
















































































![]()


















































































Rolf Masselink Redakteur
Herbst der Reformen? 80 Prozent der mittelständischen Unternehmer haben die Hoffnung darauf verloren
Zwar stellen die 3,4 Millionen Klein- und Mittelstandsbetriebe mehr als 60 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland, erbringen mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung und beschäftigen 80 Prozent aller Auszubildenden. Aber die Bundesregierung behandele sie „wie das Anhängsel der Volkswirtschaft“ , kommentierte kürzlich eine große Finanzzeitung „Zentrale Stellschrauben für Deutschlands Zukunft“ wie Innovation und Integration, Bildung und Rüstung seien ohne starken Mittelstand nicht zu bewältigen So fordert Mittelstandschef Christoph Ahlhaus „eine Regierung, die den Aufbruch nicht nur beschwört, sondern umsetzt“ – mit mutigen Reformen
Im GN-Podcast „Chefsache(n)“ hat kürzlich auch KfW-Vorstand Stefan Wintels, Chef der größten Förderbank der Welt, ein „Umsteuern“ gefordert Der Mittelstand sei „unterfinanziert in zentralen Zukunftsthemen“ Er brauche „verlässliche Rahmenbedingungen“ : weniger Bürokratie, bezahlbare Energie, klare Klimavorgaben und erleichterte Zugänge zu Wagniskapital. Wie groß die Probleme sind, belegen auch in der Grafschaft Gewerbesteuerausfälle und Firmen-Insolvenzen
Unterfinanziert sind auch die größten mittelständischen Arbeitgeber im Landkreis: die Krankenhäuser Ihnen wollte die Ampel-Regierung mit Lauterbachs Krankenhausreform Entlastung bringen: weniger Papierkrieg, mehr finanzielle Spielräume und höhere Qualität Doch die Reform wird – trotz Nachbesserung – diese Ankündigungen nur zum Teil einlösen
Warum man sich in der Euregio-Klinik und der Bentheimer Fachklinik trotzdem zuversichtlich gibt, lesen Sie in diesem GN-Insider Außerdem erfahren Sie, wie Lingen zur Wasserstoff- und KI-Hochburg werden will, und warum die Digitalisierung auf großes Interesse, aber auch auf Skepsis stößt Beim Lesen wünsche ich informative Unterhaltung

Haben Sie Anregungen, Themenvorschläge oder Kritik? Melden Sie sich gern bei mir unter R Masselink@gn-online de
Krankenhausreform
Euregio-Klinik: Wir brauchen ambulante Angebote und weniger Bürokratie 0 4 Fachklinik Bad Bentheim: Unser Kerngeschäft ist Reha
Fachklinik
Verkehrsver trag für Schienenverkehr über
Bau –„Wir leben Nachhaltigkeit
Grafschafter Wer tekontor – Mit klarer Struktur zum Wer t des Unternehmens 3
I M P R E S S U M
GN Insider, heraus- Grafschafter Nachrichten GmbH, gegeben von: Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn, Telefon 05921 707-0
Geschäftsführung: Dipl -Kfm Jochen Anderweit
Redaktion: Rolf Masselink
Titelfoto: a|w|sobott gmbh
Mediaverkauf: gn media@gn-online de Techn Herstellung:Grafschafter Nachrichten GmbH
Alle Rechte vorbehalten Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmigung des Verlags ver vielfältigt oder verbreitet werden Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr


Wer sich heute in einem deutschen Krankenhaus umschaut, trifft Medi z iner und Pflegepersonal oft nicht „am Patienten“ oder im OP an, sondern am Schreibtisch vor dem PC. Auch in der Nordhorne r Eu regio-Klinik verbringen sowohl ärztliche wie pflegende Mitarbeitende pro Ta g im Schnitt drei Stunden mit Dokumentations arbeiten „Diese Z eit fehlt in der Patientenversorgung. Ein Umstand, der unserer Meinung nach so nicht richtig ist “ , kritisier t Geschäftsführer Michael Kamp Der Klinikmana ger forder t „dringend eine Überprüfung der bestehenden Dokumentations- und Nachweispflichten und eine Abkehr von der derzeitigen Misstrauenskultu r gegenüber den bundesdeutschen Krankenhäusern “
Euregio-Klinik: Nordhorns größter Arbeitgeber sieht die Berliner Krankenhausreform mit gemischten Gefühlen „Als Ergebnis der Reform muss eine Struktur entstehen, die ohne überbordende Bürokratie auskömmlich finanzier t werden kann. “
Die überbordende Bürokratie ist nu r einer der Gründe, aus denen alle deutschen Krankenhausfachleute seit Jahren auf eine Reform des Gesundheits- und Krankenhauswesens drängen. Ein weiterer Grund: Das Abrechnungssystem mit so genannten Fallpauschalen schnür t den Kliniken finan z iell z unehmend die Luft ab. Und z u v iele Krankenhausbetten bleiben leer Zwar hat Deutschland mit derzeit rund 1700 Kliniken die höchste Krankenhausund Bettendichte in Eu ropa, aber fast ein Drittel aller Betten wird nicht belegt Zudem können kleine Häuser bei ihren medi z inischen Behandlungen mitunter nicht mehr die heutigen Standards erreichen, weil bauliche Voraussetz ungen fehlen oder es wegen z u geringer Fallz ahlen schlichtweg an der notwendigen Routine für kompli z ier te Eing riffe mangelt.
„Eine Reform der Krankenhausversorgung ist notwendig und wird von nahez u allen Akteu ren, die Verantwor tung im Krankenhaus-
wesen tra gen, unterstützt “ , beschreibt Klinik-Geschäftsführer Michael Kamp die Situ ation. Er befürwor tet das politische Z iel, nicht bedarfsnotwendige Überkapaz itäten abz ubauen und „suk zessive ambulante Möglichkeiten der Leistungserbringung ausz uweiten“ Zugleich warnt Kamp aber vor „ gut gemeintem Aktionismus“. Die Reform dürfe nicht daz u führen, mit dem Streben nach ku rzfristigen Effekten das Gesundheitssystem „vor die Wand z u fahren“. Als Ergebnis der Krankenhausreform müsse, so Kamp, eine Struktu r entstehen, die „dann aber auch ohne ,Wenn und Aber‘ und ohne überbordende Bürokratie auskömmlich finan z ier t werden“ kann
Am 6. Dezember 2022 hatte der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) seine Pläne für eine g rundlegende Reform des Krankenhauswesens erstmals öffentlich vorgestellt Aber auch drei Jahre nach dem Auftakt z um „ g rößten Umbruch der letzten Jahrzehnte“ ist noch offen, wie die deutsche Krankenhauslandschaft nach der Reform genau aussieht.
Die Reform zielt auf mehr Effizienz, mehr Qualität und weniger Kostendruck
Nach langen Diskussionen hatte die AmpelRegierung schließlich ihr „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz “ (KHVVG) vorgelegt, das im Dezember 2024 vom Bundesta g verabschiedet wu rde. Es trat z um 1. Janu ar 2025 in Kraft Es verspricht im Kern mehr Effiz ien z, mehr Qu alität und weniger Bürokratie. Daz u sollen Überkapaz itäten abgebaut, die Z ahl der Kliniken reduz ier t und ihre Arbeit du rch ein bundeseinheitliches Leistungs-
Michael Kamp Geschäftsführer der Euregio-Klinik

Optimismus, aber auch deutliche
Kritik: Klinikmanager
Michael Kamp sieht die Zukunft der Euregio-Klinik trotz mancher Unwägbarkeiten der Krankenhausreform positiv.
Foto: Tim Heinrich
g ruppensystem vergleichbar und transparenter gemacht werden
Von Anfang an stieß das Reformpaket auf heftige Kritik. Nach der Bundesta gswahl im März 2025 g riff die neue Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU ) die Kritik an dem Ampel-Gesetz auf Mit einem „Krankenhausreformanpassungsgesetz “ (KHAG) will sie vermeintliche Fehler des KHVVG nachbessern. Doch auch diese „Reform der Reform“ stößt bei Krankenkassen, Pflegeverbänden und E xper ten aus dem Krankenhaus- und Gesundheitswesen auf Kritik Noch immer wird über Finan z ierungsfra gen, Übergangsfristen und Ausnahmeregelungen gestritten. Die einen warnen vor dem „Ve rwässern“ der Reform du rch z u weitgehende Zugeständnisse. Anderen gehen die Nachbesserungen nicht weit genug Der Z eitplan, das KHAG bis Ende 2025 in Kraft treten z u lassen, ist offenbar kaum noch z u halten
An der Euregio-Klinik gibt man sich optimistisch – trotz vieler Unsicherheiten
Deshalb ist auch für die Nordhorner Eu regioKlinik noch nicht klar abz usehen, wohin in Sachen Struktu rreform „die Reise geht “ . Welche Auswirkungen wird die Reform auf den Klinikbetrieb eines Krankenhauses „in der Fläche“ haben? Wird die Eu regio-Klink ihr bisheriges Leistungsspektrum halten können, Abteilungen schließen müssen oder ihre medi z inischen Versorgungs angebote sogar ausweiten können? Das wird sich erst entscheiden, wenn die Ein zelheiten des Warkenschen Krankenhausreformanpassungsgesetzes feststehen.
Dennoch gibt man sich an der Nordhorner Alber t-Schweitzer-Stra ße z uversichtlich. „Na-
türlich werden wir uns weiterentwickeln, allein schon im Hinblick auf die politisch gewollte weitere , Ambulantisierung’ des Gesundheitswesens. Aber ansonsten denke ich, dass sich aufg rund des bestehenden Grades der Spez ialisierungen und unserer Kooperationen kein g rößerer Anpassungsbedarf beim derzeitigen Leistungsspektrum unseres Hauses ergeben wird“, meint Michael Kamp Er wer tet die „ gelungene Fusion“ des ehemaligen Marienkrankenhauses und des früheren Kreiskrankenhauses vor 18 Jahren als gute Basis für die künftige Entwicklung: „Die Fusion hat schon v iele Z iele der heutigen Krankenhausreform vorweggenommen.“ Mit dem Zus ammenschluss und der Kon zentration auf einen Standor t sei für die Grafschaft eine leistungsfä hige Klinik der Grund- und Schwerpunktversorgung entstanden Sie sei seitdem stark gewachsen und habe ihre medi z inischen Versorgungsleistungen erheblich ausbauen können
Heute versorgt die Eu regio-Klinik mit ihren 13 Hauptabteilungen, v ier Belegabteilungen und acht interdisz iplinären Z entren jedes Jahr rund 20.000 stationäre Patienten sowie rund 100.000 ambulante Behandlungsfälle. Sie verfügt über 522 Betten, darunter allein 135 Plätze im Bereich der Erwachsenen- und Kinderpsychiatrie „Wir sind da schon breit aufgestellt “ , ist der Klinik-Geschäftsführer überzeugt. Mit einem Jahresums atz von mehr als 100 Millionen Eu ro ist das Krankenhaus ein starker Wir tschaftsfaktor in der Region.
Auch beim Personal sieht Kamp sein Haus „ noch gut aufgestellt “ – trotz des auch im Gesundheitsbereich z unehmend spürbaren Fachkräftemangels. Die Eu regio-Klinik ist mit 1700 Beschäftigten der g rößte Arbeitgeber in Nordhorn. Alle Arztstellen seien besetzt, das Klinik- und Pflegepersonal hoch motiv ier t, der Pflegeschlüssel werde erfüllt
Dass der von Minister Lauterbach 2023 eingeführ te Bundes-Klinik-Atlas das anders sieht und die Ausstattung der Eu regio-Klink mit Pflegekräften als „weit unterdu rchschnittlich“ einstuft, hält Kamp für irreführend „Die Z ahlen stimmen nicht, die Zuordnung ist falsch.“ Damit reiht Kamp sich ein in die Kritik der meisten Klinikmana ger in Deutschland an diesem Online-Wegweiser. Alle beg rü ßen den Plan, den Klinik-Atlas schleunigst wieder abz uschaffen
Ein Kernpunkt der Krankenhausreform ist die Einführung eines Leistungsgruppenkatalogs: Alle medizinischen Leistungen werden in ihren Ausführungs- und Qualitätsanforderungen genau definiert und in 61 sogenannte Leistungsgruppen eingeordnet. Nur Krankenhäuser, die die Kriterien erfüllen, dürfen diese Leistungen künftig noch anbieten Kamp: „Für 60 Prozent dieser Leistungsgruppen haben wir un-

ser Haus angemeldet.“ Aber in Niedersachsen stockt die Überprüfung dieser Anträge durch den Medizinischen Dienst, weil die Leistungsgruppen im Warkenschen Änderungsgesetz nicht frühzeitig verbindlich definiert wurden
Im ang ren zenden Nordrhein-Westfalen ist alles anders. Dor t steht bereits weitgehend fest, welches Krankenhaus künftig welche Leistungsg ruppen anbieten darf. In der Düsseldorfer Landesregierung hatte Gesundheitsminister Karl Laumann (CDU ) nämlich schon vor der Bundesregierung eigene Reformpläne für die dor tige Krankenhauslandschaft angestoßen Deshalb liegen die Zukunftsszenarien für die Nachbarkliniken im Münsterland bereits vor Diskutier t wird noch über die or thopädische Versorgung. Die soll offenbar am Klinikum Ibbenbüren kon zentrie r t werden. Unklar ist aber noch die künftige Zuordnung der Fallz ahlen des niedersächsischen Ablegers des Matthias-Spitals Rheine: des Paulinenkrankenhauses in Bad Bentheim Die „Pauline“ wird z um Jahresende geschlossen. Sollen ihre Fallz ahlen künftig dem Klinikum Ibbenbüren z ugerechnet werden oder einen Or thopädieStandor t am Matthias-Spital in Rheine sichern helfen? - oder aber für NRW komplett unberücksichtigt bleiben?
Weit vorn sieht die Eu regio-Klinik sich hingegen bei einem z weiten Kernpunkt de r Reform: deutlich mehr medi z inische Leistungen ambulant z u erbringen. Das Gesetzespaket der Krankenhausreform schreibt vor, das die Z ahl der ambulanten Leistungen bis 2030 ver-
„Mit unserem Medizinisch
Ambulanten Zentrum (MA Z ) sind wir auf die weitere ,Ambulantisierung‘ gut vorbereitet. “
Michael Kamp
doppelt werden muss. „Wir haben uns auf diese veränder ten Rahmenbedingungen in den letzten Jahren vorbereitet und diese Aktiv itäten in den letzten Monaten noch einmal verstärkt “ , s a gt Kamp Erste Auswirkungen zeigten sich bereits 2024, in diesem Jahr hat der Effekt sich weiter verstärkt.
„Mit unse ren Medi z inischen Versorgungszentren in 14 Fachrichtungen und der bevorstehenden Inbetriebnahme unseres Medi z inisch Ambulanten Z entrums (MAZ ) sind wir auf die Ambulantisierung gut vorbereitet “ , ist Kamp überzeugt Für mehr als 20 Millionen Eu ro entsteht derzeit auf dem Klinikgelände ein v iergeschossiger Gebäudekomplex für das MAZ, in dem verschiedene ambulante Angebote an einem Standor t gebündelt werden.
Kern des MAZ ist das ambulante OP-Z entrum mit z wei OP-Sälen im Erdgeschoss Es bietet alle Voraussetz ungen für ambulante Eing riffe in der Unfallchiru rgie sowie der Allgemein- und Viszeralchiru rgie und de r Gy näkologie sowie der Belegabteilungen für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und der Mund-, Kiefer-, Gesichtschiru rgie Größere Operationen erfolgen aber auch in Zukunft im Z entral-OP der Klinik
Eigene Räume im MAZ werden auch z wei externe Mieter bez iehen: das Medi z inische Versorgungs-Z entrum (MVZ ) Onko Medical sowie das radiologische Screening zentrum von Drewes und Par tner. Au ßerdem werden in dem Gebäudekomplex einige Medi z inische Versorgungszentren der Eu regio-Klinik so-
Mit insgesamt
522 Betten in ihren 13 Hauptabteilungen, vier Belegabteilungen und acht interdisziplinären Zentren sowie durch zahlreiche medizinische Zer tifizierungen ist die Euregio Klinik in den vergangenen Jahren zu einem breit aufgestellten Regionalkrankenhaus der Grund- und Schwerpunktversorgung ge wachsen
Foto: Henrik Hille

wie die Spez ialisier te Ambulante Palliativversorgung (SAPV ), die Bereitschaftspra x is der Kassenärztlichen Vereinigung und auch die Psychiatrische Instituts ambulan z untergebracht Schließlich bleibt Platz für eine öffentliche Apotheke sowie einen g roßzügigen Tagungsbereich.
Die schrittweise Inbetriebnahme des MAZ ist bis Anfang 2026 vorgesehen. Finan z ier t wird es als sogenanntes PPP-Projekt (Public Private Par tnership) mit privaten Investoren
Weitere g roße Bauprojekte der Klinik sind aktuell der Bau einer Betriebs-Kita mit 95 Plätzen sowie der Neubau eines Eltern-Kind-Z entrums mit Kreißsälen, Neonatologie und Stationen für die Intensiv- und Allgemeinpflege
Vorhaltebudgets: finanzielle Entlastung oder weiter steigender Kostendruck?
Kritisch sieht Klinikmana ger Michael Kamp die im Reformpaket geplante Neuordnung der Krankenhausfinan z ierung. Die vom Bund angestrebte „Entökonomisierung “ des Klinikbetriebs du rch Abkehr vom Fallz ahlensystem müsse „ noch einmal g rundsätzlich übe rdacht und modifi z ier t werden “ Kamp ist sich mit v ielen Klinikmana gern einig, dass die Einführung der Vorhaltebudgets in der bisher diskutier ten Form die finan z ielle Situ ation der Krankenhäuser nicht verbessern wird – im Gegenteil Die Budgets g ren zen bestimmte Sachkosten aus, sind an Voraussetz ungen und die Erreichung bestimmter Fallz ahlen gebunden. „Leider wird sich nach unserer Meinung du rch die veränder te Finan z ierung voraussichtlich eher noch ein höherer administrativer Aufwand für die verschiedenen Abrechnungs arten ergeben“, heißt es in der Eu regio-Klinik. Der „Hamsterradeffekt “ der fallz ahlenorientier ten Finan z ierung werde sich nicht abmildern, sondern eher noch verstärken.
Und wenn die Bundesregierung dann noch –wie unlängst angekündigt – im kommenden Jahr die sogenannte Meistbegünstigungsklausel aussetzt, gerät die Krankenhausfinan z ierung z usätzlich unter Druck Gesundheitsministerin Warken will damit rund 1,8 Milliarden Eu ro jä hrlich einsparen. Für v iele Pflegekräfte ein massiver Einschnitt in die Gesundheitsversorgung, der vor allem die Finan z ierungsg rundla ge von Kliniken in nichtkommunaler Trägerschaft gefä hrdet
Trotzdem sieht Klinikmana ger Kamp die Zukunft der Eu regio-Klinik auch nach der Reform eher positiv: Die Spez ialisierung in verschiedenen medi z inischen Bereichen, die moderne medi z intechnische Ausstattung und die Z er tifi z ierungen als Kooperatives Brustzentrum (gemeins am mit dem Lingener Bonifatius-Hospital), als Strike-Unit für die Schla ganfallbehandlung, als regionales Traumazentrum, als Endoprothetik zentrum für Ma x imalversorgung, als Darmkrebszentrum und als stationäre Einrichtung z u r Behandlung des Diabetischen Fu ßes sichern aus der Sicht der Klinikleitung auch künftig die Leistungsfä higkeit der Eu regio-Klinik. Mit rund 20 umliegenden Krankenhäusern bestehen wechselseitige Kooperationen für knapp 50 Fachrichtungen.
„Wir haben in den vergangenen Monaten die Gespräche mit Krankenhäusern regional und auch g ren züberschreitend intensiv ier t “ , so Michael Kamp „Wir entwickeln beispielsweise regionale Kon zepte z u r Verbesserung der länderüberg reifenden regionalen Schla ganfall- und Traumave rsorgung und arbeiten mit dem Lingener Bonifatius-Hospital an der Gründung eines Kooperativen gy näkologischen Krebszentrums “ Die Kooperation mit Ma x imalversorgern wie dem Universitätsklinikum Münster bleibe wichtig, „um für unsere Patienten jeweils die bestmögliche Versorgung gewä hrleisten z u können “ rm


Profitieren Sie als Sparkassen-Vor teilspar tner
• Mehr Reichweite durch nationale Kampagnen der Sparkassen und PAYBACK
• Mehr Kundenbindung durch attraktive PAYBACK °Punkte
• Mehr Umsatz durch regelmäßige Kundschaft
• Minimaler Aufwand bei maximalem Effekt
05921 98-0 sparkasse-nordhorn.de
Weil‘s um mehr als Geld geht.
„„U U n nsse err K Keer r n ngge essc c h hääf ftt iis stt R Reeh haa“ “

Die Fachklinik Bad Bentheim ist seit den 1960er-Jahren immer weiter ausgebaut worden Sie ver fügt heute über 450 stationäre Reha-Plätze in vier Fachabteilungen Foto: Fachklinik
Krankenhausreform? „ Ja, die betrifft uns auch, aber eher am Rande Hier wird ja nicht ope rier t.“ Maciej Sz muk, seit August 2024 alleiniger Geschäftsführer der Fachklinik Bad Bentheim, teilt die Sorgen v ieler Klinikbetreiber um die Zukunft ihrer Einrichtungen nicht „Wir sehen uns als Gesundheits-Campus“, s a gt der 46-Jä hrige selbstbewusst, „unser Kerngeschäft ist Reha“. Und da sieht er die Einrichtung im Bentheimer Wald „top aufgestellt “: Alle Arztstellen seien besetzt, die Fachklinik ist akademisches Lehrkrankenhaus, koope rier t mit Hochschulen und verfügt über ein klinisches Studien zentrum mit weltweitem Renommee für die Fachbereiche Dermatologie und Rheumatologie. Es erweiter t die Versorgungsmöglichkeiten schwer betroffener dermatologischer und rheumatologischer Patienten du rch Zugang z u den modernsten und innovativsten Therapieansätzen auf dem Gebiet chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen.
Die Fachklinik, die stolz auf ihre jahrhundertelange Tradition als Heilbad verweist, steht heute auf dem soliden Fundament ihre r v ier therapeutischen Fachabteilungen mit insges amt 450 stationären Reha-Plätzen: Größte Abteilung der Klinik ist die Or thopädie mit 190 Betten, gefolgt von der Dermatologie mit 110 Betten, der Kardiologie mit 80 Betten und der Rheumatologie mit 70 Betten. Daz u kommen die 75 Betten der dermatologischen Akutklinik.
Die Auslastung der Fachklinik liegt bei durchschnittlich 96 Prozent
Nach Angaben der Klinikleitung betreuen die rund 490 Mitarbeitenden der Fachklinik pro Jahr etwa 8000 Patienten im stationären Bereich sowie rund 12.000 ambulante Fälle. Bei rund z wei Dritteln aller Patienten werden die Kosten für die Reha-Ma ßnahmen von der Deutschen Rentenversicherung getra gen,
Kostenträger für jeden dritten Patienten sind die Krankenkassen.
Damit erreicht die Fachklinik übers Jahr gerechnet eine Auslastung von 96 Prozent. Sie liegt damit deutlich über dem Landesdu rchschnitt von 74 Prozent Das unterstreicht den guten Ruf der Einrichtung bei Medi z inern wie Patienten Die Klinik selbst wer tet das auf ihrer Internetseite als Ergebnis „einer ständigen, klugen Anpassung an die Bedürfnisse und Anforderungen eines sehr dy namischen Ku rund Rehawesens sowie einer klaren Fokussierung auf die Belange der Patienten“.
Größter Lichtgerätepark Europas und ein Studienzentrum mit Weltrenommee
Die Leistungsbreite der Fachklinik e rläuter t Geschäftsführer Sz muk an Beispielen: „In der Rheumatologie behandeln wir die ges amte Bandbreite rheumatischer Erkrankungen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf entzündlichrheumatischen Krankheitsbildern.“ Das gan zheitliche Therapiekon zept kombinier t die Natu rheilmittel Schwefelmineralwasser und Thermalsole mit modernen Behandlungsmethoden und Physiotherapie. Zusätzlich z um stationären Angebot mit 70 Rehabilitationsbetten werden die rheumatologischen ambulanten Behandlungen ausgebaut
Im Fachbereich Dermatologie bilden die beiden Natu rheilmittel z us ammen mit dem g rößten Lichtgerätepark Eu ropas die Grundla ge für die Therapie. Darüber hinaus verfügt die Dermatologie über eine Vielz ahl an modernen Lasergeräten Au ßer den 110 stationären Reha-Betten verfügt der Fachbereich Der-
matologie über eine Ambulan z sowie über die dermatologische Akutklinik. Sie ist spez ialisier t auf Patienten mit akuten oder chronischen Hauterkrankungen, bei denen eine ambulante hautfachärztliche Behandlung ohne ausreichenden Erfolg geblieben ist
Ein Alleinstellungsmerkmal kann die Bentheimer Fachklinik mit ihrem Klinischen Studien zentrum für die Fachbereiche Dermatologie und Rheumatologie vorweisen. Das 2017 geg ründete Studien zentrum, das 2023 neue Räume bezog, führ t regelmäßig Arzneimittelstudien der Phase 2 und 3 du rch. „Das Studienzentrum gehör t z u den g rößten in Deutschland“, so Sz muk. „Es sicher t unseren Patienten Zugang z u den modernsten und innovativsten Therapieansätzen auf dem Gebiet chronisch-entzündlicher Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neu rodermitis, Akne und Ros acea “ Es erweitere so die Versorgungsmöglichkeiten schwer betroffener dermatologischer und rheumatologischer Patienten Der Klinikgeschäftsführer ve rweist darauf, dass dieses Studien zentrum in z wischen ein weltweites Renommee genieße: „Es ist ein g roßes Plus für die Region und ein g roßer Ima ge-Gewinn für unsere Klinik.“
Die Krankenhausreform betrifft vor allem die dermatologische Akutklinik
Thema der Krankenhausreform ist bei der Fachklinik vor allem die dermatologische Akutklinik. Auch hier gilt das Ziel der Reform: die stationäre Krankenhausversorgung kostengünstiger machen bei gleichzeitiger Verbesserung der Behandlungsqualität. Ein Instru-

„Wir sehen uns als gut aufgestelltes Gesundheitszentrum. Um die Reform mache ich mir keine Sorgen. “
Maciej Szmuk Geschäftsführer der Fachklinik Bad Bentheim

Teil der Fachklinik ist auch das öffentliche Thermalsolebad, das in den kommenden jahren sanier t werden soll Die Klinik nutzt es unter anderem für therapeutische Be wegungsbäder Foto: Fachklinik

Die Fachklinik Bad Bentheim bietet in der Or thopädie das Programm „Mobil nach Amputation“ an Patienten wie Jürgen Ulle lernen hier, mit ihrer Prothese umzugehen, sie anzulegen und sich damit zu be wegen Foto: Susanne Menzel
ment dazu: Abbau von Überkapazitäten durch Schließung von Kliniken. Für die Bentheimer Fachklinik offenbar kein Anlass zur Sorge. „Wir sind mit unserer Akutklinik der größte Träger vergleichbarer Einrichtungen in ganz Niedersachsen“, so Maciej Szmuk „Sie stellt mit ihren 75 Betten sie knapp ein Viertel aller verfügbaren Akutbetten in Niedersachsen “ Ausgerechnet diese Akutklinik werde die Klinikreform wohl kaum in Frage stellen.
Zudem sei die Akutklinik personell gut aufgestellt und arbeite in einem g roßen Netz werk mit Medi z inern und Kliniken z wischen Münster und Meppen intensiv z us ammen Ergän zt werde die Versorgung und Betreuung von Patientinnen und Patienten mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen du rch das breite ambulante Angebot in einem Medi z inischen Versorgungszentrum (MVZ )
Indirekte Auswirkungen durch Schließung des Paulinenkrankenhauses
Indirekt betroffen von der Krankenhausreform ist die Fachklinik in einem weiteren Punkt: de r angekündigten Schließung des
Paulinenkrankenhauses in Bad Bentheim z um Jahresende. Die „Pauline“ ist bisher eines von mehreren Par tnerhäusern, die der Fachklinik or thopädische Behandlungsfälle nach der Operation z u r Rehabilitation z uweisen. Sz muk bedauer t die Schließung, sieht die Folgen für sein Haus aber gelassen: „Wir arbeiten mit verschiedenen Häusern in der Region z us ammen und sind nicht auf ein zelne Kliniken angewiesen. Und Fälle wie die, die bisher im Paulinenkrankenhaus behandelt werden, wird es ja auch in Zukunft geben. Sie werden uns dann vermutlich von anderen umliegenden Häusern z ugewiesen werden “
„Wir versuchen, den ambulanten Bereich weiter auszubauen. Die Versorgung der Bürger vor Or t ist uns wichtig. “
Maciej Szmuk
Ohnehin sorgt die hohe stationäre Auslastung der Fachklinik derzeit für lange War tezeiten Bis z u acht Monate müssen Patienten auf einen Reha-Platz in Bad Bentheim war ten. Diese hohe Nachfra ge ist für Maciej Sz muk ein Beweis für das g roße Ver trauen von Patienten und Kostenträgern in die Bentheimer Fachklinik, aber auch Auftra g für noch mehr Bürgernä he: „Wir versuchen, den ambulanten Bereich weiter ausz ubauen. Die Versorgung der Bürger vor Or t ist uns wichtig “ Vor-Or t-Versorgung heißt für den Geschäftsführe r, ambulante Angebote für Patienten in einem Umkreis von 60 Kilometern vorz uhalten
Die Überschüsse des Klinikbetriebes verbleiben in der Trägergesellschaft
Dass sich das gan ze auch rechnet, verdeutlichen die Jahres abschlüsse der Trägergesellschaft Thermalsole- und Schwefelbad GmbH. Genaue Z ahlen will Maciej Sz muk nicht nennen. Aber es ist kein Geheimnis, dass die Bilan zen der vergangenen Jahre immer mit Ges amtsummen über 40 Millionen Eu ro abgeschlossen haben – und unter dem Strich immer Überschüsse von deutlich mehr als einer Million Eu ro standen
Diese Überschüsse verblieben bisher stets in voller Höhe in der Klinik Sie standen daher z u r Finan z ierung von Erweiterungs- und Erhaltungsinvestitionen z u r Verfügung. Daran, so ist Sz muk überzeugt, werden auch die aktuellen Veränderungen in der Gesellschafterstruktu r nichts ändern. Bekanntlich hat sich die Thermalsole- und Schwefelbad GmbH du rch den Rück z ug des bisherigen Mehrheitsgesellschafters, der Stiftung Fürst z u Bentheim und Steinfu r t, von einer privat geführ ten Gesellschaft z u einer Einrichtung in öffentlicher Trägerschaft gewandelt Verantwor tliche Hauptgesellschafter sind nun die Stadt Bad Bentheim und der Landkreis. Sie haben lange über die künftige Aufteilung der Gesellschafteranteile diskutier t. Dabei waren beide sich beide aber von Anfang an einig, dass die Stadt Bad Bentheim die Gesellschaft mehrheitlich führen soll rm








Hilbers: Die Fachklinik Bad Bentheim steht besser da als staatliche Bäder

Wissenschaftliche
Studien wie diese zur Weißfleckenkrankheit unter Leitung von Privatdozent Dr med Tsianakas zeugen vom hohen Niveau der Arbeit an der Fachklinik Bad Bentheim Sie ist mit ihren vier Fachbereichen
Dermatologie, Or thopädie, Rheumatologie und Kardiologie gut aufgestellt
Foto: Susanne Menzel
Gut 40 Millionen Eu ro Bilan zsumme, Jahresüberschüsse von deutlich über einer Million Eu ro, pro Jahr mehr als 18.000 stationäre und ambulante Patienten. Was macht die Bentheimer Fachklinik so erfolg reich? Wie schneidet sie ab im Vergleich z u den Niedersächsischen Staatsbädern Bad P y rmont und Bad Nenndorf ? Darüber spricht der CDU-Politiker und ehemalige Niedersächsische Finan z minister Reinhold Hilbers im Interv iew mit dem GN-Insider
Herr Hilbers, Sie w aren als Niedersächsischer Finanzminister von 2017 bis 2022 verantwortlich für die Staatsbäder Bad Pyrmont und Bad Nenndorf. Waren diese Reha-Kliniken für den Minister Glücksbringer oder eher Sorgenkinder?
Die Staatsbäder sind wichtige Einrichtungen und Aushängeschilder des Landes Nieders achsen Beide Staatsbäder bieten ä hnliche Reha-Behandlungen an wie die Thermalsoleund Schwefelbad GmbH in Bad Bentheim. Aber darüber hinaus haben sie aus ihrer Entstehungszeit im 19. Jahrhunder t v iele Aufga-
ben in der Organis ation eines klassischen Ku rbetriebs. Deshalb sind die Staatsbäder alle defi z itär, also eher Sorgenkinder
Gilt das für den Gesamtbetrieb oder nur für die Aktivitäten im Kulturbereich?
Auch ihre Reha-Betriebe arbeiten nicht kostendeckend, schon allein wegen ihrer Unterbringung in historischen Gebäuden. Die sind nicht für den heutigen Klinikbetrieb optimiert und z wingen zu hohem Erhaltungsaufwand.
Wie Bad Bentheim betreiben auch die beiden Staatsbäder öffentliche Bäder Auch die sind hoch defizitär und erfordern in den nächsten Jahren große Sanierungsinvestitionen
In Bad Bentheim steht ebenfalls die Sanierung des Mineralthermebades an. Die muss die Thermalsole- und Schwefelbad GmbH aus eigenen Mitteln stemmen.
Die Schwefelbad GmbH hat den g roßen Vorteil, dass sie als private Gesellschaft immer unter kaufmännischen Gesichtspunkten gut geführ t worden ist. Das gilt auch für die Mine-
raltherme. Ich habe als Minister Prozesse eingeleitet, um auch die Bäder der Staatsbäder z u privatisieren oder z u kommunalisieren Es ist wichtig, diesen Weg z u gehen, damit diese Einrichtungen kaufmännischer geführ t we rden können und ihre Kosten selbst erwir tschaften
Also bleibt es für die Staatsbäder vorerst bei den jährlichen Millionen-Subventionen aus dem Landeshaushalt?
In kommunaler oder privater Trägerschaft wären diese Einrichtungen besser z u steuern als von Hannover aus Erster Schritt daz u war vor Jahren ihre Ausla gerung aus dem Landeshaushalt unter das Dach eines Landesbetriebs.
In meiner Amtszeit als Minister habe ich v ieles angestoßen, um die Kommunalisierung der Staatsbäder weiter voran z u treiben Die Prozesse laufen noch, aber sowohl in Bad P y rmont als auch in Bad Nenndorf ist in Sachen Privatisierung einiges erreicht worden
Die Bentheimer Fachklinik ist sehr gut ausgelastet und wirtschaftlich erfolgreich. Hat das Land bei den Staatsbädern etw as versäumt?
Das will ich so nicht s a gen. Die Auslastung in den Staatsbädern ist auch nicht schlecht Aber die Wir tschaftlichkeit des Klinikbetriebes in den Staatsbädern wird von z wei Problemfeldern beeinträchtigt: Einerseits haben sie aus preu ßischer Vergangenheit Aufgaben z u erfüllen, die weit über einen heutigen Reha-Betrieb hinausgehen So belasten die Pflege der g roßen Ku r- und Parkanla gen sowie die Unterhaltung öffentlicher Gebäude wie Theater- und Kon zer tgebäude die Staatsbäder mit enormen Kosten.
Au ßerdem ist das Land bei der Entlohnung der Beschäftigten an Vorgaben und Restriktionen gebunden. Zu den Tarifen des öffentlichen Dienstes wäre wohl auch Bad Bentheim nicht mehr so profitabel.
Musste die Thermalsole GmbH in Bentheim seit den 1960er-Jahren nicht auch enorme Summen in Ausbau und Sanierung der Fachklinik investieren?
Ja, aber Bad Bentheim hatte nie die finan z iellen Belastungen aus dem klassischen Ku rund Kultu rbetrieb so wie die Staatsbäder. Auch deshalb kann die Thermalsole GmbH den Cashflow aus eigener Leistungskraft erwir tschaften und war immer in der La ge, Investitionen selbst z u stemmen Dabei muss man anerkennen, dass das Fürstliche Haus die Fachklinik in der Vergangenheit als Mehrheitsgesellschafter unter kaufmännischen Aspekten immer sehr gut geführ t hat.
Können Sie das näher erläutern?
Das Haus ist immer „an der langen Leine geführ t “ worden. Wenn man einer Einrichtung diese kaufmännische Freiheit lässt, kommen in der Regel auch gute Ergebnisse heraus Zudem wird die Fachklinik als gemeinnütz ige Stiftung geführ t Ihre Er träge konnten so immer in voller Höhe in der Stiftung verbleiben und z u r Weiterentwicklung des Klinikbetriebs eingesetzt werden
Das Fürstliche Haus als bisheriger Mehrheitsgesellschafter hat den Großteil seiner Anteile zurückgegeben. Wie geht es weiter mit der Trägergesellschaft?
Für die Einrichtung ist es wichtig, dass es in der Trägergesellschaft klare Verhältnisse gibt Die Geschäftsführung muss wissen, worauf sie sich ein z ustellen hat. Deshalb beg rü ße ich es sehr, dass nun Einigkeit darüber erz ielt wu rde, dass die Stadt Bad Bentheim als g rößter Gesellschafter jetzt klar die Führung übernimmt. Sie hält künftig knapp 65 Prozent de r Gesellschaft. Der Landkreis verringer t seinen Gesellschafteranteil wieder auf nun 33 Prozent. Damit kann ich gut leben Die Fürstliche Stiftung bleibt mit z wei Prozent weiterhin als Gesellschafter dabei
Welche Bedeutung hat die Fachklinik Bad Bentheim für die Grafschaft?
Ich schätze ihre Bedeutung als sehr hoch ein, nicht nur als klinische Einrichtung und bedeutender Arbeitgeber. Die Fachklinik ist ein Aushängeschild, das Bad Bentheim und die Grafschaft bekannt macht Das erlebe ich immer wieder bei Besuchen in anderen Landesteilen. Sie ist wichtig für die Stadt Bad Bentheim als prädikalisier ter Ku ror t Zudem bringt die Fachklinik nicht nu r Reha-Absolventen, sondern auch sehr v iele Gäste in die Grafschaft Sie lernen die Grafschaft kennen und bringen Kaufkraft in die Region. Die Fachklinik ist also auch ein wichtiger Wir tschaftsfaktor
Können Niedersachsens Staatsbäder von Bad Bentheim lernen, wie man’s macht?
Das habe ich schon als Minister gelegentlich gesagt Die Fachklinik Bad Bentheim zeigt, wie ein privater Träger erfolgreich sein kann, wenn man ihm die kaufmännische Handlungsfreiheit lässt und er bereit ist, sich anzustrengen. Der Erfolg ist aber auch der Erfolg der Mitarbeitenden in Bad Bentheim, die sich reinhängen, sich mit der Fachklinik identifizieren und bestrebt sind, ein gutes Ergebnis abzuliefern.
Vielen Dank für das Gespräch. rm

„
Ich schätze die Bedeutung der Fachklinik als sehr hoch ein, nicht nur als klinische Einrichtung und bedeutender Arbeitgeber. “
Reinhold Hilbers, ehemaliger Finanzminister Niedersachsen
Fraunhofer-Studie: Lingen entwickelt Strategien

Kleines Molekül, großes Potenzial: Wasserstoff soll auch für Lingen zum „Stoff der Zukunft“ werden.
Die Stadt Lingen und das Emsland sollten gez ielt Unterstütz ungsstruktu ren für Wasserstoffprojekte aufbauen, die bei der Elektrolyse entstehende Abwärme für die Energieversorgung nutzen und die Forschung z u wasserstoffbasier ten Antriebstechnologien und sy nthetischen Kraftstoffen intensiv ieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Strategiestudie, die das Fraunhofer-Institut ISI im Auftra g der Stadt Lingen erstellt hat.
Die von der Stadt Lingen (Ems) in Zus ammenarbeit mit dem Fraunhofer ISI (Institutsteil Leipz ig) erstellte wissenschaftliche Studie sollte aufzeigen, wie sich Lingen strategisch als Grüne Wasserstoffregion aufstellen kann Z iel ist es, eine fundier te Grundla ge für die weitere Entwicklung der Wasserstoffwir tschaft in der Region mit konkreten Handlungsempfehlungen für die kommenden Jahre z u schaffen Die Ergebnisse der Studie basieren auf umfang reichen Datenanalysen sowie Interv iews mit regionalen Akteu rinnen und Akteu ren aus Wir tschaft, Wissenschaft und Verwaltung.
Starke Ausgangslage durch Infrastruktur und Netzwerke
Mit dem Bau der Konver terstation du rch die Amprion GmbH und g roßer Elektrolyseanlagen du rch RWE und BP hat die Stadt Lingen in den vergangenen Jahren bereits zentrale Weichen für die industrielle Herstellung von Grünem Wasserstoff gestellt Du rch die Anbindung an das Strom- und Wasserstoffkernnetz ist es heute schon möglich, g roße Mengen g rünen Stroms und Wasserstoffs vor Or t z u erzeugen, z u speiche rn und weiter z u ver teilen. Über ihre Wir tschaftsförderung bündelt und förde r t die Stadt Lingen z udem die regionalen Wasserstoffaktiv itäten und arbeitet dabei eng mit dem Landkreis Emsland sowie dem Unternehmensnetz werk H2-Region Emsland z us ammen. Bislang fehlte jedoch eine überg reifende regionale Strategie, um die v ielfältigen Ma ßnahmen systematisch weiterz uentwickeln. Diese Lücke schließt nun die Studie des Fraunhofer ISI mit klaren strategischen Empfehlungen.
Smarte Energieversorgung als Standortvorteil
Als ein zentrales Handlungsfeld benennt die Studie die intelligente Nutz ung von Abwärme, die bei der Elektrolyse entsteht – etwa z u r Wärmeversorgung von Haushalten und Gewerbegebieten in Lingen Auch die Rückverstromung du rch wasserstofffä hige Gastu rbinen kann künftig z u r Versorgungssicherheit beitra gen Am Standor t Emsland bereiten RWE und Kawas aki aktuell den Eins atz entsprechender Anla gen vor, um insbesondere in Dunkelflauten – also bei geringer Solar- und Windstromproduktion – einspringen z u können.
Neben der Produktion von g rünem Wasserstoff verfolgt die Stadt Lingen das Z iel, diesen auch vor Or t z u nutzen: Vom klimaneutral erzeugten Wasserstoff sollen sowohl bestehende Unternehmen profitieren, als auch neue Unternehmen, die in diesem Sinne angesiedelt werden, um die regionale Wer tschöpfung z u stärken.
Digitale Lösungen, wie sie am IT-Campus Lingen und im KI Park Lingen entstehen, können diese Entwicklungen nach Ansicht der Fraunhofer-Wissenschaftler sinnvoll ergänzen und Lingen als Vorreite r smar ter Energiesysteme positionie ren
Arbeit an nachhaltigeren Kraftstoffen
In der Region arbeiten Unternehmen wie BP bereits intensiv an der Produktion nachhaltigerer Kraftstoffe Ein Beispiel ist der Eins atz der Co-Processing Methode. Dabei werden biogene Rohstoffe eingesetzt, die direkt in der Kraftstoffproduktion fossiles Rohöl teilweise ersetzen. Auch hie r werden in den weiteren Prozessschritten g roße Mengen an Wasserstoff benötigt Solche alternativen Möglichkeiten sowie auch Untersuchungen z u sy nthetischen Kraftstoffen für Großfahrzeuge – von Schiffen über LKWs bis z u Landmaschinen –gilt es laut Studie gez ielt ausz ubauen. Ein Ans atz hierfür sind gemeins ame Forschungsprojekte mit der Hochschule Osnabrück am Campus Lingen.
Die Region bringe z ahlreiche Kompeten zen entlang der Wasserstoff-Wer tschöpfungskette mit, so die Studienautorin Ann-Kathrin Dieterle Nun komme es darauf an, diese z u vernetzen und die passenden Rahmenbedingungen für Innovationsprojekte z u schaffen
Maßnahmen zur gezielten Positionierung
Das Fraunhofer ISI schlägt v ier zentrale Struktu rma ßnahmen vor, mit denen sich die Stadt Lingen im Wasserstoffmarkt weiter profilieren kann. Eine Schlüsselrolle spielt dabei
die geplante H2-Factory Lingen, ein regionales Testzentrum, in dem Unternehmen ihre Technologien unter realen Bedingungen erproben können: von der Produktion über die Speicherung bis z u r Anwendung.
„Wir haben in Lingen früh die richtigen Weichen z u r Transformation gestellt. Die Ergebnisse der Studie geben uns nun eine fundier te Grundla ge, um unse re Aktiv itäten entlang der ges amten Wer tschöpfungskette strategisch weiterz uentwickeln – mit dem Z iel, Lingen als führenden Standor t der Wasserstoffwir tschaft ausz ubauen: innovativ, nachhaltig und als europäische r Vorreiter der Wasserstoffwir tschaft “ , erklär t Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone.
Zusätzlich empfiehlt die Studie, bestehende regionale Netz werke gez ielt auf den Wasserstoffmarkt ausz u richten; etwa du rch Austauschformate wie Unternehmerfrühstücke oder themenspez ifische Foren. Auch Star tups im Wasserstoffbereich sollen gez ielt geförder t werden: Eine Machbarkeitsstudie soll klären, wie ein regionales Accelerator-Prog ramm aufgebaut werden kann und welche bestehenden Struktu ren – wie Co-WorkingSpaces oder Inkubatoren – weiterentwickelt werden sollten
Ein weiterer Baustein ist der Aufbau eines Wasserstoffcampus an der Hochschule Osnabrück – Campus Lingen Geplant sind pra x isnahe Studienangebote, Labore und Promotionsprog ramme, die das regionale Innovationssystem stärken und wer tvolle Forschungsarbeit leisten können.
Gemeinsam mit dem Landkreis Emsland die Region stärken
Diese strategischen Schritte z ielen darauf ab, die Wettbewerbsfä higkeit der Stadt Lingen und der ges amten Region Emsland im Wasserstoffmarkt langfristig z u sichern. Sie sollen Fachkräfte binden, neue Arbeitsplätze schaffen und die Rahmenbedingungen für Unternehmen gez ielt verbessern. Darüber hinaus sollen sie neue Investitionen anstoßen und die Region als attraktiven Standor t für weitere Akteu re der Wasserstoffwir tschaft positionieren. Perspektiv isch verfolgt die Stadt das Z iel, gemeins am mit dem Landkreis Emsland die Region als ex zellenten Forschungs- und Innovationsstandor t weiterz uentwickeln Dabei arbeitet die Stadt eng mit der Cornex ion GmbH z us ammen, dem g rößten Innovationsnetz werk in Nieders achsen, um unter anderem die Bereiche IT-Campus und KI (Satellitenstandor t Lingen) innovativ ausz ubauen –insbesondere im Be reich au ßeruniversitärer Forschungseinrichtungen. Die strategische Weiterentwicklung im Wasserstoffbereich bildet dafür eine zentrale Grundla ge
„Die Studie gibt uns eine fundier te Grundlage, um uns entlang der gesamten Wer tschöpfungskette strategisch weiter zu entwickeln. “
Dieter Krone Oberbürgermeister Stadt Lingen
Fachtag bot Bühne für Informationsaustausch über eine „Revolution des Bauens“

Digitale Daten statt Papierzeichnungen: Der zunehmende Einsatz neuer Planungs- und Management-Technologien beginnt langsam, die Bauwir tschaft zu revolutionieren Foto: Jürgen Lüken
Auch im Bauwesen wird der Eins atz digitaler Planungs- und Mana gement-Tools immer wichtiger. Wie revolutionier t BIM (Building Information Modeling) die Planung, Ausführung und den Betrieb von Bauprojekten? Wie können regionale Unternehmen in die Nutz ung von BIM einsteigen? Und warum soll BIM z u einem Kernangebot des entstehenden Campus Berufliche Bildung werden? Darum ging es unlängst bei einem Fachta g unter dem Titel „ Zukunft Bauen mit BIM – Vernetz ung von Wir tschaft, Handwerk und Bildung “ in Nordhorn Daz u beg rü ßten die Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim, der Landkreis und die Kreishandwerkerschaft im NINO-Hochbau rund 50 Ver treterinnen und Ver treter aus Unte rnehmen, Handwerk, Bildung und Verwaltung.
sönlichen Kompeten zen – von Softwarekenntnissen über Projektmana gement bis hin z u r Offenheit für neue Arbeitsweisen – für eine erfolg reiche BIM-Einführung e rforderlich sind Sie empfahl den Teilnehmenden eine schrittweise Einführung: „BIM ist keine Software, sondern eine neue Arbeitsweise Der Einstieg gelingt mit klarer Strategie, geschultem Personal und einer passenden Infrastruktu r.“
In einem Pra x isforum, moderier t von Günter Natelberg und Tanja Dinter von der Wachstumsregion Ems-Achse, berichteten regionale Unternehmen und Bildungseinrichtungen über ihre Erfahrungen mit BIM. Mike Ruppelt von G Büter Bauunternehmen, Tim Berling von der LIST-Gruppe, Markus Uphus vom Campus Handwerk Süd-West Nieders achsen sowie Gerald Brinkmann von den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen Nordhorn gaben Einblicke in konkrete Anwendungsbeispiele – vom 3D-Scan im Bestandsbau über die technische Gebäudeausrüstung bis hin z u r Integ ration in die Ausbildung von Bauzeichnern So erz ä hlte Mike Ruppelt, dass auf Bestandsbaustellen ein Scanner für das Aufma ß eingesetzt werde, was eine enorme Z eitersparnis mit sich bringe. Und Tim Berling ergän zte: „Bei LIST arbeiten mehrere Mitarbeitende als BIM-Koordinatoren BIM ist unternehmensweit – vom Ver trieb bis z u r Baustelle – veranker t.“ Auch im Bildungsbereich wächst de r Wunsch, BIM stärker in Lehrpläne und Ausbildungskon zepte z u integ rieren.
Ein strategisches Instrument für die Zukunft des Bauens
„BIM ist keine
Software, sondern eine neue Arbeitsweise. “
Elke Heine, Regionalsprecherin von buildingSMART
Im Z entrum der Veranstaltung stand die Fra ge, wie BIM als digitale Arbeitsweise nicht nu r technische Prozesse veränder t, sondern auch neue Anforderungen an Qu alifikation, Zus ammenarbeit und Infrastruktu r stellt Statt ein zelner Papierpläne entstehen mit BIM digitale, vernetzte Gebäudemodelle, die Informationen aus allen Gewerken bündeln BIM ist kein Zukunftsthema mehr, sondern bereits Realität auf v ielen Baustellen und in Planungsprozessen und forder t demnach neue Kompeten zen in Handwerk, Wir tschaft und Bildung. Den fachlichen Auftakt bildete ein Impulsvor tra g von Elke Heine, Sprecherin der Regionalg ruppe Nordwest von buildingSMART Deutschland Die Ingenieu rin zeigte auf, welche technischen, organis atorischen und per-
In z wei Workshops konnten die Teilnehmenden anschließend tiefer in die Materie einsteigen Die abschließende Plenumsrunde widmete sich der Fra ge, wie BIM stärker in die schulische und berufliche Bildung integ rier t werden kann Eine interaktive Abfra ge unter den Teilnehmenden ergab klare Impulse: Workshops für Berufstätige, Schnuppe rangebote für Schülerinnen und Schüler sowie die Integ ration von BIM-Inhalten in die du ale Ausbildung wu rden als besonders z ielführend bewer tet. Auch die Unterstütz ung du rch Betriebe wu rde als zentraler Erfolgsfaktor genannt
Die Veranstaltung machte deutlich: BIM ist mehr als ein digitales Werk zeug – es ist ein strategisches Instrument für die Zukunft des Bauens w v
5 - Punk te - Programm zur Förderung des Mit telst ands
Die Wir t schaf t sförderung des L andkreis Graf schaf t Bentheim st ärk t mit ihrem 5 - Punk te - Förderprogram m gezielt kleine und mit tlere Unternehmen sowie Gründer*innen Ziel ist es, die Wet tbewerbsfähigkeit zu erhöhen, neue Märk te zu er schließen und die digit ale Transformation im Mit telst and zu fördern
Geförder t werden:
Gewer bliche K MU mit Sit z im L andk reis
Freiberu fler*innen mit gewer blicher Tätigkeit
E xistenzgründer*innen mit geplanter Vollzeitgründung
Förder schwer punk te:
M es se besuc he: Zuschüsse bis 2 0 0 0 € f ür er ste Messeauf t rit te
H o m e p age & O nline -Sho p: Förderung bis 1 50 0 € f ür moder ne Web präsenz
Zer ti fizieru nge n & Weite rbild u nge n: Unter stüt zung bis 8 0 0 € f ür Q ualit ät und Q ualifikation
Digit alisie ru ng & IT-Sic herheit: Zuschüsse bis 1 50 0 € f ür Prozessoptimierung und Datensicherheit
I n f rast ru k t u r: Förderung bis 1 0 0 0 € f ür Breit bandanschlüsse
W ic htig: A nt räge müssen vor Begin n der M a ßna h m e gestellt werden Infor mationen,
Förder richtlinie und A nt ragsunterlag en erhalten Sie bei der W ir t schaf t sförderung des L andk reises
Graf schaf t Bentheim oder über den QR- Code auf der Website

Landkreis Grafschaft Bentheim Wirtschaftsförderung van-Delden-Straße 1–7
48529 Nordhorn
Besucheranschrift
NINO-Allee 11
48529 Nordhorn
www wirtschaftsfoerderung grafschaft-bentheim de
Im Umfeld des Bahnhofs entstand ein Hotelneubau mit besonderem Anspruch

Zeitgemäße Hotellerie, inspirier t durch Nordhorns textile Vergangenheit: das neue „KONNEX INN“ der Hackmann- Gruppe direkt am Bahnhof
Foto: Jürgen Lüken
Nordhorn war über Jahrzehnte eine Stadt der Textilindustrie Webereien, Garne und Stoffe prägten das Stadtbild und das Leben v ieler Menschen. Heute sind es Wasserläufe, Grünflächen und moderne Architektu r, die die Innenstadt bestimmen – doch die Geschichte der Textilindustrie ist weiterhin spürbar Ein neues Hotel g reift diese Geschichte auf und führ t sie for t: das KONNEX INN by Hackmann, zentral gelegen direkt am Bahnhof
Name und Gestaltung mit Bezug zur Stadt
Der Name des Hauses ist Prog ramm: „Konnex “ steht für Verbindung – z wischen Menschen, Or ten und Ideen. Dieses Prin z ip prägt das ges amte Hotel, von der architektonischen Idee bis z u r Innenausstattung „Uns war wichtig, ein Haus z u schaffen, das in Nordhorn ve ranker t ist, ohne nostalgisch z u wirken“, s a gt Wolfgang Hackmann, Geschäftsführer der Hackmann Hotels.
Das Gestaltungskon zept orientier t sich an der industriellen Vergangenheit Nordhorns Inspiration bot das Stadtmuseum im NINOHochbau, das die textile und modische Geschichte der Stadt dokumentier t Muster, Materialien und handwerkliche Details aus dieser Z eit bildeten den Ausgangspunkt für das Interieu r Modezeichnungen eines jungen Designers aus Dor tmund, die eigens für das Hotel entstanden sind, g reifen die Ästhetik der Textilproduktion auf und über tra gen sie in eine klare, zeitgemäße Form.
Mit seiner La ge am Bahnhof ist das KONNEX INN eng mit der Stadt verbunden und z ugleich idealer Ausgangspunkt für Geschäftsreisende, Radu rlauber und Wochenendgäste
Wellness mit Weitblick
Oben im Staffelgeschoss des Hauses befindet sich die Wellnesslandschaft des Hotels – ein Rück z ugsor t mit weitem Blick über die Dächer Nordhorns. Gäste können hier in verschiede-
nen Saunen entspannen: einer klassischen finnischen Sauna, einer Kräuters auna, einer BioSauna und modernen Infrarotsitzbänken Ergän zt wird das Angebot du rch g roßzügige Ruheräume, die z um Abschalten und Du rchatmen einladen
Die Gestaltung folgt auch hier der Idee der Verbindung: natürliche Mate rialien, warme Farben und klare Linien schaffen eine Atmosphäre, die z u r Ruhe kommen lässt, ohne distan z ier t z u wirken Ob nach einem langen Arbeitsta g oder eine r ausgedehnten Fahrradtou r – hier steht das Wohlbefinden im Mittelpunkt.
Kosmetikbereich im Staffelgeschoss
Zum Wellnessbereich gehör t auch ein Kosmetikraum, in dem ve rschiedene Anwendungen angeboten werden Das Angebot reicht von Gesichts- und Körperbehandlungen übe r pflegende Ritu ale bis hin z u kleineren Auszeiten z wischendu rch Verwendet werden dabei hochwer tige Pflegeprodukte auf natürlicher Basis, die auf Wirks amkeit und Hautver träglichkeit ausgelegt sind Die Behandlungen stehen sowohl Hotelgästen als auch externen Besucherinnen und Besuchern offen und ergänzen die Saunalandschaft um einen ruhigen, indiv iduellen Bereich der Entspannung.
Ausstattung für Radreisende
Das KONNEX INN ist auf die Bedürfnisse von Radreisenden ausgerichtet. In der abschließbaren Fahrradgara ge stehen z ahlreiche Stellplätze für Fahrräder und E-Bikes z u r Verfügung. Auch Ladepunkte und Abstellmöglichkeiten für Gepäck sind vorgesehen. Du rch die La ge in der Fahrradstadt Nordhorn bietet das Hotel einen idealen Ausgangspunkt für Touren entlang der Vechte, du rch die Grafschaft Bentheim und über die nahe niederländische Gren ze.
Das Frühstück als Herzstück
Wie in allen Häuse rn der Hackmann Hotels spielt das Frühstück auch im KONNEX INN eine besondere Rolle. Es gilt als das Herzstück des Aufenthalts und verbindet regionale Qu alität mit sorgfältiger Auswahl und ansprechender Präsentation Das Buffet bietet frische Backwaren, Wu rst- und Käsespez ialitäten aus der Region, frisches Obst, Müsli und eine Auswahl an warmen Speisen
Das Frühstücksteam gestaltet das Angebot mit v iel Eigeninitiative und Kreativ ität, um sich imme r wieder Neues einfallen z u lassen, um auch Stammgäste z u überraschen und Abwechslung z u bieten. Beim Frühstück zeigt sich so, was die Hackmann Hotels ausmacht: eine familiäre Atmosphäre, ehrliche Gast-

Die Ausstattung der Zimmer mit natürlichen Materialien, warmen Farben und klaren Linien schafft eine besondere Atmosphäre Foto: Jürgen Lüken
freundschaft und die Nä he z u den Menschen, die hier z u Gast sind.
Restaurant „Garn & Gabel“
Im Erdgeschoss befindet sich das Restau rant „Garn & Gabel“, betrieben von Marija und Iva Vrdoljak Gäste können hier in entspannter Atmosphäre genießen, ob z um Abendessen oder bei einem Glas Wein nach einem langen Ta g Die Küche kon zentrier t sich auf regionale Produkte, die in wechselnden, s aisonalen Gerichten verarbeitet werden.
Teil einer familiengeführten Hotelgruppe
Das KONNEX INN gehör t z u r Hackmann Hotels GmbH & Co. KG, einer familiengeführ ten Hotelg ruppe mit de rzeit acht Häusern in Nieders achsen und Nordrhein-Westfalen Seit fast v ier Jahrzehnten führ t die Familie Hackmann Häuser, die regional verwu rzelt und auf moderne Bedürfnisse ausgerichtet sind.
Mit dem Neubau in Nordhorn erweiter t das Unternehmen sein Angebot in der Region „Das KONNEX INN steht für die Verbindung von Standor tgeschichte und zeitgemäßer Hotellerie“, s a gt Hackmann „Ein Haus, das seine Umgebung ernst nimmt und daraus Identität entwickelt “
Seit Mitte November 2025 empfängt das KONNEX INN die ersten Gäste.
„ Auch Nordhornerinnen und Nordhorner sind herzlich eingeladen, das KONNEX INN z u entdecken“, s a gt Thorsten Weidemann. „Eine Übernachtung in der eigenen Stadt kann überraschend erhols am sein.“
Æ Weitere Informationen sind unter w w w hackmann-hotels de abrufbar
„Uns war wichtig, ein Haus zu schaf fen, das in Nordhorn veranker t ist, ohne nostalgisch zu wirken
. “
Wolfgang Hackmann Geschäftsführer der Hackmann Hotels



Am Haken eines Krans schwebte im September die rund 100 Jahre alte Drehbrücke beim Europark in Coevorden einer neuen Zukunft entgegen. Nach der Aufarbeitung in Emlichheim soll sie im April wieder eingesetzt werden, damit ab Dezember 2026 die Personenzüge der BE durch die Niedergrafschaft über die Grenze bis nach Coevorden fahren können
Feierliche Unterzeichnung des Verkehrsver trages auf Burg Bentheim
Ein Projekt, das zeigt, „was möglich ist, wenn regionale und internationale Par tner gemeins am an einem Strang z iehen.“ Mit diesen Wor ten würdigte Joachim Berends, Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG, Ende Oktober die Unterzeichnung des sogenannten Verkehrsver tra ges für die entstehende Bahnverbindung ins niederländische Coevorden. Mit diesem Ver tra g, im Grunde eine Ar t Auftra g z u r Erbringung der Verkehrsleistungen auf der Strecke Neuenhaus-Coevorden, hat die g ren züberschreitende Bahnverbindung eine der letzten wichtigen Hürden genommen.
Mit einem feierlichen Akt im Marstall der Bu rg Bentheim wu rde der Ver tra g z u r Weiterführung des Schienenpersonennahverkehrs
von Neuenhaus nach Coevorden am 27. Oktober feierlich unte rzeichnet Die Ver tra gsparteien – die Bentheimer Eisenbahn AG, die Landesnahverkehrsgesellschaft Nieders achsen mbH (LNVG) und die Prov in z Drenthe – besiegelten damit die g ren züberschreitende Zus ammenarbeit z u r Stärkung der regionalen Schienenverbindung Ver treterinnen und Vertreter aus lokaler Politik und Verwaltung wohnten der feierlichen Unterzeichnung bei
Mit der neuen Verbindung wird die Bahnstrecke der Bentheimer Eisenbahn über die deutsch-niederländische Gren ze hinweg bis in den Bahnhof Coevorden verlänger t. Damit entsteht eine direkte, umweltfreundliche und komfor table Verbindung mit Anbindung ans niederländische Schienenverkehrsnetz. Sie