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GN-Insider Nr. 4 2025

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Wo bleiben die Reformen für den Mittelstand?

Herbst der Reformen? 80 Prozent der mittelständischen Unternehmer haben die Hoffnung darauf verloren

Zwar stellen die 3,4 Millionen Klein- und Mittelstandsbetriebe mehr als 60 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland, erbringen mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung und beschäftigen 80 Prozent aller Auszubildenden. Aber die Bundesregierung behandele sie „wie das Anhängsel der Volkswirtschaft“ , kommentierte kürzlich eine große Finanzzeitung „Zentrale Stellschrauben für Deutschlands Zukunft“ wie Innovation und Integration, Bildung und Rüstung seien ohne starken Mittelstand nicht zu bewältigen So fordert Mittelstandschef Christoph Ahlhaus „eine Regierung, die den Aufbruch nicht nur beschwört, sondern umsetzt“ – mit mutigen Reformen

Im GN-Podcast „Chefsache(n)“ hat kürzlich auch KfW-Vorstand Stefan Wintels, Chef der größten Förderbank der Welt, ein „Umsteuern“ gefordert Der Mittelstand sei „unterfinanziert in zentralen Zukunftsthemen“ Er brauche „verlässliche Rahmenbedingungen“ : weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, klare Klimavorgaben und erleichterte Zugänge zu Wagniskapital. Wie groß die Probleme sind, belegen auch in der Grafschaft Gewerbesteuerausfälle und Firmen-Insolvenzen

Unterfinanziert sind auch die größten mittelständischen Arbeitgeber im Landkreis: die Krankenhäuser Ihnen wollte die Ampel-Regierung mit Lauterbachs Krankenhausreform Entlastung bringen: weniger Papierkrieg, mehr finanzielle Spielräume und höhere Qualität Doch die Reform wird – trotz Nachbesserung – diese Ankündigungen nur zum Teil einlösen

Warum man sich in der Euregio-Klinik und der Bentheimer Fachklinik trotzdem zuversichtlich gibt, lesen Sie in diesem GN-Insider Außerdem erfahren Sie, wie Lingen zur Wasserstoff- und KI-Hochburg werden will, und warum die Digitalisierung auf großes Interesse, aber auch auf Skepsis stößt Beim Lesen wünsche ich informative Unterhaltung

Haben Sie Anregungen, Themenvorschläge oder Kritik? Melden Sie sich gern bei mir unter R Masselink@gn-online de

Krankenhausreform

Euregio-Klinik: Wir brauchen ambulante Angebote und weniger Bürokratie 0 4 Fachklinik Bad Bentheim: Unser Kerngeschäft ist Reha

Fachklinik

Verkehrsver trag für Schienenverkehr über

Bau –„Wir leben Nachhaltigkeit

Grafschafter Wer tekontor – Mit klarer Struktur zum Wer t des Unternehmens 3

I M P R E S S U M

GN Insider, heraus- Grafschafter Nachrichten GmbH, gegeben von: Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn, Telefon 05921 707-0

Geschäftsführung: Dipl -Kfm Jochen Anderweit

Redaktion: Rolf Masselink

Titelfoto: a|w|sobott gmbh

Mediaverkauf: gn media@gn-online de Techn Herstellung:Grafschafter Nachrichten GmbH

Alle Rechte vorbehalten Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmigung des Verlags ver vielfältigt oder verbreitet werden Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr

„Wir brauchen mehr ambulante Angebote und weniger Bürokratie“

Wer sich heute in einem deutschen Krankenhaus umschaut, trifft Medi z iner und Pflegepersonal oft nicht „am Patienten“ oder im OP an, sondern am Schreibtisch vor dem PC. Auch in der Nordhorne r Eu regio-Klinik verbringen sowohl ärztliche wie pflegende Mitarbeitende pro Ta g im Schnitt drei Stunden mit Dokumentations arbeiten „Diese Z eit fehlt in der Patientenversorgung. Ein Umstand, der unserer Meinung nach so nicht richtig ist “ , kritisier t Geschäftsführer Michael Kamp Der Klinikmana ger forder t „dringend eine Überprüfung der bestehenden Dokumentations- und Nachweispflichten und eine Abkehr von der derzeitigen Misstrauenskultu r gegenüber den bundesdeutschen Krankenhäusern “

Euregio-Klinik: Nordhorns größter Arbeitgeber sieht die Berliner Krankenhausreform mit gemischten Gefühlen „Als Ergebnis der Reform muss eine Struktur entstehen, die ohne überbordende Bürokratie auskömmlich finanzier t werden kann. “

Die überbordende Bürokratie ist nu r einer der Gründe, aus denen alle deutschen Krankenhausfachleute seit Jahren auf eine Reform des Gesundheits- und Krankenhauswesens drängen. Ein weiterer Grund: Das Abrechnungssystem mit so genannten Fallpauschalen schnür t den Kliniken finan z iell z unehmend die Luft ab. Und z u v iele Krankenhausbetten bleiben leer Zwar hat Deutschland mit derzeit rund 1700 Kliniken die höchste Krankenhausund Bettendichte in Eu ropa, aber fast ein Drittel aller Betten wird nicht belegt Zudem können kleine Häuser bei ihren medi z inischen Behandlungen mitunter nicht mehr die heutigen Standards erreichen, weil bauliche Voraussetz ungen fehlen oder es wegen z u geringer Fallz ahlen schlichtweg an der notwendigen Routine für kompli z ier te Eing riffe mangelt.

„Eine Reform der Krankenhausversorgung ist notwendig und wird von nahez u allen Akteu ren, die Verantwor tung im Krankenhaus-

wesen tra gen, unterstützt “ , beschreibt Klinik-Geschäftsführer Michael Kamp die Situ ation. Er befürwor tet das politische Z iel, nicht bedarfsnotwendige Überkapaz itäten abz ubauen und „suk zessive ambulante Möglichkeiten der Leistungserbringung ausz uweiten“ Zugleich warnt Kamp aber vor „ gut gemeintem Aktionismus“. Die Reform dürfe nicht daz u führen, mit dem Streben nach ku rzfristigen Effekten das Gesundheitssystem „vor die Wand z u fahren“. Als Ergebnis der Krankenhausreform müsse, so Kamp, eine Struktu r entstehen, die „dann aber auch ohne ,Wenn und Aber‘ und ohne überbordende Bürokratie auskömmlich finan z ier t werden“ kann

Am 6. Dezember 2022 hatte der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) seine Pläne für eine g rundlegende Reform des Krankenhauswesens erstmals öffentlich vorgestellt Aber auch drei Jahre nach dem Auftakt z um „ g rößten Umbruch der letzten Jahrzehnte“ ist noch offen, wie die deutsche Krankenhauslandschaft nach der Reform genau aussieht.

Die Reform zielt auf mehr Effizienz, mehr Qualität und weniger Kostendruck

Nach langen Diskussionen hatte die AmpelRegierung schließlich ihr „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz “ (KHVVG) vorgelegt, das im Dezember 2024 vom Bundesta g verabschiedet wu rde. Es trat z um 1. Janu ar 2025 in Kraft Es verspricht im Kern mehr Effiz ien z, mehr Qu alität und weniger Bürokratie. Daz u sollen Überkapaz itäten abgebaut, die Z ahl der Kliniken reduz ier t und ihre Arbeit du rch ein bundeseinheitliches Leistungs-

Michael Kamp Geschäftsführer der Euregio-Klinik

Optimismus, aber auch deutliche

Kritik: Klinikmanager

Michael Kamp sieht die Zukunft der Euregio-Klinik trotz mancher Unwägbarkeiten der Krankenhausreform positiv.

Foto: Tim Heinrich

g ruppensystem vergleichbar und transparenter gemacht werden

Von Anfang an stieß das Reformpaket auf heftige Kritik. Nach der Bundesta gswahl im März 2025 g riff die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU ) die Kritik an dem Ampel-Gesetz auf Mit einem „Krankenhausreformanpassungsgesetz “ (KHAG) will sie vermeintliche Fehler des KHVVG nachbessern. Doch auch diese „Reform der Reform“ stößt bei Krankenkassen, Pflegeverbänden und E xper ten aus dem Krankenhaus- und Gesundheitswesen auf Kritik Noch immer wird über Finan z ierungsfra gen, Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen gestritten. Die einen warnen vor dem „Ve rwässern“ der Reform du rch z u weitgehende Zugeständnisse. Anderen gehen die Nachbesserungen nicht weit genug Der Z eitplan, das KHAG bis Ende 2025 in Kraft treten z u lassen, ist offenbar kaum noch z u halten

An der Euregio-Klinik gibt man sich optimistisch – trotz vieler Unsicherheiten

Deshalb ist auch für die Nordhorner Eu regioKlinik noch nicht klar abz usehen, wohin in Sachen Struktu rreform „die Reise geht “ . Welche Auswirkungen wird die Reform auf den Klinikbetrieb eines Krankenhauses „in der Fläche“ haben? Wird die Eu regio-Klink ihr bisheriges Leistungsspektrum halten können, Abteilungen schließen müssen oder ihre medi z inischen Versorgungs angebote sogar ausweiten können? Das wird sich erst entscheiden, wenn die Ein zelheiten des Warkenschen Krankenhausreformanpassungsgesetzes feststehen.

Dennoch gibt man sich an der Nordhorner Alber t-Schweitzer-Stra ße z uversichtlich. „Na-

türlich werden wir uns weiterentwickeln, allein schon im Hinblick auf die politisch gewollte weitere , Ambulantisierung’ des Gesundheitswesens. Aber ansonsten denke ich, dass sich aufg rund des bestehenden Grades der Spez ialisierungen und unserer Kooperationen kein g rößerer Anpassungsbedarf beim derzeitigen Leistungsspektrum unseres Hauses ergeben wird“, meint Michael Kamp Er wer tet die „ gelungene Fusion“ des ehemaligen Marienkrankenhauses und des früheren Kreiskrankenhauses vor 18 Jahren als gute Basis für die künftige Entwicklung: „Die Fusion hat schon v iele Z iele der heutigen Krankenhausreform vorweggenommen.“ Mit dem Zus ammenschluss und der Kon zentration auf einen Standor t sei für die Grafschaft eine leistungsfä hige Klinik der Grund- und Schwerpunktversorgung entstanden Sie sei seitdem stark gewachsen und habe ihre medi z inischen Versorgungsleistungen erheblich ausbauen können

Heute versorgt die Eu regio-Klinik mit ihren 13 Hauptabteilungen, v ier Belegabteilungen und acht interdisz iplinären Z entren jedes Jahr rund 20.000 stationäre Patienten sowie rund 100.000 ambulante Behandlungsfälle. Sie verfügt über 522 Betten, darunter allein 135 Plätze im Bereich der Erwachsenen- und Kinderpsychiatrie „Wir sind da schon breit aufgestellt “ , ist der Klinik-Geschäftsführer überzeugt. Mit einem Jahresums atz von mehr als 100 Millionen Eu ro ist das Krankenhaus ein starker Wir tschaftsfaktor in der Region.

Auch beim Personal sieht Kamp sein Haus „ noch gut aufgestellt “ – trotz des auch im Gesundheitsbereich z unehmend spürbaren Fachkräftemangels. Die Eu regio-Klinik ist mit 1700 Beschäftigten der g rößte Arbeitgeber in Nordhorn. Alle Arztstellen seien besetzt, das Klinik- und Pflegepersonal hoch motiv ier t, der Pflegeschlüssel werde erfüllt

Dass der von Minister Lauterbach 2023 eingeführ te Bundes-Klinik-Atlas das anders sieht und die Ausstattung der Eu regio-Klink mit Pflegekräften als „weit unterdu rchschnittlich“ einstuft, hält Kamp für irreführend „Die Z ahlen stimmen nicht, die Zuordnung ist falsch.“ Damit reiht Kamp sich ein in die Kritik der meisten Klinikmana ger in Deutschland an diesem Online-Wegweiser. Alle beg rü ßen den Plan, den Klinik-Atlas schleunigst wieder abz uschaffen

Ein Kernpunkt der Krankenhausreform ist die Einführung eines Leistungsgruppenkatalogs: Alle medizinischen Leistungen werden in ihren Ausführungs- und Qualitätsanforderungen genau definiert und in 61 sogenannte Leistungsgruppen eingeordnet. Nur Krankenhäuser, die die Kriterien erfüllen, dürfen diese Leistungen künftig noch anbieten Kamp: „Für 60 Prozent dieser Leistungsgruppen haben wir un-

ser Haus angemeldet.“ Aber in Niedersachsen stockt die Überprüfung dieser Anträge durch den Medizinischen Dienst, weil die Leistungsgruppen im Warkenschen Änderungsgesetz nicht frühzeitig verbindlich definiert wurden

Im ang ren zenden Nordrhein-Westfalen ist alles anders. Dor t steht bereits weitgehend fest, welches Krankenhaus künftig welche Leistungsg ruppen anbieten darf. In der Düsseldorfer Landesregierung hatte Gesundheitsminister Karl Laumann (CDU ) nämlich schon vor der Bundesregierung eigene Reformpläne für die dor tige Krankenhauslandschaft angestoßen Deshalb liegen die Zukunftsszenarien für die Nachbarkliniken im Münsterland bereits vor Diskutier t wird noch über die or thopädische Versorgung. Die soll offenbar am Klinikum Ibbenbüren kon zentrie r t werden. Unklar ist aber noch die künftige Zuordnung der Fallz ahlen des niedersächsischen Ablegers des Matthias-Spitals Rheine: des Paulinenkrankenhauses in Bad Bentheim Die „Pauline“ wird z um Jahresende geschlossen. Sollen ihre Fallz ahlen künftig dem Klinikum Ibbenbüren z ugerechnet werden oder einen Or thopädieStandor t am Matthias-Spital in Rheine sichern helfen? - oder aber für NRW komplett unberücksichtigt bleiben?

Weit vorn sieht die Eu regio-Klinik sich hingegen bei einem z weiten Kernpunkt de r Reform: deutlich mehr medi z inische Leistungen ambulant z u erbringen. Das Gesetzespaket der Krankenhausreform schreibt vor, das die Z ahl der ambulanten Leistungen bis 2030 ver-

„Mit unserem Medizinisch
Ambulanten Zentrum (MA Z ) sind wir auf die weitere ,Ambulantisierung‘ gut vorbereitet. “
Michael Kamp

doppelt werden muss. „Wir haben uns auf diese veränder ten Rahmenbedingungen in den letzten Jahren vorbereitet und diese Aktiv itäten in den letzten Monaten noch einmal verstärkt “ , s a gt Kamp Erste Auswirkungen zeigten sich bereits 2024, in diesem Jahr hat der Effekt sich weiter verstärkt.

„Mit unse ren Medi z inischen Versorgungszentren in 14 Fachrichtungen und der bevorstehenden Inbetriebnahme unseres Medi z inisch Ambulanten Z entrums (MAZ ) sind wir auf die Ambulantisierung gut vorbereitet “ , ist Kamp überzeugt Für mehr als 20 Millionen Eu ro entsteht derzeit auf dem Klinikgelände ein v iergeschossiger Gebäudekomplex für das MAZ, in dem verschiedene ambulante Angebote an einem Standor t gebündelt werden.

Kern des MAZ ist das ambulante OP-Z entrum mit z wei OP-Sälen im Erdgeschoss Es bietet alle Voraussetz ungen für ambulante Eing riffe in der Unfallchiru rgie sowie der Allgemein- und Viszeralchiru rgie und de r Gy näkologie sowie der Belegabteilungen für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und der Mund-, Kiefer-, Gesichtschiru rgie Größere Operationen erfolgen aber auch in Zukunft im Z entral-OP der Klinik

Eigene Räume im MAZ werden auch z wei externe Mieter bez iehen: das Medi z inische Versorgungs-Z entrum (MVZ ) Onko Medical sowie das radiologische Screening zentrum von Drewes und Par tner. Au ßerdem werden in dem Gebäudekomplex einige Medi z inische Versorgungszentren der Eu regio-Klinik so-

So soll es aussehen, wenn es im Frühjahr 2026 bezugsfer tig ist: das neue, vierstöckige MAZ- Gebäude auf dem Gelände der Euregio-Klinik Visualisierung: Büro Potgeter + Wefelshütten

Mit insgesamt

522 Betten in ihren 13 Hauptabteilungen, vier Belegabteilungen und acht interdisziplinären Zentren sowie durch zahlreiche medizinische Zer tifizierungen ist die Euregio Klinik in den vergangenen Jahren zu einem breit aufgestellten Regionalkrankenhaus der Grund- und Schwerpunktversorgung ge wachsen

wie die Spez ialisier te Ambulante Palliativversorgung (SAPV ), die Bereitschaftspra x is der Kassenärztlichen Vereinigung und auch die Psychiatrische Instituts ambulan z untergebracht Schließlich bleibt Platz für eine öffentliche Apotheke sowie einen g roßzügigen Tagungsbereich.

Die schrittweise Inbetriebnahme des MAZ ist bis Anfang 2026 vorgesehen. Finan z ier t wird es als sogenanntes PPP-Projekt (Public Private Par tnership) mit privaten Investoren

Weitere g roße Bauprojekte der Klinik sind aktuell der Bau einer Betriebs-Kita mit 95 Plätzen sowie der Neubau eines Eltern-Kind-Z entrums mit Kreißsälen, Neonatologie und Stationen für die Intensiv- und Allgemeinpflege

Vorhaltebudgets: finanzielle Entlastung oder weiter steigender Kostendruck?

Kritisch sieht Klinikmana ger Michael Kamp die im Reformpaket geplante Neuordnung der Krankenhausfinan z ierung. Die vom Bund angestrebte „Entökonomisierung “ des Klinikbetriebs du rch Abkehr vom Fallz ahlensystem müsse „ noch einmal g rundsätzlich übe rdacht und modifi z ier t werden “ Kamp ist sich mit v ielen Klinikmana gern einig, dass die Einführung der Vorhaltebudgets in der bisher diskutier ten Form die finan z ielle Situ ation der Krankenhäuser nicht verbessern wird – im Gegenteil Die Budgets g ren zen bestimmte Sachkosten aus, sind an Voraussetz ungen und die Erreichung bestimmter Fallz ahlen gebunden. „Leider wird sich nach unserer Meinung du rch die veränder te Finan z ierung voraussichtlich eher noch ein höherer administrativer Aufwand für die verschiedenen Abrechnungs arten ergeben“, heißt es in der Eu regio-Klinik. Der „Hamsterradeffekt “ der fallz ahlenorientier ten Finan z ierung werde sich nicht abmildern, sondern eher noch verstärken.

Und wenn die Bundesregierung dann noch –wie unlängst angekündigt – im kommenden Jahr die sogenannte Meistbegünstigungsklausel aussetzt, gerät die Krankenhausfinan z ierung z usätzlich unter Druck Gesundheitsministerin Warken will damit rund 1,8 Milliarden Eu ro jä hrlich einsparen. Für v iele Pflegekräfte ein massiver Einschnitt in die Gesundheitsversorgung, der vor allem die Finan z ierungsg rundla ge von Kliniken in nichtkommunaler Trägerschaft gefä hrdet

Trotzdem sieht Klinikmana ger Kamp die Zukunft der Eu regio-Klinik auch nach der Reform eher positiv: Die Spez ialisierung in verschiedenen medi z inischen Bereichen, die moderne medi z intechnische Ausstattung und die Z er tifi z ierungen als Kooperatives Brustzentrum (gemeins am mit dem Lingener Bonifatius-Hospital), als Strike-Unit für die Schla ganfallbehandlung, als regionales Traumazentrum, als Endoprothetik zentrum für Ma x imalversorgung, als Darmkrebszentrum und als stationäre Einrichtung z u r Behandlung des Diabetischen Fu ßes sichern aus der Sicht der Klinikleitung auch künftig die Leistungsfä higkeit der Eu regio-Klinik. Mit rund 20 umliegenden Krankenhäusern bestehen wechselseitige Kooperationen für knapp 50 Fachrichtungen.

„Wir haben in den vergangenen Monaten die Gespräche mit Krankenhäusern regional und auch g ren züberschreitend intensiv ier t “ , so Michael Kamp „Wir entwickeln beispielsweise regionale Kon zepte z u r Verbesserung der länderüberg reifenden regionalen Schla ganfall- und Traumave rsorgung und arbeiten mit dem Lingener Bonifatius-Hospital an der Gründung eines Kooperativen gy näkologischen Krebszentrums “ Die Kooperation mit Ma x imalversorgern wie dem Universitätsklinikum Münster bleibe wichtig, „um für unsere Patienten jeweils die bestmögliche Versorgung gewä hrleisten z u können “ rm

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Die Fachklinik Bad Bentheim ist seit den 1960er-Jahren immer weiter ausgebaut worden Sie ver fügt heute über 450 stationäre Reha-Plätze in vier Fachabteilungen Foto: Fachklinik

Krankenhausreform? „ Ja, die betrifft uns auch, aber eher am Rande Hier wird ja nicht ope rier t.“ Maciej Sz muk, seit August 2024 alleiniger Geschäftsführer der Fachklinik Bad Bentheim, teilt die Sorgen v ieler Klinikbetreiber um die Zukunft ihrer Einrichtungen nicht „Wir sehen uns als Gesundheits-Campus“, s a gt der 46-Jä hrige selbstbewusst, „unser Kerngeschäft ist Reha“. Und da sieht er die Einrichtung im Bentheimer Wald „top aufgestellt “: Alle Arztstellen seien besetzt, die Fachklinik ist akademisches Lehrkrankenhaus, koope rier t mit Hochschulen und verfügt über ein klinisches Studien zentrum mit weltweitem Renommee für die Fachbereiche Dermatologie und Rheumatologie. Es erweiter t die Versorgungsmöglichkeiten schwer betroffener dermatologischer und rheumatologischer Patienten du rch Zugang z u den modernsten und innovativsten Therapieansätzen auf dem Gebiet chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen.

Die Fachklinik, die stolz auf ihre jahrhundertelange Tradition als Heilbad verweist, steht heute auf dem soliden Fundament ihre r v ier therapeutischen Fachabteilungen mit insges amt 450 stationären Reha-Plätzen: Größte Abteilung der Klinik ist die Or thopädie mit 190 Betten, gefolgt von der Dermatologie mit 110 Betten, der Kardiologie mit 80 Betten und der Rheumatologie mit 70 Betten. Daz u kommen die 75 Betten der dermatologischen Akutklinik.

Die Auslastung der Fachklinik liegt bei durchschnittlich 96 Prozent

Nach Angaben der Klinikleitung betreuen die rund 490 Mitarbeitenden der Fachklinik pro Jahr etwa 8000 Patienten im stationären Bereich sowie rund 12.000 ambulante Fälle. Bei rund z wei Dritteln aller Patienten werden die Kosten für die Reha-Ma ßnahmen von der Deutschen Rentenversicherung getra gen,

Kostenträger für jeden dritten Patienten sind die Krankenkassen.

Damit erreicht die Fachklinik übers Jahr gerechnet eine Auslastung von 96 Prozent. Sie liegt damit deutlich über dem Landesdu rchschnitt von 74 Prozent Das unterstreicht den guten Ruf der Einrichtung bei Medi z inern wie Patienten Die Klinik selbst wer tet das auf ihrer Internetseite als Ergebnis „einer ständigen, klugen Anpassung an die Bedürfnisse und Anforderungen eines sehr dy namischen Ku rund Rehawesens sowie einer klaren Fokussierung auf die Belange der Patienten“.

Größter Lichtgerätepark Europas und ein Studienzentrum mit Weltrenommee

Die Leistungsbreite der Fachklinik e rläuter t Geschäftsführer Sz muk an Beispielen: „In der Rheumatologie behandeln wir die ges amte Bandbreite rheumatischer Erkrankungen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf entzündlichrheumatischen Krankheitsbildern.“ Das gan zheitliche Therapiekon zept kombinier t die Natu rheilmittel Schwefelmineralwasser und Thermalsole mit modernen Behandlungsmethoden und Physiotherapie. Zusätzlich z um stationären Angebot mit 70 Rehabilitationsbetten werden die rheumatologischen ambulanten Behandlungen ausgebaut

Im Fachbereich Dermatologie bilden die beiden Natu rheilmittel z us ammen mit dem g rößten Lichtgerätepark Eu ropas die Grundla ge für die Therapie. Darüber hinaus verfügt die Dermatologie über eine Vielz ahl an modernen Lasergeräten Au ßer den 110 stationären Reha-Betten verfügt der Fachbereich Der-

matologie über eine Ambulan z sowie über die dermatologische Akutklinik. Sie ist spez ialisier t auf Patienten mit akuten oder chronischen Hauterkrankungen, bei denen eine ambulante hautfachärztliche Behandlung ohne ausreichenden Erfolg geblieben ist

Ein Alleinstellungsmerkmal kann die Bentheimer Fachklinik mit ihrem Klinischen Studien zentrum für die Fachbereiche Dermatologie und Rheumatologie vorweisen. Das 2017 geg ründete Studien zentrum, das 2023 neue Räume bezog, führ t regelmäßig Arzneimittelstudien der Phase 2 und 3 du rch. „Das Studienzentrum gehör t z u den g rößten in Deutschland“, so Sz muk. „Es sicher t unseren Patienten Zugang z u den modernsten und innovativsten Therapieansätzen auf dem Gebiet chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neu rodermitis, Akne und Ros acea “ Es erweitere so die Versorgungsmöglichkeiten schwer betroffener dermatologischer und rheumatologischer Patienten Der Klinikgeschäftsführer ve rweist darauf, dass dieses Studien zentrum in z wischen ein weltweites Renommee genieße: „Es ist ein g roßes Plus für die Region und ein g roßer Ima ge-Gewinn für unsere Klinik.“

Die Krankenhausreform betrifft vor allem die dermatologische Akutklinik

Thema der Krankenhausreform ist bei der Fachklinik vor allem die dermatologische Akutklinik. Auch hier gilt das Ziel der Reform: die stationäre Krankenhausversorgung kostengünstiger machen bei gleichzeitiger Verbesserung der Behandlungsqualität. Ein Instru-

„Wir sehen uns als gut aufgestelltes Gesundheitszentrum. Um die Reform mache ich mir keine Sorgen. “

Maciej Szmuk Geschäftsführer der Fachklinik Bad Bentheim

Teil der Fachklinik ist auch das öffentliche Thermalsolebad, das in den kommenden jahren sanier t werden soll Die Klinik nutzt es unter anderem für therapeutische Be wegungsbäder Foto: Fachklinik

Die Fachklinik Bad Bentheim bietet in der Or thopädie das Programm „Mobil nach Amputation“ an Patienten wie Jürgen Ulle lernen hier, mit ihrer Prothese umzugehen, sie anzulegen und sich damit zu be wegen Foto: Susanne Menzel

ment dazu: Abbau von Überkapazitäten durch Schließung von Kliniken. Für die Bentheimer Fachklinik offenbar kein Anlass zur Sorge. „Wir sind mit unserer Akutklinik der größte Träger vergleichbarer Einrichtungen in ganz Niedersachsen“, so Maciej Szmuk „Sie stellt mit ihren 75 Betten sie knapp ein Viertel aller verfügbaren Akutbetten in Niedersachsen “ Ausgerechnet diese Akutklinik werde die Klinikreform wohl kaum in Frage stellen.

Zudem sei die Akutklinik personell gut aufgestellt und arbeite in einem g roßen Netz werk mit Medi z inern und Kliniken z wischen Münster und Meppen intensiv z us ammen Ergän zt werde die Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen du rch das breite ambulante Angebot in einem Medi z inischen Versorgungszentrum (MVZ )

Indirekte Auswirkungen durch Schließung des Paulinenkrankenhauses

Indirekt betroffen von der Krankenhausreform ist die Fachklinik in einem weiteren Punkt: de r angekündigten Schließung des

Paulinenkrankenhauses in Bad Bentheim z um Jahresende. Die „Pauline“ ist bisher eines von mehreren Par tnerhäusern, die der Fachklinik or thopädische Behandlungsfälle nach der Operation z u r Rehabilitation z uweisen. Sz muk bedauer t die Schließung, sieht die Folgen für sein Haus aber gelassen: „Wir arbeiten mit verschiedenen Häusern in der Region z us ammen und sind nicht auf ein zelne Kliniken angewiesen. Und Fälle wie die, die bisher im Paulinenkrankenhaus behandelt werden, wird es ja auch in Zukunft geben. Sie werden uns dann vermutlich von anderen umliegenden Häusern z ugewiesen werden “

„Wir versuchen, den ambulanten Bereich weiter auszubauen. Die Versorgung der Bürger vor Or t ist uns wichtig. “

Maciej Szmuk

Ohnehin sorgt die hohe stationäre Auslastung der Fachklinik derzeit für lange War tezeiten Bis z u acht Monate müssen Patienten auf einen Reha-Platz in Bad Bentheim war ten. Diese hohe Nachfra ge ist für Maciej Sz muk ein Beweis für das g roße Ver trauen von Patienten und Kostenträgern in die Bentheimer Fachklinik, aber auch Auftra g für noch mehr Bürgernä he: „Wir versuchen, den ambulanten Bereich weiter ausz ubauen. Die Versorgung der Bürger vor Or t ist uns wichtig “ Vor-Or t-Versorgung heißt für den Geschäftsführe r, ambulante Angebote für Patienten in einem Umkreis von 60 Kilometern vorz uhalten

Die Überschüsse des Klinikbetriebes verbleiben in der Trägergesellschaft

Dass sich das gan ze auch rechnet, verdeutlichen die Jahres abschlüsse der Trägergesellschaft Thermalsole- und Schwefelbad GmbH. Genaue Z ahlen will Maciej Sz muk nicht nennen. Aber es ist kein Geheimnis, dass die Bilan zen der vergangenen Jahre immer mit Ges amtsummen über 40 Millionen Eu ro abgeschlossen haben – und unter dem Strich immer Überschüsse von deutlich mehr als einer Million Eu ro standen

Diese Überschüsse verblieben bisher stets in voller Höhe in der Klinik Sie standen daher z u r Finan z ierung von Erweiterungs- und Erhaltungsinvestitionen z u r Verfügung. Daran, so ist Sz muk überzeugt, werden auch die aktuellen Veränderungen in der Gesellschafterstruktu r nichts ändern. Bekanntlich hat sich die Thermalsole- und Schwefelbad GmbH du rch den Rück z ug des bisherigen Mehrheitsgesellschafters, der Stiftung Fürst z u Bentheim und Steinfu r t, von einer privat geführ ten Gesellschaft z u einer Einrichtung in öffentlicher Trägerschaft gewandelt Verantwor tliche Hauptgesellschafter sind nun die Stadt Bad Bentheim und der Landkreis. Sie haben lange über die künftige Aufteilung der Gesellschafteranteile diskutier t. Dabei waren beide sich beide aber von Anfang an einig, dass die Stadt Bad Bentheim die Gesellschaft mehrheitlich führen soll rm

„Erfolgreich dank privater Führ ung “

Hilbers: Die Fachklinik Bad Bentheim steht besser da als staatliche Bäder

Wissenschaftliche

Studien wie diese zur Weißfleckenkrankheit unter Leitung von Privatdozent Dr med Tsianakas zeugen vom hohen Niveau der Arbeit an der Fachklinik Bad Bentheim Sie ist mit ihren vier Fachbereichen

Dermatologie, Or thopädie, Rheumatologie und Kardiologie gut aufgestellt

Foto: Susanne Menzel

Gut 40 Millionen Eu ro Bilan zsumme, Jahresüberschüsse von deutlich über einer Million Eu ro, pro Jahr mehr als 18.000 stationäre und ambulante Patienten. Was macht die Bentheimer Fachklinik so erfolg reich? Wie schneidet sie ab im Vergleich z u den Niedersächsischen Staatsbädern Bad P y rmont und Bad Nenndorf ? Darüber spricht der CDU-Politiker und ehemalige Niedersächsische Finan z minister Reinhold Hilbers im Interv iew mit dem GN-Insider

Herr Hilbers, Sie w aren als Niedersächsischer Finanzminister von 2017 bis 2022 verantwortlich für die Staatsbäder Bad Pyrmont und Bad Nenndorf. Waren diese Reha-Kliniken für den Minister Glücksbringer oder eher Sorgenkinder?

Die Staatsbäder sind wichtige Einrichtungen und Aushängeschilder des Landes Nieders achsen Beide Staatsbäder bieten ä hnliche Reha-Behandlungen an wie die Thermalsoleund Schwefelbad GmbH in Bad Bentheim. Aber darüber hinaus haben sie aus ihrer Entstehungszeit im 19. Jahrhunder t v iele Aufga-

ben in der Organis ation eines klassischen Ku rbetriebs. Deshalb sind die Staatsbäder alle defi z itär, also eher Sorgenkinder

Gilt das für den Gesamtbetrieb oder nur für die Aktivitäten im Kulturbereich?

Auch ihre Reha-Betriebe arbeiten nicht kostendeckend, schon allein wegen ihrer Unterbringung in historischen Gebäuden. Die sind nicht für den heutigen Klinikbetrieb optimiert und z wingen zu hohem Erhaltungsaufwand.

Wie Bad Bentheim betreiben auch die beiden Staatsbäder öffentliche Bäder Auch die sind hoch defizitär und erfordern in den nächsten Jahren große Sanierungsinvestitionen

In Bad Bentheim steht ebenfalls die Sanierung des Mineralthermebades an. Die muss die Thermalsole- und Schwefelbad GmbH aus eigenen Mitteln stemmen.

Die Schwefelbad GmbH hat den g roßen Vorteil, dass sie als private Gesellschaft immer unter kaufmännischen Gesichtspunkten gut geführ t worden ist. Das gilt auch für die Mine-

raltherme. Ich habe als Minister Prozesse eingeleitet, um auch die Bäder der Staatsbäder z u privatisieren oder z u kommunalisieren Es ist wichtig, diesen Weg z u gehen, damit diese Einrichtungen kaufmännischer geführ t we rden können und ihre Kosten selbst erwir tschaften

Also bleibt es für die Staatsbäder vorerst bei den jährlichen Millionen-Subventionen aus dem Landeshaushalt?

In kommunaler oder privater Trägerschaft wären diese Einrichtungen besser z u steuern als von Hannover aus Erster Schritt daz u war vor Jahren ihre Ausla gerung aus dem Landeshaushalt unter das Dach eines Landesbetriebs.

In meiner Amtszeit als Minister habe ich v ieles angestoßen, um die Kommunalisierung der Staatsbäder weiter voran z u treiben Die Prozesse laufen noch, aber sowohl in Bad P y rmont als auch in Bad Nenndorf ist in Sachen Privatisierung einiges erreicht worden

Die Bentheimer Fachklinik ist sehr gut ausgelastet und wirtschaftlich erfolgreich. Hat das Land bei den Staatsbädern etw as versäumt?

Das will ich so nicht s a gen. Die Auslastung in den Staatsbädern ist auch nicht schlecht Aber die Wir tschaftlichkeit des Klinikbetriebes in den Staatsbädern wird von z wei Problemfeldern beeinträchtigt: Einerseits haben sie aus preu ßischer Vergangenheit Aufgaben z u erfüllen, die weit über einen heutigen Reha-Betrieb hinausgehen So belasten die Pflege der g roßen Ku r- und Parkanla gen sowie die Unterhaltung öffentlicher Gebäude wie Theater- und Kon zer tgebäude die Staatsbäder mit enormen Kosten.

Au ßerdem ist das Land bei der Entlohnung der Beschäftigten an Vorgaben und Restriktionen gebunden. Zu den Tarifen des öffentlichen Dienstes wäre wohl auch Bad Bentheim nicht mehr so profitabel.

Musste die Thermalsole GmbH in Bentheim seit den 1960er-Jahren nicht auch enorme Summen in Ausbau und Sanierung der Fachklinik investieren?

Ja, aber Bad Bentheim hatte nie die finan z iellen Belastungen aus dem klassischen Ku rund Kultu rbetrieb so wie die Staatsbäder. Auch deshalb kann die Thermalsole GmbH den Cashflow aus eigener Leistungskraft erwir tschaften und war immer in der La ge, Investitionen selbst z u stemmen Dabei muss man anerkennen, dass das Fürstliche Haus die Fachklinik in der Vergangenheit als Mehrheitsgesellschafter unter kaufmännischen Aspekten immer sehr gut geführ t hat.

Können Sie das näher erläutern?

Das Haus ist immer „an der langen Leine geführ t “ worden. Wenn man einer Einrichtung diese kaufmännische Freiheit lässt, kommen in der Regel auch gute Ergebnisse heraus Zudem wird die Fachklinik als gemeinnütz ige Stiftung geführ t Ihre Er träge konnten so immer in voller Höhe in der Stiftung verbleiben und z u r Weiterentwicklung des Klinikbetriebs eingesetzt werden

Das Fürstliche Haus als bisheriger Mehrheitsgesellschafter hat den Großteil seiner Anteile zurückgegeben. Wie geht es weiter mit der Trägergesellschaft?

Für die Einrichtung ist es wichtig, dass es in der Trägergesellschaft klare Verhältnisse gibt Die Geschäftsführung muss wissen, worauf sie sich ein z ustellen hat. Deshalb beg rü ße ich es sehr, dass nun Einigkeit darüber erz ielt wu rde, dass die Stadt Bad Bentheim als g rößter Gesellschafter jetzt klar die Führung übernimmt. Sie hält künftig knapp 65 Prozent de r Gesellschaft. Der Landkreis verringer t seinen Gesellschafteranteil wieder auf nun 33 Prozent. Damit kann ich gut leben Die Fürstliche Stiftung bleibt mit z wei Prozent weiterhin als Gesellschafter dabei

Welche Bedeutung hat die Fachklinik Bad Bentheim für die Grafschaft?

Ich schätze ihre Bedeutung als sehr hoch ein, nicht nur als klinische Einrichtung und bedeutender Arbeitgeber. Die Fachklinik ist ein Aushängeschild, das Bad Bentheim und die Grafschaft bekannt macht Das erlebe ich immer wieder bei Besuchen in anderen Landesteilen. Sie ist wichtig für die Stadt Bad Bentheim als prädikalisier ter Ku ror t Zudem bringt die Fachklinik nicht nu r Reha-Absolventen, sondern auch sehr v iele Gäste in die Grafschaft Sie lernen die Grafschaft kennen und bringen Kaufkraft in die Region. Die Fachklinik ist also auch ein wichtiger Wir tschaftsfaktor

Können Niedersachsens Staatsbäder von Bad Bentheim lernen, wie man’s macht?

Das habe ich schon als Minister gelegentlich gesagt Die Fachklinik Bad Bentheim zeigt, wie ein privater Träger erfolgreich sein kann, wenn man ihm die kaufmännische Handlungsfreiheit lässt und er bereit ist, sich anzustrengen. Der Erfolg ist aber auch der Erfolg der Mitarbeitenden in Bad Bentheim, die sich reinhängen, sich mit der Fachklinik identifizieren und bestrebt sind, ein gutes Ergebnis abzuliefern.

Vielen Dank für das Gespräch. rm

„

Ich schätze die Bedeutung der Fachklinik als sehr hoch ein, nicht nur als klinische Einrichtung und bedeutender Arbeitgeber. “

Reinhold Hilbers, ehemaliger Finanzminister Niedersachsen

Von der H2-Factor y bis zum Wasserstoff- Campus

Fraunhofer-Studie: Lingen entwickelt Strategien

für Zukunftstechnologien

Kleines Molekül, großes Potenzial: Wasserstoff soll auch für Lingen zum „Stoff der Zukunft“ werden.

Die Stadt Lingen und das Emsland sollten gez ielt Unterstütz ungsstruktu ren für Wasserstoffprojekte aufbauen, die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme für die Energieversorgung nutzen und die Forschung z u wasserstoffbasier ten Antriebstechnologien und sy nthetischen Kraftstoffen intensiv ieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Strategiestudie, die das Fraunhofer-Institut ISI im Auftra g der Stadt Lingen erstellt hat.

Die von der Stadt Lingen (Ems) in Zus ammenarbeit mit dem Fraunhofer ISI (Institutsteil Leipz ig) erstellte wissenschaftliche Studie sollte aufzeigen, wie sich Lingen strategisch als Grüne Wasserstoffregion aufstellen kann Z iel ist es, eine fundier te Grundla ge für die weitere Entwicklung der Wasserstoffwir tschaft in der Region mit konkreten Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre z u schaffen Die Ergebnisse der Studie basieren auf umfang reichen Datenanalysen sowie Interv iews mit regionalen Akteu rinnen und Akteu ren aus Wir tschaft, Wissenschaft und Verwaltung.

Starke Ausgangslage durch Infrastruktur und Netzwerke

Mit dem Bau der Konver terstation du rch die Amprion GmbH und g roßer Elektrolyseanlagen du rch RWE und BP hat die Stadt Lingen in den vergangenen Jahren bereits zentrale Weichen für die industrielle Herstellung von Grünem Wasserstoff gestellt Du rch die Anbindung an das Strom- und Wasserstoffkernnetz ist es heute schon möglich, g roße Mengen g rünen Stroms und Wasserstoffs vor Or t z u erzeugen, z u speiche rn und weiter z u ver teilen. Über ihre Wir tschaftsförderung bündelt und förde r t die Stadt Lingen z udem die regionalen Wasserstoffaktiv itäten und arbeitet dabei eng mit dem Landkreis Emsland sowie dem Unternehmensnetz werk H2-Region Emsland z us ammen. Bislang fehlte jedoch eine überg reifende regionale Strategie, um die v ielfältigen Ma ßnahmen systematisch weiterz uentwickeln. Diese Lücke schließt nun die Studie des Fraunhofer ISI mit klaren strategischen Empfehlungen.

Smarte Energieversorgung als Standortvorteil

Als ein zentrales Handlungsfeld benennt die Studie die intelligente Nutz ung von Abwärme, die bei der Elektrolyse entsteht – etwa z u r Wärmeversorgung von Haushalten und Gewerbegebieten in Lingen Auch die Rückverstromung du rch wasserstofffä hige Gastu rbinen kann künftig z u r Versorgungssicherheit beitra gen Am Standor t Emsland bereiten RWE und Kawas aki aktuell den Eins atz entsprechender Anla gen vor, um insbesondere in Dunkelflauten – also bei geringer Solar- und Windstromproduktion – einspringen z u können.

Neben der Produktion von g rünem Wasserstoff verfolgt die Stadt Lingen das Z iel, diesen auch vor Or t z u nutzen: Vom klimaneutral erzeugten Wasserstoff sollen sowohl bestehende Unternehmen profitieren, als auch neue Unternehmen, die in diesem Sinne angesiedelt werden, um die regionale Wer tschöpfung z u stärken.

Digitale Lösungen, wie sie am IT-Campus Lingen und im KI Park Lingen entstehen, können diese Entwicklungen nach Ansicht der Fraunhofer-Wissenschaftler sinnvoll ergänzen und Lingen als Vorreite r smar ter Energiesysteme positionie ren

Arbeit an nachhaltigeren Kraftstoffen

In der Region arbeiten Unternehmen wie BP bereits intensiv an der Produktion nachhaltigerer Kraftstoffe Ein Beispiel ist der Eins atz der Co-Processing Methode. Dabei werden biogene Rohstoffe eingesetzt, die direkt in der Kraftstoffproduktion fossiles Rohöl teilweise ersetzen. Auch hie r werden in den weiteren Prozessschritten g roße Mengen an Wasserstoff benötigt Solche alternativen Möglichkeiten sowie auch Untersuchungen z u sy nthetischen Kraftstoffen für Großfahrzeuge – von Schiffen über LKWs bis z u Landmaschinen –gilt es laut Studie gez ielt ausz ubauen. Ein Ans atz hierfür sind gemeins ame Forschungsprojekte mit der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen.

Die Region bringe z ahlreiche Kompeten zen entlang der Wasserstoff-Wer tschöpfungskette mit, so die Studienautorin Ann-Kathrin Dieterle Nun komme es darauf an, diese z u vernetzen und die passenden Rahmenbedingungen für Innovationsprojekte z u schaffen

Maßnahmen zur gezielten Positionierung

Das Fraunhofer ISI schlägt v ier zentrale Struktu rma ßnahmen vor, mit denen sich die Stadt Lingen im Wasserstoffmarkt weiter profilieren kann. Eine Schlüsselrolle spielt dabei

die geplante H2-Factory Lingen, ein regionales Testzentrum, in dem Unternehmen ihre Technologien unter realen Bedingungen erproben können: von der Produktion über die Speicherung bis z u r Anwendung.

„Wir haben in Lingen früh die richtigen Weichen z u r Transformation gestellt. Die Ergebnisse der Studie geben uns nun eine fundier te Grundla ge, um unse re Aktiv itäten entlang der ges amten Wer tschöpfungskette strategisch weiterz uentwickeln – mit dem Z iel, Lingen als führenden Standor t der Wasserstoffwir tschaft ausz ubauen: innovativ, nachhaltig und als europäische r Vorreiter der Wasserstoffwir tschaft “ , erklär t Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone.

Zusätzlich empfiehlt die Studie, bestehende regionale Netz werke gez ielt auf den Wasserstoffmarkt ausz u richten; etwa du rch Austauschformate wie Unternehmerfrühstücke oder themenspez ifische Foren. Auch Star tups im Wasserstoffbereich sollen gez ielt geförder t werden: Eine Machbarkeitsstudie soll klären, wie ein regionales Accelerator-Prog ramm aufgebaut werden kann und welche bestehenden Struktu ren – wie Co-WorkingSpaces oder Inkubatoren – weiterentwickelt werden sollten

Ein weiterer Baustein ist der Aufbau eines Wasserstoffcampus an der Hochschule Osnabrück – Campus Lingen Geplant sind pra x isnahe Studienangebote, Labore und Promotionsprog ramme, die das regionale Innovationssystem stärken und wer tvolle Forschungsarbeit leisten können.

Gemeinsam mit dem Landkreis Emsland die Region stärken

Diese strategischen Schritte z ielen darauf ab, die Wettbewerbsfä higkeit der Stadt Lingen und der ges amten Region Emsland im Wasserstoffmarkt langfristig z u sichern. Sie sollen Fachkräfte binden, neue Arbeitsplätze schaffen und die Rahmenbedingungen für Unternehmen gez ielt verbessern. Darüber hinaus sollen sie neue Investitionen anstoßen und die Region als attraktiven Standor t für weitere Akteu re der Wasserstoffwir tschaft positionieren. Perspektiv isch verfolgt die Stadt das Z iel, gemeins am mit dem Landkreis Emsland die Region als ex zellenten Forschungs- und Innovationsstandor t weiterz uentwickeln Dabei arbeitet die Stadt eng mit der Cornex ion GmbH z us ammen, dem g rößten Innovationsnetz werk in Nieders achsen, um unter anderem die Bereiche IT-Campus und KI (Satellitenstandor t Lingen) innovativ ausz ubauen –insbesondere im Be reich au ßeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Die strategische Weiterentwicklung im Wasserstoffbereich bildet dafür eine zentrale Grundla ge

„Die Studie gibt uns eine fundier te Grundlage, um uns entlang der gesamten Wer tschöpfungskette strategisch weiter zu entwickeln. “

Dieter Krone Oberbürgermeister Stadt Lingen

BIM ist mehr als eine Bau-Software

Fachtag bot Bühne für Informationsaustausch über eine „Revolution des Bauens“

Digitale Daten statt Papierzeichnungen: Der zunehmende Einsatz neuer Planungs- und Management-Technologien beginnt langsam, die Bauwir tschaft zu revolutionieren Foto: Jürgen Lüken

Auch im Bauwesen wird der Eins atz digitaler Planungs- und Mana gement-Tools immer wichtiger. Wie revolutionier t BIM (Building Information Modeling) die Planung, Ausführung und den Betrieb von Bauprojekten? Wie können regionale Unternehmen in die Nutz ung von BIM einsteigen? Und warum soll BIM z u einem Kernangebot des entstehenden Campus Berufliche Bildung werden? Darum ging es unlängst bei einem Fachta g unter dem Titel „ Zukunft Bauen mit BIM – Vernetz ung von Wir tschaft, Handwerk und Bildung “ in Nordhorn Daz u beg rü ßten die Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim, der Landkreis und die Kreishandwerkerschaft im NINO-Hochbau rund 50 Ver treterinnen und Ver treter aus Unte rnehmen, Handwerk, Bildung und Verwaltung.

sönlichen Kompeten zen – von Softwarekenntnissen über Projektmana gement bis hin z u r Offenheit für neue Arbeitsweisen – für eine erfolg reiche BIM-Einführung e rforderlich sind Sie empfahl den Teilnehmenden eine schrittweise Einführung: „BIM ist keine Software, sondern eine neue Arbeitsweise Der Einstieg gelingt mit klarer Strategie, geschultem Personal und einer passenden Infrastruktu r.“

In einem Pra x isforum, moderier t von Günter Natelberg und Tanja Dinter von der Wachstumsregion Ems-Achse, berichteten regionale Unternehmen und Bildungseinrichtungen über ihre Erfahrungen mit BIM. Mike Ruppelt von G Büter Bauunternehmen, Tim Berling von der LIST-Gruppe, Markus Uphus vom Campus Handwerk Süd-West Nieders achsen sowie Gerald Brinkmann von den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen Nordhorn gaben Einblicke in konkrete Anwendungsbeispiele – vom 3D-Scan im Bestandsbau über die technische Gebäudeausrüstung bis hin z u r Integ ration in die Ausbildung von Bauzeichnern So erz ä hlte Mike Ruppelt, dass auf Bestandsbaustellen ein Scanner für das Aufma ß eingesetzt werde, was eine enorme Z eitersparnis mit sich bringe. Und Tim Berling ergän zte: „Bei LIST arbeiten mehrere Mitarbeitende als BIM-Koordinatoren BIM ist unternehmensweit – vom Ver trieb bis z u r Baustelle – veranker t.“ Auch im Bildungsbereich wächst de r Wunsch, BIM stärker in Lehrpläne und Ausbildungskon zepte z u integ rieren.

Ein strategisches Instrument für die Zukunft des Bauens

„BIM ist keine

Software, sondern eine neue Arbeitsweise. “

Elke Heine, Regionalsprecherin von buildingSMART

Im Z entrum der Veranstaltung stand die Fra ge, wie BIM als digitale Arbeitsweise nicht nu r technische Prozesse veränder t, sondern auch neue Anforderungen an Qu alifikation, Zus ammenarbeit und Infrastruktu r stellt Statt ein zelner Papierpläne entstehen mit BIM digitale, vernetzte Gebäudemodelle, die Informationen aus allen Gewerken bündeln BIM ist kein Zukunftsthema mehr, sondern bereits Realität auf v ielen Baustellen und in Planungsprozessen und forder t demnach neue Kompeten zen in Handwerk, Wir tschaft und Bildung. Den fachlichen Auftakt bildete ein Impulsvor tra g von Elke Heine, Sprecherin der Regionalg ruppe Nordwest von buildingSMART Deutschland Die Ingenieu rin zeigte auf, welche technischen, organis atorischen und per-

In z wei Workshops konnten die Teilnehmenden anschließend tiefer in die Materie einsteigen Die abschließende Plenumsrunde widmete sich der Fra ge, wie BIM stärker in die schulische und berufliche Bildung integ rier t werden kann Eine interaktive Abfra ge unter den Teilnehmenden ergab klare Impulse: Workshops für Berufstätige, Schnuppe rangebote für Schülerinnen und Schüler sowie die Integ ration von BIM-Inhalten in die du ale Ausbildung wu rden als besonders z ielführend bewer tet. Auch die Unterstütz ung du rch Betriebe wu rde als zentraler Erfolgsfaktor genannt

Die Veranstaltung machte deutlich: BIM ist mehr als ein digitales Werk zeug – es ist ein strategisches Instrument für die Zukunft des Bauens w v

5 - Punk te - Programm zur Förderung des Mit telst ands

WIR UNTERSTÜT ZEN K MU & E XISTENZGRÜNDER*INNEN

Die Wir t schaf t sförderung des L andkreis Graf schaf t Bentheim st ärk t mit ihrem 5 - Punk te - Förderprogram m gezielt kleine und mit tlere Unternehmen sowie Gründer*innen Ziel ist es, die Wet tbewerbsfähigkeit zu erhöhen, neue Märk te zu er schließen und die digit ale Transformation im Mit telst and zu fördern

Geförder t werden:

 Gewer bliche K MU mit Sit z im L andk reis

 Freiberu fler*innen mit gewer blicher Tätigkeit

 E xistenzgründer*innen mit geplanter Vollzeitgründung

Förder schwer punk te:

 M es se besuc he: Zuschüsse bis 2 0 0 0 € f ür er ste Messeauf t rit te

 H o m e p age & O nline -Sho p: Förderung bis 1 50 0 € f ür moder ne Web präsenz

 Zer ti fizieru nge n & Weite rbild u nge n: Unter stüt zung bis 8 0 0 € f ür Q ualit ät und Q ualifikation

 Digit alisie ru ng & IT-Sic herheit: Zuschüsse bis 1 50 0 € f ür Prozessoptimierung und Datensicherheit

 I n f rast ru k t u r: Förderung bis 1 0 0 0 € f ür Breit bandanschlüsse

W ic htig: A nt räge müssen vor Begin n der M a ßna h m e gestellt werden Infor mationen,

Förder richtlinie und A nt ragsunterlag en erhalten Sie bei der W ir t schaf t sförderung des L andk reises

Graf schaf t Bentheim oder über den QR- Code auf der Website

Landkreis Grafschaft Bentheim Wirtschaftsförderung van-Delden-Straße 1–7

48529 Nordhorn

Besucheranschrift

NINO-Allee 11

48529 Nordhorn

www wirtschaftsfoerderung grafschaft-bentheim de

Ein Or t, der verbindet – das „KONNEX INN“ in Nordhorn

Im Umfeld des Bahnhofs entstand ein Hotelneubau mit besonderem Anspruch

Zeitgemäße Hotellerie, inspirier t durch Nordhorns textile Vergangenheit: das neue „KONNEX INN“ der Hackmann- Gruppe direkt am Bahnhof

Foto: Jürgen Lüken

Nordhorn war über Jahrzehnte eine Stadt der Textilindustrie Webereien, Garne und Stoffe prägten das Stadtbild und das Leben v ieler Menschen. Heute sind es Wasserläufe, Grünflächen und moderne Architektu r, die die Innenstadt bestimmen – doch die Geschichte der Textilindustrie ist weiterhin spürbar Ein neues Hotel g reift diese Geschichte auf und führ t sie for t: das KONNEX INN by Hackmann, zentral gelegen direkt am Bahnhof

Name und Gestaltung mit Bezug zur Stadt

Der Name des Hauses ist Prog ramm: „Konnex “ steht für Verbindung – z wischen Menschen, Or ten und Ideen. Dieses Prin z ip prägt das ges amte Hotel, von der architektonischen Idee bis z u r Innenausstattung „Uns war wichtig, ein Haus z u schaffen, das in Nordhorn ve ranker t ist, ohne nostalgisch z u wirken“, s a gt Wolfgang Hackmann, Geschäftsführer der Hackmann Hotels.

Das Gestaltungskon zept orientier t sich an der industriellen Vergangenheit Nordhorns Inspiration bot das Stadtmuseum im NINOHochbau, das die textile und modische Geschichte der Stadt dokumentier t Muster, Materialien und handwerkliche Details aus dieser Z eit bildeten den Ausgangspunkt für das Interieu r Modezeichnungen eines jungen Designers aus Dor tmund, die eigens für das Hotel entstanden sind, g reifen die Ästhetik der Textilproduktion auf und über tra gen sie in eine klare, zeitgemäße Form.

Mit seiner La ge am Bahnhof ist das KONNEX INN eng mit der Stadt verbunden und z ugleich idealer Ausgangspunkt für Geschäftsreisende, Radu rlauber und Wochenendgäste

Wellness mit Weitblick

Oben im Staffelgeschoss des Hauses befindet sich die Wellnesslandschaft des Hotels – ein Rück z ugsor t mit weitem Blick über die Dächer Nordhorns. Gäste können hier in verschiede-

nen Saunen entspannen: einer klassischen finnischen Sauna, einer Kräuters auna, einer BioSauna und modernen Infrarotsitzbänken Ergän zt wird das Angebot du rch g roßzügige Ruheräume, die z um Abschalten und Du rchatmen einladen

Die Gestaltung folgt auch hier der Idee der Verbindung: natürliche Mate rialien, warme Farben und klare Linien schaffen eine Atmosphäre, die z u r Ruhe kommen lässt, ohne distan z ier t z u wirken Ob nach einem langen Arbeitsta g oder eine r ausgedehnten Fahrradtou r – hier steht das Wohlbefinden im Mittelpunkt.

Kosmetikbereich im Staffelgeschoss

Zum Wellnessbereich gehör t auch ein Kosmetikraum, in dem ve rschiedene Anwendungen angeboten werden Das Angebot reicht von Gesichts- und Körperbehandlungen übe r pflegende Ritu ale bis hin z u kleineren Auszeiten z wischendu rch Verwendet werden dabei hochwer tige Pflegeprodukte auf natürlicher Basis, die auf Wirks amkeit und Hautver träglichkeit ausgelegt sind Die Behandlungen stehen sowohl Hotelgästen als auch externen Besucherinnen und Besuchern offen und ergänzen die Saunalandschaft um einen ruhigen, indiv iduellen Bereich der Entspannung.

Ausstattung für Radreisende

Das KONNEX INN ist auf die Bedürfnisse von Radreisenden ausgerichtet. In der abschließbaren Fahrradgara ge stehen z ahlreiche Stellplätze für Fahrräder und E-Bikes z u r Verfügung. Auch Ladepunkte und Abstellmöglichkeiten für Gepäck sind vorgesehen. Du rch die La ge in der Fahrradstadt Nordhorn bietet das Hotel einen idealen Ausgangspunkt für Touren entlang der Vechte, du rch die Grafschaft Bentheim und über die nahe niederländische Gren ze.

Das Frühstück als Herzstück

Wie in allen Häuse rn der Hackmann Hotels spielt das Frühstück auch im KONNEX INN eine besondere Rolle. Es gilt als das Herzstück des Aufenthalts und verbindet regionale Qu alität mit sorgfältiger Auswahl und ansprechender Präsentation Das Buffet bietet frische Backwaren, Wu rst- und Käsespez ialitäten aus der Region, frisches Obst, Müsli und eine Auswahl an warmen Speisen

Das Frühstücksteam gestaltet das Angebot mit v iel Eigeninitiative und Kreativ ität, um sich imme r wieder Neues einfallen z u lassen, um auch Stammgäste z u überraschen und Abwechslung z u bieten. Beim Frühstück zeigt sich so, was die Hackmann Hotels ausmacht: eine familiäre Atmosphäre, ehrliche Gast-

Die Ausstattung der Zimmer mit natürlichen Materialien, warmen Farben und klaren Linien schafft eine besondere Atmosphäre Foto: Jürgen Lüken

freundschaft und die Nä he z u den Menschen, die hier z u Gast sind.

Restaurant „Garn & Gabel“

Im Erdgeschoss befindet sich das Restau rant „Garn & Gabel“, betrieben von Marija und Iva Vrdoljak Gäste können hier in entspannter Atmosphäre genießen, ob z um Abendessen oder bei einem Glas Wein nach einem langen Ta g Die Küche kon zentrier t sich auf regionale Produkte, die in wechselnden, s aisonalen Gerichten verarbeitet werden.

Teil einer familiengeführten Hotelgruppe

Das KONNEX INN gehör t z u r Hackmann Hotels GmbH & Co. KG, einer familiengeführ ten Hotelg ruppe mit de rzeit acht Häusern in Nieders achsen und Nordrhein-Westfalen Seit fast v ier Jahrzehnten führ t die Familie Hackmann Häuser, die regional verwu rzelt und auf moderne Bedürfnisse ausgerichtet sind.

Mit dem Neubau in Nordhorn erweiter t das Unternehmen sein Angebot in der Region „Das KONNEX INN steht für die Verbindung von Standor tgeschichte und zeitgemäßer Hotellerie“, s a gt Hackmann „Ein Haus, das seine Umgebung ernst nimmt und daraus Identität entwickelt “

Seit Mitte November 2025 empfängt das KONNEX INN die ersten Gäste.

„ Auch Nordhornerinnen und Nordhorner sind herzlich eingeladen, das KONNEX INN z u entdecken“, s a gt Thorsten Weidemann. „Eine Übernachtung in der eigenen Stadt kann überraschend erhols am sein.“

Æ Weitere Informationen sind unter w w w hackmann-hotels de abrufbar

„Uns war wichtig, ein Haus zu schaf fen, das in Nordhorn veranker t ist, ohne nostalgisch zu wirken

. “

Wolfgang Hackmann Geschäftsführer der Hackmann Hotels

Am Haken eines Krans schwebte im September die rund 100 Jahre alte Drehbrücke beim Europark in Coevorden einer neuen Zukunft entgegen. Nach der Aufarbeitung in Emlichheim soll sie im April wieder eingesetzt werden, damit ab Dezember 2026 die Personenzüge der BE durch die Niedergrafschaft über die Grenze bis nach Coevorden fahren können

Gr undlage für Schienenverkehr über die Grenze unter Dach und Fach

Feierliche Unterzeichnung des Verkehrsver trages auf Burg Bentheim

Ein Projekt, das zeigt, „was möglich ist, wenn regionale und internationale Par tner gemeins am an einem Strang z iehen.“ Mit diesen Wor ten würdigte Joachim Berends, Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG, Ende Oktober die Unterzeichnung des sogenannten Verkehrsver tra ges für die entstehende Bahnverbindung ins niederländische Coevorden. Mit diesem Ver tra g, im Grunde eine Ar t Auftra g z u r Erbringung der Verkehrsleistungen auf der Strecke Neuenhaus-Coevorden, hat die g ren züberschreitende Bahnverbindung eine der letzten wichtigen Hürden genommen.

Mit einem feierlichen Akt im Marstall der Bu rg Bentheim wu rde der Ver tra g z u r Weiterführung des Schienenpersonennahverkehrs

von Neuenhaus nach Coevorden am 27. Oktober feierlich unte rzeichnet Die Ver tra gsparteien – die Bentheimer Eisenbahn AG, die Landesnahverkehrsgesellschaft Nieders achsen mbH (LNVG) und die Prov in z Drenthe – besiegelten damit die g ren züberschreitende Zus ammenarbeit z u r Stärkung der regionalen Schienenverbindung Ver treterinnen und Vertreter aus lokaler Politik und Verwaltung wohnten der feierlichen Unterzeichnung bei

Mit der neuen Verbindung wird die Bahnstrecke der Bentheimer Eisenbahn über die deutsch-niederländische Gren ze hinweg bis in den Bahnhof Coevorden verlänger t. Damit entsteht eine direkte, umweltfreundliche und komfor table Verbindung mit Anbindung ans niederländische Schienenverkehrsnetz. Sie

Foto: Marcel Brandt

Setzten die Unterschrift unter den Verkehrsver trag für die Weiter führung des Regiopa nach Coevorden (von links): Joachim Berends ( Vorstand Bentheimer Eisenbahn), Henk Jumelet (Provinz Drenthe) sowie Carmen Schwabl und Christian Berndt (Geschäftsführung LNVG) Foto: Jonas Schönrock

Mit dem Verkehrsver tra g beauftra gt die LNVG nunmehr die BE mit dem Betrieb auf der Strecke. Er legt fest, welche Züge auf der Strecke fahren, wiev iele Fahr ten z u welchen Z eiten du rchgeführ t werden müssen und wer die Betriebskosten übernimmt. Die BE erhält dafür eine festgelegte Aufwandsentlohnung von der LNVG Die Einnahmen aus den Fahrscheinverkäufen fließen hingegen nicht an die BE, sondern an die LNVG Einen gleichar tigen Verkehrsver tra g gibt es bisher für die aktuelle Verbindung z wischen Bad Bentheim und Neuenhaus Für die Weiterführung bis nach Coevorden musste ein neuer Ver tra g für die Ges amtstrecke aufgesetzt werden.

„Wir bauen Brücken –zwischen Menschen, Regionen und Ländern.

Carmen Schw abl Geschäftsführung LNVG

soll ab Dezember 2026 Pendelnden, Reisenden und Tou risten gleicherma ßen z ugute kommen Die Aufnahme des fahrplanmäßigen g ren züberschreitenden Bahnverkehrs ist für Dezember 2026 geplant. Voraussichtlich ab Herbst wird es erste Probefahr ten geben

Vertrauensvolle Zusammenarbeit über Grenzen hinweg

BE-Vorstand Joachim Berends erläuter te bei der Feierstunde auf Bu rg Bentheim noch einmal ausführlich die Dimensionen dieses Schienenverkehrsprojekts, das aufg rund seines g ren züberschreitenden Charakters besondere Herausforderungen stellt. Dass dieses Projekt in der Planungs- und Umsetz ungsphase „ manche schlaflose Nacht gekostet “ habe, hatte Berends schon bei früheren Gelegenheiten eingeräumt Umso erfreulicher sei nun, dass die Streckenreaktiv ierung in de r Umsetz ung gut vorankomme und die Ver träge unterzeichnet werden konnten.

„Mobiliteit kent geen g ren zen – Mobilität kennt keine Gren zen“, s a gte Carmen Schwabl, Sprecherin der Geschäftsführung der Landesnahverkehrsgesellschaft „Wir schaffen nicht nu r eine neue Bahnstrecke, wir bauen Brücken – z wischen Menschen, Regionen und Ländern Brücken, die nicht nu r den Austausch und die wir tschaftliche Entwicklung fördern, sondern vor allem auch die eu ropäische Gemeinschaft stärken und eine gemeins ame Zukunft ermöglichen.“

Auch Henk Jumelet betonte für die niederländische Prov in z Drenthe die enge und vertrauensvolle Kooperation, die das Projekt von Beginn an getra gen habe Die neue Verbindung sei ein wichtiger Impuls für Wir tschaft, Tourismus und nachhaltige Mobilität auf beiden Seiten der Gren ze.

Ein Gewinn für beide Regionen

Mit dem Ausbau der Bahnverbindung wird die Grafschaft Bentheim noch stärker mit der niederländischen Gren z region vernetzt. Unternehmen profitieren von besseren Erreichbarkeiten, und Reisende erhalten neue Möglichkeiten für Ausflüge, Arbeit und Frei zeit.

Das Projekt unterstreicht die Bedeutung der Bahn als Rückg rat einer modernen, klima-

freundlichen Verkehrspolitik – sowohl in Nieders achsen als auch in der Prov in z Drenthe. Mit dem weiteren Ausbau des BE-Streckennetzes im Raum Bad Bentheim und einer künftigen Elektrifizierung wird der grenzüberschreitende Schienenweg in Zukunft noch mehr zu einer europäischen Verbindungsachse

werden Die Aktiv itäten der BE werden den Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn sicherstellen. Auf niederländischer Seite findet das Regiopa-Projekt eine Fortsetzung im Projekt „Nedersaksenlijn“, der entstehenden Bahnverbindung von Coevorden über Emmen und Stadskanaal in Richtung Groningen.

Zügig gebaut wird auf der BE-Strecke durch die Niedergrafschaft An den künftigen Haltepunkten sind die Bahnsteige zum Teil fer tiggestellt Der Gleisbau ist an vielen Punkten voll im Gange. Foto: Hendrik Hille

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Cyberangriffe können jeden treffen

Fachtagung beleuchtet Gefahren und Schutzmaßnahmen rund um IT-Sicherheit

Abfer tigungschaos am Flughafen

Berlin-Brandenburg

BER: Nach einem breit angelegten

Cyberangriff auf europäische Flughäfen bekommen Passagiere die Auswirkungen zu spüren. Foto: dpa

Cyberang riffe, Datenverluste und Sicherheitslücken in IT-Systemen sind längst kein Problem mehr, das nu r globale Kon zerne betrifft. Auch kleine und mittelständische Unternehmen in der Region stehen z unehmend im Fadenkreuz digitaler Krimineller Mit dem Z iel, pra x isnahe Einblicke, konkrete Schutz ma ßnahmen und rechtliche Orientierung z u bieten und widerstandsfä higer gegen C yberbedrohungen z u werden, fand die Informationsveranstaltung „C ybersicherheit im Fokus: Schutz und Prävention vor digitalen Bedrohungen“ im NINO-Hochbau in Nordhorn statt. Rund 50 Ver treterinnen und Ver treter aus der regionalen Wir tschaft folgten der Einladung der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Wir tschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim

Wachsende Bedrohung – auch für kleine Unternehmen

„Rund 15 Prozent der deutschen Unternehmen waren im vergangenen Jahr Opfer eines C ybervorfalls. Besonders betroffen sind kleine und mittlere Unternehmen, da sie oft über beg ren zte IT-Ressou rcen verfügen und dadu rch

leichter ang reifbar sind“, betonte Gitta Mäulen, Geschäftsführerin der Wir tschaftsvereinigung, in ihrer Einführung. Studien z ufolge summier t sich der wir tschaftliche Schaden du rch C yberkriminalität in Deutschland mittlerweile auf über 179 Milliarden Eu ro jä hrlich – Tenden z steigend C yberkriminelle nutzten heute automatisier te und KI-gestützte Methoden, um Schwachstellen in IT-Systemen, Lieferketten oder im Verhalten der Mitarbeitenden ausz unutzen.

Angriffsmethoden und aktuelle Entwicklungen

Den wissenschaftlichen Auftakt übernahm Prof. Dr. Patrick Felke, Professor für IT-Sicherheit an der Hochschule Emden / Leer Er verdeutlichte, dass beinahe täglich sicherheitskritische Schwachstellen bekannt werden „Die Fra ge ist nicht ob, sondern wann ein Unternehmen angeg riffen wird“, machte der IT-E x per te deutlich.

Klassische Ang reifer seien Geheimdienste, die auf Spiona ge, Sabota ge und Überwachung abz ielten, aber auch kriminelle Organis ationen für Wir tschaftsspiona ge und sogenannte White-Hat-Hacker, die auf Schwachstellen

hinweisen Mit C yberang riffen lasse sich enormes Geld verdienen – sei es du rch Phishing und den Diebstahl von Zugangsdaten, den Missbrauch von Kreditkar teninformationen oder den Eins atz von Schadsoftware.

Felke erläuter te die Unterschiede z wischen passiven Ang riffen, bei denen Daten lediglich ausgelesen würden – etwa du rch das Mitlesen von E-Mails – und aktiven Ang riffen, bei denen Systeme manipulier t ode r lahmgelegt

Thema der Fachtagung waren auch Fördermöglichkeiten im Bereich IT-Sicherheit Dazu referier te Wir tschaftsförderer Ralf Hilmes

Foto: Wirtschaftsvereinigung

würden, beispielsweise du rch das Zusenden einer Schadsoftware oder das Unterbrechen der Systemerreichbarkeit Ein Blick in die Vergangenheit zeige z udem, dass vor der Jahr tausendwende etwa 30 Prozent der Ang riffe auf Firmen von au ßen und etwa 70 Prozent der Ang riffe von innen heraus erfolgten – mittlerweile habe dieses Verhältnis sich nahez u umgekehr t

Besonders bris ant nannte Felke das Thema Social Engineering: Ang reifer würden dabei versuchen, Menschen du rch geschickte Täuschung daz u z u bringen, sensible Informationen preisz ugeben oder Schadsoftware z u installieren. „Hierbei spielen Ver trauen, Autorität und Dringlichkeit eine Rolle – etwa, wenn sich Ang reifer als Vorgesetzte oder Administratoren ausgeben“, warnte Professor Felke.

Einblicke aus der Unternehmenspraxis

Wie solche Gefahren in der Realität aussehen und welche Strategien sowie Schutz ma ßnahmen z u r Vorbeugung sinnvoll sind, schilder te Sebastian Hewing, IT-Leiter der ENO telecom GmbH aus Nordhorn.

Beispielsweise sei es bei einem Phishing-Ang riff auf Microsoft 365, mit täuschend echt aussehenden Login-Mails im Microsoft-Design, nu r du rch die bestehende Multi-FaktorAuthentifi z ierung gelungen, einen g rößeren Schaden z u verhindern. Ein weiteres Mal geriet die Buchhaltung ins Visier: Eine gefälschte E-Mail gab sich als dringende Z ahlungs anweisung des Geschäftsführers aus und forder te eine Überweisung auf ein ausländisches Konto „Nach diesem Ang riff wu rde der Z ahlungsfreigabeprozess überarbeitet und das Vie r-Augen-Prin z ip für alle kritischen Z ahlungen eingeführ t “ , erklär te er.

Aus diesen Vorfällen habe man weitere Konsequen zen gezogen: regelmäßige Schulungen, Phishing-Simulationen, klar definier te Notfallprozesse sowie technische Schutz ma ßnahmen wie Patches, Mail-Secu rity und Moni-

Informationsveranstaltung „Cybersicherheit im Fokus: Schutz und Prävention vor digitalen Bedrohungen“ mit den Referenten und Organisatoren (von links): Ralf Hilmes ( Wir tschaftsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim), Sebastian He wing (ENO telecom GmbH), Gitta Mäulen (Geschäftsführerin der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim), Maurice Oettel (Bergjan & Oettel GbR) und Prof Dr Patrick Felke (Hochschule Emden / Leer) Foto: Wirtschaftsvereinigung

toring mit Alarmie rung. Sein Faz it: „C ybersicherheit ist ein Prozess, kein Projekt Vorbereitung ist wichtiger als Reaktion – und frühzeitiges Handeln spar t Aufwand und Kosten“.

Rechtliche Rahmenbedingungen im Blick

Einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung bildeten die rechtlichen Vorgaben. Maurice Oettel, E x per te für Datenschutz und ITSicherheit bei Berg jan & Oettel GbR aus Bad Bentheim, erläuter te die EU-Richtlinie NIS-2 sowie den C yber Resilience Act, die in den kommenden Jahren für v iele Unternehmen bindend werden.

Die NIS-2-Richtlinie legt die Anforderungen für die Sicherheit von Netz werken und Informationssystemen fest und betrifft insbesondere Unte rnehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden aus Bereichen wie Ve rkehr, Energie, Gesundheitswesen, Verwaltung, Finan z wesen, Post- und Ku rierdienste und Warenherstellung. Sie verpflichtet die Unternehmen daz u, angemessene technische und organis atorische Ma ßnahmen z u erg reifen, um Störungen von IT-Sicherheitsz ielen z u vermeiden und Sicherheitsvorfälle z u verhindern Daneben sollten Sicherheitsvorfälle gemeldet und

Nachweise über die Einhaltung der Sicherheitsvorgaben geführ t werden. Bei Nichteinhaltung drohten empfindliche Bu ßgelder „Das NIS-2 Umsetz ungsgesetz du rchläuft derzeit das Gesetzgebungsverfahren des Bundes und wird voraussichtlich Ende 2025 oder Anfang 2026 in Kraft treten“, erklär te Oettel.

Der C yber Resilience Act wiederum zielt auf die Sicherheit von Produkten mit digitalen Elementen. Hersteller, Importeure und Händler müssen die Produkte künftig gemäß eines vorgegebenen Maßnahmenkatalogs gestalten, entwickeln und produzieren sowie Risiken bewerten Ziel sei es, so Oettel, Risiken zu minimieren, Sicherheitsvorfälle zu reduzieren und deren Auswirkungen abzumildern. Zudem müsse eine Konformitätsbewertung vorgenommen werden. „Beide Regelwerke sind ein deutlicher Hinweis, dass Informationssicherheit für die betroffenen Firmen keine freiwillige Zusatz aufgabe mehr ist, sondern zur unternehmerischen Pflicht gehört “ , betonte der E x perte

Fördermöglichkeiten für Unternehmen

Zum Abschluss stellte Ralf Hilmes, Leiter der Wir tschaftsförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim, finan z ielle Unterstütz ungsmöglichkeiten für kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen, gewerblich orientier te Freiberufler sowie für E x isten zg ründer vor Geförder t würden unter anderem technische und organis atorische Ma ßnahmen z um Schutz von IT-Systemen, mit Zuschüssen von bis z u 1000 Eu ro. „Der Landkreis förder t beispielsweise die Kosten für den sogenannten C yber Risiko Check, der das IT-Sicherheitsniveau im Unternehmen und konkrete Ma ßnahmen z u r Umsetz ung aufzeigt “ , erklär te er Die Veranstaltung machte deutlich, dass C ybersicherheit ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfä higkeit auch kleiner und mittlerer Unternehmen geworden ist. Und: Schutz ist möglich – wenn Technik, Organis ation und Bewusstsein z us ammenspielen w v

Wie sicher ist die D igitalisier ung?

Unternehmensstudie zeigt Aufgeschlossenheit – Skepsis bei Sicherheitsthemen

Die Digitalisierung ist für v iele Menschen in Deutschland fester Bestandteil ihres Allta gs – und wird künftig eine noch g rößere Rolle spielen Das zeigen neue Ergebnisse des Digitalklimaindex, einer repräsentativen Studie der Unternehmensg ruppe Deutsche Glasfaser Besonders in den Bereichen Gesundheit, Finan zen und Mobilität erwar ten die Menschen eine starke digitale Entwicklung Gleichzeitig bleibt die Skepsis in Sicherheitsfra gen g roß.

Eine Mehrheit der Deutschen hält sich für digital kompetent

Laut den Daten des Digitalklimaindex bewerten 71 Prozent der Menschen in Deutschland ihre Digitalkenntnisse als gut oder sogar sehr gut – ein Z eichen dafür, dass sich die Bevölkerung digital z u rechtfindet. Gleichzeitig bestehen nach wie vor Hemmnisse im digitalen Allta g: 55 Prozent de r Befra gten sehen mangelndes Wissen oder Schwierigkeiten in der Bedienung digitaler Geräte als zentrale Barrieren 45 Prozent bekla gen einen fehlenden Zugang z u schnellem Internet – besonders in ländlichen Regionen.

„Die Menschen in Deutschland blicken aufgeschlossen und erwar tungsfroh auf das Thema Digitalisierung “ , s a gt Ruben Queimano, Chief Commercial Officer bei Deutsche Glasfaser „Gleichzeitig zeigt sich: Die Dateninfrastruktu r muss mit dem digitalen Selbstverständnis der Bevölkerung Schritt halten und bereits heute für die Anforderungen von morgen gerüstet werden.“

Ein besonders deutlicher Trend zeigt sich bei der Fra ge, auf welche Lebensfelder Digitalisierung künftig den g rößten Einfluss haben wird: 63 Prozent der Befra gten gehen davon aus, dass digitale Lösungen im Bereich Mediz in und Gesundheitsvorsorge eine zentrale Rolle einnehmen werden Auch in den Bereichen Geld und Finan z vorsorge (60 Prozent), Versorgung und Einkauf sowie Verkehr und Mobilität ( jeweils 59 Prozent) erwar ten die Menschen starke digitale Veränderungen.

„Es ist wenig überraschend, dass besonders junge Menschen in wachsendem Ma ße digitale Lösungen eher bei der täglichen Versorgung erwar ten, wä hrend ältere Menschen Poten z ial vor allem in der Gesundheitsvorsorge sehen“, kommentie r t Queimano.

So gehen 72 Prozent der 16- bis 29-Jä hrigen davon aus, dass Digitalisierung beim Einkauf

und in de r Versorgung künftig noch wichtiger wird Bei den über 60-Jä hrigen steht der Gesundheitsbereich mit 65 Prozent an erster Stelle „Dies zeigt uns, dass nicht nu r die tagespolitische Debatte die Einstellung der Menschen in Deutschland zentral beeinflusst, sondern auch die persönlichen Lebensverhältnisse den Fokus ma ßgeblich bestimmen“, so Queimano weiter.

Auch regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Wä hrend 45 Prozent der Menschen in Süddeutschland der Meinung sind, dass digitale Technologien Schule, Ausbildung und Weiterbildung ma ßgeblich verändern werden, sind es im Norden nu r 38 Prozent Im Bereich Frei zeit, Unterhaltung und Spor t ist es genau umgekehr t: 51 Prozent der Norddeutschen erwar ten starke digitale Veränderungen, im Süden nu r 44 Prozent.

Sicherheit als digitaler Schlüsselfaktor: relevant und kontrovers

Trotz einer insges amt positiven Haltung z u r Digitalisierung äu ßern v iele Menschen weiterhin Skepsis – insbesondere bei sicherheitsrelevanten Anwendungen. 42 Prozent der Befra gten stehen digitalen Ma ßnahmen im Bereich der äu ßeren Sicherheit kritisch gegenüber, bei der inneren Sicherheit sind es 37 Prozent.

Dennoch befürwor tet eine Mehrheit de r Befra gten mittlerweile den Eins atz moderner Technologien wie Videoüberwachung, KI-gestützter Strafverfolgung oder Drohneneins atz – auch wenn dabei Bedenken bestehen. Darüber hinaus zeigt die Umfra ge, dass 62,3 Prozent der Deutschen der Meinung sind, der Staat müsse stärker gegen Fake News und Hass/Hetze im Netz vorgehen

„Die Menschen wollen sinnvolle digitale Lösungen, die verantwor tungsvoll und sicher eingesetzt werden Sie wünschen sich einen starken Staat, der Regeln festlegt. Das zeigt uns, dass die Gren zen z wischen Skepsis und Zustimmung verschwimmen und die Z eiten von Schwarz-Weiß-Malerei bei der Digitalisierung vorbei sind“, so Queimano

Der Digitalklimaindex von Deutsche Glasfaser ist eine umfassende Untersuchung z u r digitalen Einstellung der deutschen Bevölkerung in z wölf Lebensbereichen. Im Juni 2025 wu rden daz u 3013 Menschen ab 16 Jahren in 32 deutschen Regionen in einer repräsentativen Telefonbefra gung (CATI) interv iewt

„Die Menschen in Deutschland blicken aufgeschlossen und er wartungsfroh auf das Thema Digitalisierung. “

Ruben Queimano, CCO bei Deutsche Glasfaser

Langsam wächst das Deutschlandnetz

Fünfter Schnellladepark an der A 31 bei Haren – 4000

Einstöpseln und schnellladen: An den Ladesäulen der Schnellladeparks können E-Autos mit bis zu 400 KW geladen werden Symbolfoto: dpa

Im emsländischen Haren hat die Autobahn GmbH des Bundes ihre nächsten Deutschlandnetz-Schnellladeparks für Elektrofahrzeuge entlang der A 31 in Betrieb genommen. Die Standor te auf den Parkplätzen Dankern Ost und Hebel West sind Teil des bundesweiten Ladeinfrastruktu r-Ausbaus du rch das Bundesministerium für Verkehr im Rahmen des Deutschlandnetzes Der Ladepark Dankern Ost ist in Fahr trichtung Emden, der Ladepark Hebel West in Fahr trichtung Oberhausen z u erreichen

Auf beiden Parkplätzen können Elektrofahrzeuge nun ebenfalls schnellgeladen werden Der Ladepark bietet z wei Säulen mit je z wei CCS-Anschlüssen. Jeder Anschluss stellt bis z u 400 kW z u r Verfügung Rechnerisch reicht das, um einen Mittelklassewa gen binnen 10

Ladepunkte bis 2026

Minuten mit Strom für 300 bis 500 Kilometer ( je nach Verbrauch) z u laden Die Zukunftsfähigkeit des Ladeparks ist damit gesicher t. Teilen sich z wei Fahrzeuge eine Säule, kann jedes von ihnen immer noch mit mindestens 200 kW geladen werden.

„Die Autobahn GmbH treibt den Aufbau der Ladeinfrastruktu r kräftig voran, um Elektromobilität für alle und auf allen Routen z u ermöglichen Insges amt bauen wir mit dem Deutschlandnetz an den Autobahnen 1000 Schnellladepunkte an 200 Standor ten auf “ , s a gt Dr Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH.

Der neue Standor t in Nieders achsen wird von der Autostrom plus GmbH betrieben – wie alle Ladeparks dieser Ar t mit Ökostrom. Das Bez ahlsystem ak zeptier t alle gängigen Ladekar ten sowie Debit- und Kreditkar ten. „Mit einem Ad-hoc-Ladepreis von 59 Cent pro kWh gehör t de r Schnellladepark z u den günstigsten im Autobahnnetz und bietet somit auch preislich einen klaren Vor teil für Fahrer von Elektroautos“, s a gt Dr Bu rkhard Sei zer, autostrom.plus GmbH.

Entlang der A 31 z wischen dem Kreuz Bottrop und dem Autobahnende bei Emden gibt es damit nun fünf Schnellladeparks: den ersten auf dem Parkplatz Bürener Esch südlich von Ahaus, den z weiten am Parkplatz Lau Brechte bei Gronau, den dritten am Parkplatz Dankern bei Haren, den v ier ten auf dem Parkplatz Olle Rheen bei Papenbu rg und den fünften am Autobahnende in Emden

Langfristig sollen an den Autobahnen 4000 Schnellladepunkte entstehen. Das Netz ist so geplant, dass alle zehn Fahrminuten Ladesäulen an den Autobahnen z u erreichen sind.

Insolvenzen weiter auf Rekordhöhe

IHK-Bezirk meldet Plus von 0,9 Prozent –

In der Grafschaft leichte Entspannung

Die Z ahl der Unternehmensinsolven zen in der Region Osnabrück-EmslandGrafschaft Bentheim hat sich im dritten Qu ar tal 2025 auf einem beunruhigend hohen Niveau stabilisier t. Nach Angaben der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim mussten in den ersten neun Monaten des Jahres 228 Unternehmen Insolven z anmelden – das sind 0,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (226 Fälle) Damit bleibt die Z ahl der Firmenpleiten so hoch wie seit 2011 nicht mehr

Regional zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede: Während die Zahl der Insolvenzen im Landkreis Osnabrück kräftig um 47,1 Prozent auf 75 Fälle stieg, waren in der Stadt Osnabrück (-18,6 Prozent), im Emsland (-13,0 Prozent) und in der Grafschaft Bentheim (-2,6 Prozent) Rückgänge zu verzeichnen.

Anstieg der Pleiten vor allem im Verarbeitenden Gewerbe

Branchenspez ifisch gab es vor allem im Verarbeitenden Gewerbe deutlich mehr Insolvenzen (+15,0 Prozent) Zuwächse verzeichneten auch das Gastgewerbe (+5,9 Prozent) und das Baugewerbe (+4,4 Prozent).

„Die Krise dauer t an und kostet auch in unserer Region ta gtäglich Arbeitsplätze, Wer tschöpfung und unte rnehmerisches Poten z ial“, s a gt IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. „ Auch wenn der Anstieg der Insolven zen in diesem Qu ar tal vergleichsweise gering ist, bleibt es ein Z ehnjahreshoch Nicht wenige Betriebe verfügen nach mehreren Jahren wir tschaftlicher Schwächephase kaum noch über finan z ielle Reserven.“

Graf mahnt angesichts der anhaltend hohen Insolven zz ahlen z u entschlossenem politischem Handeln: „Die Z ahlen sind ein erneuter Warnruf. Viele Betriebe stehen weiterhin unter Druck Entscheidend sind jetzt spürbare Entlastungen, verlässliche Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie. Bloße Ankündigungen helfen nicht mehr weiter – die Wir tschaft möchte jetzt Taten sehen.“

Die IHK bietet Unternehmen, die sich in einer wir tschaftlichen Schiefla ge befinden, Unterstütz ung an. Sprechta ge gibt es regelmäßig in der IHK in Osnabrück. Interessier te Unternehmen können sich daz u bei Enno Kä hler ( Telefon 0541 353-316, E-Mail: kaehler@osnabrueck ihk de) melden

Æ Weitere Informationen: IHK, Christian Weßling, Telefon 0541 353-135 oder E-Mail: wessling@osnabrueck ihk de

„Viele Betriebe ver fügen nach wir tschaftlich schwachen Jahren kaum noch über finanzielle Reser ven. “

Marco Graf Hauptgeschäftsführer IHK Osnabrück

Wilsumer Straße 10 49847 Itterbeck

Tel : 0 59 48 / 93 35-0 info@bueter-jeurink de www.bueter-jeurink.de

„Wir leben Nachhaltigkeit am Bau“

Bauunternehmen Büter setzt auf Zer tifizierung umweltgerechter Baustellen

Umweltgerechtes

Bauen sichtbar

machen: Das entstehende Wohngebäude am Bentheimer Nordring – hier noch als Visualisierung –lässt Büter als erste nachhaltige Baustelle zer tifizieren Visualisierung: Büter Bau

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch im Baubereich einen immer höheren Stellenwer t. Dabei geht es um v iel mehr als um die Verwendung umweltverträglicher Baumate rialien. Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, legt strenge Ma ßstäbe an das Planen und Betreiben der ges amten Baustelle, an die Qu alitätssicherung und die Kommunikation z wischen Baubeteiligten und Kunden an So wie das Bauunternehmen Büter Bau aus Ringe. Es lässt jetzt erstmals ein konkretes Bauvorhaben auf der Grundla ge seiner Nachhaltigkeitsstrategie zer tifi z ieren

An der Ecke Nordring/Marktstra ße in Bad Bentheim errichtet Büter z u rzeit ein dreigeschossiges Wohngebäude mit insges amt z wölf Wohneinheiten sowie zehn Carpor ts. Damit das Projekt als „ nachhaltige Baustelle“ zer tifiz ier t werden kann, will Büter den ges amten Planung-, Ausführungs- und Dokumentationsprozess mit Unterstütz ung eines Planungs- und Mana gementtools struktu rieren, realisieren und dokumentieren

Das Thema Nachhaltigkeit steht bei Büter schon länger im Fokus. „ Aber dieses Z er tifiz ierungssystem wenden wir jetzt z um ersten Mal auf einer unseren Baustellen an“, erläuter t Projektleiter Tobias Schnieders. „Daran wollen wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie weiter entwickeln und dann in Zukunft bei allen unseren eigenen Baustellen umsetzen“.

Das Z er tifikat „Nachhaltige Baustelle“ soll also künftig an allen Baustellen eigener

Büter-Projekte die nachhaltige Qu alität der Bau ausführungen sichtbar machen Daz u nutzt das Bauunternehmen das Z er tifi z ierungssystem der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen DGNB, einer unabhängigen Non-Profit-Organis ation mit Sitz in Stuttgar t Sie bildet mit ihren mehr als 2500 Mitgliedsorganis ationen die ges amte Wer tschöpfungskette der Bau und Immobilienbranche ab Alle ÐGNB-Organis ationen unterstützen nach eigenen Angaben „ gemeins am das Z iel, nachhaltiges Bauen nach dem Grunds atz der Unabhängigkeit, der Aktu alität und der kontinuierlichen Qu alitätssicherung weiterz uentwickeln und in der Breite z u etablieren“

„Die meisten Gebäude, die wir heute errichten, werden wohl 99 Jahre oder länger stehen. Deshalb haben wir den Anspruch, unsere Umwelt damit so wenig wie möglich zu belasten“, sagt Büter-Geschäftsführer Mike Ruppelt. „Wir sehen für uns die Verpflichtung, die Bausünden der Vergangenheit nicht zu wiederholen.“

Von der Planung bis zur Bauübergabe

„Das DGNB System für nachhaltige Baustellen ist nutz ungs- und systemübe rg reifend kon z ipier t und daher für Baustellenprojekte aller Ar t anwendbar “ , heißt es bei der DGNB. „Der Prozess der Z er tifi z ierung erstreckt sich von der Planung der Baustelle bis z u ihrem Abschluss. Das Kon zept dient als Basis für die Be-

wer tung und die Ve rleihung des Vorze r tifikats.“ Nach Abschluss der Bauma ßnahme wird das Z er tifikat „Nachhaltige Baustelle“ verliehen.

Der „ Anwendungsfall“ für dieses Verfahren ist das Bauobjekt am Bentheimer Nordring Das Bauunternehmen Büter setzt bei der Vorbereitung, Überwachung und Ausführung ein umfassendes Planungs- und Managementtool des DGNB ein, das Nachhaltigkeitsstandards für den gesamten Prozess definiert Es bewertet keine einzelnen Maßnahmen, sondern die Gesamtperformance anhand von fünf Kriterien.

• Baustellenorganisation

Dabei geht es um die korrekte Sicherung der Baustelle, um Sauberkeit und Ordnung auf der Baustelle, aber auch um den Schutz von Boden und Grundwasser und das Wer tstoff- und Abfallmana gent Schließlich ist der Schutz der Nachbarschaft vor Baulärm und Staub z u beachten

• Schutz von Ressourcen

Unter diesem Punkt steht die vollständige Nutz ung von Ökostrom und die weitestmögliche Wiederverwendung von Materialien wie Bodenaushub, Baustelleneinrichtungen usw im Vorderg rund.

• Gesundheits- und Sozialaspekte

Unter diesen Punkt summieren sich Ma ßnahmen de r arbeitsmedi z inischen Vorsorge und Risikoanalysen von besonderen Gefä hrdungen.

Zu jeder Baustelle wird eine baustellenbezogene Gefährdungs analyse gemacht, z usätzlich z u der ve rpflichtenden Gefä hrdungsbeu r teilung des Betriebes

Wichtig ist die Förderung von ergonomischen Arbeitsmitteln wie Geräten z um Bewegen schwerer Bauelemente und Materialien Selbstverständlich sind regelmäßige Unterweisungen z u Themen wie Arbeitsschutz, wo erforderlich in de r Muttersprache.

• Kommunikation ist wichtig

Zu den Standards z ä hlen hie r regelmäßige Baubesprechungen z wischen den Baubeteiligten: Bauherrn, Bauleiter, Bauhandwerker, beauftra gte Unternehmen etc., au ßerdem Ma ßnahmen z u r Information der Öffentlichkeit

Die am Bau beteiligten Unternehmen verpflichten sich, die Belastungen des Umfelds möglichst gering z u halten, z um Beispiel du rch ku rze Bauphasen, Anlieferungen z u üblichen Geschäftszeiten, Umsetz ung von Lärm-, Abfall- und Staubkon zepte

• Qualität der Bauausführung

Unterschiedliche digitale Informationsplattformen sollen helfen, die Qu alität der

Baustelle z u fördern. Daz u z ä hlen ein Planverwaltungsmana gement, das allen Beteiligten jederzeit Zug riff auf die aktuellen Z eichnungen bietet („Planfred“), die erforderlichen Dokumente wie der Bauzeitenplan und alle relevanten Informationen z u dem Projekt Im Rahmen der Qu alitätssicherung und des Verbesserungsmana gements we rden Details oder Ände rungen du rch eine Softwarelösung direkt an die Subunternehmen ver teilt. Sie erhalten daz u Fotos, die La gemarkierung auf der Grundrisszeichnung und eine Beschreibung (123qu ality).

Natürlich werden verwendete / eingebaute Materialien und Bauprodukte ständig überprüft und dokumentier t. Alle Beteiligten erhalten von der Bauleitung eine Einweisung auf die Baustelle. Dabei wird auf die ein z uhaltenden Qu alitäts anforderungen und Dokumentationspflichten verwiesen

Büter strebt ein Basiszertifikat an

Diese gan zheitlich nachhaltige Betrachtung eines Bauvorhabens muss wä hrend der Bauphase in regelmäßigen Abständen du rch Nachweise dokumentier t werden Nach erfolg reichem Abschluss der Baustelle erhält Büter die Nachhaltigkeits-Urkunde als finales DGNB-Z er tifikat

Um diesen Prozess bei künftigen Bauvorhaben z u ve reinfachen, strebt Nachhaltigkeitsbeauftra gter Tobias Schnieders für Büter ein sogenanntes Basiszer tifikat an. Dieses Basiszer tifikat erleichter t die Vorarbeit bei mehreren Baustellen, die zer tifi z ier t werden sollen, indem alle vorab prüfbaren Unterla gen einmal eingereicht und dokumentier t werden So müssen dann für jedes Folgeprojekt nu r noch die projektspez ifischen Unterla gen nachgereicht we rden

Das klingt z unächst nach bürokratischem Mehraufwand, aber: „Viele der geforder ten Kriterien erfüllen wir ohnehin schon, z um Beispiel du rch die Vorgaben der Berufsgenossenschaft oder unser betriebliche Gesundheitsmana gement “ , erläuter t Tobias Schnieders. Und wenn das Basiszer tifikat einmal vorliegt, ist der Aufwand für jede Baustellen zer tifi z ierung sehr überschaubar.

Inhaber Gerrit Büter sieht die Fokussierung auf Nachhaltigkeit auch als unternehmerischen Mehrwer t. Er ist überzeugt: „Viele Punkte sprechen dafür Das politische Z iel der Klimaneutralität und das sogenannte ESG-Rating z wingen die Unternehmen ohnehin, sich z u verändern “ Ein Instrument dafür sieht Büter im DNGB-Nachhaltigkeitssiegel. Das ges amte Z er tifi z ierungssystem ist neu, das Unternehmen aus Ringe gehör t als Anwender z u den bundesweiten Vorreitern

„Die meisten Gebäude, die wir heute errichten, werden wohl 99 Jahre oder länger stehen

Deshalb haben wir den Anspruch, unsere Umwelt damit so wenig wie möglich zu belasten. “

Mike Ruppelt Geschäftsführer Büter Bau

Rekordhöhen und neue Realitäten

Zentralbanken setzen auf Gold

Gold steht 2025 im Zentrum der Aufmerksamkeit Das Edelmetall erreichte Anfang Oktober mit mehr als 4.000 Dollar pro Unze ein neues Allzeithoch, und erstmals seit fast drei Jahrzehnten übersteigen die Goldreserven der Zentralbanken deren US-Staatsanleihenbestände

„Gold, das älteste

Zahlungsmittel der Welt, seit mehr als 5000 Jahren. Heute ist die eiserne

Reser ve Beruhigung und Per formance zugleich. “

Mario Borowski Regionalleiter

Eine bemerkenswerte Trendwende zeichnet sich ab: Der renommierte Ökonom Mohamed El-Erian bestätigte jüngst, dass die direkten Goldbestände der Zentralbanken nun erstmals seit 1996 deren US-Staatsanleihenbestände als Prozentsatz der Dev isenreserven übersteigen Konkrete Zahlen unterstreichen die Dimension dieses Wandels: Zentralbanken kauften 2024 zum dritten Mal in Folge über 1000 Tonnen Gold, mehr als das Doppelte des lang jährigen Durchschnitts von 473 Tonnen jährlich

Diese Entwicklung reflektiert nicht nur die Suche nach Diversifikation, sondern auch das schwindende Vertrauen in die traditionelle Dominanz des US-Dollars. China reduzierte seine US-Staatsanleihenbestände von 1,1 Billionen Dollar vor dem Ukraine-Krieg auf etwa 775 Milliarden Dollar, während es gleichzeitig massiv Gold akkumuliert Besonders aufschlussreich ist dabei die Beobachtung von Bank of America-Analysten: Der Wert des von staatlichen Investoren gehaltenen Goldes beträgt inz wischen 18 Prozent der US-Staatsverschuldung, fünf Prozentpunkte mehr als noch vor zehn Jahren.

Zu diesen Verschiebungen kommt eine wachsende Unsicherheit über die Stabilität der US-

Geldpolitik selbst hinzu Die Unabhängigkeit der US-Notenbank wird zunehmend infrage gestellt. Die Zahlen der französischen Schuldenkrise verdeutlichen zusätzlich die Fragilität traditioneller Reservewährungen: Mit einer Schuldenquote von 114 Prozent des BIP und einem Defizit von sechs Prozent z ahlt Frankreich inz wischen höhere Zinsen auf zehnjährige Staatsanleihen als Griechenland.

Die aktuelle Goldpreisentwicklung unterscheidet sich dabei indes fundamental von früheren Phasen Während das Edelmetall traditionell bei steigenden Zinsen unter Druck geriet, hat es sich von diesem Muster entkoppelt. Die Nachfrage der Zentralbanken bildet eine strukturelle Untergrenze, die unabhängig von kurzfristigen Zinsbewegungen wirkt. Für konservative Portfolios bedeutet dies eine Neubewertung der Rolle von Gold. Die Empfehlung einer behutsamen Allokation von mindestens 10 Prozent in Edelmetalle – beispielsweise kombiniert mit hochwertigen Unternehmensanleihen und div idendenstarken Aktien – spiegelt diese neue Realität wider Gold ist damit nicht mehr nur Krisenwährung, sondern Baustein einer diversifizierten Währungsreservenstrategie in einer multipolaren Welt. Wer diese Entwicklung frühzeitig erkennt und behutsam in sein Portfolio integriert, positioniert sich für die Realitäten des 21. Jahrhunderts.

Das Team der Spiekermann & CO AG freut sich auf den Austausch im Gespräch und wünscht eine besinnliche Weihnachtszeit

Die Spiekermann & CO AG zählt zu den besten Ver tretern ihrer Branche in Deutschland Foto: privat

Mit klarer Str uktur statt Emotionen

zum realen Wer t des Unternehmens

Grafschafter Wer tekontor sicher t objektive und transparente Wer termittlung

„Wir verschaffen Ihnen

Klarheit über den realistisch erzielbaren

Wer t Ihres Unternehmens. “

Bernd-Heinrich Hagmann

Leiter Grafschafter Wer tekontor

Als Unternehmer und Gesellschafter haben Sie v ielleicht bereits eine genaue Vorstellung über den Wer t Ihres Unternehmens. Natürlich spielen dabei Emotionen eine g roße Rolle – so verbinden Sie mit Ihrem Lebenswerk weit mehr als nu r einen bestimmten Betra g: schlaflose Nächte in stressigen Z eiten, ausgefallene Urlaube, Arbeitszeiten am Wochenende oder an Feier ta gen. Der Wer t, den Ihr Unte rnehmen für Sie gan z indiv iduell hat, ist somit oftmals nicht g reifbar und auch nicht messbar.

Im Zuge eines internen als auch exte rnen Nachfolgeprozesses ist es jedoch wichtig, einen objektiv ier ten Unternehmenswer t z u bestimmen Zum einen, um eine realistische Erwar tungshaltung für den weiteren Prozess z u erhalten, z um ande ren sollte der Unternehmenswer t gegenüber einem Dritten nachvollz iehbar und herleitbar sein. Generell gilt, dass

der Wer t des Unternehmens das Ergebnis eines methodischen Vorgehens ist – der letztlich erz ielte Verkaufspreis stellt hingegen das Ergebnis von Preisverhandlungen dar.

Ein wesentlicher Teil einer Prozessbegleitung durch die E x perten des Grafschafter Wertekontor besteht darin, die Emotionen entlang des Prozesses herauszunehmen und Ihnen eine marktgerechte und objektiv nachvollziehbare Wertermittlung zu präsentieren Dabei gilt, dass es verschiedene Wertarten je nach unternehmerischer Situation gibt.

Der Liquidationswert ist de r Wer t, der bei Geschäfts aufgabe oder im Rahmen einer Insolven z ermittelt wird. Er ist der kleinstmögliche ökonomische Wer t für Ihr Unternehmen

Der vereinfachte Ertragswert findet oftmals im Steuerrecht Anwendung, z um Beispiel bei Erbschaften oder Schenkungen Dieses Verfahren stellt einen vereinfachten An-

s atz der Bewer tung dar – auf Basis der vergangenen Geschäftsjahre wird ein Mittelwer t für den Jahresüberschuss gebildet, welcher mit einem gesetzlich vorgeschriebenen Kapitalisierungsfaktor multipli z ier t wird.

Für einen Käufer ist die Ertragskraft des Unternehmens entscheidend:

In der Betriebswir tschaftslehre und in der Bewer tungspra x is besteht Einigkeit darüber, dass die z ukünftigen Erwar tungen des Unternehmens und seiner Umwelt ma ßgebliche Faktoren für den Unternehmenswer t sind Wesentliche Einflussfaktoren sind dabei:

1. Rendite: Entwicklung und relative Höhe von Ergebniskennzahlen

2. Wachstum: Zukünftige Branchenerwartungen und deren Einfluss auf das Unternehmen

3 Risiko: Berücksichtigung der Kapitalstruktur Ihres Unternehmens und des Marktrisikos unter den zuvor genannten Aspekten

Vier Schritte zur objektiven Unternehmenswertermittlung:

1. Betriebswirtschaftliche Analyse Auf Basis der vergangenen Geschäftsjahre führt das GWK zunächst eine betriebswirtschaftliche Analyse Ihres Unternehmens durch Dafür schauen sich die E x perten des GWK die Positionen der GuV und der Bilanz detailliert an und gehen nach Absprache mit Ihrem Steuerberater auch auf die Betrachtung von Einzelkonten ein. Ziel der Analyse ist es, vergangene Entwicklungen Ihres Unternehmens zu verstehen, um dieses Verständnis in die Zukunftsplanung einbauen zu können. Insbesondere in den Positionen „sonstige betriebliche Aufwendungen“ und „sonstige betriebliche Erträge“ finden sich vereinzelt Geschäftsvorfälle, welche nicht mit dem operativen Geschäft Ihres Unternehmens in Verbindung stehen. Es müssen außerordentliche und periodenfremde Aufwendungen und Erträge bereinigt werden. Mögliche Geschäftsvorfälle, die bereinigt werden, sind beispielsweise Aufwendungen aus Forderungsverlusten oder Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens.

2. Entwicklung einer Mehrjahresplanung

Nach abgeschlossener betriebswirtschaftlicher Analyse erstellt das GWK mit Ihnen zusammen eine Mehrjahresplanung oder verplausibilisiert Ihre intern vorliegende Planung Dabei greift das Wertekontor auf verschiedene Datenbanken und aktuelle Branchenstudien zurück, um ein ausgewogenes Bild Ihrer Unternehmensumwelt zu erhalten. Die Erkenntnisse, welche im ersten Schritt des Prozesses gewonnen wurden, fließen ebenfalls mit in die Planung hinein und vervollständigen unser Bild von Ihrem Un-

ternehmen. In der Regel plant das GWK die Entwicklung Ihres Unternehmens für einen Detailplanungszeitraum von fünf Geschäftsjahren

3. Integrierte Finanzplanung

Neben den GuV-Positionen planen die E xperten ebenfalls die Bilanzbestände. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die Geschäftsjahre fiktiv zu simulieren Das Ziel dabei ist die Ermittlung der sogenannten Cashflows, also den liquiden Mitteln, welche dem Unternehmen zur Verfügung stehen. Für die Wertermittlung sind diese relevant, da der Cashflow den tatsächlichen Zahlungsstrom Ihres Unternehmens darstellt. Die Zahlungsströme sind ferner das Ergebnis der Wertschöpfung Ihres Unternehmens So werden neben den Einflüssen der materiellen auch die der immateriellen Vermögensgegenstände berücksichtigt

Um die zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows) in die Gegenwart zu holen, werden diese verbarwertet Dies meint, dass diese zukünftigen Zahlungsströme mit den Kapitalkosten ( WACC), welche von Ihrer Kapitalstruktur und vom allgemeinen Zinsumfeld determiniert werden, auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Das Ergebnis ist der Unternehmenswert Um den Wert Ihrer Gesellschaftsanteile zu ermitteln, müssen darüber hinaus die im Unternehmen vorhandenen verzinslichen Passiva (wie etwa Finanzverbindlichkeiten) abgezogen und die verzinslichen Aktiva sowie die Kasse bz w die Überschussliquidität hinzuaddiert werden.

4. Plausibilisierung des Wertes mit vergleichbaren Transaktionen

Im letzten Schritt der Unternehmensbewertung verplausibilisiert das GWK den ermittelten Wert. So vergleicht das Wertekontor Konditionen vergangener Transaktionen Ihrer Branche mit dem ermittelten Unternehmenswert Dafür wird das Multiplikatorverfahren genutzt, basierend auf einer Vielz ahl zur Verfügung stehender Datenbanken. Über die Multiplikation mit den aktuellen Umsätzen und Erträgen Ihres Unternehmens erhält das GWK beispielsweise Umsatz- und Ertragsbandbreiten, in denen sich der ermittelte Unternehmenswert idealerweise wiederfindet

Fazit:

Ihr Unternehmen ist das Resultat Ihrer Vision, Ihrer Kraft und Ihres unermüdlichen Einsatzes Genau deshalb verdient Ihr Lebenswerk eine faire, transparente und vor allem nachvollziehbare Bewertung, welche marktgerecht ist Das GWK hilft Ihnen, eine objektive Grundlage zu schaffen, damit Sie Klarheit über den wahren und realistisch erzielbaren Wert Ihres Unternehmens erhalten

„Wesentlich für den Wert eines Unternehmens sind die Faktoren Rendite, Wachstum und Risiko. “

Wer tekontor

Æ Kontaktieren Sie das Grafschafter Wer tekontor gerne für eine unverbindliche Erstberatung unter: 05921 37029-0

Wenn das Unsichtbare plötzlich zählt

Rosenxt entwickelt Technologien zum Schutz kritischer Infrastrukturen – von kommunalen Wasserleitungen bis zu Offshore-Strukturen

Inspektionstools von Rosenxt prüfen Leitungen von innen – und erkennen Leckagen, bevor sie kritisch werden Foto: Rosenxt

Als im Frühjahr in Grevenbroich plötzlich kein Wasser mehr aus der Leitung kam, war der Schreck g roß. Der Schaden an einer Haupttrinkwasserleitung konnte erst nach einigen Stunden lokalisier t und notdürftig reparier t werden. Das zeigt, wie verletzlich Versorgungssysteme sind Wasserleitungen verlaufen unter Stra ßen und Feldern, oft seit Jahrzehnten, unsichtbar und doch unverz ichtbar Wenn dor t etwas schiefläuft, merkt man es erst, wenn es z u spät ist.

Hier setzt Rosenxt an Am neuen Standor t in Wietmarschen-Lohne entwickelt das Technologieunte rnehmen Systeme, mit denen sich der Zustand solche r Infrastruktu ren überwachen und bewer ten lässt – noch bevor es z u Ausfällen kommt. Diese Technologie nennt sich Water Line Integ rity und steht für die gan zheitliche Überwachung und Sicherung von Trink- und Abwassernetzen

Blick ins Innere

Dafür bringt Rosenxt modernste Sensorik buchstäblich ins Rohr. Kleine Messgeräte bewegen sich du rch Leitungen, erfassen ihre exakte La ge und dokumentieren den inneren Zustand. Sie erkennen Abla gerungen, Korrosion oder kleinste Undichtigkeiten – Probleme, die im Betrieb unsichtbar bleiben. Die Daten hel-

fen, ein digitales Abbild der Leitung z u erstellen, eine Ar t Gesundheitskar te des Systems So können Betreiber gez ielt handeln, bevor Schäden g roß und Reparatu ren teuer werden. Doch Rosenxt belässt es nicht bei der Dia gnose. Die Daten werden mithilfe künstlicher Intelligen z ausgewer tet, bewer tet und in Handlungsempfehlungen übersetzt So entsteht ein Kreislauf aus Erkennen, Verstehen und Handeln – ein Ans atz, der Versorgungssicherheit stärkt und Ressou rcen schont

Über Wasser hinaus

Was im Wasserbereich beginnt, gilt auch für andere kritische Infrastruktu ren Rosenxt arbeitet an Lösungen für Offshore- und Unterwasserstruktu ren – etwa für Windparks, Bohrplattformen oder Seekabel, die Energie über g roße Distan zen transpor tieren. Dor t herrschen extreme Bedingungen: hoher Druck, Korrosion, Strömung Auch hier liefern die Systeme verlässliche Daten und tra gen daz u bei, die Stabilität dieser Anla gen langfristig z u sichern.

Ob an Land oder auf See – Rosenxt verbindet Ingenieurwissen, Sensorik und digitale Auswertung, um das Unsichtbare sichtbar zu machen. Denn die Sicherheit von Versorgungsnetzen ist mehr als eine technische Frage: Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Mit seinem Fokus auf Integrität, Nachhaltigkeit und Verantwortung arbeitet Rosenxt daran, die Systeme zu schützen, auf die wir alle täglich angewiesen sind – heute und in Zukunft.

Forschung für Sicherheit: Rosenxt-Technologien schützen Wasser, Energie- und Offshore-Strukturen weltweit Foto: Rosenxt

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