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Zürich, 20. 10. ~9
DIS S 0 N A N Z Kritische Zeitschrift für Musik,
Organ der OMZ
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Redaktion: Max. Nyffeler, Hermann Danuser, Lindenhofstr. 4, 8001 Zürich/Schweiz Tel. 051-27. 8,l-.3~ :;' Preis:
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I Jedem }fxemplar dieser Nummer liegt ein Einzahlungsschein ~ bei. Für Fr. 4.- (A,usland:, Fr" L~<50) können die näqhste,n ~ : 'vier' Numt.lern der DISSONANZ c1.bonniert ,,]'erden. Wir hoff.en, ~ .~ dass unsere Leser von diaseT Mi5g1ie-hkoi t Gebrauc,1,l machen ~ ~ ~ werden, um unser Blatt; das vot"H:i.uf'ig ca~ alle 3 Monate * erscheint, rege.l~8ssig zu erhalten.
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DISSONANZ 4 erscheint im J)eze:!1ber/Jan"..lar. Vorgesehen sind u.a. Beiträge zum Thema tlInstrL:mentales Theater" (siehe Neumarkt-Verans'i.;al tUl1g der Pro Mu:::ica ~ } Von DISSONANZ 1 und 2 können noch Exemplare zum Preis von Fr. -.50 bei der Redal<:tion angefordert 1J'erden (Briefmarken beilegen oder Betrag auf unser Konto einzahlen).
EIN LEI TUN G
· Die 'ratsache, dass die HochschulE) für Musik 100 Jahro besteht, war für die Lehrenden der Hochschule und vor allem für die Kulturfuructionäre staatlicher Institutionen, Grund gonug zu pompösen Festlichlceiten. Es 'ist, aufschlussre'ich für diQ Situation der Kultur, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin nioht einmal mehr in der Musikhochschule ohne Polizeischutz spreohen kann. TI)"benso bezeichnend ist es, dass Polizisten Ha,usrecht ~rochen, und ein studentisohes Trn., :.;paront gesotzwidrig bo-schlagnahmen, und all (lies zehn Minuten bevor S.enats·, und Hochsohulpror.1inenz ihre Lügen von "Freiheit der Kunst gerade in die~er Stc.dt usw," ·vortrugen. Für diese Herren ist die Zeit von Einhundert Jahren , '.- ohne qualitativen Fortsohritt - Anlass zu Festliohlcoiten. Trotz des Versagens vor den Forderungen der Husi~c selbst, aber auch vor den er.nnzipatorischen Forderungen der beherrsohten Klasse. Politikor 5 Rundfunkagenten und Dozenten mögen Intoresse daran haben, diesen einhundert jährigen Stillstand noch 'wci tere 100 Jahre andauern zu lassen. Wir nicht.
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Diejenigen 9 die sich zum Feiern verbündeten, werden wissen, warum sie Ref~exion und Kritik aus ihrem offiziellen Programm verbannt haben. Ihr Interesse ist die Unveränderliohkeit dor herrschenden Verhältnisse; .und sie wissen warum. Wir auch. Ihr hatten un~ daher entschlossen, eino Arboitst?-gune; durohzuführen,. deren Boitrage don Zusannenhang von Husik und Gesellschaft zu klären vers'lJ,chen. In Titel eines l1e;i:'orats ist benannt, warun für uns kein Grund zum Feiern Desteht: "Stellung und IndionstnahrJo dos Aesthetisohen in VOJ?wertungsprozess des Kapitals. 11 In unserer Arbeitswocho wurde deutlioh 1 wie Musik im Dienst von Konzernon steht~ Die Schallplatten nit de~ Friedensbotschnft der Neunten Beethovens hc.ben in 'Hnronsortinon des Konzort'gigantGn General Electric die gleiche Funktion ~ wie das von General Electric pro'duzierte ~riegsmaterial zur Ernordung von Menschen -- erhöhte Profite für Kapi talisteno Musik'wird eingesotzt, wogegen einst die Musik Beethovens'sich wandteg für Unterdrückung und Ausbeutung. Brutal entstellt findet das Arsenal musikalischer Teohniken sich wioder in Werbosendungen dor kapi,talistisohen Gesellschaften. ~benso brutal entstellt findet die traditionelle Musik sich in den Konzertsälen wieder: in Frankfurt dirigiE?rte am 30. Januar 1969 Karajan vor den Grosskapitalisten Neckernann und dem Notstandsexperten Benda. Eben solche Zusaomenhänge aufzudeoken war das Ziel der Tagung. Von don .. aufgezeigten Erkonntnissen ausgehend? werden wir in Arbeitsgruppen wei. torarbeiten ~~d Formen des Widerstandes entwickeln.
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Es leidet gar koinen Zwoifel, dass dio Musik bei den alten Völkorn eine 'weit unmittelbarere Wirkung äusserte wie gegenwärtig, weil die Mensohhei t eben in ihren prirli ti ven Bildungs-- , stufen dGm Elementarisohen viel verwandte'r und preisgegGbener ist als später, wo Bewusstsein und Selbstbestimmung' in ihr ReCht treten. Eduard Hansliok 9 , 1854
Alle Kunst, und' mit ihr die Musik, ist längst insgesamt ein Anaohronismus geworden, so neuartige Formen sie unterdessen entwiokelt. Wäre Kunst nicht, früher, unter vorzeitliohen Bedingungen, dunkol irgendwie einmal entsianden~ heute wäre sohwerlioh diejenige Situation:, in der sie erfunden würde. Daher haben nooh die revolutionärstQn aktuellen Kunf?twerke 'etwas von blossem Woiterwursohtöln aus dör guten alton Zeit. Da os kunstthooretisch und kunsthistorisoh bei allor Fragwürdigkeit oines solchen V?rfahrons unvermoidlioh ist, den politisohen Begriff der Revolution auf die Künsto, und also auoh auf die !,~usik zu übertragen, "ist eine entspreohende Erläuterung geboten. Als historisches Modoll für den gemeintGn immanewt musikalisohen Vorgang, dessGn ZusaJ:rr:l€mhang .r:li t dom gesellsch,aftli,.. ohenl Prozess ioh gleich orörtorn will, taugt in~or noch paradignatisch der einstige Uoborgang der Sohönborg-Sohulo zur sogonannton' "freion Atonali tät"', der auf Grund neuerlich erst bekanntgewordener Dokumente jodenfalls boi Webern sioh schon 1905 abspielte. Die teohnischo Analyse dor Kompositionen, die diesen dramatisohon Uebergang vollzogon, der in einer Art I:lUsikaltsohon Umsturzes damals endGte, vermag naohzuweisen, wie die progressiv sioh ontfaltenden Kräfte dor Tonalität selber, ihro'zunehmond komplGxerr, Akkordbil-' dungerr' und -verb'indungeR' sowie die TendGn:z ihres Helos, sich von den harmonischen' Funktionen zu omanzipieren, sioh bis zur Atonalität ülJerschlagen Und da"Bei Rhythmik,Dynanik und Instrumentation. in den' Sturz der Tonalität:: " mi thinoinrreisson muss'ieng ein überaus dial-ektis,cher Prozess obj ektiven Schlages, koin subjektiver ~llutwille der Künstler. Die T.onalität'hat~e',~ die drei Jahrhunderte geherrscht und entspraoh mit .ihrem quasi homöosta'tisoh~n System geregei ter Fungihili'täten,' bei den doch 'inmer, die Tonika den Profit akkumulierte, strukturell fast perfekt der bürgerlichen Taus~h-· wirtsohaft, in der jede~ das Aequivalent seiner Ware, und seils seiner Arbeitskraft, erhält, woraus das gesellschaftliche Unreoht, nämlioh das Klassonverhältnis; gerade rosultiort. Ich wi~l darauf hinaus, dass sogar von einem im~anent··musikalisohon Ansatz her eioh bogründen lässt 9 dass a.al!lals~ also zu Beginn des Jahrhunderts. 9 ·die Produktions- und Herrsohafts-weise dos Kapitals am beston gleich zus1;1~mon mit ihren musikalischen UebeI'-bau liquidiert wprdon wäre. Tuoho],sky formuliert~ zu,r:1 stattdosson tatsäoh-' lieh Ges04oh0non das grimmige B,on~otg 11 Wgon sohleohtor lfi tterung fand dio deutscho Revolutien in dor !~usik statt."
Nebenbei bemerktg er hätte wahrhaftig nicht sagen können' "in den Musik~" hochschulen". Was den Zusammenhang zwischen Musik und sozialen Prozess ba·trifft, bitte ich, Dir zu vergeben, dass ich Adorno zitieren muss 9 und zwar Di t der Vorber.1erkung, dass er nicht mehr ohne Vor!JeDerkunG zi tierhar ist, * denn offenbar hält er in cler gegenwärtigen politischem Lage cii'e Polizei '·fUr ein einsetzbares Instrunent der kritischen Theorie, vernittelst dessen sich die philosophischem Differenzen zwischen ihm und seinen Schülern über die Kategorie der Praxis praktisch entscheiden lassen~ Mein KODmentar dazu lautetg wenn einer, 'der das gesellschaftliche Unwesen imnerhin durchschaut:, wchon kein Revolutionär sein nag, sollte er wenigstens genügend persörrl~che Asozialität aufbringen, UD keine ausgesprochene Stütze des bestehenden Systems zu sein oder gar dessen Büttel zu werden. Nun mein Adorno-Zitat von 1938~ "nie Verschiebung des gesellschaftlichen Gehalts in der radikalen Neuen ].I[usik, die in ihrer Rezeption bloss negativ, als Konzertflucht sich ausdrüCkt, ist nicht darin zu suchen, dass sie Partei orgriffe. Sondern sie durchschlägt als unbeirrbarer Mikrokosnos der antagonistischem nenschlichem Verfassung heute jone Mauern von innen her, welche die ästhetische Autononie so sorglich geschichtot hatte. Es war der Klassensinn der traditionellem Musik, durch ihre bruchlose ForDinne~enz wie durchs Angenehne der Fassade zU proklanieren, dass es iD Wesen keine Klassen gäbe. Die neue Musik, die nicht willkürlich von sich aus in den Kampf oingreifen kann, ohno darüber die oigeno Konsistenz zu verletzen, bezieht in diesen, wie ihre Feinde wohl wissen, wider ihren Willen dadurch eine PositiDn·, dass sie,clen Trug der Harnonie' aufgibt, die anGesichts der zur Katastrophe treibenden Realität unhaltTIar geworden ist." Allerdings ist nittlerweile zu verneinen, dass dieses Theoren irgend genügen könne; doch nuss ich in Hinblick auf die von Adorno nit einiger Dignität ausgestatteten, gegenwärtig in Zeichen der Versuc~e politisch resolut engagierter Musik in Verruf geratenen Kategorien der ästhetischen ' Autononie und der irIDanenten Konsisten~ eines künstlerischoft GeTIildes eirrerr Exkurs übers berüchtigt0 Prinzip von l'art pour Itn,rt, also über den sogencmnten Jillfenbeinturn, einschalten. Es wird heute leicht vergessen, dass dieses Prinzip der sich als autonon setzendon, nur ihron eigenen innanenten Ansprüchen noch genügen wollenden· Kunst einst selber politisch warg es bedeutete den Ausbruch der ~unst aus den Diensten der Herrschaft, und der Elfenbeinturn hatte Schioßsscharten'o ,Ich nenne drei Künstl~r~ die nicht ohne Zusamnonhang nit der Französischem Eevolution diesen unerhörten Schritt vollzogen: Sado, Goya und Beothovon, obschon ich eigentlich, was 'die Musik' betrifft, sagen nüsste:,.Mozart, de~ seine Priorität unterliegt keineo Zweifel. Danit wurde das, was als Sinn eines Kunstwerks, auch eines nusikalischen, sich streng tochnisch begreifen lässt, näf.).lich dass seine Mittel in e'ineD adäquaten Verhältnis zu -einem eins:i,chtigen~ Zwe'ck stehen und sich bewähren, von der äusseren Realität ins Kunstwerk selbst
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Der Autor hat den hier vorgelegten Text zu Let)zei ten Adernos öffentlich vorgetragen und konnte sic:p. darauf vorlasson 9 dn.ss die Suhstanz soines Ausfalls alsbald auch Adorno ,zur K9nntpi~ konnem würdo~, sie sollte auf ihn wirken. -' An 6. August 1969 ist Itdorno in Visp vers'torben. Der Autor billigt ihn gegonwärtig eine Trnuerfrist zu, legt allerdings auf dokunentarisch getraue Ihedergahe seines Borliner Vortrags vlert, weshaHl er die Stelle nicht strich. Aus denselbon Grund sind auch Passagen, die in der Schweiz schon an anderer StGlle erschienen, nicht getilgt:
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verlogt und die ursprünglich. an Wohlgefallen eines hochoögenden Auf·traggabers oder a~ Erfolg auf de~ bürgerlichen Markt messbare Qualität des Gebildes eine in es sellJst eingegangene und daboi freilich zunehnend in ih~ verschwindende Bestimmung~ se dass die Ji]manzipation der Kunst, von der ich spreche, sehr bald ihren selbstmörderischen Charakter zeigte, wie denn allo bedeutenden künstlerischen Leistungon z~indest des 20. ,Jahrhunderts autodestruktiv sind und daoit wieder jedenfalls insofern nicht ganz unpolitisch, als sio dor affirnativen Kultur inoerhin widersprochen. Ich nöchto don historischen Prozess durch ein seiner leichten Jännerlichkeit angonessenen kindliches Beispiel illustrieron. Die Berceuse 9 also das iHegenliod, war einst eine nusikalische Gattung, die den Zwock hatte, Kinder einzuschläfern. Ihre Qualität lio.ss jeweils einwandfrei danaoh: sioh buDossan, wie gut das gelang. Chopin hingegen hätte nicht [lehr gewünscht, ..lass bein Vortrag seines freilich intler noch, aber nun aus künstlerischen Gründ~n "Berceuse" benannton virtuosen Klavierstücks in einon Konzertsaal die HörIDr-in .Schlaf versenken und zu schnarchen begännen. Das ist l'art pour l'art. Die Hörer solIton die in die Konplexion des Stücks selbst eingewanderte Qualität apperzipieren. Philosophisch kann nan über diesen sonderbaren Bogriff des Solbst.zwecks freilich tiefsinnig werden, ohne recht da~it weiterzukormen. Fraglos höhi t er allo Kunst, auch alle Musik, die ihn gehorcht, von_' innen her .aus. Aber,was soll denn Musik, bei Moses und säntlichenPropheten sowie unreschadet ,des gogenwärtig nit atc;nberaubonder Akzoleration sich volJ1ziehenden ko~positionstechrl.schen Progr.osses üborhaupt noch in dioser Wel tausrichten? U\.Jber die ihr in dor Antike vielfach noch nachgerühr.-!ton ethischen Wirkungen, an deren Wic;derbelebung und Mobilisiorung zu politischen Zweckon 'heutzutage nur Duonköpfe donkon können, schrieb der Musikästhotiker Eduard Hnnslick in jenen 1854 erschienen Buche, den ich boreits das Motto zu dioson Referat ontnonnon hatte, die folgende Ausführung. Ich zitiere: "Sowio dio physischen Wirkungen dor Musik in geraden Verhältnis stohen zu der krankhaften Gereizheit des. ihnen entgegonkotlITenden Nervensystens, so wächst der neralischo Einfluss der Töne nit der Unkultur des Geistes und Charakters. Je kleiner der Widerhall der Bildung, desto gewaltiger das Drein?chlagen silcher Macht. Die stärkste liirkung übt Musik bekanntlich auf f-Tilde. Das schr<;>ckt unsere Nlusik-Ethiker nicht ab. Sie beginnen, gleichsan präludierend, an liebsten nit zahlreichen Beispielen, 'wio sogar d'io Thi.ere' sich der l~a:cht' der Tonkunst ".~:..... beugen. Es ist wahr, der Ruf der Tronpote erfüllt das Pferd ~it Muth und Schlachtbogier, die Geige begoistert den Bären zu Ballettversuchen, die zarte Spinne und der plunpe Elophant bewegEm sich horchend boi den geliebten Klängen. Ist es dann aber wirklich so ehrenvoll, in solcher GoseIlschaft Musik-Enthusiast zu sein? Auf die Thierproduktionon folgon die nenschlichon Uabinetsstücke. Sie sind neist in Geschoack .Alexanders' des Grossen, welchor durch das Saitenspiel dos Tinotheus zuerst wütend genacht, hierauf durch den Gesang des Antigenideff wieder hesänftigt werde. So liess der ninder bekannte König von Dänenark lIlricus l')onus, un sich von der gepriesenen Gewalt der·Musik zu überzeugen, einen berühnten Musikus spielon, und zuvor alles Goweh~ entfernen. Dor Künstler versetzte durch die Wahl soiner Moduln tionon alle GOlJ.üther zuerst in Traurigkeit, dann in Frohsin~ Letzteren wusste or bis zur Rasoroi zu steigern. 'Solbst der König brach durch dio Thür, griff zun Dogon und brachte von den Unstehondon vier UDS Lebon. I Und. das war noch der 'gute Erich'.
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Wä'ron solche 'noralischon Wirkt:l.n.gen I der Musik noch 9.,n d<?r Tagesordnung, so käne nan unsores Erachtens vor inneror EnpörunG gar nicht dazu, sich über di9 Hoxenoacht vornünftig auszusprechen, welche in souvere.ine+, ,Exterri toriali tät don, Menschongoist unbeküqnort UD dessen Gedanken und Entschlüsse bezwingt und verwirrt. Die Betrachtung jedoch, c.ass die berühntesten dieser n1.J..sikalischen, Trophäen den grauon Alterthun angehören, n~cht wohl geneigt, der Sache einem ~istori sehen Standpunkt abzugewinnen." Zweifellos ist diesor historische Standpunkt der oinzige,' dor gegen,über der Musik schlochthin sich noch enpfehlon nöchte, und vi'elioicht haben wir l[usikthoor?tiker gogenüber E.uch Musikern die traurige und unwür~iGe UeberlebonschanQe, dass, wenn es längst keine Kunst nehr gebon wird - schliesslich postulierte schon Hegel ihre Aufhebung in dor Erkenntnis - , inner ~och historische Disputattonon darüber ~orden geführt worden, waru:-.1 es sie -oln:-1:Ü GalJ und was os ni t i):lr auf sich 'ha-tte. Auc~ stelle ich :-1ir leicht künftiGe Musikwissonschaftler vor, die historisch oingestellt, in 300 Jahren versuchen werden, heutige elektronische Musik auf historische Magnetophonen zu reproduzieren. Daboi, fehlt9 es der Musik wahrhaftig nio an ernsthafton Versuchen, die Vornunft einzuholon:. Bokanntlich hat Max 'Vleber gl1r die gosante Musikgeschichte,l1mn oiil..oni.7llittionalisierungsprozess deuten wollen 9 urid zwar ni t erheblic1?-e:-l Roch;;'. Dass die Musik dennoch in ihrer oishericen Geschichte, sehr in Untorschied zur Li toratur un'd salbst zur Mc.lere,i, fast nUT politisch recletionären Zwecken effektiv' zu dienen vernochte, zunindest (1.e;-1 gern~ gonossonen Ausweichen der Hörersche...ft in einen verneintlichen Nnturschutzpark von Irration<11i tät, so weit weg von V,ietnan i-riG von eigenen Arbei tsplatz in der bestohc:ndon Gesellscho.f,t, s,ti?Dt bedenklich., Dab,ei sihd dio lo:tzten Bntionalisierungsstufon der Musik rasch res~.1ierbar~ der höchsto ,erreichbare Grad wäre inner nooh dio technisch inzwischon überholto Organisation' der divergenten Para:-lOter des klingendon Pl~o::lOns durch totale Serialisation, wie sie oinr,ml Boulez und Stockhn;usen vorschi-vobte. Sie ist übrigens das ,spät0 Verfallsprodukt einer ,Idee dor Französischen' Revolution: Sade wandte als erster das. se:i-iollo Prinzip an, und zwar in den Orgien seiner ~'Cetrtvingt journPeSl dans Sodono" au,f die Pornutationen der oo'bilen Verhältnisse zwi.schon den Körporn bzw. den verscp.iodenen Körperöffnungen, wOboLdiGvKonb:j.nation VO:-1 Solo übor clcicllsan :imtind kanoernusikalische GruppenbiL:ungen bis zun gr'osson Orchester reichten. Die ,Uebertrngung '1.or' ursprünGlioh reil~ sexuell'en Ic.e,:-, 9 lleren Gegen'stand. Menschenloiber waren, auf ,'las vergleichswc:ise uninter'essante Material d.er --nusikalischen, Töne lä~st ::en ,ganzen kenterrevolutionären Abstiog (lor , Kunst crposson. Musikalisch geht sie l)okr.:.nntlioh in letzter 'historischer , Instanz' fLuf Schönborg zurüok, :~er.i "..anals von ,clo~ sich' rovo.iutionär c1ümkenclen jungon KO;'Jponisten zu Unrocht vorgeworfen warel, seino konstruktive ,Anstreneung seit c"..er For:-mlicrU.ng der sogenannten Z"Töl:ftonr6iho; eUe in der Tat koino von zwölf' Tönon, son~or~ bloss oine'von zwölf ,Tonhöhen ist, zu au~schliosslich oben auf ~on Paraooter cler Frequenz konzentriert zu hfLben; überdies ist evic"..ent, '~la~s Schönborg :'1.=i:(j Reihe ·rul:ß~V~ll.ikel. zur Totalisiorung c1.or trac"..i tionollen the!::u1t'ischen Arl)oi t vo:r;stancl~ noch clie letzto Acco~paG11enentsfieur sollte r.:.ls the1)ntisch ausgewiesen werclen 5 i:l äu.ssorsten Gogonsa tz zu vI ol::ern? "lOD die Z'iVölftcinreip.e 9 freilich ~tots sohon~aus dazu überaus goeig.netün Intorvallkonstollationen gebildet, zur Strukturfornel warel, Harnoniolehro 9 Kontrapunkt uncl Farn in eins zu setzen '
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und danit in einen neuen Eegriff aufzuleben, sogar schon nit Tendenzen zur Serialisierung, also Rationalisation dpr übrigon Parawetor •. Jedenfalls folgte Qer ~orangegangenen rovolutionären Phase der sogenßnnten "freien" Atonalität, angosichts derer sich freili~h d::trüb9r streiton liosse? wio frei sie wirklich gowoson soi, die von Schönbqrg so goheissene "Methodo eIer Konposi tion ni t zwölf nur aufeinander bozogenen Tönen" ~ wie bisher dio fatale Nouordnung noch oiner joglichon Rovolution gofolgt ist 9 wo diese nicht eh schon solber schoi torte. Aber da ol)en. sotzten Eoulez und Stockhrl.Usen l:i:n -1.on frühen fünfzigor JahrEm ni t ihrer TotalisiorunlJ eler ~Jlethode an. Irj orsten Stück dos erston Eanclos eler "Structuros" von Eouloz stohon denn oinzilJ noch Noton? dio er wohl nieaals konponiort hätte, wäre ihn dia Wahl offcngostanden~ dio Reihe hat sie hingeschriebon, nicht der Konponist Facit~ elie Organisation, weiche das kOD.positori-sche Subjekt ausheckte, UD. allo Ereignisse seinG nusikalischen Gebildes rational kontrollieren zu könnon 9 löst sich von ihn ab, tritt ihn als ver:linglichte, entfrendete gegenüber, cliktiert ihn, was es zu schreiben hat, kontrolliert an~nde os selbor und reproduziert als blinder, gleichsan adninistrativer J:[ochanisIJus eine Irrationalität höheren Grades. Parallelen aus c:.er Geschichte der Arbei terbowee,"U11g, dor revo-· lutionären Parteien, und Gewerkschaften allor Läneler drängon sich auf. Dass Eouloz und Stockhauson unterdosson ihre konpositorischo Methode aufgelockert haben - in politischen Jargon elos westlichon Inp~ri~licnus nonn t nan clergleichen Vorgänge "TauvTGtter" ~ 9 vers toh t sich von selost. Eouloz hat oine neue Suavität kreiort, schr::tiort den dan'1ch ßchleckenden Hörern Schnelz und Süsse un'sOhr, als hätto er Debussy, von dessen progressiven konpositionstochnischen Akquisitionen er früher wusste, jetzt in den. falschen Schlund bekoI::men, nänlich in den glei tfähigoren~ Stockhausen hingogen setzt die irrationale Katogorie d.er "Erlobniszei tU, übor die er auch theoretisch arb~itote, zu höchst rationalen Herrschaftszwecken ein. Er nanipuliert die Hörer wie Pawlosche Laboratoriunshunde f~r.expo rinentolle Psychologie~ seine neuoren Konpositienen lassen sich analytisch jeweils grob in zwei Toilo gliedern~ einen orsten, in clon die Reflexe des Audi toriuns konditioniert werden, und einen zweiten, in den ni t CI.iesen kondi tionierten Reflexen gearbeitet wird. Das in rein konposi tionstech-· nischer 'Hinsicht faschistischG.· Systen kulniniert in koncli tioniorten . Schlussbeifall. Es bleibt nur noch von AüUssoTsten zu rOllen, was der Mll sik heute poli tisch nöglich 'ist, und da.s is~ loitlor uerart beschoiclen, dass kein Kooponist zu_l,tadeln wärei der ·s8ino einschlläß"igen Versuche aufgäbe •.. Denn elie gegenwärtige nusikalische Situation :wird erschöpfend durch den r.lusiktheoretisch:JlIm.dikalstcn Satz beschriolien., clen Ac1.orno jenals fornuliert. hat, aber nieoals drucken liess, weshalq ich nich verpflichtot fühle, ihn nachdrücklich zu tradioren. Er lautet·: "Man kmm· sich heuto eino~' gewissen Lächelns nicht !:lehr erwehren, wenn ein ,Ten erklingt ll • Diesen 'o'!:ljektiven histerischen Stanc'!. der Ylusik nuss ich voraussotzon. 111i t deLT konDu.nistischen Neo-Dadaisten Giusoppe Chin.ri teilt -ler nIs Konponist ihn fast· inkonnsurabel üborlelJene protestantische Theologe Dieter Schnebel in horvorre.genclor Woiso ein 'prinzipiell ungelöstos, ure.l tes, poli tisc.h sehr relevantes ·Prol:lef.J.~ wie nämJich Musik einon Inhal t~. haben könne~ Eekanntli~h ist das n0iste·,. was über angebliche Inhal to von Musik jo' gesagt ward uncl wirl1., projizio:ttO,r Unsinn, in. der Musik solber nicht nachweisbar, und kateGerisch leugnet vollencls der in kulturrestaurativen Kreisen
stots noch goschätzte Strawinsky, dass Musik etwas - waq innor os auch sei - auszudrücken vernöchte. Davon hängt nbe~ heuto neben vielen anderen al~en auch die rrentJ,onjo Frage a1', 0~'J politisch engag:Lerte Musik in oinen wirklich technisch analysier~rtln Sinn ·oc"l.or 1-:10ss als Schlagwort, welchos dann von unvergleichlich .ordunnendor Hi:rkunC sein müsste, möglich ist. Ich han110 1iese Frage notged:rungen oinstweilen . an oinon geistlicherr Werk c~es Frankfurter Genossen Schnabel ac? da noch kein Vorsuch politischor Musik vergleichharen Ranges vorliogt. In die Tochnik dos Problems nögon voral oin paar Sä tzo cles in l7lusicis oxtrem hellhörigon Nietzscho::einführen 9 ich zitiere: "Die Musik ist nicht ~n unrr für sich so bedeutungsvoll für unsar Inneros? so tiof errogond? dass sie als unnittolbaro Spracho dos GofÜhls sol ton dürfto; sondorn ihro uralte Verllindung ni t der Poosie hat so ~l Symliolik in aio rhythnischo Bewegung, in Stärko und Schwäche des Tunes gologt, dass wir jetzt wähnon, sie sprächo diroct zun Innern uncl käno aus don Innorn. Die dranatischo Musik ist erst nöclich, wenn sich dio Tonkunst oin ungeheures Bereich sym~olischer Mittol orol~ort hat, durch Liod, Oper und hunclortfäl tirso Vorsucho der Tonmüoroi. Dio I ,,-l~soluto' Musik ist ontwoctor Forn ah sich, in rohr'n ZustC"Jlrt dor Musik, wo das Erklingen in Zoi tl:laSS und. vorschiectenor Stärko ürcrhaupt Frnudc nacht, ortor dio ohno Poesio schon zun Verständnis roctondo Synbolik der Fornen, naehclem iw langer Entwicklung hoido Künste vorbundon waron und oncllich dio ousikalische Forn ganz nit Bogriffs- und Gofühlsfädon durchsponnon ist. An sich ist koine Musik tiof und lJedoutungsvoll.." Dor Intollect soll~or hat diese Bodoutsankoit orst in don Klang hinoingelogt~ wio or in dio Verhäl~nisso von Linien und Masson bei dor Architoktur obenfn.lls Bodeutsa,mkoit gologt hat, welche al-er an sich clen nechanischon Gosetzen ganz fremd ist. fI DODnach könnte Musik- und. selbst dies bloss kraft '~or fraGwürdi~on historischen Ioprägnierung ihres charakteristischon Materials durch clio ihr "an sich gnnz frenle" Ser.lantizität der rodem1..en Künste - allenfalls Emotionon, Stiomungen, Affekte suggerieron, nicht jedoch präzis einen sachlichen Inhalt fernuliereno Man vorstoht, :lass Komponisten, war 'ihnon unbedingt an oinen solchen gelegon, sich gonötigt fandon, oirroru ontsprochendon Toxt zu vorton·_Y1 odor reino Ins t:runentalkOl:J.po si tionen woniBstons nit oinom Titol oder oinor Wic.1mung zu vorsahen, die dOl7l Pu~li kUI!1 Inhaltlichos oinzureden verDöchtono Zwei ropräsentativo Paradignata do~ nusikalisch dofraudantischen Vorfahronsg Luigi Nono lässt in soinom Oratorium "11 Canto Scspeso" ausf';owähl to Stollon aus' lotztBn Briefon hingorichtotor antifaschistische!ll Wiclorstandskänpfer singen offenhar un r~Gn Hörorn woiszunachon, soino :Musik ktinclo ven Partisanontun unc1.. haho etwas ni t don Einsatz c.es Lol,ens zu tun', Krzysztof Pondorecki hat.·.oin ursprünGlich schlicht nach soinor oxalcton Aufführuncsclauor - in Minuton unCt Sokundon - r:onrmntos Stroichorchostorstück vor dor Pulüikation noch DechtzoitiC in "Trauerc:csanc; für elio Opfor Hiroshinas ii unti tulioreP9 un clani t k0~norziollon Erwäßuncon des polnischen Stua,tsnusikorvorlacos nachzuceben. Diotor Schnol')cl vorfährt in soiner "G:j.ossolalio" ~ clor Ti tel ist oin thoolor;isohor Terninus unc~ bedoutet "ZunC:bnroclen" - cloI!1[;o[)'enübor absolut neuartiG_ Die Konzoption clos für Sprocher und Instrunontaliston {jcschriol'onon Werks "cruht auf don Kunstr;riff) Spreohon als Musik und Musik als Sprache zu nehDon~ :,as technische Dilenna allor r;oi-stlichen
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wie eben auoh aller pelitisoh en~aGierten Musik, weloh letztere nich detbei einzi(: und al.lein interessiert, nänlioh den verr,.lOinten Inhalt nioht eic;ontlioh mus~cüisch l1us,2.rücken zu könnon, woil halt die Noten weder katholisoh nooh naoistisoh sinet, ist in Spezialfall ,:'er Schne;"'elschon I1Glesselalie li cül tiC; Gelöst? und zwar einfach duroh Glossolalie al~ konpositorisches, also soloor nusikalisches Pri~ipo Daher kOml:lt es, "ronn c.essen fornE',le Bedinc,lL11.Gen irGond erfüllt sind, auf den Textinhalt nicht· an: alle denkbaren Worte wnren nÖßlich. Der intondierto Goistlioho Charaktor ~er Musik haftet wirklich e~ ihrer ei[;onen Beschaffonhei t. Dio Boc1iw::unt,,:en sin,} auf sechsundzwanziG losen B~ättorn aus don Jahren 1959 und 1960 in Gostalt recht elastisch formuliorter, clas eiGentlioho Konponieren kaum präjudizieronder Matorialclofini tionon von Schnebel aus6oarboi tet worclon. J ode Kenposition 1 c:ie ihnon Gonü:-~tc? wäre eine Fas SUllß seiner I1Glossnlaliol1, und jedermann ist liereohtic;t, ein/) solche herzustellen. Ein zweiter pelitischer WeG, der technisch der Musik nonentan offonzustehen scheint, wird duroh die antiproprietäre Praxis des Pariser I1Centre Je Musique" l;ezoiohnot. Mit dOD erston Pariser Barrikadenalend im Mai des voriGen Jahres sind zufäl]iC; zwoi 1,odenkonsworte musikalischo Ereienisse zusamnen[SetrQffen. An jenen TaC entstand auf der einen Seite der Barrikac1..e, wenn ich mioh bildlioh so ausri.rüokon larf, eino ideal im Interesse aller Horrschen:'en und EiGentümer ColeGene, nämlich sohlicht aus clor folcenden .Spielanweisunw·bestehoncle Komposition eines deutschen Moisters; ich zitiore~ "Denke Nichts Warte '··is os al,solut still in Dir ist Wenn Du ~las err0icht hastl beGinne zu spielen I I Sobald Du zu ::'enken anfän(~st, höre auf I und versuche den Zustand <les NICHTDENKENS "\vie,ler zu erreichon j. D~:qn spiele.woiter 10. Mai 1968 11 • Dieses hiermit vollstfuldiC zitierte Stück Karlheinz Stockhausens ist übriGens .0rnstr,er.lOint unel wahrscheinlich von clom YOGi Maharishi beeinflusst. AB seI ben Abend abor fand Gewissermassen auf der andoren Seite der Barrikade, und zwar im Pariser "Contro de 11usique", die "Manifestation Nunique" statt,. e.ine eeGen das Prinzip des natoriellen wie ,.los Goisticen Eicentuns [:erichtote kollektive musikalische ~tion" Die Koinzidonz r'l.iGser Ereiß1ri.sse war koinesweGs ceplant, alJOr nC1nchmal trifft' s der Wel t'jeist halt doch, lJ8sonc.ors wonn oS··UIJ so modeste Affairen wie die kÜllstl.erischo Produk:-·· tion Geht. Technische VoraussetzunG·d.er IIManifestation Nuniquo" war der Beschluss lor Mi tcliocler des '''Contre cle Musiquo ll ihre LeistunG .sowie·. ihr eeistiges EiGentum abzuschaffen und frencles ceisti[;os EiGentum zu qntoic;non, also quasi eino ku::anischo Aufhebung dos Urheborrocht 9 , dieser fatalon Transposition herrschenc:'er mater:i.ollor TIligontunsve:r-:- . häl tnisso sOGar auf iie Gedanken, die doch anr,-Q1üich frei~ sein sol10n~ Welcher Kor::ponist hätto nicht Restriktionen und Inhibi tienün soines' Produktionsprozosses ~urGh_EiGontunsrcchto erfahron, dio in der bostehendon OrdnunG auf Gedanken ruhen? Die "Manifestation Nuruhiq-q:e!-<- .•rar eine aus der Konsequonz ,dor praktischen r.1Usikalischen ArlJoi t ents·tanc1..one, kollektiv geplante uncl ausgeführte Aktion allor, d~e über allos als spezifisch {;ooicnot sich aus"reisem16 musikalische Material, wem. immer es nach rler col temlon RechtsorJ.nunr; :~ohöron li1oühte 9 konposi torisch frei verfüGte.
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Dieses Vcrfahren 7 u~s nach Masstähon Gor Konvention und Etiquette als h:llio1Jiee Zcrs'törunG rcliobi{'or Kunstwerke sich clarstollcn rJüsste 7 lOGt in vlahrhei teleren ven EigontuD, el~en von ~ler Zuschrei bunG an ein letztlich (:'ooh kontinGentes TIlinzelsul)jokt, vordeckten r:osollschaftlichen Kern frei un::l oDanzip'iert I. . io Kater;orie "..or ästhetisohen 01'iginCi,li tät von ihrer finstoron Horkunft aus :lon verr'rieftc:m :Bcsi tz, dom Unrecht. Es handelt sich um :len radikalston rJir l"~okannten Vorsuch von Musik, aus eir~ener Kraft das al)zustreifen 7 was untor clen :Boclinc;ungon dor kapi talistischon Wirtschafts\'Toise cleD 'Iiahrhoi tscehal t sell)st der l)edeytend.ston unQ intor,orston Kunstwerke prinzipiell ris zur Vornichtun~ ihros Sinns ontGec,;enwirktg ihr Charakter als Ware? d.om län(-:st .'luch schon c.lie äusserston Hervorl~rincunl;en der Avanti:ardo anheimr;ofall,en sind. Ich hoffo? class niemand selcho antiproprietäre Praxis, die bostehendo iiorke in radikalor komposi torischor Absicht entei{;not, iri':;ond Di t eIer :Barbaroi ues französischon Staatsrundfunks verwechsolt 9 der ZUD :Beispiol arJ 7. Deze:Jber 1968 um 22 Uhr in seinem Netz "France-Musiquo" eine SendunG "Transficurations Dusice,les; P()esie et musique sous 10 sirne do Tristan Tzara" erachte, in der clon-r:Sprecher :Bruchstücke ~us Satio? :Bach? Schnebel? Strawinsky und Lic;oti untorlect wurclon~ schlicht aus Freude am Antasten der 'roxte Tzaras unrl dor verschiodenen Musik,en 5 aus oinfach Daneeln~len Respekt ver den Werken. Aneicnunr~ und Entoi'rinune stohen zueinanuor irJDer nooh konträr, und Misstrauen Gobührt seit je allGn, die sich Kul tur aneicnen 'Vwllen: sie Gorät 0-?-clurch zum Instrument von Herrschaft statt zun FerelOnt dos Umsturzes, 'Nonn auch Ernst :Bloch zwoifollos uas Potontia~ der Musik ül~orschätzte, als er sio das "SpronGpulvor dor Welt" nannte. Eine dri tto poli tischo Hothodo, dio' in der :Musik {;or;onwärtic technisch roalisierbar ist, indiziort seit vielen Jahren John Gage. Ich kann hier nicht soine zahlreichen oinschlär;ir;on Werke kÖrJmentieren und beschränke nich auf clas Ge:;ilde cleB' nusikhisterisch entschoLlencl r~owesenen Durchl:-ruchs, sein in clen Jahren 1957 - 58 konpeniertes Konzert 'für Klavier un','.. Orchester. Es Ci1lt keine Partitur, mithin keinerloi eorocel tos ZusamrJenspiel mehr, sonclorn einzic noch disparate StinDen', rHe zuoinancle'r in"keinorloi :Beziehune: stehen; aber 'auch ihre intorne AnlaCe, die kooposi torisch wesentlich aus Zufalls.9PGrationon {'(-,w0nnon ward un(~ cleEl Interpreton wioc:'erur.l wei tGohencl Vorsuchsanorclnunc; für Aktionen "eelautet, ::eren Err'e~'nis, nicht vorherzusohen ist? also oxperimentellen Char~ter trär,t? hat an :~or strikten Verneidune von ZusaL1L10nhäncen, von,:BeziehunGon zwischon ,'..o~ EIGnonton? ihr oicentlichos Konsti tucms. Don Unfane; wie der potontiellen Dichte r~er Ereir;nisse nach ar. entfal totsten ist ::'or Klavierpart, er steht auf 63 losen :Blättern verzeichnet, rlarauf r;ololjentlich c:'urch Koinzic~enzen ~les Verfahrens - so viele Abläufe e:i..nanc:'er ül"orla,cern wie sonst einzic, in Orchesterpartituren der verwe0en~ton KonplBxität. :Bei dor AufführunG kann sio c"..er Pianist in l~eliol\icer Reihonfoleo nach soinem J3'oiio p en C:DnZ ixlor toilweise - wo Ilio nan'ü.tiillcn :Möglichkoi ten hinter der Anzahl clor eleichzei tic;en Se:hichten des Parts zurücklllr::i harr und er os vorsc~~äht, durch hinoinccspiolto Tonl)an~aufn~hnen zu orGänzen, was er an' Instrunent nit zwoi Häncl'en, Füssen u,,'1'1 Mund nicht bewäl-:tict - vortrac;en. Dia verschio::'enen Orchosterstinffien '""..aru,,'1ter eind Vokalpartie, cohon übor 12, 14 oder 16 Saiten nicht hinaus, V8n :'enon auch die Ensemblenusiker, c:leich den Pianisten, eine ihror Entscheidung üborlassone
Anzahl in boliol::iG9r Zd t in Aktionon~ die' auf klingende Phänomen'e zielon~ ülJorsotzen mögen. Stots kann für jode Stimme dabei auch die Anzahl null gewählt werdong dass Stimmen weGfallen könnerr~ Gegebenonfalls alle, so dass J.io NichtaufführuniS als eine der möp,l:L.chen Interpretationen des Werks sich darstellt~ ist ausdrückli~h eino der Be.stinmuncen von dossen Konzeption~ wie clonn UTIGekohrt jede Stimme als Solostück spielbar ist, mit anderen zu kleineren odor Grösseren kammermusikalischen KonbinRtionon, schliesslich - fohlt das'Kla~er zur Symphonie sich zusammonfinden kann. Vereinbaren die Musiker bei Ensemoloaufführungen eino Gemeinsane Aufführuncsdauer, wozu sie nicht cohalten'sind~ so ist os für dioc oirrzoln.on Mitwirkenden ratsar.1, das .. ,Material, das sie spielen wollenl, entsprechend einzuteilen., also einen Zeitplan zu entwerfen, den sie mit Hilfe von Stoppuhren zu kontrollieren verr.1öGen. Tritt ein Dirigont hinzu, so fung~ert dieser als Uhr, er hat keinerlei Kommanclo~unktion,~ sondern Cibt ledicslich elie verGehendo Zeit an. Die Kreisbewegungen seinor Arme sind von den Musikern als ~otierender Sekundenzeiger zu losen. Nicht folgt er dabei einer Partitur, die - wie Gesagt - nicht existiert, sondern" oiner 'besonderen Stimmo wio jeder Musiker - der DiriconiJonstinoo. Sie onthält nichts als Ä9Wo ichun gen der Diri[;iorzoit von dor Uhrzoit: der DiriGent ist oine unregelmässiGgohende Uhr.
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Cago's Ab saGo, an .jedo OrGanisation und Reeuliorung ist jedoch keine Abdikat,ion der konposi torischen Vornunft; au contrairo, dieso manifestiort' sich samt ihron E1ul3-jekt allonthalben in einer Weise~ 'I-J'elche goradozu dia verfallene KateGorie dor Oricinalität in ein neues Recht setzt. Handgreiflich sind Caces späte Werko gesellschaftliche Entwürfe, rrämlich Modello von Anarchie. Ich hatte vorhin Gesagt, dass halt Töne 'IfGc1er katholisoh noch naoistisch zu sein vernögen; ich habe dem hinzuzufücon~ anarchistisch können sie sehr wohl sein. Bis houto haben die Musiker, sol'bst die an der Darstellung von,K,~ermusik gebildoten, oiGentlich nur das Gesetz der ZwangsarlJoi t, wie c"io kodifiziorton Notontexte sio ihnen spezifisch vorc;aoen, .und don Stock des DiriGonten Bekannt, eler unsichtbar, virtuell, noch über don Quartetten uncl Quintotton waltet. Cage ha,t die Musiker in Froihoit cesetzt. lässt sie in scinen Werk tun und lasson, -was sio'\.,..ollon, schenkt ihnen - ohne dass ihm dies übrigo;ns boi Aufführungen stets G'e'lankt 'l-J'orclon wäre - (lio vlürde von autononorr musikalischon Subjuktcn~ solbstäncliC zu agieron uncl den Sinn ihrer Aufgabo zu erkonnon, der früher alloin der den DiriGenton vorbehaltenon Partitur als HorrschaftsGoheimnis zu entnehmon".war, kurzun endlich so zu nusizioron, wio in einor 1err.1aloinst omanzipierten Gesellschaft, falls dio Revolution GelinGt und besser ausfällt als die früheren, jede~ sein Werk ohne ZwanG wird vOllbrinGon_dürfen. AnGesichts Gesellsohaftliohor Praxis froilioh bleii~;t nusikalische Praxis Thoorie. Die Idoo der Freihoit wird als Konzert vorGespielt - Jrausson ~älte es untorcossen den DiriGenton umzubrinGen Und die Partitur zu zerreisson, nach der die Welt sich aufführt.
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EINE NEUE P...RJ3'z.[TrBGEUI'Plll DER OMZ : "ENSEI:IBLE FUER NEUE r,WSIK, ZUERICHlI Sei t ihrer Gründung war Gß der ONZ ein Hauptanliogen, unter den. 1Iusikstuden telll das Verständnis für die Neue Musik zu rlohron. Dieoos Anliegen hat .zu;c Gründung einer Arooi:tBert1.ppO geführt.,dio 3ioh nit Annlyso,Einstudiorung_urrd Aui'führul:Ilg Neuer Hus:Uc oosohäftigon soll. D:Lesos EnsOrlolo ist als lockor,or Verband ß'odacliit: wer bore i t ist, sich in praktischor Aroei t dafür oinzu30tzon~ soll, sich ZUlJ:' iili trarb-ei t- J:lG 1 don Zugelassen sind auch I.'lusikor, die nicht an' Konsi od;' Aki Beruf'sschüler sindoDi:o Angor.1oldoton erkläron sich baroi t/ni t anderon Instrumentalis ton, in kloiner Bosatzung nodorno:~.'oKarJnorr:1Usik oinzustud.i...Gron und aufzuführen.. Dio Ar1JoitsgI'u.ppG wi1.'d oino Adrossliat0 v.orwal tun und Koordinationsstello sein', UD ZU.1 erfahron~wio weit dio Pro{)-oar'5-oit dor o irrz-elnon, Gy'Uppen godi.op.en isir,umi dElngEr-nässKonzert-G, 'I-lerks·t;;:,rti;konz.m:-'J.c ,org-.<.1rr:i.J3iOJ.'onS'voro~st- innerhalrr. der Schulom , -Später soll v'Drsucht wordon- UD CLon ArbojjmalUP"\1w.l1CL v.ortrohrit 7.tU\ r-ccb,.t:fortigffim.auch and.eJ:oor'lm .d:1...o ProgJ.'aon0 Z'W V;Ql"Wu:[,Jti:Gl1"Di.o lCoo:cdj;nat:!..olli3stolle :i.:a.t' wei trr.r 00s-o:rgi; UR dj.crurc.b.fill:l.rt·~ng. vun 11 Po-.C'i..:rai t-Kan21c-r-tBrr'1 (Kanzc;:rt.o'· pri,;t; 1tos-tinntvl:l, Thcmenk:r·o:i.s ,.od:., soJ...cho dt.o einc;:r Korrponisiier:. gm-ridn:ciL sind) ,ino: si.o irr, der. 'OMZschon J:lohroals D-eSIr:r."Oahon "i-Hl"Jxlon., Als erstoffi - und do.oi:t ist, auf d.as prov!iso:d..scho Progranrr h~.ng~"'±osom - ':il.st: am ein Konzert·.D.:U d.eIT, Theua It Neuo Wi..oner Schule tI god.ach·lt.Einige Inst::l"u'lnOlilltaLi..siten hai.B-on saha.l1 m.!.:t1· P::'o13"GJ."X,. an. SChöna-o-.rgB KanoeTsin:fo.n:i:..e (,in, d.cr Bonr1m:L:tung:. für ~ Ins+.:ruoo:1to von Weborn.) ·b'egmmon.,Nol3-cn Kla.v..i.ox-sol.osilüc...'l<;on ~j'äron~, Auffüh::ru.ngem V,Ol:iQ Bergs Sti.ic1k"en fÜl' Kl.ar:luoi1:to uncL I~ti-OJ~ erwiinsC'.ht-., \ieit.or~ l'le'B-eru-Quartotir, für Violj,no,Klurj.n.ot;.:::o,.Tc~,"(Jl~,-:\ax.orhoil~ mld. Klavior~ 1101)erns op. 10 füJ,~ Dolu'Grc- IrmtrJJ'nonta.list.on in sol:Ls-(;j.schor Besct-z~.mg.., 1::L.odoI' 'i}'tJn So.b.ön1:'rorg, Berg., 'Vl.o1Jorn:... ;Tc nach vOl>füglnu'0n l.llsiiru::lCnta.l:!..ston und Vok.n.litston",Di.ose Kon.z.on:tr-a-tt.Lo~ auf d:i:.o ~Ti~;mor 80h1110 GcJ.1 vo.:rmlBs.5,ch'Ui.e;h, dl!:C'c-h zvrei IIaJ)S:01. tj.go" \101'1<:>3] d.i..o uns aU!f gatl!27. vers..chioclono Jj..rt hOILto lSusondm.:s 00 d:w1tungsvol..l. sQho:Lnoni~lJ.fgolo.akert· werdom: Junacoks KJ..nv1.or .... Carrcort:.i.ino und, R,No-sors( j"p..>tgü::,.' Schwei.zOl: Konponi.sJu;) Vr:t.to-l:'l11OJJ;c und dialogo" • Eine 1-1Ci t-oro Aufgallv(f.iir die a.U_e:rd.~.g8 schon IlTstr·UDOl'1tn.l.i.stün~ gofundel11 sind) istdie Du.:ro.hfü...~·t·1.mg oines A110ndn u:o:te:L' (:co Ti t.cl tl Inst1'unon:to,les Thoater " im Zur , sanncna:cbol:tr ni t. <im: Pro M1.:tsiuu lind d0r:1" Thon.t.oJ'.' 1m N cunnrkt.:o 1>lonn" wirkl.i.cli allas gut. goht..,z-oJ.len :Ll-::l Ju.uäm.'"wo1'ka von GD,g.o.,..Kagc1.,-Scbnabo:t und eine Eigcnprodukt.i.om zur Auf'führü.ng- gol.cng.onr. Es is t ,rial zu tru'l,...md 'Jo nch:!' sich d:i,o Anzahl de:r.' Mi ta:c"B"oi ter v~:r:'grössort, dosto rrohr kön::ren wJ.r lo±st.e::-t., cmSUCHT: ~n:~~~~~~~~~~lis~,::m2V;:~~i~~n,E!r~~~nto~, 0,
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THESEN ZUR REORGANISATION DER FUSIONIERTEN ZUERCHER MUSIKSCHULEN I.
Ein 1 e i tun g
Die vorliegenden Thesen sind das Resultat einer Reihe von, Sitzungen, die Wlr in einer Arbeitsgruppe der OMZ im Laufe des Sommers abgehalten haben. Bewusst kurz und allgemein abgefasst, wollen sie einen Ueberblick über die Politik vermitteln, welche die OMZ im Hinblick auf die bevorstehenden Reorganisationen verfolgen wird. Die Sitzungen werden weiterhin stattfinden~ damit wir als nächstes detailliertere Entwürfe über die einzelnen, in den folgenden Thesen dargestellten. Gebiete ausarbeiten könaen. (Ort und Zeit werden jeweils an den Anschla~brettern bekanntgegeben; neue Mitarbeiter sind immer willkommen! ) Auf der einen Seite will der nun vorliegende Text unsere Idee einer Musikschule, die von Grund auf neu zu konzipieren wäre, darstellen. Auf der andern Seite trägt er einer Situation Rechnung, die uns Studenten vor viele vollendete' Tatsachen stellt, insofern als an den bisherigen Sitzungen des Stiftungsrates über die neue Schule verschiedene Entscheide s.chon getroffen worden sind. So ist z. B. die neue Stiftungsurkunde bereits verabschiedet; sie unterscheidet sich nur unwesentlich von derJenigen, die bisher für das Konservatorium Gültigkeit hatte. Die Möglichkeit ist also gross, dass der bisherige verkalkte Betrieb weiter bestehen bleibt, mit dem einzigen Unterschied, dass er sich noch mehr aufblähen.· wird. Unsere Vorschläge zu diesem Punkt beabsichtigen, die vom Stiftungsrat aufgewärmte alte Version der Urkunde wenigstens etwas zu beleben: So soll durch die Vertretung aller Angehörigen der Schule im Stiftungsrat erreicht werden, dass in dessen Beschlüssen die wirklichen Bedürfnisse der Schule zum Ausdruck kommen. Bei seiner bisherigen, mehrheitlich aus musikalischen Laien .best'ehenden Zusammensetzung konnte das - bei allen sonstigen Qualifikationen der betreffenden Persönlichkeiten - nur in geringem Masse der Fall sein, da diese stets auf Informationen aus zweiter Hand, meistens des Direktors, angewiesen waren. Diese Entfremdung zwischen dem Gremium mit den Entscheidungsbefugnissen und der Basis, d.h. dem realen Schul betrieb , würde durch unsere Vorschläge weigehend be~o ben (siehe B.l.) - Durch die personelle Erweiterung der Direktionsstelle auf ein Dreierkollegium soll die Möglichkeit ausgeschlossen werden, .dass diese wichtige Position zu einem unkontrollierbaren Ei'nzelregime umfunktioniert werden~kann (siehe B.2.) - Endlich soll auch die Stude~tenschaft, entsprechend der Lehrerschaft, aus ihrer rechtlosen Situation befreit werden und juristische Existenz in ,Form einer offiziellen Organisation erhalten (siehe B. 3. ). Auf dies.en Punkt wird die OMZ immer wieder dringen, wie auch die Ausflüchteund juristi~chen Spitzfindigkeiten beschaffen sein sollten, die man ihr b.e.i :der Verfolgung dieses Zieles stets entgegenhält. Genau 'be'sehen ist nämlich die Studentenschaft wichtiger al$ ein Direktor: man kann auch ohne Direktor Musik studieren, ohne einen Studenten ist aber ein Direktor sinnlos ••••
Als Fernziel soll die Verstaatlichung der Schule angestrebt werden. Die Vorteile dieser Massnahme für alle Beteiligten, besonders auch für die Lehrerschaft, sind im Abschnitt A. hinreichend dargestellt. Bei der Gliederung der Schule in Abteilungen (Abschnitt C.) hielten wir uns in den Hauptzügen unserer Thesen an den Untersuohungsbericht, den der Schweizerische Musikerverband (SMV) im Jahre 1959 veröffe?t~ lichte.
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In den Besprechungen der Lehrpläne (Abschnitt D.) kamen wir immer, wieder auf den Kernpunkt "Neue Musik" zurück. Dass die ent,sprechep.de AUBbil~ung bisher in unglaublicher Weise vernachlässigt wurde, i~t wohl j Eidem klar.' Zu einer gy'ündlichen Reform auf diese~ Ge biet wir<;l es grösster Anstrengungen bedürfen, da dies in mancher 'Beziehung auf einen Verzicht auf - ach! - s,o liebgewordene Gewohnheiten und die Ueberwindung eines Trägheitsmomentes hinausläuft. Von Vorteil wäre, wenn sich diejenigen Lehrer und Studenten, welche die Notwendig~e{t diesbezüglicher Aenderungen einsehen, gemeinsam an diese Aufgabe heranwagten. Im Abschnitt D., Lehrpläne, ist ein Fragenkomplex nur angedeutet, auf den hier noch näher eing,egangen werden soll: jener über Sinn und Aufgaben einer musi,kalischen Ausbildung. Es wäre abzuklären, inwiefern das Konservatorium a]s ein blosser Zulieferungsbetrieb für das offizielle Musi:'geacp.'äft fungiert. diesem also den nötigen Rohstoff in Form von Interpreten zur Verfügung' stellt und seine Ausbildungsziele ganz nach dessen Anforderungen ausrichte-c. - Zweifellos ein fItagwürdiges Unterfangen angesiohts der iInmer mehr drm.rchscheinenden Proble L matik des heutigen musealen Mu'sikbetriebs , der, weniger nach künstlerischen als vielmehr nach ökonomischen Gesichtspunkten orientiert, sich. stets ans Abgeschliffen-Al tbcwährt'e als das geschäftlich Verwertbare h~lt.- Weiter wäre zu fragen, mit welchen Mitteln das falsche Bewusstsein zu bekämpfeYl wäre, das be,rei ts früh vom allmächtigen Betrieb auf den Musikstudenten übergreift und diesen scheinbar freiwillig dazu bringt, sich den ,totalitären Ansprüchen des Betriebs anzupassen, sich zum 1.A.llVvilltg-willigen Reproduzierenden des Immergleichen erniedrigen zu lassen. - Weiter, ob nicht gerade diese Autori tätsgläubir~:{eit,,' verbunden mit einem latenten sozialen Unsicherheitsgefühl des Berufsmu~ikers> dazu beiträgt, dass er, in musikalischen Fracen vor die Wahl gestellt, sich an das Sichere~ Festgefügte, d.h, an die alte, tonale Musik als ein (Ruhe- und-) Ordnungsprinzip klammert, und 'einer Verunsicherung, wie sie von z'ei tg'enössischen Werken au,sgeht , intuitiv aus dem Wege geht oder sogar mit Ressentiments darauf rea~iert. . Folglich müsste man sich überlegen, ob 'eine richtige musikalische Ausbildung dem Studenten nicht auch zu einer Einsicht in die soeben geschilderten.Zusammenhänge verholfen sollt~. Dies könnte ~ielleicht zur Ueberwindung der Frustrati.onen beitragen,. denen der Musiker in seinem Beruf tagtäglich erliegt - nicht nur Konservat'Qriumslehrer und o.rchest.ermusiker können davon ej_n Liedehen siYl:gen~ Offenbar kann hier Gie subjektive Befreiung von gesellscha:(tlichen Zwängen solange nicht stattfinden, als ,die Strukturen des offiziellen Musikbetriebs sich nicht ändern.
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An .den Sitzungen der .Arbei tsgruppe beteiligten sich: Mario Beretta, Barmann Danuser~ Regula Frisch, Ernst HolI" Christoph Lüscher, Claudia Montigel, Max Nyffeler, Urs Probst, Denis Rauss, Mattias Sourlier, Brigitt Steinmann, Frango'is Thurneisen, Ursula Vi~cher. Der.gesamte Text wurde vom Vorstand der OMZ an der Sitzung vom 6. 10. 69 in der vorliegenden Form geneb~igt. mn
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T h e sen
A. JURISTISCHE UND FINANZIELLE GRUNDLAGEN 1. Die jetzige juristische Form des Konservatoriums als Stiftung (Nach Art. 80 - 90 ZGB) ist ungenügend. Historisch richtig in der Zeit seiner Gründung (1876), als die Wirtschaft durch das private Unternehmertum bestimmt war, ist diese Form heute aber total funktionsunfähig: in einer demokratischen Gesellschaft kann eine der Allgemeinheit dienende Schule nicht mehr als ein Privatgeschäft geführt werden, das auf ausgeglichene Bilanz bedacht sein muss (mit einem als Direktor bezeichneten Geschäftsführer an der Spitze), sondern sie hat a fonds perdu Stoff zu ' vermitteln. Da dieser,Vermittlungsprozess letztlich der Gesamtgesellschaft zuguteko~mt, hat der Staat dafür die Mittel zur Verfügung zu stellen. 2. Fürs erste erachten wir deshalb eine drastische Erhöhung der öffentlichen Subventionen als unerlässliche Voraussetzung zu einer zeitgemässen musikalischen Ausbildung. Diese Subventionen solle~ jedoch nur als Uebergangslösung im Hinblick auf eine möglichst baldige Verstaatlichuug des Instituts verstanden werden. 3. Die Verbesserung der finanziellen Grundlage hat zwei Konsequenzen: a. Demokratisierung nach aussen. Durch Senkung der Schulgelder auf eine annehmbare Summe (Semesterpauschale von maximal 200 - 300 Fr.) ist eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass alle sozialen Schichten Zugang zum Musikstudium erhalten. b. Soziale Sicherstellung der Lehrerschaft. Die Lehrer der Berufsschule werden bei einem wöchentlichen Pensum von ca. 12 Stunden fest besoldet. Bisher herrschte der beschämende Zus~nd, dass die zu einem niedrigen Stundenlohn angestellten Lehrer soviel Schüler als möglich .,nnehmen mussten, um überhaupt- eine... minimale Existenzgrundlage zu haben. ... -. . ..... 4. Aus 3.a. und 3.b. folgt zwingend eine'Hebung des allgemeinen Ausbildungsniveuus: a. ,Die auf sachfremden Prinzipien, nämlich auf der Zahlungsfähig:keit beruhende Selektion der Schülerschaft wird abgeläst nurch eine sachgerechte, bei der das Interesse und die Begabung des Schülers bestimmend sind. b. Die Entlastung der Lehrer von unzumutbar hohen Unterrichtspensa ermöglicht ihnen fachlich® Weiterbildung und vermehrte praktische künstlerische Tätigkeit, was sich, abgesehen von der damit verbundenen psy~hischen Entlastung, nur vorteilhaft auf die Unterrichtsqualität auswirken kann. B. ORGANISATIONSFORM 1. a.
Solange die Schule noch als St,iftung organisiert ist, sind im Stiftungsrat und dessen Ausschuss Lehrer- und Studentenschaft mit Stimmrecht vertreten, um eine demokratische Struktur auch innerhalb der Schule zu ge'währleisten und ihre Möglichkeiten experimentell zu bestimmen. b. Für den späteren Zustand der Verstaatlichung soll grösstmögliche Autonomie der Schule angestrebt werd~n. Das oberste besdhluss~ fähige Organ der Schule ist vorwiegend aus Angehörigen der Schule selbst, d .. h. aus Schul- und Abteilu~gsle~tern, Lehrer-
und Studentenvertrotern. In seinen Kompetenzbereich fallen~ Erlns~ von Reglementen, Prüfungsbestimmangen, Anstellung von Lehrkräften,' Wahl der Schulleiter, detaillierte Verwendung der vom Staat zur Verfügung zu stellenden Mittel. 2. Die Leitung der Schule obliegt einem Dreierkollegium, das Gie Beschlüsse des obersten Organs (l.a., resp. l.b.) ausführt. Es, besteht aus einem nominellen Direktor, der die Schule nach aussen vertritt, einem Verwaltungschef und einem Lehrervertreter. Die Beschlüsse, die in seinen Kompetenzbereich fallen, sind gemeinsam zu fnssen. 3. Zur Wahrung ihrer Interessen vereinigen sich alle Lehrer und Studenten in der Lehrer- resp. Studentenorganisation. Beide Organisationen entsenden 'Vertreter in das oberste Organ der Schule (siehe B.l.). Die Lehrerorganisation bestimmt überdies ihren Vertreter im Dreierkollegium. (siehe B.2.). C. DIE ABTEILUNGEN DER SCHULE 1. Die ganze Schule gliedert sich in drei Hauptabteilungnn: Vorschule Grundschule - Hochschule. Jeder Hauptabteilung steht ein Abteil~ngs leiter vor. a. Vorschule: hier erwirbt sich der zukünftige Musikstudent , in einer Art Vorbereitungskurs die notwendigen Kenntnisse des Instruments und der allgemeinen Musiklehre für die Eintritts, prüfung in die Berufsschule. . b. Grundschule: hier beginnt die eigentliche Berufsausbildung. Sie führt bis zum Orchesterdiplom, resp. Lehrdiplom für Instrumente, Gesang, Rhythmik. " c. Hochschule: sie umfasst die SOlisten-, Theorie-, Kompositionsund Dirigentenklassen sowie das' Schulmusikseminar. Voraussetzung: mit Diplom abgeschlossenes Studium an der Grundschule. 2. Zur allgemeinen Musikschule: Die bisher bestehende allgemeine Musikschule wird sukzessive abgebaut und dezentralisiert (Ein_ : richtung von Quartiermusikschulen, entsprechend den Jugendmusikschulen, die in vielen zürcherischen Gemeinden bestehen). Allen~ falls könnte, i~ Hinblick auf eine Beschäftigung der bisherigen Lehrer, ein Rest vorläufig bestehen bleiben. Es besteht kein Zweifel, dass der Monsterapparat der allgemeinen Musikschule (ca. 2000 Schüler, gegenüber ca. 180 der Berufsschule) Verwaltung und Räumlichkeiten in einer Weise blockierte', die sich auf dle Berufsbbteilung nachteilig ausW~rkte. h
D. LEHRPLAENE 1. Damit der Unterricht den Anforderungen, die heute an den Berufsmusiker herantreten, gerecht werden kann, muss verlangt werden: :,' a. Gründlichere allgemein-musikalische und theoretische Kenntnisse. 'Dies gilt ~llerdings nicht im Sinne eines oberflächlichen, kompilatorischen Wissens über alle möglichen Arten von Musiken. Sinnvoller ist eine Konzentration auf ausgewählte, relevante, Themata, die einesteils zum Studi'engang gehören, andernteils aber auch zu einem Vlissen üb.3r brei tere Zusammenhänge des heutigen Musiklebens verhelfen. b. Bessere Ausbildung im Hauptfach. Der Student muss sein Hauptfachinstrument in jeder Hinsicht besser beherrschen, auch was z. B. Blattspiel und Literaturkenntnisse betrifft.
- 2. Eine der grundlegensten Forderungen bei einer Lehrplanreform ist diejenige nach einer viel weitergehenden Einbeziehung der Neuen Musik in den Unterricht auf allen Stufen und in allen Fächern. Heute, da zeitgenössische Musik im öffentlichen Leben einen immer selbstverständlicheren Platz einnimmt, sinkt das Konservatorium, das diesem Gebiet im Ausbildungsgang nicht spezielle Sorgfalt- zuwendet, zur Provinzmusikschule ab,und die dort ausgebildeten ~usiker werc:en bei der Suche nach Orchesterstell'en oder beim ,Aufbau einer Solistenkarriere mit ausserordentlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Mit einem Repertoire, dessen jüngste Stücke um die Jahrhundertwende geschrieben wurden, lässt sich bei der bestehenden Wettbewerbssituation auf die Dauer nichts mehr ausrichten. 3. Die TheSe, wo~ach die längste Zeit des Stuciums nur auf die Vermittlung von Wissen über die traditionelle, tonartgebundene Musik zu verwenden sei, um abschliessend das ganze Gebiet der tonartfreien Musik unseres Jahrhunderts in 1 - 2 Semestern zu streifen, ist falsch. Sie ordnet dem Oberbegriff Tonalität die tonattfreie Musik unter. Das tonale System ist keine NaturgegebC!nheit, sondern ein historisches Phänomen, dessen Existenz zeitlich begrenzt ~st. Dass heute nicht mehr wie früher die selbstverständliche Pflege zeitgenössischer Musik vorherrschend ist, zeigt ein Schrumpfen des künstlerischen Bewusstseins an, dem es entgegenzutreten gilt. Dies heisst praktisch~ die Ausbilrlung in der Neuen Musik muss schun im ersten Semester mit der Einführung in die Grundbegriffe ihren Anfang nehmen und bis ZUD Schluss parallel zur traditionellen Ausbildung weitergeführt werden. 4. Diese grundsätzlich neue Einstellung zur Neuen Musik beqeutet eine Bewusstseinserweiterung und erfordert nicht nur vom ffiusikstudenten, sondern auch vom Musiklehrer ein Ueberdenken seiner bisherigen Positionen. 5. Die in den Abschnitten D.2. - D.4. festgehaltenen Erkenntnisse müssen in der Erneuerung, der Prüfungsbestimmungen ihren Niederschlag,finden.
* * * * * * * * * * * * * und die Auswertung_des der sich drei Blätter weiter hinten befindeto
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POL I Z E I
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He~nz-Klaus
Metzger
z.Zt. c/o Rain8r Riehn Lilienstr. 54 D-43 Essen-Frcdeney Tel. 47 19 89
Essen, 29. Mai 1969
An dia Rsdaktion DIE WELTWOCHE z.Hn. Herrn Harkus M. Ronner Talacker 41 CH-·S82l Zürich
'Sehr geehrte Redaktion, da ich seit dem Weggang von ~errn Dr. 3runo Schärer und einiger anderer Redaktoren Ihr Blatt, für das ich früher gelegentlich Beiträ~e schrieb, nicht mehr regelmässiq les2, ist mir bedauerlicherAleise der interessant~ Leserb:r;~i,G'f.:vön Herrn Peter Wolfgang .~begg (Nr. 1853) zu meinem Artikel "Dpr niissbrauchte Beethoven" (Nr. 1848) entgangen, bis :mich heut.e ein Freund auf ihn aufmerksam machte. Da'mich Herr Abegg explizit und öffontlich U~ Antwort bittet, mag ,ich sie ihm und der Leserschaft Ihres Blattes nicht schuldig bleiben, mit dessen ne~er'Redaktion ich nicht mehr zusammenzuarbeiten wünsche. Allerdings beschränke ich Ineine Replik auf die mich essentiell bedünk~nden Punkte. Herr Abegg schreibt~ "Die Attacke gegen Hindemith ist zwar grossenteils berechtigt, lässt aber ausser acht, dass gerade nie Kleinmeister dabei helfen, dass eine .~nochG musikalisch verstand.;m v.rird . .'!, Ich. glaube nicht an die Vorstellung vom ETh~US 0iner breiten Kultur der Mediokrität, darauf die wahrhaft grossen Künstler erst gedcihGn könnten: zu naCh~lGislich schrGibt • di~ser angebliche'Humus von den originalen Künstlern ab; zu selten diese VOijl Humus 1 und dann höchstens zu parodistischen Zv7ecken . • We~ter wendet Herr Abegg ein:: "'Dio Bemerkung über Beethovens 'technisch bedingte' Experimentierfreudigkeit ist sehr erheiternd, doch muss ich ge~ stehen, dass ich auch bei BeGthoven gewiss8 ExperiPKmte nicht mehr goutiere I z~ Beispiel gehen mir in den letzten Klaviersonaten diGse endlosen Trille~ auf die Nerven f oh~Alohl dics8 vielleicht nur t18r besseren Hörbark8i t (!) diEmen sol13n." Persönlich goutiere ich fast nur Musik, di0 mir auf die Nerven geht~ und icp' freuG mich, daBs Herr Abe,<;g den Radik;:üismus des spfi.ten Beethoven noch so' unverschand(ü t a:O'9crziT:'lü:~rt \dc die reaktionäre Hajori tät der Hörer hev.te" allenfalls extn)mste elektronische f1usik. Hier darf ich Herrn Abeggs, ~ Gr~tulation für meinen ,A.rtikel aufs herzlichste erwidern. Indes habe ich Zweifel, ob jene Triller in Ger Tat zu den durch Beethovens' . prbgressi ve Ertaubung technisch bedingten' Gxperim.3ntellen' ,ZiJ.gem sein0.s Spätwerks zählen, und ZvTar keines\wgs bloss, woil sie vereinzelt schon- beim frUhen, noch gut hörenden Becthoven zu finden sind. Vielmehr deutf.:l ich sie p~inzipicll gC.nz anders:, als r_)(~ginncm':l6 Auflösung des Festesten, 'v'Jas die Mu!?ik einmal zu haben vermeinte, nämlich flOG Tonhöhenbegriffs . Die "e'n~losen Triller" bringen in dieser Hinsicht eine systematiscHe Irritierung an •
.-
Zu Herrn Abeggs letztem Einwand: "Wieso soll es barbarisch sein, Beethovensehe Themen aus dem Zusammenhang zu reissen und zu variieren? Sind denn B8ethovens Werke un?.ntnstbaro Na l:ionalhei,li9ti imGr? 11 G8'ifliss keine Nationalheiligtümer, aber mit dem ~~tasten ist es so eine SRche. Beethovens Themen sind meist 11 an sich nicht sonderlich bemerkens\'18rt: sie sind im Hinblick auf ihre kompositorische Vera~beitung erfunden, also von ~ehr konstr\~tivem Interesse. Nas aber die "Verarbeitung von Themen betrifft, so hat es darin bis jetzt niGmand ausser Schön:!.:>crg im mindesten Beethoven gleichzutun ver- :e mocht. Von dem Versuch ist abzuraten. i!
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Ferner und vor allem: die Musik hat heute ein anderes Material, das von vornherein "Themen ", und \'laS immer ihnen gliche, längst ausschliesst.
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Mit verbindlichen Empfehlungen
Heinz-Klaus Metzger, ohne festen Wohnsitz
Ich stelle Ihnen:~ie Vetöffentliqhung dieses Briefs in Ihrer Leser-·' briefrdbrik anheim unter der Bedingung, dass sie ihn ungekürzt und unverändert - auch was die Gliederung in Absätze, die Orthographieund die :rnterpunktion betrifft - bringen '\'1011en. Gestrichen ,werden darf in diesem Fall nur: 1) di? aus Briefkopf (fu~sendcr), Datum, Adresse der Redaktion und Anrede (1t:S~hr geehrte Redf1.ktion") bestehenden, nicht zum eigent1icnen 'Text gehörenden Komplexe; 2) die Schlussfloskel ("t>1it verbindlichen Empfeh1ung~n"); 3) das PoptscriptUffi. Sollten Sie,aipe ungekürzte und unveränderte Veröffentlichung dieses Briefes in' IRi~m Blatt nicht ermöglichen können können oder wollcn~ ersuche ich'~,a,e höf1ichst I "',en Brief an Herrn Pater wolf9ang Abegg, Zürich, dessen' Adresse Ihnen bekannt sein muss, i'lei ter1ei ten z u ' . ! wollen.
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, u,er 01'{ANZ 2 ua.:"In naivem Stolz wird rotgedruckt ein Ori gina.lbel trag von Metzger über Henze ang' ekündin-t ," erwa··bnt· d ,damit fast id t' h . 0 , ann elnen en lSC en Leserbrlef im "Spiegel" und fährt f t . " ( ) ;~~~s~:~' !~~~~S!~ ~:i~~m bekwann'ten, rüden Ton ~ber' den umst~I tten~~' K~~var . c, - enn sl,ch jemand ubt, in der Art der Boule Ang d~res~~ blo~s nebensächliche, jedoch keine den Inhalt berührenden ' Wic~t~n? u er 'elnen Tatbe ~tand, zu, machen (i.st denn ~in roter Aufdruck ~o .. b f g.), und( wenn er slch ~angels Argumenten auf anonyme Autoritäten eru en muss.> wo sind denn die Leute 1, denen der angeblich rüde Ton ' ~:t~g~r~ ~oJ b;k~nnt se~n mus's?), so ist das seine Sache. DISSONAN'Z möchNi u elne· ",0, emik rnl t der MU'sikzei tung eingehen schon wegen dem ' d .veBau-Unterschled nicht. "~ Sie wünscht jedooh all~n viel Glück bei er eSp're~b.ung der vorliegenden Nummer 3 ! ..
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Die billigste Konzertreihe in ganz Zürich: ZE;rTGENOESSISCHE MUSIK BEI "PRO MUSICA"
Die Vereinigung PRO MUSICA, heute Ortsgruppe Zürfuh der"lruI;ermdiiorurle!r, Gesell;-· '.schaft für Noue liIusik ,,( IGNM ), W'Ill'de 1934 ni ii den Z'iel gegründet·," Au:fführungemneuer und gel.egentlich 0..1 tel' unbokanntDr Werke der KaDDornusik zu VGram3taltem': • Zu den GründurigSbl tgli0dern' gehörtem u.n.. Wal tor Frey, RolYert· ::Blun, Willi Schuh, Pn.uI rllüllor, Rudölf Wi t:t.els1:lch und Erhard· Ernn-tinger,un' nur einige zu-nennen:, die sich danrrls für die zeitgenössische Musik in, Zürich eingesetzt hn.tterr,Die eil1'zigOUl Einnahnoquell'en waren - und sind. heute noch - die Mitgliederl:kd trägetV"d;.ele d"er Mi tglieder beteiligten, sich deshalb in aufopfernder Weise selbst als:-Inrt:erpretem an den Konzerterr,urJ trotzden allBpruchsvolle Progrruacro zu ernöglicherr. . War früher dia Pflege der schweizerischen und lokalzürcherischeru Musik ciro wichtiges Anliegen der PRO MUSICA , so kann .sio sich sei 1;, dOr Gründung der " Podiur.ru !""' Vel"anstal tung(:m " die diese Aufgaoe übernoDDDID haberu, in. vernobrtet:t Mass der . Aufführung von Werken widnen,dio in intornationalen Rahnell1. von Bo9.e:q~, s'ind "1.ll'td: iq don üb~ichon ~onzert~~hier in Zürich sonst kaun gespielt WDrdorr.Diese'Tennanz ZU? Aktualität hat sitch d'oli letztom Jahrellle'Ulte~ den PräsidiUIl' ·v:on Räto Tsah.\lpp, inner nehr dUrchgesetzt. '
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einiger Zei~ treten~ innerhallY der IGNM Anz0ichen einer Ueberalterung~~ Erstarrung hervor; auch an diesjährigÖn Wel tnusikfest in Han"Burg lioss. .sich ,das' b e ispi0lsweise beebachtanaSio haoen dazu gefüh»t,dass rreroits viele derjbnigem' Konponisterr, in deron Werken. silch ein~ fo l't.ß'Qschri ttoner BQW1.WstBeinsstmrd ·nami.-' festiert (und dies war wehl seit j'eher das Kri toriun j edel' Musik, die Anspi"ich' auf Gültigkeit erheben wollte) und un die sich zu kÜnDern die Aufgn.be der IGHM· sein sollte,nicht nehr nit ihr zusnDrlDrrarb0iton. Eine derartige AbvTendung von der Institution der IGm>i el'scheint,wonigstons hier in Zürich,gegenwärtig nicht sinnvolll.Möglichkei ten' zur Lösung der Krise 'trnrem' vielleicht eher in einer Erneuerung von der Basis her zu suche~Mi.tt der sukzess~ von Ne~besetzung dos Vorstandes hat die Zürcher Sektion in den letzten J~hren' ' diesen Prozess eingeleitet. Eine vordringliche Aufgabe liegt Yetzt~ dnri~den M±~~ gliederbo f3 tand zu erwoi tern in Sinne einer Verj~gung.An soj,nor letzten' Si tZ1.U1g beschlö'ss' doohall:5 der Vors·tand der PRO. IIDSICA, eirren· Mi t 1 iederl:Je i trag oigens für Schüler und Studonten in der Höhe von 10. - Fr. Jo.hr_ZUl. schaffem,ur::n . dadurch nl1.arn intorossiertow JUßenrlliche~ die Möglichkeit zn gobe~für wenig Geld zoi'tgonössische. Musik kennellZuldrnerr.Dio Mi tgliedsGhaft borechtigt. zun f'reiem Eintri tt illi säntliche Konzerte der PRO MUSICA (in der Regel 6/ Saisom ). ----
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Die OMZ'" ~u deren Zielon u. a. die Förderung d9r Nauen Musik gehört,:f"ühr1t num im, Zusannonnrbei t. nft der PRO MIJSICA eine Mi tgliedorwer15ung durch.Aus der', Eirrsic~it dass die Beschäftigung ni t zei tgenössischGr Musik sich ni.cht nur auf KrGis0 ({'er, Fnchnusiker, sondorn in nicht klcincr0r:Masse auch auf "Brei tore Puoliku.Dssohichto1n erstrecken soll to,richtot sich di0se Wer"Bcaktion sowohl n.rn MusikstudlemtG~ als . auch n.n di0 Studenten dor beiden' Zürcher Hochschu19m,1ß:i ttclschü3iG::t' ete. Mi"lr einer Flugbla:ttaktiol11 an diesem Schulen werden wir Gine nöglichst- breite Schicht-von jungen Leut~übor dio PRO MUSICA irrforniorenund sie zunBeitritt auffordern.
Die Loser dor DISSONANZ ,kö~men. sich. tii tuntenstehenden Abschni tt nls Nour:li tglied der PRO ~roSIGA anneldon,won~ch ~io '~~it~rö' Unterlagen und den Einzahlungsschein ~ür den Mitglioderbeitrng orhalten werden.
20: Okt.69 Das J31äserquintett dor Stockholnor Philharnonikor spiolt Werke von Ligeti? Siockhausen',:So Nilsen?Karl Erik W·elin,H. Villa-Lobos. ,
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Konzert
26. Jan. 10
Ursula Kloint ( Gos~g ) und Rnuon Wnltor ( Klavior ) ... A. Schönberg,op. 15: L.us den. n :Such der hängenden Gärten. und' andere Worke dor Wiener·Schule.
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Dez. 69, - 'J Dn. 10' ..
''.'InstrunentaJ.os Tl),eater", WerkQ vo~·.~chnebel ,Kagol,Cc.coJn 'V,crbinOm,~; n •. curheater an Nounarkt und andoron Institutionen (u.a. der OMZ). . 28. Apr. 10 ·"Orcho·storkonzort in der Tonhalle,DirigontgErich Schnid,Solist~Siogfriod 1'a1n., Werko von Isang Yun,B.A. Zioporotmn, K.Pendereck;i, A.Schönborg • .. • ' \I' .
,,, 25. Juni 7,0 Tonha11o,irr Rahnon der ~unifostwochongDor Chor dor Schola Gantoruo untor C1ytus Gottwald singt noue 0horo~sik. 6. Konzort VorQnstal tung dos
Stut~gart
9.März 1b 11
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Worke von Klaus 'Huber und ßeino:t:J. Schülorn.
(Konzort'e 4 biS 6 wordon von Insti tution:;;n organisior:, donon sich dio PRO MUSIgA c:mgoschlossen hat •.) .'
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Ich,neido nich Qn als Neurlitg+ie~ dor PRO ~SICA.Der Mit~iiodorboitrnb von 10..Fr./Jahr ~ür Schülor und Studenten borechtigt nich zuo ~roion Eintritt in säotlichodor 6 obon ange~ührten Voranst~i tUng'on'~ , . ,. " NAME
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STUDIUM)/ SCHULEg Unterschrift,
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In Couvort oit 20 Rp. ~rankiort einsondon on: " OMZ, 1J<tion ~,ro Musica, .Konservatoriuo, F1o!hofgasso 6, 8001 Zürich
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Pn~erhaltung
und Humor: KLBINER
In der"Schweizer Rundschau" NI'. 6/ 69 ~ die sich "1\10natsschrift für Geistesleben li..."1d Kultur" nonnt" . Eichreibt Hilly Hess, 63, Beethovenforscher, Winter- ", thur, oinen Aufsatz I'lit don Titel "Entartung und Psyche". D[1,rin bonüht or sich i~ ).:ta,h'9f?n seiner r1öglichkoi ten, 'die zersotzenden, seolenschädigendon Tendenzen der zeitgenössischen (Hess: "entarteten") Musik endlich oinnal zu entlarven ("wo nan den Feind 'erkenn-t~ da kann ne..n ihn orfolgreich entgegentreten"). Da es, laut Hess, in,de~ Dichtkunst o~nfacher ist, "das Gosunde ven Kranken, das Edle vom Unedlen"'zu trennen" ,ho~ t er sich für seine nusikalische 'reufolsaustreibung zi tierenderweise.bei tüchtigen Gehilfen Rat, über deren orprobto Fähigkeiten schon der' roroTo-B<;nd Nr.' 818; "~~usik im dritten Reich11 , zu berichten weiss. So bomüht er z.B. Hans'Pfitzner, don Supernazi - Komponisten, oder Walter Abendroth, der alß' Musikkritiker in 3.R6ich einer der übelsten Hetzer gogen nicht führortreue Musiker war. Den'heiligen Ernst der Philippika lockert ein Zitat aus der Zeitschrift "Reforr.l und'Diät" etwas auf; es lautet~ "Unsere klassische .]1JIusik heilt seelisch Schwf!ll'kranke, die konstruierte Zwölftonmusik C!-agegen nacht seelisch Gesunde krank. 11 DISSONANZ will jedoch dem, besorgten Känpfer für Sauber:kei t in der: Musik beileibe niGht e~ne Geistesverwandtschaft nit'Qen Nazis unterschieben. Vielnehr . . . betrachtot sie allfällige Aehnlicr~eiten dor Fornulierung als reino Zufälligkeiten. Falls das Unterscheidungsvermögen für "krank" und "gesund" bei einigon Lesern trotzdem etwas ins Wanken goraten soin sollte, haben lo/'ir in Quizforn eimGogonüberstellung von Sätzen aus dem Artikel ven Hess nit Sätzen aus Aousserungen wichtiger Nazis (aus den rororo-Band) gemacht. Anhand eines Punktesystems soll de~ verwirrten Lesor Gelegenheit goboten werden, seine Urteilsfähigkeit zu prüfen und nötige~ falls wieder etwas aufzufrischen, wonn das'Ergebnis negativ herauskonnen soliie. Zu den SPIELREGELN: Nach jeden Ausspruch 'stehen zwei Nar.1en, fmr!rer zuerst derjonige von Willy Hess, und an zwei t.er Stelle der eines Autors aus der Nazizei t. Es geht nun ,üe bein Sport-Toto~ in der '\'lettbewerbskolonno nuss nan entweder auf den ersten oder auf den zweiten Namen setzen, was nit den Euchstabbn "H" (Hess) und"N" (allg. für Nazi). geschehen soll. Die Auflös1,ll1g ni t Gewinnkolonno und Testauswertung befindet sich .drei Blätter woiter vorn, o,u;t' dem Kopf stehend.
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Die zweite Form der entarteten Musik kennt man ebenfalls: im seiChl[ "' ten Salonstück und der geilen Kaffeeoeusmusik. . B) Will" Bess N) L. Mayer(in: "Niggerei und jüdische Frivolität!! '=-938) - An derlei (Tanzmusik). mag eine inte,rnationale Dekadenz ihre abgebrühten Sinne aufpeitschen. ' H) Willy Bess N) L.llIayer(in:"Niggerei") -
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- An die Stelle reiner Konstruktion tritt wieder die künstlerische Intui tion al s die Quelle de s Scl1öpferi schen in der I~u sik. . H) Willy He~s N) Dr .. Joseph Goebbels ~Völk.Beobachter) .. 1-'_ __ .'
- D~e kr9.nke, die entartete Musik kennt. zwei gegensätzliche Extreme: dle entseelte, blutleere Konstruktion und die Sinnlichkeit ohne . Verge istig'Ling. . H) Willy }Ie s s N) Dr., Goebb8~,8 (in: Völki scher B.). .
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-Und hier muss ganz energisch g~rufen werden: bis l1ierher und nicht weiter! H) Willy Hess N) K.Schlegel (in: "Ein Scheiterhaufen. auch für Eusik", 1933) - Würde grundsätzlich keine entartete f"usik gesendet so würde diese ganze infame Lautsprecherpest sehr schnell verschwinden. H) Willy He ss N) K: Schlegel (in: 11 Scheiterhaufen 11) ••••• .
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Das Volk will eine Kunst, an der es wieder tei=!.haben kann, die seine Seele widerspiegelt. H) Willy Hess 'N) P.Graener(in: ."Die falschen Propheten des, FortschrittslI, 1933) ...... . Es ist typisch, dass trotz einer intensiven, andauernden Propa~ ganda diese Musik noch immer ohne Publikum ist. H) Willy Hess N) P. Graener (in: "Fortschritt) • • . . Die ganze atonale Bewegung widerstrebt dem Rhythmus des und der Seele. H) Willy Hess N) A. Rosenberg (1940) . . . .
Blute~
- Die atonale Musik macht den Menschen krank, martert ihn. H) Willy Hess N) A. Rosenberg . . . . . . . . . • • . - Solche Musik (Walzer) atmet eine kräftige, urwüchsige Sinnlichkeit und ist· durchaus gesund, wenn auch geistig einfach. H) Willy He ss iJ) J. Müller-Blattau (1938). . . . . . - Wie rechte Unterhaltungsmusik beschaffen sein soll, zeigt die Blasmusik: ihr klare.r, kräftiger Klang duldet keine unechte GefÜhligkeit. H) Willy Hess N) J. Müller-Blattau· . . . . . . . ? ? ? ? ? ? ? ?
EIN ZITAT VON FRIEDRICH
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(aus rororo Band 818)
Der so bedeutende wie vielsei tige T:TusikwissenschaftE:r Friedricb Blume veröffentlichte in "Die r.:usik ll ,
bugust 1938, einen Auf satz mit dem Titel
IlUusik und Rasse - Grundfragen einer musikalischen Rassenforschung" . Dort heisst es:
'In uns lebt eine Empfindungsweise, die uns das Urver-
wandte und Urartgemässe in den Werken unserer grossen Meister unwill-
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kürlieh und durch eine Art instinktives Vermögen ahnen läss~. Hinter dem engeren und. näheren "künstlerischen Erlebnis ll leuchtet fern, geheim-
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nisvoll und ahnungsschwer das "rassische Erlebnis" auf.' -- Neuerdings soll es auch im r"jorgenrot ..• m~D EINS VON KARAJAN
"dahertreten!'~
sagt man. (aus WELTWOCHE, 3. 10. 69)
Ein )iJusterbeispiel einer Freudschen Fehlleistung lieferte der begabte Dirigent H. von Karajan in einer Rede zum Abschluss des internationalen Dirig~mtenwettbewerbes Berlin. Die WELT'NOCHE schreibt: ' ... versuchte der Weltberühmte das unverfängliche Wort "Radiosymphonie-Orchester ll zu formulieren. Doch ach, da schlug das Gestern zu, da fand ~er graumelierte Sechziger,das Wort mitnichten, da sagte er laut und vernehmlich .. "R e i c h s symphonie" ... '
********************************************************************** ERRATUM Auf Seite 4, Linie ,6, ( Einlei tung zu den Thesen der 01\1Z ) ist an Stelle der Jahreszahl ~'1959l! zu losen: "1961 11 •
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