nalbach, Saalouis, Rheinprovinz Hölzbach, Bernkastel, Rheinprovinz Niederleuken, Saarburg, Rheinprovinz Sickingen, Karlsruhe, Baden Sickingen, Karlsruhe, Baden Schliprüthen, Meschede, Westfalen Schliprüthen, Meschede, Westfalen Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Helenenberg, Trier, Rheinprovinz Niederlosheim, Merzig, Rheinprovinz Saarwellingen, Saarlouis, Rheinprovinz Illingen, Ottweiler, Rheinprovinz Morsbach, Forbach, Lothringen

Todesjahr Alter

HausNr.

1767130 J. 1766156 J. 1767160 J. 192 81 1769136 J. 121 11 1772 1766140 J. 222 245 1772142 J. 25 13 87 51 185 1765 1770130 J. 190 1767137 J. 1767135 J. 183 1767148 J. 163

123 1769140 J. 1765

1773134 J. 63 1770130 J. 168 1767 143 85 1769153 J. 1767145 J. 240 157 194 93 23 1770 67 1771160 J. 1771161 J. 220 1768140 J. 38 156 44 1774155 J. 1765140 J.

547


[Ein freies unbeschriftetes Blatt fĂźr persĂśnliche Eintragungen)

548


Nach Hausnummern geordnete Namensliste der Besitzer, laut Besitzblätter aus dem ersten "Grund Buch des Dorfs Billed" vom 1. November 1774, mit Angabe der Herkunftsgebiete, des Grundbesitzes in Joche, des Ansiedlungsjahres und der drei von 1774 bis jetzt verwendeten Hausnummern. Haus-Nr. ab Name und Taufname 1774 1833 1927 des Hausbesitzers

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56

5 511 Frantzen Nicolaus 6 513 Tasch Mathias 8 518 Theisz[in] Margareta 9 519 Kaiser Stephan 10 520 Kreiling Andreas 11 522 Tirion Michl 12 523 Theißler Max 13 524 Seltzenner Kaspar 14 532 Lan Michl 15 535 Peiningen Joseph 16 537 Schmid Peter 17 538 Lisching Eberhard 18 541 Schweitz Kaspar 19 542 Nern [Niern] Heinrich 20 548 Henres [Heures] Franz 21 549 Maurer Heinrich 22 550 Hann Joseph 23 551 Henres [Heinrich] Peter 24 553 Lorenz Mathias 25 555 Dires [Theres-Thöreß] Mathias 26 561 Henn Peter sen. 27 562 Henn Peter jun. (Schulze 1793) 28 563 Weißgärber]in] Barbara 29 565 Schmidt Georg 30 566 Schweißthai Jacob 31 567 Steyer Nielas 32 574 Lomerer [Lumert] Heinrich 33 575 Pritz Damian 34 577 Ehrenwald Nicolaus 35 452 Lehnen Mathias 36 453 Kreutz Maria 37 455 Kramp Wilhelm 38 457 Murer Kar! 39 458 Ogl [Oehl] Dietrich 40 459 Blesz [Piäs] Johann jun. 41 460 Krauszer Jacob 42 462 Gergen [J örgen] Johannes 43 464 Würtz Johannes Nielas 44 465 Neumann Jacob 45 466 Lungens Mathias 46 468 Mezier [Mezger] Nielas 47 469 Lauer Peter 48 470 Hann Johann sen. 49 471 Ziegler Mathias 50 472 Gram Wilhelm Anton 51 473 Barth Johannes 52 475 Barth Nicolaus 53 476 Schuch Franz 54 477 Lay Michael 55 478 Hassenteufel Wilhelm jun. 56 479 Sebastian J acob 57 480 Glaser Mathias 58 482 Müller Martin 59 483 Gaspar [Kaspar] Mathias 60 484 Bierbraier Johannes 61 485 Arnoldi Johannes

Jahr der Ans.

Herkunft Ort I Kreis I Provinz

Besitz in Joche

1766

Großhemmersdorf, Saarlouis, Rheinprovinz

1770 1765 1766 1770

Luxemburg Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Sotzweiler, Ottweiler, Rheinprovinz Lothringen

1770

BA Würzburg, Unterfranken Breisgau

17 17 17 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 17 31 31 31 17 31 31 31 31 31 31

1765 1765 1765 1766

1766 1766

Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Rheinprovinz Nalbach, Saarlouis, Rheinprovinz Schifflingen, Luxemburg Rheinprovinz Rodalben, Pirmasens, Pfalz Rheinprovinz Maßweiler, Zweibrücken, Pfalz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Nalbach, Saarlouis, Rheinprovinz Ober-Alsteinach, Heppenheim, Hess.-Starkenb. Bliesmengen, St. Ingbert, Pfalz Rheinprovinz Luxemburg Luxemburg Baden Confeld, Merzig, Rheinprovinz

1766 1766

Benolpe, Olpe, Westfalen Meurich, Saarlouis, Rheinprovinz

1766 1766 1766 1765 1765 1765 1766 1765 1766 1766 1766 1766 1765 1765 1765 1765 1765 1765 1765 1768

Wehlen, Bernkastel, Rheinprovinz Helenenberg, Trier, Rheinprovinz Brockscheid, Daun, Rheinprovinz Kasel, Trier, Rheinprovinz Wellingen, Merzig, Rheinprovinz Riveris, Trier, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Saarwellingen, Saarlouis, Rheinprovinz Fürfeld, Alzey, Rheinprovinz Sötern, Birkenfeld, Rheinprovinz Sötern, Birkenfeld, Rheinprovinz Oberweiler, Bittburg, Rheinprovinz Rheinprovinz Bosen, Birkenfeld, Rheinprovinz Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz Rheinprovinz Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz Rheinprovinz Mainz, Rheinhessen

1765 1766 1766 1766 1765 1765 1765 1767 1765 1770 1770

31

31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31 31

549


Haus-Nr. ab Name und Taufname 1774 1833 1927 des Hausbesitzers

Jahr der Ans.

Herkunft Ort I Kreis I Provinz

57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 11 7 118

1766

Leinen, Heidelberg, Baden Westfalen Rheinprovinz Elsaß Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Landweiller, Saarlouis, Rheinprovinz Klepsau, Mosbach, Baden Sickingen, Karlsruhe, Baden

550

62 63 64 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 126 127 128 129 130 131

486 487 489 393 395 396 397 398 399 401 402 403 409 411 412 414 415 416 424 426 427 428 429 431 435 436 437 438 439 440 331 333 334 335 336 339 346 347 348 35 0 352 353 358 359 361 363 364 365 373 374 375 376 377 378 379 381 285 287 289 290 293 295

Bauer Johannes Kümel [Kimme!] Konrad Bierbraier Mathias Schnid Johannes Meisenbach Georg Beininger [Beringer] Jacob Ulrich Kaspar Dewald [Ebald] Ba rtholomäus Domitru Thomas Hemet Peter Wilhelm Adam Maurer Peter Friedrich Georg Fischmer [Fixmer] Johann Höfner [Hefner] Peter Leindecker Johann Lieber Jacob Schakmann Lambert Daniel Peter Karbach Konrad Grosz Be rnhard Klein Peter Federspiel Martin Donnwell [Tronwell] Wilhelm Schitz [Schütz] Jo hann Speiehier Andreas Zimmer [in] Margareta Rörisz Franz Wagner Michae l jun. Daum Johannes Schweitzer Mathias Gengier Johannes Stegmüller Gabriet Glaser Mathias Gengier Markus Gengier Nicolaus Weicher [Speicher] Ferinus Partach [Potasz] Michel Rüder [Röder] Nielas Laut Franz Kremer Filip Bentz [Penz] Franz Servaux Mathias Apfel (Appel] Phitipp Pretz Kaspar Höfner (Hefner] Christoph Rep Phitipp Lind Adam Mekl Kaspar R ätz Johannes Roth [Rott] Nielas Mertlsacker Jacob Franz Heinrich Meyer Georg Heinz Christoph Kuhn [Khun] Peter Patrischka Joseph Cron Michel Kulch Sebastian Kobelster [Kopulster] Heinrich Kersch Johannes Müller Wenzel

1769 1766 1766 1767 1766 1765 1765 1765

1766 1766 1765 1770 1770 1765 1765 1765 1765 1765

1766 1770 1766 1766 1770 1765 1765 1766 1765 1765 1766 1765 1765 1766 1770 1774 1766

1770 1765 1768 1767 1766 1766 1766 1766

Besitz in Joche

31 31 31 31 17 17 17 31 31 Sickingen, Karlsruhe, Baden 31 Sickingen, Karlsruhe, Baden 31 31 31 Elwingen, Bolchen, Lothringen 31 Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg 31 Riveris, Trier, Rheinprovinz 17 17 Hessen-Nassau 31 31 Pfalz 31 Langelsheim, Saargemünd, Lothringen 31 Nieder-Donwen, Grevenmacher, Luxemburg 31 Luxemburg 31 Nieder-Donwen, Grevenmacher, Luxemburg 31 17 Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz 31 31 31 Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg 31 Rheinprovinz 31 Zarbeling, Chateau-Satins, Lothringen 31 Wormeldingen, Grevenmacher, Luxemburg 31 Schwarzwald 31 Weiskirchen, Merzig, Rheinprovinz 31 Wormeldingen, Grevenmacher, Luxemburg 31 Wormeldingen, Grevenmacher, Luxemburg 31 Canach, Grevenmacher, Luxemburg 31 Wormeldingen, Grevenmacher, Luxemburg 31 Edenborne rhof, Kirchheimbollanden, Pfalz 31 Stadt- und Waldbredimus, Grevenm. Luxemburg 31 31 Rheinprovinz Ellingen, Grevenmacher, Luxemburg 31 31 Lothringen Rheinhessen [Mainz] 17 31 Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg 17 31 31 Rheinprovinz 31 17 Lothringen 17 Sickingen, Karlsruhe, Baden 31 31 Zeselberg, Pirmasens, Pfalz Ay, Waldshut, Hauenstein 31 Hundsbach, Meisenheim, Hessen-Hornburg 17 Kalmesweiler, Ottweiler, Rheinprovinz 31 31 Lauschied, Meisenheim Hessen-Hornburg 17 17 Elwingen, Bolchen, Lothringen 17 31 17


Haus-Nr. ab Name und Taufname 1774 1833 1927 des Hausbesitzers

119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134

132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147

296 298 299 300 302 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 216

135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179

148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183. 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193

217 219 221 233 224 227 228 229 230 232 233 238 239 240 241 242 243 253 254 255 162 164 166 167 169 170 171 172 173 174 176 177 179 180 182 184 186 188 189 112 113 114 116 117 118

Mark Konrad Wagner Mathias Schmid Martin Gottlieb J ub J ohann Thill [Till) Nicolaus Prunder [Bruder) Jacob Martin J acob Hann Johann jun. Minich Philipp Mayer Theobaldus Müller Mathias Böcker [Becker] Math. jun. Wikler Nicolaus Bach Michl Fingen Jacob Petenfeld Elisabeta Witwe des Joh. t 1773 Faber Mathias Willi Thomas Petri Wilhelm Hausz [Häusz] Peter Federspiel Peter Petri Konrad Feszier Jakob Zimmer Johann jun. Wagner Michael sen. Sulzner (Silzer) Jacob Kost Georg [späteres Rentamt) Kirche und Schule Pfarrhof Lechner Paul Sebastian Pabtist Sebastian Raidenbach Jacob Peter Beyer [Bayer] Johann Gamp [Kamp] Christoph Balderes [Palderus) Nielas Berg Wilhelm Piller Johann jun. Zeller Johann Franz Spiesz Johann Sedlmayer Jacob Fiak Phitipp Gengier Heinrich Heider [Heyder) Karl Reininger Johannes Stuß (Stoß) Johannes Fiffi [Fissil Michael Andresz Heinrich Bäcker Thomas Faber Mathias Völker [Felker] Konrad Mann [Mansz) Adam jun. Karesz [Klaresz] Mathias Heimes Jacob [Harnes) Müller Sebastian Frick Phitipp Koller Konrad Pfeifer Wilhelm Essig Peter Heidenfelder Nicolaus Grabherr Mathias Püchler Christian

Jahr der Ans.

Herkunft Ort I Kreis I Provinz

Besitz in Joche

1770 1766 1766 1766 1766 1765

Würzburg, Unterfranken Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Waldstetten, Mosbach, Baden Freienohl, Arnsberg, Westfalen Luxemburg Keskastel, Saargemünd, Lothringen

1766

Altrich, Wittlich, Rheinprovinz

1768 1765 1766

Salm, Daun, Rheinprovinz Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Hupperath, Wittlich, Rheinprovinz

1766 1765 1765

Alzenau, Unterfranken Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Landscheid, Wittlich, Rheinprovinz

17 31 31 17 31 31 31 31 31 17 17 31 31 17 31 17

1766 Sauscheid, Trier, Rheinprovinz

31 17

1766 Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg 1766 Hölschen, Luxemburg 1766 Morbach, Bernkastel, Rheinprovinz 1765 Sickingen, Karlsruhe, Baden 1765 Illingen, Ottweiler, Rheinprovinz 1766 Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg 1766 Freisdorf, Solchen, Lothringen 1765 Planing, Alzey, Unterfranken

31

l7

1766 Neustadt, Würzburg, Unterfranken 1766 Lothringen 1766 Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg 1766 Gerlingen, Olpe, Westfalen 1766 Benolpe, Olpe, Westfalen 1766 Bärweiler, Meisenheim, Hessen-Hornburg 1766 Vianden, Diekirch, Luxemburg 1765 Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg 1766 Niederlosheim, Merzig, Rheinprovinz 1769 Pfalz 1772 Bayern Luxemburg 1765 Worrneldingen, Grevenmacher, Luxemburg 1766 Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Rheinprovinz 1766 Raumeldingen, Diekirch, Luxemburg 1765 Sickingen, Karlsruhe, Baden 1770 Pfalz 1769 Luxemburg Luxemburg 1766 Rodenbach, Lohr, Unterfranken 1765 Dagstuhl, Merzig, Rheinprovinz

1766

Rheinprovinz Neustadt, Würzburg, Unterfranken

1766 1766

Greimerath, Wittlich, Rheinprovinz Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg

1766 1766

Neustadt, Würzburg, Unterfranken Canach, Grevenmacher, Luxemburg

l7

31 l7

31 31 17 31 1 1 31 31 31 17 31 17 31 31 31 17 31 31 31 17 31 31 31 31 17 l7

31 31 31 31 31 31 31 31 17 31 31 31

551


Haus-Nr. ab Name und Taufname 1774 1833 1927 des Hausbesitzers

180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241

552

194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 244 245 246 247 248 249 251 252 253 254 255 256 257 259 260

123 124 125 126 127 129 136 137 138 140 142 144 156 71 73 75 77 78 79 80 82 84 85 86 87 88 90 91 92 94 95 96 25 27 30 34 36 38 39 40 42 44 46 47 48 49 50 53 54 56 58 59 61 65 111 109 108 107 106 105 211 209

Jahr der Ans.

Klopfstein [Klobstein] Johannes 1770 Hartmann Johann 1766 Theissen [Teisen] Heinrich 1766 Stöber [Stöpper-Stepper] Michael 1766 Schänsz [Schänz] Tiberius Servay Nielas 1765 1766 Metz Paul Hirsch Christoph 1766 Hirsch Killian 1766 Klari [Kiary] Joseph 1770 Speckermann [Speichermann] Jost 1766 Wilgin Peter Schiltz [Schürz] J acob 1765 Warnbach Michl 1765 Weber Peter 1765 Krail [Kreul] Mathias Marianti Jacob Kuszen Peter Quenker [Gwingert-Quinkert] Eberh.1766 Friedrich Michael 1766 Donnwell Johannes 1767 Flögl [Fliegt] Wilhelm 1766 Schmidt Kaspar Allenbacher [AIIebach] Peter 1766 1769 Gallion J ohann Flögl [Fliegt] Heinrich 1766 Schimmer Mathias 1766 Guntermann [Kuntermann] Johann 1766 Kuntz [Kuntzen] Johann 1765 Beringhof [Berghof] Ferdinand 1766 Schäfer Wilhelm 1767 Hernstel [Herbsel] Peter 1766 Mayer [Meyer] Peter 1765 Palimann Mathias 1766 Linden Mathias 1766 Kirsch [Kirch] Johannes Dietrich [Didrich] Heinrich Alles Peter 1766 Ullinger [in] Margareta 1767 Schneider Hermann 1766 Wilkem Wilhelm 1766 Kuse [Kuszen] Mathias 1765 Schneider Heinrich sen. 1766 Gestholz Anton 1766 Henn Heinrich 1765 Wurm Johannes 1770 Scheplein [Schöplein] Johannes Mertes [Mirtes] Peter 1766 Klement [Kiemens] Mathias 1766 Hueber [Huber!] Michael 1766 Tiges Peter Onangst Martin 1767 Zillinger Johannes 1771 Egkel [Ekel] Georg 1766 Steplein Mich! Diebern J acob Radenmacher Heinrich 1765 Greber Joseph 1765 Braun Jacob 1769 Eisenbard Peter 1766 Weber Johann 1766 Both [Poth] Mathias 1766

Herkunft Ort I Kreis I Provinz

Besitz in Joche

Lothringen Rodenbach, Lohr, Unterfranken Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Rodenbach, Lohr, Unterfranken

31 31 31 31 31 31 31 31 17 31 31 31 31 17 31 17 17 31 31 17 31 31 31 31 17 31 17 31 17 17 31 31 31 31 17 17 31 17 31 17 31 31 31 17 31 31 31 17 31 17 31 17 31 31 17 17 31 31 31 31 31 31

Dagstuhl, Merzig, Rheinprovinz Neustadt, Würzburg, Unterfranken Oppenheim, Bingen, Rheinhessen [Mainz] Oppenheim, Bingen, Rheinhessen [Mainz] Schlesien Freienohl, Arnsberg, Westfalen Schaumburg, Ottweiler, Rheinprovinz Greiweldingen, Grevenmacher, Luxemburg Walleringen, Forbach, Lothringen

Echtrop, Soest, Westfalen Fürfeld, Alzey, Rheinhessen [Mainz] Nieder-Donwen, Grevenmacher, Luxemburg Altenaffeln, Arnsberg, Westfalen Hundsbach, Meisenheim, Hessen-Hornburg Pfalz Altenaffeln, Arnsberg, Westfalen Geisfeld, Trier, Rheinprovinz Freienohl, Arnsberg, Westfalen Kitzingen, Diedenhofen, Lothringen Neheim, Arnsberg, Westfalen Heidesheim, Bingen, Rheinhessen [Mainz] Landscheid, Wittlich, Rheinprovinz Illingen, Ottweiler, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz Altrich, Wittlich, Rheinprovinz

Freisen, St. Wendel, Rheinprovinz Allmannsdorf, Baden Freienohl, Arnsberg, Westfalen Schliprüthen, Meschede, Westfalen Oberweischede, Olpe, Westfalen Freienohl, Arnsberg, Westfalen Freienohl, Arnsberg, Westfalen Reipoltskirchen, Kusel, Pfalz Glatz, Schlesien Hupperath, Wittlich, Rheinprovinz Bettembourg a. d. Alzette, Luxemburg Lauschied, Meisenheim, Hessen-Hornburg Dittigheim, Mosbach, Baden Rheinprovinz Oberhundem, Olpe, Westfalen

Rieflinghausen, Olpe, Westfalen Rieflinghausen, Olpe, Westfalen Luxemburg Zarbeling, Chateau-Salins, Lothringen Britten, Merzig, Rheinprovinz Zarbeling, Chateau-Salins, Lothringen


Haus-Nr. ah

Name und Taufname 1'127 des Haushcsit zc rs

177-1

IX~~

242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254

261 207 Kaiser Peter 263 205 Grosz Nicolaus 264 204 Pritz [Tritz) Johannes 265 202 Schneider Heinrich jun. 267 328 Stephan Johannes 268 327 Punzenhauser Joseph 269 325 Entresz Johann 270 324 Neysz Johannes 271 322 Lauer Jacob 272 321 Lahr Nicolaus 273 445 Heintz [Hentz) Lorenz 274 444 Gayer Johannes Adam 275 443 Yogi Johannes

Jahr der Ans.

Herkunft Ort I Krci,. I Provin z

Besit z in Joche

1766

Rheinprovinz Sotzweiler, Ottweiler, Rheinprovinz

1766 1766

Freienohl, Arnsberg, Westfalen Otzenhausen, Trier, Rheinprovinz

1766 1766 1766 1765

Rheinprovinz Rheinprovinz Mauschbach, St. Wendel, Rheinprovinz Hundsbach, Meisenheim, Hessen-Hornburg Hundsbach, Meiserheim, Hesse n-Hornburg Sickingen, Karlsruhe, Baden

17 17 31 31 31 31 17 17 31 31 31 17 17

Die Aufgabe dieses Beitrages soll es sein, den Leser mit der Familien- und Herkunftsforschung ein wenig bekannt zu machen, und die Aufmerksamkeit auf dieses bisher nur von wenigen Billeder Familien beachtete Gebiet zu lenken. Zugleich soll er aber auch in der Brust der Jugend innige Liebe zu seinen Vorfahren und deren Herkunftsgebieten anfachen und erwecken. Ygl. Wilhelm Franz und Kalbrunner Josef: Quellen zur deutschen Siedlungsgeschichte in Südosteuropa. Schriften der Deutschen Akademie, Heft II. München o. J. Ygl. Pfrenzinger Alfonz: Die mainfränksche Auswanderung nach Ungarn und den österr. Erbländern im 18. Jahrhundert. Wien 1941. Ygl. Hacker Werner: Auswanderung aus dem früheren Hochstift Speyer nach Südosteuropa und Übersee im XVIII. Jahrhundert. Herausgegeben von der Heimatstelle Pfalz, Kaiserslautern 1969. Ygl. HackerWerner: Auswanderungen aus Oberschwaben im 17. und 18. Jahrhundert. KonradTheiss Verlag, Stuttgart und Aalen 1977. Ygl. Stader Stefan: Auswanderer nach Südosteuropa im 18. Jh. nach der Zentralkartei der Heimatstelle Pfalz. Schriftenreihe der donauschwäbischen Herkunftsforschung, Band 1. Kaiserslautern 1978. In Bilkd angesiedelte Auswanderer finden wir auf den Seiten: 8, 21, 26, 51, 70, 78, 95, 99, 137, 182.

Die Kirchenbücher von Billed als wertvolle Quellen für die Familienforscher Auch die Tauf-, Heirats- und Sterberegister sind wichtige Archivalien. Kopien der Billeder Kirchenbücher befinden sich in der Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart, Reihe Dokumentation, Band 10, Signatur: MfKb. 7. 1-2, Rv 1: Taufen von 11. 9. 1766 bis 16. 2. 1811 Eheschließungen von 14. 9. 1766 bis 17. 1. 1836 Sterbefälle von 9. 9. 1766 bis 12. 3. 1809 Die Kirchenbücher von Billed wurden im Jahre 1950 an das Rumänische Staatsarchiv in Temeswar abgegeben. Dort befinden sich zur Zeit: 8 Bände Taufmatrikel von 1766 bis 25. August 1925 7 Bände Sterbematrikel von 1766 bis 22. September 1902 6 Bände Trauungsmatrikel von 1766 bis 6. Jänner 1950 553


Billeder Kirchenbücher und der Arbeitskreis donauschwäbischer Familienforscher Frau Isabella Regenyi, Lehrerin i. R., hat zu den Kirchenbüchern von Billed je ein grob-alphabetisches Namensverzeichnis angelegt, das den Familienforschern die Suche nach den Vorfahren in den Kirchenbüchern erleichtern wird. Die folgenden Register wurden bereits überarbeitet und mir freundlicherweise vom "Arbeitskreis donauschwäbischer Familienforscher" zur Verfügung gestellt: Billeder Sterberegister von 1766-1809 Billeder Trauungsbuch von 1766-1836 Billeder Geburtenbuch von 1791-1811 Sowohl Frau lsabella Regenyi als auch den Herrn vom "Arbeitskreis donauschwäbischer Familienforscher" sei für diese Arbeit gedankt.

Stammbaum der Familie Thöreß -Döres. Diese Zeichnung entstand im Jahre 1938 und soll als Anregung für weitere Familienforscher dienen. 554


Anzahl der Bevölkerung von Billed 1766-1978 Dr. Anton Peter Petri - Franz Klein Jahr

Seelenzahl

Jahr

Seelenzahl

Jahr

Seelenzahl

1766 1767 1768 1769 1770 1771 1772 1775 1776 1777 1780 1792 1800 1811 1812 1813 1814 1815 1816 1817 1818 1819 1820 1821 1822 1823 1824 1825

705 896 978 1021 1003 1010 1110 (1092) 1216 1171 1235 1506 1793 1812 2590 2658 2689 2713 2823 2887 2933 3014 3109 3182 3182 (3205) 3270 3376 3340 3348

1826 1827 1828 1829 1830 1831 1832 1883 1834 1835 1836 1837 1838 1839 1841 1843 1846 1847 1848 1851 1852 1853 1854 1855 1856 1857

3416 3455 3449 (3357) 3434 3450 3421 3490 3327 3406 3262 3275 3266 3442 3409 3506 3330 3544 3607 3626 3536 3547 3478 3570 3547 (3400) 3677 3755 (3739)

1858 1859 1861 1865 1869 1870 1875 1878 1880 1886 1890 1892 1896 1900 1901 1905 1910 1912 1913 1920 1930 1937 1940 1934 1948 1966 1977

3744 3732 3950 4147 4348 4372 (4331) 4364 4374 4658 (4767) 5102 4978 4973 4897 4897 (4566) 4471 4566 3548 (3951) 3864 3921 3861 4035 4035 4022 4182 4520 4752 4522

-

Die Nationalitäten in Billed (1880-1940) Dr. Anton Peter Petri Nationalität Deutsche (in %) Madjaren Slowaken Rumänen Kroaten, Serben Andere Zusammen:

1880

1890

1900

1910

1920

1930

1940

4428 (92,8) 62 1 61 6 209 4767

4816 (96,7) 80 4 44 5 29 4978

4323 (94,6) 159

3608 (91 ,3) 159 105 7 72 3951

3646 (94,4)

3548 (87,9) 186 138 4 159 4035

3455 (85,9)

49 11 24 4566

215 3861

567 4022

Die folgende Aufstellung bringt uns die amtlichen Volkszählungsergebnisse aus den Jahren: 1930, 1966 und 1977: Nationlität Deutsche Rumänen Ungarn Serben Andere Zusammen

1930 Personen 3.548 138 186 4 159 4.035

%

1966 Personen

%

1977 Personen

87,9 3,4 4,6 0,1 4,0

2.530 1.968 ? ? 254

53,2 41,4 ? ? 5,4

1.919 2.322 ? ? 281

4.752

% 42,4 51,3 ? ? 6,3

4.522 555


Wie wir aus dieser Tabelle ersehen können, geht der Anteil der deutschen Bevölkerung an der Gesamteinwohnerzahl ständig zurück . Die Ursache dieses Rückgangs liegt nicht nur an der Abwanderung der Deutschen aus ihrer Heimat, sondern auch darin, daß dem großen Geburtendefizit der Deutschen ein Geburtenüberschuß der Rum änen gegenübersteht. Als Vergleich möge die folgende Tabelle aus dem Jahre 1937 1 dienen, die sehr aufschlußreich ist. Damals hatten: 109 Familien 407 Familien 416 Familien 143 Familien 60 Familien 17 Familien 6 Familien 7 Familien 1 Familie 1.166 Familien

keine 1 2 3 4 5 6 7 9

Kinder Kind 407 Kinder 832 Kinder ........... .. ....... . ... . . . .. . .. . ... . 429 Kinder 240 Kinder ..... .. . . .. . .... . .. . . .. . .. . ........ . . 85 Kinder 36 49 Kinder Kinder 9 2.087 •••••

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Kinder Kinder Kinder Kinder Kinder Kinder Kinder Kinder Kinder

Im Durchschnitt hatte damals eine Familie 1,8 Kinder. Nichtdeutsche Kinder waren 269 in Billed. Außer den 917 deutschen Familien lebten noch im Ort: 15 jüdische Familien und Mischehen 107 andersnationale Familien 30 wilde Ehen [nicht getraute Paare] 305 Witwen, Witwer, Junggesellen und Junggesellinnen. Diese unterteilten sich wieder in die folgenden Berufsgruppen : 1223 Bauern 385 Gewerbetreibende 961 Arbeiter 7 Industrielle 29 Kaufleute 63 Privat- und Staatsbeamte 182 Knechte und Mägde Der Rest waren Pensionisten, Vorbebalter und Kleinkinder.

Geburten und Sterbefälle Differenz Jahr

geboren

gestorben

geb.

1870 1903 1936 1942

256 102 41 35

173 107 48 . 70

53

gest. 5 5 35

Im Jahre 1927 starben in Billed 66 Einwohner, davon 16 Kinder unter 7 Jahren. Aus einer Statistik geht hervor, daß folgende Krankheiten den Tod dieser 66 Menschen verursachten : Bronchitis, tuberkulöse und einfache Gehirnhautentzündungen, Magen- und Darmerkrankungen, Lungenentzündungen und Lungentuberkulose. 1

Wolf, Jakob: Bemerkenswerte Daten aus unserer Gemeinde Bi lied. E rschienen in : " Volk in Not. Ein Beitrag zur bevölkerungspolitischen Lage des Deutschtums im Banat" . Temeschburg 1937. Broschüre von Dr. Fritz Klingler.

556


Die Bevölkerungsdichte von Billed Nach den Zahlen von 1930/ 31 hatte Billed 4035 Einwohner und die Größe der Gemarkung betrug 50,3 qkm. Demnach betrug die Einwohnerdichte auf 1 qkm 80,2 Personen. Laut " Ungarische statistische Mitteilungen" über die Siedlungs- und Bevölkerungsdichte im Jahre 1910, lebten damals auf der Banater Heide 85 ,9 Personen auf einem Quadratkilometer. Durch den Zusammenschluß der drei Ortschaften Billed, Alexanderhausen [Schandra] und Uihel zu einer Gemeinde, sie bilden seit 1977 die Gemeinde Bi IIed, zählt diese 7278 Einwohner. In der ersten Volkszählung nach dem Zweiten Weltkrieg, am 25. Januar 1948, gaben in Rumänien nur mehr 343.913 Personen. Deutsch als ihre Muttersprache an. Nach Gebieten aufgeschlüsselt ergab sich folgendes Bild: Banat . . . . .. . ..... . .......... .. .. . . . ..... .. . . .... . .. . .. . . . ............... . 171.022 Siebenbürgen .. . . .. . . . .. . . ....... . .. .. .. . ... . .. .. .... . .... ...... . . . ... .. . . 1570105 Altreich . ·.. . . . .... 0. . 0..... 0.. 0........... 0.. 0. . 0. . 0. .. . . . .... 7.196 Süd-Bukowina .... . .. . .. . ... .. . .. . . ........ .... . 0.. 0.. 0. . 0.. . ..... . 00.. . . . 40189 Sathmar ............. 0..... 0..... 3.939 0. . .. . . ...... . 462 Dobrudscha .. . . ....... .. . .. ..... . .. 0.. 0.. 0.... 0. . .. 0..... 00... . ... 0. 0. .. .. . Rumänien insgesamt . . . .. 0. . 0. . 0. . 0. . 0. . 0. . 0.. 0. . . . 0.. . ... . . 0.. 0. ... ... 0... 343.913 o

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Nach der Volkszählung vom 5. Jänner 1977 hatte Rumänien 21 ,559.416 348.44 5.930 4.358 358.732 Davon leben Zusammen

Einwohner, davon waren Deutsche gaben sich als Siebenbürger Sachsen aus und gaben sich als Banater-Schwaben aus. - 1,66 % der GesamteinwohnerzahL 175 .000 Deutsche im Banat 170.000 Deutsche in Siebenbürgen. 345.000

Dokumentation der deutschen Einwohner von Billed Die Grundlage für das folgende Verzeichnis der Einwohner von Billed bilden die Haushaltslisten, die nach den, von der deutschen Volksgruppenführung im Jahre 1941 durchgeführten " Erhebungen " entstanden sind. Sie tragen den Titel: "Bekenntnis zum Deutschtum" und sind heute ein Bestandteil unserer eigenen Geschichte. Dieses sehr wichtige und einmalige Dokument wurde in mühevoller Kleinarbeit mit den erforderlichen und vorhandenen Daten - fallweise bis zum Jahre 1972 - ergänzt. Die ersten Eintragungen reichen bis in die Mitte des 19. Jh. zurück. Das nach Hausnummern angelegte und geordnete "Bekenntnis zum Deutschtum" aus dem Jahre 1941 wurde in der gleichen Form und Ausführung übernommen und mit Absicht nicht in alphabetischer Reihenfolge wiedergegeben. An der Spitze jedes Haushaltes steht ein Familienname, wobei auch die Mädchennamen der Frauen sowie dieNamender Kinder und Stiefkinder aufscheinen. Aber auch die eingeheirateten Familienmitglieder, wie Schwiegertöchter und Schwiegersöhne sind, soweit sie zu ermitteln waren, in die Liste aufgenommen. 557


Hat ein Hausherr nach dem Jahre 1941 sein Haus an eine andere Familie weiterverkauft, so scheint der neue Besitzer ebenfalls unter dieser Hausnummer auf. Daher kann es vorkommen, daß eine Familie die im Jahre 1941 in einem Haus in der Neugasse registriert wurde, heute in einem Haus in der Kirchengasse aufscheint. Solche Fälle treten in den letzten Jahren sehr häufig auf. Die Schreibweise der Familiennamen richtet sich grundsätzlich nach dem Urtext des " Bekenntnis zum Deutschtum". Bei einigen Familien finden wir auch die Haus- und Spitznamen vermerkt. Für den Fall, daß bei den Ihre Familie betreffenden Angaben einige Daten fehlen oder nicht richtig registriert sind, schreiben Sie bitte Ihre Ergänzungen sowie korrigierten Hinweise auf das in diesem Abschnitt für Ihre persönliche Anmerkungen vorgesehene Blatt. Die richtigen Daten sollen für Ihre Nachkommen erhalten bleiben. Außerordentlich viel Sorgfalt und Zeitaufwand erforderte diese, von unserem Landsmann Jakob Slavik durchgeführte Zusammenschreibung der gesammelten Daten für diese Dokumentation. Die Mitarbeiter, die ihm bei dieser Arbeit behilflich waren, seien hier in alphabetischer Reihenfolge festgehalten: Sepp Gallo [436], Pranz Luckhaup [209], Jakob Thöreß t [180] . Allen, die am Zustandekommen dieser Dokumentation mitgearbeitet haben, sei für ihre Mühe und ihren persönlichen Einsatz, die sie im Interesse unserer Gemeinschaft erbrachten, gedankt. Mit Sicherheit können wir feststellen, daß auf Grund dieser Arbeit eine Rekonstruktion unserer ehemaligen deutschen Gemeinde Billed erfolgen kann. [Jene Landsleute, die vor dem 31. 12. 1980 Billed verlassen haben und in den Westen ausgewandert sind, finden Sie in dem Beitrag: "Wo leben unsere Landsleute im Westen?"]

Persönliche Anmerkungen

558


Namensverzeichnis nach den Hausnummern geordnet Haus-Nr., Fam. -Name, Vorname, (Hausname), Geb.-Jahr, Geborene

2

3

4

5

6 7

8 9

I0

II

12 13 14 15

16

17

18 19 20

Pritz Josef, 1894, (Poths), u. Susanna, 1895, geb. Kuhn Lind Adam, 1913, u. Elisabetha, 1914, geb. Pritz Lind Johann, 1940, Lind Katharina, 1944 Franck Friedrich, (Nickels), u. Aloisia, geb. Herbstier Franck Johann, 1913, (Kaluschtje) u. Marg., 1913, geb. Klein Franck Maria, 1936, Franck Johann, 1939 Lahni Peter u. Christina, geb. Müller Lahni Michael u. Anne, geb. Enderle Engrich Jakob u. Grete, geb. Götter! Zimmer Nikolaus, 1894, u. Christina, 1899, geb. Sch uch Hahn Josef, 1919, u. Barbara, 1921 , geb. Zimmer Hahn Nikolaus, 1943, Hahn Mathias, 1949, Hahn Josef, 1950 Federspiel Johann, 1861, u. Elisabeth, 1870, geb. Klaus Pritz Johann, 1908, u. Barbara, 1910, geb. Seiler Pritz Katharina, 1933, Pritz Nikolaus, 1935 Hahn Mathias, 1895, u. Katharina, 1897, geb. Blum Hahn Katharina, 1923, verehel. Friess Zimmer Nikolaus, u. Elisabetha, geb. Pritz Zimmer Martin, 1903, u. Margarethe, 1906, geb. Albrecht Zimmer Mathias, 1927, u. Anna, 1927, geb. Gergen Zimmer Anna, 1951 , Zimmer Katharina, 1956 Ehling Martin, 1878, u. Maria, 1875, geb. Pritz Hirsch Kar!, u. Elisabetha, geb. Thiesz Hirsch Mathias, u. Barbara, geb. Herbst Noll Jakob, 1895, u. Barbara, 1898, geb. Hirsch Noll Mathias, 1921 , Grete, 1924 Kuhn Nikolaus, u. Anna, geb. Herbstier Gängler Adam, u. Elisabeth, geb. Zillich Kuhn Wilhelm (Poths), 1899, u. Maria, 1901, geb. Zillich Kuhn Barbara, 1933 Pfersch Nikolaus, u. Katharina, geb. Pritz Undi Nikolaus, 1902, u. Agnes, 1906, geb. Pfersch Schultz Franz, 1921, u. Katharina, 1925 , geb. Undi Schultz Elisabeth, 1942, Schultz Katharina, 1952 Butul Heinrich (früher Grundhauser), Lahni Michael Kaule Peter Kleegarten haus, Diener Johann Blum Alexander, 1862, u. Magdalena, geb. Becker Slavik Jakob, 1891, u. Margaretha, 1893, geb. Blum Slavik Maria, 1924, (Aiexanderhausen) Slavik Elisabeth Slavik Johann, u. Agnes, 1864, geb. Diener Bojar Peter, (Druchersch), u. Susanna, geb. Seibert Deck er Peter, (Boxmühle ), u. Agnes, geb. Slavik Bojar Josef, 1898, u. Agnes, 1903, geb. Decker Bojar Josef, 1925, u. Katharina, 1925, geb. Knill Bojar Jakob, 1955 Donawell Johann, u. Anna, geb. Grosz Donawell Jakob, 1882, u. Margaretha, 1886, geb. Decker Donawell Jakob, 1912, u. Katharina, 1920, geb. Uitz Donawell Jakob, 1939, Donawell Josef, 1941 , u. Annemarie, 1941 , geb. Hell Donawell Gerlinde, 1966, Donawell Gerhard, 1967 Klein Johann, 1913, u. Olga 191 3, (beide gest.), geb. Schullo Eichert Paul, 1892, u. Helen, (Friedhofshaus), geb. Führie Wizenz Peter, u. Josefine, 1913, geb. Batnee Leidecker (Muth), Lorenz, 1903, u. Elisab., 1897, geb. Hehn Leidecker Barbara, 1929 Würtl Stefan, 1899, u. Eva, 1903, geb. Engelmann

+Sauerländergasse

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Würtl Dominik, 1927, Würtl Elisabeth, 1925 Würtl Johann, 1929 Gergen (Rothanse) Johann, u. Anna, geb. Klein Gergen Michael, 1900, u. Maria, 1930, geb. Jung Gergen Maria, 1929, Gergen Katharina, 1933 Müller Nikolaus, 1872, u. Maria, 1877 Müller Katharina, 1911 , Müller Cecillie, 1905, geb. Pfeifer Müller Kath., 1933, Müller Cecilie, 1939, Mich. , 1941 Zimmermann Filip, 1878, u. Katharina, 1876, geb. Krier Haas Michael, u. Barbara, geb. Gebe! Haas Michael, 1886, u. Katharina, geb. Eicher! Haas Michael, 1921 Metzger Lambert, 1909, u. Katharina, 1910, geb. Haas Metzger Nikolaus, 1934, Metzger Margaretha, 1938 Engelmann Martin, 1900, u. Eva, 1904, geb. Gelert Weber Claudius, u. Maria, geb. Fischer Hipp (Riemersch) Johann, u. Magdalena, geb. Hehn Weber Johann, 1888, u. Elisabeth, 1893, geb. Hipp Weber Johann, 1914, u. Margarethe, 1920, geb. Gabriel Weber Johann, 1941 Schackmann Jakob, 1876, u. Maria, 1876, geb. Diks Schackmann Peter, 1903, u. Katharina, 1905, geb. Huber! Schackmann Josef, 1927, u. Katharina, 1926, geb. Kasper Schackmann Margarethe, 1951 , Schackmann Josef, 1952 Lahni Peter, 1868, u. Margarethe, 1874, geb. Müller Hartmann Georg 1928, u. Katharina, 1932, geb. Schank Schwarz (Hüwels) Franz, u. Anna, geb. Schwarz Düpree Nikolaus, 1885, u. Elisabeth, 1890, geb. Schwarz Düpree Nikolaus, 1914, u. Katharina, 1915, geb. Krug Düpree Kath., 1938, Düpree Jakob, 1943, Düpree Maria, 1943 Schwendner Wilhelm, 1904, u. Maria, 1905, geb. Herbstier Gallo (Eschersch) Michael, 1861, u. Susanna, 1865, geb. Kussen Stumpf Nikolaus, 1898, u. Susanna, 1900, geb. Gallo Stumpf Susanna, 1923 Stumpf Elisabeth, 1927, verh. Kovacs Mann (Eschersch) Heinrich, 1870, u. Barbara, 1873, geb. Kussen Schank Johann, 1901, u. Anna, 1908 Schank Barbara, 1927, Schank Katharina, 1932 Neisz Mathias, u. Margaretha, geb. Bauer Rosani Michael, u. Katharina, geb. Stefan Neiß Nikolaus, 1895, u. Katharina, 1902, geb. Rosani Neiß Katharina, 1922 Schulz Peter u. Katharina, geb. Dottermann Schultz Franz, 1872, u. Katharina, 1874, geb. Keimeil Neiß Jakob, 1867, u. Anna, geb. Weisgärher Neiss Johann, 1896, u. Katharina, 1896, geb. Christ Neiss Jakob, 1919, Neiss Johann, 1928 Herbstier Josef, u. Maria Schostal Josef, 1902, u. Anna, 1904, geb. Gerigem Schostal Agnes, 1928 Kraußer Mathias, u. Maria, geb. Backeß Fraunhoffer Johann, u. Elisabeth, geb. Glass Fraunhoffer Michael, 1901, u. Magdalena, 1903, geb. Krausser Fraunhoffer Barbara, 1922 Geiss Michael, u. Rosalia, geb. Machtier Pfersch Josef, u. Margarethe, geb. Maurer Geiss Johann, 1897, u. Katharina, 1900, geb. Pfersch Geiss Johann, 1921, Geiss Peter, 1922 Albrecht Peter (Schippches), u. Margaretha, geb. Frick Albrecht Johann, 1885, u. Maria, 1890, geb. Laub Lauer Thomas, 1915, u. Barbara, 1918, geb. Albrecht Lauer Elisabeth, 1940, Lauer Susanna, 1943 Weiter Georg (Matze), u. Elisabeth, geb. Rieder Muttar Jakob, u. Anna, geb. Glasz Glasz Elisabeth, 1855 Weiter Josef, 1895, u. Susanna, 1896, geb. Muttar

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Haberehm Josef, 1919, u. Barbara, 1922, geb. Weiter Hehn Nikolaus, 193?, u. llse, 194?, geb. Haberehrn Hehn Günther, Hehn Klaus Breitenbach Jakob (Karchersch), u. Margaretha, geb. Frey Breitenbach Peter, 1891, u. Franziska, 1898, geb. Eicher! Breitenbach Lambert, 1919 Weiter Georg, u. Elisabeth, geb. Schwartz Weiter Johann, 1859, u. Margaretha, 1867, geb. Thöress Thöress Valtentin, 1897, u. Barbara, 1902, geb. Weiter Thöress Barbara, 1924 Klein Nikolaus, 1896, u. Katharina, 1998, geb. Pfersch Gilde Friedrich, 1920, u. Agnes, 1921, geb. Klein Gilde Elisabeth, 1951, Gilde Johann, 1953 Herbstier Anna, 1859, (Kniesersch) Eicher! Paul (Picks), u. Maria, geb. Kuntermann Eicher! Johann , 1899, u. Margaretha, 1907, geb. Maurer Eicher! Anna, 1925 Götter! Adam , u. Magdalena Hartmayer Franz, 1864, u. Juliana, 1880, geb. Steuer Christine Gieleg (Uhrmachersch), 1905, geb. Diener Eicher! Johann (Tillmanns), u. Magdalena, geb. Mann Eicher! Johann, 1870, u. Katharina, geb. Rieder Lichtfuß Michael, 1894, u. Katharina, 1898, geb. Eicher! Lichtfuß Katharina, 1924, (Marx Josef, geb. 1935) Bauer Nikolaus, u. Magaretha, geb. Gergen Bauer Nikolaus, 1879, u. Maria, 1886, geb. Krogloth Bauer Nikolaus, 1908, u. Elisabeth, 1911 , geb. Schütz Lukass Michael, 1929, u. Katharina, 1932, geb. Bauer Lukass Helmuth, 1958, Lukass Herber!, 1959 Lukass Hildegard, 1964 Mager Jakob, u. Magdalena, geb. Mumper Mager (Bugar) Jakob, 1855, u. Maria, 1861, geb. Weiter Mager Jakob, 1881 , u. Elisabeth, 1885, geb. Schütz Mager Jakob, 1907, u. Susanna, 1910, geb. Brummer Billinger Johann, 1929, u. Elisabeth, 1931, geb. Mager Billinger Susanna, 1956, Bi Hinger J akob, 1951 Werhof Johann, u. Maria, geb. Schneider Werhof Adam, 1880, u. Elisabeth, 1887, geb. Wolf Mumper Peter, 1908, u. Elisabeth, 1910, geb. Werhof Mumper Barbara, 1927, Mumper Filip, 1932 Mumper Elisabeth, 1938 Krier Peter, u. Margaretha, geb. Müller Krier Peter, 1880, u. Elisabeth, 1888, geb. Rieder Krier Peter, 1908, u. Maria, 1911 , geb. Rosani Krier Peter, 1935 , Krier Katharina, 1932 Krier Barbara, 1937, geb. Alexius Krier Monika, 1960, Gerhard, 196 Rothgärber Michael, u. Maria, (Kareas), geb. Jung Rothgärber Bernhard, 1873, u. Margaretha, 1880, geb. Weindolzer Steiner Franz, u. Anna, geb. Thöresz Steiner Josef, 1887, u. Margaretha, 1898, geb. Rothgärber· Steiner Barbara, 1920 Gergen Heinrich, u. Anna, geb. Müller Gergen Nikolaus, 1865, u. Katharina, 1886, geb. Albrecht (verstorben) Fischer (Blume) Michael, u. Anna, geb. Mann Fischer Mathias, 1895, u. Katharina, 1896, geb. Reiter Fischer Mathias, 1921 , Fischer Maria, 1924 Stadtfeld Hermann, 1944, u. Maria, 1948, geb. Donawell Mann Josef, u. Elisabeth, geb. Gilde Mann (Hawis) Friedrich, 1896, u. Katharina, 1895, geb. Maurer Mann Johann, 1922 Frick Johann, u. Margaretha, geb. Braun Frick Christof, 1867, u. Barbara, 1863, geb. Weiter Herbst (Herms Tischler) Peter, u. Margaretha, geb. Rieder Herbst Johann, 1882, u. Elisabeth, 1886, geb. Lahni Herbst Johann, 1910, u. Maria, 1913, geb. Hubert

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Muh! Johann, 1932, u. Maria, 1935, geb. Herbst Muh! Johann, 1958, Muh! Walter, 1963 Würtz Josef, u. Juliane (Schlossersch), geb. Hübl Würtz Nikolaus, 1892, u. Margaretha, 1901, geb. Grosz Würtz Susanne, 1921, Wiirtz Josef, 1925 Franck (Jantz) Andreas, u. Susanna, geb. Wilhelm Franck Franz, 1881, u. Margarethe, 1892, geb. Krier Mann Johann, 1906, u. Katharina, 1908, geb. Franck Pilger (Haase) Jakob 1870 u. Barbara, 1873, geb. Titambel Renoll Josef, 1940, u. Anila, 1909, geb. Tilger Prisser Andreas, 1921, u. Anna, 1928, geb. Renot Prisser Anna, 1957, (Jung Katharina) Müller (Stepper) Albert, 1870, u. Susanna 1874, geb. Keller Müller Peter, 1898, u. Elisabeth, 1901, geb. Leidecker Müller Johann, 1921, Müller Elisabeth, 1923 Tobias Peter, u. Katharina, geb. Noldi Tobias Christof, 1867, u. Elisabeth, geb. Diener Tobias Franz, 1892, u. Anna, 1900, geb. Lahni Tobias Franz, 1921 Wilhelm {Ripplingersch) Jakob, 1871, u. Magd., 1876, geb. Ripplinger Marx Nikolaus, 1926, u. Elisabeth, 1924, geb. Steuer Marx Heinrich, 1955, Marx Wemer, 1959 Grosz Katharina, u. Weiter Jakob Ochsenfeld Josef, 1894, u. Maria, 1901, geb. Weiter Ochsenfeld Maria, 1920, Ochsenfeld J ohann, 1925 Schmidt Christian, 1865, geb. Sadorf Schmidt Josef {Reebs), 1894, u. Maria, 1901, geb. Hahn Schmidt Mathias, 1922 Wolf Johann, u. Katharina, geb. Mann Wolf Josef, 1887, u. Margaretha, 1889, geb. Weiter Hubert Josef, 1914, u. Margarethe, 1913, geb. Wolf Hobert Johann, u. Katharina, geb. Fischer Horbert Josef, 1880, u. Susanna, 1882, geb. Blum Horbert Josef, 1906, u. Katharina, 1909, geb. Koch Hobert Johann, 1911 Breitenbach {Lutze) Jakob, u. Margaretha, geb. Frei Breitenbach Lambert, 1889, u. Franziska, 1890, geb. Lutz Breitenbach Susanna, 1918 Slavik {Thomes) Peter, u. Maria, geb. Schummer Merck Josef, 1904, u. Maria, 1909, geb. Slavik Merck Elisabeth, 1930 Rugel Nikolaus, 1897, u. Elisabeth, 1898, geb. Büchler Fraunhofer Nikolaus, 1917, u. Anna, 1921, geb. Rugel Krogloth Nikolaus, u. Maria, geb. Köster Krogloth Franz, 1901, u. Elisabeth, 1906, geb. Mann Krogloth Katharina, 1925 Krogloth Franz, 1930, u. Susanna, 1930, geb. Ramacher Krogloth Franz, 1952, Krogloth Helmuth, 1954 Decker Johann, u. Elisabeth, geb. Schunk Decker {Schunke) Johann, 1870, u. Anna, geb. Schortje Decker Ludwig, 1902, u. Margaretha, 1909, geb. Keller Decker Katharina, 1898 Ballmann Josef, 1926, u. Susanna, 1931, geb. Decker Ballmann Josef, 1951, Ballmann Hilde, 1954 Weiter {Matze) Georg, u. Elisabeth, geb. Rieder Weiter Jakob, 1896, u. Katharina, 1902, geb. Fischer Jakob Weiter, 1923 Neumann Georg, 1923, u·. Margaretha, 1926, geb. Weiter Neumann Horst, 1959 Wagner Wilhelm, 1955, u. Helga, 1957, geb. Neumann Plenert Nikolaus, u. Anna, geb. Pfeifer Plenert Eberhard, 1870, u. Elisabeth, 1876, geb. Geisz Pitzer Johann, 1928, u. Maria, 1929, geb. Gergen Pitzer Johann, 1947, Pitzer Katharina, 1949 Hehn Kar!, u. Maria, geb. Seibert Hehn Josef, 1865, u. Anna, 1875, geb. Pfeifer

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Weiter Johann, u. Elisabeth, geb. Fussel Weiter Jakob, 1884, u. Katharina, 1890, geb. Lichtfuß Fischer Wilhelm, u. Elisabeth, geb. Lahni Fischer Johann, 1897, u. Margaretha, 1884, geb. Jochum Krell Kaspar, u. Susanna, geb. Gilsdorf Hehn Josef, 1862, u. Anna, 1865, geb. Pfeifer Hehn Peter, 1911, u. Margaretha, 1916, geb. Donawell Csonti Adam, 1931, u. Margaretha, 1937, geb. fiehn Csonti Adam, 1957, Csonti Erwin, 1963 Neumann Johann, u. Katharina, geb. Krier Neumann Johann, 1882, u. Katharina, 1889, geb. Franck Bauer Johann, 1910, u. Elisabeth, 1915, geb. Neumann Klein Jakob, 1933, u. Elisabeth, 1934, geb. Bauer Brunhilde Bauer, 1958, Bauer lngrid, 1959 Hahn (Kreilings) Jakob, u. Barbara, geb. Rohten Hahn Peter, 1884, u. Agnes, 1890, geb. Slavik Hahn Johann, 1910, u. Barbara, 1914, geb. Bauer Hahn Elisabeth, 1933 Mann (Wickes) Johann, u. Anna, geb. Werhof Mann Josef, 1889, u. Margaretha, 1893, geb. Lahni Mann Josef, 1915, u. Elisabeth, 1920, geb. Dorubath Mann Johann, 1923, Mann Elisabeth, 1923 Tasch Peter, 1928, u. Maria, 1931, geb. Büchler Tasch Nikolaus, 1952, Tasch Maria, 1954 Flesch Nikolaus, u. Katharina, geb. Klein Flesch Barbara, 1891 Wagner Adam, 1914, u. Elisabeth, 1919, geb. Maurer Wagner Adi, 1940, Wagner Marliese, 1943 Weber Peter, 1909, u. Theresia, 1920, geb. Keller Weber Johann, 1939, Weber Jakob, 1944 Mann (Hawis) Johann, u. Maria, geb. Mann Mann Maria, 1883, geb. Weisz Mann Nikolaus, 1914, u. Maria, 1920, geb. Schneider Mann Nikolaus, 1940, u. Veronika, 1944, geb. Fischer Mann Gerhard, 1964 Weiter (Hohse) Mathias, 1882, u. Kath., 1885, geb. Weisz Maurer Adam, 1914, u. Katharina, 1920, geb. Weiter Maurer Adam, 1941 Täuber! Josef, 1919, u. Katharina Täuber! Nikolaus, 1952, u. Maria, 1955, geb. Schortje Maurer Adam, 1939 Steiner (Siwasch) Franz u. Anna, geb. Thöress Steiner Lambert, 1882, u. Barbara, 1885, geb. Ballmann Weiter Johann, 1885, u. Barbara, 1883, geb. Steiner Hahn Peter, 1909, u. Barbara, 1912, geb. Steiner Haus Franz, 1932, u. Barbara, 1936, geb. Hahn Haus Heidrun, 1958, Haus Hermine, 1960 Steiner (Aibachersch) Anna, 1862, geb. Thöresz Steiner Johann, 1908, u. Barbara, 1911 , geb. Thierjung Mumper Johann, 1932, u. E1isabeth, 1934, geb. Steiner Mumper Johann, 1956, Mumper Helmuth, 1958 Müller (Tischlersch) Wilhelm, u. Kath., geb. Gilde Müller Sebastian, 1868, u. Maria, 1871, geb. Billinger Schiller Johann, u. Katharina, geb. Rohten Schiller Jakob, 1897, u. Kath., 1900, geb. Ale)\ius Schiller Jakob, 1920, u. Anna, 1921, geb. Mann Schiller Anna, 1949, Schiller Kath., 1950 Schiller Adam, u. Katharina Hubert Mathias, u. Barbara, geb. Seiler Hubert Josef, 1878, u. Barbara, 1881, geb. Mager Hubert Josef, 1903, Hubert Jakob, 1903 Klein Lambert, 1913, u. Maria, 1913, geb. Hubert Maurer Nikolaus, u. Gertrude, geb. Leidecker Maurer (Russlersch) Nikolaus, 1873, u. Marg., 1878, geb. Schmidt Martin Katharina, 1908 Martin Hans, 1926

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Flesch Peter, u. N. , geb. Schneider Flesch Nikolaus, 1912, u. Elisabeth, 1911, geb. Schinkowitz Flesch Barbara, 1936, Flesch Margaretha, 1933 Braun (Schackmanns) Christof, u. Elisabeth, geb. Sched Braun Nikolaus, 1880, u. Susanna, 1882, geb. Schackmann Braun Elisabeth, 1902 Benz Jakob, u. Elisabeth, geb. Botens Grosz Margaretha, 1863, geb. Benz Mutter Michael, u. Theresia, geb. Klingler Mutter Michael, 1892, u. Maria, 1894, geb. Hahn Mutter Michael, 1919, u. Barbara, 1928, geb. Mumper Mutter Michael, 1949, Mutter Kar!, 1951 Hirsch (Kaschpersch) Peter, u. Elisabeth, geb. Klein Hirsch Peter, 1902, u. Katharina, 1903, geb. Pritz Noldi Nikolaus, u. Anna, geb. Pfeifer Benz Johann, u. Margaretha, geb. Kurt Noldi Johann, 1996, u. Margaretha, 1901, geb. Benz Weisz Peter, 1914, u. Emma, 1920, geb. Noldi Weisz Johann, 1940, u. Anna, 1949, geb. Mumper Weisz Katharina, 1942 Herbst Peter, u. Margaretha, geb. Rieder Trendler Michael, 1875, u. Katharina, 1880, geb. Herbst Trendler Johann, 1902, u. Barbara, 1899, geb. Wolf Trendler Johann, 1929, u. Elisabeth, 1933, geb. Hahn Trendler Johann, 1957, Trendler Gerlinde, 1960 Leidecker Jakob, u. Katharina, geb. Stumpf Leidecker Mathias, 1895, u. Barbara, 1902, geb. Adam Leidecker Theresia, 1925, Elisabeth, 1927, Mathias, 1929 Jakob, 1931, Nikolaus, 1933, Josef, 1935, Michael, 1937, Magdalena, 1939 Müller Johann, 1873, u. Barbara, 1876, geb. Maurer Renn Mathias, 1897, u. Magdalena, 1898, geb. Braun Maurer (Hanslenersch) Nikolaus, gest. Helfrich Adam, 1910, Helfrich Anna, 1936 Blum J osef, u. Elisabeth, geb. SchiHinger Blum Nikolaus, 1871 , u. Katharina, 1883, geb. Hotum Blum Nikolaus, 1919, u. Maria, 1921, geb. Grosz Titambel Peter, 1877, u. Anna, 1880, gest. , geb. Tilger Nussbaum Konrad, u. Margaretha Schneider Johann, 1998, u. Katharina, lll96, geb. Römer Müller (Stepper) Peter, u. Maria, geb. Besizer Müller Albert, 1919, Müller Anton, 1922 Müller Johann, 1899, u. Margaretha, 1904 Müller Ferdinant, 1925 Müller Jakob, 1927, u. E lisabeth, 1937, geb. Dornbach Müller Waller, 1957, Müller Christa, 1959 Gallo Jakob, 1897, u. Elisabeth, 1900, geb. Thöresz Gallo Josef, 1923, u. Anna, 1923, geb. Reinholz Gallo Johann, u. Anna, 1955, geb. Frekot Wohl (Batis) Jakob, 1899, u. Elisabeth, 1901, geb. Schuch Wohl Nikolaus, 1919, Jakob, 1921, Josef, 1925, Elisabeth, 1928 (Esch Anton und Fränzi?) Müller (Giasersch) Kasper u. Anna, geb. Ebner Groß Christoph, 1902, u. Anna, geb. Müller Lenhardt Jakob, 1930, u. Katharina, 1926, geb. Groß Christ Anton, 1860, u. Katha.rina, 1875, geb. Muh! Tasch Peter, 1901, u. Margaretha, 1902, geb. Pfersch Tasch Magdalena, 1924 Bucate Josef, 1930, u. Katharina, 1925, geb. Tasch Bucate Magdalena, 1954, Bucate E lisab., 1958 Schneider (Wiek es) Adam, u. Anna, geb. Geisz Schneider Adam, 1891, u. Barbara, 1998, geb. Schneider Schneider Kar!, 1919 Braun (Stielches) Johann, 1880, u. Barbara, 1882, geb. Pitsch Braun Johann, 1906, u. Margaretha, 1913, geb. Braun Pfeiffer Johann, 1929, u. Elisabeth, 1930, geb. Braun Pfeiffer Johann, 1955, Pfeiffer Anna, 1957

~ Viertegasse


110 Slavik (Thomes) Michae~ 1852, u. Katharina, geb. Maurer Breitenbach Jakob, 1913, u. Elisabeth, 1915, geb. Slavik Breitenbach Maria, 1936 111 Buding Adolf, 1860, u. Romana, 1865 Buding Julius, 1890, u. Elisabeth, 1895, geb. Ratschof Buding Zoltan, 1924, Erschi, 1925, Viktor, 1925, Nik. , 1927 Ortinau Michael, 1922, u. Charlotte, 1929, geb. Buding Ortinau Michael, 1949, Ortinau Monika, 1951 112 Mann (Kollersch) Adam, 1885, u. Maria, 1887, geb. Hahn Mann Nikolaus, 1910, u. Maria, 1921, geb. Kilburg Maurer Maria, 1938, Elisabeth, 1947 Zoppe Johann, 1942, u. Katharina, 1942, geb. Maurer Zoppe Reinhard, 1967, Zoppe Horst, 1968 113 Slavik (Minche) Albert, u. Margaretha, geb. Thöresz Slavik Franz, 1881, u. Maria, 1884, geb. Rieder 114 Puljer Filipp u. Margaretha Born Josef, u. Maria, geb. Wagner Born Josef, 1921, Born Maria, 1923 Schilling Jakob, 1887, u. Barbara, 1897, geb. Klemens Schilling Johann, 1919, Elisabeth, 1921 115 Alexius Susanna, 1883 Schlauch Michael, 1915, u. Anna, geb. Mathis Johann Mathis, 1938 116 Gehl (Mandels) Wendel, u. Katharina, geb. Wolf Gehl Jakob, 1901, u. Gertraud, 1908, geb. Pappert Gehl Johann, 1926, Gehl Kath., 1928 117 Franck (Janz) Andreas Maurer Peter, 1907, u. Gertraud, 1910, geb. Slavik Herbst Josef, 1933, u. Elisabeth, 1940, geb. Schütz Herbst Johann, 1963, Herbst Alfred, 1964 11 8 Uitz Peter, u. Barbara, geb. Werhof Gilde Friedrich, 1876, u. Anna, 1883, geb. Uitz Gilde Friedrich, 1903, u. Margarethe, 1907, geb. Weber Gilde Friedrich, 1932, u. Barbara, 1937, geb. Leukard Gilde Werner, 1960, Gilde Marlene, 1965 119 Steuer Peter, 1883, u. Magdalena, 1889, geb. Dies Steuer Mathias, 1909, u. Elisabeth Hell Stefen, 1937, u. Kath. , 1938, geb. Fronius Hell Maria, 1960 120 Werhof (Mursch) Johann, u. Elisabeth, geb. Tobias Werhof Peter, 1881, u. Marg., 1883, geb. Noll 121 Zimmer Mathias, u. Margarethe, geb. Maurer Zimmer Nikolaus, 1897, u. Marg., 1894, geb. Schäffer Zimmer Nikolaus, 1920, u. Margarethe 122 Tobias Michael, 1877, u. Maria, 1882, geb. Frick Tobias Adam, 1905, u. Elisabeth, 1912, geb. Maurer Tobias Jakob, 1931, u. Elisabeth, 1934 Tobias Hildegard, 1957, Werner, 1959 Tobias Elisabeth, 1917 123 Frick Adam, u. Barbara, geb. Eichert Weiter Jakob, 1881, u. Marg. , 1883, geb. Frick Werhof Peter, 1909, u. Maria, 1912, geb. Weiter Wolz Richard, 1933, u. Barbara, 1935, geb. Werhof Wolz Gerlinde, 1963 124 Frick Johann, u. Maria, geb. Untereiner Slavik Peter, 1899, u. Anna, 1905, geb. Frick Slavik Peter, 1928 Schwartz Johann, 1922, u. Maria, 1925, geb. Slavik Schwartz Johanna, 1955, Schwartz Anna, 1953 125 Lichtfuß Mathias, 1871, u. Katharina, 1876, geb. Köster Lichtfuß Johann, 1900, u. Katharina, 1911 , geb. Maitsch Lichtfuß Maria, 1929 126 Neiß (Muste) Nikolaus, u. Anna, geb. BiUinger Neiß Josef, 1901 , u. Barbara, 1907, geb. Werhof Neiß Peter, 1925 Schnur Adam, 1925, u. Barbara, 1929, geb. Neiß

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Schnur Helga, 1957, Schnur Helmuth, 1958 127 Kirsch Johann, u. Katharina, geb. Steiner Kirsch Johann, 1864, u. Maria, geb. Tobias Gängler Johann, 1908, u. Margaretha, 1911, geb. Kirsch Gängler Katharina, 1935 Otto Michael, 1941, u. Elisabeth, 1946, geb. Gängler 128 Muhl Adam, 1867, u. Maria, 1870, geb. Maurer Muhl Mathias, 1898, u. Margaretha, 1900, geb. Lichtfuß Freer Johann, 1926, u. Margarethe, 1925, geb. Muhl Freer Josef, 1955 Muhl Katharina, 1921 129 Mann (Wickes) Johann, 1860, u. Anna, 1863, geb. Slavik Mann Jakob, 1911, u. Maria, 1915, geb. Slavik Mann Johann, 1933, u. Barbara, 1939, geb. Schaljo Mann Horst, 1958 Mann Jakob, 1937, u. Anna, 1947, geb. Vastag Mann Manfred, 1965 130 Mann Josef, u. Christine, geb. Lichtfuß 131 Mann Johann, u. Magdalena, geb. Geisz Mann Johann, 1910, u. Barbara, 1909, geb. Metzger Mann Peter, 1919 132 Slavik Nikolaus, 1848, u. Kath., 1851, geb. Frick Tinnes Johann, 1866, u. Katharina, 1878, geb. Slavik 133 Slavik Heinrich, u. Elisabeth, geb. Paul Slavik Jakob, 1883, u. Susanna, 1892, geb. Depacher 134 Bemauer Katharina 135 Frei Johann Fligl Nikolaus, 1905, u. Elisabeth, 1907, geb. Seiler Fligl Katharina, 1936, Fligl Barbara, 1941 136a Krier Johann, 1910, u. Maria, 1914, geb. Fligl Krier Maria, 1934 136 Franck Michael, u. Susanna, geb. Weber Hummel Nikolaus, 1897, u. Elisabeth, 1904, geb. Kurt Gilde Hans, 1901, Gilde Jakob, 1903 Hummel Nikolaus, 1924 137 Schneider Jakob, u. Elisabeth (Stoffels), geb. Kuhn Lahni Michael, 1903, u. Elisabeth, 1905, geb. Schneider Neumann Johann, 1928, u. Maria, 1927, geb. Lahni Neumann Elisabeth, 1955, Neumann Peter, 1957 LahniJohann, 1924 138 Slavik (Pitts) Johann, u. Agnes, geb. Diener Slavik Johann, 1859, u. Agnes, 1866, geb. Slavik Kiefer Anna, 1894, geb. Slavik Kiefer Anna, 1922, Kathi, 1923, u. Elisabeth, 1927 139 Glasz (Martins) Johann, u. Katharina, geb. Eicher! Glasz Josef, 1879, u. Anna, 1884, geb. Jung Mertzhager Johann, 1899, u. Susanna, 1906, geb. Glasz 140 Thöresz Nikolaus, u. Elisabeth, geb. Klein Thöresz Jakob, 1885, u. Magdalena, 1889, geb. Alexius. Thöresz Nikolaus, 1908, u. Elisabeth, 1915, geb. Frank Thöresz Elisabeth, 1932 141 Graf Johann, u. Elisabeth, geb. Frank Graf Andreas, 1874, u. Katharina, 1878, geb. Decker Graf Andreas, 1908, Graf Wilhelm, 1902 142 Weber Katharina, 1865, u. Eva, 1896 Jung (Hansadams) Peter, 1870, u. Maria, 1877, geb. Weber Jung Peter, 1901, u. Anna, 1894, geb. Lichtfuß Jung Peter, 1927, u. Magdalena, 1931, geb. Hehn Jung Anna, 1955, Jung Peter, 1959 143 Weber (Wanersch) Eberhard, u. Agnes, geb. Muth Weber Mathias, 1862, u. Maria Gago Peter, 1909, u. Barbara, 1919, geb. Haupt Gago Hans, 1937, Gago Maria, 1940 Peter, u. Barbara, beide verstorben! 144 Bohn Johann und Margaretha, geb. Oster Bohn Johann, 1882, u. Elisabeth, 1887, geb. Ballmann

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Bohn Johann, 1907, u. Maria, 1919, geb. Schlosser BaUmann Peter, u. Barbara, geb. Rieder Ballmann Peter, 1893, u. Kath., 1900, geb. Thöress Bohn Nikolaus, 1914, u. Barbara, 1921, geb. Ballmann Schortje Eduart, 1939, u. Barbara, 1942, geb. Bohn Rosani Mathias, u. Magdalena, geb. Mager Rosani Georg, 1900, u. Maria, 1910, geb. Bürge Rosani Barbara, 1930 Tröster Adam, 1928, u. Maria, 1933, geb. Rosani Tröster Gertrud, 1955, u. Ingeborg, 1958 Zimmermann Adam, u. Magdalena, geb. Schmidt Zimmermann Jakob, 1898, u. Theresia, 1903, geb. Gängler Zimmermann Margaretha, 1923 Wolz Johann, 1901 Zimmermann Josef, 1909, u. Maria, 1907, geb. Mager Zimmermann Wemer, 1934 Weber Peter, 1843, u. Elisabeth, 1848, geb. Rieder Weber Josef, 1886, u. Elisabeth, 1893, geb. Eicher! Eicher! Leonhard, 1866, Maria, 1867, geb. Naui Weber Katharina, 1919, u. Schortje Johann, 1914 Gebet Mathias, u. Anna, geb. Schwarz Gebet Jakob, 1892, u. Margarethe, 1898, geb. Steiner Gebet Margarethe, 1920, Gebet Peter, 1924 Gräber Christof, u. Eva, geb. Jung Gräber Nikolaus, 1882, u. Maria, 1886, geb. Albrecht Zillich Nikolaus, 1905, u. Katharina, 1907, geb. Gräber Zilüch Maria, 1926, ZiUich Margarethe, 1937 Muht Mathias, u. Margarethe Engelmann Martin, 1900, u. Eva, 1904, geb. Geliert Gilde Josef, 1889 u. Maria, 1893, geb. Fresz Krausser Peter, 1913, u. Maria, 1912, geb. Gilde Krausser Johann, 1936, u. Eva, 1932 Krausser Alfred, 1965, u. Krausser Birgit, 1974 Krausser Peter, 1941, Krausser Magdalena, 1945 Filippi Nikolaus, 1886, u. Katharina, 1886, geb. Klein Schwendner Michael, 1912, u. Elisabeth, 1915, geb. Filippi Schwendner Elisabeth, 1943, u. Katharina, 1941 Ningel Johann, u. Katharina, geb. Lind Ningel Johann, 1881 , u. Magdalena, 1886, geb. Röck Packi Johann, 1905, u. Katharina, 1903, geb. Ningel Packi Nikolaus, 1932, u. Packi Johann, 1936 Gibson Wilhelm, 1933, u. Barbara, 1934, geb. Packi Haas Michael, u. Kristina, geb. Müller Schultz Margaretha, 1882, geb. Müller (Siedlerhaus Dackes) wurde abgetragen und in das Dorfmuseum nach Temeswar gebracht. Oster Josef, u. Elisabeth, geb. Moisi Oster Heinrich, 1912, u. Barbara, 1914, geb. Christ Jung Nikolaus, u. Katharina (Tritze), geb. Geisz Jung Peter, 1907, u. Elisabeth, 1908, geb. Sebastian Jung Anna, 1931 , u. Michael, 1950 Hans u. Krista Mannet, (Neu Mexico) Wassermühle Neisz Nikolaus, 1884 Schaljo Franz, 1882, u. Elisabeth, 1885, geb. Schmidt Eicher! Josef, 1900, u. Katharina, 1902, geb. Schaljo Jobba Johann, 1921 , u. Katharina, 1922, geb. Eicher! Jobba Katharina, 1949, u. Jobba Johann, 1951 Weiter Georg, u. Elisabeth, geb. Rieder Slawik Adam, 1897, u. Barbara, 1901, geb. Weiter Slawik Katharina, 1923, u. Slawik Johann, 1924 Reicher! Nikolaus, 1926, u. Anna, 1930, geb. Andree Weiter Johann (Geterts) Klein Heinrich, u. Margaretha, geb. Schmidt Klein Andreas, 1888, u. Maria, 1891, geb. Herbst Kasimir Josef, 1915, u. Maria, 1922, geb. Klein Kasimir Johann, 1940 Mann Johann (Zerwes), 1877, u. Magdalena, 1880

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Albrecht Elisabeth, 1888, (Hebamme) Thöreß Wilhelm, 1911 , u. Eva, 1920, geb. Maurer Thöreß Wilhelm, 1940 167 Alexius Johann (Flesche), u. Margaretha, geb. Decker Alexius Jakob, 1873, u. Katharina, 1875, geb. Weiter Alexius Adam, 1905, u. Elisabeth, 1909, geb. Krausser Alexius Jakob, 1941, u. Elisabeth, 1946, geb. Lauer Alexius Hanelore, 1971 168 Uitz Peter, u. Margaretha, geb. Klein Uitz Jakob, 1899, u. Margarethe, 1900, geb. Pritz Uitz Katharina, 1919, u. Uitz Anna, 1924 169 Klein Jakob (Kreilings), 1871 , u. Kath., 1880, geb. Steiner Klein Jakob, 1905, u. Maria, 1910, geb. Daniel Klein Elisabeth, 1931, u. Klein Jakob, 1932 170 Krogloth Adam (Milches), 1839, u. Barbara, 1846, geb. Kireher Krog1oth Franz, 1868, u. Margaretha, 1877, geb. Klein Herbst Heinrich, 1884, u. Maria, 1892, geb. Krogloth Herbst Johann, 1912, u. Maria, 1917, geb. Höchst Herbst Johann, 1942, u. Kath., 1942, geb. Weiß Herbst lnge, 1967, u. Herbst Johann, 1968 171 Tobias Adam, 1893, u. Barbara, 1896, geb. Lahni Tobias Michael, 1895, im I. Weltkrieg gef. Steiner Johann, 1920, u. Elisabeth, 1923, geb. Tobias Steiner Johann, 1945, u. Steiner Elisabeth, 1947 172 Slavik Peter (Quinkerts), u. Elisabeth, geb. Gergen Slavik Nikolaus, 1878, u. Barbara, 1884, geb. Ballmann Slavik Johann, u. Katharina, geb. Schmidt Slavik Peter, 1908, u. Kath. , 1912, geb. Frank Slavik Johann, 1932 Dippong Johann, 1913, u. Anna, 1920, geb. Lauer Dippong Georg, 1938, u. Maria, 1941 , geb. Schmidt Dippong Hans-J ürgen, 1966 172 a Landgraf Mathias, 1945, u. Elisabeth, 1949, geb. Schultz Landgraf Waller, 1970 173 Slavik Nikolaus, 1896, (Vorenz), u. Anna, 1894, geb. Seibert Ferdinand Mrakitsch, (Färberei) 174 Weiß Andreas, u. Barbara (Fiffis), geb. Rieder Weiss Johann, 1883, u. Maria, 1892, geb. Lichtfuß Weiss Johann, 1920, u. Katharina, 1922, geb. Neiss Weiss Katharina, 1914 Kilzer Mathias, 1933, u. Maria, 1935, geb. Just Kilzer Peter, 1958, u. Kilzer Maria, 1961 17 5 Thöreß Nikolaus, u. Elisabeth, geb. Klein Schmidt Elisabeth, 1882, (Ends ), geb. Thöreß 176 Wilhelm Mathias, 1885, (Thowese), u. Elis., 1887, geb. Weiter Wilhelm Mathias, 1908, u. Margarethe, 1912, geb. Slavik Wilhelm Johann, 1932, u. Elisabeth, 1930 Wilhelm Werner, 1955, u. Waldtraud, 1958 177 Rieder Johann, 1829, u. Elisabeth, 1832 Ballmann Peter, u. Barbara, geb. Rieder Weiss Katharina, 1887, geb. Ballmann Eicher! Josef, 1907, u. Katharina, 1909, geb. Herbst 178 Roth Peter, u. Magdalena, geb. Müller Roth Johann, 1875, u. Maria, 1883, geb. Seibert Roth Johann, 1908, u. Elisabeth, 1910, geb. Molitor Roth Johann, 1932, u. Katharina, 1937, geb. Schwendner Roth Jakob, 1958, Roth Anna, 1959 Roth Jakob, 1930, u. Anna, 1936, geb. Steiner Roth Johann, 1952, u. Roth Anna, 1954 179 Engrich Josef, 1892, u. Maria, 1894, geb. Slavik Engrich Johann, 1919, (gestorben) Engrich Peter, 1932, u. Margaietha, 1937 Engrich Johann, 1959, u. Engrich Gerlinde, 1965 180 Thöress Jakob (Lutz), 1870, u. Elisabeth, 1869, geb. Slavik Thöress Jakob, 1897, u. Anna, 1909, geb. Witje Thöress Jakob, 1931 , (Verkehrsunfall 1941)

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Lind Johann, 1940, u. Anna, 1942, geb. Thöress Lind Renate, 1964, u. Lind Johann, 1968 Packi Kar!, 1912, u. Helene, 1913, geb. Csaszar Packi Elisabeth, 1935, u. Packi Kar!, 1943 Packi Johann, u. Maria, geb. Weiter Packi Josef, 1903, u. Anna, 1904, geb. Müller Bauer Michael, 1930, u. Elisabeth, 1929, geb. Packi Bauer Michael, 1951 , u. Packi Anna, 1955 Neiss Josef, 1865, u. Maria, 1866, geb. Hehn Neiss Johann, 1894, u. Anna, 1894, geb. Thöress Neiss Johann,- 1922, (gef.) Neiss Jakob, 1920, u. Anna, 1926 Neiss Gertrude, 1951 , u. Neiss Johann, 1953 Steiner Susanne, 1863, (Siedlerhaus) Lind Johann, 1889, u. Kath. , 1892, geb. Steiner Krug Johann, 1911 , u. Kath., 19 14, geb. Lind Krug Katharina, 1952, u. Krug Johann, 1953 Krier Jo hann, 1897, u. Elisabeth, 1901, geb. Gehl Krier Anna, 1926, u. Krie~ E1isabeth, 1929 Andree Johann, 1932, u. Anna, 1936, geb. Hehn Andree Nikolaus, 1958, u. Elfriede, 1960 Gehl Anton, 1873, u. Elisabeth, 1881 , geb. Ramacher Reiser Mathias, 1901 , u. Theresia, 1901, geb. Schwarz Reiser Peter, 1926, Reiser Barbara, 1928 Reiser Anna, 1934, Reiser Johann, 1936 Reiser Mathias, 1942 Glasz Adam, 1847, u. Barbara, 1848, geb. Müller Holz Josef, 1874, u. Katharina, 1880, geb. Glasz Holz Johann, 1903, u. Elisabeth, 1909, geb. Slavik Holz Margaretha, 1930 Holz Johann, 1931, u. Anna, 1934 Holz Henrike, 1965 Rieder Peter, 1883, u. Magdalena, 1885, geb. Eicher! Rieder Johann, 1905 Rieder Peter, 1908, u. Magdalena, 1910, geb. Jörge RiederJohann, 1940 Heinz Gregor, 1889, u. Margaretha, 1892, geb. Plenert Heinz Nikolaus, 1919 Thöress Kaspar, 1912, u. Maria, 1921, geb. Heinz Poth Johann, u. Elisabeth (Schutjes), geb. Krauser Thöreß Mathias, 1871, u. Maria, 1879, geb. Poth Oberle Josef, 1895, u. Anna, 1899, geb. Thöreß Oberle Franz, 1922 Wohl Nikolaus, (St. Peters), 1874, u. Maria, 1876, Bojar Muht Johann, 1868, u. Katharina, 1870, geb. Braun Muh! Johann, 1900, u. Anna, 1910, geb. Sebastian Muht Elisabeth, 1929 Gross Peter (Muste), 1865, u. Theresia, 1868, geb. Steiner Haas Johann (Kethreis), u. Maria Slavik Peter (Schmitje), 1867, u. Marianne, 1868, geb. Roth Slavik Peter, 1898, u. Elisabeth, 1896, geb. Hahn Slavik Wilhelm, 1919, u. Elisabeth, 1920, geb. Rothsching Slavik Hertha, 1943 Müller Ferdinand, 1900, u. Anna, 1909, geb. Schäffer Bettendorf Magdalena, 1903, geb. Schäffer Wilhelm Martin (Matze), u. Maria, 1871, geb. Thöreß Wilhelm Josef, 1913 Quinkert Anton, 1933, u. Anna, 1934, geb. Schwendner Quinkert Josef, 1954, Quinkert Helmut, 1958 Krier Nikolaus (Rossmühle), u. Elisabeth, geb. Fischer Krier Josef, 1897, u. Susanne, 1905, geb. Kirsch Krier Johann, 1929, u. Anna, 1933 Krier Johann, 1957, u. Krier Robert, 1959 Stumpf Wendel, u. Rosailia, geb. Schnell Stumpf Josef, 1864, u. Susanna Stadtfeld Elisabeth, 1890, geb. Stumpf

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Stadtfeld Michael, 1913, Elisabeth, 1915, geb. Klein Stadtfeld Anna, 1942 Hahn Nikolaus, 1943, u. Hermine, 1944, geb. Stadtfeld Hahn Helga, 1967 Engrich Jakob, u. Susanna Stumpf Franz, 1896, u. Susanna, 1899, geb. Wilhelm Stumpf Nikolaus, 1920 Hehn Martin, 1918, u. Anna, 1922, geb. Stumpf Sterbling Anton, 1880, u. Maria, 1881 , geb. Grifaton Schwartz Josef, 1865, u. Barbara, 1868, geb. Jung Schwartz Josef, 1881, u. Elisabeth, 1878, geb. Schummer Schwartz Jakob, 1908, u. Katharina, 1912, geb. Rugel Schwartz Jakob, 1931, Schwartz Adam , 1944, Johann, 1943 Tritz Jakob, u. Katharina, geb. Rademacher Pfersch Nikolaus (Schuch), u. Katharina, 1875, geb. Tritz Pfersch Johann, 1908, u. Maria, 1912, geb. Filippi Pfersch Susanna, 1936 Mumper Peter, u. Katharina, geb. Henz Mumper Franz, 1867, u. Maria, 1883 Mumper Margaretha, 1900 Divo Peter, 1894, u. Katharina, 1896, geb. Mumper Divo Anna, 1923 Weber Wilhelm, 1924, u. Margarethe, 1921, geb. Divo Weber Margarethe, 1954, u. Divo Ema, 1956 Grell Josef, 1872, u. Elisabeth, 1875, geb. Klemens Schneider Jakob, 1896, u. Maria, 1893, geb. Grell Schneider Maria, 1920 Glasz Johann, 1850, u. Glasz Kath., 1852 Höchst Mathias, 1889, u. Elisabeth, 1896, geb. Klein Thöress Jakob, 1910, u. Kath. , 1915, geb. Lammert Thöress Jakob, 1933 Prelicz (Thöress), Kath., 1915 Neiss Johann, 1910, u. Agnes, 1912 Müller Peter, 1844, u. Julianna, 1849, geb. Steiner Müller Sebastian Steiner Johann, 1900, u. Agnes, 1902, geb. Müller Frick Nikolaus, 1879, u. Magdalena, 1891, geb. Jobba Frick Nikolaus, 1910, u. Cristina, 1918, geb. Schuch Frick Johann, 1938 Führbacher Horst, u. Elfriede, 1943, geb. Frick Führbacher Norbert Geisz Johann, u. Zoller Katharina Mann Josef, 1900, u. Katharina, 1903, geb. Seiler Mann J osef, 1925, u. Anna, 1930, geb. Freer Mann Johann, 1944 Reitler Peter, u. Katharina, geb. Bemauer Reitler Mathias, 1860, u. Magdalena, 1856, geb. Schackmann Reitler Johann, 1890, u. Magdalena, 1892 Puljer Barbara, 1855 Zoller Anton, u. Katharina, geb. Geisz Zoller Peter, 1869, u. Barbara, 1875, geb. Slavik Frey Andreas, 1891, u. Maria, 1897, geb. Zoller Gängler Josef, 1909, u. Susanna, 1918, geb. Frey Gängler Peter, 1936 Tobias (Mitschangs) Mich., 1868 u. Elisabeth, 1872 Tobias Susanne, 1897 Schneider Mathias, 1881, u. Magdalena, 1886, geb. Kneip Luckhaup Franz, 1909, u. Kath., 1914, geb. Weiter Luckhaup Franz, 1933, Luckhaup, Elis., 1937 Olinger Maria, 1890 Lauth Nikolaus, u. Barbara, geb. Lahni Lauth Nikolaus, 1898, u. Gertraud, 1899, geb. Slavik Lauth Johann, 1922 Mann Peter, u. Anna, geb. Bojar Gimpel Michael, 1882, u. Magdalena, 1885, geb. Mann Gimpel Wilhelm, 1907, u. Elisabeth, 1913, geb. Haas

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Jakobi Nikolaus, 1929, u. Margaretha, 1931 , geb. Gimpel Jakobi Nikolaus, 1951 , Jakobi Anna, 1953 Mann Peter (Hawis), u. Elisabetha, geb. Alexius Mann Adam, 1894, u. Maria, 1902, geb. Fuss Mann Johann, 1921 Machata Nikolaus, 1909, u. Elisabetha, 1913, geb. Mann Machata Walter, 1934, Machata Magdalena, 1938 Weiss Kaspar, u. Margaretha (Hohs), geb. Kaplan Weiss Franz, 1882, u. Elisabeth, 1885, geb. Glassen Wagner Johann (Schager), u. Maria Neisz Johann, 1939, u. Katharina, 1946, geb. Lauth Neisz Günther, 1964 Kar! Josef, u. Maria, geb. Gisswein Kar! Peter, 1893, u. Barbara, 1991 , (Mari), geb. Neisz Matzek Johann, 1910, Barbara, 1919, geb. Kar! Matzek Johann, 1949 Noldi Johann, 1850, u. Elisabeth, 1856 Kuhn Nikolaus, 1878, u. Elisabeth, 1885, geb. Noldi Kuhn Katharina, 1903 Mann Josef, 1901, (Getschnersch), u. Anna, 1905, geb. Kuhn Mann Josef, 1931 Gross Wilhelm, 1934, u. Gross Maria, 1933 Gross Wilhelm, 1959, u. Gross Johann, 1960 Gilde Jakob, u. Maria, geb. Hahn Gilde Peter, 1867, u. Elisabetha, 1870, geb. Schneider Gilde Maria, 1891, Gilde Magdalena, 1893 Gilde Peter, 1895, u. Elisabetha, 1897 Gilde Jakob, 1906 Krutsch Josef, 1894, u. Elisabeth, 1897, geb. Gilde Krutsch Josef, 1921 Steiner Franz, (Albachersch), 1891, u. Magd. , 1893, geb. Gilde Steiner Magdalena, 1922, Steiner Anna, 1923 Muttar Johann, 1937, u. Katharina, 1943, geb. Lind Muttar Johann, 1966, Muttar Hanelore, 1968 Glasz Peter, 1860, u. Katharina, 1865 Backess Franz, 1875, u. Elisabetha, 1877, geb. Waldner Slavik Franz, 1875, u. Barbara, 1878 Slavik Elisabeth, 1903, Slavik Franz, 1905 Pilli Johann, 1886, u. Agnes, geb. Thöress Ballmann Johann, 1913, u. Susanna, 1910, geb. Mersch Maurer Wilhelm, 1874, u. Anna, 1878 Maurer Wilhelm, 1903 Zoller Anton, u. Katharina, geb. Geisz Zoller Johann, 1880, u. Maria, 1884, geb. Kireher Ballmann Peter, 1903, u. Maria, 1909, geb. Zoller Ross Emerich, 1930, u. Magdalena, 1929, geb. Ballmann Ross Roland, 1956, Ross Erwin, 1957 Backes Josef, 1870, u. Katharina, 1872, geb. Zoller Alexius Adam, 1896, u. Barbara, 1896, geb. Backes Alexius Adam, 1920, Josef, 1922, Hans, 1926 Slawik (Vorenz) Wende~ 1870, u. Katharina, 1872, geb. Schortje Slawik Johann, 1905, u. Anna, 1910, geb. Hehn Slawik Elisabeth, 1932 Slawik Johann, 1933, u. Elisabeth, 1939, geb. Otto Slawik Waller, 1962, Slawik Edith, 1964 Ballmann Jakob, 1891, u. Susanna, 1896, geb. Ballmann Ballmann Jakob, 1920, u. Katharina, 1928, geb. Gehl Ballmann Grete, 1948, Ballmann Hedwig, 1950 Engrich Josef, 1892, u. Maria, 1894, geb. Slavik das Haus wurde 1939 abgerissen! Molitor Jakob, 1880, u. Margaretha, 1883 Molitor Jakob, 1901, 1 Marianne, 1902, geb. Slavik, u. 2 Barbara, 1902, geb. Roth 2 Barbara, 1902, geb. Roth Krämer Josef, 1915, u. Elisabeth, 1925, geb. Molitor Weiter Elisabeth, 1925 Molitor Barbara, 1930

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Klein Josef, 1930, u. Margarethe, 1932, geb. Molitor Klein Barbara, 1954, u. Klein Johanna, 1957 Neumann Maria, 1863 Martin Georg, 1905, u. Barbara, 1910 Slawik Johann, 1866, u. Margaretha, 1870, geb. Neumann Slawik Valentin, 1905, u. Amalia, 1907, geb. Lammert (Vorenz) Werhof Josef, 1932, u. Katharina, 1929, geb. Slawik Werhof Johann, 1963 Pierre Johann, 1932, u. Margarethe, 1932, geb. Slawik Pierre Dolores, 1960 Ballmann Nikolaus, u. Anna Hehn (Pitches) Johann, 1899, u. Maria, 1902, geb. Ballmann Hehn Johann, 1925 Slavik Peter, 1872, u. Agnes, 1877, (Mitschangs), geb.: Brummer Ortinau, Dr. Michael, 1888, u. Maria, 1899, geb. Slavik Ortinau Johann, 1927, u. Hilde, 1926, geb. Knapp Ortinau Hannelore, 1956, Ortinau Johann, 1957 Mann Jose f, 1865, u. Elisabeth, 1868, (Hawis), geb. Gilde Maurer Johann, 1875 Lauer Franz, 1950, u. Katharina, 1950 Lauer Oswald, 1970 Mann J ohann, 1888, u. Agnes, 1892, geb. Krier Bier Johann, u. Maria, geb. Neisz Bier Nikolaus, 1899, u. Maria, 1900, geb. Slawik Bier Maria, 1919 Mellinger Peter, 1931, u. Katharina, 1925, geb. Bier Mellinger Gerhard, 1965 Kindergarten, ehern. Post- u. Gendarmeriekommando früher das Rentamt, (nach 1800). Schwarz Mathias, 1868, u. Margaretha, 1875, geb. Klein Johann Klein, 1884, u. Theresia, 1893, geb. Schwarz Johann Klein, 1912, u. Elisabeth, 1915, geb. Quinkert Johann Klein, 1935, u. Maria Theresia, 1941, geb. Sebici Franz Klein, 1942, u. Theresia, 1943, geb. Hell Klein Rosemarie, 1966, Klein Karin, 1868 Klein Franz, 1919 Ditrich Betsch, 1887, u. Magdalena, 1895, geb. Achurn Betsch Barbara, 1912, (verh. Surjanyni) Kiss Ernst, 1910, u. Anna, 1914, geb. Betsch Kiss Agnes, 1935 Kiss Ernst, 193 7, Kiss Georg Dietrich, 1940 Müller Johann, 1892, u. Mari a, 1889, geb. Lauth Breitenbach Johann, 1939. u. Elisabeth, 1940 Breitenbach Horst, 1962 Lichtfuß Jakob, 1914, u. Elisabeth, 1915, geb. Müller Otto Josef, 1936, u. Katharina, 1936, geb. Lichtfuß Otto Erika, 1960 Das alte Schulgebäude Kirche und Pfarrhaus: Wild Josef und Dittrich Ladislaus Mumper Peter, 1906, u. Margaretha, 1910, geb. Weiter Mumper Jakob, 1930, Anna, 1928, geb. Stattfelder Mumper Annemarie, 1958 Weber (Siwasch) Nikolaus, u. Sofie, geb. Weiter Weber Nikolaus, 1877, u. Barbara, 1890, geb. Herbst Schiller J ohann, u. Katharina, geb. Rohten Schiller Wilhelm, 1895, u. Margaretha, 1896, geb. Thöress Schiller Willi, 1921 Schiller Johann, 1936, u. Katharina, 1940, geb. Dumelle Schiller Gerlinde, 1961, Schiller Erika, 1963 Slavik Jakob, u. Katharina, geb. Wilhelm Slavik Josef, 1883, u. Aurelia, 1886, geb. Eisenmann Hubert Josef, 1938, u. Elisabeth, 1939, geb. Ningel Fiak Magdalena, 186 7 Glassen Peter, 1890, u. Barbara, 1896, geb. Lahni Glassen Katharina, 1923


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Glassen Barbara, 1931 Puljer Fillip Reichert Johann, 1894, u. Margaretha, 1898, geb. Reicher! Laub Peter, u. Barbara, geb. Lahni Laub Jakob, 1896 Steiner Peter, 1871, u. Katharina, 1870, geb. Jung Klein Heinrich, u. Margaretha, geb. Schmidt Thöresz Margarethe, 1894 Kar! Michael, 1895, u. Anna, 1898, geb. Muh! Kar! Johann, 1920 Slawik Johann, 1921 , u. Barbara, 1925, geb. Kar! Slawik Barbara, 1957 Stadtfeld Josef, 1946, u. Elisabeth, 1949, geb. Slawik Stadtfeld Johann, 1968 Fuss Jakob, 1880, u. Margaretha, 1882, geb. Fischer Fuss Johann, 1908, u. Theresia, 191 8 Fuss Maria, 1930, u. Fuss Anna, 1938 Gergen Johann, u. Margaretha, geb. Reiner! Gergen Johann, 1875, u. Katharina, 1881 , geb. Puch Gergen Josef, 1903, Gergen Johann, 1905 Slawik Mathias, 1913, u. Elisabeth, 1920 Slawik Jakob, 1949, Slawik Ilse, 1950 Thöresz Lambert, u. Katharina; geb. Herbst Weiter Johann, 1889, u. Margaretha, 1895, geb. Thöresz Michels Johann, 1894, u. Marg. 2. Ehe, geb. Thöresz Thöress Josef, 1925, u. Elisabeth, 1928, geb. Michels Thöress Josef, 1950, Thöress Gertrud, 1951 Bezirksgericht Schulz Nikolaus, 1873, u. Elisabeth, 1875, geb. Lany Schwarz Johann, u. Katharina, 1898, geb. Schulz Schwarz Nikolaus, 1919 Waldeck Johann, u. Margaretha, geb. Russ Waldeck Johann, 1864, u. Maria, 1874, geb. Höckl Waldeck Elisabeth, 1904 Steiner Christof, u. Elisabetha, geb. Thöress Steiner Jakob, 1902, u. Margarethe, 1902, geb. Weiter Steiner Magdalena, 1925 Roth Jakob, 1930, u. Anna, 1930, geb. Steiner Roth Johann, 1952, Roth Anna, 1954 Henz Johann, 1896, u. Katharina, 1898, geb. Nürnberger Henz Irene, 1917 Hehn Nikolaus, 1910, u. Maria, 1916 Hehn Richard, 1940, u. Arntrud, geb. Schäffer Büchler Mathias, u. Margaretha, geb. Backesz Büchler Peter, 1907, u. Margarethe, 1908, geb. Lauth Büchler Barbara, 1929, Büchler Maria, 1931 Klein Johann, u. Elisabetha, geb. Büchler Klein Johann, 1882, u. Margaretha, 1886, geb. Rieder Mann Wilhelm, 1908, u. Magdalena, 1917, geb. Klein Müller Josef, u. Elisabetha (Wollkratzer), geb. Gilde Müller Nikolaus, 1888, u. Maria, 1886, geb. Lech Schmidt Josef, 1927, u. Elisabeth, 1928, geb. Fischer Glassen Peter Schortje Johann, 1888, u. Schortje Johann, 1916 DonaweU Johann, 1860, u. Maria, 1864, geb. Geisz Gängler Jakob, 1882, u. Elisabeth, 1886, geb. Kresgowitsch Wilhelm Georg, u. Margaretha, geb. Schackmann Wilhelm Peter, 1893, u. Elisabeth, 1899, geb. Lauer Wilhelm Nikolaus, Wilhelm Johann, 1922 Slavik Michael, u. Laura, geb. Deininger Slawik (Thoml!s) Albert, 1879, u. Maria, 1885, geb. Pfeiffer Schweininger Johann, 1907, u. Anna, 1909, geb. Slavik Schweininger Peter, 1934, u. Maria, 1946, geb. Hell Schweininger Anna, 1936 keine Angaben!? Steiner Elisabeth, 1863

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Vorstadt

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Andrei Johann, 1903, u. Maria, 1907, geb. Slavik Werle Mathias, 1900, u. Margaretha, 1904, geb. Balatin Braun Johann, 1922, u. Magdalena, 1929, geb. Werle Braun Magdalena, 1953, Braun Katharina, 1955 Kraußer Michael, u. Apolonia, geb. Klein Krausser Michael, 1886, u. Susanna, 1891 , geb. Würtz Krausser Peter, 1912, Krausser Susanna, 1914 Donawell Jakob, u. Margarethe, geb. Decker Unholz Franz, 1878, u. Maria, 1877, geb. Bürger Donawell Josef, 1909, u. Maria, 1915, geb. Bürger Donawell Jakob, 1936, u. Maria, 1938, geb. Hahner Donawell Krista, 1963, Donawell Günther, 1967 Fischer (Riemersch) Nikolaus, 1865, u. Sus., 1868, geb. Koth Gergen Mathias, 1892 Gergen Johann, 1912, u. Anna, 1917, geb. Leidecker Keller Josef, 1936, u. Katharina, 1937, geb. Gergen Keller Werner, 1960, Keller Helge, 1965 Keller Gerhard, 1967 Roth (Neubaus) Johann, 1798, u. Katharina, 1795, geb. Pfeifer Roth Jakob, 1832, u. Elisabeth, 1839, geb. Schackmann Roth Johann, 1869, u. Eva, 1876, geb. Quint Lauth Johann, u. Elisabetha, geb. Weiter Lauth Josef, 1894, u. Elisabeth, 1894, geb. Lauth Lauth Katharina, 1921, Elisabeth, 1923, Anna, 1930 Slawik (Thomes) Michael, u. Margaretha, geb. Deininger Slawik Thomas, 1868, u. Margaretha, 1870, geb. Schneider Slawik Peter, 1900 Leidecker Konrad, u. Magdalena, geb. Pritz Leidecker Peter, 1875, u. Maria, 1880 Leidecker Katharina, 1912, (Muth) Donawell Fillip, u. Maria, geb. Franck Donawell Johann, 1862, u. Anna, 1881, geb. Reb Blum Johann, 1910, u. Elisabeth, 1919 Blum Elisabeth, 1950, Blum Johann, 1952 Pfeiffer Michael, u. Elisabeth, geb. Eicher! Pfeiffer Barbara, 1900 Pfeiffer Josef, 1932, Pfeiffer Anna, 1934 Steiner Johann, u. Katharina, geb. Mann Schmidt Magdalena, 1876 Schmidt Johann, 1900 Hehn Kar!, u. Margaretha, geb. Seibert Hipp Johann, 1870, u. Magdalena, 1872, geb. Hehn Glasz Michael, u. Katharina, geb. Feuerholz Glasz Michael, 1864, u. Barbara, 1873, geb. Ballinger Metzger Nikolaus, 1901 , u. Anna, 1902, geb. Krell Metzger Anna, 1926 Hahner Franzsika, 1905 Kegler Peter, 1943, u. Hilde, 1944, geb. Hahner Kegler Monika, 1965, Kegler Gerhard, 1968 Schuch Johann, 1897, u. Agnes, 1899, geb. Klein u. Elisabeth, 1893, geb. Geliert Schuch Nikolaus, 1920, Schuch Elisabeth, 1924 Zimmer Mathias, u. Katharina, geb. Hement Zimmer Margaretha, 1876, geb. Maurer Zimmer Peter, 1876, u. Katharina, 1890, geb. Schwarz Zimmer Katharina, 1913 Schäfer Ferdinant, 1935, u. Elisabeth, 1950, geb. Basei Kubiniak Andreas, 1861 Kubiniak Josef, 1900, u. Maria, 1895, geb. Palatin Lauer Michael, u. Margaretha, geb. Quinkert Lauer Jakob, 1899, u. Magdalena, 1902, geb. Thöress Lauer Mathias, 1926, u. Maria, 1928, geb. Gergen Lauer Katharina, 1954 Maurer Johann, u. Susanna, 1868, geb. Pfeiffer Maurer (Laye) Johann, 1893, u. Maria, 1896, geb. Lahni Maurer Peter, 1928

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Kirchengasse


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Ley Johann, 1930, u. Barbara, 1934 Ley Ewald, 1956, Ley Johann, 1963 Büchler Mathias, 1896, u. Barbara, 1895, geb. Zimmer Büchler Nikolaus, 1919, u. Katharina, 1921 , geb. Pritz Büchler Elisabeth, 1941, Büchler Barbara, 1948 Grosz Leonhard Reichrath Dr. Erich Minich Adam Dr., 1906, u. Elisabeth, 1912, geb. Neff Minich Gertraud, 1933, Lothar, 1934, Franz, 1935, Ingrid, 1937 Fischer Peter, u. Katharina, geb. Kleinert Fischer Nikolaus, 1895, u. Elisabeth, 1897, geb. Haas Fischer Elisabeth, 1928 Fischer Nikolaus, 1929, u. Magdalena, 1940 Fischer Robert, 1964, Fischer Walter, 1967 Groß Michael, u. Margaretha (Muste), geb. Schmidt Groß Michae~ 1899, u. Katharina, 1903, geb. Kirsch Groß ·Johann, 1924 Nothum Mathias, 1891 , u. Katharina, 1891 , geb. Grosz Nothum Mathias, 1917, u. Margaretha, 1923, geb. Zimmermann Nothum Helga, 1948 Slavik Peter, 1938, u. Hermine, 1938, geb. Diel Slavik Sigrid, 1969 Geisz Karl, 1869, u. Margaretha, 1872 Wilhelm Lambert, u. Susanna, geb. Schuch Wilhelm Johann, 1879, u. Franziska, 1883, geb. Mach Schaljo Heinrich, 1897, u. Anna, 1906, geb. Schäfer Schaljo Margarethe, 1926, Schaljo Susanna, 1929 Wolz Nikolaus, 1910, u. Gisela, 1910, geb. Wilhelm Wolz Johann, 1935, Wolz Gertrude, 1938 Pritz Michae~ u. Elisabetha, geb. Albrecht Geisz, 1875, u. Maria, 1877 Pritz Lambert, 1877, u. Katharina, 1880, geb. Geisz Pritz Maria, 1912 Duckarm Peter, u. Elisabeth, geb. Wirth Duckarm Nikolaus, 1866, u. Magdalena, 1887, geb. Engelmann Fernbach Paul Weber Johann, Dr., 1900, u. Maria, 1904, geb. Hochhauser Weber Susanna, 1926 Glasz Mathias, u. Maria, geb. Quinkert Glasz Nikolaus, 1864 Glasz Nikolaus, 1889, u. Maria, 1903, geb. Weber Glasz Nikolaus, 1925 Gilde Jakob, u. Katharina (Berenz), geb. Glasz Gilde Jakob, 1896, u. Katharina, 1902, geb. Köster Steiner Johann, 1920, u. Katharina, 1922, geb. Gilde Steiner Johann, 1948, u. Steiner Werner, 1955 Gemeinde-Schulgebäude: Linzer Johann, 1891, u. Barbara, 1892, geb. Bosch Linzer Hans, 1918, Linzer Gabriele, 1921 Jost Johann, 1872, u. Anna, 1876 Braun Johann, 1904, u. Anna, 1909, geb. Jost Braun Magdalena, Braun Johann, 1927 Kastell (Farn. Petö) Feuerwehrhaus und Arrestgebäude Becker Josef, Mag., 1897, u. Viktoria, 1914, (Apotheke) Weiter Margaretha, 1870, geb. Müller Rieder Johann, 1885, u. Barbara, 1883, geb. Eichert Slavik Johann, 1919, u. Anna, 1921, geb. Haus Slavik Anna, 1948 Slavik Nikolaus, 1877, u. Barbara, 1883, geb. Rieder Maurer Johann, 1902, u. Katharina, 1903, geb. Gehl Maurer Johann, 1924, Maurer Katharina, 1929 Burian Johann, u. Margaretha Feiler Johann, Dr., 1890, u. Elisabeth, 1899, geb. Waldeck Feiler Heinrich, 1939, u. Renate, geb. Weiter Feiler Wilfried, 1972

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Neumayer Helene, geb. Feiler 304 Pirsch,Josef. 1883, u. Maria. 1889, geb. Mann Koch Adam, 1904, u. Maria, 1910, geb. Pirsch Trendler Peter, 1928, u. Anna, 1931, geb. Koch Trendler Brigitte, 19 58 305 Wolf Jakob, u. Margaretha, geb. Billinger Hubert Josef, 1906, u. Margaretha, 1912, geb. Pfafe nrath Hubert Peter, 1929 Machata Jakob, 1932, u. Susanna, 1933, geb. Hubert Machata Walter, 1957 306 Slavik Andreas, 1860, u. Elisabeth, 1860, geb. Mann Braun Johann, 1858, u. Anna Maria (Kobes), 1861, geb. Thöress Braun Nikolaus, 1893, u. Katharina, 1894, geb. Thöress Braun Josef, 1915, u. Elisabeth, 1919, geb. Eichert Braun Hans, 1938, Braun Katharina, 1940 Braun Johann, 1920 307 Slavik Albert, (Minche) Peter Hans, 1908, u. Luise, 1910 Peter Luise, 1932 Rieder Johann, 1881, u. Getrude, 1885, geb. Slavik Mann Jakob 1904, u. Elisabeth, 1910, geb. Rieder Mann Peter, 1944, u. Katharina, 1949, geb. Schönberger Braun Jakob, 1929, u. Katharina, 1931 , geb. Mann Braun Katharina, 1951 , Braun Albert, 1959 308 Krausser Josef, 1862, u. Franziska, 1865 Mann Jakob, 1882, u. Magdalena, 1886, geb. Krausser Mann Katharina, 1909 309 Fischer Jakob, 1847, u. Maria, 1852, (Hermskellersch) Seibert Johann, 1870, u. Maria, 1874, geb. Fischer Seibert Nikolaus, 1901, u. Magdalena, 1905, geb. Billinger Margarethe, 1926 Gilde Nikolaus, 1927, u. Magdalena, 1928, geb. Seibert 310 Thöreß Nikolaus, 1870, u. Maria, 1868 Thöreß Peter, 1901 , u. Magdalena, 1911, geb. Steuer Thöreß Magdalena, 1935, Thöreß Maria, 1936 311 Steiner Wendel, u. Agnes, geb. Glasz Steiner Anton, 1881 , u. Elisabeth, 1888, geb. Krauszer Slawik Nikolaus, 1905, u. Magdalena, 1909, geb. Steiner Slawik Anna, 1934 312 Thöress Wilhelm, 1845, u. Katharina, 1850, geb. Gilde Thöress Peter, 1884, u. Maria, 1885, geb. Schütz Thöress Peter, 1909 Thöres Jakob, 1918, u. Maria, 1920, geb. Lahni Thöres lnge, 1944, Thöres Eduard, 1948 313 Slavik Johann, 1900, (Quinkerts), u. Maria, 1907, geb. Krogloth Slavik Hans, 1924, Slavik Barbara, 1927 314 Kireher Filipp, 1878, u. Elisabeth, 1880, geb. Gängler 315 Lauth Johann, 1865, u. Magdalena, 1864, geb. Asch Dix Peter, 1880, u. Maria, 1882 316 Hartmaier Nikolaus, u. Elisabeth, geb. Klug Hartmayer Nikolaus, (Selersch), 1896, u. Magd., 1895, geb. Mann Hartmayer Magdalena, 1919, Hartmayer Franz, 1922 317 Jaß Nikolaus, u. Maria Hell Anton, 1879 Seibert Wilhelm, 1912, u. Katharina, 1914, geb. Hell 318 Bohr Peter, 1888, (Hanjokobs), Katharina, 1897, geb. Wilhelm Steuer Mathias, 1896, u. Katharina, 1902 Steuer Heinrich, 1927 319 Schwartz Jakob, 1893, u. Magdalena, 1898 Schwartz Jakob, 1920, Schwartz Johann, 1922 320 Maurer Johann, (Husch), u. Katharina 321 Franck Franz, u. Maria (Wanersch), geb. Lahni Franck Michael, 1890, u. Magdalena, 1903, geb. Ballmann Grass Jakob, 1930, (Glasersch), u. Elisabeth, 1927 Grass Jakob, 1957, Rita, 1959 322 Rieder Susanna, 1859, geb. Schuller

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Zwetgasse/Hauptgasse


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Hahn Nikolaus, (Laye), 1893, u. Barbara, 1887, geb. Rieder Hahn Michael, 1909, u. Elisabeth, 191 3, geb. Weisz Hahn Nikolaus, 1937, Hahn Margarethe, 1936 Hahn Renale, 1963, H ahn Neisz Josef, 1865, u. Maria, 1866 Graf Jo hann, u. Barbara, geb. Zingerl G raf Andreas, 1859, u. Maria, 1868, geb. Lauth Graf Michael, 1885 , u. Helene, 1890, geb. Maurer Herbst Johann, 1932, u. Katharina, 1933, geb. Gergen Herbst Maria, Herbst Katharina, 1959 Krausser Jakob, u. Agnes Schwartz Mathias, 1895, u. Barbara, 1898, geb. Flesch Schwartz Jakob, 1923 Schneider Jakob, u. Margaretha, geb. Volk Schneider Adam, 1865, u. Elisabetha, 1868 Schneider Adam , 1894, u. Maria, 1892 Schneider Peter, 1914 Sebastian Maria, 1875, geb, Hübner Glasz Bernhard Muttar Jakob, u. Anna Muttar Jakob, 1889, u. Barbara, 1882, geb. Fischer Muttar Jo hann, 1911, u. Kath. , 1913, geb. Pilli Muttar Jakob, 1934, u. Magdalena, 1938 Muttar Werner, 1964 Sebastian Johann, 1905 Thöress Nikolaus, 1874, u. Elisabetha, 1874, geb. Glasz Neisz Josef, u. Susanna, geb. Alexius Neisz Josef, 1880, u. Margaretha, 1880, geb. Haas Le nhard Jakob, 1860, u. Elisabeth Henzel Mathias, u. Elisabeth Ro llinger Franz, 1898, u. Elisabeth, 1900 Schneider Wendel, u. Katharina Jobba Nikolaus, 1870, u. Elisabeth, 1872, geb. A lexius Jobba Nikolaus, 1896, u. Elisabetha, 1901, geb. Berg Jobba Nikolaus, 1919 Schneider Katharina, 1886 Schneider Johann, 1906 Lauth Johann, u. Rosalia Lauth Nikolaus, 1886, (Jennes) Lammert Franz, 1942, u. Katharina, 1948, geb. Plenert Lammert Gerhard, 1968 Bieber Josef, 1911 , u. Barbara, 1921 , geb. Lauth Michels Michael, u. Katharina Michels Michael, 1897, u. Barbara, 1907, geb. Thöress Michels Johann, 1935 Mann Jo hann, 1867, (Wickes), u. Anna, 1870, geb. Grosz Mann Johann, 1888, u. Barbara, 1895, geb. Jobba Sladek Wenze l Sladek Josef, u. Elisabeth Russ Wendel, 1911 , u. Kath., 1914, geb. Müller Russ Adam, 1938, u. Elisabeth, 1937 Russ Roland, 1960, Russ Rita, 1969 Klein Adam, 1903, u. Magd. , 1906, geb. Zoller Klein Maria, 1927, Klein Adam, 1929 Erhard Josef Steiner Josef, 1910, u. Katharina, 1917, geb. Thierjung Steiner Katharina, 1936, Steiner Anna, 1939 Becker Johann (alte Apotheke) Schäffer Johann, Dr. , u. Barbara, 1920, geb. Bauer Schäffer Arntrud, 1943 Benz Christian Weber Magdalena, 1907 Bäumchen Peter, u. Katharina, geb. Herbst Bäumchen Wilhelm, 1872, u. Eva, 1876, geb. Weber Zenser Anton, 1934, u. Anna, 1930, geb. Lauth Zenser Katharina, 1959

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Pilli Johann, 1890, u. Margarethe, 1823 Schütz Georg, 1911, u. plisabeth, 1921 , geb. Dix Schütz Eva, 1939, Elisabeth, 1940, Hermann, 1943 Donawell Jakob, u. Elisabetha Fieri Johann, u. Maria Reiner! Peter, 1892, u. Maria Reinert Maria, 1921, Reinert Klara, 1925 Lichtfuß Johann, 1927, u. Elisabeth, 1927, geb. Pfersch Lichtfuß Johann, 1954, Lichtfuß Horst, 1958 Kleitsch Elisabeth, 1869, geb. Mayer Pierre Johann, Ing., 1888, u. Elisabeth, 1893, geb. Kleitsch Pierre Johann, 192 Roman Franz, 1913, u. Maria, 1919, geb. Pierre Roman Franz, 1940, Roman Krista, 1943 Braun Johann Braun Johann, 1878, u. Anna, 1880, geb. Sedlack Braun Michael, 1908, u. Maria, geb. Mann Braun Michael, 1933, Braun Marliese, 1938 Proschek Julius, 1865, (Görlich Elisabeth, 1890, Slavik) Gera Josef, 1908, u. Magdalena, 1911 , geb. Blum Gera Katharina, 1933 Lahni Johann, 1851 , u. Elisabetha, 1850, geb. Grosz Forst Franz, 1920, u. Barbara, 1923, geb. Backes Forst Johann, 1947, Forst Anna, 1948 Deininger Peter, 1843, u. Maria, 1849, geb. Schneider Deininger Peter, 1822, u. Katharina, geb. Schneider Deininger Johann, 1908, u. Katharina, 1910, geb. Uitz Deininger Peter, 1917, Deininger Barbara, 1919 Deininger Barbara, 1933. Mai Karl, 1927, u. Magdalena, 1925, geb. Pfersch Mai Gerda, 1950, Mai Helga, 1956 Szentirrnay (Schütz) Josef, Dr., 1866, u. Eleka, 1876, geb. Schütz Hora Peter, 1921 , u. Margaretha, 1919, geb. Wagner Hora Johann, 1951 Reiter Josef, u. Margaretha Thöress Josef, 1872, u. Katharina, 1875, geb. Reiter Thöress Josef, 1898, u. Anna, 1902, geb. Jost Thöress Nikolaus, 1929, u. Katharina, 1936, geb. Wilhelm Thöress Edith, 1957, Thöress Eduard, 1959 Gemeinde-Gasthaus (mit verschiedenen Pächtern) Steiner Mathias, u. Katharina, geb. Gehl Hehn Karl, 1887, u. Anna, 1883, geb. Slavik Unbebauter Platz (Milchgenossenschaft) Hehn Kar!, u. Maria Jung Katharina, 1886, geb. Laub Jung Jakob, 1909, u. Katharina, 1912, geb. Linster Jung Waller, 1933 Steiner Johann, 1862, u. Margaretha, 1866, geb. Werhof Deleanu Barbara, 1928, geb. Pfersch Hutungshaus u. Gemeindehaus Notar Peter Eicher! Im Hutungshaus Jakob Molitor u. Margarethe (Hengstefütters) Johann Becker, Dr., u. Thöresz Jakob, Notar Wolf Johann, 1907, u. Marg., 1910, geb. Schneider Mann Adam, u. Magdalena Rieder Franz, 1871, u. Susanna, 1880, geb. Gilde Rieder Adam, 1899, u. Maria, 1901 , geb. Gilde Rieder Adam, 1927, (Doppelhaus) Reiter Nikolaus, 1841, u. Marg., 1842, geb. Brunner Reiter Josef, 1866, u. Marg., 1876, geb. Schummer Brummer Nikolaus, u. Susanna, geb. Glasz Berg Jakob, 1876, (Rebs), u. Maria, 1879, geb. Brummer Berg Nikolaus, 1910 Jobba Johann, 1921 , u. Katharina, 1922, geb. Eicher! Jobba Katharina, 1949, Jobba Johann, 1951 Mager Johann, 1887, u. Elisabeth, 1895, geb. Wolf Mager Jakob, 1919


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Rieder Johann, 1921, u. Elisabeth, 1921, geb. Mager Rieder Elisabeth, 19 56 Wolf Johann, u. Maria, geb. Schütz Slavik Elvira, 1929 Schipper Franz, u. Elisabeth, geb. Jung Buzasch Johann Polling Anton, 1928, u. Elisabeth, 1923, geb. Pritz Polling Richard, 1956 Thöress Albert, 1910, u. Magdalena, 1915, geb. Nothum Thöress Eisa, 1933, lnge, 1935, u. Günther, 1938 Grosz Michael, u. Magdalena, geb. Schmidt Gross Johann, 1897, u. Anna, 1900, geb. Slavik Gross Maria, 1921 Gängler Peter, u. Maria, geb. Lind Gängler Nikolaus, 1879, u. Barbara, 1882, geb. Müller Slavik Mathias, 1869, u. Maria, 1880, geb. Henz Slavik Nikolaus, 1904, u. Slavik Josef, 1939 Kratochvill Josef, 1869, u. Susanna, 1875, geb. Gergen Mumper Jakob, u. Elisabeth, (Meckels) Billinger Johann, 1901 , u. Marg. , 1905, geb. ~umper Weiter Johann, 1921, u. Magd., 1926, geb. Billinger Weiter Johann, 1957 Dreier Peter, 1948, u. Elisabeth, 1949, geb. Weiter Dreier Katharina, 1970 Rieder Anton, u. Maria, geb. Neisz Rieder Mathias, 1887, u. Elisabeth, 1894, geb. Lahny Martini Johann, u. Katharina (Schinier), geb. Wilhelm Martini Johann, 1885, u. Katharina, 1891 , geb. Thöresz Martini Johann, 1911, u. Katharina, 1915, geb. Reitler Martini Johann, 1934 Martini Jakob, 1937, u. Anna, 1938, geb. Fuss Martini Nenelore, 1962 Martini Johann, 1965 Köster Adam, u. Margaretha Reiter Josef, 1890, u. Katharina, 1896, geb. Zimmer Reiter Nikolaus, 1917 Gilde Kar!, u. Magdalena Krogloth Johann, 1885, u. Elisabetha, 1888, geb. Gilde Krogloth Johann, 1910, u. Maria, 1914, geb. Maurer Krogloth Johann, 1933, u. Elisabeth, 1936, geb. Gehl Krogloth lrmgard, 1959 Werhof Johann, u. Elisabetha, geb. Tobias Mumper Peter, 1883, u. Barbara, geb. Werhof Mumper Jakob, 1908, u. Anna, 1910, geb. Krier Mumper Peter, 1930 Lind Agnes, 1860 (Jebs) Seibert Jakob, u. Katharina, geb. Bakesz Seibert Adam, 1875, u. Maria, 1883, geb. Lind Seibert Johann, 1909 Weisz Nikolaus, 1910, u. Maria, 1914, geb. Seibert Seiler Michael, u. Barbara Seiler Johann, u. Katharina Slavik Mathias, 1910 Muttar Jakob, 1900, u. Elisabeth, 1894, geb. Krogloth Muttar Adam , 1924 Rohrich Anton . 1930. u. Elisabeth , 1927. geb. Muttar Rohrich Brigitte, 1958, Rohrich Horst, 1962 Krämer Johann, 1874, u. Gertrud, 1876, (Schlupersch), geb. Schaus Würtz Johann, u. Katharina, geb. Becker Würtz Peter, 1885, u. Barbara, 1891, geb. Braun Hehn Franz, 1915, u. Susanna, 1920, geb. Würtz Hehn Katharina, 1940, Hehn Elisabeth, 1943 Dilk Johann, 1877, {Spitzwaner), u. Elis., 1881, geb. Wolf Dilk Ludwig, 1909 Dilk Johann, 1936, u. Katharina, 1935 Dilk lrene, 1968

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385 Schuch Jakob, u. Anna, geb. Koch Schuch Christof, 1873, u. Kristina, 1875, geb. Mühlbecher 386 Braun Adam, u. Maria (Bestersch), geb. Lauer Braun Mathias, 1878, u. Anna, 1885, geb. Scheer Braun Nikolaus, 1904, u. Elisabeth, 1910, geb. Gängler Braun Elisabeth, 1929 387 Schneider Mathias, 1887, u. Elisabeth, geb. Haas Schneider Elisabeth, 1913, Schneider Marg., 1916 388 Gagstätter Adam, u. Margaretha, geb. Unger Gagstädter Adam, 1903, u. Agnes, 1901, geb. Rugel Gagstädter Barbara, 1923 Gagstädter Adam, 1927, u. Kath., 1922, geb. Schaljo Gagstädter Barbara, 1957, Gagstädter Adam, 1959 389 Kirchner Johann, 1854, u. Susanna, 1860, geb. Hummel Müller Nikolaus, 1872, Elisabetha, 1881 , geb. Kireher Schrottmann Alexander, 1889, u. Elisabeth, 1903, geb. Müller Schrottmann Jakob, (Desider ), 1923, u. Ruth, 1930, geb. Quednar Rademacher Jakob, 1924, u. Elisabeth, 1927, geb. Muttar Rademacher Johann, 1950, u. Maria, 1954, geb. Frekot 390 Neiß Nikolaus, u. Maria, geb. Billinger Neisz Nikolaus, 1898, u. Elisabeth, 1906, geb. Schütz Neisz Katharina, 1926 Neisz Nikolaus, 1928, u. Magdalena, 1928 Neiss Katharina, 1957, Neiss Johann, 1957 391 Slavik Johann, u. Katharina, geb. Weber Schiller Adam, 1898, u. Sofie, 1895, geb. Slavik Schiller Jakob, 1921, u. Barbara, 1929, geb. Büchler Schiller Johann, 1955 392 Steiner Martin, {Wilbergs), u. Barbara, geb. Slavik Steiner Martin, 1887, u. Josefine, 1895 Steiner Nikolaus, 1915, Johann, 1921, Margarethe, 1926 393 Kuhn Johann, 1850, u. Gertrud, 1855 Flesch Johann, 1873, u. Katharina, 1870, geb. Kuhn Slavik Heinrich, 1902, {Vorenz), u. Kath., 1906, geb. Flesch Slavik Maria, 1926 394 Follmer Anton, 1886, u. Maria, 1887, geb. Weiter 395 Ballmann Adam, 1909, u. Elisabeth, 1910, geb. Follmer Ballmann Nikolaus, 1931 , u. Barbara, 1929, geb. Leidecker Ballmann Elisabeth, 1935 396 Weber Nikolaus, u. Batbara, 1889, (Siwasch) Backhaus Johann, 1899, u. Maria, 1907, geb. Caszar Backhaus Julius, 1932, u. Barbara Backhaus Alfred, 1960 Backhaus Maria, 1926 397 Schneider Adam, (Wickes), u. Anna, geb. Geisz Schneider Karl, 1883, u. Maria, 1887, geb. Slavik Weiter Johann, 1902, u. Barbara, 1907, geb. Schneider Weiter Johann, 1926 Weiter Adam, 1934, u. Hilde, 1937, geb. Feisthamel Weiter Dietmar, 1958, Weiter Henriette, 1962 398 Slavik Filipp {Benze), u. Eva, geb. Billinger Mann Johann, u. Elisabeth, 1890, geb. Slavik Mann Johann, 1911, u. Katharina, geb. Mann Mann Elisabeth, 1935 Seiler Jakob, 1918, u. Barbara, 1937, geb. Balbier Seiler Werner, 1962 399 Thöress Johann, {Doppingersch), u. Sofie, 1897, geb. Weber Thöress J osef, 1901, u. Anna, 1907, geb. Rieder Thöress Johann, 1926 Jost Franz, 1926, u. Maria, 1927, geb. Thöress 400 Graf Johann, u. Elisabetha, geb. Franck Graf Lambert, 1871, u. Elisabeth, 1874, geb. Mann Graf Johann, 1896, u. Elisabeth, 1899 Graf Elisabeth, 1924, Graf Katharina, 1926 Gilde Peter, 1927, u. Maria, 1930, geb. Fuss Gilde Peter, 1950

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Weber Johann, 1871, (Schwarzadams), u. Elisabeth Thöress Johann, 1906, u. Margaretha, 1910, geb. Weber Weber Johann, 1918 Weber Peter, 1921 Jung Michael, 1897, (Hansadams), u. Barbara, geb. Franck Jung Michael, 1925, u. Elisabeth, 1929, geb. Braun Jung Peter, 1951, Jung Waller, 1957 Schmidt Johann, u. Katharina, (Arbeitshans) Schmidt Johann, 1875, u. Katharina, 1880, geb. Werhof Steiner Johann, 1896, u. Elisabeth, 1899, geb. Schmidt Haupt Franz, Dr. , 1915, u. Elisabeth, 1925, geb. Steiner Haupt Helga, 1949 Frank Johann, 1950, u. Hilde, 1954, geb. Ballmann Hahn Nikolaus, 1831, u. Anna, 1838, geb. Friedmann Gimpel Elisabetha, 1874, geb. Hahn · Steiner Lambert, 1897, u. Maria, 1898, geb. Gimpel Dreier Johann, 1926, u. Maria, 1923, geb. Steiner Steiner Johann, 1942, u. Elisabeth, 1950, geb. Marx Steiner Monika, 1970 Eichert Johann, 1870, u. Magdalena, 1852, geb. Mann Benz Mathias, 1930, u. Elisabeth, 1929, geb. Majer Benz Johann, 1956 Lafleur Josef, u. Elisabetha, geb. Hock! Lafleur Josef, 1894, u. Anna, 1902, geb. Sched Lafleur Elisabeth, 1923 Lafleur Josef, 1929 Rosani Johann, 1876, u. Elisabeth, 1872, geb. Eichert Rosani Johann, 1900, u. Barbara, 1901, geb. Schmidt Rosani Johann, 1928 Gehl Johann, 1923, u. Maria, 1926, geb. Rosani Gehl Johann, 1949, Gehl Maria, 1958 Ramacher Johann, 1880, u. Barbara, 1882, geb. Fillipi Ramacher Johann, 1905, u. Katharina, 1912, geb. Weisz Ramacher Susanna, 1890 Ramacher Johann, 1932, u. Elisabeth, 1935, geb. Ballmann Ramacher Elisabeth, 195 8 Gilde Nikolaus, 1889, u. Elisabetha, 1893, geb. Zimmer Gilde Adam, 1914, u. Elisabeth, 1919, geb. Glasz Braun Robert, 1936, u. Magdalena, 1938, geb. Gilde Braun Brigitte, 1958, Braun Edith, 1961 Braun Peter, u. Elisabetha, geb. Wilhelm Braun Ferdinand, 1879, u. Magdalena, 1884, geb. Müller Tröster Hans Georg, 1931, u. Kath., 1934, geb. Herrenreich Tröster Franz, 1950, Tröster Christa, 1959 Mann Adam (Zerwes), u. Magdalena, geb. Kreiling Mann Adam, 1876, u. Barbara, 1881, geb. Lambert Dugonitsch Johann, 1931, u. Elisabeth, 1932, geb. Thöress Dugonitsch Johann u. Franz, 1954, (Zwillinge) Gilde Friedrich, 1847, (Friedels), u. Marg., 1846, geb. Bauer Gilde Johann, 1870, u. Gerdraut, 1873 Gilde Nikolaus, 1903, u. Maria, 1907, geb. Reiter Gilde Maria, 1926 Frick Johann, 1877, u. Katharina, 1872, geb. Rotben Frick Adam, 1904, u. Maria, 1907, geb. Niederkorn Frick Wilhelm, 1926, u. Elisabeth Popescu Johan, u. Katharina, 1930, geb. Frick Pilli Josef, 1914, u. Rosina, 1916 Thöresz Johann, 1938, u. Margaretha, 1941, geb. Pilli Thöresz Reinhard, 1964, Thöresz Rony, 1969 Hahn Jakob, (Kreilings), u. Barbara, geb. Rotben Hahn Michael, 1882, u. Katharina, 1887, geb. Schneider Wolf Jakob, 1904, u. Elisabeth, 1907, geb. Hahn Klein Peter, u. Margaretha, geb. Neumann Klein Nikolaus, 1879, u. Katharina, 1886, geb. Hahn Klein Katharina, 1920 Heinz Franz, 1908, u. Elisabeth, 1911, geb. Klein

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Heinz Katharina, 1936 Kunst Ferdinand, u. Maria, geb. Wollrab Kunst Gustav, 1884, u. Elisabeth, 1876, geb. Albrecht Mitschang Susanna, 1856 Schneider Barbara, geb. Hackbeil Rothgärber Karl, 1870, u. Barbara, 1874 Bels Maria, 1857, geb. Greis Unger Stefan, (Christof), 1904, u. Elisabeth, 1901 , geb. Bier Schmidt Adam, 1868, (Pilliersch), u. Elisab., 1872, geb. Büchler Schmidt Nikolaus, 1905, u. Theresia, 1907, geb. Möwes Schmidt Jakob, 1895, u. Magdalena, 1901, geb. Hehn Schmidt Adam, 1920, Schmidt Nikolaus, 1922 Schmidt Nikolaus, u. Margarethe, 1926, geb. Seibert Greiling Johann, u. Anna, 1863, geb. Gutekunst Lenhard Jakob, 1894, u. Elisabeth, 1896, geb. Krogloth Roman Georg, 1911, u. Brunhilde, 1916, geb. Sevazty Roman Ernst, 1939 Breitenbach Josef, 1907, u. Magdalena, 1909 Breitenbach Maria, 1925, (Olteanu) Bauernverein u. Leseverein, (Banater-Bankverein) Hemen! Peter, u. Maria . Tuttenuit Nikolaus, Dr., 1904, u. Elisabeth, 1912, geb. Steiner Tuttenuit Karl, 1939 Jochum Josef, 1939, u. Else, 1938, geb. Tuttenuit Jochum Rainer, 1959, Jochum Jutta, 1962 Slavik Nikolaus, u. Maria, (Vorenz), geb. Michels Slavik Adam, 1868, u. Margaretha, 1872 Weiter Barbara, 1858 Weber Johann, u. Elisabetha, (Siwasch) , geb. Jung Glasz Johann, 1894, u. Elisabeth, 1897, geb. Weber Glasz Johann, 1923 Weber Nikolaus, 1914, u. Susanna, 1920, geb. Glasz Lahni Johann, u. Elisabetha, (Muschte), geb. Grosz Lahni Johann, 1905, u. Katharina, 1908, geb. Slavik Engrich Josef, 1931, u. Barbara, 1929, geb. Lahni Engrich Johann, 1956, Engrich Helge, 1958 Billinger Peter, 1870, (Wanersch), u. Elisabeth, 1877, geb. Slavik Eicher! Johann, 1896, u. Elisabeth, 1898, geb. Billinger Steiner Josef, 1921, u. Katharina, 1922, geb. Eicher! Steiner Helmut, i944, Steiner Josef, 1947 Gilde Johann, 1865, (Ludwigs), u. Kath., 1870, geb. Mann Steiner Nikolaus, 1884, u. Maria, 1889, geb. Gilde Steiner Nikolaus, 1915, u. Margarethe, 1921 , geb. Bier Steiner Raimund, 1941, Steiner Hedwig, 1943 Tobias Adam, u. Maria, geb. Mann Maurer Wi}helm, 1876, u. Anna, 1882, geb. Tobias Maurer Adam, 1905, u. Katharina, 1909, geb. Mann Maurer Nikolaus, 1929 Haupt Franz, 1887, u. Elisabeth, 1893, geb. Gilde Weber Nikolaus, 1927, u. Eva, 1930 Weber Christa, 1954 Schortje Josef, u. Katharina, geb. Tobias Schortje Elisabeth, 1891 , geb. Kirsch Schortje Josef, 1912, Johann, 1914, Maria, 1919 Weisz Franz Mumper Franz, 1865, u. Angela, 1866, geb. Frank Dugonitsch Johann, 1907, u. Maria, 1910, geb. Mumper Schwartz Johann, 1873, u. Anna, 1876, geb. Kolb Schwartz Johann, 1898, u. Katharina, 1899, geb. Gehl Schwartz Peter, 1930, u. Anna, 1936, geb. Weber Schwartz Hermann, 1954, u. Gerda, 1958 Mann Lambert, 1870, (Zerwes), u. Barbara, 1872, geb. Apler Rieder Peter, 1902, u. Elisabeth, 1908, geb. Mager Rieder Jakob, 1928, u. Elisabeth, 1935, geb. Keller Rieder Johann, 1955 Lichtfuß Michael, 1864, u. Marg., 1868, (Tillmans), geb. Zimmer


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Lichtfuß Adam, 1887, u. Barbara, 1896, geb. Krausser Kreis Nikolaus, 1925, u. Katharina, 1921, geb. Lichtfuß Kreis Gerlinde, 1957 Lenhardt Nikolaus, 1862, u. Elisabeth, 1857, geb. Luntz Lenhardt Christian, (Heckmanns), u. Maria, geb. Krier Lenhardt Fillip, 1915, u. Barbara, 1920, geb. Steiner Lenhardt Jakob, 1937, u. Elisabeth, 1940, geb. Vastag Lenhardt Horst, 1961, Lenhardt Harald, 1966 Gilde Katharina, 1856, u. Gilde Helena, 1871 Weiter Adam, 1865, (Siwasch), u. Margaretha, 1870 Weiter Adam, 1891, u. Weiter Josef, 1893, gef. Zimmer Jakob, 1889, u. l. Margaretha, 1889, geb. Weiter, 2. Agnes, 1893, (Pilli), geb. Thöress Pilli Johann, 1915, u. Magdalena, 1921, geb. Reiter Pilli Helmuth, 1942, PiUi Hilde, 1943 Klein Jakob, (Henge ), u. Maria, geb. Thöress Slawik Josef, 1886, u. Maria, 1893, geb. Klein Slawik Elisabeth, 1909 Hehn Peter, 1929, u. Elisabeth, 1933, geb. Russ Hehn Gerlinde, 1954, Hehn Hedi, 1957 Siebert Josef, 1901, u. Katharina, 1904, geb. Völz Rademacher Jakob, 1899, u. Marg. , 1905, geb. Gängler Röttinger Franz Slavik Adam, 1890, u. Anna, 1894, geb. Gebel Slavik Peter, 1914, u. Margaretha, 1917, geb. Klein Slavik Peter, 1938 Hummel Nikolaus, u. Margaretha, 1872, geb. Schneider Linster Peter, 1889, u. Margaretha, 1892, u. Hummel Linster Nikolaus, 1912, u. Katharina, 1916, geb. Weisz Linster Peter, 1935, u. Gertrude, 1935 Linster Katharina, 1937 Linster Manfred, 1969, Linster Brigitte, 1967 Ballmann Heinrich, 1878, u. Magdalena, 1885, geb. Mann Ballmann Nikolaus, 1901, u. Katharina, 1909, geb. Frick Ballmann Nikolaus, 1929 Hubert Peter, u. Anna Seiler Johann, 1879, u. Katharina, 1886, geb. Schwartz Seiler Rosalia, 1924 Seiler Elisabeth, 1953 Karl Josef, u. Maria, geb. Gisswein Karl Mathias, 1888, u. Barbara, 1882, geb. Werhof Karl Peter, 1920 Steiner Peter, (Mursch), u. Maria, geb. Frei Steiner Peter, 1885, u. Maria, 1894, geb. Schmidt Steiner Katharina, 1910 Steiner Peter, 1912 Steiner Nikolaus, 1918 Reicher! Nikolaus, 1919 Reicher! Michael, 1921 Mühle, Steiner Peter, 1886, u. Barbara, 1894, geb. Zwergal Steiner Johann, 1915, Steiner Waller, 1923 Steiner Wendel, 1893, u. Anna, 1897, geb. Zwergal Steiner Robert, 1920 Ziegelei, Glasz Johann, 1850, u. Katharina, 1852 Glasz Johann, 1875, u. Maria, 1885 Glasz Johann, 1911, u. Katharina, 1915, geb. Gebel Glasz Erika, 1940 Glasz Adam, 1914 Sehi Anton, 1897, u. Elisabeth, 1894, geb. Sadorf Sehi Johann, 1921 Seibert Mathias, (Hermskellersch) u. Maria, geb. Krogloth Slavik Nikolaus, 1896, u. Anna, 1894, geb. Seibert Slavik Johann, 1928, u. Elisabeth, 1936, geb. Kreiter Slavik Marliese, 1960, Slavik Ewald, 1965 Lauer Johann, u. Katharina, (Batis), geb. Mager Lauer Johann, 1886, u. Katharina, 1893, geb. Lauer Lauer Anna, 1922

~ Altgasse

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Wohl Barbara, 1871, geb. Rugel 454 Götter! Barbara, 1885, (Kares), geb. Rume 455 Bürger Jakob, u. Susanna, geb. Grosz Bürger Heinrich, 1885, u. Barbara, 1889, geb. Quinkert Bürger Jakob, 1910 Neumann Johann, 1910, u. Susanna, 1917, geb. Bürger Neumann Peter, 1940 Zillich Johann, u. Elisabeth, geb. Wilhelm Zillich Michael, 1893, u. Maria, 1900, geb. Masong Zillich Peter, 1921, Zillich Franz, 1923 Majer Johann, 1919, u. Anna, 1919, geb. Zillich Majer Franz, 1943, Johann, 1946, Elisabeth, 1945 Jakob 1950, Barbara, 1952, u. Anna, 1954 Pilles Franz, u. Gertrude, geb. Ihm Braun Nikolaus, 1907, u. Anna, 1915, geb. Pilles Braun Margarethe, 1934, Braun Elisabeth, 1937 Wock Peter, 1913, u. Margaretha, 1917, geb. Pilles Wock Peter, 1936, Wock Nikolaus, 1937 456 Hehn Elisabeth, 1854, geb. Schmidts Hehn Katharina Hehn Franz, 1901, u. Anna, 1902, geb. Düppre Hehn Mathias, 1923 Hehn Johann, 1922, u. Katharina, 1925, geb. Klein Hehn Günther, 1949 457 Mann Wilhelm , u. Magdalena, (Kolscher), geb. Lichtfuß Mann Wilhelm, 1864, u. Elisabetha, 1879, geb. Maurer Martini Johann, u. Ida, 1912 Martini Johann, 1938, u. Katharina, 1939 Martini Katharina, 1960, Martini Ingrid, 1966 458 Hehn Peter, 1877, (Titjes), u. Barbara, 1881 , geb. Gradi Bauer Josef, 1897, u. Regina, 1903, geb. Hehn Gilde Johann, 1896, u. Regina, 1903, geb. Hehn Gilde Magdalena, 1924 Malbias Anton, 1935, u. Elisabeth, 1933, geb. Spintre Malbias lsolde, 1962, Malbias Horst, 1964 459 Lahni Johann, (Muste ), u. Elisabetha, geb. Groß Lahni Johann, 1877, u. Katharina, 1891 , geb. Gilde Slawik Franz, 1910, u. Maria, 1906, geb. Lahni Slawik Franz, 1933, u. Maria, 1934, geb. Frekot Slawik Maria, 1956, Slawik Eduard, 1960 460 Bender Peter, 1868, u. Magdalena, 1870 Reiter Nikolaus, 1900, u. Magdalena, 1904, geb. Bender Reiter Josef, 1921 Eicher! Johann, 1928, u. Magdalena, 1929, geb. Reiter Eicher! Johann, 1957, Eichert Helga, 1958 461 Krausser Josef, u. Franziska, (Ledersch) Mann Jakob, u. Magdalena, geb. Krausser Gilde Nikolaus, 1909, (Meckels), u. Kath., 1912, geb. Schütz Gilde Nikolaus, 1934, u. Anna, 1940, geb. Feisthamel Gilde Egon, 1962, Gilde Christa, 1965 462 Jost Anton, 1875, u. Anna, 1880, geb. Mann Schwartz Peter, 1901, u. Elisabeth, 1907, geb. Jost Mann Peter, 1919, u. Elisabeth, 1926, geb. Schwartz Mann Mathilde, 1955 Lammert Roland, 1941, u. Eisa, 1949, geb. Mann Lammert Franz, 1969 463 Mumper Jakob Schwartz Peter, 1925 464 Klein Peter, 1869, (Bummersch), u. Susanna, geb. Brummer Klein Peter, u. Margaretha, 1878, geb. Jung Klein Nikolaus, 1897, u. Elisabeth, 1903, geb. Slawik Klein Maria, 1909 Klein Johann, 1922 465 Bier Johann, u. Katharina, 1865, geb. Steiner Gehl Nikolaus, 1880, u. Maria, 1883, (Schneiderjebs) Gehl Nikolaus, 1904, u. Theresia, 1920

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Gehl Nikolaus, 1955 466 Schneider Adam, 1880, (Henzies), u. Agnes, 1884 Rugel Michael, 1908, u. Agnes, 1911, geb. Schneider Mettier Martin, u. Katharina, 1938, geb. Rugel Rugel Michael, 1864, Haushamm 467 Thöress Kristian, u. Elisabetha, geb. Geisz Thöress Wilhelm, 1882, u. Elisabeth, 1886, geb. Hahn Thöress Peter, 1909, Thöress Anna, 1908 Braun Josef, 1910, u. Elisabeth, 1912, geb. Thöress Braun Elisabeth, 1933, Braun Josef, 1937 468 Gilde Jakob, 1868, (Berenz), u. Katharina, 1871, geb. Glasz Slawik Johann, 1895, u. Maria, 1895, geb. Gilde Slawik Jakob, 1919, u. Anna, 1921 , geb. Lichtfuß Slawik Ewald, 1944, Slawik Elfriede, 1948 469 Wolf Johann, u. Maria, geb. Schneider Wolf Johann, 1883, (Doppelter), u. Marg., 1887, geb. Wolf Wolf Johann, 1912 Braun Johann, 1905, u. Katharina, 1910, geb. Wolf Braun Johann, 1929, Braun Katharina, 1930 470 Schütz Jakob, (Hahne-Schütz), u. Maria, geb. Raab Schütz Jakob, 1881, u. Magdalena Schütz Jakob, 1908, u. Barbara, 1913, geb. Braun Schütz Jakob, 1933, u. Else, 1938 Schütz Elke, 1963 471 Zimmer Adam (Pilliersch), u. Maria, geb. Mann Zimmer Adam, 1896, u. Maria, 1896, geb. Schmidt ZinunerJakob, 1920 Rieder Peter, 1924, u. Katharina, 1925, geb. Zimmer Rieder Walter, 1952, Rieder Werner, 1958 472 Hemment Peter, 1878, u. Margaretha, 1882 Neisz Nikolaus, u. Margaretha, geb. Bauer Hehn Peter, 1902, u. Margarethe, 1904, geb. Neisz Jost Michael, 1929, u. Barbara, 1926, geb. Hehn Jost Helga, 1959 473 Mann Heinrich, 1838, Barbara, 1840, geb. Geisz Klein Johann, 1875, u. Barbara, 1880, geb. Mann Klein Johann, 1901, u. Elisabeth, 1906, geb. Weiter Klein Maria, 1925, Klein Elisabeth, 1930 Klein Lambert, 1904 474 Mann Johann, 1867, (Schule), u. Susanna, 1872, geb. Thöresz Mann Nikolaus, 1895, u. Katharina, 1899, geb. Trendler Mann Johann, 1920, Mann Nikolaus, 1924 Hager Johann, 1900, u. Julianna, 1905 Hager Johann, 1926, Julius, 1928, Maria, 1934 475 Krier Nikolaus, u. Anna, geb. Thöresz Krier Johann, u. Anna, 1888, geb. Krier Mann Josef, 1909, (Benze), u. Agnes, 1910, geb. Krier Mann Johann, 1930, Mann Josef, 1934 Hirth Wilhelm, 1912, u. Maria, 1919, geb. Klein Hirth Peter, 1945, u. Maria, 1949, geb. Pritz Hirth Roland, 1968 476 Ballmann Heinrich, (Berends), u. Margaretha, geb. Seibert Ballmann Nikolaus, 1882, u. Katharina, 1890, geb. Tobias Krier Jakob, 1905, u. Elisabeth, 1909, geb. Ballmann Rieder Mathias, 1923, u. Katharina, 1931, geb. Krier Rieder Johann, 1956, Rieder Erwin, 1960 477 Hahn Filipp, 1806, (Lay), u. Katharina, 1802, geb. Krieger Hahn Nikolaus, 1831, u. Anna, 1838, geb. Friedmann Hahn Nikolaus, 1862, u. Anna, 1866, geb. Fischer Hahn Michael, 1885, u. Christina, 1889, geb. Lauth Hahn Mathias, 1924 Undi Adam, 1927, u. Elisabeth, 1923, geb. Bettendorf Undi Johann, 1950, u. Elfriede, 1952, geb. Mann Undi Fabiola, 1974, u. Sigrid, 1974, (Zwillinge) 4 78 Thöress Lambert, u. Katharina, geb. Herbst Thöress Johann, 1884, u. Margaretha, 1889, geb. Braun

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Braun Jakob, 1906, u. Elisabeth, 1910, geb. Thöress Braun Michael, 1930, u. Maria, 1934, geb. Krier Braun Johann, 1935, u. Regina, 1936 Braun Gerhard, 1961 , Braun Günther, 1958 Braun Josef, 1879, u. Magdalena, 1881, geb. Eichert Neumann Johann, 1906, u. Magdalena, 1911 , geb. Braun Klein Johann, 1934, u. Elisabeth, 1930, geb. Neumann Klein Roland, 1962, Klein Alfred, 1963 Schaljo Heinrich, (Käsersch), u. Elisabeth, geb. Bojar Schaljo Friedrich, 1890, u. Susanna, 1900, geb. Schneider Klein Nikolaus, 1941, u. Margarethe, 1948, geb. Schortje Klein Renale, 1967 Schaljo Nikolaus, 1888, u. Barbara, 1891 Kronherger Michae~ 1913, u. Elisabeth, 1919, geb. Bojar Kronberger Elisabeth, Kronherger Jakob, 1944 Koch Johann, 1936, u. Katharina, 1940, geb. Schwendner Koch Johann, 1963 Steiner Anton, u. Elisabeth, {Henge) Frank Johann, 1887, u. Elisabeth, 1894, geb. Steiner Frank Johann, 1924, u. Elisabeth, 1925, geb. Schmidt Frank Elwira, 1955 Krogloth Nikolaus, 1877, u. Maria, 1879, geb. Michels Gilde Friedrich, 1895, u. Katharina, 1899, geb. Krogloth Gilde Katharina, 1919, u. Gilde Maria, 1921 Gilde Johann, u. Elisabeth Wilhelm Johann, 1865, (Rackis), u. Barbara, 1868, geb. Lauer Wilhelm Peter, 1895, u. Maria, 1898, geb. Billinger Wilhelm Peter, 1922 Wilhelm Johann, 1924, u. Barbara, 1927, geb. Slavik Wilhelm Erika, 1954, Wilhelm Adelheid, 1956 Schneider Nikolaus, 1903, u. Elisabeth, 1905, geb. Schortje Schneider Elisabeth, 1928 Mann Jakob, 1863, (Wickes) Gilde Adam, 1890, u. Elisabeth, 1893, geb. Mann Gilde Jakob, 1915, u. Maria, 1919, geb. Slawik Weiter Adam, (Siwasch), u. Julianna Weiter Jakob, 1855, u. Katharina, 1858 Weiter Peter, 1882, u. Margaretha, 1885, geb. Glassen Weiter Peter, 1919 Weber Claudius, 1879, u. Katharina, 1887, geb. Alexius Zimmermann Josef, 1908, u. Katharina, 1908, geb. Weber Zimmermann Jakob, 1933 Hipp Franz, 1943, u. Elisabeth, 1948, geb. Schultz Braun Johann, 1868, u. Elisabetha, 1868 Rugel Anton, 1907, u. Elisabeth, 1909, geb. Braun Rugel Jakob, 1938 Slavik Peter, u. Eva, (Pitches) Hehn Johann, 1905, u. Katharina, 1916, geb. Endres Hehn Johann, 1935, Hehn Karl, 1937 Kneip Johann, u. Magdalena Schneider Johann, 1905, (Rikes), u. Sussi, 1910, geb. Rademacher Schneider Nikolaus, 1928, u. Elisabeth, 1931, geb. Maurer Schneider Eisa, 1951, Schneider Franz, 1954 Steiner Johann, u. Katharina, 1877 Keller Peter, u. Barbara, geb. Dilk Breitenbach Jakob, 1901, u. Maria, 1903, geb. Keller Breitenbach Josef, 1925, u. Maria, 1927, geb. HelfTich Breitenbach Jakob, 1950 Ramacher Josef, u. Maria Bürger Jakob, 1884, u. Elisabeth, 1888, geb. Kron Bürger Jakob, 1912, u. Elisabeth, 1920, geb. Hehn Keller Josef, 1857, u. Magdalena, 1862 Koch Andreas, 1885, u. Anna, 1882, geb. Keller Koch Peter, 1907, u. Elisabeth, 1911, geb. Portschei Schmidt Josef, 1933, u. Elisabeth, 1934, geb. Koch Billinger Josef, 1873, u. Barbara, 1873, geb. Thöresz


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Mann Jakob, 1893, (Wikes), u. Barbara, 1895, geb. Billinger Mann Peter, 1919 Stallgebäude der Hutungsgesellschaft in Billed Steuer Nikolaus, u. Julianne Neumann Michael, 1896, u. Elisabeth, 1899, geb. Götter! Neumann Michael, 1918, Neumann Barbara, 1920 Schwartz Johann, 1865, u. Katharina, 1865, geb. Bakes Müller Peter, 1900, u. Maria, 1906, geb. Lutzer Quinkert Eberhard, 1865, u. Maria, 1868, geb. Schmidt Quinkert Nikolaus, 1895, u. Anna, 1893, geb. Braun Quinkert Anton, 1896 Metzger Nikolaus, u. Elisabeth, geb. Schmidt Metzger Johann, 1894, u. Katharina, 1898, geb. Hipp Metzger Johann, 1921 Hartmaier Michael, 1873, u. Maria, 1874, geb. Klein Klein Maria, 1894 J ost Christi an, 1900, u. Maria, 1906, geb. Gergen Lauer Nikolaus, 1895, u. Maria, 1897, (Mutischer), (Modoscher), geb. Krausser Otto Nikolaus, 1863, u. Maria, 1870, geb. Bauer Bojar Jakob, 1907, u. Katharina, 1906, geb. Otto Majer Johann, 1926, u. Margaretha, 1932, geb. Bojar Majer Nikolaus, 1953 Klein Johann, 1847, u. Angela, 1843, geb. Pritz Wagner Nikolaus, 1869, u. Angela, 1872, geb. Klein Klein Nikolaus, 1892, u. Susanna, 1901, geb. Hartmaier Klein Margaretha, 1921, Klein Nikolaus, 1928 Breitenbach Johann, u. Susanna, geb. Enderle Breitenbach Johann, 1877, u. Margarethe, 1878, geb. Maurer Slawik Peter, 1900, u. Margaretha, 1903, geb. Breitenbach Roth Adam, 1872, u. Anna, 1878, geb. Licht Hipp Karl, 1902, u. Magdalena, 1906, geb. Weber Kirchner Filipp, u. Katharina Maurer Nikolaus, 1898, u. Anna, 1894, geb. Wohl Maurer Nikolaus, 1927, u. Maria, 1922 Maurer Nikolaus, 1953 Gergen Jakob, 1946, u. Katharina, 1950, geb. Maurer Gergen Renale, 1967 Würtz Josef, u. Susanna, (Schlosser), geb. Hieb! Würtz Josef, 1890, u. Anna, 1893, geb. Wendel Rugel Peter, 1937, u. Maria, 1938, geb. Bürger Rugel Adam, 1958 Leidecker Nikolaus, 1882, u. Elisabeth, 1884, geb. Ramacher Schultz Nikolaus, 1899, u. Barbara, 1904, geb. Filippi Rollioger Peter, 1900, u. Katharina, 1908, geb. Leidecker Rollioger Nikolaus, 1930, u. Magdalena, 1929, geb. Kneip Rollioger Susanna, 1956, u. Franz, 1958 Wolf Andreas, 1883, u. Margarethe, 1882 Schmidt Josef, 1924, u. Maria, 1928, geb. Pfeiffer Schmidt Ema, 1958 Holz Josef, 1950, u. Elisabeth, 1951 , geb. Schmidt Wilhelm Johann, 1873, u. Maria, 1875, (Benze) Tinnes Johann, 1910, u. Katharina, 1910, geb. Lahni Tobias Adam, 1933, u. Elisabeth, 1936, geb. Tinnes Tobias Adam, 1960, Tobias Johann, 1964 Mumper Adam, 1878, u. Katharina, 1886, geb. Hahn Mumper Adam, 1903, u. Elisabeth, 1904, geb. Groß Gebe! Maria, 1931 Gebe! Franz, 1953 Hahn Heinrich, (Laye), u. Elisabeth Pilli Josef, 1886, u. Anna, 1889, geb. Hahn Thöress Johann, 1912, u. Elisabeth, 1917, geb. Pilli Frick Nikolaus, 1936, u. Elisabeth, 1939, geb. Thöress Frick Dietmar, 1965 Gilde Friedrich, (Meckels), u. Maria Gilde Nikolaus, 1877, u. Elisabeth, 1880 Gilde Friedrich, 1906, u. Margaretha, 1909, geb. Lauer

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Hehn Peter, 1926, u. Susanna, 1931, geb. Gilde Hehn Susanna, 1957, Hehn Peter, 1959 514 Slavik Franz, 1873, (Albachersch), u. Barbara, 1883, geb. Kireher 515 Rugel Nikolaus, 1866, u. Katharina, 1874 Rugel Wilhelm, 1894, Jakob, 1896, u. Nikolaus, 1898 516 Rademacher Jakob, u. Susanna Gilde Peter, 1901 , u. Katharina, 1904, geb. Eicher! Weiter Katharina, 1895 Weiter Maria, 1929 517 Klein Michael, u. Elisabeth, (Henge Dicke), geb. Paulus Klein Peter, 1867, u. Barbara, 1870, geb. Billinger Eicher! Adam, 1889, u: Barbara, 1897, geb. Klein Eicher! Barbara, 1914 518 Steiner Johann, u. Margaretha, geb. Werhof Russ Adam, 1886, u. Katharina, 1893, geb. Steiner Russ Adam, 1919 519 Maurer Wilhelm, (Kolersch), u. Elisabeth, geb. Windberg Mann Peter, 1887, u. Elisabeth, 1893, geb. Maurer Frank Michel, 1884, u. Elisabeth, 1893, (Jantz), geb. Maurer Engrieb Johann, 1933, u. Maria, 1939, geb. Gezda Engrieb Alfred, 1961 , Engrieb Waller, 1965 520 Geliert Josef, 1866, u. Magdalena, 1874, geb. Schneider Ballmann Peter, 1888, (Hensjes), u. Barbara, 1892, geb. Geliert Ballmann Wendel, 1910, u. Katharina, 1912, geb. Schmidt Ballmann Johann, 1934, u. Katharina; 1937, geb. Just Ballmann Harald, 1959 Ballmann Lothar, 1940 520b Frank Johann, 1939, u. Maria, 1941, geb. Wilhelm Frank Johann, 1963, Frank Adam , 1965 521 Sehi Mathias, 1860, u. Anna, 1863 Schaljo Adam, 1910, u. Elisabeth, 1914, geb. Thöress Schaljo Adam, 1935, u. Maria, 1935, geb. Frank Schaljo Werner, 1960 522 Lind Johann, u. Elisabeth, geb. Jurgo Lind Josef, 1873, u. Barbara, 1877, geb. Gilde Portscheller Stefan, 1899, u. Katharina, 1900, geb. Lind Helberg Nikolaus, 1926, u. Elisabeth, 1928, geb. Lauer Helberg Nikolaus, 1954 523 Eicher! Johann, u. Magdalena, geb. Mann Schiller Johann, 1914, u. Anna, 1917, geb. Eicher! Schiller Josef, 1938 524 Schütz Peter, 1859, u. Gertrude, 1861, geb. Slavik Schütz Peter, 1881, u. Elisabeth, 1891, geb. Mann Graf Nikolaus, 1927, u. Katharina, 1923, geb. Schütz Graf Rosemarie, 1954, Graf Waldhard, 1952 425 Frank Jakob, u. Elisabeth, 1864, (Rossmühle) Frank Josef, u. Anna Lauer Josef, 1903, u. Elisabeth, 1905, geb. Frank Lauer Aloisia, 1923 526 Jakob Engrich, u. Elisabeth Engrieb Johann, 1900, u. Maria, 1903, geb. Hartmaier Engrieb Maria, 1921, u. Engrieb Josef, 1922 527 Wilhelm Nikolaus, u. Margarethe Just Anton, 1903, u. Magdalena, 1914, geb. Wilhelm 528 Follmer Peter, u. Magdalena, geb. Hegler Hirth Josef, 1886, u. Katharina, 1884, geb. Follmer Hirth Michael, 1938, u. Rasalia, 1942, geb. Wikette Hirth Günther, 1963, Hirth Gerhard, 1967 529 Zimmer Jakob, (Blakobs), u. Elisabeth, geb. Hardmann Zimmer Jakob, 1884, u. Elisabeth, 1894 Zimmer Nikolaus, 1914 Zimmer Jakob, 1918, u. Barbara, 1921, geb. Deininger Zimmer Elisabeth, 1943 530 Klein Michael, u. Elisabeth, (Schullersch) Pritz Wilhelm, 1881 , u. Magdalena, 1886, geb. Klein Breisach Leopold, 1904, u. Anna, 1908

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Breisach Herbert, 1944 Assner Franz, 1869, u. Theresia, 1876 Assner Barbara, 1905 Thöresz Josef, 1863, u. Maria, 1866, geb. Hupfmüller Thöreß Mathias, 1890, u. Barbara, 1895, geb. Schmidt Thöreß Josef, 1919, u. Maria, 1925, geb. Rech Keller Josef, 1880, u. Anna, 1897, geb. Piatka Keller Anna, 1912 Hehn Kar!, u. Maria Schuld Georg, 1861, u. Margaretha, 1864, geb. Mühlbacher Laub Jakob, 1894, (Beckersch), u. Kath., 1899, geb. Krier Laub Anna, 1920, Laub Johann, 1922 Laub Katharina, 1924, Laub Agnes, 1927 Schneider Johann, 1867, u. Susanna, 1877, geb. Alexius Mann Johann, 1898, (Schule), u. Magdalena, 1901, geb. Schneider Mann Nikolaus, 1921, u. Magdalena, 1930 Mann Brigitte, 1950 Schneider Peter, 1870, (Spielpitsches), u. Kath. , 1875, geb. Wolf Hahn Mathias, 1896, u. Ellsabeth, 1900, geb. Schneider Hahn Johann, 1931 , u. Katharina, 1935 Hahn Johann, 1962, Hahn Ilse, 1965 (Burg), Schank Jakob, 1876, u. Elisabeth, 1876, geb. Lahni Kilzer Johann, 1906, u. Maria, 1910, geb. Schank Kilzer Peter, 1937 Groß Mathias, 1873, u. Elisabeth, 1877, geb. Schank Kasper Nikolaus, 1907, u. Maria, 1908, geb. Groß Kasper Nikolaus, 1931 Molitor Johann, 1881, u. Maria, 1884, geb. Seibert Schortje Georg, 1913, u. Maria, 1922 Schortje Nikolaus, u. Elisabeth, 1942, geb. Hehner Bauer Kar!, 1871 , u. Margaretha, 1875 Hackbeil Nikolaus, 1888, u. Barbara, 1894, geb. Bauer Höckl Hubert, 1848, u. Barbara, 1850 Riessele Michael, 1899, u. Elisabeth, 1900, geb. Lafleur Wilhelm Heinrich, 1877, (Thowes), u. Elisabeth, 1881, geb. Köster Rothgerber Jakob, 1901, u. Maria, 1907, geb. Wilhelm Rothgerber Adam, 1927, u. Elisabeth, 1931, geb. Horbert Rothgerber Johann, 1954, Rothgerber Adam, 1957 Maurer Peter, 1874, u. Maria Scholtz Josef, 1898, u. Magdalena, 1899, geb. Fendler Scholtz Magdalena, 1923 Kar! Michael, 1924, u. Angela, 1927, geb. Scholtz Kar! Gerhard, 1949, Kar! Angelika, 1954 Krier Filipp, 1879, u. Katharina, 1885, geb. Weiter Mumper Peter, 1907, u. Barbara, 1910, geb. Krier Mumper Jakob, 1931, u. Katharina, 1936, geb. Steiner Mumper Erika, 1958, Mumper Rita, 1963 Schultz Peter, u. Margaretha Steiner Anton, 1881, (Henge), u. Margarethe, 1892, geb. Krogloth Steiner Johann, 1874, u. Katharina, 1878, geb. Eichert Sauer Johann, 1893, u. Elisabeth, 1899, geb. Steiner Sauer Magdalena, 1916 Sauer Johann, 1922, u. Maria, 1925, geb. Klein Märzhacker Josef, 1868, u. Barbara, 1879, geb. Weisz Flesch Nikolaus, 1899, u. Maria, 1903, geb. Märzhacker Flesch Nikolaus, 1929 Märzhacker Josef, 1931, u. Maria, 1929 Märzhacker Josef, 1954, u. Rosemarie, 1957 Fischer Mathias, u. Margaretha Billinger Jakob, 1871 , u. Magdalena, geb. Fischer Billinger Jakob, 1899, u. Maria, 1904, geb. Köster Billinger Jakob, 1925, u. Barbara, 1928, geb. Krier Billinger Hilde, 1952, Billinger Werner, 1955 Fischer Michae~ 1860, u. Anna, 1863, geb. Mann Fischer Peter, 1887, (Blume), u. Elisabeth, 1899, geb. Graf u. Katharina, 1904, geb. Rieder

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Fischer Johann, 1921 Nikola Anton, 1901, u. Anna, 1903 Nikola Anna, 1920 Krogloth Adam, 1839, u. Barbara, 1846, (Michels) Krogloth Jakob, 1867 Krogloth Adam, 1903, u. Maria, 1912, geb. Weiter Krogloth Jakob, 1932 Pritz Nikolaus, 1935, u. Margarethe, 1936, geb. Krogloth Pritz Hedwig, 1959, Pritz Hanelore, 1961 Slawik Nikolaus, 1839, (Vorenz), u. Maria, 1841 Slawik Johann, 1866, u. Margaretha, 1871, geb. Neumann Slawik Wende~ 1894, u. Maria, 1898, geb. Lichtfuß Michels Johann, 1912, u. Anna, 1924, geb. Slawik Michels Annemarie, 1957 Weber Nikolaus, 1871, (Siwasch), u. Magdalena, 1874, geb. Mann Weber Johann, 1901, u. Katharina, 1907, geb. Lahni Weber Susanna, 1936 Mann Johann, u. Barbara, geb. Billinger Tobias Adam, 1878, u. Elisabeth, 1880, geb. Mann Thöress Johann, 1861, u. Magdalena, 1864, geb. Kammer Thöress Johann, 1883, u. Magdalena, 1891 Thöress Adam, 1912, Thöress Johann, 1914 Thöress Josef, Prof., 1920 Heinrich Nikolaus, 1931, u. Katharina, 1933, geb. Hahner Heinrich Maria, 1954 Thöress Nikolaus, u. Elisabeth, geb. Nussbaum Thöress Johann, 1888, u. Elisabeth, 1893 Thöress Nikolaus, 1913, u. Maria, 1917, geb . Scheer Thöress Josef, 1941, u. Elisabeth, 1947 Thöress Alfred, 1966 Biebel Kaspar, 1894, u. Susanna, 1897, geb. Otto Kreiter Jakob, 1911 , u. Julianna, 1914, geb. Dottermann Kreiter Elisabeth, 1936, Kreiter Peter, 1940 Lahni Michael, 1885, u. Maria, 1886 Lahni Johann, 1908 Majer Franz, 1870, u. Katharina, 1878, geb. Rieder Tobias Peter, 1878, u. Katharina, 1881, geb. Schortje Tobias Peter, 1905, u. Anna, 1906, (Färbersch), geb. Maurer Tobias Johann, 1932 Rademacher Johann, 1858, u. Agnes, 1861 Popp Martin, 1905, u. Katharina, 1909, geb. Schneider Popp Magdalena, 1927 Ramacher Georg, u. Margaretha, geb. Frank Zimmer Nikolaus, 1864, u. Maria, 1873, geb. Mann Ballmann Johann, 1888, u. Margarethe, 1893, geb. Zimmer Lenhardt Jakob, 1912, u. Katharina, 1914, geb. Ballmann Stattfelder Josef, 1933, u. Katharina, 1934, geb. Lenhardt Stattfelder Katharina, 1954 Frick Johann, u. Margaretha, geb. Braun Mann Josef, (Wickes), u. Katharina, 1881 , geb. Frick Mann Jakob, 1891, u. Elisabeth, 1901, geb. Mann Hehn Johann, 1924, u. Elisabeth, 1926, geb. Mann Hehn Johann, 1954, u. Mathilde, 1955, geb. Mann Hehn Elisabeth, 19 51 Breitenbach Johann, u. Margaretha Thöress Margaretha, 1921 Thöress Valentin, 1862, u. Elisabeth, 1864, geb. Geisz Thöress Peter, 1894, u. Katharina, 1897, geb. Wolf Thöress Barbara, 1921 Mann Johann, 1871, (Getschners), u. Margaretha, 1876, geb. Krogloth Mann Johann, 1899, u. Anna, 1902, geb. Gilde Mann Johann, 1925 Klein Franz, 1928, u. Anna, 1929, geb. Mann Klein Hilde, 1956, Klein Franz, 1957 Mumper Nikolaus, (Herrgotts), u. Maria, 1885, geb. Bachler Schmidt Johann, 1903, u. Elisabeth, 1906, geb. Mumper


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Schmidt Johann, 1927, u. Anna, 1928 Schmidt Brigitte, 1957 Raab Nikolaus, 1853 Gebe! Kar!, 1884, u. Maria, 1889, geb. Raab Kasper Johann, 1905, u. Anna, 1909, geb. Gebel Kasper Margaretha, 1928 Lauth Josef, 1876, (Werts), u. Maria, 1879, geb. Raab Wilhelm Peter, 1895, (Rackis), u. Maria, 1898, geb. Lauth Wilhelm, 1920, Wilhelm Elisabeth, 1922 Wilhelm Nikolaus, 1925, u. Anna, 1924, geb. Schmidt Breitenbach Peter, u. Anna, geb. Rugel Breitenbach Peter, 1879, u. Katharina, 1882, geb. Quinkert Breitenbach Josef, 1906, u. Katharina, 1909, geb. Mumper Breitenbach Maria, 1926 Schwartz Michael, u. Katharina Wingeron Johann, 1884, u. Anna, 1886, geb. Wilhelm Wingeron Peter, 1912 Grosz Heinrich, u. Katharina, geb. Thöress Mumper Johann, 1880, (Pardanersch), u. Marg., 1887, geb. Grosz Mumper Jakob, 1908, u. Katharina, 1910, geb. Schannen Mumper Johann, 1937, u. Katharina Gross Jakob, 1885, u. Elisabeth, 1892, geb. Slavik GrossJohann, 1912, u. Emma, 1912, geb. Reinholz Pfersch Nikolaus, 1935, u. Heidrun, 1943, geb. Gross Pfersch Harald, 1965, Ffersch Astrid, 1970 Backes Johann, (Labs), u. Maria, geb. Laub Backes Johann, 1873, u. Elisabeth, 1874, geb. Würtz Backes Franz, 1897, u. Maria, 1895, geb. Mumper Backes Franz, 1925 Hehn Johann, 1870, (Pitches), u. Katharina, 1877, geb. Krogloth Hehn Peter, 1897, u. Katharina, 1906, geb. Fischer Frick Johann, 1903 Frick Elisabeth, 1942 Lauth Johann, u. Maria, geb. Büchler Neurohr Adam, u. Barbara, geb. Lauth Sehi Johann, 1920, u. Magdalena, 1924, geb. Gilde Sehi Johann, 1948, Sehi Christa, 1953 Bettendorf Mathias, 1895, u. Amalia, 1895, geb. Leiter Bettendorf Nikolaus, 1921, Elisabeth, 1923, Josef, 1930 Schank Josef, 1910 Lauer Johann, 1882, u. Maria, 1889 Fligl Johann, 1849, (Kiopstein), u. Angela, 1852, geb. Mager Fligl Josef, 1877, u. Katharina, 1884, geb. Bartolomey u. Katharina, 1889, geb. Zimmer Fligl Peter, 1908, u. Maria, 1909, geb. Müller Fligl Peter, 1931, u. Elvine, 1933, geb. Eiwen Fligl Neike, 1970 Fligl Robert, 1936 Schwendner Johann, 1906, u. Anna, 1910, geb. Mann Pfersch Nikolaus, 1850, (Schuchs), u. Kristina, 1853, geb. Klein Pfersch Maria, 1878, u. Pfersch Barbara, 1892 Pfersch Nikolaus, 1902, u. Margaretha, 1908 Schmidt Andreas, (Ratze), u. Margaretha, geb. Jung Schmidt Peter, 1905, u. Anna, 1904, geb. Weiter Schmidt Peter, 1926 Schmidt Johann, 1941 Reiche! Josef, u. Christine, geb. Brunkel Reiche! Peter, 1896, u. Katharina, 1892, geb. Lauth Rademacher Jakob, 1855, u. Susanna, 1857, geb. Mann Rademacher Johann, 1876, u. Barbara, 1877, geb. Fuss Breitenbach Jakob, 1873, u. Margaretha, 1881, geb. Rothgärber Weber Christof, (Jurgos) Balbierer Josef, 1904, u. Anna, 1906, geb. Klein Balbierer Elisabeth, u. Anna, 1926, (Zwillinge) Balbierer Cecilia, 1934, u. Barbara, 1936 Gebel Peter, 1865, (Tauges), u. Maria, 1884, geb. Zillich

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Gebet Peter, 1905, u. Elisabeth, 1905, geb. Schultz Gebet Franz, 1925 Gebet Josef, 1933, u. Kath., 1933, geb. Müller Gebet Mathias, u. Anna, geb. Schwartz Slavik Peter, 1895, (Wickese-Schwarze), u. Marg. , 1900, geb. Gebet Slavik Margarethe, 1920 Weiter Jakob, 1878, (Bindersch), u. Maria, 1882, geb. Gergen Weiter Nikolaus, 1900, u. Marg., 1905, geb. Estennann Weiter Adam, 1928, u. Barbara, 1930, geb. Rosani Weiter Werner, 1961 Gergen Johann, u. Magdalena Pfersch Josef, u. Margaretha Follmer Jakob, 1897, u. Kath., 1902, geb. Reicher! Follmer Peter, 1921 Wendel Johann, u. Margaretha, geb. Kaspar Wendel Peter, 1896, u. Elisabeth, 1894, geb. Saloum Lauer Johann, u. Katharina, geb. Majer Enderle Alexander, 1898, u. Anna, 1899, geb. Lauer Enderle Josef, 1919, Enderle Elisabeth, 1925 Burian Maria, 1879, geb. Gimpel Grawitsch Magdalena, 1873, geb. Gängler Grawitsch Mathias, 1893, u. Anna, 1855, geb. Pfersch Metzger Franz, u. Katharina, geb. Klein Metzger Johann, 1902, u. Barbara, 1903, geb. Paulus Metzger Elisabeth, 1927 Metzger Jakob, 1912, u. Magdalena, 1917, geb. Weber Metzger Johann, 1939, Metzger Elisabeth, 1940 Pfersch Martin (Schuchs), u. Margaretha, geb. Hahn Pfersch Peter, 1900, u. Margarethe, 1905, geb. Uitz Pfersch Barbara, 1928 Wendel Filipp, u. Anna Packi Johann, 1877, u. Magdalena, 1888 Packi Georg, 1922 Gergen Johann, u. Elisabeth, geb. Mager Gergen Wendel, 1868, u. Margaretha, 1861, geb. Trendler Bunda Heinrich, 1902, u. Barbara, 1906, geb. Schneider Bunda Katharina, 1926 Schortje Nikolaus, 1841 , u. Agnes, 1845, geb. Alexius Schortje Nikolaus, 1888, u. Gertraud, 1890, geb. Glasz Schortje Josef, 1912, u. Anna, 1919, geb. Pfeiffer Hehn Jakob, u. Barbara, geb. Weiter Hehn Jakob, 1887, u. Anna, 1892, geb. Schortje Hehn Elisabeth, 1922 Hartmaier Josef, 1877, u. Kath., 1881, geb. Würtz Bauer Baltasar, 1901 , u. Barbara, 1908, geb. Hartmaier Burian Johann, u. Maria, geb. Gimpel Burian Johann, 1903, u. Margarethe, 1906, geb. Hehn Burian Peter, 1928, u. Barbara, 1931, geb. Seeler Burian Verena, 1954 Gängler Johann, u. Katharina, geb. Backes Klein Peter, 1899, u. Maria, 1904, geb. Gängler Neumann Konrad, u. Elisabeth, geb. Lichtfuß Neumann Adam, 1872, u. Marg. , 1875, geb. Helfrich Benz Heinrich, u. Elisabeth Braun Peter, 1897, u. Maria, 1895, geb. Kirsch Rugel Peter, 1931 , u. Barbara, 1928, geb. Benz Rugel Mathias, 1952, Rugel Barbara, 1954 Klein Michael, 1886, u. Katharina, 1889, geb. Kusen Just Nikolaus, 1909, u. Katharina, 1913, geb. Klein Klein Michael, 1914, u. Maria, 1920, geb. Hehn Lauth Josef, u. Maria, geb. Raab Plennert Johann, 1896, u. Barbara, 1899, geb. Lauth Plennert Peter, 1922, u. Elisabeth, 1923, geb. Mann Plennert Josef, Plennert Johann, 1954 Kneip Jakob, u. Susanna, geb. Rugel Kneip Nikolaus, 1885, u. Margaretha, 1893, geb. Werhof


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Schummer Jakob, u. Maria, geb. Pfeiffer Schummer Jakob, 1885, u. Marg., 1891, geb. Lauer Schwanger Franz, 1926, u. Anna, 1926 Schwanger Franz, 1950 Otto Johann, 1930, u. Barbara, 1930 Otto Nikolaus, 1950, Otto Elisabeth, 1955 608 Lauer Johann, u. Margaretha Mann Heinrich, 1897, u. Katharina, 1902, geb. Jochum 609 Schiwal Georg, 1856, u. Rosalia, 1859 Ramacher Peter, 1893, u. Katharina, 1901 Ramacher Peter, 1920, Ramacher Michael, 1924 Werle Nikolaus, 1928, u. Katharina, 1930, geb. Ramacher Werle Nikolaus, 1950, Werle Barbara, 1954 Werle Richard, 1967 610 Grosz Michael, u. Elisabetha Gergen Josef, (Rohthanse), u. Katharina Gergen Josef, 1909, u. Katharina, 1912, geb. Dewald Gergen Nikolaus, 1930 611 Quinkert Josef, u. Maria, geb. Wirth Quinkert Eberhard, 1866, u. Margaretha, 1865, geb. Schmidt Quinkert Josef, 1903, u. Theresia, 1906, geb. Lung 612 Vรถlker Nikolaus, u. Margaretha, geb. Hartmann Vรถlker Peter, 1867, u. Theresia, 1873 613 Schultz Peter, u. Maria Schortje Jakob, 1880, u. Elisabeth, 1880, geb. Schultz Schortje Nikolaus, 1909, u. Marg. , 1913, geb. Filippi Schortje Jakob, 1938, u. Wilma, 1939, geb. Gergen Schortje Eduard, 1963 614 Weiter Jakob, 1877, u. Magdalena, 1878 Weiter Katharina, 1908, Weiter Barbara, 1912 Vastag Emerich, u. Anna Vastag Josef, 1916, u. Elisabeth, 1916, geb. Thรถress 614a Neumann Johann, 1900, u. Magd., 1904, geb. Gimpel Neumann Johann, u. Magdalena, 1928, geb. Koch 614b Klein Nikolaus, 1908, u. Susanna, 1912, geb. Keller 615 Eichert Nikolaus, 1884, u. Katharina, 1872, geb. Kirsch Eicher! Nikolaus, 1911 , u. Barbara, 1914, geb. Schulde Eicher! Katharina, 1934 616 Thieร Nikolaus, 1824, u. Magdalena, 1826 617 Burian Nikolaus, 1851, u. Katharina, 1858 617 a Schort je Johann, 1874, u. Maria, 1882, geb. Burian Hubert Mathias, 1901, u. Maria, 1902, geb. Schortje Mager Jakob, 1919, u. Elisabeth, 1924, geb. Huber! Mager Jakob, 1950, Mager Elisabeth, 1955 618 Bartholomey Adam, 1837, u. Julianna, 1840 Bartholomey Georg, 1859, u. Julianna, 1860, geb. Schneider Bartholomey Nikolaus, 1887, u. Maria, 1895 Bartholomey Nikolaus, 1913 619 Slavik Johann, (Minches), u. Katharina, geb. Weber Slavik Johann, 1897, u. Anna, 1897, geb. Bartholomey Slavik Nikolaus, 1923 620 Adametz Johann, 1876, u. Susanna, 1885, geb. Burian Adametz Wilhelm 1904, u. Katharina, 1907, geb. Tobias Adametz Wilhelm , 1929, Adametz Katharina, 1930 621 Burian Jakob, 1849, u. Eva, 1860 Burian Nikolaus, 1891 622 Hahn Josef, 1863, (Kreilings), u. Agnes, 1867, geb. Krauss Hahn Wilhelm 1890, u. Katharina, 1896, geb. Hahn Hahn Jakob, 1917 623 Mann Jakob, u. Elisabeth, (Schule) Mann Michael, 1876, u. Barbara, 1876, geb. Mann Mann Nikolaus, 1908, u. Elisabeth, 1900, geb. Klein Hehn Johann, 1914, u. Elisabeth, 1920, geb. Mann Hehn Franz, 1957 Hehn Nikolaus, u. Ilse, geb. Haberehm 624 Fraunhofer Lorenz, 1884, u. Theresia, 1887, geb. Kerez

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Fraunhofer Johann, 1912, u. Angela, 1917, geb. Klein Just Mathias, 1943, u. Anna, 1944, geb. Fraunhofer J ust lngrid, 1966 Gängler J akob, 1873, u. Katharina, 1876, geb. Eberhard Gängler Nikolaus, 1902, u. Susanna, 1903, geb. Alexius Gängler Magdalena, 1927, Elisabeth, 1925, Maria, 1930 Würtz Jakob, u. Barbara, geb. Huber! Würtz Nikolaus, 1892, u. Maria, 1897, geb. Lauth Würtz Josef, 1916, Anna, 1925, Elisabeth, 1920 Steuer Mathias, u. Barbar Frank Nikolaus, u. Magdalena Hammer Sebastian, 1901, u. Maria, 1903, geb. lller Hammer Adam, 1925, u. Maria, 1925, geb. Scheer Müller Nikolaus, 1948, u. Katharina, 1951, geb. Hammer Müller Gerhard, 1972 Breitenbach N. , 1846, u. Anna, 1848 Neisz Susanna Neisz Adam, 1908, u. Barbara, 1910, geb. Uitz Neisz Johann, 1932, Neisz Magdalena, 1934 Hehn Helmuth, 1943, u. Maria, 1948, geb. Just Lahni Peter, u. Margaretha, (Kischperleker), geb. Weber Uitz Peter, 1903, u. Margarethe, 1906, geb. Lahni Uitz Margarethe, 1927, Elisabeth, 1929 Rugel Peter, u. Elisabeth, geb. Thöresz Rugel Johann, 1894 Rugel Peter, u. Agnes, geb. Mann Rugel Jakob, 1886, u. Marg., 1888, geb. Steiner Rugel Peter, 1920 Rugel Johann, 1911, u. Elisabeth, 1914, geb. Deininger Geier Johann, 1933, u. Elisabeth, 1937, geb. Rugel Geier Johann, 1956, Geier Hedwig, 1967 Billing Lambert, u. Katharina, geb. Lauth Lung Peter, 1870, u. Magdalena, 1871, geb. Billing Rugel Wilhelm, u. Margaretha Wilhelm Johann, 1904, u. Maria, 1903, geb. Lauer Wilhelm Magdalena, 1925, Anna, 1930, Maria, 1931 Adam 1941, Susanna, 1943 Maurer Wilhelm, 1852, u. Elisabeth, 1851, geb. Schneider Hahn Nikolaus, 1880, u. Maria, 1881 , geb. Maurer Hahn Mathias, 1905 Slavik Mathias, 1925, u. Margaretha, 1927, geb. Uitz Slavik Eisa, 1960 Hahn Heinrich, 1840, u. Elisabeth, 1844 Hahn Wilhelm 1878, u. Susanna, 1880 Weber Johann, 1901, u. Maria, 1904, geb. Hahn Gilde Jakob, (Franze ), u. Katharina, geb. Slavik Gilde Friedrich, 1888, u. Anna, 1892, geb. Lahni Gimpel Josef, 1908, u. Elisabeth, 1912, geb. Gilde Haiburger Michael, 1936, u. Elisabeth, 1939, geb. Gimpel Rausch Johann, 1869, u. Barbara, 1871, geb. Gilde Mayer Anion, 1894, u. Kathi, 1894, geb. Rausch Feldmann Anion, 1914, u. Katharina, 1919, geb. Mayer Feldmann Maria, 1937 Sieber Mathias, u. Maria Sieber Johann, 1906, u. Margaretha, I 909, geb. Keller Sieber Hans, I 927 Braun Jakob, 1912, u. Elisabeth, 1920, geb. Würtz Wilhelm Peter, u. Katharina, geb. Lahni Breitenbach Peter, 188 1, u. Elisabeth, 1883, geb. Wilhelm Hipp Johann, 1896, u. Elisabeth, 1903, geb. Breitenbach Hipp Johann, 1922, u. Katharina, 1926, geb. Klein Hipp Josef, 1951, Hipp Katharina, 1955 Hirsch Josef, u. Apolonia Pritz Josef, 1919, u. Maria, 1920, geb. Breitenbach Pritz Horst, 1946, Pritz Maria, 1949 Lisching Peter, 1865, u. Elisabeth, 1879, geb. Steuer


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Lisching Johann, 1910, u. Margaretha, 1910, geb. Weiter Lisching Katharina, 1935, Lisching Johann, 1937 Lauer Josef, 1840, u. Margaretha, 1842, geb. Benz Klein Mathias, 1878, (Henge), u. Margaretha, 1878, geb. Lauer Klein Nikolaus, 1900, u. Magdalena, 1906, geb. Adametz Diener Nikolaus, 1920, u. Magdalena, 1925, geb. Klein Diener Elisabeth, 1954, Diener Magdalena, 1963 Molitor Kristian, 1867, u. Katharina, 1870, geb. Lauer Neumann Peter, 1904, u. Maria, 1903, geb. Slavik Neumann Michael, u. Margaretha, geb. Bojar Neumann Nikolaus, 1901 Klaus Mathias, 1893, u. Barbara, 1896, geb. Neumann Hahn Wilhelm, 1860, (Laye), u. Elisabeth, 1864, geb. Alexius Hahn Jakob, 1898, u. Elisabeth, 1900, geb. Klein Lahni Nikolaus, 1933, u. Barbara, 1931, geb. Hahn Lahni Susanna, 1956, Lahni Nikolaus, 1960 Gilde Jakob, 1873, (Franze), u. Agnes, 1880 Lahni Josef, 1897, u. Elisabeth, 1899, geb. Gilde Lahni Maria, 1920 Koch Anton, u. Margaretha, geb. Dobinger Rieder Peter, 1882, u. Susanna, 1886, geb. Koch Schneider Nikolaus, 1855, (Rickes), u. Elisabeth, geb. Blum Kneip Nikolaus, 1902, u. Maria, 1911, geb. Schneider Kneip Magdalena, 1929, Schneider Michael, 1931 Schneider Jakob, 1858, u. Maria, 1861, geb. Klein Schneider Jakob, 1894 Helfrich Jakob, 1902, u. Elisabeth, 1905, geb. Schneider Helfrich Jakob, 1930, u. Elisabeth, 1929, geb. Schummer Helfrich Maria, 1956, Helfrich Friedrich, 1959 Helfrich Maria, 1927 Breitenbach J., u. Susanna, geb. Enderle Koch Josef, 1878, u. Anna, 1883, geb. Breitenbach Uitz Johann, u. Magdalena, geb. Maurer Uitz Mathias, 1878, u. Elisabeth, 1880, geb. Klein Wohl Nikolaus, 1897, u. Magdalena, 1902, geb. Uitz Wohl Katharina, 1930 Klaus Lorenz, u. Katharina, geb. Weber PortscheUer Johann, 1893, u. Maria, 1896 PortscheUer Margaretha, 1922, Johann, 1929 Herbstier Johann, u. Anna, geb. Gergen Schuch Jakob, 1872, u. Elisabeth, 1876, geb. Herbstier Neumann Katharina, 1864, geb. Kotzian Kaplan Martin, 1901, u. Magdalena, 1901, geb. Plennert Kaplan Martin, 1925, Johann, 1927, Erich, 1928 Kotzian Mathias, u. Katharina, geb. Laub Laub Andreas, 1901, u. Magdalena, 1905, geb. Mumper Laub Adam, 1928, u. Klara Weimer Johann, 1909, u. Maria, 1914, geb. Sterbling Weimer Grete, 1933, Weimer Maria, 1938 Pritz Wilhelm, u. Magdalena, geb. Schuller Pritz Franz, 1898, u. Margaretha, 1901, geb. Slavik Pritz Elisabeth, 1923 Kireher Peter, u. Anna Koch Lorenz, 1905, u. Elisabeth, 1909, geb. Schmidt Neumann Johann, 1929, u. Margaretha, 1930, geb. Koch Neumann Johann, 1952, Neumann Magdalena, 1955 Enderle Josef, u. Katharina, geb. Wilhelm Enderle Georg, 1862, u. Maria, 1865, geb. Laub Schmidt Anton, 1904, u. Elisabeth, 1905 , geb. Enderle Enderle Peter, 1919 Schneider Peter, 1862, u. Maria, 1866, geb. Weiter Rausch Mathias, 1897, u. Maria, 1901, geb. Schneider Majer Franz, 1892, u. Magdalena, 1889, geb. Schneider Majer Anton, 1920 Laub Johann, (Worms), u. Katharina, geb. Bruck Laub Josef, 1888, u. E1isabeth, 1890, geb. Lahni

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Laub Peter, 1913 Filippi Johann, 1905, u. Anna, 1909, geb. Laub Filippi Maria, 1930, Filippi Michael, 1932 Lauer Josef, u. Magdalena, geb. Benz Kneip Nikolaus, 1872, u. Maria, 1875, geb. Lauer Kneip Johann, 1902 Maiwurm Johann, 1902 Maiwurm Anna, 1927, Maiwurm Franz, 1928 Weber Adam, u. Katharina, (Fluche), geb. Kneip Weber Dominik, 1898, u. Anna, 1899, geb. Hahn Weber Johann, 1922, Weber Elisabeth, 1925 Fischer Peter, u. Susanna, (Riemersch), geb. Gagstätter Fischer Peter, 1866, u. Apolonia, 1868, geb. Wilhelm Wilhelm Georg, u. Margaretha, geb. Hirsch Sirnon Michael, 1882, u. Katharina, 1874, geb. Neumann Ningel Nikolaus, 1905, u. Katharina, 1912, geb. Sirnon Ningel Katharina, 1933, Ningel Elisabeth, 1939 Maurer Johann, u. Maria Lay Johann, 1901, u. Margaretha, 1901, geb. Schuch Lay Johann, 1923 Lay Mathias, 1931, u. Eva, 1939, geb. Schütz Lay Helmuth, 1961 , Lay Erika, 1963 Pritz Josef, 1886, u. Elisabeth, 1898 Klein Jakob, 1904, u. Maria, 1908, geb. Quinkert Klein Katharina, 1926 Jost Johann, 1841, u. Elisabeth, 1844 Zimmer Michael, 1861, u. Elisabetha, 1866, geb. Jost Metzger Michael, 1923, u. Anna, 1932, geb. Hahn Metzger Josef, 1953, Anna, 1956, Erika, 1957, Gertrude, 1964 Engrieb Jakob, 1873, u. Elisabeth, 1875, geb. Wilhelm Lauth Johann, 1899, u. Elisabeth, 1901, geb. Engrieb Lauth Johann, 1921 Lauth Josef, 1930, u. Katharina, 1932 Rugel Johann, u. Anna Schmidt Michael, 1899, u. Elisabeth, 1907, geb. Dilk Steiner Johann, u. Katharina Steiner Johann, 1873, u. Maria, 1876 Weber Nikolaus, 1897, (Siwasch), u. Susanna, 1901, geb. Steiner Weber Johann, 1921 Lahni Nikolaus, u. Barbara, geb. Wittner Lahni Josef, 1859 Schwartz Peter, u. Margaretha Schwartz J uliana, 1924 Gergen Anton, u. Maria Lichtfuß Johann, u. Katharina, geb. Gilde Lichtfuß Jakob, 1893, u. Magdalena, 1893, geb. Bauer Lichtfuß Anna, 1921 Wittner Josef, 1879, u. Magdalena, 1881 Metzger Mathias, 1899, u. Anna, 1899, geb. Grosz Katharina, 1920, geb. Metzger Schönherger Peter, 1924, Schönherger Katharina, 1949 Bojar Josef, u. Elisabeth, g~b. Hahn Bojar Josef, 1867, u. Elisabeth, 1886, geb. Laub Otto Josef, 1921 , u. Barbara, 1913, geb. Kneip Lauth Nikolaus, u. Katharina, (Schinnersch), geb. Krämer Lauth Josef, 1904, u. Margaretha, 1903, geb. Kasper Lauth Johann, 1930, u. Margarethe, 1930, geb. Merk Lauth Elisabeth, 1953 Schultz Nikolaus, 1873, u. Elisabeth, 1875 Scheer Peter, 1905, u. Anna, 1907, geb. Engrieb Scheer Julius, 1912 Scheer Maria, 1925, Scheer Katharina, 1930 Maier Peter, 1856, u. Margaretha, 1860 Weiter Josef, u. Barbara, geb. Piatka Keller Johann, 1904, u. Elisabeth, 1908, geb. Hellmann Keller Theresia, 1930, Keller Margaretha, 1932

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680 Nikola Kaspar, u. Elisabeth, geb. Rugel Nikola Anton, 1874, u. Maria, 1877, geb. Glasz 681 Pfeiffer Johann, u. Susanna, geb. Geisz Breitenbach Peter, 1904, u. Maria, 1906, geb. Pfeiffer Breitenbach Katharina, 1928 682 Geisz Jakob, 1877, u. Susanna, 1880, geb. Krausser Pfeiffer Johann, 1903, u. Margaretha, 1906, geb. Wilhelm Pfeiffer Maria, 1928 683 Eberhard Kaspar, u. Eva, geb. Kreitschek Gängler Katharina, 1875, geb. Eberhard Slavik Johann, 1928, u. Maria, 1930, geb. Gängler Slavik Johann, 1955, Slavik Ditlinde, 1957 684 Maier Anton, u. Magdalena, geb. Wagner Maier Christof, 1864, u. Elisabeth, 1865, geb. Lambing Follmer Anton, 1926, u. Katharina, 1925 Follmer Peter, 1951, u. Elisabeth, 1952, geb. Hellberg 685 Gergen Franz, u. Maria, geb. Machka Benz Elisabeth, 1864, geb. Gergen Benz Johann, 1907, u. Maria, 1910 Benz Barbara, 1928 686 Koch Andreas, 1862, u. Agnes, 1866, geb. Pritz Müller Josef, 1941 , u. Maria, 1947, geb. Nagy Müller Norbert, 1968 687 Würtz Andreas, 1862, (Schlossersch), u. Kristin, 1865, geb. Jost Würtz Jakob, 1885, u. Elisabeth, 1889, geb. Rieder 688 Schillinger Nikolaus 689 Filippi Fillip, 1902, u. Magdalena, 1903, geb. Otto Filippi Elisabeth, 1930, Johann, 1939, Nikolaus, 1942 690 Reiche! Johann, u. Maria, geb. Gängler Reichel Johann, 1885, u. Theresia, 1890, geb. Licht Reichel Johann, 1914, Nikolaus, u. Elisabeth, 1922, (Zwillinge) 691 a Rollinger Franz, 1925, u. Susanna, 1927, geb. Hahn Rollinger Nikolaus, 19 51 691 Glassen Nikolaus, 1878, u. Maria, 1881, geb. Gergen Weiss Anton, 1915, u. Katharina, 1914, geb. Weber Weiss Michael, 1938, Johann, 1941 , Peter, 1948 692 Hirsch Mathias, 1856, u. Margaretha, 1860 Reiche! Mathias, 1886, u. Susanna, 1892, geb. Hirsch Kneip Adam, 1914, u. Barbara, 1919, geb. Reichel Wagner Adam, 1940, u. Barbara, 1942, geb. Kneip Wagner Almuth, 1864, Wagner Norbert, 1971 693 Laub Peter, u. Elisabeth, geb. Bojar Follmer Franz, 1899, u. Elisabeth, 1895, geb. Laub Follmer Anna, 1921 694 Hubert Mathias, 1845, u. Barbara, 1850 Hubert Mathias, 1872, u. Elisabetha, 1872, geb. Mann Slawik Franz, 1905, u. Anna, 1912, geb. Hubert Slawik Elisabeth, 1930 695 Hubert Peter, u. Elisabeth Hubert Johann, 1870, u. Maria, 1872 Hahn Johann, 1914, u. Susanna, 1923, geb. Filippi Schummer Wenzel, 1944, u. Susanna, 1948, geb. Hahn Schummer Harald, 1969, Schummer Gerhard, 1971 696 Schackmann Lambert, u. Ottilie Hehn Adam, 1889, u. Magdalena, 1880, geb. PortscheUer Gabemack Peter, 1907, u. Aloisia, 1911, geb. Franck Gabemack Mathias, 1935, u. Katharina, 1941, geb. Hell Gabemack Gerda, 1961, Gerhard, 1971 697 Gängler Nikolaus, u. Anna, geb. Neumann Gängler Johann, 1870, u. Katharina, 1872, geb. Backes Gängler Johann, 1895, u. Maria, 1899, geb. Quinkert Gängler Johann, 1920 Klein Peter, 1927, u. Katharina, 1927, geb. Hipp Klein Johann, 1957, Klein Jakob, 1958 698 Schmidt Nikolaus, 1868, u. Katharina, 1871 Schmidt Margaretha, 1891

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699 Reichel Georg, u. Anna, geb. Braun Höhn Johann, 1902, u. Anna, 1902, geb. Reichel Höhn Nikolaus, 1931, u. Maria, 1932, geb. Schwendner Höhn Helmut, 1957, Höhn Johann, 1960 700 Ramacher Johann, u. Agnes Alexius Johann, u. Agnes, (Flesche ), geb. Ramacher Alexius Michael, 1910, u. Elisabeth, 1915, geb. Reichel 701 Rademacher Eberhard, 1862, u. Maria, 1866, geb. Billinger Rademacher Konrad, 1907, u. Maria, 1909, geb. Krier Schillinger Mathias, 1929, u. Katharina, 1926, geb. Rademacher SchiBinger Anna, 1954, SchiBinger Nikolaus, 1956 702 Schuld Georg, u. Katharina, geb. Krier Schortje Ludwig, u. Magdalena, 1888, geb. Krier Schortje Kath. , 1911, Wilhelm, 1913, Theresia, 1916 703 Anton Jakob 704 Zillich Jakob, u. Maria Schultz Peter, u. Katharina Schultz Johann, 1895, u. Anna, 1897 Schultz Nikolaus, 1922, Schultz Elisabeth, 1926 705 Seiler Michael, u. Barbara, geb. Schneider Seiler Johann, 1881, u. Katharina, 1882, geb. Krier ABar Josef, 1931, u. Katharina, 1933, geb. Pritz ABar Gisela, 1957 706 Seiler Johann, 1904, u. Anna, 1902, geb. Rollinger Herbst Wendel, 1893, u. Theresia, 1899 Schlarpp Emil, 1913, u. Maria, 1917, geb. Herbst Herbst Anna, 1921 707 Schöplein Johann, 1850, u. Julianna, 1853, geb. Kreiling Glassen Peter, 1864, u. Susanna, 1868, geb. Messner Glassen Peter, 189 1, u. Margaretha, 1893, geb. Schöplein Glassen Peter, 1920 Wilhelm Josef, 1919, u. Kath., 1923, geb. Glassen Wilhelm Margaretha, 1946 708 Quinkert Josef, (Wendels), u. Margaretha Bojar Peter, 1902, u. Marg., 1907, geb. Schneider Bojar Magdalena, 1929 709 Wagner Christof, 1856, u. Margaretha, 1859, geb. Enderle Wagner Peter, 1893, u. Elisabeth, 1896, geb. Mager Wagner Margarethe, 1919, verh. Hora 710 Klein Johann, u. Elisabeth, geb. Büchler Klein Lambert, 1889, u. Barbara, 1893, geb. Braun Klein Johann, 1913, u. Anna, 1919, geb. Schaljo Klein Johann, 1939 711 Lahni Josef, u. Margaretha, geb. Mecher Lahni Jakob, 1905, u. Anna, 1907, geb. Breitenbach Lahni Jakob, 1930, u. Katharina, 1930, geb. Wohl Lahni Hanelore, 1950, Lahni Robert, 1956 712 Dewald Adam, 1914, u. Katharina, 1917, geb. Bauer 713 Lahni Johann, u. Katharina, geb. Zillich Lahni Johann, 1882, u. Margaretha, 1880, geb. Buxbaum Lahni Katharina, 1906, Lahni Jakob, 1912 Dinjer Josef, 1948, u. Elisabeth, 1942, geb. Hehn Dinjer Josefine, 1967 714 Gängler Peter, u. Margaretha, 1885, geb. Baltes Gängler Heinrich, 1920 715 Lind Josef, u. Maria, geb. Schneider Lind Mathias, 1876, u. Margaretha, 1879, geb. Weisz Steiner Johann, 1902, u. Elisabeth, 1903, geb. Lind Schultz Josef, 1904 Steiner J ohann, 1922 716 Krawitsch Mathias, u. Elisabeth Schmidt Peter, 1900, u. Margaretha, 1904, geb. Majer 717 Feimer Franz, 1902, u. Katharina, 1907, geb. Werni Feimer Barbara, 1930, Feimer Hilde, 1938 718 Werle Agnes, 1862, geb. Eicher! Schneider Jakob, u. Maria, geb. Mecher

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Schneider Jakob, 1911, u. Margaretha, 1914, geb. Breitenbach Schneider Susanne, 1937, Jakob, 1940 Schneider Peter, 1907 Schöplein Johann, u. Julianna, geb. Kreiling Schöplein Josef, 1886, u. Kath. , 1894, geb. Rausch Schöplein Josef, 1916, u. Maria, 1919, geb. Plennert Thöress Jakob, 1938, u. Katharina, 1941 , geb. Schöplein Thöress Adelheid, 1962, Brigitte, 1968 Otto Jakob, 1880, u. Anna, 1885, geb. Divo Otto Jakob, 1910 Weber Peter, 1914, u. Katharina, 1920, geb. Otto Schiller Johann, 1870, u. Elisabeth, 1875, geb. Just Just Nikolaus, 1909, u. Katharina, 1913, geb. Klein Jus! Maria, 1935, Jus! Kath., 1937 Schiller Johann, u. Margaretha, geb. Lambing Schiller Mathias, 1867, u. Elisabetha, 1867, geb. Schmidt Schiller Jakob, 1901, u. Marg., 1906, geb. Schuller Schiller Gertrude, 1930 Schortje Kaspar, u. Elisabeth Schortje Mathias, 1861 , u. Maria, 1867, geb. Fischer Schortje Jakob, 1896, u. Maria, 1900, geb. Rausch Schortje Mathias, 1924 Schortje Johann, 1920, u. Maria, 1926, geb. Zillich Lahni Peter, u. Maria, geb. Lauth Hahn Alois, 1872, u. Maria, 1877, geb. Lahni Schneider Nikolaus, 1898, u. Magdalena, 1901 , geb. Schneider Gilde Johann, 1915, u. Magdalena, 1920, geb. Schneider Lahni Johann, 1868, u. Magdalena, 1878, geb. Zimmermann Graf Jakob, 1900, u. Magdalena, 1902, geb. Lahni Kneip Johann, u. Julianna Kneip Margaretha, 1897 Schwendner Jakob, 1907, u. Kath., 1909, geb. Wilhelm Schwendner Josef, 1932, u. Kath., 1933, geb. Ningel Schwendner Elisabeth, 1955, Helmut, 1962 Reiche! Bernhart, u. Maria, geb. Wilhelm Reiche! Bernhart, 1884 Schuld Georg, u. Katharina, geb. Krier Schank Mathias, 1900, u. Theresia, 1897, geb. Schuld Schank Katharina, 1920, Schank Elisabeth, 1925 Schultz Jakob, 1870, u. Katharina, 1874, geb. Glasz Undi Johann, 1926, u. Kath., 1928, geb. Schultz Undi Franz, 1953, Undi Katharina, 1956 Grawitsch Elisabeth, 1861, geb. Zimmer Gagler Bernhard, u. Angela Pfersch Anion, 1888, u. Margaretha, 1892, geb. Krawitsch Wilhelm Peter, (Rackis), u. Kath., geb. Lahni Wilhelm Josef, 1898, u. Elisabeth, 1899, geb. Hahn Bibel Nikolaus, 1928, u. Maria, 1927, geb. Wilhelm Bibel Josef, 1951, Elisabeth, 1952, Johann, 1958 Lahni Peter, u. Maria, geb. Lauth Lahni Peter, 1872, u. Maria, geb. Lauth Lahni Peter, 1901, u. Anna, 1904, geb. Bohn Lahni Elisabeth, 1927, Lahni Josef, 1935 Georg Nikolaus, 1937, u. Anna, 1936, geb. Lahni Georg Alfred, 1961 , Rita, 1962, Waller, 1967 Maurer Bernart, u. Anna, geb. Schmidt Schulde Georg, 1891 , u. Margaretha, 1896, geb. Maurer Schulde Josef, 1919 Arnold Josef, u. Elisabeth Weiter Peter, 1912, Margaretha, 1918, Franz, 1925, Kath., 1931 Schultz Nikolaus, 1889, u. Margaretha, 1891, geb. Braun Lauth Mathias, 1853, u. Marg., 1859, geb. Maurer Lauth Peter, 1887, u. Elisabeth, 1890 Lauth Josef, 1891, u. Barbara, 1895, geb. Gebe! Lauth Peter, 1920 Keller Johann, 1914, u. Marg. , 1915, geb. Lauth

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Keller Peter, 1941, u. Anna, 1942, geb. Stattfeld Keller Erwin, 1965, Keller Erich, 1967 Haus Johann, u. Margaretha, geb. Wagner Haus Nikolaus, 1886, u. Margaretha, 1890, geb. Schultz Haus Margaretha, 1918, Haus Anna; 1921 Mager Michael, 1848, u. Maria, 1848, geb. Filippi Rothgerber Franz, 1871, u. Elisabeth, 1875, geb. Mumper Breitenbach Jakob, 1891 , u. Maria, 1896, geb. Rothgerber Frei Michael, u. Eva, (Fiak Elisabeth) Mager Johann, 1869, u. Margaretha, 1874, geb. Mager Gergen Franz, 1902, u. Elisabeth, 1903 Gergen Anna, 1925 Gergen Anna Herrenreich Peter, 1910, u. Anna, 1912, geb. Gergen Gross Wilhelrn, 1909, u. Katharina, 1905, geb. Larst Pfersch Martin, 1874, u. Margaretha, 1879, geb. Hahn Gezda Johann, 1907, u. Magdalena, 1914 Slavik Johann, 1895, u. Elisabeth, 1897, geb . Hehn Steuer Lambert, u. Magdalena Steuer Karl, 1894, u. Magdalena, 1899 Donawell Nikolaus, 1914, u. Maria, 1921, geb. Steuer Braun Filipp, 1862, u. Magdalena, 1866, geb. Lahni Undi Mathias, 1899, u. Anna, 1897 Undi Johann, 1923, u. Undi Nikolaus, 1921 Wilhelm Peter, 1860, (Rackis), u. Katharina, 1863, geb. Lahni Laub Nikolaus, 1882, u. Anna, 1885, geb. Wilhelrn Laub Peter, 1910, u. Sofia, 1914 Düpree Nikolaus, u. Katharina, geb. Götter! Heinrich Michael, u. Anna, 1882, geb. Düpree Heinrich Michael, 1905, u. Theresia, 1912, geb. Pest Reinholz Franz, 1893, u. Kath., 1896, geb. Adelmann Slavik Jakob, 1916, u. Maria, 1919, geb. Reinholz Slavik Werner, 1941 Herrenreich Franz, 1931, u. Emmi, 1936, geb. Engrieb Herrenreich Gerlinde, 1959, Günther, 1966 Klein Peter, u. Magdalena, geb. Weiter Klein Franz, 1878, u. Magdalena, 1882, geb. Sebastian Klein Franz, 1915 Fischer Peter, 1873, u. Elisabeth, 1880, geb. Jochum Braun Johann, 1887, u. Eva, 1894, geb. Majer Braun Nikolaus, 1920 Rupert Jakob, 1928, u. Maria, 1920, geb. Ternes Römer Christof, 1896, u. Maria, 1901, geb. Weiter Römer Peter, 1926 Römer Georg, u. Anna, 1921 , geb. Ternes Römer Maria, Römer Jakob Gilde Josef, u. Katharina, 1878, geb. Rothgärber Schuller Georg, 1896, u. Katharina, 1899, geb. Gilde Deininger Peter, u. Maria, geb. Schneider Deininger Jakob, 1885, u. Marg., 1903, geb. Follmer Deininger Barbara, 1921 , Jakob, 1926 Götter! Maria, 1861, geb. Neumann Götter! Johann, 1885, u. Maria, 1888 Lauer Peter, 1896, (Karbachs), u. Marg., 1897, geb. Göttert Lauer Nikolaus, 1919, u. Elisabeth, 1922, geb. Wilhelm Lauer Susanna, 1945, Lauer Elisabeth, 1948 Filippi Nikolaus, u. Anna, geb. Breitenbach Filippi Peter, 1887, u. Magdalena, 1892, geb. Lauer Filippi Johann, 1920 Bojar Josef, u. Barbara, geb. Seibert Bojar Josef, 1891, u. Maria, 1895, geb. Heltrieb Bojar Johann, 1925, u. Elisabeth, 1928, geb. Merk Schummer Johann, 1948, u. Magdalena, 1950, geb. Bojar Thöresz Michael, 1875 Weber Nikolaus, 1869, u. Magdalena, 1878, geb. Gabor Weber Michael, 1899, u. Rosalia, 1903

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Weber Elisabeth, 1929 Krawitsch Nikolaus, 1898, u. Maria, 1898, geb. Leiter Hartmaier Josef, 1906, u. Barbara, 1908 Hartmaier Franz, 1929 Klein Johann, 1881, (Mester), u. Marg. , 1876, geb. Helfenstein Engrieb Jakob, 1911 , u. Theresia, 1913, geb. Reinholz Engrieb Johann, 1931 Schilk Johann, 1910, (Stepper Maria, 1863) Blum Josef, 1873, u. Maria, 1882, geb. Barto Blum Johann, 1910 Heinrich Johann, 1917, u. Susanna, 1919, geb. Blum Heinrich Johann, 1937 Csonti Wendel, u. Barbara, geb. Elster Csonti Nikolaus, 1898, u. Elisabeth, 1900, geb. Otto Csonti Johann, 1924, Csonti Nikolaus, 1930 Otto Nikolaus, u. Maria, geb. Maria Schwendner Josef, 1909, u. Anna, 1914, geb. Otto Groß Mathias, u. Katharina Leidecker Nikolaus, 1899, u. Kath. , 1900, geb. Groß Berta Anton Csonka Emerich Altes Sägewerk der Brüder Klein, (Brummersch) Maier Nikolaus, 1902, u. Franziska, 1902, geb. Thöress Maier Elisabeth, 1929 unbekannte Einwohner? Tabor Jakob, 1883, u. Eva, 1888, geb. Gallia unbekannte Einwohner? Gallia Barbara, 1851 , geb. Adam Schultz Nikolaus, 1900, u. Elisabeth, 1899 Schultz Emmi, 1924 Sägewerk der Fa. Roman Hanffabrik Ehemaliger Besitz der Farn. Sladek (Mühle) Ehemaliger Besitz der Farn. Sladek Henz Nikolaus Nürnberger Adam, 1896, u. Maria, 1886, geb. Henz Daniel Johann, u. Elisabeth, 1882, (Kammmacher) Frekot Christof, 1925, u. Cecilia, 1926, geb. Ochsenfeld Frekot Nikolaus, 1951, Frekot Georg, 1953 Roman Peter, 1884, u. Maria, 1889, geb. Undi Hassenteufel Josef, u. Magdalena unbekannte Einwohner? Gimpel Josef, 1906, u. Elisabeth, 1912, geb. Gilde Gimpel Eva, 1938 Neumann Johann, u. Susanna, geb. Fischer Neumann Peter, 1876, u. Maria, 1883, geb. Herbst Rollinger Peter, 1904, u. Katharina, 1908, geb. Neumann Rollinger Peter, 1928 Wikette Anton, u. Anna, geb. Göttert Wikette Josef, 1897, u. Magd., 1905, geb. Mittelbaum Wikette Johann, 1920, Mathias, 1921, Josef, 1926 Maria, 1928 Temes Mathias, 1895, u. Kath. , 1899, geb. Reiter Ternes Maria, 1920, Ternes Anna, 1921 Schwicker Michael, 1878, u. Elisabeth, 1883, geb. Müller Klein Johann, 1903, (Meschter), u. Lucia, 1908 Klein Peter, 1935 Schultz Georg, 1854, u. Margaretha Wikette Bernhard, 1882, u. Anna, 1880, geb. Schultz Wikette Josef, 1912 Wikette Johann, 1909, u. Katharina, 1912, geb. Bürger Wikette Josef, 1935 Seibert Adam, 1889, u. Leopoldine, 1891, geb. Dang! Bojar Mathias, u. Barbara, geb. Follmer Bojar Franz, 1891 Reiche! Georg, 1894, u. Marg., 1894, geb. Leidecker

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Leidecker Katharina, 1909 Prinz Peter, 1934, u. Maria, 1926, geb. Reiche! Prinz Siegfried, 1961 Bojar Kar!, u. Katharina Otto Nikolaus, 1887, u. Susanna, 1892, geb. Lauth Krämer Franz, 1930, u. Elisabeth, 1922, geb. Otto Dottermann Franz, 1885, u. Anna, 1896, geb. König Dottermann Josef, 1916, Peter, 1920, Sepp, 1924 · Kreuter Jakob, u. Julianna, 1914, geb. Dottermann Kreuter Peter, 1940 Kasper Michael, u. Maria, geb. Reiche! Kasper Mathias, 1906, u. Barbara, 1909, geb. Schultz Kasper Maria, 1930, Elisabeth, 1932 Braun Jakob, u. Katharina, geb. Müller Braun Mathias, 1885, u. Marg., 1892, geb. Bauer Braun Elisabeth, 1922 Mann Mathias, u. Magdalena, geb. Schneider Blum Josef, 1860, u. Barbara, 1866, geb. Matz Kotzian, 1895, geb. Blum Lauth Konrad, u. J ulianna, geb. Gergen Laulh Nikolaus, 1871, u. Barbara, 1873, geb. Lahni Raab Nikolaus, 1903, u. Barbara, 1904, geb. Lauth Raab Margaretha, 1927, Nikolaus, 1931 Braun Michael, 1887, u. Maria, 1893, geb. Lauer Just Mathias, 1914, u. Maria, 1921, geb. Braun Schmidt Josef, u. Maria, geb. Hubert Kasper Margaretha, 1879 Schmidt Maria, 1884 Engrich Josef, 1904, u. Katharina, 1908, geb. Kasper Kaplan Peter, u. Franziska, geb. Federspiel Kaplan Martin, 1900, u. Magdalena, 1901 , geb. Plennert Kaplan Martin, 1925 Pfeiffer Johann, 1897, u. Barbara, 1900, geb. Klaub Pfeiffer Adam, 1923, Pfeiffer Elisabeth, 1925 Schultz Johann, 1902, u. Maria, 1902, geb. Mann Schultz Johann, 1922, u. Maria, 1921, geb. Hillarius Metzger Johann, u. Elisabeth, geb. Alexius Leidecker Mathias, 1869, u. Angela, 1877, geb. Müller Leidecker Friedrich, 1906 Leidecker Mathias, 1911, u. Eva, 1914, geb. Schwendner Leidecker Josef, 1932, u. Magdalena, 1935 Leidecker Jakob, 1915, u. Kath., 1917, geb. Schwendner Leidecker Peter, 1941 , Anna, 1943, Josef, 1944 Bojar Peter, 1872, u. Susanna, 1875, geb. Seibert Leidecker Peter, 1901, u. Magdalena, 1904, geb. Bojar Leidecker Peter, 1927, u. Antonia, 1928, geb. Georg Leidecker Josef, 1951, Magdalena, 1954 Nikola Anton, 1873, u. Maria, 1876 Lauer Georg, 1915, u. Anna, 1920, geb. Nikola Lauer Anna, 1940 Laub Jakob, u. Maria Laub Jakob, 1890, u. Maria, 1893, geb. Otto Laub Nikolaus, 1923, Laub Magdalena, 1924 Laub Jakob, 1927, Laub Anna, 1929 Lauth Nikolaus, 1860, u. Katharina, 1866 Lauth Nikolaus, 1898, (Schinersch) Fillip Johann, 1939, u. Katharina, 1914 Fillip Alfred, 1966, Brigitte, 1968 Bitto Maria, 1884 Dumele Jakob, 1909, u. Theresia, 1914, geb. Bitto Dumele Jakob, 1909, u. Theresia, 1914, geb. Bitto Heuberger Josef, 1911 , u. Rasalia, 1911 Heuberger Johann, 1942 Thöress Nikolaus, 1864, u. Maria, 1868 Ochsenfeld Johann, 1927, u. Susanna, 1921 Ochsenfeld Johann, 1950

~

Klarigasse


811 Unbebautes Grundstück 812 Unbebautes Grundstück 813 Unbebautes Grundstück 814 Krausser Mathias, 1888, u. Margaretha, 1887 Lay Nikolaus, 1937, u. Barbara, 1938 Lay Nikolaus, 1963, Lay Johann, 1965 815 Kotzian Michael, 1897, u. Barbara, 1900 Kotzian Franz, 1923, u. Margaretha 8 16 Unbebauter Hausplatz 817 Unbebauter Hausplatz 818 Unbebauter Hausplatz 8 19 Hehn Peter, 1884, u. Katharina, 1887, geb. Eng! Hehn Johann, 1922, Hehn Kath. , 1928 Hehn Peter, 1925, u. Eva, 1928 Hehn Peter, 1954, Hehn Johann, 1967 820 Ochsenfeld Bernhart, 1899, u. Kath., 1906, geb. Seibert Ochsenfeld Josef, 1924, Johann, 1927, Maria, 1933 82 1 Unbebautes Grundstück 822 Seibert Peter, 1885 Rosani Johann, 1928, u. Barbara, 1922, geb. Seibert 823 Wocki Josef, 1884, u. Elisabeth, 1887 Hahn Josef, 1906, u. Elisabeth, 1910, geb. Wocki 824 Quint Johann, u. Susanna 825 Hillarius Jakob, 1897, u. Elisabeth, 1910 Pfeiffer Johann, 1931, u. Elisabeth, 1931 , geb. Hillarius 826 Frei Wilhelm, u. Elisabetha Metzger Michael, 1897, u. Elisabeth, 1900 Metzger Jakob, 1927 827 Götter! Jakob, u. Barbara, geb. Renn Nachbar Franz, 1906, u. Barbara, 1912, geb. Göttert 828 Unbebauter Hausplatz 829 Unbebauter Hausplatz 830 Unbebauter Hausplatz 83 1 Unbebauter Hausplatz 832 Unbebauter Hausplatz 833 Schuber! Peter, 1889, u. Klara, 1892, geb. Schwarz Gergen Jakob, 1911, u. Rosalia, 1915, geb. Schuber! Gergen Jakob, 1946 Leitner Wilhelm, 1917, u. Rosalia, 1915, (Gergen), geb. Schuber! 834 Unbebauter Hausplatz 835 Unbebauter Hausplatz 836 Unbebauter Hausplatz 837 Unbebauter Hausplatz 838 Unbebauter Hausplatz 839 Kotzian Franz, 1899, u. Margaretha, 1898 Kotzian Michael, 1927, Franz, 1929, Maria, 1932 840 Unbebautes Grundstück 841 Unbebautes Grundstück 842 Unbebautes Grundstück 843 Unbebautes Grundstück 844 Unbebautes Grundstück 845 Unbebautes Grundstück 846 Unbebautes Grundstück 847 Unbebautes Grundstück 848 Unbebautes Grundstück 849 Steuer Johann, 1901, u. Susanna, 1905, geb. Fillip. Steuer Maria, 1922, Steuer Anna, 1926 850 51 , 52, 53, 54, 55, 56, (Unbebaute Grundstücke) 857 Ochsenfeld Johann, 1901, u. Elisabeth, 1906, geb. Schank Ochsenfeld Cecilie, 1926 Ochsenfeld Nikolaus, 1931

603


Die Häufigkeit der Familiennamen in Billed 1941 Jakob Slavik Ein kleiner Namensspiegel über ca. 70 der meist verbreiteten Familiennamen in Billed. Die ungefähre Reihenfolge wurde nach der Namensliste "Bekenntnis zum Deutschen Volkstum 1941" entnommen. Es sind hier nur die Namen der Hausbesitzer, Mitbesitzer bzw. Wohnungseigentümer berücksichtigt und keinenfalls die im Haushalt mitwohnenden Personen gleichen Namens. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24

Slavik (Slawik) Mann Thöress (Thöresz) Klein Wilhelm Steiner Hehn Eicher! Gilde Weber Braun Hahn Maurer Weiter Schmidt Lahni (Lahny) Ballmann Breitenbach Neiss (Neisz) Schwartz Gergen Neumann Glass (Glasz) Frank

40mal 30mal 25mal 23mal 22mal 21mal 18mal 17mal 17mal 16mal 15mal 15mal 13mal 13mal 12mal 11mal 10mal 10mal 10mal 10mal 9mal 9mal 9mal 8mal

25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48

Leidecker Lauth Grass Mumper Schultz Zimmer Lauer Hubert Krier Bojar Rieder Donawell Laub Engrich Frick Metzger Pritz Müller Rugel Schortje Tobias Wolf Fischer Alexius

8mal 8mal 8mal 8mal 8mal 8mal 8mal 8mal 7mal 7mal 7mal 6mal 6mal 6mal 6mal 6mal 6mal 6mal 6mal 6mal 5mal 5mal 5mal 5mal

49 Filippi 50 Lichtfuß 51 Pfersch 52 Schiller 53 Schwender 54 Weiss (Weisz) 55 Würtz 56 Bauer 57 Muttar 58 Rosani 59 Packi 60 Reiter 61 Seibert 62 Steuer 63 Jung 64 Zimmermann 65 Herbst 66 Krogloth 67 Mager 68 Roth 69 Kuhn 70 Stumpf Haas, Schneider, Gehl, Karl, Lenhardt, usw.

5mal 5mal 5mal 5mal 5mal 5mal 5mal 4mal 4mal 4mal 4mal 4mal 4mal 4m al 4mal 4mal 4mal 3mal 3mal 3mal 3mal 3mal 3mal

Wo leben unsere Landsleute im Westen: Von Jakob Slavik nach der Billeder Ortskartei von Barbara und Peter Krier Reihenfolge: Bundesrepublik Deutschland: . . . .. ................... . ...... . . . . . . .... . . 318 Familien Republik Österreich: ............... . . . .. .. . . .. ..... .......... . . . . .... . 45 Familien Vereinigte Staaten v. Amerika: .. . ......... .. .... . . . . . ........ ..... .. ... . 29 Familien Familien, die um dieJahrhundertwende nach Amerika ausgewandert sind: . .. . . 80 Familien Republik Frankreich: ..... . ..... ... ................. . ................. . 7 Familien Deutsche Demokratische Republik: ............................ . ...... . . . 3 Familien KönigreichEngland: ...................... .. . .. . ... . .. .......... .. . .. . . 2 Familien Brasilien: ........................ . .. . .... ....... .. .. ..... . ... . . . . .. . . 1 Familie Kanada: .............. . .... . . . .. ... ................ . . .. . .. . .. .. .. ... . 1 Familie Zusammen: 486 Familien 604


Bundesrepublik Deutschland: Hnr. 312 222 222 222 700 768 299 396 574 520 71 185 388 364 695 556 299 307 478 478 306 469 478 751 145 143 16 663 600 302 130 350 71 746 269 793 793 793 404 411 808 28 460 428 49 436 398 637 303 519 288 578 135 578 135 482 482 138 512 349 349

Vorname und Name I Anschrift I Land Rainer u. Inge Aigner, (Thöres), 8000 München, Hoerschelmannstr. 7, BRD Adam Alexius u. Barbara t , 4050 Mönchengladbach, Markfelderstr. , 19, BRD Adam Alexius u. Käthe, 4050 Mönchengladbach, Venner Str. 42, BRD Josef Alexius, 2800 Bremen, Remsdheider Str. 2, BRD Michael Alexius u. Elisabeth, 8720 Schweinfurt, Saaleweg 1, BRD Peter Altstädter, BRD Emil Apostelescu u. Adelheid, 7500 Karlsruhe, Grillparzerstr. 4, BRD Julius u. Barbara Backhaus, 7500 Karlsruhe, Hochkopfstr. 28, BRD Backes Maria, 7550 Rastatt, Ottersdorfer Str. 16, BRD Hans Ballmann u. Katharina, 6710 Frankenthal, Meergartenweg 24, BRD Josef Ballmann u. Susanna, 8228 Traunreut, Münchner Str. 25, BRD Anna Baumann (Krier), 8358 Vilshofen, Vogelweide. 33, BRD Michael Bauer u. Barbara, 7411 Reutlingen, Wolframstr. 27, BRD Leontina Berg, 2840 Diepholz, BRD Adam u. Amalia Bettendoi"f, 8150 Holzkirchen, Marschallstr. 34, BRD Jakob Bibel, 3180 Wob-Hehlingen, BRD Anna Braun, 7500 Karlsruhe, Gördelerstr. 6, BRD Jakob Braun u. Katharina, 7560 Karlsruhe, Weinbrennstr. 79, BRD Jakob Braun u. Elisabeth, 7500 Karlsruhe, Waldhomstr. 2, BRD Hans Braun u. Regina, 7500 Karlsruhe, Bertha-v.-Suttner-Str. 12, BRD Sepp Braun u. Elisabeth, 6520 Worms, Kleinrohrlachweg 7, BRD Hans Braun Sohn Katharina Braun, 7241 Glatt, Spätgarten 148, BRD Michael Braun u. Maria, 7500 Karlsruhe, Hochkopfstr. 26, BRD Nikolaus Braun, 6471 Limeshain-Himbach, Am Steinach 29, BRD Nikolaus Bohn u. Barbara, 7160 Gaildorf, Häuserbachstr. 43, BRD 143 Annemarie Böhm (Gago), 4401 Havixbeck 1, Drostenweg 8, BRD Josef Bojar u. Katharina, 8500 Nürnberg, Wanalerstr. 9, BRD Josef Brunner u. Elisabeth, 8034 Germering, Steinbergstr. 43, BRD PeterBurian u. Barbara, 8000 München, Kurt-Eisner-Str. 37, BRD Michael Danileico u. Susanna, 8264 Waldkraiburg, BRD Adam Dewald u. Katharina, 7410 Teutlingen, Heilbronner Str. 28, BRD Johann Deininger t u. Katharina, 6901 Eppelheim, Erzbergstr. 8, BRD Margaretha Decker, 8225 Traunreut, Münchner Str. 25 , BRD Franz Donawell u. Anna, 8563 Schnaitach, Iglauerstr. 38, BRD Maria Donawell, 7522 Philippsburg, Ü.-W.-Kraichau-Str. 10, BRD Josef Dottermann, 7151 Wüstenrot, Stangenbach, BRD Peter Dottermann, 7151 Wüstenrot, Schmellenhof, BRD Sepp Dottermann, 7151 Wüstenrot, Stangenbach, BRD Peter Dreier u. Elisabeth, 8000 München, Ostermayrstr. 5, BRD Franz Dugonitsch u. Frieda, 8500 Nürnberg, BRD Theresia Dumelle, 8500 Nürnberg, Alfonsstr. 8, BRD Nikolaus Düpre, 8900 Augsburg, von-Richthofen-Str. 12, BRD Johann Eicher!, 7500 Karlsruhe, Triererstr. 2/B, 10, BRD Johann Eicher! u. Elisabeth, 6520 Worms, Mierendorfer Str. 10, BRD Barbara Elade, (Mumper), 842 Neutraubing, Keplerstr. 36, BRD Theresia Engrich, 8228 Freilassing, Wolf-Dietrich-Str. 8, BRD Franz Erhardt, 7470 Albstadt~ Friedrich-Haux-Str. 27, BRD Katharina Feldmann, 3500 Kassel, U. d. Riedweg 4, BRD Heinrich Feiler, 7564 Forbach, Landstraße 45 , BRD Anna Feisthammel, 6710 Frankenthal, Lucas-Cranach-Str. 1, BRD Nikolaus Fischer, 8300 Landshut, BRD Katharina Fligl, 7500 Karlsruhe, Eugen-Geck-$tr. 18a, BRD Katharina Calarasanu, (Fligl), 5860 Iserlohn, Goethe-Inst.-Stenner-Str. 4, BRD Peter Fligl jun., 7500 Karlsruhe, Bonkoefferstr. 3, BRD Elisabeth u. Nikolaus t Fligl, 7500 Karlsruhe, Albert-Braun-Str. 7, BRD Erwin Franck, 8225 Traunreut, BRD Hans Franck u. Hilde, 8225 Traunreut, BRD Stefan Frankester u. Elisabeth, 8900 Augsburg, Hannenstetterstr. 95, BRD Nikolaus u. Elisabeth Frick, 5650 Solingen, Cheruskerstr. 48, BRD Hans Fost u. Anna, 7500 Karlsruhe, Alte-Karlsruher-Str. 26, BRD Franz Fost u. Barbara, 7550 Rastatt, Ottersdorfer Str. 16, BRD

605


42 696 388 104 104 436 407 156 50 42 458 461 461 376 426 426 296 707 725 573 216 187 477 197 238 401 598 623 456 456 39 440 257 578 203 553 764 190 324 742 436 326 305 775 !59 721 543 165 746 331 538 235 337 464 234 750 234 473 337 42 792 226 154 793

606

Michael Fronius u. Katharina, 8700 Würzburg, Luxemburger Str. 3, BRD Mathias Gabernack u. Katharina, 5047 Wesselin, Schützenweg 72, BRD Agnes Gagstädter, 7410 Reutlingen, Wolframstr. 27, BRD Jakob Gallo, 7507 Wöschbach/Pfinztal, Friedenstr. 14, BRD Hans Gallo u. Anna, 7507 Wöschbach/Pfinztal, Friedenstr. 14, BRD Josef Gallo u. Anna, 7507 Wöschbach, 1m Jägergrund I , BRD Johann Gehl u. Maria, 6000 Frankfurt/M., Ansingerstr., BRD Margaretha Genzinger, 7500 Karlsruhe, Eugen-Geck-Str. 18 a, BRD Kar! Gibsan u. Barbara, Sindelfingen, BRD Johann Gillich u. Katharina, 8720 Schweinfurt, Tauberweg 8, BRD Friedrich Gilde u. Agnes, 7342 Gerstätten, Uhlandstr. 16, BRD Regina Gilde, 7517 Waldbronn, Karlsruher Str. 7, BRD Nikolaus Gilde u. Katharina, 6710 Frankenthal, Mahlastr. 35, BRD Nikolaus Gilde u. Anna, 6710 Frankenthal, Albrecht-Dürer-Ring 12, BRD Adam Glass, 6000 Frankfurt, Mörfelder-Landstraße 212/ 1, BRD Johann Glass u. Jolanda, 8000 München, Rupertigaustr. 10 g, BRD Elisabeth Glass, 8000 München, Rupertigaustr. lOg, BRD Nikolaus Glass, 8060 Dachau, Adam Stegerwaldstr. 15, BRD Peter Glassen, 6922 Wolfurt, Rückenbacherstr. 4, BRD Magdalena Graf t , 8060 Dachau, Breslauer Str. 97, BRD Johann Grass u. Emma, (Mutter Elisabeth), 8228 Freilassing, Schulstr. 31 , BRD Katharina Grass, 7500 Karlsruhe, Adlerstr. 25 , BRD Margarethe Gütt (Holz), 8820 Gunzenhausen, Laubenzedei 75, BRD Mathias Hahn, 6336 Albshausen, Reiherwald 7, BRD Barbara Haberehrn, 7500 Karlsruhe, Feldbergstr. 4, BRD Hans Hager, 8551 Igensdorf, Pettensiedel 42, (Führth, Führter Str. 85) BRD Franz Dr. Haupt u. Elisabeth, 4150 Krefeld, Neukirchner Str. 11 , BRD Elisabeth Hehn, 8225 Traunreut, Hochfelnstr. 1, BRD Elisabeth u. Franz Hehn, 7500 Karlsruhe, Augartenstr. 68 b, BRD Franz Hehn u. Anna, 8000 München, St.-Ulrich-Str. 3, BRD Johann Hehn u. Katharina, 8000 München, St.-Ulrich-Str. 3, BRD Nikolaus Hehn, 7500 Karlsruhe, Feldbergstr. 4, BRD Peter Hehn, 6900 Heidelberg, BRD Richard Hehn u. Arntrud, 7517 Waldbronn, Karlsruher Str. 7, BRD Stella Hehn, 7500 Karlsruhe, Kriegsstr. 126, BRD Katharina Hell, 5047 Wesseling, Kleiberweg 17, BRD Hellmann Josef u. Elisabeth, 6901 St. Ilgen, J. -Becker-Str. 48, BRD Katharina Heinrich, 7522 Philippsburg, 0 .-W.-Kraichgau-Str. 10, BRD Susanna Heinrich, 6820 Hockenheim, H.-Böcker-Str. 4, BRD Margaretha Heinz, 3320 Salzgitter/Lebenstet, Suthwisenstr. 10, BRD Johann Herbst u. Katharina, 7000 Stuttgart 5, Schmiedmerstr. 170, BRD Anna Herrenreich, 8228 Freilassing, Richard-Strauß-Str. II, BRD Franz Herrenreich u. Emmi, 8229 Ainring/Mitterfelden, Göllstr. 20, BRD Kar! Hilovsky u. Anna, (Schwarz), 6450 Hanau, Gräbenstr. 7, BRD Josef Huber! u. Margaretha, 5650 Solingen, Untere St.-Clemens-Str. 6, BRD Anna Jobba, (Schulz), 8300 Landshut, Plaumenweg 25 , BRD Jakob Jung u. Käthe, 7500 Karlsruhe, Auf dem Lohn 8 a, BRD Nikolaus Just u. Katharina, 6710 Frankenthal, Albert-Haueisen-Str. 6, BRD Michael Kar! u. Angela, 8228 Freilassing, Kirchfeldstr. 27, BRD Josef Kasimir u. Maria, 3360 Ostrode am Harz, Ernst-Müller-Allee, BRD Franz Kenderesch u. Anna, 8264 Waldkraiburg, BRD Eva Kilburg, BRD Mathias Kilzer u. Maria, 6710 Frankenthal, Albert-Haueisen-Str. 6, BRD Ernst Kiss, 8900 Augsburg, Hermann-Köhl-Str. 10, BRD Adam Klein, 6650 Homburg/Beeten, Remigiusstr. 13, BRD Elisabetha u. Nikolaus t Klein, 7500 Karlsruhe (Grünwinkel), Edelsbergstr. 7, BRD Franz Klein u. Resi, 5047 Wesseling, Schützenweg 70, BRD Franz Klein, 6331 Dreispitz, Schöffengrund I , BRD Hans Klein u. Elisabeth u. Mutter Theresia, 5047 Wesseling, Schützenweg 70, BRD Lambert Klein, 8900 Augsburg, Mittenwalderstr. 2, BRD Magdalena Klein, u. Maria, 6650 Homburg/ Beeten, Remigiusstr. 13, BRD Nikolaus t u. Katharina Klein, 7342 Gerstätten, Uhlandstr. 16, BRD Franz Krämer u. Elisabeth, 7500 Karlsruhe, BRD Sepp Krämer u. Elisabeth, 7000 Stuttgart, Bad Cannstatt, Am Römerkastel 103, BRD Johann u. Eva Krauser, 7460 Balingen, Stettinerstr. 17, BRD Jakob u. Julianna Kräuter, 7180 Jagstheim, Bahnstr. 12, BRD


793 839 815 815 136 50 50 226 216 234 333 655 38 306 283 802 669 804 803 804 803 111 237 237 641 641 298 298 305 305 216 307 54 54 307 89 457 458 139 506 215 279 675 499 466 794 551 303 378 22 672 327 34 126 32 390 303 562 290 857 191 156 156 336

Peter u. Anna Kräuter, 7180 Crailsheim, Jagstheimerweg 2, BRD Franz u. Josef Kotzian, 8458 Sulzbach/ Rosenberg, Neustadt 21 , BRD Franz u. Maria Kotzian, 7550 Rastatt, Waldstr. 16, BRD Michael Kotzian, 7550 Rastatt, Waldstr. 16, BRD Johann u. Maria Krier, 7500 Karlsruhe, Gördelerstr. 14, BRD Peter u. Maria Krier, 8720 Schweinfurt, Tauberweg 8, BRD Peter u. Barbara Krier jun., Schweinfurt, Saaleweg 1, BRD Johann u. Elisabeth Kubitschko, 7304 Ruit, Stuttgarter Str. 41 , BRD Kuhn Katharina, 8550 Forchheim, Dreikirchenstr. 27, BRD Kupi Josef u. Anni, (Ulmbach), 7324 Rechberghausen, Lenaustr. 3, BRD Margarethe Laches, (Deininger), 7700 Singen, Peter-Thumb-Str. I, BRD Franz u. Katharina Lammert, 8228 Traunreut, Hochfelnstr. 1, BRD Adam t u. Klara Laub, 8265 Simbach, Schlesier Str. 40, BRD Barbara Lauer, 4558 Bersenbrück, Kantstr. 10, BRD Elisabeth Lang (Braun), 6601 Riegelsber, Überhoferstr. 56 B, BRD Michael Lauer, 7501 Palmbach, Winterrthstr. 9, BRD Friedrich Leidecker, 8651 Danndorf 58 über Kulmbach, BRD Johann Lauth, 8411 Falkenstein, Bavariastr. 2, BRD Jakob Leidecker, 8070 Ingolstadt, Leharstr. 15, BRD Josef Leidecker, 8501 Kreutles, Rabenweg 10, BRD Katharina Leidecker, 8563 Schaitach, lglauerstr. 40, BRD Mathias t u. Eva Leidecker, 8501 Kreutles, Rabenweg 10, BRD Mathias Leidecker, 6967 Buchen, In der Hainsterbach 25, BRD Elisabeth Lichtfuss, 8704 Simmershofen, Equarthofen 58, BRD Katharina Lichtfuss, 8704 Simmershofen, Equarthofen 58, BRD Johann Lisching, 1000 Berlin, Grießmann, Ruhrstr. 18a, BRD Katharina Lisching, 8192 Gretsried, Kolbenheierstr. 43, BRD Barbara Linzer, 7500 Karlsruhe, Douglasstr. 32, BRD Hans Linzer u. Maria, 7500 Karlsruhe, Hirschstr. 42, BRD Jakob Machata u. Susanna, 5650 Solingen, Croneberstr. 24, BRD Walter Machata, 5650 Solingen, Linkmannstr. 17, BRD Anna Mann u. Sohn Josef, 8850 Forchheim, Dreikirchenstr. 27, BRD Elisabeth Mann, 7500 Karlsruhe, Weinbrennerstr. 79, BRD Friedrich t u. Katharina Mann, 8221 Erlstätt, Trauosteiner Str. 7, BRD Johann u. Johanna Mann, 8221 Erlstätt, Trauosteiner Str. 7, BRD Peter Mann u. Katharina, 7500 Karlsruhe, Kriegsstr. 126, BRD Marlene Masrich (Wahner), 7500 Karlsruhe, Neureiterstr. 57 a, BRD Hans Martin, 6800 Mannheim, Rosenstr. 80, BRD Johann Martini, 7060 Schorndorf, Erlenstr. 18, BRD Anton Mathias, 7500 Karlsruhe, BRD Johann Märzacker, 8080 Fürstenfeldbruck, Buchenau, BRD Nikolaus Maurer, 8700 Ingolstadt, Breslauer Str. 25, BRD Karl u. Barbara Matzek, 8228 Freilassing, Schumannstr. 23, BRD Anna Metzger, 6800 Mannheim Ludwig-Beck-Str. 17, BRD Jakob Metzger, 8261 Mehring, Ringstraße 16, BRD Johann Metzger, 7531 Huchfeld, Waldstr. 13, BRD Martin u. Katharina Mettler, 6719 Carlsberg, Unterer Kurweg 29, BRD Mathias Metz, 8501 Fürth, Alte-Renn-Str. 127, BRD Johann Michels u. Susanna, 8402 Neutraubling, Lochschmidtstr. 2, BRD Gabriele Mohilo (Feiler), 6078 Neu-lsenburg, Körnerstr. 10, BRD Anna Mumper, 7500 Karlsruhe, Edelbergerstr. 7, BRD Josef Müller, 2000 Hamburg, Reemstückenkamp 28c, BRD Katharina Müller (Hammer), BRD Johann u. Katharina Muttar, 7500 Karlsruhe, Oberfeldstr. 48, BRD Johann Neiss, 7580 Bühl, Bühlerseite 62, BRD Josef u. Barbara Neiss, BRD Katharina Neiss, 8722 Ettleben, Siedlung 27, BRD Nikolaus u. Magdalena Neiss, 7550 Rastatt, Bruferstr. 6, BRD Karl u. Helene Neumayer, (Feiler), 7800 Freiburg, Sternwaldstr. II a, BRD Ewald u. Katharina Nothum, 7500 Karlsruhe, Ü.-W.-Benz-Str. 3, BRD Mathias u. Margarethe Nothum, 2000 Hamburg, Rennbahnstr. 16, BRD Josef Ochsenfeld, 5550 Bernkastel, Dorfstr. 33, BRD Franz Oberle, 8 . . . Degerndorf, Steinbeisstr. 7, BRD Johann Packi, 7160 Gaildorf, Heimgarten 7, BRD Nikolaus Packi, 7160 Gaildorf, Heimgarten 7, BRD Elisabeth Pechtel (Russ), 6900 Heidelberg, Andreas-Hofer-Weg 8, BRD

607


439 414 641 204 293 367 413 657 389 389 389 718 5 656 290 786 178 178 466 770 558 285 787 88 88 523 722 242 463 421 659 764 421 539 108 418 490 126 145 432 389 389 436 57 349 403 543 508 200 319 200 462 254 764 265 265 766 317 317 71 15 452 452 459 459

608

Johann u. Magdalena Pilli, 7535 Königsbach, Schillerstr. 46, BRD Josef tu. Rosina Pilli, 5650 Solingen, Cronbergerstr. 26, BRD Nikolaus Pinne!, 8192 Geretsried, Sudetenstr. I K, BRD Viktor u. Katharina Prelicz (Thöres), 8351 Passau, Drosselweg 4, BRD Maria Popp (Pritz), 7000 Stuttgart, Jakobstr. 19, BRD Anton u. Elisabeth Poling, 8225 Traunreut, St.-Georgs-Weg 3, BRD Johann u. Katharina Popescu (Frick), 8523 Baiersdorf, Mörickestr. 6, BRD Margaretha Pritz, 8225 Traunreut, St.-Georgs-Weg 3, BRD Hans u. Heidi Rademacher, (Oltenau), 7500 Karlsruhe, BRD Johann u. Maria Rademacher, 7505 Wöschbach, Pfinztal, Friedenstr. 14, BRD Jakob u. Elisabeth Rademacher, 7500 Karlsruhe, BRD Susanna Rehholz (Schneider), 7560 Gagenau/Rotenfels, Scheffelstr. 26, BRD Mathias u. Rosi Reiser, 8264 Waldkraiburg, Troppauerstr. 55, BRD Peter u. Margaretha Ritter (Weimer), 7900 Ulm, Römerstr. 143, BRD Nikolaus u. Helge Ritter (Nothum), 2000 Hamburg, Rennbahnstr. 16, BRD Jakob u. Susanna (Popescu), Römer, 8522 Herwgenaurach, Wiehlandstr. 12, BRD Jakob u. Anna Roth, 7053 Rommelshausen, Wiesenstr. 28, BRD Johann tu. Elisabetha Roth, 7053 Rommelshausen, Kelterstr. 34, BRD Michael u. Agnes Rugel, 8164 Hausham, Schließfach 14, BRD Anna Russ u. Wendel (Sohn), 7210 Rottweil, Untere Lehrstr. 1, BRD 6993 Finsterlohn, Kirchengasse 35, BRD Barbara Schäffer (Bauer), 7517 Waldbronn, Karlsruher Str. 7, BRD Peter Schämmer, 8850 Forchheim, Bayreuther Str. 16, BRD Emil Schlarpp (u. Leni), 2000 Hamburg/Schenefeld, Fr. Hebbel-Str. 20, BRD Adam u. Mathilde Schiller, 8061 Ampermoching, Grieß! 2, BRD Katharina Schiller, 8061 Ampermoching, Grieß! 2, BRD Johann u. Katharina Schiller, 8500 Nümberg, Lochnerstr. 45, BRD Margaretha Schiller, 8550 Forchheim, Kaiser-Heinrich-Sir. 8, BRD Wilhelm u. Resi Schiller, 6712 Bobenheim/ Roxheim, H.-Heine-Str. 13, BRD Josef Schillinger, 8858 Neuburg/Donau, Max-Peschel-Str. 29, BRD Adam Schmidt, 3180 Wolfsburg, Mühlenbusch 57, BRD Anton Schmidt, 3180 Wolfsburg, Friedrich-Ebert-Str., BRD Barbara Schmidt, 6802 Ladenburg, Donaustr. 12, BRD Magdalena Schmidt, 3180 Wolfsburg/Vorfelde, Ahornweg 5, BRD Werner Schmidt u. Elisabeth, 5400 Koblenz/Pfafendorf, Ellingshohl 63 , BRD Barbara Schneider, 5413 Bendorf/Rhn ., Bittnerweg 2, BRD Helmuth Schneider, Schwabach, BRD Franz u. Nikolaus Schneider, 7500 Karlsruhe, Adlerstr. 25, BRD Adam u. BarbaraSchnur (Neiss), 7200 Tuttlingen, Röntgenstr. 16, BRD Eduard Schortje, 7160 Gaildorf, Zimmerfeldstr. 27, BRD Johann Schortje u. Kath. , 7141 Steinheim/ Höpfingen, Hauptstr. 90/ 1, BRD Elisabeth Schrottmann, 7500 Karlsruhe, Kaiser Allee 15, BRD Jakob Desider Schrottmann, 7500 Karlsruhe, Breslauer Str. 13 g, BRD Schurnano Peter u. Gerlinde (Herrenreich), 8228 Freilassing, Hermannstädterstr. 11, BRD Johann Schuster u. Susanna, 8265 Waldersdorf, Nr. 24/ 1/5, BRD Hermann u. Anna Schütz, 7550 Rastatt, Ottersdorier Str. 16, BRD Helge Scholz (Haupt), 4150 Krefeld I, Buschstr. 165, BRD Scholz Josef tu. Magdalena, 8228 Freilassing, Kirchfeldstr. 27, BRD Johann Schulz, 8900 Augsburg, Biberhopfstr. 39, BRD Adam Schwarz, 7410 Reutlingen, Dinkelsbühlerstr. 20, BRD Jakob Schwarz u. Mutter Katharina, 2411 Sterley über Mölln, BRD Johann u. Marika Schwarz, 7410 Reutlingen, Karlsstr. 33, BRD Peter Schwarz, 7000 Stuttgart, Bernsteinstr. 70, BRD Nikolaus u. Olga Schwarz, 8900 Augsburg, Eibseestr. 25, BRD Stefan u. Barbara Schwarzmann, 6830 Schwezimgen, Augustastr. 12, BRD Anna Schweininger, 5047 Wesseling, Kleiberweg 17, BRD Peter u. Maria Schweininger, Wesseling, Kleiberweg 17, BRD Josef Schwendner u. Anna, 8600 Bamberg, Moosstr. 53, BRD Katharina Seibert (Hell), 5047 Wesseling, Kleiberweg 17, BRD Willi Seibert, 8521 Weisendorf, Kirchenstr. 27 a, BRD HansSieber-Brach Gerda, 7900 Ulm, Baidingerweg I , BRD Elisabeth Slavik, 7000 Stuttgart, Bad Cannstatt, In den Ringelgärten 10, BRD Johann u. Elisabeth Slavik, 7180 Crailsheim, Ludwigstr. 18, BRD Nikolaus Slavik, 7180 Crailsheim, Ludwigstr. 18, BRD Franz Szlawik u. Susanna sen., 7500 Karlsruhe, Triererstr. 2/B/ 10, BRD Franz Szalwik u. Maria jun., 7500 Karlsruhe, Zirkel 3, BRD


195 195 38 403 251 715 450 428 429 429 392 450 298 119 728 272 61 554 555 312 512 414 3 12 204 554 554 312 166 410 471 747 783 419 473 663 295 97 720 426 838 656 656 350 378 174 397 397 164 247 39 353 484 196 264 789 536 675 105 359 852 57 455 439 471 121 487

Peter u. Elisabeth t Slavik, 6720 Speyer/Rh., am Germansberg 2, BRD Wilhelm Slawik u. Elisabeth t , 6720 Speyer/ Rh., am Kalkofen 17, BRD August u. Elisabeth Speichert, 4558 Bersenbrick, Kantstr. 10, BRD Hans u. Katharina Steiner, Unna/ Massen, BRD Jakob t u. Magdalena Steiner, 7053 Rommelshausen, Waiblingerstr. 16, BRD Johann u. Rita Steiner, 8220 Erlstätt/Traunstein, Oberfeldstr. 6, BRD Johann Steiner, 1000 Berlin, Gesepferstr. 49, BRD Josef u. Katharina Steiner, 6520 Worms, Pommemstr. 17, BRD Nikolaus u. Margarethe Steiner, 4030 Raitingen, Berliner Str. 50, BRD Raimund Steiner, 4030 Raitingen, Berliner Str. 50, BRD Nikolaus Steiner, 3380 Goslar, Böckerstr. 57, BRD Waller Steiner, 2960 Leer/ Heisfelde, Milchweg 10 i. Hammreich, BRD Gabriele Steinmetz (Linzer), 7500 Karlsruhe, Bodelschwingstr. 81 , BRD Mathias t u. Elisabeth Steuer, 7500 Karlsruhe, Ruppurerstr. 20/2, BRD Elisabeth Stoberg (Schank), 5340 Bad-Honef, Kieferweg 4, BRD Rosa Strunk (Busasch), 7500 Karlsruhe, Edelbergstr. 23, BRD Franz u. Grete Tobias, 8060 Dachau, Grubenstr. 2, BRD Adam Thöres, 8000 München, Georg-Hallmaier-Str. 8, BRD Elisabeth Thöres, 7500 Karlsruhe, Georg-Friedrich-str. 18, BRD Eduard Dr. u. Hilde Thöres, 8230 Bad Reichenhall, Frühlingstr. 69 , BRD Hans u. Elisabeth Thöres, 5650 Solingen, Cronbergerstr. 26, BRD Johann u. Grete Thöres, 5650 Solingen, Cronbergerstr. 26, BRD Jakob u. Edith Thöres, 8230 Bad Reichenhall, Frühlingstr. 69, BRD Jakob u. Elisabeth Thöress, 8300 Landshut, Tannenweg 21 , BRD Johann Thöres, 800 München, Kolumbusstr. 70, BRD Josef Thöres, Prof. , 8131, Aufkirchen, Kreuzweg 78, BRD Peter u. Elisabeth Thöress, 6652 Brexbach/Frankenholz, Banatstr. 4, BRD Dorina Thöress, 7500 Karlsruhe, BRD Hans-Georg u. Katharina Tröster, 8228 Freilassing, R.-strauß-Str. 11, BRD Adam Undi u. Elisabeth, BRD Hans Undi, 8000 München, Pfarrer-Kolbe-Str. 2, BRD Johann u. Elfriede Undi, 7500 Karlsruhe, Alte-Karlsruher-Str. 26, BRD Christof u. Elisabeth Unger t , 7500 Karlsruhe, BRD Erich u. Elisabeth Vogel, (Klein), 3180 Wolfsburg, Eichelkampstr. 55, BRD Dominik u. Anna Weber u. Sohn Hans, 8034 Germering, Steinbergstr. 43 , BRD Maria Weber, 7500 Karlsruhe, Grünwinkei/ Edelbergstr. 7, BRD Katharina Weber, 6901 St. Ilgen, BRD Peter u. Kath. Weber, 3388 Bad Harzburg, Hüttenstr. 12, BRD Nikolaus u. Susanna Weber, 8000 München, Ostermayerstr. 5, BRD Nikolaus u. Anna Weger, (Metzger), 3320 Salzgitter, Alter Mühlweg 13, BRD Hans Weimer, 2410 Mölln, Wassergrüger 186, BRD Johann Weimer, 2410 Mölln, Mautinsstr. 12; BRD Heleth u. Barbara Wesch, (Deininger), 8930 Schwabmünchen, Sudetenstr. 1, BRD Hans u. Anna Weiss, 7500 Karlsruhe, Heilbrenner Str. 24, BRD Johann u. Katharina Weiss, 8722 Ettleben, Siedlung Nr. 26, BRD Adam u. Hilde Weiter, 6710 Frankenthal, Hans-Fagt-Str. 2, BRD Barbara Weiter, 5415 Enger/ Rho., Neuwiederstr. 26, BRD Hans u. Katharina Weiter, 7564 Forbach, Landstr. 45, BRD Johann u. Katharina Weiter, 6901 St. Ilgen, Karlsruher Str. 1, BRD Josef t u. Susanna Weiter, 7500 Karlsruhe, Feldbergstr. 4, BRD Maria Weiter, 6901 St. Ilgen, BRD Hans u. Barbara Wilhelm, 8228 Freilassing, Augustinerstr. 7, BRD Josef Wilhelm, 8390 Passau, Hambergstr. 44, BRD Klaus Wilhelm, 7081 Steten/Wittenberg, Kreis Aalen, BRD Josef Wikette, BRD Adolf u. Brigitte (Mann), Wilz, 7500 Karlsruhe, Waldhornstr. 2, BRD Josef Wittner, 8602 Memmelsdorf, Grießäckerstr. 19, BRD Nikolaus Wohl, 2214 Hohenlockstedt, Kieler Str. 64, BRD Margarethe Wolf, 5415 Enger/Rho., Neuwiederstr. 26, BRD Kai u. Erika Wünsche, (Leidecker), 8520 Erlangen, Schornbaumstr. 4, BRD Josef Würtz, 8265 Simbach/ Waldersdorf, BRD Franz Zillich, 7084 Wasseralfingen, Eugen-Bolz-Str. 12, BRD Jakob Zimmer, 7535 Königsbach, Schillerstr. 46, BRD Jakob Zimmer, 3121 Lüben über Wittingen, BRD Nikolaus Zimmer, 8541 Penzendorf, Siebenmorgenstr. 5, BRD Jakob Zimmermann, 6000 Frankfurt/ M., Rotlindstr. 86, BRD

609


487 Josef Zimmermann, 6000 Frankfurt/M., Galgenstr. 14, BRD 148 Josef u. Maria Zimmermann u. Sohn Wemer, 6 101 Roßdorf, Taunusstr. 15, BRD 429 Baidur u. Heidi Zimmermann, (Steiner), 7700 Singen, Langenrain 24/ lll5, BRD 147 Theresia Zimmermann, 2000 Hamburg, Rennbahnstr. 16, BRD

Österreich : 621 621 306 40 644 451 413 413 600 451 66 652 136 !50 234 473 642 372 131 80 131 115 284 593 34 34 34 6 295 62 1 782 749 186 376 115 35 613 564 195 749 633 198 532 691 114 849

Wilhelm Adametz u. Kathari na, 5111 Bürmoos, Ignaz-Giaser-Str. 71 , Österr. Willi u. Elisabeth Adameth, 5111 Bürmoos, Ignaz-Giaser-Str. 71, Österr. Hans Braun Dr., 6600 Re utte/Tirol, Südtiroler Str. 15, Österr. Lambert Breitenbach, 4040 Linz, Österr. Nikolaus Diener u. Magdalena (Klein), 5111 Bürmoos, Friedhofstr. 4, Österr. Esmann E rika (Giass), 5111 Biirmoos, Passauer Weg, Österr. Willi u. E lisabet h Frick, 9 131 Grafenstein, Klei n-Venedig 2, Ö sterr. Adam tu. Maria Frick , Krum pendorf, Bachweg 14, Öste rr. Verena Fendt (Burian), Wien, Österr. Johann G lass u. Kath., 5111 Bürmoos, Friedhofstr. 2, Österr. Johann Ho rbert, 2000 Stockerau, Pampichlerstr. I 0, Österr. Martin Ho reth u. Margaret he, 11 20 Wien, Liebenstr. 48/ 312, Österr. Nikolaus Humme~ (Bischof), 1210 Wien, Am Markt 9-14, Österr. Peter Jung, 5111 Bürmoos, Österr. Franz Klein, 1200 Wi en, Heinzelmanngasse 10119, Österr. Jo hann u. Elisabeth Klein, 51 11 Bürmoos, Birkenstr. 27, Österr. Nikolaus u. Magdalena Klein, 5 111 Bürmoos, Friedhofstr. 4, Österr. Franz Linnebach, 5112 Lambrechtshausen/ Holzhause n 29, Österr. Barbara Mann, 494 1 Mehrenbach 41 , Österr. Johann Mann , 4061 Pasching!Linz, Pestalozistr. 7, Ö sterr. Peter Mann , 49 10 Ried/ Jnnkr., Langstr. 66, Österr. Johann Mathis, 4910 Ried/ lnnkr., Hans-Leitgeb-Sir. 1, Österr Peter u. Christel Maurer, 11 60 Wien, Herbststr. 69, Österr. Jakob u. Magdalena Metzger t , 5020 Salzburg, Karlsbader Str. 127, Österr. J akob Neiss, 1220 Wien, Vornhagengasse Nr. 13/4/ 5, Österr. Jo hann Neiss, 1030 Wien , Landstr. Hauptst raße 173, Österr. Katharina Neiss, 1220 Wien, Österr. Katharina (Neiss) Hahn, 1030 Wien, Brigittagasse 5, Österr. Susanna Neuwirth (Weber), 1238 Wien/Mauer, Asenbauergasse 12/ 5, Österr. Johann u. Katharina Novak (Adametz), 5111 Bürmoos, Rit.-v. -Mertens-Str., Österr. Fritz Reiche!, 5112 Lambrechtshausen, Holzhausen, Österr. Franz u. Katharina Reinholz t , 507 1 Wals/Sbg., Eichetsiedlung 27, Österr. Peter u. Resi Reiser, 511 1 Bürmoos, Birkenstr. 24, Österr. Nikolaus u. Mari a Reiter, 4910 Ried/ lnnkr. , Riedholzstr. I, Österr. Anna Schlauch (Mathis), 4910 Ried/ lnnkr. , Riedholzstr. 54, Österr. Agnes Schostal, 2761 Miesenbach, Waidmannsfeld 26, Österr. Jakob u. Regina Schortje, 1150 Wien, Ho llergasse 43 / 117, Österr. Hans u. Maria Sauer, 5111 Bürmoos, Birkenstr. 27, Österr. Jakob u. Maria Slavik, 5071 Wals/ Sbg. , Eichetsiedlung 27, Österr. Werner u. Ulla Slavik, 5071 Wals/Sbg. , Eichetsiedlung 27, Österr. Johann u. MariaSteuer (Wilhelm), 223 1 Straßhof, Silberwald 37, Ö sterr. Nikolaus Stumpf, 1200 Wien, Brigittagasse 5, Österr. J osef u. Maria Thöress, 5020 Salzburg, Widmannstr. 8, Österr. Anion Weiss u. Katharina, 4910 Ried/lnnkr. , Eberschwanger Str. 24, Österr. Elisabeth Schilling, 5111 Bürmoos, Birkenstr. , Österr. MariaSteuer u. Franz Filips, 1150 Wien, Moeringgasse 16, Österr.

Vereinigte Staaten von Amerika: 574 Franz Backes, 3622 Gienmare Ave, Cincinnati Ohio, 45211, USA 224 Johann Ballmann, 145 W, C hew Str., Philadelphia P.A. 19120, USA 100 Nikolaus u. Maria Blum, 58 Ray Str., New Brunswick NJ. 8090 1, USA 570 Katharina Breitenbach, 5459 W. Sunnyside, Chicago IL. 60630, USA Nikolaus Gergen, New Brunswick 1224, Newtonstr. , USA 724 Johann Gilde, 6148 W. Belmonte Ave, Chicago IL., USA 756 Maria Filippi, 6056 N. Nassau Ave, Chicago 6063 1 JL. , USA 37 Johann Geiss, Sterling 35974 Mich. Collingwood, Height 4807, USA 742 Peter Herrenreich, Kerley Corners Rd. , Tivoli, NY. 12583, USA

610


538 679 604 475 474 128 720 535 797 702 133 292 292 448 30 45 45 103

Nikolaus Kasper sen. u. jun., 48 Henderson Rd., Kendall-Park, NJ. 08824, USA Johann Keller, 4517 N. Kilborn Ave, Chicago 60630 IL. , USA Michael Klein u. Maria, Arlington-Height 21, South Ridge Ave 60605, USA Johann Mann, 700 Oak Str., Townhouse, A. Lakewood, CD. 80215, USA Johann Mann, 2340 Arkansas Ave, St. Louis, Mo. 63116, USA Katharina Muhl, New York, USA Jakob Otto, 33024 Hollywood, Florida, 8390 NW. 11th Str., USA Johann Pischak (Laub Agnes), Chicago IL. 3943 N. Mason Ave 60630, USA Nikolaus u. Barbara Raab, 1133 Betty-Lane Str., Cincinnate Ohio 45238, USA Willi Schortje, Philadelphia, USA Jakob Slavik, Los Angeles, USA . Daniel Wagner u. Susanna (Schaljo), Chicago IL. 4431, N. Troy St. 60625, USA Margarethe Mundrak (Schaljo), Chicago, USA Josef Wikette, New Brunswick, NJ. 89, Robins Ave 08902, USA Nikolaus Steiner, 56 Duke Str., New Brunswick, New Jersey 08873, USA Elisabth Stumpf (Kovacs), 3646 N, Hermitage Ave, Chicago IL. 60613, USA Johann Diener, 2921 Adams Str., Hollywood, Florida, USA Christine Gieleg, 8380 NW., 11th Str., Hollywood, Florida, USA Anton Müller, Chicago, USA

Billeder Familien, die um die Jahrhundertwende nach Amerika ausgewandert sind: Chicago: Familie Keller, Klever, Krauser Albert, Krauser Jakob, Krauser Johann, Krauser Georg, Krauser Peter, Kuhn, Mundrak, Mumper, Muth, Neumann, Niecke, Phol, Pritz, Rademacher, Ramacher, Reiche I, Reicher!, Sebastian, Steiner Magdalena, Steiner Peter, Theis, Thöress, Till und Tobias.

Detroit :

Philadelphia:

Familie Beiszer, Blum.

Familie Fiak, Schortje.

St. Louis:

Los Angeles:

New York:

Familie Schmidt Peter

Familie Slawik Nikolaus

Familie Metzger Rosalia

New-Brunswick: Familie Blum, Braun, Bruck, Christ, Daniel, Diener, Dill, Eicher! Johann, Eicher! Mathias, Eicher! Josef, Gimpel, Graber, Gross, Haas, Hahn, Hasenteufe~ Hartmayer, Helberg, Herbst, Herbstler, Hirsch, Huber!, Lahni, Lauer, Lauth, Luth, Mager, Maurer Josef, Maurer Peter, Maurer Nikolaus, Metzger, Rieder, Rosani, Rugel, Slawik Peter, Stoß, Stefan, Steiner, Schneider Nikolaus, Schneider Peter, Tupin, Vollmer, Waldner, Wilhelm und Zoller.

Frankreich: 547 585 825 475 628 820 690

Nikolaus u. Maria Flesch, Klingerheim, Rue de Mine I A, Frankr. Franz Gebel, Frankr. Jakob Hillarius, 68790 Marcheviller Le Bas, 9 Cite Hofer, Frankr. Josef Mann, Mühlhausen, Frankr. Adam Neiss u. Barbara, Mühlhausen, Rue de Turenne 22, Frankr. Nikolaus Ochsenfeld, Raute-Noyelle, Avesnes-Lesec 9296, Frankr. Nikolaus Reichel, unbekannt, Frankr.

Deutsche Demokratische Republik: 622 Jakob Hahn, 2731 Pokrent, Kr. Gadebusch, Mecklenburg, DDR 486 Peter Weiter, Stielen, Kr. Sternberg, Mecklenburg, DDR 320 Peter Maurer, 21241 Obhausen, am Wasserturm 19, Krs. Omerfurt, DDR

Brasilien :

England:

421

595 833

Nikolaus u. Margarethe Schmidt, Coorperativa Agraria LTDA Entre Rios, Quarapuara Estado,Parna Dorf 5, Brasilia

Georg Packi, England Peter Schuber!, England

Kanada: 401

Peter Weber, 29 Bonniewood RD . Scarborough Ont. , Kanada

611


Erläuterungen zu den historischen Karten des Betrachtungsgebietes Banat Für diese Chronik wurde die Sammlung der Karten und Pläne im Wiener Hofkammerarchiv und die Kartensammlung im Kriegsarchiv verwendet. Die Karte auf dem vorderen Vorsatzblatt ist heuer 271 Jahre alt und zeigt uns das Banat, als es noch von den Türken beherrscht wurde.

Mappa Regni Hungariae 1709 1 [Karte von Ungarn) Im Hofkammerarchiv in Wien liegt eine Karte des Königreichs Ungarn aus dem Jahre 1709 auf, die wahrscheinlich die erste und älteste Karte ist, auf der der Name Belliet eingetragen ist. Damals hieß dieses Gebiet, das nur einen Ausschnitt aus dieser großen Karte darstellt, noch nicht Banat, sondern: Cornitat Csanadiensis und Cornitat Temesiensis. Bellief lag westlich der Maras, wo auch das heutige Billed liegt. Diese Karte wurde unter dem Kaiser Joseph 1., von J. C. Müller, Ingenieur "Seiner Caiserlichen Majestät", gezeichnet und ist unter der Bezeichnung "Müllerische Karte" bekannt. Sie besteht aus einem Blatt und hat eine Blattgröße von 118 x 158 cm. Die Beschriftung der Karte und die Legende ist in lateinischer Sprache.

Die Mercykarte vom Temeser Banat 1716-1725 Wenn auch aus der Zeit vor 1716 einzelne Karten und sonstige Zeichnungen über das Banat und die Stadt Temeswar vorhanden waren, so ging man nach der Vertreibung der Türken sofort daran, neue Kartenwerke zu schaffen. Das im Wiener Kriegsarchiv aufliegende Original dieser einmaligen Arbeit trägt folgende Aufschrift: "Das Temesvarer Banat, abgeteilt in seine Districte, aufgenommen und abgemessen aufhohen Befehl Ihrer Hochfürstlichen Durchlaucht, des Prinzen Eugenii von Sovoyen, Ihro Röm. Kayserl. und Cathol. Mayestäts General- Lieutenanten, unter dem Huvernement Seiner Exzellenz des Herrn Grln. Feld-MarschaUen Grafen Claudii von Mercy, durch Ihren allerhöchst gedachten Römisch Kayserlichen Majestät Ingenieurs,: Obristwachtmeister D. Haring, vom Neipperg Regiment Lieutenant C. J. Kayser, vom Neipperg Regiment Fähnrich D' Hautenont, vom Neipperg Regiment In der Legende zu dieser Karte kommen folgende Zeichenerklärungen vor : "Bewohnte Dörfer, Neue Teutsche Dörfer, Prädien oder verlassene Dörfer, Silber-Bergwerck, Kupfer-Bergwerck, Eisen- Bergwerck, Districts-Granitz." Maßstab: I :255.000, /,I ," Jahr 1723-/725 Ein Ausschnitt aus dieser Karte, der Temeswarer Distrikt, ist auf dem hinteren Vorsatzblatt dieses Buches abgebildet. Die Beschreibung dazu folgt hier anschließend:

Original: 1

HKA Wien, Kartensammlung, Sig. A 14 (A2 alte Signatur.)

612


Karte des Temesvarer Districts 1 1720 Die Karte des" Temesvarer Districts" auf dem hinteren Vorsatzblatt ist ein Ausschnitt aus der " Mercyschen-Karte" und zeigt uns B i II i e t ' ' als unbewohntes Dorf oder Prädium. Der Standort des Dorfes hat sich auf dieser Karte an das östliche Ufer derMaras verlagert und zwar genau an die Ostseite des " Hufeisens". An dieser Stelle hatte das Wasser derMaras die Form eines Hufeisens, davon ist der Name "Hufeisen" abgeleitet. Das Original dieser Karte im Kriegsarchiv in Wien ist deutsch beschriftet und die Aufschrift lautet: · Mappa von dem Temesvarer District. Worinen Alle Bewohnte Dorffschaften Sambt Denen Prädien, Flüßen, Bäch, Morasten und Waldungen Enthalten, nach Vorgenommener Geometrischer accurater Abmessung. Im Jahre 1720. In der Legende dieser Karte kommen folgende Zeichenerklärungen vor: Bewohnte Dörfer Unbewohnte Dörfer oder Prädien Distriels Granitz Maßstab von 6000 Geometrischen Schritten Zweyer Stunden oder einer Teutschen Meillen [1 :122.000]. Von den wenigen Dörfern, die es um Billed gab, waren nach dieser Karte bereits bewohnt: Varias, Kettvil, Kallacs, Kenes, Comblos, Becskerek, Bobda, Csenea und St. Andrasch. Die Maras, die an Billed vorbeifließt, hat auf beiden Seiten ihrer Ufer Sumpf eingezeichnet. Die " Römer-Schantz" ist auf der Original-Karte grün eingezeichnet, sie kommt von der M a r o s c h über Saderlak bis Monostor an den Rand eines Sumpfes, der bis Baraza und KaiIacs-Ort reicht. Von hier führt die Römerschanze nur knapp östlich an Billed vorbei bis Csene zur alten Bega, die damals noch Begke geheißen hat.

Die Österreichisch-Ungarische Spezialkarte 2 1881 Ein plastisches Bild über Billed und seine Umgebung zeigt uns die Spezialkarte von Österreich-Ungarn aus dem "K. u. K. Militärgeographisches Institut" im Kriegsarchiv in Wien. Diese Karte wurde nach Aufnahmen aus dem Jahre 1881 hergestellt und ist bis 28. Juni 1914 teilweise berichtigt. Sie ist im Maßstab 1:75 .000 gezeichnet und zeigt uns Kartensignaturen, Ortsnamen, Landschaftsnamen, Fluß- und Gewässernamen, die heute alle historisch sind. Ein Ausschnitt aus dieser Karte, die Zone " Temesvar und Sandorhilza" liegt diesem Buche bei, sie zeigt uns Billed und seine Umgebung, wie wir es noch in der guten, alten Zeit kannten. Sie kann dem Buch entnommen werden und auch als Wandschmuck dienen.

Gemarkungsplan von Billed 1944.

1

Original: Kriegsarchiv Wien, Sig. B IX. a. 659.

2

Original: Kriegsarchiv Wien, Sig.: Zone 22, Kolonne XXIV, Nr. 566.

613


Die Woiwodschaft Serbien und das Temeser Banat Dieses Verwaltungsgebiet, das 521 .12 Qadratmeilen groß war, lag zu beiden Seiten des unteren Laufes der Theiß, südlich von der Mündung der Marosch und erstreckte sich westlich bis zur Donau, östlich bis in die Karpaten. Im Süden überschritt das Gebiet auf einer kurzen Strecke die Donau, da von Syrmien, dem Zweistromlande zwischen der Drau und Save, die beiden Bezirke Ruma und Illok dazugehörten. Im weiteren Laufe der Südgrenze wird es von der Donau durch die Militärgrenze getrennt. Die Theiß teilte das zwischen Donau und Karpathen gelegene Gebiet, in gerader Richtung von Norden nach Süden, in die kleinere westliche Hälfte, die Batschka, und in die größere östliche Hälfte, das Banat. Original: Österr. Kriegsarchiv Wien, Kartensammlung Sig. B IX. a. 575-5387, Jahr 1867, Diese Karte wurde zu administrativen Zwecken von Julius Ritter von Schröckingen Neudenberg k. k. FinanzministerialSekretär, herausgegeben. Gezeichnet von W. Wessely k. k. Steuerinspektor. Lithographiert in der k. k. Filial-Staatsdruckerei in Temeswar. Maßstab: I :480.000.

Übersichtskarte der Wojwodschaft Serbien und Temeser Banat Diese Karte liegt im Österreichischen Kriegsarchiv in Wien auf. Die ganze Karte besteht aus acht gezeichneten Blättern . Das vorliegende Blatt trägt die Nr. III. Zusammengestellt durch den k .k . Obergeometer Josef Lokamer und den Vermessungs-Adjunkten Ignaz Hatsek . Maßstab: 1: 144.000. Hergestellt in Temeswar. Jahr 1855. Original: Österreichisches Kriegsarchiv Wien, Kartensammlung, Sig. B IX. a 574-2-5386-2

Die Treckstraßen der Volksdeutschen Flüchtlinge aus Rumänien 1944 Original: Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost- und Mitteleuropa, Band III. Das Schicksal der Deutschen in Rumänien, Seite 69 E.

614


Sachwerterklärungen und Erläuterungen Wenig bekannte, rechtliche und wirtschaftliche Ausdrücke, die in den zitierten alten Akten und Dokumenten immer wieder aufscheinen: Allod [ium] = freies Eigentum im Gegensatz zum Lehen, über das der Besitzer unbeschränkt verfügen kann. abgeheischt = abgefordert bei aller Beschränktheit = Armut Beisitzer oder Hintersassen = Einwohner ohne Grundbesitz, der an den bürgerlichen Rechten und Pflichten nicht teilnimmt. Meist Söhne mit eigenem H aushalt im elterlichen Haus. Bittschrift = Eingabe an eine Behörde Deputat = regelmäßige Leistungen von Naturalien als Teil des Arbeitslohnes, bei Bauern, Landarbeitern usw. Domäne = landwirtschaftlicher oder forstwirtschaftlicher Betrieb im Besitz des Staates, meist verpachtet. Erbherr = Obereigentümer der Güter, auf deren Besitz Leibeigenschaft haftet. Erblehen = ve rerbliches Lehen Gefälle = Sammetbezeichnung für verschiedene Abgaben und Zölle an den Staat und Grundherrschaft. Gerhaben = Vormund Gespannen = Ispanen = Verwalter Gewann = kleiner, viereckiger Teil der Ackerflur eines Dorfes Halt = . Viehherde, Weideplatz für das Vieh Herrschaftsgaben = Herrengaben, die an den Grundherrn zu leisten waren. Hohe Gerichtsbarkeit, Blutbann oder Malefizobrigkeit mit Strafen an Leib und Leben [Todesstrafe] [standen auch der Herrschaft des Agramer Bistums in Billed zu]. Kameralherrschaft, Kameralort, ist eine Herrschaft oder ein Ort unter unmittelbare r Verwaltung der Landesherrschaft. Im Gegensatz: Dominialherrschaft, die von einer unter der Landesherrschaft stehenden Niedergerichtsherrschaftverwaltet wird, die also zwischen Landesherrn und Untertan eingeschoben ist. Kleinrichter ist ein Gemeindediener Ödland = von Menschen nicht durch forst- oder landwirtschaftlichen Anbau genutztes oder nutzbares Gebiet. Pannonien = benannt nach dem illyrischen Stamm der Pannonier, römische Provinz zwischen Donau, Save und Alpen, heute ungefähr Ungarn, Burgenland und der Raum Wien. Pupillen = Waisenkind, Mündel Pußta = das meist als Weide- und Ackerland genutzte Steppengebiet im ungarischen Tiefland. Rentamt ist die Behörde, die die Einnahmen und Ausgaben der Domäne verrechnet. Sitz des Billeder Rentamtes war nach 1780 bis 1800 in Lenauheim. Steppe = eine im allgemeinen baumlose Graslandschaft, in der allenfalls einzelne Sträucher auftreten. Tafellandschaft = durch eine horizontale tafelgleiche Oberfläche gekennzeichnetes Flachland. Überland heißt übrigens, vorläufig noch nicht verteiltes Land im Besitz des Grundherrn. Auch Reservatshuttung genannt. Urbar, Salbuch =Von einer Grundherrschaft angelegtes, gemeindeweise geordnetes Verzeichnis ihrer ausgelehnten Güter, unter Angabe der Lage und Größe der einzelnen dazugehörigen Stücke. Urbarialisten = Urbarmacher Versilbern = eine Ware verkaufen bzw. zu "Silbergeld" machen [Salzversilberer]. Vetter= Sohn von Vaters oder Mutterbruder, aber auch jeder väterliche Verwandte [Onkel] . Vorderösterreich ist die Sammetbezeichnung der südwestdeutschen Besitzungen der Habsburger im Alten Deutschen Reich bis 1806. Elsaß, der Breißgau, die Ortenau, Nellenburg, Grünzburg, Burgau in Bayrisch Schwaben usw., die alle Innsbruck unterstanden. 615


Vormärz: Die Epoche, die sich auf die Jahrzehnte vor dem Ausbruch der Märzrevolution 1848 in der österr.-ung. Monarchie und Deutschland bezieht. Unser Landsm ann Nikolaus Lenau war Dichter und Vormärz-Kämpfer. Willfährig = den Willen erfüllen Reitrat = Rechnungsrat [Regierungsrat] Ofen-Pest = Budapest. Ofen liegt westlich der Donau und Pest östlich der Donau. Die Schreibweise der Monate : 7brie - September 8brie - Oktober 9brie - November Xbrie- Dezember

Abkürzungen und Kürzungszeichen allgemeiner Art a.a.O. Abb. a.c. a.d. Caal geb. gest. J. Jg. Jh. kath. LPG lt. mp. Nr. Reg. rum.

s.

s. u.a. ung. v. Chr. verh. Vgl.

= an anderem Ort =Abbildung = anni currentis -laufendes Jahr =an der = Camerale =geboren = gestorben =Jahr =Jahrgang = Jahrhundert = katholisch = Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft =laut = eigenhändig =Nummer =Regierung = rumänisch = Seite =siehe, = unter anderem = ungarisch = vor Christi = verheiratet = vergleiche

[ ] rechteckige Klammern bedeuten Zusatz des Verfassers.

616


Schlüssel für Quellenzitate Das Archivmaterial bildet die hauptsächlichste Quelle für die Chronik der Heidegemeinde Billed. Und zwar sind es von 1716 bis 1779 die Banaterakten, aus denen der Hauptanteil entstammt. Wegen der Häufigkeit der Quellenhinweise, die auf die verschiedensten Archive Bezug nehmen, wurden die folgenden Abkürzungen verwendet: AVA BA Fasz. Fol. HS HHSTA HKA IHI KB KA r. Nr.

= Allgemeines Verwaltungsarchiv Wien 1., Wallnerstraße 6a

Banater Akten Faszikel [Aktenbündel] Folio [Blatt] Handschriftensammlung Haus-Hof- und Staatsarchiv Wien 1., Minoritenplatz 1 Hofkammerarchiv Wien 1., Johannesgasse 6 Impopulations-Hauptinstruktion Kirchenbuch = Kriegsarchiv Wien 7, Stiftgasse 2 = rote Nummer [Faszikelnummer und Standortangabe der Archivalien im Wiener Hofkammerarchiv.] =

= = = = = = =

Münzbezeichnungen und Paritäten in Österreich-Ungarn Bereitsam 1. Jänner 1718 wurde die Einführung des rheinischen Guldens [Reichs Gulden] im Kronland Banat angeordnet. In Österreich-Ungarn bestand bis zum Jahre 1892 diese Guldenwährung oder auch Österreichische Währung. Ab diesem Jahr wurde die Kronen- oder Goldwährung eingeführt. 1 Gulden = 100 Kreuzer oder 1 Gulden = 2 Deutsche Mark. Im Banat wurde also nach der Rheinischen Währung gerechnet: 1 florentiner Gulden = 60 Kreuzer, [1 fl = 60 x abgekürzt] . 1 Kreuzer = 3 Pfennig [Den ar] [1 x = 3 d] 1 Pfennig [Denar] = 2 Heller [1 d = 2 Heller] 1 Reichsthaler = 1 Gulden 30 Kreuzer 1 Gulden [fl] = 20 Groschen 1 Thaler = 30 Groschen 1 Groschen = 3 Kreuzer Die Scheidemünzen waren aus Kupfer oder Silber. Banknoten gab es zu 5, 10, 100 und 1000 Gulden. 1 Silberzehner = 25 Kreuzer 1 Silberzwanziger = 50 Kreuzer Im Schriftverkehr wurde für den Kreuzer meistens die Abkürzung kr statt x verwendet. Unsere Vorfahren mußten einige Währungsreformen mitmachen, die ihnen immer Geldverluste einbrachten. Florin [fl] ist die französische Bezeichnung für den rheinischen Gulden. In Österreich rechnete man biszum Jahre 1857 den Gulden Wiener Währung. [W. W.] zu 60 Kreuzer [x] [kr] . Im Jahre 1858 trat an Stelle des Altkreuzers der Neukreuzer zu 11100 Gulden österreichischer Währung [ö. W.]. Abkürzungen für: Reichswährung- RW, rheinischer Währung-rh W, Rheinthaler- RTh. 617


Maße und Gewichte Die üblichen Gewichts- und Längenmaße waren im Banat bis 1725 beim Kauf und Verkauf der Waren das türkische Oka, Fuß und Spanne. 1725 wurden von der Administration das Wiener Gewicht und die Wiener Elle eingeführt. Für den Kornhandel galt der 1726 amtlich festgesetzte Preßburger Metzen. [p. m.]

Hohlmaße: 1 Preßburger Metzen [p. m.] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62,4984 Liter 1 UngarischerMetzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62,53 Liter 1 Österreichischer Metzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61,487 Liter 1 ÖsterreichischerEimer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56,6 Liter 1,215 Liter 1 Maß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Hektoliter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100,- Liter 1 Scheffel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 ,- Liter In Billed wurde ein Hohlmaß aus Holz verwendet und war unter dem Namen " Viertel " bekannt. Vier solcher Viertel Weizen wogen 50 kg. 1 " Viertel " hatte 20 Liter. 1 Eimer hatte 10 Liter.

Längenmaße: 1 Meile [geographisch] . . . .... . ... .. . .. . ...... .. . . .. .. .. . ... . .. ...... . .. . 7,4204 km 1 Meile hatte 4000 Wiener Klaftera 6 Schuh= . . . . .. . .... .. . . .. .. .. . . ....... . 7,586 km 1 Klafter [6 Fuß a 12 Zoll] . . .... ... . . .. .. . . ... ..... . .... .. . .... .. ........ . . . 1,896 m 1 Elle [Wiener] [29 Zoll] . . .... . .... . .... .......... . . ..... . ... .. .... . . . .. .. . 0,778 m 1 Schuh [Fuß] .. . .. . .. ........ . .. . .. . .. . . . . .... . .. . . ................ ..... . 31 ,6 cm 1 Zoll [26 mm] ... . . .... . . ....... . . . ... . ......... . . . .. .. . . .. .......... .. .... . 2,6cm 1 Linie [4,3 mm] ....... . . . . .. . . ... . .. . .... . ..... .. . ....... . ..... . .. .... .. . 0,43 cm 1 Faust war ein Pferdemaß und hatte 4 Zoll, also rund 10 cm .

Gewichte: 1 Doppelzentner . ............... .. .... . ........... . .. . ... . .. .... .. . .. . .. .. .. 100 kg 1 Wiener Zentner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56,006 kg 1 Lot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1,750 dkg 1 Wiener Pfund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 0,696 kg 1 Pfund [Pfd.] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 500 Gramm 1 Occa [türkisch] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1/2 Pfund

Flächenmaße: 1 Joch= . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.600 Quadratklafter oder 0,575 ha 1 Hektar= . .. . ........ . . ... . . ... ... . .. . . .. . .. .. ...... . . . .. . . . ... . . .... . .. . 100 Ar 1 Ar= . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 .805 Quadratklafter 1 Quadratklafter = . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3,60 Quadratmeter 4 Viertel = . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Session 9 Ketten = . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Viertel 0.405 ha 1 Acker [acre] = . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 Hufe= . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Hektar 1 Morgen= . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25.532 Ar Die Größe der Weingärten wurde nach Tagwerken und nach der Anzahl der Reben gemessen, oder auch nach Motiken und Vierteln: 1 Motike = ..... . ..... .. .... . ...... . ......... 200 Quadratklafter[Kieegärten in Billed] . 1 Viertel = . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 400 Quadratklafter 618


<Juellennachweis "Wer klares Wasser trinken will, der muß zur Quelle gehen." Vor allem sei darauf hingewiesen, daß bei der Anlage dieser Chronik grundsätzlich auf die Quellen zurückgegangen wurde. Sie allein geben das feste Gerüst eines alles Wesentliche umfassenden Mosaikbildes, das uns den Werdegang der Heidegemeinde Billed und das Schicksal der deutschen Kolonisten, die es besiedelten und kultivierten, vor Augen führt. Alles, was ich an geschichtlichem, statistischem und ethnographischem Material über das Prädium und den Ort Billed sowie über seine Einwohner aufbringen konnte, wurde kopiert oder auf Mikrofilme aufgenommen und damit der Inhalt dieses Buches ausgestaltet. Für diese Arbeit wurden folgende ungedruckte Archivalien benützt:

Hofkammerarchiv Ältere Banater Akten : Jahrgang

Faszikel rote Nummer

1717-1718 1719-1720 1721-1724 1725-1726 1727-1729 1730-1733 1734-1737 1737 1738-1739 1740 1741 1742 1743 1744

Jahrgang

1745 1746 1747 1748 1748 1749 1749 1749 1750 1750 1750 1750 1751 1751

I

2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Faszikel rote Nummer

Jahrgang

15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28

Jänn.-Juni Juli- Dez. J änn.-Juli Aug.-sept. Okt.-Dez. J änn.-April Mai-Juli Aug.-sept. Okt.-Dez. Jänn.-Juni Juli-sept.

1751 1752 1752 1752 1752 1752 1753 1753 1753 1753 1753 1753 1753 1754

Faszikel rote Nummer

Okt.-Dez. Jänn.-März April-Juni Juli-Aug. Sept.-Okt. Nov.-Dez. Jänn.-Feber März April-Mai Juni-Juli August Sept.-Okt. Nov.-Dez. Jänn.-Feber

29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42

Ein Faszikel kann bis zu 1500 Folio beinhalten.

Akten über die deutsche Ansiedlung im Banat Faszikel 35 J ahrgang 1757-1764 1765 1766 1767 1768 00

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ro te Nummer 146 147 148 149 150 00

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Jahrgang 1769 1770 1771 1772 1773-1778

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rote Nummer 151 152 153 154 o oo 155 0

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Deutsche Ansiedlerlisten [Schlafkreuzer] Faszikel 35 Rote Nummer 156, 157 und 158.

Hofrat Kempfische

Hofkommis~ionsakten

Faszikel 1 und 2, rote Nummer 67 Jahrgang 1753/ 1754 Berichte an die banatische Hofde putation und Verordnungen an die Banaler Beamten.

619


Jüngere Banater Akten Agenden des Departements in Banaler Angelegenheiten und der Temesvarer Landesadministration. Faszikel! : rote Nummer 71, 1757-1766., rote Nummer 72, 1767-1769 Temesvarer Landesadministration: Instruktion, Personal und Besoldungsstand. Faszikel 2: rote Nummer 74, 1757-1764, rote Nummer 75, 76, 77, 78, 79, 80 von 1765-1778 Faszikel 11 und 12: rote Nummer 98, Stadt- und Landbräuhäuser, Zigeuner. Faszikel 24: rote Nummer 119, 1757-1759, rote Nummer 120, 1760-1764 (Pensionen, Almosenge lder, Gnadengaben, Adjuten und Quartiergelder. Rechnungen und Forderungen Nr. 7: rote Nummer 254, 1763-1772. Ansiedler und Transmigrande Nr. 7: rote Nummer 255, 1773-1775. Ungarische Gedenkbücher: Banat von 1748-1756, Nummer 470. Handschriften 494 und 496: Relation des Wolfgang v. Kempelen, 1768.

Ungarische Kameralakten Mit der Einverleibung des "Kronlandes Banat" in das Königreich Ungarn im Jahre 1778 war auch das Ende der "Banater-Akten" gekommen. Für den Abschnitt 111 dieses Buches standen die Kameralakten Ungarn in großer Anzahl zur Verfügung. Die folgenden Jahrgänge wurden von mir benutzt: 1765, 1766, 1767, 1768, 1769, 1770, 1771, 1772, 1773, 1774, 1775, 1776, 1777, 1778, 1779, 1780, 1781 einschließlich Mai 1782. [Ab Juni 1782 bis einschließlich des Jahres 1791 befinden sich die Akten im Ungarischen Staatsarchiv in Budapest.] Weitere Jahrgänge im Wiener Hofkammerarchiv: 1792, 1793, 1794, 1795 , 1796, 1797, 1798, 1799, 1800, 1801, 1802 und 1820. Die hier nicht angeführten Jahrgänge konnten aus Zeitmangel für dieses Buch nicht mehr eingesehen und berücksichtigt werden. Zusätzlich wurden die folgenden Faszikeln eingesehen: FaszikelS: rote Nummer 99, 1797-1799 Waldwesen, Beschäftigungsrapport, rote Nummer 279, 1791-1800 Militär- und Grenzwesen. Faszikel 29 : rote Nummer 631, 1800 Pensionen, Gnadengaben, Abfertigungen und Almosen. Faszikel 18: rote Nummer 379, 1773 Maut- und Zollwesen. Sammlung der Karten, Pläne und Uniformen: Sig. S-69, r. Nr. 99/ 1790. Kartensammlung im Hofkammerarchiv Wien.

Österreichisches Staatsarchiv, Abt. Kriegsarchiv Verzeichnis der kaiserlichen Generale. Banaler Akten Nr. 4 [B. A.] Register I. AE Nr. 46, 1849 Tagebuch der Belagerung von Temesvar [Handschrift]. Kartensammlung im Kriegsarchiv in Wien.

Heeresgeschichtliches Museum Militärwissenschaftliches Institut Feldherrnhalle 620


Allgemeines Verwaltungsarchiv Wien Aktenbestände des Innenministeriums von 1849.

Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien Hungarica, allgemeine Akten Faszikel197, ab 1717. Hungarica, Bittschriften Faszikel 261 , 1790-1830. Hungarica, Bittschriften Faszikel 262, 1831-1861. Banat-Temesvar, Faszikel 15. Mercy Argenteau G. A. Brüssel Inventar 116 - K 1. Inventaire des papiers du Comte de Mercy-Argenteau. 682 Seiten. Meritorischer Index 1849/ 61 ABC.

Diözesanarchiv Wien Kirchenvisitationsprotokoll vom Jahre 1837 in Billed [Bischof Lonovics) . Fremde Bistümer. Sehemalismen der Csanader Diözese.

Donauschwäbisches bibliographisches Archiv Graz Billed-Bogaroscher Schwabenpetition 1849

Ungarisches Staatsarchiv- Budapest Conscriptio regnicolaris art. VII. 1827, ordinata [N 26) 9/ a, 9/b. Zusammenschreibung des Komitats Torontal Ungarische Hofkanzlei 1782-1791 [Ungarische Kameralakten).

Szechenyi-Nationalbibliothek des Ungarischen Nationalmuseums, Budapest, Handschriftenabteilung von Friedrich Pesty.

Rumänisches Staatsarchiv - Temeswar Sterberegister Tom. VII. vom Jahre 1847-1849, des 41. Inf. Reg. Baron Sivkovich. 61. Inf. Reg. Baron Rukovina Sterberegister Tom. VIII. vom Jahre 1849-1856 des 26. Inf. Reg. K. K. Euer Wohlgeb. Ferdinand der Erste. Sterberegister Tom IV. vom Jahre 1836-1848, Tom. IV. vom Jahre 1836-1848 und Tom. V. von 1848-1850 des 29. Linien -Infanterie-Reg. Herzog Wilhelm von Nassau Manual Protocoll der Trau-, Tauf- und Sterbefälle im 33. Linien-Inf.-Reg. von 1848-1850. K. K. Franz Graf Gyulai. Nr. 588/ IV. Sterberegister Tom. I. vom Jahre 1848-1868 Nr. 657/F 1. des 46. Linien-Inf.-Reg. löblichen kais. königl. Baron Jellacic. Kirchenbücher der kath. Pfarre von Billed, 1766-1950.

621


Geschichtliches Archiv der Autonomen Region Vojvodina in Sremski Karlovci Jugoslawien. [ISTORIJSKI ARHIV AUTONOMNE POKRAJINE VOJVODINE SREMSKI KARLOVCI JUGOSLAVIJA.l

Österreichische Nationalbibliothek Wien Handschriftensammlung 14526 I eh. XVIII. Presse- und Zeitschriftenarchiv Karten- und Bildarchiv.

Bibliothek der Akademie in Bukarest Zeitschriftenarchiv Es dienten nicht nur handschriftliche Archivalien, sondern auch Tageszeitungen, Zeitschriften und Flugblätter als Quellen.

An Hand der angeführten Bestände können wir feststellen, daß weit über 100.000 handschriftliche Archivalien nach brauchbarem Material und Unterlagen für diese Chronik durchforscht und benützt wurden. Lediglich 1% dieses so reichhaltigen Schriftgutes, nämlich 1041 Folien enthielten Mitteilungen über die Geschichte unserer Heimatgemeinde. Sie wurden alle kopiert bzw. auf Mikrofilme aufgenommen und nach Auswertung des Inhaltes dem Billeder Heimatarchiv in Wien eingeordnet. Hier eine kleine Statistik über das ausgewertete und nach der Zeit geordnete Quellenmaterial: Jahrgang von

bis

1716 1725 1726 1735 1736 1745 1746 1755 1756 1765 1766 1778 1779 1790 1791 1800 1801 1810 1811 1860 Zusammen

Anzahl der Jahre 10

10 10 10 10 13 11

10 10 50 144

Im Durchschnitt 7.2 Folien je Jahr.

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Anzahl der Folien 28 10 14 174 48 231 241 12 18 265 1041


Literaturnachweis

Trotz der vielen benützten und zitierten Archivalien war ich doch auch auf die Arbeit und Veröffentlichungen anderer Autoren angewiesen, insbesondere dort, wo die unmittelbaren Dokumente und Zeugnisse nicht zugänglich waren. Die für diese Arbeit maßgebende und wichtige Literatur stand mir in der Österreichischen Nationalbibliothek sowie in den Bibliotheken des Kriegs- und Hofkammerarchivs in Wien in großer Auswahl zur Verfügung. Aus ihnen habe ich viele Fragmente ausgewählt und diese gemeinsam mit dem Quellenmaterial zu dieser Chronik zusammengestellt. Nach eigenem Ermessen und eigener Einsicht habe ich die folgende Auswahl getroffen: Ackner, Michael J. , und Müller, Friedrich: Die römischen Inschriften in Dacien. Wien 1865 . Albrich-Christ-Hockl : Deutsche Jugendbewegung im Südosten. Bietefeld 1969. Ambrozy, Ludwig von : Temeswar im Jahre 1849, während der Belagerung geschrieben. Temeswar 1850. Anton, Peter: Die Gaubauernschaft Banat. Warjasch 1937. Arneth, Altred von: Prinz Eugen von Savoyen, 3 Bände. Wien 1858. Bäräny, Agoston : Torontälvarmegye hajdana [Die Vorzeit derTorontaler-Gespanschaft]. Buda 1845. [S. 38 u. 85]. Bar6ti, Lajos: Adattar delmagyarorszag XVIII. szazadi törtenett~hez [Datensammlung zur Geschichte Südungarns im 18. Jahrhundert]. 3 Bände. Temeswar 1893-1907. 1 Zusatzband Basch, Franz Dr. : Zur Volks- und Volksbewegungsfrage im Banat 1717-1867. München 1936. Bell, Carl : Das Deutschtum im rumänischen Banat. Dresden 1926. Bleyer, Jakob : Deutsch-Ungarische Heimatblätter. Budapest 1930-1933. Böhm, Leonhard: Geschichte des Temeser Banats. Erster u. zweiter Theil. Leipzig 1861. Borovszky, Samu, Sziklay Janos : Magyarorszag varmegyei es varosai. [Ungarns Komitate und Städte.] 1-24 Bände. Budapest 1896-1916. Band 18. Torontaler Komitat, Billed Seite 26-31 und 322. (1911]. Bußhoff, Lotte: Wandlungen im Landschafts- und Siedlungsbild der Banater Schwäbischen Heide. München 1938. Catalogus Venerabilis Cleri Dioecesis Csanadiensis (Schematismus der Diözese Csanad]. Csaplovics, J anos von: Topographisch-statistisches Archiv des Königreichs Ungarn. 1. Band. Wien 1821. Csaplovics, Janos von : Ungarns Vorzeit und Gegenwart .verglichen mit jener des Auslandes. Wien 1830. Aus dem Archiv f. Geschichte, Staatenkunde besonders abgedruckt. Csaplovics, Janos: England und Ungarn. Halle 1842. S. 118-135. Czoernig, Carl Frh. von: Deutsches Kolonialwesen in Ungarn und Siebenbürgen. Wien 1849. Czoernig, Carl Frh. von : Ethnographie der Österreichischen Monarchie. 3 Bände. Wien 1857. S. 269. Dahn, Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-romanische Frühgeschichte Europas. Berlin 1977. Damang, Andreas : Die deutsche Landwirtschaft im Banat und in der Batschka. München 1931. Diplich, Hans: Deutsches Bauernleben im Banat, Hausbuch des Mathias Siehold aus Neubeschenowa, Banat 1842-1878. München 1957.

623


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Bildernachweis Die Abbildungen in diesem Buch stammen aus Archiven in Wien, Budapest und Bukarest sowie von Landsleuten aus der alten und neuen Heimat. Sie sind mehr als bloße Erläuterungen des Textes und besitzen dokumentarischen Wert. Die

Zusammen

640 136 32 32 200

Textseiten werden bereichert durch Stück Schwarzweißfotos Stück Farbfotos Stück Handschrift-Faksimiles und Karten Stück Abbildungen

Abbildungen Ort und Art des Archivs Hofkammerarchiv Wien ....... . . . .. ........ . ..... . .. . .. . . .. . . . ....... . 12 Stück Kriegsarchiv Wien . ............ . ..................................... . 4 H aus-, Hof- und Staatsarchiv Wien .... . . ... .. . . .. . .. . . . . . . . . .. .. . . . . . .. . 1 Historisches Museum der Stadt Wien ....... . .. . .. . .. . ..... . .. . .. . .. . .. . . 2 2 Ungarisches Staatsarchiv Budapest . . ..... .. ... . .. . .. . . . . .... .. . .. ..... . . Szechenyi-Nationalbibliothek Budapest .................... . ........ . .. . 1 1 Bibliothek der Akademie in Bukarest ....... . .. ... . . . . .. .. .. .. . ..... .. . . . Billeder Heimatarchiv Wien 55 122 Leihgaben von Landsleuten 200 Einen schönen Dank an alle Landsleute, die für unser Heimatbuch Bildmaterial zur Verfügung stellten. Aber auch dem Herausgeber, der bei der Wiedergabe des Bildmaterials keine Kosten scheute, sei dafür besonders gedankt.

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Biographische Daten des Autors Fr a n z K I e i n wurde am 17. Oktober 1919 in Billed als dritter Sohn einer Handwerkerfamilie geboren . Nach der siebenten Klasse Volksschule erlernet er in Temeswar das Drechslerhandwerk, das er bis 1940 in Billed selbständig ausübte. Dann brach der Zweite Weltkrieg aus. Franz Klein meldete sich schon 1940 freiwillig zur Deutschen Wehrmacht. 1945 kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung nahm er seinen ersten Aufenthalt in Ried im Innkreis. 1946 kehrte er in seine Heimat nach Billed zurück. Die dort angetroffenen Zustände veranlaBten ihn wieder nach Österreich zurückzukehren. Auf dem amerikanischen Flughaften in Hörsching bei Linz fand er eine erste Anstellung . 1949 übersiedelte er nach Wien wo er die Meisterprüfung ablegte und in der Holzverarbeitenden Industrie vom Abteilungsleiter zum Betriebsleiter aufstieg. 1979 scheidet er aus dem Berufsleben aus und tritt in den Ruhestand. Dieser Ruhestand ermöglichte es ihm unser Heimatbuch zu vollenden , an dem er vorher schon zwar in aller Intensität, doch nur in seiner spärlichen Freizeit tätig gewesen war .

Die Mitautoren unseres Heimatbuches MedizinaIr a t D r. Hans Braun, 1920 in Billed geboren, studierte nach dem Zweiten Weltkrieg in Wien und Innsbruck Medizin, hat seinen Wohnsitz und Ordination in Reuttein Tirol [Österreich]. J o s e f Braun, 1915 in Billed geboren, war bis zur Einberufung zum Militärdienst Bauer auf seinem Hof. Nach seiner Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft [1946] war er in Österreich, wanderte dann nach Frankreich aus und kam nach Jahren von dort in die Bundesrepublik Deutschland, wo er auch heute noch lebt. Mich a e I Braun, 1908 in Billed geboren , starb dort im Jahre 1979. Er war einer der hierzulande seltenen: Bauer und Kapellmeister zugleich. Jakob Breitenbach , 1891 in Billed geboren, war Kleinhäusler, Musiker und Chorleiter des Billeder Gesangsvereines und lebt auch heute noch in Billed. J o h an n Eich er t , 1896 in Billed geboren, war Bauer, Jäger und Dorfrichter in Billed. Heute lebt er als Pensionist in der Bundesrepublik Deutschland. Jak ob Ga II o , 1897 in Billed geboren, erlernte das Friseurhandwerk und war in Billed selbständig tätig. Heute lebt er als Pensionist in der Bundesrepublik Deutschland. J o s e f Herbst, 1933 in Billed geboren, ist heute noch dort im ärztlichen Gesundheitsdienst als Sanitäter und Kraftfahrer tätig. P e t er Kr i er sen ., 1908 in Billed geboren, erlernte das Schlosserhandwerk und war bis zum Zweiten Weltkrieg im eigenen Betrieb tätig. Heute lebt er in der Bundesrepublik Deutschland. P e t er Kr i er jun ., 1935 in Billed geboren, ist seit Anfang 1970 in der Bundesrepbulik Deutschland als technischer Zeichner tätig. Jak ob Lei deck er , 1915 in Billed geboren, war dort bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst als landwirtschaftlicher Arbeiter tätig. Heute lebt er in seinem wohlverdienten Ruhestand in der Bundesrepublik Deutschland. Fra n z Lu c k hau p, 1909 in Deutschbentschek geboren , lebt seit 1933 in Billed und war vor dem Zweiten Weltkrieg Bauer auf seinem Hof. Heute ist er pensionierter Kollektivbauer in Billed. P e t er Maurer 1928 in Billed geboren wurde mit 17 Jahren von der Schulbank weg nach Rußland verschleppt und lebt heute als Lagerverwalter in Wien. 629


Hans Pi II i 1915 in Billed geboren war bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst Bauer auf seinem Hof. Nach seiner Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft [ 1946]Iebte er in Österreich und anschließend in Billed. Von dort wurde er in die Baragan Steppe deportiert und reiste in den siebziger Jahren in die Bundesrepublik Deutschland ein. Mari a Sauer [geb. Klein], 1925 in Billed geboren, hatte beim herannahen der Front im Jahre 1944 ihre Heimat verlassen und lebt heute in Bürmoos bei Salzburg [Österreich] . Helga Scholz [geb. Haupt]1949 in Billed geboren war dort als Lehrerin tätig und übt diesen Beruf auch heute in der Bundesrepublik Deutschland aus. Jakob SI a v i k , 1916 in Billed geboren, erlernte dort das Malerhandwerk und übte es bis zur Einberufung zum rumänischen Militärdienst aus. 1941 meldete er sich freiwillig zur Waffen SS. 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft im Dezember 1946 arbeitete er zuerst als Malergeselle, legte 195 J die Meisterprüfung im Maler- und Anstreichergewerbe ab und wurde Gesclläftsführer. 1962 machte er sich selbständig und führte seinen eigenen Betrieb in Salzburg, bis er 1977 in den Ruhestand ging. P e t er Weber , 1914 in Billed geboren , erlernte dort das Friseurhandwerk , wo er bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst arbeitete. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebt er in der Bundesrepublik Deutschland. W i I heIm Weber , 1924 in Temeswar geboren, kam als Lehrer nach Billed. Er ist seit Jahren an der Lenauschule in Temeswar beschäftigt und zählt zu den eifrigsten Heimatforschern im Banat.

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Schlußwort Schon kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. nach der Eingliederung in unsere Wahlheimat hier im Westen. wurde von einigen Landsleuten der Wunsch nach einem Billeder Heimatbuch geäußert. Diesem immer wieder vorgebrachten Wunsche soll nun mit dem vorliegenden Buche entsprochen werden . Es ruft viele Erinnerungen an die alte Heimat. an den Ort und die Zeit un serer Kindheit wach und führt uns zur geschichtlichen Vergangenheit unserer Vorfahren. Die Erinnerung an diese Menschen, an ihr Wirken und Schaffen, die Betrachtung ihrer Leiden, Hunger, Not und Krankheiten werden uns eindrucksvoll vor Augen geführt. Aus dem oft zitierten Quellenmaterial können wir ersehen wessen Verdienst es war. daß aus dem fieberverseuchten. sumpfigen Land die Kornkammer der Monarchie entstanden ist. Uns alle erfüllt es heute mit Stolz. daß unsere Vorfahren es waren die diese Leistung vollbrachten . Trotzdem wäre es müßig und nicht zeitgemäß irgendwelchen Träumen von einem "Verlorenen Paradies" nachzuträumen . Doch was unsere Ahnen wollten, wie sie lebten und wie ihre Umwelt aussah, in die sie "ihre Kaiserin" rief, sollte für uns und die nachfolgenden Generationen von Interesse sein. Möge daher dieses vorliegende Heimatbuch ein zuverlässiger Begleiter sowie ein Nachschlagwerk für alle jene sein. die etwas über unser Billed erfahren wollen . Jahrelang. umfangreiche sowie Zeit und kostenaufwendige Archivarbeiten im In- und Ausland waren notwendig, damit dem Leser ein möglichst objektives und umfassendes Bild der Geschichte. Wirtschaft und Kultur von unserem Heimatort geboten werden kann. Für diese Arbeit danken wir dem Verfasser des Buches sowie allen Mitautoren der einzelnen Beiträge. Dank gebührt auch allen ungenannten Mitarbeitern die durch Anregungen und Bildmaterial in selbstloser Weise zum Erscheinen des Buches beigetragen haben . Nicht zuletzt wollen wir auch allen Spendern und Darlehensgebern Dank sagen, denn ohne ihre finanzielle Hilfe hätte diese Chronik von Billed nicht erscheinen können . So übergebe ich dieses Buch vertrauensvoll meinen Landsleuten und damit der Öffentlichkeit mit dem Wunsche es möge seiner Aufgabe gerecht werden und auch bleiben . Jakob Slavik Obmann des Heimatausschusses zur Förderung und Herausgabe des Billeder Heimatbuches

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Inhaltsübersicht Geleitwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vorwort des Verfassers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ehrenliste der Spender und Darlehensgeberfür das Billeder Heimatbuch . . . . . . . . . . . . . . . Vorbemerkungen: Ortsnamenschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Erster Abschnitt Gang durch die Geschichte unserer Heimat bis zur Gründung des " Kronlandes Banat" im Jahre 1716

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Geographische Lage des Banates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .' . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Geographische Lage von Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Klima im Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DerNameBanat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Zeit der Jäger, Fischer und Sammler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Grabhügel um Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Römerschanze und Awarenringe bei Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die BevölkerungdesBanates vor 1716 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Römer im heutigen Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Banat unter der Herrschaft der Germanen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Bulgaren und Slawen im Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Madjaren kommen nach Europa 893 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Türken kommen nach Europa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DerBauernaufstandunterGeorgDozsaimJahre 1514 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Türken auf dem Vormarsch nach Mitteleuropa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erste Türkenbelagerung Wiens im Jahre 1529 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Türken im Banat 1552 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ZweiteTürkenbelagerungWiensimJahre 1683 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ungarn wird vom Türkenjoch befreit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Festung Temeswar, letztes Bollwerk der Türken im Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Herzog Karl IV. von Lothringen berichtet aus dem Banat 1687 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Billyed im Mittelalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oppidum Märäz 1396 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Pußta Pakacz 1332 .. . ....... :. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

15 15 16 16 17 18 18 19 19 20 21 22 24 25 25 27 27 28 29 29 31 32 33 34

Zweiter Abschnitt Das Banat als Kronland Österreichs 1716-1778 .... . ....... . ............ .. . .. . .... .

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Kaiser Kar I VI. Banater Landesfürst[* 1685 t 17 40) ..... . ... . .. . .... . . . . .. .. . . .... . Organisation, Verwaltung, Landaufnahme und Distrikteinteilung ... . ........ ... . ... . . Die Distriktseinteilung .. . . . .. ... . . . . .......... . . ... .... ..... . .. . ... . .. . .. . ... . . Flüsse, Gewässer und Sümpfe im Banat . .. .. . ......... . .. .. ... . . . .. . .. ....... . ... . Die Bega und der Begakanal ............... ..... . . . .... . . ... . ..... ... . . ....... . . . Die Bevölkerung im " Kronland Banat" , Walachen, Raizen, Griechen, Juden , Zigeuner . .. . ... . . .. .. . ... . .. . . .................. ... .. .. .. ..... . Die " Nationalisten" und ihre Wohnverhältnisse 1748 ..... . . . . ... .. ... . . . .. . ... .. .. . Der "Erste Schwabenzug"

37 37 38 40 41 41 43 44


DerTürkenkriegimBanat1737-1739 ... ........................... ... .. . .. .... . Flucht aus dem Banat und ihre Ursachen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die katholische Kirche im Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Claudius Florimund, GrafMercy von Eillets . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Prinz Eugen, der edle Ritter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Johannes von Nepomuk, Schutzpatron des Banates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DasPrädio Billietvon 1716 biszurOrtsgründungimJahre 1765 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

46 47 48 49 49 50 52

Das Banat unter Maria Theresia 17 40-1778 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . JakobHetz,PächterdesPrädioBilled 1747 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Prädio Billed als Heulieferant des kaiserlichen Heeres . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 300 deutsche Familien sollen im Jahre 17 49 das Prädium Billed besiedeln . . . . . . . . . . . . . . . Die Kolonisation des Banats zwischen dem Ersten und Zweiten Schwabenzug unter Maria Theresia 1740-1767 .......... .. . . .. .. ... . ....... . ...... .. .... Spanische Familien im Banat 1735-17 44 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DerTemeswarerWasserschub 1744-1767 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Hauensteiner, politische Deportationen ins Banat 1755 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Ansiedlung der aus der Theiß-Marosch-Grenze entlassenen Soldaten im Banat 1751 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anwerbung und Ansiedlung französischer und preußischer Kriegsgefangener im Banat 1743-1763 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Invalidenansiedlung im Banat 1753-1761 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Anwerbung und Ansiedlung von entlassenem Heerespersonahm Banat 17 63 . . . . . . . . Das Kolonisationspatent Maria Theresias 1763 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Maria Theresia verpfändet das Banat für10 Millionen Gulden 1759 . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

57 58 60 62 65 66 66 67 68 68 69 69 70 72

Der" Große Schwabenzug" 17 63-1771 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Die Anwerbung der Siedler im Reich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 Die Urheimat und Stammeszugehörigkeit der ersten Siedler des "Teutschen Dorffes Billiet" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Gründe und Ursachen der Auswanderung ......... ...... ... .. . ... .. '......... . ..... 79 Vermögensstand der Ansiedler von Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Gebühren anläßtich der Auswanderung aus der Heimat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 Staatsangehörigkeit und Leibesuntertänigkeit unserer Ahnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Der Kolonistentransport und seine Organisation ...... .............. ......... ..... .·. 81 UnsereAnsiedlerahnen aufdem Wegnach Ulm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 Die Stadt Ulm und der Ulmer Donauhafen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82 Die Reise bis Wien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 Die Auswanderer kommen in Wien an . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Der Aufenthalt in Wien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Die Reise von Wien nach Temeswar .,. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 86 Das Abwerben der Kolonisten durch private Grundherren in Ungarn . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 Die Ankunft der Kolonistentransporte in Temeswar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 Ansiedlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Ortsgründung des deutschen Dorfes Billed 1765 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Derfränkische Streckhof als Kolonistenhaus in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der erste Bürgermeister und sein Gemeinderat vop Billed 1765 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Finanzierung und Ansiedlung der ersten Kolonisten in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Ausstattung der Wirtschaften der angesiedelten Kolonisten ... . ............. .... .. Die Zuteilung von Arbeitsgeräten und Werkzeugen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Zuteilung und Beschaffung von Saatfrucht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Brennmaterialbeschaffung ...................... ·. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

90 90 95 98 101 101 103 103 104 633


Vom Brunnenwasser bis zum Trinkwasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hofkommissionen aus Wien auf Inspektionsreisen im Musterdorf Billed 1766--1767 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aufstieg oder Untergang des "Teutschen Dorffes Billiet", Kampf gegen Krankheit, Hunger, Not und Tod . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kostenvoranschlag über die Errichtung eines Brauhauses in dem deutschen Kolonistendorf Billed 1768 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die erste amtliche Hofübergabe in Bi IIed 1771 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . "Consignation" über Sterbefälle in Bi IIed 1769-1771 .... ..... . ..... . ..... ..... . .... Die Landvermessung im Banat und in Billed 1769 . .... .... . .. . .. . . .................. Die ersten Handwerker in Billed 1766 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die röm.-kath. Kirche in Billed, erbaut 1775-1777 .... . .. . ......... . ........ ....... DasSchulwesenvonBilled1765-1778 . . ........ ................ ... . ·.· .... .. ..... Das erste Ortssiegel von Billed 1772 ..... . . . . .. .. . .... .' . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

104 104 107 116 117 118 121 129 131 138 139

Der Ortsname Billed im Wandel der Zeit, seine Herkunft und seine Bedeutung ........ .. 140 GrafBeled undder Ortsname Belliet im Jahre 808 ............... . ............ .. .... 141 Die Einstellung der Kolonistenwerbung und dasEnde des "Großen Schwabenzuges" 1771 Was kostet dem Staat die Ansiedlung des Musterdorfes Billed? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verdammt, Verloren, Verlassen, die das Glück suchten und den Tod fanden. . . . . . . . . . . Kritik und Wertung des "Großen Schwabenzuges" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Herkunft und Aufstieg des Erbauers von Billed, Distriktverwalter Franz Josef Knoll [Personenbeschreibung] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Billeder Kolonistenaufseher Lorenz Klunkhard [Personenbescheibung] . . .. ......... . .. Wolfgang Ritter von Kempelen [Personenbeschreibung] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Maria Theresia und das Ende des Kronlandes Banat 1778 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

142 144 145 146 147 150 151 151

Dritter Abschnitt Das Banat im Königreich Ungarn 1778-1849 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kaiser Joseph II., Mitregent Maria Theresias und oberster Vollstrecker bei der Versteigerung des "Königlichen Hausguts" im Banat 1778-1790 . . . . . . . . . . . . . . . . Die "Zerstückelungspläne" Kaiser Josephs II. 1780 ...... ........ . .. . . ..... ......... Das Kameralgut Billed und das Csatader Rentamt 1780 ... ... ... .. ...... . .... . . ...... Das Gut Billed als Tauschobjekt für den Bischofvon Fünfkirchen 1781 ................. "Schätzungs-Aufsatz des Guths Biliet Thorronthaller Comitats" ...... .. . .. . . .. .. ... . .

153 154 155 158 159 159

Der "Dritte Schwabenzug" 1782-1787 ................. ....... ... ... . .. ... ... . ... 164 Die "Schlafkreuzer" an die Quartiergebervon Billed 1786 .. ... .... . ... . .... . ... ..... 164 DerTürkenkrieg im Banat 1788 .. .. . .. .. ................. ......... . ..... ... . . ... Billed in der ersten Klasse der Steuerzahler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Nach Kaiser Joseph II. folgt sein Bruder Leopold II. auf den Thron der Habsburger 1791 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Temeswarer Bezirk, Zerstückelungs-Entwurf, Ortschaft Billed .. ... . . .. . . . .. . .. .... . . Aufteilung des Überlandgrundes in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Neugasse in Billed wird vermessen und aufgebaut 1798 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Bittschrift der Waisenkinder Lehner an den Kaiser Franz II. 1795 . . . . . . . . . . . . . . . 634

166 166 167 168 169 169 170


Das deutsche Kameralgut Billed im Banat und das Agramer Bistum in der kroatischen Militärgrenze 1784 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Agramer Bischof ist Grundherr von Billed 1800 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vom "Zehnten, Fronen oder Roboten" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ein Bittgesuch um das Marktrecht für Billed und das Schwertrecht für den Bischof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Grundherrlichen Vorrechte, der Kerker und die Folterkammer in Billed . . . . . . . . . . Die Grundverteilung- ein Schlüsselproblem für die Entwicklung der Familie in Billed 1765-1828 ... ... .. . .. . ......... . .. . . ...... . .. ... .. . . . .. Zusammenschreibung von 4900 Billeder Famililen und ihrem Vermögen 1828 . . . . . . . .

174 178 178 180 181 183 183

Von der armen Kolonistenkirche zum barocken Gotteshaus 1833 . ... . .. . ............. 205 Die Friedhöfe in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 214 Grabsteine und Kreuze auf dem Sauerländer Friedhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 Das Schulwesen, die Schulkinder und ihre Schulmeister im Königreich Ungarn 1778-1870 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 220 75 Jahre Aufbauarbeit im deutschen Dorf Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 224 Die Revolutionsjahre und die Deutschen im Banat 1848-1849 . ... .. ..... .. ....... . .. Von der Vormärzzeit bis zur Entscheidungsschlacht beiNeubeschenowa ............... Die Thronbesteigung Kaiser FranzJosephs 1848 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Deutschen Ungarns und das Kriegsgericht Haynaus in der Festung Arad .. . ... . .. . . . Die Opfer von Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gedenkstein für 54 namenlose Freiheitskämpfer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die russischen Truppen bringen die Cholera nach Billed 1849 .......... .. ... ... . . . . . . . Die Opfer der Cholera in Billed 1849 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

225 225 228 229 229 230 230 231

Vierter Abschnitt " Die Wojwodschaft Serbien und Temeser Banat" 1849-1860 . ........... . ........ . .. Die "Schwabenpetition" an den Kaiser 1849 .. .... .... ...... .... ...... .. . . ........ . Die Vollmacht für DechantJosefNowak ... . ... .. ... . . . .. .. ........ . ... ... . . .. .. . . Die Kluft zwischen Theorie und Praxis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Verwaltungsgebiet "Wojwodschaft Serbien und Temeser Banat" als Bestandteil des Reiches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Billed und die Refo}Jllen 1849-186() . .. .... .. .. .. . .... .... ............ ... ........ Strukturveränderungen und Besitzverhältnisse nach der Revolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Halbscheitbauern und Taglöhner nach der Revolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Landarbeiter, Knechte und Mägde in Billed 1828-1848 . . .. . . ... .. .... .. . .. . .... Das Postwesen im Banat und in Billed ................. . ........................... Ethnographisch-topographische Notizen der Marktgemeinde Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wasser, Hochwasser, Wassertiere und Wasserpflanzen in und um Billed ........ . ..... .. Das Ende der Wojwodschaft Serbien und Temeser Banat 1860 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

235 235 239 244 245 249 251 252 253 253 254 267 268

635


Fünfter Abschnitt Das Banatein zweitesmal dem Königreich Ungarn angeschlossen 1861-1918 ........... 269 Banater Schwabenlied. Von Adam Müller-Guttenbrunn ........ . .... ..... . . . .. ... . .. 269 DerAusgleichmitUngarnimJahre1867 .... . ...... .. .. ....... . ... . . ....... . ... . .. 270 Billed und das Torontaler Komitat nach dem Ausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 270 Die Madjarisierung im Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 272 Ereignisspiegel des Schulwesens in Billed 1870-1918 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 273 Der Kindergarten in Billed 1892 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 4 Notizen mit Spitzen in der "Temesvarer Zeitung" 1867 ........... . .... . .. . .......... 275 Die Eisenbahnlinie Temeswar-Billt!d-Groß-St.-Nikolaus 1895 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 276 Die Binnenwanderung und die Billeder Kolonisten ..... ... . .... ...... . .. .. .... ...... 277 Die Auswanderer nach Übersee am Ende des 19. Jh. . ................. ,........ . ..... 280 Das große Hilfswerk nach dem Zweiten Weltkrieg ... . ..' . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281 DerBaumbestandinBilled1 799-1945 ... ...... . .. . ... . ..... . ... .. ... . .. . .. ... . .. 283 Erste Volksversammlung der "Ungarländischen deutschen Volkspartei" in Billed 1907 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 284 Programm der " Ungarländischen deutschen Volkspartei " . .... . ....... .. .. . . .. ..... .. 284 Das Ende der Herrschaft des Agramer Bistums in Billed~ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 285 DieGrundherrenvonBilled 1404-1914 = 510Jahre . . .. .. ....... .. ... . .. ...... .. .. 290 Das Schicksal des herrschaftlichen Kastells. Von Wilhelm Weber . .... ... .. . .. .. . ...... 291 PflasterungzweierBillederDorfstraßen. Von Wilhelm Weber ..... ..... .. .... . ..... . . 291 DerErste Weltkrieg 1914-1918 . . .. . . .. . . . .. .. .. . .. .... . . ... . . . .. . . . .. . . . . .. .. .. 292 DieNamen der Billeder Kriegsopfer im Ersten Weltkrieg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293 Das Kriegerdenkmal für die Kriegsopfer im Ersten Weltkrieg . .. . ..... . .... . .. .. ... . . . 294

Sechster Abschnitt Unsere Heimat im Königreich Großrumänien 1918-1945 . . . . .. ...... ..... . .. . .. .... Mein Heimatland. Gedicht von Peter Jung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Vorbemerkung. Miterlebtes und Gehörtes im Abschnitt sechs ... .......... .. . .. ...... DasSchicksal des Banats nach dem Waffenstillstand von 191 8 . ............ .. ... .... . . Kommandant der französischen Besatzungstruppen im Banat, General Farret, in Billed 1919 . ..... . .. . . ...... .. .. .. . .. . . .. . .. . . .. . ..... .... . .. .......... .. . .. DerFriedensvertragvonTrianon 1920 . . . ........ .. .. . ....... . ..... . .. ... . ... ..... Das ganze Banat. Gedicht von Orendi-Homenau . . .... .. .... . ... ....... ...... . ... . . Pressestimmen zu den Ereignissen im Banat . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . König Ferdinand I. in Billed 1923 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Deutsches Erwachen in Großrumänien 1920-1945 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . DieSchuleinBilled 1919-1945 . ..... . .. . ... . .. ............. .. . .. . ...... .. . ..... Die Kirche in Billed 1918-1945. VonJakob Slavik . . . .. . . ..... . . .. ... . .. . ... . . . . . .. Die Glocken unserer Kirche. VonJakob Slavik . .. . . .. .. . . . ..... . . . .... . .. . .. . ......

297 2 97 298 298 300 301 303 303 305 306 309 314 315

Gesellschaftliches und kulturelles Leben in Billed DieVereine ... ' .. ......... .... .. ... ........ .. . . . .... .. .. . . ... .. ........ . .. . ... Der Billeder Leichenbestattungsverein. VonJakob Gallo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Billeder Sängerbund und der Billeder Männergesangsverein. Von Jakob Breitenbach . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Studentische Jugendarbeit in Billed 1921 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

636

316 317 318 321


Der Billeder Jugendverein. Von Peter Krier sen .... . ....... . .. . . .. .. . ...... ... . . .... Der Billeder Mädchenkranz [1926] .. . .. .. . . . .. . . ... . . . . ... . . . . . .. ... . . . . .... . . ... Die Frauenvereine in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Billeder Gesellenvereinigung. Von Jakob Slavik ........ .. ... . ..... . .. . ......... Billeder FreiwilligeFeuerwehr [1927] .. ....... .... ... ........ . ...... .. .... . .... . .. Der Billeder Reiterverein [1934-1944] .... . ... ..... . .. . .. . ..... . .... . . . . . .. .. .... Die Anfänge des Sportes .... .. .... . .. .. .. .. .... . ... . .. .. .. .. . . ...... . . . . . ...... . Der "Deutsche Jugendbund in Rumänien" [DJR] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Freiwilliger Arbeitsdienst für die Jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kein schönerer Strand in dieser Zeit, als der in Billed weit und breit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Musikalische Geschehen in Billed. Mit Beiträgen von Michael Braun, Johann Mathis und Franz Klein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Billeder Kino . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

321 325 327 329 332 334 337 342 345 348 348 357

Die wirtschaftliche Entwicklungvon Billed . .. . . .... . . .. ....... . .. .. . . .. . .......... 357 Die Landwirtschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 357 Die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte . Von JakobLeidecker .... .. .... . . .... . .. . .... 358 a) Knechte und Mägde b) Der Tennmann c) Die Schnitter Die Halbscheitbauern und Taglöhner. VonJakob Leidecker .. . ... . .. . . . .. .... . ... . ... 359 Die Einspänner. Von Jakob Leidecker . . ....... ... . . . . . ... ... . . . .. . .. . .. . ..... . . . . 359 Die Mechanisierung der Landwirtschaft. Von Jakob Slavik . .... ..... . ........... . .... 360 Das bäuerliche Arbeitsjahr. Mit Beiträgen von Maria Sauer, Dr. Hans Braun, JosefBraun undJakobLeidecker. ................... . . . ................. . ...... . . 360 Industriepflanzen: Der Hanfund Tabak. VonJakob Leidecker .. . . . . .... . . . . . . . .. .. . .. 367 Der Weinbau im Banat und in Billed .. . .. .... .. ........ . ... . ... . . . . ... .. . ..... .. . . 373 DasJagdweseninBilled. VonJohannEichert .. . ......... . . . .......... ... . .. . . . .... 374 Die Treibjacht Gedicht von Hans Wolfram Hockt .. . . ... .. ...... . ..... ......... . ... 375 Die Fischerei in Billed. VonJakobSlavik- Willi Slavik .. . ... . ..... . . . .. . . . . ......... 376 Die Billeder Flurnamen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 77 Die Gemarkung von Bi IIed ... ....... .. ...... . .. . ...... .... .... .. .. . . . . . . . .. . .... 378 Die Aufteilung des Grund und Bodens in der Gemarkung Billed 1765-1945 .... .. ...... 379 Besitzverhältnis der Billeder Landwirtschaft und Betriebsgrößenübersicht . .. . .. ... . .. .. 382 Auszug aus der Billeder Steuerliste 1943/ 44 ... .. .. . .. ...... . ....... .. . . ... . .. . .... 383 Grundpreise für ein Joch Feld 1940 ... . .. . . . ..... .. . . .. . .. . . .. .. .. ...... . .... . ..... 383 Der Viehbestand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 383 Die Winterarbeit auf dem Bauernhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 383 " Handfrem und Bettelfuhren" . . .. ........ ... .. . . . ...... . .... .... . ........... .. .. 384 Die Feldhüter, Kleegartenhüter, die~ Gänsehüter und die Hirten. Von Jakob Slavik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 384 Gewerbe Handel und Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Gewerbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Der Billeder Gewerbebund. Von Jakob Gallo . . . . .. .. . . . ..... . .......... . . . ........ Die Billeder Gewerbe-Korporation. VonJakob Gallo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gewerbebetriebe, Geschäftsleute und Gastwirte bis 1944 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schmiedemeisterals Erfinder. VonJakobSlavik . . . . .... . .. . ..... . . . .......... . .... .. Die Billeder Landwirtschafts- und Gewerbeausstellung 1924. Von Wilhelm Weber mit Beiträgen von Jakob Krier [476], Adam Rieder [361], Johann Slavik [313] und Josef Hubert [305] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

387 387 388 388 389 391

392 637


Der Handel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Industrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Ballmann-Mühle. VonJakob Slavik .......... . .... .. ..... . . . .................. Die Steiner-Mühle. VonJakobSlavik . .. . .. ..... .......... ... ............ .. . .. .. . . DieSladek-Mühle. VonJakobSlavik . ... .... . .. . .. ...... ... .. . . . ..... ............ Die Billeder Ziegelei. VonJakob Slavik -Jakob Leidecker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SägewerkundHolzhandlung. VonJakobSlavik .. .... .... . .. . ......... ............. Die Billeder Hanffabrik. VonJakob Slavik -Jakob Leidecker . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

395 395 397 398 398 398 399 400

Die Genossenschaften . . ....................... . ... . ........... .. .. .. .... .. .. .. . 401 Das Hutungswesen. VonJakobSlavik .... .... . .......... . ........ .. . . ............ . 401 Die Elektrizitäts-Genossenschaft. Von Nikolaus Mangold t -Jakob Slavik . . . . . . . . . . . . . 403 Geldinstitute . ...... . .. ...... . . . .. ....... . .. . ..... i

. . . . . . . . . . . . . .- : .. . . . ..... . . .

413

DasGesundheitswesen 1850-1980 ..... . .. . . ....... . . ... ...... ... . . ...... . ...... 413 Hausmannskost und Eßkultur in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 414 Das Schweineschlachten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 415 Feste, Sitten und Brauchtum. Von JosefBraun- Dr. Hans Braun

417

Von der Wiege bis zur Bahre. Von J osefBraun- Dr. Hans Braun

429

DieJuden als unsere Nachbarn und Schulkameraden . ... . . . ... . . . .... ..... . .. . ..... . 432 Die Zigeuner im Banat und in Billed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 433 " Abi suckari, susmarulati . . . Aus dem Leben der Billeder Zigeuner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 434 Von Dr. Hans Braun Die drei Zigeuner, Gedicht von Nikolaus Lenau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 436 Das Anwachsen der Häuserzahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Haus- und Hofnummern . . .. ... . ... . . . ........ ............... .. ............. Alte Handwerkstechniken am Wohnhaus ............... . ...... . ... . .. .. .... .. ..... DieGrundkaulen. VonJakobSlavik .. ... .. . . . .... . . ........ . ............ . .... . ... Die Gassennamen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

43 7 438 438 442 443

Die Billeder Dorfschulzen und Gemeinderichter 17 65 -1980 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Namensverzeichnisder Dorfschulzen [Gemeinderichter]. Von Wilhelm Weber . .. . ...... Die Billeder Notäre .. .. . .. .. ....... .... ... ..... ... . ..... .. .... . .......... . ..... Gemeinderatswahlen in Billed, 1930 und 1932 .............. . .......... .. . .. . . ..... Die Gemeinde-Diener. VonJakobSlavik .. .. ..... . . ... . . .. ... ..................... Die Nachtwächter. VonJakobSlavik ... ..... ..... ..... .... ....... ...... .. . .... ...

444 445 445 446 448 449

DerZweiteWeltkrieg1939-1945 ........ .. .. . .. ...... .. .. . . .... .. .. .. . . .... .. . . Die ersten Kriegsfreiwilligen der " Deutschen Jugend" in Rumänien ...... ...... . ...... Die Heranziehung der Deutschen aus Rumänien zum Dienst in der Waffen -SS . . . . . . . . . . Das Abkommen zwischen Deutschland und Rumänien vom 13. Mai 1943 ...... . ....... Der Zusammenbruch Rumäniens und seine Folgen, 23. August 1944 ... . .... . . .. ...... Billed im Todeskampf 1944. Abendrot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zwischen Abschied undNeubeginn : Flucht. Abendrot-Franz Klein ... .. . . ........ . ... Am Endziel des Fluchtweges . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

449 449 45 0 450 451 452 453 45 5

638


Das Schicksal der Daheimgebliebenen 1944. Abendrot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Deportation zur Zwangsarbeit nach Rußland 1934-1949 AbendrotFranz Klein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Tief in Rußland in Stalino. Von Peter Krier jun ..... . .. . . . .. . .. .. ... ....... .. . . .... . . Die lange Reise ins Ungewisse. Von Peter Maurer . . .......... . ..... .. .... . .... . ..... Worte über Mensche n und Gräber im russischen Wind, Gedicht .. . . . .. . .. ... .. . . . ... . .

457 457 458 460 461

Totenbuch- Totengedenken, Namensverzeichnis der Opfervon Billed ...... . ........ . . 463 Kamerad wo bist Du? .............. . .............. . . . .. . . . . . ... . . . . .. . .. . . . . . .. 467 Gedächtnisstätte auf dem Sauerländerfriedhof in Billed . ....... . . . . . . . . ... . .... . . .... 468 Totengedenkstätte in der Kirche von Bi IIed . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 469 Unsere Mütter . . ... . .............. .. .. . ........ . . . .......... .. . . . .. .... ... .... Mutterhände, Gedicht von Klaus Günther . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Das Ende und der Anfang, 8. Mai 1945 ...... . .......... . ............... . . ...... ... Heimweh. Klaus Hummel ..... . ..... . ............. . . ...... . . .... . . ... . . ...... .. .

471 4 71 4 72 476

Siebenter Abschnitt Bi IIed in der Sozialistischen Volksrepublik Rumänien 1945-1980 . . ........... . . . . . . . . 4 77 Vorbemerkung zu Abschnitt sieben . .. . .. . . .... . .. . . ... .. . .......... ... ... . .... . .. 477 Das Schicksal der Deutschen in Bi IIed in den ersten Nachkriegsjahren . . . .. . ..... . .. . ... 4 78 Die Zwangsverschleppung von 175 Familien in die Baragan-Steppe 1951- 1956 ..... . . 480 Tausende von Familien der Willkür eines unmen schlichen Systems preisgegeben . Von Hans Pilli ..... . . . ..... . .. .. .. . ..... . .. .. ... . .. . .. .... ...... ... . . . 481 Die Kirche und das Volk nach dem Zweiten Weltkrieg. Abendrot . . . .. . . ..... .... . .... Das alte, barocke Gotteshaus wird neu eingekleidet 197 4-1979. VonJakob Slavik .... . . Pfarrer und Pfarradministratoren der Pfarrgemeinde Billed 1766-1980 . ... ... . ... .. . . . Kapläne der Pfarrgemeinde Bi IIed 1790-194 7 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konfessionsverteilungder Billeder Einwohner. Von Dr. A. Perter Petriu. F . Klein . . . .. . . Die alte unddie neue Orgel in der Kirche. VonJakobSlavik ... . ....... .. ....... . ..... Wegkreuze ....... . .. . ....... .. ..... ... .. ... . .. . . . . . ....... .. . . .. .... . ... . . . ..

490 491 494 495 496 498 498

Das Schulwesen in der Vo lksrepublik Rumänien und in Billed 1945-1977 . . . . . . . . .. . . . . Die Lehrkräfte an den Schulen von Billed 1766-1977 ..... . ......................... Anzahl der Schüler an den Schulen von Billed 1778-1977. .. .. . . . . . . ......... .. . .. ... Die Schulklassen 17 65 -1977 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kindergärtnerinnen des deutschen Kindergartens 1892-1 97 6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

502 504 507 508 509

Die Billeder " Studferten" und solche, die "Schule han" . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 509 Der Billeder Rentnerverein 1975-1 988 .. . ... . ....... . . . .. . . . . . . .. . .. . . . . .. . .. .. . 514 51 Senioren der Gemeinde Billed und ihr Alter 1980 .. . . . . . . .............. .. .... . . .. 514 " Un ser" Billedheute .... . ..................... ... .. . .... . ....... . . ... .... . .. . .. 515 Ehrliche Finderin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 515 Kleiner Zahlenspiegel über den Kaufwert des Geldes [1973 -1979] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 516 Handball in Billed [1980] .. . .. . . . . . . .. .. . . .. ... . .... .. . . .......... . ....... . ..... 516 639


Thermalstrand und Naherholungscenter in Billed [1980] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 517 Trachten und Kleidung unserer Vorfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 8 Die Billeder Mundart. Von Helga Scholz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 523 Phaar luschtiche Sache zum Schmunzle un Lache, in Billeder Mundart ...... .. . .. .. ... . . a) D Spitzwaanr a Billeder Eulenspiegel. Von Sepp Herbst . .. .............. . .... . .... b) Im Wassersinke Lieder. Von Peter Weber ..... .. ... . .... . . ... ... .. .. . . . ........ c) De Leiksestrekr .. . ...... . . . . .. . . ... . .. . . ... ... ... .. ..... ... . . . .. . .. ... . ..... d) Beim Militär ..... . . .... . . .. ...... ....... . .. . ... . ...... . ...... .. . . .. . ... . . . . . f) Wie hattr des gwist? Von Sepp Herbst . . .. . .............. . ................ . . . . . . . g) Mir esse im Hoff. Von Sepp Herbst ........ .. ·:.: ... . ......... :·.... . ..... . ....... . h) Et\yas dickr. Von Sepp Herbst . . . . ..... .. . . . ..... . . . . ... .. ......... . ...... . .... i) De Lie-Konrad, ein Billeder Münchhausen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . j) E mißlungne Buwestraich. PeterWeber .. . .. . .. .. ... .... . .... . . .. . .. . ... .. .. .... k) Billed vor 50 Johr. Vum Tanjelpheder . ... .... . .... . .... . ... . . . ........... . . . ...

531 531 53 2 532 532 533 534 534 534 537 538

Die Billeder Mundart heute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 539 Meerhanse alles weggenumm- Gedicht von Johann Petri . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 539 Billeder Spruchweisheiten, Redensarten und Sprichwörter Aufgezeichnet von Franz Klein . . .... . .. . .... . .. . . .. ... .. . . . . . . ........... 540 Sprüche auf gestickten Wandschonern

..... ..... . ... .. . ... . .. ........... . . . . . . 540

Familien- und Herkunftsforschung. Das Geheimnis unserer Herkunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . Etwas über die Schreibweise der Familiennamen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . BeitragzurFamilien-undHerkunftsforschung. Von Wilhelm Weber ......... ..... . .. . . Die Kirchenbücher von Billed als wertvolle Quellen für die Familienforscher . . . . . . . . . . . .

542 543 543 553

Anzahl derBevölkerungvon Billed 1766-1978 ............. . ...... . . . .. . ..... . .. . . 555 Die Nationalitäten in Billed [1880- 1940], Tabellen, Statistik ........... . ............. 555 Dokumentation der deutschen Einwohner von Billed. VonJakob Slavik . . . . . . . . . . . . . . . . 557 Häufigkeit der Familiennamen. Von Jakob Slavik ...... . .. . .. .. ....... . .. . ........ . . Wo leben unsere Landsleute im Westen? VonJakob Slavik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erläuterungen zu den Historischen Karten des Betrachtungsgebietes Bimat . . . . . . . . . . . . . Sachworterklärungen und Erläuterungen .. . . ... .. . .. .. . . .. .... . .. . ... . .. ...... . . .. Abkürzungen und Kürzungszeichen allgemeiner Art .. . .. . .. ... . . .. . ................ Münzbezeichnungen und Paritäten in Ö sterreich-Ungarn . .. . . . . ......... . ........... Maße und Gewichte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Quellennachweis . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Literaturnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bildnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Autoren . .. . ...... . .. . .. . ... . . .. .. .. . . . .. . . .... . . . ... . . . . .... . . . .. .. .... . Schlußwort .. . . .... . ... . . . .. .. .. . . .... .... ... .. ... ..... .. ... . .... .. . .. ... Inhaltverzeichnis . ..... . .. . ........ . .. .. . . . . . . . .. .. . ......... .. ...... ... ... Ortsplan von Billed 1931 (Beilage) Gemarkungsplan von Billed (Beilage) 640

604 604 612 615 616 617 61 8 61 9 623 628 629 631 632


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