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SKIPPERS Segeln & Ozean - 98

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skippers by GMT Publishing

Segeln & Ozean - NR. 98 - DEZ. 2025. - MÄRZ 2026

Mini-Transat: Mathis Bourgnon zaubert

Rolex SUI SailGP feiert phänomenale Premiere Die TransatlantikSaga der 6mRJachten

L 14697- 22 -F-LUX-DE: 14€- RD - CHF 14.-

Jahresbilanz der Werften mit vielen Neuheiten


EDITORIAL

Rolex Female World Sailor of the Year! Welche Ehre! Zum ersten Mal erhält eine Seglerin aus unserem kleinen Binnenland die höchste Auszeichnung von World Sailing. Die Empfängerin des renommierten Preises ist niemand geringerer als Justine Mettraux. Hartnäckig, methodisch und kämpferisch pulverisierte sie den Frauenrekord der Vendée Globe. Und diesen Herbst steuerte sie an der Transat Café L’Or ein letztes Mal ihre alte IMOCA TeamWork–Team Snef. Mit erhobenem Kopf erreichte sie inmitten der modernen Hightech-Foiler den 5. Platz. Justine ist nicht nur eine begnadete Seglerin, sondern auch Zugpferd und Vorbild für die neue Generation angehender Schweizer Offshore-Cracks. Und die stossen bereits nach. Bestes Beispiel? Mathis Bourgnon! Hinter seinem Engelsgesicht verbirgt sich eine Bulldozer-ähnliche Entschlossenheit. Ihr – und seinem Riesentalent – hat er es zu verdanken, dass er 30 Jahre nach seinem Vater Yvan die Mini-Transat gewonnen hat. Insgesamt waren sieben Schweizerinnen und Schweizer am Start, drei in der Proto-Klasse, vier in der Serien-Wertung. Vier von ihnen klassierten sich in den Top 10: Mathis Bourgnon und Felix Oberle bei den Prototypen, Joshua Schopfer und Alicia Pfyffer bei den Serienbooten. Damit gehört die Schweiz an Hochseeregatten definitiv zu den Schwergewichten. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht um ein Strohfeuer handelt, sondern um den Beginn einer langen Erfolgsgeschichte. Alan Roura, Simon Koster und Elodie-Jane Mettraux unterstützen die neue Dynamik mit dem Swiss Offshore Team, einer Art Segel-Nationalmannschaft, die dem Nachwuchs die Möglichkeit gibt, Offshore-Erfahrung zu sammeln und ihm zum Durchbruch verhelfen soll. Die Schweiz blickt aufs Meer – mit gutem Grund. Pierre-Antoine Preti Chefredaktor

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skippers Segeln & Ozean

zVg

Die Schweiz blickt aufs Meer – mit gutem Grund

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CLASSIC YACHT RACING THE CLYDE, SCOTLAND

15 - 25 June RICHARDMILLECUP.COM

2026


Tim McKenna

Jean-Guy Python

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TÖRNS Zauberhaftes Französisch-Polynesien Mit der Fou de Bassan nach Tanger

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NEWS Skippers Werften

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WERFTEN Dufour 48 ODSea+ Excess 13 Leopard 52 Konjunktur und Herbstmessen Oceanis 52

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INTERVIEW Rainer Müller

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SEGELN INTERNATIONAL 6mR-Weltmeisterschaft in den USA Erster Rolex Switzerland Sail Grand Prix Mathis Bourgnon gewinnt die Mini-Transat Schweizer Ergebnisse an der Mini-Transat Transat Café L’Or Zeitlose Voiles de Saint-Tropez Mit einem Schweizer Team am Ocean Race Europe

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SEGELN IN DER SCHWEIZ Romands gewinnen die Swiss Sailing League Die fünfte TF35 Trophy ist Geschichte

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Gwidon Libera

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Gilles Martin-Raget

Inhalt Nr. 98

Loris von Siebenthal

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Gran Turismo Catamaran

Crafted to live in motion.

Fast Sailing, Full Living. www.gunboat.com


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CLUBS & KLASSEN Rückblick auf die Generalversammlung

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SWISS SAILING TEAM Los Angeles 2028 im Visier

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Fokus

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NEWS Internationale News Nationale News News aus der Deutschschweiz

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SEGELGESCHEHEN Segeln für alle Das zweite Leben der P-Boats Explora Journeys: Kreuzfahrt einmal anders

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ZUBEHÖR

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NEXT

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Gilles Martin-Raget

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Maurizio Secundo

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SWISS SAILING Editorial

Sailing Energy

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Brice Lechevalier

Inhalt Nr. 98

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TÖRN

Französisch-Polynesien

Segeln im Garten Eden Französisch-Polynesien ist flächenmässig etwa so gross wie Europa, besteht aber zu weniger als zehn Prozent aus Landfläche. Der Rest sind Meer und Lagunen. Wegen des allgegenwärtigen Wassers ist die Inselregion im Südpazifik seit der Entdeckung durch europäische Seefahrer Sehnsuchtsort vieler Ozeanreisenden. Die Postkartenregion mit ihrer jahrtausendealten Kultur gilt als ultimatives Törnparadies. DER DREIMASTER SHENANDOAH VOR DEN MARQUESAS

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Text ) Virginie Gillet Fotos ) Tim McKenna

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Französisch-Polynesien ist ein französisches Überseegebiet mit einer Landfläche von lediglich 4200 Quadratkilometern, verteilt auf 118 Inseln und Atolle, von denen die meisten unbewohnt sind. Sie liegen weit verstreut über nahezu 5 Millionen Quadratkilometer rund um den Wendekreis des Steinbocks, mitten im Pazifischen Ozean. In einem Umkreis von etwa 6500 Kilometern gibt es nichts als Wasser, erst dann trifft man im Westen auf Australien, im Nordosten auf Kalifornien und im Südosten auf Chile. 16 000 Kilometer trennen die Hauptstadt Papeete auf Tahiti von Paris, von wo aus die fünf Archipele der «Collectivité d’outre-mer» zentralistisch verwaltet werden. Jeder von ihnen besitzt eine eigene Identität. Ebenso vielfältig wie die Kultur ist die geologische Beschaffenheit der Inselwelt und folglich ihre Natur. Sie erzählen auf eindrückliche Weise die Entstehungsgeschichte der Vulkaninseln und Atolle.

Archipel mit den geografisch dazugehörigen Gambierinseln. Sie erstrecken sich über fast 1500 Kilometer vom Nordwesten Tahitis nach Südosten. Daran grenzen die Gesellschaftsinseln, unterteilt in die Inseln über dem Winde und die Inseln unter dem Winde. Zu Ersteren gehören Tahiti, Moorea und Tetiaroa, zu Letzteren Bora Bora, die «Perle des Pazifiks», die Vanilleinsel Taha’a und die heilige Insel Raiatea, die lange als Wiege der polynesischen Kultur galt. Ganz im Süden schliesslich liegen wie auf einer Perlenschnur aufgereiht die sieben Austral-Inseln.

Den Norden Französisch-Polynesiens bilden die sagenumwobenen Marquesas, wo Jacques Brel und Paul Gauguin ihren Lebensabend verbrachten. Südlich davon befindet sich der Tuamotu-

Heute weiss man, dass sich die Ausbreitung der polynesischen Bevölkerung über mehrere Jahrhunderte hinweg in verschiedenen Wellen vollzogen hat und in den weit auseinanderliegenden Regionen eigenständige Kulturen entstanden sind. Auch in Französisch-Polynesien entwickelten

Teil des polynesischen Dreiecks Im Grunde genommen ist Französisch-Polynesien nur ein «künstlicher» Ausschnitt des weit grösseren Polynesiens, auch bekannt als polynesisches Dreieck. Eckpunkte dieses Kulturareals, das auf einer gemeinsamen Abstammung und damit auf einer geteilten Identität beruht, sind Neuseeland, Hawaii und Rapa Nui, besser bekannt als Osterinsel. Die Bevölkerungen dieses zusammenhängenden Siedlungsgebiets fühlen sich angesichts ihrer gemeinsamen genetischen, sprachlichen und kulturellen Wurzeln eng miteinander verbunden. Da sie sich dennoch in vieler Hinsicht voneinander unterscheiden, hat jede Kultur im Lauf der Zeit ihre eigene Ausprägung gefunden.


MOOREA HIESS FRÜHER AMEIHO ODER EIMEO. DIE INSEL IST VOR DREI MILLIONEN JAHREN AUS DEM WASSER EMPORGESTIEGEN. ZUSAMMEN MIT DER COOK’S BAY (LINKS) UND DER OPUNOHU BAY (RECHTS) BILDET SIE EINEN DREIZACK.

DIE SUPERJACHT SEA EAGLE II VOR BORA BORA. DER 81 METER LANGE DREIMASTER WURDE IN NEUSEELAND VON ROYAL HUISMAN GEBAUT.


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sich eigene gesellschaftliche Strukturen und Traditionen, die sich nicht zuletzt aufgrund der grossen Entfernungen von Archipel zu Archipel deutlich unterscheiden können.

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Kulturelles Kaleidoskop Um diese Unterschiede zu verstehen, muss man wissen, dass die Region vor der Ankunft der Europäer alles andere als homogen war. Obwohl die ersten Seefahrer bereits im 16. Jahrhundert auf den Inseln landeten – Magellan stiess 1521 zufällig auf die Tuamotu-Insel Puka Puka – wurde Tahiti offiziell erst 1767 durch den Briten Samuel Wallis entdeckt. Kurz darauf erreichten auch Bougainville (1768) und Cook (1769) die Inseln. In der Folgezeit rivalisierten die grossen europäischen Kolonialmächte um Einfluss auf die verschiedenen einheimischen Clans und «Königreiche», die über das Gebiet herrschten. Erst nach jahrzehntelangen Machtkämpfen zwischen den Besiedlern entstand die geografische Einheit Französisch-Polynesien, wie wir sie heute kennen. 1880 fiel Tahiti offiziell an Frankreich, 1901 wurde schliesslich ganz Französisch-Polynesien administrativ in das französische Kolonialreich integriert. Die im neuen Überseegebiet vereinten Kulturen sind bis heute einzigartig geblieben und machen noch immer seinen wahren Reichtum aus.

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Der Ozean als starkes Band, die Geschichte als Kompass Die untrennbar mit dem Meer verbundene Kultur Französisch-Polynesiens konnte sich dank der grossen Entfernung zu den westlichen Metropolen bis heute bewahren. Obschon sich die Fachwelt noch immer über Ursprung und Chronologie der grossen Migrationsbewegungen streitet, herrscht Einigkeit darüber, dass die paradiesischen Inseln einst von einem aussergewöhnlichen Seefahrervolk besiedelt wurden. In ihren DoppelrumpfPirogen, ohne moderne Instrumente, allein geleitet von Sternen, Vögeln, Wolken und Wellen, überquerten sie unermessliche Distanzen und schufen über Millionen von Quadratkilometern hinweg ein faszinierendes, durch den Ozean verbundenes Netz kleiner Gemeinschaften, das Abenteuerhungrige und Menschen mit Fernweh in seinen Bann zieht. Die Polynesierinnen und Polynesier haben dieses wertvolle Erbe über die Jahrhunderte hinweg lebendig gehalten. Mit zeitgemässer Infrastruktur und Technologie setzen sie den Dialog mit dem Meer fort. Diese einzigartige Lebensader und Inspirationsquelle eröffnet Segelnden ein unvergleichliches Revier: ein Mosaik aus türkisblauen Lagunen, üppig bewaldeten Bergen und schiffbaren Riffpassagen.

EIN TIKI, DER ÜBER DIE ZEREMONIALSTÄTTE HATIHEU IN NUKU NIVA (MARAE) AUF DEN MARQUESAS WACHT

DIE BLISS VERLÄSST DIE SCHÜTZENDE OPUNOHU BAY IN MOOREA

STRAND AUF EINEM EINSAMEN MOTU VON RIKITEA AUF DEN GAMBIER-INSELN

Faszinierende Unterwasserwelt Zu den Naturschätzen, die Polynesien zu einem Segelparadies machen, gehört zweifellos die faszinierende Tierwelt. In den Gewässern des Archipels tummeln sich 23 verschiedene Wal- und Delfinarten. Neben Orcas, Schweins-, Schnabel- und Zwergwalen begegnet man hier auch


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DIE BEIDEN GEBIRGSMASSIVE WERDEN VON EINEM MEERESARM GETRENNT. IM OSTEN BILDET ER DIE MAROE BAY, IM WESTEN FÜHRT ER ZUR BOURAYNE BAY.

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dem grössten Meeressäuger der Welt, dem Blauwal. Der unbestrittene Star bei Touristen und Einheimischen ist jedoch der Buckelwal. Zwischen Juni und November ziehen die Giganten in die warmen Küstengewässer Polynesiens, um sich zu paaren und ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. In dieser Zeit sind die majestätischen Tiere gut zu beobachten.

DAS NEUE WESTIN RESORT & SPA AUF BORA BORA WURDE FRÜHER UNTER DEM NAMEN LE MÉRIDIEN BETRIEBEN.

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Traumhafte Segelbedingungen Segeln in Französisch-Polynesien ist eine der reizvollsten Möglichkeiten, das pulsierende Herz des Südpazifiks abseits der Touristenmassen und der klassischen Routen zu erleben. Das gemässigte tropische Klima sorgt das ganze Jahr über für angenehme Bedingungen. Die beste Zeit für gemächliche Segeltörns ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober, wenn der Südostpassat für beständige Winde sorgt und das Wetter stabil bleibt. In der Regenzeit von November bis April ist etwas mehr Vorsicht geboten, denn dann besteht das Risiko von Wirbelstürmen, auch wenn diese meist moderat ausfallen. Viele Fahrtensegelnde beschränken sich auf die Gesellschaftsinseln Tahiti, Moorea, Raiatea, Huahine, Taha’a und natürlich Bora Bora. Da sie maximal 50 Seemeilen voneinander entfernt liegen, kann je nach Erfahrung auf Sicht oder zwischen den geschützten Lagunen gesegelt werden. Sie bieten nicht nur Schutz vor Schwell, sondern auch viele Ankerplätze. Ein Törn durch dieses zauberhafte Inselreich ist für Neulinge ebenso reizvoll wie für erfahrene


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Die Perlen der Gesellschaftsinseln Nicht weit entfernt liegt Bora Bora, der Inbegriff des Tropenparadieses. Überragt vom Mont Otemanu birgt die «Perle der Karibik» mehrere Ankerplätze. Man kann sein Boot vor dem Hauptort Vaitape, am Motu Toopua oder an der Ostküste gegenüber den auf Pfählen erbauten Luxusbungalows vertäuen. In der Lagune ist jedoch Vorsicht geboten: Wer unbeschadet durch die zahlreichen Korallenriffe und engen Passagen navigieren möchte, sollte sich nicht allein auf das GPS verlassen, sondern zusätzlich die Seekarten zu Rate ziehen. Bestimmte Bereiche sind zudem Privatbesitz oder geschützt. Zufahrtsverbote und andere Vorschriften müssen unbedingt beachtet werden, denn nur so bleibt das empfindliche Ökosystem erhalten. Weniger bekannt, aber ebenso lohnend sind Huahin, Taha’a und die anderen Inseln des Archipels. Sie konnten ihre Ursprünglichkeit weitgehend bewahren und werden daher bei Segelnden, die Authentizität suchen, als Geheimtipp gehandelt. Huahine und Fare begeistern durch grossartige Liegeplätze, Taha’a, die ihre Lagune mit Raiatea teilt, durch viel lokalen Charme und ruhige Ankermöglichkeiten zwischen Vanilleplantagen und Perlenfarmen. Nur 17 Seemeilen von ihrer Schwesterinsel Tahiti entfernt entzückt Mooreau mit unberührter Natur. Sie ist weniger gut erschlossen als die Hauptinsel und wegen ihrer spektakulär schönen Ankerplätze besonders beliebt. Ihre grossen Buchten Cook und Opunohu bieten selbst bei starkem Wind sicheren Schutz. Opunohu mutet dabei besonders friedlich an. Umgeben von steilen Felshängen und üppiger Vegetation wirkt sie wie aus einem Werbeprospekt.

Grenzenlose Entdeckungen Ein Törn in Französisch-Polynesien, egal ob auf den Gesellschaftsinseln oder anderen Archipelen, zwischen denen rund zwanzig Schoner und zahlreiche Kreuzfahrtschiffe verkehren, ist eine zutiefst sinnliche und spirituelle Erfahrung. Jede Insel hat ihren eigenen Rhythmus, ihre eigenen Traditionen und von Göttern geschaffene Landschaften und doch sind alle vom gleichen Geist beseelt. Er kommt in der gelebten Gastfreundschaft, dem Respekt vor dem Ozean und der lebendigen Erinnerung an die Vorfahren zum Ausdruck.

DIE PIROGE HOLOPUNI, IDEAL FÜR ENTSPANNENDE MOMENTE IN DER LAGUNE VON BORA BORA

VOM JULI BIS NOVEMBER ZIEHEN DIE BUCKELWALE SCHARENWEISE NACH POLYNESIEN, UM DORT IHRE KÄLBER ZUR WELT ZU BRINGEN.

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Segelnde. Es verspricht eine Fülle unvergesslicher Zwischenstopps vor idyllischer Kulisse. Besonders lohnenswert ist Tupai. Die unbewohnte Insel in Herzform gehört zur Gemeinde Bora Bora und gilt als romantischstes Atoll der Welt, darf aber nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Die grössten Jachthäfen und Clubs befinden sich auf Tahiti, Moorea, Bora Bora und Raiatea, doch auch auf anderen Inseln wie Huahine und Taha’a gibt es gute Ankermöglichkeiten und kleinere Hafenanlagen. Raiatea gilt als «Segelhauptstadt» Französisch-Polynesiens. Ihr gut angebundener Inlandflughafen macht sie zum idealen Ausgangspunkt für einen Törn zu den Inseln unter dem Winde. Hier konzentriert sich die grösste Zahl nautischer Dienstleister und Versorgungsmöglichkeiten. Neben Werften, Segelmachereien, Tankstellen und Supermärkten werden mehrere Charterbasen betrieben. Besonders gut ausgestattet und sicher ist die Marina Apooiti bei Uturoa. Wer sich eine Auszeit gönnen möchte, sollte dem Kraftort Marae Taputapuātea einen Besuch abstatten. Dem spirituellen Zentrum Polynesiens wird nachgesagt, dass es die Energiereserven wieder füllt.

FISCHREICHE UNTERWASSERWELT IN TAHAA: IN DEN POLYNESISCHEN INSELWELTEN IST DIE MEERESFAUNA UND -FLORA NOCH IMMER GRÖSSTENTEILS INTAKT.

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TUPAI IST WEGEN IHRER HERZFORM WELTBERÜHMT. AUS DER VOGELPERSPEKTIVE

DIE SÜDLICHE RIFFPASSAGE DES UNESCO-

WIRKT DIE INSEL BESONDERS ROMANTISCH.

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Nützliche Infos Beste Reisezeit Die trockene, kühlere Jahreszeit dauert von Mai bis Oktober. Während des restlichen Jahres herrscht feuchtes, heisses Klima, mit gelegentlicher, aber moderater Wirbelsturmgefahr. Anreise Die klassische Anreise erfolgt per Flugzeug zum internationalen Flughafen Tahiti-Faa’a. Er wird aus Paris oder aus den USA mehrmals wöchentlich von Air France, Air Tahiti Nui und French Bee angeflogen. Natürlich erreichen Sie Französisch-Polynesien auch mit dem Boot.

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Segeln In Französisch-Polynesien sind die Gezeiten schwach ausgeprägt, die Strömungen hingegen stark, vor allem in den sogenannten «Passes». Besondere Vorsicht ist bei hohem Wellengang geboten. Meist sind die Riffpassagen gut markiert und mit aktuellen Karten, einem zuverlässigen GPS und der nötigen Vorsicht gut befahrbar.

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Heiva i Tahiti Der 1881 ins Leben gerufene Tanz- und Gesangswettbewerb ist eines der ältesten Festivals der Welt und der kulturelle Höhepunkt im polynesischen Kulturkalender. Er findet alljährlich im Juli statt und wird von Ende Juni bis Mitte August von zahlreichen weiteren Veranstaltungen wie Wettkämpfen traditioneller Sportarten, Pirogen-Regatten und Kunsthandwerk-Ausstellungen begleitet.

Vorbereitung auf einen Polynesien-Törn • Formalitäten: Einreisehäfen sind Papeete (Tahiti), Raiatea oder Bora Bora. Sofort nach der Ankunft muss man sich bei der Wasserpolizei und beim Zoll melden. • Karten: Der GPS ist zuverlässig, trotzdem gilt es wachsam zu bleiben. Die Riffpassagen sind in der Regel gut markiert. Der Katalog des französischen hydrografischen Amts (Service Hydrographique et Océanographique de la Marine, kurz Shom) umfasst 81 Karten für Französisch-Polynesien. Sie sind auf data.shom.fr abrufbar. Der sehr umfassende maritime Führer für Französisch-Polynesien Moana, guide de la mer wird seit 1996 in einer jährlich aktualisierten Version vom Creaprint-Verlag herausgegeben. Er erscheint zwar nur auf Französisch, ist aber am vollständigsten und wird in Papierform aufgelegt. Die älteren Ausgaben sind bis 2023-24 zudem digital auf creaprint.pf erhältlich. • Versorgung: In Tahiti, Raiatea, Moorea und Bora Bora kann man sich mit allem Nötigen eindecken. Für die kleineren Inseln sollten Sie genügend Proviant und Ersatzteile mitnehmen. • Umwelt: Achten Sie darauf, keine Riffe zu beschädigen und möglichst wenig CO2 zu produzieren. Machen Sie wo vorhanden an Ankerbojen fest. Viele Gebiete stehen aufgrund ihrer Artenvielfalt unter Naturschutz. • Internet und Kommunikation: Lokale SIM-Karten von Vini oder Vodafone bieten eine gute Netzabdeckung, insbesondere rund um die grossen Inseln. • Sicherheit: Im Notfall verwenden Sie den mobilen Seefunkdienst, Kanal 16. Sie werden direkt mit der Such- und Rettungsdienststelle JRCC oder anderen Booten in der Nähe verbunden.

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TÖRN

Der Atlantikküste entlang

Von der Bretagne nach Tanger Wir segeln nach Marokko! Während wir den Hafen von Arzal verlassen, platze ich fast vor Vorfreude auf den Maghreb und die neuen Welten, die uns dort erwarten. Die Route vom französischen Küstenfluss Vilaine über Galicien, die portugiesische Küste, die Algarve und Andalusien bis nach Tanger bildet die erste Etappe unserer grossen Atlantikreise. Als uns bei der Mündung der Vilaine Delfine aufs offene Meer begleiten, ist mein Glück perfekt.

Text ) Elisabeth Thorens-Gaud

Leider währt die gute Laune nicht lange, schon in der Biskaya weicht sie einer dumpfen Unruhe. Zum ersten Mal werden wir den berüchtigten Golf nur zu zweit durchqueren. Tagsüber habe ich damit kein Problem, mir machen die Nachtwachen Angst. Zum Glück spielt das Wetter mit. Am Himmel ist nicht die kleinste Wolke zu sehen und wir kommen bei angenehmen 15 bis 20 Knoten Rückenwind gut vorwärts. Ich freue mich auf La Coruña und auf lange Sommerabende auf belebten Terrassen unter dem wachsamen Blick der Statue von María Pita. Die Nationalheldin soll 1589 die englischen Invasoren zurückgedrängt haben. Doch die Stadt scheint uns prüfen zu wollen. Sie empfängt uns mit 34 Knoten starken Böen.

IN DER STÜRMISCHEN JAHRESZEIT BRECHEN SICH DIE METERHOHEN WELLEN AN DEN KLIPPEN DES DORFES NAZARÉ.

ARPT Centro de Portugal


NAZARÉ MIT DER PRAIA DO NORTE UND DER FESTUNG SÃO MIGUEL ARCANJO IM NORDEN UND DEM DORFKERN UND DEM HAUPTSTRAND IM SÜDEN

DAS CABO DE SÃO VICENTE, SÜDWESTLICHSTER PUNKT EUROPAS

Gemütsruhe vorbei. Wir starten den Radar und starren angestrengt auf das Meer. Zwei Stunden später löst sich die Nebelsuppe so unvermittelt, wie sie gekommen ist, wieder auf. Bei herrlichem Sonnenschein und böenartigem Ostwind mit bis zu 28 Knoten passieren wir das Kap Finisterre. Nach zehnstündiger Navigation und mehreren Halsen erreichen wir die hübsche Bucht von Enseada de Langosteira, wo wir Anker werfen. Tags darauf steuern wir Muros an. Die kleine Stadt ist etwas in die Jahre gekommen, aber gerade deshalb sehr reizvoll. Im 19. Jahrhundert lebten die Einheimischen vom Sardinenfang. Heute säumen Laubengänge aus

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Galicien Die Dienstleistungen im Jachthafen sind von guter Qualität, für solide Reparaturen trotzdem nur bedingt geeignet. Da Segeln eigentlich nicht zur lokalen Kultur gehört, fehlt das nötige Fachwissen. Zwar gibt es einen gut sortierten Schiffsausrüster, den Collet für Winschen müssen wir trotzdem online bestellen. Wir nutzen den Tag an Land, um die galicische Küste bis zum Cabo Ortegal und seine steil ins Meer abfallenden Klippen zu erkunden. Besonders angetan hat es uns die Ria Santa Maria de Ortigueira. Wir würden die Meeresbucht gerne einmal mit unserem Boot befahren. Müde und zufrieden machen wir es uns an einem nahegelegenen Strand bequem und geniessen das sanfte Abendlicht. Am nächsten Morgen, als die Einheimischen den Tag in ihren Stammlokalen mit einem Café con Leche und einem Burrito beginnen, verlassen wir mit einem leichten Stich im Herzen La Coruña. Wehmütig werfen wir einen letzten Blick auf die Stadt, die im Schein des Herkulesturms erwacht. Das Meer ist ruhig. Doch dann verschwindet praktisch von einer Sekunde zur nächsten der Horizont und die Sichtweite beträgt nur noch knapp 100 Meter. Damit ist es auch mit unserer

Bernard Thorens

ARPT Centro de Portugal

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TÖRN

Bernard Thorens

Granit die Bucht und dort, wo früher die Netze geflickt wurden, locken Cafés und Geschäfte. Segeln bedeutet auch an- und innezuhalten und sich auf Begegnungen einzulassen. In Vigo haben wir uns mit einer Freundin verabredet. Gemeinsam essen wir Oktopus auf galicische Art. Er schmeckt hervorragend, trotzdem habe ich Gewissensbisse, wenn ich an die zahllosen Tintenfische denke, die gefangen werden, nur damit wir uns den Bauch vollschlagen können. Wir wollen uns die vielgepriesenen, naturgeschützten Illas Cíes anschauen. Zusammen mit unserer Freundin steuern wir die nur sieben Seemeilen von Vigo entfernten «Inseln der Götter» an. Spätestens, als wir vor einem der schönen Strände in türkisfarbenem Wasser ankern, wissen wir: Sie tragen ihren Namen nicht umsonst! Das haben leider nicht nur wir erkannt. Tagsüber spucken Fähren und andere Schiffe Scharen von Besucherinnen und Besuchern an die weissen Strände. Doch bei Einbruch der Dunkelheit, wenn die Menschenflut wieder aufs Festland zurückfährt, kehrt Ruhe ein. Am Himmel wird ein Stern nach dem anderen angeknipst. Wir machen es uns an Deck bequem und verlieren uns in der unendlichen Weite des Alls. Am Tag darauf steigen wir bei sengender Hitze hinauf zum Leuchtturm. Oben angekommen sind die Strapazen schnell vergessen. Die Aussicht ist schlicht überwältigend ! Schweren Herzens verlassen wir das Paradies und machen uns auf nach Baiona, dem letzten galicischen Ankerplatz vor Portugal.

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ANKERPLATZ IN DEN BERLENGAS GEGENÜBER DER FESTUNG SÃO JOÃO BAPTISTA

DIE FESTUNG SÃO JOÃO BAPTISTA VOM FESTLAND AUS GESEHEN

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Die portugiesische Atlantikküste Wir setzen unsere Reise dort fort, wo wir sie vor drei Jahren beendet haben. Diesmal schmückt sich die Region mit anderen Farben. Nicht die Orte selbst haben sich verändert, sondern das Licht, das Wetter und die Stimmung. In Póvoa de Varzim ist der Kontrast besonders gross. 2021 wurde das 500-jährige Jubiläum der Kirche mit Prozessionen, Festwagen, jubelnden Menschen und einem Blütenmeer gefeiert. Wir hatten uns unter die ausgelassene Menge gemischt und unter dem nächtlichen Feuerwerk Churros und Liebesäpfel gegessen. Jetzt haftet der Stadt etwas Wehmütiges an. Um sie so in Erinnerung zu behalten, wie wir sie das erste Mal erlebt haben, fahren wir ins Hinterland nach Braga, wo wir uns die Barockkirchen anschauen und in einem ehemaligen Kloster in Guimarães übernachten. In Barcelos lassen wir uns die Legende vom Hahn erzählen, der zum Wahrzeichen Portugals geworden ist. Aus dem gleichen Grund verzichten wir auf einen Besuch von Porto. Die Stadt am Duero ist für unseren Geschmack mittlerweile viel zu überlaufen. Jener ruhige Liegeplatz am Flussufer, wo wir an einem lauen Sommerabend geankert haben, oder die Fahrt auf dem Tejo mit der Fou de Bassan, die uns unter der Ponte 25 de Abril hindurchgeführt hat, sollen nichts an ihrer Einmaligkeit einbüssen. Uns ist der grösste Luxus überhaupt vergönnt: Wir haben Zeit und können uns nach Lust und Laune treiben lassen. Zufall ist oft der beste Reiseführer. Wer nach nichts Konkretem sucht, macht häufig die schönsten Entdeckungen. Eine solche ist uns vergönnt, als wir aus einer plötzlichen Eingebung heraus den Berlengas einen Besuch abstatten. Die Granitinseln sind echte Juwelen inmitten smaragdfarbenem Wasser. Eine andere unverhoffte Begegnung machen wir in Peniche, als wir im Päckchen liegend mit unseren Nachbarn einen unvergesslichen Abend verbringen. Das Bordleben hat aber auch seine Schattenseiten. Den Traum von Freiheit auszuleben will verdient sein. Man muss die Ärmel hochkrempeln, sich die Hände schmutzig machen, mühsam die Bilge trocknen oder tagelang auf ein Ersatzteil warten. Ganz zu schweigen von den vielen Stunden, die man damit verbringt, ein Problem zu verstehen. Bei Pannen suchen wir akribisch nach der Ursache, gehen dabei logisch und per Ausschlussverfahren vor. In der Philosophie nennt man diese Methode Zetetik. Wir wenden sie auch an, als wir aus Unachtsamkeit die Rollreffanlage der Genua verklemmen. Bei der Ausfahrt aus Cascais wird ein eigentlich banales Manöver wegen einer kleinen Unaufmerksamkeit zur Tortur. Unmöglich, das Segel bei 25 Knoten Wind aufzurollen. Nach vier Stunden hartem Kampf treffen wir erschöpft, aber erleichtert mitten in der Nacht in Sines ein.


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Die Geburtsstadt von Vasco da Gama verzaubert uns mit ihrem Charme. Im Hafen reicht uns ein kauziger Fischer gegrillte Sardinen auf einer Scheibe Brot und ein Glas Wein. Beim Anblick des Geschirrs, das schon bessere Tage gesehen hat, zögern wir, überwinden uns dann aber. Und wir bereuen es nicht. Der Fisch schmeckt köstlich! Die Algarve Wir sind zurück in vertrautem Terrain. Gross und Solent tragen uns bis nach Lagos. Im dortigen Jachthafen finden sich alle nötigen Services, die man für ein Segelboot braucht. Seit einigen Tagen liegt eine bleierne Hitze über Portugals Küste. Der Fou de Bassan und der Crew, die sich die kühlen Brisen der Bretagne gewöhnt sind, machen die hohen Temperaturen zu schaffen. Nur wenige Ankerplätze bieten Abkühlung. Einer befindet sich auf Culatra, einer kleinen Insel in der Laguna der Ria Formosa, direkt gegenüber von Olhão und Faro. Sie ist Teil einer Gruppe von Barriereinseln, die die Lagune und ihre Salzwiesen vom Atlantik abschirmen. In dem authentischen Fischerdorf scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Nichts wirkt gekünstelt. Im genossenschaftlichen Restaurant gibt es keinen Schnickschnack, dafür gutes Essen für alle. Wir mischen uns unter die Einheimischen und fühlen uns pudelwohl. Abends spielt neben der Anlegestelle für Shuttleboote aus Olhão ein Orchester lateinamerikanische und portugiesische Musik. Das Publikum aus allen Altersgruppen hört aufmerksam zu. Kein Vergleich mit dem Partylärm der grossen Jachthäfen! Am Morgen erwacht das Dorf mit dem Zwitschern der Austernfischer.

Andalusien Voller Vorfreude erreichen wir Cádiz. Wir haben schon so viel Gutes über diese Stadt gehört. Erst einmal macht sich allerdings Ernüchterung breit. Wir liegen vertäut im Industriehafen, gegenüber einem Rettungsschiff, das Tag und Nacht die Motoren laufen lässt. Beim Anblick der vom Meer umspülten Phönikerstadt verfliegt die Enttäuschung aber rasch. Cádiz ist eine Geniesser- und Flanierstadt. Hier spielt sich das Leben auf bunten Märkten und begrünten Plätzen ab, die von Kinderlachen und angeregten Gesprächen der Einheimischen erfüllt sind. Kaum ist die Sonne am Horizont untergegangen, erwacht die Stadt aus ihrer Trägheit. Das andalusische Leben dringt durch die angelehnten Türen jahrhundertealter Gebäude nach draussen. Männerchöre proben in Garagen, ihre warmen Stimmen hallen durch die Gassen. Fasziniert lauschen die Passanten den rhythmischen Gesängen. Man wünscht sich, ihr Gesang würde niemals verstummen. Leider können wir nicht ewig bleiben. So ist das Leben von Seeleuten nun mal, sie müssen

Bernard Thorens

BLICK VOR DER RUTA DEL MONTE FARO AUF DIE CÍES-INSELN

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TÖRN ihre Route fortsetzen. Unsere führt über das Kap Trafalgar, das durch die gleichnamige Seeschlacht Berühmtheit erlangt hat. Wir legen im Morgengrauen ab. Das Meer ist ruhig, die Stimmung gelöst, der Skipper summt unbeschwert vor sich hin. Auf Höhe des Kaps kippen Wetter und Gemütslage schlagartig. Durch den Eckeneffekt dreht der Wind böenartig auf. Wir müssen unseren eigenen Kampf ausfechten. Bei Gegenwind starten wir den Motor, die Strömung fliesst zum Glück in die richtige Richtung. Begünstigt durch die Untiefen bauen sich vier Meter hohe Wellen auf. Unter der Wucht der Elemente gerät der Motor ins Stottern und bleibt schliesslich ganz stehen. An Bord bricht Panik aus. Nach endlosen Minuten bringt der Skipper den Dieselkreislauf wieder in Gang. Noch ist nicht alles überstanden. Zwei Seemeilen vor Barbate sind riesige Thunfischnetze ausgeworfen. Wir betreten die Speisekammer der Orcas und können nur hoffen, dass sie gerade anderswo jagen.

Endlich spielt das Wetter mit. Wir halten uns strikt an die Empfehlungen, um Orcas aus dem Weg zu gehen. Unter Motor fahren wir der Küste entlang, bleiben so lange wie möglich in der 20 Meter tiefen Fahrrinne und ändern dann unseren Kurs um 90 Grad Richtung Tanger. Im DST ist der Verkehr dicht. Vorsichtshalber funken wir ein Frachtschiff an, das direkt auf uns zusteuert. Puh, es korrigiert seinen Kurs. In der Ferne zeichnet sich die vertraute Silhouette von Tanger ab. Wir erkennen die Marina an dem gelben, dem blauen und dem weissen Kran. Drei Hafenarbeiter nehmen unsere Festmacherleinen entgegen und begrüssen uns mit einem herzlichen «Willkommen in Tanger». Die Formalitäten dauern länger: Nach der Passkontrolle wird unser Boot gründlich durchsucht. Das zweistündige Prozedere erweist sich dank der freundlichen Stegnachbarn als erstaunlich kurzweilig. Wir tauschen Tipps aus und erzählen uns gegenseitig von unseren Erlebnissen. Nach acht Wochen auf See haben wir unser Ziel erreicht: Wir sind in Tanger.

Bernard Thorens

Tanger In Barbate warten wir ungeduldig auf ein Wetterfenster, um die 25 Seemeilen bis Tanger unter den Bug zu nehmen. In der Strasse von Gibraltar macht der ständig von Ost nach West wehende Wind jede Überfahrt zur Herausforderung. In der Marina ist es drückend heiss und der Wind geht an die Substanz. Um die Wartezeit zu überbrücken, spazieren wir auf dem piniengesäumten Weg zu den spektakulären Klippen des Naturparks La Breña. Von oben betrachtet sieht das Blätterdach aus wie ein Teppich aus Brokkoli.

Bernard Thorens

Bernard Thorens

STRAND VON RODAS AUF DEN CÍES-INSELN

STATUE VON VASCO DE GAMA IN SEINER GEBURTSSTADT SINES

Bernard Thorens

skippers Segeln & Ozean

SONNENUNTERGANG VOR ANKER IN CULATRA IN DER LAGUNE DER RIA FORMOSA

BEI SONNENAUFGANG WIRKEN SOGAR DIE HAFENANLAGEN VON CÁDIZ FAST POETISCH.

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Bernard Thorens

TÖRN

JAGENDE DELFINE ZWISCHEN SINES UND SAO

Turismo de Lisboa

DAS LISSABONNER WAHRZEICHEN TORRE DE BELÉM AM TAJE

skippers Segeln & Ozean

Nützliche Infos Iberische Orcas: zwischen Faszination und Besorgnis In Barbate treffen wir Thomas Le Coz, Kapitän der Walrus von Sea Shepherd France. Er befindet sich auf einer Mission zum Schutz der iberischen Orcas in der Strasse von Gibraltar. Mit seiner Crew informiert er Segelnde über die Risiken, den gefährdeten Tieren zu nahe zu kommen. Früher waren die Schwertwale zahlreich unterwegs, heute sind sie mit nur noch rund 40 Exemplaren vom Aussterben bedroht. Seit 2020 machen die Meeressäuger wegen ihrer spektakulären «Angriffe» auf Segelboote Schlagzeilen. Sie haben es auf die Ruderblätter abgesehen und verursachen zuweilen schwere Schäden. In seltenen Fällen bringen sie das Boot sogar zum Kentern. Die Empfehlungen, wie man bei Begegnungen mit Orcas reagieren kann, gehen auseinander. Frankreich und Portugal raten, den Motor abzuschalten und abzuwarten, Spanien empfiehlt, den Motor laufen zu lassen und das

Berlengas Auf den Berlengas kann man entweder im oft überfüllten Carreiro do Mosteiro oder – für Segelboote besser geeignet und ruhiger – am Fuss der Festung São João Batista festmachen. Ein Zwischenstopp auf den Berlengas ist nur bei ruhigem Wetter zu empfehlen, da es auf dem Boot durch den Atlantikschwell schnell ungemütlich werden kann. Formalitäten – Jachthafen Tanger Die Formalitäten können mehrere Stunden dauern, da das Boot sowohl bei der Ankunft als auch bei der Abreise durchsucht wird. Wir hatten unsere Papiere einige Wochen im Voraus eingeschickt, wodurch alles etwas schneller ging. Drohnen und Schusswaffen sind verboten und müssen den Behörden übergeben werden. In Marokko ist ankern verboten. Der moderne Jachthafen verfügt über Sanitäranlagen und liegt nur einen Steinwurf von der Medina und den Geschäften entfernt. Im Sommer ist die laute Musik aus den Diskotheken bis spät in die Nacht gut hörbar. Manchmal trägt der Wind Sand aus der Sahara heran, weshalb Winschen und Rollreffanlagen geschützt werden sollten. Partikel- und Kohlefilter zum Befüllen der Wassertanks nicht vergessen! Fou de Bassan Crew: Elisabeth und Bernard Das Boot: OVNI 445, Baujahr 2011, Alubat Begleiten Sie die Fou de Bassan auf ihrer Reise: foudebassan.com

Conseil Régional du Tourisme Tanger Tétouan Al Hoceima

ARPT Centro de Portugal

Zwischenstopps auf dem Atlantik Cíes & Berlengas Illhas Cíes Die Cíes-Inseln sind Teil eines Naturschutzgebiets. Wer hier ankern will, muss zuerst online unter iatlanticas.es eine Erlaubnis einholen. Für die Nachbarinsel Ons gelten die gleichen Vorschriften.

DIE BERÜHMTE MONSTERWELLE VON NAZARÉ

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Weite zu suchen. Keine Methode ist narrensicher. «Manchmal ist der Spuk schnell vorbei, manchmal entstehen aber massive Schäden. Für die Orcas ist das Ganze ein Spiel», erklärt Thomas le Coz, «nur weiss niemand, warum sie so handeln.» Er rät, in Küstennähe zu bleiben, dort, wo das Meer 20 Meter tief und weniger stark befahren ist. Bei manchen Bedingungen ist dies jedoch nicht möglich. Wer hier segelt, muss dieses Risiko akzeptieren und auf seinen Schutzengel hoffen. Akustische Signalgeber, sogenannte Pingers, und Knallkörper sollten auf keinen Fall eingesetzt werden. Sie sind grausam und unwirksam dazu. Täglich aktualisierte Infos: www.orcaiberica.org

TAGSÜBER – ABER AUCH NUR DANN – IST AM STRAND VON TANGER NICHT VIEL LOS.


NEUES TUCH, BEWÄHRTER KURS MURETTE WIRD PANTAENIUS


news SKIPPERS

Skippers Cup 2026

Jungferninseln ahoi! Vom 2. bis 9. Mai 2026 kehrt die wohl beliebteste Segelrallye in die türkisfarbenen Gewässer der Britischen Jungferninseln zurück.

Text ) Brice Lechevalier

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ist. Drei Doppelkabinen, ein helles Interieur und grosszügige Aussenbereiche bieten den idealen Rahmen für die einwöchige Segelrallye im passatverwöhnten Revier. Der Kurs führt zu mehreren weltberühmten Sehenswürdigkeiten: Cooper Island, das eindrucksvolle Virgin Gorda, Great Harbour auf Jost Van Dyke und Anegada mit seinen endlosen Stränden und vom Meer geformten Felsen. Jede Etappe bietet reichlich Gelegenheit für gesellige Momente. Hinzu kommen mehrere von Skippers organisierte Abendveranstaltungen.

Nick Rickert

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Seit seiner Premiere im Jahr 2011 ist der Skippers Cup zu einem der beliebtesten Treffpunkte für Schweizer Seglerinnen und Segler geworden. Sie alle schätzen die Mischung aus sportlichem Wettbewerb und Flottentörn. Am Skippers Cup 2026 werden erneut rund zehn Teams auf Einheitsbooten mehrere Stunden pro Tag gemeinsam segeln und abends jeweils eine neue Ankerbucht anlaufen. Begleitet werden sie von einem Flaggschiff, das für die nötige Sicherheit sorgt. Sie müssen sich zudem um nichts kümmern, die Veranstalter übernehmen die gesamte Logistik. Das bewährte Format stösst auch diesmal auf grosse Resonanz: Zwei Drittel der Plätze sind bereits vergeben. Gesegelt wird auf Sunsail 41, der neusten Generation der Dufour 41, die für ihre ausgewogene Kombination aus Performance und Komfort bekannt

Danke an unsere Sponsoren!


news

Matt Barnard

Jérôme Kelagopian

zVg

SKIPPERS

Matt Briney

Die Teilnahmekosten betragen CHF 1’950.– pro Person bei sechs Crewmitgliedern. Darin enthalten sind Bootscharter, sämtliche Gebühren, vier Abendveranstaltungen und die gesamte Koordination. Anmeldungen unter: brice.lechevalier@skippers.ch

Bericht über den letzten Skippers Cup

Nick Rickert

Das Video dazu

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Dufour 48 ODSea+

Mit Wind und Watt Die Dufour 48 ODSea+ verspricht bestes Segelfeeling, Energieautonomie und zeitgemässes Design. Wir konnten uns vor Palma selbst ein Bild von der Performance und dem geräuschlosen Komfort der

François Trégouët

neuen Jacht machen.

MODULIERBARER SALON, SECHSECKIGER TISCH, KÜCHE AM MASTFUSS: DIE 48ER IST EINE ECHTE DUFOUR.

François Trégouët

Die Dufour 48 markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung, die der französische Fahrtenjachthersteller seit seiner Integration in die Fountaine-Pajot-Gruppe mit Nachdruck vorantreibt. Er will sich als Anbieter moderner, komfortabler und erschwinglicher Modelle etablieren. Wichtig dabei: Der Segelspass darf nicht zu kurz kommen, denn darauf hat schon der Werftgründer Michel Dufour grossen Wert gelegt. Das Design der Dufour 48 aus der Feder von Felci und Adrizio verbindet Volumen mit klaren Linien. Die markante Kimmkante lässt das füllige Vorschiff schmaler wirken, der hohe Freibord wird durch eine Abschrägung unter der Deckslinie optisch entschärft und die vertieft montierten Fensterflächen nehmen dem Rumpf die Wuchtigkeit. Dank der gewonnenen Länge und dem geräumigen vorderen Drittel findet vor dem Mast sogar eine doppelte Sonnenliege Platz, ohne dass die Gesamterscheinung an Harmonie einbüsst. Besonders neugierig waren wir jedoch auf das ODSea+ System. Es wurde von der auf Elektroantriebe spezialisierten Fountaine-Pajot-Tochter Joool entwickelt. Auf der Dufour 48 ist ein 25-kWElektromotor verbaut, der mit einem 27kWh-Lithiumspeicher, einem 6-kVA-Ladegerät und einem Generator gekoppelt ist und drei Betriebsarten bietet: den lautlosen Antrieb, die Neutralstellung und die progressive Hydrogeneration. Interessant ist vor allem die dritte Variante, die sogenannte Rekuperation. Dabei wird beim Segeln Energie durch einen Propeller zurückgewonnen, ohne dass die Jacht dadurch merklich gebremst wird. Bei 16 Knoten Wind werden 1 bis 2 kWh erzeugt, der Tempoverlust liegt bei 0,3 bis 0,5 Knoten.

DIE EIGNERSUITE MIT MEERBLICK

François Trégouët

skippers Segeln & Ozean

Text ) François Trégouët

ALLES ANDERE ALS BEENGTE VERHÄLTNISSE: DIE GROSSZÜGIGEN GÄSTEKABINEN

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Jean-Marie Liot

DAS STUDIO VON UMBERTO FELCI HAT DAFÜR GESORGT, DASS DIE DUFOUR 48 TROTZ IHRER ÜPPIGEN FORMEN STILVOLL ELEGANT WIRKT.

Jean-Marie Liot


Jean-Marie Liot

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skippers Segeln & Ozean

KRAFTVOLL UNTERWEGS BEIM PROBESCHLAG VOR PALMA. DAS HARDTOP SCHÜTZT EFFIZIENT VOR DER SENGENDEN SONNE.

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Zusammen mit den 1100 Watt der sauber ins Hardtop integrierten Solarpanels verfügt man so ganz ohne fossile Energie über genügend Strom für einen Tagesausflug. Bei unserer Testfahrt lag der Energielevel bei der Rückkehr in den Hafen sogar über dem anfänglichen Niveau, ohne dass wir auch nur ein einziges Mal den Generator anwerfen mussten. Fazit: Das revolutionäre System ODSea+ verändert den Bordalltag merklich. Man ist leiser unterwegs, geniesst mehr Autonomie und kann den Energiehaushalt auf einer speziell dafür entwickelten Benutzeroberfläche ablesen. Der Elektroantrieb selbst punktet mit Geräuschlosigkeit, hoher Präzision und einer maximalen Geschwindigkeit von 9 Knoten. Unter Segeln verlangt die Dufour 48 wie viele moderne Cruiser eine aufmerksame Hand. Aufgrund des breiten Rumpfs muss die Jacht zunächst Geschwindigkeit aufnehmen, bevor sie Höhe laufen kann. Ansonsten gelingt vor allem bei Welle weder das eine noch das andere. Öffnet man den Winkel hingegen leicht, tragen die Segel voll, das Boot beschleunigt und liegt gut im Trimm. Die grosszügige und ausgewogene Besegelung sorgt für kräftige Beschleunigung nach Manövern und ein spritziges Segelverhalten. Das Cockpit ist grosszügig bemessen und praktisch angeordnet. Zwei leicht versetzte Steuerräder geben den mittigen Durchgang und

die Sicht auf das Rigg frei. Dufour hat sich bewusst für ein Einzelruder entschieden, da sich die Fahrtenjacht damit präzise steuern lässt und das Ruder gut anspricht. Nicht zuletzt handelt es sich um ein Markenzeichen des französischen Bootsherstellers auf einem Markt, der mehr und mehr von Doppelrudern dominiert wird. Im vorderen Cockpitbereich stehen zwei grosse Tische, die sich zu Sonnenliegen umbauen lassen. Achtern lässt sich der Spiegel zu einer Heckplattform abklappen. Das bringt Stehfläche für die Benutzung der Aussenpantry und verspricht zudem einen bequemen Zugang zum Wasser. Unter Deck sind die Räume dank der 17 (!) Fenster schön hell. Fünf Bullaugen lassen sich sogar öffnen. Die U-förmige Pantry zieht sich im vorderen Teil des Salons über die gesamte Bootsbreite. Sie ist so grosszügig bemessen, dass man sich ungehindert bewegen kann. Der sechseckige Tisch lässt sich vielseitig nutzen. Er eignet sich zum Essen mit der ganzen Familie ebenso wie zum Arbeiten oder Spielen. In der Dreikabinen-Version nimmt die Eignersuite im Vorschiff eine prominente Rolle ein. Sie verfügt sogar über eine zweiteilige Nasszelle mit separater Dusche an Steuerbord. Die Achterkabinen lassen dank des hohen Freibords oberhalb der Kojen viel Kopffreiheit, was sowohl den Zustieg erleichtert als auch den Komfort erhöht. Der Technikraum an Backbord ist variabel konfigurierbar: entweder als zweite Nasszelle, als Pullman-Koje oder als Büro. Oder er wird einfach als zusätzlicher Stauraum genutzt, davon gibt es auf Jachten dieser Grösse sowieso meist zu wenig. Der klassische Kartentisch weicht einem zentralen Bedienfeld und einem Bildschirm zur Steuerung des ODSea+ Systems, das alle Funktionen in Betrieb anzeigt. Die Dufour 48 ODSea+ präsentiert sich als stimmiges Gesamtpaket für modernes Cruising. Sie bietet neben echtem Segelspass viel Platz und eine überzeugende Energieautonomie. Alles in allem eine zeitgemässe Fahrtenjacht mit maximalem Komfort und minimalem ökologischem Fussabdruck.


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Boot Düsseldorf 2026: 1000 gemeldete Boote und Jachten Die weltweit grösste Indoor-Bootsmesse der Welt kündigt für ihre nächste Ausgabe vom 17. bis 25. Januar 2026 «mehr als 1000 Boote und Jachten» an. «Nach einer marktbedingten Flaute in den beiden vergangenen Jahren konnten wir im Sommer erfolgreiche Gespräche mit den Herstellern führen und können uns auf eine umfassende und vielversprechende boot 2026 freuen», verkündete boot-Direktor Petros Michelidakis. Internationale Akteure der Bootsindustrie, Beobachter – darunter natürlich Ihr Lieblingsmagazin –, viele Segelnde und andere Wassersportfans werden sich über den Rückenwind auf dem Bootsmarkt freuen.

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Text ) Pierre-Antoine Preti

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Nice Boating Tomorrow mit nachhaltigem Anspruch «Nachhaltiger, innovativer, zugänglicher und zukunftsorientierter»: Unter diesem Leitmotiv feiert die ökologisch orientierte Bootsmesse Nice Boating Tomorrow vom 19. bis 22. März in Nizza Premiere. An der von Grand Pavois Organisation ausgerichteten B2B-Veranstaltung können Interessierte an den ersten beiden Tagen an Konferenzen, Workshops und Podiumsdiskussionen mit internationalen Fachreferenten teilnehmen. nice-boating-tomorrow.com


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Fountaine Pajot kooperiert mit Fraser Yachts für die Markteinführung der FPY 110 Mit der FPY 110 hebt Fountaine Pajot den Bootsbau auf einen neuen Level. Die 110-Fuss-Jacht verkörpert die markentypische Exzellenz und Individualisierung. Für ihre weltweite Vermarktung hat Fountaine Pajot mit Fraser Yachts eine exklusive Partnerschaft geschlossen. Die strategische Allianz der beiden Spezialisten für maritimen Luxus verspricht ebenso individuelle wie aussergewöhnliche Segelerfahrungen auf höchstem Niveau.

Marc Lombard

«Small is beautiful»: RM lanciert die 980er Vor fast 40 Jahren ging die erste RM900 vom Stapel. Mit der RM980 führt die Werft ihre Tradition vernünftig dimensionierter Segelboote fort. Die neue Jacht vereint auf ihren 32 Fuss Länge die besten Ideen der Marc Lombard Design Group. Die RM980 ist wendig, für Küstentörns ebenso geeignet wie für Langfahrten, liegt angenehm vor Anker und stabil im Atlantikschwell, verfügt über grosszügig dimensionierte Beschläge, einen kraftvollen Rumpf und ein leistungsstarkes Rigg. Sie wird als Doppel- oder Einkieler angeboten und bietet sich dank umbaubarer Liegeflächen auch zum Sonnenbaden und Faulenzen an.

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240 Traditionsjachten in Orléans Vom 24. bis 26. September 2025 fanden 240 Traditionsjachten und 550 000 Besucherinnen und Besucher den Weg ans Festival de la Loire in Orléans. Die diesjährige Ausgabe stand ganz im Zeichen der Alpenseen, die mit rund 30 Booten vertreten waren. Daneben gaben sich wie jedes Jahr zahlreiche Flussschiffe die Ehre.

Anaïs David neue Messeleiterin der International Multihull Show Nach zehn Jahren im Organisationsteam übernimmt Anaïs David offiziell die Leitung der International Multihull Show. Von ihrem Know-how, ihrer Energie und ihrer wertvollen Erfahrung werden nicht nur die Ausstellenden, sondern auch die Besucherinnen und Besucher und das gesamte Messeteam profitieren. Als Produzent der offiziellen Nachrichtensendung der Messe freut sich Skippers, die neue Direktorin vom 22. bis 26. April 2026 am neuen Messestandort im Hafen von La Grande-Motte zu treffen.


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Text ) François Trégouët

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Jeanneau Sun Odyssey 455: 14 Meter Effizienz Die neue Sun Odyssey 455 wird zunächst in Paris und anschliessend in Düsseldorf vorgestellt. Sie ist wie das Vorgängermodell auf dem Reissbrett des Duos Lombard/Piaton entstanden und präsentiert sich mit dem gleichen stufenlosen Walkaround-Deck zwischen Seitendeck und Cockpit. Die Winschen wurden so positioniert, dass die Manöver leichter von der Hand gehen und die Sitzbänke frei bleiben. Zwei symmetrische Cockpittische sorgen für einen fliessenden Übergang vom breiten Klappheck zum Innenraum. Dieser wird in vier Layoutvarianten für Privateigner und Charterunternehmen angeboten.

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Elan Yachts: Neustart mit der SixtyFive Im vergangenen Frühling hatte die slowenische Werft Elan Yachts ihre Produktion eingestellt. Jetzt meldet sie sich mit einer radikalen Neuausrichtung zurück. Künftig will sich die Marke im Luxus-PerformanceMarkt positionieren. Für diesen Quantensprung hat die Werft ihr langjähriges Designbüro J&J mit Guillaume Verdier (IMOCA Macif Santé Prévoyance, Ultim Gitana, Ferrari Hypersail) zusammengeführt. Leistung steht also klar im Fokus, was allein schon an der Bauweise mit Carbon-Epoxid-Vakuumverfahren deutlich wird. Natürlich kommt der Komfort dabei nicht zu kurz.

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Messe für Multihull-Occasionen und Refit mit Rekordzahlen Nicht weniger als 40 Mehrrumpfboote von 38 bis 65 Fuss wurden vom 16. bis 19. Oktober 2025 in Canet-en-Roussillon ausgestellt. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor drei Jahren. Die Messe hat sich damit als zentraler Treffpunkt für Broker, Eigner und Liebhaber von Katamaranen und Trimaranen etabliert. Rund zehn Einheiten waren zum Messeende bereits verkauft oder standen kurz davor. Auch der Refit-Bereich wächst. Die nächste Ausgabe ist bereits terminiert: Sie findet im Herbst 2026 statt.

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Aquila setzt Segel Der weltweit führende Hersteller von Motor-Katamaranen hat kurz vor Jahresende überraschend bekannt gegeben, dass er ins Segelsegment einsteigt. Für 2026 ist eine 50-Fuss-Jacht angekündigt, danach sollen ein 44- und ein 60-Fuss-Modell folgen. Auch wenn die Reisegeschwindigkeit im Vergleich zu den Motorjachten mehr als halbiert wird, bleibt der Komfort hoch. Klimaanlage und amerikanischer Kühlschrank sind Standard. Aquila hat es mit dem Sechs-Kabinen-Modell klar auf den Chartermarkt abgesehen, für Privateigner wird die Jacht aber auch mit vier Kabinen angeboten.

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Excess 13

Ein starkes Stück Das «Start-up» der Beneteau-Gruppe hat in seinem fünfjährigen Bestehen bereits 500 Katamarane gebaut und sich als feste Grösse auf dem Markt der Mehrrumpfboote etabliert. Mit dem Excess 13 tritt es jetzt in eine neue Phase.

Text ) François Trégouët Fotos ) Yann Riou

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Nachdem anfänglich Lagoon-Rümpfe (Excess 12 und 15) verwendet und dann VPLP mit Entwürfen (Excess 11 und 14) beauftragt wurde, emanzipiert sich die Werft mit dem Excess 13 nun vollständig. Für die Konstruktion des hauseigenen Modells zeichnet Lombard Yacht Design verantwortlich, die Innenarchitektur trägt die Handschrift von Jean-Marc Piaton. Entstanden ist ein innovativer Katamaran, bei dem jedes Detail sorgfältig durchdacht und abgewogen wurde und der auf maximales Segelvergnügen ausgelegt ist. Mit einer Verdrängung von nur 10 600 Kilo und 124 Quadratmetern Segelfläche (Pulse-LineOption) erreichte das Boot bei unserer kurzen Probefahrt vor La Grande Motte nahezu Windgeschwindigkeit. Wir brachten es bei 6,7 Knoten wahrem Wind bei 100° auf 5,7 Knoten!

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Deckslinie, Farbkonzept, Verglasung, Rigg sowie die Schürzen in Form von Kipptüren machen den Excess zu einer heissen Nummer, die sogar eingefleischte Einrumpf-Fans bekehren dürfte. Sie davon zu überzeugen, wie sinnvoll die dezentralen Steuerstände im Achternbereich sind, dürfte nicht schwierig sein. Von dort hat man eine perfekte Sicht auf die Segel und die Winschen befinden sich in Griffnähe. Der Mast kann durch das kurze Deckshaus an Deck stehen, wodurch sich die Leinenwege merklich verkürzen. Gleichzeitig bleibt die Crew so in Kontakt mit den Personen im Cockpit. Sie sind unterwegs auf dem Wasser gut geschützt und profitieren vor Anker dank schwenkbarer Lüftungsöffnungen in den Ecken des Deckshauses von einem angenehm kühlen Raumklima. Im Innern wurde grossen Wert auf echte und optische Leichtigkeit gelegt. Durchscheinende Rumpffenster, abgerundete Holzelemente, an der Decke schwebende Schränke, multifunktionale Bauteile (Türe, Rückenlehne usw.) und textile Staufächer vermitteln einen luftigen Eindruck. Der Excess 13 ist auch als Vierkabiner mit symmetrischem Layout in den Rümpfen erhältlich.


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Leopard 52

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Segelfreudig wie eine Jacht Der neue Leopard 52 ist ein vielseitiger, segelstarker Katamaran mit optionalem Elektroantrieb. Mit seiner Effizienz und seinem attraktiven Design setzt er neue Massstäbe.

wasserdichte Tür erfüllt gleich zwei Funktionen: Unter Segeln bietet sie einen sicheren Schutz, vor Anker sorgt sie für natürliche Belüftung. Für umweltbewusstes Segeln können auf dem Leopard 52 Solarpanels mit einer Leistung von bis zu 1600 W, Lithiumbatterien und optional ein Elektro-Hybridantrieb von Joool installiert werden. Dieser ermöglicht nicht nur nahezu lautlose Hafen- und Ankerplatzmanöver, sondern gewinnt unterwegs auch Energie zurück. Dadurch kann unterwegs rein elektrisch gekocht werden, was die Abhängigkeit vom Gas und die damit verbundenen Risiken reduziert. Mit seinem Elektroantrieb, der hohen Modularität und dem dynamischen Segelverhalten wird der Leopard im heiss umkämpften 50-Fuss-Segment garantiert neue Standards definieren.

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Für die fünfte Generation der von Simonis/Voogd für Robertson & Caine entworfenen Katamarane wurden umfangreiche CFD-Simulationen durchgeführt und Verbesserungen am Rigg vorgenommen, um den Kat stabiler und leistungsfähiger zu machen. Mit einem um einen Meter verlängerten Mast, einem Squaretop-Gross und einer überlappenden Genua verfügt der Leopard 52 über 17 Prozent mehr Segelfläche als sein Vorgänger und läuft bereits ab 5 Knoten Wind unter Segeln. An Deck bleibt er dem halbhohen Steuerstand zwischen Cockpit und Flybridge treu. Hier werden alle Leinen zusammengeführt, darüber hinaus bietet er eine herrliche Rundumsicht. Unter Deck setzt der Leopard 52 auf maximale Vielseitigkeit. Er ist sowohl mit drei, vier, fünf als auch sechs Kabinen und ebenso vielen Nasszellen zu haben. Auf Wunsch kann der gesamte Backbordrumpf als private Eignersuite mit direktem Einstieg ins Wasser genutzt werden. In der Charterversion haben zwölf Gäste plus ein Skipper Platz. Die südafrikanische Werft hat das Ausstattungsniveau über die Jahre kontinuierlich gesteigert. Egal, ob Möbel, Beleuchtung, Wegerungen, Edelstahlteile oder Bodenbeläge, die hochwertige Verarbeitung springt sofort ins Auge. Praktisch sind die vielen Staufächer und die optionale Waschküche. Im Deckshaus verbindet eine Schiebetür den Salon mit dem Cockpit und schafft so einen nahtlosen Übergang zwischen dem Aussen- und dem Innenbereich, die zu einem einzigen Raum verschmelzen. Die vordere

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Text ) François Trégouët

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zVg Jean-Marie Liot

STIMMUNGSBAROMETER: DIE MESSE IN ANNAPOLIS WURDE ANGESICHTS DES UNSICHEREN US-MARKTES MIT BESONDERS GROSSER SPANNUNG ERWARTET.

MIT DER NEUEN DUFOUR 54 SETZT DIE GRUPPE IHRE PREMIUM-STRATEGIE KONSEQUENT FORT.

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Herbstmessen 2025

Verhaltener Aufschwung Nach dem abrupten Stillstand im Jahr 2024 und dem trüben Frühling blickte die Bootsszene mit banger Erwartung auf die Herbstmessen. Wie der dicht getaktete Reigen der Bootsausstellungen in Cannes, Genua, Southampton, La Rochelle,

VORSICHTIG OPTIMISTISCH, ABER AMBITIONIERT.

Text ) François Trégouët Schon am Cannes Yachting Festival atmete die Branche auf. Das von Direktorin Sylvie Ernoult verwendete Adjektiv «historisch» mag vielleicht etwas hoch gegriffen sein, brachte aber ihre Erleichterung treffend zum Ausdruck. Auch die Hersteller zeigten sich zuversichtlich bis offensiv, denn wenn der Markt unter Druck steht, ist Angriff die beste Verteidigung. Mit neuen Modellen wird versucht, potenzielle Interessenten zu begeistern. So kündete die Beneteau-Gruppe gleich drei neue Segelboote an. CEO Bruno Thivoyon bleibt dennoch vorsichtig: «Nach fünf Jahren weiss ich noch immer nicht, was im Bootsbau ein normales Jahr ist!» Eines aber weiss er mittlerweile garantiert: Die Bootsbranche ist zyklisch und der Moment günstig, um Marktanteile zu gewinnen. Entsprechend breit stellt sich die Gruppe auf. Lagoon präsentiert in diesem Herbst sowohl den neuen Lagoon 38 als auch den Lagoon 82. Beneteau erweitert sein Portfolio von der bereits rund hundertmal verkauften First 30 zur First 60, dem künftigen Flaggschiff der Reihe. Bei Bali Catamarans segelt man auf Sicht. «Today is the new norm», sagt Direktor Boris Compagnon,

skippers Segeln & Ozean

BRUNO THIVOYON, CEO DER BENETEAU-GRUPPE, GIBT SICH

dessen Entwicklungsplan jedes Jahr ein neues Modell vorsieht. Der Bali 5.2, der sowohl den 4.8 als auch den 5.4 ablösen soll, stiess im September in Cannes und im Oktober in Annapolis auf grosses Interesse. Die amerikanische Messe wurde ohnehin mit Spannung erwartet, nachdem der von der Trump-Regierung ausgelöste Zollstreit den Markt erschüttert hatte. Frank Hugelmeyer, Direktor der National Marine Manufacturers Association (NMMA), rechnet mit einem Umsatzrückgang von 10 Prozent und bezeichnete das Jahr 2025 an der Metstrade Amsterdam gar als «verloren». Mit 30 000 Personen kamen dann aber so viele Besucherinnen und Besucher an die Annapolis Sail wie seit 2021 nicht mehr. Es scheint sich eine neue Dynamik abzuzeichnen. «Protektionismus hält Käufer nicht auf», erklärt Romain Motteau, Geschäftsführer der Fountaine-Pajot-Gruppe. «Katamarane werden ohnehin nicht immer importiert, aber bei Einrumpfbooten ist das schwieriger. Jachten sind ein eher lokaler Markt. Viele Bootsbesitzer wollen am Freitagabend an Regatten teilnehmen oder am Wochenende in der Nähe ihres Wohnorts segeln.» Im Herbst zeigte die Branche Signale der Erholung. An der Southampton International Boatshow – dem Barometer für den britischen Markt –, der Grand Pavois, die 59 000 Besucherinnen und Besucher anlockte und an der laut Dufour «die Begeisterung fürs Segeln und für Innovationen spürbar war», sowie am für die Mittelmeerregion strategisch wichtigen Salon Nautico Internacional in Barcelona, an dem mehr Boote aus dem höheren Segment präsentiert wurden als bisher, machte sich trotz wirtschaftlich und geopolitisch angespannter Lage ein gewisser Optimismus breit.

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zVg

Barcelona und Annapolis gezeigt hat, gibt es durchaus Gründe für Optimismus.

MIT DEM LAGOON 38 ALS NACHFOLGER DES ERFOLGREICHEN 380ERS WILL DIE MARKE EIN NEUES PUBLIKUM ERREICHEN.

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Oceanis 52

Stilvoll schnell Die Oceanis 52 mit ihrer unübersehbar italienischen Formgebung von Biscontini Yacht Design ersetzt die 51.1. Hinter der klassischen Linienführung verbergen sich einige grundlegende Neuerungen.

Text ) François Trégouët

Fotos ) Julien Gazeau

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Das Vorschiff fällt deutlich voluminöser aus und die maximale Breite zieht sich zumindest an Deck weit nach hinten. Für mehr Performance wurde die Wasserlinie schlanker gehalten. Je grösser die Krängung, desto stabiler liegt die Jacht im Wasser, dafür sorgt auch die unauffällige Kimmkante. Das innovativste Merkmal der Oceanis 52 ist aber unbestritten das vollständig überarbeitete Cockpit. Es erstreckt sich von den Sonnenliegen

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auf beiden Seiten des Niedergangs bis zu den opulenten Steuersitzen auf der Heckplattform mit modulierbarem Zentralbereich. Die beiden Tische lassen mittig einen Durchgang nach achtern frei und können auf Sitzhöhe abgesenkt werden, sodass grosszügige Liegeflächen entstehen. Dank der beiden tiefen Ruderblätter lässt sich die Jacht kontrolliert segeln. Sportlich Orientierte können sie mit einem längeren Bulbkiel aufrüsten (2,36 m statt 1,92 m). Für echtes Performance-Segeln werden sie bei der Bestellung wohl auch noch ein paar Optionen mehr ankreuzen müssen, denn die Oceanis 52 wird standardmässig mit Selbstwendefock und Rollmast geliefert. Eine überlappende Genua und ein Performance-Rigg (+1,85 m) erhöhen die Segelfläche von 94 auf stattliche 143 Quadratmeter. Ebenfalls optional verfügbar ist ein Targabügel, über den die Grossschot läuft, sodass das Cockpit frei bleibt. Gleichzeitig lassen sich damit das Sprayhood und das Bimini schneller an- und abbauen. Das Innenraumlayout reicht von drei bis fünf komfortablen Doppelkabinen und bis zu drei Nasszellen. Besonders luxuriös ist die Eignersuite im Bug. Sie verfügt über ein 1,65 Meter breites Inselbett, ein Bad mit separater Toilette und viel Stauraum. Salon und der Kartentisch vis-à-vis sind ansprechend gestaltet und die grosse Küche unten am Niedergang lässt Hochseesegelnde garantiert frohlocken.


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Tipps von North Sails Suisse

Segel überwintern Julien Monnier, Geschäftsführer der Segelmacherei North Sails Suisse, erklärt, worauf bei der Überwinterung der zWg

Segelgarderobe zu achten ist. Interview ) Pierre-Antoine Preti Was steht am Saisonende als Erstes an? Am allerwichtigsten ist es, die Segel an einem trockenen und gut belüfteten Ort zu verstauen. Bei feuchten Tüchern kann sich Schimmel bilden und die Nähte werden beschädigt. Wie lagert man Segel richtig? Zunächst müssen die Latten der Grosssegel entfernt werden. Rollsegel wie fliegende Genuas oder Reacher legt man am besten entlang der Unterkante in Falten. Das Gleiche gilt für Spinnaker. Sie mögen es gar nicht, wenn sie zerknittert werden. Welche Kontrollen führt die Segelmacherei vor der Einlagerung durch? Wir prüfen jedes Segel auf beiden Seiten sorgfältig. Eine kleine Reparatur von wenigen Zentimetern kann oft grössere Schäden verhindern. Kontrolliert werden zudem:

– die Nähte, – die Spannung der Latten, – die Grosssegelschieber und Gleitschäkel, – der gleichmässige Abstand zwischen Mast und Segel, – die Liekleinen, – die UV-Beständigkeit und der Zustand der UV-Schutzstreifen. Zusätzlich erstellen wir eine Gewebediagnose, die auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet wird. So weiss man, wie viel Potenzial das Segel noch hat und wann es ersetzt werden sollte. Das Einwintern bietet zudem die Gelegenheit, das gesamte Segelinventar zu überprüfen, die Segelgarderobe zu ergänzen und von den Rabatten auf Winterarbeiten zu profitieren.


6-Meter-Klasse

Like a Swiss Man in New York Ende September trafen sich unter der Schirmherrschaft des Seawanhaka Corinthian Yacht Club in Oyster Bay die weltbesten Sechser-Teams zur KlassenWeltmeisterschaft. Rainer Müller und seine brandneue Eau Vive segelten in der prominent besetzten Flotte auf den zweiten Platz. Mit dabei waren auch König Juan Carlos von Spanien, Dennis Conner, Chris Poole und Dieter Schön. Text ) Nicole Gris

Fotos ) María Muiña

VORWINDSCHLAG VOR MANHATTAN

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In diesem Jahr überquerte die internationale 6-Meter-Klasse im Anschluss an die Europameisterschaft in Spanien erstmals seit 2017 wieder geschlossen den Atlantik. Der gemeinsame Auftritt in den USA hat eine starke Symbolwirkung. Er signalisiert Offenheit und Aufbruch und gründet auf einer gemeinsamen Initiative der International Six Metre Association (ISMA) und des gastgebenden Clubs, die mit der Rückkehr auf den amerikanischen Kontinent die Anforderungen von World Sailing erfüllen wollten. Der Wahl des traditionsreichen Seawanhaka Corinthian Yacht Clubs (SCYC) in Centre Island auf Long Island waren zweijährige Überlegungen


SEGELN INTERNATIONAL

und Diskussionen vorausgegangen. Mit Gründungsjahr 1871 gehört er zu den ältesten Jachtclubs der westlichen Hemisphäre. Dass er von Manhattan aus leicht erreichbar ist, reduziert einerseits die Logistikkosten und garantiert andererseits internationale Strahlkraft. Im New Yorker Prestige-Revier machten moderne und klassische Sechser vom 19. bis 25. September auf zwei verschiedenen Regattabahnen die WM-Medaillen untereinander aus.

Tidenstand zu Wasser gelassen. Eine Besonderheit des SCYC ist seine Infrastruktur: Wegen der starken Strömungen gibt es keine klassischen Stege zum Festmachen der Boote, stattdessen bringen Taxiboote die Crews von grossen Sammelpontons zu den Ankerplätzen in der

Logistische Meisterleistung Der Transport der Jachten aus Europa und Kanada war eine Herkulesaufgabe. Sie wurden entweder per Frachschiff in Containern befördert oder auf dem Landweg auf Anhängern getrailert. Für die kanadischen Teilnehmer waren allein schon die knapp 5000 Kilometer von Vancouver quer durch die Rocky Mountains nach New York ein Abenteuer. Nach der Ankunft in Seawanhaka wurden die Boote eingelagert und bei geeignetem DIE SCHWEIZER DELEGATION IN NEW YORK

DIE SECHSER SIND EINE INTERNATIONALE KONSTRUKTIONSKLASSE, DEREN BOOTE NICHT NACH FESTER LÄNGE, SONDERN NACH EINER VERMESSUNGSFORMEL ENTWORFEN WERDEN. DIE 6 ENTSPRICHT DEM ERGEBNIS DER FORMEL, NICHT DER RUMPFLÄNGE. DIESE BETRÄGT MEIST ZWISCHEN 10 UND 11 METERN. ZWISCHEN 1908 UND 1952 WAREN DIE 6MR-JACHTEN OLYMPISCH UND ANDEREN KLASSEN TECHNISCH OFT EINEN SCHRITT VORAUS.

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SEGELN INTERNATIONAL

DAS GEBÄUDE DES SEAWANHAKA CORINTHIAN YACHT CLUBS

AUF DEM BOOT DER WETTFAHRTLEITUNG

Meerenge. Wenn alle Rümpfe gleich ausgerichtet sind, entsteht ein Bild wie aus historischen Marinegemälden. Das Revier von Oyster Bay zeigte sich von seiner anspruchsvollen Seite. Aufgrund der wechselhaften, abrupt drehenden Winde und der tückischen Böen gilt es als hochkomplex und erfordert blitzschnelle taktische Entscheidungen. Im Vorteil waren da natürlich heimische Crews, die mit den launischen Bedingungen amerikanischer Küsten vertraut sind, so wie der amerikanische Grossmeister Dennis Conner. Er segelte an Bord des jüngsten, vom Spanier Javi Cela entworfenen Sechsers. Doch weder seine Routine noch die Unterstützung durch den Match-Race-Crack Chris Poole reichten aus, um an der Spitze mitzusegeln.

skippers Segeln & Ozean

Nach sieben hart umkämpften Läufen bei instabilem Wind zwischen 6 und 20 Knoten stand Momo II von Dieter Schön in der Open-Flotte als souveräne Siegerin fest. Bei den Klassikern gewann Bribon mit dem ehemaligen König Juan Carlos von Spanien am Steuer. Der Ex-Monarch sicherte sich damit bereits seinen vierten WM-Titel in dieser Kategorie.

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Starke Schweizer Präsenz Die Schweizer Teams setzten gleich mehrere Ausrufezeichen. Rainer Müllers Eau Vive, das jüngste Werk des in der Meterklasse hochangesehenen Designers Ian Howlett, verpasste den Titel nur ganz knapp und belegte in der Schlusswertung Rang 2. Sein in England gebautes und vom Amerikaner Jamie Hilton gesteuertes Boot zeigt exemplarisch, wie die 6-Meter-Klasse heute Tradition, Moderne und sportlichen Wettbewerb auf internationalem Niveau verbindet. Ein weiteres bemerkenswertes Projekt unter Schweizer Flagge ist die Optimierung der Duclop von Laurence Clerc. Ihr Boot der älteren Generation wurde mit einem Kiel der neuen Generation ausgestattet, der ebenfalls von Ian Howletts Reissbrett stammt. Mit Skipper Eric Monnin holte sich das Team bei den Modernen Bronze und bewies damit eindrücklich, dass die Klasse nicht nur neue Designs hervorbringt, sondern auch ältere Rümpfe mit zeitgemässer Technik zu neuem Leben erwecken kann. Die Sechser-WM beschränkte sich nicht auf den sportlich-strategischen Wettkampf. Sie war zugleich ein gesellschaftliches Ereignis voller Eleganz und Geselligkeit. Auf dem Programm standen glamouröse Abendveranstaltungen im Club oder bei privaten Gastgebern wie die Kostümparty «Bollywood», ein exklusives Barbecue für über 200 Gäste mit direkt aus Argentinien eingeflogenem Fleisch und viele gemeinsame Momente im Clubhaus mit Blick auf die umwerfenden Ankerplätze in der Bucht. Die

GALADINNER UNTER STERNEN

Anwesenden machten die Regatta zum einem grossen Fest, an dem die Lebensart der seit dem 19. Jahrhundert in Seawanhaka aktiven Segelgemeinschaft zelebriert wurde. Zurück bleibt das Bild einer aufstrebenden Flotte, gestärkter transatlantischer Beziehungen und einer Klasse, die ihre Ambitionen eindrucksvoll bekräftigt hat. Nun liegt es an Europa dafür zu sorgen, dass der Abstecher nach Amerika die Weichen für die Zukunft stellt.

Europameisterschaft 2026 in Genf Im Juli 2026 richtet der Cercle de la Voile de la Société Nautique de Genève die Europameisterschaft der 6-Meter-Klasse aus. Sozusagen als Prolog findet wenige Tage vorher die Schweizermeisterschaft statt. Die Veranstalter hoffen auf eine möglichst rege Teilnahme aus dem Ausland. Sie rechnen für die EM mit einem Rekordfeld von über 50 Booten. Neben dem sportlichen Aspekt soll auch das Gesellschaftliche nicht zu kurz kommen, weshalb für die Fans wie schon in der Vergangenheit Ausflüge und Veranstaltungen in Genf und Umgebung organisiert werden. Die 6-Meter-Klasse lässt es sich nicht nehmen, dem Fairplay, Stil und Glanz des Segelsports eine kulturelle Komponente hinzuzufügen. Schweizermeisterschaft: 14.–17. Juli 2026 Europameisterschaft: 18.–26. Juli 2026


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RAINER MÜLLER oder wie

zVg

ein Sammler die 6mR-Klasse belebt

RAINER MÜLLER HAT DER SEIT DER JAHRTAUSENDWENDE SCHRUMPFENDEN 6MR-KLASSE ZU NEUEM SCHWUNG VERHOLFEN.

skippers Segeln & Ozean

Rainer Müller ist ein begeisterter Segler und Sammler von 6-Meter-Jachten.

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Der deutsch-schweizerische Doppelbürger lebt abwechselnd in der Region Vancouver und in Versoix. Skippers hat dem Förderer der seit der Jahrtausendwende schwächelnden Klasse auf den Zahn gefühlt.

Interview ) Pierre-Antoine Preti


INTERVIEW

«Beim Kauf einer 6mR-Jacht wird man Teil einer Familie. Man wird zum Hüter einer Geschichte, eines nautischen Erbes.»

Heute leben Sie abwechselnd in der Schweiz und in Kanada. Ja. Vor 37 Jahren habe ich angefangen, in Kanada zu investieren. Ich habe dort Familie. Beruflich arbeite ich als Immobilienentwickler für Altersheime. Auf seglerischer Ebene bin ich Mitglied im Royal Vancouver Yacht Club und im Royal Victoria Yacht Club. Meine Wurzeln liegen jedoch in der Schweiz. Mein erster Club war der Club Nautique de Versoix, er bedeutet mir auch am meisten.

María Muiña

Sie sind in Deutschland geboren, waren aber oft in der Schweiz ... Ich bin im Südwesten Deutschlands, in Heidelberg, geboren, aber in Lindau am Bodensee aufgewachsen. Von dort ist es ein Katzensprung in die Schweiz und ins Elsass. Als Kind habe ich meine Tage am See mit direktem Blick auf die Schweiz verbracht. Ich wollte schon damals ans gegenüberliegende Ufer! Später studierte ich Architektur an der ETH Zürich. Dort habe ich gelebt, geheiratet und mich so sehr als Schweizer gefühlt, dass ich mich habe einbürgern lassen.

DIE SECHSER VOR DER NEW YORKER SKYLINE

Was haben Sie vom Segeln gelernt? Viel: Konzentration, Führungsqualitäten und den Bezug zur Natur. Beim Segeln ist Erfahrung sehr wichtig. Man muss beobachten, schnell entscheiden und den Wind verstehen. Vor allem aber hat mir der Segelsport dauerhafte Freundschaften beschert.

DIE EAU VIVE (GRÜNER RUMPF IM VORDERGRUND) BELEGTE AN DER VOM SEAWANHAKA CORINTHIAN YACHT CLUB ORGANISIERTEN WM DEN 2. PLATZ.

Warum haben es Ihnen gerade die Sechser so angetan? Anfangs sah ich sie als schöne Objekte, ein bisschen wie Oldtimer. 2004 schlug mir ein Freund vor, eine alte Fife-Jacht zu retten, die hätte verschrottet werden sollen. Das war mein erster Sechser. Ich habe ihn zum Preis eines Anhängers gekauft! Seitdem habe ich mich mit vielen Konstrukteuren, Handwerkern und Enthusiasten getroffen. Ich mag diese Welt, in der Handwerk und maritime Kultur aufeinandertreffen. Sie haben schon viele Boote besessen. Ja, insgesamt etwa 30, auch wenn einige davon nur Restaurierungsprojekte waren. Meine erste echte 6-Meter-Jacht war die Saskia. Mit ihr

skippers Segeln & Ozean

Und wann haben Sie Ihre erste Regatta bestritten? Als Jugendlicher verbrachte ich den Sommer jeweils in Versoix im Haus meines Vaters. Als 15-Jähriger bin ich dort auf einem Lacustre meine erste Regatta gesegelt. Philippe Durr zeigte mir damals den Fireball, mit dem er Weltmeister geworden war, und vor allem Kim, die Sechser-Jacht seines Vaters. Das war für mich ein Aha-Erlebnis.

María Muiña

Wie sind Sie zum Segeln gekommen? Noch vor dem Segeln habe ich das Wasser für mich entdeckt. Schon in meinen ersten Lebensmonaten war ich vom Wasser fasziniert. Mit dem Wassersport angefangen habe ich als Kanufahrer, dann bin ich auf kleinen deutschen 5,80-Meter-Jollen, den Schwertzugvögeln, gesegelt. Mit 14 hatte ich bereits meinen Bootsschein für den Bodensee.

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INTERVIEW

Welche Aufgabe haben Sie an Bord? Ich steuere nie. Ich trimme lieber das Gross oder die Genua. Ich beobachte gerne, was um mich herum passiert. Das ist eine andere Art, sich an der Strategie zu beteiligen.

skippers Segeln & Ozean

Sie haben der 6mr-Klasse in der Schweiz und in Kanada zu neuem Schwung verholfen. Jetzt nehmen Sie sich die amerikanische Ostküste vor. Ja. Wir haben die WM in Seawanhaka auf Long Island organisiert, um die Flotte an der Ostküste wiederzubeleben. Dank einer Segelstiftung können die Studierenden des Webb Institute und die Clubmitglieder nun auf unseren Booten segeln. Wir möchten dort eine aktive Flotte mit einem runden Dutzend Sechsern aufbauen. Das Projekt wird vom zweitgrössten Club der USA, dem Franklin Roosevelt Club, unterstützt.

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Und was planen Sie in Europa? Das nächste Grossereignis ist die Europameisterschaft bei der Société Nautique de Genève. Wir erwarten über 55 Boote! Die EM wird eines der grössten Treffen in der Geschichte der Klasse sein, mit Crews aus der ganzen Welt. Ich hoffe vor allem, dass es ein schönes Fest wird, geprägt von Kameradschaft und Fairplay. Ausserdem sind Projekte zum Erhalt der Sechser als seglerisches Kulturgut geplant. Dazu gehört die Gründung einer Stiftung, mit der wir unsere Mission langfristig sichern wollen.

«DER SEGELSPORT HAT MIR DAUERHAFTE FREUNDSCHAFTEN BESCHERT.»

Sogwirkung erzeugen Rainer Müller hat seit seinem ersten Kauf im Jahr 2004 rund 30 Sechser erworben. Was treibt den unermüdlichen Förderer und Mäzen der Klasse an, so viele Jachten zu kaufen und zu bauen? Ein Grund ist vermutlich seine Sammelleidenschaft, ein anderer sein Wunsch, frischen Wind in die seit Beginn der 2000er-Jahre schrumpfende 6mR-Klasse zu zu bringen. Indem er die Kontrolle über einen Teil der Flotte übernommen hat und Boote zur Verfügung stellt, ist es ihm gelungen, eine starke Dynamik zu entfachen. In der Schweiz und in Europa, an der kanadischen Westküste und in New York sind die Sechser zum transatlantischen Liebling von Liebhabern schöner Boote geworden. Die klassische Schönheit der Meterklassen, fernab der modernen Hightech-Racer, erfreut sich neuer Beliebtheit. Dank dieser neuen Dynamik und einer mittlerweile beträchtlichen 6-Meter-Flotte sucht Rainer Müller keine neuen Boote mehr. Vielmehr möchte er künftige Eigner inspirieren. Diese haben die Chance, Teil einer starken und gut organisierten Gemeinschaft zu werden.

María Muiña

Ihr jüngstes Boot, die Eau Vive, hat im September in den USA geglänzt. Ja, sie wurde an der vom Seawanhaka Corinthian Yacht Club organisierten WM Zweite. Die Pläne stammen vom grossen englischen Schiffskonstrukteur Ian Howlett. Die Eau Vive ist ein ausgesprochen vielseitiges, bei wenig Wind schnelles Boot. Trotzdem gibt es noch Verbesserungspotenzial. Mir wurde mehrfach gesagt, ich hätte das schönste Boot; mir wäre es lieber gewesen, man hätte mir gesagt, ich hätte das schnellste! (lacht)

zVg

haben wir an den WMs in Newport, Helsinki, Flensburg, La Trinité-sur-Mer, Vancouver und Cowes teilgenommen Danach bin ich auf der Gallant, der Junior und der Thisbe gesegelt. Jedes Boot erzählt eine Geschichte und steht für eine bestimmte Epoche. Es bereitet mir grosse Freude, auch andere Segelbegeisterte an diesen Booten teilhaben zu lassen.

«JEDES BOOT ERZÄHLT EINE GESCHICHTE UND STEHT FÜR EINE BESTIMMTE EPOCHE». IM BILD: DIE JUNIOR.

Was würden Sie jemandem mit auf den Weg geben, der eine 6-Meter-Jacht kaufen möchte? Der Kauf eines Sechsers ist keine Anschaffung wie ein Auto. Man wird Teil einer Familie, muss

sich mit anderen Eignern treffen, das richtige Boot suchen und es möglicherweise restaurieren lassen. Man wird zum Hüter einer Geschichte, eines nautischen Erbes. Gekrönt wird das ganze durch die Freundschaft innerhalb der Sechser-Familie. Das macht diese Klasse so besonders.


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SEGELN INTERNATIONAL

Rolex Switzerland Sail Grand Prix Geneva

Phänomenale Premiere Der erste Schweizer Grand Prix in der Geschichte des SailGP lockte Tausende an die Ufer des Genfersees. Zu verdanken ist dieser grossartige Publikumserfolg der engen Zusammenarbeit zwischen Genf und der internationalen Segelliga.

Tausende Zuschauerinnnen und Zuschauer auf den Hügeln, hunderte Boote auf dem See und zwölf F50 vor dem Jet d’eau: Die Bilder dieser Genfer SailGP-Premiere haben sich in die Köpfe eingebrannt. Trotz wechselhafter Winde bot der Grand Prix grosses Segelspektakel und bescherte dem Schweizer Team an seinem Heimspiel die erste Poleposition in einem Finale «Es ist etwas ganz Besonderes für mich, in Genf zu sein», sagte Russell Coutts, CEO der Weltliga SailGP. «Ich habe in der Region gewohnt und meine Kinder sind hier geboren. Ausserdem sind wir in der Stadt unseres Partners Rolex.» Mit einem solchen Andrang hatte er aber wohl doch nicht gerechnet. «Die Tribünen platzen aus allen Nähten», meinte er beeindruckt. Offiziell boten sie Platz für 3600 Personen, die tatsächliche Besucherzahl war aber um ein Zigfaches höher. Zehntausende verfolgten die Rennen auf den Anhöhen von Cologny und den rund 600 Zuschauerbooten. «Auf jeder Wiese und in jedem Garten, an denen wir vorbeigesegelt sind, wimmelte es geradezu von Menschen, einfach unglaublich», staunte der dreifache SailGP-Sieger Tom Slingsby.

Wenig, aber ausreichend Wind Einziger Wermutstropfen war das Wetter: ein schwacher Westwind am Samstag, ein leichter Joran am Sonntag und zwei Rennen im Verdrängermodus. Julien di Biase, Chef Operating Officer des SailGP, sah aber vor allem das Positive: «Wenn man sich die Prognosen ansieht, hatten wir Glück.» Logistisch war der SailGP eine Meisterleistung. Innerhalb einer einzigen Woche wurden die Teambasen, die F50 und die gesamte Regattainfrastruktur montiert. Dazu waren mehrere hundert Lastwagen nötig. «Unsere

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Text ) Pierre-Antoine Preti Illustrationen ) Suzanne de Freitas

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SEGELN INTERNATIONAL Teams kommen aus 20 bis 25 verschiedenen Ländern und waren alle beeindruckt von der Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und von der Schönheit des Reviers», so der COO. Wie weiter? Kaum war die Schweizer SailGP-Premiere Geschichte, stellte sich bereits die Frage nach einer Fortsetzung. Julien di Biase würde sie begrüssen: «Die Zuschauerinnen und Zuschauer sind aus der ganzen Schweiz gekommen und das Feedback ist hervorragend. Viele wollen wissen, ob eine weitere Austragung geplant ist. Wir vom SailGP würden gerne wiederkommen. Die Genfer Behörden wollen aber zuerst Bilanz ziehen, bevor sie über eine Wiederholung entscheiden. Der Ball liegt bei ihnen. Wir hoffen, dass dieser erste Event eine Fortsetzung findet, und arbeiten aktiv daran.» Die Schweiz auf dem Podest Sportlich gesehen begann das Wochenende für die Schweizer durchwachsen. Im ersten Lauf machte ihnen ein Problem mit dem BackbordFoil zu schaffen, weshalb es lediglich für Platz 5 reichte. Ein zweiter und ein achter Rang vervollständigten das Ergebnis des ersten Regattatags.


«Wichtig ist nur der Einzug ins Finale», bekräftige Sébastien Schneiter am Samstagabend. Er sollte recht behalten. Weil die Konkurrenz strauchtelte, belegte sein Team nach den fünf Qualifikationsläufen sogar die Poleposition. Das Dreierfinale bestritten die Schweiz, die Australier und die Deutschen. Da Tom Slingsby das Schweizer Boot eng deckte, riskierte Sébastien Schneiter etwas zu viel und und leistete sich einen Frühstart. Auf der anderen Seite der Linie nutzte die deutsche Crew um Erik Heil den Positionskampf der beiden Gegner, um ihren allerersten Sieg nach Hause zu fahren. Die Schweiz holte sich nach Portsmouth ihren zweiten Podestplatz. Schneiter zeigte sich zufrieden mit dem 3. Rang: «Wir wissen, dass wir einzelne Läufe und vielleicht sogar einen Grand Prix gewinnen können. Jetzt müssen wir nur noch konstanter werden. In der nächsten Saison wird die Konkurrenz mit uns rechnen müssen.» Auch CEO Boet Bringreve freute sich über das Ergebnis. «Ich bin unglaublich stolz auf ihre Leistung. Sie sind hervorragend gesegelt. Es ist fantastisch, hier am Genfersee vor unserem Heimpublikum auf dem Podest zu stehen!»

Prächtige Genfer Kulisse Die SailGP-Flotte hat Genf im Sturm erobert. André Boschberg, Partner des Schweizer Teams, konnte sich in seinem Elektroflugzeug aus der Vogelperspektive ein Bild des Menschenmeers machen. Genf bot dem SailGP ein Wochenende lang eine fantastische Kulisse, die dem hochkarätigen Spektakel alle Ehre machte. Das Fest endete mit der Ankündigung, dass 2026 ein 13. Team zur Flotte stossen wird. Artemis Racing des schwedischen Millionärs Torbjörn Törnqvist wird von Iain Percy geleitet, Steuermann ist Nathan Outteridge. Bereits einen Monat zuvor hatte SailGP bekannt gegeben, das es das «finanzielle Gleichgewicht» erreicht habe. Damit ist der grösste Foiling-Wettbewerb der Welt nicht mehr auf die Finanzspritzen des amerikanischen Milliardärs Larry Ellison angewiesen, sondern steht auf eigenen Beinen.


SEGELN INTERNATIONAL

In der Marina Saint-François werden Früchte frisch und mit reichlich Alkohol serviert. Eine Reportage von der Ankunft der Mini-Transat, zwischen Erschöpfung und

Vincent Olivaud

überbordender Freude.

STRAHLENDER SIEGER: MATHIS BOURGNON MIT ROTEM LEUCHTFEUER

Mini-Transat

Einen Ti-Punch für Mathis Bourgnon !

zVg

AUF RICHTUNG GUADELOUPE: DIE FLOTTE DER MINI-JACHTEN KURZ NACH DEM START AUF DEN KANARISCHEN INSELN

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Vincent Olivaud

IN DER KARIBISCHEN NACHT ÜBERQUERTE MATHIS BOURGNON AM STEUER DER ASSOMAST DIE LINIE ALS SIEGER UND WURDE DAMIT NACH SEINEM VATER YVAN ZUM ZWEITEN SCHWEIZER, DER DIE MINI-TRANSAT FÜR SICH ENTSCHEIDEN KONNTE.

Text ) Grégoire Surdez

30 Jahre später Völlig überraschend für alle – ausser vielleicht für ihn selbst – überquerte der Wahl-Lausanner in der karibischen Nacht am Steuer seines Prototyps Assomast die Linie als Sieger. Damit reihte er sich auf den Tag genau 30 Jahre nach seinem Vater Yvan in die Gewinnerliste dieser in vielerlei Hinsicht speziellen Regatta ein. Während des Rennens ist den Solisten jederlei Kontakt zur Aussenwelt untersagt. «Für die Eltern und Angehörigen ist das schwierig», gestand Mathis’ Mutter Florence, die ihren Sohn sichtlich erleichtert in die Arme schloss. «Ich freue mich einfach, dass er da ist. Normalerweise mag ich es nicht, wenn er zu schnell unterwegs ist. In den letzten Tagen habe ich alle vier Stunden die Ranglisten und Geschwindigkeiten gecheckt und dabei gedacht: Ohlala, das ist schnell, viel zu schnell. Aber immerhin kam er so rascher in die Nähe.»

Gemeinsam mit Yvan umarmte Florence den siegreichen Erben der Bourgnon-Dynastie, der seine sieben Monate alte Tochter Léone im Arm hielt. «Ich wollte auf keinen Fall, dass er segelt, alles, nur das nicht», verriet die junge Grossmutter lachend. «Wir lebten damals auf dem Land, und ich habe ihn zu allem ermuntert. Aber mit 17 stand er plötzlich doch auf einem Boot und wusste sofort, dass er dorthin gehört.» Wer in der Normandie aufwächst, sei es auch noch so weit vom Meer entfernt, fällt eben nicht weit vom Stamm. Mathis bereitete seinen Coup im Schatten seines prominenten und manchmal etwas allzu skandalträchtigen Vaters vor. In Yvans Garten in der Nähe von Trinité-sur-Mer wurde die Assomast im Sommer poliert, gereinigt und aufgepimpt. Sie hielt den Strapazen des Atlantiks besser stand als manch anderes Boot. Für Mathis eine Genugtuung: «Mir gefällt die Idee, zu zeigen, dass man sich auch abseits der grossen Zentren in Lorient vorbereiten kann.» Starke Bande Sowohl die Beobachter als auch die anderen Siegesanwärter verneigten sich vor Mathis Bourgnons Leistung. Allen voran Benoît Marie, dessen Foiler das Rennen mit durchbohrtem Rumpf stark havariert beendete. «Als ich rund 50 Seemeilen vor dem Ziel vor ihm aufkreuzte, sprachen wir

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Eine Ankunft bei Sonnenschein, barfuss und in Shorts. Eine Schale frisches Obst und vor allem, ja, vor allem ein Ti-Punch, der nach den vielen Tagen Abstinenz seine Wirkung nicht verfehlt. Man sollte die Mischung aus Rohrzucker, Strohrum und einem Spritzer Limette nicht unterschätzen, ganz egal, zu welcher Uhrzeit man an Land geht. In Saint-François, wie überall auf Guadeloupe und Martinique, trinkt man ihn auf Ex. Das Bild der Helden, die nach tagelangem Kampf mit dem Passat mit starrem Blick, zerzaustem Haar und müdem Gesicht an Land wanken, hat Generationen von Segelnden geprägt. Geschichten von ausschweifenden Partys taten ihr Übriges. Falls ich einmal mit dem Segeln anfangen sollte, dann werde ich genau wegen solcher Momente an Regatten wie der Mini-Transat teilnehmen. Zu den Menschen zurückzukehren, die zwei Wochen lang mit einem Kloss im Magen gebangt haben, muss ein überwältigendes Gefühl sein. «Ich zittere immer noch vor Aufregung», meinte ein sichtlich bewegter Mathis Bourgnon im Ziel. «Der Empfang ist ein Wahnsinn, völlig verrückt!»

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SEGELN INTERNATIONAL

ALICIA PFYFFER, ZEHNTE UND BESTE FRAU BEI DEN SERIENBOOTEN, WURDE IM JACHTHAFEN VON SAINT-FRANÇOIS VON ANGEHÖRIGEN UND DEN ZAHLREICHEN SCHWEIZER FANS

Vincent Olivaud

Jean-Guy Python

EIN FÜRSTLICHER EMPFANG BEREITET.

per Funk miteinander. Er meinte: «Ok, sie gehört dir. Bravo, du hast es verdient.› Wir haben lange miteinander gesprochen. Es waren unglaublich intensive Minuten. Erst da wurde mir bewusst, dass es tatsächlich reichen könnte. Trotzdem habe ich bis zum Schluss gezittert, denn meine Ruder waren in schlechtem Zustand, sie hätten jeden Moment brechen können.» Diese Freundschaft und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl sind typisch für die Mini-Klasse. Alle wissen, wie viele Opfer man bringen muss, um hier zu stehen. «Eifersucht gibt es keine, nur Wohlwollen und gemeinsame Erlebnisse», sagt Felix Oberle. «Man will bei jeder Ankunft dabei sein, um die Kollegen zu begrüssen und zu hören, wie sie die Regatta erlebt, welche taktische Entscheidungen sie getroffen und mit welchen Problemen sie gekämpft haben. Während der Überfahrt ist man nämlich wirklich allein, abgesehen von ein paar Funkkontakten, wenn zufällig jemand in der Nähe ist.» Mondaufgänge im Passat Der Aargauer erreichte Saint-François einige Stunden nach Mathis und wurde dort von den fünf Seglern, die bereits einige Ti-Punch intus hatten, überschwänglich begrüsst. Sie feierten seinen 6. Platz in der Proto-Wertung wie einen Sieg, denn er hatte mit Problemen an Steuerung und Rigg zu

FELIX OBERLE, MATHIS BOURGNON, ALICIA PFYFFER UND JOSHUA SCHOPFER FEIERN

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Jean-Guy Python

skippers Segeln & Ozean

IHRE ERFOLGREICHE ATLANTIKÜBERQUERUNG BEI EINEM BIER MITTEN IM PARADIES.

kämpfen gehabt. «Ich hatte das Rennen in vielerlei Hinsicht besser im Griff als vor zwei Jahren, vor allem den Schlaf. Trotz des Ärgers an Bord behalte ich die magischen Momente in Erinnerung: die Mondaufgänge in den Passatwinden, das Boot, das mühelos übers Meer glitt.» Joshua Schopfer beeindruckend Die dichte Folge der Zieleinläufe und die damit verbundenen Partys waren fast anstrengender als die Regatta selbst. Joshua Schopfer brauchte mehrere Tage, um sich nach seinem herausragenden 5. Platz bei den Serienbooten nur zwei Stunden hinter dem Drittplatzierten zu erholen. Bei Einbruch der Nacht wurde dem Genfer von seinen Eltern Helen und Bernard, seiner Schwester Liliana und sämtlichen Miniisten ein rauschender Empfang bereitet. Sie alle waren beeindruckt vom Neuling, der lange auf Platz 2 lag, dann aber wegen eines Problems am Vorstag zurückstecken musste. Wer hat im Fussball gewonnen? Eine Banane, eine Orange, ein Ti-Punch. Dann die ersten Worte: «Hat jemand die Fussballergebnisse? Wer hat gewonnen? Kann mir jemand sagen, ob Manchester United noch immer nicht auf Touren kommt?» Josh bringt sie alle zum Lachen. Er schafft es sofort, die ganze Runde für sich einzunehmen. Ihm und seinen Mitstreitern steht eine lange Nacht bevor ... und ein langer Tag, bis die erste Frau der Serienklasse eintrifft: Alicia Pfyffer kommt als Zehnte ins Ziel. Ein starkes Ergebnis für eine erste Einhand-Transatlantikregatta. Ganz so allein war sie allerdings nicht. «Ich habe die Regatta mit einem Vogel an Bord beendet», erzählt sie. «Er kam angeflogen, als ich ein Tief hatte. Wir haben uns unterhalten und das hat mich aufgemuntert, sodass ich wieder Mut gefasst habe. Er sitzt immer noch im Boot.» «Kellner! Einen Ti-Punch für Bibi, den hat er sich verdient!»


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Jean-Guy Python

SEGELN INTERNATIONAL

NOCH NIE WAREN AN DER MINI-TRANSAT SO VIELE SCHWEIZERINNEN UND SCHWEIZER DABEI WIE 2025. ALLE KONNTEN IHREN TRAUM VERWIRKLICHEN.

Mini-Transat

Jedem seine Transat Alle sieben engagierten Schweizerinnen und Schweizer haben an der Mini-Transat 2025 das gefunden, wonach sie gesucht haben. Sie sind gestärkt und um viele Erfahrungen reicher aus der

skippers Segeln & Ozean

Regatta hervorgegangen.

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Text ) Vincent Gillioz Wie schon bei der Ausgabe 2013, als die Flotte direkt von Sada in Galicien nach Point-à-Pitre segelte, wurde auch die diesjährige MiniTransat in einer einzigen Etappe von den Kanarischen Inseln bis nach Guadeloupe ausgetragen. Die Rennleitung hatte die erste Etappe ab Les Sables d’Olonne nämlich abgebrochen, als der Wirbelsturm Gabrielle zum Hurrikan hochgestuft wurde. Wer zu Beginn alles gegeben hatte, um möglichst unbeschadet durch das schwere Wetter zu kommen, zahlte einen hohen Tribut. «Ich hatte mich für einen Kurs ausserhalb der VTG entschieden und konnte mich so vom 17. auf den 6. Platz verbessern», erzählt Joshua Schopfer, der keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Annullierung machte. «Wir haben uns drei Jahre vorbereitet und waren heiss auf das Rennen. Als die Handbremse gezogen wurde, sass der Frust tief.» Auch Alicia Pfyffer war enttäuscht: «Nach einer happigen Durchquerung der Biskaya hatten wir das Schlimmste überstanden. Ich war vier Tage im roten Bereich gelaufen und hatte dank einer richtigen strategischen Entscheidung endlich meinen Rhythmus gefunden. Dann kam der K.o.Schlag. Er machte zwei Jahre Vorbereitung zunichte.» Andere nutzten die Situation als Chance für einen Neustart. «Ich war Fünfter, als die Organisation uns aufforderte, Schutz zu suchen», berichtet Mathis Bourgnon. «An Bord war einiges kaputtgegangen und ich konnte alles in


Jean-Guy Python

JOSHUA SCHOPFER BELEGTE AUF SEINER MINGULAY BEI DEN SERIENBOOTEN DEN

Zähler auf null Nach der Überführung der Mini-Jachten auf die Kanarischen Inseln startete die Flotte am 25. Oktober zu einer 2600 Seemeilen langen Etappe über den Atlantik. Der erste Strecken-

abschnitt erwies sich als besonders heikel. Die Segelnden mussten ihre ganze Konzentration aufwenden, um nicht im Hochdruckgebiet stecken zu bleiben, das den Zugang zu den Passatwinden versperrte. Bis zur virtuellen Bahnmarke rund 150 Seemeilen südlich des Startpunkts brauchten sie ganze zwei Tage. Dort wurden sie dann von kräftigeren Winden in Richtung Karibik geschoben. Mathis Bourgnon setzte mutig alles auf eine Karte und hatte damit Erfolg. Nach drei Tagen hatte er wieder zur Spitze aufgeschlossen. «Es

skippers Segeln & Ozean

Cascais reparieren. Der Abbruch war richtig, ich bin aber trotzdem der Meinung, dass man die Entscheidung den Teilnehmenden überlassen sollte. Dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wurde, liegt am französischen Recht. Die Veranstalter können haftbar gemacht werden. Dagegen kann man nichts tun, auch wenn es doch etwas bevormundend ist.» Felix Oberle nahm die Annullierung gelassen: «Ich hatte mir vorgenommen, alles so zu nehmen, wie es kommt. Natürlich fand ich es schade, schliesslich war ich Risiken eingegangen, um möglichst weit vorne mitzufahren. Gleichzeitig habe ich aber auch Vertrauen in mein Potenzial gewonnen.»

Arnaud Pilpré

HERVORRAGENDEN 5. PLATZ.

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SEGELN INTERNATIONAL

Ein Rennen für jedes Profil So bunt gemischt wie die Schweizer Teilnehmenden war das gesamte Feld. Die Mini-Transat lockt Seglerinnen und Segler mit den unterschiedlichsten Hintergründen an, Offshore-Profis ebenso wie Abenteuerhungrige. Der Weg dorthin ist allerdings steinig. Deshalb gilt allein schon die Teilnahme als Erfolg. Alle sieben Schweizerinnen und Schweizer am Start haben die Mini-Transat mehr oder weniger dort beendet, wo sie es sich erhofft hatten, und können mit sich zufrieden sein. Ein bisschen mehr als alle anderen natürlich Mathis Bourgnon, der strahlende Sieger bei den Protos.

Jean-Guy Python

Unterschiedliche Erfahrungen Nachdem die Passage geschafft war, nahmen die Boote Kurs nach Westen, wo sie durch die langen Atlantikwellen glitten. «Wir sind 13 Tage lang gesurft», schwärmte Joshua Schopfer. «Die Schwierigkeit lag darin, bei den täglichen Winddrehern den richtigen Kurs zu finden.» Er habe eine Achterbahn der Gefühle erlebt, gestand der Genfer. «Man kippt von totaler Euphorie in Momente tiefster Verzweiflung. Das ist sehr speziell, aber ich habe es trotzdem geschafft, während fast des gesamten Rennens meinen Rhythmus zu halten.» Alicia hielt sich strikt an ihre Routine. Sie stand zu festen Zeiten am Steuer, um vom Mondlicht zu profitieren und sich nicht zu den schlimmsten Zeiten der Sonne auszusetzen. «Ich habe gut geschlafen und es geschafft, mein eigenes Rennen zu segeln, ohne mich darum zu kümmern, was die anderen machen.» Mathis blieb – ganz «Bourgnon» – möglichst lange am Ruder. «Ich habe einen auf tibetischen Mönch gemacht», verriet er, «mich in eine Art meditativen Zustand versetzt, in dem ich das Boot mit dem ganzen Körper gespürt habe und fast instinktiv steuern konnte. Ich bin gesegelt, ohne mich damit auseinanderzusetzen, was sein könnte, und ohne geistig abzuschweifen, aber ich habe immer alles gegeben, weit über das Vernünftige hinaus.» Felix Oberle konnte von den Erfahrungen seiner ersten Teilnahme zehren. Sie hätten ihm geholfen, seinen Schlaf besser einzuteilen und die vielen technischen Probleme gelassener zu nehmen. «Ich bin mit schwierigen Situationen besser umgegangen und habe es geschafft, sie zu akzeptieren. Vor allem aber habe ich bis zum Schluss an mich geglaubt.» Benoît Alt hatte bei der Überführung den grossen Spi verloren. Um eine 24-Stunden-Strafe zu vermeiden, beschloss er, nur mit dem mittleren Spi zu starten. Eine gewagte Entscheidung, wie er zugab: «Ich habe hoch gepokert, aber vor zwei Jahren hatten wir durchgehend 25 Knoten Wind. Es hätte funktionieren können. Ich habe drei Tage gebraucht, um mich mit der Situation abzufinden, aber dann habe ich das Beste daraus gemacht. Ich bin überhaupt nicht frustriert, ich habe alles gegeben. Meine Erfahrung aus einer früheren Ausgabe hat mir eindeutig geholfen. Im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, mit einem grossen Spi zu starten, Strafe hin oder her.»

Nicolas Schmid, der seine Mini-Karriere nach fünf Jahren beendet, konnte die Regatta in vollen Zügen geniessen: «Ich habe schon in den Kanaren viel Zeit verloren, da wurde der Wettkampf zweitrangig. Ansonsten hatte ich eine fantastische Zeit. Es lief alles von allein, ich habe mich in meinem Element gefühlt.» Newcomer Cyril Coulot musste Lehrgeld bezahlen. Er beendete die Regatta im hinteren Feld, nahm aber viel mit. «19 Tage allein, zum ersten Mal auf so einer Strecke! Das war anspruchsvoll, aber es bleiben grossartige Erinnerungen. Wenn ich noch einmal starten kann, werde ich es tun, dann mit mehr Erfahrung und dem Wunsch, besser abzuschneiden.»

BENOÎT ALT STARTETE NUR MIT DEM MITTLEREN SPI UND KONNTE DAS POTENZIAL SEINES FOILERS HADER SOLUTION DAHER NICHT VOLL AUSSCHÖPFEN. AM ENDE REICHTE ES FÜR DEN 18. PLATZ BEI DEN PROTOTYPEN.

Jean-Guy Python

skippers Segeln & Ozean

gab eine Gruppendynamik, alle haben El Hierro westwärts umsegelt. Ich war der Einzige, der östlich geblieben ist. Ich musste mental stark bleiben und meinen Plan durchziehen. Das hat sich ausgezahlt. Danach lag ich an 3. Stelle.»

NICOLAS SCHMID MUSSTE SCHON ZWEIMAL AUF EINE TEILNAHME AN DER MINI-TRANSAT VERZICHTEN, WEIL ER NICHT GENUG SEEMEILEN VORWEISEN KONNTE. DIESMAL HAT ES GEKLAPPT.

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Jean-Louis Carli

KAMPFMODUS: DIE FLOTTE DER CLASS40 STARTETE VOR LE HAVRE BEI ANSPRUCHSVOLLEN BEDINGUNGEN IN DEN ATLANTIK.

Transat Café L’Or

Die Favoriten machen das Rennen Die Duos Tom Laperche und Franck Cammas (Ultim) sowie Jérémie Beyou und Morgan Lagravière (IMOCA) dominierten das Feld auf dem Atlantik. Eine starke Leistung zeigte auch Justine Mettraux. Sie segelte bei ihrem letzten Rennen auf ihrer «alten» TeamWork – Team Snef auf Platz 5.

skippers Segeln & Ozean

Text ) Grégoire Surdez

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Die Route du Café liess Jacques-Vabre an Land und holte sich dafür Café L’Or an Bord. Ihr Wesen bleibt aber trotz neuem Titelsponsor unverändert. Eine Herausforderung ist hingegen die Konjunktur. Alle vier Jahre muss die ehemalige Transat Jacques Vabre das Stimmungstief nach der Vendée Globe verkraften, das in der IMOCA-Klasse Zweifel und Unruhe auslöst. Die Königsklasse, in der der Wettbewerb und das

sportliche Niveau besonders hoch sind, wurde von der – grösstenteils geplanten – Einstellung zahlreicher Projekte hart getroffen. Während vor einem Jahr noch 40 Boote in Les Sables-d’Olonne an den Start gingen, lagen diesmal nur 18 Open 60’ im Bassin Paul Vatine in Le Havre. «Das ist bei jeder zweiten Ausgabe so», erklärte Justine Mettraux, der Qualität tue dies aber keinen Abbruch: «Das Niveau an der Spitze wird trotzdem sehr hoch sein», stellte sie klar. Qualität statt Quantität, Profis statt Amateure und das in allen Klassen, die bei diesem Zweihandklassiker vertreten sind. Er geniesst zwar hohes Ansehen, wird aber niemals die Strahlkraft einer Vendée Globe oder einer


Vincent Curutchet

DIE ULTIM FLOGEN MIT MEHR ALS 35 KNOTEN RICHTUNG MARTINIQUE. SVR LAZARTIGUE MIT TOM LAPERCHE UND FRANCK CAMMAS SEGELTE EINEM SICHEREN SIEG ENTGEGEN, DEN DIE BEIDEN IM ZIEL

Route du Rhum erreichen, so sehr fasziniert das Einhandsegeln die Öffentlichkeit. Trotzdem waren im November viele schöne Boote und grosse Namen auf dem Atlantik unterwegs. Zeitweise erinnerte die Passatroute an eine Ferienautobahn Richtung Mittelmeer. Zwischen den 80 Minis, die in Palma zu ihrer Etappe Richtung Kanaren gestartet waren, und der Kaffeeflotte aus der Normandie mit 42 Class 40, 18 IMOCA, 10 Ocean Fifty und 4 Ultim durfte man das AIS kaum aus den Augen lassen, wenn man nicht mitten auf dem Ozean eine Kollision riskieren wollte. «Ich wurde von einem Ferrari überholt», erzählte der Schweizer Joshua Schopfer (5. der Mini-Transat) später. Das Team eines 50-Fuss-Trimarans hatte das Manöver aus seinem Cockpit heraus gefilmt.

Die Ultim in einer eigenen Liga Fernab dieses Getümmels, das streckenweise an den Stossverkehr der Pariser Ringautobahn erinnerte, flogen die Ultim ungebremst ins Ziel. Auf einer Strecke, die ihnen geradezu auf den Rumpf geschrieben war und sie zweimal durch die Kalmen führte, zeigten die grössten Renntrimarane der Welt einmal mehr, dass sie in einer eigenen Dimension segeln. Franck Cammas und Tom Laperche gelang auf dem ehemaligen Ausnahmeboot des Jungrentners François Gabart eine regelrechte Machtdemonstration. Banque Populaire XI mit Armel Le Cléac’h und Sébastien Josse waren die einzigen, die ihnen hätten gefährlich werden können, sie mussten dann aber einen Reparaturstopp einlegen. Sechs Stunden, um ein beschädigtes Backbordruder zu ersetzen, sind nicht viel, doch wenn die Konkurrenz mit über 40 Knoten am Kap Finisterre vorbeifliegt, ist das Rennen gelaufen.

skippers Segeln & Ozean

Jean-Marie Liot

AUSGELASSEN FEIERTEN.

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SEGELN INTERNATIONAL

WIE DER VATER (LAURENT), SO DER SOHN: BASILE BOURGNON TANZTE AUF EDENRED LANGE AUF DEM OZEAN, BIS ER

Jean-Louis Carli

Jean-Marie Liot

AUFGRUND EINER HAVARIE VOM GAS GEHEN MUSSTE.

ANNE-CLAIRE LE BERRE UND ELODIE-JANE METTRAUX FORMTEN DAS EINZIGE REINE FRAUENTEAM BEI DEN MEHRRÜMPFERN. MIT EINER EINDRÜCKLICHEN LEISTUNG SEGELTEN SIE AUF DEN 6. SCHLUSSRANG.

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Herzschlagfinale bei den Ocean Fifty Ein verdienter Sieger und ein starkes Podium, doch echte Spannung kam bei den Ultims keine auf. Drei Plätze für vier Teams ist kein Thriller, der das Publikum in Atem hält. Es muss noch einiges geschehen, damit die Ultim an Transatlantikrennen den Platz einnehmen, den sie als spektakulärste Offshore-Foiler verdient hätten. Für deutlich mehr Spannung sorgten die Ocean Fifty. Schon in den ersten 24 Stunden im Ärmelkanal kenterten drei der 50-Fuss-Jachten. Die Unglücksserie weckte Erinnerungen an die dramatischen Episoden der ORMA-Klasse in den 2000er-Jahren. Im weiteren Rennverlauf wechselte die Führung beinahe im Stundentakt. Basile Bourgnon, der erstmals auf dem neuen Multi 50 Edenred segelte, wurde durch eine Havarie ausgebremst, als er sich gerade von der Spitze absetzen wollte. Er kam schliesslich als Fünfter in Martinique an. Die Zeitabstände der drei Ocean Fifty auf dem Podest zeigten eindrücklich, wie eng das Rennen war: Viabilis (1. Platz), WeWise (2. Platz) und Le Rire Médecin–Lamotte kamen nach zwölf Tagen mit weniger als 30 Minuten Abstand ins


Team

Ziel. Auch Élodie-Jane Mettraux und Anne-Claire Le Berre auf Upwind by Mer Concept zeigten ein tolles Rennen. Sie passierten die Ziellinie mit weniger als 24 Stunden Rückstand auf die Spitzengruppe als Sechste und sind somit das erste reine Frauenteam, das eine Transatlantikregatta auf einem Ocean Fifty erfolgreich absolvieren konnte.

Jean-Louis Carli

Bei den IMOCA blieb die Dramaturgie aus. Jérémie Beyou und Morgan Lagravière segelten eine perfekte Transat und schöpften das Potenzial der ultimativen Rennjacht Charal 2 erstmals voll aus. Sie und die anderen Foiler der neusten Generationen erreichten kaum fassbare Durchschnittsgeschwindigkeiten. Charal 2 brachte es auf 19,3 Knoten und war damit schneller als die Ocean Fifty! Die schwindelerregenden Zahlen bestätigen die Einschätzung von Justine Mettraux: «Ich kann mir nicht vorstellen, wie man mit diesen «Raketen» regattieren kann. Der 5. Platz für ein letztes Rennen mit der TeamWork – Team Snef (Anm. d. Red.: Baujahr 2017) ist aussergewöhnlich. Mehr geht schlicht nicht», sagt die Female Rolex World Sailor of the Year 2025.

AN IHREM LETZTEN RENNEN AUF DER «ALTEN» TEAMWORK – TEAM SNEF ERZIELTE JUSTINE METTRAUX ZUSAMMEN MIT XAVIER MACAIRE IHR BESTES RESULTAT BEI DEN IMOCA. DIE BEIDEN WURDEN 5.


SEGELN INTERNATIONAL

Voiles de Saint-Tropez 2025

Rendez-vous der Legenden Auch bei der 27. Ausgabe versprühten die Voiles de Saint-Tropez pure Magie. Mehr als ein Jahrhundert Schiffbaukunst glitt in Gestalt von 245 klassischen, modernen und Maxi-Jachten vor den Augen des begeisterten Publikums übers Wasser.

Text ) Servane Dorléans

Fotos ) Gilles Martin-Raget

Mehr als 3000 Seglerinnen und Segler feierten vom 27. September bis 5. Oktober die Voiles de Saint-Tropez. Der Traditionsanlass war dieses Jahr gleich in mehreren Bereichen aussergewöhnlich. Pierre Roinson, der Präsident der Société Nautique de Saint-Tropez, zeigte sich rundum zufrieden: «Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten fast alle Rennen werten. Ausserdem hatten sich ein paar besonders schöne Exemplare eingefunden.»

Die Schweiz wie immer bestens vertreten Wie jedes Jahr waren zahlreiche Schweizer Crews am Start. In der Kategorie der Marconi-Klassikerjachten A belegte der Achter Carron II von Angelo Mazzarella den guten 6. Platz. «Die Bedingungen waren hervorragend, ausser am letzten Tag, da kam der Wind zu spät auf», meinte Crewmitglied Jean-Luc Lévêque. Besonders gefallen hat dem Gründer von Europ’sails die Parade, etwas weniger der Kurs: «Seit wir auf der gleichen Regattabahn segeln wie die Modernen, ist er deutlich weniger interessant. «Es bräuchte mehr Amwind- und Vorwindschläge», ist er überzeugt.

skippers Segeln & Ozean

Tatsächlich boten die 81 klassischen Jachten ein Bild für die Götter. Von der Mole Jean Réveille aus konnte das Publikum die Zeugen des goldenen Segelsport-Zeitalters aus der ersten Reihe bestaunen. Besondere Hingucker waren

die Atlantic, eine Nachbildung des Dreimasters, mit dem Charlie Barr 1905 den Atlantikrekord unterboten hatte, und die mit 135 Jahren älteste Teilnehmerin Sky. «Wir sind sehr stolz auf unseren Ältestenstatus», gestand Torsten Oemus, der Eigner der Sky. «Wir sind zum fünften Mal dabei. Im letzten Jahr brach hier unser Mast, weshalb wir diesmal in Imperia in die Saison gestartet sind.»

START DER KLASSIKER VOR DEM TOUR DE PORTALET UND DEM REGATTADORF IN SAINT-TROPEZ

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DIE «VOILES» GEHÖREN ZU DEN WELTWEIT GRÖSSTEN TREFFEN VON MAXI-JACHTEN.

BUG AN BUG: DIE DREIMASTER ADIX UND ATLANTIC AM RANDE DER ROLEX TROPHY


SEGELN INTERNATIONAL

Chris Bake erlebte an Bord der zehntplatzierten Skylark of 1937 seine Feuertaufe als Eigner. Der in Genf wohnhafte Niederländer war voll des Lobes: «Ich mag die Atmosphäre der Veranstaltung, die Kameradschaft auf den Bootsstegen und das besondere Flair von Saint-Tropez. Es war ein schöner Wettkampf. Wir haben uns tapfer geschlagen und sind gut gesegelt, auch wenn wir weniger trainiert hatten als andere Teams. Es ist ein Privileg, auf der Skylark of 1937 zu segeln. Ich habe sie letztes Jahr erworben und verstehe mich wie die anderen Eigner als Hüter der traditionellen Bootsbaukunst.» Die denkmalgeschützte Oiseau de Feu schaffte es bei ihrer 14. Teilnahme mit sieben Schweizern an Bord auf Rang 14. Dass es nicht für einen besseren Platz gereicht hat, liegt unter anderem am hohen Rating, wie Guillaume Floquet betont. «Hier zu segeln ist immer ein Vergnügen, aber die Klasse ist kompliziert.» Die Organisatoren sind sich des Problems durchaus bewusst und auch bereit, etwas dagegen zu tun. Laut Principal Race Officer Georges Korhel sind Überlegungen im Gang, die Traditionsjachten neu einzuteilen und die Regattakurse anzupassen. An der Rolex Trophy kamen dieses Jahr Big Boats zu Ehren. Mit zwei von drei gewonnenen Läufen ergatterte die Schaluppe Cambria den bereits zum 20. Mal vergebenen Pokal. Bei den «Modernen» blieb es die ganze Woche über spannend. Vesper gewann mit ihrem Sieg in der Klasse IRC 0 die BMW Trophy. Bei den IRC 3 segelten die Schweizer Boote Geyser und Elisado auf die Plätze 22 und 28. «Wir waren bereits 2022 hier», sagte Hans Hessel, dem die Elisado gehört.

skippers Segeln & Ozean

DIE SWAN 65 SAIDA SCHAFFTE ES BEI DEN MAXI 5 AUFS PODEST.

DIE «MODERNEN» AN DER BMW TROPHY

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AUCH DIESES JAHR SORGTEN DIE VOILES DE SAINT-TROPEZ FÜR EIN FARBENFROHES SEGELSPEKTAKEL.

«Normalerweise liegt das Boot am Zürichsee, aber wir nehmen jedes Jahr an Regatten auf dem Meer oder auf dem Plattensee teil. Dieses Jahr hat uns der schwache Wind einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ohne Code 0 ging wenig.» Die Voiles de Saint-Tropez zählen zu den wichtigsten Terminen im Regattakalender der grossen Einheiten. Auch dieses Jahr hatten sich 44 Maxi-Jachten eingefunden. In der Kategorie Maxi 1 ging die Trophée Edmond de Rothschild an Wallycento V, bei den Maxi 5 holte sich die Swan Saida den 3. Platz. «Ich habe die Saida vor zehn Jahren gekauft. 2022 konnten wir an den Voiles einen Sieg feiern», erzählte Jürg Schneider, der Präsident des Yacht-Club Luzern und Eigner des Bootes. «Wir nehmen mit unserer Amateurcrew aus Luzern bereits zum fünften Mal teil. Die Voiles sind für uns immer etwas Besonderes», verriet er. «Dieses Jahr sind wir gut gestartet. Nach zwei zweiten Plätzen erwartete uns am Donnerstag aber ein schwieriges Rennen mit hohen Wellen und wenig Wind. In der Endabrechnung erzielten wir mit Rang 3 das beste Schweizer Resultat in unserer Kategorie und haben unser Ziel somit erreicht.» Leonore gewinnt die Gstaad Yacht Club Centenary Trophy Wie jedes Jahr wurde die Centenary Trophy vom Gstaad Yacht Club gemeinsam mit der Société Nautique de Saint-Tropez ausgerichtet. Anlässlich ihres runden Geburtstags konnte die Q-Class Leonore ihren ersten Sieg feiern. Die Konkurrenz hatte der 1925 nach Plänen von Johan Anker gebauten Jacht bei leichtem Ostwind im Verfolgungsrennen nichts entgegenzusetzen. Den zweiten Platz sicherte sich die P-Class Olympian (1913), dreifache Gewinnerin der Trophy (2014, 2019, 2021), den dritten die 15mR Mariska (1908). «Die Centenary Trophy ist das Saisonhighlight unseres Clubs. Dieses Jahr ist es uns gelungen, 18 mindestens hundertjährige Boote aus der ganzen Welt nach Saint-Tropez zu holen», sagte Manrico Iachia stolz. Dabei soll es aber nicht bleiben. Für nächstes Jahr rechnet der Commodore des Gstaad Yacht Club mit über 30 alten Ladies.


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The Ocean Race Europe

Alan Roura als Teamplayer Team Amaala des Genfer Skippers bietet Nachwuchssegelnden die Chance, Offshore-Erfahrung zu sammeln. Am Ocean Race Europa erlebten sie ihre erste gemeinsame Hochseeregatta.

Text und Fotos ) Jean-Guy Python

DAS TEAM DER ERSTEN ETAPPE: LUCIE DE GENNES, FELIX OBERLE, ALAN ROURA UND SIMON KOSTER

skippers Segeln & Ozean

Das übergeordnete Ziel der Kampagne ist eine Teilnahme an den nächsten Ocean Races: 2026 auf dem Atlantik und 2027 rund um die Welt. Dieses ambitionierte Vorhaben ist Teil eines grösseren Projekts, das Alan Roura, Simon Koster und Elodie-Jane Mettraux 2024 ins Leben gerufen haben: der Aufbau einer Schweizer Nati im Hochseesegeln. Nach Rouras dritter Vendée Globe nahm das Projekt im Frühling 2025 Fahrt auf. Der Weltumsegler hatte mit dem saudiarabischen Luxusresort Amaala am Roten Meer einen finanzkräftigen Partner gefunden. Anfang August, gerade noch rechtzeitig zum Start des Ocean Race Europe in Kiel, stand das Team. Dass sich Amaala in so kurzer Zeit formieren konnte, ist bemerkenswert. «Es war wirklich sehr knapp», gestand Roura, «aber durch den fantastischen Einsatz des gesamten Teams – der Seglerinnen und Segler, Techniker und der Kommunikationsverantwortlichen – haben wir es auf den letzten Drücker geschafft.» Der Start in Kiel war ein unvergessliches Erlebnis. Roura sprudelt AM TAG VOR DEM START FANDEN ACTIONSREICHE SPEED RUNS AUF DER KIELER INNENFÖRDE STATT.

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Team Amaala beendete das Ocean Race Europe als Schlusslicht. Trotz dieser Platzierung erlebte die jüngste Crew der Flotte viele lehrreiche Momente. Genau dazu diente die Teilnahme auch: Alan Roura, Conrad Colman und Simon Koster wollten dem Nachwuchs Praxiserfahrung ermöglichen. Das ist ihnen gelungen. Lucie De Gennes, Felix Oberle, Jessica Berthoud, Guillaume Rol, Rebecca Gmuer, Mathis Bourgnon und Yann Burkhalter haben stark profitiert. «Sieben wahnsinnig intensive Wochen», brachte es Roura auf den Punkt. «Ich habe an diesem Rennen viel gelernt, sowohl in der ungewohnten Rolle als Skipper in einem Team als auch als Segler. Allein schon die vielen Starts, die man im Training oft vernachlässigt, haben mir viel gebracht. Ich habe in sieben Wochen so viele Starts absolviert wie sonst in zwei Jahren!»


AMAALA VOR DEM START IN KIEL. VOR IHR LIEGT EINE LANGE REISE VON DER OSTSEE DURCH DIE NORDSEE, DEN ÄRMELKANAL, DEN ATLANTIK, DAS MITTELMEER UND DIE ADRIA BIS ZUR BUCHT VON KOTOR IN MONTENEGRO.

Emotionale Achterbahnfahrt Für einen Grossteil der Rookies an Bord, die teilweise noch nie nachts gesegelt waren, erwies sich das Ocean Race Europe als prägende Erfahrung. Trotz ihrer älteren, langsameren Jacht konnte die junge Crew das Publikum für sich gewinnen. Hochmotiviert, aber oft am Limit, kämpften sie sich durch die Etappen. So auch Jessica Berthoud, die nach der neuntägigen Fahrt von Genua nach Boka Bay erschöpft meinte: «Ich habe wirklich versucht, an meine Grenzen zu gehen, denn ich wollte das Rennen mit dem Gefühl beenden, alles gegeben zu haben. Am Schluss hatte ich keine Reserven mehr.» Mathis Bourgnon, der zwei Etappen hintereinander absolvierte, gewann an der vierten Etappe deutlich an Selbstvertrauen: «Ich habe gemerkt, dass ich im Vergleich zur dritten Etappe Fortschritte gemacht habe. Körperlich ging es mir deutlich besser. Bei der dritten Etappe hatte ich mich in den ersten 24 Stunden komplett verausgabt. Dieses

Mal habe ich die Schichten besser eingehalten und mich bei Manövern und Entscheidungen leichter getan», sagte er nach der Ankunft in Genua. Guillaume Rol aus Genf erlebte bei der zweiten Etappe seine Feuertaufe in der IMOCA-Klasse. Wenn er behaupten würde, es sei einfach gewesen, würde er lügen, so der 27-Jährige. «Aber wir konnten uns immer aufeinander verlassen und fanden jedes Mal rasch wieder zu einer guten Dynamik. Menschlich war das einfach grossartig.»

skippers Segeln & Ozean

förmlich vor Begeisterung: «Die Parade bis zu den Booten, die Menschenmenge und dann der Reaching-Start, es war einfach nur verrückt.»

DAS KANADISCHE BOOT BE WATER POSITIVE MIT SCOTT SHAWYER UND DIE BEIDEN SCHWEIZER JACHTEN TEAM AMAALA MIT ALAN ROURA UND HOLCIM-PRB MIT ROSALIN KUIPER

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SEGELN INTERNATIONAL Positive Bilanz Alan Roura sieht nach diesem ersten Auftritt grosses Potenzial für die Zukunft: «Ich bin begeistert, wir haben alle unsere Ziele erreicht. Ich war sehr zufrieden mit dem Casting, die Chemie stimmte und sportlich hat jede und jeder viel beigetragen. Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit war das wirklich toll.» Manch einer mag sich über Rouras zufriedene Worte wundern, schliesslich kam Amaala als Schlusslicht ins Ziel. Sein Lob ist aber nachvollziehbar: «Uns

AMAALA WAR DAS JÜNGSTE TEAM AM START DES OCEAN RACE EUROPE.

BIOTHERM VON PAUL MEILHAT FUHR AM OCEAN RACE EUROPA

skippers Segeln & Ozean

EINEN ÜBERRAGENDEN SIEG NACH HAUSE.

SPEKTAKULÄRER CRASH BEIM START VOR KIEL: HOLCIM-PRB ERLITT EIN LOCH IM RUMPF, AUF ALLAGRANDE MAPEI RISS DAS SEGEL.

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war klar, dass wir das Rennen als Letzte beenden würden. Aber insgesamt haben wir deutliche Fortschritte gemacht. Wir haben die Abläufe an Bord besser im Griff und kennen auch das Boot besser. Was wir allerdings unterschätzt haben, war der Crewwechsel nach jeder Etappe. Ich musste jedes Mal wieder bei null anfangen.» Und wie geht es weiter? «Unser Projekt kommt in der Schweiz offenbar gut an und stösst auf grosses Interesse. Jetzt hoffen wir, dass uns weitere Schweizer Unternehmen unterstützen. Alle Zeichen stehen auf Grün und die Bilanz fällt sehr positiv aus. Wir sind weiterhin im Gespräch mit Amaala für die Weltumseglung 2027 und wollen die Saison 2026 gezielt nutzen, um ein neues Boot zu erwerben und ein ganzes Jahr lang zu trainieren, damit wir mit einem eingespielten Team an den Start des Ocean Race 2027 gehen können.»

Biotherm dominiert turbulentes Rennen Ab Mitte August lieferten sich sieben Teams einen hochspannenden Krimi in fünf Akten. Bereits am Start in Kiel war die Spannung greifbar. Im flachen Licht der Ostsee machten sich die grossen Jachten auf zur ersten Etappe des Ocean Race Europe. Kurz nach dem Start setzten sich Biotherm mit Paul Meilhat und Team Malizia mit Boris Hermann und Justine Mettraux vom Feld ab. Während sie auf ihren Foils mit 25 Knoten übers Wasser schossen, kam es dahinter zum Drama: Holcim-PRB und Allagrande Mapei kollidierten. Die erste Jacht erlitt ein Loch im Rumpf, die zweite ein zerrissenes Segel. Verletzt wurde zum Glück niemand, doch beide Teams mussten in den Hafen zurück. Dort wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Jachten für Portsmouth eine Woche später wieder segeltüchtig zu machen. In der Gesamtwertung setzte sich Biotherm vor Paprec Arkéa und Holcim-PRB durch. Mit vier Siegen in fünf Etappen (Portsmouth, Cartagena, Nizza, Boka Bay) und ebenso vielen Führungen an den Scoring Gates liessen Paul Meilhat und seine Crew der Konkurrenz keine Chance. Meilhat war hochmotiviert ins Rennen gegangen: «Ich wollte unbedingt gewinnen und das Team hatte denselben Ehrgeiz», so Meilhat. Biotherm hatte schon zum Saisonauftakt unmissverständlich klar gemacht, dass der Sieg am Ocean Race Europe das diesjährige Hauptziel war.


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Swiss Sailing League

Erster Meister aus der Romandie

ZUM SAISONFINALE WARTETE DER GENFERSEE MIT WECHSELHAFTEN BEDINGUNGEN AUF.

skippers Segeln & Ozean

Text ) Pierre-Antoine Preti

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Fotos ) Kacper und Gwidon Libera

Eigentlich stand bereits vor dem Finale der Swiss Sailing League (SSL) so gut wie fest, dass der Titel zum ersten Mal in der Geschichte der Schweizer Segelliga in die Romandie gehen würde. Der nach drei Acts deutlich führende Club Nautique de Versoix (CNV) musste den Sack nur noch zumachen. Victor Casas, Romain Defferrard, Benjamin Delaloye und Romuald Hausser gaben sich im hart umkämpften Finale vom 3. bis 5. Oktober dann auch keine Blösse und eroberten mit einem 5. Rang vor heimischem Publikum den Gesamtsieg vor dem Segelclub Stäfa mit Skipper Simon Kaiser und dem Yacht Club Bielersee mit Damian Suri. Triumph der Lokalmatadoren Am Genfersee herrschten an diesem ersten Oktoberwochenende wechselhafte Bedingungen. Während sich der Wind am Freitag und am Samstagmorgen rar machte, zeigte er sich am Sonntag versöhnlicher. Beim Heimteam lief im vierten und letzten Act nicht alles nach Plan. Da es

aber dank der Siege in den ersten drei Acts in Morges, Estavayer-le-Lac und St. Moritz (siehe Skippers 95 und 96) mit einem dicken Polster ins Wochenende gestartet war, reichte der 5. Platz für den Gesamtsieg. «Dieses Jahr war die Swiss Sailing League unser Hauptziel», sagte Victor Casas, «daher sind wir auch an allen Acts mit dem gleichen Team angetreten.» Die Strategie, auf eine eingespielte Crew zu vertrauen, und das intensivere Training zahlten sich aus. Gegenüber den Teams, die stärker auf Nachwuchsförderung setzten, war der CNV klar im Vorteil. Beim Titelverteidiger aus Oberhofen zum Beispiel kam ein knappes Dutzend Segelnde zum Zug, was sich in einem 8. Platz niederschlug.


SEGELN IN DER SCHWEIZ

Das Team des Club Nautique de Versoix (CNV) holt sich nach drei gewonnenen Acts und einem 5. Finalrang den Pokal im Clubsegeln. Das 10-Jahr-Jubiläum der Schweizer Segelliga wurde am Genfersee gebührend gefeiert.

32 TEAMS MIT INSGESAMT 150 SEGLERINNEN UND SEGLERN TRATEN AUF ZWEI SEPARATEN REGATTABAHNEN GEGENEINANDER AN.

DER VERANSTALTENDE CLUB NAUTIQUE DE VERSOIX ERNTETE VIEL LOB FÜR DIE GELUNGENE ORGANISATION.

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SEGELN IN DER SCHWEIZ Nach dem Sieg an der Bol d’Or in der Surprise-Klasse und einem Spitzenergebnis an den 5 Jours du Léman krönten die Segler aus Versoix eine starke Saison mit einem wohlverdienten Meistertitel. Victor Casas’ Blick ist trotz der Freude über den Sieg bereits in die Zukunft gerichtet: «Wir wollen auch europäisch vorne mitmischen. Dazu müssen wir in der Lage sein, unser Potenzial konstanter abzurufen.» Letztes Jahr klassierte sich der CNV in der Champions League als Siebter. In der Challenge League errang der Thunersee-Yachtclub mit den Olympioniken Yves Mermod, Maja Siegenthaler und den Brüdern Ninck einen souveränen Sieg. Er gewann mit 20 Punkten Vorsprung auf die Swiss Racing Sailors und den Lausanner Segelclub. Alle drei Teams steigen in die Super League auf. Organisatorische Meisterleistung Ein grosses Kompliment verdient der gastgebende Club für die ausgezeichnete Organisation. 32 Teams mit insgesamt 150 Seglerinnen und Seglern traten auf zwei separaten Regattabahnen gegeneinander an, was sowohl zwei Wettfahrtleitungen als auch zwei Schiedsrichterteams erforderte. Ein besonderer Höhepunkt war das Presidential Race am Samstagnachmittag. Gut gelaunt segelten alle 26 Clubpräsidenten um Sieg und Ehre. Den 1. Platz holte sich der Regattaclub Oberhofen mit Stefan Pulfer vor dem Yacht

MITTLERWEILE NEHMEN 45 CLUBS AN DER SCHWEIZER SEGELLIGA TEIL.

Club Bielersee mit Peter Theurer und La Bordée de Tribord – La Neuveville mit Lorenz Kausche. «Ich hätte nie mit einem so grossen organisatorischen Aufwand gerechnet», gestand Sylvie Maillard, Generalsekretärin des CNV und CoPräsidentin des Events. «Es ist unsere grösste Veranstaltung dieses Jahr. Wir hatten trotzdem Freude und haben eine Menge neuer Erfahrungen gemacht.» Thierry Maillard, der zweite Co-Präsident, sprach den Nachbarclubs und der TF35-Flotte seinen Dank für die wertvolle Unterstützung aus. Gelungene Jubiläumsfeier Abgerundet wurde das Wochenende durch die Jubiläumsfeier zum zehnjährigen Bestehen der SSLA. Fast 200 Gäste versammelten sich am Samstagabend im Festzelt, um gemeinsam zu essen und auf die letzten zehn Jahre der Schweizer Segelliga zurückzublicken, an der inzwischen 45 Clubs teilnehmen. Markus Bläsi wurde mit tosendem Applaus verabschiedet. Die Anwesenden stiessen sichtlich bewegt auf den scheidenden Präsidenten an. Er war der kreative Kopf, die treibende Kraft und die Seele der SSLA.

Markus Bläsi: «Diese zehn Jahre haben mir mehr gegeben als erwartet» Markus Bläsi, wie sind Sie zur Swiss Sailing League gekommen? Ich bin Deutschschweizer und lebe im Tessin. 2015 erhielt ich einen Anruf von Patrick Zaugg, dem Gründungspräsidenten der SSLA. Er erzählte mir, dass sein Konzept im Tessin noch wenig Unterstützung fand. Ich war auf Anhieb vom Projekt begeistert, ohne dass ich genau wusste, warum. Seither bin ich dabei.

skippers Segeln & Ozean

Was haben Ihnen diese zehn Jahre ehrenamtlicher Arbeit gebracht? Sie haben mir mehr gegeben, als ich erwartet hätte. Die Emotionen, das Leben, Freundschaften, Kollegialität, die Atmosphäre, die Natur, der Sport, Siege und Niederlagen, Teamgeist, Abschiede und Herausforderungen – all das ist unbezahlbar.

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DER SCHEIDENDE PRÄSIDENT BEI SEINER ABSCHIEDSREDE

Woran erinnern Sie sich am liebsten zurück? Meine schönste Erinnerung sind die Segler selbst. Manche mögen dich, andere hassen dich, das kommt ganz auf die sportlichen Bedingungen am jeweiligen Tag an. Alle wollen gewinnen. Am Abend aber sieht man lauter glückliche Menschen, die sich über das gemeinsam Erlebte freuen.


TF35

Yann Guichard hebt ab Mit drei Siegen in fünf Grand Prix und dem Triumph an der Bol d’Or du Léman hat Sails of Change 8 die fünfte Saison der TF35 Trophy klar dominiert.

Text ) Pierre-Antoine Preti Fotos ) Loris von Siebenthal Der Grand Prix von Genf (10.–12. Oktober) begann denkbar schlecht. Im Training missachtete X-Wing das Vorfahrtsrecht, rammte den Backbordbug von Sail of Change 8 und setzte beide Boote ausser Gefecht. Für Yann Guichard, den Führenden in der Gesamtwertung, war das Saisonfinale damit gelaufen. Auch X-Wings, das den Crash verursacht hatte, konnte nicht zum letzten Act antreten. Durch die beiden Ausfälle fanden sich zum Saisonabschluss lediglich fünf Foiler an der Linie ein. Rettender Vorsprung Yann Guichard hatte vor dem letzten Act zum Glück ein ausreichend dickes Polster, um den Rückschlag zu verkraften. Nach drei GrandPrix-Siegen in Mies, Mailly und Crans und dem

skippers Segeln & Ozean

YANN GUICHARD: «UNSER SIEG IST DIE KRÖNUNG EINER GROSSARTIGEN TEAMLEISTUNG.»

IN IHRER FÜNFTEN SAISON HAT DIE KLASSE GEZEIGT, DASS TF35 AUCH BEI MEHR ALS 16 KNOTEN WIND SEGELN KÖNNEN.

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SEGELN IN DER SCHWEIZ

Triumph an der Bol d’Or du Léman verteidigte Sails of Change 8 den Titel souverän. «Es ist unglaublich, die Meisterschaft zweimal nacheinander zu gewinnen», freute sich der französische Skipper. «Letztes Jahr war es extrem knapp, die Entscheidung fiel erst im letzten Lauf. Diesmal haben wir in jedem Act gekämpft und nichts dem Zufall überlassen. Der Sieg ist die Krönung einer grossartigen Teamleistung.» Yann Guichard segelte wie gewohnt mit seinen besten Leuten aus Frankreich. Zusammengenommen bringen sie eine geballte Ladung Erfahrung mit. Taktiker Noé Delpech, Grosssegeltrimmer François Morvan, Vorsegeltrimmer Bruno Mourniac, Bowman Adrien Mestre und Grinder Solune Robert sind ein routiniertes Team. Realteam Spirit kurz vor Comeback Grosser Abwesender dieses Jahr war Realteam Spirit. Für die Klasse erwies sich das Fehlen von Esteban Garcias Team mit Skipper Jérôme Clerc als herber Verlust. Die Proficrew war zwar an der Bol d’Or angetreten, wo sie sich erstmals die Krone sicherte, liess die anderen Events aber wegen Terminkollisionen aus. Zum Saisonfinale in Genf stand sie dann plötzlich wieder am Start, was natürlich die Gerüchte über eine Rückkehr im Jahr 2026 anheizte.

Die Genève-Rolle-Genève holte sich mit hauchdünnem Vorsprung und nur drei Minuten über dem Streckenrekord der TF35 Ylliam 17 von Julien Firmenich. Nach dem zweiten Platz in der diesjährigen Gesamtwertung und dem Sieg des Grand Prix de Nyon zählt Firmenich in seiner vierten Saison zu den aussichtsreichsten Titelanwärtern für 2026. Aufs richtige Pferd gesetzt Mit Sails of Change 10 greift ein weiterer Outsider nach dem Pokal. Nach einer verhaltenen ersten Saison 2024 hat sich das Team um Duncan Späth deutlich gesteigert, es hapert lediglich noch etwas mit der Konstanz. Trotz verpatztem Grand Prix in Nyon und einer schwierigen Bol d’Or beendete es die diesjährige Meisterschaft auf dem 3. Platz. Ein entscheidender Faktor für diesen Erfolg ist der Synergieeffekt. Beide Sails of Change Teams gehören zum Rennstall von Dona

DAS COMEBACK VON REALTEAM SPIRIT VERSPRICHT EINE HART UMKÄMPFTE MEISTERSCHAFT 2026. SIEBEN FOILER WERDEN SICH DEN TITEL STREITIG MACHEN.

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SEGELN IN DER SCHWEIZ Bertarelli. Sie trainieren zusammen, tauschen Daten und technisches Know-how aus, werden von den gleichen technischen Equipen betreut und pushen sich gegenseitig zu Bestleistungen.

an Bord schaffte es der Newcomer an der Bol d’Or direkt aufs Podest und beeindruckte durch eine phänomenale Leistungskurve. Als X-Wing im Training in den Backbordrumpf des späteren Meisters krachte, wurde der Aufwärtstrend allerdings jäh gestoppt.

X-Wing gelingt fulminanter Einstieg Dahinter lieferten sich Zen Too von Guy de Picciotto, Ylliam XII – Comptoir Immobilier von Bertrand Demole und X-Wing von Marco Favale packende Kämpfe. Alle drei Teams standen 2025 mindestens einmal auf dem Podest. Dass es in der Schlussrangliste dann doch nicht unter die ersten Drei reichte, zeigt, wie eng die Teams beieinander liegen. X-Wing startete furios in seine erste Meisterschaft. Mit mehreren America’s-Cup-Seglern

Reife erreicht Laut Serie Master Bertrand Favre ist die Flotte mittlerweile ausgereift: «Wir sind mehrfach bei Windgeschwindigkeiten bis 18 Knoten gesegelt. Früher hielten wir 16 Knoten für das absolute Maximum, heute fliegen wir mit einem Reff schon bei 10 bis 12 Knoten, das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.» Jetzt muss nur noch die Flugsoftware an die höheren Geschwindigkeiten angepasst werden. Das Update soll diesen Winter erfolgen. Zudem sind kleinere Änderungen an den Foil-Hinterkanten geplant, denn sie zeigen nach fünf intensiven Jahren erste Abnutzungserscheinungen. «Eine Kleinigkeit», meint Favre. Sieben Foiler im Jahr 2026 Bis zur kommenden Saison müssen alle Boote wieder startklar sein. Sie erwartet eine nicht zuletzt aufgrund des erwarteten Comebacks von Realteam Spirit hart umkämpfte Meisterschaft. Alinghi hat sich noch nicht dazu geäussert, ob es mit dem achten TF35 antreten wird. Das Programm bleibt voraussichtlich weitgehend identisch. Es umfasst insgesamt fünf Grand Prix. Dazu kommen die Genève-Rolle-Genève, die als einzelner Grand-Prix-Lauf gewertet wird, und die Bol d’Or du Léman als sechster eigenständiger Act. Neu ist hingegen der geplante Event in Lausanne im Herbst. Bei den Crews sind einige Wechsel zu erwarten, insgesamt bleibt die Klasse jedoch stabil: professionell organisiert und sportlich auf höchstem Niveau.

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Guy de Picciotto: ein Kapitel geht zu Ende Bei der Abschlussfeier im Anschluss an den Grand Prix in Genf wurde es emotional: Nach 25 Jahren verabschiedete sich Guy de Picciotto aus der Meisterschaft. Mit 65 Jahren hängt der Präsident des Eignerverbandes sein Ölzeug an den Nagel, zieht sich aber dennoch nicht ganz zurück. Sein TF35 Zen Too wird auch nächstes Jahr dabei sein, diesmal mit Loïc Forestier am Steuer. De Picciottos Segelkarriere begann nach der Jahrtausendwende bei den M2-Katamaranen. 2004 startete er das Projekt Décision 35 mit einem nicht alltäglichen Credo: «keine Kommunikation, kein Sponsoring, keine Uniform.» Zunächst stand er selbst am Steuer des D35, danach überliess er die Aufgabe renommierten Skippern: Nicolas Berthoud, Stève Ravussin, Franck Cammas und Fred Le Peutrec. Le Peutrec steuerte auch den TF35 in der ersten Saison, bevor Loïc Forestier übernahm. Guy de Picciotto hat seit 2004 an 128 Grand Prix teilgenommen. In all den Jahren blieb dem «Sir Lipton» des Genfersees der ganz grosse Sieg verwehrt: Die Bol d’Or konnte er nie gewinnen. Als Gentleman-Segler engagierte er sich daneben stets als stiller Mäzen. Er unterstützte Nachwuchstalente, Segler in finanzieller Not und die Bootsklasse, der er noch immer vorsteht.

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Swiss

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EDITORIAL CLUBS UND KLASSEN Rückblick auf die Generalversammlung

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SWISS SAILING TEAM Los Angeles 2028 im Visier

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NEWS

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SWISS SAILING EDITORIAL

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Clubs und Klassen haben mir am 15. November das Vertrauen geschenkt und mich zum Präsidenten von Swiss Sailing gewählt. Dieses Vertrauen entfaltet Wirkung, sorgt für frischen Wind und Bewegung und ermöglicht ein zielgerichtetes Vorankommen. Mein besonderer Dank gilt allen, die in diesem Jahr den Kurs gehalten und unsere Gemeinschaft geleitet haben. Anne-Sophie Thilo hat Swiss Sailing als interimistische Präsidentin mit Umsicht und Vertrauen geführt. Irina Jenni und Vincent Boaron haben als Vizepräsidentin bzw. Vizepräsident und Co-Geschäftsleitende ad interim für finanzielle Stabilität gesorgt und mit grossem Engagement die Geschäfte fortgesetzt. Zudem haben sie neue, moderne Prozesse etabliert, die eine transparente und nachhaltige Weiterentwicklung ermöglichen. In enger Zusammenarbeit mit der Interimspräsidentin, dem Swiss Sailing Team und den Mitarbeitenden hat der unterbesetzte Zentralvorstand ein solides Fundament geschaffen und neue Kräfte gewonnen. Der Vorstand wurde in den Personen von Thomas d’Estais und Urs Rothacher mit zwei herausragenden Persönlichkeiten des Segelsports verstärkt. Der Verband geht personell und fachlich gestärkt aus einer Übergangsphase hervor und wird seine Aufgaben mit Verantwortung, Transparenz und Teamgeist wahrnehmen. Teamgeist ist die Essenz unseres Tuns. Er verbindet Leistung und Leidenschaft, Tradition und Erneuerung. Er schenkt uns die Freude, die wir alle auf dem Wasser erleben – getrieben vom Wind, getragen vom Wasser, vereint durch unsere Liebe zum Segelsport. Ich freue mich darauf, Sie in der kommenden Saison auf dem Wasser persönlich kennenzulernen, und wünsche Ihnen eine wunderbare Winterzeit. Olivier Weber Präsident von Swiss Sailing

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Swiss Sailing

Liebe Seglerinnen und Segler

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Verband

Eine Generalversammlung im Zeichen der Transparenz «Ist es wahr? Ist es gut? Ist es notwendig?» Mit diesen drei Grundsätzen des griechischen Philosophen Sokrates eröffnete Anne-Sophie Thilo am 15. November die Generalversammlung 2025 in Ittigen. Sie wollte damit nach einem für Swiss Sailing wegweisenden Jahr einen klaren Rahmen für die Beiträge der 102 anwesenden Clubs und 24 Klassen schaffen.

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«Dieses Jahr war intensiv, aber wir konnten dank eines engagierten Teams den Kurs halten», hielt die Interimspräsidentin fest. «Wir schreiten Schritt für Schritt voran und die Aufbruchstimmung im Saal zeigt, dass das Vertrauen zurückkehrt.» Eine wichtige Rolle spielten dabei die Vizepräsidentin Irina Jenni und der Vizepräsident Vincent Boaron, die ad interim als Co-Geschäftsleitende tätig waren. «Es ist schön zu sehen, dass die Arbeit der vergangenen sechs Monate Anerkennung findet», sagte Vincent Boaron. Ihr Engagement an der Seite der Geschäftsstelle ermöglichte eine Verbandsarbeit auf konstant hohem Niveau, was von den Anwesenden auch gewürdigt wurde. Ein Höhepunkt der diesjährigen Generalversammlung war die Wahl von Olivier Weber zum neuen Präsidenten. Der Jurist und Steuerexperte ist seit seiner Kindheit ein begeisterter Segler und Mitglied des Cercle de la Voile d’Estavayer und des Zürcher Yacht Clubs. Er hat eine genaue Vorstellung davon, wie er den Verband führen will: «Ich möchte zusammenführen, stabilisieren und klarer kommunizieren. Die Clubs sollen spüren, dass wir gemeinsam vorwärtsgehen. Die Energie ist vorhanden, nun gilt es sie zu bündeln. Ich möchte zeigen, dass wir alle auf dasselbe Ziel hinarbeiten. Segeln ist ein fantastischer Sport, der diese Hintergrundarbeit verdient. Die Leute, die für Swiss Sailing arbeiten, tun dies mehrheitlich unentgeltlich, daher ist ein gutes Arbeitsklima besonders wichtig.»

OLIVIER WEBER PRÄSENTIERT SEINE VISION. SIE BAUT AUF DEM FUNDAMENT AUF, DAS DER ZENTRALVORSTAND IN DEN LETZTEN MONATEN ERARBEITET HAT.

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Text ) Sophia Urban


SWISS SAILING CLUBS UND KLASSEN

Unmittelbar nach seiner Wahl sprach Olivier Weber in einem Interview über seine langjährige Verbandsarbeit, seine seglerische Laufbahn und seine unmittelbaren Prioritäten. «Wir müssen rasch die Geschäftsführung besetzen und die Koordination mit dem Swiss Sailing Team stärken. Wie sich bei Swiss Rowing gezeigt hat, wäre eine olympische Medaille langfristig das beste Aushängeschild für unseren Sport. Mehrere Regionen schaffen bereits Strukturen für eine optimale Nachwuchsförderung, etwa am Genfersee rund um die Société Nautique de Genève oder in der Region 5 mit dem Zürichsee-Segler-Verband und seinen professionellen Trainern. Dieses Modell könnte andere Regionen inspirieren.» An der Generalversammlung wurden auch die sportlichen Leistungen der vergangenen Saison gewürdigt, allen voran natürlich die historische Auszeichnung von Justine Mettraux bei den World Sailing Awards. «Was für ein Stolz für unser Land und unseren Sport!», sagte Anne-Sophie Thilo. «Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den neuen Kolleginnen und Kollegen die Zukunft unseres Verbands und der darin vereinten Sportarten

zu gestalten. Ich habe an dieser Versammlung einen echten konstruktiven Schub gespürt. Alles wurde transparent präsentiert und 2026 zeigt sich vielversprechend. Der Fokus liegt auf der Digitalisierung, auf imagefördernden Anlässen sowie dem klaren Ziel, die Regionen enger zusammenzuführen und den Austausch zu stärken. » Der lang anhaltende Applaus für den Zentralvorstand und die Geschäftsstelle am Ende der Präsentation zeigte die grosse Wertschätzung, die dem Team und seiner in den letzten Monaten geleisteten Arbeit entgegengebracht wird. Die Emotionen waren spürbar, besonders bei Anne-Sophie Thilo, die nach einem intensiven Jahr den Vorsitz ad interim abgab.

VOLL BESETZTER SAAL AN DER GENERALVERSAMMLUNG. 102 CLUBS UND 24 KLASSEN WAREN VERTRETEN.

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Los Angeles 2028 im Visier

Der Kurs ist ausgesteckt Noch ist der Weg lang bis an die nächsten Olympischen Sommerspiele 2028, trotzdem steht Los Angeles für das Swiss Sailing Team bereits im Fokus. Und auch die Pläne von World Sailing werden immer konkreter.

Text ) Lori Schüpbach Die gute Nachricht für den Schweizer Segelsport: Alle unsere Seglerinnen und Segler, die bei den Olympischen Spielen Paris 2024 mit dabei waren, haben sich für eine weitere Olympiakampagne entschieden. Die Schweiz war bei den olympischen Regatten vor Marseille in fünf von zehn Klassen vertreten: Maud Jayet (SNG) auf dem ILCA 6, Elena Lengwiler (SKA/GYC) auf dem Formula Kite, Sébastien Schneiter (SNG) und Arno de Planta (CVV/ SNG) auf dem 49er, Yves Mermod (TYC) und Maja Siegenthaler (TYC) auf dem 470 Mixed sowie Elia Colombo (CVLL) auf dem iQFoil. Und weil gerade in einer Sportart wie Segeln Erfahrung ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, verspricht diese Kontinuität viel. Doch damit nicht genug: Junge Athletinnen

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BEI DEN SCHWEIZER TEAMS SEHR BELIEBT: DER 470ER IST NACH DEN SPIELEN 2020 IN TOKIO ALS MIXED-KLASSE DABEI.

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DIE SCHWEIZ WAR IN MARSEILLE IN FÜNF SEGELKLASSEN VERTRETEN – UND KAM IN ALLEN FÜNF MIT EINEM OLYMPISCHEN DIPLOM NACH HAUSE.

MAUD JAYET ERZIELTE MIT EINEM 4. PLATZ DAS BESTE SCHWEIZER RESULTAT AN DEN OLYMPISCHEN REGATTEN 2024.

voraussichtlich wieder eine Last-Chance-Regatta stattfindet. Aus aktueller Sicht muss es unser Ziel sein, mit einer etwas grösseren Delegation als letztes Jahr an die Spiele in Los Angeles zu reisen.» Das eigentliche Selektionsreglement muss erst noch in Absprache mit Swiss Olympic erarbeitet werden. Dass auch für die kommenden Spiele eine Schweizer Delegation mit Medaillenchancen aufgebaut werden soll, steht aber fest. Schliesslich liegt die letzte Schweizer Segel-Olympiamedaille bis Los Angeles 2028 dann genau 60 Jahre zurück. Änderungen von World Sailing Nach den Olympischen Spielen 2024 mit den Segelregatten vor Marseille wurde einmal mehr die Diskussion um die Fernsehtauglichkeit des Segelsports laut. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) fordert von den Sportarten finale Höhepunkte, weil das die Planung und die Programmgestaltung der TV-Rechteinhaber erleichtert. Der Segelsport ist diesbezüglich

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Erstes Zwischenziel: Quotenplätze Auch für Los Angeles 2028 müssen in einem ersten Schritt Nationen-Quotenplätze gesichert werden, bevor in einem zweiten Schritt dann die persönliche Selektion der Seglerinnen und Segler erfolgt. Die ersten Quotenplätze werden im vorolympischen Jahr an den kombinierten Weltmeisterschaften der olympischen Klassen vergeben. Allerdings werden diese WMs erstmals aufgeteilt: Im Januar 2027 finden die World Sailing Championships für die EinhandKlassen ILCA, Windsurfen und Kiteboarding im brasilianischen Fortaleza statt, im Sommer dann jene für die Zweihand-Klassen 49er, 470 und Nacra 17 im polnischen Gdynia. Wie viele Quotenplätze pro Klasse zugeteilt werden, ist noch nicht bekannt. Sicher ist, dass die beiden WMs für das Swiss Sailing Team höchste Priorität haben. «Erfahrungsgemäss schafft man sich die beste Ausgangslage, wenn man bei diesen ersten Quotenplatz-Events ganz vorne mit dabei ist», analysiert Christian Scherrer, Chef des Swiss Sailing Teams, die Ausgangslage. «Für europäische Teams wird es bei der späteren Vergabe von Kontinentalplätzen immer sehr eng, auch wenn

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und Athleten stossen nach und sorgen dafür, dass sich niemand auf den Lorbeeren ausruhen kann. Sie könnten sogar in weiteren Klassen wie ILCA 7, Formula Kite Männer und Nacra 17 Nationenplätze für Los Angeles 2028 ersegeln.

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dort nacheinander eine Repechage, das Viertelfinale, das Halbfinale und das Finale. Immer vier gegeneinander, zwei kommen weiter. Direkt ins Finale schaffen es die beiden Erstklassierten nach der Qualifikation, wobei die Führenden nach der Qualifikation mit einem Bonuspunkt starten. Den Titel gewinnt, wird, wer zuerst zwei Punkte hat. Ein von World Sailing mit allen Beteiligten durchgeführtes Online-Panel hat gezeigt, dass insbesondere die Athletinnen und Athleten von den neuen Formaten nicht besonders begeistert sind. Doch der Weg ist vorgezeichnet. Nach Diskussionen bei der World Sailing Conference in Dun Laoghaire (IRL) wurde Anfang November besprochen, dass die neuen Formate bis im kommenden Frühling weiter getestet werden sollen und dann im Sommer definitiv entschieden wird, wie die Olympiamedaillen in Los Angeles 2028 vergeben werden.

DIE KITESURFERIN ELENA LENGWILER UND DAS 49ER-DUO SCHNEITER/DE PLANTA GEHÖREN ZU DEN HOFFNUNGSTRÄGERN FÜR DIE SPIELE 2028 IN LOS ANGELES.

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sowohl aufgrund seiner Windabhängigkeit als auch wegen der verschiedenen Regattaformate in einer besonders anspruchsvollen Situation. Mit verschiedenen Anpassungen versucht World Sailing, die olympischen Segelregatten fernsehgerechter zu gestalten. Die beiden wichtigsten Massnahmen: kürzere Läufe und ein alles entscheidendes Finale. Gerade letzteres widerspricht der traditionellen Idee von längeren Regattaserien mit Streichresultaten, bei denen es darum geht, die Besten bei allen Bedingungen und über einen längeren Zeitraum zu finden. Das hat jedoch zur Folge, dass die Siegerin oder der Sieger des letzten Laufs selten auch die Gewinnerin oder der Gewinner der Regatta ist. Was wiederum nicht ideal ist für die Spannung am Fernsehen … Das von World Sailing vorgeschlagene und bei der 49er-WM im vergangenen Oktober vor Cagliari (ITA) getestete Format für die Bootsklassen sieht Folgendes vor: Am letzten Tag segeln zuerst die besten 20 Boote ein Umpired Fleetrace. Damit sind Proteste im Nachgang ausgeschlossen und die Rangliste kann während des Laufes stets aktualisiert werden. In einem abschliessenden «The winner takes it all»-Finale segeln die ersten Vier um die Goldmedaille. Wer diesen letzten Lauf gewinnt, holt Olympiagold. Die Silber- und die Bronze-Medaille werden nach der vorherigen Klassierung vergeben. Wenn also das nach der ganzen Serie führende Boot das abschliessende Finale nicht gewinnt, bleibt ihm immerhin Silber. Im Windsurfen und Kiten erreichen die ersten Acht nach der Qualifikation die Finals und segeln


SWISS SAILING NEWS

Fokus

Thierry Verhulst

Text ) Sophia Urban

GKA World Tour

In den Regionen war dieses Jahr viel los! Jetzt, da die Saison 2025 zu Ende ist, möchten wir die schönsten Momente noch einmal aufleben lassen. Da es uns als Verband nicht möglich ist, die Höhepunkte auszuwählen, haben wir den Regionen das Wort übergeben. Schliesslich sind es die Vertreterinnen und Vertreter der Regionen und Clubs, die dafür sorgen, dass so viele Menschen die Faszination Segeln erleben können. Die Berichte der Regionen finden Sie auf unserer Website swiss-sailing.ch.

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Peter Frisch kleidet die Schweizer Seglerinnen und Segler ein Die Peter Frisch GmbH setzt ihr Engagement im internationalen Spitzensegeln fort. Sie verlängert die erfolgreiche Partnerschaft mit dem Swiss Sailing Team bis zu den Olympischen Spielen 2028 und weitet die Zusammenarbeit auf den nationalen Dachverband Swiss Sailing aus. Als exklusiver Vertriebspartner namhafter Premium-Marken wie Zhik, Musto und Harken verfolgt das Unternehmen ein klares Ziel: Es will die Schweizer Athletinnen und Athleten auf dem Weg zu olympischem Erfolg bestmöglich unterstützen.

Anne-Sophie Thilo mit grossem Einsatz In einer für den Verband sensiblen Phase übernahm Anne-Sophie Thilo im Frühling mit bemerkenswertem Einsatz die interimistische Präsidentschaft von Swiss Sailing. Die kommunikative, für ihren Teamgeist weithin geschätzte Olympionikin hat dafür gesorgt, dass Swiss Sailing stabil, transparent und geschlossen blieb. Mit Unterstützung der Vizepräsidentin Irina Jenni und des Vizepräsidenten Vincent Boaron, die seit dem Sommer als CEOs tätig waren, führte sie die Geschäfte umsichtig weiter. Bevor sie das Ruder an den neuen Präsidenten Olivier Weber übergab, hielt sie den Verband dank ihrer grossen Verfügbarkeit zielgerichtet auf Kurs. Swiss Sailing dankt ihr herzlich für ihr Engagement. Nicolas Jutzi

Sailing Energy

Schweizer Kitesurferinnen und Kitesurfer im Rampenlicht Zum Saisonende brillierten die Schweizer Kitesurferinnen und Kitesurfer auf internationaler Bühne. Andrea Zust verteidigte in Abu Dhabi ihren WM-Titel im Hydrofoil Big Air, Maxime Chabloz wurde bei der GKA-WM im Kite Freestyle in Brasilien Dritter. Zwei tolle Schweizer Leistungen auf Weltklasseniveau!

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news

INTERNATIONAL Text ) Pierre-Antoine Preti

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Mit dem Verzicht von American Magic wird das Teilnehmerfeld, das 2027 in Neapel unter der Federführung des neuseeländischen Defenders nach dem 38. America’s Cup Louis Vuitton greifen will, langsam dünn.

Die Sportsboat Winter Series in Monaco gestartet Die Sportsboat Winter Series sind eine Art Prolog des Primo Cup – UBS Trophy, der vom 5. bis 8. März 2026 ausgetragen wird. Seit 2013 geben sich an den drei monatlichen, vom Yacht Club de Monaco organisierten Winterregatten jeweils rund zwei Dutzend J/70 ein Stelldichein. Die Monaco Class Association begrüsst zunehmend auch Teams aus dem Ausland, die es sich nicht entgehen lassen, bei milden Temperaturen im windsicheren Revier zu regattieren. Zum Auftakt im November haben sich 25 Teams aus sieben Nationen eingefunden. Lokalmatador Stefano Roberti auf Piccinina wird es angesichts der hochkarätigen Gegner Euro-Voiles, G-Spot, Fraser Yacht und Moonlight II nicht einfach haben, seinen Titel zu verteidigen.

Martin Messmer

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Der 38. America’s Cup ohne American Magic «Die Voraussetzungen für eine Teilnahme von American Magic am 38. America’s Cup sind nicht gegeben», verkündete Teamchef Doug DeVos. Der Rückzug des amerikanischen Syndikats wiegt schwer. Er folgt ausgerechnet auf die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrags zwischen dem Defender und den Challengern, der letzteren mehr Mitspracherecht einräumt.

Ricardo Pinto

Dominik Frey

zVg

World Sailing: Justine Mettraux ist Seglerin des Jahres Justine Mettraux wurde im November mit dem prestigeträchtigen Preis «Rolex Female World Sailor of the Year» ausgezeichnet. Sie befand sich gerade an Bord der TeamWork-Team SNEF an der Transat Café l’Or, als die Meldung sie erreichte. Vor ihr hatte noch nie eine Schweizerin oder ein Schweizer einen World Sailing Award erhalten. Die Auszeichnung würdigt ihre herausragende Leistung an der Vendée Globe 2024, die sie als beste Frau auf dem achten Platz beendete. Justine Mettraux wurde von einer Jury und über 17 000 Online-Votings ausgewählt. Damit reiht sie sich neben Grössen wie Isabelle Autissier, Ellen MacArthur und Carolijn Brouwer in die Hall of Fame der weltbesten Seglerinnen ein. Bei den Männern ging der Preis an Charlie Dalin, als bestes Team wurde Team New Zealand geehrt.


news

INTERNATIONAL

Balthasar gewinnt das Rolex Middle Sea Race Das 46. Rolex Middle Sea Race geht nach berechneter Zeit an Balthasar. Gesteuert wurde die Mills 72 vom Belgier Louis Balcaen, als Taktiker war der erfahrene Bouwe Bekking an Bord. «Die ersten zwölf Stunden waren brutal, aber wir haben durchgehalten und Geduld bewiesen», meinte der Niederländer im Ziel. Offenbar genau die richtige Strategie, denn in der IRC-Wertung konnte ihm niemand das Wasser reichen. Schnellstes Boot im Ziel war die unter monegassischer Flagge segelnde Reichel/Pugh Black Jack 100 des Niederländers Remon Vos mit Skipper Tristan Le Brun.

Ian Roman

Don McIntyre

Das Mini Globe Race 2025 zurück im Atlantik Am McIntyre Mini Globe Race 2025 kämpften elf Solo-Segler auf dem Weg nach Durban mit rauen Bedingungen und einem tobenden Agulhasstrom. Renaud Stitelmann auf Capucinette bietet der Konkurrenz weiter die Stirn, er lag bei der Rückkehr in den Atlantik noch immer in Führung. Die mit einer Länge von 5,80 Metern kleinsten Regattaboote der Welt werden voraussichtlich Ende Dezember das Kap der Guten Hoffnung passieren. Einen Schreckensmoment erlebte der 72-jährige Australier Eric Marsh. Er wurde von einer Welle über Bord gespült, hatte aber zum Glück die Sicherheitsleine eingehakt und schaffte es nach mehrmaligen Versuchen, sich wieder an Deck des mit fünf bis sechs Knoten laufenden Bootes zu ziehen.

Eric Monnin: Schweizer Hoffnungsträger an der Match-Racing-WM Nach ihrem 4. Platz am Bermuda Gold Cup nehmen Eric Monnin und sein Team Kurs auf die Match-Racing-Weltmeisterschaft, die vom 6. bis 11. Januar 2026 im chinesischen Shenzen stattfindet. Als Sieger des 60. Congressional Cups 2025 liegt das beste Schweizer Match-Racing-Team nun auf Platz 10 der World Match Racing Tour und hat damit das Ticket für das grosse Finale auf Nummer sicher. Dort wartet die gesamte Weltelite.


news NATIONAL

Text ) Pierre-Antoine Preti

SP80: auf nach Namibia Bye-bye Leucate, hello Walvis Bay! Nach zweijährigen Optimierungsarbeiten am Mittelmeer bricht das SP80-Team seine Zelte in Südfrankreich ab und zieht für die Rekordjagd nach Namibia. Mit Spitzen von 108 km/h (58,2 kn) zählt die SP80 bereits jetzt zu den fünf schnellsten Segelbooten der Welt, doch die Tüftler hinter dem Projekt geben sich nicht damit zufrieden. Sie haben es auf die 121 km/h (65,45 kn) des Weltrekordhalters Paul Larsen auf Vestas Sailrocket 2 abgesehen. «Unser Boot ist ausgereift. In Namibia könnten unsere sieben Jahre Arbeit durchaus mit einer neuen Bestzeit belohnt werden», meinte Mayeul van den Broek, CEO und Pilot der SP80.

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Ein Schweizer auf dem Podest der 2.4mR-WM Mitte Oktober trafen sich in Malcesine 56 Boote aus 17 Nationen zur 2.4 mR Inclusive World Championship. Gesegelt wurde im sogenannten inklusiven Format. Dabei starten Menschen mit und ohne Behinderung in der gleichen Flotte, wobei Erstere separat gewertet werden. Am Ende gab es zwei Weltmeister: Der Amerikaner Jeffrey Linton holte sich den Titel in der Open Class, während Antonio Squizzato aus Italien als Gesamtfünfter die Wertung der Segler mit Behinderung gewann. Der Innerschweizer Urs Infanger (Foto) belegte den 3. Platz im Gesamtklassement.

Richard Mardens

skippers Segeln & Ozean

C. Etorre

Guillaume Fischer

Oliver Heer kämpft um sein Budget 99 Tage war er nonstop um die Welt unterwegs. Jetzt sucht der erste Deutschschweizer, der die Vendée Globe erfolgreich beendet hat, nach Finanzmitteln. Ein Jahr nach seinem Zieleinlauf lassen Oliver Heer und sein Team nichts unversucht, um das fehlende Geld für die Teilnahme am Ocean Race 2027 und an der Vendée Globe 2028 aufzutreiben. «Die Leute sehen Wellen, Wind und Abenteuer», sagt Heer, «was sie nicht sehen, sind die vielen Jahre harter Arbeit und das Engagement, die nötig sind, um überhaupt starten zu können.» Wie sein Team mitteilt, will Heer seine nächsten Regatten mit einem Foiler bestreiten. Zwei neue Schweizer Sponsoren sollen sich zu den Partnern der ersten Stunde gesellt haben, trotzdem steht das Budget des Seglers aus Rapperswil-Jona noch immer nicht. Jetzt soll ein speziell dafür gebildetes Team helfen, das fehlende Geld zu beschaffen.


news NATIONAL

Gitana 18

Geburt eines Riesen Der Maxi Edmond de Rothschild ist das 28. Boot der Gitana-Linie. Es soll die Codes des Foilings neu definieren. zVg

Die Geschichte der Gitana-Boote begann 1876 am Ufer des Genfersees. Knapp 150 Jahre später, am 3. Dezember 2025, wurde in Lorient bereits das 28. Kapitel der Saga aufgeschlagen. Ganze 50 000 Stunden Forschung und 200 000 Stunden Bauzeit stecken im jüngsten Projekt des Rennstalls. Gebaut wurde der 32 lange und 23 Meter breite Mehrrümpfer auf Initiative von Ariane de Rothschild, die Pläne stammen vom erfolgreichen Designer Guillaume Verdier, der dafür mit Benjamin Muyl und dem Planungsbüro Gitana zusammenarbeitete. CDK Technologie übernahm anschliessend die Montage, der Mast stammt von Southern Spars (NZL). In den letzten beiden Jahren machten sich mehr als 200 Fachleute an dem pfeilschnellen Hightech-Trimaran zu schaffen. Er ist mit unzähligen Sensoren ausgestattet und verfügt über sechs Tragflächen: zwei Foils, ein zentrales Schwert mit «Rochenflügel», zwei Ruderblätter an den Schwimmern und eines am Hauptrumpf. Damit soll der 32-Meter-Riese schon bei 12 bis 13 Knoten aus dem Wasser kommen, also zwei bis drei Knoten früher als sein Vorgänger, dem Gitana 17. Als Skipper des Offshore-Giganten wird Charles Caudrelier versuchen, im Hochseefoilen neue Massstäbe zu setzen. Gitana 18 steht «für eine Lebenseinstellung, für Mut zum Wagnis und zur Innovation, mit denen sich Grenzen verschieben lassen», heisst es bei Gitana. Die Arbeit hat bereits begonnen, es gibt aber noch viel zu tun, damit die hohen Erwartungen an den bahnbrechenden Foiler auch erfüllt werden können. Die Segelszene fiebert dem ersten Auftritt des Riesen auf jeden Fall gespannt entgegen.

skippers Segeln & Ozean

Julien Champolion

Guillaume Le Corre

Text ) Pierre-Antoine Preti

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news NATIONAL

Text ) Walter Rudin

auch Jugendliche auf Jollen und Kinder auf Optis. Und das Besondere daran: Die Preisgelder fliessen in die Nachwuchsförderung der Vereine. 18 Teams aus Segelvereinen der Region 5 (Zürichsee, Sihlsee, Greifensee und Pfäffikersee) waren bei der diesjährigen Ausgabe beim Zürcher Yacht Club am Start. Der Teamwettkampf wurde wie immer auf drei Regattabahnen ausgetragen, die Kinder segelten auf Optimisten, die Jugendlichen auf Melges15 und die Elite durfte auf zur Verfügung gestellten mOcean antreten. Der Zürichsee zeigte sich traditionsgemäss von seiner launischen Seite: kaum Wind, und wenn, dann aus allen Richtungen. Erst am dritten Regattatag kam eine kleine Brise auf, sodass die nötigen Rennen doch noch zustande kamen. Der Segelclub Thalwil trumpfte gross auf und feierte mit seinen zwei Teams einen Doppelsieg. zuerichsee-cup.ch

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J70 SM: Team Zeltner, Champion der Königsklasse Swiss Sailing vergibt in über 20 Bootsklassen einen Schweizermeistertitel. Nicht alle haben in der Öffentlichkeit denselben Stellenwert, wer aber bei den J70-Booten gewinnt, kann sich als wahrer Champion bezeichnen, denn nirgendwo ist das seglerische Niveau so hoch. Das beweisen auch die Resultate der Schweizer Crews an internationalen Anlässen. Trotz Quagga-Restriktionen waren 32 Boote aus allen Landesteilen zur diesjährigen Schweizermeisterschaft beim Regattaverein Brunnen gekommen, darunter fast die gesamte Schweizer Elite – mit einer gewichtigen Ausnahme: SailingLeague-Gewinner Victor Casas vom CN Versoix musste aus Zeitmangel passen. Der Urnersee blieb seinem Ruf treu und wartete schon am Freitagmittag mit genügend Wind auf. Bei abflauendem Wester konnten drei Wettfahrten gesegelt werden, am Samstag gab es gleich vier herrliche Läufe. Nur am Sonntag hofften die Segler vergeblich auf Wind.

Walter Rudin

Dominik Frey

Zürichsee Cup: Doppelsieg für SC Thalwil Dass Schweizer Segelclubs gegeneinander regattieren, hat sich in den letzten Jahren mit beliebten Formaten wie der Segelliga oder dem compasscup etabliert. Beim alle zwei oder drei Jahre stattfindenden Zürichsee Cup messen sich aber nicht nur Teams auf Jachten, sondern

Im dichten Feld wurde aggressiv gesegelt, das zeigte sich in vielen Massenfrühstarts und harten Positionskämpfen. Trotzdem gab es einen überraschend klaren Sieger: Nick und Bruno Zeltner vom RC Oberhofen mit Silvan Zuppiger und Simon Brügger an Bord entschieden vier Läufe für sich und holten sich den Titel 20 Punkte vor dem zweitplatzierten Team von Fred Hänssler vom Club Amicale de Voile Portalban. Titelverteidiger Stefan Seger musste sich mit Rang 3 begnügen. rv-brunnen.ch


news NATIONAL

Heidi Cup

Neue Teams bereichern das Frauensegeln Die Zahl der der Frauenteams steigt kontinuierlich – und mit ihr das Niveau. Angesichts der zunehmenden Popularität hofft die Swiss Sailing League Assocation (SSLA), dass die Damen bald auch auf anderen Ebenen des Segelsports stärker vertreten sein werden.

Text ) Walter Rudin Fotos ) Jürg von Allmen

Ob Sailing Women’s League, Ladies Cup oder Heidi Cup, Frauensegelregatten sind sehr beliebt. Das zeigte sich auch zum Saisonabschluss am Heidi Cup in Spiez. Dort hatten sich hochmotivierte Teams eingefunden, die teilweise erst mit Regattieren begonnen hatten. «Die Clubs können diese Entwicklung stark beeinflussen», sagt Marlène Rump vom SSLAVorstand. «Wenn Vereine gezielt Boote zur Verfügung stellen, werden die Einstiegshürden massiv gesenkt. Viele Frauen haben Lust zu segeln, aber oft keinen einfachen Zugang zu einem Boot oder einer fixen Crew.» Aufs Podest reichte es am Heidi Cup für die Newcomer zwar nicht , sie schlugen sich aber teilweise überraschend gut. Gewonnen wurde der Event vom Regattaclub Bodensee (RCB) mit Skipperin Livia Näf. Nach dem Sieg in der Swiss Sailing League gelang dem RCB damit das Double. Dass die Ostschweizerinnen die Heidi-Kuhglocke an den Bodensee holen konnten, war aber kein Selbstläufer. Ein deutsches Team von der Ostsee war ihnen dicht auf den Fersen. Laut Marlène Rump ist das Niveau deutlich gestiegen, seit die Swiss Sailing League 2022 die Frauensegelinitiative lanciert hat: «Viele Teams segeln heute technisch und taktisch auf einem viel höheren Level und das bereichert die ganze Regattaszene.» Die letzten Jahre hat sich viel bewegt, die nächste Phase wird sich aber weniger um reine Sichtbarkeit drehen, sondern um strukturelle Verankerung – also darum, dass Frauen auf allen Ebenen des Segelsports selbstverständlich vertreten sind, als Seglerinnen, Organisatorinnen, Offizielle und in Vereinsvorständen.

Newcomer: Yacht-Club Luzern Ladies

STAHLENDE GESICHTER AM HEIDI CUP

Die Frauen des Yacht-Clubs Luzern (YCL) überraschten am Heidi Cup mit einem 5. Platz. Skipperin Stéphanie Rossé, selbst erfahrene Seglerin mit Olympiakampagne, war mit einer Crew ohne jegliche Regattaerfahrung dabei.

DIE LADIES VOM YACHT-CLUB LUZERN IN AKTION

Und wie erklären Sie sich das gute Abschneiden? Wir haben im Spätsommer fleissig auf unserer J70 trainiert. Und dann gilt «Learning by doing», die Lernkurve ging mit jedem Lauf weiter nach oben. Wir haben unschätzbare Erfahrungen gesammelt und die meisten Fehler nur einmal gemacht. Sicher hat uns auch der fantastische Spirit an Bord geholfen. Die Begeisterung im Team scheint gross? Oh ja, wir möchten nächstes Jahr in der SSL Women’s League starten. Eine Mitseglerin hat mich sogar gefragt: «Wie kommt man denn in die Frauen-Segelnationalmannschaft?»

skippers Segeln & Ozean

Frau Rossé, wie kamen Sie zu dieser Crew? Der YCL hat im Sommer eine erste J70 angeschafft, um unter anderem das Regattasegeln bei jungen Erwachsenen und Frauen zu fördern. Auf meinen Aufruf zur Gründung eines Damenteams haben sich überraschend viele Frauen gemeldet. Sie sind teilweise sogar dem Club beigetreten.

DER REGATTACLUB BODENSEE GEWINNT NACH DER LIGA AUCH DEN HEIDI CUP.

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news

DEUTSCHSCHWEIZ

Theresa Lagler

Text ) Walter Rudin

zvg

ZSC: Neuer Club-Bus Mitte Oktober hat der Zürcher Segel Club (ZSC) seinen ersehnten Club-Bus erhalten. Der neunplätzige Citroen Space Tourer soll in erster Linie dem Youth Team zur Verfügung stehen und konnte zur ILCA PM in Stäfa bereits eingesetzt werden. Die Bänke lassen sich schnell und ohne Werkzeug hochklappen, sodass anstelle von Personen auch Waren transportiert werden können. Mit seiner Anhängelast von sage und schreibe 3,5 Tonnen kann er den Jollentrailer ziehen und sogar das ZSC-Startschiff Falbala mühelos auf der Strasse bewegen. Die Anschaffung wurde durch die grosszügige Unterstützung der Emil Frey Gruppe und Citroën Schweiz möglich. z-s-c.ch/

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compasscup: S2 Immobilien Promotion souverän Am achten und letzten Act des compasscup herrschte zwar herrlicher Sonnenschein, der Wind liess aber auf sich warten. Dabei hatte der gastgebende Zürcher Yacht Club mit seinem schwimmenden Clubhaus als Bühne mitten im Zürcher Seebecken alles bestens angerichtet. Zwei Wettfahrten konnten dann doch noch ausgetragen werden, damit wurde die Gesamtwertung endgültig entschieden. Mit 13 Punkten und einer beeindruckenden Dominanz holte S2 Immobilien Promotion vom Segelclub Männedorf den Jahressieg, gefolgt von den Clubkameraden Team Werubau und von Azzurra vom Segelclub Stäfa, die es erstmals seit 2021 wieder aufs Podest schafften. Team Silvia vom Regattaverein Brunnen verpasste Rang 3 nur um Haaresbreite. compasscup.ch

Werner Münger

Anja Stöckli

Vierwaldstättersee Cup: gute Beteiligung Am Vierwaldstättersee Cup waren die ganze Saison viele Jachten am Start, so auch am abschliessenden Bürgenstock Race. Die hohe Beteiligung ist wohl auf das neue Einteilungs- und Handicap-Berechnungssystem zurückzuführen. Die neue Formel ist einfacher, fairer und macht das Vermessen der Boote unnötig, was die Aufnahme neuer Boote in die Kategorien stark vereinfacht. Alexander Seiler vom Regattaverein Brunnen gewann dank seines Sieges in der letzten Regatta erstmals die Jahreswertung des Vierwaldstättersee Cups in der Racer-Klasse 1. Vorjahressieger Pascal Marty musste wegen Mastbruch aufgeben. vierwaldstaettersee-cup.ch

85 Jahre Segelclub Hallwil Im Jubiläumsjahr wurde viel gefeiert und fleissig regattiert. Welcher Club dieser Grösse bringt an seiner Clubmeisterschaft schon 40 Boote an den Start? Zum Saisonabschluss veranstaltete der Segelclub Hallwil in Beinwil gleich mehrere Regatten in verschiedenen Klassen. Nach dem Jollen und Tempest Weekend Ende September waren im Oktober die 15 SNS und die Star-Klasse eingeladen. Zum abschliessenden Sigi Meier Memorial fanden sich 14 Star-Boote ein. Nach zwei Läufen standen Kurt Scheidegger/ Beatrice Rebsamen (TYC/ YCR) als Sieger fest. sc-hallwil.ch


news

DEUTSCHSCHWEIZ

zvg

CVLL: Coppa IBSA Ein guter Titelsponsor ist bereits die halbe Miete für einen erfolgreichen Regattaevent. Der Circolo Velico Lago di Lugano (CVLL) hat mit der Pharmafirma IBSA einen idealen Partner gefunden und konnte mit ihm gemeinsam bereits zum dritten Mal den Coppa IBSA durchführen. 150 Segelnde nahmen daran teil. Sie kämpften trotz wenig Wind in sieben Kategorien um Titel. Für Fabio Bernardi, Deputy Head of Swiss Business Operations – IBSA Switzerland, war der Anlass ein voller Erfolg: «Mit dem Coppa IBSA wollen wir nicht nur den Sport an sich unterstützen, sondern auch das, wofür der Sport steht: ein Umfeld, in dem sich jeder engagieren und lernen kann, zusammenzuarbeiten und seine Grenzen zu überwinden. Unsere Unterstützung spiegelt die Werte wider, die unser tägliches Engagement für Gesundheit, Wohlbefinden und Integration leiten.» cvll.ch

zvg

Special Olympics 2026 in Zug 2026 finden in Zug die Special Olympics National Summer Games statt. An diesem Grossereignis vom 28. bis 31. Mai 2026 treten rund 2000 geistig beeinträchtigte Athletinnen und Athleten zu Wettkämpfen in 16 Sportarten an. Sie werden von 700 Coaches und rund 1000 Volunteers unterstützt. Der Yacht Club Zug (YCZ) wird für die maximal 15 Teams die Segelwettbewerbe auf dem Zugersee ausrichten und an Land begleiten. Das übergeordnete Ziel: Vielfalt und Inklusion erlebbar machen und Begegnungen schaffen. An einer Informationsveranstaltung zeigten viele YCZ-Mitglieder Interesse, sich am Anlass zu engagieren. yczug.ch

skippers Segeln & Ozean

Gibraltar wurde dicht am afrikanischen Ufer passiert, unliebsame Begegnungen mit Orcas blieben zum Glück aus. Im Winter geht es weiter über Lanzarotte nach Teneriffa, wo im April der Hafenplatz Marina Santa Cruz angesteuert wird. Während der Überfahrt bietet der Verein Mitsegelnden Kurse für den Hochseeschein an. oceanyouthsailing.com

zvg

Youth Ocean Sailing: Kurs auf die Kanaren Der Katamaran des gemeinnützigen Jugendvereins vom Bodensee hat das Mittelmeer verlassen. Nach Aufenthalten in Südfrankreich, Sardinien und Korsika mit Familien und Ausbildungstörns hat die Vellamo Kurs auf Mallorca und Gibraltar genommen. Die Passage durch das Nadelöhr bei

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news

DEUTSCHSCHWEIZ Text ) Walter Rudin

fünf Läufe ausgetragen werden. Bei den 5.5ern entschied das Trio Jürg Ryffel, Christoph Burger und Peter Vlasov vom Yachtclub Rapperswil drei Läufe für sich und siegte souverän. Bei den Drachen musste die einheimische Crew von Garlef Baum einem deutschen Team den Vortritt lassen. dragon-class.ch

Corinne Meyer

Herbstpreis Thunersee Die Crews von dreizehn Drachen und acht 5.5ern trafen sich beim Thunersee Yachtclub zum Herbstpreis. An den beiden Wettkampftagen gab es zwar jeweils erst nachmittags Wind, trotzdem konnten

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Oliver Kurz zsv.info

skippers Segeln & Ozean

Zürichsee Langstreckencup Der Zürichsee-Segler-Verband (ZSV) mit seinen 29 Clubs rund um Zürichsee, Obersee, Greifensee, Pfäffikersee und Sihlsee ist der grösste Swiss-Sailing-Regionalverband. Er blickt auf eine aktive Saison 2025 zurück. Im Mittelpunkt stand einmal mehr der Zürichsee Langstreckencup. Er wurde mit dem Kreuzerpokal abgeschlossen, der bei regnerischem Wetter und aufkommender Bise beim Yacht Club Horgen ausgesegelt wurde. Obwohl Bruno Schmid vom Segelclub Enge hier nicht gewinnen konnte, sicherte er sich auf seiner Chaps30 mit drei Event-Siegen die Jahreswertung in der Königsklasse. R1. zsv.info/

Yacht-Club Luzern kauft J70 als Club Boot Der Yacht-Club Luzern setzt mit dem Kauf einer eigenen J70 einen zentralen Punkt seines 2025 erarbeiteten Leitbilds «frischer Wind bewegt» in die Tat um: die Förderung des Seglernachwuchses. Das neue Club-Boot, das die bisher von der Sailcom gemietete J70 ersetzen respektive ergänzen soll, schafft deutlich bessere und flexiblere Trainingsmöglichkeiten. Diese wurden sofort intensiv genutzt, sowohl vom etablierten Liga-Team als auch von den erfolgreichen Damen und dem begeisterten Youth Team. Die eigene J70 macht es nun möglich, das Ligasegeln im Club breiter zu verankern und neue Talente gezielt daran heranzuführen. Ein grosser Schritt für die Zukunft des Segelsports in Luzern.ycl.ch/


Thomas Zwick, Präsident des Verbands Schweizer Segelschulen (VSSS), schreibt in jeder Skippers-Ausgabe über ein relevantes Thema aus dem Umfeld der Segelschulen.

VSSS

Eine Segelschule gründen? Der graue Arbeitsalltag – schlimmer kann es nicht werden. Am Morgen blicken Sie im öffentlichen Verkehr in lauter abgelöschte Gesichter, kaum jemand lächelt. Im Büro macht Ihnen die Chefin oder der Chef das Leben zur Hölle. Sie müssen an endlosen Sitzungen teilnehmen, in denen sich immer irgendwer brüstet und gekonnt in Szene setzt. Ein langer und vor allem langweiliger Arbeitstag folgt auf den nächsten. Kurz: Sie fühlen sich in Ihrem Beruf unerfüllt und abgelöscht.

Nur am Wochenende, an den freien Tagen, öffnet sich das Fenster und lässt die Sonne herein. Auf dem See lassen Sie die Seele baumeln, sich treiben und den Gedanken freien Lauf. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wie es wäre, immer Wochenende zu haben, häufiger auf dem See zu sein und einer erfüllenden Arbeit nachzugehen? Einer Arbeit, mit der Sie auch noch den Lebensunterhalt bestreiten können oder die sogar mehr Verdienst generiert als der momentane Job? Segeln gilt ja schliesslich als Sport für Reiche, da muss doch Geld vorhanden sein!

Zum Glück gibt es in unserem Metier noch keine oder nur wenige behördliche Vorschriften und Einschränkungen. Wir ertrinken schon im Alltag in den Gesetzesfluten. Der Markt sortiert schnell aus. Zudem verhindern Berufsausweise erfahrungsgemäss keine schwarzen Schafe. In unserem Verband sind viel Erfahrung und Wissen vorhanden. Wir vom Verband Schweizer Segelschulen (VSSS) beraten und helfen Ihnen gerne bei der Gründung einer Segelschule oder der Vermittlung von Personen, die Segellehrerin oder Segellehrer werden möchten. Gerne dürfen Sie mit uns in Kontakt treten.

skippers Segeln & Ozean

Was braucht man dafür: - langjährige (intensive) Segelerfahrung auf Jollen und Jachten - didaktisches Gespür und Geschick - unendliche Geduld - Interesse an Technik und Handwerk - die Bereitschaft, ein Leben lang zu lernen - ein Segelschiff

Segelschule Walensee

Wenn bei Ihnen allerdings die Hoffnung im Vordergrund steht, viel Geld zu verdienen, sollten Sie Ihr Vorhaben schnell wieder vergessen. Die Gründung einer eigenen Segelschule würde Sie nicht glücklich machen. Falls Sie aber eine befriedigende Arbeit suchen und sich mit wenig Lohn zufrieden geben, dann könnte die Gründung einer Segelschule der richtige Schritt sein.

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Pascale Maurissen


SEGELGESCHEHEN

Inclusive Sailing

Maurizio Secundo

Maurizio Secundo

Barrierefreies Segeln – mehr als ein Traum

GROSSE FREUDE BEI DEN SIEGERN AN DER INCLUSIVE SAILING

DIE RS VENTURE IST EIN SPORTLICHES BOOT FÜR MENSCHEN

SWISS CHAMPIONSHIP

MIT KÖRPERLICHER BEEINTRÄCHTIGUNG.

in der Schweiz auf dem Vormarsch und zeigt eindrucksvoll, wie Sport zur gelebten Inklusion werden kann. In Luzern soll eine neue Basis entstehen. Die Elite traf sich zur Schweizermeisterschaft in Lugano.

Text ) Walter Rudin Die britische Tetraplegikerin Hilary Lister war kurz davor, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch dann entdeckte sie den Segelsport und segelte allein über den Ärmelkanal. Ihre Begeisterung kannte keine Grenzen: «Hier gibt es keinen Rollstuhl. Ich bin eine Seglerin und fühle mich frei. Auf dem Boot verflüchtigt sich der Schmerz. Ganz weg geht er nicht, aber es ist wie bei einem Juckreiz: Wenn man sich ablenkt, vergisst man ihn.» Segeln bedeutet für Menschen mit Beeinträchtigungen nicht nur körperliche Aktivität, sondern stärkt auch das Selbstwertgefühl. Die Kombination aus Natur, Bewegung und Gemeinschaft macht Segeln zu einem ganzheitlichen Erlebnis. In der

Schweiz ermöglichen engagierte Organisationen den Menschen mit Beeinträchtigungen Segelerlebnisse auf vielen Seen in allen Landesteilen. Dichtes Netzwerk Der Verein Sailability.ch mit Präsident Ivo Gonzenbach ist hierzulande eine der treibenden Kräfte hinter dem inklusiven Segelsport. Mit speziell konstruierten, kentersicheren Booten wie der Hansa 303 bietet Sailability.ch Segelkurse und Events für Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen an. Die Boote sind so konzipiert, dass sie von Rollstuhlfahrenden sicher gesteuert werden können – oft gemeinsam mit einer Begleitperson. In Arbon und Neuenburg hat Sailability.ch feste Stützpunkte mit eigenen Booten. Vor Ort stehen zudem Hilfsmittel wie Handkräne für den Transfer vom Rollstuhl ins Boot sowie rollstuhlgängige Sanitäranlagen zur Verfügung. Neben Sailability.ch gibt es eine ganze Reihe weiterer Vereinigungen, die Menschen mit Einschränkungen Segelerlebnisse ermöglichen. In der Romandie arbeitet Swiss Disabled Sailing unter Präsident Michel Darbre vor allem mit RS Venture und hat eine feste Basis im Hafen von Prangins (VD). Zusätzlich zu den Aktivitäten auf dem Genfersee reisen die Segelnden zu Regatten in ganz Europa. Die Foundation Just for Smiles organisiert verschiedene Aktivitäten mit Partnern und Segeltrips auf Jachten und Katamaranen. Im Tessin bietet die gemeinnützige Organisation Velabili Menschen mit körperlichen, geistigen und sensorischen Beeinträchtigungen die Möglichkeit, den Luganersee als aktive Seglerinnen und Segler zu erleben. Die Vereinigung mit Präsident Boris Keller ist beim Circolo Velico Lago di Lugano (CVLL) angesiedelt und organisiert dort regelmässig Freizeitaktivitäten sowie sportliche Herausforderungen auf Wettkampfniveau. Velabili nimmt an nationalen und internationalen Regatten teil und hat die Schweiz bereits dreimal an den Special-Olympics-Weltspielen vertreten.

skippers Segeln & Ozean

Segeln mit Beeinträchtigungen ist

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Sandro Isenegger

THEO KLINGELE (LINKS IM BILD), DER INITIANT DES PROJEKTS «SEGELN FÜR ALLE»,

skippers Segeln & Ozean

BEGLEITET DEN SCHNUPPERKURS IN LUZERN.

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Gelungene Schweizermeisterschaft Mitte Oktober hat Velabili in Zusammenarbeit mit dem CVLL die erst zum zweiten Mal ausgetragene Inclusive Sailing Swiss Championship organisiert. Der Event vereinte Teams aus der Schweiz, England, Portugal und Belgien zu drei Tagen voller Wind, Sportgeist und gelebter Inklusion. Zur Regatta in Lugano bereiteten die Seglerinnen und Segler mit Behinderungen ihre Boote mit der Unterstützung von Freiwilligen und Technikern von Velabili selbstständig vor. Mithilfe eines Hebekrans für Rollstuhlfahrende und Begleitboote gelang allen ein sicherer und selbstbestimmter Start ins Regattageschehen. Auf dem See sorgte guter Wind für spannende Wettfahrten. Die ersten beiden Tage wurde vor Lugano gesegelt, am letzten Tag wurden die Boote nach Gandria geschleppt, weil dort regelmässigere Windverhältnisse vorherrschen. Trotz starker ausländischer Konkurrenz standen in allen drei Klassen Schweizer zuoberst auf den Podest. Christian Hiller ist der grosse Gewinner dieser Schweizermeisterschaft. Er holte den Titel sowohl in der Hansa303-Einzelwertung als auch im Doppel, gemeinsam mit Patrick Maurer. In der Klasse RS Venture Connect setzten sich François Naef und Harold Syfrig nach acht gesegelten Wettfahrten durch. Für Wettfahrtleiter Peter Schmidle war dieser Event eine ganz besondere Erfahrung: «Der Aufwand war wirklich sehr gross und ich musste lernen, dass für alle Aktivitäten sehr viel Zeit erforderlich ist. Aber die überwältigende Dankbarkeit der Segelnden und die glücklichen Gesichter nach der Regatta waren für mich eine grosse Genugtuung.»

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Maurizio Secundo

SEGELGESCHEHEN

WETTFAHRTLEITER PETER SCHMIDLE: «ICH HABE SELTEN SO VIEL GENUGTUUNG ERLEBT.»

Neuer Stützpunkt in Luzern In der Zentralschweiz gab es bisher nur wenige Angebote für inklusives Segeln. Das soll sich jetzt ändern. Im letzten Sommer wurde in Luzern das Projekt Segeln für alle mit einem Schnuppertraining lanciert. 33 Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen konnten erstmals auf dem Vierwaldstättersee Segeln erleben. Initiant Theo Klingele war nicht nur über das rege Interesse der Teilnehmenden überrascht, er freute sich auch über die vielen Helfer: «Die Bereitschaft war in allen Bereichen riesig, egal, ob beim Steuern der Boote, bei der Unterstützung beim Ein- und Aussteigen oder beim Catering.» Nach diesem Erfolg möchte Klingele zusammen mit Sailability.ch und dem Jachtclub in Luzern einen festen Stützpunkt schaffen. «Geplant ist, im Verlauf des Winters und Frühlings alle erforderlichen Abklärungen zu treffen und die Infrastruktur aufzubauen, damit nächste Saison regelmässige Segelveranstaltungen für Vereinsmitglieder und externe Teilnehmende stattfinden können», erklärt dazu Claudia Witschi von der Geschäftsstelle Sailability.ch. Ein Knackpunkt für die Realisierung dürfte die Finanzierung werden. «Wir brauchen noch mehr lokale Stiftungen und Organisationen, die unser Vorhaben längerfristig unterstützen», sagt Theo Klingele. «Zudem suchen wir konkrete Sponsoren für Infrastruktur und Bootspartnerschaften, damit die Teilnahme für die Segelnden möglichst günstig und Schnupperangebote kostenlos werden.» Hoffentlich mit Erfolg, denn jetzt, da das Bedürfnis nach einer Basis in Luzern so gross ist, wäre es schade, wenn die Realisierung an mangelnder finanzieller Unterstützung scheitern würde.


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SEGELGESCHEHEN

CHIPS

1m

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Yacht Club de Saint Lunaire

François Chevalier ©

OLYMPIAN

1m

0

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Société Nautique de Marseille

P Class Starling Burgess 1913

CORINTHIAN Yacht Club de Saint Lunaire

P Class William Gardner 1913

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P Class Nathanael G. Herreshoff 1911

JOYANT

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P Class Nathanael G. Herreshoff 1911

HISTORISCHE SEGELBOOTE AUS DEM FRÜHEN 20. JAHRHUNDERT

P-Class

Das zweite Leben der P-Boats An der amerikanischen Ostküste haucht der Restaurator John Anderson den historischen America’s-CupJachten der P-Class neues Leben ein, damit sie auf dem Mittelmeer an Klassikerregatten teilnehmen können. Bruno Troublé, Steuermann von Baron Bich und Gründer des Louis Vuitton Cups, ist eine zentrale Figur dieses Projekts. Er erzählt die Geschichte der P-Boats, deren Schicksal eng mit der Entwicklung des modernen

DAS WRACK EINES Q-BOATS, SPÄTER VON JOHN ANDERSON RESTAURIERT

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Am 22. August 1851 fügte die America der siegessicheren englischen Flotte eine empfindliche Niederlage zu. Der Triumph gegen die vermeintlichen Alleinherrscher im Segelsport erregte grosses Aufsehen. Er zeugte von der Emanzipation einer alten britischen Kolonie, die zu einer eigenständigen Nation geworden war. Gleichzeitig machte der Sieg die Ostküste der USA und die Region der Grossen Seen zur Wiege des Regattasports. Er kam in Amerika sogar noch vor Baseball und Tennis auf. Anfang des 20. Jahrhunderts war Segeln in New York und Boston der einzige Sport, über den jeweils montags in den Zeitungen berichtet wurde. Amerikanische Boote feierten zu dieser Zeit mehrere Prestigeerfolge. Zu den Bravourstücken gehörte zweifellos der Rekord des von William Gardner gezeichneten Dreimasters Atlantic, der 1903 den Atlantikrekord pulverisierte. Derselbe Gardner entwarf 1913 die P-Class-Jacht Olympian, die 1914 kurz nach ihrem Stapellauf das bereits damals berühmte «Chicago to Mackinac Race» gewann. Zwei Bootsfamilien Ebenfalls im Jahr 1903 entstand die Universal Rule, aus der viele schnelle Boote hervorgingen. Sie waren leichter und unterlagen weniger strengen Bauvorschriften als die Jachten der 1906 vereinbarten International Rule. So kam es, dass sich parallel zwei Bootsfamilien entwickelten:

zVg

skippers Segeln & Ozean

Amerika verbunden ist.

Text ) Bruno Troublé


Gilles Martin-Raget

GROSSARTIGE LUFTAUFNAHME: DIE CHIPS AM WIND IN SAINT-TROPEZ

Guido Cantini

DIE CHIPS UND DIE OLYMPIAN BUG AN BUG IN CANNES: DIE P-BOATS HALTEN SICH LEISTUNGSMÄSSIG DIE WAAGE UND SEGELN DAHER MEIST ENG BEIEINANDER.


SEGELGESCHEHEN die der Universal Rule in den USA und die der International Rule bzw. Meterklasse in Europa. In der Meterklasse wurden die 5.5mR, 6mR und 8mR olympisch. Die in der Schweiz bestens bekannten 12mR segelten von 1958 bis 1987 den America’s Cup und die 15mR wie die Tuiga und die Mariska brachten Eleganz aufs Wasser.

Engagierte Eigner Mithilfe von Freunden vom New York Yacht Club machte Troublé nach und nach alle noch existierenden Boote aus dieser prägenden Epoche des nordostamerikanischen Segelsports ausfindig. Er liess sie von Anderson restaurieren und fand dank «Freunden von Freunden» für jedes Boot einen Eigner. Die Siegerjacht von 1914 Olympian lag vergessen in einem stillgelegten Hangar bei Chicago. Um gegen neuere Boote bestehen zu können, war sie mit einem Carbonmast aufgerüstet worden, denn es gab schlicht keine anderen Traditionsjachten, gegen die sie hätte antreten können. Danach spürte Troublé drei weitere Oldtimer in mehr oder weniger desolatem Zustand auf. Die erste namens Chips (ehemals Onda 2) war 1913 auf dem Reissbrett von Starling Burgess entstanden. Der amerikanische Konstrukteur ist vor allem für die J-Class Rainbow (1934) und die AC-Siegerjacht von 1937 Ranger bekannt. In den 1930er-Jahren verlor der Besitzer die Onda 2 beim Pokern. Der Sieger der Partie taufte sie in Anlehnung an Pokerchips Chips.

DIE CORINTHIAN PFLÜGT SICH DURCH DIE WELLEN.

Die zweite, Corinthian, stammt von Nathaniel Herreshoff (1911). Der Designer war der Beste seines Fachs. Troublé fand das Boot – oder das, was von ihm übrig war – in Mystic Seaport unter einem Baum. Es war komplett abgewrackt. Wieder auf Vordermann gebracht ist es mehr als hundert Jahre nach seinem Stapellauf noch immer schwer zu schlagen. Joyant, der dritte Oldtimer im Bunde, war in einem besseren Zustand, als er nahe Camden ausfindig gemacht wurde, denn er war erst 15 Jahre zuvor restauriert worden. Auch die Joyant ist eine Herreshoff. Sie wurde im gleichen Jahr zusammen mit der Corinthian gebaut. Rekonstruierte Flotte Nach und nach entstand so eine «neue alte» Flotte, die heute erfolgreich an allen Regatten für klassische Boote auf dem Mittelmeer teilnimmt. John Anderson, der vor 20 Jahren von Liverpool nach Camden kam, benötigt mehr als zwei Jahre, um einem Boot seinen früheren Glanz zurückzugeben. Jede Restaurierung ist auf ihre eigene Art spannend. In akkurater Alleinarbeit verwandelt Anderson die Wracks in schmucke Veteranen, die nicht nur in Schönheitswettbewerben bestehen, sondern auch Rennen gewinnen. Insgesamt dauerte es über zehn Jahre, bis alle von ihm restaurierten Jachten in Südfrankreich einsatzbereit waren. Einem Boot, das nach einem Jahrhundert nur noch als Wrack existierte, ein zweites Leben zu schenken, ist ein grossartiges Gefühl. Man denkt an den ersten Eigner, an die Leidenschaft, die der Konstrukteur und der Bootsbauer in das Vorhaben gesteckt haben. Zwei Boote warten noch auf ihre Restaurierung: Seneca und Bernice. John Anderson würde sich am liebsten sofort an die Arbeit machen.

Nico Martinez

skippers Segeln & Ozean

Ein Meister der Restaurierung Auf einem Törn im US-Bundesstaat Maine bei Camden stiess Bruno Troublé auf ein wahres Schmuckstück: ein nach Plänen von Payne konstruiertes und von einem selbstständigen Bootsbauer restauriertes Q-Boat. Besagter Bootsbauer war niemand geringerer als John Anderson. Er arbeitet seit 15 Jahren allein in seiner Garage, in der er Wracks aus dem frühen 20. Jahrhundert in regattatüchtige Jachten verwandelt. Unter seinen geschickten Händen haben das Q-Boat Hayday (später Jour de Fête, heute Falcon), die Olympian (nach Plänen von Gardner, 1913), die Chips (Burgess, 1913), die Corinthian (Herreshoff, 1911) und schliesslich die Joyant (Herreshoff, 1913) eine zweite Jugend erhalten. Die einstigen Juwelen hatten in Bootswerften oder auf Feldern an der Nordostküste der USA vor sich hingefault, bevor sich Anderson ihrer annahm. Auch heute, mehr als hundert Jahre später, interessiert sich in den USA kaum jemand für die ehrwürdigen alten Damen.

Nico Martinez

Die Boote der Universal Rule wurden nach Grösse in die Klassen R-Boats, Q-Boats, P-Boats und J-Boats (Ranger, Endeavour, Rainbow) eingeteilt. Auf den riesigen J-Boats wurde in den 1930erJahren der America’s Cup ausgetragen.

DIE VIER P-BOATS INMITTEN MODERNER JACHTEN

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DIE REFERENZ UNTER DEN SEGEL- UND MOTOR-MEHRRUMPFBOOTEN

22 > 26 APRIL 2026 LA GRANDE MOTTE - FRANKREICH

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SEGELGESCHEHEN

Explora Journeys

Im Panorama-Modus von Venedig nach Athen Die einwöchige Kreuzfahrt an die italienische, kroatische und griechische Küste definiert Luxus neu. Entdecken Sie Südeuropa mit einem schwimmenden Fünf-Sterne-Hotel.

Text ) Brice Lechevalier

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Ravenna, Dubrovnik, Brindisi, Lefkada, Milos: Spiegelbilder des Alltags Bei jedem Zwischenstopp können die Gäste aus einem breiten Angebot an Ausflügen wählen. Das Programm wird jeweils am Vorabend im Amphitheater detailliert vorgestellt. Man muss sich aber nicht zwingend einer der geführten Touren anschliessen, sondern kann auch auf eigene Faust losziehen. Alle nützlichen Informationen erhält man von den Veranstaltern oder im Internet, damit man bestens vorbereitet zum Sightseeing starten kann.

Brice Lechevalier

Bereits die Einschiffung in Venedig verspricht Dolce Vita. Sie ist ein Vorgeschmack auf das, was uns in der nächsten Woche erwartet. Wir sind drei Tage früher angereist, um die farbenfrohen Laguneninseln zu erkunden: Murano mit seinen Glasbläsereien, die bezaubernde Regenbogeninsel Burano und das mondäne Art-Deco-Zentrum Lido mit seinem endlosen Strand. Venedig wirkt wie aus einer anderen Welt: eine Stadt auf dem Wasser, durchzogen von Kanälen, auf denen Vaporetti und Gondeln zwischen Palästen, Kirchen und Plätzen gleiten. Eine Märchenkulisse, nur einen Katzensprung von der Schweiz entfernt. Wir kommen garantiert wieder. Zunächst aber geht es zum Hafen Fusina am Stadtrand. Dort liegt, unübersehbar und verlockend, die imposante Explora 1 mit ihren 14 Decks. Anna, unsere Concierge für die kommende Woche, hat sich schon am Vortag gemeldet, jetzt begrüsst sie uns herzlich. Sie zeigt uns die Suite und informiert uns über das Wochenprogramm. Die Reise kann beginnen.

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SEGELGESCHEHEN

KUNSTMUSEUM DER STADT RAVENNA

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Die Vorfreude auf die nächsten Tage in Griechenland ist gross. Schon beim Frühstück geniessen wir den Blick auf die kleinen Inseln und die Bucht von Nydri auf Lefkada, in der unzählige Segelboote vor Anker liegen. In der geschäftigen Kleinstadt lässt es sich gut shoppen. Man kann sich aber genauso gut in ein Strandlokal mit Blick auf die grünen Nachbarinseln setzen oder mit dem Taxi entlegenere Winkel erkunden. Den Kopf voller neuer Eindrücke geht man wieder an Bord und geniesst dort entspannt den Fünf-Sterne-Komfort. Nach einem Tag auf dem Meer macht das Schiff auf seiner letzten Etappe vor Athen auf Milos Halt. Für uns das absolute Highlight dieser Reise. Die Wiege der Venus von Milo ist unglaublich vielfältig. 78 Strände, malerische, Dörfer, weisse Klippen, schwarzer Vulkansand, ein römisches Theater aus Marmor und Katakomben aus dem 1. Jahrhundert machen die Insel zu einem Konzentrat der Kykladen, das man mit einem Mietwagen gut in einem Tag erkunden kann.

Brice Lechevalier

Brice Lechevalier

Schwimmendes Freizeitparadies Segelnde kennen das beglückende Gefühl, über glitzernde Meere zu gleiten und die vorbeiziehenden Landschaften auf sich wirken zu lassen. Auf der Explora 1 wird dieses Gefühl potenziert – durch Weitblick, Tempo und Komfort. Man profitiert von allen nur erdenklichen Annehmlichkeiten, die das einmalige Erlebnis zusätzlich versüssen. Auf den mehrstöckigen Aussendecks mit einer Gesamtfläche von 6200 Quadratmetern laden Whirlpools, Swimmingpools, Liegestühle und ein herausragender Service zum Entspannen ein. In der Helios Pool & Bar gilt «adults only», aber auch Familien haben ihre eigenen Bereiche. An Bord ist alles inklusive, egal zu welcher Uhrzeit. Die Wellness- und Fitnessbereiche, einschliesslich der Joggingstrecke auf dem Oberdeck, stehen denen eines Luxushotels in nichts nach. Gleiches gilt für die Boutiquen und die stilvollen Lounges mit Panoramablick. Alles ist darauf ausgelegt, den Aufenthalt an Bord ebenso unvergesslich zu machen wie die Landausflüge. Das Bordleben beginnt mit dem Sonnenaufgang und endet spät in der Nacht im Nightclub. Abends treten Broadway-Künstler auf, der DJ der Sky Bar sorgt für musikalische Sternstunden, vor allem, wenn er mit seinem Sound den Sonnenuntergang untermalt. Dann schmeckt sogar der Martini Tiramisu noch ein bisschen besser.

Brice Lechevalier

skippers Segeln & Ozean

Jeder der angesteuerten Orte hat seinen Reiz. Ravenna empfängt uns mit einem modernen Jachthafen und langen Stränden. Die Altstadt ist voller baulicher und künstlerischer Schätze, die bis ins 5. Jahrhundert zurückreichen. Mit ihren acht UNESCO-Welterbestätten und Dantes Grabmal mutet sie an wie ein Freilichtmuseum. Als Schmelztiegel venezianischer, römischer und byzantinischer Einflüsse entfaltet die geschichtsträchtige Stadt beim Flanieren ihre stille Schönheit. Ganz anders Dubrovnik am nächsten Tag. Die kroatische Küstenstadt ist ein quirliger, spektakulär auf Klippen erbauter Tourismus-Hotspot. Mit ihrer Mischung aus Kultur und Natur zieht sie Abertausende Besucherinnen und Besucher in ihren Bann und nimmt sie mit auf eine Zeitreise. Bei einem Spaziergang auf der Stadtmauer taucht man in ihre jahrhundertealte Geschichte ein, beim Baden in den kleinen Felsbuchten erlebt man die «Perle der Adria» hautnah. Für uns unvergessen bleibt der Sonnenuntergang über der befestigten Stadt, den wir in der Sky Bar der Explora 1 bestaunten. Die Route führt weiter an die italienische Adriaküste. Am dritten Tag stehen Brindisi und, für alle, die ihren Erkundungsradius erweitern möchten, Lecce und andere Orte in der näheren Umgebung, auf dem Programm. Die Altstadt von Brindisi ist mit weissen und schwarzen Steinen gepflastert, Palmen säumen die Kais des einstigen römischen Hafens. Im Stadtteil Casale ragt prominent das von Mussolini in Auftrag gegebene Denkmal Monumento al Marinaio im Gedenken an die im Ersten Weltkrieg gefallenen italienischen Seeleute in den Himmel.

MONUMENTO AL MARINAIO IN BRINDISI

KIRCHE IN MILOS


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Ivan Sarfatti

Ivan Sarfatti

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Rupert Peace

Brice Lechevalier Rupert Peace


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Ivan Safartti

skippers Segeln & Ozean

Ivan Safartti

Deus ex Cucina Explora Journeys ist die Luxusmarke des italienischen, in Genf ansässigen Familienunternehmens MSC Cruises. Da Essen in Italien heilig ist, liegt die gastronomische Messlatte der Kreuzfahrtgesellschaft sehr hoch. Die Küche ist exzellent, die Qualität der Speisen und des Services tadellos, die Vielfalt der Gerichte faszinierend. Elf DiningKonzepte, darunter sechs Restaurants, stehen zur Wahl. Nur das Anthology, in dem Sterneköche abwechselnd ihre hohe Kunst zeigen, kostet extra. In drei weiteren Restaurants werden auf kleinem Raum französische, japanische und Grill-Spezialitäten serviert. In allen drei muss reserviert werden. Vervollständigt wird das kulinarische Angebot durch den Med Yacht Club und das Emporium Marketplace mit Buffetkonzept, unser Favorit. Sie sind beide frei zugänglich. Dort zu speisen ist nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern dank der grossen Fensterfronten auch fürs Auge. Eine beeindruckende Brigade betreut die nach Kategorie angeordneten Stationen. Diese reichen von frischem Obst, Käse und Grillgemüse über Sushi, Meeresfrüchte

Rupert Peace

SEGELGESCHEHEN


Rupert Peace

Eine Suite oder nichts Explora Journeys bietet ausschliesslich Suiten an, keine Kabinen. Die kleinste misst 35 Quadratmeter, verfügt über eine grosse Glasfront und eine private Terrasse, auf der rund um die Uhr eine Auswahl kulinarischer Köstlichkeiten serviert werden. Die grösste Suite umfasst 280 Quadratmeter. Alle sind mit Designerbetten und -möbeln ausgestattet, bieten viel Stauraum und Platz zum Entspannen. Die italienisch-schweizerische Reederei versteht ihre Schiffe als zweites Zuhause auf dem Meer mit ultimativem Luxus, Fünf-Sterne-Service und massgeschneiderten Erlebnissen vor ständig wechselnder Kulisse. Kein Wunder also, haben wir mehrere Paare getroffen, die bereits einen Monat an Bord waren und im Winter wiederkommen wollen. Man gönnt sich ja sonst nichts.

skippers Segeln & Ozean

Rupert Peace

(inklusive Hummer!) und Grillgerichte bis hin zu Patisserie und Salaten. Eine solche Auswahl an frischen Produkten und köstlichen Speisen macht jede Mahlzeit zum kulinarischen Erlebnis. Die exklusivsten Suiten verfügen über eine eigene Küche und einen persönlichen Koch. Und wer selbst den Kochlöffel schwingen möchte, kann an Bord Kochkurse besuchen.

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ZUBEHÖR

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Reliefband – Gegen Seekrankheit Das Reliefband ist ideal für alle, die an Seekrankheit leiden. Es sendet leichte Impulse aus, die Übelkeit lindern und Erbrechen vorbeugen, ganz ohne Medikamente und Nebenwirkungen. Getragen wird das aufladbare, wasserdichte Anti-ÜbelkeitsArmband an der Innenseite des Handgelenks. So können Sie auch bei unruhigem Meer unbesorgt aufs Wasser. Zu bestellen bei bucher-walt.ch

Brillen – Nach Mass Marcus Marienfeld und sein Team aus Goldschmieden und Uhrmachern fertigen in der Region Brig Brillen nach individuellen Wünschen in Kleinserien oder als Einzelstücke. Bei diesem Modell besteht die Fassung zu 100 Prozent aus Carbon, die Bügelenden sind aus Gold. Damit lässt es sich elegant und leicht segeln. Marcus arbeitet auch mit Horn und anderen Materialien. Seine massgefertigten Brillen gibt es exklusiv in Genf bei jaquesopticiens.ch.

AirMarker R.Four – Signalwirkung Sicherheit kann nie hoch genug bewertet werden. Dieses kompakte System der visuellen Notfallmeldung ist in Sekundenschnelle einsatzbereit und zeigt Ihre Position sogar im Dunkeln und bei starkem Seegang zuverlässig und gut sichtbar an. Nach der Auslösung steigt ein Ballon bis auf 5 Meter und signalisiert bis zu drei Tage, dass jemand Hilfe benötigt. Ein unverzichtbares Instrument, das im Ernstfall die Ortung erleichtert und die Crew schützt. airmarker.swiss

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Rolex – Oyster Perpetual Cosmograph Daytona Herzstück dieses edlen Zeitmessers bildet ein Chronometer-zertifiziertes Automatikwerk mit Perpetual-Rotor für automatischen Aufzug und höchste Präzision. Das neue Zifferblatt 2025 verbessert die Ablesbarkeit der Zähler und des zentralen Sekundenzeigers, während die aus besonders widerstandsfähiger Keramik gefertigte Lünette mit gravierter Tachymeterskala die unmittelbare Messung der Geschwindigkeit ermöglicht. Das Oyster-Gehäuse aus 904LEdelstahl und die Triplock-Aufzugskrone garantieren Wasserdichtigkeit und Langlebigkeit. rolex.com

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Patek Philippe – 5328G-001 Ein Traum für Liebhaber der Haute Horlogerie: Die Patek Philippe 5328G-001 kombiniert einen ewigen Kalender mit augenblicklicher Datums- und Wochentaganzeige und einen patentierten Spiralfedermechanismus, der für Stabilität und Präzision sorgt. Ihr Automatikwerk ist so konstruiert, dass Reibung minimiert und Ausdauer maximiert wird. Das polierte Weissgoldgehäuse und das stilvolle Zifferblatt vereinen sich zu einem Stück raffinierter Eleganz, in dem technische und ästhetische Exzellenz aufeinandertreffen. Ein aussergewöhnliches Stück hoher Uhrmacherkunst! patek.com

Im Rhythmus der Wellen

Gill OS1 Ocean Jacke – Für schweres Wetter Eine Jacke, die auch bei härtesten Bedingungen zuverlässig trocken hält. Das wasserdichte und atmungsaktive Gewebe sorgt für dauerhaften Komfort, während strategisch platzierte Innendichtungen und präzise Einstellmöglichkeiten maximale Bewegungsfreiheit garantieren. Besser geschützt als mit der Gill OS1 Ocean kommen Sie nicht über den Ozean, das hat schon Louis Burton an der Vendée Globe 2020/21 bewiesen. bucher-walt.ch

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Bang & Olufsen Beoplay Eleven – Soundwellen Mit diesen Earplugs verwöhnen Sie Ihre Ohren mit klarem, immersiven Sound – oder aber mit vollkommener Stille. Modernstes In-EarNoise-Cancelling und die drahtlose Verbindung garantieren selbst auf windumtosten Decks ein stabiles Hörerlebnis. Dank hochwertiger Verarbeitung, fortschrittlicher Technologie und präzise durchdachter Ergonomie können Sie Ihre Lieblingsmusik mit diesen Earplugs auch auf dem Wasser in vollen Zügen geniessen. bang-olufsen.com

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Text ) Julien Beauchot

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Impressum Verlag GMT Publishing Rue des Vollandes 23 1207 Genève T : 022/ 404 20 04 info@skippers.ch

WIE JEDES JAHR STELLEN SURPRISE-JACHTEN AN DER BOL D’OR DU LÉMAN MIT RUND

Titelbild Manon Le Guen

HUNDERT EINHEITEN EIN FÜNFTEL DES FELDES. DER REGATTASTARKE KLASSIKER UNTER DEN BINNENSEEJACHTEN FEIERT 2026 SEIN 50-JÄHRIGES BESTEHEN.

Skippers, Segeln & Ozean, die offizielle Zeitschrift des Schweizer Segelverbands, kann am Kiosk oder per Abonnement auf Deutsch oder Französisch bezogen werden. Herausgeber brice.lechevalier@skippers.ch Chefredaktor pa.preti@skippers.ch Redaktionssekretariat julien.beauchot@skippers.ch Verwaltung und Finanzen alexandra.montandon@skippers.ch Leiter Verkauf louis.taurel@skippers.ch

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Kurs auf Skippers 99 • Die Surprise: 50 Jahre und kein bisschen müde • SailGP: Auf in die Saison 2026! • News vom Schweizer Segelsport im In- und Ausland • boot Düsseldorf: die Neuheiten des Jahres

Leiter Marketing olivier.evain@gmtpublishing.com Verwaltung und Werbung Skippers – Segeln & Ozean Rue des Vollandes, 23 1207 Genève Redaktion Pierre-Antoine Preti, Virginie Gillet, Elisabeth Thorens-Gaud, Brice Lechevalier, François Trégouët, Nicole Gris, Suzanne De Freitas, Grégoire Surdez, Vincent Gillioz, Servane Dorléans, Jean-Guy Python, Walter Rudin, Thomas Zwick, Bruno Troublé, Julien Beauchot Fotos Manon Le Guen, Jean-Guy Python, Tim McKenna, Gilles Martin-Raget, Kacper et Gwidon Libera, Loris von Siebenthal, Brice Lechevalier, Sailing Energy, Maurizio Secundo, ARPT Centro de Portugal, Bernard Thorens, Turismo de Lisboa, Conseil Régional du Tourisme Tanger Tétouan Al Hoceima, Nick Rickert, Jérôme Kelagopian, Matt Barnard, Matt Briney, François Trégouët, Yann Riou, Jean-Marie Liot, Julien Gazeau, Maria Muina, Vincent Olivaud, Arnaud Pilpré, Jean-Louis Carli, Vincent Curutchet, Swiss Sailing, Thierry Verhulst, GKA World Tour, Dominik Frey, Ricardo Pinto, Martin Messmer, Don McIntyre, Ian Roman, Guillaume Fischer, Richard Mardens, Guillaume Le Corre, Julien Champolion, Walter Rudin, Jürg von Allmen, Theresa Lagler, Anja Stöckli, Werner Münger, Corinne Meyer, Oliver Kurz, zsv.info, Segelschule Walensee, Pascale Maurissen, Sandro Isenegger, Guido Cantini, Nico Martinez, MitchFOTO, Rupert Peace, Ivan Sarfatti Design : Nicolas und Mélanie Zentner, www.enzed.ch Übersetzung : Sabine Dröschel, trad@vtx.ch Litho : Bombie, bombie.ch Druck : Imprimerie Chirat SA Erscheinungstermine Skippers erscheint im April, Juli, September und Dezember (+Sonderausgaben Travel im Juli, Motor im September) Abonnemente in der Schweiz Jahresabonnement CHF 42.Zweijahresabonnement CHF 79.Abonnemente für Europa Jahresabonnement: 54 € Zweijahresabonnement: 90 € www.skippers.ch

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