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GN-Insider Nr. 2 2024

Page 1


Wir t s c h a f t

W I RT S CH AF T S -

F Ö RD E RU N G

Nic h t d ie Zu ku n f t

ve r b a u e n la s s e n

F O R S CH U N G

IM INTERVIEW

Ge or g Pa u lin g

Ge p r ü f t e r Sa chve r s t ä n d ige r

fü r Immob ilie n b e we r t u n g

„ Digit a le r Zwillin g “

fü r CO -n e u t r a le

Pr o d u kt io n

D E P O N I E W I LS U M

Mit KI ge ge n Fo lge n d e s Klim awa n d e ls N r 2

CO - F O O T P RIN T KMU-Be t r ie b e a u f ih r e m We g

u n t e r s t ü t ze n

Teilhaben an der digitalen

Transformation – Jet zt!

tefan Schaible, Chef von Deutschlands größter Unternehmensberatung

Roland Berger, sieht die deutsche Wirtschaft „vor der größten Transformation ihrer Geschichte“ Viele hätten noch gar nicht begriffen, wie ernst die Lage ist: Trotz der Krise, trotz des Zwangs zu Kostenreduzierung und Personalabbau und trotz hoher Zinsen müsse jetzt massiv investiert werden Warum gerade jetzt? „Weil Innovation für uns als Exportland lebensnotwendig ist“ Worum es geht, wurde unlängst den Besuchern der Hannover-Messe auf Schritt und Tritt vor Augen geführt: Kein Messestand, an dem nicht Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt stand KI ist der entscheidende Technologiesprung für die nächsten Jahre –nicht wegen des Hypes um Chatbots wie ChatGPT, Moin AI und Co , sondern weil die Symbiose aus generativer KI und „Machine Learning“ – über die Industrie hinaus – ganz neue Anwendungen hervorbringen wird KI-basierte Prozesssteuerungen optimieren Fertigung und Logistik Menschenähnliche Roboter werden innerhalb von zwei Jahren damit beginnen, fehlende Arbeitskräfte in Industrie, Pflegebereich und Gastronomie zu ersetzen KI ist dabei, die Weltwirtschaft zu verändern – und unsere Gesellschaft.

Für diese Ausgabe des GN-Insider habe ich auf 52 Seiten Beispiele versammelt, wie weit KI auch in den Unternehmen der Grafschaft bereits Einzug hält Und in Gesprächen mit Wirtschaftsförderern, Unternehmern und Personalentwicklern habe ich erkundet, wie die Grafschaft sich aufstellen muss, um in den dynamischen Transformationsprozessen nicht den Anschluss zu verpassen Denn gerade jetzt müssen auch hiesige Unternehmen – große wie kleine – Chancen erkennen, innovativ denken und kreativ handeln, um am wirtschaftlichen Wandel teilzuhaben Bei diesen Einblicken in das Innenleben der Grafschafter Wirtschaft wünsche Ich Ihnen informatives Lesevergnügen

Haben Sie Anregungen, Themenvorschläge oder Kritik? Melden Sie sich gern bei mir unter R Masselink@gn-online de

Titelstor y

Die Grafschafter Wir tschaft darf sich nicht die Zukunft verbauen lassen 0 4

Inter view: KMU-Betriebe auf ihrem Weg zur CO2-Neutralität unterstützen 1 2

Schwerpunkt Künstliche Intelligenz

Krüp: „Der Hype um KI wird abflachen“ 1 4

„Digitale Zwillinge“ – ef fizienter Weg zu klimaneutraler Produktion? 1 6

Mülldeponie Wilsum: Mit KI gegen die Folgen des Klimawandels 1 8

Kostendruck und demografischer Wandel treiben die Automatisierung 2 1

Schwerpunkt Personalentwicklung

„Wir müssen Pflege ganz neu denken“ 2 6

Mit Wer tschätzung und Fehlerkultur die Mitarbeiterbindung stärken 4 3

Wie die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt gelingen kann 4 6 Chefsessel ist oft noch Männersache 4 9

Advertorials Rosenxt – Forschung für nachhaltige

1 1 GMP- Gruppe – Wohnen im „Ludwig“ : altersgerecht, innovativ und regional 3 0

Von Poll – Immobilienvermittlung auf höchstem Niveau 3 2

Büter-Bau –„Wir denken ganzheitlich –von der Idee bis zur Schüsselübergabe“ 3 4

Spiekermann AG – Vorsicht bei Festgeld! 3 8

Heider Energietechnik – Vermieter profitieren von Solarstrom 4 1

Obremba – Sonderabschreibung für Mietwohnungsbau 4 2 nvb GmbH – Beste Energie für Geschäftskunden

I M P R E S S U M

GN Insider, heraus- Grafschafter Nachrichten GmbH, gegeben von: Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn, Telefon 05921 707-0

Geschäftsführung: Dipl -Kfm Jochen Anderweit

Mediaverkauf: Telefon 05921 7070, gn media@gn-online de

Redaktion: Rolf Masselink

Grafik & Layout: Rudolf Berg

Techn Herstellung: Grafschafter Nachrichten GmbH

Alle Rechte vorbehalten Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmigung des Verlags ver vielfältigt oder verbreitet werden Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr

D ie Grafschafter Wir tschaft darf sich nicht die Zukunft verbauen lassen

Herausforderungen durch Wasserstoff, Digitalisierung und EU-Taxonomie

Wasserstoff – für die Bundesregierung „das Gas der Zukunft “ und ein wichtiger Schlüssel z u einer klimaneutralen Energiewir tschaft Für die Grafschaft ist das Thema Wasserstoff eine Herausforderung, bei der sie Gefahr läuft, abgehängt z u werden Deshalb sieht Ralf Hilmes, der Leiter der Wir tschaftsförderung beim Landkreis, das Thema Wasserstoff als eines der g roßen Zukunftsthemen für den Landkreis – und als ein Beispiel dafür, dass die Wir tschaftsförderung mehr Aufgaben hat, als Gewerbeansiedlungen z u vermitteln, Förderanträge z u unterstützen und den Aufbau von Informations- und Produktionsnetzwerken z u begleiten. Vor Herausforderungen steht die Grafschaft au ßerdem bei den Zukunftsthemen Digitalisierung und Klimaneutralität

aber die Grafschaft würde davon überhaupt nicht profitieren “ Denn ein ör tliches „ Abz apfen“ von Wasserstoffgas aus diesem Kernnetz sei bisher nicht vorgesehen

Für Hilmes sind die Netz ausbaupläne deshalb auch ein Thema für die Wirtschaftsförderung Wenn, wie die Bundesregierung behauptet, „vor allem die Industrie in Zukunft auf Wasserstoff als Energielieferanten angewiesen sein“ wird, gelte das auch für die Unternehmen in der Grafschaft. Aber die hätten nach aktuellem Planungsstand ja gar keinen Zugang zu der entstehenden Wasserstoff-Infrastruktur.

Als erstes zer tifizier tes Wasserstoffkraftwerk

„Mit dem nationalen WasserstoffKernnetz sollen die derzeit bekannten g roßen Verbrauchsund Erzeugungsregionen für Wasserstoff in Deutschland erreicht und so zentrale Wasserstoff-Standor te, beispielsweise g roße Industriezentren, Speicher, Kraftwerke und Impor tkorridore angebunden we rden“, heißt es in einer Stellungnahme der Bundesnetz a gentu r. Erste Teile des Kernnetzes sollen bis 2032 in Betrieb gehen. Bis 2050 soll ein deutschlandweites Netz entstehen, das bis z u 13.300 Kilometer Länge erreicht und auf eine Spitzenabnahme von rund 110 Gigawattstunden Wasserstoff ausgelegt ist. Der Dachverband FNB Gas, die Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas eV schätzt den Investitionsbedarf für dieses Wasserstoffnetz auf rund 18 Milliarden Eu ro.

Deutschlands hat das Heizkraftwerk Leipzig Süd im Oktober 2023 den Betrieb aufgenommen Die Bundesregierung hat sich nach langem Ringen auf eine Strategie zum Bau wasserstofffähiger Gaskraftwerke in Deutschland geeinigt Foto: dpa

„Das müssen wir politisch diskutieren“, meint der Chef der Wir tschaftsförderung im NINOHochbau, und z war jetzt Denn v iel Z eit z u r Einflussnahme auf die Ausbauplanungen bleibe nicht mehr. Spätestens seit dem Kabinettsbeschluss z um Aufbau des Kernnetzes steht der Rahmen für das Megaprojekt

„Die kostengünstigste Möglichkeit z um Transpor t von gasförmigen Wasserstoff bilden unsere bestehenden Erdgasleitungen“, heißt es beim Dachverband FNB Gas. Dafürsoll das deutsche Wasserstoffnetz in der ersten Ausbaustufe schon bis 2027 auf rund 5100 Kilometer Länge wachsen.

„Von einer leistungsfähigen Wasserstof f-Infrastruktur profitier t nicht nur die Industrie, sondern die Zukunftsfähigkeit

Deutschlands“

Rober t Habeck Bundesminister für Wir tschaft

„Von eine r leistungsfä higen Wasserstoff-Infrastruktu r profitier t nicht nu r die Industrie, sondern die Zukunftsfä higkeit Deutschlands“, versicher t Bundeswir tschaftsminister Rober t Habeck. Der Grafschafter Wir tschaftsförderer Hilmes hält da gegen: „Nach den bishe rigen Ausbauplänen sollen z war wichtige Adern des Kernnetzes du rch das Kreisgebiet verlaufen,

So fiel Mitte Oktober 2023 an der Ve rdichterstation des Gasnetzbetreibers Open Grid Eu rope (OGE) am Strooteweg in Emsbüren der symbolische Star tschuss für die erste Umstellung einer Fernleitung von Erdgas auf Wasserstoff in Deutschland OGE und der Gasnetzbetreiber Nowega als Projektpar tner sprechen von einem „entscheidenden Puzzleteil für die Energiewende“

Und auch in der Grafschaft läuft die Umrüstung vorhandener Gasleitungen für den Wasserstofftranspor t Mitte 2023 begann die Aufarbeitung der z wölf Kilometer langen ehemaligen RWE-Erdgasleitung z wischen dem Gasspeicher in Kalle bei Hoogstede bis ins niederländische Vlieghuis Die Leitung ist nun im

Vlieghuis

Kalle

Nordhorn

Lingen Emsbüren

Epe

Ochtrup

D ü sseld orf

S aarb rü cken

Bis 2030 soll durch Umnutzung bestehender und Bau neuer Fernleitungen die erste Ausbaustufe des deutschlandweiten WasserstoffKernnetzesentstehen Durch die Grafschaft verlaufen wichtige Leitungsstränge, aber Entnahmepunkte sind bisher nicht vorgesehen Quelle: FNB Gas / Grafik: GN

Wasserstoff-Netz 2030

Raffinerien Chemie

Stahlindustrie

Kavernenspeicher

Wasserstoffnetz 2030 Neubau

K iel

H am b u rg S ch w erin

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M ü n ch en S tu ttgart

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In Nordhorn wird eine Ergasleitung zur Wasserstoffleitung umge widmet. Die Leitung soll eine Schlüsselposition im künftigen Wasserstoffnetz einnehmen

Besitz von Thyssengas und verlängert die vorhandene Thyssen-Leitung z wischen Ochtrup und Kalle nach Norden in die Niederlande.

Über den Impor tpunkt Vlieghuis möchte der Dor tmunder Fernleitungsnetzbetreiber ab 2027 den Transpor t von Wasserstoff (H2) bis nach Duisbu rg-Hamborn ermöglichen In der Grafschaft entsteht damit der erste Übergangspunkt im g ren züberschreitenden Wasserstoff-Transpor t z wischen Deutschland und den Niede rlanden.

Was hat die Grafschaft davon? Vorerst nichts, meint Wir tschaftsförderer Hilmes „Wir werden z um reinen Transitgebiet.“ Deshalb forder t er, bereits beim Aufbau des deutschlandweiten Wasserstoff-Kernnetzes

Foto: Hausfeld

so schnell wie möglich rechtliche Rahmenbedingungen für den Einbau ör tlicher Abz weigepunkte z u schaffen. Damit wäre der Weg frei für den Anschluss eines ör tlichen Verbrauchernetzes, selbst wenn dieses Netz nicht sofor t gebaut würde.

„Dafür müssen wir kämpfen, damit uns nicht die Zukunft verbaut wird“, warnt Hilmes. Denn wenn das Fernleitungsnetz in einigen Jahren seinen Betrieb aufgenommen habe, werde es ungleich schwe rer, solche Netzz ugangspunkte im Nachhinein nachz u rüsten Au ßerdem plädier t der Wir tschaftsförderer für ein Kooperationsmodell der regionalen Stadtwerke Sie könnten nu r gemeinschaftlich Planungen für eine kreisweite Wasser-

„Wir müssen dafür kämpfen, nicht zu einem reinen Transitgebiet für Wasserstoff zu werden. “

Ralf Hilmes Wir tschaftsförderer beim Landkreis

JETZT BIN ICH NICHT NUR ARBEITGEBER, SONDERN AUCH FACHKRÄFTE-MACHER DAS BRINGT MICH WEITER

Die Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme der Bundesagentur für Arbeit Nutzen Sie den Arbeitgeber-Ser vice und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Beschäftigten und Ihr Unter nehmen weiterbr ingen können Infor mieren Sie sich jetzt unter www dasbringtmichweiter de oder r ufen Sie uns an unter 0800 4 5555 20

stoffversorgung aufnehmen und geeignete Verknüpfungspunkte mit dem Kernnetz definieren

Mit Roboterfabrik auf dem Weg in die Digitalisierung der Wirtschaft

Bedarf für wichtige Weichenstellungen sieht Hilmes aktuell auch bei z wei weiteren Zukunftsthemen: im Bereich Digitalisierung und Automatisierung sowie beim Megathema Nachhaltigkeit, EU-Ta xonomie und Klimaneutralität.

So hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz 2023 ein Förderprogramm aufgelegt, mit dem die Entwicklung neuer Dienste und Produkte zur Nutzung der immer größer werdenden Datenmengen in einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Produktion beschleunigt werden soll Für die Entwicklung und Erprobung sogenannter Edge-Computing-Software in zehn Förderprojekten stellt der Bund 30 Millionen Euro bereit. Eines dieser Forschungsprojekte läuft unter dem Projektkürzel EDNA am Hochschulcampus Lingen in Verbindung mit dem emsländischen Trailer-Hersteller Krone.

Auch in dieser rasant for tschreitenden Digitaltechnik dürfe die Grafschaft nicht abgehängt werden, warnt Ralf Hilmes. „Ein wichtiges Projekt für uns deshalb ist der Aufbau einer „Roboterfabrik Grafschaft Bentheim“ Kern des Projekts, das aus Mitteln des Eu ropäischen Soz ialfonds ESF geförder t wird, nutzt das Robotiklabor der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen in Nordhorn, das Ende 2022 eröffnet wu rde Es ist eines der ersten derar tigen Schulungslabors in Nieders achsen und soll nun im Rahmen des Projekts Roboterfabrik z u einem Z entrum für Aus- und Weiterbildung von Fachkräften ausgebaut werden. Das Projekt ist seit Dezember 2023 mit ersten Bildungs angeboten angelaufen und geht in diesen Ta gen formell an den Star t.

Die Wir tschaftsförderung selbst tritt bei dem Projekt gar nicht in Erscheinung, sondern

„Die Roboterfabrik ist
Folge einer langfristigen Fachkräftestrategie“

Projektflyer der Ems

-Achse

sieht ihre Aufgabe darin, die Projektpar tner z us ammen z ubringen Träger der Robote rfabrik sind das Land Nieders achsen, die EU und der Landkreis Grafschaft Bentheim. Als Projektpar tner vor Or t kooperieren das Bildungswerk der Grafschafter Wir tschaft, die Robokind-Stiftung und die Wachstumsregion EmsAchse in Kooperation mit den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen.

„Die Roboterfabrik verfolgt mit ihrem Projektgedanken eine nachhaltige und langfristige Fachkräftestrategie z u r Stärkung und Sicherung der Wir tschaftsstandor te Grafschaft Bentheim, Emsland und Ostfriesland“ heißt es im Projektflyer z um Projekt.

Die Industrie 4 0-Anla ge der GBS soll laut Projektbeschreibung „Interessier ten neben dem Zugang z u r kollaborativen Robotik insbesondere du rch modulare Lernsitu ationen eine pra x isnahe Ausbildung ermöglicht werden. An den z ahlreichen Stationen der Anla ge werden du rch das Zus ammenspiel verschiede-

• Standortver netzung

• Sicherheits- und V ideoüberwachungssysteme

• Managed Services

• Hard- und Software

• Projektierung • Webdesign

An der Industrie 4 0-Anlage der GBS übernehmen die beiden Projektbetreuer Chris Duismann ( links) und Tobias Gellink (rechts) in Kooperation mit Fachlehrer Niek Deeken (Mitte) die Ausbildung in der Roboter fabrik
Foto: Schroven

E r d ö l f ö r d e r u n g

m i t B l i c k a u f d i e

Zukunft

Unser Beitrag für eine nachhaltige Wir tschaftsentwicklung vor Or t .

W i r f ü r d i e Re g i o n !

Chefsache(n) n Zusammenarbe t mit der

Das Konzept für ein autarkes QuartiersEnergienetz ist Thema im Podcast

„Chefsache(n)“ GN-Redakteur Rolf Masselink spricht mit Rüdiger Köhler, dem Geschäftsführer der Georg Utz GmbH in Schüttor f Zu hören überall, wo es Podcasts gibt Einfach den QR- Code einscannen oder dem Link folgen

https://gn123 .de/ kdd

ner Sensoren und Aktoren ( Teil-)Automatisierungsprozesse aufgezeigt.“ So wird ein Angebot für pra x isorientier tes Lernen im Bereich Robotik und KI in päda gogisch abgestimmten Lernschritten geschaffen.

Mit dem Angebot de r Roboterfabrik soll, so die Ems-Achse, „ die Attraktiv ität der (Ausbildungs-)Betriebe gestärkt und diese auf den nationalen sowie internationalen Wettbewerb vorbereitet werden.“

Wir tschaftsfördere r Hilmes ist überzeugt: „Das Thema Fachkräftesicherung du rch verstärkte Aus- und Weiterbildung ist für unsere Region gerade im Bez ug auf die z unehmende Digitalisierung unserer Unternehmen ein entscheidender Punkt z u r Standor tsicherung.“ Die Wir tschaftsförderung des Landkreises kon zentrier t sich dabei insbesondere auf die Unterstütz ung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, vermittelt Beratungs angebote bei Fachbüros oder vermittelt gemeins am mit der Steinbeis-Stiftung Kontakte z u Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

EU-Taxonomie stellt kleine Unternehmen vor große Herausforderungen

Auch auf dem Weg z u r energetischen Transformation, z u r Minimierung des CO2-Footprints und z u r klimaneutralen Produktion will Hilmes die Grafschafter Wir tschaft unterstützen. Auch hier nimmt er die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Region in den Fokus. Für sie baut er ein Angebot mit Informationsveranstaltungen, Netz werkarbeit und Best-Practice-Beispielen auf Mit der Verordnung 2020/852 hat die Europäische Union im Juli 2020 ihren Weg z um Z iel der Klimaneutralität bis 2050 konkretisiert Mit dieser Ta xonomieverordnung sollen Finan z produkte nach ihrer Nachhaltigkeit kategorisiert, also Geldströme in klimaschonende Technologien gelenkt werden. Die EU will damit unter anderem den Klimaschutz vorantreiben, Umweltverschmutz ungen z urückdrängen und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft fördern.

Für die Wirtschaft hat die EU-Taxonomie weitreichende Auswirkungen. So müssen größere Betriebe bereits eine Nachhaltigkeitsbilanz vorlegen Und Banken knüpfen Investitionsfinanzierungen verstärkt an die Forderung, die Nachhaltigkeit des Projekts nachzuweisen Wir tschaftsfördere r Hilmes sieht vor allem bei KMU-Unternehmen v iel Unsicherheit beim Thema EU-Ta xonimie Auch hier will er mit einem ör tlichen Projekt gegensteuern. Gemeins am mit dem Grafschafter Technologiezentrum arbeitet die Wir tschaftsförderung an einem Beratungsnetz werk.

Den Einstieg in eine nachhaltige Kreislaufwir tschaft soll das deutsch-niederländische Projekt „Two4C“ erleichtern, das der Land-

„Nicht unsere Taxonomie“ : Klimaaktivistin Luisa Neubauer protestier t gegen ein grünes EU-Label für Atomkraft und Gas Foto: dpa

kreis Grafschaft Bentheim gemeins am mit Oost NL, der Handwerkskammer Münster, der Stichting Kiemt und der Sa x ion Hogeschool anbietet. In einem ersten Quick Scan hatten z unächst rund 100 Unternehmen aus dem deutsch-niederländischen Gren z raum Fra gen z um Thema Kreislaufwir tschaft beantwor tet Bei Workshops wu rden anschließend Ansätze z u einer nachhaltigeren und klimaschonenden Kreislaufwir tschaft diskutier t Dem Z iel, ör tliche Unternehmen bei der Minimierung ihres CO2-Footprints z u unterstützen, dient auch die Idee, gan ze Gewerbequ artiere z u energieautarken Selbstversorgern z u machen. Daz u hat das Team von Ralf Hilmes in ein Projekt am Autobahnkreuz Schüttorf angestoßen. Insges amt 240.000 Eu ro investieren die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland sowie die Stadtwerke Schüttorf in den Aufbau einer gemeins amen Versorgungsgesellschaft, die Gewerbebetriebe rund um das Autobahnkreuz mit Solar- und Windstrom versorgen soll.

Die Idee: Auf den g roßflächigen Hallendächern verschiedener Betriebe – insbesondere der Logistikbranche – könnten Solarmodule den Sonnenstrom erzeugen, der in energieintensiven Nachbarbetrieben dringend gebraucht wird Daraus ein Qu ar tiersnetz werk z u machen, erforder t jedoch v iel Regulatorik und erhebliche Investitionen. „Wir wollen das am Beispiel der Gewerbegebiete in Schüttorf und Emsbüren einmal du rchspielen“, s a gt Ralf Hilmes. Gelingt es, dor t ein autarkes Stromversorgungsnetz aufz ubauen, könnten die Erkenntnisse daraus öffentlich z u r Verfügung gestellt und somit auch für Qu ar tiersprojekte in anderen Gewerbegebieten angewandt werden rm

P O D C A S T

Forschung für nachhaltige Zukunft

Rosenxt: Kritische Infrastruktur im Fokus von Forschung und Entwicklung

Lang jä hrige E x per tise trifft bei Rosenxt auf Entdeckergeist Mit Leidenschaft für Forschung und Innovation entwickelt das Team die Technologien für die Herausforderungen von morgen. Auf Basis hochmoderner Sensorik, autonome r Robotik und KI werden z ukünftige Hightech-Lösungen geschaffen.

Innovative Technologien für raue Umgebungen

D i e Lös u ng e n we rd e n d or t g eb ra u c ht, wo es he ra u s ford e rnd wi rd : z u m B ei s pi el b e i d e r O ffs hore- E ne rg i eg e wi nnu ng m i t Wi nd tu rb ine n. D i e Ve rg röß e r u ng d e r Tu rb i ne n u nd

E ntfe rnu ng e n z u r Kü s te s i nd Sc hl ü s s el s tra teg i e n, u m d i e O ffs hore-Wi nd e ne rg i ee rz e ug u ng a n z u k u rb el n u nd d i e Strom g es teh u ng skos te n z u s e nke n. D a m i t e nts tehe n ne u e Hera u s ford e ru ng e n z u m B ei s pi e l a n Tu rbi ne nfu nd a m e ntve rb i nd u ng e n s owi e a n d i e kontinu i e rl i c he Ü b e rprü fu ng d e r A nl a g e ns i c he rhei t

Ros e nx t s tel l t s i c h d i es e n He ra u s ford e ru ng e n m i t p a te nti e r te n Fu nd a m e nts ve rb i nd u ng s y s te m e n u nd a u tonom e r A nl a g e nü b e rwa c hu ng. A nl a g e ns i c he rhei t s pi el t a u c h i n d e n Ti efe n d e r Weltm ee re ei ne g roß e Rol l e

Unte rwa s se ra nl a g e n wi e D a te n- u nd Stromk a b el m ü ss e n reg el m ä ß i g u nte rs u c ht u nd ü b e rprü ft we rd e n D i e d e rz ei ti g e n Me thod e n s i nd hä u fi g z ei ta u fwä nd i g u nd kos ts p i el i g. D es ha l b fors c ht Ros e nx t a n a u tonom e n Unte rwa s s e rfa hrz e u g e n D a nk m od e rns te r

Tec hnol o g i e n k önne n d i es e ei g e ns tä nd i g wei te Strec ke n z u rü c k l eg e n u nd i n d e r Ti efe

d i e e nts prec he nd e n A nl a g e n kontrol l i e re n –u na b hä ng i g von Wette rb ed i ng u ng e n.

D a s E l e m e nt Wa s s e r i s t fü r d i e Fors c he r u nd E ntwi c k l e r a u c h a u s a nde re r Pe rs pek ti ve b ed e u ts a m . E i ne s i c he re Wa s s e ri nfra s tru k tu r

i s t wi c hti g s te Vor a u s s etz u ng fü r d a s el e m e nta rs te m e ns c hl i c he B ed ü rfni s : z uve rlä s s i g e r

Z u g a ng z u s a u b e re m F ri s c hwa s s e r D e r B ed a rf s tei g t; g l ei c hz ei ti g a l te r t d i e Infra s tru ktu r. D i e Ve rg a ng e nhei t z ei g t, wel c he Sz e nari e n d e r G es el l s c ha ft d rohe n, we nn s i c h d i e

La g e a u fg ru nd d es K l i m awa nd el s ve rs c hä rft.

G e na u e D ate n ü b e r d e n Z u s tand d e r d e rz ei tig e n Wa s s e ri nfra s tru k tu r we rd e n s o z u m wi c hti g e n Z u k u nfts fa k tor.

M i t Ins pek ti one n u nd ei ne m vora u s s c ha ue nd e n A nl a g e nm a na g e m e nt s c h a fft Ros e nx t d i e G ru nd l a g e fü r A nl a g e n- u nd Ve rs org u ng s -

Rosenxt entwickelt unter anderem hochmoderne autonome Unter wasserfahrzeuge (AUVs) für die effiziente Inspektion kritischer Infrastruktur

s i c he rhei t u nd ei ne n na c hhal ti g e n Um g a ng

m i t d e r f ü r Me ns c h u nd Wi r ts c ha ft s o b ed e u ts a m e n Res s ou rc e

Mo d er nste Fo rschung und Entwi ck l ung f ür d i e Z uk unf t

Um z u k u nfts wei s e nd e Lös u ng e n z u s c haffe n, s tehe n b ei Ros e nx t m od e rns te Tec hnolo g i e n i n d e r Se ns ori k , a u tonom e n Rob oti k , ne u e M a te ri a l i e n u nd D ate nve ra rb ei tu ng i m M i ttel pu nk t. Au s fa s t a l l e n KI - B e rei c he n we rd e n A l g ori thm e n b e nöti g t, u m kom pl exe Me s s d ate n i n Inform a ti on e n fü r Ku nd e n z u ve ra rb eite n. „Uns e r Z i el i s t es , ei ne n we r tv ol l e n B eitra g z u d e n He ra u sford e ru ng e n von m org e n z u l ei s te n. Wi r s i nd von d e r tra ns form a ti ve n Kra ft von Hi g htec h- Lös u ng e n ü b e rz e u g t, u m d i es es Z i el z u e rrei c he n“, fa s s t Seba s ti a n Mü l l e r (C TO) z u s a m m e n.

D e r Ros e nx t- Ne u b a u i n Wi etm a rs c he nLohne, ei n hoc hm od e rnes B ü ro u nd Fors c hu ng s z e ntru m , wi rd i n d e r Reg i on Fors c he rn u nd E ntwi c k l e rn ei n ne u es Z u ha u s e g eb e n, u m v i s i onä re Id ee n z u r Rea l i tä t we rd e n z u l as s e n. „Hi e r e nts te ht ei n C am pu s , a n d e m M i ta rb ei te r m i t u nte rs c hi ed l i c hste m

Know- how u nd Hi nte rg rü nd e n a n z u k ü nftig e n E ntwi c k l u ng s fel d e rn a rb ei te n, wo Kol l ab ora ti on ei n wi c hti g e r E rfol g s fa k tor i s t u nd u ns e re Unte rnehm e ns k u l tu r au s Pe rform a nc e u nd Fu n, Team work m i t Tru s t g el eb t u nd g eförd e r t wi rd “ , s o D i rk va n V i nc ke nro y e (G e ne ra l M a na g e r)

„Als Vorreiter der Innovation er forschen wir das Unbekannte, denken langfristig und entwickeln mit neuesten Technologien Lösungen für künftige Herausforderungen. “

Dirk van Vinckenroye General Manager

„KMU-Betriebe auf ihrem Weg zur CO2-Neutralität unterstützen“

Wir tschaftsförderer Ralf Hilmes über Energie wende und Fachkräftege winnung

Von d e r Inno-

va ti ons b e ratu ng b i s z u m

K l i m a s c hu tz , von

d e r F ra u e nförd e ru ng

b i s z u m B rei tb a nd -

a u s b a u u nd von d e r

g re n z ü b e rs c hrei te n-

d e n Z u s a m m e na r-

b ei t b i s z u Wa s s e r-

M E N S C H E N

Ralf Hilmes (55) leitet seit 2011 die Abteilung für Wir tschaftsförderung beim Landkreis Grafschaft Bentheim Zuvor war der gelernte Diplom-Bankfachwir t seit April 2002 Leiter der Wir tschaftsförderung der Stadt Nordhorn. Überregionale Bekanntheit erlangte der Nordhorner als Schiedsrichter im Fußball Von 1993 bis 2000 pfiff er unter anderem Spitzenspiele in der ersten und zweiten Bundesliga und im DFB-Pokal Bis heute ist er als Schiedrichterbetreuer aktiv

s toffprojek te n rei c ht

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Sc hwe rpu nk te s ei -

ne r A rb ei t:

Herr Hilmes, vor welchen Herausforderungen steht die Wirtschaftsförderung des Landkreises zurzeit?

Da möchte ich z unächst die Energiewende nennen: Wie bekommen wir in der von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägten Grafschafter Wir tschaft die Energiewende hin? Die EU-Taxonomie stellt auch sie vor die Herausforderung, den Wechsel hin z ubekommen – weg von fossiler Energie hin z u den erneuerbaren Energieträgern.

Steht dafür in unserer Region mehr als die Windenergie zur Verfügung?

Neben der Windenergie, die hier ja stark ausgeprägt ist, können wir auch verstärkt auf die Fotovoltaik setzen Ich verweise in diesem Zus ammenhang auf unser kreisweites Hausdächerkataster. Als dritte Möglichkeit gibt es ein gutes Poten z ial für die Energiegewinnung aus Biomasse.

Für uns als Wir tschaftsförderung muss es darum gehen, dass diese erneuerbaren Energien z u marktgerechten Preisen angeboten

werden können Daran arbeiten wir – unter anderem mit einem Pilotprojekt, das zeigen soll, wie sich ein Gewerbegebiet aus erneuerbaren Energien autark selbst versorgen kann.

Und wie läuft es in der Grafschaft mit dem Thema Digitalisierung?

Diverse Studien aus der Corona-Z eit haben uns gezeigt: Wir müssen in der Digitalisierung noch aufholen. Gerade unsere klein- und mittelständisch geprägte Wir tschaft steht vor de r schwierigen Fra ge: Wie packt man die Digitalisierung richtig an? In unserem Zukunftsforum 2030 wu rde der Wunsch an uns herangetragen, hier aktiv z u werden. Das wollen wir tun und erarbeiten derzeit ein Kon zept, um die digitalen Kompeten zen in unseren KMU-Unternehmen z u stärken. Dabei geht es sowohl um Beratung als auch um Schulung. Daz u gehör t das hochaktuelle Thema IT-Sicherheit, auch da wollen wir ansetzen.

Wie können Sie die hiesigen Unternehmen gerade vor diesem Hintergrund dabei unterstützen, genügend Fachkräfte zu gewinnen?

Unsere Unternehmensumfra ge Ende 2023 hat gezeigt, dass der Bedarf an Arbeits- und Fachkräften nach wie vor immens ist Die demog rafische Entwicklung wird den Mangel weiter verschärfen

Um z usätzliche Arbeitskräfte hierher z u bekommen, z ielen wir jetzt auf das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz Wir wollen Unternehmen, die tatsächlich international unterwegs sind, bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte unterstützen – sowohl bei der Integ ration hier vor Or t als auch bei den v ielen behördlichen Genehmigungen.

Wird es dazu auch eigene Initiativen der Wirtschaftsförderung geben?

Für eigene Programme sind wir als Grafschaft z u klein. Wir machen das im regionalen Verbund über die Ems-Achse Die ist aktiv unterwegs mit Projekten in Mex iko und in Südafrika.

In Mex iko gibt es eine Kooperation mit VW und Audi Dor t haben v iele Menschen starkes Interesse an der Arbeit bei VW in Deutschland. Wir wollen versuchen, bei den Bewerbern, die bei VW nicht z um Zuge kommen, das

Interesse an anderen Arbeitsplätzen in unserer Region z u wecken.

Solche Bewerber würden wir schon ein Jahr vorher gez ielt auf ihre künftige Aufgabe vorbereiten – mit Sprachunterricht und de r Vermittlung erforderlicher Grundqu alifi z ierungen etwa in den Bereichen Metall, Maschinenbau oder Kunststoffverarbeitung

Hat ein solches Arbeitsmarktprojekt Chancen, zumal es wesentlich auch um Integration geht?

Wir hoffen, im nächsten Jahr mit rund 100 Bewerbern star ten z u können Die würden wir über die Ems-Achse dann passgenau vermitteln an Unternehmen hier in der Region. Voraussetz ung ist aber, dass auch die Unternehmen sich mit einem eigenen Integ rationskonzept auf diese Bewerber mit Mig rationshinterg rund vorbereiten

Die Integ ration dieser Menschen hat v iele Facetten Der Landkreis hat daz u bereits eine Stelle geschaffen. Aber letztlich ist das eine ges amtgesellschaftliche Aufgabe. Mit der hier vorherrschenden gastfreundlichen Mentalität glaube ich, dass uns das gelingen wird.

Vielen Dank für das Gespräch. rm

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„Der Hype um KI wird abflachen“

Der IT-Unternehmer Dr. Henning Krüp w arnt vor falschen Er w ar tungen

I„2023 war das Jahr des Redens über KI, 2024 ist das Jahr der Umsetzung. “

Maximilian Vogel

Berliner IT-Visionär

st der Einsatz von Künstlicher Intelligenz der Schlüssel zu effizienteren Arbeitsprozessen und weniger Kostendruck? Alle E xperten sind sich einig: Intelligente Steuerungssysteme erschließen große Potenziale. „ 2023 war das Jahr des Redens über KI, 2024 ist das Jahr der Umsetzung “ , ist der Berliner IT-Visionär Maximilian Vogel überzeugt. Er taxiert mögliche Effizienzsteigerungen durch KI-gestützte Anwendungen auf über 100 Prozent Die Entwicklung verlaufe rasant und stehe erst am Anfang, meint auch der Nordhorner IT-Entwickler Dr Henning Krüp Dennoch warnt der 38-Jährige vor falschen Erwartungen: Der Hy pe um KI werde wahrscheinlich schon bald seinen Höhepunkt überschreiten. Danach folge aber für v iele ein „Tal der Tränen“, die Enttäuschung über nicht erfüllbare Vorstellungen

Der Hy pe um Künstliche Intelligenz werde in der öffentlichen Wahrnehmung aktuell getrieben „vor allem durch die Diskussion um die Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT und ähnliche“, beobachtet Krüp Diese Sprachmodelle sind darauf ausgelegt, Texte zu verstehen, zu analysieren und sprachbezogene Aufgaben auszuführen „Die bieten sicherlich einen guten Mehrwert, sind aber auch mit Vorsicht zu genießen. Chat GPT wird auf jede Frage eine Antwort geben Aber ob die Information dann richtig ist oder falsch, und woher sie kommt, das weiß keiner genau. Du hast keine Chance, das nachzuprüfen, zeitnah schon gar nicht.“ Da sei KI eben noch nicht transparent genug

Als echte künstliche Intelligenz bezeichnet Krüp eine Software dann, wenn sie sich selbst analysiert und weiterentwickelt. So hat Facebook schon vor Jahren intensiv zu Künstlicher Intelligenz geforscht und sprachgesteuerte Programme, sogenannte Chatbots entwickelt, die mithilfe Künstlicher Intelligenz die Kommunikation z wischen Mensch und Maschine erleichtern sollen Diese Bots sollten nicht nur einfache Aufgaben verstehen, sondern auch intelligente Dialoge führen können Obwohl die Chatbots – wie gefordert – in englischer Sprache kommunizierten, entstand eine Art Geheimsprache – ein Kauderwelsch, das für Maschinen effizienter, aber für Menschen nicht mehr verständlich war. Was war passiert? Heute ist die Kommunikation von Maschine zu Maschine, also etwa von

Computer zu Computer, ganz normal Üblicherweise benutzen sie dafür Kommunikationsprotokolle oder Metasprachen, die von Menschen geschrieben werden Aber in diesem Fall sollten die Maschinen ihre Protokolle selbst entwickeln, um die Kommunikation effizienter zu machen Das haben sie getan Die Forscher haben das E x periment schließlich beendet, denn mit diesem Ergebnis hatten sie ihr Ziel verfehlt

Dennoch: Ob im Smartphone, in v irtuellen Sprachassistenten wie „ Alexa“ oder in der Produktionssteuerung – der Einsatz von KI-basierten Anwendungen ist in v ielen Bereichen längst

selbstverständlich Krüp: „Gerade in meinem Bereich, der Softwareentwicklung, passiert schon sehr v iel.“ In der Programmierung ermögliche KI deutliche Produktiv itätssteigerungen: „Man kann sich Codes automatisch vorschlagen lassen, die man sich sonst mühsam erarbeiten müsste Das ist super, gerade für Routineaufgaben wie das Programmieren irgendwelcher Schleifen oder für spezielle Abfragen, die man sich zusammenbauen muss “

Beispiele für echte künstliche Intelligenz gebe es zum Beispiel bereits in der Medizin Dort werde mit Anwendungen gearbeitet, die jeden Tag weiter lernen und dadurch intelligenter werden So haben Wissenschaftler vom Massachusetts Institute of Technology 2020 mithilfe künstlicher Intelligenz ein neues, v ielversprechendes Antibiotikum entdeckt KI-Algorithmen prüften 6000 Substanzen auf ihre Fähigkeit, Bakterien zu töten und auf ihre Verträglichkeit für menschliche Zellen Heraus kam ein Antibiotikum, das nach einem vollkommen anderen Wirkprinzip funktioniert als bislang bekannte antibakterielle Stoffe

Eine klassische KI-Anwendung ist das Predictive Maintenance Eine Datensammlung und KI-basierte Analyse, beispielsweise bei Aufzugsanlagen. Die KI identifiziert auf der Basis von Vergangenheitswerten, wann welches Bauteil defekt sein könnte. So lassen sich diese Teile frühzeitig austauschen. Krüp: „Die Nutzer wissen damit schon, dass etwas kaputtgeht, bevor es kaputtgeht. Sie können so frühzeitig reagieren und zum Beispiel Produktionsausfälle vermeiden “

Aber in den meisten Fällen sei KI „eher ein Marketing-Schlagwort “ , meint Krüp Denn etwa bei der Steuerung von Produktionsprozessen sei eine systemische Weiterentwicklung gar nicht gewollt, weil ein Ablauf, der einmal optimiert wurde, dauerhaft stabil laufen soll. Würde er sich ständig weiterentwickeln, wäre das kaum zu gewährleisten

Deshalb sieht Krüp im aktuellen KI-Hy pe v ielfach eine Diskussion um das Arbeiten mit automatisierten Systemen und maschinelles Lernen. Das Problem v ieler Unternehmen sei nämlich nicht, dass sie zu wenig Daten aus Produktion und Controlling haben, sondern v iel zu v iele. Aber es gebe keine sinnvollen Strukturen für deren Auswertung und Nutzung Krüp: „Die Unternehmen wissen oft gar nicht, was sie eigentlich mit ihren Daten machen wollen.“

Der IT-E x perte rät deshalb allen, die über KIAnwendungen nachdenken: „Ich glaube, v iele

M E N S C H E N

Dr. Henning Krüp, geboren 1986 in Nordhorn, hat nach einem Informatikstudium in Emden, Osnabrück und Braunschweig im Jahr 2012 an der Georg-August-Universität Göttingen promovier t im Fach Wir tschaftsinformatik mit dem Fokus Software Engineering im Bereich „Innovation Management“ Bereits während des Studiums war Krüp freiberuflich als Consultant tätig Seit März 2013 ist Krüp IT-Leiter derNordhorner LIST AG. Mit Unterstützung seines Arbeitgebers gründete Krüp im November 2022 gemeinsam mit Jörg Oelerink das IT-Beratungsunternehmen „Kamiro“ Ehrenamtlich leitet er zudem den Arbeitskreis IT der Grafschaft Bentheim

Firmen sollten erst mal daran gehen, ihre Basisprozesse zu optimieren mit den Mitteln, die man hat. Da ist KI ein Lösungsansatz, aber sicher nicht der entscheidende “

„ Am häufigsten nutzen wir ja KI im Moment, um unstrukturierte Daten zu strukturieren“, erläutert Henning Krüp Im Team seiner eigenen IT-Firma entwickelt der promov ierte Wirtschaftsinformatiker vor allem Software für das Kosten- und Projektcontrolling in der Baubranche. Poten zielle Kunden sind insbesondere Generalunternehmer und Projektsteuerer Die stehen mit der Aufgabe, die Arbeit der Vielz ahl von Nachunternehmern auf der Baustelle zu steuern, vor sehr komplexen Herausforderungen Dafür entwickelt Krüps Firma „Kamiro“ verschiedenste Programme im Bereich Projektcontrolling und Einkauf und Buchhaltung und vereinfacht damit Prozesse wie die Automatisierung der Rechnungsprüfung, die Zusammenarbeit mit Subunternehmern und ähnliche Aufgabenstellungen „Solche Systeme gibt es eigentlich schon relativ lange, sie werden nur nicht so konsequent genutzt “ , so Krüp Noch immer arbeiteten v iele Firmen der Baubranche nach dem Motto: „Haben wir immer so gemacht “ Der Druck am Markt und der Fachkräftemangel würden Firmen aber jetzt z wingen, mehr auf Effizien z zu achten. Noch im Anfangsstadium sieht Krüp den Einsatz von KI im Bereich der Konstruktion. „Was heute unter das Stichwort KI fällt, hieß früher Simulation“, meint er Man spielt unter Vorgabe bestimmter Parameter verschiedene Szenarien durch „Natürlich kann ich das v iel automatisierter machen und wegen der verfügbaren Rechenleistung v iel schneller rechnen lassen. Aber letztlich ist es auch da nur bedingt KI “

Apropos Rechenleistung: KI-Systeme erfordern enorme Rechenleistungen und setzen dafür auf spezielle GPU-Prozessoren Damit steht jeder Anwender vor der Frage: eigene Server aufrüsten oder Rechenleistungen in einer Cloud zukaufen? Henning Krüp erwartet einen Trend zu Hybridlösungen. Nicht, weil in Deutschland noch immer v iele Anwender die Datensicherheit von Cloudanwendungen bez weifeln, sondern wegen der Kostenentwicklung: „In der Cloud ist Speicherkapazität günstig, aber die Cloudpreise für Rechenleistungen schießen gerade in die Höhe.“ Und es werde für die Unternehmen schwieriger, das Personal für Wartung und Updating der Clouddienste vorzuhalten. Krüp: „Daher wird es in der Regel auf Hybridlösungen hinauslaufen mit eigenen Servern und Cloudlösungen für Einzel- und Spitzenabdeckungen “ rm

„D igitale Zwillinge“ – effizienter Weg

zur klimaneutralen Produktion?

Hochschulprojekt EDNA: Künstliche Intelligenz soll den CO2-Footprint verringern

N„Wir wollen zeigen, welche

Potenziale in digitalen

Technologien

stecken, um wir tschaftliche

Ziele mit Klimaschutzmaßnahmen ef fizient zu vereinbaren. “

Dr. Liane Haak

Professorin für Wir tschaftsinformatik am Campus Lingen

ach dem Willen der Bundesregierung soll Deutschland bis 2045 klimaneutral werden. Wie kann ein Produktionsbetrieb diese Klimaz iele erreichen und doch wir tschaftlich arbeiten? Wie kann der Ausstoß von Treibhausgasen minimier t, der CO2-Footprint gesenkt und im ges amten Produktions ablauf optimier t we rden? Diese Fragestellungen sind Thema eines Forschungsprojekts, das seit 2023 ein Forschungsteam des Campus Lingen der Hochschule Osnabrück, der Jade Hochschule Wilhelmshaven/ Oldenbu rg/Elsfleth und des Oldenbu rger Forschungsinstituts OFFIS gemeins am mit dem emsländischen Fahrzeughersteller Krone vorantreibt.

In dem Projekt „EDNA“ (Edge Datenwir tschaft in der nachhaltigen automatisier ten Fer tigungswir tschaft) entstehen am Beispiel der Produktion von LKW-Aufliegern Modelle und Software für die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit der Industriefer tigung unter Verwendung „digitaler Zwillinge“, künstlicher Intelligen z und Edge Computing.

EDNA ist eines von zehn Forschungsprojekten, die das Bundesministerium für Wir tschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen seines Technologieprog ramms „Edge Datenwir tschaft “ förder t Innerhalb von drei Jahren stellt der Bund dafür insges amt 30 Millionen Eu ro bereit Mit 3,4 Millionen Eu ro wird das Projekt EDNA geförder t, davon fließen 1,5 Millionen Eu ro in die Projektpakete am Campus Lingen „Wie können mittelständische, produktionsstarke Unternehmen ihren Beitra g z u r angestrebten Klimaneutralität leisten und gleichzeitig wettbewerbsfä hig bleiben? Welche Rolle können hierbei digitale Technologien spielen? “ heißt es in der Projektbeschreibung der Hochschule Osnabrück. Im Mittelpunkt stehe dabei „die Optimierung der produktionsnahen Datenspeicherung und -verarbeitung (sogenanntes Edge Computing) im Vergleich z um Cloud Computing “

Forschungsprojekt EDNA betrachtet das Produktionsnetzwerk ganzheitlich

Prof. Dr. Liane Haak, Professorin für Wir tschaftsinformatik am Campus Lingen, umschreibt das so: „Wir wollen zeigen, welche Po-

ten z iale in digitalen Technologien stecken, um wir tschaftliche Z iele mit Klimaschutzma ßnahmen effi z ient z u vereinbaren.“ Das Projekt verfolge einen gan zheitlichen Ans atz, der nicht nu r die CO2-Emissionen in der Produktion selbst, sondern auch das Umfeld betrachtet Es sollen also Wege gefunden werden, so Prof. Dr. Wolfgang Arens-Fischer, Professor für Unternehmensführung und Engineering, die Nachhaltigkeit von Produkten z u stärken, indem nicht nu r de r unmittelbare Produktionsprozess nachhaltiger wird, sondern das ges amte Produktionsnetz werk inklusive der Zulieferer: „Das Produkt selbst wird am Ende dadu rch nachhaltige r, dass wir die Herstellung nachhaltiger machen. Wir fra gen also: Wie v iel CO2 ist entstanden bei der Produktion dieses Trailers? “

Schlüsseltechnologie dabei ist Künstliche Intelligen z Arens-Fischer: „Wir betrachten den Eins atz von künstlicher Intelligen z als Enabler-Technologie, die Nachhaltigkeit ermöglicht und du rch ihren kontinuierlichen Lernprozess ständig verbesser t. Sie trainier t sich soz us a gen selbst mit den Daten von den Maschinen – und den Daten der Menschen, die an diesen Maschinen arbeiten. Das heißt: Wir schauen uns an, wie effi z ient werden die Maschinen betrieben? Wie hoch ist der Energieverbrauch? Wann und wie lange kann ich eine Maschine herunterfahren? “

Daz u statten die Wissenschaftler die Fer tigung mit v ielen z usätzlichen Sensoren aus und s ammeln auch dor t Daten, wo es noch keine gibt. Z iel sei es, du rch Zus ammenführung mit Auftra gsdaten, Stücklisten und so weiter aus dem firmeneigenen ERP-System sowie weiteren Betriebsdaten ein dichtes Datennetz z u schaffen, einen „digitalen Schatten“. Daraus entstehe – wiederum mit neuen Datentechniken – ein komplettes digitales Abbild der Produktion, ein „Digitaler Zwilling “ Prof Dr Haak: „Diesen Zwilling können wir dann mit Hilfe von KI optimieren, z um Beispiel du rch Veränderung der Maschinenlaufzeiten, des Fer tigungs ablaufs und so weiter.“

Das ges amte Projekt EDNA ist unter teilt in zehn Arbeitspakete Die Entwicklung der Datensensorik liegt im Forschungsfeld von Prof. Dr.-Ing. Steffen Greiser vom Lehrstuhl für Automatisierungstechnik Dabei geht es um Methoden z u r Erfassung von Daten, die noch

weit über das „Predictive Maintenance“, also die frühzeitige Fehlervermeidung, hinausgehen Je nach Produktionsschritt können dafür Daten z u Maschinenauslastung, z u Energieverbrauch, Wärmeentwicklung, Lärmbelastung, Luftdruck oder andere Parameter relevant sein.

„Action Reporting“ erfasst Daten zu menschlichen Arbeitsabläufen

Automatisier te Fer tigung in der Krone- Gruppe: Mehr Effizienz und weniger CO2 durch „Digitale Zwillinge“ Foto: Krone-Gruppe „Wir machen das Produkt nachhaltiger, indem wir die Produktion nachhaltiger machen “

Ein besonderes Forschungsfeld ist die Datenerfassung der menschlichen Arbeits abläufe Daz u entwickelt die Forsche rg ruppe eine Bildauswer tungssoftware, die nicht den Arbeiter, sondern seine Tätigkeiten in den Fokus nimmt. Mit Zustimmung von Unternehmensführung und Betriebsrat erfasst dieses „ Action Repor ting “ mit Kameras vollkommen anonymisier t die Arbeits abläufe und wer tet sie mit KI aus.

Die Vielfalt der entstehenden Daten soll keine unkoordinier t anschwellende Wolke bilden „Wir gehen da sehr gez ielt heran und fragen: Welche Daten brauchen wir wirklich, um Auss a gen treffen z u können? “ , erklär t Prof. Arens-Fischer In einer offenen und flex iblen „eventbasier ten“ Broker-Architektu r werden diese Daten erfasst, verarbeitet und z us ammengeführ t Daz u werden unter anderem kleine Rechnereinheiten in den Fer tigungs ablauf eingebaut, die im sogenannten Edge-Computing Produktionsdaten möglichst gleich dor t verarbeiten, wo sie entstehen, statt g roße Da-

tenmengen in einer Cloud z u speichern. Z iel sei eine „ nachhaltige IT “ Sie diene der Datensouveränität des Unternehmens und sei auch unter Sicherheits aspekten sinnvoll.

Das EDNA-Projekt mit Krone ist für die Forscher ein wichtiges Modellprojekt der anwendungsorientier ten Forschung. „Letztlich suchen wir nach Antwor ten auf die Fra ge: Wo im Produktionsprozess entsteht Wer tschöpfung, und wie können wie sie nachhaltig gestalten? “ , resümier t Prof Dr Arens-Fischer „ Aber noch sind wir nicht am Z iel. Das Projekt läuft noch bis nächstes Jahr Wir liegen im Plan und stehen jetzt bei gut 50 Prozent “ Wenn die Forschungsfra gen anhand des Modellfalls Krone beantwor tet seien, könnten die gewonnenen Erkenntnisse exemplarisch auf andere Produktions abläufe über tra gen werden Nicht nu r die Forschung, sondern auch die Firma Krone knüpft hohe Erwar tungen an das Forschungsprojekt Dr Goy-Hinrich Korn, Chief Digital Officer der Krone Gruppe und Leiter des Kooperationsprojekts, wird auf der Internetseite der Hochschule Osnabrück mit der Auss a ge z itier t: „Wir e rhoffen uns damit unsere Produktion, aber auch unsere Wege z wischen den Produktionsor ten z ukünftig noch wir tschaftlicher und gleichzeitig nachhaltiger z u gestalten und darüber hinaus unsere CO2-Bilan z transparenter darstellen z u können. Dies ist für uns ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft wettbewerbsfä hig z u bleiben “ rm

Dr. Wolfgang Arens-Fischer Professor für Unternehmensführung und Engineering am Campus Lingen

Mü lld e p on ie Wilsu m : m it KI ge ge n d ie Folge n d e s Klim awan d e ls

sichts des Klimawandels viel exaktere Daten und längere Vor warnzeiten Eine KI-basier te Software soll sie liefern

Ob Gesundheitswesen oder Verwaltung, Logistik oder Industrie – überall eröffnen sich neue Anwendungsmöglichkeiten für künstliche Intelligen z. Aktuell lässt auch die zentrale Mülldeponie des Landkreises Grafschaft Bentheim den Eins atz von KI-

basier ter Software erforschen. Entstehen soll ein intelligentes Warnsystem für das Sickerwassermana gement der Deponie Das steht wegen des Klimawandels und der z unehmenden Häufigkeit von Starkregenereignissen vor gan z neuen Herausforderungen.

Der Abfallwir tschaftsbetrieb des Landkreises Grafschaft Bentheim (AWB) will mit einer Pilotstudie den Eins atz von Künstlicher Intelligen z (KI) im Anla gebetrieb der Deponie Wilsum II testen. AWB-Leiter Christoph Bröcker erhofft sich davon ein pra x istaugliches Warnsystem, das auf einer breiten Basis historischer und aktueller Daten in Echtzeit vor drohenden Sickerwasserproblemen warnt, Schwachstellen erkennt und einen effi z ienteren Anla genbetrieb ermöglicht Aber wie kommt künstliche Intelligen z auf die Mülldeponie? „ Angefangen hatten wir vor gut einem Jahr unter dem Aspekt des demog rafischen Wandels“, erz ä hlt Christoph Bröcker. Denn auch der AWB-Leiter muss sich darauf einstellen, dass der demog rafische Wandel in den kommenden Jahren z u Personalproblemen führ t: Rund ein Drittel der AWB-Beschäftigten erreicht das Rentenalter, z ugleich steigen die Anforderungen an die Qu alifikation der Mitarbeitenden Deshalb kann womöglich nicht für jede frei werdende Stelle ein geeigneter Bewerber gefunden werden. Bröcker: „ Aber im Laufe des Jahres und z uletzt du rch die anhaltenden heftigen Regenfälle um den Jahreswechsel gewann das Thema sehr schnell eine gan z andere Relevan z “

Klimaw andel bringt neue Gefährdungen für die Deponie

Im Z entrum des Projekts steht nun die Betrachtung des Sickerwassermana gements und der deponieeigenen Kläranla ge. Normalerweise fallen auf dem rund 13 Hektar g roßen Deponiegelände rund 30.000 Kubikmeter Sickerwasser an, die in der Deponiekläranla ge gereinigt werden Die z unehmende Wahrscheinlichkeit von Starkregen kann häufiger als bisher angenommen z u stark steigenden Sickerwassermengen führen Mit denen wird die Kläranla ge möglicherweise überlastet. Verschärft wird das Problem noch, wenn Sickerwasser aus dem Deponiekörper in noch nicht

genutzte Deponiebereiche überläuft und sich mit unbelastetem Regenwasser vermischt. Das wäre im Dezember 2023 beinahe passier t

Die Lösung soll ein KI-basier tes Warnsystem bringen, das Prof. Dr.-Ing. Julian Hofmann vom Institut für Wasserbau und Wasserwir tschaft der RWTH Aachen gemeins am mit dem AWB entwickelt Es basier t auf einem KI-Modell z u r Echtzeitberechnung starkregeninduz ier ter Überflutungsereignisse, das im Zus ammenhang mit der Flutkatastrophe im Ahr tal entstand. Bewä hr t es sich, soll es im Zuge der ohnehin geplanten Modernisierung der Klärwerkstechnik Kern des Sickerwassermana gements in Wilsum werden.

„Es sind mittlerweile eben nicht nur flussnahe Gebiete, die von starken Regenfällen betroffen sind. Sturzfluten können auch fernab von Gewässern auftreten und Schaden anrichten“, weiß Bröcker Das haben nicht zuletzt die Überflutungen weiter Teile des Landkreises im vergangenen Winter gezeigt Neben Starkregen und Hochwasser können aber auch längere Dürreperioden den Betrieb der Sickerwasserreinigung in Wilsum beeinträchtigen Auf solche E xtremwetterereignisse will der AWB in Zukunft nicht erst im Nachhinein reagieren können, sondern durch frühzeitige Warnungen Zeit für aktive Gegenmaßnahmen gewinnen.

KI ist der Schlüssel zur Datenanalyse

Herkömmliche Hochwasservorhers a gesysteme und hydraulische Überflutungsmodelle können das Problem nicht lösen. Sie könnten die Vielz ahl erforderlicher Daten weder erfassen noch zeitnah verarbeiten. Das ermöglicht aber der Eins atz künstliche r Intelligen z. Im Deponiekörper und im Sickerwassersystem der Deponie sollen neue Messinstrumente installier t werden, die künftig eine Vielz ahl von Daten aus allen Abschnitten der Deponie in Echtzeit erfassen können. Zusätzlich will der AWB aktuelle Wetterdaten mit eigenen Instrumenten s ammeln.

F A K T E N

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Grafschaft Bentheim (AWB) ist der öffentlich-rechtliche Abfallentsorger für das Kreisgebiet und zuständig für die ordnungsgemäße Sammlung und Entsorgung von Abfällen Er entsorgt pro Jahr rund 115.000 Tonnen Abfall aus 54.000 Haushalten. Der AWB betreibt als wichtigste Entsorgungseinrichtung die Zentraldeponie in Wilsum Sie wurde in den Jahren 1985 bis 1988 gebaut, die damaligen Baukosten betrugen rund 40 Millionen DM Die Deponie ver fügt über eine Gesamtfläche von 24 Hektar. Auf den bisher genutzten 13 Hektar Einlagerungsfläche wurde seit Inbetriebnahme mehr als 1,1 Millionen Kubikmeter Abfall gelager t

„Ich kenne keinen Deponiebetreiber in Deutschland, der so etwas schon macht. “

Christo

Leiter de sch

Das in Aachen entwickelte KI-Modell „floodGAN“ soll aus dieser Datenflut Zus ammenhänge z wischen Niederschla gsdaten, Wetterprognosen sowie weiteren Faktoren und Hochwasserszenarien analysieren und diese Zusammenhänge dann in mathematische Operationen „übersetzen“. Trainier t wird das KI-System mit historischen Deponieund Wetterdaten sowie externen Hochwasserdaten.

Die KI-Lösung kann dann in Rechen sen gez ielte Prognosen über poten z ie fahrensit ationen erstellen – in Echtze enoperationen vo erlässlich wie die v assermodellen, ab so Bröcker So g chtzeitig auf mögli

i e Z u k u n f t ?

KI -Mod el l e n z u r Unte r i eb etri eb s e rm ög l i c ht ei ög l i c hkei te n“, hei ß t es i n

von Si c ke rwa s s e r i n d e r K l ä ra nl a g e u nd s pa re s o B etri eb s m i ttel ei n. E i ne opti m i e r te Wette rvorhe rs a g e g e wä hrl ei s te ei ne n s i c he re n A nl a g eb etri eb u nd m i nd e re d a m i t d a s G efä hrd u ng spote n z i a l . Sc hl i e ß l i c h k önnte n m i t d e m KI -Mod el l d i e Au s wi rk u ng e n von E xtre m wette re rei g ni s s e n a u f de n A nl a g e nb etri eb s i m u l i e r t u nd s o Sc hwa c hs tel l e n i m A nl a g ea u fb au u nd B etri eb s kon z e pt s c hon frü hD e r Au s g a ng s pu nk t ek ts z wi s c he n AW B d i e O pti m i e ru ng d es n n lute kd, er e-

d e r P rojek tb es c hre i b D J l i H f m a nn. E c htz ei tl i c he ei ne n hö

Das k ll b ird os

Sei

890 entwickeln wir uns Neugier stetig weiter Wir Herausforderungen im Tief serbau und im Industrial Ser

Für unsere Weiterentwicklung setzen wir auf einen starken Teamgeist Wir freuen uns über Bewerbungen von ausgelernten Fachkräften und Nachwuchstalenten, die uns verstärken und mit uns wachsen wollen

Tief- und Betonbau ▪ Wasserbau ▪ Industrial Services

Kostendr uck und demografischer Wandel treiben die Automatisier ung

Neuenhauser Gruppe erschließt mit KI und Robotik auch neue Geschäftsfelder

Kooperatives Arbeiten von Mensch und Maschine: Bei der Neuenhauser-Tochter Glüpker Blechtechnik in Veldhausen wirken ein Schweißer und ein automatischer Cobot bei Schweißvorgängen unmittelbar zusammen

Roboter technik in der Fer tigung setzt die Neuenhauser Unternehmensg ruppe schon seit etwa 25 Jahren für Teilaufgaben ihrer Blechbearbeitung ein. Seitdem erobern bei der breit aufgestellten mittelständischen Unternehmensg ruppe automatisier te Arbeits abläufe und Roboter technologien immer g rößere Teile des Produktions- und Geschäfts ablaufs. Heute geht es dabei nicht mehr um „Insellösungen“ für ein zelne Fer tigungsschritte, sondern, so der Vorstandsvorsitzende Lutz Wolf, um einen „Vie rklang “ , also um:

Æ die Automatisierung von Geschäftsprozessen, z um Beispiel in der Administration und im Rechnungswesen,

Æ die Automatisierung der Produktion, vor allem durch die Verkettung des Datenflusses z wischen den Produktionsschritten und Abläufen,

Æ die Digitalisierung der Produkte selbst,

Æ und um die Digitalisierung des Geschäfts-

„Es geht zunehmend darum, unsere Arbeitsplätze zukunftsfähig zu gestalten. “

Gruppe

modells über das eigentliche Produkt hinaus. Das, weiß Lutz Wolf, ist die „Königsdisz iplin“: das digitalisier te Produkt ergän zen mit Applikationen und digitalen Serv iceangeboten.

Automatisierungsgrade müssen sich an der Wirtschaftlichkeit orientieren

Der Weg dor thin ist weit, und er muss sich an den Rahmenbedingungen der Wir tschaftlichkeit orientieren „ Automatisieren kann ich überall“, s a gt Lutz Wolf, „aber die hohen Automatisierungsg rade von bis z u 90 Prozent wie beispielsweise in der Automobilindustrie werden wir in unse rer Unternehmensg ruppe mit ihrer sehr breiten Produktpalette und wechselnden Stück z ahlen in absehbarer Zukunft sicher nicht erreichen.“

Angefangen hat der Prozess der Automatisierung auch bei Neuenhauser mit dem

Foto: Neuenhauser

Beste Bedingungen für Ihr Gewerbe

Landkreis Grafschaft Bentheim

Klimaneutralität

In der gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen angebotenen Beratung wird ein ganzheitlicher Blick auf das Thema Klimaneutralität im Unternehmen geworfen

Existenzgründung

Das TOPstart-Existenzgründernetzwerk Grafschaft Bentheim bietet eine Vielzahl von Informationen und Veranstaltungen an, auch mit persönlicher g für Existenzgründer*innen

Solar, Energie- und Materialeffizienz

Kostenlose Transformationsberatungen vermitteln den informativen Einstieg: Ressourcen einsparen, Energiekosten senken und Wettbewerbsvorteile sichern

Digitalisierung, Innovation und Technologietransfer

Infoveranstaltungen der Wirtschaftsförderung

Informationsveranstaltungen und Workshops zu aktuellen Themen:

Fachkräftesicherung

Technische Innovationen sind eine entscheidende Größe im Wettbewerb und stellen einen wesentlichen Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum dar

Landkreis Grafschaft Bentheim Wirtschaftsförderung NINO-Allee 11, 48529 Nordhorn

Die Fachkräfte-Servicestelle des Landkreises Grafschaft Bentheim berät ortsfremde Arbeitskräfte, Rückkehrer*innen, Hochschulabsolvent*innen sowie Unternehmen der Region

Telefon: 05921 962300

E-Mail: wifoe@grafschaft de wirtschaftsfoerderung grafschaft-bentheim de

Eins atz von Robotern in lokal abgeg ren zten Arbeitsstellen, etwa beim Abkanten und Biegen von Blechen „Heute geht es um das Verketten gan zer Produktionsprozesse – um die Einbindung eigener Prozessdaten und die Daten von Lieferanten und Kunden in den Prozess“, s a gt Rober t Johnen, Projektleiter Automation der Neuenhauser Gruppe Das setzt definier te Schnittstellen für Anbindung des eigenen ERP-Systems und den Datenaustausch sowie eine einheitliche Sprache voraus Johnen: „Das ist ein sehr komplexer Prozess, der auch abhängig ist von der Komplex ität der Anwendung “ Dabei werde der Eins atz künstlicher Intelligen z immer mehr an Bedeutung gewinnen. Z iel sei eine komplett digitalisier te automatisier te Produktion

Dass Neuenhauser trotzdem nicht auf das Z iel der voll automatisier ten, menschenleeren Fabrikhallen z usteuer t, beg ründet Vorstandsvorsitzender Lutz Wolf sowohl mit technischen als auch wir tschaftlichen Hürden: „Wir haben etwa bei der Glüpker-Blechtechnik für jeden Aufgabenbereich eine automatisier te Fer tigungslinie und eine manuelle Das hat einerseits wir tschaftliche Gründe wie Kosten und Z eiten für die Einrichtung des jeweiligen Fer tigungs ablaufs, mit der z u produz ierenden Stück z ahl, andererseits aber auch mit der Frage, welche Bewegungen ein Roboter wir tschaftlich sinnvoll ausführen kann und welche nicht.“

Die Zusammenar beit zwischen Mensch und Maschine wird immer enger

D i e Z u s a m m e na rb ei t z wi s c he n Me ns c h u nd M a s c hi ne wi rd i n d e n ve rs c h i ed e ne n P rod u kti ons a b l ä u fe n i m m e r e ng e r Wa re n es a nfa ng s k l as s i s c he Rob ote r, d i e i n s pez i el l e n Rob ote rz e l l e n pro g ra m m i e r te A rb ei ts a b l ä u fe a b a rb ei tete n, s o kom m e n i n z wi s c he n a u c h kol l a b ora ti ve Rob o te r, s o g e na nnte C ob ots , z u m E i ns a tz Si e a rb ei te n o hne Si c he rhei tsb a rri e re n d i rek t m i t d e m Me ns c he n z u s a mm e n.

Technologisches Neuland hat die Neuenhauser Gruppe bereits 2019 auf einem ihrer traditionsreichsten Märkte betreten: der Textilindustrie Für den automatisier ten Materialtranspor t z u und von den Spinnautomaten einer g roßen Spinnerei in den USA entwickelte Neuenhauser ein autonomes, fahrerloses Transpor tsystem (FTS). Die elektrogetriebenen Fahrzeuge suchen sich mit Hilfe künstlicher Intelligen z und lasergestützter Nav igation selbständig ihren Weg du rch die Maschinenwelt des Spinnereibetriebs z u den ein zelnen Spinnmaschinen und z u rück.

Die Kombination von Maschinenbau und eigenen Software-Entwicklungen steckt auch in einem aktuellen Projekt für die Textilindus-

Bei der Neuenhauser-Tochter TechPro in Neuss schneidet, biegt und bearbeitet ein Industrieroboter in einer abgekapselten Biegezelle vollautomatisch Rohr teile Foto: TechPro

trie Für einen Hersteller von Teppichstoffen entsteht ein KI-unterstütztes System z u r Qu alitätskontrolle Der Hersteller webt auf seinen Anla gen 3000 verschiedene Teppichmuster Sie werden am Ende der Produktion mit Hilfe von Kamerabildern geprüft Die KI-basier te Bildauswe r tung erkennt, ob die Maserung den Vorgaben entspricht, ob die Muster verschoben oder verdreht sind

Neu ist für die Neuenhauser Gruppe das Feld der Medi z intechnik. Auch dabei geht es um die Ve rknüpfung klassischer Kompetenzen der Gruppe aus dem Maschinenbau mit neuen Technologien aus dem Bereich KI-gestützte Bildverarbeitung, SPS-Steuerung und Datenvernetz ung.

„Die Funktionalität solcher Systeme entsteht nicht aus dem Nichts. Die Systeme müssen prog rammier t und die KI muss trainier t werden“, erläuter t Jens Holtappels, Geschäftsführer der Neuenhauser-Tochte r NextN. Das Unternehmen bündelt die ITKompeten zen der Neuenhauser Gruppe – sowohl für Eins atz und War tung der betriebsinternen digitalen Infrastruktu r als auch für die Software-Entwicklung für Ve rkaufsprodukte Lange Z eit war vor allem das Bestreben nach einer Senkung der Produktionskosten der Treiber für die Einführung automatisier ter Fer tigungs abläufe. Heute gehe es z unehmend auch darum, „unsere Arbeitswelt z ukunftsfähig z u gestalten“, meint Lutz Wolf. Angesichts des demog rafischen Wandels werde es nicht mehr möglich sein, für jede Arbeit die richtigen Mitarbeitenden z u finden rm

Automation und der Weg zur Fabrik der Zukunft ist Thema im Podcast „Chefsache(n)“ GNRedakteur Rolf Masselink spricht mit Lutz Wolf, dem Vorstandsvorsitzenden der Neuenhauser Unternehmensgruppe Zu hören überall, wo es Podcasts gibt Einfach den QR- Code einscannen oder dem Link folgen https://gn123 .de/ by9

Rettungsfahrzeuge für die Welt

Unternehmer besuchen Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH

Roland Müller, CEO der Wietmarscher Ambulanz- und Sonder fahrzeug GmbH aus Emsbüren, erläuter te beim Betriebsrundgang Einzelheiten der Fer tigungsstruktur. Foto: Huisken

„

WAS setzt kontinuierlich auf Produktinnovationen,

beispielsweise

im Bereich der E-Mobilität. “

Dr. Patrick Kresse CFO bei WAS

Mehr als 1800 Ambulan z- und Sonderfahrzeuge mit dem Gütesiegel „Wietmarscher “ verlassen jährlich die Produktionsstätten der Wietmarscher Ambulan z- und Sonderfahrzeug GmbH am Schüttorfer Autobahnkreuz Bei der ersten „UnterUns-Veranstaltung “ der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim in diesem Jahr gewä hr te WA S unlängst rund 40 Unternehmern und Führungskräften einen Blick hinter die Kulissen des Fahrzeugausrüsters.

WA S hat vor gut z wei Jahren seinen Standor t nach Emsbüren an das Schüttorfer Kreuz verla ger t, nachdem es z uvor an fünf Standorten in Wietmarschen und Lingen produz ier te „Wir haben uns für diesen regionalen Standor t entschieden, da unsere Wir tschaftsregion eine ausgezeichnete Qu alität bietet “ , betonte Roland Müller, CEO des Unternehmens. Mit rund 650 Mitarbeitenden, davon mehr als 400 in Emsbüren, entwickelt und produz ie r t WA S Ambulan z- und Sonderfahrzeuge für den nationalen und internationalen Markt Insbesondere bei Berufsfeuerwehren und Rettungsdiensten in Eu ropa und in anderen Regionen der Welt kommen sie z um Eins atz Kürzlich wickelte WA S einen Großauftra g mit insge-

s amt 1000 Ambulan zen und 500 mobilen Kliniken für das Gesundheitsministerium in Ägy pten ab.

Mit dem neuem Gesellschafter LUEG AG weiter auf Wachstumskurs

Seit dem Zus ammenschluss mit der LUEG Gruppe aus Bochum im November 2021 besteht die Geschäftsführung der WA S aus Roland Müller CEO, Dr. Patrick Kresse CFO und Andreas Plöger CSO Mit dem neuen Gesellschafter, der Fahrzeug-Werke LUEG AG, a gier t WA S eigenständig und verfolgt gemeins am mit LUEG weiterhin einen erfolg reichen Wachstumsku rs.

Roland Müller und Dr. Patrick Kresse stellten bei einer Betriebsführung die Fer tigungsstruktu r vor: „Die Produktion besteht aus variablen Ausbaukon zepten und Kofferbauten für unterschiedlichste Basisfahrzeuge “ In der Linienfer tigung werden Standardfahrzeuge und g rößere Serien gefer tigt Die Ein zel- und Prototy penfer tigung ist Aufgabe der Manufaktu r

WA S setzt kontinuierlich auf Produktinnovationen, beispielsweise im Bereich der E-Mobilität im Ambulan zsegment. Dr. Kresse: „Dor t haben wir bereits eine marktführende Position sowie technologische Spitzenleistungen in unserem Fahrzeugsegment erreicht.“

Für die Einblicke „in die aktuellen Herausforderungen im Automobilsektor “ bedankte sich Gitta Mäulen, Geschäftsführerin der Wir tschaftsvereinigung „Diese verbinden wir im Format ‚Unter-Uns‘ mit der Möglichkeit z um Netz werken unter Mitgliedern der Wir tschaftsvereinigung.“ w v

Rund 40 Führungskräfte der regionalen Wir tschaft konnte Geschäftsführerin Gitta Mäulen zur ersten „Unter-Uns-Veranstaltung“ dieses Jahres bei WAS in Emsbüren begrüßen Foto: Huisken

„Wir müssen Pflege ganz neu denken“

Die Wir tschafts-Mediatorin Sonja Bender plädier t für systemisches Denken, einen ganzheitlichen Ansatz und den Mut zu neuen Lösungen

MENSCHEN

Sonja Bender ist Diplom-Kauffrau und Wir tschaftsMediatorin Seit 2008 leitet sie als Geschäftsführerin die Einrichtungen der Unternehmensgruppe Haus Widum Ladbergen. Zusätzlich ist sie aktiv als Life- und Business- Coach mit den Schwerpunkten Organisations- und Strukturaufstellungen

In kaum einem Berufsfeld wirkt sich der Fachkräftemangel aktuell so g rav ierend aus wie in der Pflege Pflegeeinrichtungen z wischen Flensbu rg und Garmisch-Par tenkirchen suchen händeringend Pe rsonal – jetzt auch verstärkt im Ausland Warum gelingt es nicht, mehr junge Menschen für Berufe im Pflegebereich z u begeistern?

Das Bild der Pflege sei z u sehr geprägt von der „Verwaltung des Mangels“, s a gt die Wir tschafts-Mediatorin Sonja Bender Für junge Menschen seien Pflegeberufe wenig attraktiv, weil sie die Arbeit als schwierig und anstrengend wahrnehmen: „Es stinkt und ist dreckig, du musst jedes Wochenende arbeiten und es ist alles nu r bä h.“ Wer noch nie die Arbeit in einem Seniorenheim erlebt habe, mache sich gar nicht klar, meint Bender, „dass es kaum ein anderes Berufsfeld gibt, wo die Arbeitswelt und die Wohn- und Lebenswelt so eng miteinander verz ahnt sind. Das macht es so herausfordernd “

Was also tun gegen den Pflegenotstand?

„Wir müssen Pflege gan z neu denken“, forder t Sonja Bender, Geschäftsführerin einer g roßen Pflegeeinrichtung mit v ier Standor ten im Raum Osnabrück. Ihre Vorstellungen von ei-

nem gan zheitlichen Ans atz und einer Unternehmenskultu r, die gleicherma ßen die Bedürfnisse von Betreuten und Mitarbeitenden in den Blick nimmt, erläuter te sie unlängst bei einem Vor tra gs abend in Nordhorn Dem schlechten Ima ge der „Verwaltung des Mangels“ setzt Bender ihre Philosophie der „Freude am Leben“ entgegen Sie hält es für notwendig, den Fokus der Pflegearbeit auf die positiven Seiten des Berufs z u richten, statt sich ständig an den Problemen abz u arbeiten –trotz allem, was in der Pflege „ natu rgemäß immer schwierig “ sei

Wie soll das funktionieren?

„Was ist denn der eigentliche Sinn unserer Arbeit? “ fra gt Bende r. Kern der Pflegearbeit müsse doch sein, Freude am Leben z u vermitteln – für die betreuten Bewohner, aber auch für die Beschäftigten selbst „Wir müssen weg von der Haltung, sich z u opfern für das Wohl der Bewohner.“ Daz u brauche es veränder te Rahmenbedingungen „ Auch wir haben in unserer Pflegeeinrichtung erlebt, dass wir Personaleng pässe du rch die Beschäftigung von Leiharbeitskräften auffangen mussten“, so Bender. Das sei auf Dauer nicht nu r der Qu alität der Pflege abträglich, sondern auch v iel z u teuer „Leihmitarbeitende in der Pflege kosten beinahe doppelt so v iel wie eigene Pflegekräfte Das halten Sie nicht lange du rch “ Also musste sich etwas ändern

Benders Rezept: „Wir müssen weg von der Verwaltung des Mangels hin z u r Gestaltung der Fülle.“ Das heißt für sie: Systemisch denken, das Thema Pflege gan zheitlich angehen. Und dabei keine Scheu vor neuen Wegen und neuen Lösungen haben. Es brauche eine Balance z wischen Kunden z ufriedenheit, Mitarbeiterz ufriedenheit und Wir tschaftlichkeit „Wir wollen bei unserer Arbeit Freude erleben, damit wir sie gern tun“, s a gt sie „Und wir schaffen uns die Arbeitsbedingungen, damit das gelingt.“

Natürlich hat auch Benders Einrichtungsträger jahrelang v iel Geld in die Modernisierung der Pflegeeinrichtungen investier t, hat z wei „in die Jahre gekommene“ Seniorenheime g runds anier t und mit zeitgemäßen Angeboten auf den Bedarf von heute und morgen ausgerichtet So entstand moderne Infrastruktu r für Ta gespflege, Betreutes Wohnen

sowie für ambulante und stationäre Pflegeangebote. Aber es gehe nicht allein ums Geld, so Bender, sondern um eine Änderung der inneren Haltung.

Ihr Modell baut im Wesentlichen auf v ier Säulen auf:

Raum bieten für selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten.

So wie die gesellschaftlichen Ansprüche und Erwar tungen an Pflegeeinrichtungen haben sich auch die Erwar tungen der Beschäftigten an ihre Arbeit veränder t, analysier t die Einrichtungsleiterin. Beschäftigte in der Pflege seien heute nicht mehr angetrieben von der Vorstellung, sich in den Dienst der Allgemeinheit z u stellen und der Gesellschaft z u dienen. Pflegebeschäftigte wollten heute Gutes für die Bewohner der Pflegeeinrichtung tun, aber dabei auch ein gutes Arbeitsumfeld für sich selbst haben Bender: „Das wu rde lange vergessen.“

Deshalb schafft Bender Raum für selbstständiges Arbeiten, forder t damit aber auch Eigenverantwor tlichkeit ein. „Der und die Mitarbeitende will einen selbstbestimmten Arbeitsinhalt “ Beispielsweise wollte ein Pfleger statt des üblichen Gesprächskreises mit den Bewohnern mal was anderes machen Vielleicht eine Talk-Show – mit Bewohnern, aber auch mit externen Gästen. „Warum nicht? Dann soll er’s machen“, s a gt Bender Der Mitarbeiter hör t gern Rockmusik oder Jazz und stellt fest, dass auch manche seiner Bewohner mal was anderes hören wollen als „Hoch auf dem gelben Wa gen“. Warum soll er also nicht eine andere Musikveranstaltung für „seine“ Bewohner organisieren? Bender: „Für unsere Bewohner ist v iel mehr möglich als Sitztan z.“ Das z u ermöglichen, verschaffe den Mitarbeitenden Freiräume in ihrer Arbeit und Freude am Leben – ebenso wie den Bewohnern.

Stilvolle Arbeitsumgebung und angenehme Atmosphäre.

„ Atmosphäre ist unser Stil“ formulie r t Sonja Bender ihren Anspruch an ein positives Arbeitsumfeld Beispiel Soz ialräume für die Beschäftigten: „Die waren immer irgendwo. Und wenn das Geld knapp war, wu rde dor t als erstes gespar t “ In Benders Einrichtungen ist das anders. Dor t erledigen Pflegekräfte ihren „Papierkram“ nicht an öden Büroarbeitsplätzen, sondern in einer modern möblier ten „TeamBase“ mit Arbeits- und Ruhezone. Wo gewünscht, gibt es Backg round-Musik Ihre Überzeugung: Nu r wenn die Mitarbeitenden Spa ß an ihrer Arbeit haben, können sie die Freude am Leben auch den Bewohnern vermitteln. Also motiv ier t Bender ihre Beschäf-

tigten nicht mit „Kopfprämien“, sondern mit Investitionen in ein Arbeitsumfeld mit Wohlfühlatmosphäre

„Wir sollten

die Energie nicht in den Kampf gegen die Realitäten fließen lassen. Stattdessen sollten wir unsere Energie auf die positive Gestaltung dessen konzentrieren, was möglich ist. “

Sonja Bender

Geschäftsführerin

Haus Widum- Gruppe

Und sie legt Wer t auf ein sauberes, ordentliches Erscheinungsbild. Daz u hat sie eine betriebsinterne Arbeitsg ruppe geg ründet „Bei uns gibt es keine mit Pflaster an Schränke und Fenster geklebten Rundschreiben oder Merkzettel“, s a gt sie Auch halbverdorr te „Laz arettpflan zen“ und andere „Deko-Elemente“, für die Mitarbeiter z uhause keine Verwendung mehr hatten, hat sie aus ihrer Einrichtung ve rbannt. Die Mitarbeitenden müssten immer wieder sensibilisier t werden, ihren Teil z u r Wohlfühlatmosphäre bei z utra gen, denn man werde irgendwann „betriebsblind“.

Moderne Arbeitsmittel entlasten die Mitarbeitenden und schaffen Freiräume für kreative neue Ideen zum Wohle der Bewohner.

„Wir können mode rne r und ande rs we rden. Das sind Dinge, die den Mitarbeitenden Spaß machen “ Ge rade die Digitalisie rung, weiß Sonja Bende r, macht Arbeitgebe r für junge Menschen inte ressant. Sie setzt auf mode rne Technolo gien, die ihren Beschäftigten die Arbeit e rleichte rn und sie z ugleich motiv ie ren. Dafür gibt es im Pflegebe reich v iel mehr Möglichkeiten So hilft bei de r notwendigen, abe r ungeliebten Dokumentationsarbeit nun das Handy Ein Betreuungs-Tablet unte rstützt die Pflegekräfte bei ihren Aufgaben. Sprachassistenten wie „ Alexa“ sind für Mitarbeitende wie Bewohne r gleiche rmaßen inte ressante Helfe r.

Gan z neue Erlebniswelten und Kreativ itätsmöglichkeiten erschließen Beschäftigten und Bewohnern innovative Arbeitsmittel wie VRBrillen und „ Augmented Reality “ Mit ihnen können die Pflegekräfte sogar bettlägerigen oder dementen Bewohnern der Einrichtung spannende Erlebnisse bis z u r „Sessel-Safari“ vermitteln. Eine in den Niederlanden entwickelte „Tover tafel“ proji z ier t bewegte Bilder auf einen beliebigen Tisch Die animieren die betreuten Bewohner z um Mitdenken und Bewegen und unterstützen so die Pflegekräfte des Betreuungsteams

Führen im Stil des „Heartful Leading“ und eines wertschätzenden Miteinanders.

Sonja Bender will mit „Hear tful Leading “ wer tschätzendes Miteinander pflegen und eine Änderung der inneren Haltung z u r Arbeit ermöglichen „Wir sollten die Energie nicht in den Kampf gegen die Realitäten fließen lassen und Dinge, die nicht z u ändern sind, hinnehmen Stattdessen sollten wir unsere Energie auf die positive Gestaltung dessen kon zen-

trieren, was möglich ist “ Daz u gibt es Gesprächskreise, Schulungs- und Weiterbildungs angebote und eine gan zheitliche Wahrnehmung des Mitarbeitenden, die seine Emotionen nicht ausblendet.

D i e E rm u nte ru ng z u s el b s tä nd i g e m A rb eite n hei ß t fü r d i e F ü hru ng s k rä fte: Ve ra ntwortu ng a b g eb e n. So konnte ei n Tea m s ei ne n Wohnb e rei c h m i t 1 6 P l ä tz e n i n ei g e ne r Reg i e a l s Se ni ore n-WG org a ni s i e re n E nts tand e n i s t ei n A ng eb ot fü r s c hwe r d e m e nte Me ns c he n m i t Ve rha l te ns a u ffä l l i g kei te n, d a s i n ei nei nha lb Ja hre n g rav i e re nd e Ve rä nd e ru ng e n u nd v i el e pos i ti ve E ffek te fü r d i e B e wohne r g eb ra c ht ha t B e nd e r: „D i e M i ta rb ei te nd e n g es ta l te n i hre A rb ei t v öl l i g s el b s ts tä nd i g, ha b e n d a nn a b e r a uc h d i e Ve ra ntwor tu ng d afü r “

Ein Schlüssel zu mehr Pflegekräften?

„Ob Baby-Boomer, Generation X , Y oder Z –jede Generation hat ihre eigenen Vorstellungen, was Pflege bedeutet, wie man sich die Pflege vorstellt “ , meint Sonja Bender. Sie alle „ mitz unehmen“ und für Pflegeberufe z u interessieren, das müsse das Z iel der Branche sein. Bender setzt dafür auf intensive Öffentlichkeits arbeit – vor allem über die soz ialen Medien. Dor t und mit lokalen Aktionen will sie „ Aufmerks amkeit erzeugen“ und Interesse für die Arbeit in ihrem Unternehmen wecken Mit einigem Erfolg. Die Z ahl der Beschäftigten ist

auf 302 gestiegen, die Z eit der Leihmitarbeiter ist vorbei

Inte ns i v a u s g eb a u t wi rd d e r B e rei c h Au s -

b i l d u ng Z i el i s t, d i e Z a hl d e r Au s z u b i l d e nd e n von a k tu el l 3 2 a u f 7 2 a u fz us toc ke n. D i e E i nri c htu ng b i l d et ju ng e Me ns c he n a u s D e u ts c hl a nd , Ind i e n u nd V i etna m a u s Mög l i c hs t s c hon wä hre nd i hre r d rei jä hri g e n Au s b i l d u ng

s ol l e n a ng ehe nd e Pfl eg efa c hk rä fte a n d i e E i nri c htu ng g eb u nd e n we rd e n D a z u hat

B e nd e r d i e Vol l z ei ts tel l e ei nes Au s b i l d u ng skoord i na tors g es c h a ffe n I hn u nte rs tü tz e n eine z e ntra l e P ra x i s a nl ei tu ng s owi e 1 6 P ra x i sa nl ei te ri nne n i n d e n je wei l i g e n E i ns a tz b e reic he n

Weiter an das Unternehmen binden möchte Bender auch ältere Mitarbeitende, die das Rentenalter erreichen: „Wer weiter arbeiten möchte, kann das bei uns gern tun, und wenn es nu r in einem ge ringen Teilzeitumfang ist.“

Darüber hinaus sieht Bender ges amtgesellschaftlich weiteres Poten z ial, das die Pflegebranche sich erschließen könne „ Zum Beispiel bleiben v iele Frauen nach der Kindererz iehungsphase in Teilzeitarbeit. Was braucht es, um diese Frauen z u bewegen, wieder Vollzeit z u arbeiten? “

Der Generationswechsel stellt auch die Nachwuchswerbung für Pflegeberufe vor neue Herausforderungen. Die Wir tschafts-Mediatorin sieht darin aber keine Gefahr, sondern „eindeutig eine Chance z u r Transformation unseres Berufsbilds“ rm

Stilvolle Atmosphäre und ein wer tschätzendes Miteinander forder t Sonja Bender für die Be wohnerinnen und Be wohner von Pflegeeinrichtungen, aber auch für die dor t beschäftigten Pflegekräfte Tatsächlich finden beide heute ganz unterschiedliche Standards vor Symbolfoto: dpa

Ladeinfrastruk tur:

Ob Photovoltaikanlage, Speichersystem ode r

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Wohnen im „Ludwig“: altersgerecht, innovativ und regional ver w urzelt

GMP- Gruppe setzt auf dem Povel- Gelände neue Maßstäbe für Wohnen im Alter

Klimaschutz vorgaben und Flächenverbrauch machen das Bauen im Bestand, die Sanierung und Modernisierung von Bestandsimmobilien z u einem bedeutenden Thema für die Baubranche. Allein aus ökologischer Sicht, meint Prof. Dr. Anja Rosen, Architektin und Sachverständige für nachhaltiges Bauen an der Fachhochschule Münster, seien „Umnutz ung, Sanierung und Wiederverwendung die richtigen Ansätze, um Emissionen dauerhaft z u vermeiden“.

Bestehendes erhalten, klimaschonend modernisieren und auf zeitgerechte Bedürfnisse hin neu ausrichten – das ist auch die Philosophie der Nordhorne r GMP-Gruppe Ihr aktuelles Projekt: die Umgestaltung des g roßen Seniorenwohn zentrums auf dem Nordhorner Povel-Gelände

E i n r i c h t u n g e n v o m F r i s e u r b i s z u r Po l i z e id i e n s t s te l l e b e i n h a l te te . „Unser Z iel ist, den Gebäudekomplex in den nächsten z wei bis drei Jahren abschnittsweise z u einem modernen Z entrum für altersgerechtes Wohnen umz ubauen“, s a gt Michael Maas Die Ges amtinvestition für Erwerb und Umbau des Objekts für die vorgesehenen neuen Nutz ungen schätzt Maas auf rund 30 Millionen Eu ro

„Das ‚Ludwig‘ ist ein absolut regionales

Projekt

, das durch unsere Verbundenheit mit der Region erst möglich wird. “

Der g rößten Senioreneinrichtung im Nordhorner Stadtgebiet drohte nach der Insolven z des Betreibers der Abriss Trotz bundesweiter Ausschreibung hatte eine namhafte Hambu rger Maklergesellschaft keinen Investor für die Sanierung des 40 Jahre alten Gebäudekomplexes gefunden – bis die GMP-Gruppe auf das Projekt aufmerks am wu rde Sie konnte das Gebäude nach langen Verhandlungen erwerben und entwickelt dafür ein z ukunftsorientier tes Sanierungskon zept: Innerhalb von drei Jahren will GMP das ehemalige Seniorenstift im Stadtkern in ein innovatives Z entrum für altersgerechtes Wohnen umgestalten Aus dem „in die Jahre gekommenen“ Altenwohnheim wird das „Ludwig “ – ein innovatives Z entrum für die altersgerechten Wohnformen, die heute am Markt gefra gt sind.

„ D a s ‚ L u d w

i

e i n a b s o l u t r e g i o n a l e s P ro j e k t “ , s a g t G M PG e s c h ä f t s f ü h r e r M i c h a e l M a a s , „ e i n P ro j e k t f ü r d i e R e g i o n , d a s a u s u n s e r e r Ve r b u n d e nh e i t m i t d e r R e g i o n e r s t m ö g l i c h w i rd . “

D e n n f ü r d i e G M P - M a c h e r M i c h a e l M a a s

u n d D av i d Ko r te w a r v o n A n f a n g a n k l a r :

„We n n w i r d i e s e s S a n i e r u n g s v o r h a b e n a n -

p a c ke n , d a n n g e h t d a s n u r i n Ve r b i n d u n g

m i t P a r t n e r n a u s d e r R e g i o n , m i t d e n e n w i r

g u t v e r n e t z t s i n d u n d d e n e n w i r v e r t r a u e n

k ö n n e n “ I m m e r h i n g e h t e s u m e i n e n g ro -

ß e n B a u ko m p l e x m i t n i c h t w e n i g e r a l s

1 4 . 3 0 0 Q u a d r a t m e te r n Ne tto - N u t z f l ä c h e , d e r u r s p r ü n g l i c h 8 9 Wo h n e i n h e i te n s ow i e

1 0 0 s t a t i o n ä r e P f l e g e p l ä t z e u n d z u s ä t z l i c h e

Regional ist dabei nicht nu r die lange Liste der beteiligten Planer, Baufirmen und künftigen Betreiber, sondern schon der Name: Mit der Namensgebung „Ludwig “ nimmt GMP den Faden der Nordhorner Textilgeschichte auf und e rinner t an Ludwig Povel, den Gründer der g roßen Textilfabrik L. Povel & Co, die bis Ende der 1970e r-Jahre auf diesem Gelände ihren Sitz hatte. Die drei Flügel des „Ludwig “Komplexes, der an ein liegendes E erinner t, sollen später ebenfalls Namen mit dem Bez ug z u r textilen Vergangenheit erhalten.

Künftig 120 Appartements für Betreutes Wohnen

In den drei Gebäudeflügeln des künftigen „Ludwig “ entstehen anstelle stationärer Pflegeplätze nun 120 Appartements für Betreutes Wohnen, dazu z wei ambulant betreute Wohngruppen und eine dreizügige Kindertagesstätte Hinzu kommen ein Angebot für Tagespflege und ein ambulanter Pflegedienst. Weiterhin Teil des Gebäudeensembles bleiben die Räume für Dienstleister wie Friseur und Fußpflege, ein Beratungsbüro und die Bibliothek sowie die Diensträume für die Polizei Gemeinschaftsräume und Aktiv itäten für die Bewohner sind ebenfalls Teil des Umnutzungskonzepts.

Maas und Kor te gehen davon aus, dass der Umbau des Gebäudes nach Abschluss de r Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsphase im Spätsomme r beginnen kann – z unächst mit dem abschnittsweisen Rückbau der vorhandenen Bausubstan z Priorität hat dabei der Gebäudeteil für die geplante Kinder ta gesstätte. Sie soll wegen des akuten Bedarfs für z usätzliche Kita-Plätze in Nordhorn so bald wie möglich ihren Betrieb aufnehmen.

Beginnend mit dem Kita-Flügel, der einen eigenen Eingang erhält, wird die Gebäudehülle abschnittsweise bis auf das tra gende Beton-

Eingebettet in die Wohnbebauung des Povel- Geländes liegt das „Ludwig“ und war tet auf eine „zweite Jugend“

skelett z u rückgebaut und anschließend nach dem Niedrigenergiestandard KfW40 neu aufgebaut Daz u gehören neue Fass adenelemente und der Anbau von Balkonen an jede Wohnung. Eine nachhaltige Energieversorgung ist selbstverständlich Ob dafür neben g roßflächigen Fotovoltaikanla gen auf den Dächern ein Blockhei zkraftwerk oder Wärmepumpen z um Eins atz kommt, ist noch nicht entschieden.

Parallel z u den Detailplanungen für den aufwendigen Umbau muss eine bau rechtliche Umwidmung erfolgen: Die Stadt Nordhorn änder t in ihrer Bauleitplanung die Zweckbestimmung der Grundstücksfläche von der bisherigen Festlegung als Sonderfläche „Pflege“ in eine bau rechtliche Zweckbestimmung als Wohngebiet.

Die 60 bisherigen Bewohner sollen alle bleiben können

Wä hrend die früheren stationären Pflegeplätze schon 2023 vor dem Verkauf an GMP aufgegeben worden waren, leben aktuell noch etwa 60 Bewohner im Betreuten Wohnen in dem Komplex. „Wir werden die Umbau arbeiten so organisieren, dass die Leute dor t wohnen bleiben können“, erläuter t Dav id Kor te. „ Aber sie werden voraussichtlich inne rhalb der Einrichtung umz iehen müssen Dafür gibt es unter Umständen sogar Zuschüsse.“

GMP sieht das entstehende „Ludwig “ nicht als ku rzfristiges Immobiliengeschäft Das Gebäude werde weder komplett noch in Teilen

weiter veräu ßer t „Wir ticken halt anders“, s a gt Michael Maas. „Wir halten unsere Objekte langfristig im eigenen Bestand und pflegen sie entsprechend “ Wie nun auch mit dem „Ludwig “ lege GMP schon seit langem einen Schwerpunkt auf Rev italisierung von Bestandsgebäuden. Um die Qu alität dieser eigenen Objekte langfristig z u sichern, übernimmt aus der GMP-Gruppe die Tochtergesellschaft VM-Immobilien GmbH die späteren Hausverwaltungs aufgaben.

Dass gerade diese Ar t der Umnutz ung dem aktuellen Bedarf für seniorengerechtes Wohnen entgegenkommt, zeigt ein vergleichbares Objekt im westfälischen Lengerich Dor t hatte GMP vor einiger Z eit in Abstimmung mit dem dor tigen Betreiber ein Altenwohnheim s anier t und umgewandelt. Der Betreiber dor t habe, so Dav id Kor te, frühzeitig den veränder ten Bedarf erkannt und eines seiner Häuser zeitgerecht neu ausgerichtet.

Mit dem Sanierungsprojekt „Ludwig “ kehr t die GMP-Gruppe in gewisser Weise z u ihren Wu rzeln z u rück. Auf dem Povel-Gelände hatte die Geschichte der Unternehmensg ruppe Anfang der 1990er-Jahre begonnen Nach ersten Anfängen in einem Wohngebäude an der Vechteaue war GMP über Jahre in einem Geschäftsneubau an der Kokenmühlenstra ße ansässig. Seitdem hat GMP als Projektentwickler und Generalübernehmer mehr als 4500 Wohnungen gebaut, verwaltet heute ein Investitionsvolumen von über 400 Millionen Eu ro und investier t jedes Jahr du rchschnittlich 40 Millionen Eu ro in neue Projekte

„Mit dem Namen

‚Ludwig‘ nehmen wir den Faden des textilen

Erbes auf dem Povel- Gelände wieder auf. “

David Korte Geschäftsführer GMP- Gruppe

Foto: Jäckering / GMP
„Im Fokus unserer

Dienstleistung

steht also immer der Mensch. “

Georg H. Pauling Sachverständiger für Immobilienbe wer tung

Immobilienvermittlung auf höchstem Niveau

Georg H. Pauling, Geschäftsstellenleiter bei VON POLL IMMOBILIEN

Bad Bentheim und Nordhorn und geprüfter freier Sachverständiger für Immobilienbe wer tung (PersCer t®), mit einer Einschätzung zum Immobilienmarkt.

Schon seit v ielen Jahren ist Georg H Pauling in der Immobilienbranche tätig. Als gebür tiger Nordhorner, der in Bad Bentheim aufgewachsen ist, ist er bestens mit der Region und deren Besonderheiten ver traut. Seit 2015 leitet er die beiden VON POLL IMMOBILIEN Shops in der Grafschaft und betreut Kunden in allen Fra gen z u r Immobilienvermittlung Doch was zeichnet einen kompetenten Makler aus? Und wie sieht es auf dem Grafschafter Immobilienmarkt aus? Wir haben nachgefra gt.

Herr Pauling, woran erkennen Kunden einen professionellen Immobilienmakler?

Ein Muss sind detaillier te Fachkenntnisse, eine fundier te Ausbildung und die Bereitschaft, sich weite rz ubilden Die VON POLL IMMOBILIEN Unternehmenszentrale verfügt beispielsweise über eine hauseigene Akademie, die alle Kollegen intensiv schult und konsequent weiterbildet. Zudem sollte ein Makler die Marktla ge und Rechtsprechung verfolgen, um stets auf dem neuesten Stand z u sein. Er kennt den Markt bis in die Mikrola gen, weiß um aktuell z u erz ielende Preise und ist bestens vernetzt. Hin z ukommt der z wischenmenschliche Aspekt Denn der Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen die g rößte und oft emotionalste Transaktion im Leben Im Fokus unserer Dienstleistung steht also immer der Mensch. Daher sind Empathie und eine gute Menschenkenntnis essen z iell

analysieren den Markt, ermitteln einen realistischen Verkaufspreis, entwickeln einen ma ßgeschneider ten Vermarktungsplan und haben bereits Kaufinteressenten in unserer Datenbank, die sich für Objekte vormerken ließen. Darüber hinaus nehmen wir dem Verkäufer v iel Aufwand ab – von der E x posé-Erstellung über die Organis ation der Besichtigungstermine bis z u r Bonitätsprüfung und Beschaffung des Energieausweises.

Was dürfen Kunden bei Ihnen er w arten? Unser Dienstleistungsspektrum ist sehr umfang reich. Wir begutachten die Immobilie,

2023 sind vielerorts die Immobilienpreise gesunken – auch in der Grafschaft?

Nachdem sich die Preise jahrelang konstant nach oben entwickelten, sind sie 2023 auch in der Grafschaft deutlich gefallen 2022 la g de r Du rchschnittspreis für ein Einfamilienhaus bei 284.558 Eu ro – heute bei 252.911 Eu ro. Kaufinteressenten profitieren derzeit aber nicht nu r von den gesunkenen Preisen, sondern auch vom aktuellen Z insniveau, einem g rößeren Angebot und mehr Verhandlungsspielraum. Es ist also ein guter Z eitpunkt für den Immobilienerwe rb

Wie lautet Ihre Prognose für den Grafschafter Immobilienmarkt?

Wir blicken optimistisch auf 2024. Die Grafschaft entwickelt sich sehr dy namisch –Pro gnosen gehen von einem Bevölke rungswachstum auf übe r 146.000 Einwohne r bis 2030 aus Die Nachfra ge nach Wohnraum wird also weite rhin hoch bleiben Diese Entwicklung übe rrascht kaum, bietet de r Landkreis doch eine hervorra gende Mischung aus

Natur und Infrastruktur. So gibt es schnelle Direktve rbindungen ins Ruhrgebiet, nach Münste r, Osnabrück ode r an die Nordsee Zudem ist de r Bahnhof Bad Bentheim an die Strecke Amste rdam-Be rlin angebunden. Das Poten z ial de r Grafschaft haben auch Industrie- und Gewe rbetreibende sowie Jungunte rnehme r e rkannt und sich dor t angesiedelt

Zu guter Letzt – worauf sind Sie besonders stolz?

Mein Team und ich sind ta gtäglich mit Elan und vollem Eins atz bei der Arbeit. Dass dies nun schon du rch diverse Auszeichnung honorier t wu rde, freut uns sehr, denn es bestätigt unser hohes Qu alifikations- und Serv iceniveau Besonders stolz sind wir auf unser Abschneiden beim Capital Makler-Kompass – einem der wichtigsten Awards der Immobilienbranche 2023 wu rden wir hier z um wiederholten Male als Fünf-Sterne-Makler ausgezeichnet.

Das Team besteht aus (von links): Jannik Lampen (Immobilienmakler IHK), Vanessa Gense (Backoffice), Lilli Hintze (Ausbildung Kauffrau für Büromanagement), Sophie Brand (Immobilienmaklerin IHK), Georg H Pauling (Geschäftsstellenleiter), Maria Garaev (Immobilienmaklerin IHK), Lina Pauling (Immobilienmaklerin IHK), Vivien Marx (Duales Studium Immobilienwirtschaft)

Die beiden Standor te in Nordhorn an der Bentheimer Straße 9 und in Bad Bentheim am Bismarckplatz 4b

„Wir

denken ganzheitlich – von der Idee bis zur Schlüsselübergabe“

G. Büter Bauunternehmen GmbH seit 30 Jahren als Projektentwickler erfolgreich

Mit Bauprojekten wie dem markanten Citybogen in Nordhorn erfolgreich: das Bauunternehmen G Büter aus Ringe: mit Dita und Gerrit Büter sowie Mike Ruppelt Foto: Masselink

Innovativ und interdisziplinär, kreativ und qualitätsbewusst, regional vernetzt und zukunftsorientiert – diese Versprechen stehen hinter dem Leitspruch „so wird gebaut “ , den die Firma G Büter Bauunternehmen GmbH aus Ringe als Projektentwickler und Bauunternehmen bei ihren Projekten einlöst. Das Unternehmen, das im April 2024 auf eine 90-jährige Firmentradition zurückblicken konnte, hat sich seit rund 30 Jahren über die Grenzen der Grafschaft hinaus einen Namen gemacht als Entwickler für Projekte im Einzelhandel, Seniorenwohnanlagen und Hotelbauten, Büro- und Gewerbeimmobilien sowie private und landwirtschaftliche Bauvorhaben.

„Wir bearbeiten Projekte ganzheitlich von der Idee über die Planung bis zur Realisierung “ , beschreibt Inhaber Gerrit Büter die Philosophie seines Unternehmens Als Projektentwickler gehe es ihm darum, Bedarfe und Bedürfnisse frühzeitig zu erkennen, neueste technische Möglichkeiten zu nutzen und innovative Ideen zu ihrer Umsetzung zu entwickeln.

Nach dem Tod seiner Eltern hatte Gerrit Büter im Jahr 1992 ein kleines Baugeschäft übernommen, dessen Wurzeln bis in das Jahr 1934

zurückreichen Im Alter von gerade 22 Jahren ging er gemeinsam mit seiner Frau Dita daran, den Familienbetrieb zielstrebig zu einem leistungsfähigen Unternehmen auszubauen, das auch größere Projekte von der Idee bis zur schlüsselfertigen Übergabe realisieren kann. „Wir sind verantwortungsbewusst, mutig, geprägt durch eine unternehmerische Denkweise und fachlich sehr breit aufgestellt “ , sagt Gerrit Büter selbstbewusst. „Und seit etwa 30 Jahren sind wir immer stärker als Projektentwickler aktiv.“ Bis heute wird die G Büter Bauunternehmen GmbH von Geschäftsführer Gerrit Büter als reiner Familienbetrieb geführt „Und das soll auch so bleiben“, verspricht der Inhaber. Als z weiter Geschäftsführer unterstützt seit 2019 der Diplom-Ingenieur Mike Ruppelt die Führung des Unternehmens Beide haben ein junges, rund 100-köpfiges Team aufgebaut, in dem Architektinnen und Bauingenieure, eine Bauzeichnerin, eine Auszubildende und ein Nachhaltigkeitsauditor Hand in Hand arbeiten Büter: „Hier wird alles gemeinsam zu Ende gedacht. Wir haben alle Kompetenzen dafür im eigenen Haus.“ Die eigentliche Bauausführung liegt in den bewährten Händen von rund 65 gewerblichen Bauhandwerkern

Einstieg mit Niedersachsens erstem Atriumhaus als Seniorenwohnanlage

Den Einstieg in die eigenständige Entwicklung größerer Bauprojekte wagte Büter schon wenige Jahre nach der Übernahme des Baugeschäfts. Nach dem Bau eines Mehrfamilienhauses in Emlichheim entstand in den Jahren 1996 bis 1998 eines der ersten Objekte, die das Un-

ternehmen aus Ringe komplett konzipierte, plante und realisierte: Büter zeichnete sich als Generalübernehmer verantwortlich für den Bau einer großen Seniorenwohnanlage an der Nordhorner Ebbinkstraße.

Das Gebäude für einen Sozialverband entstand als das erste Atriumhaus in Niedersachsen, ein Komplex mit stationären Pflegeplätzen, Wohnungen für Betreutes Wohnen und Räumen für ambulante Dienste. „Das war in der Grafschaft damals ein Vorreiter “ , erinnert sich Gerrit Büter. „Das Betreute Wohnen war in unserer Region noch nicht so etabliert, aber es gab in Nordhorn eine wachsende Nachfrage “

Das Projekt wurde so gut aufgenommen, dass schon wenig später in der Nachbarschaft ein z weites Seniorenwohnprojekt nach ähnlichem Kon zept realisiert werden konnte. In den Folgejahren plante und baute Büter weitere große Seniorenwohnanlagen in der Grafschaft - unter anderem in Schüttorf, Emlichheim und Nordhorn. Aber auch landwirtschaftliche Bauten und der Bau von Einfamilienhäusern gehörten in jenen Jahren zum Auftragsbestand des Unternehmens.

Einen Höhepunkt in der Büter-Chronik stellt der Bau des Wohn- und Geschäftshauses „Die Leda“ in der Innenstadt von Leer dar. 2012 hatte Büter mit einem Nordhorner Architekturbüro den städtebaulichen Wettbewerb für ein markantes Wohn- und Geschäftshaus am Stadthafen direkt gegenüber der Altstadt von Leer gewonnen. Auf der so genannten NesseHalbinsel realisierte Büter als Projektentwickler und Bauausführender von Herbst 2013 bis Mitte 2015 einen achtstöckigen Gebäudekomplex Das Gebäude, das in Leer inz wischen als „Weiße Lady “ bekannt ist, musste auf 118 Bohrpfähle gegründet werden und überragt den Stadthafen wie die Decksaufbauten eines großen Kreuzfahrtschiffs. Es bietet etwa 1600 Quadratmeter Büro- und Gastronomieflächen, 21 große Wohnungen und eine doppelstöckige Tiefgarage und gilt als markantes Wahrzeichen der Innenstadt Ihm folgten weitere große Bauaufträge in Leer.

Das Projekt „Die Leda“ reiht sich ein in eine Linie anspruchsvoller Bauvorhaben, die Büter in den vergangenen Jahren außerhalb der Grafschaft anvertraut wurden. Die Palette reicht von Projekten wie Pflege- und Seniorenimmobilien in Osnabrück bis zu Gewerbekomplexen in Emden oder Hamburg In der Grafschaft entstanden markante Gebäude wie der sanierte Kaiserhof in Bad Bentheim oder der ansprechende Citybogen an der Ecke Stadtring/Neuenhauser Straße in Nordhorn.

Der „Wohnpark an der Kanalallee“: ein komplettes Quartier mit 196 Wohnungen

Eines der größten und bekanntesten Wohnbauprojekte konnte die G. Büter Bauunternehmen

GmbH nach intensiver Planungsphase ab 2019 auf ehemaligen NINO-Flächen in Nordhorn realisieren: den „Wohnpark an der Kanalallee“. Auf einem mehr als 50.000 Quadratmeter großen Areal südlich des Nordhorn-Almelo-Kanals errichtete Büter in gut dreijähriger Bauzeit ein komplettes Wohnquartier. Schneller als zunächst erwartet entstanden bis Ende 2022 Reihen- und Mehrparteienhäuser mit insgesamt 196 Wohneinheiten, einer effektiven Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz sowie den erforderlichen Erschließungsstraßen samt der Infrastruktur für Ver- und Entsorgung

Mit zukunftsweisenden Energiekonzepten wie diesen möchte das Unternehmen auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden.

Der geplante Hotelneubau auf dem ehemaligen Postgelände in Nordhorn basiert ebenfalls, gemeinsam mit der GI Grafschafter Immobilienmanagement GmbH, maßgeblich auf den Ideen des innovativen Projektentwicklers Der Neubau soll nicht nur das Hotelangebot in Nordhorn bereichern, sondern auch den Standort v is-a-v is des Bahnhofs städtebaulich aufwerten.

Ein „erneut zukunftsorientiertes Highlight “ soll ein weiteres Hotelbauprojekt werden, das Büter und Ruppelt gerade in Greven planen. Bis zu 20 Millionen Euro Investitionen wird dieses Quartiersprojekt erfordern, das Büter gemeinsam mit der Stadt Greven entwickelt

„Es geht darum, dass zukunftsfähige Bauprojekte entstehen, für die es einen Bedarf gibt und die sich in die Landschaft einfügen“, umschreiben Büter und Ruppelt die Projektansätze ihres Unternehmens. Dafür setzen sie auf Ideenreichtum für das richtige Konzept, auf Risikobereitschaft und Verlässlichkeit sowie auf Qualität in Konzeptionierung und Bauausführung –um mit jedem Vorhaben neu zu beweisen: „so wird gebaut “

„Mit zukunftsweisenden

Energiekonzepten möchten wir unserer gesellschaftlichen Verantwor tung gerecht werden. “

Gerrit Büter

Geschäftsführer G BüterBau

Von Büter gebaut, zum Wahrzeichen geworden: Die „weiße Lady“ am Stadthafen in der Innenstadt von Leer Foto: Büter

Spricht bei der Mitglieder versammlung: Dr Anne-Marie Großmann, geschäftsführende Gesellschafterin der Georgsmarienhütte- Gruppe

Foto: GMH

GMH- Chefin spricht im NINO -Hochbau

Jahresversammlung der Wirtschaftsvereinigung mit Anne-Marie Großmann

Dr. A nne-M a ri e G roß m a nn, G es el l s c ha fte ri n u nd M i tg l i ed d e r G es chä fts fü hru ng d e r G eorg s m a r i e nhü tte Hol d i ng G m b H (G MH G ru ppe) , hä l t a m 1 8 . Ju ni d e n Fes tvortra g b ei d e r d i es jä hri g e n M i tg l i ed e rve rs a m ml u ng d e r Wi r ts c ha fts ve rei ni g u ng G ra fs c ha ft

B e nthei m .

Veranstaltungen der Wir tschaftsvereinigung

4. Juni, 15.30 Uhr: Arbeitskreis Schule-Wir tschaft – Thema: Erneuerbare Energien Im Arbeitskreis vernetzen sich Schulen und Unternehmen Bei Interesse Kontaktaufnahme unter w v@wir tschaft-grafschaft.de 6. Juni, 14 Uhr, Campus Lingen: Campus Convention – Wissenschaft und Wir tschaft präsentieren der Öffentlichkeit innovative Praxisprojekte und Forschungsergebnisse

18. Juni, NINO -Hochbau: Mitglieder versammlung der Wir tschaftsvereinigung

17 Uhr: Interne Jahresversammlung

18 Uhr: Festvor trag von Dr Anne-Marie Großmann, Georgsmarienhütte- Gruppe

20. Juni, 15 Uhr: Arbeitskreis für IT-Verantwor tliche, Thema: KI-Assistenten (Copilot, Docker, Container Application)

Aktuelle Veranstaltungstermine finden

Bevor die promov ier te Volkswir tin in die unternehmerischen Fu ßstapfen ihrer Familie trat, wirkte sie als Beraterin in der Bain & Company Germany Inc. und anschließend als Geschäftsführerin der Windhoff Bahn- und Anla gentechnik GmbH mit. Von 2014 bis 2021 war sie z unächst im Aufsichtsrat der GMH Gruppe tätig, bevor sie dann ab Janu ar 2021 in die Geschäftsführung der Unternehmensg ruppe wechselte.

Das in Georgsmarienhütte ansässige Familienunternehmen, gebündelt aus 20 Produktionsunternehmen aus der Stahl-, Schmiedeund Gussindustrie, gehör t mit über 6000 Beschäftigten z u einer der g rößten metallverarbeitenden Unternehmensg ruppen Eu ropas Die Mitgliedervers ammlung im NINO-Hochbau beginnt am 18. Juni z unächst mit dem internen Teil für die Ver treter der Mitgliedsunternehmen. Ab 18 Uhr schlie ßt sich der öffentliche Teil mit dem Festvor tra g von Dr. AnneMarie Großmann an

Seminare und Lehrgänge des Bildungswerks

5. / 6. Juni: Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

4. + 10. Juni: Erfolgreich in Führung gehen

5. – 7. Juni: Neuroleadership: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse für die Führungspraxis nutzen 10. Juni:

Jahresunterweisung: Elektrofachkräfte

12 / 13. Juni: Planung, Betrieb und Instandhaltung von Ladestationen für E-Autos

17. Juni:

Jahresunterweisung: Schaltberechtigung in betriebseigenen Mittelspannungsanlagen

19. / 20. Juni: Erlangung der Schaltberechtigung in betriebseigenen Mittelspannungsanlagen

27. / 28. Juni: Führen mit Gefühl

2. August:

5. August:

Jahresunterweisung Schaltberechtigung in betriebseigenen Mittelspannungsanlagen

12. August: Überbetriebliche Ausbildung für Mechatroniker vor AP II

14. August:

Jahresunterweisung Explosionsschutz in elektrischen Anlagen und Erste Hilfe bei elektrischen Unfällen

Angebote der Ems-Achse

19. August: Telefonseminar für Auszubildende

4. Juni: Wissenschaftsshow „Bam! Boom! Bang!“ in Nordhorn: Experimental-Show mit Knall und Rauch mit Dr Stephan Leupold

7. Juni: 3 Golfturnier für Mitglieder der Ems-Achse in Bad Bentheim

11. Juni:

Campus Lingen: Additive Fertigung als Chance für den Mittelstand – Veranstaltung des Kunststoff-Netzwerks und des Metall- und Maschinennetzwerks MEMA TE R M I N E J U N I B I S A U G U S T

Sie unter www wirtschaft-grafschaft de/ veranstaltungen

Online-Crash-Kurs zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

Das „Wie neu Verlegt“ - Verfahren der Steinpfleger. Vor und nach der Aufbereitung.

Die Lösung für ver witter te Pflaster flä ch en

Die Steinpfleger Die Firma bereitet altes und ver witter tes Pflaster mit ihrem «wie neu verlegt Verfahren» wieder auf und hat auch für lästiges Unkraut eine Lösung parat

Außenbereich aufzubereiten und nachhaltig zu schützen Mit der richtigen Aufbereitung und Pflege hat der Hauseigentümer lange Freude an der Bepflasterung rund

Der „Wie neu Verlegt“ Effekt, nach einer Pflasteraufbereitung durch die Steinpfleger.

Hausbesitzer kennen das Man erfüllt sich endlich den langersehnten Traum von einem eigenen Zuhause und nach einigen Jahren fällt einem unweigerlich auf, dass die Einfahr t und auch die Terrasse, matt und ver witter t aussehen Eine Neuverlegung ist oftmals sehr kostenintensiv und kann viele Tage, wenn nicht sogar einige Wochen dauern Kurz gesagt, neues Pflaster zu verlegen ist einfach nicht rentabel Die Lösung; professionelle Pflasteraufbereitung Die Steinpfleger sind darauf spezialisier t Ober flächen im

So sieht eine kostenlose Probefläche der Steinpfleger aus.

um sein Haus In der Regel ist die Arbeit des Steinpflegers innerhalb eines Tages abgeschlossen und im Vergleich zu einer Neuverlegung spar t der Kunde nicht nur Zeit, sondern auch bis zu 75% der Kosten, bei absolut identischem Ergebnis

Und so funktionier t´s: Mit eigens entwickelten Geräten sorgen Die Steinpfleger für atemberaubende Ergebnisse Mit heißem Wasser und einem auf den jeweiligen Pflastertyp angepassten Druck von bis zu 350 bar wird das Pflaster gereinigt Dabei saugen sie gleichzeitig das entstehende Schmutzwasser sowie das alte Fugenmaterial ab

Im Anschluss wird die Fläche einer umweltver träglichen Ar t der Desinfektion unterzogen um selbst die kleinsten Rückstände und Sporen zu beseitigen Als Nächstes wird das Pflaster neu verfugt damit die Stabilität weiterhin gegeben ist und zum Schluss imprägnieren sie die Flächen mit einer Nano-Imprägnierung um langf ristigen Schutz zu gewährleisten

Ein weiteres Problem ist das Unkraut, welches aus den Fugen wächst. Doch auch dafür haben die Steinpfleger eine Lösung entwickelt: Die Systemfuge Systemfugen gibts in verschieden Varianten, je nach Fugenbreite Doch alle haben eines gemeinsam, sie hemmen sehr stark die Neubewachsung von Unkraut und sind dennoch wasserdurchlässig

Zum Kundenstamm der Steinpfleger gehören neben vielen zuf riedenen Privatkunden auch eine ganze Reihe Geschäftskunden wie Supermarkt- und Hotelketten, Versicherungen etc Es gibt keinen Pflasterstein und keine Betonfläche welche Die Steinpfleger nicht wieder Aufbereiten können und sie strahlen lassen wie am ersten Tag

Und das Beste daran: Die Steinpfleger kommen ganz unverbindlich und vor allem kostenlos vorbei, führen ihre Dienstleistung vor indem sie eine kleine, meist 1m² große Fläche aufbereiten, sodass ihre Kunden sich ein Bild von dem Ergebnis machen können Danach wird diesem ein Angebot für die Aufbereitung gemacht Und das zum garantier ten Festpreis Es kommen keine versteckten Kosten auf sie zu

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Vorsicht, Festgeld-Falle

Für das eigene Vermögen gibt es bessere Lösungen

Vermögensberater von Spiekermann sind Exper ten bei Vermögensanlagen.

N„Zins ist nicht gleich Zins und änder t sich schneller, als man denkt. “

Manfred Bonte Vermögensbetreuer am Standor t Nordhorn

ach fast einem Jahrzehnt ohne Z insen z ahlen spendablere Häuser für z weiund dreijä hriges Festgeld etwa z wei Prozent im Jahr Auch wenn etliche Institute die Sparer weiterhin knapphalten, denken doch v iele konservative Anleger: Warum nicht einen Teil des eigenen Vermögens als Festgeld anlegen und so die Z insen sichern? Was auf dem ersten Blick vernünftig scheint, hat mehrere Haken, die Privatanleger oft nicht erkennen können. Denn der weite Blick über den Finan z markt zeigt: wer thaltige Staats- und Unternehmens anleihen bieten wesentliche Vorteile z um Festgeld, aber kaum Nachteile. Es gibt konservative Wer tpapiere, die z umindest vergleichbare Renditen bringen und die Kunden nicht jahrelang handlungsunfä hig machen

Rendite: Werthaltige Anleihen bringen oft mehr

Einjä hrige deutsche Staats anleihen bringen aktuell eine Rendite von drei Prozent jä hrlich. Anleihen von marktführenden Unternehmen mit sehr guter Bonität bewegen sich bei gleicher Laufzeit sogar einen gan zen Prozentpunkt übe r der Rendite von Staats anleihen. Wenn man bedenkt, dass Anleger diese Anleihen jederzeit veräu ßern können – unter Um-

ständen sogar mit Gewinn, falls die Z insen sinken sollten, sind sie für Kunden wesentlich attraktiver.

Wiederanlage: Anleihekäufer sind weitaus flexibler

Festgeld-Sparer müssen ihr Investment anders als Anleihekäufer bis z um Laufzeitende halten Dies führ t z u einem Problem, das man als Festgeld-Dilemma bezeichnen könnte: Was ist, wenn die Z insen in z wei ode r drei Jahren gesunken sind und die Banken dann nu r ein Prozent im Jahr z ahlen? In der Zwischenzeit dürften andere Vermögenswer te wie Aktien und Anleihen wegen des Z ins-Rückenwinds gestiegen sein. Festgeld-Anleger kämen so z u spät, um im vollen Umfang von den höheren Ku rsen z u profitieren. Anleihe-Käufer können jederzeit auf ihr Geld z ug reifen, wenn sie es benötigen Eine du rchdachte Laufzeitstruktu r im Anleihepor tfolio ermöglicht das frühzeitige Enga gement am Aktienmarkt oder aber bei steigenden Z insen die schrittweise Umschichtung in höher verz inste Papiere.

Absicherung: Bei Anleihen gibt es keine Grenzen

Die gesetzliche Einla gensicherung beläuft sich auf 100.000 Eu ro pro Anleger und Bank. Wer 300 000 Eu ro, eine halbe Million ode r noch mehr anlegen möchte, steht deshalb vor der Aufgabe, seine Einla ge über mehrere Banken z u streuen Nu r so ist beim etwaigen Ausfall einer Bank garantier t kein Vermögensverlust z u befürchten Hier sei angemerkt, dass die Bundesbank derzeit zehn kleinere Banken intensiv beobachtet. Die Käufer wer thaltiger Anleihen haben solche Probleme nicht, denn Wer tpapiere sind rechtlich gesehen Sondervermögen und im Fall einer Insolven z der Bank geschützt Das gilt auch für Fonds und ETFs, die im Rahmen einer konservativ ausgerichteten Vermögensstrategie z um Eins atz kommen

Fazit

Unter dem Aspekt der Rendite, der Flex ibilität und der Absicherung ist eine konservative Vermögensstrategie mit wer thaltigen Anleihen gegenüber Festgeld die bessere Wahl. Dafür sind die Vermögensberater von Spiekermann kompetente Par tner

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Firmenchef Frank Gussek (m ) erhielt eine Jubiläumsurkunde von den BDF- Geschäftsführern

Achim Hannott ( l ) und Georg Lange (r ) Foto: BDF/ GUSSEK HAUS

40 Jahre im BDF

Seit 40 Jahren ist das Familienunternehmen

GUSSEK HAUS Mitglied im Bundesverband Deutscher Fer tigbau (BDF) Die BDFGeschäftsführer Achim Hannott und Georg Lange g ratulier ten Firmenchef Frank Gussek mit einer Urkunde GUSSEK HAUS sei „ein Vorzeigeunternehmen unserer Branche. Frank Gussek ist seit 1997 Mitglied im BDFVorstand und seit 20 Jahren Vi zepräsident.

Neuenhauser „TOP Ausbilder“

A

ls „TOP-Ausbildungsbetrieb“ hat die IHK die Firma Neuenhauser Maschinenbau GmbH ausgezeichnet „Mit dieser Auszeichnung können wir zeigen, wie v iel Wert wir auf eine gute und praxisnahe Ausbildung legen“, betonten Geschäftsführer Rüdiger Schury und Betriebsleiter Patrick Meyer bei der Verleihung des IHK-Qualitätssiegels Das Zertifikat gilt für drei Jahre. Erstmals wurde die Neuenhauser Maschinenbau GmbH 2018 von der IHK für die Ausbildungsqualität zertifiziert.

Juliane Hünefeld-Linkermann überreichte die Urkunde „IHK-TOP Ausbildung“ an Neuenhauser-Vorstandsmitglied Rüdiger Schury (r.), Betriebsleiter Patrick Meyer (2 l ), die Personalreferenten Janine Jeurink (3 l ) und Kai Derks (l ) sowie Ausbilder Kai Berends (3 r ) Foto: Schöning Fotodesign

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Vermieter profitieren von Solarstrom

Heider Energietechnik GmbH bietet Mieterstrom-Anlagen als Komplettlösung

Als etablierter Anbieter für maßgeschneiderte Solaranlagen blickt die Nordhorner Firma Heider Energietechnik GmbH auf mehr als 15 Jahre Erfahrung in den Sparten Photovoltaik, Speicherlösungen und E-Ladesäulen zurück Jetzt geht der Elektrofachbetrieb mit einer innovativen Lösung zur klimaneutralen Energieversorgung von Mietimmobilien an den Markt: Heider bietet Investoren ein All-InklusivKonzept für Mieterstromanlagen, das Mietern und Vermietern deutliche Kostenvorteile bietet

Mieterstrom ist elektrische Energie, die mit Photovoltaikanla gen auf dem Hausdach klimaneutral erzeugt und im Mietobjekt selbst verbraucht wird Den Rahmen und die Fördermöglichkeiten für die Nutz ung von lokal erzeugtem Solarstrom regelt seit 2017 das „Gesetz z u r Förderung von Mieterstrom und z u r Ände rung weiterer Vorschriften des Erneuerbare-Energien-Gesetzes“

viel Er fahrung und Innovationspotenzial für die zukunftssichere Energieversorgung von

objekten mit:

(

) und

„In d e r G ra fs c ha ft s i nd A nl a g e n z u m B ez u g u nd z u r Ab rec hnu ng von M i ete rs trom noc h ni c ht s ehr ve rb rei tet “ , s a g t E ri c h Hei d e r, Inha b e r d e r Fi rm a Hei d e r E ne rg i etec hni k . E r b i etet B a u he rre n von Mehrpa r tei e nhä u s e rn jetz t ei ne Kom pl ettl ös u ng a n, d i e v i el e Vortei l e b i etet. D i e Reg el tec hni k d e r P V -A nl a g e reg el t d i e E i ns pei s u ng d es s el b s t e rz e u g te n Sol a rs trom s u nd d i e e rford e rl i c he Z u s peis u ng von E ne rg i e a u s d e m öffe ntl i c he n Netz – u nd d i e A b rec hnu ng d es E ne rg i eb ez u g s fü r jed e n ei n z el ne n Stromve rb ra u c he r i n z wei Ta ri fe n.

Diese Regeltechnik bietet dem Vermieter, aber auch dem Mieter finan z ielle Vor teile. Der Vermieter profitie r t von einer um 30 Prozent verkürzten Amor tis ationszeit du rch jä hrliche Zus atzeinnahmen von rund 50 Eu ro pro KWh

Speicherkapaz ität. Nicht z u vernachlässigen ist z udem der Mieterstromz uschla g vom Staat. Eine weitere Senkung der Netzstromkosten eröffnet der Bez ug von Strom von den Strombörsen Die Finan z ierung der Anla ge kann in der Abschreibung unter Umständen als Umbauma ßnahme mit abgesetzt werden, sodass die Mieterstromanla ge qu asi z insfrei finan z ier t werden kann.

Die Mieter eines mit Mieterstrom versorgten Mehrpar teienhauses z ahlen deutlich niedrigere Nebenkosten. Das macht die Mietimmobilie attraktiver für den Markt „Unsere Anla gen sind auch in der La ge, selbständig die Abrechnungen für die Mieter z u erstellen und z u verschicken“, erläuter t Erich Heider. Wenn gewünscht, könnten dabei auch gleich die Wasserverbräuche mit erfasst werden.

Æ Weitere Informationen gibt es bei der Heider Energietechnik, Otto-Hahn-Straße 42, 48529 Nordhorn w w w heider-energietechnik de

„Wir können für jeden einzelnen Verbraucher exakt den Strombezug von der PV-Anlage und aus dem Netz getrennt abrechnen. “

Erich Heider

Bringen
Miet-
Erich Heider
Mitte
sein Team von der Firma Heider Energietechnik Foto: Fa Heider

Anreiz für Mietwohnungsbau

Möglichkeit einer Sonderabschreibung

Steuerberater Fabio Fleischmann berät Kunden in Nordhorn

M„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mau-

ern

und die

an

deren Windmühlen. “

Fabio Fleischmann Steuerberater am Standor t Nordhorn

it dem am 27 März 2024 im Bundesgesetzblatt I verkündeten Wachstumschancengesetz hat der Gesetzgeber ein milliardenschweres Entlastungspaket für Unternehmen und Privatleute geschnürt. Darin enthalten sind signifikante Änderungen zur Anreizschaffung, sein Geld in neuen Wohnraum zu investieren. Gemeint ist die gesetzliche Anpassung des Einkommensteuergesetzes, der die Möglichkeit einer Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau vorsieht Diese Sonderabschreibung, gepaart mit der neu eingeführten Möglichkeit, Wohnz wecken dienende Gebäudeteile degressiv abzuschreiben, birgt für Interessenten gute Chancen mit Wohnraum erhebliche Liquiditätsüberschüsse zu erzielen. Bei Investmentüberlegungen steht Obremba zur steuerlichen Einzelfallprüfung bereit.

Abschreibungen im Überblick

Das neue Gesetzespaket bietet unter bestimmten Voraussetzungen wieder die Möglichkeit, Wohnz wecken dienende Gebäude und Gebäudeteile in fallenden Jahresbeträgen abzuschreiben und somit kurzfristig höhere Beträge steuerlich geltend zu machen. Zuletzt war dies möglich für Wohngebäude, die auf Grund eines nach dem 31. Dezember 2003 und vor dem 1. Januar 2006 gestellten Bauantrags hergestellt oder in diesem Zeitraum abgeschlossenen Notarvertrags angeschafft worden sind. Nun ist es

möglich, neue Wohngebäude mit dem unveränderlichen Prozentsatz von fünf Prozent abzuschreiben. Die Absetzung bemisst sich im Erstjahr nach den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und in den Folgejahren nach dem jeweiligen Restbuchwert. Der Wechsel zurück zur linearen Abschreibung ist weiterhin möglich. Es bedarf dazu die Prüfung im Einzelfall, wann dieser Wechsel vollzogen werden sollte, um weiterhin das maximale Abschreibungspotential in jedem Veranlagungszeitraum auszuschöpfen

Ebenfalls angepasst wurde das vorhandene steuerliche Wahlrecht zur Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubauten. Diese Sonderabschreibung ist zusätzlich zur linearen oder degressiven Absetzung für Abnutzung möglich Der Gesetzgeber hat auf die inflationären Entwicklungen der vergangenen Jahre reagiert und die Baukostenobergrenze als Voraussetzung für die Sonderabschreibung von 4800 Euro auf 5200 Euro erhöht Auch bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibung wurde nochmals nachgerüstet. Bisher konnten über einen Zeitraum von v ier Jahren jeweils fünf Prozent von maximal 2500 Euro Anschaffungs- oder Herstellungskosten je Quadratmeter Wohnfläche zusätzlich abgeschrieben werden. Diese Bemessungsgrundlage wurde nun auf 4000 Euro je Quadratmeter erhöht.

Die degressive Abschreibung für Wohngebäude und die Sonderabschreibung für Mietwohnungsneubau bieten in Kombination Möglichkeiten aus geplanten Investments das Bestmögliche herauszuholen Gerade im Hinblick auf die Zeitpunktermittlung des optimalen Wechsels der degressiven zurück zur linearen Abschreibung hilft Obremba Kunden weiter Aber auch bei der Prüfung, ob das geplante Investment überhaupt die Voraussetzungen für eine Sonderabschreibung erfüllt Betrachten wir einen fiktiven Anschaffungsfall einer Wohnung mit 100 Quadratmetern Wohnfläche für 300 000 Euro bei einer Kaltmiete von zehn Euro den Quadratmeter, finanziert durch 150.000 Euro KFW-Mittel zu 2,7 Prozent, ein Jahr tilgungsfrei und anderweitig 150.000 Euro zu 3,87 Prozent. Bei optimaler Nutzung der Abschreibungsmöglichkeiten und einem angenommenen persönlichen Steuersatz von 42 Prozent wären nach zehn Jahren bereits 56.000 Euro getilgt bei einem zusätzlichen Liquiditätsüberschuss von 18 600 Euro nach Steuern

Foto: privat

Mit Wer tschätzung und Fehlerkultur die Mitarbeiterbindung stärken

Forum Personalentwicklung: Wie erreiche ich Zufriedenheit am Arbeitsplatz?

Impulswerkstatt des Forums Personalentwicklung: Jens Reimers (Kreisver waltung) und Jan Gageler (Ringoplast) bei einer Gruppenarbeit zum Thema Psychologische Sicherheit Foto: Wir tschaftsvereinigung

Die Z ahl der Mitarbeitenden ohne emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber ist in Deutschland auf dem höchsten Stand seit 2012: Beinahe jeder fünfte Arbeitnehmer hat keinerlei emotionale Bindung an seinen Betrieb, über 7,3 Millionen Beschäftigte haben bereits innerlich gekündigt. 45 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden sind entweder aktiv auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz oder offen für neue Herausforderungen Diese Erkenntnisse gehen aus dem Gallup Enga gement Index 2023 hervor, der g rößten Studie z um Arbeitsmarktverhalten in Deutschland, die seit 2001 jä hrlich erhoben wird.

Was können Arbeitgeber angesichts dieser z unehmenden Arbeitsmarktdy namik tun, um Mitarbeitende für ihren Betrieb z u gewinnen und sie langfristig an das Unternehmen z u binden? „Schlechte Führung wird z um Risiko-

faktor für den Unternehmenserfolg “ , s a gt Marco Nink, Director of Research & Analytics von Gallup EMEA . „Trotz Dauerkrisenmodus sehen Deutschlands Beschäftigte für sich persönlich gute Chancen in einer für sie weiterhin vor teilhaften La ge.“ Auch wenn der aktuelle wir tschafts- und transformationsbedingte Stellenabbau einiger Unternehmen z unehmend Schla g zeilen mache, ändere das g rundsätzlich nichts daran, „dass es schon jetzt z u wenig Arbeitskräfte gibt und sie du rch den Eintritt der Babyboomer ins Rentenalter von Ta g z u Ta g weniger werden“ „ Auch in der Grafschaft müssen die Unternehmen in z wischen feststellen, dass Mitarbeitende nicht mehr so leicht z u bekommen sind“, weiß Sandra Lerch, Leiterin des Forums Personalentwicklung bei der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim Angesichts des z unehmenden Fachkräftemangels seien die

F A K T E N

Die Gallup-Studie wird seit 2001 jährlich erstellt Anhand von zwölf Fragen zum Arbeitsplatz und -umfeld, ermittelt Gallup den Engagement Index für Deutschland

Für die jüngste Untersuchung wurden zwischen November und Dezember 2023 insgesamt 1.500 zufällig ausgewählte Arbeitnehmende ab 18 Jahren interviewt Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Arbeitnehmerschaft in Deutschland ab 18 Jahre

Unternehmen geforder t, „sich in Bez ug auf ihre Mitarbeitenden z ukunftsfä hig aufz ustellen“ Die Wir tschaftsvereinigung bietet ihren Mitgliedsunternehmen mit ihrem Forum Personalentwicklung eine qu alifi z ier te Unterstütz ung bei der Umsetz ung von Personalentwicklungsthemen. „Mitarbeiterbindung wird immer wichtiger “ , s a gt Lerch mit Hinweis auf die Ergebnisse der Gallup-Studie Entscheidend dafür sei, die Mitarbeiterz ufriedenheit z u stärken und ihn im Unternehmen richtig ein z usetzen. Dabei gehe es nicht z ue rst um die Fra ge der Entlohnung. „Das Gehalt muss stimmen, das ist ein Hygienefaktor Aber für die Mitarbeiterz ufriedenheit reicht das nicht “ , weiß Sandra Lerch. „Wir müssen den Menschen mit seinen Poten z ialen und Wünschen, seinem Wissen und seinen Erfahrungen sehen “ Um diese Poten z iale richtig z u nutzen, müsse das Unternehmen den Mitarbeitenden seinen Platz finden lassen – und ihm die Chance geben, an seinen Aufgaben z u wachsen

Das Vertrauen der Beschäftigten in ihr Unternehmen sinkt

Leicht ges a gt. Aber was bedeutet das konkret? Angesichts aktueller Krisen sinke in v ielen Unternehmen das Ver trauen der Beschäftigten in die Perspektiven ihres Unternehmens, stellt die Gallup-Studie fest „Nu r 40 Prozent haben uneingeschränktes Ver trauen in dessen finan z ielle Zukunft “ Analog daz u bröckelt auch die Zuversicht in die Krisenfestigkeit der Geschäftsleitung. „Über dem Kosten- und Krisenmana gement vergessen Führungskräfte oft das People Mana gement “ , stellen die Gallup-Forscher fest. „Dabei kann das eine nicht ohne das andere funktionieren “

Das Mana gement müsse hier „eine klare Richtung vorgeben, Aufbruchstimmung vermitteln und in Möglichkeiten statt im Krisenmodus denken“, heißt es in der Gallup-Studie, um so die Zuversicht z u stärken und Beschäftigte für den Ku rs des Unte rnehmens z u begeistern. „Denn schwierige Z eiten kann man nu r erfolg reich überstehen, wenn man alle mitnimmt und für eventuell notwendige Veränderungen Rückendeckung hat “ , wird Pa Sinyan, Mana ging Par tner von Gallup EMEA , ist der Studie z itier t.

„Die Welt hat sich gedreht “ , warnt auch Sandra Lerch „Es geht nichts mehr ohne eine gute Mitarbeiterführung.“ Für die Beschäftigten gehe es nicht mehr darum, froh über die Chance z u sein, beim jeweiligen Unternehmen einen Arbeitsplatz bekommen z u haben. Wichtig sei heute die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit, die Möglichkeit, stolz auf das Erreichte und Geleistete z u sein. „Innovationsfä higkeit und Leistung eines Unternehmens folgen aus der Zufriedenheit seiner Mitarbeiter.“

Deshalb ist für Pe rsonalcoachs wie Sandra Lerch klar: „Es kommt auf wer tschätzende Kommunikation an – und auf eine positive Fehlerkultu r im Unternehmen.“ Fehler müssten als Chance z um Lernen verstanden werden Misserfolge dürften nicht verschwiegen, sondern könnten eher als Lernbeispiel kommuni z ier t werden

Die Personalentwicklung in Grafschafter Unternehmen ist

Thema im Podcast „Chefsache(n)“ GN-Redakteur Rolf Masselink diskutier t mit Sandra Lerch, von der Wir tschaftsvereinigung und Heike

Stegink, Personalverantwor tliche der Lebenshilfe, über Fachkräftege winnung und Mitarbeiterbindung Zu hören überall, wo es Podcasts gibt Einfach den QR- Code einscannen oder dem Link folgen https://gn123 .de/76n

Das Forum Personalentwicklung bietet Grafschafter Unternehmern seit 2019 Hilfestellung an „Vor allem kleine Unternehmen haben in Sachen Personalführung und -entwicklung oft Probleme, weil ihnen die Ressou rcen dafür fehlen“, so Sandra Lerch Mit einer Mischung aus Workshops und Erfahrungsaustauschen, Ein zelberatungen und Seminarreihen können die Mitgliede r des Verbunds ihre Personalentwicklungsthemen professioneller angehen In „Impulswerkstätten“ besteht dreimal jä hrlich die Möglichkeit, Themen wie Mitarbeiter-Motivation, Fehlerkultu r, Eingliederung neuer Mitarbeiter z u diskutie ren Das beginnt in der Regel mit dem Impulsreferat eines Fachreferenten. Vor allem aber lebt das Format von der offenen Diskussion und dem gegenseitigen Erfahrungs austausch. Aktuell sind 13 Grafschafter Unternehmen in dem Forum aktiv In den Workshops sind bis z u 25 Ver treter g roßer und kleiner Betriebe, darunter Inhaber oder Geschäftsführer, Pe rsonalreferenten und andere Führungskräfte „Dabei geht es auch darum, z unächst einmal gegenseitiges Ver trauen aufz ubauen“, berichtet Sandra Lerch. Schließlich soll ja offen über Probleme und Herausforderungen, aber auch Erfolge in der Mitarbeiterführung diskutier t werden.

Emotional hoch gebundene Beschäftigte unterstützen eher Veränderungen

Laut Gallup-Studie ist hohe Mitarbeiterbindung gerade bei den im Moment in v ielen Unternehmen stattfindenden Umbruchprozessen einer der Bausteine für Erfolg. So stimmen 68 Prozent der emotional hoch gebundenen Mitarbeitenden – aber nu r 20 Prozent derjenigen ohne emotionale Bindung – der Auss a ge „Grundsätzlich unterstütze ich anstehende Veränderungen in meinem Unternehmen“ uneingeschränkt z u.

„Nie ist gute Führung so wichtig wie in schwierigen Z eiten“, lautet das Faz it von Gallup-Sprecher Marco Nink. „Vorgesetzte dürfen sich hier nicht wegducken, sondern müssen Führung gan z oben auf die Prioritätenliste setzen. Emotionale Mitarbeiterbindung ist das Ergebnis guter Führung Damit verbunden sind Themen wie Produktiv ität, Kundenorientierung und Treue. Kein Unternehmen kann es sich leisten, gute Arbeitskräfte du rch schlechte Führung z u verlieren “ rm

„Beste Energie für Geschäftskunden“

Von d e r A rz tpra x i s b i s

z u m G a s tronom i eb etri eb , von d e r La nd wi r ts c ha ft

b i s z u m Ind u s tri ek u nd e n – s i e a l l e

s i nd a u f ei ne z uve r-

l ä s s i g e u nd b ez a hl-

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g u ng a ng e wi es e n.

„Wi r ve rs tehe n u ns

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B ra nc he n m i t d e r pa s s e nd e n E ne rg i e“, s a g t F ra nk Ka m ps ,

Lei te r d es G e we rb eu nd G roß k u nd e nve r tri eb s b ei nvb.

D en r i chti gen Tar if f ür j edes Unter nehmen

Sei t ü b e r 1 2 5 Ja hre n i s t nvb a l s regi ona l e r

E ne rg i e pa r tne r a k ti v u nd b i etet Lös u ng e n fü r s pez i fi s c he E ne rg i ea nford e ru ng e n „Wi r wi ss e n, d a s s jed es Unte rnehm e n i nd i v i d u el l i s t u nd d e m e nts prec he nd b i ete n wi r m a ß g es c hnei d e r te Kon z e p te a n“, b etont Ka m ps „F ü r jed e Unte rnehm e ns g röß e u nd jed e Ku nd e na nford e ru ng ha b e n wi r d e n ri c hti g e n Tari f “ Wä hre nd d e r jü ng s te n E ne rg i ek ri s e ha t s i c h g ez ei g t, d a s s wec hs el nd e E ne rg i eb ed a rfe ei ne hohe F l ex i b i l i tä t e rford e rn „Uns e r Vortei l b ei d e r B etre u u ng von G es c hä fts k u nd e n i s t d i e e ng e i nte rne Ve rz a hnu ng z wi s c he n d e m Ve r tri eb u nd de r E ne rg i eb es c ha ffu ng

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E ne rg i e prei s fü r u ns e re Ku nd e n z u e rz i el e n u nd ne u e P rod u k te z u e ntwi c kel n“, s o Ka m ps

Umfangreicher Kundenser vice mit persönlichen Ansprechpartnern

nungssicherheit für das jeweilige Unternehmen. Diese Strategie hat sich bewä hr t und ein Marktanteil von etwa 80 Prozent in der Grafschaft zeugt von g roßem Ver trauen in die nvb und ihre Kompeten z. „Unsere Kunden können sich auf uns verlassen und wir arbeiten stetig daran, unseren Kundenserv ice z u verbessern“, macht Kamps deutlich. Ein z usätzlicher Serv ice ist z um Beispiel de r sogenannte „ nvbMarktbericht “ , der aktuelle Marktinformationen enthält und alle z wei Wochen an interessier te Kunden verschickt wird

Engagement für Region und Energiewende

Als in de r Region veranker tes Unternehmen investier t nvb nicht nu r in eine z uverlässige Energieinfrastruktu r, sondern auch in die Förderung von Spor t, Kultu r und soz ialen Projekten, um die Lebens- und Standor tqu alität in der Grafschaft Bentheim und darüber hinaus z u verbessern und z ukunftsfä hig z u gestalten

Das er fahrene Team von nvb steht persönlich zur Ver fügung, um die Kunden bestmöglich zu unterstützen. Foto: privat

Die nvb GmbH bietet für jeden Bedarf das richtige Konzept „Wir wissen, dass jedes Unternehmen individuell ist und dementsprechend bieten wir maßgeschneider te Konzepte an “

Das erfahrene Team steht persönlich z u r Verfügung, um den Energiebedarf vor Or t z u analysieren und Kunden mit lang jä hriger E x per tise und Zuverlässigkeit z u unterstützen. Dabei liegt der Fokus auf marktge rechte und transparente Preise sowie eine langfristige Pla-

Die nvb übernimmt auch beim Thema Nachhaltigkeit Verantwortung „Für Unternehmen, die Kosten senken und ihren CO2-Fußabdruck reduzieren wollen, bieten wir Ökostrom-Produkte aus 100 Prozent erneuerbaren Energien“, so Kamps. „Darüber hinaus haben wir auch Photovoltaiklösungen für private und gewerbliche Kunden sowie umweltfreundliche Ladekonzepte in unserem Portfolio “

Frank Kamps Leiter Ge werbe- und Großkundenver trieb

Wie die Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt gelingen kann

Arbeitgeber-Speeddating im Rahmen des Projekts KomIn 4.0

S„Ziel war es, eine Brücke zwischen Unternehmen und Geflüchteten zu schlagen“ .
Sandra Lerch Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim

eit Oktober 2023 wird im Rahmen der Förderrichtlinie des Eu ropäischen Soz ialfonds „Unterstütz ung Regionaler Fachkräftebündnisse 2021-2027“ des Landes Nieders achsen das Projekt „KomIn 4.0 – Kompeten zzentrum Integ ration“ realisier t Es will Wege aufzeigen, wie die Integ ration von Geflüchteten und Mig ranten in den Arbeitsmarkt gelingen kann

Unter der Leitung der Volkshochschule Grafschaft Bentheim ( VHS Nordhorn) als Projektträger und in Kooperation mit der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim sowie dem Grafschafter Jobcenter des Landkreises Grafschaft Bentheim verfolgt das Projekt das Z iel, eine ver trauensvolle, transparente, kooperative und lösungsorientier te Zus ammenarbeit z u r Bewältigung der Herausforderungen der Arbeitsmarktinteg ration z u schaffen

Das KomIn 4.0-Projekt kon zentrier t sich nicht nu r auf die erfolg reiche Integ ration qu alifi z ier ter Geflüchteter in den Arbeitsmarkt, sondern auch auf eine langfristige und nachhaltige Fachkräftesicherung für die Region Grafschaft Bentheim.

Ute Escher t, Projektmitarbeitende von der VHS Nordhorn, betont das Z iel des Projekts, Menschen mit Fluchterfahrung qu alifi z ier ten

Spracherwerb, soz iale Stabilisierung und gesellschaftliche Teilhabe z u ermöglichen, um sie erfolg reich in den Arbeitsmarkt z u integ rieren

Um eine direkte Verbindung z wischen ausländischen Fach- und Arbeitskräften und regionalen Unternehmen herz ustellen, organisier ten die Projektpar tner im April 2024 ein Arbeitgeber-Speeddating in den Räumlichkeiten der VHS Nordhorn Vier Arbeitgeber aus verschiedenen Branchen, darunter die Neuenhauser Unternehmensg ruppe, Semcoglas Glastechnik, Bentec Drilling & Oilfield Systems sowie Georg Utz, trafen dabei auf rund 30 ausländische Bewerberinnen und Bewerber, vorwiegend aus der Ukraine, um persönlich miteinander ins Gespräch z u kommen und über berufliche Perspektiven z u sprechen

Die Teilnehmenden verfügten über Deutschkenntnisse auf dem Level eines sehr guten B1 Sprachniveaus oder höher sowie über lang jä hrige Berufserfahrung ode r einen qu alifi z ier ten Berufs abschluss Du rch die Initiierung der beruflichen Anerkennung oder die Validierung von Handlungskompeten zen erhielten die Teilnehmenden offi z ielle Nachweise, um Arbeitgebern die Möglichkeit z u geben, die Anforderungen des regionalen Arbeitsmarktes mit ihren beruflichen Kenntnissen und Fä higkeiten abz ugleichen.

„ Z iel der Veranstaltung war es, eine Brücke z wischen Unternehmen und Geflüchteten z u schla gen, die Inte resse an einer Beschäftigung oder einer beruflichen Ausbildung in der Region haben“, betonte Sandra Lerch, Projektmitarbeitende von der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim „Die Integ ration von Menschen mit unterschiedlichen kultu rellen Hinterg ründen ist nicht nu r eine soz iale Verantwor tung, sondern auch eine Chance für Unternehmen, neue Arbeitskräfte und Perspektiven z u entdecken “

Das Arbeitgeber-Speeddating markier t einen wichtigen Schritt hin z u einer erfolg reichen Arbeitsmarktinteg ration und Fachkräftesicherung in der Grafschaft Bentheim im Rahmen des Projekts KomIn 4.0. Es zeigt, dass du rch kooperative Zus ammenarbeit und gez ielte Ma ßnahmen sowohl die Integ ration von Geflüchteten als auch die Bedürfnisse regionaler Unternehmen effektiv adressier t werden können w v

„Facebook

bleibt bei der Suche nach geeigneten

Kandidaten die wichtigste Datenquelle. “

Vanessa Salomon Concept X

IHK-Netzwerk diskutier te über Personal Recruiting

Kün s tl ic h e In te l l ige n z ( KI )

s p ie l t au c h im A r be itg e be r -

m ar ke tin g e in e im me r s tä r ke re

Ro l l e , k an n P ro z e ss e ve re in f a-

c h e n un d Re s s o u rc e n s p are n .

D ie g e wo nn e n e Z e it k an n f ür

p e rs ö n l ich e G e s p r äc h e m it B e -

we r be r n un d M itar be ite r n g e -

n utz t we rde n D e n n de r p e rsö n -

l ic h e Austaus c h wird g e rade im

KI - Z e ital te r im m e r we r tvo l l e r.

D avo n s in d Van e s s a S al o m o n

un d M ic h a e l P r uban vo n de r

C o n c e p t X G m bH übe r z e ug t

S ie s te l l te n p ra x is n ah e Nut-

Vanessa Salomon und Michael Pruban zeigten die Möglichkeiten von KI im RecruitingProzess auf. Foto: IHK

z un g s m ö g l ic h ke ite n vo n KI b e im A r be itg e -

be r m ar ke tin g un d i m Ein ar be itun g s p ro z e s s

j e tz t im I HK- Ne tz we r k O n l in e -M ar ke tin g

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KI k ö n n e de n Re c r uitin g - P ro z e s s un d das

Em p l o y e r B ran din g n ac h h al tig be e in f l us s e n ,

de n n die A n al y s e g ro ße r D ate n m e n g e n un d

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m ö g l ic h e e s v ie l s tä r ke r al s bish e r, e in e p e rs o n al is ie r te u n d z ie l g e r ich te te A n sp rac h e p o te nz ie l l e r B e we r be r du rc h z uf ühre n . Me n sc h e n k ö n n te n n ac h ihre n In te re s s e n , di e s ie auf s o z ial e n Me die n z e ig te n, in div id ue ll e r an g e sp ro c h e n we rde n , e rk l ä r te Va n e s s a S al o m o n D abe i bl e ibe Me ta bz w. Fac e bo o k be i de r S uc h e g e e ig n e te r Kan didate n m it 2 5 M il l io ne n P ro f il e n die wic h tig s te D ate n q ue l l e . D ie D ate n in te r p re tatio n p e r Mus te re rke n n un g m it KI e r m ö g l ic h e , s o

M ic h ae l P r uban , di e A n s p rac h e p o te n z ie l l e r

M itar be ite r m it in div idue l l e n A n z e ige n KI

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z u f üh re n , das s di e e m o tio nal e B in du n g vo n

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Chefsessel meist noch Männersache

Anteil der Frauen in Unternehmensspitzen steigt in der Region nur leicht

Beim Bosch-Konzern in Stuttgar t im Kommen, in der Grafschaft und im IHK-Bezirk noch ein Ausnahmephänomen: Bei Bosch teilen sich Ina Skultety ( links) und Isabell Kormos eine Stelle für Führungskräfte. Symbolfoto: dpa

Der Chefsessel bleibt offenbar weiterhin eine Männerdomäne, Frauen sind in Führungspositionen der regionalen Wir tschaft nach wie vor unterrepräsentier t.

Das zeigt die aktuelle Analyse „Frauen in Führung 2023“ der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim Demnach ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Region in den vergangenen z wei Jahren nu r leicht um 0,3 Pro-

des

zent gestiegen und liegt aktuell bei 23,3 Prozent. Den höchsten Zuwachs verzeichnet dabei z war die Grafschaft Bentheim mit einem Anstieg um 0,8 Prozent. Sie bleibt damit allerdings mit einem Frauenanteil von 22,5 Prozent weiterhin unter dem Du rchschnitt im IHK-Bez irk.

Die IHK-Analyse weist für die 60 409 Mitgliedsbetriebe der IHK im Jahr 2013 einen Anteil von knapp 19 Prozent aus. Danach stieg e r über 22,2 Prozent im Jahr 2014 auf 23,6 Prozent im Jahr 2016, fiel danach aber im Jahr 2019 auf 22,8 Prozent z u rück

„Der Anteil von Frauen in Führung entwickelt sich weder bei uns in de r Region noch bundesweit dynamisch genug Für die wir tschaftliche Entwicklung wäre es aber wichtig, dass wir hier insges amt

Schlechte Noten für Niedersachsen Eine Untersuchung der Initiative FidAR im Auftrag des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (Stand 1 Januar 2022) ergab, dass der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien der 103 größten öffentlichen und privatwir tschaftlichen Unternehmen Niedersachsens mit 26,7 % unter dem Bundesdurchschnitt liegt Dieser liegt für privatwir tschaftliche Unternehmen deutschlandweit bei 33,2 % und für öffentliche Unternehmen bei 34,7 %

F A K T E N

deutlich besser werden“, meint IHKHauptgeschäftsführer Marco Graf. Ein höheres Niveau könne sich dann ergeben, wenn Frauen bei neu z u besetzenden Führungspositionen stärker berücksichtigt würden

Die IHK hat daz u verschiedene Szenarien betrachtet. „Unsere Berechnungen zeigen, dass für eine Parität lange Z eiträume erforderlich sind – z umal auch eine umgekehr te Diskriminierung vermieden werden muss“, so Graf Selbst wenn ab sofor t sämtliche frei werdenden Führungspositionen mit Frauen besetzt würden, könnte man bis z um Jahr 2030 unter den getroffenen Annahmen keine Parität in den Führungspositionen mehr e rreichen Ein Erreichen der Parität zehn Jahre später wäre danach mit einer Eintrittsquote der Frauen von knapp 70 Prozent verbunden. „ Auch dies ist aus heutiger Sicht unrealistisch“, meint Graf.

Eine Steigerung des Frauenanteils in den Führungseta gen erfordere daher einen langen Atem. Die Karrieren von Frauen müssten hierbei nicht nu r ermöglicht, sondern auch aktiv geförder t werden Hier setze die IHK mit ihren v ielfältigen Vernetz ungs angeboten an, etwa mit den „Business Women IHK“

Die Osnabrücker Unternehmerin Angelika Pölking, der 2021 von der DIHK der Titel einer „Botschafterin der ‚Business Women IHK‘“ verliehen worden war, bekräftigte dies und betonte dabei den Wer t der Zus ammenarbeit der Frauennetz werke über die regionalen Grenzen hinweg: „Diese hat sich deutlich verstärkt. Zuletzt war dies sichtbar beim jä hrlichen bundesweiten Treffen der ‚Business Women IHK‘ der DIHK in Dor tmund“, so Pölking. Dor t ka-

„Der Anteil von Frauen in Führung entwickelt sich weder bei uns in der Region noch bundesweit dynamisch genug “

Marco Graf

Hauptgeschäftsführer der IHK OsnabrückEmsland- Grafschaft Bentheim

men 150 Frauen aus allen IHK-Bez irken in Deutschland z us ammen.

„ Zwischen den Branchen gibt es beim Anteil der Frauen in Führung deutliche Unte rschiede in der Region“, ergän zte Dr Beate Bößl, Betreuerin des Netz werkes „Business Women IHK“. So liege der Anteil von Frauen in Führung im Gastgewerbe mit gut 31 Prozent am höchsten. Ebenfalls leicht überdu rchschnittlich sind die Frauenanteile im Handel (28 Prozent) und bei den sonstigen Dienstleistungen (23,4 Prozent). Vergleichsweise geringe Frauenanteile weisen die Wir tschaftsz weige Industrie und Verkehr auf Hier liegen die Quoten bei 14,2 bz w. 18,2 Prozent.

Der Frauenanteil sinkt nach Angaben der IHK tenden z iell mit z unehmender Betriebsg röße. Am höchsten ist die Frauenquote mit 25,3 Prozent bei den Solo-Selbstständigen, also den Unternehmen, die über keine Beschäftigten verfügen. Bei den Unternehmen mit Beschäftigten ist de r Führungsfrauen-Anteil bei den Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten am höchsten (21,7 Prozent). Am geringsten ist er in Unternehmen mit mehr als 1000 Beschäftigten. Dor t beläuft er sich gerade einmal auf 9,6 Prozent

„Unsere IHK setzt sich für mehr Vielfalt in der Wir tschaft ein. Daz u gehör t auch, den Anteil von Frauen in Führungspositionen z u steigern“, erklär te Graf. Ein Ans atz punkt dafür sei auch die gez ielte Unterstütz ung von weiblichen Gründerinnen Die seit 2014 jä hrlich stattfindende Aktionswoche „Frauen-Business-Ta ge“ der IHK sei mittlerweile die g rößte Veranstaltung der Region allein für BusinessFrauen ihk

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