Led Zeppelin • Suzi Quatro • Ron Wood • Francis Rossi • Linda Ronstadt • Don Felder • Bonnie Tyler • Alphaville
uber 200 CD/LP-
Kritiken
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2/2019 (Nr. 159) • April/Mai • www.goodtimes-magazin.de
DER SOUND VON 1969
Silly • Elton John • Todd Rundgren • Peter Rüchel • Canterbury Scene • J.J. Cale • Michael Rother • Gary Clark Jr.
EDITORIAL
IMPRESSUM Anschrift:
wird in uber 30 Ländern der Welt gelesen!
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Liebe Leserinnen und Leser,
April/Mai 2019
M
it einem bitteren Ton in der Stimme beklagte sich Francis Rossi im GoodTimes-Interview über das Schubladendenken im Musikbereich. Die Kategorisierung von Künstlern bereitet dem Status-Quo-Anführer seit vielen Jahren Unbehagen, hat er deren Auswirkungen doch immer wieder schmerzhaft am eigenen Quo-Leib verspürt. Zugleich räumt er aber auch ein, dass es oft gar nicht anders gehe, dass Musikjournalisten nur schwer um Schubladen" herumkämen, wenn " es bei einer Rezension gelte, Akustisches lesbar zu machen. Vergleiche helfen eben, die Musik neuer oder unbekannter Acts zu beschreiben, damit die Leser nachvollziehen können, in welche Richtung es da gerade geht und ob ein neues Album für sie interessant sein könnte. Und das betrifft ja auch Rossi selbst, wenn er auf Solopfaden andere Töne anschlägt als mit Status Quo. Vergleiche erleichtern das Leben, sie tun Künstlern zwar in gewissem Sinne Unrecht, aber helfen zugleich doch auch weiter. Die Schubladen müssen allerdings nicht aufgezogen werden, wenn sich in diesem Jahr wieder altgediente Musiker, die längst zu unseren imaginären Freunden geworden sind, zu Gehör melden. Erstaunlich viele sind es bereits jetzt, noch so früh im Jahr, die neue musikalische Ideen loswerden wollen, sich vielleicht daheim langweilen. 2019 – das Jahr der Altstars also, die immer noch erstaunlich kreativ sind? Fast ist man versucht, dieser These zuzustimmen. Das frühere Eagles-Mitglied Don Felder gehört dazu, John Illsley klingt solo mehr nach Dire Straits als Mark Knopfler; Suzi Quatro, Alan Parsons, David Coverdale mit Whitesnake oder Lucifer's Friend haben sich mit neuen Studioscheiben schon zurückgemeldet oder tun dies in absehbarer Zeit – ebenso haben sich offenbar Pete Townshend und Roger Daltrey zu einer Neuveröffentlichung als The Who durchgerungen. Bei ihnen braucht es natürlich keine vergleichenden Beschreibungs kategorien. Aber darüber hinaus wird es 2019 eben auch zahlreiche neue Künstler zu entdecken geben – und da werden wir im Leserinteresse zwangsläufig ab und an wieder gewisse Schubladen" öffnen müssen. Freuen Sie sich also in diesem Sinne auf eine interessante " neue Ausgabe und ein spannendes musikalisches Jahr!
NE U
Fabian Leibfried Herausgeber/Chefredakteur
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GoodTimes 2/2019
NEU: EDITION DISCOGRAPHIEN VOL. 11 ab jetzt erhältlich im Shop auf Seite 31
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Music from the 60s to the 80s
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INHALT
DER SOUND VON 1969
28 Suzi Quatro
12 Titelstory
stories 12 The Sound Of 1969
48 Joanne Shaw Taylor
18 Ron Wood
48 Razzmattazz
All we are saying is give peace a chance ..." "
Album Cover Art Galerie #18: Gimme Some Neck
Heavy Melancholy
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Wir wollen, dass der Popo wackelt!"
20 Francis Rossi
51 Aaron Buchanan & The Cult Classics
21 Tedeschi Trucks Band
55 Lamp Of The Universe
An allen Fronten aktiv
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Old-school" mit Album und Tour
80er fürs 21. Jahrhundert Kosmische Bittersüße
22 Linda Ronstadt
56 Gary Clark Jr.
23 Krissy Matthews
57 Michael Rother
24 Don Felder
60 Morgen
25 Julian Sas
61 Peter Rüchel (†)
26 Todd Rundgren
62 Led Zeppelin
27 J.J. Cale
66 Bonnie Tyler
28 Suzi Quatro
67 RPWL
39 Paul Millns
68 Big-Pink-Label
40 Filmreif
69 Alphaville
45 Reese Wynans
70 Canterbury-Scene
46 Silly
114 From The Fire – JCM – Volker Kriegel
Die kalifornische Nachtigall zieht Bilanz
Der Frühstarter
Neues vom unermüdlichen Fingers" "
Polit-Blues
In Wort und Ton
Bisher Unveröffentlichtes vom Meister des Laid back" "
Die unkontrollierbare Lady
Über das Dasein im Ganzen und den Alkohol im Besonderen
Rockstars in Musikfilmen
Mit 71 das erste eigene Baby" "
Nach Mont Klamott das Maß aller Dinge
Die nächste Seite
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Blues-Porträt #61 Elektronik-Träumer ... und der Schrei des Entsetzens Der Erbauer des Rockpalast" " John Paul, Lori, ein Schwan und Graffiti
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Das beste Album meines Lebens!"
Zurück in die Zukunft Lohnende Reissues aus Südkorea Niemals groß in Japan, dafür groß im Rest der Welt Damals hinterm Mond ... zuguterletzt
erscheint am 24. Mai 2019
GoodTimes 2/2019
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Music from the 60s to the 80s
NEUHEITEN • IMPORTE • ANGEBOTE • VINYL • CD • DVD
Ausgabe Nr. 159, April/Mai 2019 PROG • HARDROCK • BLUES • CLASSIC ROCK • PSYCH
18 Ron Wood – Album Cover Art #18
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40 Rockstars in Musikfilmen
70 Canterbury-Music Scene NEW SOUL COWBOYS Coming Back For You Southern Rock aus Kanada
rubriken
features
Der Sound von 1969 Im Frühjahr demonstrierten John Lennon und Yoko Ono während sieben Tagen im Bett des Amsterdamer Hilton Hotels für Frieden; an drei Tagen im Sommer zelebrierte eine geschätzte halbe Million Besucher die Woodstock Music And Arts Fair und machten das Festival zu einem Mythos, zum bedeutendsten Rock event aller Zeiten ... weiter Seite 12
Suzi Quatro Suzi Quatro hatte ihre unter kommerziellem Aspekt betrachtet ganz große Zeit in den 70ern: "Can The Can", "48 Crash", "Devil Gate Drive", "If You Can't Give Me Love", "She's In Love With You" sowie das Schmuseduett mit Smokie-Frontmann Chris Norman, "Stumblin' In", sind nach wie vor Phänomene. ... weiter Seite 28
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Impressum/Editorial Inhalt Aktuelles – Neues aus der Szene Verstorbene Shop Abo-Bestellschein Kleinanzeigen GoodTimes-Tipp: Hank Shizzoe GoodTimes-Newcomer: Yasi Hofer • Ida Mae Kolumne Christian Simon #40: Elton John – Teil 1 Was macht eigentlich …? Jeff Cook History Pics Charts Kreuzworträtsel + Verlosung Runde Geburtstage Gedenktage CD/Vinyl/-Rezensionen DVD/Blu-ray-Rezensionen Buch-Rezensionen Konzertberichte: Billy Bremner's Rockfiles • Clannad • Carl Palmer's ELP Legacy • Rock Meets Classic Tourneen/Festivals Konzertkalender Kreuzverhör: Dan Lucas Leserbriefe
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Music from the 60s to the 80s
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Erst kündigte Peter Frampton seine nächs te Tournee mit 50 Shows in den USA an, tags darauf erklärte er, es handle sich um seine Abschieds-Konzertreise, da er an einer seltenen degenerativen Muskelerkrankung (Inklusions-Körper-Myositis/IBM) leide. Die sei zwar nicht lebensbedrohend, bringe aber zunehmend Einschränkungen im täglichen Leben und damit auch beim Musizieren mit sich, sagte der 68-Jährige. So seien seine Arme so schwach geworden, dass es ihm Probleme bereitet habe, schwere Gegenstände in die oberen Staufächer der Flugzeuge zu heben. IBM ist eine fortschreitende Muskelstörung, die durch Muskelentzündung, Schwäche und Atrophie charakterisiert und derzeit nicht heilbar ist. Bei der angekündigten Tour werden Jason Bonham’s Led Zeppelin Evening und die Julian Frampton Band (mit Peters Junior) bei ausgewählten Shows als Support dabei sein+++ Auch wenn es offiziell noch nicht auf den jeweiligen Homepages zu lesen ist, Jim McCarty ließ es GoodTimes schon mal vorab via E-Mail wissen: Die Yardbirds, Rattles und Animals werden im November gemeinsam in Deutschland touren. Auf die Frage, ob Eric Burdon denn möglicherweise bei den Animals dabei sein werde, meinte McCarty: „vermutlich nicht." Tourstart ist demnach am 6.11., insgesamt zehn Shows sind laut dem YardbirdsBandleader geplant. Stichwort Rattles: Besagte Tour ist auf www.rattles.de noch nicht zu finden, dafür das „60 Jahre Rattles Jubiläumskonzert": Das findet am 7. März 2020 in Buchholz statt+++ Große Ehre für Buffy Sainte-Marie: Die kanadische Musikerin wird in die Songwriters Hall Of Fame ihres Heimatlandes Anzeige
Under" oder "Who Can It Be Now” rechnen. Unterstützen werden ihn dabei die US-Musiker, die ihn auch sonst begleiten, ließ Hay, der seit langem in Kalifornien lebt, GoodTimes wissen. Außerdem werde er auch 2019 wieder Teil von Ringo Starr's All Starr Band sein+++
aufgenommen. Diese Würdigung war bereits 2005 ihrer Friedenshymne "Universal Soldier" von 1964 zuteil geworden. „Als Songschreiberin war ich nie darauf aus, mutig oder politisch zu sein – ich wollte einfach meine Geschichten möglichst authentisch erzählen und die Wahrheit ans Tageslicht bringen", kommentierte die Musikerin mit Indianerblut in ihren Adern die Ehrung, die am 1.4. in Toronto vollzogen wird+++
John Sykes, der als Gitarrist bei Bands wie Tygers Of Pan Tang, Thin Lizzy, White snake und Blue Murder zu Weltruhm gelangte, meldet sich nach langer Schaffens pause zurück. Der 59-Jährige hat einen Vertrag bei Golden Robot Records unterschrieben und will im Laufe des Jahres ein Solo-Album veröffentlichen. Golden Robot Records bezeichnet sich selbst als „das am schnellsten wachsende unabhängige Plattenlabel der Welt". Kurz vor der Verpflichtung von Sykes war schon Gilby Clarke (Ex-Guns N' Roses) zu Golden Robot gestoßen. Dort zählen mittlerweile Rose Tattoo, Skid Row, King's X, Dizzy Reed (keys, Ex-Guns N' Roses), Little Caesar und die All-Star-Band A New Revenge mit Tim „Ripper" Owens, Keri Kelli, Rudy Sarzo und James Kottak zum Künstlerstamm. Executive Chairman Of Worldw ide Expansion des Labels ist übrigens kein Geringerer als Derek Shulman, der einst selbst bei Gentle Giant aktiv war und als Plattenfirmen-Verantwortlicher Bands wie Bon Jovi, Cinderella und Dream Theater entdeckte und unter Vertrag nahm+++
Aus allen Wolken fiel Siggi Schwarz, als er erfuhr, dass er als Support für vier Deutschland-Shows der „50 Years With ZZ Top"-Tour angekündigt wurde. Natürlich sperrte sich der Gitarrist nicht gegen die Chance, viermal vor den drei Texanern auftreten und so ein großes Publikum erreichen zu können. Zumal dann nicht, als er erfuhr, dass dies auf ausdrücklichen Wunsch von Billy Gibbons geschehen war – die beiden sind sich in der Vergangenheit mehrfach begegnet und pflegen losen Kontakt+++
Prominent besetzt ist die Band, die neuerdings die Hamburger Ausnahmesängerin Floy bei ihren Konzerten begleitet: Am Schlagzeug sitzt Mickie Stickdorn (Lake), den Bass bedient je nach Verfügbarkeit Holger Trull (Lake) oder Jonty Bankes (Ukulele Orchestra Of Great Britain). Außerdem wird die Truppe um einen neuen Gitarristen erweitert: Ritchie Kück-Michelmann (Bobby Kimball, Ian Cussick, Edo Zanki, Andrew Strong) ist jetzt ebenfalls an Bord. 2020 wird Floy's Magic Music Club an den Start gehen, und zwar an prominenter Stelle: im Hamburger Downtown Blues Club. Geplant sind je zwei Veranstaltungen mit hochkarätigen Gastmusikern pro Halbjahr. Derweil ist Floy mit ihrem zweiten Projekt Susi & Floy, das sie mit Susi Salm betreibt, der Sängerin von Rudolf Rock & Die Schocker,gut aus den Startlöchern gekommen. Ihre erste Single "Gagaga!" schaffte es in die Top 40 der Mallorca Megacharts, die nächste Single folgt im Frühjahr, die dritte wird demnächst aufgenommen+++
Lange hatte Colin Hay mit sich und seinem Wunsch gerungen, nach längerer Abstinenz (außer bei Tourneen mit Ringo Starr & His All Starr Band) wieder mal zu Konzerten nach Europa zu kommen. Doch dann entschloss er sich, dem Rat von Freunden zu folgen, die ihm nahelegten, dass der Ticketverkauf besser laufen würde, wenn er unter dem Namen Men At Work anträte. In sieben Länder führt ihn seine Europa-Sommer-Tour, dabei stehen auch sieben Konzerte in Deutschland auf dem Spielplan. Hay, der Men At Work 1979 in Melbourne mit gründete, ist das letzte verbliebene Originalmitglied. Co-Gründer Greg Ham war 2012 verstorben. Natürlich können die Fans mit den Hits wie "Down
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heißt das dritte Buch Starrs, das zahlreiche bislang unveröffentlichte von ihm geschossene Fotos enthält. Sie reflektieren dem Verlag zufolge Ringos Liebe zur Musik und zeigen die Welt aus seinen Augen. Entstanden sind die Fotografien in der ganzen Welt, von Los Angeles bis Tokio. Andere dokumentieren historische Events wie die Übergabe eines Grammy Lifetime Achievement Awards oder die Rückkehr des gebürtigen Engländers und heutigen Wahl-Kaliforniers ins New Yorker Plaza Hotel – 50 Jahre nach dem ersten Trip der Beatles in die USA. „Ringo teilt mit ‚Another Day In The Life' persönliche und legendäre Momente mit seinen Fans", wirbt Genesis für das einmal mehr aufwendig gestaltete Buch. Nachdem eine limitierte Sonderedition bereits im Dezember 2018 erschienen war, folgt demnächst die Hardcover-Ausgabe+++ Um beim Wahl-Kalifornier aus Liverpool zu bleiben: Auch in diesen Sommer geht der mittlerweile 78-jährige Schlagzeuger und Sänger mit seiner All Starr Band auf Tournee, inklusive mehrerer „30th Anniversary Shows" im Sommer. Mit dabei sein werden wieder Steve Lukather, Colin Hay, Gregg Rolie, Warren Ham und Gregg Bissonette, außerdem kehrt Hamish Stuart zurück. Die Konzertreise begann am 21. März in den USA und führt bis nach Japan. Europa steht bislang nicht auf dem Spielplan+++
„PopStop – das Musikradio" – immer freitags zum Erscheinen unseres Heftes gibt es eine GoodTimes-Sondersendung (19 bis 20 Uhr), in der die neueste Ausgabe vorgestellt wird (die Sendung wird dann mehrfach wiederholt). „PopStop" sendet Musik titel mit Format – ohne formatierte Musikzusammenstellung+++
Dennis Adamus, im Hauptjob Leadgitarrist von Jimmy Cornett & The Deadmen, hat in der Vergangenheit schon öfter SoloAusflüge gemacht, auch mit eigener Band. Den bislang wohl wichtigsten hat er für den 22.3 im Hamburger Downtown Bluesclub im Kalender stehen+++
50 Jahre ist es her, dass in Hannover die Prog-Rock-Formation Eloy aus der Taufe gehoben wurde. Anlass genug für die Band, ihre Alben DAWN (1976), OCEAN (1977) und SILENT CRIES AND MIGHTY ECHOES (1979) neu aufzulegen. Als THE CLASSIC YEARS TRILOGY erscheint am 26.4. ein Boxset mit drei 180g-Vinylscheiben samt den dazugehörigen CDs in einem speziell gestalteten Schuber. Alle von den Originalbändern stammenden Aufnahmen wurden unter der Regie des Remaster-Fachmanns Eroc soundtechnisch überarbeitet. Die durchnummerierte Boxset-Gesamtauflage ist auf 2000 Stück limitiert+++
Die Messlatte liegt hoch: Die ersten beiden Bücher von Ringo Starr, „Postcards From The Boys" (2003) und „Photograph" (2013), waren schnell ausverkauft. Jetzt legen der Ex-Beatle und der für luxuriöse Buchveröffentlichungen bekannte Verlag Genesis nach: „Another Day In The Life"
Liebhaber von Popol Vuh dürfen sich auf das Vinyl-Boxset THE ESSENTIAL ALBUM COLLECTION VOL.1 freuen. Die sechs LPs in audiophilen 180g-Pressungen stecken in einer Collector's-Box, inklusive Bonustracks. Außerdem gibt es zeitgleich ab 26. April die Alben AFFEN-
Music from the 60s to the 80s
STUNDE, HOSIANNA MANTRA, EINSJÄGER & SIEBENJÄGER, AGUIRRE, NOSFERATU als hochwertige CD-Digipaks. Diese wurden von Popol Vuhs Guido Hieronymus und Frank Fiedler remas tert, enthalten Bonustracks und ein ausführlich bebildertes Booklet mit angemessenen Linernotes. Popol Vuh um den 2001 verstorbenen Florian Fricke zählten zu den Pionieren der elektronischen Musik und des Progressive Rock. Dazu kam eine langjährige kreative Partnerschaft mit dem renommierten Filmemacher Werner Herzog, für dessen wichtigste Filme Fricke die Soundtracks schrieb und dafür mehrfach für den Oscar nominiert wurde+++ Ein Amerikaner und ein Deutscher sind die einzigen Hersteller von Bässen und Gitarren, von denen das Metropolitan Museum New York, das Museum Of Modern Art in Boston und das Smithsonian Museum in Washington, D.C., Instrumente angekauft haben: der legendäre Leo Fender und Jens Ritter. „Wahre Kunstwerke", schwärmt Uli Salm von den Gerätschaften Ritters. Und der Bassist von Leinemann, der Guitar Army und Rudolf Rock & Die Schocker weiß, wovon er spricht: Er verfügt über eine der größten Sammlungen von Bassgitarren, obwohl er kürzlich erst 200 abgegeben hat. Salm und Ritter haben nun gemeinsam einen „Zwick Bass", einen Ritter R 8, konzipiert, der die Fassade der legendären Hamburger Musikkneipe ziert. „Das Original spiele natürlich ich", sagte Salm GoodTimes+++
Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre war die kanadische Geschwisterband Cowboy Junkies relativ häufig auf deutschen Bühnen zu erleben. Im Laufe der Jahre machten sich Margo Timmins (voc), ihre Brüder Michael (g) und Peter (dr) sowie Sandkastenfreund Alan Anton (b) rarer. Im November 2018 tes teten sie mit ihrem jüngsten Album ALL THAT RECKONING mit zwei Konzerten das Terrain. Offenbar mit Erfolg: Im Juli kommen sie zu vier Shows wieder nach Deutschland+++
Der vierte und letzte Teil der GrobschnittReissue-Serie „Black & White" mit den Alben KINDER & NARREN (1984), SONNENTANZ (1985), FANTASTEN (1987) und LAST PARTY (1990) steht am 12.4. zur Veröffentlichung an. Damit ist dann das GrobschnittGesamtwerk mit allen 14 Alben in chronologischer Reihenfolge auf Vinyl erhältlich. Wie schon bei den vorangegangenen zehn Wiederveröffentlichungen im LP-Format haben die drei GrobschnittGründer Eroc, Lupo und Willi Wildschwein die Zusammenstellung des vierten Vinylpakets federführend koordiniert und im Vergleich mit den Original-Releases nicht an Extras gespart. Die opulente Ausstattung mit Bildgeschichten, Kunstdrucken, Fotoraritäten und 180g-Vinyl lässt kaum Wünsche offen. Die Alben erscheinen im Gatefold-Format zum Aufklappen, wobei das ursprüngliche Original Artwork um weitere Fotos ergänzt wurde. Als Extrabonbon liegen DownloadCards bei. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass Eroc alle Aufnahmen remastert hat und jedes Album obendrein auch noch eine weiße Bonus-Vinylscheibe mit LiveAufnahmen enthält+++ Im vergangenen Jahr hatte Bassist und Bandleader Günther Radny schon vorsichtig signalisiert, dass mit Blick auf seine reformierte Heavy-Metal-Band Mass mit Neuigkeiten zu rechnen sei. Die sind jetzt raus: Die 1973 mit einer internationalen Besetzung mit deutschen, amerikanischen und Schweizer Mitgliedern gegründete Regensburger Band, die sechsstellige Verkaufszahlen vorzuweisen hatte, bringt am 26.4. ihr neuestes Werk STILL CHAINED heraus. Im April steht ein Release-Konzert in ihrer Heimatstadt an, dann ein Gig an einem Ort, der in Metal-Kreisen geradezu Kult-Charakter hat, der Zeche Bochum (12.7.), und im September in Wurz beim Storm Crusher Festival (13.9.)+++ Tom Redecker alias The Perc hat die siebte Ausgabe seiner Archivauswertungsreihe „The Electric Kindergarten" angekündigt. Der umtriebige Sänger, Gitarrist und Songschmied (und Labelbetreiber) mit der Vorliebe für Psychedelisches und auch Krautiges bringt Anfang April THE BEST OF CAROLA heraus. „1986 kaufte ich in einem Bremer Musikgeschäft ein Casio-Keyboard und nannte es Carola. Ich musste beim Bezahlen drei Euroschecks ausfüllen, Carola muss also zwischen 801 und 1200 DM gekostet haben! Carolas Sound änderte man durch Betätigung von Rauschfiltern, das war – besonders live – nicht ohne Tücken." Das Instrument kam bei Perc-Aufnahmen, aber auch bei Redeckers anderen Bands, GoodTimes 2/2019
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Electric Family und Sun Temple Circus, zum Einsatz. Nummer 7 der „Electric Kindergarten"-Reihe sei nun ausschließlich Carola gewidmet+++
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Die General Lee Band, einer der führenden deutschen Southern-Rock-Acts, vermeldet einen neuen Schlagzeuger namens Andy Ray. Die Gruppe arbeitet an neuen Stücken für eine CD, die für das nächste Jahr angedacht ist+++ Mit der Nachfrage wächst nach alter Weisheit auch das Angebot. Was natürlich für das wiederbelebte Vinyl gilt. So hat der Musikkunde inzwischen die Auswahl zwischen fast allen Neuerscheinungen und einem sehr umfangreich angewachsenen Angebot an neu aufgelegten Klassikern – auch wenn es sich dabei insgesamt durchaus um ein Nischensegment handelt. In dem bewegt sich nun auch die Backkatalog-Abteilung von Sony Music mit ihrer neuen Reihe „Original Vinyl Classics" mit jeweils zwei LPs der beteiligten Acts. Die erste Staffel umfasst überwiegend deutsche Akteure: die Nina Hagen Band (NINA HAGEN BAND/1978 und UNBEHAGEN/1979), Spliff (85555 und HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, beide 1982), Lake (LAKE/1976 und LAKE II/1978), Falco (JUNGE ROEMER/1984 und FALCO 3/1985). Ebenfalls dabei sind die Guano Apes, Oomph, Witt, Selig, Running Wild, Apocalyptica und Far Corporation+++ „30 Jahre Mauerfall Tour 2019” ist die Traditionsveranstaltung „Ost Rock Meets Classic” in diesem Jahr überschrieben. Angelaufen ist sie bereits Mitte März, zieht sich aber mit Unterbrechungen durchs Jahr. Mit dabei sind diesmal u.a. Mike Kilian (Rockhaus) und Quaster (Puhdys). Überhaupt ist Kilian gut beschäftigt: Rockhaus werden im Sommer einige Shows spielen und dann im Herbst mit einem neuen Album in vierköpfiger Besetzung touren. Die Glam-Rock-Liebhaber Final Stap (mit Tobias Künzel von den Prinzen) sind im Herbst auf „Dok-Tour"; und in der freibleibenden Zeit heizt der Sänger mit seiner Stones-Coverband Starfuckers r iffig ein (und das seit 21 Jahren!)+++ Comeback nach elfjähriger Tourneepause: Die Rockabilly-Liebhaber Stray Cats heizen im Juli in Deutschland wieder live ein. Doch damit nicht genug: Brian Setzer (g, voc), Lee Rocker (Kontrabass) und StehDrummer Slim Jim Phantom, die einst auch beim Loreley-„Rockpalast"-Festival europaweit live im TV zu erleben waren, beehren Deutschland im Rahmen ihrer „40th Anniversary Tour" – und werden dabei ihr neues Studio-Album vorstellen, das den Titel 40 tragen und am 24.5. er-
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scheinen wird. Es ist das erste gemeinsame Studiowerk des Trios seit 26 Jahren+++ Und noch einen Altmeister hat die Arbeitswut und Lust auf ein neues Album gepackt: Huey Lewis hat mit seinen News die erste Platte mit neuen Songs seit 2001 am Start. Die Combo ist seit mittlerweile 39 Jahren aktiv, musste im vergangenen Jahr aber pausieren und eine Tour mit 40 Konzerten absagen, weil Lewis unter einem plötzlichen Hörverlust litt. Die Ankündigung der neuen Platte weckt Hoffnung, dass Lewis seine Probleme überwinden wird, was ihm nach eigener Aussage bislang aber noch nicht völlig gelungen ist. Er fürchte immer noch, nie mehr singen zu können+++ Gesundheitliche Probleme hat auch der US-Singer/Songwriter und ewige Geheimtipp David Munyon. „Leider ist seine Reisefähigkeit durch eine chronische Erkrankung stark eingeschränkt, was eine Tour und die dazugehörigen Strapazen leider ausschließt, da diese sich in letzter Zeit akut verschlechtert hat", teilte sein deutscher Manager mit. Es handle sich dabei um keine Krankheit, „die in naher Zukunft sein Leben gefährdet. Wir sind guter Hoffnung dass es dennoch weitere Alben geben wird – David ist weiterhin der rege Songwriter", wie man ihn kenne. Munyon habe ein weiteres Album in Arbeit, das Ende dieses Jahres erscheinen soll+++
NEWS Schon Ende vergangenen Jahres haben sich die Wege von Accept und Bassist Peter Baltes getrennt. Er war – neben Bandleader und Gitarrist Wolf Hoffmann – das letzte noch verbliebene Originalmitglied der Metal-Band. Zum Abschied gab es von beiden Seiten artige Worte, ohne dass allerdings die Gründe der Trennung klar wurden+++ Gerade mal ein Konzert auf deutschem Boden ist in diesem Jahr für Whitesnake gebucht (7.7. in Köln), obwohl es von der Band mit dem Ende April erscheinenden FLESH & BLOOD das erste neue Studio-Album seit sieben Jahren gibt. Selbst David Coverdale bedauert, dass seine Band sich hierzulande diesmal so rar macht, was allerdings nicht an ihm liege. „So bleibt mir praktisch keine Zeit, bei meiner Tochter und meinen beiden Enkelinnen vorbeizuschauen, die in Oberbayern leben" sagte der Sänger/Bandleader GoodTimes unmittelbar vor Druckbeginn dieser Ausgabe. Das Interview ist in der nächsten Ausgabe zu lesen+++ Seit einem halben Jahr ist das neue Studio-Album von Lucifer's Friend fertig. Die nun für April/Mai angepeilte Veröffentlichung von BLACK MOON (Produzent: Simon Hesslein) sei vom englischen Label der Band immer wieder verschoben worden, zu dem er selbst keinen direkten Kontakt habe, berichtete Peter Hesslein GoodTimes. Und er verriet zugleich, dass das darauf folgende, dann voraussichtlich letzte Album der deutsch-englischen Band, THE LAST STAND, mit dem neuen Schlagzeuger Markus Fellenberg auch schon weitestgehend im Kasten sei und wohl noch 2019 erscheinen solle. Zugleich stellte er klar, dass er, Sänger John Lawton und Bassist Dieter Horns gesundheitlich allesamt angeschlagen seien und deshalb keine Tournee mehr absolvierten, sondern allenfalls noch ausgewählte Einzelkonzerte spielen würden+++ Nachdem Julian Dawson zuletzt 2017 bei Wolfgang Niedeckens Solo-Album REINRASSIJE STROOSSEKÖÖTER Regie führte, hat er im vergangenen Jahr eine junge Singer/Songwriterin und einen etablierten deutschen Liedermacher – beide
englischsprachig – produziert. Die Namen wollte er im Gespräch mit GoodTimes allerdings noch nicht nennen. Bei ihm selbst stehe ein neues „Recording Project'" in New York am Horizont. Seine Arbeit mit Spencer Davis an dessen Biografie habe sich aus diversen Gründen etwas verzögert, eine Veröffentlichung rücke aber näher. Und er ergänzte: „Ich spiele im Moment hauptsächlich nur Konzerte, die auf mich zukommen, und plane meine erste richtige Tournee seit langem für Anfang 2020."+++
„The Caveman" Shirley (Journey, John Hiatt, Iron Maiden, Joe Bonamassa)+++ Als 5-CD-Box, auf drei LPs sowie digital wird Frank Zappas Live-Meilenstein ZAPPA IN NEW YORK zum 40-jährigen Veröffentlichungsjubiläum Ende März
Mit Utopia war Todd Rundgren 2018 nach 32 Jahren Pause auf Reunion-Tour in den USA unterwegs (siehe Interview S. 26). Kurz nach dem GoodTimes-Interview mit Rundgren lief die Meldung über den Ticker, dass die Tourdoku LIVE AT THE CHICAGO THEATRE als Blu-ray/DVD plus zwei CDs ab dem 5.4. erhältlich sein wird. Zwei Wochen später folgt eine Doppel-LPVersion mit grünem Vinyl. Zu erleben ist dann via Tonträger das Zusammenspiel von Rundgren, Kasim Sulton, Willie Wilcox und Gil Assayas+++
neu aufgelegt. In der Woche zwischen Weihnachten und Silvester 1976 spielten Zappa und seine Band vier restlos ausverkaufte Konzerte im New Yorker Palladium. Die Mitschnitte dieser Abende dienten als Fundament für das LiveDoppelalbum ZAPPA IN NEW YORK. Wegen Problemen mit der Zensur – vor allem wegen des umstrittenen Songs "Punky’s Whips" – verschob sich die für 1977 geplante Veröffentlichung ins Frühjahr 1978. Die Wiederveröffentlichung entstand unter Aufsicht des Zappa Family Trusts, wobei Ahmet Zappa und Chefarchivar Joe Travers die Produktion übernahmen: Die 5-CD-Variante kommt in einer limitierten Metalldose in Form eines New Yorker Kanaldeckels, der unter anderem auch ein Nachdruck eines Konzerttickets beiliegt. Vier Bonus-Silberlinge enthalten livehaftige Fundstücke und Schätze aus Zappas Archiv, insgesamt handelt es sich um über drei Stunden Live-Exklusivmaterial aus dem Palladium. Dabei sind alle Songs, die an den besagten vier Abenden gespielt wurden; zu jedem auf der Originalversion des Albums vertretenen Stück gibt es eine Alternativfassung. Aufwendig verpackt und gestaltet, besticht auch das Artwork. Neben bislang unveröffentlichten Livefotos von Gail Zappa gibt es Linernotes der damaligen Bandmitglieder Ruth Underwood und Ray White; Ruth Underwood nahm obendrein einen neuen Song für das Album auf, eine Solo-Klavierversion von "The Black Page"+++
Den Titel THE MEDICINE SHOW wird das neue Album von Melissa Etheridge tragen, das am 13.4. herauskommt+++ Die US-Paisley-Underground-Legende The Dream Syndicate meldet sich am 3.5. per Tonträger mit THESE TIMES zurück, dem zweiten Album seit der Reunion 2012 (2017 war HOW DID I FIND MYSELF HERE erschienen). Ein „psychedelisches Kaleidoskop mit mysteriösen Kreaturen" versprach das Label der Band im Vorfeld+++ Der US-Gitarrenvirtuose George Benson hat für den 26. April die Veröffentlichung eines neuen Albums angekündigt, das den Titel WALKING TO NEW ORLEANS tragen und die Rückkehr des vor allem als Jazzund R&B-Spezialist bekannten Künstlers zu seinen Americana-Wurzeln dokumentieren wird. Gewidmet ist das Opus Fats Domino, der Piano-Hitmaschine aus New Orleans, wie auch dem Rockpoeten Chuck Berry. „Die beiden waren fantastisch, und ich bin ein großer Fan ihrer Musik", sagte der zehnfache Grammy-Gewinner Benson. Produziert wurde das Album von Kevin
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SERVANTS OF THE SUN TOUR 2019
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Die fränkische Kult-Band J.B.O. feiert ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum mit einem eigenen Festival. Die Combo, die bereits Bestandteil eines Schulbuches für Religion ist, wird damit erstmals in ihrer Karriere ein zweitägiges Open Air selbst ausrichten, und zwar am 28. und 29. Juni im oberfränkischen Weingarts nicht weit von ihrer Heimatstadt Erlangen entfernt. Mit dabei sein werden Hämatom, Feuerschwanz, Freedom Call, Atze Bauer, Götz Widmann, Justice, Rammelhof, Hyrax, King Kong's Deoroller, Insert Coin und die Blaskapelle Weingarts sowie weitere Freunde der Comedy-Metal-Truppe. Zum „runden Geburtstag" gibt es Ende Juni mit WER LÄSST DIE SAU RAUS zudem ein neues Studio-Album als Geschenk für die Fans und sich selbst sowie eine Jubiläums-Tournee+++ Bei der Tournee des gerade erst 75 Jahre alt gewordenen Deutsch-Rock-Urgesteins Achim Reichel im Herbst 2019 zeichnet sich schon jetzt eine weitere Erfolgsstory ab. Der Kartenvorverkauf hat sich sehr positiv entwickelt, das Konzert am 29.10. in Hamburg ist bereits ausverkauft, ein zweites wurde für den 30. Oktober ebenfalls in der Laeiszhalle in Hamburg angesetzt+++ Bruce Hornsby meldet sich mit ABSOLUTE ZERO (VÖ: 12.4.) zurück, drei Jahre nach REHAB REUNION, auf dem der Pianist kein Tasteninstrument, sondern ein Hackbrett gespielt hatte. Musikalische Beiträge lieferten yMusic, The Staves, Blake Mills, Jack DeJohnette, Sean Carey, The Orchestra Of St. Hanks und Hornsbys langjährige Liveband The Noisemakers. Zur Vorabsingle "Voyager One” meinte Hornsby, der zu Beginn der 90er Jahre nach dem Tod von Keyboarder Brent Mydland auch bei Grateful Dead ausgeholfen hatte: „Steve Reich meets Prince." Lyrics steuerte übrigens Grateful-DeadTexter Robert Hunter bei+++ In diversen Formaten (3-CD, 1-CD, 6-LPVinyl, digital) wird es am 19. April STAND BACK geben, einen Querschnitt des gesamten Solokatalogs von Stevie Nicks. Also des Mitglieds von Fleetwood Mac, das im März zum zweiten Mal in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen
Unsere Gewinner aus Heft 6/2018 Lösung – Kreuzworträtsel: " DAS WEISSE ALBUM" Barclay James Karten Peter Schliekmann, Bünde Jens Krüger, Aichelberg Paul Deppert, Berg
In Kooperation mit dem Hamburger Fachgeschäft Guitar No.1 und Gibson USA zeigt die Musikmesse Frankfurt 2019 vom 2. bis 5. April „The World Of Vintage Guitars", in deren Fokus legendäre Gitarrenmodelle, eine Zeitreise durch die Geschichte bekannter Marken und Top-Events mit Stars der Szene stehen. Zu sehen ist eine Sonderausstellung auf rund 200 Quadratmetern. Bei
Vibravoid-LP+Öllampe Wolfgang Waschkowski, Osterholz-Scharmbeck Beatles Schoko-LP Andreas Feiler, Neusäß Wolfgang Reschke, Freiberg Gesa Friedrichs, Bockhorn Jonny Knisch, Berlin Jürgen Schulte, Mönchnengladbach Live Martin Turner CD+DVD-Set Angela Coco, Lehre-Essehof Detlef Hogan, Berlin Stephan Crezelius, Nievern Ben Granfelt + Kette Lars Panteleit, Heilbronn Peter Knorr, Amberg Rainer Polleck, Düsseldorf
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!
wurde: diesmal als Solokünstlerin, 1998 war ihr diese Ehre bereits gemeinsam mit Fleetwood Mac zuteil geworden. Auszüge ihrer Studio-Alben, Live-Performances und Soundtrack-Beiträge sowie einige ihrer Kollaborationen mit Tom Petty & The Heartbreakers, Don Henley, Lana del Rey und Lady Antebellum werden auf STAND BACK zu hören sein. Die Vinylbox wird dann ab Ende Juni erhältlich sein+++ THE SOUL OF THE KING wird das neue, am 10.5. erscheinende Album der B.B. King Blues Band heißen. Als Gäste waren im Studio Taj Mahal, Kenny Neal, Joe Louis Walker, Kenny Wayne Shepherd und Michael Lee dabei+++ Parallel zum Kinostart (28.3.) von „Weil Du nur einmal lebst – die Toten Hosen auf Tour" erscheint als Soundtrack das ZUHAUSE LIVE: DAS LAUNE DER NATOURFINALE betitelte neue Live-Album der Düsseldorfer Punk-Veteranen. Die 34 auf Tonträger dokumentierten Lieder wurden am zweiten Tag des Tourfinales im vergangenen Jahr in ihrer Heimatstadt mitgeschnitten. Über eine Million Fans hatten 2017 und 2018 mit den Toten Hosen auf ihrer „Laune der Natour" gefeiert+++ Den Titel THE SECRET hat Alan Parsons seinem am 26.4. erscheinenden neuen Studio-Album verpasst. Als Sänger haben ihn dabei Lou Gramm, Jason Mraz, Todd Cooper, Mark Mikel, P.J. Olsson, Jared Mahone und Jordan Huffman unterstützt, zwei Titel sang Parsons selbst, der zudem als Erzähler amtiert. Weitere Gäste waren u.a. Instrumental- Asse wie Steve Hackett, Vinnie Colaiuta und Nathan East+++
der „Les Paul Night" am 5.4. performt eine All-Star-Band – unter anderem mit dem Scorpions-Gitarristen Matthias Jabs, den renommierten Gitarristen Thomas Blug und Peter Weihe sowie Sänger Chris Castello – Rockhymnen aus drei Jahrzehnten. Herzstück des Sonder-Areals ist die Ausstellung „Gibson Les Paul – The Classic Years". Die umfassen die Zeit von 1952 bis 1962. Gibson USA unterstützt die Präsentation mit eigens angefertigten, bis ins Detail originalgetreuen Gitarren aus dem Gibson Custom Shop. Hinzu kommt die Ausstellung „Guitars Of The Stars", bei der Originalinstrumente und Verstär-
ker bekannter Musiker zu erleben sind. Unter dem Motto „Rate Your Guitar" besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Gitarren von Experten begutachten und ihren Wert schätzen zu lassen. Zusätzlich gibt es Infos für Gitarristen, was sie in Bezug auf die Mitführung von Musikinstrumenten mit Bestandteilen aus geschützten Hölzern beachten müssen. Während der Musikmesse organisiert No. 1 Guitar zudem ein Weiterbildungsangebot zu den Themen „Vintage Gitarren als Investment", „Cites Wood ID: Handel mit artgeschützten Hölzern" und „Vintage Amps mit Röhrentechnik und deren Besonderheiten". Am 6. April präsentiert die Messe Frankfurt mit der „Musikmesse Plaza" ein völlig neues Veranstaltungskonzept, das ganz auf Musikbegeisterte abzielt und bei dem Besucher Instrumente und Equipment, Tonträger sowie Merchandising-Produkte direkt kaufen können. Ebenfalls sehenswert ist die Dokumentation „Fender By Leo Fender: The Evolution Of Fender’s Electric Guitars 1950–1964" zur Historie des US-amerikanischen Unternehmens und seiner Modellentwicklung+++ GoodTimes 2/2019
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Der Gesamtumsatz der deutschen usikindustrie hat 2018 knapp die Höhe M des Vorjahres erreicht. Nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) nahm die Branche insgesamt 1,582 Milliarden Euro mit Musikverkäufen über Streaming-Angebote, auf CD, als Download oder Vinyl ein. Das sind 0,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Das Audio-Streaming schoss weiter in die Höhe (+33,5%) und machte einen Marktanteil von 46,4 Prozent aus. Die CD verzeichnete ein Minus von rund 20 Prozent, blieb aber zweitstärkster Umsatzbringer mit einem Marktanteil von 36,4 Prozent. Mit sehr deutlichem Abstand folgen Downloads (7,8%) und die Vinyl-LP. Deren Verkaufszahlen, über viele Jahre ununterbrochen im Aufwind, sanken gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Prozent und machten einen Marktanteil von 4,4 Prozent aus. Das Geschäft verschob sich damit weiter deutlich in den digitalen Raum: 56,7 Prozent des Umsatzes wurden mit Audio- und Video-Streams sowie mit Downloads erwirtschaftet, 43,3 Prozent entfielen auf das physische Geschäft mit Tonträgern+++ Einen Namen als Ausnahmebassistin und musikalisches Multitalent hat sich die Australierin Tal Wilkenfeld durch ihre Arbeit mit Jeff Beck und ihre Gastauftritte bei Kollegen wie Mick Jagger, Prince, den Allman Brothers oder Herbie Hancock gemacht. Die musikalische Nonkonformistin und Querdenkerin feiert nun mit LOVE REMAINS ihre Premiere als Sängerin, Songwriterin und Produzentin – scheinbar mühelos gelingt ihr mit ihrem Solo-Album der Spagat zwischen instrumentalem Können und versiertem Songwriting+++ Stargast bei der 10. Internationalen Beatles Fan Convention am 11. Mai im Stadttheater Glauchau ist der Liverpooler Buchautor David Bedford, der sein Werk „Den vierten Beatle finden: John, Paul, George und ihre 18 Schlagzeuger" vorstellt (und signiert). An der folgenden Gesprächsrunde nimmt auch ein Betroffener teil: Johnny Hutchinson trommelte laut Ankündigung für The Big Three, The Silver Beatles (er sprang am 10.5.1960 live ein) und die Beatles. Stephen Kennedy, Gründer und Direktor des Dublin Beatles Festival, wird voraussichtlich ebenfalls nach Sachsen kommen. Musikalisch tragen Die Strawberries zum Gelingen der Convention bei; ebenfalls live zu erleben sind in Glauchau The ReBeatles+++ An die erste Ausstrahlung des TV-Klassikers „ZDF-Hitparade" vor 50 Jahren – am 18. Januar 1969 begrüßte Dieter Thomas Heck die Zuschauer erstmals aus einem Studio in Berlin – erinnert das ZDF und hat dafür eigens eine Samstagabendshow zum Thema Schlager angekündigt. Ort des Geschehens: Offenburg. Zeitpunkt der Ausstrahlung: 27. April um 20.15 Uhr. Moderieren wird Thomas Gottschalk, der laut Senderangaben Gäste und Musik aus mehreren Jahrzehnten in der Show begrüßen wird+++
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VERSTORBEN 17.1. Ron Watson (*23.10.1956) spielte Gitarre bei den kanadischen Heavy Rockern Helix und ist auf deren erstem Album zu hören. Später gehörte er Verticle und Room Of Fools an, bis er 1997 die letztlich tödliche Diagnose einer bösartigen tumorartigen Knochenmarkserkrankung erhielt.
11.1. Marc Paganini war wirklich ein Nachfahre des italienischen Ausnahmegeigers Niccolo Paganini. Dem Schweizer Sänger lag aber der Rock mehr am Herzen, den er in den 80er Jahren mit seiner Band Paganini pflegte. Er lebte zeitweise in Los Angeles, zog sich in den 90er Jahren nach einem Motorradunfall aber aus der Musikszene zurück. Der Rock ließ ihn jedoch nicht los, 2017 sagte er GoodTimes, dass er an seiner Autobiografie und einem neuen Album arbeite. Doch eine schwere Erkrankung (Nieren und Leber) durchkreuzten im Alter von nur 57 Jahren seine Pläne.
19.1. Ted McKenna (*10.3.1950) gehörte zu den profiliertesten Schlagzeugern des UK, was seine Engagements bei der Sensational Alex Harvey Band, Rory Gallagher, der Michael Schenker Group, Ian Gillan, Amos Garrett, Womack & Womack, aber auch Jazzmusikern belegen. Während einer Routine-Operation wegen eines Leistenbruchs kostete ihn eine Blutung das Leben.
13.1. Willie Murphy (*17.11.1943) war in den 60er Jahren in Folkzirkeln im Duo mit John Koerner (ein Album) unterwegs, arbeitete als Hausproduzent bei Elektra, betreute 1971 Bonnie Raitts Debüt-LP. Er war in den 70er und 80er Jahren mit seiner R&B/Blues/Rock-Combo Willie & The Bees aktiv, gründete 1985 das Label Atomic Theory, um eigene Alben und die von Freunden herauszubringen. Von allerlei Gesundheitsproblemen geplagt, verabschiedete er sich mit einer Lungenentzündung für immer. 13.1. Duco Aeschbach gründete als Drummer die Schweizer Rockband Kaktus, in der auch Chris von Rohr und Tommy Kiefer (beide später bei Krokus) mitmischten. 1976 stellte er den Weltrekord im Unterwasser-Schlagzeugspielen auf und wurde im Guinness-Buch der Rekorde verewigt. Er performte zuletzt als Stand-up-Comedian im Duo AHV-Chaoten und starb 71-jährig an Herzversagen.
21.1. Mike Ledbetter (*(27.4.1985) war ein entfernter Verwandter von Lead Belly (Huddie Ledbetter), absolvierte eine Opernausbildung, sang dann aber doch lieber Blues. Er stieg 2010 in der Nick Moss Band ein, sieben Jahre später schloss er sich dem Gitarristen Monster Mike Welch an und nahm mit ihm RIGHT PLACE RIGHT auf. Er überlebte einen Epilepsie-Anfall nicht. 25.1. Terry Jennings (*21.1.1957) war der älteste Sohn und auch Manager von Waylon Jennings, betätigte sich als Musiker und Autor („Waylon: Tales Of My Outlaw Dad"), war als Bühnenmanager und Techniker schon früh mit seinem Erzeuger auf Tour. Er hatte eine Managementfirma samt Verlag und war als Talentscout für Plattenfirmen unterwegs. 25.1. Bruce Corbitt (*22.12.1962) sang bei den amerikanischen Heavy-Metal-Bands Rigor Mortis, die zu den wegweisenden Speed-Metal-Acts gehörten, Warbeast und Wizards Of Gore. Vor zwei Jahren war bei ihm Speiseröhrenkrebs festgestellt worden.
16.1. Lorna Doom (*4.1.1958 als Teresa Maria Ryan) traktierte von 1976 bis 1980 (und 2005–2009) die Basssaiten bei der US-Punk-Band The Germs. Sie erlag einem Krebsleiden.
26.1. Michel Legrand (*24.2.1932) entstammte einer musikalischen Familie, studierte Musik und arrangierte bereits mit 20 Jahren ein Streicheralbum für Dizzy Gillespie. Er wandte sich früh dem Komponieren von Filmmusik zu und wurde bei zwölf Nominierungen dreimal mit einem Oscar ausgezeichnet. Daneben betätigte er sich als Jazzpianist und arbeitete auch mit Django Reinhardt zusammen – desgleichen 30 Jahre lang mit Barbra Streisand. Er arbeitete bis zu seinem Tod.
17.1. Reggie Young (*12.12.1936) avancierte nach Rockabilly-Anfängen und seiner Zeit bei der Bill Black Combo (Support Act der Beatles bei deren erster USTour) zum Leadgitarristen der Hausband des American Sound Studios, die als The Memphis Boys firmierten. Seine Gitarre ist auf Aufnahmen von Elvis Presley, John Prine, Dusty Springfield, J.J. Cale, Dionne Warwick, Willie Nelson, Waylon Jennings, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis, Merle Haggard, aber auch Joey Tempest oder der Box Tops zu hören.
26.1. Ingo Bischof (*2.1.1951) saß an seinem Keyboard meist im Hintergrund, ob er nun bei Kraan, Kathargo oder Lake spielte, prägte den Sound seiner Bands aber unüberhörbar. Ähnliches galt für sein Wirken als Studiomusiker (Reinhard Mey, Interzone, Annette Humpe, Ulla Meinecke). Mit den Gitarristen Frank Diez und Alex Conti war er an dem Projekt Berlin Blues beteiligt, veröffentlichte eine Soloplatte und verabschiedete sich nach längerer Krankheit in den Musikerhimmel.
15.1. Steve Madaio (*18.7.1948) war ein gefragter Sessiontrompeter, den man auf Platten der Paul Butterfield Blues Band und ebenso von Stevie Wonder, Ringo Starr oder Denice Williams hören konnte.
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28.1. Paul Whaley (*14.1.1947) war ab 1968 (bis 2009) Drummer von Blue Cheer, die für viele zu den Miterfindern des Hard Rock gehören. „Ohne Blue Cheer hätte es Motörhead nie gegeben", sagte beispielsweise Lemmy. Unglaubliche Brutalität und gleichzeitige Präzision prägten Whaleys Schlagzeugspiel. Er war die meiste Zeit seines Lebens schwer drogenabhängig, was seine Professionalität aber nicht beeinträchtigte. Er erlag in Regensburg, wo er mit seiner Lebensgefährtin lebte, einem Herzinfarkt. 29.1. James Ingram (*16.2.1952) war nicht nur ein begnadeter R&B- und Soulsänger, sondern verhalf auch als Songschmied Kollegen wie Quincy Jones oder Michael Jackson zum Erfolg. Der zweifache GrammyGewinner sang sich mit zahlreichen Hits in die US-Charts, darunter Duette mit Patti Austin, Linda Ronstadt und Michael McDonald. Er litt an Parkinson und Alzheimer. 31.1. Harold Bradley (*2.1.1926) wuchs in Nashville mit Country auf, tourte früh als Gitarrist mit Ernest Tubb, arbeitete in den 70er Jahren viel als Sessionmusiker und gehörte zu Nashvilles sogenanntem A-Team, ist auf Platten von Roy Orbison, Willie Nelson, Elvis Presley, aber auch von Bob Dylan, Joan Baez oder der Byrds zu hören. Er veröffentlichte ein halbes Dutzend eigene Alben und engagierte sich zudem lange in der Verbandsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene. Er starb im Krankenhaus. 4.2. Israel Izzy" Young (*26.3.1928) grün" dete 1957 in New York den Buch- und Plattenladen Folklore Center, in dem die Künstler der Greenwich-Village-Folkszene ein- und ausgingen, darunter auch der junge Bob Dylan. Im nahegelegenen Gaslight Cafe organisierte er Konzerte. Er veranstaltete am 4.11.1961 das erste öffentliche Konzert Dylans in einem Nebensaal der Carnegie Hall mit 52 Zuschauern. 1973 zog er aus privaten Gründen nach Stockholm und betrieb dort wieder einen Laden für Folkmusik. 7.2. Albert Finney (*9.5.1936) war zwar in erster Linie renommierter Schauspieler (Kino, TV, Theater), liebte aber auch die Musik und betrieb seine Albert Finney Band. Als Sänger war er auf Alben von Levon Helm und Geoff Whitehorn zu hören. 15.2. Kofi Burbridge (*22.9.1961) widmete sein Leben der Musik – als Keyboarder und Flötist bei Aquarium Rescue Unit (mit Bruder Oteil), ab 1999 in der Derek Trucks Band und ab 2010 in der Tedeschi Trucks Band (TTB), für die er auch die Streicherarrangements besorgte. 2017 erlitt er einen Herzinfarkt, musste wegen eines Aortenbruchs operiert werden. Im Januar ereilte ihn ein gesundheitlicher Rückschlag. Er starb an dem Tag, an dem das neue TTB-Album SIGNS veröffentlicht wurde. 21.2. Peter Tork (*13.2.1942 als Peter Halsten Thorkelson) gehörte als Bassist, Keyboarder und gelegentlicher Leadsänn
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ger den Monkees an, nachdem er zuvor als Blues- und Folkmusiker unterwegs gewesen war und 1965 auch mit Stephen Stills zusammengespielt hatte. Der MultiInstrumentalist, der gerne eine härtere Gangart angeschlagen hätte, verließ die Gruppe 1968. Er litt an einer seltenen und letztlich tödlichen Krebserkrankung. 25.2. Mark Hollis (*4.1.1955) hatte 1981 mit Talk Talk eine der einflussreichs
ten britischen Popgruppen des vorigen Jahrhunderts gegründet. Die löste sich 1992 auf, der Frontmann kehrte 1998 noch einmal mit einem Solo-Album zurück, zog sich dann aber von Bühne und Studio zurück. Es drang nichts mehr an die Öffentlichkeit über das Leben dieses Mannes, der mit Frau und zwei Kindern in Wimbledon lebte, was in einem Nachruf als „Verschwendung des Schweigens" beschrieben wurde. 26.2. Andy Anderson (*30.1.1951) trommelte zunächst für Nik Turner (ExHawkwind) und Steve Hillage, kurz auch bei Hawkwind, ehe er 1983 bei The Cure einstieg, im Jahr darauf wieder ging und als Sessionmusiker arbeitete (Iggy Pop, Mike Oldfield, Glenn Matlock, Midge Ure, Isaac Hayes). Nur wenige Tage vor seinem Tod hatte er die Diagnose einer schweren Krebserkrankung bekannt gegeben und dabei noch Hoffnung signalisiert. 1.3. Paul Williams (*1940) stieg in jungen Jahren bei Zoot Money’s Big Roll Band ein und entwickelte sich zu einem beachtlichen UK-Blues-Rock-Sänger. Er lieferte Beiträge für John Mayall, Tempest, Juicy Lucy, Aynsley Dunbar, Dick Heckstall-Smith, Allan Holdsworth und teilte das Los vieler Kollegen: Er schaffte nie den großen Erfolg. Zuletzt sang er bei der Liveband Blue Thunder. 4.3. Keith Flint (*17.9.1969) war das Gesicht des überdrehten Techno-Rave-Rock
der 90er Jahre. Zunächst fungierte er bei der 1990 von Liam Howlett gegründeten Band The Prodigy als Tänzer und Posierer, wuchs aber zunehmend in die Rolle des charismatischen Frontmannes hinein. Er provozierte gerne, nicht nur mit seiner Punkfrisur samt Hörnern. Das Video zu dem Song "Smack My Bitch Up" wurde 1997 mancherorts wegen seiner Darstellung von Drogen-, Sex- und Gewaltszenen indiziert. Zuletzt waren The Prodigy mit ihrem neuen Album NO TOURISTS auch in Deutschland auf Tour. Laut dem zuständigen Gerichtsmediziner erhängte sich Flint.
Fotos: © H. Ölschlegel
8.1. Martin Winkler hatte Gitarre bei den Metal-Bands Witchbound und Stormwitch gespielt, musste schon einmal wegen gesundheitlicher Probleme pausieren, ehe wie aus heiterem Himmel die Nachricht seines Ablebens (ohne Angaben zur Ursache) in der Heavy-Szene einschlug.
Lennon-Ono, Bed-In in Amsterdam
DER SOUND VON 1969 Von Horst Berner
„ All
we are saying is give peace a chance …”
Am 21. Juli 1969 betratder Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond und kommentierte das mit dem legendären Satz: Ein kleiner Schritt für den Men" schen, ein riesiger Sprung für die Menschheit." Dessen ungeachtet hielten auf der Erde die Ungereimtheiten an – politische Krisenherde, etwa in Vietnam oder Biafra, schwelten weiter. Derlei Tristesse erwiderte die Gegenkultur Woodstock-Idylle mit alternativen Gedanken, wobei die Musik zu ihrem populärsten Argument wurde. Im Frühjahr demonstrierten John Lennon und Yoko Ono während sieben Tagen im Bett des Amsterdamer Hilton Hotels für Frieden; an drei Tagen im Sommer zelebrierte eine geschätzte halbe Million Besucher die Woodstock Music And Arts Fair und machten das Festival zu einem Mythos, zum bedeutendsten Rockevent aller Zeiten.
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op hat viele Vorteile." Das jedenfalls behauptete das Musiklabel Polydor in einer Annonce 1969 und lieferte das Argument gleich mit dazu: „Seht euch die Leute an, die auf Parties Cream, Blind Faith oder John Mayall „ spielen. Es sind die guten Typen. Die mit den Chancen bei den Girls. Die mit der sicheren Meinung im Gespräch. Guter Pop ist was für gute Leute. Hier ist guter Pop." Und lakonisch hieß es weiter: „Blind Faith: Die Supergroup!”, „Fat Mattress: Ein Knock-out", „BEST OF CREAM: Kein Kommentar”, „John Mayall, THE TURNING POINT: Jetzt kommt Blues", „HAARE: Wie lang sind eure?" Das waren fürwahr neue Töne – in Sachen Musik und Diktion. Es herrschte Aufbruchsstimmung in der Musikszene, die, unabhängig von ihren kommerziellen Interessen, auf dem Weg war, sich erwachsener und selbstbewusster zu zeigen. Seite
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Wobei der Ehrlichkeit halber hinzugefügt werden muss, dass es in der Serie von Polydor-Annoncen eine weitere gab, die mit dem Slogan kokettierte: „Hier sind die Schlager, ihr habt den Plattenspieler." Angepriesen wurden da Roy Blacks CONCERTO D’AMOUR („Die neueste und schickste Langspielplatte von eurem Superstar"), Wencke Myhres ABENDSTUNDE HAT GOLD IM MUNDE („Frech, süß, lustig, tem-
peramentvoll"), RITA PAVONE („Wenn’s so weitergeht, wird die Kleine bald die Größte"), BARRY RYAN („Etwas besonders Gutes. An dieser Platte kommt kein Fan vorbei") und BEST OF BEE GEES („Alle großen Hits auf einer Scheibe. Dufte").
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er gefällige Mix aus Pop und Schlager spiegelte sich auch wider in der
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Jahresbilanz der 20 besten Titel, die „Bravo" aus den 104 Songs filterte, die sich vor 50 Jahren im Lauf von 52 Wochen in ihrer Musicbox platziert hatten. „Barry Ryan ist der große Sieger des Schlagerjahres 69. Mit seinem ersten Hit ‘Eloise‘ schlug er sogar Roy Black und die Beatles …", konnte als Fazit in Heft 1 vom 1. Januar 1970 gelesen werden. Gerhard Höllerich alias Roy Black ("Das Mädchen Carina" und "Ich denk an dich") repräsentierte neben Michael Holm ("Mendocino"), Wencke Myrhe ("Er steht im Tor"), Rex Gildo ("Dondolo"), Adamo ("Es geht eine Träne auf Reisen") und Christian Anders ("Geh nicht vorbei") die deutschsprachigen Interpreten, während die britisch-amerikanische Sangesgilde mit Barry Ryan ("Eloise" und "Love Is Love"), Tommy Roe ("Dizzy"), Zager & Evans ("In The Year 2525"), Donovan ("Atlantis"), Chris Andrews ("Pretty Belinda"), Elvis Presley ("In The Ghetto"), Robin Gibb ("Saved By The Bell"), Lulu ("Boom Bang-A-Bang" und "I’m A Tiger") und den Bands The Rolling Stones ("Honky Tonk Women"), The Beatles ("Ob-La-Di, Ob-LaDa" und "Get Back"), Tommy James & The Shondelles ("Crimson And Clover"), The Bee Gees ("Lamplight"), The Tremeloes ("My Little Lady") und The Archies ("Sugar, Sugar") vertreten waren. Die Beatles wiederholten zwar ihren Erfolg vom Vorjahr und wurden 1969 wieder zur „Band des Jahres" erklärt, in Bezug auf die Publikumsgunst hatten aber die Bee Gees die Nase vorn. Von den Lesern wurden sie in der Kategorie „Beliebteste Beatband" zum „Goldenen Otto-Sieger 1969" gewählt. Paradoxerweise hatte sich die Gruppe nahezu zeitgleich zerstritten und die Originalbesetzung aufgelöst, ehe es ab 1970 im Trio mit Barry, Maurice und Robin Gibb weiterging.
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raglos bildete die „Bravo" auf ihren Seiten nur einen Bruchteil dessen ab, was die Musikszene 1969 an wirklich relevanten Themen zu bieten hatte. Während besonders hofierte Stars des Blattes – etwa Roy Black, Uschi Glas, Manuela, Barry Gibb, Barry Ryan (neben Black & Glas und Gibb einer der Starschnitte in Lebensgröße 1969) – ein ums andere Mal die Titelseite zierten, mussten Bands wie die Jimi Hendrix Experience („der braune Bomber mit dem Elektrizitäts-Tick …"), Cream, Gun, Move, Creedence Clearwater Revival, Humble Pie, Fleetwood Mac und selbst die Beatles mit der Rückseite vorliebnehmen. Zur ewigen Erfolgsfigur erkoren wurde dagegen Pierre „Winnetou" Brice, den es von allen Stars aus Musik und Film mit fünfmal am häufigsten auf dem Cover zu sehen gab. Überhaupt waren die Helden aus den Westernserien in jenen Tagen sehr beliebt, ob die Cartwrights („Bonanza"), die Barkleys („Big Valley"), Manolito und Billy Blue („High Chaparral"), Marshal Dillon („Rauchende Colts") oder Jess Harper („Am Fuß der Blauen Berge") – Letztgenannter, sprich Darsteller Robert Fuller, kam 1969 sogar in Form eines weiteren „Bravo"Starschnitts zu Ehren. Und zum krönenden Abschluss bot die Nummer 52 vom 22. Dezember 1969 dann noch ein „Western-Mobile" zum Zusammenbasteln … frohe Weihnachten!
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rogressivere Tendenzen darzustellen versuchte „Deutschlands größte Zeitschrift für junge Leute" lediglich mit einem Artikel über The Mothers Of Invention, Janis Joplin, The Doors, Steppenwolf und Led Zeppelin – Protagonisten des sogenannten Underground. Dabei wurde die neue Musikrichtung vorgestellt als „harter Beat und aufputschender Rock’n’Roll, schwermütiger Blues und leise Folklore, sanfte Klassik und traditioneller Jazz", deren herausfordernde Art „für viele ein sinnloses Durcheinander" ergebe. Über das Großereignis Woodstock fand sich merkwürdigerweise kein Report; der folgte erst im Jahr darauf, GoodTimes 2/2019
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als der von Michael Wadleigh realisierte FestivalDokumentarfilm ab dem 3. September 1970 in den hiesigen Kinos anlief. Die „3 Tage des Friedens, der Musik … und der Liebe", die auf dem Farmgelände von Max Yasgur nahe der kleinen Ortschaft White Lake in Bethel im US-Bundesstaat New York über die Bühne gingen, wirken bis heute nach als das bedeutendste Symbol einer unter dem Banner von Popmusik sich artikulierenden, selbstbewussten Gegenkultur von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In gewisser Weise kann Woodstock exemplarisch gesehen werden für die Woodstock-Plakat, 1969 Suche nach neuen Wegen, die das Jahr 1969 kennzeichnete. Auf politischer Ebene kam es zu Führungswechseln nicht nur in den USA (von Präsident Lyndon B. Johnson zu Richard Nixon), Frankreich (von Staatspräsident Charles de Gaulle zu Georges Pompidou) und Schweden (von Minis terpräsident Tage Erlander zu Olof Palme), sondern auch in Deutschland. B u n d e s p r ä s i d e n t Woodstock-Filmplakat, 1970 Heinrich Lübke (CDU) ging, Gustav Heinemann (SPD) kam, und die bis dahin regierende Große Koalition von CDU/CSU und SPD unter Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger wurde durch eine sozialliberale Koalition aus SPD und FDP ersetzt, deren Galionsfiguren Willy Brandt und Walter Scheel hießen. Während sie den Leitgedanken „Mehr Demokratie wagen" ausgaben und ein Verhältnis des Miteinanders im Machtspiel der Blöcke Stern", Nr. 33 " in Ost und West anregten, vom 17.7.1969 hatten die USA den prestigeträchtigen Wettlauf gegen die Sowjetunion um die ersten Menschen auf dem Mond für sich entschieden. Das Medienereignis lockte am 21. Juli 1969 mehrere hundert Millionen Menschen weltweit vor den Bildschirm und trug nicht zuletzt dazu bei, dass das eigentlich zukunftspessimistische "In The Year 2525" des amerikanischen FolkRock-Duos Denny Zager und Rick Evans zu einem internationalen Nummer-1-Hit werden konnte. In Großbritannien kletterte David Bowie mit seiner "Space Oddity", die von der BBC während der TV-Übertragung der Mondlandung ausgestrahlt wurde, auf Platz 5 der Charts – wobei die Idee zum Song vom Science-Fiction-Film „2001: Odyssee im Weltraum" herrührte. Übrigens inspirierte Stanley Kubricks Meisterwerk im Herbst 1969 auch den Verleger des deutschen Kult-Blatts „Pardon" und der kurzlebigen Zeitschrift „Underground", Hans A. Nikel, zum Versandshop Zweitausendeins – damals (wie heute) ein Lieferant von „originellen, lustigen, trivialen, guten oder einfach schönen Sachen". Im Angebot fand sich da, neben LPs, Songbüchern oder Comics, auch John Lennons Grafikmappe „Bag One", deren freimütige Zeichnungen Szenen festhielten vom einwöchigen Bed-In-ForPeace, das ab dem 25. März 1969 im Amsterdamer Hilton Hotel stattfand.
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propos "The Ballad Of John And Yoko": Die vertonte Beziehungsgeschichte des illustren Paares spielten John Lennon und Paul McCartney zwar im Duo ein – als der Titel am 30. Mai 1969 erschien, bekamen aber allemal The Beat les die Credits zugeschrieben. Ihre drittletzte Single im UK läutete unterdessen den Schwanengesang der Fab-Four-
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Musikmaschinerie ein, die für ABBEY ROAD (am 26. September 1969 veröffentlicht) noch einmal getunt wurde. Dass die LP zum Grande Finale wurde, war zu dem Zeitpunkt jedoch genauso wenig absehbar wie die Tatsache, dass der während der „Get Back"-Sessions (was zu LET IT BE führte) erfolgte Auftritt auf dem Dach des Londoner Apple-Firmensitzes am 30. Januar 1969 als ihr letzter gemeinsamer Live-Auftritt in die Rockhistorie eingehen sollte. Zum 50. Jahrestag, am 30. Januar 2019, teilte Apple Records nun mit, dass Regisseur Peter Jackson („Der Herr der Ringe") beauftragt worden sei, er möge aus den existierenden 55 Stunden an historischem Filmmaterial, das die Musiker bei der diffizilen Arbeit an LET IT BE zeigt, eine neue Dokumentation fertigen. Dass seinerzeit ein Riss durch die Band ging, machten nicht zuletzt die Solo-Aktivitäten von Lennon klar, der, zusammen mit der Plastic Ono Band, sein honoriges Wirken für den Frieden über das Interesse am Fortbestand der Beatles stellte. Sein Statement "Give Peace A Chance" – bei einem weiteren BedIn am 1. Juni 1969 im Queen Elizabeth Hotel in Montreal von allen Anwesenden, darunter Musik-Comedian Tom Smothers und Sängerin Petula Clark, aufgenommen – bleibt bis heute ein Appell, der nichts von seiner Aktualität verloren hat.
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ährend die Beatles, konträr zu ihrem Hit "Get Back", 1969 die Weichen auf „Lass es sein" stellten, glänzten populäre andere Bands mit grandiosen Novitäten. Allen voran die Rolling Stones, die am 4. Juli ihre kecken "Honky Tonk Women" vorstellten, einen Tag nach dem Tod ihres ehemaligen Leadgitarristen Brian Jones. An dessen Stelle war der von John Mayall's Bluesbreakers gekommene Mick Taylor getreten, der seine Premiere als offizielles Bandmitglied am 5. Juli beim Londoner Hyde-Park-Konzert hatte, das Jones gewidmet wurde. Ihre Extraklasse bestätigten sie am 5. Dezember mit der LP LET IT BLEED, die mit "You Got The Silver" den ersten von Keith Richards gesungenen Song auf einer Stones-Scheibe präsentierte. Ray Davies von The Kinks frönte derweilen seiner Neigung zu Konzeptalben und schrieb das ansprechende, am 10. Oktober erschienene Opus ARTHUR (OR THE DECLINE AND FALL OF THE BRITISH EMPIRE). On top waren jedoch eindeutig The Who mit Mastermind Pete Townshend. Die wundersame Flipperboy-Biografie TOMMY (23. Mai) definierte einerseits nachhaltig das Phänomen Rockoper, andererseits führte der Welterfolg dazu, dass die Band dem drohenden inhaltlichen und monetären Desaster entging. Eine wichtige Rolle bei dieser Wiedergeburt spielte der furiose Auftritt in Woodstock – selbst wenn Townshend ihn gehasst haben mag.
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er dort zwischen dem 15. und 18. August auf den Bühnenbrettern stand und seine Performance einige Monate später zunächst im Film und dann auf Atlantics legendärem 3-LP-Set vom 11. Mai 1970 berücksichtigt sah, dem eröffnete sich der Weg zur internationalen Karriere. Das galt für Joan Baez, Canned Heat, Country Joe McDonald, Richie Havens, Jefferson Airplane, Santana, Ten Years After, Sly & The Family Stone und speziell für Joe Cocker und Crosby, Stills, Nash & Young. Der eine fand im Lennon-McCartney-Katalog das eher schlicht gestrickte "With A Little Help From My Friends", kleidete es zusammen mit der Grease Band in ein mit viel Rock und Soul drapiertes Gewand und machte es quasi zu seinem ureigenen Titel. Seite
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Die anderen lebten in vierfacher Gestalt das attraktive Bild der Singer/Songwriter; sie verblüfften durch Bescheidenheit („We’re scared shitless" / „Wir haben Muffensausen"), mit wunderbaren Melodien und überirdischem Gesang. "Woodstock", ein Klassiker in ihrem späteren Repertoire (1970 ebenfalls von Matthews Southern Comfort gefühlvoll eingespielt), ist im Original allerdings eine
v.l.: Young, Crosby, Nash, Stills Hommage an die berauschten Tage aus Joni Mitchell Peace & Love & Music von Kollegin und Freundin Joni Mitchell. Dummerweise hatte die kanadische Musikerin auf Anraten ihres Managers einem TV-Auftritt in der „Dick Cavett Show" mehr Bedeutung zugemessen als einer Teilnahme am Festival. Irren ist menschlich … Den krönenden Abschluss steuerte schließlich Jimi Hendrix bei mit einer verzerrten Interpretation der US-Nationalhymne "Star-Spangled Banner". Seine elektri- Jimi Hendrix fizierten Lautmalereien, die vor dem geistigen Auge Bilder von angreifenden Flugzeugen, Bombenregen und Maschinengewehrsalven heraufbeschworen, waren eine unverhohlene Kritik an dem von den USA in Vietnam geführten Krieg. Sie konnten aber auch als Missbilligung anderer Militäreinsätze gesehen werden – sei es im Grenzstreit zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China am Ussuri, im nigerianischen Bürgerkrieg, im Nahost-Konflikt oder in der Kontroverse zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland. Hendrix, bereits ein verherrlichter Gitarrengott, erlangte mit diesem Auftritt vollends Kult-Status.
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enngleich Acts wie The Band, Blood, Sweat & Tears, Creedence Clearwater Revival, Grateful Dead, Janis Joplin, Tim Hardin, The Incredible String Band, die Keef Hartley Band, Mountain, Johnny Winter und einige mehr ebenfalls zum Line-up in Woodstock zählten, ging ihre Präsenz medial etwas unter. Sie werden es wohl verschmerzt haben, zumal in einzelnen Fällen auch die Verwertungsrechte nicht freigegeben wurden – etwa von Winter und CCR. Deren Frontmann, John Fogerty, lieferte im Jahr 1969 das Material zu sage und schreibe drei LPs (BAYOU COUNTRY, GREEN RIVER, WILLY AND THE POOR BOYS) und damit einen Hit nach dem anderen: "Proud Mary", "Bad Moon Rising", "Green River", "Down On the Corner" und "Fortunate Son". Fogerty ging dabei ähnlich vor wie der texanische Saitenvirtuose Winter, der seinen Landsleuten mit dem am 27. Oktober erschienenen, auf nur drei Vinylseiten bespielten Doppelalbum SECOND WINTER besten Rhythm & Blues und damit ein modernes Lehrstück in Sachen Rootsmusik bot. CCR ihrerseits pflegten den Swamp Rock, der allgemein Louisiana und damit dem Süden der USA zugeordnet wird, obwohl ihre Heimat Berkeley, Kalifornien, war. Der Mann wiederum, der ein Jahrzehnt zuvor den Rock’n’Roll groß gemacht hatte, fehlte zwar in Woodstock (er war schließlich kein Hippie), 1969 feierte er aber ein
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fulminantes Comeback: Elvis Presley. Seine am Wohnort im American Studio aufgenommenen Popsongs mündeten in das am 17. Juni veröffentlichte Album FROM ELVIS IN MEMPHIS; die Singles "In The Ghetto", "Suspicious Minds" und "Don’t Cry Daddy" führten den King weltweit zurück in die Charts und darauf geradewegs nach Las Vegas zu einem ersten fetten, vierwöchigen Konzertengagement.
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it den sich zu Ende neigenden 60er Jahren kam das Aus für Bands wie Amen Corner, Eric Burdon & The Animals, Easybeats, Jeff Beck Group, Lovin’ Spoonful, Manfred Mann, Spencer Davis Group. Und es formierten sich neue: The Allman Brothers Band, Badfinger, Crazy Horse, Faces, Focus, Hawkwind, Hot Chocolate, Humble Pie, Judas Priest, Kraftwerk, Little Feat, Mungo Jerry, Nektar, Supertramp, Thin Lizzy, Thunderclap Newman, War, Wishbone Ash, ZZ Top. Etliche bereits versierte Künstler brachten im Lauf des Jahres 1969 erstklassige LPs heraus, andere, die am Anfang ihrer Karriere standen, überraschten mit neuen musikalischen Konzepten: The Band (THE BAND), Blind Faith (BLIND FAITH), James Brown (SAY IT LOUD, I'M BLACK AND I'M PROUD), The Byrds (BALLAD OF EASY RIDER), Johnny Cash (AT SAN QUENTIN), Chicago (THE CHICAGO TRANSIT AUTHORITY), Jimmy Cliff (JIMMY CLIFF), Leonard Cohen(SONGS FROM A ROOM), Crosby, Stills & Nash (CROSBY, STILLS & NASH), Deep Purple & The Royal Philharmonic Orches tra (CONCERTO FOR GROUP AND ORCHESTRA), Delaney & Bonnie (THE ORIGINAL DELANEY & BONNIE & FRIENDS), Desmond Dekker (THIS IS DESMOND DEKKER), Bob Dylan (NASHVILLE SKYLINE), The 5th Dimension (THE AGE OF AQUARIUS), Fleetwood Mac (THEN PLAY ON), Humble Pie (AS SAFE AS YESTERDAY IS), Jefferson Airplane (VOLUNTEERS), Jethro Tull (STAND UP), King Crimson (IN THE COURT OF THE CRIMSON KING), Man (2 OZ'S OF PLASTIC WITH A HOLE IN THE MIDDLE), MC5 (KICK OUT THE JAMS), Joni Mitchell (CLOUDS), The Moody Blues (TO OUR CHILDREN'S CHILDREN'S CHILDREN), Pink Floyd (UMMAGUMMA), Procol Harum (A SALTY DOG), Santana (SANTANA), Sly & The Family Stone (STAND!), Dusty Springfield (DUSTY IN MEMPHIS), Taste (TASTE), Ten Years After (SSSSH), Muddy Waters (AFTER THE RAIN), Neil Young & Crazy Horse (EVERYBODY KNOWS THIS IS NOWHERE), Frank Zappa (HOT RATS) sind einige Beispiele von vielen denkbaren.
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ie Newcomer und Abräumer des Jahres 1969 hießen aber unbestritten Led Zeppelin. Aus The New Yardbirds hervorgegangen, begeisterten Sänger Robert Plant, Gitarrist Jimmy Page, Bassist GoodTimes 2/2019
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John Paul Jones und Schlagzeuger John Bonham auf den selbst betitelten Longplayern LED ZEPPELIN I (12. Januar) und LED ZEPPELIN II (22. Oktober) mit explosiven Kompositionen, die elegant Blues- und Hard Rock mit einem Schuss Folkmusik kombinierten. Als Produzent fungierte Page, der davor ein gefragter Sessionmusiker war und mit seiner Gitarrenarbeit unter anderem fünf Songs – darunter den Titelsong – des Joe-Cocker-Debüts WITH A LITTLE HELP FROM MY FRIENDS veredelte. Singles blieben in der Karriere von Led Zeppelin zwar eher die Ausnahme, mit dem am 7. November ausgekoppelten "Whole Lotta Love" landeten sie 1969/70 dennoch einen internationalen Bestseller, der allein in Deutschland (zusammen mit der zweiten LP) zwei Monate als Nummer-1-Hit gelistet wurde. Weitere denkwürdigen Single-Erfolge 1969 waren beispielsweise: "A Boy Named Sue" (Johnny Cash), "Aquarius"/"Let the Sun shine In" (The 5th Dimension), "Badge" (Cream), "(Call Me) Number One" (The Tremeloes), "Everyday People" (Sly & The Family Stone), "Evil Ways" (Santana), "Hair” (The Cowsills), "I Can Hear Music" (The Beach Boys), "I'll Never Fall In Love Again" (Bobbie Gentry), "Israelites" (Desmond Dekker & The Aces), "I Want You Back (The Jackson Five), "Je t'aime ... moi non plus" (Jane Birkin & Serge Gainsbourg), "Lay Lady Lay" (Bob Dylan), "Leaving On A Jet Plane" (Peter, Paul & Mary), "Love Child" (Diana Ross & The Supremes), "Melting Pot" (Blue Mink), "My Sentimental Friend" (Herman's Hermits), "My Way" (Frank Sinatra), "Natural Born Bugie" (Humb lePie), "Oh Well" (Fleetwood Mac), "Pinball Wizard" (The Who), "Something In The Air" (Thunderclap Newman), "Son Of A Preacher Man" (Dusty Springfield), "Sorry Suzanne" (The Hollies), "Spinning Wheel" (Blood, Sweat & Tears), "Suite: Judy Blue Eyes" (Crosby, Stills & Nash), "Sweet Dream" (Jethro Tull), "That's The Way God Planned It" (Billy Preston), "The Boxer" (Simon & Garfunkel), "Time Is Tight" (Booker T. & The M.G.'s), "Try (Just A Little Bit Harder)" (Janis Joplin), "Yester-Me, Yester-You, Yesterday" (Stevie Wonder) … Zwei weitere Knaller des Jahres, die in den USA produzierten "Na Na Hey Hey Kiss Him Goodbye" und "Sugar, Sugar", wurden von Steam und The Archies aufgetischt, die es als Gruppen in Wirklichkeit aber nicht gab. Der erstgenannte Song wurde von Paul Leka, Gary DeCarlo und Dale Frashuer eingespielt,und als sich die Single zum Hit mauserte, engagierten die Komponisten sechs Musiker, die den Titel dann performten. Bei Letzterem verhielt es sich ganz ähnlich. Angeregt von Don Kirshner, der vier Jahre zuvor die Retortenband The Monkees zum Leben erweckt hatte, schrieben Andy Kim ("Baby I Love You") und Jeff Barry die von Studiomusikern aufgenommene, von Ron Dante und Toni Wine gesungene Bubblegum-Nummer. Zugeordnet wurde sie der fiktiven Band The Archies – eigentlich Comicfiguren, die Bob Montana bereits 1941 kreiert hatte, deren TVTrickfilmserien von CBS ab September 1968 ausgestrahlt wurden.
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eal, und alles andere als zuckersüß, endete das Jahr 1969 am 6. Dezember mit dem Altamont Free Concert, das vom Management der Rolling Stones als Pendant zu Woodstock angeregt wurde. Anders als die friedvollen Tage in Bethel stand das Festival an der kalifornischen Westküste jedoch unter keinem guten Stern. Die chaotische Organisation kostete drei Menschen das Leben, zahlreiche wurden verletzt, und beim Auftritt der Stones – nach Santana, Jefferson Airplane, The Flying Burrito Brothers und Crosby, Stills, Nash & Young – wurde ein weiterer Zuschauer direkt vor der Bühne von einem Mitglied der als Ordner eingesetzten Hells Angels erstochen und verstarb. Die Tragödie schilderte
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der 1970 erschienene Film „Gimme Shelter" (Regie: Charlotte Zwerin, Albert und David Mayslesder), in dem die letzten Wochen der US-Tour der Rolling Stones von 1969 dokumentiert sind. Auf dem Originalfilmplakat von damals hieß es: „The music that thrilled the world … and the killing that stunned it!" / „Die Musik, die die Welt begeisterte … und der Mord, der sie betäubte!" Altamont markierte das symbolische Ende der unschuldigen Hippie-Ära und läutete eine Wende ein.
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m Siegeszug der Pop- und Rockmusik änderte das freilich nichts. Dafür sorgten hierzulande allein schon diverse Sendungen im Radio („Hitparade-Top 20", was zum „Pop Shop" wurde) und Fernsehen („Beat-Club", „4-3-2-1 Hot & Sweet"), die sich gezielt an junge Leute richteten, sowie eine Flut an neuen Songs auf Singles und LPs, von denen heute
system („Nur auspacken, aufstellen, spielen!"), Philips zum Plattenspieler Playby („Aufklappen, unsere Musik auflegen, aufdrehen"), Saba setzte auf den „Maxirecorder" („Er ist größer, weil mehr drinsteckt"), Telefunken auf das Magnetophon cc alpha („Superschick") und Agfa-Gevaert auf das Blaue Magnetonband mit Low-Noise-Effekt („Blau macht frei"). Selbst ein Roy Black machte Reklame: für das Kofferradio Loewe T 50 („Mit Luxemburg Station Marker"). Rex Gildoließ sich hingegen „für weißere Zähne" ablichten und empfahl DuroDont, was phonetisch an seinen Schlager "Dondolo" erinnerte. Vorgestellt hatte er den am 18. Januar 1969, bei der Erstausstrahlung der Sendereihe „ZDF-Hitparade", die vom ehemaligen Radio-Luxemburg-Sprecher Dieter Thomas Heck moderiert wurde. Das Musiklabel Polydor ersann indessen weiter fleißig Headlines US-Briefmarke: („Alle mal Hair-hören") und griffige Texte, um 50 Jahre Woodstock den Absatz seiner Platten anzukurbeln, die es „in allen Plattengeschäften" zum Preis von fünf Mark (Single) beziehungsweise 19 Mark (LP) gab. Ein höchst nostalgisches Gebaren im Wissen um die heutigen digitalen Streaming-Dienste.
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ine ordentliche Portion Nostalgie dürfte auch mitschwingen, wenn vom 16. bis 18. August 2019 an gleich zwei Orten das Goldene-Woodstock-Jubiläum begangen wird. Am Originalschauplatz Bethel Woods, wo seit Juni 2008 ein Museum an die glorreichen Tage erinnert, sind kleinere Events mit alten Heroen geplant, wobei The Doobie Brothers, Arlo Guthrie, Ringo Starr & His All Starr-Band und Carlos Santana bereits fest fürs Music And Culture Festival gebucht sind. Michael Lang, zusammen mit Artie Kornfeld einer der Macher des Events von 1969, o rganisiert seine Veranstaltung Woodstock 50 in Watkins Glen im Schuyler County des Bundesstaats New York. In einem ersten Statement Anfang Januar 2019 in der „New York Times" versprach er, ohne exakte Details zu nennen, über 60 auftretende Künstler aus Country, HipHop, Pop und Rock, die in ihren Shows auch Erinnerungsmomente an vergangene Woodstock-Tage und damit an den Sound von 1969 bieten werden …
viele als moderne Klassiker gelten. Zudem trug die Werbung ihren Teil dazu bei, dass die „Show zu Hause" weitergehen konnte, wie das Blaupunkt in einer zeitgenössischen Anzeige formulierte und damit die hauseigenen Produkte feilbot: den 31-cm-Bildschirm Scout, den musikalischen Wunderknaben Swing, das Batterie-Tonbandgerät Twen, den Weltempfänger Supernova. Dual riet zum Kauf einer Stereo-Anlage im Kompakt-
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WunderRON WOOD tüt e n GIMME SOME NECK Von Horst Berner
Mit dem rasanten Aufstieg der CD ab den 1980er Jahren und den anschließenden Online-Musikdiensten drohte der guten alten Schallplatte das Aus. Doch Vinyl erlebt seit Jahren ein Revival. Viele Neuheiten sind ebenfalls als LP zu haben, ganz zu schweigen von der Flut an Repros mit Oldie-Material. Diese Entwicklung setzte nicht nur eine Debatte Ron Wood über die Sinnlichkeit analogen Musikhörens in Gang, der Blick fällt auch wieder auf die "Wundertüten", in denen die schwarzen Scheiben stecken: kunstvoll gestaltete großformatige Albumhüllen. Ausgewählte Beispiele erläutert diese Serie.
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wurdefreilich nur wenigen zuteil. Einer ist Klaus Voormann, der gleichermaßen als Illustrator (sein Artwork für das Cover der Beatles-LP REVOLVER [1966] wurde mit einem Grammy ausgezeichnet) wie als Bassist (bei Manfred Mann und Soloprojekten von Lennon, Starr und George Harrison, womit er zum international gefragten Studiomusiker wurde) auf höchstem Niveau gearbeitet hat. Ein anderer, der die Leidenschaft für Musik und Kunst demonstrativ lebt und dabei faszinierende Ergebnisse vorweisen kann, ist der am 1. Juni 1947 in Hillingdon, London, zur Welt gekommene Ron Wood. Als Sohn von sogenannten Water-Gypsies mit Hang zum Musizieren und im Einflussbereich der älteren Brüder Art (1937–2006) und Ted (1939–2003) – beide Musiker und Aficionados von Rhythm & Blues beziehungsweise Traditional Jazz und zudem Grafik designer – überrascht nicht, dass er in seiner Autobiografie „Ronnie" (Heyne Verlag, 2008) notiert: „Neben der Musik war Zeichnen von Anfang an das Wichtigste für mich." Nach dem Abschied vom Ealing Art College, an dem neben seinen beiden Brüdern auch Pete Townshend, David Bowie und Freddie Mercury studiert haben, startete Ron Woods Karriere als Rockgitarrist 1964 bei den Birds. Als „London’s most ‚dynamic' group" apostrophiert, landete die Band jedoch nie einen Hit und löste sich bald wieder auf. Nach Intermezzos bei Santa Barbara Machine Head und Creation folgten längere Engagements bei der Jeff Beck Group (als Bassist) und den Faces, ehe er schließlich 1975 für Mick Taylor bei den Rolling Stones einstieg. Ein Job auf Lebenszeit, wobei ihn das nicht davon abhielt, eigene LPs aufzunehmen und unzählige Gastauftritte bei der Kollegenschaft zu absolvieren.
s gibt bildende Künstler, deren Wirken eng mit Musikern oder Bands verbunden ist, wie das etwa bei Andy Warhol und The Velvet Underground der Fall war. Auch gibt es solche, die sich im Lauf ihrer künstlerischen Karriere intensiv der Musik zugewandt haben. Beispiele dafür sind die ehemalige Kunstkritikerin Kim Gordon (Sonic Youth), die Design studierte, oder FluxusKünstlerin Yoko Ono (Plastic Ono Band) sowie ComicZeichner Robert Crumb, den seine Sammelleidenschaft von alten Schellackplatten mit Songs aus Jazz, Blues, Country und Folk zum Banjo- und Mandolinenspiel in Bands wie den Cheap Suit Serenaders oder Les Primitifs Du Futur geführt hat. Und selbstverständlich gibt es eine Vielzahl von Musikschaffenden, die durch die Beschäftigung mit Kunstmalerei, Illustration, Grafik, Fotografie, Skulptur andere Tätigkeiten ergründet und damit ihrem kreativen Spiel neue Ausdrucksformen eröffnet haben. Namen wie Ryan Adams, Joseph Arthur, David Bowie, Miley Cyrus, Captain Beefheart alias Don Van Vliet, Bob Dylan, Hannah Hooper (Grouplove), John Lennon, Udo LinWoods Multitalent offenbarte sich in der breiten denberg, Marilyn ManÖffentlichkeit beson, Paul McCartney, reits vor 40 JahJohn Mellencamp, Mika, ren, als er am 20. Joni Mitchell, Graham April 1979 sein Nash, Grace Slick, Patti von CBS vertrieSmith, Ringo Starr, Cat benes Solo-Album Stevens alias Yusuf Islam GIMME SOME GIMME SOME NECK (1979) LP-Rückseite kommen dabei in den NECK veröffentlichte (Neupressung: SpeaSinn. Fast alle Genannten nutzten ihre Resultate auch zur Gestaltung eigener kers Corner Records, 18. Januar 2017). Die Plattencover – Arthur bei JUNKYARD HEARTS (2002), Dylan bei SELF PORmit Hilfe von Mick Jagger, Keith Richards, TRAIT (1970), Hooper bei NEVER TRUST A HAPPY SONG (2011), Lindenberg Charlie Watts, Robert „Pops" Popwell, Ian bei LIVE AUS DEM HOTEL ATLANTIC (2011), McCartney bei EGYPT STATION McLagan, Bobby Keys und einigen anderen (2018), Mitchell bei LADIES OF THE CANYON (1970), Stevens bei TEASER AND Promis eingespiel ten elf Titel boten exakt THE FIRECAT (1971) … das, wofür der Gitarrist mit der von Nikotin und Alkoholika strapazierten Stimme damals Kurzum, es gibt bildende Künstler, die sind gute Musiker, und es gibt MusiRonnie – " stand: groovenden Geradeaus-Rock, der weDie Autobiographie" ker, die sind gute bildende Künstler. Echte Anerkennung in beiden Disziplinen Seite
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nig Verschnaufpausen gewährte; laut und wild, aber wunderbar ehrlich und zutiefst beseelt. Die Vinylscheibe kam verpackt in einer bedruckten Innen- und Außenhülle, auf deren vier Seiten diverse Fotos, handschriftliche Notizen, allerhand Skizzen und Illustrationen – mitwirkende Musiker, Familienangehörige, Selbstporträts, Aktzeichnungen, Stillleben und diverse Kreativübungen (u.a. eine Reminiszenz an den japanischen Maler Hokusai) – in einem einheitlichen typografischen Raster angeordnet waren. So entstanden plakative Wimmelbilder, die sich wie Tagebucheintragungen dechiffrieren ließen. Natürlich hatte Wood
Seite 1: 1. "Worry No More" (2:34) 2. "Breakin’ My Heart" (4:19) 3. "Delia" (0:42) 4. "Buried Alive" (3:37) 5. "Come To Realise" (3:53) 6. "Infekshun" (4:03) Seite 2: 7. "Seven Days" (4:11) 8. "We All Get Old" (4:10) 9. "F.U.C. Her" (3:15) 10. "Lost And Lonely" (4:17) 11. "Don't Worry" (3:23)
Track 2, 4 bis 6, 8 bis 11: Ron Wood; Track 1: Jerry Williams; Track 3: Traditional; Track 7: Bob Dylan
The Rolling Stones, v.l.: Richards, Wood, Jagger, Watts Konzert von Paul McCartney in der Londoner O2-Arena das alles selbst fein säuberlich vom Ex-Beatle für die Zugabe "Get Back" auf die Bühgestrichelt, worauf in den Crene gebeten wurde. In Sadits auch unmissverständlich chen Kunst läuft es bei ihm Job bei Tag ... hingewiesen wurde: „All draebenfalls wie geschmiert. Im wings by – meee!!" Einen Teil Jahr seines 70. Geburtstages, der Songs von GIMME SOME 2017, erschien im Oktober NECK brachte er 1979 sogar bei Thames & Hudson der Zwei Stones-Setlists live auf die Bühne, und das Band „Ronnie Wood: Artist", mit der schrillsten Band, die er je ins Leben gerufen hat: The New Barbader auf 256 Seiten erstmals rians. Zu der Sechs-Mann-Supergroup zählten – neben Ron Wood (g, voc, einen Überblick des bildneharm) – Keith Richards (g, voc), Stanley Clarke (b), Ian McLagan (keys), BURIED ALIVE (2006) rischen Werkes gewährte. Bobby Keys (sax) und ZiggabooModeliste (dr). Ein Konzertmitschnitt vom 5. Eine hochpreisige Sonderausgabe in limitierter AufMai 1979 in der Capitol Center Arena von Largo, Maryland, der lange nur als lage gibt es davon bei den bibliophilen Buchmachern halboffizielle Veröffentlichung kursierte, erlaubte einen Eindruck von der dargevon Genesis Publications, die im April 2018 zusätzbotenen „ear to ear violence", die jeden Punk einschüchlich den wunderschönen ... Job bei Nacht tern musste. An dieser Charakteristik hat sich auch nichts Titel „The Rolling Stones geändert, nachdem Ron Wood das 20 Titel umfassende Set Lists" publiziert haSpektakel BURIED ALIVE am 9. Oktober 2006 auf dem ben: farbenprächtige, von hauseigenen Label Wooden Records herausbrachte. ihm verschriftlichte Grafiken der Lieder, die bei Sein ungeheures Talent als Musiker ist allein bei den RolKonzerten gespielt wurden. ling Stones auf gut zwei Dutzend LPs/CDs zu hören soDamit nicht genug, steuwie auf zig DVDs und Blu-ray-Discs zu bewundern. Eine erte Wood jüngst das Cover besondere Anerkennung wurde ihm am 16. Dezember Artwork zu CONFESSIN' 2018 zuteil, als er – zusammen mit Ringo Starr – beim Artist" in der Normal- und Deluxe-Ausgabe THE BLUES (9. November " 2018) bei; der Stones-Impression Sampler offeriert Titel der größten BluesPioniere, zu denen die Stones seit jeher eine besondere Beziehung pflegen. Die Leidenschaft von Ron Wood für Musik und Kunst ist in der erwähnten Heyne-Autobiografie sehr schön durch zwei Fotos symbolisiert – das eine zeigt ihn im Atelier („Mein Job bei Tag"), das andere auf der Bühne („Mein v.l.: Starr, McCartney, Wood Job bei Nacht"). Bandkumpel Richards würdigte diese Leistung mit den Worten: „Er befolgte keine Regeln, genauso wie ich. Darum spielen wir auch Gitarre. Er malt, weil er das liebt, seine Lebensfreude zeigt sich in allem, was er macht."
Albumcover für CONFESSIN' THE BLUES (2018), CROSSROADS (1988) und LIVE AT THE RITZ (1988)
Ausschnitte der Innenhülle GoodTimes 2/2019
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Foto: © James Eckersley
FRANCIS ROSSI
An allen Fronten aktiv Lange Jahre hatte sich Status-Quo-Boss Francis Rossi dagegen gesperrt, Solo-Alben zu machen. Gerade mal zwei Studioscheiben (plus eine Live-CD) hat er in seiner über 50-jährigen Laufbahn vorzuweisen. Und auch jetzt hat er Teamwork bevorzugt, bringt WE TALK TOO MUCH als Gemeinschaftswerk mit seiner singenden und Fiddle spielenden Landsfrau Hannah Rickard heraus. Auch seine parallel erscheinende neue Autobiografie "Ich rede zu viel" hat er in Kooperation mit dem renommierten Rockjournalisten Mick Wall verfasst. Grund genug, bei dem Londoner, der am 29. Mai 70 Jahre alt wird, nachzufragen. Bei unserem letzten Gespräch 2016 hast du gesagt, dass du im folgenden Jahr ein Solo-Album herausbringen würdest. Warum hat es sich um zwei Jahre verzögert? Nun, ursprünglich war es als Solo-Album gedacht, doch als die Zusammenarbeit mit Hannah Rickard bei unserem AQUOSTIC-Projekt mit Quo so gut lief, haben wir beschlossen, zusammen Songs zu schreiben und ein gemeinsames Album zu machen. Aber bei mir ist es oft so, dass ein Teil von mir sich für etwas begeistert, ein anderer Teil von mir sich allerdings dagegen sperrt, weil es viel Arbeit bedeutet. Jedenfalls hat es sich ziemlich hingezogen, weil immer wieder irgendetwas dazwischenkam. Aber jetzt liegt es vor, und es sind auch ein, zwei Nummern dabei, die ich mit Bob Young ursprünglich für die Soloplatte verfasst hatte. Und du konntest deiner Vorliebe für Country mal frönen ... Seite
Na ja, nicht so direkt. Ich bin gefragt worden, waWie stehen die Chancen für eine Tour zum Rossi/ rum ich denn kein Blues-Album gemacht hätte. Es Rickard-Album aus? ist zum einen so, dass ich kein übermäßiger BluesWürden wir beide liebend gerne machen, aber ich fan bin – und ich könnte ja auch nur die frühen habe zu Hannah gesagt: „Wir haben gerade mal ein Fleetwood Mac und Stan Webb kopieren, die ihrerAlbum mit 40 Minuten Songmaterial – das reicht seits als weiße Burschen die schwarzen Originale noch nicht." Vielleicht nach dem zweiten Album, kopiert haben. Bei Country ist es ähnlich – ich maße das ich gerne machen würde. Denn ich bin übermir nicht an, mich mit den US-Größen zeugt, dass wir ein Status-Quo-Discographie in unter den Country-Gitarristen zu vernoch besseres Album gleichen. Natürlich liebe ich Country, GoodTimes Edition Discographien abliefern können. Das aber mache selbst allenfalls Country- Vol. 8 – siehe Shop Seite 31 klingt jetzt vielleicht angehauchte Songs, die ungewöhnlich, weil zudem öfter poppig ausfallen. Aber ich Musiker immer gerne sagen, dass ihr neues Album mag diese ganzen Schubladen nicht. In ihr bislang bestes ist. Aber selbst wenn mein Maden 60er Jahren zu Zeiten der Beatles, nager das jetzt sicher nicht gerne hört und ich mir Rolling Stones oder Everly Brothers gab damit gewissermaßen selbst ins Knie schieße: Ich es die noch nicht, sie kamen erst Anfang bin überzeugt, dass Hannah und ich noch bessere der 70er Jahre auf – die Beatles haben Songs schreiben können. Wir kennen uns inzwialles gemacht! Doch auf einmal wollten schen besser, sie bringt einen unglaublichen Enthualle in Rockbands spielen, es war nicht mehr chic, siasmus mit – da ist noch mehr drin. Und ich freue als Popband zu gelten. mich schon darauf, mit ihr hier in diesem Zimmer bei mir zu sitzen, an neuen Songs zu tüfteln und Du gehst jetzt mit deiner Autobiografie Ich rede zu " sie dann aufzunehmen. Und um noch einmal auf viel" auf Tour ... eine gemeinsame Tour zurückzukommen: Dafür Ich mache eine „Talk-Tour" in England, nur ich und müssten wir erst noch eine Band zusammenstellen eine Akustikgitarre, und ich werde wohl einige – das würde Geld kosten, ebenso die ganze Logis Songs anspielen und etwas dazu erzählen. tik, die damit verbunden ist. Zudem bin ich ab dem Das wird eine neue Erfahrung ... 3. Juni wieder mit Status Quo unterwegs, wenn es Ich rede über das Buch – ich rede ja ohnehin gern mit der ersten Show in Berlin losgeht. Und wir werund viel und habe auch schon die eine oder andere den bis in den September hinein touren. Frage-und-Antwort-Veranstaltung mitgemacht. Ich glaube aber nicht, dass ich besonders gut darin bin, Und wie sieht es mit einem neuen Quo-Album aus? mich vor ein Publikum hinzustellen und zu sagen: Gut möglich. Wir beschäftigen uns mit neuen Songs „Hallo, ich bin Francis Rossi und erzähle euch jetzt – aber diesmal möchte ich selbst produzieren und etwas" – das würde nicht funktionieren. Deshalb es ein bisschen anders machen, vor allem, was die wird Mick Wall dabei sein und das Ganze modeGitarrensounds angeht. Mal schauen, was passiert. rieren. Philipp Roser
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GoodTimes 2/2019
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Music from the 60s to the 80s
TEDESCHI TRUCKS BAND Seit 2010 haben die singende Gitarristin Susan Tedeschi und ihr Gitarristengatte Derek Trucks (Ex-Allman Brothers) ihre Solokarrieren hintangestellt und sind gemeinsam unterwegs. SIGNS haben sie das neue Studiowerk ihrer zwölfköpfigen Tedeschi Trucks Band betitelt, auf der sie einmal mehr ihre Mischung aus Jam und Southern Rock, Blues und R&B zelebrieren. Derek Trucks brachte GoodTimes auf den neuesten Stand der Dinge. In ein paar Tagen geht ihr wieder auf Tour? Ja, es geht wieder los. Susan und ich waren gerade ein paar Tage in Nashville, um eine Tribute-Show für und mit Willie Nelson zu spielen. Kris Kristofferson, Emmylou Harris, Vince Gill und ein paar andere waren auch mit dabei. Die Tedeschi Trucks Band ist in erster Linie eine Livetruppe, und es wird eine ziemlich lange Tour werden ... Ja, es wird ein ebenso spannendes wie vollgepacktes Jahr. Aber wenn man eine so große Truppe hat wie wir, muss man viel arbeiten, um die Kohle ranzuschaffen, damit man alle Leute bezahlen kann. Zu euren wichtigsten Märkten gehört Deutschland, wo ihr den Act in den letzten Jahren kontinuierlich aufgebaut habt, oder? Stimmt. Wenn wir in der Vergangenheit nach Europa kamen, haben wir im Wesentlichen in Deutschland gespielt, dazu eine Show im UK, vielleicht noch eine in
Foto: © Shervin Lainez
„Old-school“ mit Album und Tour Paris. Diesmal werden es vorerst nur drei Konzerte in Deutschland sein, weil wir auch in andere Länder gehen wollen. Susan und ich sind ja nicht die Einzigen, die Kinder haben – wir haben mehrere Eltern in der Band. Deswegen sind wir in den USA nicht mehr als zwei Wochen am Stück unterwegs, begrenzen wir es in Übersee auf maximal vier Wochen. Aber wir werden Deutschland nicht aus dem Blick verlieren! Was habt ihr beim neuen Album anders gemacht? Unsere Songs spiegeln ja wider, was wir in den zwei Jahren zwischen den Platten erlebt haben. Und diesmal war es ziemlich turbulent – viele Freunde sind von uns gegangen. Deswegen sind auch einige nachdenkliche bis traurige Songs dabei. Wir haben einiges in den Liedern aufgearbeitet, für uns neu sortiert. Und wir haben in unserem eigenen Studio komplett analog gearbeitet, mit alten Zwei-Zoll-Bändern. Das erfordert ein sehr methodisches und konzentrierteres Arbeiten, weil nicht alles digital gespeichert ist. Und wir haben versucht, so viel wie möglich gemeinsam live aufzunehmen, eben richtig „old school"-mäßig. Philipp Roser
Stand Your Ground
THE STUNNING NEW ALBUM Master guitarist returns with a ‘back-to-basics’ blues-rock album. Uncompromising, earthy and without frills. Red-blooded vocals, guitar licks and tricks on a fat cushion of Hammond B3 and a tight rhythm section. Essential!
LP**. CD and DL ab 6. April verfügbar ** Limitierte Auflag Juliansas.com
cavalier-musicmanagement.com
Stand Your Ground