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GN-Trauer: 2024

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November 2024

D E N

A B S C H I E D

G E S T A L T E N

|

www.gn-trauer.de

Abschied nehmen

Friedhof

Trauer

Wenn die eigenen Eltern alt werden

So gelingt die Auswahl des Grabmals

Der Abschied am Sarg ist endgültig


ANZEIGE

BESTATTUNGEN TRAUERBEGLEITUNG VORSORGE ■ Erd-, Feuer- und

Seebestattungen ■ Überführungen ■ Erledigung

sämtlicher Formalitäten Ihr Berater und Helfer im Trauerfall

BESTATTUNGSHAUS HUNSCHE Ochtruper Straße 39 Bad Bentheim Telefon 05922 990780

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BES TATTUNGSHAUS HUNSCHE

Mit großem Einfühlungsvermögen

T

od und Trauer sind Grunderfahrungen des menschlichen Lebens. Wer den Tod im eigenen Lebensumfeld erfährt, braucht einfühlsame Wegbegleiter, aber auch die Kompetenz und Qualifikation eines vertrauenswürdigen Bestatters. Mit einem Trauerfall sind viele organisatorische und rechtlich notwendige Entscheidungen verbunden, die überdies in einer extrem belastenden Situation getroffen werden müssen. Eine hilfreiche Stütze für die Hinterbliebenen ist in solchen Augenblicken das Bestattungshaus Hunsche aus Bad Bentheim. Das Institut übernimmt all diese Aufgaben, kümmert sich um die standesamtlichen Angelegenheiten, wie dem Abholen der Sterbeurkunde, händigt Urkunden aus, nimmt Kontakt zum Pastor auf, stimmt den Bestattungstermin ab und unterstützt bei der Wahl der Grabstätte. In dieser emotionalen Ausnahmesituation bieten Frank Hunsche und seine Mitarbeiter den Trauernden kompetenten und umsichtigen Beistand.

Frank Hunsche aus Bad Bentheim hat sich einen guten Namen als Bestatter gemacht. Foto: Fuchs spräch. Wichtige Fragen wie die Texte für Trauerbriefe und Karten sowie Zeitungsanzeigen werden besprochen und formuliert. Trauerbriefe, Karten und Einladungen zur Kaffeetafel nach der Beisetzung werden im Bestattungshaus gedruckt. Selbst die Schleifen für Kränze und Schalen, die im Blumenhaus Hunsche nach Wunsch angefertigt werden, werden im Blumenhaus hergestellt und gedruckt. Seit einiger Zeit besteht die Möglichkeit, Schleifen mit Motiv, farblich passend zum Blumenschmuck, auszuwählen. Bei der Entscheidung, welcher Sarg es sein soll, begleitet Frank Hunsche die Trauernden. Die Särge stehen in zahlreichen Farbgebungen und Preisklassen zur Auswahl.

Bestatter Frank Hunsche blickt auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung zurück. Deshalb weiß er, dass der persönliche Kontakt zu den Trauernden von grundlegender Bedeutung für das gegenseitige Vertrauen ist. Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und absolute Transparenz sind für ihn unerlässliche Tugenden, die für die Qualität eines Bestatters stehen. Diesen Ansprüchen will er stets genüge tun. Jede Bestattung ist individuell, und er muss sich in jedem Fall wieder neu auf die Menschen einstellen, denen er begegnet. Mit großem Einfühlungsvermögen erfragt er die Wünsche der Angehörigen und derjenigen, die der Verstorbene Der Name Hunsche hat in Bad hinterlassen hat, um diese zu er- Bentheim einen guten Namen. füllen. Die Gärtnerei besteht seit 1915. Frank Hunsche führt sie in vierter Tritt ein Trauerfall ein, besucht Generation. Im Jahr 2000 überFrank Hunsche die Angehörigen nahm er von seinem Vorgänger zuhause und führt ein Trauerge- Böve den Bereich der Bestattun-

gen. Einen großen Vorteil sieht er darin, dass die Hinterbliebenen im Blumenhaus, direkt am evangelischen Friedhof gelegen, den Blumenschmuck für die Beisetzung aussuchen können. Auch alle Fragen zur Grabpflege und Grabgestaltung können mit dem Haus Hunsche besprochen werden. Die Gestaltung der Grabpflege wollen in der jüngsten Vergangenheit immer mehr Menschen zu Lebzeiten selbst festlegen, so der Experte. Zur Grabpflege gehört nach der ersten Bepflanzung die jahreszeitliche Gestaltung. Erd-, See- und Feuerbestattungen sowie Anonym-Bestattungen, In- und Auslandsüberführungen sowie Rückholungen übernimmt Frank Hunsche. Er kümmert sich um alle erforderlichen Formalitäten und ist allzeit offen für Fragen der Angehörigen und Hinterbliebenen. Die Überführung vom Sterbeort zum Friedhof führt er unverzüglich aus – auch nachts oder an Sonnund Feiertagen.

Unternehmensporträt


EDITORIAL

I N H A LT

Es ist immer schwierig

Bestattungshaus Hunsche:

über den Tod nachzudenken – geschweige denn darüber zu

Abschied: Wenn die Eltern alt werden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

reden. Doch sollte man sich dessen bewusst sein, dass der Tod nun mal zum Leben mit dazugehört. Und doch überstürzt einen die Trauer, wenn es einen engen Angehörigen trifft. Die Vorbereitung ist deshalb schon der Anfang der Trauerbewältigung. Langsam aber sicher werden auch die eigenen Eltern älter,

Mit großem Einfühlungsvermögen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Testament: Diese sieben Fehler lauern beim letzten Willen . . . . 6 Digitaler Nachlass: Was passiert nach dem Tod? . . . . . . . . . . . . . . . 7 Bestattungsvorsorge: Entscheidungen für die letzte Reise treffen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

und man fängt an nachzudenken. Es geht darum, sich dessen

Bestattungshaus Schulte-Nordholt:

bewusst zu werden, dass die Zeit der eigenen Eltern begrenzt ist.

Alles zu Lebzeiten selbst regeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Um sich bestmöglich vorzubereiten hilft es, letzte Unternehmungen zu tätigen, Dinge zu teilen und Anliegen anzuspre-

Bestattungskosten:

chen – auch Unausgesprochenes sollte thematisiert werden.

Eine vorausschauende Planung ist wichtig . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

In den letzten Jahren sind die Kosten für Bestattungen in

Trauerfloristik:

Deutschland um zehn Prozent gestiegen. Daher ist es wich-

Grabpflege, Trauerkränze und Gestecke im Überblick . . . . . . . . . 11

tig, schon früh zu planen und sich abzusichern. Gerade, um Angehörige finanziell zu entlasten oder auch um unerwartete Ausgaben zu vermeiden. Den Verstorbenen ein letztes Mal würdigen, endgültig von ihm Abschied nehmen oder die reine Information, dass eine Person verstorben ist – Traueranzeigen sind für viele Hinterbliebene

Grabmal: So gelingt die richtige Auswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 Traueranzeigen: Welche Informationen sind wichtig? . . . . . . . . 14 Trauerbewältigung: Vier Phasen des Verlustes . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 Trauerbewältigung: Was aus der Trauer-Spirale hilft . . . . . . . . . . 16

ein wichtiger Teil des Abschiedsprozesses. Doch welche Informationen gehören überhaupt in so eine Anzeige?

Trauer im Kollegenkreis: Sensibel und unterstützend am Arbeitsplatz reagieren . . . . . . . . . 18

GN-Trauer informiert über all diese Themen und geht dabei offen mit „Tod und Trauer“ um.

Dialog mit den Eltern: Warum er so wichtig ist . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Lukas Nyland

Kulturelles Gedächtnis: Diese Ruhestätten sind einen Besuch wert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Selbsthilfegruppen: Gegenseitig Halt und Stärke geben . . . . 22 Checkliste: Woran gedacht werden muss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Editorial / Inhalt

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Wenn die Eltern alt werden Warum der Abschied oftmals so schwerfällt Eigentlich ist es doch das Normalste der Welt, dass die Eltern vor einem selbst sterben. Und doch: Warum ist es so schwer, sie gehen zu lassen? Und wie könnte es leichter werden? Manchmal macht man sich monatelang keine Gedanken darüber. Und ganz plötzlich, wie aus heiterem Himmel, denkt man auf einmal: „Sie werden alt!“ Da muss die Mutter nicht erst mit Oberschenkelhalsbruch ins Krankenhaus gekommen sein. Oder beim Vater Demenz festgestellt werden. Manchmal reichen schon die kleinen Gesten, die kleinen Momente, dass einem bewusst wird: Die Zeit meiner Eltern ist begrenzt. Und manchmal scheint ihr Ende sehr voraussehbar. Warum aber wollen wir das am liebsten nicht wahrhaben? Warum sträuben sich Kopf und Herz dagegen? „Ein Teil in uns denkt, dass sie irgendwie unsterblich sind“, sagt Antje Randow-Ruddies, Autorin des Ratgebers „Verlust der alten Eltern“. Als Kind habe man das Bild von ihnen sozusagen eingefroren. „Dass sie sterben können, ist ein Aspekt, den wir wirklich ausblenden – bis sie irgendwann so gebrechlich werden, dass man sich doch damit auseinandersetzt“, so die Hamburger Sozialpädagogin.

Wir ahnen: „Wir sind die Nächsten“ Und natürlich sei das Thema auch sehr angstbesetzt für die meisten Menschen: Zum einen, weil sie dadurch mit dem eigenen Tod konfrontiert werden. „Wir ahnen, wenn die Alten sterben, dass wir die Nächsten sind. Auch das wollen wir nicht so gerne wahrhaben“, analysiert die systematische Beraterin.

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Es muss keine Weltreise sein. Aber so lange es möglich ist, lassen sich Ausflüge wiederholen, die mit schönen Erinnerungen verbunden sind. Fotos: dpa Und da sei in der Tiefe auch die Angst vor dem Alleinsein: „Ohne Eltern zu sein, das können wir uns nicht vorstellen, wie das ist.“ Unabhängig davon, welche Bindung man zueinander hat: Ob man über Respekt, Liebe und gegenseitige Achtsamkeit oder gar in Hass oder Traurigkeit verbunden ist. „Ganz egal, wir sind verbunden, ein Leben lang“, sagt Randow-Ruddies. Ob ein Elternteil schon länger erkrankt ist, an Alzheimer leidet oder an Krebs, oder ob die Eltern auch mit Mitte 80 geistig und körperlich noch fit erscheinen, ist dabei unerheblich: Die Gefühle und Fragen kommen trotzdem. Etwa, wie es mit ihnen weitergeht, wenn sie hilfsbedürftig werden. Wann sich wer um sie kümmert, ob eine Pflegeeinrichtung zwingend erforderlich ist oder man sein Gästezimmer freiräumt und selbst weniger arbeitet. Und auch, wie es ist, einmal ohne sie durchs Leben zu gehen. Es sind Überlegungen und Emotionen, die jede Generation der

über 40- oder 50-Jährigen beschäftigt.

Man wünscht sich, die Zeit zurückzudrehen

Für den Berliner Schriftsteller Volker Kitz ist es auch „eine Zeit der Ungeahntheiten, in der sich Verantwortung verschiebt“. Da geht es um Zeichen erkennen, deuten und sich eingestehen, um Konsequenzen aushandeln, um Bangen und Abschied nehmen, so Kitz.

„Die schwindende Selbstbestimmung der Eltern greift auch unsere Selbstbestimmung an, ein Gut, das unserer Generation so unentbehrlich scheint“, so der 49-Jährige. In seinem Werk „Alte Eltern. Über das Kümmern und die Zeit, die uns bleibt“, erzählt er die Geschichte seines

Erinnerungsperlen fürs Tagebuch: Gedanken zu einem bevorstehenden Abschied aufzuschreiben, hilft die Erlebnisse zu strukturieren.

Abschied


Vaters, der Witwer war und an Demenz litt. „Natürlich hat die Demenz ganz besondere Symptome“, sagt Kitz. Doch beim Schreiben habe er gemerkt, dass es sich unabhängig davon um ein ganz universales Thema handelt: „Es sind Stationen, die jeden betreffen.“ Und es beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem man merkt: „Irgendetwas ist nicht mehr so, wie es war. Es muss sich etwas ändern – und ich bin dafür verantwortlich.“ Doch auch wenn es der normale Lauf der Welt ist, fällt es schwer, die Eltern gehen zu lassen. „Weil wir gerne festhalten wollen an dem, was war“, meint Kitz. Quasi an der Schablone aus der Vergangenheit. Er selbst wünschte bei seinem Vater zunächst die Zeit von vor zwei Jahren zurück, dann die von vor zwei Monaten. „Irgendwann hätte es mir gereicht, den Zustand von vor zwei Tagen zurückzubekommen“, gibt er zu. Bis man den Punkt erreiche, sich klarzumachen, dass dieser jedoch niemals wiederkommt, „das ist ein unglaublich schwerer Prozess.

Entwicklung geht rückwärts Dass oft behauptet werde, in der zweiten Lebenshälfte verkehren sich die Verhältnisse, die Eltern würden zu Kindern und umgekehrt, sei falsch, weil er zu beschönigend sei: Denn die Entwicklung eines Kindes sei nach vorn gerichtet, auf Zuwachs, zitiert er den österreichischen Schriftsteller Arno

Geiger. Altwerden, zumal Demenz, sei jedoch eine Entwicklung zurück, zu weniger, ins Verschwinden. Was nicht bedeutet, dass man nach jedem Besuch der Eltern denkt, diese Begegnung könnte die letzte gewesen sein – und jedes Wort und jede Geste im Nachhinein auf die Goldwaage legt. „Da würde man verrückt“, weiß der Schriftsteller. Die Lösung, die er am Ende für sich gefunden habe, war die Erkenntnis: „Wenn man im Großen und Ganzen ein gutes Verhältnis hatte, ist es vielleicht gar nicht so wichtig, wo das Leben plötzlich innehält.“

Was will ich noch teilen? Doch bis es soweit ist, sollte man tatsächlich die schönen Dinge, die der Vater oder die Mutter gerne gemacht haben, ermöglichen: „Ich ermuntere meine Klienten immer sehr, gemeinsam zu überlegen: Was gibt es noch, was will ich noch teilen, was will ich noch leben?“, sagt Antje Randow-Ruddies. Volker Kitz etwa hat die gemeinsame Zeit genutzt, um das mit seinem Vater zu tun, was dieser gerne machte: Fußball schauen, Spaziergänge unternehmen oder Kuchen im Café essen. „Es muss nicht immer die große Weltreise sein“, bestätigt Randow-Ruddies. Manchmal sei es vielleicht ein Ausflug mit der Mutter an die Ostsee, wo man früher gemeinsam war. Natürlich könne es dann für die Tochter oder Sohn schmerzhaft sein, sich darüber bewusst zu werden:

DRINGEND ) SARGTRÄGER (M/W/D GESUCHT!

Manfred Busmann Beratend und helfend im Trauerfall Markringstraße 19 48465 Schüttorf

Abschied

 05923 9959707 0177 4967912 bestattungen.busmann@ewe.net www.bestattungen-busmann.de

Bevor es zu spät ist, kann man mit den alten Eltern noch mal Fotosammlungen durchgehen und währenddessen offene Fragen und Unausgesprochenes klären. Foto: dpa Das ist das letzte Mal, dass das möglich ist. „Aber da muss man durch. Quasi als Vorbereitung auf den Tod“, so die Sozialpädagogin. Erlebnisse wie diese seien dann „kleine Trauer-Portionen von Schmerz“, die man vorab erlebe. „Indem man sich verabschiedet, bedeutet es, wir akzeptieren die Realität und lassen los von bestimmten Vorstellungen und Illusionen.“ Letztendlich würde dies später auch die Trauer beim Tod erleichtern. „Es ist wie eine Erinnerungsperle, die in mir ist. Und ich kann mir immer sagen: Wie schön, dass wir das noch gemacht haben, das trage ich in meinem Herzen.“

Unausgesprochenes ansprechen Die verbliebene Zeit nutzen sollte man jedoch nicht nur für Ausflüge und Aktionen, sondern auch für Gespräche, rät Randow-Ruddies. Vor allem für

die bis dato unausgesprochenen Dinge. Und nicht nur Reden hilft, auch Schreiben kann dazu beitragen, die Vergangenheit zu verstehen und den (bevorstehenden) Abschied zu ertragen: „Natürlich muss nicht jeder ein Buch darüber veröffentlichen“, sagt Volker Kitz. „Aber Worte zu finden, hilft, weil es auch die Erlebnisse strukturiert. Sie zusammen bilden eine rote Linie, die eine Geschichte ergibt – das hat mir sehr geholfen“, sagt Volker Kitz.

Abschied trotz allem immer plötzlich Eines jedoch ist auch klar: Ganz gleich, ob man sich gut vorbereitet fühlt, ob der Tod zu erwarten oder gar eine Erlösung war: Er kommt trotz allem oft sehr plötzlich. So wie der Schriftsteller Franz Kafka es formuliert hat: „Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.“

zuhören – da sein begleiten – beraten • Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und deren Angehörige • Beratung • Kinder- und Jugendhospizbegleitung • Gesprächsangebote für Trauernde • Trauerangebote für Kinder und Jugendliche Neuenhauser Str. 74 ∙ 48527 Nordhorn ∙ Tel. 05921 75400 www.hospizhilfe.de ∙ E-Mail: info@hospizhilfe.de

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Das Erstellen eines Testaments Diese sieben Fehler lauern beim Willen nach dem Tod Wer möchte, dass sein letzter Wille nach dem eigenen Tod auch wirklich umgesetzt wird, sollte beim Verfassen des Testaments sorgfältig vorgehen. Sonst können langwierige Streitigkeiten die Folge sein. Braucht es das wirklich jetzt schon? Wie muss es aussehen? Und wo wird es am besten verwahrt? Wenn es ums Testament geht, sind viele Menschen unsicher. Kein Wunder: Laien können beim Erstellen ihres letzten Willens einiges falsch machen. Diese Fehler sollten Sie vermeiden.

Fehler 1: Gar kein Testament errichten Wer soll nach dem eigenen Tod eigentlich was bekommen? In dieser Frage vertrauen noch immer viele Menschen auf die gesetzlichen Regelungen, sagt Rechtsanwalt und Notar Jürgen Krüger. Die Folge: Sie erstellen erst gar kein Testament. Der Sprecher der Schleswig-Holsteinischen Rechtsanwaltskammer rät aber grundsätzlich dazu, das zu tun – selbst wenn sich die eigenen Vorstellungen nicht von der gesetzlichen Erbfolge unterscheiden. Ein Grund: Mit einem Testament lässt sich besser steuern, welche konkreten Vermögensgegenstände an welchen Erben gehen sollen. Auf die gesetzliche Erbfolge zu vertrauen, ist Krüger zufolge besonders dann nachlässig, wenn man die Erbfolge gar nicht kennt und nur davon ausgeht, dass die den eigenen Vorstellungen entspricht. Denn das führe häufig zu Erbstreitigkeiten unter den Erben. Besonders viel Unsicherheit erlebt Rechtsanwalt Prof. Andreas Frieser bei Ehepaaren. Die würden regelmäßig davon ausgehen, dass der überlebende Partner im Todesfall des anderen

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Wer soll nach dem eigenen Tod eigentlich was erben? Menschen, die das rechtzeitig in einem Testament festhalten, können Erbstreitigkeiten unter Umständen vorbeugen. Fotos: dpa zum Alleinerben wird. „Dies ist nicht zwingend der Fall“, stellt der Vorsitzende des Ausschusses Erbrecht im Deutschen Anwaltvereins (DAV) klar. Immerhin würden ohne Testament laut gesetzlicher Erbfolge auch mögliche Kinder bedacht.

Fehler 2: Die Form missachten „Ein vielfach verbreiteter Fehler ist die Errichtung eines Testaments unter Verwendung des eigenen Computers und Druckers“, sagt Rechtsanwalt Jürgen Krüger. Selbst wenn das Testament inhaltlich in Ordnung wäre, wäre es in dieser Form doch unwirksam.

gendjemandem geschrieben sein, sondern muss die Handschrift des Testierenden tragen, sagt Andreas Frieser.

Fehler 3: Unklare Formulierungen wählen

als man denken würde. Etwa: „Wer sich vor meinem Tod am meisten um mich gekümmert hat, wird mein Erbe.“ Oder: „Ein großer Teil unseres Vermögens soll einer gemeinnützigen Organisation zugutekommen.“

Wachsweiche Formulierungen, die Interpretationsspielraum lassen, sind Gift für jedes Testament. Und doch kommen sie laut Sven Gelbke vom Portal „Die Erbschützer“ häufiger vor

In solchen Fällen müssen sich später oft Gerichte damit auseinandersetzen, wie der letzte Wille genau zu verstehen und auszulegen ist. Gelbkes Rat: „Achten Sie auf eindeutige For-

Eine letztwillige Verfügung muss entweder handschriftlich verfasst und unterschrieben werden – samt vollständigem Datum und Ort, an dem sie niedergeschrieben wurde. Oder aber sie muss von einem Notar errichtet und beurkundet werden. Wichtig: Das handschriftliche Testament darf nicht von ir-

Wer ein Testament aufsetzt, sollte die Anzahl der Erben darin möglichst gering halten.

Testament


mulierungen und lassen Sie zumindest einen Dritten gegenlesen.“ Ungünstig ist auch, wenn Laien rechtliche Fachbegriffe falsch verwenden – etwa das „Vererben“ und „Vermachen“ gleichbedeutend nutzen, obwohl es im juristischen Sprachgebrauch grundlegende Unterschiede gibt. Solche Unachtsamkeiten können später zu erheblichen Auseinandersetzungen führen. Vermeiden lässt sich das etwa durch eine begleitende Beratung beim Fachanwalt für Erbrecht.

Fehler 4: Letzten Willen sorglos verwahren „Das beste Testament nützt nichts, wenn es im Sterbefall nicht aufgefunden wird“, sagt Jürgen Krüger. Oder schlimmer noch: Zwar aufgefunden, dann aber mutwillig vernichtet wird, um die testamentarischen Anordnungen des Erblassers zu verhindern. Beidem können Erblasser vorbeugen, indem sie ihr – auch handschriftliches – Testament in die amtliche Verwahrung beim zuständigen Amtsgericht geben. Ein notariell errichtetes Testament wird Jürgen Krüger zufolge ohnehin dort aufbewahrt.

Fehler 5: Fälschern Tür und Tor öffnen Umfasst der letzte Wille mehrere Seiten, sollten diese unbedingt entsprechend durchnummeriert sein, rät Sven Gelbke.

Also wie folgt: Seite 1 von 5, Seite 2 von 5 und so weiter. So könnten spätere Manipulationen, etwa durch das Entfernen von Seiten, besser verhindert werden. Sinnvoll sei zudem, jede Seite einzeln mit Ort, Datum und auch der Unterschrift zu versehen.

Fehler 6: Testament erst im Alter errichten Ein Testament zu errichten, ist nicht erst im Alter sinnvoll. „Gerade für jüngere Menschen mit minderjährigen Kindern besteht häufig ein Bedürfnis für ein Testament“, sagt Jürgen Krüger. Darin sollte dann nicht etwa nur die Erbfolge geregelt, sondern auch die Frage geklärt werden, wer den Nachlass im Ernstfall für die minderjährigen Kinder verwalten soll und wer im Todesfall beider Elternteile als Vormund infrage kommt.

Fehler 7: Keine Aktualisierungen vornehmen Insbesondere dann, wenn ein Testament schon in jungen Jahren niedergeschrieben wird, können sich die Lebensumstände im Laufe der Jahre grundlegend ändern. Unvorhergesehene Vermögenszuwächse oder Änderungen in der Familienkonstellation können dazu führen, dass sich der letzte Wille ändert und das Schriftstück gegebenenfalls überholt ist. Jürgen Krüger rät daher, das Testament etwa alle drei bis fünf Jahre zu überprüfen und wenn nötig auf die veränderten Lebensumstände anzupassen.

Die Vorsorge für den digitalen Nachlass umfasst nicht nur das Erstellen einer Liste mit Konten und Passwörtern, sondern auch die Bestimmung einer Vertrauensperson. Foto: dpa

Die Daten im Internet Was passiert nach dem Tod mit den Daten? Soziale Netzwerke, E-Mails und Cloud-Dienste: Nach dem Tod hinterlässt fast jede Person Daten und Accounts im Internet. So regeln die Betroffenen ihren digitalen Nachlass rechtzeitig: Ein erster Schritt ist laut Verbraucherzentrale das Erstellen einer Übersicht aller digitalen Konten. Dafür notiert man die Benutzernamen und Passwörter für E-Mail-Accounts, sozialen Netzwerke, Online-Shops und Cloud-Dienste. Helfen kann dabei laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Passwort-Manager wie beispielsweise KeePass. Derartige Programme bieten eine sichere Verwaltung der eigenen Zugangsdaten. Handgeschriebene Listen mit Zugangsdaten sollten sicher aufbewahrt werden, beispielsweise in einem Tresor oder einem Bankschließfach. Sofern verschlüsselte USB-Sticks verwendet werden, empfiehlt es sich laut Verbraucherzentrale, die Zugangsdaten ebenfalls sicher zu hinterlegen, damit die Erben im Bedarfsfall auf die notwendigen Informationen zugreifen können.

Erbschaften sind in Deutschland weit verbreitet: Fast die Hälfte der Bevölkerung hat entweder bereits geerbt oder erwartet dies in Zukunft.

Testament / digitaler Nachlass

Am besten bestimmen Betroffene eine Vertrauensperson, die

sich um den digitalen Nachlass kümmern soll. Diese Person sollte in einer schriftlichen Vollmacht festgehalten werden, die auch über den Tod hinaus gilt. Die Vertrauensperson sollte darüber informiert werden, wo die Liste mit den Zugangsdaten zu finden ist und welche spezifischen Wünsche man selbst hat. Es ist ratsam, detaillierte Anweisungen dazu zu hinterlassen, was mit den digitalen Konten geschehen soll, so die Verbraucherzentrale. Soll beispielsweise das Facebook-Profil in einen Gedenkstatus versetzt oder komplett gelöscht werden? Oder: Welche Daten sollen erhalten bleiben und welche können gelöscht werden? Auch für die eigenen Endgeräte wie Computer, Smartphones und Tablets sollten klare Angaben hinterlassen werden. Man sollte bestimmen, was mit diesen Geräten und den darauf gespeicherten Daten geschehen soll. Eine regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Liste ist ebenfalls wichtig, so die Verbraucherzentrale. Neue Accounts ergänzen und die löschen, die nicht mehr relevant sind. So behält man den Überblick und stellt sicher, dass die Daten im Ernstfall korrekt verwaltet werden können.

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Vorsorge für die letzte Reise treffen Für die frühzeitige Beschäftigung mit der eigenen Bestattung gibt es gute Gründe In der dunklen Jahreszeit denken viele Menschen über ihre Bestattung nach – nicht nur aus emotionalen, sondern auch aus finanzieller Sicht. Eine frühzeitige Vorsorge kann die Kosten besser kalkulieren, persönliche Wünsche festlegen und Angehörige entlasten. In der dunklen Jahreszeit und speziell im Trauermonat November beschäftigen sich viele Menschen mit der eigenen letzten Reise und machen sich Gedanken über die Wünsche für die eigene Bestattung. Dafür gibt es nicht nur emotionale, sondern auch sachliche Gründe. 1. Die Gesamtkosten einer Beerdigung belaufen sich nach Angaben der Webseite TodesfallCheckliste.de auf aktuell durchschnittlich rund 13.000 Euro, durch frühzeitige Planung und Absicherung können sie besser kalkuliert und abgesichert werden. 2. Wer frühzeitig seine persönlichen Wünsche für die eigene Bestattung festlegt, stellt sicher, dass sie umgesetzt werden. 3. Mit einer Bestattungsvorsorge entlastet man seine Angehörigen von Entscheidungen und finanziellen Belastungen.

Erinnerungsdiamant und Co. Bei besonderen Formen des Gedenkens wie einem Erinnerungsdiamanten ist Vorsorge noch wichtiger. Denn schon zu Lebzeiten wird die Auswahl über Größe, Anzahl und passenden Schliff getroffen, die Angehörigen erhalten nach dem Tod den oder die Diamanten. Das Verfahren zur Umwandlung von Kremationsasche oder von Haaren in einen Diamanten wurde von der Firma Algordanza in der

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Mit einer Vorsorge kann man die Form und den Rahmen des eigenen Abschieds selbst bestimmen. Die Hinterbliebenen müssen in der Phase der Trauer nicht darüber nachdenken, welche Art der Bestattung sich der oder die Verstorbene wohl gewünscht hätte. Fotos: djd Schweiz entwickelt. Im Rahmen der Vorsorgegarantie kann man zu Lebzeiten durch einen Vertrag mit einem rechtlich selbstständigen Partnerunternehmen festlegen, welche und wie viele Diamanten aus der Asche oder den Haaren transformiert werden sollen. Bei der Finanzierung ist eine Anzahlung in Höhe von 50 Prozent der Gesamtsumme möglich, der Rest wird nach Erstellung des Diamanten fällig. Wer die Angehörigen komplett entlasten möchte, zahlt bei Vertragsabschluss den Gesamtbetrag auf ein unabhängig verwaltetes Konto ein.

Vorzug der Bestattungsvorsorge gegenüber dem Sparbuch: Sie gehört zum Schonvermögen und muss nicht für andere Zwecke angetastet werden, denn sie dient nur der Finanzierung der Bestattungskosten. Die im Rahmen der Bestattungsvorsorge unterzeichnete Willenserklärung sollte man in seine Dokumentenmappe legen – wo sich

auch Geburts- und Heiratsurkunden befinden. Denn dies sind die ersten Dokumente, die ein Bestatter im Sterbefall benötigt. Den eigenen Bestattungswunsch im Testament zu verfügen, reicht nicht aus, da die Testamentseröffnung meist Wochen nach dem Tod beziehungsweise der Beisetzung stattfindet.

Warum die Bestattungsvorsorge besser ist als das Sparbuch Legt man statt einer Bestattungsvorsorge Geld auf dem Sparbuch zurück, so haben die Angehörigen darauf nicht automatisch Anspruch, denn die Summe wurde nicht „zweckgebunden“ angelegt. Ein weiterer

Wer frühzeitig im Rahmen einer Vorsorge die persönlichen Wünsche und Vorstellungen für die eigene Bestattung festlegt, stellt sicher, dass sie umgesetzt werden.

Bestattungsvorsorge


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BES TATTUNGEN SCHULTE NORDHOLT Blumen von Schulte Nordholt Immer eine frische Idee!

Christian Thomas, Nico Tiefensee und Inhaber Ingo Tiefensee (von links) kümmern sich im Trauerfall für die Hinterbliebenen um alle wichtigen Formalitäten. Foto: privat

Alles zu Lebzeiten selbst regeln

M

it dem Grab einer verstorbenen Person verbinden die Angehörigen, Freunde und Nachfahren nicht nur die letzte Ruhestätte, vielmehr ist es ein Ort der Erinnerung. Damit dieser so lange wie möglich bestehen bleibt und bestmöglich gepflegt wird, ist es sinnvoll, einen Dauergrabpflege-Vertrag abzuschließen. Blumen und Bestattungen Schulte Nordholt in Gildehaus bietet in Zusammenarbeit mit der Dauergrabpflege Nord GmbH einen umfassenden und gesicherten Service bei diesen sensiblen Fragen an. Inhaber Ingo Tiefensee bietet den Kunden die Möglichkeit, nach eingehender Beratung im Fachbetrieb Schulte Nordholt, schon zu Lebzeiten ein

individuelles Leistungspaket für den Trauerfall und für die Dauergrabpflege zu vereinbaren. Dazu gehört unter anderem der Abschluss der Dauergrabpflege und die Absicherung zu Lebzeiten sowie die Bestattungsvorsorge. Die Dauergrabpflege Nord GmbH kümmert sich sowohl um die Pflege als auch um die Bepflanzung von Gräbern und die Instandhaltung von Grabmalen. Die Pflegekosten richten sich dabei nach der Laufzeit des Vertrages und dem gewünschten Leistungsumfang. Sie werden bei dem Vertragsschluss in einer Summe gezahlt. Die jährlich anfallenden Zinserträge werden dem Vertragskonto gutgeschrieben. Damit werden

Bentheimer Straße 24 48455 Bad Bentheim-Gildehaus Telefon: 0 59 24 - 3 09 / 0 59 24 - 99 78 100 Telefax: 0 59 24 - 69 05 Mobil: 01 73 - 709 69 65 www.bestattungshaus-gildehaus.de info@bestattungshaus-gildehaus.de

Unternehmensporträt

Kostensteigerungen aufgefangen, die sich während der Laufzeit ergeben. Die Art der Bepflanzung wird frühzeitig in Absprache mit dem Kunden bestimmt und ist ganz individuell.

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Darüber hinaus bietet das Bestattungshaus Schulte Nordholt auch die Vorsorge an. Alle Formalitäten und organisatorischen Dinge, die bei einem Trauerfall zu erledigen sind, übernimmt das Team von Schulte Nordholt. Die umfassende Vorsorge gewährleistet, dass die Beisetzung im gewünschten Rahmen stattfindet und beinhaltet auch die Finanzierung.

Inh.: Ingo Tiefensee Bentheimer Straße 24 48455 Bad Bentheim-Gildehaus Telefon: 05924 309 Mobil: 0173/7096965 www.bestattungshaus-gildehaus.de Blumenhaus · Friedhofsgärtnerei · Bestattungen

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Bei Waldführungen klären Förster transparent über die Kosten einer Beisetzung unter Bäumen auf.

Fotos: djd

Welche Kosten fallen an? Vorsorgen heißt auch, sich einen Kosten-Überblick zu verschaffen Die Kosten für Bestattungen in Deutschland sind in den letzten zwei Jahren um fast zehn Prozent gestiegen. Eine vorausschauende Planung ist daher wichtig, um Angehörige finanziell zu entlasten und unerwartete Ausgaben zu vermeiden. Die bemerkbaren Preissteigerungen in vielen Bereichen des Lebens machen auch vor der Bestattungsbranche nicht Halt. Über einen Zeitraum von zwei Jahren sind Begräbnisse in Deutschland um fast zehn Prozent teurer geworden. Dies ergab eine Auswertung von Daten des Statistischen Bundesamtes, vorgenommen von Aeternitas e.V., der Verbraucherinitiative Bestattungskultur. Zu einer guten Todesfallvorsorge gehört daher, sich über die Kosten zu informieren, die auf die Angehörigen zukommen werden, und hier auch auf sogenannte versteckte Ausgaben zu achten.

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Was bezahlt man wofür? Generell muss man im Trauerfall gleich mehrere Positionen einkalkulieren: die Leistungen des Bestattungshauses, die Friedhofsgebühren und Beisetzungskosten sowie die weiteren Kosten, beispielsweise für Trauerfeier und Grabpflege. Die häufigste Form der Bestattung ist in-

Im Bestattungswald schmückt allein die Natur die Gräber – Kosten für die Grabpflege, Prunk und Protz entfallen.

zwischen die Urnenbeisetzung. Dafür ist eine Kremation, also die Verbrennung der Leiche, Voraussetzung. Diese wird in der Regel über das gewählte Bestattungshaus abgerechnet. Wie hoch die Ausgaben für ein Urnengrab an sich ausfallen, hängt vom Individualfall ab. Der Anbieter FriedWald beispielsweise stellt Grabstellen auf einem nach öffentlichem Recht genehmigten Friedhof im Wald zur Verfügung. Die Grabrechte für einen einzelnen Platz kann man ab 590 Euro erwerben, die für einen ganzen Baum ab 2.890 Euro. In beiden Fällen ist im Preis das Nutzungsrecht, der Eintrag im Baumregister sowie eine Urkunde als Grabnachweis enthalten. Die Beisetzungskosten in diesen Bestattungswäldern betragen aktuell 450 Euro. Darin sind die Ausgaben für die Öffnung und Schließung der Grabstelle, die Begleitung der Trauerfeier durch Försterin oder Förster sowie die biologisch abbaubare Urne bereits enthalten.

Angehörige entlasten Die Grabpflege fällt unter den Punkt der „weiteren Kosten“. Sie kann unter Umständen teuer werden, wenn etwa eine Gärtnerei mit der regelmäßigen Bepflanzung eines Grabs auf einem regulären Friedhof beauftragt werden muss. Geht man davon aus, dass dieses 20 Jahre lang besteht, können sich hier hohe Ausgaben anhäufen, mit denen nicht jeder Hinterbliebene rechnet. Anders als auf einem kirchlichen oder städtischen Friedhof entfällt bei einer Baumbestattung in einem Friedhofswald die klassische Grabdekoration komplett. Im Frühling und Sommer zieren dichtes grünes Blätterwerk, samtiges Moos und zarte Wildblumen das Grab. Im Herbst hingegen ist es buntes Laub und im Winter die Schneedecke. Die Bäume jedoch können mit einer Namenstafel zum Andenken versehen werden. Dafür ist mit einer einmaligen Zahlung zwischen 30 und 125 Euro zu rechnen.

Bestattungskosten


Grabpflege, Trauerkränze, Gestecke Die Trauerfloristik im Überblick Die Trauerfloristik umfasst die Grabpflege und die Floristik rund um Bestattungen. Welche Möglichkeiten der Grabgestaltung gibt es? Die Trauerfloristik unterteilt sich in zwei Bereiche. Zum einen in den Bereich der Grabpflege, bei dem es darum geht, wie ein Grab angelegt, bepflanzt und gepflegt wird. Der andere ist der Bereich, der sich mit der Floristik rund um die Bestattung beschäftigt. Trauerfloristik findet man vor allem bei der Beerdigung, zu besonderen Festen und bei der Grabbepflanzung. Während bei der Bestattung Trauerkränze den Löwenanteil bilden, sind es bei der Grabbepflanzung vor allem pflegeleichte und trotzdem schöne Pflanzen, die das Grab dauerhaft schmücken sollen. An

besonderen Tagen wie dem Todestag oder Allerheiligen wird das Grab dann gerne noch mit einem Gebinde aus frischen Blumen geschmückt.

Trauerkränze Nach Tradition widmen Angehörige und Freunde des Verstorbenen ihm zu seiner Beerdigung einen Trauerkranz. Meist ist er mit einem Schleifenband versehen, auf dem ein letzter Gruß aufgedruckt ist. Zunehmend setzen sich aber auch andere Formen wie Kissen, Kreuze oder Herzen durch, die statt des klassischen Kranzes gespendet werden. War der Trauerkranz früher traditionell aus immergrünen Zweigen von Tanne oder Buchsbaum gebunden, so werden moderne Trauergebinde oft aus Zweigen und Blumen gefertigt.

So kann die Farbenpracht der Blüten der Trauerfeier und Grablegung einen schönen, tröstlichen Aspekt hinzufügen.

Grabbepflanzung

dem Friedhof in Verbindung setzen, da es oft Vorschriften gibt, welche Pflanzen zulässig sind, ob Bäume oder Sträucher erlaubt sind etc.

Grabgestecke

Die Grabbepflanzung findet in der Regel erst einige Monate, manchmal sogar ein ganzes Jahr nach der Beerdigung statt. Wann genau hängt von verschiedenen Faktoren, wie der Jahreszeit, den Witterungsverhältnissen und der Bodenbeschaffenheit ab. Viele Angehörige lassen die Erstbepflanzung von einem professionellen Friedhofsgärtner vornehmen. Grundsätzlich ist es aber allein den Hinterbliebenen überlassen, ob sie ebenfalls die Hilfe eines Profis in Anspruch nehmen oder die Bepflanzung selbst vornehmen möchten. Vor der Bepflanzung sollte man sich mit

Wie Trauerkränze finden sich auch Grabgestecke hauptsächlich bei Beerdigungen. Sie werden in den ersten Tagen, manchmal auch Wochen auf das frisch aufgeworfene Grab gelegt, sodass das Grab von Anfang begrünt aussieht und man nicht auf einen nackten Erdhügel blicken muss. Grabgestecke unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Form von Trauerkränzen. Sie sind nicht rund, sondern können in den verschiedensten Formen bei Ihrem Friedhofsgärtner geordert werden. Grabgestecke in Form von Herzen oder Kreuzen sind dabei besonders beliebt.

Kein Weg zu weit. Wir bestatte n für Sie über un sere Ortsgrenze hinaus.

Für würdevolle Abschiede im familiären Rahmen, für Menschen aller Konfessionen und auch ohne Glaubensbekenntnis. Damit Erinnerungen in Liebe bleiben.

Vor der Bepflanzung ist es wichtig zu klären, was erlaubt ist.

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Holzkreuze findet man an Friedhöfen häufig bei noch jungen Gräbern. Oft werden sie mit der Zeit durch ein anderes Grabmal ersetzt.

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Ein Ort des Gedenkens So gelingt die Auswahl eines Grabmals Hinterbliebenen fällt es oft schwer, für eine nahestehende verstorbene Person ein passendes Grabmal auszuwählen. Hinzu kommen in der Regel Vorgaben des Friedhofs. Was es zu beachten gilt im Überblick. Den Tod eines geliebten Menschen zu bewältigen, ist für die Hinterbliebenen sehr schmerzhaft. In einer solchen Situation ein Grabmal auszuwählen, das zu der verstorbenen Person passt, ist zumeist alles andere als einfach. Aber es besteht auch kein Grund zur Eile. Ein Grabmal kann man nämlich auch erst setzen lassen, wenn man sich nach der Beerdigung emotional dazu in der Lage sieht. Was man ansonsten beachten sollte – die wichtigsten Fragen und ihre Antworten im Überblick.

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Warum überhaupt ein Grabmal? Ob Sarg- oder Urnengräber: Grabmale findet man auf fast jedem Grab. Sie dienen zum einen dazu, ein Grab zu kennzeichnen. Die Inschriften auf dem Grabmal sagen aus, wer genau an der Stelle beerdigt ist. „Mit einem Grabmal auf dem Grab haben die Hinterbliebenen aber auch eine Stätte, an der sie trauern können“, sagt Hermann Rudolph vom Bundesverband Deutscher Steinmetze. Insofern sind Grabmale aus seiner Sicht Orte des Erinnerns und Gedenkens.

Welche Arten von Grabmalen gibt es? „Es gibt Grabplatten, Grabsteine, Kreuze und Stelen“, sagt Simon Walter vom Bundesverband Deutscher Bestatter. Grabplatten bringen Fachleute lie-

gend am Grab an, Grabsteine und Stelen stellen sie auf. Laut Walter stellen viele Hinterbliebene vorübergehend ein Holzkreuz am Grab auf, bis der Steinmetz einen Grabstein oder eine Grabplatte erstellt hat. Ein solches Kreuz dauerhaft am Grab aufzustellen, ist allerdings auch möglich.

Gibt es Vorschriften zu beachten? Für Grabmäler gibt es deutschlandweit keine einheitlichen Vorschriften, Regelungen finden sich aber in den Satzungen der jeweiligen Friedhöfe wieder, auf denen das Grab liegt. Dort kann zum Beispiel unter anderem die zulässige Größe von Grabsteinen oder die Farbe festgelegt sein. Mitunter gibt es auch Vorgaben bei Typ und Größe der Beschriftung des Grabmals. In vielen Friedhofssatzungen heißt es, dass das Grab nach

circa sechs Monaten „würdevoll hergerichtet“ sein soll – näher definiert ist das allerdings meist nicht. Der Grund für all die Vorschriften: Ein Grabmal soll in das Gesamtbild des Friedhofs passen. Welche Regelungen gelten, erfahren Hinterbliebene auch bei der Friedhofsverwaltung oder bei der Auswahl des Grabmals beim Steinmetz. „Viele Friedhofsverwaltungen zeigen sich jedoch inzwischen sehr offen, was eine individuelle Gestaltung des Grabmals angeht“, sagt Hermann Rudolph. Ist eine Entscheidung für einen Gedenkstein gefallen, müssen Hinterbliebene über ihren Steinmetz einen Entwurf des Grabmals bei der Friedhofsverwaltung einreichen. Erst wenn dieser Entwurf genehmigt ist, ist der Weg für eine Aufstellung frei.

Grabmal


Welche Materialien sind geeignet?

staben an dem Grabmal anbringen.

Für ein Grabmal kommen unterschiedliche Materialien infrage – angefangen beispielsweise bei Kalkstein über Sandstein, Marmor und Granit bis hin zu Holz und Glas. „Möglich ist auch ein Mix mehrerer Materialien, etwa Steine mit Holz- oder Glaseinsätzen“, sagt Rudolph.

Wie funktioniert die Aufstellung eines Grabmals?

Worauf sollte man bei der Gestaltung achten? „Die Gestaltung eines Grabmals ist immer eine individuelle Sache“, so Simon Walter. Zumeist sind Grabmale mit dem Namen der verstorbenen Person sowie dem Geburts- und Todestag versehen. Auch Deko-Elemente wie Sterne, Engel, ein Herz oder Blumen sind denkbar. „Möglich ist auch, ein Bild der verstorbenen Person in das Grabmal einarbeiten zu lassen“, so Walter. Alles ist ein Kann, aber kein Muss. Persönliche Trauersprüche lassen sich ebenfalls eingravieren, etwa „Alles hat seine Zeit“, „Die Liebe ist stärker als der Tod“ oder „Ruhe in Frieden“. Ebenfalls möglich: Statt einer Gravur kann ein Steinmetz Metallbuch-

Alles rund um die Aufstellung eines Grabmals klärt der Steinmetz mit der jeweiligen Friedhofsverwaltung. Bevor der Grabstein oder die Stele aufgestellt wird, muss der Steinmetz die Stelle fundamentieren. Das heißt, der Stein oder die Stele müssen im Boden fest verankert werden. Wie tief das Fundament sein muss, ist abhängig von der Größe und dem Gewicht des Grabmals. An dieses Fundament bringt der Steinmetz den Grabstein oder die Stele mit Schrauben und Dübeln an. „Ohne das richtige Fundament besteht die Gefahr, dass der Grabstein oder die Stele sich mit den Jahren absenken oder womöglich sogar umfallen“, sagt Hermann Rudolph. Das kann eine Gefahr für Besucherinnen und Besucher des Friedhofs sein, aber auch Schäden am Grabmal selbst verursachen.

ein Grabmal nicht gleich fundamentieren und aufstellen. Erst muss sich die Erde verdichten und setzen – ansonsten besteht die Gefahr, dass das Fundament sich lockert und der Stein in Schieflage gerät. Einen einheitlichen Zeitrahmen, den die Erde braucht, um sich zu setzen, gibt es nicht. Hinterbliebene sollten beim Steinmetz nachfragen, ab wann Fundamentierung und Aufstellung des Grabmals möglich sind.

Kann ich ein Grabmal auch selbst aufstellen? Generell ist es erlaubt, selbst ein Grabmal oder ein Holzkreuz anzufertigen und aufzustellen. Dabei sind allerdings die Sicherheitsbestimmungen der jeweiligen Friedhofsordnung einzuhalten. Einen Grabstein oder eine Stele sollten allerdings besser Fachleute fundamentieren und aufstellen. „Allenfalls das Aufstellen eines Holzkreuzes auf das Grab können auch Laien übernehmen“, so Simon Walter.

Wie hoch sind die Kosten für ein Grabmal? Das kommt auf viele Faktoren an – beispielsweise die Art des Fundaments bei einem Grabstein, aber auch, wie groß das Grabmal ist, ob Gravuren vorzunehmen sind oder Metallbuchstaben zum Einsatz kommen, wie viele Buchstaben die Inschriften haben und ob das Grabmal Deko-Elemente aufweisen soll. „Ein Grabstein, eine Grabplatte oder eine Stele können um die 5000 Euro kosten, aber auch teurer oder günstiger sein“, sagt Hermann Rudolph. Ein Holzkreuz ist für ein paar hundert Euro zu haben.

Wann kann man auf ein Grabmal verzichten? Auf anonymen Gräbern und bei Baumbestattungen ist kein Grabmal nötig – und regelmäßig auch gar nicht möglich. „Das gilt auch bei Seebestattungen“, sagt Simon Walter. Ob auch bei anderen Gräbern ein Verzicht auf ein Grabmal möglich ist oder nicht, ist in der jeweiligen Friedhofsordnung geregelt.

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Was gehört in eine Traueranzeige? Von persönlichen Angaben bis hin zu Blumenspenden Traueranzeigen würdigen den Verstorbenen und sind eine Form der Abschiednahme. Welche Angaben in so eine Anzeige gehören. Eine Traueranzeige in einer Zeitung ist weitaus mehr als eine bloße Information darüber, dass eine Person verstorben ist und wann sie wo beigesetzt wird. Die Traueranzeige ist zugleich eine persönliche Form der Abschiednahme und eine Würdigung des Verstorbenen. Oft werden dafür die Begriffe Todesanzeige und Traueranzeige als Synonyme verwendet. Tatsächlich gibt es jedoch einen Unterschied zwischen den Anzeigen. Der besteht darin, wann diese aufgegeben werden und welche Informationen sie enthalten. So werden Todesanzeigen in der Regel kurz nach dem Tod eines Menschen aufgegeben, um über den Ort der Beisetzung und den Zeitpunkt der Trauerfeier zu informieren. Im Gegensatz dazu werden Traueranzeigen meist erst nach der Beerdigung eines Verstorbenen aufgegeben. Oft dienen sie als Danksagung für die Anteil-

nahme der Trauergäste. Doch was sollte in so einer Traueranzeige drinstehen?

Name des Verstorbenen Natürlich gehört der Name von Verstorbenen in Traueranzeigen. Handelt es sich um eine Verstorbene, sollte der Geburtsname der Frau auf jeden Fall erwähnt werden. Zusätzliche Titel, die zum Namen gehören – etwa ein Doktortitel – können aufgenommen werden. Bei mehreren Titeln, beispielsweise Professor Dr. Dr., können alle Titel aufgeführt werden, ebenso mit Zusätzen wie Dr. jur., Dr. med., Dr. h.c. Auch besondere Ehrungen oder Auszeichnungen können aufgeführt werden, wenn es gewünscht ist. Das kann etwa dann sinnvoll sein, wenn ein Verstorbener zum Beispiel Träger des Bundesverdienstkreuzes war. Manchmal stellt sich die Frage, ob der Beruf des Verstorbenen ebenfalls erwähnt werden soll. Wenn der Beruf zur Persönlichkeit des Verstorbenen gehört hat und diesen mit Stolz erfüllte, dann sollte das erwähnt werden.

Datum des Todes In vielen Todesanzeigen werden Angaben zum Alter oder zum Geburtstag von Verstorbenen gemacht. Ob diese Angaben in einer Todesanzeige aufgenommen werden sollen, kann individuell entschieden werden. Was aber Inhalt sein sollte, ist das Todesdatum.

Foto des Verstorbenen Bei der Auswahl von Fotos für Traueranzeigen sollte darauf geachtet werden, dass es sich nicht um ein Bild handelt, das den Verstorbenen in wesentlich jüngeren Jahren zeigt. Der Verstorbene sollte leicht zu erkennen sein. Es sollte sich zudem um ein Porträtfoto handeln, das ausschließlich den Verstorbenen zeigt. Darüber hinaus empfiehlt sich generell ein Schwarz-WeißAbdruck für ein stimmiges Gesamtbild. Bei einer Trauerkarte wird das Foto normalerweise auf die linke innere Seite gedruckt.

Namen der Angehörigen Im Rahmen von Traueranzeigen ist es üblich, dass meist

nur die Namen der engsten Angehörigen erscheinen. Das kann bei Trauerbriefen anders sein. In diesen werden oft auch die Namen von weiteren Angehörigen aufgenommen. Wenn lediglich die Namen der engsten Angehörigen erscheinen, dann wird üblicherweise darauf hingewiesen, dass die Traueranzeige „Im Namen aller Angehörigen“ oder „Im Namen der Hinterbliebenen“ verfasst wurde.

Anschrift Die letzte Anschrift des Verstorbenen beziehungsweise die Anschrift der Angehörigen sollte auch in einer Traueranzeige vorkommen.

Ort, Datum und Uhrzeit der Trauerfeier Wenn es dem Wunsch des Verstorbenen und/oder der Angehörigen entspricht, kann folgender Hinweis in der Traueranzeige aufgenommen werden: „Die Beerdigung hat im engsten Familienkreis stattgefunden“. „Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt“.

Hinweis auf Kranz- oder Blumenspenden

Traueranzeigen sind eine Form des Abschiedes und einer Würdigung des Verstorbenen.

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Foto: dpa

In manchen Regionen der Bundesrepublik ist es üblich, wegen der Kranz- und Blumenspenden unter die Anzeige den Namen des Bestattungsunternehmens zu setzen. Dieser Hinweis hilft, dass die Blumenspenden von den Floristen nicht ins Trauerhaus, sondern in das Bestattungsunternehmen gebracht werden, wo sie im Interesse der Angehörigen ordnungsgemäß der späteren Danksagungen wegen registriert werden. Das hilft auch den Angehörigen, da sie nicht nach Erscheinen der Todesnachricht von Floristen oder Bekannten mit telefonischen Nachfragen belastet werden.

Traueranzeigen


Trauer verstehen Vier Phasen des Verlustes bewältigen / Erinnerungsschmuck als Begleiter Trauer verläuft in Phasen, die unterschiedlich durchlebt werden und den Weg von der Schockstarre bis zu einem neuen Lebensbezug beschreiben. Trauerschmuck kann helfen, persönliche Erinnerungen an Verstorbene zu bewahren . Trauer ist eine persönliche Reaktion auf Verlust. Jeder erlebt sie anders, und oft fühlen sich Trauernde von ihrer Umgebung oder von ihren Freunden, missverstanden. Psychotherapeutische Konzepte können in dieser Situation helfen. Verena Kast, Ehrenpräsidentin der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie, hat vier Trauerphasen identifiziert. 1. Nicht-Wahrhaben-Wollen: Der Schock nach dem Tod des geliebten Menschen und eine Verleugnung des Geschehens prägen häufig diese Phase. 2. Aufbrechende Emotionen: Schmerz, Wut und Angst brechen sich bei den Trauernden Bahn, begleitet von existenziellen Fragen wie: „Was soll aus mir werden?“ 3. Suchen und Sich-Trennen: Trauernde suchen nach dem Verstorbenen in Erinnerungen, was dazu führen kann, dass sie

Erinnerungsschmuck hilft den Trauernden dabei, schöne Momente mit dem Verstorbenen in sich wachzurufen und neu erleben zu lassen. verzweifeln. Eva Deppe von Pur Solutions erklärt: „Trauernde Menschen möchten Momente in sich wachrufen. Erinnerungsschmuck ist aus meiner Sicht wie eine Brücke in der Trauer. Er kann dabei helfen, sich Erinnerungen immer wieder ganz bewusst zu machen.“ Ihr Unternehmen stellt in Nettetal am Niederrhein Trauerschmuck her. Das sind Schmuckstücke, in die in einer unsichtbaren Kammer Haare, Blüten oder Asche

Eine schmückende Erinnerung an Verstorbene – Trauerschmuck ist auch am Arm möglich.

Trauerbewältigung

des Verstorbenen eingeschlossen werden. Eine weitere Möglichkeit, persönliche Erinnerungen unauffällig mit sich zu tragen, ist eine kleine Platte, die Arm oder Hals schmückt. Darauf befindet sich der mit einem Laser aufgetragene Fingerabdruck des Verstorbenen. Eva Deppe: „Wenn ein Fingerabdruck in den Erinnerungsschmuck eingraviert ist und man darüber fühlt, wird er haptisch anders wahrgenommen.

Der Schmuck ist also zum einen eine Erinnerungsstütze, zum anderen hat man im übertragenen Sinne einen Teil des Verstorbenen immer nah bei sich.“ 4. Neuer Selbst- und Weltbezug: Nach der Trauer findet man zu innerem Frieden und erkennt, dass das Leben weitergeht, mit dem Verstorbenen in Gedanken und Erinnerungen. Mit der Zeit können wieder neue Pläne geschmiedet werden.

In einer schmückenden Kapsel werden Blütenblätter oder Asche als Erinnerung an Verstorbene für immer eingeschlossen. Fotos: djd

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Wie tief und wie lange jemand nach dem Tod eines wichtigen Menschen trauert, ist sehr individuell.

Fotos: dpa

Was aus der Trauer-Spirale hilft Mit dem Abschied am Sarg wird der Tod endgültig Wer einen geliebten Menschen verliert, landet in einem Strudel von Gefühlen: von Fassungslosigkeit über Wut bis zu schlechtem Gewissen. Was man selbst unternehmen kann und wie andere unterstützen können. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ganz gleich, ob überraschend oder nach einer langen Krankheit, stehen viele Trauernde zunächst vor derselben Herausforderung: „Es geht als Erstes darum, diese Realität zu begreifen, um ein Wahrhaben-Müssen“, sagt Trauerbegleiterin Marei Rascher-Held. STUTTGART / KARLSRUHE

In der Trauerpsychologie spricht man heute nicht mehr von „Trauerphasen“, sondern von „Traueraufgaben“, die sich

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den Betroffenen stellen – vor allem bei schweren Verlusten, etwa beim Tod von Kindern, bei einem plötzlichen Tod nach einem Unfall, einer Katastrophe oder bei einem Suizid. „Der Trauerprozess verläuft keinesfalls linear, sondern spiralförmig, weil es immer wieder schleifenförmige Bewegungen gibt, die zurück in den Schmerz gehen“, sagt Trauertherapeut Roland Kachler. Die erste Aufgabe für alle Trauernden ist jedoch immer die gleiche: „Es geht schlichtweg darum, das Überleben und Weiterleben zu gestalten.“ Doch dazu muss man erst einmal die Wirklichkeit begreifen, im wahrsten Sinne des Wortes, meint Rascher-Held: „Es ist unheimlich wichtig, sich am Sarg zu verabschieden. Weil der Tod dann wirklich endgültig wird, selbst wenn er erwartbar war.“ Deshalb, sagt sie, hilft es auch,

die verstorbene Person noch einmal zu sehen oder zu berühren. Auch nach einem Suizid oder einem Unfalltod rät sie dazu: „Es bleibt nicht der Anblick des Körpers. In der Erinnerung und in der Verbindung, die ich weiter in dem Verstorbenen suche, wird er wieder heile.“

Konkretes Handeln hilft – Rat nicht unbedingt Außerdem braucht es Menschen im Umfeld, die meine Trauer aushalten und ihr standhalten. Und die ganz einfache Sachen tun – wie vielleicht mal für mich kochen: „Das sind

Das Fehlen des geliebten Menschen akzeptieren lernen, gehört zu den Herausforderungen nach einem Todesfall.

Trauerbewältigung


ganz elementare Formen der Zuwendung“, sagt Kachler. Zu sagen: „Du kannst dich immer melden“ und auf ein Zeichen zu warten, helfe gar nicht. „In dieser existenziellen Situation rufen Trauernde nicht an. Weil sie so viel mit sich selbst zu tun haben und anderen nicht zur Last fallen wollen.“ Nahezu kontraproduktiv sind Ratschläge wie: „Du musst loslassen lernen!“ Stattdessen plädiert der Diplom-Psychologe zum Bewahren und Integrieren des Verstorbenen. Motto: Die Liebe darf bleiben, die Trauer darf gehen. Vielen Trauernden hilft es dann, Erinnerungen zu sammeln und Fotos zu ordnen oder eine Gedenkstelle in der eigenen Wohnung einzurichten, an der sie regelmäßig eine Kerze anzünden oder frische Blumen hinstellen können. Oder sie nehmen in Ruhe Platz an einem Beziehungsort, einem Sessel oder einem kleinen Tisch, wo sie in ein inneres Gespräch mit dem Verstorbenen treten können.

gleiterin. Vor allem Trauergruppen können dann sehr hilfreich sein. Für Männer eignen sich statt Gesprächen mit anderen Betroffen oft eher aktive Workshops, Wanderungen oder Fahrrad-Wochenenden, sagt Roland Kachler: „Männer trauern handelnd.“

Einen Ort für die Liebe finden Die dritte Aufgabe sieht der psychologische Psychotherapeut darin, die Liebe und den Verstorbenen zu bewahren und „einen guten, sicheren und bewahrenden Ort“ für ihn zu finden: Manche sehen denjenigen bei Gott oder im ewigen Licht gut aufgehoben, andere finden einen solchen Ort in der Natur, als Stern oder Regenbogen oder auch in sich selbst.

Bewusst weiterleben Und schließlich folgt als vierte Aufgabe, wieder in das Leben zu finden. „Es ist klar, die Lücke bleibt bestehen, aber in diesem weitergehenden Leben gehört der Verstorbene als innerer Be-

gleiter, als Energie oder Ressource mit dazu“, sagt Roland Kachler. Und vor allem: „In diesem Leben darf es auch wieder Sinn und Glück geben.“ Wenn es auch nicht mehr ganz so leicht wird wie vor einem schweren Verlust. Was dabei hilft? „Ganz behutsam kleine Dinge machen, die einem guttun, und die Frage der Loyalität im inneren Gespräch mit dem Verstorbenen klären.“ Gerade bei schweren Verlusten sei dies in den ersten eineinhalb Jahren jedoch nur ansatzweise möglich. Marei Rascher-Held rät, sich darüber bewusst zu werden, was die eigenen Ressourcen sind und was man früher gerne gemacht hat. „Ganz viel hilft wirklich, in die Biografiearbeit zu gehen und sich klarzumachen: Wie war ich denn, bevor der Mensch gestorben ist? Wer war ich vorher, bevor alles für mich zusammengebrochen ist? Wo kann ich mich wiederfinden?“ Es gilt, zu überlegen, ob es etwas gibt, was ich immer schon vorhatte – und für das ich auch jetzt Zeit habe. „Ich

erlaube mir Dinge, die mir guttun, und ich darf das auch wieder tun“, unterstreicht sie. Das kann die Anmeldung in einem Tanzkurs genauso sein wie eine Reise oder mit Malerei zu beginnen. Gleichzeitig sollte mir außerdem bewusst sein: „Die Lücke bleibt, das ist auch in Ordnung. Dieser Verlust ist etwas, was in mein Leben und in meine Biografie gehört.“ Nach dem Motto: „Ich habe zwar diesen wichtigen Menschen verloren, aber trotzdem lebe ich mein Leben weiter und suche einen neuen Sinn darin.“ Und Roland Kachler macht Hoffnung: „Wenn die Aufgaben erledigt sind, dann sind sie tatsächlich erledigt.“ Was nicht bedeutet, dass die Trauer dann ein für alle Mal vorbei ist. „Es wird immer Momente geben, dass es einen erwischt“, sagt er. Aber sie sind nicht mehr so intensiv. Eher zeigen sie sich an bestimmten Jahresdaten oder bei besonderen Anlässen als eine „kleine Traurigkeit“ oder Wehmut.

Die Trauer fließen lassen Die zweite Aufgabe besteht dann darin, mit dem Verlust leben zu lernen. Wenn der Platz des Mannes leer bleibt, der Schulranzen unbenutzt, wird die Realität schmerzlich spürbar. „Wichtig ist es dann, die Trauer ins Fließen zu bringen“, rät Kachler. Marei Rascher-Held, Vorstandsmitglied im Bundesverband Trauerbegleitung, hat die Erfahrung gemacht, dass auch Schreiben guttut – etwa Erinnerungen aufschreiben, ein Trauertagebuch führen, dem Verstorbenen einen Brief schreiben: „Etwas auszudrücken ist wichtig, damit die Trauer nach außen kommt.“ Oft befinden sich die Betroffenen in einem Gefühlsknäuel. „Manchmal kommt wahnsinnige Wut hinzu über die Ungerechtigkeit oder ein Ohnmachtsgefühl, bei dem man denkt, das bekommt man niemals mehr entwirrt, es wird nie wieder gut“, sagt die Trauerbe-

Trauerbewältigung

Mit der Beerdigung wird der Tod wirklich endgültig, was bleibt ist die Trauer.

Foto: dpa

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Kollegen einfühlsam begleiten Sensibel und unterstützend auf Trauer am Arbeitsplatz reagieren Von der ersten Reaktion bis zum ersten Todestag: Wie verhalte ich mich gegenüber Kolleginnen und Kollegen, die um nahe Angehörige oder Freunde trauern? Trauerbegleiterinnen geben Rat. Trauer macht auch vor dem Arbeitsplatz nicht halt. Es ist aber individuell, wie eine Person auf den Verlust des Vaters, des eigenen Kindes oder einer engen Freundin reagiert. Nach einem solch immensen Einschnitt kann Arbeit für die einen banal erscheinen – für andere wiederum eine Stütze sein. Wie findet das Team den richtigen Umgang, wenn Kolleginnen oder Kollegen trauern?

Die erste Reaktion Erfährt man als Kollegin oder Kollege davon, dass es bei einem Teammitglied einen Trauerfall gab, ist da oft viel Unsicherheit. Was kann ich jetzt sagen? Sprachlosigkeit sei eine häufige Reaktion, beobachtet Susanne Schlenker, die als Trauerbegleiterin auch Firmen und Unternehmen berät – „weil Menschen schlicht überfordert sind.“ Sterben, Tod und Trauer seien Themen, mit denen wir verlernt hätten, umzugehen. Laut Schlenker ist es daher wichtig, sich – auch in der Arbeitswelt und besonders als Führungskraft – mit den eigenen Emotionen zum Thema Endlichkeit und dem, was dabei Angst macht, auseinanderzusetzen. „Wenn ich diese Berührungsängste verloren habe, reagiere ich nicht mehr automatisch, sondern dann kann ich ganz empathisch auf den Trauernden zugehen.“ Wer die Nachricht bekommt, dass etwa eine Kollegin Mutter oder Vater verloren hat, sollte gar nicht sofort „in die Reaktion gehen“, rät Tanja M. Brink-

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Trauer kostet Energie – bei der Arbeit brauchen Trauernde deswegen vor allem Rücksichtnahme und wenig Druck. Foto: dpa mann, die als selbstständige Trauerberaterin arbeitet. Wichtiger sei, erst mal innezuhalten und zu sehen: Was macht das eigentlich mit mir? „Dass ich schaue, wie viel Mitgefühl löst das jetzt gerade in mir aus?“ Dann könne man sich überlegen: „Was wünsche ich mir selbst, wenn ich in so einer Situation bin? Und passt das auch zu meiner Kollegin oder meinem Kollegen, der trauert?“ Häufig brauche es dann gar nicht besonders viele Worte. „Reden ist für mich Bronze, Fragen ist Silber und Zuhören Gold“, sagt Brinkmann. Oft brauche es eher eine Frage an die Trauernden. Oder eine Geste wie eine Umarmung – je nachdem wie nah man sich ist. „Viel klüger ist es, den Trauernden selbst sprechen zu lassen“, so Brinkmann. Wichtig ist Susanne Schlenker zufolge, auf die Menschen zuzugehen, die Trauer erfahren –

und nicht wegzulaufen oder aus Unsicherheit so zu tun, als ob nichts wäre. Besonders Führungskräfte sollten offen fragen, was die trauernde Person jetzt braucht.

Gesten zur Kondolenz Ist eine Trauerkarte angemessen, sollte ich zur Trauerfeier kommen – oder ist das zu aufdringlich? Geht es um Trauerbekundungen aus dem Kollegenkreis, ist es wichtig, die Bedürfnisse der Trauernden zu respektieren. Eine Kondolenzkarte aber ist fast immer angemessen. „Die meisten Trauernden finden es total gut, von ihren Kolleginnen und Kollegen, von ihren Vorgesetzten oder von ihrem Unternehmen eine Trauerkarte zu bekommen“, sagt Tanja M. Brinkmann. Bestenfalls eine sehr persönlich geschriebene, die ohne Floskeln auskommt. Bei der Trauerfeier komme es darauf an, was gewünscht ist.

Manche wollen die Beisetzung im engsten Familienkreis begehen, andere finden es berührend, wenn Menschen aus der Firma Anteilnahme zeigen. „Das wird sehr wohl wahrgenommen“, so Brinkmann. Es sei eine schöne Geste, um zu zeigen: „Ich fühle mit dir. Es betrifft mich auch, dass du jemand Wichtiges verloren hast.“ Entscheidend sei aber auch, sich zu fragen, ob man das selbst will. Wer selbst einen Verlust verarbeitet, darf sagen: Das ist gerade nichts für mich. „Ich finde es wichtig, da authentisch zu bleiben“, sagt Brinkmann.

Der erste Tag zurück im Job Der Kollege erscheint schon am Tag nach der Trauerfeier wieder bei der Arbeit und macht sogar Überstunden? Auch wenn man persönlich findet, jemand sollte sich erst mal Zeit für sich nehmen oder die Familie unterstüt-

Trauer im Kollegenkreis


zen – wichtig ist: „Bewerten Sie die Trauer der Trauernden nicht“, sagt Tanja M. Brinkmann. Stürzt sich jemand in die Arbeit, könne das schlicht eine Überlebensstrategie sein – „etwa, weil ich den Schmerz, der mit dem Verlust verbunden ist, vielleicht noch gar nicht aushalten kann“. Trauernde seien sehr unterschiedlich – wo die einen bei der Arbeit Normalität haben wollen, möchten andere, dass ihre Trauer dort Platz bekommt und sie über den Verlust reden können. Generell helfen kleine Gesten den Trauernden, am Arbeitsplatz wieder anzukommen. Brinkmann erzählt von einem Trauernden, dessen Team ein Flipchart an die Bürotür des trauernden Vaters aufgehängt hatte mit den simplen Worten „Schön, dass du wieder da bist.“ Ein Blumenstrauß auf dem Tisch kann ebenfalls ein schönes Signal sein. „Für die Trauernden ist der erste Tag auf der Arbeit ebenfalls ein unsicheres Ding – auch sie sind aufgeregt“, so Brinkmann. Auch hier wichtig: Immer die Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen berücksichtigen. Susanne Schlenker empfiehlt etwa, dass die Führungskraft vorab Kontakt aufnimmt und fragt: „Wenn du wiederkommst, was wäre für deinen Wiedereinstieg hilfreich? Ist es okay für dich, wenn die Leute dich ansprechen, oder möchtest du lieber nicht angesprochen werden?“ Für viele Trauernde bedeute Arbeit auch Stabilität. Hier sollte sich das Team bewusst sein, dass das Berufsleben unter Umständen auch einfach ruhig und stabil weiterlaufen kann – weil es das ist, was der trauenden Person wieder Struktur und Halt gibt, während zu Hause nichts mehr so ist, wie es vorher war.

Im Arbeitsalltag ankommen In der ersten Zeit brauchen Trauernde am Arbeitsplatz vor allem Rücksichtnahme – und

möglichst wenig Druck. Wer einen nahen Angehörigen oder die beste Freundin verloren hat, ist emotional gestresst. „Man geht davon aus, dass der Trauerprozess in einem solchen Fall bis zu 50 Prozent der Energie braucht“, sagt Brinkmann. „Selbst wenn es mir also total wichtig ist, dass ich wieder zur Arbeit gehe, weil da wenigstens noch alles ist wie zuvor, sollte klar sein, dass ich trotzdem nicht die gleiche Leistungsfähigkeit habe wie vor dem Verlust.“ Hilfreich sei dann, wenn die Führungskraft und das Team möglichst viel Flexibilität und Verständnis anbieten können und nicht der Anspruch herrscht, dass eine Person gleich wieder zu 100 Prozent funktioniert. Das Team kann in der Anfangszeit praktische Unterstützungsangebote machen: „Schaffst du es, deine Aufgaben zu erledigen? Dürfen wir dich unterstützen oder dir etwas abnehmen?“ Auch regelmäßige Check-ins können Schlenker zufolge nach Absprache sinnvoll sein. „Ist es okay, wenn ich jede Woche mal nachfrage: ‚Wie geht es dir? Brauchst du etwas?‘“

Der Trauer Raum geben Irgendwann geht es bei der Arbeit trotz einschneidender Verluste doch wieder zu Alltäglichem über. Dennoch sollten Kolleginnen und Kollegen sowie Führungskräfte im Kopf behalten, dass die Trauer nicht in ein paar Wochen erledigt ist, so Schlenker. Und an besonderen Tagen – sei es der Todestag oder der Geburtstag der verstorbenen Person – könne die Trauer noch mal extrem hochkommen, auch wenn es ein oder zwei Jahre später ist. „Die Trauer bleibt ein Leben lang, aber die Intensität und die Qualität der Ausschläge, die werden weniger im Laufe der Zeit“, sagt Brinkmann. Wichtig sei immer, sich vor Augen zu führen: „Wenn man einen wirklich wichtigen Menschen verloren hat, dann verändert man sich und wächst und wird nie wieder wie zuvor.“

Trauer im Kollegenkreis / Dialog mit den Eltern

Wenn Eltern gehen, bleiben mitunter auch unbeantwortete Fragen. Foto: dpa

Kein Trauma wachrufen Warum der Dialog mit älter werdenden Eltern wichtig ist Über Unausgesprochenes sollte man mit Eltern bis zuletzt reden. Wenn es um Kriegserlebnisse geht, sollte man aber nicht unnötig in der Vergangenheit bohren. Warum, erklärt eine Sozialpädagogin. Wenn Eltern alt werden, sollte man die Zeit nutzen, um noch einmal Dinge miteinander zu bereden, die unausgesprochen waren. „Es ist nicht selten so, dass erwachsene Kinder darüber trauern, dass sie das ein oder andere Thema nicht angesprochen haben. Und dann bleiben sie nach dem Tod der Mutter oder des Vaters oft ein Leben lang darauf sitzen“, sagt Sozialpädagogin und Autorin Antje Randow-Ruddies („Verlust der alten Eltern“). Doch es gibt auch Grenzen. Vor allem bei jener Generation, die Kriegstraumatisiert ist: „Wenn ich dann versuche, da hineinzugehen und immer wieder zu bohren, weil mich noch etwas aus der Zeit interessiert, dann würde ich das Trauma wachru-

fen. Das wäre sehr schlimm für die Eltern“, sagt die systematische Familientherapeutin. In dem Fall müsse man seine eigenen Interessen zurückstecken.

Ohne Versöhnung ist die Verarbeitung schwieriger Problematisch könne es werden, wenn Eltern sterben und man nicht mit ihnen versöhnt sei. Oder wenn man sein Leben lang mit ihnen gehadert habe, dass man zu wenig emotionale Aufmerksamkeit von ihnen bekommen habe. „Dann ist die Verarbeitung des Todes oft schwieriger, weil ich irgendwann realisiere: Ich erhalte es nicht mehr, das ist endgültig vorbei.“ Dies sei meistens ein sehr schmerzhafter Prozess, der oft mit Wut einhergehe, weil viele Emotionen noch einmal an die Oberfläche geschwemmt werden. Wichtig sei dann, sich professionelle Hilfe durch eine Therapie zu holen. Randow-Ruddies: „Sonst hindert uns diese nicht konstruktive Verbindung, frei zu sein und mit Freude durchs Leben zu gehen.“

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Ausflugsziel Friedhof Diese Ruhestätten sind einen Besuch wert Für die einen sind sie Orte der Erinnerung, für die anderen grüne Oasen oder touristisches Ziel: Friedhöfe. Die bekanntesten sind so etwas wie das kulturelle Gedächtnis einer Stadt. Friedhöfe sind nicht nur Orte der Trauer, sondern für manche auch Orte der Erholung. Deswegen klingt die Ruhestätte im Großstadttrubel auch für den ein oder anderen Touristen interessant – es muss ja nicht gleich die letzte sein. Dabei könnten Friedhöfe nicht unterschiedlicher sein – manche gleichen Parkanlagen, andere sind kaum größer als ein Fußballfeld. Fünf Beispiele aus Deutschland, die zugleich einen Spaziergang zu den Grabstätten berühmter Persönlichkeiten erlauben. 17 Kilometer Straßennetz – Ohlsdorfer Friedhof, Hamburg: Der größte Parkfriedhof der Welt ist zugleich Hamburgs größte Grünanlage. Eingeweiht wurde er 1877, gerade erst hatte wieder eine Choleraepidemie die Stadt heimgesucht. Das, was auf ehemaligem Bauernland am Rande der Stadt nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten entstand, war von Beginn an viel mehr als nur ein Friedhof. Die Anlage in Ohlsdorf wurde zu einer Art Naherholungsgebiet, gerade auch für kulturinteressierte Menschen. Und die kämen am besten mit dem Fahrrad, sagt Hedda Scherres, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Denn der viertgrößte Friedhof der Welt misst 389 Hektar, sein Straßennetz ist 17 Kilometer lang. Wer also die Gräber von Loki und Helmut Schmidt, Hans Albers, Heinz Erhard, Uwe Seeler, Roger Cicero oder Jan Vedder besuchen möchte, um nur eini-

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Zentral in Berlin, unweit des Hauptbahnhofs, liegt der Dorotheenstädtische Friedhof – unter anderem mit dem Grab von Bertolt Brecht. Foto: dpa ge zu nennen, braucht Zeit und einen guten Plan. Fast ist es, als würde man durch ein Geschichtsbuch radeln. Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es viele Sonderanlagen: Hier ist der Althamburgische Gedächtnisfriedhof für verdiente Hansestädter, dort der Friedhof für die Revolutionsgefallenen von 1918 bis 1920. Ein Areal bleibt Widerstandskämpfern vorbehalten, ein anderes den Toten des Hamburger Feuersturms von 1943. Und auch für die Opfer der Sturmflut von 1962 gibt es eine Ehrenanlage. Ein Tipp für Fußgänger: Die Busse der Linien 170 und 270, die im Halbstundentakt zwischen den Eingängen pendeln, halten an zentralen Punkten auf dem Friedhof. Große Namen – Dorotheenstädtischer Friedhof, Berlin: Der bekannteste Berliner Friedhof ist ein Friedhof der kurzen Wege. Es gibt nur rund 2.400 Gräber, knapp 50 davon sind „Ehrengräber“ des Landes Berlin.

Vom großstädtischen Leben umtost, ruhen hier unter anderem die Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Johann Gottlieb Fichte und Herbert Marcuse, die Schriftsteller Heinrich Mann, Arnold Zweig und Anna Seghers, der Regisseur Heiner Müller, der Baumeister Karl Friedrich Schinkel und der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau. Zwischen dem Grab des Unternehmers August Borsig und dem des Dramatikers Bertold Brecht liegen nur wenige Meter und doch Welten, was die Gestaltung betrifft. Vor dem eher schlichten Grab von Brecht versammelt sich auch internationales Publikum. Ähnlich viel Anziehungskraft hat wohl nur noch Hegel. Ansonsten führt, wenn es um Grabstätten deutscher Geistesgrößen geht, kaum ein Weg am Historischen Friedhof Weimar vorbei, drei Autostunden von Berlin entfernt. Dort ruhen die „Dichterfürsten“ Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller.

Der mit dem Sensenmann – Melaten-Friedhof, Köln: Kölns berühmtester Friedhof ist knapp 44 Hektar oder rund 60 Fußballfelder groß. Er wurde 1810 außerhalb der Stadt angelegt, so wollten es die Franzosen unter Napoleon. Im Mittelalter gab es dort, an der Straße nach Aachen, bereits ein Heim für Leprakranke und eine Hinrichtungsstätte. Gestaltet wurde der Friedhof von Ferdinand Franz Wallraf, der dabei den Pariser Friedhof Père Lachaise vor Augen hatte und zugleich eine Grünanlage schaffen wollte. Das ist ihm gelungen. Nahe der „Millionenallee“, wie die Ost-West-Achse im Volksmund genannt wird, liegen die teuersten Gräber, aber auch einige schlichte, etwa das der Familie Millowitsch oder das von Guido Westerwelle. Eher in zweiter Reihe befindet sich das Grab des Schauspielers, Komikers und Moderators Dirk Bach, viel besucht und beson-

Kulturelles Gedächtnis


ders bunt. Pink sieht man auf einem Friedhof schließlich auch nicht alle Tage. Am häufigsten fotografiert wird vermutlich eine Skulptur: der Sensenmann, der das Grab eines 1902 gestorbenen wohlhabenden Kaufmanns ziert. Auch dieses Grab wird, wie viele andere, von einem Paten gepflegt, der dadurch das Recht erwirbt, auf Melaten kostenlos bestattet zu werden. Bitte mit Kippa – Jüdischer Friedhof Weißensee, Berlin: „Ohne Kopfbedeckung kein Besuch“, sagt ebenso freundlich wie bestimmt ein Mitarbeiter des Jüdischen Friedhofs Weißensee. Das jedenfalls gilt für Männer, für sie liegen rechts vom Eingang schwarze Kippas aus. Weißensee ist mit rund 116.000 Grabstellen der größte noch bestehende jüdische Friedhof in Europa (der älteste ist der in Worms). Eröffnet wurde er 1880, die Mitgliederzahl der Jüdischen Gemeinde zu Berlin war nach der Reichsgründung stark angestiegen. Im Zweiten Weltkrieg wurden zwar etliche Gräber durch Bomben zerstört oder beschädigt, der Friedhof überstand die NSZeit ansonsten jedoch weitgehend unbeschadet und wurde nicht, wie so viele andere, geschändet. Ein Buch, das für sechs Euro bei der Friedhofsverwaltung vor Ort erworben werden kann, erlaubt einen „Rundgang zu ausgewählten Grabstätten“. Er beginnt im Eingangsbereich beim Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus. Außerdem werden knapp 80 Grabstätten von prominenten Berlinern beschrieben, auf die meisten würde man zwischen den historischen Alleen wohl kaum zufällig stoßen. Die Gründer vertrauter Berliner Einrichtungen wie Kempinski und KaDeWe fanden hier ebenso ihre letzte Ruhestätte wie Herbert Baum, der einer Gruppe von jungen Widerstandskämpfern den Namen gab. Die Grabsteine werden bis zum heutigen Tage durchnummeriert, die „1“ trägt der Grabstein von Louis Grün-

Kulturelles Gedächtnis

baum, ein Handwerker, der sonst sicher längst vergessen wäre. Top-Lage ohne Pomp – Friedhof Bogenhausen, München: So etwas nennt man eine 1A-Lage: Keine 300 Meter von der Isar entfernt, am nördlichen Ende der Maximiliansanlagen, umgibt eine gut zwei Meter hohe, von Efeu bewachsene Mauer den kleinen Friedhof in München-Bogenhausen. Rings um die barocke Pfarrkirche St. Georg, die jedem bayerischen Dorf zur Ehre gereichen würde, liegen lauter gepflegte Gräber, viele mit schmiedeeisernen Kreuzen. Es gibt keine Mausoleen, keinen Pomp, aber ganz viel Prominenz. Denn die rund 250 Grabplätze sind Verstorbenen vorbehalten, die mindestens 30 Jahre in nahen Stadtvierteln gewohnt oder aber sich besondere Verdienste um die Landeshauptstadt München und deren Kultur erworben haben. Letztere werden von der Stadt bestimmt, eine Ehre, die unter anderem den Schriftstellern Erich Kästner und Oskar Maria Graf, den Filmemachern Rainer Werner Fassbinder und Bernd Eichinger und dem ehemaligen Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel zuteilwurde. Wobei einem Gärtner, den man zufällig bei der Pflege eines Grabes trifft, zuerst Liesl Karlstadt in den Sinn kommt, die Schauspielerin an der Seite des legendären Komikers Karl Valentin.

Der Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg gilt als größter Parkfriedhof der Welt – und ist die größte Grünanlage der Hansestadt. Im Nordosten Berlins liegt der Jüdische Friedhof Weißensee – er ist der größte in Europa. Der Sensenmann ist ein beliebtes Fotomotiv auf dem Kölner Melaten-Friedhof. 1A-Lage: Um die barocke Pfarrkirche St. Georg in München-Bogenhausen liegt der gepflegte Friedhof. Von oben nach unten. Fotos: dpa

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Gegenseitig Halt und Stärke geben Trauer gemeinsam verarbeiten – Selbsthilfegruppen in der Grafschaft Bentheim

Elterngruppe Sternenkinder

Die Trostinsel

Jeden 1. Montag im Monat um 19.00 Uhr

Kontakt: Telefon 05921 75400, E-Mail: info@hospizhilfe.de

Kontakt: 05921 75400, E-Mail: info@hospizhilfe.de Die Elterngruppe Sternenkinder der Hospizhilfe Nordhorn unterstützt Eltern, deren Kind in der Schwangerschaft oder kurz danach gestorben ist. Die Helfer beraten und begleiten die Betroffenen in dieser schwer fassbaren Situation und helfen, um konkrete Schritte bedenken und tun zu können sowie den Gefühlen und der Trauer Raum zu geben. Es werden Einzel- und Gruppengespräche angeboten.

Trauer Selbsthilfegruppe Sprechzeiten/Erreichbarkeit nach vorheriger telefonischer Rücksprache Kontakt: Telefon 05921 96-1867 E-Mail: annegret.hoelscher@grafschaft.de Die Selbsthilfegruppe möchte Menschen, die ihren Partner verloren haben, Unterstützung in den Phasen der Trauer geben. Informationen bekommen Sie auch im Büro für Selbsthilfe und Gesundheitsförderung.

Ein monatliches Treffen

Die Trostinsel ist ein Angebot der Hospizhilfe Nordhorn in der Kinder- und Jugendtrauerbegleitung. Zum Angebot gehört die Beratung von Angehörigen und Bezugspersonen im Umgang mit trauernden Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Trauerbegleitung erfolgt in Einzelgesprächen oder in der Kindertrauergruppe.

Selbsthilfegruppe für Angehörige um Suizid Kontakt: Telefon 05921 96-1867 E-Mail: annegret.hoelscher@grafschaft.de Der Suizid eines Angehörigen oder nahe stehenden Menschen stürzt die Hinterbliebenen oft in ein Chaos aus Trauer, Verzweiflung, Sprachlosigkeit und Schuldgefühlen. In dieser Gruppe tauschen Angehörige ihre Erfahrungen miteinander aus, geben Unterstützung oder hören einfach nur zu.

Gesprächskreis verwaister Eltern in Emlichheim Jeden 3. Montag im Monat (außer in den Ferien) um 19 Uhr Kontakt: Gerlinde Trüün, Telefon 05943 7403, E-Mail: gerlinde.trueuen@web.de Treffen im Mehrgenerationenhaus Senfkorn

Geprächskreis trauernde Eltern in Nordhorn Jeden 1. Montag im Monat um 19.30 Uhr Kontakt: Monika van Kooten, Rüschenweg 7, 48531 Nordhorn, Mobil 0177 7992833, E-Mail mimi-vk@web.de Der Tod eines Kindes bedeutet besonders für die Eltern eine Krise, die ihr Leben total verändert. Zu der Trauer kommen oft zermürbende Selbstvorwürfe und auch schwere Enttäuschung, weil Freunde und Bekannte häufig hilflos sind und sich zurückziehen. Äußerst kritisch wirkt sich auch die unterschiedliche Verarbeitung der Trauer von Männern und Frauen aus, Probleme in der Partnerschaft sind häufig die Folge. Der Gesprächskreis möchte betroffenen Eltern ein Ansprechpartner sein. Gemeinsam will die Selbsthilfegruppe sich Halt und Stärke geben und über den schweren Verlust in vertraulicher Atmosphäre sprechen oder nur zuhören.

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Selbsthilfegruppen


Woran gedacht werden muss Formalitäten und wichtige Aufgaben in einem Todesfall 1. Arzt benachrichtigen Dieser stellt die Todesbescheinigung aus. Bei einem Sterbefall im Krankenhaus erfolgt dies durch die Krankenhausverwaltung.

2. Bestatter benachrichtigen Der Bestatter sollte zu einem möglichst frühen Zeitpunkt benachrichtigt werden, damit er den Angehörigen behilflich sein und sie beraten kann. Es ist dagegen nicht erforderlich, dass der Verstorbene sofort ins Bestattungsinstitut überführt wird. Er kann bis zu 36 Stunden zu Hause aufgebahrt werden, damit die Angehörigen von ihm Abschied nehmen können. Bevor ein Bestatter benachrichtigt wird, sollte geprüft werden, ob der Verstorbene mit einem bestimmten Bestatter bereits einen Bestattungsvorsorgevertrag abgeschlossen hat. Bestatter behalten seit längerem die Frage des digitalen Nachlasses im Auge. Immer mehr Bestatter bieten deshalb die Möglichkeit einer seriösen Abmeldung von Nutzerkonten, Mitgliedschaften und Guthaben bei Handelsplattformen, Dating- und Partnerportalen, Spieleplattformen, Wettanbietern oder Vereinsmitgliedschaften an.

3. Engste Angehörige benachrichtigen 4. Wichtige Dokumente im Trauerfall: ❏ Nachweis über den letzten Wohnsitz ❑ Todesbescheinigung vom Arzt ❑ Personenstandsurkunden Bei Ledigen: Geburtsurkunde Bei Verheirateten: Heiratsurkunde Bei Geschiedenen: Heiratsurkunde und Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk Bei Verwitweten: Heiratsurkunde und Sterbeurkunde des Ehepartners Bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften: Anstelle der Heiratsurkunde ist die entsprechende Urkunde vorzulegen. ❑ Bestattungsvorsorgevertrag (falls vorhanden) ❑ Versicherungsunterlagen Sterbegeld-, Lebens-, Unfallversicherungen; einige Institutionen, z. B. Gewerkschaften, zahlen unter bestimmten Voraussetzungen ❑ Private Sterbegeldversicherungen, Nachbarschaftshilfevereine (falls vorhanden) ❑ Rentennummer bereithalten Diese befindet sich auf dem Rentenbescheid bzw. auf dem Rentenausweis. Die Rentennummer findet sich zudem auf dem Kontoauszug des Girokontos, da die Renten stets

Checkliste

unter Angabe der Rentennummer überwiesen werden. ❑ Angaben zu betrieblichen Renten Der Bestatter hält üblicherweise die Formulare für die Beantragung der sogenannten Drei-Monats-Rente (Sterbevierteljahr) für die Witwe oder den Witwer vor. ❑ Grabdokumente Sofern bereits eine Grabstelle vorhanden oder reserviert ist. ❑ Testament, Erbvertrag, Hinterlegungsschein für das Amtsgericht oder den Notar. ❑ Letztwillige Verfügung Falls eine Kremation und gegebenenfalls darüber hinaus eine Seebestattung gewünscht wird.

5. Erledigung der Formalitäten ❑ Besorgung der Sterbeurkunden beim Standesamt des Sterbeortes Dabei handelt es sich um die sogenannte Abmeldung. Bei der Abmeldung von bestimmten Versicherungen muss nicht überall ein Original vorgelegt werden. Bei Autoversicherungen reicht zum Beispiel eine Fotokopie. Bei Sterbegeld-, Lebensoder Rentenversicherungen muss ein Original vorliegen. ❑ Erwerb oder Wiedererwerb der Grabstätte ❑ Terminfestlegung bei der Gemeinde und/ oder Kirche für die Trauerfeier und Beerdigung ❑ Terminfestlegung mit dem Pfarrer/dem Trauerredner ❑ Musikalischer Rahmen für die Trauerfeier (Organist, Musiker, CD) ❑ Dekoration/Kerzenbeleuchtung für die Trauerfeier in der Kapelle ❑ Auslegung einer Kondolenzliste

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Das Magazin GN-Trauer erscheint einmal im Jahr in der Gesamtauflage der Grafschafter Nachrichten. Verlag: Grafschafter Nachrichten GmbH Coesfelder Hof 2 48527 Nordhorn Telefon 05921 7070 www.gn-online.de Geschäftsführung: Dipl.-Kfm. Jochen Anderweit Mediaverkauf: Jörg Alfert (Leitung) Tel. 05921 707-414 gn.media@gn-online.de Redaktion: Lukas Nyland Grafik & Layout: Britta Franzbach Titelfoto: Jenny Sturm – stock.adobe.com Technische Herstellung: Grafschafter Nachrichten GmbH Website: www.gn-trauer.de Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr.

❑ Bestellung von Blumenschmuck, Kränzen, Handsträußen und ggf. Blumen für die letzte Verabschiedung anstelle einer Handvoll Erde, wenn gewünscht ❑ Druck von Traueranzeigen und Danksagungen ❑ Druck von Sterbebildchen (in manchen Regionen ist dies üblich)

Die nächste Ausgabe erscheint im November 2025.

❑ Aufgabe von Traueranzeigen in der Tagespresse ❑ Vereinbarung eines Beerdigungskaffees in einer Gaststätte ❑ Abrechnung mit den Lebensversicherungen bzw. Sterbekassen Quelle: www.bestatter.de

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Wenn Helden uns verlassen


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