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Gesund Leben 2602

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GESUND LEBEN

Neonatologie: Gut versorgt von Anfang an S. 48

Immer online: Wenn digitale Medien stressen S. 32 Gut begleitet: Hilfe finden Kinder und Eltern im SPZ S. 52

Kinderschutz: Teamarbeit mit Verantwortung S. 58

Wir suchen dich!

Bei uns kannst du dich einbringen, weiterentwickeln und viel Neues lernen. Egal, was ansteht, gegenseitige Unterstützung im Team wird immer großgeschrieben. Freue dich auf tolle und herausfordernde Projekte mit interessanten Kunden unterschiedlichster Branchen.

Werde Teil eines ausgezeichneten Teams!

GMK GmbH & Co. KG · Kanzleistr. 3 · 95444 Bayreuth Telefon: 0921 76440-0 · gmk@gmk.de

„Kinder sind Hoffnungen.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Denken Sie gerne an Ihre Kindheit zurück? Und woran werden sich unsere Kinder in einigen Jahren erinnern? Die Kindheit heute ist eine andere als es unsere war. Das ist keine Wertung. Kindheit heute ist nicht besser oder schlechter als früher. Sie ist anders.

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt auf, die sich schneller verändert als je zuvor. Zwischen schulischen Anforderungen, sozialen Erwartungen und digitalen Einflüssen stehen sie vor Herausforderungen, die frühere Generationen so nicht kannten. Umso wichtiger ist es, ihre Gesundheit ganzheitlich in den Blick zu nehmen – körperlich, seelisch und sozial. Das tun wir mit dieser Ausgabe des Magazins GESUND LEBEN besonders. Unser Schwerpunktthema widmet sich unserer Zukunft, unseren Kindern und Jugendlichen.

Eines unserer Themen ist der Umgang mit digitalen Medien. Smartphones sind aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Doch wo Chancen liegen, entstehen auch Risiken. Ein übermäßiger Handykonsum kann Auswirkungen auf Schlaf, Konzentration und psychisches Wohlbefinden haben. Die Grenzen zwischen sinnvoller Nutzung und problematischem Verhalten sind dabei oft fließend – und genau hier braucht es Orientierung, Aufklärung und Unterstützung.

Gesundheit im jungen Alter ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe: Wir – wir als Eltern und wir als Gesellschaft – müssen die Rahmenbedingungen so gestalten, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen können.

Danke für Ihr Interesse!

Ulrike Sommerer und Andrea Franz Öffentlichkeitsarbeit der Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken

GESUND LEBEN

Das ist drin! 24 18 08 14

Kurz & knapp

Neues aus Bayreuths führenden

Medizinisch neu

Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen eröffnet

Hilfe finden

Zugunglück: Wenn jede Minute zählt, muss jeder Handgriff sitzen

Der Weg aus der Adipositas

Skoliose: Körper in Schieflage

Bewusst leben

–

Impressum

Das Magazin GESUND LEBEN wird herausgegeben von GMK – Marke. Design. Digital. in enger Partnerschaft mit Klinikum Bayreuth GmbH + GeBo Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken + reha team Nordbayern –Gesundheitstechnik GmbH + MEDICLIN Reha-Zentrum Roter Hügel + Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Bayreuth + Gesundheitsregion plus/Gesundheitsregion Bayreuth + Praxis am Main, Beate Zunner + Akustiks Hörgeräte GmbH

Verantwortlich: GMK GmbH & Co. KG, Jörg Lichtenegger (V.i.S.d.P.)

Editorial-Design: Melanie Gimmel · Media: Daniel Sutter (Anzeigenleitung)

Es gelten die Mediadaten vom 12. März 2026

Gesamtherstellung

GMK GmbH & Co. KG – Marke. Design. Digital. Jörg Lichtenegger (verantw.) · Kanzleistraße 3 · 95444 Bayreuth

Titelbild: © Shutterstock / PeopleImages

Tel.: (0921) 76440-0 · E-Mail: gmk@gmk.de · www.gmk.de © 2026 GESUND LEBEN

Gesund groß werden

Wenn Hilfsmittel mitwachsen müssen – mehr Selbstständigkeit durch moderne Versorgung

Kinderschutz ist Teamarbeit – und manchmal eine Gratwanderung

Kurz & Knapp

Neues aus Bayreuths führenden

Gesundheitseinrichtungen

Naturnahen Ecken wie diese stehen im Mittelpunkt des Fotowettbewerbs „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“.

REGION BAYREUTH

Lieblingsorte für Artenvielfalt gesucht

Wild, naturnah, vielleicht ein bisschen unaufgeräumt –und genau deshalb wertvoll: Im Rahmen des Projekts „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ startet in Stadt und Landkreis Bayreuth ein Fotowettbewerb. Bis 30. August werden persönliche Lieblingsorte gesucht, die Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten. Die besten Motive werden im Herbst in der RW21 Stadtbibliothek | vhs Bayreuth ausgestellt.

Alle Infos zum Fotowettbewerb

KLINIKUM BAYREUTH GMBH Einer mit Durchblick

KLINIKUM BAYREUTH GMBH

Wir sind Pflege

Anlässlich des Tages der Pflege präsentierte sich das Pflegeteam der Klinikum Bayreuth GmbH bereits zum zweiten Mal einen ganzen Tag lang im Rotmain Center Bayreuth und gab einen Einblick, wie vielfältig Pflege sein kann. Von der Notbehandlung über die Stilberatung und den Akutschmerzdienst bis hin zur Pflege von Querschnitt-Patientinnen und -Patienten und die pflegerische Begleitung am Lebensende: an unterschiedlichen Ständen stellten die Teams ihre Arbeit vor und luden zum Austausch und zum Mitmachen ein. Ein Highlight für die Kleinen: ein Besuch in der Teddyklinik, in der sich das Team der Kinderklinik rührend um die Lieblingskuscheltiere der Kinder kümmerte.

rWussten Sie schon, dass … etwa die Hälfte aller Grundschulkinder ein eigenes Smartphone besitzt? Welche Folgen das für ihre psychische Gesundheit haben kann, lesen Sie ab Seite 32.

Prof. Dr. Benedikt Schaarschmidt hat die Leitung des Instituts für Radiologie, Neuroradiologie und Interventionelle Therapie der Klinikum Bayreuth GmbH übernommen.

Mit Prof. Dr. Benedikt Schaarschmidt gewinnt die Klinikum Bayreuth GmbH einen ausgewiesenen Experten für interventionelle Radiologie, onkologische Bildgebung und den Einsatz künstlicher Intelligenz. Der 39-Jährige war zuletzt am Universitätsklinikum Essen tätig. In Bayreuth soll er die radiologische Versorgung strategisch weiterentwickeln und innovative Verfahren gezielt ausbauen. Dabei spielt auch das neue MRT-Zentrum eine wichtige Rolle, das präzisere Diagnostik und kürzere Untersuchungszeiten ermöglicht. „Die Radiologie ist heute integraler Bestandteil moderner Medizin und häufig richtungsweisend für Therapieentscheidungen“, betont Schaarschmidt.

Ein Highlight für Kinder: In der Teddyklinik kümmerte sich das Team der Kinderklinik liebevoll um Kuscheltiere aller Art.

Herz gibt Halt Gemeinsam stellt die Nähgruppe um Brigitte Färber (3. v. r.), unterstützt durch den Verein SenoCura, Herzkissen in bunten Farben und nach einem speziellen Schnittmuster her, die sie an die KLINIKUM BAYREUTH GMBH spendet. Gemacht und gedacht sind die Herzen für Patientinnen, die gerade eine Brustkrebsdiagnose erhalten haben. Svenja DietzelDrentwett, Oberärztin im Brunstzentrum, bedankt sich gemeinsam mit Stationsleitung Alexandra ScheidlerGabelenz für die Spende.

Beim Girls’ Day am Bayreuther Standort des Christoph 20 erhielten 40 Schülerinnen spannende Einblicke in die Luft- und Notfallrettung – praxisnah, technisch und mit viel Teamgeist.

BRK-KREISVERBAND BAYREUTH

Einblick

in die Welt der Retterinnen

Beim Girls’ Day 2026 im April haben die ADAC Luftrettung und der BRK-Kreisverband Bayreuth erneut ihre Türen am Standort des Rettungshubschraubers Christoph 20 geöffnet. 40 Schülerinnen erhielten praxisnahe Einblicke in die Berufsbilder Rettungshubschrauberpilotin, Notfallsanitäterin und HEMS Technical Crew Member. In Workshops, bei der Besichtigung des Hubschraubers und einer realitätsnahen Rettungsübung lernten sie Technik, Teamarbeit und Einsatzalltag kennen. Das Format trägt seit zehn Jahren dazu bei, junge Frauen für Berufe in der Luft- und Notfallrettung zu begeistern und ihnen konkrete berufliche Perspektiven aufzuzeigen.

Ein Problem weniger

Pflegeausbildung starten oder beruflich neu durchstarten – und der passende Wohnraum ist gleich mitgedacht: Die Klinikum Bayreuth GmbH bietet im Matthias-Claudius-Haus am Geschwister-Scholl-Platz möblierte Betriebsapartments für Auszubildende, Pendelnde und Fachkräfte im Übergang, die nicht (sofort) umziehen wollen. Die Apartments liegen nah an den Standorten des Klinikums und der Bayreuther Innenstadt und verfügen über Gemeinschaftsräume für Austausch und Begegnung. So wird der Einstieg in Ausbildung oder Beruf deutlich entspannter. Infos unter ausbildung.klinikum-bayreuth.de und karriere.klinikum-bayreuth.de

Die möblierten Betriebsapartments der Klinikum Bayreuth GmbH bieten Auszubildenden und Mitarbeitenden Wohnraum auf Zeit – nah am Klinikum und mitten in Bayreuth.

KLINIKUM BAYREUTH GMBH

Zurück ins Leben

AUTOR GEBO – Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken

Neu am Bezirkskrankenhaus Bayreuth: Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen

M KURZ GESAGT: Die neue Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen am Bezirkskrankenhaus Bayreuth richtet sich an Erwachsene, die zwischen ambulanter und stationärer Versorgung gezielte Hilfe brauchen. Mit Therapie, Beratung und alltagsnaher Begleitung eröffnet sie neue Perspektiven auf dem Weg aus der Sucht.

Am 1. Mai hat am Bezirkskrankenhaus Bayreuth eine Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen eröffnet. Diese Tagesklinik ist ein Angebot der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und richtet sich an Erwachsene. Sie ist für Menschen gedacht, für die eine vollstationäre Behandlung nicht nötig oder möglich ist, denen aber eine ambulante Therapie nicht reicht.

^ Großer Bahnhof für die neue Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen am Bezirkskrankenhaus Bayreuth (v. l.): Bezirksrätin Dagmar Keis-Lechner, Vorständin Eva Gill, Maßregelvollzugsleiter Volkmar Blendl, stellvertretende Vorständin Tanja Schwed, ehem. OB Thomas Ebersberger, leitender Oberarzt Markus Salinger, stellvertretender Chefarzt PD Dr. Maximilian Huhn, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Standortleiter Sebastian Ditschek, Pflegedienstleiter Roman Saam und Bezirksrat Wolfgang Grader.

BRAUCHEN SIE HILFE?

Die Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen am Bezirkskrankenhaus Bayreuth hat 20 Behandlungsplätze. Interessierte können sich unter der Nummer À (0921) 2835160 oder per Mail an à stationtklesucht.bkb@ gebo-med.de mit dem Aufnahmemanagement in Verbindung setzen und ein erstes Gespräch vereinbaren.

Der Bedarf für eine solche Tagesklinik ist vorhanden, stellte PD. Dr. Maximilian Huhn, stellvertretender Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik heraus. Nicht jeder Patient, der unter einer Suchterkrankung leidet, kann stationär bleiben, braucht aber dringend Unterstützung, um seine Erkrankung in den Griff zu bekommen. „Und dann sind wir an der Seite dieser Patientinnen und Patienten“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm bei der Vorstellung des neuen Angebotes am Bezirkskrankenhaus Bayreuth. Und das jeden Tag im Jahr. Auch an den Wochenenden, auch an Feiertagen. Damit hat das Bezirkskrankenhaus Bayreuth bayernweit eine Vorreiterrolle. Der Bezirk zeige hier einmal mehr, dass er als verlässlicher Partner den Menschen zur Seite steht, die Hilfe brauchen.

Wenn Hilfe neue Wege eröffnet

Die Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken (GeBO), zu denen das Bezirkskrankenhaus Bayreuth gehört, setzen damit ein klares Zeichen für Hilfe, Hoffnung und neue Wege, sagt Vorständin Eva Gill. Abhängigkeitserkrankungen betreffen nicht nur die Erkrankten selbst, macht sie deutlich. Auch deren Familien, Freunde

und die Gesellschaft als Ganzes seien davon betroffen. Süchte sind oft mit Scham und Rückzug verbunden. „Umso wichtiger ist es, Orte zu schaffen, an denen Menschen verstanden werden, Unterstützung finden und neue Perspektiven entwickeln können.“ Ein solcher Ort soll die neue Tagesklinik sein.

Therapie, Beratung und Begleitung im Alltag

Die Therapie in der Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen beinhaltet psychotherapeutische Gespräche und psychologische Diagnostik, aber auch Bewegungstherapie, Bewältigungsstrategien werden erarbeitet, es geht um Achtsamkeit und Entspannungstechniken, sozialpädagogische Beratung wird angeboten, außerdem Akkupunktur und Ergotherapie, Kunst- und Musiktherapie. „Mit der neuen Tagesklinik schließen wir eine wichtige Versorgungslücke in der Region“, sagt leitender Oberarzt Markus Salinger. „Unser Ziel ist es, Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu qualifizierter Hilfe zu bieten und sie auf ihrem Weg in die Un-Abhängigkeit zu begleiten.“

Am Bezirkskrankenhaus Bayreuth sind verschiedene Selbsthilfegruppen für Abhängigkeitserkrankte angebunden. Eine Übersicht finden Sie unter www.gebo-med.de/unternehmen/ kooperationen

Mit der neuen
„
Tagesklinik schließen wir eine wichtige Versorgungslücke in der Region.“

MARKUS SALINGER, LEITENDER OBERARZT

MEHR INFOS:

GeBO – Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken Bezirkskrankenhaus Bayreuth, Nordring 2, 95445 Bayreuth Telefon: (0921) 283-0, E-Mail: bayreuth@gebo-med.de www.gebo-med.de

Nah am Menschen, stark im Beruf

Mit dem dualen Bachelorstudiengang Pflege (B. Sc.) verbindet der BRK-Kreisverband Bayreuth Theorie und Praxis und eröffnet die Möglichkeit, die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mitzugestalten.

M KURZ GESAGT: Pflege wird anspruchsvoller, verantwortungsvoller und vielseitiger. Das duale Pflegestudium beim BRK-Kreisverband Bayreuth verbindet Praxis, Studium und Vergütung – und eröffnet allen mit Studienberechtigung neue Karrierewege in einem Beruf mit Sinn und Zukunft.

Ein Beruf, der Sinn stiftet, Verantwortung für andere übernimmt – und gleichzeitig echte Karrierechancen bietet: Pflege verändert sich grundlegend. Wer heute einsteigen will, kann mehr erreichen als je zuvor. Der BRKKreisverband Bayreuth bietet gemeinsam mit

der Hochschule Hof und den Bamberger Akademien ein duales Pflegestudium an – eine neue Möglichkeit für alle mit Studienberechtigung.

Prof. Dr. Matthias Drossel, Professor für Angewandte Gesundheitsversorgung und Dekan der Fakultät Interdisziplinäre und Innovative Wissenschaften an der Hochschule Hof, beschreibt die tiefgreifenden Veränderungen im Pflegeberuf und die Rolle des neuen Studiengangs.

„Pflege ist längst kein ‚Ausführen‘ mehr, sondern hochkomplexe Entscheidungsarbeit“, betont Prof. Dr. Drossel. Er ist selbst ausgebildeter Gesundheits- und Krankenpfleger und kennt

die Praxis aus erster Hand. Die Anforderungen steigen: mehr Technik, komplexere Krankheitsbilder und ein wachsender Fachkräftemangel. „Dafür brauchen wir Menschen, die analytisch-reflektiert die Patientenversorgung voranbringen und konsequent verantworten.“

Mehr als Ausbildung: Studium mit Verantwortung

Genau hier setzt der Bachelorstudiengang Pflege (B. Sc.) an. Über sieben Semester hinweg wechseln sich Theorie und Praxis ab. Studierende sammeln früh Erfahrungen im Berufsalltag – und werden dafür bezahlt. „Studieren mit Vergütung – in den meisten anderen Studiengängen unvorstellbar“, betont Drossel. Hinzu kommen attraktive Konditionen des an den TVöD angelehnten Tarifvertrags des BRK sowie die langjährige Erfahrung und gut ausgebauten Strukturen in der stationären und ambulanten Langzeitpflege des BRK-Kreisverbands Bayreuth.

Ein zentraler Unterschied zwischen der klassischen Pflegeausbildung und dem Bachelorstudium liegt in der erweiterten Verantwortung. „Mit dem Studienabschluss dürfen auch erweiterte heilkundliche Kompetenzen in der Pflege angewandt werden – von der Diagnose bis zur Therapie. Das ist ein Novum.“ Damit gehen wichtige Entscheidungs- und Handlungskompetenzen auf die Pflege über – mit dem Ziel, die Versorgung zu verbessern und Versorgungsabbrüche für Patientinnen und Patienten zu vermeiden.

Lernen zwischen Theorie und Praxis

Die Verzahnung von Theorie und Praxis spielt dabei eine entscheidende Rolle. „Theorie und Praxis sind nicht getrennt, sondern aufeinander abgestimmt.“ Inhalte aus Vorlesungen werden direkt angewendet, reflektiert und weiterentwickelt. Moderne Skills Labs und Simulationen bereiten gezielt auf anspruchsvolle und realitätsnahe Situationen vor.

Auch die Rolle der Studierenden ist eine andere: „Unsere Studierenden sind von Anfang an Teil

eines professionellen Systems – nicht ‚nur Lernende‘.“ Sie übernehmen Verantwortung und entwickeln Kompetenzen im klinischen Entscheidungsvermögen für pflegeempfängerorientierte Versorgungsprozesse sowie Expertise in den Bereichen Diabetes, Wundmanagement und Demenz.

„ Pflege ist längst kein ‚Ausführen‘ mehr, sondern hochkomplexe Entscheidungsarbeit.“
PROF.

DR. MATTHIAS DROSSEL, DEKAN DER FAKULTÄT INTERDISZIPLINÄRE UND INNOVATIVE WISSENSCHAFTEN AN DER HOCHSCHULE HOF

Vielfältige Perspektiven nach dem Abschluss

Nach dem Abschluss stehen viele Wege offen –von der direkten Patientenversorgung bis hin zu spezialisierten Rollen oder einem weiterführenden Studium. Klar ist: „Es wird eigenständiger und sichtbarer. Verantwortung wird endlich übertragen.“

Studienstart ist jeweils zum Wintersemester am 1. Oktober, Bewerbungen sind von Mai bis Mitte Juli möglich. Für alle, die sich noch unsicher sind, hat Prof. Dr. Drossel einen klaren Rat: „Wer neugierig ist, Verantwortung übernehmen will, Dinge zu hinterfragen und patientennah wirken möchte, ist hier genau richtig.“

MEHR INFOS: Bayerisches Rotes Kreuz –Kreisverband Bayreuth Hindenburgstraße 10 95445 Bayreuth www.brk-bayreuth.de

Mehr erfahren und gleich bewerben

Orthopädietechnik neu gedacht

Wie moderne Orthopädietechnik hilft, Mobilität und Lebensqualität zu verbessern – und warum individuelle Maßarbeit oft entscheidender ist als Standardlösungen.

Im Bereich Orthopädietechnik setzt die reha team Nordbayern - Gesundheitstechnik GmbH auf frische Impulse und moderne Versorgungsansätze: Mit Kai Kriebel als neuer Bereichsleitung und Phillipp Hackenschmidt als Filialleitung am Hauptstandort in Bayreuth übernehmen zwei innovative Köpfe Verantwortung in einem Fachgebiet, das für viele Menschen eine zentrale Rolle im Alltag spielt. Beide stehen für eine Orthopädie, die Tradition und Fortschritt verbindet: handwerkliche Präzision, kombiniert mit digitalen Technologien und einem klaren Fokus auf individuelle Lösungen.

^ Mit Kai Kriebel setzt die reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH im Bereich Orthopädietechnik auf neue Impulse.

Doch was bedeutet moderne Orthopädietechnik heute konkret? Welche Entwicklungen prägen den Alltag – und worauf kommt es bei einer erfolgreichen Versorgung wirklich an?

Herr Kriebel, Sie haben die Bereichsleitung Orthopädie übernommen. Was ist Ihnen in Ihrer neuen Position besonders wichtig?

KRIEBEL: Die Gratwanderung zwischen strategischer Ausrichtung und operativer Exzellenz zu meistern, ist wohl die größte Herausforderung. Dabei muss der Patient immer im Mittelpunkt der Versorgung stehen. Individuelle Lösungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und deren Maximum an Mobilität und Eigenständigkeit zu gewährleisten, sollte hierbei immer das Ziel sein.

M KURZ GESAGT: Für Kai Kriebel, den neuen Bereichsleiter Orthopädie beim reha team Nordbayern, ist moderne Orthopädietechnik weit mehr als Handwerk. Sie verbindet Erfahrung, digitale Technik und individuelle Maßarbeit, um Mobilität, Sicherheit und Lebensqualität zu verbessern. Entscheidend ist eine Versorgung, die zum Menschen und seinem Alltag passt.

Sie arbeiten dabei eng mit Ihrem Team –unter anderem mit der neuen Filialleitung in Bayreuth – zusammen. Welche Rolle spielt diese Zusammenarbeit?

KRIEBEL: Die Zusammenarbeit im Team spielt eine zentrale Rolle für den gesamten Behandlungs- und Versorgungserfolg, die Patientenzufriedenheit und die Effizienz des Unternehmens. Sie fungiert als Schnittstelle zwischen fachlicher Präzision, organisatorischer Struktur und menschlicher Führung. Ein starkes Team ist offen für neue Technologien und setzt diese gemeinsam um. Diesbezüglich freue ich mich mit meinem Kollegen Philipp Hackenschmidt als Filialleitung am Hauptstandort in Bayreuth im regelmäßigen Austausch zu stehen.

Was hat sich in den letzten Jahren in der Orthopädie besonders verändert?

KRIEBEL: Eine ausschlaggebende Rolle. Individuelle Anpassungen sollten kein Luxus sein

und sind entscheidend, damit Orthesen, Prothesen und andere maßgefertigte Hilfsmittel ihre funktionale Aufgabe erfüllen, Schmerzen lindern und die Mobilität dauerhaft erhalten oder wiederherstellen. Standardlösungen reichen hier in der Orthopädietechnik oft nicht aus.

Welche Rolle spielt die individuelle Anpassung?

KRIEBEL: Eine sehr große! Es geht darum, jeden Körper, seine Bewegung und Belastung genau zu verstehen. Nur so können wir Orthesen oder Prothesen entwickeln, die wirklich unterstützen und nicht zusätzlich belasten. Gerade im Alltag zeigt sich, wie entscheidend eine passgenaue Versorgung ist – sie beeinflusst Komfort, Beweglichkeit und letztlich auch die Therapietreue maßgeblich.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen?

KRIEBEL: Extrem wichtig. Wir stehen mit Ärzten verschiedenster Fachrichtungen im

interdisziplinären Austausch. Auch Therapeuten gehören zu unserem Netzwerk. Um ein effektives Versorgungsergebnis für den Patienten zu erzielen, bedarf es den Erfahrungswert verschiedenster Berufsgruppen. Nur so macht die Versorgung einen Sinn.

Worauf legen Sie persönlich besonderen Wert?

KRIEBEL: Getreu unserem Motto „Lebensqualität erleben …“ ist unser Bestreben, Menschen mit körperlichen Einschränkungen in ihrer Beweglichkeit zu fördern und ihnen mehr Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensfreude zu geben. Dafür stehen wir mit unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 21 Standorten bereit.

^ Moderne Prothesen müssen nicht nur technisch überzeugen, sondern vor allem im Alltag unterstützen – für mehr Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit.

MEHR INFOS: reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH Am Bauhof 11, 95445 Bayreuth, Tel.: (0921) 74743-0

E-Mail: bayreuth@rehateam-nordbayern.de www.rehateam-nordbayern.de

Fotos:

Innovation im Gehörgang

Akustiks Hörgeräte bringt die digitale Zukunft nach Bayreuth

M KURZ GESAGT: Akustiks in Bayreuth nutzt seit drei Jahren den Otoscan®, eine 3D-ScanTechnologie, die Ohrabformungen berührungslos und präzise erstellt. Statt Silikon ermöglicht sie höchsten Komfort, exakte Passform und bessere Klangqualität. Lasergestützt entstehen digitale Modelle in Sekunden. Das spart Zeit, reduziert Abfall und beschleunigt die Fertigung individueller Hörsysteme deutlich.

WPräzision durch Lasertechnologie

Das Herzstück des Verfahrens ist ein kleiner Scanner, der mit Ring- und Flächenlasern ausgestattet ist. „Unsere Kunden können den ‚Flug‘ durch ihren eigenen Gehörgang live auf dem Bildschirm miterleben“, erklärt das Team von Akustiks Hörgeräte. „Es ist faszinierend zu sehen, wie in Sekundenschnelle ein hochpräzises 3D-Abbild entsteht – bis kurz vor das Trommelfell, aber ohne jegliches Druckgefühl.“

er an die Anpassung eines Hörgeräts denkt, hat oft noch das Bild von klebriger Silikonmasse im Kopf, die minutenlang im Ohr aushärten muss. Doch bei Akustiks Hörgeräte in Bayreuth gehört dieses Prozedere längst der Vergangenheit an. Seit nunmehr drei Jahren setzt das Fachgeschäft erfolgreich auf den Otoscan® – eine revolutionäre 3D-Scan-Technologie. Damit ist Akustiks der einzige Fachbetrieb in Bayreuth, der diese hochmoderne Methode anbietet.

^ Michael Deinlein ist Hörakustikmeister und Inhaber der Akustiks Hörgeräte GmbH..

Der Weg zum perfekten Hörsystem führt über die Anatomie des Ohres. Nur wenn das Hörgerät oder die Otoplastik (das Ohrpassstück) exakt sitzt, sind höchster Tragekomfort und optimale Klangqualität garantiert. Während klassische Abformungen oft als druckvoll oder störend empfunden werden, ermöglicht der Otoscan® einen „digitalen Blick ins Ohr“, der völlig berührungslos und präzise funktioniert.

Einzigartiger Service in Bayreuth

Obwohl die Technologie immense Vorteile bietet, ist sie in der Region ein echtes Exklusivmerkmal: Akustiks Hörgeräte ist der einzige Anbieter in Bayreuth, der den Otoscan® seit drei Jahren fest in seine täglichen Abläufe integriert hat. Die langjährige Erfahrung im Umgang mit dem digitalen Scan garantiert den Kunden eine Passgenauigkeit, die mit herkömmlichen Methoden kaum zu erreichen ist. Besonders bei winzigen Im-OhrHörgeräten entscheidet oft jeder Millimeter über die Unauffälligkeit und den Komfort.

Nachhaltig und effizient

Neben dem Komfort für den Kunden überzeugt die digitale Abformung auch durch ökologische und logistische Vorteile. Da kein Silikon- oder Plastikmüll anfällt, wird die Umwelt geschont. Zudem werden die digitalen Daten in Echtzeit an die Fertigungslabore übermittelt. Das verkürzt die Produktions-

DIE VORTEILE DES 3DSCANS AUF EINEN BLICK:

• Keine Abformmasse: vollkommen druckfrei und sauber

• Höchste Präzision: perfekter Sitz für Hörgeräte, Ohrpassstücke, Gehörschutz und Schwimmschutz

• Schnelligkeit: kürzere Fertigungszeiten durch digitalen Datenversand

• Nachhaltigkeit: Vermeidung von Silikonabfällen

Interessierte sind herzlich eingeladen, die Technologie bei einem Beratungstermin in den Geschäftsräumen in Bayreuth selbst kennenzulernen.

^ Der 3D-Scan erfasst die Form des Ohrs berührungslos und präzise – eine moderne Grundlage für passgenaue Hörlösungen.

und Lieferzeiten erheblich, sodass Kunden schneller zu ihrem maßgeschneiderten Hörsystem gelangen.

„Für uns ist der Otoscan® nicht nur ein Werkzeug, sondern ein Versprechen an unsere Kunden: Wir bieten die innovativste, hygienischste und angenehmste Methode, die der Markt aktuell bietet“, so das Fazit von Michael Deinlein von Akustiks Hörgeräte.

MEHR INFOS: Akustiks Hörgeräte GmbH Badstraße 8, 95444 Bayreuth Am Weiherer Weg 10, 96142 Hollfeld E-Mail: info@akustiks.de www.akustiks.de

Eigenverantwortlich – aber nie allein

AUTOR Klinikum Bayreuth GmbH

Die neue Ausbildungsstation

BASE am Klinikum Bayreuth verbindet Verantwortung, Lernen und Teamgeist

Es ist früher Nachmittag, als Jeannine Gradel und Jasmin Bechstein ihre Schicht beginnen. Spätdienst auf einer Station – alles wie immer? An diesem Tag ist etwas anders. Es ist ein Einsatz auf der BASE, der Bayreuther Ausbildungsstation in Eigenverantwortung am Klinikum Bayreuth. Ein Pilotprojekt – und in dieser Form einzigartig in Oberfranken.

Lernen in echter Verantwortung

„Wir sind eigenverantwortlich unterwegs“, erzählen die beiden. Denn auf der BASE übernehmen Auszubildende die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Sie organisieren

M KURZ GESAGT: Die neue Ausbildungsstation BASE am Klinikum Bayreuth ermöglicht Pflegeschülerinnen und -schülern sowie jungen Ärztinnen und Ärzten, unter Anleitung eigenverantwortlich Patientinnen und Patienten zu versorgen. Dabei verbindet das Konzept praktische Verantwortung mit enger Begleitung, strukturierter Reflexion und zusätzlichen Lernimpulsen. Ziel ist es, medizinische Kompetenz, Teamarbeit und Verantwortungsbewusstsein im klinischen Alltag gezielt zu fördern.

„ Uns hält immer jemand den Rücken frei.“

JEANNINE GRADEL UND JASMIN BECHSTEIN, AZUBIS DER KLINIKUM BAYREUTH GMBH

Abläufe, treffen Absprachen im Team, führen pflegerische Maßnahmen durch. Der Alltag ist intensiv, praxisnah und fordernd.

Und doch schwingt in ihren Worten keine Unsicherheit mit. „Wir wissen immer, dass uns jemand den Rücken freihält“, sagen sie. Examinierte Pflegekräfte begleiten den Dienst, greifen ein, wenn es nötig ist, geben Sicherheit, ohne die Eigenständigkeit zu nehmen. Es ist genau diese Balance, die das Konzept der BASE trägt: Verantwortung übernehmen –aber nie allein.

Verantwortung entsteht in der Praxis

Diese Erfahrung ist zentral. Denn Verantwortung in medizinischen Berufen lässt sich nicht

allein theoretisch vermitteln. Sie entsteht im Tun, im gemeinsamen Tragen von Situationen. Die BASE schafft dafür Raum. Dazu gehört auch, dass Zeit wieder eine andere Rolle spielt. Die Patientenzahl ist bewusst überschaubar gehalten. Für Jeannine und Jasmin bedeutet das: genauer hinschauen, sich intensiver kümmern, Gespräche führen, Abläufe wirklich verstehen.

Was bleibt, ist vor allem das Gefühl, Teil eines funktionierenden Teams zu sein. „Die examinierte Pflegekraft war unglaublich freundlich, einfühlsam und unterstützend“, berichten sie. Zusammenarbeit wird auf der BASE nicht nur gelehrt – sie wird gelebt.

Reflexion und fachliche Impulse

Ein fester Bestandteil ist zudem die Reflexion nach jeder Schicht. Gemeinsam wird besprochen, was gut lief, wo es schwierig war, welche Situationen nachwirken. Gerade in einem Beruf, der emotional fordern kann, hilft dieser Raum, Erfahrungen einzuordnen – und daran zu wachsen.

Ergänzt wird der Praxisalltag durch kurze fachliche Impulse. Ein Vortrag zum Ernährungsmanagement vor Schichtbeginn etwa öffnet neue Perspektiven. „Man weiß, dass es das gibt

– aber nicht genau, was dahintersteckt“, sagt Jasmin. „So lernt man die Möglichkeiten im Haus wirklich kennen.“

Am Ende ihres Spätdienstes bleibt ein klares Fazit: Die BASE ist ein Ort, an dem junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen. Oder, wie Jeannine und Jasmin es formulieren: „Man lernt hier nicht nur Pflege – man lernt das ganze System kennen.“

FRAGEN ZU BASE ODER EINER AUSBILDUNG AN DER KLINIKUM BAYREUTH GMBH?

Elwira Smiech, Personalreferentin Bereich Ausbildung, hilft Dir gern – telefonisch unter 0921 400-2314 oder per E-Mail an elwira.smiech@ klinikum-bayreuth.de

^ Eigenständig arbeiten, begleitet lernen: Auf der BASE sammeln Auszubildende früh Verantwortung im echten Stationsalltag.

… oder gleich hier bewerben:

MEHR INFOS:

Klinikum Bayreuth GmbH

Preuschwitzer Str. 101 95445 Bayreuth ausbildung.klinikum-bayreuth.de

Wenn jede Minute zählt, muss jeder Handgriff sitzen

Rettungskräfte und Klinikum Bayreuth arbeiten beim Zugunglück am Hauptbahnhof Hand in Hand – das Logbuch eines Großeinsatzes

Am Abend des 11. März stoßen auf dem Betriebsgelände des Bayreuther Hauptbahnhofs zwei Regionalzüge zusammen. Ein Großeinsatz der Rettungskräfte und des Klinikums Bayreuth rollt an.

AUTOR

Am Abend des 11. März 2026 wird aus einem gewöhnlichen Feierabend innerhalb weniger Minuten ein Ausnahmezustand. Kurz nach 18.30 Uhr stoßen im Bereich des Bayreuther Hauptbahnhofs zwei Züge zusammen. Was folgt, ist ein Einsatz unter Hochdruck – geprägt von schneller Orientierung, klarer Kommunikation und einem Zusammenspiel, das im Ernstfall funktionieren muss.Denn während draußen Einsatzkräfte im Regen zwischen Gleisen und deformierten Waggons arbeiten, bereitet sich im Klinikum Bayreuth zeitgleich die Notaufnahme auf zahlreiche Verletzte vor.

18.45 Uhr

Der Alarm erreicht nahezu zeitgleich Einsatzstelle und Klinikum. Dr. Christian Haag, Leitender Notarzt, ist gerade auf dem Weg zu einem privaten Termin, als die Meldung der Integrierten Leitstelle eingeht:

„Großschadenslage/MANV“. Ein Stichwort, das sofort festgelegte Abläufe aktiviert.

M KURZ GESAGT: Nach dem Zugunglück am Bayreuther Hauptbahnhof im März greifen Rettungskräfte und Klinikum Bayreuth GmbH innerhalb weniger Minuten auf eingespielte Abläufe zurück. Klare Kommunikation, frühe Lageeinschätzung und schnelle Vorbereitung sorgen dafür, dass alle Verletzten vor Ort versorgt werden können – ohne Verlegung in andere Kliniken.

„ Gerade die ersten Minuten entscheiden bei solchen Lagen über den weiteren Verlauf. Wichtig ist, schnell ein belastbares Lagebild zu bekommen und alle Beteiligten eng miteinander zu verzahnen. Genau das hat an diesem Abend hervorragend funktioniert. Dadurch blieb die Situation jederzeit übersichtlich und beherrschbar.“

DR. CHRISTIAN HAAG, LEITENDER NOTARZT

Auch in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Bayreuth beginnt innerhalb von Sekunden der Ausnahmebetrieb. Über den FF-Agent werden gezielt Führungskräfte und erfahrene Mitarbeitende alarmiert. Das System fährt hoch.

^ Ein Großaufgebot an Rettungskräften ist an diesem Abend vor Ort. Ihre Zusammenarbeit und auch die mit dem Klinikum Bayreuth funktioniert reibungslos.

Sandra Bauer, Pflegerische Bereichsleitung der Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin, erreicht gerade das Klinikum. Noch auf dem Parkplatz wird klar: Dieser Abend wird anders verlaufen als geplant. Gemeinsam mit dem klinischen Akut- und Notfallmediziner beginnt sie unmittelbar mit den Vorbereitungen der Notaufnahme.

18.48 bis 18.55 Uhr

Nur drei Minuten nach der Alarmierung trifft Christian Haag am Hauptbahnhof ein. Zunächst wirkt die Lage beinahe irritierend ruhig. Auf dem Bahnsteig scheint der Alltag weiterzulaufen, wartende Reisende haben vom eigentlichen Geschehen kaum etwas mitbekommen.

Erst abseits des direkten Blickfelds zeigt sich das tatsächliche Ausmaß: zwei massiv beschädigte Züge im Bereich der Gleisanlagen Richtung Tunnelstraße. Es regnet, die Temperaturen sind niedrig, die Situation unübersichtlich. Doch genau jetzt greifen Erfahrung und Struktur. Haag verschafft sich einen Überblick, priorisiert, ordnet ein. Bereits nach wenigen Minuten liegt eine erste belastbare Einschätzung vor: rund 15 Betroffene. Eine Zahl, die für den weiteren Verlauf entscheidend wird.

Im Klinikum laufen parallel die Vorbereitungen an. Entscheidungen fallen ruhig, konzentriert und routiniert.

18.57 bis 18.59 Uhr

Noch ist nicht jedes Detail geklärt – aber die Lage ist ernst genug für klare Maßnahmen. Vorsorglich erhöht Haag die Alarmstufe auf ein MANV *-Szenario mit zehn bis 15 Verletzten. Ziel ist es, Kapazitäten bereitzustellen, bevor sie tatsächlich benötigt werden.

Zeitgleich startet im Klinikum die Kapazitätsabfrage der Leitstelle. Betten werden organisiert, Stationen melden freie Ressourcen zurück, Verlegungen werden vorbereitet. Schritt für Schritt entsteht ein Gesamtbild der verfügbaren Möglichkeiten.

Kurz darauf folgt die offizielle Nachmeldung: Zehn bis 15 Verletzte werden erwartet.

Ab 19.00 Uhr

An der Einsatzstelle wird aus der anfänglichen Unübersichtlichkeit eine klar strukturierte Lage. Bereitstellungsräume werden definiert, Einsatzabschnitte gebildet, Verantwortlichkeiten verteilt. Die Sichtung der Betroffenen erfolgt eng abgestimmt zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften.

Auch im Klinikum greift nun das MANV-Konzept vollständig. Die Aufnahmestation wird geräumt, Patienten werden – sofern medizinisch möglich – verlegt, zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Routinen, die genau für solche Momente trainiert wurden.

19.15 bis 19.35 Uhr

Die Vorbereitungen entfalten ihre volle Wirkung. In der Zentralen Notaufnahme sind die Behandlungsräume nahezu vollständig freigeräumt. Drei einsatzbereite Schockräume stehen vorbereitet bereit – ausgestattet, geprüft und personell besetzt.

Ein entscheidender Vorteil entsteht dabei durch einen glücklichen Zufall: Die Alarmierung fällt mitten in die Schichtübergabe. Viele Mitarbeitende sind ohnehin im Haus – und bleiben. Zusätzlich treffen erfahrene Pflegekräfte ein, nachdem sie den FF-Agent-Alarm erhalten haben. Das Team wächst innerhalb kurzer Zeit spürbar an.

„Die Phase der Vorbereitung war intensiv, aber zu keinem Zeitpunkt chaotisch. Der frühe Voralarm und die personelle Unterstützung durch die Schichtübergabe haben uns enorm geholfen. Besonders beeindruckt hat mich der Zusammenhalt im gesamten Haus –viele Kolleginnen und Kollegen waren sofort bereit zu unterstützen.“

SANDRA BAUER, PFLEGERISCHE BEREICHSLEITUNG DER KLINIK FÜR INTERDISZIPLINÄRE NOTFALLMEDIZIN

Auch an der Einsatzstelle konkretisiert sich die Lage zunehmend. Ernst, aber beherrschbar.

19.35 bis 19.48 Uhr

Die Leitstelle präzisiert die Patientenzuweisung. Zunächst ist von fünf bis sechs Verletzten sowie einem Schwerverletzten die Rede. Kurz darauf folgt die konkrete Einteilung: ein Patient der Kategorie SK1, vier SK2, acht SK3.

Im Klinikum wird die Information unmittelbar verarbeitet. Die Rückmeldung an die Leitstelle ist eindeutig: volle Aufnahmebereitschaft.

Ab 19.20 Uhr (Einsatzstelle)

Vor Ort stabilisiert sich die Lage weiter. Busse treffen ein, um leicht Betroffene aufzunehmen. Einige Personen können nach medizinischer Einschätzung ambulant versorgt werden.

Zwei Schwerverletzte werden unter anspruchsvollen Bedingungen aus dem Gleisbereich gerettet. Die Rettung erfolgt achsengerecht und unter notärztlicher Begleitung – kontrolliert, konzentriert und ohne Zeitverlust. Beide Patienten werden in das Klinikum Bayreuth transportiert.

20.30 bis 20.45 Uhr

Die ersten Patienten erreichen die Zentrale Notaufnahme. Der Moment ist vorbereitet. Keine hektischen Improvisationen, keine Unsicherheit – die Abläufe stehen. Zunächst werden zwei Patienten der Kategorie SK2 aufgenommen, wenig später folgt der Schwerverletzte. Parallel laufen Triage, Diagnostik und Erstversorgung. Weitere leicht verletzte Patienten treffen ein. Die zuvor geschaffenen Strukturen tragen jetzt sichtbar.

Ab 21.15 Uhr

Die Situation beginnt sich zu entspannen. Alle Patienten sind versorgt, die Lage stabilisiert sich zunehmend. Schrittweise wird die personelle Präsenz reduziert. Die Anästhesie beendet ihren Einsatz, die weitere Versorgung übernehmen die Teams der Notaufnahme und der Chirurgie.

21.45 Uhr

Der Einsatz endet offiziell. Für den Rettungsdienst ist die Lage abgeschlossen. Im Klinikum bestätigt sich: Sämtliche Patientinnen und Patienten konnten vollständig vor Ort versorgt werden. Eine Verlegung in andere Häuser war nicht notwendig.

Im Rückblick zeigt sich ein Einsatz, bei dem viele Zahnräder präzise ineinandergriffen. Entscheidend war vor allem die frühe und belastbare Lageeinschätzung an der Einsatzstelle. Sie verschaffte dem Klinikum einen zeitlichen Vorlauf von mehr als 90 Minuten – Zeit, die konsequent genutzt wurde.

Der Einsatz wird damit beispielhaft für eine funktionierende Gefahrenabwehrstruktur in der Region. Klare Kommunikation, eingespielte Prozesse und engagierte Mitarbeitende sorgten dafür, dass auch unter außergewöhnlichen Bedingungen jederzeit eine hochwertige medizinische Versorgung gewährleistet blieb.

MEHR INFOS: Klinikum Bayreuth GmbH Klinik für interdisziplinäre Notfallmedizin www.klinikum-bayreuth.de/notaufnahme

SO LIEF DER GROSSEINSATZ: QR-Code scannen und einen Blick hinter die Kulissen werfen!

Die beste Entscheidung

AUTOR Klinikum Bayreuth GmbH

Der Weg aus der Adipositas – und wie die Klinikum

Bayreuth GmbH neue Perspektiven eröffnet

M KURZ GESAGT: Das Adipositaszentrum der Klinikum Bayreuth GmbH wurde erneut als Kompetenzzentrum zertifiziert. Es steht für hohe Behandlungsqualität und bietet ein interdisziplinäres Therapiekonzept mit konservativen, medikamentösen und operativen Maßnahmen sowie strukturierter Nachsorge.

Der Moment ist unscheinbar. Kein großer Einschnitt, kein dramatisches Ereignis. Eher ein leiser Gedanke, der sich festsetzt. So kann es nicht weitergehen. Heute, Monate später, sagt Werner: „Es war die beste Entscheidung meines Lebens.“ Mehr als 80 Kilo hat der Patient des Adipositaszentrums der Klinikum Bayreuth GmbH abgenommen, hat sein Leben neu sortiert, wurde operiert und nimmt jetzt das Nachsorgeangebot wahr. Die schweren Zeiten liegen hinter ihm. Zeiten, in denen er binnen zwei Monaten 40 Kilo abnahm und danach noch mehr wieder draufsattelte. Zeiten, in denen er sich kaum noch in die Öffentlichkeit getraut hat. Denn als Dicker wird man schief angesehen. Dazu kam etwas, das noch schwerer wiegt als jede Zahl auf der Waage: das Gefühl, sich selbst zu verlieren.

^ Im Gespräch mit Dr. Karin Hüttner erlebt Werner, was für ihn den Unterschied macht: ernst genommen, individuell begleitet und auf seinem Weg nicht allein gelassen zu werden.

krankungen. Vor allem aber ist sie für viele ein täglicher Kampf. Der Wendepunkt kommt für Patientinnen und Patienten nicht mit einer Lösung, sondern mit einer Entscheidung: sich Hilfe zu holen.

REINSCHAUEN LOHNT SICH: Im Video spricht Werner über seine Behandlung und neue Perspektiven.

Adipositas ist heute als chronische Erkrankung anerkannt, fast jeder fünfte ist adipös. Adipositas bringt oft Begleiterkrankungen mit sich – von Diabetes über Gelenkprobleme bis hin zu Herz-Kreislauf-Er-

Der erste Schritt: reden

Im Adipositaszentrum beginnt alles mit einem Gespräch. Zuhören statt bewerten. Verstehen statt vorschnell handeln. Für Werner war bereits das ein einschneidendes Erlebnis: ernst genommen und nicht verurteilt zu werden.

Im Bayreuther Adipositaszentrum arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen eng zusammen – Medizin und Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und psychologischer Beistand.

Gemeinsam mit ihren Patientinnen und Patienten entwickeln sie individuelle Wege aus der Erkrankung.

Dass dieses Konzept trägt, zeigt die erneute Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Sie bestätigt die hohe Qualität, die strukturierten Abläufe und den ganzheitlichen Ansatz. Was folgt, ist kein einfacher Prozess. Patient Werner berichtet von Untersuchungen, Gesprächen, Veränderungen im Alltag. Von kleinen Schritten, die Zeit brauchen. „Ich habe mich zu jedem Zeitpunkt optimal betreut gefühlt.“

Ein Therapieplan entsteht – individuell, angepasst nach diesen Kriterien:

• Ernährungsumstellung

• mehr Bewegung

• medizinische Begleitung

• und die Frage: Reicht das aus?

„Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die eine lebenslange Begleitung erfordert“, sagt Dr. Karin Hüttner, Ärztliche Leiterin des Zentrums. Es gehe darum, nachhaltige Lösungen zu finden – nicht schnelle. Sie steht keineswegs am Anfang der Therapie, aber für viele Patientinnen und Patienten steht sie irgendwann im Raum: die Option einer Operation. Die Entscheidung trifft natürlich die Patientin oder der Patient, aber nicht allein – sie ist eingebettet in ein strukturiertes Behandlungskonzept. Dr.

„NIE WIEDER XXL“ … … ist ein kostenfreies Seminar für Patientinnen und Patienten und deren Angehörige. Ärztinnen und Ärzte des Adipositaszentrums informieren über das Krankheitsbild Adipositas und die verschiedenen konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten. Das nächste Seminar findet am 27. Juli ab 15 Uhr im Konferenzraum 10 des Therapiezentrums der Klinik Hohe Warte statt. Anmeldungen bitte telefonisch unter 0921 400-5270 oder 400-5272 sowie per E-Mail an adipositaszentrum@klinikumbayreuth.de

^ Gemeinsam für nachhaltige Behandlungserfolge: Das interdisziplinäre Team des Adipositaszentrums der Klinikum Bayreuth GmbH um Dr. Oliver Ponsel und Dr. Karin Hüttner begleitet Patientinnen und Patienten individuell und langfristig.

Karin Hüttner: „Die Operation ist kein Anfang und kein Ende. Sie ist ein Teil des Weges.“

Begleitung, die bleibt

Ein weiterer Unterschied, den ein zertifiziertes Adipositaszentrum wie das der Klinikum Bayreuth GmbH macht, ist die Begleitung danach. Regelmäßige Termine, Austausch, Unterstützung. Das Zentrum bleibt Ansprechpartner – langfristig. Für Werner ist auch das ein zentraler Punkt: nicht allein zu sein.

MEHR INFOS:

Klinikum Bayreuth GmbH, Adipositaszentrum Hohe Warte 8, 95445 Bayreuth adipositaszentrum@klinikum-bayreuth.de www.klinikum-bayreuth.de/adipositaszentrum

Klinikum Bayreuth GmbH, TVO

Körper in Schieflage

Skoliose ist eine häufige Verformung der Wirbelsäule –oft bleibt sie lange unbemerkt, manchmal führt sie zu Schmerzen und Einschränkungen.

M KURZ GESAGT: Skoliose ist eine dreidimensionale Verkrümmung der Wirbelsäule. Leichte Formen bleiben oft unbemerkt, stärkere können Schmerzen und Einschränkungen verursachen.

Bewegung, Physiotherapie und bei Bedarf Hilfsmittel oder eine Operation können helfen, Beschwerden zu lindern und ein Fortschreiten zu bremsen.

Skoliose zählt zu den häufigsten orthopädischen Erkrankungen. Gemeint ist damit eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, die zusätzlich mit einer Verdrehung der Wirbelkörper und einer konvexen Verformung der Wirbelsäule einhergeht. Leichte Formen bleiben oft lange unbemerkt. Stärker ausgeprägte Verläufe können jedoch Beschwerden verursachen und den Alltag belasten. Die Behandlungsansätze bei Skoliose haben sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. Während im 18. Jahrhundert vor allem orthopädische Korsetts und andere Hilfsmittel eingesetzt wurden, gewann ab etwa 1850 auch die Bewegungstherapie zunehmend an Bedeutung.

Im Reha-Zentrum Roter Hügel gehört Skoliose zwar nicht zu den Hauptschwerpunkten, sie wird in der Therapie aber mitgedacht: Physiotherapeutische Übungen werden individuell angepasst und auf bestehende Fehlstellungen abgestimmt.

Ursachen und Formen

In den meisten Fällen handelt es sich um eine sogenannte idiopathische Skoliose. Das be-

deutet: Es lässt sich keine eindeutige Ursache feststellen. Diese Form tritt besonders häufig während eines Wachstumsschubs in der Pubertät auf. Seltener sind angeborene Fehlbildungen der Wirbelsäule oder neuromuskuläre Erkrankungen Auslöser der Verkrümmung.

Daneben gibt es die degenerative Skoliose, die erst im Erwachsenenalter entsteht. Ursache sind meist altersbedingte Veränderungen an Bandscheiben und Wirbeln. Auch hormonelle Veränderungen und Verschleiß können dazu beitragen, dass Bandscheiben, Bänder und Wirbelkörper an Stabilität verlieren und Beschwerden zunehmen.

Woran sich Skoliose erkennen lässt

Mögliche Hinweise auf eine Skoliose sind:

• ungleich hohe Schultern

• einseitig hervorstehende Schulterblätter

• ein schiefer Beckenstand

• eine asymmetrische Taille

Ein einfacher Hinweis kann der sogenannte Vorbeugetest sein. Dabei beugt sich die betroffene Person nach vorn, während von hinten auf mögliche Asymmetrien des Rückens geachtet wird.

Diagnose und möglicher Verlauf

Besteht ein Verdacht auf Skoliose, wird die Diagnose in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren gesichert. Dazu gehören Röntgenaufnahmen, in bestimmten Fällen auch Computertomografie oder Magnetresonanztomografie. Der Schweregrad der Verkrümmung wird mithilfe des sogenannten Cobb-Winkels in Grad bestimmt.

Nicht selten wird eine Skoliose, die bereits seit der Jugend besteht, erst im Erwachsenenalter entdeckt. Der Verlauf kann sehr unterschiedlich sein. Bei einer leichten Ausprägung bleibt die Veränderung oft unauffällig. Deutlichere Verformungen, die auch äußerlich sichtbar sind, können dagegen Schmerzen und funktionelle Einschränkungen verursachen. Betroffene berichten dann zum Beispiel über Beschwerden entlang der Wirbelsäule, die bis in Schultern oder Arme ausstrahlen können.

Auch Beschwerden, wie man sie von einem Bandscheibenvorfall kennt, sind möglich –etwa Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schmerzen in Beinen und Füßen. In seltenen, aber ausgeprägten Fällen kann die Verkrümmung auch innere Organe beeinträchtigen. Wird der

< Bei Skoliose wird die Therapie individuell angepasst – mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern, die Muskulatur zu stärken und die Haltung zu stabilisieren.

rSCHON GEWUSST?

• Das Wort „skolios“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „krumm“.

• Bei einer Skoliose muss die Muskulatur mehr arbeiten, um den Körper aufrecht und stabil zu halten. Das kann zu Verspannungen, schnellerer Ermüdung und Schmerzen führen.

• Mädchen und Frauen sind häufiger von Skoliose betroffen als Jungen und Männer.

• Tritt Skoliose in einer Familie gehäuft auf, kann auch eine erbliche Veranlagung eine Rolle spielen.

• Schätzungen zufolge sind etwa drei bis fünf Prozent der Bevölkerung von Skoliose betroffen. Viele leichte Formen bleiben jedoch unentdeckt.

• Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Flüssigkeit können dazu beitragen, Bandscheiben und Muskulatur zu unterstützen.

Normale Wirbelsäule

Thorakolumbale Skoliose

Skoliose mit Doppelkrümmung

Formen der Skoliose

Thorakale Skoliose Lumbale Skoliose

Skoliose kann in unterschiedlichen Formen auftreten –je nachdem, welcher Abschnitt der Wirbelsäule betroffen ist und wie die Krümmung verläuft.

Brustkorb stark verändert, kann Druck auf Herz oder Lunge entstehen und dadurch zum Beispiel Kurzatmigkeit auftreten.

Was helfen kann

Die Behandlung richtet sich immer nach Ursache, Ausmaß und Beschwerden. Nicht jede Skoliose muss intensiv behandelt werden. Oft helfen bereits gezielte Maßnahmen, um Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten.

BEWEGUNG

Regelmäßige Bewegung ist wichtig, um die Muskulatur zu stärken und den Rücken zu entlasten. Geeignet sind zum Beispiel moderates Ausdauertraining wie Nordic Walking, Schwimmen, Wassergymnastik oder Radfahren. Auch Kräftigungs-, Haltungs- und Atemübungen können langfristig dazu beitragen, Schmerzen zu lindern. Auch im Alltag lässt sich viel tun: ergonomisches Sitzen, regelmäßige Bewegungspausen und das Vermeiden einseitiger Belastungen können den Rücken zusätzlich entlasten.

PHYSIOTHERAPIE

Gezielte physiotherapeutische Übungen helfen dabei, muskuläre Dysbalancen auszugleichen und eine bessere Körperhaltung bewusst wahrzunehmen und einzuüben.

HILFSMITTEL

In ausgeprägteren Fällen kann ein Korsett sinnvoll sein. Es unterstützt eine aufrechte Haltung, stärkt das Körperbewusstsein und kann das Fortschreiten der Verkrümmung verlangsamen.

OPERATION

Bei schweren Verläufen kann ein operativer Eingriff notwendig werden, um die Wirbelsäule zu stabilisieren.

Psychische Belastung nicht unterschätzen

Neben den körperlichen Auswirkungen sollte auch die seelische Belastung nicht unterschätzt werden. Gerade Jugendliche befinden sich in einer sensiblen Phase der Entwicklung. Sichtbare Veränderungen des Körpers oder das Tragen eines Korsetts können das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Umso wichtiger ist es, dass Eltern, medizinisches Fachpersonal und auch Schulen unterstützend begleiten. Offene Gespräche, verständliche Aufklärung und bei Bedarf auch psychologische Unterstützung können helfen, mit der Diagnose und ihren Folgen besser umzugehen.

MEHR INFOS:

MEDICLIN Reha-Zentrum Roter Hügel

Jakob-Herz-Straße 1, 95445 Bayreuth

Tel.: 0921 / 3090 www.reha-zentrum-roter-huegel.de

Aufrecht durchs Leben

Drei einfache Übungen, die die Haltungsmuskulatur stärken

Eine gesunde, aufrechte Haltung lässt sich trainieren. Neben kräftigen Muskeln braucht es dafür auch ein gutes Körpergefühl. Die Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten des Reha-Zentrums Roter Hügel empfehlen drei einfache Übungen, die die Haltungsmuskulatur stärken können. Eine gezielte physiotherapeutische Behandlung ersetzen sie jedoch nicht.

DIE SEITBEUGE

• Stellen Sie sich aufrecht hin. Die Füße stehen hüft- bis schulterbreit auseinander.

• Strecken Sie den linken Arm nach oben.

• Beugen Sie den Oberkörper langsam zur rechten Seite.

• Atmen Sie ruhig weiter und spüren Sie die Dehnung.

• Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück und wechseln Sie die Seite.

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1

DER SUPERMAN

• Legen Sie sich auf den Bauch.

• Strecken Sie die Arme über den Kopf, die Handflächen zeigen nach unten.

• Spannen Sie die Bauchmuskulatur an.

• Heben Sie den rechten Arm und das linke, gestreckte Bein leicht an.

• Halten Sie die Position für einige Atemzüge.

• Senken Sie beides wieder ab und wechseln Sie die Seite.

DIE BRÜCKE

• Legen Sie sich auf den Rücken, beugen Sie die Knie und stellen Sie die Füße vor dem Gesäß auf.

• Spannen Sie die Bauchmuskulatur an und drücken Sie den Rücken sanft in den Boden.

• Heben Sie das Becken langsam an.

• Halten Sie die Position für etwa fünf Sekunden.

• Senken Sie das Becken wieder ab und wiederholen Sie die Übung zehnmal. 3

Weil gutes Hören mehr

ist als nur ein Sinn

Wie unser Gehör Lebensqualität, Beziehungen und geistige Fitness beeinflusst und warum gutes Hören heute wichtiger ist, denn je.

M KURZ GESAGT: Gutes Hören ist wichtig für Lebensqualität, Beziehungen und geistige Fitness. Hörverlust bleibt oft lange unbemerkt, kann aber belasten und zu Rückzug führen. Moderne Hörsysteme verbessern das Sprachverstehen und ermöglichen wieder mehr Teilhabe.

Gutes Hören verbindet – mit Gesprächen, gemeinsamen Momenten und aktiver Teilhabe am Leben.

Ein Lachen im Raum. Das leise Zwitschern der Vögel am frühen Morgen. Die vertraute Stimme, die uns am Telefon begrüßt. Hören begleitet uns durch nahezu jeden Moment unseres Lebens. Doch unser Gehör ist weit mehr als nur ein Sinn: Es ist ein zentrales Element unserer Lebensqualität. Es verbindet uns mit unserer Umwelt, ermöglicht Orientierung und schafft Nähe zu anderen Menschen. Über das Hören nehmen wir nicht nur Informationen auf, sondern auch Emotionen, Stimmungen und Zwischentöne, die Gespräche erst wirklich lebendig machen.

In Deutschland leben schätzungsweise rund 16 Millionen Menschen mit einer Hörminderung, viele von ihnen, ohne es bewusst zu registrieren. Denn Hörverlust beginnt meist schleichend. Zunächst sind es nur kleine Veränderungen: Gespräche in geselliger Runde werden anstrengender, das Verstehen in geräuschvoller Umgebung fällt schwerer, Stimmen wirken weniger klar. Oft wird dies als normale Begleiterscheinung des Alltags abgetan und nicht als das erkannt, was es ist: ein nachlassendes Hörvermögen.

Gutes Hören für ein erfülltes Leben

Dabei hat gutes Hören eine weitreichendere Bedeutung als vielen bewusst ist. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass unbehandelte Schwerhörigkeit eng mit unserer geistigen Fitness zusammenhängt. Wer schlechter hört, muss sich stärker konzentrieren, um Gespräche zu verfolgen. Das führt nicht selten zu mentaler Erschöpfung. Gleichzeitig ziehen sich viele Betroffene unbewusst aus sozialen Situationen zurück, weil diese zunehmend anstrengend

werden. Die Folgen können gravierend sein: Weniger Austausch, weniger soziale Interaktion und damit auch weniger geistige Aktivität. Langfristig kann dies das Risiko für kognitive Einschränkungen erhöhen. Hören ist also nicht nur ein passiver Vorgang – es hält unser Gehirn aktiv und fördert unsere mentale Leistungsfähigkeit. Umso wichtiger ist es, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen und ernst zu nehmen. Denn die gute Nachricht lautet: Noch nie waren die Möglichkeiten, Hörverlust auszugleichen, so fortschrittlich wie heute.

Hören mit KI

Moderne Hörsysteme haben in den vergangenen Jahren enorme technologische Sprünge gemacht. Insbesondere durch den Einsatz künstlicher Intelligenz sind sie heute in der Lage, unterschiedliche Hörsituationen automatisch zu erkennen und sich in Echtzeit anzupassen. Sprache wird gezielt hervorgehoben und störende Hintergrundgeräusche werden reduziert.

Das Ergebnis ist ein deutlich natürlicheres Hörerlebnis. Moderne Hörlösungen sind dabei nicht nur funktional, sondern auch diskret und komfortabel im Alltag integrierbar. So können sie nicht nur verlorene Hörleistung ausgleichen, sondern aktiv dazu beitragen, Lebensqualität zurückzugewinnen: Gespräche werden wieder entspannter, soziale Kontakte intensiver, und alltägliche Momente erhalten ihre gewohnte Klangfülle zurück. Denn gutes Hören bedeutet nicht nur, besser zu verstehen, sondern wieder mitten im Leben zu stehen.

Besser hören und dabei die Zukunft mitgestalten

Exklusive Hörstudie von Akustiks in Zusammenarbeit mit Phonak

WIE GUT HÖREN SIE WIRKLICH IM ALLTAG?

Gemeinsam mit dem renommierten Schweizer Hörsystem-Hersteller Phonak lädt Akustiks Sie zu einer exklusiven Hörstudie ein. Testen Sie modernste Hörtechnologie unter realen Bedingungen –natürlich kostenfrei und unverbindlich.

WAS SIE ERWARTET:

• Individuelle Anpassung modernster Hörsysteme durch unsere erfahrenen Hörakustiker

• vierwöchige Testphase im eigenen Alltag

• Persönliche Begleitung während der gesamten Studie

• Ihr Feedback hilft, zukünftige Hörlösungen weiter zu verbessern

DAS BESONDERE AN DEN ZU TESTENDEN HÖRSYSTEMEN:

Die Phonak Audéo Sphere™ Infinio Hörsysteme ermöglichen dank modernster Künstlicher Intelligenz (KI) eine völlig neue Hörqualität.

• Bis zu drei Mal besseres Sprachverstehen, selbst in geräuschvoller Umgebung

• Deutlich geringere Höranstrengung im Alltag

• Präzisere Klangverarbeitung für natürlichen Hörgenuss

JETZT ZUR HÖRSTUDIE ANMELDEN!

Testzeitraum: 23. Mai bis 20. Juni 2026 Die Plätze sind limitiert. Reservieren Sie sich jetzt Ihre persönliche Teilnahme bei Akustiks.

< Simon Deinlein steht Ihnen für Rückfragen zur Studie gern zur Verfügung.

MEHR INFOS: Akustiks Hörgeräte GmbH

Badstraße 8, 95444 Bayreuth

Am Weiherer Weg 10, 96142 Hollfeld

E-Mail: info@akustiks.de www.akustiks.de

DNIK·TKNUPREW ER &JUGEND·

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit

Gesundheit in jungen Jahren bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krankheit – sie ist die Grundlage für Entwicklung, Teilhabe und ein gutes Aufwachsen.

Gesund groß werden

Kinder und Jugendliche wachsen, lernen, verändern sich – körperlich, seelisch und sozial. Damit sie gesund aufwachsen können, braucht es gute Begleitung, frühe Unterstützung und einen genauen Blick auf ihre Bedürfnisse. In diesem Schwerpunkt geht es um Gesundheit in jungen Jahren: um Vorsorge, Entwicklung, Belastungen, Behandlung und die Frage, was Kinder und Jugendliche heute stark macht.

Wenn Druck und Stress viral gehen

AUTOR GEBO – Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken

Digitale Medien und psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen – eine Einordnung

Etwa die Hälfte aller Grundschüler besitzt ein eigenes Smartphone. Mit zwölf Jahren sind es rund 95 Prozent.

Digitale Medien sind ein zentraler Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Sie wachsen von frühester Kindheit an in einer digital geprägten Umwelt auf. Smartphones, Tablets, Computer und Online-Plattformen sind allgegenwärtig – im Alltag, in Bildungseinrichtungen und zunehmend auch im Kinderzimmer bis in die Nacht hinein.

Digitale Medien als prägender Lebensbereich

Der Erstkontakt mit digitalen Medien erfolgt im Durchschnitt bereits im Alter von etwa 1,3 Jahren. Viele Kinder nutzen früh eigene Geräte, oft länger als empfohlen. Medien werden im Familienalltag häufig als Beruhigung, Beschäftigung oder Einschlafhilfe eingesetzt. Gleichzeitig fehlen in vielen Haushalten klare Regeln.

„Gerade im frühen Kindesalter ist das problematisch: Kinder benötigen vor allem direkte Zuwendung, Bewegung und freies Spiel“, sagt Dr. Kerstin Hessenmöller klar. Sie ist die Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Bezirkskrankenhaus Bayreuth und hat tagtäglich vor Augen, was digitale Medien mit der psychischen Gesundheit machen können. Studien zeigen zudem, dass intensives elterliches Medienverhalten mit mehr psychischen Auffälligkeiten bei Kindern zusammenhängt.

Mit zunehmendem Alter steigt die Nutzung stark an: Bereits im Grundschulalter nutzen viele Kinder regelmäßig digitale Angebote, etwa die Hälfte besitzt ein eigenes Smartphone. Mit zwölf Jahren sind es rund 95 Prozent. Soziale Netzwerke und Messenger werden zu zentralen Räumen für Kommunikation, Unterhaltung und Identitätsentwicklung.

Gezielte Mechanismen

Digitale Medien erfüllen wichtige Funktionen: Sie ermöglichen soziale Kontakte, Selbstausdruck und unterstützen Lernen. Besonders in der Jugendphase helfen sie bei der Orientierung und Identitätsbildung.

Gleichzeitig sind diese digitalen Räume nicht neutral. Plattformen sind kommerziell ausgerichtet und nutzen gezielt Mechanismen zur Bindung von Aufmerksamkeit, etwa persona-

lisierte Inhalte, Likes oder endloses Scrollen. Diese Strukturen beeinflussen Nutzungsdauer, Wahrnehmung und Verhalten.

Nutzungszahlen und problematische Entwicklung

Jugendliche nutzen digitale Medien häufig mehr als drei bis vier Stunden täglich. Ein erheblicher Teil entwickelt problematische Nutzungsmuster: Etwa 21 bis 25 Prozent nutzen soziale Medien riskant, etwa sechs bis sieben Prozent zeigen suchtähnliches Verhalten.

Typisch sind Kontrollverlust, Vernachlässigung von Schule oder Hobbys und eine ständige gedankliche Beschäftigung mit digitalen Medien.

Die Social-Media-Nutzungsstörung ist Teil der Internetnutzungsstörungen und tritt oft gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen wie ADHS, Angststörungen oder Depressionen auf.

Psychische und körperliche Auswirkungen

Eine intensive Mediennutzung steht in Zusammenhang mit:

PSYCHISCHEN BELASTUNGEN

• depressive Symptome und Ängste

• Einsamkeit und geringeres Wohlbefinden

• Reizbarkeit und Konzentrationsprobleme

^ Dr. Kerstin Hessenmöller ist Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Bezirkskrankenhaus Bayreuth.

• Selbstwertprobleme durch soziale Vergleiche

Ein zentraler Faktor ist die ständige Bewertung durch Likes und Kommentare. Auch die dauerhafte Erreichbarkeit erzeugt Stress.

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M KURZ GESAGT: Digitale Medien gehören zum Alltag von Kindern und Jugendlichen und bergen viele Risiken. Dr. Kerstin Hessenmöller vom Bezirkskrankenhaus Bayreuth warnt: Zu viel Bildschirmzeit, problematische Nutzung und belastende Inhalte können Schlaf, Konzentration, Selbstwert und psychische Gesundheit beeinträchtigen. Entscheidend sind klare Regeln und aktive Begleitung.

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit

^ Gemeinsam aufs Smartphone schauen, Inhalte einordnen und im Gespräch bleiben: Gerade bei Kindern hilft elterliche Begleitung dabei, digitale Medien sicherer und bewusster zu nutzen.

Ein gesunder Umgang mit digitalen Medien

Eine Checkliste für Eltern

MEDIENKOMPETENZ

• Fake News und Werbung erklären

• Datenschutz und Risiken besprechen

WARNSIGNALE

• Reizbarkeit, Rückzug

• Schlafprobleme

• Leistungsabfall

KLARE REGELN

• feste Medienzeiten

• bildschirmfreie Zeiten (z. B. beim Essen)

• keine Nutzung vor dem Schlafen

• keine Geräte nachts im Kinderzimmer

SCHUTZ UND KOMMUNIKATION

• Jugendschutz nutzen

• regelmäßig im Gespräch bleiben

WIEVIEL BILDSCHIRMZEIT IN WELCHEM ALTER?

0–3 Jahre: keine Bildschirmmedien – „Bildschirmfrei bis 3“

4–5 Jahre: max. 30 Minuten täglich, nur gemeinsam

6–18 Jahre: klare Altersgrenzen und Jugendschutz beachten, eingeschränkte Nutzung sozialer Medien vor 16 Jahren, Nutzung in der Schule primär zu Lernzwecken, Förderung von Selbstregulation und Medienkompetenz

BEGLEITUNG

• gemeinsam nutzen

• Inhalte besprechen

• Interesse zeigen VORBILD UND ALTERNATIVEN

• eigenes Verhalten reflektieren

• Bewegung, Kreativität und soziale Kontakte fördern

ZIEL:

Ein bewusster, sicherer und ausgewogener Umgang mit digitalen Medien, der die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen stärkt.

KÖRPERLICHEN FOLGEN

• Schlafstörungen und verkürzte Schlafdauer

• verschobener

Schlafrhythmus

• Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen

• Bewegungsmangel und Haltungsprobleme

„Besonders relevant ist der Einfluss auf den Schlaf“, warnt Dr. Hessenmöller. Bildschirmnutzung am Abend ist mit Einschlafproblemen und verkürzter Gesamtschlafdauer verbunden. Schlafmangel wiederum verstärkt psychische Belastungen und Konzentrationsprobleme.

Neurobiologische und entwicklungspsychologische Aspekte

Die frühe Kindheit ist eine besonders sensible Phase. Kinder sind auf direkte soziale Interaktion angewiesen, um grundlegende Fähigkeiten zu entwickeln.

Frühe und intensive Bildschirmnutzung kann soziale Lernprozesse beeinträchtigen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis beeinflussen sowie die Entwicklung sozialer Fähigkeiten erschweren.

Ein Mangel an realen Interaktionen wird mit Entwicklungsauffälligkeiten in Verbindung gebracht. Digitale Medien stellen in dieser Phase keinen gleichwertigen Ersatz dar.

Suchtmechanismen und Plattformdesign

Wichtige Mechanismen sind:

• Endlos-Scrolling

• automatische Wiedergabe von Inhalten

• algorithmische Personalisierung

• Belohnungssysteme (Likes, Kommentare)

Diese wirken auf das Belohnungssystem im Gehirn. Da Selbstkontrolle bei Kindern und Jugendlichen noch nicht vollständig entwickelt ist, sind sie besonders anfällig für diese Effekte.

Risiken durch Inhalte

Neben der Nutzungsdauer spielt die Art der Inhalte eine zentrale Rolle. Häufige Risiken sind:

CYBERMOBBING

dauerhaft, öffentlich und besonders belastend

CYBERGROOMING

sexuelle Anbahnungsversuche durch Erwachsene

ALTERSUNANGEMESSENE INHALTE z. B. Gewalt oder Pornografie

UNREALISTISCHE SCHÖNHEITSIDEALE fördern Selbstzweifel

DESINFORMATION UND DEEPFAKES sind schwer erkennbar

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Selfies, Likes und ständige Sichtbarkeit gehören für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang und die Aufklärung über die Risiken der digitalen Selbstdarstellung.

Die Soziale-Medien-Nutzungsstörung ist eine Erscheinungsform aus dem Spektrum der Internetnutzungsstörungen. Sie zeichnet sich durch eine unkontrollierte und exzessive Aktivität in meist mehreren sozialen Medien aus. Gleichzeitig geht sie mit negativen Auswirkungen auf andere Lebensbereiche ein her. Tendenziell sind Mädchen und Frauen häufiger betroffen. Digitale Plattformen sind gezielt so gestaltet, dass sie möglichst lange genutzt werden. >

Weitere Phänomene verstärken den Nutzungsdruck:

• Fear of Missing Out (Angst, etwas zu verpassen)

• Nomophobie (Angst ohne Smartphone)

• riskante Internet-Challenges

Zunehmend relevant sind auch KI-Chatbots, zu denen parasoziale Beziehungen entstehen können. Diese bergen das Risiko emotionaler Abhängigkeit und können reale soziale Kontakte verdrängen.

Entwicklungsabhängige Verwundbarkeit

Die Auswirkungen unterscheiden sich je nach Alter:

KLEINKINDER sind besonders gefährdet, da grundlegende Entwicklungsprozesse betroffen sind

SCHULKINDER erhöhte Ablenkbarkeit und Konzentrationsprobleme

JUGENDLICHE

hohe Sensibilität für soziale Bewertung und Vergleich

Digitale Medien verstärken zudem Gruppendruck und soziale Dynamiken.

Einfluss von Familie und sozialen Bedingungen

Zwischen notwendiger Nutzung und Schutzbedarf

Digitale Medien bieten wichtige Chancen für Bildung, Kommunikation und Teilhabe. Gleichzeitig zeigen Studien, dass viele Kinder und Jugendliche von Risiken betroffen sind. Diese sind häufig strukturell bedingt – durch Plattformdesign, Algorithmen und wirtschaftliche Interessen. Ein verantwortungsvoller Umgang erfordert daher: Medienkompetenz, aktive Begleitung durch die Eltern sowie klare gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Ziel ist eine Nutzung, die Entwicklung unterstützt statt gefährdet.

Kinder im Alter von null bis drei Jahren sollten keine Bildschirmmedien nutzen.

Die Auswirkungen digitaler Medien hängen stark vom Umfeld ab. Klare Regeln und Begleitung wirken schützend, unsichere Lebensbedingungen erhöhen Risiken. Kinder orientieren sich am Medienverhalten der Eltern. Gleichzeitig fühlen sich viele Eltern im Umgang mit digitalen Entwicklungen unsicher.

Einfluss der Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hat die Mediennutzung deutlich erhöht. Digitale Medien wurden zentral für Schule und soziale Kontakte. Gleichzeitig nahmen Bewegungsmangel, Isolation und psychische Belastungen zu. Viele Nutzungsgewohnheiten bestehen weiterhin.

HILFE FINDEN

Hilfe finden Eltern bei der Selbsthilfebeauftragten Susanne Freund telefonisch unter 0921 283-2090 (Dienstag bis Freitag) oder den Selbsthilfegruppen: www.gebo-med.de/ unternehmen/kooperationen

MEHR INFOS: GeBO – Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken Bezirkskrankenhaus Bayreuth Nordring 2, 95445 Bayreuth Telefon: (0921) 283-0 www.gebo-med.de

Vertrauen ist oft der erste Schritt: Psychotherapeut Jan Christian Kunze begleitet Jugendliche mit Suchterkrankungen respektvoll, zugewandt und bei Bedarf auch mit tierischer Unterstützung.

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Sucht kommt selten allein

Einblicke in die suchttherapeutische Arbeit mit Jugendlichen am Bezirkskrankenhaus Bayreuth

Wendepunkt im Lebenslauf – für 13- bis 18-Jährige Patientinnen und Patienten ist die offene Suchtstation der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindesund Jugendalters am Bezirkskrankenhaus Bayreuth oft ein Rettungsanker, weiß Psychotherapeut Jan Christian Kunze. Durch einen transparenten und respektvollen Umgang baut er seine Beziehung zu den Jugendlichen auf. Im Interview gibt er Einblicke in seine Arbeit.

Wie gestaltet sich der Alltag auf der offenen Suchtstation für Jugendliche?

JAN CHRISTIAN KUNZE: Im Zentrum stehen tragfähige Bindungs- und Beziehungsangebote, die als Grundlage für Veränderungsprozesse dienen. Gleichzeitig wird großer Wert auf klare Strukturen, verbindliche Regeln und konsequente Grenzsetzung gelegt, um Orientierung und Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem versuchen wir, suchtbezogene Inhalte im Alltag bewusst zu begrenzen, um zu vermeiden, dass sich die Patientinnen und Patienten weiterhin übermäßig auf das Thema fokussieren. Vielmehr sollen sie den Zusammenhang ihrer Suchterkrankung mit traumatischen oder schwierigen Bindungserfahrungen verstehen lernen. Therapeutisch kommt unser sogenanntes „Anti-Craving-Setting“ zum Einsatz, das stärker auf psychosoziale Strategien zur Reduktion des Suchtdrucks fokussiert als auf medikamentöse Interventionen – wobei letztere bei schweren Verläufen ergänzend eingesetzt werden. Suchtvorfälle werden systematisch aufgearbeitet und in den therapeutischen Prozess integriert.

M KURZ GESAGT: Jugendliche mit Suchterkrankungen brauchen mehr als Entzug und Regeln. Auf der offenen Suchtstation am Bezirkskrankenhaus Bayreuth stehen tragfähige Beziehungen, klare Strukturen und die Behandlung tieferliegender psychischer Belastungen im Mittelpunkt. Ziel ist es, junge Menschen und ihre Familien auf dem Weg zu mehr Stabilität und neuen Perspektiven zu begleiten.

Mit welchen Problemlagen kommen Jugendliche zu Ihnen?

KUNZE: Die Aufnahme erfolgt in der Regel bei bestehender Abhängigkeit oder schädlichem Substanzgebrauch. Häufig ist die Suchtproblematik dann aber eher Ausdruck tieferliegender psychischer Belastungen. Besonders häufig finden sich posttraumatische Belastungsstörungen, depressive Erkrankungen, Angststörungen sowie Bindungsstörungen oder beginnende Persönlichkeitsentwicklungsproblematiken. Substanzbezogene Störungen stehen formal im Vordergrund, fungieren jedoch oftmals als schlecht angepasste Bewältigungsstrategie. Verhaltenssüchte spielen ebenfalls eine Rolle, sind jedoch seltener der primäre Aufnahmegrund.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen in der suchttherapeutischen Arbeit mit Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen?

KUNZE: Herausfordernd ist vor allem, das Familiensystem intensiv mit einzubeziehen. Denn es ist einerseits eine wichtige Ressource, kann andererseits aber auch konflikthaft oder belastend sein. Zudem sind die möglichen Maßnahmen im >

^ Mehr Infos zur Station KJ3 für Jugendliche mit Suchterkrankungen gibt's hier!

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit

Anschluss an die stationäre Behandlung leider oft unzureichend. Das erschwert dann die langfristige Stabilisierung. Ein weiterer kritischer Punkt ist die notwendige Abgrenzung von konsumierenden Peergruppen, die im Jugendalter eine besonders hohe Bedeutung haben.

Wie gelingt es Ihnen, eine tragfähige Beziehung zu den Jugendlichen aufzubauen?

KUNZE: Ich möchte authentisch und transparent sein und pflege eine respektvolle, zugewandte Haltung. Ich setze gezielt Methoden der motivierenden Gesprächsführung ein, um Veränderungsbereitschaft zu fördern. Außerdem nehme ich eine langfristige Perspektive ein: Mehrfachbehandlungen bedeuten kein Scheitern, sondern sind Teil eines Entwicklungsprozesses. Unterstützend wirken niedrigschwellige Vorangebote, etwa über eine angeschlossene Suchtambulanz, sowie kontinuierliche Begleitung über mehrere Jahre. Auch tiergestützte Interventionen – beispielsweise durch meinen Therapiebegleithund – können den Beziehungsaufbau erleichtern.

Welche Bedeutung hat das soziale Umfeld in der Behandlung?

KUNZE: Das soziale Umfeld hat während der drei bis sechs Monate, die die Jugendlichen bei uns sind, eine zentrale Bedeutung für den Behandlungserfolg. Die Familie wird systematisch in den therapeutischen Prozess eingebunden, unter anderem durch regelmäßige Elterngespräche im Abstand von zwei bis drei Wochen sowie durch telefonische Kontakte. Ein wesentliches Element sind therapeutisch begleitete Belastungserprobungen, die in der Regel an Wochenenden stattfinden und eine schrittweise Reintegration in den Alltag ermöglichen. Parallel dazu wird die Abgrenzung von konsumierenden Peergruppen intensiv thematisiert und eingeübt. Auch Schule und andere soziale Systeme werden, sofern möglich, einbezogen.

Welche Methoden oder Ansätze haben sich in der Praxis besonders bewährt, um Jugendliche langfristig zu stabilisieren und Rückfälle zu vermeiden?

KUNZE: Als hilfreich hat sich die differenzierte Unterscheidung zwischen „Suchtvorfällen“ und „Rückfällen“ erwiesen, insbesondere in der Arbeit mit Angehörigen. Diese Differenzierung trägt zur Entstigmatisierung bei und ermöglicht eine konstruktive Aufarbeitung. Zentral

ist auch die Sicherstellung einer weiterführenden therapeutischen Anbindung nach der Entlassung sowie die Vermittlung in geeignete Anschlussmaßnahmen. Die Behandlung zu Grunde liegender psychischer Störungen spielt eine entscheidende Rolle, beispielsweise durch traumatherapeutische Verfahren.

Gibt es Erfolgserlebnisse, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

KUNZE: Sehr prägend sind Rückmeldungen von ehemaligen Patientinnen und Patienten, die berichten, dass sich ihre Lebenssituation nachhaltig verbessert hat. Oder wenn Jugendliche irgendwann später Kontakt aufnehmen und ihre stationäre Behandlung retrospektiv als Wendepunkt im Lebensverlauf beschreiben.

Welche Botschaft geben Sie betroffenen Jugendlichen und ihren Familien mit?

KUNZE: Sucht sollte als Symptom eines tieferliegenden Problems verstanden werden. Entsprechend erfordert ihre Bewältigung Zeit, Geduld und eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den zu Grunde liegenden Belastungen. Auch kleine Fortschritte sind bedeutsame Schritte im Veränderungsprozess. Ich rate Familien, ihre Kinder möglichst lange unterstützend zu begleiten und nicht vorschnell aufzugeben. Hilfe gibt es bei Jugendämtern, unserer spezialisierten Suchtambulanz, stationären Jugendhilfeeinrichtungen, psychosozialen Beratungsstellen sowie schulpsychologischen Diensten. Auch ambulante Therapeutinnen, Therapeuten, Fachärzte und -ärztinnen können erste Anlaufstellen sein.

HILFE FINDEN

Hilfe finden Eltern bei der Angehörigenberatung oder den Selbsthilfegruppen: www.gebo-med.de/ unternehmen/kooperationen

MEHR INFOS: GeBO – Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken, Bezirkskrankenhaus Bayreuth Nordring 2, 95445 Bayreuth

Telefon: (0921) 283-0

E-Mail: bayreuth@gebo-med.de www.gebo-med.de

Mobile Tierphysiotherapie und alternative Behandlung

Analyse und Beweglichkeit

Von der Bewegungstherapie über manuelle Techniken bis zur Laufganganalyse – ich helfe Ihrem Tier, fit und schmerzfrei zu bleiben. Auch private Social Walks für eine individuelle Betreuung und Beratung sind möglich.

Massage und manuelle Anwendungen

Massagen, Dehnungsübungen und Kinesiotaping fördern die Regeneration Ihres Tieres und unterstützen seine körperliche Balance.

Medizinische Unterstützung

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Natürliche & beratende Therapien Beratung zu Senioren, Demenzhunden und Welpentraining, ergänzt durch Phytotherapie, CBD- und Hanftherapie – für eine ganzheitliche Tiergesundheit.

Tiergesundheit – direkt bei Ihnen zu Hause.

Wenn die Beine wehtun

AUTOR Praxis am Main – Beate Zunner, Fachärztin für Allgemein-, Sport- und Ernährungsmedizin

Was hinter dem sogenannten Wachstumsschmerz steckt –und wann Eltern genauer hinschauen sollten

M KURZ GESAGT: Schmerzen in den Beinen am Abend oder nachts sind bei Kindern häufig und oft harmlos. Typisch für Wachstumsschmerzen sind beidseitige Beschwerden außerhalb der Gelenke bei sonst unauffälligem Alltag. Wichtig ist dennoch: Halten die Schmerzen an oder kommen Warnzeichen hinzu, sollte das Kind ärztlich untersucht werden.

Der sogenannte Wachstumsschmerz ist vielen Eltern bekannt. Der Begriff ist zwar weit verbreitet, medizinisch aber nicht ganz treffend. Denn ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Knochen und den Schmerzen konnte bislang nicht nachgewiesen werden.

^ Beate Zunner ist Fachärztin für Allgemein-, Sportund Ernährungsmedizin in der Praxis am Main.

Auch wenn der Begriff „Wachstumsschmerz“ weit verbreitet ist, handelt es sich streng genommen um eine eher historische Bezeichnung. Denn bislang konnte kein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Längenwachstum der Knochen und Schmerzen belegt werden. Medizinisch werden Wachstumsschmerzen heute eher als funktionelles Schmerzsyndrom mit multifaktorieller Ursache eingeordnet. Anders gesagt: Ja, der Schmerz ist real – aber nicht der wachsende Knochen ist die eigentliche Ursache.

Woher die Schmerzen vermutlich kommen

Vielmehr geht man davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Dazu zählen unter anderem eine niedrigere Schmerz-

schwelle bei betroffenen Kindern, muskuläre Ermüdung oder Überlastung, biomechanische Einflüsse wie Fehlstellungen sowie psychosoziale Faktoren.

Wann Wachstumsschmerzen typischerweise auftreten

Besonders häufig betroffen sind Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Ein weiterer kleiner Häufigkeitsgipfel zeigt sich zwischen acht und zwölf Jahren. Je nach Studie liegt die Häufigkeit bei etwa 10 bis 35 Prozent.

Typischerweise schildern die Kinder Schmerzen in den Beinen, fast immer beidseitig und außerhalb der Gelenke. Die Beschwerden treten vor allem abends oder nachts auf. Manche Kinder wachen sogar aus dem Schlaf auf. Tagsüber sind sie dagegen oft wieder unauffällig, spielen normal und bewegen sich ohne erkennbare Einschränkungen.

Warum eine ärztliche Abklärung wichtig ist

Trotzdem sollte man anhaltende oder unklare Beschwerden nicht vorschnell als Wachstumsschmerz einordnen. Denn die Diagnose ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Das bedeutet: Es gibt keinen eindeutigen Laborwert oder anderen spezifischen Marker, der Wachstumsschmerzen sicher nachweist. Zunächst müssen andere, zum Teil ernsthafte Ursachen ausgeschlossen werden.

Besonders aufmerksam sollten Eltern werden, wenn die Schmerzen anhalten oder zunehmen, wenn Morgensteifigkeit, Fieber, Gewichtsverlust, Schonhinken, eine eingeschränkte Belastbarkeit, Rötungen oder Schwellungen oder auch neurologische Auffälligkeiten hinzukom-

^ Nächtliche Beinschmerzen sind bei Kindern nicht selten und oft harmlos – halten sie an oder kommen weitere Beschwerden hinzu, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

men. Solche Zeichen können auf andere Erkrankungen hinweisen, zum Beispiel auf eine juvenile Arthritis, eine Osteomyelitis, Morbus Perthes, Morbus Osgood-Schlatter, Stressfrakturen oder in seltenen Fällen auch auf eine bösartige Erkrankung. In solchen Fällen sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Was bei Wachstumsschmerzen hilft

Da Wachstumsschmerzen in der Regel selbstlimitierend sind, ist meist keine spezielle Therapie erforderlich. Wärme, eine leichte Massage und bei stärkeren Beschwerden auch ein geeignetes Schmerzmittel können rasch entlasten. Auf Sport muss grundsätzlich nicht verzichtet werden. In akuten Schmerzphasen sollte die Belastung jedoch dem Beschwerdebild angepasst und sehr intensive Aktivität vorübergehend reduziert werden.

TYPISCH FÜR

WACHSTUMSSCHMERZEN:

• Schmerzen meist beidseitig in den Beinen

• Beschwerden vor allem abends oder nachts

• tagsüber oft beschwerdefrei

• keine Rötung, Schwellung oder Überwärmung

• normales Spielen und Laufen meist möglich

MEHR INFOS: Praxis am Main, Beate Zunner Am Main 3, 95444 Bayreuth Telefon (0921) 507366-0

E-Mail: info@praxis-am-main.de www.praxis-am-main.de

Fotos: © Shutterstock / vek_san, Praxis am Main

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen …

… darum brauchen sie eine speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung – auch in der Chirurgie und Urologie.

M KURZ GESAGT: Dr. Rainer Getto ist Kinderchirurg und Kinderurologe und diagnostiziert, behandelt und operiert Kinder aller Altersstufen. Das tut er möglichst ambulant – im MedCenter Bayreuth, bei Bedarf aber auch stationär am Klinikum Bayreuth. Sein Motto: So viel Krankenhaus wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – auch nicht anatomisch“, sagt Dr. Rainer Getto. Er ist Kinderchirurg und Kinderurologe und diagnostiziert, behandelt und operiert als solcher Kinder aller Altersstufen – vom Säugling bis zur Volljährigkeit. Er weiß: „Je jünger Kinder sind und je mehr Wachstum sie noch vor sich haben, desto stärker unterscheiden sich nicht nur Anatomie und Heilungsprozess, sondern auch Diagnostik und Therapie von denen eines Erwachsenen.“ Zudem muss er im Blick behalten, wie sich ein Eingreifen unter Umständen auf die weitere Entwicklung und das Wachstum auswirkt.

Das ist die fachliche Seite. Sein Beruf hat aber noch eine weitere, zwischenmenschliche: „Für Kinder – und auch deren Eltern – bedeuten eine ernstere Erkrankung, eine Operation oder ein Klinikaufenthalt meist Stress und Unsicherheit. Wir versuchen daher, diese Faktoren so gering wie möglich zu halten und Ängste abzubauen“, sagt Dr. Getto.

Vertrauensvorschuss

Viele Erkrankungen werden durch den behandelnden Kinderarzt diagnostiziert, bedürfen dann aber einer spezifischeren Untersuchung oder einer chirurgischen Versorgung. Für Kinder mit Verletzungen sowie angeborenen und erworbenen Fehlbildungen oder Erkrankungen, bei denen sich die Frage nach einer operativen Behandlung stellt, bietet Dr. Getto eine spezielle kinderchirurgische Sprechstunde und fachärztliche Abklärung an, die sich an den Bedürfnissen des heranwachsenden Körpers orientiert.

Auch wenn sich Eltern bei Bedarf direkt im MVZ MedCenter bei Dr. Getto melden können, kommen die Kinder in den meisten Fällen mit einer Überweisung zu ihm. Knochenbrüche

„ Im Mittelpunkt steht immer das Wohl des Kindes.“
DR. RAINER GETTO, KINDERCHIRURG UND -UROLOGE

^ Kinder brauchen besondere Behandlung: Dr. Rainer Getto bietet eine spezielle kinderchirurgische Sprechstunde im MVZ MedCenter Bayreuth an.

behandeln, einen Hodenhochstand beheben, eine Nierenfehlbildung oder einen Leistenbruch operativ versorgen – das und vieles mehr gehört zum Leistungsspektrum von Dr. Getto.

Das erste Gespräch mit den Eltern – und mit den Kindern, wenn sie bereits alt genug sind – ist entscheidend. „Wir nehmen uns Zeit, Eltern und Kind zu erklären, wo die Probleme liegen und wie wir helfen können und werden.“ Diese Mischung aus fachlicher Kompetenz und Einfühlungsvermögen ist es, die seine Arbeit prägt.

Ambulant und stationär aus einer Hand

Dr. Rainer Getto ist sowohl als Facharzt ambulant im MVZ MedCenter tätig als auch als Oberarzt in der Kinderklinik und im Perinatalzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH.

Diese enge Verzahnung von ambulantem und stationärem Bereich hat für den Kinderchirurgen – und auch für seine jungen Patientinnen

SCHON GEWUSST?

Das MVZ MedCenter bietet spezielle Sprechstunden zu folgenden Themen:

• Beratung und Therapieplanung bei speziellen kinderchirurgischen und kinderurologischen Erkrankungen

• Wunderversorgung und Eingriffe in örtlicher Betäubung

• Konservative Behandlung von Knochenbrüchen

• Urodynamik (Harnflussmessung)

• Enuresis (Einnässen) mit Urotherapie

• Behandlung von Blutschwämmen (Hämangiome)

• Minimalinvasive Therapieverfahren

AUFGEPASST: Im Video erzählt Josefine von ihrer Behandlung im MVZ-MedCenter: >

UROTHERAPIE FÜR KINDER

Kein Grund, sich zu schämen, aber einer, um aktiv zu werden: Einnässen bei Kindern ist eine häufige Herausforderung im Kindesalter und kann viele Ursachen haben. Die Entwicklung der Blasenfunktion verläuft bei jedem Kind unterschiedlich. „Etwa bis zum fünften Lebensjahr ist es noch völlig normal, wenn ein Kind gelegentlich einnässt. Ist das Kind älter, sollten mögliche Ursachen fachärztlich abgeklärt werden“, sagt Dr. Rainer Getto, Kinderchirurg und Kinderurologe.

Das MVZ MedCenter bietet im Rahmen einer urotherapeutischen Sprechstunde eine nicht medikamentöse und nicht chirurgische Behandlungsmethode, die in aktuellen Leitlinien als Standardtherapie empfohlen wird. Im Rahmen der Sprechstunde werden zunächst die Ursachen geklärt und im Anschluss gemeinsam mit Eltern und Kind ein individuelles Therapiekonzept erstellt.

MEHR INFOS: MVZ MedCenter

und Patienten – viele Vorteile: Die Behandlung bleibt vom Erstgespräch bis zur Nachsorge durchgehend in einer Hand – unabhängig davon, ob ein Eingriff nötig ist, ambulant erfolgen kann oder ein stationärer Aufenthalt notwendig wird.

Ziel: die bestmögliche Entwicklung

Seine Entscheidungen folgen dabei dem Grundsatz: So wenig Krankenhaus wie möglich – aber so viel wie nötig. „Krankenhaus, ungewohnte Umgebung und unbekannte Gesichter – damit fühlen sich viele Kinder nicht wohl. Sie erholen sich in ihrer gewohnten Umgebung und im Kreis der Familie oft deutlich schneller. Dank moderner Operations- und Narkoseverfahren können viele Eingriffe heute ambulant durchgeführt werden – selbst bei Säuglingen“, erklärt Dr. Getto. Dazu zählen Leisten- und Nabelbrüche, ein Hodenhochstand, Beschneidungen oder Frakturversorgungen. Ein Grund: „Der Heilungsprozess bei Kindern verläuft meist deutlich schneller. Und oft sind die Kinder durch enge Bezugspersonen zu Hause auch nach einer Operation bestens versorgt und betreut.“

Chirurgische Eingriffe bei Neu- und Frühgeborenen, minimalinvasive chirurgische und urologische Eingriffe sowie Operationen im Bauchraum erfordern allerdings einen stationären Aufenthalt. „Im Mittelpunkt steht immer das Wohl des Kindes. Eltern werden bewusst in alle Schritte einbezogen, umfassend beraten und begleitet. Sie sind für uns ein wichtiger Teil des Behandlungsteams“, sagt Dr. Getto. Ob stationär oder ambulant: „Unser Fokus liegt stets auf der bestmöglichen Entwicklung jedes einzelnen Kindes.“

< Dr. Rainer Getto erklärt auch den Kindern genau, was er macht. Das hilft Unsicherheiten und Ängste abzubauen.

Kinderchirurgie und Kinderurologie

Spinnereistr. 7, 95444 Bayreuth

Tel.: 0921 1512 686-0

E-Mail: info@medcenter.info ambulanteszentrum-bayreuth.de

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit GESUND LEBEN

Zuckersüß

Leonie Taubert hat Diabetes –und ihre Erkrankung an der Klinikum Bayreuth GmbH zum Beruf gemacht

Leonie Taubert ist zwölf Jahre alt als sie in der Kinderklinik eingeliefert wird. Nach Wochen, in denen es ihr immer schlechter geht, wird sie bewusstlos, wacht erst auf der Intensivstation der Kinderklinik in Bayreuth wieder auf. Diagnose: Diabetes melitus Typ 1. „Ich feiere jetzt einen zweiten Geburtstag. Nur eine Stunde später und man hätte mir nicht mehr helfen können“, erzählt sie. Heute lebt sie gut mit der Erkrankung, hat sie sogar zum Beruf gemacht: Leonie ist zertifizierte Diabetesberaterin und Expertin für Insulinpumpen an der Klinikum Bayreuth GmbH – und damit Teil des Teams, das ihr selbst nach der eigenen Diagnose geholfen hat.

Lernen, mit Diabetes sicher zu leben

Sie und ihre Kolleginnen begleiten Kinder und Erwachsene nach der Diagnose. Dabei geht es um die Akzeptanz, den sicheren Umgang mit Insulin, dem Pen oder der Insulinpumpe und den Messsystemen, aber auch um eine auf die Erkrankung abgestimmte Ernährung und die Wahrnehmung des eigenen Körpers: „Kinder und auch deren Eltern lernen, wie sich verschiedene Lebensmittel, Hormone, Bewegung und Emotionen auf den Blutzuckerspiegel auswirken und auch, welche Folgeerkrankungen drohen können. „Ich möchte Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung geben – aber auch den Ernst der Situation vermitteln.“ Ein gutes Gespür für den eigenen Körper zu haben sei lebenswichtig: Wie reagiert er bei Unterund Überzuckerung – und wie steuere ich richtig gegen?

Die Tatsache, dass sie selbst Diabetes hat, hilft ihr oft weiter. „Gerade Kinder reagieren offener, wenn sie sehen, dass ich auch eine Insulin-

M KURZ GESAGT: Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr Produziert. Bei Kindern tritt er oft plötzlich auf. Auffällige Symptome sind ungewohnt starker Durst, häufiges Wasserlassen und Gewichtsverlust – diese sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

pumpe trage.“ Sie fragen nach, sind neugierig und nehmen Tipps leichter an.

Wenn der Alltag mit Diabetes schwer wird

Leonie hat aber auch andere Erfahrungen weiterzugeben: Sie weiß, dass es Zeiten geben kann, in denen gerade Kindern einmal alles zu viel wird. „Die hat es bei mir auch gegeben. Ich hatte keine Lust mehr zu messen, auf das Essen zu achten, habe versucht, den Diabetes zu ignorieren – und begreifen müssen, wie sehr ich mir damit schade.“ Sie erzählt ihre Geschichte offen. „Ich möchte Eltern dafür sensibilisieren, Unterstützung zu suchen, wenn sich Schwierigkeiten andeuten.“

Auch psychosoziale Begleitung sei wichtig. Und manchmal hilft es mit jemandem zu sprechen, der nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch die persönliche Erfahrung einbringen kann.

MEHR INFOS: Klinikum Bayreuth GmbH, Diabetesberatung

Tel.: 0921 400-756461

E-Mail: diabetesberatung@klinikum-bayreuth.de www.klinikum-bayreuth.de/pflege-soziales/ diabetesberatung

^ Leonie Taubert (links) ist Diabetesberaterin am Klinikum Bayreuth und hat selbst Diabetes. Sie begleitet Kinder und Erwachsene nach der Diagnose.

Foto: © Klinikum Bayreuth GmbH

Nähe und Geborgenheit sind die beste Medizin

Warum auf der neonatologischen Intensivstation nicht nur modernste Medizin zählt, sondern auch Ruhe, Zuwendung und die enge Einbindung der Eltern

M KURZ GESAGT: Nähe, Wärme und Geborgenheit spielen in der Kindermedizin eine zentrale Rolle –insbesondere dann, wenn es sich um Neugeborene oder gar früh oder krank geborene Kinder handelt. Das Pflegeteam der neonatologischen Intensivstation kümmert sich daher nicht nur um die Kinder, sondern bindet auch die Eltern eng mit ein. Mit Geduld und Erfahrung gibt es Sicherheit, unterstützt mit geübten Handgriffen bei der Pflege, dem Stillen, Füttern und Kuscheln und gibt dabei so viel Wissen wie möglich an die Eltern weiter.

Wir treffen Prof. Morhart, Direktor der Kinderklinik am Klinikum Bayreuth und Bianca Markhof, die das Pflegeteam der pädiatrischen und neonatologischen Intensivstation leitet, bei einem ihrer Patienten. Er ist in der 25. Schwangerschaftswoche mit rund 1.000 Gramm geboren. Lunge und MagenDarm-Trakt waren noch unreif, der Start ins Leben entsprechend schwierig. Heute hat er fast sein Geburtsgewicht verdoppelt. Eltern und Behandlungsteam sind zufrieden mit seiner Entwicklung. Im Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe behandeln Prof. Morhart und sein Team immer wieder auch die Allerkleinsten. „Das Pflegeteam ist dabei einer der wichtigsten Faktoren“, sagt er. „Es verbringt viel Zeit mit den Kindern – kann vergleichen, Veränderungen beurteilen und gibt nicht nur uns Ärztinnen und Ärzten das nötige Feedback für die Behandlung, sondern vor allem auch den Eltern Sicherheit und Selbstvertrauen.“

Schmerz erkennen ohne Worte

Bei Neugeborenen und Frühgeborenen stützt sich die Einschätzung auf Beobachtungen und Messwerte, um beispielsweise Schmerzen zu erkennen. Spezielle Schmerzskalen berücksichtigen unter anderem Unruhe, Muskelspannung, Gesichtsausdruck sowie Veränderungen von Herzfrequenz und Atmung. „Einzelne Zei-

< Pflege und medizinische Behandlung gehen auf der pädiatrischen Intensivstation Hand in Hand. Nur gemeinsam könne man eine rundum gute Versorgung gewährleisten, betonen Stationsleiterin Bianca Markhof und Klinikdirektor Prof. Dr. Patrick Morhart.

chen allein sind oft nicht aussagekräftig – im Zusammenspiel ergeben sie jedoch ein verlässliches Bild“, sagt Prof. Dr. Morhart.

Meist macht der Bauch Probleme

Häufig kämpfen die Kinder mit Blähungen und Koliken. Der Darm Frühgeborener ist noch unreif, gleichzeitig sei eine rasche Gewichtszunahme wichtig. „Nahrung, aber auch die oft notwendige Atemunterstützung, belasten den Magen-DarmTrakt, der sich erst an die neuen Anforderungen anpassen muss“, erklärt Prof. Morhart.

Viele der sehr kleinen Kinder reagieren trotz Schmerzen oder Unwohlsein nicht mit Weinen – dafür fehlt ihnen die Kraft. „Umso wichtiger ist die engmaschige Beobachtung und das Verhalten des Kindes“, sagt Bianca Markhof. Durch die speziell geschulten Pflegekräfte, aber auch durch die Eltern: „Eltern nehmen auch kleinste Veränderungen sehr sensibel wahr. Sie sind daher für uns ein wichtiger Partner in der Behandlung.“

Sanfte Wege gegen den Schmerz

Die Behandlung auf der Neonatologischen Intensivstation geht weit über das medizinische hinaus. Nähe, Wärme und Geborgenheit spielen in der Kindermedizin eine zentrale Rolle – insbesondere dann, wenn es sich um Neugeborene oder gar früh oder krank geborene Kinder handelt. Das beginnt schon mit dem Umfeld: Mit einer ruhigen, gedämpften Umgebung, Pucken und weichem, rötlichen Licht orientiert man sich an den Bedingungen im Mutterleib. Das Saugen an Schnuller oder Brust beruhigt und entspannt zusätzlich, gibt Geborgenheit und lindert Unwohlsein.

„Uns ist außerdem wichtig, dass die Eltern viel Zeit nicht nur bei, sondern auch unmittelbar mit ihren Kindern verbringen“, sagt Bianca Markhof. Besonders positiv wirkt sich das sogenannte Kangarooing aus: Haut-auf-Haut-Kontakt mit Mutter oder Vater. Diese Nähe lindert Schmerzen, stabilisiert Atmung und Herzschlag und fördert die Entwicklung. Das Pflegeteam leitet die Eltern an und unterstützt sie dabei. „Nachweislich sind Kinder, die viel Zuwendung und

Nähe erfahren, später durchschnittlich intelligenter und resilienter“, sagt Prof. Dr. Morhart.

Über die Wochen in der Klinik werden Eltern und Pflege zu einem eingespielten Team. Insbesondere dann, wenn die Kinder noch auf Beatmung, Magensonden und Monitore angewiesen sind, ist der Anfang oft nicht leicht. Mit Geduld und Erfahrung gibt das Pflegeteam Sicherheit, unterstützt mit geübten Handgriffen bei der Pflege, dem Stillen, Füttern und Kuscheln und gibt dabei so viel Wissen wie möglich an die Eltern weiter – die so ohne Überforderung Stück für Stück in die Pflege und Betreuung ihrer Kinder hineinwachsen. Im besten Fall, bis diese sich soweit erholt haben, dass sie keine Unterstützung mehr brauchen. Aber: „Einige Kinder werden auch nach ihrem Klinikaufenthalt auf medizinische Hilfe angewiesen sein“, weiß Bianca Markhof. „Dann bereiten wir sie so gut es geht auf ihr Leben daheim vor.“

Auch nach der Entlassung nicht allein

^ Bianca Markhof leitet das Pflegeteam der pädiatrischen und neonatologischen Intensivstation an der Klinikum Bayreuth GmbH.

Auch nach der Entlassung geht die Unterstützung weiter. Zur Kinderklinik in Bayreuth gehört auch der Bunte Kreis – ein Team aus speziell geschulten Kinderkrankenpflegerinnen, Sozialpädagogen, einer Psychologin und Ärzten, das den Familien kranker und früh geborener Kinder Hilfe zur Selbsthilfe gibt. Diese umfasst neben der medizinischen Unterstützung und der psychologischen Betreuung auch organisatorische Dinge wie die Suche nach einer Haushaltshilfe oder die Beantragung von Hilfsmitteln und die Vermittlung von Förderangeboten. Es ist ein bisschen wie laufen lernen: Je selbstständiger die Eltern, je gesünder die Kinder, desto seltener werden die Besuche – so lange, bis am Ende die Familie ihren Weg alleine gehen kann.

MEHR INFOS:

Klinikum Bayreuth GmbH, Klinik für Kinderund Jugendmedizin mit Perinatalzentrum Preuschwitzer Str. 101, 95445 Bayreuth

Tel.: 0921 400-6202

E-Mail: kinderklinik@klinikum-bayreuth.de klinikum-bayreuth.de/kinderklinik

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit

Schnelle Hilfe via Bildschirm

Neue telemedizinische Bereitschaft in der Neonatologie

erweitert Versorgungsnetz für Neugeborene

M KURZ GESAGT: Um angeschlossene Kliniken künftig noch besser zu unterstützen, führt das Perinatalzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH eine telemedizinische Bereitschaft in der Neonatologie ein. Über eine sichere telemedizinische Verbindung können sich voraussichtlich ab dem Sommer Ärztinnen und Ärzte in angeschlossenen Kliniken im Notfall mit den Neonatologinnen und Neonatologen aus dem Perinatalzentrum in Bayreuth austauschen.

Die Versorgung von Früh- und Neugeborenen stellt hohe Anforderungen an medizinisches Personal und technische Ausstattung. Um angeschlossene Kliniken künftig noch besser zu unterstützen, führt das Perinatalzentrum der Klinikum Bayreuth GmbH eine telemedizinische Bereitschaft in der Neonatologie ein. Damit ist es bayernweit eines der ersten Zentren der maximalen Versorgungsstufe, das seine Expertise im Umgang mit extrem früh oder krank geborenen Kindern telemedizinisch an kleinere Geburtskliniken weitergibt. Angegliedert werden die Geburtshilfen der Kliniken in Marktredwitz, Kronach und Kulmbach.

„Damit steht die neonatologische Expertise unseres Hauses rund um die Uhr digital zur Verfügung“, sagt Prof. Dr. Patrick Morhart, Direktor der Kinderklinik am Klinikum Bayreuth. Ziel sei es, die medizinische Versorgung in kooperierenden Kliniken zu stärken und eine schnelle fachliche Abstimmung zu ermöglichen.

Für das Klinikum Bayreuth ist das eine personelle Herausforderung: Ein Neonatologe oder eine Neonatologin muss künftig als Hintergrunddienst jederzeit erreichbar sein“, sagt Prof. Dr. Morhart. Er hat daher sein Team von Anfang an mit ins Boot geholt. „Die Umsetzung kann nur gelingen, wenn alle bereit sind, das mitzutragen.“

Fachliche Unterstützung in Echtzeit

Über eine sichere telemedizinische Verbindung können sich künftig Ärztinnen und Ärzte in angeschlossenen Kliniken im Notfall mit den Neonatologinnen und Neonatologen aus dem Perinatalzentrum in Bayreuth austauschen.

Am Klinikum Bayreuth läuft das System überall dort, wo sich der angeforderte Neonatologe einloggt – ob am PC oder Tablet. Vor Ort in den Geburtskliniken gibt es eine Art Trolley mit Bildschirm und Mikrofon. „Damit holt das behandelnde Team den extern zugeschalteten Neonatologen direkt ans Bett. Er sieht und hört mit und kann via Mikrofon die Behandlung direkt anleiten“, erklärt Prof. Dr. Morhart.

In Geburtskliniken ohne angebundene Kinderkliniken übernimmt die Versorgung von Neugeborenen mit Atem- oder Kreislaufproblemen die vor Ort tätige Anästhesie. Diese ist oft wenig erfahren in neonatologischen Notfällen. Hier könne ein routinierter Neonatologe auch aus der Entfernung durch gezielte Anleitung unterstützen, sagt Prof. Dr. Morhart.

Sind Risiken bekannt, wird man Mutter und Kind frühzeitig in ein Perinatalzentrum wie das an der Klinikum Bayreuth GmbH überweisen. Aber nicht immer sind Komplikationen abzusehen. Dann greift das Notfallsystem. „Für kleinere Geburtskliniken ist es eine Hilfestellung, die sie

anfordern können, wenn sie plötzlich in eine Situation kommen, in der spezielles neonatologisches Fachwissen und Erfahrung im Umgang mit Frühgeburten vonnöten sind“, erklärt der Kinderarzt und Neonatologe. „Es geht dabei nicht immer ums nackte Überleben, sondern oft auch darum, gesundheitliche Einschränkungen, mit denen die Kinder dann ein Leben lang zu kämpfen haben, zu minimieren. Wenn wir diesen Kindern zu einem besseren Start ins Leben verhelfen können, ist viel gewonnen“, sagt Prof. Dr. Morhart.

Die telemedizinische Beratung ermöglicht eine zeitnahe fachliche Einschätzung bei komplexen oder unerwarteten Situationen nach der Geburt. So können diagnostische und therapeutische Entscheidungen auf einer erweiterten fachlichen Grundlage getroffen und bei Bedarf auch angeleitet werden. „Die Herausforderung für uns wird die Umstellung in der Kommunikation sein: Klare Anweisungen, konkrete Fragen, ruhiges und souveränes Auftreten sind entscheidend – gerade, weil man selbst nicht eingreifen kann. Es ist wichtig, sich als Teil des Teams zu verstehen“, sagt Prof. Dr. Morhart. Dafür werden die Kolleginnen und Kollegen aller beteiligten Kliniken speziell geschult.

Ergänzung zur bestehenden Versorgung

Die telemedizinische Bereitschaft ergänzt die medizinische Betreuung vor Ort und unterstützt die Zusammenarbeit zwischen regionalen Kliniken und spezialisierten Zentren. Das Bayerische

^ Kleinere Geburtskliniken haben oft keine eigene Neonatologie. Treten nach einer Geburt unerwartete Komplikationen auf, leisten Neonatologen wie Klinikdirektor Prof. Dr. Patrick Morhart aus dem Perinatalzentrum in Bayreuth künftig telemedizinische Unterstützung für ihre Kolleginnen und Kollegen. Via Monitor und Headset wird er zum Teil des Teams vor Ort.

Staatsministerium und die Benefizaktion Sternstunden stellen dafür gemeinsam 1,2 Millionen Euro bereit. In Bayreuth startet das Projekt noch in diesem Sommer als Pilotphase, zunächst auf ein Jahr angelegt. Danach wird Bilanz gezogen. „Ich gehe davon aus, dass durch das telemedizinische Konsil ein Mehrwert entsteht – insbesondere für die Notfälle, die es nicht mehr rechtzeitig in ein Perinatalzentrum schaffen. Ziel ist es dann, Kind und Mutter vor Ort so zu stabilisieren und zu versorgen, dass sie, wenn eine weitere spezialisierte medizinische Behandlung notwendig wird, ins Perinatalzentrum verlegt werden können. Die digitale Vernetzung stärkt die Qualität der Versorgung von Früh- und Neugeborenen in der Region“, ist Prof. Dr. Morhart überzeugt.

MEHR INFOS:

Klinikum Bayreuth GmbH, Klinik für Kinderund Jugendmedizin mit Perinatalzentrum

Preuschwitzer Str. 101, 95445 Bayreuth

Tel.: 0921 400-6202

E-Mail: kinderklinik@klinikum-bayreuth.de klinikum-bayreuth.de/kinderklinik

Fotos: © Klinikum Bayreuth GmbH

Gut begleitet im SPZ

Wie das Sozialpädiatrische Zentrum an der Klinik Hohe Warte Kinder mit Entwicklungsstörungen, Behinderungen und chronischen Erkrankungen unterstützt

M KURZ GESAGT: Im Sozialpädiatrischen Zentrum der Klinik Hohe Warte werden Kinder mit Entwicklungsstörungen, Behinderungen oder chronischen Erkrankungen multiprofessionell begleitet. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Diagnose und Therapie, sondern auch die Frage, was das Kind und seine Familie im Alltag konkret brauchen.

ARZTGESPRÄCHE

Im Abstand von etwa drei Monaten bringen sich die Gaidas und Dr. Braig gegenseitig auf den neuesten Stand, besprechen EEG-Befunde und die Medikation der Epilepsie. Wie entwickelt sich Charlotte, wo gibt es Probleme, was klappt gut und wo könnte man unterstützen? Im Vorfeld wird außerdem geklärt, bei welchen Therapeuten der Termin stattfinden soll. „Mehr als zwei Therapieeinheiten an einem Tag sind für die Kinder zu viel. Wir richten uns daher danach, was gerade gebraucht wird“, sagt Dr. Sonja Braig vom SPZ.

Dr. Sonja Braig hat Charlotte vor vier Jahren kennengelernt. In der Kinderklinik. Sie wurde mit einem Krampfanfall eingeliefert und schnell war klar, dass neben der Epilepsie, die die Krampfanfälle ausgelöst hatte, auch etwas anderes im Argen liegt. Charlotte war zu diesem Zeitpunkt ein dreiviertel Jahr alt, aber es war bereits eine deutliche Entwicklungsverzögerung zu erkennen, verursacht durch ein seltenes genetisches Syndrom, wie sich später herausstellt.

„Wir hatten großes Glück, dass Dr. Braig damals unsere behandelnde Ärztin war“, sagen Johannes und Nina Gaida. Denn Dr. Braig ist nicht nur Oberärztin in der Kinderklinik, sondern leitet zudem auch das Sozialpädiatrische Zentrum, kurz SPZ, an der Klinik Hohe Warte, eine ambulante Einrichtung zur Diagnose, Behandlung und Begleitung von Kindern mit (drohenden) Entwicklungsstörungen, Behinderungen, Verhaltensauffälligkeiten und chronischen

CHARLOTTES STÄNDIGER BEGLEITER

„Überall, wo Charlotte ist, ist auch ihr Walkie“, sagt ihre Mutter. Freihändig gehen kann Charlotte nicht. Bisher hat sie immer jemanden gebraucht, der sie an beiden Händen hält. Mit dem Gehtrainer ist sie nun selbstbestimmt – und orthopädisch gut gestützt – unterwegs. Sie sagt, wo’s langgeht. „Charlotte ist im Wachstum. Durch optimal angepasste Gehhilfen versuchen wir, künftige Fehlstellungen und Fehlbelastungen zu minimieren“, sagt Physiotherapeutin Barbara Franz.

Erkrankungen. Ihr war deutlich schneller als den Eltern bewusst, dass Charlotte, aber auch ihre Eltern, Hilfe brauchen werden, um Charlotte möglichst zielgerichtet, individuell und vielseitig zu fördern und zu unterstützen, sodass sie gemeinsam ihren Alltag möglichst gut bewältigen können. Sie bietet den Eltern die Betreuung im SPZ an. „Unterstützung und Förderung betrifft immer die ganze Familie – es ist wichtig, dass wir uns nicht nur auf Charlottes Gesundheitszustand fokussieren, sondern auch die Lebensumstände, das Familienleben. Es geht darum, was Charlotte braucht, aber auch darum, was ihren Eltern hilft, um den Alltag leichter zu machen und soziale Teilhabe zur ermöglichen“, erklärt Dr. Braig die Arbeit des Teams.

Unterstützung für die ganze Familie

In den ersten Wochen nach der Diagnose erhielt die Familie Unterstützung durch Tatjana Klusmann vom Bunten Kreis am Klinikum. Sie begleitete die Familie nach der Entlassung,

sprach mit Großeltern, dem Kindergarten, den Eltern, erklärte, beantwortete Fragen und leitete auch die ersten Kontakte zu Förderstellen und Hilfsmittelversorgung in die Wege. „Wir waren und sind für die Unterstützung unglaublich dankbar“, sagen die Eltern. Parallel dazu erfolgte die Anbindung ans SPZ.

Hier findet die kontinuierliche Behandlung in enger Abstimmung mit den niedergelassenen Therapeuten statt. Im Mittelpunkt steht immer die Frage, wie man Charlotte gezielt unterstützen kann. Therapeutisch, aber auch in Form von Hilfsmitteln. Einfacher: Es geht darum, was Charlotte lernen kann und wie. „Oft wissen Eltern nicht, was alles möglich ist – das können sie auch nicht. Dafür haben sie uns“, sagt Dr. Braig.

Viele Fachdisziplinen unter einem Dach

Das SPZ versucht, für Familien mit behinderten oder von Behinderung bedrohten Kindern ein Netzwerk aufzubauen und zu koordinieren, das ihnen ermöglicht, sich in allen Lebensbereichen möglichst gut einzubringen. Dafür arbeiten unter ärztlicher Leitung – das ist der wesentliche Unterschied zu anderen Frühförderstellen – Physiound Ergotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeiter und Psychologen multiprofessionell zusammen. Ein wichtiger Faktor für Kinder mit körperlichen Einschränkungen ist auch die enge Anbindung an die Klinik für Orthopädie und Querschnittlähmung, wo mit Prof. Dr. Rainer Abel als Klinikdirektor und Dr. Maximilian Keil als Leitendem Oberarzt zwei versierte Kinderorthopäden mit

^ Dr. Sonja Braig ist Oberärztin in der Kinderklinik und Ärztliche Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums der Klinikum Bayreuth GmbH. >

ORTHOPÄDIE

UND PHYSIOTHERAPIE

Was kann Charlotte und was nicht? Was kann sie lernen? In enger Abstimmung mit den Orthopäden (hier Prof. Dr. Rainer Abel) schauen sich die Physiotherapeuten den Entwicklungsstand und die Statik an. Ist der Rücken gerade? Gibt es Fehlstellungen der Beine, die man mit Orthesen und Hilfsmitteln ausgleichen kann? Charlotte trägt an beiden Füßen Orthesen, die ihre Knöchel stabilisieren, um ihr das Stehen und Laufen zu erleichtern. Da sie noch im Wachstum ist, werden diese immer wieder überprüft: Sind Anpassungen nötig, ist auch das Team des Sanitätshauses direkt vor Ort.

viel Erfahrung

tätig sind. „Damit haben wir im SPZ alle wichtigen Fachdisziplinen unter einem Dach“, sagt Prof. Dr. Abel.

Individuelle Förderung statt Standardlösungen

Wer in die Therapie eingebunden wird, richtet sich immer nach dem Kind: „Zu uns kommen Kinder mit den unterschiedlichsten Diagnosen. Ob körperliche Einschränkungen oder geistige – oder wie im Fall von Charlotte – beides. Je nach Bedarf wird zielorientiert ein individueller Therapieplan erstellt und immer wieder angepasst.

Bei Charlotte wird schnell klar, dass sie nicht sprechen lernen würde wie andere Kinder. Laufen, spielen, kommunizieren – jeden Schritt zu mehr Freiheit und Selbstbestimmtheit muss sie sich gemeinsam mit ihren Eltern, dem Team im SPZ, aber auch den behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten außerhalb der Klinik Schritt für Schritt erarbeiten. Die Momentaufnahme, wenn ein Kind zum Termin kommt, ist oft wenig aufschlussreich. Viel wichtiger ist, was Eltern oder Erzieherinnen, die die Kinder täglich erleben, erzählen – und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn

Hilfsmittel, Therapieangebot und Kind müssen zusammenpassen.

„Wir wollen unterstützen und fördern, nicht überfordern“, sagt Dr. Braig. Einen Großteil ihrer Zeit verbringen sie und ihr Team daher am Telefon. Sie sprechen mit den behandelnden Therapeuten, den Kindergärten oder Schulen. Fragen nach, wo es läuft – und wo nicht.

Schritt für Schritt zu mehr Selbstständigkeit

Eltern wie Johannes und Nina Gaida machen es dem Team leicht. „Sie standen uns von Anfang an offen gegenüber, nehmen Hilfe gerne an und unterstützen die Entwicklung ihrer Tochter mit unglaublichem Engagement“, sagt Dr. Braig. Therapeuten und Eltern sind zu einem echten Team geworden. „Wenn wir kommen, steht Charlotte hier bei allen im Mittelpunkt“, sagt die Mutter. Das sei ein Grund, warum sie sich hier so gut aufgehoben fühlen. „Alle kennen Charlotte und ihre Geschichte –man fängt nicht bei jedem Termin von vorne an, sondern es geht Schritt für Schritt weiter, in Charlottes Tempo, immer ziel- und lösungsorientiert, immer auf Augenhöhe.“

ERGOTHERAPIE

Während sich die Physiotherapie vor allem um Charlottes Mobilität – also die Beine – kümmert, setzt die Ergotherapie bei der Grob- und Feinmotorik der Arme und Hände an. „Die Ergotherapie will vor allem Fähigkeiten fördern, die Charlotte im Alltag braucht", sagt Ergotherapeutin Andrea Burgis. Greifen und drücken beispielsweise. Aber auch das Fühlen: Kalt oder warm? Rau oder glatt? Während manche Kinder diese Unterschiede übersensibel wahrnehmen, müssen andere erst lernen zu unterscheiden.

Für die Eltern sei es eine enorme Erleichterung hier alle Fachdisziplinen unter einem Dach zu haben, die zudem mit Dr. Braig von einem Hauptansprechpartner koordiniert werden. „Das spart enorm viel Zeit – in der Abstimmung, aber auch durch die kurzen Wege und unkomplizierten Abstimmungen“, sagt Charlottes Vater.

Vor fast drei Jahren hat Charlotte einen Lauflernwagen bekommen, den sie gerne und ausgiebig nutzt. Zum ersten Mal ist sie beim Laufen nicht auf die Hände ihrer Eltern angewiesen, sondern bestimmt selbst, wo es langgeht. „Überall, wo Charlotte ist, ist auch ihr Walkie“, lacht die Mutter. Er begleitet sie in die schulvorbereitende Einrichtung ebenso wie im Alltag. Für einen sichereren Stand und zur Unterstützung der Motorik hat Charlotte außerdem Orthesen, die ihre Knöchel stabilisieren. Diese werden bei den SPZ-Terminen regelmäßig von den Orthopäden überprüft und an ihr Wachstum angeglichen.

Kommunikation als nächster

Entwicklungsschritt

LOGOPÄDIE

„ Wir wollen unterstützen und fördern, nicht überfordern.“
DR. SONJA BRAIG, LEITUNG DES SPZ

Gerade steht eine neue Herausforderung an. Charlotte kann nicht sprechen. Ein Tablet soll ihr beim Kommunizieren helfen. „Von den Grundbedürfnissen wie Hunger und Durst ausgehend wird sie über Symbole nach und nach ihren Wortschatz erweitern und ihre Bedürfnisse besser differenzieren lernen“, erklärt Logopädin Nadine Graulich. „Wir haben bisher mit Karten und Bilder gearbeitet“, erzählt die Mutter. Das funktioniert gut – das Tablet ist jetzt der nächste Schritt.

Begleitung, die langfristig trägt

Charlotte kommt gemeinsam mit ihren Eltern regelmäßig alle zwei bis drei Monate ins SPZ.

Charlotte spricht nicht – das heißt aber nicht, dass sie nichts zu sagen hätte. Dafür hat sie jetzt ein Tablet. Das Ziel: Über verschiedene Symbole soll Charlotte künftig zeigen, was sie braucht oder will. „Das Tablet gibt uns die Möglichkeit, nach und nach die Kommunikationsmöglichkeit zu erweitern. Das macht es für Charlotte, die Eltern, die schulvorbereitende Einrichtung und auch für die Therapeuten einfacher zu kommunizieren – und gibt Charlotte Stück für Stück mehr Selbstbestimmtheit“, sagt Logopädin Nadine Graulich.

Das Team dort wird die Familie begleiten, bis Charlotte volljährig ist. Aber die Klinik gewährleistet auch dann eine nahtlose Weiterbehandlung. Das MZEB – das Medizinische Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen – ist nur zwei Zimmer weiter. Und mit Prof. Dr. Abel wird Charlotte auch dann ein bekanntes Gesicht wiedersehen. Ein weiterer Vorteil, den die Klinik Hohe Warte bieten kann.

MEHR INFOS:

Klinikum Bayreuth GmbH

Sozialpädiatrisches Zentrum Hohe Warte 8, 95445 Bayreuth Neues Therapiegebäude, 4. Stock Tel.: 0921 400-3770 (Sekretariat)

E-Mail: spz@klinikum-bayreuth.de klinikum-bayreuth.de/ sozialpaediatrisches-zentrum

Interessant? Mehr erfahren:

^ Passgenaue Hilfsmittel können

Kindern mehr Bewegungsfreiheit, Selbstständigkeit und Teilhabe im Alltag ermöglichen – und Familien spürbar entlasten.

Wenn Hilfsmittel mitwachsen müssen

AUTOR reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH

Wie moderne Versorgung Kindern Entwicklung, Selbstständigkeit und Lebensqualität ermöglicht

Kinder wachsen – und mit ihnen verändern sich nicht nur Körpermaße, sondern auch Bewegungsabläufe, Kräfteverhältnisse und Anforderungen im Alltag. Was heute noch gut passt, kann wenige Monate später bereits zu klein, zu instabil oder funktionell nicht mehr ausreichend sein. Für Kinder mit orthopädischen oder neurologischen Einschränkungen bedeutet das: Hilfsmittel müssen nicht nur unterstützen, sondern sich kontinuierlich weiterentwickeln.

„Gerade bei Kindern ist Versorgung kein statischer Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Wachstum, Entwicklung und Alltag

verändern sich ständig – und genau darauf müssen wir reagieren können“, erklärt David Heumann, Geschäftsführer der reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH. Im Fokus steht dabei nicht das einzelne Hilfsmittel, sondern die langfristige Begleitung der Kinder und ihrer Familien. Jede Versorgung ist ein Prozess – und dieser erfordert Erfahrung, Feingefühl und vorausschauendes Denken.

Individuelle Versorgung –so einzigartig wie jedes Kind

Ob Sitzschalen zur Stabilisierung, Orthesen zur gezielten Bewegungsführung oder moderne

Prothesen – die Anforderungen in der KinderVersorgung sind hoch und vor allem individuell. Während Sitzschalen eine physiologische Haltung ermöglichen und Fehlbelastungen vorbeugen, unterstützen Orthesen gezielt Muskeln und Gelenke in ihrer Funktion. Auch im Bereich der Prothetik eröffnen sich neue Perspektiven. Gerade Armprothesen schaffen die Grundlage für mehr Selbstständigkeit im Alltag: Sie ermöglichen Kindern, Bewegungen gezielt einzusetzen und alltägliche Handlungen wie Greifen, Spielen oder Anziehen Schritt für Schritt zu erlernen.

„Kinder befinden sich in einer permanenten Entwicklung – körperlich wie motorisch. Deshalb müssen auch die Versorgungen flexibel sein und regelmäßig überprüft und angepasst werden“, erklärt David Heumann. „Es geht nicht darum, eine einmalige Lösung zu schaffen, sondern einen Weg über viele Jahre zu begleiten.“

Ein entscheidender Faktor ist dabei die Akzeptanz. Hilfsmittel müssen nicht nur funktionieren, sondern sich gut anfühlen und in den Alltag integrieren lassen. Farben, Materialien und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten spielen insbesondere bei Kindern eine wichtige Rolle.

Hightech aus der eigenen Werkstatt

Moderne Technologien ermöglichen heute eine Präzision, die vor einigen Jahren noch undenkbar war. Bei der reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH kommen unter anderem digitale Vermessungsverfahren, 3D-gestützte Planungen und ein 7-Achs-Fräsroboter zum Einsatz. Damit lassen sich beispielsweise Sitzschalen millimetergenau an die Anatomie des Kindes anpassen. „Durch den Einsatz digitaler Technik können wir Versorgungen noch individueller und passgenauer gestalten“, so David Heumann. „Gerade bei Kindern ist das entscheidend, weil kleine Abweichungen große Auswirkungen auf Haltung und Bewegung haben können.“ Ein Teil der Orthesen wird zudem mithilfe moderner 3D-Druckverfahren gefertigt. Das ermöglicht nicht nur eine exakte Anpassung, sondern auch leichtere Materialien und ein angenehmeres Tragegefühl – wichtige Faktoren für die tägliche Nutzung.

Schwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit

M KURZ GESAGT: Kinder brauchen Hilfsmittel, die mit ihrer Entwicklung Schritt halten. Individuell angepasste Versorgungen fördern Haltung, Bewegung und Selbstständigkeit. Moderne Technik ermöglicht dabei passgenaue Lösungen, die Teilhabe im Alltag erleichtern und Familien entlasten.

Mehr Selbstständigkeit im Alltag ermöglichen

Neben klassischen Hilfsmitteln rücken auch Lösungen für den Alltag zunehmend in den Fokus. Für Kinder mit starken körperlichen Einschränkungen können beispielsweise Treppenlifte eine enorme Erleichterung bedeuten – und auch für ihre Familien. Denn Mobilität umfasst nicht nur die Fortbewegung draußen, sondern beginnt im Zuhause: selbstständig ins eigene Zimmer gelangen, am Familienleben teilnehmen oder alltägliche Wege bewältigen – all das trägt maßgeblich zur Lebensqualität bei. „Unser Ziel ist es, Kinder in ihrer Selbstständigkeit zu stärken und ihnen möglichst viel Teilhabe zu ermöglichen“, betont David Heumann. „Dafür betrachten wir immer das gesamte Umfeld –nicht nur das einzelne Hilfsmittel.“

Versorgung, die mitdenkt –und mitwächst

Die Versorgung von Kindern ist immer auch ein Blick in die Zukunft. Wachstumsschübe, veränderte Bewegungsmuster oder neue Anforderungen im Alltag machen regelmäßige Anpassungen notwendig. Gleichzeitig braucht es Lösungen, die flexibel reagieren können und langfristig sinnvoll sind. „Eine gute Versorgung erkennt man daran, dass sie sich anpasst – nicht nur an den Körper, sondern auch an das Leben des Kindes“, fasst David Heumann zusammen. So entsteht eine Versorgung, die unterstützt, mitwächst und Kindern dabei hilft, ihren eigenen Weg Schritt für Schritt zu gehen.

^ Das gesamte Team der reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH um Geschäftsleiter David Heumann berät Eltern und Kinder gerne.

MEHR INFOS: reha team Nordbayern – Gesundheitstechnik GmbH Am Bauhof 11, 95445 Bayreuth, Tel.: (0921) 74743-0 E-Mail: bayreuth@rehateam-nordbayern.de www.rehateam-nordbayern.de

Kinderschutz ist Teamarbeit

AUTOR Klinikum Bayreuth GmbH

Und manchmal eine Gratwanderung: Ein multiprofessionelles

Team am Klinikum Bayreuth schaut hin

M KURZ GESAGT: Kinderschutz gehört in der Kinderklinik zum Alltag – oft leise, aber mit großer Verantwortung. An der Klinikum Bayreuth GmbH arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Medizin, Pflege, Psychologie und Sozialdienst eng zusammen, um Risiken früh zu erkennen, Familien zu unterstützen und Kinder wirksam zu schützen. Entscheidend sind dabei Aufmerksamkeit, Erfahrung und ein starkes Netzwerk.

Wenn ein Kind krank ist, suchen Eltern Hilfe in der Kinderklinik. Was viele nicht sehen: Neben Diagnostik und Therapie gehört auch der Schutz von Kindern zu den zentralen Aufgaben – leise, oft im Hintergrund, aber von enormer Bedeutung.

„Kinderschutz ist kein Randthema, sondern Teil unseres täglichen Handelns“, sagt Prof. Dr.

„Kinderschutz gelingt nur gemeinsam – im Team, im Netzwerk und mit einem wachen
Blick für die Kinder.“
PROF.

DR. PATRICK MORHART, DIREKTOR DER KLINIK FÜR KINDER UND JUGENDLICHE DER KLINIKUM BAYREUTH GMBH

Patrick Morhart, Direktor der Klinik für Kinder und Jugendliche der Klinikum Bayreuth GmbH. Gemeinsam mit seinem Team, zu dem unter anderem Oberärztin Olga Kravtsova (Mitglied der Kinderschutzgruppe) und Barbara Koch vom Sozialdienst der Kinderklinik gehören, blickt er dabei nicht nur auf Krankheiten –sondern immer auch auf das Umfeld, in dem Kinder aufwachsen.

Wenn Fürsorge an Grenzen stößt

Kindeswohlgefährdung beginnt selten spektakulär. Häufig ist es keine sichtbare Gewalt, sondern schleichende Vernachlässigung –ausgelöst durch Überforderung, psychische Belastungen oder schwierige Lebensumstände. Eltern, die ihre Kinder lieben, aber im Alltag an ihre Grenzen geraten. Hier setzt die Arbeit der Kinderklinik der Klinikum Bayreuth GmbH früh an. Manchmal schon während der Schwangerschaft oder unmittelbar nach der Geburt. Familien werden begleitet, beraten und vernetzt – mit Hebammen, Beratungsstellen oder Angeboten der Frühen Hilfen. Ziel ist es, Unsicherheiten aufzufangen, bevor sie zu Problemen werden.

Oft genügt Unterstützung, um Stabilität zurückzubringen

Wenn sich jedoch zeigt, dass Hilfe allein nicht ausreicht, braucht es klare Strukturen. In solchen Fällen kommt die Kinderschutzgruppe zusammen – ein Team aus verschiedenen Fachdisziplinen, das jeden Fall gemeinsam betrachtet. Medizin, Pflege, Psychologie und Sozialpädagogik bringen ihre Perspektiven ein. Es wird diskutiert, abgewogen, manchmal auch gerungen. Immer mit dem Ziel, die bestmögliche Entscheidung für das Kind und möglichst auch seine Eltern zu treffen.

Dabei gilt ein wichtiger Grundsatz: Eltern werden einbezogen, auch wenn Eltern Nachfragen mitunter als Vorwurf verstehen. „Wir arbeiten nicht gegen sie, sondern mit ihnen“, sagt Barbara Koch. Doch wenn Kooperation nicht gelingt oder das Risiko zu groß ist, muss der Schutz des Kindes an erster Stelle stehen.

Entscheidungen, die niemand leicht trifft

Kinderschutz bedeutet oft, Spannungen auszuhalten. Kinder haben ein Recht auf ihre Familie – und gleichzeitig ein Recht auf Sicherheit. Zwischen diesen Polen die richtige Entscheidung zu treffen, ist eine der größten Herausforderungen. In vielen Fällen, das zeigt die Erfahrung des multiprofessionellen Teams am Klinikum Bayreuth, gelingt es, Familien mit Unterstützung zu stabilisieren. Doch manchmal reicht das nicht aus. Dann müssen Schutzmaßnahmen greifen – auch wenn sie für alle Beteiligten schwer sind.

Umso wichtiger ist ein enges Netzwerk: Kinderklinik, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, Beratungsstellen und passgenaue Nachsorgeangebote. Sie alle sorgen gemeinsam dafür, dass Kinder nicht aus dem Blick geraten.

Kleine Signale, große Bedeutung

Oft sind es unscheinbare Hinweise, die den Unterschied machen: Verletzungen, die nicht recht erklärt werden können. Kinder, die auffällig still oder unruhig sind. Eltern, die erschöpft wirken oder unsicher im Umgang mit ihrem Kind. Hinsehen, nachfragen, ernst nehmen – das ist der erste Schritt. Nicht nur in der Klinik, sondern auch in Kitas, Schulen und im Alltag. Kinderschutz ist keine Aufgabe einzelner Institutionen. Er beginnt dort, wo Menschen aufmerksam sind.

Wenn Hilfe ankommt

Wie viel frühzeitige Unterstützung bewirken kann, zeigt ein Beispiel aus der Praxis: Ein Kind, das kaum zunahm, viel schrie, die Eltern erschöpft und ratlos. Medizinisch ließ sich keine

Ursache finden – doch die Interaktion zwischen Eltern und Kind war aus dem Gleichgewicht geraten. Mit gezielter Begleitung, praktischer Unterstützung und neuen Impulsen veränderte sich die Situation. Das Kind entwickelte sich stabil, wurde ruhiger, die Eltern gewannen Sicherheit zurück. Aus Überforderung wurde wieder Nähe. Solche Geschichten bleiben. Weil sie zeigen, was möglich ist.

Mehr als eine Pflicht

Kinderschutz in der Kinderklinik ist komplex, zeitaufwändig und die Kosten dafür sind häufig nicht gedeckt. Kinderschutz ist gesetzlicher Auftrag – aber vor allem eine menschliche Aufgabe. Sie erfordert Zeit, Erfahrung und Zusammenarbeit. Und sie zeigt, wie eng medizinische Versorgung und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden sind.

Oder, wie Prof. Dr. Morhart es formuliert: „Kinderschutz gelingt nur gemeinsam – im Team, im Netzwerk und mit einem wachen Blick für die Kinder.“

MEHR INFOS: Klinikum Bayreuth GmbH, Klinik für Kinderund Jugendmedizin mit Perinatalzentrum

Preuschwitzer Str. 101, 95445 Bayreuth Tel.: 0921 400-6202

E-Mail: kinderklinik@klinikum-bayreuth.de klinikum-bayreuth.de/kinderklinik

^ Kinderschutz heißt, Kinder früh wahrzunehmen, Risiken ernst zu nehmen und gemeinsam verlässliche Schutzräume für Familien zu schaffen.

Foto: © Shutterstock / Guguart

Das ist los!

Vorträge, Seminare und Events für Ihre Gesundheit

Jeden Montag, 17–18.30 Uhr

Treffpunkt: Klinikum Bayreuth, Foyer

Infoabend für werdende Eltern

Im Perinatalzentrum am Klinikum Bayreuth erfahren werdende Eltern alles Wissenswerte rund um die Geburt Ihres Kindes. Das interdisziplinäre Team des Perinatalzentrums beantwortet offene Fragen und führt durch den Kreißsaal.

ANMELDUNG: klinikum-bayreuth.de/veranstaltungen

Blut spenden heißt Leben retten

Der Weltblutspendentag am 14. Juni ist ein guter Anlass, mit einer Spende konkret zu helfen. Denn Blut wird täglich gebraucht – bei Unfällen, Operationen und schweren Erkrankungen. Danke für Ihr Engagement!

Di, 9. Juni, 14–19 Uhr, Rotkreuzhaus, Hindenburgst. 10, Bayreuth

Blutspenden: Helfen Sie helfen

In Bayern werden jeden Tag rund 2.000 Blutkonserven benötigt. Ohne freiwillige, engagierte Blutspenderinnen und Blutspender ist dieser Bedarf nicht zu decken. Leisten Sie Ihren Beitrag und besuchen Sie den nächsten Blutspendetermin in Bayreuth und der Region.

MEHR INFOS: blutspendedienst.com

Fr, 12. Juni, 9.30–11 Uhr Vitality Flow, Egerländer Str. 4

Das Stillteam der Klinikum Bayreuth GmbH bietet kostenfrei ein offenes Treffen für alle werdenden, stillenden und nicht-stillenden Mütter an. In lockerem Rahmen soll Raum sein für neue Bekanntschaften, gegenseitigen Erfahrungsaustausch untereinander und mit den erfahrenen Stillberaterinnen der Klinikum Bayreuth GmbH.

Mo, 15. Juni und 13. Juli, 10–12 Uhr Klinikum Bayreuth, Vortragsraum des Hospizvereins

Café

im Bunten Kreis

Das Elterncafé findet monatlich statt und richtet sich an alle, die rund um die Geburt schwierige Zeiten erlebt haben, weil ihr Kind zu früh oder nicht ganz gesund zur Welt gekommen ist. Bei Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre können sich betroffene Eltern miteinander und dem Team des Bunten Kreises austauschen. Eintritt frei.

ANMELDUNG:  0921 400-756284 oder  foerderverein@bunter-kreis.de

Cafe la mama
Känguru

Mo, 15. Juni und 27. Juli, 15–16.30 Uhr

Klinik Hohe Warte Bayreuth, Foyer Therapiezentrum, Konferenzraum 10

„Nie wieder XXL“ …

… ist ein kostenfreies Seminar für Patientinnen, Patienten und deren Angehörige. Regelmäßig informieren Ärztinnen und Ärzte des Adipositaszentrums detailliert über das Krankheitsbild Adipositas und die verschiedenen konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten.

ANMELDUNG:  0921 400-5270 oder 0921 400-5272 oder  adipositaszentrum @klinikum-bayreuth.de

So, 21. Juni, 10–17 Uhr Landwirtschaftliche Lehranstalten des Bezirks Oberfranken

Tag der offenen Tür mit Familienfest

Der Bezirk Oberfranken lädt Familien aus der ganzen Region herzlich ein, einen bunten und ereignisreichen Tag in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten zu verbringen. Tiere, Traktoren, eine Hüpfburg, Spiel- und Mitmachstationen – in jeder Ecke des großen Geländes gibt es etwas zu entdecken. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – es gibt Bratwürste, Wiener, Burger, Pizza, Kartoffelsnacks, Fisch und natürlich auch Kaffee und Kuchen zu familienfreundlichen Preisen. Für die Kinder gibt es Softeis gratis.

Fr, 24. Juli, 17.00–18.30 Uhr

Klinikum Bayreuth, Preuschwitzer Str. 101, Konferenzraum 4, Ebene 0

Elternkurs: Notfall!

Erste Hilfe und Reanimation bei Kindern

Eltern werden für mögliche Gefahrenquellen sensibilisiert und erhalten konkrete Anleitung, wie im Notfall zu reagieren ist. Erfahrene Pflegekräfte aus der Kinderkrankenpflege demonstrieren Erste Hilfe bei Blutung, Fieber oder Krupp-Anfall und vermitteln alles Wichtige zur Kinderreanimation.

INFOS UND ANMELDUNG: klinikum-bayreuth.de/veranstaltungen

Noch bis Oktober in Stadt und Landkreis Bayreuth

Natur darf wild sein

Die Kampagne „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ läuft noch bis Oktober in der Region Bayreuth. Mehr als 70 Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen zeigen, wie naturnahe Gärten und Grünflächen die Artenvielfalt fördern können. Viele Angebote sind kostenfrei. Der Tierpark Röhrensee lädt z. B. am 31. Mai zum Tag der Artenvielfalt, wo verschiedene Bayreuther Verbände und Initiativen über die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde informieren.

MEHR INFOS: region-bayreuth.de

Wissen, was läuft

AUTOR Region Bayreuth

Alle Events der Region auf einen Klick

Stadt, Land, Leben ist das Veranstaltungsportal für die Region Bayreuth. Interessierte finden hier –unabhängig ihres Alters – leicht tolle Anregungen für Veranstaltungen und Aktivitäten im Umkreis. Seien es Kultur-, Sport-, Wirtschafts- oder Gesundheitstermine – alles ist schnell auffindbar. Durch vielfältige Filtermöglichkeiten nach Orten, Kategorien oder Zielgruppen, lässt sich die Suche individuell anpassen.

Stadt, Land, Leben ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis Bayreuth, welches durch das Regionalmanagement der Region Bayreuth umgesetzt wurde. Das Portal wurde mit Mitteln des Regionalmanagements in Bayern aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit 90 Prozent gefördert.

Hierdirektgeht’szum Veranstaltungsportal

MEHR INFOS: www.region-bayreuth.de

Rätselzeit

Wir verlosen unter allen richtigen Einsendungen: Drei Gutscheine im Wert von 50 Euro für die Praxis für Physikalische Therapie an der Klinik Hohe Warte.

sches Fett ugs.: hitverdächtig annähernd, ungefähr Körpergewebe

Krankentransportgerät

Wohlbefinden (engl.)

Mineralienschlamm vulk. Ursprungs

Hauptschlagader

Oper von Verdi † 1901

Tier mit Federn

Benzinbehälter im Auto

Gärstoff Rätsellöser

Teil des Fußballtrikots

großer Zeitabschnitt

Singvogel

deutscher Sozialist (Friedrich) † 1895

Gift der Tollkirsche

besitzanzeigendes Fürwort

zeichen

Tiermund

Mehrzahlartikel Aderschlag

Mittelmeerinsel Italiens

leger, salopp weltumfassend

Körper eines Lebewesens

Handmähgerät

Spielgerät für den Strand

Harnorgan

Zeit für Entlastung

Gerätelager

Lied, Gesangsstück (engl.)

Stock zum Stützen

Ob Massage, Fango, Kinesiotaping oder medizinische Bäder: In der Praxis für Physikalische Therapie an der Klinik Hohe Warte stehen vielfältige Anwendungen zur Wahl, die Beschwerden lindern, verspannte Muskeln lockern und das Wohlbefinden fördern. Viel Glück beim Rätseln!

MEHR INFOS: ambulanteszentrum-bayreuth.de/ physikalische-therapie

Krustentier

gewaltsame Wegnahme

Körperextremität

Patronin der Augenkranken

ärmelloser Umhang

Patienteninformationssammlung

Geldinstitut

Feldfrucht

einzige Ausfertigung

Umgehungsprothese (Med.)

Endpunkt des Rennens Flachland

Streit, Zwist

westafrik. Staat

Staat in Vorderasien

bewegl. Verbindungen

Vorname von Lauda † 2019

wissenschaftl. Abhandlung Garten-, Wappenblume

Nebendarsteller, Komparse

Erholungsphase Vogellaut Marderart

Vater (Kosename)

Behälter, Hülle

veraltet: ständig

Miträtseln und gewinnen!

Bitte senden Sie das Lösungswort mit Angabe der persönlichen Daten per E-Mail an raetselzeit@gmk.de, Betreff „Rätselzeit“ oder per Post an GMK GmbH & Co. KG, „GESUND LEBEN“, Kanzleistr. 3, 95444 Bayreuth. Einsendeschluss: 15. August 2026.

Die Angaben dienen ausschließlich der Übersendung des Gewinns und werden anschließend gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON:

Wirksam behandeln – auch ohne OP: Eigenbluttherapie, Akupunktur & Co.

Wie nicht-operative Therapien bei orthopädischen Beschwerden helfen

1. Chirotherapie konzentriert sich auf die Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. / 2. Kinesiotape wird zur Verbesserung der Muskelfunktion, Unterstützung der Gelenke und Förderung der Durchblutung eingesetzt. / 3. Die Stoßwellentherapie nutzt hochenergetische Schallwellen, um Heilungsprozesse im Körper anzuregen und Schmerzen zu lindern. / 4. Akupunktur wird zur Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit eingesetzt. / 5. Dr. medic (Ro) Oana Grigore demonstriert die Eigenbluttherapie, bei der PRP (plättchenreiches Plasma) verabreicht wird, um die Regeneration von Gewebe zu unterstützen. Bitte beachten: Die Eigenbluttherapie führen wir derzeit nur in Hof und Münchberg durch. Termine können Sie per E-Mail vereinbaren: info@orthopaedie-hof.de – oder scannen Sie den QR-Code, um eine E-Mail zu senden.

Diese Expertinnen und Experten sind in Bayreuth für Sie da:

Qr-Code scannen und Eigenbluttherapie-Termin vereinbaren!

Zentrum für Orthopädie und Neurochirurgie in Bayreuth Romanstr. 12 95444 Bayreuth

Tel.: 0921 / 51 20 11

Zentrum für Orthopädie und Neurochirurgie in Hof

Eppenreuther Str. 28 95032 Hof Tel.: 09281 / 90 98

Praxisfiliale in der Klinik Münchberg Hofer Str. 40 95213 Münchberg Tel.: 09251 / 60 63 99 9

Praxisfiliale in Naila

Martinsberger Str. 8 95119 Naila Tel.: 09282 / 9 51 60

Prof. Dr. med. Hans-Georg Simank
Michaela Kaußler
Melanie Ort Jana Fraunholz
Michaela Kanz Maria Herrmann
Dr. medic (Ro) Oana Grigore

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