Skip to main content

GN-Insider Nr. 1 2024

Page 1


I M I NTERVI EW

A N D W E R K Heiko Ensink über Konjunk turkrise und Fachkr äf tem angel

In 2025 rü cken d ie Bagger an

Heiko Lin d

Leiter Treasu ry,Wertp ap iere

u n d P rivate Ban kin g b eid er Kreissp arkasse

Einblicke ins Innenleben der Wir tschaftsregion

un liegt sie vor Ihnen – die erste Ausgabe des „GN-Insider Wirtschaft“ . Lange haben wir an Konzept und Layout für dieses Magazin gefeilt – mit einer klaren Zielvorgabe: Den Lesern Einblicke in das Innenleben der regionalen Wirtschaft zu bieten, die es so noch nicht gibt

Im Fokus des GN-Insider stehen keine Fachartikel, sondern aktuelle Schlaglichter aus dem Wirtschaftsleben in der Grafschaft Bentheim Das ist vielschichtiger als so mancher es wahrnimmt Aus der Strukturkrise nach dem Niedergang der Textilindustrie hat sich eine mittelständisch geprägte unternehmerische Landschaft entwickelt, die sich durch leistungsfähige Betriebe und einen stark diversifizierten Branchenmix auszeichnet

Mit knapp über 54 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und einer Erwerbslosenquote von aktuell 3,4 Prozent steht die Grafschaft heute besser da als vor der Textilkrise Und der Anteil des produzierenden Gewerbes liegt mit 35,5 Prozent über dem Durchschnitt von Land und Region. Zudem sind nicht wenige Betriebe aus der Region wahre „Hidden Champions“ : Ob Maschinenbau oder Möbelfertigung, Bau- und Ingenieurleistungen oder Projektentwicklung, Food-Production oder Fußballrasen fürs Olympiastadion – in vielen Branchen sind Produkte und Leistungen hiesiger Unternehmen über die Region hinaus auf nationalen und internationalen Märkten gefragt

Künftig stellt der GN-Insider vierteljährlich Entscheidern und Multiplikatoren aktuelle Trends und Themen aus der Grafschafter Wirtschaft vor Als verantwortlicher Redakteur lade ich Sie ein, mit mir alle drei Monate einen Streifzug durch die Vielfalt dieser Wirtschaftsregion zu unternehmen Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Megathema Energieversorgung

Beim Stöbern auf 44 Seiten GN-Insider Wirtschaft wünsche ich Ihnen informatives Lesevergnügen

Haben Sie Anregungen, Themenvorschläge oder Kritik? Melden Sie sich gern bei mir unter R Masselink@gn-online de

Klare Wor te beim Neujahrsempfang

Themenschwerpunkt Energie

„Stromautobahn“ A-Nord: 2025 Baubeginn für eine

und Gas werden noch lange Teil der Wir tschaftsregion bleiben“ 1 9 Erdwärme – klimaneutrale Energie, die zu selten genutzt wird

nach Energieef fizienz

8 Spritzguss: Utz ersetzt Stromfresser durch Sparfüchse

Advertorials

Kreissparkasse –„Kaufen Sie die ganze Welt“ 1 6 Spiekermann & Co – Kennzahlen sind nicht das Nonplusultra 2 5

Büter-Bau –„Gemeinsam Nordhorn zum Vorreiter im Klimaschutz machen“ 2 6 GMP- Gruppe – Seit 30 Jahren verlässlicher Akteur für seniorengerechtes Wohnen 3 6

Grafschafter Nachrichten – GN-Stellenmarkt: Kompetent und individuell 4 2

I M P R E S S U M

GN Insider, heraus- Grafschafter Nachrichten GmbH, gegeben von: Coesfelder Hof 2, 48527 Nordhorn, Telefon 05921 707-0

Geschäftsführung: Dipl -Kfm Jochen Anderweit

Mediaverkauf: Jens Har ter t (Leitung), Telefon 05921 707-410, gn media@gn-online de

Redaktion: Rolf Masselink

Grafik & Layout: Rudolf Berg

Titelfoto: Oliver Gawr yluk

Techn Herstellung: Grafschafter Nachrichten GmbH

Alle Rechte vorbehalten Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne Genehmigung des Verlags ver vielfältigt oder verbreitet werden Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt der Verlag keine Gewähr

Beste Bedingungen für Ihr Gewerbe

Landkreis Grafschaft Bentheim

Klimaneutralität

In der gemeinsam mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen angebotenen Beratung wird ein ganzheitlicher Blick auf das Thema Klimaneutralität im Unternehmen geworfen

Existenzgründung

Das TOPstart-Existenzgründernetzwerk Grafschaft Bentheim bietet eine Vielzahl von Informationen und Veranstaltungen an, auch mit persönlicher g für Existenzgründer*innen

Solar, Energie- und Materialeffizienz

Kostenlose Transformationsberatungen vermitteln den informativen Einstieg: Ressourcen einsparen, Energiekosten senken und Wettbewerbsvorteile sichern

Digitalisierung, Innovation und Technologietransfer

Infoveranstaltungen der Wirtschaftsförderung

Informationsveranstaltungen und Workshops zu aktuellen Themen:

Fachkräftesicherung

Technische Innovationen sind eine entscheidende Größe im Wettbewerb und stellen einen wesentlichen Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum dar

Landkreis Grafschaft Bentheim Wirtschaftsförderung NINO-Allee 11, 48529 Nordhorn

Die Fachkräfte-Servicestelle des Landkreises Grafschaft Bentheim berät ortsfremde Arbeitskräfte, Rückkehrer*innen, Hochschulabsolvent*innen sowie Unternehmen der Region

Telefon: 05921 962300

E-Mail: wifoe@grafschaft de wirtschaftsfoerderung grafschaft-bentheim de

Viel Applaus bekam die Gastrednerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann für ihren engagier ten Vor trag über „Zukunftsperspektiven für ein wehrhaftes Europa“ Foto: Hille Wir müssen unseren jungen

Menschen klar machen:

Die Zeit der Sorglosigkeit ist vorbei. “

Marie-Agnes Strack-Zimmermann

So voll war es lange nicht mehr beim Neujahrsempfang der Wirtschaftsvereinigung Auf gut 500 Interessierte hatte die Wirtschaftsvereinigung ihre traditionelle Jahresauftaktveranstaltung im Nordhorner NINO-Hochbau schon im Vorfeld begren zen müssen, weil für noch mehr Besucher einfach kein Platz war Und die Gäste wu rden nicht enttäuscht Die Gastrednerin des Abends, die FDP-Bundespolitikerin und Vorsitzende des Ver teidigungsausschusses im Bundesta g, Dr. Marie-Agnes Strack-Z immermann, erhielt langanhaltenden Applaus für ihren enga gier ten Vor tra g „ Z eitenwende – Zukunftsperspektiven für ein wehrhaftes Eu ropa“. Die streitbare 65-Jä hrige aus Düsseldorf tat genau das, was von ihr erwar tet wu rde: Sie redete Klar text, sprach von

„ herausfordernden Z eiten“, die den Menschen bewusst werden müssten. Ausführlich und in klaren Wor ten legte sie dar, warum gerade den nach dem Ende des Kalten Kriegs aufgewachsenen jungen Menschen klar werden müsse, dass die Z eit der Sorglosigkeit vorbei sei. „Die Welt hat sich veränder t “ , warnte die FDP-Politikerin Deutschland und Eu ropa müssten wieder fä hig werden, sich militärisch z u ver teidigen. Seit langem forder t StrackZ immermann mehr Geld für die Bundeswehr, eine Straffung der Beschaffungs- und Kommandostruktu ren, mehr Waffensysteme und ein Anku rbeln der Rüstungsproduktion Ausdrücklich unterstützt sie die Forderung von Bundesver teidigungsminister Boris Pistorius (SPD), Deutschland müsse „kriegstüchtig “ werden.

„Putins aggressive Revisionspolitik zielt nicht nur auf die Ukraine“

Die FDP-Politikerin ist überzeugt: Putins a gg ressive Rev isionspolitik z ielt nicht nu r auf die Annektion der Ukraine, sondern auf die Wiederherstellung der ehemaligen Sowjetunion. Dafür habe der russische Präsident weitergehende Pläne und auch die Nato-Länder im Baltikum im Visier. Ein C yberkrieg gegen Deutschland und Eu ropa sei längst im Gange Zudem warnte Strack-Z immermann vor den Auswirkungen weiterer Krisen in der Welt: den Krieg im Nahen Osten, die Ang riffe der Huthi auf den Seeschiffsverkehr und die chinesische Drohpolitik gegen Taiwan. „ All das sind Bedrohungen für unsere Handelswege, die unmittelbare Auswirkungen auf den Welthandel und auf die deutschen Im- und E x por te haben werden“, so die 65-Jä hrige

Auch die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA , glaubt Strack-Z immermann, betreffen Deutschland v iel mehr als v iele wahrhaben wollen. Sollte Donald Trump erneut die Wahl gewinnen, sei ein Austritt der USA aus der NATO nicht ausgeschlossen. Sicher sei aber, dass Amerika „künftig vor allem auf die Lage im Pazifik blickt und nicht so sehr nach Europa “ Das sei schon unter Präsident Barack Obama deutlich geworden. „Europa wird seine Angelegenheiten – auch militärisch – künftig selbst regeln müssen und kann sich nicht nur auf die Amerikaner verlassen “ Doch Europa habe die Z eit nach Trump verstreichen lassen, ohne sich auf diese Veränderungen ein z ustellen.

„Erst jetzt fällt bei uns allmä hlich der Groschen“, s a gte die Ver teidigungspolitikerin mit kritischem Unter ton. In Deutschland müsse Bewusstsein dafür entstehen, dass man sich vorbereiten muss auf internationale Konflikte, die „ massive Auswirkungen auf uns alle“ haben könnten – mit mehr Geld für Ver teidigung, vor allem aber mental.

Johannink sieht „Regierungskoalition im Dauer w ahlkampf “

Klare Wor te an die Gäste des Neujahrsempfangs kamen auch vom Vorsitzenden der Wir tschaftsvereinigung „Das Land ist im Umbruch. Es liegt was in der Luft “ , beschrieb

Klaas Johannink die aktuelle Stimmung –nicht nu r in Anspielung auf die massiven Bauernproteste im Janu ar. Er bezeichnete die rotgelb-g rüne Bundesregierung als eine „Regierungskoalition im Dauerwahlkampf “: Ständige Streitereien um gerade erst gemeins am gefasste politische Beschlüsse, das sprunghafte Hin und Her um „ hastig gestrickte Sparpakete“ und die Ar t, wie Regierungsbeschlüsse kommuni z ier t werden

In Anspielung auf das berühmte Schabowski-Z itat, das 1989 den Fall der Mauer ausgelöst hatte, spottete Johannink: „Dann tritt man vor die Presse, verkündet die Ergebnisse und: Ach übrigens, ‚das tritt nach meiner Kenntnis – ist das sofor t – unverzüglich‘ in Kraft.“ Als drastische Beispiele für diese „Kommunikation mit Schabowski-ar tigen Zügen“ listete er die plötzliche Streichung der E-Auto-Prämie, die Streichung der Subvention für Ag rardiesel und auch die vorzeitige Beendigung der Energiepreisbremse auf.

Wirtschaft braucht eine berechenbare Politik mit langfristiger Strategie und klaren Zielen

Die Wir tschaft, so Johannink, brauche eine berechenbare Politik, die „an einer langfristigen Strategie orientier t klare Z iele mit klaren Ma ßnahmen verfolgt “ – eine „Regierung, die regier t “ Eine Regierung we rde „ gewählt, um Entscheidungen z u treffen. Und z war gemeins am Und wenn diese einmal getroffen sind, sollte jeder der Beteiligten auch das Rückg rat haben, diese Entscheidungen z u ver treten, auch wenn sie unbequem sind Auch wenn die eigene Wählerg ruppe sich was anderes gewünscht hätte.“

Politik müsse langfristig und berechenbar auch über den nächsten Wahltermin hinaus sein. Die Wir tschaft sei bereit, auch nötige unangenehme Entscheidungen mit z u tra gen, „wenn wir denn das g roße Z iel erkennen“.

Subventionen dürfen nicht zum Gewohnheitsrecht werden

Aber Klaas Johannink spar te auch nicht mit Selbstkritik an der Anspruchshaltung in Wir tschaft wie Landwir tschaft Subventionen und andere Entlastungen sollten „ g rundsätzlich temporäre r Natu r sein“ und möglichst nicht als Gewohnheitsrecht wahrgenommen we rden. „Wir fordern das alle gern und regelmäßig

Forder te eine berechenbare Politik mit klaren Zielen: der Vorsitzende der Wir tschaftsvereinigung, Klaas Johannink Foto: Hille

und siche r auch z u Recht. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass hinter jeder Subvention und jeder Ausnahmeregel, die uns letztendlich z usätzliche Bürokratie abverlangt, dass hinter jeder Ma ßnahme irgendeine Interesseng ruppe sitzt Und sobald man das Ding anpackt, springt einer aus dem Busch und prophezeit den Untergang “

Auch die Wirtschaft soll Zeichen gegen den „braunen rechten Rand“ setzen

Klare Wor te schließlich auch z um Umgang mit der AfD und de r wachsenden Gefahr von rechts. Angesichts des wachsenden Zulaufs für den „braunen Rand“ und dem falschen Glauben „so schlimm könne die Par tei ja wohl nicht sein“, forder te Johannink die Anwesenden auf, sich den Protesten gegen die Gefahr von rechts an z uschließen „Ich glaube, es wäre der richtige Z eitpunkt und ein wichtiges Z eichen, wenn auch von uns v iele dabei wären, um denjenigen, die von der Spaltung der Gesellschaft leben, klipp und klar z u s a gen: Bei aller Unterschiedlichkeit, die uns hier ausmacht: Ihr seid nicht die ‚wahre Stimme des Volkes‘. Ihr seid auch nicht die Mitte. Ihr könnt euch ruhig blau anmalen, aber ihr bleibt der braune Rand.“ rm

„Die AfD hat sich immer weiter radikalisier t und Wähler und Anhänger mitgenommen an den rechten Rand und darüber hinaus. “

Johannink

Über die Entwicklung der Wir tschaftsvereinigung spricht GNRedakteur Rolf Masselink im Podcast „Chefsache(n)“ mit dem Vorsitzenden Klaas Johannink und seinem Amtsvorgänger Dr. Wilfried Holtgrave Jetzt zu hören auf Spotify und überall, wo es Podcasts gibt https://gn123 .de/d3a

Klaas

D ie Sorge vor der Krise wächst

IHK-Klimaindex: 58 Prozent der Industriebetriebe sind unterbeschäftigt

IHK-Konjunkturumfrage 4 Quar tal 2023

Regionale Konjunktur stagnier t auf niedrigem Niveau

IHK-Konjunkturklimaindex ( linke Skala) langjähr. Durchschnitt ( linke Skala) Geschäftserwar tungen (rechte Skala) Geschäftslage (rechte Skala)

Quelle: IHK-Konjunkturumfrage, Befragung 4 Quar tal 2023

D„Die regionale Wir tschaft gerät zunehmend in eine Schieflage. “

Marco Graf Hauptgeschäftsführer der IHK

ie Wir tschaft in de r Region Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim ist z u Beginn des Jahres 2024 in de r Sta gnation gefangen. Unte r dem Eindruck politische r Unsiche rheiten und fehlende r Planbarkeit beträgt de r IHK-Konjunkturklimaindex nahez u unve rände r t 69 Punkte. Damit liegt e r weiter deutlich unte rhalb des lang jährigen Durchschnitts von 104 Punkten

Diese Ke rne rgebnisse ihre r aktuellen Konjunkturunte rsuchungen stellten die IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim und Creditreform Osnabrück/Nordhorn jetzt gemeinsam vor

Während pe r Saldo 14 Prozent de r Unte rnehmen von eine r schlechten Geschäftsla ge be richten (plus einen Prozentpunkt im Ve rgleich z um Vorquar tal), rechnen pe r Saldo 45 Prozent mit eine r nochmals schlechte ren Konjunktur in den kommenden Monaten (minus v ie r Prozentpunkte). Somit übe rwiegen die pessimistischen Einschätz ungen sowohl hinsichtlich de r aktuellen La ge als auch mit Blick auf die kommenden Monate weite r deutlich „Die regionale Wir tschaft ge rät z unehmend in eine Schiefla ge. Einige Branchen haben so gar mit krisenhaften Entwicklungen z u kämpfen Die Investitionspläne sind weite r im Kelle r und auch die Arbeitskräftenachfra ge

lässt me rklich nach“, e rläute r t IHK-Hauptgeschäftsführe r Marco Graf. Hauptproblem aus Sicht v ieler Unternehmen sind die wir tschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „ Aktuell sehen z wei von drei Unternehmen in den wir tschaftspolitischen Rahmenbedingungen einen beträchtlichen Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten Dies ist der höchste Wer t, der seit Beginn der Erhebung vor mehr als zehn Jahren gemessen wu rde“, so Graf. Angesichts der ungelösten Probleme in der Energiepolitik sind vor allem die energieintensiven Betriebe stark beunruhigt Quer du rch alle Branchen werde z udem die ausufernde Bürokratie als ein g rav ierender Standor tnachteil bemängelt Ebenfalls einen neuen Höchstwer t erreicht die Sorge der regionalen Wir tschaft um steigende Arbeitskosten Wie ein Blick in die Ergebnisse der ein zelnen Branchen zeigt, werden nahez u du rch die Bank sowohl die aktuelle La ge als auch die Aussichten für die kommenden Monate überwiegend negativ beu r teilt. Besonders prekär stellt sich die Situ ation in der Industrie dar, wo mehr als jedes z weite Unternehmen von rückläufigen Auftra gseingängen berichtet. Für 58 Prozent der Industriebetriebe stellt sich der Auftra gsbestand aktuell als z u klein dar.

Wä hrend die Geschäftsla ge im Baugewerbe weiter von den hohen Bauz insen eingetrübt wird, sorgt die verhaltene Binnenkonjunktu r dafür, dass auch im Handel kaum konjunkturelle Dy namik herrscht.

„Der Struktu rwandel, die teils enormen Kostenbelastungen sowie die Rezession haben spürbaren Einfluss auf die regionalen Unternehmen Die Ausfallquote de r hiesigen Unternehmen spiegelt diese Entwicklung wider. Sie ist in den letzten z wölf Monaten von 0,97 auf 1,16 Prozent gestiegen und hat damit wieder das Niveau von ‚vor Corona‘. Es zeigt sich, dass mehr Unternehmen in kritische Situ ationen kommen und ausfallen“, erklär t CreditreformProku rist Armin Trojahn.

Die Betrachtung de r Ausfallquote beinhaltet die insolventen Firmen z uzüglich der Firmen, die in der Finan zsprache als Ausfall gelten Stärker noch als bei den Insolven zen zeigt sich bei der Ausfallquote eine Trendwende hin z u höheren Z ahlen und diese bedroht Geschäftspar tner und Mitarbeiter. Demz ufolge seien die Ausfallquoten in der Region insbesondere in den Bereichen Verkehr/La gerei (2,42 Prozent), Gastgewerbe (1,89 Prozent) und Baugewerbe (1,69 Prozent) hoch.

Mehr Energie für Ihr Geschäft

„ Ausfälle und Insolven zen sind die Spitze des Eisberges – das, was man direkt fühlt und sieht Viele Veränderungen passieren aber oft im Stillen – wie z um Beispiel Abmeldungen, Liquidationen und Verschmelz ungen. Insbesondere bei den Verschmelz ungen scheint sich eine Steigerung aufz ubauen“, so Trojahn.

Alles in allem bleibe die aktuelle La ge bitterernst, so IHK und Creditreform Damit sich die Konjunktu r erholen könne, benötigten die Unternehmen dringend verlässliche und bessere Rahmenbedingungen. „Die Unternehmen werden in der Breite nu r dann wieder mehr Ver trauen in die Politik gewinnen, wenn positive Veränderungen in ihrer Pra x is ankommen – schnell und konkret “ , so Graf. Konkrete Vorschläge hatte die IHK-Organis ation jüngst in einem Grunds atzbeschluss mit der Überschrift „#Gemeins amBesseresSchaffen –jetzt!“ beschrieben und darin zehn Punkte formulier t, die eine Z eitenwende der deutschen Wir tschafts- und Standor tpolitik einläuten sollen. Graf und Trojahn zeigen sich z uversichtlich, dass der Wir tschaftspolitik die Z eitenwende gelingen kann, sofern zeitnah mutige Weichstellungen jenseits von Populismus und Kleinmut vorgenommen we rden. ihk

F A K T E N

Ob Strom, Erdgas, Photovoltaik oder E-Mobilität – bei nvb steht Ihre Energieversorgung im Mittelpunkt. Als Ihr regionaler Energieversorger setzen wir auf persönliche Beratung und möchten sicherstellen, dass Ihre Energiekosten stets effizient gestaltet sind Verlassen Sie sich auf unsere Erfahrung und Expertise, wenn es um Ihre Energie geht

Für eine unverbindliche Beratung erreichen Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Weitere Informationen finden Sie unter nvb de/geschaeftskunden

Die IHK-Konjunkturumfrage zum 4 Quar tal 2023 wurde vom 14 Dezember 2023 bis zum 10 Januar 2024 durchgeführ t 277 Unternehmen aus dem gesamten IHK-Bezirk nahmen teil nvb Nordhor ner Versorgungsb etriebe GmbH Gildkamp 10 48529 Nordhor n

T 05921 301-777

E firmenkunden@nvb de

„Schlagader der Energiewende“: 2025 r ücken die Bag ger an

Trassenbestimmung für „Stromautobahn“ A-Nord auch in der Grafschaft in der Endphase – Erster Windstrom von der Küste soll 2027 ins Rheinland fließen

Bis zu 58 Meter breit ist der Baustellenbereich für die Verlegung der Hochspannungs- Gleichstrom-Erdleitungen – zumindest dor t, wo so wie hier im Emsland, die Leitungen für A-Nord (rechts) sowie für „DolWin4“ und „BorWin4“ ( links) in Parallelgräben gemeinsam verlegt werden Foto: Amprion

Die Nordsee soll z um g rößten Energielieferanten Eu ropas werden Spätestens ab 2050 sollen Offshore-Windparks jä hrlich rund 300 Gigawatt Strom erzeugen Das haben die neun Anrainerstaaten der Nordsee im April 2023 vereinbar t. „Die Nordsee wird das Kraftwerk Eu ropas“, ist auch Jonas Knoop, Projektsprecher für das Stromleitungsprojekt A-Nord des Netzbetreibers Amprion überzeugt Mit Großprojekten wie dem Bau der Gleichstromtrasse A-Nord wird das deutsche Stromnetz in den nächsten Jahren für die Einspeisung dieses Windstroms aufgerüstet. Diese „Stromautobahnen“ werden die „Schla gadern der Energiewende“.

Deutschland braucht den Strom aus Offshore-Windanla gen, um bis 2045 die Energiewende – die Umstellung der Energieerzeugung auf klimaneutrale Energieträger – z u schaffen „Die Dekarbonisierung des Energiesystems ist

ein zentrales Element jeder Klimaschutzstrategie“, stellt das Freibu rger Öko-Institut heraus. Die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien sei bisher „eine Erfolgsgeschichte“

Wirklich? Obwohl 2023 z um e rsten Mal mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs in Deutschland klimaneutral erzeugt wu rde, liegt der Umbau de r Energieversorgung hinter dem Z eitplan Vom Bruttostromverbrauch, der 2023 bei gut 517 Milliarden Kilowattstunden la g, wu rden nach Berechnungen des Z entrums für Sonnenenergie- und WasserstoffForschung Baden-Wür ttemberg (ZSW ) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwir tschaft (BDEW ) etwa 267 Milliarden Kilowattstunden klimaneutral erzeugt. Das entspricht etwa 52 Prozent des Verbrauchs.

„Die Z ahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklär te die Vorsitzende der

„Die Umstellung von fossilen Brennstof fen auf erneuerbare Energien ist bisher eine

Er folgsgeschichte “

Öko-Institut Freiburg

BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, unlängst im „Spiegel“ – und schränkte sogleich ein: „Die z weiten 50 Prozent schaffen wir nu r, wenn die Politik alle Hürden für den Erneuerbaren-Ausbau konsequent weiter aus dem Weg räumt.“

„Dekarbonisierung, Elektromobilität und Digitalisierung werden den Stromverbrauch in Deutschland bis 2045 mehr als verdoppeln “

Prognose der Bundesregierung

Daz u bedarf es noch g roßer Anstrengungen Denn alle E x per ten sind sich einig, dass der Stromverbrauch in Deutschland sich bis 2045 annä hernd verdoppeln wird Die Umstellungen in de r Industrie, die Elektromobilität und die Digitalisierung mit z unehmendem Eins atz künstlicher Intelligen z werden den Stromverbrauch von aktuell rund 700 Terrawattstunden pro Jahr auf geschätzte 1300 Terrawattstunden anwachsen lassen Um diesen Bedarf z u decken, soll die installier te Leistung von

Solar- und Windkraftanla gen von derzeit etwa 155 Gigawatt auf bis z u 700 Gigawatt mehr als verv ierfacht werden. Ob das gelingt, erscheint aktuell fra glich. Schon das selbst gesteckte Etappen z iel, bis 2030 mindestens 80 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien z u decken, ist nach aktuellem Stand nu r noch schwer z u erreichen

Vor allem der Ausbau der Windenergie hinkt hinter den Zeitplänen her

Vor allem der Ausbau der Windenergie geht z u langs am voran. Zwar sieht das ErneuerbareEnergien-Gesetz für 2024 eine installier te Leistung von 69 Gigawatt aus Windkraftkapaz ität an Land vor. Bis Oktober 2023 waren

aber erst 60,4 Gigawatt installier te Leistung am Netz.

Große Erwar tungen knüpft Berlin – wie auch ande re eu ropäische Staaten – an den Ausbau von Offshore-Windanla gen in der Nordsee Deren Ausbau war in den vergangenen Jahren fast völlig z um Erliegen gekommen, soll aber nun stark vorangetrieben werden 2023 wu rden Zuschläge für Anla gen mit insges amt 8,8 Gigawatt er teilt. Wenn sie ans Netz gehen, verdoppelt sich die aktuelle Kapaz ität der Offshore-Windkraft. Z iel ist aber, bis 2030 schon 30 Gigawatt Leistung offshore aufz ubauen Bis 2045 will Deutschland auf 70 Gigawatt kommen.

Bundeswir tschaftsminister Rober t Habeck spricht von einer „wachsenden Dy namik“ Sie wird nötig sein, wenn die Bundesregierung ihren ehrgei z igen Plan realisieren will, Deutschland bis 2045 klimaneutral z u machen „Um dieses Z iel z u erreichen, muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv beschleunigt werden“, heißt es aus Berlin.

Einer der großen Stromkorridore verläuft durch die Grafschaft Bentheim

Das gilt umso mehr für den Ausbau de r Versorgungsnetze. „ Anpassungen des Energiewir tschaftsgesetzes, des Bundesbedarfsplangesetzes sowie des Netz ausbaubeschleunigungsgesetzes dienen daz u, im Bereich der Stromnetze die zügige Du rchführung der Planungs- und Genehmigungsverfahren, der Realisierung und des Betriebs z u fördern“, heißt es auf der Website der Bundesregierung Planungs- und Genehmigungsverfahren für Stromnetze sollen damit weiter gestrafft und beschleunigt werden „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Ausbau des Stromnetzes müssen Hand in Hand gehen “

Deshalb treiben die v ier deutschen Netzbetreiber seit Jahren die Planung für leistungsstarke Transportleitungen voran, um den auf See und an der Küste erzeugten Strom dorthin zu transportieren, wo er gebraucht wird

Eine dieser neuen Nord-Süd-Verbindungen zur HochspannungsGleichstrom-Übertragung (HGÜ) soll im sogenannten Korridor A auch durch die Grafschaft Bentheim verlaufen

Nördlicher Teil dieser „Stromautobahn“ ist das Projekt A-Nord –eine knapp 300 Kilometer lange Gleichstromtrasse mit einer Übertragungskapazität von z wei Gigawatt, gebaut vom Netzbetreiber Amprion. Sie beginnt an der Netzverknüpfungsanlage Emden-Ost und verläuft durch das Emsland,

Im Oktober 2023 haben (von links) Niedersachsens Wir tschaftsminister Olaf Lies (SPD), Bundeswir tschaftsminister Rober t Habeck (Grüne), und Alexandra Kropp, Gesamtprojektleitung A-Nord Amprion, mit einem symbolischen ersten Spatenstich im Emsland das Star tsignal für den Bau der Erdkabeltrasse A-Nord gegeben Die 300 Kilometer lange „Stromautobahn“ soll ab 2027 zwei Gigawatt an Windstrom vom ostfriesischen Emden bis ins nordrheinwestfälische Meerbusch- Osterath transpor tieren Sie kann den Energiebedar f von circa zwei Millionen Menschen decken Foto: dpa/ Gensch

die Grafschaft und das westliche Münsterland bis zur Umspannanlage Osterath im Rheinland

Im Anschluss daran führen Amprion und Transnet die Gleichstromleitung im Projekt Ultranet von Osterath aus weiter nach Süden bis zum 341 Kilometer entfernten Netzverknüpfungspunkt am 2019 stillgelegten Atomkraftwerk Philippsburg bei Karlsruhe. Immerhin zehn Jahre sind bereits vergangen, seit das Leitungsprojekt A-Nord in den Bundesbedarfsplan aufgenommen wu rde. Nun rückt der Bau dieser „Schla gader der Energiewende“ nä her Für alle sechs Planungs abschnitte sind die Genehmigungsverfahren auf der Z ielgeraden Ende 2021 begann für alle Abschnitte das formale Planfeststellungsverfahren.

Drei schützende Leerrohre für die armdicken Gleichstromkabel plus dünne Rohre für Datenkabel werden in jeden Leitungsgraben verlegt Foto: Amprion

„Der Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Ausbau des Stromnetzes müssen Hand in Hand gehen. “ Bundesregierung
„Die Leitungen als ‚Star tsignal des Machens und des Umsetzens‘ kommen

vier bis fünf Jahre zu spät “

Robert Habeck, Bundesminister für Wir tschaft und Klimaschutz

KREIS RECKLINGHAUSEN

Zusammen rund 100 Kilometer lang sind die Planungsabschnitte NDS3 zwischen Wietmarschen und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und der südlich angrenzende Abschnitt NRW1 von der Landesgrenze bis zur Kreisgrenze Borken/ Wesel Grafik: Amprion

Bürgerbeteiligung für „Stromautobahn“

A-Nord geht in die Endphase

Vor wenigen Ta gen endete auch für die beiden letzten Planungs abschnitte in der Grafschaft sowie im ang ren zenden Münsterland die öffentliche Auslegung der Antra gsunterla gen Mit den Erör terungsterminen für den rund 30 Kilometer langen Abschnitt NDS3 von Wietmarschen bis z u r Landesg ren ze z u NordrheinWestfalen und den südlich anschließenden, rund 70 Kilometer langen Abschnitt NRW1 von der Landesg ren ze Nieders achsen bis z u r Kreisg ren ze Borken/Wesel wird die Bürgerbeteiligung im Somme r abgeschlossen. Bis Anfang 2025 soll für beide Abschnitte der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. Dann kann endlich gebaut werden

Voraussichtlich im z weiten Qu ar tal 2025 rücken dann auch in der Grafschaft die Ba gger an Auf einem etwa 37 Meter breiten Arbeitsstreifen werden in einem bodenschonenden Verfahren Schicht für Schicht z wei parallel verlaufende, etwa z wei Meter tiefe Gräben ausgehoben. In jeden Graben werden drei g roße Schutz rohre für die armdicken Stromkabel sowie einige dünne Leerrohre für Datenleitungen verlegt. Die Gräben werden nach der Verlegung wieder verfüllt und der Arbeitsstreifen natu rnah z u rückgebaut Die EntschädigungsVerhandlungen mit den Grundstückseigentümern sind bereits angelaufen

Der erste Spatenstich für den Bau de r „Stromautobahn“ ist indessen bereits getan. Im Oktober 2023 gaben Bundeswir tschaftsminister Rober t Habeck und Nieders achsens Wir tschaftsminister Olaf Lies im emsländischen Haren das symbolische Star tsignal für den vorzeitigen Ma ßnahmenbeginn auf fünf

Kilometern „Stromautobahn“. Wo möglich, soll auch für weitere Teilstücke ein vorzeitiger Ma ßnahmenbeginn beantra gt werden.

„Eine sichere, stabile und bez ahlbare Stromversorgung hat für uns höchste Priorität Wir beschleunigen daher den Ausbau der Stromnetze, wo immer es geht Daz u gehör t auch, dass Amprion in einigen Bereichen vorzeitig mit dem Bau beginnen darf “ , beg ründet Klaus Müller, Präsident der Bundesnetz a gentu r, den vorzeitigen Ma ßnahmenbeginn schon vor dem Planfeststellungsbeschluss.

Im Emsland werden gemeinsam mit A-Nord zwei weitere Leitungen verlegt

Dass der Star tschuss gerade im Emsland fiel, ist kein Zufall Dor t drängt die Z eit nämlich gan z besonders, weil dor t gemeins am mit ANord noch z wei weitere Hochspannungsleitungen in den Boden verg raben werden: die Transpor tleitungen „DolWin4“ und „BorWin4“. Sie müssen spätestens 2028 betriebsbereit sein, damit die neu entstehenden Offshore-Windparks die Stromerzeugung aufnehmen können. Sie speisen ihren Strom dann direkt in den Netz verknüpfungspunkt beim stillgelegten Lingener Atomkraftwerk ein.

Beim symbolischen Spatenstich im Emsland hatte Minister Habeck im Oktober von einem „Star tsignal des Machens und des Umsetzens“ gesprochen Dennoch habe Deutschland v iel Z eit verloren bei der Umsetz ung von Infrastruktu rprojekten z u r Energiewende. „Die Leitungen kommen fünf bis sechs Jahre z u spät “ , hatte der Minister kritisier t und schnellere und pra gmatischere Entscheidungsprozesse bei wichtigen Infrastruktu rprojekten geforder t. rm

Veranstaltungen der Wir tschaftsvereinigung

6. und 7. März: Forum Produktion & IT

12. März: Unter-Uns-Veranstaltung bei der Wietmarscher Ambulanz- und Sonder fahrzeug GmbH, Emsbüren

18. April: Nachhaltigkeit – Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand 28. Mai: Unter-Uns-Veranstaltung bei der bekuplast GmbH, Ringe

Für Verantwortliche in den Unternehmen in den Bereichen IT, Personal und Marketing finden viermal im Jahr Arbeitskreissitzungen statt Bei Interesse wird um Kontaktaufnahme unter wv@wirtschaft-grafschaft.de gebeten. Im Jahr 2024 stehen unter anderem folgende Themen auf der Agenda: KI-Assistenten, Rechenzentrumsbetrieb, Cybervorfall – und dann? sowie KI im Marketing, Employer Branding und Purpose Im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft vernetzen sich Schulen und Unternehmen Bei Interesse Kontaktaufnahme unter w v@wir tschaft-grafschaft de Das

Thema im Februar 2024 ist: Reise in die Zukunft der Ausbildung in der Pflege

Aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie unter w w w wir tschaft-grafschaft de / veranstaltungen

Seminare und Lehrgänge des Bildungswerks

5. März: Nachhaltige Employer – Zum sichtbar attraktiven Arbeitgeber werden

6. März: Prüfungsvorbereitungskurs für Industriekaufleute

6. / 7. März: Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel

7. März: Telefonseminar für A zubis

11. März: Auffrischung Sicherheitsbeauftragter

11. März: Jahresunter weisung: Elektrotechnisch unter wiesene Person

13. März: Auffrischung Schaltberechtigung

14. / 15. März: Die neu ernannte Führungskraft

18. März: Steuerungs- und Regelungstechnik für Auszubildende

19. März: Spotlight A

4. April: Dar f ich vorstellen...

9. / 16. / 23. April: Zeitmanagement mit Outlook

10. / 11. April: Grundlagen Sicherheitsbeauftragter

15. April: Rhetorik für Auszubildende

15. April: Auffrischung Schaltberechtigung

18. April: Führung zur Befähigung anderer

22. April: Kommunikation am Empfang

24. April: Personalentwicklungsgespräche sicher führen

25. April: Spoltlight B

29. April: Jahresunter weisung für Elektrofachkräfte

30. April, 4. und 14. Mai: Powerpoint

13. Mai: Überbetriebliche Elektroausbildung AP II Star t Gr 1

15. Mai: Auffrischung Schaltberechtigung

15. Mai: Spotlight C

22. / 23. Mai: Erlangung der Schaltberechtigung

28. Mai: Pressemitteilungen texten

29. / 30. Mai: Jahresunter weisung für verantwor tliche Elektrofachkräfte

W ir fördern

Erdöl

f ür Tr e nd s e t te r

–––––– ob K r awatten au s N y lon, Ta schen au s Kunstleder oder auch O utdoor-J acke n au s Polye ster

n e p t u n e e n e r g y d e

und Erdga s

f ür G e müt lic he

–––––– denn in einem S of a sind r und 6 0 L iter E rdöl e nthalten

… f ür Zukunf t s de nke r

–––––– denn jede s W indr ad be steht zu 45 Prozent au s E rdöl und Produkten der petrochemi schen I ndu str ie

I nfor matione n zu uns al s A r beitge be r

… f ür Fr ie r e nd e

–––––– et wa jede z weite Pr ivatwohnung in D eut schland w ird mit E rdga s behei zt

Neptune Energy Deut schland GmbH , Ahrensburger straße 1, 30 659 Hannover

„Kaufen Sie die ganze Welt“

Heiko Lind, Leiter Private Banking der Kreissparkasse, zur Lage an den Märkten

Hat die Daten und Entwicklungen an den Kapitalmärkten genau

im Blick: Heiko Lind, Leiter Private Banking bei der Kreissparkasse

Foto: Gawr yluk

Bei der Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn ist Heiko Lind Leiter der Treasury-/Wertpapierabteilung, stellvertretender Vorstand und seit 2023 zusätzlich Leiter des Private BankingCenters. Wie sieht er die aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die Chancen für Kapitalanleger? Dazu nimmt der 54-jährige Diplom-Ökonom aus der Südpfalz im Interv iew mit dem GN-Insider Stellung.

Was verschlägt den Pfälzer Heiko Lind in die Grafschaft?

Die Liebe! (lacht) Nein, ich bin in der Südpfalz geboren und dort auf dem Weingut meiner Eltern aufgewachsen. Aber das Winzern war nicht so mein Ding, und fürs Studium wollte ich einfach mal weg.

Ich hatte fünf Studienzusagen und mochte das Wasser immer lieber als die Berge Hamburg war mir zu weit weg und so habe ich mich für Hannover entschieden Dort habe ich Wirtschaftswissenschaften studiert mit den Vertiefungsfächern Bankbetriebslehre, Geld, Kredit, Währung und Wirtschaftspolitik

Eine gute Startposition für eine Bänkerkarriere?

Ich dachte mir nach dem Studium: Als junger Bänker musst du einmal in Frankfurt gearbeitet haben Dort war ich einige Jahre lang bei der DZ-Bank als Unternehmensberater für die

Volks- und Raiffeisenbanken tätig Zuständig war ich genau wie jetzt hier in Nordhorn im Metier Wertpapiere, Risikocontrolling, eigene Vermögensanlagen der Bank und alles, was damit zu tun hat.

Von Frankfurt nach Nordhorn ist ein weiter Weg. Für mich und meine Frau, die aus der Nähe von Bremen stammt, war immer klar: Wir wollen wieder zurück in den Norden. So bin ich 2004 zur Kreissparkasse Grafschaft Bentheim zu Nordhorn gekommen Aus privaten Gründen leben wir allerdings in Meppen, weil meine Frau dort eine Kleintierpraxis als Tierärztin betreibt.

In welcher Funktion sind Sie zur Kreissparkasse gekommen?

Angefangen habe ich 2004 als – in der Bankensprache heißt es – „Treasurer “ In dieser Funktion bin ich bis heute für die eigenen Vermögensanlagen der Kreissparkasse zuständig Wir sind ja aktuell mit v ielen Millionen Euro an den Kapitalmärkten investiert. Weiterhin verantworte ich die Steuerung der Zinsänderungsrisiken.

Außerdem leite ich die Wertpapierabteilung. Also habe ich gewissermaßen eine Zwitterposition: einmal die Verantwortung für die Eigenanlagen der Kreissparkasse und auf der anderen Seite die Ausarbeitung der Vermögensverwaltungskonzepte und Anlagestrategien für unsere Kunden Das war bis Mai 2023 meine Hauptposition Dann hat mir die Sparkasse zusätzlich das Private Banking übertragen.

Welche Zielgruppe spricht die Kreissparkasse im Private Banking an?

Es geht um Kapitalanlagen ab 350 000 Euro aufwärts – sowohl für vermögende Privatkunden als auch für Unternehmen. Dabei geht es um unterschiedliche Bedürfnisse Der private Kapitalanleger plant eher langfristig: Was mache ich mit meinem Kapital in den nächsten zehn, 15 Jahren? Wie kann ich mein Geld ertragreich anlegen? Den Unternehmen geht’s eher um die Liquiditätshaltung: Wie kann ich die Gelder, die ich für den Betrieb brauche, so anlegen, dass die Rendite passt und ich trotzdem darauf zurückgreifen kann, um die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen?

Wie steht die Kreissparkasse denn dabei im Wettbewerb?

Wir haben einen großen Vorteil: Wir vereinigen unter meiner Leitung die drei Bereiche Treasury, Wertpapiere und Private Banking Damit ergeben sich Synergieeffekte, die es bei einer Großbank so nicht gibt, weil die Entscheidungswege dort länger sind und die Verz ahnung nicht so eng sein kann wie bei uns. Wir können sehr schnell, flexibel und passgenau auf Trends und Kundenbedürfnisse reagieren

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestimmen die Kapitalmärkte – und die Anlagestrategie. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?

Wir befinden uns seit 2016 in einem Deglobalisierungsprozess. Angefangen hat er unter US-Präsident Donald Trump mit der AmericaFirst-Politik. Dann kam die Corona-Krise mit den Lieferkettenproblemen Daz u kommt, dass wir in der Digitalisierung enorme For tschritte gemacht haben. Ein Industrieroboter kostet heute nu r noch die Hälfte wie vor zehn Jahren.

Deshalb versuchen v iele Unternehmen auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit, Lieferwege z u verkürzen und Produktionen nach Eu ropa z u rück z uholen. Diese Deglobalisierung wird die wir tschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren bestimmen

Kann der Standort Deutschland von diesem Deglobalisierungsprozess profitieren?

Eine aktuelle Umfrage der US-amerikanischen Handelskammer sagt dazu eigentlich alles aus: Sie befragt einmal im Jahr Unternehmen in Deutschland und den USA nach ihren Einschätzungen zum jeweils anderen Standort. Ergebnis: 74 Prozent der deutschen Unternehmen sehen die USA als den klar besseren Standort. Aber nur 24 Prozent der US-Unternehmen bewerten den Standort Deutschland als gut oder sehr gut Noch alarmierender: Aktuell beurteilen 38 Prozent der US-Firmen den Standort Deutschland als weniger gut oder schlecht, 2022 meinten das nur acht Prozent.

Woran liegt das?

Negativ bewer ten US-Firmen insbesondere die Qu alität der digitalen Infrastruktu r in Deutschland, die hohen Energiekosten, den Fachkräftemangel, die Rahmenbedingungen für Star t-Ups und die überbordende Regulatorik Mit diesem Ima ge hat Deutschland im Standor twettbewerb der Deglobalisierung g roße Schwierigkeiten, Unternehmen z u rückz uholen oder für sich z u gewinnen. Es wird v iel Arbeit kosten, diese Nachteile abz ubauen. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie Kapital langfristig anlegen wollen, streuen Sie Ihr Vermögen. Vor dem Hinterg rund de r Deglobalisierung rate ich Anlegern: Investieren Sie nicht nu r in Deutschland, kaufen Sie auch Amerika,

Japan oder auch Spanien, China oder die Schwei z. Kaufen Sie nicht nu r Deutschland, kaufen Sie auch die Welt

Welche Anlagestrategie empfehlen Sie denn für die Welt?

Ich darf keine konkreten Anlagetipps geben. Aber es gibt z wei Megatrends: Der eine ist das Thema Nachhaltigkeit Das war z wei Jahre weg, ist aber nun wieder da. Zweiter Megatrend ist Digitalisierung

Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch das Thema Rohstoffe

Der Umbau von einer eher konventionell betriebenen zur nachhaltigen Wirtschaft bedeutet: Wir brauchen deutlich mehr Rohstoffe Zwei Beispiele: Um einen Windpark zu errichten, brauchen Sie fünf Mal mehr Metalle als für ein Kohlekraftwerk mit gleicher Kapazität Und ein E-Auto braucht v ier Mal mehr Kupfer als ein Verbrenner Dann haben wir über teure Rohstoffe wie Lithium, Nickel oder seltene Erden noch gar nicht gesprochen.

Die Internationale Energieagentur hat errechnet, dass wir weltweit etwa 40 Mal mehr Rohstoffe benötigen, um eine nachhaltigere Energieversorgung aufzubauen

Investitionen in Rohstoffe erscheinen also lukrativ?

Ja. Deutschland und Europa werden Rohstoffallianzen brauchen, um die Rohstoffversorgung zu sichern. In der Zukunft sind Verteilungskämpfe nicht auszuschließen.

Als Kapitalanleger kann ich am Rohstoffboom partizipieren, indem ich entweder direkt in Rohstoffe investiere (z. B. über Fonds), oder ich investiere indirekt in Rohstoffe, indem ich in die Aktienunternehmen investiere, die Rohstoffe abbauen

Wie beurteilen Sie die Kapitalanlagechancen im Energiebereich?

Auch da gibt es Möglichkeiten. Die Energiewende kann gelingen, wenn wir verlässliche Rahmenbedingungen schaffen und eine Balance z wischen Ökologie und Ökonomie finden. Dann kann schon eine Privatperson profitieren, wenn sie sich ein Balkonkraftwerk zulegt oder Geld in ein Windparkprojekt investiert. Und man kann sich auch international engagieren, zum Beispiel in Aktiengesellschaften, die solche Produkte herstellen oder Prozesse steuern – frei nach einem Slogan von Börsen-Guru André Kostolany: „Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln “ Herzlich lade ich gemeinsam mit meinem Private Banking-Team jeden Interessierten zu einem kostenlosen Depot- bz w Anlagecheck ein, um das eigene Depot überprüfen zu lassen.

M E N S C H E N

Heiko Lind (54) wurde im Ör tchen Rohrbach im rheinlandpfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße geboren Sein Studium der Wir tschaftswissenschaften an der Universität Hannover schloss er mit dem Abschluss als DiplomÖkonom ab. Während seiner achtjährigen Tätigkeit bei der DZ-Bank in Frankfur t er warb er zusätzlich den Abschluss als Diplomier ter Betriebswir t

2004 kam der gefragte Analysespezialist für Kapitalmärkte als Leiter Treasur y und Wer tpapiere zur Kreissparkasse 2010 wurde er zum Vorstandsver treter ernannt Seit 2023 übernimmt Heiko Lind zusätzlich die Leitungsfunktion des Private Banking

Ihr Bauprofi für

• Ein- / Mehrfamilienhäuser • Altbausanierung • Zimmerer-/Tischlerarbeiten • Gewerbebau • Umbau • Fliesenarbeiten

stegink bau GmbH & Co. KG

Hauptstraße 59 49824 Emlichheim

Tel. 05943 9855890

E-Mail: info@stegink-bau.de www.stegink-bau.de

„Öl und Gas werden noch lange Teil der Wir tschaftsregion bleiben“

Trotz Energie wende: Neptune setzt auf fossile Energie aus der Niedergrafschaft

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden „Um dieses Z iel z u erreichen, muss der Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv beschleunigt werden“, heißt es auf einer Internetseite der Bundesregierung. Zwar ist die Berliner Ampel-Regierung noch meilenweit entfernt von ihrem Z iel, bis 2030 mindestens 80 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien z u de-

cken. Dennoch verkündet sie weiterhin selbstbewusst: „Die Energieversorgung Deutschlands wird g rundlegend umgestellt (...). Z iel ist die Unabhängigkeit von fossilen Energien.“ Gibt es vor diesem Hinterg rund noch eine Zukunft für die Förderung von Erdöl und Erdgas in der Grafschaft Bentheim? Welche Perspektiven sehen die hier enga gier ten Unternehmen de r Branche für die nächsten Jahre?

Seit 2019 bohr t Neptune Energy im Raum Hoogstede / Georgsdor f nach Erdgas In mehr als 3500 Metern Tiefe wurden ergiebige Vorkommen erschlossen – mit Bohr technik von KCA Deutag und Bentec aus Bad Bentheim sowie Bau- und Ser viceleistungen weiterer Grafschafter Unternehmen So profitier t die regionale Wir tschaft von den Millioneninvestitionen der Erdöl- und Gasindustrie Foto: Masselink

Kurze Transpor twege und wenig Energieverlust: Direkt an der Förderbohrung wird das austretende Erdgas aus dem Feld „Ador f Karbon“ getrocknet und aufbereitet. Von dor t aus strömt es direkt weiter ins Versorgungsnetz Foto: Masselink

„Deutschland ist trotz Klimaschutz und Energiewende weiterhin auf den fossilen Rohstoff Erdöl angewiesen“

„Wir können hier noch sehr lange Öl und Gas fördern“, glaubt Dr Andreas Scheck, Chef von Neptune Energy Deutschland. Er ist überzeugt, dass Erdöl noch sehr lange als Rohstoff gebraucht wird – unabhängig davon, wie schnell Energiewende und Umstieg auf Elektromobilität tatsächlich gelingen. Und die Lagerstätten für Erdöl und Erdgas in der Grafschaft und im angrenzenden Emsland seien auch gut 70 Jahre nach Beginn der Förderung noch längst nicht erschöpft

Nach Angaben des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) wurden 2022 in Deutschland rund 1,7 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das waren gerade z wei Prozent des bundesweiten Verbrauchs Und die Inlandsförderung ist seit Jahrzehnten rückläufig: Ende der 1980er-Jahre lag sie noch bei rund v ier Millionen Tonnen – und damit mehr als doppelt so hoch wie heute.

Auch wenn die Erdölförderung in Deutschland verhältnismäßig gering ist, schreibt der Branchenverband BVEG ihr weiterhin „wirtschaftlich und umweltpolitisch einen hohen Wert “ zu. Denn Deutschland brauche „auch in Zeiten von Klimaschutz weiterhin Erdöl und ist – auf sämtlichen Ebenen, d h von der Elektrizitätserzeugung über den Treibstoffbedarf, Brennstofferzeugnisse sowie die Verwendung für industrielle Prozesse – auf diesen wichtigen fossilen Rohstoff angewiesen“. Und die Erdöl-

Lagerstätten seien „keineswegs erschöpft “

Mit einer Jahresförderung von aktuell rund 600 000 Tonnen entfällt gut ein Drittel der inländischen Erdölgewinnung auf die Lagerstätten in der Niedergrafschaft und im angrenzenden Emsland Hier hatte das Erdölzeitalter während des Zweiten Weltkriegs begonnen:

Nachdem Deilmann schon 1938 bei Bentheim ein großes Erdgasvorkommen erschlossen hatte, war v ier Jahre später auch die Suche nach Erdöl erfolgreich. Im Jahr 1942 sprudelte aus der Bohrung Lingen 2 bei Dalum und ein Jahr später auch im Raum Emlichheim das erste Erdöl aus dem Boden

Richtig in Gang kam die Erdölförderung dann ab 1948. Ende der 1960er-Jahre erreichte sie mit rund acht Millionen Tonnen ihren Höhepunkt und geht seitdem kontinuierlich zurück.

Drei Unternehmen teilen sich das Öl- und Gas-Fördergeschäft in der Region

Nach einer Vielz ahl von Fusionen und Umfirmierungen teilen sich heute drei Unternehmen die Förderung von Erdöl und Erdgas in der Region: Die Neptune Energy Deutschland, seit dem Jahreswechsel ein eigenständiges Unternehmen unter dem Dach der drei Shareholder des britischen Neptune-Konzerns, außerdem E xxon Mobil und Wintershall DEA . Sie arbeiten noch immer auf der Grundlage der vor Jahrzehnten erteilten Konzessionen und beuten v iele Felder in Konsortionalpartnerschaften gemeinsam aus Neptune habe, so DeutschlandChef Dr. Andreas Scheck, in den letzten Jahren

„ein bisschen die Landschaft bereinigt “ und anderen Firmen Anteile abgekauft, um die eigenen Förderanteile zu steigern

Für den Geschäftsführer, de r seine berufliche Laufbahn 1996 in der Grafschaft begonnen hatte, ist das Öl- und Gasgeschäft in der Gren z region trotz Energiewende und Klimadiskussion noch lange kein Auslaufmodell

Zwar sind die Z eiten längst passé, in denen das Unternehmen in der Region über 1000 Menschen beschäftigte Aber bis heute ist der „Distrikt West “ mit Sitz in Rühlermoor der g rößte und wichtigste der drei Neptune-Distrikte in Deutschland Von hier aus operieren rund 175 Beschäftigte die Öl- und Gasförderung in der Grafschaft und im Emsland.

Im Distrikt West förder t Neptune mehr Öl und Gas als sonstwo in Deutschland. Beim Erdöl waren es 2022 rund 211 000 Tonnen, das entspricht 75 Prozent der Neptune-Ges amtförderung von 280.000 Tonnen in Deutschland

„Die jüngsten und erfolgreichsten Erdgasbohrungen in Deutschland“

Noch höhe ren Stellenwer t hat für Neptune neuerdings die Erdgasförderung in de r Grafschaft: Deutschlandweit förder te das Unternehmen 2022 etwa 674 Millionen Kubikmeter Erdgas, davon rund 320 Millionen Kubikmeter in der Grafschaft und im Emsland. Den Großteil davon liefer ten die ersten beiden neuen Bohrungen im Raum Hoogstede/Georgsdorf, mit denen Neptune seit 2019 die Erdgasla gerstätte Adorf Karbon erschließt Die beiden ersten Bohrungen Adorf Z15 und Adorf Z16 am Bathorner Diek in Hoogstede nahmen Anfang 2022 den Förderbetrieb auf Seit Juli 2023 speisen auch die Bohrungen Adorf Z17 und Adorf Z18, die am Torfabfuhrweg in Georgsdorf niedergebracht wu rden, Erdgas ins öffentliche Versorgungsnetz ein. Damit ist die Fördermenge nochmal deutlich angestiegen

Alle v ier Produktionsbohrungen wu rden nicht senkrecht bis in die gasführenden Karbonschichten in 3500 Meter Tiefe heruntergebohr t, sondern verlaufen im Unterg rund in einem Ku rvenbogen du rch die La gerstätte. Mit diesem Richtbohrve rfahren erreichen die Bohrstränge Längen z wischen 3740 und 5380 Metern und ermöglichen eine höhere Gas ausbeute aus der La ge rstätte

Für Neptune sind diese neuesten Erdgasbohrungen (Scheck: „Die jüngsten, erfolgreichsten und ergiebigsten Erdgasbohrungen in Deutschland“) ein voller Erfolg. Und für die Grafschaft bleibt die Öl- und Gasförderung damit ein wichtige r Wir tschaftsfaktor.

Allein für die beiden jüngsten Bohrungen hat das Unternehmen rund 66 Millionen Eu ro investier t – in Aufträge, die z u g roßen Teilen

E N S C H E N

Dr. Andreas Scheck ist Geschäftsführer der Neptune Energy Deutschland GmbH

Der Lagerstätten- und Produktionsingenieur promovier te an der Montanuniversität von Leoben. Bis zu seinem Star t bei Neptune Energy verantwor tete Scheck als Leiter von Wintershall Deutschland den gesamten Bereich der Explorationsund Produktionsaktivitäten von Erdöl und Erdgas für dieses Unternehmen in Deutschland. Insgesamt war der 52-jährige Österreicher 22 Jahre in unterschiedlichen Funktionen in der Erdöl- und Erdgasindustrie tätig – sowohl im internationalen als auch im deutschen Geschäft Foto: Neptune

an heimische Unternehmen vergeben werden konnten. „Das ist schon beinahe einmalig in Deutschland, dass wir vor Or t nun schon so lange mit so v ielen Kontraktoren so eng z us ammenarbeiten“, sa gt Annika Richter, Pressesprecherin im Neptune-Distrikt West Bis 2025 will Neptune noch z wei weitere Bohrungen abteufen lassen, um nach den Flanken nun auch das Z entrum des sehr ergiebigen Erdgasfelds „an z ustechen“. Sollten auch sie den e rwar teten Erfolg bringen, wird die Fördermenge noch weit über die jetzt möglichen 400.000 Kubikmeter Erdgas pro Jahr hinaus gesteiger t werden Am Betriebsplatz dieser künftigen Bohrungen soll auch eine Anla ge entstehen, die das bisher geförder te L-Gas (Low Calorific Gas) z u H-Gas (High Calorific Gas) mit höherem Brennwer t aufbereitet.

Für die kommenden Jahre gut aufgestellt?

„Ich denke, dass hier noch sehr lange gefördert werden kann, wenn man das will und die Preise stimmen“, ist Neptune-Chef Scheck zuversichtlich Schließlich seien die bekannten Erdölvorkommen in den hiesigen Lagerstätten in 75 Jahren erst zu knapp 35 Prozent ausgebeutet worden „Das kann man sicher nochmal um fünf bis zehn Prozentpunkte erhöhen.“

Der weltweite Erdölverbrauch soll bis mindestens 2030, nach Einschätz ung der Organis ation erdölex por tierender Länder OPEC sogar bis 2045 weite r ansteigen Und der Branchenverband BVEG ist sicher, dass auch Deutschland trotz Energiewende weiter auf den Rohstoff Erdöl angewiesen bleibt Der sei nicht nu r ein unverz ichtbarer Energieträger, sondern auch ein wichtiger Ausgangsstoff für alle Kunststoffprodukte und v iele andere Erzeugnisse.

M

Umfangreiche seismische Erkundungen, bei denen unter anderem Spezialfahrzeuge wie diese „Vibrotrucks“ zum Einsatz kamen, hatten Anfang 2014 genauere Daten über Lage und Ausdehnung der Erdgaslagerstätte geliefer t Foto: Vennemann

Zwar geht auch der BVEG davon aus, dass „du rch die ansteigenden erneuerbaren Energien der Verbrauch an Erdöl mit der Z eit sinkt “ Dennoch brauche Deutschland „auch in Z eiten von Klimaschutz weiterhin Erdöl“. Die Förderung aus heimischen La gerstätten tra ge z u einer stabilen und unabhängigeren Energieversorgung in Deutschland bei.

Klimaschutz spricht für Inlandsförderung

Ge rade de r Aspekt Klimaschutz spricht aus de r Sicht de r Öl- und Gasbranche für die Förde rung aus heimischen Vorkommen. „ Alle reden de rzeit von LNG – ve rflüssigtes Erdgas, das aus den USA ode r sonstwohe r pe r Schiff z u uns kommt “ , sa gt Dr. Scheck. Das sei nicht nur teue r, sonde rn auch alles ande re als klimaschonend. Schon beim He runte rkühlen auf Minus 180 Grad we rden g roße Mengen Ene rgie ve rbraucht, daz u kommen weite re CO2-Emissionen beim Transpor t sowie Gasverluste Scheck: „Bis das LNG bei uns ankommt “ , sind schon 25 Prozent verloren “ Erdgas aus heimischer Förderung fließe hingegen auf sehr ku rzem Weg direkt in die Versorgungsnetze. So wie in Georgsdorf und Hoogstede.

Dasselbe beim Erdöl Auch wenn der Verbrauch in den kommenden Jahren z u rückgeht, sei es doch sinnvoller, die verbleibenden Mengen aus heimischen La gerstätten z u fördern, statt sie von weit her heran z u transpor tieren. Scheck: „Wir wünschen uns natürlich, dass die letzte Tonne Erdöl und der letzte Kubikmeter Erdgas, den Deutschland verbraucht, aus heimischen Quellen geförder t wird “

Geothermie mit dem Knowhow der Ölund Gasbranche nutzbar machen

Und „ natürlich macht sich auch Neptune Gedanken darüber, was in 20 Jahren ist “ Seit Oktober stellt das Unternehmen sich in Deutsch-

„Unser Knowhow aus dem Öl- und Gasgeschäft wird wichtig sein für die Nutzung von Erdwärme und die Ge winnung des Batterie-Rohstof fs

Lithium. “

Dr. Andreas Scheck, Geschäftsführer

Neptune Deutschland

land neu auf und rüstet sich für die Z eit nach dem Erdöl

Erste Säule bleibt das klassische Erdgas- und Erdölgeschäft Scheck: „ Das wird bleiben und nach wie vor eine g roße Rolle spielen in unserem Unternehmen.“ Dabei werde es darauf ankommen, mit neuen und umweltver träglichen Technologien bekannte La gerstätten besser ausz ubeuten, bisher un z ugängliche Vorkommen z u erschließen und weitere La gerstätten z u erkunden. „Damit werden wir auch das Geld verdienen müssen, um andere Dinge machen z u können “

Daneben rückt als z weiter Schwerpunkt des Unternehmens das Thema neue Energien in den Fokus. Die jahrzehntelangen Erfahrungen und Kompeten zen aus dem Öl- und Gasgeschäft sollen genutzt werden, um z wei neue Geschäftsfelder aufz ubauen: die Geothermie, also die Nutz ung von Erdwärme auch aus tieferen Schichten, sowie die Gewinnung von Lithium als Ausgangsstoff für die Batterieherstellung

„Die Nutz ung von Erdwärme hat mit Bohrungen z u tun, damit Flüssigkeiten aus dem Boden herausz uholen und im Kreislauf wieder ein z ubringen. Das kommt dem, was wir im klassischen Öl- und Gasgeschäft machen, sehr nahe“, weiß Neptune-Chef Scheck „Da sind unsere Geologen, Geophysiker, unsere La gerstättenex per ten und Tiefbohrleute sehr gefra gte E x per ten “ Neptune z ielt dabei aber nicht auf Ein zelprojekte, sondern will bei der Entwicklung regionaler Versorgungsstrategien mitwirken

Lithium aus Lagerstättenw asser als Rohstoff für die Elektromobilität?

Auch beim Thema Lithium sieht Neptune gute Zukunftschancen. Das Alkalimetall, das als gelöste Salz verbindung in tiefen Gesteinsschichten vorkommt, ist ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Batterien und Akkus. „Wir

haben in Deutschland mehrere La gerstätten, deren La gerstättenwasser einen sehr hohen Anteil an gelöstem Lithium aufweist “ , so Scheck. „ Wir prüfen gerade, wie man daraus ein neues Geschäftsfeld aufbauen kann.“ Das La gerstättenwasser kommt in der Regel warm aus dem Boden, könnte also z unächst geothermisch z u r Wärmeabgabe genutzt werden

Zweiter Schritt wäre, das Lithium z u extrahieren und als Rohstoff z u r Batterieherstellung beispielsweise für die Automobilindustrie z u nutzen.

Allein die Automobilindustrie hat einen stark steigenden Bedarf an Lithium für Elektrofahrzeuge. Zwar ist der Preis für Autobatterien seit 2010 ras ant gefallen und liegt aktuell bei etwa 90 Eu ro pro Kilowattstunde Zugleich liegen die Rohstoffpreise für das benötigte Lithium auf einem fünfmal höheren Niveau als noch vor v ier Jahren – trotz stark schwankender Tagespreise.

„ Auch beim Lithium wird es unter Klimaaspekten um ku rze Wege gehen“, meint Dr. Scheck. Aktuell kommt Lithium für die Batterieherstellung vor allem aus China Warum es nicht im eigenen Land produz ieren?

Schließlich will Neptune als dritte Säule seines Geschäftsmodells den Rückbau von Anlagen und Bohrungen der Öl- und Gasindustrie ausbauen. Scheck: „Da haben wir in der Vergangen-

heit schon v iel gemacht und wollen in Zukunft noch mehr machen.“ Neben dem Verfüllen alter Bohrlöcher und dem kompletten Rückbau von Betriebsplätzen sollen auch die letzten Ölschlammg ruben aus den 1950er-Jahren s anier t werden 2024 sollen in der Grafschaft sieben ehemalige Gasbohrungen sowie drei Ölbohrungen in Getelo, Ratzel und Bad Bentheim verfüllt werden

„Irgendwann soll ja alles wieder so werden, wie es vor Beginn der Ölförderung mal war “ , verspricht der Neptune-Chef. Bis es soweit ist, wird es nach seiner Einschätz ung noch dauern: „Die Öl- und Gasförderung wird in der Region noch lange ein wichtiger Wir tschaftsfaktor bleiben.“ Aber wie lange noch, werde am Ende wohl weniger eine wir tschaftliche, sondern eine politische Entscheidung we rden. rm

Annika Richter, Pressesprecherin

Neptune-Distrikt West

Reger Betrieb auf dem Bohrplatz am Tor fabfuhr weg in Georgsdor f Hier wurden die Bohrungen Ador f Z17 und Z18 abgeteuft Inzwischen ist das Bohrequipment längst abgebaut. 2024/25 soll in einiger Entfernung erneut gebohr t werden Foto: Neptune „Das ist schon beinahe einmalig in Deutschland, dass wir vor Or t nun schon so lange mit so vielen Kontraktoren so eng zusammenarbeiten. “

· Telekommunikation

· Infor mationstechnik

· Sicherheitstechnik

· Projektierung

· Installation

· Ser vice

· Individuelle massgeschneiderte Projektlösungen

Erdwärme – klimaneutrale Energie, die noch zu selten genutzt wird

Modellprojekt zeigt: Wärme aus der Erdkruste kann ganze Stadtteile beheizen

Was ist Geothermie? Geothermie bezeichnet das „ An z apfen“ der in der Erdkruste gespeicher ten Wärmeenergie. Sie nimmt mit z unehmender Tiefe z u, und z war pro 100 Meter um etwa drei Grad Diese Erdwärme an z uz apfen, wird unter dem Vorzeichen einer nachhaltigen und klimaneutralen Energieversorgung z unehmend interess anter. Denn Geothermie kann z um Hei zen, aber auch z um Kühlen und z u r Stromerzeugung eingesetzt werden

Fernwärme für mehr als 2500 Haushalte und 21 500 MWh Strom pro Jahr liefer t die Geothermieanlage in Unterhaching bei München, die seit 2009 den Einsatz von Tiefengeothermie zur klimaneutralen Energieversorgung demonstrier t Archiv-Foto: Geber t /dpa „Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Realisierung des Geothermieprojektes ein großer Er folg war und eine Vielzahl von möglichen Risiken nicht eingetreten ist “ aus dem Abschlussbericht zum Modellprojekt GeothermieKraftwerk Unterhaching

Grundsätzlich unte rschieden wird je nach Tiefe der „angez apften“ Erdwärme in oberflächennahe und tiefe Geothermie. Als oberflächennahe Geothermie gilt die Nutz ung der Erdwärme aus bis z u 400 Metern Tiefe Sie gewinnt aktuell sehr stark an Bedeutung, muss aber aufg rund der noch relativ geringen Temperatu r auf ein nutzbares Temperatu rniveau gehoben werden. Um beispielsweise Gebäude mit oberflächennaher Geothe rmie hei zen z u können, sind daher Wärmepumpen erforderlich, die ihrerseits v iel elektrische Energie brauchen

Ein wesentlich g rößerer Aufwand muss betrieben werden, um Erdwärme aus tieferen Schichten z u gewinnen Die tiefe Geothermie hat deutschlandweit ein enormes Poten z ial. Sie könnte nach Meinung der E x per ten mehr als ein Vier tel des jä hrlichen deutschen Wärmebedarfs decken. Aus 2000 bis 5000 Metern

Tiefe liefer t die Geothermie beinahe unerschöpfliche Mengen von Thermalwasser, das Temperatu ren von 40 bis über 100 Grad erreicht. Damit können Wärmenetze gespeist und gan ze Stadtv ier tel mit Hei z wärme versorgt werden. „Ist das Temperatu rniveau hoch genug, kann mit einem Geothermiekraftwerk auch Strom erzeugt werden“, so das Umweltbundes amt.

Wie das geht, zeigt eine in den Jahren 2001 bis 2009 errichtete Demonstrations anla ge in Unterhaching bei München. Mit Fördermitteln des Bundesumweltministeriums entstand dor t die damals bundesweit g rößte Geothermieanla ge z u r Strom- und Wärmeerzeugung. Sie liefer t aus z wei bis z u 3590 Meter tiefen Bohrungen über 120 Grad heißes Wasser. Damit werden in Unte rhaching und der Nachbargemeinde Grünwald mehr als 2500 Haushalte sowie verschiedene Gewerbebetriebe mit Hei zenergie versorgt

Sobald in den Sommermonaten der Bedarf an Hei zenergie sinkt, wird das Thermalwasser für die Stromproduktion verwendet, sodass die Nutz ung der thermischen Energie gan zjä hrig optimier t wird. Bei einer du rchschnittlichen elektrischen Leistung von 3,36 MW und einer Laufzeit von 6400 Stunden pro Jahr im Teillastbetrieb mit dem Fernwärmenetz liefer t das Hei zkraftwerk z usätzlich etwa 21 500 MWh/a Strom. rm

Kennzahlen nicht das Nonplusultra

Bei der Spiekermann & CO AG steht der Mensch im Mittelpunkt

Ei n e h o h e R e n d i t e , G e w i n n e , Z i n s e n

u n d E r t r ä g e s i n d i n u n s e r e m t ä g l i -

c h e n G e s c h ä f t a l s Ve r m ö g e n s v e r -

w a l t e r n a t ü r l i c h e i n ä u ß e r s t e r s t r e b e n s -

w e r t e s Z i e l . F ü r u n s a l s S p i e k e r m a n n &

C O A G s i n d d i e s e K e n n z a h l e n a b e r n i c h t

d a s N o n p l u s u l t r a Wa s u n s v i e l w i c h t i g e r

i s t , s i n d u n s e r e M a n d a n t i n n e n u n d M a n -

d a n t e n m i t i h r e n i n d i v i d u e l l e n W ü n -

s c h e n u n d A n l i e g e n U n d d i e s e s C r e d o ,

d a s s d e r M e n s c h i m M i tt e l p u n k t u n s e r e s

Ve r m ö g e n s m a n a g e m e n t s s t e h t , v e r f o l g e n

w i r s c h o n s e i t u n s e r e r G r ü n d u n g i m J a h r

2 0 0 1 .

I n d i v i d u e l l e S t r a t e g i e n f ü r K u n d e n

D e s h a l b b e g i n n e n w i r s t e t s m i t e i n e r i n -

t e n s i v e n Ve r m ö g e n s b e r a t u n g , i n d e r s o -

w o h l d i e a k t u e l l e L e b e n s s i t u a t i o n a l s

a u c h d i e p e r s ö n l i c h e n Z i e l e f ü r d i e G e l d -

a n l a g e d e t a i l l i e r t b e s p r o c h e n w e r d e n .

U n d w e i l j e d e r M e n s c h u n t e r s c h i e d l i c h e

Vo r s t e l l u n g e n v o n E r f o l g o d e r v o m g e -

w ü n s c h t e n R i s i k o h a t , e n t w i c k e l n w i r f ü r

j e d e M a n d a n t i n u n d j e d e n M a n d a n t e n e i -

n e i n d i v i d u e l l e A n l a g e s t r a t e g i e . M i t d i e -

s e r g e s u n d e n M i s c h u n g a u s M e n s c h l i c h -

k e i t , p e r s ö n l i c h e r B e t r e u u n g , m a ß g e -

s c h n e i d e r t e r F i n a n z p l a n u n g u n d f i n a n -

z i e l l e m O p t i m i s m u s g e l i n g t e s u n s m i tt -

l e r w e i l e b e r e i t s s e i t m e h r a l s z w e i D e k a -

d e n , F r e u d e a m Ve r m ö g e n z u w e c k e n –

w o f ü r w i r a u c h s c h o n m e h r f a c h a u s g e -

z e i c h n e t w u r d e n

L e i d e n s c h a f t i s t d e r S c h l ü s s e l z u m

E r f o l g

D

i e s e A u s z e i c h n u n g e n v e r d a n k e n w i r e i -

n e r s e i t s v o r a l l e m u n s e r e m n a h e z u e i n -

z i g a r t i g e n u n d k u n d e n o r i e n t i e r t e n A n -

s a t z , a n d e r e r s e i t s i s t s i e d a s E r g e b n i s u n -

s e r e r p a s s i o n i e r t e n Ve r m ö g e n s b e t r e u e -

r i n n e n u n d Ve r m ö g e n s b e t r e u e r n , d i e f ü r

d a s T h e m a K a p i t a l a n l a g e s p r i c h w ö r t l i c h

b r e n n e n . D u r c h d i e s e L e i d e n s c h a f t s c h a f -

f e n w i r e s b e r e i t s s e i t B e g i n n d e s J a h r t a u -

s e n d s , u n s e r e Ve r m ö g e n s f r e u d e e r f o l g -

r e i c h a u f u n s e r e M a n d a n t i n n e n u n d M a n -

d a n t e n z u ü b e r t r a g e n Wa s k ö n n e n w i r

f ü r S i e t u n ? Ü b e r z e u g e n S i e s i c h s e l b s t

u n d k o m m e n S i e g e r n e a u f e i n u n v e r b i n d -

l i c h e s E r s t g e s p r ä c h i n d e r N I N O - A l l e e i n

N o r d h o r n v o r b e i .

U m f a n g r e i c h e s N e t z w e r k i n

v e r s c h i e d n e n B e r e i c h e n

D i e S p i e k e r m a n n & C O A G g e h ö r t z u d e n

f ü h r e n d e n u n a b h ä n g i g e n Ve r m ö g e n s v e r -

w a l t u n g e n i n N o r d d e u t s c h l a n d m i t

S t a n d o r t e n i n O s n a b r ü c k , B i e l e f e l d ,

M ü n s t e r u n d N o r d h o r n . R u n d 1 8 0 0 M a n -

d a n t i n n e n u n d M a n d a n t e n h a b e n d e n

M i t a r b e i t e n d e n v o n S p i e k e r m a n n & C O

A G 7 3 0 M i l l i o n e n E u r o Ve r m ö g e n z u r

Ve r w a l t u n g a n v e r t r a u t . N e b e n d e r k l a s s i -

s c h e n Ve r m ö g e n s b e t r e u u n g g e h ö r e n

a u c h F i n a n z p l a n u n g , S t i f t u n g s m a n a g e -

m e n t , Ve r m ö g e n s s t r u k t u r - u n d R i s i k o -

a n a l y s e , Vo r s o r g e p l a n u n g s o w i e e i n u m -

f a n g r e i c h e s K n o w - H o w i m B e r e i c h v o n

E r b e n , Ve r e r b e n , S c h e n k e n u n d N i e ß -

b r a u c h l ö s u n g e n i m D e p o t b e r e i c h z u m

R e p e r t o i r e u n s e r e s H a u s e s . D a z u h a b e n

w i r u n s e i n u m f a n g r e i c h e s N e t z w e r k m i t

e i n e r a u s g e p r ä g t e n E x p e r t i s e i n d e n B e -

Die Mitarbeiter der Spiekermann & CO AG stehen ihren Mandantinnen und Mandanten zur Seite Foto: privat „Was uns viel wichtiger ist, sind unsere Mandantinnen und Mandanten mit ihren individuellen Wünschen und Anliegen. “ Mario Borowski Leiter der Region Grafschaft / Emsland

r e i c h e n S t e u e r n , R e c h t s b e r a t u n g , R i s i k o -

m a n a g e m e n t , F i n a n z i e r u n g u n d I m m o b i -

l i e n a u f g e b a u t .

„Gemeinsam Nordhorn zum

Vorreiter im Klimaschutz machen“

Büter Bau engagier t sich für innovatives Geothermieprojekt am Stadtring

„Ein innovatives Geothermiekonzept, das eine Vielzahl von Gebäuden klimaneutral mit Wärmeenergie versorgen soll “

Öffentlich diskutie r t wird vor allem über eine klimaschonende Energieversorgung für den geplanten Hotelneubau am Nordhorne r Stadtring – v ielfach auf der Basis falscher oder unvollständiger Informationen. Doch dem Mitinitiator des Projekts, dem Bauunternehmen G Büter GmbH aus Ringe, geht es um v iel mehr. „Wir enga gieren uns für ein innovatives Geothe rmiekon zept, das nicht nu r das Hotel, sondern über ein Wärmenetz eine Vielz ahl von Gebäuden im Umkreis mit klimaneutraler Wärmeenergie versorgen könnte“, s a gen Gerrit Büter und Mike Ruppelt, die Geschäftsführer von Büter Bau. „Wenn es gelingt, dieses Geothermiekon zept gemeins am mit Par tnern z u realisieren, würde es Nordhorn z u einem echten Vorreite r in Sachen Klimaschutz machen “

Worum geht es? Geplant ist eine Wärmeversorgung über sogenannte mitteltiefe Geothermie Das heißt: Wie bei der Suche nach Erdöl oder Erdgas wird eine Bohrung niederge-

bracht, die in etwa 1500 bis 2000 Metern Tiefe warmwasserführende Schichten erreichen soll. Dieses etwa 50 bis 100 Grad heiße Thermalwasser wird geförder t und z u r Speisung eines Nahwärmenetzes verwendet. Die Energie dieses Thermalwassers reicht aus, um nicht nu r das Hotel, sondern alle g roßen Verwaltungs- und Wohngebäude im Umkreis von mindestens 500 Metern z u behei zen.

Realisiert werden kann das Projekt nur mit Fördermitteln

Klar ist: Realisier t werden kann dieses ehrgeiz ige Projekt nu r, wenn es gelingt, erhebliche Fördermittel für die Finan z ierung ein z uwerben und v iele weitere rechtliche und finan z ielle Hürden z u nehmen

Dafür sehen Gerrit Büter und Mike Ruppelt weiterhin gute Chancen. Denkbar sei ein Modellvorhaben Als mögliche Zuschussgeber kommen sowohl das Bundes amt für Wir t-

Sehen ihr Geothermieprojekt als große Chance für echten Klimaschutz: Gerrit Büter ( links) und Mike Ruppelt Foto: Schroven

schaft und Ausfuhrkontrolle (Bundesförderung für effi z iente Wärmenetze – BEW ), das Land Nieders achsen (aus Förder töpfen für den Bau eines Nahwärmenetzes), als auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW (für die Bohrung) in Betracht

„Wenn ein Projekt in Deutschland Chancen hat, dann das in Nordhorn“

„Wir haben v iele Gespräche geführ t – mit dem Niedersächsischen Wir tschaftsminister Olaf Lies, mit dem Umweltministe rium, der Führungsspitze und den E x per ten für kommunale Förderprog ramme der KfW in Berlin sowie den Fachleuten beim Landes amt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Geozentrum Hannover “ , so Büter. Von dor t nahmen Büter und Ruppelt die Auss a ge mit: „Wenn es ein Geothermieprojekt in Deutschland gibt, das Chancen auf die Umsetz ung hat, dann ist es das Projekt in Nordhorn “ In der Grafschaft gebe es aufg rund der jahrzehntelangen Ölund Gasförderung bessere Kenntnisse über die geologischen Verhältnisse im Unterg rund als anderswo. Und mit den Nordhorner Versorgungsbetrieben stehe ein verlässlicher und im Betrieb von Nahwärme- und Energienetzen erfahrener Par tner z u r Verfügung.

Die NVB sind ein Wunschpar tner, auf den Büter bei dem Projekt setzt Der Nordhorner Regionalversorger war im Herbst z war z unächst z u der Einschätz ung gelangt, „unter den gegenwär tigen Rahmenbedingungen“ rechne sich ein solches Nahwärmekon zept nicht Aber nun werden weitere Berechnungen und Untersuchungen angestellt – auf der Basis aktu alisier ter Z ahlen und Fakten. „Grundsätzlich könnte aber auch ein anderer Versorger das Netz bauen und betreiben.“

NDEWG sucht nach Potenzialen für tiefengeothermische Wärmegewinnung

Ein weiterer Projektpar tner soll die Norddeutsche Erdwärme-Gewinnungsgesellschaft (NDEWG) aus Lingen werden Sie hatte im Febru ar 2023 vom LBEG die berg rechtliche Genehmigung erhalten, im Raum „Nordhorn“ fünf Jahre lang nach „Poten z ialen für tiefengeothermische Projekte für die Wärmegewinnung z u r kommerz iellen Nutz ung “ z u suchen

Die Ingenieu rgesellschaft, die aus der Erdölindustrie hervorgegangen ist, will die Erfahrungen aus der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas und Erdöl, Geothermie und erneuerbaren Energien nutzen, um herausz ufinden, ob es in Nordhorn ausreichend Erdwärme gibt. Die Chancen dafür stehen offenbar gut. „Die Geologie des tiefen Unterg rundes wu rde für eine solche Wärmegewinnung als g rundsätzlich geeignet beu r teilt “ , heißt es. Wiev iel

nutzbare Erdwärmeenergie tatsächlich verfügbar ist, wird jedoch erst eine Bohrung zeigen Die kostet v iel Geld und erforder t ein aufwendiges Genehmigungsverfahren.

Neben den Par tnern NDEWG (für Bohrung und Thermalwasserförderung) und NVB (für Aufbau und Betrieb des Wärmenetzes) möchte Büter als Par tner auch die Stadt Nordhorn und den Landkreis als Unterstützer mit ins Boot holen. Beide haben sich auf ihre Fahnen geschrieben, eher als vom Bund vorgeschrieben klimaneutral z u werden. Büter „Mit diesem Geothermieprojekt hätten sie die Gelegenheit daz u “

Unter Klimageschichtspunkten absolut erstrebenswert

„Zusammen können wir einen bedeu-
tenden Schritt für die Umwelt und die Zukunft der Region gestalten. “

Mike Ruppelt

Geschäftsführer

Büter-Bau

„Das ist ein Projekt, für das wir enga gier t kämpfen – nicht weil wir damit Geld verdienen wollen, sondern weil wir das unter Klimagesichtspunkten für absolut erstrebenswer t halten“, s a gt Gerrit Büter. Sein Unternehmen hat bereits Erfahrungen mit innovativen Wärmeversorgungssystemen, unte r anderem beim Nordhorner „Wohnpark an der Kanalallee“. Wie dor t arbeitet Büter auch beim Geothermieprojekt wieder mit der „iNeG Ingenieu rNetz werk Energie eG“ auf der Planungsseite z us ammen

Nun plädier t der Unternehmer aus Ringe dafür, „die Kräfte in der Region z u bündeln, um ein innovatives Energieversorgungsprojekt z u realisieren, das es verdient hat “ . Klar ist indessen auch: Wenn das Geothermieprojekt umgesetzt werden kann, wird das nicht ku rzfristig gehen. Rechtzeitig z u r Fer tigstellung des Hotelneubaus kann die Energie aus der Tiefe nicht z u r Verfügung gestellt werden Für das Hotelvorhaben muss also eine Übergangslösung – etwa du rch Eins atz von Erdwärmepumpen – geschaffen werden Büter: „Das haben wir im Bewerberverfahren für das Postgelände auch von Anfang an klar kommuniz ier t – sowohl in der Verwaltung als auch in der Politik.“

Büter und Ruppelt sind von der ökolo gischen Sinnhaftigkeit des Projekts ebenso überzeugt wie von den Chancen, es trotz aller Hürden realisieren z u können Sie appellieren an die Entscheidungsträger in der Region: „Unterstützen Sie das innovative Geothermieprojekt für Nordhorn! Gemeins am können wir eine nachhaltige Wärmeversorgung schaffen und Nordhorn z um Vorreiter im Klimaschutz machen. Teilen Sie diese Informationen, informieren Sie sich über Unterstütz ungsmöglichkeiten und ermutigen Sie lokale Par tner und Behörden z u r Beteiligung. Zus ammen können wir einen bedeutenden Schritt für die Umwelt und die Zukunft der Region gestalten!“

Fördermittel für mehr Effizienz

Energieberater Norman Lentzsch über Beratungs- und Finanzierungshilfen

Wie können kleine und mittelständische Unte rnehmen (KMU ) ihre Energieeffi z ien z verbessern? Wie können sie von Förderprog rammen profitieren und ihre Energiekosten senken? Über diese Fra gen sprach der GN-Insider Wir tschaft mit Norman Lentzsch, Energieberater bei der „WV Forum Energieberatung “ .

Welche Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten und CO2-Emissionen sind für Grafschafter KMU sinnvoll?

Die Palette reicht von energieeffi z ienten Beleuchtungssystemen über Eins atz erneuerbarer Energien bis z um Energieaudit

„Ein individuell angepasster

Ansatz und eine kontinuierliche Über wachung der Energieef fizienz sind entscheidend für nachhaltige Verbesserungen. “

Norman Lentzsch

Die Nutz ung von Solar- oder Windenergie kann langfristig z u Kosteneinsparungen führen Diese können auch mit modernen Heiz ungs- und Kühlsystemen kombinier t werden. Einsparpoten z ial bietet auch die Optimierung betrieblicher Abläufe Dies kann du rch den Eins atz moderner Technologien und automatisier ter Systeme erreicht werden Fördermittel können die Wir tschaftlichkeit erhöhen. Der Eins atz von energieeffi z ienten Bürogeräten minimier t den Stromverbrauch

Was bringt ein Energieaudit?

Die Du rchführung eines Energieaudits kann daz u beitra gen, Schwachstellen im Energieverbrauch z u identifi z ieren und gez ielte Ma ßnahmen z u r Verbesserung vorz uschla gen Das Energieaudit kann für KMUs geförder t werden Mitarbeitende können du rch Schulungen und Sensibilisierungsma ßnahmen daz u angehalten werden, bewusster mit Energie umz ugehen

Welche langfristigen Vorteile dieser Maßnahmen können sich daraus ergeben?

Wichtig z u beachten ist z unächst, dass die konkreten Ma ßnahmen je nach Branche und spez ifischen betrieblichen Anforderungen variieren können. Ein indiv iduell angepasster Ans atz und eine kontinuierliche Überwachung der Energieeffi z ien z sind entscheidend für nachhaltige Verbesserungen. Langfristiger spar t die Senkung des Energieverbrauchs nicht nu r Kosten. Eine verbesser te Energieeffi z ien z trägt auch daz u bei, das Umweltbewusstsein z u stärken und ein positives Ima ge bei Kunden und Par tnern z u schaffen.

Unternehmen, die ihre Energieeffi z ien z verbessern, können sich im Wettbewerb besser positionieren, da sie ressou rcenschonender

Norman Lentzsch berät bei der VW Energieberatung vor allem kleine und mittelständische Unternehmen zum Thema Energieeffizienz. Foto: Wir tschaftsvereinigung

und nachhaltiger a gieren. Der verstärkte Eins atz erneuerbarer Energien kann KMUs unabhängiger von Preisschwankungen konventioneller Energiequellen machen.

Wie können Unternehmen ihre Energieversorgung optimieren und sich gleichzeitig auf mögliche Energiepreisschw ankungen vorbereiten?

Eine Kombination aus verschiedenen Strategien ermöglicht es Unternehmen, flex ibel auf Veränderungen in der Energieversorgung und auf Preisschwankungen z u rea gieren und gleichzeitig ihre Ges amteffi z ien z z u steigern

Was heißt das konkret?

Ein erste r Schritt ist beispielsweise die Reduz ierung des Energieverbrauchs du rch Investitionen in ene rgieeffi z iente Technologien und Prozessoptimie rung. Das hilft, die Kosten z u senken und macht das Unternehmen insges amt weniger anfällig für Preisschwankungen

Auch der Abschluss langfristiger Energieversorgungsver träge (Power Pu rchase Ag reements, PPAs) kann Unternehmen helfen, sich gegen ku rzfristige Preisschwankungen abz usi-

chern. PPAs ermöglichen oft günstigere und stabile Tarife über einen längeren Z eitraum, sind aber oft sehr kompli z ier t und schwierig umz usetzen.

Also kommt es auf die richtige Strategie zum Energieeinkauf an?

Unternehmen können flex ible Beschaffungsstrategien implementieren, wie den Einkauf von Energie z u verschiedenen Z eitpunkten oder die Teilnahme an Energiemarktplätzen, um von günstigen Preisen z u profitieren. Insbesondere ist hier die Spotmarktbeschaffung z u nennen, die für g rößere Verbraucher interess ant ist mit mehr als 100.000 kWh/a Verbrauch. Energiemana gementsysteme ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung und Steue rung des Energieverbrauchs, um schnell auf Veränderungen z u rea gieren und Kosten z u minimieren

Geht es dabei nur um Beschaffung oder auch um Speicherung?

Die Nutz ung von Energiespeicher technologien wie Batterien ermöglicht es Unternehmen, überschüssige Energie in Z eiten niedriger Preise z u speichern und sie bei Bedarf z u nutzen Eine Diversifi z ierung der Energiequellen schützt Unternehmen vor starken Preisschwankungen in einem bestimmten Sektor Eine Mischung aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen kann die Risiken minimieren

Eine weitere Energiepreis-Optimierung ist du rch Bündelung von Interessen bei der Beschaffung möglich Mit dem Strom- und Gaspool unte rstützt die WV Forum Energieberatung Unternehmen bei der Energiebeschaffung Aktuell werden für rund 300 Lieferstellen circa 50 Millionen kWh pro Jahr umgesetzt

Welche erneuerbaren Energiequellen eignen sich für die Nutzung durch KMU in der Grafschaft Bentheim?

Hier ist insbesondere die Photovoltaik z u nennen. Diese hat sich im Prin z ip du rchgesetzt und ist wir tschaftlich hoch attraktiv Für die Zukunft können Windstrom und Solarthermie wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Die Infrastruktu r ist insbesondere bei Strom als Kostenfaktor z u benennen. Oft müssen Trafostationen, Leitungen und andere Schnittstellen angepasst werden

Was sind die wesentlichen Bestandteile des Strompreispakets für produzierende Unternehmen?

Das produz ierende Gewerbe profitier t von der auf ein Mindestma ß gesenkten Energiesteuer bei Strom. Die Stromsteuer beträgt dann nu r noch 0,05 Cent pro Kilowattstunde Die Absenkung gilt z unächst für die Jahre 2024 und 2025

Welche Förderprogramme und finanziellen Anreize stehen KMU für Investitionen in energieeffiziente Technologien zur Verfügung?

Unternehmen können einerseits Zuschüsse im Rahmen von Förderprog rammen der BAFA (Bundes amt für Wir tschaft und Ausfuhrkontrolle) bez iehen Hier sind die Fördermodule 1 bis 6 der „Bundesförderung für Energieeffiz ien z in der Wir tschaft “ z u benennen

Andererseits bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW ) Kredite mit Tilgungsz uschuss für energieeffi z iente Ma ßnahmen Nahez u jede Ma ßnahme, die mit einer Effi z ien zsteigerung im Unte rnehmen verbunden ist, ist prin z ipiell förderfä hig

Als Joint Ventu re z wischen einem Tochterunternehmen der Wir tschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim und der ECG Energie Consulting GmbH umfasst das Dienstleistungsspektrum der WV Forum Energieberatung die Energieeffi z ien z, das Energiemana gement, die Optimierung von Energienebenkosten, die Energiebeschaffung und –erzeugung sowie das Energiecontrolling. rm/ w v

JETZT BIN ICH NICHT NUR ARBEITGEBER, SONDERN AUCH FACHKRÄFTE-MACHER DAS BRINGT MICH WEITER

„Eine Mischung aus konventionellen und erneuerbaren
Energiequellen kann die
von

Risiken

Preis

schwankungen minimieren. “
Norman Lentzsch

Die Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme der Bundesagentur für Arbeit Nutzen Sie den Arbeitgeber-Ser vice und erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihre Beschäftigten und Ihr Unter nehmen weiterbr ingen können Infor mieren Sie sich jetzt unter www dasbringtmichweiter de oder r ufen Sie uns an unter 0800 4 5555 20

Spritzgussmaschinen: Utz investier t in Sparfüchse statt Stromfresser

BAFA-geförder tes Effizienzkonzept senkt den Jahres-Energieverbrauch des Schüttorfer Kunststoffverarbeiters um 50 Prozent

Eine der fünf neuen Spritzgussmaschinen der Georg Utz GmbH zur energie- und ressourcenbezogenen

Optimierung am Schüttor fer Standor t. Foto: Georg Utz GmbH

Mit finan z ieller Unterstütz ung des Bundes amts für Wir tschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat der Schüttorfer Kunststoff-Verarbeiter Georg Utz GmbH vor wenigen Wochen ein Vorhaben z u r energie- und ressou rcenbezogenen Optimierung von Anla gen und Prozessen des Unternehmens realisier t Das BAFA hat das Projekt mit einem Betra g in Höhe von rund 340.000 Eu ro geförder t.

Der Betrieb in Schüttorf unter der Leitung von Rüdiger Köhler beschäftigt rund 550 Mitarbeitende und ist die deutsche Niederlassung der Schwei zer Georg Utz Holding AG Die Utz Gruppe ist eine international a gierende Unternehmensg ruppe, die mit mehr als 1350 Mitarbeitenden an weltweit acht Standor ten verschiedene Mehrweg-Produktlösungen aus Kunststoff konstruier t, herstellt und ver treibt

„Ein wichtiger Schwerpunkt der Aktiv itäten in den vergangenen Jahren bildeten die Themen Energie und Energieeffi z ien z “ , betont Köhler. Daz u gehöre die regenerative Energieerzeugung du rch eine Photovoltaikanla ge und die Eigenstromerzeugung mittels eines unternehmenseigenen Blockhei zkraftwerks. Zu-

dem produz iere man bereits seit Anfang 2022 weltweit klimaneutral.

Um die Nachhaltigkeit des Unternehmens kontinuie rlich weiterz uentwickeln und z u verbessern, wu rde eine Klimastrategie mit klar formulier ten Z ielen entwickelt Bis 2030 strebt das Unternehmen beispielsweise an, ausschließlich Ene rgie aus erneuerbaren Quellen ein z usetzen und bis 2035 einen Rez yklatanteil von 80 Prozent bei der Herstellung der Produkte z u erreichen

BAFA-Förderprogramm zur Energiekostenreduktion

Das BAFA (Bundes amt für Wir tschaft und Ausfuhrkontrolle) setzt unter anderem die Bundesförderung für Energie- und Ressou rceneffi z ien z in de r Wir tschaft in Form eines Zuschusses z um Vorhaben um. Geförder t werden im Modul 4 investive Maßnahmen z u r energetischen und ressou rcenorientie r ten Optimierung von industriellen und gewerblichen Anla gen und Prozessen, die z u r Erhöhung der Energie- und Ressou rceneffi z ien z bz w. z u r Senkung und Vermeidung des fossi-

len Energieverbrauchs oder CO2-intensiver Ressou rcen in Unte rnehmen beitra gen.

Die Förderung ist technologieoffen und umfasst insbesondere Investitionen in Anla gen und Maschinen z u r Prozess- und Verfahrensumstellungen mit dem Z iel der energie- und ressou rcenorientie r ten Optimierung; Ma ßnahmen z u r Nutz ung von Abwärme, die du rch Prozesse entsteht; Ma ßnahmen an Anla gen z u r Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung; Ma ßnahmen z u r energieeffi z ienten Bereitstellung von Prozesswärme oder -kälte sowie Ma ßnahmen z u r Reduktion oder Vermeidung von Energie- und Ressou rcenverlusten im Produktionsprozess.

Ziel: Optimierung der Spritzgussproduktion

Im Jahr 2021 setzte sich die Georg Utz GmbH z um Z iel, eine Optimierung des Energie- und Ressou rceneins atzes in der Spritzgussproduktion z u e rreichen. In der Diskussion stand dabei die Erneuerung und Optimierung von fünf Spritzguss anla gen

Mit dieser Überlegung wu rde Kontakt z u r WV Forum Energieberatung GmbH, einem Tochterunternehmen der Wir tschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim, aufgenommen, mit der bereits eine mehrjä hrige Zus ammenarbeit im Themenfeld Energie erfolgt

Die WV Forum Energieberatung plant und realisier t bereits seit 2013 ma ßgeschneider te Lösungen z u r Steigerung der Energieeffi z ien z und Optimierung von Energienebenkosten du rch das Aufdecken von Einsparpoten z ialen Weiterhin gehör t auch die Erz ielung von attraktiven Einkaufskonditionen du rch einen unternehmensüberg reifenden Strom- und Erdgaspool z um Por tfolio de r WV Forum Energieberatung Die Berater des Unternehmens sind beim BAFA als Energieauditoren akkreditier t.

Im Austausch mit dem Schüttorfer Unternehmen stellte man fest, dass der Stromverbrauch für die fünf Maschinen bei 2,2 GWh pro Jahr la g Schnell war klar, dass eine „ normale“ Förderung nach De-minimis aufg rund der Förderhöhe nicht umsetzbar war. Dementsprechend wä hlte man die Variante nach dem Mehrkostenprin z ip. In diesem Fall werden am Markt erhältliche Standardmaschinen mit Maschinen einer höheren Energieeffiz ien z verglichen. Diese Mehrkosten für eine energieeffi z iente Maschine können du rch das BAFA im Modul 4 geförder t werden.

Grundla ge für die Förderentscheidung des BAFA stellt ein Einsparkon zept dar, welches du rch den Energieberater Norman Lentzsch von der WV Forum Energieberatung erstellt wu rde Im Fall der Georg Utz GmbH beinhaltete das Einsparkon zept die Beschreibung und

Darstellung des Standor tes, des Ist-Zustandes, der z u optimierenden Anla ge bz w. des Prozesses, die qu alitative Beschreibung der Optimierungsma ßnahme, somit des Soll-Zustandes, sowie die Darstellung der Energieund Ressou rcenverbräuche und des Systemnutzens.

CO2-Ausstoß sinkt um 700 Tonnen

Eine Gigawattstunde Stromverbrauch pro Jahr spar t Utz durch die Umstellung auf energieeffiziente Spritzgussmaschinen ein Foto: Georg Utz GmbH W r tschaf t

Nach Du rchführung der geplanten Ma ßnahme konnte de r Energieverbrauch um rund 50 Prozent oder etwa eine Gigawattstunde pro Jahr gesenkt werden Die Einsparung entspricht einem Stromverbrauch von 200 Vier-PersonenHaushalten pro Jahr. Ebenso reduz ier ten sich die CO2-Emissionen um gut 700 Tonnen pro Jahr.

Die Ermittlung der Emissionen hat dabei eine besondere Relevan z für die Förderhöhe: Es wird je nach Unternehmensg röße pro Tonne CO2-Einsparung z wischen 500 und 1200 Eu ro vergütet. „Wie immer gilt z u beachten: Erst nach einer Beantra gung bz w. Bewilligung darf bestellt werden Ansonsten ist die Förderung nicht möglich“, weist der Energieberater Norman Lentzsch hin.

Nach der Antra gstellung Ende 2021 erhielt die Georg Utz GmbH den Zuwendungsbescheid Mitte 2022 Die Anla gen wu rden beschafft und abgerechnet Ende 2023 konnte der Verwendungsnachweis erstellt werden. Die Ausz ahlung der Förderung erfolgte wenige Wochen später in der beantra gten Höhe. Norman Lentzsch z ieht ein positives Faz it: „Mit diesem Fördermodul konnten die Mehrkosten de r Ma ßnahme um 17 Prozent in einem annehmbaren Rahmen abgefeder t und der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen um gut die Hälfte gesenkt werden.“ w v

Chefsache(n) n Zusammenarbe t mit der

Das Bestreben nach mehr Energieeffizienz im Betrieb ist Thema im Podcast „Chefsache(n)“ GNRedakteur Rolf Masselink spricht mit Rüdiger Köhler, dem Geschäftsführer der Georg Utz GmbH in Schüttor f Zu hören überall, wo es Podcasts gibt Einfach den QR- Code einscannen oder dem Link folgen https://gn123 .de/ kdd

E r d ö l f ö r d e r u n g

m i t B l i c k a u f d i e

Zukunft

Unser Beitrag für eine nachhaltige Wir tschaftsentwicklung vor Or t .

W i r f ü r d i e Re g i o n !

„Bürokratie erdr ückt das Handwerk“

Kreishandwerksmeister Heiko Ensink zu Konjunkturkrise und Fachkräftemangel

Kreishandwerksmeister Heiko Ensink (rechts) und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Sascha Wittrock, nehmen im Inter vie w Stellung zu aktuellen Themen von Fachkräftemangel bis Bürokratie woge. Foto: Menzel

Fachkräftemangel, Konjunktu rkrise, Bürokratiewoge – das Grafschafter Handwerk steht vor erheblichen Herausforderungen Dennoch sieht die Kreishandwerkerschaft sich gut gerüstet für die kommenden Jahre Fra gen daz u an Kreishandwerksmeister Heiko Ensink und den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Sascha Wittrock.

Wo steht das Grafschafter Handwerk in der aktuellen Wirtschaftslage?

Wittrock: Unsere neuesten Z ahlen datieren vom 31. Dezember 2022. Damals z ä hlte das Grafschafter Handwerk einschließlich der z ulassungsfreien Betriebe insges amt 1575 Betriebe Zulassungsfrei sind Betriebe, in denen kein Meister titel erforderlich ist

Ensink: Mit insgesamt rund 15 000 Beschäftigten ist das Grafschafter Handwerk breit aufgestellt. In der Kreishandwerkerschaft sind elf Innungen organisier t Stärker als anderswo sind hier bei uns das Elektrohandwerk und auch das Tischlerhandwerk. Die g rößte Innung im Landkreis stellt allerdings das Kraftfahrzeuggewerbe.

Und wie sieht es mit der Ausbildung aus?

Ensink: Wir bilden rund 800 Ausz ubildende in bis z u 50 verschiedenen Ausbildungsberufen aus.

Alles spricht über Fachkräftemangel, aber geht es nicht längst um einen allgemeinen Arbeitskräftemangel?

Ensink: Wie alle Bereiche der Wir tschaft kla gt auch das Handwerk über Mangel an Nachwuchskräften. Wir würden gern mehr junge Leute ausbilden und können nicht alle Ausbildungsplätze besetzen

Die Z ahl der Ausbildungsver träge ist seit z wei Jahren leicht rückläufig, sie la g 2023 um 0,7 Prozent unter der von 2022 Wir führen das auch auf die Auswirkungen der CoronaKrise z u rück, in der wir nu r sehr eingeschränkt für unsere Ausbildungs angebote werben konnten.

Gerade für kleine Betriebe ist das herausfordernder als für Großunternehmen, obwohl gerade sie sehr v iel ausbilden. Trotzdem haben wir in unserem Kammerbez irk die höchste Ausbildungsquote in gan z Deutschland.

M E N S C H E N

Heiko Ensink (44), Diplom-Ingenieur aus Ringe, ist seit Dezember 2017 Geschäftsführer beim Nordhorner Elektroanlagenbauer Vrielmann

GmbH Im Mai 2019 wurde er zum Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik in der Grafschaft ge wählt

Seit Mai 2023 ist Heiko Ensink auch neuer Kreishandwerksmeister Er wurde zum Nachfolger von Gerd Hindriks, ge wählt, der nach zwölf Jahren nicht wiederkandidier t hatte

Woher sollen denn zusätzliche Fachkräfte kommen?

Ensink: Es geht nicht nu r um Fachkräfte, sondern um Arbeitskräfte insges amt und um Ausz ubildende Deshalb wirbt auch das Handwerk unter anderem verstärkt um ausländische Nachwuchs- und Fachkräfte Die Ausbildungsabschlüsse zeigen, dass Integ ration in den Betrieben funktionie r t. Aber es ist schwierig, ausländische Arbeitskräfte überhaupt hierher z u holen.

Wittrock: Die bürokratischen Hürden sind hoch. Und auch die Beschaffung von Wohnraum für junge Menschen aus dem Ausland ist nicht immer einfach

Kann das Duale Studium dem Handwerk zu mehr Fachkräften verhelfen?

Ensink: Das Du ale Studium hat auch im Handwerk steigende Bedeutung. Dabei profitieren wir auch von der Nä he z um Hochschulcampus Lingen In unserem Unternehmen Elektro Vrielmann haben bereits mehrere junge Leute ein Du ales Studium absolv ier t. Wir hatten und haben mehrere Studierende, teils auch du al.

Eine zentrale Forderung des Handwerks ist schon länger die Gleichstellung von Du aler Ausbildung und akademischer Ausbildung. Zwar gibt es formal eine Gleichwer tigkeit des Meister titels mit dem Bachelor-Abschluss, aber in der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Das fängt schon an bei Dingen wie dem vergünstigten Bahnticket, Studierende bekommen es, Ausz ubildende nicht.

Wirkt sich das auch aus auf das Problem der Betriebsnachfolge?

Ensink: Konkrete Z ahlen daz u haben wir nicht Aber wir me rken schon, dass es für die Betriebe schwieriger wird. Die Z eiten, in denen Kinder automatisch den Betrieb der Eltern weiterführ ten, sind v ielleicht nicht endgültig vorbei, aber man merkt schon einen klaren Rückgang. Grundsätzlich wird es immer schwieriger, Menschen für den Schritt in die Selbständigkeit z u begeistern. Die Gründe dafür sind v ielschichtig Unter anderem die überbordende Bürokratie schreckt ab

Voraussetzung für eine Betriebsübernahme im Handwerk ist die Meisterprüfung. Wirkt sich die Aufwertung des Meistertitels aus?

Ensink: Wir verzeichnen bei uns seit Einführung der „Meisterprämie im Handwerk“ vor einigen Jahren einen kontinuierlichen Anstieg

der Meisterausbildungen, sowohl bei uns in der Grafschaft als auch im Kammerbez irk. In den Jahren 2024 bis 2026 stehen für die Meisterprämie Landesmittel in Höhe von zehn Millionen Eu ro pro Jahr bereit. Das heißt: Handwerksmeisterinnen und -meister können nach dem Bestehen ihrer Prüfung auch in den kommenden Jahren über die NBank eine Prämie in Höhe von 4000 Eu ro erhalten

Stichwort Konjunkturkrise: Spürt das Handwerk schon den Abschwung?

„Grundsätzlich wird es schwieriger, junge Menschen für den Schritt in die Selbständigkeit zu begeistern. “

Heiko Ensink Kreishandwerksmeister der Grafschaft Bentheim

Ensink: Das ist von Branche z u Branche sehr unterschiedlich. So wird das Bauhandwerk sehr stark von der aktuellen Konjunktu rkrise getroffen, weil steigende Baukosten und höheres Z insniveau z u einem deutlichen Einbruch im Einfamilienhausbereich führen Andere Bereiche werden stärker du rch veränder te gesetzliche Vorgaben belastet. Denken Sie an die Anhebung des Mehrwer tsteuers atzes, der die Gastronomie enorm trifft. Oder die plötzliche Streichung der Prämie für Elektrofahrzeuge, die auch bei uns erhebliche Auswirkungen auf die Kfz-Branche hat.

Andere Branchen profitieren von Veränderungen wie dem neuen Gebäudeenergiegesetz, das den Hei z ungsbauern und Klimabetrieben neue Aufträge bringt, oder den Vorgaben der Energiewende, die dem Elektrohandwerk Perspektiven eröffnet.

Die Stimmungsla ge ist also unterschiedlich, mitunter sogar innerhalb de r ein zelnen Gewerke.

Ist das Handwerk ausreichend gerüstet für die veränderten Anforderungen durch Klimaw andel und Energiewende?

Ensink: Wenn das Handwerk sich nicht am Puls der Z eit bewegen würde, dann gäbe es uns schon nicht mehr. Das Handwerk lebt schon immer mit dem ständigen Wandel in den Technologien, den Anforderungen an Gebäude, an Wärmedämmung, Hei z ung, Elektrik. Nicht nu r am Bau, sondern in allen Branchen und Gewerken gilt: Ein Handwerksbetrieb, der nicht innovativ ist und dor t stehenbleibt, wo er vor fünf Jahren mal stand, hat keine Chance mehr.

Wittrock: Auch die Ausbildungsordnungen werden angepasst. Unsere Elektroinnung hat beispielsweise ein Modul in die Ausbildung implementier t, in dem es um Gebäudetechnik per Smar thome und ä hnliches geht. Im KfzBereich sind jetzt Unterrichtsmodule für Hybridantriebe und Vollelektrofahrzeuge Teil der Ausbildung. Wie die Berufsbilder und -bezeichnungen entwickeln sich auch die Ausbildungsinhalte ständig weiter.

Als Belastung kritisiert das Handwerk auch die Bürokratie: Warum?

Ensink: D a s The m a b el a s tet u ns m a s s i v. D i es e r s tä nd i g a ns c hwel l e nd e Vorg a b e nwu s t b i nd et A rb ei ts k ra ft, kos tet G el d u nd i s t k a u m z u ü b e rb li c ke n. D a s s c hrec k t ei nfa c h a b. Nehm e n Si e Vorg a b e n wi e d a s ne u e Hi nwei s g eb e rs c hu tz g es etz , von d e m no c h kei ne r g e na u wei ß , wi e d a s i n de n B etri eb e n i m pl e m e nti e r t we rd e n s ol l D a wi rd e rs t m a l ei n G es etz b es c hl os s e n. Und d a nn s eht m a l z u , wi e i hr d a s u m s etz t. Au c h d i e vor Ja hre n ei ng efü hr te D ate ns c hu tz g ru nd ve rord nu ng b es c hä fti g t d i e B etri eb e noc h i m m e r.

Oder das Transparenzregister. Anstatt die Unternehmensdaten, die ohnehin an zig Stellen registriert sind, digital zusammenzuführen, muss jedes Unternehmen seine Kerndaten wie Eigentums- und Beteiligungsstrukturen nun noch mal in ein Register eintragen. Warum?

Können Sie mal ein Beispiel nennen, wieviel Aufwand das erfordert?

Wittro ck: Das Bäckerhandwerk hat 2019 eine Aufstellung gemacht, mit wiev iel Bürokratie ein Bäckereibetrieb mit zehn Filialen belastet ist Demnach muss der Inhaber regelmäßig 25 verschiedene Dokumentations- und Nachweisthemen bearbeiten und dafür pro Jahr im Durchschnitt 4251 Arbeitsstunden aufwenden. Das entspricht z wei Vollzeitstellen! Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks fordert daher, dass „30 Prozent aller Gesetze weg müssen“

Der überbordende Formular- und Bürokratieaufwand beschäftigt alle Branchen. Bund und Länder kündigen immer wieder Initiativen zum Bürokratieabbau an. Zuletzt hat Bundesjustizminister Marco Buschmann im November sogar eine „systematische Müllabfuhr im deutschen Regelungsdickicht “ versprochen. Aber unsere Handwerksbetriebe merken davon nichts.

BLEIB STAHLHARTAUCH IM JOB!

Zum Schluss eine Frage zum geplanten Campus Berufliche Bildung CBB

Ensink: Mit dem CBB wollen wir die Ausbildung bei uns noch attraktiver machen, um mehr junge Menschen für unsere Ausbildungsangebote zu gewinnen. Das Handwerk engagiert sich sehr stark für den CBB, um Lernen und Arbeiten mit den neuen Technologien nicht nur in die Ausbildung zu integrieren, sondern auch in der Ausbildung der Ausgebildeten stattfinden zu lassen. Wer seinen Gesellenoder auch Meisterbrief hat, soll noch bessere Möglichkeiten erhalten, sich weiterzubilden, um technologisch auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Haben wir denn da Nachholbedarf ?

Ensink: Ich glaube schon, dass wir mit den Berufsbildenden Schulen in Sachen Ausbildung sehr gut aufgestellt sind, auch von der technischen Ausstattung her. Das sollte noch mehr in den Fokus geraten. Dazu planen wir das Innovationszentrum als Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft über die Region hinaus.

Das Innovationszentrum soll auch die Schüler der weiterführenden Schulen einbeziehen und junge Menschen schon vor Ende der Schulzeit auf Ausbildungs- und Berufsperspektiven aufmerksam machen Zugleich wird es neue Angebote für die Weiterbildung schaffen. Das Ziel ist echte Campusatmosphäre bis hin zu Wohnangeboten für auswärtige Schüler.

Wittrock: Das Handwerk macht da schon Druck. Natürlich hätten wir uns die Realisierung des Projekts Campus Berufliche Bildung noch schneller gewünscht Aber das Vorhaben muss ja mit v ielen Beteiligten abgestimmt werden und erfordert erheblich Investitionen Das muss natürlich sorgfältig geplant werden Der jetzige Zeitplan passt schon. Wir hoffen, dass das Innovationszentrum bis Ende 2025 oder Anfang 2026 fertiggestellt werden kann. rm

„Wie die Berufsbilder und -bezeichnungen entwickeln sich auch die Ausbildungsinhalte ständig weiter. “

Sascha Wittrock Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Seit 30 Jahren verlässlicher Akteur für seniorengerechtes Wohnen

Nordhorner GMP- Gruppe w ächst zum Entwickler ganzer Wohnquar tiere

Setzen bei der Entwicklung seniorengerechter Wohnprojekte auf Marktnähe, Er fahrung und regionale Vernetzung: die „Macher“ der Nordhorner

GMP- Gruppe, Henning Zwafing, David Kor te und Michael Maas

Foto: Masselink

Wir decken den Bedarf an seniorengerechten Wohnformen dor t, wo er gebraucht wird, und leisten so einen wesentlichen Beitra g, um den Folgen der demog rafischen Entwicklung entgegen z uwirken “ Mit diesem Versprechen wirbt die Nordhorner GMP-Gruppe für ihre Arbeit. Der Erfolg gibt ihr recht: In ihrer 30-jä hrigen Tätigkeit als Projektentwickler und Generalübernehmer hat die GMP-Gruppe mehr als 4500 Wohnungen gebaut, verwaltet heute ein Investitionsvolumen von über 400 Millionen Eu ro und investier t jedes Jahr du rchschnittlich 40 Millionen Eu ro in neue Projekte Die GMP-Gruppe steht für 30 Jahre Erfolg am Markt. Dieses Jubiläum will GMP gebührend würdigen Was hat GMP z u einem verlässlichen und über Jahre konstanten Akteu r der regionalen Immobilienbranche gemacht?

„Wir sind die E x per ten für die richtige Kombination der drei Faktoren ‚Standor t, Kapital und Projektidee‘“, s a gen Dav id Kor te und Michael Maas, z wei der v ier „Macher “ des Unternehmens. Beide führen gemeins am mit Stephan Wilmsen und Henning Zwafink das „Dach“ der GMP-Gruppe, die GMP Projekte GmbH. Ihr Ans atz: Nachhaltigkeit im Wohnungsbau und die ges amtstruktu relle Attraktiv ität städtischer Qu ar tiere voran z utreiben.

Mit ihrem kleinen, gut 25-köpfigen Team qu alifi z ier ter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen die v ier Geschäftsführer sich dem Anspruch, „bis ins Detail du rchdachte, wir tschaftlich tra gfä hige und auf langfristige Nutz ungen ausgerichtete Kon zepte“ z u realisieren Die Nordhorne r entwickeln Neubauprojekte im Hoch- und Geschossbau, planen ganze Wohnqu ar tiere und verkaufen Grundstücke und Immobilien

Zu r Unternehmensg ruppe mit Sitz an der Färbereistra ße auf dem früheren Rawe-Gelände gehören heute auch Verbundgesellschaften: Die „GMP RE I control“ mit dem Geschäftsführer Christoph Behr zeichnet für die bauliche Abwicklung und Qu alitätskontrolle an den Projekten verantwor tlich. Die „GMP RE I CHD“ mit dem Geschäftsführer Carsten Hennekes ist für die Planung in den Bereichen Hei z ung, Sanitär und Lüftung z uständig und wird frühzeitig in die Projekte eingebunden

Ein „gutes Netzwerk regionaler Bezüge“

Als einen der Faktoren für den Erfolg von GMP nennt Geschäftsführer Dav id Kor te das „ gute Netz werk regionaler Bezüge“. Der Kontakt z u öffentlichen wie privaten Entscheidungsträgern in der Region gewä hrleiste Marktnä he und schaffe gegenseitiges Ver trauen Kor te: „Wir stehen für die Bereitschaft, Kompromisse z u suchen und mit den Vorstellungen unserer Kunden auf einen Nenner z u kommen “

Traditionelles Kerngeschäft des Unternehmens ist die Projektierung und Realisierung von seniorengerechten Wohnanla gen, Pflegeheimen und Seniorenresiden zen. Damit hatte die Geschichte von GMP vor 30 Jahren begonnen Den gedanklichen Anstoß gab z u Beginn der 1990e r Jahre der Bau einer g roßen Senioreneinrichtung am Nordhorne r Rovenkamp In diesem Zus ammenhang hatten die z ukünftigen GMP-Gesellschafter sich kennengelernt. Manfred Müller, Heinrich Gels, Erwin Veenhuis und Hein z Dieter Smoes erkannten, dass es für vergleichbare Projekte einen wachsenden Markt gibt Daraus entstand die heutige GMP-Gruppe.

Bis heute nehmen Projektierung und Realisierung von seniorengerechten Wohnanla gen und Pflegeeinrichtungen einen hohen Stellen-

in einem ganzheitlichen Revitalisierungsprojekt die

wer t bei GMP ein. Beispiele dafür sind die Umgestaltung des ehemaligen Marienkrankenhauses in Nordhorn und des früheren Feuerwehrgebäudes in Bad Bentheim sowie der Bau von Senioreneinrichtungen an der Nordhorner Binsenstra ße Als E x per te für die Realisierung von Pflegeheimen und Betreute Wohnanla gen hat GMP auch im Raum Osnabrück und im Münsterland g roße Pflegeeinrichtungen. Aktuell entstehen Wohnanla gen im Raum Cloppenbu rg und in Dor tmund sowie in Nordhorn das innovative Projekt „ Junge Pflege“ am Standor t des ehemaligen Autohauses Ossefor th an der Lingener Stra ße

Dynamisches Kerngeschäft als Impulsgeber für neue Konzeptideen

Dieses Kerngeschäft habe, so Kor te, ab einem bestimmten Z eitpunkt eine Dy namik entwickelt, die neue Kon zeptideen angestoßen hat. Heute ist GMP deshalb immer stärker in der Entwicklung von Grundstücken und gan zen Wohnqu ar tieren aktiv. Daz u z ä hlt seit Jahren die Rev italisierung ehemaliger Industrieflächen und Gewerbeimmobilien. So entstanden unter der Regie von GMP in den denkmalgeschützten Gebäuden der früheren Textilfirma Rawe am Nordhorner Stadtring verschiedene Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, unter anderem für die Lebenshilfe.

Aktuell entwickelt GMP in Rheine ein gan zheitliches Rev italisierungsprojekt für das etwa elf Hektar g roße Firmenareal der früheren Textilfabrik Hermann Kümpers. Dor t entsteht ein Qu ar tier für „barrierefreies und generationenüberg reifendes Wohnen und Arbeiten“.

Oberstes Z iel der Qu ar tiersentwicklung ist die „ökologische und soz iale Nachhaltigkeit “ . Dafür bez iffern Dav id Kor te und Michael Maas die Investitionen allein für die Hochbauaktiv itäten auf rund 30 Millionen Eu ro Dafür werden die denkmalgeschützten Altbaubestände reaktiv ier t, z usätzlich entstehen neue Wohngebäude Die Rev italisierung des Kümpers-Areals als verdichtetes Wohnqu ar tier ermöglicht so die Kombination von Wohnformen wie „Serv ice Wohnen“, „ Junges Wohnen“ und „Integ ratives Wohnen“ mit familiären Wohnkon zepten.

Vom klassischen Geschosswohnungsbau hat GMP sich indessen weitgehend verabschiedet Steigende Bedeutung hat für die Nordhorne r Projektentwickle r v ielmehr die Planung und Realisierung öffentlich geförderter Wohnprojekte, insbesondere du rch Eins atz von Fördermitteln der N-Bank. Sie ermöglichten den Bau preisgebundener Wohnungen unter anderem in der Niederg rafschaft, am Nordhorner Klukker thafen und entlang der Z eppelinstra ße sowie an der Denekamper Stra ße

Ein neues Geschäftsfeld betritt GMP schließlich in diesem Jahr mit einem Ferienparkprojekt im Harz Es soll par tnerschaftlich mit einem Nordhorner Ferienhausparkentwickler und in Kooperation mit einem erfahrenen Betreiber realisier t werden.

Dav id Kor te und Michael Maas versprechen: „Wir schauen dank unserer guten Netz werke genau hin: Was braucht der Markt gerade? Für welche Ar t von Projekten gibt es an einem Standor t einen Bedarf ? “ Darin sehen beide ein Erfolgsrezept auch für die Zukunft von GMP.

„Wir stehen für die Bereitschaft, Kompromisse zu suchen und mit den Vorstellungen unserer Kunden auf einen Nenner zu kommen “

David Korte Geschäftsführender Gesellschafter der GMP- Gruppe

Auf dem ehemaligen Textilgelände Kümpers in Rheine realisier t GMP zurzeit
Kombination von Wohnformen wie „Ser vice Wohnen“ , „Junges Wohnen“ und „Integratives Wohnen“ Foto: GMP

Baustellen trotz knapper Kassen

In der Grafschaft werden auch 2024 wieder zahlreiche Baumaßnahmen für Straßensperrungen und eingeschränkte Erreichbarkeiten sorgen

Erheblich verzöger t hat der frühe Wintereinbruch im Dezember die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 403 in der Bentheimer Franzosenschlucht

Die Straße ist vorübergehend wieder befahrbar, aber für den zweiten Bauabschnitt bis zur Landesgrenze Nordrhein-Westfalen wird im Frühjahr eine erneute Vollsperrung er forderlich Foto: Hille

Trotz knapper Finan z mittel werden auch 2024 in der Grafschaft wieder verschiedene Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sowie innerörtliche Hauptverkehrsachsen wegen erforderlicher Baumaßnahmen halbseitig oder vollständig gesperrt. Dadurch kommt es z u teilweise wochenlangen Behinderungen, die Erreichbarkeit von Betrieben kann beeinträchtigt werden.

Knapp bemessen sind die Stra ßenbau- und Unte rhaltungsmittel auch in diesem Jahr beim Land Niede rs achsen. Aus dem im D ezembe r beschlossenen 42,4-M illiarden-Haushalt des Landes stehen für den Stra ßenbau Investiti-

onsmittel von etwa 100 M illionen Eu ro z u r Ve rfügung D araus we rden vornehmlich Brückens anie rungen und Radwege finan z ie r t sowie Restfinan z ie rungen von be reits angelaufenen Projekten

Wiev iel Landesmittel für Landesstraßen in der Grafschaft verfügbar werden, ist noch unklar „Für neue großflächige oder auch tiefgreifende Fahrbahnerhaltungsmaßnahmen besteht in diesem Jahr kein finan zieller Spielraum“, sa gt Dr Hannah Timmer, Leiterin des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen LandesStraßenbauverwaltung

Zu Verkehrsbehinderungen wird in jedem Fall

die weitere Sanierung der Ortsdurchfahrt Wietmarschen (Landesstraße 45) führen, die das Land gemeinsam mit der Gemeinde Wietmarschen realisiert. Die Erneuerung der Fahrbahndecke und des Radwegs sowie Leitungsarbeiten sollen 2024 abgeschlossen werden

Voll gesperrt wird noch bis voraussichtlich Juni 2024 die Landesstraße 67 z wischen dem Kreisverkehr in Dalum und der Bundesstraße 70 bleiben. Die Fahrbahn- und Radwegesanierung in diesem Bereich läuft seit Oktober und kann nur unter Vollsperrung weitergeführt werden.

Land sani

Geplant, a

2024 z we

der L67: Z

tenpohl so

mannsba

Neubauten

örtlich um Komple

Emsbrück

straße 40 t sind Ende 2023 Fahrbahnerneuerungen ange laufen, die größtenteils in diesem Frühjahr digt werden sollen

Länger als geplant ziehen sich die Bauarbeiten an der Bundesstraße 403 in der Bentheimer Franzosenschlucht hin „Die geplante Fertigstellung der Maßnahme wird sich aufgrund der Witterungsla ge voraussichtlich auf Frühjahr 2024 verschieben“, so Markus Droste, Bereichsleiter Bau der Lingener Straßenbauverwaltung. Der erste Teilabschnitt z wischen der Kreuz ung L39 und der Einmündung Ochtruper Straße/ Liebigstraße w kierungs- und seitdem wied schnitt bis z ur len soll im Frü ne Vollsperrun

Für die Gra plante Fortfüh der Umgehun

Grunderneuer

Rastplatz La xt B 214 erfolgen re Z eit voll gesp „Wir konnten in de der bevorz ugten Mi laufende Maßnahme d l it i D Ti S h b di d ngs d N

„Wir konnten in den vergangenen Jahren von der bevorzugten Mittelzuweisung für r

Sei

890 entwickeln wir

uns Neugier stetig weiter Wir Herausforderungen im Tief serbau und im Industrial Ser

Für unsere Weiterentwicklung setzen wir auf einen starken Teamgeist Wir freuen uns über Bewerbungen von ausgelernten Fachkräften und Nachwuchstalenten, die uns verstärken und mit uns wachsen wollen

Tief- und Betonbau ▪ Wasserbau ▪ Industrial Services

B 403 im Raum Uelsen und Emlichheim sowie der L 45 in Wietmarschen rund zehn Millionen Euro investiert

Zwei Kreisstraßen bleiben über mehrere Wochen gesperrt

Der Landkreis Grafschaft Bentheim plant 2024 diverse Bauprojekte an Kreisstraßen

Bereits fertiggestellt wurden z u Jahresbeginn der Ersatzneubau der Brücke über die Vechte in Laar im Zuge der Kreisstraße 20 und der Abriss der alten Radwegbrücke.

Voraussichtlich noch bis Mitte 2024 voll gesperrt bleibt die Kreisstraße 4 von Veldhausen zur Alten Piccardie Die Straße wird für rund 3,3 Millionen Euro in z wei Teilabschnitten sowie einem Radwegeabschnitt neu ausgebaut.

Die derzeitige Umleitung über die Lingener Straße (L 45) und die Nordhorner Straße (K 17) bleibt voraussichtlich bis z um Frühjahr bestehen Anschließend erfolgt für den z weiten Bauabschnitt die Vollsperrung von der Bahnhofstraße (K 28) bis z ur Nordhorner Straße (K 17) mit Umleitung über die Bahnhofstraße (K 28), die Straße Westende (K 19) und die Nordhorner Straße (K 17). Der Anliegerverkehr bleibt bis z ur Baustelle frei

In den Osterferien 2024 soll in Hoogstede ein etwa 700 Meter langer Teilabschnitt der Kreisstraße 15 saniert werden. Daz u wird die Straße voll gesperrt. Die Maßnahme soll bis z um Ende der Osterferien abgeschlossen werden Im z weiten Halbjahr 2024 ist die Deckensanierung eines weiteren Abschnittes der K 15 geplant.

In Nordhorn beginnt der Umbau der Denekamper Straße

In der Stadt Nordhorn stehen ebenfalls Straßenbaumaßnahmen auf dem Programm

Voraussichtlich bis Mitte des Jahres werden sich noch die laufenden Umbaumaßnahmen am Frensdorfer Ring hin ziehen Dort wird die Fahrbahnführung des Frensdorfer Rings verän-

dert Im gleichen Zug entstehen eine neue Zufahrt z um NINO-Gelände und eine neue Ausfahrt für den vergrößerten Busbahnhof. Das Teilstück der Bernhard-Niehues-Straße z wischen Frensdorfer Ring und Bahnübergang wird z u einem Fußgänger- und Fahrradweg z urückgebaut

Voraussichtlich im September werden die Maßnahmen z ur Umgestaltung der Denekamper Straße beginnen. Dor t wird es abschnittsweise z u Verkehrseinschränkungen durch Sperrungen und Umleitungen kommen

Geplant, aber noch nicht terminiert ist außerdem eine Sanierung der Fahrbahndecke der Bentheimer Straße z wischen der Brücke Nordhorn-Almelo-Kanal und der Fußgängerampel z um Sportpark Im Zuge dieser Maßnahme wird auch die Verkehrsführung am Kreisverkehr Sauva geodstraße optimiert. Geplant sind außerdem Baumaßnahmen an Wohnstraßen sowie im Außenbereich. rm

Die Leiterin des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dr Hannah Timmer, erläuter te mit den Bereichsleitern André van der Ahe ( links) und Markus Droste die geplanten Baumaßnahmen an Landes- und Bundesstraßen Foto: Masselink

Wilsumer Straße 10 49847 Itterbeck Tel : 0 59 48 / 93 35-0 info@bueter-jeurink de www.bueter-jeurink.de

„bekuplast“ erneut „TOP Ausbilder“

Zum dritten Mal erhielt bekuplast das IHK-Zer tifikat für „TOP-Ausbildung“ Foto: IHK

Bei der Gewinnung von Fachkräften setzen wir stärker auf unsere eigenen Ausz ubildenden“, betonten Jörg Deglmann, Geschäftsführer de r bekuplast GmbH in Ringe und Ausbildungsleiterin Lena Hindriks bei der Übergabe des IHK-Z er tifikats „TOP Ausbildung “ Das Grafschafter Unternehmen wu rde nach 2015 bereits z um dritten Mal ausgezeichnet

Bentheimer Eisenbahn AG

erneuer t ECM-Zer tifikat

ie Bentheimer Eisenbahn AG hat erneut das notwendige ECM-Z er tifikat für die Instandhaltung von Güterwa gen, Lokomotiven, Triebzügen, Reisez ugwa gen, Bau-/Instandhaltungsfahrzeugen und Zwei-WegeFahrzeugen. Das Leistungsspektrum der Schienenfahrzeugwerkstatt beinhaltet die komplette War tung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen du rch qu alifi z ier te Fachkräfte sowie einen mobilen Werkstattserv ice im norddeutschen Raum und eine persönliche Kundenbetreuung.

Mit ECM-Zer tifikat: BE-Vorstand Joachim Berends und Eisenbahnbetriebsleiter Ger t Meenken Foto: BE

IHR PROJEKT | UNSERE LÖSUNG

Wir entwickeln Ideen: Die Kronemeyer GmbH steht seit über 55 Jahren für Fachexpertise im Bereich Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudetechnik Unser erfahrenes Team aus Meistern, Technikern und Ingenieuren sichert die professionelle Umsetzung gewerblicher, privater sowie öffentlicher Projekte, von der Planung bis zur Realisierung und Baubegleitung und dem anschließendem Service Maßgeschneidert, effizient und qualifiziert –wir bieten die Lösung für Ihr Projekt!

wir planen, wir realisieren, wir überzeugen! Planung, die funktioniert!

Wärmepumpen

Hallen- und Industrieheizung

Photovoltaik

Druckluft-Technik

Entwässerung Planung und Berechnung

Sanitärtechnik

Fliesenarbeiten

Kundendienst

Lüftungstechnik

alles aus einer Hand

Klima-Technik

Anträge + Förderungen

Planung, die funktioniert!

Kompetent und individuell

Optimale Personalsuche mit den GN-Recruiting-Angeboten

Persönliche Beratung spielt beim GN-Stellenmarkt

Für v iele Unternehmen ist die Suche nach geeigneten Mitarbeitern eine g roße Herausforderung Das RecruitingAngebot der GN hilft bei der Personalsuche und bietet v ielseitige Werbema ßnahmen.

line-An zeigen mit nationale r Reichweite Auch Beila gen in Form von Flye rn und Broschüren, in de r Z eitung und auch digital im E-Pape r sind im Recruiting möglich

Social Media ist gerade bei der Jobsuche ein wichtiger Faktor. Deshalb können Social Ads gez ielt auf Insta g ram und Facebook ausgespielt werden.

Für z usätzliche Reichweite sorgen Mediaboxen, die in der Region installier t sind und auf deren Displays Stellenan zeigen z wischen redaktionellen Inhalten erscheinen

Ein weiterer Punkt sind Adver torials, die in den GN, der Sonnta gsZ eitung sowie Online erscheinen und für optimale Verstärkung bei der Personalsuche sorgen. Auch die Einbindung von Videos und Fotos oder ein digitaler 60-Sekunden-Bewerbungs-Serv ice ist bei der Personalsuche möglich. E x per te dafür ist das PXLWerk der GN – die Fachleute für digitale Werbung

„Persönliche und kompetente Beratung ist unsere Stärke. Wir wollen, dass unsere RecruitingMaßnahmen er folgreich sind. “

Gitta Koning Mediaberaterin mit Spezialisierung für Recruiting-Maßnahmen

Beratung steht im Vordergrund

Das GN-Recruiting zeichnet sich vor allem du rch kompetente, indiv iduelle und umfassende Beratung aus Dabei legen die Ansprechpar tner wie Gitta Koning besonderen Wer t auf den direkten Kontakt – ob im persönlichen Gespräch, telefonisch oder per E-Mail Vorab werden alle wichtigen Fra gen in eine r Bedarfsanalyse gestellt. Was passt z u der besetzenden Position? Wie muss sie entsprechend beworben werden? Was ist dem Kunden wichtig?

Individuelle und vielseitige Leistungen

D ie Leistungen sind dabei sehr v ielseitig D e r Kunde bekommt zeitnah ein auf ihn z ugeschnittenes Angebot vorgelegt. D och was kann Bestandteil eines solchen Vorschla ges sein? Ein g roße r Punkt sind die klassischen Printund O nline-An zeigen – regional sowie übe rregional D abei kann z wischen v ielen Größen und Formaten gewä hlt we rden. Print-An zeigen e rscheinen imme r inklusive eine r 30-tägigen digitalen Ausspielung auf gn-jobs de D e r Par tne r Stellenan zeigen.de e rmöglicht O n-

Die Recruiting-Angebote der GN umfassen z udem Arbeitgeber-Pakete, die Bausteine für eine perfekt z ugeschnitte Personalsuche enthalten. Zum Beispiel das Top-ArbeitgeberProfil auf gn-jobs de mit v ielen Infos z u Unternehmen der Region. Teil dieses Pakets ist außerdem ein PR-Bericht, der in den GN, der Sonnta gsZ eitung sowie Online erscheint und z usätzlich auf Social Media-Kanälen beworben wird. Weiterer Bestandteil eines solchen Arbeitgeber-Pakets ist eine gan zseitige An zeige im E-Paper, das sogenannte Interstitial, der Grafschafter Nachrichten Die ArbeitgeberPakete gibt es in verschiedenen Ausführungen und bieten exklusive Kostenvor teile für optimalen Werbeerfolg

Auch die Az ubi-Suche wird unterstützt. Das Ma gaz in GN-Star tklar behandelt Themen über die Ausbildung und den perfekten Star t in das Berufsleben. Auch hierfür können Print- und Online-An zeigen entworfen werden GN-Star tklar verfügt z udem über ein spez ielles Videopor tal, in dem von den GN erstellte Videos veröffentlicht werden können Diese bieten einen exklusiven Einblick und stellen die Ausbildungsberufe vor.

Jetzt Erstgespräch sichern:

K O N TA K T

Gitta Koning Telefon 05921 707435

E-Mail g koning@gn-online de

eine große Rolle
Foto: Sobott

Die neuen Passat und Tiguan

Entdecken Sie den neuen Maßstab für Dienstwagen: Der Passat und Tiguan, ab Februar verfügbar!

Freuen Sie sich auf den Februar, denn mit großer Freude präsentieren wir Ihnen den innovativen Passat und den vielseitigen Tiguan! Diese beiden Modelle setzen nicht nur auf ein herausragendes Design und modernster Technologie. Sie erfüllen höchste Ansprüche an Komfort, Effizienz und Fahrvergnügen.

Gleichzeitig bieten sie vielseitige Lösungen für Ihren geschäftlichen Alltag mit fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen und effizienten Antrieben.

Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Mobilität von morgen zu gestalten!

Aus der Graf schaf t ins ganze Land

M i t d e m D e u t s c h l a n d -T i c k e t i n a l l e n

Ve r k e h r s m i t t e l n d e s ö f f e n t l i c h e n N a h v e r k e h r s d u r c h d i e R e p u b l i k .

Auch als Jobticket verfügbar!

In allen Reisebüro Berndt Filialen und bei der VGB in Nordhorn erhältlich.

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook