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DISSONJ\NZ
Organder-' OMZ
Redaktion:
Max Nyffeler, Lindenhofstrasse 4, 8001 Zürich Tel. 051/27 81 34
Preis:
Fr. -.50 Erhältlich im Handverkauf.und in den Notenabteilungen der Musikgeschäfte Hug und Jecklin,Zürich.
Adresse:
Organisation der Musikstudierenden Züri9h (OMZ) Florhofgasse 6, 8001 Zürich
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Zürich, Elen 26 •. Mai
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OMZ, Zürich
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Die erste Nummer unseres Blattes stiess neben Anerkennung auch . auf die erhoffte Kritik, ja sogar auf Ablehnung~ie Erwartungen, die ~ir in sie gesetzt haben und die wir mit der Wahl des Titels "DISSONANZ" symbolisch darzustellen versuchten, scheinen sich zu. erfülleru Die Musikstudenten beginnen plötzlich über Dinge zu di"skutieren, die 'nicht nur unmittelbar mit ihrem' Fach im Zu.. ?,ammenhang... stehen. ; Das gr-ös'ste Echo löote erwartungsgemäss der Artike·i" uber die Bührle~Meisterkurse aus. Die Stimmen, die wir ~örten, reichten von' vorbehaltloser Anerkennung über väterli~he Ratschläge'und MaJmungen bis zu Unters.c.hiBbungen und der Vermutung - bi tt.e.. .ni.cht lachen! - "gewisse KreiseIl stünden als' "Drahtzieher u bint-er uns. Relativ'näufig hiess es, wir brächten zwei Dinge, die. nichts miteinander zu tun hätten, nämlich Politik und· Musik,- in Verbindung. Dazu drängt sich, nicht zur Rechtfertigung, 'sondern als' klärender Beitrag, eine Entgegnung auf: Dass das heutige Geschehen in einzelne Sparten 'unterteilt werden könne, die, schubladenähnlich, jede einen bestimm ten Lebenbereich umfassen, ist bestenfalls Illusion. 'Zur Illustration ein naheliegendes Beispiel: Die Fusion Konservatorium - Akademie. Ihr Zustandekommen ist durclt keinen künstlerischen... Akt zu erre:j}chen, sondern nur auf grund eines politischen Willens der Behörden und, in Form einer kantonalen,Abstimmung, der Bevölkerung. Denn die öffen..tliche Hand wird da.s nötige Geld zur Verfügung stellen,-ohne das die Fusion kattm sinnvoll durchgeführt werden könnte. Künstlerische" ökonomisChe_ und politische lntere~Ben durchdringen sich also hier-gegenseitig, wobei, Kollisionen naturgemäss nicht zu umgehen sind. Das sogenannte "öffEmtliche' Musikleben" , das einen gut .ausgebi.1deten. Nachwuchs notwendig braucht und sorni t von die'ser FusiJmierung profi tierta, wird alSO u.a. in diesem Bere-ich.....mind.estens ebenao--stark_~durch politisch-ökonomische wie dur,ch kÜllstler.i sehe Faktoren bestimmt. ++++++++++
OMZ Werdet Mitglied der OMZ Werdet Mitglied der OMZ Werdet Mitglied
der vorliegenden Nummer liegt, neben einer Reihe • von Interviews über die zu fusionierenden Schulen, auf einem Artikel über Hans Wer;,p.er Henze, der am 31. Mai 1969 im Zürcher Opernhaus die Premiere seine:r Oper "11 Re Cervo" diragiert • Der Autor, Heinz-Klaus Metzger, braucht kaum noch vorgestellt zu werden: Seine Rddiovorträge, Musikkritiken und theoretischen Arbeiten, die sich mit allen wichtigen musikalischen Erscheinungen unseres Jahrhunderts - von Bchönberg über Boulez b~s Jdhn Cage und Mauricio Kagel;";", befassen, dürften bekannt sein. Der vorliegende Aufsatz, der u.a. Henzes Verhältnis zur ApO der Eundesrepublik beleuchtet (die Drahtzieher-Theorie scheint sich zu bestätigen ..• ) wurde uns von Heinz.-Klaus Metzger ohne Honorarforderung als Erstabdruck zur Verfügung gestellt. Wir danken ihm dafür. '
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§§§§§§§§§§ Am 1. Juni wird der stimmberechtigte Teil der Schweizer Bevölker~ng über das ETH-Gesetz abstimmen müssen. Der Ausgang dieser Abstimmung wird die schweizerische Bildungspolitik auf Jahrzehnte hinaus beeinflussen. Die Studenten aller schweizerischen Hochschulen" die die R~ferendumskampagne gegen das vera-l tete Gesetz ,durchführen, werden nun nachtri:j.glich .von fa.s.t allen politischen Parteien und Gruppierungen unters.tütit. Der nachfolgende Text ist vom·"Aktionskomitee Zürich für ein neue~ ETH-Gesetz" verfas~t. Ein :Q'lugbla tt der "Archi tektura" (Fachgrupp,e der Archi tekturstudente.n: an der ETH) ist ~usserdem der DISSONANZ beigeheftet.
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:fn. ahdern Ländern sind die Studen,ten auf d,ie Strasse ge':.... gangerr und haben der Poli~ei Schlachten geliefert. Bei ; , Uns nicht. Die Schweizer Studenten haben sich an die' de'" ';mokratisch~n Einricl+tungen gehe.l"tien .. Sie haben das Re.. ..ferendum ergriffen und in wenigen WQchen ,über 48 '090 Unt~Tschriften gesammelt. Mehr als 48'000 stimmberechtigte Schweizer Bürger haben damit zum Ausdruck gebracht, dass das fragwür.dige ETH~Ges.etz der Volksab$timrii.ung unte,r.breitet' werden muss. Die StL'\.denten haben. mi·t dem Referendum Vertrauen dem'Volk gegenüqer ·gezeigt, sie ,rechnen deshalb fest mit dem Vertrauen des Volkes für sie. Wir alle wollen keine ,Revolution~ keine ~trassenschlachten, Zer:.störung, aber wit' wollen die..,.. dringend nötigen Reformen. -Das·jetzige ETU-Geset~ garantiert si~.nicht. Wir brauchen eines, das sie ermöglicht. Dah~r stimmen wir am 1. Juni N E LN. ( Y
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Was der ETH re cht 'ist, ist dem Koriservatoriu:rh bilJ-ig: Wir hof f e n (leider w i s s e n wir vorläufig nichts), dass das Gesetz für die fusionierte Zürcher Musikhochschule lebens"" fähig sein \";ird ~
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Ein rechter Komponist:
Hans Werner Henze
Für eines der bezeichnendsten kulturellen Dokumente der konsumierenden Schicht der Bundesrepublik Deutschland, Wolf-Eberhard v. Lewinskis kunsttheoretisch unbedarftes Buch "Musik wieder gefragt", hat Henze 1967 ein Interview zugeliefert: "Ich selber habe, wie bekannt ist, mein Experimentieren so di schnell wie möglich, etwa seit 1950, in ~ichtung von'Konsolidation, gelenkt", worunter jedoch keinerlei technische Solidität, sondern die Restauration gängiger, falsch gewordener Musikmodelle .durch eine, Art ~ Stümpertum, der es freilich an Flai~ nie fehlte, zu verstehen war. Indes behielt Henze für &ie Jüngeren, die durch umstürzende, weil durchdachte Methoden des Komponierens real in die Musikgeschichte eingriffen, das widerliche Verständnis eines gutmütigen Onkels: "Ich halte das Experimentieren der jungen ,Avantgarde (solange sie juJj.g ist) nicht nur für notwendig', sondern für natürlich.. " Denn der vorgebliche Marxist Henze denkt - bzw. empfindet -' biolo. . gisch. Seinen Naturbegriff erläutert er so: ~
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"Wenn man j.ung ist, experimentiert man in und mit allen Dingen, des Lebens, setzt sich in ,Gegensatz" - man
bedenke~
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"zu vorgefundenen Situationen. Es· werden Obstakel gesehen und attackiert, die sich später als nicht vorhanden erkennen,: 'verstehen und fverarbeiten lassen." Will sagen: man lernt schliesslioh, sie._zu eskamotieren. Diese reifen, von Lebenserfahrung triefenden Gedanken waren offenbar einem Teil der ApO aus dem Herzen geschrieben; jedenfalls erkoren einige der besten, politisch radikalsten Gruppen ihn zu ihrem musikalischen Idol. Henze polemisch: "Ueber das Experimentieren der älteren Herren möchte ich lieber ke?-:r;t~ Kommentare geben." Das sollte er einmalei;nem Physiker sagen~. Musika:~isch aber visiert .. er damit anscheinend den vielleicht radikalsten leqenden Kompo~ nisten: John Cage, anderthalb Dezennien älter als Henze. ETH-Ge setz REIN
Auch sollte nicht vergessen werden, da~s im Alter von siebenundsiebzig Jahren Arnold Schönberg wohl der progressivste der damals lebenden Kompqn~sten war. Henzes Argume?tation gemahnt an die Art j~er äl teren Herren, "d:Le heute bemüht sind, die Revolutionsfrage theoreti'sch in einen "Generationenkonflikt" , wie die Psychologie ihn kennt, umzudeuten.
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Zum ~lüOk zögert die ApO einstweilen noch, Henzes originelle musikalische Paro1.en - "Keine Experimente!", liebe'r "so schhell' wie möglich ••• Konsolidierung" (der best?henden Verhältnisse) - unreflektiert 'auf die Politik zu übertragen. Dabei wären ihr, würde sie in ihrer Agi tation einem der Technik der Henzeschen Musik analogen Ve,rfahren 'folgen, die Sympathien der von der Herrschaft manipulierten Bevölkerungen vorweg sicher: das Geheimnis des Erfolgs, der auf dem heute allenthalben streng dirigistisch organisierten musikalischen Markt gerade dem Eklektizismus Henzes zuteil zu werden pflegt, besteht schlicht darin, dass er - seils aus Kalkül oder aus Neigung- ausschliesslich solche Musiken kopiert, zusammenrührt und galvanisiert, ,die sich längst zuvor schon durchgesetzt hatten oder doch als approbierte Warenzeichen Geltung erlangten. Allerdings hat sich dabei der Abstand zwischen Henze und seinen Vorbildern allmählich verkürzt: überraschend macht er im "Floss der Medusa" pereits Penderecki nach, den zU,imitieren er bis vor kurzem - als der kommerzielle polnische Komponist schon äusserst gut, aber noch nicht exzeptionell gut ging kaum Interesse gezeigt hatte. Auch sind gewisse handwerkliche Fortschritte nicht zu leugnen: nach dem Oetker~Konzert, für die Inauguration einer nach einem verstorbenen Nazi zu benennenden Halle in Bielefeld konzipiert, und dem "vulgären und militärischen Oratorium" ,zu urteilen, steht Henze im Begriffe, einiges aus der ihm von der Presse seit Jahren nachgerühmten Instrumentationskunst zu erwerben. Doch wozu überhaupt noch, nachdem radikales Komponieren sich längst gegen den ~esitzcharakter kompositionstechnischer Erfahrungen kehrt? Nicht ausgeschlossen, dass Henze insgeheim sinnvolle Arbeit, von der ich nichts weiss, für den politischen Vmstu~z lßistet~ Kulturpolitis,ch hingegen ist der Fall Henze bis jetzt ein der ApO unterlaufenes Miss41, verständnis. Dafür mag ich die Genosssn nicht einmal kritisieren: schliesslich haben sie'reght, wenn sie n~cht bei der Kultur, spndern bei der Realität ansetzen o
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Aber so gewiss Politik wichtiger als Musik ist, so gewiss ist falsche Aesthetik immerhin ein·Stück falschen Bewusstseins und insofern auc'il'poii tis'ch relevänt. Dass der ApO noch kaum' sach"':'-'-' verständige, ernstlich revolutionäre' - oder auch nur IIfortschri tt.liche" - Musiker angehören,. subjektiv deren jeweilige .Schuld, ist objektiv eine nahezu zwangsläufige Folge der repressiven Arbeitsteilung der Klassengesellschaft, die das Denken aller . . . departemenial'isiert. Solchen 'subtilen Reflexionsformen des' herrschenden Produktionssystems hätte eine revolutionäre Bewegung den Garaus zu machen, statt sie sich selber anzueignen. Dass so oft revolutionäre Künstler - wie einst Schönberg und Kandinsky - politisch reaktionär und politische Revolutionäre in ästhetischen Fragen inauthentisch und affirmativ wie Henze sind, ist schliesslich nicht als ein Naturgesetz anzubeten, mit dem man sich abzufinden hätte, sondern als ein von der Gesellschaft .produzierter Sachverhalt, der ihrem Fortbestehen zugute konimt, 'zu durchschauen. Immerhin gibt es Komponisten, denen exemplarische Ansätze zu ungeteiltem Bewusstsein gerieten: Ca ge IIbekennt" sich nicht nur zum Anarchismus, sondern realisiert 'effektiv in seinem Komponieren und der aus dessen Anlage folgenden Aufführungspraxis, also in der Sache selbst, Modelle von Anarchie od~r spezifisch technologischem "improving the world"; Schnebel ersinnt vonFa~1 zu Fall Techniken, um Inhal~e unmlttelbar durch musikalische Konfigurationen selber zu artikulieren: im Gegensatz zu jenen. zahlreichen Komponisten vom
Schlage~enzes,
die durch die Wahl von Texten, Titeln oder durch Wiumungen dem Publikum etwas weiszumachen sich anheischig machen wollen, 'was ja keinesfalls in den Noten steht, mithin allenfalls Inhalt der Texte, Ti.tel oder Widmungen, nicht aber der Musik ist. DasG die ApO w~ithin von Cage und selbst daheim'vo~ ihrem Frankfurter Genossen Schriebel so wenig weiss wi.e von der antiproprie.tären ·_·gegen das. materielle wie gegen d~~ geist~ge Eigentum gerichteten - kollektiven Praxis de.s Pariser "Centre de Musique" , hängt. fraglos damit zusammen, dass der 'etablierte Kul·turbetrieb • ein unver.gleichlich grösseres Interesse daran hat,' si~ mit den Werken Henzes bekannt zü machen. Denn auf diesen Komponisten ., .trifft halt nicht einmal Tucholskys Bonmot zu: "Wegen schlechter 'Wi tterung fand die deutsche Revolution' in der Mu,sik .statt." : Copyright by DISSONANZ
Heinz-Klaus Metzger
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Das teure Musikstudium oder: Musik, die nutzlose Kunst Die Frage der Schulgelder, die M a r t i n S chI u m p f in d~esem Artikel berührt, wird, ~o hofft man, mit der Fusion gelost werden: angemessene öffentliche Subventionen sollen zukUnf~ig die Sc~ulgelder in einem annehmbaren Rahmen halten. Allerdings lSt dazu elne kantonale Abstimmung nötig, die nicht vor dem Frühjahr 1970 zu. erwarten ist. Bis dann wird an Stelle eines demokratischen ~rinzips, das Be?abu~g als einziges KriteriUm der Zulassung zum-Studlum kennt, auch ln dleser Unternehmerbranche der Privatwirtschaft die kapitalistische Geschäftsregel gelten: "Zahlungskräftige Kunden erwünscht". Red. Nach der Matur entschliesst sich einer, Musik z~studieren. Klarinette. Er wird in die Musikakademie Zürich als Berufsschüler..aufgenommen.Pflichtfächer: 1 Std.Klarinette, 1 Std. Gehörbildung', '1 Stq... Harmonielehre.Daneben nimmt er noch eine Klavierstunde. Vier Stunden pro Woche. 400.Die Rec~ung wird ihm ges9hickt: Klarinette 60 Min. Gehörbi'ldung 60 Min. 150.Harmonielehre 60 Min.160.Klavier' 6'0 Min 340.Ausserkant. Tarif 80.- , Seine Rechnung lautet auf Fr. 1130.-. Vier Stunden pro Woche. Da beginnt er zu vergleichen. Er sieht: - :Am Konservatorium Zürich kostet das erste Semester mit Klari=nette al.s Hauptfach (1 Std), Klavier als 2. :rebenfach (1 Std) und den obligatorischen Pflichtfächern (6 'Std) im Sommersemester 695~-, 'im Wintersemester 805.-. - An .der,Musikakademie Basel wird ein Pauschalpreis von 250.pro Semester verlangt. Dabei schwankt - in den Pädagogik-Klas'sen für Blasinstrumente, je naoh Semest~r - die wöchentliche' Stundenzahl zwischen 10 und 13. . An den tbnservatorien von Bern und Luzern schwankt das SemestergeLd zwischen 500.- und 600.- An den deutschen MusikEochschulen gibt es Semesterp~uschaiprei se, die etwa'bei 150,~ bis 300,- DM liegen. Pro· Woche ~erden. da bis 26 Stunden erteilt. oder: Der pauschale Semesterpreis für einen Jus-Studenten beträgt 160.-, für einen angehenden Mittelschu~lehrer 180.~, für einen . Medizinstudenten 210.-. oder: Bei den ausserakademischen Berufsschulen ist es einzig die Laborantinnenschule Engeried, die den Durchschnitt von 100 - 200 Franken pro Semester sprengt: Hier muss für 40 UnterrichtsstUnden pro Woche ein Semesterbeitrag von 1200.- geleistet werdeh. Allerdings dauert die Ausbildung nur ein Jahr. Dagegen ist z~B. an der:-J(unst.gewerbeschule der Preis pro Semester 100.-.~ NB: Musikwissenschaftliche Vorlesungen kosten an der Uni-Zürich 6.- pro'Semesterstunde (auch Harmonielehre, Kohtrapunkt, all~r.... dings,; J?;ur für irmnatrikulier~e Stud~ten). Das· .al·Bq sieht er. ~r de.~t: Wird in Zürich die Musik als dermasse:p. "nutzlos", SQzusagen als Zeitvertreib für Söhne und Töchter aus gutsi tuiertem Hause, angesehem? Oder werden nur amtierende L.~hre;r' und Lehrerinnen als für das Musikstudium geeignet betrachtet? '.
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Wird es nach der Fusion besser werden? Nur wenn ein entscheidender Schritt .. zur S.enkung der Schulgelder getan wird. Denn der Durchschni tt der Tarife der Musikakad.emie und. des Konservatoriums Züric.h liegt immer noch viel hör.er als derjenige der andern aufgezählten Musikschulen. •
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Martin Schlumpf ++++++++
Der Aufbau der MusikakadE?mie Zürich War in DISSONANZ 1 die Struktur des Konservatoriums erläutert worden-, so wurde uns nun auch, die Stiftungsurkunde der Akademie (datiert mit 1966) zur Verfügung gestellt. Wie aus ihren recht allgemein gehaltenen Artikeln hervorgeht, entspricht die Struktur der Akademie im Prinzip derjenigen ihres Schwesterinstituts .. "
Fassen wir einige Punkte näher ins Auge: 1) Oberste Leitung ist der 7 - 9 Mitglieder umfassende Stiftungsrat. Dieser konstituiert sich folgendermass~n, ,dass je ein Vertreter von Stadt und Kanton sowie der Direktor. gewissermassen als ständige Bß.siB die übrigen Mitglieder des, -Sti-ftungsra tes bestimmen können. 2) "Der StiftUngsrat ist befugt, einzelne G:eschäfteQhne den (sonst unter Mitspracherecht zugelassenen) Vertreter der Lehrerschaft zu behandeln." Diese bei den Bestimmungen verbürgen die unanfechtbar autoritäre Stellung von Stiftungsrat (und damit auch der Direktion) gegenüber Lehr~r- und Schülerschaft der Musikakademie, was unterstrichen wird durch Artikel 5, welcher lautet: "Der Stiftuhgsrat erlässt Vc..rschriften üb;er die nähere Orga.... . nisation der Stiftung". R.D. ööööööö '
Zu unseror Notiz in DISSONANZ I? in dor iür orwähnton, dass Horr Direktor Bortschingor don Aufruf der OMZ zur Mitarbeit im Konsorvatoriumsorchostor cmtfornon liess 9 möchten ,ür noch eine Erklä:r::ung anfügen? die uns Horr Direktor 'Bertscnd:ngor Jlorsönlich dikti()rtog 1\ Dor Annchlag der OHZ konnto nicht aufgohJri'gt'w'ordon', da Dolegationon '!"on Schiilorn in ani\oro Urchestor nur mi t Erlaubnis dos j owoiligon Klassenlehrers b01ülligt wGrdon können." ~~1.~ - No commont. se~0
~rt\\ ....Ge
IM ZENTRUM: "M U S I K HOC H S C H U L E
Z U E R I·C H" ;
Vier Meinungen zu drei entscheidenden Fragen. Die Verhandlungen über die ]'usion der Akademie und de.8',Konservatoriums 'Zürich sind bereits 'weit"fortgeschritt~n, ohne dass bisher genauere Informationen an die Oeffentlichkeit gedrungen wären. Damit sich Studierende, Lehrer und weitere Interessierte trotzdem bereits ein ungefähres Bild von der Gestaltung der zukünftigen Schule machen können, hat DISSONANZfünf ausgewählte Personen aus beiden Instituten um ihre persönliche Stellungnahme zu einigen wichtigen Fragen gebeten. Es sind dies: Die beiden Direktoren, die Herren Bertschinger 'und Wittelsbach (W), die beiden Lehrervertreter , die Herren M.Müller (M) und Savo:t:t (S) sowie Herr Kelterborn (K). Während H~rr Dir ~Berts.chinger die ,AusKunft:,Uber d~e. gestelltEm Fragen verwe"igerte, wurden wi"r von den übrigen vier lIerren mehr oder weniger a.usführlich orientiert. 1. Frage:
Direktion
Wählbarkeit, Amtsdauer, Kompetenzen des Direktors; Zeitpunkt der Wahl des zukünftigen Direktors Antworten: W: Dazu möch~e Ich nichts sagen, da diese Fragen gegenwärtig im vorberei tenden Stiftungsrat noch b,ehandel t werden. M: Die auf 6 Jahre befristete Wahl er.folgt' durch den Verwaltungsrat , wobei Wiederwahl möglich wär·~. Zu den Kompe.tenzen möchte ich ganz generell sagen: eine möglichst demokratische Lösung, keine lYI9narqhie.. Zwei Direk.toren, . ein künstlerischer und ein administrativer, kommen wahrscheinlich schon ,aus finanziellen Gründen nicht in Frage;' wohl könnte dem Direktor aber ein Cq.efbuchhalter zur Entlastung zur Seite gestellt werden. . Die. Wahl des neuen Schulleiters sollte nach Möglichkeit im Herbst 1969 stattfinden. \
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S: Die Wahl des neuen Direktors kann aus juristischen Gründen erst dann erfeIgen, wenn die Fusion rechtlich vollzogen ist. Zur Amtsdauer: Es bestünden 3 Möglicnkeiten. Wahl ~~~es Direktors auf längere Ze~t, nur für 6 Jahr~ oder ein Rektorat. Es 'ist vorläufig schwer zu entscheiden, was für uns ,da.s· beste wäre; auch z.B. an deutschen Hochschulen herrscht UnsChlüssigkeit:Die~ jenigen, die einen Direktor hatten, wünschen sich ein. Rektorat und umgekehrt. - Der neue Schu~leiter muss einen Stab von Mitarbeitern haben in Form von Abteilungsleitern und als administrative Beihilfe. (* mit Wiederwahl) K: Der Direktor, dem die künstlerische Gesamt~~itung des Instituts 'obliegt, müsste auch die finanzielle Oberverantwortung übernehmen. Diese auf einen Administrativdirektor zu übertragen, wäre aus verschiedenen Gründen nicht empfehlenswert.
, Dem Leiter sollte zur Entlastung jedoch ein Chefsekretär zur Sei te gestellt Vl{e;r:-deIf, 'sod~ss er neben d~m Direktorenam:e auch noch eine freie künstlerische Tätigkeit ausüben könnte. Seine Wahl sollte so frühzeitig erfolgen, dass er entscheidenden Einfluss auf die ganze K9nzeption der neuen Schule ausüben kann. 2. Frage: Ausbildung Welches sind nach Ihrer MeinUng die dringlichsten Reformen, die in bezug auf die musikalische Ausbild~ng durchgeführt werden und in neu zu konzipierenden Studienplänen ihren Niederschlag flnden müssen? Antworten: 'W: . Zwei Hauptziele der Fusion sind:
1. stärkere Differenzierung im Studiengang 2. schärfere Selektiqn Heute wird in der mustkalischen Ausbildung viel zu gleichmässig vorgegangen. Der Stoff s'oil te mehr auf die praktischen Ä:$J.forderungen, die an die Betreffenden herantreten, ausgerichtet werden. Die Differenzi~rung. in der Ausbildung wird meines Erachtens in erster Linie durch die.Einrichtung dreier Hauptabteilungen erreicht: Pädagogische, Orchester- und Hochschulabteilung. An der pädagogischen Abteilung sind die Dinge heute schon wei tgehend in Ordnung. Aenderungen drängen si:ch aber auf, z.B. in der Harmonielehre, die mehr in der Art einer pewussten Gehörschulung betrieben werden ,sollte. Die Lehre des Generalbasses wäre nur noch für Organisten, Kapellmeister, Theorielehrer und künftige Begleiter obligatorisch zu erklären. Zeitaufwand und spätere Verwendungsmöglichkeit stehen fiir die übrigen, speziell ~ür Orchestermusiker, in keinem Verhältnis •. Orchesterabteilung: Die "gelehrten" Fächer w~e Formenlehre, Musikgeschichte, Harmonielehre wären hier nur noch in grossen Zügen zu unterrichten, um einer besseren Gehörschulung (Solfege~') und vermehrtem Blattspiel Platz zu machen. Auch sollte der Student bis zum Diplom mindestens 4 - 5 ganze Sinfonien und 1 - 2 ganze Opern studiert haben. . Hochsehulabteilung (Konzert-, KOIDRositions- und Dirigierklassen): Die heutige musikalisol;le Ausbildung re,icht nicht aus. Insbesonderedie Literaturkunde, und nicht nur die des Hauptfachs, müsste intensiv (Gruppenunte:r:richt), betr~eben werden. Der Harmonielehre-
* * * * * * * * * * Th. W. A d 0 r n 0, Professor für So~iologie in Frankfurt und viel be'äöh. teter Th.~oretiker der lleuen Musik, hat seine Vorlesungen vorübergehend eingestellt. Grund: Drei "taktisch entblösste Genossinnen" (der "Spiegel") liessen G.oine Vorlesung platzen. Adorrrö im "Spiegel"-In-1ierview~ IIGorade bei mir, der sich stets gcgen jede Art erotischer Repression und gegen Sexual tabus gewandt hat! Ich fand das widerlich. Der Hei terk<3i tsC'f:fekt, den man dam:Lt erzielt, war jp, doch im Grunde die Reaktion dos Spiessbürgers, der Hihi! ki chert, wenn er 'oin Mädchen m:Lt nackten~ :Brüst-en sieht. 11 Adorno arbeitet gegenwärtig nach eigener Aussage an einem "grossen :Buch über Aesthetik". t'Z l'tßl~ "ß~t\_G-e6e
kurs für Fortgeschrittene, wie er seit letztem Herbst besteht, wäre hier obligatorisch. Die Studenten sollten auch mit kom·plizierteren harmonischen (}ebilden, wie sie z.B. in "Elektra" , auftreten, etwas anzufangen w~ssen.
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M: Selbstverständlich einmal die Orchesterschule. Der Theorieunterricht sollte ausgebaut werden: der bisherige Stoff müsste auf mehr Lektionen aufgefächert werden (z.B. Literaturkunde). Neu hinzu käme die Akustik Pianisten sollten obligat.Qrisch ein· Streich- oder Blasinstrument lernen. Sehr begrüssen würde ich ein Fach für Studierende ohne Matura mit allgemeiner Literaturund Kunstgeschichte. S: Ich teile im wesentlichen die Ansichten unseres Direktors über eine Teilung in verschiedene Abteilungen, mit einer Abweichung: da die Anforderungen an die Orchestermusiker heute sehr hoch sind, sollte die Orchesterabteilung in die Hochschulabteilung eingegliedert werden. - Neben den Fächern, die auf histori~ scher Basis unterrichtet werden, sollt~n Kurse eingerichtet werden für zeitgenössische Musik bis und mit :Avantgarde. Ich habe aus eigener Erfahrung in der letzten Zeit den Eindruck gewonnen, üass das Interesse speziell in der Schweiz für das zeitgnössische Geschehen sehr stark ist und glaube, dass die zukünftige .Schule auch in dieser Hinsicht eine neue Aufgabe zu erfüllen hätte.Für die ge~amte Entwicklung der neuen Schule wird sich i~ näc'!.lster Zukunft eine' Verstaatlichung als unabwendbar erweisen, nicht zuletzt im Hinblick auf eine soziale Sicherstellung der·Lehrerschaft. K: Das wichtigste Nebenfach müsste unbedingt (!ehörbildung sein, die für die Dauer des ganzen Studiums für alle obligatorisch wäre. Gehörbildung im wBi.testen Sinn: Hören von Formabläufen, Erkennen von "unkonventionellen" Klangstrukturen, Bewegungsabläufen, usw. wäre einzubeziehen. Eine allzu einseitige Spezialisierung innerhalb der theoretischen Fächer (z.B. Harmonielehre.) yväre abzubauen zugunsten einer informativen Ausbildung, die ~e~ Studen~ten auch mit neueren und älteren Satztechniken bekannt macht. Differenzierung der Theorieausbildung .. jE) nach Fachrichtung drängt sich auf. - Bei der Gliederung der ganzen Schule wird sich eine Unterteilung in eine allgemeine Abteilung und in eine Berufsabteilung ergeben, wobei einesteils strenge Massstäbe für di:e Au,fnahme an die Berufsschule angelegt werden müssen, andernteils·insofern keine starre Trennung zwischen den beiden Abteilungen bestehen soll, als zum Beispiel in Form von 1 - 2 Vorsemestern ein ·organischer Uebergang gewährleistet werden kann.
3. Frage: Studentenschaft a) Soll die Studentenorganisation offiziellen Charakter' erhalten (obligatorische Mitgliedschaft jedes Berufsschülers), entsprechend etwa den Lösungen an allen Hochschulen oder an der Dolmetscherschule Zürich, die wie das Konsi ein privatwirtschaftliches Institut ist (Genossenschaft)? . b) Auf welche Gebiete soll sich 'studentische M,i tsprache und Mi tbestimmung erstrecken? Organisation der ßchule - Prüfungen Lehrer- und Direktorenwahlen - etc.
c) Wie soll eine derartige, auf dem demokratischen Prinzip basierende Mitwirkung institutionell verankert werden? - Sitz im Verwaltungsrat , Anwesenheit eines Studentenvertreters bei den Prüfungen Mitarbeit bei Neugestaltung der Studien- und Prüfungsber stimmungen Antworten: W: Ich möchte keine E:i.~klärungen abgeben, bis die ganzen Verhäl tnisse klarer überschaubar sind, vor allem, bis der vorbereitende Stiftungsrat sich zu diesen Fragen ebenfall geäussert hat. Aufgrund verschiedener Aeusserungen könnte dann irgend ein Weg gefunden werden, wj.e r.ie versclüedenen Meinungen auf einen gemeinsamiHl Nenner gebracht werden können. - Auf jeden Fall halte ich ein Mi tbestj.mmungsrecht im gleichen Umfang, wie es Stadt unQ Kanton und die a!:.deren Subvenienten ausüben, nicht für möglj.ch. Mit einem Mitspracherecht in Form von Kons1:l.1tationen und :Bej ziehung eines Studentenvertreters bei der Behandlung bestimmter- J!'ragen wäre ich jedoch du~chaus einverstanden.
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Uebe~e~ffiziellen Charakter der Studentenorganisation müssten die Studierenden in eÜJ('r Urabstimmung selbst entscheiden. Ich selbst bin ;)hne w8iteJ:'8s damit ein.verstandeni die Lehrel' sind schlies81ioh auch organisiert. Studentische Mitsprache in organisatorischen Dingen ist na~h meiner Ansicht möglich, nicht jeaoch be:i. Prüfungen, 1J8h1'er-- und Direktor€nwahlen. Ein Mi tspracherecht im Verwalturgsrat ist den Studenten, analQg zu d~n Lehrern, zuzubilligen.
S: N'aph meiner persönlichen Ansicht (über diejenige des Lehrerkonvents kann ich nichts sagen~ da er noch nicht zu dieser Frage Stellung bezogen hat) sollten die Studenten im Stif~ungs rat sov\'ohl das Mi tsprache- als auch das Mi tbestimmungsrec.;ht erhalten, wobei der jeweil:i.ge Umfang noch genau definiert werden müsste. Dadu:::'ch hätten die Studenten die Möglichkeit 1 auf die Organisatio:fl rle:::..~ Schule t;'.r:d die übrigen }!'ragcm',Einfluss auszuüben. - Eine offizielle Studentenorganisation, analog zum Lehrerkonvent , f'j.nde ich durchaus in Ordnung. K: Die.Existenz ejner offiziellen Studentenorganisation, zu der jeder Studierende ~üI::,en Semesterbei trag entrichte'c und s.ich dafür an ih~ beteiligen kann? finde ich normal. Solche Organisationen habe!J. sicl; an deutschen Musikhochschulen bewährt. Sie wäre für 2 Bereich.) zuständig: die studentischen Interessen gegenüber de:- Schuleitung zu vertreten und organisator1sche Aufgaben zu übernehmc:n (Konzertveranstaltungen, Zimmervermi ttlung, etc.) . .- 't;ine Zillassung von Studentenvertretern bei Prü-· fungen lehne ich ab; hingegen sollte eine Studentenorganisation mit offi2:i3l1eL1 Charakter über einen Sitz mit Stimmrecht im Stiftungsrat verfügen.
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * .n~e mAz wird eine Arbej.tsgruppe bilden, um diese Antworten * * zu analysieren und gleichzeitig ihr,en eigenen Standpunkt zu * * diesen Problemen dars-l:;ellen. DISSONANZ 3 wird darüber berichten. -)t* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * 1'*11>1.1'*1 * * *
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DISSONANZ will nicht nur auf akustische Missklänge hinweisen. Sie scheint eine IifIusj.kzei tschrift zu sein, die programmatisch Musik nicht als Ding-an--sich betrachtet wissen will, sondern. in gesellschaftlicb,en Zusammenhang. (.,.) Zu wünschen bleibt; -dass DISSONANZ nicht - wie so manch ähnliches Projekt - lahm "und zahm wird .. ( ... ) Den Charakter von Flugblatt und Traktat sollte es sich erhalten. Auf dem Gebiet der Musik und Musikerziehung gibt es nach wie ver - und nicht nur in Zürich - vielerlei zu traktieren, (Wel twoche vom 23. Mai 3-969 unter dem Ti tel "Spass am Missklang" über die erste Nummer der DISSONANZ.) $ S $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ • $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ MISSFAELLT IHNEN DIE DISSONANZ? Dann schreiben Sie uns einen $ wütenden Brief. Gefällt sie Ihnen? Dann schicken Sie uns eine freiwillige Spende (pe siehe Titelseite; auf der Rückseite des $ $che~nes bitte Zweck der Zahlqng angeben.) Sie werden di~ Zeitung $ dann ca ein Jahr lang per Post erhalten. (Erscheinungsdaten,ungewiss, deshalb kein Abonnement.) $ $ $ $ S-. $ $ $ • S $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ $ • $ $ $' S'S $ $ $ $ Da unser Nachsatz zum Artikel über das Rhythmik-Seminar in der letzten Nummer scheinbar den Eindruck aufkommen liess, nach dem Tode von Mimi Scheiblauer stehe die Schule vor ihrer Auf'lösung, :Bgen die Beteiligten Wert auf folgende Feststellung: "Die Kolleginnen von Mimj_ Schoiblauer führen als CL'eam die Arbeit in ihrem Sinne weiter; letzte Entscheide fällt Herr Direktor Wittelsbach. Die FDrtführung des Seminars ist damit gewährleistet." -
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Die Redaktion dankt hir die vielen Zuschriften und Artikel, die für DISSONANZ 3 bestiwmt sind zum voraus herzlich. j
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Hier abtrennen und bitte vor dem 4. Juni (Mitgliederversammlung) in Briefkasten der OMZ in Konsi oder Aki werfen. ANMELDUNG
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(Aktivmitglied kann jeder Mus,ikstudent werden, Passivmitglied diejenigen Personen, die unsere Organisation unters"t.üt2!en, wollen.)
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Mitgliederversammlung der OMZ am Mittwoch, 4. Juni, 19.00 Uhr * im kleinen S~al des Konservatoriums. Zur Diskussion steht v9r * allem das Programm und das weitere Vorgehen der OMZ für die nächste * Zeit. Es ist also wichtig, dass sich möglichst viele dazu einfinden * werden~ OMZOMZOMZOMZOMZ 'Am Montag, 2. Juni 1969 um 20.00 Uhr, findet im,~Konservatorium ein Konzert von Studierenden des R 0 Y a 1 C 0 1 1 e g e 0 f Mus i c, L 0 n don, statt. Gespielt werden Werke von Mozart, Elgar und Bartok. Weitere Angaben siehe "Bindebogen". ZMOZMOZMOZMOZMO Die Studierenden der Basler Musikakademie sind ebenfalls im Begriff, sich zu organis~eren. Die OMZ hat sich bereits mit ihnen in Verbindung gesetzt. OMZOMZOMZOMZOMZ Eine Rede, die der Asta-Vorsitzende.der Musikhöchschule Hamburg im letzten Jahr an einer Semestereröffnungsfeier gehalten hat, ist bei' der OMZ gedruckt erhältlich. Unkostenbei trag, -.50. Die Themen, dle der Studentenvertreter darin anschneidet, sind auch für uns hier aU6serordentlich wichtig. Werdet Mitglied der OMZ Werdet Mitglied der OMZ Werdet Mitglied
Hin w e i s In nächster Zeit heben sich zwei Konzerte wohltuend vom üblichen .Rummelprogramm des Kulturbetriebes ab: Einmal das musica-vi va-Konzert im Rahmen der Zürcher Festwochen am Donnerstag, 12. Juni, in der 'Tonhalle, mit Werken von B. A'. Zimmermann, Earl Brown, K. Stockhausen und P.Boulez. Interpreten sind. die Gebrüder Kontarsky (Klavier) und Christoph Caskel (Schlagzeug). I>ann das Konzert mit geistlicher Chormusik in der Mar.tinskircp.e Basel vom 15 ~:, ~dhi, 20.1,5 Uhr mit Werken von Schnebel, H. 'i-Lachenmann; S'tockhausert "und Kagel. Die drei schweizerischen Erstaufführungen und eine Uraufführung werden 'von der Schola Cantorum Stuttgart unter Clytus Gottwald daTgeboten. 1fE,1'N
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Jeder BUrßer hut ~nspruch darauf, dass die HOC}lschule mit den riesigen Geldsummen, die er ji.:ihrlich investic-:rt, die Interessen der gesamten Ge'seIlschaft erke'nnt und berücksichtigt!
Damit sie diesen gesellschaftlichen Auftrag wahrnehmen kann, mUssan ihre Konzeption und Struktur neu überdneht werden. Heute harrßn Problemkreise wie - Verhältnis der Hochschule zur Gesellschaft zum Staat zur V:irtsehnft - Aufgaben der Hochschule (Lehre, Forschung, polit. Mandat) Innerer Aufbau der Hochschule ~u8angsm~glichkeiten zur Hochschule der grundsätzlichen Diskussion und bcdiirfen dringend einer umfassenden
A xlärunC;. 'frotzdem hielt es der Schweiz.erische Bundcnrui:. nieht fHr nötig, diesen 'aktuellen bildungspolitisciwn Entwicklun[;UJl Bcchntng zu tragen. Statt ... dessen legte er in der HC'rbstscss1on 1968 den eidgenössischen Räten (Yin !lneues" ETH-Ge:setz vor. das in allen weson(lichen Punkten cl'em alten Gesetz, ven 1854 entspricht; aUB der Zeit der begiullcnden Industrialisierung unsereS" Landes also. Zum V.;)rgleich sei orwllhnt, dass 8elbst unsere Bundesverfas~ung 1874 einer Totalrevision unterzogen wurde, und seither immer wieder ergänzt worden ist. Um diese äusscrst bedenkliche Handlungsweise zu vertuschen wurd~ bowusst darauf verzichtet, die intere~sierton und direkt betroffenen Kreise vor 4er Vcrubcchiedung dieses Gesetzes zu be4 grUssen. Es wurdo weder unter den Dozenten noch den Studenten ein ordent- ' li6hes VernohmlusBungsverfahren durchgüfUhrt. Auf diese Art und ~·Jcdse ,'1180 wird in der Schwc'iz Hochschul- und Bj.1dungs:poli tik betricbün. So sird ein Gesetz (~:r:..lrbci tot, das während JahrZElhnten dia Zukunft unserer Hochschulen b{~stimmt! 11a. t doch Bundesrat Tschudi selbst auf den i\'lOdcllchnraktt.:r diesuX' E~'H-Konzcption fU.r allo andorn Universit~ten
hingewiesen.
Eine Frage drängt sich heute nuf: Interessen vertritt unsere Regierung angesichts solch bedeutungsvoller-Entschoide ?
Wess~n
Eine Antwort liegt heute D.uf der Hand: Jedenfalls wedar diejenigen doo ~inzülnen BUrgers noch diejenigen der gesamten Gesellschaft !
Nehl1l.en wüc die (letzte) Gelegenheit wahr, und ziühen wir durch unser
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die Notbremse. b!Jvor der Katastrophe rast ! Eigendruck
Bildungscxpress Sch "'e4~~~~sche "-Co"'..... , ' 'in die drohende VI
Informationskomitee der Arehitektura
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